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Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Winter ... Es ist wieder soweit. Wieder einmal müssen wir mit den Tücken des Winters kämpfen. Vorräte sollten weise verteilt werden. Wege sind vereist, also rutscht nicht aus! Ganze Häuser könnten zuschneien. Macht euch auf was gefasst!

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In Antwort auf - neueste Antworten zuerst

#9 RE: Keller
  Absender: Elijah Magoro, 02.05.2020 09:55 Diesen Beitrag zitieren

----> Straßen (Nomaden)


#8 RE: Keller
  Absender: Lyanna Lockhart, 01.05.2020 23:18 Diesen Beitrag zitieren

Elijah sah sie einfach nur an, er wandte keinen Moment lang den Blick ab noch nicht mal als er Lyanna mit diesem Blick ansah. Und das war auch der letzte Damm der schlussendlich in ihr brach und sie so reagieren ließ wie sie nun mal reagierte. Mit Tränen, deutlicher Trauer und vor allem Verzweiflung. Sie konnte noch nicht mal wütend sein, selbst wenn sie das wollte, dafür waren die anderen Gefühle deutlich zu stark. Wut wäre ihr deutlich lieber gewesen als wie eine kleines Mädchen neben Elijah zu sitzen und zu weinen. Es war schwachsinnig aber dennoch Tränen waren ein Zeichen der Schwäche, zu mindestens in dieser Welt und das würden sie wohl auch immer bleiben. Und Schwäche war etwas was genau so einem der Tod bringen konnte wie ein lauter Schuss mitten in einer Zombiehorde. Ihre ersten Worte klangen hart und distanziert, weil sie nun mal vermeiden wollte das sie in Tränen ausbrach Elijah sollte Lyanna nicht so sehen. Elijah sollte nicht denken das die Dunkelhaarige schwach war, das sie mit all dem fertig werden konnte, das es ihr egal war aber es war ihr nun mal nicht egal. Das Ganze war ihr einfach verdammt nochmal nicht egal und je mehr ihr das bewusst wurde umso schwerer war es den Kloß in ihrem Hals runter zu schlucken, deutlich schwieriger die Tränen zurück zu halten und irgendwann bemühte sich die Dunkelhaarige auch nicht mehr darum, da sie schnell begriff das sie selbst zu schwach war diese zurückzuhalten. Die Worte, all ihre Gedanken und Fragen sprudelten einfach nur so aus ihr heraus und Elijah musste dafür nun gerade stehen. Sie wusste das er nicht die Antworten auf alles hatte, das er ihr diese nie geben konnte aber er war gerade das Einzige was Lyanna davon abhielt einfach aus diesem Auto zu springen und wegzulaufen. Wohin? Weit weg von dieser Situation, von den Gedanken. So wie sie es immer getan hatte, so wie sie es auch nie anders kannte. Aber nun davon zu laufen, mitten im Nirgendwo, in einem Regensturm, sein Leben förmlich aufs Spiel zu setzen war einfach nur dumm und Lyanna wusste sie konnte sich keine Dummheiten erlauben. Das Leben würde ihr nicht noch eine weitere ihrer tausend Chancen gewährleisten und das wusste die Dunkelhaarige nach dem Winter zu gut. Außerdem wollte sie Elijah nicht zurücklassen. Das würde sie nie mehr wollen oder gar noch einmal versuchen. Dafür …. dafür liebte sie ihn viel zu sehr. Elijah sagte immer noch kein Wort und Lyanna's Tränen wurden stärker. Jetzt durfte er etwas sagen, er musste etwas sagen. Diese Stille, die nur durch ihr Schluchzen unterbrochen wurde waren gerade unerträglich. Schließlich öffnete sie sich dem Dunkelhäutigen gerade mehr als sie es je bei einem anderen getan hätte. Noch nicht mal bei Roan war es so gewesen. Lyanna spürte nur den leichten Ruck in ihrem Arm und sein leises aber deutliches 'Komm her' musste sich die Dunkelhaarige nicht ein weiteres mal anhören. Diese zwei kleinen Worte lösten in der Dunkelhaarige deutlich mehr aus als sich der Dunkelhäutige vielleicht vorstellen konnte. Klar er konnte sie nicht einfach rüberziehen, Lyanna müsste mehr oder weniger zu ihm rüberklettern, was aber keine sonderlich große Herausforderung war. Als sie auf seinem Schoß saß schmiegte sich ihr Kopf direkt an seine Brust ehe sie auch schon seine Arme um sich spürte. Seinen warmen Atem in ihrem Haar, welcher sofort dafür sorgte das Lyanna ihre Augen schloss und schon deutlich unterbewusst ruhiger wurde. Sie konnte noch nicht mal beschreiben wie sicher sich die Dunkelhaarige gerade in seinen Armen fühlte , wie sehr sie seine Nähe brauchte. Lyanna vergrub nur ihr Gesicht an seiner Brust, während ihr weiter die Tränen über das Gesicht liefen. Und dann sprach Elijah auch endlich. Und wenn Elijah sprach, dann schien er immer zu wissen welche Worte die richtigen waren. So war es auch jetzt gewesen. Seine erste Aussage führte nur dazu das die Dunkelhaarige ihre Lippen zusammenpresste. Sie wünschte sie könnte diese Aussage glauben, sie wollte es wirklich so sehr glauben und Elijah hatte auch mehr als nur bewiesen was er drauf hatte und das er auf sich aufpassen konnte aber auch er konnte es nicht versprechen. Das konnte keiner von ihnen. Ihre Hand umklammerte nur seinen Arm während sie weiterhin seinem Herzschlag und seinen Worten lauschte. Deutlich zwei Faktoren, die die Dunkelhaarige gerade ungemein beruhigten. Das sie beide wohl nach dem Rauch rochen, war wohl kaum etwas was sie vermeiden konnte aber etwas was die Dunkelhaarige am wenigstens störte. Sie war einfach nur froh das sie hier war, zusammen mit Elijah und das sie beide am Leben waren. Sanft spürte sie seine Hand an ihrem Kinn, ehe er ihren Kopf leicht anhob, sie sozusagen zwang sie anzusehen. Aus roten, tränen unterlaufenden Augen und ihr von tränen nasses Gesicht blickte sie den ehemaligen Soldaten nur an und man konnte ihr deutlich ansehen wie sich ihre Augen einen kurzen Moment weiteten als er seine Kolonie als auch ihre Kolonie bezeichnete. Ob er wusste was er mit dieser Aussage ausgelöst hatte? Wie sehr sie das glücklich machte, das aus seinem Mund zu hören. Das er genau so fühlte wie es die Dunkelhaarige tat und das er selbst in solchen Momenten wie jetzt Lyanna's einziger Halt war. „Die Welt war schon immer anders gewesen als ich sie mir vorgestellt hatte. Hinter all dem Schönen war sie auch dunkel und kalt. Gewalttätig und gnadenlos. Seid dem Weltuntergang … ist es deutlich schlimmer und sie lässt einen schnell glauben das man nichts ist besonders wenn man nichts hat .. wofür es sich zu kämpfen lohnt. Aber immer wenn diese Gedanken in meinem Kopf vorbeistriffen … war da immer ein sanftes, warmes Flüstern das mir sagte … Ich bin am leben.“ Ein sanftes, leises erheitertes Schnauben entfloh ihrem noch immer traurig wirkenden Gesicht. „Der psychologische Teil in mir würde jetzt sagen das ich wohl eine Schizophrenie entwickele. Lyanna schüttelte nur leicht den Kopf. Sanft spürte sie seine Lippen an ihrer Wange und Lyanna schloss nur einen Moment die Augen und als sie diese öffnete, konnte sie nicht anders als schwach zu lächeln. „Dein Mädchen also?“ lächelte die Dunkelhaarige immer noch schwach und wischte sich langsam mit ihren Händen durch ihr Gesicht, wischte somit die letzten Tränen davon ehe ihr Schluchzen leiser wurde. „Ich bin verdammt schlecht darin auf mich aufzupassen . Ich hatte einfach nur Glück.“ lächelte die Dunkelhaarige nur und legte eine Hand auf seine Wange, drückte seinen Kopf leicht wieder in ihre Richtung. „Und wie viel Glück ich einfach habe ...“ hauchte die Dunkelhaarige nachdenklich während sie seinem Blick mit der selben Zuneigung entgegnete Langsam setzte sich die junge Frau auf dem Dunkelhäutigen auf. Sanft blickte sie diesen nur an als sie ihre Arme um seinen Nacken schlung. Draußen tobte noch immer der Regen, der Donner der sich ab und an ankündigte „Und ich könnte mir diese kaputte Welt nicht mehr ohne dich vorstellen … wie verrückt...“ hauchte Lyanna nur und überbrückte den letzten Abstand und presste ihre Lippen auf seine. Wollend, leidenschaftlich und vor allem emotional das der Dunkelhaarigen fast der Atem wegblieb. Ja Lyanna konnte nicht sagen wie sehr sie die Nähe des Dunkelhäutigen wollte, das ließ sie ihn deutlich spüren , in dem sie ihren Körper deutlich an seinen presste, wäre da nicht dieser … verdammte Gedanke der sich gerade wieder in Lyanna's Kopf gekämpft hatte. Der Gedanke über den Lyanna schon öfters das Verlangen hatte mit Elijah darüber zu reden aber sie konnte es nicht. Sie konnte es einfach nicht. Die Dunkelhaarige brach nur den Kuss ab. „Ich … tut mir Leid.“ entschuldigte sich Lyanna als hätte sie etwas deutlich schlimmes gerade getan. „Ich wollte dich nicht ...so überrumpeln.“ Lyanna seufzte nur und lehnte ihre Stirn an sein. „Aber wenn du wüsstest wie sehr mich deine Worte … glücklich machen. Und wenn du sagst das dein … unser zu Hause sicher ist dann vertraue ich dir. Wenn du sagst das du an deine Kolonie glaubst, an deine Leute … an uns... dann glaube ich das auch.“ lächelte Lyanna schließlich.

@Elijah Magoro


#7 RE: Keller
  Absender: Elijah Magoro, 01.05.2020 20:54 Diesen Beitrag zitieren

Er hatte sich also richtig entschieden, die Fahrt über zu schweigen. Die Tankstelle hatte er aus der Hinfahrt noch in Erinnerung, ab hier würden sie noch etwas mehr als eine gute Stunde fahren, vielleicht eineinhalb. Washington D.C. war noch nicht lange hinter ihnen, aus der Stadt herauszukommen war am aufwendigsten. Leider waren vor allem der Highway und andere Straßen zwischen dem Clubhaus und D.C. mit alten Autos blockiert oder Brücken waren eingestürzt. Daher mussten sie über Landstraßen fahren und brauchten etwas länger, als man wohl vor der Apokalypse gebraucht hätte. Nichts, das Elijah störte. Sie würden vermutlich am frühen Morgen im Clubhaus ankommen, die Uhr im Wagen sagte es war jetzt kurz vor fünf Uhr morgens. Der Ex-Soldat hatte keine Ahnung, wann sie im Krankenhaus durch den Angriff geweckt wurden, geschweige denn, wieviel Zeit sie alleine in der Kanalisation verbracht hatten. Doch der Regen machte ihm einen Strich durch die Rechnung, würde das Ganze noch etwas verzögern. Es regnete so heftig, dass er in der Dunkelheit kaum noch die Straße sehen konnte und da er keinen Abzweiger verpassen wollte, nahm er sich die alte Tankstelle zur Hilfe. Jetzt, wo sie hier standen, konnte er sich aus der Herfahrt daran erinnern und konnte so ungefähr die restliche Fahrtzeit einschätzen. Eine Weile standen sie schon dort, ehe er sie dann doch ansprach, seine Hand auf ihren Oberschenkel legte. Er spürte das Zucken, dass durch ihren gesamten Körper ging, als hätte er sie aus dem Tiefschlaf gerissen. Dieser Blick, der so fixiert auf den Regensturm da draußen gerichtet war, obwohl man in der Dunkelheit recht wenig erkannte. Die Anspannung in ihrem gesamten Körper und dieses elendige Schweigen. Er wollte, dass sie sprach, konnte aber zu gut verstehen, dass sie es nicht tat. Wenn sie noch nicht bereit war mit ihm zu reden, dann würden sie eben einfach schweigend hier sitzen, damit hatte Elijah auch kein Problem. In seinem Rucksack waren sein Büchlein und der Bleistift, er könnte hier sechs Stunden sitzen und einfach nur zeichnen. Doch da Lyanna reagierte und ihre Hand auf seine legte, ihm den Kopf zudrehte und nicht mehr stur aus dem Fenster starrte, ließen ihn ein wenig hoffen, dass sie sich ihm gegenüber ein Wenig öffnen würde. Er hasste es, wenn sie nicht redete. Klar, wer war er, dafür jemanden zu verurteilen, wo er selbst so wenig redete, aber dennoch. Lyanna redete sonst immer, verriet ihm verbal, was sie beschäftigte, was sie fühlte. Dass sie jetzt so schwieg, nachdenklich alles für sich behielt, war sehr untypisch für sie. Und das war es, dass ihm Sorge bereitete.
Dann zog sie die Hand weg und erwiderte seinen Blick. Ihrer so schmerzvoll, traurig, niedergeschmettert, enttäuscht…? Es war so viel darin zu erkennen, dass sich Elijah noch hilfloser fühlte, als er sowieso schon war.
Ihre ersten Worte überraschten ihn, eigentlich wollte er den Blick abwenden, aber ihre Stimme, wie sie es sagte, ließen ihn genau das Gegenteil tun. Es war, als wäre er in ihren Augen gefangen, in diesen emotionalen, von Gefühlen fast überlaufenden Augen, die sich nun mit Tränen füllten. Ihre brüchige Stimme, dieser Gesichtsausdruck, die Emotionen, die jetzt auf einen Schlag hochkamen, die sie die vergangene Zeit so versucht hatte niederzuringen. Sie hatte sich gut geschlagen, doch jetzt war der Moment in dem sie die Schlacht verlor und es war vollkommen okay. Der ersten Träne, die durch ihr ebenfalls vom Rauch schmutziges Gesicht eine saubere, helle Linie zog, folgten schnell mehr. Und je mehr es wurden, desto stärker wurde das Stechen in Elijahs Herz. Er hasste es Lyanna so zu sehen, so… gebrochen. Natürlich hatte sie das nicht gewollt und er doch genauso wenig. Ja, sie hatten die anderen zurückgelassen und ja, man könnte es als grausam oder herzlos bezeichnen, aber das machte sie nicht zu schrecklichen Menschen. Sie konnten nicht alle retten und sie konnten auch nicht einfach alle mitnehmen. Ja, die Entscheidung war bei Elijah gelegen, Lyanna traf dabei eigentlich keine Schuld. Elijah hätte den Leuten sagen können, dass ihre Kolonie bei Baltimore lag, aber er hatte sich dazu entschieden es nicht zu tun. Warum, konnte er nicht direkt sagen. Es war auch nicht seine Entscheidung, er war nicht der Anführer des Clubhauses und erst Recht nicht des Cottages. Diese Entscheidung hätten Jax und Rick oder Daryl treffen müssen. Doch auch ihre Kolonien konnten nicht einfach so, so viele Leute aufnehmen. Das ging nicht, es war unmöglich. Und auch Elijah hasste sich dafür, dieser Wahrheit ins Gesicht sehen zu müssen. Harte Wahrheiten waren nun mal die am schwersten zu akzeptierenden.
Der Dunkelhäutige unterdrückte ein Seufzen, als er die Verzweiflung in ihrer Stimme hörte. Natürlich hatte sie gerade den Glauben in Kolonien verloren, warum auch sollte das Clubhaus von so einer Tragödie verschont bleiben? Das war eine berechtigte Frage, die sie da stellte. Und Elijah müsste lügen, wenn er sagen würde, dass sowas nie passieren würde. Dass er es für unwahrscheinlich hielt, entsprach aber der Wahrheit. Sie war des Kämpfens überdrüssig und auch das konnte Elijah verstehen. Er konnte es verstehen, aber nicht nachvollziehen. Denn er war für das kämpfen und töten ausgebildet worden, es war sein Lebensunterhalt gewesen, alles und das einzige, was er in seinem Leben je gelernt hatte. Darin unterschieden sich die beiden vermutlich sehr. Lya würde das nie verstehen können, aber das musste sie auch nicht. Das musste niemand, das konnte niemand, der nicht in der Army war. Deswegen sagte er auch nichts, nahm Elijahs Hand in ihre, fest und Haltsuchend. Schon irgendwie seltsam, dass sie davon sprach kein Blut mehr an den Händen haben zu wollen, wo an Elijahs Hand doch so viel Blut klebte. Zuhause in seinem Zimmer würde er erstmal drei weitere Striche auf seiner Liste machen müssen. Er zählte die Menschen, die er getötet hatte, warum, wusste er nicht. Das hatte er bei der Army angefangen. So vergaß er nicht, wie viele Leben er schon beendet hatte und hatte dies immer vor Augen. Wenn er sich Recht entsann waren es mittlerweile 346 Leben. Eine gewaltige Summe, die er auch mit niemandem teilte. Sie war wohl eines seiner kleinen Geheimnisse.
Das sie weinte, ließ sein Herz so sehr schmerzen und ehe er es sich versah, zog er sie am Arm und mit einem leisen „Komm her“, auf seinen Schoß hinüber. Ja, Lya musste mehr über die Mittelkonsole des Jeeps klettern, als dass Elijah sie wirklich hinüberzog, aber sie kam freiwillig. Er spürte wie sie sich auf seinem Schoß zusammenkauerte, sich an seine Brust schmiegte und sofort schloss er seine Arme um sie, zog sie noch näher an sich heran. Er vergrub die Nase in ihren Haaren, atmete ihren Geruch ein, der vermischt war mit dem von Rauch. Er roch vermutlich auch sehr nach Rauch, aber das war jetzt in diesem Moment egal. Alles was zählte war, dass sie hier auf seinem Schoß saß, sie wieder ein verdammtes Abenteuer irgendwie überlebt hatten und er sie nun mit zu sich nach Hause nehmen konnte. Ihr ein neues, sicheres Zuhause bieten konnte.
„So leicht wirst du mich nicht los“, flüsterte er in ihre Haare hinein, während der Regen weiter auf das Dach und die Windschutzscheibe prasselte, dann hob er den Kopf und mit einer Hand umfasste er ihr Kinn, sah ihr auf das Tränenüberlaufene Gesicht, zwang sie ihn anzusehen.
„Ich habe auch verdammt Angst dich zu verlieren. Verdammt, jedes Mal bleibt mir fast das Herz stehen, wenn wir in so eine brenzlige Situation wie vorhin kommen. Aber so ist unser Leben nun mal. Das ist aber kein Grund die Hoffnung und unseren Glauben zu verlieren. Und ich glaube an meine… verzeih, unsere Kolonie. Und an Jax und Antonio. Ich glaube an dich. Und ich glaube an uns…“
Ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen, als er diese Worte sagte und dann beugte er sich vor, küsste ihre Wangen, ganz sachte und leicht nur, küsste die Tränen weg, die dort immer noch hinabrannen. Dann sah er sie einfach nur an, erwiderte ihren Blick und seufzte, „Außerdem weiß ich, dass mein Mädchen auf sich aufpassen kann. Sonst hättest du nicht so verdammt lange ohne mich da draußen überlebt. Jetzt aber hast du mich immer an deiner Seite, wenn du mich brauchst. Du kannst dich immer auf mich verlassen, denn ich…“ Er brach kurz ab und lächelte wieder. Verdammt, wie gerne er ihr jetzt einfach sagen würde, dass er sie liebte, aber das war nicht der richtige Moment, „Denn du bist mir wichtig. Und ich könnte mir diese Welt nicht mehr ohne dich vorstellen…“
Er senkte den Kopf, wandte damit den Blick ab, denn er wusste, das seine Augen gerade vermutlich nur so vor Zuneigung strahlten.

@Lyanna Lockhart


#6 RE: Keller
  Absender: Lyanna Lockhart, 01.05.2020 14:42 Diesen Beitrag zitieren

Lyanna's Blick glitt wieder von dem verregneten Himmel wieder zu dem brennenden Gebäude das nur wenige Meter weit weg stand und das ehemalige Gebäude, das zu Hause so vieler Menschen langsam niederbrannte, teilweise auch einfach zusammenbrach. Wie ein Kartenhaus im Wind, als wäre es einfach nichts. Das ihre bereits nasse Kleidung und ihre Haare nicht von dem Regen verschont blieben, konnte man deutlich sehen. Ihr Blick war starr einzig und allein auf das Gebäude gerichtet. Würde sich jetzt jemand von hinten anschleichen oder Untote ihre Wege kreuzten, Lyanna würde es noch nicht mal bemerken. Selbst Elijah's Worte nahm sie im ersten Moment nicht wahr. Dabei hatte er Recht, es herrschte zwar kein Winter mehr aber es war immer noch nicht wirklich warm gewesen. Durchgenässt, bei kaltem Wind waren eine optimale Voraussetzung das man sich schnell etwas einfangen konnte und jeder in der Apokalypse wusste was eine einfache Erkältung mit einem machen konnte, unter diesen Umständen in denen sie sich befanden. Die Dunkelhaarige musste es sogar am Besten wissen, nach dem was ihr dem Winter über widerfahren ist. Doch Lyanna konnte nicht anders als sich auf dieses brennende Gebäude vor ihr zu fixieren, wie die Flammen sich durch das Gebäude fraßen, wie ein hungriger Zombie durch das Fleisch eines Menschen. Sie konnte an nichts anderes denken an die Leute, die vielleicht noch dort drin waren. Wie weit es zu dem ganzen hat nur kommen können, an die Leute die sie zurücklassen musste. Und besonders an die Tatsache was eventuell passiert wäre, wenn alles nicht so einigermaßen reibungslos abgelaufen wäre. Sie hätten einfach beide verbrennen können oder einfach wie so oft mit einer Kugel im Kopf enden können. Und wenn Lyanna das realisierte, spürte sie bereits dieses schreckliche Ziehen in ihrer Magengegend. Und das Schlimmste an dieser Sache war, es zeigte der Dunkelhaarigen wieder einmal das Kolonien nicht unbedingt auf Dauer ein sicherer Ort waren. Wie schnell man etwas verlieren konnte, was man sich all die Jahre über erkämpft und aufgebaut hatte. Es machte Lyanna und unsicher und sie müsste lügen wenn sie nicht sagte das es ihr auch eine verdammte Angst bereitete. Sie wollte nach wie vor mit Elijah gehen, bei ihm bleiben. Doch was war wenn sich genau das selbe abspielte wie hier. Was war dann? Wo würden sie dann hingehen? Wenn sie es überhaupt überlebten. Vielleicht machte sie auch gerade einen riesigen Fehler. Und die Dunkelhaarige spielte wirklich mit dem Gedanken zurück zu gehen, die Leute zu einem sicheren Ort zu bringen, wo auch immer der sein sollte. Aber der rationale Teil in Lyanna wusste, das dies nur wieder ein Wunschdenken war, was nicht so einfach war. Sie wusste das dies nicht ging und es war auch nichts worum sie Elijah bitten wollte. Lyanna schluckte nur den Kloß in ihrem Hals herunter, wie sehr sie gerade darum kämpfte das ihr die Tränen nicht über die Wangen liefen, das sie nicht einfach schrie oder irgendetwas kaputt schlug. Sanft spürte sie nur wie seine Hand nach ihrer Griff und für einen Moment entspannte sich Lyanna's Haltung während sie kurz seinen Blick erwiderte ehe sie nur nickte und wieder wegsah. Die Dunkelhaarige wusste das der Dunkelhäutige dies nicht mochte, doch sie konnte ihn nicht ansehen. Sie fühlte sich so schwach und traurig, so schuldig als hätte sie etwas Schlimmes getan. Sanft zog der ehemalige Soldat Lyanna schließlich nur mit sich und sie ließ es zu, dennoch war ihr Blick immer noch auf das Gebäude gerichtet ehe es zwischen all den anderen verschwand und nur noch durch den großen, schwarzen Rauch zu sehen war. Das vertraute Schlurfen und Stöhnen der Beißer war bereits schon deutlich wahr zu nehmen, sie wurden deutlich durch das helle Feuer und den Lärm angezogen. Doch Elijah zog Lyanna weiterhin mit. Sich mit den Zombies zu beschäftigen, in diesem Zustand war deutlich keine kluge Entscheidung gewesen zu dem deren Aufmerksamkeit etwas ganz anderes galt. Als sie bei dem Jeep ankamen, stand dieser noch genau so da wie Lyanna ihn vor ein paar Tagen abgestellt hatte. Elijah ließ Lyanna los stieg, sofort ein und warf seine Sachen auf den Rücksitz. Die Dunkelhaarige tat es ihm gleich während sie sich auf den Beifahrersitz fallen ließ. Der Dunkelhäutige zögerte keinen Moment, startete den Wagen und schon fuhren sie auch los. Das Krankenhaus und die Gebäude, die sie hinter sich ließen wurden immer kleiner und kleiner, bis sie ganz aus dem Sichtfeld verschwanden. Der Regen prasselte stark auf die Scheiben während der Wind der immer wieder gegen den Wagen peitschte es sicherlich unbedingt einfach machten zu fahren. Lyanna lag leicht angelehnt in ihrem Sitz, ihr Blick war starr auf den Regensturm der sich außerhalb des Wagens abspielte gerichtet, auf die ganzen verlassenen und heruntergekommenen Gebäude, die an ihnen vorbeizogen, die Stadt die sie langsam hinter sich zurück ließen. Elijah war die ganze Zeit über still gewesen und das war auch gut so gewesen. Das war ein Moment in dem sie dies wirklich schätzte und er nicht versuchte irgendwie auf sie einzureden um das ganze zu beschönigen, so wie es die meisten Menschen immer taten. Zu dem Lyanna nicht wirklich sagen konnte das sie ihre Tränen länger zurückhalten könnte wenn Elijah sie ansprach. Ihr Lippen waren fest aufeinander gepresst, ihr Kiefer deutlich angespannt weil sie ihre Zähne aufeinander presste. Ihre rechte Hand umgriff fest ihren linken Unterarm, wo die Bisswunde sich befand, die mittlerweile nur eine Narbe war. Lyanna wirkte im allgemeinen angespannt und unruhig und auch deutlich mit ihren Gedanken woanders. Normalerweise spürte sie immer wenn sie jemand ansah, besonders wenn Elijah das tat. Erst als Elijah seine Hand auf ihren Oberschenkel legte, seine Worte die darauf folgten schreckte die Dunkelhaarige ein wenig auf, als hätte man sie aus einem tiefen Schlaf geweckt. Erst jetzt bemerkte die Dunkelhaarige auch das der Wagen schon längst zum Stehen gekommen war. Es regnete, stark als würde erneut die Welt untergehen. Das Elijah deutliche Schwierigkeiten hatte sich noch weiterhin auf die Straßen zu konzentrieren, besonders in seinem Zustand war ein Wunder gewesen. Der Wagen stand an einer Tankstelle unter dem längst schon deutlich mitgenommenen Dach. Zwar befand sich der Wagen nicht ganz im trockenen aber es würde reichen, zu mindestens bis der Regen sich einigermaßen gelegt hatte und sie weiterfahren konnten. Lyanna legte nur kurz ihre Hand auf seine ehe sie diese wieder wegzog und ihn anblickte. Dieser hilflose Blick mit dem er sie ansah, fühlte sich schon fast für Lyanna wie eine Bestrafung an. „Schau mich nicht so an Elijah … tu das wirklich nicht.“ sprach die Dunkelhaarige nur leise und mit deutlich brüchiger Stimme aber es war bereits schon zu spät als sie spürte wie ihr bereits eine Träne über die Wange lief bei diesen Worten und aus der einen Tränen wurden schließlich mehr. „Denkst du ich habe das gewollt? Du weißt es genau so wie ich das sie es niemals schaffen werden und dennoch haben wir sie zurückgelassen, einfach eiskalt ihrem Schicksal überlassen weil … weil wir einfach schreckliche Menschen sind.“ kam es nur so aus der Dunkelhaarigen heraus. „Wie kannst du dir sicher sein, das dein zu Hause so sicher ist? Wie ?“ In ihrer Stimme war deutlich Verzweiflung zu hören. Ihre Hand fuhr immer wieder zu ihrem Gesicht, die immer wieder versuchte die kommenden Tränen wegzuwischen. „Ich will nicht mehr kämpfen … Ich will nicht mehr das Blut an meinen Händen klebt.“ Lyanna brach nur ab und griff wieder nach Elijah's Hand, hielt diese fest wie sie es noch eben in dem brennen Gebäude tat. „Ich will dich nicht verlieren.“ schluchzte die Dunkelhaarige nur.

@Elijah Magoro


#5 RE: Keller
  Absender: Elijah Magoro, 01.05.2020 10:22 Diesen Beitrag zitieren

Das stetige, leise Geräusch, während sich die drei durch die Kanalisation bewegten, des Wassers, wirkte irgendwie beruhigend auf den Ex-Soldaten. Er mochte das Meer sowieso sehr gerne, hatte früh schon das Schwimmen gelernt. Klar, in New York ging man eher seltener ins Meer, denn der wirklich schöne Strand war eher an den Rändern von Brooklyn, Queens oder in der Bronx. Elijahs Familie war mitten in New York aufgewachsen, mitten in Queens, also war es doch etwas weiter gewesen an den Strand zu kommen. Seltsam, nicht? Man wuchs in einer Stadt am Meer auf, doch man kam so selten rein, wie jeder andere. Zumindest in seiner Kindheit. Damals dann auf der High-School, waren sie nach der Schule öfter mal zum Strand gefahren, aber auch das hatte im Verkehr der Großstadt ewig gedauert. Dennoch hatte der Dunkelhäutige jede Sekunde am großen, weiten Meer genossen. Schon seltsam, dass er sich damals dann dafür entschieden hatte zur Army und nicht zur Marine zu gehen, doch er wollte sich das Meer nicht durch die Arbeit kaputtmachen lassen. Dafür hatte er es immer mehr genossen, wenn er aus einem Einsatz zurückkam, mit seiner Schwester oder seinen Eltern am Meer spazieren zu gehen. Insgeheim hatte er davon geträumt seinen Eltern irgendwann ein Haus näher am Meer schenken zu können, denn auch seine Mutter war sehr vernarrt in das große Blau gewesen. Ja, sein Dad hätte die Gemeinde wechseln müssen, denn sonst hätte er immer einen sehr langen Arbeitsweg gehabt, aber dennoch. Dazu war es aber eben einfach nie gekommen.
Das Geräusch des Wassers und die nicht mehr vom Rauch verpestete Luft, machten es Elijah irgendwie leichter zu atmen, obwohl es hier unten stank. Aber Gestank kannte der Dunkelhäutige zu gut, als, dass es ihn noch stören könnte. Sie folgten den roten Pfeilen, Elijah das Gewehr immer im Anschlag, aufmerksam, lauschend, ob nicht ein weiteres Geräusch von platschendem Wasser hinzukam. Aber es war verdammt ruhig hier unten, abgesehen von den obligatorischen Ratten, die es in der Kanalisation eben gab. Zu Lyannas Schreckhaftigkeit vor den kleinen Nagetieren sagte der Soldat nichts, seine Lippen umspielte nur ein Lächeln, dass aber niemand sehen konnte, da er vorne weglief. Ratten machten ihr Angst? Sie schmierte sich mit Beißerinnereien voll, aber die kleinen Nager versetzten sich in Furcht? Ein bisschen absurd, oder nicht? Doch er hielt wie so häufig den Mund, behielt die Gedanken einfach nur für sich. Den Blick immer nach vorne gerichtet, lauschte er dem Gespräch zwischen Lyanna und dem Mädchen. Er konnte sie verstehen, für eine 13-jährige musste die ganze Welt gruselig sein. Andererseits kannte sie es auch nicht anders, immerhin war sie zum Ausbruch der Apokalypse ja erst drei Jahre alt gewesen. Beißer waren für Sera also eigentlich Normalität, was aber nicht hieß, dass sie weniger gruselig waren. Sera fragte Lyanna, wovor die Dunkelhaarige denn Angst hätte und das ließ den Ex-Soldaten hellhörig werden. Er hatte schon eine gute Ahnung, wovor Lyanna Angst hatte, aber das würde das Mädchen nicht verstehen. Verlustangst, Angst vor dem Alleine sein, Angst einen Menschen, der einem wirklich wichtig war zu verlieren, solche Ängste konnten Kinder noch nicht begreifen. Sie hatten nur vor materiellen Dingen Angst, wie Beißern, der Dunkelheit und…
Er schnaubte kurz leise belustigt auf, als Lyanna meinte Ratten wären gruselig. Er konnte sich vorstellen, dass die Dunkelhaarige die Ratten nicht sonderlich mochte, aber so wirklich Angst hatte sie davor sicherlich nicht. Aber irgendwas musste sie dem Mädchen ja erzählen.
Als sie um eine Ecke bogen, hob Elijah sofort sein Gewehr. In der Ferne erkannte man Licht und drei Gestalten, die sich davor hin und her bewegten. Die Stimmen drangen zu ihnen hinüber und es dauerte nicht lange, da war sich Elijah sicher, dass eine davon David gehörte. Dass sie dem Typen auch immer wieder über den Weg laufen mussten. Sie kamen David entgegen, dieser ihnen ebenfalls und seine gesamte Körpersprache schrie, dass er Lyanna umarmen wollte. Doch am Ende überlegte er es sich nochmal anders, legte ihr nur die Hand auf die Schulter. Dann hob er das Mädchen hoch und stellte ernüchternd fest, dass sie rausgefunden hatten. Naja, das war ja offensichtlich, sonst würden sie ja wohl kaum hier stehen.
Elijah erwiderte Lyannas Blick in der Dunkelheit, doch seine Augen sprachen nicht, waren wieder die kühlen, gefährlichen, die er so häufig hatte, wenn er sich in keiner sicheren Umgebung befand. Dem Gespräch der beiden lauschte Elijah nur, hielt sich im Hintergrund, es gab keinen Grund, warum er sich an dem Gespräch beteiligen sollte. Lyanna hielt David eine Standpauke über die Entscheidung von Owen und man konnte David ansehen, dass er das nicht hören wollte. Klar, Elijah verstand den Sanitäter. Die Kolonie hatte nur Befehle befolgt, Befehle eines Mannes, der vor dem Geben des Befehls, nicht genug nachgedacht hatte. Nicht mit solchen Konsequenzen gerechnet hatte. Ein typischer Fehler. Und eigentlich war David nicht derjenige, dem Lyanna das erzählen musste. David war nur ein einfacher Soldat in einem Krieg, den er nicht begonnen hatte. Das wäre so, als hätte man damals Elijah angemacht, warum es Krieg gegen die Al Quaida gab. Dafür konnte er nichts, er war nur eine Figur in einem viel größeren Schachbrett. Doch auch jetzt hielt er den Mund, wollte Lyanna nicht in den Rückenfallen.
Als Lyanna davon sprach, dass sie einen neuen Ort brauchten, an dem sie leben konnten, huschte David Blick ganz kurz zu Elijah. Der Dunkelhäutige stand schräg hinter Lyanna etwas mehr im Schatten, sah den Sanitäter nur aus seinen dunklen Augen an. Lyannas Platz war also bei dieser Gruppe? Interessante Ansicht. Die Dunkelhaarige verneinte diese Aussage und griff dabei nach Elijahs Hand, die er ihr natürlich sofort entgegenstreckte und die Hand der Frau fest mit seiner verschränkte. Der Sanitäter sah das und verstand sofort. Er hatte eigentlich nie eine Chance bei Lyanna, all die Zeit, die die Dunkelhaarige in der Kolonie war, war ihr Herz aber bei einem Mann außerhalb gewesen. Ebenso wie bei Elijah. Elijah wäre in seiner Kolonie vermutlich niemals mit einer anderen Frau glücklich gewesen, da er sein Herz damals vor dem Clubhaus in Lyannas Hände gelegt hatte und sie hatte es mit sich genommen. Vermutlich gar nicht in dem Wissen, was für eine wertvolle Fracht sie mit sich trug.
Das Mädchen rannte auf Lyanna zu und wollte sich gegen diese Entscheidung wehren, sie nicht wahrhaben, doch Lyanna machte es ihr schmerzvoll aber ehrlich klar. Natürlich wollte Sera das Ganze nicht hören und rannte davon, ließ Lyanna zurück. Und er konnte deutlich in ihrer Stimme und ihrer Körperhaltung sehen, wie gerade etwas in der Dunkelhaarigen gebrochen war. Ihn überkam das Verlangen sie in seine Arme zu schließen, doch in genau diesem Moment umarmte Lyanna David. Irgendwie versetzte es Elijah einen Stich, auch, wenn er wusste, dass es nur eine Umarmung zum Abschied war, die die beiden teilten. Dann löste sich Lyanna und David gab ihnen nochmal die Anweisung den roten Pfeilen zu folgen. Lyanna ging wenige Schritte voraus und Elijah wechselte nochmal einen langen Blick mit David, dieser nickte nur.
„Viel Glück. Bei allem. Ihr werdet es schaffen“, sprach der Dunkelhäutige und wandte sich dann zum Gehen, folgte Lyanna weiter den nächsten Tunnel entlang. Ihre ganze Körpersprache, alles in ihr sprach dafür, dass es ihr emotional einfach furchtbar ging. Natürlich, die Leute jetzt einfach zu verlassen in ihrer größten Not, wo sie genau wussten, wohin sie gingen. Aber sie konnten sie nicht alle mit ins Clubhaus nehmen und auch nicht ins Cottage. Rick und Daryl würden Elijah steinigen, wenn er einfach mal so fünfzig Leute mitbringen würde und dann würden sie Jax fragen, was sich einer seiner Leute einfach dachte. Nein, auch Elijah war es unangenehm diese Leute zurückzulassen und zu wissen, dass er heute Abend in seinem sicheren Bett liegen würde. Während diese Leute eventuell immer noch in der Kanalisation waren oder irgendwo anders.
Sie kamen an einer Leiter an und Lyanna kletterte nach oben, hob den Deckel an und als es sicher war, kletterte sie hinaus. Elijah folgte ihr und als er gerade den Kopf herausstreckte, spürte er schon den ersten Tropfen auf seinen Schädel fallen. Es begann zu regnen. Der Donner kündigte das fallende Nass an und als Elijah den Deckel wieder über den Schacht schob, prasselte der Regen schon hinab. Er atmete tief ein, seine Lunge fühlte sich heiß und rau an, definitiv gereizt, ebenso seine Augen. Sein Blick glitt auf das brennende Gebäude, das Himmelswasser würde dafür sorgen, dass das Feuer bald gelöscht war, dann sah er zu Lyanna. Sie stand da, ließ das Wasser auf sich herunterregnen und starrte das brennende Gebäude an.
„Los… sonst erkälten wir uns noch“, sagte Elijah und fuhr sich mit einer Hand über die Glatze. Sie war schwarz, der Ruß hatte sich auf seine Haut gelegt, also fuhr er sich öfter darüber, bis er wieder einigermaßen sauber war. Dadurch ließ er Lyanna noch etwas Zeit, dass Gebäude zu betrachten. Als er fertig war, griff er ihre Hand und sagte nochmal, „Komm. Wir gehen…“
Sanft zog er sie mit sich, sie liefen versteckt und geduckt durch die Straßen, denn das Feuer zog natürlich auch Beißer an. Doch für einen großen Beißerkampf hatte Elijah definitiv keine Kraft mehr.
Beim Jeep angekommen öffnete Elijah diesen und warf seinen Rucksack auf den Rücksitz, trank noch einen Schluck Wasser und setzte sich dann auf die Fahrerseite, startete den Wagen. Er schwieg, sagte nichts, ließ Lyanna einfach in Ruhe mit ihren Gedanken und Gefühlen. Vielleicht hätte er etwas sagen sollen? Vielleicht war sein Schweigen aber auch erträglicher. Langsam fuhr er durch die Stadt, im Rückspiegel sah er noch immer die Rauchschwaden, dann blickte er auf die Straße. Es dauerte eine Weile bis sie aus der Stadt draußen waren und der Regen wurde immer stärker. Elijah fuhr eine Landstraße entlang und hatte die Augen konzentriert zusammengekniffen, da entdeckte er eine alte Tankstelle. Also zog er nach drüben und hielt an. Das Dach war löchrig und der Regen prasselte immer noch auf die Scheibe, aber sie waren etwas mehr vor dem Wind geschützt, der stetig gegen das Auto gepeitscht hatte.
Elijah sagte immer noch eine Weile nichts, Lyannas Blick war nur starr nach draußen in den Regensturm gerichtet. Er schob den Sitz seines Wagens etwas hinter, sodass er die Beine ausstrecken konnte und… zögerte. Irgendwie wusste er nicht, was er tun konnte, dass es Lyanna besserging. Vorsichtig streckte er eine Hand aus und legte sie auf Lyannas Oberschenkel, seufzte dann und murmelte, „Es tut mir Leid Lyanna.“
Sein Blick war auf ihr Profil gerichtet, die zusammengepressten Kiefer und die Muskeln, die kräftig hervortraten, wie bei ihm, wenn er unzufrieden war. Er kannte die Dunkelhaarige mittlerweile zu gut, konnte genau sehen, dass sie sich schuldig fühlte und sie traurig war. Aber wie konnte er sie aufmuntern? Elijah war hilflos und er hasste es hilflos zu sein.

@Lyanna Lockhart


#4 RE: Keller
  Absender: Lyanna Lockhart, 30.04.2020 17:04 Diesen Beitrag zitieren

Elijah ging es gut, nun wie es einem eben in einem Gebäude das kurz davor drohte zusammenzukrachen und zu verbrennen eben gut gehen würde. Für einen kurzen Moment war Elijah nach diesem Schock die erste Priorität für Lyanna, das es ihm gut ging, das sie selbst all das um sich herum ausgeblendet hatte, das sie sogar für einen Moment die kleine Sera vergaß, die auch einen deutlichen Schlag abbekommen hatte. Kurz blickte die Dunkelhaarige zu der Kleinen herunter als diese auf Elijah's Frage antwortete das alles in Ordnung war ehe sie ihr kleines Taschenmesser gerade aufhob. Lyanna schloss nur einen kurzen Moment die Augen als sie spürte wie Elijah's Daumen sanft über ihre Wange strich ehe er ihre Hände in seine nahm. Der Dunkelhäutige machte auf die junge Frau keinen guten Eindruck. Er war schweiß gebadet, seine Augen waren leicht gerötet und seine Stimme war rau. Natürlich wusste Lyanna das Elijah es niemals zugeben würde das es ihm schlecht ging, schon gar nicht in solch einer gefährlichen Situation. Sie musste den Dunkelhäutigen noch nicht mal ansehen um zu wissen was ihm durch den Kopf ging. Nämlich das er sich selbst die Verantwortung setzte die beiden sicher hieraus zu bringen, da war Elijah einfach immer noch zu sehr der pflichtbewusste Soldat. Doch wollte die Dunkelhaarige ihm so sehr sagen das er nicht diese ganze Bürde alleine auf seinen Schultern tragen musste. Lyanna war auch noch hier, sie hatte auch Waffen, sie konnte auch schießen, ihn auch beschützen. Doch sie hatten auch in dieser Situation keine Zeit für lange Gespräche, noch für Diskussionen. Sie waren noch lange nicht in Sicherheit gewesen. Und Lyanna wollte vor allem nicht darauf warten ob es sich der Plünderer doch nochmal anders überlegte und vielleicht mit ein paar Freunden zurückkam. Auch wenn es der Dunkelhaarigen bewiesen hat, das eine Kugel, ein sinnloser Tod nicht immer die Antwort auf alles war, auch wenn es schwierig war dies in solch einer Welt zu glauben. Schon gar nicht wenn man so feige war und einer Person die einem den Rücken zudrehte, vor einem schon davonlief eine Kugel in den Rücken zu verpassen. Als Elijah ihre Hände losließ ging sie zu Sera in die Hocke und strich ihr sanft mit der Hand über die rote Wange. Eine Ohrfeige war nichts dagegen was den meisten kranken Kerlen sonst so einfiel. „Wir habens fast geschafft.“ meinte Lyanna nur zu der Kleinen und richtete sich wieder auf ehe Elijah ihr, ihre Taschenlampe hinhielt, die ihr aus der Hand bei dem Stoß gefallen war. Lyanna nahm diese, zum Glück war sie noch ganz gewesen. Sera klammerte sich wieder an Lyanna's Hand. Elijah duckte durch, so das er durch den Durchbruch passte und ging wieder voran Die Dunkelhaarige und Sera folgten ihm dabei so dicht wie sie nun mal konnten. Es dauerte nicht lange bis sie der Weg an eine Kante führte wo es hinab ging. Sera beugte sich nur leicht nach unten, als würde sie versuchen wollen etwas zu erkennen, doch es war verdammt dunkel, selbst mit den Taschenlampen. Elijah sagte nichts, zögerte auch nicht und sprang direkt herunter, so das Lyanna automatisch ein paar Schritte nach vorne eilte knapp bis zur Kante. Sie hörte wie er aufkam, durch das vertraute Geräusch von Wasser. Lyanna hielt automatisch die Luft für einen Moment an. Na super. Das hatte ihr gerade noch gefehlt, wenn da unten alles voller Wasser war. Erst als Elijah bestätigte das es sicher war, sprang Lyanna vorsichtig herunter. Als sie aufkam, sog sich sofort ihre halbe Hose voll mit dem Wasser, was ihr bis zur Hälfte ihrer Oberschenkel reichte. „Oh verdammt.“ fluchte die Dunkelhaarige deutliche angewidert, während Sera mit einem deutlichen leiseren Platschen neben ihr aufkam und Lyanna etwas nasspritzte. Der Kleinen ging das Wasser deutlich höher aber sie konnte ebenso noch stehen. Glücklicherweise war das Wasser flach gewesen aber angenehm war deutlich anders gewesen. Es war schließlich immer noch eine Kanalisation gewesen, dennoch konnte Lya das Tuch langsam von ihrem Gesicht runter nehmen Hier unten war die Luft vielleicht nicht klar aber deutlich klarer und vor allem nicht verpestet durch den Rauch des Feuers. Erst als Elijah es ansprach fielen auch ihr die Pfeile an den Wänden auf. Wer auch immer diese Idee hatte war klug gewesen und rettete somit deutliche Leben. Lyanna kannte sich schließlich dort unten nicht aus und Sera genau so wenig. „Nein hier unten kenne ich mich nicht aus.“ antwortete die Dunkelhaarige nur. „Es gibt sowieso nur zwei Optionen, entweder deuten sie für den Ausgang … oder für etwas Schlimmeres. Hoffen wir das es die erstere Variante ist.“ Auch wenn sich Lyanna darauf nicht versteifen konnte. An so was wie Glück glaubte sie nach dieser Situation erst recht nicht mehr. Lyanna lief los, hielt nach den roten Pfeilen Ausschau. In der Kanalisation war es schon fast totenstill. Nur das plätscherne Geräusch des Wasser hallte wie ein Echo durch die Kanalisation. Ab und an kreuzte auch eine Ratte ihren Weg worauf Lyanna immer deutlichen Abstand nahm und mehr als nur angewidert war. „Verdammt.“ fluchte sie nur. „Ich hasse Ratten!“ murmelte sie nur angewidert. Es war womöglich eine komische Situation, eine junge Frau zu sehen die Angst vor Ratten hatte in einer Welt wo die Toten wieder zum Leben erwachten. Sie folgten bereits eine Weile den roten Pfeilen. Die Kanalisation glich wirklich einem Labyrinth besonders da vieles einfach gleich aussah, das Lya kurz sogar die Befürchtung hatte das sie im Kreis liefen. Wer wusste schon ob sie je herausgefunden hätten ohne all das. Sera's Hand hatte sich mittlerweile fest um die von Lyanna geschlungen. „Ich mag es hier nicht.“ murmelte diese nur. „Hab keine Angst.“ lächelte die Dunkelhaarige nur sanft zu dem Mädchen herunter. „Du hast auch nie Angst.“ entgegnete das Mädchen wieder. „Das stimmt nicht.“ schüttelte die Dunkelhaarige nur den Kopf. „Wovor hast du dann Angst?“ entgegnete das Mädchen wieder hartnäckig und man konnte durchaus sehen das diese Frage die Dunkelhaarige mehr beschäftigte ehe sie nur sanft den Kopf schüttelte. „Ratten sind gruselig.“ meinte diese dann nur nachdenklich und lächelte dann wieder zu Sera, die nur das Gesicht kurz verzog ehe diese dann ihr Lächeln erwiderte Sie bogen gerade um eine Ecke ab als man von Weitem Licht sah. Kein Tageslicht. Deutliche Beleuchtung die von Taschenlampen ausging. Lyanna ließ Sera los und ihre Hand fuhr direkt an ihr Gewehr ehe sie auch noch Stimmen vernahm. Ihr Blick huschte nur kurz zu Elijah als man dann auch die Personen schon sehen konnte. Drei Männer. Und einer von ihnen war David … . Als die Dunkelhaarige das realisierte hob auch dieser seinen Kopf an und erkannte natürlich die drei sofort ehe er sofort auf die drei zulief. Man konnte deutlich sehen wie dieser Lyanna direkt in die Arme schließen wollte ehe er sich nochmal umentschied und stattdessen nur kurz seine Hand auf ihrer Schulter ruhen ließ, ehe er sich Sera schnappte und sie hochhob. „Ihr habt raus gefunden“ stellte dieser nur erleichtert fest. David nickte schließlich nur deutete Elijah und Lyanna ihm zu folgen ehe er immer noch mit der hochgehobenen Sera auf dem Arm zu dem beleuchteten Abteil der Kanalisation lief. Lyanna's Hand rutschte nur langsam von ihrem Gewehr ehe sie nochmal kurz Elijah's Blick suchte und dem jungen Mann dann folgte. „Ist Owen bei euch?“ fragte Lyanna schließlich und David schüttelte nur den Kopf. Als sie ankamen, war das Wasser bereits deutlich flacher und weniger. Es unterschied sich nicht von den anderen Räumlichkeiten in der Kanalisation, nur das der kleine Raum mit ungefähr zwanzig Leuten gefüllt war, die meisten davon deutlich angeschlagen und verletzt. Lyanna ließ ihren Blick kurz über die verschiedenen Gesichter schweifen. „Sind das etwa … alle?“ fragte Lyanna und versuchte ihren überraschenden Ton in der Stimme deutlich gering zu halten. David ließ Sera runter. „Zu mindestens mal alle die es hier runter geschafft haben .Die anderen sind entweder noch dort oben am kämpfen oder … schon tot. Und wir verstecken uns hier unten, wie die Ratten selbst.“ Darauf schüttelte nur Lyanna den Kopf. „Unsinn ihr wärt alle gestorben, wenn ihr dort oben geblieben wärt. Sieh dich um, sieht hier jemand noch aus als könnte er noch kämpfen.“ Lyanna blickte sich kurz um. „Die Leute die ich angreifen, greifen euch zu recht an.“ man konnte deutlich sehen wie einige Leute bei dieser Aussage den Kopf anhoben, definitiv etwas was nicht jeder in so einer Situation hören wollte. „Ihr habt ihre Leute getöten weil sie was? Sich gegenseitig brandmarken? Sie verrückt sind? Sie auf der anderen Seite der verdammten Stadt ihr Lager hatten? … Es endet immer in Blutvergießen richtig?“ Die Dunkelhaarige atmete nur durch. „Ihr habt diesen Kreislauf gestartet, ihr könnt ihn nicht durchbrechen … aber ihr könnt ihn eindämmen, in dem ihr geht. Irgendwo anders hin. Baut euch etwas neues auf. Entscheidet anders als es Owen für euch getan hat.“ Lyanna's Blick glitt wieder zu David. „Hier ist nichts mehr für euch … nur noch Verlust und Tod.“ David blickte die Dunkelhaarige nur an, er wusste das sie Recht hatte, schwieg dennoch eine Weile. „Nur wohin?“ fragte dieser dann schließlich nach einer Weile. „Ich weiß es nicht.“ entgegnete ihm Lyanna sofort. „Das werdet ihr wissen wenn ihr dort seid, wo auch immer es euch hintreibt.“ David ließ nur den Blick sinken ehe er nur nickte und sein Blick kurz zu Elijah glitt und dann wieder zu Lyanna. „Ihr könnt mitkommen. Er auch. Du weißt das dein Platz bei uns ist.“ Lyanna presste nur die Lippen aufeinander und schüttelte sanft und deutlich schweren Herzens den Kopf. „Nein ist er nicht. Das war er nie.“ Lyanna's Hand umfasste bei dieser Aussage Elijah's Hand und man konnte sehen wie David's Blick auf diese Geste fiel und er es sofort verstand ehe er nur die Augen kurz schloss. „Nein!“ rief Sera nur und lief auf die Dunkelhaarige zu. „Wir sind Familie! Familien trennen sich nicht. Sie bleiben zusammen. Wir verschwinden hier... zusammen!“ Lyanna ließ langsam Elijah's Hand und ging in die Hocke ehe sie nur ihre Hand nach Sera ausstreckte doch diese entzog sich direkt bockig dagegen und Lyanna ließ nur langsam ihre Hand wieder sinken. „Manchmal muss Familie sich trennen. Manchmal muss jemand schwere Entscheidungen treffen, die diesen jemand dazu zwingt sich von seiner Familie zu trennen.“ Lyanna legte nur den Kopf schief. „Nein. Du hast gelogen.“ antwortete Sera nur wütend. „Du bist wie jeder andere auch!“ und mit diesen Worten hatte sich das junge Mädchen weggedreht und ging von den dreien weg. Die Dunkelhaarige verweilte einige Minuten still in dieser Position, die Aussage traf sie doch härter, als sie es zuließ ehe sie sich langsam aufrichtete. Ob sich ihr Vater genau so gefühlt hat als ihre Mutter einfach plötzlich weg war. „Sie wird es verstehen.“ sprach David nur. „Nein … nein … sie hat Recht.“ sprach die Dunkelhaarige nur leise. „Wenn es das ist was du, was ihr wirklich wollt, nun wer soll euch schon aufhalten richtig?“ Lyanna schnaufte nur durch und ehe sie sich versah umarmte sie David nur. Es hatte keinen Hintergedanken. Sie war einfach nur dankbar. Schließlich hatte er ihr auch das Leben gerettet, da spielte es keine Rolle mehr was zwischen ihnen war. „Danke...“ murmelte Lyanna nur leise und spürte nur wie auch er kurz seine Arme um sie legte ehe sie ihn dann wieder los ließ. „Ihr müsst einfach nur den roten Pfeilen folgen, ihr kommt dann an der Hauptstraße raus.“ Lyanna nickte nur und blickte nochmal kurz zu Elijah ehe sie schon ein paar Schritte vorging. Ihr Blick glitt nochmal kurz zu Sera ehe sie nur durch schnaufte David blickte den Dunkelhaarigen nur kurz an, nickte dann nur und ließ auch ihn ohne ein Widerwort ziehen. Als Elijah zu ihr stieß, lief Lyanna ohne ein Wort zu sagen weiter und so blieb es auch den ganzen Weg über, selbst als sie den letzten roten Pfeil erreichten der zu einer Leiter führte. Man konnte der Dunkelhaarigen deutlich ansehen wie sie in Gedanken war. Die Dunkelhaarige kletterte nur die Leiter hoch und drückte den Schachtdeckel langsam und vorsichtig nach oben, ehe sie leicht herauslugte Als es sicher war schob sie ihn ganz zur Seite und kletterte raus. Sie kamen an der Hauptstraße, die direkt zum Krankenhaus führte heraus, so wie David es sagte. Eine Straße weiter müsste immer noch Elijah's Jeep stehen. Lyanna's Blick war nur auf das brennende Gebäude, das eine große, dicke, schwarze Rauchwolke zog. Ihr Blick war schon fast gefesselt von dem zerstörten Gebäude als ein nasser Tropfen auf ihrer Stirn ihren Blick nach oben lenkte. Es donnerte und dann fielen immer mehr Tropfen bis es schließlich anfing zu regnen. Lyanna schloss nur einen kurzen Moment die Augen, ließ den Regen auf sich prasseln ehe sie nochmal zu dem Gebäude blickte. Der Regen würde den Brand löschen, würde verhindern das es sich ausbreiten würde.

@Elijah Magoro


#3 RE: Keller
  Absender: Elijah Magoro, 30.04.2020 14:04 Diesen Beitrag zitieren

Elijah bahnte sich und den beiden Frauen hinter ihm einen Weg durch die Masse an Menschen hier unten. Vermutlich warteten diese darauf, dass die Wachen oben den Weg freischossen und sie dann durch das Haupttor flüchten konnten. Zu retten war das Krankenhaus nicht mehr, das war vermutlich jetzt auch jedem bewusstgeworden. Er spürte immer wieder das ziehen an seinen Schultern, wenn Lyanna am Rucksack zog an den Stellen, an denen es enger war, aber er wusste, dass sie nicht loslassen würde. Darauf vertraute er, so wie sie darauf vertraute, dass er sie durch die Masse führte. Am Ende des Ganges lenkte Lyanna dann die Richtung in einen kleineren, leeren Nebengang, immerhin war an dessen Ende nur eine Metalltür, die vermutlich noch tiefer führte. Da würde man aus Fluchtreflex auch nicht hingehen. Elijah schaute über die Schulter zurück, sah dort aber niemanden, dann folgte er Lyanna zur Tür. Diese legte die Hand auf die Klinke und in genau dem Moment als sie erschrocken ihre verbrannte Hand wegzog, wollte Elijah sie noch warnen. Klar, das Metall der Tür hatte sich bei der Hitze natürlich mit erhitzt. Dem Dunkelhäutigen liefen schon die Schweißperlen an den Seiten hinab und seine Atmung war etwas rauer, das kam alles vom Rauch. Doch er wusste er konnte nicht und wollte auch keine Schwäche zeigen. Dennoch sah er auf Lyannas Hand, die sich rötlich verfärbte. Es war nur ein kurzer Kontakt, keine tiefe Verbrennung aber dennoch, Verbrennungen taten immer höllisch weh. Beeindruckt sah er sie an, als sie die Tür mit einem kräftigen Tritt öffnete und den Schmerz einfach herunterschluckte. Als die Tür hinter ihnen zufiel, wurde es plötzlich stiller. Das Chaos von außerhalb wurde abgeschnitten und sie stiegen die letzten Stufen hinab, bis sie in einem Raum ankamen. Hier war es noch heißer als oben, die Luft war dick und ließ sich fast noch schwerer einatmen als oben, obwohl hier weniger Rauch war. Er spürte ihre Hand an seiner, fühlte die Hitze, die die Verbrennung ausstrahlte. Klar, dort war keine isolierende Haut mehr an ihrer Hand.
„Muss“, antwortete der Ex-Soldat auf Lyannas besorgte Frage, ob alles in Ordnung war. Er war vollkommen durchgeschwitzt, seine Glatze glänzte von all dem Schweiß, die Tropfen rannen ihn an den Schläfen hinab, aber sein Gesichtsausdruck war grimmig und entschlossen. Er würde sie hier rausbringen, komme was wolle.
Sein Blick huschte zu dem Mädchen, als diese meinte, dass die Kanalisation vermutlich voller Beißern sein würde. Ja, Sera hatte recht, aber Elijah packte sein Gewehr fester. Er wusste, dass das Magazin voll war und ein volles Sturmgewehrmagazin umfasste in etwa 40 Schuss. Einen davon hatte er schon geltend gemacht, die anderen neun auf dem Friedhof. also verblieben ihm in diesem Magazin 30 weitere Schüsse. Und er hatte noch ein weiteres dabei. Und er würde jeden Schuss zählen lassen, darauf konnten sich die beiden Frauen verlassen. Elijah folgte Lyanna noch ein wenig weiter, ehe sie im endgültigen Raum stehenbleiben. Es war ein Loch in der Wand durch das ein normalgewachsener Mann gut durchpasste, Elijah würde wohl den Rucksack abnehmen müssen, aber er würde durchkommen. Bei der Army hatte er sich durch deutlich dünnere, schmälere Felsspalten drücken müssen. In dem Raum war es dunkel und Elijah lauschte, verließ sich mehr auf seinen Gehörsinn, als auf das Sehen. Er hörte, wie Lyanna gerade nach ihrer Taschenlampe kramte, dann drehte er sich ruckartig um. Er konnte gerade noch den Arm zum Schutz heben, als er einen kräftigen Schlag abbekam und dieser gegen seinen Arm, statt seinen Hinterkopf prallte. Dennoch kam er von dem Schlag aus dem Tritt und prallte mit dem Rücken gegen die Wand, sein Rucksack schützte ihn davor, auch mit dem Kopf dagegen zu prallen.
„Fuck“, fluchte Elijah und die beiden Männer begannen miteinander zu raufen. Der andere Typ war auch groß und kräftig, hielt ihn mit einem Arm an seiner Kehle an der Wand, die andere schlug Sera zu Boden. Dummes Mädchen, sie hatte keine Chance mit ihrem winzigen Messer. Elijah fluchte innerlich, griff dem Typen an den Oberarm, doch dieser zog aus seiner Tasche ein Messer, hielt es Elijah an den Bauch, sodass die Klinge den Pullover und das Shirt zerschnitt, ganz leicht die Haut anritzte. Sofort ließ Elijah locker, er hatte keine Lust wieder auf eine Stichwunde und bei der Hitze würde er schneller verbluten. Lyannas Taschenlampe lag angeschaltet am Boden, sodass wenigstens etwas Licht in dem dunklen Raum herrschte und er sah, wie sie sich vom Boden erhob. Das Tuch zog sie herunter, hob die Hände. Sie schien den Mann zu kennen, Elijah sah nur dessen Hinterkopf und ehe er es sich versah, konnte er in den Lauf der Pistole blicken. Was zum…?
Der Schuss fiel und Elijah spürte nur Blut spritzen, diesmal überzog es ihn aber nicht völlig, sondern der Großteil landete neben ihm an der Wand. Sofort wurde der Griff an seinem Hals und das Messer am Bauch locker und als er die Augen öffnete, sah er wie sein Angreifer leblos und mit einem Loch im Kopf zu Boden ging. Was war gerade passiert?
Es war auch völlig egal. Der Typ rannte die Treppe hinauf und verschwand von dort, wo er gekommen war. Elijah stand noch immer mit dem Rücken an die Wandgelehnt, fuhr sich mit dem Arm über das Gesicht und wischte dort das Blut hin, dass sich auf seinem Gesicht verteilt hatte. Warum war er eigentlich immer voll mit Blut?
Er war gerade damit fertig, als Lyanna zu ihm kam und ihm die Hände auf das Gesicht legte, so wie sie es eben immer tat. Und es wirkte sofort beruhigend auf Elijah, diese kleine Geste…
„Ich würde dich doch jetzt nicht im Stich lassen“, meinte er nur mit seiner vom Rauch rauen Stimme und lächelte sanft, legte auch eine Hand an ihre Wange, strich kurz mit dem Daumen darüber, dann nahm er ihre Hände und drückte sie fest.
„Lass uns weiter gehen. Wir müssen hier raus“, fuhr er dann fort, dann kehrte der ernste Gesichtsausdruck wieder zurück und er ging zu Sera hinüber.
„Alles klar Kleine?“, fragte er und sah ihre Wange an. Diese war einfach nur rot und tat sicherlich weh.
„Alles okay“, antwortete diese nur knapp und seufzte, dann blickte Elijah zurück zu Lyanna, „Hier durch?“
Er deutete auf den Durchbruch in der Wand und hob dann Lyannas Taschenlampe vom Boden auf, leuchtete in das Loch. Es ging etwas hinab, aber Elijah konnte dort unten Wasser hören, es musste also der Durchbruch zur Kanalisation sein. Der Ex-Soldat straffte die Schultern und reichte Lyanna dann ihre Taschenlampe, holte auf seinem Rucksack seine eigene, die er sich am Riemen seines Rucksacks befestigte. So hatte er wieder beide Hände am Gewehr.
„Also los…“, damit duckte er sich durch das Loch, er kam sogar mit seinem Rucksack durch, musste aber etwas in die Knie gehen. Es dauerte nicht lange, da kam er an eine Kante und als er hinabsprang, platschte um ihn herum Wasser hoch. Es ging ihm bis knapp über die Knie, Lyanna und besonders Sera würden wohl tiefer im Wasser stehen. Hier stank es, nicht allzu schlimm, aber es war eben immer noch eine Kanalisation. Und Beißer gab es hier sicherlich auch, deswegen blickte sie Elijah erst nach links und rechts um, als er dort aber nichts sah, blickte er den Gang zurück und sagte, „Sicher. Ihr könnt kommen.“
Das erste Platschen gehörte Lyanna, das zweite Sera, ihres war etwas leiser. Klar, sie war ja noch ein Mädchen und keine Erwachsene wie Elijah und Lyanna.
Er entdeckte einen roten Pfeil an der Wand, der nach rechts zeigte, erst relativ frisch angebracht. Vermutlich hatten sich hier unten sonst die ganzen anderen Leute verlaufen und die Kolonie hatte sich überlegt einfach Pfeile anzubringen. Daneben war ein blauer Pfeil, der auf das Loch deutete, aus dem die drei gerade eben gekommen war. Rot zeigte dann vermutlich zum Ausgang außerhalb der Kolonie und blau zum Ausgang in der Kolonie. Clever, sehr clever.
„Wir folgen dem roten Pfeil“, gab Elijah dann seine Erkenntnis preis und sah Lyanna an, „Oder weißt du mehr?“

@Lyanna Lockhart


#2 RE: Keller
  Absender: Lyanna Lockhart, 29.04.2020 18:06 Diesen Beitrag zitieren

Lyanna's Hände lagen auf Sera's Schultern als sie gerade noch einmal kontrollierte dass das Tuch auch richtig und fest saß und das es ihr nicht direkt bei der kleinsten hektischen Bewegung von der Nase rutschte. Zu sehen das Sera's Husten deutlich nachließ machte es noch ein wenig einfacher und Lyanna spürte nicht mehr ganz zu sehr wie ihre Augen brannte, die Hitze sich gegen ihre Haut drückte und kaum Luft für große Atemzüge blieb. Als sie sich gerade aufrichtete sah sie nur wie Elijah schon vor ihr stand. Er hatte sein Tuch abgenommen und Lyanna wusste schon direkt was er vor hatte ehe sie nur den Kopf schüttelte. „Elijah … nicht...“ murmelte die Dunkelhaarige nur, doch davon ließ sich der Dunkelhäutige nicht beirren und ehe Lya sich versah spürte sie schon wie er ihr das Tuch umband. Die Dunkelhaarige blickte ihn nur an als er ihr auch noch verdeutlichte das er sich da auf keine Diskussion einlassen würde. Auch wenn ihr die Worte schon förmlich auf der Zunge lagen und ihr das ganze alles andere als gefiel, schluckte sie diese Worte gleich wieder herunter. Sie hatten keine Zeit dafür und je länger sie noch hier bleiben würden umso brachten sie sich in Gefahr und umso schneller konnte Elijah auch aus diesem Gebäude raus und war nicht mehr am stärksten von den dreien dem Rauch ausgesetzt. Elijah hatte schon mehrmals bewiesen das er einige Sachen mehr als jeder andere aushalten konnte, alleine schon wenn sie sich an die damalige Stichwunde erinnerte aber dennoch wollte die Dunkelhaarige kaum dieses Risiko eingehen, Elijah dem ganzen hier noch länger als nötig auszusetzen. Lyanna spürte Elijah's Hand nur um ihrer ehe er diese an seinen Rucksack führte und Lyanna verstand sofort. So hatte Elijah beide Hände frei und konnte dem entsprechend reagieren falls es die Situation erforderte. Lyanna hielt sich an Elijah's Rucksack fest, an der anderen Hand Sera, deren Anspannung sie deutlich in der kleinen Hand des Mädchens spüren konnte. Beide blieben dicht hinter dem Dunkelhäutigen als sie zusammen wieder ihren Weg durch die Gänge bahnten. Es war leerer, die meisten waren womöglich schon nach unten geflüchtet was aber nicht unbedingt etwas positives bedeutet, zu dem wurde das Chaos nun deutlich sichtbarer. Die ganzen Verletzten die auf dem Boden saßen oder lagen, wenn manche von ihnen überhaupt noch atmeten. „Wir müssen ihnen helfen.“ murmelte Sera nur und ihr Griff um Lyanna's Hand wurde fester. Lyanna hätte ihr am liebsten diesen Wunsch erfüllt, doch so sehr es sie schmerzte war es nicht die richtige Entscheidung das nun zu tun, geschweige denn hätten die drei noch nicht mal die Möglichkeit gehabt, ihnen auf irgendeine Weise zu helfen. Lyanna zog Sera nur leicht etwas mehr zu sich, das sie nicht ihren Blick direkt auf die Verletzten richten konnte. „Das geht leider nicht.“ sprach die Dunkelhaarige nur leise. Begeistert war das junge Mädchen davon nicht, das konnte man ihr ansehen. Mittlerweile war der Rauch schon fast unerträglich, besonders als sie in das Treppenhaus kamen und die Räumlichkeit deutlich enger wurde. An ihnen liefen weitere Leute deutlich schneller vorbei, die noch versuchten ihr Hab und Gut zu retten anstatt ihr eigenes Leben. Im Erdgeschoss unten angekommen wollten sie gerade weiter als Elijah einen Schuss genau neben sich hörte und sofort stehen blieb. Lyanna stieß dadurch leicht gegen den Dunkelhäutigen ehe sie mit Sera sofort nochmal zurückging. Lyanna ließ von dem Rucksack des Dunkelhäutigen ab und ihre Hand fuhr automatisch zu ihrer Pistole, doch Elijah hatte die Situation schon längst im Griff als er erneut flink um die Ecke lohnte und mit einem gekonnten Schuss in den Kopf des Angreifers, rettet damit gleich noch einer Wache das Leben. Sie spürte nur wie Sera durch das Schussgeräusch neben ihr zusammenzuckte, doch Lyanna nicht. Die Hand der Dunkelhaarigen lag immer noch auf ihrer Pistole während sie Elijah einfach nur einen Moment lang schon fast bewundernd anblickte. Ja manchmal vergaß selbst die Dunkelhaarige das Elijah eben bei der Army war, dafür trainiert wurde Menschen zu töten. Es war ein deutlich ungewohntes Gefühl das ganze zu hören, es aber dann auch noch zu sehen. Lyanna atmete nur aus, soweit wie es ihr möglich war. Sie würde auf keinen Fall mit dem Gegner tauschen wollen. Sein knappes 'Weiter' löste die Bewunderungsstarre in der sich die Dunkelhaarige noch einen kurzen Moment befand ehe sie sich wieder an dem Dunkelhäutigen festhielt und sie die wenigen Stufen ins Untergeschoss liefen. Dort war es deutlich voller. „Am Ende des Ganges ist ein weiteres Treppenhaus, so gelangen wir in den Keller.“ rief die Dunkelhaarige nur hinter Elijah. Lyanna hielt sich wieder fest an Elijah's Rucksack fest, wahrscheinlich so fest wie sie auch seine Hand vorhin hielt, in der anderen wurde ihr Griff fester um die Hand des Mädchens, was ihr sicherlich schon etwas weh tat. Aber wenn sie sich in der Menge verlieren, dann konnte niemand mehr etwas tun. Das wäre genau so schlimm als wenn jemand nun stolpern würde. Als sie das Ende des Ganges erreichten, führte Lyanna die beiden in einen kleinen Nebengang zu einer sichtbaren Metalltür. Der Nebengang war leer. Verständlicherweise. Nur wenige kannten diesen Weg und würden versuchen über den Haupteingang oder diverse kleinere Ausgänge zu fliehen aber kaum einer würde auf die Idee kommen über den Keller in die Kanalisation zu fliehen. Lyanna legte gerade ihre Hand an den Türgriff legen als sie ihre Hand nur abprubt wieder zurückzog. Ein brennender Schmerz wisch ihr durch die Haut und ihre Hand färbte sich sofort rot. Sie hatte sich verbrannt. Lyanna schnaubte nur unterdrückte sich ein lautes 'Fuck'. Das Metall sich bei extremer Hitze nun eben erhitzte war wohl jeden klar aber etwas was Lyanna einen Moment lang nicht bedacht hatte. „Lyanna!“ rief Sera nur. Die Dunkelhaarige trat schließlich nur dagegen, so öffnete sie sich schließlich auch. „Alles in Ordnung … wir müssen weiter.“ Den Schmerz in der Hand würde sie deutlich aushalten können. Die drei liefen nur die wenigen Stufen runter und waren nun endgültig im Keller angekommen, dort war es so ruhig gewesen. Ganz anders als in dem Chaos ein Stockwerk obendrüber, doch war auch die Luft und die Hitze deutlich stärker und selbst für Lyanna unter dem Tuch unerträglich das ihr einen kurzen Moment schon ein wenig schwindelig wurde. Sie konnte sich kaum vorstellen wie sich Elijah wohl fühlen musste weswegen sie mit ihrer Hand kurz nach seiner suchte. „Alles in Ordnung?“ fragte sie nur, ignorierte dabei den Schmerz der ihr durch die Verbrennung an ihrer Hand zischte. „Es ist nicht mehr weit.“ murmelte die Dunkelhaarige schon förmlich erschöpft und ließ Sera los. Hier unten war niemand, zu mindestens war es dem Augenschein nach so. Es bestand zu mindestens nicht mehr die Gefahr das sie sich in einer großen Menge verlieren konnten. „Die Kanalisation wird voller Monster sein.!“ sprach Sera nur und Lyanna blickte nur kurz zu Elijah und dann wieder zu Sera. „Keine Sorge … sie sind noch lange nicht so gefährlich wie die Menschen.“ sprach die Dunkelhaarige und ging weiter, bis sie zu einem kleinen Raum kamen, was wohl früher als Lagerraum gedient hatte. In der Wand war ein großes Loch, eine Art Tunnel, daneben stand ein großes Regal. Es wurde zur Seite geschoben, normalerweise stand es immer davor. Das hieß das andere auch diesen Weg gewählt hatten. Lyanna hoffte nur das es die richtigen Leute waren. „Es ist so dunkel.“ murmelte Sera und Lyanna war gerade dabei ihre Taschenlampe aus dem Rucksack zu ziehen ehe sie nur spürte wie sie ruckartig zur Seite fiel. Lyanna hörte nur Sera kurz aufschreien und ehe sie ihre Augen öffnete sah sie gerade wie ein Kerl seine Waffe auf sie richtete. Ein weiterer war kurz davor vorbei gerannt und hatte Elijah gegen die Wand geschubst. Sera lief dem größeren von beiden, der auf Elijah zugelaufen war hinter her, wollte mit ihrem winzigen Taschenmesser helfen, kassierte dafür aber nur eine heftige Ohrfeige. Die beiden waren ihnen wohl in den Keller gefolgt, das sie nicht zu der Kolonie gehörten war wohl bereits klar. Als Lyanna's Sicht wieder langsam klarer wurde, konnte sie ihren Angreifer endlich genauer anblickte und für einen kurzen Moment weiteten sich die Augen der Dunkelhaarigen als sie erkannte das sie diesen Angreifer bereits schon einmal gesehen hatte. Es war der Mann der die Flucht ergriff als Lyanna zusammen mit Elijah und David gerade noch gestern auf Plünderungstour waren. Die Dunkelhaarige die es verhinderte das David ihm eine Kugel in den Rücken verpasste. Lyanna hob nur langsam die Hände an, zog nur langsam das Tuch von ihrem Gesicht runter und auch der Fremde schien sie zu erkennen. „Du musst das nicht tun ...“ sprach Lyanna nur leise und konnte sehen wie der fremde Plünderer deutlich mit sich haderte ehe ein Schuss fiel. Die Dunkelhaarige hatte nur automatisch die Augen zugekniffen. Damit gerechnet das sie ihre Augen gar nicht mehr öffnen konnte, konnte sie es dennoch und als sie diese langsam öffnete und sah wohin dieser geschossen hatte blieb ihr einen Moment das Herz stehen. Es war in Elijah's Richtung gewesen aber nicht auf den Dunkelhäutigen selbst sondern auf dessen Kollege der sich noch eben mit dem Soldaten gerauft hatte. Deutlich geschockt blickte sie wieder zu dem Fremden, der seine Waffe langsam sinken lässt. „Ein Leben für ein Leben.“ murmelte dieser nur und blickte kurz zu Elijah ehe er dann die Treppenstufen hinauf verschwand und man nur die Tür knallen hörte. Sera richtete sich nur langsam auf und rieb sich deutlich die Wange. „Warum hat er das gemacht?“ fragte diese deutlich verwirrt. Lyanna die immer noch am Boden lag ließ ihren Kopf kurz zurückfallen ehe sie kurz mit geschlossenen Augen durchatmete. „Auge um Auge und die ganze Welt wird blind sein.“ hauchte die Dunkelhaarige nur leise ehe sie sich langsam aufrichtete. Lyanna lief nur zu dem Dunkelhäutigen legte ihre Hände wieder an seine Wangen, so wie sie es immer tat. „Alles in Ordnung?“ hauchte diese nur. „Für einen kurzen Moment dachte ich … „ brach die Dunkelhaarige kurz ab. „Ich dachte er hätte dich erwischt.“ hauchte die junge Frau weiterhin deutlich aufgebracht und voller Sorge.

@Elijah Magoro


#1 Keller
  Absender: The Walking Dead Team, 29.04.2020 18:05 Diesen Beitrag zitieren

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