Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

Team

Wetterbericht

Der Winter zieht ins Land und lässt die Erde gefrieren. Morgens beginnt der Tag meist neblig und trüb. Leichter Schneeregen benetzt die Felder und Straßen. Passt auf, wenn ihr hinaus geht, nicht das ihr auf den glatten Straßen ausrutscht und euch ein Bein brecht. Sammelt Feuerholz, bevor ihr noch erfriert. Die Temperaturen liegen zwischen 5°C und -3°C

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Kolonien & deren Bewohner

---------------------- Aktuell: 90 Überlebende ------------------------ ---------------------- Cottage Sea: 18 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 19 Bewohner -------------------- ---------------------- Valley Balar: 14 Bewohner ---------------------- ----------------------- Commonwealth: 10 Bewohner ------------------ ------------------------- The Zoo: 4 Bewohner --------------------------- ------------------------- Nomaden: 24 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Aaron, Paul Rovia (Jesus), Enid Taylor, Ezekiel, Dwight, Carol, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

❆ Wir wünschen euch eine besinnliche Weihnachtszeit.❆ 󏡐

An Aus


#21

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 22.09.2019 16:31
von Monique Castello (gelöscht)
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Kurz schienen die dunklen Augen zu funkeln. Es war eben eine Ewigkeit her das sie sich unterhalten konnte.
"Ich komme aus Sizilien.."
Klärte sie die Kleine auf und neigte dann ihren Kopf leicht seitlich. Ihren Worten aber lauschte sie.
Strom, fließend Wasser... Es war fast schon zu schön um wahr zu sein. Denn eine Dusche wäre wirklich nicht das verkehrteste.
"Wo liegt diese Kolonie?"
Etwas Neugier schwang weiterhin in ihrer Stimme mit. Denn abgeneigt war sie nicht wirklich. So würde wohl auch sie auf andere Gedanken kommen und nicht ständig am die Vergangenheit denken. Wirklich gesund war es nicht wirklich.
"Vielleicht kann ich mich als Sanitäterin auch anbieten. Denn ich glaube zu der Zeit ist sowas nicht verkehrt."
Erneut legte sich ein zartes Lächeln auf ihre Lippen. Und warum sollte sie nicht helfen. Sie hatte es gelernt und beherrschte vieles im Schlaf. Ihren Job liebte sie einfach. Und irgendwie hatte dieser ihr auch gefehlt.

@Enid Taylor


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#22

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 22.09.2019 16:49
von Enid Taylor (gelöscht)
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Ich vernahm ihre Worte das sie aus Sizilien kommt, kurz überlegte ich wo das war, sowas kam im Unterricht damals nicht vor dennoch wusste ich das es irgendwo in Italien ist oder so aber mittlerweile war es egal wo ein Mensch her kam, die ganze Welt ist betroffen von daher zählten Länder nicht mehr. Mein Blick ruhte auf ihr als sie mich fragte wo diese Kolonie ist, ob ich es ihr sagen kann? "Ich weiß nicht ob ich es sagen soll, wir haben momentan einen mächtigen Feind, es gibt eine Gruppe die sich unter den Zombies mischen, sie tragen die Gesichter der Zombies und flüstern, deshalb ist mit neuen Leuten immer Vorsicht geboten was unseren Standort angeht, ich kann dich gerne dorthin mit nehmen doch sagen wo sie ist kann ich nicht, du könntest eine von ihnen sein oder wir könnten belauscht werden, wir wissen nicht wieviele es sind doch es könnten hunderte sein, sie können überall sein und es fällt nicht auf. Ich will dir natürlich nichts unterstellen aber diese Kolonie besteht nur weil wir vorsichtig sind, dass verstehst du sicher". Antwortete ich ihr und blickte sie an. "In der Kolonie tragen wir keine Waffen, jedenfalls die neuen nicht, du bekommst sie natürlich wieder wenn wir dir vertrauen aber so ist es sicherer, wenn du damit einverstanden bist nehme ich dich gerne mit". Sie will sich als Krankenschwester nützlich machen? Das klingt super, ich könnte Hilfe gebrauchen. "Das wäre super, ich bin dort die Ärztin, natürlich hab ich das nicht studiert aber ih lerne viel aus Büchern und Praktischer Erfahrung und Hilfe kann man immer brauchen".

@Monique Castello


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#23

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 26.09.2019 19:48
von Monique Castello (gelöscht)
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Ein längeren Moment schien die kleine Italienerin zu überlegen. Doch so wirklich diesen zustimmen konnte sie nicht. Denn es fehlte etwas an ihre Seite. Und dies musste sie erst noch finden. Ein kurzes Kopfschütteln kam von ihr und ein Mundwinkel zog sie nach oben. Nur erreichte das Lächeln ihre dunklen Augen nicht. Einst funkelten ihre Augen durchgehend. Heute wirkten sie matt und traurig.
"Noch geht es nicht.. Ich kann mich noch nicht irgendwo ausruhen und dort bleiben.."
Leise sprach sie diese Worte aus und erhob sich dann doch von dem Stuhl und begab sich erneut zum Fenster. Ihre Arme verschränkte sie vor ihren Brustkorb und presste feste ihre Lippen zusammen.
Sie konnte es einfach nicht mit sich selbst vereinbaren. Zu sehr hing sie doch an ihren Kollegen und Polizisten. Zu sehr hatte er sich in ihr Herz gebrannt und ließ sie heute noch nicht einmal los.
Viele würden es für verrückt halten. Sie hielt es mehr oder weniger als einfache menschliche Reaktion.

@Enid Taylor


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#24

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 10.10.2019 11:09
von Enid Taylor (gelöscht)
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Sie lehnte das Angebot ab mit mir zu kommen, das war in der heutigen Zeit schon irgendwie ungewöhnlich, ich meine dort war es sicher, jedenfalls so sicher wie es in dieser Welt nun einmal sein konnte. Ich überlegte woran es liegen könnte das sie nicht mit will, ich dachte daran was die Gründe für mich wären. "Du kannst nicht weil du auf der Suche nach jemanden bist oder?". Das wäre auch für mich die einzige Sache wo ich mich niemanden anschließen könnte auch wenn es sicher ist, ich hätte nie gedacht in solch einer Welt so etwas wie eine zweite Familie zu finden doch es ist passiert und ich würde das gegen nichts eintauschen wollen. Mein Blick ruhte auf ihr. "Wenn du deine Leute gefunden hast kannst du ja immer noch vorbei kommen, hast du vielleicht Namen der Personen? Wir sind eine große Kolonie, man kennt dort nicht jeden Persönlich also könnte es auch gut sein das deine Leute bei uns sind". Ich möchte ihr ungerne Hoffnungen machen oder sie zu uns locken, nein davon hätte ich ja nichts, wozu auch, ch möcht ihr einfach nur helfen, ich als Ärztin dort kannte mittlerweile jeden oder hab jeden mindestens einmal auf der Krankenstation zu Gesicht bekommen.
"Hast du Hunger?". Ich hab noch ein paar Sachen dabei".

@Monique Castello

Entschuldige die Wartezeit


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#25

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 10.10.2019 11:50
von Monique Castello (gelöscht)
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Es war halt schwer für Moni einfach abzuschließen und Henry hinter sich zu lassen. Dafür war er ihr in letzter Zeit einfach viel zu sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn sie Arbeit sie nur zum Teil verbunden hatte, so hatte es auch andere Zeiten gegeben. Zeiten in dem man sich nach der Arbeit in einer Bar traf und ein gutes Whisky oder ein Bier zusammen getrunken hatte.
Der Gedanke an diese Zeit ließ sie hart schlucken und Seufzten. Wie sehr sehnte sie sich die alten Zeiten zurück. Und die junge Frau zeigte ihr eben genau dies.
Für ein kurzen Augenblick waren ihre Lippen zu ein schmalen Streifen zusammen gebissen.
"Sein Name ist Henry..."
Meine die kleine Italienerin und holte ein Foto aus ihrer hinteren Hosentasche. Das Bild zeigte sie mit ein jungen Mann. Blaue auffallende Augen, ein strahlendes Lächeln und ein kariertes Hemd welches seine trainierten Arme sehr in Szene setzte. Auch Moni wirkte auf den Bild glücklich. Ihre fast schwarzen Augen strahlten wie wertvolle Edelsteine. Das Funkeln aber hatte sie verloren.
Voller Erwartung sah sie die Person vor sich an und neigte ihren Kopf leicht zu Seite. Es wäre zu schön um wahr zu sein wenn sie ihn lebend gesehen hätte. Aber wer glaubte schon an Wunder? Sie nicht mehr.
Dennoch schüttelte sie ihren Kopf auf die Frage ob sie etwas essen möchte. Der Appetit war eben sehr auf der Strecke geblieben wenn man nur Konservenfutter vor sich stehen hatte. Aber das musste sie ihr ja nicht sagen.

@Enid Taylor
//Alles gut ;)


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#26

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 24.10.2019 14:54
von Enid Taylor (gelöscht)
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Ich vernahm ihre Worte das sie einen Henry sucht, einen Henry kannte ich natürlich, den Ziehsohn von Ezekiel und Carol doch ob dieser gemeint ist? Ich denke nicht. Mein Verdacht wurde bestätigt als sie mir ein Bild zeigte, nope, unbekannt. "Leider Nein, wie lange vermisst du ihn denn schon?". Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, Hoffnung kann einen zwar ruinieren aber auch retten, wer weiß, vielleicht findet sie ihn ja wieder. Ich blickte ihr in ihre betont blauen Augen, sie schien aufjedenfall nett zu sein. "Ich könnte dir ja ein wenig bei der Suche helfen, ein paar Tage vielleicht, so kann ich in der Zeit noch mehr Sachen für die Kolonie sammeln, also nur wenn du willst, ich weiß wir kennen uns ja noch nicht lange". Damals hätte ich nicht so viel mit jemanden reden können, ich war schüchtern und zurückhaltend das hatte sich nach und nach verändert, vorallem durch meinen Job der mit deutlich viel Selbstbewusstsein gab. "Ich kramte mal ein paar Lebensmittel hinaus unter anderem Äpfel und Pfirsiche aus der Kolonie die an den Bäumen wuchsen. "Hast du Lust auf Obst? Ein paar Vitamine können nicht schaden". Fragte ich lächelnd und reichte ihr in beiden Händen jeweils eine Frucht, was bevorzugt sie wohl?

@Monique Castello


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#27

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 24.11.2019 15:33
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

<- Motel

Lyanna's Hände vergruben sich kurz in ihren Haaren und auch Elijah schien seinen Unmut über die Situation klar zu machen, in dem er gegen den Jeep trat. Verständlich, Kolonie hin oder her wenn man etwas wichtiges verlor das auch noch recht fahrtüchtig funktionierte dennoch Ganz schlechte Idee, was sich im nächsten Moment herausstellte, schließlich war er immer noch verletzt. Auch ging er selbst noch mal die wenigen Autos, die auf dem Hof vor dem Motel standen ab aber wie Lyanna bereits vermutete mehr Schutz als eine fahrtüchtige Spritztour zu machen. Elijah kam schließlich zurück zog wortlos seine Sachen aus dem Jeep, ehe er Lyanna ihren Rucksack zuwarf, den sie auffing. Seine Aussage entlockten Lyanna nur ein Schnauben. „Welch Freude...“ murmelte die Dunkelhaarige, deutlich nicht sehr begeistert davon das sie laufen mussten. Es blieb ihnen schließlich keine andere Wahl. Doch hätte es deutlich einfacher sein können und eine vier Stunden Autofahrt zu Fuß zu gehen, nun das würde die Reise doch deutlich verlängern, je nach dem wie das Wetter mitmachte und wie hoch ihr Glück war keinen Plünderern zu begegnen. Lyanna war ja schon fast ein Magnet für diese Leute. Die fehlenden Teile des Jeeps verrieten ihr aber noch etwas und zwar das es noch mehr Plünderer gab. Das dies hier nicht alle waren. Möglich war es das sie draußen unterwegs waren. Lyanna war nicht sonderlich scharf darauf das heraus zu finden und so folgte sie Elijah der mittlerweile das Tor aufschob. Sollten die Untoten sich diesen Ort holen, der Dunkelhaarigen war dies recht gleichgültig, sie hatte für diesen Ort nichts mehr übrig, ganz im Gegenteil. Ihr Weg fühlte sie in die Wälder, die sich rings um das Motel bahnten. Der Regen wurde sofort abgefangen durch die Äste und den wenigen Blättern, die manche Bäume noch trugen. Wenig Licht drang in den Wald herein. Ihr Blick lag immer wieder auf Elijah, so wie es das im Motel war ehe sie immer wieder in die Umgebung abschweifte. Der Wald wirkte ruhig und vor allem friedlich. Deutlich sicherer als die offenen Städte. Weniger Zombies und wenn traten sie meistens nicht in einer Horde auf und vor allem wenig Überlebende, da Nahrung in einem Wald schwerer zu beschaffen war sollte man kein Jagdtalent besitzen. Auch gab es noch deutlich andere Wege sich in einem Wald zu ernähren, nur konnte das für einen auch schnell enden wenn man sich nicht auskannte. Eine falsche Beere … und es konnte genau so der Tod sein wie ein Biss eines Untoten. Ganz zu schweigen das Lyanna tiefe Wälder früher als unheimlich empfunden hatte, nun fühlte sie sich deutlich sicherer darin als in einer Stadt selbst, dennoch zog es die junge Frau immer wieder in die Städte. Lyanna war keine gute Jägerin, sie war zu impulsiv und verscheuchte immer das Tier und brauch stunden bis sie es fangen würde. Das war auch schon im Valley so gewesen. Elijah schwieg, sagte kein Wort. Er versuchte sich seine Schmerzen nicht anmerken zu lassen und lief als würde er noch nicht mal Verletzungen besitzen. Lyanna selbst war erschöpft. Es gab wenige Momente wo sie wirklich zu geben konnte sie war verdammt müde. Ein Unterschlupf wäre doch recht vorteilhafter um erneut Kräfte zu sammeln und das Wetter abzuwarten, auch wenn der Regen schon deutlich nachgelassen hatte. Elijah blieb nach einer Weile, während sie schweigend nebeneinander herliefen, schließlich auf einer kleinen Anhöhe stehen und streifte sich seinen Rucksack von den Schultern. Ob er eine Pause brauchte? Lyanna sollte es recht sein und tat es ihm gleich ehe sie ihren Blick mit einem Seufzer über die Umgebung schweifen ließ. Ihre Aufmerksamkeit lenkte sich automatisch wieder zu Elijah als dieser endlich wieder mit ihr sprach. Seine Worten führten dazu das Lyanna automatisch eine Braue anheben musste. Stand es denn in Frage? Das sie ihn zurücklassen sollte? Die Dunkelhaarige schloss kurz die Augen, seine Zweifel waren durchaus berechtigt, schließlich wollte sie am Vortag ihn ebenso zurücklassen, es war nur normal das ihn der Gedanke kreutzte das sie dies in dieser Situation auch getan hätte. Die Vortstellung daran war selbst für Lyanna zu schrecklich. Sicher sie hätte abhauen können, als sie die Chance hatte aber um ehrlich zu sein streifte nicht einmal dieser Gedanke durch ihren Kopf als sie zu Elijah eilte. Sie würden zusammen bleiben, bis … bis sie das eben irgendwann nicht mehr wollten aber so lange würde sie ihn nicht zurücklassen. Nicht mehr. Die Dunkelhaarige öffnete wieder ihre Augen als sie seine Hand an ihrer Wange spürte, ehe sie bei diesen Worten kurz schwieg ehe sie ehrlich hauchte „Ich bin müde.“ Ja Lyanna gab deutlich zu das ihr in solchen Momenten ein warme Dusche und ein weiches Bett, in dem noch niemand gestorben war deutlich angenehmer waren als Beißern den Kopf abzutrennen. Ehe sie sich versah zog Elijah sie in eine Umarmung. Sie spürte wie sein Gesicht sich in ihren Haaren vergrub, seinen warmen Atem. Lyanna schlang nur ihre Arme leicht um ihn, immer noch im Kopf das er verletzt war und sie ihm nicht weh tun wollte. Die Dunkelhaarige vergrub ihr Gesicht in seiner Brust. Sie fühlte sich sicher. Etwas was Lyanna nur bei sehr wenigen Leuten verspürte. „Wir hätten bis heute schon so oft draufgehen können … und wer weiß was bis morgen noch alles passiert.“ murmelte Lyanna leise ehe sie zu ihm hochsah. „Alles was passierte, alles was du getan hast, alles was ich getan habe … es kann nicht umsonst gewesen sein.“ Viele Einzelgänger oder Streuner, wie Elijah sie nannte, sahen meistens keinen Sinn in ihren Handlungen oder in ihren Zielen, machten irgendwie weiter, Überlebten. Auch Lyanna tat dies eine Weile lang, doch hatte sich das in den letzten Jahren deutlich geändert. Der Plünderer im Motel hatte mit einer Sache recht. Alles was passierte hatte einen Grund, auch wenn dieser Grund manchmal nicht sichtbar war oder unfair erschien. Lyanna glaubte an diese Aussage, es war schließlich das einzige was ihr noch in dieser Welt blieb und wenn sie nebenbei noch das ein oder andere Leben retten konnte, dann tat sie dies. Zu dem hatte Elijah noch Familie, richtige Familie. Die Dunkelhaarige wollte nicht das er das aufgrund von irgendwelchen Arschlöchern aufgeben musste. Lya's Arme lösten sich langsam von Elijah ehe sie ihn kurz schwach anlächelte und ihren Rucksack wieder aufzog. „Komm ...lass uns weitergehen.“ sagte diese nur in deutlich erfreulicher Stimmung. Lyanna ging wieder vorran, immer noch mit dem Ziel nach einem Unterschlupf zu suchen. Eine Weile verging, hin und wieder streifte der ein oder andere Beißer mit deutlicher Entfernung zu den beiden zwischen Bäumen umher, meistens alleine und deutlich ungefährlicher. Der Regen wurde langsam wieder stärker und versuchte sich durch die Bäume des Waldes zu kämpfen. „Oh verdammt!“ rief Lyanna, nur war es diesmal kein gewohntes Fluchen sondern eher ein freudiger Ausruf und plötzlich lief Lyanna eilig los aber so das Elijah noch deutlich sehen konnte in welche Richtung. Die Dunkelhaarige lief eilig aber deutlich vorsichtig einen kleinen Abhang hinab ehe sie schließlich etwas außer Atem abprubt stehen blieb. Es war eine dieser Hütten, die man immer wieder mal im Wald fand, wenn Leute vor all dem wohl eher die Gesellschaft von Menschen meiden wollten. Lya erinnerte dies immer an schlechte Horrorfilme. Jedenfalls war es Etwas was Schutz bat, zu mindestens vor dem Regen. Man konnte darin so viel erkennen um zu erkennen das sich darin nichts befand als ein paar verstaubte Möbel. Aber das war ein gutes Zeichen, was Lyanna auch nicht hinterfragte. Sie war zu erschöpft und deutlich erleichtert darüber doch etwas gefunden zu haben. Die Dunkelhaarige wagte einen Schritt hinein, als sie die Tür vorsichtig öffnete. Die Hütte war nicht sonderlich groß gewesen, alles befand sich auf einer Ebene und es gab keine Anzeichen dafür das Beißer oder gar Überlebende ... oder auch Tiere hier drin haußten. Auch nicht das eventuell hier jemand vor kurzem gelebt haben könnte. Die Dunkelhaarige streifte nur ihren Rucksack wieder ab und lehnte diesen an die Wand ehe sie daran selbst herunterrutschte bevor sie den Boden unter sich spürte. „Nicht so kuschelig wie das Landhaus aber ich denke es wird erst mal reichen.“ murmelte Lyanna während sie sich die Nässe aus ihren Haaren drehte.

@Elijah Magoro



when I want to stop I can

zuletzt bearbeitet 24.11.2019 15:33 | nach oben springen

#28

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 25.11.2019 21:41
von Elijah Magoro | 55 Beiträge

Ihr kleines, schwaches Lächeln war wie ein Lichtstrahl in der Dunkelheit. Es hellte seine Stimmung so sehr auf, dass er nicht anderes konnte, als sanft zurück zulächeln. Er schnappte sich wieder seinen Rucksack, schulterte ihn und folgte ihr dann durchs Gebüsch, sein Gewehr immer im Anschlag. Die Beißer, denen sie begegneten, waren immer so weit entfernt, dass sie für Lyanna und Elijah keine Gefahr darstellten. Er musste kein einziges Mal sein Messer ziehen, es war, als würden sich auch die Beißer denken, dass sie für heute schon genug durchgestanden hatten. Als der Regen wieder stärker wurde und das Licht des Tages, es war sowieso dank der dicken Regenwolken schon sehr düster, sich langsam aber stetig verabschiedete, nagte in Elijahs Kopf ein Gedanke. Er hatte ein Seil dabei, im Zweifel könnten sie sich auf einem Baum festbinden. Aber die Rinde der Bäume war so nass und rutschig, es würde gewaltige Kraft brauchen, um überhaupt hinauf zu kommen. Und wenn Elijah ehrlich war, diese Kraft hatte er im Moment nicht. Wo also sollten sie die Nacht verbringen? Sie brauchten auch ein Feuer, irgendetwas, um ihre vollkommen durchnässten Kleider zu trocknen, sonst würden sie heute Nacht noch zu sehr auskühlen. Und das war eine der größten Gefahren, die man leicht unterschätzen konnte.
Er blickte auf, als er Lyas Fluch hörte, seine Hand schloss sich automatisch fester um sein Gewehr und er ließ den Blick durch die Blätter gleiten. Was erregte ihre Aufmerksamkeit? Verwirrt folgte er ihr, beschleunigte etwas, so schnell wie sie, konnte er aber nicht laufen. Er konnte sie immer noch gerade so durch die Blätter sehen, da entdeckte er endlich, was sie so fluchen hatte lassen. Das war vermutlich der erste, positive Fluch, den er von Lyanna gehört hatte. Langsam folgte er ihr den Abhang hinab und konnte selbst nicht glauben, wieviel scheiß Glück sie eigentlich hatten. Andere Menschen wären schon zwanzig Mal gestorben und jetzt fanden sie auch noch eine alte, verlassene Hütte im Wald. Es war eigentlich nicht fair, aber Elijah im Moment scheiß egal.
Er hielt sich hinter Lyanna, während sie langsam in die Hütte ging, hatte weiterhin den Wald im Blick, nicht, dass es sich hier um einen Hinterhalt handelte. Dem schien aber nicht so. Als er hinter sich hörte, wie etwas Schweres auf den Boden aufsetzte, wandte er den Blick ins Hütteninnere. Lyanna hatte schon ihren Rucksack abgesetzt und Elijah folgte ihr dann ins Innere, nicht ohne noch einmal den Blick über den immer düsterer werdenden Wald streifen zu lassen. Man konnte nie wissen und Elijah war sich nicht sicher, ob die restlichen Plünderer ihnen nicht folgten.
Er schloss die Tür hinter sich, legte den Riegel vor und sah sich dann in der Hütte um. Ein Tisch mit drei Stühlen stand in der Ecke, es gab einen alten, verstaubten Kamin und zwei Sessel, die früher sicherlich bequem und einladend gewesen waren. Er stellte ebenfalls seinen Rucksack ab, setzte sich aber noch nicht. Irgendwie traute er dem ganzen noch nicht so ganz, er hatte ein komisches Gefühl im Bauch und achtete auch nicht auf Lyannas Worte. Er durchsuchte den Raum mit seinem Blick, ging einige Schritte hinein und um eine Ecke, sah dort eine Tür. Er zog sein Messer aus der Scheide und öffnete die Tür langsam, sie quietschte fürchterlich, vermutlich war schon Monate niemand mehr hier gewesen. Wie auch, solche Hütten waren selten auf irgendwelchen Karten eingezeichnet. Er fand ein Schlafzimmer mit einem alten Bett, ließ den Blick durch den Raum wandern und seufzte dann. An eine Wand gelehnt lag ein fast komplett verwester Körper, ein deutliches Loch im Kopf. Er ließ das Messer sinken und kniete dann neben der Leiche nieder. Scheinbar jemand, der sich selbst das Leben genommen hatte. Auf dem Boden neben ihm lag die Waffe, es war wohl nur ein einziger Schuss noch darin gewesen. Der finale Schuss. Er seufzte, und sagte dann leise, „Dein Kampf ist vorbei.“

Dann nahm er sich die Leiche auf die Schulter und trug sie wortlos durch das Wohnzimmer an Lyanna vorbei nach draußen in den Regen. Wenn es ihm morgen etwas besserging und es nicht mehr so sehr regnete, würde er ihn wohl begraben. Als er wieder hineinkam und die Tür erneut schloss, den Riegel vorlegte und seufzte, sah er Lyanna an. Sie war unverändert am Boden sitzen geblieben, aber Elijah wusste, wenn er sich jetzt setzte, würde er sofort einschlafen. Sofort!
„Ja, ich denke sie wird erstmal reichen“, antwortete er dann endlich auf ihre Worte und atmete schwer aus. Er strich sich die Jacke von den Armen, hängte sie über einen der Stühle, dann kramte er in seinem Rucksack. Er holte etwas heraus, was stark nach Grillanzündern aussah und sah sich in der Hütte um. Kurzer Hand zog er sein Schwert und zerlegte einen der drei Stühle in seine Einzelteile, dann baute er ein kleines Nest im Kamin und nach zwei Versuchen glimmte der Zunder auf und es stieg Rauch auf. Vorsichtig fütterte er das kleine Feuer mit Holz, ehe es großgenug war, dass er welche der größeren Holzstücke darüber stapeln konnte. Holz von außen brauchten sie kaum holen, es war sicherlich alles durchnässt. Sofort spürte er die angenehme Wärme des Feuers und schloss kurz die Augen. Jetzt wo er sich entspannte spürte er die Strapazen der letzten zwei Tage wieder deutlicher und er seufzte.
„Komm her, ist wärmer als da an der Wand“, sagte er dann und blickte zu Lyanna. Er zog sich den Pullover über den Kopf, dann folgte das TShirt. Es war zwar dennoch verdammt kalt ohne Kleidung, aber die kalte, nasse Kleidung war noch schlimmer. Sie würde bald klamm werden und sie dann erst recht auskühlen. Er legte den Pullover über den Kaminsims, ebenso das Shirt und stand dann auf, ging ins Schlafzimmer. Er zog die Bettdecken herunter, sie waren zwar staubig, aber besser als nichts und im Schrank fand er noch zwei Wolldecken. Das alles trug er hinaus, breitete die Bettdecken auf dem Boden aus, sodass sie nicht am Boden sitzen mussten, dann reichte er Lyanna eine der Wolldecken. Er stand da, sah sie an und zog eine Augenbraue hinauf, dann sagte er grinsend, „Los, runter mit den Klamotten! Sonst erfrierst du mir noch.“
Sein Blick war belustigt und er zog sich ebenfalls seine Schuhe und Socken aus, dann auch die Hose runter. Es mochte absurd sein in dieser Situation, aber wenn er gerade etwas nicht dachte, dann war es etwas Romantisches oder sonst etwas in die Richtung. Es ging bei ihnen gerade wirklich einfach nur ums Überleben. Aus, Ende, Basta.
Er legte sich seine Wolldecke um die Schultern und zog seinen Rucksack zu sich heran. Die Plünderer hatten nichtmal die Essensrationen aus dem Rucksack geholt. Was waren das bitte für Plünderer? Scheinbar die dümmsten der Welt. Er zog eine Dose heraus, öffnete sie mit seinem Messer und stellte sie ins Feuer. Dann holte er eine Dose heraus, darin befand sich Brot. Es war weich, durch die Feuchtigkeit des Regens, aber besser als nichts. Er nahm sich ein Stück und stellte die Dose wortlos neben sich, Lyanna sollte sich ruhig bedienen. Er sah sie von der Seite an, die nassen Haare, die an ihr klebten und lächelte sanft, ehe sich sein Blick wieder den Flammen zuwendete. Sein Blick war nicht mehr so dunkel, nicht mehr so gefährlich wie Lyanna ihn anfangs abbekommen hatte, jetzt war er entspannt aber dennoch spiegelte sich darin Schmerz. Die Brandwunden auf seiner Brust brannten wie Feuer, erst recht jetzt hier direkt vor dem Kamin, aber Wärme war gerade etwas wichtiger. Seine Kiefer mahlten, aber er sagte kein Wort.

@Lyanna Lockhart



~ The world has been trying to turn me into a monster for as long as I can remember ~

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#29

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 27.11.2019 12:38
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

Lyanna schloss für einen kurzen Moment ihre Augen. Sie war durchaus weite Strecken gewöhnt, sie musste weite Strecken gewöhnt sein, doch auch irgendwann machte ihr Körper schlapp und dann konnte sie es noch nicht mal schaffen dies groß zu verbergen. Umso glücklicher war sie drum, diese Hütte mit ihren müden Augen noch entdeckt zu haben, denn Lyanna konnte nicht sagen ob sie es noch geschafft hätte die ganze Nacht durchzulaufen wenn sie keinen geeigneten Unterschlupf fanden. Die Bäume waren deutlich zu nass um daran hochzuklettern und zu schlafen eher würden sie sich alle Knochen brechen. Ihre Arme fühlten sich schwer an, aufgrund ihres kleinen 'Ausrasters' im Motel und ja man konnte wirklich sagen das Lyanna gerade in den Schlaf driftete, wäre da nicht Elijah der eine Tür aufzog die extrem quietschte. Die Dunkelhaarige öffnete nur wieder ihre Augen und blickte in dessen Richtung als dieser im Nebenraum verschwand. Er hatte sich umgesehen, traute dem Glück was den beiden zufiel wohl noch nicht so ganz. Das war auch gut aber Lyanna glaubte kaum das sich hier etwas oder jemand befand. Auf dem kleinen Raum war es schon fast unmöglich sich ordentlich zu verstecken und jemanden zu überraschen aber Lya wurde bereits eines besseren belehrt. Die junge Frau fragte sich was Elijah so lange im Nebenraum trieb, gerade als sie sich nach vorne lehnte um aufzustehen kam er wieder raus und Lya blieb sitzen. Ein wohl doch vertrauter Geruch stieg ihr in die Nase. Der Geruch von Verwesung und die war deutlich im Gange gewesen, das es Lyanna für einen kurzen Moment den Magen umdrehte. „Oh gott verdammte ...“ verkniff sich Lya wieder ein Fluchen während sie sich die Hand auf Mund und Nase drückte, während Elijah ihn auf seiner Schulter, als wiege er nichts, einfach nach draußen ablud. Lyanna nahm ihre Hand wieder von ihrem Gesicht als Elijah wieder reinkam. Erst jetzt bekam auch sie eine Antwort auf ihre Aussage ehe er sein Schwert hob und einen der Holzstühle zu Kleinholz verarbeitete, Lyanna zuckte nur automatisch zusammen bei der Aktion ehe er sich daran machte ein Feuer zu entzünden, was ihm auch deutlich gelang. Das Lyanna her kommen sollte ließ sie sich nicht zwei mal sagen, denn schon saß sie am Kamin und streckte ihre Hände der Wärme entgegen. Das war wirklich deutlich angenehmer als an der Wand oder gar draußen im ströhmenden Regen. Elijah zog sich schließlich obenrum aus und Lyanna verschluckte sich fast unbemerkt an ihrem eigenen Speichel. Natürlich verstand sie den Grund, die Kleidung war nass und es war deutlich besser sie auszuziehen und trocknen zu lassen. Sonst würden sie zu sehr auskühlen oder noch schlimmer sich irgendwas einfangen und jeder wusste so ziemlich das eine einfache Erkältung genau so der Tod heut zu Tage sein konnte wie ein Schuss oder ein Biss eines Untoten. Dennoch hätte er sie nicht verdammt noch mal vorwarnen können? Die Dunkelhaarige starrte ihn einen kurzen Moment an bevor sich ihr Blick zu den verursachten Brandwunden richtete und sie nur ihre Lippen wieder zusammenpresste. Lyanna richtete wieder ihren Blick in die Flammen und versuchte nicht zu starren ehe dieser wieder im Nebenraum verschwand und Lyanna deutlich ausatmete. Elijah kam schließlich mit Decken zurück und die Dunkelhaarige lächelte kurz. Da solle nur einer nochmal sagen so etwas wie Glück existiert nicht, nach dem ganzen was sie in den letzten Stunden erlebt hatten. Bei seiner Aussage lächelte sie nur schwach. „In einer anderen Situation wäre ich deutlich angetan“ zog sie ihn ein wenig auf bevor sie sich aufrichtete und das nasse Oberteil über den Kopf zog. Elijah entledigte sich derzeit von dem Rest seiner Kleidung und so tat es auch Lyanna ehe sie sich eine der Decken um die Schultern legte und sich letztendlich fast komplett darin vergrub. Jetzt war ihr erst recht kalt, so das die Dunkelhaarige automatisch ein wenig näher zum Feuer rutschte. Elijah stellte eine Dose mit durchgeweichtem Brot zwischen die beiden, während er die andere ins Feuer stellte. Lya nahm sich ein Stück des Brotes und kaute darauf länger rum als ihr eigentlich lieb war ehe sie zu Elijah rüberblickte. Er hatte Schmerzen, das sah sie ihm nun noch deutlicher an, womöglich schien er es nicht mehr ganz verstecken zu wollen oder gar keine Kraft mehr dazu zu haben. Lyanna wollte ihm helfen, das wollte sie wirklich. Schließlich war sie ja auch irgendwie verantwortlich dafür das er mit in diesen Mist gezogen wurde, das konnte er so lange abstreiten wie er wollte aber Lyanna wusste ganz genau das es stimmte. Medizin war eine der Vorräte welche sehr schwierig zu beschaffen war und in dieser Welt wertvoller war als Geld es je war. Die Dunkelhaarige zuckte plötzlich auf. Wie konnte sie das nur verdrängen? Lyanna griff nach ihrem Rucksack und wühlte darin herum bis sie eine kleine Box herauszog. Das Antibiotika, das sie von den anderen Plünderern gestohlen hatte. Eigentlich war es für ihren Bedarf gewesen, doch Elijah brauchte es deutlich eher als sie es tat. Und war deutlich schlechter dran, auch wenn sie wusste das er es niemals zugeben würde. Es würde seine Wunden nicht heilen aber einer Infektion entgegen wirken, die er erleiden würde, wenn sie noch lange unterwegs waren. Es würde den ganzen Prozess ein wenig überbrücken, bis sie angekommen wären und er sich wirklich ärztlich behandeln lassen konnte oder sich zu mindestens aus der Gefahrenzone befand. Lyanna ging davon aus das es dort jemanden gab, der ihm helfen konnte. Denn wenn es um Kolonien ging, gab es plötzlich Ärzte wie Sand am Meer, selbst in ihrer Kolonie hat es jemanden gegeben. Die Dunkelhaarige löste das Pulver mit der dazugehörenden Flüssigkeit auf und zog den Inhalt in der Spritze auf und schnipste dagegen um die restliche Luft aus der Flüssigkeit zu befördern. Lya blickt e kurz runter zu ihrem Unterarm ehe sie wieder zu Elijah rutschte. „Ich hoffe du hast keine Angst vor Nadeln“ schmunzelte Lya und hielt ihm die Spritze hin. „Hier … du brauchst sie dringender als ich.“ murmelte die Dunkelhaarige und blickte ihn wieder an. Sie würde kein Nein akzeptieren. Auch keine Diskussion. „Ich sehe das du Schmerzen hast und daran ist nichts verwerfliches!“ Und so etwas kam aus Lyanna's Mund, die sich wahrscheinlich ähnlich wie Elijah in dieser Situation verhalten würde. „Mir ist es egal ob du bei der Army warst oder bei sonst wem aber wenn wir … wenn ich nichts tue, wird das alles noch viel schlimmer als nur Schmerzen und ich will nicht noch eine Kolonie im Nacken haben mit dem Gewissen das sie mich hasst.“ hielt Lyanna ihre Ansprache weiter. „Ich … ich will nicht noch jemanden auf dem Gewissen haben.“ raunte Lyanna leise, hielt ihm weiter die Spritze hin. Es war ihr egal ob sie es tat oder ob er es tat. Sie wollte ihn nicht verlieren, was sie ihm damit indirekt mitteilte. Sie wollte einmal was richtiges tun.

@Elijah Magoro



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#30

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 27.11.2019 18:54
von Elijah Magoro | 55 Beiträge

Es lag tatsächlich daran, dass Elijah einfach keine Kraft mehr hatte, seine Schmerzen zu verbergen. Außerdem war es ihm einfach egal, er war zu Müde um sich darüber noch Gedanken zu machen. Natürlich jammerte er nicht, dafür war er einfach nicht der Typ, außerdem würde er sich diese Schmach erst Recht nicht geben. Er starrte nur in die Flammen, kaute auf dem Brot und wartete auf das vertraute, blubbernde Geräusch, dass ihm sagte, dass der Eintopf in der Dose fertig war. Das war seine letzte Essensration, für die nächsten Tage mussten sie sich etwas überlegen. Aber Elijah war ehrlich, er hatte keine Lust darüber nachzudenken, was sie ab morgen essen konnten, er wollte gerade nicht an morgen denken. Sein Körper sehnte sich nach nichts sehnlicher, als etwas zu essen und dann einfach nur zu schlafen. Er legte ein paar weitere Scheite des Stuhls nach und sah dann aus dem Augenwinkel, wie Lyanna mit irgendwas hantierte und es schließlich in eine Spritze sog. Gekonnt, als wäre sie Krankenschwester, schnippte sie gegen die Spritze und rutschte dann wieder zu ihm heran. Er zog nur geringschätzig eine Augenbraue hinauf, als sie meinte, ob er Angst vor Nadeln hätte. Sah er so aus, als würde ein kleiner Pieks ihn von den Socken hauen? Ehe er nach der Spritze greifen konnte, sprach Lyanna auch schon los. Und wie sie redete, sie schien ihn unbedingt überzeugen zu wollen, dass er die Medizin nahm, dabei hätte er sie auch so oder so ohne Ansprache genommen. Natürlich, Lyanna brauchte sie auch für ihren Biss, aber wenn Elijah den ansah, schien er gut zu verheilen. Die Brandwunden und die Stichwunde an seinem Bauch waren frischer, auch wenn die Wunde am Bauch erstaunlich gut geschlossen hielt. Der Arzt ihm Clubhaus würde ihn für die Aktion vermutlich verprügeln, aber das war Elijah egal. Es hatte in diesem Moment sein müssen, also hatte er das getan, was er für am klügsten gehalten hatte.
Als Lyanna dann mit ihrer Ansprache fertig war, sah er sie nur einen Moment an, dann nahm er die Spritze. Er hielt ihren Blick gefangen, lächelte dann sanft. Sie wollte ihn nicht verlieren. Das war aus ihren Worten deutlich rauszuhören gewesen. Es tat gut so etwas zu hören, es war ein schönes Gefühl, wenn jemand nicht wollte, dass man weg war. Elijah gab es zwar jetzt noch nicht zu, aber er hatte sich in den letzten zwei Tagen an Lyannas Anwesenheit gewöhnt. Und man, er hatte mit ihr schon Dinge durchgestanden, die hatte er noch nicht mal mit Emilio durchgestanden. Sie waren zwar beide auch schon das ein oder andere Mal fast draufgegangen, aber nicht innerhalb von zwei Tagen fast 4mal. Und Elijah und Lyanna waren noch nicht an ihrem Ziel angekommen!

Der Dunkelhäutige nahm also die Spritze und hielt sie kurz ins Feuer um sie wenigstens ein bisschen zu sterilisieren, dann streckte er seinen Arm aus. Er versuchte im Licht des Feuers eine Vene zu finden, die kamen an seinen Armen sowieso relativ deutlich heraus und stach sich hinein, es piekste kurz und drückte dann die Flüssigkeit mit dem Antibiotikum hinein. Das Ganze dauerte keine dreißig Sekunden, da zog er die Nadel wieder heraus und seufzte kurz. Es war zwar nur prophylaktisch, aber es war eine gute Idee von Lyanna gewesen. Sie hatte Recht, es würde nur noch schlimmer werden, wenn sich eine der Brandwunden auf seiner Brust entzündete.
„Danke“, sagte er nur kurzangebunden und reichte ihre die Spritze zurück, beugte sich dann vor und rührte mit dem Löffel in der Dose mit dem Eintopf. Dieser schien jetzt heiß zu sein und er nahm ihn vorsichtig mit einer Ecke der Decke aus dem Feuer, stellte ihn zwischen sich und Lyanna.
„Besser als nichts“, sagte er nur schulterzuckend und nahm den ersten Löffel aus der Dose, der Eintopf war köstlich und angenehm heiß. Etwas Warmes im Magen, würde alles noch ein Stückchen besser machen. Dann hielt er Lyanna den Löffel hin und auch diese bediente sich. So aßen sie zu zweit den Eintopf natürlich schnell auf, aber Elijah genoss es richtig, etwas im Bauch zu haben. Langsam wurde es wärmer in der Hütte, Elijah erhob sich und zerlegte noch die beiden anderen der Stühle, damit sie weiterhin nachschüren konnten.
Nach dem Essen saßen sie schweigend am Feuer, Elijah etwas zurückgelehnt mit dem Rücken an einem der Sessel, ein Stift in der Hand und ein kleines Buch in der anderen. Lyanna blickte ins Feuer, sie schien ihren Gedanken hinterherzuhängen und Elijah hatte nicht wiederstehen können, als anzufangen sie zu zeichnen. Er hatte immer sein Buch und einen Stift dabei, bevorzugt einen Bleistift, manchmal war es auch ein Kugelschreiber. Er hatte schon ihre Konturen, ihr Profil, da er sie leicht schräg von der Seite sah und lächelte dabei sanft. Er musste ehrlich sagen, dass er noch nie so ein hübsches Model wie Lyanna gehabt hatte. Und er hatte gefühlt schon jeden aus der Kolonie gezeichnet, von jedem gab es ein Bild in dem kleinen Büchlein. Es war auch schon bald voll, er würde sich wohl demnächst ein neues besorgen müssen. Dieses Buch zu verlieren wäre für den Dunkelhäutigen wohl mit einer der größten Verluste. Deswegen war er so froh gewesen, als er es in seinem Rucksack wiedergefunden hatte.

„Ich glaube die zwei vergangenen Tage, waren die intensivsten, die ich jemals hatte“, brach Elijah dann das Schweigen und sah Lyanna an. Er wartete, bis sie ihm den Blick zuwandte, sodass er ihre Augen sehen konnte. Von der Seite vom Feuer beleuchtet, hatten sie eine wunderschöne, dunkle Farbe und dieser Glanz, genau den wollte er in dem Bild miteinfangen. Er prägte es sich genau ein, dann versuchte er es zu zeichnen. Immer wieder huschte sein Blick kurz zu ihr hoch, dann hielt er inne und verglich das Original mit seiner Abbildung. Zufrieden lächelte er, dann steckte er sich den Bleistift hinter das Ohr und legte das Buch auf seinem Schoß ab.
„Zumindest, seit die Apokalypse gestartet hat“, fügte er dann hinzu und zuckte mit den Schultern. Die Decke lag ihm locker über den Beinen, es war nicht mehr all zu kalt in der Hütte, sie war sehr klein und das Feuer lieferte angenehme Wärme, „Davor gab es schon intensivere Tage. Aber ehrlich, als ich gestern, verdammt, es war wirklich erst gestern, früh das Clubhaus verlassen hab, hätte ich jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, ich würde heute Abend hier so enden. Verletzt, verdammt müde, ausgelaugt und mit jemandem an meiner Seite, den ich erst noch kennenlernen würde und dem ich jetzt mehr vertraue als anderen, die ich schon Jahre kenne. Und besonders hätte ich dieser Person erst recht nicht geglaubt, dass es eine attraktive, junge Frau an meiner Seite ist.“
Er grinste kurz und fuhr sich dann mit einer Hand über seinen geschorenen Kopf. Langsam kamen ein paar der Haare hervor, er rasierte sich den Kopf eigentlich alle zwei Tage, warum er seine Haare geschoren trug, konnte er selbst nicht erklären. Mittlerweile war es praktisch, ohne Haare konnte sich nirgends verhaken, oder Beißer oder Plünderer einen daran festhalten. Und, er fand, dass er damit gar nicht so schlecht aussah. Es gab Menschen, die ohne Haare deutlich schlechter aussahen, als er. Er nahm den Stift hinter seinem Ohr heraus und legte ihn in das Buch, schloss dieses dann, sodass der Bleistift auf der Seite blieb, an dem er Lyannas Bild gezeichnet hatte. Er war kein professioneller Künstler, aber seine Zeichnungen waren auch nicht schlecht. Im Clubhaus hatte er seine Schwester und ihre Freundin Liza gezeichnet, Jen hatte es so gut gefallen, dass sie es in das Zimmer der beiden gehängt hatte. Noch immer war sich Elijah nicht sicher, ob sie es nur aus Loyalität zu ihrem Bruder getan hatte, oder es ihr wirklich gefiel.
„Aber nicht nur deswegen bin ich froh, dich heute hier an meiner Seite zu haben“, fuhr Elijah dann fort, „Du bist eine echte Kämpferin Lyanna. Mich überrascht es nicht, dass du dich hier draußen gut allein zurechtfindest. Darauf kannst du stolz sein und du solltest dir diese Einstellung immer erhalten, egal was andere zu dir sagen sollten. Lass dich niemals von anderen kleinreden… niemals.“
Er lächelte sie nun sanft an. Elijah konnte selbst nicht sagen, wo diese Worte plötzlich herkamen, aber er musste sie aussprechen. Vielleicht weil er mit Lyanna und den Eigenissen der letzten beiden Tage wirklich nicht sicher sagen konnte, ob er morgen überhaupt noch leben würde, um ihr diese Worte zu sagen.

@Lyanna Lockhart



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#31

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 28.11.2019 20:14
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

Lyanna hätte wohl mit allem gerechnet aber wohl kaum mit der Reaktion das ihr Elijah einfach stumm und ohne Widerworte die Spritze aus der Hand nahm, zu mindestens mal nicht nach der Ansage im Landhaus das sich Lyanna keine Sorgen machen sollte. Die Dunkelhaarige glaubte wohl kaum das sie ihn mit ihren Worten so klein geredet hatte das er sich nicht mehr trauen würde etwas zu sagen. Womöglich erkannte Elijah selbst den Ernst dieser Situation und was im schlimmsten Fall auftreten und passieren könnte. Egal was letztendlich der Grund war was ihn dazu bewegte es zu tun, Lyanna war sichtlich froh darüber als er ihr die Spritze aus der Hand nahm und die Nadel kurz ins Feuer hielt um sie einigermaßen steril zu bekommen. Es dauerte noch nicht mal eine Minute, da hatte er sich schon den Wirkstoff injiziert und bedankte sich kurz angebunden bei Lyanna. Die Dunkelhaarige blickte nachdenklich auf die leere Spritze hinab. Diese war wertlos, nur für den Inhalt hatte Lyanna ihr Leben riskiert. Für dieses kleine bisschen Flüssigkeit, das so viel doch ausmachte und so selten und wertvoll in der Welt geworden ist. Es war seltener zu beschaffen als Nahrung oder Kleidung. Lyanna würde nicht einfach ihr wertvollstes Gut an irgendjemanden einfach so verschenken. Das würde niemand. Elijah musste irgendeine Bedeutung für Lyanna haben sonst könnte es ihr egal sein, was mit ihm passiert und das war es ihr ganz Gewiss nicht. Die Dunkelhaarige richtete ihren Blick wieder auf die Flammen und als Elijah die Dose herausgenommen hatte beförderte Lyanna die winzige Spritze mit einem geschickten Wurf in die Flammen. Sie hatte keine Verwendung mehr dafür. Weitere Medizin hatte die Dunkelhaarige nicht bei sich und für etwas anderes war sie nicht mehr zu gebrauchen. Nicht mal einen Beißer konnte sie gar damit töten. Die Dunkelhaarige sah nur zu wie das kleine Stück Plastik von den Flammen verschlungen wurde ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Hier und Jetzt richtete als ihr Elijah die Dose mit dem warmen Inhalt hinstellte und Lya steckte sich nur den Löffel in den Mund, schluckte wortlos den Inhalt herunter. Für Lyanna schmeckte es meistens eh alles gleich, sie war nichts anderes gewohnt, sogar schlimmeres, wenn sie sich ganz am Anfang daran erinnerte, wie sie noch Würmer aus dem Boden zog und diese verspeiste. Für die Dunkelhaarige war das Essen nur eine reine Überlebenstätigkeit ähnlich wie einem Beißer den Schädel einzuschlagen, der sich an einem nähren wollte. Lyanna wusste das es das Letzte Nahrungsmittel war das sie bei sich trugen. Für die nächsten Tage mussten sie sich was einfallen lassen, sei es in einem Dorf an dem sie sicherlich noch vorbeikämen nach Vorräten zu suchen oder gar das sie etwas erlegen mussten. Doch spielte auch dies gerade für Lyanna keine Rolle, für Lyanna die sich so sehr an das Überleben geklammert hatte. Sie war einfach froh das sie einen Moment lang aufatmen konnte und einmal nicht vor Zombies oder anderen Plünderern flüchten musste. Elijah saß mittlerweile an einem der Sessel angelehnt und kritzelte etwas in einem kleinen Buch das er aus seinem Rucksack heraus gekramt hatte. Lyanna ließ ihn. Sie ging deutlich davon aus das er irgendwas aufschrieb oder ähnliches. Schließlich kritzelte auch Lyanna ab und an auf ihren Karten herum aus reinen orientierungstechnischen Gründen. Elijah brach das Schweigen und Lya wandte ihren Blick von den Flammen ab und blickte automatisch zu Elijah und konnte sich ein schwaches Schmunzeln bei seinen ersten Worten nicht verkneifen. Nach dem er diese ausgesprochen hatte vertiefte er sich wieder in das kleine Buch und Lyanna hob nun eine Augenbraue an und fragte sich doch deutlich was er wohl da trieb, besonders da er immer wieder zu ihr aufsah als müsste er sie einprägen. Als könnte er jeden Moment vergessen, wie sie eigentlich ausgesehen hatte. Lya richtete sich schließlich auf, immer noch mit der Wolldecke welche ihren schmalen Körper bedeckte und ließ sich neben Elijah nieder, so das sich ihre Schultern berührten. „Das klingt schon fast als seist du froh darüber, das es so gekommen ist.“ fing Lyanna an und blickte ihn von der Seite an, während er das Buch mit dem Bleistift dazwischen auf seinen Schoß ablegte. „Nun … ich bin froh das ich dir nicht die Eisenstange auf den Kopf gedonnert habe. Das wäre wirklich zu schade gewesen.“ schmunzelte Lyanna und lehnte sich ebenso ein wenig zurück. Ihre Gedanken schweiften kurz zu dieser Begegnung zurück, letztendlich hatten seine Kollegen dafür sterben müssen, damit sie nun da waren wo sie jetzt waren. Ein ziemlich beschissener Tausch in Lyanna's Gedanken, Gedanken die sie lieber für sich behielt. Doch sein Kompliment lenkte sie wieder von diesem Gedanken ab und sie konnte nicht anders als zu lächeln. „Oh ...Komplimente wirklich? Ich könnte mich schon fast an deine Anwesenheit gewöhnen.“ zog Lya ihn ein wenig auf ehe sie nach dem Buch griff das auf Elijahs Schoß ruhte. „Du warst so vertieft darin … „ murmelte Lya und schlug es auf. Lyanna hätte mit irgendwelchen aufgeschriebenen Worten gerechnet oder sonstigen Kritzeleien aber ganz und gar nicht von Zeichnungen. Die Dunkelhaarige stockte kurz merklich ehe sie einfach ruhig durchblätterte. Meistens waren es Zeichnungen von Leuten. Gesichtern, die Lyanna natürlich nicht kannte. Von all den Dingen hätte Lyanna Elijah am wenigsten zugetraut das er so gut zeichnen könnte. Sie wusste nicht wieso aber auf den ersten Blick machte er einfach nicht diesen Anschein auf sie. Im Grunde weiß Lyanna noch nicht mal selbst was für einen Anschein Elijah für sie machte. Als sie weiterblätterte, rutschte der Stift aus dem Buch und Lya fing diesen noch auf ehe sie automatisch die Seite aufschlug aus dieser er gerutscht war. Und auf dieser erkannte sie ein recht bekanntes Gesicht sogar unter all den Fremden zwischen den Seiten. Es war ihr eigenes und Lyanna schwieg einen kurzen Moment. Er hatte sie verewigt, in diesem Buch, mit all den anderen. „Weißt du was schräg ist …“ hauchte Lyanna und blickte ihn kurz an ehe sie wieder mit einem Lächeln auf die Zeichnung blickte. „Manchmal vergesse ich wie ich eigentlich wirklich aussehe … also unter all dem Blut und Dreck den die Welt mit sich bringt.“ Lyanna atmete tief durch. „Danke, wirklich ...“ kam es ehrlich aus Lyanna's Mund ehe sie den Bleistift in die Hand nahm und etwas in die untere Ecke der Seite schrieb. Du wirst mich so was von vermissen, wenn ich weg bin – stand schließlich da in leichter Schnörkelschrift geschrieben ehe sie das Buch grinsend zu klappte und es Elijah wieder hinhielt. Die Dunkelhaarige atmete nur leicht aus als sie seine letzten Worte vernahm. Sie wusste nicht wieso er solche Worte zu ihr sagen, sie klangen schon fast wie ein Abschied, als müsste er es aussprechen, als würde er nicht wissen ob er sonst je die Gelegenheit dazu hatte. Lya schüttelte nur den Kopf ehe sie ihn nochmal anblickte. „Keine Kämpferin, ich tue nur das was getan werden muss, so wie jeder andere auch.“ Lya lehnte ihren Kopf wieder an ehe sie weiter sprach: „Ich hatte es gut in meiner Kolonie weißt du, die Leute dort waren gut … sie waren wirklich gute Menschen aber … dadurch das es uns so gut ging taten die Leute so als würde da draußen keine Apokalypse herrschen, als würde die Toten nicht da draußen herumlaufen, als würden die Menschen sich nicht gegenseitig abschlachten. Sie taten so als wäre alles normal … und wenn meine Überlebensinstinkte meinen Verstand übernahmen war ich nur Lyanna, die wohl früher oder später noch durchdrehen würde oder verrückt werden würde. Diesen Gedanken sah ich selbst in den Augen meines Mann... - Ex Mannes und das war das Schlimmste von all dem.“ Lya drehte ihren Kopf wieder zur Seite. „Aber ich wollte es nicht vergessen, ich wollte nicht so tun als sei alles normal … denn wenn ich es täte, wären alle die ich verloren hätte umsonst gestorben. Ich will nicht das sie umsonst gestorben sind.“ Das war er, der Grund warum Lyanna wirklich gegangen war. Für viele wohl immer noch unverständlich und Lya wusste auch nicht wieso sie es jetzt gerade Elijah erzählte. Möglich das sie ihm einfach nur vertraute oder gar glaubte das er es auf irgendeine Weise verstehen konnte. Die Dunkelhaarige fuhr sich nur über die Stirn. „Leute um sich herum zu haben ist schön … aber endet immer damit das man verletzt wird. Ein verzweifelter Schrei nach Hilfe … Eine Kugel die man für jemanden abblockt … „ hauchte Lya und richtete ihren Blick auf ihrer Zehen ehe sie nach einer guten Weile langsam wieder ein schwaches Lächeln aufsetzte. „Du solltest dich jetzt ausruhen … ich werde wach bleiben und aufpassen. Diesmal wirklich ...“

@Elijah Magoro



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zuletzt bearbeitet 28.11.2019 20:26 | nach oben springen

#32

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 01.12.2019 12:04
von Elijah Magoro | 55 Beiträge

Als sie sich neben ihn setzte, musste er lächeln. Sie wirkte so klein und zerbrechlich unter der Wolldecke, mit nichts als ihrer Unterwäsche am Leib. Hätten sie diese Hütte nicht gefunden, wäre es sehr wahrscheinlich gewesen, dass sie heute Nacht dort draußen erfroren wären. Bei diesem Regen und ohne Unterschlupf ist das eigentlich ein Todesurteil, wenn man so unvorbereitet war, wie Elijah und Lyanna. Wer war auch vorbereitet, aus einem von Gegnern besetzten Motel zu flüchten? Geschwächt, verletzt und ausgelaugt? Diese Hütte war ein Geschenk Gottes, so hätte es sein Vater gesagt. Es waren Moment wie diese, da vermisste er den Optimismus seines Vaters. Meist verschob er diese Gedanken dann wieder weit weg, sperrte sie in eine Kiste, zu den anderen, schmerzhaften Erinnerungen. Mittlerweile war diese Kiste leider schon größer, als es ihm lieb war.
Ihre Hand griff nach seinem Buch und er überlegte einen Moment, sie daran zu hindern, es zu öffnen, da es doch sehr persönlich war. Aber dann ließ er es doch zu und beobachtete, welche Bilder sie sich ansah. Sie schien überrascht darüber, dass Elijah darin Zeichnungen aufbewahrte, ihre Reaktion überraschte den Dunkelhäutigen aber nicht. Er wusste, dass die Leute nicht damit rechneten, dass er zeichnen konnte. Sie betrachtete Bilder von Emilio, Antonio und Jax, dem Anführer von Elijahs Kolonie, er hatte ihn zusammen mit seiner Frau Talinda gezeichnet. Über manchen Bildern stand der Name, über anderen nicht, als er das Bild seiner Schwester sah, konnte er sich ein trauriges Lächeln nicht verkneifen. Seine Schwester Jen, dieses entspannte Lachen auf dem Foto und ihre Augen, die strahlten. Er erinnerte sich noch gut an den Moment, als er dieses Bild angefertigt hatte. Die wenigsten Leute wussten davon, dass er dieses Buch besaß mit diesen Bildern darin. Elijah war meist kein Mann der großen Worte, für ihn waren Taten deutlich wichtiger und vor allem Bilder. Deswegen hatte er auch Lyanna gezeichnet, selbst, wenn sie sich nie wiedersehen sollten, wollte er sie nicht vergessen.
Als sie dann ihr Bild aufschlug, biss er sich etwas unsicher auf die Unterlippe. Er spürte ihren Blick kurz zu ihm huschen, er erwiderte ihn nicht, dann aber sah er ihr Lächeln und atmete leise, erleichtert aus. Er las, was sie da schrieb und lächelte dann schräg. Gerade, wenn er ehrlich war, versetzte es ihm einen kleinen Stich in seinem Herzen, wenn er daran dachte, dass sie sich bald trennen würden. Sie hatte Recht mit ihren Worten, er würde sie vermissen. Eine Tatsache, die ihn persönlich überraschte. Elijah nahm ihr das Buch ab und sprach dann weiter und sah ihr Kopfschütteln, dass ließ ihn stutzen.
„Es fordert Mut jemanden zu erschießen, es fordert noch mehr Mut jemanden nicht zu erschießen“, sprach Elijah nur und sah sie von der Seite an, „Glaube mir, es ist immer leichter, einen Konflikt mit Gewalt zu lösen. Manche Konflikte lassen sich auch nicht anders lösen, so wie heute. Aber ein echter Kämpfer weiß, wann er sein Schwert zu ziehen hat und wann er es besser bleiben lässt. Du bist so ein Mensch Lyanna. Vertrau mir, ich erkenne solche Leute.“
Sie lehnte ihren Kopf zurück und erzählte dann von ihrer alten Kolonie. Elijah konnte sie verstehen. Es war, als würde man in einer Scheinwelt leben, einfach das Leben von vorher ausradieren. Menschen wären umsonst gestorben. Sie machte eine kurze Pause, dann fuhr sie fort und ließ Elijah mit ihren Worten bedächtig nicken.
„Aber genau das ist es, was uns menschlich macht, was uns von den Beißern da draußen unterscheidet“, meinte Elijah nur leise, „Unser Mitgefühl, unser Drang uns gegenseitig zu helfen, füreinander da zu sein. Ich sehe darin nichts Falsches oder Verwerfliches, für jemanden zu sterben, den ich liebe. Es wird demjenigen wehtun, aber irgendwann wird derjenige erkennen, dass es das Opfer wert war. Und man bleibt in den Erinnerungen und Geschichten der Hinterbliebenen immer irgendwie am Leben. Alleine dort draußen zu sterben, weil man von einem Beißer gebissen oder einem Arschloch erschossen wurde, dass lässt einen vergessen werden. Und, wenn ich eines nicht will, dann ist es zu vergessen oder vergessen zu werden. Deswegen das hier.“
Er hielt kurz das Buch hoch, lächelte sanft.
„Falls das hier irgendwann mal schlappmachen sollte“, dann tippte er sich mit einem Finger auf die Brust, dort wo sein Herz war.

Mit diesen Worten überschlug er die Beine und schloss seine Augen.
Sie hatte Recht, er musste sich ausruhen und diesmal vertraute er auch darauf, dass sie nicht einfach abhaute. Natürlich nagte in seinem Hinterkopf immer noch etwas Unsicherheit, aber der Pragmatismus überwog. Alleine wäre es für sie deutlich schwieriger dort draußen zu überleben, als mit ihm. Daher würde sie nicht abhauen, diesmal nicht.
Es dauerte nicht lange, da entspannte sich sein Körper, sein Atem war ruhig und tief, da war Elijah eingeschlafen. Die Strapazen der letzten zwei Tage hatten ihn ausgelaugt, er brauchte die Erholung, diesmal wirklich.
Anfangs schlief er noch traumlos, einfach wie tot, sein Gehirn hatte scheinbar nicht die nötige Energie um seiner Fantasie noch Träume zu entlocken. Er wusste nicht, wie lange er schlief, aber irgendwann kamen die Träume doch. Und es war der Traum, der ihn seit über zehn Jahren nicht losließ. Er war damals erst 21 Jahre alt gewesen, also erst wenige Jahre bei der Army, aber es war wohl der schlimmste Einsatz, den er jemals erleben sollte. Sein Trupp und er wurden auf Patrouille überrascht und gefangengenommen. Sie waren tagelang in einer dunklen Zelle eingesperrt gewesen und wurden einzeln gefoltert und befragt. Die Terroristen wollten den genauen Standort ihres Camps, vermutlich um dort mit einem Bombenschlag anzugreifen. Elijah war stolz, als keiner seiner Kameraden und auch er nichts verrieten. Immerhin waren in ihrem Camp Verletzte, Flüchtlinge, Ärzte, Unschuldige.
Die Szene die ihn immer wieder verfolgte und nicht losließ, war das Ende dieser Szene. Sie wurden alle in den Hof des kleinen Gebäudes gebracht, er und seine neun Kammeraden. Elijah war der letzte in der Reihe. Einer nach dem anderen wurde vorgeschleift und hatte eine Waffe an den Kopf gehalten und die Frage gestellt bekommen, ob er nun reden wollte, oder nicht. Wenn er nicht antwortete, hörte Elijah den Knall der Waffe, als wäre er wirklich dort. Auch im Schlaf zuckte sein Körper leicht zusammen, einmal, zweimal, dreimal, fünfmal, siebenmal, achtmal. Sie schleiften seinen besten Freund Lucas nach vorne und Elijah sah ihn an, fing seinen Blick mit seinem, sah die Angst und Verzweiflung, die sich auch in seinem Blick spiegelte, aber auch, dass Lucas abgeschlossen hatte. Er würde dafür sterben, sein Vaterland zu schützen, die größte Ehre für einen Soldaten.
„Sag meiner Frau, dass ich sie liebe“, sprach Lucas laut und Elijah antwortete nicht, dann knallte es und…

Elijah riss die Augen auf, hörte sich selbst laut „Nein“, schreien, seine Hände krallten sich in die Decke und er sah sich panisch um. Seine Ohren klingelten, er hörte noch immer den Knall der Waffe, als wäre er gerade dort gewesen. Er richtete sich auf, sein Atem schnell und flach, sein Puls hämmerte in seinen Gefäßen und er sah einfach aus, wie der Inbegriff von Panik. Sein Blick huschte durch den Raum, er kam langsam zu sich, erkannte wieder wo er war, dass es mal wieder nur ein Traum gewesen war.
„Fuck…“, murmelte er mit heißerer Stimme, fuhr sich mit seinen Händen ins Gesicht und spürte den Schweiß auf seiner Oberlippe und Stirn. Wieder mal einer dieser scheiß Albträume.

@Lyanna Lockhart



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#33

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 01.12.2019 18:41
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

Elijah schien auf irgendeine Art und Weise immer die richtigen Worte parat zu haben und sei die Situation noch so aussichtslos hatten seine Worte, zu mindestens für Lyanna, die meiste Zeit Sinn gemacht. Etwas was sie ihm auf eine Art und Weise hoch anrechnete, es gab noch wenig Leute aus denen nicht kompletter Bullshit herauskam. Seine Worte heiterten sie auf, auf irgendeine Art und Weise. „Und wohl eine deutlichere menge mehr Mut sich selbst eine Kugel in den Kopf zu jagen ...“ murmelte die Dunkelhaarige nur und machte darauf hin gezielt eine Anspielung auf den Leichnam, den Elijah aus dem Nebenzimmer vor die Tür befördert hatte. „Immer die letzte Kugel für einen selbst aufheben was?“ lächelte die 25-Jährige nur schwach. Der tote Fremde dadraußen war kein Einzelfall, es gab eine Menge dadraußen, die den einfachereren Weg wählten. Nicht nur die Untoten waren allein die Schuldigen an dem Aussterben der Menschen. Seine Worte taten gut zu hören, auch wenn Lyanna sich nicht sicher war ob Elijah damit recht hatte. Manchmal kannte oder gar erkannte die Dunkelhaarige sich noch nicht mal selbst. Sie schätzte sich ganz sicherlich nicht so ein wie Elijah es tat. Nur weil sie das Töten vermied oder sie keinen Gefallen darin fand macht es sie weniger zur Mörderin als alle anderen, die da draußen noch lebten. Sie hoffte dennoch das er mit seinen Worten recht behielt und versuchte das zu tun was er ihr sagte, ihm vertrauen. Seine Worte ließen die junge Frau den Kopf in seine Richtung drehen. Sie wusste nicht wieso aber seine nächste Worte waren Worte denen Lyanna nur teilweise zustimmte. Es war doch etwas Gutes zu sehen wie sehr Elijah für jemanden etwas opfern würde aber gleichzeitig verursachten diese Worten eine Art Stich in ihrem Herz. Diese Welt war nicht für Helden gemacht, die einen Heldentod sterben wollten und dabei am liebsten eine menge wie möglich dadurch retten wollten. So lief es nicht. Lyanna verstand das er nicht vergessen werden wollte. Sie verstand das wirklich. Aber für den jenigen die ihn verlieren, würde der Schmerz nicht irgendwann leichter werden, vielleicht geriet dieser Schmerz einen Moment in Vergessenheit, wird dann aber letztendlich nur neue oder alte Wunden wieder aufgerissen. Es gab auch Menschen, die nicht mit Verlusten klar kamen und auf einen ganz anderen Pfad abkamen. Einen Pfad, auf dem sie sich letztendlich selbst verloren. „Wenn es nur so einfach wäre es zu akzeptieren.“ fing Lya an. „Hast du schonmal versucht, die Leere, die ein Mensch hinterlassen hat mit irgendwas zu füllen? Der Schmerz wird nicht ertragbarer … man lernt nur damit zu leben. „ Lyanna's Hand rutschte automatisch ein wenig näher an seiner. „Ich werde dich nicht vergessen und dafür musst du noch nicht mal sterben.“ lächelte die Dunkelhaarige nur schwach. Sie konnte nicht genau sagen weshalb sie so reagierte, wie sie nun mal reagierte aber Lyanna mochte diese Worte nicht. Besonders nicht wenn sie aus seinem Mund kamen. Zwar schienen seine Wunden im Moment stabil zu sein, doch brachte ihn das noch lange nicht auf die sichere Seite. Wer wusste was noch alles passieren würde? Wie lange sie wirklich brauchen würden um seine Kolonie zu erreichen. Das Antibiotika war das Letzte was Lyanna überhaupt an medizinischen Hilfsmitteln bei sich hatte, man konnte es nicht einfach so in der Apokalypse finden. Ob es noch Wirkung zeigen wird, wird sich im Laufe der nächste Tage zeigen. Bevor sie nicht an der Kolonie angekommen war, würde sie keinerlei solcher Abschiedsworte akzeptieren, das war sie ihm irgendwie schuldig, nach all dem was nun passiert war. „Hey Elijah, glaubst du -“ Die Dunkelhaarige stockte schließlich als sie wieder zu ihm rüberblickte, seine Augen waren bereits geschlossen als dieser Lyanna's Aussage folgte und sich ausruhte. Der Schlaf übermahnte ihn schneller als die junge Frau angenommen hat. Verständlicherweise. Lyanna wusste noch nicht mal ob sie so lange in seinem Zustand durchgehalten hätte. Doch letztendlich holte sich der Körper immer das was er brauchte. Die Dunkelhaarige lächelte nur kurz ehe sie sich leise neben ihn aufrichtete und mit ihrem Jagdgewehr in der Hand und der Decke um den Schultern sich am Fenster niederließ. Draußen war es bereits stockfinster und der Regen, der immer noch vom Himmel fiel, machte die Sicht dadraußen immer noch nicht wirklich besser. Doch Lyanna tat das was sie am besten konnte. Aufmerksam sein … Aufpassen, so wie sie es sagte. Auch wenn ihr Körper auch lieber das getan hätte, was Elijah tat. Doch egal was passieren würde, die Dunkelhaarige würde nicht einschlafen. Sie konnte nicht genau sagen, wie schnell die Zeit verging, doch Lyanna rührte sich nicht von ihrem Platz, lauschte dem Regen der auf das Dach der Hütte prasselte und Elijah's ruhigen, regelmäßigen Atmen. Mittlerweile ließ der Regen deutlich nach, bis er schließlich ganz aufhörte und es deutlich stiller wurde. Das erste mal das Elijah zusammenzuckte bekam Lyanna noch nicht mal richtig mit. Doch dann war es ein zweites mal und ein drittes mal und so weiter. Er wirkte deutlich unruhig. Lyanna überlegte kurz ob es eine gute Idee war, ihn aufzuwecken. Als er bereits ein achtes mal zuckte stand die Dunkelhaarige auf, legte das Jagdgewehr auf dem Tisch ab ehe sie vor ihm in die Hocke ging. Gerade als sie ihre Hand auf seine Schulter legte, riss auch Elijah seine Augen auf und gab ein lautes Nein von sich. Seine Hände krallten sich in die Decke und für einen Moment war er einfach nur panisch. Doch Lyanna musste nichts sagen, denn Elijah schien langsam wieder von selbst zu sich zu kommen und zu realisieren wo er war. „Alles in Ordnung?“ hauchte Lyanna und legte den Kopf ein wenig schief ehe sie ihre Hand von seiner Schulter nahm. Die Dunkelhaarige versicherte sich kurz ob er in Ordnung war, ehe sie sich am Fenster wieder niederließ und ihr Jagdgewehr wieder auf ihren Schoß zog. „Ich hasse Albträume.“ sprach die 25-Jährige und ihr Blick huschte kurz automatisch zu Elijah. „Es ist ja nicht so als wäre die Welt abgefuckt genug … da muss der eigene Kopf einem auch noch abgefuckten Mist vorspielen.“ schmunzelte Lya nur, was aber wiederum schnell wieder verschwand. Denn Elijah schien das ganze ,was sich wohl gerade in seinem Kopf abgespielt hatte, deutlich nahe zu gehen. „Gute Nachrichten .. der verdammte Regen lässt nach.“ Lya's Blick glitt wieder zu Elijah. Er war schweißgebadet und die Dunkelhaarige konnte nicht anders als sich erneut zu ihm zu setzen. Ihre Hand fuhr kurz an seine Wange. „Es ist okay.“ hauchte Lyanna nur ruhig.

@Elijah Magoro



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#34

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 04.12.2019 19:27
von Elijah Magoro | 55 Beiträge

Elijahs Herz hämmerte noch immer in seiner Brust, war dieser Traum wie jedes einzelne verdammte Mal, viel zu lebhaft. Viel zu real. Viel zu sehr so, als wäre er tatsächlich wieder zurück an diesem furchtbaren Ort. Er bemerkte ihre Hand auf seiner Schulter, die sie dann entfernte, ihn fragte ob alles in Ordnung war. Sah er verdammt nochmal so aus, als wäre alles in Ordnung?!
Noch fühlte sich der Dunkelhäutige nicht dazu im Stande, ihr zu antworten, da ging sie wieder hinüber zum Fenster. Er vergrub das Gesicht in seinen Händen und atmete tief durch. Runterkommen. Beruhigen. Es war nur ein Traum. Nur ein scheiß Traum. Er vernahm ihre Worte, reagierte aber nicht darauf. Erst als er hörte, wie sie sich wieder bewegte, nahm er die Hände aus dem Gesicht und blickte sie an, wie sie zu ihm hinüberkam. Sanft spürte er ihre Hand an seiner Wange und er schloss die Augen, es beruhigte ihn, dass sie hier war. Das überraschte ihn. Das eine Person die er gerade mal 48 Stunden kannte, so sehr beruhigend auf ihn wirken konnte. Normaler Weise musste Elijah erstmal nachts in der Kolonie laufen gehen oder sich irgendwie anders auspowern um runter zu kommen, aber kaum spürte er ihre Hand an seiner Wange, ging sein aufgeregter Puls merklich runter. Als er die Augen wieder öffnete und er ihrem mit seinem dunklen Blick begegnete, konnte man eines ganz deutlich in seinen Augen sehen: Schmerz. Und diesmal kein physischer Schmerz, nicht dieser Schmerz der durch Wunden oder Verletzungen passierte, nein. Dies war ein Schmerz, der tiefer ging, der schon länger dort war, um genau zu sagen schon elf Jahre dort schlummerte. Trotz des Schmerzes schienen seine Augen zu leuchten, vermutlich war es das Adrenalin, dass noch immer in seinem Körper zirkulierte, vielleicht war es auch, dass, was ihn zu seiner nächsten Tat trieb.

Elijah sagte nichts, sondern griff einfach mit einer seiner Hände an ihre Hüfte und zog sie somit näher an sich heran. Sie landete mehr oder weniger auf seinem Schoß, war ihm so nahe, dass er ihren Atem auf seinen Lippen spürte, sein Blick noch immer verschmolzen mit ihrem. Kurz hielt er inne, dann überbrückte er die letzten Centimeter und presste seine Lippen auf ihre. Es war ein anderer Kuss als in der vergangenen Nacht, nicht sanft, sondern… bedürftig. Es war so, als versuchte er sich mit dem Kuss zu versichern, dass sie noch da war, sie ihn nicht alleine gelassen hatte, als wäre sie in diesem Moment sein Rettungsanker auf hoher See. Es dauerte nicht lange, da intensivierte er den Kuss, eroberte mit seiner Zunge ihren Mund und als er das Gefühl hatte, zu ersticken, löste er den Kuss, blieb ihr aber noch nahe. Er atmete schwer, schwerer als davor, öffnete die Augen und sah sie an. Der Schmerz darin war noch da, aber nicht mehr so deutlich.
Dann schien es, als würde Elijah plötzlich realisieren, was er getan hatte und er zog den Kopf ein Stück zurück.
„Sorry“, murmelte er denn leise und sein Blick wurde entschuldigend, „Ich wollte dich nicht so überrumpeln.. keine Ahnung was da gerade in mich gefahren ist…“
Er hatte noch immer seine Hände an ihrer Taille, sie saß noch immer auf seinem Schoß, aber so stürmisch er sie geküsst hatte, so schnell war dieser plötzlich Anfall wieder vorbei. Zumindest von seiner Seite aus. Es tat ihm wirklich leid, sie sich einfach so gepackt zu haben, normalerweise war er nicht so ein Typ. Klar, wenn er die Frau schon länger kannte, und wusste, dass sie es auch wollte. Aber er hatte keine Ahnung, ob das Ganze für Lyanna okay gewesen war. Gut, sie hatte ihn nicht sofort weggestoßen, aber dennoch.

Er löste nun endlich den Blick von ihrem und ließ den Kopf nach hinten sinken, atmete langezogen aus, dann hob er den Kopf wieder und sah sie an.
„Ja, du hast Recht. Die Welt ist schon abgefuckt genug, da braucht man eigentlich nicht auch noch Albträume. Aber wie abgefuckt ist es, dass einen sogar noch Albträume von vor dem ganzen Scheiß hier verfolgen? Hat nicht mittlerweile jeder schon so traumatische Erlebnisse in seiner Geschichte zu verzeichnen, dass wir alle von Albträumen geplagt werden?“, sprach er dann, „Ich komme mir so dumm vor, wenn ich fast jede Nacht von dieser beschissenen Erinnerung geplagt werde. Man könnte denken, dass elf Jahre ausreichen, um solche Dinge zu verarbeiten. Aber scheinbar ja nicht…“
Er seufzte, dann schüttelte er den Kopf, „Tut mir Leid, dass du das miterleben musstest… und nochmal tut mir Leid wegen gerade. Es ist nur... manchmal… ich weiß auch nicht aber… du warst da und… es war so gut, dass du da warst…“
Seine Stimme wurde am Ende leiser, vorsichtiger. Als wäre er sich unsicher, ob er diese Worte hätte sagen sollen. Er wollte damit nicht sagen, dass er sie liebte oder am Ende noch verknallt wäre in sie, um Gottes Willen, nein. Er wollte damit nur eines sagen: Sie war ihm auch nicht egal. Sie bedeutete ihm etwas. In welcher Art auch immer.

@Lyanna Lockhart



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#35

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 05.12.2019 17:32
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

Lyanna konnte deutlich spüren wie Elijah sich langsam beruhigte, zu mindestens machte es für die Dunkelhaarige diesen Anschein. Ob es nun an Lyanna selbst lag oder das er einfach langsam realisierte das es nur ein Traum war, konnte sie nicht genau sagen. Die Hauptsache war das er sich beruhigte, so aufgewühlt wie gerade hatte Lyanna den ehemaligen Fremden noch nicht gesehen, wie sollte sie schließlich auch. Die Dunkelhaarige wollte gerade langsam ihre Hand wegnehmen ehe Elijah schließlich seinen Kopf anhob und ihr geradewegs in ihre Augen starrte. Lyanna stockte einen Moment als sie in diese sah. Er hatte nicht diesen gefährlichen Blick, den er sonst immer ausstrahlte und auch nicht das leichte Glänzen in den Augen das er zeigte, wenn seine Wunden schmerzten. Es war etwas ganz anderes. Leere. Tieferer Schmerz. Wer konnte das sagen. Ein Anblick der, der Dunkelhaarigen schon fast einen Schauer über ihren Körper fahren ließ und ihr eine trockene Kehle bescherte. Für einen Moment fühlte Lyanna wohl ähnlich, wie sich Elijah gerade gefühlt hatte. Sie wollte etwas sagen, sie wollte es wirklich, doch sie bekam keinen Ton heraus und ehe sie sich versah spürte sie nur seine Hand an ihrer Hüfte und wie diese sie mit einem Ruck auf seinen Schoß beförderte, als würde sie nichts wiegen. Er war ihr nah, so nah das Lyanna nur noch flache Atemzüge von sich gab. Hatte sie was falsches gesagt? Hatte sie ihn verärgert? - Waren wohl die ersten Gedanken, die sich in ihrem Kopf breit machten ehe er den letzten kleinen Abstand zwischen den Beiden überbrückte und seine Lippen auf ihre presste. Zuerst reagierte die Dunkelhaarige nicht. Sein Kuss war nicht zu vergleichen mit dem in der vorherigen Nacht. Er war nicht sanft, nicht grob, bedürftig. Als müsse er sich versichern, das die Dunkelhaarige auf seinem Schoß real war, das sie da war und das er sie brauchte. Schnell intensivierte sich der Kuss und auch die letzte Blockade brach in Lyanna ehe sie ihre Hand in seinem Nacken vergrub und ihre Augen schloss und den Kuss erwiederte und ihn damit spüren ließ wie auch sie ihn brauchte. Doch lange hielt dies nicht an. Elijah unterbrach den Kuss als dieser plötzlich seinen Kopf zurückzog, so das die Dunkelhaarige ihre Augen öffnete und ihn für einen Moment mit deutlicher Verwirrung in ihren Augen ansah. Elijah murmelte nur eine Entschuldigung und ein Atemzug hauchte nur von Lyanna's Lippen, ehe sie erst mal nichts dazu sagte. Elijah wandte schließlich den Blick von ihr ab und ließ seinen Kopf nach hinten sinken. Die Dunkelhaarige versuchte die Situation, die gerade passiert war auf irgendeine Weise zu verstehen, doch ihr Kopf konnte keine klaren Gedanken fassen. Seine Worte ließen ihren Blick wieder mit seinem erwidern Damit bestätigte er diesen tiefen Schmerz, den Lyanna noch eben vor dem Kuss in seinen Augen gesehen hatte. Die Zeit vor der Apokalypse, die Ereignisse davor plagten ihn, deutlich mehr als er es sich wohl selbst eingestanden hatte. Und für einen kurzen Moment wurde Lyanna's sonst so starrer Blick weich und sanft. Die Dunkelhaarige konnte sich nicht ausmalen, was Elijah alles erlebt hatte, selbst wenn sie sich wahrscheinlich das Schlimmste vorstellte, war es wahrscheinlich nichts dagegen was er wirklich erlebt hatte. Sie wünschte sie könnte ihm sagen das alles wieder gut wird. Das er es vergessen kann. Das er sich nicht mehr quälen muss. Lyanna wünschte wirklich sie könnte ihm das sagen. Aber das wäre eine reine Lüge. Es würde nicht mehr alles gut werden. Elijah könnte es nicht einfach vergessen. „Du wirst es nicht vergessen. Niemals.“ unterbrach Lyanna die Stille. „Du wirst nicht vergessen was du getan hast oder was andere dir angetan haben. … Du kannst nur lernen damit zu leben.“ Ihre Worte klangen für einen Moment hart, kalt und vor allem unverständnisvoll. „Doch … „ Lyanna hob nur ihre Hände an und legte diese auf seine Wangen. „wie wir handeln während wir überleben ist nicht das was wir wirklich sind.“ Lyanna ließ nur ihren Daumen über seine Wange streichen. „Es gibt noch so viel mehr als nur Krieg und Tod.“ lächelte Lyanna nur schwach. „Das Überleben wird uns immer auf irgendeine Weise quälen … aber du wirst immer etwas finden wofür es sich zu Kämpfen lohnt.“ Die Dunkelhaarige ließ ihre Hände langsam wieder von seinem Gesicht sinken ehe sie ausatmete. Elijah seufzte schließlich und entschuldigte sich erneut das Lyanna das wohl miterleben musste, dabei gab es aus Lyanna's Sicht nichts wofür er sich entschuldigten musste. Seine nächsten Worte die er eher unsicher und leise von sich gab ließen Lyanna's schwaches Lächeln wieder verschwinden. Es war nicht so als hätte er was schlimmes zu ihr gesagt. Es war ja nicht so das sie zusammen waren oder irgendetwas ähnliches. Er sprach das aus wie es nun mal war, zu mindestens versuchte Lyanna das zu glauben. Doch wenn es so war, wieso schmerzten diese Worte dann so? „Ich war da ...“ wiederholte Lyanna seine Worte schließlich nur ehe sie dann nur nickte. „Ich verstehe.“ murmelte die Dunkelhaarige mit einem deutlich bitteren Unterton ehe sie ohne ihn anzusehen schließlich von seinem Schoß aufstand. Lyanna schnappte sich nur wieder die Wolldecke und legte sich wieder auf die Decken in der Nähe des Feuers, so das sie mit dem Rücken zu Elijah lag. „Wir sollten uns noch etwas ausruhen, es wird schon in ein paar Stunden hell werden.“ würgte Lyanna schon gleich die Konversation ab und blickte in die Flammen während sie die restlichen Stunden nur still da lag und kein Wort mehr sagte. Das Feuer loderte nur noch schwach auf dem verbrannten Holz als sich Tageslicht durch die verregnete, dunkle Nacht kämpfte. Der Regen hatte aufgehört und ein leichter Nebel legte sich um die Bäume. Lyanna saß bereits schon angezogen da und schnürte gerade ihre Schuhe zu. Ihre Kleidung war trocken und sie sollten schon bald los, wenn sie weiter wollten. Dennoch überließ die Dunkelhaarige Elijah die Entscheidung wann dieser los wollte, schließlich sollte dieser selbst entscheiden ob sein Zustand es zu ließ, außerdem hatte Lyanna es nicht eilig. Die Dunkelhaarige schritt nach draußen, setzte den ersten Schritt in den, durch regen durchweichten Boden. Es war still, als wäre weit und breit nichts da draußen, als wären sie hier die Einzigen. Nun womöglich waren sie das auch, zu mindestens hoffte Lyanna das. Ihr Blick glitt kurz rüber zu dem leblosen Körper, den Elijah letzte Nacht nach draußen getragen hatte. Natürlich war dieser noch da gewesen aber zu mindestens konnte er so keinen Ärger mehr machen, zu mindestens wenn sie sich das Loch in seinem Kopf betrachtete. Für einen kurzen Moment fragte sich die Dunkelhaarige was ihn dazu wohl getrieben hatte ehe sie nur den Kopf schüttelte und wieder in die Hütte trat. „Wir sollten bald los.“ sprach die Dunkelhaarige ihren vorherigen Gedanken aus. Je früher desto besser. Schließlich wusste man nicht was einem noch den Tag vermiesen konnte. Zombies, Plünderer … noch mehr Regen oder auch diese ungewöhnlich, komische Stille von Lyanna's Seite aus.

@Elijah Magoro



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#36

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 08.12.2019 12:27
von Elijah Magoro | 55 Beiträge

Elijah verstand die Welt nicht mehr. Völlig verwirrt von ihrer Reaktion auf seine Worte, sah er ihr hinterher, wie sie mit bitterem Tonfall aufstand und sich mit dem Rücken zu ihm gewandt legte. Bitte was war gerade passiert? Er hatte ihr eigentlich gesagt, dass er es schön fand, dass sie da war. Sie ihm das Gefühl von Sicherheit gegeben hatte. Und sie schien während des Kusses nicht abgeneigt davon zu sein, die Tätigkeit aus der vergangenen Nacht nochmal zu wiederholen. Verwirrt seufzte er leise und war hin und her gerissen die Situation jetzt gleich zu regeln oder Lyanna erstmal Platz zu lassen. Mit ihrer Gestik und wie sie mit ihren Worten jegliche Konversation abwürgte, war die Antwort dann doch leichter. Er kannte das von seiner Schwester, manchmal war es besser, den Frauen einfach Zeit zu geben. Dennoch war er verwirrt. Scheinbar hatte sie ihn falsch verstanden Etwas traurig darüber, dass er sie scheinbar verärgert hatte, sah er sie eine Weile von hinten an, wie sie dalag, dem Feuer zugewandt, ihre Haare die mittlerweile fast trocken waren jetzt in sanften Wellen, so schön beleuchtet durch das warme Licht der Flammen. Ihn überkam schon wieder der Drang diesen Moment einzufangen, aber dafür war er eigentlich zu traurig und unangenehm. Es führte Elijah wieder eine Sache vor Augen: Man konnte in die Menschen nicht hineinsehen, egal wie sehr man es wollte. Im einen Moment küsste man sich noch leidenschaftlich und im nächsten kehrten sie einem den Rücken zu und gaben einem das Gefühl man hätte sie gerade schwer verletzt. Es ärgerte ihn schon fast ein wenig, dass er so naiv gewesen war und geglaubt hatte, Lyanna zu verstehen. Sie war für ihn doch eigentlich noch immer eine völlig Fremde. Sie kannten sich gerade mal 48 Stunden, egal wieviel man miteinander erlebte, das machte keine Zeit wett.
Er fuhr sich mit der Hand über die sanften Stoppeln seiner Haare am Kopf und schloss dann die Augen. Lyanna würde wachbleiben, keine Ahnung wie viele Stunden es noch bis Sonnenaufgang waren aber Elijah konnte den Schlaf definitiv gebrauchen.

Als er die Augen wieder öffnete saß Lyanna schon wieder angezogen vor den letzten Resten des Feuers, das Holz war weg, scheinbar hatte sie nachts auch noch Holz nachgelegt. Das zweite Mal hatte er traumlos geschlafen, ausgeruht fühlte er sich aber dennoch irgendwie nicht. Als er aus dem Fenster sah, schien der Regen aufgehört zu haben, dafür lag die Feuchtigkeit als Nebel im Wald. Lyanna ging nach draußen und Elijah erhob sich, besah sich seiner Wunden. Sie warfen leichte Bläschen und als er sie berührte, zuckte er auf vor Schmerz. Etwas, dass Lyanna nicht mitbekam. Auch seine Kleidung war trocken und so schlüpft er gerade in Hose und Schuhe, als Lyanna wieder hereinkam.
Er nickte zu ihren Worten, es störte ihn, dass sie ihn nicht ansah. Sonst sah sie ihn doch immer so gerne an.
„Du hast Recht“, antwortete er dann, da sie sein Nicken ja nicht sehen konnte. Am liebsten würde er zu ihr hinübergehen und sie am Kinn packen, sie zwingen ihn anzusehen und mit ihm zu reden. Er war selbst kein Mann der großen Worte, aber er hasste es, wenn Dinge zwischen zwei Menschen standen und man es nicht ansprach. Das konnte in manchen Situationen zum Verhängnis werden.
Jedoch verwarf er diesen Gedanken wieder, immerhin wollte er sie zu nichts zwingen. Er hatte sich nur schon daran gewöhnt, dass sie ihn ansah, mit ihm sprach. Ja, es fehlte ihm, wenn er ehrlich war. Etwas, was er natürlich nicht zugeben würde und er hielt sich an das, was er gestern Abend beschlossen hatte: Ihr Zeit geben. Sie ihre eigenen Gedanken erstmal ordnen lassen.
Schnell schlüpfte er noch in sein Shirt und die Jacke, trank noch einen Schluck Wasser und schwang sich den Rucksack auf den Rücken. Das er Schmerzen hatte, zeigte er nicht und sprach er auch nicht an. Es war Lyanna sicherlich bewusst, aber in diesem Moment auch vollkommen egal. Diese ungewöhnliche, komische Stille von ihr störte ihn mehr, als die Schmerzen auf seiner Brust.

Der Dunkelhäutige beobachtete fleißig die Sonne, wie sie immer höher stieg und zwischen den Bäumen hindurchblitzte. Sie liefen schweigend, Lyanna vor Elijah, er sein Gewehr allzeit bereit in der Hand, wenn er nicht auf die Karte blickte. Ab und an korrigierte er ihren Kurs, aber ansonsten waren dies auch die einzigen Worte, die sie wechselten. Es war wohl schon Nachmittag und sie kamen an einem kleinen Fluss vorbei, als Elijah stehen blieb und seufzte. In dem Gewässer lag ein Beißer. Hoffnungslos eingeklemmt in Ästen, legte Elijah seinen Rucksack ab und ging die kleine Böschung hinab. Er stand vor dem Untoten, zog sein Messer und betrachtete ihn kurz, dann rammte er sein Messer in den Kopf. Sofort war der Untoten tatsächlich tot.
„Dein Kampf ist vorbei“, sagte er und säuberte das Messer im Fluss, blieb am Wasser knien. Etwas an dem Beißer erregte seine Aufmerksamkeit und er legte den Kopf schief, griff an seinen Hals. Er hatte eine Kette um den Hals, die Elijah abriss und betrachtete. Es war ein kleines Medaillon, mit einem leisen Klicken öffnete es sich und er betrachtete zwei Bilder von Frauen. Eine war schon etwas älter, vermutlich die Ehefrau und auf der rechten Seite war eine junge Frau zu sehen, Elijah vermutete, vom Alter der linken Frau geschätzt, dass es die Tochter war. Glücklich lächelten sie beide in die Kamera und Elijah konnte nicht anders, als ebenfalls leicht zu lächeln. Dann schloss er das Medaillon, grub eine Hand in die matschige Erde am Flussufer und legte es hinein, schob die Erde wieder darüber. Familie war Familie und auch, wenn Elijah keine Ahnung hatte, wo die beiden Frauen waren, ob sie noch lebten, oder das Schicksal des Beißers teilten, es gab ihm ein gutes Gefühl, wenn sie jetzt ihren festen Platz hatten. Es mochte auf andere vielleicht seltsam wirken, aber Elijah wollte nicht mit all seinen alten Traditionen brechen. Bei der Army hatten sie das auch immer getan, wenn es keinen Körper mehr zu vergraben gab. Wenn der Soldat beispielsweise verschleppt worden war, so wie seine neun Kameraden. Bei den neun Gräbern auf dem Friedhof in Washington, dort wo nur Ehrensoldaten lagen, hatte er jedes Mal die Kette mit ihrem Anhänger vergraben. Der Sarg war leer gewesen, nur die Kette hatte darauf gelegen, es war alles, was von ihnen noch da war. Kurz sah er sich zurück an diesem rabenschwarzen Tag, alle prächtig in ihren Paradeuniformen, der General vor Ort, neun leere Särge, sieben trauernde Witwen, zwei trauernde Freundinnen und ein zutiefst verstörter Elijah.
Seine Hand ballte sich zur Faust, er schlug kräftig in den Matsch, sodass sie tief in der braunen Substanz verschwand. Dann blickte er Lyanna an und in seinem Blick war Wut, so schnell wechselten seine Gefühle. Er richtete sich um und ging zu ihr hinauf, machte einige Schritte auf sie zu, kam ihr aber nicht zu nahe. Diese Männer und dieser Mann dort unten würde nie mehr die Gelegenheit bekommen, Dinge aus seiner Welt zu schaffen.
„Sprich mit mir“, sagte er dann und sah ihr in die Augen, sein Blick schien zu glühen. Seine Hand war noch immer zur Faust geballt, dann atmete er tief durch und versuchte sein Gemüt zu beruhigen, „Sprich mit mir Lyanna, bevor wir beide noch so Enden wie dieser arme Kerl da unten! Und weder ich will so enden, noch will ich, dass du so endest!“
Seine Stimme war etwas lauter, er wusste selbst nicht, wo diese Wut herkam, aber er musste sich zügeln. Vermutlich die Mischung aus Erinnerung und der Wut auf sich selbst, dass er nicht wusste, was er getan hatte um Lyanna so zu verärgern.
„Was hab ich getan?“, fragte er dann, deutlich leiser als zuvor, „Was hab ich getan, dass du plötzlich so bist?“

@Lyanna Lockhart



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#37

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 10.12.2019 00:34
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

Lyanna wünschte manchmal sie könnte selbst beschreiben, was in ihrem Kopf dort oben vor ging. Was sie manchmal dazu trieb so zu reagieren wie sie nun mal reagierte. Was ihr Verstand sich überhaupt erlaubte sich mit so einer Reaktion zu erkämpfen? Im Grunde stieß Lyanna nur selbst die Leute von sich weg, die ihr eigentlich gut taten oder ihr gutes tun wollten. Sie konnte nicht genau sagen wieso sie das tat. Sie tat es eben. Sicher auch sie hatte Menschen verloren und die Tatsache das man nicht jedem dadraußen trauen konnte spielten sicherlich ihre Rolle aber am meisten hatte die Dunkelhaarige wohl einfach Angst davor sich auf irgendeine Art zu binden oder gar eine erneute Bindung einzugehen oder andere Leute eine Bindung in ihr sahen die sie gar nicht war. Dabei wollte sie es gar nicht. Sie wollte nicht so sein. Lyanna versuchte sich immer und immer wieder gegen diesen Abwehrdämon zu wehren aber sie kam einfach nicht an. Ihr Kopf spielte ihr immer und immer wieder vor das es für sie am besten war wenn sie alleine war und was geschehen würde wenn man doch jemanden an sich heran ließ und es war schließlich immer so gewesen. Sie starben. Früher oder Später, man konnte es nur unnötig hinauszögern. Dabei war es die größte Angst der Dunkelhaarigen dadraußen alleine zu sein, vollkommen allein. Nicht die Zombies oder irgendwelche Menschen oder gar der Tod fürchtete sie. Nur die Einsamkeit. Sie wusste nicht was das zwischen ihr und ihm war. Vielleicht war da auch gar nichts aber es fühlte sich nicht wie nichts an. Vielleicht hatte Lyanna auch einfach Angst sie könnte sich an Elijah auf irgendeine Art binden oder umgekehrt. Sie wusste es nicht. Sie war vollkommen verwirrt mit sich selbst und so einen Kampf hatte die Dunkelhaarige schon lange nicht mehr mit sich selbst ausgetragen. Lya wünschte sie könnte das Elijah auf irgendeine Art erklären, das wünschte sie wirklich aber sie konnte es einfach nicht. Schweigen war in dieser Hinsicht die beste Option, zu mindestens in Lyanna's Augen. Das es natürlich nicht so war wusste ihr Inneres natürlich auch. Ihre Wege würden sich so oder so bald trennen. Elijah wäre bei seiner Familie und Lyanna … nun Lyanna wusste ehrlich gesagt noch nicht wohin sie gehen würde oder was sie machen würde, womöglich das was sie auch schon vor Elijah getan hatte. Plündern und Grübeln. Elijah nickte nur knapp bei Lyanna's Aussage als sie wieder die Hütte betrat, das konnte sie aus ihrem Augenwinkel erkennen. Auch die Dunkelhaarige packte ihre übrigen Sachen zusammen bevor sie sich den Rucksack auf den Rücken zog. Lyanna war müde, sie war erschöpft, doch sie ließ es sich nicht anmerken. Mittlerweile konnte sie nicht genau sagen wie lange sie im Durchschnitt schon wach war, wenn man das im Landshaus natürlich ausließ, waren es wohl etwas mehr als 48 Stunden. Auch so etwas ließ die Dunkelhaarige nicht ganz kalt. Aber da war sie in diesem Punkt ähnlich wie Elijah, sie gaben es nicht zu wenn sie selbst in schlechter Verfassung waren, aus Angst man könnte schwach wirken oder im Schlimmsten Fall zurückgelassen werden. Es war eigentlich totaler Quatsch gewesen, da man je nach schlechtem Zustand sogar die Gruppe gefährden konnte. Elijah und Lyanna verließen zusammen die Hütte und verschwanden zwischen den Bäumen. Auch während sie so durch den Wald liefen, Elijah hinter ihr, war es still. Der Wald selbst machte wohl selbst lautere Geräusche als die beiden. Doch selbst wenn Lyanna es mittlerweile etwas sagen wollte, war sie zu erschöpft um nur ein Wort herauszubekommen. Lyanna fielen sogar für einige Sekunden unbemerkt die Augen zu und riss diese nur wieder auf als Elijah ihren Kurs korriegierte. Sie wusste das sie sich zusammenreißen musste. Es vergingen Stunden, für Lyanna war das schon eine halbe Ewigkeit und so langsam konnte sie die Bäume sehen. Reine Bäume sonst nichts. Mittlerweile stand die Sonne schon bewölkt hoch am Himmel, der Nebel hatte sich schon längst gelöst, doch der Boden war immer noch durchgeweicht vom Regen in der Nacht. Lyanna wurde kurz hellhörig, als ein unangenehmes Geräusch sich in ihren Ohren breit machte. Das Rauschen von Wasser, was Lyanna auch dazubrachte etwas ruckartig stehen zu bleiben als sie an einem Fluss ankamen, der ihnen wortwörtlich den Weg versperrte, als hätte sie einen Untoten oder Schlimmeres gesehen. Nun im Grunde war ja wohl nichts Schlimmes an einem Fluss, wenn man schwimmen konnte. Die Dunkelhaarige konnte das nicht und ja es gab tatsächlich Leute, die dies in diesem Jahrhundert nicht konnten. Lyanna's Eltern hielten wohl andere Dinge für wichtiger. Nun das war heute Lyanna's Verhängnis. Die Dunkelhaarige blickte sich nur um, ob es einen anderen Weg geben könnte. „Wir sollten umkehren, einen anderen Weg suchen. Durch den Fluss erscheint mir … unklug.“ unterbrach die Dunkelhaarige schließlich die Stille, doch Elijah hatte wohl etwas im Fluss entdeckt und legte seinen Rucksack ab und ging die kleine Böschung hinab. Lya biss sich nur auf die Lippen und unterdrückte nur einen Fluch ehe sie ihm eher zögerlich folgte. Als Lya bereits unten ankam, sah sie schließlich was Elijahs Aufmerksamkeit an sich zog. Ein Beißer, der zwischen Ästen hoffnungslos eingeklämmt war, Elijah hatte ihn bereits von seinem Leid erlöst als sie bei ihm ankam ehe er etwas von dem toten Körper riss und sich ansah. Die Dunkelhaarige blickte nur über seine Schulter und legte den Kopf schief, als er es schließlich in der feuchten Erde vergrub. Elijah ballte schließlich seine Faust und schlug diese plötzlich in die feuchte, matschige Erde das selbst Lyanna's Müdigkeit nicht verhindern konnte, das sie hellwach aufzuckte. Wütend blickte er sie an. Wut war deutlich in seiner Stimme zu hören als dieser sich aufrichtete und ein paar Schritte auf die Dunkelhaarige zu ging aber dennoch mit genügend Abstand vor ihr stehen blieb. Erst sagte Lyanna nichts, blickte ihm nur in die Augen ehe sie schließlich langgezogen ausatmete und seinem Blick auswich. „Du hast nichts getan.“ Lyanna wünschte sie könnte es einfach dabei belassen. „Ich hab einfach … verdammt nochmal Angst vor dem hier okay.“ gab Lya mehr oder weniger unfreiwillig zu. „Was soll das ganze hier hm Elijah?“ Die Dunkelhaarige ging auch nun ein paar Schritte auf ihn zu, verringerte somit den Abstand der zwischen ihnen herrschte. Die Dunkelhaarige hoffte das er ihre Antwort auf diese Frage wäre, dabei wusste sie noch nicht mal was sie genau hören wollte oder ob sie etwas darauf hören wollte. „Ich war da ...“ wiederholte sie nochmal seine Worte. „und du bist da … und ich habe einfach verdammt Schiss das du bald nicht mehr da bist.“ hauchte die Dunkelhaarige. Sie wusste wie komisch das nun klingen musste. Sie wusste es doch selbst auch nicht.

@Elijah Magoro



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#38

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 12.12.2019 18:14
von Elijah Magoro | 55 Beiträge

Verwirrt, aber immer noch wütend sah er Lyanna an. Was meinte sie damit, dass er nichts getan hatte? Irgendetwas musste es doch gewesen sein, sonst hätte sie ja wohl kaum so reagiert als hätte er ihr eine gescheuert. Er beobachtete, wie sie nochmal ein paar Schritte auf ihn zukam, dennoch waren sie noch ein Stück voneinander entfernt, er zog die Augenbrauen zusammen. In seinem Blick flammte noch immer die Wut, so ganz war Elijah nicht bewusst, was sie mit ihrer Frage meinte. Was das ganze hier sollte? Was Ganzes? Was meinte sie damit?
Dann wiederholte sie seine Worte und er verschränkte die Arme vor der Brust. Ging es wirklich darum? Hatte sie es etwa so verstanden, dass sie nur eine Frau für ihn war, sie grade per Zufall da war und die er flachlegen konnte? Wenn er sich recht erinnerte, war es doch sie gewesen, die ihn geküsst hatte. Rein theoretisch hatte SIE IHN flachgelegt. Dann fuhr sie fort und er verengte die Augen. Sie hatte Schiss, dass er bald nicht mehr da war? Ihre Stimme war bei den letzten Worten ganz anders, als bei denen davor. Hatte sie zunächst versucht ihn herauszufordern, schien sie nun von ihren eigenen Worten verwirrt. Gut, dass machte sie schon mal zu zweit. Er wurde nicht schlau aus ihren Worten.
Zunächst sagte er nichts, sah sie an, beobachtete sie, dann sagte er, „Ich verstehe dich nicht Lyanna. Wirklich, ganz ehrlich, ich verstehe dich nicht.“
Nach diesen Worten schwieg er wieder einen kurzen Moment, dann seufzte er und löste die verschränkten Hände vor seiner Brust, fuhr sich mit einer über seine leichten Haarstoppeln.
„Wir treffen uns und versuchen uns umzubringen“, fuhr er dann fort, „Dann retten wir uns gegenseitig das Leben. Meine Leute gehen dabei drauf, aber dennoch. Du erzählst mir, du bist vor deiner letzten Kolonie geflüchtet, weil du es nicht ausgehalten hast, dass sie dort abgetrennt von der wirklichen Welt leben. Und dass du dich alleine durchschlagen willst. Dann küsst du mich und schläfst im einen Moment mit mir, im nächsten willst du dich auch schon wieder davonschleichen. Wirst aber davon gehindert, weil uns verdammte Arschlöcher gefangen nehmen. Aber statt die Gelegenheit zu nutzen dich aus dem Staub zu machen, rettest du mir wieder das Leben und folgst mir auf meinem Heimweg. Wir hätten schon am Motel unsere Wege trennen können, aber du wolltest nicht. Trotz deiner Aussage, du willst nicht in eine Kolonie. Trotz meiner Aussage, dass ich dorthin zurück möchte. Dann bleibst du die ganze Nacht wach, dass ich mich erholen kann, reagierst definitiv nicht mit Abneigung, als ich dich geküsst habe letzte Nacht, und dann plötzlich zeigst du mir die kalte Schulter. Und jetzt sagst du mir, du hast Angst, dass ich bald nicht mehr da bin? Was soll ich daraus lesen Lyanna, hm? Was soll ich daran verstehen? Im einen Moment würdest du mir ohne ein Wort den Rücken zukehren, jetzt plötzlich sagst du, dass du genau davor Angst hast. Dass ich nicht mehr da bin. Du küsst mich und es ist okay, küsse ich dich ist es plötzlich ein Problem. Was willst du Lyanna, hm? Bin ich für dich einfach nur ein Kerl, den du gevögelt hast und jetzt, wo du feststellst, dass ich doch noch für was Anderes gut bin, plötzlich nicht mehr loslassen willst? Und dann mich fragen, was das ganze hier soll?“
Er ließ die Arme sinken und sah sie an, ging dann provokativ einen Schritt auf sie zu, „Woher soll ich denn verdammt nochmal wissen, was das ganze hier soll? Du verwirrst mich mit deinen Aktionen, im einen Moment küssen wir uns, im anderen haust du ab oder zeigst mir die kalte Schulter. Dann gibst du mir wieder dein letztes Antibiotikum und sorgst dafür, dass ich nicht sterbe. Ich kann es dir nicht sagen, manchmal will ich dich einfach packen und schütteln, dass du mir endlich sagst, was du willst. Soll ich dir sagen, was ich will? Ist es das, was du wissen willst?“
Sein Blick glühte, als er noch einen Schritt auf sie zumachte. Soviel wie gerade hatte er schon sehr, sehr lange nicht mehr geredet. Es war, als hätte er sich in Rage geredet, aber Elijah redete mit seinen Gefühlen.
„Ich will, dass du ehrlich bist mit mir“, sagte er dann schließlich und legte eine Hand an ihr Kinn, „Und ich will, dass du mich dabei ansiehst. Heute Morgen als du meinem Blick ausgewichen bist, hätte ich dich am liebsten gepackt und gezwungen mich anzusehen. Ich hasse es, wenn etwas zwischen uns steht, ich hasse es, wenn du mich nicht ansiehst, ich hasse es…“
Er brach ab und sah ihr in die Augen, „Ich hasse es gerade, dass ich dich küssen möchte, aber es nicht tue, da ich nicht weiß, wie du reagieren wirst. Und es verwirrt mich, dass ich jedes Mal, wenn ich deine Lippen ansehe, dieses Bedürfnis habe. Es verwirrt mich, dass du dieses Bedürfnis schon nach dieser kurzen Zeit in mir auslöst. Das hat noch nie jemand…“

@Lyanna Lockhart



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#39

RE: Hütte im Wald

in Umgebung 14.12.2019 17:50
von Lyanna Lockhart | 1.544 Beiträge

Elijah's Reaktion auf das Ganze war nur verständlich. Es war mehr als das. Wie sollte er sie auch verstehen, wenn Lyanna es noch nicht mal selbst verstand. Sie wünschte sie hätte darauf klare Antworten, klare Gedanken wären schon mal ein guter Anfang gewesen. Aber vielleicht gab es dazu auch keine klare Antwort, vielleicht war es einfach so gewesen wie es gewesen ist. Zu mindestens kam ihr dieser Gedanke als Elijah ihre ganze Begegnung herunter sprach. Wenn diese Worte irgendein Außenstehender mitbekommen hätte, hätte dieser wohl die beiden einfach nur für verrückt gehalten oder gar unglaubwürdig. Dabei hatten sie einfach das Pech gehabt, zusammen immer wieder in Scheiße zu geraten, die die Welt zu bieten hatte. Vielleicht war ihr Verhalten einfach nur eine Erleichterung darauf es durchgestanden zu haben, überlebt zu haben, am Leben zu sein. Einfach ein reiner Schub den der Körper auslöste, zusammen mit all dem Adrenalin und dem anderen Mist was der Körper während so einer Situation ausschüttete. Vielleicht war es so gewesen. Vielleicht empfand die Dunkelhaarige ja wirklich was für ihn und ihr war das noch nicht bewusst. Vielleicht wurde Lyanna auch nur verrückt oder wahnsinnig. Doch eins war der Dunkelhaarigen klar, je mehr sie darüber nachdachte und versuchte eine Antwort darauf zu finden. Elijahs Worte hallten mittlerweile, wie weit entfernte Schüsse, in ihren Ohren. Sie bekam sie mit, wenn sie sich angestrengt darauf konzentrierte. Immer wieder wollte Lyanna ihn unterbrechen, sie wollte etwas sagen. Mehrmals. Doch ein Knoten machte sich in ihrer Zunge breit, ließ nicht zu das auch irgendein Wort aus ihr herauskam. Sie wollte ihm sagen das er endlich aufhören sollte. Sie wollte ihm sagen das er Recht hatte. Und manchmal wollte sie sich auch einfach an ihn drücken. Doch mit einer Sache hatte er vor allem Recht gehabt, sie hätten getrennte Wege gehen können, schon nach der Sache im Motel. Er hätte seinen Weg gehen können und Lyanna wieder ihren, stattdessen folgte sie ihm wie ein treudoofer Hund durch das halbe Land. Dabei gab es nichts dort für sie, rein gar nichts. Sie konnte von Glück sprechen, wenn seine Leute sie nicht noch vorher erschießen würden bevor Elijah sagen konnte, das sie nicht zu den Bösen gehörte. Also warum ging sie nicht weg? Wenn sie darauf ebenso eine Antwort hätte, wie auf die andere Sache. Aber das hatte sie nicht. Er hatte ihr im Gegenzug aber auch nicht mitgeteilt das sie verschwinden wollte, vielleicht wollte er das nun mit seinen Worten wer wusste das schon? Lyanna wandte nur wieder ihren Blick ab ehe sie seine Hand an ihrem Kinn spürte und ihm in die Augen sah. Seine Worte sorgten dafür dass das Herz der Dunkelhaarigen einen Satz übersprang und im nächsten Moment schneller zu klopfen schien. Egal wie sehr Lyanna ihn verwirrte, Elijah tat es mit seiner Reaktion gleich. Er wusste selbst nicht was es war, er konnte Lyanna genau so wenig eine klare Antwort geben. Die Dunkelhaarige atmete nur tief ein, als Elijah seine letzten Worte ausgesprochen hatte ehe sie nach seiner Hand an ihrem Kinn griff und diese sanft wegdrückte und ihm einen weiteren Schritt näher kam, den Abstand zwischen beiden letztendlich ganz verringerte. Ihre Augen glänzten vor Erschöpfung ehe sie mit ihren Händen sanft sein Gesicht griff und ihn zu sich zog und ihre Lippen auf seine presste. Sie hatten ohnehin keine klare Antwort auf all das hier, zu dem teilte Lyanna dieses selbe Bedürfnis. Die Dunkelhaarige löste langsam den Kuss, blieb ihm dennoch nahe. „Ich weiß es selbst nicht.“ hauchte die Dunkelhaarige nur. „Aber du hast Recht … ich bin nicht das, was auch immer ich für dich bin und du bist nicht meine Antwort auf sonst etwas.“ Diese Worte schmerzten sie mehr beim Sprechen als diese noch in ihrem Kopf herumschwirrten. „Ich hätte gehen können … so oft schon.“ Lyanna wandte nur kurz den Blick ab und schüttelte leicht den Kopf. „Erst konnte ich nicht … und dann wollte ich nicht.“ Lyanna wusste wie komisch es klang, so wie alles was sie wohl in diesem Moment sagte oder gar tat. „Außer du möchtest das ich gehe...“ Lyanna blickte ihn wieder an und ließ ihn schließlich langsam los ehe sie ein paar Schritte zurückging und ihre Arme kurz ausbreitete. „Du bist der einzige, der diese Entscheidung treffen kann.“ hauchte die Dunkelhaarige und blickte ihn nur an. Lyanna schwieg, doch dieses Schweigen sollte sich nicht lange herauszögern als dieses durch ein alt vertrautes Geräusch unterbrochen würde. Lyanna wurde direkt hellhörig und blickte sich um. Das Schlurfen eines, nun eher mehreren Zombies. Die Dunkelhaarige blickte nur kurz zu Elijah und dann wieder die Böschung hinauf, wo das vertraute Geräusch herkam. Ihre Unterhaltung musste wohl warten. Lyanna krabbelte nur leise die Böschung hinauf, schließlich hatten sie ihre Rucksäcke noch dort oben liegen gehabt. Und nicht weit davon entfernt konnte man die ersten Untoten vorbei schlurfen sehen. Eins, Zwei … Es waren vielleicht gerade mal sechs. Nichts womit sie hätte fertig werden können, nur war da ein Problem. Die ganze Zeit über als Elijah und Lyanna den Wald durchgequerten, waren sie nie mehr als einem Untoten begegnet. So viele plötzliche Untoten konnte nur eins bedeuten entweder sie wurden von etwas angelockt, was eher weniger der Fall war. Elijah und Lyanna hatten jetzt nicht so lautstark diskutiert, das sie eine handvoll Zombies hätten anlocken können. Es bedeutete etwas ganz anderes. „Horde.“ murmelte Lyanna nur leise. Die Dunkelhaarige konnte sich auch irren, aber sie war nicht sonderlich scharf darauf das herauszufinden und Elijah wohl genau so wenig. Ihre Hand fuhr automatisch zu ihrem Jagdgewehr, schlug diesen Gedanken schnell wieder aus. Zu laut und wenn sie wirklich mit ihrer Vermutung recht hatte, würde sie das Zombienest geradewegs in die Arme der beiden locken. Die Dunkelhaarige griff hingegen zu einem Stein der auf dem Boden lag, holte aus und warf diesen. Der Stein prallte mit einem dumpfen Knall an einen Baum, ein paar Meter weiter weg. Laut genug das es die Aufmerksamkeit der Untoten erregte und in die Richtung des Geräusches schlurften. Lyanna nutzte die Ablenkung und krabbelte flink die Böschung hoch und schnappte die beiden Rucksäcke und rutschte flink die Böschung wieder runter, warf Elijah seinen Rucksack zu. „Wir haben Gesellschaft … mal wieder.“ sprach Lyanna leise. „Ich bin dafür wir führen diese Konversation … an einem anderen Ort weiter?“

@Elijah Magoro



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