Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Wetterbericht

Herbst ... Gerade noch habt ihr euch in der Sonne gebräunt, schon fallen die ersten bunten Blätter. Tja, das Leben zieht viel zu schnell an uns vorbei. Es wird kühler, es regnet viel. Stürme dürfen auch nicht fehlen und die Vögel ziehen in den Süden. Bereitet euch auf den Winter vor, dieser kommt schneller als ihr denkt!

🍁 Der Herbst rückt immer näher. Blätter fallen, es wird kälter, Zeit um Vorräte zusammeln 🍁
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

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Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

🍁 Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da, ehe ihr euch in die Registrierung begebt 🍁

An Aus


#1

Gleise

in Umgebung 20.02.2019 20:40
von The Walking Dead Team | 2.202 Beiträge
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#2

RE: Gleise

in Umgebung 20.02.2019 20:41
von The Walking Dead Team | 2.202 Beiträge



Riley packte ihre Kinder zusammen und schaute ihn dann auffordernd an. Seth wusste nicht so recht, ob er wirklich den Anführer spielen sollte. Immerhin war er sich bewusst, dass er nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte, seit seiner Gefangenschaft. Aber gut... Wenn sie das so wollte. Kurz überblickte er die Kinderschar. Er hätte ja gern angeboten, dass er ebenfalls ein Kind trug, allerdings wusste er nicht, ob Riley gewillt war sie ihm tatsächilch anzuvertrauen...
"Ich kann auch tragen...", sagte er, ehe er sich abwandte und aus dem Zug ausstieg. Sofort schlug ihm die kühle Luft entgegen. Er erschauderte und rieb sich die Arme. Kleine Dampfwölkchen stiegen von seinem Mund auf. Sofort spürte er schon wieder, wie das Metall feucht wurde. Hoffentlich half der Stoff ein wenig.
Dann stapfte er voraus durch den Schnee, wobei er auf die typischen Geräusche, welche Beisser verursachten lauschte. Doch es war ruhig. Fast schon ein wenig zu ruhig. Wachsam hielt er die Umgebung im Auge, umsofort reagieren zu können, wenn er etwas sah, das nciht gut war.
Der Schnee reichte etwa bis zur Mitte seines Schienbeines. Für ihn war es schon anstrengend, er wollte gar nicht wissen, wie es für die Kinder sein musste. Als sie den Zug umgangen hatten, stellte er sich in etwa auf eine gerade Linie mit dem zug, wo auch der Schnee ein klein wenig gewölbt war und man so die Gleise ausmachen konnte. Dann stapfte er einfach stur in diese Richtung. Er wusste nicht, wohin diese Gleise führten. Aber früher oder später würde ein Ort kommen und dann mussten sie gefasst sein. Dort konnte alles lauern. Und die Untoten waren dabei noch nicht einmal das Schlimmste. Aber wenn sie zumindest eine Wettergeschützte Unterkunft fanden, in dem sie vielleicht ein Feuer entfachen konnten, war es schonmal ein Anfang. Dann hatten sie nur noch das Problem mit dem Essen.
Kurz warf er einen Blick zu Riley. "alles okay...?" Ja, er machte sich gewissermassen Sorgen, auch wenn er ihr gegenüber nicht verpflichtet war, etwas zu tun. Sie hatten zwar gemeinsam gelitten aber letzten Endes ging es ihm ums Überleben.

@Riley Murphy


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#3

RE: Gleise

in Umgebung 20.02.2019 20:43
von The Walking Dead Team | 2.202 Beiträge

Ich konnte nicht wissen wie er dachte, wäre aber angenehm überrascht gewesen. Wieder nickte ich ihm zu als er sich meldete und daraufhin gleich den Anfang machte. Ich war mir eher nicht sicher ob es ihm recht war eines der Kinder ein Stück zu tragen, auch wenn er es gerade angeboten hatte. Ein wenig Skepsis war durchaus vorhanden, allerdings vertraute ich ihm. aus welchem Grund auch immer. Vielleicht weil ich mir von Anfang an keine Illusionen machte? Ich folgte ihm aus dem Zug und half meinen Kindern der Reihe nach aus dem Wrack. Auch mir pfiff sofort die Kälte ins Gesicht und ich zweifelte daran das der wenige Stoff ihm lange helfen würde. Leider konnte ich derzeit nichts anderes für ihn machen. Der Schnee türmte sich noch um den entgleisten Zug. Gut das wir uns an den Händen gehalten hatten. So konnte ich allesamt gleichermaßen schnell aus dem Schneeberg ziehen.
Auch wenn das Klima im Allgemeinen schon etwas wärmer geworden war, machte uns die Kälte noch immer zu schaffen. Obwohl ich den Hochsommer nicht unbedingt herbeisehnte, so hoffte ich jedoch das der Frühling sich bald zeigte. Ein paar wärmere Sonnenstrahlen würden uns allen gut tun. Stumm und leise folgten wir Seth, wobei ich noch lange nicht so schnell war wie er. Ich hoffte nur das er seine Meinung nicht so schnell ändern würde, wenn er merkte das wir doch eine große Belastung sein konnten. Selbstverständlich gab ich es nicht gerne zu, aber im Moment waren wir doch mehr als weniger auf seine Hilfe angewiesen.
Wir waren noch nicht sonderlich weit gelaufen als Seth sich erneut erkundigte ob alles in Ordnung war. Fast hätte ich einfach nur genickt und es dabei belassen, doch ich fasste mir ein Herz und kratzte alles war mir an Mut noch geblieben war zusammen. "Wenn es dir nichts ausmacht und dein Angebot immer noch besteht." Ich war mir sicher das meine Kinder sich nicht dagegen wehren würden bei dem ganzen Schnee getragen zu werden. Es hing nur davon ab ob Seth das auch wollte und konnte. Ich wollte ihm nicht unnötig zur Last fallen, aber es wäre dumm gewesen gar nicht darauf einzugehen. Parallel zu meinen Worten bugsierte ich schon eines meiner kleinen vor mich. Jetzt lag es wohl an ihm, ob er dazu bereit war. Sehr schwer waren die Kinder nicht, trotzdem war jedes zusätzliche Gewicht immer eine Last. Obwohl Seth wohl auch feststellen wird das selbst der Kleinste noch ein bisschen mehr Wärme mit sich bringen wird. "Ich glaube dann kommen wir schneller voran." Was nicht gelogen war. Kurze Füße waren bei dem Wetter nun mal hinderlich.

@Seth Evans


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#4

RE: Gleise

in Umgebung 20.02.2019 20:44
von The Walking Dead Team | 2.202 Beiträge

Als er ein weiteres Mal nachfragte, schien sie ihre Meinung doch noch zu ändern. Er hatte schon gedacht, dass sie vermutlich nicht ewig alle Kinder alleine mit sich führen wollte. Aber er wollte auch nicht einfach eines packen ohne zu fragen. Mütter waren da speziell. Kurz dachte er an seine kleine Schwester. Vermutlich hätte er auch nicht gewollt, dass jemand sie einfach hochob, wäre sie noch in dem Alter gewesen.
Als sie ihn dann doch um Mithilfe bat, blieb er kurz stehen und schaute auf das Kind hinab. Dann zwang er sich zu einem halben Lächeln und ging dann in die Hocke, damit es auf seinen rücken steigen konnte. DAnn packte er die Beine und stapfte anschliessend wieder voraus. DAs Gewicht war jetzt erst einmal noch nciht so enorm. auf DAuer könnte es anstrengend werden. Aber wenn Riley das geschafft hatte, schaffte er das mit links.
Schweigend ging er dann weiter voran. Reden verbrauchte bloss Energie, die sie nicht hatten. Wobei das natürlich nicht der Einzige grund war, warum er die Klappe hielt. Er war auch sonst eher still und hatte nicht so Lust sich zu unterhalten, abgesehen davon dass er noch nicht einmal wusste worüber er sich unterhalten sollte.
Eine ganze WEile lang stapfte er einfach voraus. STur geradeaus, immer weiter und weiter. Bis auf das Knirschen des schnees war kaum etwas zu hören. HIn und wieder ihr Atmen.
Doch nach vielleicht zwei Stunden des anstrengenden Fussmarsches tauchte tatsächlich langsam aber sicher eine Ortschaft vor ihnen auf. Es war keine gigantische Stadt, mehr ein grösseres Dorf. Seth ging weiter einfach darauf zu. Langsamer werden konnten sie immer noch, wenn es den Anschein machte, als ob da jemand wäre, der ihnen nichts Gutes wollte. Also ungefähr, wenn sie die ersten Häuser passieren würden.
Als das der Fall war, nickte er mit dem Kopf in Richtung der Gebäude. Wie so üblich um einen Bahnhof waren hier eher Industriegebäude mit eingeschlagenen Fenstern, nackten Gewächsen, die daran hoch wucherten und jede Menge immergrüner Efeu. Verfaultes Gras unter dem schnee wurde rasch zur Stolperfalle. Trotzdem wollte Seth nicht weiter auf den Gleisen bleiben, sondern ganz langsam in den Ort vordringen. Orte bedeuteten fast immer auch Untote...

@Riley Murphy


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#5

RE: Gleise

in Umgebung 20.02.2019 20:44
von The Walking Dead Team | 2.202 Beiträge

Ich lächelte leicht als Seth sich bereit erklärte eines der Kinder zu tragen. Das war sehr nett und ungemein hilfreich. Das kleine Mädchen stiegt auf seinen Rücken und klammerte sich an seinen Klamotten fest. Das brachte mich leicht zum Schmunzeln. Unser neuer Begleiter versuchte nett und hilfsbereit zu sein, und das rechnete ich ihm auch hoch an. Die Kleine hatte eine zu große Jacke an und wirkte auf seinem Rücken fast wie ein verlotterter Rucksack. Trotzdem wusste ich aus Erfahrung das auch so winzige Körper etwas Wärme mit sich brachten. Beide hatten also etwas davon. Ich tat es ihm jedoch gleich und wechselte das Kind auf meinem Arm aus. Es erschien mir unfair, die Großen immer laufen zu lassen. Egal ob sie sich beschwerten oder nicht.
Mehr oder weniger liefen wir schweigend an den Gleisen entlang. Der Schnee hinterließ ein paar Fußabdrücke und knirschte immer weniger. Je näher wir den nächsten Ort kamen, desto weniger Schnee lag auf den Straßen. Ich hatte meine Jacke noch bis zum Kinn hochgezogen, da der Wind durchaus eisig war. Als wir schließlich doch ein paar Gebäude erkennen konnten war ich einerseits ganz froh, auf der anderen Seite aber auch wieder etwas nervös. Geschlossene Ortschaften bedeuteten meistens auch mehr Untote.
Wieder wechselte ich die Kinder. Weniger weil es sein musste, sondern weil es einen mehr praktischen Hintergrund hatte. Selbstverständlich konnten die Großen Kinder schneller laufen und rennen und konnten darüber hinaus auch schon selbst einschätzen wie gefährlich eine Situation werden konnte. Deshalb hatte es sich bei uns schon fest eingespielt, wie wir in bestimmten Situationen reagierten. Genau so wie es feste Regeln zum Verhalten gab, auch wenn ich immer wieder auf das Selbe hinwies. Vorsicht war besser als Nachsicht. Ich deutete allen an still zu bleiben und aufmerksam zu sein. Konzentriert hielten wir uns hinter Seth. Immer wieder sah ich mich dabei um, auch zu unserem neuen Fremdenführer. Das kleine Bündel auf seinem Rücken drückte deutlich sichtbar das Gesicht an ihn um jegliche Laute zu unterdrücken. Ein bisschen Grinsen musste ich da schon kurz. Sicherlich war es der falsche Zeitpunkt und vermutlich hatte Seth auch noch nie darüber nachgedacht, aber ein Kind stand ihm durchaus gut. Ich strich kurz über den Rücken der Kleinen um ihr zu zeigen das wir alle auch noch da waren.
Wir schienen aber mit dem Ort hier etwas Glück zu haben. Zumindest was den Anfang betraf. Der Stadtkern konnte immer noch voller Untoter sein. Aber die Verlockung auf ein trockenes Bett war viel zu groß. Das war definitiv der größte Nachteil an unserer Flucht. Jedoch setzte ich ein Bett nicht als Standard gleich an dem ich mich festhalte wollte. Ein Bett war das kleinste unserer Sorgen. Wir hielten uns an den Händen, damit keiner verloren ging. Ich wollte in der Lage nicht sprechen, weil ich auch mittlerweile wusste das Seth nicht viel redete, trotzdem legte ich sachte meine Hand an seinen Arm. Ich lächelte ganz sanft und leicht. Und das nicht nur weil er eines meiner Kinder auf dem Rücken trug. Er sollte wissen das er zu uns gehörte, zumindest so lange er wollte.


@Seth Evans


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#6

RE: Gleise

in Umgebung 22.01.2020 19:16
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

----> Entgleister Zug

Elijah aß nur still seinen Brei, ließ Lyanna reden. Sie waren darin definitiv besser, als er. Dass sie den angeblichen Treffpunkt nicht preisgab, war gut, immerhin gab es diesen nicht und selbst wenn ihre Geschichte wahr sein sollte, würden sie diesen wohl kaum Fremden erklären. Als Lyanna dann die Vermutung aufstellte, dass es in dem Lager einen Maulwurf gab, ließ er kurz den Löffel sinken und sah Lyanna an, dann Ruth. Sie hatte Recht, es musste die einzige Erklärung sein, dass sie überrascht war, dass niemand bisher darauf gekommen war, erkannte er an ihrem Blick, den sie ihm kurz zuwarf. Er gab ehrlich zu, es war ihm zu egal, als dass er auch nur einen Gedanken daran verschwendet hätte. Außerdem hatte er gestern Abend ganz andere Gedanken gehabt, viel… schönere. Die weniger mit verschwindenden Menschen als mit verschwindenden Kleidungsstücken zu tun hatten. Er rutschte auf der Bank etwas hin und her, zügelte seine Gedanken. Verrückt, dass egal was sie sagte, er sofort auf solche Gedanken kam.
Als Lyanna weitersprach aß er den letzten Löffel seines Breis und schob die Schüssel dann zufrieden von sich. Es war zwar nicht viel gewesen, aber immerhin hatten sie nun etwas im Bauch. In seinem Rucksack waren noch zwei Dosen aus der Tankstelle. Als Lyanna sich dann erhob und sich für alles bedankte, nickte Elijah nur hinter ihr, ehe er ihr Lächeln ganz leicht und ganz kurz nur erwiderte. Er war hier wieder unter Fremden, nicht alleine mit Lyanna, da war er wieder der unnahbare, gefährliche, große Typ. Der der kleinen Dunkelhaarigen aber brav auf Schritt und Tritt folgte, wie ein Hund. Schon seltsam die ganze Situation.

Es dauerte nicht lange, da ließen sie das Camp hinter sich. Elijah hatte kurz die Karte studiert, mittlerweile befanden sie sich auf seiner Karte, es würde nur noch eine Nacht geben, morgen würden sie gegen späten Nachmittag-Abend das Clubhaus erreichen. Nachdenklich faltete er die Karte zusammen und sah Lyanna an, „Lass uns den Gleisen folgen. Sie führen auf eine größere Straße, die uns dann direkt zu meiner Kolonie führt.“
Er zog sich seinen Rucksack wieder auf den Rücken und sie liefen los, immer den Gleisen nach, über Wiesen und durch Wälder. Elijah schwieg die meiste Zeit, er hing seinen Gedanken nach, das war Lyanna aber vermutlich mittlerweile gewohnt. Eigentlich wollte er sich damit nicht beschäftigen, aber die Gedanken drängten sich doch immer wieder in den Vordergrund. Es beschäftigte ihn, dass er vergangene Nacht durchgeschlafen hatte. Das war wirklich schon Wochen, Monate, wenn nicht sogar Jahre her, dass er nachts nicht aufgewacht war. Wenn er mal so drüber nachdachte, hatte er, wenn es hochkam, vielleicht seit Beginn der Apokalypse 100 Nächte durchgeschlafen? 100 Nächte in zehn Jahren? Und es war ja nicht so, dass er vor der Apokalypse gut geschlafen hätte. Doch Elijah hatte für sich beschlossen mit Beginn der Apokalypse eine neue Zeitrechnung einzuführen. Jetzt waren sie in Jahr zehn, Jahr zehn nach dem Ausbruch. Zehn verdammte Jahre, in der die Welt den Bach runtergegangen war, und er schleppte noch immer Dinge von vor dieser ganzen Scheiße mit sich rum. Und er schien damit einfach nicht klarzukommen, quälte sich noch immer damit und dann kam da vor ein paar Tagen eine Frau um die Ecke. Und was für eine Frau!
Sein Blick huschte immer wieder zu Lyanna, die mal vor ihm, mal hinter ihm, mal neben ihm lief. Es war ein grauer Tag, Wolken verhingen den Himmel und von der Temperatur her, erwartete Elijah eigentlich nur den Schnee.
Lyanna hatte sein Leben innerhalb weniger Stunden auf den Kopf gestellt. Erst wollten sie sich umbringen, dann töteten sie die Leute, die hinter ihr her waren. Und davor hatte Elijah seit dem Kampf mit dem Cottage niemanden mehr getötet. Dieser war schon ein paar Monate her. Dann betrank er sich mit dieser Fremden, etwas was er normalerweise nur innerhalb der Clubhaus-Mauern tat und noch in dieser Nacht hatte er Sex mit der Fremden. Danach war sie keine Fremde mehr gewesen. Und verdammt, es war trotz Alkohol und Fremdsein verdammt guter Sex gewesen, Elijah hatte erst da gemerkt, wie sehr er so etwas wieder mal gebraucht hatte. Dabei war sie vielleicht die vierte oder fünfte Frau in seinem Leben, mit der er eine solche Intimität überhaupt geteilt hatte. Das wusste sie vermutlich nicht, eine Tatsache, die Elijah auch nicht einfach so schnell zugab. Viele dachten bei seinem Aussehen und seiner Vergangenheit als Soldat, dass er sicherlich in jedem Urlaub, den er zuhause verbracht hatte, jede Nacht eine andere im Bett gehabt hatte. Doch so war Elijah nicht, so hatte ihn sein Vater nicht erzogen. Er hatte ihm Respekt vor den Frauen beigebracht, sie ebenbürtig zu behandeln und sie verdammt nochmal niemals nie zu unterschätzen! Das wäre der größte Fehler, den ein Mann jemals machen könnte. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und er sah kurz Richtung Himmel, als er an seinen Vater dachte. Es waren Situationen wie diese, da vermisste er seinen väterlichen Rat, seine beruhigende Art die einem immer das Gefühl gab, dass alles schon irgendwie werden würde. Einer der Gründe, warum Elijah eigentlich sehr selten Angst empfand und auch in brenzligen Situationen Ruhe ausstrahlte.
Lyanna aber warf all seine Pläne und Grundsätze über den Haufen. Er vertraute ihr schneller, als jeder anderen Person und teilte nach wenigen Stunden mit ihr das Bett, definitiv ein Vertrauensbeweis. Sie entlockte ihm so viele Worte, wie er manchmal in Wochen sprach, in fünf Minuten und ließ ihn Dinge fühlen, die er nur bei wenigen Menschen bisher gefühlt hatte. Und ein Gefühl, dass er nicht beim Namen nennen wollte, ließ sie ihn das erste Mal so wirklich spüren.
Er schluckte und sah wieder stur geradeaus, griff fester um das Gewehr vor seiner Brust. Plötzlich war sein Mund so trocken, als er eines realisierte: Morgen würden sie sie vielleicht für das letzte Mal in ihrer beider Leben sehen. Es könnte ein Abschied für immer werden und all diese Gefühle, die sich in ihm in ihm aufbauten, würden mit einem Schlag Vergangenheit sein. Er würde nie wieder ihre Nähe spüren können, nie wieder ihren Duft einatmen und ihre sanfte, weiche Haut streicheln können.
Als sie die nächste Straße erreichten, blieb Elijah stehen und holte erneut seine Karte aus dem Rucksack. Zwischendrin hatten sie sich doch ab und an nochmal unterhalten und miteinander gelacht, doch irgendwie schien jeder von ihnen beiden seinen Gedanken hinterher zu hängen. Worüber Lyanna wohl nachdachte? Über dasselbe wie er, oder doch etwas ganz Anderes? Vielleicht war sie ja froh, wenn sie endlich wieder alleine wäre, wenn Elijah zurück in der Kolonie war. So richtig glauben konnte er ihr das irgendwie aber auch nicht.
„Hier, das ist die Straße“, sagte Elijah und blickte von der Karte in den Himmel. Es wurde langsam düster, düsterer, als es den ganzen Tag sowieso war. Sie sollten einen letzten Unterschlupf für die Nacht suchen, „Wir gehen noch ein paar Minuten die Gleise weiter. Es ist zwar ein kleiner Umweg, aber hier kommt dann ein kleines Bahnhofsgebäude, das kenne ich. Dort können wir die Nacht verbringen, mal sehen ob die Sachen von meiner letzten Übernachtung dort noch da sind.“
Er packte die Karte wieder ein, setzte sich den Rucksack auf und deutete Lyanna an ihm zu folgen. Es waren wirklich nur ein paar Minuten von der Straße aus, da sah er es schon, nachdem sie den Gleisen eine kleine Kurve entlang gefolgt waren. Er zog sein Schwert, immerhin konnten hier auch noch Beißer sein. Auf dem Weg hierher waren sie nur wenigen Beißern begegnet, wenn es zehn waren, dann waren es schon viele.
Doch als er mit dem Schwertknauf gegen den Türrahmen klopfte, regte sich im Gebäude garnichts. Das Haus bestand aus drei Räumen, einem Eingangsbereich, wo früher vermutlich die Tickets verkauft wurden. Dann einem kleinen Wartezimmer und einem alten Kiosk.
„Trautes Heim für die Nacht“, sagte er dann zu Lyanna und schloss die Tür hinter ihnen. Es gab einen Riegel, den konnte man vorschieben, sodass die Tür geschlossen war und nicht einfach geöffnet werden konnte. Die Fenster waren vernagelt, eigentlich war es für eine Nacht ein recht sicherer Unterschlupf. Sicherer, als die Tankstelle es gewesen war, aber nicht so sicher wie das Camp vergangene Nacht.

@Lyanna Lockhart





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#7

RE: Gleise

in Umgebung 23.01.2020 12:08
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Lyanna hätte mit Widerworten gerechnet, vielleicht mit einem weiteren Pfeil im Rücken, irgendetwas was die beiden daran hindern würde zu gehen oder es bereuen ließ zu gehen. Einen Beweis für Lyanna das man Menschen weiterhin nicht trauen konnte, doch man ließ sie gehen. Einfach so, trotz der Nahrung und dem Unterschlupf, welcher ihnen geboten wurde, wofür sicherlich auch ihre eigenen Leute Verwendung dafür hatten. Doch nichts, rein gar nichts. Man ließ sie einfach gehen, eine Situation die Lyanna und ihr misstrauisches Gemüt schon fast überforderte. Vielleicht irrte sie sich auch, vielleicht gab es wirklich noch ein paar wenige aufrichtige Leute, die einem nicht gleich die Kehle aufschlitzen wollte. Lyanna glaubte wirklich das es diese Leute noch gab, nur waren sie bisher eher weniger in Lyanna's Leben getreten und nach den letzten Tagen mit Elijah hätte sie wohl nun wirklich mit allem gerechnet. Elijah folgte ihr still aus dem Camp heraus, ihr war durchaus aufgefallen das er unter Fremden noch stiller war als man es von ihm gewohnt war, das Lya sich manchmal gefragt hatte ob er überhaupt noch da war, so richtig da war. Doch wenn die Dunkelhaarige sich umgeblickt hat war er immer in deutlicher Nähe. Lyanna hatte dies auch nicht gestört, im Gegenteil. Sie wusste das sie die Gesprächigere von beiden war, das ist ihr sogar ziemlich schnell bewusst geworden. Aber so war Lyanna schon immer gewesen, man hatte sie so aufgezogen das sie eher direkter war und gleichzeitig auch wusste was Leute hören wollten. Das hatte sich bis heute nicht geändert, nur das Lyanna manchmal keine Lust darin verspürte den Leuten zu sagen was sie hören wollte und sie sich so ab und an gerne mal in Schwierigkeiten brachte. Nichts Schlimmes wo sie sich hätte irgendwie alleine rausschlagen können, doch war es deutlich angenehmer zu wissen das man jemanden bei sich hatte, der auf einen aufpasst.

Lyanna merkte wie sie wohl Elijah die ganze Zeit nachdenklich angestarrt hatte, das sie gerade so noch seine Worte mitbekam als er seine Karte wieder verstaute. Die Dunkelhaarige nickte nur mit einem Lächeln und folgte dem Dunkelhäutigen. Es war trüb, Dicke Wolken versammelten sich am Himmel und ließen wenig Tageslicht durch, allerdings waren es keine gewöhnliche Regenwolken gewesen, es würde wohl nicht mehr lange dauern bis wohl die ersten Schneeflocken ihren Weg durch bahnen würden. Etwas was Lyanna immer wieder ein wenig Sorgen bereitete, sie fühlte sich schon fast wie ein Tier das nicht ausreichend für seinen Winterschlaf vorgesorgt hatte. Ihr Blick glitt immer wieder mal rüber zu Elijah, während sie auf den Gleisen balancierte. Auch wenn sie nicht mehr von einer Gruppe Fremder umgeben waren wirkte er immer noch so still und … abwesend. Sie sah ihm an wie er über etwas nachdachte oder eher gesagt über eine Menge nachdachte. Ob es das selbe war, an das Lyanna noch eben gedacht hatte. Selbst als er immer mal wieder mit ihr sprach, konnte sie es an seiner Stimme hören, das er nicht ganz anwesend schien. Mittlerweile konnte Lyanna ihn dann doch ein wenig besser durchschauen oder er machte schon längst kein Geheimnis mehr draus, so wie er es am Anfang tat, wer wusste das schon. Aber so sehr wie sie wohl der selbe Gedanke quälte, vielleicht war es auch besser wenn sie wieder weg war, vielleicht war es einfacher. Keiner der beiden konnte schließlich erklären oder sich gar wirklich eingestehen, was hier passierte. Und vielleicht war es einfach nur ein Drang gewesen. Ein Drang zweier Menschen, die einfach nur nach Nähe suchten. Auch wenn die Dunkelhaarige deutlich mehr fühlte als nur ein einfacher Drang. Sicher hätte es Lyanna einfach ansprechen können, was hatte sie zu verlieren? Doch sie konnte nicht, sie wollte nicht das ihre letzte Erinnerung an Elijah mit einem Streit verbunden war oder gar mit einem gebrochenen Herz. Sie würde ihm einfach noch bis zur Kolonie folgen und ihn dann ziehen lassen und in ein paar Wochen würden sie wohl einfach vergessen, das sie sich überhaupt getroffen hatten. Die Dunkelhaarige fuhr sich bei dem Gedanken kurz über das Gesicht. Komisch, das bei diesem Gedanken ihr schon fast Tränen in die Augen schossen und ihr Herz pochte und stach als würde jemand gerade eine Klinge darin rein drücken Dabei war es doch etwas gutes oder nicht? Elijah wäre wieder bei seiner Familie, lebend und Lyanna … nun Lyanna würde wohl einfach weiterziehen, vielleicht in die nächste Stadt, das würde sie wohl spontan entscheiden. Für einen kurzen Moment dachte sie sogar nach in ihre Kolonie zurückzukehren. Doch diese schlechte Idee schlug sie sich gleich wieder aus dem Kopf. Doch konnte sie für einen kurzen Moment nicht anders als an diese Leute zu denken. Ob es ihnen gut ginge. Ob sie sicher waren. Ob sie vielleicht den ein oder anderen Gedanken an Lya verschwendeten, sie selbst glaubte nicht daran. Der kalte Wind bließ ihr durchs Haar und hätte sie nicht aufgeschaut, wäre sie wohl gegen Elijah gelaufen, der bereits stehen geblieben war und erneut seine Karte studierte. Sie waren an der Straße angekommen, die Elijah noch beim Camp erwähnt hatte. Es war komisch, wie schnell die Zeit verflogen war, das sie schon fast gar nicht bemerkte das sie am Ziel waren. Sie folgte Elijah's Blick zum Horizont, es würde trüber und Elijah dachte wohl an das selbe an das Lyanna dachte. Sie brauchten einen Unterschlupf und man sah dem Dunkelhäutigen an wie er nach dachte ehe er wohl gar einen Ort wusste. Es war nun seine Umgebung hier, er kannte sich hier am besten aus und Lyanna vertraute seinen Instinkten und würde folgen. „So wenn dich deine Kolonie langweilt, verschanzt du dich in alten Bahnhofsgebäuden? … Interessant.“ grinste die Dunkelhaarige nur und folgte ihm. Es dauerte nicht lange bis sie wirklich das Bahnhofsgebäude erreichten, das es ihr kaum wie ein wirklicher Umweg vorkam. Die Apokalypse zog auch nicht an diesem Gebäude vorbei, doch schien es augenscheinlich stabil. Das war heut zu Tage auch ein wirklicher Faktor. Es brachte einem nichts, einen Unterschlupf zu haben, wo einem die Decke erschlagen konnte. Elijah zog sein Schwert und auch Lya zog ihr Messer, als sie Elijah dicht zu dem Gebäude folgte. Von außen war es still, doch konnte der Schein immer trügen. Lyanna hätte es nicht gewundert, wenn sich Untote in dem Gebäude verirrt hätten, es wäre nichts gewesen womit die beiden hätten fertig werden können, doch als Elijah mit seinem Schwertknauf gegen den Türrahmen klopfte, hallte das Geräusch schon fast wie ein Echo durch das Gebäude. Doch nichts regte sich. Kein Schlurfen, kein Stöhnen eines Untoten. Die Dunkelhaarige folgte ihm in das Innere des Gebäudes und nach dem sie sich umgesehen hatte, ließ sie erst das Messer wieder langsam verschwinden, während Elijah hinter ihr die Tür verschloss und einen Riegel vorschob. Nun es würde nicht ganz verhindern, wenn jemand versuchen würde hier rein zu kommen, aber sie würden es rechtzeitig mitbekommen. Die Fenster waren vernagelt, gaben wenig Chance das überhaupt etwas durchkam. Lyanna ließ langsam den Rucksack von ihrem Rücken gleiten, zog ein wenig die Luft scharf ein. Ihre Wunde schmerzte noch, doch es war nicht mehr so schlimm gewesen wie am Vortag. Ihr Blick glitt kurz zu Elijah. „Ich sehe mich mal dahinten um, hier liegt bestimmt noch einiges an Zeug rum, das man verbrennen kann.“ Die Dunkelhaarige schnaubte nur. „Ich fand Bahnhöfe schon immer gruselig.“ murmelte die Dunkelhaarige nur und verschwand in einen der Räume und man konnte deutlich hören wie Lyanna suchte. Nach einer Weile brannte auch schon ein kleines Feuer, Lyanna hatte etwas Holz gefunden, was sich einfach aus den vermoderten Möbelstücken raus reißen ließ und eine menge alter Zeitungen, die man gut verbrennen konnte und keinen Verlust boten. Angezündet hatte sie dies mit einem Feuerzeug, das sie zu Beginn der Apokalypse einem Soldaten in der Quarantänezone gestohlen hatte. Die Dunkelhaarige lag mit ihrem Kopf auf ihrem Rucksack, während das Feuer brannte und Wärme sich ausbreitete. In der Hand hatte sie wieder die Schneekugel, die sie in der Tankstelle gefunden hatte, ab und zu konnte man die Flüssigkeit darin hören, wenn Lyanna sie ab und an schüttelte ehe nur ein Schnauben ihre Kehle verließ und sie ein Messer raus zog und es in den unteren Teil der Kugel rammte und anfing daran herum zu hantieren. Lyanna lag seitlich zu Elijah, er konnte sie zwar beobachten was sie da tat, aber nicht was sie genau tat. „Sag mir den Grund.“ fing Lyanna plötzlich an. „Den Grund was dich in dieser Kolonie hält, abgesehen von deiner Schwester.“ meinte Lyanna nur nachdenklich. „Sind eure Absichten wirklich so gut, das sie einen so sehr zum Bleiben bewegen? Redet ihr euch auch ein das ihr diejenigen seid, die die Welt wieder neu aufbauen werdet?“ Kurz blickte die Dunkelhaarige ihn an ehe sie sich wieder der Schneekugel widmete. Es war auf keinen Fall zynisch gemeint, Lyanna interessierte es wirklich, auch wenn sie recht skeptisch über selbst gebildete Gemeinschaften war. Von den ganzen Vorteilen abgesehen, hatten auch diese ihre Nachteile. Es war immer schwer von vorne anzufangen. Diese Sicherheit und diese Menschen … sie konnten einem immer schneller genommen werden als man dachte.

@Elijah Magoro



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#8

RE: Gleise

in Umgebung 23.01.2020 19:39
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

Kaum hatten sie die kleine Bahnhofhütte betreten, suchte Lyanna auch schon nach etwas Brennbarem. Elijah war natürlich aufgefallen, dass sie an ihrer Wunde wohl noch immer Schmerzen haben musste, wie denn auch nicht. Seine Stichwunde im Bauch tat auch immer noch weh, auch, wenn er das genau wie Lyanna, niemals zugeben würde. Und seine Wunde war schon älter als Lyannas, auch wenn es nur wenige Tage waren. Man, sie hatten eigentlich echt beide verdammtes Glück, dass sie jetzt hier waren, lebendig und soweit eigentlich in ganz guter Verfassung.
Lyanna brachte modriges Holz und Zeitungen, entfachte dann ein Feuer und Elijah spürte sofort die Wärme in seinen Körper zurückkehren. Normalerweise war ihm sehr selten kalt, doch mittlerweile wurde es doch immer mehr Winter und sie hatten beide definitiv nicht die richtige Kleidung für den Winter. Elijah würde immerhin bald zurück in seiner Kolonie sein, da gab es Wärme und entsprechende Kleidung, anders als Lyanna. Immer wieder brannte ihm die Frage auf der Zunge, ob sie nicht doch mit in seine Kolonie kommen wollte. Ausgelöst wurde dieses Brennen wohl durch seine Gefühle, die er doch so sehr versuchte zu verdrängen. Was wenn sie nicht dasselbe empfand? Was wenn sie froh war, ihn morgen endlich in seiner Kolonie abzugeben? Wer wusste schon, was die Zukunft brachte? Vielleicht hatten sie sich auch nach wenigen Wochen schon wieder beide vergessen. Nein, das würde nicht passieren. Immerhin hatte er Lyanna in seinem Buch verewigt, sie würde nie mehr aus seinen Gedanken verschwinden. Das hatte sie mit ihrem Satz unter ihrem ersten Bild auch schon klargestellt. Es war ein trauriges Lächeln, dass sich auf Elijahs Lippen schlich, während er so in seinem Buch blätterte. Das Feuer gab sanftes Licht und er saß auf einer Decke, die er damals hierhergetragen hatte. Dieses kleine Häuschen war tatsächlich ein wenig sein Rückzugsort. Mit seinem Jeep war er in deutlicher kürzerer Zeit hier gewesen, als sie jetzt zu Fuß zurück zur Kolonie brauchen würden. Oft war er noch nicht hier gewesen, immerhin war es auch dumm, sich zu häufig alleine hinaus zu wagen. Im Sommer aber war es hier doch recht schön, nicht weit von hier war auch ein kleiner See, vielleicht eine halbe Stunde zu Fuß, oder auch nur zwanzig Minuten. Aber es war Wintereinbruch und dunkel, also nichts mit entspannt draußen sitzen.

Sein Blick war auf das Buch fixiert, Lyanna lag neben ihm, ihren Kopf hatte sie auf ihren Rucksack gebettet und hielt irgendwas in der Hand. Als sie dann ihr Messer herauszog, hob er den Blick. Hatte sie etwas gehört? Er lauschte in die Dunkelheit, hörte aber nichts als das Kratzen ihres Messers, als sie irgendetwas an dem Gegenstand in ihrer Hand fabrizierte. Er konnte nicht genau sehen, was es eigentlich war, es war ihm auch ehrlich egal. Vielleicht war es etwas, dass sie gefunden hatte, oder was auch immer.
Gerade wandte er seine Aufmerksamkeit wieder seinem Buch und den Zeichnungen darin zu, als sie die Stille zwischen ihnen brach. Er sah zu ihr hinüber, erwiderte ihren Blick, ehe sie ihren wieder abwandte zu dem Gegenstand in ihrer Hand. Das war tatsächlich eine berechtigte Frage.
„Gute Frage“, meinte er dann und legte das Buch neben sich, zog die Beine an und setzte sich in einen Schneidersitz. Mittlerweile war es in dem kleinen Raum warmgenug, dass er seine Jacke ausziehen konnte, er hatte noch den schwarzen Pullover und darunter das Shirt aus dem Camp an.
„Jennica ist wohl definitiv der wichtigste Grund, warum ich noch bei den Riders bin“, fuhr er dann fort und lächelte, als er an seine Schwester dachte. Sein Blick glitt wieder zu dem Buch, zufälliger Weise war wirklich gerade ein Bild seiner Schwester offen. Ihre welligen Haare, die sie manchmal so unordentlich, aber doch auch irgendwie ordentlich trug. Leider hatte Elijah nur einen Bleistift, so ließen sich ihre unzähligen Haarfarben nicht einfangen, aber er sah sie genau vor sich mit dem leichten Rosa ton den ihre Haare gerade hatten.
„Und nein, wir denken nicht, dass wir diejenigen sein werden, die die Welt wiederaufbauen“, verneinte er dann ihre Aussage und hob den Blick wieder von seinem Buch, richtete ihn in die Flammen, „Diesen Traum wird sich wohl niemand mehr erfüllen können. Aber ich persönlich war es leid irgendwann, alleine zu sein. Außerdem bin ich Jax, das ist unser Anführer, und den anderen Riders für ewig zu Dank verpflichtet. Vor einigen Jahren haben sie mich quasi tot auf dem Highway hier direkt gefunden, den wir morgen entlanggehen werden. Ich kann dir morgen gerne die Stelle zeigen, an der ich eigentlich mit meinem Leben schon abgeschlossen hatte. Es war pures Glück, dass sie damals vorbeikamen und mich nicht einfach so haben enden lassen, wie viele andere enden. Sonst wären wir uns nie begegnet, beziehungsweise hätte ich wohl versucht dich aufzufressen.“
Er hob den Blick und lächelte ein wenig über seine Aussage, dann grinste er schon leicht, „Zumindest nicht in dem Sinne, den du gerne hättest. Du hättest mich definitiv nur wegen deinem Körper interessiert und wegen dem, was da dran ist. Dein Fleisch.“
Er grinste noch kurz, dann wurde er wieder ernst, sagte schon etwas leiser, „Anders, als ich mich jetzt für dich interessiere. Deinen Charakter hätte ich als Beißer nie kennenlernen können. Was wirklich eine Schande wäre, zumindest das habe ich in den letzten Tagen gelernt. Definitiv etwas, was ich vermissen werde, wenn wir morgen bei meiner Kolonie ankommen und sich unsere Wege trennen.“
Seine Stimme brach etwas und er ließ sich nach hinten auf den Rücken sinken. Sein Herz pochte, stärker noch als zuvor. Der Gedanke daran, dass sie morgen Abend schon getrennt sein würden, er zurück in seinem Bett in der Kolonie sein würde, alleine, ohne sie. Es tat so unglaublich weh. Eigentlich wollte er daran gar nicht denken, aber jetzt brach der Gedanke und die ganzen Emotionen die daran hingen in den Vordergrund und er schloss die Augen. Weg mit den Gedanken! Schieb sie weg nach hinten Elijah! Er atmete einige Atemzüge, dann öffnete er die Augen wieder, hatte seine Emotionen wieder einigermaßen im Griff. Sein Blick war stur an die Decke gerichtet, dann richtete er sich wieder auf.
„Ja, Jennica und der Dank, dass sie mich aufgenommen und wieder zu meinen Kräften geführt haben“, schloss er und schluckte, spürte den Klos in seinem Hals, „Deswegen bin ich in der Kolonie. Weil sie in mir nicht einfach jemand Unbedeutenden gesehen haben, sondern das, was viele nicht mehr in anderen sehen: Einen Menschen. Einen ganz einfachen Menschen, wie wir alle es sind, die noch einen Herzschlag haben. Und nichts anderes.“

@Lyanna Lockhart





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#9

RE: Gleise

in Umgebung 23.01.2020 21:21
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Als Lyanna zu Elijah rüberblickte saß er gewohnt da, mit dem Buch in der Hand, in diesem er seine Zeichnungen aufbewahrte. Es war schon fast so ein gewohnter Anblick, das es Lyanna schon längst nicht mehr auffiel das sie ihn länger als sonst ansah. Und für einen Moment schien die Stille, die allein durch das Knistern der Flammen gestört war friedvoll aber gleichzeitig auch so erdrückend, so erdrückend wie auch dieser Gedanke schien, den offensichtlich auch Elijah quälte, sie konnte es ihm ansehen, sie konnte es wirklich und er ihr wohl genau so. Doch die Gedanken, die ihr durch den Kopf gingen laut auszusprechen war deutlich schwieriger, selbst für die sonst immer so gesprächige Lyanna. Gleichzeitig plagte sie auch der Drang Ungesagtes nicht ungesagtes bleiben zu lassen, wer wusste schon wann sie je die Chance wieder dazu bekam, etwas zu sagen was sie wirklich dachte. Lyanna würde Elijah genau so wenig vergessen, wie sie ihn. Vielleicht würde das Schicksal es auch gut meinen und eines Tages würden sich ihre Wege vielleicht nochmal kreuzen, doch Lyanna wollte es nicht darauf hinauslaufen lassen, ein auf was wäre wenn hoffen. Die Dunkelhaarige konnte aus dem Augenwinkel erkennen, wie Elijah seinen Kopf bei ihrer Frage wohl anhob und seine Aufmerksamkeit auf die Dunkelhaarige lenkte. Seine erste Aussage führte dazu, das Lyanna nur amüsiert schnaubte. Sie hoffte, sie hatte ihn nun nicht mit dieser Frage überfordert, aber Lyanna intressierte es wirklich. Sie schien dennoch seine Gedanken angeregt zu haben als er wieder sprach. Die Dunkelhaarige hörte ihm zu, legte nur das Messer bei Seite mit dem sie noch eben in der Schneekugel herumgestochert hatte, stellte diese ebenso zur Seite ehe die Dunkelhaarige sich schwungvoll aufsetzte, beobachte den Dunkelhäutigen kurz wie er sich seiner Jacke entledigte. Während die Dunkelhaarige versuchte, immer noch die Kälte aus ihren Knochen zu kriegen, war ihm vermutlich schon längst zu warm, ein Gedanke den die Dunkelhaarige kurz innerlich schmunzeln ließ. Natürlich bezog sich seine erste Aussage auf seine Schwester, das war ihr deutlich bewusst und vor allem deutlich nachvollziehbar. „Blut ist stets dicker als Wasser. Das einzige was in dieser Welt überhaupt noch einen Wert hat.“ Dem stimmte Lyanna mehr als nur zu. Sie hätte wohl auch nicht ihre Kolonie verlassen, wenn sie noch Familie hätte, richtige Familie, durch deren Venen noch das selbe Blut floss. Doch ihre letzten Hinterbliebenen waren in Boston und vermutlich schon tot und selbst wenn sie dies nicht waren, wäre es für Lyanna zu schwierig, schon gar unmöglich diese zu finden, besonders da sie nicht sonderlich in guten Verhältnis auseinander gegangen waren. Das würde das ganze nur unnötig kompliziert machen. Und mit Geschwistern war sie nie gesegnet worden. Wer wusste ob ihre Mutter, ihre richtige Mutter nochmal welche hatte. Etwas was auch Lyanna wohl nie herausfinden würde. Es war eine Tatsache um die Lyanna Elijah beneidete, es war doch ein anderes Gefühl, zu wissen das man nicht alleine war. „Gut“ antwortete die Dunkelhaarige. „Kolonien die dies behaupten, sind nämlich das genaue Gegenteil. Wir hatten schon davor nicht das Recht zu entscheiden wem und wie wir Leben nehmen und haben es trotzdem getan, und jetzt ist es auch nicht besser, nur viel schlimmer.“ Lyanna rieb sich nur die Kälte aus ihren Händen. „Nicht ganz unmöglich.“ widersprach sie ihm nur. „Die nächste Generation wird das deutlich besser hinkriegen, sie haben nichts was sie an die Vorwelt bindet, können dadurch nicht beeinflusst werden. Nicht so wie wir.“ antwortete die Dunkelhaarige nur und blickte nachdenklich ins Feuer. Dann beantwortete er auch schon mit seiner nächsten Aussage, ihre wirkliche Frage. Es war Dank, das Verlangen loyal gegenüber denen zu sein, die ihm einst das Leben retteten. Ein Grund, den Lyanna durchaus nachvollziehen konnte. Es war schon fast beängstigend darüber nach zu denken wie ein Ereignis alles hätte anders kommen lassen können. Es war beängstigend wie sehr ihr dieser Gedanke zu schaffen machte. Seine Aussage darauf war eher humorvoll gemeint, das wusste Lyanna, die ihm darauf nur mit einem schwachen Lächeln antwortete, deutlich anzusehen das sie dieser Gedanke doch recht traurig stimmte. Auch Lyanna hatte deutlich ihren Moment gehabt wo sie einfach nur abschließen wollte mit ihrem Leben, mit allem. Selbst vor der Apokalypse hatte sie so etwas schon ein mal verspürt, es war kein aktiver Drang. Doch der Ort, wo sie abschloss, war jetzt nur noch ein einziger Trümmerhaufen, kaum eine Reise oder gar einen Gedanken wert. „Und ich hätte dir wohl einfach mein Messer in den Schädel gerammt ohne groß darüber nach zu denken.“ hauchte die Dunkelhaarige nur und schüttelte den Kopf. Auch wenn dies Situationsabhängig war. Lyanna tötete auch nicht unbedingt Untote, außer sie musste. Sie stellten vereinzelt eher weniger eine Gefahr da, als in einer Horde. Die Dunkelhaarige um schlich sie eher, geht ihnen aus dem Weg oder ließ sie am Leben um sie als eigene Alarmanlage zu benutzen, so wie sie es im Supermarkt tat, in diesem Elijah und Lya sich das erste mal trafen. Seine leise Aussage, die Lyanna aber genau wahrnahm ließen die Dunkelhaarige wieder aufblicken. Und für einen Moment sah sie den Dunkelhäutigen einfach nur an. Die Flammen ließen ihre Augen schon fast glasig wirken und Lyanna konnte sich gerade so ein Hauchen aus ihrer mittlerweile trockenen Kehle vermeiden. Seine Aussage führte dazu das Lyanna wieder deutlich näher zu dem Dunkelhäutigen rutschte, das Verlangen spürte ihn einfach wieder zu küssen, zu sagen das alles gut werden würde und das er aufhören sollte solch einen Bullshit von sich zu geben. Doch es war kein Bullshit. „Selbs t wenn ich bleibe … du bist nicht der jenige der dies entscheiden wird und was weiß ich schon ob deine Leute genau so sind wie du. Du solltest dich nicht zwischen deiner Familie und einer … einer Streunerin entscheiden müssen, das wäre einfach nicht fair. Nicht nach all dem was passiert ist.“ sprach die Dunkelhaarige nur schwach und blickte dem Dunkelhäutigen wieder in die Augen. „Es gibt einfach noch so viele … Dinge mit denen ich klar kommen muss, so lange das nicht passiert ist … kann ich nicht .. verstehst du das?“ hauchte die Dunkelhaarige nur und versuchte seinen Blick zu halten ehe sie ihm noch näher kam und ihre kalte Stirn an seine lehnte und für einen Moment die Augen schloss. „In so vielen anderen Leben würde ich dir sagen, das ich bleiben könnte.“ Die Dunkelhaarige öffnete nur vorsichtig wieder ihre Augen. „Menschen, die miteinander verbunden sind, finden immer wieder zusammen.“ lächelte die Dunkelhaarige nur schwach.

@Elijah Magoro



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#10

RE: Gleise

in Umgebung 24.01.2020 15:48
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

Elijah hörte ihre Worte, wollte sie aber auch irgendwie nicht hören. Es tat so unglaublich weh, weil sie ganz direkt die Wahrheit aussprach. Elijah wusste zwar, dass er Jax und die anderen sicherlich überzeugen könnte, Lyanna bei den Riders aufzunehmen, doch wusste er, dass dies eine schlechte Entscheidung wäre. Zumindest jetzt. Und auch wenn diese Erkenntnis mehr wehtat als alles andere, mehr als die Prügel, mehr als die Stromschläge, wusste er, dass er es akzeptieren musste.
Elijah erwiderte Lyannas Blick ohne zu blinzeln, hörte ihren weiteren Worten zu, konnte hören, wie schwer es ihr selbst viel, diese Worte auszusprechen. Dann kam sie ihm näher und er konnte nicht anders als tief einzuatmen, ihren Duft nochmal in sich aufzunehmen. Auch er schloss die Augen, als er ihre kalte Stirn an seiner spürte, kurz umspielte trotz der Situation ein Lächeln seine Lippen. Sie war immer so kalt, so kühl, als würde sie nie richtig warm werden, ganz anders als er selbst.
Ihre letzten Worte brachten ihn wieder dazu, die Augen zu öffnen und ihren Blick zu erwidern. Das schwache Lächeln auf ihren Lippen, mehr Hoffnung als, dass sie wirklich daran glaubte.
Wie stellte sie sich das vor? Die Welt war riesig, wer wusste schon, wohin es sie den Winter hin verschlagen würde? Er wäre hier, bei seiner Kolonie, aber sie? Vielleicht war sie am Ende des Winters irgendwo in Texas oder Mexiko? So weit weg von ihm, dass er sie niemals mehr erreichen würde. Aber sie musste gehen, sie musste mit ihren Dingen klarkommen und Elijah mit seinen. Jetzt in diesem Moment würden sie sich vermutlich nur gegenseitig zerstören. So verdammt gut es sich anfühlte, sie in seiner Nähe zu haben, berühren zu dürfen, sie waren beide kaputte Menschen. Brauchten beide Zeit für sich um die Dinge, die in ihnen vorgingen zu regeln, sich zu organisieren. Lyanna hatte gerade erst ihre Kolonie verlassen, den Mann des sie geheiratet hatte, ob es nun Liebe oder nicht gewesen war, hinter sich gelassen, die Familie und Freunde, die sie sich dort aufgebaut hatte. Da musste man wirklich erstmal drauf klarkommen und Elijah hatte genauso viel zu verarbeiten. Was ihn aber nicht losließ, war die Tatsache, dass er vergangene Nacht durchgeschlafen hatte. Ohne aufzuwachen. Es musste an Lyannas Anwesenheit gelegen haben, eine andere Erklärung gab es nicht. Und diese Tatsache war es, die all dem Gegenüber stand. Aber vielleicht war Lyanna auch nur ein Umstand, der ihn in die Richtung bringen würde, mit seiner Vergangenheit endlich abschließen zu können. Mehr konnte Elijah auch nicht sagen.

„Miteinander verbunden ja“, sagte er dann schließlich und sah sie an, in seinen Augen spiegelte sich wieder mehr, als er jemals in Worte fassen könnte. Traurigkeit, Überforderung, Verlustangst… all diese Gefühle blitzten durch seinen Blick, ehe er kurz die Augen schloss und seufzte, „Egal was auch passiert, vergessen werde ich dich verdammt nochmal niemals, glaub mir das Lya.“
Er öffnete seine Augen wieder und löste seine Stirn von ihrer, dann streckte er sich und griff an ihre Hüften, zog sie wortlos auf seinen Schoß. Seine Hände noch immer an ihren Hüften sah er sie an und lächelte dann sanft.
„Einen Menschen wie dich habe ich noch nie getroffen. Das wir uns aber auch erst in der verdammten Apokalypse treffen müssen und nicht davor“, sagte er dann und schüttelte sanft den Kopf, „Dann hätte ich dich ganz klischeehaft zum Essen ausgeführt. Zum Italiener vielleicht? Oder doch zum Franzosen? Auf ein Glas teuren Rotwein, wo der Preis für die Flasche mehr als 50$ beträgt. Dazu ein gutes Essen und alles wäre andersgekommen.“
Er sah es fast bildlich vor sich, wie sie an diesem Tisch saßen, eine warme Sommernacht.
„Und ich hätte dir stundenlang dabei zugehört, wie du über die Psychologie der Menschen sprichst, stundenlang dieses hübsche Gesicht betrachtet. Nur eine Sache wäre sowohl in dieser Phantasie als auch jetzt die selbe: ich hätte all diese Stunden das extreme Verlangen diese wundervollen, weichen Lippen zu küssen“, fuhr er fort und seine Augen glitzerten, so schnell wechselte bei ihm die Stimmung, „Und selbst wenn ich es vielleicht nicht bei unserem ersten Treffen getan hätte, dann definitiv bei unserem zweiten, denn es würde definitiv ein zweites geben. Und da würde mich dann nichts davon abhalten, sie zu küssen.“
Er fuhr sich mit der Zunge über die Unterlippe, biss sich dann sanft darauf. Verdammt, er wollte sie so sehr küssen gerade, er konnte kaum an sich halten. Aber er würde es nicht tun, zumindest nicht jetzt. Noch war er sich nicht sicher, ob er es nicht doch lieber lassen sollte. War es eine gute Idee jetzt ihren letzten Abend damit zu verbringen, weitere Erinnerungen zu schaffen, die ihnen beiden nur all die Zeit wehtun würden.
„Und dann beim dritten Treffen würde ich dich nach dem Essen mit in meine Wohnung nehmen, dort eine weitere Flasche Wein dir anbieten und wir würden sie zusammen trinken. Und wir würden uns wieder unterhalten, bis ich es wieder nicht aushalten könnte diese Lippen zu küssen und noch viel mehr von dir berühren zu wollen“, lächelte er und sein Griff an ihren Hüften wurde etwas fester, „Ich würde genauso wie jetzt mit dir auf meiner Couch sitzen, mich fragen wie es nur möglich ist, dann so eine verdammt sexy Frau auf meinem Schoß sitzt. Dann würde ich mit meinen Händen sanft über deine Taille wandern, unter dein Shirt schlüpfen.“
Seine Hände taten genau das, was seine Worte gerade beschrieben hatten. Sanft fuhren sie an ihrer Taille entlang, dann unter ihre Jacke und unter das Shirt. Seine Hände waren warm, ihre Haut kühl, obwohl es in dem kleinen Raum mittlerweile deutlich wärmer war. Oder ging das nur Elijah so.
„Und genau wie jetzt würde ich die sanfte Gänsehaut spüren, die deinen Körper überzieht“, sagte er leise und schluckte, das Verlangen diese Phantasie wahr werden zu lassen war so groß, „Und ich würde deine Lippen küssen, dann deinen Hals, ganz sanft nur, sodass du es kaum spüren würdest, dich näher an mich heranziehen…“
Auch jetzt zog er sie noch ein wenig näher an sich heran, sodass sich ihre Lippen fast berühren, er ihren Atem auf seinem Gesicht spüren konnte, „Und dir würde es gefallen, oder nicht?“
Jetzt setzte sich ein leichten, anzüglichen Grinsen auf sein Gesicht.

@Lyanna Lockhart





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#11

RE: Gleise

in Umgebung 24.01.2020 17:45
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Er wiederholte ihre letzten Worte, schien es ebenso als eine Hoffnung oder einen schwachen Trost zu sehen, daran zu glauben war schwer. Das wusste auch Lyanna, auch wenn sie versuchte daran zu glauben. Und wenn sie könnte würde sie ihm irgendeinen Anhaltspunkt nennen, wohin sie gehen würde, selbst wenn dieser nur ganz klein war. Doch die Dunkelhaarige wusste es nicht, auch wollte sie dem Dunkelhäutigen keine falsche Hoffnungen machen, ihm einen Ort zu nennen, wo sie am Schluss nicht war oder nicht mehr war. Das war nach all dem was sie erlebt hatten und wie Lyanna ihm gegenüber fühlte nicht fair. Sie wusste, wo sie ihn immer finden könnte, das er sicher war. Elijah konnte das wohl über Lyanna nicht behaupten, sie hatte keinen Ort mehr den sie zu Hause nennen konnte. Wer wusste es auch schon wo es die Dunkelhaarige hin führte, vielleicht hielt sie sich stets in der Nähe auf, vielleicht würde sie es in den Süden treiben oder doch hoch in den Norden nach Kanada. Obwohl dies eher wenig wahrscheinlich war. Lyanna mochte die Kälte schon hier nicht, da würde sie wohl kaum freiwillig in das noch kältere Kanada spazieren. Vielleicht würde sie auch einfach einen Tag nach dem sie sich von Elijah getrennt hatte von einem dahergelaufenen Überlebenden erschossen werden, aus welchem Grund auch immer. Ein unschöner Gedanke, an den Lyanna natürlich nicht denken wollte und auch nicht laut aussprach. Sie hatte innerhalb kürzester Zeit, aus freien Stücken und eigener Schuld, alles verloren was sie als Familie hielt, was sie als ihr Leben hielt. Das musste sie erst mal verarbeiten, da konnte sie nicht einfach das Risiko eingehen, diese Fehler gleich wieder zu wiederholen. Für andere war es vielleicht unverständlich, wie jemand generell so handeln konnte, wie jemand generell in solch eine Lage geraten konnte. Doch Lyanna hat nie für andere Menschen gelebt, das ist ihr schon früh bewusst geworden. Doch Elijah schien sie irgendwie zu verstehen, auch wenn es nur ein kleines bisschen war und vor allem die Sache mehr oder weniger zu akzeptieren. Er ließ sie gehen, er hielt sie nicht fest obwohl sie wusste er würde es tun. Etwas was ihr bewies das er sie mehr verstand und kannte als es irgendein ein Mensch vielleicht je getan hatte und je tun würde. Seine Stirn, er allgemein fühlte sich so angenehm warm auf ihrer an, das Lyanna für einen Moment die Augen schließen musste. Seine Aussage lockten ein seltenes Lachen aus ihr heraus ehe sie nur zu ihm aufblickte. „Gut. Ich will ...werde dich auch nicht vergessen.“ entgegnete die Dunkelhaarige nur und lächelte ihn an. Für einen Moment schien sich die Dunkelhaarige in seinen dunklen Augen, die für Lyanna manchmal so tiefgründig schienen, zu verlieren ehe sie seine Hand an ihrer Hüfte spürte und bevor sie eine Reaktion von sich geben konnte auf seinen Schoß gezogen wurde. Es war nicht so gewesen, das sie sich dagegen gewehrt hätte. Doch nun war sie ihm wieder nah. Näher als sonst, spürte seine Hand an ihrer Hüfte, seine Wärme die von ihm ausging. Schon fast automatisch ruhten ihre Hände auf seinen Schultern. Seine Worte ließen sie schon fast verlegen kichern. Manchmal war es doch recht merkwürdig darüber nachzudenken wie manche Personen das eigene Leben vor der Apokalypse beeinflusst hätten. Natürlich huschte auch dieser Gedanke bei Elijah in ihren Kopf. Ob es auch so gekommen wäre wie es jetzt schien, ob sie sich genau so verstanden hätten wie sie es jetzt taten, ob sie genau so fühlten wie jetzt? „Die Apokalypse hat nicht nur schlechte Dinge mit sich gebracht ...“ hauchte die Dunkelhaarige und ließ ihren Daumen wieder über seine Wange streichen. Das hatte sie in der Tat nicht, natürlich wünschte sich auch Lyanna das alles wieder normal war, das alles wieder wie früher war. Es sind schreckliche Dinge passiert und es werden wohl auch noch schreckliche Dinge weiterhin passieren. Sie konnte nicht sagen ob sie ihm davor je begegnet wäre, ob ihre Wege sie zusammengeführt hätten aber die Apokalypse hatte das und für einen ganz kleinen Moment, war die Dunkelhaarige dankbar das die Welt kaputt war. Doch konnte Lyanna nicht anders als über Elijah's Fantasie zu schmunzeln. Ja sie hätte das womöglich auch schön gefunden. „Stundenlange Psychologiegespräche können deutlich ermüdender sein als du dir vorstellst.“ lächelte die Dunkelhaarige nur. Ihre Lippen pressten sich schon fast automatisch etwas fester aufeinander während er sein deutliches Verlangen, sie zu küssen, deutlich heraushörte und schon gar automatisch wuchs dieses Verlangen auch in der Dunkelhaarigen an. Und mit jedem ausgesprochenen Satz wurde dieses Verlangen größer. Sie spürte wie ihr Atem schwerer wurde, ihre Kehle sich heiser und trocken anfühlte, als würde sie kein Wort mehr herausbekommen. Die Kälte schien wie aus ihrem Körper verschwunden, sie spürte wie die Wärme nur so in ihr aufstieg, spürte wie sein Griff um ihre Hüfte ein wenig fester wurde. Seine Hände fuhren bei seinen Worten über ihre Taille, schoben sich unter den Stoff ihre Jacke und ihres Oberteils, spürte seine sanften, warmen Finger auf ihrer Haut, welche automatisch einen Schauer und eine Gänsehaut über ihren Körper bescheren. Ein Keuchen drang aus ihrer trockenen Kehle als er sie noch näher an sich zog und sie ihm so nahe war, das sie nur wenige Zentimeter voneinander trennten und sie seinen warmen Atem spüren konnte. Ihr Atem wurde deutlich schwerer, ihre Finger vergruben sich schon leicht krallend in seinen Schultern und diesmal war er es, der die Dunkelhaarige mit seinem Blick gefangen hielt. Seine Frage ließ die Dunkelhaarige heiser seufzen. Sie wollte ihn. Und er wollte sie. So wie es die ganze Zeit schon so war und so wie es wohl auch immer sein wird. „Auf eine Aktion … folgt immer eine Reaktion, das ist dir doch durchaus bewusst.“ hauchte ihm die Dunkelhaarige schon fast zu und ehe sie die Worte ausgesprochen hatte schubste ihn die Dunkelhaarige schon fast unsanft zurück, das er auf seinem Rücken aufkam. Die Dunkelhaarige kam ihm direkt nach, beugte sich über ihn, presste ihre Lippen schon fast gierig auf seine. Ihre Hände fuhren unter sein Oberteil, krallten sich in seine Haut, als hätte sie Angst man könnte ihn ihr wegnehmen. Sie wollte seine Nähe spüren, noch stärker als zu vor. Ihr Kuss intensivierte sich schnell, er war ihr Gift gewesen, mit dem sie sich nur mehr als freudig umgab. Auch wenn sie es nicht wollte, unterbrach sie diesen Kuss nur schwer keuchend um sich ihrer Jacke und dem Shirt hektisch zu entledigen bevor sie ihn sofort wieder in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelte.

@Elijah Magoro



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#12

RE: Gleise

in Umgebung 25.01.2020 10:09
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

Lyanna reagierte genauso, wie er es gehofft hatte. Er wäre schwer beeindruckt von ihrer Selbstbeherrschung gewesen, wenn sie ihm hätte wiederstehen können. Elijah musste ehrlich sagen, wenn diese Situation andersherum gewesen wäre, oh er hätte sie nicht mal ihren ersten Absatz sprechen lassen, bevor er sie geküsst hätte. Verdammt, diese Lippen zogen ihn an wie ein Magnet ein Stück Metall. Ihr Atem, der immer schwerer in ihrer Kehle zu hören war, ihr Körper der auf jede Bewegung mit seiner wie ein passendes Puzzleteil reagierte. Verdammt, sie passten eigentlich so perfekt zueinander, warum musste dies ihre letzte Nacht sein? Für immer? Dieses Keuchen, dass ihre Kehle verließ, als er sie näher an sich heranzog, der Atem der warm über seine Lippen strich, ließen ihn fast verrückt werden. Das, was gerade gefühlstechnisch in ihm vorging, war mit nichts anderem zu vergleichen. Im positiven Sinne. Seine Hose zeigte definitiv auch schon an, dass ihn diese Situation nicht kalt ließ, etwas, was sie sicherlich auch spürte, wie sie so auf seinem Schoß saß. Immerhin war er schon in der vergangenen Nacht für sie bereit gewesen, doch da mussten ja diese Fremden reinplatzen. Wenn sie jetzt jemand stören würde, wer auch immer es war, er würde diese Person oder diesen Beißer oder was auch immer es sein könnte, zerfleischen. Er wollte sie und sie wollte ihn, das war ihnen beiden bewusst.
Er lächelte noch immer sanft bei ihren Worten, ja sie hatte Recht. Actio und Reactio wie das newtonsche Gesetz es so schön bezeichnete, war für jeden physischen Körper auf der Erde so. Bei jeder Wechselwirkung zwischen zwei Körpern bei der jede Aktion gleichzeitig eine gleich große Reaktion erzeugt, die auf den Verursacher der Aktion zurückwirkt. Ein Gesetz, dass er auch in der Army immer beachten musste. Kein Schuss ohne Rückschlag der Waffe. Etwas, was man erst so richtig lernte, wenn man eine geprellte Schulter oder ein blaues Auge hatte, weil man sein Gewehr nicht richtig angelegt hatte. Aber eigentlich waren ihm diese physikalischen Gesetze grade vollkommen egal, denn als sie ihn nach hinten umschubste, ließ er das nur zu gerne mit sich machen. Es war fast unsanft, gierig, dass sah er ihrem Blick an, als sie ihm nachfolgte und sich über ihn beugte. Dieses Bild würde er wohl nie vergessen, sie, dieser lustvolle Blick gepaart mit den Emotionen, ihre offenen Haare und wie sie sich über ihn beugte, dieses Verlangen nach seinen Lippen, nach ihm. Wenn er könnte, würde er gerade jetzt die Zeit anhalten und sie zeichnen, versuchen genau diesen Blick einzufangen. Doch das war nicht möglich und als er dann endlich ihre Lippen auf seinen spürte, verwarf er diesen Gedanken sofort. Sie zu küssen war dann doch definitiv besser!
Ihre Hände wanderten unter sein Oberteil, er spürte ihre noch immer kühlen Hände auf seiner Haut, wie die Finger sich in seine Haut krallten, als würde sie sicherstellen wollen, dass er nicht einfach wieder so verschwand. Er keuchte auf, in den Kuss hinein, der immer intensiver wurde. Gerade als er ihren Mund mit seiner Zunge erobern wollte, löste sie aber den Kuss und er öffnete sehnsüchtig seine Augen. Was er dann sehen durfte, war noch besser. Hektisch zog sie sich Jacke und Shirt aus, was ihm wieder ein leises Stöhnen entrang, seine Hände wanderten von ihrer Hüfte über ihre jetzt nackte Haut ihren Rücken hinauf und pressten sie gegen ihn. Er wollte sie spüren, alles von ihr, ihren ganzen Körper, wollte sie nie wieder loslassen. Ihr Atem war aufgeregt, lustvoll, ebenso wie sein Herz raste, gerne erwiderte er ihren Kuss, dann zog er seinen Kopf zurück und sah Lyanna an.
„Ruhig...“, sagte er dann leise und lächelte sanft, stemmte sich dann mit den Beinen in den Boden und drehte sich mit ihr um, sodass er nun über ihr war. Noch immer sah er sie an, dann küsste er sie sanft, musste seine Begierde auch zurückhalten, „Sonst ist es so schnell vorbei… lass es uns genießen.“
Er hob den Kopf, dann richtete er sich auf und zog sich Pullover und Shirt über den Kopf. Er blickte auf sie hinunter, ließ so gierig wie sie ihren Blick über seinen Oberkörper gleiten ließ, seinen Blick über ihren gleiten. Er legte eine Hand auf seine Brust, „Und schon habe ich fast einen Herzinfarkt, wenn ich dich hier so sehe. Verdammt, ich glaube mein Puls ist grade über 200.“
Dann nahm er die Hand herunter und öffnete seine Hose, zog sie aber noch nicht aus. Noch nicht, er wollte sich etwas Zeit nehmen. Das hier sollte keine schnelle Nummer werden, wenn dies ihr zweites und letztes Mal sein würde. Es war sowieso schon ganz anders, als ihr erstes Mal. Da waren sie betrunken gewesen und Fremde füreinander, jetzt waren sie nüchtern und definitiv keine Fremden mehr füreinander.
Er beugte sich wieder zu ihr hinab, küsste sie und wanderte dann mit seinen Küssen hinab über ihren Hals, die Brust und den Bauch, bis an den Rand der Hose. Doch diesmal wanderte er nicht wieder hinauf, sondern blieb dort unten. Er schmiegte seine Wange an ihren Bauch, küsste diesen dann wieder, blickte zu ihr nach oben. Seine Augen glühten wie dunkles Feuer, dann griff er mit den Händen an ihren Knopf, öffnete die Hose und schlüpfte mit den Händen in ihren Hosenbund. Er hob ihr Becken etwas an, dann zog er ihr die Hose hinab, bis er auf das nächste Hindernis stieß.
„Die müssen wohl noch gehen“, sagte er dann leise und öffnete ihre Schuhe, warf sie achtlos neben sich, dann zog er ihr die Hose runter. Er nahm ihr Bein, ließ den Blick daran entlanggleiten, dann küsste er erst ihren Unterschenkel, wanderte mit den Küssen hinauf, über ihr Knie, die Innenseite ihres Oberschenkels, bis er wieder oben angekommen war. Er sah sie wieder an, dann ließ er seine Hände über die Außenseiten ihrer Oberschenkel gleiten, unter den Bund ihres Höschens schlüpfen.
„Du hast so verdammt weiche Haut…“, murmelte er und küsste wieder ihren Bauch, „Die könnte ich den ganzen Tag streicheln.“
Er wusste, dass sie wollte, dass er weitermachte, mit dem was er begonnen hatte. Er wusste aber auch, dass sie ihn anfassen wollte. Also seufzte er leise und wanderte mit seinen Küssen wieder hinauf zu ihr und legte seine Lippen auf ihre, verwickelte sie in den nächsten intensiven Kuss. Sanft, ganz sanft nur ließ er eine Hand im Bund ihres Höschens mehr Richtung Mitte wandern und begann sie leicht zu massieren, während er sie in seinem Kuss gefangen hielt.

@Lyanna Lockhart





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#13

RE: Gleise

in Umgebung 25.01.2020 18:05
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Wie hätte Lyanna anders reagieren sollen bei seinen Worten die er ihr zu hauchte, bei seinen Berührungen, die ihr nichts anderes als einen wohligen Schauer über den Körper bescherten. Schon allein das er sie zu sich auf den Schoß zog, ihm wieder so nahe zu sein vernebelte schon fast ihren Verstand. Und mit jedem seiner Worte wuchs das Verlangen nach seiner Nähe mehr und mehr, das sie schon fast selbst von sich überrascht war das sie ihm so lange zu hören konnte ohne das ihr Gehirn ganz abschaltete und ihr Körper die Kontrolle übernahm. Der Gedanke daran, das sie sich schon morgen trennen würden, machte das ganze nicht besser nur das Verlangen nach Nähe ein aller letztes mal deutlich stärker. Was sollten sie sonst tun? Reden? Reden darüber wie sehr es ihnen weh tun wird, wie sehr sie sich vermissen würden oder einen ähnlichen, unsinnigen Kram? Nein, das wollte Lyanna ganz bestimmt nicht. Sie wollte nicht das ihre letzte gemeinsame Erinnerung war, wie sie zusammen in gegenseitigem Leid ertranken. Die Dunkelhaarige presste nur ihren Körper gegen seinen, während sie seine Hände bereits auf ihrem nackten Rücken spürte. Sie war ihm so nahe wie es nur ging und doch war es ihr noch nicht nah genug das es ihr Verlangen nach ihm stillte. Der intensive Kuss machte das ganze umso schlimmer. Würde es nach der Dunkelhaarigen gehen hätte sie ihm gleich die Hose runter gezogen und hätte schon deutlich das Verlangen gehabt ihn in ihr zu spüren. Nicht weil sie es schnell hinter sich bringen wollte, sondern weil sie es selbst kaum abwarten konnte. Und hätte Elijah sie gezügelt wäre es wohl dazu gekommen. Sie spürte bereits wie ihre Hände automatisch an seinem Körper herunter fuhren bis zu seinem Hosenbund als Elijah den Kopf zurückzog und den Kuss und so mit Lyanna's plötzliche Extase unterbrachen. Die Dunkelhaarige atmete nur schwer aus. Es war schwer sich zu beruhigen, bei seinem Anblick und was er in ihr auslöste. Sie spürte wie schnell ihr Herz nur so klopfte, wie Hitze durch ihren Körper strömte, dass das Gefühl der Kälte endgültig verschwand. Und ehe sie sich versah lag sie auch schon wieder unter ihm während er sanft auf sie herabblickte. Lyanna erwiderte diesen Blick bevor sie seine sanften Lippen auf ihren spürt, kein Vergleich zu dem Kuss davor. Die Dunkelhaarige schloss nur kurz die Augen, er hatte Recht, so war es besser, auch sie wollte es genießen so lange sie es noch konnte. Elijah tat es ihr gleich und entledigte sich bereits aus seinem Pullover und seinem Shirt, was Lyanna schon gleich wieder ein Keuchen bei dem Anblick entlockte. Ein Anblick, den sie wohl ebenso deutlich vermissen würde. Wie konnte sie auch nicht? Seine Worte brachten ihr ein Lächeln ins Gesicht. „Keine Sorge, ich bin gar nicht so schlecht in CPR ...“ hauchte die Dunkelhaarige nur amüsiert. Als er sich wieder zu ihr hinabbeugte, vergrub die Dunkelhaarige sanft ihre Hand in seinem Nacken, zog ihn förmlich zu sich und kam ihm mit ihrem Kopf entgegen um seine Lippen, seine Nähe zu spüren. Wenn es nach ihr ginge, fiel es ihr schon fast schwer von seinen Lippen abzulassen, sie hätte ihn stundenlang einfach so weiter küssen können. Schon fast sehnsüchtig blickte sie zu ihm auf als er von ihr abließ und sie spürte wie er ihren Hals küsste und es einen deutlichen positiven Schauer über ihren Körper bescherte, so das sie einmal laut auf keuchte Je tiefer er sie küsste umso lauter wurde ihr Keuchen während die Dunkelhaarige ihren Kopf in ihren Nacken legte und die Augen schloss. Als er stoppte blickte sie nur schwer keuchend zu ihm herab ehe sie spürte wie er sich an ihrer Hose zu schaffen machte, wie sie lockerer wurde. Die Dunkelhaarige hob sanft ihr Becken an, half ihm natürlich, schließlich wollte die Dunkelhaarige nichts sehnlicher als aus ihrer Kleidung heraus. Und Elijah erfüllte ihr diesen Wunsch. Nach dem er sie auch noch von ihren Schuhen befreit hatte, konnte die Dunkelhaarige auch ihre Hose los werden, während sie bereits seinen warmen Atem und seine Lippen an ihrem Bein spüren konnte, wie er sich langsam wieder daran hoch küsste, was Lyanna sogar nun ein leichtes Stöhnen entlockte. Mittlerweile löste es bereits ein deutlich angenehmeres Kribbeln, ein sanftes Kitzeln in ihr aus. Seine Worte machten dies nicht besser. So sehr sie auch wollte das er dort weitermachte, wollte sie nichts anderes als ihn wieder zu küssen. Und als hätte er ihre Gedanken lesen können spürte sie wie er sich wieder zu ihr hoch bahnte um sie wieder intensiv zu küssen. Er hatte sie so sehr mit seinem Kuss in seinen Bann gezogen, das sie für einen Moment nur zweitrangig spürte wie seine Hand sich immer tiefer bahnte, unter dem Stoff ihres Höschens verschwand und sie sanft massierte. Lyanna stöhnte nur gedämpft in den Kuss hinein, spannte ihren Körper einen Moment lang an und konnte gar nicht in Worte beschreiben, wie gut sich diese Berührung anfühlte. Es war schon deutlich länger her, das sie jemand so berührte, natürlich fühlte es sich deutlich intensiver. Es war nicht so das Lyanna überhaupt einen Fremden wirklich so nahe an sich herangelassen hätte. Elijah war längst kein Fremder mehr, auch wenn sie es überraschte das sie diese Grenze bereits überschritten hatte als sie sich im Landhaus befanden. Sicher hatte dort auch Alkohol seine Finger im Spiel gehabt aber selbst hatte sie nie das Verlangen im betrunkenen Zustand gehabt jemanden so nah an sich zu lassen. Doch diese Situation war eine vollkommen andere als die erste. Lyanna war bei vollstem Verstand, nun mehr oder weniger und je inniger sie ihn küsste umso mehr konnte sie schon fast das spüren was er in dem Moment fühlte. Lyanna keuchte weiter gedämpft in den Kuss hinein und erst als sie das Gefühl hatte zu ersticken löste sie sich, legte ihre Hand an seine Wange und strich mit ihren Daumen über die stoppelige Haut. Lyanna mochte dieses Gefühl wie es leicht an ihre Haut kratzte. „Das ist nicht fair.“ hauchte die Dunkelhaarige nur schwer. „Du weißt ich will dich so sehr und du hältst mich hin.“ hauchte die Dunkelhaarige, keuchend durch seine Berührung zwischen ihren Beinen, mit einem Lächeln auf ihrer Lippen, während sie bei ihren Worten schon fast sanft ihre Hand an seinem Oberkörper entlang wandern ließ. Da seine Hose bereits offen war hatte die Dunkelhaarige wenig Schwierigkeiten hineinzugelangen. Sie konnte seine Härte deutlich an ihrer Hand spüren ehe das sanfte Lächeln auf ihren Lippen nicht verschwand. „Und du scheinst ebenso nicht abgeneigt zu sein.“ hauchte die Dunkelhaarige sanft gegen seine Lippen, strich mit ihrem Daumen über seine Lippen ehe ihn nur sanft anblickte. Worte, die durch ein gewisses Gefühl ausgelöst wurden lagen ihr auf die Zunge. Worte die sie aussprechen wollte, aber nicht konnte …

@Elijah Magoro



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#14

RE: Gleise

in Umgebung 27.01.2020 16:07
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

Das Stöhnen, dass sie in den intensiven Kuss hineinhauchte, ließ ihn fast verrückt werden. Gab es etwas, noch mehr sexy war? Einer Frau ein solches Geräusch zu entlocken? Für ihn vermutlich nicht, also ließ er sich nicht beirren und machte weiter, sanft nur, spürte ihre kurze Anspannung. Ein positives Zeichen, definitiv. Etwas, was ihn nur noch mehr in seiner Tat dort unten zwischen ihren Beinen bekräftigte. Er spürte sie, es war nicht zu übersehen, dass sie ihn auch spüren wollte. Und zwar in ihr. Doch er ließ sich Zeit, wollte, dass sie auch daran Spaß hatte und diese Nacht nicht mehr vergessen würde. Wenn er Lyanna schon nie wiedersehen würde, dann wollte er, dass sie wenigstens beide eine gute Erinnerung an diese Nacht hatten.
Er hatte die Augen geschlossen, konzentrierte sich nur auf den Kuss und seine Hand zwischen ihren Beinen, da merkte er, wie sie den Kuss löste. Elijah öffnete die Augen und sah das Lächeln auf ihren Lippen und spürte ihre Hand über seine Wange streicheln. Er bemerkte, dass er sich definitiv bald wieder rasieren musste, besonders seinen Kopf. Vielleicht würde er den Bart mal behalten, diese Überlegung würde er aber definitiv später erst weiterführen. Jetzt gerade sollten seine Gedanken woanders sein, er wollte sich schon runter beugen und sie wieder küssen, da begann sie zu sprechen. Nicht fair? Dass sie das ganze mehr keuchte, als sprach, ließ ihn sanft lächeln. Er wollte sie ja nicht hinhalten, sondern nur zuerst sich um die kümmern. Für ihn war es einfach, er wusste, dass er heute definitiv zum Abschluss kommen würde, sogar aufpassen musste, dass es nicht zu schnell passierte.
„Ich will dich nicht hinhalten“, murmelte er dann und spürte ihr Hand über seinen Oberkörper hinabwandern, „ich will nur das du…“
Sein Satz wurde durch ein Stöhnen unterbrochen, als ihre Hand in seine Hose schlüpfte. Er schloss die Augen, drückte sich unwillkürlich mit dem Becken etwas fester gegen ihre Hand, dann öffnete er die Augen wieder. Er schien nicht abgeneigt zu sein? Nicht abgeneigt? Wenn sie wüsste, dass er nur durch diese Berührung gerade schon fast gekommen wäre.
Seine Augen glühten, waren wie ein dunkler Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch war. Ihre andere Hand strich über seine Lippen, er öffnete den Mund und nahm ihren Daumen sanft zwischen die Zähne, knabberte sanft daran. Er überlegte, ob er mit seiner Hand weitermachen sollte, als sie dann aber ihre Hand in seiner Hose bewegte, verflog dieser Gedanke sofort. Okay, wenn sie ihn spüren wollte, dann sollte sie es haben. Er wollte es definitiv auch. Seine Hand, die zwischen ihren Beinen war, nahm nun ihre Hand aus seiner Hose, dann richtete er sich auf. Sein Blick lag dabei immer noch auf Lyanna, wie sie da nur in ihrer Unterwäsche vor ihm auf dem Boden lag. Was er nur dafür geben würde, dieses Bild jetzt zu zeichnen, er würde es definitiv in seinem Kopf behalten. Schnell schlüpfte er aus seiner Hose und auch aus seiner Unterhose, sein Schritt dankte es ihm, dass er nun endlich genug Freiheit hatte.
Elijah ging wieder auf die Knie, packte Lyannas Höschen und zog es ihr hinab, warf es zu ihrer Hose neben sie beide. Dann beugte er sich über sie, eine Hand in seinem Schritt, küsste ihren Hals, ehe er an ihrem Ohr angekommen war.
„Du willst mich?“, fragte er dann leise und lächelte, „Dann sollst du mich kriegen.“
Mit diesen Worten schob er sich langsam in sie, spürte wie bereit sie definitiv für ihn war. Aus seiner Kehle entrang sich ein Stöhnen und er schloss die Augen, ehe er dort angekommen war, wo er ankommen wollte. Er riss die Augen auf, sah Lyanna an, dann presste er seine Lippen wieder auf ihre, ehe er anfing sein Becken sanft, langsam zu bewegen, jeden Centimeter den er spüren konnte, ausnutzte. Dass es sich so anders anfühlen würde, wie im Landhaus, hatte er nicht gedacht. Letzten Endes war es die selbe Tätigkeit, derselbe Akt, aber es hätte nicht unterschiedlicher sein können. Ihre Lippen zu schmecken, während er sie so intensiv spürte, ihren Körper an seinem zu spüren, die Hände die sich bei jedem Stoß seines Beckens in ihn krallten. Ob er wohl jemals wieder jemanden wie sie treffen würde? So wirklich daran glauben konnte Elijah nicht, aber er wollte und konnte jetzt nicht wirklich darüber nachdenken. Dafür fühlte sich das, was sie beide hier gerade machten, viel zu gut an.

@Lyanna Lockhart





zuletzt bearbeitet 27.01.2020 17:09 | nach oben springen

#15

RE: Gleise

in Umgebung 28.01.2020 13:42
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Lyanna wurde bewusst das es wohl doch besser gewesen war, das sie gewartet hatten bis sie wirklich alleine waren. Es war nicht so das sie ihn vergangene Nacht nicht gewollt hätte, er hatte es ihr verdammt schwer gemacht ihm nicht zu widerstehen. Doch das war nicht ihr Bedenken gewesen, eher das sie wirklich nicht leise blieb. Und würde Elijah nicht mit seinen Lippen,seinen Kuss ihr Keuchen und ihr Stöhnen dämpfen, würde man es sicherlich durch das leichte Echo des verlassenen Bahnhofgebäudes hören. Es war schon fast übertrieben zu sagen das die Dunkelhaarige schon fast vergaß wie es sich anfühlte, wie es sich anfühlte es mit einem Menschen zu tun für den man richtige Zuneigung empfand. Lyanna konnte sich nicht erinnern wann sie sich das Letzte mal in der Apokalypse so unvorsichtig auf jemanden eingelassen hatte. Womöglich war es nie der Fall gewesen aber die Dunkelhaarige dachte die ganze Zeit über keinen einzigen Moment daran das da draußen die verdammte Welt untergegangen war, das die Untoten umherwanderten, das Menschen sich gegenseitig umbrachten. All der Verlust, der Schmerz, die Gedanken sie waren weg, verschwunden. Zum ersten Mal in ihrem Leben herrschte in ihrem Kopf einfach vollkommene Leere. Die Dunkelhaarige sah nur Elijah, spürte nur ihn, dachte nur an ihn. Es gab nur ihn. Selbst wenn sich ein Untote auf irgendeine Weise ihren Weg in dieses Gebäude bahnten oder gar irgendein Plünderer meinte es zu betreten, Lyanna würde es nicht mal mitbekommen oder gar einen Gedanken daran verschwenden. Wenn man es aber doch tat war es noch nicht mal schlimm so zu sterben. Es gab deutlich schlimmere und deutlich unangenehmere Wege. Bei dem flüchtigen Gedanken huschte der Dunkelhaarigen nur ein kurzes Lächeln über die Lippen als sie Elijah's Worte zu ihrer Aussage vernahm. Er will das sie …? Nun eine Antwort würde sie darauf nicht mehr bekommen als er auf ihre Berührung in seiner Hose aufmerksam wurde. Sie konnte spüren wie sein Becken sich schon leicht gegen ihre Hand drängte, was die Dunkelhaarige umso mehr bestärkte damit weiter zu machen. Ein weiteres Keuchen entfloh ihre Lippen, ein weiteres Kribbeln durchfuhr ihren Körper bei dem sanften Knabbern ihres Daumens, welches ihr unwillkürlich wieder ein Lächeln auf die Lippen zog. Die Dunkelhaarige schloss nur kurz ihre Augen musste sich ein weiteres lautes Keuchen unterdrücken bei seiner Berührung eher er langsam seine Hand zwischen ihren Beinen wegzog. Lyanna öffnete automatisch ihre Augen als er ihre Hand aus seiner Hose zog und sich aufrichtete. Er ließ sie nicht aus den Augen und auch Lyanna ließ ihn nicht aus den Augen, als er sich seiner Hose entledigte und sich dann wieder zu der Dunkelhaarigen kniete und ihr Höschen hinabzog. Lyanna legte nur ihren Kopf in ihren Nacken als sie seinen Atem, seine Lippen wieder an ihrem Hals spüren konnte. Seine Worte die er ihr ins Ohr raunte ließen die Dunkelhaarige einen kurzen Moment stocken ehe sie spürte wie er sich langsam in sie drängte. Die Dunkelhaarige kniff einen Moment ihre Augen zu und konnte ein Aufstöhnen nicht verhindern, ganz zu schweigen die kurze Anspannung, die durch ihren Körper fuhr als sie ihn nun komplett in sich spüren konnte. Ihr Herz schlug automatisch schneller und sie hatte deutlich das Gefühl das ihr Körper nur so vor Hitze glühte. Lya öffnete ihre Augen, sah für einen kurzen Moment direkt in seine ehe auch sie ihre Lippen sofort wieder auf seine pressen wollte und dabei ihre Arme um den Dunkelhäutigen schlang. Bei jedem Stoß spürte die Dunkelhaarige seine Haut unter ihren Fingernägeln, wie diese sich in ihn krallten. Bei jedem Stoß übertrumpfte immer wieder ein Stöhnen ihr Keuchen. Und es dauerte nicht lange bis auch die Dunkelhaarige ihr Becken, so weit es ihr in dieser Position möglich war, zu bewegen, ihre Stirn nur wieder an seine lehnte und ihn weiter mit ihrem Kuss in ihren Bann zog und seine Lippen schmeckte. Und wie intensiv sie ihn schmeckte, das sie erst recht nicht mehr aufhören wollte ihn zu küssen. Für Lyanna war es fast schon so als wäre die Zeit, die Umgebung stehen geblieben denn seine Nähe fühlte sich nun wie eine Ewigkeit an und sie wusste nicht ob sie es spürte oder es nur ein Instinkt war was die Dunkelhaarige zu ihrem nächsten Akt bewegte. Lyanna stöhnte nur in den Kuss hinein, ehe sie ihn löste und ihre Beine um ihn schlang und sich mit ihm drehte. Lyanna lächelte nur als sie auf ihn runter blickte und auf ihm saß ehe sie wieder ihr Becken bewegte, intensiver und nach einer Weile auch deutlich schneller. Lyanna spürte wie sie ihrer Extase deutlich näher und näher kam. Und als es dazu kam spannte sich ihr Körper gegen ihren Willen an, ließ ein letztes keuchendes Stöhnen ihrer Kehle entrinnen während ein deutlich warmes Gefühl sich durch ihren Körper, zwischen ihre Beine bahnte. Keuchend ließ sich die Dunkelhaarige nur auf den Dunkelhäutigen fallen, ließ ihre Hand auf seinem Oberkörper ruhen, während sie ihren Atem hektisch gegen seinen Hals hauchte. Für einen kurzen Moment verweilte sie in dieser Position und wenn es nach ihr ginge könnte sie ewig mit ihm so daliegen. So unbeschwert und … glücklich. Erst als die Dunkelhaarige langsam spürte wie ihr Herz sich beruhigte, wie ihre Sinne langsam wieder zurückkamen rollte sie sich langsam von ihm runter, blieb neben ihm liegen. Für einen Moment schien alles ruhig, fast schon friedlich als Lyanna nur das leise Knistern des Feuers wahrnahm, der Wind der ab und an gegen das alte Gebäude fegte. Lyanna strich sich nur die Haare aus ihrem Gesicht während sie leicht keuchend zur Decke des alten Gebäudes blickte. „Nun … „ keuchte die Dunkelhaarige. „Du weißt definitiv wie man einen Eindruck hinterlässt … flüchtig … aber durchaus … effektiv.“ keuchte die Dunkelhaarige weiter ehe sie sich auf die Seite drehte, damit sie ihn ansehen konnte und anlächelte. Was definitiv nicht verschwand als sie sein Gesicht betrachtete und wieder nicht anders konnte als über seine Wange zu streicheln, als könnte sie einfach nicht ihre Finger von ihm lassen aber wer konnte es der Dunkelhaarigen schon verübeln. Lyanna blickte nur den Dunkelhäutigen an während ihr schon die ersten Gedanken durch den Kopf huschten. „Ich komme zurück.“ hauchte die Dunkelhaarige plötzlich. „Wenn ich alles geregelt habe … komme ich zurück.“ wiederholte sie es.

@Elijah Magoro



zuletzt bearbeitet 28.01.2020 14:25 | nach oben springen

#16

RE: Gleise

in Umgebung 04.02.2020 17:53
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

Hatte sich Sex für ihn wohl schon jemals so gut angefühlt? Er konnte es nicht sagen. Woran es lag? Dass er Lyanna mochte? Dass dies vielleicht ihr letztes Mal sein würde? Dass sie ihn gestern schon hingehalten hatte und er sich jetzt endlich das nehmen durfte, was er wollte? Er könnte wohl noch einige Erklärungsmöglichkeiten finden, letzten Endes war es auch egal. Ob es nun eine, oder mehrere waren, interessierte Elijah in diesem Moment wenig. Was zählte war sie, ihr Duft, ihr Stöhnen das mit jedem Stoß seines Beckens in den Kuss hineinkam und ihn nur noch mehr anspornte. Ihre Fingernägel, die sich in seinem Rücken in seine Haut krallten, das alles zusammen machten diesen Moment gerade perfekt für den Dunkelhäutigen. Er würde die Zeit wohl gerne anhalten, beziehungsweise diesen Moment für die Unendlichkeit genießen. Er spürte wie sie die Beine um ihn schlang, ihn näher an sie zog und wusste, was sie vorhatte, in dem Moment als er auch schon unter ihr lag. Definitiv kein Problem, so konnte er sie noch besser ansehen. Ihren wunderschön geformten Körper, jeden Centimeter Haut, den er am liebsten mit Küssen bedecken wollte. Der Blick, den sie ihm schenkte, sprach alles aus, was er von ihr wissen wollte. Sein Blick sagte nämlich das selbe, auch wenn sie beide einfach die Worte nicht aussprechen konnten. Je schneller sie ihr Becken bewegte, desto mehr kam auch Elijah seinem Höhepunkt nahe. Als sie sich dann auf ihm anspannte, er die Ekstase durch ihren ganzen Körper fahren sah, das Stöhnen tief aus ihrer Kehle, ließ auch er los. Seine Hände auf ihren Hüften presste er sie fest auf sich, legte den Kopf in den Nacken und genoss diesen Moment. Sie ließ sich auf seinen Oberkörper fallen, er fuhr mit den Händen ihren Rücken hinauf und spürte ihren hektischen Atem, gepaart mit seinem. Er hatte die Augen geschlossen, sagte kein Wort, nahm einfach nur alle Empfindungen in sich auf. Ihre beiden Herzschläge, der gegen die Brust des anderen hämmerte, dieses Gefühl der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit, das guter Sex eben mit sich brachte. Es war, als wären sie in einer Blase, die Welt um sie herum nicht existent, nur sie beide hier, in diesem kleinen Raum.
Nach einer kleinen Weile begann sie sich zu bewegen und rutschte von ihm herunter, blieb neben ihm liegen. Elijah hatte noch immer die Augen geschlossen, musste erstmal noch etwas runterkommen. Dass es sich so anfühlen würde, hatte er nicht glauben können. Er hörte nichts außer noch immer ihr beider Atem, das leise Knistern des Feuers, es war so friedlich und schön ruhig, ein Zustand, den Elijah sehr schätzte. Als sie dann sprach, umspielte ein Lächeln seine Lippen, na dann hatte er ja alles richtiggemacht. Wenn er einen guten Eindruck hinterlassen hatte, war sein Plan ja aufgegangen. Sie sollte ihn bloß nicht vergessen, zumindest nicht so schnell. Er würde sie nicht vergessen, immerhin war sie mit zwei Bildern in seinem Buch verewigt. Menschen, die sich darin befanden, würde er nie wieder vergessen.
Elijah hörte, wie sie sich bewegte, ließ die Augen aber weiterhin geschlossen, dann spürte er ihre Finger an seiner Wange, wie sie über die dunklen Bartstoppeln strichen. Das leise, kratzende Geräusch, dann ihre nächsten Worte. Sie wollte zurückkommen?

„Hmmmm“, brummte Elijah erstmal und atmete tief ein, genoss den Moment noch kurz, bevor er sich wirklich mit ihren Worten beschäftigte.
„Mach keine Aussagen, bei denen du dir nicht sicher bist, ob du sie auch halten kannst“, sagte er dann und öffnete die Augen, sah sie direkt an, „In dieser Welt weiß man nie, was einen am nächsten Tag erwartet. Selbst wenn du zurückkommen willst, wir wissen beide, dass es so schnell vorbei sein kann. Ich freue mich natürlich, dass du zurückkommen willst, aber mache keine Versprechungen, die du nicht zu 100% halten kannst.“
Sein Blick war ehrlich, natürlich auch ein wenig traurig. Er hasste es, darüber nachzudenken, dass sie sich schon am nächsten Tag trennen würden. Vielleicht für immer, vielleicht nicht. Wissen konnte es niemand so wirklich.
Er atmete nochmal tief ein, dann drehte er sich ebenfalls auf die Seite, sodass er sie ansehen konnte. Er steckte sich den Arm unter den Kopf, ließ seinen Blick über ihr Gesicht wandern, dann streckte er eine Hand aus und fuhr auch ihr mit einer Hand über die Wange, das Kinn und die Lippen.
„Fakt ist, dass ich dich niemals vergessen werde, komme was wolle“, flüsterte er dann, „Dich, deine Art, deinen Charakter, deinen Körper, der sich so gut an meinem anfühlt. Und verdammt…“
Er atmete erneut tief ein, „Deinen Geruch… mich würde ja mal interessieren, wie du frisch geduscht riechst..“
Ein Grinsen öffnete sich auf seinem Gesicht und in seine Augen trat Belustigung. Dass sie beide eigentlich nicht gut riechen konnten, nach einer Blutdusche, Schweiß, Flusswasser und Regen, war klar. Aber vermutlich rochen sie beide so streng, dass sie es beim anderen gar nicht mehr wahrnahmen. Er wollte jetzt eigentlich keine ernsten Gespräche führen, er wollte diesen Moment genießen, jede Minute, die sie noch an seiner Seite war genießen. Auch wenn sein Vater immer zitierte: “Der Herr ist denen nahe, die zerbrochenen Herzens sind und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ – Psalm 34,19“.
Natürlich, der Herr war immer an ihrer Seite, aber in diesem Satz konnte Elijah nur ein Stückweit Trost finden. Auch wenn Gott an seiner Seite war, so wollte er doch lieber Lyanna bei ihm haben.
Dennoch, es half ihm in solchen Momenten, an die Worte seines Vaters zu denken. Dieser hatte immer einen Vers gehabt, der einem doch etwas geholfen hatte. Wer wusste schon, was Elijah mal gemacht hätte, wenn er aus der Army ausgetreten wäre. Die Vorstellung, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und Prediger zu werden, kam ihm garnicht so verkehrt vor. Nur, dass es heutzutage noch weniger Gläubige gab, als damals. Doch man musste ja kein 100% Gläubiger sein und sich an veraltete Regeln aus einem Buch halten. Das, was Elijah an der Religion faszinierte und anzog, war die Tatsache, dass man dort immer Trost und Beistand finden konnte. Wenn er etwas auf dem Herzen hatte, hatte er immer mit seinem Vater reden können. Und das nicht nur als Vater-Sohn-Gespräch, sondern auch von Gläubigem zu Prediger. Er vermisste seinen Vater schon, wenn dieser noch wäre, würde er sofort mit ihm über Lyanna sprechen. Er wüsste, was zu tun war, und wenn nicht, hätte er definitiv einen guten Rat für Elijah parat.

@Lyanna Lockhart





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#17

RE: Gleise

in Umgebung 05.02.2020 10:48
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Als Lyanna ihm über die Wange strich konnte sie sich ein knappes Lächeln nicht verkneifen. Schon fast friedvoll lag er einfach nur da, das die Dunkelhaarige sogar einen Moment dachte das er sogar eingeschlafen war, was sie eher belustigen würde als stören würde. Und wenn es so wäre, würde sie wach bleiben und aufpassen, so wie sie es immer tat, auch wenn es für den Außenstehend wohl ulkig wirken musste wenn so eine kleine, schmale Person versuchen würde jemanden wie Elijah zu beschützen, der noch nicht mal augenscheinlich auf Schutz angewiesen war, eher war es da umgekehrt. Aber Lyanna hatte durchaus ihre Methoden, nun das musste sie ja auch. Sie hat nicht umsonst zehn Jahre lang halbwegs überlebt in dem sie die Beine hochgelegt und abwartend Tee getrunken hat. Es war schon fast unfair gewesen. Lyanna hatte durchaus mehr Glück als Verstand und so oft wie sie dem Tod knapp entrinnen konnte, gab ihr das Leben immer wieder neue Chancen. Die Dunkelhaarige hinterfragte dies gar nicht mehr, denn sie fand keine Antwort darauf, nur dunkle Gedanken. Sie wusste das dies irgendwann nachlassen musste, nur wann und wie war wohl die Frage. Vielleicht hat irgendwas, irgendwer ob es nun göttliche Fügung war oder nicht einen anderen 'Ausweg' für sie geplant. Auch kein tröstlicher Gedanke in Lyanna's Augen. Ja es war nicht fair, das war es nie gewesen. Die Dunkelhaarige vertraute nur noch ihren Instinkten, nicht denen von irgendeinem Fremden, oder irgendeinem wichtigen Anführer, noch irgendeiner göttlichen Fügung. Und ganz ehrlich, vielleicht ist es ja das, was sie überleben ließ. Lyanna konnte es nicht sagen. Schon fast nachdenklich strich die Dunkelhaarige über seine Wange. Nur war Elijah nicht nur einmal der Grund in den letzten Tagen gewesen, weshalb ihre Gedanken so zerstreut waren und ihre Instinkte eher in den Hintergrund rutschten. Es war etwas anderes gewesen wenn man nicht alleine war. Es war etwas anderes gewesen wenn man nicht allein war und mit jemanden dem man vertraute und mehr. Seine Nähe machte Lyanna unvorsichtig, was keinesfalls im negativen Sinne war, nicht immer. Ihr Blick glitt langsam an seinem Oberkörper herunter. Die Brandwunden …, die Stichwunde … alles was er überlebt wird, was körperlich heilen würde, doch niemand konnte widersprechen das Lya einzig und allein verantwortlich dafür war, oder zu mindestens verantwortlich dafür war das es dazu kam und das war der schlimmste Gedanken von allen. Im Gegensatz zu Elijah war Lyanna deutlich in besserer Verfassung. Die kleine Wunde eines Pfeils, das war nichts dagegen. Vielleicht war es einfach doch besser gewesen, das es so kommt, wie es nunmal kommt. Die Dunkelhaarige wollte nicht noch eine weitere Person auf dem Gewissen haben, die ihr auf welche Art auch immer etwas bedeutete. Das ist etwas wovor Lyanna sich am meisten in dieser Welt fürchtete. Sein Brummen holte die Dunkelhaarige wieder aus ihrem Gedankenchaos heraus, sorgten dafür das Lyanna ein amüsiertes Seufzen aus der Kehle entsprang. Es war schon fast so als hätte auch sie ihn aus seiner Gedankenblase geholt. Die Dunkelhaarige zog langsam ihre Hand wieder von seiner Wange. Seine Worte waren hart … aber ehrlich. Lyanna presste nur einen Moment ihre Lippen fest aufeinander. Er hatte Recht. Es war etwas Dummes was man versprechen konnte aber Lyanna meinte es wirklich so. Die Dunkelhaarige holte nur die tief Luft. „Und dann sagt man mir nach ich sei eine Pessimistin.“ sprach sie nur belustigt und blickte den Dunkelhäutigen an, dessen Hand sie gleich danach auf ihrer Wange spürte. Lya schloss nur kurz die Augen, genoss dies sichtlich. Seine Worte darauf unterschieden sich deutlich von denen zuvor. Sie waren nicht hart, zwar ehrlich aber liebevoll, sogar belustigend, das sich auch Lyanna ein Lächeln auf den Lippen wiederspiegelte. Er hatte Recht womöglich, war dies so gewesen und wäre die Welt noch normal wäre das sicher aufgefallen aber da müssten Elijah und Lyanna nicht vor Untoten oder Menschen davonlaufen. Es war anders gewesen, man konnte es nicht vergleichen. In der jetzigen Welt zählte dies nicht mehr, das Überleben war deutlich wichtiger als andere Dinge und irgendwann nahm man es einfach nicht mehr wahr. Aber womöglich war zwischen den beiden und das was sie wahrnahmen eine Menge Pheromone im Spiel, ein Duftstoff den jeder Mensch, jedes Tier auf seine eigene Weise produzierte. Nur kam es sehr selten vor das ein Mensch das aktiv wahrnahm. Ein kurzer Gedanke den Lyanna aber für dich behielt. Die Dunkelhaarige öffnete nur ihre Augen, spürte immer noch seine Hand sanft an ihrer Wange. „Das ist aber auch etwas, was du nicht versprechen kannst.“ hauchte die Dunkelhaarige auf die Aussage, das er sie nicht vergessen würde. Es war nicht so das sie ihm das nicht glaubte. „Menschen gewöhnen sich schneller an etwas was nicht da ist, auch wenn es sich anfangs nicht so anfühlt.“ sprach die Dunkelhaarige nur nachdenklich. „Zeit ist die schlimmste Folter von allem.“ Die Dunkelhaarige wandte ihren Blick kurz ab, auch wenn Elijah das nicht mochte, konnte sie für einen kurzen Moment nicht anders. „Das ist alles was ich je wollte ...“ sagte Lyanna nach einer kurzen Weile des Schweigens leise. „Das ich für jemanden wichtig bin, das ich jemanden etwas bedeute. So richtig. Nicht nur weil ich ihm gerade mal das Leben gerettet habe oder sonst etwas.“ Lyanna sah ihn wieder an. Ihr Blick wirkte nachdenklich aber auch ehrlich. Es stimmte. Lyanna verneinte es nicht das sie ein deutliches Problem damit hatte Vertrauen schnell zu fassen und auch Verlustängste hatte, wer hatte dies nicht in solch einer Welt. Doch seit dem sie die Wahrheit über ihre Mutter wusste, hatte sich das deutlich verstärkt. Manchmal wünschte sich Lya sie hätte es nicht herausgefunden, sie hätte nicht immer alles hinterfragt. Vielleicht wäre sie jetzt anders? Darauf würde sie wohl auch nie eine Antwort bekommen. Doch neben der Angst jemanden zu verlieren der ihr was bedeutete stand auch die Angst alleine zu enden. Ja es war recht kompliziert, Lya hatte sich Angst zu binden aber gleichzeitig auch die Angst alleine zu enden. Kaputte Welt, Kaputte Menschen. Schließlich würde sie auch nichts hinterlassen, keine Familie, keine Kinder. Nur eine Erinnerung, die irgendwann ebenso aussterben würde.

@Elijah Magoro



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#18

RE: Gleise

in Umgebung 09.02.2020 11:19
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

„Niemand hat mich jemals als Optimisten bezeichnet“, meinte er nur ruhig auf ihre Aussage, dass man sie als Pessimistin beschrieb. Natürlich waren seine Worte hart gewesen, aber ehrlich. Und wenn für Elijah in dieser Welt eines zählte, dann war es Ehrlichkeit. Denn diese Welt war brutal ehrlich, jede Lüge hatte sehr kurze Beine. Und konnte schneller zum Tod einer Person führen, als man sich vorstellen könnte. Er fuhr mit seiner Hand über ihre Wange, lächelte sanft, als sie die Augen schloss. Dann sprach er weiter, diesmal weniger harte Worte, und bemerkte sofort, wie sich die Stimmung wieder ändert. Ihre Lippen spiegelten das Lächeln wieder, dass sich auch auf seinen zeigte.
Ihre Worte ließen ihn seine eine Augenbraue hochziehen und er schüttelte sanft den Kopf, wie gut man das eben in der Seitlage konnte.
„Doch, ich kann das versprechen. Denn ich habe dich nicht nur hier verewigt“, sagte er leise und tippte an seinen Kopf, „Und auch nicht nur hier“, dann tippte er sich auf die Brust und lächelte, „Sondern auch in meinem Buch. Und wer es schafft, dass ich ihn oder sie in mein Buch zeichne, den werde ich nicht vergessen.“
Nach ihren nächsten Worten wandte sie den Blick ab, etwas was Elijah gar nicht mochte. Die Augen waren das Tor zu den Gefühlen einer Person, wer wegsah, verbarg damit etwas. Außerdem sah Elijah Lyanna einfach so gerne in ihre wunderschönen Augen. Sie schwiegen und Elijah juckte es in den Fingern Lyannas Kinn zu nehmen und sie wieder dazu zu bringen, dass sie ihn ansah. Er hörte ihren Worten zu, als sie dann das Schweigen brach und der Blick, den sie ihm dann gab nach ihren Worten, war ehrlich aber auch nachdenklich. Sie musste verwirrt sein, über sich selbst. Einerseits floh sie aus einer Kolonie, vor einem Mann, der ihr Liebe schenken wollte, einer Familie und einer Gemeinschaft. Andererseits, war es genau das, wonach sie sich so sehr sehnte. Lyanna konnte schwer vertrauen finden, wenn sie es aber jemandem schenkte, dann hatte sie große Angst davor, denjenigen zu verlieren. Und doch war sie es jetzt, die ihn verlassen wollte, musste. Es wäre falsch für sie, jetzt direkt wieder in eine Kolonie zu gehen. Sie hatte ja Recht, es gab für sie einige Dinge zu klären, und die könnte sie im Clubhaus niemals klären. Genauso wie Elijah sich einer sehr großen Sache in seinem Leben stellen musste: Seiner Vergangenheit. Sie waren in genau diesem Moment zwei so kaputte Menschen, die sich zusammen ganz fühlten. Es aber nichts daran änderte, dass sie dennoch beide kaputt waren. Und so wie diese Welt war, war es wichtig, dass man mit sich selbst im Reinen war. Es würde sie beide am Ende nur noch mehr kaputt machen, wenn sie nicht mehr füreinander da wären. Natürlich, selbst wenn Elijah eine „vollständige“ Person wäre und Lya würde irgendwann sterben oder ähnliches, es würde ihn schmerzen und verletzen. Er wollte sich aber auch nicht ausmalen, wie er drauf wäre, wenn er zu diesem Zeitpunkt noch immer der Trümmerhaufen wäre, der er jetzt war. Notdürftig mit Tesafilm zusammengeklebt. Und wenn zwei solche Haufen aufeinandertrafen, war es schwer, daraus etwas Stabiles zu bauen. Von daher, war es eigentlich eine aussichtslose Situation. Doch zu sagen, sie würden sich wieder treffen, wenn es ihnen beiden besserging, war in der Welt in der sie jetzt lebten auch deutlich einfacher gesagt, als getan. Lyanna wusste, wo sie Elijah finden könnte, er allerdings nicht, wo er sie jemals finden sollte. Und selbst wenn Lyanna irgendwann zum Clubhaus kommen sollte, es gab keine 100 prozentige Garantie, dass es nicht überrannt oder zerstört werden könnte. Doch das waren viele Gedanken, die zwar hart aber ehrlich waren. Und die ihnen beiden auch mehr als bewusst waren. Alles andere wäre eine Lüge gewesen. Und Lügen hatten in dieser Welt sehr kurze Beine.
„Ich verstehe dich“, sagte er dann und erwiderte ihren Blick, ebenso ehrlich, „Ist es nicht das, wonach wir uns alle sehnen? In dieser Welt? Wenige haben das Glück wie ich, noch Familie zu haben. Und dennoch, habe ich oft das Gefühl, dass es mir nicht reicht. Ich weiß, es klingt egoistisch und gierig, aber ich wollte das gleiche wie du. Jemanden, dem ich etwas bedeute. Denn ich nehme mich da nicht raus, auch ich sehne mich danach. Und verdammt Lyanna, du gibst mir dieses Gefühl. Deswegen hasse ich es noch mehr, dass wir beide wissen, dass jeder Kuss, jede Berührung es uns nur noch schwerer machen wird, dass wir uns morgen trennen.“
Er stützte sich auf einen Ellbogen auf, blickte von oben auf sie herab, „Und dennoch will ich eigentlich nichts lieber tun, als dich wieder zu küssen und einfach alles um uns herum zu vergessen, auch das, was uns morgen bevorsteht.“
Er sah auf ihre Lippen, dann wieder in ihre Augen und beugte sich zu ihr hinab, küsste sie. Die Augen geschlossen seufzte er und löste den Kuss, „Du bist schlimmer als jede andere Droge… keine drei Tage und ich bin süchtig nach dir…“
er rollte sich auf den Bauch und ließ seinen Kopf auf ihrer Brust liegen, hörte ihren Herzschlag deutlich an seinem Ohr. Er hoffte, er wäre ihr nicht zu schwer, auch lag er nur mit seinem Kopf und einem Teil seines Oberkörpers auf ihr. So schwer konnte er also gar nicht sein. Seine Augen waren wieder geschlossen und er genoss diesen Moment. Ihren warmen Körper unter seinem zu spüren, eine Hand legte er um sie herum, sodass sie ihm auch nicht entfliehen konnte, wenn sie denn wollen würde. Das glaubte Elijah aber nicht.

@Lyanna Lockhart





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#19

RE: Gleise

in Umgebung 09.02.2020 19:22
von Lyanna Lockhart | 2.925 Beiträge

Wen konnte man schon heut zu Tage in dieser Welt noch als Optimisten bezeichnen, diese Menschen hatten noch nie jemanden gesehen wie er von Untoten lebendig zerfleischt wurde, hatte noch nie eine Klinge an dem Hals gespürt und die Drohung, die Drohung das man umgebracht wird. Sollte es wirklich noch so etwas wie puren Optimismus in dieser Welt geben, dann waren diese Leute nicht mehr ganz dicht, jenseits von Gut und Böse, konnte nicht entscheiden was falsch und richtig war. Und diese Menschen waren fast genau so gefährlich wie ein Plünderer der auf einen schoss, weil er das letzte bisschen Wasser aus den eigenen Vorräten entreißen möchte. Fast schon froh und erleichtert war sie über Elijah's Aussage obwohl sie ihre eher humorvoll gemeint war, etwas was man nicht ernst zu nehmen brauchte. Lyanna legte nur den Kopf ein wenig schief und folgte mit ihren Augen Elijah's Bewegungen während er an seinen Kopf tippte und anschließend gegen seine Brust. „Nun du könntest das Buch verlieren …“ fing Lyanna an und hob ihre Augenbraue an. „Oder jemand zieht dir etwas über deinen hübschen Schädel ...“ Nun es waren Dinge die durchaus passieren konnten, die Lya natürlich wollte das sie passieren. Natürlich musste sie dabei automatisch an ihre erste Begegnung mit ihm denken. Es war wirklich nur der kleine Gedankengang, der sie wirklich davon abhielt ihre Brecheisenstange gegen seinen Kopf zu schlagen und stattdessen diese gegen seine Rippe zu donnern, nach den gekommenen Geschehnissen etwas was ihr immer noch Leid tat. Sie konnte nicht genau sagen was sie sich da gedacht hatte, ob es einfach nur der Grund war das Lya nur tötete wenn sie wirklich musste oder einfach die Hoffnung hatte jemanden ohne durch Verletzen seines Schädels außer Gefecht zu setzen. Aber hätte ihr jemand gesagt das dieser mittlerweile nicht mehr Fremde, vor dessen Blick sie sich anfangs tatsächlich gefürchtet hatte nun hier mit ihr lag, sie nicht wollte das er je wieder geht und sie am liebsten, nach Lya's Wunsch einfach nur für immer hier so liegen bleiben würden, .. nun sie hätte es nicht geglaubt und hätte womöglich dieser Person was über den Schädel gezogen. Aber war diese Aussage auch eher unsinnig gemeint was ihr anschließendes Grinsen beweisen sollte. Das Pessimismus nicht ihr zweiter Name war, war wohl gerade alles. Nur eine weitere Einstellung die, die Menschheit weitere Jahre hat überleben lassen. Das sie natürlich ihren Blick abgewandt hatte, gefiel ihm nicht, sie musste ihn noch nicht mal ansehen um das mittlerweile zu wissen. Es war komisch das ihr diese kleinen Dinge an einen Menschen auffielen, den sie erst ein paar Tage kannte. Auch er schwieg bis Lya diese unerträgliche Stille wieder brach. Lyanna hob kurz ihren Blick an als Elijah ihr gestand das er sie verstand. Und sie fand seine Aussage weder gierig noch egoistisch. Sie empfand nicht das er damit sagen wollte das er seine Schwester weniger liebte oder sie nicht mehr brauchte, im Gegenteil. Es war nur eine normale Reaktion das man sich nach mehr sehnte, nach etwas anderes. Es musste nicht immer eine böse Absicht haben. Es musste nicht immer generell eine Absicht haben, manchmal fühlte man einfach das was man fühlte. Und daran war nichts falsches oder hatte jemand ein Recht darauf darüber zu urteilen. Die Dunkelhaarige blickte ihn nur sanft an. Sie wollte ihm sagen das sie genau so fühlte, das er sich keine Sorgen machen musste. Das er wichtig für sie war ehe sie seine warmen Lippen auf ihren spürte. Lya schloss nur ihre Augen, seufzte zufrieden in den Kuss hinein als sie ihn erwiderte. Und Lyanna wäre schon fast wieder abgedriftet … wollte schon gar nicht mehr an die Umgebung denken, was da draußen herumlief, was noch kommen wird und mehr, doch das sollte nicht passieren . Elijah löste den Kuss und Lya öffnete wieder ihre Augen, blickte in seine. Sein Vergleich das Lya wie eine Droge auf ihn wirkte ließ sie wieder lächeln. „Ist das gut oder schlecht?“ hauchte die Dunkelhaarige. „Es gibt dagegen glaube ich kein Heilmittel.“ lächelte Lyanna nur ehe sie seinen warmen Körper wieder auf ihrem spürte. Nicht komplett oder das er ihr irgendwie weh tat. Automatisch wurde ihr wieder angenehm wärmer. Sie spürte wie er seinen Arm um sie legte, als hätte er schon fast Bedenken das Lya flüchten wollte. Etwas das sie bei ihm wohl nie mehr einfach so tun würde. Lyanna streichelte ihm sanft über den Rücken während er wohl ihren etwas schnelleren, aufgeregten Herzschlag wahr nahm . „Ich denke es ist okay das du dich trotz Familie nach mehr sehnst … nach anderen Dingen.“ sagte sie nur leise und blickte kurz zu ihm runter. „Du … Du bist wichtig für mich.“ hauchte die Dunkelhaarige nur. Lya lehnte ihren Kopf wieder zurück, starrte wieder nachdenklich an die Decke während sie weiter ihre Hand über den Rücken des Dunkelhäutigen fahren ließ. Lyanna wollte nicht an Morgen denken, sie wollte an gar nichts denken, doch war dies immer einfacher als getan. Der Morgen kam schneller als die Dunkelhaarige es wollte. Sie hatte die Nacht über kein Auge zugemacht, nicht weil sie nicht konnte. Sie war komischerweise noch nicht mal müde oder erschöpft gewesen. Wahrscheinlich weil Lyanna noch die Zeit nutzen wollte, die sie mit ihm hatte, auch wenn sie einfach nur da lagen, zu mindestens was die Dunkelhaarige anging, denn sie hatte sich keinen Zentimeter von Elijah in der Nacht entfernt, im Gegenteil. Das Tageslicht versuchte sich mehr und mehr in das alte Bahnhofsgebäude zu kämpfen und je mehr es dies tat umso mehr stieg in Lyanna das Gefühl an das ganze irgendwie hinauszögern zu wollen. Doch sie wusste sie konnte es nicht, es würde das ganze umso schwerer machen als es schon war. Wie er bereits sagte war auch er kaputt und musste erstmal seine Dinge regeln, mit sich wieder leben konnte und auch wenn Lya das auch tun musste, war es nichts mit dem von Elijah zu vergleichen. Sicher war das hier kein Konkurrenzkampf, wer von den beiden am meisten litt. Doch fühlte sich Lyanna recht dämlich und schmal wenn sie darüber nach dachte was Elijah quälen musste und ihn auch quälte. Die meiste Zeit seines Lebens war durch Tod und Gewalt geprägt sei es jetzt bei der Zeit der Army noch in der Zeit der Apokalypse. Lya war nur eine von vielen, die die Fehler der vorherigen Welt wahrnahmen, sich einredeten sich Gedanken zu machen aber letztendlich überhaupt keine Ahnung hatten. Eine Studentin, die nur mehr Glück hatte bis jetzt überlebt zu haben. Das klang hart und es war auch hart für die Dunkelhaarige, weil es in ihren Augen stimmte. Sie hatte immer noch keine Aussage getroffen, damals als er ihr sagte das er gar für den Tod von Unschuldigen verantwortlich war, wie sehr ihn diese Dinge sogar noch im Schlaf quälten, nicht weil Lyanna nicht wusste was sie ihm sagen sollte, sondern weil sie Angst hatte alles was sie sagen könnte, würde dem nicht gerecht werden oder ihn vielleicht sogar beleidigen. Etwas was Lyanna nicht wollte. Die Hand der Dunkelhaarigen ruhte mittlerweile ruhig auf seinem Rücken während sie schon fast zu sah wie immer mehr Licht, das Gebäude erhellte. Das Feuer knisterte und brannte wenig und langsam, es würde schon bald ausgehen. Die Dunkelhaarige blickte langsam zu den Dunkelhäutigen runter. "Hm ..." hauchte sie direkt. "Wäre es unangebracht zu sagen, das ich mich immer noch nicht vom Fleck rühren möchte?"

@Elijah Magoro



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#20

RE: Gleise

in Umgebung 09.02.2020 20:14
von Elijah Magoro | 544 Beiträge

Elijah lächelte nur über ihre Frage, ob es gut oder schlecht war, dass sie für ihn wie eine Droge war. Und das es dagegen kein Heilmittel gab, war ihm schon auch bewusst. Aber, wenn er ehrlich war, wollte er gar kein Heilmittel dagegen. Auch, wenn es verdammt wehtat nur daran zu denken, dass all dies in ein paar Stunden vorbei sein würde, so würde er für kein Geld der Welt, oder mittlerweile Wasser der Welt, diese Tage vermissen wollen. Er wurde verprügelt, geschockt und wäre beinahe draufgegangen, aber nichts würde ihn dazu bringen, auch nur einen Moment zu vergessen. Dafür hatte Lyanna und alles drum herum viel zu viel Eindruck in seinem Kopf hinterlassen.
Sanft drehte er sich und bettete seinen Kopf auf Lyannas Brüsten. Gab es für einen Mann eigentlich ein bequemeres Kissen? Vermutlich nicht. Er spürte ihre Finger wie sie über seinen Rücken strichen, mal im Verlauf seiner Tattoos, mal einfach kreuz und quer. Es war angenehm so berührt zu werden. Ihre Worte ließen ihn dann kurz den Kopf heben, doch in diesem Moment legte sie ihren Kopf auch schon wieder auf den Boden. Eigentlich hätte er ihr gerne in die Augen gesehen dabei, doch dafür war die Position unpraktisch. Also lächelte er nur sanft, ehe er leise sagte, „Du bist auch wichtig für mich.“
Dann schloss er die Augen und ihr rhythmisches, sanftes Streicheln auf seinem Rücken, ließen ihn tatsächlich etwas weg dösen. Er war unvorsichtig bei ihr, war ihm gerade nur ihre Nähe wichtig und die Entspannung, das gute Gefühl, dass Lyanna in ihm auslöste. So wirklich geschlafen hatte er nicht, doch irgendwann öffnete er blinzelnd die Augen, bemerkte, dass Lyannas Hand ruhig auf seinem Rücken lag und sah durch die kleinen Schlitze der Holzbretter an den Fenstern, dass Licht des Tages hereinziehen. Er hatte sich unbewusst noch etwas enger um Lyanna geschlungen, so als hätte sein Unterbewusstsein sichergehen wollen, dass sie auch ja hier bei ihm blieb.
Zunächst sagte er Garnichts, lauschte nur weiter ihrem jetzt sehr ruhigen, ja fast beruhigenden Herzschlag, spürte wie sich ihr Brustkorb sanft hob und senkte und genoss diesen Moment. Das Feuer knisterte ihm Hintergrund, es war fast komplett hinabgebrannt, lange würde es keine Wärme mehr spenden. Er spürte die Kälte auch schon langsam in den kleinen Raum kriechen, über seine nackte Haut streichen. Sie mussten bald los und der Gedanke versetzte ihm einen tiefen Stich in seinem Herzen, sodass sogar sein Körper ganz leicht und sanft etwas zusammenzuckte.
Ihr „Hm“, nahm er mehr als Vibration ihres Brustkorbs war und drehte den Kopf, blickte von unten zu ihr hinauf. Dann umspielte ein Lächeln seine Lippen.
„Unangebracht? Nein, mir geht es genauso, glaub mir“, sagte er und seufzte, drückte Lyanna dann einen Kuss auf eine Brust, „Ich wünschte ich könnte diesen Moment gerade einfrieren, immer in dieser Blase hierbleiben.“
Er gab ihr noch einen Kuss, stemmte sich dann auf seine Unterarme und kam komplett über sie, nun blickte er auf sie herab.
„Aber wir müssen auch nicht weiter reden. Und auch nicht direkt vom Fleck rühren…“, er grinste anzüglich, dann presste er seine Lippen wieder auf ihre, küsste sie, innig und heiß. Sein Schritt war das eindeutige Zeichen dafür, dass er nochmal etwas Anderes tun wollte. Als er ihre Hand dann dort unten spürte, er seine eigene zwischen ihren Beinen verschwinden ließ und spürte, dass auch sie nicht abgeneigt war, lächelte er und löste den Kuss. Sein Blick war liebevoll, voller Gefühle aber auch Traurigkeit. Und ihrer spiegelte das ganze wieder. Sanft blinzelte er, dann verwickelte er sie wieder in einen gefühlvollen, sanften aber ausdrucksstarken Kuss. Dann dachte er gar nicht mehr an später, sondern nur das hier und jetzt zählte, bis er garkeinen klaren Gedanken mehr fassen konnte…

„Es sind noch etwa fünf bis sechs Stunden Marsch, bis wir bei meiner Kolonie sind“, sprach Elijah, während er seine Hose hochzog und den Knopf schloss. Noch immer oben ohne, schlüpfte er in seine Stiefel, die er vergangene Nacht achtlos weggeworfen hatte und schmiss Lyanna ihre eigenen hinüber. Eigentlich wollte er Lyanna die ganze Zeit ansehen, jede Sekunde noch ihren Anblick genießen.
„Du hast also noch ganz gut den Nachmittag, um etwas Weg zu schaffen oder dir einen Unterschlupf zu suchen, nachdem… nachdem…“, er brach ab und schluckte, wandte sich dann ab und hob sein TShirt auf, schlüpfte hinein, ebenso in seinen Pullover. Das Feuer war mittlerweile abgebrannt, nun trat er mit dem Stiefel auf die noch etwas glühenden Kohlen. Dass die Hütte abbrannte, wollte er gerne vermeiden. War sie doch ein ganz gut gelegener Außenposten, sollte ihm so etwas wie mit Lyanna nochmal passieren.
Auch Lyanna zog sich an, Elijah konnte nicht umher, ihr dabei zuzusehen. Die Art wie sie sich bewegte, in TShirt und Jacke schlüpfte, ließen ihn in den Fingern jucken, sie ihr direkt wieder abzustreifen. Doch noch ein weiteres Mal Sex mit ihr würde sein Verstand nicht aushalten. Schon das gerade eben war eine spontane Idee gewesen, die ihm sein Unterbewusstsein als gute Idee untergejubelt hatte. Noch einmal ihre Haut, ihren Körper spüren, sie und damit auch ihn selbst ein letztes Mal zur Ekstase bringen, ihren rauen und schnellen Atem an seinem Hals zu spüren, während auch er auf diesem intensiven Moment erstmal hatte klarkommen müssen. Ob es nun eine gute oder schlechte Idee gewesen war, ein weiteres Mal mit ihr zu schlafen, würde sich erst im Nachhinein herausstellen.
Er rollte die Militärdecke zusammen und packte sie auf seinen Rucksack, dann trank er noch einen Schluck und schwang sich den Rucksack auf den Rücken. Auch Lyanna war soweit, also schob er den Riegel der Tür zur Seite weg und trat hinaus ins mittlerweile recht helle Tageslicht. Es war Winter und als er sich umblickte, sah er die Landschaft in ein helles weiß getaucht. In der Hütte war ihnen der Schneefall in der Nacht gar nicht aufgefallen, doch jetzt war alles in wenigstens knöchelhohes weiß getaucht. Er blickte zu Lyanna, wartete, bis sie aus der Hütte war und schloss die Tür hinter sich, legte auch hier einen kleinen Riegel vor. So würden sich weniger Beißer hinein verirren.
„Also dann“, sagte er und spürte seinen trockenen Mund. Der erste Schritt war der schwierigste, denn ihnen beiden war bewusst wie diese Reise heute enden würde: Mit einem Abschied. Einem verdammt schweren.

@Lyanna Lockhart





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