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WELCOME SURVIVOR

Wir sind ein seid 2013 – bestehendes Endzeit Forum angelehnt an die Serie AMC's The Walking Dead. Die AMC-Serie dreht sich um eine Gruppe von Menschen, die sich plötzlich in einer postapokalyptischen Welt wiederfinden, die von Zombies übersät ist. Überleben heißt nun das oberste Gebot der Stunde. Alles hat damit angefangen als Rick Grimes aus dem Koma erwachte und sich in einer Welt voller Untoten zurecht finden musste und nach seiner Familie suchte. Ab dann begann ein Leben voller Ereignisse, die einen Menschen ewig prägen würden. Höhen und Tiefen, welche immer wieder eintraten. Die Story von TWD verläuft aktuell bei uns bis zu Negan's Gefangenschaft, ab dann handeln wir frei nach bestimmten Ereignissen und der Endzeitthematik. Aufgeteilt in vier, verschiedenen Kolonien und einzelnen Gruppen bieten wir Abwechslung und Spannung für jeden Seriencharakter und Freecharakter. Auch Charaktere aus den Schwesternserien AMC's Fear The Walking Dead & AMC's The Walking Dead: World Beyond sind bei uns mit angepasster Storyline spielbar. Egal wie du dich entscheidest – Dein Kampf gegen die Untoten und Lebenden erwartet dich hier.

Team

A CHANGE IS GONNA COME

Der Herbst hat sich angekündigt. Der Monat in dem sich die Blätter färben und die Tage kürzer werden. Mit niedrigeren Temperaturen und langanhaltenden Regenfällen ist zu rechnen. Während es Morgens und Abends starker Nebel auftreten kann.
#1

Jägerunterschlupf

in Umgebung 20.02.2019 20:48
von The Walking Dead Team | 2.597 Beiträge
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#2

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 27.12.2019 18:52
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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---->>> Pops Diner


Es raschelte im Unterholz, dürre Zweige gaben immer wieder ein leises Knacken von sich, dass aufgrund der draußen herrschenden Stille schrecklich laut erschien. Zügig bewegte Sascha sich mit der Blondine, sowie ihrem Wolfshund, zwischen den Bäumen vorwärts, nur mit dem Ziel vor Augen möglichst rasch, so viel Abstand zum Diner zu gewinnen wie es ging. Die Albino ärgerte sich, was unschwer an ihrer grimmigen Mine zu erkennen war, denn sie waren fahrlässig gewesen! Wieso war ihr die geschlossene Tür nicht aufgefallen? Warum hatte Hanna nichts gesagt? Sie zermarterte sich den Kopf, kaute dabei, aus schlechter Gewohnheit, auf ihrer Unterlippe herum und stieß zwischenzeitlich auch einen murrenden Laut aus. Ihr großer pelziger Begleiter lief voraus, senkte immer wieder den Kopf um zu schnuppern, er verschwand auch immer mal zwischen den Bäumen, kehrte aber am Ende stets an die Seite seiner kleinen Herrin zurück. Es ratterte derweil im Köpfchen der Albino, Munition hatte sie nicht verschwendet, sogar dazu gewonnen, wenn auch nur ein paar wenige Patronen aber besser als nichts. Schließlich blieb sie urplötzlich stehen, atmete hörbar aus und ballte die Hände zu Fäusten, bevor sie sich zu Hanna wandte, welche sie mit dieser Mischung aus Unmut und Irritation ansah. Erneut fiel ihre Unterlippe einem nervösen Biss zum Opfer, wenn sie gestresst war oder generell aufgewühlt, neigte sie dazu auf dieser herumzukauen. "Das hätte nicht passieren dürfen!" Warf sie ihr an den Kopf, doch selbst wenn sie aufgebracht erschien, gar angespannt, wie in diesem Moment, war ihre zarte Stimme trotzdem nur ein Flüstern. Ihre zierlichen Hände waren noch immer zu Fäusten geballt, da ihre Haut von Natur aus weiß war, fiel es gar nicht auf wenn ihre Knöchel deutlicher hervortraten, je fester sie die Fäuste ballte. "Ich hätte dich mit ihm erschießen sollen!" Und da war es wieder, der nervöse Biss auf ihre Unterlippe, während sie trotz des Vorwurfes, nicht so recht zu wissen schien, wie sie damit umgehen sollte. Es war ewig her, seit sie jemandem half, anstatt ihn zu töten und mit dem sie, wenn auch befristet, ein Abkommen traf. Sozusagen Waffenstillstand vereinbarte. Es war dumm Anderen zu helfen, es bedeutet Schwäche und Schwäche kann man sich in dieser Welt nicht leisten! Sie gehörte nicht zu den Leuten, die glaubten das man als Gruppe höhere Überlebenschancen besaß. Ganz im Gegenteil, sie fand andere Menschen lästig, man handelte dumm, wenn man versuchte jemandem zu helfen, anstatt sich selbst zu retten. Trotzdem, hatte sie genau das, wenn auch etwas indirekt, getan und das überforderte sie heillos. Immerhin müsste sie dann gar nichts teilen, sie hätte sich Hannas Sachen aneignen können, die Vorräte, Waffen, Kleidung vielleicht. Vor ihr stand aber noch immer die Blondine, atmend, sowie nur leicht verletzt aber am Leben und warum? Weil sie den verdammten Abzug nicht gedrückt hatte, obwohl Alles in ihr geschrien hatte TUE ES!! Schließlich holte die Kleinere tief Luft, sie war aufgewühlt und Emotionen hatten beim Überleben keinen Platz oder nur sehr wenig. Sie versuchte sich ein wenig zu beruhigen, strafte Hanna aber dennoch erneut mit einem grimmigen Blick, der vielleicht nur halb so effektiv war, aufgrund der Irritation die darin mitschwang. Kurz die Augen verengt, machte sie auf dem Absatz wieder kehrt, um weiterzugehen, es dämmerte, die Temperaturen sanken merklich, weshalb sie hier nicht dumm rumstehen sollten.

Ein Weilchen schwieg die Isländerin, sie wollte nur Abstand gewinnen, immer tiefer in den Wald hinein, wo sich erstaunlich wenige Beißer herumtrieben und diese konnte man geschickt umlaufen. Sie schien wie ein Duracell-Hase, das Vieh aus der Batterie-Werbung in den 90ern, zu sein da sie immer weiter lief, ohne Verschnaufpausen zu machen. Anhalten tat sie erst als ihr großer Hund, zügig, zwischen den dichter gewordenen Bäumen, hindurch manövrierte um zurück an ihre Seite zu kommen. Er bellte nicht, es war eher ein Huffen, dass er von sich gab und gleich darauf in Richtung Nordosten ein paar Schritte lief, erneut stehen blieb und auffordernd hinter zu Sascha sah. Ihr Hund hatte etwas gefunden wie es schien, etwas das er vielleicht nicht tragen konnte, womöglich Wasser oder gar einen Unterschlupf. Ihr Blick wanderte automatisch zu Hanna, sie musste es wohl nicht extra aussprechen, sondern setzte sich erneut in Bewegung, um ihrem Tier zu folgen. Das Laub wurde rutschiger, der Boden bäumte sich zu einer Anhöhe auf, die erst einmal erklommen werden musste aber ihr Hund wies den einfachsten Weg dazu. Die heraus ragende Wurzel, eines großen alten Baumes, war beim Erklimmen dieser Anhöhe recht hilfreich und oben angekommen, wendete Sascha sich der Blonden zu um ihr, falls nötig, die Hand zu reichen damit sie besser nach Oben kam. Ja, sie war Teamfähig, wenn die Umstände es erfordern. Schließlich würde sie im Gegenzug auch keine helfende Hand ausschlagen, okay vielleicht doch. Zumindest ihr Schritttempo wurde langsamer, für Andere wohl normal, den Blick nach Oben gerichtet, verdunkelte der Himmel sich mit jeder weiteren Minute. So langsam merkte auch sie, wie die Kälte an ihr zehrte, mehr aber noch Hunger sowie Müdigkeit, doch ihr Hund schien noch nicht am Ziel zu sein, also hieß es weiter laufen. Vielleicht eine halbe Stunde oder mehr, wer weiß das schon, doch am Ende bewegte ihr Hund sich nicht mehr vom Fleck. Stattdessen knurrte er leise, warnend, bevor er die Hand seiner Besitzerin ableckte, nachdem sie endlich neben ihm Stellung bezogen hatte. Es war bereits etwas schwerer zu erkennen, aufgrund der fortschreitenden Dunkelheit, doch weiter vorn, vielleicht sechs Meter entfernt, war ein kleiner Unterschlupf. Vier Wände aus Holz, eine Tür und ein Dach, das zwar überwuchert war, soweit aber intakt zu sein schien. Das Problem jedoch waren zwei Beißer, welche an Ketten, die im Boden bei der Tür verankert waren, zwischen den beiden Frauen und einem trockenen Plätzchen standen. Sascha sah wortlos zu Hanna und anschließend zu ihrem Bogen, die Blondine hatte zusätzlich auch eine Steinschleuder. Fakt ist, sie hatte Distanzwaffen, lautlose Distanzwaffen, diese Beißer hatten einen eng bemessenen Bewegungsradius, jedoch wusste Sascha nicht wie weit die Ketten, an denen sie hingen, reichten. Es wäre daher taktisch klüger sie aus der Ferne zu beseitigen.


@Hanna Fields


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#3

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 28.12.2019 11:00
von Hanna Fields (gelöscht)
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------>>Pops Diner




Hanna dachte als Sie draußen unterwegs waren viel nach, beide blieben sehr ruhig. Es war eine scheiße in diesen Diner gelaufen. Jeder reagierte auf gefahren anderst und die Blonde zeigte eben keine Angst. Es irritierte den Kerl, was auch so gewollt war. Natürlich hat man ahnen können das er mit den Messer es ernst meinte, dennoch hatte sie das gesagt was sie dachte. Was man nun immer noch an ihren Hals sah, das Messer hatte seine Linie hinterlassen. Hanna tat es nur leicht weh, das es hätte auch anderst enden können war ihr klar. Das Sascha angepisst war und dies sich nicht geändert hatte, konnte man ihr doch nicht verübeln. Oder doch? Eigentlich nicht, man hat ja schnell mitbekommen das Sascha nicht so mit Menschen klar kam. Ihre Reaktion grad war klar. Auch wenn die Stille ziemlich laut wurde, das ihre Gedanken sie komplett Übermaß nahmen. Hanna ließ alles nochmal durch den Kopf gehen, wie sollte man es anderst gemacht haben als so wie es passiert war. Sie hätte vielleicht Sascha rufen können, nur wie wäre es dann ausgegangen, man hätte wohl die Blonde oder doch den Hund getötet oder vielmehr alle. Diese Tasche musste was wichtiges drin haben, so wichtig das man sogar Menschen töten würde. Sie sah sich die Tasche an, sie trug sie ja bei sich. War es zwei Tote wert? Hanna hätte beinahe ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn er sie nicht mit einen Messer bedroht hätte. Auch die Worte von Sascha blieben hängen, ja sie waren keine Freunde und doch hatt sie es nicht riskiert Hanna zu töten oder ihren Schicksal zu überlassen. Es wäre doch so einfach gewesen, einfach gehen oder schießen. Beide waren Fremd warum riskiert man dann es nicht? Sie verstand es nicht, die Blonde war bereit zu Sterben solange niemand anders starb. Aber dies ergab auch kein Sinn? Es war Heute echt ein verrückter Tag, so verrückt das Hanna es egal war wo der Mischlings Wolf hier umher zog. Vorhin hatte sie soeine Angst gehabt das sie ihn nicht ansehen konnte. Nun war es ihr egal, er hatte sie gerettet mit Sascha. So viel spukte ihr durch den Kopf.


Bei jeden Schritt knackte das Gehölz durch ihr Gewicht. Es war klar das der Sommer vorbei war und die Tage kürzer wurden. Die Stille wurde nur noch von ihren Schritten unterbrochen. Seit dem sie im Wald waren, sprachen beide nicht miteinander. Es war nun eisig geworden , zwischen beiden. Als hätte Hanna echt keine andere Sorgen als diese Stille. Ihr war kalt, vorhin bemerkte sie diese nicht so stark, da ja ihr Adrenalin pegel ziemlich hoch war. Der Überlebens Instinkt war größer gewesen als was anderes. Aber so langsam klingte es ab. Sascha stoppte urplötzlich, hatte sie was gehabt. Sie blieb auch stehen und man sah ihr an das sie echt nicht gut drauf war. Ihre Worte bestätigen ihre Vermutung. Die kleine Kämpferin war mit der allgemeinen Situation sehr unzufrieden.
"Wie hätte es denn passieren sollen? Niemand ist perfekt, weder Wir noch dein Hund.", sagte sie und natürlich verstand sie es. Es lief echt nicht gut und ihre wut war klar. Ihre Hände waren zu Fäusten geballt, man hätte beinah mit einen Schlag von ihr gerechnet. Aber dieser kam nicht, ehe ihre nächsten Worte. Diesen waren hart, obwohl ihre Stimme sanft und ruhig war.
"Bereust du es mir nicht eine Kugel durch den Kopf gejagt zu haben? Wenn ja dann mach deinen Fehler wieder gut.....", sagte sie genauso ruhig. Wenn Sascha echt diesen Gedanken hatte, dann sollte sie ihr eine Kugel verpassen und weiter ihrer Wege gehen. Die Blonde hätte wenn sie eine eigene Waffe hätte, ihr diese gegeben damit sie es tun konnte. So wirklich blickte sie grad noch nicht durch was das hier sollte. Es war nicht leicht warum sie so war, es bereute aber irgendwie mit sich selbst kämpfte.
"Keine Ahnung was grad das Problem ist, aber wenn dann bring mich echt um und bereu es nicht, es nicht getan zu haben.", sagte sie und ging dann weiter. Hanna wollte Abstand gewinnen von den Straßen. Sie wollte heute nicht noch von untoten überrascht werden. Ein Mensch reichte aus und der andere Mensch bereute es das Hanna noch lebte. Da soll jemand die Welt verstehen.




Sascha und Hanna sprachen nicht mehr miteinander, sie liefen weiter und tiefer in den Wald. Viele Beißer waren hier nicht unterwegs gewesen, sondern ehe wenige. Was Hanna irgendwie noch mehr aufpassen ließ. Sie sah sowas nie als gutes Zeichen, vielleicht wieder eine Gruppe die irgendwann ihr den Weg Kreuzen würden oder sie wären mehr in der Stadt? Sie machte sich viele Gedanken deswegen. Auch wo der Hund war, er sprang hin und her. Seine Nase suchte was oder hatte was gefunden? Sie sah dann zu Sascha und sie bestätigte ihr das. Auch wenn sie nicht sprach, sie wusste es. Hier muss was sein, mit Abstand aber immer in Reichweite blieb sie an beiden dran. Das Laub war nass und die Kälte nahm zu, die Dunkelheit gewann auch immer mehr und der Wald wurde düster. Ihre Augen gewöhnten sich an diesen Zustand, aber nun würde es noch gefährlicher werden. Hanna suchte auf den Boden nach steinen. Sie wollte auf alles gefasst sein. Der Weg wurde erschwerlicher, der Hund zeigte nur den schnellsten Weg, wohin auch immer es nun ging. Das erklimmen war schwer mit der Tasche um den Körper rum, Sascha wusste dies wohl und reichte ihr die Hand. Ohne ein Wort zu sagen nahm sie diese an und kam auch besser zurecht.



Es kam ihr wie Stunden vor und es wurde immer Dunkler, Hanna hoffte das sie bald da waren. Irgendwie waren sie es auch, den der Hund blieb wie angewurzelt stehen und knurrte. Er war wie steif und sah wohin, sie versuchte seine Haltung zu deuten und in diese Richtung zu sehen wo er auch hinsah. Die Blonde ging dann zu beiden hin, Sascha war neben ihren Hund und der blickte noch immer in diese Richtung. Erst jetzt sah sie es auch, eine Hütte und zwei Beißer die wohl nicht vom Fleck kamen. Sie sah die Ketten nicht durch die Dunkelheit, sie immer mehr gewann und den Wald damit verschlang.
Hanna sah Sascha an und diese sah zu ihren Bogen. Ja von der Ferne könnte sie diese töten, auch wenn sie nicht viele Pfeile hatte, würde es sie es nicht noch einmal zeigen müssen. Die Blonde nahm ihren Bogen und spannte ein Pfeil ein, sie stand auf und Atmete tief durch. Sie ließ sich dabei Zeit. Denn sie musste sich konzentrieren, erst nach ein paar Sekunden ließ sie den Pfeil los. Er traf den rechten Beißer genau in Kopf. Dieser fiel sofort um und ihr Pfeil ging zu bruch.
"Fuck", sagte sie und ärgerte sich da sie ja nicht viele hatte. Nun reichte es Hanna und sie nahm ein Stein, legte ihn in die Schleuder und ging ein paar Meter näher ran. Sie nahm Schwung mit ihrer Schleuder und man hörte ein Geräusch weil sie diese ja kreisförmig bewegen musste, damit der Stein gleich die richtige Geschwindigkeit hatte. Erst dann ließ sie ihn fliegen und er traf den Beißer voll an der Stirn. Es knallte auch und der zweite fiel um. Sie atmete nun endlich durch und drehte sich um. Mit einen Handzeichen, wollte sie zeigen das die nun erledigt waren. Nun konnte man die Hütte begutachten.


@Sascha Svaritas


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#4

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 28.12.2019 17:22
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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Die Stimmung zwischen den beiden jungen Frauen, war wahrlich nicht die Beste, trotzdem schritten sie zusammen durch den Wald, wenn auch mit Abstand zueinander, sowie zu Saschas pelzigen Freund, der unbekümmert herumstreunte. Sie ärgerte sich einfach ungemein, schließlich hatte sie Stunden lang das Diner beobachtet, sich einen Plan zurecht geschmiedet, den sie strikt abarbeiten wollte und es wäre ihr auch gelungen, wäre Hanna nicht plötzlich aufgekreuzt. Sie war eine Variable, welche die Albino, schlichtweg nicht in Betracht gezogen hatte. Der Zwischenfall mit dem Mann war nicht wirklich das, was die Kleinere von ihnen, so frustrierte, sondern der Punkt das sie gezwungen waren, durch sein elendes Geschrei, das Feld zu räumen, ohne Möglichkeit vorher noch den Lagerraum des Diners zu erkunden. Vermutlich war ihnen was Tolles entgangen, auf der anderen Seite war da diese Tasche, zu der Sascha nur einmal flüchtig den Blick hatte schweifen lassen. Wenn man dafür mordet, muss was Gutes drin sein, allerdings tötete sie, falls nötig, auch für einen Schokoriegel. Jeder Überlebende hatte andere Werte, Hemmschwellen, Ziele und Prinzipien, die sein Handeln beeinflussten. Dass sie abrupt stehen blieb, sowie Hanna ein wenig ihres Unmutes aufzeigte, war unvermeidlich. Dabei war es nicht die Blondine, welche das Debakel zu verantworten hatte, denn nüchtern betrachtet, hätte Sascha selbiges passieren können und dessen war sie sich auch bewusst. Jedoch wirkte sie überrascht, kaum das Hanna Kontra gab und Gegenzug war es die Albino, die den Grund dafür wiederum nicht verstand. Mochte seltsam klingen, doch mit zwischenmenschlichen Interaktionen, hatte es die weiße Samurai ja nicht so. Die letzte Unterhaltung mit einem Überlebenden, lag inzwischen drei Jahre zurück, seitdem hatte sie es vermieden mit Menschen in Kontakt zu treten und davor war sie auch nie all zu bewandert darin gewesen. Demnach runzelte sie irritiert die Stirn, neigte den Kopf ein wenig seitlich nach links ehe sie darauf leise erwiderte. "Natürlich nicht, wir...wir haben eine Abmachung und entgegen dem, was ich hätte tun sollen, ... bricht man so etwas nicht. Hätte ich dich erschossen dann ... dann hätte ich unsere Vereinbarung gebrochen, was sich nicht gehört. Richtig?" Für einen Moment schwand ihre Frustration und räumte den Platz für Irritation, gefolgt von einem nachdenklichen Blick hinab auf die eigenen Hände. Ja, logisch betrachtet wäre es besser gewesen, dann wäre sie Hanna los und hätte mehr Ressourcen, sogar Waffen. Sie atmete hörbar aus, verschränkte die Arme vor der Brust und sah Hanna nach, als diese es war, die nicht weniger frustriert, den Weg fortsetzte. Sie mussten den Abstand weiterhin vergrößern, außerdem auch überlegen wo sie, falls sie nichts Überdachtes fanden, ihr Lager für die Nacht aufschlugen. Je mehr Zeit verstrich, umso dunkler wurde es, demnach wäre auch nicht so viel Zeit um geeignetes Feuerholz zu finden. "Ich bereue nie etwas..." Nuschelte sie immer leiser werdend in sich hinein und sah Hanna, nur ein paar Sekunden lang, hinterher. Die Aussage stimmte nicht ganz, es gab eine Sache die sie sehr wohl bereute, sich selbst aber nicht eingestehen konnte oder wollte. Trotz der, wenig erbaulichen, Stimmung zwischen ihnen, hatte Hanna bislang auch ihr Wort gehalten, denn bis jetzt tat sie nichts, was Sascha als Angriff gegen sie werten würde. Blondie hielt demnach ihr Wort. Sie war eine seltsame Frau, dachte ausgerechnet jene, die in den Augen von Hanna wohl noch merkwürdiger anmutete. Zwei Welten, die aufeinander trafen, aber versuchten das Beste daraus zu machen.

Ehrlich gesagt hatte Sascha erwartet, dass ihre zweibeinige Begleiterin, irgendwann jammern oder pausieren würde, doch keine von ihnen sprach es an oder pochte darauf. Hanna schien, trotz des schlechten Schuhwerkes, gut zu Fuß zu sein und die kleinen Hürden, die sich beiden Frauen in den Weg stellten, von ihrem Hund aber problemlos bewältigt wurden, bezwangen sie mit ein bisschen Teamwork. Vielleicht war der kleine Unterschlupf, zu dem der Hund sie führte letztendlich, die Belohnung dafür, dass sie Beide davon absahen sich gegenseitig an die Kehle zu springen? Die Beißer, die dort befestigt waren, wie Wachhunde, schienen die zwei Frauen noch nicht bemerkt zu haben und erpicht darauf, dass sich das änderte, war Sascha noch weniger. Daher lag es aus ihrer Sicht an Hanna, diese zwei Störenfriede zu beseitigen, sie hatte das entscheidende Werkzeug bei sich. Sicher, sie könnte auch mit dem Messer oder dem Schwert die Beißer selbst erledigen, nur traute sie diesem vermeidlichen Frieden noch nicht, es könnte jemand in dem kleinen Unterschlupf sein. Jemand, der sie vielleicht hörte, wenn sie zu nah kamen also bewährten sich lautlose Distanzwaffen hier viel mehr. Sascha versuchte, trotz der Dunkelheit, die Umgebung so gut es ging zu analysieren, so still wie es war hörte man sogar die Ketten, welche auf dem Boden etwas schleiften, wenn auch nur leise, aufgrund der geringen Bewegung der zwei Beißer. Die Albino ging in die Hocke als Hanna ihren Bogen zur Hand nahm, außerdem wich sie etwas zur Seite, um dieser den nötigen Platz einzuräumen, abgesehen davon hatte sie die Blondine so besser im Blick und beobachtete sie aufmerksam, beim Spannen des Bogens. Sie rieb sich derweil die Hände, versuchte dadurch die Blutzirkulation in Gang zu bringen, frieren tat die Isländerin nicht so schnell wie Andere, jedoch mag sie es nicht, wenn das Gefühl aus ihren Fingern wich oder das unangenehme Kribbeln begann. Der erste Pfeil, den Hanna verschoss, war ein Treffer, trotz der vermehrt schlechteren Sichtweite aufgrund des schwindenden Tageslichts, allerdings war das leise Knacken zu hören, als der Pfeil zerbrach, nachdem der erlegte Beißer zu Boden fiel. Hannas leiser Ausbruch tat deren Unmut darüber deutlich kund, anstatt noch einen Pfeil zu riskieren, griff sie zu der Steinschleuder? Na schön, Sascha war in der Tat neugierig und machte noch zwei weitere, große Schritte, zur Seite um nicht versehentlich getroffen zu werden. Schließlich wusste sie nicht wie treffsicher Hanna damit ist, ehrlich gesagt bezweifelte sie das man damit zielsicher sein kann, wenn man traf war es pures Glück. Oder nicht? Umso überraschter weitete Sascha die Augen, als Hanna beim ersten Versuch bereits traf, das laute Knacken des Schädelknochens war zu hören, gefolgt von dem dumpfen Aufprall des Beißers, der ebenfalls zu Boden ging. "Okay, das war ...irgendwie cool." Flüsterte Sascha leise vor sich hin, richtete sich auf und sah nach ihrem Hund, der sich nun auch der Hütte näherte, sowie die Umgebung schnüffelnd erkundete, anhand seiner Körperhaltung ließ sich erkennen das keine weitere Gefahr in der Nähe zu sein schien. Natürlich war es kein Garant dafür das sie sicher sind, wachsam musste man immer sein, doch vielleicht war den beiden Damen etwas Ruhe vergönnt. Sascha schloss demnach zu Hanna auf, trotzdem legte sie ihre rechte Hand um den Griff ihres Katanas, bevor sie sich dem Unterschlupf näherte. Keine Stolperdrähte, keine Fallen unter dem Laub, die Beißer waren auch schon ziemlich fortgeschritten in ihrer Verwesung, weshalb der Ort vor langer Zeit in Beschlag genommen wurde aber nun verlassen schien.

Wachsam ging sie in die Hocke, tastete die Beißer ab, doch in deren alten Hosentaschen fand sich nichts Brauchbares mehr, außerdem konnte sie von hier aus lauschen. Es war totenstill in dem kleinen Unterschlupf, über die Schulter blickte sie zu Hanna und gab ihr ein Handzeichen, sodass jede von ihnen, jeweils von links sowie rechts, das kleine Gebilde aus Holz umkreisten. An den Seiten fanden sich vernagelte Fenster, eher ein Guckloch, doch Platz sollte der Unterschlupf für das Trio ausreichend bieten. Sascha nahm die linke Seite, so konnten sie auch schauen ob der Unterschlupf gravierende Mängel aufwies oder sie wirklich verschnaufen konnten darin. Es brauchte nicht vieler Schritte bis das kleine Holzgebilde umrundet war, durch die vernagelten kleinen Fenster drang weder Licht, noch Geräusche, die Holzwände wiesen auch keine größeren Schäden auf und es gab nur einen Zugang. Vor diesem kam Sascha wieder zum Stehen und sah zu Hanna rüber, sie bezog zur Sicherheit Stellung neben der Tür und zückte ihr Messer. Man sollte sich stets Zeit nehmen ehe man in ein Gebäude ging, egal wie klein es sein mag, sogar in einem simplen Geräteschuppen, können dich böse Überraschungen erwarten! Schließlich drückte sie die Tür auf, es gab nur leichten Widerstand, der eher daher rührte, dass die Schaniere schon rostig waren und klemmten, mit etwas Nachdruck ließ sich diese dann doch endlich öffnen. Es war erstaunlich, es schlug einem Mal nicht der penetrante Gestank von Verwesung entgegen, viel mehr roch es ein bisschen modrig aber das war schon alles. Die Hand mit dem Messer ließ sie sinken, kein Röcheln, kein hastiges Atmen, nichts. Ihr Blick wanderte rüber zu Hanna und sie verstaute ihr Messer wieder im Stiefel, bevor sie die Arme nach Oben streckte, um sich zu räkeln. "Ich werde ein paar Stolperdrähte anbringen im Umkreis, damit uns Niemand überraschen kann. Kümmerst du dich um das Feuer?" Solche Dinge machte sie sonst immer allein, es war seltsam Arbeitsteilung zu betreiben aber sie ging davon aus das Hanna sowas längst konnte, wie sonst hätte sie sich die Zeit davor wärmen können? So wären sie beide auch viel schneller fertig und könnten endlich schauen was in der Tasche ist, sowie die kalten Glieder aufwärmen, denn die lauen Herbstnächte waren eindeutig vorbei.

@Hanna Fields


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#5

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 29.12.2019 13:10
von Hanna Fields (gelöscht)
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Die Stimmung die im Diner doch gut war zum Schluss, hatte wieder gewechselt und nun war es wie am Anfang Eisig. Vielleicht noch Eisiger als jeder Winter es schaffen könnte. Beide Frauen waren so unterschiedlich das es nur eine Frage der Zeit war, bis sie aneinander kamen. Aber nicht körperlich, sondern mit Worten. Sascha kam echt mit Tieren besser aus, als sie es mit Menschen je tun könnte.
Trotzdem gingen sie zusammen ihren Weg, gemeinsam durch den Wald. Die Blonde hielt ihren Tempo stand, schnell laufen war ihr ja nicht neu oder fremd, deswegen hielt sie auch Schritt. Obwohl ihre Füße brannten wie Feuer, die Kälte nahm wieder Besitz von ihr. Aber mit den schnellen Tempo ging es, die Kälte konnte man so etwas fern halten. Aber lang würde ihre Kräfte dies nicht mehr zulassen. Hanna brauchte eine Pause und das stoppen ihrer Gefährtin ließ sie kurz auf atmen. Das Stehen war gut, auch wenn nun ihre Beine pochen vor Schmerzen. Diese Schmerzen ließen Hanna auch nicht grad die beste Laune haben.
"Na da dann bin ich ja froh das Wir noch eine Abmachung haben. Heißt wohl wenn diese erfüllt ist bekomm ich eine Kugel durch meinen Kopf gejagt.", sagte sie schon fast zynisch. Es klang auch so, ohne diese Abmachung wäre Hanna tot. Das beruhigt einen nicht wirklich und deshalb lief sie weiter, bevor wieder ihre Zunge schneller war als ihr Kopf.




Klar lief es in diesen Diner Scheiße, aber man kann überall sterben oder angegriffen werden. Sie verstand Sascha nicht wirklich. Erst sagt sie so und dann so. Beide Frauen waren wohl zu verschieden und doch halfen sie sich gegenseitig. Sowas war echt seltsam gewesen.
"Da du nie was bereust, siehst du dafür sehr dannach aus was zu bereuen.", ja sie sprach echt das aus was ihr in den Sinn kam. Und so war es auch, Sascha wirkte nicht grad wie jemand der nichts bereut. Ehe als hätte sie einen Fehler gemacht einen großen, den sie nicht mehr gut machen kann. Aber Hanna wollte darauf nicht weiter eingehen, sie wollte was für die Nacht finden und der Hund tat seine Arbeit echt gut. Irgendwas hatte er wohl gefunden, was sah man nicht. Aber beide Frauen folgten ihn, es war ein langer Weg und ihre Kräfte gaben immer mehr nach. Hanna sah man es kaum an die schmerzen und die Müdigkeit. Vielleicht nur daran das sie die Tasche hin und her warf, sie oft von der linken Schulter auf die rechte Schulter tat. Einfach um nicht auch noch Schmerzen in den Schultern zu bekommen, nur weil es einseitig ist.



Sie war froh das Sascha ihr auch etwas half und noch dankbarer war sie, als endlich diese Hütte zu sehen war. Die Beißer waren nicht schlimm, Hanna ruhte sich für einen kurzen Moment aus. Das brauchte ihr Körper und auch ihre Hände, sonst würde sie keinen guten Schuss landen. Diese Zeit nahm sich die Blonde auch, egal was Sascha nun gesagt hätte. Es musste einfach sein. Dann Tötete sie den ersten Beißer und dann den zweiten, das ihre Steinschleuder Sascha so faszinierend fand, hörte man dann raus. Ein leichtes aber schwaches Lächeln war zu sehen.
"Ich hab diese seit ich klein bin und bin darin geübt. Munition geht nie aus und es ist leise.", sagte sie und deswegen benutzte Hanna diese auch oft. Eine steinschleuder kann man schnell herstellen und genau jetzt, wo Ressourcen knapp waren, war diese Art von Waffe am besten geeignet.




Hanna ging nicht in die hocke, die Beißer fielen um das hieß man hörte es. Zumindest das was wie ein nasser Sack umgefallen ist. Wäre jemand drin, würde er wohl rauskommen. Was aber nicht geschah, Sascha ging auf Nummer sicher was auch gut so war. Ihr Hund schnüffelte noch umher, was sehr gut war. Vielleicht nahm er was war, was beide Frauen weder hörten noch sahen. Aber auch nichts, Hanna sah ihre Begleitung an und hoffte das sie entscheiden würde was nun geschehen soll. Sascha gab ihr ein Zeichen und beide erkundeten erstmal von draußen alles. Ob fallen da waren oder weitere Untote. Aber nichts da, zum Glück lang packte Hanna es nicht sich so zu konzentrieren. Sie sah Fenster die vernagelt waren, sie kam schnell zu Sascha an und zügte auch ihr Messer. Es war nun besser als jede andere Waffe, die man ziehen Könnte. Die Kleine Kämpferin öffnete die Tür die wohl schwer auf ging, Hanna war innerlich auf alles gefasst. Aber nichts passierte, es war still und leise. Man hätte Mäuse Husten hören können. Es roch einigermaßen besser, als wie in der Stadt.
"Okay", sagte sie und legte die Tasche ab wie auch ihren eigenen Rucksack. Sie suchte holzt zusammen, aber nur das was kein Wasser in sich hatte. Das warf sie in den Ofen, der keine glüht in sich hatte. Zum Glück sonst hätten sie wieder ein Problem. Hanna nahm etwas Moos und legte es zum Schluss unter den Holzstapel. Dann holte sie aus ihren Rucksack ein Feuerstein und ihr Messer. Mit ein paar hieben kamen Funken und das Feuer war schnell da. Erst als sie es richtig entfachte setzte sie sich auf den Boden und Atmete tief durch. Hanna war so erschöpft das sie umfallen könnte und einfach schlafen würde. So kaputt war sie, selbst die Schmerzen waren etwas besser als sie auf den Boden war. Es pochte noch klar, aber man gewöhnte sich schnell an alles. Ihre Augen brannten wie Feuer und sie wollte echt nur schlafen. Klar die Tasche und was drin waren, das war schon interessant. Aber schlaf war ihr grad wichtiger als jeder Schatz der Welt.




@Sascha Svaritas


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#6

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 29.12.2019 15:33
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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Die angespannte Stimmung zwischen den Beiden, lag zum Teil, so gering er auch sein mochte, wohl auch der Müdigkeit und fortschreitenden Erschöpfung zugrunde. Niemand war bester Laune, wenn man durchgefroren war, die Glieder und Knochen schmerzten oder der Magen in den Kniekehlen hing. Genau dies war einer der Gründe, weshalb Sascha Menschen nicht mochte, sie sind kompliziert, sowie verwirrend. Bei Hannas Worten war die Albino wirklich nicht sicher, wollte sie nun sterben oder nicht? Man könnte meinen, sie lege es darauf an, als sie so zynisch reagierte aber damit, zumindest im Moment, lediglich Verwunderung in der Kleineren auslöste. Dabei war es nicht weiter verwunderlich, das Beide, die Laune der jeweils Anderen, etwas abbekamen, sonst war ja keiner weiter da. Man könnte berechtigt fragen, weshalb sie dennoch zusammen weiter gingen, anstatt sich zu trennen. Der Grund war wohl Pragmatismus, sowie ihr Abkommen, zumindest von Saschas Seite aus. Sie wären beide dumm auf eine helfende Hand zu verzichten, obgleich Sascha für einen kurzen Augenblick, wirklich erwog nach ihrem Schwert zu fassen. Es war jener Moment wo Hanna, ganz unverblümt, ansprach das sie doch etwas zu bereuen schien. Sie hatte das wirklich gehört, was die Kleinere vor sich hin gemurmelt hatte? In Anbetracht der Stille, sah man vom Knarzen der Bäume ab, wohl nicht weiter verwunderlich aber vertiefen tat keine es von Beiden. Man könnte aber meinen, dass die Stimmung zwischen den Frauen, wenn auch nur kurz, wieder den Anschein erweckte sich zu bessern. Nämlich in dem Moment wo Hanna nun auch ihr Können, mit dieser simplen Steinschleuder, unter Beweis stellte und aufzeigte, das diese Waffe sehr wohl effektiv war, wenn auch nicht leicht zu handhaben. Selbstverständlich bestaunte die Albino das, sie kannte sowas höchstens aus Filmen, Büchern vielleicht noch, doch leibhaftig mit eigenen Augen gesehen hatte sie, den Umgang mit der Steinschleuder, noch nie. Sascha war, sogar sehr schnell für etwas zu begeistern, vor allem wenn sie darin einen Nutzen erkannte, weshalb also sollte sie ihr Erstaunen hinter den Berg halten? Hanna konnte etwas, dass Sascha nicht kann und vermutlich auch nicht meistern wird. Zum einen war ihr die Steinschleuder zu ungenau, zum anderen war sie jeher eine Nahkämpferin, die den Schwertkampf von klein auf erlernte. Sowie Hanna, laut eigener Aussage, den Umgang mit ihrer Schleuder, zu der die Kleinere aber auf jeden Fall bestimmt später einige Fragen hätte. Selbst wenn es etwas gab, dass sie nicht meistern würde, war sie dennoch daran interessiert, schließlich ist Wissen Macht und man kann nie genug Neues lernen. Wer stagniert, stirbt, ganz simpel. Die beiden Einzelgängerinnen, bewiesen ja auch, das sie trotz der langen Zeit allein, fähig waren über ihre Unterschiede hinwegzusehen, sowie zusammenzuarbeiten. So war Sascha es, die verschnaufen konnte, während Hanna die Beißer erledigte und sie gemeinsam den Unterschlupf, von Außen zunächst, inspizierten. Die Befürchtung, dass jemand oder etwas darin war, bewahrheitete sich zum Glück nicht und Sascha vergab im Nu die Arbeiten.

Ihr Hund blieb in ihrer Nähe, nur kurz spähte er in den Unterschlupfs hinein, als Hanna das Feuerholz in dem kleinen Ofen vorbereitete. Doch rasch wuselte das große Tier wieder hinaus, inzwischen war es richtig dunkel geworden, doch dank der feinen Nase fand er seine Besitzerin problemlos. All zu weit entfernt hielt Sascha sich auch nicht auf, die aus ihrem Rucksack ein paar simple Fäden aus Garn hervorholte. Sie hatte im Diner ja den Schlüsselbund gefunden, weshalb sie jeden Einzelnen abmachte, sowie auf das Garn fädelte, dieses spannte sie, von einem Baum zu Nächsten, um halbwegs alle vier Seiten zum Unterschlupf hin abdecken zu können. Genug Garn hatte sie schließlich dabei, ebenso eine kleine Dose, in der sie kleine Dinge aufbewahrte, ein Glöckchen zum Beispiel. Im Grunde Kleinkram, den sie an den Fäden befestigen konnte und genug Geräusche verursachte, falls ein Mensch, ein Tier oder ein Beißer, darüber stolpern sollte und sie somit rechtzeitig vorwarnen würde. Natürlich waren das nur notdürftige Maßnahmen, jedoch das Einzige was auf die Schnelle, sowie im Dunkeln möglich und bei einem sporadischen Unterschlupf auch ausreichend war. Auch die beiden Ketten, von denen sie die Beißer trennte, indem sie ihnen mit dem Schwert die Köpfe abschlug, konnte sie als Stolperfalle nutzen, jedoch erst, nachdem ihr Hund die Verankerungen der Ketten, auf ihr Kommando hin, ausgebuddelt hatte. Die Leichen packte sie an den Beinen, um diese weg vom Unterschlupf zu ziehen, ihr Hund half ebenfalls dabei oder versuchte es zumindest aber am Ende übernahm die Albino das, denn so lange sie in Bewegung blieb, konnte sie die Müdigkeit und Kälte noch etwas auf Abstand halten. Zwischen den Bäumen, im Unterholz, würde man die toten Beißer jetzt nicht mehr so schnell entdecken, somit hoffentlich auch nicht den Unterschlupf etwas weiter entfernt, denn tote Beißer waren meist Anzeichen dafür, das jemand in der Nähe ist. Ja, sie war furchtbar paranoid aber es hatte ihr sehr oft das Leben gerettet. Die, nun verfügbaren, schweren rostigen Ketten spannte sie im Anschluss in der Nähe, zwischen jeweils zwei größere Bäume, dicht über den Fußboden, sodass sie nicht sofort bemerkt wurden.

Inzwischen war sämtliches Tageslicht geschwunden, es war stockfinster, in weißen Wölkchen stieg ihr Atem empor beim Ausatmen, was nur bezeugte wie kalt es inzwischen geworden war. Fröstelnd rieb sie sich die Hände, wischte diese zuvor aber an ihrem Rock ab, ehe sie sich dazu entschied auf dem Rückweg noch weitere Zweige zu sammeln. So kam sie, nach gefühlt einer Ewigkeit, zu dem kleinen Unterschlupf, indem sich inzwischen die Wärme im Raum staute, dank des Feuerchens. "Ich bin es." Warnte Sascha sogar vor, noch ehe sie die Tür, die sich noch immer nur mit Nachdruck öffnen ließ, aufschob um hineinzutreten. Kurz wartete sie, denn ihr Vierbeiner sollte gewiss nicht draußen schlafen müssen, erst als auch der große Wolfshund in die trockenen vier Wände getrottet kam, schloss sie die Tür wieder und brachte, dass gesammelte Feuerholz, zu dem Ofen. Sie legte auch gleich ein paar Zweige nach, um anschließend die Hände an die Wärmequelle zu halten, sie war ganz durch gefroren. Ihre so schon blassen Lippen, muteten schon schwach bläulich an, da sie durchgefroren war, ohne es wirklich zu merken. Schwerlich ließ sich die Kälte aus ihren Händen vertreiben, doch im Vergleich zu draußen, war es hier drinnen beinahe schon gemütlich warm. Schließlich drehte sie den Kopf zur Seite, in Richtung Hanna, sie saß auf dem Boden und ...schlief? Oder ruhte sie nur kurz die Augen aus? Sascha war sich nicht sicher, schwieg aber für den Fall, dass Blondie doch Schlaf nachholen sollte, daher verweilte sie ein paar Minuten direkt am Feuer, legte noch mal Holz nach und begab sich dann, so leise wie eine Raubkatze beinahe, zur anderen Seite des kleinen Raumes. Sie wahrte natürlich genug Abstand zu Hanna, wo auch Sascha sich endlich auf den Boden sinken ließ, Platz nahm und erschöpft ausatmete. Ihr großer Hund lag bereits dort, den Kopf auf den Vorderpfoten gebettet, gähnte das Tier und wischte ruhig mit dem Schweif über den Boden, nachdem seine Herrin neben ihm saß. Liebevoll streichelte sie ihm über Kopf und Rücken, wandte sich dann aber ihrem Rucksack zu, den sie abnahm, genauso ihr Schwert, welches sie stattdessen auf ihrem Schoß ablegte. Die Beine angewinkelt, dicht an ihren zierlichen Körper gezogen, durchforstete sie den Rucksack und holte die Schuhe des Mannes hervor, ebenso die zu große Jeansjacke, als auch die gefundene Handtasche. Diese Dinge stellte sie neben sich auf den Boden, bevor sie diese rüberschob, in Richtung Hanna oder zumindest die Mitte, soweit sie mit ihren Armen halt reichte, ohne aufstehen zu müssen. Es stand für sie außer Frage das sie Wache halten würde, wichtig war, dass ihr Hund sich ausruhen konnte und Hanna wollte sie nicht wecken, für den Fall das sie schlief. So erfüllte vorerst nur das Knistern des Feuers den kleinen Unterschlupf, während Saschas Hund, nach einer Weile, schlafend neben ihr lag und die kleine Albino, gedankenverloren zu den tänzelnden Flammen schaute, jedoch die Hände an ihrem Schwert hatte. Jederzeit dazu bereit es zu ziehen und einen Eindringlich zu attackieren.

@Hanna Fields


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#7

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 30.12.2019 13:10
von Hanna Fields (gelöscht)
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Müdigkeit und der kleine Kampf haben sehr an allen gezerrt, so wie es Kälte tun könnte oder Wasser, der sich einen Weg bahnte. Hanna konnte es ihr nicht übel nehmen, das sie es sozusagen an der blonden ausgelassen hatte. Sie war ja kein Stück besser. Aber ihre Laune war Heute schon den ganzen Tag nicht die beste gewesen. Es tat ihr Leid, dies auch am Sascha spüren zu lassen. So wie Hanna war würde sie sich für diese Worte und allen entschuldigen. Grad Taten ihr die Knochen mehr weh als der Hunger, wie es bei Sascha aussah wusste sie nicht. Ja sie reagierte sehr zynisch auf ihre Worte. Aber es klang einfach dannach das sie, hätte Hanna töten sollen. Es kam das Gefühl hoch das Sie es sogar bereute es nicht getan zu haben. Das war irgendwie der Gedanke der sich in Hanna einprägte und ihr keine Ruhe mehr ließ. Es war so still hier, man hörte alles ihre Sinne waren geschärft, deswegen vermeidete Hanna was zu sagen, da sie wusste das man ihre Worte wahrgenommen hätte. So wie sie es grad tat und es natürlich ansprach, sie hätte sich schnell an die Stille gewöhnt und auch wie Sascha sprach. Da sie genau auf jedes Geräusch achtete, bekam sie es mit und ja ihr ging es nicht aus den Sinn. Sie würde es wohl bereuen oder war es ein Irrtum. Man konnte ja schließlich jedes Wort, so drehen wie man es mag.



Hanna war froh das sie nicht viel sprachen auf den Weg, es war besser so um die Gemüter wieder abzukühlen und vielleicht hob es ja auch die Stimmung. Einen Versuch war es ja wert. Es klappte auch bis zur Hütte gut. Beide Arbeitet zusammen, so als wären sie schon seit dem Ausbruch ein kleines Team gewesen. Beide bräuchten wenn es ernst wurde nicht viele Worte von sich geben. Sascha gab ihr Handzeichen und Hanna folgte ihr, es war schon zu einfach. Aber in der Not ging alles besser. Ihre Steinschleuder war mit unter das beste, auch wenn es viel Übung bedarf, aber wenn man den Dreh raus hat dann war sie tödlich. Hanna konnte in Handumdrehen nochmal soeine Schleuder machen, Munition lag hier überall rum. Man konnte sie auch gut verstauen. Aber das wichtigste war, es war von ihrer Liebsten. Sie hat ihr das beigebracht und ihr geschenkt, deswegen war es nicht nur eine Waffe, sondern viel viel mehr. Hanna war in Nahkampf nicht so begabt wie mit einer Fernwaffe. Sascha ihre Stärke lag wohl im Nahkampf, da sie ja ein Kantana führte. Ein durchaus schönes Schwert, nicht so schwer und doch scharf. Aus mehreren Schichten Metall geschmiedet. Die Japaner wussten wie man tödliche Waffen machte. Hanna schmunzelte bei ihren eigenen Gedanken. Sie wusste echt zu viel.



Sascha stellte fallen auf und ihr Wolfshund folgte ihr. In der Zeit machte Hanna das Feuer und setze sich auf den Boden. Sie wollte nicht einschlafen, nur ihre Augen mal zu machen da sie so Schmerzten. Nur für ein paar Sekunden und doch hat ihr Körper sich das genommen was er brauchte. Sie schlief ein im Sitzen, das Feuer machte es noch schlimmer. Sie fühlte sich dadurch wohl, Sascha war noch draußen und legte fallen aus. Alles damit man in der Nacht nicht überrascht wird. Hanna vernahm nicht mal ihre Stimme, als sie hier rein kam. Sie war an der Wand angelehnt und schlief, tief was lang her war. Ihr Körper brauchte das, dies wusste Sascha auch und ließ sie schlafen. Es vergingen Stunden bis Hanna aufschreckte, sie fiel fast um und der Fall weckte sie. Sofort schlug ihr Herz gegen die Brust und sie war verunsichert wo sie war. Sie sah sich um und sah das Feuer, dann erst drehte sie sich so das sie Sascha sah. Langsam kam alles wieder, alles was passiert war und sie schämte sich grad eingeschlafen zu sein.
"Tut mir leid....", sagte sie und rieb sich die Augen. Sie war so wach das sie nun keine Ruhe mehr finden könnte.
"Wie lang hab ich geschlafen.......", fragte sie und sah das es noch dunkel war. Das Feuer war aber abgebrannt, nur eine kleine Flamme war noch da.
"Ähm, schlaf du lieber etwas und ich halte Wache.......", sie schämte sich echt eingeschlafen zu sein. Hanna wollte das irgendwie grad gut machen und wollte wache halten. Der schreck sitzte noch tief das sie eh kein schlaf mehr finden würde.
Da sollte doch Sascha mal die Zeit für schlaf nutzen, sie ging zum Feuer und legte nochmal etwas an. Dann setzte sie sich wieder abseits von ihr, sie wollte nicht wieder in ein Lauf sehen wollen.
"Auch vorhin tut mir leid, also was ich gesagt habe aber es klang einfach so....... Du hast echt Probleme mit Menschen oder?", eine Antwort erwartete Hanna nicht wirklich aber siewollte es wissen. Wieder auf das Level von vertrauen kommen, wo beide schon waren. Wo Kälte und Hunger ihre Manieren vergessen ließen.



@Sascha Svaritas


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#8

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 31.12.2019 13:14
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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All zu viel Platz bot der Unterschlupf zwar nicht, war es ja eher eine provisorische Bleibe, meist für nur eine Person, allerdings war es ausreichend für die zwei jungen Damen, sowie den großen schwarzen Wolfshund. Dieser, als auch Hanna, schliefen friedlich, während die kleine Isländerin, mit Mühe und Not, Wache hielt und zumindest versuchte, immer wieder daran zu denken, dass Feuerholz nachzulegen, damit die Flamme im Ofen nicht erlosch. Für Sascha war das Ganze fast wie ein Déjà-vu, inzwischen war es Jahre her, drei an der Zahl, seit sie das letzte Mal, auf engeren Raum, bei Nacht und einem Feuerchen, mit einem Wildfremden die Unterkunft teilte. Ihr Blick wanderte hinab auf ihren rechten bleichen Oberschenkel, die kleine runde Narbe, die seitlich dort prangte, steckte voller Erinnerungen, die sie einfach nicht loswurde oder loswerden wollte. Sie wusste es selbst nicht, schließlich sind andere Menschen doch nur Ballast oder böse. In ihrer eigenen, kleinen verschrobenen Welt, war doch eigentlich gar kein Platz für solche Dinge. Natürlich machte sie keinen Mucks, sie wollte weder ihren Hund, noch Hanna wecken, denn Schlaf brauchten sie Alle, auch wenn Sascha freiwillig darauf verzichtete, ganz gleich wie erschöpft sie in Wahrheit sein mochte. Doch Schwäche zeigen? Das erlaubte die kleine Albino sich selbst nicht, welche sich nur dann bewegte, wenn das Feuer im Ofen kleiner wurde und neue Zweige nachgelegt werden mussten. Zumindest in den ersten Stunden tat sie es regelmäßig, doch je länger sie da saß, die wohlige Wärme ihren zierlichen Körper umhüllte, umso stärker zerrte die Müdigkeit an ihr. Hin und wieder wurden ihre Lider so schwer, dass sie kurz, nur für ein paar Sekunden, zufielen und sie drohte einzuschlafen. Doch ein Rascheln im Unterholz, ein lautes Knistern im Ofen, wischte die Müdigkeit rasch hinfort, sodass sie prompt wieder den Kopf ruckartig gehoben und mit den Händen, ihr geliebtes Schwert, fest ergriffen hatte. Sie starrte eine Weile in die tänzelnden Flammen, sie mochte Feuer, nicht weil es zerstörerische Aspekte hatte und gefährlich ist, sondern friedlich anmutete und die Kälte vertrieb, man musste eben nur aufpassen, es in Zaum halten. Einmal glitt ihr Blick zu Hanna rüber, sie schlief tief und fest, es wäre die perfekte Gelegenheit, nicht wahr? Sascha bräuchte nur ihr Schwert ziehen, ein gezielter Hieb und ihr Kopf würde zu Boden fallen, ohne das die Blonde wusste wie ihr geschah! Doch die Albino schüttelte rasch den Kopf bei diesen Gedanken, sie kann nichts dafür, sie kamen von selbst und waren manchmal schrecklich penetrant, sowie oftmals begleitet von Kopfschmerzen. Sie halfen ihr zu überleben aber manchmal war es belastend, denn eigentlich war die kleine Albino sehr konfliktscheu, sie wollte in Wahrheit nur ein bisschen Seelenfrieden, vielleicht einen Freund, eine Person die sie eventuell sogar mag. Im Grunde ganz simple, banale Wünsche, die sie hegte, doch für sie unerreichbar schienen und der Grund dafür, nun der war sie selbst. Bislang hatte sie es vermieden, in Hannas Gegenwart, in ihren Rucksack zu fassen aber da sie schlief, noch dazu vermutlich länger, war das die Gelegenheit für die kleine Albino. Welche in ihren Rucksack griff, der auf ihrer anderen Seite stand, während ihr Hund ihr die rechte Seite wärmte, und schließlich etwas völlig harmloses herausholte. Ein Stofftier, ein Schaf um genau zu sein, das schon so alt und abgegriffen war, das ihm ein Auge fehlte und es zig mal von Sascha geflickt worden war im Laufe der Jahre. Das Schäfchen trug, eben aufgrund des fehlenden Auges, eine Augenklappe und sogar eine Mini-Lederjacke, alles von Sascha selbst genäht und einzig dazu dienlich, um Mr. Whooly, so der Name ihres besten Freundes, etwas hübsch herzurichten. Mit dem Stofftier in den Händen, fühlte sie sich gleich etwas wohler, sicherer und standhafter, weswegen sie es kurzerhand in die Arme schloss und fest an sich drückte, damit ihr stummer Freund, all das Übel dieser Welt, sowie vor allem ihre Zweifel und Sorgen, fern hielt. Kurz hielt sie es sogar hoch, drehte es in den Händen, sodass Mr. Whooly freie Sicht auf Hanna hatte und Sascha seine Meinung über diese mitteilte, selbstverständlich schwieg das Stoffschaf sich aus, was sie als gutes Zeichen verbuchte. Zumindest schien Mr. Whooly der Ansicht zu sein, dass die Blonde, zumindest im Moment, keinerlei Gefahr darstellte und Sascha somit ein bisschen Ruhe finden konnte. Normalerweise würde sie mit ihm nun auch sprechen, doch da Hanna und ihr Hund schliefen, hüllte Sascha sich in Schweigen. Sie durfte nur nicht vergessen, ihr Stofftier rechtzeitig wieder wegzupacken, trotz allem war Sascha bewusst, dass dies einen merkwürdigen Eindruck auf Andere machte. Ganz zu schweigen davon, dass sie nicht wollte das Mr. Whooly verletzt wird!

Die Nacht schien beinahe endlos zu sein oder es kam Sascha nur so vor, die nach etlichen Stunden, irgendwann immer öfter die Augen schloss, weil ihr Körper dringend Schlaf brauchte. Es waren immer nur wenige Sekunden, die sie sich eigentlich nicht erlauben durfte, denn wenn sie etwas überhörte, nicht bemerkte, könnte das ihren Tod bedeuten. Vermutlich lagen kaum mehr als wenige Minuten dazwischen, als Sascha kurz die Augen schloss, sowie den Kopf hängen ließ und dem Moment, wo Hanna, sehr plötzlich hochschreckte sowie sich hastig bewegte. Reflexartig hob Sascha prompt den Kopf und zog ihr Schwert, nur halb, aus der Schwertscheide ehe sie sich rasch umsah. Ihr Puls war prompt beschleunigt, ihr Körper angespannt und ihr Blick war auf die Tür gerichtet, weil sie glaubte, dort war etwas. Doch die Wahrheit ist, es war nur Hanna, die plötzlich redete und die Albino den Kopf zu ihr drehte, sowie leicht erschrocken die Augen geweitet hatte. Heilige Scheiße, musste die Blonde sie so erschrecken?! Selbst den Atem hatte die Isländerin angehalten, solange bis sie gänzlich realisierte, dass Hanna nur munter war und keine Bedrohung darstellte. Langsam atmete Sascha wieder aus, schob die Klinge gänzlich zurück in die Schwertscheide und ließ die angespannten Schultern sinken, dafür spitzte ihr Hund die Ohren, der ebenfalls durch Hanna wach geworden war, jedoch bloß die Augen öffnete, um zu schauen was los war. Da keine Gefahr drohte, drehte sich das Tier auf die andere Seite, rollte sich zusammen und setzte sein Nickerchen fort, während seine Besitzerin den Blick von Hanna abwandte, um zurück auf die Flammen zu schauen. Verdammt, das Feuerchen war fast vollständig runtergebrannt, wie konnte sie vergessen etwas nachzulegen? "Ein..ein paar Stunden, glaube ich." Antwortete Sascha ihr etwas verzögert, diese hob die Hand und versuchte sich die Müdigkeit aus den Augen zu reiben, recht erfolglos. So war es auch Hanna, welche sich in Bewegung setzte, und Holz nachlegte, damit das Feuerchen wieder Nahrung hatte. Nun wo Blondie wach war, legte Sascha ihr Schwert neben sich auf den Boden, genau zwischen ihrem Körper und dem ihres Hundes, danach erst schlang sie die Arme um ihr Stoffschaf und rutschte, an der Holzwand, etwas weiter hinab damit eine etwas bequemere Position einnehmen konnte. Ihr genügte es schon einfach die Beine auszustrecken, die waren inzwischen ganz taub und eingeschlafen, da sie seit Stunden in ein und derselben Position verharrt hatte. Hanna bot ja auch an Wache zu halten, nur fair versteht sich, auch wenn Sascha eigentlich widersprechen wollte, doch ihr Dickschädel brachte ihr nichts, wenn sie vor Erschöpfung unfähig wäre sich zu verteidigen im Ernstfall. Das musste sie einsehen und in den sauren Apfel beißen, was nichts Anderes bedeutete, als sich auf jemand Anderen, außer ihrem Hund, zu verlassen. Nämlich eine Person und das fiel ihr wahnsinnig schwer. Mit halb offenen Augen sah Sascha rüber zu der Blonden, sie legte nachdenklich die Stirn in Falten, denn tatsächlich verstand sie nicht wofür diese sich entschuldigte. Natürlich fand sie das positiv, Manieren sollte man wahren, auch in solch einer Welt. "Ist schon gut, ...du hattest sicher jegliches Recht dazu?" Anhand dessen beantwortete Hannas Frage sich doch von selbst, Sascha war echt nicht gut im Umgang mit anderen Leuten. "Die meisten Menschen, ...die ich kannte, waren böse...also mied ich sie, wo ich nur konnte bzw. kann. Sie sind komisch..." Sagte ausgerechnet die Albino, mit dem Stofftier im Arm, das sie an sich gedrückt hielt wie einen Schutzschild. "Ich mag Menschen nicht sonderlich, ...sie tun dir weh, ..sie gucken dich komisch an, ...reden über dich. Sie machen Versprechungen, nur um sie zu brechen, sie lächeln dir ins Gesicht und sagen 'Alles wird Gut', ...doch passt du einmal nicht auf dann ... dann zeigen sie ihre wahre, monströse Natur. Tiere sind besser, .....Tiere lügen nicht..und tun dir nicht weh, solange du ihnen keinen Grund gibst." Flüsterte sie und zog die Beine prompt wieder an ihren Körper ran, nur um sich so klein, wie nur möglich, zu machen, da sie sich unwohl fühlte und daher auch den direkten Blickkontakt zu Hanna vermied. Es fiel ihr auch zunehmend schwerer, die frostige, knallharte Samurai zu mimen, das war sie doch nur da draußen, wenn sie in Bewegung und Wachsam bleiben musste. Doch jetzt, wo sie ein sicheres, überdachtes Plätzchen hatten und ihr Körper, als auch ihr Geist, zur Ruhe kamen, zeigte sich eine ganz andere Seite der kleinen Albino. "Warum eine Steinschleuder?" Fragte Sascha sie plötzlich aus dem Nichts heraus, sah aber noch immer nicht zu Hanna, sie war neugierig aber wollte wohl auch rasch von sich selbst ablenken. Small Talk war eben auch etwas, worin sie nicht all zu bewandert ist, dennoch versuchte sie Hanna keine zu persönliche Frage zu stellen. Sie selbst mag es ja nicht bedrängt zu werden, ob körperlich oder mit unangenehmen Fragen, für Sascha war es in der Regel nur schwerer, richtig einzuschätzen, welche Frage ok ist und welche nicht. "Ich hab schon viele komische Leute gesehen....aber noch nie jemanden, der mit einer Steinschleuder überlebt hat. Da muss doch alles genau passen, Geschwindigkeit, Winkel, der Zeitpunkt wann man loslässt,...ich glaube, das ist eine sehr schwierige Waffe." Murmelte sie leise vor sich hin und natürlich hatte sie versucht Hannas Waffe zu analysieren, es hatte so einfach ausgesehen, wie sie den Beißer damit erledigt hatte, doch aus eigener Erfahrung wusste Sascha, das bei 'untypischen' Waffen viel dazu gehörte, um diese perfekt zu beherrschen. Man konnte den Anflug Bewunderung heraushören, Sascha mochte Menschen zwar nicht, war aber durchaus beeindruckt von dem, was manch Einer, zustande bringen kann.

@Hanna Fields


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#9

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 03.01.2020 14:20
von Hanna Fields (gelöscht)
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Die Jagt Unterkunft war ehe praktisch als ein Zuhause. Es war nicht viel Platz oder drin, aber sie hatten einen Dach übern Kopf gehabt und das war in der Zeit nicht üblich. Entweder hatte jemand es beansprucht oder war von beißern besetzt. Selten war eine Hütte unbewohnt, vielleicht war der Besitzer dieser Unterkunft tot. Hanna wäre das Lieber gewesen, weil nochmal jemandem übern Weg laufen wollte sie nicht. Sie wollte Ruhe und Frieden. Diesen hatten sie grad hier gehabt und das Warme Feuer, Wärmte sie nicht nur sondern brachte ihr auch den Schlaf den Hanna lang verschoben hatte. So lang hatte sie gegen ihren eigenen Schlaf gekämpft, weil es immer sehr gefährlich gewesen wäre, nur eine Sekunde die Augen zu schließen. Hier tat sie es, auch wenn Sie Sascha nicht im geringsten kannte, aber sie schenkte ihr das Vertrauen das sie benötigte. Die kleine Kämpferin hätte natürlich alles tun können, grad jetzt sie hätte ohne Probleme Hanna ausrauben können, sogar Töten. Nur aus irgendeinem Grund tatsie es nicht. Sie waren sich noch so Fremd und doch teilten sie sich einen Schlafplatz. Das Sascha vielleicht über das nachdachte? Wer weiß das schon, vielleicht ja vielleicht aber auch nicht. Man könnte sie schlecht einschätzen und da Hanna nun schlief war es eh egal. Sie musste nun vertrauen oder im Schlaf sterben.


Erst als sie wieder die Augen öffnete, wusste sie das dies hätte alles passieren können. Sie hätte sterben können und Sascha hätte sie auch ausrauben können. Alles mögliche spukte ihr grad durch den Kopf und auch der Schock geschlafen zu haben. Lang hatte sie gegen diese Müdigkeit gekämpft, aber diesen Kampf hatte sie nicht geschafft. Hanna brauchte eine Weile und sah sich um, sie lauschte nun auch wie es Sascha tat. Man hörte alles, das Feuer und auch die Geräusche die draußen waren. Selbst den Hund hörte sie atmen. So wie er schlief war ihr das auch recht, sie hatte ihn beinahe vergessen. Aber er war so süß grad, er war groß und in den Licht vom Feuer noch unheimlicher. Hanna gewöhnte sich schnell an ihn und seiner Gegenwart. Sie sah dann zu Sascha, sie hielt noch was in der Hand, aber sie schwieg. Hanna verurteilte sie nicht, warum auch vielleicht beruhigte es sie auch und das wollte sie nicht zerstören. Warum auch, sie wollte keine unnötige Spannung aufbauen und wieder zurück in die Situation kommen, wo sie in einen Lauf sah. Die Blonde hatte nur eine Kette um den Hals, der Verlobungsring war das einzige was sie an ihre Liebste erinnerte und ein Bild in ihren Rucksack. Aber sie spielte oft an den Ring um sich auch zu beruhigen und an sich zu erinnern. Sie wollte ihre Liebste nicht aufgeben, kein bisschen und ihre Hoffnung war noch sehr groß gewesen. Sie sah das Sascha sich wieder entspannte und sie weckte leider auch den Hund, das wollte sie eigentlich nicht. Aber nun war es ja eh zu spät, nun waren alle wach, nur weil sie sich erschrocken hatte. Lang blieb er nicht wach, er nickte schnell wieder ein. Es war ja keine Gefahr sehen oder auszugehen.


"Tut mir leid, ich wollte nicht wirklich Schlafen", sagte sie als sie das Holz nachlegte. Die Blonde setzte sich hin und sah dann zu Sascha, sie legte ihr Schwert beiseite und sie wirkte sehr müde. War ja verständlich, sie hielt ja wache nun war Hanna an der Reihe dies zu tun. Das es für die kleine Kämpferin schwer war ihr zu vertrauen konnte sie verstehen, sie wollte aber ihr auch den Schlaf geben den sie brauchte. Sie hat damit gerechnet das Sascha nein sagte und darauf bestand wach zu bleiben. Auch wenn ihre Augen schon mega klein waren, das sah man auch. Vielleicht würde sie früher oder später doch schlafen, so wie es Hanna getan hatte.
"Ich versteh dich, ich hab auch nicht so mit Menschen. Schon damals nicht, ich vermied Menschen. Außer einen Menschen......", sagte sie und schwieg dann. Mehr wollte Hanna dann auch nicht über sich preisgeben. Nur zeigen das sie Sascha sehr gut verstehen konnte und auch oft ihre Reaktionen. Auch wenn viele sie vielleicht für verrückt hielten, das tat sie nicht. Als die kleine nach der steinschleuder fragte, grinste sie leicht und nahm sie auch in die Hand.
"Ich hab sie von einer besonderen Person bekommen, ich war ein Kind und Sie machte diese für mich. Zeigte mir wie man Äpfel von Bäumen holen kann und so. Ich behielt sie und wurde damit sehr gut, besser als mit Schusswaffen.", sprach sie als sie diese in der Hand hielt. Dann reichte sie diese Sascha, damit sie diese auch mal in der Hand halten konnte.
" Sie ist leichter als ein Bogen, schnell zu verstecken und in die Hand zu nehmen. Steine oder sowas in der Art findet man ja überall. Was auch von Vorteil ist.", sagte sie weiter und gab sie ihr. Damit Sascha sich überzeugen kann von den was sie sagte.


Hanna sah sie an und dachte an ihre Liebste. Sie vermisste sie grad selbst, so sehr das sie ihren Worten kaum folgen konnte.
" Ja es musst alles stimmen, aber ich hab Jahrelang übung gehabt, das ich damit gut bin. Sehr gut. Vielleicht ist es verrückt, aber so kann ich gut umgehen und wie man sieht Überleben.", sprach sie ruhig zu ihr. Dann griff sie nach ihrer Kette und wurde nachdenklich. Gott grad war es mega schwer für Hanna. Sie hatt in den ganzen Jahren nicht ein mal über Sie geredet. Heute war es irgendwie soweit und sie sprach drüber, auch wenn sie keinen Namen nannte.
"Du bist Gut mit deinen Waffen und ich nur mit dieser einen.", sagte sie weiter und sah dann nicht mehr zu ihr. Ehe auf den Boden.



@Sascha Svaritas


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#10

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 03.01.2020 16:43
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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Sascha hob die Hand, legte sie auf den Kopf ihres schwarzen Vierbeiners, dem sie anschließend, sowie beruhigend, ein wenig das Fell kraulte, nachdem er sich anders hingelegt hatte. Die kleine Störung, durch Hannas hochschrecken, war nicht weiter tragisch, sondern für die Albino nachvollziehbar. Schlaf war ein Luxus, ein gefährlicher Luxus, vor allem wenn man allein ist und keinen Ort hatte, den man verriegeln konnte. Die Tür des Unterschlupfs, war zwar etwas beschwerlich zu öffnen, doch verriegeln ließ sie sich von Innen gar nicht mehr, da dass Schloss hinüber war und die Klinke fehlte. Immerhin, ließ die Tür sich so weit zu schieben, sodass lediglich ein Spalt übrig blieb, der nur eine leichte Brise hineinströmen ließ und ausreichte, um dem Feuer ebenfalls als Futter zu dienen. Denn ohne Holz und Sauerstoff würde es rasch erlöschen. Vor allem in der jetzigen Jahreszeit, erginge es den beiden Frauen ohne diese Dinge auch nicht anders, kam es hart auf hart, so hatte Sascha zumindest ihren Wolfshund, der sie wärmte, indem sie sich eng aneinander kuschelten. Die Blonde hingegen würde wohl erfrieren, könnte sie weder ein Feuer machen, noch sich in einen, halbwegs geschützten, Unterschlupf begeben. Ob sie das früher schon konnte oder auch erst im Laufe der letzten Jahre erlernt hat? Sascha schwirrten immer wieder solche Fragen durch den Kopf, so scheu sie auch war, mitunter auch feindselig den Menschen gegenüber, ihre Neugierde überwog manches Mal im Endeffekt. "Du musst dich nicht entschuldigen, ...dein Körper hat den Schlaf gebraucht." Winkte Sascha leise ab, ihre Hand hob sie sogar und machte sachte, eine entsprechende Handbewegung, denn das war wirklich kein Anlass um sich schuldig zu fühlen oder gar schlecht. Hannas Reaktion ließ aber die Vermutung zu, dass sie wirklich zu den netteren Vertretern der Gattung Mensch gehörte, vielleicht auch jemand war, der Anderen keine Umstände bereiten wollte oder gar Ärger. Auf jeden Fall machte sie bislang keinen aggressiven Eindruck, Sascha würde das zwar nicht ansprechen, doch sie war erleichtert, nicht weil es ihr, womöglich, das Gefühl der Überlegenheit gab. Was totaler Quatsch ist. Sondern sie sich dadurch, ein bisschen zumindest, weniger bedroht fühlte von der Anderen. Schon seltsam, schließlich war Sascha es, die Hanna angedroht hatte, mehr als einmal, sie zu töten und doch war der Antrieb dahinter, in Wahrheit nicht mehr, als Angst. Angst davor verletzt zu werden, sie musste beizeiten, auf die harte Tour lernen, dass Menschen jeden Moment der Schwäche ausnutzten und somit lernte sie, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Natürlich traute sie Hanna noch immer nicht, für den Moment jedoch, stufte sie diese nicht als unmittelbare Bedrohung, für sich, ihren Hund sowie Mr. Whooly, ein. Förderlich waren da natürlich auch die kleinen Konversationen, die sie Beide zwar recht verhalten, miteinander führten aber es war besser als stetiges, grimmiges Schweigen. Hanna hatte zudem eine nett klingende Stimme, was für Sascha kein Grund zur Entwarnung gab, diese aber angenehm zu hören war. Es war sicherlich nachvollziehbar, dass Sascha durch das Reden mit Hanna, versuchte weiterhin wach zu bleiben, sowie gegen den Drang, die Augen zu schließen, ankämpfte. Dass sie, erneut, zu gähnen anfing aber rasch die Hände vor den Mund hielt, weil alles Andere unhöflich wäre, schmälerte ihre Aufmerksamkeit aber nur ein klein wenig.

Jedoch wurde sie hellhörig, so wie das klang war Hanna auch nicht all zu oft unter vielen Menschen gewesen, jedoch sozial genug um jemand Besonderen kennenzulernen? Sascha war nicht sicher, sie konnte sich irren, denn was wusste sie schon über soziale Interaktion mit anderen Leuten? So gut wie nichts oder nur sehr wenig. Aber die Blonde wirkte irgendwie betroffen, es blieb natürlich Spielraum, diese eine Person, die sie nur andeutete, könnte ein Familienmitglied gewesen sein, ein Freund oder Freundin, vielleicht auch ein Vorbild oder wirklich jemand, der ihr Herz hatte höher schlagen lassen. Was davon zu traf, wusste Sascha nicht und sie traute sich auch nicht zu fragen, schließlich war das etwas Persönliches, sehr wahrscheinlich war besagte Person auch noch tot. Sie wusste aus eigener Erfahrung, dass manche Wunden nicht heilten, sondern man sich nur an den Schmerz gewöhnte und sie wollte auf keinen Fall, eine alte oder gar frische Wunde, von Hanna, wieder aufreißen mit ihrer Neugierde. Allerdings, wenn Hanna vielleicht darüber sprechen wollte, so hatte sie in der Albino eine ausgezeichnete Zuhörerin gefunden. Ihre müden, bloß noch halb offenen, Augen verfolgten prompt, aus Gewohnheit sowie Vorsicht, die Bewegungen von Hanna, als diese ihre Steinschleuder ergriff und ein wenig darüber erzählte. Nur kurz drifteten Saschas Gedanken ab beim Stichwort 'Äpfel', oh wie gerne würde sie einen Apfel essen aber es war nicht die passende Jahreszeit, tja und anders als früher, kann man Heute nicht mehr in einen Supermarkt gehen, um sich mal eben welche zu holen. Sie blinzelte kurz, rieb sich die müden Augen und versuchte ihren Fokus wieder auf Hanna zu lenken, welche die Isländerin, im ersten Moment verdutzt anschaute, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, als die Blonde ihr, die geliebte, Steinschleuder reichte. Etwas zaghaft streckte Sascha die bleichen Finger danach aus, schaute aber noch mal, zur Sicherheit, auf und zu Hanna vor, um sicherzugehen, dass es wirklich Okay war, bevor sie diese an sich nahm. Neugierig betrachtete die Kleinere der Beiden, dass simple aber effektive Werkzeug. Sie selbst konnte damit wirklich nicht viel anfangen aber es war interessant. "Dann ist die Steinschleuder mehr als nur eine Waffe für dich..." Flüsterte Sascha ihre Feststellung und schaute von der Steinschleuder auf, rüber zu der Blonden, welche an den Ring griff, den sie an einer Kette um den Hals trug. Er war Sascha schon zu Beginn ins Auge gefallen, bei sowas war sie wie eine Elster, allerdings war dieser Ring wohl weit mehr als nur ein Überbleibsel der alten Welt oder simpler Schmuck. Schließlich reichte Sascha die Steinschleuder zurück an Hanna, wenn auch nur kurz, huschte ein kleines, aufmunterndes Lächeln über ihre vollen Lippen dabei, bloß die richtigen Worte wollten ihr nicht einfallen. Sie war einfach nicht gut in solchen Dingen aber sie konnte nachvollziehen, warum diese Steinschleuder, für Hanna nicht nur zum Überleben wichtig ist.

"Danke, ..ich war schon als Kind fasziniert von den Samurai und wollte auch so kämpfen können, ...ich konnte dann mit neun Jahren Kendo, den Schwertkampf in ihrem Stile, lernen und bis heute habe ich dadurch überlebt." Es war viel wert, wenn man quasi fast sein ganzes Leben lang, den Umgang mit einer Waffe erlernte, sie es nun ein Katana oder eine Steinschleuder. Immerhin konnten sie Beide, mit Fug und Recht, behaupten Meister im Umgang damit zu sein, auch wenn man dennoch sich stets verbessern kann. Schließlich musste Hanna sicherlich auch, genau wie Sascha, weiter trainieren, um nicht aus der Übung zu kommen. Während Hanna zu Boden blickte, richtete Sascha ihren Blick hinab auf Mr. Whooly, den sie mit beiden Händen umfasste, sowie ein Stück hochhob, sodass er besser zu sehen war, sowie selbst mehr sehen konnte. "Mr. Whooly, ...war ein Geschenk,.. auch von einer ..besonderen Person. Zwar taugt er als Waffe nichts, ...aber er macht die Welt ein bisschen erträglicher." Gab Sascha doch mal etwas von sich Preis, ehe sie ihr Stoffschaf etwas zur Seite drehte, sodass Hanna dieses, in seiner Mini-Lederjacke und Augenklappe, in ganzer Pracht sehen konnte. Natürlich war schmutzig, abgegriffen und lange nicht mehr Schneeweiß, wie die Haut seiner Besitzerin aber dennoch unverkennbar ein Schaf. Sascha schob auf den kleinen Finger, unter das rechte, schwarz gehaltene, Ärmchen von Mr. Whooly, bevor sie dieses so etwas bewegte und Mr. Whooly somit der Blonden zuwinkte. Es war auch ein kurzer Augenblick, indem Sascha ganz unbeschwert lächelte, bevor sie ihr Schaf wieder an ihre Brust drückte und zum Feuer sah, während ihre Gesichtszüge sich aufgrund der Müdigkeit wieder entspannten, auch ihre Lider fielen vermehrt immer häufiger zu, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie Sascha den Kopf hängen ließ und eingeschlafen war. Im Laufe dessen, kippte sie irgendwann zur Seite, sodass ihr Kopf auf dem Rücken ihres Hundes auflag, sowie auf der Seite liegend, die Beine anzog, um sich so kleinzumachen, wie nur eben möglich. Ihr Stofftier behielt sie selbstverständlich fest an sich gedrückt, während ihr Hund, hörbar ausatmete, beinahe so als würde er seufzen, als er die dunklen Augen öffnete, mit denen er durch den Raum schaute und bei Hanna hängen blieb. Er mutete nicht feindselig an aber wachsam, schließlich war seine Besitzerin, wenn sie mal schlief, angreifbar und es war seine Pflicht, sie zu beschützen. Hanna konnte sich getrost bewegen, das Tier beobachtete sie lediglich, wirkte aber anders als bislang friedfertig, er schmatzte nur und leckte sich das Maul, dass sich trocken anfühlte, genau wie seine Nase, die er mit der rosigen Zunge befeuchtete. Man durfte nicht vergessen, dass alle drei, seit Stunden weder getrunken, noch gegessen hatten, weshalb der schwarze Wolfshund, ein wenig zumindest, den Eindruck erweckte als schaue er die Blondine erwartungsvoll an.

@Hanna Fields


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#11

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 05.01.2020 13:01
von Hanna Fields (gelöscht)
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Der Hund beruhigte sich schnell wieder, als seine Besitzerin ihn streichelte. Hanna wollte nicht jemanden erschrecken, aber ihr war auch nicht mehr bewusst gewesen mit jemandem hier zu sein. Jahrelang war sie alleine unterwegs, das was neues einen doch überraschte. Grad wenn man wach wurde, obwohl man nicht mal schlafen wollte. Ihr war es unangenehm beide so erschrocken zu haben, auch wenn sich die Situation schnell wieder entspannt hatte, war es nicht ihre Absicht gewesen. Das sah man ihr auch an, lügen lag echt nicht in ihrer Natur. Eine leichte Brise ließ Hanna frieren, auch wenn dies nur von kurzer Dauer war. Wäre es ihre Hütte hätte sie alles fest zu gemacht damit eben nichts hier an Kälte rein kam. Aber es war ja nicht ihre Hütte, also nahm sie ihre Jacke um diese wie eine Decke um ihren Körper zu legen. Es hielt sie warm, wie auch das Feuer und so war es auch angenehmer hier drin, falls wieder so eine kleine Brise Hanna ärgern sollte. Sie nickte leicht bei ihren Worten.
"Ja, ist eine Weile her das ich schlafen konnte. Zumindest sorgenfrei die Augen zuzumachen, ohne Angst haben zu müssen.", sagte sie leise. Ja alleine war es durchaus gefährlich. Eine Gruppe gab Schutz, was sie mal erleben konnte. Auch wenn es nur von kurzer Dauer war. Seit sie alleine unterwegs ist, war schlaf nur in Etappen zu machen. Die Gefahr das man überfallen wird, war einfach immer wieder aufs neue Groß gewesen. Irgendwie fühlte sie sich hier das erste Mal sicher, was auch ihr Körper schnell zu ließ. Sascha würde es wohl nicht verstehen, aber die Blonde traute ihr. Deshalb schlief sie hier ein. Auch wenn es eine Gefahr darstellte, aber als sie wach war sah sie es ja. Sascha sahs da, halb müde und hat Hanna nichts getan. Ihr Vertrauen zu schenken bereute sie in keinster Weise.
Die Blonde bot ihr an zu schlafen, da man Sascha durchaus die Müdigkeit ansehen konnte. Was nicht nur an den gähnen lag oder die kleinen Augen. Es war ihre Haltung und auch ihre Art, die Blonde kannte es. Diese Müdigkeit, vielleicht misstraute Sie Hanna noch immer. Aber sie Zeigte ihr die ganze Zeit, das siekein Ärger wollte oder einen Kampf. Hanna wollte nur Leben und das in ruhe, auch wenn dies kaum der Fall war. Man Kämpfte jeden Tag ums Überleben, deswegen war es mal gut, ein paar Stunden Pause von diesen Kampf zu haben.


Da Sascha müde war, wollte die Blonde sie auch nicht wirklich lange wach halten. Aber etwas reden tat ihr selbst gut. Sie vertraute ihr schon viel an, auch wenn es nur die Geschichte war, wie sie diese steinschleuder bekam und wie lang sie damit schon umgehen konnte. Ja man hörte raus das es nicht nur eine Waffe war, sondern viel viel mehr. Hanna gab ihr diese, sie sah ja wie fasziniert sie von dieser war. Es war ein Beweis das Hanna ihr vertraute und nickte. Ja es war Erinnerungen und viel was an diesen hang.
"Ja, es ist nicht nur eine Waffe. Es ist mit das kostbarste was ich besitze.", sprach sie leise zurück. Man sah es ihr an das es wirklich so war und viel mehr war, als nur eine Kampfwaffe. Als sie ihre Steinschleuder wieder bekam, schenkte sie ihr auch ein Lächeln. Hanna freute sich mal ein Lächeln von ihr zu sehen.
Die Blonde hielt noch immer den Ring in ihrer Hand. Es tat ihr gut diesen grad in ihrer Hand zu halten. Sascha sah ihn und die Blonde sah nun auch das sie dieses Schmuckstück sah. Sollte sie es ihr sagen, vielleicht kannte sie auch ihre Verlobte. Oder auch nicht? Hanna wusste es ja nicht genau.




"Der Ring ist nicht nur ein Schmuckstück, er ist ein Versprechen. Ich hab ihn vor der Apocalypse bekommen, von meiner Liebsten. Wir wollten Heiraten, aber dann kam alles anders. Sie gab mir auch die Steinschleuder, sie ist auch die einzige Person der ich Vertraue...... ", sagte sie zu ihr und ließ den Ring nicht mehr los. Hanna sprach es einfach aus, vielleicht klang es komisch. Komisch da sie Auf Frauen stand und eine Frau ganzs besonders Liebte. So sehr das sie nicht glauben wollte, das sie tot war. Dies konnte einfach nicht sein. Hanna lauschte dann ihren Worten, sie war früh das sie über Japan sprach und über die Samurai. Ein Land was ihr auch sehr zusagte und ihr gefiel. Da sie ja viel gelesen hatte, wusste sie auch viel drüber.
"Die Samurai und allgemein diese Kultur ist sehr schön und faszinierend zugleich. Sie waren die ersten die eine Rüstung hatten die leicht war........ Verzeih ich wollte nicht..... Ich hab viel gelesen und weiß deshalb sehr viel.", sagte sie zu ihr wieder sehr ruhig und still. Hanna bewunderte sie, das sie so gut kämpfen kann. Sie lernte es erst durch ihre Verlobte, aber sehr begabt war sie nicht. Aber es reichte sehr aus um zu Leben.






Sascha hob ihren Mr. Whooly hoch und sprach dann. Das er wichtig war, hörte man raus und sie lächelte leicht. Er war genauso wichtig für sie, so wie für Hanna der Ring und die Steinschleuder.
"Nicht alles muss als Waffe dienen, es muss nur besonders sein. Mein Ring ist ja auch keine Waffe, aber von Bedeutung für mich. Mr. Whooly klingt nett und das er dir das Leben erträglicher macht, glaub ich dir gern.", sagte sie und grinste sanft. Sie hätte auch gern so ein kuscheltier. Es würde vielleicht komisch aussehen, aber ihr war es genauso egal wie Sascha. Hanna fand es süß das sie Mr. Whooly zum winken brachte, es tat gut weil es so normal war in dieser schlimmen Zeit.
Auch Sascha lächelte unbeschwert und es tat nun ihr auch gut. Sie mochte es so, es war besser als das feindselige. Langsam kamen beide sich näher und vielleicht freundeten sie sich sogar an?
Sascha schlief dann ein, sie fiel sanft mit den Kopf auf ihren Hund. Hanna lehnte sich an die Wand und behielt die Tür in Auge, wie auch das Feuer. Beides war wichtig und sie wollte auch das Sascha in Ruhe schlafen kann. Ihr Hund blickte die Blonde an, erst dachte sie, sie hätte was falsches gemacht. Aber er sah dann doch nicht feindselig aus. Vielleicht hatte er durst gehabt? Hanna holte ihre Flasche raus und eine Schüssel aus ihren Rucksack. Sie hatte nicht viel Wasser, aber dies würde sie teilen. Deshalb machte sie was in die Schüssel und schob diese vorsichtig zu den Hund.
Etwas war noch in ihrer Flasche und nun trank auch Hanna Wasser. Nur um ihren Magen etwas zu befüllen, damit der Hunger auch etwas verschwinden kann.



@Sascha Svaritas


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#12

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 05.01.2020 15:29
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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Einen Moment lang sah die kleine Albino die Blonde nur schweigend an, in ihrem weißen Puppengesicht, dass sie deutlich jünger wirken ließ, als sie eigentlich ist, spiegelte sich auch keinerlei Emotion wider. Vermutlich könnte Sascha sich, wenn sie still stand, sowie nicht blinzelte, zwischen lebensgroßen Puppen, perfekt getarnt darin untergehen. Der Grund, weswegen sie Hanna so ansah, waren die Worte der Blonden, ihre Aussage darüber, dass sie schlafen konnte, ohne Angst haben zu müssen, obwohl sie nicht allein war oder gerade deshalb? So wirklich verstand die Kleinere der Beiden das nicht, was wohl daher rührte, dass Sascha sich im Klaren darüber war, dass sie hier diejenige war, die keinerlei Probleme damit hatte, andere Menschen, zu töten. Umso irritierender war es für sie, wenn Hanna, die bislang, obwohl sie eine Frau ist, so freundlich war und nette Dinge sagte. Sie tat sich schwer mit solchen Dingen, sie kannte den Unterschied zwischen ehrlich gemeinter Freundlichkeit, sowie jener, die ihr öfter entgegengebracht wurde, weil man etwas von ihr haben wollte. Eigentlich rechnete sie auch damit, dass auch Hanna nur eine Show abzog, doch je öfter sie mit ihr redete, ihr zuhörte und den Unterschlupf länger mit ihr teilte, umso deutlicher kristallisierte sich heraus, dass Hanna offenbar wirklich eine nette Person ist. Wie schockierend! Umso mehr da Hanna sogar ihre geliebte Steinschleuder an Sascha reichte, nur damit diese, die ungewöhnliche Waffe, inspizieren konnte, weil sie so neugierig war. Für sie selbst undenkbar, sie gab ihre Waffen nicht her, noch weniger Mr. Whooly, weshalb es viel aussagte, dass Hanna da ein wenig anders tickte, umso selbstverständlicher für die Albino, die Steinschleuder unbeschädigt zurückzugeben. Die offenbar nicht der einzige Schatz war, den die Blondine bei sich hatte, der hübsche Ring war natürlich ein Blickfang, zumindest für jemanden wie Sascha, die trotz wandelnden Toten, nun mal schöne und niedliche Dinge unglaublich toll fand. Schmuck inbegriffen, auch wenn sie selbst keinen trug, bis auf ihre schlichten schwarzen Ohrstecker, jeweils drei an jedem Ohr, sowie ein Bauchnabelpiercing. Doch Ringe, Armbänder, Ketten, alles Dinge die sie toll fand, doch hinderlich beim Kampf, weswegen sie darauf verzichtete. Aber trotz all ihrer kleinen Regeln, machte auch Sascha eine Ausnahme, ihr Stofftier hatte schließlich keinen Nutzen und es war der Grund, weshalb sie Hanna verstehen kann, weshalb sie etwas behielt, was ihr keine Hilfe war beim Überleben. Womit die Albino aber nicht rechnete war, dass die Blondine anfing darüber zu sprechen, wieso dieser Ring so besonders war.

Ihre schmalen Augenbrauen gingen prompt nach oben und ihre Augen wurden immer größer, je mehr Hanna erzählte, die offenbar auf Frauen stand. Dass sie so erschrocken drein schaute, lag jedoch nicht Hannas sexueller Orientierung zugrunde, sondern weil sie beinahe verheiratet gewesen wäre. "Dann muss sie auch sehr geschickt sein." Sagte sie, anstatt sich zu wundern oder gar zu pikieren, das Hanna auf Frauen stand und obwohl Sascha keine Optimistin war, nicht was Überlebenschancen von Menschen betraf, drückte sie sich bewusst so aus, als teilte sie Hannas Ansicht, dass ihre Verlobte noch lebte. Sascha war eine hoffnungslose Romantikerin, für die, die Liebe dann doch das blanke Überleben überwog. "Ich hoffe, ihr findet euch wieder." Flüsterte sie sogar, fast zuversichtlich klingend, trotz ihrer distanzierten Art, wünschte sie Hanna in Bezug auf ihre Verlobte aber wirklich, dass sie einander wiederfanden. "...wie ist das so? Ich..ich meine ..verliebt sein und zu wissen, dass man die Person gefunden hat, mit der man den Rest seines Lebens verbringen möchte." Fragte sie zögerlich, sie wollte keine Wunde aufreißen, wusste selbst aber nur das über die Liebe, was sie in Büchern gelesen und kitschigen Filmen gesehen hatte. Für Sascha spielte es auch keine Rolle ob Hanna Frauen liebte oder nicht, sie war, trotz ihres Misstrauens, dem weiblichen Geschlecht gegenüber, der Ansicht, dass man nicht entschied, wen man liebt, es passierte einfach. Wo die Liebe hinfällt, sagte man doch, nicht wahr? Und Liebe kannte keine Grenzen, sie scherte sich nicht um Geschlecht, Alter, Religion, Herkunft oder Hautfarbe. Das war Saschas Ansicht, die selbst definitiv Männer anziehend fand, doch niemanden verurteilen oder gar anfeinden würde, der andere Präferenzen hatte. Es kam auf den Charakter an, die Chemie, die zwischen zwei Personen herrschte und sie hoffte, auch wenn es unwahrscheinlich war, vielleicht auch eines Tages die Person zu finden, so wie Hanna es bereits getan hatte, mit der sie den Rest ihres Lebens verbringen will, ganz gleich wie kurz dieses sein mochte in dieser Welt. Zunehmend taute Sascha ja auch etwas auf, immerhin lernte die Blondine über die Albino nun schon, dass sie beim Thema Tiere, sowie Liebe, definitiv ein bisschen aus ihrem frostigen Schneckenhaus heraus gekrochen kam. Und auch nicht zurückschreckte, als diese ebenfalls Wissen, sowie die Faszination für die Samurais, durchblicken ließ. Denn als Hanna sich dafür entschuldigte, sah Sascha sie gar streng an und hob, nahezu mahnend, den linken Zeigefinger in die Luft. "Entschuldige dich niemals für dein Wissen!" Sagte die kleine Albino, wie so eine strenge Lehrerin, denn Sascha war selbst jemand, der unbewusst manchmal wie ein Klugscheißer anmutete, zumindest in Bezug aufs Überleben in freier Wildbahn. Jedoch sah sie nicht ein, sich dumm zu stellen oder sich gar zu schämen, für das Wissen, dass sie sich angeeignet hatte, daher brauchte und sollte Hanna das auch nicht tun. Sie war sich im Klaren darüber, dass sie viele Dinge, die für Andere alltäglich oder selbstverständlich sind, nicht wirklich verstand oder nachvollziehen konnte, doch die Dinge, über die sie Bescheid wusste, würde sie nicht unter den Teppich kehren. Sie war nicht dumm und Hanna, hatte aus ihrer Sicht, keinerlei Grund sich dafür zu schämen, so belesen zu sein.

Dafür verblüffte die Blonde Sascha mit ihrer Reaktion auf Mr. Whooly, diese fiel nämlich freundlich, positiv auf und die Albino hatte nicht das Gefühl, wie sonst, sich dafür schämen zu müssen, nur weil sie noch ein Stofftier bei sich hatte. "Er ist auch ganz nett, meistens jedenfalls, er kann auch sehr zynisch werden und ein loses Mundwerk haben." Flüsterte Sascha ihr, nachdem sie die Hand auf den Kopf des Schafes gelegt hatte, damit er nichts hörte, verschwörerisch zu. Ihr Schaf hatte es faustdick hinter den Ohren! Sie war aber froh, dass Mr. Whooly nicht zurück in seinen Rucksack musste, sondern in Saschas Armen verweilen durfte, da Hanna sich daran nicht störte oder darüber spottete. Sascha schlief eh schon schlecht, auch nie lange, meist war sie beim kleinsten Geräusch sofort munter, weshalb Mr. Whooly oftmals eine große Hilfe war um wenigstens zur Ruhe zu kommen. Die Erschöpfung trug den Rest dazu bei, dass die Albino einschlief und lediglich ihr Hund, über Hanna somit wachte. Der natürlich mit den Ohren zuckte, sowie etwas schnupperte, als jene aus ihrer Tasche etwas heraus holte, eine Flasche mit Wasser und eine Schüssel, die damit befüllt wurde. Der schwarze Vierbeiner schnaufte, knurrte aber nicht als Hanna die Schale zu ihm schob, trotzdem wartete er, bis sie die Hand wieder weggezogen hatte und dann erst hob er den Kopf, streckte sich etwas und begann hastig die Schüssel zu leeren, um seinen Durst zu stillen. Dauerte auch nicht lange und sie war im Nu geleert, sich das Maul leckend, sah das schwarze Tier zur Blondine und wedelte etwas mit dem Schweif, im Anschluss bettete er den Kopf wieder auf den Vorderpfoten, um zu wachen, während seine Herrin schlief. Sogar mal mehr als zwei Stunden am Stück, womöglich drei in dieser Nacht, denn draußen zwitscherten bereits die ersten Vögel, kaum dass sich der Morgen anschickte über das Land hereinzubrechen. Es dämmerte erst, war aber deutlich, dass ein neuer Tag angebrochen war. Die junge Frau rührte sich auch erst jetzt wieder, woraufhin ihr Hund, prompt den Kopf hob, sowie anfing ihr über das Gesicht zu lecken, bis Sascha leise lachend die Hand zwischen ihr Gesicht und die feuchte Hundezunge schob. "Ist gut...bin wach...bin wach..." Nuschelte sie, mehr oder weniger, im Halbschlaf bis sie sich doch dazu durchringen konnte, ihre Augen einen Spalt breit zu öffnen. Abgesehen von dem schwarzen großen Mischling, fiel ihr Blick als Erstes in Richtung Ofen und dem Feuerchen, dass noch immer vor sich hin knisterte. "Guten Morgen?" Flüsterte sie, rieb sich die müden Augen und hob den Kopf ein Stück an, sodass sie besser in die Richtung blicken konnte, wo Hanna zuletzt gesessen hatte. Es könnte ja sein, dass sie weg war, vielleicht auch nur die Beine vertrat oder an der gleichen Stelle verweilte wie zu dem Zeitpunkt, als Sascha eingenickt war.

@Hanna Fields


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#13

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 07.01.2020 13:00
von Hanna Fields (gelöscht)
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Vielleicht wirkte Hanna naiv, weil sie dies sagte oder auch weil sie schnell vertrauen fasste, obwohl es oft den Anschein gemacht hatte das beide sich töten wollen. Nur die Blonde sah immer das große Ganze und sah vielleicht sogar mehr in Sascha als sie in sich selbst sehen konnte. Egal wie angespannt das alles am Anfang war, so war es doch ganzs anders. Sie schenkte ihrdas Vertrauen was nötig war, was wohl ihr gegenüber nicht wirklich verstehen konnte. Oder hatte sie grad was verrücktes gesagt oder getan, das es dann gerechtfertigt war, wie sie die Blonde ansah? Sie wusste es grad selbst nicht so genau, was wohl auch daran lag das sie nicht böse dachte. Wieso auch? Hanna Spielte hier keine Rolle oder so, sondern war einfach Sie selbst. Auch wenn es sehr schwer war das zu sein. Sascha war ein gutes Beispiel dafür was Menschen aus einen machen können. Es war traurig in ihren Augen und es tat ihr Leid, das sie deswegen so Misstrauisch war und immer nur auf ein Angriff wartete. Nur dies tat die Blonde nicht, der Schlaf tat gut und sie fühlte sich besser. Ihre Hände wie auch Füße waren wieder warm, nur der Magen brauchte was um auch befriedigt zu sein. Beide lebten in der selben Welt und doch agierten sie anderst. Vielleicht könnte Sascha ihr doch etwas vertrauen schenken und schlafen können. Dies brauchte jeder und wenn man schon zusammen unterwegs war, war es doch noch praktischer schlafen zu können.




Es freute sie das die kleine Kämpferin ihre Steinschleuder in der Hand hielt und diese begutachtete. Es sah ja nicht wirklich wie eine Kampf Waffe aus, aber die war sie durchaus, wenn man mit ihr geübt war. Das würde Sascha schnell klar, aber sie war sicherlich schnell genug dies zu erlernen. Da war sich Hanna sicher, sie hatte eine Waffe und konnte sicherlich genauso gut Zielen und treffen wie Hanna mit ihrer Schleuder es tat. Als sie ihre kleine Waffe wiederbekam, dachte sie kurz nach und sprach dann das aus was ihr in den Kopf lag.
"Wenn du lust hast kannst du es mal versuchen, ich bin sicher du bist Talentiert genug einen Stein gegen ein Baumstamm schleudern zu können.", sagte sie zu ihr und lächelte sanft. Warum nicht, sie könnte es doch versuchen und vielleicht bekommt Sascha den Dreh schneller raus als sie selbst. Hanna hatte lang gebraucht um richtig treffen zu können. Oft hat sie sich selbst beinah erwischt, als alles andere. Es war gut das ihre Liebste da so geduldig war und ihr es immer und immer wieder zeigte, bis sie es doch konnte. Daran zu denken war schön, tat aber auch sehr weh. Es ist so lang alles her, das Erinnerungen nur noch Schmerzen. Sie wusste selbst nicht warum Sie über ihre Liebste sprach und über diesen Ring. Der ihr Verlobungsring war und dieser deshalb von so enormen Wert hat. Wäre das alles nicht so gekommen, wäre sie Verheiratet gewesen. Aber es sollte eben nicht sein. Wie sagt man so schön, nichts passiert ohne Grund. Nur diesen Grund verstand sie überhaupt nicht. Sascha sah sie mit großen Augen an, sie dachte schon das es komisch war, da Hanna Lesbisch war. Aber deswegen sah sie die Blonde nicht so an, es war ein anderer Grund den sie sogleich erfuhr.
"Sie kann besser überleben als ich...... Aber ob sie noch Lebt..... Ich glaub es kaum noch....", sie war ehrlich und da sie lang schon alleine war, sah sie da echt kaum noch Hoffnung. Da war die kleine Samurai doch Positiver gestimmt als sie selbst.



Hanna sah sie an, als sie ihre nächsten Worte vernahm.
" Schön aber auch Schmerzhaft, wenn man jemanden so tief in dein Herz lässt tut es weh, wenn diese Person nicht mehr bei dir ist. Als würde dir die Luft zum Atmen fehlen.", sagte sie und so fühlte es sich grad auch an. Als würde Hanna kaum noch Luft bekommen. Ohne ihre bessere Hälfte an ihrer Seite, fühlte sie sich oft verloren und alleine gelassen. Als hätte man sie getötet. Sascha konnte sie echt alles fragen, es störte Hanna nicht. Es war irgendwie gut mit jemandem überhaupt reden zu können. Aber sie war auch froh, Sascha näher kennenzulernen und mehr von ihr zu erfahren, auch wenn das noch nicht so viel war es war ein Anfang. Auch das beide von Samurais fasziniert waren, auch wenn Hanna leider nie in Japan gewesen war. Aber sie fand diese Land toll und die Kultur, sie hat viele Bücher verschlungen was man hörte, durch ihr Wissen.
"Weisst du ich hab mehr mit Büchern verbracht als mot Menschen. Ich war immer der Streber gewesen und außer meiner verlobten hatte ich nicht wirklich Freunde gehabt. Sie war der Kämpfer und ich, ja hatte das Wissen was man heute gut gebrauchen kann.", sagte sie und ja sie hatte sich entschuldigt. Es war oft so das man sie für dieses Wissen echt fertig gemacht hatte. Außer eine nicht..... Sie hielt immer zu ihr und war an ihrer Seite.



Hanna wollte nicht mehr an ihre Verlobt denken, die womöglich schon tot war. Nein es tat gut diesen kleinen Mr. Whooly kennenzulernen. Man sollte immer etwas Kindliches behalten und deswegen störte es sie nicht, das Sascha ein Kuscheltier bei sich hatte. In Gegenteil, es bewies nur das Hanna Recht hatte und ihr Vertrauen, Sascha gegenüber berechtigt war. Auch wenn sie stark und mutig war, so war sie doch noch unschuldig und zerbrechlich. Umso mehr Zeit beide verbrachten, zeigten sie der anderen ihr wahres Gesicht und das war wirklich schön.
"Kann er das ja, er sieht aber ehe wie ein netter Kerl aus.", sagte sie und grinste noch immer. So unbeschwert war Hanna selbst lange nicht mehr gewesen. Die Blonde war noch dankbarer, als Sascha einschlief. Sie brauchte wirklich diesen Schlaf und nun nahm sie sich ihn auch. Hanna hingegen war zu munter um schlafen zu können, also hielt sie das Feuer im Auge und legte immer etwas nach.


Es war gewagt den Hund was zu trinken zu geben, aber er hatte genauso durst gehabt, wie sie selbst ja auch. Deshalb teilte sie es auf und schob es zu ihn hin. Aber natürlich mit Vorsicht, nicht das sie doch noch gebissen wird. Aber er tat es nicht, er blieb ruhig und trank dann das Wasser.
"Gut nicht wahr...., natürlich kann er nicht antworten das war ihr klar. Aber so wie er trank musste er richtig durst haben. Er freute sich wohl darüber, da er mit den Schweif wedelte. Man könnte es auch anderst interpretieren, aber Hanna dachte das er sich so bedankte bei ihr. Die Nacht verging plötzlich wie in einen Zug. Die Blonde legte noch einmal an, als sie hörte das Sascha wach wurde oder ehe gesagt wach gemacht wurde von ihren Hund. Hanna sah rüber und sagte erstmal nichts, sie sollte erstmal wach werden und sich umsehen. Einfach damit sie realisieren kann wo sie war, nicht das sie sich so erschrecken würde wie es Hanna tat. Aber sie war ruhig und ihre Aussprache war es auch.
"Morgen...", sagte sie und setzte sich dann hin und schon die Tasche, die Beute von gestern in die Mitte. Gestern Abend waren beide zu kaputt um ihre Beute sich so richtig anzusehen. Aber heute hatten sie ja die Gelegenheit gehabt.


@Sascha Svaritas


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#14

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 10.01.2020 11:11
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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Mit großen Augen sah die Albino zu der Blonden, die ihr nicht nur die Steinschleuder, zum angucken, überlassen hatte, sondern ihr sogar anbot, diese selbst einmal auszuprobieren. Das klang in der Tat verlockend, schließlich lernte Sascha gern neues, man weiß schließlich nie, wann sich das mal auszahlen würde, daher zögerte sie nicht lange und nickte. "Sehr gern, auch wenn ich glaube, dass ich mich eher selbst abschieße, als irgendetwas Anderes zu treffen." Musste sie leise flüsternd eingestehen, zumindest in der Vorstellung klang das sogar witzig, jedoch konnte sie gern darauf verzichten, sich selbst mit einer Steinschleuder abzuwerfen aber auf jeden Fall würde sie es gern probieren. Schließlich konnte sie nur dann herausfinden, ob es ihr lag und das stetige Üben sich lohnte oder ob sie es bei einem einmaligen Versuch beließ, letztendlich war sie auch eher auf den Nahkampf trainiert, sowie versiert. Klar, sie hatte eine Schusswaffe und war eine gute Schützin, allerdings war ihre Desert Eagle eher die Notlösung, der letzte Ausweg, wenn ihr Schwert von Nachteil wäre, wie beispielsweise in sehr beengten Räumen. Außerdem war die Waffe laut und hatte auch ein nettes Gewicht, woran Sascha zwar gewöhnt ist, doch bewährt hatte sich meist ihr Schwert oder ihre Erfahrung im Kampfsport. Das machte sie, seit sie klein war, sowie Hanna da bereits mit der Steinschleuder übte. Womöglich entpuppte Sascha sich als grottenschlecht im Umgang mit der Steinschleuder aber vielleicht hatten beide dann sogar etwas zum Lachen. Auch wenn der Blonden, als auch der Albino, derzeit weniger zum Lachen zumute war und bei Hanna war es verständlich, Sascha konnte nur grob erahnen, wie schlimm der Verlust ihrer Liebsten war. Diese Ungewissheit, ob diese noch lebte und wenn ja, ob man sich jemals wiedersah. Alles, was Sascha da tun konnte war, ihr das Beste zu wünschen und die Daumen zu drücken, denn manchmal passierten die unmöglichsten Dinge in dieser Welt. Sie schloss also nicht von vorneherein aus, dass Hannas Verlobte noch am Leben war und deren Wege sich wieder kreuzten. Aber was wusste sie schon, von der Liebe oder wie es ist, von dieser Person getrennt zu sein. Zwar wusste sie, um den Verlust, eines geliebten Familienmitgliedes aber das war vermutlich nicht dasselbe, wie der Verlust des Partners, dem man sein Herz schenkte, sowie heiraten wollte. "Oh.." Mehr brachte die Isländerin nicht über ihre Lippen, als Hanna ihr auf die Frage antwortete, wie es war verliebt zu sein. Dann hieß das, jeder Atemzug schmerzte die Blonde oder war das eher metaphorisch gemeint? "Und...woher weiß man oder ...erkennt man, dass man verliebt ist?" Flüsterte die Albino und kaute auf der Unterlippe herum, es war ihr peinlich, solch eine Frage zu stellen aber sie wusste es einfach nicht, wen außer Hanna sollte sie denn fragen? Ihren Wolfshund etwa? Sie bezweifelte, dass dieser Experte in der Thematik ist oder ihr darauf eine Antwort geben könnte. Es war Sascha sichtlich unangenehm, so unbeholfen und weltfremd zu sein, bei einem Thema, dass doch selbstverständlich sein sollte, nicht wahr? Hoffentlich machte Hanna sich nicht über ihre Unwissenheit lustig, sie mied es auch in deren Richtung zu schauen, aus Sorge, dass die Blonde sie so ansah wie ...die gemeinen Kinder früher, in der Schule oder aus der Nachbarschaft.

Doch diese Sorge war womöglich unbegründet, denn es stellte sich heraus, dass Hanna früher selbst sehr zurückgezogen war, sowie sich lieber in Büchern verkroch, als mit unzähligen Kindern herumzutollen. Das hatte Sascha wahrlich nicht erwartet zu hören, entsprechend überrascht, blickte sie zu der Blonden rüber und ...schien erleichtert zu sein, dann war sie nicht die Einzige, die lieber ihren Hobbys nachging oder sich in den Büchern verkroch, anstatt unter Leuten zu sein, um Kontakte zu knüpfen. "Was..was war dein Lieblingsfach?" Wagte sie sich zu fragen, sicher, solche Themen schien heute total irrelevant zu sein, doch Sascha war neugierig, zumal Hanna, wie sie selbst, ein Teenager gewesen sein muss, als die Untoten anfingen rum zu laufen und alles über den Haufen warfen. Wenn die Blonde verlobt gewesen war, war sie entweder frühreif oder tatsächlich, ein paar Jahre älter als Sascha. So genau kann man das ja nicht sagen, zumal sie echt schlecht darin war, jemandes Alter einzuschätzen. Fakt war, Kinder und Jugendliche sind gruselig, ganz einfach! Hanna hingegen, wurde immer weniger gruselig oder bedrohlich, in den Augen der Albino, je länger sie sich mit dieser unterhielt und die beiden Frauen, etwas mehr über die Andere erfuhren. Ihre Miene erhellte sich nämlich prompt, denn entgegen ihrer Erwartung, verurteilte Hanna sie nicht oder sah sie komisch an, als sie ihr Mr. Whooly vorstellte, stattdessen sprach die Blonde sogar davon, dass dieser einen netten Eindruck machte. Natürlich hörte Sascha das gern, sie liebte dieses Stoffschaf mehr als ihr eigenes Leben, sie würde es beschützen, denn ohne dieses alte Plüschtier in ihren Händen, würde ihre kleine heile Welt, völlig zusammen brechen. Vermutlich würde sie sich dann freiwillig in die Arme der Beißer begeben oder sich die letzte Kugel in den Kopf jagen. Aus dem Grund, hütete sie Mr. Whooly wie ihren Augapfel, zwar mochte er nur ein Stofftier sein, zig mal von ihr geflickt worden aber am Ende, brachte dieses kleine Ding ihr ein bisschen Seelenfrieden, sowie eine Portion Schlaf, den ihr Körper dringend nötig hatte. Indes näherte sich Hanna ja auch ihrem Wolfshund an, zumindest dahingehend, dass diese ihm Wasser zum Trinken gab aber nichts unternahm, um dem Tier oder seiner Besitzerin zu schaden. Traurig, dass dieses Verhalten inzwischen eher die Ausnahme bildete, die Leute waren früher zwar auch nicht zwingend netter aber nun ja, man konnte zumindest noch dem eigenen Schatten trauen, was Heut zutage wirklich schwer zu sein schien, da wirklich überall Gefahr lauerte.

Die wenigen Stunden Schlaf wirkten jedoch wahre Wunder, obgleich Sascha vielleicht länger geschlafen hätte, wenn ihr Hund sie nicht wecken würde aber ihr war es lieber so, schließlich brach sie in der Regel sehr früh auf um weiterzuziehen, vor allem jetzt wo der Winter vor der Tür stand und sie noch immer, keine richtige Bleibe gefunden hatte. Der Unterschlupf hier war auch nur eine Notlösung für die Nacht, jedoch nicht zum Überwintern geeignet. Sich streckend, sowie gähnend, wobei Sascha rasch die Hand vor den Mund hielt, setzte diese sich langsam auf und erhob sich gänzlich. Ihre Beine kribbelten etwas, genauso ihre Finger, weshalb sie die Hände zumindest etwas aneinander rieb, um den Blutkreislauf in Schwung zu bringen. Dank Hanna, war das Feuer nicht erloschen und es weiterhin wohlig warm hier drinnen, trotzdem näherte Sascha sich der Tür, öffnete diese und ließ somit einen eisigen Windzug hinein. Oh, da fröstelte es sogar die Albino, welche aufgrund der kalten Luft jedoch gleich wacher wurde und außerdem musste ihr Hund raus, denn kaum, dass Sascha die Tür aufzog, flitzte dieser auch schon nach Draußen. Sie selbst hatte gestern kaum getrunken, daher musste sie im Augenblick auch nicht hinter den nächsten Baum. Jedoch trat sie kurz hinaus, schaute sich um und verengte die Augen aufgrund der Helligkeit, fröstelnd rieb sie sich die Arme bevor sie über die Schulter zu Hanna schaute. "Es dauert wohl nicht mehr lange bis es schneien wird." Flüsterte sie mit belegter Stimme in ihre Richtung, Raureif lag auf dem Laub am Waldboden, es war also nur eine Frage der Zeit, bis der erste Schnee folgen würde in den kommenden Tagen. Schließlich machte sie auf den Absätzen ihrer Stiefel wieder kehrt, schob die Tür zu, soweit es halt bei dieser ging, und nahm wieder Platz auf um ihren Rucksack an sich zu ziehen. "Oh, ich bin gespannt was in der Tasche ist." Sprach sie leise aber deutlich aufgeregt, fast wie ein Kind, dass es kaum erwarten konnte, das Weihnachtsgeschenk auszupacken aber bevor sie das taten, holte Sascha ihre Ausbeute auch dazu. Die Handtasche, die Schuhe, sowie die zwei Dosen und zu große Jeansjacke, schob sie ebenfalls in die Mitte ehe ihr Rucksack neben ihr wieder abgelegt wurde. "Du solltest die Schuhe nehmen, sie sind bestimmt zu groß aber du kannst sie ausstopfen, auf jeden Fall sind sie besser als ....das da." Meinte Sascha und deutete auf die kaputten, durch gelatschten Schuhe von Hanna. Wenn sie nicht aufpasste, starb sie noch deswegen und nicht wegen einem Beißer. "Oh!" Sie griff noch mal in den Rucksack, sie hatte ja auch ein paar Magazine gefunden, eigentlich nicht wichtig zum Überleben aber man hatte etwas zum Lesen, sowie zum Verbrennen. "Ich hab nur die Dose Frühstücksfleisch und... irgendwas gefunden, das Etikett ist ab." Die Handtasche sah sogar noch richtig gut aus, der Inhalt war mehr so Klimbim aber womöglich war etwas darin, dass für Hanna, irgendwie Nutzen hatte oder von Interesse war. Demnach war die Tasche, welche Hanna gefunden hatte, eigentlich der Hauptgewinn, sofern sich deren Inhalt nicht als totaler Flop herausstellte, aber das wollten sie ja herausfinden, daher zog Sascha die Beine an, schlang die Arme um die Knie und guckte die Blonde, voller Erwartungen, an. Es war ihre Tasche, ergo sollte sie diese ruhig auspacken.


@Hanna Fields


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#15

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 11.01.2020 12:37
von Hanna Fields (gelöscht)
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Hanna gefällt es das Sascha doch ja sagte und ihre Steinschleuder benutzen wollte. Sie wollte ihr unbedingt das mal zeigen, wie es ist und vielleicht würde es ihr auch mal helfen. Das wäre doch toll, sie lächelte als sie diese Bestätigung hörte.
"Mach dich nicht so klein, ich bin sicher du wirst besser sein als ich es war.", sagte sie und glaubte auch sehr daran. Hanna war echt ungeschickt gewesen, so sehr das sie wirklich lange gebraucht hatte um es zu schaffen. Aber Sascha dagegen, sie war eine richtige Kämpferin. Talentiert, da war sich die Blonde sicher. Wenn sie geschickt mit den Schwert, wie auch mit der Waffe umgehen konnte, warum dann nicht mit einer Steinschleuder? Das finden sie noch raus.
"Wenn du es gut kannst, dann zeig ich dir wie schnell man soeine Schleuder herstellen kann. Das ist wirklich nicht schwer.", gab sie zu es war wirklich sehr einfach. Leder brauchte man und ein wenig Zeit. Schon damals hatte man es getan, die Waffe war effektiv aber damals durch die Rüstungen nicht gut genug. Heute war es ja anderst, wenn man einen Stein an den Kopf bekam, der noch richtig Geschwindigkeit drauf hatte, dann fiel man um und stand noch nicht mal auf.
Hanna freute sich schon darauf, ihr das zeigen zu können. Sie als Lehrerin, das würde sicherlich lustig werden und ob sie ihr das gut bei brachte? Das würde sich in Laufe der Zeit rausstellen.


Das es für Sascha schwer war dies zu verstehen, die Liebe das war ihr klar. Das es Schmerzt, ohne seinen Partner zu sein das war ein Schmerz den man mit nichts vergleichen könnte. Es war schwer ihr oder jemanden das zu erklären. Aber auf ihre Frage hin versuchte Hanna ihr bestes es zu tun.
"Man spürt es, es ist ein Gefühl was man noch nie erlebt hat. Eine Wärme die dir selbst die Sonne, an einen heißen Sommertag nicht schenken kann. Es ist echt schwer das zu beschreiben. Du denkst laufend an diese Person, dein Herz schlägt höher und du willst überhaupt nicht mehr von dieser Person mehr weg. ", versuchte sie ihr zu erklären. Hanna tat sich aber schwer damit, weil es wirklich schwer ist was zu beschreiben, was man eigentlich nicht kann. Die Blonde gab sich aber Mühe, das es auch Sascha nachvollziehen kann. Vielleicht war es für sie peinlich, aber Hanna nicht sie half gern auch wenn es um das Thema Liebe ging. Sie hat schon schnell bemerkt, das ihr das Fremd war und da half sie ihr, sogut wie sie es kann. Es tat ihr ehe leid, das die kleine Kämpferin sowas nie erfahren hatte. Es war wirklich nicht schön, wenn man jemanden kaum Liebe schenkt oder ihr hilft das kennenzulernen.



Hanna war auch jemand, der Lieber was anderes tat als mit Menschen zu interagieren. Sie war wie Sascha eine Einzelgängerin. Es hat sie auch nie wirklich gestört oder so. In Gegenteil sie genoss die Ruhe richtig, wie auch das Lesen und Wissen was sie dadurch bekam. Sascha hatte sicherlich nicht Hanna so eingeschätzt, das diese Lieber am Lesen war, anstatt die gegend unsicher zu machen.
"Geschichte...... Es hat mich immer interessiert und ich war auch immer die beste in den Fach gewesen.", sagte sie und dachte daran. Ja die Geschichte hatte sie immer gefesselt und in ihren Bann gezogen. Es hielt sie nicht auf und sie war immer weiter im Stoff, als die Lehrer grad was dieses Fach anging. Sascha war neugierig und fragte sie aus, Hanna hatte nichts gegen. Sie war froh das beide normal sprechen konnten und nicht immer rennen mussten und nicht zu Sterben. Deshalb ging es ihr grad gut, weil die Themen irgendwie normal waren, okay in der Zeit nicht mehr. Aber mal an die Vergangenheit zu denken war schön, an Schule zu denken und nicht an die Toten.
Auch Sascha ihr Kuscheltier war süß und machte alles so normal wie es eben grad ging. Er war ihr wichtig und süß und das die kleine Kämpferin alles für ihn tat, war ihr klar auch ohne das sie es sagte. Man sah es ihr irgendwie an. Hanna wachte über Sascha, die nun schlief mit ihren Schaf in den Arm. Sie hatte einen ruhigen Schlaf gehabt und ihr Wolfshund tat es ihr gleich, nachdem er getrunken hatte.



Die letzten Stunden der Nacht vergingen und auch Sascha wurde von ihren Hund geweckt. Noch immer war es angenehm warm und ruhig. Nur das Feuer was Geräusche machte und der Wind, den man leise vernehmen konnte. Ihre Begleitung war nun auch völlig wach und ging zur Tür, vielleicht um zu sehen ob es sicher war oder Untote hier umher liefen. Ein kälter windhau kam ihr entgegen, es war kalt und noch sehr früh. Man roch es immer, zumindest hatte Hanna dieses Gefühl gehabt. Die Blonde hörte es, hörte das es wohl bald schneien wird das machte ihr Sorgen.
"Hoffentlich nicht, ich brauch kein Schnee.....", sagte sie leise denn sie wollte nicht riskieren das jemand beide entdeckt. Sascha kam zurück um endlich die Tasche zu öffnen. Sie war schwer, das wusste Hanna von Gestern noch. Aber was da drin sein könnte? Das sah man jetzt endlich. Sie war selbst aufgeregt und wollte unbedingt da rein sehen was es nun war. Aber vorher schob Sascha alle ihre Sachen hin. Als Hanna die Schuhe sah und ihre Worte hörte, grinste sie es war sehr nett das sie Schuhe fand.
"Danke", sagte sie und lächelte sie Schuhe hatte sie echt nötig und wenn sie zu groß waren, dann könnte man sie aus stopfen.
Sie nahm diese und warf die kaputten von ihren Füßen und zog sich die neuen an. Sie passten, vielleicht eine Nummer zu groß aber okay genug. Hanna lächelte sie war froh schuhe zu haben, die nicht kaputt waren, sondern zu.
"Danke.", sagte sie nochmal und freute sich echt. Sascha hatte noch die Handtasche gehabt, aber diese war grad ohne Bedeutung. Die Tasche die Hanna gefunden hatte, war wertvoller. Viel wertvoller. Sie öffnete diese sofort und sah was drin war. Die Blonde war sprachlos, es waren Waffen und Munition. Pistolen 3 Stück und ein paar Messer, sehr viel Munition und Dosen. Drunter waren Dosen, essen alles mögliche. Nun weiß sie auch warum es so schwer war.
Hanna schob die offene Tasche zu ihrer Begleitung.
"Deshalb war er so bessesen von dieser Tasche. Die ist voll mit Waffen und Essen.....", sagte sie leise und grinste. Die Blonde war nur scharf auf das Essen und vielleicht ein Messer, das andere könnte Sascha haben mit essen. Natürlich müsste man alles raus holen um noch mehr sehen zu können, kann ja sein das noch mehr drin ist, was Hanna noch nicht wahrgenommen hatte.



@Sascha Svaritas


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#16

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 13.01.2020 13:28
von Sascha Svaritas (gelöscht)
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Kaum zu glauben aber Hanna bot ihr nicht nur an, ihr zu zeigen wie man eine Steinschleuder benutzte, nein, sie wäre sogar gewillt ihr eine Eigene herzustellen, sofern Sascha genug Talent dafür aufbringen konnte. Offenbar schien die Blonde diesbezüglich auch recht zuversichtlich zu sein, anders Sascha, die wie so oft an ihren Fähigkeiten zweifelte, es dennoch aber probieren würde, allein um ihre Neugierde zu befriedigen. Abgesehen davon, womöglich machte es auch einfach nur Spaß, es passierte viel zu schnell, dass man in der heutigen Zeit vergaß sich auch mal zu amüsieren, sich nicht nur aufs nackte Überleben zu fokussieren und wenn man nicht mal die kleinen Freuden würdigte, sowie sich Zeit für etwas 'Sinnloses' nahm, wozu dann überhaupt am Leben bleiben? Leben und existieren sind zwei unterschiedliche Dinge, man verlor die schmale Grenze zwischen diesen Dingen, leider viel zu schnell aus den Augen. Iih, Sonne, dachte Sascha sich im ersten Moment wohl auch nur, als Hanna ihr, zumindest versuchte, zu erklären wie sich Liebe oder viel mehr das verliebt sein anfühlte. Vermutlich hätte sie selbst einen anderen Vergleich genommen, doch wichtig war nur, dass sie verstand, worauf Hanna hinaus wollte und es klang, ließ man die Metapher mit der Sonne mal bei Seite, im Grunde ganz schön aber auch schmerzhaft zugleich. Denn so wie Hanna darüber sprach, wie Liebe sich anfühlte, so erschien es der kleinen Albino nur logisch, dass das Fehlen der geliebten Person im Gegenzug die Hölle sein musste. Also war es dann vielleicht doch besser, sich nicht zu verlieben? Eine schwierige Frage, die wohl Niemand deutlich beantworten könnte, zumal jeder ein anderes Empfinden besaß. "Klingt einerseits nach Abhängigkeit, ...auf der anderen Seite aber auch ...schön, glaube ich?" Nuschelte die kleine Isländerin leise vor sich hin, Liebe war so komplex, einerseits wünschte sie sich nichts mehr, doch wenn sie sah, wie Hanna unter dem Verlust ihrer Liebsten litt, selbst wenn diese noch leben mochte, erschien es ihr nüchtern betrachtet besser sich nicht zu verlieben. Nur hatte man darauf keinerlei Einfluss, so viel wusste sogar sie aber da sie Menschen mied, passierte ihr sowas zum Glück auch nicht. Vermutlich starb sie irgendwann allein im Wald, was nicht weiter tragisch wäre, vor dem Ausbruch wäre das schließlich auch nicht anders gewesen, zumindest ging sie davon aus. Jedoch war sie hellhörig als Hanna ihr Lieblingsfach offenbarte, da machte die kleine Albino durchaus große Augen, womöglich deshalb, weil Hanna, zumindest in ihren Augen, wie jemand wirkte, der bei den Cheerleadern gewesen ist, auf Partys ging und Jungs den Köpfen verdreht. Gut, in ihrem Fall wohl Mädchen aber so konnte man sich irre, was sie ehrlich gesagt gut fand! "In Geschichte war ich nie sonderlich gut, obwohl ich es mochte aber...Kunst, Musik und Sport...das hat Spaß gemacht, ..naja ohne die Anderen wäre es besser gewesen." Sie schwelgte kurz in Erinnerung und seufzte leise, auf ihren weißen Wangen zeichnete sich sogar eine leichte Röte ab, ehe sie plötzlich verlegend kichernd die Hände an diese legte, sowie zu Hanna rübersah. "Hattest du auch einen Schwarm...unter den Lehrerinnen? ..ich fand meinen Sportlehrer ganz toll..." Gestand sie ihr hinter seitlich vorgehaltener Hand und teilte somit eines ihrer größten Geheimnisse mit Hanna. Ihre Wangen glühten förmlich, je länger sie darüber nachdachte und ihr bewusst wurde, dass sie es einfach ausgeplaudert hat gerade! Das war ja furchtbar, oh hoffentlich dachte Hanna nun nicht schlecht oder noch schlechter über sie, als es bereits der Fall war. Doch solche Gespräche hatte sie früher nie geführt, mit wem den auch? Gab ja niemanden, etwas das der Blonden nur all zu vertraut zu sein schien.

Der neu angebrochene Tag hielt hoffentlich ein paar positive Überraschungen parat für die jungen Frauen, immerhin war ihnen beiden Schlaf vergönnt gewesen, zwar nur im Wechsel, doch es war eine lehrreiche Erfahrung, denn keine der Beiden tat etwas, um der Anderen zu schaden, obwohl man im Schlaf am verwundbarsten ist. Doch Hanna, als auch Sascha, koexistierten friedlich und auch ihr großer Mischling verhielt sich friedfertig, als am Morgen wieder etwas mehr Leben in den Unterschlupf kam. Gestern waren sie ja nicht dazu gekommen die Ausbeute zu teilen, sowie die schwere Tasche zu plündern, die hoffentlich den Ärger mit dem Kerl im Diner wert gewesen ist. Sascha machte auch den Anfang, nachdem sie draußen kurz die Lage gecheckt hatte, sowie frische Luft schnappte und in den Unterschlupf dringen ließ, der Sauerstoff war fast aufgebraucht, das machte nur schläfrig. Etwas das sie sich nicht leisten konnten, immerhin schwächte das auch die Konzentration, sowie die Aufmerksamkeit. Wobei Letztere, für die Albino sehr schnell auf die prall gefüllte Tasche von Hanna fiel, der sie schweigend dabei zu sah, als diese ihr altes kaputtes Schuhwerk förmlich von sich warf, um dann in die intakten, wenngleich etwas zu großen, Schuhe zu schlüpfen. Sascha lächelte ja sogar und wurde ein bisschen verlegen, es war ihr etwas unangenehm, denn Hanna bedankte sich immer wieder, es war so ungewohnt aber erfreute die Kleinere der Beiden insgeheim. "Ich bin froh, dass sie zu passen scheinen, halbwegs." Zur Not konnte Hanna ja die Zeitschriften zum Ausstopfen nutzten, die zusammen gerollt in der Handtasche steckten, welche Sascha erbeutet hatte aus einem der Spinde. Ganz gespannt schaute sie auf Hannas Hände, welche die Tasche schließlich öffneten und den Inhalt Preis gaben oder zumindest Einblick gewährten. Oh, sie machte große Augen, jedoch wich die Überraschung ungewöhnlich schnell und mit ernster Mine griff Sascha nach einer der Pistolen, nachdem Hanna die Tasche ihr zugeschoben hatte. Die kleine Albino prüfte den äußeren Zustand, eine 34 Glock, Standardmodell, sie ließ das Magazin herausgleiten und stellte fest, es war komplett gefüllt. Den Schlitten zurückgezogen, sprang die Kugel im Lauf hervor, welche die Albino auffing, sowie ebenfalls unter die Lupe nahm. Sie wollte sehen, ob die selbst gemacht war oder noch von früher stammte. Sie legte die Glock, das volle Magazin und die einzelne Kugel, ganz ordentlich aufgereiht auf den Boden vor sich. "Ich gucke mir die anderen beiden an, reihst du die Vorräte auf?" Fragte Sascha, die für einen winzigen Augenblick, als sie zu Hanna rübersah, wieder freundlicher wirkte aber dieser Ausdruck gleich wieder schwand, kaum dass sie die zweite, deutlich größere und schwerer Pistole in der Hand hielt. Sascha war keine Expertin, sie weiß wie man eine Schusswaffe bedient, viel hatte sie sich von Anderen abgeschaut, manches durch rumprobieren und vor allem viel Übung gelernt. Jedoch setzte sie nach wie vor auf ihr Schwert, es schadete jedoch nicht, zu wissen wie man eine Waffe bedient und damit schießt, ohne sich selbst, aufgrund des Rückstoßes, damit auszuknocken. Auch die dritte Waffe holte sie aus der Tasche, die Messer waren vorerst unwichtig, sie prüfte, wie die Glock zuvor, den Zustand der beiden anderen Schusswaffen, deren Magazine und warf die Kugel im Lauf aus, sodass diese unscharf, sowie vorerst ungefährlich waren. Alle drei breitete sie fein säuberlich sortiert auf dem Boden aus, inzwischen hatte sie im Schneidersitz Position bezogen und legte abschließend die Hände in den Schoß, um dann zu Hanna zu schauen. "Kannst du mit Schusswaffen umgehen? Du kannst eine haben, ich würde, falls es dir nichts ausmacht, die anderen zwei behalten und vielleicht irgendwo eintauschen." Im Grunde waren sie nutzlos, nur von einer der drei Waffen, konnte sie die Munition verwenden, da ihre Waffe aber stets der letzte Ausweg ist, würde sie diese wohl eintauschen oder sogar liegen lassen. Bloß die Munition war auch ohne Schusswaffe nützlich, wegen dem Schießpulver darin. Sie schob sich eine ihrer weißen Strähnen hinters Ohr und biss auf der Unterlippe herum, zwar horchte sie auf, als das Laub nahe des Unterschlupfes raschelte, doch es war nur ihr Wolfshund, weshalb sie wieder die hoch gezogenen Schultern sinken ließ. "Weißt du, ob es in der Nähe Siedlungen gibt oder einen ..Handelsplatz?" Zwar mied sie Menschen, inzwischen war aber auch ihr bewusst, dass Einige von ihnen sich zusammen gerottet hatten. Selbst einzelnen Händlern war sie schon begegnet oder na ja, sie hatte sie heimlich beobachtet, aus sicherer Entfernung.


@Hanna Fields


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#17

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 17.01.2020 15:26
von Hanna Fields (gelöscht)
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Es war nicht nur die Zeit, die Hanna über dieses Angebot nachgedacht hatte. Sondern sie wollte ihr Wissen weiter geben. Es gab kaum noch jemand, der so wie Sie dieses alte Wissen hatte. Hanna wollte nicht das es verloren ging, das wäre schlimm gewesen. Ein wissen was ausstirbt, sie wollte dieses unbedingt teilen. Sascha war eine sehr Talentierte Kämpferin und auch sehr begabt, was das Überleben anging. Wenn die Blonde ihr noch dem Umgang mit einer Waffe zeigte, die immer und jederzeit Munition hatte, umso besser.
Vielleicht tat es auch mal gut, einfach mal was zu tun, was nicht immer mit Töten zu tun hatte. Sie wollte einfach auch mal abschalten, wie man das so damals immer gesagt und getan hatte.

Hanna tat sich schwer, Sachen zu beschreiben oder über Gefühle reden. Es war noch nie so ihrs gewesen. Sie war ehe die Art von Frau die darüber nie sprach. Deshalb fiel es ihr so schwer, Sascha zu erklären wie es wohl sei. Sie hoffte das ihr gegenüber es verstehen könnte und das es nicht so verrückt klingt, wie es grad wohl klingt.
"Es ist wohl eine Mischung aus beiden, abhängig ja aber irgendwie auch auf eine gute Art und Weise.", sagte sie zu ihr. Es tat zurzeit weh, da sie keine Ahnung hatte wie es ihre Verlobte ging oder ob diese überhaupt noch Lebte. Es war sehr unwahrscheinlich, das war ihr schon klar. Umso länger Hanna alleine blieb, umso deutlicher war es. Sie wünschte sich oft, sich nicht verliebt zu haben. Dann würde Sie niemanden vermissen, ein Vorteil den Sascha hatte das war klar. Ihr blieb das Glück nicht, sie musste leiden und damit Leben, vielleicht auch damit klar kommen allein zu sein.


Es war gut das Sascha über die alte Zeit sprach. Hanna gefiel es und sie dachte auch sofort an die Schulzeit zurück. Wie einfach das alles war und wie schwer man sich das Leben doch gemacht hatte.
"Kunst ja oder Sport da geb ich dir recht. Auch mit den anderen Schülern.", sagte sie mit einen sanften Lächeln. Gott es war so lang her und doch fühlte es sich so nah an, als wäre es erst passiert. Hanna lachte dann leise bei ihren Worten, sie lachte diese nicht aus. Es war ehe süß das sie sich schämte, weil sie es laut sagte. "Nein, also nicht so wirklich ich hab meine Musik Lehrerin angehimmelt, aber ich würde nicht sagen das es verliebtheit war oder so. Ehe Bewunderung oder was in der art.", sagte sie und ihre Wangen wurden selbst auch leicht rot. Hanna schmunzelte drüber, es war als würden zwei Freunde über jungs und der gleichen reden. Ein Gefühl was sie Jahrelang nicht mehr besahs.



Der Tag ging für die beiden Frauen, ruhig zu. Sascha ließ etwas Luft in den Raum, der auch nötig war. Die Kälte kam genauso reingeschlichen wie der Luftzug. Hanna hasste Winter, ohne eine Gruppe oder Siedlung würde es wieder ein Harter Winter werden. Sie fürchtete das sehr, aber irgendwie würde man überleben können, sie gab ihr bestes. Deshalb war diese Tasche von enormer Bedeutung, sie hoffte das mehr essen und Verbandskasten, Medikamente dabei waren. Solche Sachen, die einen helfen konnten. Waffen brachten Hanna nicht viel, so gut war sie nicht und würde sich ausversehen, selbst eine Kugel durchs Bein jagen. Sascha hatte ihr die Schuhe gegeben und darüber war sie sehr dankbar, mehr wie nur dankbar. Wenn man sie ausstopfen würde und dann noch mit Fell versieht, dann würde der Winter, für die Füße nicht so hart werden. Hanna nickte bei ihren Worten, sie reihte die vorratsdosen auf. Fleisch, Gemüse, Suppen, Obst, die Auswahl war riesig. So wie die Tasche es war, wie viel darin noch war.? Das sah man schlecht, diese Tasche glich einer Sporttasche, aber mit sovielen Fächern, die man erstmal durchsuchen musste. Sascha nahm sich die Waffen vor, die Blonde hatte keine Ahnung davon was sie tat. Nicht richtig, ihre Verlobte tat dies auch immer, aber Hanna hatte keinen Bezug damit.
"Du kannst alle Schusswaffen haben, ich würde mich nur selbst damit töten.", gab sie ehrlich zu. Hanna konnte damit echt nicht umgehen, da waren sie bei Sascha besser aufgehoben. Als sie ihre Frage vernahm nickte sie so halb.
"Ich hab ein paar Händler getroffen, aber diese Leute würden uns für diese Waffen töten, ohne einen Handel zu wollen oder noch schlimmer.", sagte sie ehrlich zu, sie kam mal in soeine Situation. Hanna wollte nur eine Waffe für Essen tauschen, leider muss man dazu sagen musste sie den Mann töten, um selbst zu überleben. Sie hasste es, aber er ließ ihr keine Wahl. Sie wollte Sascha in keine Gefahr bringen. Das waren die Waffen es nicht wert, ihre Leben zu riskieren.
"Ich hörte von Gruppen, die gut sind. Aber ich will keine Menschen sehen oder so. Es ist zu riskant und Worten kann man kaum glauben Schenken.", sagte sie beinah ängstlich. Hanna wollte nicht von der Hand eines Mannes Sterben, da würde sie die Waffen doch selber behalten und schauen wie man Kugeln für diese herstellen kann.


@Sascha Svaritas


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#18

RE: Jägerunterschlupf

in Umgebung 27.02.2020 19:28
von Hanna Fields (gelöscht)
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