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WELCOME SURVIVOR

Wir sind ein seid 2013 – bestehendes Endzeit Forum angelehnt an die Serie AMC's The Walking Dead. Die AMC-Serie dreht sich um eine Gruppe von Menschen, die sich plötzlich in einer postapokalyptischen Welt wiederfinden, die von Zombies übersät ist. Überleben heißt nun das oberste Gebot der Stunde. Alles hat damit angefangen als Rick Grimes aus dem Koma erwachte und sich in einer Welt voller Untoten zurecht finden musste und nach seiner Familie suchte. Ab dann begann ein Leben voller Ereignisse, die einen Menschen ewig prägen würden. Höhen und Tiefen, welche immer wieder eintraten. Die Story von TWD verläuft aktuell bei uns bis zu Negan's Gefangenschaft, ab dann handeln wir frei nach bestimmten Ereignissen und der Endzeitthematik. Aufgeteilt in vier, verschiedenen Kolonien und einzelnen Gruppen bieten wir Abwechslung und Spannung für jeden Seriencharakter und Freecharakter. Auch Charaktere aus den Schwesternserien AMC's Fear The Walking Dead & AMC's The Walking Dead: World Beyond sind bei uns mit angepasster Storyline spielbar. Egal wie du dich entscheidest – Dein Kampf gegen die Untoten und Lebenden erwartet dich hier.

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A CHANGE IS GONNA COME

Der Herbst hat sich angekündigt. Der Monat in dem sich die Blätter färben und die Tage kürzer werden. Mit niedrigeren Temperaturen und langanhaltenden Regenfällen ist zu rechnen. Während es Morgens und Abends starker Nebel auftreten kann.

#141

RE: Wälder

in Umgebung 23.02.2021 16:09
von Gwen Lou Johnson | 263 Beiträge

Kaum war die Bahn frei und die Frau in Ivars Sichtfeld getreten, flog die Wurfaxt in Richtung des Beißers, in dessen Kopf sie auch schließlich stecken blieb. Sichtlich beeindruckt sah Gwen zu, wie der Infizierte in sich zusammensackte. Bei ihrer Treffsicherheit wäre die Axt wahrscheinlich an dem Beißer vorbei und in das Innere des Hauses gesegelt… „Jeder Zeit.“, erwiderte sie mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. Kurz darauf setzte auch sie sich in Bewegung, um, wie von Ivar gebeten, den anderen Beißer ein Stück zur Seite zu ziehen, so dass ihr Fluchtweg nicht von unnötigen Hindernissen blockiert wurde. Als sie fertig war, wischte sie sich die Hände an der Hose ab. In all den Jahren, die sie nun schon zusammen mit den Infizierten verbracht hatte, hatte es Gwen immer noch nicht ganz geschafft den Ekel, den sie jedes Mal verspürte, wenn sie einen Beißer anfassen musste, abzulegen.
Dicht hinter Ivar folgte sie ihm in das Innere des Hauses. „Wie wäre es, wenn du nach einer Kamera suchst und dabei alles was sonst noch brauchbar aussieht einsteckst und ich schaue mich mal in der Küche, dem Wohnzimmer und vielleicht noch im Bad um.“, erwiderte sie als der Dunkelhaarige ihr seine Vorschläge unterbreitet hatte. „Wenn wir fertig sind können wir uns entweder hier treffen oder der eine macht sich auf die Suche nach dem anderen.“
Während Ivar sich auf die Suche nach einer Kamera begab, durchkämmte Gwen zu erst die Küche. Tatsächlich standen noch einige Küchengeräte herum, die nicht in einer all zu schlechten Verfassung waren und aus denen sie ein paar Teile ausbauen konnte, aber vom Kühlschrank ließ sie die Finger. Sie wollte weder wissen, wie es im Inneren aussah, noch wollte sie das Ding sonst irgendwie berühren. Bei ihrem Glück zog sie sich dabei eine Schimmelpilzvergiftung zu. Nachdem sie mit der Küche fertig war, folgte das Wohnzimmer. Dort gab es zwar nicht all zu viel zu holen, aber ein paar Kabel, Schrauben und andere Teile ließen sich dennoch auftreiben. Sie entdeckte sogar eine alte Taschenlampe, jedoch leider ohne Batterien. Anschließend folgte das Gästebad, wo sie nicht mehr als die Aufhängungen eines alten Spiegels erbeuten konnte und zum Schluss kam das Badezimmer im oberen Stockwerk an die Reihe. Hier gab es wieder etwas mehr zu holen, aber die meisten Sachen fasste Gwen erst gar nicht an. In den Fluren baute sie ein paar Verkleidungen von Steckdosen aus, hauptsächlich, um an die Schrauben zu kommen, ehe sie sich in Richtung des Treffpunktes begab. „Ich wäre dann soweit!“, rief Gwen durch das Haus, um Ivar bescheid zu geben. Die Brünette wusste nicht genau wie lange sie gebraucht hatte, aber etwas Zeit dürfte das Ganze in Anspruch genommen haben.
Am Treffpunkt angekommen sah Gwen noch einmal die erbeuteten Sachen durch und sortierte hier und da doch noch etwas aus. Da sie mit weniger gerechnet hatte, war die Brünette relativ zu frieden. Außerdem hatte Ivar bestimmt auch noch etwas gesammelt und wenn es für Manuel und Dave nicht komplett beschissen gelaufen war, war die Besorgungstour definitiv nicht umsonst gewesen. Und das beim ersten Haus sagen zu können, musste schließlich etwas heißen.



@Ivar O Bryan

// können wir gerne machen. Willst du dann beim nächsten Post, oder soll ich dann? xD



Ivar O Bryan findet das nice
1 Mitglied kümmert sich drum!
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#142

RE: Wälder

in Umgebung 10.03.2021 01:12
von Ivar O Bryan | 2.004 Beiträge

Stolz grinste Ivar seine Begleitung an, nachdem er die Axt zielsicher mit einem Wurf in dem Beißer versenkt hatte. Dieses Können hatte ihm viel Zeit, Schweiß und Nerven gekostet und einige Blasen und andere kleine Verletzungen eingebracht. Zuvor hatte er sich immer nur mit dem Messer und einem Gewehr verteidigen können, doch wenn man auf dem Bauch auf dem Boden lag, grenzte es fast schon an einer neuen Sportart das Gewehr zu laden, zu zielen und dann auch noch zu treffen. Aus diesem Grund hatte er auf andere Angriffs- und Verteidigungsmaßnahmen wechseln müssen.
Schnell waren die Beißer aus dem Fluchtweg geräumt und sie konnten dann endlich das Haus erkunden und plündern. Als Gwen vorschlug, wie sie die Arbeit aufteilen könnten, nickte Ivar und stimmte auch verbal ihrem Vorschlag zu. Er würde also sich nach einer Kamera umsehen und alles einpacken, was er für brauchbar empfand und die Expertin suchte gezielt nach den Teilen, die sie brauchte.
„Ich würde sagen, wir treffen uns einfach. Beziehungsweise ich suche dich, denn ich kann dir noch helfen. Meine Suche kann man schließlich einfach unterbrechen, da ich nichts Wichtiges suche und so können wir auch sofort zum nächsten Haus dann gehen.“ gab er dann am Schluss von sich. Dann stand der Plan und sie machten sich ans Werk.
Ivar ging als erstes in den ersten Stock. Oben angekommen musste er erst einmal kurz sich hinsetzen, denn so steile Treppen waren ziemlich anstrengend. Nachdem er kurz seine Arme entlastet und gestreckt hatte, kroch er zu dem erstbesten Zimmer. Es war ein Arbeitszimmer, in welchen Ivar sofort alle Schubladen durchsuchte, ob er eine Kamera fand. Leider eine Fehlanzeige, doch er konnte zumindest ein paar Stifte und Papier einstecken, die er für seinen Papierkram gut verwenden konnte, sowie eine verschlossene Flasche Bourbon, die auch prompt in seinem Rucksack landete. Den Rechner ließ er einfach an Ort und Stelle. Der Ire ging nicht davon aus, dass sich darin etwas befand, was Gwen nützlich sein konnte.
Anschließend erkundete er drei Schlafzimmer. Das erste gehörte der Frau und bot nicht wirklich spannendes, außer man stand auf geblümte Vorhänge und solch altmodischen Krempel. Trotzdem durchwühlte er die Schubladen und den Schrank. Kein Anzeichen von Technik oder anderen nützlichen Sachen. Die meisten Klamotten waren auch von Motten angefressen und somit unbrauchbar.
Auch in den beiden anderen Zimmern waren die Klamotten nicht brauchbar, doch er fand ein paar Packungen Glühbirnen, die zum Papier, den Stiften und dem Alkohol dazukamen. Zusätzlich fand er tatsächlich eine Polaroid-Kamera mit einer Packung Fotopapier. Doch als er ein Foto von sich machte, bildeten sich auf dem Papier nur schwarze und weiße Flecken, die ineinander verschwammen. Ob dies an dem Papier oder der Kamera lag, musste wohl Gwen oder jemand anderes mit mehr Ahnung herausfinden. Doch einstecken würde er den Fund auf jeden Fall. Eventuell konnten sie die Kamera reparieren oder mussten nur geeignetes Papier finden oder herstellen.
Ansonsten fand er nur technischen Kleinkram, den er Gwen am Ende präsentieren konnte, damit sie entschied, ob er eine komplette Niete zusammengesucht hatte oder doch etwas Brauchbares dabei war. Während er dann im letzten Zimmer war, hörte er Gwen von unten rufen, dass sie alles hatte, weswegen er sich auf dem Weg zu ihr machte.
Gerade als er beim Flur angekommen war, schmerzen plötzlich seine Beine. Es war als hätte jemand ihm gegen diese getreten. Kurz legte er sich einfach mit einem leisen aufstöhnen ganz auf den Boden und ließ den Schmerz über sich gehen. Meist kündigte solch eine Schmerz eine Überbelastung der Beine an, was in diesem Fall nicht sein könnte, oder einen Wetterumschwung, der sich in seinen gebrochenen Beinen bemerkbar machte. Jedoch nur selten in solch einer Heftigkeit und meist flaute der Schmerz anschließend auch wieder ab. Dieses Mal jedoch nicht. Er nahm eher etwas zu, weswegen der Dunkelhaarige auch nicht weiter am Boden rumliegen wollte, sondern die Zähne zusammenbiss und sich zur Treppe begab. Diese rutschte er wie ein kleines Kind hinab, da dies die schnellste Möglichkeit war.
Unten angekommen schob Ivar Gwen vorerst wortlos den Rucksack zu, damit sie sich seine Fundstücke ansehen und aussortieren konnte. Dann rieb er sich über die Beine und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Bis jetzt hatte seine Begleitung nur einmal mitbekommen, dass er mit seinen gebrochenen Knochen das Wetter hervorgesagt hatte. Sie hatten geschmerzt und er hatte sie gerade rechtzeitig zu einem Haus geführt, wo sie sich und die Pferde hatten unterstellen können, bevor aus heiterem Himmel ein Platzregen aufzog und sie ohne diese Vorwarnung komplett durchnässt worden wären. Damals hatte er jedoch nicht solche Schmerzen wie in dem Moment.
„Wir sollten uns beeilen. Da kommt was auf uns zu!“, murrte er. Hätte er keine Schmerzen, hätte er ihr wohl freudestrahlend die Kamera und das missratene Bild unter die Nase gehalten. So war er jedoch keine gute Gesellschaft mehr, sondern eher mürrisch und schlecht gelaunt.
„Maximal noch ein Haus, dann hauen wir ab. Wahrscheinlich zieht ein Unwetter auf und wenn wir Glück haben, schaffen wir es noch rechtzeitig nach Balar zurück.“, erklärte er dann und rieb sich weiterhin über die Unterschenkel, das Knie und den Bereich über dem Knie, wo die Knochen am häufigsten gebrochen waren. Meist half es ein bisschen, wenn er seine Beine massierte, doch selbst dass half nichts, weswegen er sich einfach frustriert auf den Rücken fallen ließ und wartete bis Gwen fertig mit der Begutachtung war.
Gerade als er zu ihr, immer noch liegend, rüber sah, bemerkte er im Hintergrund, wie sich alles verdunkelte und wie diese Wolkenfront rasant auf sie zukam.
„Fuck! Gwen, lauf zu Manuel und Dave rüber und hol sie zu uns.“, befahl er ihr, damit sie wenigstens alle zusammen an einem Ort festsaßen, dann sah er schon die ersten Schneeflocken tanzen: „Ein Schneesturm!“
Als sie losgegangen waren, war der Himmel noch klar und blau. Am Boden lag zwar schon Schnee und es war relativ kühl, doch keiner in Balar hatte ihnen solche ein Wetter hervorgesagt. Der derart rasante Wetterumschwung würde auch seine schmerzenden Beine erklären, denn was da draußen passierte war definitiv nicht normal.
„Bring bitte auch die Pferde mit rein, sie sollen nicht da draußen bleiben!“, meinte er dann noch schnell zu ihr und packte das Zeug wieder in ihre Rücksäcke ein, was noch draußen und nicht auf den Stapel mit unnötigen Sachen lag. Würden die ganzen Sachen herumstehen, könnten sie nicht schnell genug sich und die Pferde hereinbringen.
Durch den Trubel rückte der Schmerz auch kurz in den Hintergrund, bis Ivar zumindest im Wohnzimmer die Rucksäcke abstellte und auf die anderen wartete. In diesem Moment fühlte er sich mal wieder so richtig nutzlos. Nicht einmal die Fenster konnte er überprüfen, da in der Nähe kein Stuhl stand, den er benutzen konnte, um da hoch zu kommen und mit den Schmerzen in den Beinen konnte er es nicht wagen sie einfach so aufzustehen, da er so nicht bemerken würde, wann sie überstrapaziert waren und eventuell wieder brechen würden. Dies hatte er nämlich schon mehrfach geschafft, dass er testen wollte, wie lange er stehen konnte und er am Ende zum Arzt wegen einem neuen Bruch gehen musste.

@Gwen Lou Johnson


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#143

RE: Wälder

in Umgebung 16.03.2021 20:20
von Gwen Lou Johnson | 263 Beiträge

Wortlos beobachtete sie Ivar, wie dieser eine Treppenstufe nach der anderen hinunter rutschte. Als kleines Kind hatte sie das öfter, manch mal auch gemeinsam mit ihrem Vater, gemacht. Viele Jahre später, nachdem sie sich mit einem gebrochenen Bein herumschlagen musste, war sie genau so die Treppe heruntergegangen, so bald keiner hingeschaut hatte. Treppen ohne Krücken heruntergehen war nämlich nicht gerade leicht oder ungefährlich. Es dauerte einen Moment bis ihr Begleiter unten angekommen war, aber als er es geschafft hatte, schob er ihr wortlos seinen Rucksack zu. Untypisch für ihn, doch Gwen sparte sich das Fragen vorerst. Schweigend öffnete sie den Rucksack, in dem sich tatsächlich einige Sachen befanden. Um einen besseren Überblick zu bekommen breitete sie alles nebeneinander aus, ehe sie begann zu sortieren. Die meisten Sachen, die Ivar eingesammelt hatte, waren in Ordnung und nicht nur das: er hatte sogar eine Kamera samt dazugehörigen Fotopapier und eine Flasche Bourbon gefunden. Noch während sie dabei war die Kamera und das misslungene Foto zu begutachten, ergriff Ivar dann doch das Wort. Bereits die ersten Sätze erklärten seine schlechte Laune und Gwen war wieder einmal beeindruckt. Keine Ahnung wie es möglich sein konnte, aber bei schlechtem Wetter begannen Ivars Beine zu schmerzen. Und das noch bevor sich das schlechte Wetter selbst ankündigte. Genau diese Vorwarnung hatte ihnen schon einmal den Arsch gerettet und eine lästige Erkältung erspart, da so genügend Zeit gewesen war einen Unterschlupf zu suchen. „Okay.“, erwiderte die Brünette, während sie gleichzeitig überlegte, ob sie etwas für ihn tun könnte. „Wenn Manuel und Dave nur halb so erfolgreich gewesen sind wie wir, brauchen wir auch nicht viel mehr Häuser zu durchsuchen.“ Die Glühbirnen mussten zwar in Balar auf ihre Funktion getestet werden, aber normalerweise sollte da, selbst über die Jahre, nichts kaputt gegangen sein. Auch die Kamera müsste sie sich in Balar näher anschauen. Nachdem sie sich alles nach der Reihe angeschaut hatte, begann Gwen die noch guten Sachen nach und nach in den Rucksack zu packen. Aus dem Augenwinkel konnte sie sehen, wie sich Ivar auf den Rücken fallen ließ. Vielleicht wäre es besser wenn sie schon nach diesem Haus aufhörten und sich auf den Rückweg machten. Die Brünette nahm gerade die Kamera in die Hand, als Ivar fluchte. Verwirrt blickte sie auf, legte jedoch schnell die Kamera in den Rucksack. Bei dem Wort Schneesturm war Gwen bereits auf den Beinen. „Bin gleich wieder da.“, teilte sie ihm mit. Nur Sekunden später trat sie durch die Haustür hinaus ins Freie. Tatsächlich tanzten unzählige Schneeflocken um sie herum und der Wind zerrte leicht an ihrer Kleidung. Kurz wanderte ihr Blick zu dem Platz, an dem sie die Pferde angebunden hatten. Beide Tiere waren noch dort, wo sie zurückgelassen worden waren, doch auch sie schienen etwas nervös zu sein. „Euch hole ich auch gleich…“, murmelte sie leise. Mit nur wenigen Schritten war die Brünette auf der anderen Straßenseite und bei dem Haus, das sich die beiden Männer anschauen wollten. Mit dem Messer in der Hand öffnete sie die Tür ein Stück, ehe sie die Namen der beiden Begleiter rief. Keine Antwort. „Das darf doch nicht wahr sein..!“, die Brünette schüttelte ihren Kopf. Ein Haus weiter entdeckte sie glücklicherweise die Pferde der beiden und als sie dieses Mal die Namen der Männer rief, bekam sie schnell eine Antwort. Mit knappen Worten erklärte sie was los war. Markus und Dave steckten das was sie gerade in der Hand hatten ein und folgten Gwen anschließend nach draußen. Während die Männer nacheinander, inklusive ihrer Pferde, das Haus betraten, löste sie zu erst den Knoten von Ivars Pferd. Kaum war der Knoten offen, klammerte sich ihre Hand regelrecht an den Zügeln fest. Mit zügigen Schritten legte sie den Weg zur Haustür zurück. An der Tür angekommen musste sie etwas langsam machen, aber zum Glück war genügend Platz, um das Tier ins Innere führen zu können. Da sie vermutete, dass im Wohnzimmer am meisten Platz für die Pferde wäre, führte sie das Tier dort hin. Auch Markus und Dave hatten Dort ihre Pferde hingeführt. Außerdem hatten sie herumstehende Möbel etwas bei Seite geschoben. Wortlos drückte sie Dave die Zügel in die Hand, ehe sie sich umdrehte und wieder auf den Weg nach draußen machte, um Drecksack zu holen. Obwohl es nur wenige Minuten her war, waren die Schneeflocken bereits dicker und vor allem mehr geworden. Auch der Wind ging spürbar stärker. So schnell wie möglich machte sie den Hengst los, der es ziemlich eilig hatte ins Innere zu kommen. Verständlicherweise. Wie Ivars Pferd führte sie Drecksack ins Wohnzimmer, wo sie ihn zwischen den anderen Tieren positionierte. „Man ist das kalt…“, Gwen schüttelte sich leicht. „Ich kümmere mich um die Haustür.“, teilte Dave mit, der anschließend in den Flur verschwand, um die Tür Schneesturm und Beißer sicher zu machen. Ihr Blick wanderte zu Ivar. „Kann ich irgendwas für dich tun?“, sie wusste zwar selbst nicht genau was, aber vielleicht gab es irgendwas. Im Fenster hinter ihm war nichts außer Schneeflocken zu sehen. Hoffentlich dauerte der Sturm nicht all zu lange an. Gwen hatte sich zwar den Temperaturen entsprechend warm angezogen, doch ob das warm genug für einen Schneesturm war, bezweifelte sie. Das Haus hielt zwar einiges an Kälte ab, doch ohne Heizung würde es auch im Inneren irgendwann eisig werden.




@Ivar O Bryan



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#144

RE: Wälder

in Umgebung 23.03.2021 17:58
von Ivar O Bryan | 2.004 Beiträge

Während Gwen nun auch Ivars Sammelstücke nach Brauchbarkeit und Nützlichkeit sortierte, schwieg er vorerst und versuchte einfach die Schmerzen in seinen Beinen auszublenden. Schlussendlich meldete er sich doch zu Wort und er sah seiner Begleitung an, dass sie nun seine miese Stimmung verstand. Auch wenn die Schmerzen sie vor einem Unwetter warnten, war es für Ivar kein Spaß mehr.
Er selbst hatte nie Migräne, doch er würde dies so beschreiben. Migräne in den Beinen. Nur nicht so stark und ohne Übelkeit. Nichtsdestotrotz tat es weh und er konnte sich kaum noch auf anderes konzentrieren.
Gwen erklärte ihm daraufhin, dass sie wahrscheinlich keine weiteren Häuser mehr durchsuchen mussten, da sie beide schon ziemlich viel gefunden hatten. Wenn Dave und Manuel ebenso erfolgreich wären, dann könnten sie auch schon zurück, damit sie vor dem Unwetter wieder im Dorf ankamen. Erleichtert nickte er, um ihr zu zeigen, dass er zugehört und einverstanden war.
Wenig später tanzten die ersten Schneeflocken vor dem Fenster des Hauses und Ivar wusste, dass sich etwas anbahnte. Dies teilte er Gwen auch mit und gab die ersten Befehle, damit die kleine Vierergruppe sich in Sicherheit wissen konnte. Er war jedoch zum Nichtstun verdammt. Gleichzeitig folterte ihn sein eigener Körper.
Nachdem Ivar den Flur begehbar gemacht hatte, indem er die Rucksäcke in das Wohnzimmer verfrachtete, musste er in eben diesem Zimmer ausharren und warten. Er wusste nicht einmal, ob draußen etwas passierte. Der Wind heulte, weswegen er nicht hören konnte, ob sich außerhalb des Zimmers etwas ereignete. Auch konnte er nichts Sinnvolles tun. An die Fenster kam er nicht ran und die Schränke der Küche, die nur durch eine kleine Bartheke vom Wohnbereich getrennt war, lagen zu hoch. Einzig die unteren Regale könnte er nach einem großen Topf durchsuchen, in dem sie ein Feuer entfachen konnten, damit sie eine Wärmequelle hatten.
Eine weitere Welle des Schmerzes überrollte ihn dann jedoch und er legte sich dann einfach auf die Couch, um auf die Ankunft von Gwen, Manuel und Dave zu warten. Gerade als er den gröbsten Schmerz weggeatmet hatte, hörte er das Klappern von Hufen im Flur und die beiden Männer tauchten auf. Als er fragen wollte, wo Gwen war, kam diese auch mit seinem Pferd an, nur um dann Drecksack zu holen.
Zu ihrem Glück war das Wohnzimmer recht groß, weswegen es durch die Pferde nicht komplett vollgestopft war und sie trotzdem sich noch minimal bewegen konnten. Dave kontrollierte dann noch schnell die Haustüre, damit diese nicht offenstand und der Wind nicht jegliche Wärme, die sie erzeugen würden, wieder abkühlen ließ. Manuel schloss sich dem an, nur dass er überprüfen wollte, ob die Tür zum Garten verschlossen war.
Gwen indes fragte ihn besorgt, ob sie etwas für ihn tun konnte. Erst schüttelte er im Liegen den Kopf, bevor er sich doch aufrichtete, und sie aufforderte sich neben ihn zu setzen. Als sie neben ihm saß, ließ er sich wieder zur Seite sinken, sodass er mit dem Kopf auf ihrem Schoß lag.
„Lenk mich ab!“, forderte er sie dann auf, bevor er innerlich einfach nur weiter das Wetter, die Schmerzen und den Mann verfluchte, dem er zu verdanken hatte, dass er nicht mehr laufen konnte. All dies machte auch seine Situation nicht besser.
Als dann die beiden andere Männer wieder zurückkamen, tauschten sie einen vielsagenden Blick aus und Manuel meinte: „Also stimmt das Gerücht, was man im Dorf sich über euch erzählt?“
Ein kurzes Schmunzeln schlich sich auf Ivars Lippen, bevor er mit der Hand wedelte, der seine Bediensteten verscheuchen wollte.
„Anstatt zu spekulieren könnt ihr euch noch weiter nützlich machen. Oben befinden sich viele Klamotten, die man verbrennen kann, sowie Holz für ein Feuer. Irgendwo findet man sicherlich auch noch was, worin man sicher ein Feuer brennen lassen kann.“, meinte er zu den beiden, damit sie es später warm hatten.
Dave und Manuel kannten schon die Schmerzattacken bei Ivar durch andere Ausflüge oder Treffen mit ihrem Anführer, weswegen sie verstanden, wenn er nicht mithalf oder seine Launen an ihnen ausließ. Auch wenn es nicht fair war, kam dies hin und wieder vor. Dem Iren tat es jedoch auch immer danach leid, weswegen man ihm keinen Vorwurf machte.
Trotzdem neckten die Männer ihn weiter: „Darf ich nicht lieber Krankenschwester spielen und Gwen sucht nach brennbarem Zeug?“
Manuel grinste und hieb feixend den Ellenbogen in die Seite seines Kumpels: „Ein paar Kilo mehr und du hättest auch die passenden Brüste dazu, um Ivars Königin zu werden!“
Auch Ivar musste breit grinsen und Manuel wich lachend dem Schlag von Dave aus, der auf seine Bemerkung folgte. Dann verabschiedeten sich die beiden in den Flur, nicht jedoch ohne sie darauf hinzuweisen, dass sie jederzeit zurückkommen konnten, weswegen sie lieber kein Liebesspiel anfangen sollten.
„Buschfunk!“, schmunzelte dann Ivar, denn der Klatsch und Trasch im Dorf war wirklich schlimm. Gwen und er hatten sich bis jetzt nur einmal privat im Badehaus getroffen als niemand mehr da war und hatten auch was miteinander und sofort wussten alle davon. Wie dies möglich war, wusste er bis heute nicht.
„Falls ich mal Zeit habe, werde ich mal herausfinden, wie es möglich ist, dass jeder alles über den weiß, selbst wenn niemand da war und die Betroffenen niemanden etwas erzählt haben! Willst du mit Detektiv spielen?“, fragte er dann Gwen.

@Gwen Lou Johnson


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#145

RE: Wälder

in Umgebung 28.03.2021 19:34
von Gwen Lou Johnson | 263 Beiträge

Schweigend beobachtete sie Ivar, der auf ihre Frage hin den Kopf schüttelte, ehe er sich scheinbar doch umentschied und sich etwas aufrichtete. Kaum hatte er Gwen aufgefordert sich neben ihn zu setzen, ließ diese sich auch schon auf dem Sofa nieder. Als die Brünette saß, ließ Ivar sich wieder zurück sinken, wobei er seinen Kopf auf ihren Schoß legte. Für einen kurzen Augenblick wartete sie ab, ob der Ire auch bequem lag, ehe sie eine Hand an seinen Kopf legte und ihn zu kraulen begann. „Dein Wunsch ist mir Befehl.“, schnurrte die junge Frau mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Die andere Hand schob sie unter seinen Arm. Gerade als sie sich eine Frage überlegt hatte, mit der sie Ivar beschäftigten konnte, kamen die beiden Männer zurück ins Wohnzimmer. Natürlich entging Gwen der Blick, den Dave und Manuel augenblicklich austauschten, nicht. Hätte die Brünette an ihrer Stelle gestanden, hätte sie wahrscheinlich nicht anders aus der Wäsche geschaut, weshalb sie es den beiden auch nicht übel nehmen konnte. Nicht einmal als Manuel fragte, ob das Gerücht über sie stimmte. Tatsächlich war Gwen etwas überrascht, dass bereits irgendein Gerücht im Umlauf war. Ivar und sie hatten ein einziges Mal einen nächtlichen Ausflug in das Badehaus gemacht und schon wurde darüber spekuliert. Wie zum Teufel hatte das jemand mitbekommen?! Nicht das es Gwen störte, aber es war ziemlich beeindruckend, wie schnell etwas in Balar die Runde machte. Bevor die Brünette etwas entgegnen konnte, deutete Ivar mit einer Handbewegung an, dass die beiden verschwinden sollten, was ein leichtes Schmunzeln auf ihre Lippen zauberte. „Genau, macht euch nützlich.“, pflichtete sie dem Iren bei, während sich ihr Schmunzeln in ein freches Grinsen verwandelte. Ivars Königin zu sein, Gwen war sich immer noch nicht ganz sicher, was das überhaupt bedeutete, hatte den ein oder anderen Vorzug, mit dem Gwen nur all zu gerne spielte, doch die beiden Männer neckten weiter, als hätten sie weder etwas gehört noch gesehen. Es dauerte noch einen kurzen Moment, bis Dave und Manuel sich wieder ein bekamen und dann endlich im Flur verschwanden. Natürlich schafften sie das nicht ohne Ivar und sie darauf hinzuweisen, dass sie jederzeit wieder zurück kommen könnten. Als der Ire das Wort Buschfunk aussprach, verdrehte die Brünette die Augen. „Das ist wirklich…unglaublich.“ Tatsächlich hatte sie mit niemanden über die Nacht im Badehaus gesprochen und doch schien irgendwer von ihrem nächtlichen Ausflug mitbekommen zu haben. „Keine Ahnung wie sowas möglich ist, aber ich helfe dir gerne dabei das Geheimnis zu lüften.“ Detektiv hatte sie schon lange nicht mehr gespielt, aber ihre Fähigkeiten im Ermitteln waren nach wie vor da und warteten darauf endlich wieder eingesetzt zu werden. „Sie könnten es auch an der Art wie wir uns verhalten, wenn der andere in der Nähe ist, gemerkt haben.“, mutmaßte Gwen. Ihr selbst war das noch nie aufgefallen, aber sie hatte auch nie bewusst darauf geachtet. Nicht so wie andere Bewohner es scheinbar getan hatten. „Was glaubst du ist es für ein Gerücht?“, sie legte den Kopf leicht schief. „Das wir es im Badehaus getrieben haben? Das wir etwas miteinander haben? Oder das wir zusammen sind?“ Sie selbst tippte auf eines der letzteren. Das das mit dem Badehaus jemand mitbekommen hatte, konnte sie immer noch nicht ganz glauben. Mal abgesehen davon, schienen die Leute besser über Ivar und sie bescheid zu wissen, als Gwen es tat. In den letzten Tagen hatte sich die junge Frau viele Gedanken über die Nacht im Badehaus gemacht, war aber zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen. Für Gwen hatten sich seitdem ein paar Dinge verändert, jedoch wusste sie selbst nicht genau wie sie was einordnen oder deuten sollte. Normalerweise sprach die Brünette Dinge, die sie beschäftigten, einfach aus, doch in diesem Fall hatte sie Angst, dass sie dadurch möglicherweise etwas kaputt machte und dafür war Ivar ihr einfach zu wichtig geworden. Etwas gedankenverloren kaute Gwen auf ihrer Unterlippe herum, während sie gleichzeitig den Kopf des Iren kraulte. Die Brünette wusste nicht genau wie lange sie nichts mehr gesagt hatte, als ihr einfiel, dass sie Ivar eigentlich ablenken sollte. „Oh, ich bin echt miserabel im Ablenken…“, ein entschuldigendes Lächeln erschien auf ihren Lippen. „Ähm…“, Gwen versuchte ihre Gedanken zu ordnen. „Wie wäre es mit…welche Farbe hat meine Unterwäsche?“ Über ihnen konnte man die leisen Schritte von Dave und Manuel hören. Anscheinend waren sie immer noch dabei Holz und Kleidung zusammen zu suchen. Langsam wanderte ihre Hand in seinen Nacken, wo sie den Iren auch einen Moment lang kraulte. Das sie in einen Schneesturm geraten waren, war zwar beschissen, aber wenigstens saß Gwen mit guter Gesellschaft fest. „Wie lange glaubst du wird es dauern, bis sich der Sturm etwas gelegt hat?“ Nach der Stärke des Windes und der Dicke der Flocken zu Urteilen würde der Sturm bestimmt bis zur Einbruch der Dunkelheit andauern und im Dunkeln bei so viel Neuschnee zurück zu reiten, war keine schöne Vorstellung für sie.



@Ivar O Bryan



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#146

RE: Wälder

in Umgebung 15.04.2021 00:32
von Ivar O Bryan | 2.004 Beiträge

Gleich nachdem Ivar seinen Kopf auf Gwens Schoß niedergelassen hatte, fing die Braunhaarige an, ihn zu kraulen. Gerade wollte Ivar genießerisch seine Augen schließen, da kamen schon Manuel und Dave in das Zimmer und kommentierten das, was sie da sahen: Gwen und Ivar, die sich näher waren als nur gute Freunde.
So wie Gwen konnte Ivar den Beiden ihre Kommentare und Sprüche nicht übelnehmen. Ivar wäre in diesem Fall sogar wahrscheinlich noch deutlich direkter und derber gewesen von dem was er rausgehauen hätte als die Beiden. Nichtsdestotrotz scheuchte er sie weg. Sie sollten brennbares Material finden, damit sie ohne die Argusaugen der beiden Männer ihre Ruhe hatten und Ivar von seinen schmerzenden Beinen abgelenkt werden konnte. Auch wenn Manuel und Dave ihn ebenfalls wunderbar abgelenkt hatten, so wurde er in diesem Moment lieber von Gwen abgelenkt.
Auch Ivar grübelte nach der Offenbarung von den Jungs, dass es ein Gerücht über sie beide gab, darüber nach, woher irgendjemand im Dorf davon wissen konnte. Als die beiden Männer ihrer Aufgabe nachgingen, die Ivar ihnen zuvor aufgegeben hatte, sprach er das Thema auch gleich an. Gwen fand den Buschfunk von Balar ebenso erstaunlich wie er. Und Ivar hatte diesen schon zur genüge und lange genug erlebt, um zu wissen, dass dieser existierte und erstaunlich war.
„Dann lüften wir das Geheimnis des Buschfunks, sobald wir wieder im Dorf sind!“, stimmte er zu und sprach auch gleiche seine erste Idee an: „Die alte Nan wohnt gegenüber vom Badehaus. Skadi meinte, dass sie oft wie die Vorortshausfrauen aus dem Fenster guckt und die Straße beobachtet. Vielleicht hat sie uns ins Badehaus gehen gesehen und so die Gerüchteküche brodeln lassen. Oder wir heuern Skadi an. So werden wir wahrscheinlich innerhalb von einem Tag wissen wer was wann gesagt hat. Entweder weil die Kleine alle belauscht oder weil sie alle so lange mit Fragen durchlöchert, dass das FBI im Gegensatz zu ihr einpacken kann.“
Nach seinen Worten über Skadi schmunzelte er, denn seine kleine Schwester war schon speziell, aber sehr effektiv, wenn es darum ging Informationen zu jeglichem Thema zu bekommen. Meist nutzte Skadi dies jedoch nur, um mehr Wissen zu erlangen, das nützlich für sie war und bombardierte jeden mit einer Frage nach der anderen.
Dann offenbarte Gwen ihre Theorie, dass man es eventuell auch am Verhalten zwischen ihnen beiden bemerkt haben könnte, was Ivar zustimmend nicken ließ. Das konnte gut möglich sein. Selbst ein kleines Anzeichen von einem Verhältnis zwischen Gwen und Ivar könnte wohl die klatschwütigen Bewohner zu verschiedensten Gerüchten motiviert haben könnte
Bei Gwens Frage, was für ein Gerücht wohl über sie im Umlauf war, lachte er auf: „Je nachdem wie lange sie schon spekulieren, kann es alles Mögliche sein. Sagen wir mal, der eine sagt im Gasthaus, dass wir im Badehaus alleine nachts waren. Irgendwer schnappt das auf und fügt hinzu, dass wir es da getrieben haben, was ja nicht falsch ist. Ein dritter spinnt noch mehr dazu und am Ende wird sich nun erzählt, dass du schwanger bist. Alles ist bei dem Buschfunk von Balar möglich.“
Ivar erinnerte sich nur zu gut daran, wie er Leif mal alle seine Klamotten im alten Dorf versteckt hatte, sodass der ehemalige Anführer komplett nackt durch das Dorf laufen und suchen musste. Da Leif kein Mann war, der sich für seinen Körper schämte und dementsprechend selbstbewusst durch das ganze Dorf gelaufen ist, hatte auch das ganze Dorf ihn so gesehen. Zwei Tage später gab es das Gerücht, dass Leif Nudist ist und er beim nächsten Thing von der Kolonie die Regel einführen wollte, dass nun alle nackt im Dorf rumlaufen mussten. Wahrscheinlich war bei dem Gerücht viel Met im Spiel. Das Dorf trank eindeutig zu viel!
Erneut schmunzelte Ivar aufgrund dieser Erinnerung, zumal Leif ihm danach die Leviten gelesen hatte, auch wenn er ihm nicht böse war. Dann sah er Gwens gedankenverlorenen Blick und wie sie auf ihrer Lippe knabberte während sie ihn weiter an den Sidecuts seines Kopfes kraule. Gerade als er sie fragen wollte, über was sie denn nachdachte, riss sie sich selbst aus ihren Gedanken.
Gwen warf ein, dass sie miserabel im Ablenken war und schaffte es mit einer Frage Ivar hervorragend abzulenken. Sofort vergaß er, dass er eigentlich hatte wissen wolle, was in ihrem Kopf vor sich ging. Doch so grübelte er über die Farbe ihrer Unterwäsche nach. Da sie die Schritte von Manuel und Dave über sich hören konnten, grinste Ivar Gwen schelmisch an. Dann zupfte er an ihrem Oberteil etwas herum und hob den unteren Saum etwas an, um darunter schauen zu können. Jedoch saß die Jacke zu eng an ihrem Körper, weswegen er nicht schummeln konnte.
„Es ist mehr eine Hoffnung als eine Ahnung, aber rot oder schwarz!“, riet er dann und zwinkerte ihr zu. Als hätten Manuel und Dave sie belauscht hörte man von oben sie laut lachen und dann etwas poltern. Da der Schneesturm beziehungsweise der miteinhergehende Wind durch die Gegend blies, konnten die beiden Männer da oben etwas lauter sein, ohne Beißer, die eventuell in der Nähe herumstromerten, anzulocken.
„Oder war das eine Fangfrage und du hast gar keine an?“, fragte er dann nach und man sah ein schelmisches, aber neugieriges Funkeln in seinen Augen.
Als sie ihn dann im Nacken kraulte, schloss er nun wirklich die Augen und genoss einfach den Moment und versuchte die Schmerzen in seinen Beinen zu ignorieren. Durch das Gespräch waren sie etwas in den Hintergrund gerückt, doch es tat immer noch unangenehm weh.
„Es kann wenige Minuten nur noch dauern oder gar mehrere Tage. Leider kenn ich mich damit nicht aus. Ich frage da immer die Landwirte unseres Dorfes.“, meinte er dann. Er würde ihr gerne eine positive Antwort geben, doch es konnte gut möglich sein, dass sie mehrere Tage das Unwetter ausharren mussten. Und etwas falsches wollte er auch nicht versprechen.
„Ich würde so oder so bis morgen früh hier ausharren. Wir wissen nicht, ob der Schneesturm, wenn überhaupt, mal nur kurz abflaut. Nicht dass wir uns dann noch verirren und es auch noch dunkel wird. Lieber habe ich da einen ganzen Tag Zeit, dass wir uns dadurch zu kämpfen als nur ein paar Stunden.
„Wir sollten es uns daher schon einmal gemütlich machen!“, gab er zu bedenken und kuschelte sich etwas mehr in ihren Schoß.

@Gwen Lou Johnson


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#147

RE: Wälder

in Umgebung 21.06.2021 16:54
von Gwen Lou Johnson | 263 Beiträge

„Hört sich nach einem guten Plan an.“, erwiderte sie auf Ivars Idee hin. Tatsächlich war Gwen schon öfters aufgefallen, dass eine Alte Frau aus dem Fenster des Hauses gegenüber dem Badehaus schaute, allerdings hatte sie sich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wie lange die Frau dort stand. Ihre eigene Großmutter hatte auch oft in einem Stuhl vor dem Fenster gesessen und hinausgeschaut und irgendwie erinnerte Nan sie an diese. Die Brünette hatte das immer als langweilig und als Hobby von alten Frauen abgestempelt, aber scheinbar konnte man einige interessanten Sachen beobachten. „Skadi wird uns bestimmt helfen.“, stimmte sie Ivar zu. Gwen war selbst schon mit Fragen durchlöchert worden und wusste deshalb wie effektiv die Kleine sein konnte. Wenn sie es nicht herausfinden konnte, dann keiner.
„Ha. Schwanger.“, sie verzog kurz das Gesicht. Aber der Ire hatte recht, wahrscheinlich wurde mit jeder Erzählung etwas hinzugedichtet oder wegelassen. Was die Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Informationen anging, war der Buschfunk nicht gerade eine vertrauenswürdige Quelle, aber es war eine. Außerdem war es erstaunlich wie gerne sich die Menschen über Affären und Liebschaften innerhalb von Balar unterhielten, gerade jetzt, wo es keine Klatschzeitungen mehr gab, die über einen Promi berichteten, der seinem Partner fremdgegangen war. Statt Promi A und Promi B waren es nun Ivar und Gwen, die dabei beobachtet worden waren, wie sie gemeinsam das Badehaus betreten und erst einige Zeit später wieder verlassen hatten. Eigentlich war die Brünette es nicht gewohnt so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, aber solange es nur solche Gerüchte und dann auch noch über sie und den König waren, konnte sie damit sehr gut Leben. Und letztendlich kannten die beiden die Wahrheit.
Mit einem Schmunzeln beobachtete sie Ivar, der an etwas an ihrem Oberteil herumzupfte und sich so wohl erhoffte ihre Frage beantworten zu können. Da ihre Jacke jedoch eng an ihrem Körper lag, hatte er keine Chance. „Netter Versuch.“, kommentierte sie. Eigentlich hätte sie damit rechnen müssen. Nach einer kurzen Bedenkzeit bekam sie schließlich eine Antwort von ihm. „Hm.“, machte Gwen. Kurz richtete sie ihren Blick an die Decke, da auch sie das Lachen der beiden Männer und anschließend das Poltern gehört hatte. Für einen Augenblick überlegte sie, ob Dave und Manuel vielleicht wirklich hören konnten, was Ivar und sie redeten, aber dafür machte das Haus einen noch zu guten Eindruck. Und selbst wenn, ihr machte es nichts aus. „Also dafür das du geraten hast, hast du ziemlich gut geraten.“, fing sie schließlich an ihre Frage aufzulösen. Gleichzeitig kraulte sie mit der linken Hand seinen Nacken weiter. „Mein Höschen ist schwarz…“, sie legte eine kurze Pause ein, um sich etwas zu ihm herunter zu beugen, „… und mehr habe ich nicht an.“, flüsterte sie.
„Ja, die Nacht sollten wir auf jeden Fall hier verbringen.“, stimmte Gwen ihm zu, nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte. Das Haus sollte für eine Nacht oder, wenn der Schneesturm es nicht gut mit ihnen meinte, auch ein paar Tage in Ordnung sein. Vorräte hatten sie einige dabei und Sachen zum Verbrennen ließen sich bestimmt auch ohne Probleme auftreiben. Außerdem würde sie eine Herde bei solch einem Schneesturm nicht bemerken, da dieser ihre Geräusche gut verschluckte. Höchstens das Licht des Feuers konnte ein paar ungebetene Gäste anziehen, aber mit denen würden sie im Notfall fertig werden, wenn man das Feuer überhaupt von außerhalb sehen konnte.
„Mach es dir gemütlich.“, erwiderte Gwen, während Ivar sich etwas mehr in ihren Schoß kuschelte. Da auch sie es sich etwas gemütlich machen wollte, schob die Brünette, auch wenn ihr Ivar dabei etwas leid tat, ihre rechte Hand, die etwas aufgewärmt werden musste, so unter sein Oberteil, dass sie seine warme Haut berührte. „So ist schon besser.“, kommentierte sie zufrieden. Nachdem sie einen Moment gewartet hatte und ihre Hand etwas warm geworden war, zog sie mit ihren Fingern sanfte Linien über seinen Bauch, die hin und wieder provokant nach unten wanderten.




@Ivar O Bryan



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#148

RE: Wälder

in Umgebung 18.08.2021 22:27
von Ivar O Bryan | 2.004 Beiträge

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