Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Wetterbericht

HOT HOT SUMMER ... endlich strahlt sie Sonne und wärmt unsere abgekühlten Körper. Die Damen haben gebräunte Haut und die Herren, lassen sich ein kühles Bier schmecken. Sonne satt und so langsam kommen wir echt ins schwitzen. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 34 Grad. Packt die Sonnencreme ein, verbrannte Haut kann sehr schmerzhaft sein.

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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 93 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 20 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 22 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 10 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 14 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 24 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Rosita, Ezekiel, Enid Taylor, Carol, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

☀ Der Sommer ist da und wird sehr sehr heiß. Dürre und starke Gewitter sind keine Seltenheit ☀

#41

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 23.04.2019 22:03
von Vincent Stonebrooke | 3.431 Beiträge

Tja einen Schuß von einer Armbrust ins Bein konnte man eben nicht mit einem Angriff von einem Tiger vergleichen. Ich sah zu dem schrank und ging dort hin. Mein Rücken war zwar nicht gerade ein schöner Anblick , ich hatte zwar ein Shirt an doch dennoch konnte man erahnen welch verletzungen sich unter dem verband verbargen konnten.Ich nahm mir das Schmerzmittel und schluckte es hinter. schon bald würde die Wirkung eintreffen was wohl endlich eine Wohltat sein würde. leicht schmunzelte ich " dieses Mal bist du ja groß genug um an mein gesicht zu kommen " Ja vor drei jahren war sie noch weit aus kleiner gewesen.
Leicht nickte ich bei ihren Worten " nicht nur du , der konnte einen wirklich auf die nerven gehen. Oder wurde er doch in die Luft gesprengt? Ich wusste es nicht mehr genau , jedenfalls würde er auf alle fälle tot sein.
" danke" Sagte ich , als sie mir gratulierte. Aber nun ja es war nicht schlimm, dass sie nichts zu sich nehmen wollte. ich wusste olivia würde sich schon etwas nehmen wenn ihr danach war. Plötzlich wurde ich in die Seite geknufft. " du glaubst doch nicht im Ernst , dass ich dich noch mal unterschätzen würde ?" Nein dieses Mal würde ich keine Rücksicht nehmen und sie schon gar nicht unterschätzen , sie war ene Sache für sich und vorallem mit Vorsicht zu genießen.
Sie schien etwas zu bedrücken , nachfragen würde ich nicht , dies stand mir nicht zu , es ging mich auch nichts an wenn man ehrlich war. ich hörte dann ihre Frage " da fragst du echt den falschen , es ist einfach passiert , du glaubst gar nicht wie lange ich mich dagegen gesträubt hatte . Meine Freiheit genieße ich dennoch keine Sorge "


@Olivia Luna Winter



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#42

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 24.04.2019 08:32
von Olivia Luna Iwanow (gelöscht)
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Sicher war es nicht das selbe doch auch der Pfeil und die Wunde taten weh, doch Ares hatte ihr beigebracht Schmerzen nicht zu zeigen und diese einfach zu Ignorieren. Das Vince sich ein paar Schmerzmittel holte ließ sie kalt denn jeder musste wissen ob er eben diese nahm. Irgendwann würden auch diese Resorcen zu ende gehen, genau wie alles andere. Jetzt musste sie lachen denn ja damals war sie nicht mal an sein Gesicht gekommen ohne nach zuhelfen, doch jetzt würde sie es können, Dennoch war ihr nach einem Kampf sicher nicht zu mute, sie hatte andere Sorgen. "Ist ja auch egal, er ist tot und im Grunde wäre er das so oder so gewesen wenn ich mit ihm fertig gewesen wäre." Ja das wäre er aber das wusste Vince nur zu gut. Ja sie würde sich schon was holen gehen wenn ihr danach war außerdem hatte sie doch bis jetzt keine Lust etwas zu essen. Ihr Blick lag auf ihm und grimnste breit. "Wer weis. Du kannst ja nicht wissen was ich noch alles gelernt habe in den letzten 3 Jahren." Das konnte er wirklich nicht, doch das würde er auch nicht so schnell erfahren. Er musste auf sie auch keine Rücksicht mehr nehmen sie war jetzt ein großes Mädchen und würde mehr aushalten als früher, wobei Ares auch nie Rücksicht genommen hatte also hätte er das auch früher schon nicht tun müssen.
Im grunde hätte sie ihm auch sicher nicht geantwortet was sie bedrückte doch sie hoffte unter anderem nicht nur das sich Judith melden würde sondern auch das Ares endlich den Befehl gab zurück zu kommen. "Ganz im ernst, ich könnte mir das nicht vorstellen. Gebunden zu sein. Warum auch? Die Freiheit ist doch um so vieles besser." Ja das war sie und sie hoffte das sie diese nie aufgeben würde müssen.

@Vincent Stonebrooke


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#43

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 25.04.2019 19:20
von Vincent Stonebrooke | 3.431 Beiträge

Sicher tat ihre Wunde weh , dies bezweifelte ich auch nicht , uxh wusste jedoch , dass Olivia auch wenn sie starke Schmerzen hatte , es nicht zeigte. So war es auch bei mir , doch die Strapazen in den letzten Stunden forderten nun einmal ihren Tribut von daher musste ich mir wohl oder übel Schmerzmittel einwerfen , auch wenn es nicht mehr sicher war , dass diese überhaupt noch wirkten, viel gab es an medikamenten nicht mehr aber nun ja nach neun jahren plünderrungen war dies auch nicht verwunderlich.
Es war nur ein Scherz von mir gewesen , ich hatte kein Interesse daran , mich jetzt mit Olivia zu prügeln. Jetzt wo wir beide verletzt waren außerdem es hatte keinen Sinn , jetzt zu trainieren. Also wäre es sinnlos es überhaupt zu versuchen. Bei ihren Worten , dass der typ eh tot war nickte ich nur, mehr brauchte man nicht mehr zu sagen . Tot war eben Tot. zumindest fast.
" tja die Wahrnung kann ich auch nur zurück geben , du hasst mich 3 Jahre nicht gesehen " Grinste ich frech , ja auch ich hatte dazu gelernt so wie eigentlich jeder von uns. Noch immer war ich eiskalt , nur weil ich eine partnerin hatte und einen Sohn , so würde sich an mir nichts ändern.
Ich hörte ihre Worte und ickte " dies mag sein , glaub mir ich wollte es selbst kaum wahr haben , aber nun ja " leicht zuckte ich mit den schultern , ich hatte schließlich kein Herz aus Stein , auch wenn es manchmal so wirkte.


@Olivia Luna Winter



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#44

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 27.04.2019 16:01
von Olivia Luna Iwanow (gelöscht)
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Ihr war klar das seine Verletzungen Schlimmer waren als die ihre, und sie machte ihm sicher keinen Vorwurf das er nun Schmerztabletten nahm, immerhin konnte er mit diesen ja noch laufen, jeder andere würde wohl nicht mehr dazu im stande sein.
Sie unterschätzte ihn ganz sicher nicht und gegen einander Kämpfen würden sie auch nicht soviel stand fest, denn im Grunde waren sie doch alle eine Familie.
Sie nickte bei seiner Warnung und grinste breit. "Würde ich nie machen." Das er sich kaum verändert hatte hoffte sie sehr denn sonst wäre sie schon mehr als enttäuscht von ihm. "Stell mir die beiden nachher einmal vor doch wir müssen noch etwas klären. "Wir müssen jetzt wirklich schauen, denn die Kollonie wird uns nun als Gefahr sehen, wir müssen da wirklich aufpassen, und wenn ich ehrlich sein darf. Ein Kind würde da sicher nicht überleben. Vielleicht solltest du das deiner Freundin, Frau was auch immer klar machen. Tut mir leid doch es ist nun mal so. Ares wird das genau so sehen wie ich. Wenn wir angegriffen werden sollten, dann können wir sie nicht schützen."

@Vincent Stonebrooke


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#45

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 08.05.2019 21:50
von Vincent Stonebrooke | 3.431 Beiträge

Auch wenn sie mich für ein Weichei hielt, war es mir egal. Sollte sie sich doch von einem Tiger als Kratzbaum benutzen lassen dann würden wir ja weiter sehen. es stimmte noch dazu habe ich es noch geschafft meinen Sohn zur Welt zu bringen dies musste mir einer erst einmal nach machen , auch wenn Skayla ihre ganze Kraft gegen meine Verltzungen gedrückt hatte, so schnell bekam man mich nicht klein, da musste schon mehr kommen. Der Verband würde zwar bald gewechselt werden müssen , da die Blutung noch nicht ganz gestoppt war aber darüber würde ich mich später darum kümmern.
Es stimmte ich sah Olivia als Familie an, klar sie war hübsch und hatte an gewissen stellen auch ganz schön zugelegt , von der bettkannte stoßen würde ich sie nicht , doch würde ich ihr nie zu nahe kommen , schließlich sah ich sie eher als eine kleine Schwester an als das mehr drauß werden würde.
Ich hörte ihr zu und ich wusste , dass sie recht hatte. Ich konnte meine Familie nicht beschützen das einzige was ich konnte, war dass ich sie in sicherheit brachte mehr auch nicht " dies ist mir bewusst "
Ein paar Tage blieben wir im Landhaus. Ich versuchte mich so gut es ging um den Kleinen zu kümmern, doch das ständige geschrei und alles , machten mich nach und nach fertig. In dieser Zeit hatte ich Olivia auch Skayla und natürlich meinen Sohn vorgestellt. Doch ich merkte schnell dass ich meine Probleme hatte. Je mehr Zeit verstrich ,desto mehr merkte ich , dass ich als in der Rolle des Vaters nicht rein passte. Lange hatte ich darüber nachgedacht , lag teilweise die Nacht wach. Es gab keinen anderen Weg. Leise stand ich nachts auf sah noch einmal zu meinem Sohn und zu Skayla. Skayla ließ ich einen Brief da, in dem stand, dass ich es nicht konnte mit der gesammten situation ect. Ich ging hinaus in die Dunkelheit, um zu verschwinden , so war es besser ich war kein Vater also war es besser zu gehen.


@Olivia Luna Winter
@Skayla Coven
@Valentin Ares Stonebrooke



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#46

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 08.05.2019 22:02
von Olivia Luna Iwanow (gelöscht)
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Sicher konnte sie sich denken das es wirklich weh tat was diese Verletzungen anging dennoch sein Verhalten war mehr als komisch und auch wenn er auf die Mauer geschossen hatte so war er nicht mehr der , den sie damals kennen gelernt hatte.
Naja sie verlor was das anging kein Wort mehr doch sie machte sich Sorgend as weder Judith noch Ares sich meldeten. Kurz seufzte sie leise.
Die nächsten Tage lernte sie den kleinen von Vincent kennen und sie musste shcon sagen das dieser süß war doch dieses geschrei und alles gingen ihr auf die Nerven. Auch konnte sie Vince ansehen das er nicht mehr lange bleiben würde und er sich überfordert fühlte doch sie konnte das verstehen.
Sie selbst hatte vor in dieser Nacht zu verschwinden und sie konnte hören das auch Vonce wach war und sie schlich sich aus dem Haus.

Weit war sie nicht gekommen und sie entdeckte ihn wie er aus dem haus schlich und schmunzelte leicht. Vielelicht konnten sie eine weile zusammen gehen. Für Skayla hatte sie einen Brief da gelassen das sie im Landhaus bleiben konnten da es dort sicher war.


@Vincent Stonebrooke


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#47

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 08.05.2019 22:16
von Skayla Coven (gelöscht)
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Ich wurde wach durchs den Geschrei von klein ich stand auf holte ihm eine Flasche zum Essen als ich zurück komm fand ich ein Brief vor , ich nahm ihn in die Hand erst mal fütterte ich Valentin erst mal das er wieder reuiger wird ich las mir den Brief von Vincent durchs ich wusste nicht was ich da von wirklich halten sollte denn er hat sich die letzte zeit ziemlich zurückgezogen und entfernt von mir so zerknüllte ich den brief ließ ihn auf dem Boden fallen.
Ich war sauer wahr kein aus druck ich fing an ihn zu hassen denn ich wusste nicht wieso er uns so im Stich lassen konnte, am nächsten Tag beschloss ich, dann aufzubrechen mit dem klein denn ihr wollte ich nicht bleiben es erinnert mich noch sehr stark an Vincent und in der zeit wo wir ihr zusammen lebten . so machte ich mich auf mit mein sohn, um ein sicheren Platz zu suchen, auch wenn das Landhaus sicher war, wollte ich nicht bleiben. So verschwanden wir auch vom dem Haus und verschwanden dann.

@Vincent Stonebrooke

@Olivia Luna Winter

(danke für das nette hp play :) )


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#48

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 23.10.2019 19:25
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

<- Straße

Lyanna spürte nur wie der Druck um ihren Hals fester wurde als sie ihre Zähne aus der Haut des Plünderes zog, in diese sich gerade noch reingebohrt hatte. Die Dunkelhaarige spürte wie langsam ihr Griff schwacher wurde, wie ihre Sicht anfing zu verschwimmen und ihr Drang nach Luft immer und immer größer wurde. Das Zappeln ihrer Beine wurde schwächer. Die Schüsse von draußen hörte Lyanna nur noch wie ein Dumpfes Geräusch als würde jemand von weit weg schießen. Aufgeben wäre jetzt eine deutlich bessere Variante gewesen als die letzten Kräfte noch zu verschwenden, zumindestens versuchte ihr Kopf dies einzureden. Doch wenn Lyanna etwas tat dann war es nicht auf sich selbst zu hören und zappelte dennoch weiter, in der Hoffnung es würde etwas bringen um sich aus dem Griff des Angreifers zu befreien. War das nicht der Zeitpunkt an dem einem das Leben vor den Augen ablief? Doch Lyanna's Kopf war bis auf den Schrei endlich aufzugeben leer. Ihre Gedanken waren nicht klar. Was sich draußen überhaupt abspielte und das Elijah gerade die Treppen hochsstürzte bekam Lyanna schon längst nicht mehr mit. Plötzlich Erleichterung. Lyanna merkte wie sie ruckartig losgelassen wurde und zu Boden fiel. Die Dunkelhaarige hustete und keuchte als ihre Lungen sich endlich wieder mit Luft füllten. Ihre Sicht wurde wieder klarer und Lyanna fuhr mit ihrer Hand nur zu ihrem Hals, der ihr schmerzte. Im nächsten Moment spürte sie nur wie sie schon fast wörtlich übergossen wurde mit Blut. Der Gestank von Eisen zog ihr sofort in die Nase, was sie automatisch noch mehr nach Luft ringen ließ. Dann spürte sie auch schon einen Griff an ihrem Arm welcher sie wieder auf die Beine zog, das nächste was sie nur sah war Elijah's Gesicht, wohl genau so blutbespritzt wie ihres. „Verdammt...“ keuchte Lyanna nur. „Was ist nur mit denen los?!“ versuchte sie wieder zu Atem zu kommen. Ehe auch sie merkte wie sich langsam und dann immer rascher ein dunkelroter Fleck auf seinem Oberteil breit machte. „Oh scheiße … „ raunte Lyanna nur. „Du bist verletzt!“ Doch anstatt das Elijah nun den selben Gedanken wie Lyanna, die Flucht, teilte wollte er wirklich noch mit seiner Verletzung das zu Ende bringen was er noch nicht mal angefangen hatte. „Du bist verletzt!“ widerholte Lyanna es erneut, mit ernste Stimme. Jedoch schien das nicht wirklich etwas zu bringen denn Elijah lief schon wieder zur Tür ehe er ihr noch das Maschinengewehr zuwarf ehe er sie bittete ihm zu vertrauen. Lyanna sah ihn nur einen Moment lang an. Für einen kurzen Moment konnte man so etwas wie Besorgnis in ihren Augen erkennen. Und dann war er auch schon weg. Lya atmete aus und blickte kurz auf das Maschinengewehr in ihren Händen. Es war wohl nicht schwer heraus zu finden wie man damit schießt nur ob Lyanna damit schießen konnte … nun ja. Der Fremde schien ja wirklich großes Vertrauen in sie zu setzen. Die junge Frau lehnte sich mit der Waffe an das Fenster, hatte Elijah im Blick und wartete auf sein Zeichen. Was auch schneller kam als gedacht und Lyanna schoss einfach und versuchte nebenbei Elijah selbst nicht zu treffen. Das Magazin ging ziemlich schnell leer. „Scheiße, nein!“ murmelte Lyanna nur in der Hoffnung das es gereicht hatte ehe sie sich versah, machte der Anführer bereits leblos Bekanntschaft mit dem Boden. Elijah blickte kurz zu Lyanna ehe auch die Wunde ihm schließlich zu schaffen machte und er auf den Boden rutschte.

Die Brünette ließ nur von dem Fenster ab, hob ihre Stange nur wieder auf und lief schnell aus dem Haus. Für einen Moment war es still, der Ort der eben noch so verlassen schien wirkte wie ein Totenschlachtfeld. Lyanna sammelte schnell wieder den Beutel mit der Medizin auf und zog gerade noch das Messer aus dem Knie des Toten das Elijah geworfen hatte und verstaute dies erstmal ehe sie dann zu ihm lief. „Oh man...“ murmelte Lyanna und ging sofort in die Hocke und ziemlich blass um die Nase. „Lass mal sehen.“ forderte die junge Frau ihn auf. Doch wirklich Zeit sich auf irgendeine Weise um ihn zu kümmern blieb nicht. Die Dunkelhaarige hob sofort den Kopf an, wurde sofort hellhörig als sie das Schlurfen und Stöhnen der Zombies hörte. Und das hörte sich gewaltig nicht nur nach einem an. Lyanna verkniff sich nur einen weiteren Fluch, blickte kurz zu Elijah und dann wieder zu den Untoten. „Wir müssen dich hier wegbringen. Keine Zeit.“ schnaufte Lyanna nur und blickte zu dem Jeep und dann wieder zu Elijah. Ehe sie einfach ohne was zu sagen in seinen Hosensack griff und die Schlüssel rauszog. Sie würde ihn nicht zurücklassen. Er hatte ihr Leben gerettet und nun würde sie seins retten, nun zumindestens vor den Zombies. Er musste seine Wunden versorgen lassen. Lyanna selbst hatte kaum bis auf das Antibiotikum wenig medizinische Versorgung bei sich. Vielleicht wäre es besser gewesen ihn in seine Kolonie zu bringen. Doch wer wusste wie weit weg diese lag und ob Lyanna nicht dabei selbst drauf ging wenn sie mit einem verletzten Mitglied da ankam. Doch zum ausdiskutieren blieb keine Zeit. „Komm jetzt. Wir kriegen unangenehmen Besuch.“ murmelte Lyanna nur und wollte sicherlich nicht warten bis die Untoten sie erreicht hatten. Die junge Frau half Elijah nur auf und stützte ihn ein wenig und ließ da auch keine Widerworte zu. Wenn er fiel und nicht mehr aufstehen konnte, könnte ihn Lyanna wohl gar nicht mehr wegschaffen. Die Dunkelhaarige schloss nur den Jeep auf und ließ den ehemaligen Fremden einsteigen, ehe sie flink einstieg. Schnell steckte der Schlüssel und der Motor kam in Gang, was die Untoten noch mehr anlockte. Ein wirklich fahrendes Auto … alles klar. Lyanna träumte diesen Luxus wirklich nicht. Lyanna presste ihren Fuß auf das Gas und mit Reifen quietschen setzte sich das Fahrzeug auch schon in Bewegung. Im Rückspiegel konnte sie nur beobachten wie einzelne Zombies in den Ort einfielen und sich an dem Fleisch der Leichen zu Gange machte.

Die Brünette richtete sofort ihre Augen wieder auf die Straße, ihre Hände waren fest um das Lenkkrad gepresst. Ihr Herz pochte. Ihr Blick glitt kurz zu Elijah. „Das du ja nicht stirbst!“ warnte Lyanna ihn gleich mit deutlicher Nervosität. „Ich werde echt richtig sauer, wenn du dich neben mir verwandelst und mich dann während dem Fahren angreifst !“ Lyanna starrte nur starr auf die Straße, wo sollte sie eigentlich gottverdammt noch hinfahren. Sie kannte sich nicht in der Gegend aus. Sie musste irgendwo einen halbwegs sicheren Ort finden. Doch wo war es noch sicher? Es verging ein wenig Zeit während sie fuhren. Das Blut auf Lyanna war trocken und klebte. Immer wieder huschte ihr Blick zu dem verletzten Beifahrer. Sie fuhr einfach die Straße entlang, hin und wieder streunten ein paar Zombies in der Gegend herum, die aber durch die Geschwindigkeit eher weniger eine Gefahr darstellten. Die Gegend wurde ländlicher. Lyanna's Atem war ruhig, doch in ihr tobte die Hektik. Plötzlich hielt die Dunkelhaarige an. Von weitem konnte sie ein ein altes Landshaus entdecken, eine Seitenstraße führte hinein, die Lyanna auch sofort nahm. Es war etwas abgelegener, ohne Häuser drumherum aber mit ein paar Bäumen, was deutlicheren Schutz brachte. Zu dem hatte Lyanna keine Zeit sich nach was besserem umzusehen, sie konnte nicht die ganze Zeit mit dem Verletzten neben ihr herum fahren. Lyanna fuhr das Landhaus langsam an ehe sie den Wagen zum Stillstand brachte. „Warte hier..“ hauchte Lyanna und stieg auch schon aus. Die Tür war verriegelt aber mit der Brecheisenstange und ein wenig Kraft konnte Lyanna die Tür öffnen. Kurz hörte Lyanna sich um, klopfte mit der Stange laut gegen die Tür um eventuelle Beißer heranzulocken. Aber nichts. Was wohl Zufall oder reines Glück war. Lyanna überflog nur oberflächlich die Räume ehe sie dann schon wieder zu Elijah lief und ihm aus dem Jeep half . Lyanna schloss diesen ab und ging mit Elijah ins Haus ehe sie die Tür auch hinter sich verschloss. „Oh man.“ keuchte Lyanna nur wieder. „Tut es sehr weh?“ Eine dumme Frage als Lyanna den ehemaligen Fremden förmlich ins Wohnzimmer zerrte und ihn auf dem Sofa niederließ. Die junge Frau warf sofort ihren Rucksack auf den Boden, fing sofort an sämtliche Schubladen und Schränke nach etwas brauchbarem zu durchwühlen. Bei jedem öffnen konnte man ein deutliches Fluchen von der Dunkelhaarigen vernehmen. „Oh na endlich!“ rief Lyanna nur als sie ein paar Stofflappen aus einer Schublade zog. Sofort ging sie wieder zu Elijah und zog einfach sein Shirt hoch ehe sie den Stoff auf die Wunde drückte um die Blutung zu stoppen. „Oh man … ich hatte eigentlich nur vor gehabt zu plündern.“ murmelte Lyanna nur.

@Elijah Magoro



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#49

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 23.10.2019 20:20
von Elijah Magoro | 511 Beiträge

<- Straße

Elijah saß nun doch etwas heftiger atmend auf dem Boden und biss die Zähne zusammen. Die Wunde war tiefer als er gedacht hatte, im Adrenalinrausch war es ihm natürlich nicht aufgefallen. Außerdem war er einfach kein Weichei, bei der Army lernte man eine sehr hohe Schmerztoleranz, etwas, dass sich jetzt bezahlt gemacht hatte. Er legte den Kopf gegen das Auto und schloss kurz die Augen, der Schmerz saß tief, dazu der Schmerz mit der Rippe. Als er neben sich Schritte vernahm, öffnete er die Augen wieder und sah Lyanna auf sich zu laufen. Zum Glück kein Beißer.
Sie ging neben ihm auf die Knie und sah sich die Wunde an, wirkte wenig begeistert. Er lachte kurz auf, hörte aber schnell damit wieder auf, als ihm ein stechender Schmerz durch den Körper schoss. Als Lyanna den Kopf hob, hörte auch Elijah die Geräusche, die sie vernommen hatte. Natürlich, die Beißer ließen sich von so einer gewaltigen Schießerei schnell locken. Er hoffte für seine Kollegen, dass sie einen gnädigen Tot durch eine Kopfwunde bekommen hatten, sie von ihrem Schicksal zu erlösen konnte er heute nicht. Dafür hasste er sich.
Er sah sie an, als sie meinte, dass sie ihn hier wegbringen musste und spürte ihre Hand in seiner Hosentasche, wie sie den Schlüssel herauszog.
„Unangenehmer Besuch… ja, nichts womit wir nicht fertig werden könnten“, meinte Elijah nur, dann ließ er sich von ihr hochhelfen. Langsam gingen sie hinüber zum Jeep, er ließ sich von ihr auf den Beifahrersitz setzen und bekam noch mit, wie sie sich neben ihn auf den Fahrersitz setze.
„In Frieden mögest du vom Ufer gehen, in Liebe mögest du das nächste erreichen. Hab eine sichere Überfahrt bis zu unserer letzten Reise zur Erde. Mögen wir uns wiedersehen“, murmelte er, als sie den Motor startete und die Szene in dem kleinen Dorf verließen.
Mit seinen Händen presste er auf seine Wunde, spürte aber wie er während der Fahrt immer wieder kurz abdriftete. Er verlor nicht das Bewusstsein, bekam aber auch nicht ganz mit, was um ihn herum passierte.
Über ihre Worte konnte er nur schmunzeln und sagte dann mit etwas geschwächter Stimme, „Nein, keine Sorge. Ich habe schon schlimmeres überlebt, glaube mir.“
Sein Blick flog über die Bäume, er versuchte sich zu orientieren, aber durch das abdriften verlor er diese bald. Plötzlich stoppte der Wagen und Elijah griff schon zu seinem Schwert, bemerkte aber, dass sie sich nicht in Gefahr befanden. Warum hatte sie gehalten? Er richtete sich mit einem leisen Stöhnen etwas auf und sah sich um, vor ihnen befand sich ein Landhaus, dass verlassen wirkte. War das eine gute Idee? Elijah war sich nicht sicher, aber jetzt auch egal. Er musste aus diesem Wagen, an seine Tasche, die sich auf der Rückbank befand, zusammen mit seinem Gewehr. Das würde er jetzt definitiv nicht mehr einfach im Wagen zurücklassen! Dummer Fehler!

Vor dem Haus hielt Lyanna und sprang aus dem Wagen, sagte ihm er solle hier warten. Unter Schmerzen nahm er den Rucksack an sich und legte sich das Gewehr um die Schultern, eine Aufgabe die gesund keine 30 Sekunden dauerte, aber er war gerade fertig als Lyanna wiederkam. Schwer ließ er sich auf sie Sacken, mittlerweile machte sich der Blutverlust doch bemerkbar und er merkte, dass er schwächer wurde. Sie mussten die Wunde verschließen und zwar schnell!
Über ihre Frage, ob es sehr schmerzte schnaubte er nur. Tat es weh erstochen zu werden? Es gab sicherlich schmerzhaftere Verletzungen und sicherlich auch gefährlichere. Verbrennungen zum Beispiel, die waren echt nur Mist.
Lyanna hatte doch mehr Kraft, als er dachte, er konnte aber auch nicht mehr wirklich abschätzen, wieviel Gewicht er selbst trug und wieviel er auf Lyanna ablud. Als er das weiche Sofa unter sich spürte, atmete er deutlich aus und streckte sich darauf aus, den Oberkörper aber etwas hochgelagert, sodass er die Wunde betrachten konnte. Ein kontrollierender Griff auf seinen Rücken bestätigte ihm, dass es nur eine Wunde und kein Durchstich war. Das war schon mal gut. Ihr Rucksack landete auf dem Boden und sie durchsuchte die Schublanden nach irgendetwas, um den Blutfluss zu stillen. Ihr Ausruf verhieß etwas Gutes, dann war sie mit Stofflappen zur Stelle und presste diese auf seine Wunde. Dass sie dabei sein Shirt einfach hochzog, interessierte ihn wenig. In der normalen Welt und wenn er nicht erstochen geworden wäre, hätte er sicherlich anders darauf reagiert, wenn eine Frau ihm das Shirt auszog. Aber für solche Gedanken war in diesem Moment definitiv kein Platz.

„Und ich wollte nur ein paar Vorräte sammeln“, meinte Elijah und zuckte mit den Schultern, „So ist unser Leben eben. Hier, lass mich drücken und hol du aus meinem Rucksack den Bunsenbrenner. Er müsste rechts im hinteren Fach sein, dann nimm mein Messer und mach es heiß.“
Er legte seine Hände auf ihre und wartete, dass sie losließ. Ihre Hände waren ebenso voller Blut wie seine, nur wirkten seine durch seine dunkle Hautfarbe noch schwärzer. Sein Blick fand ihren und er nickte, dann ging sie zu seinem Rucksack und folgte seiner Anweisung. Sie musste wohl ahnen, was als nächstes passieren würde, Elijah war nur froh, dass sie nicht versuchte ihn daran zu hindern. Klar, sie hätten die Wunde nähen können, aber das war bei dem Blutfluss schwer und hätte länger gedauert. Ausbrennen war schneller und einfacher.
Als die Klinge des Messers rötlich glühte, nickte er und setzte sich auf.
„Keine Sorge, ich habe das schon mal gemacht“, versicherte er ihr und nickte. Er griff sein Shirt, zog es sich über den Kopf, sowieso nutzlos und vollkommen verdreckt. Dann nahm er ihr das glühende Messer ab und atmete drei Mal tief durch. Nach dem vierten Einatmen drückte er die Klinge auf die Wunde und atmete langgezogen und keuchend aus, es roch sofort nach verbranntem Fleisch und heißem Blut, aber als er die Klinge von der Wunde nahm, war sie geschlossen und blutete nicht mehr. Mit einem der Stofflappen wischte er das restliche, frische Blut weg von der Wunde, seine Atmung wurde langsam wieder ruhiger. Jetzt tat natürlich das verbrannte weh, aber nicht mehr so schlimm wie vorher.
Er ließ sich wieder nach hinten fallen und schloss kurz die Augen, atmete einfach ein paar Mal tief durch.
„Danke“, sagte er dann und öffnete die Augen, sah Lyanna an, „Ohne dich hätte ich das wohl kaum überlebt. Du kennst mich nicht, es hätte mich nicht gewundert, wenn du mich einfach zurückgelassen hättest.“
Er grinste schief und zuckte mit den Schultern. Er blickte wieder an sich hinab, seine linke Seite war schon bläulich-grün verfärbt durch ihren Schlag, aber die Stichwunde war die schlimmere der beiden Verletzungen.
„Ich bin Elijah“, sagte er dann und sah wieder die Fremde an, stellte sich nun offiziell vor, „Aber das wusstest du ja bereits. Dein Name ist also Lyanna?“
Es wirkte, als wäre seine Wunde gar nicht mehr so schlimm. Elijah war ein harter Hund, kein Weichei, damit würde er jetzt sicherlich auch nicht anfangen.


@Lyanna Lockhart





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#50

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 24.10.2019 14:32
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Trotz des Drucks auf der Wunde schaffte diese es auch die Stofffetzen innerhalb von weniger Minuten diese mit Blut zu zu tränken. Lyanna's Hände drückten ein wenig fester. Sie wollte ihm nun wirklich nicht weh tun, na ja nicht mehr im Moment eher gesagt, auch wenn er kaum die Mimik nach Schmerz verzog. Bei seiner Aussage musste sie nur schnauben. Nun das brauchte er ihr nicht zu sagen wie das Leben dadraußen war und selbst Lyanna glaubte noch nicht mal daran das sie bereits alles da draußen gesehen hatte. Es gab immer irgendwo jemanden der diesen Wahnsinn der herrschte übertraf. Einer der weiteren Gründe weshalb die Dunkelhaarige die offene Konfrontation vermied. Sie war nicht naiv, auch wenn sie manchmal so wirkte. Bei seinen Worten wurde Lyanna wieder hellhörig und blickte Elijah ungläubig in die Augen. „Ein … Bunsenbrenner?“ fragte die Brünette gleich noch ungläubig hinterher. Aber es schien sein Ernst zu sein. Spätestens als er seine Hände auf ihre legte und ihr die Anweisungen gab. Lyanna blickte Elijah nur einen kurzen Moment an und schnaubte dann ehe sie nickte und ihre Hände langsam unter seinen wegzog. Die Dunkelhaarige ging eilig zu seinem Rucksack und als sie reinfasste und tatsächlich einen Bunsenbrenner herauszog blickte sie den ehemaligen Fremden nur wieder an. „Du willst mich doch verarschen.“ murmelte Lyanna. Er hatte da zufällig nicht noch ein All-You-Can-Eat-Buffet versteckt? Das würde Lyanna deutlich zu Gute kommen. Spätestens als er sie anwies das Messer zu erhitzen presste die junge Frau ihre Lippen aufeinander. Sie wusste genau worauf er hinaus wollte und Lyanna hielt es für eine absolut keine gute Idee. Es musste doch eine andere Lösung geben. Sie könnte nach draußen, nach weiteren medizinischen Vorräten suchen, aber womöglich würde das zu lange dauern. Die Blutung musste jetzt gestoppt werden oder er würde wohl nicht mehr lange weilen. Dennoch war ihr bei dem Gedanken was im nächsten Moment passieren nicht wohl dabei. Lyanna schnaubte schließlich und tat wie ihr gesagt wurde und fing an die Klinge des Messers zu erhitzen, bis diese rötlich glühte. Dann ging sie damit wieder zu Elijah, der es ihr dann sofort abnahm. Bei seinen Worten blickte die junge Frau ihn nur verdutzt an. Nun sie hätte mit allem gerecht aber nicht das er diesen Mist hier auch noch selbst machen wollte. Doch schon atmete er ein und aus und drückte die heiße Klinge auf die Wunde. Lyanna hätte mit einem Schreien gerechnet. Irgendein schmerzvolles Aufkeuchen. Aber nichts!

Die Dunkelhaarige ließ sich bei der ganzen Aktion zurückfallen während sie das ganze nur starr beobachtete und sie das Gefühl hatte das sie selbst die Hitze auf ihrer Haut spürte. Doch dieser ganze Wahnsinn tat nun mal das was es tun sollte. Die Wunde war verschlossen, zu mindestens für den Moment. „Verdammte Scheiße!“ fluchte Lyanna nur. Also entweder war er in seinem Vorleben Arzt oder seine Kolonie züchtete heimlich im Keller Supermutanten. Lyanna wisch sich nur über das blutverschmierte Gesicht. Diesen Tag konnte ihr auch niemand mehr zu schnell toppen. Er war hart im Nehmen, das musste Lyanna zugeben. Eine gebrochene Rippe und ein Messerstich … nun die meisten würden es nicht so einfach überleben. Lyanna hatte sogar schon fast ein schlechtes Gewissen ihn zugerichtet zu haben. Lyanna wüsste noch nicht mal ob sie dies selbst überleben würde. Ihr Augen waren starr auf seine Wunde gerichtet ehe ihr Blick zu seinen Tattoo's glitt die seinen Oberkörper zierten. Die waren ihr vorher kaum aufgefallen. Nun wie sollten sie auch?! Als Lyanna bemerkte das sie Starrte räusperte sie sich nur schnell und wandte den Blick sofort ab. Erst seine Worte ließ Lyanna's Blick langsam wieder in seine Richtung gleiten. „Ich hätte dich womöglich auch zurückgelassen.“ murmelte Lyanna schließlich. „Aber … keine Ahnung. Du hast wahrscheinlich nur einen guten Tag erwischt.“ Natürlich würde sie ihm nicht sagen, das sie es sonst moralisch mit sich selbst und ihrem Gewissen vereinbaren konnte. „Ich könnte aber das selbe behaupten.“ Lyanna fuhr zu ihrem Hals. Noch immer spürte sie den Druck als würde ihr jemand die Kehle zudrücken. Egal was sie getan hätte, es hätte nichts gebracht. Es wäre ihre Tod gewesen, das konnte sie nicht abstreiten. Als er sich dann vorstellte konnte Lyanna sich ein schwaches Lächeln und lächeln. „Ja … ja Lyanna stimmt.“ beantwortete sie kurz seine Frage ehe sie nur den Kopf schüttelte. „Tut mir Leid … für das da.“ Lyanna deutete auf die Stelle die sich bereits blau färbte. „.. und wegen deiner Kollegen.“ Auch wenn es Lya selbst nicht betraf wusste sie, so wie so ziemlich jeder andere hier, wie es war jemanden zu verlieren auch wenn es nur Mitmenschen waren. Lya biss sich nur auf die Lippen. Sie mochte solche Gespräche nicht, ganz und gar nicht. Was man daran merkte als sie sich schnell aufrichtete. „Ich gehe mich mal umsehen … nachschauen ob das Haus wirklich so verlassen ist wie es scheint.“ sprach Lyanna etwas unsicher ehe sie zur Tür lief und diese aufzog. „Oh! Fast vergessen!“ Die Dunkelhaarige drehte sich wieder zu Elijah und zog etwas aus ihrem Hosenbund. Sein Messer, das er einer der Plünderer ins Knie geworfen hatte. Lyanna lächelte schwach und legte es neben ihn. „Waffen findet man heute nicht überall .. also ich.. ich wollte es nicht liegen lassen.“ Die Dunkelhaarige lief wieder zu Tür. „Das war echt ein verdammt guter Wurf … aber mach das ja nicht bei mir!“ warnte sie ihn gleich noch dazu ehe sie schließlich den Raum verließ und tatsächlich die einzelnen Räume durchsuchte. Elijah sollte sich ausruhen. Er konnte tun was er wollte aber so eine Wunde konnte man nicht einfach weg stecken. Lyanna suchte einzelne Schubladen ab, betrachtete ein paar Bilder die an der Wand hingen. Eine recht große Familie nun zu mindestens was sie von den Bildern ablesen konnte. Womöglich Bauern. Aber das tat wohl nichts mehr zu Sache, sie waren womöglich nicht mehr am Leben oder schon lange verschwunden. Leider gab es nichts wirklich brauchbares in diesem Haus, zu mindestens nicht für Lyanna. Das Wichtigste wurde mitgenommen oder geplündert. Aber es war kein Zeichen von anderen Überlebenden oder Untoten. Lyanna suchte gerade den letzten Raum ab als sie sich in einem zersprungen Spiegel, das erste mal betrachten konnte. Ihre Haare, ihre Haut und ihre Kleidung waren nur so getränkt in Blut. Sie sah aus … als hätte sie sich nur so darin gesult. Die Dunkelhaarige verzog nur etwas das Gesicht. Um fair zu sein ihr Gegenüber hat es deutlich schlimmer erwischt. Die Dunkelhaarige schüttelte nur den Kopf und suchte unter dem Bett. Es war nichts ungewöhnliches, das Leute immer wieder Sachen darunter versteckten. Als Lyanna's Hand etwas packte, zog sie es überrascht heraus. Eine Flasche, gefüllt mit .. Wodka. Nun. Alkohol war heut zu Tage das beste Desinfektionsmittel. Lyanna zögerte kurz ehe sie die Flasche einfach öffnete und einen großen Schluck davon trank. Sofort verzog sich ihr Gesicht als die Flüssigkeit ihr förmlich die Kehle runter brannte. „Widerlich...“ murmelte Lyanna nur keuchend als sie es runter schluckte. Mit der Flasche in der Hand machte sie sich auch schon auf dem Weg zurück zu Elijah. „Eine gute und eine schlechte Nachricht.“ sprach Lyanna als sie wieder eintrat. „Die gute ist … das Haus ist leer. Keine Arschlöcher. Keine Zombies.“ Die Dunkelhaarige ging langsam auf die zu. „Die schlechte … nun hier befindet sich rein gar nichts außer das hier.“ Lyanna stellte die Flasche vor ihn auf den Tisch und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Tadaaah ...“ murmelte die Brünette nur.

@Elijah Magoro



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#51

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 24.10.2019 18:58
von Elijah Magoro | 511 Beiträge

Etwas belustigt war Elijah schon über ihre Reaktion, als er ihr befahl das Messer mit dem Bunsenbrenner zu erhitzen. Ihr ungläubiger Blick, die Nachfrage, aber er es auch wirklich ernst meinte. Natürlich meinte er es ernst! Als er seine Hände auf ihre legte, schien sie aber zu kapieren, dass er wirklich keinen Spaß machte und kramte das Gerät hervor. Ihr gemurmeltes „Du willst mich doch verarschen“, ließ ihn sanft lächeln. Nein, sie hatte ja schon richtig geschätzt, dass er aus einer Kolonie kam. Es wäre dumm von ihm, auf einen Versorgungszug zu gehen, ohne sein Feldbesteck. In dem Rucksack waren noch zwei Dosen mit Nudeln, Besteck, Wechselklamotten, eine Decke und Wasser. Wasser war das wichtigste.
Als sie seiner Anweisung folgte, schien sie schon zu verstehen, auf was das ganze herauslief und es schien ihr nicht zu gefallen. Daher versicherte Elijah ihr, dass er das schon mal gemacht hatte.
Das Brennen der heißen Klinge tat höllisch weh, aber Elijah war niemand, der seine Schmerzen zeigte. Sollte er sie doch mal zeigen, dann mussten es wirklich starke Schmerzen sein. Kaum war die Wunde zu, ließ er sich zurückfallen und versuchte seinen Atem zu beruhigen. Ihr Fluch ließ ihn kurz grinsen, scheinbar hatte sie das noch nie gesehen. Als er die Augen wieder öffnete folgte er ihrem Blick, der starr auf die Wunde gerichtet war, scheinbar schien die Situation sie doch mehr zu beschäftigen, als sie zugab. Nicht, dass sie sich jetzt auch noch übergab. Das Blut auf ihm reichte schon, er brauchte nicht auch noch die Kotze einer ehemals Fremden. Dann wanderte ihr Blick an seinem Oberkörper hinauf, vermutlich zu seinen Tattoos, ehe sie selbst bemerkte was sie da trieb und schnell wegsah.
Niedlich, dachte sich Elijah nur. Das er gut in Form war, war ihm selbst bewusst, er tat dafür ja auch genug. Aber in einer Welt wie diesen, durfte man sich nicht gehen lassen. Es klang dumm, aber die Dicken waren die ersten, die gestorben waren. Die Beißer waren zwar nicht schnell, aber ausdauernd. Um die Situation für sie nicht noch unangenehmer zu machen, sprach er sie auf ihren Namen an und auf ihre Rettungsaktion.
Ihre Hand fuhr an ihren Hals und er sah die leichten Druckstellen. Das war wirklich knapp gewesen, wäre er eine Minute langsamer gewesen, wäre Lyanna tot gewesen. Dann entschuldigte sie sich für ihre Attacke und den Tod seiner Kollegen.
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen“, antwortete er in ruhiger Stimme, „Tut schon fast garnicht mehr weh.“
Er setzte sich etwas aufrechter hin, dann fuhr er fort, „Und meine Kollegen sind ehrenvoll gestorben. Sie haben dir und mir das Leben gerettet, eine Tatsache für die es sich zu sterben lohnt, findest du nicht? Zu sterben, damit ein anderer leben kann, größer kann die Ehre nicht sein. Sie sind also nicht umsonst gestorben. Ihr Kampf war vorbei.“
Den Schmerz in seinen Augen, konnte er dabei aber nicht verbergen. Natürlich schmerzte es ihn, Leute aus seiner Kolonie verloren zu haben, immerhin kannte er jeden dort persönlich. Hätte es aber zum Beispiel seine Schwester erwischt, wäre er wohl ganz anders drauf. Doch die hatte diesen Beutezug zum Glück ausgelassen.

Kaum hatte er zu Ende gesprochen, richtete sich Lyanna auf. Ihr schien das Gespräch unangenehm und bevor Elijah irgendetwas antworten konnte, meinte sie nur, dass sie sich jetzt umsehen würde. Bevor sie aber ganz verschwunden war, legte sie ihm sein Messer hin, das ließ ihn lächeln. Er hatte schon gedacht, es wäre im Kampf verloren gegangen, dann hätte er doch nochmal zu dem kleinen Dorf fahren müssen. Nun aber hatte sie ihm diesen Weg abgenommen.
„Danke“, murmelte er und nahm es auf, steckte es in die Scheide an seinem Bein. Dann war sie auch schon verschwunden und Elijah alleine.
Er blieb noch kurz auf dem Sofa sitzen, dann seufzte er und richtete sich auf, ignorierte den stechenden Schmerz in seinem Bauch und von seinen Rippen. Eigentlich hätte er sofort zurück in die Kolonie fahren sollen, aber irgendetwas hielt ihn auf. Vielleicht dasselbe, dass ihn zurückgehalten hatte, als er ihr sein Messer an den Hals gedrückt hatte. Oder das, was sie dazu gebracht hatte, ihn zu retten und nicht einfach bei den Beißern zurück zu lassen. Er wusste es nicht, letzten Endes war es auch egal.
Irgendwann erhob er sich und kramte in seinem Rucksack nach der großen Wasserflasche, dann nahm er einen der Stofffetzen und machte ihn nass. Es tat so gut sich damit durchs Gesicht zu fahren und das ganze Blut los zu werden, sich ein wenig sauberer zu fühlen. Eine Dusche wäre jetzt genau das richtige, aber die gab es hier sicherlich nicht. Als er sein Gesicht gesäubert hatte, waren seine Hände dran. Dann kramte er weiter in seiner Tasche und zog eine frische Hose und ein frisches, hellgraues TShirt heraus. Mit einem leichten Stöhnen zog er sich die Schuhe und dann die blutüberschmierte Hose aus, reinigte mit dem eigentlich schon komplett verdreckten Tuch die letzten Reste Blut von der Bauchwunde und schlüpfte dann in die Hose. Immerhin ein wenig sauberer als vorher. Das TShirt legte er über die Lehne des Sessels, der neben dem Sofa stand. Wenn Lyanna wollte, konnte sie es haben, außer sie fand hier frische Kleidung. Es war warm draußen, außerdem hatte er noch seine Jacke im Auto die er im Zweifel drüberziehen konnte.
Geschafft von dem ganzen umgeziehe und bewegen, ließ er sich wieder auf das Sofa sinken und atmete tief durch. Eine gebrochene Rippe wäre kein Problem, oder nur die Stichwunde… aber die Kombination aus beidem machte ihm doch mehr zu schaffen, als er zugeben wollte. Dann knurrte sein Magen und er nickte, stimmte sich selbst zu. Ja, er hatte Hunger. Lyanna sicherlich auch. Wie gut, dass er immer zwei Dosen mit Proviant einpackte.
Gerade wollte er aufstehen, da kam Lyanna zurück von ihrer Erkundungstour durch das Landhaus. Eine gute und eine schlechte Nachricht? Dann stellte sie mit einem Lächeln eine Flasche mit klarer Flüssigkeit vor ihn. Vodka.
Er sah von der Flasche zu ihr, dann wieder zur Flasche und zurück. Langsam zog er eine Augenbraue hinauf, sah sie einen Moment an, dann grinste er.
„Du sagst es befindet sich hier nichts? Und kramst den Jackpot aus?“, meinte er grinsend und griff nach der Flasche, stöhnte leise auf. Bewegen war einfach grade eine schmerzhafte Sache. Er setzte die Flasche an seine Lippen und trank zwei große Schlucke, ehe er die Flasche absetzte und kurz die Augen schloss.
„So hab ich erst Recht keine Schmerzen mehr“, sagte er dann und grinste wieder, dann richtete er sich auf, ging hinüber zu dem Sessel, warf ihr das T-Shirt zu, „Hier. Kannst du haben, ist ein wenig sauberer als das, dass du gerade trägst.“
Er sah sie einen Moment abwartend an, dann realisierte er die Situation, „Sorry.“
Ganz der Gentleman drehte er sich um und suchte in seinem Rucksack nach den Dosen mit den Nudeln, meinte währenddessen, „Das du nichts gefunden hast ist natürlich nicht optimal, aber immerhin hab ich eine Notlösung. Ich koche mal für uns.“
Die Dosen unter dem Arm, nahm er den Bunsenbrenner und drehte sich gerade rechtzeitig um, als sie das TShirt nach unten zog. Er sah nur noch ihren Bauch, sah ihr dann in die Augen und lächelte, „Hast du Hunger?“

@Lyanna Lockhart





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#52

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 26.10.2019 16:49
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Als Lyanna zurück kam sah Elijah bereits schon deutlich weniger aus als hätte er jemanden ermordet, im Gegensatz zu Lyanna. Nun die Vorteile einer Kolonie mit sicherlich. Er hatte frische Kleidung an, nun ja zu mindestens unten rum, denn oben rum trug er immer noch nichts und Lyanna holte einfach nur tief Luft. Was für eine Reaktion Elijah im ersten Moment über ihren Fund bot konnte sie nicht genau sagen. Es fiel ihr generell schwer zu durchschauen was dieser Moment fühlte oder ihm womöglich durch den Kopf ging. Lyanna mochte es nicht wenn sie einen Menschen nicht einschätzen konnte. Wie konnte man sonst reagieren ob er einem nicht im nächsten Moment eine Klinge durchs Herz bohrt oder nicht. Aber nach all dem hatte Lyanna eher weniger die Befürchtung das dies passierte, nun zu mindestens vorerst. Seine Wunden schienen ihn immer weniger zu stören, oder er schien diese Reaktion gut verstecken zu können, etwas was Lyanna, wie erwähnt, schlecht einschätzen konnte. Die meisten würden diese Schmerzen wohl kaum aushalten oder wären längst gestorben. Zu dem hatte er wohl einiges drauf und Lyanna war doch ein wenig froh, das er ihm die Stange doch nicht über den Kopf gezogen hatte, warum auch immer sie das nicht tat war ihr immer noch nicht bewusst. Nun wäre es dazu gekommen würde sie bereits erwürgt und erstochen in einem heruntergekommenen Haus liegen oder schon gar mit den Toten wandeln. Ein Gedanke, der förmlich Kälte in ihren Körper trieb. Doch auch so mager die Ausbeute in diesem Haus, so schien der ehemalige Fremde deutlich erfreut darüber sein. Zu mindestens genehmigte dieser sich bereits Schlücke davon und Lyanna legte nur den Kopf schief und lächelte schwach. Ob das nun ein Jackpot war, war nun eine andere Sache. Nun um seine Schmerzen, die er offenbar doch hatte ein wenig zu lindern sicherlich. Ein vernebelter Verstand, in einer Apokalypse … nun wohl eher unpassend. Aber zum reinigen von Wunden umso besser.

Außerdem brannte Alkohol gut. Nicht das sie irgendwelche verrückten Gedanken hegte. Das Brennen ihres Schluckes spürte Lyanna noch deutlich in ihrem Hals. Sie hatte schon fast vergessen, wie so was überhaupt schmeckte oder sich gar anfühlte. Als er ihr dann das Shirt zu warf blickte sie ihn für einen Moment etwas verwundert an. „Ich weiß gar nicht was du hast .. Ich mag meinen Carrie White Look eigentlich echt gerne.“ antwortete Lyanna nur darauf mit einer deutlichen Portion Sarkasmus ehe sie nur lächelte und den Kopf schief legte. Elijah starrte sie nur abwartend an und Lya räusperte sich nur ehe er schnell selbst drauf kam, sich entschuldigte und wegdrehte. Die Dunkelhaarige streifte sich nur das blutverschmierte Shirt vom Körper. Ein, mit getrocknetem Blut, getränkter Verband konnte man an Lyanna's linken Unterarm erkennen. Kurz strich die junge Frau schon fast nachdenklich drüber, bevor sie einfach schnell das frische Shirt drüber zog, bevor der ehemalige Fremde es sah. Er drehte sich gerade um als Lyanna den Stoff über ihren Bauch streifte. Auf seine Frage hin ob sie Hunger hätte fuhr die junge Frau automatisch an ihren Bauch. Lyanna kannte es gar nicht mehr wirklich satt zu sein. „Immer ...“ beantwortete sie seine Frage und lächelte. Während Elijah sich um das Essen kümmerte kramte Lyanna ein paar Kerzen aus der Schublade, die sie beim Eintreffen durchsucht hatte, heraus und zündete diese mit einem Feuerzeug an, das sie nun schon ein paar Jahre bei sich trug. Es hatte ein Datum eingraviert, was an diesem Tag aber genau war wusste Lyanna nicht. Die Dunkelhaarige wunderte sich das es überhaupt noch funktionierte. Die Sonne ging bereits schon unter und Dämmerung und darauf folgende Dunkelheit kämpfte sich bereits durch. Die Dunkelhaarige war froh das sie sich hier befand und nicht da draußen, erneut nach einem Unterschlupf suchend, so oft sie das schon tat. In der Dunkelheit war es deutlich schwerer zu überleben. Sicher konnte man sich besser durch die dunkle Nacht schleichen. Andere sahen einem nicht. Zombies konnten einem schlechter ausmachen. Andersrum war es aber genau so. Oft konnte man selbst andere auch nicht ausmachen und die Beißer nur wahrnehmen weil sie Geräusche von sich gaben. Der Sommer endete bald, es wurde bereits in der Nacht schon kühler, bald würde es schlimmer werden, da war Lyanna auf Unterschlüpfe wie diesen angewiesen. Als das Essen fertig war und ihr der Geruch in die Nase stieg, das dies deutlich besser war als Dosenpfirsiche. Nun … alles war besser als Dosenpfirsiche. Das Lyanna das Essen nicht verschlang grenzte nur an Selbstbeherrschung. Das sie richtig aß lag immer hin bereits drei Tage zurück. Und auch wenn es aus der Dose kam, war es das erste gute was sie wirklich gegessen hatte seitdem sie ihre Kolonie verließ. Nach dem Essen saß Lyanna auf dem Boden. Ihre Sachen waren quer um sie herum ausgebreitet, während sie auf einer abgerissenen Karte mit einem Stift etwas kritzelte. Ihr Haar, was sie vom Zopf gelöst hatte, lag locker über ihren Schultern. An einzelnen Strähnen klebte noch etwas Blut. Nachdenklich mit der Gabel noch im Mund kringelte sie den ungefähren Bereich an, an dem sie sich noch vor ein paar Stunden befanden und schrieb deutlich das Wort 'infiziert' darunter. Auch andere Bereiche waren auf der Karte markiert, entweder mit dem selben Wort oder gar wenige wurde sogar als sicherer Bereich gekennzeichnet. So war es jedenfalls zu dem Grund gekommen wieso sich dort aufhielt, wo sie sich eben aufhielt. Lyanna klapperte einzelne Orte ab. Ein gewisses Ziel hatte sie da nicht. Das einzige Ziel was sie vor kurzem hatte war bereits erfüllt. Raus aus der Kolonie. Dabei war diese noch nicht mal bösartig, sie war sogar ziemlich gut zu Lyanna. Zu gut um genau zu sein. Ein Leben in Sicherheit, in einer Gemeinschaft, war etwas was viele da draußen suchte. Etwas was Lyanna gefunden hatte. Sie hatte jemanden der sie liebte, den sie auch liebte zu mindestens glaubte sie das, doch es reichte wohl nicht. Eine Familie. So was wie Freunde. Lyanna schnaubte nur. Sicherlich fragt man sich wie man so etwas zurücklassen konnte. Selbst Lyanna fragte sich das. So sehr sie versuchte sich an dieses Leben zu gewöhnen, ließen ihre Überlebensinstinkte sie nicht in Ruhe. Sie war paranoid. Sie hatte Angst. Konnte man wirklich so kaputt sein um sich nicht mehr in eine Gemeinschaft integrieren zu können. Nun Lyanna gehörte nun definitiv zu diesem Prozentsatz. Die junge Frau fuhr sich nur das Gesicht ehe sie die Gabel aus dem Mund nahm und kurz zu Elijah blickte. „Du solltest morgen zu deiner Kolonie zurückkehren... „ fing sie an. „Sie machen sich sicher schon ihre Gedanken um dich.“ Wenn sie nicht gar schon auf der Suche nach ihm waren. Lyanna hatte wenig Lust daran noch einem Koloniesuchtrupp gegenüber zu stehen. Solche Situationen geraten schnell außer Kontrolle und das Risiko war ihr zu hoch, das man sie für seinen Zustand verantwortlich machte. Eine Kolonie im Nacken war das letzte was Lyanna da draußen brauchte. „Außerdem solltest du dich ausruhen, du hast dennoch eine Menge Blut verloren. Ich passe schon auf das kein Beißer oder Arschloch sich hier rein traut.“ Komisch. Es klang wirklich als sei Lyanna besorgt. „Aber … letztendlich ist es mir egal was du tust.“ murmelte Lyanna auch wenn es nicht ganz so egal klang.

@Elijah Magoro



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#53

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 27.10.2019 20:23
von Elijah Magoro | 511 Beiträge

Sie reagierte auf seine Frage genauso, wie er erwartet hatte, dass ein Streuner darauf reagieren würde. Elijah nannte Menschen, die nicht in einer Kolonie oder Gruppe waren, meistens Streuner. Nicht, um sie abzuwerten oder ähnliches, nur waren sie eben genauso wie die Tiere: heimatlos und auf sich selbst gestellt. Meist entschiedenen die Menschen das aber selbst, die Tiere eher seltener.
Es dauerte also nicht lange bis die Dosen mit den Nudeln darin heiß waren und er ihr eine davon reichte, dazu eine Gabel. Inzwischen sorgte sie für Licht und dann ließen sie sich das Essen im Kerzenschein schmecken. Eigentlich hatte der Dunkelhäutige damit gerechnet, dass sie die Nudeln nur so verschlingen würde, hektisch war sie dabei dennoch. Elijah hingegen aß in aller Ruhe, er hatte zwar Hunger, hatte aber heute Morgen noch ausgiebig im Clubhaus gefrühstückt.
Kaum waren sie fertig nahm Elijah ihr die Dose ab und stellte sie auf einen angrenzenden Tisch, ihre Gabel behielt sie. Notdürftig machte er seine Gabel an einem Stück Stoff sauber, als er sich ihr wieder zuwandte, hatte sie einige ihrer Sachen um sie herum verteilt. Erst jetzt konnte er sie das erste Mal so richtig betrachten, die dunklen Haare die ihr in sanften Wellen locker über die Schulter fielen, die Spritzer Blut die er darin ab und an noch entdeckte. In Blut gebadet zu werden war scheiße, es dauerte ewig bis man alles von sich runter hatte. Klar, er hatte es da mit seiner Glatze leicht, mit einem Tuch drüber oder kurz unter die Dusche gestellt, dann war das gröbste runter. Er wollte nicht wissen, wie lange sie brauchen würde um das komplette Blut aus den Haaren zu bekommen. Sein Blick wanderte über ihr Profil, er stand seitlich zu ihr, die Form ihrer Nase, die Lippen die sich um die Gabel in ihrem Mund schlossen, nachdenklich die Karte betrachtend. Sie war hübsch keine Frage, attraktiv auf jeden Fall!
Lass es! , dachte er sich nur und fuhr sich mit einer Hand über den glattrasierten Hinterkopf, richtete sich dann wieder auf. Ein kontrollierender Blick zu seiner Bauchwunde, sie hatte nicht mehr das bluten angefangen, das Ausbrennen hatte seinen Zweck erfüllt.
Gerade wollte er sich abwenden, da blickte sie auf und sprach ihn an. Ihre Worte entsprachen der Wahrheit, seine Schwester machte sich immer Gedanken um ihn, wenn er draußen war. Andersrum war es das selbe, wirklich entspannt war man nie, wenn das Geschwisterchen nicht sicher war. Aber einen Suchtrupp würden sie nicht ausschicken, erst, wenn jemand ungemeldet länger als drei Tage verschwunden war. Es konnte schon mal vorkommen, dass eine Versorgungstour zwei Tage dauerte.
Als sie fortfuhr konnte er nur sanft lächeln. Sein Blick lag auf ihrem, unergründlich und nichts verratend, dass er belustigt war zeigten nur seine Lippen.

Langsam ging er zu ihr hinüber und nahm ihr die Karte aus der Hand, ebenso den Stift. Er betrachtete die Karte, dann zeichnete er ihr einen Kreis und die Worte „Safe“ in die Karte. Er hatte ihr den Standort seiner Kolonie eingezeichnet, ein großer Vertrauensbeweis. Aber irgendetwas war da, dass ihm sagte, dass von ihr keine Gefahr ausging. Sonst hätte sie ihn nicht hierhergefahren, ihm geholfen nicht zu verbluten, so etwas tat niemand, der eine Gefahr darstellte.
„Hier“, antwortete er und reichte ihr die Karte zurück, setzte sich ihr dann im Schneidersitz gegenüber. Er wartete einen kurzen Moment, in dem sie die Karte studieren konnte, dann stützte er sich mit den Händen hinter seinem Oberkörper ab, „Dort ist meine Kolonie. Wir nennen uns Anarchy Riders, viele von uns fahren Motorräder, wie du dir vielleicht vorstellen kannst. Das ist keine Einladung, dass du dich uns anschließen sollst. Das ist keine Drohung, dass wir hier in der Umgebung das Sagen haben. Das ist kein „Hey, komm mich doch mal besuchen.“ Das ist einfach eine Information, dass du dort hinkommen kannst und dort jemanden hast, der dir helfen wird. Ein sicherer Ort für eine Nacht oder mehr, Essen und warme Duschen, den du aber jederzeit wieder verlassen kannst. Einfach nur ein Angebot, sieh es wie eine Raststätte auf dem Highway. Kurz haltmachen, Energie tanken und wieder gehen. Und wenn du nie vorbeikommst, weiß ich, dass du keine Hilfe brauchst.“
Der Blick den er ihr nun gab, war anderes als alle vorher. Er war aufrichtig und ehrlich, zeigte ihr, dass er es ernst meinte, was er gerade gesagt hatte.

„Okay? Und jetzt hör damit auf, mich zu bemuttern. Ich bin ein erwachsener Mann und kein Weichei“, fuhr er dann fort, sein Blick wieder anders. Keine Offenheit, wieder dieser unergründliche, dunkle Blick, „Ich werde heute Nacht kein Auge zu machen und du genauso wenig. Wie auch, ich brauch es nicht, ich kann Tage ohne Schlaf wach bleiben, dazu wurde ich ausgebildet. Und du bist eine Frau, alleine mit einem fremden Kerl, in einer Umgebung in der du dich nicht auskennst. Vielleicht denkst du von mir geht keine Gefahr mehr aus, vielleicht erwartest du auch immer noch, dass ich dich umbringen werde. Du wirst es nicht wissen, von daher gehe ich nicht davon aus, dass du schlafen wirst. Und jetzt lass uns aufhören über Möglichkeiten zu reden, darüber, dass ich mich ausruhen muss oder sonst was, was der andere meint, dass der andere denkt oder macht. Wir stecken in der gleichen Scheißsituation und morgen früh gehen wir wieder getrennte Wege. Ich hab dir gerade die Möglichkeit geboten, wie du mich wieder finden kannst, alles weitere ist dir überlassen.“
Er zuckte mit den Schultern, legte kurz den Kopf in den Nacken und seufzte, ehe er sie wieder ansah und abschließend meinte, „Lass uns über wichtige Dinge reden. Zum Beispiel was du vor der ganzen Kacke hier gemacht hast und warum du heute dort bist, wo du bist?“

@Lyanna Lockhart





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#54

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 27.10.2019 22:40
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Lyanna spürte seinen Blick auf ihr liegen. Normalerweise hätte sie wohl jedem x-beliebigen das Messer zwischen die Augen geworfen. Wenn es noch etwas was gab was Lyanna ebenso nicht mochte dann war es einfach angestarrt zu werden. Nun zu mindestens angestarrt werden ohne Grund. Es war etwas was Lyanna ziemlich … beängstigend fand, da sie erst recht nicht deuten konnte was in dem Kopf der Person vorging und bei Elijah selbst war es so oder so schwierig oder gar nicht möglich. Nun zu seiner Verteidigung, die Dunkelhaarige hatte auch gestarrt aber nun es war ja auch unmöglich es nicht zu tun, wenn er oben blank herum lief. Aber Lyanna saß letztendlich nur da und kritzelte auf einem alten, zerfledderten Stück Papier herum auf dem eine halbe Karte abgebildet war, die sie zufällig in einem Touristenzentrum gefunden hatte, nun wo auch sonst. Lyanna blickte gerade aus dem Augenwinkel in seine Richtung als er auch schon auf sie zukam und ihr die Karte und den Stift einfach abnahm. Die Dunkelhaarige blickte Elijah nur verwundert an als er etwas darauf schrieb und es ihr schließlich wieder hinlegte. Die junge Frau blickte nur auf den eingekreisten Bereich auf der Karte. Er hatte ihr gerade seinen Standort verraten. Nun um genauer zu sein den Standort seiner Kolonie. Etwas ungläubig blickte sie ihn kurz an. War das etwa ein Trick? Ein Trick den Lyanna nicht verstand. Weshalb sollte er ihr so etwas wichtiges anvertrauen? Sicher er hatte ihr Leben gerettet und sie Seins. Lyanna wüsste nicht ob sie ihm danach einfach den Ort verraten würde an dem sie sich aufhielt oder Leute die ihr wichtig waren, was im Moment eher wenige waren. Lyanna war alleine. Sie hatte wirklich keine Gruppe mit Leuten in der Hinterhand. Hielt er sie mittlerweile wirklich für so harmlos oder schien er ihr wirklich zu vertrauen? Eine Sache war Fakt. Die junge Frau wusste absolut nicht wie sie auf diese Geste reagieren sollte und das sah man ihr auch deutlich an. Diese Kolonie befand sich nicht weit von dem Ort an dem die beiden sich noch vor einigen Stunden aufhielten. Nur eine Kilometer weiter und sie wäre in ein fremdes Territorium getappt, ob das so gut ausgegangen wäre, konnte Lyanna nicht sagen. „Du setzt eine menge Vertrauen in eine Fremde.“ fand Lyanna ihre Worte nach seiner Erklärung. Das tat er wirklich. „Du musst mir so etwas nicht anbieten nur weil du denkst es sei eine gute Sache weil ich dir geholfen habe und ich bin mir nicht all zu sicher ob deine Kolonie all zu sehr davon begeistert wäre, du würdest dir nur selber Ärger einhandeln oder bist du dort so etwas wie ein hohes Tier hm?“ Sie wünschte und wollte dem Fremden irgendwie vertrauen. Sie wollte es wirklich. Aber sie konnte nicht. Zu oft war sie schon in schlechten Situationen mit den falschen Menschen geraten, die ihr Dinge versprachen oder vertrauenswürdig erschienen. Dennoch wollte Lyanna nicht undankbar erscheinen. Im Gegenteil. Das wollte sie wirklich nicht. „Aber ...“ hauchte Lyanna nur. „Ich werde darüber nachdenken.“ Die junge Frau wisch seinem Blick aus. „...Danke.“ murmelte sie noch hinter her ehe ihr Blick wieder auf die Karte glitt. Nachdenklich betrachtete sie immer noch die Markierung. Doch Elijah schien noch nicht fertig zu sein. Nun er hatte nicht nur was drauf, hatte wohl noch was im Köpfchen, etwas was Lyanna ihm Anfang eher weniger zugetraut hatte, auch wenn sie ihn nicht für dumm hielt, war sie doch überrascht. Seine Worte sorgten dafür das Lyanna ihn wieder ansehen musste und auch für einen Moment sichtbar die Sprache verschlug. Er hatte Recht. Sie hätte ebenso kein Auge zugemacht, nicht nur weil er ein Fremder war der sich mit ihr irgendwo befand, wo sich beide nicht auskannten. Nicht die Angst das er ihr irgendwas antun könnte oder sich gar anders entschied und sie doch umbrachte. Lyanna war es selbst gewöhnt wach zu sein. Nicht immer konnte man da draußen ein Auge zumachen. Die Gefahr lockte überall. Selbst wenn man sich in einem Haus wie diesem befand. Die Gefahr war immer groß das sich Beißer oder gar Überlebende hier rein verirrten, die einen im Schlaf überraschten. Und wenn man alleine war, war es umso komplizierter. Es gab Nächte da hatte Lyanna sich sogar oben in Baumkronen festgebunden, damit sie nicht runter fiel und ein wenig Schlaf gewinnen konnte, was ihr am Boden oft nicht möglich war.

Doch im Winter würde dies wieder schwerer, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren und keinen Sichtschutz mehr boten. Nach dem er fertig war konnte Lyanna nicht anders als ein amüsiertes Schnauben von sich zu geben. Er war direkt und kam direkt auf den Punkt. Etwas was Lyanna überaus schätzte. Er hatte keine Angst den Mund aufzumachen und schien wohl zu dem zu stehen was er sagte. Ganz anders als die meisten Überlebenden mit denen Lyanna unterwegs war. Nun … Lyanna war aber noch nicht mit all zu vielen Überlebenden unterwegs. Bemuttern wollte die Dunkelhaarige ihn auf jeden Fall nicht, es war nur ein gut gemeinter Rat. Doch einer Frau zu sagen sie solle sich keine Sorgen machen, war wohl wie eine Suppe mit einer Gabel zu essen. Es funktionierte nicht wirklich. Eine Krankheit die wohl alle Frauen untereinander teilten. Das konnte keiner von ihnen leugnen. Nach einem gefühlt ewigen Schweigemoment in dem Lyanna den ehemaligen Fremden nur anstarrte beugte sie sich schließlich nach vorn. Der Abstand zwischen den beiden verringerte sich sofort. „Ich habe keine Angst vor dir. Wenn du mir etwas antun wolltest, hättest du es schon getan … wieso einer Toten sonst das Leben retten und mit ihr das Essen teilen? Es wäre eine reine Verschwendung gewesen.“ Lyanna legte ihren Kopf auf ihrer Hand ab und blickte ihn lächelnd an. „Aber deine Augen. Dein Blick signalisieren nichts anderes als reine Gefahr … nur was für eine?“ Lyanna schnaubte und lehnte sich wieder zurück, schaffte wieder Abstand. „Ich hasse Überraschungen ..“ lächelte sie nur.
Ihr Kopf lag schief in ihrer Schulter als er wirklich wissen wollte was sie wohl vor all dem Chaos getan hat und wie sie letztendlich hier gelandet war. Kurz hielt Lyanna das für einen Scherz ehe sie in seinen ernsten Blick starrte. „Wirklich?“ fragte Lyanna ungläubig. „Ich erzähle dir meine Sünden und du schärfst hinter deinem Rücken deine Klinge .. so in etwa?“ Lyanna legte den Kopf schief und ihre Hand griff automatisch zu dem Wodka. Wenn er es wirklich wissen wollte musste er wohl Zeit mitbringen und Lyanna würde deutlich mehr von diesem Wodka brauchen. Die Flasche fand ihren Weg zu ihren Lippen und ein kleiner Teil des Inhaltes glitt wieder ihre Kehle herunter so das sie kurz husten musste. „Erwarte keine dramatische Trauergeschichte. Sie ist wohl ziemlich langweilig im Vergleich zu anderen.“ Die Dunkelhaarige setzte die Flasche nur ab. „Ich komme aus Boston.“ Von diesem Ort lag es wohl meilenweit weg. Deutlich ein viel zu langer Weg. „Mein Dad war Anwalt, von Straftätern jeder auch. Richtig es gab wirklich Menschen, die die Arschlöcher vor der Apokalypse verteidigte. Meine Mutter nun sie war nicht meine richtige Mutter. Meine richtige Mutter … nun ich weiß es nicht. Ich ging aufs College so wie jeder andere in diesem Land und nun bei meinem Abschluss .. nun brach der ganze Mist hier aus und dann ging alles eigentlich ziemlich schnell … Quarantänezone über Quarantänezone. Jeder verlor alles und jeden. Bis eben auch irgendwann das Militär durchdrehte und aus vielen Gründen auch die Qurantänezonen zusammenbrachen. Es gab da jemanden … nun .. „ Lyanna verzog nur kurz das Gesicht. „Er hat mir das alles beigebracht. Schießen. Er ist zu dem geworden was uns alle noch erwartet.“ Die junge Frau stieß ein Seufzen aus. Es war herauszuhören, das sie ihre Geschichte kurz hielt. Nicht weil sie, sie nicht erzählen wollte. Im Gegenteil. Es tat gut mit jemanden darüber zu sprechen. Einem Fremden der nicht urteilen konnte. Doch war so eine Lebensgeschichte nicht gerade kurz und dann würden sie wirklich bis morgen hier sitzen. „Ich war in einer Kolonie... vor kurzem erst.. Ich .. ähm Ich bin abgehauen.“ murmelte sie und fuhr sich schließlich durch das Gesicht. Nein darüber wollte sie nun wirklich nicht reden. „Was ist mit dir? Du kennst dich zwar mit Wunden verschließen und so einen verdammten Kram aus aber du machst auf mich eher weniger den Eindruck als seist du ein Arzt gewesen. Nichts für Ungut.“ Lyanna's Mundwinkel zuckten einen Moment nach oben. „Miese Eltern? Verrückte Exfreundin?“ grinste Lya als sie einen weiteren Schluck des Alkohols nahm. Es brannte deutlich weniger bereits.

@Elijah Magoro



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#55

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 30.10.2019 17:24
von Elijah Magoro | 511 Beiträge

Der Dunkelhäutige lächelte sanft über ihre Reaktion, als sie realisierte, was er ihr gerade auf die Karte gemalt hatte.
„Vertrauen ist so eine Sache“, antwortete er schulterzuckend und sah sie dann an, „Und ich habe es dir nicht angeboten um irgendwie eine Schuld zu begleichen. Meine Kolonie ist da einer komischen Ansicht, manche finden Aktionen wie diese scheiße, manche sagen es ist okay. Wir sind eine Gemeinschaft in der man sich nicht für jede Aktion rechtfertigen muss, also ist es ganz alleine meine Entscheidung. Und es scheint mir weniger so, dass du der Kolonie schaden würdest, wenn du vorbeikommst. Es ist eine reine, nette Geste von mir für dich, von einem Kolonisten zu einem Streuner.“
Er antwortete ehrlich, wie eigentlich immer. Diese Welt hatte keinen Platz mehr für Lügen und Verstecke. Ihn nervte sowas immer.
Als sie dann aber zugab, darüber nachzudenken, nickte er, „Mehr habe ich auch nicht erwartet. Wie gesagt, du weißt es nun, was du damit machst, bleibt dir überlassen.“
Das leise Danke ließ er einfach unangesprochen im Raum stehen. Es schien ihr unangenehm, oder sogar peinlich, sich von einem Fremden helfen zu lassen? Elijah wusste es nicht, jedenfalls ließ er es unkommentiert, hatte es aber registriert.

Als er dann seine kleine Ansprache hielt, schien sie am Ende etwas überrascht zu sein, darauf folgte ein amüsiertes Schnauben. Dann beugte sie sich vor und Elijah konnte nicht anders als kurz überrascht die Augenbaue hinaufzuziehen, ehe er ihren Blick erwiderte. Er war gespannt, was jetzt kam. Als sie sprach spürte er ihren Atem sanft auf seinem Gesicht, sie roch noch nach den Nudeln, nicht unangenehm. Der Blick mit dem sie ihn musterte, wie sie den Kopf auf die Hand legte und dazu ihre Worte, gefolgt von dem Schnauben und dem sanften Lächeln, als sie sich wieder zurücklehnte. Elijah blieb sitzen wie vorher, legte nun den Kopf leicht schief. Sie überraschte ihn doch auch immer wieder, mit ihren Aktionen. Andere wären einem Typen wie ihm nie so nahegekommen, wie sie schon so gesagt hatte: Sein Blick signalisierte nichts Anderes, als Gefahr. Genau so wollte er es auch.
Als sie dann ungläubig fragte, ob er es ernst meinte, nickte er nur und erwiderte ihren Blick. Manchmal brauchte es keine großen Worte um die Ernsthaftigkeit einer Aussage zu untermalen. Er sah sie noch kurz an, dann machte er sich an seine Schuhe und begann sie aufzuschnüren, während sie anfing zu erzählen. Aufmerksam hörte er zu, wenn Elijah eines gut konnte im sozialen Kontakt, dann war es zuhören. Ordentlich stellte er die Stiefel neben sich und zog die Socken ebenfalls aus. Es tat so gut seine Zehen zu bewegen, selbstzufrieden schloss er kurz die Augen, hörte ihr aber weiterhin zu. Das war schon damals bei der Army immer das Beste gewesen: Schuhe ausziehen. Wenn die den ganzen Tag in Stiefeln steckten, war es so eine Befreiung.
Am Ende sprach sie davon, dass sie erst vor kurzem aus einer Kolonie abgehauen war. Elijah nickte, er konnte das gut verstehen. Lyanna machte auf ihn auch nicht den Eindruck, dass sie eine gebundene Frau war. Sie war mehr wie ein Vogel, frei und ungebunden, und genau diese brauchte sie. Daher hatte er sie auch nicht zu sich in die Kolonie eingeladen, sondern ihr nur das Angebot gemacht, zu kommen und zu gehen, wann sie wollte. Jemand wie sein gegenüber fühlte sich in einer Kolonie eingesperrt, der Freiheit beraubt. Zumindest schätzte er sie so ein.
Über ihre Zeit in der letzten Kolonie schien sie aber nicht reden zu wollen, daher nickte der Dunkelhäutige wieder und lächelte dann, als sie ihn ansprach. Verrückte Exfreundin? Der Klassiker.
Er atmete tief durch, schwieg für einen Moment und sah Lyanna nachdenklich an. Wieviel sollte er ihr erzählen?
„Geboren wurde ich in New York“, begann er dann und setzte sich aufrechter hin, noch immer im Schneidersitz, „Ich bin der älteste von 3 Kindern, meine kleine Schwester wohnt mit mir in der Kolonie.“
Da er seinen kleineren Bruder nicht ansprach, würde ihr schon klar sein, dass dieser entweder tot oder nicht mehr bei der Familie war.
„Mein Dad war Reverend, meine Mum eine einfache Verkäuferin im familiären Geschäft. Als wir noch jünger waren haben wir da natürlich oft ausgeholfen, viel Geld hatten wir nicht, das war aber nicht wichtig. Nach der High School bin ich dann direkt zur Army, hast du dir vermutlich schon gedacht. Und da bin ich dann geblieben, da war ich auch als alles den Bach runter ging. Damals war ich Lieutenant meiner eigenen Einheit, also habe ich schnell erfahren, dass diese Kacke kein kleiner Scheißhaufen bleiben würde. Wie es jeder an meiner Stelle getan hätte, habe ich meine Familie natürlich gleich in eine der Zonen geholt, aber wie bei jedem in der Lebensgeschichte, ging auch unsere Zone irgendwann vor die Hunde. Dabei sind meine Eltern gestorben.“
Er sah kurz Richtung Himmel, man konnte Elijah nicht als gläubigen Christ bezeichnen, aber sein Vater hatte natürlich auf ihn abgefärbt. Die Werte aus dem Christentum spiegelten sich schon auch in seinen Worten wieder, und lieber glaubte er seine Eltern dort oben im Himmel, als dass sie als Beißer noch immer auf dieser Erde wandelten.
„Danach war ich mit meiner Schwester unterwegs, auch wir wurden getrennt, aber dann haben wir uns bei meiner Kolonie wiedergefunden“, fuhr er fort, zuckte dann mit den Schultern, „Ich bin nun schon längere Zeit bei meiner Kolonie, die letzte Zeit war sehr aufreibend. Es gab Krieg hier in der Gegend, du kannst froh sein erst jetzt hier als Streunerin unterwegs zu sein. Vor Kurzem wärst du vielleicht noch Kanonenfutter geworden.“

Damit schloss er und beugte sich vor, sah ihr in die Augen, dann griff er nach dem Alkohol und setzte ihn an die Lippen, trank mehrere große Schlucke aus der Flasche.
„Also keine verrückte Exfreundin und auch keine miesen Eltern“, schloss er, stellte die Falsche neben sich ab, „Nur die gleiche Scheiße, die jeder in seinem eigenen Sinne durchgemacht hat. Und Arzt war ich ganz sicher nicht, ich war einer von den bösen Jungs, die einfach nur Befehle befolgt haben. Eine Sache, die ich jetzt im Nachhinein etwas bereue. Es lief alles so gut bis heute, keine Ahnung wann ich das letzte Mal einen Menschen umbringen musste. Aber wenn sich Menschen so benehmen wie diese Arschlöcher vorhin…“
Sein Blick wurde wieder dunkel, wütend, als er an seine Kameraden dachte. Sie hatten nichtmal ein richtiges Begräbnis bekommen, von ihren Leichen war mittlerweile vermutlich nicht mehr viel übrig. Er ballte die Hand zur Faust, ließ sie wieder locker, wiederholte das ein paar Mal. Er atmete tief ein, schloss kurz die Augen, öffnete sie wieder und entspannte seine Faust, griff erneut zur Flasche und trank wieder einen großen Schluck.
„Genug zu mir“, meinte er kopfschüttelnd, „Was hast du denn studiert? Du meintest, dass du kurz vor deinem Abschluss vom College standst, als die Scheiße losging. In irgendwas musst du diesen Abschluss doch gemacht haben?“
Er richtete sich auf und setzte sich dann auf die Couch, schlug mit einer Hand auf das Kissen neben sich, „Setz dich her. Ist echt bequem die Couch, hab ich selbst getestet.“
Nun grinste er tatsächlich mal, und zwar aufrichtig. Vielleicht war es der Alkohol, vielleicht die Schmerzen, vielleicht beides.

@Lyanna Lockhart





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#56

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 30.10.2019 18:44
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

„Streuner ...“ wiederholte Lyanna das Wort und konnte nicht anders als leicht zu lachen. „Ist das das Wort das ihr nun für Leute wie mich benutzt. Streuner … Heimatlose … Menschen die sich nicht in eine Gemeinschaft eingliedern wollen oder können.“ Die Dunkelhaarige zuckte mit den Schultern und grinste nur. Sie hatten ja in dem Sinne recht. Und im Grunde lag in diesem Wert auch keine abwertende Geste, doch war es recht amüsiert es zu hören. Für Lyanna waren Einzelgänger einfach Einzelgänger, selbst als sie einer Kolonie angehörte. Letztendlich konnte sie wohl am besten verstehen wie sich diese Leute fühlten. Was ihnen durch den Kopf gehen musste und welche Gründe sie eventuell hatten. Bei manchen war es sogar ganz gut das sie nicht unter Leuten waren. Es gab dadraußen noch genug gefährliche und abgefuckte Typen. Lyanna wusste nicht was passiert wäre, wäre sie nicht gegangen ob sie denn genau so eine Gefahr für sich oder andere gewesen wäre. Für den Menschen den sie liebte, für ihre Familie. Lyanna schüttelte diesen Gedanken aus ihrem Kopf. So wie sie es immer tat. Wenn sie diese Gedanken auf irgendeine Weise an sich ließ würde sie wohl irgendwann nicht mehr wissen was richtig und was falsch war. Und das war etwas wofür sich die Dunkelhaarige am meisten fürchtete. Die junge Frau blickte Elijah nur einen Moment an. Er beließ das Thema zwecks seiner Kolonie ruhen. Und auch ihre Worte waren ehrlich. Mehr als sich Gedanken darüber zu machen konnte sie dem ehemaligen Fremden nicht versprechen. Es war eher unwahrscheinlich das Lyanna in einem klaren Kopf dieses Angebot angenommen hätte oder annehmen würde. Sie hatte einfach einen zu großen Stolz und dieser war nicht einfach herunter zu schlucken. Lya hatte schon immer einen Weg gefunden klar zu kommen. Auch wenn diese Wege nicht immer moralisch gut waren, so hatte sie immer stets mit Gedanken gehandelt. Sie tötete nicht aus Spaß, weil es ihr Freude bereitet sondern weil sie muss um zu überleben. So wie es jeder andere tat und auch immer tun wird. Selbst wenn man in einer Kolonie lebte konnte man nicht immer solch Ereignisse umgehen. Wenn die Kolonie nicht stark genug war konnte man ebenso jederzeit sein Zu hause und seine Familie verlieren und schnell wieder dort landen wo Lyanna landete, nur mit dem Vorteil das Lyanna das ganze für dich selbst gewählt hatte. Elijah hätte wohl nicht damit gerechnet das Lyanna nach seiner Ansprache Widerworte gab oder irgendeine andere Reaktion von sich geben würde. Er rührte sich nicht, hielt aber ihren Blick mit seinem fest und es stimmte. Sie hatte keine Angst vor ihm, egal aus welchen Winkeln er sein hübsches Messerchen noch werfen konnte. Nun etwas was er noch gut konnte als sein Messer zu werfen war zu hören, das merkte Lyanna als sie anfing zu erzählen. Es war nicht ihre ganze Geschichte, eine Kurzfassung davon, die wichtigsten Sachen und er hörte zu. Anfang war es für Lyanna komisch, doch schnell schien es einfacher ihre Worte zu finden. Es war komisch, das es ihr einfacher viel einem Fremden etwas zu erzählen als jemanden den sie näher kannte. Womöglich hatte Lyanna weniger die Befürchtung verurteilt zu werden und wenn er es tat konnte es ihr egal sein. Und dann fing auch er zu erzählen. Sein Leben glich natürlich dem absoluten Gegenteil als dem von Lyanna. Als er erwähnte das er bei der Army war leuchtete es Lyanna ein. Es wurde ihr klar warum er so gut war in dem was er eben tat. Weil er genau darauf trainiert wurde. Etwas was die Dunkelhaarige sich nur kaum vorstellen konnte aber wie gesagt einiges erklärte. Lyanna hatte bisher glücklicherweise weniger mit der Army zu tun gehabt, bis in der Quarantänezone eben. Lyanna konnte nicht anders als kurz zu lächeln als er erzählte das er zu mindestens mit seiner Schwester wieder vereint war. „Kann ja nicht alles scheiße sein in dieser Welt...“ murmelte die Dunkelhaarige und wurde wieder hellhörig als er von 'Unstimmigkeiten' unter Kolonien erzählte. „Das ist nichts neues … Menschen tun das was sie eben gut können. Nehmen und Töten. Sie hinterfragen nicht mehr und wir gehen in der Evolution wieder gaaaanz weit nach hinten bis wir wieder zu Affen mutieren ..“ grinste Lyanna. Ihre Augen waren etwas glasig. Man bemerkte das der Alkohol seine Wirkung zeigte. Die Dunkelhaarige vertrug kaum etwas, sie wusste das. Ziemlich dumm von ihr dennoch an der Flasche zu nippen, wie sie es erneut tat. Vielleicht wollte sie irgendwas betäuben oder es war ihr einfach egal gewesen. „Bist dus noch?“ fragte Lyanna dann. „Jemand der Befehle befolgt?“ hauchte Lyanna nur. Die Dunkelhaarige bemerkte nur seine Reaktion auf die Situation mit den Plünderern. Der Tod seiner Kollegen ging ihm nahe, das konnte Lyanna sehen auch wenn er es versteckte und es war nur verständlich. „Es waren einfach nur Arschlöcher und sie sind jetzt tot. Die werden jetzt nur noch als Zombiefutter enden mehr nicht.“ sprach sie ruhig. Sie konnte diesen Schmerz verstehen. Sie konnte es wirklich, auch wenn man es ihr nicht immer ansah. Oder es war der Alkohol der sie sentimental werden ließ. Schnell tat er dieses Thema wieder ab in dem er es wechselte. Er ließ sich schließlich auf dem Sofa nieder und klopfte neben sich. Lyanna zögerte kurz ehe sie sich einfach neben ihm niederlies. Nun die Wahrheit war, sie war wirklich bequemer als der Boden. „Okay … ich verrate es dir aber du darfst nicht lachen, sonst erschieße ich dich.“ sprach Lyanna ernst ehe sie die ernste Miene nicht mehr halten konnte und zu lachen anfing. „Psychologie.“ murmelte die Dunkelhaarige nur. „Und im Grunde habe ich keinen wirklichen Abschluss …ein Tag bevor es soweit wäre .. na ja ist das eben alles passiert … das Schicksal ist schon mies. Also war theoretisch alles umsonst“ lächelte die Dunkelhaarige nur und legte ihren Kopf zurück. Daraufhin brauchte sie einen erneuten Schluck des Alkohols. Und Lyanna schwieg. Die Dunkelhaarige blickte nur nachdenklich auf die Flasche ehe sie diese Elijah zurückgab. „Ich bin so kaputt … „ hauchte Lyanna und blickte dem ehemaligen Fremden in die Augen. „Ich sage es nur niemanden weil Menschen dann ziemlich komisch werden.“ Die junge Frau schloss nur kurz die Augen. „Ich war sogar verheiratet.“ kam es einfach aus der jungen Frau heraus. „Aber das spielt heute wohl keine Rolle mehr … oder?“

@Elijah Magoro



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#57

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 01.11.2019 11:10
von Elijah Magoro | 511 Beiträge

Nach dem kurzen Zögern, ließ sie sich dann doch neben ihm auf der Couch nieder. Sein Grinsen war ehrlich, es lag vielleicht etwas am Alkohol, so viel wie er damals bei der Army gesoffen hatte, hatte er schon lange nicht mehr getrunken. Aber mittlerweile spürte auch er langsam die Auswirkungen, auch wenn er sie vielleicht nicht so sehr spürte, wie sein Gegenüber. Er bemerkte ihren Blick, erkannte die Anzeichen von Trunkenheit, aber heute war es ihm egal. Sie waren hier einigermaßen sicher, wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt heute Nacht noch andere Plünderer hierherkamen. Und wenn die Beißer bis jetzt nicht in das Haus eingedrungen waren, würden sie es jetzt auch nicht. Das Licht durch die Kerzen war flackernd und nicht sonderlich hell, sodass es die Beißer von draußen anziehen könnte. Dass das Haus frei von den Monstern war, vertraute Elijah einfach auf Lyanna. Selbst hatte er die Räume noch nicht durchgesehen, aber sie war vorhin ja unterwegs gewesen, also sollte das Haus schon Beißer-Frei sein.
Ihre Frage, ob er noch einer von denen war, der Befehle verfolgte ließ er zunächst unbeantwortet. So richtig konnte er die selbst nicht beantworten.
„Ich hoffe sie sind nur Beißerfutter. Keine Lust denen nochmal zu begegnen“, meinte Elijah nur dunkel und zuckte kurz mit den Schultern.
Als sie dann neben ihm saß, sah er sie aufmerksam an. Die Frage, in was sie denn ihren Abschluss gemacht hätte, stand im Raum und Elijah interessierte es wirklich. Lyanna machte auf ihn den Eindruck eine spannende Persönlichkeit zu sein, sie würde nicht etwas so Langweiliges wie Wirtschaft oder Jura studiert haben, Dinge die einem in dieser Welt Garnichts mehr brachten. Aber was passte zu ihr? Er musterte sie ungeniert, versuchte zu erkennen, was ihr Herz so von Interesse ansprach, dass sie es studieren wollte. Etwas, was Elijah immer verweigert geblieben war in seinem Leben. Eigentlich hätte er auch gerne studiert, aber als er zur Army gegangen war und mal einige Monate dort war, war dieser Traum in weite Ferne gerückt.
Ihre Antwort überraschte ihn nicht. Psychologie, ja, dass passte zur Lyanna. Ob er sie als seine Seelenklempnerin gewählt hätte, konnte er nicht sagen. Vermutlich hätte er sich von ihr zu viel ablenken lassen und mit seiner Therapeutin sollte man nichts anfangen.
„Da muss man die Army Jahre lang anbetteln, dass man psychologische Betreuung bekommt und sich nicht wegen einer PTSD selbst umbringt… und dann begegnet man einer Quasi-Psychologin in einem kleinen Dorf mitten in der scheiß Zombieapokalypse, rettet ihr das Leben und trinkt dann auf einer Couch miteinander. Ich habe aber mal gehört, Alkoholkonsum bei der Therapie ist eher suboptimal“, antwortete er und lächelte sanft. Sie legte den Kopf in den Nacken und trank noch einen Schluck des Vodkas. Ihr Blick war nachdenklich, ruhig, genauso wie seine Stimme gewesen war.

Ihre nächsten Worte überraschten ihn dann doch etwas. Sie war verheiratet gewesen? Lyanna wirkte auf Elijah noch sehr jung, vielleicht Mitte Zwanzig? Aber gut, manche Menschen lernten ihren Partner fürs Leben eben gleich früh kennen. Seine Eltern hatten sich auch jung verheiratet und hatten nicht lange gewartet, bis Elijah selbst zur Welt kam. Aber das war noch eine andere Welt gewesen. Elijah schweig zunächst, sah sie nur nachdenklich an und griff dann wortlos zur Flasche, legte den Kopf in den Nacken und kippte sich den Rest der Flasche in den Hals. Achtlos warf er sie dann neben der Couch auf den Boden und seufzte dann.
„Sind wir nicht alle kaputt?“, meinte er dann ruhig und stützte sich mit dem Ellbogen auf die Rückenlehne der Couch, setzte sich seitlich darauf, um Lyanna besser betrachten zu können. Jetzt, nach den letzten, großen Schlucken, spürte er den Alkohol definitiv.
„Ob deine ehemalige Heirat eine Rolle für dich spielt oder nicht, musst du wissen“, fuhr er dann ehrlich fort. Aufrichtig, wie immer, sein Blick jetzt aber auch etwas durch den Alkohol getrübt. Er legte den Kopf leicht schief und fuhr sich mit der Hand über seine Glatze, dann fuhr sie in den Nacken zu den Tattoos, die dort begannen und seine Wirbelsäule bis zu seinem Kreuzbein hinabzogen.
„Ich denke aber immer, unsere Vergangenheit ist es, die uns prägt und die uns zu dem macht, der wir heute sind. Fehler und dumme Sachen gehören zu leben, damit will ich nicht sagen, dass deine Heirat dumm war. Aber sie hat dich sicherlich geprägt und die Person, der du deine Liebe geschworen hattest, hat es sicherlich zurückgegeben. Ohne diese Person wärst du nicht die Frau, die hier vor mir sitzt. Dennoch, irgendetwas hat dich dazu getrieben, dass hinter dir zu lassen, keine Ahnung was mit deinem Exmann passiert ist, ist auch nicht mein Platz, dich das du fragen. Und diese Entscheidung hat dich dazu gebracht, heute hier neben mir auf dieser Couch zu sitzen und mir aus deinem tiefsten Inneren zu erzählen, ehrlich und aufrichtig zu sein. Ich kann das verstehen, bei Fremden ist man leichter Mal ehrlich, man braucht sich nicht zu verstecken oder Angst haben, ich könnte dich verurteilen. Denn ich kenne dich nicht und du mich nicht, egal was wir beide schon für eine Scheiße durchgestanden haben, der andere weiß es nicht.
In der Vergangenheit zu leben ist manchmal gut und manchmal schlecht, es kommt drauf an, in welcher Erinnerung man gerade lebt. Ob es das Kartenspielen im Nahen Osten mit den Kameraden ist, man lacht und trinkt zusammen… oder ob es die Albträume sind, die einen noch immer von Nacht zu Nacht heimsuchen, in denen man als einziger der Truppe überlebt, man zusehen muss wie einem der besten Freunde vor den eigenen Augen in den Kopf geschossen wird und man als Bote stundenlang zurück ins Lager rennt mit nichts am Leib als einer Unterhose, weil sie einem alles genommen haben, dass man am Körper trug und dazu noch die eigene Ehre“, erzählte Elijah und war selbst darüber überrascht, dass er so lange am Stück geredet hatte. Sonst war er nie so. Er seufzte und wandte den Blick ab.
„Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war“, sagte er am Ende leise.


@Lyanna Lockhart





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#58

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 03.11.2019 13:38
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Die Plünderer waren tot. Sie hatte es genau gesehen wie Elijah dem Anführer dem Gar ausgemacht hatte. Die Übrigen die irgendwo im verbliebenen Lager hausten würden spätestens nach dem Fund der Leichen aufhören nach ihr zu suchen. Und wenn sie es nicht taten, würden sie, sie nicht mehr so einfach finden. Lyanna wusste schon längst nicht mehr wie lange sie gefahren war aber es war verdammt lange und mindestens kilometerweit weg von dem Vorort und seiner besagten Kolonie. Nein Lyanna hatte auch wenig Lust und Kraft auf eine erneute Konfrontation mit Arschlöchern, die einen umbringen wollten. Doch würde sie immer wieder etwas von ihnen stehlen, wenn sie könnte. So war das Überleben nun mal. Die Welt war nun mal so. Für andere war Lyanna womöglich das Arschloch, die Böse, die Sachen stahl. Damit musste man sich einfach im Laufe der Zeit abfinden. Sich einzureden man sei hier die Gute, das war einfach nur Bullshit. Und die Dunkelhaarige wusste das sie nicht die Gute war und auch wusste sie das Elijah keiner der Guten war, egal welche guten Absichten seine Kolonie auch hat. Lya beließ es bei dem Thema und sah nur zu wie Elijah in einem Schluck die Flasche leerte und diese achtlos neben das Sofa warf. Er schien wirklich interessiert zu sein, nun entweder das oder der Alkohol ließ ihn interessiert wirken. Nun irgendwie mussten sie diese Nacht herum bekommen. Mit was sonst als mit Reden? Stundenlanges Anschweigen wäre äußerst unvorteilhaft, zu mindestens für Lyanna denn um nicht einzuschlafen musste sie stets in Aktion sein, auch wenn diese nur klein war aber sonst würde sie wohl ungewollt einschlafen. Und Elijah hatte Recht, keiner von beiden würde schlafen. Lyanna konnte es nicht leugnen, sie würde es ausnutzen wenn er schlafen würde, ein wenig den Jeep zu plündern. Aber das lag einfach in Lyanna's Blut, nach jahrelangem Überleben. Es hätte noch nicht mal eine böse Absicht. Lyanna konnte nicht anders als ein leises Lachen von sich zu geben bei seiner Antwort. „Quasi-Psychologin ...“ wiederholte sie es und schüttelte den Kopf. „Ist es das? Nun ein Glück das ich nur eine Quasi-Psychologin bin. Ich hätte wohl mein lang erarbeitetes Diplom verloren.“ Wenn man es genau sah, waren all diese Jahre quasi umsonst. Nun hätte die Apokalypse ihr keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Ob Lyanna das auch wirklich ein leben lang gemacht hätte, hätte sie womöglich nicht sagen können und im Grunde hatte sie auch nie wirklich darüber nach gedacht. Im Grunde dachte sie nie über ihr vergangenes Leben nach. Nur über die Dinge, die seit der Apokalypse passierten. Sie konnte es sich nicht wirklich erklären. Um ehrlich zu sein konnte sie sich kaum noch erinnern, wie es vor all dem war. Entweder vergaß sie es wirklich oder das Trauma verhinderte die Erinnerung an diese Ereignisse. Würde man sie fragen wüsste sie noch nicht mal wie sie ihre Eltern beschreiben sollte. Etwas was der Dunkelhaarigen für einen Moment eine gewaltige Angst verspüren ließ und kurz zur leeren Flasche neben Sofa blicken lässt. Für den Mist hier bräuchte sie deutlich mehr. Auch wieso sie einfach heraus gehauen hatte das sie verheiratet war, wusste sie nicht. Angesammeltes das nicht raus kommen konnte. Schließlich hatte Lya nicht wirklich Kontakt zu anderen Überlebenden gehabt seitdem sie aus der Kolonie geflohen war. Auf seine Frage ob sie nicht alle kaputt waren drehte Lyanna nur ihren Kopf in seine Richtung. „Wir sind schlimme Leute schon für eine gute Zeit lang, ich denke selbst wenn man uns irgendwann von den Untoten erlöst würden wir uns immer noch gegenseitig die Köpfe abhaken.“ Ihr Blick glitt wieder zur Decke, die leicht von den Flackern der Kerzen erleuchtet wurde. Lyanna hätte am liebsten dieses Thema direkt wieder abgetan. Eine Information, die ihr einfach unter Alkoholeinfluss herausgerutscht war. Sonst hätte sie ihm das sicher einfach so gesteckt. Doch seine Worte, die nun von ihm kamen zwangen die Brünette förmlich wieder an zu sehen. Diese Worte glitten genau so schnell herunter wie der Alkohol in ihrer Kehle. Als er herüberglitt zu seiner Zeit in der Army zuckte Lyanna's Hand leicht, die neben seiner lag. Für einen kurzen Moment wollte sie seine nehmen und sie einfach festhalten. Sie wusste nicht wieso aber sie tat es nicht. Wenn man es genau nahm hatte Elijah nie etwas anderes erlebt, was sich genau hier in dieser Welt nun auch abspielte. Nur das statt Menschen, noch Untote dazukamen. Seine Worte waren ehrlich. Seine Worte zu ihr waren ehrlich. Etwas was Lyanna selten zu hören bekam. Jemand der keine Angst hatte ihr die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Ihr Blick war nicht von ihm gewichen. „Und ich dachte ich wäre die Psychologin hier...“ hauchte Lyanna und ein schwaches Lächeln zierte kurz ihre Lippen, was allerdings schnell wieder verschwand. Doch war da noch etwas anderes was Lyanna in sich spürte. Wut. Nicht auf Elijah. Auf sich selbst, die durch diese Worte deutlich ausgelöst wurden. Egal wie man es drehen würde, egal was man erlebte im großen und ganzen war es einfach nur Bullshit. „Das ist reiner Bullshit“ wiederholte Lyanna den Gedanken noch mit ruhiger Stimme. „Wir versuchen unsere Taten, unsere Aktionen, unsere Gedanken irgendwie zu verteidigen. Sei es das wir es für das Richtige hielten oder weil uns jemand anderes angebliches Unrecht getan hatte. Aber vielleicht hatte ich gar keinen Grund meine Familie im Stich zu lassen. Vielleicht bin ich einfach nur ein schrecklicher Mensch? Vielleicht ist es mir auch egal. Vielleicht war dein Leben zu retten, einfach nur eine Laune von mir und es ist mir auch egal. Du denkst vielleicht du hättest mit deinen Diensten in der Army deinem Land gedient, irgendwem geholfen. Vielleicht sahen es deine sogenannte Feinde damals auch und ihr wart nur Schachfiguren in einem schlechten Spiel.“ Lyanna legte ihren Kopf auf ihre Schulter. „Du hast mein Leben gerettet und ich habe deines gerettet, was wenn auch mir das egal ist?“ Ihre Hand fuhr langsam hinter ihren Rücken zu ihrem Hosenbund zu ihrem Messer und … reflexartig als sie ausholen wollte hielt er sie wie zu erwarten fest. Doch ihre Hände waren leer. Sie hatte das Messer nicht gezogen. Sie war ihm nah. So nahe wie es war als er sie gegen das Regal drückte. Ihr Blick immer noch auf ihn gerichtet. „Psychologie ist reiner Bullshit nicht wahr? ..“ hauchte Lyanna nur. Das er bei der Army war, war definitiv nicht gelogen was die Dunkelhaarige nun erst recht wieder sah. Wenn es darum ginge auszuteilen konnte sie ihm noch nicht mal zur Hälfte das Wasser reichen. Doch irgendwas an seinen Augen war nun anders. Sie hatten aufgrund seiner Worte für einen kurzen Moment nicht mehr die Gefahr ausgestrahlt, die Lyanna in ihnen sah. Und auch Lyanna schien es im Moment nicht anders zu gehen. Ihre Arme wurden in seinem Griff lockerer, so wie der Rest ihrer Haltung als sie ihm noch näher kam. „Was sagtest du vor hin noch? .. Sind wir nicht alle kaputt .. „ hauchte Lyanna und presste ihre Lippen sanft gegen seine. Ob es größtenteils an dem Alkohol lag der sie zu dieser Aktion brachte oder eine gewisse Zuneigung oder gar der gemeinsame Schmerz sie dazu verleiteten. Womöglich war es eine Mischung aus allen Gründen …

@Elijah Magoro



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#59

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 03.11.2019 16:22
von Elijah Magoro | 511 Beiträge

Elijah nickte nachdenklich über ihre Bemerkung, dass sie wohl auch ohne die Untoten sich die Köpfe abhaken würden. Als er von der Army erzählte, nahm er um sich herum wenig war. Er war so in seinen kleinen Monolog vertieft, da bemerkte er weder das Zucken ihrer Hand, noch sonst was um sich herum. Er sah nur das Bild vor sich aus dieser Szene, die er so viele Nächte sah. Eigentlich hatte er mittlerweile schon schlimmere Dinge, brutalere Dinge gesehen, den Tod seiner Eltern, aber diese Szene ging nicht aus seinem Kopf. Vielleicht hätte er, wenn er seine Karriere bei der Army beendet hätte, auch einen Psychologen gebracht um seine PTSD zu behandeln. Denn immer und immer wieder zu sehen wie man da sitzt mit nichts als einer Unterhose bekleidet, die Hände gefesselt und geknebelt, den Blick auf den besten Kameraden gerichtet wie ihm die Pistole an den Kopf gehalten wurde, arabische Worte, dann das laute und nur allzu bekannte Knallen der Waffe und wie der jetzt leblose Körper dumpf auf den Boden aufschlug… konnte nicht gesund sein.
Diesen Gefühlen, die sich jedes Mal wiederaufbauten, zu wissen, dass man jetzt sterben würde, weil man der Letzte in einer Reihe von ehemaligen Kameraden war, nie genug Platz zu geben und sich mit ihnen zu beschäftigen. Ja, man könnte sagen das Elijahs Leben sich seit dem Ausbruch nicht wirklich verändert hatte. Es war nur eine etwas veränderte Scheiße, in der er jetzt lebte.

Das sanft Lächeln, dass bei ihren Worten ihre Lippen umspielte, war niedlich. Sie wusste scheinbar nicht recht, wie sie auf seine Worte reagieren sollte und Elijah konnte es ihr nicht verübeln. Was sagte man auch zu jemandem, den man gerade mal seit ein paar Stunden kannte und der einem gerade gesagt hat, was für eine kranke Scheiße er durchgestanden hatte? Und Elijah hatte noch nicht von den Elektroschocks angefangen zu erzählen, die er vorher in der Gefangenschaft durchgestanden hatte. Viele andere hätten die Army wohl danach verlassen, aber Elijah hatte es nicht gekonnt. Eben genau, weil er so etwas erlebt hatte. Die Vorstellung, dass dies einem seiner Kameraden dort passieren könnte war für ihn furchtbar und er hätte sich über jeden Kameraden mehr gefreut, der nach ihm und seinen Kameraden gesucht hätte.
Als sie das alles dann als Bullshit bezeichnete, konnte Elijah nicht anders als zu lächeln. Sie hatte ja Recht. Vielleicht war sie einfach nur ein schrecklicher Mensch, der andere im Stich ließ. Vielleicht hatte Elijah ja gerne unschuldige Menschen ermordet, es geliebt einfach blind Befehlen zu folgen und keinen Gedanken an Gut oder Böse zu verschwenden. Wissen konnte es in diesem Moment niemand, außer ihm selbst. Und nicht mal er konnte es so wirklich beantworten.
Als sie den Kopf auf die Schulter legte, wollte er gerade antworten, dann zog er bei den nächsten Worten leicht eine Augenbraue hinauf. Was wollte sie damit..?
Gerade noch sah er wie ihre Hand hinter ihrem Rücken verschwand und sofort realisierte er, dass sich dort ihr Messer befand. Jetzt war er wirklich überrascht! Hatte ihn sein Instinkt betrogen! Hatte sie ihn absichtlich abgefüllt, um ihn jetzt endlich zu töten und seinen Jeep zu plündern? Hatte er vor kurzem tatsächlich einer Fremden, die ihn nun töten wollte, die Position seiner Kolonie verraten? War er so ein verdammter Idiot gewesen?!
Ihre Hand schnellte hervor und er schaffte es gerade noch diese abzufangen, wollte er ihr den Arm verdrehen und brechen. Rechtzeitig erkannte er, dass sie gar kein Messer in der Hand hielt und er änderte seinen Plan. Verwirrt hob er den Blick von ihrer Hand zu ihrem Gesicht und realisierte erst jetzt, wie nahe sie ihm gekommen war. Was war das denn jetzt für eine Aktion gewesen? Wollte sie ihn nun umbringen oder nicht? Sie verwirrte ihn nun doch ein wenig.
Sanft spürte er ihren Atem auf seinem Gesicht, als sie Psychologie als reinsten Bullshit bezeichnete. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, als sie sich entspannte in seinem Griff, entspannte auch er sich. Was auch immer das gerade für eine Aktion war, er schob es auf den Alkohol, den sie beide getrunken hatten. Und damit wurde ihm erst bewusst, wie nahe sie ihm eigentlich war. Sein Blick fand ihren, es lag keine Gefahr darin nur offene Ehrlichkeit. Sie wusste, dass sie im Nahkampf eigentlich keine Chance gegen ihn hatte, hatte sie die Aktion nur genutzt um ihm nahe zu kommen? Viele Gedanken gingen ihm dann nicht mehr durch den Kopf, denn das was danach kam war eine echte Überraschung. Und definitiv eine angenehme, das musste Elijah zugeben. Sie sprach noch wenige Worte, ließ ihm aber gar nicht die Möglichkeit zu antworten, da spürte er ihre Lippen auf seinen. Sie waren sanft, sehr sanft und weich. Zunächst reagierte Elijah nicht, dann ließen seine Hände ihre Arme los und glitten an ihr Gesicht, lösten den Kuss. Er blickte ihr in die Augen, sein Atem war schwer, von der Überraschung, dem Alkohol und dem was sich auch in seinem Blick wiederspiegelte: Lust. Vielleicht war es der Alkohol, vielleicht die Tatsache, dass sie eine attraktive Frau und er auch nur ein Mann war, schon lange keine Zweisamkeit mehr mit einer Frau gehabt hatte. Vielleicht war es auch einfach nur die Tatsache, dass sich letzten Endes doch jeder in dieser Welt nur nach Zuneigung sehnte. Er hielt ihren Blick eine Weile, sagte nichts, sprach nur mit seinen Augen, dann lächelte er sanft und sagte leise, „Und wie kaputt wir alle sind. Aber vielleicht macht es das hier wieder ein bisschen besser…“
Er zog ihre Lippen wieder auf seine, gab ihr gar nicht die Zeit zu antworten, ehe seine Hände von ihren Wangen über ihre Schultern und Seiten hinabwanderten und er sie auf seinen Schoß zog. Oh, wenn sie wollte, und das hatte sie ihm mit dem Kuss deutlich signalisiert, dann würde er es ihr auch geben. Seine Finger gruben sich in ihren Po, als er sie noch näher an sich heranzog und ihren Mund eroberte. So konnte man die Nacht auf jeden Fall auch verbringen, machte vermutlich sogar noch mehr Spaß, als nur zu reden. Auch wenn er gerne noch mehr über die ehemalige Fremde erfahren hätte, aber die Nacht war ja noch lang. Man musste sich ja nicht auf eine Aktivität beschränken.

@Lyanna Lockhart





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#60

RE: Wohnzimmer

in Landhaus 03.11.2019 18:35
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Nein Lyanna konnte wirklich nicht sagen, was sie zu dieser Aktion trieb. Natürlich versuchte sie es wie ein normal denkender Mensch auf den Alkohol zu schieben. Oder es war doch das Gefühl der Nähe, die Menschen immer wieder suchten, ganz egal wie kalt und abgefuckt sie waren. Oder gar weil sie einen gewissen Schmerz miteinander teilten, ganz egal wie verschieden die Ereignisse waren, die sie erlebt hatten oder noch erleben werden. Zu dem wären sie beide heute fast drauf gegangen, was den Gedanken daran ob das ganze nun ein Fehler ist oder nicht immer weiter nach hinten schiebt. Es gab sicherlich Momente da wäre Lyanna schon längst gestorben. Bei Elijah war es sicherlich ebenso nicht anders. Und es würde noch tausend Ereignisse geben in denen dies nochmal passieren könnte. Und wer weiß vielleicht war das schon morgen längst der Fall. Ein falscher Schritt …, ein zu lautes Geräusch …, wer wusste es schon. Düstere Gedanken, die schnell zu düsteren Handlungen werden konnten. Es kann niemand leugnen, in so einer Welt nicht einmal Selbstmordgedanken gehabt zu haben. Und sei es nur die Frage 'warum ich?' Warum musste man ausgerechnet diese Qualen durchleben. Etwas was sich Lyanna ebenso öfters mal fragte. Sicher sie war in der momentanen Welt kein guter Mensch aber davor? Sie hatte sich nichts zu Schulde kommen lassen, sie war auch nicht immer perfekt aber wenn sie etwas 'schlimmes' tat, dann war es nie beabsichtigt und schon gar nicht weil es ihr Freude bereitete. Es klang vielleicht komisch aber als sie Elijah küsste und seine Wärme spürte wusste sie warum viele Menschen noch kämpften und sich nicht gleich eine Kugel durch den Kopf jagten. Man kämpfte um jede Sekunde die man verbringen durfte, egal für wen. Ob zwei Minuten oder gar zwei Tage. Das gab man einfach nicht auf. Lyanna wollte das nicht aufgeben. Es gab noch wenige Dinge die einen lebendig fühlen lassen. Menschlich. Die Dunkelhaarige wusste nicht warum es ausgerechnet bei Elijah ausgebrochen war. Im ersten Moment schien er keine Reaktion zu zeigen, schien überrascht. Lyanna wäre es. Doch sein Griff wurde lockerer und spätestens als er sie los ließ, ließ sie ihre Arme langsam wieder sinken. Seine Hände fuhren zu ihrem Gesicht und er löste sich von ihr. Einen Moment lang kam ihr Bewusstsein zurück, redete ihr ein was sie denn da tat. Ob es ein Fehler war. Doch als sie in seine Augen blickte verschwand dies schnell wieder. Es war offensichtlich kein Fehler denn seine Augen sagten etwas anderes. Ganz egal was sie gerade in ihm ausgelöst hatte, es war etwas sie sonst nicht in seinen Augen erblickte. Und auch Lyanna's Ausdruck war anders. Sanft schon fast schwach. Nicht misstrauisch und geprägt von ihren Überlebensinstinkt. Nicht verletzt oder verfolgt von ihrer Vergangenheit. Seine Worte ließen ihr schnell schlagendes Herz für einen Moment aussetzen und ehe ihr sich leer anfühlender Kopf sich Worte zusammenreimen konnte spürte sie seine Lippen wieder auf ihren. Ihre Augen schloss sie dabei automatisch. Seine Hände fuhren von ihrem Gesicht hinab, was der Dunkelhaarigen einen leichten Schauer durch ihre Haut fahren ließ und sie spürte nur wie sie mit einem Ruck auf seinen Schoß gezogen wurde, welches ein sanftes Keuchen ihrer Kehle entlockte. Ihre Arme schlangen sich um seinen Nacken und ihr Körper presste sich sanft gegen sein. Die Wunde. Sie hatte tatsächlich Angst ihm weh zu tun, auch wenn seine Körpersprache eine komplett andere war. Der Kuss war innig, das selbst die sonst so aufmerksame Lyanna einen Moment lang keinen Gedanken an etwas verschwendete. Keine Angst vor Beißern oder sonstigem, was sie jeden Moment töten könnte. Nur ungern löste sich die Dunkelhaarige von diesem Moment und blickte den ehemaligen Fremden einen kurzen Moment an ehe sie ein schwaches Lächeln von ihren Lippen ließ. Keiner sagte etwas. Nun zu mindestens nicht mit Worten. Das einzige was sie vernahm war ihren Herzschlag und Elijah's Atem. Lyanna richtete sich nur auf seinem Schoß auf und das Shirt was ihr zuvor gegeben hatte verließ ihren Körper schneller wieder als sie es drüberstreifen konnte. Ihre Hand fuhr automatisch zu seiner Wange ehe Lyanna ihn wieder in einen Kuss verwickelte. Ignorierend das man nun den durchgeblutenen Verband an ihrem linken Unterarm entdecken konnte. Eine Erklärung warum sie so kürzlich auf das Antibiotika fixiert war. Eine Bisswunde die sich Lyanna vor drei Wochen bei einem wilden Hund zuzog als sie diesem Nahrung anbot. Ein dummer Fehler. Wenn man nicht wusste was passiert war glich der Biss schon fast einer Bisswunde eines Untoten, weswegen die Dunkelhaarige nur mit Recht, diese Wunde versteckte. Ihr Körper drängte sich weiter vor Lust gegen seinen. Ihr Atem wurden schwerer und ihr warm, als würde sie jeden Moment überhitzen. Ihre Finger fuhren an seinem Oberkörper entlang, ehe dieser weiter hinab glitten ehe einer ihrer Hände in seiner Hose verschwunden war, was sie sichtlich in den Kuss hinein lächeln ließ... . Ihre andere Hand zog sich stattdessen die noch blutverschmierte Hose herunter ehe sie nur noch mit Unterwäsche am Körper auf seinem Schoß saß. Verspielt biss sie ihm auf die Lippe ehe sie den Kuss erneut löste und ihre Stirn an seine lehnte. „Es war kein Bullshit …“ hauchte Lyanna. „Deine Worte .. sie waren kein Bullshit.“ Ihre Worte entsprachen der Wahrheit. Sie wusste nicht wieso sie es ihm gerade jetzt sagte. Aber sie wollte auf jeden Fall sicher gehen das er dies wusste. Lyanna's Bild über Elijah hatte sich mitten der letzten Minuten deutlich geändert. Es war ihr plötzlich nicht mehr ganz egal was er über sie dachte. Sie wollte nicht das er dachte das sie dieser schreckliche Mensch war den sie eben durch ihre Worte hervorbringen wollte und sie wusste auch das er das nicht war. Es war keine plötzliche Liebe, die sie zu dem ehemaligen Fremden verband. Eine gewisse Zuneigung. Nur zwei kaputte Menschen, in einer kaputten Welt die einfach nur nach etwas Nähe und Wärme suchten.

@Elijah Magoro



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