Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Herbst ... Gerade noch habt ihr euch in der Sonne gebräunt, schon fallen die ersten bunten Blätter. Tja, das Leben zieht viel zu schnell an uns vorbei. Es wird kühler, es regnet viel. Stürme dürfen auch nicht fehlen und die Vögel ziehen in den Süden. Bereitet euch auf den Winter vor, dieser kommt schneller als ihr denkt!

🍁 Der Herbst rückt immer näher. Blätter fallen, es wird kälter, Zeit um Vorräte zusammeln 🍁
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

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Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

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An Aus

#1

Straßen

in Downtown 17.03.2019 20:39
von The Walking Dead Team | 2.235 Beiträge
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#2

RE: Straßen

in Downtown 24.02.2020 23:45
von Lizzie Samuels | 25 Beiträge

Nach einigen freien Tagen, wo Lizzie hin und wieder zur Unterhaltung in der Kolonie eigenen Kneipe gesungen hatte, ging die Blondine auch wieder raus und verdiente mit einer Plünderungstour ihre Brötchen. Ihre Hauptaufgabe im Zoo war das Plündern, womit sie ihrer Kolonie, wenn sie Glück hatte, wichtige Ressourcen beschaffte. Ebenfalls kundschaftete sie während ihren Touren die Umgebung aus, in der Hoffnung Informationen über kleine Nomaden-Gruppen, einzelne Nomaden oder gar Kolonien zu bekommen. Falls Lizzie Nomaden traf, bot sie ihnen auch hin und wieder an, mit ihr zum Zoo zu kommen, damit sie neue Kunden anwarb.
Manchmal bekam sie allerdings auch Missionen von @Scorpion zusammen mit anderen ehemaligen Whisperern. Denn sie lernten zwar auch die anderen Wächter ein mit den Untoten zu wandeln, doch nur mit viel Übung und Erfahrung mit dem Umgang mit den Untoten konnte man größere Ansammlungen von den Verfluchten – Lizzie nannte sie so, da sie es als Fluch und Bestrafung ansah als Untoter umher zu wandeln – zu lenken. Aus diesem Grund waren die erfahrenen Whisperer eindeutig besser für längere Missionen mit den Beißern geeignet als ein unerfahrener Wächter. Zu solchen Missionen gehörte es mit den Untoten über längeren Zeitraum zu laufen und sie zu den verschiedensten Orten, unter anderen Kolonien, zu führen. Zwischen den Untoten konnten sie schlussendlich die Gruppierungen ausspionieren. Erfahren, wie viele sie waren, wo ihre Schwachstellen lagen und wie stark sie gegen die Beißer waren. Zu Lizzies Leidwesen mussten sie so hin und wieder einige ihrer wiedergeborenen Freunde opfern, um zu testen, wie sie gegen die Untoten vorgingen. Ihre letzte größere Mission war vor einem knappen Jahr im Frühling gewesen. Mit anderen Whisperern hatte sie viele Beißer in die Berge getrieben, um ein kleines Dorf am Wasser auszuspionieren. Immer nur aus der Ferne, doch allein dies hatte gereicht.
Ein Tag bei ihrer monatelangen Mission war ihr jedoch im Gedächtnis geblieben. Mit Marik, einen anderen ehemaligen Whisperer hatten sie eine kleine Familie im Blick. Um zu testen, wie die Familie auf einen Beißerangriff in ihrer kleinen Idylle reagierte trieben sie die Untoten zu dem kleinen Mädchen, welches etwas abseits von ihrer Familie geraten war. Lizzie musste sich stark zusammenreißen um nicht allein bei der Erinnerung eine Gänsehaut zu bekommen, als sie daran zurückdachte, wie sie ihre Freunde über die Klippe geführt hatte und wie diese mit einem dumpfen Aufprall am Boden aufkamen. Die meisten brachen sich die verschiedensten Knochen und standen dann trotzdem wieder auf, um zu dem Kind zu kommen. Die Kleine schrie unverzüglich nach ihrem Vater, welcher wie ein Berserker angelaufen kam und Lizzies Freunde abschlachtete. Schlussendlich hatte er es geschafft sein Kind zu retten, doch war selbst gebissen worden. Etwas was Lizzie weniger tangierte als dass sie für die Erkenntnis, dass diese Menschen alles füreinander taten, etliche Untote ihr Leben hatten lassen müssen. Zusammen mit Marik stand sie noch eine Weile verlassen auf der Klippe und starrte auf ihre gefallenen Kameraden. Da ihre Verbündeter sie lange genug kannte, ließ er ihr die Zeit und legte schlussendlich seine Hand auf ihre Schulter, um ihr sein Mitgefühl auszudrücken. Angst dass sie entdeckt werden würden, hatten beide nicht. Die Leute waren mit anderen beschäftigt.
Nach dieser großen Mission hatte sie hin und wieder Beißer und Horden herumgeführt und wohin geschickt. Doch war sie seitdem nie mehr länger als wenige Tage oder Wochen unterwegs gewesen.
An dem heutigen Tag ging sie jedoch nur Plündern. Ihr Ziel war ein Musikladen, wo sie für sich selbst eine neue Gitarre besorgen wollte. Nebenbei würde sie anderes Zeug besorgen. Bücher zur Unterhaltung, Notenblätter für Musikinteressierte Mitglieder, Haushaltswaren, Kleidung. Es gab vieles, was man im Zoo verkaufen konnte. Selbst wenn die Nomaden nicht viel damit anfangen konnte, die Mitglieder der Kolonie konnten es sehr wohl. Würde sie im Musikladen nicht genug gute Sachen finden, könnte sie noch zu dem Comicladen ums Eck gehen und anschließend ein paar Häuser durchsuchen, bei welchen sie noch nicht gewesen waren und von welchen sie wusste, dass ihre Plündererkollegen ebenfalls nur selten dort zugange waren. Dort würde sicherlich das ein oder andere nützliche finden. Besteck, Geschirr und andere Haushaltswaren waren immer gefragt. Gewürze, Nahrung im Allgemeinen, waren ebenfalls nicht verkehrt. Mit leeren Händen würde sie auf jeden Fall nicht nach Hause kommen, das war sicher.
Nachdem sie einen Tag schon unterwegs war und bei einigen Häuser hereingeschaut hatte, die noch relativ unberührt aussahen, war sie immer noch nicht beim Musikladen angekommen, hatte dafür doch tatsächlich ein Kilogramm Salz gefunden, sowie einige Lackfarben, die noch verschlossen und somit nicht vertrocknet waren. Zusätzlich noch ein Set Pinsel und ein paar eingestaubte Bücher in guten Zustand. Grundsätzlich eine gute Ausbeute für so kurze Zeit.
Dadurch dass sie vergessen hatte eine Karte mitzunehmen musste sie nach dem Gedächtnis laufen. Dies war auch der Grund, weshalb sie noch nicht bei ihrem Ziel angekommen war. Wahrscheinlich war sie sogar in die falsche Richtung gelaufen und als sie an einer komplett ausgeräumten Tankstelle vorbei lief, dachte sie nicht daran sich eine Karte der Stadt zu besorgen. Denn dieses Stück Papier würde sie dort sicherlich noch finden. Nur das Essen, Trinken, Hygienemittel und Medizin war aus dem Laden mitgenommen worden. Zumindest war das meist der Fall, wenn sie bei solchen öffentlich zugänglichen Geschäften reinschaute.
„You died so long. So long ago. I’m alone up here on this stage. I’m cold, already dead. I’m cold, already dead. I’m cold, already dead. I’m cold, already dead.“, sang Lizzie leise vor sich hin während sie mit ihrem leisen Gesang die Untoten um sich herum mit sich führte. Ihre Stimme war kaum ein Flüstern, wodurch sie die Aufmerksamkeit der Untoten nicht auf sich zog, sondern nur lockte und bei sich bleiben ließ. So zog sie durch die Straßen mit einer kleinen Horde, die in DC immer umherwankte. Nie verschwand sie nach draußen, es war eher so als lastete ein Fluch auf ihnen, der sie antrieb im Kreis in dieser Stadt zu laufen.
Gerade ging die Sonne unter und fiel auf die Dächer der ganzen Vorstadthäuser – Lizzie hatte sich eindeutig verlaufen – da bemerkte die Blondine einen Schatten auf einem der Dächer. Neugierig lief sie in diese Richtung und sang leise weiter, um getarnt zwischen ihren Freunden sich den Menschen anzuschauen, der sich wohl auf das Dach geflüchtet hatte, um der kleinen Horde zu entkommen. Innerlich hörte sie den Gitarrensound, den Bass und das Schlagzeug ihres Liedes und würde am liebsten an Ort und Stelle zu der Musik in ihren Kopf tanzen und performen, doch stattdessen zuckten nur ihre Finger hin und wieder im Takt. Ruckartige Bewegungen waren schließlich selbst mit Maske tödlich.
Als sie näher zu dem Haus gekommen war, verstummte sie schlagartig, was bei der Samuels eine Seltenheit war, wenn sie mitten im Lied war. Doch sie kannte tatsächlich die Person auf dem kleinen Vordach des Hauses. Es war Lyanna, eine Reisegefährtin von vor circa drei Jahren, mit welcher sie ein ganzes Jahr unterwegs gewesen war.
Fast hätte Lizzie ihre Hand in die Luft gestreckt und wie wild gewunken, damit ihre Freundin sie ebenfalls bemerkte. Gerade rechtzeitig als ihre Hand schon nach oben zuckte, fiel ihr ihre aktuelle Lage ein und sie ließ es lieber bleiben. Würde sie jetzt die Untoten auf sich aufmerksam machen, würde sie Lyanna schließlich nicht mehr begrüßen und mit ihr reden können.
Stattdessen wankte sie durch die Untoten durch. Langsam verschwand auch das Licht, welches das Vordach zuvor noch beleuchtet hatte, doch finster wurde es noch nicht. Nur etwas dunkler als zuvor. Noch immer begleiteten die Untoten sie, obwohl sie keinen Mucks mehr machte. Zu sehr war sie darauf fixiert zu Lyanna zu gelangen. Bei der Hauswand angekommen legte sie ihren Rucksack ab. Mit diesem am Rücken würde sie nur schwer an dem Pflanzengestell an der Wand hochklettern können, wo früher die Schlingpflanzen sich nach oben gearbeitet hatten und nun noch als durch den Winter abgestorbene Stängel zu sehen waren. Hinter ihr hörte sie noch ein paar der Beißer rumstöhnen und jammern, doch die meisten der kleinen Gruppe waren dann wieder den anderen der Horde gefolgt und hatten umgedreht und ließen Lizzie mit Lyanna alleine.
Oben angekommen kniete sie nun wenige Meter neben Lyanna. Da die Ziegel noch leicht nass vom letzten Regen waren, traute sich die Blonde nicht zu, aufzustehen und zu der Brünetten rüberzugehen, zu oft flog sie auch in ebeneren und trockeneren Gegenden auf die Fresse. So krabbelte sie auf allen Vieren fix zu ihr rüber.
Nur noch einen knappen Meter neben ihr, kündigte sie sich auch schon an: „Hey Lyanna!“
Dabei vergaß sie vollkommen, dass sie noch ihre Maske trug.

@Lyanna Lockhart

//ich poste einfach mal hier ^^ Da der Zoo in DC liegt und wir aktuell noch in keinem Haus sind XD Sondern nur oben drauf XD PS.: Ich bin gerade auhc zu faul was zu erstellen, wenn das so geht :D :D :D


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#3

RE: Straßen

in Downtown 27.02.2020 18:03
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Es war nun schon fast eine Woche her seit dem die Dunkelhaarige, nun wieder auf sich alleine gestellt war und umherzog. Ein gewisses Ziel vor Augen hatte sie nicht wirklich. Sie ging dort hin wo ihre, mittlerweile erschöpften Beine sie trugen. Seit dem sie Elijah bei seiner Kolonie wieder abgesetzt hatte fühlte sie sich noch viel orientierungsloser und zielloser als zu vor. Sicher war die Dunkelhaarige noch lange nicht wieder bereit dafür ihr Leben einfach so unter einer Gemeinschaft zu führen, zu dem wollte sie nicht den selben Fehler machen wie zu letzt und letztendlich Menschen zurücklassen und verletzen, die sich wirklich um Lyanna Gedanken gemacht hatten. Ob sie das immer noch taten? Manchmal fragte sich die Dunkelhaarige das wirklich aber demnach war wohl nicht so, zu mindestens Lya würde es nicht an deren Stelle tun, im Gegenteil. Lyanna musste erst mal mit sich selbst klar kommen, mit ihren Vorzügen und ihren Fehlern. Das war gar nicht so einfach, denn sie wusste noch nicht mal ob das überhaupt in so einer Welt noch möglich war. Lya wusste das sie keine Selbstfindungsscheiße durchziehen musste, vielleicht brauchte sie einfach ein wenig Abstand und die Einsamkeit um sich herum um einfach nochmal klar denken zu können, um ihr klar zu werden was ihr in diesem Leben, was in dieser Welt noch übrig blieb, wichtig war. Das klang womöglich verrückt oder für den ein oder anderen nicht nachvollziehbar. Aber was war in dieser Welt noch normal oder nachvollziehbar. Zu mindestens war es für Lyanna der winzige Strang Hoffnung, an den sie sich noch klammern konnte, das sie sich eines Tages einfach zusammen reißen konnte und vielleicht die ein oder andere Sache bei gewissen Menschen wieder gut machen konnte, soweit es ihr möglich war. Das Land befand sich immer noch mit einer weißen Schneedecke besetzt, die Temperaturen waren weiter hin tief. Lya hatte ein paar Tage in den Wäldern rund um die Kolonie verbracht, bevor es sie wieder weg in die umliegenden Vorortschaften und Städte zog. Es war einfach etwas wo sich Lyanna deutlich wohler fühlte und besser agieren konnte als in einem Wald, auch wenn eine Stadt wohl deutlich gefährlicher war als ein Wald. Aber Lya war keine Jägern, wohl jemand welcher die ganze Zeit nur Bäume anstarren würde wohl irgendwann durchdrehen würde. Lya's Atem zeichnete sich deutlich in der kalten Luft ab als sie ihre zerknitterte Karte aus ihrem Sichtfeld nahm, auf welcher sie immer mal wieder die Ortschaften als Sicher oder Gefahr markierte. So ging sie auch immer wieder sicher das sie nicht unbedingt eine geplünderte Ortschaft unbedingt zwei mal besuchte. Lya ließ ihren Blick über die Ortschaft schweifen, als sie ihre Karte wieder in ihrem Rucksack verstaute, sie stand etwas weiter oberhalb an einem Abhang so konnte sie die ganze Umgebung recht gut in einem Blick beobachten. Es war ruhig, nicht nur jetzt sondern auch die letzten paar Tage. Als hätte sie das Pech verlassen aber auch das Glück war nicht zurückgekommen. Vielleicht war das ganze auch nur die Ruhe vor einem Sturm. Was für einen Sturm konnte die Dunkelhaarige nicht sagen. Das einzige was sie jetzt schon sagen konnte war, das sie gut darauf verzichten konnte und die Ruhe wohl deutlich mehr genoss. Mit ihrem Jagdgewehr fest in der Hand lief die Brünette den Abhang hinunter, vorsichtig Schnee und Eis machten die Umgebung genau so unsicher wie ein Beißer selbst, außerdem wollte Lyanna nicht ausrutschen und sich am Ende noch etwas brechen. Die Ortschaft war nicht sonderlich groß, es standen nur noch wenige Häuser wirklich halbwegs stabil. Vieles war zerstört worden, durch die Apokalypse weswegen die Dunkelhaarige nicht sonderlich wählerisch war und direkt das erst beste Haus ergriff. Es war nicht groß. Lyanna würde es in kürzester Zeit durchsucht haben. Was sie suchte, nun selbst da war die Dunkelhaarige nicht wählerisch. Wohl alles was in ihren Augen nützlich war aber vor allem benötigte sie deutlich dickere Kleidung für den Winter, wenn sie nicht noch an einer Erkältung verrecken wollte. Glücklicherweise wurde Lya auch nach kurzer Zeit fündig als sie sich neben einer gefundenen, dickeren Jacke eine Mütze über die wuscheligen Haare zog. Ihr Glück hatte sie wohl doch nicht ganz verlassen, es wäre deutlich perfektioniert durch ein paar Handschuhe , doch diese blieben leider aus. Wie sehr sie die Kälte verabscheute, besonders wenn diese in ihre zarten Finger kroch. Vielleicht würde sie in dem nächsten Gebäude deutlich mehr Glück haben aber dazu sollte es nicht kommen. Lyanna's Schicksal hatte ein deutliches Talent dafür ihr einen gewaltigen Strich durch ihre Pläne zu machen. Wie aus dem Nichts wurde ihre Ruhe und Aufmerksamkeit durch das all vertraute Stöhnen von einem Zombie durchbrochen. Und je länger die Dunkelhaarige lauschte umso schneller wurde ihr klar das es nicht nur ein Zombie war. Verwirrt blickte die Dunkelhaarige aus den zugefrorenen, teils kaputten Fenstern als sie die erste handvoll Zombies in die Ortschaft rein schlurfen sah. Wie konnte das verdammt nochmal sein? Schließlich hatte Lya keine Herde beobachten noch groß hören können bevor sie die Ortschaft betrat. Zu dem auch kein Geräusch was hätte die Beißer anlocken können. Die Gebäude selbst gaben wenig Spielraum um sich zu verschanzen weswegen Lya schon fast gezwungen war das Haus zu verlassen ohne es noch nach anderen Dingen absuchen zu können. Wäre sie drinnen geblieben, hätten die Zombies sie womöglich eingekesselt und sie womöglich irgendwann entdeckt, zu dem Lya nicht wirklich Interesse hatte stundenlang in einem dunklen Schrank zu sitzen, in der Hoffnung das die Zombies einfach weiter ziehen würde. Lyanna blickte sich nur um ehe sie nur nach oben auf das verschneite Dach blickte. Sie könnte ganz einfach an den Pflanzengestellen hochklettern, dann würden die Zombies sie nicht entdecken und Lya könnte gleichzeitig selbst beobachten wann die Luft für sie wieder rein wäre. Die Brünette brauchte nicht lange zu überlegen ehe sie dies auch gleich tat. Es war ein wenig rutschig aber Lya war doch recht flink, das sie es trotz dem zusätzlichen Gewichts ihres Rucksacks hoch schaffte ohne abzustürzen. Oben angekommen ließ Lya sich schon gleich auf ihren Hintern nieder, stellte den Rucksack neben sich ab. Gerade noch rechtzeitig als einer der Zombies an dem Haus vorbeilief. Lya rieb sich nur die Hände warm. Warum musste es auch nur so kalt sein? Trotz der wärmeren Klamotten spürte sie die Kälte deutlich. Die Dunkelhaarige hoffte nur das die Zombies schnell vorbeiziehen würden, damit sie sich ein deutlich angenehmeres Plätzchen als draußen die Kälte suchen konnte. Allerdings wenn die Beißer einfach hier stehen bleiben würde, hätte die Brünette ein Problem. Natürlich blieb der Dunkelhaarigen erst mal nichts übrig als zu warten, während mittlerweile schon eine ganze Horde durch den Ort zog und während sie wartete versank die Dunkelhaarige wieder wie üblicherweise in Gedanken. Dabei dachte sie noch nicht mal an etwas bestimmtes, … nur an wen bestimmtes, so das sie noch nicht mal merkte wie sich etwas oder jemand an sie heran schlich. Das 'Hey Lyanna!' ließ die Dunkelhaarige aufschrecken und als sie sich umdrehte und gerade wegs in das Gesicht eines Beißers blickte musste die Dunkelhaarige nur einen plötzlichen Schrei ihrerseits unterdrücken. Reflexartig schubste sie den vermeidlichen und auch noch wohl sprechenden Beißer einfach das Dach herunter, hinab in die Büsche. Durch die ruckartige und hektische Bewegung wäre fast noch ihr Rucksack hinter her gefallen, doch Lya konnte ihn gerade so noch festhalten. Glücklicherweise zogen die Beißer einfach weiter, so das sie nicht noch von dem fast ausgelösten Lärm angelockt worden wären. Mit aufgerissenen Augen und panischem Atem blickte sie nur hinunter in die Büsche, ob sich denn dort etwas regte. Nun hatte die Dunkelhaarige endgültig das Gefühl abzudrehen … das lag sicher daran das sie seit heute Morgen, nach dem ihr das Wasser ausgegangen war nichts mehr getrunken hatte. Zombies konnten nicht reden. Sie konnten es einfach nicht. Und klettern erst recht nicht. …. Oder? … Nein auf keinen Fall. Langsam löste sie sich nur aus ihrer Schockstarre, kletterte vorsichtig wieder das Dach herunter. Mit einem Messer in ihrer Hand näherte sich die Dunkelhaarige vorsichtig den Büschen und als sie den vermeidlichen Beißer, sich weiterhin regend in den Büschen, entdeckte wollte Lya gerade ausholen. Es war wohl mehr Glück als Verstand das ihre Augen noch rechtzeitig feststellen konnten, das etwas nicht stimmte und dass das vor ihr kein Beißer war. Woran Lya das erkannte? Na an den Augen. Die waren menschlich und nicht tot oder gar nicht vorhanden wie es bei vielen Beißern war. „Was zur Hölle …?!“ murmelte die Dunkelhaarige nur und griff sich in das Haar der Maske und zog diese einfach ab. Als sich ihr Verdacht bestätigte und sich ein Mensch darunter versteckte, verstumme Lyanna. Nicht nur das sich ein Mensch irgendeine widerliche Maske aus Zombiehaut gebastelt hatte und damit herum lief … sondern auch aufgrund der Person, die diese aufhatte. Es war eine blonde, schmale Frau mit dunkel geschminkten Augen und wären ihr diese Gesichtszüge nicht so verdammt vertraut, hätte sie wohl trotzdem das Messer in die Person gerammt. Nach kurzem Schweigen ausgelöst durch den Schock stammelte die Dunkelhaarige nur. „L...Lizzie?!“ Und als die vermeidliche Fremde auch noch reagierte ließ die Dunkelhaarige nur ihr Messer fallen. „Verdammte Scheiße.“ fluchte sie und griff sich einfach die schmale Person und zog sie in ihre Arme. Ja Lya war wirklich in dem Glauben, dass das Mädchen vor drei Jahren schon längst tot war. Aber sie war verdammt noch mal lebendig … und immer noch schien sie mit den Toten um herzuwandern.

@Lizzie Samuels

CUT - Wird in ein NP verschoben!



zuletzt bearbeitet 11.03.2020 19:14 | nach oben springen

#4

RE: Straßen

in Downtown 11.03.2020 19:14
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Manchmal fragte sich Lyanna wirklich wie sie an diesen Punkt gelangen konnte an diesem sie nun war, wie sie all die Jahre wirklich überleben konnte. Nein die Dunkelhaarige war wirklich nicht davon überzeugt das es an irgendeinem Können ihrerseits lag. Sie hatte einfach nur pures Glück gehabt und wohl auch das Glück das sie mehr oder weniger meist an die richtigen Leute geraten war. Es gab Momente, da kam sie gerade so noch mit ihrem Leben davon, aber sie lebte. Und so ging es immer hin und her das Lya es besonders in den letzten Wochen deutlich herausforderte. Wieso konnte sie noch nicht mal sagen? Aus reinem Trotz wohl kaum. Andere würden sich glücklich schätzen wenn sie ab und an so ein verdammtes Glück hatten wie die Dunkelhaarige. So war es auch diesen Winter gewesen. Lyanna konnte sich nicht mehr wirklich an diesen erinnern, was immer noch für sie deutlich ungewohnt war, da dieser erst seit einigen Wochen sich dem Ende neigte. Sie wusste es noch ganz genau es waren Wochen vergangen nach dem Lya sich von Elijah getrennt hatte, der in seine Kolonie zurückkehrte, es war deutlich ruhiger gewesen. Der Winter machte ihr weniger Schwierigkeiten nach dem sie sich ausreichend mit warmer Kleidung eindecken konnte. Auch hatte die Dunkelhaarige wenig Schwierigkeiten gehabt, das Übliche mit den Untoten aber nicht mit anderen Menschen. Wenn Lyanna ehrlich war sah sie kaum welche, zu mindestens nicht alleine so wie sie es war. Der Winter machte die Leute deutlich vorsichtiger und doch manch anderer angriffslustiger als er es eh schon war. Vorräte waren im Winter noch knapper gewesen als sonst. Die Brünette hatte dennoch weiterhin kein bestimmtes Ziel verfolgt. Sie war allein mit ihren Gedanken und irgendwie tat ihr das an manchen Tagen gut und an anderen Tagen deutlich weniger. Und ehe sie sich versah, hatte sie Ort für Ort hinter sich gelassen bis sie vor einem heruntergekommenen, schiefen Schild stand, das sie sich in Washington befand. Washington … die Schmiede der USA … womöglich wo alles begann. Mittlerweile zeigte der Winter sein deutlich brutaleres Gesicht , denn kaum war Lya in Washington angekommen, musste sie sich auch schon einen sicheren Unterschlupf suchen. Einen Schneesturm konnte niemand draußen lange überleben. Und Lyanna hatte sogar Glück gehabt, zu mindestens dachte sie das, als sie in dem kleinen Häuschen noch außerhalb der Stadt saß und sich die kalten, zarten Finger warm rieb. Mittlerweile hatte Schneesturm sein Maximum erreicht, das man wohl draußen noch nicht mal mehr seine Hand vor Augen sah. Und dann war da dieses bedrohliche Knacksen, was die Dunkelhaarige aufzucken ließ und nach oben blicken ließ. Keine Sekunden später krachte wortwörtlich alles über ihrem Kopf zusammen. Nun wo wir beim Glück waren, nicht wirklich auf ihrem Kopf aber es war ab diesem Zeitpunkt an dem ihre Glückssträhne endgültig nachließ Nach dem ersten Schock schnappte sich die junge Frau nur ihre Sachen und verließ das Haus so schnell wie sie konnte, bevor auch noch der Rest zusammenbrach und unter sich begrub. Lyanna hatte sofort die eisige Kälte in ihrem Gesicht gespürt, wie eine Faust, die einem ins Gesicht schlug. Ihre Kleidung war sofort von den Schneeflocken bedeckt und das Schlimme war Lyanna sah wirklich nichts, nur den Sturm vor sich toben. Und das Pech einen neuen Unterschlupf zu finden und wie Lya bereits andeutete war das Glück diesmal nicht auf ihrer Seite, denn sie fand keinen. Sie fand einfach nichts. Lyanna glaubte noch immer das sie damals im Kreis gelaufen war, wie eine Maus die man durch ein Labyrinth scheuchte bevor sie letztendlich einfach einsackte und nur noch spürte wie ihr Gesicht den kalten Schnee berührte. Sie wusste sie musste aufstehen, sie musste weitergehen sonst würde sie hier sterben, erfrieren oder ein Untoter hatte Glück und würde die Dunkelhaarige im Schnee liegen sehen. Denn obwohl die Untoten bei den kälteren Temperaturen deutlich langsamer waren, hielt es sie nicht ab zu fressen. Und egal wie sehr sie es versuchte, ihr Körper schrie lauter, das sie sich einen Moment ausruhen sollte …, einen Moment die Augen schließen sollte und das tat die Dunkelhaarige auch zu ihrem Leiden. Und ab da war ihre Erinnerung schwammig und voller Lücken. Sie wusste nicht wie lange sie total verschneit, erschöpft im Schnee lag, sie wusste sie wurde zwischen drin einen Moment lang wach als sie etwas oder eher gesagt jemand aus dem Schnee heraushob. Lya's Sicht war verschwommen, sie wollte sprechen, doch aus ihrer Kehle kam kein Ton, ihren eigenen Körper spürte sie kaum, nur die reine Kälte.

Für einen Moment sah die Dunkelhaarige nur grelles Licht und Lya glaubte wirklich, das es das Licht war, das viele Menschen sahen wenn sie kurz vor ihrem Ende standen, nur um dann fest zu stellen das es die grellen Scheinwerfer eines Jeeps waren. Und ab da war alles schwarz. Als sie das nächste Mal ihre Augen öffnete lag sie nicht mehr in dem Schnee, die Kälte war auch verschwunden, dafür hatte Lyanna nur so das Gefühl vor Hitze zu glühen. Ihr Kopf fühlte sich heiß an und schon bald konnte die Dunkelhaarige das bekannte Quietschen wahrnehmen, das man beim Atmen tat wen es sich anfühlte als hätte man einen schweren Stein auf den Brustkorb der Dunkelhaarigen abgeladen – Lungenentzündung. Lyanna wusste nicht wo sie hier war, nichts in dem Raum in dem sie lag gab ihr einen dezenten Hinweis darauf, sie wusste nicht wie lange sie weg war, wo ihre Sachen waren und ob hier noch jemand anderes war. Vor allem in diesem Zustand war Lya deutlich schlechter dran als sonst, ein Zustand der sie ebenso genau so umbringen konnte wie ein Zombie biss Gerade als die Dunkelhaarige sich aufrichten wollte bzw. es mehr oder weniger versuchte und wieder zurückfiel trat jemand herein. Ein großgewachsener Mann mit dunklen Haaren und dunklen Augen. Dunkle Augen die sie schon fast an jemand anderen, jemand besonderen erinnern ließ. Er hatte in seiner Hand eine Schüssel in der Hand, aus dieser es dampfte. Womöglich was zu essen. In Lya stieg förmlich nur die Panik auf, das sie sogar schon fast aus dem Bett gefallen wäre als sie von ihm wegrutschte als dieser einfach neben ihr Platz nahm. 'Hier iss' sprach dieser, schon fast sanft. 'Du musst essen. Wieder zu Kräften kommen. Du hast dir ganz schön was eingefangen, es war dumm von dir in diesem Schneesturm herumzustreunen und das noch alleine.' Lyanna sah den Fremden nur einen Moment lang perplext an ehe sie versuchte zu antworten, nur hatte sie bereits das Gefühl sobald sie nur den Mund öffnete das sie erstickte weswegen es bei einem weiteren quietschenden Atemzug blieb. 'Ich bin David und du musst keine Angst haben.' Lya verengte bei dieser Aussage nur kurz skeptisch die Augen was David mehr oder weniger ein Grinsen entlockte. Und ab da passierte ist das David, wirklich so ziemlich jeden Tag nach Lya sah, nun zu mindestens musste er das ja. Sie hatte schon recht bald erfahren das David in seinem vorherigen Leben ein Notfallsanitäter war und sich um die Leute hier kümmerte.Schon bald erfuhr sie das es hier deutlich mehr Leute gab als sie anfangs angenommen hatte, eine ganze Gruppe um ehrlich zu sein. Zu dem befanden sie sich Washington University Hospital. Die Gruppe hatte sich dort schon seit mehreren Jahren eingerichtet und lebte hier, schon fast wie in einer Kolonie. Die Leute hier hatten sogar verdammten Strom und an Wasserquellen fehlten es ihnen auch nicht. Lya musste sich nicht die Mühe machen diese Info aus jemanden herauszuquetschen, David erzählte ihr das nach und nach, immer wenn er sich um sie kümmerte. Lyanna konnte zu diesem Zeitpunkt nichts anderes tun als einfach nur zuzuhören, ihr blieb keine andere Wahl. Stets mit dem Gedanken im Kopf sobald sie fit war hier einfach abzuhauen sobald sie fit war, war stetig da dennoch wurde dieser von Tag zu Tag schwächer. Durch die ganzen Fieberträume, die sie um ihren Schlaf raubten war David schon fast wie ein Lichtblick für die Dunkelhaarige gewesen. Und auch wenn diese Träume von verschiedenen Dingen und Situationen und Personen handelte, schaffte es eine gewisse Person immer wieder sich Zutritt in Lyanna's Kopf zu verschaffen, nun gewollt oder ungewollt spielte da absolut keine Rolle. Elijah. Ja die Dunkelhaarige gab zu das sie es sich einfacher erhofft hatte, das sie ihn einfach schon nach ein paar Wochen vergessen würde, doch das tat sie nicht. Und das erste mal seit langem hinterfragte die Dunkelhaarige wirklich ihre Entscheidungen, ob sie das richtige getan hatte, ob sie nicht einen Fehler gemacht hätte und hätte einfach bei ihm bleiben sollen. Eine Erkenntnis die sie immer wieder, mit ungewollten, tränen unterlaufenden Augen aufwachen ließ. Selbst David hatte sie einmal gefragt wovon sie träumte, doch Lya hatte ihm nie wirklich eine Antwort darauf gegeben. Auch wenn Lya wirklich dachte, das sie wohl ewig dieses tägliche De ja Vu erleben müsste, ging es ihr nach einem Monat bereits deutlich besser, so das sie wenigstens einigermaßen wieder fit war und nicht bei jeder Bewegung in Atemnot geriet. Ihr Fieber war schon längst verflogen. Lya war klar das die Gruppe nicht einfach so wertvolle Ressourcen wie Medizin an eine Fremde verschwendeten ohne eine Gegenleistung, auch wenn man ihr diese Gegenleistung nie nannte, blieb die Dunkelhaarige. Die Gruppe hatte sie gerettet und Lya fühlte sich schon fast verpflichtet dazu, zu dem boten sie einen sicheren Ort für den Winter, auch Lyanna wusste das es schwer war ohne Hilfe in dieser Welt zu überleben. Auch wenn David Lyanna verriet, das ihr Anführer nur erlaubte das sie bleiben konnte aufgrund der Tatsache, das Lya nach all den Stunden in denen sie in der puren Kälte lag noch am Leben war und nicht erfroren war, würde von einem starken Willen zeugen. Lya bezeichnete es einfach als … pures Glück. Doch die Dunkelhaarige gewöhnte sich deutlich schneller an das Leben in der Gemeinschaft hier, als sie sich anfangs zutraute. Die Leute waren keine schlechten Leute auch wenn manche Entscheidungen deutlich fragwürdig waren, dennoch fügte sich die Dunkelhaarige ein und trug zum Nutzen der Gemeinschaft bei. Nur die Nächte waren die Schlimmsten gewesen, wenn sie wieder mit ihren Gedanken alleine war und immer wieder Elijah durch ihren Gedanken huschte und sie mehr oder weniger quälte. Ob es ihm gut ging? Ob er auch an sie dachte? Womöglich nicht. Er hatte seine Leute, seine Pflichten, seine Familie … da war kein Platz für Lyanna. Und selbst wenn sich die Dunkelhaarige nichts sehnlichstes wünschte als bei ihm zu sein, wüsste sie, sie würde mit ihrem Auftauchen alles verkomplizieren und wenn es etwas gab was Lya nicht mochte dann waren es komplizierte Dinge. Doch das vereinfachte die Gedanken nicht, sondern verschlimmerte ihren Kummer deutlich mehr, das ihr in einem Moment der Schwäche ein Ausrutscher mit David passierte, in der Hoffnung sie könnte den Schmerz und die Gedanken verdrängen. Das funktionierte auch, für einen Moment der Extase und dann … war es deutlich schlimmer als zu vor, verbunden mit einem schlechten Gewissen. Weswegen sie die Sache auch sofort wieder beendete, was deutlich dazu führte das eine gewisse Anspannung zwischen den beiden bis heute herrschte.

Einige Monate waren bereits vergangen, der Schnee schon längst geschmolzen, weggespült von dem Dauerregen der herrschte. Doch die Welt wurde wieder grüner, die Temperaturen gingen höher. Lyanna atmete nur aus als sie durch die Straßen der Downtown in Washington lief. Zusammen mit fünf weiteren Mitgliedern der Gruppe waren sie in der Stadt unterwegs auf Plünderungstour. Nach allem was nützlich war. Nahrung, Kleidung, Gebäude die man noch für etwas nutzen konnte etc. und vor allem zur Säuberung von Gebieten wie Untote. Der Winter war vorbei, die Untoten waren nicht mehr in ihrer Bewegung gebremst, wurden wieder leichter angelockt. „Okay wie besprochen, ich gehe zum Funkturm, suche mir dort eine hohe, gute Position und teile euch dann mit ob ich eine Horde entdecke.“ sprach die Dunkelhaarige. Seit Tagen war die Zombiepopulation deutlich angestiegen. Lyanna war bewusst das es in Städten deutlich mehr von ihnen gab besonders in Washington aber selbst diese Anzahl war nicht für eine Stadt normal. Es war schon fast wie ein Bienennest das man nicht los wurde und immer wieder Bienen herrausschwirrten. Der Funkturm, war nicht wirklich ein Turm, es war eher ein hohes Gebäude das sich am Ende des Bezirks befand. Es wurde damals von dem Militär eingerichtet und diente als Stützpunkt der Washington Quarantänezone, die wie alle anderen Quarantänezonen nicht mehr existent waren. Allerdings benutzte die Gruppe das Gebäude um sich einen Überblick der Stadt zu beschaffen, außerdem war die Funkweite für die Funkgeräte deutlich verstärkt, so war es auch einfacher Plünderungsgruppen abzuhören sollten diese Funkgeräte besitzen. Es dauerte nicht lange bis die Dunkelhaarige das Gebäude erreicht hatte, vielleicht eine knappe viertel Stunde. Nach dem sie das höchste Stockwerk erklungen hatte ließ sie sich an einem der kaputten Fensteröffnungen nieder. „Okay ich bin da.“ murmelte Lya in ihr Funkgerät und tippte ungeduldig mit ihren Fingernspitzen auf dem Gerät herum als sie keine Antwort bekam. „Ich sagte … ich bin in Position.“ wiederholte die Dunkelhaarige und schnappte sich dann schnaubend ihr Fernglas und setzte dieses an, suchte die Position damit ab wo ihre Leute sich aufhalten sollten, doch dort waren sie nicht. Lyanna wurde bereits etwas mulmig, was hatte sie aufgehalten? Bis zur Innenstadt war es von ihrer Position aus ebenso ein viertel stündiger Gehweg gewesen . Der Dunkelhaarigen gefiel das gar nicht, doch sie durfte sich erst mal nicht von ihrer Position rühren, vielleicht waren sie ein paar Untoten begegnet, sicher würden sie bald auftauchen. Zu mindestens hoffte Lyanna das also musste sie warten. Die Dunkelhaarige versuchte nach einer gewissen Zeit immer wieder die Gruppe zu erreichen, doch nichts. Nur Rauschen weswegen Lyanna nun jegliche Anweisungen deutlich egal waren. Sie würde hier oben nicht herumsitzen, während die anderen vielleicht in Gefahr waren. Lya verließ eilig den Funkturm, lief durch die Straßen, Richtung Innenstadt. Auch wenn man diese Suche mit einer Suche nach einer Nadel im Heuhaufen vergleichen konnte. Vier Leute konnten wohl kaum vom Erdboden verschluckt sein ...oder etwa doch? Der ein oder andere Untote musste dran glauben, welcher Lya's Wege kreuzte, wo bei sie das Stadtzentrum vermeiden wollte, da dieses deutlich voll mit Untoten sein würde und kaum glaubte das sich ihre Leute dort befanden, doch wenn sie sie nicht fand dann müsste sie wohl oder übel zur Kolonie zurückkehren und sie mussten dort hin. Doch lange suchen musste die Dunkelhaarige auch in dieser Situation nicht, denn schon bald vernahm sie das vertraute Geräusche von Untoten und eine vertraute Stimme, die ihr sagte das die vier am Leben waren. Lyanna folgte den Geräuschen, welche sie bis zum Stadtplatz führten, dort angekommen konnte sie die vier unter anderem auch David auf den ersten Blick erkennen. Um sie herum eine Menge bereits getöteter Zombies. Doch wirklich eingreifen musste die Dunkelhaarige nicht als David den Letzten mit einem Messer im Schädel tötete. „Oh Gott verdammt!“ fluchte Lyanna keuchend. „Was zur Hölle ist passiert? Geht es euch gut?“ Die Dunkelhaarige war tatsächlich besorgt. 'Alles in Ordnung' sagte eine der Männer und wischte sich das Blut von der Klinge. 'Eine Geräusche falle, ausgelöst und hat die Untoten angelockt, David hat das Funkgerät in der Horde fallen gelassen.' klärte dieser die Dunkelhaarige auf. 'Wir haben genug davon als sei dies das Allerschlimmste gewesen' nuschelte David. 'Wir haben es überlebt außerdem hat der Fremde ja auch geholfen.' Lya blickte David nur verwirrt an. „Welcher Fremde?“ fragte Lya schon misstrauisch und drehte sich um. Und in diesem Moment als sie sich umdrehte und den besagten Fremde erblickte erstarrte die Dunkelhaarige. Sie fühlte sich als würde ihr gerade jemand die Beine vom sicheren Boden wegreißen. Für einen Moment spürte sie nur wie ihr Körper plötzlich anfing leicht zu zittern, was man nur beobachten konnte wenn man die Dunkelhaarige genau ansah. Und ja auch für einen Moment schien Lyanna an ihrem Verstand zu zweifeln, das sie wieder Fieber bekam und halluzinierte. Sie sah Elijah vor sich. Sie sah ihn wirklich. Sie würde ihn sofort und jederzeit erkennen, das wusste Lyanna. Als dieser ihren Blick erwiderte wurde Lyanna deutlich blass um die Nase. Lya spürte wie ihr wieder die Tränen in die Augen stiegen, die anderen Leute der Gruppe blendete die Dunkelhaarige komplett um sich herum heraus. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, das sie ihn einfach nur anstarrte obwohl es sich nur um wenige Minuten handelte ehe ihr Körper sich wieder einen Ruck gab und die Dunkelhaarige einfach auf den Dunkelhäutigen zulaufen ließ, ehe sie ihm schon förmlich in die Arme sprang. Ihre Arme schlangen sich sofort um ihn während sich ihre schmale Statur an seinen Körper drückte und ihr Gesicht sich in seiner Schulter vergrub, seinen Geruch einatmete. Wenn das ganze hier eine Halluzination war, dann wollte Lya nun wirklich ihren Verstand verlieren. Nach einer kurzen Weile drückte sich die Dunkelhaarige sanft von ihm weg und legte ungläubig ihre Hände auf seine Wangen, fühlte seine warme Haut, was ihr nochmal deutlich bestätigte das es echt war ehe sie ihren Blick an ihm runter schweifen ließ und nun auch ein Lächeln sich über ihre Lippen zierten. Es war wirklich Elijah, auch wenn er deutlich ungewohnte Kleidung trug. Nun so ungewohnt war diese nun auch wieder nicht. Es war eine Uniform und er sah verdammt gut darin aus was die Dunkelhaarige noch mehr lächeln ließ ehe sie dem Dunkelhäutigen wieder in die Auge blickte. „Du lebst.“ hauchte sie nur glücklich und drückte sich wieder an ihn. Lyanna konnte nicht beschreiben was genau gerade in ihr vorging, wie glücklich sie gerade war, das sie wirklich alles und jeden um die beiden herum ausblendete. Es musste wohl komisch auf die Gruppe wirken das Lyanna den für sie Fremden einfach ansprang und umarmte. Und am liebsten hätte sie ihn auch nicht wieder losgelassen, aus Angst man könnte ihn ihr wieder entreißen. Wie viel Zufall konnte es schon in dieser Welt geben oder war es doch so etwas wie Schicksal? Lyanna wusste es nicht. Auch wenn die Dunkelhaarige es ungerne wollte ließ sie Elijah nach einer Weile wieder los, blieb dennoch nah bei ihm stehen ehe sie sich umblickte, als würde sie nach einen seiner Leute Ausschau halten, obwohl sie noch nicht mal wusste wie Elijahs Leute überhaupt aussahen. „Du bist allein?“ fragte die Dunkelhaarige ehe sich ihre Augen einen kurzen Moment weiteten. „Deine Kolonie? Es ist doch alles in Ordnung?“ fragte Lya schon fast vorsichtig. Schließlich was sollte Elijah ausgerechnet hier in Washington suchen und das noch alleine. Natürlich schoss der Gedanke das seine Kolonie überrannt worden war oder das irgendetwas schlimmes passiert war sofort in ihren Kopf.

@Elijah Magoro



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#5

RE: Straßen

in Downtown 12.03.2020 14:12
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Hatte ein Winter für Elijah schon jemals so lange gedauert? Er konnte es nicht sagen, doch die Tage schienen sich in diesem besonders lange hinzuziehen. Besonders zu Beginn, als der Schnee immer dichter und häufiger fiel, das Clubhaus, die Straßen und der Wald um sie herum vollkommen eingeschneit waren, schien ein Tag endlos zu sein. Die ersten Wochen waren die Schlimmsten. Bis Weihnachten schien nichts den dunkelhäutigen Ex-Militär so wirklich zum Sprechen geschweige denn Lachen bringen zu können. Weder seine Schwester, noch Lio, noch der kleine Marshall, den er begonnen hatte zu trainieren. Er lächelte zwar ab und an, aber seine Augen taten es nicht. Diese hatten einen schmerzvollen Ausdruck in ihnen, wenn man Elijah wirklich kannte. Er zeigte dies natürlich selten, verbrachte er auch viel seiner Zeit allein, weg von allen. Alleine mit seinen Gedanken und Gefühlen, versuchte sich darüber klarzuwerden, was er eigentlich wollte. Natürlich, am Anfang war da nur ein Gedanke: Lyanna. Die junge Frau schien sich in seinen Kopf gebrannt zu haben, jedes Mal wenn er seine Augen schloss, sah er sie vor sich. Und nachts, wenn er wieder von seinen Albträumen geplagt wurde und schweißgebadet in seinem zerwühlten Bett aufwachte, seine Hand neben sich ins Leere griff, das waren die schlimmsten Momente. Tagsüber konnte er sich ablenken, aber nachts war er alleine mit sich und seinen Gedanken und Gefühlen, die wie eine Unwetterfront auf ihn einprasselten. Und es war kein kleines Unwetter, sondern ein Sturm, ein Tsunami mit hohen Wellen und Sturmfluten, die nichts taten als ihn herumzuschleudern und orientierungslos und alleine zurück zu lassen. Jeden Morgen war es eine Erleichterung aufzustehen, wenn seine Uhr auf der Fünf stand, es war der beste Moment des Tages. Wenn er seine Kleidung anzog, in die Schuhe schlüpfte und hinausging, in den frisch gefallenen Schnee und nichts hörte außer der Stille der Natur und dem sanften Knarzen, dass die Schritte der Torwachen auf dem Schnee verursachten. Und dann lief er aus dem Tor, hinaus in den Wald, sein Messer dabei und ließ das Clubhaus hinter sich. Im Winter war es deutlich besser draußen laufen zu gehen, die Beißer waren sichtlich weniger aktiv und vor Plünderern in dieser Reichweite des Clubhauses hatte Elijah erst Recht keine Angst. Er war nie weit weg, lief vielleicht eineinhalb Stunden durch den friedlichen Schnee, ließ seine Gedanken wandern während er jeden Morgen wunderschöne Sonnenaufgänge zu sehen bekam. Besonders dann, wenn er am Meer entlanglief, diese kleine Meerzunge die vom Atlantik in den Kontinent der USA einfloss, direkt bei Baltimore vorbei. Sie waren nicht weit weg von Baltimore, das Clubhaus war außerhalb des Stadtgebiets. Die Strecke am Meer entlang war immer der schönste Teil, denn dort fühlte sich Elijah erst recht frei von allem. Er hatte keine Gedanken in seinem Kopf, nichts, sein Kopf war einfach leer. Hier begegnete er auch am häufigsten noch Beißern, die am Strand angespült wurden. Er erledigte sie alle, sie taten ihm leid, kamen ihm vor wie gestrandete Wale. Das eiskalte Meerwasser war gnadenlos, fror die leblosen Körper der Beißer fast vollkommen ein, immerhin hatten sie kein wärmendes Blut in sich. Sie waren eigentlich wie Amphibien, stellte Elijah irgendwann fest, immer so aktiv wie es die Wärme um sie herum und damit in ihrem Körper zuließ. Der Gedanke gefiel Elijah, wenn er ehrlich war und so betrachtete er die Beißer in einem ganz neuen Licht.
„Your fight is over“, sagte er bei jedem Beißer, nachdem er sein Messer in den Kopf des Betroffenen gerammt hatte. Kurz verweilte er am Ende des Strandes dann, sah all die Körper an, die er aus dem Wasser gezogen und fein säuberlich nebeneinander am Strand abgelegt hatte. Auch diese Beißer, man mochte es immer kaum glauben, waren irgendwann mal Menschen gewesen wie er selbst. Ob sie gut oder böse Menschen waren, spielte letzten Endes keine Rolle mehr. Jeden Tag waren es unterschiedlich viele, mal gar keine, mal gleich sechs Stück, aber aufgrund des kalten Wassers, waren sie sehr träge und häufig fehlten ihnen auch Gliedmaßen, die sie in der Strömung des Wassers verloren hatten.
Und so verbrachte Elijah seinen Morgen. Wenn er zurück im Clubhaus war, frühstückte er und widmete sich dann einer Tätigkeit, die er etwa vier Wochen nachdem er sich von Lyanna getrennt hatte, begonnen hatte: die Meditation oder, wie sein Vater es immer genannt hatte: Das Gebet und Gespräch mit sich selbst. Elijahs Vater hatte immer gerne die Parallelen zwischen den Religionen gesucht, ihnen und seiner Gemeinde gezeigt, dass es letzten Endes egal war, ob man nun Gott, Allah oder Jhwh sagte. Oder ob man an einen oder mehrere Götter glaubte, wichtig war für ihn, dass man mit sich selbst im reinen war und dazu konnte ein Gespräch helfen. Ob man nun meinte dieses mit Gott zu führen oder mit seinem eigenen Geist, der im Glauben seines Vaters natürlich eng mit Gott verbunden war, war eigentlich egal. Das Ziel war, dass es einem danach besserging und man Klarheit bekam. Gebet oder Meditation, was man mit sich selbst in dieser Zeit regelte ging nur einen selbst und die Gottheit etwas an, mit der man sich verband.
Nach seiner Stunde der Meditation, für die ihn seine Schwester anfangs etwas aufzog, aber es mittlerweile einfach akzeptierte, trainierte er alle zwei Tage mit dem jungen Marshallsohn Thomas. Er wurde bald 15 Jahre alt und wollte lernen sich und die, die er liebte zu verteidigen. Diese Zeit war für Elijah entspannt, er konnte sich auf das verlassen, was er gelernt hatte und es an jemanden weitergeben. Dabei musste er nicht viel nachdenken, sondern einfach seinen Körper machen lassen, was er schon Jahre lang tat. Es war das perfekte Gegenstück zu der Meditation vorher, wo er alleine mit sich und seinen Gedanken war. Nun war er mit Thomas zusammen und musste nicht nachdenken, es war wie beim Laufen. Sein Kopf war leer, frei von allem.
Wenn er nicht mit Thomas trainierte, trainierte er selbst, man könnte wohl sagen Elijah war über den Winter noch trainierter geworden als vorher schon. Jede Minute die er Zeit hatte verwendete er entweder für Training oder er zeichnete, wenn er nicht seinen Aufgaben für die Kolonie nachkam. Gemeinsam mit den anderen erwachsenen Männern und Frauen des Clubhauses trainierte er ebenfalls, verfeinerte seine Techniken, zerschnitt mit seinem Schwert imaginäre Gegner. Die körperliche Anstrengung lenkte ihn von den Gedanken an diese eine Frau ab, die einfach nicht aus seinem Kopf gehen wollte. Er wünschte sich so sehr gerade seinen Vater an seine Seite, mit ihm könnte er darüber besser reden als mit seiner Schwester. Klar, Jen hatte ihn besonders in den ersten paar Wochen aufgebaut, ihn versucht so gut wie möglich abzulenken, doch auch sie hatte ihre Grenzen. Eine Frau wie Lyanna, die hatte es noch nie in Elijahs Leben gegeben. Noch nie.
Eines Abends trank er mal wieder mit seiner Schwester, er trank doch recht häufig in letzter Zeit, obwohl er wusste, dass es seinem Körper nicht guttat. Dennoch, es wurde spät, sie waren alle betrunken und tanzten in der Bar. Und Elijah spürte erneut dieses Gefühl der Einsamkeit, diesen Drang danach heute Nacht nicht alleine zu sein. Und so suchte er sich kurzerhand eine der Frauen aus, das komplette Gegenteil zu Lyanna. Recht groß, blonde Haare und einfach nichts, was ihn an die dunkelhaarige Frau in seinem Herzen erinnerte, und nahm sie kurzerhand mit in sein Zimmer. Es war eine gute Nacht, der Sex war gut, er konnte sich nicht beschweren. Aber als er am nächsten Morgen wachwurde und sie neben sich schlafen sah, konnte er nicht anders als sich noch schlechter zu fühlen. Trotz des guten Sex war es einfach nicht so wie mit Lyanna, sie fühlte sich anders an, sie fühlte sich besser an. Wenn er Lyanna in seinen Armen gehalten hatte, ihren heißen Atem auf seiner Haut und dieser Gesichtsausdruck, wenn er… es war einfach nicht dasselbe. Würde es jemals wieder so werden?

Es war wohl im Januar, zwei Wochen nach Weihnachten, als Elijah beschloss, dass nun mit dem neuen Jahr die Zeit gekommen war, sich dem zu stellen, dass ihn so sehr plagte. In seiner Meditation war er sich mittlerweile über vieles in seinem Leben klargeworden. Warum Lyanna ihn nicht losließ, warum ihn noch immer die Albträume plagten und besonders warum es ihm so schwer viel über sich und seine Gefühle zu reden. Er hatte nie die Chance dazu gehabt. Er war immer nur Teil eines Ganzen, nie er selbst, bis zu diesem Moment im Irak, als er als einziger Überlebender aus diesem grauenhaften Lager zurückkehrte. Alles von ihm genommen, seine Waffen, seine Kleidung, seine Würde. Und plötzlich, zum ersten Mal in seinem Leben, war Elijah tatsächlich alleine gewesen. Vollkommen allein. Nur seine Boxershorts am Körper und die Dogtags seiner gefallenen Kameraden in der Hand. Diese hatten sie ihm in die Hand gedrückt, vermutlich um ihm noch bewusster zu machen, dass das alles war, was von ihnen übrig war. Als Elijah mit einem neuen Team zurück an den Ort des Geschehens kam, fand man nurnoch einen Haufen Asche dort, wo die Terroristen ihre Körper verbrannt hatten. Bei der Beerdigung am Nationalfriedhof in Washington wurden leere Särge beerdigt und Elijah hatte es nicht über das Herz gebracht, die Dogtags seiner Kameraden mit in das Grab zu legen. Zu groß war noch der Schmerz gewesen, zu sehr wollte er noch an ihnen festhalten. Jeder seiner gefallenen Kameraden, sowie auch Elijah erhielten damals das Distinguished Service Cross, für die außerordentliche Tapferkeit, die sie in dieser Situation bewiesen hatten. Keiner der Soldaten hatte unter Folter und im Angesicht des Todes Informationen über die USA und die Army preisgegeben. Sie alle hatten lieber den Tod gewählt. Außerdem hatte Elijah, als Führer der Einheit, die Army Good Conduct Medal erhalten. Man konnte argumentieren, dass er nicht gut geführt hatte, da seine gesamte Einheit außer ihm gestorben war, doch in dieser Situation hatte er gesamt für die Army den besten Weg gefunden. Klar, es waren mehrere Soldaten gestorben, aber einer hatte überlebt und konnte die Informationen der Gruppe geheim halten und den Stützpunkt der Terroristen wiederfinden. Außerdem hatte er noch zwei weitere Ehrenmedaillen erhalten, einer für den globalen Kampf gegen Terrorismus und für seinen Einsatz im Irak. Alle Soldaten seiner Einheit hatten auch die Prisoner of War Medal erhalten, diese bekamen alle Einsatzkräfte, die sich schon mal in Kriegsgefangenschaft befunden haben oder in Kriegsgefangenschaft gestorben sind. Nur aufgrund des Distinguished Service Cross, die höchste militärische Auszeichnung für Tapferkeit nach der Medal of Honor, hatten seine Kameraden Ehrengräber erhalten und nicht nur den einfachen weißen Grabstein wie alle anderen Soldaten.
Im Januar also wurde Elijah so richtig bewusst, was er zu tun hatte. Nur war es im Januar noch viel zu verschneit, weshalb er beschloss seine Aufgabe auf den Frühling zu verlegen. Er wollte nach Arlington fahren, alleine, und dort erneut und schlussendlich seinen Kameraden die letzte Ehre erweisen. Eines seiner heiligsten Besitztümer, die er immer dabeihatte, egal wohin er ging, auf die er aufpasste wie seinen Augapfel, war seine Paradeuniform aus der Army. So wie die Dogtags, waren sie für ihn eines der heiligsten Dinge, die er noch besaß. Er wollte nach Arlington fahren und dort zu den Gräbern seiner verlorenen Soldaten gehen, dann am Amphiteater den unbekannten Soldaten huldigen und damit hoffentlich endlich diese Armysache hinter sich lassen. Natürlich würde er seine Kameraden nie vergessen, er hatte die Tattoos auf seinem Körper, sodass er immer an sie dachte. Und bei diesem Gedanken kam ihm ein weiterer. Vielleicht könnte er auch so die Sache mit Lyanna abschließen. So wie er seine Kameraden auf seinem Körper trug, wollte er auch sie immer auf seinem Körper tragen und da er auch noch ein anderes Tattoo wollte, konnte er das ganze zusammen machen. Also suchte er den Tätowierer auf und nach langem Überlegen, entschloss er sich zu einem Motiv, dass für Lyanna passte. Es zeigte den Umriss eines Wolfes, der den Mond anheulte, doch im Körper des Wolfes war ein Wald zu erkennen. Er tätowierte es sich auf die linke Brust, auf seine rechte Brust kam das Motiv eines Kreuzes. Auch sehr simpel und einfach gehalten.
Das Kreuz stand für seine Familie und seinen Vater, seinen Glauben an Gott, den Elijah nicht leugnete und der ihm in den letzten Wochen viel Kraft gegeben hatte. Er würde sich wohl nicht so gläubig wie seinen Vater bezeichnen, aber irgendetwas war dort, wo kein Mensch je hinkam. Daran glaubte er einfach.
Der Wolf war für Lyanna, die einsame Wölfin die sich entschlossen hatte ihre Rudel zu verlassen, aber doch nachts zum Mond heulte und dort die Gesellschaft des Rudels suchte. Ob das Rudel antwortete war nicht gewiss, doch die einsame Wölfin versuchte es jede Nacht aufs Neue. Am Morgen aber stellt sie fest, dass es doch besser ist für sie allein zu sein, denn das war das Leben, dass sie sich herausgesucht hatte.
Elijah hoffte einfach nur, dass es Lyanna gut ging. Mit dem Tattoo war sie natürlich nicht für ihn weg, sie war noch immer dort wo er sie für immer behalten wollte, in seinem Herzen und nun für immer auch auf seinem Körper.

Ende März, Elijah war mittlerweile wieder viel draußen unterwegs, ihm Frühling mussten sie viele Touren machen, um die Vorräte die im Winter zur Neige gegangen waren wieder aufzufüllen, beschloss Elijah, dass es Zeit wurde. Es wäre nicht weit für ihn nach Washington, vielleicht eine gute Stunde mit seinem neuen Jeep. Bei ihrem zweiten Erkundungsausflug hatten sie einen neuen Jeep für Elijah gefunden, nachdem er ja seinen alten leider „verloren“ hatte. Eine G-Klasse von Mercedes, zwar kein richtiger Jeep in dem Sinne, aber würde schon gehen. Besser als eine Limousine. Und so machten sie das Auto wieder fit und Elijah war wieder versorgt. Er fühlte sich in einem Jeep einfach wohler als auf dem Motorrad. Gewohnheitssache vermutlich.
Dann kam der Tag an dem Elijah beschloss endlich die Sache zu erledigen, die er im Januar beschlossen hatte zu tun. Nach Washington zu fahren und seinen Kameraden die letzte Ehre zu erweisen. Er zog sich also seine Uniform an und verschwand noch vor dem wirklichen Morgengrauen. Obwohl die Fahrt nur eine gute Stunde war, brauchte Elijah doch länger. Immer wieder hielt er unterwegs an, betrachtete die Landschaft und überlegte, ob dies auch die richtige Entscheidung war. Diesmal hatte er fast nichts dabei, ihm durfte nicht wieder soetwas passieren wie damals mit Lyanna. In seinem, diesmal deutlich kleineren, schwarzen Rucksack befand sich eine amerikanische Flagge, die Dogtags seiner Kameraden und eine Flasche sehr alten Bourbons zusammen mit zwei Gläsern. Eines für ihn und eines für den jeweiligen Kameraden. Bourbon war das Getränk ihres Squads gewesen und als er vor drei Jahren mal auf diese Flasche gestoßen war, hatte er sich vorgenommen sie zu einem besonderen Anlass zu trinken. Er würde dann wohl erst morgen wieder aus Washington zurückfahren können, da er vor hatte die Flasche heute alleine zu leeren, aber das war kein Problem. Sein Jeep hatte vergitterte Fenster bzw anstatt Fenstern Gitter und war eigentlich Beißersicher. Und wer zur Hölle sollte sich freiwillig als Lebendiger auf einen Friedhof trauen, dort gab es wohl wirklich nichts zum Durchsuchen. Auf dem Beifahrersitz lagen sein Schwert und sein Gewehr, seine Pistole hatte er im Clubhaus gelassen, das Messer war in der Fahrertür. Dann passierte er das Ortsschild von Washington und es gab kein Zurück mehr.
Er fuhr langsam durch die Straßen der Stadt, auch sie schien vom Winter langsam zu erwachen. Heute regnete es ausnahmsweise Mal nicht, ansonsten regnete es die letzten Tage immer. Es war als hätte das Schicksal beschlossen, dass heute der perfekte Tag für Elijahs Auftrag war. Immer wieder begegnete er ein paar Beißern, doch diese liefen entweder vor seinen Jeep und wurden zermalmt oder sahen ihm hinterher, begannen dann ihm langsam zu folgen. Lange würden sie das aber nicht, denn er war mit dem Jeep sehr schnell wieder außerhalb ihrer Sichtweite. Nach Arlington musste er mitten durch Washington durch und die Straßen waren noch erstaunlich frei. Er fuhr gerade durch das Stadtzentrum und den Stadtplatz in der Nähe des Weißen Hauses, als er über die Ferne eine Gruppe sah, die von Beißern umringt waren. Sie kämpften sich rückwärts weiter, immer näher Richtung Lincoln Memorial. Elijah zögerte. Er war eigentlich nicht hier um zu kämpfen, doch die Gruppe sah aus, als könnte sie Hilfe gebrauchen. Also fuhr er schneller und raste mit dem Jeep einmal durch die Menge. Er konnte überraschte Rufe hören, blickte dann kurz in seinen Innenspiegel. Dunkle, kalte Augen blickten ihn zurück an aus einem Gesicht mit einem fein-säuberlich gestutzten Bart und sauber rasierter Glatze. Den Hut seiner Uniform ließ er auf dem Beifahrersitz liegen, schnappte sich sein Gewehr und setzte einen Aufsatz vorne drauf. Ja, es war ein Militärgwehr, also hatte er auch einen Schalldämpfer dafür. Besonders wenn man in einer Stadt unterwegs war, war dieses Gadget Gold wert. Er öffnete die Fahrertür, kletterte auf das Dach des Jeeps und legte an, schoss einem Beißer nach dem anderen in den Kopf. Die Gruppe, der er da gerade half waren vier Männer in gemischtem Alter. Als es nur noch wenige waren, kletterte Elijah von seinem Jeep, und legte das Gewehr zurück in den Wagen. In seinem Gürtel hatte er hinten sein Messer, hob dann die Hände als einer der Männer ihn ansah.
„Ich will euch nichts tun“, sagte er ruhig, während die anderen drei der Männer noch die restlichen Beißer töteten. Sein Blick zuckte hinter den Mann der ihn ansah, als sich eine weitere Person näherte, schnell, scheinbar schien sie Teil der Gruppe zu sein. Je näher sie kam, desto vertrauter kam ihm diese Person war, wie sie sich bewegte, dann die dunklen Haare und… er konnte es nicht fassen. Als er ihre Stimme hörte, schien es als würde die Welt sich auf den Kopf stellen. Er taumelte einen kleinen Schritt nach hinten, stützte sich am Jeep ab und konnte die Augen nicht von ihr nehmen. Dann richtete er sich wieder auf, versuchte sich unter Kontrolle zu bekommen. Sie lebte! Sie lebte verdammt nochmal! Und sie war noch immer hier, in seiner Reichweite! Es war als hätte er einen Felsbrocken auf seiner Brust liegen, die Luft schien nicht in seine Lungen gehen zu wollen, als sie dann fragte, „welcher Fremde?“ und sich zu ihm umwandte. Diese Augen, er würde sie wohl nie vergessen, wie könnte er auch. Sie erstarrte, so wie er eben auch, als er sie erkannt hatte, doch so gerne er etwas sagen wollte, aus seinem Mund kam nichts. Er stand einfach nur da, so wie immer, aufrecht in seiner Uniform die noch immer blitzsauber war, erwiderte ihren ungläubigen Blick. Die Welt um sie herum existierte nicht mehr, alles was zählte war diese junge Frau dort vor ihm, die Frau die er verdammt nochmal immer noch liebte!
Als ein Ruck durch Lyannas Körper ging und sie auf ihn zu rannte, breitete er nur die Arme aus und fing sie auf. Sie kam mit so viel Schwung, dass er einen Schritt zurückmachen musste und mit dem Rücken gegen seinen Jeep knallte, dann so fest die Arme um Lyanna schlang, als ob er sie nie wieder loslassen würde. Er vergrub seine Nase in ihrem Haar, atmete diesen Duft ein, dieses wundervollen, süchtig machenden Duft und konnte kaum glauben, dass dies hier der Realität entsprach. Würde er nicht ihre Haare riechen und sie in seinen Armen halten, er würde wohl glauben zu Halluzinieren. Sie drückte sich sanft von ihm, das wollte er eigentlich nicht, aber er ließ sie machen. Ihre Blicke trafen sich wieder und er spürte ihre Hände an seinen Wangen, diese weiche Haut, ließ ihn sofort die Augen schließen und sich an ihre Hände schmiegen. Oh, wie sehr hatte er diese Berührung vermisst! Es war als wäre er am verdursten und Lyanna war das Wasser, dass ihn rettete.
Ihr Lächeln erwiderte Elijah und nickte dann, als sie sagte das er lebte. Offensichtlich tat er das, sonst würde er wohl kaum vor ihr stehen. Bevor er etwas antworten konnte, drückte sich Lyanna wieder an ihn und er legte erneut die Arme um sie, sagte Garnichts. Er wollte diesen Moment nicht zerstören, zu schön war es, sie wiederzusehen. Eine kleine Weile umarmten sie sich, dann löste sich Lyanna wieder und sah sich um. Elijah zog eine Augenbraue hinauf bei ihrer Frage, dann schüttelte er lächelnd den Kopf.
„Alles gut“, murmelte er nur, „ich bin alleine hier, meiner Kolonie geht es gut. Ich habe hier nur etwas zu erledigen.“
Mehr sagte er nicht, als er den Kopf hob, nachdem er ein Räuspern vernommen hatte.
„Ehm… Lyanna? Möchtest du uns vielleicht verraten, wen du da getroffen hast?“, hörte er die Stimme eines jüngeren Mannes. Sein Blick war nicht sonderlich freundlich und Elijah bekam sofort ein komisches Gefühl. Dieser Blick sah aus wie der eines Raubtiers, dass das Gefühl hatte, seine Beute könnte ihm entwischen. Woher kannte Lyanna diese Leute?

@Lyanna Lockhart
// well.. that escalated a little bit :D
Hier nochmal die Uniform, damit du sie dir gut vorstellen kannst^^





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#6

RE: Straßen

in Downtown 13.03.2020 16:05
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Hätte man Lyanna heute morgen noch gesagt das diese Aufgabe ganz anders verlaufen würde, hätte sie denjenigen wohl kaum geglaubt, nicht nur das die Leute mit denen sie unterwegs fast gestorben wären sondern auch dann noch Elijah nach mehreren vergangenen Monaten wieder trifft. Selbst jetzt zweifelte noch Lyanna ein wenig an ihrem Verstand, aus Angst einfach nur aus einem Traum zu erwachen und immer noch in diesem Raum, in diesem Bett zu liegen, schwach und mit ihrem deutlich quietschenden Atem und diesem verdammten, Mitleidsblick von David, den Lyanna die meiste Zeit ertragen musste. Es war wohl auch einer der Gründe weshalb Lya nicht schon am ersten Tag, als sie wieder auf den Beinen stehen konnte, abgehauen war, womöglich weil sie sich die letzten Monate über schwach und abhängig gefühlt hatte. Eine Last für eine fremde Gruppe, wo sie einfach nur das Glück hatte, das man sie zufällig gefunden hatte und auch entschieden hatte sie mitzunehmen. Auch das David sich auskannte und sich um sie kümmerte war reiner Zufall. Als Lyanna ihn einmal fragte weshalb er es getan hatte, sagte er immer stets das er sie hätte nicht einfach auf der Straße hätte verrecken lassen können, wie ein streunender Hund. Die Dunkelhaarige hatte ihm das irgendwo hoch angerechnet, obwohl sie es noch nicht mal wusste ob sie es an seiner Stelle ebenso getan hätte oder zu mindestens die Möglichkeit gehabt hätte so zu handeln. Denn wenn es um medizinische Ressourcen ging hatte Lya meistens vielleicht ein paar Verbände bei sich wenn es hochkam. Die Wunde abbinden und weitermachen und hoffen mit viel Glück das sich nichts entzündete. Zu mindestens war das Lyanna's Taktik, denn etwas anderes blieb ihr nicht übel. Aber eine Sterbende konnte man so viel man wollte in Verbände einwickeln, es brachte sie auch nicht zurück ins Leben. Jedenfalls hatte dieses mehr oder weniger kleinere Ereignis deutlich etwas in der Dunkelhaarigen verändert. Sie war deutlich ruhiger gewesen, zu mindestens wenn Leute in ihrer Umgebung waren oder sie mit welchen unterwegs gewesen war. Natürlich zum einen auch, damit man Lyanna nicht gleich wieder rauswarf und zum anderen weil sie all in den Monaten in denen sie kaum einen Nutzen hatte sehr viel nachdenken konnte. Auch über die Zeit in der sie mit Elijah unterwegs gewesen war und was alles passiert war. Aber auch über vergangene Dinge, die schon längst mehrere Jahre her waren und eigentlich nur unterschwellig Lyanna's Gedanken gekreuzt hatten. Die Dunkelhaarige war immer ein Wirbelwind gewesen, sie hatte immer gute Absichten gehabt auch wenn eine Entscheidung manchmal schwieriger zu treffen war als die andere, doch konnte sie andere auch schnell mit ins Verderben ziehen, so wie sie es mit Elijah getan hatte. Das er überhaupt lebendig in seine Kolonie zurückkehren konnte, war damals doch recht ein kleines Wunder gewesen, das nur selten in dieser Welt vorkam. Man konnte diskutieren darüber wie man wollte Lya wusste das sie an manchen Situationen deutlich selbst Schuld war, weil sie in diesem Moment nach ihrem Gedanken handelte was sie in dieser Situation für das Beste hielt, ohne dabei im Hinterkopf zu haben was die Konsequenzen für die Leute in ihrem Umfeld hatten. Das schlimme daran war das Lyanna das nicht merkte, das sie dachte sie würde es tun. Es machte zwar das Ganze nicht besser, aber sie kannte es seit der Apokalypse nicht anders. Ereignisse und Entscheidungen formten einen Menschen und prägten ihn. Die Welt war kaputt. Die Menschen waren kaputt. Lyanna war kaputt aber vielleicht war das auch okay so. Vielleicht musste sie auch gar nichts in sich reparieren. Letztendlich konnte auch sie nur versuchen, immer das Richtige zu tun auch wenn das Richtige manchmal fragwürdig oder gar nicht richtig erschien. Es gab immer etwas wofür es sich zu leben lohnte und Lyanna hatte dies gehabt aber sie hatte es zu spät gemerkt, als sie schon längst weit weg von der Kolonie war. Sie brauchte keinen Selbstfindungsmist, sie wusste genau wer sie war und was sie wollte, dieser Erkenntnis war schon schwer genug gewesen. Und ja sie wollte wirklich ihr Versprechen einhalten, sie wollte wirklich zu dem Dunkelhäutigen zurückkehren. Er war immer in ihren Gedanken gewesen. Doch konnte sie auch einfach nicht hier so einfach weggehen, sie hatte auch ihr Pflichten und eine Schuld zu begleichen, auch wenn es nicht unbedingt von jedem als Schuld angesehen wurde. Zu dem die Zweifel ob Elijah nicht doch recht glücklicher war wenn Lyanna nicht in seiner Nähe war. Schließlich hatte er dort noch Familie, ein Zu Hause, da brauchte er nicht noch Lyanna die ohne hin schon sein geordnetes Leben durchwühlte und ein reines Chaos hinterließ. Zu mindestens dachte die Dunkelhaarige das. Man konnte Lyanna nicht bändigen, selbst Elijah könnte das nicht, das konnte nur sie selbst und die Menschen um sie herum konnte nur mit ihr leben oder eben nicht. Auch wenn Lya deutlich skeptisch darüber war in einer Gemeinschaft mit Fremden zu leben, schien sie mit den meisten klar zu kommen und auch mit dem Leben dort, auch wenn sie immer wieder manchmal ihren eigenen Kopf hatte und ihren eigenen Kram durchzog. So konnte es durchaus passieren das die Dunkelhaarige beim Morgengrauen verschwand und erst spät in der Nacht wieder zurückkam. Auch wenn wohl einer der 'Regeln' war das man niemals alleine gehen sollte, tat Lya das ziemlich oft. Was sie in dieser Zeit machte war immer recht unterschiedlich gewesen. Mal plünderte sie alleine, manchmal lief sie auch einfach durch Washington und verlor sich in ihren Gedanken. Das Krankenhaus bot Sicherheit, wenn man denn viele Leute darin beherbergte, denn sonst würde es schwer werden, so ein Gebäude zu sichern. Das Krankenhaus selbst beherbergt mit Lyanna momentan insgesamt 37 Menschen. Menschen die unterschiedlicher nicht sein konnten. Aber es bot den deutlichen Platz, die medizinische Versorgung natürlich und so ziemlich alle Krankenhäuser hatten ein Notstromversorgung. Zu dem hatten wohl jahrelang übrige Ärzte dort versucht irgendeinen Art Heilmittel zu finden, zu mindestens hatte David ihr das mal erzählt, denn das Krankenhaus war voller Aufzeichnungen und Berichte jeglicher Art, was Lya neben Davids Gesellschaft die Zeit deutlich beschleunigte. Es brauchte ein wenig bis Lya wieder so belastbar war sie früher war, anfangs konnte sie kaum eine Strecke rennen ohne nach wenigen Minuten fast keine Luft mehr zu bekommen, das wäre deutlich fataler gewesen wären Untote hinter ihr her gewesen. Zwar fühlte sich Lya zum jetzigen Zeitpunkt deutlich besser und man merkte es ihr vielleicht nicht an, doch wie früher war es noch lange nicht. Doch das spielte alles längst keine Rolle mehr als sie Elijah's Wärme spürte, seinen Herzschlag pulsieren hörte. Lyanna's Herz schlug wahrscheinlich genau so schnell. Sie konnte nicht beschreiben wie unfassbar glücklich sie war ihn wieder zu sehen und das lebend und unverletzt. Die Dunkelhaarige ging davon aus das sie den Dunkelhäutigen nicht mehr wieder sehen würde obwohl sie sich doch so nah waren. Ihr gingen die verschiedensten Gedanken im Kopf herum, so viele Worte die sie aussprechen wollte. Doch das konnte warten, dafür fühlte sie sich zu sicher in seinen Armen. Man konnte sehen wie Erleichterung durch Lyanna's Gesicht wisch als Elijah ihr bestätigte das alles in Ordnung sei und das er hier nur was zu erledigen hatte. Was hatte Elijah in Washington zu erledigen und das alleine und vor allem in diesem Aufzug. Gut Lyanna hatte ganz bestimmt nichts gegen diesen Aufzug, im Gegenteil. Auch sie selbst unterschied sich deutlich von dem wie sie in den vergangenen Monaten ausgesehen hatte. Sie war deutlich … sauberer. Ihre Kleidung, ihr Haar und nicht mal ihr Gesicht wies irgendeinen Blutspritzer auf.„Ich hoffe doch nicht um den Präsidenten zu besuchen“ murmelte die Dunkelhaarige nur scherzend in seine Schulter hinein. Das Räuspern führte dazu das auch Lya ihren Kopf anhob und zu den deutlich verwirrten Männern dreinblickte. Gut sie hätte wohl auch nicht anders reagiert, auch wenn sie zu gab das sie die Gruppe total ausgeblendet hatte. Was letztendlich dazu führte das die Dunkelhaarige den Dunkelhäutigen losließ, auch wenn sie das gar nicht wollte. „Keine Sorge. Er ist ganz bestimmt keiner von den Bösen.“ lächelte die Dunkelhaarige Elijah nur an ehe sie dann zu David blickte. „Wir waren eine zeit lang unterwegs gewesen … und … und er hat nicht nur einmal mein Leben gerettet.“ pausierte die Dunkelhaarige nur kurz. „Und eures schließlich auch, also seid dankbar.“ Lya deutete mit ihrem Blick nur auf das Auto das eine deutliche Schneise Untoter mit sich gerissen hatte. „Was musst du hier erledigen? Du steckst doch etwa nicht in Schwierigkeiten?“ hob Lyanna nur fragend einer ihrer Augenbrauen nach oben. „Du solltest nicht alleine hier sein. Jeder Überlebende weiß das die großen Städte voll mit Untoten sind. Dort alleine hereinzuspazieren ist schon fast lebensmüde.“ sprach sie auch gleich weiter. Sie tat es wieder. Sie war verdammt nochmal besorgt um diesen Mann, der vor ihr stand. Jetzt wo er wirklich vor ihr stand war dies sogar noch schlimmer. Doch so schön diese Situation auch war und Lyanna nichts anderes lieber hätte als mit Elijah irgendwo in Ruhe zu sein um zu reden war es auch eine komische Situation, zu mindestens für Lyanna. Sie hatten sicherlich beide doch einiges zu bereden und Lyanna wusste noch nicht was dieses Wiedersehen für sie zu bedeuten hatte. Würde dies zu etwas lenken oder würde Elijah einfach wieder aus ihrem Leben verschwinden, auch wenn seine Reaktion etwas anderes zeigte, wusste sie nicht was in dem Kopf des Dunkelhäutigen vorging. Das wusste sie nie.

@Elijah Magoro



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#7

RE: Straßen

in Downtown 18.03.2020 11:57
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Elijah konnte es kaum fassen, dass er die Dunkelhaarige wieder in seinen Armen hielt. Es kam ihm vor wie ein Traum, als würde er gleich wieder im Clubhaus aufwachen und seine standartmäßige Morgenroutine ausführen. Laufen gehen, Frühstücken, Meditieren, Trainieren… jeden Tag dasselbe. Oder einen Versorgungstrupp fahren. Viel Abwechslung hatte es nicht gegeben. Er hatte eine Zeit lang daran gedacht ins Cottage zu gehen, dort vielleicht mal andere Dinge zu sehen und andere Leute, aber dann war er sich seiner Pflicht gegenüber dem Clubhaus doch zu sehr bewusst. Irgendwie vermisste er die Zeit mit Lyanna auch, nicht nur um Lyanna willen. Sondern das Abenteuer, die Aufregung, das Adrenalin, die Möglichkeit seine Fähigkeiten die er jeden Tag so trainierte, auch im echten Leben anwenden zu können. Klar, es war dumm, er sollte froh sein, dass er die sicheren Mauern des Clubhauses hatte, aber dennoch… es fehlte ihm. Morgens aufzuwachen, direkt im Wald oder sonst wo, nichts um sich herum als die Natur. Der Wald war so wunderschön im Sonnenschein, besonders jetzt im Frühling. Auf der Fahrt hatte er ihn nur aus dem Wagen betrachten können, aber er hatte doch tatsächlich eine kleine Herde Rehe gesehen. Es war eigentlich nicht zu fassen gewesen, doch die Natur fand immer einen Weg. Das Leben fand immer einen Weg. Ein Schmunzeln war über Elijahs sonst so ernstes Gesicht gewandert, als er an diesen Satz aus einem Film denken musste. Jurassic Park, ein Klassiker aus dem Jahre 1993 und der Satz gesagt von Dr. Ian Malcolm, gespielt von Jeff Goldblum. Ob der Schauspieler noch lebte? Wer wusste das schon, manchmal fragte sich Elijah wirklich wie manche Arten von Menschen wohl auf die Apokalypse reagiert hatten. Menschen, die nicht so gut wie er selbst auf solche Situationen vorbereitet waren. Dann war da aber auch Lyanna, die sich auch ohne große Vorbereitung einfach gut angepasst hatte. Viele Menschen waren in Zeiten wie diesen vermutlich von sich selbst überrascht, was sie alles konnten.
Eigentlich war er fest davon ausgegangen die Dunkelhaarige nie wieder zu sehen, hatte vor allem in den letzten Wochen schon fast damit abgeschlossen. Er wollte mit dieser Aktion hier in Washington endlich einen klaren Kopf bekommen und dazu hatte eigentlich auch gehört, Lyanna aus seinem aktiven Gedächtnis zu schieben. Nicht böse gemeint, sondern einfach, damit er sich wieder auf die neuen Dinge in seinem Leben konzentrieren konnte. Außerdem trug er sie in Form des Wolf Tattoos ja sowieso für immer nun bei sich. Eine Tatsache, die die Dunkelhaarige in seinen Armen natürlich nicht wusste. Ob sie es jemals wissen würde? Elijah wusste nicht wie er mit der Situation umgehen sollte, aber eigentlich war das auch erstmal egal. Die Hauptsache war, dass er Lyanna doch tatsächlich wieder gegen seine Brust drücken konnte.
Als sie sich voneinander lösten, betrachteten sie sich gegenseitig. Lyanna sah anders aus, sie hatte saubere Kleidung und an sich war sie einfach sauberer. Und, Elijah würde es wohl nie sagen, sie hatte zugenommen. Auf positive Weise. In den Tagen, die sie miteinander verbracht hatten, hatte man Lyannas Körper schon angesehen, dass sie wenig gegessen hatte in letzter Zeit. Ob es nun ihr Rippenbogen war, den man deutlicher gesehen hatte, oder die Schlüsselbeine. Jetzt jedenfalls fühlte sie sich nach… mehr an. In keinem negativen Sinne. Aber genau deshalb würde Elijah das auch nie aussprechen, denn Lyanna würde es sicherlich in den falschen Hals bekommen. Auch Elijah hatte nochmal etwas zugelegt an Muskelmasse. Das kam vom täglichen Training.
Das Räuspern hinter Lyanna lenkte die Aufmerksamkeit der jungen Frau zurück zu ihrer Gruppe. Sie löste sich von Elijah und dieser richtete sich wieder zu seiner vollen Größe und Masse auf. Als sie dann lächelte, lockerte Elijah aber etwas der Anspannung. Alleine ihre Anwesenheit ließ ihn lockerer sein, als er die letzten Monate war. Ganz bestimmt keiner von den Bösen? Er unterdrückte sich das Hochziehen einer Augenbraue und sah die Männer einfach nur ausdruckslos an. Sein Blick wieder so kalt und gefährlich, wie ihn Lyanna so oft schon gesehen hatte. Den Gesichtern, besonders des jungen Mannes, der gesprochen hatte, sah man an, dass es ihnen schwer fiel wirklich Dankbarkeit zu zeigen oder auch nur zu glauben, dass Elijah einer von den Guten war. Doch der Dunkelhäutige interessierte sich nicht für die vier Männer, sondern wandte seine Aufmerksamkeit wieder Lyanna zu. Sie deutete auf seinen Wagen und stellte die Frage, was ihn hierherführte.
„Sagen wir es so“, begann er und lächelte sanft, „Hier in Washington ist die letzte Station für meine Selbstheilung. Und die wollte ich nicht länger warten lassen.“
Es juckte ihn in den Fingern seine Hände an ihre Wange zu legen, ihre weiche Haut zu spüren, mit dem Daumen über ihre Lippe zu fahren… sein Blick lag fest mit ihrem Verbunden und er hörte seinen eigenen Puls in den Ohren dröhnen. Ihr Duft, ihre Anwesenheit, es machte ihn ganz benebelt, also schüttelte er sanft den Kopf und riss den Blick los von der schönen Dunkelhaarigen.
„Aber auch nur fast lebensmüde“, fügte er noch hinzu und blickte dann zurück zu den vier Männern, dann wieder zu Lyanna.
„Und ihr? Scheinbar hast du doch eine Gruppe gefunden, die dich über den Winter bringt? Was ist aus der einsamen Wölfin geworden?“, fragte er dann und sein Blick war ehrlich. Nicht verletzt, dass sie den Winter woanders verbracht hatte, sondern daran interessiert, was ihre Meinung geändert hatte. Sie war doch sehr überzeugt davon gewesen, dass sie in keine Gruppe passen würde. Eigentlich würde er gerne mit Lyanna alleine reden, ohne die Männer die jedes einzelne Wort hörten, dass die beiden besprachen. Beziehungsweise, er wollte eigentlich gerne an sich mit Lyanna alleine sein, einfach um sie wieder für sich zu haben. Es war seltsam, die Situation. Besonders jetzt, wo sie Teil einer Gruppe war. Würden sie das Treffen heute einfach als ein Treffen abtun? Und sich danach dennoch nie wiedersehen? Vielleicht war Lyanna in der Gruppe ja glücklich, wollte dortbleiben, Elijah könnte es verstehen. Vielleicht hatte sie dort ja auch jemand anders gefunden? Der junge Mann jedenfalls sah so aus, als würde es ihm gar nicht schmecken, dass Lyanna Elijah so freudig begrüßt hatte. War er ihr Partner? Hatte sie jemanden gefunden, der sie dauerhaft beschützte? Und von dem sie es zuließ? Er kam nicht umhin, dass ihm dieser Gedanke einen Stich versetzte. Vielleicht wäre es besser, wenn er einfach weiterfahren würde und sie sich trennen würden, diesmal für immer. Wirklich. Dann könnte sie mit diesem anderen glücklich sein, er wollte ihrem Glück nicht im Weg stehen. Auch, wenn es ihm verdammt wehtat.

@Lyanna Lockhart





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#8

RE: Straßen

in Downtown 18.03.2020 17:01
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Sie konnte nicht wirklich sagen oder gar erkennen was wohl in dem Kopf des Dunkelhäutigen vorginge. Das konnte sie selbst damals kaum sagen als sie noch mit ihm unterwegs gewesen war. Sein Blick wirkte gleich, doch gleichzeitig wirkte Elijah vor ihr auch anders. Sie konnte nicht sagen wieso und weshalb und ob es positiv oder negativ war, es war einfach so. Vielleicht lag es auch einfach daran das sie ihn knapp ein halbes Jahr lang nicht gesehen hatte und damit genau so wie er gerechnet hatte, das es wohl eher für immer sein würde. Auch wenn er immer in ihren Gedanken war, sogar mehr als es ihr so schlecht ginge, sie hatte ihn nie vergessen. Sie war einfach besser darin geworden, ihre Emotionen zu zeigen, welche sie mit dem Gedanken an den Dunkelhäutigen verband. Zu dem hatte auch sie eine Art Pflicht zu erfüllen gehabt, da war keine Zeit gewesen weitere Tränen zu vergießen über jemanden, wo sie dachte das sie ihn nicht mehr sehen würde, das dieser glücklicher ohne sie wäre. Zu dem gab ihr die Gruppe die Ablenkung die sie brauchte. Lyanna hielt mal ab und da an Wache oder schloss sich Versorgungstrupps an, nichts spezielles und nichts anderes was sie in ihrer alten Kolonie oder generell auch getan hätte. Lyanna tat immer das was sie am besten konnte. Aufpassen. Nun zu mindestens konnte sie das gut bei anderen Leuten, auf sich selbst … das war immer eine andere Sache gewesen. Davon konnten sicher viele eine Lied singen, die bereits das mehr oder weniger Vergnügen hatten mit der Dunkelhaarigen unterwegs gewesen zu sein. Jedenfalls so sehr wie diese Situation, sie auch glücklich stimmte, hatte sie auch viele Fragen die sich stellte und auch am liebsten Elijah stellen würde. Doch es war noch nicht der richtige Zeitpunkt. Wenn dieser kommen würde, dann betraf dies nur Elijah und Lyanna. Sie brauchten da keine fremde Ohren, die jedes Wort mithörten. Doch wer wusste ob dieser Zeitpunkt je kommen würde, vielleicht hatte das hier rein gar nichts zu bedeuten und Elijah drängte nur dazu aus dieser Situation zu fliehen, auch wenn sie natürlich keine Anzeichen davon erkennen konnte. Vielleicht war er aber auch ebenso einfach glücklich die Dunkelhaarige zu sehen und Lya machte sich einfach wieder zu viele Gedanken. Als Elijah ihre Frage beantwortete was er hier tat, konnte man nur kurz beobachten wie Lyanna's Augenbraue kurz nach oben zuckte. Mittlerweile konnte sie eins und eins zusammenzählen. Er wollte seinen gefallenen Kameraden, die letzte Ehre erweisen. Lyanna wusste das es hier einen militärischen Friedhof gab, immer hin waren sie in Washington. Das erklärte auch warum Elijah so gekleidet war und warum er alleine unterwegs war. Er wollte abschließen. Und das war auch okay, nur gefiel Lyanna der Gedanke immer noch nicht ihn dort ganz alleine hingehen zu lassen. Washington war eine Zombiehölle, zu dem der ganze emotionale Balast, was ihn wahrscheinlich noch begleiten wird. Lya glaubte nicht das Elijah zu dummen Handlungen neigte aber dennoch bereitete es ihr ein ungewöhnliches Gefühl in der Magengegend, wenn sie daran dachte, das ihm vielleicht etwas passieren würde oder das er etwas dummes anstellen könnte. Natürlich machte sie sich Sorgen, man machte sich immer Sorgen wenn man jemanden … liebte. Der Gedanke ließ die Dunkelhaarige kurz ein sanftes Seufzen ausstoßen und ihr Herz schneller schlagen. Doch bevor Lyanna weiter in diesen Gedanken versinken konnte, stellte nun Elijah ihr eine Frage. Sie war nicht vorwurfsvoll aber Elijah musste sich verdammt nochmal wundern wie dieses Bild hier zu Stande kam. Lyanna … in einer Gruppe. Andere Menschen. In einer Gemeinschaft zu leben. Lya fragte sich manchmal auch wie es immer noch dazu kommen konnte. Als er sie als einsame Wölfin betitelte konnte sie sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Nun ganz so einsam war sie ja jetzt nicht mehr. Nie gewesen in seiner Nähe. „Das ist eine lange Geschichte.“ fing die Dunkelhaarige nur an. „Eine Erfahrung, die mich mehr oder weniger zwang zu bleiben.“ antwortete die Dunkelhaarige nur knapp. Es war nicht so das sie es Elijah nicht sagen konnte oder wollte. Vielleicht wollte sie damit warten, sie wusste es nicht. Vielleicht hatte sie auch Bedenken, das sich der Dunkelhäutige Vorwürfe machen könnte, schließlich hatte Lyanna versprochen auf dich aufzupassen. Was wirklich gut geklappt hatte, nicht. Vielleicht wäre er sauer. Vielleicht hatte Lyanna einfach Angst. Sie wusste es einfach nicht. Doch sie wusste genau was sie tun musste. Jetzt. Während die Männer hier ein wenig ungeduldig wurden, verständlicherweise. Dem Plausch von zwei Menschen, die sich gerade erst wieder getroffen hatten war wohl kaum so interessant, wie Zombies den Kopf einzuschlagen, schwieg die Dunkelhaarige kurz ehe sie dem Dunkelhäutigen wieder in die Augen blickte. „Ich komme mit.“ meinte sie dann nur, ließ ihm da kein Mitspracherecht dieses Angebot abzulehnen. „Du wirst sonst draufgehen, wenn du niemanden hast der dir deinen Rücken frei hält.“ erklärte die Dunkelhaarige. „Hier wimmelt es nur von Untoten, zu dem wenn du diese Straße weiterhin verfolgst, wirst du nicht mehr weit kommen. Umgekippter LKW … nicht so einfach den zu verschieben. Aber es gibt einen anderen Weg.“ Ja Lyanna gab schon zu sie wollte Elijah, nun wo sie ihn wiedergefunden hatte, nicht einfach gehen lassen. Zu mindestens nicht so ohne das sie wirklich die Chance hatten zu reden. Richtig zu reden. Natürlich löste diese Aussage nicht wirklich pure Begeisterung in das Gesicht ihrer Leute. „Das kannst du nicht tun.“ unterbrach David die Dunkelhaarige, was automatisch die Aufmerksamkeit der Dunkelhaarigen auf ihn lenkte, ebenso wenig begeistert von seiner Aussage. „Lass uns unter vier Augen reden, Jetzt.“ verlangte David und Lya zuckte nur mit den Schultern, ging aber mit dem jungen Mann mit. Die beiden gingen nicht weit weg, sie waren immer noch in Sichtweite. Doch von weitem konnte man durchaus erkennen wie sehr David dieser Vorschlag ganz und gar nicht gefiel, während Lyanna nur mit verschränkten Armen dastand. „Du kannst nicht einfach gehen.“ fing dieser direkt wieder an. „Ach kann ich das nicht? Bin ich jetzt etwa doch eine Gefangene?“ entgegnete Lyanna direkt, deutlich wütend. „Nein das ist es nicht, du hast doch keine Ahnung wie schlimm es im Zentrum wirklich ist. Zu dem wie lange gedenkst du weg zu bleiben? 1 Tag … 3 Tage? Wochen? Du gehörst zu uns. Wir brauchen dich auch. Unserem Anführer wird das nicht gefallen und ich kann dich nicht immer decken“ ging es wieder von David's Seite aus weiter. „Es ist eine Sache, die in einem oder zwei Tage erledigt sein wird. Ich komme wieder zurück aber ich kann ihn nicht alleine … -“ brach die Dunkelhaarige dann ab und schüttelte den Kopf. „Warum nicht? Er hatsdoch auch alleine bis hier her geschafft. Zu dem wer weiß ob er immer noch der Kerl ist für den du ihn hältst, Lyanna. Menschen ändern sich, besonders in dieser scheiß Welt.“ „Oh jetzt bist du einfach nur ein Arschloch, David. Ich kann sehr gut auf mich Acht geben, und es wird nichts geben was mich darin hindert, das du mich umstimmst.“ hielt die Dunkelhaarige weiterhin daran fest ehe ihr Blick doch ein wenig sanfter wird. „Hör zu. Das ist meine Angelegenheit. Lass mich das machen. Der Anführer wird mein Problem sein und nicht andersherum. Ich passe auf mich auf und komme wieder zurück. Und wenn nicht … sieh es so ein Maul weniger zu stopfen.“ Die Dunkelhaarige atmete nur durch ehe sie den jungen Mann vor sich noch einmal anblickte und ihre Hand kurz auf seine Schulter legte ehe sie sich dann umdrehte und wieder zu Elijah und den anderen Männern stieß. „Gut, wir können.“ meinte die Dunkelhaarige nur, immer noch unwissend darüber wie der Dunkelhaarige darüber dachte. Lyanna war es nicht egal, doch sie würde es sich auch nicht ausreden lassen, selbst nicht von Elijah, dafür war er ihr und sein Wohlergehen einfach zu wichtig. Auch hier ohne eine wirkliche Antwort von Elijah abzuwarten, lief die Dunkelhaarige einfach an sein Auto und wartete dort. David, welcher immer noch nicht begeistert von dieser ganzen Situation war stieß auch wieder dazu, musste sich aber mehr oder weniger damit abfinden, denn auch er wusste das er Lyanna nicht zu irgendwas zwingen oder drängen konnte. Sein Blick galt wieder Elijah. „Sie wird verletzt, … sie stirbt , sie bekommt ein Fieber, sie wird von einem Untoten gebissen …, sie wird von Plünderern geschlagen … irgendwas … irgendwas davon passiert ihr und ich töte dich.“ drohte dieser dem Dunkelhäutigen ehe er diesem einen kurzen Moment in die Augen blickte eher er sich abwandte, einen von seinen Männern auf die Schulter klopfte und sich dann umdrehte und langsam mit den beiden ging. Die Dunkelhaarige stand immer noch angelehnt an dem Jeep, hatte bereits schon ihre Karte in der Hand und suchte bereits die bestmögliche Route heraus, stets mit dem Gedanken, sie aus wenig Gefahr wie möglich heraus zu halten.

@Elijah Magoro



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#9

RE: Straßen

in Downtown 19.03.2020 14:41
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Elijah rauschten tausende Fragen durch den Kopf, die er der jungen Frau vor sich stellen wollte. Aber die keine anderen Ohren hören sollten. Dinge, die definitiv nur Lyanna etwas angingen. Außerdem wollte er wissen, wie es ihr ergangen war, was sie erlebt hatte den Winter über und wie es dazu gekommen war, dass sie nun Teil dieser Gruppe zu sein schien. Was ihn wohl aber am meisten interessierte, war ob sie überhaupt an ihn gedacht hatte, oder ob er für sie einfach vergessen war. Sie jedenfalls war für ihn nicht einfach so vergessen gewesen. Könnte er niemals. Doch nach dem Blick von dem anderen Typen da zu urteilen, schien Lyanna mit ihm eine Verbindung eingegangen zu sein. Elijah konnte noch nicht sagen welcher Art, aber eine Freundschaft war es mindestens. Es nagte aber an seinen Gedanken, dass es mehr als eine Freundschaft war.
Als er sie in seiner Frage als einsame Wölfin bezeichnete, sah er das Schmunzeln um ihre Lippen und seufzte leise. Wie sehr hatte er diesen Anblick vermisst? Ihre Antwort fiel sehr knapp aus, Elijah wusste nicht ob sie ihm einfach nicht mehr erzählen wollte, oder ob sie ihm zu einem anderen Zeitpunkt mehr erzählen würde. Wenn es denn einen anderen Zeitpunkt geben würde.
Ihre nächsten Worte ließen Elijah schon den Mund öffnen, ihr Blick ließ es ihn sich aber anders überlegen. Sie wollte mitkommen? Wollte er das denn? Er schloss seinen Mund und sah sie ernst an. War sie sich da sicher? Wollte sie einfach diese kleine Gruppe mit der sie unterwegs war gehen lassen um mit ihm ein vielleicht Selbstmordkommando durchzuführen? Ihre Erklärung, dass er mit dem Wagen eh nicht mehr weit gekommen wäre, ließ ihn kurz nicken. Sie hatte Recht, er kannte sich nicht sonderlich gut aus in Washington, zumindest nicht mehr, seit die Apokalypse begonnen hatte. Elijah sagte weiterhin nichts, hob nur den Blick als dieser Typ wieder sprach und presste die Kiefer aufeinander. Irgendwie mochte er den Typen nicht, ganz und gar nicht. Aber er konnte dessen Reaktion auch verstehen, wenn er an dessen Stelle wäre, würde er definitiv nicht anders reagieren. Lyanna einfach so mit einem Typen gehen zu lassen, den er selbst nicht kannte, von dem sie aber behauptete „Er ist bestimmt keiner von den Bösen.“ Was sollte man dieser Aussage auch entnehmen?
Der Typ bat sie einen Moment unter vier Augen zu reden und Elijah nutzte die Chance sein Auto kurz zu inspizieren. Es war nicht kaputt, alle Modifikationen die er angebracht hatte, hatten genauso gewirkt, wie er es gewollt hatte. Statt Glasscheiben waren dort nun Gitter, sodass dieser Wagen wie eine kleine Festung gegen Beißer war. Als er fertig war, verschränkte er die Arme vor der Brust, wirkte dadurch noch massiger und sah mit seinem finsteren Blick von den zwei übrigen Männern zu Lyanna und dem letzten der Männer. Sie schienen zu diskutieren und Lyanna sah dabei ganz und gar nicht glücklich aus. Dann legte sie die Hand auf seine Schulter, sah ihn nochmal an, ehe sie zurück zu Elijah kam. Sie ging hinüber zu seinem Wagen mit den Worten „Gut, wir können“ und ließ Elijah damit gar nicht die Möglichkeit irgendetwas zu sagen. Ihren Dickschädel hatte sie über den Winter definitiv behalten, eine Tatsache die ihn kurz schmunzeln ließ. Dann kam der Typ wieder zu ihm und Elijahs Blick wurde wieder ernst, dunkel und gefährlich. Die Worte des Mannes waren… ehrlich und Elijah verstand es. Dennoch sah er es nicht ein, ihm zu antworten. Er würde es nicht glauben, aber Elijah würde sich selbst dafür umbringen, wenn Lyanna etwas passieren würde. So eine Situation wie in dem Motel damals, die würde er nie wieder zulassen. Nie wieder.
Elijah blieb noch einen Moment stehen, die Arme vor der Brust verschränkt und sah den drei Männern hinterher, wie sie davonzogen. Es schmeckte ihm überhaupt nicht, was hier gerade passiert war. Er hatte ihnen doch nur helfen wollen. Und das war der Dank?
Er schnaubte, drehte sich dann um und sah Lyanna am Wagen stehen mit ihrer Karte in der Hand. Kurz betrachtete er sie, wie sie konzentriert auf dem Stück Papier nach dem sichersten Weg suchte, genoss diesen Moment einfach, sie wieder einfach nur ansehen zu können. Dann schüttelte er den Kopf und ging zu ihr hinüber, sah sie an.
„Und du bist dir sicher? Ich will dich zu nichts zwingen“, sprach er und wartete, bis sie ihn ansah, „Du scheinst doch ganz vernünftige Leute da gefunden zu haben in dieser Gruppe. Du hättest nicht… für mich…“
Er verstummte und blickte dann in Lyannas Karte, „Können wir weiter mit dem Wagen fahren oder muss ich mein Zeug rausholen? Ich würde den Wagen natürlich bevorzugen.“
Er fuhr sich mit einer Hand über die kahlgeschorene Glatze und dann durch den mittlerweile etwas längeren Bart. Er war natürlich fein säuberlich gestutzt, aber länger als zu der Zeit, als er mit Lyanna unterwegs gewesen war. Irgendwie hatte es ihm gefallen, als er etwas länger war. Seine Augen zeigten jetzt nicht mehr diesen gefährlichen Blick, sondern offene Besorgnis. Eigentlich wollte er nicht, dass sich Lyanna wegen ihm unnötiger Weise in Gefahr brachte.

@Lyanna Lockhart





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#10

RE: Straßen

in Downtown 20.03.2020 13:50
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Es war nicht so, das Lyanna nicht darüber nachdachte ob ihre Entscheidung eben richtig war. Vielleicht war es ja ein Fehler gewesen, wenn sich so etwas wie das letzte mal wiederholte. Und Lyanna wollte ganz bestimmt nicht das sich das wiederholte, zu mindestens die Schrecklichen Dinge davon. Vielleicht war es eine reine Selbstmordaktion und die Dunkelhaarige würde nicht zurückkommen, so wie sie es David sagte. Wieder tat Lyanna etwas, was ein Außenstehender nicht verstehen würde. Menschen zu verlassen die einen schützten, den Ort den man sicher nennen konnte zu verlassen und für was? Für Elijah. Und das merkwürdigste an dieser Sache war das ihr all diese hinterfragenden Gedanken egal waren. Sie tat es für ihn, weil er ihr wichtig war. Mehr als er sich vielleicht vorstellen könnte. Und der Gedanke daran, das sie ihn hätte einfach ziehen lassen, alleine, hier draußen in Washington machte sie verrückt, auch wenn man es ihr nicht ansah. Spätestens wenn sie jetzt nicht direkt zugesagt hätte, das sie mitkommen würde, hätte sie sich umentschieden und wäre Elijah letztendlich doch noch suchen gegangen um ihm zu folgen. Sie hätte es sich wohl nie selbst verziehen ihn einfach ziehen zu lassen und erst recht nicht wenn sie erfahren hätte das ihm was passiert war. Dafür würde sie immer wieder den Groll ihrer Leute auf sich nehmen. Zu dem konnte es doch wohl kaum ein reiner Zufall sein das sie sich ausgerechnet jetzt einfach so wieder sahen ohne bestimmten Grund dahinter. Lyanna glaubte zwar nicht mehr an irgendein Schicksal aber dennoch war die Situation recht ulkig für sie. Warum ausgerechnet jetzt? Warum heute? Hätte man sie nicht mit auf diese Tour mit gelassen, sie hätte ihn nicht wieder gesehen und auch er sie nicht. Es war gruselig wie eine kleine Änderung, das alles hätte verändern können. Lya sah nur aus dem Augenwinkel, wie David und die Anderen langsam aus ihrem Sichtfeld verschwanden, sie hatte schon längst eine Ersatzroute auf der Karte gefunden, die sie befahren könnte, die einigermaßen frei war. Nun nicht Zombie frei aber Elijah schien es wenig zu stören wenn der ein oder andere Tropfen Zombieblut auf den Wagen spritzte. Der Gedanke, das sie nun wirklich wieder alleine mit ihm war, ließ ihr Herz doch deutlich schneller klopfen. Sie war nervös obwohl es keinen Anschein dazu gab, war sie es einfach. Lyanna versuchte allerdings nicht all zu sehr dies zu verraten. Die Dunkelhaarige blickte nur langsam von der Karte auf als der Dunkelhäutige auf sie zu kam. Sie hatte wohl eher damit gerechnet, das er wohl versuchen würde ihr das ganze auszureden und Lyanna hätte sich das in alles in der Welt nicht ausreden gelassen aber das tat er nicht, zu mindestens nicht direkt. Sein Blick zeigte deutlich Besorgnis aber dennoch schien er nicht so als würde er Lyanna nicht dabei haben wollen und das war eher die Sorge der Dunkelhaarigen gewesen. „Glaub mir wäre das hier eine gezwungene Sache, würde das ganz anders aussehen.“ sprach die Dunkelhaarige nur und blickte wieder auf die Karte. Ihr Ton war anders, nicht respektlos oder unfreundlich aber doch harscher als sonst. Sie wusste noch nicht wie Elijah über sie dachte, jetzt nach all den Monaten. Während Lya's Gefühle sich nicht verändert haben, konnten diese von Elijah sich durchaus verändert haben. Verübeln würde sie es ihm nicht. Doch seine nächste Aussage führte wieder dazu das die Dunkelhaarige wieder zu ihm aufblickte und ihr Blick deutlich weicher wurde. „Wenn du wirklich glaubtest, das man auf Dauer da draußen alleine besser aufgehoben ist, dann hast du dich geirrt, denn das ist es nicht außerdem …. muss doch jemand auf dich aufpassen.“ lächelte die Dunkelhaarige nur schwach und faltete die Karte wieder zusammen. „Nein, wir können fahren … wenn du ihn hier lässt, werden sich entweder Untote oder Andere darin bequem machen und das wäre doch recht … unvorteilhaft.“ Lyanna's Blick huschte kurz zu dem Wagen. Elijah war gut ausgestattet, wie sie es von ihm gewohnt war. Zombies würden für den Wagen wohl das geringste Problem sein. Ihr Blick huschte wieder zu dem Dunkelhäutigen. Die Situation erschien doch recht ungewohnt für Lyanna. Sie fühlte sich schon fast so als würde sie einfach nicht wissen was sie zu Elijah sagen sollte, so nervös war die Dunkelhaarige gewesen. Fehlte nur noch das sie noch errötete, was unbewusst dazu führte das sich die Dunkelhaarige kurz über die Wange fuhr. „Also dann ...“ meinte die Dunkelhaarige und blickte Elijah nur an ehe sie ihre Hand auf seine Brust legte und mit den Fingern über den Stoff seiner Uniform fuhr. „Die steht dir übrigens verdammt gut.“ hauchte Lyanna nur und ließ ihre Hand wieder sinken, ehe sie an ihm vorbeiging und sich elegant ins Auto, auf den Beifahrersitz schwang. Lyanna lehnte sich nur zurück als Elijah den Motor startete und der Wagen sich in Bewegung setzte, während Lyanna ihm die Richtung anwies. Sie mussten außen rum fahren, es war ein kleiner Umweg, der höchstens zehn bis fünfzehn Minuten mehr beanspruchte. Nach dem sie schon eine kurze Weile gefahren waren, lag Lyanna's Kopf mittlerweile angelehnt an den Gittern, am Fenster, während sich in ihren Augen die vorbeiziehenden Gebäude spiegelten. Gebäude, die man anders in Erinnerung hatte, vor all dem, jetzt waren diese wie überall auch vollkommen zerstört, heruntergekommen und vom Grün der Natur bewachsen. Die Dunkelhaarige hatte die ganze Zeit bis auf ihre Navigation nichts mit dem Dunkelhäutigen gesprochen. Es war nicht so das sie nicht wollte aber wie bitte fing man ein Gespräch mit jemanden an, den man nun schon seit mehreren Monaten nicht gesehen hatte und man nicht sicher war wie dieser gegenüber einem fühlte. Sie kam sich ziemlich unbeholfen vor und Lyanna mochte das gar nicht. „Von allen Orten, die hättest wirklich aufsuchen können, muss es ausgerechnet ein Friedhof sein?“ hob die Dunkelhaarige schließlich nach einer Weile wieder ihren Kopf an. Sie wusste ganz genau was Elijah dort vor hatte und wenn es ihm dabei half, mit etwas abzuschließen, dann würde sie das unterstützen. Doch ein Friedhof war alles andere als einladend, ein Platz der Toten, der deutlich eine andere Bedeutung in der heutigen Welt hat. Lyanna hoffte nur das diese Gräber entweder leer waren oder wirklich so tief verbuddelt, das daraus auch nichts mehr raus krabbeln konnte, diesen Gedanken sprach sie lieber nicht laut aus. Sie konnte es sich noch nicht mal ansatzweise vorstellen was wohl in Elijah vorgehen musste. Ihr Blick huschte kurz zu dem Dunkelhäutigen über, während sich ihre Hand immer mehr in den Stoff ihrer Hose krallte. Die Dunkelhaarige schwieg zu dem wieder ehe sie nur den Kopf schüttelte und sich wieder zusammenreißen wollte. „Ich wollte zurück kommen, ich wollte es wirklich.“ hauchte die Dunkelhaarige. Warum warten, wenn man das Pflaster nicht in einem Ruck von der Wunde runter reißen konnte? „Aber es ging nicht, jedenfalls noch nicht, wie du gesehen hast.“ Wirklich ein unangenehmer Anfang für so ein Gespräch aber sie würden ohnehin noch ein kleines Stück fahren müssen, da war die Stille doch deutlich unerträglicher und die Ungewissheit was mit dem anderen geschehen war umso mehr. „Ich war eine zeit lang … ziemlich krank. Der Schnee hatte gestürmt .. und mein Unterschlupf ist zusammengebrochen … und dann ..“ „Nun den Rest kannst du dir womöglich denken. Den Mann, mit dem ich mehr oder weniger gestritten habe, ist David, er … er hat sich um mich gekümmert und ich denke er ist einfach so weil er deutlich Angst hat, das etwas stirbt worin er dann umsonst all seine medizinischen Ressourcen reingesteckt hat.“ erklärte die Dunkelhaarige weiter und konnte sich ein kurzes Zucken ihrer Mundwinkel nicht verkneifen. Ihr Blick glitt wieder zu dem Dunkelhäutigen und blieb diesmal auch bei ihm. „Du weißt gar nicht, wie froh ich bin das es dir gut geht. Das du lebst.“ hauchte die Dunkelhaarige schließlich ehrlich, wieder nach einer Weile Stille.

@Elijah Magoro



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#11

RE: Straßen

in Downtown 21.03.2020 11:09
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Es war seltsam, wieder mit Lyanna in einem Wagen zu sitzen. Das letzte Mal waren ihre Rollen getauscht gewesen, was auch daran gelegen hatte, dass Elijah eine blutende Stichverletzung im Bauch gehabt hatte. Da hätte er tatsächlich nicht mehr allzu weit fahren brauchen. Und obwohl der damalige Wagen so wie auch dieser hieß ein Schaltgetriebe besaß, hatte Lyanna den Wagen damals fahren können. Ungewöhnlich, Elijah kannte wenige Amerikaner, die mit einem Schaltgetriebe zurechtkamen. Er war es aber von den Militärfahrzeugen gewohnt. Man sollte sich das mal vorstellen, ein Panzer mit Automatik!
Als die Gruppe von Lyanna, also die restlichen Männer, langsam davonzogen, ging Elijah wieder hinüber zu Lyanna und spitze in ihre Karte. Ihr Gesichtsausdruck verriet ihm nichts, etwas, was neu für ihn war. Vorher hatte er Lyanna immer ansehen können, was sie dachte, aber jetzt… vielleicht eine der Änderungen, die Lyanna im Winter durchgangen war. Der Dunkelhäutige wusste es nicht, konnte es nicht sagen, gefallen tat es ihm aber nicht. Sein Gesichtsausdruck war erst besorgt bei seinen Worten, bei ihrer Antwort aber dann, wurde er etwas härter. Ihr Tonfall war harsch, eine Tatsache, die Elijah überraschte. War etwas vorgefallen, weshalb sie so mit ihm sprach? Vorhin hatte sie anders gewirkt, nun war sie eher kühl. Sofort ging auch er in eine defensivere Haltung und sah sie an. Ganz anders aussehen, wenn das eine gezwungene Sache war? Was meinte sie damit? Es war, als wäre jeder Satz von Lyanna für ihn gerade ein Rätsel. Musste sie sich so bei ihm fühlen? Er wusste es nicht. Es gab so vieles, dass er gerade nicht wusste und das ärgerte ihn sehr.
Ihr Blick wurde bei ihren folgenden Worten weicher und Elijah konnte nicht umhin, dass ein leichtes Lächeln seine Lippen umspielte. Man, er hatte sich bei ihr einfach nicht wirklich unter Kontrolle!
Elijah nickte, als Lyanna meinte sie könnten fahren, das stelle ihn wieder zufriedener. Er hatte echt keine Lust noch so ein großes Stück zu laufen, mit dem Wagen würden sie deutlich schneller bei Arlington ankommen, als zu Fuß. Außerdem wollte er nicht wieder einen Wagen zurücklassen. Ihr Blick huschte zu dem Wagen und auch, wenn es total bescheuert war, richtete sich Elijah etwas auf. Er war stolz auf den Wagen, immerhin hatte er viel Zeit und Liebe in das Baby gesteckt und er hoffte, dass er auch Lyanna gefiel. Richtig sinnlos, in einer Apokalypse. Dennoch war die Situation irgendwie seltsam, Lyanna verhielt sich seltsam. Nicht so frei heraus, wie er sie kannte. Irgendetwas lastete auf ihr, doch Elijah wusste nicht, was es war. Es nervte ihn, dass sie nicht mit ihm redete. Das hasste er wirklich. Aber er wollte sie nach all den Monaten der Trennung nicht dazu zwingen mit ihm zu sprechen, war sich auch nicht sicher, ob er dazu überhaupt ein Recht hatte. Vielleicht war sie zwiegespalten, zwischen ihm und diesem andern Typen? Als ihr Blick dann wieder zu ihm glitt, wurde der Drang sie zum Reden zu bringen noch stärker, aber er presste die Kiefer aufeinander und sagte nichts, nickte nur. Er wollte sie anfassen, sie berühren, sie gegen den Wagen drängen… aber nichts davon tat er. Dann tat sie aber etwas, womit er nicht gerechnet hatte. Sanft spürte er ihre Hand auf seiner Brust, wie sie den Stoff seiner Uniform streichelte und dann Worte sprach, die Elijahs Herz ein Ticken schneller schlagen ließen. Ihm stand die Uniform verdammt gut? Hieß das…? Konnte das bedeuten…? Doch ehe Elijah irgendwie reagieren konnte, nahm sie die Hand schon weg und stieg in den Wagen. Einen Moment blieb Elijah noch stehen, dann schüttelte er sanft den Kopf und ging um den Wagen herum, setzte sich auf den Fahrersitz, startete den Motor. Lyanna schwieg, außer wenn sie ihm sagte, wo er langfahren sollte, und auch Elijah sagte kein Wort. Die Situation war schwierig, seltsam, ungewohnt. Sein Blick war fest auf die Straße gerichtet, ab und an nahmen sie einen Beißer mit, aber ansonsten passierte nicht viel. Die Stille zwischen ihnen schien den Wagen zu erdrücken, nicht nur einmal war Elijah kurz davor eine Bremsung hinzulegen und diese Stille zu durchbrechen. Doch er fuhr weiter, riss sich am Riemen und stand dieses unschöne Gefühl durch. Man, er freute sich echt auf das erste Glas Bourbon, dass er schon bald trinken würde.
Seine Reaktion, als sie das Schweigen dann endlich brach, ließ er sich nicht anmerken. Sein Blick war immer noch starr auf die Straße gerichtet, die Hände am Lenkrad, behielt er die Umgebung im Blick.
„Friedhöfe sind nicht so schlimm, wie sie immer dargestellt werden“, sagte er dann knapp, „Sie sind für mich ein Ort der Ehrerbietung und Lobpreisung.“
Natürlich konnte er verstehen, wenn Menschen Friedhöfe gruselig fanden. Aber Arlington, mit seinen tausenden, weißen Grabsteinen für all die gefallenen Soldaten, war wohl einer der am wenigsten gruseligen. So ein kleiner Dorffriedhof mit Moos und Moder überwachsene Grabsteine, die waren deutlich gruseliger. Wobei auch Arlington mittlerweile anders aussehen musste, keine glatt gemähten Grünflächen mehr, auch dort würde sich die Natur ihr Recht zu wachsen zurückgeholt haben. Doch Elijah würde die Gräber seiner gefallenen Kameraden blind finden, egal ob sie von Pflanzen überwuchert waren, oder nicht.
Das ihr Blick zu ihm huschte, sah er nicht, dafür war sein Blick zu sehr auf die Straße fixiert. Er wollte keinen Unfall bauen, schon erst Recht nicht mitten in Washington D.C. Nach Elijahs Worten herrschte wieder Stille zwischen ihnen, Elijah lenkte den Wagen um eine Kurve und in der Ferne war schon die Schneise des Potomac Rivers zu erkennen. Auf der anderen Seite war der Friedhof, offiziell schon Virginia und nicht mehr Washington D.C., doch jeder verband den Friedhof mit der ehemaligen Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Elijah sehnte sich danach, endlich angekommen zu sein, die Flasche guten Bourbons zu entkorken und zu trinken. Diese Stille, diese angespannte Stimmung zwischen ihm und Lyanna, er hielt sie kaum noch aus.
Dann sprach Lyanna wieder und bei ihrem Worten schlossen sich seine Hände fester um das Lenkrad, sodass die Knöchel etwas weißlicher wurden. Sie wollte zurückkommen? Das redete sie sich ein? Es ging nicht, noch nicht. Wegen dieser Gruppe, von der sie nun ein Teil war. Natürlich. Sie hatten ihr das Leben gerettet, sie fühlte sich verpflichtet. Es war die gleiche Geschichte wie bei Elijah, er konnte es komplett nachvollziehen. Auch er war damals fast gestorben und die Rider hatten ihn gerettet. Es hätte jede andere Gruppe sein können, das es die Rider gewesen waren, war kompletter Zufall gewesen. Und bei Lyanna war es eben jetzt diese Gruppe. Wer wusste schon, wie es hätte kommen können, wenn sie bei seiner Kolonie um die Ecke umgekippt wäre und sie sie mit in Clubhaus genommen hätten. Dann würde sie sich nun auch den Ridern verpflichtet fühlen. Elijah unterdrückte ein Seufzen. Ihr Unterschlupf war zusammengebrochen? Dann war das kein guter Unterschlupf gewesen! Wie konnte sie so leichtsinnig sein? Sein Herzschlag beschleunigte sich, er war wütend auf sie, dass sie nicht richtig auf sich aufgepasst hatte. Und wütend auf sich, dass er sie damals tatsächlich hatte ziehen lassen. Dann sprach sie von dem Typen, David hieß er und Elijahs Hände krallten sich noch viel mehr in das Lenkrad.
Wahrscheinlich hat er nicht nur medizinische Ressourcen in sie gesteckt…, schoss es ihm durch den Kopf und es tat so weh. Vor seinem inneren Auge sah er Lyanna, eng in den Armen dieses anderen Typen, wie er sie küsste, sie leidenschaftlich… er schüttelte den Kopf und schnaubte kurz. Sein Gesichtsausdruck war ärgerlich, wütend, seine Kiefer so fest aufeinandergepresst, dass er kurz davor war zu schreien. Er wagte es nicht den Blick von der Straße zu nehmen, in ihm tobten seine Gefühle und wenn er nun zu ihr hinübersehen würde, musste er anhalten. Er wollte sie anschreien, sie aber auch gleichzeitig so sehr küssen, dass er kaum noch Luft bekam. Doch er fuhr weiter, dann über die Brücke. Der Anblick war schön, irgendwie, dieses postapokalyptische Setting hatte etwas. Der Fluss, so sauber wie nie, und vor ihnen die Hügel des Friedhofs. Es würde nicht mehr lange dauern, dann wären sie da.
Sie schwiegen wieder, dann sagte Lyanna Worte, die seine Wut etwas zügelten, doch nicht sehr viel. Sie war froh, dass er noch lebte. Nun, es ging ihm nicht anders. Erst jetzt bemerkte er, dass alleine ihre Anwesenheit dieses Loch in seinem Herzen langsam schloss. Er seufzte, atmete langezogen aus und versuchte sich dann etwas zu entspannen.
„Geht mir genauso“, presste er schließlich heraus, wandte den Blick aber nicht von der Straße, „Nun, dann hast du dieser Gruppe wohl doch einiges zu verdanken, hm? Dieser David… er schien nicht sehr begeistert, dass du dich für mich entschieden hast.“
Ein wenig Genugtuung durchströmte seinen Körper bei dem Gedanken an den Blick und die lasche Drohung des Typen. Lyanna hatte sich dazu entschieden mit ihm zu gehen und nicht mit diesem Typen.

@Lyanna Lockhart





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#12

RE: Straßen

in Downtown 21.03.2020 16:29
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

-> Nationalfriedhof Arlington ->



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#13

RE: Straßen

in Downtown 19.04.2020 16:41
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

„Ich bin definitiv zu alt dafür um den Knochen zwischen zwei bellenden Hunden zu spielen“ hauchte die Dunkelhaarige nur auf Elijah's Aussage wegen David. „Zu dem ich mir bereits deutlich sicher bin … zu wem ich gehöre.“ sprach die Dunkelhaarige weiter, leise aber dennoch verständlich ehe sie nur ihren Kopf an die kühle Wand des Jeeps lehnte und die Augen schloss. Es war deutlich anzusehen und auch zu hören das Lyanna wenig Lust auf solch eine Situation hatte. Sie war kein kleines Mädchen mehr das so eine Situation sicher aufregend gefunden hätte. Schließlich wird einer Frau doch auch immer vermittelt das sie glücklich sein solle, wenn sich gleich zwei Männer für sie interessierten. Aber für Lyanna war es eher eine Situation, die sie ganz und gar nicht mochte, die sie überforderte und ihr deutlich zu anstrengend war. Sie mochte es ganz und gar nicht wenn man ihr zu viel Aufmerksamkeit schenkte und letztendlich führten solche Situationen immer zu Entscheidungen. Und wer traf schon gern Entscheidungen. Lyanna nicht wirklich, wenn sie es natürlich nicht musste. Aber es gab hier nichts zu entscheiden. Sie wusste für wen ihr Herz schlug, das konnte sie kaum übersehen oder gar dieses Gefühl verdrängen. Und es war das einzige was für sie zählte. Wenn Lyanna natürlich könnte würde sie die Sache mit David rückgängig machen, hätte es niemals so weit kommen gelassen, wenn sie gewusst hätte das wirklich Elijah wieder neben ihr sitzen würde, als sei nichts geschehen, als sei alles normal. Doch sie konnte es nicht und selbst wenn Elijah sich den selben Fehler erlaubt hatte, konnte die Dunkelhaarige ihn noch nicht mal hassen dafür, weil sie eben genau so nachvollziehen konnte wie Elijah sich wohl in der Situation hat fühlen müssen. Natürlich war sie dennoch traurig gewesen und der Gedanke, an eine andere Frau die mit ihm … ließ sie innerlich rasend vor Eifersucht werden. Dabei waren David und diese fremde Frau, die Elijah kennenlernte die wenigstens dessen Schuld traf. Woher sollten sie wissen das ihre Gedanken bei einem ganz anderen Menschen waren, sie nur dafür genutzt wurden um diese Lücke, diese Leere, diese Einsamkeit für einen Moment zu füllen. Das Lyanna selbst so abweisend zu David war, hatte er sich zu verdanken, würde er sie nicht immer mit diesem Blick voller Liebe ansehen müsste sie das nicht tun, denn sie verdankte ihm schließlich ihr Leben. Wie Lyanna bereits Elijah schon in seinem Jeep sagte … Sie hatten sich wirklich verdient, nicht nur auf die Gute Weise aber auch auf die Schlechte. Lyanna atmete nur tief durch als David und einer der Männer vorne einstiegen, während sich ein weiterer hinten zu Elijah und Lyanna gesellte und ein weitere kletterte gerade die Leiter hoch. Sie spürte wie Elijah nach ihrer Hand griff als sie losfuhren und Lyanna öffnete automatisch ihre Augen,lächelte den Dunkelhäutigen nur an während sich ihre Hand um seine klammerte während sie spürte wie sein Daumen sanft über ihre Haut strich. Den Blick den David in den Rückspiegel warf, konnte Lyanna nicht sehen, zu dem ihre Aufmerksamkeit auch deutlich auf den Dunkelhäutigen neben sich gerichtet war. Ja man konnte wirklich sagen das Lyanna so richtig mit ihren Gedanken woanders war, was man deutlich daran erkennen konnte das ihr Lächeln einen Moment ein wenig breiter wurde, das selbst das Stöhnen der Untoten für sie in den Hintergrund rutschte. So sehr sie gewisse Menschen hier vermissen würde und sie durchaus Bedenken hatte was die neue Kolonie angehen könnte, würde sie gerade an keinem Ort lieber sein als dort mit Elijah. Ihre Traumblase zerplatzte erst als Lyanna den Kopf anhob als David den Wagen zum Stehen brachte. Seine Aussage entlockte der Dunkelhaarigen nur ein Schnauben. Es war nicht das, das David wohl meinte er hätte hier das Sagen, sondern die Tatsache das er sich dämlich verhielt. Als wären Elijah und Lyanna keine Hilfe. Lyanna lagen die Worte auf ihren Lippen, doch sie schluckte diese nur runter, verdrehte nur ihre Augen als sein Blick dann kurz zu Lyanna huschte ehe dieser ausstieg. Die restlichen Männer taten es ihm gleich und auch Lyanna stieg aus mit Elijah hinter sich. Lyanna's Blick verlor sich sofort in der Umgebung. Noch war es still gewesen, keine Beißer in Sicht. Gut sie waren auch etwas außerhalb von Washington, dort war es noch lange nicht so schlimm wie in dem Zentrum selbst. Lyanna nickte nur bei Elijah's Worten und folgte diesem über die Straße zu einem größeren Holzhaus. Sie sollten nicht im Weg stehen, das taten sie nicht, was aber nicht hieß das sie tatenlos bei dem Wagen stehen bleiben würden und warten würden, bis die anderen fertig waren. Das sie natürlich auch hauptsächlich wegen Vorräten hier waren, aber nicht für die Krankenhauskolonie selbst, wusste David natürlich nicht. Noch nicht. Das Haus wirkte von außen noch ziemlich ungerührt, die Fenster waren nicht aufgebrochen, bot als noch Hoffnung das man darin vielleicht fündig werden konnte. Elijah versuchte die Tür zu öffnen, natürlich war diese verschlossen, es hätte schließlich einfach sein können. Aber das war noch lange kein Hindernis. Geschickt rammte dieser sein Schwert in das Schloss. Als die Tür aufging, umgriffen die Hände der Dunkelhaarigen ihr Jagdgewehr nur fest ehe sie nur kurz still da stand und horchte Doch bis auf den Wind der durch das Haus huschte schien es weiterhin still. Lyanna nickte nur und ging dann vor, bog dann direkt rechts ab, ins Wohnzimmer während Elijah nach links ging. Mit dem Gewehr im Anschlag blickte die Dunkelhaarige sich um, doch der Schein bewahrheitete sich als die beiden das Haus durchquerten. Keine Anzeichen auf Untote oder gar Plünderer. Während Lyanna schließlich in der Küche, die Schubladen und Schränke durchsuchte, schien Elijah sich im Wohnzimmer umzusehen, nun zu mindestens schien dieser mit seinen Gedanken woanders zu sein als Lyanna schon fast unbemerkt zu ihm stieß und am Türrahmen zur Küche stehen blieb und ihn beobachtete und sich fragte was diesem Mann vor sich wohl im Kopf herum ging. Ein leichtes Lächeln umspielte nur ihre Lippen als Elijah's Blick bei ihr hängen blieb. Bei seiner plötzlichen Entschuldigung huschte eine ihrer Augenbrauen nach oben. Es ging um seine Aussage von gestern, die Worte, die er zu ihr sagte, die die Dunkelhaarige wohl mehr beschäftigte als sie vielleicht zu gab. Nicht weil es sie verletzt hat sondern eher ob Elijah nicht damit recht haben könnte. Und nun nahm er sie einfach wieder zurück? Sagte ihr das sie nicht stimmen würden. Lyanna stieß sich nur vom Türrahmen weg und ging ein paar Schritte auf den Dunkelhäutigen zu. „Das geht dir also die ganze Zeit in deinem Kopf herum.“ sprach diese nur und blieb vor dem Dunkelhäutigen stehen ehe sie ihre Arme um ihn legte und leicht lächelte. „Ich weiß schon gar nicht mehr was du zu mir gesagt hast.“ Das war natürlich eine Lüge aber sie wollte nicht das Elijah sich darum einen Kopf machte. Die Dunkelhaarige schüttelte nur sanft den Kopf. „Ich bin nicht sauer auf dich.“ hauchte diese nur ehe eine Hand zu seiner Wange fuhr, das er sie ansehen musste. „Außerdem hattest du mit deiner Aussage nicht in allen Dingen unrecht. Ich bin auch nicht immer einfach oder das wofür ich mich zu halten schien … aber ich bin froh das du hier bist. Bei mir.“ Ihr Daumen strich sanft über seinen kurzen Bart. „Außerdem bin ich wohl die jenige die sich entschuldigen müsste. … Wegen der Ohrfeige.“ Lyanna drückte dem Dunkelhäutigen einen sanften Kuss auf die Wange. „Und jetzt mach dir darum einfach keine Gedanken mehr okay?“ hauchte die Dunkelhaarige wieder und löste sich langsam von ihm gerade als einer der Männer an der Eingangstür stehen blieb. „Seid ihr fündig geworden?“ rief dieser nur. Lyanna lächelte Elijah nochmal ein letztes Mal an. „Na ja nicht viel aber ich hab ein paar Dosenpfirsiche gefunden. … Ich hasse Dosenpfirsiche.“ murmelte Lyanna ehe sie zur Eingangstür lief. Sie konnte sehen wie der Mann der Gruppe gerade etwas auf Lyanna's nicht ernstgemeinte Aussage erwidern wollte ehe sie nur einen Knall vernahm und im nächsten Moment konnte Lyanna nichts mehr sehen weil ihr etwas ins Gesicht spritzte. Nicht etwas. Blut. Lyanna klingelte es einen Moment in den Ohren bevor sie benommen sich das Blut aus den Augen wischte und der Mann der noch eben vor ihr stand, lag am Boden in einer Blutpfütze die unkontrolliert aus seinem Kopf floss. Lyanna's Atem wurde bei dem Anblick schwer ehe sie ihren Blick aufrichtete, auf das gegenüber liegende Haus blickte, wo sie dachte gerade ein kleines aufblinkendes Licht beobachtet zu haben, fast schon wie bei einem … Scharfschützen. Und ehe Lyanna das realisierte fiel ein weiterer Schuss nur das die Dunkelhaarige noch zur Seite springen konnte und ihr Gleichgewicht verlor und mit einem dumpfen Aufschlag auf ihrer Seite landete. Ihr Blick war immer noch auf den leblosen Körper vor sich gerichtet, der Eisengestank des Blutes stieg ihr sofort in die Nase ehe sie nur ihre Augen kurz zu kniff um sich zusammen zu reißen. „Verdammte ...“ verkniff sich Lyanna nur. „Da schießt jemand auf uns! Von der anderen Seite.“ rief die Dunkelhaarige nur zu Elijah.

@Elijah Magoro



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#14

RE: Straßen

in Downtown 19.04.2020 20:25
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Natürlich entschuldigte sich Elijah bei ihr. Natürlich fühlte er sich schlecht und furchtbar, ihre solche Worte an den Kopf geworfen zu haben, betrunkene Aussagen sollte sie niemand merken. Es war sehr häufig viel zu ehrlich, aber auf eine verdrehte Weise. Natürlich war Elijah gestern wütend gewesen, aber mehr auf sich selbst, auf dich und die Situation, dass er dachte er hätte Lyanna für immer verloren. Er hasste sich noch immer dafür, dass er daran gezweifelt hatte, die Dunkelhaarige jemals wieder zu sehen. Es klang kitschig und unmöglich, aber er hatte das Gefühl, dass das Schicksal sie damals in diesem kleinen Supermarkt zusammengeführt hatte. In Lyannas Hand gewesen war, als sie sich entschieden hatte ihm nur die Rippe zu brechen, als seinen Kopf zu zertrümmern. Und für alles Weitere danach musste auch jemand oder etwas verantwortlich sein. So viel Glück im Unglück hatte doch niemand. Wie konnte man von zwei unterschiedlichen Gruppen angegriffen werden und all das Überleben mit nur kleinen Verletzungen? Gut, Elijah hatte noch immer die Brandwunden aus dem Motel auf seiner Brust, Lyanna die Narbe an ihrer Schulter, in die sich der Pfeil gebohrt hatte. Elijah hatte sie nicht gesehen, aber am Morgen gespürt, die Haut, die sonst immer so ebenmäßig und weich war bei Lyanna, war an dieser Stelle gewölbt durch die verheilte Naht. Aber dennoch, waren sie ansonsten aus jeder Situation ganz glimpflich herausgekommen. Eigentlich unverschämt viel Glück. Wie hatte er da also denken können, dass sie so etwas Banales wie eine von ihnen entschiedene Trennung für immer voneinander lösen würde? Ihre Schicksale waren wie miteinander verbunden, als hätte einer von ihnen einen Wunsch bei einem Dschinn gelöst und sie unwiderruflich miteinander verbunden. Wie ein unsichtbares Band das zwischen ihnen geknüpft worden war.
Kaum hatte er seine Worte ausgesprochen und den Blick gesenkt, wusste er nicht, warum er das getan hatte. Eigentlich hatte er nicht diese dumme Stimmung von gestern wieder aufbringen wollen, doch er hasste es, wenn unausgesprochene Dinge zwischen zwei Personen standen. Das hatte er so häufig schon gesehen, so eine Sache konnte eine Beziehung zwischen Menschen kaputt machen. Und das wollte Elijah auf keinen Fall.
Leise hörte er ihre Schritte auf dem Boden, hob dann den Blick und sah sie an, in seinen Augen war Unsicherheit und ein Hauch von Scham. Ja, er schämte sich für seine Worte des vergangenen Tages. Er schnaubte leise bei ihren ersten Worten, als sie sich dann aber an ihn schmiegte, arbeiteten seine Arme automatisch und legten sich ebenfalls um sie. Ihr Geruch hüllte ihn wieder ein, ließen ihn kurz ein wenig schwindelig fühlen, so wie jedes Mal, wenn sie ihm Nahe war. Ihre weiteren Worte ließen ihn schnauben. Sie log, ganz offensichtlich. Solche Worte, wie die, die er gestern von sich gegeben hatte, vergaß man nicht eben mal so. Er konnte sich gut vorstellen, dass Lya sich sehr wohl viele Gedanken über seine Worte machte und am Ende noch zu dem Schluss kam, dass sie einen Funken Wahrheit besitzen konnten. Er wandte den Kopf ab, fühlte sich nicht in der Lage sie ansehen zu können, ehe er ihre Hand an seiner Wange spürte und sie ihn damit zwang sie anzusehen. Er erwiderte ihren Blick, als sie dann offenbarte, dass sie nicht sauer auf ihn war, fiel ihm schon ein kleiner Stein vom Herzen. Na immerhin das hatte er sich nicht bei ihr verkackt. Als sie mit der Hand durch seinen kurzen Bart strich, schloss er die Augen, genoss einfach ihre Berührung, ehe er spürte wie sie sich auf Zehenspitz stellte und dann ihre Lippen kurz auf seine Wange drückte. Er öffnete die Augen wieder, öffnete den Mund um etwas zu sagen, da huschte Lyannas Blick an ihm vorbei, fixierte sich auf etwas und auch Elijah drehte sich um. Einer der Männer der Kolonie kam durch die Tür herein und fragte, ob sie etwas gefunden hatten. Tja, Elijah hatte mehr Zeit damit verbracht nachzudenken und dumm herumzustehen, als wirklich zu plündern. Also schüttelte er nur den Kopf, erwiderte dann Lyannas Lächeln.
Die Dunkelhaarige ging an ihm vorbei und sagte etwas, da spürte Elijah ein dumpfes Gefühl in seiner Magengegend. Irgendetwas stimmte nicht, gerade als er den Mund öffnete, gleichzeitig mit dem Mann in der Tür, da ging es auch schon los. Es war wie Zeitlupe vor seinem Auge, wie damals im Kriegsgebiet, wenn der Schusswechsel losging. Der Kopf des Mannes erhielt ein weiteres Loch, direkt auf der Stirn und das Projektil, dass dieses Loch verursacht hatte, schoss weiter und verschwand in der Wand neben Lyanna. Das Blut schoss heraus, direkt in Lyannas Gesicht, die erst garnicht begriff, was überhaupt passierte. Elijah aber war schon in Bewegung, seine Füße trugen ihn weg vom Fenster und hinter die nächste Wand, direkt neben der Tür. Der Knall des Schusses war noch immer in seinen Ohren, aus seinem Mund kam der Ruf zu Lyanna, „Geh in Deckung!“
Der Moment schien ewig zu dauern, Lyannas Blick glitt auf den Kerl am Boden, nach oben auf die andere Straßenseite, dann schien die Realität wiedereinzusetzen und es ging super schnell. Lyanna sprang gerade im rechten Moment noch zur Seite weg, landete unsanft auf ihrer Seite, gerade als Elijah die Wand neben der Tür erreichte und ein weiterer Schuss in der Wand landete. Elijah betrachtete das Projektil, dass auf dem Boden landete, 7,62mm Geschoss, das klassische eines Scharfschützengewehrs. Vom Geräusch her war es aber kein echtes Scharfschützengewehr sondern eher eine Mischung aus diesem und einem Sturmgewehr, vermutlich ein Mittelreichweitegewehr. Er rief sich die Umgebung ins Gedächtnis, eigentlich konnte der Schütze nur in einem der Häuser auf der anderen Seite sein, die Frage war nur in welchem.
Das Ganze dauerte keine zwei Sekunden in Elijahs Kopf, er blickte zu Lyanna, erwiderte ihren Blick, „Geht’s dir gut?“
Elijahs Blick war nun wieder der, den Lyanna so gut kannte. Keine Emotionen darin, nur Härte, Klarheit und die Selbstsicherheit, dass er solche Situationen schon öfter erlebt hatte. In seinen Händen war sein Gewehr, dass er ohne hinzusehen lud und kontrollierte, das alles so funktionierte, wie es sollte. Was mit David und den anderen beiden Männern war, wussten sie nicht. Er überlegte einen Moment, sah sich um, ging dann in die Hocke und hob eine Karte auf, die der Mann in der Tasche hatte. Es war vollkommen egal, was er dahatte, er warf es rechts neben sich vor dem großen Fenster und zack, ertönte der nächste Schuss. Okay, der Schütze war noch immer auf sie und das Haus fixiert. In dem Winkel, in dem sich die Kugel in die Schrankwand bohrte, schätzte er den Schützen in einem Haus eher rechts von ihnen, also nicht in Davids Haus.
„Wir müssen hier weg, hier sind wir leichtes Fressen für ihn. Ich gebe dir Deckung und du rennst hinten durchs Wohnzimmer in den Garten, ich bin direkt hinter dir“, sagte er und sah Lyanna an, „Keine Sorge. Wir schaffen das.“
Er lächelte nicht, dafür war er gerade zu sehr in seinem Element, zu sehr damit beschäftigt sie beide hier rauszubekommen. Er hob eine Hand, zählte dann von drei runter, wandte sich um und eröffnete das Feuer. Er sah aus dem Augenwinkel wie Lyanna losrannte, wartete noch fünf Sekunden, schoss, ehe er fluchte und ihr hinterherrannte. Er war gerade hinten angekommen, als ein weiterer Schuss zu ihnen flog, ihn aber um weit verfehlte. Er atmete schwer und lehnte sich gegen die Hauswand, dann stieß er sich davon ab und fluchte erneut.
„Verdammte scheiße… wo kommen die her? Sie müssen schon hier gewesen sein oder uns verfolgt haben… so schnell richtet sich kein Schütze ein. Ich hoffe sie schießen nicht auf den Jeep, ohne den brauchen wir ewig in die Stadt… Fuck!“
Er fluchte leise, aber man konnte ihm ansehen, dass er wütend war. Dieses Scheiß Unglück, dass er und Lyanna anzuziehen schienen wie scheiße.

@Lyanna Lockhart





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#15

RE: Straßen

in Downtown 20.04.2020 11:42
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Lyanna setzte sich nur flink auf, rutschte automatisch zur Wand an diese sie sich anlehnte ehe sie noch einmal kurz durch schnaufte Ihr Herz schien förmlich zu rasen, ihr Atem war flach aber deutlich beschleunigt. Ihr Blick glitt zur Seite, zu Elijah der sich, Gott sei Dank, sofort in Deckung begeben konnte. Nur der kleinste Gedanke daran das der Schütze vielleicht hätte durch das Fenster schießen können und Elijah treffen können, war etwas was Lyanna deutliche Übelkeit in der Magengegend bereitete, weswegen ihre Hand automatisch sich in ihren Bauch krallte. Das stattdessen der Mann aus der Kolonie daran glauben musste war pures Glück im Unglück und das die Kugel, die sich durch den Schädel des Mannes bohrte an Lyanna vorbeiflog und sie nicht auch noch traf. Lyanna nickte nur auf Elijah's Aussage. Zwar war ihr Fall ein wenig unsanft gewesen aber getan hatte sich die Dunkelhaarige nichts „Besser als ihm hier.“ Ihr Blick glitt nochmal kurz zu dem Mann neben ihr auf dem Boden, ehe sie ihren Blick sofort wieder abwandte. Lyanna würde lügen wenn sie dieser Anblick nicht auf irgendeine Weise mitnahm. Es war nicht so das es die erste tote Person war die Lyanna in ihrem Leben in der Apokalypse gesehen hatte. Es war bei weitem nicht die erste Person und würde wohl auch nicht die letzte sein. Auch wenn die Dunkelhaarige sich immer einredete das es ihr nichts ausmachte, das es ihr nichts ausmachen durfte um letztendlich nicht in Panik zu verfallen und womöglich noch selbst drauf zu gehen oder die anderen Anwesenden zu gefährden. Doch es war nicht einfach, schon gar nicht wenn man gerade noch vor diesem Jemand stand und in dessen Gesicht blickte. Schon gar wenn man mit den Jahren der Apokalypse den Tod leid war. Sie dachte mit den Jahren würde man sich vielleicht daran gewöhnen aber sie tat es nicht. Vielleicht lag es daran, das Lyanna selbst bis auf Untote wenige menschliche Leben auf dem Gewissen hatte, oder vielleicht doch an der Tatsache das sie eine Frau war und diese doch zu sanft und empfindlich für das hier waren. Doch die Dunkelhaarige hatte sich im Griff, sie brauchte nur einen Moment um wieder rational denken zu können, das ihr Blick dabei auf Elijah gerichtet war, nahm sie nur unterbewusst war. Aber sein Anblick und das er hier bei ihr war und nicht mit einem Loch in seinem Kopf auf dem Boden lag beruhigt die Dunkelhaarige sehr. Im Gegensatz zu Lyanna verriet Elijah's Blick und seine Haltung keine einzige Emotion. Er war deutlich konzentrierter und bedachter. Etwas Lyanna deutlich verstärkter auffiel als ganz am Anfang , wo sie sich begegneten und Elijah nicht so beobachtete, wie sie es jetzt tat. Es war schon fast für einen Moment so als wäre ein anderer Mensch neben ihr. Sie konnte nur sehen, wie Elijah etwas von der Leiche wegzog, eine Karte. Er warf diese sichtbar weg und eine weiterer Schuss fiel. Lyanna zuckte nur automatisch ein wenig. Der Schütze hatte seine Aufmerksamkeit immer noch auf das Haus gerichtet. Lyanna blickte nur wieder zu Elijah. Sein Plan der er ihr offenbarte gefiel der Dunkelhaarigen nicht. Aber sie war hier definitiv nicht in der Position und gar in der Situation um mit Elijah darüber zu diskutieren ehe sie eben nur widerwillig nickte und hoffte das Elijah recht behielt. Sie beobachtete seine Hand, wie er runter zählte und ehe Lyanna auch schon loslief hörte sie auch schon Schüsse fallen. Lyanna rannte nur aus der Hintertür raus, in den Garten, lehnte sich direkt an die Hauswand und ehe sie ihre Augen öffnete, sah sie auch schon Elijah raus laufen, was der Dunkelhaarigen nur ein erleichtertes Keuchen entlockte. „Vielleicht gefiel es demjenigen nicht das wir hier die Häuser durchsucht haben.“ antwortete die Dunkelhaarige nur und schüttelte den Kopf ehe sie nur überlegte. „Der Jeep!“ kam es plötzlich nur aus Lyanna heraus. „Natürlich … „ Lyanna lächelte nur. „Okay … ich weiß wie ich den Schützen runter bekomme Aber der hier ist sicher nicht alleine. Du musst David und die anderen finden. Und ich muss zu dem verdammten Jeep.“ Lyanna wusste ganz genau was sie tun musste. „Vertrau mir einfach okay … es wird nichts passieren versprochen.“ Lyanna schenkte dem Dunkelhäutigen nur kurz ein Lächeln ehe sie ohne eine Diskussion einfach ihre Deckung verließ und hinter das nächstgelegene stehen gebliebene Auto rannte, nicht ohne natürlich noch einen Schuss hinter sich zu spüren. Lyanna musste zum Jeep weil sie Lärm brauchte, lauten Lärm und ganz viele Untote. Sicher würden die Schüsse den ein oder anderen Zombie anlocken aber das würde nicht reichen. Es war vermutlich verdammt verrückt und riskant, jetzt auch noch Untote in diese gefährliche Situation mit reinzuziehen Aber auf der anderen Seite waren sie eine gute Ablenkung, wenn hier wirklich noch mehr von diesen Leuten waren und davon ging Lyanna aus, konnten sie die Zombies nicht ignorieren, genau so wenig wie der Schütze der sicherlich seinen Leuten auch Rückendeckung gab. Das Elijah und die anderen mit ein paar Zombies zu recht kommen würde, daran zweifelte sie kein bisschen. Ihr war es lieber so als wenn ihr Elijah nochmal offen Rückendeckung gab, sie war nicht lebensmüde, sie wollte nicht sein Leben so offen aufs Spiel setzen, nicht so wie damals, nicht so wie jetzt und vor allem nicht für das Leben der Dunkelhaarigen. Es war kein großer Akt zum Jeep zu gelangen, Lyanna's flinke Füße und ihre Größe kamen ihr dabei doch zu gute, das der Schütze deutlich Schwierigkeiten hatte zu treffen. Womöglich ging dieser sogar aus das sie eventuell fliehen wollte und für den ersten Moment würde es für einen Außenstehenden wohl auch so aussehen als sie die Fahrertür öffnete. Lyanna's Hand knallte nur auf das Lenkrad und schon bald war die sonst so ruhige Umgebung durch das Geräusch einer Dauerhupe gestört. Laut und vor allem penetrant. Es dauert nicht lange bis sich schon die ersten Toten in der Umgebung erhoben und langsam auf den Jeep zu schlurften, wie Wespen um ihr Netz. Natürlich schoss der Schütze dadurch auch auf den Wagen, dennoch traf er dabei nie Lyanna. Lyanna machte weiter bis sie immer mehr und mehr Untote anlockte. Als diese sich schon hungrig gegen den Wagen drückte, öffnete die Dunkelhaarige nur die Tür einen Spalt, das war der gefährliche Teil. Sie spürte nur wie der erste Untote seinen Kopf hinein streckte, seine Hand um den Knöchel der Dunkelhaarigen klammerte. Lyanna holte nur aus und rammte diesen ein Messer in den Schädel, sofort konnte sie spüren wie der Griff um ihr Knöchel sich lockerte während Lyanna genau diesen toten Körper mit sich in den Wagen zog und die Tür schnell wieder zu knallte. Das war gar nicht so einfach, denn so ein toter Körper selbst in dem abgemagerten, fauligen Zustand eines Beißers war nicht gerade leicht. Lyanna warf diesen nur auf den Beifahrersitz zögerte kurz und rammte das Messer in die Brust des toten Beißers, zog es herunter, schnitt diesen auf wie ein Tür. Bei dem Geruch wurde ihr einen Moment schwindelig, wie jedes mal ehe Lya kurz zögerte und ihre leicht zitternden Hände in den Körperinhalt tunkte und sich anfing damit einzureiben, was von außen wohl ziemlich verrückt aussah und wohl auch ekelerregend. Es gab deutlich angenehmeres, viel angenehmeres. „Oh man...“ hauchte die Dunkelhaarige nur, das sie wie der Tod persönlich stank, nun das war ihr Plan. Und wie der Wagen aussah, nun darüber sollte man wirklich nun nicht sprechen. Lyanna trat nur wieder die Tür auf, spürte sofort die Hände der Untoten, ihr Gestöhne welches ihr in die Ohren von beiden Seiten drang, doch sie ließen direkt wieder von ihr ab als sie merkten das Lyanna's Geruch eben nicht mehr einer Lebendigen glich. Das laute Geräusch durch die Hupe war verschwunden, führte dazu das sich die Untoten nach und nach von dem Wagen lösten, sich in der Umgebung verteilten, ehe diese nur von den naheliegenden Schüssen angezogen wurden. Lyanna selbst schlurfte nur langsam zwischen ihnen umher, steuerte nur das Haus an in dem sich der Schütze befand. Lyanna versuchte ruhig zu atmen, keine hektischen Bewegungen zuzulassen. Untote waren nicht wirklich schlau aber sie bemerkten sofort wenn etwas nicht stimmte, wenn etwas sich anders verhielt. Und lebendig von einer Horde Zombies gefressen zu werden …,definitiv kein Schicksal was sie erleiden wollte. Lyanna hoffte natürlich das es Elijah gut ging und der die anderen schnell finden konnte. Lyanna kam an dem Haus an, die ersten Untoten kratzten schon an der Tür ehe die Dunkelhaarige sie öffnete und eintrat und die Tür hinter sich schnell wieder verschloss, dabei kamen zwei Untote mit ihr herein, welche Lyanna aber problemlos mit zwei Messerstichen ausschalten konnte. Lya wischte sich nur durch das Gesicht und ging langsam mit ihrem Jagdgewehr in der Hand die Treppen hinauf, versuchte so wenig Geräusche von sich zu geben wie möglich. Das war bei einem alten Haus nicht ganz möglich. Als sie die Tür langsam zum Obergeschoss öffnete, sah sie das Gewehr mit dem wohl der Schütze aus dem Fenster schoss. Aber keinen Schützen. Bevor Lyanna es aber realisieren konnte war es schon zu spät, als sie die Tür gegen die Schläfe bekam, was sie zu Boden beförderte ehe sie nur ein plötzliches schweres Gewicht auf sich spürte. Als Lyanna ihre Augen öffnete sah sie einen Mann auf sich sitzen welcher sofort ihre Hände um ihren Hals legte und zudrückte. Lyanna biss sich nur auf die Zähne, spannte ihren Hals an ehe sie sich wie verrückt versuchte aus dem Griff zu wehren, doch der Fremde gab nicht nach. Was schon fast wie ein Reflex war, rettete der Dunkelhaarige aber das Leben. Sie spürte nur wie ihr Knie ausholte und mit voller Wucht in dessen Weichteile trat und mit einem anschließenden Tritt in die Magengegend konnte sie den Fremden von sich runter befördern Gleichzeitig griffen beide zu ihren Pistolen, doch Lyanna war schneller als der erste Schuss in seinen Bauch fiel, der nächste in seinen Kopf. Mit einem dumpfen Aufschlag landete dieser leblos auf den Boden. Lyanna keuchte nur, kniff kurz die Augen zu und richtete sich schnell wieder auf, ging auf den leblosen Mann am Boden zu. Langsam ging sie nur in die Hocke und zog seinen Ärmel langsam an seinem Handgelenk nach oben, ein eingebranntes Kreuz war darauf zu entdecken, hatte sie es also doch aus ihrem Augenwinkel beobachten können. „Oh Owen … wie es aussieht sind sie immer noch hier.“ murmelte die Dunkelhaarige nur und schüttelte den Kopf, lief zu dem Gewehr am Fenster. Zum Glück war es noch entsichert, Lyanna hatte nämlich keine Ahnung wie sie damit schießen sollte. Lyanna blickte nur durch das Visier, durchsuchte die Umgebung, nach Elijah, nach David … irgendjemand Lebendigem.

@Elijah Magoro



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#16

RE: Straßen

in Downtown 20.04.2020 20:10
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Elijah fluchte. Er fluchte wie er schon lange nicht mehr geflucht hatte. War sie lebensmüde? Oder einfach nur dumm? Vom Teufel höchstpersönlich besessen? Was hatte sie sich dabei gedacht? Keine Sekunde hatte sie ihm Zeit gegeben, dieses verschissene Lächeln… sollte ihm das Mut machen? Lyanna rannte aus ihrer Deckung und Elijah konnte ihr nur einen Moment hinterher starren, ungläubig, was hier gerade passiert war. Ohne mit ihm über den Plan zu reden, der bedeutete, dass sie sich dem verdammten Schützen näherte und sie sich zunächst in offenes Feuer begab, rannte sie auch schon los.
„Verdammt Lya!“, fluchte er nochmal, presste die Kiefer aufeinander.
“Es wird nichts passieren, versprochen“, hallte es in seinem Kopf und er machte seiner Wut Luft, indem er einen Gartenzwerg wegkickte, der im hohen Bogen über den Zaun flog und auf der anderen Seite lautstark zerbarst. Er wollte ihr hinterher, sie anschreien, warum sie einfach Entscheidungen traf ohne mit ihm darüber zu reden, dann aber seufzte er. Gut, er war nicht mehr bei der Army, nicht Lyannas vorgesetzter Soldat, Lyanna war einfach eine Frau, genauso wie er einfach ein Mann war. Dass er sich für immer dafür hassen würde, wenn Lyanna etwas passierte, war Nebensache. All diese Wut, diese Emotionen die er sonst so unter Kontrolle hatte in diesen Situationen, waren nur hier, weil ihm so viel an der Dunkelhaarigen lag. Natürlich hatte ihm an seinen Kameraden auch gelegen, aber bei denen hatte er gewusst, dass sie die selbe Ausbildung wie er durchgemacht hatten. Lyanna war eben nur eine beschissene Fast-Psychologin und hatte keine Ahnung vom Krieg. Klar, sie hatte zehn Jahre Apokalypse überlebt, aber dennoch!
Der Dunkelhäutige atmete tief durch, schloss einen Moment die Augen, dann bewegte er den Kopf hin und her und nickte. Gut, sie hatte Recht damit, dass er David und die anderen finden musste. Er konnte Lyanna bei ihrem verdammt waghalsigen Plan jetzt auch nicht mehr helfen, sie war auf sich alleine gestellt. Er konnte einfach nur hoffen, dass sie da heil wieder herauskommen würde. Er ging um das Haus herum, kniete sich hinter einen Stapel von Hölzern und legte an, betrachtete die Umgebung durch sein Gewehr. Das Haus in dem der Schütze saß lag nun vor ihm und in einem Moment sah er dessen Visier aufblitzen, nicht auf ihn gerichtet. Er sah aber den Schützen nicht, also konnte er nicht schießen. Dann ertönte Lärm, unglaublicher Lärm. Was bitte…? Er seufzte, hatte Lyannas Plan ein wenig durchschaut. Sie wollte Beißer auf die Straße ziehen, damit sie diese als Schutz für sich selbst nutzen konnte. Doch wie wollte sie ungesehen durch die Masse kommen?
Elijah jedenfalls hörte hinter sich ein Stöhnen und zog gerade noch sein Messer, rammte es dem nächsten Beißer in den Kopf. Kurz davor hatte er im Haus nebenan Bewegungen gesehen, einer davon sah aus wie David. Also wusste er, wo er hinmusste. Das Gewehr im Arm, sprintete er los, schubste den ein oder anderen Beißer zur Seite, ehe er sich auf die Knie fallen ließ und hinter ein weiteren Stapel Holz rutschte. Die schöne Hose war vollkommen verdreckt, aber er verschwendete daran keinen Gedanken. Ein Blick durch das Fenster und er hatte die Situation erkannt. Einer von Davids Männern hatte ein Messer am Hals, hinter ihm stand eine Frau, die man wohl schon als Hüne bezeichnen konnte, sie war wohl fast so groß wie Elijah selbst. Ihr Gesicht ebenso emotionslos wie sein eigenes, er erkannte einen Soldaten, wenn er einen sah. Diese Frau war nicht zu Scherzen aufgelegt. Auf ihrem Unterarm erkannte er ein eingebranntes Kreuz, auffällig. Neben der Frau stand ein weiterer mit einer Pistole am Kopf des nächsten Mannes aus Davids Gruppe. David stand mit dem Rücken zu Elijah, die Hände erhoben und er hörte nur die Worte „Schon gut... schon gut…“
Nichts schon gut! Elijah machte ein paar Schritte nach hinten, nahm Anlauf und nutzte das Überraschungsmoment. Mit Schwung sprang er krachend durchs Fenster, landete, warf das eine Messer, dass im Kopf des Typen mit der Pistole stecken blieb. Mit dem Schwung rutschte er weiter, zog sein Schwert und schlitterte auf die riesige Frau zu, ließ die Klinge über ihre Waden fahren, sodass sie zusammenbrach. Dennoch wurde er in Blut geduscht, denn er war einen Moment zu spät. Der Typ mit der Pistole am Kopf hatte überlebt, aber die riesige Frau hatte den Moment genutzt und ihrem Opfer die Kehle aufgeschlitzt, von links nach rechts. Das Blut regnete auf Elijah nieder, doch er ignorierte es, drehte sich auf den Knien und stach der großen Frau das Schwert von hinten durch den Brustkorb, sodass es vorne wieder herauskam. Elegant drehte er sich weiter und zog die Schneide dabei heraus, ehe er den Blick hob und sich im Zimmer umsah.
„Verfickte Scheiße!“, brüllte David und starrte Elijah mit weit aufgerissenen und ungläubigen Augen an. Elijah richtete sich auf, fuhr sich über die blutbedeckte Glatze und Gesicht, schüttelte das Blut dann von seiner Hand ab. Er hatte echt Glück gehabt, dass er kein Blut in die Augen bekommen hatte.
Der Ex-Soldat ging hinüber zum letzten Überlebenden aus Davids Gruppe und half ihm auf.
„Verfickte Scheiße! Was bist du denn für ein Kerl?!“, fluchte dieser und schüttelte den Kopf.
Elijah schüttelte nur den Kopf, sagte nichts dazu. Ein Dank hätte ihm schon gereicht, dachte er nur. Aber das hier war jetzt definitiv nicht der Moment um über solche Sachen zu streiten. Sein Blick glitt an seinem Schwertarm hinab, nachdem er dort einen brennenden Schmerz spürte und sah aus einer Schnittwunde Blut quellen. Sie war nicht tief, aber hatte dummer Weise ein Gefäß getroffen. Er knurrte, zog sein Messer aus dem Schädel des toten Angreifers, wischte es an dessen TShirt sauber, ehe er den Pullover nahm und den zerschnittenen Ärmel einfach abschnitt. Routiniert band er den Stoff um seine blutende Wunde, fest, aber nicht zu fest, immerhin würde er den Arm noch verwenden müssen. Er wollte den Blutfluss nicht unterdrücken.
„Das waren noch nicht alle. Ich habe mindestens noch zwei oder drei weitere gesehen“, sagte David und hob die Pistole auf, die er ergebend auf den Boden gelegt hatte.
„Zwei oder Drei? Was nun?“, fragte Elijah kühl und schnitt sich den anderen Ärmel vom Pullover auch noch ab. Dadurch hatte er mehr Beweglichkeit, auch wenn er die nicht unbedingt brauchte. Immerhin hatte er damals in einem vollen Kampfanzug mit Weste und allem kämpfen müssen. Aber nachdem er sich jetzt nicht auf eine kugelsichere Weste verlassen konnte, musste also Beweglichkeit und Schnelligkeit überwiegen.
„Drei.. es waren drei“, sagte David, nun sicherer und lud die Pistole nach, sah zu seinem Kollegen, „Du hast sie doch auch gesehen?“
Der andere nickte nur, als nickte auch Elijah. Also drei weitere Gegner. Dann wurde er kurz stutzig. Draußen aus der Straße hörte er das Geräusch der Beißer, aber das Hupen des Wagens war verstummt. War Lyanna etwa etwas zugestoßen? Er trat vorsichtig ans Fenster und spähte hinaus. Die Tür zum Wagen stand offen, aber er konnte nichts erkennen. Scheiße! Er fluchte innerlich, nach außen blieb er weiterhin emotionslos und kühl.
„Okay.. wir müssen auf die andere Straßenseite. Lyanna meinte sie würde eine Idee haben, wie sie den Schützen ausschalten könne“, berichtete Elijah und sah David schon den Mund öffnen, es sich dann aber anders überlegen. Glaubte er etwa, ihm hatte das gefallen? Nein verdammt!
Dann nickten die beiden Männer nur und sie machten einen kleinen Plan. Sie mussten durch die Beißer und ins Haus gegenüber, das Problem war nur, dass sie nicht wussten, wo die drei anderen waren.
„Okay.. wir rennen. Bleibt nicht stehen, stoßt die Beißer einfach beiseite, nur im Notfall erstechen wir sie. Das dauert sonst zu lange“, sagte Elijah im Befehlston und zählte wieder von drei runter, da riss er die Tür auf und schob die anderen beiden auf die Straße, er bildete das Schlusslicht. Sein Blick glitt zu dem Haus des Schützen, als aber kein Schuss ertönte, stimmte ihn das zuversichtlich. Scheinbar hatte Lyannas Selbstmordplan funktioniert. Dennoch war er sauer auf sie, dass sie sich so in Gefahr gebracht hatte. Seine Aufmerksamkeit lag aber auf der Aufgabe vor sich, sie rannten so schnell sie konnten. Immer wieder musste er tatsächlich einen Beißer mit dem Schwert um seinen Schädel erleichtern, aber sie kamen gut durch. Gerade als David die Tür aufstieß und sie nun im Nachbarhaus zu dem des Schützen waren, ertönte ein Schuss, dann ein weiterer, dann viele weitere. Elijah zog den Kopf ein und sprang, landete auf dem Bauch im Haus, David schlug hinter ihnen die Tür zu.
„Fuck“, fluchte David und lehnte sich an die Wand, während Elijah sich aufrappelte. Er hörte etwas tropfen, hob den Blick und sah den dritten von ihnen an. Sein Blick glitt an ihm herunter und auf den immer größer werdenden, roten Fleck auf dem ursprünglich hellen Pullover.
„Fuck“, stimmte der Dritte zu und legte sich die Hände auf den Bauch, ehe ihm die Beine einknickten. Elijah reagierte, ließ das Schwert fallen und fing ihn auf, trug ihn hinüber zum Sofa, legte ihn dort ab.
„David… du bist doch Sanitäter!“, sagte er laut und schnappte sich die Decke, die auf dem Sofa lag, presste diese auf die Wunde.
„Ja aber das Zeug ist im Jeep“, fluchte David, hob Elijahs Schwert auf und ging zu ihnen hinüber. Elijah machte ihm Platz und nahm das Schwert wieder in die Hand, sah sich wachsam um. Er wusste nicht von wo die Angreifer in das Haus kommen könnten, sie hatten aber auch nicht die Wahl sich hier zu verbarrikadieren, da der Typ sonst verbluten würde. Und außerdem wollte er zu Lyanna, wo auch immer sie steckte. An der Tür kratzten die Beißer, wenn die Angreifer von dort kommen würde, würde er es mitbekommen. Ansonsten waren sie jetzt erstmal in dem Haus gefangen.

@Lyanna Lockhart





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#17

RE: Straßen

in Downtown 21.04.2020 11:18
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Lyanna lag weiterhin angelehnt an dem Fenster suchte weiterhin mit dem Gewehr die Umgebung ab, stets immer in der Nähe des Jeeps. Doch sie sah nichts außer den Köpfen der Untoten. Keine Spur von Elijah, ...oder David oder dem anderen Mann. Noch nicht mal eine Spur von den Leuten, die sich brandmarkten. Lyanna biss nur die Zähne aufeinander. Natürlich schliech sich mehr und mehr der Gedanke in ihren Kopf das ihnen was passiert war, das irgendetwas einfach nicht stimmte. Lyanna wusste das Elijah auf sich aufpassen konnte, sie versuchte dies immer wieder in ihre Gedanken zu rufen um sich weniger Sorgen zu machen, was letztendlich aber wenig klappte. Das die Leute sie hier angriffen, nun das nahm Lyanna ihnen noch nicht mal übel. Wer wusste wie viele sie noch waren. Zurückgedrängt aus der Stadt von Owen's Leuten, sogar in dem Wissen sie ganz vertrieben zu haben, nur weil sie vielleicht etwas vertraten was nicht dem menschlichen Standard entsprach? Wenn es überhaupt noch so etwas in der Apokalypse gab. Lyanna hielt diese damalige Entscheidung für sehr fragwürdig und deutlich unmoralisch. Sie wusste es war nicht einfach, sie war nicht naiv um zu wissen das man nicht alles mit lieben Worten regeln konnten. Manche Menschen konnten sich auch einfach nicht mehr in eine Gesellschaft integrieren, waren zu kaputt. Aber scheinbar hatte sich nicht alles verändert von der vorherigen Welt zur Jetzigen. Die Welt mochte keine Menschen die anders waren, sich anders verhielten. Lyanna hob ihren Kopf ruckartig an als sie plötzlich Schüsse vernahm und lenkte das Gewehr in dessen Richtung. Als sie dann sah wer da durch die Menge von Zombies rannte ließ ihr schon fast das Herz stehen bleiben, auf eine gute und eine schlechte Art. Elijah war wohl auf und ihm ging es offensichtlich gut, nun soweit Lyanna es erkennen konnte. Dicht dahinter folgten David und einer der Männer. Doch die Schüsse kamen nicht aus ihren Waffen. Sie wurden beschossen. Lyanna sah nur in welches Haus sie rannten, glücklicherweise das direkt neben ihr. Das war gut so würde sie es gleich nicht mehr so weit haben zu ihnen zu stoßen, sobald sie wusste wo diese anderen Arschlöcher waren. Bevor die drei in das Haus rannten hatte sie einen sehen können, direkt gegenüber. Lyanna zielte und schoss, traf nur das Holz des Fensters. Die Dunkelhaarige unterdrückte nur einen Fluch, außerdem hatte dieses verdammte Gewehr deutlich mehr Rückschlag als gedacht. Die Dunkelhaarige konzentrierte sich, wartete bis sie ihr Gegenüber wieder sehen konnte und schoss und sah wie dieser nur umfiel. Lya atmete nur aus und lud nach, suchte nach den anderen. Doch nach einer Weile konnte sie keine mehr entdecken, zu mindestens nicht mehr in den Häusern auf welche sie freie Schussbahn hätte. Weswegen Lyanna die letzten paar Schüsse noch an Zombies verschwendete. Es wäre sonst ziemlich unklug das Gewehr beladen zurückzulassen, schließlich könnte so sonst wer wieder dran und es könnte ihnen wieder zum Verhängnis werden. Und tragen konnte sie es alle mal nicht, es war viel zu schwer. Lyanna schnappte sich wieder ihre Sachen, verließ das Haus durch die Hintertür, lief durch den Garten in den danebenliegenden Garten des Nachbarhauses wo sich Elijah und die anderen befanden. Im hinteren Teil des Hauses, waren nur wenige Zombies, die Lyanna mit ihrem Messer problemlos ausschalten konnte. Sie blickte sich um, versuchte einen Weg in das Haus zu suchen, da sah sie gerade einer der Fremden, in eines der zerbrochenen Fenster einsteigen. Lyanna folgte diesem schnell und landete auf leisen Füßen in der Küche des Hauses. Sie konnte bereits die Stimmen von Elijah und David vernehmen. Und bevor sich der Fremde auf irgendeine Weise anschleichen konnte trat Lyanna dem fremden Mann so fest in die Kniekehle wie sie konnte, so das dieser aus seinem Versteck gerade geradewegs ins Wohnzimmer fiel. Lyanna hörte nur David fluchen und bevor dieser sich noch regen konnte, holte Lya mit ihrer Machete aus und schlug diese seitlich in seinen Hals. Was dazu führte das der Letzte von den Plünderern ebenso aus seinem Versteck kam, aber anstatt anzugreifen, drehte dieser sich nur um und sprang aus dem Fenster. Lyanna sah nur wie David seine Pistole zog und Lyanna ging schnell dazwischen. „Nein nicht!“ rief diese nur. „Verdammt Lyanna, er wird seine anderen Leute warnen“ sprach dieser nur deutlich unerfreut darüber, ließ dann aber seine Waffe wieder sinken und kümmerte sich wieder um den Verletzten. Lyanna atmete nur aus ehe ihr Blick dann schon fast ganz automatisch zu Elijah fuhr. Fast schon als hätten sie sich abgesprochen waren beide getränkt in Blut, nur das dies auf Elijah's Kleidung wohl von Menschen stammte und nicht von Untoten. Lyanna lief nur auf den Dunkelhäutigen zu und sprang ihm schon fast in die Arme, schmiegte sich direkt an ihn. Das Blut war ihr egal, schließlich sah Lyanna nicht unbedingt besser aus und roch wohl bei weitem noch viel schlimmer. Lyanna hob nur sanft ihren Kopf an und lächelte. „Ich sagte doch mein Plan wird gut laufen.“ Ihr Blick glitt schließlich auf seinen Arm, das immer noch mit einem blutigen Stoff umwickelt war. „Du bist verletzt.“ murmelte die Dunkelhaarige schon fast überrascht aber gleichzeitig auch besorgt als sie sich langsam von ihm löste. Ihr Blick glitt dann zu David, ehe sie realisierte das einer der anderen Männer auch verletzt wurde. Sofort löste sich Lyanna komplett von Elijah und kniete sich neben den Mann nieder, gegenüber von David. „Verdammt was ist passiert?“ Eigentlich war diese Frage deutlich irrelevant, denn Lyanna konnte deutlich sehen wie der Mann blutete und das auch noch im Bauchraum. Das war nicht gut, wenn sie nicht schnell genug in die Kolonie kamen, würde dieser das nicht schaffen. „Nichts gegen dich Lyanna aber du stinkst schlimmer als die Hölle.“ murmelte David nur während dieser noch fester auf die Wunde drückte, was dem Mann nur ein schmerzliches Stöhnen entlockte. „Wenn du zwischen dem Tod umherschleichen willst, dann musst du auch so riechen wie der Tod.“ entgegnete sie diesem nur. Worte, die ihr mal jemand sagte, der ihr sehr wichtig war. Ob sie noch lebte und ob es ihr gut ging. Lyanna hoffte es, konnte es aber nicht genau sagen. „Na wenn du schon so riechst dann kannst du sie sicherlich auch weglocken.“ Lyanna schüttelte nur den Kopf. „Nein so einfach ist das nicht, sie folgen mir doch nicht.“ antwortete Lyanna nur darauf. Die Dunkelhaarige blickte nur zur Tür, das Kratzen würde so schnell nicht nach lassen. „Wir können nur warten, bis die Untoten von dem Haus ablassen und sich wieder in die Umgebung verteilen.“ Lyanna blickte nur kurz zu Elijah. „Nein! Das würde zu lange dauern, er würde es nicht schaffen.“ Lya richtete sich nur auf. „Er würde es auch so nicht schaffen. Sieh doch … du drückst wie verrückt und dennoch verliert er Unmengen an Blut.“ Lyanna's Worte waren in diesem Moment deutlich härter aber sie dachte realistisch. Sie wollte den Mann nicht zurücklassen, schon gar nicht sterben lassen aber sie waren eingesperrt, zwar wurde nicht mehr auf sie geschossen aber da draußen warteten die Untoten nur auf sie. David fluchte nur, griff aus seinem Rucksack nach einer Verbandsrolle und versuchte einen Druckverband zu machen, so gut es nun mal ginge. „Eine Stunde … vielleicht sogar zwei kann ich das ganze hinhalten aber dann müssen wir los.“ sprach David nur und Lyanna nickte nur, ging dann nur wieder rüber zu Elijah. „Lass mal sehen.“ murmelte Lyanna nur und griff einfach nach seinem Arm, wickelte den Stoff um seinen Arm langsam ab. Eine Schnittwunde, sie war nicht sonderlich tief, sorgte aber deutlich dafür das Lyanna's Blick wieder deutlich von Sorge geplagt war. „Du hast wirklich deutliches Unglück seit dem du wieder bei mir bist ...“ schmunzelte die Dunkelhaarige nur leicht.

@Elijah Magoro



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#18

RE: Straßen

in Downtown 21.04.2020 20:26
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Unruhig stand Elijah in dem kleinen Raum. Er hasste es, wenn er nicht weiterwusste, zusätzlich noch jemand verletzt war und er sich verdammte Sorgen um Lyanna machte. Jetzt konnte er verstehen, warum man damals bei der Army nie Pärchen in die gleiche Einheit gesteckt hatte. Es war schwer sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wenn man sich dauernd dabei ertappte, dass man an die bessere Hälfte dachte. Und verdammt, Lyanna war definitiv seine bessere Hälfte. Er würde diese Frau nie wieder aus seinem Leben lassen, nie wieder!
Mit dem Gewehr in der Hand stand er im Raum, ließ David seinen Job, den er nur bedürftig machen konnte, machen und sah sich aufmerksam um. Vorne an der Eingangstür kratzten die Beißer, dann hörte er Schüsse. Wieder und wieder, ehe es aufhörte. Es war das Geräusch des Scharfschützengewehrs gewesen, das konnte zweierlei Dinge bedeuten: Entweder Lyanna hatte den Schützen überwunden und war hinter dem Visier oder Lyanna war tot und der Schütze hatte seine Aufgabe wiederaufgenommen. Aber warum sollte er dann schießen? Draußen auf die Untoten vielleicht, damit er seinen Kollegen einen Weg zum Haus bahnen konnte. Doch hinten herum wäre es viel leichter? Stutzig wandte sich Elijah um, der letzte Schuss war schon verklungen, da passierten mehrere Dinge auf einmal. Ein Mann fiel ins Wohnzimmer, auf den Knien und Elijah hob sein Gewehr, wollte gerade schießen, da rammte sich eine Machete seitlich in dessen Hals und Elijah hob den Blick ein paar Centimeter, erkannte Lyanna. Dann wanderte sein Blick weiter, ein Mann rannte an ihr vorbei, doch er griff Lyanna nicht an, sondern rannte zum Fenster und sprang hinaus. David wollte auf ihn schießen, doch Lyanna verhinderte das, wofür sie eine unerfreute Antwort bekam. Warum die Dunkelhaarige den Mann verschont hatte, konnte er auch nicht begreifen, dass einzige was in diesem Moment zählte, war, dass sie lebendig war. Er atmete tief ein, doch alles was er vernahm war der vermoderte Gestank der Beißer. Und dieser strahlte von Lyanna aus, sie war von oben bis unten mit Beißerblut bedeckt. Genauso wie er, nur, dass es bei ihm Menschenblut war.
Ihre Blicke trafen sich und da kam sie auch schon auf ihn zu gerannt, wie automatisch legten sich seine Arme um sie und er zog sie fest an sich. Das Blut, egal wie furchtbar es stank, dass es schon in den Augen biss, ignorierte er, das wichtigste war einfach, dass sie lebte.
„Darüber unterhalten wir uns später noch“, meinte er nur und für einen Moment blitzte Besorgnis in seinen sonst gerade so kontrollierten, kühlen Augen auf. Er würde, wenn sie zurück in der Kolonie waren, definitiv ein ernstes Wörtchen mit ihr sprechen. So konnte sie ihn doch verdammt nochmal nicht stehen lassen, er wäre fast gestorben vor Sorge!
Dann seufzte er versöhnlich und schüttelte nur den Kopf, sagte aber nichts. Das war nur eine kleine Schnittwunde, der Typ auf dem Sofa hatte ein deutlich größeres Problem. Lyanna löste sich von ihm, als auch sie das realisierte und kniete sich neben David auf den Boden. Die beiden sprachen miteinander, doch Elijah hörte nicht wirklich zu. Er ging zu dem Fenster durch das Lyanna hereingekommen und der Typ geflüchtet war. In seinem Kopf arbeitete es, wie konnten sie die Beißer von ihnen weglotsen? Sie mussten zum Wagen, das war entscheidend.
Als er zurück zu den anderen beiden trat, hörte er nur, dass David ihnen vielleicht ein oder zwei Stunden geben konnte. Tja, aber sie mussten auch noch zurück zur Kolonie fahren, das würde auch nochmal zwanzig Minuten dauern. Effektiv hatten sie also eine knappe Stunde, bis sie losmussten. Genug Zeit um durch zu schnaufen und sich einen Plan zurechtzulegen.
Sein Blick war auf David und den Mann auf dem Sofa gerichtet, dann hob den Blick als Lyanna zu ihm kam. Sie griff nach seinem Arm und löste den mittlerweile durchtränkten Pullover Ärmel, sodass die Wunde nun gut sichtbar war. Nicht tief, aber tiefgenug, dass sie noch immer blutete.
Er sah ihren besorgten Blick und entzog ihr seinen Arm, zog aus einer Seitentasche seines Rucksacks eine weiße Binde, die er Lyanna reichte.
„Das ist nichts“, meinte er nur und zuckte mit den Schultern, während er dabei zusah, wie Lyanna ihm den weißen Stoff um den Arm wickelte, der sich aber schnell auch wieder rötlich verfärbte, „Ihm geht’s beschissener. Wir müssen hier raus und zwar schnell…“
Es war jetzt nicht die Zeit für Zärtlichkeiten, Witze oder Sonstiges, dazu war er zu konzentriert. Natürlich war er froh, dass Lyanna lebte, ihre Aussage war Bullshit. Aber er wollte sich jetzt auch nicht mit ihr streiten, sie mussten zusammenarbeiten und das gut. Und der Plan, der in seinem Kopf heranreifte gefiel ihm eigentlich gar nicht, da er bedeutete, dass Lyanna sich erneut in Gefahr bringen musste. Alleine.
„Ich habe eine Idee aber sie ist beschissen und involviert, dass du dich erneut unter die Toten mischst. Und da kann ich dir weder helfen, noch dich beschützen“, er wandte den Blick ab, sodass sie die Angst, die dort kurz aufblitzte nicht sehen konnte. Als er sie wieder ansah, war sein Blick wieder hart und er atmete tief durch, „Wir müssen die Beißer ablenken, mit Geräuschen. So wie du sie hier alle hergelockt hast mit der Hupe des Jeeps, müssen wir sie nun mit einem Geräusch weglocken. Ich habe in meinem Rucksack eine Pyrofackel und ein Kinderspielzeug zum Aufziehen. Hier..“
Er nahm den Rucksack ab und holte sowohl die Pyrofackel und das Kinderspielzeug heraus. Es war ein Affe mit einem paar Schellen in der Hand, die aneinanderschlugen, wenn man das Spielzeug aufzog.
„Das wird sie vom Haus weglocken. Das ist deine Aufgabe, auch wenn ich das lieber übernehmen würde. Aber du stinkst genauso wie die da draußen, außerdem muss ich deinen Koloniekumpanen zum Jeep tragen. David kann ihn nicht solange tragen, außerdem muss er mich und den Typen beschützen. Wir laufen zum Jeep und du kommst zu uns, soweit du kannst, dann holen wir dich ab. Und dann nichts wie weg von hier…“
Elijah sah sie an, dann wandte er den Blick zu David, der ebenfalls zugehört hatte.
„Eine andere Wahl haben wir nicht“, fügte Elijah noch hinzu und seufzte, „Auch, wenn ich es mir wünschen würde. Oder habt ihr eine bessere Idee?“
David schüttelte nur den Kopf und straffte die Schultern, auch Lyanna hatte keine andere Idee.
Schweigend drückte er Lyanna die Pyrofackel und das Spielzeug in die Hand, er ging davon aus, dass Lyanna wusste, wie man die Fackel zündete. Es war ganz einfach, man riss einfach den Kopf der Fackel ab und den Rest machte sie ganz von alleine.
„Pass auf dich auf“, sagte er leise zu ihr und zog sie erneut in eine Umarmung, liebend gerne hätte er sie geküsst, aber das ganze Blut hinderte ihn daran, „Wenn du stirbst bring ich dich um…“
Ein winziges, klitzekleines Lächeln umspielte seine Lippe, während er ihr tief in die Augen blickte, dann schob er sie zum Fenster. David blickte Lyanna hinterher und nickte dann. Elijah gab ihm sein Schwert, spannte sich das Gewehr auf den Rücken und hob den blutenden Kumpanen hoch. Er stöhnte schmerzhaft auf, dann gingen sie zur Tür und warteten. Sein Kopf raste, er dachte nur an Lyanna und das sie ihren Auftrag ausführen sollte und ihr dabei um Himmels Willen nichts geschah! Sie musste schnell sein und die Fackel sowie auch das Spielzeug weit von sich werfen, sobald es mit dem Licht und den Geräuschen losging. Ihre Aufgabe war wohl die gefährlichste, Elijah und die beiden anderen mussten nur warten, bis die Beißer von der Tür weg waren.
Er hörte das laute Zischen des Bengalos, sah durch das Fenster die dicke, rote Rauchfahne und wie die ersten Beißer in die Richtung liefen. Das Kratzen an der Tür wurde weniger und dann nickte er David zu. Dieser riss die Tür auf, tötete die ersten beiden Beißer und sie rannten los zum Jeep. David musste trotz Ablenkung noch einige Beißer töten, aber sie schafften es und Elijah legte den Kumpanen auf die Rückbank, ehe er nach vorne auf den Fahrersitz sprang. David drückte sofort weiter auf die Wunde, als Elijah den Wagen startete und die Augen nach Lyanna aufriss, ob er sie sehen konnte.

@Lyanna Lockhart





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#19

RE: Straßen

in Downtown 23.04.2020 12:30
von Lyanna Lockhart | 3.012 Beiträge

Ja Lyanna wäre es wirklich lieber gewesen, sie hätten gewartet, in der Hoffnung das die Zombies, die so gierig an der Tür kratzten, vielleicht das Interesse verloren. Das hätten sie wahrscheinlich auch, wenn sie keine Geräusche mehr in dem Haus wahrgenommen hätten aber wer wusste schon wie lange es gedauert hätte. Zwei Stunden, Vier Stunden … vielleicht sogar den ganzen Tag, wer wusste das schon. Untote waren da mit hungrigen Tieren zu vergleichen, diese gaben genau so wenig auf wenn sie ihre Beute im Visier hatten. Zu dem käme dann noch hinzu die Tatsache mit dem Verletzten, wenn David Recht behielt würde dieser in weniger als zwei Stunden versterben, wenn er keine Hilfe bekam und wenn das passieren würde, in dem Haus, im selben Raum wo Lyanna, Elijah und David sich befanden … nun er würde früher oder später wieder zurückkommen und die drei angreifen. Auch etwas was Lyanna ungerne abwarten wollte. Aber sie hielt es nun mal für sicherer abzuwarten, es war deutlich gefährlicher nun daraus zu laufen. Zu dem die Schüsse nur noch mehr die Zombies anlocken würde, dann Elijah, der den verletzten Mann tragen musste und sich auf Lyanna und David vertrauen musste. Ein falscher Schuss, ein zu spät gesehener Untoter konnte schnell das Ende der Aktion sein und zwar für alle. Zu dem Lyanna natürlich nicht Leute unnötiger weise in Gefahr bringen wollte, die ihr was bedeuteten. Aber egal wie sie es taten, es war eine beschissene Situation und daran würde sich einfach nichts ändern. Die Dunkelhaarige bereute es schon fast mit nach draußen gegangen zu sein, wenn sie gewusst hätte, dass das Ganze wieder einmal so enden würde hätte sie es Elijah nie vorgeschlagen. Auf der anderen Seite, wer wusste schließlich ob David und die anderen je zurückgekommen wären und dann war da immer noch die Sache mit den Vorräten und Lyanna würde wohl kaum die Kolonie bestehlen, die sich um die gekümmert hatte. Die junge Frau verschränkte nur die Arme, blickte wieder zu dem Dunkelhäutigen. Sie konnte ihm mittlerweile deutlich ansehen wenn er nachdachte, vor allem wenn er nicht zufrieden war. Als Elijah dann auch genau diesen Gedanken aussprach, das er eine ziemlich beschissene Idee hatte schnaufte die Dunkelhaarige nur. Das sie sich wieder unter die Untoten mischen musste gefiel Lya eher weniger aber es ging hier schließlich auch nicht um Lyanna, dennoch war es immer so eine Sache zwischen Untoten um herzulaufen Es war nicht so einfach wie es ohne hin aussah. Man musste vorsichtig sein, durfte nicht zu schnell laufen, durfte keine auffällige Bewegungen verüben, nicht zu laut atmen und das war schon schwer wenn durch den ganzen Körper vor Angst und Nervosität Adrenalin durch den Körper gepumpt wurde. Lyanna tat das sehr selten, wirklich nur wenn sie dadurch andere retten konnte oder es wirklich keinen anderen Ausweg mehr gab. Bis vor Jahren wusste sie noch nicht mal das dies überhaupt funktionierte, das man die Toten in solchem Maße austricksen konnte. Das hatte sie damals einer gewissen Person zu verdanken, was letztendlich eine lange aber auch sinnlose Geschichte war und sie deutlich andere Probleme hatten als diese jetzt in ihren Gedanken in Erinnerung zu rufen. Es war eben riskant, erst Recht Elijah's Plan denn sobald sie das Spielzeug und die Fackel in Einsatz bringen würde, würde sie sofort auffliegen, da brachte auch das Zombieblut nichts mehr. Denn dann wussten die Untoten das Lyanna keine Untote war, denn Untote konnten eben keine Fackel zünden oder ein Spielzeug aufziehen, so viel verstanden selbst die Beißer noch. „Okay...“ schnaufte die Dunkelhaarige nur und ihr Blick richtete sich auf das Spielzeug und dann zur Fackel. „Fackel und Spielzeug weit genug wegwerfen um die Beißer weit genug wegzulocken und dabei nicht sterben …. verstanden. Klingt doch ganz einfach.“ Lyanna wollte lächeln, konnte es aber nicht legte stattdessen einfach nur den Kopf schief ehe sie dann Elijah's Arme wieder um sich spürte, wie diese sie wieder in einer Umarmung zogen und die Dunkelhaarige schloss einen Moment die Augen. Zu gerne hätte sie sich an den Dunkelhäutigen gedrückt und ihn am liebsten nicht mehr losgelassen, doch dann löste sich dieser von der jungen Frau und Lyanna blickte ihn nur an, konnte sich ein kurzes Schmunzeln nicht verkneifen. „Na ja eigentlich ist das ja eine gute Sache, wenn du das tust weil wenn ich da draußen -“ Lyanna brach ab, schüttelte nur den Kopf. Wenn die Dunkelhaarige aufgeregt war konnte es durchaus passieren das sie sich in einem Redefluss verirren konnte. „Mh, nein nicht so wichtig.“ Die Dunkelhaarige blickte kurz zu David ehe sie aus dem Hinterfenster wieder sprang und im Garten des Hauses landete. Lyanna atmete nur ruhig durch, versuchte ihren aufgeregten Herzschlag zu beruhigen, so flach wie möglich zu atmen. Ihre Schritte wurden langsamer als sie die ersten Untoten erreichte. Kurz blickte sie zur Seite konnte die Untoten sehen, die immer noch wie wild an der Tür kratzten, ehe sie langsam am Jeep vorbei ging. Erst als sie einige Meter davon weg war, zog sie langsam das Spielzeug auf, ehe sie einen Moment zögerte und es dann los ließ. Wie wild und lauter als Gedacht fing der kleine Plastikaffe an zu klatschen und Lyanna warf ihn sofort weg,gefolgt von der Fackel, die ihr fast schon aus der Hand gerutscht wäre. Die junge Frau bemerkte sofort, wie sich etwas änderte, wie die Untoten ihre Köpfe zu dem Geräusch richteten und auf Lyanna zu schlurften, sich langsam auch von der Tür des Hauses lösten. Von weitem konnte sie sehen wie die drei oder eher gesagt die zwei, da Elijah den dritten Mann trug aus dem Haus liefen. Ganz ohne den ein oder anderen Beißer zu töten ging es dann doch nicht aber sie schafften es zum Jeep und Lyanna blieb auch so lange als Ablenkung stehen, bis sie diesen wirklich erreicht hatten und sie sehen konnte wie Elijah die Fahrertür schloss, erst dann richtete sich ihr Blick wieder auf die Untoten, die nun gefährlich näher kamen. Wenn sie schnell aber auch vorsichtig genug war konnte sie ganz einfach durchlaufen, sie jetzt alle einzeln zu töten, würde die Dunkelhaarige nur aufhalten und letztendlich waren es zu viele gewesen. Lyanna wartete noch einen Moment ab ehe sie dann einfach los lief, den ersten Untoten einfach umstieß. Ihr Herz raste, sie konnte immer wieder die ein oder die andere Hand eines Untoten auf ihrer Schulter spüren, konnte sich aber immer wieder von deren Griff losreißen. Sie war schon nah, Lyanna wollte gerade in einen letzten Sprint zum Jeep verfallen, da spürte sie eine der Hände in ihren Haaren und wie diese sich darin verfing. Lyanna wurde ungewollt nach hinten gerissen, verlor das Gleichgewicht und fiel hin. Die junge Frau biss nur die Zähne zusammen als der Untote dessen Hand sich in ihren Haaren verfangen hatte sich über sie beugte, seine Zähne schon in ihr Gesicht bohren wollte ehe Lyanna nur ihren Arm gegen seinen Hals drückte, versuchte diesen von sich wegzurücken, ihre andere Hand fuhr gleichzeitig zu ihrem Messer und als sie dessen Griff spürte, rammte sie dieses auch schon seitlich in den Kopf des Untoten, schubste diesen von sich herunter und richtete sich wieder auf und rannte dann nur noch, ehe sie die Beifahrertür aufriss. „Fahr!“ rief sie nur und merkte bereits wie sich der Wagen in Bewegung setzte ehe sie die Tür zuschlug und sich auf den Beifahrersitz fallen ließ. Sofort konnte man das leichte Ruckeln des Jeeps vernehmen als die Untoten dagegen klatschten. Lyanna saß nur außer Atem, neben Elijah, hatte die Augen geschlossen und brauchte einen Moment. Das David sie fragte ob alles in Ordnung sei, bekam Lyanna erst gar nicht mit. Für einen Moment hatte die Dunkelhaarige sogar das Gefühl das sie sich übergeben müsste, doch sie riss sich zusammen und öffnete schließlich langsam die Augen ehe sie langsam zu dem Dunkelhäutigen rüberblickte ehe sie kurz zu David zurückblickte. Sie konnte sehen wie dieser gerade anfing die Wunde zu nähen. Schließlich hatte er hier seine Sachen und konnte sich nun deutlich besser um den Verletzten kümmern, so weit wie es eben ging. „Ich sagte doch ganz einfach .. auch wenn ich dich jetzt besser nicht frage warum du Kinderspielzeug mit dir rumschleppst.“ unterbrach die Dunkelhaarige schließlich das Schweigen und lächelte den Dunkelhäutigen leicht an. „Wir hätten das nicht so laut bejaulen sollen das wir gestern so viel Glück hatten … offensichtlich haben wir es doch nicht.“ Lyanna lehnte sich einen Moment zurück, ihr Herz schien sich nicht beruhigen zu wollen. Der Blick der Dunkelhaarigen fiel immer wieder zu David und dem Verletzten , wenn David Hilfe bräuchte würde dieser sich schon melden, sie konnte sehen wie er gerade den letzten Stich setzte und wie konzentriert er war. Lyanna's Hand fuhr langsam zu Elijah's Knie ehe sie ihren Kopf an die Scheibe des Jeeps anlehnte. „Lass uns das nie wieder machen.“ hauchte diese nur und schloss wieder die Augen. Es dauerte nicht lange, bis sie die Kolonie erreichten, schließlich waren es vielleicht gerade mal zwanzig Minuten, auch wenn diese Lyanna deutlich länger vorkamen. Als sie durch die Toren der Kolonie fuhren und den Jeep anhielten, öffnete David schon bereits die Tür sprang heraus, rief ein paar andere Männer zu sich, die ihm halfen den verletzten Mann aus dem Jeep zu holen ehe er zu der Dunkelhaarigen zu lief, die gerade ausstieg und einigen Koloniebewohnern aufgrund des Geruches ein deutlich verzogenes Gesicht bescherte. Die Dunkelhaarige spürte nur wie dieser seine Hände auf ihr Gesicht legte und sie betrachtete, als müsste er sicher gehen das sie nicht verletzt oder gar gebissen war ehe er sie dann langsam wieder von selbst losließ. „Du siehst müde aus, solltest dich ausruhen. Ich werde Owen alles später erklären.“ Lyanna nickte nur und sah wie David kurz nochmal zu Elijah blickte und sich dann umdrehte und ging. Lya blickte ihm kurz hinter her und seufzte dann ehe sie zu Elijah blickte. „Komm.“ meinte diese nur knapp, lächelte den Dunkelhäutigen aber an ehe sie den Weg wieder zu ihrem Zimmer zusteuerte. Die Dusche von heute morgen war im Vergleich zu jetzt wohl ziemlich umsonst gewesen …. na ja so ganz umsonst war sie dann auch nicht gewesen wenn sie nur daran dachte was danach geschah. Ein freudiger Gedanke aber dennoch etwas auf das Lyanna in diesem Moment nicht aus war, sie wollte einfach das Blut auf ihrer Haut loswerden, auch wenn sie den Geruch wohl wieder tagelang in ihrer Nase haben würde. Als sie das Zimmer betrat, ließ die Dunkelhaarige sofort ihren Rucksack von ihren Schultern gleiten und entwaffnete sich. Danach zog sie sich einfach ihre Kleidung aus. Die würde sie wohl eher verbrennen, denn diese würde sie nicht mehr sauber bekommen. Die Dunkelhaarige blickte Elijah nur über ihre Schulter an und grinste dann. „Du auch. Bevor du mir alles schmutzig machst.“ schmunzelte diese nur und ging vor, verschwand bereits im Bad nebenan. Und schon bald konnte man auch wieder hören wie das Wasser hinab prasselte ehe die Dunkelhaarige nicht lange zögerte und sich darunter stellte. Sie konnte nicht sagen, wann es sich das letzte mal wirklich so gut angefühlt hatte unter einer wirklichen Dusche zu stehen. Das Gröbste ging bereits dadurch schon herunter, das Wasser zu ihren Führen war deutlich rot verfärbt. Doch Lyanna schenkte dem keine Aufmerksamkeit, sie stand einfach nur da, hatte die Augen geschlossen und genoss das ganze einfach nur.

@Elijah Magoro



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#20

RE: Straßen

in Downtown 23.04.2020 20:43
von Elijah Magoro | 551 Beiträge

Elijahs Herz schien stehenzubleiben. Von einem Moment auf den nächsten war Lyanna einfach aus seinem Sichtfeld verschwunden. Er saß auf dem Fahrersitz des Jeeps, drehte den Schlüssel im Zündschloss, den Blick aber zur Seite gerichtet und Lyanna beobachtend. Sie hatte ihren Job gut gemacht, die Beißer waren abgelenkt gewesen, sodass David, der Typ und Elijah es zum Jeep geschafft hatten. Sie war so kurz vor dem Jeep gewesen und dann verschwand sie einfach.
Elijah war drauf und dran aus dem Wagen zu springen, das Schwert hatte er schon halb in der Hand, da richtete sich Lyanna wieder auf und sprintete zum Wagen. Sie riss die Tür auf und bevor das „Fahr!“ ihn überhaupt erreichte, trat er schon aufs Gaspedal. Die Tür schlug zu, als der Wagen schon in Bewegung war, Elijah hatte den Blick starr auf die Straße gerichtet. Er hatte gedacht, er hätte sie verloren. Sie war kurz davor gewesen, von diesem Beißer gebissen zu werden und dann wäre es vorbei gewesen. Und für was? Elijah hatte auf die schnelle ein paar Vorräte gesehen, die die Männer von David wohl gefunden hatten, er und Lyanna hatten wenig gefunden. Auch, weil er sich erstmal bei Lyanna entschuldigen musste.
Auf der Rückbank hörte man nur das Stöhnen des Verwundeten, Elijah sah im Rückspiegel wie David gekonnt einen Faden in eine Nadel einfädelte und das in einem fahrenden Auto. Dann richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Straße. Er hatte sich den Weg auf der Herfahrt gemerkt, immerhin hatte er einen guten Orientierungssinn. Den musste man in der Army auch haben, denn ohne den war man aufgeschmissen. Außerdem trainierte man das immer wieder mit sogenannten Orientierungsmärschen. Bei Tag, bei Nacht, bei Wind und Wetter, völlig egal. Man musste von einem Checkpoint zum nächsten kommen und der erste hatte eine verdammt gute Punktzahl. Manche gingen auch verloren und mussten nach ablaufen der Zeit gesucht und wiederaufgesammelt werden. Etwas, was so peinlich war, dass man sich bei diesen Orientierungsmärschen wirklich die größte Mühe gab. Außerdem waren gute Noten darin wichtig für das Bestehen der Fortbildung und damit dem Erreichen eines neuen Dienstgrades.
Elijah Blick huschte zu Lyanna, diese atmete noch immer heftig, sicherlich war sie auch geschockt. Immerhin war das gerade quasi eine Nahtoderfahrung gewesen. Er würde sie gerne in den Arm nehmen, aber er musste sich auf die Straße konzentrieren. Das Leben des Verwundeten lag auf dem Spiel und sie mussten schnell zurück in die Kolonie.
Als sie dann genug Atem hatte um mit ihm zu sprechen, schüttelte der Dunkelhäutige nur sanft den Kopf, sah dann kurz zu ihrer Hand auf seinem Knie, ehe er antwortete, „Auf sowas habe ich auch keinen Wiederholungsbedarf.“
Er nahm eine Hand vom Steuer und legte sie sanft auf ihre, drückte sie kurz, ehe er die Hand wieder an das Lenkrad legte. Sie schloss die Augen und Elijah lächelte kurz und sanft. Sie so erschöpft zu sehen, voller Beißerblut und stinkend wie die Hölle, da verwunderte es ihn doch kurz, dass er sie noch immer wunderschön fand. Das lag vermutlich auch daran, dass er nicht nur ihr Äußeres, sondern auch ihren Charakter und besonders ihren Mut als so attraktiv empfand. Man, er liebte diese Frau hier neben ihm wirklich.
Es dauerte nicht lange, bis sie bei der Kolonie waren, so hatte der Verwundete eine etwas größere Chance, auch wenn das nichts zu bedeuten hatte. Seine Chance war größer, aber es war immer noch nur eine Chance. David musste aus dem Fenster blicken, dass sie in die Kolonie gelassen wurden, denn Elijah als Fahrer war ungewöhnlich, immerhin hätte er den Jeep auch geklaut haben können. Kaum waren die Tore hinter ihnen geschlossen, sprang David schon aus dem Wagen, holte sich Verstärkung, die den Mann sofort wegtrugen, vermutlich Richtung Krankenstation. Elijah steckte sein Schwert in seine Scheide und richtete den zerrissenen Pullover, sah den Männern hinterher. Seine Augen verengten sich kurz, als David zu Lyanna ging und ihr die Hände um die Wangen legte, so sanft, so vertraut, dass er sofort die Beziehung sah, die einmal zwischen den beiden geherrscht hatte. Es tat ihm eigentlich ein wenig Leid, denn David schien eigentlich ein netter Kerl zu sein, doch Lyannas Herz schlug eben nicht für ihn, sondern für den Dunkelhäutigen. Dann löste er sich von Lyanna, ohne das die Dunkelhaarige irgendetwas tun musste, sie hatte es auch zugelassen, dass er sie so berührt hatte. Elijah erwiderte Davids kurzen Blick, er wusste, dass es ein unausgesprochener Dank war, wie Männer das eben manchmal regelten, ehe Lyanna wieder zu ihm stieß. Ihr knappes „komm“, reichte ihm schon, er wäre ihr auch so gefolgt. Schweigend gingen sie durch die Kolonie, beide erschöpft von dem gerade erlebten, beide völlig verdreckt, dann schloss Lyanna die Tür auf und sie traten ein, Elijah schloss sie wieder hinter ihnen.
Elijah atmete erstmal tief durch, stellte dann ebenfalls den Rucksack ab und entledigte sich seines Schwertes und Messers. Auch die beiden Waffen mussten dringend gereinigt werden, sein Körper aber nochmal dringender. Lyanna entledigte sich auch schnell und unspektakulär ihrer Kleidung, dennoch ein Anblick der Elijah nicht kalt ließ und sofort das Bedürfnis in ihm erweckte seine Finger über ihre perfekte Haut gleiten zu lassen. Der kecke Blick über ihre Schulter, als sie ihn aufforderte sich ebenfalls auszuziehen und mit unter die Dusche zu kommen, ließ ihn kurz erschaudern. Sie war selbst voller Beißerblut noch so höllisch sexy. Ehe der Dunkelhäutige reagieren konnte, ging sie auch schon ins Bad und ließ ihn alleine im Raum zurück.
Also entledigte er sich auch der blutgetränkten Kleidung, warf sie zu Lyannas, denn diese Kleidungsstücke konnte man definitiv entsorgen. Dann folgte er der Dunkelhaarigen ins Bad, sah sie schon unter der Dusche stehen. Das rötliche Wasser, dass aus ihren Haaren und von ihrer Haut floss, auf ihrer hellen Haut.
Leise näherte er sich ihr und tat nun das, was sie heute Morgen gemacht hatte, nur das er eben größer war. Sanft legte er die Arme um sie, zog sie mit dem Rücken an seine Brust und hielt sie einfach erstmal nur, hielt sie einfach nur fest und ließ das Wasser die Arbeit tun, den größten Teil des Blutes von ihnen beiden herabwaschen. Wie lange sie so dastanden wusste er nicht, es war einfach nur schön Lyanna so nah an sich zu spüren, zu merken wie sie und auch er sich beruhigte.
Er griff mit einer Hand nach dem Shampoo, es war nicht das gleiche wie vor der Apokalypse aber etwas ähnliches, post-apokalyptisches eben, kippte sich etwas des Inhalts auf die Hand. Dann goss er den Schaum auf Lyannas Haare, trat einen Schritt zurück und rieb ihr das Shampoo sanft in die Haare, massierte dabei auch leicht ihre Kopfhaut. Es wirkte so normal, einfach ihre Haare zu waschen, sie dann unter dem Wasserstrahl für sie vom Shampoo zu befreien und dann erneut Shampoo einzumassieren, weil sie noch nicht ganz sauber waren. Als er das Ganze ein drittes Mal machte, jedes Mal mit einer kleinen Kopfmassage, war das Wasser endlich nicht mehr rötlich.
„Hmmmm“, brummte er leise und schloss die Augen, rieb dann sanft ihren Hals, ihre Schultern, ihren Oberkörper ein. Seine Hände strichen über den Ansatz ihrer Brüste, sanft nur, einfach nur reinigend und nicht in irgendeiner Weise verführend. Auf das war er nicht aus, nein, dafür war er gerade sowieso zu geschafft. Er wollte sie einfach nur säubern, das ganze widerliche Beißerblut von ihr Waschen. Seine Hände wanderten von ihren Brüsten zu ihrem Bauch, dann an der Taille wieder hinauf und ihre Arme hinab, ehe er das Wasser alles wieder abwaschen ließ. Vorsichtig legte er all ihre nassen Haare über ihre eine Schulter, beugte sich hinab und hauchte ihr einen Kuss auf den Hals, ehe er sie umdrehte. Die ganze Zeit über war er hinter ihr gestanden, jetzt drehte er sie um und lächelte, „So… wieder sauber.“

@Lyanna Lockhart


-----> Patientenzimmer whatever?





zuletzt bearbeitet 23.04.2020 20:45 | nach oben springen


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