Avatar

WELCOME SURVIVOR

Wir sind ein seid 2013 – bestehendes Endzeit Forum angelehnt an die Serie AMC's The Walking Dead. Die AMC-Serie dreht sich um eine Gruppe von Menschen, die sich plötzlich in einer postapokalyptischen Welt wiederfinden, die von Zombies übersät ist. Überleben heißt nun das oberste Gebot der Stunde. Alles hat damit angefangen als Rick Grimes aus dem Koma erwachte und sich in einer Welt voller Untoten zurecht finden musste und nach seiner Familie suchte. Ab dann begann ein Leben voller Ereignisse, die einen Menschen ewig prägen würden. Höhen und Tiefen, welche immer wieder eintraten. Die Story von TWD verläuft aktuell bei uns bis zu Negan's Gefangenschaft, ab dann handeln wir frei nach bestimmten Ereignissen und der Endzeitthematik. Aufgeteilt in vier, verschiedenen Kolonien und einzelnen Gruppen bieten wir Abwechslung und Spannung für jeden Seriencharakter und Freecharakter. Auch Charaktere aus den Schwesternserien AMC's Fear The Walking Dead & AMC's The Walking Dead: World Beyond sind bei uns mit angepasster Storyline spielbar. Egal wie du dich entscheidest – Dein Kampf gegen die Untoten und Lebenden erwartet dich hier.

Team

A CHANGE IS GONNA COME

Der Herbst hat sich angekündigt. Der Monat in dem sich die Blätter färben und die Tage kürzer werden. Mit niedrigeren Temperaturen und langanhaltenden Regenfällen ist zu rechnen. Während es Morgens und Abends starker Nebel auftreten kann.

#1

Supermarkt

in Downtown 18.03.2019 01:23
von The Walking Dead Team | 2.645 Beiträge
nach oben springen

#2

RE: Supermarkt

in Downtown 19.10.2020 19:36
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

Selbst nach all den Jahren gab es die Chance etwas zu bekommen, davon war Eric überzeugt - sehr sogar. Irgendwas gab es immer, aber es wurde deutlich schwerer gute Lebensmittel oder dergleichen zu finden.
Vielleicht würde es ja in diesem Supermarkt noch etwas geben.

Eric Woodrue zog sofort seinen Revolver als er durch die Pforte des Supermarktes eintrat und sah sich prüfend um.

Nichts bewegte sich - eindeutig ein gutes Zeichen. Aber das bedeutete noch lange nicht das es keine anderen Gefahren gab oder die Beißer noch auftauchen würden.
Der Laden wirkte geplündert, die Fenster waren eingeschlagen und die Natur hatte sich den Laden schon vor einigen Jahren wiedergeholt.

Woodrue seufzte leise und nahm seinen schwarzen Hut vom Kopf.

"Scheiße", fluchte er leise und schüttelte dabei seinen Kopf.
"Sieht schlechter aus als ich es mir vorgestellt habe.", flüsterte er leise vor sich hin und sah sich daraufhin die Regale genauer an.

"Aber irgendwas muss es doch noch geben.", seine Worte wirkten zuversichtlich - fast schon ZU zuversichtlich.

Er blickte einmal kurz über seine Schulter, checkte seinen Fluchtweg und begab sich um die nächste Ecke - daraufhin sprang ihm schon ein entsetzlicher Geruch in die Nase.

"Schimmel und Leichen...", glitt es wie ein Knurren von seinen trockenen Lippen.
Vor ihm lag ein Beißer in einer Tiefkühlkiste. Seine Haut wirkte verschimmelt, auf seinen ausgestreckten Armen wuchsen Pilze oder... Schimmel? Eric konnte es nicht genau zuordnen. Lediglich eines war ihm klar : der Geruch war scheußlich.

Schluckend drehte er sich von dem Szenario weg... ob er überhaupt etwas finden würde?


nach oben springen

#3

RE: Supermarkt

in Downtown 21.10.2020 19:24
von Ella Harris • 261 Beiträge

Mittlerweile waren ein paar Monate vergangen und ich wusste immer noch nicht genau wie viel. Vielleicht sogar schon ein ganzes Jahr? Jedenfalls fühlte es sich wie eine halbe Ewigkeit an. Anfangs war es noch beruhigend wieder frei zu sein und vor allem mein eigener Herr zu sein, aber mittlerweile sah ich das doch etwas anders. Das Leben hier draußen war hart und undankbar. Umso mehr sehnte ich mich zurück, was paradox war. Ich wollte doch nicht ernsthaft zurück in die Höhle des Löwen? Nein, das nicht. Es war die erschlichene Sicherheit die mir nun fehlte. Allein auf mich gestellt musste ich in meinem Alter noch lernen auf mich selbst aufzupassen. Ein resigniertes und leises Seufzten trat mir über die Lippen. Das Angebot sich einer Kolonie anzuschließen wurde jeden Tag ein kleines Bisschen größer. Sollte ich wirklich auf diese Insel gehen? Mein Versteck hier war im Gegensatz dazu höchst jämmerlich. Würde es keine Orts- und Straßenschilder mehr geben, wüsste ich auch nicht wo ich überhaupt war. Diese Stadt war ziemlich gefährlich und stinkend geworden. Ich hatte mir widerwillig den Umstand der Untoten zu nutze gemacht um überhaupt ein wenig Schlaf zu kriegen. Schon vor ein paar Tagen war ich hier angekommen und hatte mich verschanzt. Die größere Beißergruppe war so zwar an mir vorbeigezogen, jedoch stillte das weder Durst noch Hunger. Ich hatte mir ein paar alte und leere Verkaufsregal zusammengeschoben, sodass es nur von einer Seite einen Eingang gab. Es war eng, aber bisher zumindest etwas sicher. Zum Schlafen hatte ich bisher eine zerbeulte Metallplatte gegen diese einzige Öffnung zu meinem Lagerplatz gelehnt. Für diese wenigen Tage schien es wirklich sicher zu sein. Irgendwann roch man auch nichts mehr, oder nicht mehr viel. Vielleicht lag es auch daran das sich der Gestank in meine Klamotten gesetzt hatte. Zwar benutzte ich derzeit immer etwas um meinen Mund und die Nase abzudecken, aber auf Dauer war das wohl sicherlich nicht gesund. Nicht wenn man einen knurrenden Magen hatte und schon davon träumte die Parasiten des ehemals tiefgekühlten Beißers zu essen. Ich traute mich nie weit weg, seit diese Beißergruppe mich verfolgt hatte. Obwohl sie mittlerweile garantiert nicht mal mehr in der Nähe waren. Hier und da sammelte ich Regenwasser ein und andere essbare Dinge, die ich mir selbst lieber nicht aufzählen wollte. Es war zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Ich sehnte mich so sehr nach etwas anderem das ich überhaupt nicht bemerkt hatte wie jemand mein Versteck gefunden hatte. Erst als ich eine Stimme hörte, zuckte ich auf. Hatte ich mir das gerade nur eingebildet? Nein, da war es wieder. Jemand war hier. Und eindeutig jemand der noch am Leben war! Mein Herz raste schnell und in meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Mein erster Instinkt riet mir gleich zu fliehen. Jedoch war der Ausgang meiner aufgestellten Regale in die Richtung aus der die Stimme gekommen war. Vielleicht würde dieser Jemand sich nur umsehen und gleich wieder verschwinden? Wohl unwahrscheinlich. Eilig packte ich meine wenigen Habseligkeiten zusammen und stopfte sie in meinen alten Rucksack. Irgendwie seltsam das ich den immer noch hatte. Aber dieser Gegenstand war mein treuester Begleiter. Schnell schüttelte ich den Kopf und schulterte ihn. Dann kroch ich zum Ausgang und versucht zu erkennen wer dort war. Leider konnte ich natürlich nichts erkennen. Sicher würde dieser jemand verschwinden wenn er bemerkte das es hier nichts mehr gab das man einsammeln konnte. Das hatte ich bereits erledigt. In jede Ecke war ich gekrochen und unter jedes einzelne Regal gerobbt. Das Bisschen das ich gefunden hatte, lag nun in meinem Rucksack und wog ziemlich schwer, wenn man bedacht das es mich den Kopf kosten konnte. Leider war ich etwas ungeschickt gewesen und hatte mich selbst überschätzt. Ich wollte über die Metallplatte klettern und selbstverständlich musste diese dabei umkippen. Ein nicht gerade leises und metallisches Klappern ertönte und ließ mich einen Moment wie erstarrt darüber stehen. Mit eingezogenem Kopf und zusammengepressten Lippen. Ob dem Eindringling das aufgefallen war? Mit Sicherheit. Also tat ich was mir alle meine Sinne schon lange zugeschrien hatten: Weglaufen! Aber auch da schien mir das Glück einfach nicht hold zu sein. Da ich den Fremden vorher nicht sehen und ausmachen konnte, sondern nur durch seine Stimme erahnt hatte wo er sein könnte, war ich geradewegs in ihn hinein gerannt.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#4

RE: Supermarkt

in Downtown 21.10.2020 19:36
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

( Ich wechsle jetzt auch mal in Ich :D )


Ich hatte absolut alles erwartet.

Ein Beißer der durch die Tür lief und versuchte mich zu beißen.
Eine kleine Horde, welche sich durch die Fenster drückte oder mir den Ausweg versperrte.
Einen Plünderer, der mit gehobener Waffe angerannt kam und versuchte mein Leben zu rauben... aber das?

Eine Junge Frau - sie rannte einfach in mich hinein.

Meine Reflexe waren gut, verdammt noch mal - sie waren über all die Jahre nur noch besser geworden. Die Stärke nahm zwar nach, aber man lernte gewisse Techniken um sein Geschick zu steigern - eigentlich hätte ich meine Messer ziehen sollen - sicher war sicher.
Ein kurzer Stoß in den Kopf hinein - doch ich merkte während des Stoßes - zu ihrem Glück das sie kein Beißer war.
Ich spürte ebenso nichts spitzes gegen mich drücken als sie mich, durch ihre Ungeschicktheit, zu Boden stieß.

Der Boden war hart, mein schwarzer Stetson glitt zu Boden, doch ich konnte mich gerade noch fangen, sodass ich nicht mit voller Gewalt auf den Boden krachte.

"Augen auf...", fluchte ich kurz und versuchte mich zu fassen. Die Hand glitt automatisch zu meinem Revolver, ich entsicherte ihn sofort und deutete in die Richtung der jungen Frau.
Sicher war sicher.

Andere würden einfach abdrücken, aber das spielte gegen meine eigenen Regeln. Solange ein anderer Mensch sich noch an die Regeln hielt, solange würde ich auch keine Absichten haben diesen töten zu wollen.


@Ella Harris


Ella Harris hat dich im Auge
zuletzt bearbeitet 21.10.2020 19:36 | nach oben springen

#5

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 12:18
von Ella Harris • 261 Beiträge

Ich hatte selbst nicht damit gerechnet das ich so viel Wucht aufbauen konnte. Aber die paar Dosen und Dinge, die zusätzlich in meinem Rucksack gelandet waren, gaben mir das nötige Gewicht. Etwas erschrocken über mich selbst jankte ich beim Sturz kurz auf. Wirklich weh getan hatte ich mir nicht. Und der Kerl, den ich zu Boden gebracht hatte, wohl auch nicht. Ich war unsicher und darüber hinaus nervös. Das konnte man mir wohl ansehen. Als der Mann mit seiner Waffe auf mich zielte biss ich mir auf die Lippen und schluckte schwer. Sicherlich wollte er die eingesammelte Beute aus meinem Gepäck haben. Ich hätte mich wohl entschuldigt, aber aus meinem Mund kam gerade kein einziger Laut. Ob vor Schreck oder weil ich einfach nicht wusste was ich genau machen sollte. Monatelang war ich allein unterwegs gewesen und konnte bis dahin so gut wie allen Menschen aus dem Weg gehen. Das ich jetzt genau ihn den Fremden hinein gelaufen war, war wirklich Pech. Ich fixierte ihn mit meinen blauen Augen und ließ keiner seiner Bewegungen außer acht. Leicht und langsam hob ich aus Reflex die Arme, damit er zumindest wusste das ich nichts anstellen wollte. Obwohl ich zugeben musste das es vielleicht für den Bruchteil einer Sekunde verlockend war es einfach beenden zu wollen. Zumindest wäre es ein schneller und sauberer Tod gewesen. Keine große Schmerzen und kein langes Leiden. Mehr konnte man sich in der heutigen Zeit wohl nicht wünschen. Aber irgendwas in mir sträubte sich dagegen und versuchte mich weiterhin am Leben zu erhalten. Nachdem ich meine Arme auch gehoben hatte, blieb ich also auch dabei. Je länger ich in sein Gesicht sah, desto unsicherer wurde ich. Besonders gute Menschenkenntnisse hatte ich noch nie besessen. Bei dem alten Mann schien das noch mal verstärkt zu werden. Als ob eine unsichtbare Mauer um ihn hochgezogen war und er kontrollieren konnte was dort hindurch kam. Bei mir war das wohl das genaue Gegenteil. Einmal mehr sehnte ich mich erschreckend danach zurück in die letzten Jahre meines Lebens zu kommen. Auch wenn es nicht einfach war, gab es immer noch jemanden dem es schlechter als mir ging. Es war paradox, aber es war bis dahin gut so gewesen. Warum war ich noch mal weggelaufen? "Nicht...." Kam es dann doch wie von selbst heiser aus meinem Hals. Lieber verlor ich heute den Rucksack als mein Leben. Egal was dieser Funke war, der mich hier retten wollte. Darüber hinaus war ich ohnehin vermutlich nicht in der Lage ihn zu besiegen, oder momentan weg zu laufen. Er war sicherlich stärker als ich und besser bewaffnet. Es blieb mir also nur zu warten ob ich jetzt sterben oder leben würde.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#6

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 12:31
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

Gerade als sie sagte - Nicht - entsicherte ich den Revolver wieder und ließ ihn in das Holster gleiten. Vielleicht war das gerade gar nicht der beste Weg um mit der Situation klar zu kommen, aber das war im Endeffekt auch egal. Irgendwie musste man das wahre Menschsein noch bewahren und nicht einfach auf jemanden schießen oder ein anderes Leben beenden.

Sie wirkte gerade sehr schwach auf mich.
Wie hatte sie all die Zeit überlebt? Oder lag es daran das Kinder einfach eine stärkere Widerstandhaftigkeit besaßen und dadurch in Zeiten wie diesen stärker herauskamen und dieses Leben auch besser akzeptierten?
Oder wirkte sie in diesem Moment einfach so? Vielleicht wollte sie mich auch einfach an der Nase herumführen und würde mir in den nächsten Moment in den Kopf schießen?

Körperlich würde ich sie auf mitte zwanzig beschreiben. Dreckige Kleidung, das Haar wirkte schon lange nicht mehr wirklich gewaschen - anscheinend gehörte sie keiner Gruppe an - kurz fühlte ich mich schlecht.
Sie erinnerte mich an eines der Mädchen aus LA, welches von einer Horde Beißer zerfetzt wurde.
Man merkte mir die Trauer sichtlich an, doch schnell überdeckte ein vages Lächeln diesen Moment der Schwäche.

"Du wirkst schwach.", kam es über meine Lippen.
"Zu schwach um alleine zu überleben. Entweder bist du abgehauen, tust auf schwach oder hattest bisher Glück."
Ich klopfte mir den Dreck von der Kleidung und hielt ihr dann eine offene Hand ihn. Man sah auch sehr gut das ich mit der anderen Hand nicht zu meinem Revolver griff.
"Also. Willst du mir deine Geschichte erzählen? Oder soll ich dich lieber laufen lassen? Ich schätze das genau das dich dann umbringen würde."

Meine Stimme wirkte gerade nicht überheblich, sondern eher wohlwollend. Genau wie die eines Polizisten, wenn er gerade ein junges Mädchen gerettet hatte und ihr Vertrauen gewinnen wollte.

@Ella Harris


nach oben springen

#7

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 14:59
von Ella Harris • 261 Beiträge

Ich runzelte die Stirn leicht. Überlegte er gerade etwas spezielles? Auf welche Weise er mich kalt machen wollte vielleicht? Unbewusst und vor allem ungewollt atmete ich ganz auf als er seine Waffe wieder weg steckte. Erschießen wollte er mich offensichtlich schon mal nicht, sonst hätte er es schon getan. Trotzdem gab es noch zig andere Varianten einen Menschen zu töten. Auch ganz ohne Waffen. Auf mich wirkte der Mann sehr entschlossen. Ich war nicht überrascht als er aufstand und sich kurz den Staub abklopfte. Ich war nur erstaunt als er mir seine Hand reichte um mir ebenfalls auf die Füße zu helfen. Das hatte vermutlich in den letzten Zehn Jahren keiner mehr getan. Etwas skeptisch blickte ich einen Moment auf seine Hand. Vielleicht wollte er mich wirklich nicht töten. Vielleicht gehörte das aber auch nur zu seiner Art von Jagd? Ich hatte schon verwirrenderes gesehen. Trotzdem entschied ich mich seine Hand schließlich doch anzunehmen und zog mich so wieder auf die Beine. Den Riemen meines Rucksacks wieder fest in der Hand. Er wirkte auf mich unnahbar, aber nicht aggressiv. Automatisch zog ich allerdings meine Hand zurück als er anfing zu sprechen. Und mich damit noch weiter verwirrte. Wenn dieser fremde Mann mir also offerierte das ich schwach aussah, sollte ich vielleicht etwas daran ändern. Da blieb nur was, oder, was vielleicht auch wichtiger war, wie? "Ich bin alleine hier." Das hatte er sicherlich schon bemerkt, also war es auch kein Geheimnis. Ich war nur immer noch etwas durcheinander weil er mich laufen lassen wollte, oder an meiner Geschichte interessiert war. Hatte ich überhaupt eine Gesichte? Ich war die letzten Jahre in einer Kolonie gewesen. Im Grunde war das schon alles gewesen. "Ich habe keine Geschichte." Was aus meiner Sicht der Wahrheit entsprach. Ich hatte existiert und das war auch schon alles. Ich ließ ihn dennoch keinen Augenblick aus den Augen. "Wieso denkst du das ich nicht alleine leben kann?" Immerhin hatte ich die letzten Monate bewiesen das ich es konnte, irgendwie. Im Vergleich zu dem was ich in dieser kurzen Zeit erlebt hatte, würde ich sogar behaupten das ich ziemlich behütet gelebt hatte. Was vielleicht auch der Grund war wieso ich mich zurück danach sehnte.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#8

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 16:39
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

"Ich denke das Menschen ohne Geschichte niemals alleine leben können, da sie dann sich selbst verlieren. Jeder Mensch der keine Geschichte hat, der vergisst sich selbst im Sande der Zeit.", erzählte ich ruhig und lehnte mich an eine Wand.
Von einer der Theken schnappte ich mir eine eingepackte Zigarrenverpackung, öffnete diese und nahm mir eine heraus.
"Jemand der nur existiert - der nur lebt zum überleben verliert sich doch immer weiter im nichts. Oder widersprichst du mir da?"

Zeitgleich griff ich nun an mein Messer, schnitt die Zigarre oben auf und zündete diese an. Ich inhalierte sofort den grauen Qualm und ließ ihn meine Lunge benetzen.
"Denn ich habe Erfahrung damit.", erklärte ich ihr in wohlig warmen Worten.
"Aber kommen wir zu etwas erfreulichem. Ich habe hier in DC schon lange keinen Menschen gesehen und das sollte man doch mindestens feiern. Meinst du nicht?"

Nun hielt ich ihr die Packung der Zigarren hin und lächelte erneut.
"Sterben werden wir sowieso, also warum nicht sich eine Zigarre anmachen?"


@Ella Harris la


nach oben springen

#9

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 17:19
von Ella Harris • 261 Beiträge

Unwillkürlich musterte ich ihn fragend bei dem was er mir gerade erzählte. Irgendwie war es doch das ziemlich Gegenteil von dem, das ich in den letzten Jahren ständig in den Ohren hatte. Man musste funktionieren, dann lebte man auch. Es war Ansichtssache ob man das Leben nennen konnte oder nicht. Zumindest war am Leben zu sein besser als ein Beißer zu sein. Obwohl man dann auch keine Probleme mehr hatte. Außer vielleicht die Frage wo man den nächsten Snack herbekam. Ich blinzelte ein paar Mal zum Boden und wusste nicht so recht was ich überhaupt darauf erwidern sollte. Mich selbst würde ich nicht als dumm bezeichnen, aber das bedeutete nicht das ich überall den Durchblick hatte. Mit zusammengeschobenen Brauen beobachtete ich wie er sich an der Zigarrenpackung vergriff und sich auch prompt ein gutes Teil anzündete. Automatisch schüttelte ich ablehnend den Kopf als er mir auch eine geben wollte. Ernsthaft geraucht hatte ich noch nie. Als Teenager in einer rebellischen Phase hatte ich eher gepafft und die meiste Zeit auch nur eine Zigarette in der Hand gehalten um cool zu wirken. Ob es geklappt hatte war wohl fraglich. Statt mich dem anzuschließen nutze ich lieber die Gelegenheit um meinen Rucksack ordentlich zu schultern. So würde mich das Gewicht auch nicht mehr so schnell aus der Bahn werfen. Trotzdem war der Fremde ziemlich seltsam. Er erinnerte mich ungewollt an jemanden aus der Kolonie. Wenn auch etwas positiver. Aber diese Art war irgendwie vergleichbar. "Ich rauche nicht." Gab ich etwas leiser als gewollt zurück und schüttelte erneut den Kopf. "Und ich denke das nicht jeder eine 'Geschichte' braucht." Ich betonte die Geschichte absichtlich, denn ich war eben anderer Meinung. "Zu existieren ist doch Leben." Jedenfalls war das bisher immer so gewesen. Zeitgleich musste ich mich aber selbst noch einmal umsehen. Ich hatte selbst länger keine anderen Menschen mehr gesehen. Was wohl auch daran lag das ich mich mehr oder weniger immer hier versteckt hatte, seit ich den Platz gefunden hatte. Wobei ich nicht wusste was schlimmer stank. Der verschimmelte Beißer, oder die Zigarre? "Du hast eine Geschichte?" Klar war ich ein wenig Neugierig. Mit Gesichte meinte er wohl wie ich es geschafft hatte noch zu leben. Nur wusste ich das selber nicht so genau. Er schien aber auch alleine zu sein und ihm schien es auch nichts aus zu machen.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#10

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 17:38
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

"Meine Geschichte willst du wissen?"

Ich atmete erneut den Rauch der Zigarre ein, lehnte mich weiterhin an die Wand und dachte kurz nach.
Diese Offenheit war in diesem Moment am wichtigsten, sie wollte es wissen und ich habe sie davor ja auch schon danach gefragt.
"Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, den meine Geschichte geht schon seit 69 Jahre... aber ich vermute dich interessiert nur die Zeit nach dem beginn dieser Apokalypse, nicht wahr?"

Ich zog ein weiteres Mal und versuchte mich an den ersten Tag des Ausbruchs zu erinnern, ich dachte zurück an die LA und an diesen Anruf von der Polizei - sie hatten mich damals wieder angeheuert und ich weiß selbst heute nicht mehr wieso ich das akzeptiert hatte.

Vielleicht war es ja auch einfach das Schicksal?

"Es ist zwar schade das du keine Zigarre willst, aber ich werde dir dennoch meine Geschichte erzählen, angefangen hat alles in LA, ich wurde angeheuert die Polizisten um mich zu scharren, welche ich Jahre davor angeleitet und auch mit ausgebildet habe. Es gab schreckliche Momente, viele Kämpfe und ich habe viele meiner Freunde verloren - sicherlich sogar alle, da ich nicht alle habe sterben gesehen. Ich bin dort aufgewachsen in LA. Habe meine Ausbildung als Polizist genossen und davor war ich im Krieg - einer schrecklichen Sache in Vietnam... nichts das man gerne ... nochmal machen würde. Jedenfalls... LA. Ein Höllenloch. Beißer überall, aber ich habe es geschafft mein Leben und das Leben meiner Freunde zu verteidigen."

Ich holte einmal tief Luft und zog erneut an der Zigarre.


@Ella Harris


nach oben springen

#11

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 18:08
von Ella Harris • 261 Beiträge

Ich war mir nicht sicher was mich an seiner Geschichte am meisten interessierte. Oder ob es nur die Tatsache war das ich wissen wollte wie er alleine überlebt hatte. Vielleicht wollte ich auch nur ein paar Tipps abgreifen um selbst besser über die Runden zu kommen? Schaden konnte es mir jedenfalls nicht. Ich hatte bisher einen Winter draußen erlebt und den auch nur mit ach und krach überlebt. Da die Blätter sich bereits wieder bunt eingefärbt hatten, würde der Winter auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Vielleicht schaffte ich es dieses Mal nicht wieder tagelang zu hungern. Schnee und Regenwasser als Hauptnahrungsmittel waren nicht unbedingt sehr nahrhaft. Ich beobachtete weiterhin wie er an der Wand lehnte, wie einer der coolen Jungs, die früher lässig am Wasserspender standen. Jedenfalls sah es in meiner Fantasy früher so aus. Vielleicht auch etwas schöner und perfekter als es wirklich war. Die letzten Zehn Jahre waren immerhin nicht besonders nennenswert. Da wäre es doch wohl erlaubt, mir die Vergangenheit etwas schöner zu gestalten. Wieder zog ich eine Braue hoch als er mir sein Alter verriet. Das er älter war, war wohl nicht zu übersehen, aber ich hatte nicht damit gerechnet das er noch etwas älter war als ich angenommen hatte. Automatisch formten meine Lippen ein stummes O. Es war beachtlich das er so lange klar gekommen war und immer noch so entspannt hier stand. Leicht legte ich den Kopf zur Seite. So wie er da stand, die Zigarre in seiner Hand hielt und aus seinem Leben erzählte, erinnerte es mich an ein Buch. Als ob er gerade den Klappentext seines eigenen Buches vorgelesen hätte. Warum ich zurückgewichen war als er erwähnte das er einmal ein Polizist gewesen war, wusste ich nicht so genau. Ich hatte keine allzu schlechten Erfahrungen mit der Polizei gemacht, wenn auch keine besonders guten. Für mich waren die Polizisten in meiner Heimatstadt einfach untalentiert gewesen. Oder vielleicht auch eher ambitionslos. Zurück zu weichen war jedenfalls unnötig gewesen, da es keine Polizei mehr gab und niemanden der das Gesetz verteidigte, oder gar durchsetzte. "Bist du deswegen alleine unterwegs?" Immerhin würde ich so vielleicht auch eine Kleinigkeit von ihm erfahren. Ob er wirklich alleine war? Oder wartete er nur darauf das seine Freunde zu ihm nachrückten? Letzteres passte mir nicht so sehr. Ich stand vor dem ehemaligen Polizisten und hatte meine Hände fest um die Riemen meines Rucksacks gelegt. Falls er seine Meinung doch noch änderte, war ich wenigstens bereit wirklich drauf los zu rennen. Wenigstens so weit ich es schaffen konnte. Mein Magen gluckerte ein wenig zu laut dafür. Anscheinend hatte ich zu schnell gegessen und das rächte sich nun. Ich war es einfach nicht mehr gewohnt besonders viel Essen zu besitzen und mein Bauch hatte sich an wenig gewöhnt. Eine Konservendose an einem Tag zu leeren war da vielleicht kein sehr kluger Anfang. Ich presste die Lippen erneut zusammen und hoffte das es den immer noch fremden Mann nicht daran erinnern würde, nach dem Essen sehen zu wollen.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#12

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 18:52
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

"Ob ich deshalb alleine unterwegs bin?", wiederholte ich ihre Frage kurz und dachte kurz nach.

Welche Antwort konnte ich ihr darauf geben? Sollte ich ihr vielleicht offenbaren das ich es einfach nicht mehr aushielt mit einer Gruppe zu überleben?
Oder gab es einfach noch eine gewisse - Angst - jemandem anderem zu offenbaren was ich wirklich gerade empfand? Gerade konnte ich keine wirkliche Antwort ihr darauf geben. Ich schloss also meine Augen und atmete tief ein.

"Ich kann dir darauf gar keine Antwort geben.", gab ich ehrlich zu.
"Vielleicht ertrage ich es nicht mehr unter Menschen zu sein, da ich schon zu viel Leid gesehen habe - aber das heißt nicht, das ich es nicht mag. Das ich mich ... sträube mit anderen zusammen zu arbeiten.", ich fing kurz an die Lachen und legte meine Zigarre kurz zur Seite, drückte sie somit aus und steckte sie zurück.

"Aber vielleicht will ich einfach nicht mehr so viele Tode sehen, vor allem jetzt wo es bald Winter wird - es so viel schneller dunkler wird... wird es schwer sein alleine zu überleben. Für dich jedenfalls.", die letzten Worte wirkten sehr viel provokanter als alles andere.
"Ich ... habe genug Vorräte in meinem Bunker, gerade wollte ich die letzten Sachen zusammenfinden. Verstehst du?", erklärte ich der jungen Dame.

"Aber nun ja. Wo wirst du den Winter überstehen? So ohne festen Wohnsitz wirkt... es nicht gerade klug. Hast du momentan keine Gruppe?"

@Ella Harris


nach oben springen

#13

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 20:31
von Ella Harris • 261 Beiträge

Je mehr er erzählte, desto besser konnte ich ihn verstehen. Ich war wohl aus einem sehr ähnlichen Grund auch allein geblieben. Obwohl ich es langsam wirklich vermisste andere Menschen zu sehen. Oder mit ihnen überhaupt in Kontakt zu treten. Was ich auch vorher niemals gedacht hätte. Vielleicht war das auch ein Grund wieso ich nicht einfach weiter gerannt war nachdem ich sicher war das er mich nicht erschießen würde. Erstaunlich wie verschieden alles sein konnte und doch gleich war. "Aber hier draußen sieht man noch mehr Tote." Nur war das sicher etwas anderes, weil man diese Leute eben nicht gekannt hatte. Und nicht gesehen hatte auf welche Weise sie gestorben waren. Anhand des Virus konnte man eben nur erkennen das sie leider tot waren. Dennoch war mir der Tonfall in seiner Stimme durchaus aufgefallen. Ein paar Dinge verlernte man wohl doch nie. Ich schürzte leicht die Lippen. Er hielt mich also für nicht stark genug um den nahenden Winter zu überstehen. "Ich habe den letzten Winter auch überstanden. Warum sollte dieser anders sein?" Jeder Winter war vermutlich anders und wenn ich wirklich Pech hatte konnte das nicht nur ein sehr harter Winter werden, sondern auch mein letzter. Die Verlockung das er einen sicheren Platz hatte war schon groß. Aber nur weil er mir davon erzählte, war das noch lange keine Einladung. Vielleicht war es auch nur ein dezenter Hinweis darauf das er weiß wo der Hase lang läuft und ein Wink dazu das er doch noch meine Beute einsacken wollte. Indirekt hatte ich ihm damit schon verraten das ich dann die ganze Zeit über alleine war. Ich war stolz gewesen den Winter mehr oder weniger fast unvorbereitet überlebt zu haben, aber die Worte des fremden Polizisten ließen es so langsam ins Gegenteil rutschen. Als wäre es reines Glück gewesen und mehr nicht. Vielleicht war es auch so, aber es hatte funktioniert. Mein Magen gluckerte immer noch vor sich hin. Schön blöd wenn ich so darüber nachdachte. Automatisch wich ich noch einen Schritt zurück als er dann diese Zigarre wieder einpackte und schaute ein winziges Bisschen verträumt auf den Beißer in der Truhe. Er war mittlerweile so aufgequollen das er keine Chance hatte da von allein wieder rauszukommen. "Du stehst in meinem zu Hause." Gab ich dabei leise zu. Der Beißer stank nach wie vor und würde es auch noch eine ziemlich lange Weile tun. Aber er gehörte irgendwie auch hierher. Immerhin war er schon hier als ich angekommen war. Um mich davon abzulenken sah ich wieder zu dem Mann hinüber.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#14

RE: Supermarkt

in Downtown 25.10.2020 20:40
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

War ihr Zuhause das hier?

Geschockt blickte ich sie an. Ein Supermarkt war ihr Zuhause? All das hier? Sie hatte so wenig Vorräte - so eine offene Fläche. Wie würde sie denn hier bitte überleben? Hatte sie überhaupt genug Waffen? Genug Munition? Oder hatte sie einfach einen unbändigen Willen, der sie einfach am Leben hielt?
Am liebsten hätte ich ihr gesagt das alles wieder gut werden würde, aber das schien nicht zu passen - irgendwie. Oder wäre es vielleicht genau das richtige in diesem Moment?

Ich seufzte einmal schwer und legte meine Hand - was vielleicht zu direkt kommen würde - auf ihre Schulter.
"Meine Quellen haben mir gesagt oder besser auf einer Karte gezeigt an denen sich Menschen sammeln, vielleicht würde dir einer der Orte gefallen? Es gibt das Cottage... wirkt recht nett, dann eine dieser Bikercrews... aber du weißt ja wie Biker sind, ich selbst würde da niemals beitreten wollen...", ich fing kurz an zu lachen und entfernte mich einige Meter von ihr.

"Ja.", murmelte ich leise vor mich hin.
Irgendwie kam mir gerade die beste Idee.
"Aber da du sicherlich gut arbeiten kannst, ... es gibt eine eher neuere Siedlung da draußen, sie werden sicherlich jemanden wie dich gebrauchen können, solange du arbeiten kannst. Vermute ich."

Ich hielt meine Hände kurz nach oben - da ich selbst nicht Schuld sein wollte, wenn dem nicht so war.
"Haben ... so eine Burg - oder dergleichen, auf einer kleinen Insel oder dergleichen, man müsste einfach Route 50 nehmen. Ich denke das wäre ... oder ... naja. Alles wäre besser als das oder?"

@Ella Harris a


nach oben springen

#15

RE: Supermarkt

in Downtown 26.10.2020 09:43
von Ella Harris • 261 Beiträge

Er schien wirklich nicht davon angetan zu sein das ich diesen Laden als mein derzeitiges zu Hause auserkoren hatte. Tatsächlich schien er sogar geschockt zu sein. Was mich etwas verwirrte. Er schien wirklich einer dieser Gutmenschen zu sein, die Anderen unbedingt helfen wollten. Ich runzelte erneut leicht die Stirn als er seufzte und trat einen weiteren Schritt zurück als er seinen arm ausstreckte. Wohl wirklich nur um seine Hand auf meine Schulter zu legen, aber das konnte ich immerhin nicht wissen. jetzt sah ich ihn leicht verwirrt an als er anfing zu reden und mir sowas wie eine Art Nachhilfestunde geben wollte. Wirkte ich wirklich so blond auf ihn? Einerseits zeugte diese Geste davon das er wohl tatsächlich nur gute Absichten hatte, aber auf der anderen Seite war ich auch ein wenig beleidigt das er mir nichts zutraute. Egal ob es zurecht war oder nicht. Soviel also zu meinem fixen Plan. Trotzdem hatte auch irgendwo noch einen Funken Stolz den ich auch auf Teufel komm raus bewahren wollte. Daher zog ich eine Braue hoch und spitze kurz die Lippen. "Ich weiß das alles." Ich war nicht so blöd wie ich aussah. Oder für ihn eben aussehen musste. Mir war durchaus bewusst das es noch andere Kolonien gab, außer der, der ich eben mal angehört hatte. Aber ich war bisher einfach noch nicht gewillt gewesen mich darum zu kümmern. Obwohl der Kerl vor mir eigentlich gar nicht so Unrecht hatte. "Du hältst mich wohl nicht nur für schwach, sondern auch für dumm, he?" Ich war vielleicht keine geborene Gewinnerin oder eine herausragende Überlebenskünstlerin, aber ich hatte bewiesen das ich es schaffen konnte. Ob er es nun glaubte oder nicht. Mein Magen gluckerte aus Protest, nur ignorierte ich das um mich nicht unnötig ablenken zu lassen. "Danke für den Tipp. Aber ich hab es bis hierher geschafft. Alleine. Also..." Ein Bisschen angegriffen fühlte ich mich schon. Wenn ich auch sonst nichts hatte, aber meinen Rest Stolz konnte ich sehr wohl verteidigen. Und für den Fall das ich meine Meinung bezüglich meiner Lage änderten wollte, kannte ich jetzt immerhin den Weg. In DC gab es wahrlich genug Autos die man knacken konnte und darüber hinaus auch noch genug anderweitige Fahrzeuge die hilfreich sein konnten. Ich hatte nur noch keine Chance gehabt es zu testen. Oder eben auch keinen Anlass dazu. Aber da der Polizist vor mir nicht nur mich gesehen, sondern auch mein Versteck kannte, sah die Sache vielleicht auch wieder anders aus.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#16

RE: Supermarkt

in Downtown 26.10.2020 11:16
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

Hatte ich eventuell die Worte falsch gelegt? Sie sollten nicht so wirken als ob ich dachte sie wäre dumm, denn meine Art des Polizisten wirkte immer so übervorsichtig. Man nahm sich anderen an und versuchte ihnen zu helfen, natürlich konnte dann auch solche Missverständnisse auftauchen.
Jedenfalls meinte ich das nicht böse - sie fühlte sich gerade auch sicherlich extrem angegriffen. Oder empfand sie so, da sie sich ihrer Schwäche gerade bewusst wurde?
Da ihr Magen erneut aufknurrte, das hatte ich schon davor wahrgenommen blickte ich sie etwas verwirrt an. Wie wollte sie diesen Plan denn überhaupt durchführen? Allgemein zu überleben? Diese Bruchbude würde sie im Winter umbringen und wenn es der Winter nicht tat, dann würden es die Beißer sicherlich machen.

, genau in diesem Moment erschienen sogar eine handvoll Beißer an der Eingangstür.
Irgendwie seltsam - aber sie unterstrichen meine Worte gerade erst richtig - einschlagende Argumente eben.
[fv-dunkelgruen]"Sogar das passende Beispiel... wie wäre es, wenn wir diese Beißer erledigen und dann geb ich dir etwas zu essen?[fv-dunkelgruen],", schlug ich ihr gezielt vor.

Man brauchte einfach einen Plan um diesen Irrsinn zu überleben, das merkte man relativ schnell. Spürte man ja auch immer wieder an der eigenen Haut.

@Ella Harris


nach oben springen

#17

RE: Supermarkt

in Downtown 26.10.2020 12:23
von Ella Harris • 261 Beiträge

Vielleicht war es ein Missverständnis und ich hatte seine Worte falsch aufgenommen. Nur lag es in diesem Moment eben auf der Hand. Ich war stolz darauf und er sah nur einen schwachen Menschen in mir, der nicht für sich selbst sorgen konnte. Wirkte ich nach außen wirklich so jämmerlich? Aber er hatte meinem Magenknurren auch eine falsche Interpretation gegeben. Ich hatte keinen Hunger. Ich hatte mit dem gegenteil zu kämpfen. Meine Hände festigten sich um die Riemen meines Rucksacks. "Du hast diese Beißer hergelockt!" Vorher war es still gewesen, nur wenige Untote kamen hier vorbei geschlichen. Jetzt stand dieser ehemalige Polizist in der Nähe des Eingangs und schon kamen gleich Mehrere. Für mich stand außer Frage das sie ihn gesehen hatten und ihm einfach gefolgt waren. Und da sie nun mal langsamer waren, hatten sie so lange gebraucht um ihn wieder einzuholen. Ich schnaufte kurz. Sein Angebot war vielleicht nett gemeint, aber im Moment beleidigend für mich. Ich zückte ein kleines Messer aus meiner Seitentasche, das eindeutig zu kurz war um jemanden ernsthaft verletzten zu können. "Ich brauche sie nicht zu erledigen, um sie zu überleben." Dann hätte ich zwar ein für alle male Ruhe vor ihnen, würde aber auch Kraft verbrauchen. Und die wollte ich mir sparen. Generell ging ich einem Kampf lieber aus dem Weg. Ich hatte nicht vor den Fremden anzugreifen, dann hätte ich es schon getan. Ich wollte auch nicht das er den Eindruck davon bekam und mich doch noch über den Haufen schoss, stattdessen schnitt ich den ausgestreckten Arm unseres Gefrierfreundes auf und tauchte meine Hände in das, was mal sein Blut gewesen ist. Aufgeschnitten stank er noch viel schlimmer und ich rümpfte kurz die Nase. Mit zuvor hoch geschobenen Ärmeln rieb ich die Haut an meinen Armen schnell ein und beließ es nicht nur dabei. Aus Erfahrung wusste ich das andere Untote sich nicht Gegenseitig auffraßen. Ich stank schlimmer als ich aussah, aber nun hatten diese lästigen Untoten erst einmal mehr Interesse an dem Cop in Rente.



@Eric Woodrue



nach oben springen

#18

RE: Supermarkt

in Downtown 26.10.2020 12:30
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

Ich war natürlich beeindruckt davon wie Ella mit dieser Situation umging und deshalb griff ich in meine Tasche - zum Schrecken der meisten Personen, hatte ich mir einen Trick der Whisperer zu eigen gemacht. Er war sicherlich sogar noch ekelerregender als der von Ella. Sie beschmierte sich nur, aber ich zog mir gleich die ganze Haut eines Beißers über.
Eine Maske hielt bedeutend länger als sich selbst einzuschmieren, da selbst bei Regenfall die Maske Schutz bot und weiterhin die Beißer irritierte. Ein Beißer würde ja auch niemals die eigenen Reihen angreifen - aber wieso war das so?

Lag es eventuell wirklich an der Infektion? Das sie sich verbreiten wollten? Aber wieso zerfetzten sie dann Menschen und ließen sie einfach nur gebissen? Dann hätten sie mehr in ihren Reihen? Oder würde der tote Körper wirklich von dem gegessenen ernährt werden? Aber dann müssten sie ja auch einander essen, wenn sie nichts mehr hatten. Es war eine sehr durchwachsene Theorie von mir - aber ich war mir gewiss das die Beißer ... irgendwie unterdrückt werden würden, wenn man endlich herausfand was sie dazu bewegte Menschen anzugreifen.
Am liebsten würde ich direkt in ein Labor rennen und mein Wissen stillen, aber leider hatte ich dazu keine Fähigkeiten.

Ich nickte Ella zu. Sie gab mir die Schuld.
Irgendwie musste ich ihr da auch zustimmen, aber die Beißer wurden sicherlich von etwas anderem angelockt, denn mein Jeep war Beißersicher, da meine Lockvögel sich davor befanden... gab es vielleicht in der Nähe irgendetwas? Vielleicht Plünderer?

In der rechten Hand hielt ich meine Machete und blickte dann auch schon zu Ella.
Wollte sie die Situation einfach ausharren? Oder würde sie sich wehren wollen und die Beißer vernichten?
Mir war es egal.

@Ella Harris


nach oben springen

#19

RE: Supermarkt

in Downtown 29.10.2020 19:46
von Ella Harris • 261 Beiträge

Klar gab ich ihm erst einmal die Schuld daran. Schließlich konnte ich nicht wissen wie er hierher gekommen war und womit. Ob zu Fuß, oder mit einem Fahrzeug oder sonst wie. Ernst blickte ich weiter zu ihm und beobachtete skeptisch was er da tat. Ich fühlte mich mit dem Blut nicht unbedingt besser, aber durchaus etwas sicherer. Bisher hatte dieser Trick bei mir immer geklappt. Ich wäre wohl niemals im Leben auch nur auf die Idee gekommen einen dieser Beißer zu häuten um sein Gesicht dann zu benutzen. Dabei bekam ich eine Gänsehaut. Mich interessierte weniger wieso die Beißer sich nicht gegenseitig fraßen und wieso sie überhaupt so waren. Es war nun mal so und es sah auch so aus als würde es sich nicht mehr ändern. Sonst hätte das vielleicht schon jemand im letzten Jahrzehnt getan. Die Beißer die uns aufgespürt hatten kamen jedenfalls unaufhaltsam näher. Vermutlich würden sie uns einfach wieder vergessen wenn wir uns nicht zu sehr wehrten. So war es zumindest das letzte Mal gut gegangen. Mit ernster Miene beobachtete ich erst den Polizisten kurz und richtete dann meine Aufmerksamkeit auf die Neuankömmlinge. Es waren nicht besonders viele, da hatte ich schon größere Horden gesehen, aber es waren auch nicht wirklich wenige. Schwer genug um eine Entscheidung zu fällen. Kämpfen, abhauen, oder stumpf stehen und auf das Beste hoffen? Ich unterdrückte den Drang tief durchzuatmen und hielt stattdessen meinen Atem flach und leise. Auch wenn es nicht sehr viele waren, so waren es garantiert genug um mein Leben zu beenden. Bei dem Fremden, der immer noch mit gewissem Abstand vor mir stand, war ich mir nicht so sicher. Er wirkte entschlossen und zäh. Vermutlich war es für ihn kein Problem auch alle einfach im Alleingang zu erledigen. Er hatte seine Klinge bereits gezückt, aber mich hielt noch einiges zurück. Ich schüttelte den Kopf zu langsam ich konnte aber so energisch genug das es für ihn noch zu erkennen war. Dann presste ich die Lippen zusammen. Mein Magen gluckerte immer noch und ließ mich automatisch einen langsamen Schritt zurückweichen. Ich war keine gute Kämpferin. Ich zog es vor nicht den ersten Schritt zu tun. Jedenfalls nicht in dieser Sache. Abgesehen davon wusste ich auch nicht was ich am Besten machen sollte. Immer noch nicht. Ich hatte wohl Pech. Wenn das so weiterging würde meine Magenverstimmung die Entscheidung für mich übernehmen. Weiterhin presste ich die Lippen fest zusammen damit kein anderer Laut von mir zu hören war. Ich müsste lügen wenn mir nicht gerade aufgefallen wäre wie unsicher mein Versteck gewesen war. Ein wenig Angst machte mir das schon. Wieder so ein Moment wo ich die Kolonie vermisste, egal ob es gut oder schlecht für mich war. Immerhin hatte ich dort auch ein paar Menschen kennengelernt. Zwar wusste ich nicht ob überhaupt noch einer von ihnen lebte, was mir ungewollt doch ein paar Tränen in die Augen trieb, aber ich würde es wohl bald herausfinden wenn es so weiterging.


@Eric Woodrue



nach oben springen

#20

RE: Supermarkt

in Downtown 30.10.2020 07:45
von Eric Woodrue (gelöscht)
avatar

Man kämpfte um zu überleben, egal auf welche Weiße - man musste die Klinge erheben und versuchen jeden Tag zu überstehen, egal wie hart dieser werden würde. Ohne zu zögern rammte ich meine Klinge in den Schädel des ersten Beißers, packte ihn mit der freien Hand am Kragen und schleuderte ihn nach hinten, sodass er zwei andere Beißer zu Boden riss und ich mit einem Schwung einen ankommenden Beißer erlösen konnte - es waren zwar nicht all zu viele, doch der Kampfplatz war nur eng und sehr gedrungen, wodurch man es schwer hatte sich wirklich zu beweisen. Einer der Beißer, welche am Boden lagen reagierten außerordentlich schnell - zu schnell meiner Meinung nach - denn er griff nach meinem Fußknöchel und wollte mich damit zu Fall bringen.
Gerade noch rechtzeitig konnte ich meinen Fuß nach hinten ziehen, sodass der Griff fehlschlug und ich mit einem kurzen Stampfer, auf die Beißerhand, den augenscheinlichen Untoten zum Jaulen bringen konnte. War das wirklich ein Beißer? Oder einer der versprengten Flüsterer?
Während der - Untote - aufgejault hatte, biss der wahre Beißer ihm ins Fleisch - ich blickte etwas gedankenverloren zu der jungen Frau und deutete auf den Beißer neben ihr.
Selbst, wenn ich mich über die drei toten Beißer hechten würde (was sicherlich mit einem Knochenbruch verbunden wäre) - hätte ich keine Zeit um ihr zu helfen, aber mein Blick sagte schon alles.
Er wirkte wie.

- Los, kill ihn -

Ich traute ihr es zu - oder tat ich es nicht?
Eventuell wollte ich mich sogar einfach selbst davon überzeugen wie sie sich zur Wehr setzen würde.
Jedoch wurde ich daraufhin von einem anderem Beißer abgelenkt und verlor die Konzentration - Ella verschwand somit aus meinem Blickfeld und ich musste mich der Eingangstür nähern um die anderen Untoten auf Abstand zu halten, das Blut des unechten Beißers hatte nämlich noch mehr von ihnen angelockt - war der Flüsterer etwa Gassi mit seinen Leichen?
Wirkte lustig - jedenfalls im Moment.
Ich selbst hatte wirklich gedacht das diese Drecksbande sich aufgelöst hatte - oder verfolgten mich eine handvoll von ihnen, seitdem ich einen ihrer Leute gelyncht hatte?

Während ich mich zur Türe bewegte und diese mit einem Tisch verbarrikadierte und mich dagegen versuchte zu stemmen blickte ich das erste Mal wieder zu Ella.

Selbst hier vernahm ich die Geräusche ihres Magens - ihr Körper musste sie in diesem Moment wahrlich hassen.




@Ella Harris


Ella Harris hat dich im Auge
nach oben springen


Besucher
5 Mitglieder und 3 Gäste sind Online:
Liam Beaufort, Mira Hawk, Kisten Crawford, Curt Davies, Thomas Marshall

Besucherzähler
Heute waren 9 Gäste und 11 Mitglieder, gestern 251 Gäste und 69 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 2392 Themen und 129370 Beiträge.

Heute waren 11 Mitglieder Online:
Curt Davies, Ethan Riggs, Ian Underwood, Ivar O Bryan, Kisten Crawford, Liam Beaufort, Logan McCallister, Luna Crenshaw, Mira Hawk, Rosita Espinosa, Thomas Marshall

Besucherrekord: 192 Benutzer (10.07.2021 03:55).

disconnected Survive Talk Mitglieder Online 5
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen