Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Winter ... Es ist wieder soweit. Wieder einmal müssen wir mit den Tücken des Winters kämpfen. Vorräte sollten weise verteilt werden. Wege sind vereist, also rutscht nicht aus! Ganze Häuser könnten zuschneien. Macht euch auf was gefasst!

❄️ Der Winter ist auch bei uns angekommen, passt es bitte eurem Play an ❄️
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

⛄ Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da, ehe ihr euch in die Registrierung begebt ⛄

An Aus


#21

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 15:02
von Seth Evans (gelöscht)
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Als sie ihm die Tüte mit so viel Nachdruck unter die Nase hielt, gab er nach und nahm sich dann auch langsam den Rest. SEin Magen freute sich sichtlich darüber. DAnn griff er auch nach der Schneetüte und schlürfte die halbflüssige Masse, um den gröbsten Durst zu löschen.
"Danke...", wiederholte er. Der geschmolzene Schnee liess ihn kurz zittern. Ja, die Kälte war unangenehm. Viel zu unangenehm. es grenzte an ein Wunder, dass er noch kein Fieber erlitten hatte und nun vor sich hin vegetierte.
"Ich helfe euch", versprach er schliesslich. Nun konnte er es, oder? Selbst wenn er bloss hin und wieder eines der erschöpften Kinder trug, war ihr damit schon geholfen, richtig?
Auf ihre Frage hin schaute er kurz aus dem Zug raus. "Ich folge den Gleisen. Die führen zu Orten. In Orten ... hat es Unterschlupf." Aber auch Beisser. Und vielleicht andere Menschen. Aber in ihrem Zustand konnten sie nicht in der Wildnis überlebten. Zumindest nicht ewig. Das war erst im Frühling wieder möglich und es würde noch ein paar Wochen dauern, bis es soweit war. Mit etwas Glück fanden sie noch einen Keller, der nicht geplündert worden war. Wobei es auch recht unwahrscheinlich war. Eigentlich mussten sie fast hoffen, dass sie an einen Ort kamen, wo Menschen waren, die nicht pervers waren. Die ihre Menschlichkeit noch besassen und zumindest die Kinder bei sich aufnehmen würden.
Er folgte ihrem Blick und musterte die Kette. Ja, das eisige Metall war keine Wohltat auf seiner Haut. An einigen Stellen war der Maulkorb mit einem Gummi gepolstert. Doch an seinem Kinn und Nasenrücken lag das blanke Metall auf, genauso wie an seinem Kopf und am Kiefer. Und das war unglaublich schmerzhaft. Zumal das Metall an seiner Nase oftmals wegen der Atemluft gefror und sich Eis daran bildete. Doch mittlerweile war der Schmerz irgendwie ... Er fühlte es nicht mehr richtig. Und er wollte gar nicht so richtig wissen warum. Aber er war sich sicher, dass er das Ding loswerdenmusste. Sonst würde er früher oder später daran sterben.

@Riley Murphy


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#22

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 15:58
von Riley Murphy (gelöscht)
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Meine Handlung war nicht ganz uneigennützig, aber ich musste mir jede Option offen halten. So leid es mir auch tat. Ich grinste leicht als er sich für das bisschen Hase und Schnee bedankte. Zum Leben war es im Grunde zu wenig, aber auch zu viel zum Sterben. Überrascht war ich allerdings als er mir seine Hilfe offen darbot. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Selbstverständlich wäre er uns eine große Hilfe. Zwei Erwachsene hatten nun mal mehr Kraft als ein Haufen Kinder. Ich war mir auch eigentlich sicher das sein Angebot ernst gemeint war. Ein weiterer Blick fiel auf meine Kinder. Ich war hin und her gerissen. Aber er würde uns nichts antun. Nicht nach den Minuten die schon verstrichen sind. "Ich würde mich über deine Hilfe freuen." Dabei lächelte ich ihn zaghaft an. "Wir würden uns darüber freuen." Es war schwer, aber nicht unmöglich wie sich gezeigt hatte. Auch wenn wir herbe Verluste einstecken mussten.
Dann folgte ich seinem Blick aus dem Zug und erkannte so gerade eben noch die Gleise von denen Seth gesprochen hatte. Das war gar keine dumme Strategie. Besser als meine war sie allemal. Jedes Gleis musste unwiderruflich irgendwann zu einem Bahnhof in einer Stadt führen. Und wenn es nur ein Dorf gewesen war. "Es hat Unterschlupf?" Hatte ich das falsch verstanden oder anders interpretiert? Was hatte er damit nur gemeint? Vielleicht wollte ich das auch gar nicht wissen, wenn es schlimm genug war zumindest nicht. Unwissenheit konnte auch ein Segen sein. Ich freundete mich damit an von nun an einen Mitstreiter mehr zu haben. Wobei man auf Seth wohl nicht sonderlich viel aufpassen musste. Er hatte es allein bis hierher geschafft und war sicher kein Schwächling gewesen. Ich hatte nur keine Möglichkeit um meinen Dank zu erwidern.
Ich nahm mein Halstuch ab und fing an es in schmale Streifen zu reißen. Dann deutete ich mit einer langsamen Geste an was ich damit vor hatte. Stück für Stück wickelte ich den Stoff um die schlimmsten Stellen seines Maulkorbes. Zumindest die an denen ich ran kam. Es war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber wenigstens würde es seine Haut ein kleines bisschen besser schützen. "Leider kenne ich keine angemessene Art um mich bei dir zu bedanken..." Flüsterte ich ihm leise entgegen als ich irgendwie versuchte etwas Puffer zwischen seinem Nasenrücken und dem Eisen zu bringen. "Ich nehme nicht an das du geworden bist wie die." Damit meinte ich natürlich den Sklavenhändler dem wir entkommen waren. Allerdings war das eher eine Feststellung für mich selbst als eine Frage an ihn. Ich war mir nicht mal sicher ob er mein Geflüster überhaupt gehört hatte. Seth war so nicht. Ich war mir sicher das ich so ein Verhalten gleich erkannt hätte. "Ich hoffe das wird dir helfen." Es sollte weniger hübsch aussahen, als hilfreich sein. Seine Haut war an einigen Stellen ziemlich rot und aufgerauht. Wenn er das Ding nicht los wurde, würde man ihn wohl bald damit begraben müssen. Ich konnte wohl nichts weiter machen als meine warm gerubbelten Hände an den Teil seines Kopfes zu legen, wo der Maulkorb es zuließ. Seine Ohren waren eiskalt und die Spitzen seiner Haare wiesen Spliss auf. Ähnlich wie meine, daher wusste ich das es bedingt durch Mangelerscheinungen war. "Ein Wunder das du noch keinen Herzinfarkt hattest." Der menschliche Körper brauchte nun mal Wärme um einwandfrei zu funktionieren.

@Seth Evans


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#23

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 16:14
von Seth Evans (gelöscht)
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Sie war dankbar? Und freute sich über seine Hilfe? Hm... Naja, es war das Einzig logische in ihrer Situation. Bei ihr konnte er sich sicher war, dass er ihr vertrauen konnte. Bevor er sie sich als verwesende Beisserin vorgestellt hatte, war sie in seinem Kopf eher sowas wie ein Engel geworden. Sie war viel zu lieb und zu fürsorglich für diese Welt. Sie bedankte sich bei ihm, obwohl sie ihm gerade Essen gegeben hatte.
"Es hat Unterschlupf. Vielleicht Essen. Vermutlich Tote. Und vermutlich Lebende", flüsterte er rau, während er sich wieder ein Stück Fleisch zwischen den Maulkorbstreben in den Mund schob und langsam darauf herumkaute. "Vielleicht finde ich eine Waffe..." Er war schon an den Rändern einiger Orte gewesen aber er hatte bis auf den einen oder anderen Zaunpfahl kaum was Nützliches gefunden. Aber wenn er nicht weitersuchte, würde er nie etwas nützliches finden...
Kurz schüttelte er den Kopf. "Musst nicht", sagte er, wobei er sich auf das Bedanken bezog. Musste sie wirklich nicht. Sie waren sowas wie quitt, schätzte er. Wobei sie deutlich mehr für ihn getan hatte als umgekehrt.
Interessiert sah er ihr dabei zu, wie sie damit begann den Stoff in Streifen zu reissen. Dann begann sie seinen Maulkorb zu polstern. Einige Male zuckte er etwas zusammen, doch alles in allem machte es das Ding tatsächlich irgendwie angenehmer. Auch wenn es immer noch störte. Ob er es jemals loswerden würde...?
Ihre warmen Hände brannten fast auf seiner Haut. Aber es fühlt sich angenehm an, sodass er kurz die Augen schloss. Es war lange her, seit er jemanden so nah an sich herangelassen hatte.
"Willst du schlafen...?", fragte er dann, als er die Augen wieder aufschlug. Jetzt hatte sie die Möglichkeit. Sie würden wohl bald weiter müssen und dann ... es konnte ewig dauern, bis sie von hier zum nächsten Ort kamen.

@Riley Murphy


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#24

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 16:40
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich legte den Kopf leicht zur Seite und versuchte zu verknüpfen was er eben gemeint hatte. Und ich hoffte das er sich nicht selbst damit gemeint hatte. Es gab viel kranker Menschen da draußen, aber ich schätze ihn nicht als einen solchen ein. Er war still und vermutlich berechenbar. Aber das störte mich nicht. So konnte ich wenigstens erahnen wie er war, auch wenn er sonst ein Buch mit sieben Siegeln zu sein schien. Trotzdem lächelte ich wieder leicht als er meinte das ich mich nicht bedanken bräuchte. Nur fand ich es wichtig zu zeigen das ich so empfand. Das es mir nicht egal war und er nicht einfach irgendjemand war. Auch wenn das vielleicht im ersten Moment so wirken musste. Immerhin hatte ich viel zu verlieren.
Seth schien es nicht so unangenehm zu sein wie ich dachte, obwohl ich ihm sehr nahe war. Oder er riss sich zusammen weil er die Wärme einfach brauchte. Bei mir war es etwas anders, offensichtlich. Aber es war verdammt lang her das ich jemandem nahe war und dafür nichts zu erwarten hatte. Und mit erwarten meinte ich selbstverständlich irgendwelche Strafen. Das hatte es nämlich so gut wie immer nach sich gezogen, wenn man Freundschaften im Bau aufgebaut hatte. Eine Strategie die lange gut aufgegangen war. Vielleicht zu lange um es gänzlich zu vergessen. Ich merkte an meinen Händen das er eine Gänsehaut hatte. Die ganze Zeit allein zu sein war mit Sicherheit nicht besonders angenehm gewesen. Ob lebendig oder nicht. Mit geschlossenen Augen sah er ziemlich friedlich aus. Fast schon unschuldig wenn der Maulkorb nicht wäre. Einige Stellen in seinem Gesicht waren natürlich immer noch deutlich gerötet, aber mit geschlossenen Augen sah man sehr gut das er schöne lange Wimpern hatte. Für einen Mann.
Wieder sah ich ihn leicht skeptisch an als er mich auch noch fragte ob ich schlafen wollte. Die Wege waren immer lang und beschwerlich, das war nichts neues. Und ich hatte mich seit Jahren daran gewöhnt wenig, unstet und unruhig zu schlafen. ich wusste nicht einmal mehr ob ich überhaupt mal ausgeschlafen, oder ohne Angst geruht hatte. Irgendwas war schließlich immer. "Ich glaube du solltest eher Schlafen." Ich sprach immer noch leise, auch wenn es nicht nötig war. Auch das war mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Ich nahm meine Hände von ihm als ich merkte das sie nicht mehr übermäßig warm waren und rieb sie wieder gegeneinander. "Bestimmt bist du erschöpft." Das war kein Hellsehen, immerhin war er bereits eingenickt gewesen bevor wir hierher gekommen waren. Und allein irgendwo zu schlafen, konnte gerne und schnell mal die letzte Ruhestätte werden. Immer noch war im Hintergrund das gleichmäßige Atmen zu hören. Fast so als ob sich die Kinder dazu entschlossen hätten synchron zu Atmen. Ich drückte Seth sachte an der Stirn zurück in die Lehne. "Schlaf. Ich passe auf euch auf." Ich war es gewohnt, daher hatte ich keine Probleme damit. Obwohl er mit seiner Feststellung das ich zu weich und zu nett war, vielleicht nicht ganz falsch lag. Nur wollte ich mich nicht zwangsweise verändern. Auch nicht wenn es nötig gewesen wäre. So war ich eben einfach.




@Seth Evans


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#25

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 19:41
von Seth Evans (gelöscht)
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Er wusste nicht, ob es daher kam, dass er so müde war oder weil er einfach wie jeder normale Mensch Nähe brauchte, dass er zuliess, dass sie ihn anfasste und sogar so weit ging seine Augen zu schliessen. Die Wärme tat nunmal einfach gut und gerade fand er es okay. Es hatte etwas tröstendes. Und Trost hatte er seit langer Zeit nicht mehr erfahren. Er war ein Sklave gewesen. Ihm war Furchtbares widerfahren. Genauso wie ihr. Es war ein Band, das sie beide verband und das nie wieder durchtrennt werden könnte. Sie waren beide missbraucht und geschändet worden. Er war daran zerbrochen. Sie hingegen... Sie hatte ihre Menschlichkeit nicht verloren. Wer von ihnen also war wirklich zerbrechlich?
Als er die Augen wieder öffnete und sie meinte, dass er schlafen sollte, grunzte er kurz. Vermutlich würde er sowieso keinen Schlaf finden. Aber wenn sie es unbedingt wollte ...
"Weck mich nachher", sagte er also und liess sich zurückdrücken. Kurz darauf schloss er die Augen wieder und lehnte den Kopf gegen das uralte Polster des Sitzes. Es war hier weder schön noch behaglich... Aber er brauchte wirklich eine Mütze Schlaf. Tatsächlich dauerte es gar nicht so lange, vielleicht zehn Minuten, dann war er eingeschlafen. Nur jedoch, um wieder die abartigsten Dinge zu träumen. Er träumte von den unzähligen Schlachten, die er hatte überleben müssen. Er träumte davon, wie sein Besitzer ihm seine Überlegenheit gezeigt hatte. Wie er ihm jedes Mal wenn er ihn gefickt hatte einen Strich auf den Steiss tätowiert hatte.
Von aussen sah man nichts von der Unruhe, die ihn plagte. Er wirkte ruhig, bis auf ein kleine Brummen. Aber immer mal wieder flatterten Seths Augenlider, als er für ein paar Sekunden aufwachte, realisierte, dass die Panik unnötig war und er immer noch im verschneiten Waggon sass. Der Schweiss trat ihm auf die Stirn, als sein Unterbewusstsein diesen inneren Kampf mit sich selbst ausfocht und versuchte all diese Erinnerungen irgendwie zu verarbeiten.

@Riley Murphy


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#26

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 21:23
von Riley Murphy (gelöscht)
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Diese Frage hätte ich ihm auch nicht beantworten können. Vielleicht lag es daran das ich in der ganzen Zeit nichts anderes getan hatte als mich um die Kinder zu kümmern? Vielleicht lag es daran das ich schon immer eine ruhige Ausstrahlung hatte? Vielleicht war es auch nur Zufall das er sich gerade jetzt zu einem Schläfchen traute? Es war nun mal so wie es eben war. Das war wohl meine Art mich zu bedanken. Ich hatte zuvor nie einen Grund mich für irgend etwas ernsthaft zu bedanken. Uns war das selbe Schicksal zugeteilt worden. Und das war wahrlich kein freundliches. Es war also auch kein Wunder das ich mich ein wenig in seine Lage versetzten konnte. Immerhin wusste ich sehr genau wie Sklaven dort behandelt wurden. Ich hatte seinen Rücken gesehen und seine Tattoos und wusste ganz genau wem er gehörte.
Ich grinste sacht als er darum bat geweckt zu werden. "Mach dir keine Gedanken. Ich passe auf." Mit Absicht flüsterte ich nur noch. Auch wenn er natürlich kein Kind mehr war, wusste ich doch wie ich jemanden in so einer Lage zum Einschlafen bringen konnte. Auch ganz ohne körperlich zu werden. Ich strich ihm die Haare aus der Stirn und summte leise ein Schlaflied. Genau genommen kannte ich bloß ein einziges, das ich hin und wieder mit anderen Worten variierte. Aber es schien als wäre Seth eingeschlafen. Also wurde auch meine Stimme immer leiser, bis ich verstummte. Stillschweigend stand ich leise auf und sah durch die Fenster über das Gelände. Es war nicht wirklich etwas zu sehen. Was mich beruhigte. Ich kontrollierte noch schnell die andere Seite und widmete mich dann den Kindern zu. Ich war stolz auf sie, egal was kam. Heute legte ich mich jedoch nicht zu ihnen, sondern blieb wie versprochen als Wachposten auf.
Nach einer kurzen Weile wurde ich aber wieder auf Seth aufmerksam. Er saß immer noch da, aber schien etwas zu träumen, auch wenn er sich nicht viel bewegte. Diese Anzeichen kannte ich schon von anderen. Mich selbst eingeschlossen. Ich nahm den Saum meines Ärmels und tupfte seine Stirn trocken. Es war noch zu kalt um solche Kleinigkeiten zu ignorieren. Wenn wir voneinander profitieren sollten, musste er leben. Ich kannte ihn noch nicht so besonders gut, aber es würde mich traurig stimmen ihn sterben zu sehen. Leise summte ich also wieder das Schlaflied, setzte mich auf seine Lehne und versuchte ihn zu beruhigen. Dabei sah ich hin und wieder zu den Kindern und aus den Fenstern. Eine böse Überraschung war schlecht, ich wollte hier niemanden aus dem Schlaf reißen müssen.
Ganz unbewusst hatte meine Hand begonnen über die Haare von Seth zu streichen. Das hatte ich bei meinen Kindern immer getan. So viele Nächte und so viele Tage über. Vielleicht beruhigte es auch ihn. So war ich eben. Das alles kam von ganz allein. Und ich musste zugeben das ich die Kinder so manches mal beneidet hatte. Sie kannten nichts anderes als diese grausame Welt und würden dem entsprechend auch nichts vermissen. Der Schrecken war für sie vielleicht nicht so groß wie für mich, oder Seth. Und darum hatte ich sie immer beneidet. Sie kamen mit allem besser klar, schliefen ruhiger und stellten keine Forderungen oder Bedingungen. Aber sie hatten auch einander gehabt. Auch wenn wir Verlust zu betrauern hatten. Sie hielten immer zusammen, kannten es nicht anders. Ich grinste wieder leicht zufrieden als ich sie da so schlafen sah. Eng zusammengerollte und nebeneinander. Die Kleinsten in der Mitte. In solchen Momenten sehnte ich mich nach meiner Familie zurück, auch wenn das nicht mehr möglich war. Etwas gedankenverloren hatte ich die ganze Zeit weiter über Seth' Haare gestrichen.



@Seth Evans


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#27

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 21.01.2019 12:46
von Seth Evans (gelöscht)
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Als er die Augen wieder aufschlug, wusste er nicht so genau, wie lange er denn nun geschlafen hatte. Er merkte nur, dass ein zucken seinen gesamten Körper durchfuhr, als er leicht hochschreckte. Er brauchte einen Augenblick, um sich einigermassen in der Realität wieder zu finden. Er war nicht mehr im Bau... Er war im Zug. im Schlafwaggon. Obwohl er erstaunlich tief geschlafen hatte, fühlte er sich nicht wirklich fit. Er hob den Blick etwas und sah Riley neben sich Sitzen. Für den Bruchteil einer Sekunde sah er statt ihrem Gesicht eine blutende, verfaulte Fratze, die ihn mit aufgerissenem Maul anstarrte, bereit ihm an die Gurgel zu gehen, weshalb er erneut zusammenzuckte. Doch dann normalisierte sich ihr Bild und er konnte sehen, dass sie noch immer lebendig war. Sich immer noch nicht an ihm rächen wollte.
Doch so wie sie da sass, sah sie aus, als hätte sie ihn vor kurzem noch berührt. Hatte er sich dann nicht eingebildet, dass jemand ihm über den Kopf gestreichelt hatte...?
Grummelnd strich er sich mit den Händen über die Augen. Der einzige Ort in seinem Gesicht an den er noch einigermassen dran kam. "Wie lange...?", fragte er. Seine Stimem fühlte sich noch immer ziemlich kratzig und unangenehm an. Wenn er jetzt eine Stunde geschlafen hatte, dann mussten sie langsam weiter. Er merkte schon an sich, wie ihmd ie Kälte während des Schlafes langsam in die Knochen gekrochen war... Wie ging es da wohl den Kindern?
Und Riley? Hatte sie gar nicht geschlafen?
Fragend sah er sie an, ehe er sich aus dem Sitz hoch hievte und sich die Arme rieb, um sich wieder ein wenig aufzuwärmen. Er hatte auch das Gefühl, dass es die Kälte gewesen war, die ihn letztlich geweckt hatte.
"Willst du schlafen...? Oder weiter?", wollte er wissen.

@Riley Murphy


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#28

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 21.01.2019 21:43
von Riley Murphy (gelöscht)
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Meine Methode schien bei ihm nicht zu funktionieren. Statt ihn zu beruhigen, schreckte er auf. Das brachte mich dazu meine Hand wegzuziehen. Aber sicher war er es nur nicht gewohnt jemanden zu sehen wenn er aufwachte. Schon gar nicht so nahe wohl. Das konnte ich nachempfinden. Ich lächelte hauchzart und zog mich etwas zurück indem ich aufgestanden war. Ich konnte mir vorstellen das er etwas mehr Freiraum nach dem Aufwachen gebrauchen konnte. Ich zog leicht die Brauen hoch als er nachfragte wie lange er geschlafen hatte. Eine Uhrzeit hatte und kannte ich nicht, aber es war definitiv zu wenig gewesen. "Nicht lang genug." Antwortete ich daher bloß und zog ebenfalls leicht die Schultern hoch.
Ich konnte nicht wissen was er geträumt hatte, ging aber von allen Anzeichen aus das es negativ war. Mit einem Blick auf die Kinder schüttelte ich auch wieder den Kopf. Nicht nur ihm war die Kälte zugekrochen. Unter all den Lagen Kleidung türmte sich langsam aber sicher eine Gänsehaut auf. Also ging es meinen Kindern auch nicht besser. Bewegung war da leider alles was ich ihnen anbieten konnte. "Ich muss nicht schlafen." Oder eher, ich wollte nicht schlafen. "Wir müssen weiter." Leider war das dinglicher als noch einen Moment länger zu rasten. Es war noch ungewohnt ihn von jetzt an für eine ungewisse Zeit dabei zu haben. Oder waren wir sein Anhängsel? Darauf lief es wohl hinaus. Immerhin opferte Seth uns seine Zeit. Etwas das heute sehr kostbar war.
Ich drehte ihm unbedenklich den Rücken zu und lief zu den Kleinen. Mit gedämpfter Stimme und liebevollen Gesten weckte ich zuerst die Großen wieder auf. Unser Ablauf war so gut wie immer gleich gewesen. Die Großen mussten leider zuerst aufstehen und die Kleinsten zuletzt. Heute war ich sogar so weit gegangen den Kleinsten nicht zu wecken. Stattdessen nahm ich ihn auf den Arm und zwängte ihn noch mit in meine Jacke. Mein ältester Sohn tat das selbe mit seiner kleinen Schwester. Ich lächelte ihn stolz an und küsste allesamt der Reihe nach auf den Kopf. "Abmarsch. Wir begleiten Seth ein bisschen." Meinte ich leise und deutete dabei gleichzeitig auf den einzigen Mann in unserer Mitte. Ich hatte keine Geheimnisse vor den Kindern und ich hielt es für fair sie über alles zu informieren. Zumindest über das was sie verstanden. Mit einer Hand hielt ich den Winzling in meiner Jacke fest, mit der anderen hielt ich die Hand meiner Mittleren fest. "Den Gleisen folgen." Wiederholte ich die Worte von Seth, sah ihn dabei an und wartete darauf das er den ersten Schritt tat.



@Seth Evans


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#29

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 26.05.2019 15:30
von The Walking Dead Team | 2.238 Beiträge

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