Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Wetterbericht

HOT HOT SUMMER ... endlich strahlt sie Sonne und wärmt unsere abgekühlten Körper. Die Damen haben gebräunte Haut und die Herren, lassen sich ein kühles Bier schmecken. Sonne satt und so langsam kommen wir echt ins schwitzen. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 34 Grad. Packt die Sonnencreme ein, verbrannte Haut kann sehr schmerzhaft sein.

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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 93 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 20 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 22 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 10 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 14 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 24 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Rosita, Ezekiel, Enid Taylor, Carol, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

☀ Der Sommer ist da und wird sehr sehr heiß. Dürre und starke Gewitter sind keine Seltenheit ☀

#1

Schlafwaggons

in Zug 121 01.05.2018 01:14
von The Walking Dead Team | 2.194 Beiträge
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#2

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 10.12.2018 15:31
von Alex Miller (gelöscht)
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---> Vor dem Zug

Ich ging dann mit ihr rein und sah sie an " Ich weiss du traust mir nicht aber dein Umgang mit Pfeil und Bogen das hast du nicht einfach so du hast es von mir geerbt skayla und ich weiss ich kann die letzten 18 Jahre nicht nach holen aber ich möchte jetzt für dich da sein und das kann ich nur wenn du mir vertraust Tochter!" Sagte ich zu ihr und sah sie an und wusste nicht was sie darüber sagen oder denken würde aber eins weiss ich ich wollte sie nie wider alleine lassen. "Gib mir eine Chance ein Teil deines Lebens zu sein besonders jetzt wo alles den Bach runter geht müssen wir für einander da sein und zu 2 haben wir mehr Chance zu überleben als alleine!" Sagte ich zu ihr und ging auf sie zu und sah sie an. Ich hatte das Gefühl als würde sie mir nie mal verzeihen. Ich hoffte nur das es mit der Zeit alles heilen würde.

@Skayla Coven
@Amy Mia Dixon


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#3

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 10.12.2018 15:54
von Skayla Coven (gelöscht)
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Ich sah ihn anhörte was er zu sagen hatte schmunzelt leicht. Doch als ich zum Reden ansetzten wollte hörte ich was schnappt mein feil uns bogen, zielte auf die Frau sah dann zu mein Vater ,,, ich dachte du bist alleine" meinte ich kalt zu ihm. Denn sie hatte ich vor eher nicht bemerkt vielleicht war sie gut im Schutz gewesen ob, die zusammen unterwegs waren wusste ich nicht doch war es mir egal das war mein Platz und den las ich mir nicht nähmen von kein. Ich sah zwischen beide ihn und eher ,, ich Ware zeit ich sieben bin alleine unterwegs und traute keiner Gruppe wirklich aus angst zu sterben" meinte ich Ton los doch das wir zusammen halten sollen und ihm eine Chance geben soll lacht ich leicht bitte ,, meine mam hat mir auch keiner geben andere Familie oder Vater zu suchen" meinte ich zu ihm lehnte mich zurück ,, aber ich will nicht so sein" meinte ich dann doch zu ihm hielt die Frau da bei ganz gut im Schacht denn ich wusste nicht, wer sie war ,, gehört sie zu dir?“ fragte ich ihn gleich drauf. Doch sah ich zu ihm seufzte als er noch meinte, dass ich, das bogen und feil von ihm habe,, kann sein dass ich das von dir habe" ,einte ich zum Schluss.


@Amy Mia Dixon
@Alex Coven


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#4

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 11.12.2018 16:06
von Alex Miller (gelöscht)
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Ich sah meine Tochter an und dankbar ich unglaubwürdig zu @Amy Mia Dixon. " Amy ...Amy bist du das ich dachte du werst tot !" Sagte ich zu ihr und sah zu @Skayla Coven
" mir war auch niemand gefolgt aber nimm bitte dein Bogen und Pfeil runter !" Sagte ich zu ihr und ging auf Amy zu und stand vor ihr " du lebst ich hab dich all die 3 Jahre gesucht könnte dich aber nicht finden aber nun bist du hier wie hast du mich gefunden?" Fragte ich sie und sah dann zu Skayla das ist Amy Mia Dixon meine Ehefrau sprich deine stiefmutter!" Sagte ich zu Skayla und legte meine Hand an Amys Wange " Amy!!" Sagte ich leise und sah sie als an und fing an zu lächeln. " wie ist das möglich!" Ich war wircklich verwirrt und dennoch glücklich nun beide Frauen in meinem Leben zu haben skayla und Amy.
Ich setzte mich hin und wusste nicht was ich noch sagennaollte " skayla komm mit mir es gibt da eine Kolonie in dem ich bin da hast du Sicherheit und essen!" Sagte ich zu ihr.

@Skayla Coven
@Amy Mia Dixon
@


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#5

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 11.12.2018 20:24
von Skayla Coven (gelöscht)
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@Amy Mia Dixon du bist dran mit posten


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#6

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 18.12.2018 11:54
von Skayla Coven (gelöscht)
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@Alex Coven du kannst posten


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#7

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 18.12.2018 12:17
von Alex Miller (gelöscht)
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"Wie auch immer hier kannst du nicht bleiben skayla komm mit mir ich habe eine Kolonie gefunden in den wir leben können ohne dies hier und ohne das wir Angst haben müssen hier draussen zu sterben!"
Sagtebich zur meiner Tochter und sah sie an und dachte nach was er nun machen sollte. Ich musste auch so langsam wider zurück aber ich könnte nicht ohne skayla gehen. " komm mit mir skayla !" Sagt ich zu ihr und ging dann nach draussen und schrieb ihr einen wegplan wo sie mich finden kann."hier das ist ein Plan wie du mich finden kannst ging den Plan und du kommst direkt zu mir sollte ich nicht da sein warte da auf mich ok!" Sagte ich zu ihr und sah sie an.

@Skayla Coven


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#8

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 18.12.2018 20:20
von Alex Miller (gelöscht)
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<----- Wälder


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#9

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 04.01.2019 10:32
von Seth Evans (gelöscht)
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First Post

Der Zug hatte auch schon bessere Jahre gesehen. Er hing krumm und schief über den Gleisen, die meisten Fensterscheiben fehlten und die Natur hatte damit begonnen, sich zurückzuholen, was ihr gehörte. Efeu und andere Ranken wucherten über die einzelnen Wagons, welche mittlerweile ziemlich verrostet waren. Doch nun hing über allem sowieso eine dicke Schneedecke.
Seth stapfte an den einzelnen Waggons vorbei, lauschte auf mögliche Geräusche. Doch er konnte nichts hören. Es war ziemlich still hier. Nach einiger Zeit fand er einen Eingang in den Zug. Drin sah es nicht viel besser aus. Der Schnee war zu grossen Teilen bis hinein gelangt. Doch da es keine Spuren von anderen Menschen hatte, fühlte er sich einigermassen sicher. Im INnern war es dunkel aber auch direkt ein wenig wärmer als draussen. Es ging kein Wind und der Schnee isolierte ironischerweise die Kälte ein wenig ab. Aber von gemütlich war es hier noch weit entfernt. Seth bewegte sich ganz langsam immer weiter in den Zug hinein, bis er eine Stelle fand, wo der Boden nahezu frei von Schnee war. Dieser Waggon war so dermassen überwuchert, dass der Schnee nicht hineingelangt war. Erschöpft setzte er sich auf einen der alten Sessel. Dann wartete er einige Augenblicke. Er musste sich ausruhen. Durstig war er nicht, den Schnee konnte er gut durch den Maulkorb hindurch essen. Aber hungrig war er. Im Winter fand man kaum was zu essen. Da musste man jagen oder hoffen noch irgendwo eine Konserve zu finden. Dieses Glück war ihm bislang verwehrt gewesen, also hatte er angefangen einfach alles zu essen, das ihm irgendwie untergekommen war. Von Mäusen über Ratten, zu Wurzeln, Blättern und Moosen über Schnee ... Sogar Papier hatte er in seiner Verzweiflung bereits zu sich genommen. Alles das er irgendwie trotz des Maulkorbes in seinem Gesicht essen konnte. Aber der Hunger nagte an ihm wie der Tod persönlich. Er war sich sicher, dass er bald draufgehen würde, wenn er den Maulkorb nicht loswurde. Denn daran hing noch ein Teil einer Kette und die war so laut, dass er jegliches Wild direkt verscheuchte - und dafür Beisser anlockte. Und das ständige klirren nervte ihn und machte ihn noch wahnsinniger als er sowieso schon war.. Mehrmals hatte er bereits versuchte mit purer Gewalt das eiserne Zeug von seinem Gesicht zu reissen, doch bislang ohne Erfolg. Noch dazu fror er fast die ganze Zeit und er konnte kaum je wirklich schlafen. Aber eigentlich weigerte er sich, jetzt zu sterben. Nicht, da er es endlich in die Freiheit geschafft hatte....

@Skinny Boulder
(@Riley Murphy )


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#10

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 04.01.2019 15:12
von Skinny Boulder (gelöscht)
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FIRST.

Schnee - kilometerweit. Alles war von einer undurchdringlichen Decke aus Weiß bedeckt und das bedeutete für Skinny, dass sie sich zu Fuß auf den Weg machen musste, völlig egal wie sehr es ihr missfiel. Trotzdem trug sie ihre Motorradstiefel, einfach, weil sie keine anderen Schuhe hatten, die sie so gut vor der Kälte schützen konnten. Aus einem Koffer, den sie vor einer Weile gefunden hatte, hatte sie eine Jacke und eine Hose mitgehen lassen. Sie trug zwei Schichten Kleidung, abgesehen davon, dass ihr erstes Oberteil nur ein T-Shirt war, aber einen zweiten dicken Pullover hatte sie nicht und der ihrer Schwester passte ihr überhaupt nicht. An den Händen trug sie Motorradhandschuhe und ein dicker Schal war um ihren Hals gewickelt. Sie war eigentlich ganz gut für den Winter ausgerüstet. Die Jacke hatte sie bis zum Hals geschlossen, doppelt mit Reißverschluss und Knöpfen und trotzdem kroch ihr die Kälte unter die Kleidung und peinigte ihre Haut. Da sie keine Mütze oder Kapuze besaß, trug sie in einer Hand ihren Motorradhelm, sollte es noch einmal beginnen zu schneien. Ansonsten befanden sich auf ihren Ohren nur Ohrenschützer, die sie bei ihrer Schwester ausgeliehen hatte. In ihrer Jackentasche wartete ihr Küchenmesser auf Benutzung, aber bisher war sie gut durchgekommen. Sie konnte nicht einschätzen, wie lange sie mittlerweile unterwegs war, aber es musste schon eine Weile sein. Das Clubhaus der Ryder war mittlerweile nicht mehr zu sehen, nirgendwo und die Umgebung wurde immer unbekannter. Sie lief nah an ein paar Gleisen, bis ihr in einiger Entfernung ein Zug auffiel. Bei näherer Betrachtung, fiel ihr auf, dass dieser bereits eine ganze Weile dort entgleist sein musste. Etwas entfernt vom Zug stoppte sie und zog das Küchenmesser aus ihrer Jackentasche. Fußstapfen. Menschliche, lebendige Fußstapfen. Trotzdem sie Bedenken hatte, steuerte sie auf den entgleisten Zug zu und umklammerte den Griff des Messers. Den Spuren zur Folge, hatte sie es nur mit einer Person zu tun - das würde sie vielleicht noch schaffen, wenn es hart auf hart kam. In erster Linie ging es ihr jedoch darum, möglichen Proviant zu finden, oder etwas, was ihr Waffenarsenal aufstocken würde. Je näher sie dem Zug kam, desto mehr rutschte ihr das Herz in die Hose. Wenn dort noch jemand war, dann hörte er sie bereits kommen, denn durch den Schnee konnte sie sie sich schlecht anschleichen. Sie stand vor einem offenen Waggon, konnte jedoch noch nicht hineinschauen. Sie wollte sich nicht hineinlehnen. Sie wollte nicht wissen, bo jemand dort drin war, aber ihre Neugier siegte. Sie machte einen Satz in den Waggon hinein und richtete sich direkt auf, damit sie mögliche Angriffe abwehren konnte. Ihre Augen brauchten kurz Zeit, sich an die Dunkelheit im Inneren des Waggons zu gewöhnen und kaum war dies passiert, entdeckte sie bereits jemanden dort sitzen. Anfangs war sie sich gar nicht sicher, ob tot er lebendig. Sie blieb auf Sicherheitsabstand, sah sich nur in dem Waggon um, ob sie irgendetwas Nützliches finden konnte. "Bleib da sitzen! Dann passiert dir nichts.", kam es ruhig über ihre Lippen. Sie konnte ihn nicht einschätzen. War ihr eigentlich auch egal. Es ging darum, dass sie nur nach wichtigen Dingen suchen wollte.

@Seth Evans
(@Riley Murphy )


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#11

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 04.01.2019 16:16
von Seth Evans (gelöscht)
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Er sass da so eine ganze Weile und liess die Müdigkeit auf sich wirken. Allmählich begann er zu dösen, als das Geräusch von knirschendem Schnee an sein Ohr drang. Allerdings vermischte sich das Geräusch mit seinem Traum, in dem er von einer Herde Beisser verfolgt wurde. Allen voran die junge Frau, die er nicht hatte retten können. Er hatte sie den Beissern überlassen müssen. Sie war bestimmt gefressen worden und danach wieder aufgestanden, um ihn bis ans Ende der Welt zu jagen, wenn es sein musste. Ja, er hatte in seinem Wahn erfolgreich verdrängt, dass sie sicherlich noch lebte und weiterhin von diesem Pack immer und immer wieder vergewaltigt wurde. Und er konnte nicht das Geringste dagegen tun. Er konnte nur rennen und rennen und rennen und hoffen irgendwann sich selbst zu entkommen.
Erst als das Geräusch näher kam und gefährlich nah an seine Ohren drang, kehrte er in die Realität zurück und die bleiche Zombiefrau, die er zuvor sah, verwandelte sich in eine etwas weniger tote Version einer Frau. Seth zuckte etwas zusammen und blinzelte. Er war sich sicher, sie würde verschwinden, doch sie war ein Stück hartnäckigerer Illusion, die sich hier vor ihm zeigte. Sie war eine Manifestation seines Wahnsinns. Und dann begann die Halluzination auch noch zu sprechen. Im ersten Moment ergaben Worte für ihn keinen Sinn mehr. Wie lange war es her, seit er wirklich viel gehört oder gar selbst gesprochen hatte? Er war kein Mann, der Selbstgespräche führte. Deshalb war seine Stimme seit Wochen unbenutzt.
Die Kette an seinem Maulkorb klirrte, als er sich ein wenig rührte. Mit seinen Augen folgte er jeder ihrer Bewegungen ganz genau. Sollte er sie ansprechen? Sie schien genauso wenig auf Konfrontation aus zu sein wie er. Und vielleicht verschwand sie ja, wenn er sie ansprach. Ausser sie war gar keine Einbildung...
Er wollte den Mund öffnen, stellte aber fest, dass er eigentlich gar nicht mehr so genau wusste, wie man sprach. Ja, er hatte es vergessen. Vergessen wie Worte funktionierten.
Also gab er lediglich ein kurzes "Mhhhm...", von sich. Vermutlich klang er einem Untoten gar nicht so unähnlich. Aber er brauchte etwas zu essen....

@Skinny Boulder
(@Riley Murphy )


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#12

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 12.01.2019 21:15
von Riley Murphy (gelöscht)
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Es konnten nur wenige Wochen gewesen sein, seit uns die Flucht gelungen war. Wenn nicht sogar nur Tage. Mein Zeitgefühl war noch nie das Beste gewesen. So oft ging die Sonne auf und so oft wieder unter. Dafür kamen wir nicht besonders schnell vorwärts. Der Schnee setzte nicht nur mir ganz schön zu. Auf der Flucht hatten wir praktisch jedes Gebäude, das auch nur halbwegs sicher erschien, mitgenommen. Durch das kalte Wetter wurde die Reise noch weiter erschwert. Es gab kein Gewässer zum Fischen und das wenige Wild das mir über den Weg lief, sättigte so viele Mägen immer nur vorübergehend. Allein wäre ich sicherlich sehr viel schneller gewesen, aber welche Mutter konnte sich schon von Kindern trennen? Mir war der Gedanke nicht in den Sinn gekommen. Es waren nicht nur für mich harte Zeiten. Vermutlich für jeden Menschen der länger als zwei Tage leben wollte.
Wir sahen ein wenig aus wie eine wandelnde Altkleidersammlung, aber wenigstens hielt es die Kälte ab. Wir alle zogen eine seltsame Spur durch den Schnee hinter uns her. Vermutlich konnte man das alles mir den Untoten verwechseln. Vielleicht war auch das der Grund wieso unsere Flucht letztendlich bis jetzt gelungen war. Es hatte also auch Vorteile, wenn auch unbeabsichtigte. Der Schneefall lichtete sich allmählich als mein Blick auf einen entgleisten Zug fiel. Nicht gerade ein geschlossener Raum, aber wir kannten keinen Luxus. Die älteren Kinder und ich wechselten uns ab und trugen die Kleinen immer wieder Meilenweise. Auch die Großen kamen ab und an in die Gunst auf meinem Rücken getragen zu werden. Nur waren diese Abschnitte leider sehr kurz. Der Zug kam da genau gelegen. Perfekt um eine hoffentlich trockene Rast zu machen. Das brachte mich leicht hoffnungsvoll zum Lächeln.
Trotzdem blieben wir in unserer eingeübten Formation. Was bedeutete das ich zuerst hinein ging. Ich hatte ein kleines dünnes, dafür aber scharfes Messer gezückt und hielt es schützend vor mich als ich den Innenraum begutachtete. Bisher war alles still und bewegungslos. Schon mal ein gutes Zeichen, da Zombies sich in der Regel immer bewegten. Das erleichterte mich etwas. Als ich aber doch jemanden erblickte, zuckte ich leicht zusammen und biss mir auf die Lippen um kein unnötiges Geräusch zu machen. Mir gelang das, den Kindern, die am Ende des Zugabteils warteten allerdings nicht. Sie schnappten nach Luft. Und auch wenn das nicht wirklich laut war, war es ein hörbares Geräusch. Für den Moment blickte ich halb im Profil zu ihnen zurück und drückte einen Zeigefinger auf meine Lippen, um ihnen zu signalisieren still zu sein.
Von schräg hinten und im leichten Halbdunkel des Zuges, konnte ich jedoch noch nicht erkennen um wen es sich handelte, geschweige denn ob es überhaupt ein Mensch war. Die Gestalt saß stocksteif da und sah ein wenig tot aus. Nur blieb in der heutigen Zeit eben niemand je wirklich tot. Ich tapste leichtfüßig etwas um den Sessel herum und versuchte überhaupt irgendwelche Anzeichen zu erkennen. Dann tippte ich den Menschen mit der Spitze meines Messer gegen den Oberarm um zu testen mit wem ich es hier zu tun hatte. doch vermutlich wieder einmal nur ein weiterer Untoter. Das ich jemand halbwegs bekannten treffen könnte, kam mir nicht in den Sinn.


@Seth Evans


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#13

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 13.01.2019 22:06
von Seth Evans (gelöscht)
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Es war so ruhig und sogar halbwegs warm in dem Zug, dass Seth schläfrig wurde. Eigentlich schlief er nicht gern, weil ihn dann die Albträume verfolgtn. Ziemlich schlimme Albträume, die verhinderten, dass er jemals wirklich Ruhe fand. Selbst im Schlaf nicht. Oftmals wachte er auf, völlig desorientiert, zitternd und keuchend. Doch gerade dämmerte er vors sich hin, während sich seine Umgebungsgeräusche mit denen in seinem Traum vermischten. Es passierte ihm oft, dass er nicht mehr so gut zwischen Realität und Traum unterscheiden konnte. Das Geräusch, wie jemand nach Luft schnappte ... Im Traum sah er Untote. Untote Kinder. Eine blasse, albinohafte Untote, die ihn verfolgte, die ihre langen Finger nach ihm ausstreckte und ihn schliesslich fast zu fassen kam...
Seth zuckte zusammen, als er spürte, wie etwas ihn anstupste. Er riss die Augen auf und da stand sie tatsächlich direkt vor ihm. Die Frau, die ihn verfolgt. Er hatte sie nicht retten können, sie war von den Untoten gefressen worden. Er hatte es mit eigenen Augen gesehen... Oder hatte er...?
Für den Bruchteil einer Sekunde war er wie erstarrt. seine Muskeln gehorchten ihm nicht mehr - doch dann verpasste ihm das Adrenalin eine Ohrfeige. Er schreckte hoch, wobei ihm das Messer in den Oberarm schnitt. Der Schmerz biss heftig zu. Der schmerz war real, also war es auch die Frau. Sie war keine Illusion, sie war echt und sie würde ihn umbringen dafür, dass er nur zugesehen hatte, als sie gefressen wurde.
Keuchend stolperte er nach hinten von ihr und den Kindern weg. Er sah ihre bleichen Fratzen. Sie wollten sich an ihm laben und ihn in Stücke reissen.
Die Kette, die noch immer an dem Maulkorb hing, klirrte viel zu laut in seinen Ohren, als er kurz stehen blieb und blinzelte. Das half manchmal, um die Wahnvorstellungen zu vertreiben. doch diese hier war hartnäckig. Noch immer war sie da. Blutverschmiert, mit aus dem Bauch hängenden Eingeweiden, die augen kalt und leblos....

@Riley Murphy


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#14

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 14.01.2019 22:30
von Riley Murphy (gelöscht)
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Es dauerte einen Moment bis der sitzende Mensch meine Anwesenheit realisierte. Aber so schnell wie er dann reagierte, konnte ich nicht wirklich viel unternehmen. Dem Körperbau zufolge war es ein Mann. Das Messer in meiner Hand bohrte sich bei der schnellen Bewegung fast gänzlich von selbst in seinen Oberarm. Gewollt war das nicht. Ich zuckte selbst dabei zurück und hörte im Hintergrund die Kinder genauso japsen. Kurz blicke ich aus dem Augenwinkel wieder zu ihnen und machte sie wieder darauf aufmerksam lieber still zu sein.
Dabei sah ich wieder konzentriert nach vorn, war aber nur einen Moment später erschrocken über das was ich da sehen konnte. Die Gestalt starrte mich ungläubig an. Als wäre ich ein Geist oder etwas noch schlimmeres. Was mich aber eigentlich zusammenzucken ließ, war der unverkennbare Maulkorb in seinem Gesicht. Den hatte ich lange nicht mehr gesehen. Und es gab nur einen den ich bisher noch nicht wieder gesehen hatte. Das konnte nur der letzte Sklave sein, der damals zu uns gebracht wurde. Die ganze Zeit über hielt ich das Messer ganz automatisch schützend vor mich. Weniger weil ich Angst vor ihm hatte, sondern eher weil ich seine Reaktion nicht abschätzen konnte. aber das er immer noch den Maulkorb trug hieß wohl nichts gutes. Ich versuchte mich krampfhaft an seinen Namen zu erinnern. Und daran, ob er ihn mir überhaupt verraten hatte. In Erinnerung war nur das er nicht sehr gesprächig war.
"Hör auf mich so anzustarren. Ich bin kein Geist." Meine Stimme war nicht besonders fest oder laut, aber doch wenigstens zu hören. Irgendwann hatten wir es uns angewöhnt nur noch leise zu sprechen, wenn nicht sogar nur noch zu flüstern. "Ich bin noch lebendig und nicht tot." Obwohl ich es jetzt auch hätte sein können, keine Frage. Aber wir hatten Glück gehabt. Die meisten von uns jedenfalls. "Wir wollten hier nur Rast machen." Sprach ich weiter und steckte mein Messer wieder weg. Gleichzeitig deutete ich mit der anderen Hand den Kindern an näher zu kommen. Ich mochte es nicht sie weiter weg zu sehen. So konnte ich sie nicht beschützen. Sie traten langsam an die Wand gedrückt näher und ließen den Mann ebenfalls nicht aus den Augen. Hinter mir blieben sie stehen und ich konnte die eine oder andere Hand an meinen Beinen und Händen spüren. Auch das war stets so abgesprochen gewesen. Denn was war für mich ein Zeichen das alle noch da waren. "Wir leben noch." Wiederholte ich mich dieses Mal bewusst im Plural. Ich schob den Ärmel an meine Arm hoch und zeigte ihm meinen Unterarm. Weiße Haut kam zum Vorschein, unverletzt aber nicht gerade sauber. Trotzdem zeigte ich ihm das letzte Tattoo das ich ungewollt bekam und bei dem er selbst auch anwesend war. Vielleicht erinnerte er sich doch noch an mich. "Ich bin es doch. Riley." Mit Amnesie kannte ich mich nicht aus, aber davür mit Angst.


@Seth Evans


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#15

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 15.01.2019 00:17
von Seth Evans (gelöscht)
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Noch immer starrte er sie an. Wie hatte sie ihn gefunden?! Er war doch bereits seit Wochen unterwegs... WAr er so langsam gewesen? Wobei, sie war Untot. Für sie spielte Zeit keine Rolle.
Sein Herz raste in seiner Brust und er zuckte zusammen, als hätte sie ihn geschlagen, als sie die Stimme erhob. Sie sprach zwar leise, doch in seinen Ohren hörte es sich an wie der Knall einer Peitsche. Sie sprach zu ihm. Bislang hatte kein Untoter gesprochen.
Wie vom Donner gerührt starrte er die Frau vor sich an, ehe er auf einmal für einige Sekunden die Augen schloss und sie dann wieder öffnete. Nun hatten sich die Kinder um sie geschart, hielten sich an ihr fest, verängstigt und verunsichert.
Ganz langsam liess seine Anspannung nach, als sein Hirn realisierte, dass die Frau und die Kinder keine Einbildung waren. Dass sie wirklich vor ihm standen. In seinem Kopf ratterte es. War ihr die Flucht gelungen...? Wenn ja ... Waren die Kerle sicher hinter ihr her... Oder vielleicht war sie gar ein Köder, um ihn wieder einzufangen. Schwer atmend schaute er sich kurz um. es sah aus, als wäre ausser ihr und den Kindern niemand hier. Er hörte auch nichts...
Er wollte etwas sagen, doch er stellte fest, dass seine Kehle staubtrocken war. Er hatte seit Wochen kein einziges Wort gesprochen. Seine Stimmbänder waren regelrecht eingerostet.
"Hm...", machte er also bloss. Ja, er erkannte sie ... und sie lebte. Sie war nicht zerrissen worden von Untoten. Sein Blick wanderte zu dem Tattoo, das sie ihm offenbarte.
Immer mehr drängte sich ihm der Gedanke auf, dass sie gar nicht von Untoten gefressen wurde. Dass er sie zurückgelassen hatte... Bei diesen grausamen Schweinen. Diesen Perversen!
Kurz räusperte er sich. "Wie...?", fragte er dann mit tiefer rauer Stimme. Mehr brachte er nicht aus seinem geschundenen Hals.

@Riley Murphy


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#16

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 15.01.2019 14:19
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich blieb weiter etwas auf Abstand. Immerhin konnte ich nicht wissen wie er weiter reagieren würde. Die neue Situation würde ihn vielleicht in die Flucht schlagen, oder aber aggressiv werden lassen. Obwohl es im Moment so aussah als ob er sich erinnern würde. Vermutlich hatte auch er viele Gesichter gesehen. Es wäre also nicht verwunderlich wenn er sich nicht an alle wieder erinnern konnte. Mir ging es nicht anders. Von den Kleinen ganz zu schweigen. Das sie bei mir waren und zeigten das alles in Ordnung war, beruhigte mich. Und er schien sich auch zu beruhigen. Realisiert zu haben das wir keine Gefahr für ihn waren, eher andersrum
Er gab einen brummenden Ton von sich und ich legte meinen Kopf leicht zur Seite. Leider wusste ich noch nicht so genau was das zu bedeuten hatte. Trotzdem ließ ich meinen Arm langsam wieder sinken und legte die Hand auf einen Kopf mit buschigen Haaren. Wir alle sahen wohl so aus, wie er sich fühlte. Immerhin hatte er dann doch seine Sprache wiedergefunden und fragte mit lediglich einem einzigen Wort. Mehr war auch gar nicht nötig. Ich wusste was er wissen wollte. Nämlich wie wir entkommen waren. Das war einfach erklärt, aber schwer auszusprechen. Daran zu denken war schon nicht besonders berauschend. Ich war mir nicht sicher ob er eine Erklärung verdient hatte, aber ich war mir sehr sicher das es für seine Psyche wichtig sein konnte.
"Kein Mitleid von dir." Das brachte uns auch nicht weiter und ebenfalls nicht zurück. Dabei legte ich den anderen Arm um die Schultern meines Ältesten. "Wir leben nicht weil wir es dir verdanken, soviel ist klar. Also brauchen wir auch kein Mitleid von dir. Du hast das getan was dir als richtig erschien. Und das ist in Ordnung. Jeder ist sich selbst der nächste. Das gilt eben auch für dich." Ich ließ Seth einen Moment aus den Augen und hob unser jüngstes Mitglied auf meine Arme. "Wir handeln anders. Aber das bedeutet nicht das wir das auch von anderen verlangen. Oder überhaupt erwarten." Ich hatte irgendwie das Bedürfnis mich zu erklären, auch wenn er im Grunde nichts damit zu tun hatte und es überhaupt nichts weiteres erklärte. Ich entschied mich dazu die Wahrheit etwas milder auszudrücken. "Wir haben unsere Schwester verloren. Sie war es, die du gesehen hast. Allein hätten wir das alle nicht überstanden. Sie hat uns gerettet indem sie sich einfach so fangen ließ." Die Frau war nicht meine biologische Schwester gewesen, aber wir waren irgendwann dazu übergegangen uns als solche zu bezeichnen. Immerhin teilten wir alle das selbe Schicksal und hätten wohl auch alle auf die mehr oder weniger selbe Art geendet. Bei dem Gedanken setzte sich ein Kloß in meinen Hals. Mir war nach Tränen und Trauer zumute, doch zeigte ich nichts davon. Für mich, für meine Kinder und letztlich auch für den Mann uns gegenüber. Mitleid konnte missverstanden werden und das Gegenteil heraufbeschwören. Nur weil ich weich war, hieß das nicht das ich auch so handelte. Ich spürte einen kleinen Kopf an meiner Schulter, behielt derweil aber lieber wieder Seth im Auge.


@Seth Evans


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#17

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 11:41
von Seth Evans (gelöscht)
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Er brauchte einen Moment, um ihre Worte zu realisieren. Ja, er hatte sie zurückgelassen, was noch immer an ihm nagte. Er hatte es nicht geschafft sie zu beschützen, geschweige denn sie zu befreien. Stattdessen hatte er sein eigenes Leben in die Hand genommen und war abgehauen, als sich die erste Gelegenheit dafür bot. Und er war auch nicht zurückgekehrt, um sie doch noch zu holen. Er hatte keine Waffe, war geschwächt und hatte genug damit zu tun selbst nicht zu krepieren. Er konnte seine Energie nicht für andere verschwenden.
Seth nahm es ihr nicht übel, dass sie vermutlich ziemlich enttäuscht von ihm war. Er war nunmal ein Mann, der seine Menschlichkeit schon vor Langem verloren hatte... Aber sie hatte etwas in ihm geweckt. Vielleicht die Erinnerung an seine kleine Schwester... Die er auch nicht hatte beschützen können. Und nun hatte er wieder versagt.
Allmählich entspannte er sich wieder. Sein Blick wanderte zu den Kindern, die ihn geschockt, erschrocken und auch ein wenig neugierig musterten.
Auf ihre Erklärung hin nickte er bloss. Sie wollte kein Mitleid, also würde sie keines kriegen. Erneut musste er sich räuspern. seine Stimme wollte immer noch nicht wirklich wie er. Sprechen fühlte sich so ungewohnt an.
"Hier ist es sicher", sagte er und nickte zu den Sitzen und den paar Betten. Einige davon waren eingestürzt, die Matratzen waren dünn und halb verfault aber immerhin konnte man darauf liegen oder sitzen.
Er selbst bewegte sich noch keinen Millimeter. Natürlich würden ihre Überlebenschancen steigen, wenn sie sich zusammen täten... Aber.... "Wirst du verfolgt?", wollte er weiter wissen. Ja, falls sie verfolgt würde, würde er es sich überlegen, ob er hier blieb. Allerdings hatte er sowas wie eine zweite Chance gekriegt, oder? Sie war noch am Leben. Sie hatte sich selbst helfen können. Nun konnte er zumindest versuchen sie in Sicherheit zu bringen. Auch wenn er keine Ahnung hatte, wo sie waren.

@Riley Murphy


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#18

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 13:27
von Riley Murphy (gelöscht)
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Er regte sich nicht. War das ein gutes Zeichen? Ich konnte ihn sehr schwer einschätzen. Immerhin konnte ich nicht wissen wie es in seinem Innern aussah. Hatte er Schuldgefühle? Oder war es ihm ganz einfach egal? Beides war sehr gut möglich. Der Maulkorb mit der Kette war immer noch sein Erkennungszeichen irgendwie. Mir war aufgefallen das ich Seth gar nicht anders kannte. Seit wir uns das erste mal gesehen hatten, hatte er diesen Maulkorb. Obwohl es mich nicht sonderlich wunderte das er das Ding noch nicht losgeworden war. Ohne Schlüssel oder das richtige Werkzeug war es unmöglich ohne ihn zu töten oder sehr schwer zu verletzten.
Ich legte den Kopf leicht zur Seite als er meinte hier wäre es sicher. Zumindest sicher vor dem letzten Kältezug. Fast erachtete ich ihn als freundlich, doch dann folgte selbstverständlich die Frage ob wir Verfolger hatten. Aber da konnte ich gewissenhaft den Kopf schütteln. "Niemanden." Bestätigte ich noch dazu. "Sie werden auch unsere Spuren durch den Schnee nicht mehr finden." Zum einen weil wir eben keine einheitlichen Spuren hinterließen, und zum anderen weil der Schnee teilweise schon wieder auf dem Rückzug war. "Ich versichere dir das sie uns nicht jagen. Sie haben genug mit sich selbst zu tun." Ich war nicht als einzige entkommen. Diese Massenpanik wurde von vielen ausgenutzt. Obwohl vermutlich auch viele wieder eingefangen wurden. Wenn der Boss es überstanden hatte. Ich nickte meine Gedanken stumm für mich weg und fragte mich wieso ich diese Kerle immer noch als Boss bezeichnete. Ich hatte sie nie als solche anerkannt.
Tief atmete ich durch und gab den Kindern Entwarnung. Hätte Seth uns was antun wollen, hätte er es sofort getan. Ich nickte mit dem Kopf zum Bett und ließ auch den Winzling auf meinem Arm wieder runter. Die Kinder trollten sich zusammen und besetzten die wenigen Matratzen, die man noch benutzen konnte. Zumindest war es hier Windstiller und weicher als der gefrorene Boden draußen. Sie kuschelten sich zusammen und ich musste leicht grinsen. Es tat gut etwas Anspannung zu verlieren. "Du hast Hunger, nicht wahr?" Fragte ich Seth und setzt mich im Gegenüber in einen schiefen Sitz. Das war nicht schwer zu erraten. Man sah es ihm schon im Gesicht an. Er hatte Muskeln gehabt, aber für seine Größe deutlich zu schmal. Ich hatte leider nichts großartiges das ich ihm anbieten konnte. Mit einem Blick zu den Kindern und einem weiteren auf Seth, zog ich einen kleinen Plastikbeutel hervor. Der war wiederum in einem weiteren Beutel, der mit Schnee gefüllt war um den Inhalt zu kühlen. "Hier." Ich zog den Inhalt hervor und zeigte ihm die wenigen Streifen Fleisch die von dem Hasen übrig waren. Über einem Feuer gebraten und durch den Schnee gefühlt, war es die bisher beste Variante wenigstens ein Wenig für einen oder zwei Tage frisch zu halten. Ich rupfte das Fleisch in kleinere Stücke und gab Seth dann den Beutel. "Du lässt uns hier bleiben. Tot bist du unnütz." Das war nicht besonders freundlich, aber so war die Welt nun mal. Als meine Hände wieder frei waren, nahm ich das Ende seiner Kette in die Hand und musterte sie. Sie war völlig zerkratzt und verbogen. Natürlich hatte er versucht das Ding loszuwerden. Das konnte ich nachvollziehen. Nur war ich immer noch nicht in der Lage ihm damit zu helfen. Ich runzelte leicht die Stirn und grinste sachte, als ich aus dem Hintergrund ein leises aber beständiges Schnarchen hörte. Laut genug um es zu hören, aber leise genug um niemanden anzulocken.



@Seth Evans


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#19

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 13:51
von Seth Evans (gelöscht)
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Seth nickte kurz. Gut. Sie wurden nicht verfolgt, also herrschte für ihn auch keine Gefahr. Nun kam er doch endlich etwas näher und setzte sich dann auch hin. so konnte er sich entspannen. Riley hatte ihm noch nie etwas getan, die Wahrscheinlichkeit war klein, dass sie es jetzt tun würde. Zumal ihr Nutzen grösser war, wenn sie ihn lebend hatte. War wohl eine Tatsache...
Kurz warf er einen Blick zu den Kindern, die sich auf den Matratzen zusammenrollten und alsbald eingeschlafen waren. Sie mussten so rasch wie möglich in Sicherheit. An einen warmen Ort. Etwas besseres, als ein alter Zug...
Seth seufzte innerlich. Vermutlich würde er es nicht ertragen, wenn die Kinder eines nach dem anderen starben. Aber unwahrscheinlich war es nunmal nicht.
Als sie ihn dann auf seinen Hunger ansprach, hob er den Kopf ein wenig. Er starb fast vor Hunger. Wenn sie etwas zu Essen hatte.. Und Tatsächlich holte sie etwas Fleisch heraus. Allerdings nicht viel und er fühlte sich fast schlecht, als er die kleine Tüte entgegen nahm und sich das erste Stück in den Mund schob. Es schmeckte nach nicht wirklich viel aber war dennoch gerade einfach das Beste Essen, das er sich vorstellen konnte. Ganz langsam kaute er darauf rum. Je langsamer er ass, desto eher würde er sich satt fühlen, ohne zu viel gegessen zu haben... Und er hatte nicht vor alles zu essen. So begnügte er sich mit drei der kleinen Stücke, ehe er ihr den Beutel wieder zurückreichte.
"Danke...", sagte er, wobei er ihr dabei zuschaute, wie sie mit dem Ende der Kette spielte. Ja, er hatte wirklich versucht den Maulkorb loszuwerden. Aber ohne einen Bolzenschneider oder sowas in der Art würde er es nicht schaffen.
"Habt ihr ein Ziel...?", wollte er wissen. Dabei musterte er sie. Sie war immer noch so dünn wie damals, als er sie das erste Mal getroffen hatte. Ihre Haare lang, beinahe schneeweiss... Sie sah unglaublich zerbrechlich aus.

@Riley Murphy


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#20

RE: Schlafwaggons

in Zug 121 20.01.2019 14:45
von Riley Murphy (gelöscht)
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Vielleicht war ich nicht so zerbrechlich wie er dachte. Immerhin hatte ich es bis hierher geschafft und einiger der Kinder gleich dazu. Egal ob wir Kämpfer waren oder nicht. Für mich zählte lediglich das wir es so weit geschafft hatten. Kurz folgte ich seinem Blick zu den Kindern und wandte mich dann wieder an ihn. Hätte ich seine Gedanken gekannt, hätte ich ihm zugestimmt. Aber ich musste keine Gedanken lesen können um zu wissen das die Kinder nicht nur eine temporäre Bleibe brauchten. Im Bau waren sie wenigstens etwas geschützt gewesen. Nur wollte ich das meine Kinder auch die Chance bekam erwachsen zu werden und anders als die Bosse dort. Es sollten weder Soldaten noch Kanonenfutter werden. Dafür hatte ich zu viel ertragen müssen.
Dennoch war ich überrascht das er mir die Tüte nach den drei Bissen schon wieder zurück gab. Es war lobenswert, aber nicht nötig. "Iss bedenkenlos. Wir haben es immer geschafft. Und werden es auch weiterhin." Das war mein fester Vorsatz. Alles was ich je wollte und alles wofür ich kämpfte. Schon immer, seit meine Familie tot war. Ich hielt ihm die Tüte unter die Nase. Der Geruch würde ihn vielleicht dazu animieren weiter zu essen, auch wenn kein einziges Gewürz daran war. Nicht nur er hatte bisher unaussprechliche Dinge gegessen um am Leben zu bleiben.
Allerdings schüttelte ich auf seine Frage hin den Kopf. Seine Stimme klang rau für mich. Erstickend und trocken. Vermutlich war er die ganze Zeit allein gewesen und hatte dem entsprechend kein Wort geredet. Ich zog die andere Tüte hervor und reichte sie ihm ebenfalls. Der Schnee darin war noch nicht ganz geschmolzen, aber auch nicht mehr fest. "Wir haben kein festes Ziel. Ich kenne diese Welt nicht und weiß nicht einmal wo wir sind." Vielleicht konnte er uns doch mehr helfen als erwartet. Ich lächelte erneut sachte. "Nehm nur. Schnee gibt es noch genug." Der halbe Zug war allein noch im Schatten voll davon. Das gleichmäßige Atmen der Kinder beruhigte mich dabei. Es half mir immer etwas Ruhe zu finden.
"Wo willst du hin?" Gleiches Recht für alle und man konnte nie wissen ob er nicht doch etwas wusste. Wenigstens ein paar Tage etwas anderes als harter Boden und vermoderte Züge. Es war purer Zufall gewesen ausgerechnet so abgelegen Seth zu begegnen. An so etwas wie Schicksal glaubte ich nicht. Ich wusste nicht mal ob es irgendeinen Gott gab. Ich konnte mich an mein Leben zuvor fast nicht mehr erinnern. Vielleicht wollte ich es auch nur nicht mehr. Wieder nahm ich das Ende seiner Kette in die Hände und fuhr mit dem Zeigefinger ein paar Kerben nach. Die schienen frischer zu sein, waren noch nicht dreckig oder abgerundet. Mich traf an seiner Miesere keine Schuld, dennoch hatte ich meinerseits zu wenig getan. Bei der Flucht hatte ich nicht an Werkzeuge gedacht. Auch während unserer Reise war mir das nicht so in den Sinn gekommen. Obwohl ich hin und wieder mit meinen Gedanken in der Vergangenheit steckte. "Es tut mir leid das du immer noch mit diesem Ding zu schaffen hast." Ich hätte es vermutlich geschafft im letzten Getümmel ein passendes Werkzeug zu stehlen. Nur hatte ich Angst. Wenn auch nicht um mich. Dabei blickte ich Seth nicht wirklich in die Augen, sondern sah weiterhin auf seine Kette. Die dicken Glieder aus Eisen waren genau so kalt wie der Schnee draußen. Sein Gesicht musste vor Kälte schmerzen.


@Seth Evans


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