Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Herbst ... Gerade noch habt ihr euch in der Sonne gebräunt, schon fallen die ersten bunten Blätter. Tja, das Leben zieht viel zu schnell an uns vorbei. Es wird kühler, es regnet viel. Stürme dürfen auch nicht fehlen und die Vögel ziehen in den Süden. Bereitet euch auf den Winter vor, dieser kommt schneller als ihr denkt!

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----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

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Walking Dead Charas: Rosita, Ezekiel, Enid Taylor, Carol, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

🍁 Der Herbst rückt immer näher. Blätter fallen, es wird kälter, Zeit um Vorräte zusammeln 🍁

An Aus

#1

Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 12.09.2019 11:28
von Malia Wrench (gelöscht)
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Die Monate in der Kolonie waren nur so vorbei gezogen. Es kam Malia wie gestern vor, dass man sie verletzt unten am Fluss gefunden hatte und sie somit nicht nur eine neue Heimat sondern auch ihren Bruder wiedergefunden hatte. Das Unglaubliche war eingetreten und sie konnte Azra nach Jahren wieder in die Arme schließen. Die Monate über hatten sie aber dennoch gar nicht soviel Zeit miteinander verbracht, wie es Malia manchmal lieb gewesen wäre. Meistens war es der Alltag im Dorf, der sowohl Azra als auch Malia selbst davon abhielt, etwas mehr Zeit zu verbringen und einfach mal wieder unter sich zu sein. Sich zu unterhalten und alte Zeiten aufleben zu lassen.

Es war ein sonniger Frühlingstag außerhalb, den Malia letztendlich nutzte, um zur Hütte ihres Bruders zu gehen. Mittlerweile hatte Malia schon ihre eigene kleine Hütte im Dorf, weshalb sie nicht mehr bei ihm wohnte. Vor wenigen Monaten hatten sie ein Gespräch über wilde Pferde gehabt, die es wohl in der Gegend gab. Malia hatte die traurige Geschichte um ihren treuen Hengst erzählt, wie er gestürzt war und nicht mehr aufstehen konnte, wie sie ihn erlöst hatte und noch eine Nacht neben ihm schlief um ihn am nächsten Tag dort zurückzulassen und wie es ihr das Herz zerriss. Azra und sie hatten sich verabredet um ihr möglicherweise auch ein neues Pferd zu beschaffen. Nicht nur weil es nützlich war und man so schneller vorankam, sondern auch weil es ein kleiner Trost war einen neuen Begleiter in seinem Leben zu wissen.

Malia hatte sich komplett ausgerüstet. Hatte ihr Schwert und ihre Pistole dabei, nur für den Fall, dass Beißer mal wieder ihren Weg kreuzten. Auch zierte ihr auffälliges Warpaint ihre Augen, welches mittlerweile zu so etwas wie ihr Markenzeichen geworden war. Dann klopfte sie an der Tür. Für Malia war es das erste Mal, dass sie eine Begegnung mit wilden Pferden haben sollte, bisher hatte sie noch nie welche in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen und kannte diese majestätischen Tiere lediglich aus Büchern oder dem Fernseher.

@Azra


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#2

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 12.09.2019 12:57
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Schon vor ein paar Tagen hatte Azra damit angefangen alles vorzubereiten, was sie heute brauchen würden. Jeden Tag war er dort hin geritten, wo er die Wildpferdeherde gefunden hatte und auch seit längerem verfolgte. Obwohl Pferde umherwanderten, blieben sie ihrem Zuhause oftmals treu und kehrten immer wieder zu den selben Plätzen zurück.
Allerdings war der Begriff Wildpferde irreführend. Diese Pferde waren verwildert und teilweise auch wild geboren, doch natürlich stammten sie von den Pferden ab, welche die Apokalypse überlebt und sich an das Leben draussen gewöhnt hatten. Deshalb zog Azra es vor, die Mustang zu nennen.
Derzeit befanden sie sich ganz in der Nähe. Sie würden maximal zwei Stunden brauchen, bis sie die Herde gefunden hatten, wenn alles so klappte, wie er sich das vorstellte. Er hatte alles gepackt, was sie benötigten. Ferngläser, Lassos, genug Proviant und natürlich eine Karte. Er hatte alles auf zwei Rucksäcke verteilt, sowie die Satteltaschen gefüllt. Gerade hatte er die Satteltaschen geschultert, um in den Stall zu seinen Stuten zu gehen, die er bereits am frühen Morgen geputzt hatte, noch bevor die Sonne richtig über den Horizont gekrochen war.
doch genau in dem Moment klopfte es. Azra lächelte und ging zur Tür, um aufzumachen.
"Hey", grüsste er Malia. Er musste sich immer noch etwas daran gewöhnen, dass sie sich dieses Zeug ins Gesicht schmierte und ebenfalls so sehr auf Mittelalter machte, wie die andern im Dorf. Er selbst hatte damit nie wirklich was anfangen können und versuchte sein Leben so modern wie möglich zu führen. Entsprechend stach er in seiner alten Lederjacke und den Jeans oftmals ein wenig heraus. Ausserdem flocht er seine kurz geschnittenen Haare nicht und liess isch auch keinen Rauschebart wachsen oder so .... Aber naja, jedem das seine.
"Hast du dich schick gemacht?", grinste er, als er direkt an ihr vorbei ging und ihr dabei die eine Satteltasche überreichte. "Komm, wir satteln direkt die Pferde. Ich hab noch zwei Rucksäcke drinnen stehen, die wir dann mitnehmen können...." Er warf die Satteltasche über die Stallwand und ging dann hinein, um die beiden STuten an den Halftern zu packen und sie nach draussen zu führen und anzubinden, bevor er die Sättel raus holte und sie den beiden auf den Rücken legte.
Nach dem Winter hatte er den Paddock auch wieder stabil aufgebaut, sodass sie das verwilderte Pferd dort halten konnten, bis es sich den menschlchen kontakt wieder gewöhnt war.
Als beide Pferde gesattelt waren, befestigte er die Satteltaschen, ehe er die Rucksäcke holte und den leichteren an Malia übergab.
"Also ..." Er holte die Karte raus und hielt sie gegen die Stallwand. "Wir reiten jetzt da hoch, alles in Richtung Süden. DAnn müssen wir hier rüber und in diesem Umkreis befindet sich die Herde im Moment.... wenn alles gut läuft, sind wir in zwei Stunden dort."

@Malia Wrench


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#3

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 12.09.2019 17:15
von Malia Wrench (gelöscht)
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Malia war so unglaublich glücklich aber auch dankbar, dass sich ihr Bruder dazu bereit erklärt hatte mit ihr ein Pferd aufzuspüren und es ihr zu fangen. Außerdem wollte er ihr dabei helfen es im Anschluss an sie zu gewöhnen, um dass sie irgendwann auch aufsitzen und auf dem Pferd reiten konnte. Es war eine ziemliche Arbeit die sie ihrem geliebten Bruder dort verschaffte, aber es war ja auch für eine gute Sache. So konnte Malia zum Beispiel außerhalb des Dorfes schneller von einem Punkt zum anderen kommen und mittlerweile trieb die junge Wrench sich viel außerhalb rum.

Es dauerte nicht lange bis Azra ihr die Tür öffnete und sie sich kurz mit ihrem Bruder begrüßte. Sie ahnte bereits, dass er heute wohl schon früh auf den Beinen gewesen war um alles vorzubereiten und sie selbst war auch nicht untätig gewesen. Hatte ihre Waffen gesäubert und somit wieder auf Vordermann gebracht. Verlässliche Waffen waren außerhalb nun mal die halbe Miete! Auch hatte ihr Warpaint einiges an Zeit gefordert. Was für manch' andere sicherlich nur für willkürlich verschmierte Kohle aussah, fraß doch einiges an Zeit. Sie wusste bereits, dass es für Azra gewöhnungsbedürftig war. Doch Malia machte es eher weniger, weil sie so ein großer Mittelalter-Fan war sondern hatte es sich eher als Ausdruck ihrer kämpferischen Seite angeeignet. Sie konnte sich damit identifizieren und liebte es sich somit auch etwas von den anderen abzuheben. Doch natürlich hatte sie, seitdem sie im Dorf war und immer mehr Kontakte knüpfte, auch ein gewisses Interesse zu den ganzen Riten und Gebräuchen des Mittelalters für sich entdeckt. Oft hatte sie Azra schon angeboten ihm die Haare zu flechten, so wie sie es mit ihren Haaren auch schon eine kleine Ewigkeit machte, doch jedes mal hatte er es abgelehnt und Malia akzeptierte das natürlich.

"Na immer doch!", antwortete sie ihm grinsend als ihr Bruder auf ihr Warpaint anspielte. Sie nahm die Satteltasche entgegen und wartete ab bis Azra beide Stuten nach draußen geführt hatte wo sie sich beide dann dran machten die beiden Tiere zu satteln. Es war schon eine kleine Ewigkeit her seitdem Malia das letzte Mal was mit einem Pferd zutun gehabt hatte. Nur hin und wieder hatte sie die beiden Stuten von Azra gestreichelt, weshalb die Brünette innerlich immer hibbeliger wurde heute hoffentlich ihr eigenes Pferd zu fangen. Nur wenige Minuten später nahm Malia den Rucksack entgegen und schulterte diesen auch direkt bevor sie ihre volle Aufmerksamkeit zu ihrem Bruder und dessen Karte brachte. Während er erklärte und mit seinem Finger über die Karte fuhr nickte sie. "Verstanden, dann würde ich sagen, sollten wir keine Zeit verlieren, hm?", ein kleines Lächeln spielte über ihre Lippen nachdem Azra die Route erklärt hatte, nur wenige Momente darauf streichelte Malia nochmal kurz die Stute, welche sie heute beritt und begab sich dann auf den Rücken des Pferdes. Es war zuerst ein ungewohntes Gefühl..aber schnell fühlte sie sich wieder pudelwohl im Sattel. "Nach dir, Bruderherz!".

@Azra


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#4

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 12.09.2019 21:17
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Azra grinste leicht bei ihren Worten. "Genau ... Am besten keine Zeit verlieren." Dann konnten sie vorm Mittag noch dort sein und die Lage abchecken. Es konnte immer noch sein, dass sie mit leeren Händen zurückkehren würden. Doch das hoffte er natürlich nicht. Er hatte seiner Schwester versprochen, dass er ihr ein Pferd besorgen würde.
Für den heutigen Tag überliess er ihr Akasha. Sie war die ältere und ruhigere der beiden Stuten. Ein absolutes Verlasspferd. Während Runja hin und wieder noch ein paar Flausen im Kopf hatte, war Akasha ihrem Reiter komplett treu.
Behände stieg er in den Sattel. Man sah ihm bei seinen Bewegungen an, dass er das beinahe täglich machte, selbst wenn er als Teenager nichts mit Pferden hatte anfangen können. Doch nach der Apokalypse waren sie fürs Überleben für ihn fast unerlässlich geworden. Sie tranken kein Benzin wie das Auto, das er noch besass und kaum noch je fuhr.
Azra nahm die Zügel in eine Hand und ritt voran. Nebst seiner Machete hatte er auch sein Gewehr dabei für den Fall der Fälle. Dieses hatte er hinter den Sattel geklemmt, wo er es gut erreichen konnte, wenn es sein musste.
Allerdings rechnete er eigentlich damit, dass es ruhig werden würde. Er hatte in den letzten Tagen keine Anzeichen von Untoten gefunden. Jedoch die Spuren eines Pumas. Allerdings waren die Spuren schon ein paar Tage alt gewesen und entsprechend machte er sich auch keine Sorgen, dass dieses Tier für sie ein Problem werden könnte. Deshalb erzählte er Malia nichts davon.
Nachdem sie Balar komplett hinter sich gelassen hatten und der Weg ein klein wenig anstieg, schaute Azra zu Malia und musterte sie kurz. Sie war wirklich zu einer starken Frau herangewachsen. Er war wirklich stolz auf sie, auch wenn sein Beschützerinstinkt nach wie vor vorhanden war. Er würde eben doch immer der ältere Bruder bleiben.
"Und? Wie hast du dich eingelebt...?" Die Frage stellte er eigentlich jedes Mal. "Was treibst du so den lieben langen Tag...?" Vielleicht hatte sie ja irgendwelche Sorgen und Nöte, die sie ihm nun in aller Ruhe erzählen konnte. Zwei Stunden ritt würden nicht im Flug vergehen, wenn sie sich bloss anschwiegen.
"Sind auch alle nett zu dir....?"

@Malia Wrench


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#5

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 13.09.2019 12:58
von Malia Wrench (gelöscht)
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Der Tag war ja noch jung aber umso früher sie los ritten, umso schneller kamen sie dort an und umso früher konnten sie sich vielleicht auch wieder auf den Rückweg machen. Beißer waren zwar am Tage schon gefährlich aber in der Nacht stieg das Risiko nochmal deutlich an. Nicht das es dann plötzlich mehr Beißer gab, aber die Sicht war einfach beschränkter.
Malia beobachtete ihren Bruder, wie dieser in den Sattel stieg als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes getan. Es war nach wie vor ein Bild an das sich Malia gewöhnen musste. Nach wie vor sah sie irgendwie Azra mit seinem Auto... aber nicht mit einem Pferd und nun war er solch' ein Profi im Umgang mit den Tieren, sodass Malia auch noch etwas von ihm lernen konnte.

Malia folgte ihrem Bruder. Es fühlte sich unglaublich gut an wieder in einem Sattel zu sitzen und zu reiten. Auch genoss sie es mal wieder etwas mit ihrem Bruder zu unternehmen, fernab vom Dorf und somit vom Alltag. War Malia in den ersten Minuten mit Akasha hinter Runja und Azra geritten, wurde der Weg schon bald etwas breiter, sodass sie sich neben im einfand. Azra eröffnete das Gespräch und Malia tat noch einen tiefen Luftzug bevor sie ihm auf seine Fragen antwortete. "Es läuft alles gut soweit", antwortete sie ihm und lächelte leicht. "Ich bin in seitdem der Schnee geschmolzen ist wieder oft außerhalb unterwegs. Innerhalb des Dorfes versuche ich dort zu helfen wo man gerade meine Hilfe braucht, außerdem spiele ich wieder oft Gitarre und singe", beim letzten Teil des Satzes zog sich ein glückliches Grinsen über ihre Lippen. "Ich habe das schon ewig lange nicht mehr gemacht und bin jetzt umso glücklicher, dass ich es in der Kolonie wieder ausleben kann".
Bei ihrem Bruder musste sie sich nicht verschlossen halten, er war neben Ivar und Clary einer der wenigen im Dorf der die wahre, fröhliche Seite von Malia auch miterlebte und kannte. Ihm vertraute sie blind und das würde sich gewiss auch nicht ändern.
"Bisher ist jeder nett zu mir.. aber mit so vielen Leuten hatte ich auch noch keinen Kontakt..", schmunzelte die Brünette. "Eigentlich sind es nur du, Taavi, Clary und Ivar.. bei dem Rest... man nickt sich kurz zu wenn man sich sieht", beschrieb sie.

"Was ist mit dir, Azra? Wie ergeht es dir in letzter Zeit und was treibt Akando?", hakte sie nun aber auch bei ihrem Bruder nach. Schließlich hörte sie von ihm mindestens genauso wenig wie er von ihr, wenn sie nicht gerade gemeinsam Zeit verbrachten oder sie sich mal wieder über Nacht bei ihm einquartierte. Der breite Weg gabelte sich, während sie ihre Frage an ihren Bruder gestellt hatte. Nur kurz darauf öffnete sich der kleine Waldweg zu einer Lichtung und gab einen kleinen Fluss zur linken der beiden frei, welcher in einigen Metern einen kleinen Wasserfall offenbarte. Einige Forellen sprangen dort aus dem Wasser. Sofort zeigte Malia mit ihrem Finger in die Richtung um ihren Bruder darauf aufmerksam zu machen. "Schau!".

@Azra


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#6

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 13.09.2019 14:54
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Geduldig hörte Azra ihr zu. Es war schön zu hören, dass es ihr soweit gut ging und sie sich wohl fühlte. Eigentlich war es überhaupt ein Glück, dass sie heute hier sein und miteinander reden konnten. Ihre Eltern und ihr Bruder hatten es schliesslich nicht geschafft. Er versuchte zwar nicht zu oft daran zu denken, trotzdem passierte es immer mal wieder.
Kurz seufzte er bei dem GEdanken, lächelte dann aber. "Schön. Dann können sie ja in Zukunft dich fragen, ob du für sie singst...", meinte er schmunzelnd. Er selbst spielte ebenso Gitarre und sang, doch er machte es nicht gern vor allen Leuten. Weihnachten war so eine Ausnahme, weil es da irgendwie behaglich war. Aber sonst zierte er sich meistens eher ein wenig. Schliesslich hatte er auch von sich aus beschlossen eher ausserhalb des Dorfes zu leben. Und das, obwohl er mittlerweile Teil der Anführerschaft der Gemeinde war. Er brauchte die Ruhe aber einfach meistens. Wenn er nun schon so viel Verantwortung auf sich trug, um so mehr.
"Ivar...?" Kurz stockte er, schmunzelte dann aber. "Ich kenne ihn nicht so gut ..." Aber wenn Lia ihn mochte, konnte er ja nicht so schlimm sein.
"Ach, mir gehts super..." Azra zuckte mit den Schultern. "Immer viel zu tun. Es wird nie langweilig..." Wenn er mal nichts fürs Dorf zu tun hatte, dann brachte seine eigene Hütte, seine Tiere und all seine Vorbereitungen für jede Jahreszeit mehr als genug Arbeit mit sich.
"Akando ist weggegangen ..." Irgendwann gegen den Frühling war der junge Rüde einfach nicht mehr aufgetaucht. Vielleicht hatte er ja irgendwo eine Fähe gefunden und ein Rudel gegründet. Er wusste es nicht... Klar vermisste er den Wolf aber da Akando ein Wildtier war, war es nicht verwunderlich, dass er irgendwann seinen eigenen Weg gehen musste. Das war absehbar gewesen.
"Ich habe ihn schon ein paar Wochen lang nicht mehr gesehen. Im besten Fall hat er eine Fähe gefunden. Ich hoffe es zumindest für ihn..." Dass er umgekommen war konnte natürlich auch sein. Aber das hoffte er einfach nicht. Zumal er nie irgendwo in der Umgebung einen Wolfskadaver gefunden hätte...
Als Lia zu dem Fluss deutete, grinste Azra kurz. "Da wollte ich schon lange mal fischen gehen...", sagte er zu ihr. "Die Gewässer hier oben sind sehr Fischreich. An einem Ausläufer des Flusses kommen sogar die Lachse hin. Dort kann man zur richtigen Zeit Grizzlys und Baribal beobachten...."
Eigentlich sollte er es unbedingt mal machen... Hierher kommen und einfach einen Tag lang Forellen fangen. Nur leider hatte er einfach wirklich nur selten die Zeit dafür.

Sie ritten noch eine ganze Weile, bis sie über eine Anhöhe gekommen waren, wo Azra einen kurzen Blick auf die Karte warf. "Von hier aus müssen wir die Augen offen halten. Die Herde befindet sich oft in dieser Gegend ...." Er deutete auf ein grosses Areal, das in erster Linie aus einer menge verwilderter wiese bestand. Es schlängelte sich eine ehemalige Betonstrasse hindurch, welche mittlerweile aber auch mehr oder weniger komplett zugewachsen war. Hie und da standen ein paar Bäume, doch ansonsten waren es früher wohl mal Ackerlandschaften gewesen, welche die Gegend geprägt hatten.

@Malia Wrench


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#7

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 16.09.2019 14:14
von Malia Wrench (gelöscht)
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Wieder eine Kolonie im Rücken zuhaben bei der, der Zusammenhalt auch noch groß geschrieben wurde, war gewöhnungsbedürftig für Malia, die solange alleine draußen gewesen war. Aber es war eine willkommene Abwechslung endlich ein festes Zuhause zu haben und zu wissen, dass es dort Menschen gab die einen mochten und die füreinander einstanden. Der Verlust der gemeinsamen Eltern und des gemeinsamen Bruders war ein Thema, welches Azra und Malia nur einmal kurz nach dem gemeinsamen Wiedersehen besprochen und dann niedergelegt hatten. Es schmerzte sie beide unheimlich zu wissen, dass weder ihre Eltern noch Ryan jemals wieder kommen würden. Ryan aufwachsen zu sehen, all das würde nicht mehr geschehen. Aber sie hatten sich wieder und somit hatte ein kleiner Teil der Familie wieder zueinander gefunden.

"Es reicht, dass Ivar mir damit schon immer in den Ohren liegt. Ich glaube wenn es nach ihm geht, dürfte ich 24 Stunden neben ihm stehen und singen", berichtete Malia und lachte etwas. Es war ja schön, dass ihr Gesang nach wie vor noch Anklang fand aber sie musste sich erstmal wieder dran gewöhnen ihrer Leidenschaft nachzugehen, immer hin hatte sie dieses Hobby in ihrer Zeit als Nomadin komplett abgelegt und oft nicht mal mehr auf dem Schirm gehabt, dass sie überhaupt singen konnte. "Wir müssen mal wieder einen gemeinsamen Tag einlegen und die ganzen alten Song singen", wie sehr hatte sie es geliebt damals mit Azra gemeinsam Musik zu machen. Manchmal hatten sie einfach nur Nachmittage gehabt, wo sich Malia in sein Zimmer begeben und sie dann gemeinsam alte Rocksongs nachgespielt hatten. Gute alte Zeiten.

Bezüglich Ivar nickte sie nochmals auf seiner Nachfrage hin. Sie wusste, dass die beiden nicht all zuviel miteinander zutun hatten aber vielleicht würde sich das ja in Zukunft nochmal ändern. Das Dorf war zwar relativ groß aber neue Bekanntschaften und Freundschaften bildeten sich trotzdem nach wie vor. Und wenn Malia jetzt auch weiterhin viel mit Ivar zutun hatte, so würde sich diese Verbindung früher oder später auch irgendwie auf Azra übertragen. Aktuell war Mali sich nicht mal wirklich sicher was genau das zwischen Ivar und ihr wurde. Es war eine gewisse Spannung spürbar und Malia war sich schon fast sicher, dass sie diese nicht alleine wahrnahm, doch noch war es zu früh um dahingehend irgendwas genaueres zu sagen.

Ihr kleines Lächeln welches über ihre Lippen huschte als er ihr berichtete das es nie langweilig wurde verschwand dann, als Azra ihr die Neuigkeiten mit Akando überbrachte. "Ach was?!", kam es überrascht von der Brünetten und sie sah bestürzt zu ihren Bruder. Sie wusste, wie sehr ihr Bruder diesen Wolf geliebt hatte. Außerdem hatte sie die beiden immer noch im Kopf als sie nach dem Weihnachtsfest bei ihren Bruder untergekommen war und der Wolf schon etwas eifersüchtig gewirkt hatte. Sie waren ein tolles Team gewesen, umso trauriger war es nun zuhören, dass Akando wohl seine eigenen Wege ging. "Das tut mir Leid zu hören... vielleicht sehen wir ihn ja irgendwann mit einer eigenen kleinen Familie", ein tröstender Gedanke, der nun auch Mali wieder lächeln ließ.

Als sie den Fluss erreichten, hielt Malia kurz inne und beobachtete das treiben der Forellen und hörte ihrem Bruder aufmerksam zu. "Wenn du magst und Zeit dafür findest, können wir ja irgendwann mal gemeinsam herkommen. Du fischst und ich trainiere den Umgang mit dem Bogen, wie klingt das für dich?", schlug sie ihm vor. Einen Tag in der Natur würde sich Malia gewiss nicht entgehen lassen und wenn sie diesen Ausflug auch noch mit ein wenig gemeinsamer Zeit mit ihrem Bruder verbinden konnte, war das umso besser!

Den Fluss hatten hinter sich gelassen und waren noch knapp eine Stunde weiter geritten. Erst als sie eine Anhöhe erreichten, bewegte Malia Akasha dazu stehen zu bleiben, während sie ihren Blick über die große Wiese streifen ließ. Noch war nichts zu sehen aber gewiss würden sie die Herde noch aufspüren. "Nun gut, dann wollen wir doch mal sehen wo sich die Herde rum treibt.. irgendwelche Vorschläge in welche Richtung wir bestenfalls weiterreiten?", fragte sie an Azra gewandt. Er kannte das Gebiet hier schon und wusste daher wohl am besten wo man die größten Chancen hätte die Pferde aufzufinden. Während Malia darauf wartete, dass Azra eine Richtung vorschlug, streichelte sie die treue Stute ein paar Male behutsam über ihr weiches Fell.

@Azra


1 Mitglied looooooool
1 Mitglied trinkt darauf einen
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#8

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 20.09.2019 21:30
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Ivar und Lia schienen sich wirklich ganz gut zu verstehen. Nun, einerseits freute er sich natürlich, wenn seine Schwester Anschluss fand in der Kolonie, die nun bereits seit Jahren sein sicherer Hafen war. Und das obwohl er ein Aussenseiter war. Jedoch nicht im negativen Sinne. Aber er hielt einfach nicht viel von diesem mittelalterlichen Getue. Zumindest nicht mehr als nötig. Entsprechend stach er aus der Meute manchmal etwas heraus. Aber die Leute hatten sich dran gewöhnt und er sich an sie. Von daher war ja auch alles gut.
"Stimmt, müssen wir mal wieder machen ..." Er hatte ja auch noch eine Gitarre, die er hegte und pflegte, um ab und an ein wenig singen zu können. Ihm graute schon vor dem Tag an dem ihm die Saiten ausgingen, die er über die Jahre gesammelt hatte, wann immer er welche hatte finden können. "Kommst du mal vorbei und wir machen uns nen schönen Abend am Feuer draussen auf meiner Veranda. Was hältst du davon? Nur wir zwei...-" Kurz lächelte Azra zu ihr hinüber. Ja, das stellte er sich schön vor. Er hatte Malia vermisst und bisher trotzdem nicht viel Gelegenheit gehabt was mit ihr zu machen. Das mussten sie wirklich ändern.
Ihre Reaktion auf Akandos Verschwinden war irgendwie süss. Na klar, er selbst war die ersten Tage auch sehr besorgt gewesen. Akando hatte ihn eine ganze Weile lang begleitet und war dann einfach vom einen auf den andern Tag verschwunden gewesen. Erst, als er zumindest Spuren des weissen Wolfes gefunden hatte und er sich somit einigermassen sicher sein konnte, dass der Rüde noch lebte, hatte er sich beruhigen können. Er musste dem Wildtier nunmal keine Zäune bauen. Wenn er weg wollte, wollte er eben weg. ES war von anfang an klar gewesen, dass dieser Tag irgendwie mal kommen würde.
"Vielleicht sehen wir eines Tages wieder", wiederholte er Malias Worte nachdenklich. "Mal sehen ... Wäre schön. Aber nicht schlimm, wenn nicht." Er wollte seine Erwartungen tief halten.

Als sie vorschlug, sie könnten mal zusammen zu diesem Platz kommen, dachte er kurz nach, bevor er nickte. "Ja klar, warum eigentlich nicht?" Azra grinste. "Ich sollte auch Bogenschiessen lernen..." Seine Munition würde nicht bis in alle Ewigkeiten reichen. Seine Vorräte waren bereits beunruhigend klein geworden. "Ich hoffe aber auch immer noch irgendwann eine gescheite Armbrust zu finden." Die waren einfacher zu bedienen und die Gefahr, dass man zu wenig Durchschlagkraft aufbrachte war auch deutlich geringer.
Doch das konnten sie ein anderes Mal weiter besprechen. Denn mittlerweile waren sie aufd er Anhöhe angekommen. Azra checkte nochmal wo sie ungefähr waren, bevor er kurz nickte. "Ja, lass uns hier runter gehen ... Wir werden ein wenig suchen müssen aber vielleicht haben wir ja Glück..." Er schmunzelte und trieb sein Pferd voran, von der Anhöhe runter. Es dauerte von da aus vielleicht zehn bis fünfzehn Minuten, bis er erste recht frische Hufspuren entdeckte. Und erste Hinterlassenschaften der Pferdeherde. Das sah gut aus. Er folgte den Abdrücken, die Teilweise recht tief waren. Es hatte in letzter Zeit immer mal wieder geregnet und entsprechend konnte man die Spuren recht gut sehen. Das war gut für sie.
Do dauerte es dann gar nicht mehr so wahnsinnig lange, bis Azra erneut sein Pferd stoppte und sein Fernglas raus holte. Kurz liess er den Blick gleiten, bevor er stockte und leicht grinste.
"Da ... Ich hab sie ...", sagte er, bevor er Malia das Fernglas reichte. Die Herde hatte sich auf einer Wiese neben einem ausladenden Teich zum grasen gesammelt. Ein paar von ihnen dösten, doch die meisten waren mit fressen beschäftigt. "Es hat ein paar trächtige Stuten darunter. Vielleicht sollte ich mir eine davon schnappen. Wir könnten frisches Blut gebrauchen...", sagte er. "Ich denke die drei die da drüben rangeln könnten Jährlinge vom letzten Jahr sein. Sie werden vom Leithengst offenbar noch geduldet...."

@Malia Wrench


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#9

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 29.09.2019 13:35
von Malia Wrench (gelöscht)
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Zum Glück schien es den Dorfbewohnern relativ gleich zu sein ob jemand ebenfalls auf der mittelalterlichen Schiene mitfahren wollte oder nicht. Es bestand keine Pflicht, was vielleicht auch ganz gut so war, andernfalls würde das Dorf wohl weniger Bewohner verzeichnen können. Aber im Grunde hatte sich das Dorf den Umständen entsprechend verdammt gut angepasst. Es war einen Schritt in der Zeit zurückgegangen und verzichtete mehr auf Technik und machte sich dafür mehr die Natur zur Nutze.
Ihrem Vorschlag stimmte ihr Bruder zu, was Malia fröhlich lächeln ließ. "Das klingt super! Sag mir wann und ich bin da!", stimmte sie seinen weiteren Vorschlag zu. Ein Abend nur unter Geschwistern, das konnte nur gut werden! Sie hatten sich zwar seitdem Winter wieder, aber der Alltag war so hektisch gewesen weshalb nicht viel Zeit geblieben war für einen gemütlichen Abend. Malia freute sich jedenfalls schon darauf!
Akandos Verschwinden war ohne Frage verdammt traurig. Aber Azra wusste, dass es wohl für dem Wolf am besten war und somit fiel es ihm wohl etwas leichter das Tier ziehen zu lassen. Dennoch konnte Malia sehen, dass ihm das verschwinden seines besten Freundes auf vier Pfoten dennoch ziemlich weh tat, auch wenn er es vielleicht nicht direkt zugab.

"Ein Bogen ist schon echt praktisch... auch wenn ich bisher noch nicht wirklich mit dem Teil umgehen kann", gab sie ehrlich grinsend zu, aber sie übte und Übung machte bekanntlich den Meister! Außerdem gab es außerhalb hin und wieder genug wankende Ziele die sich wunderbar als Zielscheibe eigneten.
"Eine Armbrust ist auch eine coole Waffe", stimmte sie zu. Allerdings hatte sie in all der Zeit irgendwie kaum Menschen mit einer Armbrust gesehen... woran das wohl lag?

Nachdem sie die Anhöhe erreicht hatten, folgte Malia den Anweisungen ihres Bruders und ritt ihm hinterher. Er kannte sich hier wohl gut genug aus um das er eine gewisse Ahnung zu haben schien wo man die Pferde möglicherweise finden konnte.
Azra hatte ein gutes Gespür was das anging und nach knappen zehn Minuten fanden sie schon die ersten Spuren welche auf die Herde hindeuteten.
Erst als er sein Pferd stoppte, kam auch Malia neben ihm zum stehen und wartete geduldig ab. Sie nahm das Fernglas entgegen und tatsächlich konnte man besagte Herde in einiger Entfernung erblicken. Kurz ließ sie ihren Blick über jedes einzelne der anmutigen Tiere schweifen und entdeckte sofort ein wunderschönes, weißes Tier. Malia reichte das Fernglas an Azra zurück und wurde innerlich zunehmend ziemlich hippelig. Jetzt ging es langsam ans eingemachte! "Ich muss schon sagen, Bruderherz... Nicht schlecht!", lobte sie Azra. Ein breites Lächeln zog sich über ihre Lippen und man konnte ihr förmlich ansehen wie glücklich sie in diesem Moment war.

Ihr Bruder klärte sie ein wenig über die einzelnen Tiere dort auf und sie nickte dann. "Also gehe ich recht in der Annahme, dass wir eine der Stuten mitnehmen und meiner wird einer der drei anderen dort?", vergewisserte sich Malia. Nochmals ließ Malia ihren Blick schweifen und streckte dann ihren Zeigefinger in Richtung der drei Jährlinge aus. "Das weiße ist echt hübsch! Denkst du das könnte zukünftig mein treuer Begleiter werden?", wollte sie an Azra gewandt wissen. Sie war noch nie dabei gewesen wenn man Pferde einfing, weshalb sie nicht wusste auf was man genau achten musste. "Sag mir was ich machen soll und ich versuche dir so gut wie mögliche eine Hilfe zu sein", es würde eine Herausforderung für die junge Wrench werden. Aber sie liebte Herausforderungen!

@Azra


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#10

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 09.10.2019 11:21
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Azra liess sich erst einmal das Fernglas wieder zurückgeben. Dann warf er noch einmal einen Blick auf die Herde. Zu zweit zwei Pferde fangen würde schwierig werden, zumal Malia noch nie dabei gewesen war und somit nicht wirklich wusste, worauf sie achten musste.
Früher hatte man solche Mustangs mit Hubschraubern in grosse Gehege getrieben und dann dort herausgefangen... Nun waren sie zwei Leute auf Pferden, die das Ganze mit Lassos hinkriegen mussten. Möglicherweise würden sie heute auch nur ein Pferd fangen und er würde später nochmals zurückkehren, um sich eine der Stuten zu holen.
"Ich denke wir setzen unsere Priorität erst einmal darauf, dass du dein Pferd kriegst", meinte er schmunzelnd. "Und ja ich schätze einer der Jährlinge da unten. Willst du einen Hengst oder eine Stute...?"
Dann sagte sie bereits, dass ihr der Schimmel da unten gefiel, allerdings konnte er auf die Distanz nicht sagen, welches Geschlecht, dieses Pferd hatte.
"Wir können versuchen den Schimmel zu fangen", stimmte er zu und schaute Malia dann kurz an. "Wir müssen zusehen, dass wir nah genug rankommen. Ich hoffe, du hast mit dem Lasso geübt...." Er lachte kurz. Er selbst hatte den Umgang mit dem Seil ziemlich gut im Griff. Aber es war eben doch etwas Anderes, wenn man übte oder es dann auch tatsächlich einsetzen musste.
"Wir müssen schauen, dass wir gegen den Wind auf sie zu gehen, damit uns der Leithengst so spät wie möglich bemerkt. Und dann müssen wir schnell zuschlagen...."
Davor mussten sie Sorge tragen, dass sie ales hatten was sie brauchten, bevor sie loslegten. Er wollte nochmals die Lassos kontrollieren, Handschuhe wechseln und die Sattelgurte nochmals nachziehen, denn die würden ordentlich was aushalten müssen.
"Du hältst das Lasso so... wirfst es ... und das Ende dann direkt um das Sattelhorn. Klar? Sonst wird er es dir aus den Händen reissen, dich aus dem Sattel reissen .... was auch immer ... Lass Akasha das Gewicht stemmen, ja...?"
Wenn sie das Pferd erst einmal in den Seilen hatten, würden sie es niederringen und ans Halfter legen müssen. Und bis das geschafft war, war es immer ein gefährliches Unterfangen und vor allem war die Herde dann schon wieder über alle Berge. Mehr würden sie also nicht schaffen.
"Bist du bereit?", fragte Azra seine Schwester dann, bevor er beobachtete, woher genau der Wind wehte, damit sie sich gegen ihn bewegen konnten.
Sie mussten dafür sorgen, dass sie so nah wie möglich an die Tiere herankamen, bevor sie loslegten.


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#11

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 16.10.2019 15:08
von Malia Wrench (gelöscht)
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Vielleicht war es das beste sich wirklich erstmal nur auf ein Pferd zu fixieren. Azra mochte zwar gut auf diesen Gebiet sein, aber er hatte ja nun auch Malia dabei die sowas zuvor noch nie gemacht hatte und dementsprechend nicht wirklich wusste was sie tat, sondern einfach hoffte, dass es funktionieren würde. "Ein Hengst wäre schön", antwortete Malia auf die Frage Azras. Wieso? Vermutlich weil es sie dann etwas an ihren vorangegangenen Hengst erinnerte und somit dieser leere Platz etwas gefüllt wurde. Nicht das sie ihn ersetzten wollte, sie trug ihr altes Pferd im Gedanken und im Herzen bei sich, aber sicherlich tat ein neues Tier ihr gut. Den Schimmel hatte sie sich jedoch schon ausgeguckt aber weder Azra noch sie konnten erkennen ob es sich dabei nun um einen Hengst oder einer Stute handelte. Eigentlich war das Geschlecht am Ende ja auch vollkommen egal. Hauptsache war, dass sie das Tier eingefangen bekamen und Malia somit hoffentlich einen neuen, treuen Wegbegleiter und Freund erhielt. Auch ihr altes Pferd war für sie mehr als nur ein Tier gewesen. Er war Wegbegleiter, Freund und Seelentröster gewesen und viele Jahre hatte er sie durch diese apokalyptische Welt begleitet, bis sie ihn erlösen musste von seinen Schmerzen. Sie hatte sich die Nacht über noch neben ihn aufgehalten und es war wohl einer der schwersten Abschiede für sie gewesen. Dennoch glaubte Mali daran, dass ihr alter Hengst es nun besser hatte, sie glaubte an die große, grüne Wiese auf der er nun in Freiheit galoppieren konnte, fernab von dieser vom Tod zerfressenden Welt.

Nun jedoch wurde es langsam ernst und Malia nickte leicht. Ihr Bruder hatte ihr wirklich aufgetragen etwas mit dem Lasso zu üben, immerhin stand diese Reise schon einige Wochen zuvor fest, weshalb Malia dieser Aufforderung nachgekommen war und an einigen Nachmittagen hinter ihrer kleinen Hütte geübt hatte. Sie war ganz... passabel mit dem Lasso. "Ich denke, ich treffe vielleicht in zwei von zehn Fällen", erwiderte sie grinsend. Gemeinsam mit Azra prüfte sie nochmal alles nach, was sicherlich auch ganz gut war um böse Überraschungen zu vermeiden. Umso näher sie dem eigentlichen Akt des Einfangens kamen, umso aufgeregter wurde Malia. Nachdem sie nochmal alles überprüft hatten, fand sich Malia wieder im Sattel von Akasha ein und lauschte aufmerksam den Worten ihres Bruders. Es war wichtig das sie nun richtig zuhörte, sodass auch alles (hoffentlich) ohne Probleme von statten ging. "Alles klar. Ich bin bereit!", bestätigte sie ihm nach einigen Minuten.

Sie waren noch nicht mal richtig los geritten aber bereits jetzt fingen ihre Hände schon an zu schwitzen. Sie hoffte einfach, dass sich diese innerliche Unruhe nicht auf Akasha übertrug. Nachdem Azra ausgemacht hatte von wo der Wind kam, ritt sie diesem auch direkt hinter her, näher an die Herde heran. Mit jedem überbrückten Meter schien Malia's Herz noch schneller zu pochen, das war nun die Feuerprobe. Wenige Minuten vergingen und mittlerweile waren sie bis auf einige Meter an die Herde heran geritten, noch hatten die Tiere sie wohl noch nicht mitbekommen, Malia hatte - wie sie fand - eine günstige Position inne vom welchen aus sie gut ihr Lasso werfen und vielleicht sogar den Schimmel erwischen konnte. Etwas zögerlich warf sie ihren Bruder einen Blick zu, doch das hier sollte ihr Pferd werden, also sollte sie auch etwas dafür tun! Malia schwang letztendlich das Lasso, ließ es einige Male kreisen und warf es dann in Richtung des Tieres... mittlerweile schien die Herde die beiden mitbekommen zu haben, weshalb die Pferde direkt zur Flucht ansetzten. Malia verfehlte den Schimmel und ihr Lasso landete im Staub, fluchend holte sie es wieder zu sich heran und versuchte dann so schnell wie möglich zu Azra aufzuholen.

@Azra


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#12

RE: Weiß wie Schnee || Azra & Malia

in NP Archiv 25.11.2019 10:32
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Pferde ohne ein Gehege einzufangen war schwierig. Früher hatte man ganze Mustangherden mit dem Hubschrauber in Gehege getrieben, um den Bestand zu kontrollieren. Heutzutage war das wieder anders. Aber wenn man etwas übte, dann schaffte man es schon. Man musste nur geduldig sein...
Azra überliess Malia den ersten Versuch den Schimmel zu erwischen. Das Tier war noch jung und entsprechend noch nicht komplett ausgeschimmelt. Vermutlich war es schwarz geboren, denn die Beine, die Kruppe und sogar die Mähne des Pferdes waren noch in der dunklen Farbe, während es über den Rücken bereits weiss geworden war.
Als Malia das Lasso schwang, hoben die Pferde die Köpfe und setzten ohne zu Zögern zur Flucht an. Azra machte sich derweil bereit seiner Stute die Sporen zu geben, falls Malia den Jährling verfehlte oder nicht zu halten vermochte. Und ersteres trat ein, wofür er sie aber nicht verurteilte. Es grenzte an ein Wunder, wenn man sowas tatsächlich beim ersten Versuch schaffte. Also galoppierte er an seiner Schwester vorbei, sein Lasso auch schon bereit. Konzentriert wartete er den richtigen Moment ab. Runja lenkte er dabei nur mit seinem Gewicht und die Stute tat genau was er von ihm wollte.
Schliesslich warf er das Lasso und legte das Seilende direkt um das Sattelhorn und liess Runja schlitternd bremsen. Ein Manöver, das sie oft miteinander geübt hatten und das man früher im professionellen Westernreiten beherrschen musste. Den sogenannten Sliding Stop. Damit konnte sich Runja mit ihrer Hinterhand komplett gegen das Gewicht stemmen, das der Schimmel verursachte, als vom Lasso eingefangen wurde.
Der Sattel knarzte unter der Anspannung, Azra packte das Seil so gut es ging. Nach gut zehn Metern kamen sie schliesslich zu einem Stillstand. Der Schimmel begann zu bocken und an dem Seil zu zerren, während Azra beruhigend auf ihn einredete.
"Malia!", rief er. "Lasso! von der anderen Seite!" Wenn das Pferd weiterhin so bockte, konnte sein Seil reissen und dann waren sie froh, wenn sie noch ein zweites hatten. Den nun galt es das Pferd zu Boden zu zwingen und es zu halftern, damit sie bessere Kontrolle über ihn hatten. Das würde der schwierigste Teil werden.

@Malia Wrench


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