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Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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☀ Der Sommer ist da und wird sehr sehr heiß. Dürre und starke Gewitter sind keine Seltenheit ☀

#1

Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 18.10.2019 13:38
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

"Siehst du was?" fragte Dina Richard den ehemaligen Hausmeister, der grade durch ein Fernglas den Stadtrand beobachtete.
"Ja... Ich habe bis jetzt mindestens vier gesehen." sagte Richard leise und drehte an den Rädchen des Fernglases.
"Sind das die North Platte Plünderer?“ fragte Dina weiter.
„Sieht so aus...“ Richard brummte. „Sie sehen aus wie diese Inzest Affen die wir damals am Arsch hatten...“
„Gleisblockierer?“ Dina schaute sich immer wieder um damit sich kein Untoter einfach so von hinten anschleichen konnte.
Richard schüttelte den Kopf. „Kaum Gleisblockierer. Keine Horde. Nur vereinzelte Streicher.“
„Wann kommen Elliot und Kyle wieder? Sie sind schon viel zu lange weg.“ Dina wurde unruhig. Die beiden harrten schon seit einer knappen dreiviertel Stunde hier aus und warteten auf ihre 'Aufklärer', so wie Elliot sich und Kyle genannt hatte.
Die nervöse Dina hielt Ausschau nach ihrem Zugführer und dem ehemaligen Museumsführer Kyle.
Endlich tauchten die beiden auf. Geduckt und von Deckung zu Deckung huschend näherten sie sich der Position der beiden anderen.
Elliot trug seinen Staubmantel, ein Kohle geschwärztes Hemd, eine weite, geflickte Hose,einen weiten Cowboyhut und einen schweren Gürtel mit Munition für die Winchester.
Kyle war simpler gekleidet: Jeans, schwere Stiefel, blau gestreiftes Hemd, Hosenträger und Schiebermütze. Generell sahen alle vier aus wie direkt aus einem Italo Western kopiert und in die heutige Welt eingefügt.
„Und? Sind sie's?“ fragte Richard der sich eigentlich nur seine Beobachtungen bestätigen lassen wollte.
„Ja, sie sind's.“ Elliot hockte sich neben Richard und schaute die beiden an. „Vielleicht sechs oder sieben. Es könnte aber auch sein dass sich zwischen den Häusern noch mehr aufhalten.“ Elliot griff in seine Innentasche und zog ein zerdrücktes Päckchen Zigaretten hervor, bot Kyle eine an und steckte sich selber einen Glimmstängel in den Mundwinkel. „Aber da ist noch was...“ mit einem Plastikfeuerzeug zündete er die Zigarette an. „Wir haben doch vor zwei Tagen diese komischen Gleisblockierer gesehen...“
Dina und Richard nickten.
Elliot pustete den Rauch aus. „Das waren keine Gleisblockierer. Wir hätten sie mal länger beobachten sollen...“
„Noch mehr Plünderer?“ fragte Dina, schnappte sich das Fernglas von Richard und schaute wieder zum Stadtrand.
„Sieht fast so aus...“ sagte Kyle. „Aber sie sehen nicht aus als gehörten sie zum North Platte Clan. Ich glaube sie sind hier aus der Ecke.“
„Wie kannst du dir da so sicher sein?“ Richard schaute Kyle ungläubig an.
„Weil die anderen nicht aussehen als wäre deren Stammbaum ein verfickter Kreis!“ wetterte Kyle.
Richard musste Schmunzeln. „Macht Sinn...“
„Was ist der Plan?“ fragte Dina, setzte das Fernglas wieder ab und gab es Richard zurück. „Willst du sie aufeinander treffen lassen?“
„Wenn die anderen nur zu dritt sind, haben sie Sicherlich keine Chance... Diese Wilden North Platte Paviane werden sie zerfleischen. Und wir haben bis jetzt nur drei von ihnen gesehen.“ Elliot zupfte sein Halstuch zurecht.
„Was haben wir schon mit den zu tun? Es kann uns doch am Arsch vorbei gehen wenn die Plünderer sie kaputt machen.“ sagte Kyle.
„Du vergisst dass wir auch nur zu viert sind und wir nicht aus 'Little Boy' heraus kämpfen sondern in der Stadt gegen sie kämpfen müssen. Drei Mann mehr auf unserer Seite wären schon nett.“ Elliot zog an der Kippe.
Kyle ließ Elliots Anweisung kommentarlos so stehen und nickte nur.
„Sehe ich auch so. Die anderen sind nicht unsere Feinde und Verbündete haben wir hier noch keine.“ sagte Dina und schulterte ihren Litchfield Repetierer.
Elliots Mimik zeigte außerordentlich dass er es sehr gut fand dass Dina ihm zustimmte.
"Okay... Gehen wir's an." Richard steckte das Fernglas zurück in seine Umhängetasche, zog seinen Revolver und checkte ob die Trommel voll geladen war.
Auch die anderen überprüften ihre Waffen und machten sie Schussbereit, dann richteten sie sich auf und huschten wieder von Deckung zu Deckung in Richtung Stadt.
Als sie an einem verwitterten Autohaus ankamen, versammelte Elliot seine 'Soldaten' um sich herum. „Kyle! Zwei Blocks weiter von hier ist der Feuerwehrturm, Die Türen stehen weit offen. Meinst du du schaffst es da hoch?“
„Natürlich. Ich war ja schon da oben.“ Sagte Kyle, der mit einem altem 1874
Shilo Sharps Scharfschützengewehr bewaffnet war.



(Kyles Waffe)


„Sehr gut. Dina, Richard und ich bleiben zusammen. Und folgen der Straße bis wir die anderen finden. Hast du deinen Spiegel dabei?“
Kyle zog einen kleinen, Handflächen großen Spiegel aus seiner Hosentasche und sagte: „Jap. Immer dabei.“
„Gut. Ich auch. Gib Zeichen wenn du da bist. Wir gucken das wir in Sichtweite bleiben und wenn nötig gibst du uns Feuerschutz aus dem Hinterhalt. Ab mit dir!“ Elliot schickte Kyle los.
Dieser zog sich sein Halstuch über die Nase, lugte um die die Ecke des Autohauses, gab Kniegas und verschwand in einer Gasse.
Auch die anderen drei zogen sich ihre Halstücher über die Nase, schulterten ihre Waffen und machten sich bereit für den Aufbruch.

@Lyanna Lockhart a



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#2

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 18.10.2019 23:37
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Es waren bereits Wochen vergangen seitdem die kleine Gruppe einen Fuß in etwas, was man Stadt nennte setzen konnte. Lyanna war schon fast das ganze Grün der Bäume, die sich wie Sand am Meer in den Wäldern standen und der Einöde von Straßen satt gewesen. Die Schmerzen, die ihr durch die Füße zogen, die merkte sie schon gar nicht mehr. Lyanna war nie jemand gewesen der sich groß über etwas beschwerte oder gar jammerte. Sie ging immer weiter. Immer weiter bis es nicht mehr ging und dafür brauchte es auch schon gewisse Umstände bis dies passierte. Gekleidet in einer zerrissenen Jeans und einer unten zusammengeknoteten Bluse quetsche Lyanna gerade den letzten Tropfen Wasser aus ihrem Trinkschlauch. Die Dunkelhaarige schloss nur kurz die Augen als sie merkte das sie keinen Tropfen mehr auf irgendeine Art und Weise herausquetschen konnte. Die Vorräte wurden schon vor ein paar Tage knapp. Die Siedlungen die, die Gruppe durchquert hatten waren leer geplündert, bis auf Kleinigkeiten die nicht lange hielten war dort bis auf den lebendigen Tod nichts mehr zu finden. Natürlich erhoffte man sich in einer leeren Stadt deutlich mehr. Städte waren größer und boten je nach dem auch mehr Ressourcen und Vorräte aber auch mehr Untote und Gefahr. Dennoch ließ sich keiner davon abschrecken und nahm das Risiko nur zu gerne auf. Die Gruppe bestand gerade mal aus drei Leuten. Klein, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein konnte, besonders wenn man sich durch große Gebiete durchbewegte. Lyanna selbst und aus den zwei Brüdern Henry und Noah. Im Grunde wusste die Dunkelhaarige nichts über die Beiden. Lya traf die beiden als sie mehrer Häuser plünderte, wie sich einer der beiden an ihren Vorräten zu schaffen machte und attackierte diesen. Leider wurde das ganze Treiben durch Untote unterbrochen, so das sie gezwungen waren zusammen nach einem Ausweg zu suchen um zu flüchten. Seitdem hatte sich Lyanna auch nicht mehr von den Beiden getrennt. Wieso konnte sie nicht genau sagen. Vielleicht vermisste sie die Gesellschaft? Die junge Frau war seitdem sie die Kolonie hinter sich ließ meistens alleine unterwegs gewesen und hatte kein festes Ziel. Von weitem konnte man schon die heruntergekommenden Hochhäuser betrachten. Die Dunkelhaarige hatte mittlerweile frustriert ihren Trinkschlauch verstaut als Noah der jüngere der beiden ihr seinen zuwarf und ihr einfach zunickte. Er schien sich Sorgen zu machen, zumindestens wie Lyanna es deuten konnte, da er solche Gesten öfters in Lyanna's Gegenwart tat. Lya gefiel diese Art von Aufmerksamkeit nicht oder war es gar nicht wirklich gewohnt, jedoch nahm sie es schweigend hin und löschte ihren Durst.
Die Stadt schien nicht mehr so groß als die Drei näher kamen. Die Dunkelhaarige blickte sich um. Es war still. Keine Anzeichen von Überlebenden oder Untoten. Aber natürlich konnte sich das jederzeit ändern. Lyanna's Hand fuhr automatisch zu dem Gurt um ihre Schulter an dem das Jagdgewehr befestigt war als sie die Straßen durch die Häuser entlang liefen. Die Stimmung schien auf irgendeine Weise angespannt. Lyanna gefiel diese Stille irgendwie nicht, es konnte natürlich auch sein das sie einfach nur paranoid wurde. Das passierte in letzter Zeit häufiger. Henry schlug schließlich vor sich zu trennen, nun zu mindestens so das keiner so weit von dem anderen entfernt war. Schließlich konnte man mehr plündern wenn man an verschiedenen Orten gleichzeitig suchen konnte. Lyanna gefiel diese Idee gar nicht. Sowas führte doch immer zu Problemen aber auch der Bruder schien es für eine gute Idee zu halten, so das Lyanna wenig Interesse daran zeigte eine Diskussion zu entfachen. „Gut. Passt aber auf.“ waren ihre Worte nur zu den Beiden ehe sie sich direkt in eines der umliegenden Häuser begab, die anderen Zwei taten es ihr gleich. Das sie bereits beobachtet wurden konnte keiner von diesem Zeitpunkt aus bemerken. Lyanna war gerade dabei ein paar Regale zu durchsuchen als plötzlich ein Schuss fiel. Ein Geräusch das Lya sichtlich in sich zucken ließ. Sofort ging die Dunkelhaarige in Deckung und schlich sich zu dem kaputten Fenster, in der Hoffnung das es sich nur um einen Untoten handelte, dem man gerade das Licht ausknippste. Doch Lyanna kam noch nicht mal am Fenster an als weitere Schüsse fielen und dann waren da plötzlich Stimmen. Fremde Stimmen. Lyanna lukte vorsichtig aus dem Fenster. Sofort fielen ihr die fremden Gestalten ins Auge die zwischen den Häusern rauslungerten. Deutlich mehr Leute als sie es waren und vor allem gut bewaffnet. Die Dunkelhaarige kniff nur ihre Augen zusammen um zu erkennen was oder eher gesagt wen sie da gerade aus einem der Häuser leblos zerrten. Henry. Ein sauberer Schuss in den Kopf. Lyanna verkniff sich nur ein lautes Keuchen und duckte sich schnell, gerade noch rechtzeitig als einer der Plünderer sein Sichtfeld in ihrer Richtung lenkte. Ihre Hand war fest gegen ihren Mund gepresst, fast als hätte sie Angst man könnte sie atmen hören. Das Wort Verdammt hallte ihr wie eine Schallplatte immer wieder durch den Kopf. Kurz fuhr ihre Hand wieder zur Waffe, schnell verwarf sie diesen Gedanken wieder . Sie konnte nichts machen. Wenn sie auf irgendeine Weise auf sich aufmerksam machte, wäre das ihr Tod. Sie hoffte nur das Noah genau so dachte und seine Beine in die Hand nahm. Lyanna wagte erneut einen kurzen Blick als sie sah wie die Plünderer sich aufteilten um die einzelnen Häuser zu durchsuchen. Sie wussten das er nicht alleine war. „ Oh Scheiße... „ flüsterte Lya nur.

@Elliot Slim Mason



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#3

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 20.10.2019 02:39
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

Elliot, Dina und Richard warteten noch einen Moment bis sie sich sicher sein konnten das Kyle, der ja praktisch ihre Lebensversicherung war ganz sicher am Feuerwehrturm angekommen war.
Kyle kannte die Gegend gut, das wusste Elliot. Der Forstbetrieb war nicht zu weit weg und alle Schienenkolonialisten wussten dass Kyle den Turm oft nutze um einfach mal von Zeit zu Zeit Ausschau zu halten.
Elliot ließ den Turm nicht aus den Augen, bis er irgendwann schemenhaft erkennen konnte das ein Fenster im Turm aufging.
Dann blitze etwas auf.
Kyle gab mit dem Spiegel Zeichen dass er angekommen war und Elliot zog seinen Spiegel um die eingegangene Nachricht zu bestätigen. „Okay...“ sagte er und lies den Spiegel wieder verschwinden. „Er ist angekommen und hat uns im Auge.“ Elliot warf einen Blick auf die Straße um zu schauen auf welcher Seite sie entlang gehen sollten. „Wir gehen linksum. Da kann er uns sehen. Wenn wir zu nah an den rechten Häusern entlang sehen kann er uns nicht mehr sehen.“
„Alles klar...Wir können uns hinter den Autos entlang schleichen. So kommen wir nah genug ran um sie zu überraschen.“ Dina zeigte auf die Autos die auf dem Parkstreifen standen.
„Okay, Los!“ Elliot packte seinen Repetierer huschte hinter die parkenden Autos, die anderen hinterher.
Lange dauerte es nicht bis sie die ersten North Platte Plünderer ausfindig gemacht hatten.
Zwei von ihnen hatten sich von der Gruppe getrennt und suchten in einem großen Müllcontainer nach irgendwas verwertbaren.
Richard deutete Elliot an die beiden erschießen zu wollen, doch war das aus Elliots Sicht nicht schlau, er deutete ihm an sie leise ausschalten zu wollen und zog sein altes Bajonett.
Richard nickte und zückte sein kleines Beil. Dina schaute beide an und gab den beiden ohne Worte zu verstehen dass sie ihnen den Rücken frei halten würde, während sie sich den beiden annehmen würden.
Elliot und Richard schlichen sich an die beiden heran, die irgendwas laberten was die beiden nicht verstanden weil die Plünderer einen Hinterweltlerakzent an den Tag legten den niemand verstehen konnte der nicht mindestens drei Monate mit ihnen herumgereist war.
Dann ging alles ganz schnell.
Mit einem Satz war Richard dem einen an den Rücken gesprungen und schlug zu.
Der Axtkopf des Beils tauchte mit einem knacken tief in den Schädel des Plünderers ein und Elliot griff dem anderen um den Hals, hielt ihm den Mund zu, stach vier bis fünfmal auf seinen Brustkorb ein und schnitt ihm am Ende mit einem sauberen Schnitt die Kehle durch.
Der eine der die Axt in den Schädel abbekommen hatte, sackte einfach wie ein nasser Sack zusammen und Elliots Tanzpartner ging gurgelnd zu Boden.
Als der schnelle Überfall getätigt war schauten sich beide um, doch die Gefahr war gebannt, niemand anderes war noch in der Nähe der das hätte mitbekommen können.
„Die Tasche!“ sagte Elliot leise und Richard schob den Sportbeutel, den einer der Plünderer um die Schulter trug zu ihm rüber.
Elliot zog die Kordel auf und schaute hinein und staunte nicht schlecht. „Sieh mal... Das ist was wertvolles!“ Elliot griff in den Beutel und zog vier rote Stangen hervor.
„Dynamit?“ fragte Richard erstaunt. „Ist das wirklich Dynamit? Oder sind das nur Böller?“
„Hast du schon mal so große Böller gesehen auf denen in großen Buchstaben 'TNT' steht?“ Elliot drehte eine der Stangen in seinen Händen. „Nein das ist Dynamit. Ganz sicher. Sie hatten wohl vor das Gleisbett zu sprengen. Zum Glück haben wir jetzt das Zeug.“ Elliot lachte und steckte Richard zwei Stangen zu. „Die werden sich gleich wundern!“

Plötzlich knallte es. Erschrocken zuckten Elliot und Richard hoch, auch Dina zog schlagartig den Kopf ein und duckte sich hinter das Auto hinter dem sie stand.
Es blitzte vom Feuerwehrturm aus. Kyle gab Alarm und Elliot verstand schnell, den die Schüsse die sie gehört hatten waren nicht für sie bestimmt. „Scheiße! Sie haben sie entdeckt! Schnell! Wenn wir jetzt angreifen sind wir im Vorteil!“ sagte Elliot und nahm die Beine in die Hand.
Dina und Richard hinterher.
Die Schüsse war nicht weit weg von ihnen gefallen. Es waren höchstens zwei bis drei Nebenstraßen weiter gewesen.
Und tatsächlich zwei Straßen weiter fanden sie die North Platte Plünderer.
Aus einem Haus an der Straße zogen sie grade einen Toten den sie einfach auf die Straßen warfen. Sie hatten ihm eine Kugel durch den Kopf gejagt.
„Hast du die anderen beiden gesehen?“ fragte Elliot Dina. Diese schüttelte nur mit dem Kopf.
„Dreck!“ fluchte Elliot. „Dann haben sie sie bestimmt schon erwischt...“
Wieder blinkte Kyle vom Turm aus. Er sagte damit 'Hab das Ziel im Visier, bereit zum zuschlagen'.
Elliot blinkte zurück. „Okay, Kyle hat anscheinend gute Sicht. Richard, nimm eine Dynamit Stange und folge mir! Kannst du weit werfen?“
„Ich hoffe doch...“ sagte Richard und zog eine der Dynamitstangen, die er grade verstaut hatte wieder hervor.
„Kyle wird ein bisschen überrascht sein... Bereit?“ Elliot nahm sein Feuerzeug und zündete die Flamme.
„Bereit.“ sagte Dina und legte ihren Repetierer an.
„Ja. Bereit.“ sagte Richard und hielt seine Zündschnur in die nähe der Flamme.
„Nicht daneben werfen. Los!“ Elliot zündete beide Zündschnüre an und stand auf, Richard tat es ihm gleich.
Beide warfen ihre Stangen in Richtung der Plünderer.
Eine der Stangen landete genau vor den Füßen eines Plünderers. Dieser blickte nach unten und erschrak.
Die zweite rollte zwischen zwei andere die ebenso wie der erste von dem Anblick nicht grade erfreut waren.
Beide Stangen explodierten kurz nacheinander. Und ließen von den drei Plünderern nichts weiter übrig als eine rote, eklige Wolke.
Sofort brach Panik unter den verbliebenen aus. Und sie rannten wie aufgescheuchte Hühner hin und her.
Ein weiterer Knall ertönte und eine großkalibrige Kugel zischte durch die Luft. Kyle hatte ebenfalls das Feuer eröffnet.
Seine Kugel kehrte das innere eines Kerls nach außen der grade in einem Hauseingang nach Deckung suchte.
Zwei waren noch übrig.
Elliot, Dina und Richard waren mittlerweile in der Staubwolke verschwunden die die Explosion ausgelöst hatte.
Die North Platte Plünderer waren so überrumpelt dass sie einfach in Richtungen schossen von den sie vermuteten das der Angriff von da aus stattfinden würde, doch brachte das nichts.
Wie unsichtbare Geister schritten die drei durch den Staub, so gut wie unsichtbar.
Plötzlich tauchte Richard nur knapp zwei Meter vor einem der letzten Plünder auf und hielt ihm die Doppelläufige Schrotflinte vor die Brust und drückte ab. Das Schrot aus der Flinte traf gebündelt auf seinen Oberkörper und warf ihn gegen eine Hauswand. Mit einem großen Loch im Brustkorb, rutschte er zu Boden.
Dem letzten traf Dina an der rechten Schulter so dass er seine Waffe fallen lies und Elliot konnte ihm einen Schuss in den Oberschenkel verpassen.
Dann legte sich langsam der Staub.
Der letzte lebende Plünderer kroch am Boden und versuchte weg zu kriechen.
Doch Elliot schritt auf ihn zu und trat auf seinen durchbohrten Oberschenkel. Der Plünderer schrie vor Schmerz und beleidigte Elliot in seinem tiefsten Akzent so dass es niemand verstehen konnte.
„Du dreckiger Hurensohn.“ sagte Elliot abfällig und beugte sich zu ihm herunter. „Für dich gibt es kein Grab. Hörst du? Du wirst hier auf der Straße liegen und die Toten werden sich über deinen Körper hermachen. So wie es ein Menschenfresser wie du verdient hat.“ Elliot holte Luft und schrie: „Hast du mich gehört? Deine drecks Sippe wird verrecken! So wie sie in North Platte verreckt ist! Egal wohin ihr uns folgt egal ob North Platte oder New York ihr werdet alle sterben! Du und dein schäbiger Clan, ihr seit alle Beißerfutter nur wisst ihr das noch nicht! Verrecke du Hurensohn! Verrecke!“
Der Plünderer brabbelte nur irgendein Kauderwelsch, doch man konnte sehen dass er gehörige schmerzen und Panik hatte.
Elliot zog den Hahn seines Repetierers zurück und drückte den Lauf gegen seinen Hinterkopf und drückte an.
Das Gebrabbel verstummte mit dem Knall.

@Lyanna Lockhart



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#4

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 22.10.2019 16:27
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Lyanna's Priorität bestand darin erstmals hier weg zu kommen und vor allem nach Henry zu suchen, wer wusste ob er nicht auch in Gefahr steckte oder schlimmeres. Lyanna war kein Unmensch, auch wenn sie die beiden nicht wirklich kannte oder gar irgendein Gefühl für diese Leute hegte, so würde sie sich streuben einfach den Abgang zu machen. Ihr Gewissen würde das nicht machen. Die Dunkelhaarige hatte sich bereits von dem Fenster in dem sie die Angreifer ausfindig gemacht hatte entfernt. Es handelte sich dabei um knapp sieben Personen, was nicht so viel war wenn man nicht alleine war, versteht sich und wer wusste schon ob zwischen den Häusern nicht noch mehr Plünderer lauerten. Die Dunkelhaarige hatte sich mit einem leisen Sprung aus dem kaputten Fenster hinter dem Haus ihre Freiheit ermöglicht. Ihr Hand wandte sich direkt an den Griff ihrer Machete und zog diese leise aus der Befestigung am Rucksack. Schüsse wären deutlich unvorteilhaft. Es würde die komplette Aufmerksamkeit von den Plünderern auf die junge Frau ziehen und wer wusste wie viel Untote sich noch in der Gegend herumtrieben, die ebenso von diesem Krach angelockt werden konnte. Solch eine Art von Konfrontation wäre doch recht unvorteilhaft. Auf leisen Sohlen huschte die Dunkelhaarige zwischen den Häusern umher. Wo war Henry nur abgeblieben? Lya wusste, sie hätte ihrem Gefühl vertrauen sollen und den Mund aufmachen sollen. Sich zu trennen war eine schlechte Idee. Noah war der lebendige … nun eher der tote Beweis dafür. Auch wenn es sicher nicht unbedingt vorteilhaft wenn sie auf einem Haufen gesessen hätten und die Plünderer hätten sie entdeckt, aber womöglich hätten sie da eine bessere Chance gehabt als so wie es jetzt war. Man konnte vergangenes nicht mehr ändern. Die Dunkelhaarige war gerade dabei aus einer Gasse hervor zu schauen. Dort wo sie eben noch die Position dieser Leute ausgemacht hatte und dann sah die Dunkelhaarige nur etwas fliegen, was sie im ersten Moment nicht ausmachen konnte. Erst als vor den Füßen der Plünderer landete. War das …? Bevor dieser Gedanke sich noch vollständig in ihrem Kopf bilden konnte knallte es. Es knallte sogar gewaltig das die Dunkelhaarige sich nach hinten fallen ließ und sich ihre Hände schützend um ihren Kopf legten. Dynamit. Wer hatte heute zu Tage verdammtes Dynamit bei sich. Lyanna stieß nur ein Keuchen aus als sie vorsichtig ihre Augen wieder öffnete. Die Plünderer verfielen in Panik und nun dröhnten Schüsse in die Ohren von der jungen Frau. Die Dunkelhaarige richtete sich nur vorsichtig auf und griff nach der Machete neben sich, die sie bei dem mehr oder weniger unfreiwilligen Sturz fallen ließ. So viel dazu leise zu sein. Lya schnappte sich sofort ihr Jagdgewehr. Gerade mal vier Kugeln, nicht gerade viel aber im Notfall gut genug um wenigstens vier von ihnen eine Kugel ins Gesicht zu verpassen. Ihre Gedanken kreisten nur darum wie sie es nun am besten zu dem leblosen Körper von Noah schaffte. Sie konnte unmöglich einfach da durch laufen. Die Dunkelhaarige wagte einen erneuten Blick nur um festzustellen wer überhaupt für den ganzen Lärm und das ausgebrochene Chaos verantwortlich war. Lyanna erspähte drei weitere Leute, die einfach den Hinterhalt auf ihrer Seite hatten und somit nicht wirklich Probleme haben schnell die Oberhand in dieser Situation zu gewinnen. Einer nach dem anderen dieser Plünderer fiel, bis der Letzte durch lautstarke Beleidigungen eines anderen auch die Bekanntschaft mit der Kugel machen. Verdammt. Die Drei wirkten im ersten Moment nicht wie Plünderer. Nun zu mindestens nicht wie die Plünderer, denen sie den Garr ausmachten. Aber wer wusste das schon. Plünderer töteten andere Plünderer um an ihre Vorräte zu kommen. Es war nichts unnormales. Lyanna war klar das sie sich nicht lange hier aufhalten sollte. Sie wollte nicht in das Sichtfeld dieser Leute geraten und schon gar nicht in die Finger der Untoten geraten, die womöglich durch den Lärm angelockt wurden und in nächster Zeit hier auftauchen werden. Die Dunkelhaarige nutzte die Gunst als die drei den letzten aus schielten unbemerkt rüberzulaufen. Hinter dem Fahrzeug der ehemaligen Plünderer hatte die junge Frau Sichtschutz. Vorsichtig kniete sich Lyanna zu dem leblosen Körper. Der Schuss ging gerade und sauber durch den Kopf. Er hatte keine Chance gehabt sich zu wehren oder etwas an der Situation zu ändern. „Oh scheiße Noah ..“ flüstere Lyanna nur und strich ihm kurz über die Wange ehe eine leises Seufzen ihrer Kehle entwich. Ihr Hand fuhr zu seinem Hosenbund und zog die Waffe heraus, die er bei sich trug und verstaute diese gleich bei sich. „Tut mir Leid … „ flüsterte Lya nur und ehe sie sich auf die Suche nach dem anderen Bruder machen wollte, musste sie nicht lange suchen. Aus dem Augenwinkel sah sie nur ein Schatten. Ein Schatten der hinter eines der Häuser hervorkam und ehe Lyanna noch reagieren konnte oder ihm auf irgendeine Weise gar ein Zeichen geben konnte hatte Henry bereits schon den Arm um die Kehle der jungen Frau der fremden Gruppe, die auf den Namen Dina hörte und drückte ihr den Lauf der Waffe an ihre Schläfe. Seine Augen waren tränenunterlaufen, nach dem Verlust des Bruders und seine Worte waren nicht klar und verwirrend als er den Fremden vorwarf das sie es doch waren, die seien Bruder getötet haben sollen. Lyanna konnte nicht anders und kam schließlich hinter dem Wagen hervor. „Henry hör auf!“ rief Lyanna schließlich laut und ernst. Ihr Jagdgewehr fest in der Hand aber noch zielte sie nicht auf ihren ehemaligen Weggefährten. Eine schlechte Idee wie sich herausstellte denn als Henry Lyanna erblickte, konnte man sehen wie sich seine Mimik in Wut veränderte. Der Tod eines geliebten Menschen ließ einen nicht immer klar denken und was tat man da am besten? Die Schuld bei anderen suchen nur um den Tod einen Sinn zu geben. „Das ist alles deine Schuld.“ kamen die Worte erst leise aus ihm heraus. „Das ist deine Schuld, du hast uns hier her geführt.!“ Er richtete seine Waffe nun auf Lyanna und schoss. Er traf sie nicht. Die Schüsse landeten vor ihren Füßen so das Lyanna automatisch Schritte zurückging. „Scheiße Henry, hör auf! „ warnte Lyanna ihn erneut. Es war die letzte Warnung. Als dieser die fremde Frau immer noch nicht losließ und erneut seine Waffe auf Lyanna richtete passierte alles ganz schnell. Lyanna zielte und schoss. Fast schon wie eine Kurzschlussreaktion. Einen Moment lang war es still doch dann fiel Henry's Körper mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden. Lyanna atmete aus. Sie hätte die Frau treffen können, das wusste sie. Nun .. Glück gehabt sie tat es nicht. Ihr Waffe nahm die Dunkelhaarige allerdings nicht runter. Sie war weiterhin auf die Fremden gerichtete. In ihrem Ohr hallte bereits das Stöhnen von Untoten, die langsam näher kamen.

@Elliot Slim Mason



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#5

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 23.10.2019 00:21
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

Elliot löste sich von der Leiche des Plünderers.
Er war wütend aber mit dem Tot des Hinterweltlers verpuffte die Wut. Die Plünderer Gefahr war gebannt, fürs erste. Aber durch den Lärm würden andere Probleme angelockt.
Beißer.
Oder Gleisblockierer, wie Die Crew von der 'Little Boy' sie nannten.
Also kaum Zeit zum Plündern. Vielleicht Waffen mitnehmen... ja,vielleicht höchstens das.
Elliot hob die Pistole auf, die der letzte Plünderer hat fallen lassen.
Ein unbrauchbares Ding. Ein alter Kurzlaufrevolver, geflickt mit Draht, ungepflegten Lauf und kaputter Trommel. Elliot holte aus und schmetterte das Ding auf den Boden, so dass es in tausend Teile zersprang, so konnte es niemandem mehr von Nutzen sein. Doch ein paar Patronen und eine Dose Pfirsiche konnte Elliot gut verwenden.
Richard durchsuchte den Typen den er die Schrotflinte auf die Brust gesetzt hatte und durchsuchte seine Tasche und Latzhose. Auch er fand eine Waffe die in keinem guten Zustand war, ein bisschen Munition, eine Packung Zigaretten und ein Zippo Feuerzeug das nur noch spärlich funktionierte. Die Waffe, eine gekürzte Einschussflinte verschwand in seinem Rucksack.
Plötzlich schrie Dina auf.
Elliot drehte sich um.
Er sah wie ein Kerl, ungefähr so groß wie Dina nur mit mehr Muskeln, sie gepackt hatte und ihr eine Waffe an den Kopf hielt.
Richard bekam das auch mit und richtete sofort seine Schrotflinte auf die beiden. „RUNTER MIT DER WAFFE!“ brüllte er. „RUNTER. MIT. DER. WAFFE!“
Langsam ging Richard auf die beiden zu. Doch dieser Kerl, der Dina festhielt drohte an sie zu erschießen.
Auch Elliot schulterte schnell seine Waffe und richtete sie auf den Kerl. Elliot sah dass seine Augen rot unterlaufen waren und seine Atmung schwer war.
„Wehe du scheißt!“ brüllte Dina Richard an, die wusste dass wen er mit der Schrotflinte abdrücken würde, nicht nur der Kerl hinter ihr das zeitliche segnen würde. Sie versuchte sich aus seinem Arm heraus zu winden, doch hatte viel zu viel Respekt vor der Waffe an ihrer Schläfe um irgendwas sinnvolles zu unternehmen.
„Ihr habt meinen Bruder umgebracht!“ brüllte er mit bebender Stimme.
„Einen scheiß haben wir...“ sagte Dina, doch wurde sogleich sie den Mund aufmachte, von dem Kerl gewürgt. Sie keuchte.
„Halts Maul!“ brüllte er sie an.
„Wir haben deinen Bruder nicht erschossen.“ sagte Elliot ruhig. „Sie waren es.“ er deutete auf die erschossenen am Boden. „Und wir gehören ganz sicher nicht zu diesem stinkenden ekel Pack.“
Plötzlich eine Stimme aus dem Hintergrund: „Henry, hör auf!"
Es war eine weibliche Stimme.
Richard drehte sich um und sah eine schlanke, braunhaarige, nicht allzu große Frau die ein Jagdgewehr in den Händen hielt und am Gürtel eine Pistole und eine Machete.
Auch Elliot sah sie, richtete kurzzeitig seine Waffe auf sie, doch als Richard seine Flinte auf die Fremde richtete schwang er wieder um und zielte wieder auf den Kerl der Dina festhielt.
Elliot sah wie sich die Mimik des Kerls verfinsterte. Der Kerl machte der Frau Vorwürfe, es wäre alles ihre Schuld gewesen.
Elliot zählte eins und eins zusammen. Sie standen den übrigen zwei gegenüber die sie vor ein paar Tagen aus der Entfernung für Gleisblockierer gehalten hatten, es waren die die sie eigentlich als Verbündete gegen die North Platte Plünderer gewinnen wollten.
Und plötzlich schoss er.
Dina zuckte zusammen und kniff die Augen zusammen. Sie hatte zwar schon viele Schüsse gehört, doch wurde eine Pistole noch nie so nah an ihrem Ohr abgefeuert. Es musste in ihrem Gehörgang jetzt ordentlich fiepen.
Elliot dachte für einen kurzen Moment das die fremde Frau jetzt einfach umkippen würde, doch die Schüsse landeten vor ihr im Boden, die Frau wich zurück.
„Scheiße Henry, hör auf!" rief sie.
Doch er hörte nicht auf. Die Pistole wanderte wieder hoch, doch war es nun nicht seine Absicht sie zum tanzen zu bringen, jetzt wollte er sie töten.
Elliot sah wie sich das Gesicht des Mannes verzog und Wut sich in Hass wandelte.
Sein Finger zuckte und übte langsam Druck auf den Abzug aus.
Doch kam die Fremde ihm zuvor.
Mit einer blitzschnellen Reaktion zog sie ihr Gewehr nach oben, zielte und drückte ab.
Selbst Dina konnte nicht so schnell ziehen und sie war die schnellste von der 'Little Boy' Crew.
Die Kugel zischte an ihrem Kopf vorbei.
Ein Glück dass die Schüsse vorher ihr Gehör so eingeschränkt hat dass sie nicht hörte wie die Kugel in den Kopf des Kerls eindrang. Dina merkte wie er kurz zuckte, dann an Körperspannung verlor und schlagartig verlor sie auch ihre eigene. Sie fing sich noch in der Hocke, musste aber erst mal Husten und verarbeiten dass sie grade auch hätte gut ums Leben kommen können.
Richard und Elliot waren so gut wie eingefroren, denn kurzzeitig dachten sie es wäre um ihre Dina geschehen.
Aber Richard fing sich schnell und richtete seine Flinte wieder auf die Fremde, nur zur Sicherheit den sie legte ihre Waffe ja auch nicht ab.
„Okay...“ sagte Elliot gelassen und senkte die Waffe. „Das sind also die von denen wir gedacht haben sie könnten unsere Verbündeten sein...“ Er griff wieder in seine Mantelinnentasche, zog eine Zigarette hervor und zündete sie an. „Dina, bist du okay?“
Dina hatte sich wieder aufgerichtet und stemmte sich auf die Knie. „Jaja... nächstes mal bitte so was nicht mehr...“ sie atmete schwer. „...sonst geh ich zum Betriebsrat.“ sie hob ihre Waffe auf die sie hat fallen lassen müssen, nachdem sie gepackt wurde. „Ich weiß nur nicht ob ich ihr...“ sie deutete auf die Fremde. „...mein Leben verdanke weil sie so gut schießen kann oder ob ich einfach nur Glück gehabt hatte...“ sie legte sich den Schultergurt wieder über die Schulter.
„Wir könnten uns ja mal um den 'Besuch' kümmern. Anstatt hier Kaffeekränzchen zwischen Zugführer und Sammlerin zu halten.“ meckerte Richard der immer noch seine Waffe auf die Fremde gerichtet hatte.
Elliot schaute die Fremde an. Er strich sich das Halstuch aus dem Gesicht. „Ich glaube mit Glück hat das wenig zu tun, Dina. Ich glaube die Frau kann recht gut schießen.“ er lächelte. „Aber ich kenne da jemanden der aus 650 Yards einem einen Schuss zwischen die Augen setzten kann.“ er zog an der Zigarette. „Und das alles ohne Zweibein oder Zielfernrohr, mit einem Gewehr dass älter als mein Großvater ist.“ er lächelte. „Dina, was glaubst du wie die Chancen stehen dass er auch aus 15 Yard trifft?“
„Oh... ich glaube die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch... Ich würde so sagen sie liegen knapp bei 100 Prozent.“ sagte Dina.
Die Rede war von Kyle. Dieser hatte es mittlerweile wieder vom Turm heruntergeschafft und war seinen Kollegen zu Hilfe gekommen. Er stand etwa 14 Meter hinter der Fremden und hatte ebenfalls das Gewehr auf sie gerichtet.
„Elliot!“ rief er ohne das Gewehr abzusetzen. „Durch euren beschissenen Lärm haben wir Gleisblockierer bis zum Pentagon auf uns aufmerksam gemacht!“ er holte Luft. „Und wenn wir hier noch länger verweilen wollen, können wir die Maskenaffen aus dem Osten gleich dazu einladen mit uns hier einen feinen Tee zu trinken und sich unsere Eier mit den Gleisblockierern zu teilen!“
„Hmmm, recht hat er... Ich hab einen Vorschlag.“ Elliot hustete kurz und verdeckte somit das Geräusch dass sein Revolver von sich gab, wenn man den Hahn spannte.. „Wir nehmen jetzt alle unsere Waffen runter, denn ich denke wir haben nichts davon wenn wir uns jetzt hier über den Haufen ballern... Okay?“ er ließ seinen Repetierer los, so dass er nur über seiner Schulter baumelte. Dann deutete er den anderen drei auch ihre Waffen sinken zu lassen.
Etwas langsam und argwöhnisch ließen auch sie ihre Läufe zu Boden blicken.
„Okay? Können wir uns jetzt darauf einigen wie wir hier weg kommen ohne dass wir als Mittagessen enden?“

@Lyanna Lockhart



zuletzt bearbeitet 23.10.2019 00:23 | nach oben springen

#6

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 26.10.2019 19:53
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Der Schuss selbst hallte noch in Lyanna's Ohren als er bereits abgefeuert habe, das Henry bereits mit einem dumpfen Geräusch bekanntschaft mit dem Boden machen und die Fremde neben ihm sich gerade noch in der Hocke fing, konnte Lyanna erst gar nicht verarbeiten. Es war als wäre kurz die Zeit stehen geblieben und das jeder außer sie sich bewegen könnte, weswegen Lyanna einige Minuten in dieser Position verharrte bevor sie langsam das Jagdgewehr ein Stück sinken ließ. Und dann war da wieder dieses Stechen, dieses Pochen was sie in ihrem Herz spürte wenn sie einen Menschen erschoss. Egal ob er eben noch ihr Verbündeter war oder gar jemand der sie umbringen wollte. Selbst nach Jahren der Apokalypse konnte Lyanna sagen, das ihr sowas nicht egal war. Sie versuchte es nur immer und immer wieder nicht an sich ran zu lassen und es auf irgendeine Weise zu akzeptieren was da gerade passiert war. Ein dicker Kloß setzte sich in Lyanna's Hals fest, der sie zwang erstmal kräftig zu schlucken bevor sie sich wieder sammeln konnte. Wie konnte man überhaupt sowas akzeptieren? Töten war schließlich so normal wie Essen. Na ja eine gute Sache hatte es bewirkt, sie konnte somit ein anderes Leben retten, was eigentlich in erster Linie nicht beabsichtig war. Sie wusste nicht warum genau sie dazwischen griff, vielleicht weil es einfach unrecht gewesen wäre und Lyanna das verfolgt hätte? Sie wusste es wirklich nicht. Die schlechte Sache daran war, das sie nun die vollste Aufmerksamkeit der anderen Gruppe angezogen hatte, welche sich sofort zu ihr drehte mit erhobenen Waffen. Lyanna blickte nur zwischen den Personen hin und her, verfolgte ihr Gespräch. Dabei konnte sie bereits heraus hören, das diese Leute Lyanna und die zwei Brüder bereits entdeckt und beobachtet hatten. Wofür? Verbündete? Wirklich? Waren diese Leute wirklich so unvorsichtig oder hatten sie wirklich so dringend Leute nötig? Lyanna wollte darauf eigentlich keine Antwort. Denn sie war sicherlich nicht auf der Suche nach Verbündeten. Eigentlich war sie auf der Suche nach gar nichts. Die Frau schien dennoch okay, nach dem sie wieder zu Atem kam und sich aufrichtete legte Lyanna nur den Kopf schief. „Gerngeschehen.“ murmelte Lyanna nur und setzte langsam einige Schritte zurück, allerdings immer noch mit der Waffe in der Hand. Für die Dunkelhaarige gab es keinen Grund mehr hier zu bleiben und schon gar nicht sich mit dem Fremden zu unterhalten, die eben noch mit verdammten Dynamit um sich herum schmissen. Lyanna war auf der Suche nach Vorräten und die fanden sich nicht alleine. Zudem brauchte sie einen Unterschlupf, bevor die Nacht hereinbrach. Die Nächte wurden langsam kühler und egal wie man es drehte, Nächte draußen zu verbringen war immer auf eine Art gefährlich. Doch bevor sie wirklich eine Flucht ergreifen konnte schrie jemand hinter ihr einen Namen. Elliot. Lyanna blickte kurz zu besagter Person, die auf den Namen reagierte ehe sie sich flink umdrehte und die Waffe auf Kyle richtete, dieser tat es gleich. Lyanna war schon von anfang in der Unterzahl, das war ihr bewusst doch hätte sie einen gepflegten Abgang hinlegen können. Jetzt wo sie von vorne und hinten bedroht wurde, war es natürlich etwas schwieriger. Doch Lyanna wurde sofort hellhörig bei den Worten des Fremden hinter ihr. Sie wusste das der Lärm die Untoten anlocken würde. Jetzt musste sie erst recht weg und konnte noch nicht mal den Ort durchsuchen. Der Fremde, wo sie nun wusste das er Elliot hieß unterbreitete einen Vorschlag und als er deutete die Waffen zu senken und es seine Kollegen gleich taten, ließ auch Lyanna diese ein Stück senken, zumindestens so das sie auf keinen mehr zielte. Nun er schien vernünftig zu sein. Die Flucht war deutlich die bessere Option, doch Lyanna streubte sich einen Moment. Fremden einfach so zu folgen schien ihr unklug. Doch wirklich Zeit groß darüber nach zu denken blieb Lyanna nicht als man schon das Krächzen und Schlurfen der Zombies vernahm, die schon förmlich aus allen Richtungen kamen. „Gut“ hauchte Lyanna und steckte die Waffe weg. „Guter Plan, ich bin dabei.“ Die Dunkelhaarige ging ein paar Schritte auf Elliot zu. „Aber eine falsche Bewegung oder sollte ich herausfinden das ihr mich verarschen wollt, schieße ich deiner Freundin ins Gesicht.“ warnte sie ihn und blickte dann kurz zu Dina ehe sie dann bei Henrys Leiche anhielt und sich seine Waffe aus seiner Hand zog und diese einsteckte. Wenigstens konnte sie dadurch ein wenig mehr Munition ergattern, auch wenn sie dieses Ereignis lieber vermieden hätte. Nun würde wirklich keine Zeit bleiben, denn die ersten Zombies waren bereits in Sichtweite und Lyanna zog nur ihre Machete. Es waren zu viele außerdem hatte Lyanna nicht genug Kugeln und durch den Lärm würden noch mehr von ihnen kommen.

@Elliot Slim Mason



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#7

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 27.10.2019 15:38
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

"Wie nett doch unsere neue Freundin ist..." murmelte Dina, die etwas verwundert war dass nur sie im Falle eines Falles auf ihrer Abschussliste stand. Dina war eine schmale Frau die kein Pfund zu viel auf den Rippen hatte. Ihr dunkler Teint sprach dafür dass ihre Wurzeln nicht hier in Amerika lagen, sie machte einen indischen Eindruck und wenn man das dachte lag man nicht falsch, ihre Eltern kamen gebürtig aus Pakistan und dass spiegelte Dina durch ihre Haut wieder.
"Und wen du Sie erschießt, puste ich dir ein Loch in den Leib dass so dick wie mein Oberschenkelmuskel ist!" sagte Richard etwas herausfordernd.
"Jetzt ist ma gut hier! Verdammt nochmal! Hier schießt niemand mehr irgendwem in den Kopf und niemand verpasst hier irgendwem irgendwelche neuen Löcher die er nicht braucht und hier verarscht auch niemand irgendwen, verstanden? Hier haben sich schon ein paar Leute ein paar Löcher “ Er zeigte auf Dina, die nickte, dann auf Kyle, der nickte auch, dann auf Richard, der grade seine Schrotflinte mit neuer Munition bestückte, auch er nickte, genauso wie Kyle. „Ja, is ja gut, Mann!“ sagte er.
„Kyle wie viele sind es, die da kommen?“ fragte Elliot den Scharfschützen.
„Naja... ich sag mal so... es sind genug. Sie kommen hauptsächlich aus Westen, langsam aber beständig.“ sagte er.
„Dann über die Strecke aus der wir gekommen sind?“ Elliot zeigte Richtung Autohaus.
„Ja. Das ist sinnig. Dann wieder die Strecke durch den Wald, an dem Tümpel vorbei auf die Bahnstrecke bis zum Lager. Dass sollte der sicherste Weg sein.“ sagte Kyle und fuchtelte mit seinem Finger in der Luft herum um so anzudeuten wo der Weg lag, doch eigentlich nur er verstand was er da zeigte.
Hinter Elliot fing es an zu stöhnen und zu schlurfen, langsam tauchten die ersten Gleisblockierer aus den Nebenstraßen und Gassen auf und humpelten mit stetiger Geschwindigkeit auf den Ort zu aus dem ihr eingeschränktes Gehör ein Geräusch vernommen hatte.
„Gut dass wir jemanden haben der die Gegend hier kennt wie seine Westentasche...“ sagte Elliot und drehte sich um. „Und da sind auch schon unsere ungeladenen Zaungäste. Nehmt die Beine in die Hand, Leute. Hier wird’s gleich kuschelig. Die Vorstellungsrunde machen wir dann, wenn wir wieder ein bisschen Ruhe haben. Auf geht’s!“
Alle vier fingen an im Laufschritt sich in die Richtung zu bewegen die Kyle Vorgeschlagen hatte.
„Ich schlag dir vor einfach mit zu laufen... Du kannst natürlich eine andere Richtung einschlagen... aber ich kann dir nicht garantieren dass du das überlebst... Kyle hat immer den richtiger Riecher was solche Wege angeht und ein Fotografisches Gedächtnis.“ sagte Elliot zu der Fremden. „Und du kannst davon ausgehen dass dich hier niemand erschießen wird, solange ich nicht sage dass du erschossen werden sollst. Und auch da wo wir jetzt hingehen werden, wird dich niemand erschießen. Und dort ist es sicher.“


(ich geh mal davon aus das du mitkommst)



Kyle lief vorne an der Spitze und führte die kleine Gruppe geschickt durch kleine Gassen, Nebenstraßen und durch Gänge die man auf den ersten Blick gar nicht gesehen hätte.
Immer das geringste Risiko eingehen. Das war sein Motto.
Nur vereinzelnd stießen sie auf ein paar Beißer die sich entweder schnell ausschalten oder gut umgehen ließen.
In einem kleinen Bekleidungsgeschäft konnten sie sogar kurz die Lage sondieren und ihr weiteres Vorgehen planen. Sogar ein paar Verpackungsfrische Wintersocken konnten sie hier im Vorbeigehen mitnehmen.
„Mist... nicht meine Größe... viel zu klein...“ murmelte Richard, drehte die Packung in seinen Händen und reichte sie an Dina weiter.
„Könnte grade so passen...“ Dina zog ein Paar aus der Dreierpackung heraus und schaute auf die Füße der Fremden. Sie zuckte mit den Schultern und warf ihr die anderen beiden Paare zu. „Hier. Vielleicht ein kleines Friedensangebot...“ sagte sie lächelnd.
„Braucht jemand von euch noch so was?“ fragte Elliot lachend und zog aus einem Karton ein paar Kleinkinderschuhe.
Richard lachte. „Da passt höchstens Emine rein!“ Die vier lachten, beherzt.
Leider war der Rest der hier herum lag nur für Kleinkinder ausgelegt, alles was einem Erwachsenen hätte passen können war schon geplündert. Elliot packte den Rest zurück in den Karton und stellte ihn gut sichtbar auf eine Auslage in der nähe des zerbrochenen Schaufensters. „So findet es der nächste schneller... Vielleicht gibt’s ja noch welche die so was gebrauchen können.“
„Ich hätte hier noch etwas Klopapier...“ sagte Richard und warf ein paar Geldscheine in die Luft die wie Konfetti durch die Luft segelten.
„Ich hätte hier wirklich noch Klopapier!“ sagte Dina die mal eben schnell einen Blick in das Gäste WC geworfen hat und eine angebrochene Packung mit vier vollen Rollen entdeckt hatte.
„Nimm das mit. Klopapier ist das neue Gold der Apokalypse!“ sagte Kyle.
Das neue Gold der Apokalypse verschwand in den Taschen der vier und Kyle machte sich wieder daran die nächsten Meter zu planen.
Er stellte sich an das zerborstene Fenster und schaute nach rechts und links. „Also der Lärm war in sofern gut, dass die ganzen Gleisblockierer jetzt Richtung Stadtkern schlurfen...“ Er stieg über die Scherben auf die Straße. „Sieht gut aus, wir sollten weiter. Kommt.“
Die anderen hörten auf nach irgendwas Brauchbarem zu suchen und folgten Kyle.
„Vorsicht. Nicht schneiden.“ sagte Dina zu der Fremden, den eine riesige Glasscherbe hing noch halb im Fensterrahmen und ragte wie ein großer, Speer nach oben.
Sie näherten sich immer weiter dem Stadtrand und damit dem Wald der direkt an die Stadt anschloss.
Über einen ausgetretenen Pfad erklommen sie die kleine Steigung hoch zu den ersten Bäumen. Es ging noch ein bisschen weiter hoch, so hoch dass man auch ohne auf einen Baum klettern musste in die Stadt rein gucken konnte.
Man sah das Autohaus, den Feuerwehr Turm und die Kreuzung an der es die Konfrontation mit den North Platte Plünderern gegeben hatte. Man sah wie die Traube an Beißern immer größer wurde. Es würde ein paar Tage dauern bis die sich wieder aufgelöst hatte.
„Zum Glück haben wir gesunde Beine...“ sagte Dina als sie die Traube erblickte.
„Naja... das war ja auch zu erwarten nach dem Lärm den ihr gemacht habt...“ sagte Kyle und schaute in den Wald.
„Ja. Das stimmt. Hat aber auch ein bisschen Spaß gemacht.“ sagte Richard und klopfte sich auf die Brust.
„Kyle, du musst bedenken dass es nicht unser Ziel war da irgendwas brauchbares aus dem Dorf da unten mitzunehmen. Unser Ziel war es die North Platte Arschlöcher empfindlich zu treffen und das haben wir geschafft. So langsam dürften ihnen die Leute ausgehen. Wir bringen mehr von ihnen um die Ecke als sie mit ihren Schwestern für Nachschub sorgen können.“ sagte Elliot und löste wieder den Hahn von seinem Revolver, den er ja aus Sicherheit gespannt hatte.
„Stimmt schon... Aber hättet ihr es leiser gemacht wäre mir dass deutlich lieber gewesen.“ Kyles Blick fiel auf die Fremde. „Wer bist du eigentlich? Du rennst jetzt schon ein paar Kilometer mit uns hier rum und ich weiß noch nicht mal wie du heißt.“
Die Situation ließ grade etwas Ruhe zu. Elliot warf seinen Repetierer auf den Rücken, ging auf die Fremde zu und streckte seine Hand aus. „Elliot. Schön mal ein Gesicht zu sehen dass nicht von Wahn und Seuche zerfressen ist.“

@Lyanna Lockhart



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#8

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 03.11.2019 12:16
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Lyanna wollte sich gerade bei dem spitzzüngigen Kommentar des Fremden umdrehen, der ihr drohte ihr ein Loch zu verpassen, sollte sie hier irgendwen erschießen, doch wurde schließlich unterbrochen von Elliot. Ob er nun wirklich das Sagen hatte hier in der Gruppe konnte Lya schlecht beurteilen, er machte auf jeden Fall den Anschein so denn die Leute in dieser Gruppe schienen wohl auf ihn zu hören. Zu mindestens konnte sie das anhand der Reaktionen erkennen, denn die Waffen senkten sich bereits und keiner sagte für einen Moment nur ein Wort weder zu dieser Situation noch gegen Elliot's Wort. Die Gruppe fing sich an zu beraten, über die Anzahl der Zombies und wie sie nun am besten vorgehen. Für welche die gerade eine Gruppe Plünderer hoch gebombt haben und nun wahrscheinlich eine Horde Zombies im Nacken halten, schienen sie noch recht ruhig. Während Lyanna langsam hibbelig und unruhig wurde. Ihr dauerte es zu lange. Warum sie nicht gleich abgehauen war als die Fremden die Waffen gesunken hatten konnte die Dunkelhaarige nicht genau erklären. Vielleicht war sie zu unkonzentriert von der ganzen Situation gewesen, das sie einfach den Moment verpasst hatte. Schließlich wurde Lyanna wieder hellhörig als Elliot auf sie zu kam und ihr vorschlug mit zu kommen. Eine wirkliche Wahl blieb ihr da im Moment nicht, ganz zu schweigen das sich wohl einer von ihnen hier in der Gegend auskannte. Es wäre ziemlich dämlich nun die Einzelgängerin zu spielen und dann am Schluss in die offenen Arme der Untoten zu rennen. Wenn die Beißer etwas gut konnten, dann war es aus allen Richtungen wie Unkraut zu sprießen. „Keine Zeit mehr … Ich komme mit.“ murmelte die Dunkelhaarige erst noch unsicher als ihr Elliot sogar versicherte das es keine Hintergedanken bei dieser Aktion gab und sie sogar sicher wäre entlockte es Lya nur ein amüsiertes Schnauben. „Sicherheit? So etwas gibt es nicht mehr. Es ist weder bei euch sicher, noch ist es bei mir sicher. „ antwortete die Dunkelhaarige nur darauf, blickte den Fremden einen kurzen Moment vor sich an. Die zwei toten Brüder sollten doch das beste Beispiel im Moment dafür sein. Dann schloss sich Lyanna der Gruppe an, lief ihnen hinter her, als Letzte der ganzen Reihe. Nicht weil sie nicht flink genug war, im Gegenteil. Damit konnte sie immer noch fliehen sollte die Situation etwas brenzlig werden oder die ganzen Leute vor ihr entschieden sich doch noch sie zu bescheißen. Sicher war sicher. Nur weil sie ihr mehr oder weniger Hilfe anboten, waren sie nicht gleich vertrauenswürdig. Es gab öfter Situationen die so anfingen aber dann blutig endeten. Es stellte sich heraus das dieser Kyle sich offenbar wirklich hier in der Gegend auskannte. Er führte sie abgelegen, durch Gassen, immer schön um die Untoten herum. Sicher konnte man die Beißer nicht ganz vermeiden, doch waren es wenige genug um diese einfach mühelos auszuschalten. In einem Bekleidungsgeschäft machte die Gruppe halt und auch Lyanna blieb abprubt stehen. Natürlich. Sie plünderten. Warum auch nicht. Kleidung war genau so wichtig in der heutigen Zeit, wie Nahrung und Wasser. Hatte man bei kälteren Temperaturen nicht die richtige Kleidung an würde man letztendlich erfrieren oder sich irgendetwas einfangen was einen dann sterben lässt. Beide unangenehme Möglichkeiten. Lyanna lief eher langsam durch das Geschäft, blickte sich ein wenig um, endete aber schlussendlich an der Wand gelehnt, aus dem Fenster blickend. Die Worte der einzelnen Leute bekam Lyanna zwar mit zeigte aber wenig Reaktion darauf. Sie schienen sich wohl zu verstehen. Richtig zu verstehen was Lyanna deutete das diese Leute schon länger miteinander unterwegs waren und nicht gerade erst zusammengefunden hatten so wie Lyanna mit Henry und Noah. Ihre Aufmerksamkeit stieg wieder an, als etwas in ihre Richtung geflogen kam. Reflexartig fing die Brünette es auf um dann nur ein paar Socken in ihren Händen zu erblicken. Lyanna blickte nur zu Dinah, die das wohl als Friedensangebot schätzte und Lyanna nickte nur unsicher und verpackte die Sachen schnell. Das Meiste war bereits geplündert oder hatte wenig wert … für einen Erwachsenen. Nun mit Kinderkleidung und Schuhen konnten sie wirklich wenig anfangen aber fündig wurden sie allemahl. Lyanna sah nur zu, wie Elliot die Kiste mit den Sachen in der Nähe der Tür abstellte mit den Worten das sie der nächste besser finden würde und das diese Sachen vielleicht noch gebraucht werden. Mit ein paar Schritten stand sie schon hinter ihm und legte den Kopf schief. „Ich hoffe doch nicht. Wer in dieser Welt noch Kinder hat kann sich auch gleich in die Zombiehorde werfen.“ Und ja Lyanna meinte diese Worte wirklich ernst. Ganz zu schweigen welche Bürde man dem Kind in so einer Welt aufsetzt brachte man es und sich selbst immer wieder in Gefahr. Nur ein verzweifelter Schrei nach Hilfe, ein Abfangen einer Kugel … . Lyanna schüttelte nur den Kopf. „Wir sollten weiter.“ schlug sie einfach nur noch nach ihren Worten vor und die Gruppe hatte bereits den selben Gedanken, denn der Erste stieg schon durch ein, noch mit Scherben bestücktes, Fenster. Die Luft war rein und die Anderen taten es ihm gleich. Lyanna wurde sogar noch von Dinah gewarnt, sich nicht zu schneiden und Lyanna schmunzelte nur, zog ihre Brecheisenstange und haute die letzten verbliebenen Scherben des Fensters kaputt. Sie würde keine akrobatischen Dehnübungen durch Scherben hin legen, wie die anderen. Lyanna kletterte durch das Fenster, blieb weiterhin dicht bei der Gruppe. Sie folgten einen Pfad, der aus der Stadt führte, direkt in einen Wald. Als sie der Steigung bis nach oben folgten blieb auch die Dunkelhaarige stehen, sammelte erst mal neuen Atem, während sie ihren Blick über die Aussicht schweifen ließ. Wäre nicht alles kaputt, hätte sie diese Aussicht sogar als schön betitelt. Von dort oben sah man über den ganzen Vorort und auch die Zombies, die ziellos durch den Ort umherwanderten. Einer der Fremden betitelte das ganze sogar noch als Spaß. Die Dunkelhaarige schluckte auf den Kommentar nur einen gewaltigen Klos Wut herunter. Spaß war das ganze für Lyanna ganz und gar nicht. Doch beließ sie es dabei, rufte sich immer noch in Erinnerung einer Konfrontation aus dem Weg gehen zu wollen. Und das war das einzige was sie davon abhielt Richard direkt die Kehle durch zu schneiden. Lyanna's Blick richtete sich wieder zur Gruppe als einer nach ihr fragte und auch Elliot stellte sich schließlich offiziell und recht freundlich vor. „Ich bin Lyanna.“ sprach die Dunkelhaarige und blickte dann kurz zu Elliot der offenbar froh war kein Seuchengesicht zu sehen. Etwas was die Alarmglocken wieder in Lyanna's Kopf ringen lässt. „Nun … ich weiß das ich nicht gebissen worden bin … die bessere Frage ist eher .. seid ihr es?“ Man konnte sehen, wie Lyanna's Hand wieder langsam zu ihrem Jagdgewehr fuhr.

@Elliot Slim Mason



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#9

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 04.11.2019 00:04
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

"Nein... beißfrei seit je her." sagte Elliot schmunzelt wurde darauf aber sehr nachdenklich. "Nur die Jungs und Mädels die es damals nicht zum Museum geschafft haben sind den Beißern zum Opfer gefallen..."
"Oder den North Platte Plünderern oder dem Feuer." sagte Dina, die an vorderster Stelle stand und den Wald sondierte.
"Ja... oder dem Feuer. Ich weiß ja nicht ob du hier aus der Gegend kommst oder von weiter weg, aber eins kann ich dir über uns erzählen und zwar kommen wir nicht wirklich direkt von hier. Wir sind aus Cheyenne, Wyoming.“
Dina winkte die Gruppe zu sich und deutete ihnen dass es weiter gehen konnte. Langsam setzten sie sich in Bewegung. Hier im Wald war es ruhig, die Beißer waren hier kaum bis gar nicht vertreten. Die paar die man sah konnte man gepflegt umgehen oder waren sogenannte 'Pazifisten', Beißer denen Unterkiefer und Arme fehlten und sich von den großen Gruppen abgetrennt hatten. An denen konnte man sogar sehr nah vorbeigehen ohne dass sie einem was antun wollten. An einem gingen sie knapp fünf Meter vorbei, er sah sie auch, reagierte aber nicht sondern wandte sich sogar von ihnen ab und wackelte in eine andere Richtung.
„Die haben wir hier öfter... Sind ungefährlich.“ sagte Richard. „Sie gehen oft in den Wald... Warum auch immer...“
„Naja, wo war ich stehen geblieben...“ grübelte Elliot.
„Cheyenne, Wyoming.“ half Kyle Elliot auf die Sprünge und hüpfte über einen großen, morschen Baum der umgefallen war.
„Ach ja... Also wir sind ja eigentlich aus Cheyenne. Da hat es vor dem großen Ausbruch noch Militär gegeben. Sie dachten sie könnten die lokalen Probleme mit einer Menge Benzin, Diesel und allerhand brennbarem in den Griff bekommen... Tja das einzige was es gebracht hat war dass Cheyenne zu 80 Prozent abgebrannt ist.“ Elliot seufzte. „Das Haus meiner Eltern haben sie auch abgefackelt. Und meine Eltern... tja, die leider auch.“
„Hmmm...“ brummte Richard. „In dem Feuer haben wir alle viele unserer Lieben verloren. Stell dir das mal vor!“ sagte er zu Lyanna. „Die scheiß Apokalypse bricht aus und deine Liebsten sterben weil die Army alles und jeden abfackelt. Was ein scheiß. Unfähiger Dreckshaufen! Und ich hab mal bei denen gedient...“ Er klopfte sich mit dem rechten Zeigefinger gegen den Kopf und zeigte somit der Army den Vogel. „Hey komm! Wir schenken der ganzen Welt Demokratie, Bomben alles kurz und klein und 'lösen' überall 'Probleme' die uns nichts angehen, aber wenn bei uns mal was schief läuft versagen wir auf kompletter Linie,schießen in die Menge und verbrennen unsere eigenen Leute! Gefressen hab ich den Haufen! Vom tuten und blasen keine Ahnung.“ Richard meckerte sich warm, er konnte sich stundenlang über die Geschehnisse in Cheyenne aufregen, doch Elliot und Kyle hielten ihn zurück, den Richards Feinfühligkeit reichte leider nicht so weit dass er bemerken konnte dass Dina das Thema so sehr an die Nieren ging dass sie schon schlucken musste.
„Iss gut Richard, wir sind alle enttäuscht von Gevatter Staat.“ Elliot klopfte ihm auf die Schulter, während Richard sich anscheinend etwas abgewürgt fühlte.
„Ja... Ist doch so...“ brummte er.
Die Gruppe schlug sich weiter durch das Unterholz. Sie folgten keinem festen Pfad sondern strichen durch Büsche, Laub und Geäst bis es irgendwann etwas sumpfig wurde. Aber ein richtiger Sumpf war es eigentlich nicht, nur der Boden wurde etwas feuchter. Ein kleiner Bach speiste hier einen kleinen Tümpel der etwas modrig roch und ein schönes Heim für Frösche und allerhand Wasser Getier bot. Ein paar Meter davon entfernt erhob sich schon der kleine Bahndamm der sich wie eine Linie durch den Wald zog. Die Schienen waren rostig und sahen aus als hätten sie schon lange keinen Zug getragen und langsam verschwanden sie unter dem Laub das von den Bäumen fiel.
Warum waren mitten im Wald Schienen? Es gab eigentlich keinen ersichtlichen Grund dafür.
Doch irgendwann nach ein paar Kilometern die Strecke entlang, konnte man sehen wo die Schienen hin führten.
Ein Holzfällerlager. Noch aus der Zeit vor der Apokalypse.
Es war kein kleines Lager. Hier mitten im Wald stand ein rostiger Kran, der damals genutzt wurde um die großen Stämme auf die Rungenwagen des hier damals verkehrenden Zuges zu heben. Eine Halle stand etwas abseits in dem mit hoher Wahrscheinlichkeit mal viel gesägt und zugeschnitten wurde. Ein ausgeschlachteter, rostiger Harvester stand neben den Schienen und wurde so langsam von Mutter Natur zurück erobert.


Das ist ein Harvester (Falls du es noch nicht wußtest)





Um den Platz herum wurden große Stämme in den Boden gerammt und bildeten einen großen Ring um das Holzfällerlager, wie damals bei den Römern und ihren Palisaden. Die Schienen verschwanden einfach unter ein paar Stämmen die ein großes massives Tor bildeten. Keine leichte Arbeit so was zu bauen und von Menschenhand nicht zu bewegen.
Aber eine kleinere Lücke im Gebälk, verschlossen durch ein dickes, geschweißtes Gatter bot Zugang zum inneren.
Im inneren sah man auch die Maschinen die dort noch standen und dabei geholfen hatten das Fort zu errichten, es gab nämlich nicht nur den großen, alten Kran sondern auch allerlei anderes motorisiertes Zeug. Ein großer Radlader, ein Gabelstapler, einen Traktor und einen kleinen Bagger. Doch die Maschinen standen momentan ruhig da und nichts bewegte sich.
Doch es gab noch etwas was dort stand und leise vor sich hin schnaufte und dampfte.
Ein Koloss. Ein großer grauer Koloss, geschweißt aus Eisen und Stahl. Ein Zug.
'Little Boy'.
Die Form erinnerte an einen Panzerzug aus dem zweiten Weltkrieg, nur das die Front ein riesiger Keilförmiger Rammbock war, stark genug um Lkw's zu trotzen. Man hatte einen großen stählernen Sarkophag um die Dampflok und die drei großen Wagons gebaut, eine wahre Stahlwand.
Wenn man genauer hin sah konnte man unter den Schürzen sogar die Räder sehen, die rot angestrichen waren.
Oder war es wirklich der Anstrich oder waren es Überreste von überfahrenen Beißern? Man wusste es nicht.
Um den Zug herum regte sich nichts, alles ruhig, doch als sie sich dem Zug näherten schwang eine Klappe auf und eine junge, männliche Stimme rief: „Elliot ist zurück! Scheiße Mann! Elliot ist zurück! Lydia! Elliot ist zurück!“
Sofort ging die nächste Klappe auf und jemand schaute heraus. Dann ging eine Tür des ersten Wagons auf.
Sie zischte beim öffnen, den die Türen waren so schwer gepanzert, das man sie nur durch einen Mechanismus öffnen konnte der durch die Kraft des Dampfes betrieben wurde.
Aus der Tür kletterte eine ältere Frau und kam auf die Gruppe zu.
„Richard, Dina, Elliot, Kyle und...“ sie stockte. „...wer auch immer du bist!“ Sie war sichtlich erleichtert als sie die vier sah. „Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Ich hätte euch fast Emine und Peter hinterher geschickt!“ sie atmete tief durch und schloss die hagere Dina in ihre Arme. Sie löste sich wieder von ihr und schaute Lyanna an. „Ihr habt einen Gast mitgebracht!“ sie ging auf Lyanna zu und reichte ihr die Hand. „Hallo, mein Name ist Lydia.“ sagte die ältere Frau und schaute an Lyanna hoch und runter. „Du siehst ganz abgemagert aus, Kind! Du musst was essen! Komm doch mit hinein. Ich denke mal wenn der Haufen dich irgendwo eingesammelt hat wirst du schon in Ordnung sein.“ sie sah auf ihren Rücken an dem sich ihr Jagdgewehr befand. „Keine Angst, niemand wird dir hier etwas wegnehmen. Hier bekommst du nur etwas.“ sie lächelte und drehte sich um und ging zur Tür. Elliot ging hinter ihr her und bot Lyanna den Vortritt. „Willkommen in unserem Heiligtum, Lyanna.“



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#10

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 04.11.2019 00:05
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge
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#11

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 12.11.2019 19:46
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Lyanna musste sich mehr oder weniger mit dieser Antwort zufrieden geben, als Elliot ihr versicherte das sie bissfrei waren. Wären es nicht zu viele gewesen hätte sie sich davon selbst versichert aber nun irgendwem ihre Gewehr gegen den Kopf zu hauen, damit dieser zu Boden geht … nun Lyanna würde sich sicherlich damit keine Freunde machen. „Ich bin aus Boston“ unterbrach sie ihn mehr oder weniger nur kurz als er erzählte. Und nein sie hatte nicht davon gehört, denn die Untoten verbreiteten sich schnell, da blieb vielen keine Zeit um noch groß Nachrichten zu verbreiten oder welche zu empfangen. Denen, denen noch Zeit blieb wurden bereits evakuiert und in einer Quarantänezone untergebracht, nur ob sie dadurch unbedingt einen Vorteil hatten war eine andere Sache. Die Antwort war nein, denn es gab keine Quarantänezonen mehr. Sie waren überrannt durch Untote oder sie zerstörten sich selbst von Innen, sei es durch Anspannung oder gar weil einem die Nahrung ausgeht. Wenn ein Mensch Hunger hat, setzte der rationale Verstand oft aus. Als Elliot erzählte das sein Elternhaus darunter auch abgebrannt wurde, wurde der Schritt der Dunkelhaarigen kurz langsamer eher sie nur aufblickte. „Wir haben alle verloren, ihr unterscheidet euch da nicht von Mir oder irgendeinem anderen Überlebenden da draußen.“ Ihr Blick huschte wieder zu Richard als dieser nun zu erzählen begann. Er vertrat die Meinung die 90% dieser Bevölkerung hatte, die noch existierte. Es war ungelogen fast schon wie ein Deva Vu was er da von sich gab. Und auch Lyanna gab zu sie hatte für einen kleinen Moment in ihrem Leben da draußen das Selbe gedacht. Die Dunkelhaarige schluckte nur wieder vorhandenen Ärger herunter. Ihre Hände umfassten das Jagdgewehr noch fester als sie es schon in ihren Händen tat. „Nicht die Army haben eure Leute umgebracht, es waren die Beißer.“ murmelte Lya nur bissig und legte ihren Kopf schief. „Ich verteidige ihre Aktionen nicht aber sie sind auch nur Menschen und wenn Menschen verzweifelt sind, tun sie dumme Dinge.“ Ein Seufzen entwich nur aus der Kehle, es brachte nichts darüber zu streiten. Diese Leute waren sicherlich sowieso schon lange tot. Wenn die Welt vor dem Untergang steht und man hat nur eine Chance auf Rettung in dem man eine infizierte Stadt bombardiert würden viele dieses Opfer bringen. Es war nochmal ein Unterschied gewesen ob es nur eine Stadt voller Unschuldiger war oder gar eine Welt voller Unschuldiger, so hart und widerlich das auch klang. Letztendlich hat es aber niemanden etwas gebracht. Ihr Blick huschte kurz zu Dina, welcher man gewaltig ansah wie sehr ihr das Thema zu setzte. Elliot beendete aber recht friedlich schnell sein Geredet über dieses Thema. Gut für ihn. Lyanna hätte ihm wohl eins über gehauen aber wie schon erwähnt eine Aktion mit dieser sie sich eher weniger Freunde gemacht hätte. Die Gruppe zog weiter durch den Wald. Untote waren hier kaum vertreten oder so zugerichtet das kaum Gefahr von ihnen ausging. Selbst als sie an einem nicht sonderlich weit weg vorbei gingen und dieser sie auch entdeckte, wollte Lyanna bereits ihr Gewehr anheben als dieser sich einfach umdrehte und in den Wald hinein schlurfte. Die Dunkelhaarige blickte diesem nur kurz nachdenklich hinter her. Man konnte den Beißern nachsagen was man wollte. Sie funktionierten schon fast wie ein Tier. Im Rudel waren sie deutlich gefährlicher als Alleine. Alleine waren sie einfach erneut zum Sterben verdammt. Ein Gedanke der ein komisches Gefühl in Lyanna's Magengegend auslöste ehe sie merkte wie groß der Abstand zur Gruppe wurde und diese schnell wieder einholte. Die Dunkelhaarige fragte sich deutlich wie so sie ihnen überhaupt noch folgte, die Gegend schien ruhig. Ruhiger als in der Stadt, in denen sie sich eben noch befanden. Womöglich würde es noch nicht mal auffallen, würde sie plötzlich einfach einen anderen Weg einschlagen. Vielleicht hatte Lyanna aber auch noch den Gedanken, sie könnte sich aus dem Ganzen noch irgendetwas herausschlagen, nach dem sie in der Stadt nicht wirklich etwas plündern konnte. Ihre Vorräte wurden dadurch leider weniger voller. Ihre Gedanken wurden dennoch unterbrochen als sie zu einem Holzfällerlager angelangt waren und dann auch noch Schienen? Was hatten Schienen hier im Wald zu suchen? Eine berechtigte Frage aber im Grunde keine die Lya ewig beschäftigen würde. Lya folgte der Gruppe weiterhin still, ehe sie an den verschiedensten Baumaschinen vorbeikamen, die eher dastanden als hätte man sie schon länger nicht mehr benutzt. Und dann war da etwas was Lyanna kurzerhand stehen bleiben ließ. Sie konnte nicht leugnen das sich ihre Augen weiteten. „Ihr lebt in einem gottverdammten Zug … wirklich?“ fragte Lyanna schon fast ungläubig. Es war schon ein Wunder wenn man überhaupt ein Auto heut zu Tage noch zum laufen bekam und diese Leute hatten einfach mal einen Zug. Wenn das keine Ironie war dann wusste es die junge Frau auch nicht. Doch lange konnte sie das ganze nicht bewundern, denn schon erklang eine junge, männliche Stimme die deutlich erfreut über das Zurückkommen derer Leute war und es dauert nicht lange bis sich die erste, schwere Tür eines Waggons öffnete. Eine ältere Frau kam aus dem Waggon heraus und ging auf die Gruppe zu, nannte sie allen beim Namen als würde sie nachzählen wollen ob auch alle vollzählig waren. Bei Lyanna hörte man deutlich die Verwirrung und Verwunderung in ihrer Stimme. Doch stattdessen nach ihr zu fragen ging sie einfach davon aus das sie ja schon in Ordnung wäre wenn sie zu Elliot's Gruppe gehören würde.Lyanna blickte nur auf die Hand der älteren Dame herab als sie sich vorstellte eher unsicher schüttelte die junge Frau diese nur, zog diese aber auch direkt wieder weg. „Ich bin Lyanna.“ meinte sie nur knapp, es war sowieso kein Geheimnis mehr also weshalb eines daraus machen. Bei ihrer Aussage konnte Lya sich ein kleines, amüsiertes Schnauben nicht ganz verkneifen, eine sarkastische Antwort musste sie sich dennoch unterdrücken. Sich richtig zu ernähren, war nicht unbedingt einfach da draußen aber nun gut. „Das will ich nur hoffen...“ meinte Lya als die Ältere sie auf ihr Jagdgewehr ansprach, denn sonst würde sie ihre Warnung die sie Elliot mitteilte schneller wahr machen als er ihren Namen sagen konnte. Noch fast unsicher trat Lyanna in den Waggon ein.

@Elliot Slim Mason



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#12

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 16.11.2019 12:09
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

"Ja." sagte Elliot kurz und knapp. "Little Boy. Nennen wir ihn. Obwohl er gar nicht so 'Little' ist..."
"Ein Monster!" sagte Richard stolz. "Eine große Ingenieursleistung das Ding.“
Hinter der Lok reihten sich drei große Wagons von denen man von außen nicht erkennen konnte wofür sie gut waren.
„Eine 0-6-6-0 Lok von 1953. Wir haben sie knapp 2 Jahre lang umgebaut. Du musst wissen das du hier nur Menschen kennenlernst die damals im historischen Zug Museum von Cheyenne gearbeitet haben. Richard war zum Beispiel Hausmeister.“ Elliot lachte und Richard schaute etwas bedröppelt.
„Keine Sorge, Richard. Du warst auch wichtig.“ sagte Dina schmunzelnd.
„Jaja, macht ihr euch ruhig lustig. Arschlöcher.“ brummte Richard und die anderen lachten.
„Ey, du warst höher gestellt als Malvin. Der kleine Junge hat in einem Wärterkostüm Eintrittskarten verkauft und jetzt...“ Kyle zeigte auf die Lok. „Jetzt kann er das Ding sogar alleine bewegen!“
Wenn man drüber nachdachte war eine Lok äußerst leicht zu bewegen, alles was es brauchte war das Know-Hoy, Wasser und irgendwas was brannte. Mehr war nicht von Nöten. Und hier waren sie sicherlich gut aufgehoben, in einem Holzfällerlager, wo es Holz im Überfluss gab. Man konnte sogar drei dampfende Holzhaufen sehen, die verdächtig nach simplen Holzkohle Meilern aussahen. Daneben waren sogar schon aufgebrochene Meiler aus denen man die fertige Holzkohle entnahm.
An die Rohstoffe für eine Dampflok zu gelangen war also tatsächlich etwas simpler als an eine Fülle von Benzin und Öl zu kommen. Wenn man wusste wie konnte jeder Kohle herstellen, bei Benzin wurde es da schon etwas schwerer.

Die Treppenstufen hinein in das Innere des ersten Wagons knarzten etwas als Lyanna ihren ersten Fuß darauf setzte.
Als sich die Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnten, sah man schnell in welch hübschen Etablissement man sich befand.
Ein alter Salonwagen in dem Stil der 1960er Jahre.
Man mochte es gar nicht glauben, aber hier drin war mehr Platz als man von außen annehmen konnte. Auf dem Boden war Teppich verlegt und dämpfte jeden Schritt. Viel Licht fiel nicht nach innen, das lag daran das die Fenster ja unter dem stählenden Sarkophag verschwanden. Nur durch ein paar verschließbare Sehschlitze fiel etwas Licht in die edle Einrichtung, die doch über die Zeit etwas gelitten hatte und schon ihrem alten Glanz verloren hatte. Nur ein paar alte Lampen erhellten in Innenraum so dass man nicht über seine eigenen Füße stolpern musste.
Selbst eine Küche fand in dem Wagon platz, natürlich beheizt mit Holz oder Kohle. Ein paar Schränke und Kommoden reihten sich Seite an Seite an die Wände, sie waren im Boden verankert so dass sie bei voller Fahrt nicht hin und her rutschen konnten. Tische und Stühle aus feinstem Holz boten den Bewohnern Platz zum Essen, Trinken oder einfach zusammensitzen. Selbst ein paar Sessel, drei an der Zahl fand man hier, die um einen kleinen runden Tisch standen, auf dem ein Schachbrett stand. An den Wänden hatte jemand etwas stümperhaft ein paar Hacken angebracht, an dem allerlei Kleidung hing, hauptsächlich Mäntel, Hüte und Jacken. Es machte den Eindruck als wäre die Kleidung aus dem wilden Westen direkt hierher teleportiert worden. Aber wen man wusste woher die Truppe kam konnte man sich schon denken warum ihr Kleidungsstil so 'ausgefallen' war. Man hatte sich mit der Zeit daran gewöhnt auszusehen wie ein Cowboy oder ein Cowgirl, außerdem war die Kleidung äußerst robust und Pflegeleicht.
Neben den ganzen Haken fand man auch Bilder, eingerahmt und leicht beleuchtet so dass man das Motiv sehen konnte. Auf dem Bild was einem sofort ins Auge fiel war eine riesige Lok zu sehen. Und wenn ich sage riesig dann wahr sie auch wahrhaft riesig, größer als das was vor der Apokalypse so normalerweise über die Schienen fuhr und normal sterblichen Menschlichen an einem Bahnübergang die weiterfahrt verwehrte und größer als 'Litte Boy'.
Eine Lok der Up Klasse 4000. Das wusste man wen man das kleine Schild darunter lass. Vor der Lok stand ein Mann, etwas dicklich und in Blaumann gekleidet, erst an ihm konnte man sehen was für ein Monstrum dieses Konstrukt war.



Es war warm. Endlich war es mal wieder warm. Die letzten Tage waren zu den Nomaden nicht allzu freundlich gewesen, es war zwar auszuhalten und man konnte draußen noch in der Nacht einschlafen ohne am nächsten morgen mit Erfrierungen aufzuwachen, doch angenehm war definitiv anders. Durch die Lüftungsleitungen des Wagons strömte warme Luft, aufgeheizt durch die Hitze die aus dem heißen Kessel der Lok drang.

Lydia, die ältere Dame war schon vorgegangen und wieder in der Küche verschwunden, den es schien so als hätte sie dort alle Hände voll zu tun.
Ein junger Kerl, wen Lyanna schätze war er nicht wesentlich älter als sie selbst, kam aufgeregt in den Wagon. „Habt ihr sie gefickt? Also so richtig gefickt?““ fragte er aufgeregt.
Elliot der grade seinen Staubmantel an einen der Haken hängte, schaute den jungen Kerl verwundert an. „'Gefickt'?“ fragte er nach.
„Habt ihr die North Platte Inzest Familie kaputt gemacht?“ verfeinerte der junge Kerl seine Aussage.
„Ach so... Ja ein paar haben wir schon erwischt. Aber nicht alle.“ auch seinen Hut hing Elliot an den Haken.
„Scheiße!“ rief der junge Kerl aus und schlug sich mit der flachen Hand auf das Knie und sofort puffte eine Kohlestaubwolke aus seiner Hose.
„Malvin!“ fauchte Lydia. „Du machst alles dreckig! Wenn du am Tisch mitessen willst, zeihst du was an was noch seine natürliche Farbe besitzt und nicht schwarz wie die Nacht ist!“
Der junge Kerl war also Malvin, der Kartenverkäufer. Er hatte für seine Statur ein recht breites Kreuz, kein Wunder wen man bedachte das er eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt war Kohle von A nach B zu schaufeln, irgendwann gab das Muskeln.
„Ich esse vorne in der Lo...“ Malvin stockte als er Lyanna sah. Nach einer kurzen Musterung sagte er nur verträumt: „Ich zieh mir gleich was anderes ... an...“
„Malvin ist der Kessel heiß genug?“ fragte Elliot, doch bekam keine Antwort. Den Malvins Augen und Aufmerksamkeit waren an Lyanna hängen geblieben.
Elliot schaute den jungen Heizer an und verfolgte seinen Blick. Er schüttelte den Kopf und schnipste vor Malvins Nase um seine Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. „Hallo? Erde an Malvin. Haben wir Kontakt? Ist der Kessel versorgt, Junge?“
Der junge Heizer drehte seinen Kopf und schaute Elliot an. „Was?“ fragte er nur und schien nicht ganz anwesend zu sein.
„Der Kessel. Kohle? Brennt? Heiß? Und Feuer genug?“ fragte Elliot jetzt nochmal deutlich und zeigte nach vorne wo sich die Lok befand.
Malvin folgte dem Finger. „Ähh, ja. Alles Feuer, brennt und Kohle und so...“
„Danke. Jetzt geh dich umziehen.“ Elliot schickte Malvin weg, der jetzt zwangsweise an Lyanna vorbei musste. „Ähh, Hi. Malvin“ sagte der junge Kerl zu Lyanna und reichte ihr die Hand hin.
„Lass die Frau in Ruhe und geh dich umziehen!“ sagte Elliot jetzt etwas lauter.
„Is ja gut, is ja gut, Mann!“ sagte er verärgert, zog die Hand weg und verzog sich in den nächsten Wagon.
„Wir haben Glück gehabt heute!“ sagte Lydia fröhlich. „Peter hatte gleich drei Hasen in den Fallen. Diesmal sogar ohne Gleisblockierer. Nur eine Sache ist etwas doof...“ sie stellte einen kleinen Salzstreuer auf den Tisch in dem nur noch ein paar Krümmel waren. „Wir haben kein Salz mehr...“
„Es gibt schlimmeres.“ sagte Kyle der sich jetzt auch grade in den Salonwagen begab und sich an Lyanna vorbei drängelte. „Hauptsache es gibt endlich wieder was ordentliches zu essen, ich konnte Backkartoffeln nämlich nicht mehr sehen.“
„Es gibt natürlich auch noch gebackene Kartoffelecken dazu.“ sagte Lydia.
Kyle lies den Kopf sinken und stöhnte. „Danke ich bleib bei Hase. Wenn ich schon mal die Wahl habe.“
Lydia kam aus der Küche und hielt ein zwei Tassen Tee in der Hand, die eine bekam Elliot, die andere bekam Lyanna einfach in die Hand gedrückt. „Hier. Zum aufwärmen. Ich hoffe du magst Schwarzen Tee, wen du da unten im Schrank schaust ist bestimmt noch etwas Rum da. Den kannst du gerne haben, den mag eh hier niemand von uns.“ Sie zeigte auf einen Schrank am Ende des Wagons, hinter den Sesseln. „Ruft die anderen zusammen wir können gleich essen.“

Und dann kamen sie die ganze Besatzung. Zehn Mann.
Elliot, Lydia, Malvin, Richard, Kyle und Dina hatte Lyanna ja schon kennengelernt, jetzt kamen nochmal dazu:
Erick, ein Sanitäter
Nick, einer der Sammler der Truppe
Emine, eine sehr kleine, zierliche Türkin, mit rundem Gesicht und schwarzen Haaren
Peter ein riesiger Kerl mit Bärenhänden und mehr Muskeln als Gehirn

Lydia deckte den Tisch und tischte auf. Wie angekündigt gab es dreimal Hasenbraten und Kartoffelecken. Als zusätzliches Gewürzmittel legte Lydia noch kleine Ketchup Päckchen auf den, Tisch, solche die man eigentlich bei McDonalds (Nein ich werde nicht dafür bezahlt McDonalds hier zu erwähnen) bekam.



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#13

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 16.11.2019 12:10
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

@Lyanna Lockhart Siehe oben....



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#14

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 18.11.2019 11:03
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

„Ihr wollt mir nicht sagen das dieses … Ding da noch fährt?“ Lyanna blickte nur ungläubig in die Gruppe hinein. „Ihr wollt mich doch verarschen.“ So wirklich glauben konnte es die Dunkelhaarige wirklich nicht aber ganz ausschließen vermochte sie es auch nicht. Es gab immer wieder Dinge, die auch eine Lyanna Lockhart in einer Apokalypse überraschten. Nur weil die Welt untergegangen war und ein Großteil der Menschheit flöten gegangen war, hieß es nicht das die Übrig gebliebenen sofort wieder auf das Niveau von Höhlenmenschen rutschten. Manche brachten selbst in einer kaputten Welt etwas auf die Beine und konnten durchaus mit den wenigen verbliebenen Hilfsmittel oft Hilfsgüter schaffen, die vor all dem als normal empfunden wurden. Strom zum Beispiel. Oder funktionierende Duschen. Ein Luxus heutzutage. Etwas was Lya auf jedenfall mal nicht vergönnt war. Als Lyanna den Waggon betrat war es deutlich düsterer darin als man erst mal annahm, doch ihre Augen gewöhnten sich schnell an die wenig herrschenden Lichtverhältnisse. Man konnte es schon fast mit einem Bunker vergleichen … na ja vielleicht nicht ganz so düster wie ein Bunker. Das Innere des Waggons war recht hübsch eingerichtet, für eine Apokalypse. Der Boden war sogar mit einem Teppich versehen, der die Schritte sofort dämpfte sobald man einen darauf setze. Ein paar Tische und Stühle und Kommoden konnte man noch im Raum erblicken. Im großen und Ganzen hatte sich die Gruppe eigentlich recht nett eingerichtet und wenn man sich das Ganze genauer ansah konnte man schon glatt meinen, draußen würde keine Apokalypse herrschen. Vor allem war es warm. Wärme, etwas was Lya die letzten Nächte sehnlichst vermisste. Der Sommer neigte sich dem Ende, die Bäume verloren bereits ihre Blätter und die Temperaturen sanken bereits, besonders nachts. Sicherlich würde der erste Schnee auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Eine deutlich unangenehme Session für Nomaden und Überlebende allgemein. Man kam schwerer an Vorräte. Lya wollte sich gar nicht ausmalen wie viele Menschen jeden Winter drauf gingen. Die ältere Dame die auf den Namen Lydia hörte war schon längst wieder in der Küche verschwunden. Lyanna's Blick huschte nur über die eingerahmten Bilder die an der Wand hingen auf dem man eine weitere Lok zu sehen bekam. Lyanna kannte sich nicht wirklich damit aus, für sie war es nur ein Mittel zum Reisen vor all dem Mist natürlich. Aber die Leute hier schienen sich deutlich wohl mit diesen Sachen aus zu kennen und das ganze hier am Laufe zu halten. Sollte diese Lok wirklich noch betriebsfähig sein dann war es auch eine Art durch eine Apokalypse zu reißen. Es war deutlich geschützter als wenn man in einen einfachen Auto saß, auch konnte man sicher gut darin leben. Nur hatte es wohl einen Nachteil. Nicht alles war mit Schienen bestückt, sie waren also auch mal angewiesen ihren Schutzbunker zu verlassen, wie heute. Schutz hin oder her auch sie brauchten Vorräte, was wohl auch der Grund war weshalb sie den selben Ort wie Lyanna aufsuchten, oder sie haben einfach diese Typen verfolgt, mit denen sie offenbar Probleme haben. Es war nichts ungewöhnliches das Gruppen aneinander gerieten, meist endete es damit das man sich gegenseitig die Kugeln um die Ohren ballerte. Lya nahm ihren vorherigen Gedanken zurück, womöglich war die Menschheit doch auf ihren Höhlenmenschstatus zurückgerutscht. Zwar nicht ganz freiwillig aber ändern konnte man es nicht. Lyanna's Aufmerksamkeit von den Bildern wurde unterbrochen als ein junger Mann aufgeregt auftauchte. Er war vielleicht nicht viel älter als Lyanna selbst aber schien einen deutlichen Enthusiasmus zu besitzen. Bei seiner Wortwahl hob auch Lyanna kurz eine Augenbraue an. Wie viele von ihnen tummelten sich denn noch in dieser Lok? Ein kurzes Schmunzeln konnte sich die junge Frau aber nicht ganz verkneifen als die ältere Dame aus der Küche mit ihm schimpfte. Hatte sich die ältere Dame Lyanna mal genauer angeschaut? An ihr klebte noch Blut, wovon sie noch nicht mal weiß wie lange das bereits an ihr klebte und ob es ihr eigenes oder das eines anderen war. Lyanna's Blick blieb wieder bei dem jungen Mann hing der auf den Namen Malvin hörte. Malvin der in einem Wärterkostüm Eintrittskarten verkauft hatte, zu mindestens hatten sie vor hin davon vorhin geredet. Irgendwie konnte sich das Lyanna kaum vorstellen. Jedenfalls tat er etwas was die Dunkelhaarige überhaupt nicht mochte. Starren. Er starrte sie einfach an und auch wenn sie seine Blicke nicht wirklich deuten wollte fuhr sich die junge Frau nur durch das Gesicht. Hatte sie etwa was im Gesicht kleben? Elliot konnte nach mehrere Versuchen, die Aufmerksamkeit des jungen Mannes wieder gewinnen und letztendlich diese nicht deutbare Situation für Lyanna beenden, ehe dieser sich noch an ihr vorbei drängte und ihr die Hand hinstreckte und sich vorstellen aber schließlich durch einen Ruf von Elliot's Seite verscheucht wurde. Auch Kyle drängte sich schließlich an Lyanna vorbei und die zierliche Frau ging nur einen Schritt zur Seite. Langsam hatte sie das Gefühl das sie wirklich im Weg stand. Lydia plapperte nur etwas von Essen und Lya's Hand wanderte automatisch zu ihrem Bauch, das er nicht noch laut knurrte war alles. Jedenfalls hatte Lyanna's Gehirn beim Rest der Worte der älteren Dame abgeschaltet. Musste diese nun wirklich Essen erwähnen? Und ehe sie sich versehen konnte bekam sie auch schon eine warme Tasse in die Hand gedrückt. Es war Schwarztee, zu mindestens erklärte ihr das Lydia. Die Wärme der Tasse verscheuchte auch die letzte Kälte in Lyanna's Finger als sie an dem Tee roch. Es war nicht so das sie wirklich glaubte das man sie hier vergiften wollte, aber ausschließen konnte sie es nicht, sie war eine Überlebende. Sie würde es nicht tun, wenn sie nicht schon mal so eine ähnliche Situation erlebt hätte. Auch deutete Lydia auf einen Schrank hinter den Sesseln in dem sich wohl eine Flasche Rum befand und Lya sich daran frei bedienen könnte. Die Dunkelhaarige ließ sich das nicht zwei mal sagen, auch wenn es sicherlich nicht ganz klug war sich zu betrinken, unter Fremden die man nicht kannte. Aber um ehrlich zu sein kümmerte es die junge Frau gerade sehr wenig. Lya zog nur die Flasche aus dem Schrank und öffnete diese mit ihrem Mund, da sie ja noch die Tasse in der anderen Hand hielt und kippte großzügig den Rum gleich in den Tee hinein. Eine Mischung die wohl ziemlich widerlich war zu mindestens wenn man noch gesunde Geschmacksnerven hatte. Ob Lya die noch hatte wusste sie nicht. Sie war in der Zeit der Apokalypse gezwungen weniger wählerisch zu werden. Man musste mit dem auskommen was man hatte. Und wenn man Hunger hatte konnte es auch durchaus passieren das ein niedliches Eichhörnchen dran glauben musste, so war es nun mal Außerdem sollte man Verlust doch immer mit etwas alkoholischem herunterspülen. Die Dunkelhaarige setzte nur die Flasche ab ehe sie dann das Gemisch in einem Schluck exte. Lya kniff nur die Augen zu. „Gott verdammt..“ fluchte diese nur leise, sie hatten wirklich nicht gelogen. Das Zeug war wirklich schrecklich. Doch Lyanna fühlte sich schon deutlich besser … und da sollte einer nochmal sagen Alkohol würde keine Probleme lösen. Als Lydia anwies die anderen zu rufen hob die junge Frau nur eine Augenbraue an. Wirklich .. wie viele gab es von diesen Leuten hier noch? Zu den Leuten die Lyanna bereits kannte kamen noch vier weitere Leute hinzu, wobei Lyanna ein paar Schritte zurückging als Peter den Waggon betrat. Er war gerade mal das Doppelte seiner Größe von Lyanna, was nicht wirklich bei ihr schwer aber dennoch, solche Leute machten Lya deutlich nervös. Jetzt würde sie es deutlich nochmal überlegen ob sie hier jemanden einfach attackieren würde, was die Dunkelhaarige deutlich nicht wollte, nur wenn diese Leute sie verarschen wollten. Sie zeigten bisher keine Anzeichen dafür. Die ältere Dame tischte auf und Lyanna versuchte sich nur zusammen zu reißen bei dem Geruch der Speisen. Lyanna sollte eigentlich nicht hier sein, sie sollte einfach gehen. Sicher hatte das ganze irgendeinen Haken und war einfach zu gut um war zu sein. Doch ehe die Dunkelhaarige sich versah saß sie schon zwischen all den Leuten am Tisch. So viel dazu abzuhauen. „Nun … ihr gebt einfach einer Fremden etwas zu essen ab obwohl ihr nicht mal wisst ob diese euch Ärger machen könnte?“ fragte Lyanna dann stutzig. „Das hat doch irgendeinen Hintergedanken … ihr werft mich aber nicht später in irgendeine Grube und lasst mich Kohle schaufeln …?“ Die Frage klang schon fast wie ein Scherz aber das Schlimme daran war … es war keiner.

@Elliot Slim Mason



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#15

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 24.11.2019 12:53
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

"Aber natürlich fährt sie noch oder eher gesagt wieder." sagte Elliot. "In unseren besten Zeiten haben wir zwei Dampfloks pro Jahr wieder fit gemacht. Aber die Zeiten sind vorbei. Man muss sich etwas mit den Dingern auskennen um diese Technischen Wunder wieder zum laufen zu bringen.“
„Wie viele waren es insgesamt? Die ihr wieder zusammen gebaut habt?“ fragte Dina.
„Puh... Zwölf oder so.“ antwortete Elliot grübelnd. „Aber 'Litte Boy' war der letzte den wir wieder aufgearbeitet haben. Natürlich war unsere Werkstatt auch für solche Projekte ausgelegt. Mit einem Zwanzig Tonnen und so, nicht so mickrig wie der 3,5 Tonnen Kran den wir jetzt da haben.“
Auf dem letzten Wagon hatten sie nämlich damals einen Kran installiert den sie von einem LKW für Baustoffe abmontiert hatten.
„Das sind halt die Dinge die wir können, mit Technik und Co. kennen wir uns ein bisschen aus.“ Elliot schmunzelte.

Als das Essen serviert wurde und alle am Tisch saßen bediente sich jeder wie er wollte. Auch Lyanna bekam eine Portion und sogar noch einen kleinen Nachschlag. Das essen war gut Gewürzt, doch fehlte tatsächlich ein wenig Salz, das schmeckte man schon, aber satt machte es auf jeden Fall.
Bei den Worten 'ihr werft mich aber nicht später in irgendeine Grube und lasst mich Kohle schaufeln' horchte Peter auf. "Also wenn du unbedingt das Verlangen danach hast, lässt sich da bestimmt was organisieren..." sagte er und presste den Inhalt einer Ketchuptüte auf seinen Teller.
"Na... also Peter! Sie will doch sicherlich keine Kohle schaufeln." sagte Lydia und schenkte Lyanna Tee nach.
"Schade... Tut mir Leid Emine, dann musst du wohl wieder ran." Peter lachte die kleine Emine an.
"Leck mich, Peter." sagte sie nur und widmete sich ihrem Essen. Peter lachte.
"Nein, du musst wissen. In der Bibel steht..." als Lydia das Wort 'Bibel' erwähnte ging durch die Reihen ein leichtes genervtes raunen. "...man soll seinen nächsten lieben."
"Ja... außer sie wollen dich erschießen..." fügte Elliot hinzu. Alle lachten etwas, außer Lydia.
"Jaja, macht euch nur lustig..." sagte sie.
"Nein... so ganz ohne Hintergrund tun wir das natürlich nicht. Weißt du, wir sind noch nicht allzu lang in der Gegend und kennen die Verhältnisse hier nicht wirklich. Wir sind eigentlich ja nur auf der Durchreise und weiter als die Dörfer die es hier gibt und dem Wald sind wir auch noch nicht gekommen. Unser Ziel ist es weiter in den Norden zu kommen. Nach Kanada und noch weiter höher, dahin wo es wirklich kalt ist und die Bevölkerungsdichte nicht allzu hoch ist.“ Elliot aß die letzten Kartoffelecken und schob den Teller von sich weg. „Und jemanden zu kennen der hier eventuell sich etwas in der Gegend etwas besser auskennt als Kyle und weiß welche Gleisstrecken frei sind und welche nicht, wäre von Vorteil.“ Er zündete sich sich eine Zigarette an und lehnte sich zurück. „Aber im großen und ganzen haben wir dich natürlich mitgenommen weil ich denke das du in Ordnung bist.“ er lachte.
Langsam aber sicher verschwanden die drei Hasen und der Tee in den Mägen der Crew.
Ruhe kehrte ein und die Crew teilte sich langsam wieder auf.
Peter nahm Emine mit und verließ den Zug, sie gingen tatsächlich nach draußen um Kohle zu schaufeln.
Lydia räumte den Tisch ab und fing an zu spülen, Kyle beteiligte sich.
„Ich werde wieder nach vorne gehen...“ sagte Malvin und öffnete die schwere Tür, die Salonwagen und Lok trennte. Auf der Linken Seite des Tenders war ein schmaler Gang der es erlaubte nach vorne in die Lok zu gehen ohne den Wagon verlassen zu müssen.
„Wir müssen den Kessel immer warm halten.“ erklärte Elliot. „Mit dem Dampf betreiben wir die alten Generatoren die uns erlauben dass diese kleinen Dinger...“ er zeigte auf eine der kargen Lampen. „...etwas Licht spenden und wir etwas verschweißen können oder so.“
In der Lok versteckte sich so einiges was man auf den ersten Blick gar nicht wahrnahm. Unter der Decke des zum Beispiel, hing ein technisches Gerät was verdächtig nach einer Art Harpunenschleuder aussah. Es hing an einer abenteuerlichen Konstruktion die aus Stoßdämpfern, Metallträgern, Gelenken und Federn bestand. Das Gerät selbst bestand aus drei Dicken Rohren, Druckbehältern die verdächtig nach alten Feuerlöschern aussahen, Ventilen und Hebeln. Es war also praktisch eine Kanone, nur dass sie nicht mit Schwarzpulver funktionierte sondern anscheinend mit dem Druck der durch den Dampf erzeugt wurde.
Und wen man jetzt genauer hinsah, sah man auch die vielen Leitungen, manche größer manche kleiner, die sich wie Adern durch den Wagon zogen. Manche von ihnen lagen ganz offen und manche waren spärlich versteckt und in die Einrichtung mit eingearbeitet. Durch die Stille die jetzt herrschte konnte man sie sogar leicht Zischen hören. Die Crew, die ja schon so lange mit dem Zug unterwegs war hatte anscheinend schon gar kein Gehör mehr für diesen leichten Unterton, der die Luft leicht zum zittern brachte. Und wenn man genau hinhörte konnte man sogar den Dampfgenerator hören, der ununterbrochen vorne auf der Lok seinen Strom produzierte.
Ab und an wurde die Stille unterbrochen, wenn Malvin vorne in der Lok eine Schaufel Kohle oder ein Holzscheit in den Schlund von 'Little Boy' warf.
Elliot saß mittlerweile wieder in einem der abgewetzten Sessel und schaute zu Lyanna herüber. Die Flasche Rum stand neben ihm auf dem Boden, er nahm sie und stellte sie auf den kleinen Tisch vor ihm. Er deutete auf den Sessel vor ihm und sagte nur „Setz dich zu mir.“ Seine strahlend Blauen Augen blinkten wie kleine, friedliche Edelsteine in diesem düsteren, aber gemütlichen Abteil des Zuges. Er griff hinter sich und holte ein kleines Glas aus dem Regal das hinter ihm stand, er öffnete den Rum und goss zwei Finger breit Rum in das Glas. Er trank einen Schluck daraus um ihr zu versichern dass in dem Glas nicht irgendein Gift, KO Tropfen oder anderes schändliches Zeug drin war und schob es dann zu ihr rüber. Er schüttelte sich als er den Schluck Rum runter schluckte. „Ich hab Rum nie gemocht. Ich war eher der Whiskey/Wodka Typ.“ sagte er. „Es gab mal eine Wodka Marke die einen großen Grashalm in der Flasche hatte. Den hab ich am liebsten getrunken. Sozusagen mit Heu Geschmack.“ Er stand auf und ging zu einem Schrank. Er öffnete eine der Schubladen und sofort quoll ein Haufen Papier aus dem Fach. Er kramte eine kurze Zeit in dem Haufen und kam schließlich mit einer großen Karte in der Hand wieder zurück, er breitete sie auf dem viel zu kleinen Tisch aus. Es war eine Karte des Schienennetzes rund um Washington. Sie sah etwas anders aus als die Typischen Straßenkarten die man so fand aber wenn man sie ein bisschen länger betrachte konnte man klar und deutlich erkennen das es Washington war. Ein paar wenige der Streifen auf der Karte, die anscheinend Gleise darstellten waren grün markiert, andere hingegen rot. „Das ist die nähere Umgebung von Washington.“ erklärte Elliot. „Die grünen Linien sind freie Gleisstrecken, die roten sind versperrt. Entweder durch Züge die wir nicht wegschieben können oder weil das Gleisbett zerstört ist.“ Elliot seufzte und drückte die Zigarette aus, die er sich noch am Essenstisch angezündet hatte. „Wie du siehst... haben wir noch nicht viele Strecken überprüfen können. Das liegt zumal daran, dass wir es entweder noch nicht geschafft haben oder es 'Probleme' gab die sich nicht nur mit Waffengewalt haben lösen lassen.“ Sein Finger glitt über das Papier und blieb schließlich auf dem Washingtoner Hauptbahnhof liegen. „Außerdem müssen wir da hin.“ sagte er mit besorgter Miene. „Dort liegt etwas was für niemanden außer uns ein Wert hat. Und das sind Karten. Eine Menge Karten. Karten die bis hoch an die Grenzen der Vereinigten Staaten führen. Aber wir wissen nicht ob wir mit dem Zug hinein kommen und ganz wichtig, auch wieder raus.“ Er lehnte sich wieder zurück und schaute Lyanna an. „Und wenn du irgendwas wissen solltest was uns bei dieser Mission helfen könnte, würde ich dich bitten es mir mitzuteilen. Im Gegenzug biete ich dir all das hier.“ Er hob beide Hände und deute auf den Zug. „Überlege es dir. Wir haben Schlafplätze mit echten Matratzen, eine saubere Toilette und sogar eine Badewanne mit warmen Wasser.“


@Lyanna Lockhart



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#16

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 30.11.2019 22:42
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Lyanna fühlte sich zwischen all den Leuten, die lachten und so tun als sei alles verdammt normal hier, als sei alles verdammt normal dadraußen wie in einer dieser schlechten Sitcoms. Peter, der sie eben noch mit seiner Größe einschüchterte antwortete nur sarkastisch auf ihre Aussage während Lyanna nur kurz eine Augenbraue anhob. Wenn er wüsste, das die Dunkelhaarige diese Worte durchaus ernst gemeint hatte und nicht als Witz, schließlich war es nun mal so das man heut zu Tage nicht einfach etwas bekam aus reinster Gütigkeit. Die Welt war kaputt. Die Menschen waren kaputt. Und beide forderten jeden Tag umso mehr und entweder passte man sich an oder man lief naiv ins Messer. Ob es Ausnahmen gab wusste sie nicht genau. Vielleicht war das hier eine Ausnahme, vielleicht aber auch nicht. Lya zuckte schließlich mit den Schultern und steckte sich den ersten Teil der Speisen in den Mund. Wenn sie schon eventuell starb oder das ganze sich doch als Hinterhalt herrausstellte dann konnte sie das auch mit einem vollen Magen tun. Es gab schließlich deutlich unangenehmere Wege zu sterben. Lyanna kaute auf dem Hasen und auf den Kartoffelecken lange herum, als würde sie ihr Essen so lange herauszögern wollen wie es ihr möglich war. Und das wollte sie auch. Sie hatte schon lange nichts mehr so gutes geschmeckt, so das Lya noch nicht mal merkte ob überhaupt verdammtes Salz daran fehlte oder nicht. Gut es war auch nicht schwer zu übertreffen. Wenn man nicht in den Wäldern hauste und sich von der Jagd ernährte, tat man es von Dosenfutter und halbwegs erhaltbaren anderen Lebensmittel wenn man Glück hatte. Emine die, die ganze Zeit fast schon zu ruhig ihr Essen aß antwortete dem Großen nur mit einem bissigen Kommentar ehe sich Lydia einmischte und als auch sie die Bibel zitierte ging es automatisch bei Lyanna rein und direkt wieder raus. Sie verkniff sich den Gedanken, während Elliot ihn laut aussprach. Es war doch verwunderlich zu sehen, das überhaupt noch jemand in dieser Welt von Religion sprach. Schließlich konnten all die Dinge die passiert sind und immer noch passieren kaum göttlicher Wille sein. Aber nun gut vielleicht war es das einzige woran sich eine ältere Dame wie Lydia in dieser Welt noch festhalten konnte und das war etwas was Lyanna respektierte, weswegen sie diesen Gedanken in ihrem Kopf nicht laut aussprach. Schließlich wandte sich Elliot wieder Lyanna zu und erklärte ihr weshalb sie wirklich hier war und der Grund war so banal gewesen das die Dunkelhaarige sich ein amüsantes Schnauben nicht ganz verkneifen konnte. „Du glaubst ich bin in Ordnung?“ Lyanna nippte an dem Tee. „Das liegt wohl rein an dir das herauzufinden.“ zuckte Lyanna nur mit den Schultern und stellte die Tasse wieder ab. „Und ich muss dich und deine Leute leider enttäuschen, ich bin ganz gewiss keine Einheimische. Ich komme nämlich aus Boston.“ Die Dunkelhaarige aß seelenruhig weiter. „Ups was?“ Lyanna kannte sich hier kaum aus, wie sollte sie auch. „Und die anderen zwei die bei mir waren … nun ich hab keine Ahnung woher die kamen aber selbst wenn diese hier aus der Gegend wären würde es euch wenig bringen. Sie sind tot, wie ihr gesehen habt.“ Der Teller der Dunkelhaarigen leerte sich langsam und so tat es auch die restlichen Speisen auf dem Tisch. Und mit dem löste sich auch die Crew langsam wieder auf. Der große Peter verschwand mit Emine, während Malvin die schwere Tür aufschob und verschwand. Die ältere Dame Lydia kümmerte sich um das Geschirr während Kyle ihr wohl dabei half. Nur Elliot blieb mit Lyanna zurück und für einen kurzen Moment war es still, während Lyanna ihn nicht aus den Augen ließ ehe er schließlich das Schweigen unterbrach und ihr erklärte was sie überhaupt taten. „So ein Mist was … die verdammte Welt geht unter und ihr müsst immer noch schuften wie die Tiere.“ antwortete Lya nur sarkastisch auf seine Aussage mit dem Kessel während ihre Augen automatisch zu den kleinen Lampen im Waggon glitten. Nun wenigstens hatten sie so etwas wie Strom oder Energie, der hier wohl einiges an Laufen hielt, das war deutlich mehr als das was die meisten noch in dieser Welt besaßen. Die Frage war nur wie lange sie so weitermachen konnte. Die Gruppe war nicht die Größte gewesen, jeder schien hier seine Aufgabe zu haben, doch was taten sie wenn einer von ihnen den Beißern zum Opfer fiel oder schlimmeres. Der Tod lauerte schließlich um jede Ecke. Lyanna behielt diesen Gedanken aber für sich, sie schienen dennoch irgendwie klar zu kommen und ihre Probleme waren schließlich auch nicht Lyanna's Probleme. Elliot ließ sich schließlich in einer der Sessel nieder und deutete Lyanna sich zu ihm zu setzen während er hinter sich nach einem Glas griff und dieses etwas mit Rum befüllte. Die Dunkelhaarige setzte sich nur mit einem Zögern zu ihm während dieser einen kleinen Schluck aus dem Glas nahm um ihr wohl zu symbolisieren das er keinen Scheiß darein getan hat ehe er es ihr rüberschob. Lya hob das Glas an und hielt es eine Weile in ihren schmalen Händen fest, bevor sie einen Schluck davon nahm. Elliot's Reaktion auf den Rum brachte sie zum Schmunzeln. Als er dann davon erzählte das er wohl gerne einen Wodka mit Heugeschmack trank verzog Lya nur kurz das Gesicht. „Und ich dachte ihr seid nur irgendwelche Freaks aber ihr scheint ja das Stereotyp Cowboy mit vollem Körpereinsatz zu vertreten.“ sprach die junge Frau nur mit hochgezogener Augenbraue. Elliot stand auf und ging zu einem Schrank. Dieser war gefüllt mit Papier und Elliot wühlte auch eine kleine Ewigkeit darin herum ehe er etwas herauszog und eine Karte auf dem Tisch ausbreitete. Lya rutschte automatisch ein Stück nach vorne, so das sie besser darüber blicken konnte. Das erste was die Dunkelhaarige erkannte war, das sich die Karte deutlich von ihrer eigenen unterschied. Schließlich erklärte ihr Elliot was die verschiedenfarbigen Linien darstellten und was sie eigentlich hier in dieser Gegend suchten. Lyanna runzelte nur sichtbar die Stirn, als er sie um Information bat und ihr im Gegenzug etwas bat was eine Nomadin wohl kaum ausschlagen konnte. Gleichzeitig trieb es die junge Frau in ihren täglichen gedanklichen Zwiespalt. „Es wäre keine gute Idee, eure Lok direkt darein zu fahren ...“ murmelte Lyanna nach einer Weile der Stille und exte das bisschen Rum in ihrem Glas ehe sie es neben der Karte abstellte. „Die Zentren der Stadt sind deutlich gefährlicher als ihre Umgebung, eventuell Plünderer … aber auf jeden Fall eine Haufen Untote. Schließlich waren dort immer eine menge Menschen auf einem Haufen. Diese starben zuerst.“ Lyanna legte nur nachdenklich den Kopf schief. „Wenn es wirklich nur Karten sind, die ihr braucht dann sind diese vermutlich noch da, schließlich kann kein normal denkender Überlebender etwas damit anfangen.“ Die Dunkelhaarige stützte ihren Kopf mit ihrer Hand. „Bringt die Lok so nah wie möglich heran und dann mit einer kleinen Gruppe könnte man sich eventuell bis zum Zentrum schleichen … entweder man geht durch die Gebäude oder über die Dächer. Die Kanalisation ist eher weniger zu empfehlen .. ist das reinste Labyrinth und … echt widerlich.“ sprach die junge Frau weiter. „Du, Ich und ein paar deiner Leute. Nichts großes was Aufsehen erregen könnte. „ Die Dunkelhaarige blickte nur zu ihm auf. „Ich tue das aber nicht weil ich gütig bin oder euch für irgendwas dankbar bin, das Zentrum ist sicher noch voll mit Vorräten. Und weil ich Lydia wohl ein Essen schuldig bin aber wenn wir das durchgezogen habe schulde ich keinem hier mehr was verstanden?“ Lyanna legte nur wieder den Kopf schief. „Und ein warmes Bad kann selbst ich nicht ablehnen.“ schmunzelte die Dunkelhaarige nur.

@Elliot Slim Mason



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#17

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 01.12.2019 03:19
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

Auf die Worte 'Das liegt wohl rein an dir das herauszufinden.' entgegnete Elliot nur: "Och, bis jetzt hast du dich ganz gut geschlagen." und lächelte sie an.
„Du kommst aus Boston?“ fragte Peter mit vollem Mund. „Mein Onkel mütterlicherseits kam aus Boston. Weiß der Teufel was aus ihm geworden ist...“
Das Essen wurde beendet und jeder ging seinen gewohnten Weg.

Als Elliot und Lyanna alleine am Tisch saßen und den Abend mit Zukunftsplanung gestalteten, erwähnte sie die schwere Arbeit die so eine Lok mit sich brachte.
Mit einer leichten Anstrengung in seiner Stimme sagte er dazu nur: „Tja, wir sind geschaffen worden um zu arbeiten. Wir waren in Cheyenne dafür bekannt noch Männer vom 'Alten Schlag' zu sein. Wir haben keine harte Arbeit gescheut. Vermutlich hat uns das das Leben gerettet und rettet uns bis heute.“ Er atmete tief durch. „Die Lok braucht viel Betreuung. Sie ist wie ein riesiges, eisernes Balg dass immer irgendwas will. Manchmal nur ein paar Streicheleinheiten und ab und zu auch mal einen Klaps auf den 'Hintern'.“
Über die Aussage das sie die Truppe zum Anfang nur für irgendwelche 'Freaks' hielt die in Cowboy Klamotten herum rannten, musste er lachen. „Ja... Ich hab mir schon gedacht das Leute so über uns denken würden, wenn sie uns mal zu Gesicht bekommen. Aber das hat einen ganz einfachen Hintergrund warum wir so aussehen wie wir aussehen. Und zwar bestand unser Museum zum Großteil aus Ausstellungen die die Zeit um 1850 bis 1910 zeigten und als die ganze Scheiße hier losging haben wir uns einfach aus den Ausstellungsräumen und dem Lager bedient. Daher auch diese außergewöhnliche Waffenwahl...“ er zog seinen Revolver und reichte ihn ihr. „Das ist ein Smith & Wesson Nummer 3 aus dem Jahr 1887. Ich sage dir, es gibt nichts zuverlässigeres als die Kniften die die Revolverhelden von damals mit sich herum getragen haben. Sie sind simpel, nicht kaputt zu kriegen und immer einsatzbereit. Den hab ich von einer Figur stibitzt die bei uns im Eingangsbereich stand, genauso wie den Mantel da.“ Er zeigte auf den Staubmantel in dem Lyanna ihn auch kennengelernt hatte.
Der Revolver war schwer, er wog knapp ein Kilo und war etwas über dreißig Zentimeter groß weitaus schwerer und knapp doppelt so lang wie die kleinen Pistolen die man bei einem Polizisten hätte gefunden.



Elliot nahm ihr die Waffe wieder aus der Hand. „Macht sehr fiese Löcher... Das ist noch richtige Wertarbeit gewesen, nicht so wie die kleinen Erbsenpistolen die man heute so findet.“ Er nahm sich nochmal seinen Tee zur Brust und trank einen Schluck. „Ich bin sogar früher sehr gerne Motorrad gefahren. Alle Staaten hab ich auf zwei Rädern bereist. Man könnte also tatsächlich irgendwie sagen das ich ein alter Cowboy gewesen bin.“ er lachte.
Als der Plan auf dem Tisch ausgebreitet war und die beiden über das Stück Papier vor ihnen philosophierten, ging überraschend die Tür, die nach vorne zur Lok führte auf und Malvin steckte seinen Kopf in den Salonwagen.
„Ich will mir nur kurz was zu Trinken holen. Fühlt euch nicht gestört...“ er quetschte sich an Elliot vorbei und griff in den Schrank.
„Kein Alkohol wen du vorne am Kessel arbeitest! Du solltest eigentlich überhaupt keinen Alkohol trinken!“ sagte Elliot, ohne sich zu ihm umzudrehen.
„Jaja... is ja gut...“ murmelte der junge Heizer nur und kramte in dem Schrank. „Oh,eine Cola!“ doch er zog aus dem Schrank keine Cola, dass konnte Lyanna genau sehen. Es war eine Bierdose.
Malvin schaute Lyanna an, zwinkerte, lächelte und legte sich die Finger auf die Lippen und deutete ihr an ihn nicht zu verraten. Und so schnell Malvin aufgetaucht war, so schnell war er auch schon wieder verschwunden.
Elliot rollte mit den Augen. „Er hat sich ein Bier genommen, oder?“ er stöhnte. „Ich weiß das weil ich die letzte Cola getrunken habe. Dieser kleine, miese, italienische Drecksack. Naja... es sei ihm gegönnt. Er hat die letzten Wochen ja auch mehr Zeit da vorne verbracht als ich und hat den Laden unter Strom gehalten. Da will ich mal nicht so sein. Er soll die Dosen nur nicht immer in den Kessel schmeißen, die verstopfen immer den Aschekasten. Naja, egal. Wo waren wir stehen geblieben?“
Lyanna erklärte Elliot dass sie nicht mit der Lok in den Bahnhof von Washington hinein fahren sollten, da sich dort mit Sicherheit viele Untote und vermutlich ein paar Plünderer aufhalten würden.
„Die Untoten machen mir keine Sorgen.“ er kratzte sich am Kinn. „Wir sind schon mit 50/55 Meilen die Stunde durch Horden gefahren als gäb es kein morgen mehr. Die Lok ist so schwer und die Untoten so weich dass sie solche Strapazen unbeschadet mitmachen würde, aber Plünderer und anderes Gesocks würde ich mir schon gerne ersparen. Nicht das wir mit solchen Umständen nicht schon unsere Erfahrungen gemacht hätten...“ er schaute Lyanna an und zeigte auf dem Plan auf das nächst gelegene Gleis das zum Bahnhof führte. Es war weder rot noch grün markiert „Viel mehr Sorgen würde es mir machen wen wir plötzlich vor einem Zug stehen würden, der uns den Weg versperrt oder irgendwelche Weichen nicht so gestellt sind wie sie es sein sollten. Autos, Lkws und Gleisblockierer sind kein Problem, damit werden wir fertig, aber ein Zug auf dem Gleis kann uns sehr schnell die Tour versauen. Und ich fahre sehr ungern Rückwärts, wen du verstehst was ich meine.“
Lyanna meinte dass mit Sicherheit die Karten noch an ihrem Ort wären, den niemand könnte mit dem Fetzten Papier was anfangen und Elliot stimmte ihr zu. Es wäre schon sehr unwahrscheinlich dass irgendwer Interesse an diesen, eigentlich wertlosen Papieren hätte.
Jetzt war die Frage wie sie in die Stadt hinein kommen würden. Lyanna schlug vor den Zug so nah wie möglich an die äußeren Bezirke zu fahren, so weit es nun mal möglich war.
Elliot studierte den Plan und deutete auf einen kleinen Bahnhof. „Wenn wir Glück haben könnten wir bis nach Alexandria kommen... und wenn wir richtig Glück haben vielleicht sogar bis zum Ronald Reagan Washington National Airport. Das wären dann nur höchstens elf Kilometer bis zur Union Station... Es gibt nur ein Problem bei der Sache." Er zeigte auf einen blauen Streifen der sich knapp an Washington DC vorbei schlängelte. "Der Potomac River. Da müssen wir rüber und schwimmen klappt da nicht. Ich bin nämlich kein Leistungsschwimmer, musst du wissen." Elliot grübelte und drehte den Plan hin und her. "Aber ich sehe keine andere Möglichkeit sicher näher ran zu kommen, die Spur ist dreigleisig und mit Weichen übersät, da werden wir bestimmt eine freie Strecke finden. Aber wie ich es drehe und wende... näher kommen wir nicht dran.“ er machte eine kurze Denkpause. „Warte...“ er stand wieder auf und ging noch einmal zu dem Karten Schrank und holte eine normale Straßenkarte von Washington DC und Umgebung heraus. Den Teil auf dem man Alexandria sah legte er auf die Gleiskarte und zeigte auf eine Stelle am Fluss. „Ich habs mir schon gedacht.“ sagte er. „Es gibt einen kleinen Sportboothafen in Alexandria, dort könnte man ja Glück haben und ein seetaugliches Boot finden, oder?“ er lachte. Im Kopf hatte er sich schon einen Plan zurecht gelegt. „Mit ein bisschen Glück könnte das aufgehen. Erst nach Alexandria, dann mit einem Boot übersetzten und dann mit deiner Hilfe zur Union Station.
„Ich tue das aber nicht weil ich gütig bin oder euch für irgendwas dankbar bin, das Zentrum ist sicher noch voll mit Vorräten. Und weil ich Lydia wohl ein Essen schuldig bin aber wenn wir das durchgezogen habe schulde ich keinem hier mehr was verstanden?“ sagte Lyanna.
„Ja sicher... ist okay. Wenn du willst kannst du danach hingehen wohin du auch immer willst. Kein Hintergedanke, kein Trick und keine Hinterhältigkeiten. Versprochen! Indianer Ehrenwort!“ sagte er und hob die Hand als ob er Schwören würde.
„Und ein warmes Bad kann selbst ich nicht ablehnen.“ schmunzelte die Dunkelhaarige nur.
Elliot lächelte. „Klar. Das kannst du gerne haben. Komm ich zeig dir alles.“ er stand auf und reichte Lyanna die Hand, so wie man es tat als würde man einem Freund beim aufstehen helfen. Als sie an der Küche vorbei gingen, waren Kyle und Lydia in den letzten Zügen und trockneten grade das letzte Geschirr.
Elliot steckte den Kopf in die Küche. „Lydia! Lyanna bleibt über Nacht. Mach ihr doch bitte ein Bett fertig.“
„Mach ich!“ trällerte die Dame. „Wo soll sie den schlafen? Bei Dina und Emine? Oder bei dir und Malvin?“
„Am besten so weit weg von Malvin wie es geht... Der hat viel zu große Augen für die Dame. Ich glaube ich werde ihn heute Nacht mit Handschellen an irgendein Ventil ketten. Dann kann er mit einer Hand die Kohlen in den Kessel schmeißen und ich muss ihn heute Nacht nicht ablösen...“ er drehte sich zu Lyanna um. „Keine Angst, Malvin ist ganz harmlos, er hat nur seit neun Jahren keine Frau mehr zu Gesicht bekommen, Verzeih es ihm... Das sind die Italienischen Gene...“ er steckte den Kopf wieder in die Küche. „Wenn sie alleine schlafen will, kann sie im Schaffnerabteil schlafen. Das Bett ist ja noch gut,oder?“
„Oh es ist eins der besten!“ sagte Lydia und verstaute die letzten Gabeln.

Elliot führte Lyanna in den nächsten Wagon. Es war ein Schlafwagen mit Abteilen mit jeweils vier Betten der insgesamt knapp vierzig Menschen Platz bot. Es war so ein Schlafwagen in dem man die Sitze und Gepäckablage umklappen konnte und zack, hatte man in einem Abteil vier Betten. Doch nicht jedes Abteil hatte noch Betten. Einige waren einfach mit irgendwelchem Zeug voll gestellt, so dass man Angst hatte dass einem alles entgegen fiel wenn man die Tür öffnete.
Doch ein Abteil unterschied sich komplett von den anderen.
Die Crew der 'Litte Boy' hatte es zu einem voll funktionierenden Badezimmer umgestaltet. Es war zwar sehr rustikal und eher funktional als schön, aber es war sauber und Beißerfrei. Die Gusseiserne Badewanne war schon etwas älter, das sah man ihr an. An ein paar Ecken war schon die Beschichtung abgeplatzt und eine Beule hatte sie auch schon, doch sie sah funktionstüchtig aus. Doch es gab hier keine Toilette, die war am anderen Ende des Wagons.
„Ja... Das ist das Bad...“ sagte Elliot nur kurz und knapp. „Vielleicht gibt’s ja noch ein...“ er öffnete einen kleinen Schrank der an der Wand, über dem Waschbecken hing. „Ja, tatsächlich es ist sogar das letzte.“ er drückte ihr ein Handtuch in die Hand, den er ging davon aus dass sie jetzt nicht mal eben eins dabei hatte. „Pass auf wenn du das heiße Wasser aufdrehst. Es ist wirklich verdammt heiß. Wenn wir eine Sache im Überfluss besitzen ist das kochend heißes Wasser. Und hier ist auch etwas Seife... Die hat Lydia selbst gemacht, frag mich nicht wie aber irgendwie kann man aus Kastanien Seife machen, mit dem zeug kannst du auch gleich deine Klamotten waschen...“ er drehte sich um und ging einen Schritt aus dem Bad heraus. „Ich lass dich jetzt mal alleine. Pass auf wegen dem heißen Wasser.“

@Lyanna Lockhart



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#18

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 05.12.2019 15:33
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Lyanna verstand das. Die Lok war nun mal ihr Zu Hause und bietete ihnen Schutz. Es ist nur verständlich das man Tag und Nacht daran arbeitete um diese am Leben zu halten. Sie unterschied sich da nicht von einer Kolonie. Da mussten die Leute auch arbeiten um weiterhin zu überleben und sicher zu sein. Selbst nach der Apokalypse war da nix mit entspannt Füße hochlegen. Selbst Lyanna musste für sich selbst arbeiten, damit sie überlebte und einigermaßen sicher war. Nur hatte sie den Vorteil das ihre Aktionen keine anderen Leute miteinbezogen. Schließlich hatte sie niemanden mehr. Es war wohl einfach Glück, das sich diese Leute mit dieser Art von Technik auskannten, sonst würde die Lok wahrscheinlich auch nur in irgendeinem Bahnhof, so wie der Rest versauern. Auf ihre sarkastische Aussage hin erklärte Elliot nur woher sie das ganze Zeug eigentlich her haben und drückte ihr gleich auch mal seinen Revolver als Veranschaulichung in ihre Hände. Lyanna spürte deutlich das dieser Gewicht hatte zu mindestens mehr als ihre kleine Pistole die sie noch mit sich trug. Das sie das Zeug aus einem Museum nahmen erklärte natürlich einiges, Lyanna könnte sich sonst nicht erklären wo man sonst noch so altes Zeug in Massen finden könnte. Aber im Grunde war es ja auch egal gewesen wie man in der Apokalypse rumläuft. Man konnte froh sein wenn man überhaupt einigermaßen an Kleidung besaß oder gar Waffen. Ja selbst in der USA wo Waffen womöglich heiliger waren als der Glaube selbst wurde es immer schwieriger Waffen einfach so zu finden um sich zu verteidigen und das auch noch mit passender Munition. Elliot nahm ihr wieder den Revolver aus der Hand und Lyanna konnte nicht anders als bei seinem Kommentar zu schmunzeln. „Nun gewöhn dich daran das du dir nun einen neuen Spitznamen verdient hast … Cowboy.“ Ihr Blick richtete sich wieder auf die Karte, ehe sie ihren Blick wieder anhob als die schwere Tür wieder aufging und Malvin wieder in dem Waggon trat. Die Dunkelhaarige blickte ihm kurz nach als er meinte das sie sich nicht gestört fühlen sollte und er nur was zu trinken brauchte. Schon griff er hinter Elliot und kramte danach während Elliot ihn noch verbat keinen Alkohol zu trinken, zog er bereits eine Dose Bier hervor, lächelte und deutete sie nicht zu verraten. Die Dunkelhaarige legte nur den Kopf schief bei dieser Aktion und so schnell wie Malvin gekommen war, war er auch wieder verschwunden und Lyanna blickte ihm erneut nach. Erst bei Elliot's Frage zuckte Lyanna ein wenig zusammen. „Was? Bier? Ich hab nichts gesehen, ich hab mich nur auf die Karte konzentriert“ grinste Lyanna und ihr Blick huschte automatisch zur Karte. „Da muss man schon arbeiten und darf sich nicht betrinken?“ zog Lyanna ihn ein wenig auf und wendete sich wieder dem Plan zu. „Nun die Untoten sollten dir aber Sorgen machen Cowboy, denn sie sind nicht nur am Bahnhof, sondern im Stadtzentrum, überall. Und du musst schließlich aus deiner gesicherten Blechbügse auch irgendwann einmal raus um die Karten zu holen.“ Lyanna hob ihren Blick kurz an. „Nun das Risiko kannst du nicht ganz vermeiden, ich meine irgendwie müssen wir darein kommen.“ Die Lok einfach hier zu lassen und den Weg zu laufen wäre auch keine Option, der Weg war zu weit und womöglich auch deutlich gefährlicher zu Fuß als wenn man schon einen fahrbaren Untersatz hatte. Die Dunkelhaarige lehnte sich schließlich etwas zurück, während Elliot deutlich mit nachdenklichem Blick die Karte betrachtete. Es gab durchaus noch einen anderen Weg, nun zu mindestens einer der womöglich nicht mit anderen Zügen blockiert war aber Elliot deutete schon auf das nächste Problem was dieser mit sich brachte. Lyanna betrachtete den blauen Streifen der sich als Potomac River entpuppte. Sofort konnte man sehen wie sich Lyanna's Mimik veränderte, als Elliot dann mehr oder weniger zugab nicht gut schwimmen zu können. „Ganz schlechte Idee, ich kann nämlich gar nicht schwimmen.“ atmete die Dunkelhaarige nur aus ehe es kurz still werde, die Elliot aber nach einer kurzen Weile wieder unterbrach. Anscheinend hatte er eine Idee, als er wieder im Schrank wühlte und mit einer zweiten Karte zurück kam. „Ein Boot … „ murmelte Lyanna nur nachdenklich. „Könnte möglich sein.“ sprach Lyanna schließlich. „...wenn wir Glück haben.“ Schließlich konnte man sich nicht ganz sicher sein ob dort wirklich noch Boote waren oder welche die einigermaßen funktionstüchtig waren. Aber auch Lyanna gab zu das dieser Weg wohl der bessere wäre also mussten sie es versuchen. Doch tat sich damit nur eine weitere Frage in ihrem Kopf auf. „Gehen wir mal davon aus wir finden wirklich ein funktionstüchtiges Boot … kannst du so ein Ding fahren. Ich kann kein Boot fahren.“ schüttelte die junge Frau den Kopf und das war ganz bestimmt mal so wie Auto fahren. Es war ein Problem, das sie nicht ignorieren konnten aber auch zur Not vor Ort irgendwie lösen konnten. Wie schwer konnte es schon sein ein Boot zu fahren? Elliot richtete sich auf und hielt Lyanna die Hand hin und Lyanna griff zu, ließ sich auf dem Sessel hochziehen. Die Dunkelhaarige folgte ihm ehe er noch den Kopf kurz in die Küche streckte und Lydia Bescheid gab, die gerade die letzten Teller abtrocknete. Die Dunkelhaarige hob nur eine Augenbraue an als die beiden diskutierten wo sie denn schlafen könne. „Macht euch deswegen keine Umstände.“ unterbrach Lya nur die beiden. „Mir ist es egal wo ich schlafe.“ Lyanna drehte sich nur wieder zu Elliot. „Ich habe keine Angst vor Malvin und ich bin mir sicher, ich kann mich sehr gut dagegen selbst wehren.“ Die Dunkelhaarige verschränkte nur die Arme. „9 Jahre?“ fragte Lyanna dann doch überrascht. „Ich hab ja schon fast Mitleid mit ihm, die Leute sollten wirklich öfters mal die Lok verlassen“ schmunzelte Lyanna und folgte Elliot ins nächste Abteil der Lok. Nun er hatte nicht gelogen was das betraf, als sie gusseiserne Badewanne erblickte. Die Dunkelhaarige hätte sich schon fast kneifen müssen um zu glauben das diese tatsächlich existiert. Elliot drückte ihr noch ein Handtuch und Seife in die Arme ehe er sie noch vor dem heißen Wasser warnte und schließlich aus dem Abteil trat. Lyanna schüttelte nur grinsend den Kopf als sie ihm kurz nachsah. Die Dunkelhaarige ließ die Wanne vollaufen und hielt die Hand kurz darunter, ehe sie diese sofort zurück zog. Nun Elliot hatte nicht gelogen was dies anging. Lya stellte ihre Sachen ab ehe sie sich von ihrer Kleidung entledigte und in die Wange stieg und sich komplett darin versinken ließ, das für einen kurzen Moment nur die Nase und ihre Augen über Wasser zu sehen waren. Lyanna blieb nicht lange darin, nicht so lange wie sie eigentlich wollte. Eigentlich wollte sie nie wieder daraus kommen. Sie wusste noch nicht mal wie lange es her ist, das sie so etwas wirklich mal tun konnte. Womöglich war es sogar noch vor der Apokalypse gewesen. Nach dem Lyanna auch noch ihre Klamotten gewaschen hatte, ließ sie diese nur trocknen während sie sich ihre Ersatzkleidung aus dem Rucksack drüber zog. Die Dunkelhaarige nahm nur ihre Sachen und zog die schwere Tür zum Abteil wieder auf, in dem sie erst vor kurzem alle gesessen hatten. Lyanna ließ sich nur wieder in einen der abgewetzen Sesseln nieder und atmete durch. Es war still, man konnte wirklich nur ab und an das Zischen der Lok hören.

@Elliot Slim Mason



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#19

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 27.12.2019 01:13
von Elliot Slim Mason | 90 Beiträge

„Ja natürlich müssen wir irgendwann aussteigen, das ist schon klar. Der Weg nach Alexandria sollte aber kein Problem darstellen und wenn wir uns innerhalb Washington nicht verhalten wie die Brüllaffen aus dem Zoo, dann sollten wir auch keine Probleme bekommen.“ er schaute sie an. „Schließlich haben wir ja jetzt eine erfahrene 'Zu-Fuß Gängerin' die weiß wie man sich ordentlich fortbewegt.“
Elliot zog die Brauen hoch als er hörte dass Lyanna gar nicht schwimmen konnte. Er zwar selbst kein passabler Schwimmer, war aber auch nicht gleich am ertrinken wenn seine Zehen Wasser berührten. „Tja, dann hoffen wir mal das wir nicht ins Wasser fallen.“ Auf die Frage ob er wüsste wie man ein Boot fahren würde zeigte er in die Richtung in der die Lok stand. „Ich fahre das Ding da draußen. Wie schwer kann da schon ein Boot sein!“ er lachte, denn so ganz ernst meinte er das nicht. „Lydia!“ rief er in die Küche hinein.
„Was willst du?“ hörte man sie aus der Küche fragen.
„Hat Peter deinem Mann nicht mal sein Boot abgekauft?“ fragte Elliot.
„Ja. Hat er.“ antwortete Lydia.
„Ist er damit auch schon gefahren? Weißt du das?“
„Ja den ganzen Sommer durch ist er damit gefahren.“
Elliot schaute wieder zurück zu Lyanna. „Da haben wir unseren Kapitän.“ sagte er zu ihr. „Also nehmen wir Peter schon mal mit, der weiß wie ein Boot fährt und der kann eine Menge tragen, wenn wir was ordentliches finden sollten.“



Peter der Riese, guckt böse ist aber in Ordnung



"Malvin ist absolut ungefährlich, dass will ich damit gar nicht sagen. Er wird nur anhänglich sobald er mehr Bier getrunken hat als 0,2 Liter. Und spring nicht aus 'Mitleid' mit ihm ins Bett, das würde ihn nur überfordern.“ Elliot lachte und machte klare Anzeichen dafür dass er diese Aussage natürlich Ironisch meinte. „Aber er wird sowieso, die erste Hälfte der Nacht vorne am auf dem Zug sein. Ab ein oder zwei Uhr werde ich dann die Kesselwache übernehmen.“ Elliot lächelte sie an. „Danach wird er so müde sein dass er einfach nur in sein Bett fällt und schlafen wird.“ Er zeigte auf ein Abteil mit der Nummer 23. „Das ist mein, Peters und Malvins Abteil. Falls heute Nacht irgendwas sein sollte, weißt du wo ich bin. Aber denk dran ab ein oder zwei Uhr bin ich ganz vorne.“ Beide gingen den Gang entlang, er vorne weg und Lyanna im Schlepptau. „Nicht dass du dich später wunderst, hier läuft Abends immer jemand Wache und die Wände...“ er klopfte gegen die Abteilwand. „...halten nicht unbedingt den größten Lärm ab. Aber das sollte für jemanden der da draußen schläft jawohl das kleinste übel sein.“ Er atmete tief durch. „Es gibt nur eine Sache die am Anfang etwas ungewohnt sein könnte. Die Beißer da draußen können uns hier drin kaum riechen, aber wenn sie durch irgendwas angelockt werden, kann es sein dass sie mal etwas am Metall kratzen. Aber keine Angst, dass sie hier reinkommen ist unmöglich. Ab einer bestimmten Uhrzeit verschließen wir den ganzen Sarg und nichts kann mehr rein oder raus, also man kann schon raus aber dafür muss man die Verriegelung öffnen.“ Es ging weiter den Gang entlang bis sie schließlich vor der Tür zum Badezimmer standen. Nachdem Seife, Handtuch und Heißwasserwarnungen ausgetauscht wurden sagte Elliot: „So, ich lass dich alleine. Es dauert bestimmt nicht mehr lange bis Peter und Emine fertig sind, dann machen wir auch alles dicht und lassen den Tag ausklingen. Ich glaube ich werde mich gleich erst mal hinlegen, der Tag war anstrengend genug.“ Er drehte sich um und wollte verschwinden doch kehrte noch bevor die Tür ins Schloss schnappte wieder um und sagte noch: „Ach, hab ich ganz vergessen. Das Schaffnerabteil ist ganz vorne im Schlafwagon. Erste Tür rechts.“ Dann verschwand er und die Tür fiel zu.

Während Lyanna in der Wanne versank hörte man draußen wie geschaufelt wurde. Die kleine Emine und der riesige Peter brachen den Meiler auf in dem das Holz verkohlt wurde. Die noch heiße Kohle wurde abgelöscht und trocknete dann vor sich her ehe man sie einlagerte. Die Kohle konnte auch feucht eingelagert werden, doch dauerte es dann etwas länger bis sie so trocken war dass man sie verfeuern konnte. Doch das rege Treiben da draußen zeugte von einer reichhaltigen 'Kohleernte'.
Man hörte wie Emine mit Peter schimpfte, er solle die Säcke nicht so voll schaufeln sonst könne sie sie nicht tragen. Vor der Tür hörte sie die gedämpften Schritte auf dem Teppich, die Türen die geöffnet und geschlossen wurden und die kleinen Unterhaltungen die auf dem Gang geführt wurden. Da gab es mal eine Diskussion über einen Schokoriegel, dann fragte mal jemand nach einem Feuerzeug und dann hallte Lydias Stimme durch den Gang, ob den jemand noch einen Tee trinken wolle.
Doch als Lyannas Kopf unter Wasser versank hörte sie nichts mehr, kein Gequatsche, keine Diskussionen und keine Säcke die über den Boden schleiften. Nur das Zischen der Leitungen, das man selbst unter Wasser hören konnte.
Wie gut es doch die Fische hatten die in den Flüssen, Seen und Meeren lebten. Ihnen machte der Trubel auf der Erde jetzt nichts mehr aus. Sie lebten in Ruhe und konnten das genießen was ein Mensch nur noch erleben konnte wenn er in einem gepanzerten Zug, der zufällig noch eine Badewanne besaß seinem Kopf ins Badewasser tauchte.

Als sie wieder aus dem Bad heraus kam sah sie noch wie die kleine Emine hinter ihr im Bad verschwand. Sie war voller Kohlestaub und musste sich diesem erst einmal entledigen bevor sie ins Bett gehen konnte. Peter hingegen lag schon auf seinem Bett, das sah sie als sie an dem Abteil von ihm, Elliot und Malvin vorbei kam. Er bemerkte sie gar nicht, den er hatte sich ein Buch genommen und lag dort lesend auf seinem Kissen. Eine kleine Stablampe, die man häufig in Kfz-Werkstätten fand, hing unter dem oberen Bett und spendete ihm kaltes LED lese Licht.
Auch wen die Tür zum Saloonwagen schwer war, ließ sie sich leicht öffnen.
In der Küche werkelte die fleißige Lydia immer noch, doch Kyle war auch schon wieder irgendwo, nur eben nicht mehr in der Küche.
Und da war wieder dieses metallische klacken, das man hörte wen Malvin vorne etwas in den Bauch von 'Litte Boy' warf.
Plötzlich ging im Dach des Wagens eine Klappe auf und Kyle hangelte sich runter. Anscheinend war er auf dem Dach gewesen. Das erklärte auch einen Stuhl der anscheinend völlig willkürlich in der Mitte des Wagens stand.
„Alles ruhig da draußen.“ sagte er und stieg vom Stuhl. „Keine Beißer. Zumindest keine die gefährlich sind.“ Er stellte den Stuhl zurück an seine Stelle. „Sind alle drin?“
Lydia steckte ihren Kopf aus der Küche und schaute nach Links und nach rechts. „Ja... soweit ich das beurteilen kann...“
„Gut.“ sagte Kyle und ging zu der Tür die nach draußen führte.
An der rechten Seite, neben der Tür befand sich ein großer Hebel. Kyle packte ihn und zog ihn nach unten. „Vorsicht es wird einmal kurz laut.“ warnte er Lyanna in ihrem Sessel.
Plötzlich zischte es wie verrückt und die Leitungen an den Wänden zuckten. Wenn jetzt noch irgendwo am Zug eine Tür geöffnet war, fiel sie krachend ins Schloss und vier große Metallklammern verschlossen die Türen.
Jetzt war der Sarkophag geschlossen und niemand konnte herein kommen. Als sich alle Klammern in ihre Endgültige Position bewegt hatten, hörte das Zischen so schlagartig auf wie es gekommen war.
„So...“ murmelte Kyle. „Ein weiteren Tag überlebt.“ er seufzte. „Wer macht heute die erste Wagon Wache?“ fragte er in Richtung Lydia.
„Ich.“ sagte eine Stimme hinter Kyle, er drehte sich um und schaute Dina ins Gesicht.
„Aha... Okay.“ sagte er ruhig.
„Geh ins Bett Kyle. Nach all dem geknalle, gemorde und geschieße kann ich noch nicht schlafen.“ sagte Dina und machte Kyle platz.
„Okay... weck mich wenn du schlafen willst.“ sagte Kyle und nickte Lyanna zum Abschied zu und verschwand.
Dina ließ ihn vorbei und ging auf die Küche zu. „Willst du nicht auch schlafen? Lydia?“
„Ja. Jetzt sofort. In der Thermoskanne ist Tee für die Wachhabenden. Nur damit du Bescheid weißt.“ sagte die gute Seele des Zugs.
„Danke. Geh schlafen, der Tag war anstrengend genug.“ sagte Dina lieb zu Lydia.
„Ja. Gute Nacht, Dina. Gute Nacht, Lyanna.“ verabschiedete sich Lydia und verschwand genau wie Kyle im Schlafwagen.
Dina trat zurück aus der Küche in den Saloon und schaute Lyanna an. „Willst du noch nicht schlafen?“ fragte sie und ging auf sie zu. Sie setzte sich in den Sessel in dem zuvor Elliot gesessen hatte. „Es ist bestimmt ein komisches Gefühl...“ murmelte die dunkelhäutige Frau. „Es ist bestimmt so als würde man das erste mal bei jemanden übernachten bei dem Man vorher noch nie gewesen ist... Nur so kann ich mir dein Gefühl jetzt vorstellen.“ Sie lehnte sich zurück. Sie schaute sich um, schaute an die Decke und den Wagon hinunter. „Er ist ein Sarg... der Zug... Da draußen ist es bestimmt um Längen gefährlicher, aber hier drin... hier ist man eingesperrt, das ist genauso wenig ein lebenswertes Leben. Und wenn Elliots Plan aufgeht, wenn wir so weit in den Norden kommen bis wir keine Beißer mehr sehen, werden wir trotzdem noch an ihn gebunden sein. Versteh mich nicht falsch, ich liebe diesen Zug... er sorgt dafür dass ich in Sicherheit schlafen kann, dass ich was warmes zu Essen bekomme, dass ich die Chance bekomme hier raus zu kommen...“ sie zog die Nase hoch. „...er sorgt dafür dass ich überleben kann.“ sie lachte etwas. „Ich hab mein leben lang nur auf Bürostühlen verbracht... ich hätte nie gedacht ich werde irgendwann mal... nun ja...“ sie zeigte an sich herunter. „...eine Revolverheldin... verstehst du? Ich hatte vorher nie ein Waffe in der Hand. Tja... wohin das Schicksal einen verschlägt...“ Das Lächeln verschwand wieder aus ihrem Gesicht. „Von außen mag der Zug ein Bollwerk sein, doch von innen ist er anfällig. Jeden Plan den wir haben muss aufgehen. Es gibt keinen Plan B. Jedes mal wenn Elliot geht haben wir Angst dass er nicht wieder kommt, dass er stirbt, oder noch schlimmer einer von IHNEN wird. Malvin kann den Zug zwar auch fahren, aber ist er nicht so weitsichtig wie Elliot, hat nicht die Erfahrung die er hat. Fällt Elliot; fällt 'Little Boy'; fallen wir. Deswegen bitte ich dich; treib keine Spielchen mit ihm. Er vertraut dir. Du bist die erste seit Erik die unser Heiligtum betreten durfte. Und das bedeutet eine Menge.“

@Lyanna Lockhart



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#20

RE: Wie sich ein Mädchen und ein Cowboy kennenlernten. (Elliot und Lyanna)

in NP Archiv 19.01.2020 19:31
von Lyanna Lockhart | 2.757 Beiträge

Nun zu mindestens hatten sie nun jemanden der sich wohl einigermaßen damit auskannte wie man ein Boot steuerte, Peter, der vielleicht fast das doppelte an Größe hatte als Lyanna selbst, schien wohl eines mal gefahren zu sein. Ob so was wie Fahrrad fahren war? Das man es nie verlernte? Nun es würde sich raus stellen müssen aber es war immer hin besser als nichts. Auch wenn Elliot diese Dampflok vielleicht am laufen halten konnte und diese auch fahren konnte, glaubte Lyanna das diese sich schon von einem Boot unterscheiden ließ und letztendlich hatte Lyanna wenig Interesse daran am Schluss zu ertrinken, aufgrund eines unerfahrenen Fahrers des Bootes. Das wäre doch ein recht unangebrachtes Ende selbst für die Dunkelhaarige. Weswegen sie einfach nur still nickte auf seine Aussage, das Peter der Kapitän spielen würde. Bei dem Thema Malvin legte Lyanna nur den Kopf schief. Sah sie etwa so aus als würde sie einfach so aus Mitleid mit einem wild Fremden ins Bett springen? Auch wenn Elliot's Aussage eher ironisch und nicht ernst gemeint war, gab es der Dunkelhaarigen kurz zu denken. Lyanna brauchte keine verzweifelte Nähe und war durchaus mehr als zufrieden mit ihrem jetzigen Zustand. Es gab deutlich wichtigeres auf der Welt als Nähe, Überleben zum Beispiel. Ablenkung kann ebenso ein schneller Todesgrund sein, egal wie. „Dabei überfordere ich doch so gerne Menschen.“ sprach Lyanna mit einer gespielten Enttäuschung in ihrer Stimme ehe sie nur den Kopf schüttelte. „Keine Sorge ich lasse das Küken in Ruhe.“ versicherte die Dunkelhaarige ihm dann doch, aus welchem Grund auch immer. Lyanna hatte keine Hintergedanken, das hatte sie wirklich nicht. Die Leute waren bisher ziemlich gut zu ihr obwohl sie das noch nicht mal mussten und sicher waren sie auch ganz in Ordnung gewesen, wenn man sie näher kannte. So lange sie nach den Regeln spielten, würde auch Lyanna dies tun und es würde ausnahmsweise nicht in Blut vergießen enden. Das musste es schließlich nicht immer, egal wie kaputt die Welt ist. Natürlich war sie Elliot's Leuten dankbar, natürlich war es ein ungewohntes aber gleichzeitig beruhigendes Gefühl die Überlebensinstinkte ein wenig runter fahren zu können, eine warme Mahlzeit im Bauch zu haben, genug Flüssigkeit zur Verfügung zu haben, einen trockenen Schlafplatz und verdammt selbst ein Bad konnte sie hier haben. Lyanna würde ihre Dankbarkeit letztendlich zeigen in dem sie Elliot und seiner Gruppe helfen würde, ihre Karten zu bekommen. Dann waren sie quitt und jeder konnte seine eigenen Wege gehen. Elliot klärte sie noch über eigene Dinge über die Lok auf zum Beispiel, das es durchaus passieren kann das Beißer an dem Metall herum kratzen konnten, sie sich aber keine Sorgen brauchte, das sie reinkamen und unter anderem auch wo sich ein paar gewisse Räumlichkeiten befanden bevor Lyanna doch ihr so entspanntes Bad genießen konnte und auch gleich danach die zierliche Emine total mit Kohlestaub beschmutzt, direkt rein verschwand. Lya schüttelte bei dem Anblick nur schmunzelnd den Kopf. Es war ruhig, nun ruhiger als sonst. Die Lok gab wohl ihre gewohnten Laute von sich aber die Menschen, die sie bewohnten wurden leiser. Das ruhige Geklimper, das Lydia in ihrer Küche verursachte war das einzige was die Dunkelhaarige für einen Moment wahrnahm als sie ruhig auf einem der Sessel saß ehe plötzlich eine Klappe vom Dach aufging und Kyle runter stieg Lyanna blickte kurz in dessen Richtung ehe er sich mit Lydia versicherte das nun alle drin waren. Kyle's Warnung ließ Lyanna's Augenbraue wieder nach oben zucken, eher einen großen Hebel herunterdrückte. Plötzlich fing es nur an zu zischen und endete mit einem Krach als würde irgendwo eine laute, schwere Metalltür zufallen. Lya zuckte nur merklich zusammen, merkte wie ihr Herz schneller schlug. Laute Geräusche lockten Untote an. Lya mochte keine lauten Geräusche, nicht da draußen, nicht mal hier drinnen. Die kurze aufgestiegene Panik in Lyanna's Körper verflog glücklicherweise schneller als sie dachte, als Dina letztendlich noch dazu stieß. Sie würde die Erste sein die wohl heute Nacht Wache schieben würde, während Kyle sich in sein Abteil verzog, tat es einige Minuten später auch Lydia. Lyanna nickte den beiden nur zu und blickte ihnen kurz hinter her. Lyanna war nicht müde gewesen, auch wenn sie wirklich nun ein sicheren Platz hatte, wo sie wirklich durchschlafen konnte, fiel es ihr nicht einfach das auch anzunehmen. Aus ihrem Augenwinkel sah die Dunkelhaarige nur wie sich Dina in dem Sessel niederließ, in dem Elliot noch vorhin gesessen und sich mit Lya unterhalten hatte. Dann fing sie an, dieser Satz, dieser erste Satz als würde sie Lyanna kennen, wissen was in ihr vorginge. Die Dunkelhaarige schnaubte nur. „Ja ein komisches Gefühl, nur das diejenigen bei denen ich früher übernachtet hatte, mich normalerweise nicht umbringen wollten.“ antwortete die Dunkelhaarige nur mit einem leichten Lächeln und setzte sich nun etwas aufrechter im Sessel auf als Dina begann zu erzählen. Lyanna hörte ihr zu, für einen Moment hörte sie der Fremden einfach nur zu und blickte diese auch einen Moment nachdenklich an als würde sie versuchen die Fremde zu analysieren. Was sie auch in einer gewissen Hinsicht tat. Wenn Lyanna etwas gut konnte, dann war es das. Sie musste zugeben, das Dina ihr von Anfang an nicht wie eine brutale Killerin rüberkam, für Lyanna erschien sie eher klug, klüger als ihr möglich bewusst war. Und genau wie Lyanna und viele andere wurde sie einfach in diese grausame Welt geschmissen und musste von heute auf morgen lernen, mit Waffen umzugehen, jemanden zu erschießen und einfach weiter zu machen als sei nichts geschehen. Es war schon fast traurig zu hören, das sie wirklich noch glaubte das es wirklich einen Ort gab, an dem es keine bis fast keine Zombies mehr gab. Die Dunkelhaarige lehnte sich ein wenig nach vorne in ihre Richtung. „Ein Grab ist ein Grab, ihr könnt es Dampflok nennen, das macht es nur von der Aussprache besser.“ hauchte die Dunkelhaarige und wollte keinesfalls das ganze hier ins Lächerliche ziehen, nur der Fremden einen kleinen Denkstoß geben. „Ich weiß nicht was dir Elliot gesagt oder gar versprochen hat und ich spiele auch ungerne die Zerstörerin aller Hoffnungen und Träume aber da draußen gibt es keine Orte ohne Untote, nicht mal wenn ihr es bis nach Kanada oder in die tiefste Kälte der Antarktis schafft. Die Untoten sind nicht mehr längst die gefährlichsten Kreaturen in dieser Welt und das weißt du. Ein Zombie mag bei der Kälte langsamer sein, ein Mensch kann dich genau so erschießen, wie an jedem anderen beschissenen Ort auch.“ Die Dunkelhaarige lehnte sich wieder zurück. „Es ist nicht unmöglich da draußen zu überleben … aber wenn du dich in diesen Fantasien von sicheren Orten und Milch und Honig verlierst, wirst du kaum einen Tag überleben.“ Lyanna atmete nur aus, ihr Blick wurde für einen kurzen Moment sanfter. „Ich war Studentin.“ gab Lyanna dann doch preis und lächelte Dina nur an. „Wie du siehst wurde ich genau so in das kalte Wasser geschmissen wie du, mit dem Glück das ich jemanden hatte der mir etwas beibrachte.“ Die Dunkelhaarige seufzte nur laut, griff automatisch nach dem Rum, der noch auf dem Tisch neben ihr Stand und trank direkt einen großen Schluck daraus. „Man muss ein scheiß Gefühl sein, wenn jedes Leben hier an einer einzigen Person hängt.“ Lyanna blickte nur auf die Flasche Rum. „Man muss das beschissen sein die Person zu sein, die ganz genau weiß das der eigene Tod auch der Tod seiner Mitmenschen, die einem wichtig sind, bedeutet.“ korrigierte sich Lyanna und blickte wieder zu Dina auf. „Ich treibe keine Spielchen. Wie ich schon sagte verarscht mich nicht, dann bin auch ich still. ...Für gebrochene Herzen kann ich aber nicht garantieren.“ zwinkerte sie der Fremden zu und nahm nochmal einen kräftigen Schluck aus der Flasche, verzog leicht das Gesicht als sie die Flüssigkeit schluckte. „Und jetzt tu deine Pflicht, ich werde hier schon keinen Mist anstellen, ich werde einfach nur warten bis ich müde werde ...“ hauchte Lyanna und versetzte sich in eine gemütliche Position, soweit es eben nur ging.

@Elliot Slim Mason



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