Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Herbst ... Gerade noch habt ihr euch in der Sonne gebräunt, schon fallen die ersten bunten Blätter. Tja, das Leben zieht viel zu schnell an uns vorbei. Es wird kühler, es regnet viel. Stürme dürfen auch nicht fehlen und die Vögel ziehen in den Süden. Bereitet euch auf den Winter vor, dieser kommt schneller als ihr denkt!

🍁 Der Herbst rückt immer näher. Blätter fallen, es wird kälter, Zeit um Vorräte zusammeln 🍁
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

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An Aus


#21

RE: Bar

in Nomadenbereich 13.02.2020 12:29
von Scorpion (gelöscht)
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Noch während er darüber nachdachte, wen er in den letzten zehn Jahren alles vernascht hatte, weil er ähnlich wie Malik ausgesehen hatte und wer davon das dann auch überlebt hatte, stellte sich der Typ vor ihm tatsächlich als Malik vor.
Veritas hob etwas zweifelnd die Augenbrauen und beugte sich etwas zu ihm, um ihn genauer anzusehen. Ja, das konnte schon sein... Er hob seine Hand, legte sie dem Typen ... Malik ... unters Kinn, das er sachte packte und sein Gesicht ein wenig hin und her bewegte.
"Beweis es mir...", sagte er dann. Es war zwar relativ unwahrscheinlich, dass jemand herausfand, dass er einen Bruder namens Malik hatte und ihm auch noch so verdammt ähnlich sah. Doch er wollte auf Nummer sicher gehen. Wenn es Malik war, dann hatte er Wissen, das sonst keiner hatte.
Der Malik, den er in Erinnerung hatte, war noch deutlich kleiner und schlaksiger gewesen, mit Pickeln im Gesicht weil gerade erst in die Pubertät gekommen, einer quietschigen Stimme ... Aber nun, es waren zehn Jahre vergangen... Es konnte also durchaus sein, dass es Malik war.

@Malik Asheton


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#22

RE: Bar

in Nomadenbereich 13.02.2020 13:22
von Malik Asheton | 300 Beiträge

Glaubte er mir etwa nicht? Ich rührte mich nicht vom Fleck als Veritas mich genauer inspizierte und sah ihn direkt an. Gespannt wartete ich auf sein Urteil oder eine Regung - einfach irgendwas, als er mich nach Beweisen fragte. Davon hatte ich mehr als genug - angefangen von den Standart Sachen über Geschichten die nur wir zwei kannten, bis hin zu Narben, die nur ich trug.
"In Ordnung. Du hast am 20. Dezember Geburtstag und warst Einzelkind bis deine Eltern, Suzanne und Harry, mich adoptierten. Du hast mich nicht leiden können, aber irgendwann ... ich weiß wie du dich dich das erste Mal betrunken hast, wie du angefangen hast zu rauchen, wie du mich besucht hast als ich die Schule wechseln musste, wie wir uns auf Konzerte geschlichen haben und auch an alles andere." Ich hob die Hand und zeigte ihm meine Handfläche, auf der man zwei kleine, etwas dunkle Kreise sehen konnte. Dort hatte Veritas seine Kippen an mir ausgedrückt als er mich beim Lügen erwischt hatte und dann sauer gewesen war... "Selbst daran. Glaubst du mir jetzt?"

@Scorpion



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#23

RE: Bar

in Nomadenbereich 13.02.2020 13:33
von Scorpion (gelöscht)
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Er hörte dem Kerl genau zu, der behauptete Malik zu sein. Die Worte bestätigten seine Behauptung allerdings relativ schnell. Das waren alles Dinge, die nur Malik wissen konnte. Und die Narben an der Hand waren untrügliche Beweise.....
ES war wirklich Malik...
Veritas musterte ihn noch einmal. Er war wirklich hübsch geworden, gross und vor allem nicht mehr ganz so schmächtig wie damals. Die Tätowierungen, die auf der blassen Haut hervorblitzten, die verschwischte Schminke, welche die durchzechte Nacht nicht ganz ausgehalten hatte....
Es war wirklich Malik. Er stand hier vor ihm, völlig aus dem Nichts und brachte ihn aus dem Konzept. Er hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass sein Bruder noch lebte, immerhin war er völlig auf sich alleine gestellt gewesen.
"Malik...", sagte er leise, bevor er die Arme ausstreckte und ihn einfach an sich zog, sowie fest an sich drückte. Malik war vielleicht der einzige Mensch auf diesem Planeten, den er tatsächlich vermisst hatte. Er hatte oft an ihn gedacht, sich gefragt wie er wohl gestorben war und ob er als Untoter durch die Welt wanderte. Stattdessen war er hier.
"Wo warst du die ganze Zeit?!" Emotionen waren noch nie Veritas' Stärke gewesen, er war ohnehin eher geringfügig damit ausgestattet, konnte aber sehr wohl imitieren was er benötigte.
Er drückte Malik fest an sich, vergrub sein Gesicht in dessen Haaren. "Wage es nicht, jemals wieder zu gehen!"

@Malik Asheton


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#24

RE: Bar

in Nomadenbereich 13.02.2020 14:29
von Malik Asheton | 300 Beiträge

Warum sagte er denn nichts? Jede Sekunde in der er schwieg schien sich ewig in die Länge zu ziehen. Hatte ich etwas falsches gesagt..? Ich wollte fragen was er noch an Beweisen brauchte um mir zu glauben, doch traute ich mich nicht etwas zu sagen, also schwieg ich.
Als Veritas mich dann ganz plötzlich beim Namen nannte und mich zu sich zog, war ich im ersten Augenblick zu perplex um zu reagieren, dann jedoch war ich so unendlich glücklich meinen Bruder gefunden zu haben! "Ich hab dich so vermisst, Veritas.." und er mich allem Anschein nach auch. Seine Umarmung drückte mir die Luft aus den Lungen, doch das minderte meine Freude kein bisschen. "..hab dich gesucht.." brachte ich leise hervor und legte ebenfalls die Arme um ihn. Verflucht noch eins... ich hatte ihn tatsächlich gefunden... "Nachdem ich dich gerade erst gefunden hab..?" ich lachte ein bisschen. "Nein.." So schnell würde ich ihm nicht mehr von der Seite weichen. Komme was da wolle, ich war endlich da wo ich sein wollte - da wo ich hingehörte

@Scorpion



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#25

RE: Bar

in Nomadenbereich 13.02.2020 22:45
von Scorpion (gelöscht)
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Es kam Veritas unheimlich surreal vor, seinen Bruder nach all den Jahren wieder im Arm zu haben. Aus dem pubertierenden Jungen war ein stattlicher junger Mann geworden, gutaussehend und verdammt sexy.
Langsam liess er ihn wieder los und musterte ihn nochmals. Je länger er ihn ansah, desto mehr Details fielen ihm auf, die tatsächlich nur Malik sein konnten.
"Wie hast du mich gefunden...? Wo hast du dich rumgetrieben?", wollte er wissen und schaute an ihm runter, umrundete ihn sogar einmal, um alles an ihm zu sehen. Ob er sich verändert hatte? Charakterlich? Oder war er noch immer derselbe? IHm treu ergeben.... Nun, er hatte nach ihm gesucht, das war schonmal ein Anfang.
"Seit wann bist du hier? Warum bist du nicht direkt zu mir gekommen....?" Er lächelte sogar und zog ihn dann erneut an sich, diesmal aber mit einer anderen Absicht. Er wollte Malik wieder für sich einnehmen und herausfinden, was noch alles wie früher war. Also legte er ihm die Hand in den Nacken, grub seine Finger in die dunklen hübschen Haare und küsste ihn dann einfach leidenschaftlich indem er ihn gegen den Tresen drängte. Immerhin hatte Malik nicht vor einfach wieder zu verschwinden, denn das würde er absolut nicht dulden!

@Malik Asheton


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#26

RE: Bar

in Nomadenbereich 13.02.2020 23:38
von Malik Asheton | 300 Beiträge

Ich hätte diese Begegnung ja als wirre Einbildung im Suff abgestempelt, aber dafür fühlte ich mich inzwischen zu nüchtern. Außerdem würder ich dann meine Rippen sicher nicht so deutlich spüren können! Ich atmete auf als Veritas mich wieder losließ.
"Zufall? Ich wollte eigentlich gerade gehen, aber du hast mich fast mit der Tür erwischt." lachte ich amüsiert. "Ach, hier und da und nirgendwo... eben immer auf Achse." mein Blick folge ihm während er mich von allen Seiten betrachtete.
"Seit gestern Abend. Ein Kerl namens Beta hat mich hergebracht und dann..." ich grinste ein bisschen verlegen. "Haben wir getrunken. Hätte ich gewusst dass du auch hier bist wäre ich zu dir gekommen, als aller erstes, aber ich hatte keine Ahnung."
Fuck war Veritas groß geworden... Ich sah zu ihm hoch, noch immer überglücklich. Als er mich dann so unvermittelt in einen Kuss zog verpasste mein Herz wohl ein paar Schläge.. doch sobald die erste Überraschung verflogen war erwiederte ich den Kuss gierig. So ungewohnt, und doch so vertraut... Allerdings... ich löste mich von meinem Bruder und sah ihn verwundert an. "Mach den Mund auf." irgendwas stimmte hier nicht..

@Scorpion



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#27

RE: Bar

in Nomadenbereich 14.02.2020 09:10
von Scorpion (gelöscht)
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Beta war also dafür verantwortlich, dass sein Bruder nun hier vor ihm stand. Dessen Anwesenheit immer noch sehr seltsam war aber ... er nahm es gern an. Er hatte zwar nie wirklich nach ihm gesucht, weil er es für aussichtslos gehalten hatte. Zwar war Veritas nicht dafür bekannt, dass er sonderlich vorsichtig war, doch auf ein Selbstmordkommando begab er sich genauso wenig wie alle andern... Trotzdem war er neugierig, wie Malik es geschafft hatte zu überleben, immerhin war er echt noch sehr jung gewesen, als das Ganze losging.
"Hmm dafür könnte ich Beta fast ein Freibier spendieren...", meinte er schmunzelnd, bevor er ihn schliesslich küsste. Ja, es fühlte sich immer noch genauso richtig an wie damals, als sie damit angefangen hatten aufeinander abzufahren. Er zögerte nicht, den Kuss leidenschaftlich werden zu lassen. Malik erwiderte den Kuss. Alles andere hätte er daneben gefunden. Veritas stellte fest, dass sich die Kusstechnik seines Bruders massiv verbessert hatte. Tatsächlich wäre er hier sogar gern etwas leidenschaftlicher geworden, Veritas gab selten einen Scheiss drauf wo er gerade wen vernaschte und die einzigen Zeugen die hier noch rumlungerten waren zu besoffen um irgendetwas dazu sagen zu können. Doch Malik unterbrach den Kuss, was Veritas leicht stocken liess. Er verlangte gar von ihm, seinen Mund zu öffnen... Warum? Hatte er Mundgeruch oder so?
Da seine gespaltene Zunge für ihn längst zur Normalität geworden war, realisierte er erst nach einigen Sekunden, dass es wohl das war, was seinen Bruder beim küssen irritierte. So wandelte sich Veritas' Gesichtsausdruck von leichter Empörung zu einem leichten Grinsen, bevor er den Mund öffnete und sich mit der gespaltenen Zunge über die Lippen leckte.
"Ist was....?"

@Malik Asheton


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#28

RE: Bar

in Nomadenbereich 15.02.2020 00:08
von Malik Asheton | 300 Beiträge

Zu einem Freibier würde Beta sicher nicht Nein sagen, aber ich hatte fürs erste die Nase voll von Alkohol. Mir reichte der gestrige Abend, zumal der sicher noch ein unschönes Nachspiel mit sich ziehen würde - über das ich aber am liebsten gar nicht, und wenn es doch sein musste, erst weit weit weg von hier, nachdenken wollte.
Aber erst zu den wichtigen Dingen, oder eher dem einen: Veritas. Aber was sah er mich so empört an? Hatte ich etwas falsches gesagt? Doch dann öffnete er den Mund und ich schaute nicht schlecht als ich seine Zunge sah. Sie war gespalten! "...das ist neu..." merkte ich an, grinste dann allerdings. "..und echt schräg - gefällt mir." fasziniert ruhte mein Blick noch ein bisschen auf seiner Zunge, bis ich bemerkte wie die Frau hinter der Theke uns ansah. "Lass uns von hier verschwinden, ja? Ich kenn eine Hütte nicht weit von hier, da haben wir unsere Ruhe..." Dort konnte er mir auch in Ruhe erzählen was er denn die letzten Jahre so alles getrieben hatte. Ich war mir auch fast sicher dass sich mehr an ihm verändert hatte als nur seine Zunge, aber herausfinden würde ich das wohl erst wenn ich nachsah~

@Scorpion



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#29

RE: Bar

in Nomadenbereich 15.02.2020 18:11
von Scorpion (gelöscht)
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Ja, die Zunge war gespalten. Hatte verdammt geschmerzt, war unangenehm gewesen und er hatte fast eine ganze Woche fasten müssen, doch nun fand er es etwas vom Besten, das er je in seinem Leben getan hatte.
"Ist der Hammer... Ich würds jederzeit wieder tun...", meinte er grinsend und legte einen Arm um seinen Bruder, bevor er zu der Tusse hinter der Theke sah. Die würde ja wohl kaum wagen etwas in seine Richtung zu sagen, immerhin war er hier der Boss. "Warum willst du in eine alte Hütte gehen, wenn wir auch einfach in meine Wohnung gehen können?", fragte er Malik tatsächlich etwas verständnislos. "Ich wohne hier ... Ich bin der Anführer von diesem Ort, Malik... Ich werde sicher nicht in eine ranzige Hütte gehen." Soweit kam es noch!
"Du solltest dir stattdessen einfach mal meine Bude ansehen!" Damit schob er ihn auch schon in Richtung Tür. Selbst wenn Malik darauf bestand in diese komische Hütte zu gehen, würde er ihm als erstes seine eigene Wohnung zeigen, dann konnte er sich das immer noch überlegen.
"Ist in dieser seltsamen Hütte dein lager oder so? Hast du da noch Zeug, das du holen musst? Ich kann Leute für dich schicken, die es dir abholen, wenn du willst..."

@Malik Asheton


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#30

RE: Bar

in Nomadenbereich 15.02.2020 20:34
von Malik Asheton | 300 Beiträge

Zu seiner Wohnung? Wo konnte man hier denn groß wohnen? Ich hätte mich gestern besser umsehen sollen, aber da war es schon so spät gewesen, und bei der Dunkelheit hätte ich wohl eh kaum etwas erkannt... Doch bevor ich mir darüber weiter Gedanken machen konnte stockte ich. Warte was?! "Du bist..? Ich wusste nicht, dass.. " Ungläubig sah ich meinen Bruder an, konnte das im ersten Augenblick noch nicht ganz glauben. Allerdings... so unwahrscheinlich schien mir das bei genauerer Überlegung gar nicht. "Vergiss was ich eben gesagt hab, lass uns zu dir gehen." grinste ich und ließ mich von ihm zur Tür schieben. Da war ich ja jetzt mal gespannt!
"Ähhh.. nein, nicht wirklich. Ich .. hab keine Ahnung wo mein Zeug ist.. " gab ich zögernd zu. "Einen Teil hab ich eingetauscht, das weiß ich noch, aber danach... kein Plan was alles passiert ist - da gibt es ein paar Lücken zwischen gestern und jetzt." auf das meiste konnte ich verzichten, das war alles ersetzbar, aber meine Naginata hätte ich eigentlich schon ganz gerne zurück. Ich hing an dem dummen Ding und wüsste auch nicht wo ich so schnell eine neue herbekommen könnte...

@Scorpion



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#31

RE: Bar

in Nomadenbereich 02.03.2020 23:46
von Zane Silberman | 128 Beiträge

Ihm wurden die besten Cocktails der Apokalypse in dieser Bar versprochen. Also wie könnte er diesem Angebot widerstehen? Zumal der Barkeeper auch noch unverschämt attraktiv war. Und für seine Geschäfte war es notwendig viele Kontakte zu knüpfen. Zumindest flüchtiger Natur, denn er blieb nie lange an ein und dem selben Ort. Aber welche Location könnte dafür besser geeignet sein als eine Bar? Wo die Leute dem Barkeeper betrunken all ihre Geheimnisse offenbarten. Eine Macht, welche in den Händen der falschen Person wahrlich großes Unheil anrichten konnte. Barkeeper waren in der heutigen Zeit die wahren Könige der Nacht. Also konnte es gewiss nicht schaden es sich mit ihnen gut zu stellen.
Zanes Warenlager war gut versteckt, nur ausgewählte Kunden durften sein tatsächliches, kostbares Sortiment besichtigen. Für alles weitere besaß er seinen rollenden Laden, ideal fürs Tagesgeschäft und mit Produkten von nur geringem Wert, jedoch umso größerer Gewinnspanne. Er wusste eben wie man Geschäfte machte. Es schien als wäre er geboren für diesen Job. Früher, da hatten seine Eltern Zanes neuen Bekanntschaften stets ein und dieselbe Anekdote aus seiner Kindheit erzählt. Wie es ihm bereits als Kleinkind gelungen war, den Nachbarsjungen dazu zu bringen, ihm sein nigelnagelneues Bobby Car zu schenken, im Austausch für ein altes, abgegriffenes Bilderbuch, bei welchem die Hälfte der Seiten so angesabbert waren, dass sie nur noch zusammen klebten. Bis heute verriet Zane ihnen nicht, was er damals mit dem Jungen angestellt hatte. Oder wie es ihm gelungen war im Hochsommer einen Stand mit Kamillentee zu betreiben. Und auch später schien dieses Talent nicht verloren gegangen zu sein, denn die anderen Kids aus der Vorstadt, in welcher er aufgewachsen war, rissen sich förmlich darum zu Halloween mit ihm von Tür zu Tür zu gehen. Da er, jedes Jahr aufs Neue, verkleidet als kleiner Zirkusdirektor, den Höchstgewinn an Süßigkeiten einsackte und die Leute mit seinem Lächeln und seinen Kunststücken verzauberte.
Und auch heute vollführte er weiterhin seine Kunststücke, jedoch auf nicht mehr ganz so unschuldige und anständige Art und Weise. Denn diese Welt bot leider nur noch eine geringe Anzahl an Ressourcen, weshalb er häufig kreativer werden musste, als er es wollte, um sich über Wasser zu halten.
Allerdings war er auch klug genug zu wissen, wann sich ihm eine tatsächlich gute Chance auf ein Geschäft bot. Und die Fusion mit einer bestehenden Bar war durchaus eine solche Möglichkeit. Wenngleich es wohl eher der schöne Barkeeper und Inhaber war, der ihn an dem heutigen Abend in den Zoo lockte. Es regnete schon den ganzen verdammten Tag und auch wenn Alice ihm vielleicht keinen Kamillentee anbieten würde, so hatte er bestimmt ein paar Tricks auf Lager, damit Zane etwas wärmer wurde. Innerlich als auch äußerlich. Das war eben das Problem daran ein Nomade zu sein. Man hatte keine feste Bleibe und musste sich immer irgendwo eine Notunterkunft suchen. Die meist nicht sonderlich luxuriös und einladend war. Dennoch legte er stets großen Wert darauf so zu wirken, als würde er in einem Palast mit Whirlpool hausen. Denn seltsamerweise vertrauten die Menschen all jenen mehr, die wirkten als besäßen sie irgendeine Form von Reichtum. Und zumindest durch seine Kleidung versuchte Zane genau das auszustrahlen. Denn wie auch immer er es bewerkstelligte, doch in keinem seiner Hemden oder Anzüge befand sich auch nur die kleinste Spur einer Falte. Kleider machen nun mal Leute, das war ein Fakt an welchem auch die Apokalypse nichts geändert hatte. Weshalb Zane auch an diesem Abend wieder aussah wie aus dem Ei gepellt, als er die noch relativ leere Bar betrat. Kein Wunder, es war ja erst später Nachmittag, um diese Uhrzeit trieben sich wohl nur Verzweifelte oder Alkoholiker in einer Bar rum. Zu welcher Sorte Zane gehörte? Zu keiner, so hoffte er. Mit einem charmanten Lächeln und als gehöre die ganze Welt einfach nur ihm, trat er ein mit den Worten
„Ich hörte hier bekäme ich die geilsten Cocktails, welche die Apokalypse zu bieten hat? serviert und gemixt von dem Chef der Bar höchstpersönlich~?“
Einem höchst egozentrischen Chef, das erkannte Zane auf den ersten Blick. Alistair sah verdammt gut aus und das wusste er auch. Blieb nun nur noch herauszufinden, ob er nur große Töne spuckte oder ob seine Finger tatsächlich so geschickt waren wie er vorgab… beim Mixen der Cocktails.

@Alistair Blackwood



You don’t need it? I make you beg for it

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#32

RE: Bar

in Nomadenbereich 03.03.2020 11:45
von Alistair Blackwood (gelöscht)
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Alistair, besser gesagt Alice, ein Spitzname der ihn schon sein halbes Leben lang begleitete, war immer schon auf seinen eigenen Vorteil bedacht, Menschen sind Ware, Schafe, sie ließen sich aus und benutzen, weil sie es insgeheim wollten und es gab immer jemanden, der etwas haben will, egal wie bescheiden er tat. Bescheidenheit war aber noch nie die Stärke von Alice gewesen, warum auch? Er wurde in den Adel hinein geboren, wuchs mit dem goldenen Löffel im Mund auf, er trug den Titel eines Earls und lernte, beizeiten, auf den Pöbel herabzublicken, sich über Andere zu erheben, weil er, aufgrund seiner Herkunft, seines Blutes, dass jedoch Rot und nicht Blau war, schlichtweg besser war als alle Anderen! Alice war gerissen, intelligent aber vor allem war er bildschön, er sah nicht so alt aus, wie er in Wahrheit ist, achtete, trotz der neuen Welt, penibel auf sein gutes Aussehen, denn dieses eröffnete ihm, früher als auch heute, Tür und Tor um das zu bekommen, was er will.
Alice weiß wie man Leute um den Finger wickelt, sein britischer Charme, sowie Akzent, ließ die Herzen der holden Weiblichkeit dahin schmelzen, was ihm, ganz ehrlich, an seinem perfekt geformten, knackigen Arsch vorbeiging. Immerhin interessierten Frauen ihn nur dahingehend, ihm Geld und Vorteile, zu verschaffen. Natürlich mimte er den perfekten Gentleman, den seriösen Geschäftsmann, als ehemaliger Politiker, der anstrebte Premierminister zu werden, früher, als die Welt noch in Ordnung war und er im Geld schwamm, zig Immobilien, teure Sportwagen, preisgekrönte Rennpferde, und vieles mehr hatte, wusste er was die breite Masse hören will. Alice entlockte, fast jedem, seine tiefsten Sehnsüchte, Wünsche und Geheimnisse, deshalb war er auch Inhaber der Bar 'Spiderlily', wie er sein eigenes, kleines, doch feines, Königreich in der Kolonie des Zoos nannte.
Er baute sich, über Monate, mit ganz unterschiedlichen Methoden, sein Netzwerk auf, nichts, was im Zoo geschah, entging Alice und dessen Loyalität, galt einzig Scorpion, dem Anführer des Zoos.
Das wusste dieser, ebenso, wie er weiß, dass Alice mehr ist, als nur ein hübsches Gesicht mit britischem Akzent, der Schönling ist gefährlich, weil er so verdammt unschuldig aussieht, sowie sein Spiel perfekt beherrscht. Allerdings ging es diesmal, vorrangig, ums Geschäft, denn ein reisender Händler bot durchaus Möglichkeiten, vor allem Ressourcen und ganz nebenbei, konnte er die Werbetrommel rühren!
Der schöne Brite war erst gegen Mittag aufgestanden, seine Arbeitszeit konnte er, nach Belieben, einteilen, schließlich ist er der Boss aber es lag auf der Hand, dass Alice, aus vielerlei Gründen, sehr oft, persönlich hinter dem Tresen stand und immer, ein offenes Ohr hatte, für seine Gäste. Es war schon früher so gewesen, dem Friseur und dem Barkeeper erzählte man Alles.
Selbstverständlich hatte er, nach dem Aufstehen, ausgiebig heiß geduscht, ein Luxus, der einem Nomaden, wohl selten vergönnt war, wie so viele andere Vorzüge, denn Alice gehörte im Zoo, eine der großen Wohnungen, was seinen privilegierten Status, nur noch mehr hervorhob, ebenso seine Kleidung und die Freiheiten, Sonderrechte, die er besaß.
Seine Bleibe war, so gut wie möglich in der neuen Welt, sehr luxuriös, stilvoll eingerichtet und er legte viel Wert auf sein Aussehen, nicht weiter verwunderlich, dass er mitunter Stunden damit zubrachte, sich zurechtzumachen, allen voran bei seinen dunklen Haaren, die noch kein einziges graues Haar aufwiesen, war er extrem penibel, eitel.
Es war ihm auch nicht möglich, einfach an einem Spiegel vorbeizugehen, ohne nicht, mindestens einmal, hineinzusehen und sich davon zu überzeugen, dass er der Schönste war, im ganzen Land.
Demnach war es ganz normal, dass Alice, herausgeputzt, im eleganten, schicken Anzug, der nicht eine Falte aufwies, stets durch den Zoo stolzierte, wie der eitle Pfau, der er ist und jeden, vor allem die Arbeiter, gerne daran erinnerte, wie weit unter ihm, sie doch standen. Auf dem Weg zur Bar, hatte er, wie jeden zweiten Tag, einen Abstecher zu den Ladys gemacht, die sich, im Wächterbereich, freiwillig, für ein kleines Zubrot, verkauften und ihren Körper anboten, ein paar von ihnen, arbeiteten für Alice, ob nun als Hure oder Informantin. Es spielte keine Rolle, Alice zog die Fäden, während seine Puppen, brav, tanzten.
Natürlich tat er dies alles zum Wohle des Zoos, für seinen Anführer, und vor allem für sich selbst.
Er war auch einer derjenigen, der bei Regen, wie an diesem Tag, mit Regenschirm, die Strecke bis zu seiner Bar zurücklegte, damit sein Haar, als auch seine feine Kleidung, nicht nass wurden und nein, er hasste den Regen nicht, er war zwar britisch-irischer Abstammung, lebte aber durchgehend in England, er war solch Wetter gewohnt.
Ja, er vermisste seine Heimat, denn er hasste Amerika!
Der schöne, zugleich gefährliche, Brite machte sich, in aller Ruhe, an die Arbeit, kaum, dass die Bar geöffnet war, trudelten ein paar Nomaden ein, ebenso zwei seiner Angestellten, die als Kellner tätig waren und ebenso sehr auf ihr Aussehen zu achten hatten, wie Alice es tat. Er hatte hohe Ansprüche, wählte sehr sorgfältig, sein Personal aus, wobei ein hübsches Gesicht natürlich Grundvoraussetzung war aber nicht ausreichte, um einen Platz hier zu erhaschen, wer nicht arbeitet, schlampig ist, unpünktlich oder gar vorlaut, der landet schneller in der Wäscherei als ihm lieb ist. Wobei es gewiss noch schlimmere Arbeitsplätze hier im Zoo gab und Alice, nutzte seinen Einfluss selbstverständlich, im Rahmen der Regeln, wobei es auch in der Bar, eine Hausordnung zu befolgen galt.
Das Spiderlily war keine schäbige Spelunke, keine verqualmte Kneipe, Alice tat alles, um seine Bar, auf das Niveau, den Standard zu erheben, den er früher, als VIP, in edlen, sowie angesagten Clubs und Bars gewohnt war, genossen hatte, sowie ausgiebig dort Geld, mehr noch, den Alkohol fließen ließ. Nicht selten wickelte er dort seine, zwielichtigen, Geschäfte ab, er pflegte, sehr enge, Kontakte zur Mafia, russisch, italienisch, chinesisch, es spielte keine Rolle. Er war korrupt, wieso auch nicht?
Die Leute wollten immer etwas von ihm, waren stets auf ihren eigenen Vorteil bedacht, weshalb sollte er es anders machen?
Entsprechend edel, niveauvoll und stilecht offenbarte sich das Interieur der Bar.
Als sich, unüberhörbar, der unverschämte irische Bastard, ins Spiderlily begab, lagen prompt ein paar, wenn auch vergleichsweise, wenige, Augenpaare auf dem Mann, der aussah, als hätte er vor, gleich zu einem Fotoshooting, für elegante Herrenmode, zu gehen. Der Einzige, der ihn zunächst, keines Blickes würdigte, war Alice, der nicht, wie gewohnt hinter dem Tresen stand, sondern sich in seinem kleinen Büro, in den Hinterräumen, eingefunden hatte, um die Bestellliste fertig zu machen, die er Jesse bald zukommen ließe, damit er sich darum kümmerte, organisierte.
Nun, wo langsam der Frühling kam, der Winter zur Neige ging, tüftelte er schon wieder an einem neuen Konzept, neuen Shows, als auch Drinks. Alice war immer darum bemüht, das Angebot abwechslungsreich zu gestalten, stets neues, aufregendes, zu bieten und so wie der Laden lief, der Rubel rollte, war er verdammt erfolgreich. Er hoffte darauf, bald schon, die Bar ausbauen zu können, er wollte gerne einen größeren VIP-Bereich, eine richtige Tanzfläche, mehr Künstler auf der Bühne haben und vor allem Profit machen. Es gab noch so vieles was er tun, umsetzen wollte, damit diese Bar, auch über die Mauern des Zoos hinaus, der Knaller wurde, denn mehr Nomaden als Kunden, bedeutete auch, mehr Zulauf für den Markt, das Hotel und mehr Waren, welche diese brachten, um sie gegen Zoowährung einzutauschen, denn Tauschgeschäfte, gab es in der Bar nicht. Hast du kein Geld, kriegst du nichts!
Die junge Kellnerin, vielleicht Anfang zwanzig, mit den auffälligen, roten Locken und süßen Sommersprossen, die ihre grünen Augen betonten, setzte sich sofort in Bewegung, der neue Gast sah ..wichtig aus, so fein herausgeputzt. Sein Wortlaut ließ darauf schließen, dass er womöglich von Alice erwartet wurde, weshalb sie diesen, raschen Schrittes, in seinem Büro aufsuchte, sowie darüber in Kenntnis setzte. Nomaden hatten ja keinen Terminkalender, daher hatte Alice, sich bislang nicht weiter damit befasst, dass der Handelsreisende, irgendwann, hier aufschlagen würde aber offenbar, hatte er zum Zoo gefunden, besser gesagt seiner Bar und so erhob sich der Brite hinter seinem Schreibtisch.
Er strich die brombeerfarbene Anzughose glatt, fasste an die Krawatte, rückte sie zurecht, welche in derselben Farbe erstrahlte, ebenso die elegante, figurbetonte Weste und das Jackett, welches er sich wieder überstreifte, nur sein elegantes Hemd, erstrahlte in einem klassisch eleganten Schwarz, sowie seine polierten Schuhe. Er trat, natürlich, vor den Spiegel in seinem Büro, strich sich das Haar noch einmal, korrigierend, zurück, prüfte den Sitz seiner, faltenfreien, sauberen und wohlriechenden, Kleidung und begab sich dann, mit seiner Angestellten, nach vorn in die Bar.
Sein Blick fiel sofort auf Zane, prüfend, musternd, wanderten seine schwarzen Augen, angefangen bei dessen Schuhwerk, langsam an dem Händler hinauf, so offensichtlich, dass man fast das Gefühl bekommen konnte, Alice zog ihn allein mit seinem Blick aus, nur um herauszufinden, was er begehrte und wie er ihn um den Finger wickeln kann. Denn ja, Zane, dieser irische Bastard, war definitiv eine stattliche Erscheinung und attraktiv, sowie sich dessen, ebenso bewusst, wie auch Alice, der seinem Ehrengast sogleich sein charmantestes Lächeln schenkte, nachdem er, arrogant, wie er ist, das hübsche Kinn gereckt hatte.
"Gehört,... in der Tat und du wirst feststellen, das war noch untertrieben, nachdem du sie probiert hast."
Er deutete auf einen der Barhocker, öffnete sein Jackett, welches er sich, geschmeidig bewegend, als er den Weg hinter den Tresen antrat, von den Schultern streifte, wie ein verdammtes Supermodel, das sich, stets, auf seinem eigenen Catwalk bewegte. Wortlos reichte er dieses, dem jungen Mann, den er derzeit als Barkeeper, auf Probe, in seiner Bar hatte und dieser den Platz zu räumen hatte, dieser huschte auch gleich davon, um Alices Jackett, zurück in dessen Büro zu bringen. Ja, er hätte es gleich aus lassen können aber Alice weiß wie man sich in Szene setzt.
Der sich, in Ruhe, ein paar Flaschen aus dem Regal hinter sich nahm, ebenso ein großes Cocktailglas und einen Shaker, seine dunklen Augen blickten auf, sahen direkt in die von Zane, während er im Hinterkopf noch überlegte, welchen Cocktail er ihm machen sollte, für den Anfang. Vielleicht was Leichtes, Süßes oder sollte er direkt mit den richtig starken Kreationen anfangen? Wie trinkfest der Ire wohl ist? Sein charmantes Lächeln blieb beständig auf seinen sinnlichen Lippen.
"Also reden wir zuerst über das Geschäft oder willst du lieber, erst einmal, etwas Smalltalk betreiben?"
Fragte er ihn freundlich, charmant und mit diesem verruchten, fast schon verspielt wirkenden Unterton in der Stimme, während sein Blick, noch einmal, musternd, über Zane glitt, er sich dabei leicht auf die Unterlippe biss, bis seine dunklen Augen wieder auf die des Iren trafen.
Den wandte er auch erst ab, als er sich den Flaschen widmete und damit begann, Zane, einen seiner, ganz eigens kreierten, Cocktails zu mixen. Tatsächlich war das etwas, was Alice mit Freuden tat, sogar lange vor dem Ausbruch, es war ein Hobby, er trank nicht nur gerne Cocktails und andere Drinks, er experimentierte auch selbst gerne damit herum.

@Zane Silberman


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#33

RE: Bar

in Nomadenbereich 03.03.2020 23:09
von Zane Silberman | 128 Beiträge

Zumindest eine Sache hatten die beiden schon mal gemeinsam. Vielleicht sogar zwei. Denn sie machten sich beide die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen zu Nutze. Und sie beide schienen kein besonders stark ausgeprägtes Verständnis von Moral und Anstand zu haben, sondern nutzen die Menschen skrupellos aus um sich selbst zu bereichern. Ohne Rücksicht auf die Gefühle ihres Gegenübers zu nehmen. Doch zumindest Zane tat all das nicht ausschließlich zu seinem eigenen Vorteil. Sondern weil er noch ein zweites Mal zu stopfen hatte, was ohne ihn leider nicht lebensfähig war. Nein, kein Kind. Sondern ein psychisch kranker Bruder, der bei Sonnenlicht nicht seinen Unterschlupf verlassen konnte. Und da reichte es schon aus wenn die Sonne nur mal einen Augenblick lang hinter den Wolken hervor blinzelte. Und selbst wenn es mal einen Regentag gab, so war er dennoch nicht wirklich lebensfähig. Würde er sich alleine auf den Weg machen, um zu jagen oder Ressourcen zu sammeln wäre er innerhalb von 10 Minuten tot. Die Arbeit hing also tatsächlich zur Gänze an Zane, der Nahrung, Kleidung und alles weitere stets für zwei besorgen musste. Das war manchmal anstrengend und nervig, da er schon als Kind keine wahnsinnig gute Beziehung zu seinem Bruder gehabt hatte. Aber er trug nun mal die Verantwortung für ihn. Und so skrupellos, dass er ihn einfach sich selbst überließ, war er dann doch nicht. Er war halt einfach nur ein linker, irischer Bastard, dem es leicht fiel seinen Kunden die Wünsche aus den Augen abzulesen und ihnen dementsprechende Waren anzubieten. Er wusste stets was seine Kunden wollten. Und er besorgte es ihnen. Selbst wenn es nur vollkommener Müll war. Aber irgendwie musste er sich nun mal über Wasser halten. Und bis auf das Verkaufen hatte er keine herausragenden Talente. Naja abgesehen von seinem Aussehen. Aber er war nun kein Super-Ninja oder meisterhafter Schwertkämpfer. Er konnte sich in einem Kampf zur Wehr setzen aber das war auch schon alles. Das war immerhin auch der Grund weshalb er sein kleines Warenlager gut versteckte. Denn es war schon häufiger vorgekommen, dass man seinen rollenden Laden ausgeraubt hatte. Doch dieses Risiko nahm er in Kauf. Zum Glück bot die Welt immer neue Ressourcen für Nachschub und neue ‚Erfindungen‘.
Doch heute kam er mit dem Ziel tatsächlich ein weitgehend seriöses und lukratives Geschäft abzuschließen.
Und sie hatten wohl sogar noch eine dritte Gemeinsamkeit. Ihre irischen Wurzeln. Also wenn dieser Deal ins Wasser fiel musste schon wirklich viel schief gehen. Doch Zane war guter Dinge. Und mit zwielichtigen Kerlen und Geschäften kannte er sich aus. Auch wenn Alice eher wirkte wie ein Prinz der Hölle der einen apokalyptischen Nachtclub betrieb, statt einem zwielichtigen Barkeeper. Aber auch damit könnte er sich schon irgendwie arrangieren.
Und sollte es ihm wirklich gelingen ein erfolgreiches Geschäft auf die Beine zu stellen, vielleicht könnte er sich dann ja sogar ab und zu den Luxus einer Übernachtung im Zoo-eigenen Hotel leisten. Was für jemanden wie ihn, der eigentlich ziemlich verwöhnt war, das Paradies auf Erden wäre. Denn das war mitunter die Sache, die ihn am meisten an der Apokalypse störte. Nicht unbedingt die Beißer, sondern diese mangelnden Luxus- und Hygienemöglichkeiten. Es benötigte wirklich viel Fingerspitzengefühl und Geschick trotz dieser Umstände stets gut und gepflegt auszusehen. Aber das war einer der Werte, die Zane niemals vernachlässigen würde. Da könnte die Welt von noch so vielen Katastrophen gebeutelt werden, sein Outfit würde stets sitzen.
Was ihm auch die Blicke bestätigten, die er erhielt als er die Bar betrat. Wenn er tatsächlich wirkte als wäre er gerade auf dem Weg zu einem Fotoshooting, dann hatte er heute wohl die richtige Kleidungswahl getroffen. Wobei es ja nicht nur die Klamotten waren. Am meisten Effekt hatte immer noch die Ausstrahlung eines Mannes. Trat man selbstbewusst und von sich überzeugt auf, so betrachteten die Leute einen automatisch mit ganz anderen Augen. Und hatte man dann auch noch einen ausländischen Akzent, so war die Schlacht meist schon gewonnen noch bevor sie überhaupt begann. Ob es bei Alice auch so einfach werden würde? Mal sehen, noch konnte er ihn zu wenig einschätzen, um sich ein Urteil darüber zu bilden. Denn wer hier am Ende wen manipulierte oder abzog, würde sich erst noch herausstellen.
Nun genoss Zane erst mal den Anblick der sich ihm bot, als Alice förmlich aus seinem Büro stolziert kam. Mal ehrlich.. es würde ihn nicht wundern wenn der Kerl auch noch wen engagierte der hinter ihm Rosenblätter ausstreuen sollte, bei jedem seiner Schritte. Und trotz seiner arroganten Ausstrahlung hatte er irgendwie etwas. Zane konnte sich noch nicht genau erklären was aber um das herauszufinden, war er schließlich hier. Setzte sich sogar noch etwas in Szene als Alice ihn so auffällig musterte. Nur zu, er störte sich nicht daran und tat selbiges bei seinem Gegenüber.
Also Alice weckte wirklich hohe Erwartungen in Zane was die Cocktails betraf, weshalb er sich einfach überraschen lassen würde, ob er einfach nur hoch stapelte oder ob seine Worte auch begründet waren.
Zane war Ire, natürlich war er trinkfest, wäre es möglich gewesen, hätte seine Mutter ihn wohl in einem Becken aus irischem Whiskey zur Welt gebracht. Und Cocktails waren schließlich nicht so gefährlich wie Shots, also von denen würde er schon ein paar vertragen ohne völligen Schwachsinn zu reden.
Als Alice jedoch sofort übers Geschäft redete hob Zane erst mal abwehrend die Hände und nahm auf dem Barhocker direkt vor ihm Platz, während er seine Hände beim geschickten Mixen des Cocktails beobachtete.
„Du bist wohl jemand, der gerne schnell zur Sache kommt was~?“
Eine Mentalität die Zane so nicht ganz unterschreiben oder unterstützen konnte. Denn er lebte davon das Vertrauen seiner Geschäftspartner zu gewinnen und dazu musste er sie erst mal ein bisschen kennen lernen.
„Tut mir Leid aber so laufen Geschäfte mit mir nicht. Immerhin muss ich mir doch erst ein Bild darüber machen, ob du vertrauenswürdig bist~“
Bei all diesen Worten hatte Zane ein charmantes Lächeln aufgelegt und spielte etwas an dem schwarzen Ring herum, den er auf seinem linken Zeigefinger trug.
„Also wie wärs, wenn wir erst mal gemeinsam was trinken und einander etwas besser kennen lernen?“
Alice war der Chef hier, also was war schon dabei einen gemeinsamen Drink zu nehmen? Auch wenn der Abend noch nicht Einzug gehalten hatte. Aber es war eine veraltete Moralvorstellung nur abends trinken zu dürfen. Sie lebten in der verdammten Zombieapokalypse, da spielte die Uhrzeit wohl kaum eine Rolle, um seine Kehle mit einem exquisiten Drink zu verwöhnen.
„Du bist Brite richtig? Woher genau stammst du?“
Wollte Zane von ihm wissen, da man den ganz deutlich britischen Akzent ja wohl kaum überhören konnte. Und ein bisschen was über sein Gegenüber herauszufinden konnte nicht schaden. Zumal Zane jemand war der sich gerne in Gesellschaft befand. Zwar hatte er keinerlei enge Freunde, weil er für diese Art von Beziehungen wohl nicht geschaffen war und eher jemand war, der oberflächliche Freundschaften zu anderen führte. Aber er war dennoch höchst sozial veranlagt, würde eingehen ohne ständige Gesellschaft. Vielleicht auch deshalb weil man in Gesellschaft stets Bestätigung bekam. und das brauchte er wie die Luft zum Leben. Denn Alice bot ihm diese bereits ausschließlich durch seine Blicke, weshalb Zane sich hier bereits wohler fühlte als es vielleicht gut für ihn war.

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#34

RE: Bar

in Nomadenbereich 04.03.2020 14:50
von Alistair Blackwood (gelöscht)
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Moral und Ethik kann man das irgendwo kaufen? Vermutlich nicht, doch, es lag auf der Hand, sofern man, wie Alexis, Alice von früher kannte, dass die vergangenen Jahre, keinen besseren, netteren Mann aus dem Briten gemacht haben. Schon lange vor dem Ausbruch war er recht skrupellos, vor allem aber hatte er das Töten gelernt, man käme schließlich nie darauf, dass der Schönling, mit dem britischen Akzent, einst dem Militär angehörig war, sowie eine entsprechende Ausbildung genoss und sogar im Kampfeinsatz gewesen ist. Er war Soldat gewesen, sah nur eben aus wie ein Supermodel und das kam ihm, als aufstrebender, Politiker natürlich sehr zugute. Alice gehörte zu der Sorte Mann, Mensch, den man mit großer Vorsicht genießen sollte, er war eine einnehmende Persönlichkeit, jemand, der dir die süßesten, verruchtesten Versprechungen ins Ohr flüstert, deine Wünsche wahr werden lässt und im selben Atemzug .... das Messer in den Rücken rammt. Wie nannte ihn Alex? Sein Heroin? Treffend, denn Alice war wie eine Droge, wunderschön, vielversprechend, aufregend, er konnte dir den Himmel auf Erden bieten, die Welt zu Füßen legen aber ebenso dein Leben zur Hölle machen.
Und im Vergleich zu dem irischen Bastard, hatte Alice niemanden, nie in seinem ganzen Leben, nur weil er reich und adelig in diese Welt geboren wurde, hieß das nicht, dass sein Leben perfekt, erfüllend war. Niemand kommt boshaft, intrigant und herzlos auf die Welt, es sind die Leute, die einen umgeben und am Ende formen, beeinflussen. Alice war früher, wie jeder Andere auch, ein unschuldiges, kleines Baby und wurde erst, durch viele Entscheidungen, sowohl seiner Eltern, als auch Eigenen, zu dem Mann, der hier und heute, in dieser Bar stolzierte, wie ein König, der seine Puppen, nach Belieben tanzen lässt.
Die Frage war nur, ob Zane auch zu einem Püppchen wurde oder nicht.
Bei dessen Anblick war er noch ... unentschlossen.
Der Ire legte viel Wert auf sein Auftreten, ein gepflegtes Äußeres, ja, auch Alice weiß sehr gut, wie schwierig das zu bewerkstelligen ist, wenn man als Nomade lebt, umso glücklicher war er darüber, seit gut einem Jahr nun, hier im Zoo zu leben. Keine Käfer mehr, die im Schlaf über einen krabbelten, nicht das stetige Röcheln der Beißer im Hintergrund und als es so heftig schneite in den letzten Wochen, konnte er es sich, sowohl hier in der Bar, als auch in seiner großen Wohnung bequem machen. Allen voran aber konnte er, bequem, seine Klamotten in die Wäscherei geben, nur um sie, ein paar Tage später, frisch gebügelt, zusammen gelegt und duftend, vor die Haustüre geliefert zu bekommen. Das galt auch für die Lebensmittel, wenn er keine Lust hatte, selbst über den Markt zu schlendern, schließlich war es immer von Vorteil, sich mit Alice gut zu stellen, der vielleicht, dann und wann mal, ein gutes Wort einlegte beim Boss, für jemanden? Natürlich nicht, als würde er Scorpion mit unwichtigen Nichtigkeiten oder dem Gejammer des Pöbels behelligen, wenn er seinem Anführer, die wichtigen Neuigkeiten ins Ohr flüsterte, dann solche, die wahrlich von Wert sind und die sein Boss wissen sollte, damit er Laden lief, sowie er unangefochten an der Spitze blieb.
Denn Alice, nun, er wollte definitiv, dass Scorpion das Sagen hatte.
Zwar hatte auch der Brite sich an die Regeln zu halten, doch er wusste sich, immer schon, auf einem schmalen Grat zu bewegen, zwischen legal und illegal, weshalb er weiß, ob und in welchem Ausmaß, er diese ein bisschen, zu seinem Vorteil, verbiegen konnte. Im Augenblick jedoch war Alice, vorbildlich, brav, wie es sich gehörte, nicht wahr?
Der schöne Mann, mit dem makellosen, jung gebliebenen, Gesicht, sowie dem charmanten Lächeln auf den Lippen, schenkte unterschiedliche Mengen, der zuvor bereit gestellten, Flüssigkeiten in den Shaker, darunter auch richtig harter Alkohol, so ein kleiner Schuss Moonshine, kann wahre Wunder bewirken und die Zunge lockern, ein bisschen Zucker, tat sein Übriges am Ende. Oh ja, Alice kam an die richtig seltenen Sachen, er als Inhaber der Bar, hatte den Vorteil, sich das Beste vom Besten, sichern zu können, natürlich nach seinem Boss. Seine dunklen Augen hoben sich wieder an, betrachteten, sein Gegenüber, während seine geschickten Hände, den gefüllten, sowie gut verschlossenen, Shaker entsprechend schüttelte, damit sich Alles gut vermischte.
Sein Mundwinkel zuckte flüchtig nach Oben. Was für eine Unterstellung!
"Kommt ganz darauf an, ich wickel meine Geschäfte gern... schnell und hart~ ab, ..weil ich sehr beschäftigt bin als Inhaber dieser Bar."
Nebenbei schenkte er den Cocktail ins vorbereitete Glas, hübsch dekoriert mit Zuckerrand versteht sich, sowie Schirmchen, zum krönenden Abschluss, bückte Alice sich hinter dem Tresen kurz, öffnete den kleinen Kühlschrank, sowie dessen Gefrierfach, um ein paar Eiswürfel, in das Glas zu geben. Ja, Eiswürfel! Auch keine Selbstverständlichkeit mehr aber da sie Strom hatten, gab es hier viele Dinge, die früher selbstverständlich waren und heute purer Luxus sind.
Natürlich sind solche 'Kleinigkeiten' reine Demonstration, seitens Alice, der seinem, möglichen, Geschäftspartner, vor Augen führen wollte, was der Zoo, allen voran die Bar, zu bieten hat. Abgesehen von dem Briten natürlich, der ihm das Glas, mit dem dunkelvioletten Inhalt, hinstellte und sich anschließend, mit dem rechten Unterarm, nach vorn gebeugt, auf dem Tresen abstützte und mit der anderen Hand, eine Schüssel auf diesen hinauf hob, gefüllt mit gerösteten Nüssen, kleinen Brezeln. Snacks eben, von dem sich Alice eine Kleinigkeit gönnte, sowie Zane nicht eine Sekunde aus den Augen ließ, als er ein wenig amüsiert noch hinzufügte.
"Aber ... wenn du auf ein langes, ausgiebiges Vorspiel~ stehst, ..von mir aus aber dann hast du hoffentlich, genug Zeit mitgebracht, Sweetheart."
Nebenbei hob er die Hand mit dem Snack, gestikulierte ein wenig, ehe er, mit provokant, herausfordernden Blick, den Mund öffnete und darin die kleine Brezel verschwinden ließ, ja, er vermochte es sogar, einen simplen Snack, so in Szene gesetzt, zu vernaschen, dass es wohl wenig überrascht, dass er so einen guten Posten, innerhalb der Kolonie, hat. Alice flirtete gern und intensiv, nur sollte man nicht glauben, dass der Schönling nur mit dem Schwanz denkt, ganz im Gegenteil, Zane wollte Smalltalk betreiben. Warum? Das lag für Alice auf der Hand, er wollte Zeit schinden, die er brauchte, um sein Gegenüber besser einschätzen zu können, ihm war doch klar, dass der Brite, selbiges tat, oder?
Er wollte also das Spiel spielen, gut, sie werden ja sehen, wer es besser beherrscht.
"Sweetheart, ich bin es nicht, der von uns Beiden, stets auf Achse ist ... oder bist du vielleicht doch, viel mehr, auf der Flucht?"
Wollte Alice wissen, der sich, nun mit beiden Unterarmen auf dem Tresen abstützend, Zane noch ein Stück näher kam, sowie die Stimme zu einem Flüstern senkte, während seine Augenbrauen, spitzbübisch, nach Oben zuckten. Merkte der Ire langsam, dass er vor sich ein ganz anderes Kaliber hatte, als sonst?
Alice war so schön, wie auch scharfsinnig und er traute niemandem.
Nebenbei griff er sich noch einen Snack, eine kleine Nuss, die er sich an die Lippen führte, jedoch wieder sinken ließ, da Zane gern mit ihm trinken wollte. Ah, natürlich, das lag auf der Hand, wenn Alkohol im Spiel ist, machte es vieles leichter, blöd nur, dass sie Beide vermutlich, nicht so schnell unter den Tisch zu trinken sind oder in ihrem Fall wohl, zum Glück?
"Ich soll mit dir trinken, sicher doch, warum nicht und das Geschäftliche, besprechen wir lieber in der VIP-Lounge. Wir wollen doch nicht, dass meine Angestellten, noch größere Ohren bekommen, sonst fliegen sie mir davon, wie Dumbo, sobald die Tür sich wieder öffnet und eine Brise reinweht."
Jetzt erst schob er sich die Nuss zwischen die Lippen, richtete sich wieder gerade auf und mixte sich, auf die Schnelle, ebenfalls einen Cocktail, den er gedachte, rüber in den VIP-Bereich zu nehmen. Dabei konnte er auch getrost auf die Frage nach seiner Herkunft eingehen, war ja nichts dabei, sowie offensichtlich, dass er kein verdammter Amerikaner ist, die er so abgrundtief hasste, tief in seinem Inneren.
"Richtig, ah, wo sind meine Manieren."
Alice nahm sogleich eine überaus vornehme, zutiefst arrogante, Haltung an und reckte das Kinn, sodass er, noch besser als bislang, auf ihn herab blicken konnte, aufgrund dessen, dass Zane nun mal saß, während Alice aufrecht stand.
"Sir Alistair Benjamin Vergil Blackwood, Earl of Dover. Sehr erfreut. ... aber bleiben wir einfach bei Alice, okay?"
Die dummen Amis konnten damit doch eh nichts anfangen, er erwartete nicht einmal, dass Zane mit dieser Vorstellung was anzufangen wusste aber daran war er, inzwischen, gewohnt, so bitter dies auch sein mochte, für den blaublütigen Schönling mit den dunklen Augen. "Meine Mutter entstammte dem irischen Königshaus, sofern Irland, damals, noch eine Monarchie gehabt hätte. Ich bin also in der Nähe von Dover aufgewachsen, auf unserem Anwesen, zog aber, wenige Jahre, wo dem Vorfall, der mich hier festhält, nach London."
Er musterte Zane ein wenig, wenn er ihn so ansah, war er nicht sicher, wollte er ihm die Kehle aufschlitzen oder ihm die Klamotten vom Leib reißen, der irische Köter, war ein Streuner, jedoch ...Ire, also brachte ihm das definitiv Pluspunkte bei Alice, der die Amerikaner so verabscheute. Er wollte so sehr zurück in seine Heimat, wäre er nicht so faul, verwöhnt und hier so gut aufgestellt, wäre er zumindest nach Kanada oder Alaska rauf gewandert.
Aber gut, womöglich verstand Zane dieses Bedürfnis sogar, also wegen dem Heimweh, auch wenn Alice, gewiss nichts dagegen hatte, wenn dieser ihm an die Wäsche wollte.
"Wie steht es mit dir, gebürtiger, waschechter Ire oder .. Einwandererfamilie?"
Richtete er die Frage zurück an Zane, nahm seinen eigenen Cocktail zur Hand, sowie die Schüssel mit Snacks, ehe er einen, weitaus strengeren Blick, zu seinen Angestellten warf. "Sofern die Bar nicht in Flammen steht oder Scorpion herkommt, behelligt mich nicht, ich habe geschäftliches zu besprechen." Die beiden Kellnerinnen, sowie der Barkeeper auf Probe, nickten brav, so wie es sich gehörte und ja, Alice war ein strenger Chef, der zuckersüß sein kann, doch wehe man spurte nicht, dann war er weit weniger charmant.
"Wollen wir? Folge mir bitte~."
Wandte er sich an Zane, dem er, anders als seinen Angestellten, zuckersüß beinahe schon, entgegen lächelte und sich hinter dem Tresen hervorbewegte, sowie vorauslief, immerhin kannte sich der Ire nicht aus, demnach lag es auf der Hand, dass Alice vorausging, um diesen in den VIP-Bereich zu führen, welchen der Brite, liebend gern, bei Gelegenheit, weiter ausbauen wollte. Selbstverständlich lief er auch jetzt wie ein Supermodel über den Catwalk, es hätte wohl früher niemanden gewundert, wenn er auf den Modenschauen, die er sehr gern besuchte, mitunter auch mit Alex gemeinsam, selbst auf dem Laufsteg herumstolziert wäre aber als Politiker mit Adelstitel, hatte er es natürlich nicht nötig. Man mag sich wundern, doch Alice war lieber hinter der Kamera, die Fotografie war eines der wenigen Hobbys gewesen, dass er leidenschaftlich gern betrieb und vor allem mit seinem Liebhaber auslebte, denn Alex war sehr fotogen, sowie ebenfalls experimentierfreudig, sie hatten beide eine sehr wilde, intensive Zeit miteinander. Tatsächlich besaß der Brite, in seiner hiesigen Wohnung, im Zoo, eine alte Polaroidkamera, zwar kein Vergleich zu einer Richtigen aber auch damit ließ sich Spaß haben.
Alice schob den schweren Vorhang, aus schwarzem Samt, zur Seite und ließ Zane den Vortritt. Natürlich, wie zu erwarten, war nicht nur das Interieur der Bar edel, stilvoll und luxuriös, im Rahmen der Möglichkeiten, dies galt selbstverständlich erst Recht für den VIP-Bereich. Der Raum war nicht zu groß, nicht zu klein, erstrahlte zudem, nachdem er den Lichtschalter betätigt hatte, in einem neonfarbenen Lichtspiel. Es gab eine kleine Bühne in der rechten, hinteren Ecke und diese war auch mit einer Stange, für den Pole Dance, ausgestattet, wie man es in einem Stripclub erwarten würde, das halbrunde, schwarze Ledersofa, das dieser zugewandt ist, war sogar noch in sehr gutem Zustand. Alice war eben sehr wählerisch, penibel, auf dem niedrigen Tisch davor, auf den er sich zubewegte, stellte er die Schüssel mit Knabbereien ab, nahm einen Schluck und drehte sich, schelmisch grinsend zu Zane, ehe er die Arme ausbreitete.
"Willkommen, in meinem Reich~."
Wie war das noch gleich mit dem Prinzen aus der Hölle und dem apokalyptischen Nachtclub?
"Wie wäre es mit ein bisschen Musik, irgendwelche ...speziellen Wünsche~?" Wollte er wissen, da sie Strom hatten, sowie die Bar selbst auch eine wichtige Einnahmequelle war, dazu dienlich, die Gemüter, der Kolonie-Bewohner zu erfreuen, gab es auch vorn eine Jukebox, die nicht durchgehend lief und meist Abends erst ans Stromnetz angeschlossen wurde, wenn Full House war. Für den VIP-Bereich, genügte natürlich eine kleine aber feine Musikanlage, die noch seltener in Betrieb genommen wurde, kein Wunder, die Einzigen, die wirklich in diesem Bereich verkehrten waren Scorpion oder eben Alice selbst.
Der noch einen Schluck trank, sich die fruchtig süßen Lippen, dank des Cocktails, leckte und diesen auf dem Tisch abstellte, bevor er, einer geschmeidigen Raubkatze gleich kommend, direkt auf Zane zuging, vor dem er erst stehen blieb, als er bereits zu nah war, natürlich Absicht.
Seine Lippen umspielte ein verspieltes, zugleich arrogantes Lächeln als er ihm in die Augen blickte.
"Also Sweetheart, ... du hast nun einen kleinen Einblick darauf erhascht, was ich~ zu bieten habe aber viel wichtiger ist die Frage.."
Er hob die Hände, legte sie an den, erstaunlich sauberen, knitterfreien, Stoff, der Zanes Brust bedeckte und fuhr mit leichtem Druck, die Fingernägel etwas hineingrabend in das feine Material, langsam diese hinab. "... was, hast du~ mir zu bieten?"
Denn anders als Zane, hatte Alice, gefühlt, alles und dessen war er sich bewusst, es waren immer, seit er klein war, die Anderen, die von ihm etwas wollten, ein paar Krümel, von dem Kuchen, den er besaß, weil er reich war, ist, Einfluss hat und so verflucht schön, dass man wirklich meinen könnte, er habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Wobei, manch einer würde wohl Alice selbst, für den Teufel halten, mit dem Gesicht eines Engels.

@Zane Silberman


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#35

RE: Bar

in Nomadenbereich 05.03.2020 23:30
von Zane Silberman | 128 Beiträge

Wen hatte die neue Welt schon zu einem besseren Menschen gemacht? Er kannte niemanden. Und da war er selbst keine Ausnahme. Etwas verschlagen war er schon immer gewesen bei seinen Geschäften, doch damals hatten die Waren zumindest noch einen halbwegs sinnvollen Nutzen. Anders als ein paar der Dinge die er heute verkaufte. Natürlich nicht nur, denn sonst könnte er nicht überleben. Aber er wurde moralisch flexibler, wie die Zeiten es nun mal verlangten. Dennoch war er nicht durch und durch ein Arsch. Konnte ja sogar ein ziemlich charmanter Gentleman sein, was wohl einfach an seiner Herkunft lag und seinem Kleidungsstil. Aber für Anstand und Ehre war leider dennoch nicht mehr viel Platz heutzutage.
Natürlich käme Zane niemals auf die Idee, dass Alice beim Militär gewesen war. Er sah einfach aus wie jemand, der sich unter keinen Umständen selbst die Hände schmutzig machen würde. Also wie war es möglich, dass er beim Militär im Dreck rum gekrochen war, sich von billigen Konserven ernährte, die er auf einem Campingkocher erwärmt hatte und sich dem Kommando eines Vorgesetzten gebeugt hatte. Denn Alice wirkte nicht wie jemand, der gerne Befehle entgegen nahm, sondern wie jemand, der gerne Befehle erteilte. und darin schien er ziemlich gut zu sein. Man konnte ja förmlich riechen wie die Angestellten hier in der Bar ihn fürchteten. Weshalb Zane umso neugieriger war, was sich tatsächlich hinter diesem charmant, scheinheiligen Lächeln verbarg, das stets auf Alice Lippen lag. Immerhin konnte man seinen Chef durchaus respektieren aber diese Ehrfurcht die hier herrschte? es machte ihn stutzig. weshalb er gern etwas mehr über Alice in Erfahrung bringen wollte, bevor er Geschäfte mit ihm machte. Das auch er nicht als skrupelloser Sklaventreiber geboren wurde lag auf der Hand. Sie alle hatten ihre Vorgeschichte und nur weil man reich geboren wurde, war das noch lange kein Garant dafür, dass man auch ein glückliches und erfülltes Leben führte.
Er kannte früher viele reiche Leute, die sich zwar alles kaufen konnten was sie wollten, dafür innerlich völlig leer waren. Zane hingegen kam nicht wirklich aus einer reichen Familie. Sie waren Normalverdiener, er war es der irgendwann begann die Brötchen nach Hause zu bringen aufgrund seines Talents. Und er gewöhnte sich sehr schnell an diesen gehobenen Lebensstil. Allerdings war es etwas anderes Vermögen zu machen als damit aufzuwachsen. Denn Zane wusste das Geld das er verdiente durchaus zu schätzen und erinnerte sich an die Zeiten als es noch anders war. Aber jemand wie Alice? der konnte sich wohl nicht mal im Traum vorstellen wie es war mittellos zu sein oder zur gewöhnlichen Mittelschicht zu gehören. Denn selbst hier, in einer Welt voll Zombies, war es ihm irgendwie gelungen sich Rang und Namen zu machen. Weshalb mit Sicherheit mehr hinter ihm steckte als irgendein Adelstitel und ein schönes Gesicht. Aber was war das? das galt es für Zane herauszufinden.
Um seinen Lebensstil hier würde er ihn aber definitiv beneiden. Denn wenn man einmal Luxus gerochen hatte, dann war es wahrlich schwer plötzlich auf der Straße zu leben und dennoch zu versuchen sich das Straßenleben nicht ansehen zu lassen. Es war auslaugen und anstrengend auf Dauer. Jedoch hatte er kaum eine andere Option. Alleine gelänge es ihm womöglich sich hier irgendwie einen Platz zu erschleichen. Aber mit seinem Bruder?? Niemand würde ihn aufnehmen, weil er wirkte wie ein völlig Irrer. Man würde ihn an einem Ort wie dem Zoo wohl bloß an die Beißer verfüttern oder ihn des Spaßes halber der Sonne aussetzen, um zu sehen wie er durchdrehte und daran zu Grunde ging. Nein. sein Bruder durfte mit alledem hier nicht in Verbindung gebracht werden, weshalb Zane seine Existenz auch vor jedem geheim hielt. Denn sie war ein Schwachpunkt und Schwachpunkte durfte man in dieser Welt nicht haben.
Auch wenn Alkohol die Schwachpunkte der Menschen erst zu Tage brachte. Vor allem aber waren Alice’ Cocktails genauso hinterhältig wie der verruchte Barkeeper selbst. Wirkten von außen einfach nur umwerfend schön und harmlos und schmeckten auch genauso, da der starke Alkohol der darin verborgen war, sich nur schleichend bemerkbar machen würde. ohne das man ihn herausschmeckte. im Grunde war also auch Alice einfach nur ein richtig leckerer und gefährlicher Cocktail, der einem am nächsten Tag mit Sicherheit Kopfschmerzen bereiten konnte.
„mit hart~ komme ich zurecht.. schnell hingegen kann ich dir leider nicht bieten“
meinte er mit einem vielsagenden Schmunzeln und zwinkerte Alice nun sogar zu. und das obwohl er noch nicht mal was getrunken hatte. Aber dieser Kerl schien wie die Wolllust auf zwei Beinen zu sein, kein Wunder, dass er auch bei anderen ihre sündigen Gedanken zu Tage förderte.
Wow Eiswürfel.. da kam es ihm glatt in den Sinn, diese bei Alice noch zu ganz anderen Zwecken zu verwenden. Aber sie zeugten definitiv von purem Luxus. Wie viel kostete ein Cocktail in dieser Bar noch gleich?
„Die habe ich~“
Er als Nomade hatte immerhin keinen vollen Terminkalender. Und auch sein Laden war nicht an bestimmte Öffnungszeiten gebunden. So funktionierte sein Business nicht, er war vieleher ein aufsuchender Händler, der sich seine Kunden selbst aussuchte. Um wen er einen Bogen machen musste, war ihm meist glasklar.
„Sind wir das in Wahrheit nicht alle?“
Konterte Zane ausweichend auf Alice Frage. Natürlich war er auf der Flucht. Vor den Beißern, so wie jeder Mensch hier auf diesem Planeten. Allerdings ging er nicht näher auf dessen Frage ein, da es ihn schlichtweg nichts anging was Zane privat trieb oder weshalb er von einem Ort zum nächsten zog.
Aber natürlich bemerkte Zane sogleich, dass es bei Alice nicht einfach werden würde ihn um den Finger zu wickeln. normalerweise hatte Zane stets die Oberhand in Gesprächen. Aber gerade eben fühlte er sich so, als würde Alice mit seinen dunklen Augen jede schützende Stoffschicht von Zanes Klamotten entfernen, um direkt unter die Fassade zu blicken und ihn auseinanderzunehmen. Etwas das er nicht zulassen konnte und würde. Weshalb er sich auch von seinem Flirtversuch nicht aus dem Konzept bringen ließ. Trotzdem folgte er ihm bereitwillig in den VIP-Bereich. selbst wenn dieses Geschäft nichts werden würde, so hatte es sich schon alleine für den Service und das Ambiente hier gelohnt.
„Ein Earl also. Und Ihr seid sicher, dass ein schlichtes ‚Alice‘ Euren Ansprüchen gerecht wird Euer Gnaden~?“
Gab Zane etwas amüsiert von sich. Er hielt nicht wahnsinnig viel von den britischen Adelsfamilien, da er selbst nicht als Adeliger aufgewachsen war. Für ihn war das eher Show, eine Farce und nichts weiter. Weshalb er das Ganze nicht so ernst nahm, Alice hoffentlich auch nicht. Denn den Sarkasmus in seiner Stimme konnte man durchaus heraus hören.
„Du bist also nicht nur Brite sondern auch halber Ire? Dann teilen wir ja bereits die halben Wurzeln..“
denn Zane war auch nicht durch und durch Ire. aber es machte Alice einfach etwas sympathischer zu wissen, dass er ein halber Ire war. und nicht nur ein schnöseliger Royal. Die Iren waren nämlich einfach wesentlich cooler, zumindest hatte Zane es immer so empfunden früher. Die Briten waren viel verbohrter als die Iren.
Aus Alice Mund klang das Wort ‚Einwandererfamilie‘ so abwertend. Traf auf Zane aber ohnehin nicht zu, da er gebürtiger Ire war.
„Geboren und aufgewachsen im Südosten Irlands, Waterford um genauer zu sein. Statt einem Silberlöffel, hatte ich jedoch eine Mistgabel in der Hand. Meine Eltern waren nicht sonderlich vermögend. Naja.. bis ich sie dazu gemacht habe“
Denn er wollte raus aus dem Kaff in dem er gelebt hatte, die Welt bereisen, etwas entdecken, erfolgreich sein. Und nicht wie seine Eltern versauern an ein und dem selben Ort ein Leben lang. Etwas das er nun bereute, denn nun würde er seine Eltern nie mehr wieder sehen und befand sich in einem, immer noch fremden Land für ihn.
„Meine Mutter hingegen stammt aus Deutschland, Berlin. Lebte jedoch bereits in Irland noch bevor ich geboren wurde“
Zane musste also nicht umziehen als er noch klein war, sondern war direkt in Irland geboren. Kannte das Land seiner Mutter aber natürlich dennoch. Schließlich sprach er auch fließend Deutsch, da seine Eltern ihn zweisprachig erzogen hatten. Vielleicht hätte er nach Deutschland gehen sollen statt nach Amerika. Nur irgendwie hatte die Mentalität der Deutschen nicht wirklich angesprochen.
Er folgte Alice nun sogleich mit seinem Cocktail in den VIP Bereich wo er sich etwas umsah. Wirklich beeindruckend was sie hier geschaffen hatten.
„In dieser Bar könnte man glatt vergessen, dass draußen die Untoten auf Erden wandeln…“
es war wie eine andere Welt. alles hier wirkte so, als wäre die Welt da draußen noch in Ordnung und als hätte man nur einen ätzenden Traum gehabt. Die Einrichtung war wirklich wahnsinnig exquisit und schön. Viel konnte dieser Bereich nicht genutzt werden, sonst sähe er vollkommen anders aus. schien also so, als könnten nur die Wenigstens bis niemand es sich leisten dieses Separée zu betreten.
„Ein Musikwunsch?“
Wow, also er erinnerte sich nicht mehr daran wann er das letzte Mal einen Musikwunsch geäußert hatte. das war wirklich ein bisschen skurril. hatten sie hier wirklich Zugriff auf MP3 Dateien oder dergleichen??
„also wenn ich tatsächlich frei wählen darf, wie wäre es mit etwas irischem Flair von Flogging Molly? Devils Dancefloor~“
Das lud zwar eher zum Tanzen ein als zum Geschäfte machen. Aber andererseits lud es auf jeden Fall zum Trinken ein. Und der Musiktitel passte nun mal ganz wunderbar zu dem Eindruck den Alice erneut auf ihn erweckte. Der König der Hölle mit seinem teuflischen Dancefloor. und es wäre echt toll mal wieder etwas irische Musik zu hören. Generell war Musik etwas das der gepflegte Ire wirklich sehr vermisste.
Zane prostete Alice nun natürlich auch zu ehe er nun endlich an seinem Cocktail nippte und sogleich erfreut die Lippen spitzte.
„du hast mir nicht zu viel versprochen~ hat dieser Cocktail einen Namen?“
Wie ‚das Tor zur Hölle‘ oder so? in das Alice einen zog wenn man zu viele davon intus hatte? Wieso nur bekam er diese Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Dabei war er gar nicht abergläubisch oder generell gläubig. Aber Alice Ausstrahlung war einfach alarmierend und doch konnte man den Blick nicht von ihm los reißen obwohl innerlich alles in einem schrie ‚lauf‘.
Erst recht als Alice ihm plötzlich so nahe kam und die Hände an seine Brust legte. Wo er unweigerlich in seine fast schwarz wirkenden, vereinnahmenden, dunklen Augen blickte..
Dennoch versuchte er sich weiterhin auf das Geschäftliche zu konzentrieren und sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
„Ich bin in den letzten Jahren viel und weit gereist, weshalb ich dir exquisite Spirituosen von nah und fern bieten kann. Genau wie auch andere, außergewöhnliche und seltene Gebrauchsgegenstände die ich gut versteckt in meinem Warenlager aufbewahre. Mein rollender Laden dient lediglich dem Tagesgeschäft. Aber dir.. würde ich bei einem guten Angebot womöglich die ganze Pracht~ meiner Schätze offenbaren“
War es diesmal Zane der Alice ein bisschen anflirtete und sich auf die süß schmeckende Unterlippe biss. Denn seine Pracht würde er ihm gerne auch auf ganz andere Art und Weise offenbaren.
„wenn du etwas Zeit erübrigen kannst, dann gebe ich dir eine ganz intime und private Führung durch mein kleines Silo~“

@Alistair Blackwood



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#36

RE: Bar

in Nomadenbereich 06.03.2020 18:02
von Alistair Blackwood (gelöscht)
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Alice war anpassungsfähig, natürlich nahm er ungern Befehle an, doch es kam stets darauf an, wer es versuchte, ihn herumzukommandieren und in welchem Kontext, dies geschah, denn wenn es um körperliche Freuden ging, ausgiebigen .. Kontaktsport, war der schöne Brite von Adel, nicht zwingend jemand, der den Ton angab. Dahingehend war er sehr flexibel, nicht nur moralisch, sondern auch in anderer Hinsicht, da er nicht festgefahren war, wie manch Anderer in seiner Rolle, die er in intimeren Belangen einnahm, dadurch hatte Alice auch mehr Abwechslung, Möglichkeiten, mehr Spaß. Es ließ sich aber nicht leugnen, dass der Brite, den Großteil seines Lebens, das letzte Wort hatte und seine Position, schamlos, zu seinem Vorteil nutzte, schließlich brauchte er nur schnippen, damit er bekam, was er will. Musste er sich doch mal mehr ins Zeug legen, nun ja, dann spielte er selten fair aber es hieß nicht umsonst, im Krieg und in der Liebe, ist alles erlaubt! Und Alice, war sein Leben lang im Krieg. In erster Linie mit seinen Eltern, die hoffentlich, in Dover, elendig verreckt sind vor Jahren, oh er gönnte ihn keinen gnädigen Tod, nicht mal ansatzweise aber das tat nichts zur Sache, sein geliebtes England, war unerreichbar.
Zane teilte dahingehend wohl das Leid, des gestrandet seins, auf diesem verdammten Kontinent, umgeben von ungehobelten, dreckigen Cowboys, die das Maul nicht auf bekamen und seine Muttersprache, so verunglimpft hatten, im Laufe der Geschichte. Da war ihm der Ire, doch viel lieber, der zudem auch noch, was fürs Auge ist und trotz seines Lebens, als Nomade, sehr viel Wert auf sein Äußeres legte. Fand der Brite gut, schließlich ist die Apokalypse, in seinen Augen, keine Ausrede dafür, sich gehen zu lassen und nur zu waschen, wenn es regnete!
Bei seinen Worten biss Alice sich verspielt auf die Unterlippe, versuchte sich nicht das Grinsen, dass süffisanter kaum sein könnte, ja nicht einmal zu verkneifen, während seine dunklen Augen, erneut, über Zane wanderten, soweit es eben seine sitzende Position, als auch der Tresen, der zwischen ihnen war, es zuließ. Klang doch vielversprechend, dass der Ire sich ausgiebig Zeit nahm .... beim Verhandeln, versteht sich und sicherlich auch anderen Dingen, wo Alice, das ein oder andere, durchaus in den Sinn käme, was er mit dem irischen Bastard alles anstellen könnte oder gar mit sich machen ließe. Der schöne Brite war kein Kind von Traurigkeit, sein Gegenüber wohl ebenso wenig, er wusste manchmal selbst nicht, ob es im Laufe der Zeit ein zwanghaftes Verhalten, seinerseits, war oder schlichtweg in seinem Blut lag. Aber ja, es ließ sich wohl nicht leugnen, das der schöne Earl aus England, mit seinem exzessiven Lebensstil, seinen unzähligen Affären und One-Night-Stands, etwas kompensierte, was er, damals wie auch heute, nicht mit Geld kaufen kann. Allerdings war davon abzuraten, ihm das ins Gesicht zu sagen, Alexis tat es einmal und bekam eine, sehr unschöne, Seite des Adligen zu sehen. So unschuldig er aussehen mag, Alice war pures Gift, hinterhältig und manipulativ, wenn der hübsche Ire nicht aufpasste, landete er wirklich noch im Fegefeuer.
Der mit einer Gegenfrage auswich, woraufhin Alice, ihm fast noch eindringlicher, in die hellen Augen sah, sowie einen schnalzenden Laut von sich gab, gut fürs Erste ließ er das mal so stehen, immerhin sagte dies bereits genug aus, aus seiner Sicht und es wäre zudem langweilig, Zane, direkt zu Beginn, förmlich zu zerlegen, sofern er es zuließ. Was nicht ganz der Fall zu sein schien, aber das machte es, für Alice, nur noch reizvoller um ehrlich zu sein.
Dessen Bemerkung, den Briten kurz innehalten und über die linke Schulter, hinter zu Zane, blicken ließ, dem er doch recht scharfzüngig, gar bissig entgegnete...
"Für dich irischen Bastard, heißt das immer noch Mylord~."
Wollte er mal klarstellen, obwohl schon die Art und Weise, wie er es sagte, mehr noch, Zane dabei ansah, verdeutlichte, dass er ihm solch Aussagen nicht so übel nahm, wie er es früher wohl getan hätte aber leider hatte er, hier in Amerika, nicht mehr ein riesiges Anwesen zur Verfügung. Nun ja, in Anbetracht der Umstände, hatte sich der schöne Brite aber sehr wohl Luxus, Wohlstand, angeeignet, der für ihn ebenso wichtig war, wie die Luft zum Atmen, denn nur, weil er gelernt hatte, draußen zu überleben, als Soldat durch den Dreck zu kriechen, hieß das nicht, dass er es gerne tat. Im Gegenteil. "Korrekt, wie du siehst, vereine ich nur das Beste vom Besten hier drin." Dabei deutete er mit beiden Händen an seinem Körper auf und ab, als preise er, das kostbarste Kunstwerk an, dass die Welt jemals gesehen hat, was ja nicht ganz falsch ist, denn er war lebende Kunst, so unnatürlich schön wie Alice ist. Seine irischen Wurzeln mochte er zudem, er hatte kein so zwiespältiges Verhältnis zu den Iren, wie sein Vater, obschon der eine Frau, des irischen alten Adels, geheiratet hatte aber es lag wohl auf der Hand, dass diese Ehe arrangiert gewesen war, von dessen eigenen Eltern. Schließlich suchte sein Vater, die Braut aus, welche Alice hatte heiraten sollen.
Dinge mit denen sich Zane wohl nicht hatte rumschlagen müssen, dem Alice, sehr genau, zuhörte und einige seiner Vermutungen bereits bestätigt bekam, natürlich war dessen Kleidung mehr Schein als Sein, mehr oder weniger.
Er entstammte der gewöhnlichen Mittelschicht, sein Vater wäre schon pikiert darüber, dass Alice überhaupt dieselbe Luft atmete, wie der irische Köter aber der hübsche Earl, mit dem teuflisch guten Aussehen, war da bei weitem toleranter, wenngleich er, selbstverständlich, auch von Oben auf alle Anderen herab blickte.
Jedoch waren seine Affären, überwiegend, sehr bodenständige, normale Leute gewesen, die auf ganz andere Art und Weise, für Alice, aufregend, interessant waren. Der Adel war, nun ja, er bot bei weitem kein so großes, vielfältiges Buffet, wie man vielleicht denkt, zumal Alice wohl mit der Hälfte davon, über tausende Ecken und Heiraten, verwandt war.
Dass er zudem homosexuell ist, machte es nicht leichter, auch wenn er seinen Eltern, glaubhaft, vorgegaukelt hatte, dass die Zeit im Umerziehungslager, hier in Amerika, in das er mit 17 gesteckt wurde, ihn von dieser, abscheulichen, Krankheit geheilt hätte. Seit dem führte er ein Doppelleben und hier in der Apokalypse? Nun ja, das einzig Gute daran war, für ihn, dass er endlich offen seine Neigung ausleben konnte, kein Geheimnis mehr draus machen musste, dass er Männer begehrte und nicht mal ein Beuteschema besaß, er schlief ebenso gerne mit älteren, dominanten Männern, wie auch jüngeren, unerfahrenen Sahneschnitten oder, wie im Fall von Alexis, jemandem, der ihm ähnlich war aber zugleich sich so stark von ihm unterschied.
Alice und Alexis waren gleichgroß, gut, ein Zentimeter war Alex größer, dennoch hatten sie einen ähnlichen Körperbau, sie tauschten früher einfach Kleidung, teilten viele Interessen, waren experimentierfreudig, wild, verspielt und unter anderen Umständen, wären sie beide ein traumhaftes Paar gewesen.
Während Alexis, irgendwann, eine Art Hass-Liebe entwickelte, für den adligen Politiker, empfand Alice ...nichts.
Er konnte Alex nicht lieben aber ebenso wenig gehen lassen, es war halt kompliziert, was sich auch nach zehn Jahren, kein Stück, gebessert hatte, wie es schien.
Doch für den Augenblick, lag sein Fokus, einzig und allein, auf dem Iren, in dessen Genpool aber noch etwas Anderes mitgemischt hatte, etwas Deutsches, da horchte Alice durchaus auf. "Sprichst du Deutsch?" Fragte er nach, natürlich musste Alice mindestens eine Fremdsprache lernen, er wuchs ebenfalls zweisprachig auf, wie man sich denken kann, aber dazu lernte er, im Laufe der Jahre auch noch Französisch, Deutsch, Russisch, sowie ein wenig Italienisch, allerdings nur das Gröbste, um sich verständigen zu können.
"Genau das ist Sinn und Zweck meiner geliebten Spiderlily~."
So der Name seiner Bar, welche er mit viel Mühe und Geduld, zu dem schicken Hort der Erholung machte, wo du mit Stil deine Drinks genießen, abschalten und dich der gebotenen Show hingeben kannst, sei es in Form von Musik, da Alice Sänger suchte, sowie anstellte oder mit Tänzern, wobei er derzeit noch nichts Festes geplant hatte. Derzeit war er noch damit beschäftigt die Spreu vom Weizen zu trennen, denn eine Stelle in der Bar wollten viele ergattern, allen voran in den kalten Monaten aber nur, weil man die Hüften schwingen kann, macht das noch keinen guten Tänzer aus einem!
"Hier lasse ich die Leute vergessen, was da draußen geschehen ist, .. in meiner Bar erfülle ich dir~ fast jeden deiner Wünsche." Sagte er vielversprechend, zwinkerte dem Iren dabei zu und ließ ihn sich, in Ruhe erst mal, umschauen.
Zane wirkte durchaus wie ein Mann, der dem Luxus nicht abgeneigt war, kein Stück, also was würde es brauchen, bis er ihn fest am Haken hatte? Soll er ihm seine große Wohnung zeigen? Das schicke Bad, welches mit Dusche und einer Badewanne ausgestattet ist? Das geräumige Wohnzimmer, mit den Ledersesseln, dem großen, bequemen Sofa und flauschigen Teppich, während an den Wänden, ein paar kostbare dekorative Schmuckstücke hingen?
Mit Sicherheit könnte Zane sich im Zoo ein gutes Plätzchen ergattern, sofern er etwas zu bieten hat, dass im Wächterbereich mehr von Wert war, als bei den Arbeitern, denn wie ein Wachhund, sah er nicht aus.
Im Moment sah Alice ihn tatsächlich auch mehr im Arbeiterbereich, Zane war groß, stattlich, konnte mit Sicherheit gut anpacken aber als Nomade wurde er, durch die hiesigen Regeln, tatsächlich davor geschützt, ihn einfach K.O. zu schlagen und auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen. Nicht das Alice dies in Betracht zog, warum auch?
Solange Zane sich benahm, sowie an die Regeln hielt, die des Zoos aber mehr noch, jene, die hier in der Bar galten, hatte er nichts zu befürchten.
Dem er zunickte, ja, er durfte einen Musikwunsch äußern, während Alice sich zu der kleinen Musikanlage begab, an die ein alter, kleiner MP3-Player angeschlossen war, ein Plattenspieler gab es auch, der auf der Anlage stand, der Brite scrollte sich etwas durch die unzähligen Titel bis er fündig wurde, sowie auf Play drückte. Ja, in der Tat lud bereits der Anfang zum Tanzen ein, statt zum entspannten zurücklehnen auf dem gemütlichen, großen Ledersofa. Schmunzelnd wandte er sich wieder dem Iren zu, dem nun sicherlich das rebellische Herz aufging, bei diesen Klängen, die aus den Boxen drangen und den Raum mit Musik, aus dessen Heimat, füllte. Alice feierte früher gerne auch in Pubs, vor allem wenn er in Irland war, seinen kleinen Cousin besuchte oder geschäftlich, als auch privat dort verweilte, tanzte er nicht selten auf dem Tresen, wenn dass Guinness in Strömen floss und die Stimmung hochkochte. Er war ein Partylöwe gewesen und wohl heute noch immer recht wild, sein Gesicht war nicht das Einzige, was jung geblieben ist, dass er tatsächlich auf die vierzig zuging, glaubte man ihm vermutlich nicht. "Selbstverständlich hat er das..." Zane wollte wissen, was genau er da gerade trank? Das verriet Alice ihm liebend gerne, nur nicht sofort oder quer durch den Raum sprechend, daher ließ er ihn einen Moment warten, bis er so dicht vor dem Iren stand, dass er es ihm, regelrecht gegen die Lippen flüsterte, auf verboten verführerische Art und Weise. "...was du da trinkst, ist eine der Seven Deadly Sins~ und in deinem Fall ..Gula, die Völlerei."
Er hätte ihm auch Superbia, den Hochmut oder Luxuria, die Wolllust, mixen können aber hier und heute, fand er die Völlerei ganz passend. "Wer weiß, vielleicht kreiere ich dir, irgendwann, einen ganz eigenen Cocktail, ...den passenden Namen hätte ich sogar schon im Sinn." Ihm machte das wahrlich Spaß, was er nicht alles schon für gewagte Cocktails gemixt hatte, früher hatte er natürlich mehr Auswahl an Zutaten parat, sowie auch die, ein oder andere, weniger legale, Substanz darin verwendet. Oh ja, Alice war wahrlich kein braver Musterschüler gewesen, ebenso wenig ein gutes Vorbild, für seinen irischen Cousin Ivar, den er, als jener noch Minderjährig war, mitnahm und durch die angesagtesten Clubs zog. Schließlich kam Alice überall rein.
Ob Zane wissen wollte, welcher Name, eventuell, ein Cocktail bekäme, welchen Alice, einzig für ihn kreieren würde?
Mit Sicherheit, daher neigte er den Kopf ein wenig zur Seite, reckte den Hals und streifte beinahe, mit den Lippen, seinen Wangenknochen, als er sich dessen Ohr annäherte, in das er verrucht hinein raunte. "Ich schwanke noch, zwischen ... Irish Bastard und .... Kiss me, i'm irish~."
Letzteres war vielleicht etwas länger aber er mochte es, zumal es so schnell missverstanden werden konnte, was wiederum, ein wenig zumindest, die verspielten Züge von Alice widerspiegelte, obschon die Art Spiele, die er anfing, mitunter auch sehr gefährlich sein konnten aber für den Moment, war Zane sicher. Naja, fast, immerhin trat er in Verhandlung mit einem schönen Teufel, der hier, in vielerlei Hinsicht, Heimvorteil genoss. Nicht lange verweilte er so nah bei ihm, sondern nahm, einen halben Schritt zurück, Abstand von dem Iren und ließ den Blick zu dessen Hand wandern, in der dieser, den Cocktail hielt, den Alice, frech wie er ist, einfach abnahm, an seine Lippen führte, sowie sich einen Schluck davon genehmigte, dabei blickten seine dunklen Augen herausfordernd, zu Zane. Er musste sich doch vergewissern, dass er Zane, was Gutes serviert hatte und gab ihm, nach dem einen Schluck, das Glas wieder zurück, während der Eiswürfel in seinem Mund, langsam schmolz, den er sich stibitzt hatte.
Natürlich war er ganz Ohr, schob den Eiswürfel, mit der Zunge, zwischen denen Lippen hervor und nahm ihn in die Finger, ehe er sich damit den Hals entlang fuhr, da es doch recht warm war, ebenso wandte er sich von Zane ab, dessen Worte durchaus vielversprechend klangen. "Schade, dass du keine Kostprobe mit gebracht hast, von welcher Art Spirituosen reden wir hier? Billigen Fusel, der verweichlichten Amis, kriege ich zu Hauf."
An seine Krawatte gefasst, lockerte er erst den Knoten dieser, löste ihn dann aber ganz, seine Hüften bewegten sich ganz von selbst zum Rhythmus der Musik, ebenso verschwand der Eiswürfel, wieder frech grinsend, zwischen seinen Lippen, nachdem er sich Zane erneut zugewandt hatte. "Hast du Kumquat-Likör? Absinth? Vermouth? Guinness? Richtigen schottischen Whiskey? Cider? Met?"
Hakte der schöne Brite, der genüsslich den Eiswürfel lutschte, sehr gezielt nach, wenn Zane schon keine Kostprobe dabei hatte, dann besaß er hoffentlich, einen kleinen, Überblick was seine Vorräte betraf, sodass er wenigstens etwas nennen kann, was nicht zum Standard-Repertoire jeder Bar zählte. Denn an den Kram, kam Alice ohne Probleme, durch den Markt. Er wäre ja schon über richtiges Bier glücklich, nicht die Plörre, welche die Amerikaner als solche betitelten, gerade als Ire, mit deutschen Wurzeln, sollte Zane dahingehend, eventuell, sogar ein paar kleine Schätze besitzen. Aber auch Dinge wie Sake, Ouzo, Tequila, waren durchaus von Wert und mehr noch großem Interesse für Alice. Der Schönling weiß eben was er will.
"Du hast also ein Lager, gut, wäre auch dämlich, wenn du alles mit dir rumschleppen würdest."
Sie hatten hier im Zoo auch einen Dieb, den er echt gerne als Tänzer hätte, doch der Kleine bekam schon einen roten Kopf, wenn Alice ihn nur charmant anlächelte, sowie ihm ein Kompliment machte. Es amüsierte ihn, wenngleich er vergeudetes Potenzial darin sah, denn mit Gabe ließe sich gutes Geld verdienen, der ist jung, knackig und hübsch, na gut, irgendwann vielleicht, man soll ja niemals nie sagen.
Seine linke Augenbraue hob sich an, ebenso das Glas, welches er vom Tisch nahm, an seine Lippen führte und einen großen Schluck trank, damit ließ er sich, vorerst, auf dem Sofa nieder, überschlug die Beine und lehnte sich entspannt zurück, den ausgestreckten Arm, legte er auf der Rückenlehne des Sofas ab, ehe er Zane bedeutete ebenfalls Platz nehmen, es sei denn er wollte rumstehen. Wobei, Alice blickte kurz zu der kleinen Bühne mit der Stripperstange, anschließend wieder, mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen, zu dem Iren. Ob der wohl eine gute Figur auf der Bühne machen würde?
Ein bisschen neugierig war er ja schon, was sich unter der schicken Kleidung verbarg.
Das Leben als Nomade verlangte einem viel ab und ohne körperliche Fitness, bist du in dieser Welt, schnell auf die Art gefickt, die keinen Spaß macht oder gar angenehm ist, weil du dann tot bzw. untot bist.
"Sweetheart, ich bin ein viel beschäftigter Mann, .... und wer sagt mir, dass du mich nicht einfach, raus in den, tiefen dunklen, Wald locken willst, ... um mich meiner Unschuld zu berauben?"
Fragte Alice ihn so ruhig, beherrscht und mit gespielter Sorge, während seine schwarzen Augen, den unschuldigen, beinahe schon etwas traurigen, Welpenblick aufgelegt hatten und er sich leicht auf die Unterlippe biss, so als wäre er wahrlich ganz unschuldig, sowie mega hilflos, da draußen im Wald, so ganz allein, mit einem rebellischen Iren. Alice ist eine Diva, die das Schauspiel perfekt zu beherrschen scheint, kein Wunder, er tat sein Leben lang nichts Anderes, als Masken zu tragen.
Er genehmigte sich einen weiteren Schluck, behielt das Cocktailglas in der Hand, neigte den Kopf ein wenig zur Seite im Anschluss und ließ Zane, nicht eine Sekunde, aus den Augen, weil er wahrlich hinter die Fassade schauen wollte.
"Ist das Handelsgeschäft alles, was du zu bieten hast oder besser gesagt, kannst? Noch dazu reist du allein, nicht in einer Karawane, weswegen nicht?" Begann Alice, ganz nebenbei, nun auch ein wenig zu bohren, denn als reisender Händler allein zu sein, brachte Vor- aber auch viele Nachteile mit sich. Natürlich kamen viele Einzelpersonen zum hiesigen Markt, tauschten Waren ein und manch Einer wurde sogar zum Stammgast in der Bar, wiederkehrende Kunden sind immer gerne gesehen, außerdem sind verlässliche Quellen, auf lange Sicht, schwer zu finden.
Das bezog sich nicht nur auf Alkohol, sondern jede Ressource, die man heute wie auch früher, brauchte, selbst wenn manches davon nur Tand war, kaum mehr als eine Erinnerung an die Welt, welche sie verloren haben. "Bist du nur zu Fuß unterwegs? Das würde bedeuten, du bist sehr lang unterwegs, was wiederum hieße, als regelmäßiger Lieferant kämst du nicht infrage, .. ich müsste mich in deinem Fall aus dem Fenster lehnen, sowie darauf bauen, dass du nicht gefressen wirst. Und nehmen wir an, ich begleite dich, zu deinem kleinen Lager, woher will ich wissen, dass du mich nicht umlegen willst oder ... im Gegenzug, ich dich? Nebst den Spirituosen, was wären das für Gegenstände, von denen du sprachst?"
Wieder nahm er einen Schluck, leckte sich lasziv die fruchtig süßen Lippen.

@Zane Silberman


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#37

RE: Bar

in Nomadenbereich 08.03.2020 20:10
von Zane Silberman | 128 Beiträge

Ja, in dieser Hinsicht teilten sie ihr Leid durchaus. Auch wenn die Iren bei weitem kein so schönes Englisch sprachen wie die Briten, so war es dennoch immer noch besser als American English. Die Amis hatten ihn anfangs teilweise nicht mal verstanden, obwohl sie die selbe Sprache sprachen. Er hatte also gar keine andere Wahl als sich etwas anzupassen und auf deren Niveau herab zu lassen, wenn er sie um den Finger wickeln wollte. Und die Amis hatten seinen Akzent stets sehr sexy gefunden wenn er sich bemüht hatte schön und verständlich für sie zu reden. Auch diese Reaktion war Alice wohl nicht unbekannt. Mit ihm zu reden fühlte sich für Zane fast wie ein kleines Stück Heimat an. Selbst wenn sie in anderen Ländern geboren wurden, so hatten sie doch viele Ähnlichkeiten und die Akzente waren ähnlich. Zumal ja auch in Alice ein Teil Irlands steckte. Für ihn klangen Alice Worte also nicht deshalb sexy weil sie so fremd und exotisch wirkten, sondern weil sie ein klein wenig Heimatgefühl in ihm weckten. Das schöner für ihn war als jeder sexy Akzent. Denn Zane liebte seine Heimat und er vermisste sie tagtäglich. Vielleicht hatte er auch deshalb gleich von Beginn an das Gefühl, dass diese Geschäftspartnerschaft von großem Erfolg gekrönt sein könnte. Und er hatte einfach ein Händchen fürs Geschäft und konnte sehr schnell einschätzen, ob jemand seine Mühen wert war oder nicht. und Alice Karten dahingehend standen bislang mehr als gut.
Und es lag Zane wahrlich fern Alice Skrupellosigkeit oder seinen Lebensstil zu hinterfragen. Niemand wurde als intrigantes Miststück geboren, sie alle hatten ihre Gründe weshalb sie zu den Menschen wurden, die sie heute waren. Und das Alice als Earl in einer Gesellschaft aufgewachsen war, in welcher es an Reichtum zwar nicht mangelte aber dafür wohl an jeglicher Art von Geborgenheit und Liebe, war naheliegend. Aber weshalb sollte er ihn darauf ansprechen? er wollte Geschäfte mit ihm machen und nicht seine geschundene und ungeliebte Seele retten.
„oh aber natürlich, bitte verzeiht Mylord~“
gab Zane sarkastisch und etwas amüsiert von sich, da er dieses Getue noch nie ernst genommen hatte. Das Königshaus des vereinigten Königreichs war in seinen Augen nicht mehr als eine Schauspielschule. Alles nur gefaked, nichts davon wirklich echt. Die Königsfamilien hatten lediglich symbolischen Wert für die Länder aber keine wirkliche Bedeutung.
Ja, Zane selbst war in einer sehr bodenständigen Familie aufgewachsen. Hatte aber immer das Gefühl zu Höherem berufen zu sein. Denn er wollte Luxus, Geld, schnelle Autos, auf exquisite Partys gehen.. all das was seine Eltern niemals taten. und auch sein Bruder nicht. Zane fühlte sich gefangen in einem Umfeld, welches sich nicht passend für ihn anfühlte. Weshalb ihm stets klar war, er würde irgendwann aus dieser Vorstadt ausbrechen und das richtige, exklusive Leben kennen lernen. Und das tat er auch. Seine Kleidung war also nur teilweise Schein.. seine Wurzeln waren vielleicht nicht adelig, sein Lebensstil hingegen durchaus der Oberschicht angehörig. denn anbrennen hatte Zane in seinem Leben nichts. Und das war eine Welt, in welcher er sich wesentlich wohler fühlte. Nur anders als Alice, hatte Zane für seinen damaligen Reichtum wirklich hart arbeiten müssen. Er wurde nicht mit einem Silberlöffel im Mund geboren, er hatte diesen selbst aus eigener Kraft geschmiedet.
Ja, natürlich spreche ich Deutsch. Fließend. Meine Eltern haben mich zweisprachig erzogen“
Etwas wovon er stets profitiert hatte. Denn viele Fremdsprachen zu beherrschen war stets von großem Nutzen. Auch wenn die Deutschen rund um den Globus nicht wirklich beliebt waren, so gab es dennoch genügend Orte wo er mit seinem Wissen hatte glänzen können.
Oh dieser Ort war wirklich teuflisch. Genau wie Alice vielversprechende Worte. Er war überzeugt davon, die teuflische Schönheit konnte den Leuten hier mit nur wenigen Worten all ihre verdorbenen Fantasien, Begierden und Wünsche entlocken. und sie wahrscheinlich auch noch befriedigen. Es war ein Ort an dem man vorsichtig sein musste, denn er lud dazu ein sich gehen zu lassen, seine Deckung zu vernachlässigen und unvorsichtig zu werden. Weshalb Zane sich immer wieder dazu ermahnte nicht zu sehr auf Alice verführerische Worte einzugehen.
Da war es hilfreich als plötzlich die ersten Klänge seiner geliebten, irischen Band aus den Boxen erklangen. oh wie lange hatte er dieses Lied nicht mehr gehört! Auch wenn er optisch nicht so aussah, war er früher häufig auf Konzerten jener und ähnlichen Folk-Punk Bands gewesen oder hatte in Pubs gefeiert. denn in der Heimat, da hatte er etwas weniger Wert auf Luxus gelegt. Da er stolz auf die irische Kultur war und sie auch mochte, weshalb er auch heute immer noch den Besuch eines guten Pubs einem 5-Sterne Restaurant vorziehen würde.
„oh wenn ich das höre bekomme ich prompt Lust zu tanzen und mich mit Guinness volllaufen zu lassen“
Denn Cocktails waren gut. Aber ein richtig gutes, mündiges Bier war immer noch das Beste das es gab. und anhand seines Schmunzelns konnte man erkennen, dass er wohl gerade etwas in seinen Erinnerungen abtauchte und an ein paar Momente in seinem Leben dachte, die genau so abgelaufen waren.
„Was wäre dein Musikwunsch?“
wollte er im Gegenzug von Alice wissen. Gut, der konnte sich stets seine Musik selbst aussuchen. Aber wenn er nur ein Lied auswählen dürfte, das er hören konnte. Welches wäre es?
Musik sagte viel über einen Menschen aus wie Zane fand, weshalb er wirklich neugierig darauf war was Alice bevorzugte.
Abgesehen davon ihm so verrucht gegen die Lippen zu flüstern wie der Cocktail hieß, den Zane gerade trank. Der nicht zurück wich, seinen Blick kurz hinab in sein Getränk und anschließend wieder in Alice dunkle, fast schwarz wirkende, Augen wandern zu lassen. Wie die des Teufels persönlich eben.
„Die Völlerei also.. hm.. passend“
Immerhin waren sie gerade dabei ein Geschäft abzuschließen, nur um sich mehr und mehr zu bereichern. Auch wenn Gier dafür vielleicht die passendere Sünde war. Aber Völlerei war ebenso zutreffend. Denn solch ein köstlich süßes Getränk mitten in der Zombieapokalypse zu genießen war schon ziemlich dekadent.
Genau wie Alice süße Lippen die ihm so nahe kamen und so verführerisch und gefährlich zur selben Zeit wirkte. Natürlich wollte Zane gerne wissen wie der Cocktail heißen würde, den Alice nach ihm benennen würde, weshalb er nachfragte. Bei den beiden Namen die Alice ihm nannte blieb er jedoch ungerührt und verzog nicht eine Faser seines Gesichtes. Stattdessen neigte er Alice seinen Kopf etwas entgegen, bis er seinen Lippen wieder so nahe war, dass nicht mal mehr ein Blatt Cocktailminze dazwischen passen würde. Diesmal war er es, der ihm leise und verführerisch entgegen flüsterte
„Kiss me I’m Irish~“
Ob er damit nun bloß seine Präferenz für den Namen kund tat oder es eine direkte Aufforderung an Alice war? wer weiß.
Schließlich nahm Alice ja auch wieder Abstand und bediente sich an Zanes Cocktail. das war sein gutes Recht, weshalb er sich daran bestimmt nicht störte, sondern ihn stattdessen genau beobachtete. oder besser gesagt das, was er mit diesem Eiswürfel tat. Er wusste wirklich wie man jede noch so kleine Bewegung in Szene setzte oder? Dieser Mann war definitiv der gehörnte Teufel auf zwei Beinen.
„Denkst du ich hätte den Weg auf mich genommen, um dir billigen, amerikanischen Fusel anzudrehen?“
Nein, so dumm war Zane nicht. Er wusste wem er Schrott verkaufen konnte und wem nicht. Und bei Alice wusste er von Anfang an, dass er ihm etwas Gutes bieten musste, um mit ihm ins Geschäft zu kommen. Denn er war ein völlig anderer Schlag von Geschäftspartner. Ihn übers Ohr zu hauen schien schier unmöglich, da er das Spiel der Manipulation mindestens genauso gut beherrschte wie Zane. Der das jedoch nur tat wenn es um geschäftliche Dinge ging. Und nicht aus Spaß an der Freude. er war vielleicht ein Schlitzohr aber kein grundsätzlich bösartiger oder hinterhältiger Mensch.
„Vor der Apokalypse habe ich tatsächlich als Handelsvertreter gearbeitet. Meine Arbeit verschlug mich in die unterschiedlichsten Länder. Ich war bekannt dafür Verträge mit den angesehensten Firmen weltweit abzuschließen und deren Produkte zu vertreiben. Es war überall Brauch diese Geschäftsessen in den exquisitesten und angesagtesten Restaurants der Stadt abzuhalten. Und bei Abschluss des Geschäfts, gab es stets ein Geschenk, als symbolische Geste der guten, künftigen Zusammenarbeit. Meist war das teurer Alkohol oder manchmal auch Süßigkeiten oder sonstiges, landestypische Spezialitäten. Und all diese Geschenke.. habe ich aufgehoben. Als Art Trophäen, die mich daran erinnern sollten, was ich geleistet habe. Das es mir gelang mein erfolgreiches Geschäft aus eigener Kraft aufzubauen. Also wenn ich dir sage ich besitze exquisite Spezialitäten dann ist das auch so. Denn natürlich habe ich all dieses Trophäen mit mir genommen. Als solche kann ich sie nun jedoch leider nicht behalten, da es wichtiger ist mein Überleben zu sichern, statt mein Ego zu streicheln. Weshalb ich gewillt bin einen Teil davon zu verkaufen. Für einen äußerst guten Preis. Also..ja, Absinth, Met, Ouzo, Sake, Cider, Pflaumenwein, sag mir was dein Herz begehrt und ich kann dir deine Wünsche gewiss erfüllen. Auch was irische Spezialitäten betrifft. Guinness, deutsches Bier und irischen Whiskey habe ich wie Sand am Meer, da ich diese Dinge importiert habe nachdem ich hier her zog und das erste mal ein Bud Light probiert habe…“
oh er hatte so geflucht und war verzweifelt gewesen, dass er ganz viel Alkohol importieren musste. und den karrte er nun mal mit sich herum bzw. bewahrte ihn in seinem Warenlager auf. Kostproben hatte er jedoch nicht dabei, da er sich zuerst ein Bild über Alice machen wollte. Und darüber, ob er überhaupt Geschäfte mit ihm machen wollte.
Als Alice sich auf das Sofa setzte tat Zane selbiges und folgte seinem Blick in Richtung Stripperstrange. wo er jedoch sogleich ablehnend sagte
„oh no sugar, dort oben steh ich nur nach ner Flasche Whiskey und ob das, was ich dir dann noch bieten kann, dir gefallen würde, wage ich zu bezweifeln“
scherzte Zane etwas, denn wenn er sich dort oben sturzbetrunken räkelte wäre es vielleicht lustig aber nicht unbedingt sexy. weshalb er diese Jobidee gleich wieder verwerfen sollte.
„ich vermute dafür komme ich ein paar Jährchen zu spät“
scherzte Zane erneut, denn dass er Alice seiner Unschuld berauben konnte bezweifelte er stark. Selbst wenn er noch so gut schauspielerte.. diese unschuldige Masche konnte er ihm einfach nicht abkaufen. aber er verstand schon seine Skepsis. Vielleicht war es auch keine so gute Idee ihm sogleich sein Warenlager zu zeigen. denn wenn sie hier tatsächlich einen Dieb hatten, hatte er keinerlei Garantie, dass Alice ihm nicht einfach das ganze Lager ausräumen ließ, ohne dass Zane je eine Gegenleistung sah.
„Na schön, dann.. nenn mir 3 Getränke. Und du bekommst morgen von jedem eine Kostprobe“
Er schleppte ja nicht alles mit sich rum aber wenn er wusste was Alice probieren wollte, dann wäre es kein Problem etwas zum Probieren mitzubringen.
Zane trank sein Glas nun leer. Verschluckte sich allerdings fast an dem letzten Schluck als Alice ihn ernsthaft fragte, ob das Handelsgeschäft alles war was er konnte. Da starrte er ihn nämlich prompt entrüstet und höchst beleidigt an!!
„Ob das ALLES ist was ich kann???“
Wow… das war für jemanden wie Zane echt eine heftige Beleidigung. Denn in seinen Augen war sein Talent eine Kunst! Eine Gabe! (<3) und nichts das man mal eben so nebenbei beherrschte! Weshalb Alice nun wirklich Zanes Stolz triggerte mit dieser Frage und dieser deshalb mit verschränkten Armen meinte
„na schön. Gib mir einen Gegenstand. Irgendetwas, völlig nutzlos und von keinerlei Wert. Und dann darfst du dich aus erster Reihe von meinen Fähigkeiten überzeugen“
Er wollte einen Beweis für das was Zane drauf hatte oder was er konnte? na gut, dann würde er es ihm beweisen. Dabei spielte es keine Rolle was Alice ihm gab, selbst wenn es ein verfaulter Beißerzeh war. Auch damit konnte er Alice überzeugen, dessen war er sich sicher. Denn was er tat war nicht einfach nur Leute übers Ohr hauen, es war Kunst. Und vielleicht konnte Alice sich dann besser ein Bild darüber machen wie wertvoll Zane für ihn noch sein könnte. Denn Waren besitzen konnte jeder. Sie jedoch auf die Art und Weise verkaufen wie Zane es tat, niemand. Also womöglich musste das Geschäft nicht damit enden, dass Zane Alice nur belieferte. Er könnte dessen Waren auch außerhalb des Zoos vertreiben und ihm verdammt viele neue Kunden beschaffen.
„Nun wie soll ich sagen.. ich bin meinen Kunden gegenüber zwar sehr offenherzig und redselig. aber am Ende des Tages bin ich lieber für mich, Menschen dauerhaft in meiner Nähe zu haben… liegt mir nicht“
Weshalb es ihn teilweise auch in den Wahnsinn trieb seinen Bruder ständig im Schlepptau zu haben. Ja, er liebte ihn und er war ein verrücktes Genie. aber manchmal wünschte er sich ihn einfach irgendwo zurück lassen zu können, so böse das auch klang. aber er wollte nicht die Verantwortung für ihn übernehmen und so an seine Bedürfnisse gebunden sein, das war ihm auf Dauer einfach zu viel.
„Bislang bin ich zu Fuß unterwegs ja. Klappere die Kolonien und Städte in der näheren Umgebung ab. Allerdings bin ich flexibel, unsere Zusammenarbeit soll nicht daran scheitern, dass ich keinen fahrbaren Untersatz besitze. Das ließe sich schließlich schnell ändern“
Er hatte bisher nur keinen weil… sein Bruder nicht in ein Auto stieg, wegen diversen Ängsten. Aber um Alice zu beliefern könnte er sich ganz bestimmt irgendwo ein Auto besorgen. Er war gut in Tauschgeschäften, weshalb das kein Problem sein sollte.
„Wie soll ich sagen.. ich bin sprachlich nicht nur sehr talentiert sondern auch recht kreativ im Herstellen von Gegenständen. Man könnte sagen, Erfindungen. Mein Sortiment beläuft sich von ganz schlichten Waren, wie beispielsweise wunderschön eleganten Stoffservietten, die perfekt für deine Bar geeignet wären, über kreative Waffen wie beispielsweise einen Regenschirm mit integrierter Klinge bis hin zu.. etwas moralisch flexibleren Waren. Ein Beispiel? Ich habe deine Nüsse gesehen. Also jene die du den Gästen in deiner Bar anbietest. Nüsse sind sehr wertvoll in der heutigen Zeit, weshalb du einen ziemlich hohen Preis dafür bezahlst, deinen Gästen das Gefühl von Luxus zu geben. Ich hätte beispielsweise ein Gewürz, geschmack- und geruchsneutral.. nur ein paar Körnchen davon auf deine Nüsse und deine Gäste werden so durstig, dass sie deine halbe Bar leer trinken möchten. Und das wiederum würde deinen Umsatz steigen, wodurch deine Verluste durch das Angebot der Nüsse reduziert werden würden.“
das war nur eines von vielen Dingen die Zane in seiner Freizeit so herstellte, um seine Kunden zu manipulieren. Weshalb er nun mit offenen Karten spielte und zugab nicht immer ganz fair zu spielen? naja, weil Alice es wohl längst durchschaut hatte. und er wusste, bei ihm würde er mit seinen Tricks nicht weit kommen. Doch da er selbst moralisch nicht all zu engstirnig war, hatte er das Gefühl, dass er bei ihm mit der Wahrheit besser fahren würde als mit einer Lüge.
Er war also definitiv auch handwerklich begabt und kreativ. Was zwei weitere seiner Talente waren. Auch wenn das Genie von ihnen leider sein größerer Bruder war. Der genauso irre wie genial war. Denn er war es der sich mit verschiedensten Substanzen auskannte und Dinge herstellen konnte, die Zane niemals begreifen würde. Aber das musste Alice ja nicht wissen. Zane hatte die Idee und sein Bruder setzte die meisten davon um. aber woher die Waren kamen war völlig egal, Hauptsache sie wurden geliefert.

@Alistair Blackwood



You don’t need it? I make you beg for it

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#38

RE: Bar

in Nomadenbereich 19.03.2020 13:14
von Alistair Blackwood (gelöscht)
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Zane beherrschte also fließend zwei Sprachen, nun immerhin etwas, was ihn sich recht schnell abheben ließ, von der primitiven, breiten Masse, dieses unkultivierten Landes oder mehr dessen Bewohnern, denn das verwaschene Englisch der Amerikaner war wirklich eine Beleidigung für den Briten, mit irischen Wurzeln mütterlicherseits. Da ließ es sich auch nicht von der Hand weisen, dass ein gewisses Heimatgefühl sich einstellte, wenn man mit jemandem sprach, der sozusagen zu den Nachbarn zählte, schließlich redete Alice auch viel lieber mit Alexis, als mit den meisten Leuten hier. Zumindest wenn er die Wahl hatte und gerade nicht arbeitete, denn natürlich kannte Alice jedes Zoomitglied, war immer auf dem neusten Stand, befasste sich mit den Nomaden, als auch den Leuten, die auf dem Sklavenmarkt verkauft wurden. Immerhin holte sich Alice dort auch manches Schmuckstück für die Bar oder warf zumindest einen Blick darauf, einteilen, zuweisen, je nachdem zu was sie taugten, tat am Ende sein Boss oder Jesse aber es war natürlich praktisch, wenn man, hier und da, mal einen kleinen Wunsch äußern oder eine Anmerkung geben konnte. Die kleine Rothaarige, welche Zane zuvor in der Bar zu Gesicht bekommen hatte, sollte eigentlich in der Wäscherei versauern, doch Alice erkannte auf Anhieb ihr Potenzial, außerdem war sie hübsch und die Leute standen auf Redheads. Er selbst hatte eher ein Faible für blaue Augen, wohl weil sie solch herrlich hellen Kontrast bildeten, zu den Seinen.
"Tut mir leid, mit Guinness kann ich leider nicht dienen, die Amerikaner haben eben keine Ahnung, was wirklich gut ist, aber womöglich kannst du ja, schon bald, etwas Abhilfe schaffen. Allerdings, ... wenn dir der Sinn nach Tanzen steht, tue dir keinen Zwang an." Zumindest dann, wenn Zane das bieten kann, was Alice vermutete, denn der Kerl schien gerissen, sowie nicht gänzlich unfähig da draußen zu sein, er hatte wohl kaum eine Horde Wachhunde, die sich um die Untoten oder andere, menschliche als auch tierische, Gefahren kümmerten.
Die Leute ließen sich zudem schnell dazu hinreißen, jemanden zu unterschätzen, sei es, weil man vielleicht kein Muskelberg wie Rambo ist oder, wie sie Beide, Wert auf ein gepflegtes Aussehen, sowie entsprechende stilsichere Kleidung legten. Für die Meisten war Alice 'nur' ein Schnösel mit hübschem Gesicht, der zu viel redete aber doch, augenscheinlich, nichts konnte, der dümmste Fehler, den sie begehen konnten aber ihm sollte es recht sein. Unterschätzt zu werden brachte durchaus viele taktische Vorteile und Alice gehörte zu den Personen, die dies schamlos ausnutzten, ganz gleich, ob im Kampf, ums Überleben oder in anderen Situationen. Doch genau aus dem Grund, ließ er sich auch nicht von einem hübschen Gesicht blenden, er war nicht so weit gekommen, weil er sich von Äußerlichkeiten rasch um den Finger wickeln ließ oder dumm ist.
Was Zane betraf, nun ja, seine bisherige Einschätzung des Iren war gemischt, sowohl positiver als auch negativer Natur, jedoch schien es Fakt zu sein, dass der Ire definitiv zu den Leuten gehörte, deren Ego gerne gestreichelt wird, die es mögen Aufmerksamkeit zu erlangen und ein bisschen Honig ums Maul geschmiert haben möchten. Ein klein wenig zumindest. Gut, Guinness konnte er diesem derzeit nicht bieten, doch dafür gewiss ein paar andere Dinge, dessen war er sich sicher, immerhin war auch Musik schon eine Menge wert. Alice entlockte es immerhin ein kleines Schmunzeln, poor irish Bastard, musste offenbar so lange der Musik entbehren, das war wirklich bitter aber ein Punkt, den der Brite ihm bieten kann, hier in seiner Bar und dies hoffentlich ein weiteres Leckerchen darstellte, um diesen für sich zu gewinnen. Als Geschäftspartner und zahlenden Kunden versteht sich, denn in erster Linie ging es hier ums Geschäft, nichts Anderes, obschon Alice gerne Arbeit mit dem Vergnügen mischte, jedoch seltener, als man ihm wohl zutraute. In erster Linie war er ein eiskalter Geschäftsmann.
Alice musste bei der Gegenfrage nicht lange überlegen, wenn er nur ein einziges Musikstück sich wünschen könnte, dann kam ihm nur Eines in den Sinn, was unter all den Tausenden Songs, die er durchaus mochte, immer schon herausstach.
"The Show must go on von Queen."
Sagte er sogar ungewohnt ... normal, ohne dieses durchtriebene Grinsen auf den Lippen oder einem sündhaften Unterton in der Stimme, Queen gehörte zu den Bands, mit denen er, heimlich, groß geworden ist, denn es lag auf der Hand, dass seine Eltern solche Musik ungebührlich fanden, verwerflich. Von Freddie Mercury ganz zu schweigen, für den Alice, noch in ganz jungen Jahren, geschwärmt hatte aber leider verstarb dieser herausragende Künstler, viel zu früh, wie der Brite fand, der zu dem Zeitpunkt gerade mal neun Jahre alt gewesen ist. Trotz seines jungen Aussehens, ging Alice im Stechschritt auf die vierzig zu, obschon Alter auch nur eine Zahl ist, vielleicht wurde auch er irgendwann ruhiger, wer weiß. Doch im Grunde ist man meist so alt, wie man sich fühlte und er fühlte sich, noch immer, sehr jung. Wie alt war Zane eigentlich, so dicht wie der Brite vor ihm stand, ihn mustern konnte, würde er annehmen, dass sie vielleicht in etwa gleich alt sind, aber vielleicht hatte der Ire auch, ein zwei Jahre, Vorsprung. Fakt ist, er sah unverschämt gut aus, man käme tatsächlich nicht darauf, dass dieser als Nomade umherstreifte, dafür wirkte er zu gepflegt und stilvoll gekleidet. Er wich auch nicht zurück, wenngleich Alice wirklich sehr dicht vor ihm stand, wohl testend, ob der Ire auf Abstand ging, wie ein kleines Häschen aber nichts dergleichen tat er, der Brite musste aber eben ganz genau schauen, von welchem Schlag dieser ist. Nun, er kuschte immerhin nicht, das war doch schon mal ein gutes Zeichen, zwar mag es der jung wirkende Earl, wenn die Leute vor ihm im Dreck kriechen aber auf Dauer wäre dies auch langweilig, es war wichtig und gut, in seinem Umfeld auch jene Leute zu haben, die ihm Paroli boten. "Ich bin eben stets darauf bedacht, meinen Gästen, dass zu bieten was sie brauchen ... und manchmal wissen sie es nicht, dann zeige ich es ihnen." Und im Augenblick brauchte Zane definitiv einen Schluck von der Völlerei, wenn er vielleicht doch Stammgast wurde, hätte er gewiss genug Gelegenheit, auch die anderen Todsünden probieren zu können oder gar einen Cocktail, den Alice, ganz für ihn allein, kreierte. Bei dessen Namensfindung ihm der Ire womöglich etwas behilflich sein konnte, schließlich, sollte es doch passen.
Verlockend, dachte sich der britische Earl, als Zane ihm ein Stück näher kam, so nah, dass sich ihre Lippen wirklich, hauchzart berührten, während er ihm offenbarte, welcher Namensvorschlag ihm besser gefiel oder war das, insgeheim, doch eine Aufforderung dazu, dass er den Iren küssen sollte? Abgeneigt war er definitiv nicht, Zane war ein attraktiver Mann, ein Stück größer als Alice, augenscheinlich auch mit etwas kräftigerer Statur und zugegeben ... er hatte wirklich schöne Augen. Dennoch nahm Alice Abstand, ließ sich nicht dazu verleiten, dem Drang nachzugeben, ein wenig zu spielen, immerhin ging es hier um ein Geschäft, was hoffentlich für sie Beide, lukrativ sein würde. Was danach kam, würde sich dann ja zeigen.
"Hm? Keine Ahnung, schließlich kenne ich dich dafür noch nicht gut genug, mein irischer Freund~."
Entgegnete Alice mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen, schließlich gab es genug Leute, die glaubten, ihm was andrehen zu können, irgendwelchen Plunder und nicht jeder lief dabei herum, wie ein Hinterwäldler also konnte Zane ihm sein Misstrauen doch nicht verübeln. Oder doch?
Neugierig und aufmerksam hörte er Zane zu, der schien sich tatsächlich schon vor dem Ausbruch, als Händler oder viel mehr Handelsvertreter, gut über Wasser gehalten zu haben, es klang zumindest danach, als wäre er sehr erfolgreich gewesen und nicht nur nach leeren Worten. Alice glaubte ihm tatsächlich, dass er sich die großen Fische an Land gezogen hatte. "Dein Ego streicheln.." Murmelte er leise vor sich hin, leckte sich die Lippen und senkte den Blick, für den Bruchteil einer Sekunde, amüsiert hinab auf den Cocktail in seiner Hand. "... oh, ich kann dir noch ganz andere Dinge streicheln." Es war nicht wirklich für Zanes Ohren bestimmt oder vielleicht doch? Alice war mitunter sehr direkt, er machte selten einen Hehl daraus, wenn er anderweitige Interessen an einer Person hatte, als irgendwelche Geschäfte abzuwickeln. Also wenn Zane sein Gemurmel verstand, schön für ihn, Alice störte es nicht, der genehmigte sich nur einen Schluck und lenkte den Blick zurück auf den Iren, dem er sehr genau zuhörte.
"Importiert? Dann hast du wirklich, ernsthaft, hier in diesem Land, der Cowboys dein Dasein gefristet? Warum?"
Eine berechtigte Frage, wie Alice fand, der im Strahl kotzen wollte an manchen Tagen, weil er hier fest saß und sein geliebtes England, sein zehn langen Jahren, in weiter Ferne lag, unmöglich für ihn zu erreichen. Alice machte vor ihm auch keinen Hehl daraus, dass er trotz allem, nicht viel von Amerika hielt, ihm sprang die Abneigung vermutlich förmlich aus dem hübschen Gesicht, als er die Nase rümpfte, sowie recht finster, gar angewidert drein sah und mit der Zunge schnalzte. Wie konnte man nur freiwillig unter den Amerikanern leben wollen früher? Heute hatte er ja selbst keine Wahl.
Der Brite lachte leise auf, sah noch mal zur Stripperstange und anschließend, höchst amüsiert, wieder zu Zane, der wohl nicht ganz Unrecht hatte, dennoch nahm er erst einen Schluck von seinem Cocktail, lehnte sich entspannt zurück, bis er mit einem verführerischen Lächeln zu ihm meinte..
"Ich könnte es dir zeigen~, beibringen, wie man sich an der Stange räkelt."
Sein Blick hatte beinahe schon etwas herausforderndes an sich, als er noch einen Schluck trank und die Augenbrauen ein Stück weit anhob. Seine Worte implizierten auch, dass Alice sich sehr wohl an der Stange zu bewegen wusste, es wäre nicht das erste Mal in seinem Leben, dass er tanzen, gar strippen würde, immerhin hatte er daran Spaß und sah nicht nur gerne dabei zu, wenn Andere dies taten. Zwei seiner Tänzerinnen hatte er sogar erst beibringen müssen, wie man richtig tanzt und strippt, sich perfekt in Szene setzt aber dabei war er sehr streng, schließlich legte Alice sehr viel Wert auf hohes Niveau, Stil, sowie Eleganz! Seine Spiderlily war keine billige Absteige, irgendein billiger Club, nein, er war so exklusiv und hochwertig qualitativ, wie jene, welche er als VIP regelmäßig besuchte früher. Der Konter des Iren ließ Alice gespielt empört zu diesem sehen und ein brüskiertes "Pfff" von sich geben, dennoch konnte er sich das Grinsen nicht verkneifen, der Mann hatte Humor, von der durchaus bissigen Sorte und das gefiel ihm ziemlich gut. Zumal die Amis manchmal seinen trockenen Sinn für Humor nicht verstanden, schön, Alice war mitunter auch sehr makaber, zynisch, mal davon ab, dass er auch fließend Sarkasmus beherrschte. Aber ja, Zane kam wohl ein paar Jahrzehnte zu spät, um Alice noch die Unschuld zu rauben, die hatte er schon vor sehr langer Zeit verloren, in mehrfacher Hinsicht auch als ehemaliger Soldat. Das Zane aber nicht nur dumme Sprüche klopfte, merkte Alice spätestens dann, als er vorschlug, ihm morgen drei Kostproben vorbeizubringen, was überaus vernünftig klang und somit ihm selbst, als auch dem Briten eine gewisse Sicherheit gab. Denn ja, vermutlich schreckte Alice nicht davor zurück, Gabe, den hübschen, knackigen Dieb, auf das Lager des Iren anzusetzen, sobald er wüsste, wo dieses sich befand, schließlich war ihm schon aufgefallen, dass der Earl offenbar der schöne Teufel in Persona zu sein schien.
"Einverstanden, dann ..." Er überlegte kurz. "... wünsche ich mir Champagner, Guinness und zum krönenden Abschluss Rum." Es lag auf der Hand, dass Alice natürlich beste Qualität erwartete, zumindest von dem, was sich in Zanes Lager befand, aber das wusste dieser selbst, denn ihn mit billigen Fusel oder Blubberwasser abzuspeisen wäre höchst dämlich. Er wägte auch gut ab, bei drei Kostproben musste er natürlich schon darauf schauen, sich nicht einzig auf harten Alkohol oder nur Bier zu konzentrieren, daher wählte er wohlüberlegt, aus welcher Sparte er eine Kostprobe haben wollte. Selbst wenn Zane nicht genau das hatte, was Alice aufzählte, hatte er zumindest eine Vorstellung davon, was der Brite als Beweis sehen und probieren wollte, schließlich setzte er auf Abwechslung, Vielfalt, billigen Fusel konnte man sich auch auf dem Markt kaufen. In seiner Bar bot Alice aber mehr als nur Alkohol, er bot Unterhaltung, eine Zuflucht, eine stilvolle Traumwelt, die dich vergessen ließ, was draußen vor den Mauern des Zoos lauerte. Er verkaufte Normalität, einen trügerischen Hauch der Welt, welche sie alle verloren hatten und die Meisten vermissten. Etwas, dass jemand wie Zane, wohl sehr gut nachvollziehen kann, im Grunde tat er doch nichts Anderes, lediglich mit dem Unterschied, dass er mobil unterwegs ist, während Alice sesshaft war und im Luxus schwelgte.
Wie es schien, traf Alice einen wunden Punkt, mehr noch, den Stolz des Iren, dem die Empörung ja förmlich aus dem Gesicht sprang, während der schöne Brite, ganz gelassen, vielleicht ein wenig provokant wirkend, Zane ansah und genüsslich an seinem Cocktail nippte. Volltreffer, schoss es ihm durch den Kopf, der Ire ließ sich bei seinem Stolz packen, gut zu wissen.
"Oh, du willst mir beweisen, wie gut du bist?"
Als Verkäufer versteht sich, Alice fasste daraufhin in seine Hosentasche und zückte einen gewöhnlichen Korken, von einer Weinflasche, die er heute Morgen, in seiner Wohnung, geöffnet hatte aber vergessen hatte, diesen bei Seite zu legen, er hatte einfach keine Zeit und war womöglich etwas in Eile. "Hier, bitte, zeig mir was du kannst~." Er warf ihm den Korken kurzerhand zu, grinste schelmisch vor sich hin, bevor er sein fast leeres Glas auf dem Couchtisch, vor ihnen, abstellte. Keine Ahnung ob Zane dafür irgendwas Gutes herausschlagen konnte, Alice fand es jedoch unterhaltsam, schließlich musste man wirklich gut mit Worten umgehen können, doch weit mehr als das, um den Leuten irgendwelchen Schrott anzudrehen. Er war Politiker gewesen, also im Grunde waren er und Zane sich, dahingehend, nicht mal so unähnlich. "Verständlich." Gab Alice lediglich von sich, er holte sich auch nicht jeden Abend wen ins Bett, selbst er wollte manchmal nur seine Ruhe haben, kein dummes Gequatsche oder Gejammer ertragen, von denen, die nicht so weit oben in der hiesigen Nahrungskette standen, wie Alice es tat. Menschen sind überwiegend nun mal dumme, blökende Schafe, die nie zufrieden sind, aber er war kein Schaf, zwar mutete er wie ein eitler Pfau an, was er durchaus ist, sowie schwer leugnen kann, doch der Brite gehörte definitiv zu den Raubtieren dieser Welt.
"Nun, ich denke du hast den Parkplatz vor dem Zoo gesehen, wir haben auch etliche Fahrzeuge hier, sowie Sprit und wenn du so gut bist, wie du mir weiß machen willst, sollte es kein Problem sein, dir einen fahrbaren Untersatz zu besorgen. Zumal wir beide wohl davon profitieren würden, du kannst dir ja denken, wie schwer es ist, gutes Personal oder verlässliche Lieferanten zu finden, in der heutigen Welt. Mal davon ab, dass es hier nicht so viele Iren gibt."
Was man fast als Kompliment auffassen kann, doch natürlich zog Alice ihn eher in Betracht, als Geschäftspartner, als irgendeinen Amerikaner, er war halt eigen, zumal es ganz angenehm war, mal mit jemandem zu sprechen, der sich vernünftig artikulieren kann. "So, du interessierst dich also für meine Nüsse?"
Haute Alice amüsiert heraus, biss sich dabei verspielt auf die Unterlippe und wippte mit den Augenbrauen, jedoch ließ er Zane mal ausreden, denn was er von sich gab, machte den Briten in der Tat neugierig, denn es bestätigte ihm was er bereits geahnt hatte. Der Ire war ein Schlitzohr, weswegen Alice, während dieser ihm von seiner kleinen Erfindung erzählte, näher an den Iren heranrückte, so nahe bis er direkt neben ihm saß und sich etwas mehr zur Seite drehte im Sitzen, sodass er Zane direkt zugewandt war. "Ein ... Gewürz also, ja?"
Sein Blick aus dunklen Augen sprach Bände, von wegen Gewürz, es war offensichtlich nicht dazu gedacht, eine Speise zu verfeinern, sondern um zu manipulieren und Alice musste zugeben, das klang gut! Allerdings gedachte er nicht seine Gäste zu vergiften. "Hast du es getestet? Erzählen kannst du mir viel, Sweetheart. Ich bin zwar nicht nur moralisch sehr flexibel aber ich hege nicht die Absicht meine Gäste zu vergiften, wenn du verstehst." Und das tat er mit Sicherheit, auf jeden Fall war er interessiert, das leugnete Alice auch nicht, denn wenn es den Umsatz steigerte war es gut, allerdings war er auch sehr darauf bedacht, dass seine Bar einen guten Ruf hatte und die Kunden fleißig in seine Spiderlily strömten, um sich zu betrinken. Nebenbei rückte er noch ein Stück weiter heran, bis er sich regelrecht an Zanes Seite schmiegen konnte, seine Hand gehoben, wanderte er, nahezu verspielt die Knopfleiste von dessen Hemd langsam hinauf, musterte das hübsche, markante Gesicht eingängig dabei. "Dennoch bin ich neugierig, sowie nicht abgeneigt .... vor allem, weil ich recht hatte, was dich betrifft. Du bist..." Alice fuhr mit der Hand schließlich gänzlich über den angenehmen, sauberen, glatten Stoff, der Zanes Brust verhüllte und reckte selbst den Hals ein wenig, lehnte sich ihm entgegen, bis er dessen Ohr ganz nahe kam. "... ein verdammtes Schlitzohr. Lass dir eines gesagt sein, Sweetheart, wenn du versuchst, mich über den Tisch zu ziehen, werde ich dir dein Leben zur Hölle machen. Verstanden?" Flüsterte er ihm zuckersüß, gar verführerisch ins Ohr und schloss nicht nur die Lippen, sondern auch seine Zähne, um dessen Ohrläppchen, an dem er ungeniert zu knabbern, als auch zu saugen begann. Nicht für lange aber mit Alice zusammenzuarbeiten, war nicht ungefährlich, man sollte gut aufpassen was man tat oder sagte, denn auch wenn Zane ein Nomade war, was in dem Fall wirklich sein Glück ist, hieß das nicht, dass er Alice davon käme, sollte er ihm Anlass geben, ihm aus anderen Gründen an den Kragen zu wollen, als es gerade der Fall ist. Denn während er ihm seine kleine Drohung ins Ohr hauchte, obschon er dies eher als Warnung, Hinweis, betrachtete, öffneten seine geschickten Finger, zwei von Zanes Hemdknöpfen ungeniert und begaben sich wieder ein Stück tiefer zum Nächsten. Wenn man nicht aufpasste, verlor man in dessen Nähe seine Klamotten schneller, als der Ire ein Guinness auf Ex trinken konnte.
Zumal Alice da wirklich keine Hemmungen hatte oder sich in Zurückhaltung übte, weshalb sollte er?
Wer dreist ist, kommt oftmals weiter im Leben, das war früher schon so und hatte sich bis heute nicht geändert.
Weswegen der Brite, geschmeidig wie eine Raubkatze, sich mit einer schnellen, fließenden Bewegung, auf Zanes Schoß schwang, wie sonst auf den Rücken eines Pferdes, wobei er lieber Männer ritt, als die Vierbeiner.
Je nach Lust und Laune.
"Hast du, unter all deinen Waren und Schätzen, auch was zum Naschen zu bieten?"
Wollte er von ihm wissen, legte seine Hände an Zanes Bauch und fuhr langsam, über den Stoff seines Hemdes, hinauf, über seine Brust bis zu den Schultern, wo er die Fingernägel mit ein wenig mehr Nachdruck in dessen Kleidung vergrub. Ebenso ungeniert, frech und dreist, senkte er den Kopf hinab zu dessen Lippen, hielt jedoch einige Millimeter inne, bevor sich diese berührten und sah in dessen blaue Augen. Verdammt, warum denn schon wieder Blau? Der wohl einzige kleine Schwachpunkt, den Alice dahingehend hatte, da er schneller schwach wurde, bei Männern mit der herrlich hellen Augenfarbe. Wie wollte er den Cocktail, für den irischen Bastard, noch gleich nennen? Kiss me, i'm irisch~ nicht wahr. Alice war durchaus geneigt, dass noch mal aufzugreifen, lasziv leckte er sich die Lippen, so nah wie er Zane dabei war, berührte er mit der Zunge auch die Seinen, was es nicht weniger verlockend machte ihn zu küssen. Warum auch nicht?
"Fuck me, i'm irish~....."
Hauchte er ihm stattdessen mit gesenkter Stimme entgegen.

@Zane Silberman


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#39

RE: Bar

in Nomadenbereich 20.03.2020 22:34
von Zane Silberman | 128 Beiträge

Alice hatte also einen Faible für blaue Augen? Vielleicht könnte das Zane ja noch einen kleinen Vorteil verschaffen oder zumindest sein Interesse schneller wecken, wenn er ihm tief in seine dunklen, fast dämonischen Augen blickte. Die in ihm im Moment jedoch tatsächlich das Bedürfnis weckten zu tanzen. Denn wie sollte er bei diesen vertrauten Klängen aus der Musikanlage ruhig sitzen? Während dieses Lied doch förmlich dazu einlud auf den Tisch zu springen, zu tanzen und laut mitzugröhlen? Zwar zögerte Zane einen Moment, stand dann jedoch wirklich auf und lieferte Alice eine kleine Show. Allerdings auf andere Art, als er es wohl hier in seinem Club gewöhnt war. Denn bei Zane war nichts mit strippen oder lasziv an der Stange tanzen. Für so etwas war er einfach nicht geschaffen, was jedoch nicht hieß, dass nicht trotzdem ein kleiner Showman in ihm steckte. Denn von jetzt auf gleich stand Zane und schnappte sich eine der Kerzen hier im Raum als ‚Mikrophon‘, bevor er mit rauchiger und tiefer Stimme anfing eine der Passagen mitzusingen. Lediglich das er das ‚she‘ in dem Text beabsichtigt durch ein ‚he‘ ersetzte, da die Textzeilen des Liedes höchst passend für Alice waren.
„His breath began to speak as he stood right in front of me
The color of his eyes were the color of insanity
Crushed beneath his wave like a ship, I could not reach his shore
We're all just dancers on the devil's dance floor“
Mit dem Fuß klopfte er dabei im Rhythmus auf den Boden und bewegte sich ein wenig im Takt, während er Alice bei seinen Bewegungen nicht aus den Augen ließ. Und als der Refrain einsetzte, streckte er ihm seine Hand entgegen und forderte ihn dazu auf mit ihm zu tanzen. Nicht lasziv. Nicht sexy. Sondern einfach nur wild und wenig gentlemanlike. Genau so, wie es richtigen Spaß machte. Zumindest Zane mochte diese Art von Tanz als Ire. Noch lustiger war es natürlich in einer Bar, wenn man richtig einen sitzen hatte. Aber er hatte diese Klänge so lange nicht gehört, weshalb es ihm nun auch völlig egal war, ob er sich bei Alice blamierte oder nicht. Er wollte gerade einfach nur Spaß haben und vielleicht auch herausfinden wie spießig Alice tatsächlich war. Ob es ihm total widerstrebte nun mit Zane auf diese Art zu tanzen, etwas von seiner steifen Fassade abzulegen und vielleicht einfach mal nur zwanglos Spaß zu haben oder ob er abblocken würde, weil es ihm zu ‚dämlich‘ war sich so gehen zu lassen. Egal wie er sich entschied, Zane jedenfalls hatte seinen Spaß. Der Ire jedenfalls zeigte nun sehr deutlich, dass auch noch eine andere Seite in ihm steckte, die nicht ganz so piekfein gekleidet war, sondern mitunter gar ein wenig rau wirkte. Aber so war nun mal die Mentalität der Iren, die sich doch sehr von der der Briten unterschied. Und anders als Alice war Zane ja auch nicht in einer Adelsfamilie aufgewachsen sondern unter dem gemeinen Volk. Er wusste also wie man Party machte auch ohne sich dafür teuren Champagner und Nutten liefern zu lassen.
Die Wahl von Alice Musikstück war einerseits überraschend. Andererseits jedoch auch wieder nicht. Denn bereits der Titel sagte ziemlich viel über ihn aus wie Zane fand. Er zog hier eine Show ab.. das war ihm klar, denn niemand war von Natur aus so wie Alice sich gerade verhielt. das war nicht sein wahres Ich, welches er offenbar tief hinter vielen Showeinlagen und Schichten vergraben hatte und niemandem zeigte. Denn die Show musste immer und immer weiter gehen. Er konnte es ihm jedoch nicht verübeln, auch Zane gab nur selten Einblick auf seine wahren Gefühle oder sprach über die Dinge, die ihn tatsächlich beschäftigten.
Womöglich eine weitere Gemeinsamkeit die sie hatten, genau wie die Tatsache, dass sie Bedürfnisse in den Menschen weckten, die ihnen nicht einmal selbst bewusst waren. Alice tat dies indem er ihre verborgenen Triebe zum Vorschein brachte und befriedigte und Zane, indem er sie davon überzeugte gewisse Dinge zu brauchen, die sie zuvor nicht vermisst hatten, fortan jedoch nicht mehr ohne sie konnten.
„ja.. manchmal brauchen die Menschen einfach ein wenig Anleitung, um herauszufinden was ihnen im Leben bislang gefehlt hat~“
Und sie beide nutzten das schamlos aus. Aber wenn die Menschen es zuließen, dann war das ihr eigenes Problem und nicht das des schönen Briten und des Iren. Welche beide gerne spielten wie es schien, nur das Alice (noch) nicht darauf einstieg und sich von Zane dazu verleiten ließ das Geschäft hinten anzureihen. In ihm hatte er in der Tat einen würdigen Gegenspieler gefunden. Und es könnte noch höchst interessant werden wer von ihnen beiden am Ende gewitzter war. Alice hingegen war definitiv skrupelloser als Zane, was ihm vielleicht einen kleinen Vorteil verschaffte.
und doch schien Alice ja nicht völlig abgeneigt zu sein, denn seine geflüsterten Worte ließen Zane schmunzeln. Er durfte ihn gerne überall anfassen wo er wollte, denn von der Bettkante stieße er den dämonischen Barkeeper mit Sicherheit nicht. Und wer sagte, dass man Geschäft und Vergnügen nich vereinbaren konnte? Man musste es nur geschickt genug anlegen und Gefühle außen vor lassen, dann barg es keinerlei Risiko. Könnte vielleicht sogar dazu beitragen noch lukrativere Geschäfte zu tätigen. Die besten Geschäfte entstanden schließlich in informeller Atmosphäre, wie beispielsweise nackt in jemandes Bett, als bei einem formellen Meeting.
„Tja, des Erfolges wegen. Die größten und bedeutsamsten Firmen befinden sich nun mal leider in Amerika.. also musste ich auch vor Ort sein, wenn ich ein Stück des Kuchens haben wollte“
Er wollte zwar immer weg aus seinem Kaff, jedoch nicht unbedingt das Land verlassen. Anfangs war es zwar aufregend gewesen aber er hatte schnell bemerkt, dass er seine Heimat doch sehr vermisste. Nun gab es aber leider kein Zurück mehr und er saß im Land der ehemals unbegrenzten Möglichkeiten fest.
„wieso bist du hier gelandet, wenn du Amerika so verachtest?“
Fragte er stattdessen, da ihn natürlich auch Alice Geschichte interessierte. Er wirkte nämlich nicht wie jemand, der unfreiwillig wo hin zog, obwohl er es gar nicht wollte.
„oh zeigen darfst du es mir gerne jederzeit~“
wie man sich an der Stange räkelte. doch es Zane beizubringen konnte er vergessen. der sähe wohl nicht sehr geschmeidig aus an der Stripteasestange. dafür war er einfach ein wenig zu männlich irgendwie. und vielleicht auch zu unbeweglich. nein, es sähe einfach seltsam aus. und er konnte darauf verzichten, Alice hingegen konnte er sich sehr gut an einer Stripperstange vorstellen. Denn er hatte so etwas raubkatzenhaft, geschmeidiges an sich. Zane würde sich wohl eher als Barkeeper oder Kellner eignen, der die Leute ständig um den Finger wickelte, damit sie sich einen weiteren Drink genehmigten. Aber er hatte nicht vor eine neue Berufsrichtung einzuschlagen, er war zufrieden mit seinem ‚Job‘.
„Euer Wunsch sei mir Befehl Mylord~“
Sagte Zane schmunzelnd und deutete sogar eine überspitzte Verbeugung an vor dem jungen Earl. Champagner, Guinness und Rum. Das stellte kein Problem für ihn dar. auch wenn es natürlich schade war eine Flasche Champagner nur für eine Kostprobe zu köpfen.. vielleicht würde er ihm auch die ganze Flasche schenken. Mal sehen wie der Abend noch verlief.
Doch mit einer Sache hatte Alice leider Recht. Der Ire ließ sich tatsächlich gut an seinem Stolz packen und musste ihm nun natürlich beweisen wie geschickt er in seinem Job war. Denn solch eine Unterstellung empfand er einfach nur als beleidigend und konnte er nicht auf sich sitzen lassen.
„Oh ich will nicht, ich werde~“
Gab er überzeugt von sich zurück und wartete bis Alice einen Gegenstand gewählt hatte, den Zane für ihn verkaufen sollte. Ein Korken also. Na schön.. nicht der beste Gegenstand aber auch nicht der schlechteste. Weshalb er den Korken an sich nahm, in seiner Hand drehte und ein paar Minuten lang zu überlegen schien, ehe er ihn zu seinen Lippen führte und hinein biss. Alice musste das nicht verstehen, er sollte einfach nur zusehen und schweigend genießen. Denn sogleich erhob Zane sich mit dem Korken in der Hand und ging wieder nach draußen in den offiziellen Barbereich. Wo er den Blick für ein paar Augenblicke durch den Raum schweifen ließ, wie ein Raubtier auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Und ha, hier hatte er es gefunden. Zwei Opfer sogar, die perfekt zusammen spielen würden. Hoffte er zumindest. Aber bislang hatte er bei seinem Schauspiel eine Erfolgsquote von 90%. Was sehr viel war in Anbetracht dessen was er sich manchmal aus den Fingern saugte. Er richtete noch mal kurz die Krawatte an seinem Hemdkragen, räusperte sich und ging dann gezielten Schrittes zu einem Tisch, an welchem eine Frau saß, Mitte 30 vermutete er, der er ein wahnsinnig charmantes Lächeln schenkte
„Schönen guten Abend, darf ich mich setzen?“
Sie war alleine hier, sah aus wie eine Nomadin und Zane hatte auch die anderen Leute in der Bar abgecheckt, niemand hier sah aus als wäre er ihr Freund oder Ehemann oder dergleichen. All zu schön war sie auch nicht, weshalb Zane sich gute Chance einräumte, dass sie auf seinen Flirtversuch einstieg. Was sie ja auch tat, sich nervös die Haare aus dem Gesicht strich und auf den Stuhl neben sich deutete. Zane setzte sich und rückte etwas näher zu ihr. Sprach auch gezielt so laut, dass es zwar nicht die ganze Bar hörte jedoch zumindest der Mann am Nebentisch ungewollt mithören konnte.
„du siehst aus wie eine Frau mit Stil und Grips~ darf ich dich auf einen Drink einladen?“
sie fühlte sich natürlich wahnsinnig geschmeichelt und ließ sich binnen weniger Sekunden von Zane um den Finger wickeln, was jedoch nur Tarnung war. denn im Grunde war nicht sie sein eigentliches Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck. Weshalb er etwas Smalltalk mit ihr führte und dabei das Gespräch gezielt auf Filme von früher lenkte.
„und weißt du was die beste Filmreihe von allen war? Indiana Jones. Definitiv Indiana Jones“
sie hatte davon nicht wirklich viel Ahnung aber stimmte ihm natürlich begeistert zu, denn im Grunde war es ihr wohl völlig egal was über Zanes Lippen kam solange er ihr nur ein wenig Aufmerksamkeit schenkte.
„und soll ich dir ein Geheimnis verraten? Harrison Ford.. ist der wohl beeindruckendste Mensch, dem ich je begegnet bin. Ich durfte bei seinem letzten Film am Set mit ihm arbeiten.. als Kameramann. und soll ich dir sagen was das Verrückteste an der Sache war? Ein paar Jahre später habe ich ihn wieder gesehen.. kurz nachdem die Zombieapokalypse ausgebrochen war. Wir hatten uns verschanzt, im selben Hotel. und ich sage dir eines… trotz seines recht hohen Alters ließ er es damals noch einmal ordentlich krachen. Er meinte.. er sei zu alt um diesen ganzen Scheiß noch miterleben zu wollen, weshalb diese Party seine letzte sein sollte. Er wollte es noch einmal richtig wissen, bevor die Beißer das Hotel überrannten. Ich sage dir.. das war die wohl krasseste Party auf der ich jemals war. Harrison hat sich volllaufen lassen wie ein Schuljunge und er war richtig in Partylaune. sieh mal..“
nun war es an der Zeit den Korken zu zücken, den Alice ihm gegeben hatte, welchen er ihr vor die Nase hielt.
„diesen Korken hier.. hat er völlig dicht mit den Zähnen aus einer Rotweinflasche gezogen! Der letzten Flasche Wein, die er vor seinem Ableben öffnete. Er genehmigte sich einen großen Schluck aus der Flasche.. ehe es hieß Abschied nehmen. Ich habe es gerade noch geschafft mich aus dem Staub zu machen und… konnte diesen Korken als Andenken mit mir nehmen. Seither trage ich ihn stets nahe an meinem Herzen, da er das Wertvollste ist das ich besitze.“
Die junge Frau klebte ja förmlich an seinen Lippen und staunte einfach nur beeindruckt bei dieser Geschichte. er machte allerdings keine Anstalten ihr den Korken nun verkaufen zu wollen. Nein, das war auch nicht sein Ziel. Sein Ziel drehte sich geradewegs zu ihnen um und sah Zane finster an. Ein Mann, Mitte 50 mit einem Trilby Hut auf dem Kopf.
‚Willst du uns etwa wirklich weiß machen du wärst dabei gewesen als Harrison Ford von Zombies gefressen wurde??‘
Zane seufzte theatralisch, legte dem Mann die Hand auf die Schulter und nickte
„Ja, das war ich… ruhe in Frieden Harry. Eine Tragödie nicht wahr?“
Der Mann schien unentschlossen was er davon halten sollte und blickte hinab auf den Korken den Zane in der Hand hielt. Der Hut auf seinem Kopf war nämlich nicht irgendein Hut, sondern ein ziemlich gutes Duplikat des Hutes aus den alten Indie Filmen. Er war demnach ein riesengroßer Fan! für den gerade eine Welt zusammen brach.
‚und diesen Korken hat er tatsächlich berührt?‘
Fragte der Mann unsicher und ein bisschen grimmig nach. weshalb Zane sich nun vollständig zu ihm drehte und ihn mit einem Blick ansah, der wirklich kein Wässerchen trüben könnte.
„Nicht nur angefasst mein Freund… siehst du diese Bissspuren? das ist der Abdruck von Harrisons Zähnen.. möchtest du ihn.. einmal berühren?“
Der Mann zögerte erneut, ließ dann aber wirklich seinen Finger über die Bissspuren wandern
„kannst du es auch fühlen? ich bekomme Gänsehaut jedes Mal wenn ich ihn berühre.. so als würde der Geist von Indiana Jones direkt in mich fahren…“
Was Einbildung nicht alles ausmachen konnte was? Denn mittlerweile sah der Kerl ihn ziemlich entgeistert an. Zane brachte noch ein paar mehr solcher Anekdoten, bis er den Idioten irgendwann so weit hatte ihm seinen gesamten Besitz an Zoo-Tickets auszuhändigen, damit er ihm diesen Korken verkaufte. Und das war wirklich eine beachtliche Menge, für die er wohl wirklich lange geschuftet haben musste. Schweren Herzens trennte Zane sich also von dem Korken und streifte das Geld ein, verabschiedete sich mit Handkuss von der weniger hübschen Lady und entschwand dann wieder zurück in den privaten Bereich der Bar, um Alice seine Ausbeute auf den Couchtisch zu klatschen.
„und? fragst du mich nun immer noch, ob das mein einziges Talent ist?“
denn mal ehrlich.. so viel gequirrte Scheiße musste einem in so kurzer Zeit erst mal einfallen. Und es bewies auch, dass Zanes Auffassungsgabe ziemlich detailliert und hoch war. denn er hatte durch den Hut sofort darauf geschlossen, dass der Kerl womöglich Indie Fan war. Natürlich war es hoch gepokert und konnte auch mal schief gehen. aber er hatte Glück gehabt und sein Plan war aufgegangen. Und wenn nicht hätte er sich spontan etwas anderes einfallen lassen. womit er Alice hoffentlich bewiesen hatte, dass er tatsächlich so gut war wie er vorgab zu sein. also womöglich ließe sich mit ihm tatsächlich über einen fahrbaren Untersatz verhandeln, nachdem er ihm morgen die Kostproben vorbei gebracht hatte.
das er aber auch noch ein paar andere interessante Angebote zu machen hatte, zeigte sich anhand des Gewürzes für Alice Nüsse~ das er beiläufig erwähnte. Ja, er interessierte sich sehr für seine Nüsse.
„ja, aber vor allem dafür, wie du sie noch gewinnbringender einsetzen kannst~“
Wovon redeten sie noch gleich? Sie nahmen sich beide wohl nichts was das Flirten anbelangte, denn Zane stieg auf Zweideutigkeiten mindestens ebenso gerne ein.
„Aber natürlich habe ich es getestet. Es fügt deinen Gästen keinerlei Schaden zu, außer ihren Geldtaschen. Und da das Gewürz keinen Eigengeschmack oder Farbe besitzt, können sie es niemals nachweisen. Aber wenn du mir nicht glaubst.. teste es an jemandem, der nicht von Nutzen für dich ist“
Denn es wäre sinnlos wenn Zane es probierte. Er könnte ihm das Durstgefühl dann ja nur vorspielen. es brauchte wohl eine neutrale Person, da Alice sich wohl kaum dazu herablassen würde es selbst zu probieren. Und natürlich war es nicht nur ein Gewürz.. es waren im Grunde nichts anderes als Drogen, die sonst jedoch keinerlei Effekt zeigten, bis auf das Gefühl innerlich auszutrocknen. Aber man war nicht drauf oder sonst etwas. Weshalb es schier unmöglich zu beweisen war.
Doch Alice schien durchaus interessiert zu sein, was er ihm auf sehr… anregende Art und Weise näher brachte. Denn Zane ließ ihn gewähren, als er die Hände über seinen Körper wandern ließ und ihm seine Drohung so verführerisch ins Ohr flüsterte, sodass man sie eher als erotisches Versprechen betrachten könnte denn als Warnung. Dennoch hörte er auch den Inhalt heraus, der sich hinter seinen flüsternden Worten verbarg. Schließlich war er kein dummer Teenager, der sich sofort aus dem Konzept bringen ließ, nur weil ein heißer Kerl ihm ein wenig näher kam.
„Ich würde dir nicht von meinen Erfindungen berichten, hätte ich vor dich über den Tisch zu ziehen. Ich erzähle dir davon weil ich den Eindruck habe.. wir könnten wirklich sehr voneinander profitieren“
Indem sie gemeinsam andere über den Tisch zogen sozusagen. Jedoch nicht nur. Immerhin tat Zane beides. Er hatte ein seriöses als auch etwas moralisch fragwürdiges Geschäft am Laufen. Ähnlich wie auch Alice. Weshalb das tatsächlich der Beginn einer wunderbaren Geschäftsbeziehung werden könnte.
Die auch noch einen sehr prickelnden Start hinlegte. Denn es störte ihn wirklich kein Stück das Alice sich an den Knöpfen seines Hemdes zu schaffen machte, mit seinen geschickten Fingern. Und noch weniger das dieser sich auf seinen Schoß schwang. wo er nur hoch in seine tiefschwarzen Augen blickte.
Gänsehaut lief ihm über den Körper als er seinen Lippen so nahe kam und sich darüber leckte, sodass auch Zane eine Kostprobe nehmen konnte.
„zum Naschen… oder vernaschen?“
Stellte er die Gegenfrage und grinste ein wenig dabei. denn die Ware zum Vernaschen saß gerade direkt unter ihm. und für die müsste er nun nicht mal etwas bezahlen. noch ließ Zane aber sogar artig die Finger von Alice und ließ ihn einfach nur gewähren. bis zu seiner sehr.. direkten Aufforderung. Bei welcher Zane einen Augenblick lang schwieg. sich dann aber ein wenig aufrichtete, um nun seinerseits seinen Lippen äußert nahe zu kommen und plötzlich recht trocken entgegen zu hauchen
„womöglich fließt zum Teil irisches Blut durch deine Adern.. aber das macht dich noch lange nicht zu einem Iren. Du, Sugar~ bist durch und durch Brite. Denn ich werde dir zeigen was es heißt ein richtiger Ire zu sein“
Vielleicht klang es gar ein wenig nach einer Drohung, denn anders als die Briten waren die Iren durchaus etwas ungestümer, nicht ganz so piekfein und wohlerzogen. Er nannte Zane schließlich nicht umsonst einen irischen Köter, richtig? dann konnte er diesen Köter nun kennen lernen, denn wenn Zane den Iren tatsächlich raus ließ, blieb wenig von Zurückhaltung und Manieren. Ganz im Gegenteil, denn im nächsten Moment vergrub Zane recht fest die Hand in Alice Haaren und zog seinen Kopf forsch ein Stück nach hinten, um so dessen schönen Hals freizulegen. An welchen er seine etwas rauen Lippen schmiegte. das Leben als Nomade ging eben auch an ihm nicht völlig spurlos vorbei. Jedoch verharrte er nicht lange in dieser Positon, sondern beförderte Alice mit einem Ruck von sich runter, hinab auf die Couch, wo er sich über ihn beugte und ihn in den weichen Stoff drückte, während er sich erneut an seinem Hals verging.

@Alistair Blackwood



You don’t need it? I make you beg for it

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#40

RE: Bar

in Nomadenbereich 02.04.2020 18:02
von Alistair Blackwood (gelöscht)
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Zane konnte es ja gerne mal versuchen, sich einen Vorteil zu verschaffen, nur indem er Alice mit seinen blauen Augen an glubschte, er wäre ja nicht der Erste und wohl ebenso wenig der Letzte, der das probieren würde, der Brite war diese Masche gewohnt, sobald jemand merkte, dass er eine winzige Schwäche für etwas hatte. Dazu gehörte aber weitaus mehr als ein blaues Augenpaar, Alice war, natürlich, ziemlich oberflächlich, er mag schöne Menschen und war weitaus wählerischer dabei, wen er sich ins Bett holte, als es den Anschein erweckte, aufgrund seiner Art stets zu flirten. Teilweise war das aber sein Job hinter der Bar, immerhin wollte, musste, er seinen Gästen doch immer das Gefühl geben, etwas ganz Besonderes zu sein, damit sie zurückkehrten und ihr Geld hier in seiner Bar verprassten! Er hatte eben Charisma, wusste wie man die Menschen um den kleinen Finger wickelte, klappte natürlich nicht bei jedem, doch seine Erfolgsquote sprach für den bildschönen Mann, mit den Augen, die zwei dunklen, endlosen Abgründen entsprachen, in denen man sich schnell verlieren konnte, wenn man nicht aufpasste. Eben genau diese, lagen auf dem irischen Köter, der wohl wirklich nicht länger an sich halten konnte, eine der Kerzen zweckentfremdete und zu singen begann, was man ihm gar nicht zumuten würde auf den ersten Blick. Doch Alice wunderte das nicht wirklich, Zane war selbstbewusst, der weiß genau wo seine Stärken lagen und er war ... Ire. Eine Rampensau durch und durch, wie er bravourös bewies, damit Alice sogar ein Grinsen auf die Lippen zauberte, so gerne er sich auch jemanden wie Alex an der Stange tanzend besah, so fand er den Anblick, den Zane ihm bot, nicht weniger reizvoll, zumal er eine Stimme hatte, bei der sich ihm die Nackenhaare aufstellten. Sie klang so rauchig, dunkel, very sexy und der Text könnte passender kaum sein. Da kam ihm glatt eine neue Idee, womöglich ließe der Ire sich dazu hinreißen in seiner Bar mal aufzutreten, sofern Alice ihm die richtigen Grundlagen dafür bot, womöglich einen irischen Themenabend, so etwas organisierte der Brite schließlich regelmäßig, um seine Gäste, immer wieder aufs Neue, zu begeistern und Kundschaft in die Bar zu locken, die regulär sonst lieber Abstand hielt. Doch ein irischer Abend, wäre nur dann wirklich lukrativ, wenn er einen waschechten Iren aufbieten konnte, die hatten immerhin ein Talent dafür, die Menge anzuheizen und dafür musste Zane wohl kaum an der Stange tanzen. Was nicht hieß, dass er sich nicht trotzdem gerne ausziehen durfte, also Alice für seinen Teil hätte gewiss nichts dagegen bei dem attraktiven irischen Köter, der trotz der schicken Klamotte einfach etwas Räudiges an sich hatte, jedoch auf eine Art und Weise, die eher anziehend, als abstoßend wirkte.
Als Zane beim Refrain dem Briten die Hand reichte, ihn stumm dazu aufforderte, einfach mit ihm zu tanzen, mehr oder weniger, hob er kurz die Augenbraue aber ergriff diese, ließ sich rauf ziehen und die Musik, den Rhythmus im Blut, den Rest erledigen. Natürlich konnte Alice tanzen, sowohl an der Stange, als auch wild, hemmungslos auf der Tanzfläche, ja selbst die Standardtänze aus seiner gehobenen Gesellschaftsschicht beherrschte er bis heute aber die hatte er gehasst, sie waren so steif, so festgefahren, etwas das Alice noch nie mochte. Er liebte Musik, er sang und spielte Gitarre, tanzte gerne und brauchte dafür keine festen Schritt- oder Taktvorgaben. Natürlich war der hübsche Earl sehr gut darin, denn arroganten Snob hervorzukehren aber er war immer schon ein wilder Partylöwe, der es liebte zu feiern, er saß in der VIP-Lounge früher gerne einfach nur auf dem Sofa, genehmigte sich ein paar Drinks, vielleicht einen Joint oder was Aufputschendes zwischendurch, aber ebenso gerne ließ er auf der Bühne, dem Tresen oder der Tanzfläche die Sau raus. Alice brachte seinen Tänzern, egal ob männlich oder weiblich, hier in der Bar mitunter auch erst bei, wie sie ihren Job zu machen hatten, wie man sich richtig bewegt, an der Stange tanzt, was federleicht aussah, aber tatsächlich ein ziemlicher Kraftakt ist, nach dem es jedoch niemals aussehen durfte. Der Brite hatte damals schon, lange vor dem Ausbruch, in Erwägung gezogen eine eigene Bar, einen luxuriösen Nachtclub, zu kaufen, zu gestalten und zu führen aber diesen kleinen Traum, hätte seine Familie sofort im Keim erstickt, wie alles andere auch, was nicht in ihre Vorstellungen, sowie Pläne passte. Nein, es mussten erst Untote herumwandern, bis Alice sich diesen kleinen Traum, recht unerwartet, verwirklichen konnte und das Spiderlily zu seinem kleinen Königreich wurde, indem er das Sagen hatte, außer Scorpion war anwesend, denn der war nun mal im Zoo der unangefochtene King.
Alice begann ein wenig zu schmunzeln, Zanes Worte könnten wahrer kaum sein, der kleine aber feine Unterschied zwischen ihnen, lag wohl wirklich darin begründet, dass der Ire bei weitem nicht so skrupellos ist, wie der Brite, der schon vor dem Ausbruch, rege Kontakte zur Mafia pflegte und auch nicht davor zurückschreckte, jemanden beseitigen zu lassen. Heutzutage, tat er dies in der Regel sogar selbst, falls nötig oder von seinem Anführer gewünscht, denn Alice wurde grundlegend unterschätzt. Er war wunderschön, redete viel aber der Brite konnte unmöglich mit einer Waffe umgehen oder jemandem ernsthaft ein Haar krümmen, nicht wahr? Dass dies ein trügerischer Schein ist, wusste zumindest sein Anführer, ebenso Alexis aber es lag auf der Hand, dass Alice nicht mit seinen kämpferischen Fähigkeiten prahlte, ihm war es recht, wenn jedermann ihn für einen schnöseligen Pfau hielt, der bloß bluffte aber nichts kann. Vermutlich schätzte auch Zane ihn so ein, was dem Briten ganz gelegen kam, es gehörte zu seiner Show dazu, den Leuten das Gefühl zu geben, in Wahrheit keine große Gefahr darzustellen aber Fakt ist, die letzte Dekade hatte ihn nicht ungefährlicher gemacht, für sein Umfeld. Doch sein Interesse an Zane war in erster Linie rein geschäftlicher Natur, solange er ihm keinen Grund gab, hatte der Brite keinerlei Intention, diesem das Leben schwer zu machen, sondern ihm höchstens aus seiner Kleidung zu helfen, bei Gelegenheit. Immerhin kann er sich gut daran erinnern, dass die Iren nicht nur auf dem Tresen im Pub zur Rampensau wurden, mit ihnen konnte man sich wunderbar amüsieren, in vielerlei Hinsicht und die kleine Showeinlage von Zane wirkte überaus vielversprechend.
"Ich bin neugierig, was fehlt mir denn, aus deiner Sicht?"
Das wollte Alice wirklich gerne in Erfahrung bringen, mal angenommen, er wäre tatsächlich nur einer seiner 'normalen' Kunden, was würde Zane ihm andrehen wollen? Eine rein rhetorische Frage natürlich, denn Alice wollte etwas ganz Bestimmtes von Zane aber er war ebenso sehr neugierig, zumal es ihm darüber Aufschluss gab, wie der Ire ihn bislang einschätzte. Der Grund, weswegen der Ire nach Amerika gekommen war, klang nachvollziehbar, erst recht wenn man bedenkt, dass er nicht nur in kleinen Dimensionen dachte, sondern wirklich etwas erreichen wollte damals, ganz offensichtlich mit Erfolg und dazu gehörte auch eine Portion Glück, erst Recht, wenn man, anders als Alice, eben nicht die Kontakte, sowie das Geld, in die Wiege gelegt bekam. Zane hatte sich demnach ganz allein hochgearbeitet, musste mitunter frustrierend gewesen sein aber scheinbar war der Mann hartnäckig.
"Nun, bei der Konkurrenz damals, gewiss kein einfaches Unterfangen aber ich nehme an, du hattest den irischen Bonus und das Glück auf deiner Seite. Hattest du ein vierblättriges Kleeblatt?"
Fragte der Brite ein wenig zynisch, die Iren verband man doch nun mal mit Glück, Kobolden, Guinness und vielen anderen Dingen. Natürlich klang Alice so, als würde er Zanes Werdegang, eher belächeln als bewundern, was bedingt der Fall sein mochte aber tatsächlich respektierte er dessen Hartnäckigkeit, die er an den Tag gelegt hatte, ebenso seine Zielstrebigkeit, denn gerade in Amerika war es schwer wirklich Fuß zu fassen, sowie sich ganz nach Oben zu arbeiten aber der irische Köter hatte dies geschafft. Er konnte also zurecht stolz darauf sein und nach dem Ausbruch, nach den letzten zehn Jahren, konnte Alice nun sogar ein wenig besser solche Dinge nachvollziehen als früher, denn in der neuen Welt brachte ihm sein Adelstitel, sein blaues Blut oder sein Name nichts mehr. Das Spiderlily war das Erste, in seinem ganzen Leben, was er aus ganz eigener Kraft, nur mit seinen Ideen, seinem Stil und seinen Fähigkeiten, zu der sündhaften Oase gemacht hatte, die sie jetzt ist und es gab noch so viel, was er tun wollte mit ihr. Er hat sich seinen Platz hier im Zoo, entgegen der Gerüchte, hart erarbeitet, erkämpft und nicht nur bekommen, weil er bildschön anzusehen ist, denn Aussehen allein, brachte einem nicht solch Spitzenposition ein, die Alice hier innehatte.
Das Zane im Gegenzug wissen wollte, was den Briten hier herverschlagen hat, ließ diesen schnauben aber die Antwort brachte ihn schon nicht um, zumal etwas Smalltalk mit einem anderen Inselbewohner ganz erquickend sein konnte. Immerhin verstand Zane seine Abneigung Amerika gegenüber oder zumindest dessen Bewohnern, wenngleich der Ire den wahren Grund dafür, sehr wahrscheinlich, niemals erfahren wird, denn das Letzte was Alice gedachte zu tun, war diesem sein Herz auszuschütten, denn dafür müsste man eines haben!
"Meine Verlobte war damals der Grund, sie wollte unbedingt Urlaub in Florida machen und shoppen gehen, für die bevorstehende Hochzeit."
Er schnalzte mit der Zunge, rümpfte dabei leicht die Nase angewidert, da er keinerlei Hehl daraus machte, wie sehr es ihn angekotzt hatte, bis heute wohlgemerkt. "Und bevor du fragst, ja, ich bin stockschwul Sweetheart aber es war ein politisch motivierter Zusammenschluss meiner Familie, sowie der ihren. Wenn sie zum Tee bei meinen Eltern war, habe ich meistens mit Alex gevögelt."
Gleichgültig zuckte er die Schultern, denn er verbrachte, die letzten Jahre vor Ausbruch, oftmals die wenige Freizeit, die er als Politiker hatte, mit Alexis und mimte nur in der Öffentlichkeit den perfekten Verlobten. Zumindest gefühlt hatte er manchmal mehr eine Beziehung mit dem schönen Briten, als mit seiner blonden Verlobten Charlotte, die ebenso wie Alice, natürlich aus adligem Hause stammte und somit eine Eheschließung allen voran ihre Väter glücklich machte. Gut, Alice war ein ausgezeichneter Schauspieler, vermutlich liebte Charlotte ihn damals wirklich, er war charmant, witzig, behandelte sie wie einen seltenen Schatz, trug sie auf Händen und es war doch so romantisch, dass er erst mit ihr schlafen wollte, nach der Eheschließung, nicht wahr? Sie hatte keine Ahnung, dass er homosexuell ist.
Sein Mundwinkel zuckte nach Oben, sein Blick glitt noch einmal rüber zur Stripperstange, dann zurück zu Zane.
"Tja, komm einfach öfter vorbei, vielleicht gebe ich dir dann eine Privatvorstellung, Sweetheart."
Alice schloss es nicht aus, warum auch? Er tanzte gerne, auch an der Stange, jedoch privat versteht sich, denn er war hier der Boss und würde die Gäste gewiss nicht auf diese Art bewirten. Bei Zane jedoch sprach nichts dagegen, diesem eine Vorführung zu geben und einen heißen Lapdance, wenn er wollte, wobei der Brite sich sicher ist, der hübsche Ire würde dagegen keinerlei Protest einlegen. So wie er ihn einschätzte, täte es ihm sicherlich gefallen, allen voran, weil er jemand zu sein schien, der es sehr mochte, wenn man ihn bewunderte, begehrte und ihm etwas Honig ums Maul schmierte, nur um diesen dann abzulecken.
Etwas das Alice ihm durchaus bieten konnte, immerhin verlangte ja keiner, dass sie deshalb gleich heiraten und in den Sonnenuntergang hinein reiten, wobei der Brite gewiss nichts dagegen hätte, den Iren mal zu reiten.
Zumindest seinen Stolz hatte er gepackt, alles andere war bloß eine Frage der Zeit.
Alice erhob sich nun sogar, folgte zum Eingang des VIP-Bereiches und lehnte sich, die Arme vor der Brust verschränkt, mit der Schulter gegen den Türrahmen, seine dunklen Augen folgten dem Iren, der wirklich einen Korken unters Volk bringen will? Natürlich hatte er berechtigte Zweifel, denn es war totaler Schrott, das konnte man höchstens an Kinder verticken, die daraus nen Stempel basteln können oder keine Ahnung, diesen an eine selbst gemachte Angel dran machten aber einem Erwachsenen? No fucking Way! Okay, womöglich sollte Alice das noch mal überdenken, denn er fasste es nicht, als er beobachten konnte, wie Zane es schaffte, diesen jämmerlichen Korken, an den Mann zu bringen, obwohl er zuerst die Frau anquatschte aber ganz offensichtlich, war sie nur Mittel zum Zweck. Wow, im Ernst, Alice dachte wirklich, er redete schon verdammt viel und mitunter ziemlichen Mist, als ehemaliger Politiker seine leichteste Aufgabe, doch Zane schoss ja mal den Vogel ab. Der zwar ein Weilchen brauchte aber tatsächlich ohne Korken, dafür mit Zoogeld, zu ihm zurückkam und der Brite zur Seite trat, damit sie sich wieder zurückziehen konnten. Dabei zog er auch die Tür hinter sich zu, ehe der schwarze Vorhang aus Samt, wieder davor fiel und sicher war, dass vorerst niemand stören würde, außer der Boss selbst, würde nach Alice verlangen.
Noch sagte er nichts, sondern betrachtete Zane einfach nur überaus argwöhnisch, anschließend wanderte sein Blick zur Ausbeute, die der Ire auf den Couchtisch knallte und langsam hob er die Hände an, um diesem tatsächlich beeindruckt zu applaudieren, bevor es Alice war, der total überspitzt, eine tiefe Verbeugung vollführte.
"Ich bin beeindruckt, für einen irischen Köter, hast du wahrlich ein Talent dafür, den Leuten den größten Schrott anzudrehen."
Sich wieder aufrichtend, trat er an Zane heran, ein schwaches Grinsen huschte ihm dabei über die sinnlichen Lippen, welche er mit der Zungenspitze befeuchtete und sein Blick dabei, für wenige Sekunden, an dem Iren hinab wanderte aber sich letztendlich wieder in seine blauen Augen richtete. "Harrison Ford also, ja? Und du lügst, ohne Rot zu werden, du hättest Politiker werden sollen, Sweetheart~." Meinte Alice frech grinsend und zwinkerte ihm zu, denn in dem Metier hätte Zane vermutlich auch Fuß fassen können! Es hätte den Briten zumindest nicht groß überrascht.
Gut, heut zutage waren Politiker wohl weniger gefragt, denn allein vom Reden füllte sich die Kasse des Spiderlilys nicht, weshalb Alice auch mehr daran interessiert war, was Zane an Spirituosen zu bieten hatte, immerhin hieß es doch stets: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen, wobei Alice gerne mal die Reihenfolge änderte, natürlich abhängig von seinem Geschäftspartner. Der in diesem Fall auch nicht um einen Flirt oder Zweideutigkeiten verlegen ist, das gefiel ihm ziemlich gut, offenbar würden er und Zane wirklich viel Spaß haben als Geschäftspartner, schließlich sprach nichts dagegen, auch mal einen zusammen zu trinken, nicht wahr? Auch wenn Alice ganz andere Dinge im Kopf hatte, wenn sich Zanes Lippen bewegten, dem er sehr aufmerksam zuhörte, keine Frage aber das hinderte sein Kopfkino nicht daran, sich ganz andere Dinge auszumalen, welche der räudige irische Köter mit ihm machen dürfte.
"Einverstanden, dann bring mir eine kleine Probe davon das nächste Mal mit, dann teste ich es und womöglich kommen wir dahingehend auch ins Geschäft." Alice war für solche kleinen gemeinen Tricks durchaus zu haben, wenn es den Profit steigerte, sowie unschädlich war, denn seine Gäste waren durchaus wichtig, ohne sie rollte der Rubel schließlich nicht! Und ohne Gäste wäre eine Bar ziemlich unnütz, ergo wäre sein Platz hier gefährdet, weshalb er das Zeug definitiv an jemandem testen ließe, der entbehrlich ist, womöglich würde er etwas davon auch analysieren lassen, sofern das noch möglich war heutzutage aber der Zoo war fett im Drogengeschäft. Da wäre es doch gelacht, wenn man mit dem Zeug nichts anfangen kann, aber soweit griff Alice nicht vor in der Regel, schließlich weiß man nie, was der morgige Tag bringt oder die nächsten zehn Minuten.
Abgesehen davon, war Zane ihm nicht unsympathisch, also vielleicht würde er ihn doch nicht übers Ohr hauen.
Über den Tisch ziehen wohl eher, allerdings aus anderen Gründen, obschon das Ledersofa auch nicht so übel ist und Alice Gedanken durchaus etwas mehr abschweiften, vor allem da er, trotz des Hemdes, dass Zane wirklich gut stand, durchaus ertasten konnte, dass sich darunter ein sportlicher Körper zu befinden schien und das machte ihn unfassbar neugierig, weshalb der Brite es sich nicht nehmen ließ, dessen Knöpfe zu öffnen, sowie sich auf dessen Schoß zu schwingen.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und das Leben ist zu kurz, um sich eine gute Gelegenheit entgehen zu lassen.
Die Leute im Zoo kannte Alice, ebenso die meisten Nomaden, zumindest jene, die bereits regelmäßig hier verkehrten aber Zane war neu, somit durchaus aufregend, er machte den Briten neugierig und ja, seine Schwäche für blaue Augen, spielte da wohl ein wenig mit rein. Die waren aus der Nähe betrachtet, nämlich wirklich sehr schön aber wohl nicht das Einzige, was sich lohnte anzusehen, zugegeben, der Brite wollte nicht nur gucken, sondern viel lieber noch anfassen und herausfinden, was sich da noch so alles unter der schicken Kleidung von Zane verbarg.
"Warum nicht beides?"
Alice war ein wenig gierig vielleicht? Warum sollte man sich mit dummen Entscheidungen herumärgern, wenn man einfach Beides haben oder sich nehmen kann? Er verstand manche Leute dahingehend nicht, jene die Skrupel hatten oder sowas wie Moral, Ethik, das schränkte in vielerlei Hinsicht so stark ein, diese Leute mussten sich doch zu Tode langweilen. Etwas was Alice gewiss nicht tat, der sich erneut die Lippen leckte und Zanes Hemd gänzlich aufknöpfte, nachdem dieser sich etwas aufgerichtet hatte, dessen trockene Art ihn nicht im geringsten hinderte oder gar davon abhielt, ungeniert, frech und dreist wie er ist, die Hände unter den Stoff zu schieben. Seine dunklen Augen wanderten ein Stück hinab, blieben hängen an den, sich bewegenden, Lippen des irischen Köters, während der schöne Brite, seine Hände Zanes Bauch hinauf wandern ließ, die schön definierte Brust erfühlen konnte und erst auf seinen Schultern zum Erliegen kamen. Kein Zweifel, der Köter aus Irland war wirklich ein stattlicher Leckerbissen, dem Alice fast schon garstig fauchend, wie eine wütende Raubkatze, begegnete, kaum, dass dieser ihm in seine schönen Haare fasste, da schlug er reflexartig die 'Krallen' in dessen breite Schultern und biss sich auf die Unterlippe.
Er mochte es durchaus etwas härter, wild, ungestüm und ließ den Iren daher auch gewähren, seinen Kopf zurückziehen, was seinen Hals offener darbot, zuvor noch fauchend, wie eine Raubkatze, entlockten ihm die, spürbar raueren Lippen, die sich an seiner makellosen, weichen Haut vergingen, ein erregtes Keuchen. Hell yes, Alice lag wirklich nicht falsch damit, wenn er Zane einen irischen Köter nannte und das missfiel ihm nicht im geringsten.
Auch wenn dieser ihn doch etwas überraschte, als er ihn einfach zur Seite aufs Sofa stieß, auf dem er gerade mal zum Erliegen kam und prompt den Iren über sich hatte, was Alice ein süffisantes Grinsen auf die Lippen zauberte, er den Kopf zurück ins lederne Sitzpolster drückte, nur um Zane mehr Angriffsfläche zu bieten. Seine rauen Lippen fühlten sich gar nicht so schlecht an seinem Hals an, um ehrlich zu sein, empfand der Brite es als prickelnd, es bescherte ihm eine leichte Gänsehaut, nebenbei packte er dessen Jackett, samt Hemd mit beiden Händen und zog ihm den lästigen Stoff von den Schultern. Im Anschluss musterte er den Iren etwas, seufzte erregt und schlang die Beine um dessen Hüfte, zog ihn ruckartig dichter an sich, drängte sich diesem provokant entgegen, ließ seine Hände Zanes Rücken erkunden, wo er unter den Fingerkuppen deutlich spüren konnte, was für eine schöne Rückenmuskulatur dieser besaß. Er war definitiv Nomade und niemand, der auf der faulen Haut lag das ganze Jahr, er hatte einen sportlichen Körperbau, ziemlich stattlich, deutlich kräftiger als Alice, der nun auch noch etwas schlanker, sowie kleiner war, als der Ire. Dafür aber nicht weniger darauf achtete in Form zu bleiben, der Schönling verbarg unter seinem Anzug den athletischen Körperbau eines Tänzers, würden die Meisten wohl sagen, dabei war er tatsächlich ein sehr guter Nahkämpfer, der regelmäßig Sport betrieb und nicht nur an der Stange tanzte, um fit zu bleiben. Dass er auf die Vierzig zuging, sah man weder seinem Gesicht, noch seinem Körper an. Als sich seine Hände bis zu Zanes Schulterblättern hinauf getastet hatten, ließ der unverschämte Brite, es sich nicht nehmen, die kurz gehaltenen Fingernägel dennoch in seine Haut zu graben, bevor er die Hände hinab zog und ihn kratzte, rote lange Striemen hinterließ, zu allem Überfluss auch noch dabei unschuldig drein schaute, mit seinen schwarzen Augen, als könne er kein Wässerchen trüben. Ja, er ist ein eitler Pfau aber in Wahrheit war Alice mehr ein Gepard und die zogen ihre Krallen niemals ein, weshalb der Köter vielleicht auf der Hut sein sollte, sofern es ihn nicht störte, allerdings machte er nicht den Eindruck, als wäre er aus purem Zucker, sondern ebenso robust, wie er anmutete, vor allem mit nackten Oberkörper.



@Zane Silberman


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