Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Wetterbericht

Herbst ... Gerade noch habt ihr euch in der Sonne gebräunt, schon fallen die ersten bunten Blätter. Tja, das Leben zieht viel zu schnell an uns vorbei. Es wird kühler, es regnet viel. Stürme dürfen auch nicht fehlen und die Vögel ziehen in den Süden. Bereitet euch auf den Winter vor, dieser kommt schneller als ihr denkt!

🍁 Der Herbst rückt immer näher. Blätter fallen, es wird kälter, Zeit um Vorräte zusammeln 🍁
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

🍁 Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da, ehe ihr euch in die Registrierung begebt 🍁

An Aus

#1

Wohnraum

in leerstehende Hütte 03.11.2019 21:18
von Riley Murphy (gelöscht)
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Am Eingang.


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#2

RE: Wohnraum

in leerstehende Hütte 03.11.2019 22:15
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich war schon wieder eine Weile zurück und hatte bereits die Kleinsten zum Schlafen hingelegt. Es war zwar noch nicht wirklich dunkel draußen, aber der Tag war anstrengend. Mein Großer war fleißig dabei seine Schulaufgaben zu erledigen und Caroline tat das selbe. Akademiker würden wohl nie aus ihnen werden, da machte ich mir nichts vor, aber sie waren in dem Alter um lesen und schreiben zu lernen. Hier im Dorf konnte ich sogar mit einer Belohnung locken. Darauf mussten sie vorher leider immer verzichten. Ich befürchtete nur das ich sie zu sehr verwöhnte, jetzt wo ich die Möglichkeit hatte. Allerdings tat ich es viel zu gerne.
Ich saß neben den Beiden am Tisch und lugte ab und an mal über das alte Papier auf dem sie schrieben. Es wurde immer besser. Was mich doch ziemlich stolz machte. Normalerweise fiel es mir selbst schwer anderen etwas beizubringen und da machten meine Kinder keine Ausnahme. Jedoch war ich geduldig und fand es wichtig das sie wenigstens das Mindeste allein konnten. Anziehen, essen und trinken war dagegen ein Kinderspiel. Vielleicht weil sie damit aufgewachsen waren. Es war normal gewesen und ist es eigentlich noch. Nebenbei strickte ich ein paar Socken und fragte mich wo ich die nächste Wolle hernehmen sollte. Ich wusste zwar wie man überlebt, aber nicht wie man wollte selbst weiterverarbeitete. Auch wenn das hier im Dorf alles irgendwie und irgendwann normal sein würde. Ich brauchte keinen Luxus. Nicht einmal fließendes Wasser. Aber ich musste zugeben das es in manchen Fällen wirklich sehr praktisch sein konnte. Leider war dem nicht so.
Es war ziemlich still. Außer dem Gekratze der Stifte und hin und wieder ein leises, helles Schnarchen aus dem Nebenzimmer war nichts zu hören. Dabei stieg mir in den Sinn das meine Kinder vermutlich noch nie wirklich Musik gehört hatten. Mein Gesang natürlich, in Form von Schlafliedern, ab und an ein einfaches Instrument, aber nicht wie ich es in dem Alter konnte. Ich schlug die Beine übereinander als ich aus dem Fenster sah. Nur zufällig erkannte ich ein paar Leute die vorübergingen. Irgendwie kam es mir noch surreal vor ein friedliches Dorfleben direkt vor der Nase zu haben. Außerhalb der Mauern ging der Tod um und hier wirkte alles sehr friedlich. Dabei stand ich gedankenverloren auf und grinste ganz leicht vor mich her, als ich näher zum Fenster ging. Ganz zufällig erkannte ich da Grace. Es sah so aus als würde sie zu uns kommen wollten, allerdings war ich mir nicht sicher weshalb ich erst einmal abwartete welche Richtung sie einschlug. Ich wollte nicht wie ein Depp an der Tür stehen und darauf warten das sich jemand zu mir traute. Obwohl ich mich freuen würde.



@Grace Evans


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#3

RE: Wohnraum

in leerstehende Hütte 09.11.2019 15:03
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Zeitsprung von einem Monat

Schlafbereich Grace =>

Nachdem die Kinder auf der Welt waren, war nicht nur Grace erledigt. Auch ihr Bruder @Seth Evans hatte sich körperlich wie psychisch verausgabt. Grace hatte ihren Körper an die Grenzen gebracht, um die zwei engelsgleichen Kinder auf die Welt zu bringen, doch währenddessen hatte sie immer Sorge gehabt, dass sie nicht gesund waren oder gar tot zur Welt kamen. Raven hatte ihr zwar versichert, dass der Herzschlag der Kleinen stark war und man auch beide und nicht nur ein Herz schlagen hören konnte. Doch die letzte Untersuchung war vor wenigen Wochen gewesen, also hätte viel passieren könnten. Zumal die Geburt nicht nur für die zwei Erwachsenen anstrengend war. Und diese kleinen Geschöpfe waren auch noch so klein und zerbrechlich.
Doch alles lief gut und Juan und Lily waren wohlauf. Völlig erschöpft lag Grace nach Ravens Untersuchung auf dem Bett, kurz versuchte sie noch ein Gespräch mit Seth aufzubauen, doch auch er war müde. Er legte sich zu ihr aufs Bett und gemeinsam schliefen sie dann ziemlich schnell ein. Wenige Stunden waren ihnen vergönnt, dann brauchten die beiden Kinder ihre Aufmerksamkeit, sie hatten zuerst Hunger, später mitten in der Nacht ebenfalls und sie brauchten eine neue Windel.
Ab diesem Tag war dies die Routine von Grace und auch Seth, er ihr mit den Kindern etwas half. Schließlich war sie alleinerziehende Mutter. So richtig durfte sie sich jedoch nicht so nennen. Das ganze Dorf und erst Recht ihre Familie half ihr, wo sie nur konnten. Also war sie auf jeden Fall nicht alleine. Nach den ersten Wochen mit den Neugeborenen zogen Seth und Grace auch zusammen in ein altes Farmhaus. In den abendlichen Gesprächen, wo die Kinder schliefen, redeten die beiden Geschwister viel miteinander und Grace half ihrem Bruder ins Hier und Jetzt zu finden. Sie riet ihm Farmer zu werden, da aufgrund seiner Vergangenheit Menschen ihm dann doch schnell zu viel wurden. Die Arbeit mit den Tieren, der Erde und den Pflanzen konnte ihm da dann helfen. Zudem war dies ein schweißtreibender Beruf, der zumindest von der körperlichen Verausgabung seinem alten Beruf, dem Bauarbeiter glich. Dadurch dass sie zusammen lebten und er einen ähnlichen Beruf wie früher ausübte, würde er sich eher an diese Zeit erinnern als an die letzten Jahre bei der grausamen Gruppe, die ihn gebrochen hatte.
Vor dem Umzug waren ein paar Sachen passiert, die Grace etwas aus der Bahn warfen, doch da ihre Kinder momentan wichtiger waren und jede Minute ihres jetzigen Lebens vereinnahmten, stellte sie ihren Kummer und Schmerz hinten an. Dies hatte sie schon zuvor mit dem Tod von Juice ebenfalls getan, da sie Sorge hatte, ihre Trauer könnte einen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder in ihren Bauch haben.
Vor wenigen Wochen war Leif verstorben, er hatte sein Leben gegeben, damit Skadi, seine Tochter, einen Beißerangriff überleben konnte. Dies war kurz nach der Geburt passiert. Gerne hätte Grace sich von ihrem Freund und Anführer verabschiedet. Schließlich hatten sie täglich zusammen gearbeitet und auch abends noch lange intensive Gespräche geführt. Dem Mann verdankte sie diesen sicheren Ort hier und auch, dass sie besser mit dem Tod von ihrem Ehemann umgehen konnte. Doch die Geburt war für ihren schmächtigen Körper sehr anstrengend gewesen und die Kinder brauchten gerade ihre Mutter, weswegen die Evans nicht zu Leifs Totenbett und zu dessen Beerdigung gehen konnte.
Kurz darauf verschwanden Raven und @Lyanna Lockhart . Raven verkraftete wohl den Tod seines Freundes nicht und Lyanna… da wusste sie nicht so genau, was sie aus Balar vertrieben hatte. Sie hatte einfach ihre neue Familie, ihren Eheman und ihren Neffen und ihre Nichte zurückgelassen ohne ein Wort zu sagen. Man hätte annehmen können, dass sie bei der Plünderungstour ums Leben gekommen war, doch es fehlten zu viele Dinge im Haus, die Lyanna für das Leben als Nomadin brauchte. Würde der Kummer und die Führsorge für ihre Kinder nicht überwiegen, so würde die Wut sie übermannen. Hier hatte ihre ehemalige Schwägerin doch alles was man in der heutigen Zeit sich nur wünschte. Wieso ließ man also alles hinter sich und verletzte somit die nahestehenden Menschen. Hätte sie ihnen wenigstens etwas gesagt oder einen Brief geschrieben, wo sie alles erklärte. Doch so war, es als hätte es die Dunkelhaarige nie in ihrem Leben gegeben, nur das Roans Herz gebrochen war. Die beiden hatten schließlich geplant erneut zu heiraten.

An dem heutigen Tag jedoch widmete Grace sich nicht ihren Brüdern, sondern nur ihren Kindern. Schon vor der Geburt hatte sie Paten ernennen wollen. Falls ihr und ihrer Familie mal etwas passierte, so hätten die Kleinen noch weitere Personen, die sich kümmern würden. In Balar würde zwar jeder Lilian und Juan aufnehmen und wie sein eigenes Kind aufziehen, doch alte Sitten und Riten brachten einen noch näher an die Zeiten vor der Seuche und zeigten nur noch mehr, dass in Balar ihnen ein ruhiges, friedliches und normales Leben gegönnt war.
Eigentlich hatte Grace Leif zu dem Paten von einem der Zwillinge ernennen wollen. Doch durch seinen Tod hatte sich dies geändert. Schon vor seinem Tod hatte sie diesen wundervollen Mann geehrt indem sie ihren Sohn nach ihm benannt hatte. Zumindest vom zweiten Namen her. Nun war Juans Zweitname um einiges mehr geprägt worden und trug ein Erbe und eine Geschichte mit sich, die traurig war, aber auch zeigte, wie aufopferungsvoll sein Namensgeber gewesen war.
Statt Leif ernannte sie nun @Duo und Riley zu dem Paten von Lilian Rose Evans. Juan hatte @Malia Wrench und @Taavi Ketilsdottir als Paten bekommen. Die beiden Schneider wären ein schöner Einfluss auf das kleine Mädchen, was hoffentlich den lebensfrohen Charakter von Grace bekam. Malia und Taavi waren beide Kämpfer, Krieger. Sie sollten ihren Sohn stark machen, sodass er wie sein Vater seine Familie beschützen konnte. Zwar würde sich der Charakter ihrer Kinder erst noch zeigen, doch Grace erhoffte sich, dass in ihren Kindern der Geist ihrer Eltern weiterleben würde. Allerdings wäre sie auch nicht traurig, enttäuscht oder wütend, wenn es ganz anders kam. Hauptsache die Zwillinge überlebten. Nur das zählte noch für die frischgebackene Mutter.
In dem ganzen Monat, wo Leif verstarb, Raven und Lyanna verschwanden und sie mit Seth zusammenzog, beschloss sie für sich selbst, wer die Paten werden sollten. Heute würde sie zu Riley gehen, die inzwischen eine gute Freundin geworden war. Die Blondine hatte ihr die Angst vor der Geburt genommen oder zumindest einen großen Teil davon und ihr zudem gezeigt wie man eine Mutter war. Immer wieder hatte die hochschwangere Grace ihrer Freundin mit den fünf Kindern geholfen und so einiges gelernt. Wie sie mit den Kindern sprechen musste, wenn es um etwas wichtiges ging. Wie man sie beschäftigte. Und wie man ihnen allen die gleiche Aufmerksamkeit gab, ohne das sich einer benachteiligt fühlte. Riley hatte zwar drei Kinder mehr als Grace, alle unterschiedlich alt, doch auch für die Zwillinge würde es wichtig sein, dass man sie gleich behandelte und niemanden bevorzugte. Es gab immer besondere Fälle, doch im normalen Leben würde sie es machen, wie Riley es tat. Denn in den Augen der Evans war die blonde Mehrfachmutter eine bezaubernde Mutter und ein Vorbild für die Künstlerin. Diese Frau hatte es schließlich geschafft in der heutigen Zeit fünf Kinder großzuziehen und das unter den schrecklichsten Umständen.
Mit Juan und Lilian an ihren Körper mit zwei Tüchern gebunden, damit sie die Körperwärme und die Nähe ihrer Mutter spürten, ging sie durch das Dorf zu Riley. Zu ihrem Glück brannte das Licht in dem Haus, sonst wäre sie den Weg umsonst gegangen. Doch wie früher einfach schnell anrufen oder eine Nachricht zu schreiben ging schlecht. Entweder man verabredete sich beim letzten Treffen oder bei einem zufälligen Plausch auf der Straße oder man versuchte eben sein Glück.
Zielsicher ging die zweifache Mutter auf das Haus zu. In einer kleinen Hängetasche befanden sich Windeln für den Notfall und eine große Decke, worin sie die Kleinen einwickeln konnte, wenn sie bei Riley angekommen war. Zudem etwas Garn und Leder , den Grace im Austausch gegen Wolle von den Gerbern und Handwerkern bekommen hatte. Seth hatte vor wenigen Tagen die Schafe geschoren, Grace hatte anschließend die Wolle unter die Bewohner gebracht. Die Schneider, die die Wolle zur Garn weiterverarbeiten konnten, bekamen sie, sowie die Gerber, die das ebenfalls konnten. Da sie immer wieder durch das Dorf lief, um ihre Kinder zum Einschlafen zu bringen, hatte sie gleich angeboten, dass sie ihr andere Ressourcen mitgeben konnten, die sie an die richtigen Personen verteilen konnte. Wenn sie eh schon durch die Gegend lief, konnte sie dabei den anderen etwas Arbeit abnehmen. Dadurch hatte sie neue Utensilien für Riley und Duo mit dabei. Zwar nur fünf Garnknäule und zwei ganze Lederstücke, doch die beiden hatten sicherlich eh noch genug bei sich.
Bei der Tür angekommen klopfte sie höflich. Bei den Saviors wäre sie nun einfach hereingeschneit, doch dieses Verhalten hatte sie sich zum Glück schon im Cottage nach dem Fall der Erlöser abgewöhnt. Dies kam nämlich nie gut und man konnte in Situationen kommen, die für alle Beteiligten unangenehm waren. Bei den Saviors hatte sie kein Schamgefühl mehr gehabt. Sie war eine der wenigen Frauen im Außenposten gewesen. Man hatte sich einfach an das Verhalten der Männer angepasst. Sowie eben sie sich das Klopfen damals abgewöhnt hatte, da dies dort eh niemand getan hatte.
Da Grace in Gedanken gewesen war, hatte sie nicht mitbekommen, wie ihre Freundin am Fenster ihre Ankunft eh schon mitbekommen hatte. Während sie die wenigen Sekunden abwartete bis ihr die Tür geöffnet wurde, strich sie Juan und Lilian liebevoll über den Kopf, bis dann Riley vor ihr erschien.
„Hey, Riley! Ich hoffe ich störe nicht!“, begrüßte sie die Blondine auch gleich und umarmte sie liebevoll. Dabei achtete sie natürlich darauf, dass sie nicht ihre Kinder zwischen ihren Körper einquetschte, doch diese glucksten nur glücklich vor sich hin.
„Wir haben uns ja auch schon wieder ein paar Tage nicht gesehen, weswegen ich einfach mal vorbeischauen wollte.“, erklärte Grace und kam dann auch schon zum eigentlichen Grund ihres Besuchs: „Zudem hätte ich eine Frage an dich, sowie ein bisschen Material für dich und Duo.“
Sanft lächelte sie ihre Freundin an und hoffte sie überfiel mal nicht wieder sie. Oft plapperte die Evans gerne, wenn sie nervös war, jemanden zu stören.
„Kann ich reinkommen?“, fragte sie dann.

@Riley Murphey

// nicht wundern ich hab das Ende von Seths Play noch mit einbezogen, weswegen es auch so lange geworden ist ^^


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#4

RE: Wohnraum

in leerstehende Hütte 15.11.2019 11:29
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich freute mich sichtlich das Grace wirklich zu uns wollte. Es war also auch kein Wunder das ich nach ihrem ersten Klopfen gleich die Tür für sie öffnete. Ein breites Lächeln ging dabei über meine Lippen. "Klar, komm rein zu uns." Ich trat bei Seite damit sie ungehindert reinkommen konnte und schloss die Tür gleich hinter ihr wieder. Da die Zwillinge erst wenige Wochen alt waren, waren sie auch noch sehr anfällig. Also besser kein Durchzug. Genau erwiderte ich ihre Umarmung und konnte nicht anders als die zwei Neulinge noch einmal zu begutachten. "Danke, ich nehm dir was ab." Ich legte das Leder und die Knäule auf den Tisch neben die Aufgaben von Aiden und Caroline. Die Zwei blickten natürlich auf und beobachteten Grace mit ihren Kindern. Für sie war das leider weder etwas Neues, noch etwas sehr Besonderes. Man konnte ihnen nicht vorhalten das sie in dem Alter gerade nicht mehr so viel mit Babys am Hut hatten. Immerhin war ihre Kindheit damit geprägt worden. Das Dorfleben ermöglichte ihnen erstmalig so zu sein wie sie es selbst wollten. Und ich würde jeder Zeit für sie einstehen, keine Frage.
Trotzdem war ich von den kleinen Zwillingen begeistert und grinste weiter vor mich her. "Magst du irgendwas? Ich kann schnell Wasser aufsetzten." So unheimlich kalt war es zwar noch nicht, aber ich zog es vor das Wasser lieber abzukochen. Wenn ich schon die Möglichkeit hatte ein paar Gefahren zu eliminieren. Duo würde sich auch garantiert über das Leder freuen. Seiner Kreativität waren da ja keine Grenzen gesetzt und zweifelsohne würde er daraus etwas fantastisches zaubern. Nur musste er noch etwas darauf warten. "Was wolltest du mich denn fragen?" Natürlich war ich neugierig. Mit einer Geste meiner Hand bot ich ihr den nächsten Stuhl an und fragte mich was das wohl sein würde. Wollte sie noch mehr über Babys wissen? Fast konnte ich mir das nicht vorstellen. Bei unseren Gesprächen hatten wir schon sehr viel erläutert. Eigentlich war es auch ein kleines Wunder das wir uns nach so kurzer Zeit schon so gut verstanden. Das kannte ich nicht und war mir irgendwie immer noch neu. Dabei holte ich schon einen weiteren Becher her.
Ich wuschelte Caroline durch die Haare und erlaubte den Beiden eine Pause. Vermutlich konnten sie sich jetzt sowieso nicht mehr so sehr konzentrieren. Während Aiden sich um das heiße Wasser kümmerte, lünkerte Caroline immer wieder über die Schulter von Grace um die Babys dann doch genauer sehen zu können. "Wie kommst du zurecht? Dein Bruder macht sich gut als Babysitter?" Ich kicherte leicht dabei. Das Seth gut mit den Babys umging bezweifelte ich nicht. Nur hatte ich ihn eben als absoluten Kämpfer und einzelgängerisch in Erinnerung. Trotzdem hatte er sich damals schon sehr fürsorglich um meine Kinder gekümmert. Auch wenn das nur eine kurze Zeit gewesen war. Ich kannte Roan und Tyler noch nicht so gut, aber eine gewisse Fürsorge lag wohl einfach bei ihnen in der Familie. Keine schlechte Eigenschaft. Selbst heutzutage. "Darf ich dir noch was abnehmen?" Ich nickte mit dem Kinn auf eines der Bündel ihrer Kinder. Gleichzeitig war ich ganz froh das meine Kleinen einen gesunden Schlaf entwickelt hatten und vom Klopfen nicht aufgewacht waren. Auch wenn ich jedes Einzelne abgöttisch liebte, war etwas Ruhe gerade doch etwas förderlicher. Ich setzte mich an den Tisch neben Grace und wartete neugierig darauf weshalb sie gekommen war.



@Grace Evans


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#5

RE: Wohnraum

in leerstehende Hütte 02.12.2019 23:25
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Lange, nicht wenige Sekunden, nachdem Riley Grace hereingebeten hatte, betrat auch schon die Evans den geheizten Raum. Es war zwar zum Glück noch nicht Winter, doch langsam wurde es kühler. Die Zwillinge wollte Grace deswegen nie länger als notwendig im Kalten lassen. Nicht dass sie noch in dem zarten Alter krank wurden. Ihr Arzt hatte sie verlassen. Zwar kannten sich andere Dorfbewohner wie Anouk und Skadi ebenfalls etwas im medizinischen Bereich aus, doch nur was die Kräuterkunde betraf. Immer noch sehr wirksam, doch wollte die Brünette gar nicht herausfinden, ob die Kräuter auch ihren Dienst tun würden. Also hieß es für sie, rein in die warme Bude von Riley. Eine kurze Umarmung später, sah sich Grace noch schnell im Raum um, wo Rileys Kinder sich aufhielten. Währenddessen nahm Riley ihr auch etwas Gepäck ab.
„Hey, Aiden und Caroline!“, grüßte sie die beiden fleißigen Kinder, die an irgendwelchen Hausaufgaben dran saßen. Sanft strich sie dabei über die Köpfe ihrer eigenen Kinder, welche von den beiden beäugt wurden.
„Ethan, Robyn und Amelie sind schon im Bett?“, fragte Grace nach. Dadurch dass es inzwischen früher dunkel wurde und die Zwillinge sie Tag und Nacht wach hielten, hatte sie jegliches Zeitgefühl verloren. Allerdings interessierte es sie trotzdem, damit sie später einmal, wenn Juan und Lily in dem Alter angekommen waren, die Kinder zu gesitteten Zeiten ins Bett bringen konnte. Schließlich konnte sie in der heutigen Zeit nicht einfach mal schnell googeln, welche Uhrzeit denn eine gute war oder sich schnell ein Ratschlag-Buch für Eltern kaufen. Nun musste sie jede Quelle nutzen, die sie fand und in den meisten Fällen war es nun einmal Riley. Andere Kinder gab es im Dorf nicht, bis auf Skadi und ihren Neuzugang Leonas. Doch Skadi hatte einen Vater gehabt, der eine komplett andere Richtung in der Erziehung eingegangen ist als so viele andere Eltern. Riley hatte zudem fünf Kinder und meisterte dies mit Bravour.
Auf Riley Frage hin, ob sie etwas zu Trinken haben wollte, nickte Grace zögerlich. Sie war hier unangekündigt aufgeschlagen, da wollte sie keine Umstände machen: „Ein Tee wäre super. Ich muss die Beiden schließlich warm halten, wenn wir draußen sind. Aber nur, wenn es dir keine Umstände macht!“
Welchen Tee sie bekam, war ihr dabei egal. Als sie alleine herumgezogen war, hatte sie alles gegessen, was ihr unter die Finger gekommen war. Generell war sie inzwischen für alles dankbar geworden, was ihr angeboten wurde. Auch wenn sie am liebsten Früchtetee mit viel Honig trank. Süßes war immer noch ein Bestechungsmittel bei der Evans. Zu ihrem Glück brachte sie regelmäßig Milch, Eier und Mehl an eine Hobby-Bäckerin des Dorfes, die aus den Lebensmittel und gesammelten Früchten fantastische Kuchen zauberte, von denen sie jedes Mal ein paar Kuchenstücke als Dankeschön bekam. Zusammen mit einen ihrer Brüder aß sie dann immer den Kuchen. Wenn diese nicht schnell genug da waren, kam es auch mal vor, dass sie diese alleine verputzte. Immerhin musste sie die zwei Racker zwar nicht mehr in ihrem Bauch ernähren, allerdings sehr wohl noch stillen.
Gleich darauf kam Riley auch schon auf den Grund ihres Besuches zu sprechen. Zumindest fragte sie die Evans, weshalb sie sie denn aufgesucht hatte und was sie fragen wollte. Gleichzeitig wurde ihr ein Stuhl angeboten, welchen sie mit einem freundlichen Lächeln annahm. Die Zwillinge waren noch klein, aber dennoch waren sie innerhalb der kurzen Zeit etwas gewachsen und hatten an Gewicht zugelegt. Dadurch war es auf Dauer anstrengend sie zu tragen. Eine Sitzgelegenheit würde die notwendige Entlastung einbringen.
„Ich wollte dich fragen, ob du die Patentante für Lilian werden möchtest. Zusammen mit Duo, wenn er dies möchte.“, erklärte Grace ihr auch gleich: „Man kann nie wissen was passiert, weswegen ich für Lilian und Juan jeweils zwei Paten ernennen möchte. Sie haben immer noch ihre Onkel. Aber es kann sich inzwischen alles so schnell ändern…“
Schwer schluckte Grace und sah kurz betrübt zu Boden. Der Tod von ihrem geliebten Mann saß immer noch tief in ihrem Herzen. Doch als ihr Blick sich senkte fiel er auf ihre Kinder und sie musste unweigerlich lächeln. Er war immer noch bei ihr in Form ihrer Kinder.
Riley wusste von ihrem Mann, aber auch, dass Grace langsam sich mit Azra angefreundet hatte und sich etwas anbahnte. Die Evans wusste genauso gut wie der Jäger, dass er niemals Juice ersetzen würde, doch seine Nähe tat ihr jedes Mal aufs Neue gut. Zumal er die einzige Verbindung zu ihrem Mann war, denn die beiden Männer hatten sich vor Jahren bei den Ridern kennengelernt.
Da Grace nicht wusste, dass Riley keine Ahnung hatte, was eine Patenschaft war, erläuterte sie dieses Thema auch nicht genauer, sondern hakte nur noch einmal nach: „Würdest du gerne die Patentante von Lilian werden?“
Dann erlaubte Riley ihren beiden Kindern eine kurze Pause. Aiden kümmerte sich gewissenhaft um das heiße Wasser, was Grace sanft Riley zulächeln ließ. Ihre Freundin wusste, was dieses Lächeln bedeutete. Dass sie stolz auf ihre Kindern sein konnten. Sie waren erwachsener als so manche Erwachsene hier im Dorf und eigenständiger als jeder Erwachsene es in diesem Alter gewesen war. Oft genug hatte Grace schon von diesem Verhalten geschwärmt, dass dieses Lächeln ohne Worte erklärte was sie sagen wollte.
Riley wollte anschließend wissen, ob sie gut zurecht kam und Seth sich gut als Babysitter machte. Amüsiert schnaubte Grace auf.
„Seth hat noch mehr Schi… Angst“ – sie wollte vor Aiden und Caroline nicht ihren Savior-Wortschatz auspacken – „die Kinder zu halten als ich. Er denkt er könnte sie jederzeit sie fallen lassen. Und wir beide bekommen kaum ein Auge zu. Erst füttere ich sie, dann schlafen sie eine halbe Stunde, dann muss ich sie wickeln, dann schlafen sie wieder, dann wollen sie kuscheln und schlafen dann bei mir und dann wollen sie wieder essen. Wie hast du das nur durchgehalten? Ich bekomme kaum ein Auge mehr in der Nacht zu.“, fing auch Grace an zu jammern, auch wenn sie es ihren Kindern niemals böse nehmen könnte.
„Und ich weiß nicht, ob es mein Glück oder mein Pech ist, dass sie immer gleichzeitig wach werden. So hab ich zwischendurch immer mal ein bisschen Verschnaufpause, aber bin dann heillos überfordert, wenn ich mich um beide gleichzeitig kümmern muss.“
Schon bevor Riley anbot ihr eines der Kinder abzunehmen, lockerte sie den Stoff von Juans Tragetasche, um ihn Caroline zu geben, die so neugierig über Grace Schulter zu den Kinder lugte.
„Willst du ihn mal halten?“, fragte sie das Mädchen und nickte zu dem giggelnden Juan. Er war derjenige von den Beiden, der wie ein Labrador jeden Menschen mochte. Lilian war etwas versnobter und weinte schnell, wenn sie von jemand Fremden gehalten wurde. Sie wollte nur von ausgewählten Personen gekuschelt, getragen oder gewickelt werden. Juan Leif grinste alle an, spielte gerne an den Haaren herum und sabberte alles an, was in seine kleinen Finger kam. Caroline, generell jedem Kind von Riley, würde sie ihre Kinder anvertrauen. Alle fünf waren sehr gewissenhaft und würde niemals etwas tun, was den Babys schaden könnte.
„Willst du Lilian halten? Als hoffentlich zukünftige Patentante!“, grinste Grace Riley an und hoffte mal nur das Gewicht ihres eigenen Körper zu spüren. An dem heutigen Tag waren die beiden sehr anhänglich gewesen und hatten sofort angefangen zu weinen, wenn Grace sie in ihre Bettchen gelegt hatte. Selbst als sie die Zwillinge in ein Bett gelegt hatte, hatten sie geweint. Dadurch hatte sie Juan und Lily schon den ganzen Tag getragen bis auf ein paar Verschnaufpausen, wo sie die Kinder im Schlaf dann doch in ihre Bettchen gelegt hatte. Doch zu schnell waren sie wieder wach geworden und hatten sich ihre Mutter gewünscht, die müde im alten Sessel neben den Bettchen gedöst oder gezeichnet hatte. Mal wieder hatten sich ein paar Erinnerungen an den Vater der Zwillinge in ein Skizzenblock von ihr gefunden, der hoffentlich irgendwann in der Zukunft ihren Kindern zeigen konnte, wer ihr Vater gewesen war.

@Riley Murphy

@Lyanna Lockhart (schande über mein Haupt, dass ich dich verlinken muss, ohne das wir playen :O )


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#6

RE: Wohnraum

in leerstehende Hütte 13.12.2019 11:01
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich freute mich immer Besuch zu bekommen. Ganz besonders wenn ich die Leute schon besser kannte. Das vermittelte mir immer eine gewisse Selbstbestätigung das ich nicht einfach nur vor mich her vegetierte. Und genau wie Grace, wollte ich meinen Kindern zeigen und beibringen das was wichtig war. Zwischenmenschliches eingeschlossen. Leider gab es hier nicht sehr viele Kinder mit denen sie spielen und lernen konnten, daher waren sie die meiste Zeit doch wieder unter sich. Ich hatte die Tür längst hinter Grace geschlossen und ihre Mitbringsel abgelegt. Die würde ich später mit zu Duo nehmen. Der würde sich sicherlich über neues Material freuen. Meine Kreativität war da nicht ganz so ausgefallen wie seine. Er hatte immer gleich einen Gedanken und einen Plan wie man es am besten umsetzten konnte.
Es war süß die frisch gebackene Mutter mit ihren Zwillingen zu sehen. Das brachte mich zum Lächeln. "Ja, die Kleinen sind schon im Land der Träume. Es war ein langer Tag." Ob ich die richtige Erziehung hatte wusste ich selbst nicht. Ich konnte mich nur daran erinnern wie es bei mir als Kind war und wie ich die Umstände hier annehmen musste. Was aus den Kindern werden würde, stand allerdings noch in den Sternen. Ich konnte nur hoffen das ich alles richtig machte. Bisher ging das Meiste gut, auch wenn ich manchmal schwankte. Aber auch das empfand ich fast als normal. Nicht alles war perfekt und einfach zu definieren. Ich schaute kurz über meine Schulter und beobachtete meinen Sohn mit dem heißen Wasser. Er hatte sich in der kurzen Zeit hier sehr gut eingelebt. Ich erwiderte das Lächeln von Grace und strich Aiden über den Rücken. Falls mir etwas passieren sollte, wusste ich das er sich um alles kümmern würde. Caroline würde ihn dabei unterstützen. Sie war gerade mal einen Kopf kleiner als ihr Bruder und trotzdem schon kleverer als er. Wir hatten immer einen Notfallplan und ich war mir sicher das die Zwei alles meistern würden. Trotzdem wünschte ich mir das es niemals dazu kommen würde. Es war schön mit anzusehen das sie hier auch einfach wieder Kinder sein konnten.
Meine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf Grace als sie mich fragte ob ich Patentante von ihrer kleinen Tochter werden wollte. Zusammen mit Duo. Das fand ich schon mal gut. Ich war auch keineswegs abgeneigt, aber ich hatte keine Ahnung was sie da überhaupt von mir erwartete. Ihre Erzählung war gut und schön und ich konnte wohl erahnen was das zu bedeuten hatte, aber ob es nun so war? Ich lächelte sie warm an und beäugte ihre Kinder. Es war mir fast peinlich zu fragen, weshalb ich vielleicht einen Moment zu lange schwieg ehe ich den Mut auffassen konnte. "Ich würde sehr gerne, Grace. Aber was ist eine Patentante und was erwartest du da von mir?" Vielleicht war ich etwas zu leise um zu überspielen das ich mich gerade etwas verloren fühlte. In den Gesichtern von Caroline und Aiden, der gerade das heiße Wasser und einen Becher brachte, sah ich das sie auch keine Ahnung hatten. Woher auch? Bisher kannten sie nur das was ich ihnen beigebracht hatte und was sie sich von den anderen Leuten abschauten.
Erst einmal hörte ich mir an wie Grace mit Seth und den beiden Kindern zurecht kam. Was sie mir erzählte hörte sich tatsächlich sehr anstrengend an. Zwillinge waren natürlich doppelt so viel Arbeit wie ein Einzelkind. Wie hatte ich das geschafft? Ich grinste dazu wieder. "Es ist die schwerste Zeit. Gleichzeitig auch die Schönste." Ich konnte mich daran erinnern das es später immer schwerer wurde, bis sie groß genug waren um anzufangen sich selbst anzuziehen. Das brachte mich zum Glucksen. Ich konnte mir fast bildlich vorstellen wie die Beiden sich rührselig um die Babys kümmerten und dann gleich wieder aufschreckten. Leicht schmunzelte ich, als ich daran zurückdachte wie meine ersten Kinder als Baby waren. "Ich denke ich hatte einfach Glück das meine zwei hier die Stärksten waren." Abwechselnd lächelte ich Aiden und Caroline an. Ich hatte keine sonderlichen Geheimnisse vor ihnen. Sie wussten das sie eigentlich nur Halbgeschwister waren und das sie auch im Grunde keine Wunschkinder waren. Was allerdings nicht bedeutete das sie nicht wussten wie sehr ich sie liebte. Ich hielt es für besser ihnen die Wahrheit zu sagen, statt irgendwelche Ausflüchte zu erfinden. "Ich war nicht allein mit Aiden als er geboren wurde." Ich blickte wieder zu Grace und kümmerte mich um ihren Kräutertee. Obwohl meine Kinder die Wahrheit kannten, fiel es mir nicht leicht darüber zu reden. Auch wenn ich sehr viel Vertrauen zu Grace hatte. Immerhin hatten wir alle unser Päckchen zu tragen. "Ich würde es als Mamigruppe beschreiben. Da ich selber noch etwas jung war, hatten sie Angst das Aiden nicht durchkommen würden. Immerhin wurde er im Winter geboren und Wasser gab es nur auf Ration. Eien Geburt war zwar nicht selten dafür aber ein Sonderfall." Ich zuckte mit den Schultern weil ich sonst nicht wusste was ich machen sollte. "Du hast Glück das du dich auf deine Familie verlassen kannst." Ein kleines bisschen neidisch war ich auf den Umstand schon. Aber ich konnte nichts daran ändern. "Ich hatte am Anfang nicht genug Milch. Deshalb kann ich dir nur raten gut auf dich acht zu geben. Genug zu trinken und auf Milchprodukte nicht zu verzichten. Das ist gut für die Knochen." Ja, auch das musste ich alles selbst lernen und musste dafür die Konsequenzen tragen.
Ich nickte erneut freudig als sie erst Caroline eines der Kinder in den Arm legte und ich sah das sie immer noch wusste wie man ein Baby richtig hielt. Sie war erst Sieben, wusste aber schon das man den Kopf eines winzigen Menschen stützen musste. Und ich war überglücklich das ich ihr eine bessere Zukunft bieten konnte als ich es hatte. Auch wenn ich in ihrem Alter wirklich glücklich war. Nur was das mittlerweile auch eine vollkommen andere Zeit gewesen. Begeistert nahm ich Grace auch die kleine Lilian ab und wiegte sie leicht in meinen Armen. Tatsächlich war sie etwas argwöhnisch und im ersten Moment auch nicht davon begeistert nicht bei ihrer Mutter zu sein. Das störte mich aber nicht weiter. Ich setzte mich so zu Grace das Lily sie sehen konnte. Es war nicht verkehrt das sie bei unbekannten Leuten fremdelte. Ich zog die Beine an und lehnte die Füße auf die Sitzfläche. Die kleine Prinzessin platzierte ich dann auf meinen Oberschenkeln und spielte leicht mit ihr um ihr vielleicht ein Lächeln zu entlocken. Amelie war schon vier, also war es eine Weile her das ich ein Baby gehalten hatte. Zum Schluss hatte ich mich von meiner üblichen Gruppe fernhalten müssen. Anscheinend hatte ich aber nichts verlernt. "Du solltest dich ab und an einfach gerade auf den Boden legen. Das entlastet den Rücken." Das wusste ich noch zu genau. Kinder ständig tragen zu müssen tat mit der Zeit wirklich weh. Es zerrte am Rücken und an den Schultern. "Ich würde ja vorschlagen sie beim Schlafen zu trennen damit der eine die andere nicht weckt, aber das halte ich für keine gute Idee." Ich atmete tief durch und sah erst zu Caroline, dann zu Aiden und schließlich wieder zu Grace. "Ich kann mir vorstellen das sie in Gegenwart des Anderen entspannter sind. Bekannte Geräusche lässt Babys besser einschlafen. Dann fühlen sie sich sicherer. Bei Aiden half es eine Zeit lang nur wenn er neben dem Lichtschalter schlafen konnte. Das Summen daraus hat ihn sofort beruhigt." Wenn man keine Erfahrung hatte war es schwer auf gewisse Tricks zu kommen. "Wenn du entspannt bist wird sich das auch auf deine Kinder auswirken. Sowas merken sie schnell, auch wenn sie noch ganz klein sind." Caroline machte sich wirklich gut darin mit Juan zu spielen. Aiden war nicht so ganz angetan von den Babys, guckte sich das Schauspiel aber trotzdem an um keine Hausaufgaben mehr machen zu müssen.




@Grace Evans


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#7

RE: Wohnraum

in leerstehende Hütte 05.01.2020 00:28
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Grace war froh, dass die Mitbringsel ihr schnell abgenommen wurden und ihr so zusätzliches Gewicht zu den Kindern nun fehlte. Als der letzte Lufthauch durch die Tür kam, fröstelte es sie noch kurz, doch schnell wich die Kälter der Wärme des Hauses. Der Winter stand vor der Tür und es wurde im Dorf noch erheblich kälter, das wusste die Evans durch das letzte Jahr. Riley hatte den Winter in den Bergen noch nicht erlebt, doch das Dorf bereitete sich schon vor und die Bewohner weihten die Neulinge nach und nach ein, auf was sie sich einstellen mussten. Es war nicht so, dass sie komplett zugeschneit wurden, allerdings war es deutlich kälter als weiter unten, wie im Cottage und bei den Ridern. Zudem zog es noch in einigen Hütten oder sie waren nur sporadisch abgedichtet worden. Ihr Bruder Tyler würde da noch viel erledigen müssen und wahrscheinlich vor diesem Winter auch nicht jedes Haus winterfest machen können. Doch zumindest so, dass niemand ernsthafte Schäden davon tragen würde.
„Wenigstens zwei. Meine beiden wollen einfach gerade nicht schlafen. So als wüssten sie, dass ich vor hatte dich zu besuchen. Dabei brauchen sie den Schlaf langsam!“, erwiderte Grace und seufzte leise. Sie liebte ihre Kinder über alles, doch die Zwillinge machten ihr es manchmal echt schwer und forderten jegliche Kraft, die die junge Mutter besaß.
Lächelnd beobachtete Grace, wie Riley Aiden über den Rücken strich. Sie selbst hatte bei sich auch bemerkt, dass solche Gesten einfach nach der Geburt der Kinder auf einmal da waren. Es waren zärtliche Berührungen, die das Band zwischen dem Kind und der Mutter zeigen und die Beziehung auch immer weiter festigten. Grace hatte es selbst nie absichtlich gemacht, es war wie ein mütterlicher Instinkt den eigenen Kindern durch solche Gesten die Zuneigung zu zeigen.
Da Riley nicht direkt was auf ihre Frage bezüglich der Patenschaft antworte, sie aber trotzdem warm anlächelte, ging die Brünette davon aus, das Riley nicht genau wusste, was es damit auf sich hatte. Allerdings wollte sie es ihr nicht direkt erklären, denn es könnte immer noch sein, dass ihre Freundin kurz überlegen musste und doch wusste was eine Patentante war. Schließlich war die Entscheidung keine einfache. Damit würde sie Grace zusichern auf ihre Kinder aufzupassen, wenn ihr mal etwas passieren würde. So müsste sie sich um zwei weitere Kinder kümmern, die wie die beiden jüngsten nicht ihre eigenen waren. Riley war ein herzlicher Mensch, doch Grace wäre ihr nicht böse, wenn sie ablehnen würde. Mit vier Kindern hatte die Blonde schließlich schon genug zu tun. Zwar würde @Duo ebenfalls mithelfen, wenn sie beide zustimmen würden. Doch dieser hatte ebenfalls vor kurzen ein fremdes Kind bei sich aufgenommen und musste sich an diesen Umstand erst einmal gewöhnen.
Kurz danach fragte Riley sie auch schon, was eine Patentante war und Grace verurteilte sie nicht dafür. In der heutigen Zeit war es nicht mehr weit verbreitet, dass man Paten ernannte und nachdem Grace erfahren hatte, wo Riley früher leben musste, konnte sie sich auch nicht vorstellen, dass dieser Brauch bei den Menschenhändler fortgeführt worden ist.
Ein sanftes Lächeln umspielte ihr Lippen bevor sie ihrer Freundin erklärte, was eine Patenschaft war: „Früher waren die Patentante und Patenonkel eine weitere Bezugsperson für die Kinder. Sie haben die Kinder bis zur Volljährigkeit und weiter hinaus begleitet. Zudem konnten Paten auch bei einem Todesfall der Eltern das Sorgerecht der Kinder beantragen, wenn sie das wollten. Ich würde deswegen dich gerne als Patentante haben. Du hast Ahnung von Kindern und falls mir und meiner Familie jemals was passiert, weiß ich, dass sie bei dir gut aufgehoben sind. Zudem braucht Lilian nach @Lyanna Lockhart 's Verschwinden doch eine weibliche Ansprechperson. Wenn sie erwachsen ist, hoffe ich zwar, dass sie mit jedem noch so kleinen Problem zu mir kommt. Aber wenn nicht, kann sie bei dir und deinen Kindern“ – sie sah schmunzelnd zu Caroline, denn sie wäre, wenn die Kinder erwachsen waren, sicherlich ein Vorbild für Lilian – „gehen. Ich weiß, dass es viel verlangt ist, dass ich dich frage, dass in dem Falle meines Todes, du dich um Lilian kümmerst. Doch heutzutage weiß man nie, was am nächsten Tag passiert…“
Sie hoffte nachdem sie mit der Erklärung geendet hatte, dass es für Riley schlüssig war. Wenn Grace nervös war, plapperte sie gerne einmal und am Ende war ihr Gegenüber nur verwirrter. Hoffentlich war es bei dieser wichtigen Beschreibung nicht der Fall gewesen. Gleichzeitig freute sie sich, da Riley auch ohne dieses Wissen bereit gewesen war, Patentante von Lilian zu werden. Die beiden Frauen kannten sich noch nicht lange. Doch die Umstände, vor allem Grace Schwangerschaft, hatten sie schnell sich anfreunden und einander vertrauen lassen.
Anschließend erzählte Grace, wie sie und Seth mit den Zwillingen zurechtkamen. Obwohl die Zwillinge sie viel Schlaf und Kraft kosteten, würde sie um nichts in der Welt sie hergeben wollen. Als Riley meinte, es sei die schwerste, aber auch zugleich die schönste Zeit, nickte die Evans zustimmend. Die Kinder waren noch nicht sehr alt, doch jetzt schon würde Grace solch einer Aussage zustimmen. Ihre Kinder waren ein Segen für sie und auch eine Verbindung zu ihren verstorbenen Ehemann. Ein paar Merkmale von ihm konnte sie jetzt schon in Lilian und Juan sehen. Allein dies ließ sie regelmäßig lächeln.
Bei Riley weiteren Aussage, sah Grace stolz zu den Kindern. Sie stimmte da Riley voll und ganz zu. Caroline und Aiden waren starke Kinder. Was sie schon alles erlebt haben müssen in ihren jungen Jahren. Das wollte Grace sich eigentlich nicht einmal vorstellen. Es musste schlimm bei der Gruppe gewesen sein. Umso erstaunlicher, dass die Kinder es so gut weggesteckt hatten, sowie auch ihre Mutter. Andere wären danach nur ein Frack, welches weinend in einer Ecke versauern würde. Ihren Bruder Seth hatte es ebenfalls getroffen. Er kämpfte immer noch mit dem Vergangenen und Grace unterstütze ihn in seinem Kampf so gut es ging und soweit er es eben zu ließ. Gleichzeitig wollte sie ihm einfach nur so viel Normalität schenken wie möglich. Vertraute Dinge ließen seelische Wunden schließlich schneller heilen, denn sie holten einen ins hier und jetzt.
Während Riley ein bisschen von ihrer ersten Schwangerschaft mit Aiden erzählte, bereitete sie den Kräutertee zu, sodass es langsam im Raum nach den verschiedenen Kräutern roch. Sanft blickte die Brünette ihre Freundin während ihrer Erzählung an. Sie wusste nicht, was sie dazu sagen sollte, doch sie war dankbar, dass Riley ihr auch die düsteren Seiten ihrer Schwangerschaft und des Mutterdasein von vor einigen Jahren anvertraute. Bis zu dem Zeitpunkt hatte sie ihr meist nur ein bisschen von der Gruppe erzählt, aber meist hatten die Frauen sich nur über die Schwangerschaft und Kinder ausgetauscht und über Gott und die Welt geredet, was auch @Azra mit Inbegriff. Mit dem Jäger bahnte sich langsam etwas an, etwas, was Grace noch nicht greifen und definieren konnte. Auch fühlte sie sich schuldig so kurz nach dem Tod ihres Mannes jemand neuen gefunden zu haben. Doch wusste sie, dass Juan gewollt hätte, dass sie glücklich wird. Selbst wenn das hieß, dass ein neuer Mann in der Zukunft an ihrer Seite war.
Auf die Erzählung von damals sagte Grace nichts, sie sah Riley nur dankbar an.
„Nun hast du hier uns und wir werden deine neue Familie sein, wenn du das willst!“, erwiderte Grace am Ende und griff kurz nach Rileys Hand, um sie kurz zu drücken. Sie sollte wissen, dass die Familie Evans jederzeit für die Blondine da war.
„Den Tipp mit der Milch werde ich mir merken. Ich denke das der Winter hart genug wird, da soll es den Kleinen an nichts fehlen. Es wird kalt, da sind die Stoffe aus meiner Muttermilch hilfreich, sodass sie nicht krank werden.“, gab sie auf den wichtigen Hinweis zurück. Ihre schlimmste Sorge war, dass die Zwillinge im Winter krank wurden und es nicht überstehen würden. Es hieß zwar immer, das Kinder ziemlich robust waren. Doch die Angst saß der Evans einfach tief in den Knochen, so wie wahrscheinlich jeder Mutter.
So stolz, wie Riley war, blickte ebenfalls Grace zu Caroline, als diese Juan auf den Arm nahm und alles perfekt machte. Der Säugling gluckste sofort glücklich und streckte seine kleinen Hände hoch in die Richtung von ihrem Gesicht. Da seine Arme noch zu kurz waren, erreichte er sein Ziel nicht, doch ihre Haare reichten ihm aus und er fing an grinsend mit ihnen zu spielen.
„Er mag dich! So schnell wie er deine Nähe akzeptiert hat und nun spielt.“, meinte Grace zu Caroline und besah sich das Schauspiel noch kurz, bevor sie Lilian Riley reichte. Anschließend streckte sie sich und ließ ihren überstrapazierten Rücken knacken. Ohne das Gewicht fühlte es sich für sie an, dass etwas fehlte, doch gleichzeitig entlastete es sie enorm.
Lilian beäugte Riley skeptisch mit großen Augen und zusammengezogenen Augenbrauen. Doch sobald sie wieder ihre Mutter sehen konnte entspannten sich ihre Gesichtszüge wieder und sie grinste glücklich Grace an. Als Riley anfing mit ihr zu spielen widmete sie ihre Aufmerksamkeit voll und ganz der blonden Frau. Nur hin und wieder vergewisserte sie sich noch, dass ihre Mutter noch da war. Irgendwann lächelte sie auch Riley mit ihrem zahnlosen Lächeln an. Gleichzeitig hörte man ein schmatzen und gähnen von Juan, der die Arme von Caroline sehr gemütlich fand und langsam mit ihren Haaren im Mund anfing vor sich hinzudösen.
„Ich denke es liegt im Blut, dass ihr so super mit Kindern umgehen könnt. So schnell war der kleine Racker noch nie am Gähnen, wenn ich ihn auf dem Arm hatte!“, lächelte Grace Caroline an und zwinkerte dann Riley zu.
Dann hörte sie Rileys Ratschlag, wie sie ihren Rücken entlasten konnte und setze ihn auch um. Selbst wenn es für die Anwesenden komisch wäre, wenn ihr Gast sich plötzlich auf den Boden legte, Grace hatte ihr Schamgefühl bei den Saviors aufgeben müssen, um mit so vielen Männern auf einen Haufen leben zu können. Aus diesem Grund stand sie einfach auf und ließ sich am Boden nieder. Von unten hörte sie den weiteren Tipp von Riley, bezüglich der Schlafgewohnheiten der Kinder.
Nachdem Riley aufgehört hatte zu sprechen, war wohl auch Lilis Aufmerksamkeit nicht mehr bei der Blondine. Denn sie fing an zu wimmern, schließlich konnte sie ihre Mutter nicht mehr sehen.
„Liebling, ich bin nur hier unten!“, meinte Grace, richtete sich kurz auf, sodass ihre Tochter keine Angst mehr hatte und legte sich dann wieder hin.
„Ich hab zu Beginn versucht sie zu trennen. Allerdings wollen sie dann nicht schlafen, sondern schreien und weinen lieber. Mein Zwilling und ich waren früher laut meiner Mom genauso. Wir waren so lange im Bauch zusammen, dass wir ohne den anderen gar nicht mehr konnten. Allerdings wecken sie sie sich dadurch tatsächlich regelmäßig gegenseitig auf.“, erzählte Grace vom Boden aus. So lange sie redete, wusste Lilian auch, dass ihre Mutter noch da ist. Da sie jedoch ihrem Kind keinen weiteren Schrecken bescheren wollte, richtete sie sich kurz nachdem sie geendet hatte, wieder auf. Wahrscheinlich half das dem Rücken nicht wirklich, wenn sie jedes Mal sich wieder hinsetzt, doch lieber hatte sie Rückenschmerzen als dass sie ihre Kinder weinen hörte. Durch das vorherige Wimmern von Lilian war auch Juan wieder aktiver und Caroline spielte mit ihm.
Grace setzte sich dann wieder auf den Stuhl, damit ihre Tochter sie wieder sehen konnte, wenn sie es wollte.
„Ich hoffe, dass bald jemand von den Plünderern einen funktionierenden Babywagen findet oder Tyler neben den ganzen Aufträgen mir einen Babywagen bauen kann. So kann ich meinen Rücken auch besser entlasten. Die Straßen hier sind zwar dafür nicht ideal, aber es ist immer noch besser als nichts.“, seufzte die Brünette von dem Traum eines Babywagens.

@Riley Murphy


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