Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Wetterbericht

Winter ... Es ist wieder soweit. Wieder einmal müssen wir mit den Tücken des Winters kämpfen. Vorräte sollten weise verteilt werden. Wege sind vereist, also rutscht nicht aus! Ganze Häuser könnten zuschneien. Macht euch auf was gefasst!

❄️ Der Winter ist auch bei uns angekommen, passt es bitte eurem Play an ❄️
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

⛄ Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da, ehe ihr euch in die Registrierung begebt ⛄

An Aus

#1

Straßen

in Gebäude 07.07.2020 23:21
von The Walking Dead Team | 2.238 Beiträge
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#2

RE: Straßen

in Gebäude 09.11.2020 18:32
von Nezumi Sojiro Yukishiro | 37 Beiträge

noch auf dem Festland:

Nezumi konnte nicht einmal wirklich sagen, wie lange er jetzt schon unterwegs war. Waren es Tage, oder Wochen? Er hatte schon damals, als er noch in seinem Kellerraum war, kaum ein Zeitgefühl gehabt. Dadurch hatte er auch später ziemliche Probleme, weil er nie wirklich wusste wie lang etwas dauerte. Er muss wohl schon so 12 oder 13 Jahre gewesen sein, als man ihm die Uhrzeit erklärte und er auch lernte diese zu lesen. Dadurch kam er viel besser mit einigen Aufgaben zurecht. Aber heute war sein Zeitempfinden wieder so schlecht, wie zu Anfang. Kam das dadurch, dass er so unsicher war? Es war das erste Mal in Nezumis Leben, dass er alleine auf sich gestellt war. Als in seinem letzten zu Hause Chaos ausbrach, hatte er nicht einmal etwas mitnehmen können. Zum Glück war der Junge es gewohnt wenig zu essen und zu trinken. Aber schwer war es trotzdem. Er hatte nur ein Katana, mit welchem er fleißig gekämpft hatte und ein paar der Messer, die er nutzen durfte. Seitdem lief er orientierungslos durch die Gegend.
Was sollte er denn jetzt machen? Sollte er noch einmal zurückgehen? Natürlich war er noch einmal zurückgekehrt, als die Luft rein war, doch dort war niemand mehr gewesen. Somit stand Nezumi dort und wusste wirklich nicht was er machen sollte. Sein erster Gedanke war es, zu seinem alten Herrn zurück zu kehren. Das kannte und wusste wie er sich dort zu benehmen hatte. Doch wo war dieser? Natürlich hatte er sich nie um seine Umgebung gekümmert. Deswegen wusste er auch nicht wo er jetzt war und wo sein altern Herr sein könnte. Aber war suchen nicht besser als hier zu verweilen? Das Pet war wirklich in einer verzwickten Situation. Ok, sie war nur für ihn so, weil es sich falsch anfühlte einfach weg zu gehen. Er hatte immerhin keinen Befehl dazu erhalten. Es konnte ihm aber auch keiner mehr etwas sagen, also war es ok einfach zu gehen? Nach langem hin und her und weil er wirklich Wasser brauchte, durchsuchte Nezumi erst einmal alles in der Gegend. Er fand ein bisschen Wasser und was essbares. Damit würde er erst einmal überleben. Aber wie sollte er jetzt weiter machen? Tatsächlich seinen alten Herrn suchen? Eine kleine Stimme, welche er schon seit Ewigkeiten nicht beachtete, sagte ihm, er solle sich sein eigenes Leben suchen. Aber konnte er das so einfach machen? Durfte er das denn überhaupt?
Der 19 Jährige war wirklich hin und her gerissen. Es brachte ihm auch nicht nur einmal Kopfschmerzen. Während er schon seit Tagen am überlegen war, lief er ziellos umher. Vielleicht würde er seinen alten Herrn ja durch Zufall finden, dann musste er sich keine Gedanken mehr machen. Aber stattdessen erblickte er eine junge Frau, welche von einigen Beißern umzingelt war. Kannte er sie nicht? Doch! Sie lebte auch bei ihrem alten Herrn! Er war ihr schon ein paar mal begegnet. Schnell war er zur Stelle und half ihr, indem er die Untoten endgültig tötete. Demütig senkte er seinen Kopf. „Geht es euch gut?“, traute er sich trotzdem zu fragen. Reden sollte er zwar nur wenn man ihn aufforderte, aber sie war von ähnlichem Stand wie er. Deswegen war es sicherlich nicht so schlimm. Gesehen hatten sie sich allerdings 2 Jahre nicht mehr. Vielleicht hatte sich auch einiges verändert. Viel wichtiger war aber, sie könnte ihn zurück zu seinem alten Herrn bringen. So dachte Nezumi zumindest.

@Ella Harris



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#3

RE: Straßen

in Gebäude 22.11.2020 19:20
von Ella Harris | 97 Beiträge

Nachdem ich aus DC vertrieben wurde, tat ich das was ich am Besten konnte: Abhauen! Dazu hatte ich meinen Verfolger abgeschüttelt und kaltherzig seinen Wagen gestohlen. In dem Wissen das er vermutlich von der brennenden Horde eingeholt werden würde. was danach mit ihm geschah, wollte ich mir lieber nicht ausdenken. Aber besser er als ich. Es war die Schuld des alten Mannes das ich kein zu Hause mehr über dem Kopf hatte. Also hielt ich es nur für fair das selbe auch mit ihm zu machen. Ohne den Wagen würde er es schwer haben aus der Stadt zu entkommen, geschweige denn zu überleben. Und ich fragte mich auf der Fahrt über, wann ich so rücksichtslos geworden war. Leider spielte das Leben jetzt nun mal so. Bereits so lange das ich mich an nichts anderes erinnern konnte. Schemenhaft waren da noch andere Erinnerungen von wesentlich schöneren Tagen, aber die hatte ich bereits so lange ignoriert das ich es inzwischen fast vergessen hatte. Ich war der Straße gefolgt so lange wie mich der Wagen weiterbrachte. Glücklicherweise war der Jeep ziemlich gut bestückt und bot mir noch ein paar trockene Nächte. Als ich den Vorrat soweit verbraucht hatte das ich ihn tragen konnte, lief ich notgedrungen weiter. Autos waren wohl ziemlich rar, sodass es mich im Grunde nicht wunderte das ich nicht eines gefunden hatte das angesprungen war. Und ich wollte es nicht mehr leugnen das ich meine alte Kolonie mittlerweile doch sehr vermisste. Paradox, aber wahr. Ich lief so lang bis mir die Füße brannten und mein Kopf mir schmerzlich vorhielt das ich anhalten musste. Ziemlich blöd von mir, weil ich, mal wieder, nicht wirklich aufgepasst hatte. In dem Jeep waren auch Waffen gewesen, aber zu viele und zu schwere um sie weit tragen zu können. Für die Nacht hatte ich mich in einem Haus eingenistet und es sicher gemacht. Sogut ich eben konnte. Ich hatte an alles gespart und war, im übertragegenen Sinn, ins Koma gefallen. die gesamte Nacht durchgeschlafen, hatte ich natürlich auch nicht mitbekommen das sich ein paar Untote an meine Fersen geheftet hatten. Die hatten wiederum ein paar Freunde unterwegs eingesammelt und als ich die Augen aufschlug, hatte sich bereits ein riesen Pulg vor meiner Haustür versammelt. Durch die Tür würden sie nicht so leicht kommen, das verschaffte mir etwas Zeit. Aber das brachte mich noch nicht weiter. Das ich ungehemmt anfing zu weinen brachte mich auch nicht unbedingt weiter voran. Wie lang war ich nun unterwegs gewesen, so ganz alleine? In einem zerknitterten Notizbuch hatte ich für jeden Tag einen Strich gemacht und für jede Woche einen weiteren Balken. Demnach waren es mehr als 700 Tage gewesen. Das grenzte schon an ein Wunder. Wnn man bedachte das ich im Grunde gar nichts konnte, außer wegzulaufen. Aber hier musste ich nun eine Entscheidung treffen. Wollte ich aufgeben, sterben und einer von den Untoten werden? Oder zeigte ich Mut und versuchte zu entkommen? Es war nicht einfach, aber über das Dach zu entkommen schien machbar zu sein. Allerdings musste ich dafür viele Schwere Dinge aus meinem Rucksack zurücklassen. Waffen, Proviant, Krimskrams. Ich holte tief Luft und kletterte etwas untalentiert aus dem fenster. Von dort auf das Dach darunter und von da auf das Dach am Nebengebäude, wo ich abrutschte und fast runterfiel. Mein Herz raste wie verrückt aber ich konnte mich festhalten und wieder hochziehen. Dumm war nur, das ich so erneut auf mich aufmerksam gemacht hatte und die Untoten mir wieder folgten. Wenn auch auf der Straße. Darum machte ich mir allerdings erst Gedanken als es keine weiteren Dächer mehr gab. Notgedrungen kletterte ich etwas unbeholfen die Regenrinne hinunter und war dabei schneller als die Zombies. Noch. Wieder rannte ich davon, passte aber schon wieder nicht richtig auf. Ein winziger Stein brachte einen Menschen zu Fall und bachte den Untoten die Chance aufzuholen. Abrmals liefen mir ein paar Tränen über die Wange als ich keinen Ausweg mehr sah. Etwas schief stand ich auf den Füßen und hatte mich meinem Schicksal schon ergeben, als sich jemand traute mir zu helfen. Verwirrt starrte ich den jungen Mann an, der zielstrebig alles was sich bewegte erledigte. Aus der Puste und nach Luft ringend, blinzelte ich ein paar Mal um sicher zu gehen das ich nicht träumte oder fantasierte. Es war nicht das erste Mal das mir jemand half. Aber es war das erste Mal das man sich danach mit geneigtem Kopf an mich wendete. Mein Herz setzte einen Schlag aus als ich den schwarzen Schopf meinte erkannt zu haben. Statt ihm zu antworten, fiel ich ihm um den Hals und umarmte ihn ungefragt und fest. "Danke.." Wiederholte ich gefühlte Tausend mal mit kratziger Stimme und dreckigem Gesicht. Man konnte dadurch aber leider ziemlich gut erkennen wo sich meine Tränen einen Weg über die Wangen gebahnt hatten. So richtig darüber nachdenken konnte ich gerade nicht.



@Nezumi Sojiro Yukishiro



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#4

RE: Straßen

in Gebäude 25.11.2020 13:21
von Nezumi Sojiro Yukishiro | 37 Beiträge

Immer wieder hatte Nezumi sich unterwegs gefragt, ob es wirklich richtig war, was er tat. Er war einfach so weg gegangen. Er hatte ein paar Tage auf seinen Herrn gewartet, aber dieser war nicht aufgetaucht. Vielleicht war er für diesen auch nicht wichtig gewesen, so dass er deswegen nicht zurückkam. Wirkliche Gedanken machte sich der Sklave nicht darum, aber er war unsicher, ob er so einfach hatte weg gehen dürfen. Und doch hatte sein Überlebensinstinkt gewonnen gehabt, denn er hatte weder was zu essen noch zu trinken. Zudem kamen immer mehr von den Untoten. Vielleicht war es deswegen ganz gut, dass er nach seinem alten Herrn suchte. Immerhin gehörte er dann jetzt wieder diesem, oder?
Aber jetzt hatte Nezumi erst einmal wen anderes gefunden. Ella hatte ihm damals viel bei gebraucht und sie hatten viel Zeit miteinander verbracht. Zudem wusste sie sicherlich wo ihr zu Hause war. Bis jetzt ging der 19 Jährige nämlich davon aus, dass das Blondhaarige von dort kam und nur Plündern geschickt wurde. Auch wenn eine kleine Stimme meinte, dass sie dann nicht allein gewesen wäre. Aber auf diese kleine Stimme hörte der Sklave schon lange nicht mehr. Warum auch? Sie brachte nichts als Probleme!
Überrascht sah Nezumi auf den Schopf, als er einfach so umarmt wurde. Kurz versteiften sich seine Muskeln, war er Körperkontakt doch eigentlich nur gewohnt, wenn er geschlagen wurde und benutzt. Aber so schnell wie das kam, so schnell entspannte er sich auch wieder. Er hatte schnell und schmerzhaft gelernt, dass er niemals zeigen durfte, wie es ihm wirklich ging. Dazu gehörte auch das. Zurück umarmen tat er die Ältere nicht, kannte er das doch einfach nicht. Er stand somit einfach still da und lauschte ihrem gemurmelten Dank. Scheinbar war sie wirklich allein unterwegs gewesen. „Seid ihr verletzt?“, fragte Nezumi, als die Frau sich beruhigt hatte. Eine ganz grobe Kenntnis hatte er schon, wie er wunden verbinden konnte, ohne dass sie sich schnell entzünden würden. Das wars aber auch schon. „Wieso seid ihr allein unterwegs?“, traute er sich die nächste Frage zu stellen. Wenn er mit Ella alleine war, hatte er das eigentlich immer gedurft. Wenn es jetzt doch anders war, würde er wohl mit den Konsequenzen leben müssen. Aber bis jetzt hatte er die etwas Ältere immer gemocht. Sie war lieb und freundlich zu ihm gewesen. Zudem hatten sie auch viel zusammen durch gemacht. War das sowas wie eine Freundschaft? Wenn ja, dann war es wohl seine einzige. So ganz verstand Nezumi das alles aber auch nicht wirklich. Er hatte sich nie um sowas Gedanken machen dürfen und er hatte auch viel zu viel Angst davor gehabt. Wenn er nicht so war, wie sein Herr es wollte, gab es Bestrafungen und die wollte er um alles in der Welt vermeiden.


@Ella Harris



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#5

RE: Straßen

in Gebäude 27.11.2020 17:23
von Ella Harris | 97 Beiträge

Ich hatte wohl wieder mehr Glück als Verstand. Das hier hätte gut mein Ende sein können, aber statt eines Fremden war es der junge Asiate der mir half. Ein Fremder hätte mir in dieser Lage wohl auch eher nicht geholfen. Wer brachte sich schon selbst in solche Gefahren wenn es nicht sein musste? Ich vermutlich nicht. Ich hatte für meine lächerliche Freiheit alles stehen und liegen lassen. Und dann? Ich hatte meine Entscheidung bereut. Sehr schwer sogar und es wurde jeden Tag ein wenig schlimmer. Es war Tage, wenn nicht sogar Wochen her, seit ich mit anderen Menschen gesprochen hatte. Jedenfalls mit Menschen die noch lebten. Obwohl auch die Untoten irgendwie noch, auf ihre Art, am Leben waren. Vielleicht lag es daran das es mir schwer fiel sie zu erlösen. Ganz im Gegenteil zu Nezumi wie es schien. Er hatte keine Probleme damit gleich alle einen Kopf kürzer zu machen. Beachtlich wie er sich so selbstverständlich schlug, vor allem wenn man wusste unter welchen Umständen er das alles gelernt hatte. Ich brauchte eine Weile um mich wieder davon zu erholen. Ungefragt drückte ich den Jungen einfach einen weiteren Moment an mich. So fest ich konnte und mit solcher Hoffnung, wie ich nicht mal die Kinder in der Kolonie behandelt hatte. Als der sprichwörtliche Heulkrampf langsam aber sicher abgeklungen war, bekam ich auch wieder mehr Luft und schüttelte sofort den Kopf. An mir war noch alles dran und ich war nicht verletzt. Nicht mehr als es die letzten beiden Jahre Standard gewesen war. "Nein, nein mir gehts gut." Beteuerte ich auch gleich und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Was im Nachhinein vielleicht etwas grotesk mit dem restlichen Dreck aussah. "Wie kommst du denn hier her?" Ich konnte mich daran erinnern das der junge Mann es nicht so mit körperlichen Dingen hatte, aber ich musste ihn tatsächlich noch ein weiteres mal an mich drücken. "Ich dachte du wärst tot! Ich dachte du wärst genau so tot wie alle anderen!" Aber das war er nicht, dabei ließ ich ihn wieder los. Er sah im Grunde aus wie ich ihn in Erinnerung hatte. Zwar konnte er es nicht ahnen, woher auch, aber er spiegelte gerade so viel Hoffnung und Zuversicht wider, das ich wirklich einen Moment dachte wir könnten zurückgehen. Und wenn das hier ein Traum war, wollte ich so schnell nicht wieder aufwachen. Es wäre der absolut schönste seit Monaten.



@Nezumi Sojiro Yukishiro



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#6

RE: Straßen

in Gebäude 28.11.2020 13:10
von Nezumi Sojiro Yukishiro | 37 Beiträge

Das sein Gegenüber ziemlich dreckig war, war Nezumi vollkommen egal. Er selber hatte sich, seit er allein unterwegs war, auch kaum um sowas gekümmert. Wo er noch einen Herrn hatte, hatte er sich um sein Äußeres kümmern müssen, aber jetzt war das irgendwie in den Hintergrund gerutscht. Er hatte niemanden mehr zur Verfügung stehen müssen und zudem auch kaum die Möglichkeit gehabt sich zu waschen, oder seine Sachen. Ein bisschen neu war das für den ehemaligen Sklaven schon. Bis jetzt hatte er tatsächlich eigentlich immer ‚behütet‘ gelebt. Ihm ging es bis jetzt eigentlich immer gut. Er hatte Essen und Trinken bekommen. Hatte einen sicheren Platz zum schlafen und ein Dach über dem Kopf. Das alles war mit einem schlag vorbei gewesen. Wenig zu essen zu haben war er gewohnt. Man hatte ihm zur Strafe nicht nur einmal hungern lassen. Und doch war es schwierig gewesen in der ersten Zeit. Zudem kam hinzu, dass er einfach nicht wusste was er machen sollte. Es war das erste Mal in seinem Leben, das er selber entscheiden musste. Wenn er ehrlich war, war das auch etwas was ihm Angst machte. Was wenn es alles falsch war? Vielleicht wurde er von seinem Herrn auch getestet! Sicherlich wurde er beobachtet und wenn er was falsch machte, dann wurde das weiter gegeben. Nur wusste er ja gar nicht was er machen sollte! Ihm wurde nichts gesagt, kein Auftrag gegeben. Aber vielleicht war genau das der Test? Vielleicht wollte sein Herr einfach wissen, dass er wieder zurückkommen würde. Noch ein Grund, dass er wieder zu diesem zurück musste. Und Ella würde ihm jetzt sicherlich dahin bringen.
Nezumi nickt, als die Blondhaarige im versicherte, dass sie nicht verletzt war. „Ich wurde vor zwei Jahren an Herrn Scorpion verkauft. Ich glaube wir wurden angegriffen. Das ist schon ein paar Tage her. Ich habe gewartet, aber Herr Scorpion kam nicht wieder. Jetzt suche unser Zuhause um zu meinem alten Herrn zurück zu kehren.“, antwortete er brav auf ihre Fragen. Doch etwas ließ ihn stutzig werden. „Wieso tot?“, fragte er vorsichtig nach. Wenn Ella zu seinen Beobachtern gehörte, dann wäre zu viel sagen vielleicht falsch. Nach wie vor war Nezumi einfach verdammt unsicher und hatte absolut keine Ahnung wie er verhalten durfte.

@Ella Harris



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#7

RE: Straßen

in Gebäude 29.11.2020 13:15
von Ella Harris | 97 Beiträge

Ich wischte mir über das Gesicht und atmete tief aus. Diese förmliche Art des Jungen machte mich gerade fertig. Wieso hielt er immer noch an solchen Sachen fest? Hatte er noch nicht begriffen das all das vorbei war? Scheinbar nicht. Ich war ihm wirklich dankbar das er mir geholfen hatte. Vielleicht waren wir uns auch ähnlicher als ich dachte. Immerhin hielt nicht nur er daran fest. In den letzten Monaten hatte ich mich selbst immer wieder an diesen Ort zurück gewünscht, so schwer es dort auch war. Wenigstens war es sicher. Die Erzählungen von Nezumi brachten mir allerdings nicht die erhoffte Ruhe. Genau genommen sogar das Gegenteil. Ich wusste nicht was mit ihm passiert war, ich war auch kaum in der Position gewesen das auch nur ansatzweise fragen zu dürfen. Lediglich aus Gerüchten und Getratsche hatte ich etwas in der Richtung erfahren. Obwohl ich kaum etwas dagegen unternehmen konnte, wenn es mir nicht genauso ergehen sollte. Also habe ich feige den Mund gehalten um mich nicht in Gefahr zu bringen. Automatisch griff ich erneut nach seiner Hand. "Es tut mir leid." Das tat es auch, wenngleich auf eine andere Weise wie er jetzt vielleicht annahm. Mein Gewissen konnte es kaum erleichtern. Ich konnte es mir nur einreden und irgendwann würde ich mir selbst vielleicht glauben. Mir war bewusst das es noch andere Kolonien geben musste, egal ob ich Kontakt zu jemandem außerhalb hatte oder nicht. Ich schnaubte leicht und runzelte die Stirn. Alles was Nezumi erzählte hörte sich auch ein wenig nach dem an, was bei uns passiert war. Ich konnte ja nicht wissen das es doch etwas ganz anderes war. Allerdings fragte ich mich ob es die sleben Leute gewesen waren. Und vor allem, wo diese jetzt waren. Begegnen wollte ich ihnen nicht unbedingt. Ich hockte mich hin als Nezumi nachfragte wieso alle tot waren. Es war schwer zu erklären, obwohl es eigentlich sehr einfach zu beschreiben war und ich brachte einen augenbick um die richtigen Worte zu finden. Der Gedanke daran ließ meinen Kopf immer noch schwirren, selbst nach so langer Zeit. "Die Familie wurde ausgelöscht. Es gibt niemanden mehr der noch lebt." Ich konnte ihm dabei nicht einmal in die Augen sehen. Das es durchaus noch ein paar andere gab die überlebt hatten, lag auch noch außerhalb meines Wissens. "Sie sind tot. Ich habe sie gesehen." Damit meinte ich wiederum den Boss. Oder eher die Führungsriege. aber ich konnte mir langsam aber sicher doch denken auf was der junge Mann gehofft hatte. "Wir können nicht mehr zurück." Es klang viel zu endgültig um wirlich wahr zu sein. Und doch war es so gekommen. "Mehr als 700 Tage sind seit dem vergangen." Vielleicht hatte ich auch ein wenig Angst vor seiner Reaktion und deshalb konnte ich ihn nicht ansehen. Ich konnte ihm nichts vorschreiben und ihn auch nicht dazu bitten hier zu bleiben. Jetzt war er sein eigener Herr. Ob er es wollte oder nicht.



@Nezumi Sojiro Yukishiro



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