Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

Team


Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
Hier findet ihr den passenden Ansprechpartner

Wetterbericht

Herbst ... Gerade noch habt ihr euch in der Sonne gebräunt, schon fallen die ersten bunten Blätter. Tja, das Leben zieht viel zu schnell an uns vorbei. Es wird kühler, es regnet viel. Stürme dürfen auch nicht fehlen und die Vögel ziehen in den Süden. Bereitet euch auf den Winter vor, dieser kommt schneller als ihr denkt!

🍁 Der Herbst rückt immer näher. Blätter fallen, es wird kälter, Zeit um Vorräte zusammeln 🍁
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

🍁 Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da, ehe ihr euch in die Registrierung begebt 🍁

An Aus

#1

Brücke

in Umgebung 05.09.2020 18:51
von The Walking Dead Team | 2.232 Beiträge
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#2

RE: Brücke

in Umgebung 02.10.2020 05:14
von Curt Davies | 67 Beiträge

Hütte im Wald (3)

Wasser tropfte in weitem Abstand von einem metallenen Handlauf, der wahrscheinlich durch den einstigen Aufprall des liegengebliebenen Autos aus der Verankerung geschleudert wurde und nun bildete sich irgendwo im sandigen Untergrund ein Rinnsal, das schlussendlich wenige Meter weiter unten zu einer großen Pfütze heranwuchs. Genau hinter dieser Ansammlung des durchsichtigen Nass kauerte eine Gestalt, die eifrig damit beschäftigt war, gierig ihre noch zur Hälfte vorhandenen Zähne in das Fleisch eines Oberarms zu graben. Das Festmahl gebührte dem Glücklichen, denn um den Untoten herum lagen drei weitere und diese konnten ihre Zähne nirgendwo mehr hinein schlagen, weil sie ihr endgültiges Ende fanden, ohne weitere Auferstehung. Mutig hatte der junge Mann gekämpft und doch schlussendlich verloren gegen den, der ihn nun aß. Nun musste sich der Essende schließlich beeilen, denn ewig hatte er nicht Zeit, sich den Magen vollzuschlagen, da die Wandlung des anderen bereits voran schritt und wäre er weniger gierig, dann hätte er nicht so laut geschmatzt, aber so hörte er die nahende Gefahr nicht...

@Lizzie Samuels







zuletzt bearbeitet 02.10.2020 05:15 | nach oben springen

#3

RE: Brücke

in Umgebung 22.11.2020 21:37
von Lizzie Samuels | 25 Beiträge

Nachdem Rabbit ihr sagte, dass er eher das Essen aus dem Zoo dem Waschbären vorzog, zuckte Lizzie nur mit den Schultern und kramte aus ihrem Rucksack eine Plastiktüte hervor, in welche das Tier landete. So hatten sie immer noch die Möglichkeit den Waschbären zu essen oder konnten ihn im Zoo gegen andere Waren eintauschen.
Anschließend machten sie sich schon auf dem Weg, die Blondine fing immer wieder mal an ein zwei Strophen aus einem Lied zu summen. In wenigen Stunden würde die Sonne untergehen, weswegen sie sich beeilen mussten, um rechtzeitig im Zoo anzukommen. Lizzie war dabei jedoch keine große Hilfe. Immer wenn ihre Begleitung sie fragte, ob sie in die richtige Richtung gingen oder ob ihr der Ort bekannt vorkam, schüttelte sie nur den Kopf oder erwiderte, dass ihr nichts in der Nähe bekannt vorkam. Später schob sie es zudem auch noch auf die langsam kommende Dunkelheit, welche vor allem drohte einzubrechen als sie bei einer Brücke ankamen.
Bei der Brücke wollte Rabbit erneut wissen, ob diese ihr etwas sagte. Das erste Mal an dem Tag konnte Lizzie die Frage bejahen.
„Ja, ich denke wir sind in der Nähe des Zoos!“, gab sie zurück. Zumindest sagte ihr dies ihr Unterbewusstsein. Ganz sicher war sie sich nicht.
Bevor sie noch etwas sagen konnte, registrierte sie eine Bewegung unter der Brücke, was auch der blonde Mann neben ihr bemerkte und kommentierte. Im ersten Augenblick wussten beide nicht, ob es sich bei dem Wesen, um einen Menschen oder einen Untoten handelte. Da sie still und stumm lauschten und versuchten nicht auf sich aufmerksam zu machen, konnte man nach und nach das Schmatzen immer lauter von dem Beißer hören. Kein Mensch knurrte, fauchte und schmatze so laut. Zumindest nahm Lizzie dies an. Im Zoo gab es einige Männer, die sehr knurrig waren und nichts auf Manieren gaben, doch selbst diese gaben nicht solche Laute von sich.
Vorsichtig schielte die Blondine unter die Brücke und sah – nachdem ihre Augen sich an die Dunkelheit gewohnt hatten - mehrere Tote Menschen, welche von Beißern, aber auch von anderen Verletzungen, welche nach Stichwunden aussahen. Langsam legte sie ihren Rucksack ab und kramte den Waschbären hervor.
„Lass mich das Übernehmen!“, flüstere Lizzie zu Rabbit. Ihr Ziel war es den Beißer mit dem toten Tier von den anderen Toten wegzulocken und erst einmal die Menschen vor ihrer Verwandlung zu bewahren. Ares, der verstorbene Anführer der Firma, hatte ihr erklärt, dass die Leute, die zu Beißern wurden, in die Hölle kamen. Vor der Verwandlung hatte man noch eine Chance in das Reich Gottes zu kommen. Daran glaubte Lizzie seitdem. Wenn sie Menschen tötete, dann immer so, dass sie sich nicht verwandeln würden. Zeitgleich glaubte sie aber auch noch daran, dass eventuell irgendetwas noch den Untoten helfen konnte, weswegen sie diese nur ungern tötete. Sie sah in ihnen immer noch Menschen, die einfach krank waren. So wie sie. Irgendetwas in ihrem Gehirn ließ sie anders sein als die anderen Menschen. Die Walker waren ebenso krank und Lizzie fühlte sich mit ihnen dadurch verbunden. Erst recht nachdem sie zwei Jahre mit ihnen umhergereist war. Die Haut der Untoten trug sie immer noch in der Innentasche ihrer Jacke, damit sie schnell genug an diese herankam. Wenn sie beschnupperte, roch sie zudem immer noch nach Tod. Ein Vorteil für sie, da die Untoten sie so nur anhand von Lärm oder schnellen Bewegungen registrierten.
Langsam, damit die Plastiktüte nicht durch das Knittern zu laute Geräusche erzeugte, zog sie den Waschbären aus dieser hervor und warf ihn im hohen Bogen einige Meter entfernt von dem Beißer hin. Dieser hörte den dumpfen Aufprall des Tieres und roch das Blut. Sofort wandte er den beiden den Rücken zu und schlurfte zu dem Kadaver hinüber. Gleichzeitig setzte Lizzie sich in Bewegung und kletterte die kleine Anhöhe hinab zu den gefallenen Menschen. Bei jedem Schritt hoffte sie, dass sich kein Stein unter ihren Füßen löste, hinabrollte und den Untoten auf sie aufmerksam machte. Zwar musste sie wahrscheinlich den Beißer töten, da Rabbit sie sonst nur fragen würde, weshalb sie ihn verschont hatte und da sie sich noch kaum kannten, wollte sie ihr wahres Ich ihm noch nicht direkt offenbaren. Das Ich, was mehr Mitleid mit den Untoten hatte als mit den Lebenden. Was sie fütterte, ihnen Namen gab und auch oft Tränen vergoss, wenn sie doch einen dieser Wesen erlösen musste.
Unten angekommen zog sie den Dolch aus ihrem Stiefel und schlich sich zu den toten Menschen. Der erste Lag verdreht auf der Erde. Sein Oberteil war zum Teil zerrissen, da der Beißer ihm dort Fetzen von seinem Fleisch herausgebissen hatte. Schnell stach sie ihm in den Kopf. Bei ihm musste sie nicht einmal überprüfen, ob er noch Puls hatte, durch den Biss war sein Todesurteil schon unterschrieben. Der zweite Mann lag auf dem Rücken, sodass die Samuels sein Gesicht sehen konnte. Sie erstarrte. Das war jemand aus dem Zoo. Einer der Barkeeper, der ihr regelmäßig kostenlos süße Fruchtcocktails gemacht hatte, wenn sie einen Auftritt mit ihrer Band gehabt hatte. Wenn sie sich nicht irrte, dann hatten sie in einer durchzechten Nacht sogar mal etwas gehabt. Doch was machte er hier außerhalb? Er war kein Kämpfer. Wenn eine Kneipenschlägerei am Start war, war er der erste gewesen, der sich hinter dem Tresen versteckt hatte, um ja nicht mitkämpfen zu müssen. Er würde niemals freiwillig die Kolonie verlassen.
Auch ihm stach sie das Messer in den Kopf, damit er sich nicht verwandelte, sowie dem letzten der drei ebenfalls. Anschließend versuchte sie vorsichtig die beiden anderen Männer so hinzudrehen, dass sie auch ihre Gesichter sehen konnte. Ihre Vermutung bestätigte sich. Es waren alles Mitglieder vom Zoo. Alle drei keine großartigen Kämpfer, weswegen sie wohl auch gestorben waren. Doch was hatte sie veranlasst ihr Zuhause zu verlassen und das Risiko einzugehen zu sterben? War etwas im Zoo vorgefallen, weswegen sie fliehen wollten? Und weshalb hatte jemand sie getötet? Denn neben den Bisswunden sah sie auch noch Kampfverletzungen, die tödlich waren.
Um herauszufinden, ob der Beißer ebenfalls ein Zoomitglied war, musste sie diesen töten. Sie ging auf diesen zu. Achtete dabei nicht mehr darauf, ob sie leise war. Die Sorge, dass in ihrer Kolonie etwas passiert war in der kurzen Zeit, wo sie weggewesen war, ließ sie nicht mehr klar denken. Zögerlich hob sie den Dolch an, atmete ein paar Mal tief ein und gerade als der Beißer von dem zerfleischten Waschbären abließ und sich zu ihr umdrehte, stieß sie den Dolch in dessen Kopf.
Wie ein nasser Sack sackte der Walker in sich zusammen und Lizzie konnte auch dessen Gesicht sehen. Ebenfalls ein Zoomitglied, welcher ein einfacher Verkäufer auf dem Nomadenmarkt gewesen war. Niemand, der sich groß in Kämpfen beweisen konnte.
„Tut mir Leid!“, flüsterte sie zu dem Verstorbenen und wischte anschließend im Gras ihre Klinge sauber, bevor sie diese wieder zurück in den Stiefel steckte.
Anschließend kletterte sie den Abhang hoch und kam wieder bei Rabbit an.
„Das waren Leute aus dem Zoo. Es muss da was vorgefallen sein. Da ich nicht weiß was, wäre es für dich sicherer, wenn du hier wartest, bis ich weiß, was passiert ist.“, erklärte sie ihm: „Ich versuche so schnell wie möglich zurück zu kommen. Meinen Rucksack lass ich hier. Da ist noch etwas Essen drinnen, falls du was brauchst. Sowie andere Verpflegung.“
Mit dieser Geste wollte sie ihm zeigen, dass sie ihm etwas Vertrauen entgegenbrachte. Jede Ware war inzwischen wertvoll und sie bot sie ihm an, zusammen mit anderen Sachen von ihr. Er konnte sicherlich noch denken, dass sie im Zoo Verstärkung holte und ihn dann überfallen würde, doch das war seine Entscheidung. Sie würde gehen und ihm überlassen, ob er ihr Vertrauen missbrauchte und samt ihren Sachen verschwand oder ob er bei der Brücke blieb und auf sie warten würde.

Dann ging sie auch schon los. Alles in ihr brannte darauf zu erfahren, was die Männer dazu getrieben hatte, den Zoo zu verlassen, weswegen sie nicht lange fackelte und weniger sprach als sonst. Sonst hätte sie Rabbit wohl noch sehr ausführlich erklärt, weswegen sie davon ausging, das im Zoo etwa passiert sei und das sie ihm mit der Geste mit dem Rucksack etwas Vertrauen zeigen wollte. Doch so schwieg sie einfach nur und stapfte davon.
Nachdem sie außer Sichtweite von Rabbit gekommen war, bleib sie kurz stehen und zog die Whisperermaske an. Der Zoo lag zwar am Rand von Washington, aber er befand sich immer noch in einem Teil, wo sich einige Untote herumtrieben. Da ging die Blondine lieber auf Nummer sicher.
Wenige Kreuzungen später musste sie auch tatsächlich durch eine kleine Gruppe von Beißern laufen, welche alle in die Richtung des Zoos liefen. Dies jedoch nicht grundlos, denn man konnte die Kolonie schon weitem hören. Doch es war lauter als sonst. Es klang als wäre ein Aufruhr los. Zu ihrem Glück hörte man keine Schüsse oder schreiende Menschen.
Dadurch dass die Wachen die Beißer in der Nähe erschossen, verließ sie die Gruppe von Beißern und ging zum Gehweg, wo sie die Maske wieder abnahm und sicher in ihrer Jackentasche verstaute. Dann schritt sie zum Eingang. Die Wachen erkannten sie, weswegen sie sich ohne Probleme nähern konnte.
„Lizzie! Ich dachte du bist auf einer längeren Mission?“, fragte der eine Wachmann.
„Ja… ich hab mich verlaufen und die anderen beiden verloren.“, erklärte Lizzie ihnen und erblickte im Hintergrund, im Arbeiterbereich, wie sich zwei Männer prügelten: „Was ist denn hier los? Ist Scorpion nicht da, um das Chaos zu schlichten?“
Die Wachen schüttelten den Kopf und erklärten ihr kurz und knapp, dass ihr Anführer zusammen mit ein paar anderen wichtigeren Leuten auf eine Mission gegangen sein und seitdem nicht mehr aufgetaucht waren. Nach einer Woche brach dann das Chaos aus, da die Männer ohne die Kontrolle ihres grausamen und soziopatischen Anführers nun machten was sie wollten.
„Dann sollte ich lieber mal schnell schauen, ob nicht irgendein Trottel sich an meinem Süßigkeiten Vorrat vergreifen wollte.“, grinste Lizzie die beiden an und ging in den Zoo. Ein schneller Blick in den Nomadenbereich zeigte ihr, dass sie trotz der Unruhen weiterhin einiges an Kundschaft hatten. Obwohl die Mitglieder nun taten was sie wollten, so wussten alle, dass sie wichtige Ressourcen nur durch die Nomaden bekamen, weswegen sie diese nicht vergraulen sollten. Da hätte sie wohl dann doch Rabbit mitnehmen können. Doch dies war nur der erste Eindruck. Eventuell war die Entscheidung doch eine gute gewesen.
Schnell lief sie zu der Wohnung von ihr und Olivia. Ihre beste Freundin seit ihrer Ausbildung in der Firma, war nun ebenfalls ganz in ihrer Nähe und zusammen waren sie schon auf einige Missionen oder Plünderungstouren gegangen. Denn obwohl Liv die Whisperer nicht kannte, so hatte sie keine Scheu gehabt sich eine Maske aus Beißerhaut überzuziehen und in das Herz von Washington zu gehen. Dort waren viel mehr Beißer, gar schon Horden, doch dort fand man noch die besten und seltensten Waren, denn nur die wenigsten waren irre genug, um dorthin zu gehen. Mit der Beißerhaut war dies jedoch für die beiden nie ein Problem gewesen.
Sie freute sich schon darauf ihre Schwester im Herzen wiederzusehen, doch als sie die Wohnungstür öffnete, krallte sich eine eiskalte Hand um ihr Herz. Von der Eingangstür aus konnte man direkt in das Wohnzimmer sehen. Dort saß Olivia auf der blutroten Couch und hielt sich die Waffe an den Kopf.
„Olivia?“, hauchte Lizzie und schritt in das Zimmer mit weit aufgerissenen Augen: „Was machst du da?“
Hatte Olivia wirklich vorgehabt sich umzubringen? Schnell sprintete Lizzie zu ihrer Freundin und schlug ihr die Waffe aus der Hand, welche eh durch ihr Erscheinen nicht mehr auf den Kopf gerichtet war.
„Ich vermisse sie einfach so sehr. Jeden Tag tut es immer mehr weh!“, antwortete Olivia mit belegter und schmerzerfüllter Stimme. Dabei krallte sich ihre Hand in ihr Oberteil direkt über ihrem Herzen.
Kurzerhand nahm Lizzie ihre Schwester in die Arme. Sie kannte diesen Schmerz zwar nicht, doch wenn eine so starke Person wie Olivia sich umbringen wollte nur aufgrund dem Verlust ihrer Väter, dann konnte sie sagen was sie wollte und nichts würde helfen. Olivia verdankte den Männern ihr Leben, war ihr ein und alles gewesen, sowie umgekehrt. Sie hatte ein Jahr lang gekämpft, um ihren Platz ohne Ares und Kai in der Welt zu finden, doch Lizzie hatte schon länger bemerkt, dass Olivia niemals ruhiger wurde seitdem die Firma gefallen war und auch nicht aufhörte aufgrund des Verlustes zu leiden.
„Ich würde dir so gerne helfen, doch ich weiß nicht was ich tun soll…“, flüsterte Lizzie und Olivia sah sie direkt an. Die Blondine wusste sofort was ihrer Freundin durch den Kopf ging. Lizzie hatte als Kind ihre Schwester umgebracht und verspürte seitdem nur minimal Reue oder Schmerzen dabei. Sie hoffte zwar, dass Mika doch aus irgendwelchen Gründen überlebt hatte, doch wichtig war ihr das dann doch nicht. Diese Menschen hatten sie nicht so akzeptiert wie sie war, hatten Angst vor ihr gehabt oder wollten sie verändern. Zumal Lizzie damals noch anders über die Untoten gedacht hatte. Ihre Schwester sollte ein Beweis für Carol und Tyreese sein, dass sie als Untote sie erkennen würde. Wie das Ergebnis gewesen wäre, konnte Lizzie nicht sagen, denn Carol kam dazwischen und wollte sie schlussendlich für ihre Tat umbringen. Denn jemand wie Lizzie hatte nach ihrer Ansicht wohl nichts auf der Welt zu suchen.
Nach einer kurzen und stillen Pause, die nur durch Geschrei von Außerhalb durchbrochen wurde, nickte Lizzie und hob die Waffe vom Boden auf.
„Anders als bei meiner Schwester wird es mir dieses Mal schwerer fallen, Liv.“, meinte sie zu der Blonden und sah betrübt zu Boden. Doch wenn es Olivias Wille war, dann würde sie dies tun. Den letzten Wunsch ihrer besten Freundin konnte sie zumal auch nicht abschlagen.
Doch obwohl sie zugestimmt hatte, dies zu tun, machte sie keine Anstalten die Waffe zu entsichern, auf Olivia zu zielen und zu schießen. Erst sollte Liv ihr das Ok geben und wenigstens davor sich noch von Lizzie richtig verabschieden.
„Du gehörst wie Ares und Kai zur Familie, doch du hast hier deinen Platz, Lizzie!“, fing dann Olivia auch schon an: „Ich habe dir eigentlich einen Brief geschrieben, dass der Zoo keine gute Heimat ist und du wohin gehen sollst, wo es sicherer ist. Niemand vertraut hier auch nur irgendjemanden. Es funktioniert zwar alles gut, aber du verdienst etwas Besseres. Deswegen will ich, dass du zu @Negan Iwanow gehst. Er ist inzwischen ein guter Freund von mir und wohnt jetzt bei einer anderen Kolonie. Negan hatte lange mit dem Cottage Krieg und wurde drei Jahre von ihnen gefangen genommen. Eventuell kannst du dich irgendwann zusammen mit ihm für Ares und Kais Tod rächen…“
„Ok, ich werde zu ihm gehen und mich am Cottage irgendwann rächen. Versprochen, Liv!“, meinte Lizzie und hielt ihr den kleinen Finger hin für den Pinky-Swear, auf welchen Olivia auch einging. Immer wenn sie einander etwas versprachen, hatten sie es so besiegelt, wodurch Olivia nun auch wusste, dass ihre Freundin ihr Versprechen einhalten würde.
„Kannst du mich bei Ares und Kai vergraben? Sie wurden in der Nähe von dem Bergwerk der neuen Whisperer begraben.“, fragte Olivia dann an. Da sie Lizzies Orientierungssinn kannte, fügte sie hinzu: „Ich hab im Brief eine Karte hinzugefügt, wo das Grab und Negans Aufenthaltsort markiert worden ist. Zudem kannst du ihm den Brief zeigen, damit er weiß, dass du zu mir gehörst.“
„Ok, auch das werde ich machen.“, erwiderte Lizzie und ihr Herz wurde langsam schwer. Nicht mehr lange und sie würde die Pistole anheben und Olivia erschießen. Viel mehr würde da kaum noch von Liv kommen.
Erneut hob Olivia ihre Stimme an und stand dabei auf: „Ich habe noch etwas für dich.“ – sie zog ihre Blutkette von Ares aus – „Sie soll dir gehören, so wirst du immer an ihn erinnert. Und diese hier ist von mir!“, Olivia ging schnell zum Briefumschlag und zog eine weitere Kette hervor, welche sie beide Lizzie gab.
Dann umarmte sie Lizzie und diese verstand, dass sie es tun sollte.
Da sie wollte, dass es möglichst friedlich stattfand und Olivia nicht in den Lauf einer Waffe blicken musste, hob sie während der Umarmung die Pistole an, hielt sie an Olivias Kopf -
„Ich hab dich lieb.“ – „Ich dich auch.“ - und drückte ab. Blut und Gehirnmasse spritze ihr ins Gesicht, doch wenigstens war Olivia in ihren Armen gestorben.
Zusammen mit Olivia sank Lizzie zu Boden. Die ganze Kraft war aus ihrem Körper raus, weswegen sie mit der Leiche ihrer besten Freundin einige Minuten lang auf dem Boden kniete. Ein paar Tränen bahnten sich in ihre Augen, doch verließen diese nicht, und ihre Kehle war zugeschnürt.
Tief atmete Lizzie ein, legte vorsichtig den Körper von Olivia ganz auf dem Boden ab und holte sich den Brief, um ihn zu lesen. Die letzten Worte von Olivia wiederholten sich dort, der einzige Zusatz war die Karte. Den Brief steckte Lizzie in ihre Jackentasche, die Ketten legte sie sich um, dann schritt sie aus der Wohnung.
Olivias Körper konnte sie die Strecke nicht tragen, weswegen sie diese verbrennen musste, um die Asche bei ihren Vätern zu begraben. Zum Glück hatte der Zoo ein Tierkrematorium, welches die Blondine nun ansteuerte. Sie verbrannten dort inzwischen menschliche Leichen der Beißer, die sich sonst vor dem Eingang stapeln würden. Dort angekommen organisierte sie, dass man Olivia verbrannte und ihr die Asche überreichte. Da sie dem Bestatter eine hohe Summe an Zoo-Geld versprach, wusste sie, dass der Mann die Arbeit gut verrichten würde. Zumal sie auch noch damit gedroht hatte ihn umbringen, wenn er seine Arbeit schlecht machte.

Nachdem Olivias Asche sich in einer kleiner Urne befand – die Lizzie auf dem Markt erworben hatte – hatte sie ihre wichtigsten Sachen zusammengepackt, ihre Gitarre durfte nicht fehlen, und war noch einmal einkaufen gegangen. Ihre ganzen Sachen aus der Wohnung konnte sie verkaufen und damit einiges an Verpflegung für die Reise besorgen. Insgesamt konnte sie knapp einen kleinen Rucksack voller Dosenfutter, zwei Dolche, zwei Packungen Munition für die Pistole von Olivia, welche Lizzie ebenfalls behielt, und etwas Kleidung.
Zudem kaufte Lizzie zwei luftdichte Boxen, in welchen zwei Burger mit Pommes und Nuggets landeten, sowie der Apfelkuchen, von dem die Blonde so geschwärmt hatte. Da der Geruch Beißer anlocken konnte, hatte sie extra die Boxen gekauft, sodass sie weiterhin zwischen ihnen laufen konnte. Zumal Lizzie die ganze Nacht unterwegs gewesen war und gerade die Sonne langsam aufging. Dadurch könnten die Beißer sie nicht nur riechen, sondern auch sehen.

Mit einigen Umwegen – natürlich fand sie nicht direkt zu der Brücke – kam sie auch schon bei Rabbit an. Die Sonne war inzwischen aufgegangen und tauchte alles in ein leichten rot-Ton. Passend zu Lizzies Kriegsbemalung, denn in dem ganzen Chaos und ihren Aktivitäten hatte sie vergessen, dass das Blut ihrer besten Freundin noch in ihrem Gesicht klebte.
„Hey, Rabbit! Komm mal hoch!“, rief Lizzie müde von der Brücke hinab und hoffte, ihr Weggefährte war noch da. Dadurch dass sie ziemlich viel Gepäck trug, müsste der Mann zu ihr hochgehen, um etwas von dem inzwischen leider kalten Essen zu kriegen.
In der Nähe stand ein Baum auf einer kleinen Wiese. Zu diesem ging Lizzie hin und stellte die zwei Rucksäcke und die Gitarre ab. Dann holte sie die Boxen mit dem Essen hervor und hockte sich auf den Boden, mit dem Rücken lehnte sie sich gegen den Baum. Da sie nicht geschlafen hatte, fiel es ihr schwer in dieser gemütlichen Position die Augen offen zu halten, doch trotzdem schaffte sie dies. Zuerst mussten sie was essen, dann mussten sie aus der Stadt raus. Erst dann konnte sie sich eine Pause gönnen.

@Curt Davies


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