WELCOME SURVIVOR
WIR SIND EIN SEIT 2013 – BESTEHENDES ENDZEIT FORUM ANGELEHNT AN DIE SERIE AMC'S THE WALKING DEAD. DIE AMC-SERIE DREHT SICH UM EINE GRUPPE VON MENSCHEN, DIE SICH PLÖTZLICH IN EINER POSTAPOKALYPTISCHEN WELT WIEDERFINDEN, DIE VON ZOMBIES ÜBERSÄT IST. ÜBERLEBEN HEISST NUN DAS OBERSTE GEBOT DER STUNDE. ALLES HAT DAMIT ANGEFANGEN ALS RICK GRIMES AUS DEM KOMA ERWACHTE UND SICH IN EINER WELT VOLLER UNTOTEN ZURECHT FINDEN MUSSTE UND NACH SEINER FAMILIE SUCHTE. AB DANN BEGANN EIN LEBEN VOLLER EREIGNISSE, DIE EINEN MENSCHEN EWIG PRÄGEN WÜRDEN. HÖHEN UND TIEFEN, WELCHE IMMER WIEDER EINTRATEN. DIE STORY VON TWD VERLÄUFT AKTUELL BEI UNS BIS ZU NEGAN'S GEFANGENSCHAFT, AB DANN HANDELN WIR FREI NACH BESTIMMTEN EREIGNISSEN UND DER ENDZEITTHEMATIK. AUFGETEILT IN VIER, VERSCHIEDENEN KOLONIEN UND EINZELNEN GRUPPEN BIETEN WIR ABWECHSLUNG UND SPANNUNG FÜR JEDEN SERIENCHARAKTER UND FREECHARAKTER. AUCH CHARAKTERE AUS DEN SCHWESTERNSERIEN AMC'S FEAR THE WALKING DEAD & AMC'S THE WALKING DEAD: WORLD BEYOND SIND BEI UNS MIT ANGEPASSTER STORYLINE SPIELBAR. EGAL WIE DU DICH ENTSCHEIDEST – DEIN KAMPF GEGEN DIE UNTOTEN UND LEBENDEN ERWARTET DICH HIER.
TEAM
Daryl Dixon ist der Gründer unseres Forums und war von Anfang an mit dabei und steckte viel Blut und Schweiß in sein Hobby. Neben den gängigen Adminaufgaben kümmert sich Daryl um die Ordnung des Forums und hat stets ein offenes Ohr für seine Mitglieder.
Ivar kümmert sich mit viel Mühe um die Probezeitler im Forum. Neben den administratorischen Aufgaben kümmert er sich zusammen mit Duo um die Profilpolizei und bietet für die Member im Forum eine Bastelecke an und führt dort zusammen mit Lyanna die Benutzertitelschmiede, wo er sich graphisch austoben und den Membern eine Freude bereiten kann, um die er sich stets bemüht kümmert und ein offenes Ohr hat.
Duo ist unser Ansprechpartner für unsere Partnerforen. Neben seinen Admin Aufgaben kümmert Duo sich um die Profilpolizei zusammen mit Ivar und ist sehr angagiert im Forum und hält sich nicht zurück jederzeit sich für seine Member einzusetzen, um diese er sich mit Herz kümmert.
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COME BACK TO US

COTTAGE BY THE SEA

Nach dem Fall von Alexandria, Hilltopp & The Kingdom haben Rick & Co. sich in der Cottage by the Sea ein neues zu Hause aufgebaut.

ANARCHY RIDERS

Die Anarchy Riders sind eine Kolonie, die aus einem Biker Club entstanden ist. Sie halten als Familie zusammen und stehen hinter den Werten ihres Clubs.

BALAR ISLAND

Valley Balar, so hieß die Kolonie einst. Sie lebten friedlich in einem Dorf hoch oben in den Bergen. Durch einen Erdrutsch mussten sie fliehen und fanden ein neues zu Hause auf einer Insel.

HEAVENS PARADISE

Die Heavens Paradise ist eine Gruppe, welche sich schon vor dem Ausbruch gebildet hatte. Der Anführer, welche die Gruppe damals mit seinem Bruder gegründet hatte, glaubte schon immer an den Weltuntergang und bereitete sich auf diesen vor, was ihnen allen das Leben gerettet hatte.

NOMADEN

Menschen, die Gruppen angehören oder alleine überleben, um ihren Platz in der kaputten Welt zu finden.
Die ersten Schneeflocken sind gefallen. Über das Land zieht sich eine schwere, weiße Decke aus Schnee, überdeckt jedes Grün und jede Saat. Nahrung wird deutlich knapper. Die Temperaturen sinken bis unter die Minusgrade. Beißer werden durch die Temperaturen deutlich langsamer als sonst oder frieren gar sogar ganz fest. Nomaden trifft es besonders schwer und sollten sich dringend eine sichere Unterkunft suchen. Mit massiven Schneestürmen ist teilweise zu rechnen.

An Aus


#41

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 10.06.2021 18:15
von Rick Grimes | 597 Beiträge

Matt musste nicht denken das Rick nichts von dem wusste was er getan hatte, Rick wusste genau das Matt nicht immer so gehandelt hatte wie er es hätte tun müssen.
Rick hatte so einiges gehört und auch gesehen doch auch da hatte er zuletzt ein Auge zugedrückt.

Es war ok, das Matt ihn darauf angesprochen hatte oder eher das er nach seiner Familie gefragt hatte, immerhin konnte dieser ja nicht wissen was geschehen war.
Rick sah zwischen den beiden hin und her und irgendwie schienen sie sich zu kennen, die Beziehung der beiden war aber wohl nicht die beste.
"All das gibt es bei uns, und nun lasst uns los.

Verwundert sah Rick Matt an und schüttelte den Kopf. "Der Wagen ist schrott ich kam zu Fuß." Sonst hätte er Matt sicher fahren lassen doch dieser hier, weckte zu dem auch noch schlechte erinnerungen. Mit diesem war damals Olivia geflohen nachdem sie, alle verraten hatte.
Auserdem wusste Rick von den Illegalen Rennen welche Matt sich damals noch immer geliefert hatten.
Er stieß sich von dem Wagen ab und sah zu Seven, welcher scheinbar noch nicht nach Hause wollte. "Komm schon Seven, zu Hause gibt es auch einen großen Knochen für dich."
Er schmunzelte leicht und deutete in eine Richtung. "Kommt ihr? Es ist nicht weit." Langsam ging Rick los und sah zu Matt. "Ach bevor ich es vergesse. Am Tor musst du deine Waffen abgeben, alle. Die bekommst du dann aber in ein paar Wochen wieder. Das müssen alle die neu zu uns kommen."

//postest du schon mal am Tor Merle?

@Merle Dixon
@Matt Watson




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#42

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 22.10.2022 21:51
von Ylvi Driscoll | 40 Beiträge

Zusammen mit Nishi war sie 2 Monate zusammen unterwegs gewesen, auch wenn sie eher wenig miteinander sprachen, irgendwie machte es auf sie den Anschein als wolle er nicht zu eine Enge Bindung zu ihr aufbauen, als hätte er vor etwas Angst, doch sie fragte auch nicht nach, sie wollte ihm nicht zu nahe treten, jeder von ihnen hatte eine Menge durchmachen müssen das war ihr mehr als bewusst, ihr leben war die letzten Jahre die Hölle gewesen ehe sie von Nishi gerettet wurde, ehe sie endlich wieder frei sein konnte.
Unterwegs hatten sie einen Wagen gefunden welchen sie nutzen konnten und welcher ihnen gute Dienste erbrachte.
Es hatte eine weile gedauert bis ihr Fuß dann auch endlich verheilt war und das sie diesen wieder belasten konnte.
Der Tag an dem sie sich von Nishi verabschieden musste kam schneller als gedacht, doch es war sicher besser für sie beiden wenn sie ihre eigenen Wege gehen, Ylvi selbst hatte sich auf den Weg in die Berge gemacht wo sie einst glücklich war, wo sie damals überstürzt aufgebrochen war um ihren Vater zu suchen ehe sie in die Arme der Männer gelaufen war welche sie die letzten Jahre gefangen gehalten hatten.
Der Aufstieg den Berg nach oben dauerte eine ganze Weile und sie wusste das sie sich beeilen musste auch weil sie darauf achten musste sie nicht wieder stürzte und sich verletzte.
Nach einigen Tagen war es dann geschafft und sie kam bei dem Dorf an, doch was sich ihr dort bot ließ sie zu Boden gleiten. Die Häuser waren fast alle vollkommen nieder gebrannt, Menschen lagen überall herum, sie waren abgeschlachtet worden und sie erstarrte immer mehr. Panisch rannte sie durch das Dorf nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte und versuchte nach Überlebenden zu suchen. Langsam ging sie durch das Dorf neben einer vollkommen verbannten Leiche entdeckte sie etwas was sie zu Boden sinken ließ einen kleinen Dolch welchen sie nur zu gut kannte, der Dolch hatte ihrem besten Freund und großer liebe Jon gehört welcher sie einst gerettet hatte. Nein das durfte nicht sein, sie wollte es nicht glauben und sie konnte es nicht glauben. Weinend saß sie einige Stunden einfach nur da und raffte sich auf als der abendherein brach und die Nacht begann sich über das Dorf zu legen.
Eine weile suchte sie nach einer Unterkunft welche sie auch nach einer fand. Bei ihrer Suche entdeckte sie immer mehr bekannter Gesichter welche sie sehr gemocht hatte. Neben Klara waren da noch Lina und Malina welche mit ihr damals viel gemacht hatten, welche ihr damals geholfen hatten sich hier einzuleben.

Den Winter über blieb sie in dem kleinen Dorf welches nicht mehr das selbe war welches sie kannte doch sie brauchte ein Quatier welches sie überleben ließ und dies konnte sie nur hier.
Es verging der Winter in dem sie sich hier ein wenig einrichtete ehe sie im frühling begann Sachen zusammen zu suchen, bevor sie ging hob sie ein paar Gräber aus in welche sie die Menschen welche hier so achtlos herum lagen begrub, das hatten sie verdient, sie sollten nicht als Futter verschiedener Tiere enden.

Es dauerte eine Weile bis sie alles geschafft hatte und bis sie auch das nötigste gefunden hatte welches sie für den Weg brauchte. Neben ein paar Waffen packte sie noch ein bisschen Kleidung und etwas zu Essen ein welches sie im Winter gefunden hatte.
Für den Abstieg brauchte sie noch ein bisschen länger und ihr Weg führte immer weiter weg, weg von dem Dorf welches ihr einst ein zu Hause war. Noch immer fragte sie sich was dort geschehen war, wann dieses überfallen worden war. Den Dolch von Jon hatte sie mitgenommen und sie würde diesen in Ehren halten, er was alles was ihr noch von ihm geblieben war, neben den Erinnerungen welche sie an ihn hatte.

Immer weiter entfernte sie sich von dem Berg und kam immer tiefer bis sie fast in der Stadt war, auf einer Lichtung welche ebenfalls vor einiger Zeit gebrannt haben musste hielt sie inne, sie musste für diese Nacht eine Unterschlupf finden, und auf alle fälle einen See oder Fluss wo sie sich frisch machen konnte. Auch hier schien ein Kampf geherrscht zu haben und auch wenn sie sich sicher war das in der nähe sicher etwas zu finden war hielt sie inne. War da nicht ein Geräusch gewesen? Aufmerksam sah sie sich um und zog ein Schwert welches sie bei sich hatte.

@Ichiro Maxwell


zuletzt bearbeitet 23.10.2022 12:15 | nach oben springen

#43

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 23.10.2022 20:34
von Ichiro Maxwell | 148 Beiträge

Er war lange nicht mehr so weit draußen gewesen. Seit er in Balar sesshaft geworden war, hatte es ihn kaum mehr hinaus gezogen. Vielleicht hatte er Angst gehabt, vor dem Blutdurst, der seinem Schwert innewohnte. Oder es war die Befürchtung, dass ihn außerhalb der Kolonie seine Vergangenheit einholen konnte. Aber dann war er mit Nezumi plündern gegangen und dabei hatte er festgestellt, dass es ihm sogar Freude machte, wieder in der Wildnis herum zu wandern, verlassene Orte zu besuchen und vor allem verletzte Tiere aufzusammeln.

Bei Narvik fanden sie einen sicheren Unterschlupf, wo er und Narvik sie wieder aufpeppeln konnten, bevor Wildtiere dann ausgewildert wurden und für streunende Haustiere ein neues zu Hause gesucht wurde. Vielleicht, wenn bei ihnen der Platz knapp wurde, könnte er ja zu anderen Kolonien reisen und dort ein paar Haustiere unterbringen. Die Anarchy Riders waren nicht weit weg. Und dann gab es noch das Cottage. Dort wollte er ohnehin mal hin, um Hinweise auf Ezekiel zu suchen. Der Plan Shiva zu helfen ihren Gefährten wiederzufinden, bestand nach wie vor, auch wenn er in den Sommermonaten Balar so gut wie nicht verlassen hatte.

Shiva hatte im geholfen. Er wollte ihr ermöglichen Ezekiel wieder zu sehen, bevor die Zeit des Abschieds für sie kam. Sie war schon alt. Sie lebte vermutlich schon länger, als üblich für einen Tiger. Aber sie wartete auf jemanden. Und vielleicht war er auch der Grund dafür, dass sie so lange durchhielt, obwohl sie manchmal müde auf ihn wirkte. Wenn sie eines Tages einschlief, sollte sie vorher ihren Gefährten wiedersehen oder Gewissheit erlangen darüber, was mit ihm geschehen war.

Auch wenn er bei seinem Streifzug noch nicht bis zur Cottage gelangte, so hielt er trotzdem immer wieder Ausschau nach Menschen, die er nach dem Mann fragen konnte. So trieb es ihn zwangsläufig auch in die Nähe von Orten, die er bisher jedoch alle verlassen vorgefunden hatte. Meist war er mit einem kleinen Jeep unterwegs, da er in diesem auch Tiere transportieren konnte. So auch heute, wenngleich er heute noch keine Tiere entdeckt hatte, die Hilfe benötigten. Stattdessen entdeckte er einen Ort mit verbrannter Erde, ein Ort der nach Tod und Verwesung roch. Hier hatte vor nicht all zu langer Zeit ein Kampf stattgefuden. Doch von Lebenden und Untoten, die noch auf ihren Beinen standen, war nichts zu sehen.

Vorsichtig lenkte er seinen Wagen durch die Stadt, bis er etwas außerhalb eine Lichtung erreichte. Er trat in die Bremsen, als er die Frau entdeckte. Eine Überlebende. Ging die Zerstörung auf ihre Kappe, oder, moment mal. Ichiro kniff seine Augen zusammen. Kannte er die junge Frau da vorne nicht? Er öffnete die Wagentüre und sprang heraus. "Ylvi?" Mit einer Hand griff er trotzdessen, nach dem Schwert auf dem Beifahrersitz. Er konnte nicht davon ausgehen, dass sie sich an ihn erinnerte und hatte lieber etwas zur Verteidigung in Händen, für den Fall, dass sie ihm plötzlich feindlich gesonnen war.

@Ylvi Driscoll



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#44

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 23.10.2022 20:54
von Ylvi Driscoll | 40 Beiträge

In den letzten Monaten war wirklich eine Menge geschehen, auch wenn ihre Abreise aus dem damaligen so wunderschönen Dorf, mit Gemischten Gefühlen von statten gegangen waren. Nie hätte sie erwartet dort oben eine solche Verwüstung vorzufinden, es war als wäre die Zerstörung des Dorfes schon viel zu lange her. Ihr Blick lag vollkommen geschockt auf die Verbrannte Lichtung gerichtet, es war als wäre hier eine Bombe explodiert dieser anblick erinnerte sie an den Tag als sie in die berge zurück kehrte und dort alles zerstört vorfand, als sie dort all die toten sah welche abgeschlachtet worden waren. Einzelne Tränen lösten sich aus ihren Augenwinkeln als sie an Jonatan dachte welchen sie dort vollkommen entstellt gefunden hatte, welcher nicht mehr zu erkennen war, das es sich nicht um ihn handeln könnte daran hatte sie durch den Dolch welchen sie gefunden hatte nicht gedacht. Es tat weh daran zu denken ihn nie wieder sehen zu können.
Gerade wollte sie weiter gehen um diesen Schrecklichen Ort zu verlassen da hielt sie inne als sie eine Wagen anhalten hörte. Sie hatte ihr Schwert gezogen und drehte sich langsam um als sie eine Bekannte Stimme hörte. "Nishi?" Ihre Augen weiteten sich als sie ihn dort stehen sah, es war so unglaublich ihn hier zu treffen, damals hatte sie gedacht das er weiterziehen würde, das er inzwischen weit weg von diesem Ort sein würde, doch er stand hier, hier genau vor ihr und schien auch nicht glauben zu können sie hier zu sehen, sofort steckte sie ihr Schwert wieder weg, denn sie wollte ganz sicher nicht mit ihm kämpfen. "Bist du es wirklich?" Leicht schüttelte sie den Kopf und ging ein paar Schritte auf ihn zu."Wo kommst du denn auf einmal her?" Ihn so bald wiederzusehen damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet, nein immerhin war hatten sich sich vor fast einem Jahr getrennt. Ihr Blick fiel auf das Schwert welches er in der Hand hatte und sie hob leicht die Hände. Ich bin friedlich, bitte steck doch deine Waffe weg. Du kennst mich doch." Sie biss sich auf die wirkte ein wenig unsicher denn sie wusste nicht ob er dieses auch gegen sie einsetzen würde.

@Ichiro Maxwell


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#45

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 26.10.2022 19:14
von Ichiro Maxwell | 148 Beiträge

Ichiro schluckte. Seit er seinen wahren Namen kannte, benutzte nur noch Nezumi den Namen Nishi. Bei allen anderen war er froh, dass sie seinen richtigen Namen benutzten. Denn Nishi war ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit, zu sehr verbunden mit der Zeit in Vegas und dem Blutdurst, der an seinem Schwert haftete. Als Ylvi sich ihm gegenüber nicht feindselig zeigte, packte er das Schwert sofort wieder in den Wagen. So schnell, dass man hätte meinen können, er habe sich daran verbrannt. Tatsächlich fürchtete er immer noch, er könne dem Durst erneut verfallen, selbst nach seinem Gespräch mit Jon und der gemeinsamen Plünderungstour mit Nezumi. Lian. Das war Nezumis richtiger Name. Ichiro hatte seinem Freund die Entscheidung überlassen, wie er genannt werden wollte. So hatte er das auch mit seinem Namen gemacht. Nur bei Menschen, die ihm nicht so nahe standen wie Nezumi, wollte er den Namen nicht mehr hören. Vielleicht lag es mit daran, dass Jin ihn so gerufen hatte. Nishi. Und hier draußen, wer wusste, wer mithörte.
Ichiro schüttelte seinen Kopf. "Ichiro. Das ist mein richtigiger Name. Nenn mich bitte Ichiro." Natürlich erinnerte er sich an ihre gemeinsame Zeit. Gerade deswegen war es ihm wichtig, dass sie ihn mit seinem Geburtsnamen ansprach, dem Namen der zu ihm gehörte, der der Person gehörte, die er wirklich war, begraben unter dem, was ihm in den vergangenen Jahrzehnten widerfahren war. Ein flüchtiges Lächeln huschte schließlich über seine Lippen. "Du suchst nicht nach einer Mitfahrgelegenheit, oder? Der Winter kommt bald. Ich bin unterwegs verletzte Tiere einzusammeln, falls ich welche finde und zu unserer Auffangstation zu bringen, in Balar."

@Ylvi Driscoll



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#46

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 26.10.2022 19:26
von Ylvi Driscoll | 40 Beiträge

Ylvi hatte ja keine Ahnung das Nishi in wahrheit einen vollkommen anderen Namen hatte, als er ihr damals genannt hatte, sie hatte keine Ahnung das ihn dieser Name an die Dunklen Zeiten seines Lebens erinnerte.
Nein sie würde sich nie feindselig zeigen gegenüber einer Person welche ihr das Leben gerettet hatte, welche sich so lange um sie gekümmert hatte als sie verletzt gewesen war. Ichiro hatte sie versorgt und sogar beschützt als sie das nicht konnte.
"Ich, oh verzeih das wusste ich nicht. Dann werde ich dich von nun an gerne Ichiro nennen. Seit wann erinnerst du dich denn wieder an deinen Namen?" Sie konnte es sich nicht anders erklären als das er sich damals nicht daran hatte erinnern können.
Sicher gab es auch andere Möglichkeiten welche es hab warum er ihr damals einen anderen namen genannt hatte doch das würde nicht erklären warum er dann jetzt doch so genannt werden wollte.
Die letzten Monate welche sie allein war, hatte sie ein wenig beruhigt, es war nicht mehr so schlimm für sie auf andere Menschen zu treffen, denn damit hatte sie lange ein problem da sie nie sicher sein konnte ob diese nicht doch zu den Männern gehörten welche damals geflohen waren.
Das überraschende Angebot ließ sie dann doch ein bisschen eine Augenbraue heben. "Ähm, naja ich suche tatsächlich einen Ort wo ich vielleicht über den Winter bleiben kann. Hier draußen wird es für einen allein doch immer gefährlicher." Das er sich einer Kolonie angeschlossen hatte freute sie sehr doch sie musste erst ihren Vater finden, ehe auch sie das machen würde können. Doch für den Winter würde sie sein Angebot gerne annehmen wollen. "Also wenn es keine Umstände macht würde ich dein Angebot gerne annehmen. Ein bisschen ruhe und Entspannung würde mir sicher mehr als gut tun.
Ja da war sie sich mehr als sicher, denn schon lange hatte sie keinen richtigen Schlaf mehr finden können.
"Aber nur wenn es wirklich keine Umstände macht. Ich will keinen zur Last fallen."

@Ichiro Maxwell


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#47

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 26.10.2022 19:40
von Ichiro Maxwell | 148 Beiträge

Ichiro lächelte. Es tat ihm jedes Mal gut, seinen Namen aus dem Mund einer anderen Person zu hören. "Kein Thema. Konntest du nicht wissen." Er hatte sich ihr gegenüber genauso schweigsam über seine Vergangenheit gegeben, wie allen, denen er unterwegs begegnet war. Es war besser gewesen, dass sie nicht wussten. Heute sah er das etwas anders. Vermutlich verdankte er dies den Menschen in Balar. Sie würden Ylvi sicher aufnehmen, wenn sich jemand für sie aussprach, dessen war er sich sicher. Er könnte sie herumführen, wie Shiva ihn herumgeführt hatte, ihr seinen Bruder vorstellen, Narvik, Shiva und auch Nezumi. Dann fänden sich bestimmt genug Leute, die für sie sprachen und ihr die Probezeit ermöglichten. Über den Winter die Probezeit zu machen, war leichter, sofern man ein Mensch war, der gerne nicht nur innerhalb der Kolonie seine Zeit verbrachte. Ihm war es vor ein paar Monaten nicht schwer gefallen, da er gerade am Anfang sogar bereitwillig die Außenwelt vermieden hatte. Denn die Kolonie hatte ihm Schutz vermittelt, Geborgenheit. Dieser Ort war wahrlich ein Paradies.
"Ich hab' mich in Balar erinnert. Das ist jetzt, das war im Mai." Ja, im Mai hatte er seinen Bruder gefunden. "Ich wollte eigentlich in keine Kolonie. Aber ich hab' einen alten Freund getroffen und da konnte ich nicht nein sagen, als er mich eingeladen hat. Und dann, dann wurden aus einem Tag zwei, daraus drei und als ich gehen wollte, hab' ich durch Zufall meinen Drillingsbruder getroffen. Er hat mich zuerest erkannt, an meiner Kette, die seine Initialien hat." Im ersten Moment hatte ihn das alles total überfordert. Doch er war froh, dass Duo so hartnäckig gewesen war und ihn aufgehalten hatte zu fliehen. Und er war dankbar für die Gespräche mit Ivar, Narvik, Yannik, Kasumi, für dei Zeit mit Shiva und natürlich Nezumi.
Ichiro lächelte und winkte sie zum Wagen. "Du fällst niemandem zur Last. Balar ist ein Paradies. Ich hab' es am Anfang auch nicht geglaubt, aber als ich dann dort war. Die Menschen dort sind sehr nett und hilfsbereit."

@Ylvi Driscoll



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#48

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 26.10.2022 19:57
von Ylvi Driscoll | 40 Beiträge

Sie hatte es wirklich nicht wissen können doch sie hatte auch kein Problem damit ihn nun mit seinem richtigen Namen anzusprechen. Das er ihr damals nicht viel von ihr erzählt hatte störte sie noch immer nicht, sie wusste das sie alle so ihr Laster zu tragen hatten. Sie selbst hatte ihm auch nicht viel erzählt, nur das diese Männer welche er getötet hatte sie als Skalvin gehalten hatten, das diese sie oft geschlagen hatten und am Ende wollten diese sie sogar zum Sterben zurück lassen.
Sie wusste ja nicht was er schon alles in der kolonie erlebt hatte, was ihm da alles wiederfahren war, das die Menschen dort ihm und auch seiner Seele gut getan hatten merkte sie aber schnell, er schien fröhlicher, offener und vor allem sich freier zu fühlen als sie sich das letzte mal gesehen hatten.
Das er schon seit Mai dort lebte überraschte sie doch ein wenig, damals kam er ihr nicht so vor als würde er sich einer Gruppe anschließen wollen, daher verwunderte es sie doch ein wenig das er es dennoch getan hatte. Das er dort in der Kolonie einen alten Freund getroffen hatte ließ sie lächeln, denn das freute sie sehr für ihn, er schien dort wirklich aufgelebt zu sein.
"Also hast du dort das zu Hause gefunden was du dir ersehnt hast?" Leise seufzte sie denn auch ihr war es einst mal so ergangen doch sie hatte dies alles verloren. Das Ichiro seinen bruder gefunden hatte freute sie noch mehr, und sie strahlte ihn an. "Das freut mich wirklich für dich, es freut mich das du deine Familie gefunden hast." Sie selbst war ja noch immer auf der suche nach ihrem Vater, doch sie war guter Hoffnung das sie diesen irgendwann noch finden würde.
"Ok ich vertraue dir da mal. Wobei ich sehe ja wie glücklich du bist, du wirkst so anders als damals. Ich denke ich komme mit, doch ich würde erstmal schauen ob ich bleibe weis ich noch nicht. Ich bin ja noch immer auf der Suche nach meinem Vater." Langsam ging sie auf den Wagen zu zu dem er sie winkte und sah ihn direkt an. "Auf was sollte ich mich einstellen? Ich meine ihr werdet sicher nicht einfach so jemand rein lassen. Oder?"

@Ichiro Maxwell


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#49

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 26.10.2022 20:30
von Ichiro Maxwell | 148 Beiträge

Ichiro lachte. "Ich hab' gar nicht nach einem zu Hause gesucht. Nicht so richtig. Es war eher so, dass das zu Hause mich gefunden hat." Ja, so war es wohl gewesen. Er hatte seinen Bruder gefunden, als er aufgehört hatte zu suchen. Und tatsächlich freute es ihn zu sehen, dass es noch einem der Menschen gut ging, denen er unterwegs geholfen hatte. Jede gute Tat auf seinem Konto, würde ihn von der Kälte entfernen, die er empfand, wenn er tötete. "Es freut mich auch. Es hat meine Seele gerettet, denke ich mal." Wobei er mit dem Retten von Tieren und unschuldigen Menschen, wie Ylvi einer war, auch schon selbst begonnen hatte, seinen Beitrag zu leisten. "Duo ist ein Sonnenschein, trotz all der Dinge, die er so durch hat. Du wirst ihn mögen." Ja, da war er sicher. Und Duo, gab es jemanden in Balar, den Duo nicht mochte? Er glaubte nicht. Duo war zu jedem herzlich und aufgeschlossen. Wahrscheinlich kam er auch deshalb so gut bei allen an. Man musste ihn einfach liebhaben.
Nachdem sie noch nichteingestiegen war, lief er um den Wagen herum und öffnete die Beifahrertür. Ah, mist, auf dem Sitz lag noch sein Schwert. Er grinste schief, griff danach und stopfte es auf die Rückbank. Dann trat er zur Seite, damit sie auf den Beifahrersitz klettern konnte. "Mach's dir bequem", bot er an und wartete bis sie eingestiegen war, bevor er die Tür schließen und wieder auf der Fahrerseite einsteigen würde. "Du kannst auch als Gast erstmal ein paar Tage oder Wochen bleiben", schlug er vor. "So hab' ich es auch gemacht am Anfang. Ich kann für dich bürgen am Eingang, dann musst du deine Waffe nicht abgeben und bekommst erstmal einen Besucherausweis. Aber ehrlich gesagt, braucht man keine Waffen in der Kolonie. Ich hab' mein Schwert immer unter meinem Bett, wenn ich im Dorf unterwegs bin."

@Ylvi Driscoll



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#50

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 26.10.2022 21:12
von Ylvi Driscoll | 40 Beiträge

Das er gar nicht nach einem zu Hause gesucht hatte ließ sie schmunzeln, irgendwie schien das Schicksal ihm wohlgesonnen gewesen zu sein was sie wirklich sehr freute, er machte einen viel freieren eindruck als damals.
"Das freut mich sehr zu hören das es dir dort so gut geht." Das es mit ihm eine Menge machte den Tieren zu helfen freute sie wirklich, es war als hätte sie einen vollkommen anderen mann vor sich wie damals.
"Ich bin schon gespannt wen ich da alles kennen lerne. Aber bitte alles nach und nach, ich brauch immer eine weile bis ich wirklich jemand an mich heranlasse wegen dem was damals war."
Langsam stieg sie dann ein als er sein Schwert auf die Rücksitzbank gelegt hatte und schnallte sich wie automatisch.
Das sie auch erstmal als Gast bleiben konnte erleichterte sie doch sehr, es beruhigte sie auch ein wenig denn sie war sich eben nicht sicher ob sie dort bleiben sollte auch wenn sie Ichiro dort schon kennen würde.
"Also wenn es ok ist würde ich dein Angebot annehmen. Ich hab zwei Waffen bei mir die ich ungern an Fremde geben würde. Sie sind mir sehr wichtig. DU musst dir auch keine Sorgen machen das ich sie benutze. Ich will sie nur nicht aus der Hand geben."
Sie würde ihre Waffen sicher nicht nutzen, nur wollte sie den Dolch welcher einst jon gehörte von dem sie glaubte das er tot sei, nicht mehr aus der Hand geben, er war ihr das wichtigste was sie bei sich hatte.
Langsam fuhren sie dann aber auch schon los, wobei sich Ylvi einfach nur entspannt zurück lehnte und entspannte, sie würde den Winter zumindest nicht hier draußen verbringen müssen wenn sie denn wirklich bleiben würde können.

@Ichiro Maxwell


_------> weiter gehts bei Brücke zum Festland


zuletzt bearbeitet 26.10.2022 21:18 | nach oben springen

#51

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 21.11.2022 18:04
von Lyanna Lockhart | 4.273 Beiträge

Es war alles was Lyanna hören wollte oder eher gesagt noch einmal hören wollte. Aus seinem Mund, hier bei ihr, ohne irgendwelche Anwesenden, welche sie mit neugierigen Blick betrachtet hatte. Sie wusste das es ein Versprechen war das kein Mensch in der Apokalypse halten konnte, doch das war Lyanna egal. Sie wollte es einfach nur hören und als Elijah die Worte aussprach war es schon fast so als würde ein gewaltiger Stein von ihrem Herzen rollen. Nachdem er sie küsste ließ Lyanna ihn noch nicht los, vergrub ihre Finger nur sanft in seinem Bart ehe sie ihre Stirn auf seiner ruhen ließ und das für eine ganze Weile lang … . Die Tage in der Cottage vergingen so schnell, das Lyanna sich wünschte sie würden niemals vorbei gehen. Aber alles hatte einmal sein Ende. Auch wenn die Dunkelhaarige sich auch freute wieder nach Hause zurückzukehren. So sehr sie die Zeit mit Elijah genoss, hatten sie beide auch Pflichten. Pflichten die sie jetzt umso mehr gemeinsam und verbundener als Ehepaar angehen konnte. Denn auch wenn die Welt nicht mehr so war wie sie war, so hatte Lyanna nun etwas wofür sich dieser ganze Kampf lohnte, wofür sie kämpfen konnte. Und sie blickte jeden Tag in sein Gesicht. Also war Lyanna wirklich traurig darüber als sich am letzten Tag noch ein paar Leute bei ihnen bedankten und ihnen gratulierten. Denn die Zeit mit Elijah würde ja nicht enden nur weil sie das Cottage verließen würden. Im Gegenteil. Umso mehr verband sie … deutlich schönere Erinnerungen nun mit diesem Ort, nicht nur auf die Hochzeit bezogen sondern auch an das was sie danach taten. Lyanna musste kurz schmunzeln bei El's schelmischen Worten als sie gerade die Hand einer älteren Dame drückte. Sie wusste natürlich sofort was Elijah damit meinte und stupste ihn nur kurz verspielt mit ihren Ellenbogen an. Lyanna vertiefte noch einmal das Geräusch das Rauschen des Meeres, der salzige Duft der in der Luft lag. Die warme Hand der älteren Dame in ihrer und Elijah's Hand auf ihrer Schulter … ehe sie nur die Augen schloss. Alles war gut. Sie war glücklich. Lyanna war … zu Hause.

Es war das Fallen der Blätter von den Bäumen, die Kälte die mit jedem Tag immer mehr zunahm. Es würde nicht mehr lange dauern bis zu den ersten Schneeflocken. Bis zu dem nächsten Winter. Ihre Hochzeit fühlte sich fast schon eine Ewigkeit her an, doch das Glücksgefühl hatte seit dem Tag nicht abgenommen. Im Gegenteil. Sie genoss jeden Moment umso mehr, selbst wenn sie nur neben ihm lag, ihn ansehen konnte als müsste sie sich jedes Detail seines Gesichtes einprägen und auf eine gewisse Weise tat Lyanna das auch. Es gab keinen Grund dafür. Sie war nicht melancholisch oder das sie irgendetwas bedrückte, sie dunkle Gedanken verfolgte. Nein das taten sie ganz gewiss nicht. Die Dunkelhaarige konnte einfach nur nicht glauben hier zu sein, sich so zu fühlen wie sie sich jetzt fühlte. Hätte ihr jemand vor mehreren Jahren gesagt das sie einmal mit diesem Typen, dem sie eine Brecheisenstange überzog verheiratet sein würde, sie hätte denjenigen nur ausgelacht. Aber hier war sie jetzt, grub ihre Nase in das noch warme Kissen auf der Seite wo sonst Elijah immer lag. Lyanna atmete tief ein und schloss wieder verschlafen die Augen. Er war noch nicht lange weg gewesen, genau so wenig wie Josie es war. Aber das war okay. Die Dunkelhaarige würde El immer diesen Freiraum lassen … bis zum Winter. Als die Sonne sich hinter den dunklen Wolken dennoch stärker herauf kämpfte, das Licht in ihrem gemeinsamen Zimmer heller wurde ließ die Dunkelhaarige nur ein leises, brummendes Geräusch von sich. Sie musste jetzt aufstehen. Es war nicht so das sie sich nicht gut fühlte. Sie war einfach nur so müde und würde am Liebsten den ganzen Tag verschlafen. So erging es ihr schon ein paar Tage so. Auch die Blässe in ihrem Gesicht, als sie sich frisch machte, deutete sie darauf hin und das sie eben wenig Sonne während der kalten Jahreszeit abbekam. Vielleicht brütete Lyanna auch einfach nur einen kleinen Infekt aus. Es war nichts worüber sie sich Sorgen machte. Nachdem Lyanna in wärmere Kleidung geschlüpft und mit ihrer Hand ihr Gewehr packte, das sie nun schon so viele Jahre hatte, verließ sie das Zimmer, löste den Wachposten der vorherigen Nacht ab. „Es war alles ruhig. Die Beißer merken wohl langsam das es kälter wird und ihnen bald die Ärsche wieder festfrieren werden.“ sprach eine Frau in ihren 40igern während sie sich ausgiebig streckte ehe sie die Dunkelhaarige einen Moment mit müden Augen betrachtete. „Geht's dir gut Lyanna?“ fragte sie schließlich ein wenig besorgt worauf die Dunkelhaarige nur etwas verwirrt eine Augenbraue anhob und nur nickte. „Gut. Vielleicht solltest du dich auf einen sonnigen Platz der Mauer stellen. Nicht das du bald den Untoten Konkurrenz machst.“ scherzte die Frau und klopfte der Dunkelhaarigen auf die Schulter ehe sie schließlich ging. Lyanna blickte ihr einen Moment nach und schüttelte sanft den Kopf. Nur ein wenig Blässe und alle gingen davon aus das man drauf ging. Lyanna ließ sich davon nicht beirren, verschwendete kein Gedanken daran ehe sie an der Umzäunung langsam hin und her ließ, ihr Gewehr fest und sicher in der Hand. Automatisch zog sich ein Lächeln in ihr Gesicht als sie den Dunkelhäutigen von seiner morgendlichen Laufrunde zurückkommen sah, dicht gefolgt von der Hündin. Sie hob nur ihre Hand und winkte ihm aber bevor Elijah sie sehen oder womöglich reagieren konnte wurde er abgefangen von jemanden der es wohl ziemlich eilig hatte das der Dunkelhäutige mit ihm kam. Lyanna blickte den Beiden einen Moment lang skeptisch nach ehe sie ihren Blick wieder geradeaus richtete. Sie hoffte das alles gut war. Es würde schon alles gut sein …

Es war Elijah's Stimme, die Lyanna nach einer Weile sich umdrehen ließ als der Dunkelhäutige fast schon etwas aufgeregt zu ihr angelaufen kam. Lyanna sprang geschickt von ihrer Position herunter und lehnte ihr Gewehr gegen die Mauer als sie ihn auch schon spürte wie er sie küsste und Lyanna erwiderte den Kuss sanft ehe sie sich langsam von ihm löste. „Was ist los? Ist irgendetwas passiert?“ klang die Dunkelhaarige etwas besorgt als Elijah ihr erzählte das er gerade von einer Besprechung der First Seven kam. „Beißer?“ hob Lyanna nur ihre Augenbraue an. „Wie konnten sich überhaupt so viele ansammeln ohne das es irgendwem aufgefallen ist?“ wollte die Dunkelhaarige wissen, denn normal kam ihr so ein Verhalten der Untoten nicht vor. Sicher wenn sie sich zusammen fanden bildeten sie eine Horde aber das sie sich irgendwo unbemerkt, so nah zwischen Balar und Cottage tummeln konnte, war merkwürdig. Und auch das die Information so durchlöchert war. Warum sollte der Bote nicht mehr Preis geben wollen über seine Quelle. Als er dennoch Anna erwähnte machte es für die Dunkelhaarige deutlich Sinn. Lyanna hegte keinen Groll über das Ratsmitglied. Ganz gewiss nicht. Doch Lyanna war wohl unter den Leuten die es für besser hielten das sie nicht so eine Position ausübte. Sie würde auch nicht unbedingt mit Anna Avery in einem Gebäude umringt von Beißern festsitzen, wenn sie nicht auf ihrer guten Seite war. „Natürlich müssen wir etwas unternehmen“ klang Lyanna ein wenig aufgebracht. Zu recht. „Wenn sie irgendwann einen Weg nach draußen finden sind ihre ersten Anlaufstellen Balar und das Cottage und dann wir.“ Für Lyanna stand es gar nicht zur Diskussion das sie nicht mitgehen würde. „Natürlich lasse ich dich nicht alleine gehen. Ich komme schließlich auch mit. Darüber gibt es auch keine Diskussion Mr Magoro.“ schmunzelte die Dunkelhaarige und stahl sich einen weiteren flüchtigen Kuss von seinen Lippen. Auch wenn Elijah sie mit keinen Wort davon abgehalten hatte nicht mitzukommen war es ihr wichtig das noch einmal zu verdeutlichen.

Es vergingen wenige Tage, in denen die nötigen Vorbereitungen getroffen wurden. Die letzten Fahrzeuge wurden von ein paar Männern und Frauen beladen. Die Rider würde sich wie besprochen an einem abgesprochenen Wegpunkt mit den Cottage Karawane zusammentun. Lyanna spielte etwas nachdenklich an dem geknoteten Armband von ihrer Mutter an ihrem Handgelenk herum ehe das Geräusch eines schließenden Kofferraum sie etwas aufschreckte. Lyanna blinzelte den Dunkelhäutigen an. „Haben wir alles?“ wollte sich die junge Frau nochmal versichern ehe der Dunkelhäutige nickte. Lyanna atmete durch. Das Gefühl von Müdigkeit war heute besonders schlimm. Begleitend wurde dies durch eine leichte Übelkeit. Lya schob es auf das Wild von gestern. Vielleicht war damit etwas nicht in Ordnung gewesen. Wer wusste es schon. Aber im Vergleich zu ihr schienen sich alle anderen noch gut zu fühlen. Elijah hatte schließlich auch davon gegessen. Lya ging schließlich nur in die Hocke, strich der winselnden Hündin an ihren Füßen durch das Fell. „Tut mir Leid. Aber du kannst nicht mitkommen. Wir sind bald wieder zurück.“ Ihre Hand fuhr zu Josie's Ohren, welche sie ordentlich durch kraulte „Pass hier gut auf ja?“ lächelte die Dunkelhaarige und ließ schließlich von der Hündin ab ehe sie ihren Rucksack schulterte und schließlich auf den Beifahrersitz stieg. Sie wartete bis Elijah soweit war ehe er auch einstieg und den Motor startete. Lyanna's Kopf lehnte sich sofort an die kühle Scheibe welche einen Spalt runter gelassen war. Das leise Ertönen von Musik aus dem Radio klang bereits in Lyanna's Ohren wie ein fernes Echo. Ihre Hand legte sich sanft auf Elijah's Oberschenkel. Die kühle Luft tat beim Fahren gut ehe die Dunkelhaarige schon wieder von ihrer tagelangen Müdigkeit eingenommen wurde. Es war der Duft von Verwesung und das immer weiter lauter werdende Geräusch von Beißern was Lyanna ruckartig erwachen ließ, sie für einen kurzen Moment panisch wirken ließ. Doch als sie merkte das sie noch fuhren und sie im Auto waren, beruhigte sich ihr Herz. Etwas benommen blickte die junge Frau aus dem Fenster, sah eines der Fahrzeuge der Cottage neben ihnen her fahren. Hatte sie wirklich den Treffpunkt mit einer anderen Kolonie verschlafen? Schließlich richtete sich ihr Blick auf Elijah. „Mir geht’s gut.“ sprach sie schließlich aus bevor er überhaupt was sagen konnte. Ein kurzes Grinsen zog sich auf ihre Lippen. „Die Frage ob es mir gut ging stand dir schon förmlich ins Gesicht geschrieben.“ Lyanna rieb sich nur die Augen. „Ich bin aufgeregt.“ murmelte sie nur unter ihren Händen. „Ich habe heute Nacht nicht gut geschlafen weil ich so aufgeregt bin.“ log Lyanna. Nicht gerne. Aber sie wollte Elijah keine Sorgen bereiten. Nicht jetzt wo auch er konzentriert sein musste. Sie wusste schließlich auch nicht was los war. „Ich hoffe ich habe nicht geschnarcht.“ giggelte die Dunkelhaarige und versuchte etwas vom Thema mit einer erheiterten Situation abzulenken. Als das Fahrzeug schließlich wie alle anderen zum Stehen kam, sprang Lyanna schon förmlich aus dem Auto. Ihre Schritte führten sie direkt zur Schlucht, während andere bereits schon anfingen ein Lager aufzubauen. Lyanna's Augen weiteten sich deutlich als sie die Beißer sah und die Menge an ihnen. „Was denkst du wie viele das sind? Hunderte? Tausende?“ sprach Lyanna etwas schwach als sie Elijah's Präsenz hinter sich spürte ehe sie ein paar Schritte wieder von der Schlucht zurückging. Es war verdammt laut. Wie sollte hier überhaupt jemand ein Auge zu machen? Und es roch so stark nach Verwesung das Lyanna das Gefühl hatte, die wenige Gesichtsfarbe die ihr verblieben war, würde sie nun ganz verlassen. Sie leugnete nicht das ihr geradewegs schlecht wurde. Normalerweise war sie nicht so empfindlich. Es war nicht das erste Mal das sie eine Horde roch. Vielleicht nicht von dieser Größe aber Lyanna konnte sich immer zusammenreißen. Sie wusste nicht warum es jetzt anders war. Ein junger Mann, der mit einer kleinen Gruppe Männer und Frauen ankam winkte den Dunkelhäutigen zu sich. „Hey Elijah. Wir brauchen dich einen Moment. Wir müssen besprechen wie wir vorgehen.“ „Schon gut.“ blickte die Dunkelhaarige ihren Ehemann an. „Ich bleibe hier und gebe mir noch ein wenig das Beißerkonzert.“ lächelte die junge Frau, blickte dem Dunkelhäutigen einen Moment lang nach, bis er außer Sichtweite war ehe sich Lyanna kräftig in die Schlucht übergab. „Shit.“ fluchte Lyanna nur keuchend.

Der junge Mann stand gebeugt über einen aufgemalten Plan der Schlucht, über einen Tisch. Alle anderen mit um ihn herum. „Wenn wir genug Benzin, Brenn- oder Sprengstoff haben könnten wir genug platzieren um sie zu verbrennen oder um sie unter Steinen zu begraben. Damit würden wir einen Großteil der -“ „Ein Nest.“ unterbrach eine weibliche Stimme den Mann welcher nur den Kopf anhob. Die anderen taten es gleich. Es war Lyanna. Ihr Blick blieb kurz bei Elijah hängen. Sie war kein First Seven, auch keine Vertreterin des Rates beim Cottage. Aber sie hatte etwas zu sagen und eine Idee. War das schließlich einer Anhörung ihrer Stimme nicht genug? „Sie kommen irgendwo rein aber es sind zu viele das man irgendetwas erkennen könnte. Sie kommen nicht nur von oben rein. Wenn sie fallen, sterben sie. Dafür leben noch zu viele in der Schlucht.“ Lyanna lief langsam zum Tisch und deutete mit ihrem Finger auf die Schlucht. „Sie müssen also irgendwo reinkommen. Die Geräusche locken sie an, vielleicht tummeln sich bei der Eintrittsquelle umso mehr. Ein Nest eben.“ „Sie also alle nur wegzusprengen oder zu verbrennen würde das Problem nicht dauerhaft lösen und wir verschwenden nur unsere Ressourcen.“ Lyanna richtete sich wieder auf. „Wenn wir aber stattdessen das Nest finden können wir die Wurzel fest packen und herausreißen. Wir sprengen den Beißern einen Weg frei, locken sie zu ihrem Nest und dann könnt ihr sie von mir aus alle verbrennen und wegsprengen wie es euch beliebt. Obwohl ich mehr für Verbrennung bin. Eine Explosion ist deutlich lauter.“ Lyanna schwieg einen Moment ehe sie immer noch in die Gesichter blickte welche sie ansahen. „...Nur ein Vorschlag. Ihr entscheidet.“ Der junge Mann blickte schließlich wieder auf den Plan ehe sein erwartungsvoller Blick wieder bei Lyanna hängen blieb. Die Situation wurde dann doch etwas unangenehm für die Dunkelhaarige. „Ich gehe dann mal zurück auf meinen Wachposten.“ sprach die Dunkelhaarige etwas entschuldigend und verließ die kleine Gruppe wieder. „Sie hat nicht ganz unrecht.“ sprach eine Frau aus der Cottage, welche mit am Tisch stand. Es war bereits dunkel gewesen. Im Lager brannten viele Lagerfeuer. Lyanna tat natürlich das was sie sagte. Sie stand oder eher saß an einen der Wachposten an der Schlucht. Nicht ganz. Sie saß etwas abseits, eins ihrer Beine wippte im Freien der Schlucht. Das andere war angewinkelt und auf dessen lag ihr Gewehr welches sie gerade mit einem Tuch polierte. Lyanna versuchte sich wach zu halten auch wenn man meinte bei dem Geräuschpegel nicht schlafen zu können. Beißer bekamen wohl so etwas wie Stimmverlust oder Heiserkeit nicht. Man würde meinen sie sind nachts vermutlich ein wenig leiser aber das sind sie nicht. Wenn sie es gewesen wären, hätte wohl Lyanna deutlich erahnen können was passieren könnte. Obwohl … wenn ihr nun einer erklärt hätte was passieren würde, sie hätte demjenigen nicht geglaubt. Wie könnte sie auch? Lyanna kannte die Beißer nun schon 13 Jahre so wie sie waren. Sie waren dumm,voraussehbar und dennoch verdammt gefährlich. Aber sie konnten keine Türen öffnen, sich nicht wehren... sie konnten nicht … klettern. Es war das kurze Knacksen, als würde jemand am Stein abrutschen was Lyanna ihren Kopf sofort anheben ließ. Doch für weitere Reaktionen und Handlungen war es zu spät. Denn es ging alles verdammt schnell. Sie spürte nur wie etwas ihr Bein packte und mit gewaltiger Kraft daran zog. Lyanna schrie laut auf als sie ruckartig runter gezogen wurde, den festen Boden nicht mehr spürte. Ihr Gewehr knallte auf direktem Wege in die Zombiehorde hinein. Und Lyanna … sie sah sich auch schon darin, spürte schon die Hände der Untoten, die Zähne in ihrem Fleisch. Ihr Herz blieb förmlich stehen vor purer Angst und Panik. Und ehe sie sich versah landete sie … nicht in den Händen der Beißer. Lyanna schlug unangenehm auf einem Schluchtvorsprung auf und schlug sich deutlich die Schläfe an, was ihr für einen kurzen Moment das Licht ausknipste und sie nicht reagieren ließ weder auf die das Stöhnen der Beißer noch auf die verzweifelten Schreie und Rufe von oben. Es war das schmerzvolle Ziehen in ihrer Kopfhaut als sie jemand oder eher gesagt etwas an den Haaren packte. Lyanna öffnete nur benommen die Augen. „El...“ murmelte die Dunkelhaarige nur. Es war das Zischen eines Beißers neben ihrem Ohr. Ihre Augen weitete sofort als ihr klar wurde das der Beißer sie festhielt. Der Beißer … . Sofort schlug Lyanna nach ihm und wollte ihn weg schubsen, doch dann hielt der Beißer ihr Handgelenk fest, wollte nach ihr schnappen. Lyanna wisch zurück. „W-Was?“ Sie verstand die Welt nicht mehr. Sie konnten nicht - … Das konnten sie nicht! Wie hart hatte sich die Dunkelhaarige den Kopf angeschlagen. Lyanna ging weiter zurück, bis sie die Felswand im Rücken spürte, ihre Hand einen Stein umklammerte. Den richtigen Moment abwartete und als der Beißer nah genug war schlug Lyanna den Stein kräftig gegen seine Schläfe, das er zu Boden ging und verstummte. Die Dunkelhaarige atmete panisch ein und aus. Ihr kam nur ein Gedanke in den Sinn. Sie hatte nur das Gesicht von Lizzie für einen Moment in den Augen. Das Mädchen das mit den Toten wanderte. Es gab keine andere Erklärung. Lyanna ging sofort auf die Knie, zog dem Beißer an der Haut in seinem Gesicht herum. Es war eine Maske. Nur eine Maske … Das war kein Untoter. Das war ein Mensch. Lyanna zog kräftig, während ihr das Blut warm von der Schläfe lief ehe die Haut – riss. Lyanna betrachtete einen Moment den abgerissenen Fetzen Haut in ihren Händen ehe sie in der deutlichen Lücke im Gesicht nur noch mehr Beißerfleisch fand. Nicht das Gesicht eines Menschen. Lyanna schrie erneut auf, warf den Hautfetzen weg und drückte sich so fest sie konnte mit ihrem Rücken gegen die Felswand. Sie hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, sie war in kompletter Panik. Sie hatte das Gefühl den Verstand zu verlieren. Das war nicht echt. Das war NICHT echt!

@Elijah Magoro


You've been my muse for a long time. You get me through every dark night. I'm always gone, out on the go. I'm on the run and you're home alone. I'm too consumed with my own life. Sharing my heart. It's tearing me apart. But I know I'd miss you, baby, if I left right now. Doing what I can, tryna be a woman. And every time I kiss you, baby. I can hear the sound of breaking down. I don't want to play this part. But I do, all for you. I don't want to make this hard. But I will 'cause I'm still. Sharing my heart. It's tearing me apart. Are we too young for this?

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#52

RE: Verbrannte Lichtung

in Natur 03.12.2022 15:48
von Elijah Magoro | 733 Beiträge

Die wenigen Tage bis sie sich mit der Abteilung des Cottage treffen sollten, vergingen recht schnell. Es wurde fleißig gepackt, am Abend vor dem Aufbruch hatten die First Seven nochmal eine Besprechung um die wichtigsten Details abschließend zu klären. Elijah schwieg die meiste Zeit, seine Gedanken kreisten um die kommende Mission, dennoch nagte ihm im Hinterkopf die ganze Zeit etwas Anderes. Er machte sich Sorgen und zwar um seine Ehefrau. Lyanna wirkte seit ein paar Tagen sehr müde, kuschelte sich oft abends an ihn und war innerhalb weniger Atemzüge schon eingeschlafen. Was den Dunkelhäutigen ja nicht störte, wenn sie müde war sollte sie schlafen, doch es war… ungewöhnlich. Auch als er ihr vor zwei Tagen die Nachricht auf der Mauer überbracht hatte, dass sie auf die Mission gehen würden, dort wirkte sie ebenfalls blass. Nicht, dass sie krank wurde, aber für einen normalen Infekt zog sich das ganze eigentlich schon zu lange. Und das ließ ihn irgendwie nicht los, es beschäftige ihn teilweise so sehr, dass er schon überlegt hatte sie morgen nicht mitzunehmen. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Aber auf die Diskussion hatte er eigentlich keine Lust, wobei am Ende Lyanna vermutlich sowieso stur bleiben würde und dennoch mitgehen. Als wäre es sinnlos darüber zu diskutieren.
Eine Weile lag er noch wach, als er den Atem seiner Frau schon schlafend über seine Brust streifen spürte, betrachtete sie einfach wie sie ruhig dalag. Er liebte sie so sehr, wollte nur das Beste für sie und hoffte einfach, dass ihr Zustand nicht schlimmer wurde, oder sie in den kommenden Tagen in Gefahr brachte.
Am Tag der Abreise standen sie früh auf, packten die Sachen in den Wagen und Elijah schloss mit einem Ruck den Kofferraum, sah Lyanna an und lächelte, ehe er nickte. Ja, sie hatten alles, das hatte er eben erst nochmal komplett überprüft. Gewissenhaft wie er war.
Josie kam angelaufen, wand sich um Lyannas Beine und winselte leise, während sie gekrault wurde, ehe Lyanna in den Wagen stieg. Auch Elijah kraulte die kleine Hündin zum Abschied, ehe er sie mit einem Befehl wieder zum Clubhaus schickte, den die gut erzogene Hündin natürlich sofort ausführte. Ruhig setzte er sich dann auf den Fahrersitz, startete den Motor und sofort erklang wieder leise seine Musik der 50er und 60er Jahre, die er so gerne hörte. Lyanna hatte sich nie darüber beschwert, als er den Kopf zu ihr drehte, runzelte er allerdings die Stirn. Mit geschlossenen Augen und die Stirn an der leicht geöffneten Fensterscheibe, saß Lyanna da, ihr Gesicht bleich, die Hand auf seinem Oberschenkel war kalt. Sie sah einfach nicht aus, wie sie normaler weise aussah. Schlapp, blass, nicht wirklich fit. Die Sorge in Elijahs Hinterkopf stieg, als er den Blick wieder auf die Straße vor sich richtete und dem Rest der Kolonne folgte.
Während der Fahrt sprachen sie kein Wort, er hörte, dass Lyanna irgendwann einschlief, ihr Atem so ruhig und gleichmäßig.
Das Treffen mit der Abteilung des Cottage verlief schnell, Elijah gab aus dem Wagen nur das Zeichen bereit zu sein und die Kolonne schloss sich aus den beiden Abteilungen zusammen, gemeinsam fuhren sie zum Ort der von den Leuten des Cottage aus beste Lagerstätte ausgewählt worden war. Von draußen kam der Geruch nach Verwesung herein, das Gekraule der Beißerhorde war hörbar und die ersten Wagen der Kolonne hielten schon an, sie mussten also gleich angekommen sein. Aus dem Augenwinkel sah er Lyanna sich bewegen, sein dunkler Blick lag besorgt auf ihr, musste garnichts sagen, da antwortete ihm seine Frau schon.
„Hmmm, nein hast du nicht. Aber das mit der Aufregung kann ich verstehen“, antwortete er nur, nicht wirklich überzeugt von ihrer Aussage. Am Abend vor einer Mission schlief Elijah auch nicht so gut, aber die Müdigkeit zog sich bei Lyanna ja schon länger. Noch kurz sah er sie eindringlich an, dann parkte er den Wagen am Rande einer Lichtung, stieg ebenfalls auf und folgte Lyanna zum Rand der Schlucht.
„Ich habe absolut keine Ahnung“, gab Elijah von sich, auch er war tatsächlich ein wenig von der Menge der Beißer überrascht. Aber mehr als tausend würden es sicherlich sein. Scheiße.
„Wie kann es sein, dass das hier so lange unentdeckt geblieben ist?“, fragte er sich dann und fuhr mit einer Hand durch seinen Bart, während sein dunkler Blick über die Horde strich. Einige der Beißer waren schon alt, halb verwest, konnten sich kaum noch auf ihren knöchernen Beinen fortbewegen. Andere wirkten sehr frisch, sahen aus als wären sie erst vor ein paar Tagen gestorben.
Gerade wollte er noch etwas sagen, da kam eine kleine Gruppe auf sie zu und holten Elijah zu einer Besprechung ab, zunächst zögerte er aber.
„Ich liebe dich“, antwortete er nur auf ihren scherzhaften Kommentar, lächelte ebenfalls ehe er der Gruppe folgte. Dass sich Lyanna wenige Momente später in die Schlucht erbrach, bekam er natürlich nicht mit. Vielleicht auch besser so, denn sonst hätte er sie sofort von der Schlucht abgezogen und ihr keine aktiven Aufgaben mehr gegeben.

Mit verschränkten Armen stand Elijah da, die Hüfte an einen Baumstamm gelehnt und betrachtete die Karte aus der Ferne. Einige Leute der Gruppe diskutierten, ein junger Mann aus der Cottage deutete gerade auf den Plan, als eine Stimme ihn unterbrach. Der ehemalige Soldat musste nicht mal den Kopf heben um zu sehen wer es war, immerhin kannte er die Stimme seiner Frau wie keine andere. Ein leichtes Lächeln zog sich auf seine Lippen, er erwiderte ihren Blick und nickte ihr aufmunternd zu. Wenn sie etwas zu sagen hatte, sollte sie nur sprechen. Aufmerksam hörte er ihr zu, in seinem Kopf waren schon ähnliche Gedanken gewesen, denn sie hatte ja Recht, irgendwo musste es ja eine Quelle geben, welche die Beißer tatsächlich in oder zur Schlucht lockte.
„Danke“, sprach er dann nur ruhig, als Lyanna sich wieder zu ihrem Wachposten verabschiedete, die kleine Gruppe verließ.
„Natürlich hat sie Recht“, antwortete Elijah der Frau aus dem Cottage und stieß sich von dem Baumstumpf ab, trat an den Tisch wo ihm ein Platz freigemacht wurden. Kurz blickte er über den Plan, kniff ein wenig die Augen zusammen und deutete dann auf eine kleine Ausbuchtung in der Schlucht, legte den Finger darauf.
„Hier. Ich schätze hier finden wir unser Nest“, seine Stimme war ruhig, sachlich, aber bestimmend. Militärtonfall.
„Warum dort?“, hakte die Frau nach und sah ihn fragend an.
„Ich habe mir die Bewegung der Beißer angesehen, als es noch hell war. Sie scheinen aus Südwesten zu kommen und diese Ausbuchtung hat laut Karte eine verflachte Steigung. Schau hier, die Schlucht ist deutlich an den Höhenlinien zu erkennen…“, Elijah erklärte der Gruppe wie er darauf kam, wieso und weshalb seiner Meinung nach dort das Nest war. Als er schließlich endete, sahen die anderen Gruppenmitglieder ihn nickend und zustimmend an.
„Dann sollte sich das Morgen am besten eine Truppe mal ansehen“, gab ein älterer Mann zu bedenken, was Elijah nur nicken ließ, „Du hast Recht. Ich werde eine kleine Gruppe hinführen und wir werden uns das mal ansehen, vielleicht die tatsächliche Quelle finden. Eventuell sehen wir vor Ort dann auch eine Möglichkeit, wie wir die Beißer in der Verengung beseitigen können.“
„Ich bin auch dabei“, meldete sich der junge Mann vom Anfang und Elijah nickte, „Such dir noch einen aus der Cottagegruppe aus, ich suche mir jemanden von den Ridern. Zu viert sich wir gut unterwegs, eine größere Gruppe braucht es nicht. Ich vermute wir sind eine gute Stunde unterwegs bis wir dort sind, am besten gehen wir zu Sonnenaufgang…“
Ruckartig hob Elijah den Kopf, als ein Schrei die sonst so ruhige Nachtluft durchbrach. Ein Schrei von dieser Stimme, die er immer erkannte. Mit einem Satz war er um den Tisch herum und rannte los, sah sich panisch um. Wo war sie? Wo war ihr Wachposten?
Sein Blick blieb an einer Gruppe von Leuten hängen, etwas abseits, die panisch am Rand der Schlucht standen und hinabblickten. Ohne zu zögern rannte er los, schob die Leute beiseite, als ein zweiter Schrei die Luft durchschnitt, ein Schrei der ihm das Mark in den Knochen gefrieren ließ. Suchend blickte er nach unten, die Vorstellung Lyanna dort… ihm wurde ein wenig schlecht, als sein Blick sie dann aber allerdings fand, durchspülte ihn erst kurz Erleichterung, dann wieder Angst. Sie schrie, sie schrie in purer Panik und Elijah stand einen Moment wie eingefroren dar.
„Ein Seil!“, rief er dann, schüttelte kurz den Kopf und sah den Mann neben sich an, „Holt ein Seil, schnell!“
Und dann ging er in die Knie und mit einem dumpfen Aufschlag landete er auf dem kleinen Vorsprung, es waren vielleicht fünf Meter die Lyanna hinabgestürzt war. Hastig ging er zu ihr, sein Blick suchte den Felsvorsprung ab und entdeckte die Leiche des Beißers, dessen Gesicht abgezogen war. Wieso hatte sie das gemacht?
„Lya!“, rief er, legte die Hände um ihr Gesicht, zwang sie ihn anzusehen, „Lyanna! Bist du gebissen worden!?“
Seine Hände lösten sich von ihrem Gesicht und er nahm ihre Arme, suchte diese ab nach Beißspuren, ehe er ihre Beine an der Hose ansah, doch es sah ganz gut aus. Keine Bissspuren oder Kratzspuren, erleichtert atmete er durch, ehe er ihr Hände in seine nahm.
„Lya… beruhige dich, es geht dir gut“, sprach er mit seiner warmen Stimme, „Ich hol dich hier raus.“
Er presste ihre Hände auf seine Brust, damit sie seinen Herzschlag spürte, in ihrer Panik merkte, dass er echt war, er war wirklich hier.
Neben ihnen landete das Seil, welches Elijah schnell und geschickt zusammenknotete und um Lyanna herumband.
„Okay, zieht sie hoch“, rief er und sah dann Lyanna an, „Sie ziehen dich hoch. Ich bin gleich bei dir Lyanna.“
Langsam aber stetig wurde Lyanna die Wand hochgezogen, Elijah sah sich das ganze kurz an, dann blickte er sich wieder um. Wie war der Beißer hierher gelangt? Auf dieses Plateau? Mit gerunzelter Stirn blickte er über die Kante des Plateaus, hinab zu den restlichen Beißern die mit ihren Händen nur an der Felswand kratzten. Für einen Menschen war es machbar hier hinaufzuklettern, aber Beißer? Beißer konnten nicht klettern. Dennoch blieb sein Blick an einer Stelle hängen wo deutlich und frisch Erde hinabgerieselt war, was aussah als hätte sich dort erst vor kurzem jemand hochgezogen. Aber das konnte nicht sein. Oder?
Nicht ganz überzeugt wandte er sich von der Schlucht wieder ab, der Wand zu und sah gerade noch wie Lyanna über der Felskante verschwand, ehe er selbst mit den Händen nach einem guten Griff suchte und die wenigen Meter hinaufkletterte. Wie gesagt, für einen Menschen war es recht gut machbar hier hinaufzuklettern.
Wieder oben angekommen zog er sich über die Kante und stand auf, sein Hemd verdreckt vom Klettern, doch das interessierte ihn gerade herzlich wenig. Mit schnellen Schritten war er bei Lyanna, die auf einem Baumstamm saß, eine Frau stand neben ihr mit einer Flasche Wasser und er älterer Mann legte ihre eine Decke um die Schultern. Grob schubste er zwei Leute zu Seite und ging vor Lyanna auf die Knie, sah sie an.
„Was ist passiert?“, fragte er nur, seine Stimme ernst aber in seinen Augen noch immer die pure Angst, Panik schon fast, und Besorgnis über ihren Zustand.

@Lyanna Lockhart





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