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Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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#61

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 14:55
von Caine Adams | 30 Beiträge

Caine drückte sich gegen den Baumstamm und hielt den Atem an. Seine Hände umklammerten die Pistole, als würde sein Leben davon abhängen. Was ja auch stimmte. Aber wenn er nicht aufpasste, würde er so sehr verkrampfen, dass er sich noch in den Fuß schießen würde. Doch er hatte Schiss, er hatte Wut und eine so allumfassende Sorge, dass sich alles in ihm verzog.
Eigentlich hatte er nur die Fallen checken wollen, damit Jamie das nicht tun musste, und etwas Wasser vom See holen. Doch dann war dort eine kleine Gruppe von Menschen gewesen. Die Hütte, in der sich Vater und Sohn verkrochen hatten, war zwar noch ein ganzes Stück weg, aber das hier ... das war schon viel zu nah für Caines Geschmack. Weswegen er beschlossen hatte, die Truppe zu beobachten. Und wenn sie einen Fuß über die unsichtbare Grenze, die er gezeichnet hatte, setzen würden ... ja, dann würde er sie erschießen. Ohne mit der Wimper zu zucken. Das hatte er sich ganz fest vorgenommen. Und er hatte bereits bewiesen, das er das konnte.

Was allerdings auch der Grund war, dass er gerade rot sah. Und er konnte letztlich nicht sagen, ob es sein Glück oder das der Gruppe war, dass sie beidrehten und in die entgegengesetzte Richtung wieder im Wald verschwanden. Caines Atem ging schwer, seine Haare waren schweißnass. Er steckte in seiner Lederjacke, obwohl es so heiß war. Verdammt, sie war wie eine Umarmung, ein Safeplace für ihn. Es war krank und peinlich, aber wenn er sie nicht an hatte, fühlte er sich nackt.
Mit zitternden Händen zündete er sich eine Zigarette an, inhalierte gierig und ließ mit geschlossenen Augen den Hinterkopf gegen die raue Baumrinde sinken. Scheiße, tat das gut. Und Scheiße, warum beruhigte sein Herz sich nicht?

Er war schon viel zu lange unterwegs, das wusste Caine. Die Sorge um seinen Sohn brachte ihn dazu, die Deckung aufzugeben und auf weichen Knien und dennoch entschlossenen Schrittes gen temporäre Heimat zu gehen. Für die Fallen machte er nun keinen Umweg mehr, sondern beeilte sich, zur Hütte zu kommen. Die Zigarette trat er auf dem Waldboden aus, bevor er die Tür öffnete. Missmutig fegte er seinen Rucksack in die Ecke. »Hey, sorry, ich ...«
Stockend checkte er den kleinen Raum. Jamie war fort. Hatte sich sein Herz gerade etwas beruhigt, fing es sofort wieder an zu trommeln. Diesmal drohte es ihm geradezu aus der Brust zu springen. Wie immer, wenn er sich um Jamie sorgte, kehrten Bilder des Erlebten in sein Unterbewusstsein zurück.

Er machte auf dem Absatz kehrt, als schon die Stimme seines Sohnes vor der Hütte erklang. »Verdammt, Jamie, ich bin es!«, rief er und hastete hinaus. Genau auf ihn zu und nahm ihn bei den Schultern. »Was machst du hier draußen, warum hast du nicht in der Hütte gewartet, wie ich es dir gesagt habe?« Er bemühte sich wirklich, die Stimme ruhig zu halten, aber es gelang ihm nicht.

@Jamie Adams


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#62

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 19:10
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Jamie war durchaus bewusst was für einen Ärger er kassieren würde wenn Caine ihn erwischen sollte aber er konnte wirklich nicht den ganzen Zag in dieser Hütte verringen und leere Wände anstarren oder die Flecken auf der Fensterscheibe zählen. Er war kein Kind mehr! Sein Vater sollte ihn endlich wie einen Mann behandeln. Dann seufzte er weil er wusste wieso Caine so reagierte und schon wieder musste er an die Vergangenheit denken. Bevor dies schlimmer nahm er die erlegten Hasen und den Kanister und trug alles Richtung Hütte. Ob sein Dad die Gruppe gefunden hatte die in der Nähe der Hütte vorbeigezogen war? Trotz der Sorge war Caine dieser sofort gefolgt um sicher zu gehen das sie nicht umdrehen und zu nah an sie heran kommen würde. Sein Dad war vielleicht ein wenig paranoid was das anging aber man konnte fremden eben nicht vertrauen. Er teilte Caines Meinung das es keine selbstlosen Meschen mehr gab, jeder war nur auf sein eigenes Wohl aus und dieses nahm er sich um jeden Preis. E zog die dünnen Ärmel seines Pullovers tiefer sodass seine Unterarme verdeckt waren denn die erneuten Narben und frischen Verletzungen würden seinen Vater nur zusätzlich aufregen. Für Jamie war es sein Ventil denn er musste diesen Schmerz und die Wut loswerden die tief in ihm drin verborgen lag und ab und zu an die Oberfläche kam um ihn zu quälen.

Als er sich der Hütte näherte bemerkte er die offene Tür und während er die Waffe zog und auf diese richtete hörte er die wütende Stimme seines Vaters. Er seufzte und sicherte die Waffe wieder und grade noch konnte er sie in seinen Hosensaum stecken bevor sein Dad auf ihn zustürmte un ihn an den Schultern packte. "Dad krieg dich ein ich war nur die Falle kontrollieren und Wasser holen..." Er sah Caine an "Ich bin kein Kleinkind! Ich kann nicht den ganzen Tag in dieser Hütte hocken.. du hättest mich helfen lassen sollen!" Er befreite sich aus dem Griff seines Vaters "Es ist alles ok... was ist mit der Gruppe?" Das die Stimme seines Dads lauter wurde war nichts neues wenn dieser so erregt war und meistens imponierte ihm das aber grade war er selbst ziemlich wütend.

@Caine Adams


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#63

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 20:12
von Caine Adams | 30 Beiträge

Er sollte sich wieder einkriegen? Caine bekam ja kaum Luft vor lauter Panik. Seit dem Vorfall hatte er das Gefühl, dass seine Lungenflügel einfach abgestorben waren. Und sein Herz. Er fühlte es nur noch, wenn es um Jamie ging. Und sein Sohn war sein einziger und letzter Lebensinhalt, also war das doch kaum verwunderlich, oder? Mit aufgerissenen Augen starrte er Jamie an und krallte sich sicher derart in seinen Schultern fest, dass es ihm ein wenig wehtun musste. Dabei wollte er das gar nicht. Er wollte nur, dass sein Sohn begriff, dass so etwas nicht passieren durfte. »Du kannst nicht helfen. Ich muss dich in Sicherheit wissen.«
Natürlich wusste er, dass Sicherheit nur eine Lüge war. Es gab sie nicht. Nicht mehr. Selbst vor der Apokalypse hatte es sie nie gegeben, aber jetzt war es richtig offensichtlich. Wenn Caine sich in Gefahr brachte, reichte das. Sein Sohn hatte schon genug durchgemacht. Verdammt, er würde ihn auch einsperren und in Watte packen, wenn ihm das möglich wäre.

Das war der Moment, in dem er endlich etwas runterkam. Denn es stimmte nicht, das könnte er Jamie niemals antun. Und das hier? Dieses Ausrasten und diese rotverschleierte zornige Wahrnehmung der Welt? Das musste er dringend unter Kontrolle bringen, zumindest in Jamies Gegenwart. Diese Wut durfte er nicht abbekommen. Aber wie sollte Caine das schaffen? Sein Griff war nun locker genug, dass Jamie sich losreißen konnte.

»Die Gruppe ist wieder im Wald verschwunden. Ich werde die Umgebung dennoch weiterhin im Auge behalten, falls sie wiederkommen.« Oder jemand anderes. Caine wischte sich über die schweißbedeckte Stirn und schloss für einen Moment die Augen. »Tut mir leid ... Jamie. Ich wollte dich nicht so angehen.« Er drehte sich zu ihm um und versuchte, seinen Blick aufzufangen. »Aber bitte versprich mir, dass du keine Alleingänge mehr machst. Ich kann nicht auf dich aufpassen, wenn ich mir nicht sicher sein kann, dass ich mich auf dich verlassen kann.« Gott, er war so müde und innerlich zerrissen. Er bekam es nicht mehr auf die Kette, seinem Sohn ein guter Vater zu sein, das wusste er genau.

@Jamie Adams


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#64

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 21:09
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Manchmal vermisste er die gelassene ruhige art seines Vaters die ihm als Kind stets so viel Sicherheit gegeben hatte. Manchmal dachte Jamie daran es ihm zu sagen wie sehr er ihn vermisste aber er wusste das es kein zurück mehr gab und Caine so war wegen all dem was ihnen widerfahren war. Und er? Er war traumatisiert und versuchte mit aller Macht gegen seine Angstattacken anzukämpfen was mal besser und mal schlechter gelang. Als Caine seine Schultern packte fielen die Hasen vor ihnen auf den Boden. Den Kanister hatte er schon vorher abgestellt. Jamie hörte nicht nur wie besorgt und wütend Caine war er spürte es auch. Der Griff um seine Schultern wurde fester, unangenehm und er sah seinen Dad an. "Dad... ich brauch etwas Freiraum.. ich habe das Gefühl keine Luft zu bekommen wenn ich in dieser Hütte hocke. Du kannst mich mitnehmen!" Jamie wusste wenn Caine könnte würde er ihn einsperren um ihn zu schützen. Aber er wollte nicht alleine sein. Er wollte nicht das Caine fortging ohne zu wissen ob er je zurück kommen würde. "Bitte Dad ich kann helfen und lass mich los du tust mir weh!!" ging er ihn an und als der Griff lockerer wurde, befreite er sich davon. Sein Dad sah in allem etwas böses, etwas das ihnen schaden wollte und auch Jamie ließ sich von dieser Stimmung anstecken. Nur sie beide waren vertrauenswürdig. Das war einmal anders gewesen aber jetzt war kaum etwas außer Zorn und Wut, Traurigkeit und Angst übrig geblieben.

Das die Gruppe verschwunden war war gut. Caine hatte sie also nicht getötet und Jamie hoffte das sie nicht wiederkommen würden. Das es keiner tat. Ihre Hütte lag dicht hinter den großen Eichen mitten im Wald aber ab und an verirrten sich Menschen hierher auf der Durchreise oder auf der Suche nach einer Bleibe. Jamie sah Caine an und nickte "Tut mir leid Dad.." Sein schlechtes Gewissen meldete sich weil er erneut sah wie fertig sein Vater war. Das alles belastete ihn so sehr das Jamie sich oft Sorgen um ihn machte. "du solltest dich ausruhen, ich bereite das essen vor" sagte er und drehte sich dann um weil er ein röcheln hörte das näher kam. Doch anstatt Beißern kam aus dem Wald ein Mann auf die Hütte zu der zwei Beißer an einer Leine führte. Er trieb sie vor sich her während er Caine und Jamie schon bemerkt hatte. Der Fremde wirkte wie ein Mann auf der Durchreise. Jamie wich einen Schritt zurück und zog seine Waffe die er auf den Fremden richtete. Dieser blieb stehen und sah hinter seinen Beißern hervor "Sachte mein Junge...ich würde euch lediglich um Wasser bitten"

@Caine Adams


zuletzt bearbeitet 10.08.2020 21:13 | nach oben springen

#65

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 21:43
von Caine Adams | 30 Beiträge

Caine würde so einiges dafür geben, dass alles wieder so wie vorher war. Aber es war nicht zu ändern. Sie waren nur noch zu zweit. Lilly und Rachel lagen tot im Staub und mit ihnen ein Teil von Caines und Jamies Seele. Nichts konnte das ändern. Ewig zu leben ... das war ein Traum der Menschheit. Niemand hätte gedacht, dass er einmal auf so groteske Art wahrwerden würde. In letzter Zeit hatte sich Caine manchmal gewünscht, ein Beißer zu sein, nur noch eine leere Hülle. Der Schmerz, die Wut ... das Trauma ... alles wäre einfach fort. Aber für Jamie musste er bleiben und fühlen ... aber der alte, gute Dad zu sein ... das schaffte er nicht mehr.

Freiraum ... keine Luft bekommen ... so fühlte sich Caine. Deswegen war er so oft draußen unterwegs. Seinem Sohn ging es ebenso? Und er, Caine, war daran Schuld? Sein Griff wurde unvermittelt noch fester, weil es ihm selbst so wehtat, dies zu erkennen. Es war ihm eigentlich schon bewusst, aber er konnte nicht anders handeln. Er hatte seinen Sohn schon einmal nicht schützen können, und er wollte alles dafür tun, dass sich das nicht wiederholte.

Caine zuckte zusammen. Seine Hände packten schon nicht mehr so fest zu, weil er sich selbst beruhigte, aber als er hörte, dass er seinem Sohn wehtat, ließ er endlich ganz los. Was war nur in ihn gefahren? Benommen starrte er auf seine Hände. Entschuldigte sich ... »Ich weiß, du willst nur helfen«, erwiderte er leise, und vergrub die Fäuste in den Hosentaschen. »Okay, wir gehen öfter zusammen raus. Ich will nicht, dass du dich eingesperrt fühlst. Du sollst ... atmen können.« Wenigstens einer von ihnen sollte das. Und Jamie hatte noch sein ganzes Leben vor sich, was wäre Caine nur für ein Vater, wenn er ihm das nähme? Sie würden das gemeinsam schon hinbekommen, oder?

Caine nickte knapp. Jetzt hatten sie sich beide entschuldigt, aber was brachte das? Die Situation würde sich immer wieder aufschaukeln. »Ich bin nicht müde«, wehrte er ab. Vielleicht würde ja das gemeinsame Kochen wieder etwas Frieden zwischen sie bringen. Aber ein Röcheln unterbrach sie. Caine griff sofort nach seinem Messer, Beißer tötete man am besten lautlos. Er hatte sie wahrscheinlich mit seinem Geschrei angelockt. Aber es waren nicht nur Zombies ... sein Blick folgte der Leine und erkannte den Mann, der sich dahinter versteckte. »Was ist das für eine kranke Scheiße?«, flüsterte er und wechselte zur Pistole. Gut, es war nicht so dumm, sich so zu tarnen ... aber trotzdem. Das war ihm überhaupt nicht geheuer. Er hob seine Pistole und zielte auf den Kopf des Fremden. Heiße Glut überschüttete seine Seele, er konnte nicht mehr klar denken. Der Mann war doch schon dem Tode geweiht. Er wusste, wo sein Sohn und er schliefen, das würde er seinen Leuten erzählen und dann würde ... alles nochmal geschehen. Der Schuss löste sich von der Pistole, ohne dass Caine sich erinnerte, den Abzug gedrückt zu haben. Der Mann fiel steif wie ein Brett nach hinten um. Die Leine landete auf den Boden. Einer der Zombies stürzte sich auf das Frischfleisch zu seinen Füßen, während der zweite auf Jamie zuhumpelte.

@Jamie Adams


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#66

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 22:20
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Wenn Jamie in die Augen seines Vaters sah, war da nur eine endlose Leere. Manchmal wünschte er das sie es beenden würden. Er wollte tot sein. Nichts mehr fühlen oder denken. Endlich Frieden bekommen aber dann dachte er an das lächeln seiner Mutter. So oft hatte er ihr im Traum versprochen auf Caine aufzupassen und er wollte sie nicht enttäuschen. Doch es belastete ihn auch aber Jamie wollte stark sein. Caine war so oft wütend. Auf ihn, auf sich selbst und diese verfluchte Welt das wusste Jamie und doch konnte er kaum etwas tun um ihn zum lächeln zu bringen. Er würde so gern alles hinter ihnen lassen und neu anfangen. Endlich abschließen und all diese Scheiße vergessen. "Ich weiß.. du willst mich beschützen.. aber ich muss mich auch selbst beschützen können.." Caine ließ locker und Jamie wich einen Schritt zurück. Als sein Dad sich entschuldigte schwand seine Wut etwas und er nickte "Danke... ich bin sicher das wir zusammen viel besser die Gegend beobachten können..." Immerhin könnten sie sich aufteilen. Wobei Jamie sicher war das sein gluckenhafter Vater das nicht zulassen würde. "Ich will das wir beide atmen können... lass mich dir helfen Dad.. du musst das nicht alles alleine meistern..." Immer wieder gerieten sie aneinander und Jamie wusste auch das er selbst nicht ganz einfach war. Er versuchte seine Wut und seine Angstattacken unter Kontrolle zu halten aber es gelang ihm nicht immer. "Du siehst aber müde aus..." sagte Jamie denn er wusste das sein Dad gern abstritt wenn er am Ende seiner Kräfte war. "es bringt nichts wenn du irgendwann zusammen brichst Dad du solltest dich echt aus..." doch er unterbrach den Satz und die bitte an Caine denn als er sich umdrehte weiteten sich seine Augen. Ein Mann mit zwei Beißern. Wie Hunde führte er sie an der Leine. Ihre Arme waren abgetrennt worden.

Jamie wich zurück und wollte seine Waffe ziehen doch sein Dad kam ihm zuvor. Der Fremde bat um Wasser und Jamie sah auf den Kanister. Aber was wenn er zurück kommen würde? Wenn er eine Gruppe hatte die ihnen gefährlich werden würde? Wie hatte er sie gefunden....? Tausend Fragen gingen ihm durch den Kopf bis er einen Schuss hörte und Blut auf sein Shirt und in sein Gesicht spritzte. Jamie schnappte nach Luft und sah zu dem Fremden der zu Boden ging. Den einen Beißer zog er mit sich der sich gleich über sein Gesicht her machte. Jamie sah dabei zu wie er dessen Haut fraß und hob die Waffe als der zweite Beißer auf ihn zu taumelte und schoss diesem ins Gesicht. Dann wich er zwei Schritte zurück und sackte an der Häuserwand runter. Er zog die Beine an und legte seine Arme darum. Die Waffe ließ er neben sich fallen und versucht Luft zu holen. Jamie hatte das Gefühl nicht atmen zu können. Eine klassische Angstattacke.

@Caine Adams


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#67

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 22:47
von Caine Adams | 30 Beiträge

Caine sah zu Boden. Er wusste, dass Jamie recht hatte. Anstatt ihn zu behüten und in Watte zu packen, sollte er lieber dafür sorgen, dass sein Sohn in dieser Welt besser zurecht kam. Das Training in ihrer alten Kolonie hatte geholfen, sie konnten wenigstens kämpfen und Waffen bedienen. Aber das reichte nicht. Vor allem, wenn man auf sich allein gestellt war. Vielleicht sollte er ihm mehr über Erste Hilfe beibringen, und das Versorgen von schwerwiegenderen Verletzungen. Nur war auch das ohne Hilfsmittel nicht so einfach.
Daran, dass sie sich aufteilten und eigene Bereiche überwachen würden, hatte Caine nicht gedacht, weswegen er vehement den Kopf schüttelte. »Wir bleiben auf jeden Fall zusammen, auch hier draußen.« Vielleicht würde er da irgendwann mal anders denken, aber im Augenblick nicht. Ein Schritt nach dem anderen.

Wieder schüttelte den Kopf. »Du ... musst atmen können. Ich ... lebe nur noch für dich.« Mit verwelkten Lungen und einem schwachen Herz. Aber das reichte. Hatte er das eigentlich überhaupt schonmal so direkt ausgesprochen? Sie redeten doch gar nicht über das, was geschehen war. Caine hatte es versucht ... aber sie waren beide zu verletzt. Die Bilder würde er jedoch nicht mehr aus seinem Kopf bekommen und die Geräusche. Ihm wurde schlecht, wenn er nur daran dachte. Und er fand sich schwach und erbärmlich, weil es ihn so aus der Bahn warf. Er musste stärker sein, warum gelang ihm das nicht? Wie machten andere nach so einer Scheiße weiter?

Es war wohl ganz gut, dass ihr Gespräch über Müdigkeit unterbrochen wurde. Sonst hätten sie sich wieder gefetzt, denn Caine wollte gerade alles, nur nicht sich hinlegen und erneut in Gedanken gefangen sein. Die Stunden des Schlafens oder eher die Suche nach Ruhe und Schlaf ... die waren am schlimmsten. Er war lieber in Bewegung, beschäftigt. Und zum Glück war nicht jeder Tag so wie heute. Es gab auch gute, wo er und Jamie sich nahe waren, lachten und halbwegs vergessen konnten, was passiert war. Aber leider waren sie rar gesät, jedoch umso wertvoller.

Der Fremde ging getroffen und vermutlich auch bereits tot zu Boden. Ein grausames Schmatzen ertönte, als einer der Zombies sich über ihn hermachte. Warum hatte der Typ ihnen nicht auch die Kiefer entfernt? Dummkopf. Und Caine war auch ein Dummkopf, weil er den Kerl erschossen hatte, ohne an die Beißer zu denken ... oder überhaupt an irgendwas zu denken.
Jetzt spielte sich alles in Zeitlupe ab. Blut spritzte, noch ein Schuss knallte und Caine machte einen Schritt nach dem anderen auf Jamie zu. Er war sich sicher, dass er rannte, hatte aber das Gefühl, nicht schnell genug vorwärts zu kommen. Dem zweiten Zombie rammte er das Messer in den Kopf, damit sie nicht von hinten angefallen wurden, dann wandte er sich schweratmend Jamie zu. Der voller Blut war und wie paralysiert vor Panik. Das Schnaufen zeugte davon, wie wenig Luft er gerade bekam. Caine ließ sich vor seinem Sohn auf die Knie, suchte seinen Blick. »Jamie ... Jamie, ich bin hier. Okay? Ich bin hier.« Er hob seinen Kopf leicht an, damit sie sich ansehen konnten, strich ihm sanft und beruhigend durch das Haar. »Atme«, flüsterte er. »Bleib bei mir. Es passiert dir nichts.«

@Jamie Adams


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#68

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 10.08.2020 23:27
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Eigentlich haste er wenn sie sich stritten. Aber manchmal war er einfach so unfassbar wütend auf sich und die Welt das Caine es abbekam und wenn er es verdrängte und still wurde verletzte er sich selbst um den Schmerz umzulenken. Er wollte seinen Dad nicht überfordern aber er sollte ihm vertrauen und Jamie wollte das er sich auf ihn verlassen konnte. Er wollte von ihm lernen. Was wenn Caine verletzt wurde? Jamie wollte wissen was er tun müsste wenn es dazu kommen sollte was er niemals hoffte. "Ist gut wir bleiben zusammen.." versprach er und würde sich daran halten um Caine zu beweisen das er sich auf ihn verlassen konnte und Jamie hielt was er versprach. Als sein Dad sagte das er nur noch für ihn lebte sah Jamie ihn schweigend an. Das war nicht gut oder? Sollte er nicht auch für sich leben? Manchmal hatte er das Gefühl Caine schon vor langer Zeit verloren zu haben und das was von ihm übrig geblieben war, stand vor ihm. Jamie sah zu Boden. Es gab auch so viele gute, liebevolle Moment zwischen ihnen und Caine ahnte nicht wie wichtig ihm diese waren. Er wollte sie festhalten, nie hergeben und doch wurden sie immer wieder zurück geworfen. Jamie konnte nicht darüber reden er schämte sich so sehr. Er konnte immer noch diesen Geruch wahrnehmen, sah das Blut und hatte Angst es nie wieder vergessen zu können. Und doch verdrängte er diese Gedanken und sah seinen Dad herausfordernd an. Es lag schon wieder ein Streit in der Luft und das einzig gute an dem Fremden war das er zumindest diesen verhindert hatte.

Wieso hatte der Mann sich zwei Beißer angeleint? Konnte er so unbemerkt zwischen diesen wandern? Riskant aber es könnte funktionieren. Doch noch bevor er hätte wirklich darüber nachdenken können ging der Fremde zu Boden, wurde zerfleischt von seinem eigenen Haustier und Jamie spürte wie sich Panik in ihm breit machte. Er konnte nicht mal erklären was sie ausgelöst hatte. Das Blut? Der Geruch oder die Beißer? Etwas triggerte ihn enorm und als er zu Boden ging hatte er das Gefühl keine Luft zu bekommen. Er schnappte japsend nach dieser und als Caine sich zu ihm kniete und seinen Kopf hob sah er ihn an. Die Stimme seines Vaters und dessen Berührungen machten es langsam besser. Er atmete tiefer ein und stumm liefen ihm die Tränen über die Wangen....."Dad..." dann umarmte er ihn plötzlich und schlang die Arme um ihn

@Caine Adams


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#69

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 11.08.2020 08:19
von Caine Adams | 30 Beiträge

Den Blick, der auf seine Worte folgte, konnte Caine kaum ertragen. Warum hatte er nur ausgesprochen, dass es im Moment nur noch einen Lebensgrund für ihn gab? Er sollte Jamie mit so etwas verschonen und für ihn da sein. Niemals sollte es umgekehrt sein. Auch wenn er seinen Sohn wie Luft zum Atmen brauchte. »Sorry ... ich ... das hätte ich nicht sagen sollen«, murmelte er und sah ebenfalls zu Boden.
Doch ihr Gespräch wurde jäh unterbrochen, was eigentlich ganz gut war, sonst wäre es wieder in irgendeiner Form eskaliert. Nur hatte Caine das Gefühl, dass dann weniger der Zorn Grund gewesen wäre, sondern Trauer und zu lange verschwiegene Worte. Da war eine Ablenkung so viel besser. Ziemlich paradox, aber hey ... was bei der menschlichen Psyche war das nicht?

Was man auch wieder daran sah, dass Caine abdrückte und den Fremden tötete und dabei kaum nachdachte. Oder daran, dass Jamie trotz immer noch drohender Gefahr eine Panikattacke erlitt. Eigentlich sollte alles in seinem Körper danach rufen, sich zu verteidigen und abzuhauen, stattdessen fuhr er sich komplett runter. Mal ehrlich, warum hatte sich Mutter Natur so einen Scheiß ausgedacht? Andererseits verdankten sie ihr auch das Zombievirus. Warum wunderte sich Caine überhaupt?
Er kam vor seinem Sohn auf die Knie und versuchte ihn zu beruhigen. Wenn so etwas passierte, war es das Beste, einfach nur da zu sein und leise zu sprechen. Caine war ohnehin zu nichts anderem in der Lage, so sehr zerriss es ihn, Jamies Leid zu sehen. Er schulterte zwar selbst schon genug, aber wenn er könnte, würde er ihm diese Panikattacken auch noch abnehmen.

Sie sahen sich an, Caine lächelte aufmunternd und von einer Sekunde auf die nächste, lag Jamie in seinen Armen. Er drückte ihn so fest an sich, wie er konnte, stoppte nicht damit, ihm über die Haare zu streichen und beruhigende Worte zu flüstern. Die Zeit vollkommen aus den Augen verloren, saßen sie eine ganze Weile so da, bis Caine kurzerhand mit einem Arm unter Jamies Beine schlüpfte und den anderen fest um seinen Rücken legte. So hob er ihn an und trug ihn wie ein kleines Kind zurück in die Hütte. Er wusste, dass er das eigentlich tun musste, sicher konnte er inzwischen wieder laufen, aber er konnte nicht anders. Jamie sollte sich behütet und sicher fühlen und Caine wollte das irgendwie zum Ausdruck bringen. Daher setzte er ihn so auf der Pritsche ab und lächelte. »Ich glaube, jetzt bist doch du derjenige, der sich ausruhen muss«, befand er und setzte sich neben ihn. »Oder wir chillen zusammen eine Runde.« Chillen ... das war doch so ein cooles Jugendwort, oder? Vielleicht würde er damit Jamie zum Lachen bringen?

@Jamie Adams


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#70

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 11.08.2020 09:27
von Jamie Adams | 51 Beiträge

"Schon gut Dad... ich weiß es ist für uns beide nicht immer leicht" sagte er dann und legte ihm kurz die Hand auf die Schulter. "Vielleicht sollten wir ab und zu reden..." und damit meinte er im Grunde über das was passiert war denn war es nicht so das nur reden half darüber weg zu kommen? Jamie war nicht dazu bereit aber er musste alles versuchen um ein halbwegs normales Leben zu führen. Er wollte das alles nicht mehr. Nicht für ihn und auch nicht für seinen Dad. Manchmal wünschte er sie würden sich einer neuen Kolonie anschließen. Freunde finden und vielleicht eine Frau die Caine wieder zum lächeln brachte, aber dann war da auch wieder diese Angst erneut enttäuscht zu werden. Nein. Sie durften keinem vertrauen. Das waren alles nur naive Träume. Er musste endlich erwachsen werden. Die Ablenkung kam wie gerufen den schon zu weit war er wieder in diesem Thema drin und seine Gedanken schweiften ab. Der Fremde der sie um Wasser bat fand ein jähes Ende in seiner eigenen Blutlache. Grausam? Vielleicht aber so war diese Welt nun mal. Sicher hätte er ihnen weh tun wollen, sie ausraube oder ihn abnehmen was sie noch besaßen. Das konnte Caine nicht zulassen und Jamie wusste das. Es war nicht der Grund seiner Panik die plötzlich auf kam. es war eher das Blut, der Geruch und das was es in ihm auslöste. Wenn es zu so einer Attacke kam dann war er wieder in dieser Situation vor einem Jahr wo sie auf brutalste Weise überfallen wurden, wo Lilly und seine Mom starben und er konnte einfach nicht wieder aus dieser Szene heraus. Doch Caine schaffte es immer ihn zu beruhigen. Er sah in die dunklen Augen seines Vaters während die Tränen über seine Wangen liefen.

Er atmete tief aus und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Jamie wollte nicht das außer seinem Dad irgendwer diese Situationen mitbekam und so war er froh das sie sich fern hielten von Fremden. Denn diese brachten nur Ärger. Sie waren besser alleine dran. Das streicheln über seinen Kopf und die Stimme von Caine brachten ihn dazu seinen Vater zu umarmen und als dieser in an sich drückte genoss er dessen Nähe und beruhigte sich langsam. Sie saßen eine Weile einfach nur da bis Caine sich löste und ihn plötzlich in die Hütte trug. Eigentlich wehre Jamie zu viel nähe her ab auch bei seinem Vater aber grade brauchte er sie offensichtlich. Zudem war er nach so einer Angstattacke immer ziemlich erschöpft. Auf der Pritsche sah er Caine an und hob die Augenbraue. "aber das Essen..." Die Hasen lagen noch draußen. Ebenso der Kanister. Jamie hatte hunger und doch wollte er am liebsten grade nur liegen. "Chillen?" Er musste grinsen "Dad es klingt immer noch seltsam wenn du das sagst... aber ja.. chillen wir erst eine Runde." Er griff nach Caine Pritsche die ein Stück neben ihm stand und zog sie näher. "Erzähl mir von dieser Gruppe mehr.. gab es dort Teenager?" fragte er und war schon neugierig. "Glaubst du sie gehören zu einer Kolonie?" Sie wussten das es hier in der Gegend welche gab , aber sie hielten sich von diesen fern. "Glaubst du man könnte mit den Kolonien verhandeln? Tauschen? Du könntest ihnen als Arzt helfen und sie könnten uns Essen geben" wäre das möglich? Manchmal versuchte Jamie seinen Dad doch zu überzeugen zumindest mit den Kolonien einen Handeln einzugehen.

@Caine Adams


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#71

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 11.08.2020 22:53
von Caine Adams | 30 Beiträge

Ab und zu reden ... Caine atmete tief durch. Ein Teil von ihm wollte das, ein anderer jedoch überhaupt nicht. Verdrängung war doch so viel einfacher. Aber wenn sie ihr Trauma die ganze Zeit unverarbeitet ließen ... dann würde es nie besser werden. Eigentlich brauchten sie beide professionelle Hilfe. Aber es gab keine Psychologen mehr, bei denen man einen Termin machen konnte. Sie mussten sich schon selbst darum kümmern. Und doch kam es Caine unglaublich falsch vor, ausgerechnet mit seinem Sohn über das Erlebte zu sprechen. Es war so schmerzvoll für sie beide, wie sollten sie es ertragen? »Du kannst jederzeit mit mir reden, Jamie. Das ist mir auch lieber, als ...« Er machte eine unbestimmte Geste, meinte aber die Narben an den Armen ... er hatte schon viel zu oft einen Schnitt nähen müssen. Er rauchte wieder, aber Jamie ... tat sich weh. Was war wohl die schlimmere Sucht? Beide waren auf ihre Art zerstörerisch.

Caine war wohl so weit weg von diesem Wunsch, sich wieder jemandem anzuschließen, wie es nur ging. Er hatte beschlossen, niemandem zu trauen. Selbst, wenn sie jetzt auf alte Bekannte treffen würden, würde er sie wohl davon schieben. Das war vermutlich ein ziemlich egoistischer Gedanke, immerhin sollte er auch daran denken, was das für ein einsames Leben für Jamie werden könnte. Aber wenn das der Preis für die Unversehrtheit seines Sohnes war ... dann war es eben so.

Zwei Schüsse und eine Panikattacke später, trug Caine seinen Sohn ins Haus zurück und setzte ihn auf einer der Pritschen ab. Jamie sah schon etwas besser aus und konnte offenbar auch schon wieder an das Essen denken. »Ist ja nicht so, dass es uns davon läuft«, erwiderte Caine mit einer ebenso erhobenen Augenbraue. Sie sahen sich gerade gewiss sehr ähnlich. »Ich kümmere mich gleich darum.« Mit dem Fuß zog er seinen Rucksack zu sich und holte die Chipstüte heraus. Jamie und er hatten kürzlich einen kleinen Truck mit so Kram gefunden. Das meiste war schon ausgeräumt gewesen, aber ein paar Leckerbissen hatten sie noch unterm Fahrersitz hervorgezogen. »Hier, ess erstmal die, für den schlimmsten Hunger.«

Okay, er sollte dieses Jugendwort wohl besser nicht benutzen, wenn es so seltsam klang. Aber immerhin lächelte Jamie, schon alleine das war es wert gewesen. Allerdings erstarb Caines Schmunzeln im Ansatz. Warum wollte sein Sohn ausgerechnet über die Fremden sprechen und dann auch noch wissen, ob Gleichaltrige dabeigewesen waren? »Ist das nicht egal? Sie sind fort und wenn sie wiederkommen, dann ...« Tja ... dann würden sie hoffentlich die Hütte aussparen, oder es endete schlecht für eine Seite.
»Kann schon sein, dass sie einer Kolonie angehören. Sie sahen nicht so aus, als wären sie einfach auf der Durchreise gewesen, sondern sind denselben Weg zurück in den Wald, den sie auch hergekommen waren.«
Caine traute seinen Ohren nicht. Handeln? Tauschen? »Ich bin mir nicht sicher, dass das eine gute Idee ist. Wenn wir uns zeigen, machen wir uns verletzlich.«
Natürlich hatte er als Arzt den Eid geschworen, jedes Leben mit aller Macht zu bewahren. Aber ihn einzuhalten war in diesen Zeiten unmöglich. Und wieso sollten Menschen leben, die ihnen etwas antun könnten?

@Jamie Adams


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#72

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 12.08.2020 11:00
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Reden war leichter gesagt als getan denn obwohl sie beide wussten was dem anderen widerfahren war, denn immerhin waren sie dabei gewesen konnte Jamie es nicht aussprechen. Auch nicht vor Caine. Allein der Gedanke brachte ihn dazu sich zu schämen. Er spürte das verlangen sich zu verletzen doch er schob diesen Gedanken beiseite solange er konnte. Er sah Caine an und wusste was dieser meinte. Es war kein Geheimnis zwischen ihnen auch wenn Jamie langärmelige Shirts trug wusste Caine davon. Zu oft hatte er ihn schon verarztet und versucht ihn davon abzuhalten aber für Jamie war es die einzige Möglichkeit all diese Wut und den Selbsthass rauszulassen. Sonst hätte er das Gefühl innerlich zerrissen zu werden. "Schon gut Dad..." sagte er nur und schmiegte sich erschöpft in Caines Arme als dieser ihn hoch hob. Manchmal dachte Jamie schon daran das es sicher einfacher war in einer Kolonie zu leben. Die Menschen dort waren sicher freundlich oder? Er konnte nie sicher sein und Caine sorgte dafür das er das auch nicht vergaß. Jamie wusste das sein Dad ihn nur schützen wollte aber es war einsam für sie beide auch wenn sie sich hatten war es sicher schön auch mal mit jemand anderem reden zu können. Leute in seinem Alter kennen zu lernen. Zu versuchen das Leben so normal wie es eben noch ging zu leben. Er machte sich auch sorgen um Caine. Dieser veränderte sich immer mehr, wurde eigensinniger und aggressiver und er wollte nicht das sein Vater immer unter Strom stand. Er musste endlich zur Ruhe kommen. Aber in eine Kolonie zu ziehen davon könnte er Caine nie überzeigen und er selbst? Er war wohl auch zu paranoid dafür geworden um anderen vertrauen zu können außerdem könnte er dort nicht verstecken was für ein Psycho er war. Zumindest sah Jamie das selbst so.

"Nein es läuft nicht mehr weg" meinte er schmunzelnd und nahm die Chipstüte entgegen. Er musste grinsen "man das sollten wir uns echt aufbewahren... aber auf der anderen Seite" Jamie zuckte mit den Schultern und fing an einige der Chips zu essen, dann hielt er die Tüte auch Caine hin "Schmecken noch gut" Es war lustig wenn sein Dad das Wort Chillen benutzte oder ein anderen das er für coole Jugendsprache hielt. Als er nach der Gruppe fragte merkte er das seinem Dad das gar nicht recht war. "Es interessiert ich eben" meinte er und steckte sich einen weiteren Chips in den Mund. "man trifft nicht viele Teenager, ich frage mich nur ob es in der Nähe welche gibt" dann sah er zu Caine "Keine Sorge Dad ich habe nicht vor hinzugehen und mich ihnen vorzustellen" Jamie wusste auch was passieren würde wenn sie herkommen würden, selbst wenn es nur ein Versehen war. Sein Dad würde die Menschen töten und Jamie wusste das es sein musste. Auch er würde sich nicht verzeihen wenn seinem Dad etwas passieren würde weil er zu nachsichtig war. Aber Handeln? Das ginge doch dann würde niemand wissen wo sie wohnten. "Ich dachte nur wir könnten Fisch verkaufen aus dem Fluss gegen andere Konserven oder Dinge die wir brauchen" schlug er vor "Niemand wüsste woher wir kamen aber wir könnten uns gegenseitig versorgen" Sie hatten auch ein kleines Gemüsefeld hinter der Hütte angelegt. Jamie sah auf seinen Ärmel. Dieser war leicht nass geworden und als er darauf fasste hatte er Blut an den Fingerspitzen. Anscheinend waren einige Verletzungen wieder blutig. Die gestrige Nacht war seit langem mal wieder schlimm gewesen.

@Caine Adams


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#73

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 12.08.2020 13:00
von Caine Adams | 30 Beiträge

Es war schon klar, dass sie irgendwann darüber reden mussten. Aber ganz ehrlich, was sollten sie denn sagen? Dieses Erlebnis war für immer in ihre Erinnerungen gebrannt. Sie hatten gemeinsam gelitten, geweint, waren aufs Übelste missbraucht worden und hatten ansehen müssen, wie Lilly und Rachel umgebracht wurden. Dass er und Jamie überlebt hatten, war pures Glück. Eine zu lockere Fessel, ein verzweifeltes Aufbäumen ... eine natürliche Reaktion eines Körpers, der einfach nicht noch mehr ertrug. Aber sie lebten. Er und Jamie. Vielleicht wäre es besser gewesen, sie hätten sich nicht gewehrt. Doch jetzt mussten sie sich irgendwie damit arrangieren.

»Dann ess sie nicht ganz auf«, erwiderte Caine und deutete auf die Chipstüte. Jetzt war ein genauso guter Zeitpunkt, sie anzubrechen, wie jeder andere. Was sollte es denn sonst für eine besondere Gelegenheit geben? So etwas gab es bei ihnen nicht mehr. Vielleicht ein Geburtstag. Aber ihre beiden waren schon um.
Er nahm die Tüte entgegen und griff selbst ein paar heraus. Sie waren wirklich noch okay, obwohl Caine das Gefühl hatte, seine Geschmacksnerven wären genauso abgestorben wie der Rest seines Körpers. Doch ein wenig Salz und Kartoffel kostete er, bevor er die Chips wieder zurückgab.

»Warum interessiert es dich?«, wollte Caine dann äußerst skeptisch wissen. Doch nur, weil er sich nach Gleichaltrigen sehnte, oder? Er konnte es ihm ja nicht mal verdenken, aber die Gefahr war einfach zu groß. Zumindest hier durfte sie niemand finden. Sie hatten so einen guten Platz für sich gefunden, diesen aufzugeben wäre die Hölle. Caine würde es nicht ertragen, so bald noch einmal durch die grausame Welt zu wandeln. Deswegen würde er diesen Ort so gut schützen, wie es ihm möglich war.

Der Vorteil an einem Handel war, dass sie diese Hütte nicht offenbaren mussten, das stimmte. Doch es überzeugte ihn nicht. »Aber sie werden Fragen stellen. Sie werden wissen wollen, woher wir kommen und weshalb wir solche Waren haben. Und über kurz oder lang werden sie alles haben wollen, ohne Gegenleistung, und dann werden sie es sich mit Gewalt holen.« Caine malte da ein äußerst düsteres Zukunftsbild, obwohl er es besser wusste. Sie waren immerhin schon Teil einer guten Gemeinschaft gewesen. Aber es fehlte ihm die Kraft, daran zu glauben, noch einmal solch ein Glück zu haben.

Caine folgte Jamies Blick und sah das frische Blut auf dem Hemdärmel. »Warte, der Beißer hat dich doch nicht erwischt, oder?«, fragte er mit deutlicher Panik in der Stimme. Er griff vorsichtig nach dem Arm und schob den Stoff hoch. Er atmete auf, obwohl der Anblick trotzdem wehtat. Einer der tieferen Schnitte war aufgegangen, vielleicht sollte er ihn besser versorgen und im Zweifel nähen. »Halt den Ärmel bitte fest«, bat er Jamie leise, damit der Stoff nicht wieder über die Wunde glitt. Dann holte er seine Erste-Hilfe-Utensilien aus dem Rucksack. Sie stockten sie immer wieder auf, auch wenn sie nicht immer Glück hatten und Nachschub fanden. Im Moment war Caine aber ganz gut ausgestattet. Er vergrub sich in seine Arztroutine, während er die Wunde versorgte. Das schützte den Dad in ihm. Der womöglich sonst ausrasten würde, weil Jamie sich so etwas antat und er so verdammt hilflos war und ihm nicht helfen konnte.

@Jamie Adams


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#74

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 12.08.2020 15:36
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Vermutlich war es wirklich so das es keinen Sinn machte darüber zu reden und Jamie war auch nicht sicher ob es ihm danach besser gehen würde. Er wollte nicht das sein Vater es wusste obwohl er es tat. Aber konnte er es bitte vergessen? Es war so erniedrigend gewesen und dieser Schmerz. Ne würde Jamie ihn vergessen können und auch Caine würde es wohl nicht anders ergehen. Aber jetzt wollte er sich auf die Chipstüte konzentrieren und griff beherzt hinein "Ja es wäre besser etwas übrig zu lassen.." meinte er schmatzend und schob die nächsten Chips in seinen Mund. Nachdem er auch seinem Dad davon angeboten hatte, knüllte er die Tüte zusamen und legte sie unter seine Pritsche. "Du kennst nun mein Geheim Versteck.." meinte er grinsend. Jamie war darauf bedacht die Stimmung zu verbessern denn er hasste es wenn alles so schwer und traurig war. Er setzte sich auf seiner Pritsche in den Schneidersitz. Schon einmal lebten sie in einer Gruppe und diese Zeit war gut gewesen. Sicher war ihm klar das die meisten Menschen denen man begegnete weniger gutes im Sinn hatten und das sie aufpassen mussten niemanden zu nahe an sich heran zu lassen aber... nun ja Jamie war ein Teenager natürlich interessierten ihn gleichaltrige. Er stellte sich oft vor wie es war mit anderen am Fluss abzuhängen, Freunde zu haben oder sogar ein Mädchen das ihn mochte aber dann musste er irgendwann auch alles andere preisgeben und alle würden sehen wie er wirklich drauf war. Wie sollte er die Narben an seinen Unterarme erklären die er so brauchte und sich gleichzeitig so sehr für sie schämte? Niemand könnte es verstehen. Niemand außer Caine. Er sah seinen Dad an.

"Nur so Dad...manchmal ist die Vorstellung Freunde zu haben einfach etwas gutes aber ich weiß auch das es nicht geht. Ich will dich ebenso beschützen" Sicher war er daran interessiert mit einem Mädchen zusammen zu sein, so wie jeder andere in seinem Alter auch aber ihm war bewusst das er nicht wie jeder andere war und nicht mal wusste ob er diese Nähe je zulassen konnte. "Ich könnte dir helfen wenn du handeln willst" Ja vielleicht würde man Fragen stellen aber die Menschen waren es auch gewohnt das nicht alles offenbart wurde oder? Dennoch bleib es ein Risiko. "Aber nicht alle sind so Dad.. wir haben schon andere Erfahrungen gemacht.." Sie hatten schon gute Menschen getroffen und Jamie wollte nicht daran glauben das es solche nicht mehr geben sollte. Das Blut bemerkte er nur zufällig und als sein Dad fragte ob der Beißer ihn erwischt hatte wollte er es verneinen aber Caine schob den Ärmel direkt hoch um sich selbst zu vergewissern. "Dad ich..."doch er wusste das alle Gegenwehr sinnlos war und hielt den Ärmel fest. Er hasste es wenn Caine nähen musste. Es tat weh und diesen Schmerz nahm er bewusst war. Er sah Caine während dieser ganz professionell alles vorbereitete. Jamie sah auf seinen Arm, auf die Narben und die frische Wunde "es tut mir leid..." flüsterte er. Jamie biss sich die Zähne zusammen während Caine nähte.

@Caine Adams


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#75

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 12.08.2020 19:38
von Caine Adams | 30 Beiträge

»Der Ort deines Geheimversteck ist mit mir sicher«, antwortete Caine mit einem leichten Grinsen. Es war schön, dass sie bereits wieder scherzen konnten. Das hieß, es ging Jamie besser. Aber leider hielten solche Momente nie lange an, da wurden sie schon wieder von irgendeiner Scheiße eingeholt. Und sie ließen es zu. Vielleicht bemühte sich Caine nicht genug. Schließlich war es meistens Jamie, der versuchte, die Stimmung zu heben. Der Gedanke streifte ihn nur kurz und er schob ihn fort. Denn er war gerade nicht sehr erbauend.

Wie, um sich selbst als Spielverderber zu enttarnen, stellte Caine auch gleich in Frage, weshalb Jamie so neugierig nach der Gruppe fragte. Zugegeben, er hatte Schiss, dass sein Sohn ihn irgendwann verlassen würde, um sein Glück alleine zu versuchen. In Wahrheit könnte er es ihm nicht verdenken. Aber er konnte an seinem eigenen Verhalten einfach nichts ändern. Er war oft wie fremdgesteuert und nicht mehr er selbst. »Du willst mich beschützen?«, fragte er leise und ein wenig fassunglos. Stand ruhelos auf und schüttelte den Kopf. »Ich beschütze dich. Das ist alles was zählt. Und wenn ich dabei draufgehe, verdammt nochmal!« Wurde er schon wieder etwas lauter? Ja. Hasste er sich dafür? Ja. Weswegen er den Kopf in den Händen vergrub und tief durchatmete. Er verstand, dass Jamie nur das Beste für ihn und sich selbst wollte. Das mit dem Handel war ja grundsätzlich eine gute Idee, aber ... Caine versuchte, seine Stimme zu beruhigen, während er sprach. »Ich weiß, dass nicht alle so sind. Aber was, wenn wir wieder an die Falschen geraten? Einmal zu oft vertrauen? Wir sollten lieber auf Nummer sicher gehen und unter uns bleiben.«

Das Thema war jedoch erstmal vergessen, als Caine das Blut bemerkte. Er ließ nicht zu, dass Jamie ihn davon schob, er musste sich das ansehen. Vorsichtig säuberte er die Wunde, damit er sich ein besseres Bild machen konnte. Bevor er die Nadel ansetzte, sah er Jamie an und schüttelte den Kopf. »Es muss dir nicht leid tun. Ich wünschte nur ... ich könnte dir helfen.« Seine Stimme brach und er sah wieder zur Wunde. Besser, er war jetzt der abgeklärte Arzt. Sah das hier losgelöst von seinem Sohn. Ein Stich nach dem anderen. Jamie war tapfer und ertrug es, aber das hier war vermutlich auch nur ein schwacher Abklatsch von dem Schmerz, den er bereits ertragen hatte. Als Caine fertig war, desinfizierte er nochmal alles und wickelte einen Verband um die Wunde. »So ... achte darauf, den Arm erstmal nicht zu sehr zu beanspruchen, okay?«

Er erhob sich und seufzte. »Ich räume draußen etwas auf.« Die Leichen konnten sie schließlich nicht einfach liegenlassen. »Wenn du kannst, kümmer dich ruhig schonmal um das Essen, ansonsten mache ich es, wenn ich fertig bin.« Diese Routine war für ihn gerade nötig, um wieder runterzukommen.

@Jamie Adams


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#76

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 12.08.2020 21:34
von Jamie Adams | 51 Beiträge

"Oh das will ich auch für dich hoffen Dad! Ich weiß wo ich dich finde" er grinste und es tat gut so ausgelassen mit Caine zu scherzen. Er mochte es auch wenn sie beide zusammen zum Fluss gingen um zu fischen oder sich abzukühlen. In letzter Zeit war das alles zu kurz gekommen und Jamie vermisste etwas Frieden zwischen ihnen. Er wollte nicht mit seinem Dad streiten aber sie waren beide verdammt gut darin den anderen auf die Palme zu bringen. Manchmal reicht nur ein einziger Satz, so wie jetzt. Caine wurde lauter und wütend das konnte Jamie sehen. Er schluckte "Ich will nicht das du alles riskiert Dad. Ich kann doch ebenso auf dich achten. Wir sind ein Team und achten aufeinander." sagte er etwas aufgebracht und stand ebenso auf. Er wollte ihn nicht verlassen denn dann würde er auch seinen Dad verlieren. Jamie wollte nur das sie nicht total irre wurden weil sie hier draußen nur auf sich gestellt waren ohne Kontakt zu anderen Menschen. Das konnte auf dauer nicht gesund sein. Ob es das wert war in Sicherheit zu leben wenn man sich dafür absolut Isolieren musste? "So werde ich nie ein Mädchen kennen lernen" sagte er und auch wenn es Jamie gar nicht wirklich darum ging hatte er doch recht. "es würde uns beiden gut tun.." sagte er und wusste das er sich damit sehr weit aus dem Fenster lehnte denn Caine wollte und konnte sich nicht darauf einlassen oder?

Jamie seufzte als Caine versuchte ruhiger zu werden und auch er wollte sich bemühen keinen Streit anzuzetteln. "Man kann sich nie sicher sein ob die Menschen gut oder schlecht sind.." Doch Jamie nickte als sein Vater meinte es wäre besser wenn sie unter sich blieben. Danach konzentrierten sie sich beide auf die Versorgung seiner Schnittwunde. Er hielt still und biss die Zähne zusammen. Als sein Dad meinte das er sich wünschte ihm helfen zu können schluckte Jamie und spürte wie er es bedauerte Caine so traurig zu machen. "Du.. hilfst mir doch schon Dad" sagte er dann denn ohne ihn würde er dieses Leben im Moment nur schwer ertragen können. "Ich verstehe" antwortete Jamie nur als Caine meinte er sollte die Arme in nächster Zeit schonen. Er würde es versuchen. Der Verband war fachmännisch angelegt und dann stand Caine auf. Er musste wohl etwas Luft schnappen. "Ja ist gut" Jamie stand auch auf nachdem Caine die Hütte verlassen hatte und holte die Hasen rein um sie vorzubereiten.

@Caine Adams


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#77

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 13.08.2020 17:17
von Caine Adams | 30 Beiträge

Caine lachte, ein recht selten gewordenes Geräusch. »Mich zu finden ist auch nicht gerade schwer.« Zumindest für Jamie. Schließlich blieb sein Vater stets in seiner Nähe. Aber die gute Stimmung hielt nicht lange an. Sie waren wohl beide zu angespannt und vor allem Caine nahm gerade fast jedes Wort falsch auf. Er würde sich bald beruhigen und ablenken müssen, bevor es noch schlimmer wurde. Jetzt konnte er seine Stimme ja schon wieder kaum ruhig halten, obwohl Jamie seine Worte garantiert nicht so gemeint hatte. Er machte sich auch nur Sorgen um seinen Vater. Sie waren ein Team ... Jamie sprach das aus, was Caine so oft vergaß. Er atmete tief durch und nickte. »Ich ... weiß.«

Aber als Jamie davon sprach, ein Mädchen kennenzulernen, da hob Caine den Kopf und starrte seinen Sohn fassunglos an. »Darum geht es dir? Nur darum? Du willst ...« Er stockte. Wie konnte Jamie das noch wollen, nach allem, was passiert war? Aber es war nur natürlich, oder? In seinem Alter. Man hatte gewisse Bedürfnisse und den Wunsch nach solch einer Nähe. Egal, was einem passiert war. Caine würde lügen, wenn es bei ihm anders wäre. Er vermisste Rachel oft so sehr, dass es ihm jegliche Lebenskraft entzog. Ob es ihm selbst gut tun würde, andere Leute in sein Leben zu lassen ... nun, da war er in seiner Meinung sehr festgefahren. Und Jamie kannte diese, deswegen sagte er nichts mehr dazu.

Als Caine die Wunde versorgte, bekam er endlich etwas Kontrolle über seine Gefühle zurück. Dazu, dass er ihm schon half, fiel ihm nichts mehr ein. Er selbst sah es nicht so. Alles, was er tun konnte, war, ihn zu versorgen und für ihn dazusein. Aber nichts davon führte dazu, dass Jamie mit diesem selbstverletztendem Verhalten aufhörte.
Besser, sie kümmerten sich um etwas Routine, um wieder runterzukommen. Caine entsorgte die Leichen, während Jamie sich um das Essen kümmerte. Danach konnten sie sich zusammensetzen, über irgendwelche weniger traurigen Dinge sprechen und vielleicht spielten sie noch etwas Poker. Caine hatte großen Spaß daran, es seinem Sohn beizubringen.

- CUT -

@Jamie Adams


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#78

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 18.08.2020 18:59
von Jamie Adams | 51 Beiträge

<- Well ... that escalated quickly…

Jamie humpelte neben Caine her und wusste nicht ob er traurig oder wütend war. Vermutlich von beidem etwas. Das sein Vater den Mann angeschossen hatte war eine große Scheiße und würde vielleicht noch ein Nachspiel haben aber auf der anderen Seite war er traurig weil er wusste das Caine nur versucht hatte ihn zu beschützen und Jesus deswegen um sein Leben kämpfen musste. Was sollte er nur tun? Er wollte doch nur das sein Vater wieder lernte mit anderen auszukommen das würde ihm so gut tun. Es würde ihm helfen da war Jamie sicher. Aber er war auch sicher das sein Vater sich nie darauf einlassen würde. Aus den Augenwinkeln sah er zu Caine „er wird es doch schaffen oder?“ Immer noch machte er sich Gedanken um Jesus. „er war so nett zu mir … sie haben mich beschützt“ Dann blieb Jamie stehen „Dad wir müssen aufhören jeden als Feind anzusehen und zu schießen bevor wir wissen wie die Situation ist“. Er machte Caine keinen Vorwurf weil er ihn auch verstand aber er wollte das sie nicht weiter so lebten als wäre die ganze Welt gegen sie. „Ich weiß du hast Angst..die habe ich auch aber ich bin sicher das die Menschen im Cottage wirklich ehrliche Leite sind. Aaron und Jesus haben mir das Leben gerettet obwohl sie die Wahl hatten. Sie werden dir vergeben wenn du es versuchst Dad. Wir könnten doch zumindest ab und zu dorthin gehen und mit anderen Zeit verbringen oder mit ihnen handeln.“ Vielleicht könnten sie ihnen helfen, arbeiten erledigen und dafür Essen bekommen oder Ausrüstung?

Vielleicht würde Caine dann auch sehen wie gut es ihm selbst tat wieder eine sinnvolle Aufgabe zu haben und mit anderen in Kontakt zu treten. So lange waren sie beide schon alleine und so sehr er seinen Dad liebte, Jamie wollte andere Menschen um sich herum. Auch wenn er dann Gefahr lief enttäuscht zu werden oder angst haben musste das jemand erkannte was mit ihm nicht stimmte. Oder stellte er sich das alles zu einfach vor und er würde das psychisch nicht schaffen? Was war mit seinen Panikanfällen? Jamie seufzte und sah zu Caine. Das Wetter zog sich etwas zu und es sah aus als würde es bald regen geben. Dicht lagen die grauen Wolken bereits über ihnen am Himmel. „Mein Bein schmerzt…“ sagte er leise.

@Caine Adams


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#79

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 18.08.2020 21:01
von Caine Adams | 30 Beiträge

Ein wenig rechnete Caine noch damit, dass man ihnen in den Rücken schießen würde, weswegen er sich mehrmals umdrehte, bis die Mauern des Cottage endlich verschwanden und er mit Jamie in den Wäldern untertauchte. Erst dann erlaubte er sich ein erleichtertes Aufatmen. Seine Gedanken rasten, denn er wusste nun wirklich nicht, wie es nun am besten weitergehen sollte. Und am liebsten würde er gar nicht mehr über Aaron und Jesus nachdenken, aber dem Arzt in ihm ließ es keine Ruhe.
Für Jamie galt das offenbar auch, denn er fragte irgendwann nach, ob Jesus es schaffen würde. »Wenn sie einen guten Doc haben, ja. Und wenn er ein Kämpfer ist.« Aber das war er vermutlich. In dieser Welt war wohl kein Platz mehr für die Schwachen.

Als Jamie stehenblieb, stoppte auch Caine, doch er weigerte sich noch ein paar Sekunden, den Blick zu erwidern. Er wusste, dass er einen Fehler gemacht hatte, auch ohne dass sein Sohn noch Salz in die Wunde streute. »Das kannst du jetzt nur sagen, WEIL sie dir geholfen haben. Was, wenn er dir wehgetan hätte und ich hätte gezögert? Was, wenn er ...«, er unterbrach sich, um die alten Bilder nicht heraufzubeschwören. Und die Gefühle, die diese mit sich brachten, auch bei ihm. Aber es war wohl klar, worauf er anspielte. »Ich wollte, dass der Mann die Finger von dir nimmt. Deswegen habe ich geschossen.«

Aber Jamie hörte nicht auf, oder? Nein, er bohrte weiter und forderte erneut, dass sie mit dem Cottage Kontakt aufnehmen sollten. Nun sah er seinen Sohn an und schüttelte den Kopf. »Jetzt ist es zu spät. Ich bin in ihren Augen ein Verrückter, es ist ganz egal, dass ich bereue, was ich getan habe oder dass ich danach geholfen habe.« Es war ihm sogar ganz recht, nun, wo er wusste, dass die beiden aus dem Cottage waren. Dann hatte sich das Thema endlich erledigt und sie brauchten gar nicht weiter darüber zu diskutieren.

Sein Blick wurde allerdings weicher, als Jamie sagte, dass sein Bein schmerzte. »Komm, ich nehm dich huckepack«, raunte er und ging etwas in die Hocke, damit er seinen Sohn aufnehmen konnte. »Es ist zum Glück nicht mehr weit.« Sie wären besser zuhause, bevor der Regen kam. Völlig durchnässt zu sein fehlte ihnen ja gerade noch.

@Jamie Adams


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#80

RE: Kleiner See worin der Fluss mündet

in Umgebung 20.08.2020 20:22
von Jamie Adams | 51 Beiträge

Sie hätten sicher den winzigen Hauch einer Chance gehabt ihm Cottage aufgenommen zu werden doch durch die Verletzung von Jesus die ihre Schuld war wurde das wohl nichts mehr. Ganz davon angesehen das es vermutlich vergeblich gewesen wäre seinen Dad davon zu überzeugen. „vielleicht sollten wir uns in einigen Tage nach ihm erkundigen..“ schlug Jamie vor „Dann würden wir auch unseren guten Willen zeigen und sie wüssten das wir keine verrückten Irren sind“ sie würden ihnen sicher vergeben wenn sie sich entschuldigen würden. Jesus würde es sicher schaffen. Er sah doch aus wie ein Kämpfer. Wie ein Ninja. Jamie wusste das er sich beruhigen sollte und die Wut die er spürte falsch war und doch blieb er stehen und sagte seine Meinung und wie beschissen er diese ganze Situation mit den Männern aus dem Cottage fand. Er wollte das sie sich änderten, das sie vertrauten und nicht jeden potenziellen Fremden als Gefahr einstuften zum ihn über den Haufen zu knallen doch als Caine das Wort an ihn wandte schluckte Jamie und schwieg einen Moment. Er wusste das sein Vater recht hatte und anfangs wusste er selbst nicht ob sie freund oder Feind waren. Man musste immer damit rechnen das sie feindlich gestimmt waren und sich besser verteidigen bevor sie die Chance hatten einen zu töten. Jamie sah Caine an und auch wenn er es nicht aussprach wusste sein Sohn was er meinte und verdrängte sie Bilder die in seinen Erinnerung auftauchte. Plötzlich umarmte er ihn „tut mir leid Dad.. ich weiß du wolltest mich nur beschützen..“ Er würde Caine immer in Schutz nehmen egal was dieser anstellte.

Nach einem kurzen Moment löste er sich von Caine und auch wenn er nicht wütend auf ihn war konnte er das Thema Cottage nicht ganz lassen. Er war einfach der Meinung das es ihnen beide gut tun würde. Caine sah das anders und eigentlich hatte Jamie auch keine andere Reaktion erwartet. „Ich denke sie würden dir verzeihen…“ sagte er und seufzte dann. Er hatte gerade nicht die Kraft diese Diskussion weiterzuführen und sein Dad war dabei echt hartnäckig. Das alles würde nur wieder in einem Streit enden. Sein Bein schmerzte und er hatte das Gefühl den Weg nicht mehr zu schaffen. Caine ging in die Hocke und Jamie stieg auf seinen Rücken und hielt sich fest während er sie Beine um seine Hüften legte „Danke Dad..“ Sagte er sanft und atmete durch. Dann biss er in das Brot und reichte es Caine „es schmeckt wirklich gut“ Wenn Jamie ehrlich war hegte er den Gedanken zum Cottage zurück zu kehren sobald sein Beding wieder in Ordnung war uns sich auch Jesus zu erkunden. Heimlich denn sonst würde Caine sich nur wieder aufregen. Caine trug ihn und schon kam die Hütte nach einigen weiteren Metern in Sicht „wir haben noch Kartoffeln und Gemüse, soll ich uns etwas kochen? einen Eintopf?“

@Caine Adams


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