Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

Team

Wetterbericht

Der Winter zieht ins Land und lässt die Erde gefrieren. Morgens beginnt der Tag meist neblig und trüb. Leichter Schneeregen benetzt die Felder und Straßen. Passt auf, wenn ihr hinaus geht, nicht das ihr auf den glatten Straßen ausrutscht und euch ein Bein brecht. Sammelt Feuerholz, bevor ihr noch erfriert. Die Temperaturen liegen zwischen 5°C und -3°C

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Kolonien & deren Bewohner

---------------------- Aktuell: 90 Überlebende ------------------------ ---------------------- Cottage Sea: 18 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 19 Bewohner -------------------- ---------------------- Valley Balar: 14 Bewohner ---------------------- ----------------------- Commonwealth: 10 Bewohner ------------------ ------------------------- The Zoo: 4 Bewohner --------------------------- ------------------------- Nomaden: 24 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Aaron, Paul Rovia (Jesus), Enid Taylor, Ezekiel, Dwight, Carol, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

❆ Wir wünschen euch eine besinnliche Weihnachtszeit.❆ 󏡐

An Aus

#1

Pferdestall

in Innenbereich 20.11.2018 21:20
von Daryl Dixon | 4.773 Beiträge




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#2

RE: Pferdestall

in Innenbereich 01.12.2019 19:59
von Seth Evans | 41 Beiträge




Kurz nachdem Grace mit ihm zusammen und den Anführern des Dorfes alles hatte klären können, hatte Seth damit begonnen Arbeit aufzunehmen. Er half aus wo er konnte, vor allem aber im Landwirtschaftlichen und handwerklichen Bereich. Schliesslich hatte er früher auf dem Bau gearbeitet. Er konnte arbeiten. Allerdings war er noch immer eher mager von den Monaten, in denen er nicht richtig hatte essen können. Die Erfrierungen in seinem Gesicht waren ganz gut am Verheilen.
Anfangs hatte er noch nicht so lange durchgehalten mit Arbeiten, da er auch einiges an Muskelschwund hatte hinnehmen müssen. Nun konnte er wieder richtig essen und hier in Balar gab es sehr gute Nahrung. Also konnte er seine Körpermasse langsam wieder auf ein gutes Level bringen.
Heute kümmerte er sich mit einigen anderen um die Ställe. Das Dorf besass einige Pferde, die vielfach für Arbeiten eingesetzt wurden. Gerade war kaum eines davon da, die meisten wurden gerade gebraucht. Gute Zeit, um die Ställe auszumisten. Der Dung konnte als Dünger verwendet werden, was auch sehr nützlich war.
Der unangenehme Geruch, der mit dieser Tätigkeit einher ging, störte Seth schon lange nicht mehr. Er war froh hatte er etwas zu tun und konnte dabei seinen Kopf leeren. Noch immer litt er oft an Wahnvorstellungen und anderen Auswirkungen der traumatischen Ereignisse seiner Vergangenheit. Kaum jemandem hatte er wirklich viel davon erzählt. Selbst @Grace Evans, seiner kleinen Schwester, hatte er die schlimmsten Dinge vorenthalten. Sie hatte gerade erst zwei Kinder geboren und damit mehr als genug mit sich selbst und den beiden Kleinen zu tun.
Einzig und alleine die unfreiwillig erhaltenen Tätowierungen hatte er ihr gezeigt, weil zwei davon beriets seit längerem Zicken gemacht hatten und verarztet werden mussten.
Im Dorfleben zog sich Seth zurück. Er war noch nie der Gesprächigste oder Kontaktfreudigste gewesen und die letzten zehn Jahre hatten das nicht wirklich verbessert. Eher im Gegenteil. Er war froh, war er aufgenommen und konnte bleiben, doch er wusste, dass viele ihn auch ein wenig schräg fanden. Deshalb genoss er es, wenn er alleine war.
Gerade hatte er eine Schubkarre voller Mist raus gebracht, als er zu einer Box kam, die noch besetzt war. Eine junge Stute und ihr Fohlen waren darin, das erst kürzlich zur Welt gekommen war. Seth blieb stehen und legte die Unterarme auf die Boxenwand, als er hinein schaute. Die Stute hob den Kopf und beschnupperte ihn, also streichelte er ihre Nase. Das Fohlen schlief komplett auf dem Boden ausgestreckt. Nur seine Öhrchen zuckten hin und wieder, wenn sich eine Fliege drauf gesetzt hatte.
Eigentlich hatte Seth früher mit Tieren nicht viel am Hut gehabt. Doch die Arbeit mit Pferden tat ihm irgendwie gut. Die Tiere waren so sanft und sensibel ... Es beruhigte ihn gewissermassen. Gedankenverloren streichelte er die Stute, welche nun versuchte mit ihren Lippen an seinem Ohr zu knabbern.

@Tyler Evans



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#3

RE: Pferdestall

in Innenbereich 01.12.2019 22:12
von Tyler Evans • 62 Beiträge

Ich hatte gerade mein Werkzeug zusammengesammelt um im Stall ein paar Boxen zu reparieren. Eine Stute hatte gerade erst ein Fohlen zur Welt gebracht und dabei ihre Box etwas ramponiert. In einer anderen waren die beiden Pferde bereits untergebracht damit ich den Schaden in Ruhe ausbessern konnte. In letzter Zeit war ich ziemlich viel beschäftigt gewesen. Hatte wohl alles Vor. und Nachteile, wenn fast alles aus Holz zusammengebaut war. Wenigstens kam ich mir dabei sinnvoll vor. Ich hatte das Werkzeug in einer Holzkiste gelagert, die ich auf der Schulter zum Stall trug. Jemandem zu begegnen war dabei nicht unbedingt ungewöhnlich. Das kleine Dorf war doch schon etwas angewachsen.
Trotzdem blieb ich kurz stehen als ich Seth bei dem Pferd stehen sah. In etwa so wie ich auch Grace anfangs immer angeschaut hatte. Nicht ganz glaubend das er wirklich da stand. Ich hatte so viele Menschen sterben sehen, das es mir immer noch wie ein kleines Wunder vorkam so viele aus meiner Familie wiedergefunden zu haben. Bei all der Scheiße, die vermutlich jeder von uns durchmachen musste, hatte er aber wohl die Arschkarte gezogen. Zumindest wenn ich von dem ausging was ich bisher gehört hatte. Er sah so entspannt aus das ich fast noch länger da gestanden hätte. Aber auch ich musste mein Tagewerk vollbringen. "Hey Bruder. Stör ich dich bei der Arbeit?" Ich grinste leicht frech. Eigentlich wie ich immer war. Da konnte ich gar nicht anders. Langsam kam ich näher zu ihm und stellte den hölzernen Werkzeugkasten neben mir auf den Boden. "Alles klar?" Ich zog kurz eine Braue hoch und musterte den Huftritt in der Box neben ihm.
Keine Ahnung wie lang Seth genau bei uns war. Mein Zeitgefühl hatte ich vermutlich schon in den ersten Monaten des Ausbruchs verloren. Als schlimm empfand ich das aber weniger. Trotzdem war es irgendwie noch neu. Es war so viel passiert das man praktisch keine richtige Gelegenheit hatte um sich ausführlich und ernsthaft unterhalten zu können. Im Grunde hatte ich mich immer auf meine Art um meine Geschwister gesorgt, bloß seit dem Ausbruch war es schlimmer geworden. Oder eher ab dem Teil wo wir uns wiedergefunden hatten. Hätte ich an Gott geglaubt, würde ich ihm danken. Ich nahm den Hammer in die Hand und legt ihn nachdenklich über meine Schulter. Seth war wenigstens so lange hier um wieder besser auszusehen. Er war nicht mehr ein ganz so schlimmer Hungerhaken. Auch das beruhigte mich. Und vielleicht kam dieses Mal nichts dazwischen und man konnte sich ein wenig unterhalten. Obwohl ich nicht unbedingt mustergültig im Reden schwingen war.



@Seth Evans


  


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#4

RE: Pferdestall

in Innenbereich 02.12.2019 21:17
von Seth Evans | 41 Beiträge

Seth kraulte die Stute an der Nase und mit der anderen Hand am Hals, während sie weiterhin mit ihrem Maul an ihm herum zupfte. Sie war jung und ziemlich verspielt. Azra hatte erwähnt, dass er sie zureiten würde, sobald das Fohlen alt genug war. Solange konnte sie erst einmal einfach nur Mama sein.
Seth grinste leicht und schaute zu dem Fohlen, das nun den Kopf gehoben hatte und sich neugierig umsah. Es war eine Weile her, seit er das letzte Mal so oft gelächelt hatte. Und er war dermassen beschäftigt, dass er Tyler erst gar nicht bemerkte. Erst als dieser das Wort an ihn richtete, schaute Seth zu ihm und trat einen Schritt zurück, als wäre er bei etwas Verbotenem erwischt worden. Die Stute verlangte aber trotzdem seine Aufmerksamkeit und stiess ihm die Nase vor die Brust. Also legte er die Arme locker darum und kraulte sie weiter.
"Ne... störst nicht", sagte er und blickte direkt wieder das Pferd an. Es war immer noch so surreal, dass nicht nur seins Schwester, sondern auch Tyler und Roan hier waren. Manchmal hatte er Angst, dass wenn er zu lange hinschaute seine Geschwister einfach verschwinden würden. Oder dass er sie sich bloss einbildete. Deshalb hielt er den Augenkontakt selten lange aufrecht. Bislang hatten Tyler und er nicht wirklich viel Gelegenheit gehabt miteinander zu reden. Und wenn Seth ehrlich war, war er einem richtigen Gespräch durchaus auch ausgewichen. Es würden Fragen aufkommen, die er vielleicht nicht beantworten wollte. Ausserdem... Sie hatten sich fast ein Jahrzehnt nicht gesehen. Sie waren zu unterschiedlichen Persönlichkeiten geworden. Vor zehn Jahren war er selbst gerade knapp erwachsen gewesen und hatte seinen ersten richtigen Job auf dem Bau gehabt. Und nun....? Nun war er ein gebrochener Mann, der paar Jahre älter aussah als er wirklich war, weil das Leben ihn wortwörtlich gefickt hatte. Er hatte irgendwie die letzten Jahre überlebt, ohne so recht zu wissen wie genau eigentlich und .... letzten Endes hatte er auf ganzer Länge versagt. Alle in seinem Umfeld waren gestorben oder hatten Qualen erlitten, während er selbst irgendwie immer mit dem Leben davon gekommen war, selbst wenn er sich oft genug gewünscht hatte, einfach sterben zu können. Er hatte Demütigungen über sich ergehen lassen, die er sich in seinem Leben nicht hätte vorstellen können.
Und nun...? Nun herrschte auf einmal Frieden. Er hatte seine Familie zurück. Er konnte arbeiten und sich langsam von seinem Trauma erholen. Selbst wenn er vermutlich nochmals zehn Jahre brauchen würde, um alles zu verarbeiten.
"Ja... ja alles klar. Bei dir?", fragte er leise und brummlig wie er eben war. Er wagte einen weiteren Blick. Tyler war noch immer da, hatte nach wie vor Werkzeug dabei ...
"Du kommst für die Wand, hm?", fragte er und schaute dann wieder die Stute an, die nun auch neugierig in Tylers Richtung die Nase ausstreckte.

@Tyler Evans



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#5

RE: Pferdestall

in Innenbereich 03.12.2019 12:11
von Tyler Evans • 62 Beiträge

Wer hätte ahnen können das wir mal etwas ähnliches fühlen würden? Vor zehn Jahren sah das Ganze noch sehr viel anders aus. Auch wenn Seth schon immer eher der Ruhigere war. Bei mir war es gegenteilig. Irgendwie bin ich mit dem Alter erst zur Ruhe gekommen. Trotzdem musste ich grinsen als er gleich zurücktrat. Als ob er etwas angestellt hatte und erwischt worden war. Wobei das bei Seth wohl eher weniger zu denken war. Zwar war er auch nicht immer die Unschuld vom Land, aber wirklich schlimme Sachen hatte er wohl nicht angestellt. Ich grinste erneut als das Pferd damit nicht einverstanden war und gleich wieder gekrault werden wollte.
Auch für mich glich das einem Wunder die Familie hier fast vollständig zu sehen. Nur hatte ich nicht so arge Probleme wie mein kleiner Bruder. Wir mir jedenfalls schien. Er sah mich nur kurz an und war ansonsten auch ziemlich still. Keine Ahnung ob ich mich so jung gehalten hatte, oder er einfach Pech hatte, aber wir sahen fast gleich alt aus. Auch wenn da nicht sonderlich viele Jahre dazwischen waren. Es tat mir schon leid. Einerseits wollte ich natürlich wissen was mit ihm los war, aber andererseits konnte ich auch nachvollziehen das er nicht darüber reden wollte. Ich selbst hatte auch einen Haufen Dinge getan auf die ich wahrlich nicht stolz war. Aber jeder wurde leider früher oder später zu etwas getrieben das er nun bereute. Ich hatte keine Angst das er wieder verschwinden könnte. Wohin auch? Hier bei uns war er bestens aufgehoben.
Ob mit Seth wirklich alles in Ordnung war, wagte ich noch zu bezweifeln. Aber die Zeit würde ihm schon zeigen das er hier zu Hause sein konnte. Ich nickte vor mich hin und musterte noch einmal den Schaden in der Pferdebox. Eigentlich keine besonders anspruchsvolle Arbeit. Das würde schnell erledigt sein. Bei der Gelegenheit konnten wir uns aber gleich auch noch mal das Dach ansehen. Der Winter war nicht mehr weit und konnte hier oben wirklich sehr verbissen sein. "Du weißt doch, Unkraut vergeht nicht." Dabei lachte ich leicht und hielt den Hammer als Längenmaß auf die ramponierte Stelle im Holz. "Für einen Schreiner ist das hier eine echte Goldgrube. Obwohl ich mir sicher bin das in den Bergen auch noch ein paar Nuggets versteckt sind." Fragte isch nur ob die irgendwann wieder so wertvoll werden würde wie früher. Ich blickte rüber zu meinem kleinen Bruder und sogleich streckte auch das Pferd die Nase aus. Etwas skeptisch hielt ich die Nase der Stute mit dem Stiel des Hammers etwas auf Abstand. "Du nicht." Mahnte ich sie an und wusste das sie wohl kein Wort verstehen würde. "Das letzte Mal hättest du mich beinahe gebissen und dann hast du meine Box angegriffen." Ich konnte zwar reiten, weil das hier auch manchmal irgendwie erforderlich war, aber das bedeutete noch lange nicht das ich mich mit jedem Gaul verstand. Im Gegensatz dazu, schien sie Seth aber schon ins Herz geschlossen zu haben. Ich zuckte mit den Schultern und schüttelte leicht amüsiert den Kopf. "Das dauert nicht lang. Da muss nur eine Planke ausgewechselt werden." Betretende Stille war nicht unbedingt von mir erwünscht. "Hast du danach noch was zu tun, Seth? Das Dach müsste kontrolliert werden und dabei könnte ich etwas Hilfe gebrauchen." Ich hob den Fuß während ich auf seine Antwort wartete und drückte die Holzplanke einmal komplett durch. So konnte ich die zwei einzelnen Hälften ganz leicht und ohne viel Kraftaufwand raus brechen.




@Seth Evans


  


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#6

RE: Pferdestall

in Innenbereich 04.12.2019 12:21
von Seth Evans | 41 Beiträge

Seth sah seinem Bruder zu, wie er das Brett komplett aus der Box riss. "Hm... Ich muss nur noch diese Box hier reinigen", sagte er und griff dann auch zu dem Halfter, das an der Tür hing. Er streifte es der Stute über und öffnete die Tür, um sie raus zu führen. Kaum bewegte sie sich, brummelte sie, um ihr Fohlen dazu aufzufordern ihr zu folgen. Dieses erhob sich etwas staksig mit den viel zu langen Beinen und machte einen kleinen übermütigen Hüpfer, bevor es beinahe in den Hintern seiner Mutter lief. Es konnte noch knapp ausweichen und trippelte an Seth vorbei, nur um dann etwas unsicher stehen zu bleiben. "Ich bring die beiden auf die Weide. Danach mach ich sauber und geh dir zur Hand", sagte er zu Tyler und führte die Stute dann durch den Gang nach draussen. Hinter dem Stall hatte es mehrere Weideabteile, eines davon war für sie reserviert.
Er selbst kam gut mit ihr klar. Auch wenn sie noch jung und genau wie ihr Nachwuchs etwas übermütig war. Mit grossen Schritten folgte sie Seth und wurde etwas ungeduldiger, als sie merkte, dass es zur Weide ging. Seth hielt den Strick etwas strammer, betrat die Weide und drehte die Stute mit dem Kopf zu sich, damit sie ihn nicht mit den Hinterläufen erwischte, falls sie vor Übermut ausschlagen würde. Dann löste er den Strick, trat einen Schritt zurück und liess die Stute gehen. Sie drehte sich, hob ein, zwei Mal den Hintern, verfiel aber schnell in einen Trab und blieb schliesslich stehen, um von dem Gras zu fressen. Ihr Fohlen tat es ihr gleich, nur rannte es noch ein paar Runden um seine Mutter, bevor es bei ihr stoppte und Milch trinken ging.
Das Fohlen war am selben Tag geboren wie die Kinder von Grace. Vielleicht lag es daran, dass er die beiden Tiere so mochte? Kurz beobachtete er sie, bevor er die Weide schloss und zurück ging, um die Box sauber zu machen.
Da hatte Tyler mittlerweile mit der Arbeit begonnen. Eine Weile lang schwieg er. Seth war noch nie gut darin gewesen Smalltalk zu beginnen. Auch nicht mit der Familie.
"Wie hast du die ganzen Jahre überlebt?", fragte er dann doch irgendwann. Wie gesagt ... so richtig miteinander reden konnten sie ja bislang nicht.

@Tyler Evans



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#7

RE: Pferdestall

in Innenbereich 13.12.2019 08:20
von Tyler Evans • 62 Beiträge

Ich hatte nicht damit gerechnet das er mir ein nein erteilte, aber ich war mir auch nicht sicher ob er nicht auch noch etwas anderes zu tun hatte. Arbeit gab es hier immer, egal in welcher Form. Also grinste ich zufrieden und nickte ihm zu, als er mir erklärte das er nur noch das Pferd raus bringen und den Rest der Box ausmisten musste. Einen Moment sah ich Seth hinterher als er mir zwangläufig beim Rausgehen den Rücken zuwenden musste. Zurückhaltend war er schon immer gewesen, aber heute wirkte er fast schon schüchtern auf mich. Auch wenn das vielleicht nur Einbildung war. Trotzdem war es in jedem Fall nicht besonders schön so etwas mit ansehen zu müssen. Aber die Welt forderte ihren Tribut, von jedem. Während mein Bruder Stute und Fohlen zur Weide brachte, fuhr ich mit meiner Arbeit fort und wechselte das nun fehlende Brett aus. Die beiden alten Stücke warf ich an den Eingang um sie später nicht zu vergessen. Das neue Brett musste nur noch angepasst werden und schon wenige Augenblicke später konnte ich es in die Lücke einsetzten.
Mittlerweile war auch Seth zurückgekehrt und brachte seinerseits die Arbeit zu Ende. Sicher war es auch besser so gewesen das er die Pferde raus gebracht hatte. Ich war nicht dafür bekannt leise arbeiten zu können. Einen Nagel konnte man immerhin auch nicht leise einschlagen. Erst als Seth doch noch den Mund aufmachte und fragte wie ich die Jahre über die Runden gekriegt hatte, sah ich ihn wieder direkt an. Ich verzog das Gesicht zu einer minimalen kurzen Grimasse und unterbrach für einen Moment meine Arbeit. "Ah, du kennst mich." Das war nicht wirklich eine Antwort, aber ich war mir nicht sicher ob mein kleiner Bruder solche Details hören wollte. Ob er überhaupt damit zurecht kam. Augenscheinlich hatte er es schlimmer als mich erwischt, das war selbst mir aufgefallen, nur wollte ich das nicht noch verschlimmern. Stattdessen beendete ich meine Arbeit an der Holzwand und betrachtete mein Werk. Alles musste sitzen und haltbar sein. Der nächste Winter war deutlich im Anflug und wir waren auf die Pferde und anderen Tiere angewiesen.
Ich packte mein Werkzeug zusammen und schob den groben Dreck zusammen. Nicht das Seth alles noch mal ausfegen musste. "Ich hab mich hin und wieder ein paar Gruppen angeschlossen." Fing ich dann schließlich doch an ein paar harmlose Dinge zu erzählen. Ich hatte bisher auch mit niemandem darüber geredet und vielleicht würde es mal ganz gut tun einen Teil davon loszuwerden. "Nachdem ich keinen von euch mehr finden konnte machte es auch keinen Sinn weiter in der Großstadt zu bleiben." Ich legte den Kopf leicht zur Seite und blickte zu ihm. "Eins führt zum Anderen, du weißt schon. Irgendwann bin ich dann hier gelandet. Eigentlich nur purer Zufall. Ich hatte nicht vor zu bleiben, aber dann wurde ich doch eines besseren belehrt." Ich ließ die blutigen Details dazwischen aus. Zum Einen weil ich ihm das nicht zumuten wollte und zum Anderen weil ich selbst nicht gern darüber sprach und mir die Erinnerung ersparen wollte. Ich schnappte mir die Leiter und schulterte sie indem ich einen Arm durch eine Sprossenlücke steckte und die Längsseite auf meine Schulter packte. Mit der anderen griff ich nach dem Werkzeugkasten und sah wieder zu Seth. "Bist du fertig?" Eigentlich hatte ich ihn genauso das Selbe fragen wollen, aber wenn ich meinen kleinen Bruder noch richtig einschätzen konnte, musste das von ganz alleine kommen.




@Seth Evans


  


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