Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Wetterbericht

HOT HOT SUMMER ... endlich strahlt sie Sonne und wärmt unsere abgekühlten Körper. Die Damen haben gebräunte Haut und die Herren, lassen sich ein kühles Bier schmecken. Sonne satt und so langsam kommen wir echt ins schwitzen. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 34 Grad. Packt die Sonnencreme ein, verbrannte Haut kann sehr schmerzhaft sein.

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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 93 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 20 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 22 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 10 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 14 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 24 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Rosita, Ezekiel, Enid Taylor, Carol, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

☀ Der Sommer ist da und wird sehr sehr heiß. Dürre und starke Gewitter sind keine Seltenheit ☀

#21

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 16.09.2019 18:21
von Jordan T. James (gelöscht)
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Immer noch hockte J.T. in seinem Versteck und spähte durch sein Fernglas. Gleichzeitig spitzte er die Ohren und Lauschte auf alles was sich in seiner Umgebung tummelte. Man konnte ja nie wissen,w as gleich aus dem Gebüsch kommen würde. Als er sah, dass die Person die er entdeckt hatte, sich aufrichtete und sich umschaute. Lächelte er, das Signal war angekommen. Das bestätigte sich als er die leise Stimme hörte.

Erneut stieß er einen Pfiff aus und, erhob sich dann aus seinem Versteck. Verstaute sein Fernglas wieder in der Tasche und, machte sich dann langsam auf den Weg. Er behielt aber trotzdem alles genau im Blick, sein Gewehr immer Griffbereit an seiner Brust, bahnte er sich seinen Weg. Erst als er sich bis auf wenige Meter genähert hatte, senkte er sein Gewehr und, lächelte die Person vor sich an. "Hey Kleines." sagte er und betrachtete die Junge Frau vor sich.

Es war schon eine weile Her, das er sie zuletzt gesehen hatte. Es schien ihr gut zu gehen, jedenfalls sah sie Gesund aus. "Wie geht es dir Kleines?" fragte er und legte seinen Kopf etwas auf die Seite um, sie genauer zu betrachten. Er hoffte das, sein Unvermitteltes Auftauchen, nicht für Unmut bei der Bevölkerung hervorufen würde. Immerhin Lebte sie hier und, er war ein Fremder. Nicht das Sie für einen Spion gehalten würde. Das wollte er unter allen umständen vermeiden.
Immerhin brauchte sie diesen Ort um sicher zu sein. Bei ihm, wäre sie nicht ausreichend Geschützt.

Auch wenn er einen Ort hatte, an dem er sich wohl fühlte und, er diesen Ort Sicher gemacht hatte. So konnte er sich nicht vorstellen, dass sie diesen Ort hier, gegen einen anderen eintauschen würde.



@Riley Murphy


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#22

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 17.09.2019 11:17
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich lächelte Jordan an als ich ihn zu sehen bekam. Wie gewohnt trat er, mehr oder weniger, lautlos aus den Schatten. Er sah aus wie in meiner Erinnerung. Ein wenig wild, aber gleichzeitig gepflegt. So gut es da draußen eben ging. Mittlerweile kannte ich das Leben da draußen, also konnte ich mir auch ein vages Urteil bilden. Aber Jordan schien wie zuvor gut zurecht zu kommen. Das freute mich schon sehr. Er war vielleicht anfangs ein wenig distanziert, aber wer war das nicht? Immerhin war es gefährlich jedem gleich zu vertrauen.
Heute war wohl ein Tag der ungewöhnlichen Dinge. Nicht unbedingt schlecht. Woher sollte ich auch wissen das sich im Valley gerade etwas ganz anderes abspielte? Sein Blick beobachtete mich und ich schaute selbst an mir herunter. Es stimmte, in den letzten paar Wochen hatte ich mich etwas verändert. Eine Dusche wirkte Wunder und intakte Kleidung auch. Wie ein Mensch eben aussehen sollte. Ich konnte gar nicht aufhören zu lächeln und nahm mir einfach mal die Freiheit heraus ihn fest zu umarmen. Auch wenn ich wusste dass er das nicht immer so mochte. Es überkam mich und anders konnte ich meinen Dank nicht ausdrücken.
"Es geht uns gut. Wir sind noch alle da." Vielleicht war es etwas seltsam eine Frage so zu beantworten, nur konnte man jahrelange Gewohnheiten eben schlecht nach wenigen Wochen abstreifen. Ich kannte nur eine Art mich zu bedanken und hier wurde mir verraten, dass es die absolut falsche Art war und besser abgelegt werden sollte. Also hielt ich mich daran. Was mir nicht sonderlich schwer fiel. "Hast du dich vielleicht verlaufen?" Fragte ich im Gegenzug Jordan als ich ihn wieder losließ. Er hätte mit ins Dorf kommen können, entschied sich allerdings dagegen. Das er nun hier vor mir stand war demnach kein Zufall. "Möchtest du bei uns übernachten? Die ringe unter deinen Augen sehen schlimmer aus als sonst." Es störte mich nicht ihn einzuladen, ohne es vorher mit jemandem abzusprechen. Ich empfand das nicht als Spionage. Ich hatte nicht viele Möglichkeiten um mich zu revanchieren, aber das konnte ich bedenkenlos machen. Jordan war eher eine Art Einsiedler. Er würde nicht mit dem Standort der Kolonie prahlen. Er war vertrauenswürdig, in jeglicher Hinsicht. Und ich war mir sicher das niemand etwas gegen ihn haben würde. Blieb nur abzuwarten ob Jordan das überhaupt wollte, oder weshalb er wirklich so nahe zu uns gekommen war.




@Jordan T. James


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#23

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 14.10.2019 23:29
von Jordan T. James (gelöscht)
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Zu hören das es der kleinen und ihren Kids gut ging, erleichterte J.T. ungemein. Er wollte nicht das es ihnen schlecht ging, sie sollten in Sicherheit sein und, von leuten umgeben sein, die nicht so waren wie die Leute, bei denen sie vorher gewesen waren. Gut J.T. wusste nicht viel über die Menschen in dieser Kolonie, aber er beobachtete sie hin und wieder und je mehr er von ihnen sah desto überzeugter war er, das die kleine und die Kids dort gut aufgehoben waren. Anders hätte er es sich für sie nicht wünschen können. Sicher sie hätten auch bei ihm bleiben können, aber er hatte seinen Ort, erst danach gefunden. Und als er ihn fand, war der Ort auch noch nicht wirklich sicher gewesen.
Das war erst nach udn nach geschehen. Während er also dort gearbeitet hatte, wären die Kids nicht sicher gewesen. Und immer darauf angewiesen gewesen im Haus zu bleiben, während er draußen war. So sollte kein Kind aufwachsen müssen.

So wie es jetzt war, war es schon besser für sie, auch wenn er wusste, dass nicht immer alles so reibungslos ablief, wie der erste Anschein vermuten ließ.

Als sie ihn nun fragte, ob er sich verlaufen hätte, schmunzelte er und schüttelte den Kopf. "Nein, ich bin absichtlich hier. Ihr habt hier genügend Wild, und ich brauch nur ein paar Hasen. Auch wenn ich eben einen Stattlichen Hirsch gesehen habe, dem ich auf der fährte war als ich dich gesehen habe. Aber den könnt ihr euch holen." erklärte er und warf einen Blick zur Kolonie, die man von ihrem Standpunkt aus noch in einiger entfernung ausmachen konnte. Die frage der kleinen Riss ihn aus seinen Beobachtungen, weswegen er sich wieder an sie wandte. "Ich weiß nicht Kleine, die leute sind Misstrauisch fremden gegenüber, was ich gut nachvollziehen kann. Geht mir ja nicht anders." sagte er und warf erneut einen Blick hinüber zur Kolonie. Er war noch nie dort drinnen gewesen, es interessierte ihn schon wie es dort war, war sich aber nicht Sicher ob er dort hinein gehen wollte.


@Riley Murphy


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#24

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 19.10.2019 10:15
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich sah mich bei seinen Worten noch einmal um. Auf der Jagd war ich wirklich nicht und hatte dem entsprechend nicht auf das Wild geachtet. Zumindest nicht mehr als sonst. Es war sehr nett von Jordan, dass er uns den Hirsch überlassen wollte. Trotzdem schüttelte ich den Kopf. "Du hast ihn zuerst gesehen. Es ist deiner. Außerdem hast du von einem Hirsch länger was als von ein paar kleinen Hasen." Was stimmte. Sehr kalt war es noch nicht, aber der nächste Winter stand praktisch wieder vor der Tür. Da musste sich nun mal jeder drauf einstellen. "Wir können zur Not auch angeln. Da oben ist ein See." Ich wusste nicht ob Jordan geographisch etwas damit anfangen konnte, aber wir nagten nicht am Hungertuch. Ausnahmsweise mal nicht. Das war auch etwas neues für uns.
Meine Sammeltasche war nur halb voll, aber es würde ausreichen für das was ich damit vorhatte. Und ich war mir sicher das wenigstens eine Nacht in Sicherheit niemandem schaden würde. Sicherlich konnte und würde ich nicht einfach jeden X-Beliebigen in das Dorf lassen, aber Jordan war vertrauenswürdig. Er würde uns niemals verraten. Immerhin war er ein guter Mensch.
Ich überbrückte die wenigen Meter zwischen und uns nahm einfach seinen Unterarm. "Wird schon niemand umgebracht." Leicht lächelte ich dabei und zog ihn sanft mit in die Richtung. Jetzt lag es bei ihm, ob er wollte oder nicht.



@Jordan T. James


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#25

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 31.10.2019 20:23
von Jordan T. James (gelöscht)
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Jordan war sich nicht sicher, was er erwartet hatte, aber sicher nicht damit, dass Riley ihn bei der Hand packte und ihn förmlich zur Kolonie zog. Er warf ihr einen kurzen Blick zu, ehe er dann wieder zu den Häusern hinter dem Wall schaute. Dann aber in die Entgegengesetzte Richtung blickte, ehe er Riley wieder anschaute. Ihr lächeln war so einladend, so bittend das es ihm Schwer viel, sich abzuwenden und nachhause zu fahren. Er wollte auch nicht unbedingt allein sein, die letzten Wochen waren alles andere als angenehm gewesen. Es war eintönig und einsam gewesen.

Aber konnte er einfach dort hinein gehen, sich alles anschauen und dann wieder gehen? Er war sich dan icht so sicher, dass sie ihn wieder ohne weiteres laufen ließen. Jede gute Kolonie, würde dafür Sorgen, dass sie Sicher blieben. Das niemand der zu Besuch kam, den sie nicht kannten. Auch ja nichts von ihrem dasein verraten konnte.

Daüfr waren die Zeiten einfach zu Unsicher, zu unberechenbar waren die Menschen geworden. Jeder konnte von jetzt auf gleich, zum Monster, zum Verräter werden.
Auch wenn Jordan nie so jemand gewesen war, er hatte immer stets Geheimnisse bewahrt. Schon durch seine Ausbildung beim Militär war er zum Stillschweigen verdammt gewesen. Und jeder der genau wissen wollte, was er trieb, den hätte er danach eigentlich Töten müssen. Aber selbst das hätte er niemals tun können. Daher hatte er sich stets von anderen Fern gehalten. Nur um niemandem einen Grund zum Fragen stellen zu geben.

Aber hier und jetzt, schon Rileys Blick allein, ließen ihn weich werden. Also Atmete er langsam tief durch und nickte kurz. "Ich begleite dich, aber wenn sie mich wegschicken, werde ich das tun. Ich möchte nicht für unmut Sorgen. Du brauchst diesen Ort um Sicher zu sein. Für dich und die anderen." erwiederte er und ließ sich von ihr weiter ziehen.

Er wusste immerhin nicht, was ihn erwarten würde, wie die Leute reagieren würden, wenn Riley mit einem abgewrackten Fremden mit ein Paar Hasen um Gürtel auftauchte und einlass verlangte.


@Riley Murphy


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#26

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 03.11.2019 20:33
von Riley Murphy (gelöscht)
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Ich nickte auf Jordans Worte hin und ließ ihn los. Es war seine Entscheidung, ob er wollte oder nicht. Jedenfalls musste ich so langsam aber sicher zurück ins Dorf. Kurz hob ich die Hand und verschwand dann wieder hinter dem sicheren Wall.


zuletzt bearbeitet 05.11.2019 20:46 | nach oben springen

#27

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 06.11.2019 15:30
von Jordan T. James (gelöscht)
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cut


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#28

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 22.01.2020 18:54
von Skadi Nygard | 61 Beiträge

Wohnbereich Skadi, Anouk, Ivar =>


Ein halbes Jahr war nun inzwischen schon vergangen nachdem Skadis Vater Leif gestorben ist, um ihr das Leben zu retten. Die warmen Temperaturen des Sommers waren nun den kalten des Winters gewichen und Skadi hatte in diese Zeit es geschafft sich von den Schuldgefühlen abzuwenden. Denn lange Zeit hatte sie sich die Schuld dafür gegeben, dass ihr Vater von den Untoten gebissen worden war. Allerdings erinnerte sie sich an seine Worte, dass jeder Vater sein Leben geben würde, um seinem Kind das Leben zu retten. Zumal sie sich sowieso irgendwann in der Zukunft in Walhalla wiedersehen würden. Also war es nur ein Abschied auf Zeit und nicht auf Ewigkeit gewesen.
Doch lieber wäre es ihr gewesen, wenn ihr Vater immer noch bei ihr war. Ihr neue Sachen beibrachte, sowie das Kämpfen mit Schwert und Schild. Oder er erzählte ihr spannende Geschichten über den Göttervater Odin, über Thor, über Freya oder auch über die Göttin des Winters und der Jagd – ihrer Namensvetterin Skadi.
Obwohl neben ihrer Mutter nun auch ihr Vater gestorben war, fühlte sich Skadi keinesfalls einsam. Sie hatte immer noch @Anouk Kruger , die Freundin von ihrem Vater, welche für sie wie eine Mutter war. Sie hatte ihre Bärenschwester Matanus, welche niemals von ihrer Seite wich. Sie hatte Azra, welcher ihr neue Sachen über Tiere und die Jagd beibrachte. Und sie hatte seit neuesten @Valravn Vargström , einen Schweden, den sie überredet hatte, ihr schwedisch beizubringen, sodass sie ihrem Vater wieder näher kam. Schließlich war das kleine Mädchen ebenfalls eine Schwedin oder zumindest zur Hälfte. Mit Val konnte sie zu ihren Wurzeln zurückkehren.
Neben diesen Personen gab es auch noch viele andere Dorfbewohner, die ihr am Herzen lagen. Gezwungener Maßen auch Ivar, der nun bei ihr im Haupthaus lebte und ein Auge auf sie hatte. Doch wenn er ihr etwas verbat, dann machte sie es hin und wieder trotzdem, wenn es in ihren Augen sinnvoller und besser war. So wie der Ire war auch sie sehr stur und sie hatte niemanden mehr, der ihr etwas verbieten konnte. Auf Anouk würde sie noch hören, da diese Frau ihr sehr am Herzen lag und sie diese nicht enttäuschen wollte. Doch bei den anderen Menschen, lag es an ihrer Entscheidung wie sie mit Verboten umging. Skadi würde niemals etwas tun, was einzelne Personen oder gar das Dorf in Schwierigkeiten bringen würde. Aber wenn sie mit Matanus im kalten See baden gehen wollte, dann tat sie es, selbst wenn der Fischer meinte, sie würde davon krank werden. Was sie schlussendlich nicht geworden war.
An dem heutigen Tag entschied Skadi erneut gegen jegliche Vernunft und jegliche mahnende Worte der Dorfbewohner. Eine Ziege war irgendwie hinter die Mauer gekommen. Normalerweise war dies kein großes Problem, doch seit einigen Wochen schneite es durchgängig und der Schnee ging den meisten Menschen bis zu den Knien. Skadi sogar bis zu der Mitte der Oberschenkel. Da das Wetter so kühl und verschneit war, wollte niemand nach draußen gehen, aus Sorge, dass der Schneesturm schlimmer werden könnte und man selbst ebenfalls nicht mehr zum Dorf zurückfindet.
Doch die Gründertochter konnte die arme Ziege einfach nicht da draußen erfrieren lassen. Aus diesem Grund schnappte sie ihren Bogen, ihr Kurzschwert, einen Dolch und die dicksten Klamotten und den wärmsten Fellmantel, den sie finden konnte. Zudem ein Seil für die Ziege, damit sie diese sicher zurück führen konnte. Dann schlich sie sich an Anouk und Ivar vorbei hinaus zu Matanus Schuppen. Zu ihrem Glück hatte ihre Freundin sich dieses Jahr dazu entschieden, dass sie keinen Winterschlaf machen würde, weswegen der Bär mit auf dieses Abenteuer gehen konnte.
„Komm Matanus. Wir suchen das verloren gegangene Zicklein.“, flüsterte Skadi der Schwarzbärin zu und schlich mit ihr zusammen durch das Dorf. Zumindest versuchte Skadi sich unauffällig zu verhalten, weswegen sie ihre Waffen auch unter ihren dicken Fellmantel gestopft hatte, sodass sie nicht schon wieder enttarnt wurde, da jemand die Waffen sah und eins und eins zusammenzählen konnte. Jedoch war es schier unmöglich sich mit einem Bären unauffällig durch das Dorf zu bewegen. Ihr einziger Vorteil war, dass alle Dorfbewohner viel zu viel mit dem Schnee zu tun hatten, weswegen sie nicht auf das kleine Mädchen achteten, was sich zum Ufer schlich und dort ein Holzbrett verschob, um hinter die Mauer zu gelangen. Matanus könnte über das zugefrorene Ufer laufen. Doch selbst wenn das Wasser nicht gefroren wäre, so könnte ihre Freundin sich im Gegensatz zu Skadi auch die Füße nass machen ohne schlimme Konsequenzen mit sich zu tragen.
Hin und wieder ging die Bären einfach außerhalb des Dorfes spazieren oder suchte sich Knollen oder Wurzeln, weswegen niemand sofort auf die Idee kam, dass sich der Schwarzbär mit Skadi hinausschlich. Draußen wartet Skadi hinter einem Busch auf Matanus, strich ihr einmal durch das lange und dichte Fell und dann machte sie sich auf den Weg. Der Bauer hatte gesagt, die Ziege wäre am Ufer abgehauen, zumindest deuteten die Fußspuren im Schnee darauf hin. Zu Skadis Leidwesen war dies nicht das Ufer, wo sie sich hinausgeschlichen hatte, sondern auf der anderen Seite des Dorfes. Allerdings gab es dort kein loses Holzbrett und wachsamere Augen, welche sofort ihre Absicht herausgefunden hätten. Also musste sie einmal in sicherer Entfernung das Dorf umrunden und nach knappen fünfzehn Minuten, wo sie sich durch den Schnee gekämpft hatte, konnte sie sich von Busch zu Busch am Ufer entlangschleichen – um nicht von den Wachen auf dieser Seite entdeckt zu werden – und sich nach Spuren umzusehen. Tatsächlich fand sie welche, die sogar von der Größe her zu einer Ziege passen könnten. Zu ihrem Glück schneite es aktuell nicht so heftig, wie die Tage zuvor, sodass sie der Spur bis zu dem naheliegenden Wald folgen konnte. In den zwanzig Minuten, die sie lief, fing es jedoch wieder an zu schneien, sodass sie Spuren kurz vor dem Wald verlor. Allerdings war es für sie sonnenklar, dass die Ziege unter den Bäumen Schutz gesucht haben muss. Wenn sie leise genug wäre, könnte sie sie ja auch in der Ferne meckern hören. Was zu ihrem Leidwesen nicht der Fall war. So ging sie einfach frei Schnauze in den Wald hinein, in der Hoffnung die Ziege zu hören oder zu sehen.
Der Schnee fiel in der Zeit immer schneller und der Wind blies ihr um die Ohren. Meist versuchte sie so zu laufen, dass Matanus den meisten Wind und Schnee abfing, denn dieser würde der Schnee nicht so viel anhaben wie dem kleinen Mädchen. Skadi hatte inzwischen den Schal bis zu den Augen hoch und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Da der Wind alle ihre Pfeile in andere Richtungen als die gewünschte lenken würde, hatte sie den Bogen gegen ihr Kurzschwert getauscht. Zudem konnte sie keine fünf Meter mehr weit sehen, da der Wind den am Boden liegenden Schnee aufwirbelte und sie eine Mauer aus Schnee um sie erschuf. Zumindest fühlte sie sich so.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, wo das Mädchen auch schon die Orientierung verloren hatte, obwohl sie die Gegend wie ihre Westentasche kannte, hörte sie eine Ziege blöken. Sofort lief sie zu ihr, nahm das Seil aus ihren großen Manteltaschen und knüpfte eine Schlaufe, sodass sie der Ziege eine Leine anlegen konnte.
„Kommt, wir haben unsere Mission getan. Onkel Shawns Ziege ist gerettet. Trudi, nicht wahr?“, redete sie mit den Tieren, aber eigentlich hauptsächlich sich selbst.
„Matanus, von wo sind wir nochmal gekommen?“, fragte sie dann ihre Schwester und drehte sich im Kreis. Innerhalb von ein oder zwei Minuten hatte sich die Welt um sie herum gewandelt. Selbst die breiten Spuren von Matanus waren durch den starken Wind verweht worden. Im Wald lag zumal der Schnee nicht so hoch wie im Dorf und den Wiesen, wodurch sie sich zwar keine Schneisen erkämpfen mussten, aber dadurch war ihre Fährte auch nicht mehr so gut zurück verfolgbar.
„Hier entlang, da geht es leicht bergab, da müssen wir richtig sein!“, sprach sie weiter und ging den kleinen Hügel hinab, der jedoch kurz darauf nur noch weiter hinauf führen sollte.
Gerade als sie sich sowieso schon eingestehen wollte, dass sie doch lieber auf die Erwachsenen hätte hören sollen, trat ein großer Schatten durch den weißen Schleier, der sich überall um sie herum befand. Sofort ging Skadi in Angriffsstellung und hoffte, dass es nur ein Untoter war, den sie zusammen mit Matanus erledigen konnte. Menschen griff ihre Freundin nicht an, weswegen ein anderer fremder Überlebender ihr weitaus größere Probleme bescheren konnte als eines dieser Monster.
Zu ihrem Unglück schien der Schatten sich zu gleichmäßig zu bewegen, um schon einmal gestorben zu sein.
„Hände hoch und langsam herkommen!“, befahl sie, auch wenn sie mit keine Schusswaffe auf ihn zielte. Sie hob einfach ihr Schwert hoch und hoffte die Sicht der Gestalt war genauso eingeschränkt wie ihre, sodass die Person erst einmal auf sie hörte. Sicherlich sie hatte eine kindliche Stimme und war nur knappe anderthalb Meter groß. Doch der große Schatten irgendwo hinter ihr, würde jeder Mensch als einen Bären erkennen können. Also war sie in der Überzahl. Zwar würde kaum ein Mensch davon ausgehen, dass jemand mit einem Bären sich anfreundete. Doch für Skadi war dies eine normale Welt. Schließlich wandelten auch die Toten auf ihr.
„Wenn sie uns nichts tun, tun wir ihnen nichts!“, bestimmte Skadi und so als hätte die Ziege verstanden was sie gesagt hatte, blökte sie zustimmend.

@Chris Evans
@Matanus
//entscheidet ihr, wer von euch zuerst postet ^^


zuletzt bearbeitet 22.01.2020 18:56 | nach oben springen

#29

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 27.01.2020 16:08
von Chris Evans (gelöscht)
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Seit nun mehr vier Tagen war Chris nun in der Gegend. Er hatte von einem Nomaden einen Tipp bekommen, dass hier in der Umgebung eine weitere Kolonie sein würde und nach einigen Tagen Fußmarsch war er hier angekommen. Da er nach einigen unschönen Erlebnissen mit anderen Kolonien sehr vorsichtig gewesen war, war er nicht kopflos hingelaufen, sondern hatte sich in der Nähe einen Unterschlupf in einer Höhle gesucht, von der aus er eine gute Sicht auf die Kolonie hatte.
Das Wetter wurde immer unbeständiger, hatte sich mittlerweile in einen schlimmen Schneesturm entwickelt und mehr als einmal hatte er überlegt zur Kolonie rüber zu gehen und dort um Einlass zu bitten. Da er jedoch noch nicht mit Sicherheit sagen konnte, dass seine Schwester wirklich dort war, hatte er sich letztlich doch dagegen entschieden.
Er hatte sich in der Höhle mit den Fellen, die er in den letzten Jahren angesammelt hatten einen halbwegs warmen Schlafplatz eingerichtet und sich in die dicksten Felle, die er hatte eingewickelt. Außerdem war die Höhle relativ trocken, sodass er auch ein kleines Feuer machen konnte, wenn ihm danach war.
Nachdem der Schneesturm draußen immer heftiger anzog, hatte er sich entscheiden auf die Jagd zu gehen, denn sonst würde er die nächsten Tage nicht überleben. Er zog die Felle enger um sich, griff seine Waffen, die er immer bei sich trug und löschte das kleine Feuer, dass in der Höhle brannte, es musste schließlich nicht jeder wissen, das er hier zur Zeit hauste.
Seine Sachen verbarg er hinter einigen Felsen, sodass man von außen nicht sehen konnte, dass hier jemand lebte. Er zog sich ein Fell über den Kopf, um diesen vor der Kälte zu schützen und verbarg sein Gesicht hinter einer Art Schal, den er vor einigen Jahren in einer verlassenen Mall gefunden hatte. Dann griff er noch nach seinem Bogen und verließ die Höhle.
Der Wind brauste ihm um die Ohren und einen Augenblick überlegte er, sich doch wieder in die Höhle zurück zu ziehen, aber er hatte schon einige Tage nicht viel gegessen und wenn er weiterhin nichts aß, würde er hier oben sterben und niemand würde je erfahren, dass er die letzten zehn Jahre nach seinen Schwester und seinen Brüder gesucht hatte. Langsam stapfte er durch den tiefen Schnee und zog die Felle noch einmal fester um sich. Normalerweise war er niemand, der schnell fror, doch dieser Sturm machte auch ihm zu schaffen und er konnte sich nicht erlauben krank zu werden, denn auch sein Vorrat an Arzneimitteln, die er im Laufe der Zeit immer wieder irgendwo gefunden hatte, neigte sich langsam dem Ende zu, sodass er sich nicht einmal helfen konnte, sollte er ernsthaft krank werden.
Während er durch den Schnee stapfte, bemerkte er, dass es immer heftiger zu schneien begann und er nahm sich vor, sich nicht zu weit von der Höhle zu entfernen, damit er im Notfall schnell zurück finden würde. Er bezweifelte, dass er in diesem Schneetreiben überhaupt irgendetwas finden würde, was er schießen konnte, doch er umklammerte seinen Bogen ein wenig fester und beeilte sich. Glücklicherweise hatte er in den letzten Tagen festgestellt, dass sich die Umgebung gut zum jagen eignete und er hoffte, dass ihm vielleicht ein kleines Reh vor den Bogen springen würde.
Leise lief er durch den Schnee, hielt die Augen sowohl nach Beißern als auch nach Rehen auf, während es immer heftiger schneite. Als er grade aufgeben wollte, sah er ein Reh direkt vor ihm durch den Wald laufen. Er pirschte sich leise an und zog einen Pfeil aus seinem Köcher, den er auf dem Rücken mit sich trug. Er spannte ihn ein und schlich sich noch etwas näher an das Reh, dass keinen Verdacht geschöpft hatte. Es tat ihm immer leid, wenn er eines dieser Wesen schißen musste, aber es ging auch um sein Überleben und er war in den letzten Jahren sehr geschickt geworden was sowohl das Jagen als auch das Schlachten der Tiere anging, auch wenn es ihm nach wie vor immer noch einen Ekel über den Rücken laufen ließ, wenn er die Tiere öffnete. Aber es sicherte sein Überleben und so manches Mal hatte ihm ein großes Stück Fleisch auch eine Nacht in einer Kolonie beschert, sodass er dies in Kauf nahm.
Während er nun als zielte und jeden Muskel im Körper angespannt hatte, versuchte er sein schlechtes Gewissen beiseite zu schieben und sich vollkommen auf das Tier zu konzentrieren. Es war schwierig mit dem Zielen, denn der Schnee wurde mittlerweile immer dichter und dichter. Als er grade dachte, dass ihn das Reh mittlerweile eigentlich jeden Moment entdecken müsste, ließ er den Pfeil los, der sich in Sekundenschnelle direkt ins Herz des Rehs bohrte. Er wartete noch einige Augenblicke bis er sich aus seinem Versteck wagte und lief langsam auf das Tier zu. Mittlerweile sah er kaum noch was und so zog er den Pfeil nur aus dem Tier, steckte ihn zurück in seinen Köcher, hing sich den Bogen um und legte sich das Tier über die Schultern, um möglichst schnell wieder zurück zur Höhle zu kommen.
Als er sich durch den Schnee kämpfte, hatte er plötzlich das Gefühl, dass er nicht alleine war. Sofort spannte er wieder jeden Muskel im Körper an, ließ das tote Reh auf den Schnee gleiten und ging in Angriffshaltung, als er plötzlich eine kindliche Stimme vernahm. Er versuchte im Sturm etwas zu erkennen, aber es fiel ihm schwer. Doch was war das? Einige Meter entfernt, sah er drei Gestalten im Schnee. Ein Mensch, wie er feststellte und zwei – Hunde? Er erkannte es nicht, war sich aber sicher, dass es sich um zwei Tiere handeln musste, die den Menschen begleiteten. Eines der Tiere war ziemlich groß, was konnte das bloß sein? Um zu signalisieren, dass er mit keiner bösen Absicht gekommen war, hob er beide Hände und kam langsam näher. Das Reh lag noch immer hinter ihm auf dem Boden, war mittlerweile fast vollkommen vom Schnee bedeckt. Als er nur noch zwei Meter entfernt war, erkannte er, dass es sich tatsächlich um ein Kind handelte. Nun erkannte er auch die Begleitung des Kindes, es war ein riesiger Bär und eine Ziege. Sofort spannte er erneut jeden Muskel an und griff an seinen Gürtel, an dem seine Axt hing, jedoch beließ er es erstmal nur dabei, die Hand an der Axt zu haben.
„Ich tue dir nichts“,sagte er laut, denn der Sturm war mittlerweile nicht nur sehr dicht, sondern auch sehr laut. „Was tust du hier draußen?“,fragte er das Kind, er konnte nicht erkennen, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelte, ließ dabei aber den Bären nicht aus den Augen.
Er sah sich suchend um, um zu gucken, ob vielleicht noch andere Menschen in der Nähe waren, doch scheinbar war das Kind alleine unterwegs. Wie verantwortungslos,dachte er bei sich und sah wieder zum Kind.
„Ich habe hier in der Nähe, vielleicht 100 Meter entfernt eine Höhle entdeckt“,rief er und deutete auf die Richtung hinter sich. „Komm mit mir. Du kannst nicht hier bleiben, der Sturm ist zu dicht und zu gefährlich!“,rief er noch weiter. Normalerweise kümmerte er sich wenig um andere Menschen, sein Ziel war es nach wie vor einfach seine Schwester und seine Brüder zu finden, doch er konnte es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dieses Kind hier draußen zu lassen, auch wenn dies bedeutete,dass sie ihren Teddybär mitbringen würde, der sich nach wie vor hinter ihr aufbaute, aber keine Anstalten machte ihn anzugreifen, weswegen er sich ein wenig zu entspannen begann.
„Also, was ist?“,fragte er und sah sich nach dem Reh um, welches mittlerweile komplett mit Schnee bedeckt und kaum noch auszumachen war. Wenn er nicht bald eine Entscheidung treffen würde, wäre das Reh eingefroren und nicht mehr zum Verzehr geeignet.

@Skadi
@Matanus


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#30

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 02.02.2020 12:36
von Matanus (gelöscht)
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Für ein Abenteuer war Matanus immer zu haben. Egal wann, wie und wo, hauptsache Skadi war dabei. Matanus folgte ihrer Schwester durch das verschneite Dorf. Sie fand den Schnee immer ganz lustig, denn durch ihr dickes Fell und der Fettschicht, die sie sich im Herbst angefressen hatte, fror sie nicht im Geringsten.
Sie wusste nicht genau was Skadi heute draussen wollte, aber sie schlichen sich auf jeden Fall raus. Matanus tapste über den zugefrorenen See, da die Lücke im Zaun für ihren derzeit kugelrunden Körper einfach zu klein war. Sie beeilte sich, um möglichst rasch zu Skadi aufzuschliessen, welche sich in einem der Büsche versteckt hatte. Unsichtbar für die Menschen aber nicht für ihre feine Nase. Gemeinsam gingen sie dann durch den hohen Schnee, was doch ganz schön anstrengend war. Aber Matanus genoss den Ausflug in vollen Zügen. Sie reckte die Nase in die Luft, während sie neben Skadi herging. Dabei hatte sie absolut keine Ahnung was sie hier draussen taten. Sie nahm die verschiedensten Gerüche war, Gerüche die wohl kein Mensch je hätte riechen können. Unzählige Fährten von Tieren, die schutz vor dem Sturm suchten. Sie witterte den Schnee, den Wind, Mäuse welche sich unter der Schneedecke bewegten, Vögel im Geäst. Sie witterte auch eine Ziege von irgendwoher und natürlich all die Gerüche, vom Dorf, die sie mittlerweile aber längst kannte.
Wie immer wich sie Skadi nicht von der Seite, trollte höchstens ein wenig herum, wenn der Übermut sie packte. Sie entfernten sich ein wenig vom Dorf, obwohl Matanus jederzeit dahin zurück gefunden hätte aber leider ... funktionierte die Kommunikation mit ihrer Schwester dahingehend nicht so gut.
Als sie in den Wald kamen dauert es nicht lange, da wurde der Geruch der Ziege intensiver. Bald darauf fand Skadi sie und band ihr einen Strick um. Matanus schnupperte kurz an dem entlaufenen Tier, hob dann aber die Nase, weil sie einen Fremden roch und schliesslich auch sah. Zusätzlich roch sie Blut, einen Kadaver auf den sie nun wirklich Lust hätte. Essen ging fast immer.
Wie immer wenn etwas Fremdes in ihre Nähe kam, stellte sich Matanus auf ihre Hinterbeine, um eine bessere Sicht zu haben. Sie schnaubte und linste neugierig in die Richtung. Dabei blieb sie so stehen, vor allem aus Neugier, weniger um bedrohlich zu wirken. Es war keiner dieser komischen verrotteten Menschen, welche gefährlich für Skadi waren, dieser Fremde lebte noch, also sah sie keinen Grund zur Sorge.

@Skadi
@Chris Evans


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#31

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 24.02.2020 23:49
von Skadi Nygard | 61 Beiträge

Nachdem Skadi dem großen Schatten zwischen den ganzen Schnee befohlen hatte, die Hände zu heben und langsam zu ihr zu kommen, damit sie die Situation besser einschätzen konnte, tat die Person auch dies. Als der Mensch näher mit erhobenen Händen kam erkannt Skadi ihn als einen Mann. Wie alt er war, konnte sie jedoch nicht einschätzen, da sein Gesicht, so wie ihres, von einem Schal und der Kapuze, welche aus Fellen bestand, bedeckt war. Er sah aus wie ein Wildling aus den ganzen erfundenen Geschichten, die sie gehört hatte. Zu dem Schutz der Kälte hatte er sich Felle umgelegt und als Waffe trug er eine Axt am Gürtel. Fast schon wie ein Wikinger. Ihr Vater hatte im Winter ähnlich ausgesehen, auch wenn bei ihm immer die Augen freundlich zu einem gesehen hatten, egal in welcher Situation sie sich befanden.
Im Augenwinkel bekam sie mit wie Matanus sich aufrichtete und selbst wenn sie ihre Bärenfreundin nicht gesehen hätte, kannte sie sie lange genug, um zu wissen, dass der Schwarzbär genauso reagiert hätte. Aus diesem Grund ging sie einen Schritt nach hinten, sodass sie nun schräg vor dem Bären stand. Je näher sie bei ihrer Freundin war, desto sicherer war sie. Denn wer legte sich schließlich mit einem Tier wie Matanus es war an? Niemand der bei Verstand war. Zu ihrem Glück wusste der Fremde nicht, dass Matanus keine Menschen angriff, weswegen sie dies zu ihrem Vorteil ausnutze. Dabei behielt sie den Mann genau im Auge und bemerkte, dass er seine Hand nun auf seine Axt legte. Wohl aus Angst vor dem Bären.
Dann eröffnete er ihr, dass er ihr nichts tun würde, woraufhin Skadi erwiderte: „Weshalb hast du dann deine Hand auf die Axt gelegt?“
Es stimmte schließlich, seine Worte sprachen nicht zu seiner Körpersprache. Zwar ging das Mädchen davon aus, dass er nur wegen ihrer Freundin sich so verhielt, doch wer gegen Matanus vorgehen wollte, würde auch Skadi als Feind vor sich stehen haben.
Auf seine zweite Frage antwortete sie so ehrlich, wie sie es immer tat: „Trudi verschwunden und niemand wollte sie suchen. Aber sie wäre hier draußen nur bei dem Wetter gestorben. Das durfte ich nicht zulassen!“
Während sie von Trudi erzählte, schwenkte sie kurz mit dem Schwert in die Richtung der Ziege, die neben ihr stand und mit den Hufen im Schnee scharte, um an etwas gefrorenes Gras zu kommen.
Nachdem sie zu Ende erzählt hatte, wehte eine starke Windböhe den ganzen Pulverschnee vom Boden und verdeckte kurz die Sicht für die Anwesenden. Wäre sie im Moment in keiner so gefährlichen Situation würde sie diesen Augenblick genießen. Denn obwohl es so bitterlich kalt war, so war der herumtanzende Schnee wunderschön. Dann legte sich der Schnee und es schien kurz Windstill zu sein. Dadurch konnte Skadi einen Blick in die Richtung des Dorfes werfen und sah knappe fünfzig Meter entfernt marschierten wankende Gestalten genau in diese Richtung. Waren dies etwa Untote? Immer mehr dunkle Flecken wankten in das Bild, welches sich ihr bot und schlängelten sich durch die Bäume. Erst als eine neue Windböe den Schnee wieder aufwirbelte, löste sie den Blick von den Untoten.
Gleichzeitig eröffnete der Mann ihr, dass er ein Unterschlupf in der Nähe hätte. Er erzählte ihr von einer Höhle, welche Skadi nur zu gut kannte. Zusammen mit ihrem Vater hatte sie diese in ihrem ersten Jahr in den Bergen entdeckt und war öfters mit ihm dahin, wenn sie mal mehrere Tage auf der Jagd und beim Sammeln waren.
Noch einmal blickte sie zum Dorf, welches wie zuvor nicht sichtbar war. Nun konnte sie gerade mal ein paar Meter weit sehen, doch der immer stärker werdende Sturm ließ ihre Sicht immer weiter einschränken. Zumal sie die Untoten gesehen hatte, die wie vom Wind zu dem Dorf getrieben wurden. Am liebsten wäre sie zu ihrem Zuhause gerannt, doch sie war sich der Gefahr bewusst, die da draußen sich nun herumtrieb.
„Na gut. Aber nur, wenn du mir versprichst uns nicht zu tun. Weder mir, noch Matanus oder Trudi!“, beschloss sie. Zwar konnte sie den Mann noch absolut nicht einschätzen, allerdings hoffte sie darauf, dass er so viel Wert auf das gesprochene Wort legte wie sie und ihr Vater damals.
Kurz wartete sie noch seine Antwort ab, dann ließ sie ihr Schwert sinken und steckte es in die lederne Schwertscheide an ihrem Gürtel. Dann legte sie Matanus ihre in Handschuhe bepackte Hand auf die Seite, damit ihre Freundin auch wusste, dass sie nichts zu befürchten hatte.
„Matanus, wir werden mit dem Mann mitgehen. Nach Hause können wir leider gerade nicht!“, sprach sie ruhig zu dem Schwarzbären. Nachdem auch sie wieder auf ihren vier Beinen stand, wandte sie sich wieder dem Mann zu.
„Wir können gehen!“, meinte sie nur und zupfte an der Leine, damit auch Trudi wieder ihre Aufmerksamkeit von dem Gras auf sie legte und ihr folgen würde.
„Kommt Trudi, Matanus. Wir gehen zu der Höhle bei der Felswand!“, redete sie mit den Tieren und ging zögerlich dem Mann nach, der sie zu der Höhle führte.
Dadurch das der Wind stärker als zuvor um ihre Ohren fegte, kamen sie langsamer voran als gedacht. Doch da sie bergauf gehen mussten und auch das ein oder andere Mal einen etwas steileren Hang hoch mussten, war sich Skadi sicherer als zuvor, dass die Beißer nicht zu der Höhle finden würden. Sie selbst war fast vier Mal auf dem Weg ausgerutscht, da sie auf vereiste Stellen getreten war. Die Untoten würden jedoch nicht so wie sie schnell das Gleichgewicht wiederfinden, sondern abrutschen und wieder bei der flachen Stelle landen. Im besten Fall rutschten sie mehrere Meter hinab.
Allerdings kam ihr auch der Gedanke, dass die Beißer wohl eher den Geräuschen des Dorfes folgten, die selbst durch den Sturm knappe hundert Meter hinter der Mauer zu hören waren. Dies war für das kleine Mädchen zum Vorteil, doch nicht für ihre Familie, welche sich im Dorf befand. Sie sorgte sich um @Anouk Kruger , welche sich sicherlich dazu noch Sorgen um sie machen würde. Um @Valraven Vargström , der ihr in den letzten Wochen alles Mögliche über Tiere und die schwedische Sprache beigebracht hatte. Um Azra, der ihr all die Jahre ein guter Lehrer und Freunde gewesen war und mit ihr oft jagen war oder verschiedenste Pflanzen im Wald gesammelt hatte. Sogar um Ivar, ihren Ziehbruder machte sie sich sorgen. Er kam bei dem Wetter sowieso schlecht voran, wie sollte er sich da dann auch noch um die Untoten kümmern. Egal wie oft er sie ärgerte, ihr Vater hatte ihn gemocht, also akzeptierte sie ihn auch und in dem Jahr, wo er oft bei ihnen zum Abendessen gewesen war, hat sie ihn auch zu mögen begonnen.
Schlussendlich kamen sie dann bei der Höhle an. Wie gedacht war das der Ort, wo Skadi mit ihrem Vater oft gewesen war. In der hinteren Ecke der Höhle hatten sie sogar mit Farbe Höhlenmalerei an die Höhlenwand in der Nacht mal gemalt. Ihr Handabrduck war da wahrscheinlich immer noch neben der ihres Vater aufzufinden. Und auch Matanus damals sehr viel kleinerer Pfotenabdruck zierte die Höhle. Dadurch dass die Halbschwedin schnell die Feuerstelle sah, wusste sie auch, dass der Mann sich wohl zuvor schon niedergelassen hatte, wodurch ihr die Frage aufkam, ob er das Dorf ausspionier hatte oder weshalb er nicht direkt nach Balar gegangen war.
Diese Fragen stellte sie ihm dann auch gleich: „Du bist schon länger hier, oder? Wieso bist du nicht zum Dorf? Bei dem Wetter ist es da viel angenehmer als hier in der Höhle.“
Während sie mit ihm sprach, band sie Trudi an einen Stalagmiten, der im hinteren Bereich der Höhle sogar Skadi überragte. So würde die Ziege nicht verschwinden können und Skadi wurde nicht von der störischen und eigensinnigen Ziege wie bei dem Weg zu der Höhle hin und wieder plötzlich zur Seite gezogen als das Tier beschloss woanders hinzugehen.
Nachdem sie dies getan hatte, ging sie noch einmal vor zu einem zugeschneiten Busch direkt neben einem Baum. Dort wühlte sie etwas im Schnee herum, bis sie weiches Moss und etwas Gras fühlte. Trudi sollte schließlich etwas zu essen bekommen, auch wenn dieses erst einmal wieder auftauen musste. Mit beiden Händen voller Moos und Gras ging sie wieder zurück in die Höhle.
„Matanus, ich hab leider nichts für dich, aber vielleicht gibt der Mann uns etwas von seinem Reh ab!“, sprach sie dann zu ihrer Freundin und strich ihr durch das Fell, welches an manchen Fellen gefrorene Stellen hatte.
„Wie heißt du eigentlich?“, fragte Skadi dann den fellbepackten Mann: „Ich bin Skadi, das ist Matanus und das ist Trudi!“, stellte sie sich und ihre Begleiter nacheinander vor und deutete bei den Namen der Tiere auf das zugehörige Tier.

@Chris Evans @Matanus


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#32

RE: Jagdrevier

in Außenbereich 07.04.2020 09:56
von Chris Evans (gelöscht)
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Er versuchte so behutsam wie möglich zu sein. Ihm war schon klar, dass er durchaus nicht besonders vertrauenserweckend wirkte, durch seine Verhüllung, aber auch das Kind schien nicht auf den Mund gefallen zu sein, so schien jedenfalls der Eindruck. Er warf dem Bären einen Blick zu und signalisierte, in dem er die Arme leicht hob, dass er keinem was tun wollte. Da er nicht wusste, wie der Bär reagieren würde, wenn er zu schnelle Bewegungen machte, bewegte er sich auch äußerst langsam, jedoch war ihm bei dem Schneesturm sowieso kein schnelles Bewegen möglich, weswegen er sich nicht groß anstrengen musste. Er erhoffte sich, dass das Kind, noch immer sah er nicht, ob es sich um ein Junge oder ein Mädchen handelte, bemerkte, dass er keine bösen Absichten hegte und so auch den Bären unter Kontrolle hatte.
Als das Kind ihm dann die Frage stellte, schmunzelte er, auch wenn es hinter dem Tuch vermutlich nicht zu sehen war. "Du hast ein gutes Auge",sagte er deswegen und nahm die Hand wieder weg. "Ich traue deinem Bären nicht. Noch nie habe ich erlebt, dass jemand einen Bären als Haustier hat, außer in einem Zirkus vielleicht!",schob er nach und bemerkte dann, dass das Kind vermutlich zu jung dafür war, zu wissen, was ein Zirkus überhaupt ist, sagte aber nichts weiter.
Dann nickte er. "Das war sehr mutig von dir, Trudi zu suchen. Aber bei dem Sturm müsst ihr ganz dringend Schutz suchen, denn sonst überlebt das niemand von uns",antwortete er. Auch wenn er das Kind nicht kannte, bewunderte er es auf eine Art und Weise, denn bei dem Sturm hatte sich sonst niemand raus gewagt. Trotzdem wusste er, dass das Kind und auch die beiden Tiere in Gefahr waren, denn der Schneesturm nahm minütlich zu. Der Wind machte den Sturm noch gefährlicher, denn der Pulverschnee, der oben lose auflag, wehte in regelmäßigen Abständen herum und verdeckte die Sicht, sodass man kaum mehr als einen Meter gucken konnte.
Als die Sicht wieder besser wurde, sah Chris auf. In der Nähe schienen einige Gestalten auf die kleine Gruppe zu zu wanken. Im ersten Moment dachte er, dass es die Dorfbewohner waren, doch nach genauen hinschauen, bemerkte er, dass es Untote waren. Auch das Kind schien die Untaten bemerkt zu haben. Doch als erneut der Schnee aufgewirbelt wurde, nahm die Sicht wieder ab und Chris überlegte. Zum Dorf konnten sie nicht, denn scheinbar lief grad eine Horde direkt auf sie und somit auf das Dorf zu. Selbst wenn sie jetzt losgehen würden, wäre es zu gefährlich bei der Sicht, die immer wieder versperrt war.
Die einzige Chance die sie hatten und er hoffte, dass auch das Kind es einsah, war die Höhle, die Chris seit einiger Zeit bewohnte. Glücklicherweise stimmte das Kind zu und Chris warf erneut einen Blick auf die Beißerhorde, die immer näher zu kommen schien.
"Ich verspreche euch, dass ich niemandem etwas tue",versprach er. "Wir werden in der Höhle warten, bis die Gefahr vorbei ist und dann bringe ich dich ins Dorf. Und deine Begleiter hier auch",lächelte er und beobachtete, wie sich das Kind an seine Begleiter wandte und leise zu ihnen sprach. Er selbst kümmerte sich in der Zeit um das Reh, welches immer noch einige Meter hinter ihm im Schnee lag und mittlerweile vom feinen Pulverschnee bedeckt war. Mit einigen Handbewegungen wischte er den Schnee vom Tier herunter und legte es sich erneut über die Schultern.
"Wollen wir?",rief er dann über das Tosen des Sturms hinüber zu dem Kind, denn sehen konnte er sie aktuell nicht. Chris ging einige Schritte in die Richtung des Kindes und da tauchte es auch bereits mit den Tieren im Schlepptau aus dem Sturm auf. Er nickte dem Kind zu und schweigend begannen sie den leichten Aufstieg zu der Höhle.
Als sie die Höhle erreichten, legte er sofort das Reh ab und schüttelte sich den Schnee vom Körper, bevor er tiefer ins Innere ging. Er entfachte ein Feuer mit dem Holz, welches er in den letzten Tagen immer wieder gesammelt hatte. "Sucht euch einen Platz, es sollte bald wärmer werden",sagte er und bemerkte, dass das Kind ein Mädchen war, als es Schal und Kapuze abnahm. Chris sammelte einige Felle, die er noch hatte zusammen und machte für das Mädchen eine Art Bett, wo es sich gemütlich machen konnte.
Chris nickte. "Ich werde das Reh gleich zerlegen und dann essen wir. Wir alle!",sagte er mit einem leichten Seitenblick zum Bären und zog das Reh in eine Ecke in der Nähe des Eingangs, denn es würde eine ziemliche Sauerei geben und er wollte nicht, dass ihr Schlafplatz in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Dann lächelte er.
"Ich heiße Chris. Und wer bist du?",fragte er, während er sich daran machte, das Reh zu zerlegen. Es kostete ihn einige Mühe, denn an einigen Stellen war das tote Tier bereits gefroren, aber nach einiger Zeit brutzelten zwei großzügige Stücken Fleisch über dem Feuer, der Bär hatte auch etwas bekommen.
"Also Skadi",begann er, denn sie hatte ihm ihren Namen inzwischen verraten. "Erzähl mir mal, wie du zu deinem Bären gekommen bist",grinste er und warf dem friedlich fressenden Bären einen Blick zu.

@Skadi


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