Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Winter ... Es ist wieder soweit. Wieder einmal müssen wir mit den Tücken des Winters kämpfen. Vorräte sollten weise verteilt werden. Wege sind vereist, also rutscht nicht aus! Ganze Häuser könnten zuschneien. Macht euch auf was gefasst!

❄️ Der Winter ist auch bei uns angekommen, passt es bitte eurem Play an ❄️
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

⛄ Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da, ehe ihr euch in die Registrierung begebt ⛄

An Aus


#1

Wohnbereich

in leerstehende Hütte 23.11.2018 00:04
von Daryl Dixon | 6.473 Beiträge




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#2

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 23.11.2018 01:39
von Alexis Ilex (gelöscht)
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#3

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 01.12.2018 18:47
von Alexis Ilex (gelöscht)
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CF: Jagdrevier
(sorry Akando, wir haben unsere Posts gleichzeitig abgeschickt qwq ich mach ier noch einen Edit rein!)

Akando schien die Anwesenheit der Frau nicht so toll zu finden. Azra liess sich aber nicht dazu hinreissen, sich dadurch abzulenken. Es hatte nichts damit zu tun, dass er den Wolf nicht respektierte. Aber wenn er Unsicherheiten gezeigt hätte, hätte sich Akando nur bestätigt gefühlt.
Ihre Blicke trafen sich kurz. Als Anführer von ihnen war er es, der zu entscheiden hatte was passierte. Also machte er nochmals dieselbe Geste um Akando ruhig zu halten.

"Wie lange warst du unterwegs?", wollte er wissen, um die Stille zu brechen. Er wusste, dass die nächste Küste eine ganze Weile von hier weg war. Sie musste also sicher einige Wochen unterwegs gewesen sein, wenn sie alles zu Fuss hinter sich gebracht hatte. Nun, unmöglich war es nicht. Aber das alleine zu überleben war schon eine beeindruckende Tat.
Wobei, wenn man so lange überlebt hatte, dann kam man mittlerweile mit den Beissern klar, solange sie nicht in grossen Herden aufkreuzten.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde tauchte seine Hütte zwischen den Bäumen auch schon auf. es stieg kein Rauch mehr aus dem Kamin. trotzdem war Azra zuversichtlich, dass es noch genügend Glut hatte, dass ein Feuer schnell entfacht war.
Als sie sich der Hütte näherten, wieherte Akash auf einmal und aus dem Stall kam postwendend Antwort. Runja kam auf die angrenzende Koppel getrabt und begrüsste ihre Freundin mit einem leisen Wiehern. Dann sah sie Akando, ehe sie übermütig bockend und schnaubend über die Koppel galoppierte, ehe sie zurück zum Zaun kam. Akasha blieb ihrem Alter gemäss ziemlich ruhig. Runja war eindeutig noch viel jünger und übermütiger als die Schimmelstute.
"Gib mir fünf Minuten", sagte Azra zu Grace, als sie angekommen waren. Rasch löste er den Bock und hängte ihn an den Hinterläufen in den Stall, damit keine wilden Tiere dran kamen, während er abhing. Dann sattelte er Akasha ab, verstaute Sattel und Zaumzeug und mit etwas Schnee putzte er ihr das Blut aus dem weissen Fell. Dann liess er sie zu Runja in den Stall.
Mit einem entschuldigenden Lächeln Grace warten gelassen zu haben, öffnete er dann das Vorhängeschloss zu seiner Haustür und überliess der jungen Frau den Vortritt.
Es war angenehm warm in der Hütte, wenn auch etwas dunkel.
"Setz dich ruhig. Ich mach nur rasch Feuer und koche Wasser", sagte er und deutete auf das Sofa im Raum, während er seine Jacke auszog und sie an einen Haken hing. Mütze und Handschuhe zog er ebenfalls aus und dann fuhr er sich mit der Hand kurz durch die Haare, ehe er vor dem Kamin niederkniete und frisches Holz in die Glut warf.

@Grace Evans
@Akando
@Calliope C. Jonnson


zuletzt bearbeitet 01.12.2018 18:54 | nach oben springen

#4

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 01.12.2018 18:55
von Alexis Ilex (gelöscht)
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(Hab den Post oben noch bearbeitet für @Akando :) )


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#5

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 01.12.2018 22:35
von Akando (gelöscht)
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----> Jagdrevier

Ich blieb weiterhin misstrauisch, war aber ein braver Wolf. Azra hatte mir damals das Leben gerettet, so vertraute ich ihm blind. Als wir im Dorf ankamen, spürte ich die ängstlichen Blicke der anderen, auch wenn sie mich mittlerweile kannten. Bisher hatte ich niemanden angegriffen, sonst dürfte ich wohl auch nicht hier sein. Mit gespitzten Ohren sah ich zu dem anderen Pferd was wild herumgalopierte. Pferde waren echt komische Wesen und da ich satt war, interessierte ich mich nicht sonderlich dafür. Für mich waren sie keine Beute, viel zu groß. Während sich Azra um sein Pferd kümmerte, Setzte ich mich nieder und leckte meine Pfoten sauber. Ein Auge immer auf die Fremde gerichtet.

Ich lief als erstes in die Hütte und schüttelte mein nasses Fell trocken. Ich war gerne hier, denn es war so schön warm. Wie gewohnt legte ich mich auf meinen Platz dicht am Feuer und genoss die Wärme, als Azra das Feuer wieder entfachte. Nun konnte mein Fell schön trocknen und ich eventuell ein kleines Schläfchen machen. Ganz schlafen würde ich eh nicht, da ich auf meinen Herren aufpassen musste. Konnte ja doch sein, dass Grace krumme Dinger drehte. Ich war ein wachsamer Wolf, musste man auch in so einer Welt. Nicht jeder Mensch war auch ein guter Mensch. Ich hatte genug andere Seiten von ihnen gesehen. Müde streckte ich mich und gähnte. Ich liebte diesen warmen Platz hier und würde ihn mir auch nie streitig machen.

@Grace Evans @Azra


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#6

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 04.12.2018 19:19
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Jagdrevier =>

Anders als so viele in der heutigen Zeit war Grace so gut wie nie auf Krawall aus. Einzig und allein, wenn ihre Prinzessinen-Seite aus vergangener Zeit mal wieder durchschlug, wurde sie unliebsam und wollte egal mit welchen Mitteln ihren Kopf durchsetzten. Allerdings konnte sie stolz behaupten, sie war eine der wenigen Menschen, die noch keinen anderen umbringen musste. Zwar lag das nur daran, dass sie meist immer in Kolonien gelebt hatte, wodurch sie nur selten fremden Menschen über den Weg lief, die ihr etwas böses antun wollten. Und falls sie es doch war, dann war sie in solchen Situationen immer mit anderen unterwegs gewesen, die den Feind eliminierten. So gesehen hatte sie da mehr Glück gehabt als dass es ihr eigener Verdienst gewesen war. Doch sie war froh drum, dass sie nie in die Lage gekommen ist, einen Lebenden umzubringen. Aus diesem Grund konnte sich Azra sicher sein, dass sie nichts tun würde, wüsste er von dieser Tatsache.
Das bei dem Braunhaarigen bei ihren Nachnamen etwas klingelte, konnte sie nicht ahnen oder an seiner Mimik ablesen. Ansonsten hätte sie sofort nachgefragt, ob er einem ihrer vier Brüder über den Weg gelaufen war. Dann würde sie zudem erfahren, dass Roan noch leben würde und dass sie nur einen Katzensprung von ihm entfernt war.
"Hey, Azra. Schön dich kennenzulernen!", erwiderte sie und meinte es auch so. Zwar hatte sie den Ort aufgesucht, um kurz von allen lebenden Menschen ihre Ruhe zu haben. Doch fand sie es immer wieder schön in einer Zeit wo nur noch wenige lebten auf ein freundliches Gesicht zu stoßen. Und vielleicht konnte sie ja trotzdem hier etwas abschalten und hatte Gesellschaft, wenn sie diese brauchte.
Dass eine ganze Kolonie sich in dem alten, verlassenen Dorf zusammengefunden hatte, dass konnte sie genauso wenig erahnen, wie dass Roan hier lebte.
Als Azra sie musterte, tat sie es ihm gleich. Sofort vielen ihr die grünen Augen auf. Generell war er ein hübscher Mann, der sicherlich noch in ihrem Skizzenbuch landen würde. Mehr den je zeichnete sie gerade, auch wenn ihr langsam das Papier ausging. Denn so konnte sie sich auf ein Bild fokussieren und würde nicht mehr die Erinnerung vor Augen haben wie Juice starb. Nichtsdestotrotz war ihr Ehemann weiterhin ihr Lieblingsmotiv, auch wenn es sie schmerzte ihn zu zeichnen. Denn durch die Bilder fühlte sie sich ihm wieder etwas näher, so als würde er dadurch wieder kurz bei ihr sein.
Sein Lächeln versuchte sie zu erwidern, doch scheiterte es wie ihr folgender Versuch. Es war als hätte sie es durch die drei Monate ohne ihren Biker geschafft das Lächeln zu verlernen.
Bei seiner Erklärung, dass es nicht lange bis zu ihm dauern würde, nickte sie nur und folgte ihm dann.
Der Wolf beäugte sie die ganze Zeit auf dem Weg zu Azras Heim und auch Grace schielte hin und wieder zu ihm rüber. Hätte sie frisches Fleisch dabei gehabt, hätte sie ihm etwas zugeworfen damit er sah, dass sie kein Feind war. Schließlich teilte man sich in einem Wolfrudel die Beute. Doch so musste sie darauf vertrauen, dass Akando auf seinen Alpha hörte. Denn nichts anderes war Azra. Der Alpha in diesem Rudel, denn sonst hätte der weiße Wolf nicht auf diesen gehört als er ihm signalisiert hatte nicht anzugreifen.

Interessiert sah sie sich ihre Umgebung an. In den zehn Jahren, wo sie nicht mehr hier gewesen war, hatte sich so einiges in dem Wald verändert. Aber hin und wieder kam ihr eine Stelle bekannt vor oder sie erkannte einen knorrigen Baum oder eine Felsformation.
Azras Frage riss sie dann aus ihrer Beobachtung.
"Ich schätze drei Monate!", antwortete sie ihm. Eigentlich konnte sie die genaue Anzahl von Tagen nennen, denn oft genug hatte sie die Tage durchgezählt, die vergangen waren, damit sie herausfand wie lange sie überfällig war. Siebenundachtzig Tage waren vergangen seitdem sie das Cottage verlassen hatte und einundneunzig seit Juice tot.
Doch trotzdem konnte und wollte sie sich nicht eingestehen, dass da etwas unter ihrem Herzen heranwuchs. Auch ignorierte sie die Tatsache, dass sie ständig aufs Klo musste, so wie es im Moment auch schon wieder leicht auf die Blase drückte. Ihren Bauch hatte sie jedoch seit mehreren Wochen nicht gesehen, was jedoch nur daran lag, dass sie kaum die Möglichkeit hatte sich zu waschen und wenn sie etwas neues zum Anziehen gefunden hatte, dann machte sie das schnell, denn sonst wurde ihr kalt. Würde sie ihre dicke Jacke ausziehen und ihren Pulli, könnte man sogar schon einen kleinen Bauch erahnen.
"Anfangs bin ich mit dem Motorrad herum gefahren, doch irgendwann ging der Sprit aus und ich hab keinen neuen gefunden.", erklärte sie ihm, sodass er er verstand, wie sie die weite Strecke in der Zeit hatte zurücklegen können.
Den Rest der Strecke legten sie schweigsam zurück, da Grace zum Einen nicht wusste über was sie reden sollte, zum Anderen genoss sie die Natur beobachten zu können. Wenn sie alleine unterwegs war, achtete sie zwar auf ihre Umgebung, doch nahm sie nicht so viel war, denn sie sah sich lieber nach eventuellen Gefahren um.
Als sie den Waldrand erreichten, konnte Grace das Dorf sehen und bemerkte, dass aus vielen Häusern Rauch aufstieg und man hin und wieder durch eine Windböe in ihre Richtung Stimmen hören konnte.
"Wow! Damit hab ich nicht gerechnet als ich geplant habe hierher zu kommen!", gab sie zu erkennen.
Ebenfalls sah sie eine kleine Hütte sehen, die kaum eine Minute von ihnen entfernt war. Also hatte sie die Lage des einzelnen Häuschens richtig im Kopf gehabt.
"Wenn ich mich recht entsinne, hab ich mal den süßesten Ritter auf der Konvention in eben diesen Haus geküsst!", erzählte Grace ihrem Begleiter und musste bei der Erinnerung tatsächlich schmunzeln. Das erste Mal seit drei Monaten wohl bemerkt.
Sie fand den Zustand erheiternd, dass der Mann, der sie im Wald aufgegabelt hatte genau in dem Haus wohnte, mit welchem sie eine schöne Erinnerung in Verbindung brachte.
Dann wieherte das Pferd und Grace bemerkte den Stall samt den weiteren Pferd welches auf der Koppel stand und seinen Freund zurückgrüsste.
"Ok!", erwiderte die Dunkelhaarige auf Azras Worte, dass er fünf Minuten brauchte. Sie verstand das, schließlich musste er sich um die Tiere kümmern. Der Wolf begleitete Azra nicht, sondern blieb bei ihr. Anscheinend um sie im Auge zu behalten, so als würde sie gleich irgendeine Dummheit anstellen wollen.
Da sie sich von ihrer Blase ablenken musste, kniete sie sich in den Schnee und wischte eine Stelle des Bodens frei. Mit dem Finger malte sie dann den sich putzenden Wolf dorthin. Das Bild würde zwar in wenigen Minuten wieder vom Schnee bedeckt sein und spätestens in einem Tag verschwunden sein, doch konnte sie in dem Moment nicht anders. Sie mochte Wölfe, denn sie waren majestätische Wesen und wenn sie schon einmal ein Modell vor sich hatte, ohne dass es einen angreift, musste man die Gelegenheit nutzen.
Gerade als Azra wieder ihr kam, erhob sie sich und war mit dem Wolf fertig. Es waren keine Details zu sehen, doch man erkannte ihn allemal.
Dann folgte sie ihm zur Hütte und trat nach dem weißen Wolf ein, der schnell an ihr vorbei gelaufen kam. Drinnen schüttelte er sich und ging zielstrebig zum Kamin. Schien so als wäre das sein Lieblingsplatz.
Da es relativ dunkel in dem Raum war, konnte die Evans nicht viel erkennen, doch sah sie das Sofa, auf welches er bei seinen Worten deutete. Zu diesem ging sie dann auch hin und stellte ihren Rucksack daneben ab. Dann entledigte sie sich ihrer Jacke, welche ihren Platz auf der Armlehne der Couch fand.
"Wo ist denn die Toilette? Und hast du dort Wasser für mich, dass ich mich etwas frisch machen kann? Ich will nicht deine Bude voll stinken.", fragte sie ihn und blieb noch vor dem Sofa stehen.
Eigentlich müsste sie sich mal ausgiebig duschen und auch mal wieder ihre Haare waschen, doch eine kleine Katzenwäsche müsste für den Anfang reichen. Auch würde sie sich damit dann gleich etwas wohler fühlen.
In ihrem Rucksack befand sich noch ein weiterer Pulli, der noch etwas sauberer war, den konnte sie dann auch gleich anziehen.

@Azra
@Akando


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#7

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 04.12.2018 21:25
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Grace war also drei Monate lang komplett alleine unterwegs gewesen. Und das alles nur, weil die andere Kolonie für sie nicht mehr gepasst hatte? Es interessierte ihn sehr, was wohl passiert war aber er hatte genug Anstand nicht nachzubohren, zumal sie sehr mitgenommen aussah. Sie versuchte es zu verbergen, doch man merkte ganz gut, dass etwas nicht stimmte. Selbst wenn Azra nicht sagen konnte, was genau es war.
Sie spazierten dann langsam in Richtung Dorf, das daraufhin offenbarte, dass es absolut nicht verlassen war, wie Grace es vermutet hatte. "Wir sind eine kleine Kolonie", erklärte er. "Ich werde auch recht bald Bescheid geben müssen, dass ich dich gefunden habe. Das verstehst du sicher...?" Er lächelte sie an und hoffte, dass es für sie okay war.
Nun erzählte sie, dass sie hier mal auf einer Convention gewesen sein musste. Das war interessant... Gut, er hatte sich nie für Derartiges interessiert aber er hatte es irgendwie immer interessant gefunden, dass es sowas gab.
"Na ich hoffe der Ritter küsste gut..."

Als sie die Hütte betraten, drängte sich Akando erst einmal an ihnen vorbei, nur um sich dann zu schütteln. "Das hättest du nicht draussen erledigen können, oder?", brummte er den Wolf an, liess ihn aber machen.
Gerade als er das Feuer zu entfachen begann, fragte sie, wo die Toilette war und ob sie sich etwas frisch machen konnte. Kurz wägte er ab, nickte dann aber. "Einen Augenblick", sagte er, als er kleine Reisigzweige ins Feuer legte, ehe er grössere Scheite drauf schichtete, sodass am Ende ein schönes Feuer brannte.
"Komm ich zeig es dir", bot er ihr dann an und ging etwas tiefer in die Hütte. Neben einem Raum in dem sein ganzer Stolz - ein Heisswasserboiler - stand, war eine weitere Tür. Dahinter lag ein rudimentäres Bad mit einer Toilette, einem Waschbecken und einer Duschecke. Aus einem kleinen Schränkchen holte er ein etwas verwaschenes Tuch, das er bei einem seiner Touren gefunden hatte und reichte es ihr.
"Fühl dich frei zu duschen. Es sollte genügend heisses Wasser haben", sagte er. Er heizte das Wasser mit dem Feuer auf, sodass er im Winter eigentlich immer heisses Wasser zur Verfügung hatte. Er musste bloss das Wasser noch mit dem Brunnen hochpumpen, der neben der Koppel stand aber ansonsten war dieser Boiler ein wahrer Luxus.
"Ich mache uns derweil was zu Essen und einen Tee..." Er lächelte und ging an ihr vorbei, um ihre Privatsphäre nicht zu stören. Sie sollte ihre Ruhe haben beim Duschen.
Als er zurück in den Wohnraum kam, ging er bei Akando in die Hocke und streichelte ihm kurz über den Kopf. "Na, mein Grosser...? Magst keine fremden Frauen, hm...?" Er schmunzelte leicht und stand dann auf. Draussen war noch gefrorener Eintopf von gestern. Das Gute am Winter war, dass er den Kühlschrank überflüssig machte.
Er nahm den gefrorenen Topf und stellte ihn einfach aufs Feuer, goss noch ein wenig Wasser nach und das wars dann. Der Eintopf bestand aus Kartoffeln, Karotten, Wurzeln, einigen Kräutern und Wildfleisch. Die zähe Sorte Fleisch, die stundenlang kochen musste, um zart zu werden.
Zeitgleich setzte er schonmal Wasser für Tee auf und suchte sich den selbstgemachten Früchtetee für die junge Dame raus. Der war von sich aus schon ein wenig süsslich aber mit etwas Honig konnte man ihn noch mehr süssen.

@Akando
@Grace Evans


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#8

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 07.12.2018 00:37
von Akando (gelöscht)
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(@Azra @Grace Evans ihr dürft mich überposten, ich komme gerade nicht dazu )


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#9

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 07.12.2018 19:23
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Kurz schielte Grace zu ihrem Gesprächspartner nachdem sie ihre Geschichte dargelegt hatte, wie sie zu dem Bergdorf gekommen ist. Seine Miene zeigte nicht sonderlich viel, doch konnte sie etwas nachdenkliches entdecken. So als würde er sich fragen, weshalb sie die Bürde der Reise auf isch genommen hatte und was sie in die Berge trieb, wo sie doch eigentlich eine Kolonie hatte, in welcher sie Leben konnte. Doch genau konnte sie sich auch nicht in ihn hineinversetzten. Nur wären genau das die Fragen, die auch Grace im Kopf herumschwirren würden, wenn sie die Geschichte gehört hätte.
Zu ihrem Glück bohrte er da nicht weiter nach. Sie wusste nicht, ob sie es schaffen würde, zu erzählen was mit ihrem Mann geschehen war. Die Bilder in ihrem Kopf machten sie schon fertig genug. Würde sie jemanden ihre Trauer anvertrauen, würde sie wahrscheinlich zusammenbrechen. Es würde ein Damm brechen, denn Grace mit all ihren Mitteln versuchte geschlossen zu halten. Oder zumindest bis sie sich selbst erlaubte diese Gefühle endlich herauszulassen. In der Natur, unter freien Himmel und ohne gesicherte Umgebung, wollte sie das jedoch nicht sich erlauben.
Sicher hat sie sich zu Beginn in den Schlaf geweint, doch sobald die Sonne aufgegangen war, verdrängte sie all den Schmerz und zog weiter. Da draußen in der Welt der Untoten konnte sie sich keine Schwäche leisten. Erst recht nicht falls sie anderen Menschen begegnen würde. Schlechte Menschen rochen wie Bluthunde, wenn es einem nicht gut ging und nutzten dies schamlos aus. Eine verheulte Witwe wäre so das perfekte Opfer.
Dann offenbarte sich das Dorf als eine belebte Siedlung und Azra erklärte ihr, dass sich dort oben eine Kolonie gegründet hatte.
"Seit wann und wie viele seid ihr?", fragte sie interessiert nach, denn es interessierte sie schon, wie all dies entstanden war. Auch wollte sie erfahren, auf wie viele Menschen sie sich einstellen musste. Schließlich hatte sie sich an dem See Ruhe vor den Lebenden erhofft und war somit auf etwas komplett anderes getrimmt.
Auf die Ansage, dass er der Kolonie bald auch schon offenbaren musste, dass sie dort angekommen war, nickte sie nur. Sie kannte dies aus den Kolonien, wo sie früher gelebt hatte. Zwar hatte sie Juice hin und wieder auf die kleinen Partys bei den Saviors eingeschleust, doch er wollte nie bei ihnen leben, wodurch der Fall ein ganz anderer war.
Anschließend stimmte sie ihm auch noch verbal zu: "Sicher! Bei uns im Cottage war es nicht anders."
Grace wusste noch nicht so ganz was sie davon halten sollte, dass das alte Dorf, welches sie nur durch Mittelalterkonventions kannte, plötzlich wieder zu neuem Leben gefunden hatte. Sie glaubte an keine Götter, doch glaubte sie ebenfalls nicht an Zufälle. Dies hier musste Schicksal gewesen sein.
Sie hatte alles verloren und nun soll sie hier vielleicht die Möglichkeit haben ein neues Leben zu beginnen?
"Ja, er hat gut geküsst, doch er war zum Ende doch nichts weiter als ein Dorftrottel!", gab sie ehrlich zurück.
Die Erinnerung an den Kuss war eine schöne und würde es immer bleiben. Doch leider schlug bei dem Ritter ein Klischee durch, dass hübsche Menschen nicht sonderlich klug waren. Bis zu dem Zeitpunkt hatte sie immer darüber gelacht, wenn jemand den Satz gebracht hatte. Aber ab dem Moment mit dem Ritter musste sie immer an diesen denken, wenn jemand meinte, dass hübsche Menschen zwar gut aussahen, aber oft nicht mehr dahinter steckte.


Bei Azras Kommentar zu Akandos Benehmen, musste sie leicht schmunzeln. Anscheinend tat es ihr doch ganz gut mal wieder mit einem Menschen zu tun haben anstatt in Selbstmitleid versinken zu wollen. Schon mehrmals hatte sie an dem heutigen Tag gelächelt oder zumindest ein Anzeichen dafür gegeben. Dabei war sie früher ein durchwegs glücklicher Mensch gewesen, der sich von nicht hatte unterkriegen lassen. Teilweise hatte sie ihre Mitmenschen mit ihrer positiven Ader überfordert und doch hatte es nur eine Person gebraucht um ihr alles Glück zu nehmen. Durch diese Gedanken verschwand das Schmunzeln wieder aus ihrem Gesicht.
Während der Braunhaarige das Feuer entfachte und sie um einen Augenblick gebeten hatte, kramte sie aus ihrem Rucksack schon mal den etwas sauberen Pulli. Dieser hatte Juice gehört und trug den Patch seines Clubs den "Sons of Anarchy" oder wie sie nun hießen "Anarchy Riders". Es war das einzige, was sie sich erlaubt hatte von ihm mitzunehmen.
Das erste Mal als sie gepackt hatte, war ihr Rucksack voll mit Erinnerungsstücken an ihn gewesen, doch dadurch hatte sie kaum mehr etwas von sich einstecken können, weswegen sie von vorne begonnen hatte. Schlussendlich bliebt nur der Pulli übrig, der neben der Erinnerung auch noch einen praktischen Effekt hatte.
Getragen hatte sie ihn jedoch in den drei Monaten nie. Sie wollte nicht mit ihrem Duft den seinen überdecken und hatte so nur immer mal wieder den Pulli im Schlaf umklammert.
Nachdem sie den Pulli hervorgeholt hatte, wippte sie auf den Zehen herum. Langsam musste sie echt dringend auf das Klo. Doch hoffte sie, dass sie ihrem Gastgeber durch das Herumgehibbel nicht nervös machte oder gar Ungeduld vermittelte.
Als Azra dann ihr anwies ihm zu folgen, tat sie dies sofort. Nebenbei sah sich neugierig um, einen Teil kannte sie von der Hütte noch. Doch das Bad und das Schlafzimmer hatte sie nie betreten, weswegen sie auch nicht wusste wo ersteres lag. Sie hätte zwar alleine es suchen können, doch sie fand es unhöflich als Fremde durch das Haus zu schleichen nur um dann doch aus Versehen im Schlafzimmer zu landen.
Mit einem dankbaren Lächeln nahm sie das Tuch entgegen. Samt ihren Pulli legte sie es auf die Kante des Waschbeckens.
"Heißes Wasser?!", fragte sie erstaunt nach, denn nicht überall war das zugegen: "Wow! Danke!"
Mehr brachte sie in dem Moment nicht mehr raus, denn obwohl sie nur drei Monate unterwegs gewesen war, hatte sie das Gefühl von warmen Wasser auf der Haut vergessen.
Bevor er ihr ihre Privatsphäre ließ und das Essen anrichtete, drehte sie fasziniert den Wasserhahn auf.
"Ich fass es nicht!", murmelte sie vor sich hin während sie ihre Hand unter den warmen Wasserstrahl hielt. Schnell machte sie den Hahn aber wieder zu, nicht das sie das Wasser noch vergeudete.
Der Mann hatte so einiges in dem Haus geschafft wie es ihr schien, denn sie hatte in Erinnerung, dass die Hütte vor mehr als zehn Jahren so etwas noch nicht hergegeben hatte.
"Bis gleich!", verabschiedete sie sich noch schnell und ging sofort auf Klo nachdem Azra draußen war.
Anschließend zog sie sich auf und ging vorfreudig in die Duschkabine. Schnell war das Wasser auf eine angenehme Temperatur eingestellt, dann ließ sie sich erst einmal kurz nur von dem Wasser berieseln. So als würde es nicht nur den Dreck wegschwemmen, sondern auch die Trauer und den Schmerz in ihrem Herzen.
Dann fuhr sie mit den Händen über ihre Arme, Oberkörper und dann über den Bauch, um den Dreck abzurubbeln. Bei ihrem Bauch jedoch stoppte sie. Erstarrte fast schon.
Das konnte nicht sein! Es sah aus als hätte sie zugenommen, obwohl sie seit Monaten durch die Gegend wanderte. Ihre Vermutung und Befürchtung bewahrheitete sich. Diesen Bauch konnte man unmöglich leugnen. Doch wunderte sie sich über die Größe. Normalerweise sollte man so früh doch noch nichts sehen können. Oder lag es daran, dass sie generell schmaler, kleiner und dünner Gebaut war als die normale Durchschnittsfrau. Konnte man deswegen schon etwas sehen?
Alles in ihr raste. Eigentlich hatte sie es gewusst, doch der Tatsache sich zu stellen, dass hatte sie einfach nicht in der Zeit vermocht. Schließlich tat der Gedanke zu sehr weh, dass sie niemals Juice Gesicht sehen würde, wenn er erfahren würde er von ihrer Schwangerschaft erfahren. Oder wenn er das erste Mal die Hand auf ihren Bauch legte oder ihn dankbar küsste. Andererseits war er so immer bei ihr.
Gerade war es ein rasantes auf und ab der Gefühle. Sie wusste nicht ob sie traurig oder glücklich sein konnte. Ob sie lachen oder weinen sollte. Weswegen sie einfach beides tat.
Gleichzeitig war sie froh, dass dieses Gefühlschaos sie unter der Dusche überraschte, sodass der Bewohner der Hütte sie nur schwer hören würde.
Nach einer ganzen Weil hatte sie sich wieder gefangen und schrubbte schnell sich sauber und versuchte so gut es ging den Dreck aus ihren Haaren zu bekommen.
Dann trocknete sie sich mit dem Tuch von Azra ab und zog sich wieder an. Bevor sie den Pulli von ihrem Mann anzog, drückte sie ihn an sich, so als könnte sie so Juice umarmen. Die schmutzigen Oberteile zog sie nicht an. Vorerst würde der Pulli reichen. Später müsste sie noch einmal raus, aber da würde sie nicht lange unterwegs sein. Das Dorf war schließlich nicht allzu weit entfernt. Zudem hatte sie ihre Winterjacke auch noch.
Das Handtuch hängte sie über den Kabinenrand, anders als sie es sonst tat. Zuhause war sie immer ein kleiner Chaot, der alles irgendwo liegen ließ, aber immer alles fand, wenn sie es brauchte. Doch bei einem Fremden achtete sie dann doch lieber darauf wie sie das Bad hinterließ.
Gerade als sie die Tür aufmachen musste, hatte sie erneut den Drang auf Toilette zu gehen, weswegen sie nochmal die Chance auf ein Klo wahrnahm. Dann erst ging sie hinaus auf den kleinen Flur zurück in das Wohnzimmer, wo ihre Sachen standen.
Schon auf dem Flur roch es angenehm nach einem Eintopf.
"Hier bin ich wieder!", meinte sie zögerlich und hoffte Azra würde sie nicht zu genau ansehen, denn man sah ihr an, dass sie geweint hatte.
Bevor er also nachfragen konnte, ob es ihr gut ging, brachte sie es lieber gleich hinter sich und ließ die Bombe in Form einer Frage platzen.
Schnell haspelte sie runter: "Denkst du, hier ist es sicher genug für ein Kind?"
Diese Frage lag ihr tatsächlich auf dem Herzen. Denn nun hatte sie den Fakt vor Augen, dass sie ein Kind erwartete und hatte gleichzeitig eine neue Kolonie gefunden. Es wäre unverantwortlich einfach weiterzuziehen und zu hoffen, dass man anderswo einen sicheren Ort fand.
Um ihre Worte zu verdeutlichen, legte sie ihre Hände auf ihren Unterleib. Dadurch das der Pulli nun auf ihrer Haut lag und nicht wie ein Kleid an ihr runter hing, konnte man die leichte Wölbung erahnen. Hätte sie dem Anderen nicht zuvor von ihrem Zustand erzählt, würde dieser den Bauch wahrscheinlich einfach übersehen. Doch so war es etwas anderes. So war es sichtbar für einen Wissenden.
Nervös starrte sie auf den Boden zu ihren Füßen. Wahrscheinlich dachte er sich, wer ist denn so dumm und lässt sich schwängern, wenn man zwischen Untoten lebt. Zumindest war das immer Grace Gedanke gewesen, wenn sie im Cottage oder bei den Saviors von einer Schwangerschaft erfahren hatte. Doch nachdem sie Juice geheiratet hatte, war es für etwas komplett anders. Der Gedanke an ein Kind war etwas tolles gewesen. Ein Zeichen ihrer Liebe und Hoffnung, dass trotz der Beißer das Leben voranging und gutes hervorbringen konnte.
Wusste man nicht, dass sie selbst gerade erst mehr oder weniger von ihrem Umstand erfahren hatte, würde man sie schnell für verrückt erklären. Wer verließ freiwillig einen sicheren Ort, wenn man ein Kind erwartete, nur um dann anderswo so einen Ort danach wieder zu suchen?
Fast unmerklich hielt sie die Luft an. Hoffte innerlich, dass er ihr sagte, dass es der perfekte Ort für ein Kind war. Jeder würde sie unterstützen, auch wenn sie die Personen nicht kannte. Würde er ihr dies sagen, würde es ihr eine unfassbare Last abnehmen.
Das ihr Bruder eine der Personen war, die ihr dabei helfen würden, dass wusste sie noch nicht.

@Azra
@Akando


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#10

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 07.12.2018 22:57
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Auf dem Weg zur Hütte hatte er ihr noch erzählt, dass sie ungefähr um die 20 Leute rum waren. Also eigentlich nicht sonderlich viel, wenn man bedachte wie viel mehr Leute in manch anderen Kolonien unterwegs waren. Aber einerseits wuchsen sie stetig und andererseits hatten sie das Leben hier trotzdem gut im Griff.

Grace liess sich genügend Zeit zum Duschen, dass er das Essen und den Tee bereits fertig hatte, als sie wieder zurückkam. Leider konnte er ihr keinen Föhn anbieten, damit sie sich die Haare trocknen konnte, doch in der Hètte war es warm genug, dass sie sich nicht erkälten sollte.
Als sie herauskam, schöpfte er gerade Eintopf in den Teller ab. Die Teetassen standen schon dampfend auf dem kleinen Tisch vor dem Sofa. Dazu ein Glas Honig, falls sie ihren TEe gesüsst haben wollte.
"Hey... Ich hoffe, das Wasser war warm genug?", fragte er sie, ehe er die Teller auf den Tisch stellte und sie kurz musterte. Ihm fiel ihr Pullover an. Er kannte den Patch da drauf... Konnte das sein, oder irrte er sich...? Wenn nicht... hatte sie ihn vielleicht doch angelogen...? Sie hatte nichts von den Anarchy Riders erzählt gehabt. Und wie gross war die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit zwei Kolonien zu tun gehabt hatte?
Sein Blick wanderte an ihr hoch und irgendwas in ihrem Gesicht störte ihn. Doch ehe er etwas sagen konnte, fragte sie ihn etwas, das er nicht so direkt erwartet hatte.
"Wie...?", sagte er sofort, ehe er ihre Hände sah, die sich auf ihren Bauch legten. Eine mütterliche Geste, die wohl jede schwangere Frau instinktiv bei sich ausführte, wenn sie von einem ungeborenen Kind sprach. Nun war er doch einen Moment etwas sprachlos. Nicht, weil er sie dafür verachtete. Er hatte schon vor langer Zeit damit aufgehört Menschen zu verurteilen, obwohl er ihre Geschichte nicht kannte. Es gab zigtausend Gründe warum sie schwanger war und sich darüber streiten wie sinnvoll es war oder nicht brachte niemandem was. Sein erster Impuls war eher Sorge. Sie war eine werdende Mutter und hatte einen Monat alleine in der Wildnis verbracht, war vielleicht sogar ein wenig unterernährt oder wenn dann sicher nicht ausgewogen ernährt. Die Überanstrengung und der Stress durch den Kampf da draussen konnten dem Kind ebenso schaden wie das ständige kalte Wetter. Zum Glück hatte sie das Dorf gefunden.
"Setz dich, iss und trink", sagte er dann und wartete, bis sie seiner Bitte nachkam. Dann setzte er sich neben sie und griff nach seiner Tasse. "Ich denke es ist hier sicher für ein Kind. Wir wurden schon länger nicht angegriffen. Weder von Menschen noch von Beissern. Und ich denke, wenn du den anderen erklärst, dass du schwanger bist und du ein Zuhause suchst in dem du sicher bist, wird dich hier niemand wegschicken..."
Kurz dachte er nach. "Wir haben sogar einen Arzt im Dorf, der dich bei der Entbindung unterstützen könnte. er ist noch recht jung aber er weiss meistens was er tut. Wann erwartest du denn die Niederkunft?"
Azra nahm einen Schluck von seinem Tee und hob sich dann seinen Teller auf den Schoss, um zu essen, damit sie sich vielleicht nicht seltsam fühlte und aus Höflichkeit nichts ass, solange er sein Essen nicht anrührte.
"Du müsstest mir lediglich erklären wie du an einen Pullover eines Anarchy Riders kommst, wo du doch sagtest, dass du aus einer Kolonie, die am Meer liegt kommst..."
Dass er die Anarchy Riders kannte musste er ihr wohl in dem Fall nicht erklären. Er war kurz ebenfalls ein Mitglied der Bikergang gewesen, ehe er doch beschlossen hatte erst einmal alleine unterwegs zu sein
Azra konnte sich zwar kaum vorstellen, dass eine junge, schwangere Frau wirklich etwas Böses im Schilde führte aber heutzutage konnte man leider nie wissen. Eine junge schwangere Frau konnte auch einfach ein sehr guter Köder oder Spion sein, weil man es bei ihr vielleicht nicht erwartete. Aber womöglich hatte sie ja eine plausible Erklärung für diese Ungereimtheit in ihrer Geschichte.

@Akando
@Grace Evans


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#11

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 08.12.2018 13:12
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Als Grace das Wohnzimmer betrat, sah sie schon, dass so gut alles bereits fertig war. Der Tee stand heiß und dampfend auf dem Tisch und Azra verteilte gerade das Essen auf zwei Teller. Anschließend stellte er diese zu den Tassen auf den Couchtisch. Sehnsüchtig knurrte ihr Magen, schließlich befand sich durch den Flashback von vor wenigen Stunden kaum mehr was in ihm.
Auf seine Frage hin, ob alles mit dem Wasser gepasst hatte, nickte sie nur und brummte zustimmend. Es war ein Traum gewesen nach so langer Zeit sich mit warmen Wasser duschen zu können. Selbst wenn es nur lauwarm gewesen wäre, wäre sie glücklich darüber gewesen.
Dann kam die Befürchtete Musterung von ihm, doch sie galt eher ihrem Pullover als ihren verheulten Augen. Dazu stand ihm sichtbar einige Fragen ins Gesicht geschrieben. Doch weshalb konnte sie sich nicht erklären. Kannte er etwa den Club oder war sogar einmal ein Mitglied gewesen? Dieser Zufall konnte doch kaum möglich sein. Der Mann vor ihr hatte sie erst kurz vor dem Dorf aufgegabelt zu welchen sie hin wollte, dann wohnte er in einer Hütte, in der sie sogar schon einmal gewesen war und jetzt kannte er auch noch den Bikerclub von ihrem Mann?
Auf ihre überrumpelnde Frage hin, setzte er schon ungläubig und überrascht zu einer Gegenfrage an, doch ihre Gestik erklärte ihm dann schon alles. Wenn sie sich recht entsann, hatte sie schon öfters ihre Hände unbewusst auf ihren Bauch gelegt. Eigentlich seitdem sie den Verdacht hatte. Immer mal wieder war sie aufgewacht und hatte eine oder beide Hände auf ihren Unterleib vorgefunden.
Nachdem sie sich ihre Schwangerschaft eingestanden hatte, waren auch alle Merkwürdigkeiten der letzten drei Monate logisch erklärbar. Dauernd musste sie auf die Toilette, war noch emotionaler als sonst und aß hin und wieder komische Dinge. Vor wenigen Wochen hatte sie zu ihren Dosenravioli eingelegte Pfirsiche hinzugemischt und es hatte ihr sogar geschmeckt. Was sie in dem Moment dazu getrieben hatte, konnte sie sich im Nachhinein auch nicht mehr erklären.
Zögerlich ging sie seiner Aufforderung nach sich zu setzten, zu essen und zu trinken. Als erstes Griff sie nach dem Tee, hielt ihn einfach nur in ihren Händen und starrte hinein als könnte er ihr wie in den ganzen magischen Filmen die Zukunft verraten. Immer noch nicht traute sie ihn anzuschauen. Klar, er klang jetzt nicht gerade so als würde er sie verurteilen, eher besorgt um sie und ihr Kind, doch war ihr die ganze Situation doch etwas unangenehm.
Zwar hatte sie das Thema angeschnitten, doch sie musste das einfach wissen und sich deshalb einem Fremden anvertrauen. Eben dieser Mann nahm ihr dann die größte Sorge ab. Laut ihm hatte das ungeborene Kind eine sichere Zukunft in dieser Kolonie und sie selbst wurde auch auf jeden Fall einen Platz hier finden. Dazu gab es sogar noch einen Arzt, der ihr durch die Geburt helfen konnte und damit ihre Überlebenschance bei eben dieser anhob. Dass sie den Arzt sogar schon ein zwei Mal bei den Saviors vor vier Jahren gesehen hatte, wusste sie nicht. Doch würde sie dies erfahren, würde es sie etwas beruhigen. Schließlich vertraute man lieber einem bekannten Gesicht als einem unbekannten.
"Ich denke in etwa einem halben Jahr. Genau kann ich es aber auch nicht sagen. Auf jeden Fall bin ich schon mindestens seit drei Monaten schwanger.", erklärte sie ihm und sah zum ersten Mal seit Anbeginn dieser Unterhaltung auf.
"Danke. Du hast mir gerade sehr mit deinen Worten geholfen. Ich ... ich wüsste sonst nicht was ich tun sollte.", bedankte sie sich bei ihm: "Ich stehe in deiner Schuld. Für das Herbringen, die Dusche, das Essen, das Trinken und für deine Worte! Falls du irgendetwas in Zukunft mal brauchst, kannst du dich dann an mich wenden."
Die Dunkelhaarige würde ihr Versprechen auf jeden Fall einhalten, denn an dem heutigen Tag hatte sie nicht mit einem so hilfsbereiten Mann gerechnet, wie Azra es war. Ebenfalls meinte sie jedes Wort so wie sie es gesagt hatte.
Als er dann von seinem Tee trank, tat sie es ihm gleich. Anschließend griff sie zu dem Honig und süßte etwas nach. Wahrscheinlich würde der Tee danach mehr nach Honig schmecken als nach Früchtetee, doch da schlug bei ihr der Süßigkeiten-Junkie mal wieder durch. Zu lange war es her, dass sie etwas Süßes zu sich genommen hatte. Teilweise hatten sicherlich auch die Hormone ihre Finger da im Spiel, doch diesen Gedanken ignorierte sie beflissen.
Nachdem sie einige Schlücke von dem versüßten Tee getrunken hatte, fing sie ebenfalls an zu essen. Dabei musste sie aufpassen nicht zu gierig alles in sich hineinzuschaufeln. Vor zwei Wochen hatte sie das letzte Mal etwas gekochtes gegessen, was nicht aus der Dose kam. Hin und wieder gab es Wild, was sie selbst erlegt hatte, doch war es immer ungewürzt und ohne Beilagen.
"Schmeckt richtig gut! Danke dafür!", kommentierte sie sein Essen und nahm sich dann gleich noch einen Bissen.
Dann hielt sie mitten in der Bewegung inne, da er seine Aufforderung stellte, dass sie ihm erklären sollte, weshalb sie einen Pullover der Anarchy Riders besaß .
Ihre Gefühle fuhren mal wieder Achterbahn und sie stellte mit zittrigen Händen den Teller zurück auf den Tisch. Sie hatte gerade die Hälfte gegessen, doch sie wusste, nun würde sie keinen Bissen mehr hinunter bekommen. Dabei sah sie ihn wie zuvor nicht an.
Nun wusste sie auch mit Sicherheit, dass er die Biker kannte und eventuell auch Juice.
Während sie nach Worten rang, starrte sie auf ihre Hände. Nervös spielte sie mit ihrem Ehering, welcher perfekt zu ihre passte. Er bestand aus kleinen Fasern, die so aussahen als wären sie ihm ihren Finger geflochten worden. Oben war ein kleiner Diamant eingeschlossen, der nicht allzu prunkvoll war.
"Ich war ein Mitglied von ihnen. Mehr oder weniger. Mein ... mein Mann war schon vor der Seuche ein Member und so war ich seine Old Lady. Aber eigentlich hab ich in der Kolonie am Meer gelebt." erklärte sie mit brüchiger Stimme.
Da sie wusste, dass noch weitere Fragen aufkommen würden, wie, weshalb sie in zwei Kolonien gelebt hatte und was mit ihrem Mann war, wer ihr Mann war und und und, fing sie einfach an zu erzählen: "Vor sechs Jahren fand ich Juice in einem Wald nahe meiner derzeitigen Kolonie. Ich versorgte ihn, brachte in in eine Jagdhütte in der Nähe und wir freundeten uns an. Nach ein anderthalb Jahren kamen wir uns schlussendlich näher."
Sie atmete tief ein und versuchte alle Bilder aus ihren Kopf zu verdrängen, die während ihrer Erzählung auftauchten.
"Dann wurde meine Kolonie zerschlagen und wir wurden getrennt. So kam ich dann zum Cottage am Meer. Doch ich vermisste Juice zu sehr und hab ihn so lange gesucht bis ich ihn bei einem Bikerclub, den Anarchy Riders, gefunden hatte. Nachdem wir uns verloren hatten, hat er seine alte Familie aufgesucht und bei ihrem Clubhaus wiedergefunden. Die Nichte von einem Bewohner aus dem Cottage befand sich ebenfalls dort und durch uns beide kamen die Kolonien zusammen. Wurden Verbündete." - sie machte eine kurze Pause - "Nach einem weiteren Jahr heirateten wir dann. Er zog zu mir ins Cottage, aber wir waren regelmäßig bei den Riders. Schließlich war dort seine Familie, aber im Cottage hatten wir ein eigenes Haus und konnten so unsere eigene gründen.", erklärte sie ihm.
Zögerlich schielte sie zu ihm rüber.
"Ich glaub ich sollte mich besser nochmal richtig vorstellen. Mein Name ist Grace Carlos geborene Evans!", nervös lächelte sie ihn an. Hoffentlich konnte er eins und eins zusammenzählen und konnte sich denken, was mit Juice passiert war. Darüber wollte sie einfach nicht reden. Zu frisch war die Wunde.
"Kanntest du ihn? Juice?", fragte sie ihn dann anschließend: "Die anderen Member haben sich bei mir beschwert gehabt, dass ich Juice den Kopf zu sehr verdreht hatte. Weswegen er, als wir uns noch nicht wieder hatten, ständig allen von mir erzählt hatte."
Bei der Erinnerung daran flammte kurz ein Lächeln bei ihr auf. Sie hatte ganz schön Schiss bekommen als ein Member auf sie zugekommen war und sie bitterböse angestarrt hatte. Dann hatte er ihr freundschaftlich auf die Schulter gehauen und gemeint: "Schön, dass du endlich da bist. So labbert Juice uns nicht mehr mit Geschichten über dich voll!"
So in etwa sahen ein paar andere Begrüßungen ebenfalls aus.
Ruckartig stand sie auf und ging zu ihrem Rucksack. Dort hatte sie ihr Skizzenbuch. Wenn Azra ihr nicht glauben würde, würden die Bilder für sich sprechen. Niemand konnte so detailliert einen Menschen zeichnen, wenn man ihn nicht kannte. Grace hatte jede Emotion, die Juice ihr jemals gezeigt hatte in den Monaten nach seinem Tod auf Papier eingefangen, damit sie niemals auch nur ein Gesichtsausdruck von ihm vergessen würde. Zudem hätte ihr Kind dann auch schöne Erinnerungen an seinen Vater.
Ab und an, hatte sie auch die anderen Member auf Papier gebracht oder ihre Brüder.
Dass Azra nicht nur die Biker erkennen würde, das ahnte sie nicht. Schließlich kannte er einen ihrer vier Brüder.
"Hier! Das sollte meine Worte beweisen!", meinte sie und hielt ihm das Buch hin. Sie wusste, dass es viele bösen Menschen gab und hoffte so zu beweisen zu können, dass sie keine Lügerin war. Man konnte sich in so einer Zeit nie sicher sein. Selbst kleine Kinder spielten Spiele, damit sie überlebten. Es war inzwischen alles möglich, so auch, dass eine Schwangere sich in eine Kolonie log, damit sie diese ausspionieren konnte.
"Ich muss mal kurz weg...", sagte sie und biss sich auf die Lippe. Gleichzeitig deutete sie in die Richtung von der Toilette. Normalerweise musste sie nicht so oft aufs Klo, doch wenn sie lief war der Drang nicht so stark, wie wenn sie wo saß oder stand.
Kurz ging sie pinkeln, dann kam sie auch wieder zurück.
In der Zeit hatte Azra sich ihre Bilder zur genüge anschauen können und vergewissern können, dass sie die Wahrheit sprach.

@Azra
@Akando

// ich hab mit Akando geschrieben, wir sollen ihn einfach in play schlafen lassen, er kommt zu uns sobald er kann
War mir nämlich nicht sicher ob seine Abwesenheit nur für einen Post gilt ^^


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#12

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 08.12.2018 14:13
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Es war für Grace sicher nicht einfach ein solches Thema einem Mann gegenüber anzuschlagen, den sie überhaupt nicht kannte. Er war ein Fremder für sie und sie war eine Fremde für ihn. Früher wäre er nicht so hilfsbereit gewesen. Früher hatte er alles gehabt. Liebende Eltern, Geschwister, ein Auto, ein Gewehr, eine Arbeit und entsprechend bescheuert hatte er sich aufgeführt. Es war ihm zu viel des Guten gewesen. Er wollte rebellieren, hatte geklaut, Drogen genommen, Alkohol gesoffen, nur um danach zu kotzen und den Rausch vorzuschieben, wenn er Dummheiten getan hatte. Er hatte geraucht wie ein Schlot, um cool zu sein.
Und dann war die Welt bergab gegangen, er hatte niemanden aus seiner Familie retten können. Weder seine Eltern, noch seinen jüngsten Bruder Ryan oder seine jüngere Schwester @Catleen Wrench . Sie waren alle gestorben und er hatte als Einziger überlebt. Er, der dumme kleine Taugenichts, der nur Dummheiten im Kopf gehabt hatte.
Nun hatte er sich verändert. Er hatte gesehen wozu Menschen in der Lage waren, wenn es keine Führung mehr gab. Wenn man ums nackte Überleben kämpfte. Und er hatte beschlossen kein solcher Abschaum zu werden. Ja, er hatte auch für sein Überleben gekämpft, war fleissig gewesen, weshalb er nun stolzer Besitzer zweier Pferde, eines Wolfes und einer Hütte mit fliessendem heissem Wasser war. Er hatte Vorräte gesammelt, die ihn über zwei Winter bringen würde, hatte Holz geschlagen, das nicht nur für ihn aber auch für andere Leute reichen sollte, wenn sie in Not waren, hatte Kleidung gesammelt und bei sich gelagert und sich die Kunst des Sammelns und Jagens komplett angeeignet. Gejagt hatte er glücklicherweise bereits bevor die Seuche ausgebrochen war, doch was da draussen in der Natur essbar war und was nicht, hatte er sich mit Hilfe von Büchern selbst beigebracht. Schön in Reih und Glied waren all diese Bücher in seinen Regalen. Pilzführer, Heilkräuter, Grossmutters Kochbuch aus dem er gelernt hatte, wie man Essen einkochte, Früchte und Gemüse dörrte, Fleisch pökelte. Er hatte sich jedes Buch unter den Nagel gerissen, das er finden konnte und daraus eine Menge gelernt. Und er hatte gelernt, fremden Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen, sie nicht zu verurteilen, bevor er sie kannte. trotzdem war er vorsichtig geblieben und lief nicht blauäugig durchs Leben.
Früher hatte er für die Eskalation gelebt, nun hatte er gelernt Deeskalierend zu sein. So wie im Fall von Grace. Sie hätte ihn hinterrücks erschiessen können, hatte sie aber nicht getan und dafür hatte er ihr nun eine heisse Dusche, was zu Essen und zu trinken gegeben.
Dafür sassen sie nun hier und sprachen über die Zukunft ihres Kindes.
Und über die Anarchy Riders. Sie erklärte ihm, woher sie sie kannte und Azra merkte recht schnell, dass sie wohl nicht log. Es passte alles ganz gut zusammen, inklusive Ehering.
Juice also... Ja, er hatte ihn gekannt. Er war nicht lange bei ihnen gewesen aber ...
"Ich kannte ihn", sagte er. "Ich war eine Weile lang ein Mitglied aber ich bin dann weitergezogen und habe hier mein Zuhause gefunden", erklärte er ihr. "Den Patch hab ich noch in meinem Schlafzimmer hängen..."
Nach dem was Grace ihm erklärte, musste er wohl nicht nachfragen, was aus Juice geworden war. Tot ... Wie so viele Menschen in der heutigen Zeit starben. Der Tod war allgegenwärtig. Fast jeder hatte eine Geschichte zu erzählen in der irgendwer gestorben ist...
Kurz blickte Azra Grace an. Ihre Stimme zitterte und nun wusste er auch, was ihn vorhin so gestört hatte. Ihre Augen... DA war so viel Trauer. Juice war vermutlich noch nicht so lange tot. War sie vielleicht deshalb aufgebrochen?
Gut, das waren alles Fragen, die sie später auch noch beantworten konnte, weshalb Azra sie nicht aussprach. Es war einfach gerade nicht nötig.
Zu seiner Verwunderung erhob sie sich und holte ein Notizbuch. Sie wollte ihm beweisen, dass sie die Wahrheit sagte. "Okay, danke...", sagte er, als er das Buch entgegen nahm. Während Grace aufs Klo ging, blätterte er ein wenig darin herum. Hatte sie die gezeichnet...? Vermutlich. Sie hatte wirklich Talent. Er selbst konnte zwar einen Boiler zum Laufen bringen aber Zeichenn hatte er noch nie können. Zumindest nichts, das über ein Strichmännchen hinaus ging.
Er liess sich Zeit, die Bilder zu betrachten. Ja, das war definitiv Juice. Die anderen Mitglieder kannte er auch. Nicht alle aber ein paar davon. Während er die Bilder betrachtete, lächelte er sogar ein wenig. Da kamen alte ERinnerungen auf.
Doch als er dann weiterblätterte, stockte er kurz. War das Roan? Warum war er ....
Grace Evans. @Roan Evans ... Daher kannte er den Namen! Und das hier auf dem Bild war definitiv Roan. Seine Frisur war vielleicht ein wenig anders aber das war er! Sein Herz begann etwas aufgeregter zu schlagen. Ob sie wusste, dass Roan noch am Leben war...?
Als Grace zurückkam, schaute Azra auf.
"Sag mal...", begann er dann. "Ich kann falsch liegen aber ..." Er zeigte ihr das Bild von Roan. "Kann es sein, dass du mit Roan verwandt bist?"

@Grace Evans

//alles klar :)


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#13

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 08.12.2018 15:23
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Durch Juice Tod hatte sich bei Grace einiges geändert. Zum einen war sie nicht mehr so redselig wie früher. Nun gut, sie hatte seit drei Monaten mit kaum einen Menschen zu tun gehabt, doch normalerweise redete sie viel und gerne. Dabei war sie offen und ehrlich. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und fluchte auch mal gerne. Jetzt jedoch fiel ihr das reden schwer. Oft stockte sie, denn immer überkamen sie Erinnerungen an Juice. Sie hatten so viel miteinander geredet, sodass es ihr schien, dass sie jedes Thema mit ihm schon einmal durchgesprochen hatte. Egal über was sie nun redete oder reden wollte. Alles erinnerte sie an ihn.
Umso schlimmer waren die Themen für die Dunkelhaarige, die den Biker direkt betraten. So schmerzte es sie auch, wenn sie über das Kind redete, was sie unter ihrem Herzen trug. Doch sie schwor sich, dass sie alles dafür tun würde, dass Juice Erbe überleben würde und nicht das Leben leben musste, welches sie hatte. Es sollte ohne die durchgehend lauernde Gefahr der Untoten aufwachsen und einfach ein Kind sein. Aus diesem Grund musste sie das Thema mit dem ihr noch unbekannten Mann besprechen.
Nachdem Juice sein Leben für sie und ihr Kind gegeben hatte, auch wenn er zu dem Zeitpunkt nichts davon wusste, war sie es ihm erst recht schuldig. Würde er noch leben, würde sie zwar nichts anderes tun, doch nun musste sie es erst recht tun. Seinetwegen und des Kindes wegen. Sie würde sich hinten anstellen. Die Trauer musste sie womöglich verschieben, denn sie wusste nicht, ob es dem Kind schaden würde.
Deswegen fing sie auch nicht an zu weinen, während sie von ihrem Mann sprach. Sie musste jetzt stark sein. Das nahm sie sich zumindest während dem Gespräch vor. Nichtsdestotrotz zitterte ihre Stimme und auch alles andere deutete darauf hin, dass sie sehr wohl den Schmerz der Trauer weiterhin mit sich herum trug.
Grace schluckte hart, als Azra ihr offenbarte, dass er Juice kannte, sowie dass er ebenfalls kurz ein Mitglied von dem Club gewesen war.
Als er den Patch ansprach sah sie betrübt zu Boden. Sie hätte so gerne seine Kutte gehabt, damit sie auf Ewig einen wichtigen Teil von ihm bei sich hatte. Doch dadurch dass sie Horde sie überrascht hatte, hatte sie ihn nicht einmal erlösen können. Wahrscheinlich lief er nun mit den anderen Untoten durch die Straßen des Dorfes und brachte die Lebenden um.
"Ich hoffe ich finde hier auch mein Zuhause!", murmelte sie und knabberte auf ihrer Lippe herum. In dem Moment versuchte sie mühsam ihre Tränen zurückzuhalten, die versuchten auszubrechen. Sie wünschte sich mehr als alles sonst, dass Juice gerade einfach neben ihr sitzen würde. Eine Hand auf ihrem Bauch und den anderen Arm um ihre Taille gelegt. Dabei würde er sich freuen einen alten Freund oder Bekannten wiederzusehen und ebenfalls den Anderen mit Fragen durchlöchern, was die Sicherheit der Kolonie betraf. Sicher würde er immer wieder stolz das Kind erwähnen und dann liebevoll auf ihren noch wenig sichtbaren Bauch starren. Er wäre ein guter Vater gewesen und schlussendlich würde ohne ihn das Kind nun auch nicht mehr leben. So gesehen hatte er auch sein Leben für sein Kind geopfert ohne es eigentlich zu wissen.
Grace schniefte kurz und wischte sich hastig ein zwei verirrte Tränen von ihren Wangen. Sie wollte doch stark sein und promt passierte das Gegenteil. Wenigstens konnte sie sich schnell fangen und ablenken. Denn sie kramte das Skizzenbuch hervor.
Nachdem sie es ihm überreicht hatte und vom Klo zurückkehren wollte, musste sie sich stark zusammenreißen, nicht in das Schlafzimmer zu gehen, um den Patch zu betrachten. Denn dies war ein kleiner Teil, der sie wieder näher zu Juice brachte. Ein wichtiges Erinnerungsstück, was sie nicht besaß.
Sehnsüchtig blickte sie die Tür an, hinter der sie das Schlafzimmer von Azra vermutete, wandte sich dann aber ab und ging wieder zurück zu ihrem Gastgeber.
Als die den warmen Raum betrat ahnte sie noch nicht, dass der Braunhaarige ihr gleich den Boden unter den Füßen wegziehen würde.
Nachdem er seine Frage äußerte, sah sie ihn kurz verwirrt an. Woher kannte er den Namen von ihrem Bruder. Dann sah sie das Bild was sie gezeichnet hatte.
"Du... du kanntest meinen Bruder?", hakte sie nach und dachte erst, dass sie sich bei den Riders kennengelernt hatten. Schließlich hatten sie zuvor von dieser Kolonie gesprochen. Das er in dem Dorf am See sich befand, damit rechnete sie überhaupt nicht. Das wäre zu viel des Guten gewesen.
Langsam schlich sich der Gedanke ein, dass wenn Azra Roan bei den Anarchy Riders kennengelernt hatte, dass er vermutlich nun tot ist. Denn sonst hätte sie ihn doch dort schon getroffen. Und keiner der anderen Members hatte über ihn gesprochen. Nur selten sprach man dort über die Verstorbenen. Nur bei wichtigen Feiern, um diese Menschen zu ehren. Roan wäre aber wahrscheinlich nicht lange Mitglied gewesen, denn die Biker hatten sich nur ein oder zwei Jahre bevor Grace dazu kam zusammen getan. Kraftlos sackte sie kurz zusammen und hielt sich am Türstock fest, wo sie zuvor überrumpelt stehen geblieben war.
Eine weitere Nachricht über den Tod eines Familienmitglied würde sie gerade nicht verkraften. Schließlich war sie nur zu dem Dorf gekommen, um dort in Ruhe zu trauern und anschließend nach ihrer Familie zu suchen. Es wäre es fast unmögliches Unterfangen gewesen, doch die Hoffnung hatte Grace einfach in den ganzen neun Jahren nicht aufgeben wollen.
Sie ging in die Hocke oder sank eher auf die Knie während ihr Oberkörper sich schüttelte und erbebte.
"Bitte! Bitte sag mir nicht das er tot ist!", wimmerte sie und war dabei überzeugt, dass er es war. Es kam ihr gerade zu logisch vor. Das ihr Gehirn sich etwas komplett falsches zusammen gesponnen hatte, ahnte sie nicht. Generell war sie nach den ganzen positiven Nachrichten eher darauf getrimmt, dass der nächste Schlag in die Magengrube kommen musste.
Doch dann kam ihr der Gedanke, dass Juice ja auch bei den Riders gewesen war als Azra dort war. Er hätte wahrscheinlich ihren Bruder dann auch getroffen, außer Azra wäre sehr lange bei den Bikern gewesen. Aber es klang eher so als war er damals unruhiger gewesen und es hätte ihn nicht lange dort gehalten. Juice hätte Roan durch die ganzen Bilder, die sie ihm gezeigt hatte, erkannt. Er hätte ihr nie verschwiegen, dass ihr ältester Bruder noch lebte.
Doch woher konnte der braunhaarige Jäger dann Roan kennen?
Wenige Sekunden später fiel ihr wieder ein, dass in dem Dorf noch andere lebten.
"Er ist hier? Er lebt?", hauchte sie und sah fassungslos zu Azra. Dabei zierten mal wieder Tränen ihr Gesicht, da sie zuvor in ihrer Panik vor der Nachricht von Roans Tod angefangen hatte zu weinen.
Es war anscheinend keine gute Idee eine Schwangere mit halben Nachrichten zu überfordern, denn sie war im Moment näher als sonst am Wasser gebaut. Und ihr von Trauer durchzogener Geist war dabei auch keine Hilfe sie aufzumuntern.
Bevor sie jedoch anfordern würde, zu ihrem Bruder gebracht zu werden, wollte sie ihre Vermutung bestätigt bekommen.


@Azra


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#14

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 08.12.2018 16:41
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Natürlich, er war nicht sehr lange bei der Bikergang gewesen. Er hatte schnell gemerkt, dass das nicht das war, wonach er suchte. Die Leute dort waren sehr nett gewesen, ohne Frage. Aber ihn hatte es woanders hin gezogen. Wäre er länger dort geblieben, hätte er Grace vermutlich schon früher kennengelernt.
Dass Juice tot war ... nun es erschütterte ihn nicht. Heutzutage starben die Menschen wie die Fliegen, vermutlich war er einfach abgestumpft. Aber er hatte auch schon von Anbeginn der Seuche nie Prbleme gehabt, verwandelte Menschen zu töten. ER hatte die Seuche recht schnell als Solche akzeptiert gehabt und irgendwann einfach nicht mehr viel über den Tod nachgedacht. Es konnte auch ihn jederzeit erwischen. So war es heutzutage eben.
Aber dass es eine junge Witwe, eine werdende Mutter mitnahm, das verstand er absolut. Sie hatte Juice geliebt, eine Familie mit ihm gründen wollen und nun war er einfach weg. Aus dem Leben gerissen...
Und als Grace schliesslich im Türrahmen stand und er Roan ansprach, schien die mühsam aufgebaute Mauer gegen die Tränen zu brechen. Sie sackte regelrecht zusammen im Glauben, dass Roan ebenfalls tot war. Ihr Bruder. Roan war ihr Bruder. Wie er wohl reagieren würde, wenn er erfuhr, dass er seine Schwester im Wald gefunden hatte...?
Noch während Azra aufstand, schien Grace zu verstehen, dass Roan keineswegs tot war. Sondern, dass er hier und vor allem wohlauf war. Fürsorglich trat er zu ihr und half ihr auf die Beine, ehe er sie einfach umarmte und fest an sich zog. Diese junge Frau war drei Monate lang alleine gewesen, hatte ihren Ehemann verloren , von dem sie schwanger war ... Vielleicht war etwas Zuneigung und eine liebevolle Umarmung etwas, das sie gerade gut gebrauchen konnte.
"Roan lebt hier", sagte er dabei leise und streichelte ihr über die noch feuchten Haare. "Es geht ihm gut. Und ich wette, er wird sich freuen, dich zu sehen..."
Sanft legte er ihr die Hände an die Wangen und wischte ihr mit dem Daumen die Tränen weg. "Du bist Zuhause angekommen, Grace. Wir werden auf dich aufpassen und du hast einen Teil deiner Familie hier. Komm, setz dich hin, iss was. Du musst etwas essen, dem Baby zuliebe. Und dann werden wir zusehen, dass wir Roan finden. Okay..?"
Aufmunternd lächelte er sie an und drückte sie dann noch einmal an sich.
"Alles wird gut."

@Grace Evans


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#15

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 09.12.2018 18:25
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Jeder Tod in Grace Nähe hatte sie bis jetzt bewegt. Mal mehr mal weniger, doch wenn sie die Person gekannt hatte, dann hatte sie immer um diese kurz getrauert. In einer Zeit wo man jederzeit sterben konnte, wo man sich nie sicher war, wann man den letzten Atemzug machte, war jeder Lebende wichtig. So empfand sie es zumindest, weswegen sie allein aus dem Grund um einen Verstorbenen trauerte, dass dieser gegen in die Untoten verloren hatte.
Nach neun Jahren jedoch vergoss sie keine Tränen mehr, wenn jemand starb. Generell hatte sie als letztes um ihre Brüder getrauert, bevor sie sich in den Kopf gesetzt hatte, dass diese noch lebten. Danach hat sie nicht mehr geweint bis eben Juice gestorben war. Doch trauern hieß nicht gleich, dass man weinen musste. Man konnte die Person einfach ehren indem man etwas tat, das der Mensch gerne gemacht hatte oder noch machen wollte. Dies war in Grace Augen auch eine Art von Trauer.
Alsdann Grace kurz um ihren Bruder trauerte, da sie sich etwas falschen zusammen gereimt hatte, hob sie erst den Kopf, als Azra zu ihr kam. Dann hauchte sie ihre Frage und der Braunhaarige hielt ihr seine Hände hin, damit sie sich wieder erhob.
Was er dann tat überrascht sie, doch nicht im negativen Sinn. Er zog sie in seine Arme, wodurch sich ein Kloß in ihrem Hals bildete. Es war schon immer so bei ihr gewesen, dass wenn sie jemand in den Arm nahm, dass sie sich meist dann nicht mehr zusammenreißen konnte.
Mehrfach blinzelte sie und versuchte so die weiteren Tränen zu unterdrücken. Doch als Azra ihr bestätigte, dass ihr ältester Bruder ebenfalls in dieser Kolonie lebte, war es aus mit ihrer Beherrschung. Sie krallte sich regelrecht in sein Oberteil und durchnässte seine Brust. Da sie so klein war, ging sie dem anderen gerade Mal bis zur Schulter.
Als Azra sie kurz von sich weg schob, um ihr die Tränen wegzuwischen, ließ sie ihn machen. Der Mann war in ihren Augen ein Art Engel. Er hatte sich so rührend um sie gekümmert seitdem sie sich getroffen hatten und nun offenbarte er ihr auch noch, dass Roan lebte. Auch tröstete er sie und gab ihr den Halt, den sie gerade so dringend brauchte. Genau genommen sagte oder tat er genau das, was ihr in dem Moment am Besten half.
Auf seien Worte hin nickte sie nur, zu mehr war sie gerade nicht im Stande. Essen klang gut. Sie hatte schließlich nur den halben Teller geleert. Grace stimmte ihm zudem voll und ganz zu. Für das Kind musste sie unbedingt etwas essen und trinken.
"Ich wette er wird erstmal aus den Latschen gehauen, wenn er erfährt, dass er Onkel wird!", nuschelte sie in seine Brust nachdem sie sich wieder so weit beruhigt hatte und er sie ein zweites Mal in eine Umarmung gezogen hatte.
Niemals hätte Grace gedacht, dass sie so ihren Bruder wiedersehen würde. Schwanger und verwitwet! Er würde sicherlich ebenfalls mit allem, nur nicht mit dieser Situation rechnen. Vielleicht hätte er noch einen Mann an ihrer Seite erwartet, den sie als ihren Freund vorstellte. Doch dass sie ihre große Liebe ihm niemals mehr vorstellen konnte, sondern nur sein Kind, das war eine Geschichte die niemanden im Kopf herumspukte, wenn man sich ausmalte wie man seine Familie wiederfand.
Grace löste siech langsam aus der Umarmung und lächelte ihn dankbar an: "Danke! Für alles!"
Dann ging sie zurück zum Sofa und setzte sich wieder hin. Das Skizzenbuch lag immer noch aufgeschlagen auf dem Couchtisch und sie strich sanft über die Zeichnung von Roan.
Anschließend schlug sie es zu und verstaute es oben in ihren Rucksack. Seinen Sinn hatte es erfüllt, sogar mehr als gedacht. Eigentlich hatte sie Azra nur ihre Worte unterstreichen und ihn nicht auf ihren Bruder aufmerksam machen wollen.
Zuerst trank sie ein paar Schlucke von dem süßen Tee, dann aß sie ihren Teller leer.
"Hast du eine Spüle oder so etwas in der Art, wo ich das Geschirr sauber machen kann? Das ist das Mindeste was ich nach alldem jetzt tun kann und werde!", meinte sie nachdem sie satt war. Dabei sah sie ihn direkt an und man konnte sehen, dass sie keine Widerworte dulden würde. Azra hatte ihr an dem heutigen Tag so viel gegeben, da konnte sie als kleines Dankeschön für ihn die Teller, das Besteck und die Tassen sauber machen.
Zwar würde sie am liebsten direkt in das Dorf rennen und dort so lange laut nach Roan schreien, bis sie ihn gefunden hatte. Allerdings wäre dies in ihren Augen ziemlich unhöflich Azra gegenüber.

@Azra


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#16

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 11.12.2018 14:05
von Alexis Ilex (gelöscht)
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Grace beruhigte sich langsam, als er sie so in den Armen hielt. Eigentlich hatte sich Azra nie für einen guten Tröster gehalten. Allgemein war er nicht so der Typ, der gerne mit Menschen abhing. Er schätzte Tiere da sehr viel mehr. Aber gerade in diesem Moment tat er wohl einfach instinktiv das Richtige und hielt die junge Frau gut fest.
Sie erinnerte ihn ein wenig an seine jüngere Schwester. Früher hatte er versucht auf sie acht zu geben, zumindest von Zeit zu Zeit. Ein, zwei Mal hatte er sie auch getröstet und es auf dieselbe Weise gemacht wie nun bei Grace. Er hasste es, wenn Frauen weinten. Nicht weil er es lächerlich oder schwach fand, sondern weil er einfach nicht wusste, was er dann tun sollte. Wie er mit ihnen umgehen sollte, wenn die Emotionen taten was sie wollten.
Schlesslich kehrten sie zum Sofa zurück, wo Grace auch brav weiter ass. "Kein Problem. Gibt nichts zu danken", sagte er mit einem knappen Lächeln. Es freute ihn irgendwie für sie, dass hier ein Teil ihrer Familie war. Solche Momente waren zu heutigen Zeiten wahre Wunder. Nicht unbedingt im religiösen Sinne, schliesslich glaubte Azra nicht an die Existenz irgendeines Gottes. Aber im Sinne eines Stücks Glück in einer kaputten Welt.
Gleichzeitig machte es ihn aber auch traurig. Er würde seine Familie nie wieder sehen. Ihm waren solche Momente verwehrt. Er hatte es ja schon nicht einmal geschafft jemanden zu finden, der oder die ihn aus seiner Einsamkeit holte. Deswegen war er sich auch sicher, dass er bis zum Rest seines Lebens wohl alleine hier sein würde. Aber das war okay. Er hatte sich eigentlich bereits damit abgefunden.
"Ich hab eine Spüle", meinte er dann auf ihre Frage, die ihn etwas aus seinen GEdanken riss. "Aber du musst wirklich nicht..." Sie schaute ihn so durchdringend an, also hob er die Hände. "Wenn du darauf bestehst, bitte. Es muss aber wirklich nicht sein..." Er lachte kurz und begann dann schon die Teller und Tassen einzusammeln, um sie zur Küchenzeile zu bringen.
"Du kannst es sicherlich kaum erwarten deinen Bruder zu sehen. Ich schlage also vor, wir lassen das Geschirr einfach liegen und gehen direkt zu ihm..."
Um ihr eine Chance zu geben, dass sie trotzdem abwusch, liess er das Geschirr kurz stehen und wandte sich zu ihr um. "Ich hole nur kurz was aus dem Schlafzimmer..." Mit einem sanften Lächeln ging er an ihr vorbei in sein Schlafzimmer, das recht rudimentär eingerichtet war, bis auf einige wenige Dekelemente. Unter anderem die Lederkutte mit dem gut sichtbaren Patch der Anarchy Riders drauf. Er nahm sie in die Hände und musterte sie kurz. Klar, die Kutte war unglaublich cool und er hatte sie auch immer noch ab und an getragen aber ... Seine Erinnerungen an die Zeit waren beleibe weniger wertvoll als ihre.
Also kehrte er damit zurück zu Grace.
"Hier, ich schätze ... Du kannst sie besser gebrauchen als ich", meinte er und hielt ihr die Kutte hin. Klar, sie hatte ihm gehört aber letzten Endes hatte Juice sie ihm überreicht. Vielleicht würde sie Grace ja dennoch etwas bedeuten.

@Grace Evans


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#17

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 11.12.2018 19:58
von Grace Murdock | 227 Beiträge

Auf seine Worte, dass sie ihm für nichts danken musste, schüttelte sie energisch den Kopf.
"Oh doch! Trauriger Weise ist es nicht mehr so selbstverständlich, dass Menschen einen Fremden bei sich aufnehmen, Essen und Trinken geben und dann auch noch so verbal unterstützen wie du es gerade getan hast. Deswegen rechne ich dir es hoch an, was du heute für mich getan hast!", erklärte sie ihm: "Es scheint so als würden viele Menschen, nachdem es keine Gesetze mehr gibt, nur nach das tun was sie wollen. Als hätten sie ihre Menschlichkeit vergessen. Auch aus diesem Grund danke ich jedem Menschen, der so etwas nicht vergessen hat!"
Es war nicht so als wäre sie in der Wildnis und zuvor etlichen bösen Personen über den Weg gelaufen. Doch in den Kolonien hatte man genug grausame und bestialische Geschichten gehört, wie die Menschen durchdrehen. Zudem war ihre alte Kolonie - die Saviors - auch kein Paradebeispiel wie man handeln sollte. Sie hatten Schwächere ausgebeutet, unterdrückt und als Exempel wahllos getötet. Doch Grace hatte damals einfach weggeguckt, damit sie selbst überlebt. Trotzdem hatte sie ihre Menschlichkeit in der Zeit nie abgelegt. Hätte sie dies getan, hätte sie auch nie ihren Mann kennengelernt. Die Dunkelhaarige war ihm per Zufall im Wald begegnet als er sich eine Waffe an den Kopf hielt und überlegte all dem ein Ende zu setzten. Grace hatte ihn überzeugt, dass es immer etwas gab, wofür es sich lohnte zu leben. Dass sie über die Jahre die eine Person geworden wurde, weshalb er sich am Leben festhielt, damit hatte sie zu dem Zeitpunkt nicht gerechnet. Genau wie Azra hatte sie einfach nur versucht dem Biker in dem Moment etwas Halt und eine Perspektive zu geben.
Ihrer Meinung nach würde die menschliche Rasse auch schnell aussterben, wenn jeder nur noch für sich selbst kämpft. Sie würden sich selbst vernichten und somit die Untoten gewinnen lassen. Doch würde nur eine Handvoll Personen so handeln wie Azra, gab es genug Hoffnung für sie, dass sich Gruppen zusammenschließen würden, die irgendwann so groß wurden, dass sie stark genug waren um eine neue Zivilisation aufzubauen. Jeder half jeden und dadurch konnte man großes erreichen.
All diese Gedanken sprach sie jedoch nicht aus. Ihr war gerade nicht zum philosophieren zu mute. Denn genau das Thema hatte sie immer wieder mit Juice besprochen und ausdiskutiert. Es wäre im Moment zu schmerzvoll durch eine ähnliche Diskussion Erinnerungen aufleben zu lassen.
Kurz huschte ein Schatten über das Gesicht von Azra, doch diesen bemerkte sie nur am Rande und war dann auch zu sehr darauf fokussiert ihm irgendwie unter die Arme zu greifen als Dankeschön. Dass er wegen ihr an seine kleine Schwester dachte, die er für tot hielt, das ahnte sie nicht. Auch seine teilweise verbitterten Gedanken über sein zukünftiges Leben, dass er wohl seiner Meinung nach für immer alleine in dieser Hütte leben würde, bekam sie nicht mit. Würde sie letzteres erfahren, würde sie ihm das schnell ausreden. Denn ein Mann, der sich so um andere kümmerte, könnte unmöglich niemanden für sich gewinnen. Eher würde sie einschätzen, dass die Frauen aus dem Dorf Schlange stehen mussten und er einfach nur zu blind war, um deren Avancen zu bemerken.
Grace selbst hätte auch nie gedacht, dass sie jemals heiraten würde. Dafür war sie früher zu sprunghaft mit ihren Beziehungspartnern gewesen. Vor der Seuche war sie zu wählerisch und bei den Saviors hatte sie ein zu großes Angebot an Interessenten gehabt. Bis zu dem Moment wo sie sich in Juice verliebt hatte. Doch auch zu Beginn hatte sie niemals damit gerechnet mit ihm sesshaft zu werden und sogar mit ihm eine Familie zu gründen.
All dies hätte sie ihm gesagt, um ihm vom Gegenteil zu überzeugen. Man wusste nie was einen erwartete.
Kurz versuchte er ihr das Abspülen auszureden, doch Azra merkte wohl schnell, wie wichtig ihr das war, weswegen er sich geschlagen gab.
"Gut!", meinte sie mit einem leichten Lächeln im Gesicht, welches aber es noch nicht schaffte ihre Augen zu erreichen. Diese würden noch eine lange Zeit mit Trauer durchzogen sein.
Die Evans folgte ihm in die Küche und sah ihn nur wieder durchdringend und mit hochgezogener Augenbraue an als er versuchte von ihrem Vorhaben abzuhalten.
"Ich würde am liebsten sofort zu ihm rennen! Doch ich weiß, dass ich auf dem halben Weg nur wieder pinkeln muss, weswegen ich die Zeit bis zum Pinkeln durch das Spülen überbrücke und dann erst losgehe!", meinte Grace und wunderte sich selbst darüber, dass sie es geschafft hatte über sich selbst etwas zu scherzen.
Dann ging er an ihr vorbei in Richtung Flur mit den Worten, dass er schnell etwas aus dem Schlafzimmer holen wollte. Grace dachte dabei jedoch eher an eine dicke Winterjacke oder so etwas in der Art, da sie ja bald wieder hinaus in die Kälte gehen mussten. In der Zeit ließ sie warmes Wasser in die Spüle laufen und weichte schon mal das Geschirr ein.
Als Azra wiederkam hatte sie sich schon einen Schwamm geschnappt und säuberte die erste Tasse. Kurz blickte sie zu ihm und sah etwas schwarzes, ledernes in seinen Händen. Dann widmete sie sich wieder dem Geschirr. Doch dann sah sie weiße Aufnäher auf Brusthöhe. Ruckartig riss sie ihren Kopf herum und starrte kurz die Kutte an. Dabei glitt ihr die Tasse aus den Fingern und ließ Wasser ihr entgegen spritzen. Aber dies war ihr im Moment egal.
Wie in Trance drehte sie sich nun auch mit dem Oberkörper zu ihm und strich sanft über das Leder, wodurch ein paar Wassertropfen auf ihr landeten. Dann eröffnete der Jäger ihr, dass er sie ihr schenken wollte.
Mit großen Augen sah sie ihn an. Der Mann vor ihr musste definitiv ein Heiliger sein. Er gab ihr so viel in so wenig Zeit und verlangte nicht einmal etwas dafür.
"Wirklich?", hauchte sie, doch ihre Hände umschlossen schon zögerlich das Leder. Sie sah genauso aus wie die von Juice. Nur der Patch "Men of Mayhem" fehlte. Anschließend drückte sie die Kutte an ihre Brust, so als könne sie Juice dadurch umarmen. Dabei sah sie Azra immer noch an als hätte sie einen Geist gesehen. Komplett überrascht und fassungslos. Nun war sie wieder an so einem Moment wie in der Dusche angelangt, wo sie gleichzeitig hätte lachen und weinen können. Doch das einzige was sie tat, war sich an Azra´s Brust zu schmeißen.
"Danke. Danke. Danke!", murmelte sie immer wieder und löste sich erst nach einer knappen Minute wieder.
"Ich weiß gar nicht wie ich dir dafür danken kann! Egal was für ein Anliegen du hast, du kannst jederzeit zu mir kommen.", erklärte sie ihm feierlich. Dann schlüpfte sie in die Kutte. Ihr Herz zog sich dabei schmerzlich zusammen, doch gleichzeitig durchströmten sie etliche schöne Erinnerungen.
Wie zum Beispiel wie sie in ihrem Haus oft nur in der Kutte und Unterwäsche bekleidet herumgelaufen war oder wie Juice ihr seine Kutte zum anziehen gegeben hatte, als sie eine kleine Feier bei den Riders geschmissen hatten. Damit hatte er den anderen ohne es zu sagen, signalisiert, dass sie nur ihm gehörte. Denn Biker gaben ungern ihre Kutte anderen zum Anziehen. Hätten sie nicht ihre eigene kleine Familie gründen wollen, hätte Grace sich sicherlich auch noch den Patch und die Kutte verdient. Doch sie war dazu dann zu selten bei den Bikern gewesen.
Mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen widmete sie sich wieder den Geschirr, denn sie wusste gerade einfach nicht was sie tun sollte als sonst einfach dumm im Raum zu stehen. Allerdings schielte sie fast sekundlich auf den Patch.
Schnell hatte sie alles sauber bekommen und zum Abtropfen neben die Spüle gestellt. Anschließend trocknete sie ihre Hände ab und stich erneut sanft über das Leder.
"Jetzt bin ich bereit, um zu Roan zu gehen!", sagte sie und ihre Augen funkelten dabei vorfreudig. Zum ersten Mal war für wenige Sekunden die Trauer verschwunden. Sie würde nun einen Teil ihrer Familie wiedersehen.
Wie Roan wohl reagieren würde, wenn er sie sah? In Kutte vor allem im Moment. Doch sie wollte sie keineswegs ausziehen. Sie gab ihr gerade Halt und den Mut zu dem Haus zu gehen, wo Roan lebte. Denn die Angst, dass er nicht da war oder ihm genau heute was passiert war, war immer in ihrem Hinterkopf präsent. Sie wollte ihrem Glück noch nicht so ganz trauen. Aber durch das Leder war es für sie gerade so, als würde Juice diese Sorge ihr dem Moment abnehmen und sie etwas beruhigen.
Dass Azra - ihr persönlicher Heiliger - sie begleitete, entspannte sie zudem auch noch. Würde sie alleine bei ihrem Bruder an die Tür klopfen müssen, hätte sie wohl zu sehr Angst davor, dass sie enttäuscht wurde und er eventuell doch nicht da war oder jemand vorbei kam und ihr erklärte, dass Roan leider bei irgendetwas verwundet und verstorben war.
Normalerweise war sie nicht so pessimistisch, doch lieber wurde sie im Moment positiv überrascht als noch eine schlechte Nachricht zu erfahren oder enttäuscht zu werden.
Mit dem Ziel im Kopf ging sie zurück ins Wohnzimmer und zog sich ihre Winterjacke wieder an und packte ihren Rucksack auf den Rücken.

@Azra

//Magst du uns gleich zu Roans Haustür bringen? Oder lieber noch einmal hier posten? Ist dir überlassen ^^


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#18

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 12.12.2018 00:42
von Akando (gelöscht)
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Nach einer Weile schloss ich die Augen und schlief ein. Ich wusste das Azra sich wehren konnte und ich würde sofort wach werden, wenn was nicht stimmen sollte. Doch das warme Feuer machte mich schläfrig und so bekam ich nicht mit, was die beiden da besprachen. Auch wenn, ich verstand es ja eh nicht. Leise schnarchte ich vor mich hin und träumte von saftigen Steaks, die sich den Weg in mein Maul suchten. Ich könnte echt immer fressen, aber man wusste ja auch nie, wann das nächste Fressen kam.
Meine Ohren spitzten sich, als ich Bewegung vernahm und sofort sprangen meine Augen auf. Auch mein Kopf erhob sich nun und ich sah neugierig zu Grace, die scheinbar dabei war zu gehen. Was war mir Azra? Ich sah zu ihm, noch saß er. Würde er mit gehen? Ich gähnte und streckte alle Glieder von mir und schüttelte mich, als ich aufstand. Fragend sah ich beide an, ging aber zu Azra dem ich meinen Kopf auf die Beine legte. Ich wollte gekrault werden, jetzt sofort und einen Wolf lies man nicht warten.

@Azra @Grace Evans

(mal so ein kleiner Zwischenpost) ^^


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#19

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 04.01.2019 11:42
von Alexis Ilex (gelöscht)
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CF: Haupthütte

Kitty beschloss mit ihm mitzukommen. Das freute Azra natürlich sehr und so hatten sie sich, nachdem sie sich verabschiedet hatten, auf den Weg gemacht. Noch immer lag eine Menge Schnee auf dem Weg vom Dorf zu ihm, obwohl er diesen regelmässig mit einem Pflug räumte, den er vor Akasha spannte.
Die ersten Meter ging Azra ziemlich schweigsam. Es fühlte sich seltsam an mit seiner Schwester hier hoch zu gehen. Und er wusste eigentlich gar nicht, was er sagen sollte. Sie waren fast ein Jahrzehnt getrennt gewesen. Er hatte so viel zu erzählen und so viele Fragen, dass er nicht wusste wo er anfangen sollte.
"Soo....", begann er dann und lächelte etewas verlegen. Nun waren sie endlich alleine. "Ich ähm... Ich freu mich wirklich, dass du da bist...", murmelte er dann. Azra lächelte sie an und steckte die Hände in die Jackentasche, damit er damit nicht dauernd nervös irgendetwas an sich rumzupfte.
"Wie genau hast du hergefunden? War es Zufall?" Das konnte ja kaum sein, oder? "Wie hast du all die Jahre überlebt? Warst du die ganze Zeit über alleine? Oder warst du in irgendeiner Gruppe...?" Nun sprudelten die Fragen doch allmählich aus ihm raus. "Hast du... Ist dir irgendetwas passiert?"
Er wusste wie furchtbar manche Menschen geworden waren... Was gerade Frauen zustossen konnte... Schliesslich atmete er tief durch. "Weisst du was...? Beantworte mir die Fragen doch, wenn wir bei mir Zuhause sind... Ist vermutlich angenehmer..."
Kurz schmunzelte er. Wie immer versuchte er seine Unsiecherheit einfach mit Humor zu überspielen.
Kurze Zeit später tauchte seine Hütte dann auch schon zwischen den Bäumen auf. Akasha und Runja standen im Unterstand vor dem Stall und knabberten am Heu. Von der Hütte schien ein warmes, leichtes Licht, vermutlich noch vom glühenden Kamin. Azra öffnete das Türschloss.
"Oh, nicht erschrecken. Ich glaube @Akando ist noch hier ... Mein Wolf.." Das musste ziemlich schräg klingen. Schliesslich öffnete er die Tür und liess sie in diewarme Wohnung eintreten.
"Bitteschön. Fühl dich wie Zuhause..."

@Catleen Wrench


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#20

RE: Wohnbereich

in leerstehende Hütte 04.01.2019 15:36
von Akando (gelöscht)
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Während Azra Weihnachten feierte, hatte ich mich in seiner warmen Hütte zurückgezogen. Auch ich wollte heute nicht alleine sein in meinem kalten Wolfsbau. Nein, hier vor dem Feuer war es zu kuschelig und ich genoss es einfach. Zudem hatte mir Azra noch leckeres Fleisch hingestellt gehabt, was natürlich nicht mehr da war.
Einige Stunden war der Gute weg und ich spürte ihn schon, bevor er die Tür aufmachen konnte. Ich stand auf, streckte mich und ging mit langsamen Schritten auf die Tür zu. Ich roch allerdings noch jemand anderes bei ihm. Der Geruch war mir nicht bekannt und ich wurde misstrauisch.
Als die Tür nun aufging, freute ich mich schwanzwedelnd das Azra endlich zu mir zurück gekommen ist und hoffte das er mir was zu fressen mitgebracht hatte. Doch dann ging mein Blick zu der fremden Person und ich knurrte leicht. Mein Kamm im Nacken stellte sich auf und ich schnupperte mit Abstand in ihre Richtung. Ich war eben kein Wolf, sondern ein wildes Tier. Wieso schleppte er nun schon wieder jemand neues an. Erst das eine Mädchen und nun wieder eine neue ....

@Catleen Wrench @Azra


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