Herzlich Willkommen

Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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Das 4-köpfige Team steht euch stets für Rat & Tat bei Seite. Du hast Fragen oder gar ein Anliegen? Kein Problem!
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Wetterbericht

Winter ... Es ist wieder soweit. Wieder einmal müssen wir mit den Tücken des Winters kämpfen. Vorräte sollten weise verteilt werden. Wege sind vereist, also rutscht nicht aus! Ganze Häuser könnten zuschneien. Macht euch auf was gefasst!

❄️ Der Winter ist auch bei uns angekommen, passt es bitte eurem Play an ❄️
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Kolonien & deren Bewohner

----------------------- Aktuell: 90 Überlebende ----------------------- ---------------------- Cottage Sea: 21 Bewohner ---------------------- -------------------- Anarchy Riders: 25 Bewohner -------------------- ---------------------- Balar Island: 9 Bewohner ----------------------- -------------------- Krasnaya Luna: 10 Bewohner---------------------- ------------------------- Nomaden: 23 Bewohner -----------------------

Dringend gesucht

Walking Dead Charas: Ezekiel, Enid Taylor, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

⛄ Bitte lasst uns eine Bewerbung eures Charakters da und wartet auf das Go eines Admins ab, ehe ihr euch in die Registrierung begebt ⛄

An Aus

#1

Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 04.12.2018 21:17
von Daryl Dixon | 6.677 Beiträge





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#2

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 04.12.2018 21:23
von Sunny Whitlock (gelöscht)
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---------> Aussenbereich/ Ungesicherter Strandabschnitt

Zusammen mit ihrem Bruder war sie nicht durch das Haupttor gegangen, denn keiner wusste das sie alleine draußen war und da sollte auch so bleiben, klar würde sie erklären müssen, wo ihr Bruder auf einmal her kam doch da würde sie sich schon was einfallen lassen. Die beiden waren leise und ohne das man sie sah über die Mauern rein geklettert und sofort schleppte sie ihn zu ihrem Bungalow die sie hier hatte." Hier kannst du erstmal duschen und dich umziehen, ich mache dir dann gleich etwas zu essen, du wirst sicher hunger haben oder?" Fragte sie ihren Bruder als sie zusammen mit ihm bei ihrem Bungalow angekommen waren. "Es ist nichts großen dort drin aber für mich hat es gereicht und für dich ist auch ein Zimmer da." Meinte sie zu ihm und lächelte leicht. Sie war froh das sie überhaupt etwas für sich alleine hatte, denn sie waren doch eine ganze Menge Leute hier und einige mussten sich auch ein Haus teilen doch sie hatte drauf bestanden, eins alleine zu beziehen und Rick und Daryl machten dies auch möglich. Sunny öffnete die Tür, denn verschlossen hatten sie ihre Häuser hier alle nicht, denn man vertraute sich hier daran hatte sie sich auch erst gewöhnen müssen, doch bei ihr war so oder so nichts zu holen," Na komm Kleiner Bruder tritt ein." Grinste sie und machte ihm den Weg frei damit er rein gehen konnte.

@Amaru Leo Whitlock


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#3

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 13.12.2018 20:21
von Kenai Noel Gonzalez (gelöscht)
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Im Grunde wusste er das sie den Seiten eingang nhemen mussten denn Sunny war ja vollkommen allein raus gegangen und das so das keiner davon wusste. Langsam folgte er ihr nach drinnen und überlegte einen Moment ehe er sich umsah und dann wiedder zu Sunny blickte. "Ihr habt es wirklich schön hier." Als sie dann vor einem Bungalow stehen blieb sah er sie direkt an und lcähelte leicht. "Ich hab einen Bären hunger." Ja er hatte eine weile nichts mehr zu sich genommen und es war so das er nicht mehr wusste was er jetzt machen sollte.
Duschen klang im Grunde ach nciht schlecht doch das würde warten müssen. Langsam trat er ein und er musste leicht shmunzeln denn es war wirklich sehr gemüt lich hier. "Für uns beide reicht es alle male.

@Sunny Whitlock


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#4

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 14.12.2018 21:07
von Sunny Whitlock (gelöscht)
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Die beiden mussten das Haupttor meiden doch das war keine Große Sache für Sunny, das hatte sie drauf, schon immer, auch damals als sie noch bei ihren Eltern lebten, schlich sie sich immer raus, so das es keiner bemerkte, sie kam auch immer wieder rein ohne das es einer merkte, etwas was sie gut drauf hatte. Da machte ihr keiner was vor. Gemeinsam mit ihrem Bruder ging sie durch das Cottage . Sie lächelte bei seinen Worten."Ja wir wachsen jeden Tag, wir haben uns hier richtig was aufgebaut und ich hoffe das es niemand zerstören wird, es steckt viel arbeit drin." Meinte sie, denn damit sprach sie auch wieder die Firma an, bei der ihr Bruder gelebt hatte, sie nahm das Wort nicht mehr in den Mund denn sie hatten genug Ärger wegen denen, aber sie machte Amaru keine Vorwürfe denn er wusste von all dem nichts. Ihr Bungalow war nichts großes aber es reichte zum Leben."Ja ich denke auch für uns beide reicht es, du kannst dir das Gästezimmer her richten, leider gibt es nur noch das im Bungalow." Wenn dann Gäste kamen mussten sie auf der Couch schlafen das ging ja auch. Als sie ihn so anschaute, ahnte sie das er Hunger haben musste, erst jetzt fiel ihr auf, das er sehr dünn wirkte."Haben die dir da nichts richtiges zu Essen gegeben, du hast echt abgenommen." Meinte sie und machte ihm Platz damit er eintreten konnte."Ich mache dir gleich was zu essen und dann kannst du duschen und dich ausruhen." Meinte sie zu ihm und folgte ihm dann in die Küche.

-------> Küche

@Amaru Leo Whitlock


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#5

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 26.05.2019 15:20
von The Walking Dead Team | 2.281 Beiträge

--------------- Neuanfang ---------------


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#6

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 20.10.2019 18:38
von Mason McKenzie • 523 Beiträge

Die Stimmung war wohl wirklich endgültig dahin. Aber wen würde das wundern? Ich wollte Magna zwar vor ihrer folgenschweren Frage abhalten und gestikullierte mit den Händen, nur wa sie wie üblich viel zu schnell. Vermutlich hatte sie es gesehen, aber ihr Mundwerk war wie immer schneller gewesen. Was nichts Neues für sie war. Auch nicht, das sie mal wieder voll ins Fettnäpfchen gerutscht ist. Das war auch schon typisch für sie. Ich würde darüber grinsen, wenn die Situation nicht so traurig wäre. Im Grunde kannte ich Madison nicht wirklich gut, aber keiner hatte es verdient zu sterben. Ein wenig mehr leid tat es mir um Nick. Wir kamen, wie ich fand, ganz gut miteinander aus. Telefonieren war zwar nicht unsere Stärke gewesen, aber texten ging gut. Ich hatte immer eine Antwort bekommen. Auch wenn die manchmal recht heikel waren.
Nachdem das Thema aber dann doch ziemlich schnell totgeschwiegen wurde, gingen wir langsam weiter zurück zum Bungalow. Alicia schien wirklich eine besondere Bindung zu ihrem Pferdchen zu haben. Irgendwie sah man es ihr an, obwohl ich sonst weniger emphatisch war. Jedenfalls nicht die letzten neun Jahre. Magna bildete da eine Ausnahme. Aber vor ihr konnte ich noch nie etwas verheimlichen. Sie sah es mir aus der Ferne schon an der Nasenspitze an wenn irgendwas passiert war. Ich hielt mich tatsächlich ungewöhnlich zurück. Nur was sollte ich auch groß von mir geben? Weshalb war ich noch mal durch die Gegend gewandert? Als ich meine Hände locker hinter dem Kopf verschränkte und so die Arme etwas streckte, fiel es mir wieder ein. Neun Jahre waren aber auch eine verdammt lange Zeit gewesen.
Obwohl ich Zweifel hegte hier überhaupt noch Batterien zu finden die irgendwie nützlich sein könnten. Ich musste mich wohl entgültig an den Gedanken gewöhnen, den ich so lang vor mich hergeschoben hatte. Tja selbst jetzt blieb noch etwas von meiner Eitelkeit übrig. Woher die auch immer kam. Ich überlegte stumm wie es für mich weitergehen sollte und lauschte dabei dem Gespräch meiner Schwestern. Vor dem Bungalow angekommen blieb ich stehen. Das Pferd passte immerhin nicht hinein und ich war doch ein wenig gespannt ob sie es anbinden, oder lieber frei laufen lassen wollte. Ich wüsste nicht was hier besser wäre. Abhauen konnte es nicht. Es sei denn das Viech wollte über das offene Meer abhauen. Wohl die einzige offene Schwachstelle der Kolonie. Ob es sich lohnte da mal zu schwimmen? Oder war das Meer auch schon von diesen Untoten verseucht? Ich war kein großer Schwimmer, aber wenn wir schon mal hier waren. Trotzdem richtete ich meine Aufmerksamkeit wieder den Damen zu und wartete auf sie. Magna war meistens der Kopf von uns Beiden gewesen, das hatte sich sprichwörtlich eingebürgert. Abgesehen davon kannte sie die Kolonie und ihre Bewohner. Ohne sie wären wohl weder Alicia noch ich hier willkommen gewesen. Es hatte durchaus seinen Reiz, aber ich fürchtete auch irgendwann davon erdrückt zu werden.




@Alicia Clark @Magna McKenzie



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#7

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 26.10.2019 11:40
von Alicia Clark | 150 Beiträge

< --- Wege und Straßen durch die Anlage

Magna zog sie in eine sanfte Umarmung und obwohl sie es nicht gerne zugab, fand sie es schön mal wieder die Nähe eines Familienmitgliedes zu spüren. Es war anders als nur von „Fremden“ umgeben zu sein, auch wenn ihre Gruppe aus Texas wie eine Familie für sie geworden war. Besonders @Charlie Nisenson vermisste sie schon sehr, sie war wie eine kleine Schwester für sie geworden. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten. Magna und Mason würden sie vermutlich für verrückt erklären, wenn sie wüssten, dass sie mit der Person unterwegs war, die auf ihren Bruder geschossen hatte. Sie kannten Charlie aber auch nicht, es hat auch Alicia eine Weile gebraucht, bis sie die Kleine verstanden hatte.
„Ja, immerhin das“, antwortete Alicia und lächelte ihre Halbschwester leicht an. Ob sie für immer zusammenbleiben würden, war sich Alicia noch nicht sicher. Immerhin hatte sie außerhalb dieser Mauern auch Leute getroffen, die es immer wieder zu treffen galt. Das musste sie ihrer Familie ja aber nicht direkt erzählen und wenn sie mal ein oder zwei Tage weg war, würde das auch kein Problem sein. Immerhin hatte sie Luxa, mit ihr war sie mehr als mobil.
Dann meinte Magna ebenfalls, dass sie alle hineingehen sollten und Alicia nickte, folgte ihren Halbgeschwistern. Luxa trottete ihr unaufgefordert hinterher, sie wusste, dass es hier keine Gefahr gab. Außerdem schien es ihr schon besser zu gehen, jetzt da ihre Wunde versorgt war. Alicia war so froh, hier einen Arzt für ihre Stute gefunden zu haben, noch einen Verlust konnte sie gerade wirklich nicht vertragen. Die tiefe Bindung, die sie zu Luxa empfand überraschte sie selbst, aber sie war auch froh drum. Immerhin auf die Stute konnte sie sich immer verlassen.

Alicias Blick huschte während sie zum Bungalow liefen immer wieder hinüber zu Mason. Er war noch nie der größte Redner gewesen, sie hatten selten telefoniert, wenn eher geschrieben. Die engere Bindung hatte er wohl zu Alicias Bruder Nick gehabt, sie hatten auch wenig geredet, mehr geschrieben, aber irgendwie hatten sie sich besser verstanden. Sie wie richtige Brüder zu bezeichnen, wäre wohl etwas zu viel des Guten, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es Mason komplett kalt ließ. Aber Mason war schon immer eher der schweigsame Typ gewesen, kein Vergleich zu seiner Schwester. Alicia richtete ihren Blick wieder nach vorne, betrachtete ihre Halbschwester von hinten. Sie war die Rednerin, wie ein Wirbelwind und hatte eine Menschenkenntnis, die konnte man teilweise nur beneiden. Sie und ihr Bruder waren so eng miteinander verbunden, der Gedanke daran ließ sie leise seufzen. Es waren diese Momente, da vermisste sie Nick schon sehr. So oft sie sich gestritten und angeschrien hatten, wie oft sie gesagt hatte sie würde ihn hassen und ihn für seine Taten auch gehasst hatte, weil sie so dumm gewesen waren, er war immer noch ihr Bruder gewesen. Die Tatsache, dass sie Nicks Leiche nie gesehen hatte, genauso wie die ihrer Mutter, beschäftigte sie noch immer. Eigentlich glaubte Alicia nur noch daran, dass jemand tot war, wenn sie die Leiche gesehen hatte. Aber all die Jahre nun später, es hätte sie zerrissen, weiterhin zu hoffen, dass ihr Bruder oder ihre Mom am Leben waren. Irgendwann hatte sie mit dem Thema abschließen müssen, sonst wäre sie daran zerbrochen. Das alles wussten ihre Halbgeschwister aber natürlich nicht. Nichts, worüber man einfach mal so plauderte.

Vor dem Bungalow angekommen blieb Mason stehen und Alicia ahnte, dass sie nun bei ihrem Ziel angekommen waren. Sie nahm Luxas Zügel in die Hand und sah sich um, ehe sie einen Pfosten entdeckte. Sie müsste Luxa nicht festbinden, die Stute würde nicht ohne sie gehen, aber man wusste ja nicht wer sich hier in der Kolonie so rumtrieb. Klar konnte man die Zügel einfach lösen, aber wenn die Stute festgebunden war, sah es so aus, als würde sie hierhergehören. Was ja auch der Fall war. Als schlang sie die braunen Zügel um den Posten, so gut das mit einem Arm eben ging und versuchte sich daran einen Knoten zu machen, nach dem dritten Versuch klappte es endlich. Dann nahm sie die beiden Satteltaschen von Luxas Rücken und legte sie sich über die nicht verletzte Schulter.
„Und hier wohnt ihr?“, fragte sie dann und stellte sich neben Magna, betrachtete den kleinen Bungalow, dann lächelte sie wieder sanft, versuchte die Stimmung etwas zu heben und Normalität in das Gespräch zu bringen, „Kann man sich nicht beschweren. Man wünschte sich da draußen manchmal sowas zu finden. Aber selbst wenn man sowas gefunden hat, es würde einem nicht lange gehören. Wenn ich ehrlich bin, wäre das auch nichts für mich.“
Sie zuckte mit den Schultern und bereute es sofort. Der stechende Schmerz rauschte ihr wieder durch die Schulter, für einen Moment musste sie die Augen schließen.
„Ich muss wirklich damit aufhören“, murmelte sie mehr zu sich als, dass sie es zu den anderen sprach.


@Mason McKenzie @Magna McKenzie


No one's gone until they're gone



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#8

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 10.11.2019 19:56
von Kimberley McKenzie | 638 Beiträge

(Da Emily nicht mehr im Forum ist, werde ich sie weg schreiben, also das sie abgehauen ist, warum auch immer)

Ja manchmal sprach ich einfach schneller, als das ich nachdachte. Ich war eben ein impulsiver Mensch, aber mit einem großen Herzen. Nach außen hin, wirkte ich auf Fremde jedoch sehr kühl und unnahbar!
Als wir am Bungalow ankamen, sah ich mich um und mir fiel da etwas ein, was Alicias Pferd betraf.
"Hier läuft ein Tiger herum @Shiva sie ist zwar zahm, dennoch könnte sie gefährlich für dein Pferd werden"
Ich hatte keine Ahnung ob das gefährliche Raubtier die Nutztiere hier fressen würde. Hatte mich damit nie befasst gehabt. Nun sah ich meinen Bruder an, jedoch kannte er den Tiger nicht und konnte dazu nicht viel sagen. Garagen gab es hier nicht, so das man Alicias Pferd nicht dort rein stellen konnte.
"Auf der Terrasse vielleicht? So ist es nicht so offensichtlich!"
Scheinbar bedeutete das Pferd meiner Schwester etwas, weswegen ich helfen wollte. Ob es klappte, würde man am nächsten Tag sehen. Müde gähnte ich, es war schon dunkel und bald wollten wir weiter ziehen. Meine alte Truppe hatte ich leider noch nicht gesehen, Sie schienen alle draußen unterwegs zu sein, was ich doch recht schade fand. Ich lehnte an der Tür und sah beide abwechselnd an.

@Mason McKenzie @Alicia Clark
(sorry das es so kurz ist)



Verliere niemals dein Ziel vor Augen, dass kann dir das Leben retten

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#9

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 13.11.2019 20:33
von Mason McKenzie • 523 Beiträge

Endlich waren wir am Bungalow angekommen. Magna war schon wieder viel zu schnell gewesen. Aber auch wieder mal typisch für sie. Irgendwie brachte mich dieser Gedanke zum Grinsen. Selbst wenn es gerade etwas unpassend war. Immerhin hatte Alicia uns gerade mitgeteilt das sowohl ihre Mutter, als auch ihr Bruder gestorben waren. Das war nicht einfach zu verkraften. Ich konnte das gut nachempfinden. Ohne Magna hätte ich wohl auch keine große Lust mehr weiter zu leben. Vielleicht etwas traurig, aber wahr.
Ich schnaubte leicht, dem Pferd nicht ganz unähnlich, als Alicia versuchte die Zügel von Luxa fest zu machen. Ich wollte ihr schon helfen als sie es selbst grade schaffte. Allerdings brauchte sie ihre Sachen heute nicht selbst schleppen. Ich nahm ihr die Satteltaschen ab und warf sie über meine eigene Schulter. "Ich glaub du hast genug zu tragen." Ich nickte auf ihre Schlinge mit dem Arm und sah dann zu Magna. Es sah so aus als wäre sie mit dem Plan nicht ganz einverstanden. Und als sie uns auch verriet wieso nicht, musste ich mich unwillkürlich umsehen. Hier gab es ernsthaft einen Tiger? Hatte ich nicht richtig hingehört, war mir wieder mal was entgangen? Wäre schließlich nicht das erste Mal gewesen. Aber es stimmte wohl. Als ich den nächsten Vorschlag von ihren Lippen ablas, konnte ich mich kaum geirrt haben.
"Ernsthaft? Hier rennt ein Tiger einfach so durch die Gegend?" Gesehen hatte ich den noch nicht und ich war auch nicht sonderlich scharf drauf. Ich war zwar viel zu zäh als Sushi, aber einem hungerndem Tiger wäre das wohl so ziemlich egal gewesen. Leider gab es hier tatsächlich weder eine Garage, noch einen Schuppen der groß genug für ein Pferd wäre. Fragend sah ich von der Einen zur Anderen. Alicia würde sicherlich nicht einfach so ihr Pferdchen unbeaufsichtig stehen lassen, wenn es in Gefahr war. Immerhin hatte sie alle Mühe auf sich genommen um es zu retten und dem entsprechend versorgen zu lassen. Ich atmete schwer durch weil mir leider auch nichts einfiel. "Können wir Luxa nicht irgendwie in den vordertsen Raum buchsieren und wir schlafen einfach im Raum daneben?" Ich zog fragend die Brauen hoch. Diesmal war ich derjenige, der mit den Schultern zuckte. Das war immer noch besser als sie draußen stehen zu lassen wo sie am nächsten Morgen als Gerippe enden konnte. Wenn es keiner sah, konnte sich wohl auch niemand beschweren. Trotzdem war mir gerade nicht ganz wohl dabei das so ein gefährliches Viech hier rumrannte. Zahm oder nicht.





@Alicia Clark
@Magna McKenzie



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#10

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 01.12.2019 12:27
von Alicia Clark | 150 Beiträge

Als Mason ihr die Satteltaschen abnahm, lächelte sie ihn dankbar an.
„Danke dir“, sagte sie und nickte, er hatte wohl Recht. Sie würde sich erst noch daran gewöhnen müssen, wieder jemanden an ihrer Seite zu haben, der ihr manchmal auch Lasten abnahm. Jemand anderes, als ihre Stute. Luxa war zwar auch eine treue Begleiterin, besonders eine gute Zuhörerin, aber sie gab Alicia selten guten Antworten. Wie auch, sie war ein Tier.
Gerade hatte sie Luxa festgebunden, da machte Magna sich auf eine Tatsache aufmerksam. Alicia glaubte sich verhört zu haben. Bitte was? Ein Tiger?
Ungläubig sah sie ihre Halbschwester an, dann warf sie einen Blick über die Schulter. Pferde, Kühe, Ziegen, dass waren alles Tiere ohne Problem, aber ein Tiger? Und warum lief der bitte frei herum?! Mason schien diese Information bisher auch noch nicht gehabt zu haben, seine Reaktion entsprach in etwa der, von Alicia selbst. Wer kam bitte auf die Idee einen Tiger einfach frei herumlaufen zu lassen? Das war ja lebensmüde! So ein Tiger war ein Raubtier, unkontrolliert, wenn er Lust hatte, konnte er einen Menschen einfach zu zerfleischen. Und dann hatten sie hier auch noch keine Waffen, die hatte Alicia vorn am Eingang abgeben müssen. Das war ja eine verrückte Kolonie hier, wo war sie nur wieder hereingeraten?
„Also dann werde ich Luxa definitiv nicht hier draußen lassen“, sagte Alicia ehrlich und löste die Zügel wieder, die sie gerade so mühevoll festgebunden hatte. Magna schlug vor sie auf die Terrasse des Bungalows zu bringen, aber dort war sie ja quasi genauso ungeschützt, wie vor dem Haus. Der Tiger konnte Luxa sicherlich riechen, immerhin war er ein Raubtier, da könnte sie Luxa auch vor dem Haus stehen lassen.
Masons Vorschlag, Luxa in das Haus zu bringen klang schon besser, abschätzend sah Alicia sich den kleinen Bungalow an. Ihr Blick wanderte von Luxa zum Bungalow, dann seufzte sie, „Uns wird wohl nichts Anderes übrigbleiben, oder? Wenn hier wirklich ein gefährlicher Tiger herumläuft, der einfach Luxa fressen könnte, will ich sie in Sicherheit wissen. Dafür haben wir zwei schon zu viel durchgestanden, als, dass ich sie einfach hier draußen lasse. Komm meine Schöne.“
Sie schnalzte mit der Zunge und die schöne Stute setzte sich in Bewegung, auch wenn ihr Blick skeptisch war.
„Ist schon okay“, sagte Alicia leise zu ihr und lächelte, ging mit ihr auf die kleine Eingangstür zu. Zunächst sträubte sich Luxa ein wenig, nach etwas gut zureden, zog sie den Kopf ein und folgte Alicia tatsächlich in das kleine Haus. Vorsichtig führt Alicia sie durch den schmalen Hausgang und dann in das nächstbeste Zimmer, dass sie fand. Sie verschob ein paar der Möbel, dann war Luxa untergebracht.
„Toll gemacht Luxa“, sagte Alicia sanft und streichelte ihr über die Blässe, die Stute schloss kurz die Augen, „Es ist nur zu deinem Besten. Ich will nicht, dass dir was passiert.“
Alicia lächelte sanft, dann ging sie aus dem Zimmer hinüber zu den anderen beiden. Mason und Magna waren in einer Art Wohnzimmer mit Küche.
„Es wird irgendwie schon passen“, meinte Alicia und nickte lächelnd, „Guter Vorschlag Mason. Es wird schon gehen für die kurze Zeit, die wir noch hier sind.“
Seufzend setzte sich Alicia an den Tisch, sah dann zwischen ihren beiden Geschwistern hin und her.
„Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, euch endlich gefunden zu haben“, sagte sie dann offen und ehrlich.

@Magna McKenzie
@Mason McKenzie


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#11

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 15.12.2019 20:01
von Mason McKenzie • 523 Beiträge

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#12

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 06.01.2021 18:59
von Lyanna Lockhart | 3.135 Beiträge

Es war als wäre sie einen Moment lang blind. Wie ein Mensch der gerade das Licht der Welt erblickt hatte oder gar wie jemand der gerade zum letzten Mal das Licht sah bevor man gekonnt abtreten konnte. Und dann wurde alles klarer. Lyanna's Unterbewusstsein erkannte die Umgebung. Die Umgebung, der Basar der ihr gleichzeitig so vertraut aber auch so fremd vorkam. Ein Ort, der sich anfühlte als wäre sie erst vor Jahrhunderten das letzte mal dort gewesen. Sie nahm gar nicht richtig wahr das sie mit ihrer Schulter gegen andere Leute stieß, die sich hier versammelt hatten. Leute aus dem Untergrund die gerade noch fliehen konnte, verletzt oder gar noch gerade mit dem Leben davon gekommen aber auch Leute des Basars, die wie Henry und die anderen Leute der Cottage durch den lauten Knall und die Erschütterung wohl aufmerksam geworden waren. Doch das nahm die Dunkelhaarige nicht wirklich wahr. Das einzige was sie wirklich wahrnahm war ab und an Henry's Stimme die Lyanna immer wieder sagte das sie sich auf ihren Atem konzentrieren sollte. Womöglich aus Angst, Lyanna könnte sonst wirklich hyperventilieren und letztendlich ohnmächtig werden und ganz ehrlich Lyanna fühlte sich auch genau so. Es war als würde jemand mit Gewalt auf ihre Brust drücken, ihr den Sauerstoff zum Atmen rauben. Sie hatte immer noch dieses Rauschen, dieses Zischen in ihrem Ohr gepaart mit ihrem schnell schlagenden Herzen. Und immer wenn Lyanna nach unten sah, ihre zitternden, blutverschmierten Hände erblickte wurde ihr Atem immer wieder ein ticken Schneller und lauter. Sie konnte nicht klar denken erst als einer der Cottage Männer schließlich fragte wo Elijah war hob Lyanna den Kopf an und zeigte irgendeine Art von Reaktion. Doch Henry wusste es auch nicht und schüttelte den Kopf. Lyanna realisierte schließlich langsam wo sie war, was passiert war und das ihre Hosenbeine bis zur Knie klatsch nass waren durch das aufsteigende Wasser dem auch sie mit den anderen gerade so entkommen war. Merkwürdig wie ein schreckliches Ereignis einem die ganze Angst vor dem nehmen ließ, was Lyanna eigentlich fürchtete. „Wir müssen wieder runter.“ keuchte die Dunkelhaarige, schwer nach Luft ringend, was dazu führte das sich die Köpfe zu ihr drehten. „Wenn El nicht hier ist dann ist er noch unten, wir müssen nochmal runter!“ wiederholte sich die Dunkelhaarige worauf einer der Männer der Cottage Henry einen Blick zu warf. 'Lyanna …' sprach dieser nur. 'Das ganze Gebiet steht unter Wasser.' wollte er es ihr klar machen. Eine Aussage, die Lyanna komplett den Boden unter den Füßen wegriss. Doch gerade als Lyanna reagieren wollte bildete sich Unruhe in den Reihen der restlichen Leute, worauf die Dunkelhaarige letztendlich auch ihre Aufmerksamkeit darauf lenkte. Es war Elijah der sich gerade seinen Weg, sichtbar erschöpft durch die Leute bahnte. Lyanna konnte in diesem Moment nicht beschreiben wie sehr ihr die Last vom Herzen fiel als sie den Dunkelhäutigen lebend erblickte. Für einen Moment vergaß sie all das Schreckliche, was ihnen in den letzten Wochen passiert war. „El...“ hauchte die Dunkelhaarige mit einem deutlich hörbarem, erleichterten Keuchen während sie sich von Henrys Berührung an ihrer Schulter löste und einige Schritte nach vorne in Elijah's Richtung machte. Ihre Blicke trafen sich für einen Moment und so schnell wie Lyanna's Lächeln gekommen war verschwand es auch wieder, als sie merkte das etwas nicht stimmte und im nächsten Moment ging Elijah zu Boden. „El!“ rief die Dunkelhaarige nur und dachte nicht weiter nach sondern lief sofort zu ihm, rutschte förmlich auf die Knie. „Hey... Hey! Nein … nein … tu mir das jetzt ja nicht an.“ sprach die Dunkelhaarige panisch. Sie versuchte Elijah auf den Rücken zu drehen, doch sie schaffte es nicht worauf sie noch panischer wurde und sich noch hilfloser fühlte. „El … steh auf. Steh auf!“ flehte die Dunkelhaarige schon fast ehe sich die anderen um sie versammelten. Lyanna wollte nicht von Elijah ablassen aber sie alleine konnte ihn nicht hier weg bringen, das wusste sie. Widerwillig ließ Lyanna von dem Dunkelhäutigen ab. Und ab da ging es ganz schnell das Lyanna's Zustand es gar nicht mehr wirklich verfolgen konnte. Sie sah nur wie die Leute der Cottage Elijah auf den Rücken drehten, einer kontrollierte seinen Puls, andere verzogen das Gesicht wegen seinen Wunden. Dennoch egal was sie taten, sie waren eben keine Ärzte, keine Mediziner und das wusste auch Henry und ehe Lyanna blinzelte trugen sie den ehemaligen Soldaten zu ihrem Fahrzeug. Lyanna zuckte zusammen als sie Henry's Hände auf ihren Schultern spürte. Erst jetzt bemerkte sie das ihre Augen von Tränen unterlaufen waren und das Elijah nicht mehr vor ihr da lag. Alles was sie sah und fühlen konnte war …. den Tod. 'Komm wir gehen nach Hause.' murmelte Henry. Ein Satz der Lyanna aus ihrer Schockstarre befreite und sie langsam aufstehen ließ. Henry ließ Lyanna los, ein anderer aus der Cottage führte Lyanna zu einem weiteren Fahrzeug, während Henry noch mit den Leuten des Widerstandes sprach. Er musste wissen was passiert war. Ob noch eine zukünftige Bedrohung herrschte. Lyanna spürte nur den weichen Saum des Rücksitzes an ihrem Rücken während sie zu dem anderen Jeep aus dem Fenster blickte worin Elijah lag. Lyanna verdrehte nur erschöpft die Augen, während sie mit einem 'Hey du! Halt die Augen offen!' das Bewusstsein verlor und alles schwarz wurde.

Lyanna riss förmlich die Augen auf als sie spürte wie ihr Bewusstsein immer mehr in ihren Körper zurückkehrte. Begleitet von dem Echo eines weinenden Babys richtete sich die Dunkelhaarige vor Schreck ruckartig auf. Etwas was sie im gleichen Moment noch bereute. Ihr Gesicht verzog sich schmerzvoll während ein schmerzvolles keuchen ihre Lippen verließ. Ihre Hand fuhr sofort zu ihrem Schlüsselbein. Sie war nicht mehr auf dem Basar gewesen, noch in dem Jeep. Sie lag in einem Bett, hatte saubere Kleidung an. Zu dem hatte jemand das Blut von ihrer Haut, ihren Händen entfernt. Mit zitternden Händen zog sie den Stoff ihrers Oberteils nach vorne, so das sie nach unten blicken konnte und die Naht an ihrer Wunde entdeckte. Jemand hatte diese gesäubert und genäht. Sie war auch nicht im Clubhaus. Ihr Blick glitt langsam nach oben auf einen Beutel, gefüllt mit einer durchsichtigen Flüssigkeit verbunden mit einem Zugang in ihrer Armbeuge. Sie war im Cottage. Bei diesem Arzt wo sie noch vor ein paar Wochen mit Elijah war. Als sie das realisierte schloss sie einen kurzen Moment die Augen ehe ihr Blick zur Seite glitt und sie den Dunkelhäutigen entdeckte, der ebenso in einem Bett lag. „El...“ keuchte die Dunkelhaarige mehr benommen als klar. Sie bekam natürlich keine Reaktion. Lyanna griff sich ohne Nachzudenken in die Armbeuge, zog den Zugang mit einem kurzen schmerzlichen Zucken aus ihrem Arm heraus. Keuchend und mit deutlichen Schmerzen richtete sich die Dunkelhaarige auf. Sie wollte zu Elijah. Sie musste... zu Elijah. Doch als sich das Gewicht auf ihren Füßen verlagerte, verlor die Dunkelhaarige direkt wieder das Gleichgewicht, kippte direkt nach vorne. Lyanna fiel auf die Knie, konnte sich mit ihren Händen aber gerade so noch abfangen bevor ihr Gesicht Bekanntschaft mit dem kalten Boden machte. „El...!“ rief Lyanna nun etwas lauter, deutlich angestrengt von der wenigen Bewegung. Langsam krabbelte die Dunkelhaarige auf allen vieren, den kurzen Weg hinüber zu seinem Bett ehe sie sich angestrengt daran hochzog. Ihr ganzer Körper fühlte sich so schwach an. Lyanna keuchte als sie endlich neben Elijah auf dem Bett saß. „Hey El … mach die Augen auf.. bitte.“ sprach die Dunkelhaarige sanft und ließ ihre Hände sanft um sein Gesicht fahren. Er fühlte sich wärmer an, nicht so kalt wie am Basar. Sein Brustkorb hob sich aber schwach. „Ich bin's Lyanna.“ hauchte die Dunkelhaarige weiter ehe sie sanft mit ihren Daumen über seine Wange strich. Elijah reagierte immer noch nicht und Lyanna's Herz brach. Tränen quollen aus ihren Augen und Lyanna schluchzte ehe sie ihre Hände von seinem Gesicht zog und ihre Stirn kurz auf seiner ruhen ließ. Sie wusste nicht was los war, warum Elijah nicht einfach seine Augen öffnete und sie in seine Arme schloss. Das er offensichtlich nicht nur schlief wusste die Dunkelhaarige. „Es tut mir Leid.“ schluchzte die Dunkelhaarige weiter unter Tränen. „Ich hätte nicht weglaufen sollen. Ich hätte bei dir bleiben müssen und dann wäre jetzt alles anders verlaufen.“ Lyanna schloss nur gequält die Augen. Eine Weile lang verblieb sie so, ihre Hand hatte zu seiner unter der Bettdecke gefunden und sie fest verschlossen. 'Warum hast du es dann getan?' hörte sie Elijah's Stimme in ihrer Einbildung und Lyanna riss die Augen auf, schreckte ruckartig zurück, was dazu führte das die Dunkelhaarige mit einem lauten Poltern von Elijah's Bett fiel. Mit aufgerissenen Augen und deutlich beschleunigtem Atem sah sie den Dunkelhäutigen an, der sich keinen Zentimeter bewegt hatte. Seine Augen waren immer noch geschlossen und sein Brustkorb hob sich immer noch leicht. In diesem Moment öffnete sich die Tür und eine junge Frau mit schwarzen Haaren trat hinein. Sie hatte sie schon einmal gesehen als sie mit Elijah hier war. „Hey. Es ist alles gut. Was machst du außerhalb vom Bett?“ fragte Anna, die Schwester von Jason, dem Arzt nur deutlich verwirrt und im nächsten Moment spürte die Dunkelhaarige auch schon ihren Arm der ihr aufhalf so das sie sich auf die Bettkante sitzen konnte. „Ihr Beide habt ne scheiß Menge Blut verloren obwohl du deutlich mehr Glück hattest als er hier.“ Lyanna kniff nur gequält wieder die Augen zusammen. „Was ist mit El … wieso macht er nicht die Augen auf?“ wollte Lyanna nur wissen. „Gib ihm Zeit. Er hatte eine menge, infizierter Wunden und - „ Anna sah nur den Schrecken in den Augen der Dunkelhaarigen, der mit jedem ihrer Worte schlimmer wurde und Anna seufzte nur. „Er brauch einfach... ein paar Tage mehr um sich zu erholen. Aber in diesem Zustand bist du keine Hilfe für ihn also ...“ Anna deutete auf das Bett. Lyanna blickte die Dunkelhaarige vor sich nur an ehe sie wieder zu Elijah blickte und dann nur langsam nickte ehe sie langsam ihre Beine zurück ins Bett hob. Keuchend blickte diese nur hoch zur Decke als sie immer noch das leichte Echo eines weinenden Babys wahrnahm. „Hörst du das?“ fragte die Dunkelhaarige nur bevor Anna wieder den Raum verließ. „Das weinende Baby ...“ ergänzte sie und Anna blickte sie mehr als verwirrt an. „Hier ist kein Baby Lyanna. Ruh dich jetzt aus.“ Lyanna atmete hörbar aus. „Ich wünschte ich wäre gestorben.“ kam es plötzlich nur aus ihr. Ihr Blick richtete sich wieder auf Anna. Man konnte der Schwarzhaarigen ansehen wie sie über diese Worte nachdachte. „Ich glaube das fände er hier nicht so super.“ Anna's Hand strich sanft eine Strähne aus Lyanna's Gesicht. „Wir alle sterben irgendwann. Und egal was da unten passiert ist, es ist jetzt vorbei. Du bist am Leben. Und das wirst du noch früh genug realisieren.“ Anna zog ihre Hand weg ehe sie sich aufrichtete und das Zimmer langsam verließ. Die Dunkelhaarige lag nur da, biss sich auf ihre Lippen, kämpfte erneut gegen weitere Tränen an. Die Schamanin und ihr Baby, es ging ihr nicht aus dem Kopf. Doch viel schlimmer war der Gedanke gewesen das sie Elijah nicht helfen konnte. Sie hatte ihre eigene Wut und ihre eigene Rache vor dem eigentlichen Ziel gestellt. Isaac. Hätte Lyanna das nicht getan, wäre Elijah deutlich heilvoller aus dieser Sache rausgekommen und …. ein Ungeborenes hätte nicht sterben müssen.

@Elijah Magoro


Dead doesn't mean Gone

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#13

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 10.01.2021 11:46
von Elijah Magoro | 558 Beiträge

Elijah bekam von all dem Trubel um ihn nichts mehr mit. Mit dem letzten Blinzeln, als er nur den hellen Staub auf dem Boden unter sich erkannt hatte, waren seine Augen nicht mehr aufgegangen. Er spürte weder, wie ihn die Männer aus der Cottage umdrehten, einigen beim Anblick seiner infizierten Wunden schlecht wurde, und schließlich in einen der Jeeps legten. Sein Körper war so still, als wäre er schon nicht mehr von dieser Welt und es hätte wohl keine zwei Tage mehr gedauert, da wäre er wirklich von der Schippe gesprungen. Sie hatten es gerade noch rechtzeitig geschafft von da unten herauszukommen.
Die Fahrt zum Cottage ging so schnell der Jeep fahren konnte, es gab keinen Gedanken an eventuellen Benzinverbrauch, sondern nur die Gewissheit, dass jede Sekunde zählte und man Elijah so schnell wie möglich zu Jason bringen musste.
Dort angekommen machte sich Jason sofort an die Arbeit, Lyanna, die ebenso bewusstlos in die kleine Praxis gebracht wurde, bekam einen kleinen Check und wurde als weniger dringlich eingestuft. Die Wunde an ihrem Schlüsselbein war auch behandlungsbedürftig, aber erst später. Es kostete Jason einige Zeit und einige Ressourcen um den jungen Dunkelhäutigen wieder stabil zu bekommen, war auch ihm vom ersten Moment klargewesen, dass es um den ehemaligen Soldaten nicht gutstand. Was er nur immer trieb, dass er quasi halbtot bei Jason auf der Pritsche lag?
Als auch Lyannas Wunde schließlich versorgt, beide Patienten einen Zugang mit Flüssigkeit hatten und sauber angezogen waren, ließ sich Jason erschöpft nieder. Er hatte zwar natürlich Unterstützung bekommen, trotzdem waren Momente wie diese, zum Glück, sehr selten. Wie hatte er es früher nur geschafft täglich mehrere Operationen oder Operationen die mal 12 oder 15 Stunden dauerten durchzuhalten? Tja, der Körper verweichlichte sehr schnell.

Es war am nächsten Tag gegen Nachmittag, als Anna ihren Bruder darüber informierte, dass Lyanna wohl erwacht war. Doch als der dunkelhäutige Arzt den kleinen Behandlungsraum betrat, schlief auf die Dunkelhaarige wieder tief und fest. Auch, wenn ihre Verletzungen wohl nicht so schlimm waren wie die ihres Freundes, war auch ihr Körper durch schlechte Ernährung, Dehydrierung und Erschöpfung einfach am Ende seiner Kräfte. Mit ruhigen Händen legte er ihr den Zugang erneut, er konnte das so gut, dass sie davon gar nicht aufwachte und kontrollierte nochmal die Wunden des ehemaligen Soldaten. Sein Fieber war noch hoch, aber es ging langsam herunter, würde er aber wohl noch zwei oder drei Tage in diesem Zustand verbringen müssen. Heute war Dienstag, Jason rechnete gegen Freitag oder Samstag mit einer wirklichen Verbesserung des Zustandes von Elijah.
Am nächsten Tag, es war nun Mittwoch, vernahm Jason ein Geräusch als er gerade mit sauberer Handschrift seine Notizen über den Gesundheitszustand der beiden machte. Ruhig hob er den Kopf, als er den Satz zu Ende geschrieben hatte und steckte den Deckel auf den Füller. Sein heller Blick legte sich auf Lyanna, die sich mit Mühe in ihrem Bett aufsetzte. Elegant stand er von dem Stuhl auf und ging zu ihr hinüber.
„Hallo Lyanna“, begrüßte er sie und lächelte kurz, nicht, weil er freundlich sein wollte, sondern, weil er wusste, dass dies sich psychologisch positiv auf den Patienten auswirkte.
„Ich sehe dir geht es besser. Deine Wunde an deinem Schlüsselbein habe ich versorgt, die war nicht so tief, dass sie wirklichen Schaden angerichtet hat, aber es wird eine Narbe zurückbleiben“, erklärte er, ohne dass die Dunkelhaarige bisher etwas gesagt hatte, „Ich werde sie mir nun nochmal ansehen und den Verband wechseln. Solltest du bis heute Mittag keine Probleme mit deinem Kreislauf haben, darfst du gehen.“
Routiniert entfernte Jason das Pflaster von Lyannas Wunde und betrachtete die Wunde, nickte dann und griff auf eines der kleinen Tischchen. Dort lag natürlich vorbereitet, alles, was er zur Behandlung der Dunkelhaarigen brauchte. Die Wunde war schnell wieder versorgt und er trat zurück, „Wie fühlst du dich?“
Er sah ihren Blick, der nicht wie gewöhnlich in einem Gespräch bei dem Gegenüber lag, sondern eher wie bei ihm häufig an den Leuten vorbei war. Ihrem Blick gefolgt, sah er, dass sie nur Elijah anblickte.
„Ah, du möchtest wissen, wie es Elijah geht“, schlussfolgerte er für sich selbst daraus und war sehr stolz auf sich, dass er das erkannt hatte, nachdem die Dunkelhaarige nur nickte.
„Elijah war kurz davor zu sterben“, sagte Jason ruhig aber auch sehr direkt, „Es hätten wenige Stunden mehr gereicht und er würde nicht mehr hier liegen. Aber dies ist nicht der Fall, er atmet, sein Puls wird stärker und seine Temperatur wird sich voraussichtlich in den nächsten 48 Stunden beginnen zu senken. Die infizierten Wunden an seinem Bauch waren das Hauptproblem, vom Aussehen her scheinen sie von einem Tier zu stammen. Henry hat mich darüber unterrichtet, von welchem Ort ihr kommt und so wie die Wunden verarztet waren, scheint dort kein guter Arzt gearbeitet zu haben. Die Schusswunde an seinem Arm war nicht sonderlich tief, aber hat ihm wohl durch den zusätzlichen Blutverlust das Bewusstsein genommen. Er war kurz davor eine Sepsis, eine Blutvergiftung, zu erleiden. Wäre es dazu gekommen, hätte ich ihn nicht retten können. Selbst in der alten Welt ist etwa ein Viertel der Patienten unter intensivmedizinischer Betreuung an einer Sepsis verstorben und wir können hier keine intensivmedizinische Betreuung bieten. Doch es war bei Elijah noch nicht der Fall. Ich habe die Wunden intensiv gereinigt und nun verbunden. Er wacht nicht auf, weil er noch im Fieber liegt. Die nächsten 48 Stunden sind entscheidend, doch ich gehe davon aus, dass sich bis Freitag eine Besserung einsetzt. Solange kannst du nichts tun, als abzuwarten. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass es den Patienten unterstützt, wenn Angehörige bei ihnen sind, also empfehle ich dir das. Aber auch du sollst dich ausruhen, dein Körper braucht Kraft. Falls du noch weitere Fragen hast, ich bin hier anzutreffen.“
Jasons stand noch kurz da, blickte Lyanna einen kurzen Moment an, dann drehte er sich auf der Stelle um und setzte sich zurück an seinen Schreibtisch. Dort öffnete er wieder den Füller und schrieb weiter ordentlich seine Behandlungsnotizen.

In Elijahs Kopf passierten ganz andere Dinge. Zu Beginn seiner Bewusstlosigkeit war da nichts gewesen als Leere, ein nichts aus Schwarz, in dem er vor sich hintrieb, es existierte nichts, keine Zeit, kein Raum. Wann es sich veränderte wusste Elijah nicht, es war nur wie ein dumpfer Schlag, als er blinzelnd die Augen öffnete. In seinen Ohren hörte er das Rauschen des Meeres, das Kreischen von Möwen und er schmeckte Sand auf seiner Zunge. Den hellen Sand konnte er auch erblicken und als er sich auf die Knie erhob, fuhr er sich ins Gesicht. Er spürte seinen Bart und den darin verstreuten Sand, wischte ihn sich aus dem Gesicht und spuckte den Sand aus seinem Mund aus. Die Sonne schien so hell, alles um ihn herum war so hell, dass er erstmal die Hand vor die Augen legen musste und sich gegen dieses Licht abschirmen musste. Langsam begann sich die Umgebung um ihn aufzubauen, der Strand war lang und hell, ein paar Steine lagen herum und große Baumstämme die wohl angespült worden waren, schon ganz hell und ausgetrocknet. Dahinter erhoben sich steile Hänge aus ebenso hellem, fast weißem Stein und darüber dann ein Wald aus Bäumen.
Elijah spuckte erneut Sand aus, den er noch auf den Zähnen spürte und erhob sich, klopfte sich die Kleidung ab. Er war barfuß, trug eine helle Hose und ein lockeres, weißes Leinenhemd. Es war warm, oder zumindest war ihm nicht kalt, während er den Strand in die eine Richtung hinauf und in die andere Richtung herunterblickte. Es war niemand hier, er war alleine. Doch er hatte auch nicht das Bedürfnis von hier wegzugehen.
Ein paar Schritte später ließ er sich auf einem der Baumstämme nieder und fuhr sich mit der Hand über seine feinsäuberlich rasierte Glatze. Das hier musste ein Traum sein. Oder irgendwas in die Richtung. Denn mittlerweile wuchsen ihm eigentlich schon wieder einige Haare auf dem Kopf und sein Bart war deutlich länger, als das, was er vorhin gespürt hatte. Seufzend stützte er sich nach hinten auf dem großen Baumstamm ab und ließ den Blick über das wunderschöne Meer gleiten. Es war wirklich unglaublich schön hier, wo dieser Ort wohl war? Oder vielleicht existierte er ja auch nur in Elijahs Kopf. War auch egal im Moment, denn er fühlte sich einfach pudelwohl hier. Ein sanftes Lächeln wanderte auf seine Lippen und er seufzte erneut entspannt, genoss das Gefühl der Sonne auf seiner Haut. Als er an sich herunterblickte, sah er seinen Oberkörper, so trainiert wie immer, doch darauf keine Narben, keine Tattoos. Er war quasi wieder wie reingewaschen, alles, was er seinem Körper oder jemand anderes seinem Körper angetan hatte, war wie weggewaschen. Als hätte er sich nie mit dem Bären angelegt, sich nie das Tattoo für Lyanna und seine gefallenen Kameraden stechen lassen und wäre vor allem nie dort unten in dieser Arena gestanden. Es war auch, als würde ihn das alles nicht mehr belasten, als wäre auch sein Gewissen wie rein, sauber, alles plötzlich nicht mehr so schlimm.
Wie lang er da saß, die Sonne genoss, das Geräusch der sich brechenden Wellen, wusste Elijah nicht. Doch irgendwann erblickte er eine Gestalt die auf ihn zukam, langsam und entspannt, ebenso wie er barfuß und in helle Kleidung gesteckt. Neugierig setzte er sich aufrechter hin und hob erneut die Hand gegen die irgendwie immer noch an der gleichen Stelle stehenden Sonne. Die Person kam immer Näher und Näher, bis Elijah irgendwann erkannte, um wen es sich handelte. Die dunkle Haut, die dichten, kurzen Haare und der fein gepflegte Bart, die sanften Lachfalten unter den Augen und dieser immer freundliche, liebevolle, gütige Blick.
„Dad!“, rief Elijah laut und erhob sich von dem Baumstamm, hob den Arm in die Luft und winkte seinem Vater zu. Dieser machte noch ein paar Schritte und blieb dann stehen, sah ihn einfach nur an.
„Dad! Ich bin’s!“, rief Elijah erneut und machte ein paar Schritte auf seinen Vater zu.
„Elijah!“, rief sein Vater und als der ehemalige Soldat diese tiefe aber so warme Stimme hörte, durchfuhr ihn ein wohliger Schauer. Wie, wenn man ein gutes Musikstück hörte, dass einen einfach tief berührte. So war es für ihn in diesem Moment die Stimme seines Vaters zu hören. Irgendwie konnte er es nicht glauben, dass sein Vater nun so wirklich da vor ihm stand.
„Dad!“, rief er erneut und lächelte nur breiter, aber irgendwie auch so ungläubig.
„Elijah“, antwortete sein Dad wieder und Elijah machte noch ein paar Schritte auf ihn zu.
Dann standen sie einfach nur da, sahen sich an, das Lächeln auf Elijahs Gesicht verschwand und er wurde irgendwie ernst. Die beiden Magoro-Männer sahen sich an, in Elijah stiegen Gefühle auf, er vermisste seinen Vater sehr, vermisste es ihn spüren zu können, um Rat zu fragen, immer gute Antworten zu bekommen.
„Was tust du hier, Dad?“, fragte Elijah nach einer Weile, die beiden Männer standen noch immer ein gutes Stück voneinander entfernt.
„Die Frage ist, was tust DU hier, mein Sohn?“, stellte sein Vater die Gegenfrage und Elijah antwortete nicht. Er machte wieder ein paar Schritte nach vorne, wollte endlich zu seinem Dad, ihn in die Arme schließen, seine starken Arme um sich herum spüren. Doch irgendwie schien der Abstand zwischen ihm und seinem Dad immer gleich zu bleiben, egal wie viele Schritte er machte.
„Ich kann dich nicht erreichen Dad!“, rief Elijah dann und verzog verwirrt das Gesicht, „Irgendetwas lässt mich nicht zu dir gehen!“
Sein Dad sah ihn nur an mit diesem sanften, liebevollen Blick.
„Ach Elijah, verstehst du es nicht?“, fragte sein Dad erneut. Er bekam von ihm irgendwie keine Antworten, nur immer mehr Fragen und Fragen.
„Was Dad? Was soll ich nicht verstehen?“, Elijah wurde ungeduldig, er wollte zu seinem Dad! Er wollte ihn wiederhaben! Mit ihm vereint sein!
„Sohn… sieh dich um…“, wies ihn sein Dad an und Elijahs Blick glitt um sich herum.
Der Strand war leer, niemand außer ihm und seinem Dad, der noch immer ein gutes Stück von ihm entfernt stand.
„Ich… was soll ich sehen Dad?“, fragte Elijah und ballte die Hände zu Fäusten. Sein Blick wurde wütend, er verstand nicht, was das ganze hier sollte.
„Schau… und sieh!“, rief sein Dad und plötzlich wurde alles heller, ein kräftiger Wind zog auf und Elijah sah alles wie im Film vor sich. All die Leute der Rider, lachend, glücklich mit einem Bier in der Hand. Ebenso am Cottage… Thomas, mit den schwarzen Schonern um seine Hände, wie er konzentriert gegen den Dummy schlug, er ihm gegen den Kopf zurückknallte und der kleine Marshall vor Lachen sich nicht mehr ein bekam. Seine Schwester, die sich gegen seine Schulter lehnte und sie beide auf dem Dach des Clubhauses saßen, einen schönen Sonnenuntergang hinter den Baumwipfeln verschwinden sahen.
Lyanna… der Name hallte in Elijahs Kopf und es kamen dutzende und aber dutzende Bilder in seinen Kopf. Ihr Gesicht, lachend… weinend… entspannt… angestrengt… so wunderschön… Er sah zu, wie sie sich morgens aus dem Bett erhob, ihr wunderschöner Rücken von den ersten Strahlen des Sonnenlichts so atemberaubend beleuchtet wurde… Elijah streckte die Hand aus, fuhr mit dem Zeigefinger die leichte Kuhle an ihrem Rücken entlang, unter der sich ihre Wirbelsäule befand… spürte sofort die Gänsehaut auf ihrem Körper, die sich ausbreitete, nur wegen seiner Berührung… Ihr Kopf, wie sie ihn zu ihm umdrehte und ihn so befreit und ehrlich anlächelte, die Augen voller Liebe und Zuneigung…
„Siehst du Sohn… siehst du es jetzt?“, hörte er die Stimme seines Vaters wieder und der Wind flachte ab, sie standen wieder am Strand und sein Vater nun nur noch wenige Meter vor ihm. Im Sand zwischen ihnen war eine Linie gezeichnet, von seinem Dad der den Stock noch in der Hand hielt.
„Ja Dad… ich sehe es jetzt“, hauchte Elijah und er spürte eine einzelne Träne über seine Wange in seinen Bart hinablaufen.
„Verstehst du jetzt auch warum…?“, hakte sein Dad nach und Elijah nickte.
„Gut… und jetzt… WACH AUF!“, rief sein Dad und stieß ihm mit dem Stock gegen die Brust.

Mit einem Stöhnen verzog Elijah erst das Gesicht, öffnete dann blinzelnd die Augen. Zuerst sah er nur die helle Decke eines Zimmers, stöhnte erneut, als dann der Schmerz durch seinen Körper zog. An seinem Bauch, seitlich, an seinem Arm, irgendwie tat ihm der ganze Körper weh.
„Ahh…“, hauchte er nur sehr leise und hob seinen weniger schmerzhaften Arm, spürte daran eine Schnur, doch ignorierte sie. Er hob die Hand zum Gesicht und fuhr darüber, ehe er die Augen schließlich ganz öffnete und den Kopf zur Seite drehte. Er erblickte ein Fenster, es war Dunkel draußen. Dann füllte sich sein Kopf mit Erinnerungen, er erkannte, wo er sich befand. In Jasons Praxis, im Cottage. Sie waren in Sicherheit. Nicht mehr bei Isaac, nicht mehr auf dem Basar, nicht mehr in der absoluten Hölle.
Sanft drehte er den Kopf zur anderen Seite und konnte nicht anders als sanft zu Lächeln. Elijah erkannte Lyanna, die mit gesenktem Kopf an seiner Bettseite saß, die Augen geschlossen und sanft schlief. Ihre Hand war um seine gelegt, so warm und angenehm. Sanft bewegte er die Hand und strich mit dem Daumen über ihren Handrücken und als sie den Kopf hob, lächelte er sie an und krächzte mit schwacher Stimme, „Hey Schönheit…“
Sein Blick voller Liebe und Zuneigung ihr gegenüber und einfach nur Erleichterung, dass sie beide noch lebten. Es war Freitagabend. Jasons Vermutungen hatten sich bestätigt.

@Lyanna Lockhart





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#14

RE: Vor dem Bungalow

in Leerstehender Bungalow 16.01.2021 15:01
von Lyanna Lockhart | 3.135 Beiträge

Wenn man nach den Gedanken der Dunkelhaarigen gehen würde, hätte sie in dieser Nacht kein Auge mehr zugemacht. Besonders nicht nach diesen Worten die sie so selbstlos ausgesprochen wurden. Ja ein Teil von Lyanna wünschte sich wirklich das sie gestorben sei, doch sie konnte sich noch nicht erklären wieso. Womöglich wusste ihr Unterbewusstsein bereits das der Albtraum nicht vorbei war. Weder für Elijah noch für Lyanna. Sie befanden sich zwar in Sicherheit, dennoch änderte es nichts an der Tatsache was wirklich passiert war und was die beiden sich noch stellen mussten. Sie haben Menschen verloren, wie Oliver. Er war tot. Er würde nicht mehr zurückkommen. So tot wie Isaac und Eve und all die übrigen Menschen daunten, die sich nicht retten konnten. Die womöglich unschuldig waren und Elijah und Lyanna haben sich einfach das Recht herausgenommen mit anderen über ihr Schicksal zu entscheiden, nur weil sie es gut fanden. Für die richtige Entscheidung hielten. Aber war es denn die richtige Entscheidung gewesen. Sie hätten einfach fliehen können. Sie hätten es irgendwie geschafft, ganz bestimmt. Doch Lyanna ließ sich viel mehr von Rache antreiben, an der sie durchaus eine Mitschuld getragen hatte. Doch der erschöpfte Körper holte sich stets immer das was er brauchte und in diesem Moment war es Schlaf. Viel Schlaf. Ihr Kopf war die ganze Zeit seitlich geneigt, zu Elijah, der schon fast friedlich und so verdammt still in seinem Bett lag und schlief. Würde sich nicht ab und an sein Brustkorb schwach anheben würde die Dunkelhaarige schon fast glauben, er wäre tot. Ein Gedanke, der ihr das Blut zu ihrem Herzen einen Moment lang abschnürte und ihre Kehle trocken wirken ließ. Erst mit ein paar Atemzügen löste sich dieser unangenehme Zustand wieder bevor ihre Sicht vor Müdigkeit verschwomm, Elijah vor ihrer Sicht verschwamm und die Dunkelhaarige die Augen schloss. Es war dieses kratzende Geräusch des Füllers, dessen Spitze sich in das Papier einarbeitete als Lyanna die Augen öffnete, geblendet von dem Tageslicht das in den Raum schien. Die Dunkelhaarige bewegte sich, verzog sofort wieder schmerzvoll das Gesicht und ihre Hand fuhr automatisch wieder zu dem Pflaster an ihrem Schlüsselbein. In ihrem Arm befand sich wieder ein Zugang und Lyanna's Blick glitt wieder nach oben als die Tropfen im Beutel fielen. Immer wieder wenn der Tropfen aufschlug, kniff die Dunkelhaarige die Augen zusammen, als könnte sie diesen fühlen, ihn laut hören... wie ein tropfender Wasserhahn. Automatisch griff die Dunkelhaarige wieder in ihre Armbeuge, bereit das Stück Plastik was Zufuhr in Körper ermöglichte herauszuziehen. Es war nicht das sie dem Arzt der Cottage nicht vertraute. Sie war sich sicher das sich in diesem Beutel reine Flüssigkeit befand, damit ihr Körper nicht dehydrierte und den fehlenden Flüssigkeitshaushalt wieder aufzubauen. Doch sie wollte es einfach nicht. Ressourcen, die an ihr verschwendet wurden, wenn El sie doch so dringender brauchte. Gerade als ihre Hand sich zu dem Zugang bewegen wollte, hörte sie das quietschende Rollen eines Hockers in ihrer Richtung und Lyanna zuckte ertappt zusammen als sie in das Gesicht von Jason blickte. Ihre Hand zuckte automatisch vom Zugang weg. Lyanna brauchte einen Moment um zu realisieren das Jason mit ihr sprach. Blinzelnd setzte sich die Dunkelhaarige nur vorsichtig auf während Jason über ihre Wunde sprach. Doch wirklich interessierte es die Dunkelhaarige nicht. Nicht ihr Zustand war es der ihr Sorgen bereitete. Erst als Jason's Hand sich zu ihr bewegte um nach dem Verband zu schauen, reagierte Lyanna mit einem deutlichen Reflex und sich ihre Hand um das Handgelenk des Arztes schlang und ihn kurz festhielt ehe sie realisierte was eigentlich passierte und ihn direkt wieder los ließ und ihn schließlich machen ließ. Lyanna verzog nur einen kurzen Moment ihr Gesicht als Jason das Pflaster abzog ansonsten war ihr Blick die ganze Zeit auf den Dunkelhäutigen nebenan gerichtet, in der Hoffnung das er doch bald seine Augen öffnete. Erst Jason's Frage brach die Aufmerksamkeit. „Muss ich diese Frage wirklich beantworten? „ Lyanna wandte ihren Blick wieder ab, knirschte leise mit ihren Zähnen. Sie wollte nicht unhöflich sein, nicht ihre miese Laune an dem Menschen auslassen, der ihr wohl nur helfen wollte aber sie konnte nicht anders. Sie machte sich zu sehr Sorgen und das schien auch endlich der Arzt der Cottage zu bemerken als er Lyanna's Blick folgte. Als er Elijah erwähnte wurde Lyanna wieder deutlich aufmerksamer, wandte wieder ihren Blick zu den blauen Augen des Arztes. Lyanna wollte keine Verschönerungen, mit Sicherheit nicht, doch den Arzt so direkt zu hören … tat weh. Die Dunkelhaarige schloss nur schnaubend die Augen. „Ein Puma.“ sprach Lyanna dann aus dem Kontext. „Es war ein Puma, der ihm diese Wunden zugefügt hatte.“ Die Dunkelhaarige hatte keine Ahnung warum sie das Jason verriet, es hatte schließlich keine Bedeutung mehr. „Und wenn er nicht wieder wach wird? Oder als … etwas anderes wach wird? Schlägst du ihm dann den Kopf zu Brei, Doc?“ fragte die Dunkelhaarige direkt und mit deutlichen Tränen in den Augen. „Denn das ist das was einen Untoten dauerhaft tot hält. Aber wie hält man sich einen dauerhaft schlechten Menschen vom Hals, der anderen zum Vergnügen weh tut?“ Sie wusste das Jason ihr darauf keine Antwort geben kann, zu dem musste diese Frage aus dem Kontext, der nicht in den letzten Wochen das erlebt hatte was Elijah und Lyanna taten, ziemlich verwirrend vorkommen. Lyanna's Hand fuhr nach einer kurzen Stille wieder in ihre Armbeuge als sie sich, diesmal mit deutlich weniger Zucken, diesen wieder vor seinen Augen herauszog. „Schon gut. Mir geht es jetzt schon besser.“ Lyanna stand auf, taumelte einen kurzen Moment, fing aber schnell wieder ihre Balance. „Ich werde duschen, was essen und dann wieder zurückkommen. Zu El. Ich brauche weitere Behandlung.“ stellte die Dunkelhaarige klar und würde sich auch nicht abhalten lassen und schlüpfte bereits in ihre Stiefel und verließ das Zimmer ohne ein weiteres Wort.

Lyanna tat auch nichts anderes, was sie zu Jason gesagt hatte. Sie lief zu dem Bungalow den Elijah und ihr vor der Mission zugeteilt wurde. All die Menschen und die Geräusche nahm die Dunkelhaarige gar nicht um sich herum wirklich war. Alleine die Dusche, das warme Wasser das ihr über den Körper lief, ließ sie sich ein klein wenig mehr lebendig fühlen. Und auch wenn Lyanna keinen wirklichen Appetit verspürte, so aß sie, auch wenn es wenig war und sie es sich mehr rein zwang Wie dünn sie wieder geworden war … . Sie wusste das sie nun bei Kräften bleiben musste, weswegen dieser Gedanke deutlich stärker war als ihr Trotz der ihr immer noch aus der Zelle geblieben ist. Es war bereits nachmittags als Lyanna zurück zur Praxis zurückkehrte. Elijah lag immer noch so da, wie sie ihn verlassen hatte. Es hatte sich nichts getan. Sein Brustkorb senkte und hob sich immer noch schwach. Vorsichtig ließ sich die Dunkelhaarige auf der Seite des Bettes nieder. Instinktiv griff sie nach seine Hand, umschloss diese mit beiden ihrer Hände und setzte einen sanften Kuss auf seine Knöchel. Er fühlte sich so kalt an. Im Gegensatz zu Lyanna. Sonst war es immer Elijah gewesen, dem deutlich wärmer zu Mute war als Lyanna. Und diese Tatsache … löste in Lyanna eine deutliche Trauer aus. „Hey El …“ hauchte die Dunkelhaarige gebrochen und ließ seine Hand weiterhin mit ihrer umschlossen. Sie fühlte sich so unbeholfen und wusste nicht was sie sagen sollte. Sie wollte die Hoffnung nicht aufgeben, hatte aber gleichzeitig Angst etwas ungesagt zu lassen, sollte El wirklich …. Mit zugekniffenen Augen schüttelte sie diesen Gedanken schnell wieder aus dem Kopf, während sie spürte wie ihr eine Träne bereits über das Gesicht rollte. Schnell wischte sie diese mit ihrer flachen Hand weg. „Wenn du nicht wieder aufwachst... werde ich echt richtig wütend auf dich sein.“ sprach die Dunkelhaarige leise weiter während sie sich seinem Ohr näherte. „Also komm zurück zu mir... ja?“ brach ihre Stimme wieder während sie ihre Augen wieder gequält schloss und ihre Stirn gegen seine lehnte. „Ich brauche dich El … hörst du? Ich kann das nicht ohne dich. Ich kann dieses Gewissen nicht ohne dich tragen. Ich kann nicht ohne dich - ...“ Lyanna seufzte als sie deutlich merkte wie verzweifelt sie klang und im nächsten Moment fühlte sie sich so erbärmlich. Sanft löste sie sich von dem Dunkelhäutigen, strich mit ihrem Daumen über seinen Handrücken, während sie sich mit der anderen die Tränen wegwischte. „Ich werde dich nicht hier lassen. Ich warte … so lange es nötig ist... und dann gehen wir wieder nach Hause.“ Ein sanftes Zucken ihrer Mundwinkel nach oben zeigte sich, verschwand aber bei El's weiteren komatösen Anblick deutlich schnell.

Und das ist es was Lyanna tat. Warten. Sie wusste nicht wie lange aber sie tat es. Sie verließ nie seine Seite. Sie schlief und aß neben Elijah, während sie weiterhin seine Hand fest mit ihrer umschlossen hielt. Jason warf sie auch nicht raus, etwas was sie wunderte aber nicht hinterfragte. Anna allerdings legte ihr oft genug nahe das Lyanna sich doch ausruhen sollte, das sie ihr Bescheid sagen würde, sollte sich etwas an Elijah's Zustand ändern aber Lyanna ignorierte diesen Rat nur. Manchmal saß sie einfach nur still da und streichelte seine Hand, manchmal sprach sie Stunden lang mit ihm, als würde er ihr zuhören können. Sie sprach über alle möglichen Dinge, von Boston, von ihrer Mum, von den Dingen die sie gerne mit Elijah tun würde aber nie von den Dingen die ihnen dort unten am Basar passiert waren. Nie wurde Isaac erwähnt oder Eve. Und manchmal … saß sie einfach nur auf dem Boden, neben dem Bett, weinend und das stundenlang. Wenn dieses Geräusch. Das Echo eines weinenden Babys in ihrem Kopf schlimmer wurde. Seit dem sie hier erwacht war hörte sie es. Lyanna konnte es nur bisher gut ignorieren aber manchmal auch nicht mehr. Heute war so ein Tag gewesen. Sogar so schlimm das wohl offenbar die Schwester des Arztes deutlich genug hatte und die Dunkelhaarige für einige Stunden aus dem Zimmer bekam nur um ihr ein Glas hochprozentiges vor die Nase zu stellen. Lyanna hatte deutlich keine Wahl und es war auch etwas was sie dankend annahm. Als sie das Glas leerte merkte sie direkt dessen Wirkung. Nicht nur das ihre Nerven ein wenig herunterkamen sondern auch die Tatsache das dieses Geräusch in ihrem Kopf verschwamm. Sofort bat sie Anna noch um ein Glas und die Dunkelhaarige füllte ihr Glas mit einem kurzen Zögern erneut. Kaum hatte sie dies, war es direkt wieder leer. Lyanna fühlte sich besser. So richtig besser. Und irgendwann als die Dunkelhaarige deutlich körperlich genug hatte, schwankte sie wieder zu El's Bett und ließ sich auf der Seite nieder. Es war abends gewesen und Lyanna umschlang wie gewohnt ihre Hand um seine. „Ich bin wieder zurück.“ flüsterte sie deutlich erheitert und schloss direkt ihre Augen. Es war mehr ein Dösen als ein wirklich tiefer Schlaf als Lyanna eine Bewegung ihrer Hand spürte. Mit einem leisen Grummeln bewegte sie sich und öffnete langsam ihre müden Augen, deren man deutlich schon tagelangen Schlafentzug abwenden kann. 'Hey Schönheit' … diese Worte .. diese Stimme. Lyanna schloss traurig die Augen. Bildete sie sich das nun wirklich ein. Die Dunkelhaarige riss sofort ihre Augen auf. Elijah hatte gesprochen. Sofort blickte sie zu ihm, sah das er seine Augen geöffnet hatte und die Dunkelhaarige anlächelte. „E-El …?!“ hauchte die Dunkelhaarige deutlich überrascht und ungläubig. Die Dunkelhaarige dachte nicht groß darüber nach ob es nun Einbildung war oder ein Traum. Ihr erster Instinkt war es, ihn zu umarmen und das war es auch was die Dunkelhaarige tat. Etwas stürmisch wohl eher ehe sie realisierte das Elijah verletzt war und sie ihr Gewicht nicht ganz auf den Dunkelhäutigen verlagerte. Ihre Arme schlangen sich um seinen Hals. Ihre Augen waren wieder mit Tränen gefüllt. Diesmal aber deutlicheren Freudentränen während sie ihre Nase an seinen Hals vergrub. „El ...“ wiederholte sie noch einmal mit deutlicher Erleichterung in ihrer Stimme. „Hast du eine verdammte Ahnung, wie du mich erschreckt hast? Wie sehr ich mir Sorgen gemacht habe?“ Ihr Hände klammerten sich etwas kräftiger in seine Haut. „Ich dachte … -“ brach die Dunkelhaarige ab, sie konnte ihren schrecklichen Gedanken nicht einmal laut aussprechen. Viel zu sehr war sie glücklich gewesen das Elijah lebte, das er wach war, das es ihm besser gehen würde. Das es ihnen beide nun besser gehen würde … Jedenfalls dachte Lyanna sich das.

@Elijah Magoro


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