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The Walking Dead | Endzeit RPG | FSK 18 | Orts- und Szenentrennung | Freecharakter

Wir sind ein seid 2013 – bestehendes Endzeit Forum angelehnt an die Serie AMC's The Walking Dead. Die AMC-Serie dreht sich um eine Gruppe von Menschen, die sich plötzlich in einer postapokalyptischen Welt wiederfinden, die von Zombies übersät ist. Überleben heißt nun das oberste Gebot der Stunde. Alles hat damit angefangen als Rick Grimes aus dem Koma erwachte und sich in einer Welt voller Untoten zurecht finden musste und nach seiner Familie suchte. Ab dann begann ein Leben voller Ereignisse, die einen Menschen ewig prägen würden. Höhen und Tiefen, welche immer wieder eintraten. Die Story von TWD verläuft aktuell bei uns bis zu Negan's Gefangenschaft, ab dann handeln wir frei nach bestimmten Ereignissen und der Endzeitthematik. Aufgeteilt in vier, verschiedenen Kolonien und einzelnen Gruppen bieten wir Abwechslung und Spannung für jeden Seriencharakter und Freecharakter. Auch Charaktere aus den Schwesternserien AMC's Fear The Walking Dead & AMC's The Walking Dead: World Beyond sind bei uns mit angepasster Storyline spielbar. Egal wie du dich entscheidest – Dein Kampf gegen die Untoten und Lebenden erwartet dich hier.
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#21

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 09.12.2020 20:01
von Jason Avery | 308 Beiträge

Jason durchsuchte ruhig und kontrolliert seinen Schrank mit den medizinischen Materialien. Anna war angetrunken oder betrunken, wie sehr der Alkohol ihr zusetzte konnte er nicht ganz einschätzen, dazu müsste er einen Bluttest machen. Aber dass sie sich in einem rauschartigen Zustand befand, konnte auch jeder andere sofort sehen, immerhin schwankte sie, ihre Sprache war verwaschen und ihre Handlungen waren unkoordiniert. Das Chaos versuchte sie wohl offensichtlich auf Galileo zu schieben, die einzige Katze die jemals in Jasons Haus war und die einzige Katze, die Jason auch in sein Haus ließ.
„Galileo würde nie ein solches Chaos veranstalten. Er weiß, dass es in diesem Raum nichts Essbares für ihn gibt und damit nichts Interessantes für ihn“, wiedersprach Jason emotionslos und sah aus dem Augenwinkel, wie Anna gegen die Behandlungsliege taumelte, sich dann darauf niederließ. Gut, dort würde sie nicht noch mehr Unordnung schaffen können. Sanft schüttelte der Dunkelhäutige nur den Kopf, griff dann den letzten Gegenstand und schloss den Schrank wieder. Geschmeidig setzte er sich auf den Hocker vor Anna, zog sich mit den Füßen so hin, dass er ihre Hand mit den gebrochenen Fingern gut behandeln konnte und besah sich die Finger genauer. Sie sahen zwar gebrochen aus, aber schienen alle beide eine einzige Bruchstelle zu haben, was sehr gut war. Ihr Versuch ihm die Gegenstände abzunehmen war kein wirklicher Versuch, Jason musste sich nicht großartig anstrengen um sie daran zu hindern.
„Nein, das kannst du nicht selbst. Du würdest nicht den nötigen Druck aufbringen und am Ende noch mehr kaputt machen. Also mache ich das. Ich bin der Arzt“, sagte er mit bestimmtem Tonfall und begann ihre Finger weiter zu untersuchen. Anna schwieg, er roch den Alkohol aus ihrem Atem, doch er blieb konzentriert auf die Finger. Wieviel Schmerz Anna aufgrund des Alkohols und aufgrund der Vergangenheit noch wahrnahm, konnte Jason schlecht einschätzen. Doch sie zuckte nicht wirklich, als er die Bruchstellen ertastete und mit einem kleinen Ruck die Knochen wieder so aneinanderstellte, dass sie gut verheilen konnten.
Etwas verwirrt hob er dann den Kopf bei ihren Worten, ließ ihn dann aber wieder sinken. Was meinte sie damit, dass sie ihre Vergangenheit umgebracht hatte? Die Vergangenheit war kein Lebewesen, nichts was man umbringen konnte. Ohne etwas zu sagen und weiterhin auf ihre Finger konzentriert, hörte Jason ihr einfach weiterhin zu und erfuhr so schon bald, was sie mit ihrer Aussage eigentlich meinte. Sie hatte den Rest ihrer Gruppe umgebracht. Das Blut in ihrem Gesicht war also nicht ihr eigenes. Daher kamen auch die Verletzungen, nicht von ihrer schlechten Ausrede, dass sie gestürzt wäre.
Überrascht weiteten sich kurz seine Augen, als er spürte wie sie ihm die Hand entzog, er diese dann an seinen Wangen spürte und sie ihn zwang ihn anzusehen. Er spürte wie ihm kurz das Herz aussetzte, ehe dieses wie in einem Galopp anfing zu rasen, alles in ihm schrie danach sein Gesicht ihr zu entziehen. Ansonsten war es okay, wenn Anna ihn berührte, wenn er es vorher wusste. Doch so plötzlich von ihr quasi gepackt zu werden, dass sie ihn schon förmlich dazu zwang ihn anzusehen, dass überforderte ihn. Doch er hielt es aus, denn dies war einer dieser seltenen Momente, wo er irgendwie in sich drin spürte, dass Anna dies brauchte. Er meinte in ihren Augen diesen Schmerz zu sehen und diese Sehnsucht danach, dass er es verstand. Dass jemand ihr sagte, dass sie kein böser Mensch war.
„Ich verstehe es Anna“, sagte er und nickte, ließ den Blick nicht von ihrem Gleiten, auch wenn dieser Moment der Erkenntnis schon langsam abebbte, „Ich verstehe es, es ist logisch Anna. Alles was logisch ist für mich, kann ich auch verstehen, dass weißt du doch. Aber bitte Anna… lass mich deine Finger richten. Ich möchte sie dir nicht abnehmen müssen…“
Er sah sie noch an, wartete, bis sie die Hände von seinen Wangen löste und richtete den Blick wieder auf ihre gebrochenen Finger. Erneut richtete er die beiden Gebrochenen, dann griff er zur Seite, ohne hinzusehen erwischte er die Bandagen, die er routiniert um ihre Finger band, ehe er beide in eine kleine Schiene legte. Danach band er die zweite Bandage herum, sodass ihre beiden Finger nun dick in weißes Mull eingebunden waren, aber von den Bandagen stabilisiert wurden.
„Sie haben eine Gefahr dargestellt“, fuhr er dann nach der Stille fort und kontrollierte seine Arbeit von unten, ehe er mit dem Stuhl zurückrollte und aufstand, „Selbst ich habe in dem Moment im Kerker gemerkt, dass dies keine guten Menschen sind. Rick und Daryl hätten sie sicherlich nicht getötet, eine Todesstrafe gibt es hier im Cottage nicht. Was für mich nicht logisch ist. Diese Menschen, wenn Rick und Daryl sie irgendwann hätten gehen lassen, wären sicherlich wiedergekommen und hätten hier noch mehr Chaos entfacht. Du hast sie getötet, der einzige zu 100% sichere Weg, diese Zukunft zu verhindern. Die einzige, logische Entscheidung um mit dieser Situation umzugehen. Wenn sie tot sind, können sie hier niemanden mehr verletzen und stellen keine Gefahr mehr da.“
Er holte eine Schüssel mit warmem Wasser und einem sauberen Stofftuch, setzte sich dann wieder vor Anna und tauchte den Stoff in das Wasser. Sanft strich er ihr damit über das Gesicht, entfernte das getrocknete Blut von ihrer Haut mit konzentrierten und präzisen Strichen.
„Ich hoffe aber, du hast die Wachen am Kerker nicht getötet. Sie sind unschuldig, auch, wenn es ein notwendiges Opfer gewesen wäre um eine logische Konsequenz zu ziehen. Dennoch, solltest du sie getötet haben und jemand herausfinden, dass du es warst, kann ich dich nicht vor Daryl und Rick beschützen. Immerhin sind auch unsere Wachen Mitglieder der Gemeinschaft. Auch, wenn sie meiner Meinung nach nicht sonderlich viel zur Gesellschaft beitragen. Man kann jedem Idioten eine Waffe in die Hand drücken“, sprach er weiter und zuckte mit den Schultern. Er hielt nicht viel von Soldaten, jeder Vollidiot konnte jemanden erschießen. Aber nicht jeder konnte ein Menschenleben retten. Oder ein Haus bauen, dass nicht bei der nächstbesten Windböe einstürzte…
Sanft griff er mit einer Hand an Annas Kinn, drehte ihren Kopf nach links und rechts. Er betrachtete ihre Nase, auf dieser war ein kleiner Cut, im Kampf mit den anderen Männern ihrer Gruppe hatte sie wohl etwas auf die Nase bekommen, aber diese sah nicht gebrochen aus. Es zeigte sich nur ein kleines Hämatom, welches aber in ein paar Tagen wieder weg sein würde. Nichts Dramatisches.
„Folge meinem Finger“, wies er sie dann an, klickte die kleine Taschenlampe an und leuchtete seitlich in ihre beiden Augen. Gut, es sah nichts nach etwas Neurologischem aus, zumindest mit den Tests die er so „einfach“ ausführen konnte.

@Anna Avery



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#22

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 15.12.2020 23:16
von Anna Avery | 474 Beiträge

Ein kurzes, dümmliches, betrunkenes Lächeln zog dich durch Anna's Gesicht als Jason sie mit fester Stimme belehrte, das sie sich eben nicht selbst verarzten konnte. Es war schon fast so gewesen als wäre er sauer gewesen, würde sein Gesicht dabei nicht so monoton bleiben, würde sie das sogar wirklich glauben. Zu dem sie sich kaum erinnern kann Jason richtig sauer gesehen zu haben oder einschätzen zu können das er wohl gerade Wut verspüren konnte unter diesen Augen, die alles im Raum analysierten, nur den Augenkontakt vermeidete. Gut vielleicht die ein paar Dinge, die Anna als Kind getan hatte. Mal seine Ordnung gestört damit sie eben seine Aufmerksamkeit hatte und das er mit ihr spielen sollte. Aber da war Anna eben noch ein Kind und hatte nie die Absicht gehabt ihren Bruder absichtlich zu verärgern. Das Grinsen verschwand aus Anna's Gesicht so schnell wie es gekommen war als sie der Schmerz ihrer Finger, die Jason gerade mit einer Schiene und einer Bandage versorgte - und der unausweichliche Drang übergriff, ihrem Bruder in die Augen zu sehen als sie davon erzählte was sie getan hatte. Sie hatte nicht direkt gesagt, das sie diese Leute getötet hatte aber ihr Bruder war schlau genug um es zu verstehen. Um die Dinge zusammen zu zählen, auch wenn ihre Aussage zuerst wohl keinen Sinn für ihn zu haben schien. Sie musste ihn ansehen, der Zweifel war da, das er sie für das verurteilen könnte. Schließlich haben sie sich eine sehr lange Zeit nicht gesehen, Anna ging ja davon aus das ihr Bruder schon längst tot sei, ob er je das Selbe geglaubt hatte, konnte die Dunkelhaarige nicht einschätzen. Es war eine Menge Zeit verändert und sie haben sich beide verändert, äußerlich wie auch charakterlich. Auch wenn Anna momentan nur die äußerlichen Veränderungen ihres Bruders aufgefallen sind, wird sich in den nächsten Tagen zeigen ob Jason auch eine andere Sichtweise entwickelt hat oder ob diese relativ gleich blieb, so wie sie ihn eben kannte. Ihr Bruder, der einzige Mensch, dem sie direkt blind vertrauen würde. Wo sie weiß das dieser sie nie hintergehen würde und umgekehrt. Niemals. Auch wenn ihr Blut nicht gleich war und Jason sie auch immer wieder darüber belehrte wenn Anna ihn als ihr Blut bezeichnete … - für sie war es so. Dazu brauchte sie keine wissenschaftliche Erklärung oder einen DNA Test. Sie war mit ihm aufgewachsen als Bruder und Schwester und an diesem Verhältnis würde sich nichts ändern. So wie sie ihre Adoptiveltern als ihre Eltern ansah, was nicht bedeutete das sie ihre richtige Familie verabscheute. Bis auf ihre Mutter, die schließlich gestorben war als die Dunkelhaarige ein Baby war, kannte sie ja niemanden. Auch wenn Paula es ihr nie verboten hatte, ihr sogar geholfen hätte, ihre wahren Wurzeln zu finden. Aber das wollte Anna nie. Vermutlich weil sie auch Angst hätte eventuell enttäuscht zu werden. Sie war glücklich, ihr hatte es an nichts gemangelt und sie hatte die Liebe einer Familie. So kitschig und auch gleichzeitig kalt es klang. Mehr Familie brauchte sie nicht und selbst wenn sie es doch wollte – Jetzt war es jedenfalls zu spät dafür.
Selbst als sie das Gesicht ihres Bruders mit ihren Händen festhielt, wirkten seine Augen, seine Mimik so unergründlich wie immer. Sie spürte die sofortige Unsicherheit die seinen Körper durchströmte und wahrscheinlich schrie gerade alles in ihm sich zu entziehen. Auch Anna hatte für einen kurzen Moment ein schlechtes Gewissen, ihren Bruder so zu überfordern. 'Ich verstehe es, Anna.' - Es war als würde ihr einen Moment lang der Atem aussetzen, als müsste sie diese einfachen Worte erst mal sacken lassen. Und Jason wäre nicht Jason wenn er nicht erklärte warum. Sie haben eine Gefahr dargestellt, Anna hatte richtig gehandelt. Es war die einzige Möglichkeit. Es war nicht so das er sie dazu ermutigte aber er verstand es, er sah es genau so. Sie hatte Recht. Aber warum fühlte es sich dann nicht so an? Und für einen Moment verschwand die autistische Ader. Mit fast schon zitternden Händen ließ sie ihren Bruder endlich los. Alles in ihr lag schwer und das zeigte sich auch in ihren Augen, die sich unmittelbar mit Tränen füllten. Es war selten das Anna wirklich weinte, es kam zu mindestens kaum vor. Es war das erste mal seit langem wieder, nach dem Jason ihr erzählte das ihre Eltern Tod seien. Er wusste wahrscheinlich gar nicht was er mit seinen Worten in ihr ausgelöst hatte. Teils war sie erleichtert, andererseits als würde man sie erdrücken. Ein paar Tränen liefen über ihre Wangen während sie ihre Hand einen Moment lang mit seiner umklammerte und ihm ihre Lippen kurz auf seine Handknöchel drückte ehe sie ihn vollständig losließ. „Warum fühlt es sich dann so an, als hätte ich etwas ganz Schreckliches getan?“ schüttelte Anna den Kopf. Scharf zog sie nur die Luft ein als Jason weiterhin an ihren gebrochenen Fingern hantierte. Anna hatte eine hohe Schmerzgrenze aber das hier... - das tat höllisch weh. Und wäre sie womöglich nicht noch angetrunken würde es sich noch viel intensiver und schmerzhafter anfühlen. Aber sie hielt still. Als er dann auf die Wachen zu sprechen kam, wischte sich Anna bereits die paar Tränen weg, die sich auf ihr Gesicht gekämpft haben. „Nein, sie haben mich nicht gesehen. Sie müssten bald wieder wach sein.“ versicherte sie ihm knapp. Anna blickte ihm kurz nach als er mit einer Schüssel, gefüllt mit Wasser zurückkam. Sanft, versuchte er ihr Gesicht von dem, mittlerweile getrockneten Blut zu befreien und Anna ließ es zu, schloss dabei kurz die Augen. Sie roch schon gar nicht mehr das Eisen, das Blut allgemein erst einen Geruch gibt. Als hätte sie sich daran gewöhnt. Die Dunkelhaarige schwieg kurz. „Mum wäre so stolz auf dich.“ hauchte sie ihm nur ehe ihre Mundwinkel kurz nach oben zuckten. „Das war sie zwar immer aber sie wäre es jetzt noch mehr.“ Anna schnaufte hörbar. „Ich hoffe diese Welt schätzt dich mehr, auch wenn sie ziemlich beschissen und aussichtslos ist. Aber du bist auf einem guten Weg.“ hauchte die Dunkelhaarige weiter ehe sie ein amüsiertes Schnauben von sich ließ. „Nicht so wie ich.“ Jason ließ sie los und Anna seufzte, ging nicht weiter auf die Aussage ein, befolgte eher seiner Anweisung und ihre Augen folgten seinem Finger. Bis auf ihre Finger fühlte sie sich auch nicht sonderlich schlecht. Ein wenig schwindelig und erheitert durch den Alkohol. „Eine Sache noch.“ Anna hob den Kopf wieder an. „Die verdammte Katze … du hast sie wirklich Galileo genannt.“ Anna schüttelte grinsend den Kopf ehe sie sich aufrichtete, deutlich taumelig ehe sie ihr Gleichgewicht hielt und ihre verbundenen Finger betrachtete. „Sieht fast aus wie neu. Du glaubst mir zwar nicht mehr das ich gefallen bin aber die anderen womöglich. Falls jemand fragt.“ Anna ließ ihre Hand sinken und taumelte zur Tür, das Sofa war ihr Ziel gewesen, sie wollte einfach nur noch die Augen zumachen. Irgendwie. „Ich werde bleiben.“ sagte sie dann leise aber dennoch hörbar. „Wenn du das willst.“ Sie wollte das was ihr Bruder hier hatte nicht kaputt machen oder verkomplizieren. Wenn er wollte das sie ging, dann würde Anna gehen ohne Widerworte.

@Jason Avery




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She left a week to roam. Your protector's coming home. Keep your secrets with you, girl. Safe from the outside world. You walk along the stream. Your head caught in a waking dream. Your protector's coming home, coming home. As you lay to die beside me, baby. On the morning that you came. Would you wait for me, The other ones wait for me. As you lay to die beside me, baby. On the morning that you came. Would you wait for me, The other ones wait for me. Tell your brother to be good. Tell your sister not to go. Tell your mother not to wait. Tell your father I was good. You run with the devil. As you lay to die beside me, baby. On the morning that you came. Would you wait for me?
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#23

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 11.01.2021 19:50
von Jason Avery | 308 Beiträge

Was seine Worte in seiner Schwester auslösten, wusste Jason nicht, er hatte wirklich keine Ahnung. Immerhin gab er ja nur seine Sichtweise auf die Dinge, dass er damit vermutlich Annas psychologische Gesundheit rettet, ahnte er nicht. Doch Jason war immer ehrlich, immer, er konnte nicht lügen. Oder nur wirklich sehr schlecht. Jason war auch bewusst, dass manchmal eine Lüge besser war, aber das Konzept von Lügen machte für ihn einfach wenig Sinn. Er verstand nicht genau, wie eine gute Lüge funktionierte, weil zu einer guten Lüge auch viel Mimik, Gestik und Tonlage gehörten. Alles drei Dinge, die Jason… eher semi gut ausführen konnte.
Aber hier konnte er Anna offen und ehrlich antworten. Ja, diese Leute hatten eine Gefahr dargestellt und Anna war den Weg gegangen, der eine 100 prozentige Lösung gab, dass sie keine Gefahr mehr darstellten. Zumindest, wenn sie ihnen allen den Hirnstamm zerstört hatte. Sonst würden sie unfreiwillig eventuell den Weg zurück in das Cottage finden. Verraten konnten sie Anna als ihre Mörderin allerdings auch nicht mehr.
Als er ihre Lippen sanft an seinen Knöcheln spürte, ließ er das ganze unkommentiert über sich ergehen, sah sie nicht an und wartete einfach, bis sie ihre Geste zu Ende ausgeführt hatte.
„Nun, du hast mehrere Menschen getötet. In der weit verbreiteten Vorstellung von Gut und Böse, ist Töten etwas Böses. Zumindest einen Menschen zu töten ist etwas Böses. Das ist die Moral und Ethik, die uns unsere Eltern beibringen wollten. Völlig verständnislos und auch so unglaublich willkürlich gewählt meiner Meinung nach, aber es gab viele Menschen, die nach dieser Moralvorstellung gelebt haben“, antwortete Jason trocken und direkt auf ihre Frage, „Deswegen fühlt es sich falsch an. Du hast gegen die Moral verstoßen, die unsere Eltern uns beigebracht haben, nun… dir beigebracht haben. Das Konzept von Moral und Gut und Böse… naja, wie gesagt, erscheint mir nicht logisch. Jemand kann gefährlich sein… bedroht mich jemand mit einer Waffe, ist er gefährlich. Aber ist er gleich böse? Was ist böse?“
Er schüttelte ebenfalls sanft den Kopf. Nein, es gab bei dieser ganzen Moralgeschichte viel zu viele ungeklärte Fragen auf die Jason sein Leben lang immer die unzufrieden stellendste Antwort überhaupt bekommen hatte: Weil es eben so ist. Ende.
Ein wenig Erleichterung überkam den dunkelhäutigen Arzt schon, als Anna meinte, sie habe die Wachen nicht getötet. Es wäre schade gewesen, Anna so schnell wieder zu verlieren, wo er sie doch gerade erst gefunden hatte.
Als Anna dann davon sprach, dass ihre Mutter wohl stolz auf Jason wäre, es schon immer war, ließ das Jason Recht kalt. Das Prinzip von Stolz war auch etwas… diese ganzen Gefühle, die Menschen empfanden, egal ob über sich selbst oder über jemand anderen, das war für ihn alles so verwirrend.
„Ich führe das aus, was ich gelernt habe und das so gut ich kann“, gab Jason nur zur Antwort und ließ das Gespräch dann sein. Was Anna damit meinte er wäre auf einem guten Weg, keine Ahnung. Was sollte das bedeuten? Der Weg des Lebens? Als ob für jeden Menschen der Weg schon vorgegeben wäre, so ein Schwachsinn. Aber er hatte im Moment keine große Lust mit Anna über etwas zu diskutieren, auch, wenn es in seinem Hinterkopf weiternagen würde. Stolz… wie gerne hätte er ihre die Definition jetzt aufgezählt, dass es ein Gefühl von großer Zufriedenheit mit sich selbst war. Ob man nun selbst etwas getan hatte, dass einen stolz sein ließ, oder eine andere Person, deren Taten man sich aber auch irgendwie einen Anteil zuschrieb. Diese Freude, die der Gewissheit entsprang, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben. Doch das hatte Jason nicht, er tat nur das, was er gelernt hatte. Das Wissen war ja nicht einfach in seinem Kopf entsprungen, er hatte es wie jeder andere Medizinstudent gelernt. Von daher… er war ja auch ebenso geboren worden, was konnte er denn dafür, dass er intelligent war? Er kannte es ja nicht anders. Doch er ließ es bleiben. Es war noch sehr früh, Anna angetrunken und verletzt, er wusste, dass mit ihr keine anständige Diskussion zu führen war. Und auch sie, auch wenn Anna es selten tat, würde ihm nur wieder dieselbe unzufrieden stellende Antwort geben: Weil es ebenso ist.
Dann ging das Gespräch zu seinem Kater und Jason lächelte tatsächlich sanft, „Ja. Er ist ein sehr intelligenter Kater und ich dachte mir, da bekommt er den Namen eines sehr intelligenten Menschen. Außerdem ist er genauso überzeugt von sich selbst, wie es Galileo Galilei von seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen war.“
Auch Jason erhob sich schließlich, beobachtete wie sich seine Schwester etwas taumelnd erhob, doch er ließ sie alleine laufen. Ordentlich leerte er die Schüssel aus, kippte das Wasser in einen Behälter, es würde später gereinigt und wieder aufgewertet werden.
Langsam hob er den Kopf und betrachtete seine Schwester, wie sie da an der Tür stand. Wenn er das wollte.
„Ich möchte das du bleibst Anna. Du bist meine Schwester. Was wäre ich für ein… *kanadisches Schimpfwort das Anna kennt*, wenn ich es nicht wollen würde“, sprach Jason und lächelte über das Schimpfwort. Es war das einzige Schimpfwort, dass wirklich niemals bei ihnen zuhause fallen durfte. Gelernt hatten die beiden es durch ein Kind aus Annas Klasse, Jason hatte lange gebraucht es im richtigen Kontext zu verwenden, aber er hatte es irgendwann hinbekommen. Nach ziemlich vielen, für die anderen, lustigen Fehler.
„Und jetzt ruh dich aus. Ich werde für eine Stunde drüben im Trainingsraum sein, aber wenn du aufwachst, bin ich wieder da“, fuhr er nun mit einer etwas befehlerischen Stimme fort, stellte die Schüssel neben das Waschbecken. Sanft hörte er das Klicken der Tür, als Anna in seinen Wohnbereich verschwand, dann atmete er tief durch. Es war für ihn verwirrend und auch anstrengend, so viele Emotionen innerlich zu empfinden, sie aber nicht zeigen zu können. Anna war seine Schwester, natürlich fühlte er etwas. Aber er musste das ganze erstmal ordnen und mit der neuen Situation klarkommen. Immerhin hatte er bis vor zwei Tagen noch fest damit gerechnet, dass Anna tot war. Die Wahrscheinlichkeit hatte sehr dagegen gesprochen, dass seine Schwester noch lebte und erst Recht, dass sie sich wieder finden würden.

@Anna Avery



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#24

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 14.03.2021 15:43
von Anna Avery | 474 Beiträge

'Was ist böse?' - Eine Frage dir ihr Bruder berechtigt stellte und welche ihr noch eine Weile im Kopf hallen würde. Vielleicht hätte Anna eher eine Antwort erhalten, wenn sie mit einem Priester oder Ähnlichem geredet hätte. Ob es sowas überhaupt noch auf dieser Welt gab? Richtige Priester, die nach all dem Scheiß an Gott glauben konnten und auch noch den Mut dazu haben es anderen Aufzutischen. Denn etwas anderes würde ihr so jemand in diesem Moment tun und wohl etwas von Vergebung quatschen. Wenn sie so darüber nachdachte war ihr die logische Sicht ihres Bruders dann doch lieber gewesen. Auch wenn sie ihm diese Frage nicht wirklich beantworten konnte und dennoch löste sie etwas in der Dunkelhaarigen aus. Trauer, die ihr die Kehle zuschnürte. Trauer die so viel schlimmer war als die als sie vom Verlust ihrer Eltern gefahren hatte. Was war böse? Nur ein Wort. Aber vor allem ein Schmerz. Kein Mensch wurde Böse geboren, nicht mal die schlimmsten Serienkiller in der Geschichte. Es hatte immer einen Grund gehabt, ob gar eine psychische Erkrankung oder andere Menschen, die denjenigen so geformt hatten. Anna schluckte dieses Gefühl so schnell wieder runter wie es nur ging. Womöglich lag es am Alkohol oder gar an den Schmerzen, die Anna noch nicht ganz so wahrnahm. Natürlich hatte Anna auch nicht gerechnet als sie ihrem Bruder mitteilte das ihre Mutter stolz auf ihn wäre das er sie breit anlächeln würde, wie es jeder andere Mensch tun würde. Es war ihm schon fast anzusehen wie er nicht ganz wusste damit umzugehen, genau so wie man es ihm auch ansehen konnte wenn er verwirrt war. Nun zu mindestens Anna konnte es mittlerweile. Sie war ja schließlich auch mit ihm aufgewachsen, da war es nur normal das sie da ein paar Dinge über die Mimik und Gestik ihres Bruders wusste. „Scheiße Jason.“ schnaubte die Dunkelhaarige amüsiert fluchend. „Es war ein Kompliment. Es reicht wenn du dafür einfach nur Danke sagst.“ Nun sprach deutlich wieder der Alkohol aus der Dunkelhaarigen. Die Beschwipstheit die der Alkohol mit sich brachte mit den passenden Gefühlsschwankungen. Anna hatte sich von dem ein oder auf den anderen traurig gefühlt und nun... war sie deutlich glücklicher wieder gestimmt. Besonders als Jason's Lippen ein Schimpfwort verließ. „Du hast es gesagt.“ grinste die Dunkelhaarige betrunken. „Mum wäre so sauer, Dad auch aber eigentlich würde er es innerlich auch ziemlich witzig finden.“ Die Dunkelhaarige schüttelte erneut den Kopf. „Natürlich willst du nicht das ich gehe. Jetzt noch nicht. Aber warte mal ein paar Tage ab. Vielleicht gehe ich dir nicht auf die Nerven aber deutlich den anderen. Hm .. Freunde finden werde ich hier glaub ich nicht, schließlich wollte ich ihr geliebtes Heim beklauen … das mit dem Wachdienst kann ich mir wohl auch abhaken was?“ grinste die Dunkelhaarige, deutlich signalisierend das sie ihre Worte nicht ernst meinte. „Das heißt … ich muss wohl doch ewig an deiner Backe hängen.“ Ihr Gesichtsausdruck war ernst ehe sie wieder schmunzelte. „Das war ein Witz.“ erklärte sie ihm direkt. „Es ist nicht so das du mich nicht ewig an der Backe haben wirst. Ich meine du hast es ja auch all die Jahre über ohne mich geschafft, das würdest du die restlichen Jahre deines Lebens auch noch.“ Anna's Grinsen verschwand und sie seufzte ehe sie sich taumelnd aufrichtete aber ihr Gleichgewicht schnell wieder fand. Anna taumelte Richtung Tür,konnte sich aber eine letzte Aussage nicht ganz verkneifen. „Seit wann trainierst du? Doch nicht um dich mit Beißern zu prügeln.“ Anna schüttelte grinsend den Kopf während sie aus dem Raum zur Couch taumelte. Mit einer hektischen Handbewegung scheuchte sie Galileo vom Sofa auf ehe sie sich nur wie ein nasser Sack in den weichen Stoff fallen ließ und direkt vom Schlaf übermahnt wurde. Ohne zu wissen das der Kater zurückkam um sich auf Anna's Bauch niederzulassen und laut zu schnurren.

Anna verschlief den Morgen, öffnete erst gegen Mittag ihre verkaterten Augen, nur um dann in die Augen von Galileo zu blicken. Anna schreckte auf, realisierte im ersten Moment nicht das es sich um den Kater ihres Bruders handelte. „Shit!“ fluchte sie laut und der Kater lief aufgeschreckt davon. „Ah fuck ...“ Anna hielt sich den Kopf, natürlich hatte sie Kopfschmerzen, verdammte Kopfschmerzen und natürlich taten ihr auch ihre gebrochenen Finger weh. Kurz blitze die kleine Szenerie wie eine Erinnerungslücke von der Rangellei am Strand in ihrem Kopf auf. Das Knacken ihrer Finger … . Anna hob zitternd die Hand an, betrachtete den Verband und die Schiene, den ihr Bruder ihr im frühen Morgen angelegt hatte. Anna fühlte sich mies. Richtig beschissen. Nicht nur weil sie sich nach einem Tod so dämlich betrunken hatte, sondern auch weil sie so leichtsinnig Schwäche gezeigt hatte. Anna schnaufte erneut, fuhr sich durch ihre zerzausten Haare als es an der Tür klopfte. Anna wartete einen Moment lang ab. Es war schließlich das Haus ihres Bruders. Sie würde nicht einfach so die Tür öffnen. Doch das nächste Klopfen ließ nicht lange auf sich warten und war deutlich aggressiver. Anna raffte sich auf, strich im Gehen noch ihre dunklen Haare glatt während sie schließlich die Tür öffnete und in ein all bekanntes Gesicht blickte. Nun eines das sie gehofft hatte die nächste Zeit nicht mehr zu sehen. Es war die Wache vom Kerker. Die selbe die auch Anna und ihre Leute eingesperrt haben. Die selbe die wohl nicht deutlich erfreut darüber war das die Anführer der Cottage so leichtsinnig waren und jemanden wie die Dunkelhaarige einfach in Jason's Obhut gaben. „Deine Freunde sind weg.“ war sein erster Satz gewesen und Anna wusste direkt was er damit andeuten wollte. Sein Blick schielte zu ihren Fingern und Anna ließ diese direkt hinter ihrem Finger verschwinden. „Hab sie mir in der Tür gequetscht. Und ja sowas passiert auch in einer verdammten Apokalypse.“ Anna schnaufte durch. Unterdrückte ihre Wut. Sie wusste das der Typ auf Krawall aus war. „Was willst du damit sagen? Das ich zwei, erfahrene Wachen ausgeknockt habe und sie dann befreit habe? Glaubst du das wirklich? Scheiße … ich bin sogar viel kleiner als du.“ tat es die Dunkelhaarige mit einem Schmunzeln ab. Doch das der Typ nicht zum Spaß hier war zeigte sich im nächsten Moment deutlich ehe er die Dunkelhaarigen deutlich auf die Pelle rückte. „Du kannst hier niemandem was vormachen. Ich weiß das du es warst und du weißt es auch. Und ich hab keine scheiß Ahnung wie sehr dein Bruder da noch mit drin steckt oder du ihn dazu gezwungen hast. Aber ich werde das hier beschützen und nicht von einem dahergelaufenen Miststück zerstören lassen, das keinen Platz auf der Welt hat. Also wenn ich erfahre das deine Freunde zurückkommen und -“ „Das wirst du nicht.“ unterbrach ihn die Dunkelhaarige und blickte ihm in die Augen. „Wie du schon sagtest, du weißt es. Ich weiß es.“ Anna lächelte nur. „Niemand sonst. Solltest du jetzt nicht irgendwo sein und Wache schieben? Um das hier zu beschützen? Hm?“ Man konnte es dem großgewachsenen Mann ansehen wie er mit den Zähnen knirrschte ehe er schließlich einen Schritt zurücktrat und wieder Abstand zwischen den Beiden aufbaute. Er betrachtete die junge Kanadierin noch einen kurzen Moment ehe er ohne ein Wort abzischte. Anna schloss leise schnaufend die Tür. „Echt nette Leute hier im Cottage!“ rief Anna genervt durchs Haus. Anna rieb sich die Augen als sie erstmal ins Badezimmer taumelte und sich erstmal eine ziemlich lange und vorallem heiße Dusche genehmigte. Angezogen und mit immer noch feuchten Haare fand sie ihren Bruder in der Küche. Der Kater war Anna immer noch im Gesicht geschrieben. „Wann warst du das letzt mal draußen gewesen?“ fragte Anna ihn dann einfach ohne Kontext. „Sie lassen dich doch raus?“ hakte Anna gleich nach. Jason war wertvoll für die Kolonie, wohl wertvoller als Geld oder sonst irgendwas in der Welt, darüber gab es nichts zu diskutieren. Er war eben Arzt. Anna wusste das es damals in der Quarantänezone mit ihrer Mutter nicht so war.

@Jason Avery




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#25

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 05.04.2021 13:50
von Jason Avery | 308 Beiträge

Nachdem Anna zu Bett gegangen war, hatte auch Jason sich noch eine Stunde Schlaf genehmigt. Als der Wecker nach der Stunde klingelte, begann Jason seinen Tag wie immer, nur noch etwas leiser, Weil Anna tief und fest auf dem Sofa schlief. Bei der Menge an Alkohol die sie vor wenigen Stunden erst getrunken hatte, würde sie aber wohl kein Geräusch gerade wecken können.
Anschließend war Jason gegen 7.30 Uhr morgens heute in seiner Praxis, um 8 Uhr kamen die älteren Bewohner der Cottage und holten sich eventuelle Medikamente ab, wenn Jason diese vorrätig hatte. In der Stunde bevor die Patienten kamen, kontrollierte er seinen Medikamentenschrank, machte sich eine Liste welche der Patienten er heute mit leeren Händen wieder wegschicken musste. Und damit auch gleichzeitig eine Liste, welche Medikamente auf den nächsten Vorratsrunden dringlich gesucht werden sollten. Natürlich hatte der dunkelhäutige Arzt nicht für jeden Patienten die richtige Medikation, immerhin waren sie in der Apokalypse und nicht in der normalen Welt. Allerdings hatte sich Jason in der Zeit seit er im Cottage war auch sehr viel in die Heilkunde der Pflanzen eingelesen und so durch Experimente für so manches Medikament eine annähernd so gut wirkende, pflanzliche Alternative gefunden. Krankheiten wie Diabetes oder andere ließen sich dadurch natürlich nicht behandeln. Die Entwicklung einer Immunstörung in einer Welt wie dieser, in der sie nun lebten war… schlicht und weg ein Todesurteil, wenn es sich nicht durch zum Beispiel die Ernährung regeln ließ. Doch solche harten Wahrheiten gehörten zu Jason zum Alltag und er hatte kein Problem damit, dies seinen Patienten mitzuteilen. Manche würden ihn wohl als herzlos bezeichnen, doch Jason konnte ja nichts dafür. Durch seine eigene Erkrankung, der Asperger Autismus, kannte er Emotionen wie Mitgefühl oder Einfühlsamkeit nicht. Er sah im Regelfall nur die Fakten und verstand auch das Konstrukt einer Lüge in diesem Falle nicht. Es waren klare Tatsachen, wenn er bestimmte Krankheiten nicht behandeln konnte und die Folge ohne Behandlung der Tod war, musste sein Patient oder seine Patientin dies wissen. Damit sie oder er die letzten Tage, Wochen, Monate auf dieser Welt noch so gut verbringen konnte, wie es möglich war. Eigentlich ganz fair, oder nicht? Zumindest sah Jason es als die einzige, wirklich logische Entscheidung und so verließen auch an diesem Morgen leider ein älteres Ehepaar die Praxis mit einem eisern dreinblickenden Mann und einer alten Frau der die Tränen über die Wangen liefen.
Was Jason allerdings gut konnte, dank dem Strom und den teilweise technischen Mitteln, die er hier in der Cottage hatte, war zu operieren. Natürlich, an einer Schusswunde konnte jeder sterben, oder einem Messerstich, aber sie hatten hier in der Cottage bei Jason deutlich höhere Überlebenschancen. Wenn die Kugel nicht direkt in den Kopf oder die Klinge direkt ins Herz ging. Das hatte er gelernt, dank dem EKG und dem kleinen Röntgengerät, dass sie aus einem kleinen, ländlichen Krankenhaus besorgt und wiederhergerichtet hatten, hatte er deutlich bessere Chancen zur Diagnostik. Auch das Mikroskop und die Zentrifuge, die in erstaunlich gutem Zustand aufgefunden wurde, erleichterten ihm dies. So konnte er Blutuntersuchungen durchführen, schneller und besser herausfinden, was die Leute krankmachte. Ob er dann aber die passende Behandlung bieten konnte… war immer die eigentlich wichtigere Frage.
Als die meisten der Patienten fertig waren, zog Jason gerade den Vorhang zurück und der Mann, der vor ihm saß, zog sich das Shirt herunter. Er war laut Terminplan der letzte, ein unschöner Ausschlag, etwas, was Jason hier häufig zu Gesicht bekam.
„Deine Frau soll heute Abend den Verband abnehmen und erneut etwas dieser Salbe auftragen“, erklärte Jason, „Wenn es nicht besser wird, kommst du nochmal vorbei und wir versuchen einen anderen Therapieansatz.“
Jason reichte dem Mann eine Dose voll mit Salbe und nickte ihm dann zu, entließ den letzten seiner morgendlichen Patienten. Ordentlich dokumentierte er, wie immer, was er behandelt hatte, mit was er behandelt hatte und die genaue Uhrzeit zu der er die Salbe aufgetragen hatte. Wie immer alles perfekt, alles ordentlich, alles logisch. So wurde die Akte unter dem Buchstaben „L“ eingeordnet und abschließend die Schublade mit den restlichen Akten geschlossen. So war der Vormittag schon geschafft. Heute Nachmittag musste er noch zu zwei Bewohnern des Cottages gehen, einer von ihnen hatte sich vor zwei Wochen den Unterschenkel sehr… schwerwiegend gebrochen, sodass Jason diesen auch operieren musste. Die andere Alternative wäre nur eine Amputation gewesen und diese hatte der dunkelhäutige Arzt vermeiden wollen. Noch war dieser Patient aber nicht ausgeheilt und eine Amputation konnte auch nach zwei Wochen noch nötig sein. Der andere Patient war eine alte Dame, die für Jasons Einschätzung im finalen Stadium war. Von daher war immer eine der Wachen im Haus, falls die Seniorin in der Nacht verstarb und dann von dieser Wache behandelt wurde, dass sie nicht wieder aufstand. Eine Vorsichtsmaßnahme, die bei vielen finalen Patienten in der Cottage hier so gemacht wurde. Auf psychologischer Basis gab es keine 100 prozentige Sicherheit, dass ein naher Angehöriger in der Lage war, im Fall des Falles so rational zu handeln. Deswegen eine unparteiische Wache. Jason selbst hatte dies auch schon des Öfteren durchgeführt, für ihn war es… leicht. Er hatte kein Problem damit einer Leiche sein Messer seitlich hinter dem Ohr in den Kopf zu treiben. Es musste getan werden, war seit Beginn der Apokalypse in seine Routine übergegangen.
Es war kurz nach zwölf Uhr Mittags, als Jason also die Praxis sauber und aufgeräumt verließ, die Tür öffnete die in seine Wohnung führte. Er hatte jetzt Zeit nach Anna zu sehen, ob sie noch schlief oder schon wach war.
“Du weißt es. Ich weiß es. Niemand sonst. Solltest du jetzt nicht irgendwo sein und Wache schieben? Um das hier zu beschützen? Hm?“, hörte er noch Annas Worte und wie die Tür leise ins Schloss gedrückt wurde. Der Eingang der Praxis lag um die Ecke, sodass Anna nicht sehen konnte, dass Jason gerade dabei war die Wohnung zu betreten, als sie laut ins Haus rief, was für nette Leute es doch im Cottage gab. Jason blieb einen Moment stehen, ehe er die Wohnung komplett betrat. Sein Kopf ratterte, versuchte irgendeinen Sinn aus den Worten zu spinnen, die er gerade gehört hatte. Ehe er aber die Eingangstür zu seiner Wohnung erreicht hatte, hörte er schon im Bad das Wasser der Dusche rauschen.
Ein lautes Maunzen ließ seinen Blick nach unten fallen auf seinen Kater Galileo, der sich um seine Beine strich und ihn aus seinen stechenden Bernsteinaugen ansah, ehe er erneut miaute.
„Ja, Mittagessen. Ich weiß“, murmelte Jason und lächelte sanft, ehe er vorsichtig sich aus Galileos Umarmung um seine Beine befreite und in die Küche trat. Zuerst versorgte er Galileo, der Kater hatte definitiv Hunger, so gierig wie er die Fleisch- und Fischreste in seinem kleinen Schälchen fraß. Während es sich sein Kater also schon schmecken ließ, griff Jason in seinen Vorratsschrank und zog daraus ein in ein Küchentuch gewickeltes Laib Brot, aus dem Kühlschrank holte er ein Glas Marmelade heraus und aus einem Schrank ein Glas mit Erdnussbutter, was er alles auf die Arbeitsplatte stellte.
Als er hinter sich ein Geräusch vernahm, Anna hatte das Badezimmer verlassen, öffnete er eine Schublade und holte ein scharfes Brotmesser heraus. Ordentlich und in perfekten ein Centimeter dicken Scheiben schnitt er zwei davon herunter und legte sie auf das Brett neben sich.
„Letzte Woche“, antwortete er Anna dann auf ihre Frage, legte das Messer gerade ausgerichtet neben das Brett auf die Arbeitsfläche und öffnete das Erdnussbutterglas. Mit einem Löffel holte er zwei perfekt abgemessene Löffel Erdnussbutter heraus und verstrich sie exakt bis zum Rand auf der Weißbrotscheibe. Anschließend stellte er das Glas zurück in den Schrank, korrigierte dessen Position und so, dass man das Etikett perfekt lesen konnte, auf dem in schön geschwungener Schrift „Erdnussbutter für den beiden Doc“ stand und daneben ein kleines Herz gemalt war. Etwas, was Jason komplett ignorierte, auf Anna aber wohl… wirken musste. Immerhin wusste sie, was solche versteckten Botschaften manchmal bedeuteten. Jason tat das nicht.
„Ich war auf einer Patrouille. Es gibt hier ein recht bergiges Areal, welches mit motorisierten Gefährten nicht befahrbar ist und auch für Pferde kaum betretbar. Zu Fuß ist es aber keine Herausforderung, meistens begleite ich die Patrouille aber. Falls etwas passiert, würde es länger dauern, bis man die Gruppe erreicht. So bin ich gleich dabei“, erklärte er sich weiter und Schloss den Schrank, als er das Glas erneut korrigiert und nun an einer zufriedenstellenden Position gelassen hatte.
Galileo stupste mit seiner Nase gegen seine leere Schüssel, was ein helles Geräusch verursachte und Jasons Blick zu ihm nach unten richtete.
„Du hattest genug. Geh und beschäftige dich draußen!“, sprach er mit dem Kater kurz, als würde er mit einem Menschen sprechen. Ein weiteres Miauen von Galileo, doch Jason richtete seine Aufmerksamkeit wieder dem Brot vor sich zu. Das verstand auch der Kater, welcher sich abwandte, Anna aus seinen hellen Augen betrachtete und dann die Küche verließ. Er hatte es der dunkelhaarigen noch nicht verziehen, dass sie ihn aus der Mittagsruhe so unsanft vertrieben hatte.
„Ich habe begonnen zu trainieren, als ich die Grundausbildung der Soldaten machen musste um auf Feldeinsätze gehen zu dürfen“, antwortete Jason dann auf Annas Frage, die sie noch gestellt hatte, bevor sie in den frühen Morgenstunden ins Bett gegangen war. Ob sie sich überhaupt noch an die Frage erinnerte? Jason jedenfalls tat es. Natürlich tat er es.
„Nur, wenn man auch die physischen Voraussetzungen erfüllte, durfte man den Stützpunkt in den Rocky Mountains verlassen. Da ich nach einiger Zeit nur im Stützpunkt mal wieder“, er lächelte, weil er stolz war, dass er das Sprichwort richtig verwendete, „frische Luft schnappen wollte, musste ich also die Grundausbildung absolvieren. Und der gesundheitliche Vorteil einer guten Physis ist mir dadurch sehr bewusst geworden, also erhalte ich diesen. Außerdem… kann ich dabei gut nachdenken. Und man lässt mich dabei alleine. Also mehrere gute Argumente dafür.“

@Anna Avery



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#26

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 21.05.2021 15:46
von Anna Avery | 474 Beiträge

Anna's Kopf brummte als dieser Jason's Stimme vernahm. Obwohl er natürlich in gewohnter Lautstärke sprach, nahm sie aufgrund des durchaus ansehbaren Katers das ganze deutlich lauter war. Zwar hatte die warme Dusche, die Tatsache und das Gefühl als hätte sie ein Zug überrollt etwas gelindert aber noch lange nicht gebessert. Zu dem da auch noch ihre zwei gebrochenen Finger dazu kamen, die Jason gestern noch verbunden hatte. Anna wusste nicht mehr so ganz was sie alles ihrem Bruder gestern gesagt hatte. Doch sie hoffte innerlich das es nur das Nötigste war. Nicht das sie ihrem Bruder etwas verheimlichen würde. Sie sah es nur als weitere Schutzmaßnahme an Jason nicht direkt … alles wissen zu lassen. Nicht weil sie ihm nicht vertraute. Sie wollte ihn nicht belasten, zu dem konnten Informationen auch einen schnellen Tod bedeuten, wenn die falsche Person davon erfahren sollte. Sie überlegte gerade ob es dreist wäre ihren Bruder nach einem Schmerzmittel zu fragen, nach ihrer Dummheit von gestern und die Tatsache das sie sein Behandlungszimmer in Unordnung hinterlassen hatte. Anna versuchte ihre Finger unter dem Verband leicht zu bewegen, ließ es aber direkt wieder und unterdrückte das schmerzvolle Ziehen. Sie hatte schon deutlich schlimmeres durchgestanden, machte die Tatsache aber auch nicht besser. Letztendlich entschied sie sich dagegen Jason zu fragen und hielt den Schmerz aus. Anna hob den Kopf an als Jason Galileo nach draußen schickte, als würde er ein freches Kind tadeln. Anna verkniff ein Schmunzeln als Jason endlich ihre Frage beantwortete. „Das ist gut. Das sie dich nicht festhalten meine ich.“ Anna stützte ihren Kopf auf ihrer gesunden Hand ab. „Sie haben sie nie raus gelassen Mum meine ich. Damals in der Quarantänezone in Kanada. Sie war Ärztin. Sie war wertvoll. Sie konnten nicht riskieren sie an einen einfachen Beißer zu verlieren. Das hat sie manchmal echt verrückt gemacht und -“ Anna stockte und brach ihren Satz einfach ab. Es schmerzte sie über ihre Adoptivmutter zu reden. Es schmerzte sie immer noch sie zurückgelassen zu haben. Zu wissen das sie überlebt hatte und Dad wiedergefunden hatte. Wäre Anna bei ihr geblieben hätte sie ihn womöglich auch noch einmal gesehen. Sie hätte vielleicht verhindert, das beide gestorben wären. Oder … sie wäre mit gestorben, wer wusste das schon. Und Jason wäre ganz alleine auf der Welt gewesen. Irgendwie löste dieser Gedanke Übelkeit in ihr aus. Übelkeit, welche sie schnell wieder unterdrückte. Um sich schnell von diesen Gedanken abzuwenden konzentrierte sie sich lieber darauf wie Jason das Glas mit Erdnussbutter richtig positionierte, das er seinen Frieden damit finden konnte. Bei der Aufschrift konnte sie sich ein Zucken ihrer Mundwinkel nicht verkneifen. „Hm .. da will dich wohl jemand mit Erdnussbutter verführen.“ sprach die Dunkelhaarige aus. „Wegen dem Herz.“ erklärte sie ihre Aussage auch schon gleich. „Das bedeutet das dich da jemand gern hat.“ Anna wandte ihre Aufmerksamkeit wieder von dem Glas ab, ließ es dabei. Es war nicht ihr Recht Jason nun auszufragen und in seinem Privatleben herumzuschnüffeln. Sie fand es schön wenn da jemand war, der ihren Bruder mochte. Und solange diese Person keine bösen Absichten hatte, hatte diese auch nichts zu befürchten. Anna wäre die Letzte, die sich zwischen das Glück ihres Bruders stellen würde. Sie hörte nur zu wie Jason von dem Stützpunkt in den Rocky Mountains erzählte ehe sie um den Küchenblock lief und ihm frech das Toast aus der Hand nahm bevor er abbeißen konnte und selber abbiss, so wie sie es früher immer gemacht hatte. „Ich habe besonders eine Sache in der Apokalypse gelernt“ sprach die Dunkelhaarige mit vollen Mund und blickte ihren Bruder an. „Und zwar das alle Leute beim Militär entweder die reinsten Arschlöcher sind oder kleine Bauern in einem Schachspiel. Und letztendlich konnten sie uns auch nicht beschützen. Du solltest nur auf deine eigene Meinung vertrauen Jason … oder auf meine.“ schmunzelt die Dunkelhaarige. „Ich hoffe ich habe dir gestern mit keinem betrunkenen, geschwisterlichen Liebesbeweis das Ohr abgekaut.“ lenkte die Kanadierin wieder vom Thema ab. Kurz verharrte die Dunkelhaarige im Stillen. „Pack dein Zeug wir gehen raus. Ich muss dir was zeigen, was ich auf dem Weg hier her entdeckt hatte.“ Anna aß das letzte Stück des Brotes. „Keine Sorge es wird niemand Ärger machen. Schließlich bist du dabei und ich denke mein Freund bei der Wache hat mich lieber außerhalb der Kolonie als innerhalb.“ Anna machte deutlich das sie keine Widerrede duldete ehe diese aus der Küche verschwand und zurück ins Wohnzimmer lief, wo sie noch bis vorhin auf der Couch geschlafen hatte. Dort befand sich auch ihr Rucksack. Bis auf ihr Messer, hatte man ihr die Waffen abgenommen. Verständlich. Sie wären auch dämlich wenn nicht. Aber Anna reichte das Messer und zur Not hatte Jason auch eine Waffe dabei, die sie nehmen konnte, sollte es darauf ankommen. Aber das was sie Jason zeigen wollte, war nicht all zu Weit von hier weg und bis auf den ein oder anderen Beißer sollte dort niemand sein. Als sie ihren Rucksack anhob, flog etwas daraus und landete mit einem leisen, dumpfen Geräusch auf dem Boden. Hektisch hob Anna dieses Etwas wieder auf. Ein Walki-Talki. Es war das einzige in ihrem Rucksack, was sie nicht abgegeben hätte, nicht freiwillig und ihr auch Gott sei Dank nicht abgenommen wurde. Anna drückte auf den Knopf an der Seite, ein Rauschen war zu hören ehe sie es an ihre Lippen presste und etwas sagen wollte. ...Aber sie konnte nicht. Deutlich wütend über ihre Reaktion schaltete sie das kleine Gerät wieder aus und ließ es in ihrem Rucksack wieder verschwinden.

Nach dem auch Jason sich fertig gemacht hatte, lief Anna mit ihm zum Tor. Das Tor was sie vor ein paar Tagen noch von außen betrachtet hatte. Dort angekommen blickte die Dunkelhaarige nach oben, wo sie auch schon gleich die Wache wiedersah, die noch heute Morgen an der Tür der Praxis geklopft hatte. Wenn Blicke töten können, wäre die dunkelhaarige Kanadierin wohl nun tot umgefallen. Nur widerwillig öffnete dieser das Tor. „Pass auf dich auf, Jason.“ waren die einzigen Worte die er wechselte, während er die Dunkelhaarige nur mit Blicken bestrafte. Anna verzog nur das Gesicht und war die Erste, die aus dem Tor trat. Auch auf dem Weg bis zum Tor hatte sie ihrem Bruder immer noch nicht verraten, wo sie hingehen. „Komm schon Jason, Es ist nicht weit.“ zog sie wieder seine Aufmerksamkeit zu sich und lief los. Der Weg führte sie in den naheliegenden Wald, wo sie noch auf andere Mitglieder der Cottage stießen, die die Umgebung patrouillierten und nach Beißern Ausschau hielten. „Das ist keine schlechte Idee.“ dachte Anna laut. „Nur gehen sie es falsch an. Es bringt ihnen nichts in der Umgebung die Beißer zu töten, wenn sie nicht den Kern, das Nest von ihnen ausfindig machen.“ sprach die Dunkelhaarige weiter aber nur um ihren Bruder an ihrem Gedanken teilhaben zu lassen. Wohl etwas was beide Avery Geschwister mit sich teilten. Anna wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Waldweg zu. Dort wo sie hin wollte, war sie schon einmal vorbeigekommen als sie auf dem Weg zum Cottage waren. Als sie es gesehen hatte, musste sie sofort an ihren Bruder denken und war sich sicher das es ihm gefallen würde. Anna wusste nicht warum sie ausgerechnet heute dort hin wollte. Womöglich hatte sie Angst das sie es ihm sonst nie zeigen würde. Noch war nicht klar ob Anna bleiben konnte, selbst wenn sie es wollte. Ihr Ziel war vielleicht eine gute dreiviertel Stunde Fußweg von der Kolonie entfernt. In der Zeit sprach die Dunkelhaarige nur erstaunlich wenig. Nicht weil sie mit Jason nicht reden wollte, schließlich haben sie sich ziemlich lange nicht mehr gesehen, den anderen für tot geglaubt aber irgendwie fühlte Anna sich anders. Jason hatte sich für die Kanadierin nur äußerlich verändert, charakterlich schien er wie immer zu sein, doch Anna … sie fühlte sich gerade nicht wie seine Schwester, wofür Jason nichts konnte, sondern eher wie eine fremde Person. Als Anna den vertrauten, Steinweg entdeckte blieb sie stehen und drehte sich zu ihrem Bruder um. „Okay mach die Augen zu.“ wies sie ihn an. „Mach schon.“ lächelte sie. „Vertrau mir. Schließlich bin ich deine Schwester.“ Sie wusste das Jason so was nicht mochte. Überraschungen. Etwas so unvorhersehbares. „Nicht lange nur für ein paar Minuten, versprochen.“ versuchte sie ihren Bruder weiterhin zu überreden und grinste kurz als dieser ihrer Aufforderung nachkam. Kurz wedelte sie mit ihrer Hand vor Jason's Gesicht herum, um sicher zu gehen, das er wirklich nichts sah. „Okay. Ich hol dich jetzt an der Hand, so wie früher ja? Auch nicht für lange, versprochen.“ Anna wusste das wenn sie eine Berührung ankündigte, es vielleicht etwas weniger schlimm für Jason war und er sich darauf vorbereiten konnte. Langsam nahm sie ihren Bruder bei der Hand. „Okay?“ versicherte sie sich nochmal ehe sie dann langsam loslief. „Und schön die Augen geschlossen halten!“ warnte sie ihn direkt hinterher ehe sie den Weg entlang lief. „Vorsichtig Stufe.“ wies sie ihn an und öffnete langsam die Tür. Es war eine Glastür gewesen, schon längst kaputt, zu hören an den kaputten Scherben auf die Anna zuerst trat und dann war nur noch das dumpfe Geräusch, echoartig, von kaltem Marmorboden zu hören. Sie ließ ihren Bruder los. „Okay bleib genau hier stehen!“ Kurz konnte man noch Anna's Schritte vernehmen wie sie sich von ihm entfernte. „Okay mach die Augen auf.“ Anna grinste als sie ihre Arme nach einem großen Fossil eines Spinosaurus ausstreckte. „Tadaaah.“ grinste die Dunkelhaarige. Anna hatte ihn in ein Museum für Naturkunde geführt. „Hm .. mit der Musik von Jurassic Park war es deutlich cooler in meinem Kopf.“ stockte Anna dann in ihrer Bewegung und blickte ihren Bruder mit einem Lächeln an. „Bin ich die beste Schwester oder bin ich die beste Schwester ?“

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@Jason Avery




YOU RUN WITH THE DEVIL
She left a week to roam. Your protector's coming home. Keep your secrets with you, girl. Safe from the outside world. You walk along the stream. Your head caught in a waking dream. Your protector's coming home, coming home. As you lay to die beside me, baby. On the morning that you came. Would you wait for me, The other ones wait for me. As you lay to die beside me, baby. On the morning that you came. Would you wait for me, The other ones wait for me. Tell your brother to be good. Tell your sister not to go. Tell your mother not to wait. Tell your father I was good. You run with the devil. As you lay to die beside me, baby. On the morning that you came. Would you wait for me?
Y O U R P R O T E C T O R I S C O M I N G H O M E



zuletzt bearbeitet 21.05.2021 15:47 | nach oben springen


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