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Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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#21

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 09.12.2020 20:01
von Jason Avery | 87 Beiträge

Jason durchsuchte ruhig und kontrolliert seinen Schrank mit den medizinischen Materialien. Anna war angetrunken oder betrunken, wie sehr der Alkohol ihr zusetzte konnte er nicht ganz einschätzen, dazu müsste er einen Bluttest machen. Aber dass sie sich in einem rauschartigen Zustand befand, konnte auch jeder andere sofort sehen, immerhin schwankte sie, ihre Sprache war verwaschen und ihre Handlungen waren unkoordiniert. Das Chaos versuchte sie wohl offensichtlich auf Galileo zu schieben, die einzige Katze die jemals in Jasons Haus war und die einzige Katze, die Jason auch in sein Haus ließ.
„Galileo würde nie ein solches Chaos veranstalten. Er weiß, dass es in diesem Raum nichts Essbares für ihn gibt und damit nichts Interessantes für ihn“, wiedersprach Jason emotionslos und sah aus dem Augenwinkel, wie Anna gegen die Behandlungsliege taumelte, sich dann darauf niederließ. Gut, dort würde sie nicht noch mehr Unordnung schaffen können. Sanft schüttelte der Dunkelhäutige nur den Kopf, griff dann den letzten Gegenstand und schloss den Schrank wieder. Geschmeidig setzte er sich auf den Hocker vor Anna, zog sich mit den Füßen so hin, dass er ihre Hand mit den gebrochenen Fingern gut behandeln konnte und besah sich die Finger genauer. Sie sahen zwar gebrochen aus, aber schienen alle beide eine einzige Bruchstelle zu haben, was sehr gut war. Ihr Versuch ihm die Gegenstände abzunehmen war kein wirklicher Versuch, Jason musste sich nicht großartig anstrengen um sie daran zu hindern.
„Nein, das kannst du nicht selbst. Du würdest nicht den nötigen Druck aufbringen und am Ende noch mehr kaputt machen. Also mache ich das. Ich bin der Arzt“, sagte er mit bestimmtem Tonfall und begann ihre Finger weiter zu untersuchen. Anna schwieg, er roch den Alkohol aus ihrem Atem, doch er blieb konzentriert auf die Finger. Wieviel Schmerz Anna aufgrund des Alkohols und aufgrund der Vergangenheit noch wahrnahm, konnte Jason schlecht einschätzen. Doch sie zuckte nicht wirklich, als er die Bruchstellen ertastete und mit einem kleinen Ruck die Knochen wieder so aneinanderstellte, dass sie gut verheilen konnten.
Etwas verwirrt hob er dann den Kopf bei ihren Worten, ließ ihn dann aber wieder sinken. Was meinte sie damit, dass sie ihre Vergangenheit umgebracht hatte? Die Vergangenheit war kein Lebewesen, nichts was man umbringen konnte. Ohne etwas zu sagen und weiterhin auf ihre Finger konzentriert, hörte Jason ihr einfach weiterhin zu und erfuhr so schon bald, was sie mit ihrer Aussage eigentlich meinte. Sie hatte den Rest ihrer Gruppe umgebracht. Das Blut in ihrem Gesicht war also nicht ihr eigenes. Daher kamen auch die Verletzungen, nicht von ihrer schlechten Ausrede, dass sie gestürzt wäre.
Überrascht weiteten sich kurz seine Augen, als er spürte wie sie ihm die Hand entzog, er diese dann an seinen Wangen spürte und sie ihn zwang ihn anzusehen. Er spürte wie ihm kurz das Herz aussetzte, ehe dieses wie in einem Galopp anfing zu rasen, alles in ihm schrie danach sein Gesicht ihr zu entziehen. Ansonsten war es okay, wenn Anna ihn berührte, wenn er es vorher wusste. Doch so plötzlich von ihr quasi gepackt zu werden, dass sie ihn schon förmlich dazu zwang ihn anzusehen, dass überforderte ihn. Doch er hielt es aus, denn dies war einer dieser seltenen Momente, wo er irgendwie in sich drin spürte, dass Anna dies brauchte. Er meinte in ihren Augen diesen Schmerz zu sehen und diese Sehnsucht danach, dass er es verstand. Dass jemand ihr sagte, dass sie kein böser Mensch war.
„Ich verstehe es Anna“, sagte er und nickte, ließ den Blick nicht von ihrem Gleiten, auch wenn dieser Moment der Erkenntnis schon langsam abebbte, „Ich verstehe es, es ist logisch Anna. Alles was logisch ist für mich, kann ich auch verstehen, dass weißt du doch. Aber bitte Anna… lass mich deine Finger richten. Ich möchte sie dir nicht abnehmen müssen…“
Er sah sie noch an, wartete, bis sie die Hände von seinen Wangen löste und richtete den Blick wieder auf ihre gebrochenen Finger. Erneut richtete er die beiden Gebrochenen, dann griff er zur Seite, ohne hinzusehen erwischte er die Bandagen, die er routiniert um ihre Finger band, ehe er beide in eine kleine Schiene legte. Danach band er die zweite Bandage herum, sodass ihre beiden Finger nun dick in weißes Mull eingebunden waren, aber von den Bandagen stabilisiert wurden.
„Sie haben eine Gefahr dargestellt“, fuhr er dann nach der Stille fort und kontrollierte seine Arbeit von unten, ehe er mit dem Stuhl zurückrollte und aufstand, „Selbst ich habe in dem Moment im Kerker gemerkt, dass dies keine guten Menschen sind. Rick und Daryl hätten sie sicherlich nicht getötet, eine Todesstrafe gibt es hier im Cottage nicht. Was für mich nicht logisch ist. Diese Menschen, wenn Rick und Daryl sie irgendwann hätten gehen lassen, wären sicherlich wiedergekommen und hätten hier noch mehr Chaos entfacht. Du hast sie getötet, der einzige zu 100% sichere Weg, diese Zukunft zu verhindern. Die einzige, logische Entscheidung um mit dieser Situation umzugehen. Wenn sie tot sind, können sie hier niemanden mehr verletzen und stellen keine Gefahr mehr da.“
Er holte eine Schüssel mit warmem Wasser und einem sauberen Stofftuch, setzte sich dann wieder vor Anna und tauchte den Stoff in das Wasser. Sanft strich er ihr damit über das Gesicht, entfernte das getrocknete Blut von ihrer Haut mit konzentrierten und präzisen Strichen.
„Ich hoffe aber, du hast die Wachen am Kerker nicht getötet. Sie sind unschuldig, auch, wenn es ein notwendiges Opfer gewesen wäre um eine logische Konsequenz zu ziehen. Dennoch, solltest du sie getötet haben und jemand herausfinden, dass du es warst, kann ich dich nicht vor Daryl und Rick beschützen. Immerhin sind auch unsere Wachen Mitglieder der Gemeinschaft. Auch, wenn sie meiner Meinung nach nicht sonderlich viel zur Gesellschaft beitragen. Man kann jedem Idioten eine Waffe in die Hand drücken“, sprach er weiter und zuckte mit den Schultern. Er hielt nicht viel von Soldaten, jeder Vollidiot konnte jemanden erschießen. Aber nicht jeder konnte ein Menschenleben retten. Oder ein Haus bauen, dass nicht bei der nächstbesten Windböe einstürzte…
Sanft griff er mit einer Hand an Annas Kinn, drehte ihren Kopf nach links und rechts. Er betrachtete ihre Nase, auf dieser war ein kleiner Cut, im Kampf mit den anderen Männern ihrer Gruppe hatte sie wohl etwas auf die Nase bekommen, aber diese sah nicht gebrochen aus. Es zeigte sich nur ein kleines Hämatom, welches aber in ein paar Tagen wieder weg sein würde. Nichts Dramatisches.
„Folge meinem Finger“, wies er sie dann an, klickte die kleine Taschenlampe an und leuchtete seitlich in ihre beiden Augen. Gut, es sah nichts nach etwas Neurologischem aus, zumindest mit den Tests die er so „einfach“ ausführen konnte.

@Anna Avery



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#22

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 15.12.2020 23:16
von Anna Avery | 337 Beiträge

Ein kurzes, dümmliches, betrunkenes Lächeln zog dich durch Anna's Gesicht als Jason sie mit fester Stimme belehrte, das sie sich eben nicht selbst verarzten konnte. Es war schon fast so gewesen als wäre er sauer gewesen, würde sein Gesicht dabei nicht so monoton bleiben, würde sie das sogar wirklich glauben. Zu dem sie sich kaum erinnern kann Jason richtig sauer gesehen zu haben oder einschätzen zu können das er wohl gerade Wut verspüren konnte unter diesen Augen, die alles im Raum analysierten, nur den Augenkontakt vermeidete. Gut vielleicht die ein paar Dinge, die Anna als Kind getan hatte. Mal seine Ordnung gestört damit sie eben seine Aufmerksamkeit hatte und das er mit ihr spielen sollte. Aber da war Anna eben noch ein Kind und hatte nie die Absicht gehabt ihren Bruder absichtlich zu verärgern. Das Grinsen verschwand aus Anna's Gesicht so schnell wie es gekommen war als sie der Schmerz ihrer Finger, die Jason gerade mit einer Schiene und einer Bandage versorgte - und der unausweichliche Drang übergriff, ihrem Bruder in die Augen zu sehen als sie davon erzählte was sie getan hatte. Sie hatte nicht direkt gesagt, das sie diese Leute getötet hatte aber ihr Bruder war schlau genug um es zu verstehen. Um die Dinge zusammen zu zählen, auch wenn ihre Aussage zuerst wohl keinen Sinn für ihn zu haben schien. Sie musste ihn ansehen, der Zweifel war da, das er sie für das verurteilen könnte. Schließlich haben sie sich eine sehr lange Zeit nicht gesehen, Anna ging ja davon aus das ihr Bruder schon längst tot sei, ob er je das Selbe geglaubt hatte, konnte die Dunkelhaarige nicht einschätzen. Es war eine Menge Zeit verändert und sie haben sich beide verändert, äußerlich wie auch charakterlich. Auch wenn Anna momentan nur die äußerlichen Veränderungen ihres Bruders aufgefallen sind, wird sich in den nächsten Tagen zeigen ob Jason auch eine andere Sichtweise entwickelt hat oder ob diese relativ gleich blieb, so wie sie ihn eben kannte. Ihr Bruder, der einzige Mensch, dem sie direkt blind vertrauen würde. Wo sie weiß das dieser sie nie hintergehen würde und umgekehrt. Niemals. Auch wenn ihr Blut nicht gleich war und Jason sie auch immer wieder darüber belehrte wenn Anna ihn als ihr Blut bezeichnete … - für sie war es so. Dazu brauchte sie keine wissenschaftliche Erklärung oder einen DNA Test. Sie war mit ihm aufgewachsen als Bruder und Schwester und an diesem Verhältnis würde sich nichts ändern. So wie sie ihre Adoptiveltern als ihre Eltern ansah, was nicht bedeutete das sie ihre richtige Familie verabscheute. Bis auf ihre Mutter, die schließlich gestorben war als die Dunkelhaarige ein Baby war, kannte sie ja niemanden. Auch wenn Paula es ihr nie verboten hatte, ihr sogar geholfen hätte, ihre wahren Wurzeln zu finden. Aber das wollte Anna nie. Vermutlich weil sie auch Angst hätte eventuell enttäuscht zu werden. Sie war glücklich, ihr hatte es an nichts gemangelt und sie hatte die Liebe einer Familie. So kitschig und auch gleichzeitig kalt es klang. Mehr Familie brauchte sie nicht und selbst wenn sie es doch wollte – Jetzt war es jedenfalls zu spät dafür.
Selbst als sie das Gesicht ihres Bruders mit ihren Händen festhielt, wirkten seine Augen, seine Mimik so unergründlich wie immer. Sie spürte die sofortige Unsicherheit die seinen Körper durchströmte und wahrscheinlich schrie gerade alles in ihm sich zu entziehen. Auch Anna hatte für einen kurzen Moment ein schlechtes Gewissen, ihren Bruder so zu überfordern. 'Ich verstehe es, Anna.' - Es war als würde ihr einen Moment lang der Atem aussetzen, als müsste sie diese einfachen Worte erst mal sacken lassen. Und Jason wäre nicht Jason wenn er nicht erklärte warum. Sie haben eine Gefahr dargestellt, Anna hatte richtig gehandelt. Es war die einzige Möglichkeit. Es war nicht so das er sie dazu ermutigte aber er verstand es, er sah es genau so. Sie hatte Recht. Aber warum fühlte es sich dann nicht so an? Und für einen Moment verschwand die autistische Ader. Mit fast schon zitternden Händen ließ sie ihren Bruder endlich los. Alles in ihr lag schwer und das zeigte sich auch in ihren Augen, die sich unmittelbar mit Tränen füllten. Es war selten das Anna wirklich weinte, es kam zu mindestens kaum vor. Es war das erste mal seit langem wieder, nach dem Jason ihr erzählte das ihre Eltern Tod seien. Er wusste wahrscheinlich gar nicht was er mit seinen Worten in ihr ausgelöst hatte. Teils war sie erleichtert, andererseits als würde man sie erdrücken. Ein paar Tränen liefen über ihre Wangen während sie ihre Hand einen Moment lang mit seiner umklammerte und ihm ihre Lippen kurz auf seine Handknöchel drückte ehe sie ihn vollständig losließ. „Warum fühlt es sich dann so an, als hätte ich etwas ganz Schreckliches getan?“ schüttelte Anna den Kopf. Scharf zog sie nur die Luft ein als Jason weiterhin an ihren gebrochenen Fingern hantierte. Anna hatte eine hohe Schmerzgrenze aber das hier... - das tat höllisch weh. Und wäre sie womöglich nicht noch angetrunken würde es sich noch viel intensiver und schmerzhafter anfühlen. Aber sie hielt still. Als er dann auf die Wachen zu sprechen kam, wischte sich Anna bereits die paar Tränen weg, die sich auf ihr Gesicht gekämpft haben. „Nein, sie haben mich nicht gesehen. Sie müssten bald wieder wach sein.“ versicherte sie ihm knapp. Anna blickte ihm kurz nach als er mit einer Schüssel, gefüllt mit Wasser zurückkam. Sanft, versuchte er ihr Gesicht von dem, mittlerweile getrockneten Blut zu befreien und Anna ließ es zu, schloss dabei kurz die Augen. Sie roch schon gar nicht mehr das Eisen, das Blut allgemein erst einen Geruch gibt. Als hätte sie sich daran gewöhnt. Die Dunkelhaarige schwieg kurz. „Mum wäre so stolz auf dich.“ hauchte sie ihm nur ehe ihre Mundwinkel kurz nach oben zuckten. „Das war sie zwar immer aber sie wäre es jetzt noch mehr.“ Anna schnaufte hörbar. „Ich hoffe diese Welt schätzt dich mehr, auch wenn sie ziemlich beschissen und aussichtslos ist. Aber du bist auf einem guten Weg.“ hauchte die Dunkelhaarige weiter ehe sie ein amüsiertes Schnauben von sich ließ. „Nicht so wie ich.“ Jason ließ sie los und Anna seufzte, ging nicht weiter auf die Aussage ein, befolgte eher seiner Anweisung und ihre Augen folgten seinem Finger. Bis auf ihre Finger fühlte sie sich auch nicht sonderlich schlecht. Ein wenig schwindelig und erheitert durch den Alkohol. „Eine Sache noch.“ Anna hob den Kopf wieder an. „Die verdammte Katze … du hast sie wirklich Galileo genannt.“ Anna schüttelte grinsend den Kopf ehe sie sich aufrichtete, deutlich taumelig ehe sie ihr Gleichgewicht hielt und ihre verbundenen Finger betrachtete. „Sieht fast aus wie neu. Du glaubst mir zwar nicht mehr das ich gefallen bin aber die anderen womöglich. Falls jemand fragt.“ Anna ließ ihre Hand sinken und taumelte zur Tür, das Sofa war ihr Ziel gewesen, sie wollte einfach nur noch die Augen zumachen. Irgendwie. „Ich werde bleiben.“ sagte sie dann leise aber dennoch hörbar. „Wenn du das willst.“ Sie wollte das was ihr Bruder hier hatte nicht kaputt machen oder verkomplizieren. Wenn er wollte das sie ging, dann würde Anna gehen ohne Widerworte.

@Jason Avery


There is something more dangerous in this world than a humiliated man
A nasty woman

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#23

RE: Küche mit Essbereich

in Wohnbereich Jason Avery 11.01.2021 19:50
von Jason Avery | 87 Beiträge

Was seine Worte in seiner Schwester auslösten, wusste Jason nicht, er hatte wirklich keine Ahnung. Immerhin gab er ja nur seine Sichtweise auf die Dinge, dass er damit vermutlich Annas psychologische Gesundheit rettet, ahnte er nicht. Doch Jason war immer ehrlich, immer, er konnte nicht lügen. Oder nur wirklich sehr schlecht. Jason war auch bewusst, dass manchmal eine Lüge besser war, aber das Konzept von Lügen machte für ihn einfach wenig Sinn. Er verstand nicht genau, wie eine gute Lüge funktionierte, weil zu einer guten Lüge auch viel Mimik, Gestik und Tonlage gehörten. Alles drei Dinge, die Jason… eher semi gut ausführen konnte.
Aber hier konnte er Anna offen und ehrlich antworten. Ja, diese Leute hatten eine Gefahr dargestellt und Anna war den Weg gegangen, der eine 100 prozentige Lösung gab, dass sie keine Gefahr mehr darstellten. Zumindest, wenn sie ihnen allen den Hirnstamm zerstört hatte. Sonst würden sie unfreiwillig eventuell den Weg zurück in das Cottage finden. Verraten konnten sie Anna als ihre Mörderin allerdings auch nicht mehr.
Als er ihre Lippen sanft an seinen Knöcheln spürte, ließ er das ganze unkommentiert über sich ergehen, sah sie nicht an und wartete einfach, bis sie ihre Geste zu Ende ausgeführt hatte.
„Nun, du hast mehrere Menschen getötet. In der weit verbreiteten Vorstellung von Gut und Böse, ist Töten etwas Böses. Zumindest einen Menschen zu töten ist etwas Böses. Das ist die Moral und Ethik, die uns unsere Eltern beibringen wollten. Völlig verständnislos und auch so unglaublich willkürlich gewählt meiner Meinung nach, aber es gab viele Menschen, die nach dieser Moralvorstellung gelebt haben“, antwortete Jason trocken und direkt auf ihre Frage, „Deswegen fühlt es sich falsch an. Du hast gegen die Moral verstoßen, die unsere Eltern uns beigebracht haben, nun… dir beigebracht haben. Das Konzept von Moral und Gut und Böse… naja, wie gesagt, erscheint mir nicht logisch. Jemand kann gefährlich sein… bedroht mich jemand mit einer Waffe, ist er gefährlich. Aber ist er gleich böse? Was ist böse?“
Er schüttelte ebenfalls sanft den Kopf. Nein, es gab bei dieser ganzen Moralgeschichte viel zu viele ungeklärte Fragen auf die Jason sein Leben lang immer die unzufrieden stellendste Antwort überhaupt bekommen hatte: Weil es eben so ist. Ende.
Ein wenig Erleichterung überkam den dunkelhäutigen Arzt schon, als Anna meinte, sie habe die Wachen nicht getötet. Es wäre schade gewesen, Anna so schnell wieder zu verlieren, wo er sie doch gerade erst gefunden hatte.
Als Anna dann davon sprach, dass ihre Mutter wohl stolz auf Jason wäre, es schon immer war, ließ das Jason Recht kalt. Das Prinzip von Stolz war auch etwas… diese ganzen Gefühle, die Menschen empfanden, egal ob über sich selbst oder über jemand anderen, das war für ihn alles so verwirrend.
„Ich führe das aus, was ich gelernt habe und das so gut ich kann“, gab Jason nur zur Antwort und ließ das Gespräch dann sein. Was Anna damit meinte er wäre auf einem guten Weg, keine Ahnung. Was sollte das bedeuten? Der Weg des Lebens? Als ob für jeden Menschen der Weg schon vorgegeben wäre, so ein Schwachsinn. Aber er hatte im Moment keine große Lust mit Anna über etwas zu diskutieren, auch, wenn es in seinem Hinterkopf weiternagen würde. Stolz… wie gerne hätte er ihre die Definition jetzt aufgezählt, dass es ein Gefühl von großer Zufriedenheit mit sich selbst war. Ob man nun selbst etwas getan hatte, dass einen stolz sein ließ, oder eine andere Person, deren Taten man sich aber auch irgendwie einen Anteil zuschrieb. Diese Freude, die der Gewissheit entsprang, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben. Doch das hatte Jason nicht, er tat nur das, was er gelernt hatte. Das Wissen war ja nicht einfach in seinem Kopf entsprungen, er hatte es wie jeder andere Medizinstudent gelernt. Von daher… er war ja auch ebenso geboren worden, was konnte er denn dafür, dass er intelligent war? Er kannte es ja nicht anders. Doch er ließ es bleiben. Es war noch sehr früh, Anna angetrunken und verletzt, er wusste, dass mit ihr keine anständige Diskussion zu führen war. Und auch sie, auch wenn Anna es selten tat, würde ihm nur wieder dieselbe unzufrieden stellende Antwort geben: Weil es ebenso ist.
Dann ging das Gespräch zu seinem Kater und Jason lächelte tatsächlich sanft, „Ja. Er ist ein sehr intelligenter Kater und ich dachte mir, da bekommt er den Namen eines sehr intelligenten Menschen. Außerdem ist er genauso überzeugt von sich selbst, wie es Galileo Galilei von seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen war.“
Auch Jason erhob sich schließlich, beobachtete wie sich seine Schwester etwas taumelnd erhob, doch er ließ sie alleine laufen. Ordentlich leerte er die Schüssel aus, kippte das Wasser in einen Behälter, es würde später gereinigt und wieder aufgewertet werden.
Langsam hob er den Kopf und betrachtete seine Schwester, wie sie da an der Tür stand. Wenn er das wollte.
„Ich möchte das du bleibst Anna. Du bist meine Schwester. Was wäre ich für ein… *kanadisches Schimpfwort das Anna kennt*, wenn ich es nicht wollen würde“, sprach Jason und lächelte über das Schimpfwort. Es war das einzige Schimpfwort, dass wirklich niemals bei ihnen zuhause fallen durfte. Gelernt hatten die beiden es durch ein Kind aus Annas Klasse, Jason hatte lange gebraucht es im richtigen Kontext zu verwenden, aber er hatte es irgendwann hinbekommen. Nach ziemlich vielen, für die anderen, lustigen Fehler.
„Und jetzt ruh dich aus. Ich werde für eine Stunde drüben im Trainingsraum sein, aber wenn du aufwachst, bin ich wieder da“, fuhr er nun mit einer etwas befehlerischen Stimme fort, stellte die Schüssel neben das Waschbecken. Sanft hörte er das Klicken der Tür, als Anna in seinen Wohnbereich verschwand, dann atmete er tief durch. Es war für ihn verwirrend und auch anstrengend, so viele Emotionen innerlich zu empfinden, sie aber nicht zeigen zu können. Anna war seine Schwester, natürlich fühlte er etwas. Aber er musste das ganze erstmal ordnen und mit der neuen Situation klarkommen. Immerhin hatte er bis vor zwei Tagen noch fest damit gerechnet, dass Anna tot war. Die Wahrscheinlichkeit hatte sehr dagegen gesprochen, dass seine Schwester noch lebte und erst Recht, dass sie sich wieder finden würden.

@Anna Avery



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