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Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.

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HOT HOT SUMMER ... endlich strahlt sie Sonne und wärmt unsere abgekühlten Körper. Die Damen haben gebräunte Haut und die Herren, lassen sich ein kühles Bier schmecken. Sonne satt und so langsam kommen wir echt ins schwitzen. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 34 Grad. Packt die Sonnencreme ein, verbrannte Haut kann sehr schmerzhaft sein.

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Walking Dead Charas: Rosita, Ezekiel, Enid Taylor, Carol, Conni, Tara, Henry, Lydia, Eugene, Siddiq, Pamela Milton, Sebastian Milton, Mercer, Maxwell Hawkins Fear the Walking Dead Charas: Madison, Luciana, June, Daniel, Victor, Nick Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

 

☀ Der Sommer ist da und wird sehr sehr heiß. Dürre und starke Gewitter sind keine Seltenheit ☀
#1

Wohnzimmer

in Wohnbereich Jason Avery 03.01.2019 00:07
von Daryl Dixon | 5.886 Beiträge




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#2

RE: Wohnzimmer

in Wohnbereich Jason Avery 29.03.2020 17:03
von Anna Avery | 106 Beiträge

Anna konnte nicht beschreiben, wie unglaublich froh sie gewesen war ihren Bruder in den Armen zu halten, etwas was sie eigentlich schon längst aufgegeben hat und sich schon längst damit abgefunden hatte, das er vielleicht schon tot war. Doch ein Glück war dies nicht so gewesen. Dafür ließ Anna auch zu gern ihre Fassung fallen, es war ihr egal ob hier irgendwelche Wachen standen oder gar die Leute aus der Gruppe sie beobachteten. Sie war einfach froh ihn lebendig und augenscheinlich unverletzt zu wissen. Zu dem Anna endlich einmal etwas anderes fühlen konnte als nur die Wut, Trauer und Abgestumpftheit, die die Apokalypse mit sich brachte. Jason umarmte sie erst mal nicht, aber das war nicht schlimm gewesen. Er brauchte wohl selbst erst mal einen Moment um das ganze wirklich zu realisieren. Zu dem wusste sie das er manchmal deutlich Schwierigkeiten hatte seine Gefühle richtig zu zeigen. Eine hohe Intelligenz hatte nicht immer Vorteile. Die Schwarzhaarige hatte vor all dem nicht nur einmal ihren Bruder davor bewahrt, das ihre Mutter ihn zu irgendwelchen Ärzten schleppte um an ihm irgendwas festzustellen. Zu dem war Anna schon immer die deutlich emotionalere von beiden gewesen. Was sich im Laufe der Apokalypse deutlich geändert hat, zu dem hielt sie auch nicht mehr viel von den Menschen, sie wollte sie nicht mehr um den Finger wickeln und wenn tat sie dies auf andere Weise. Anna fand die Menschheit mittlerweile ziemlich abstoßend, hielt sie, wie die Leute in ihrer Gruppe hier, eher für ein Mittel zum Zweck, was nicht bedeutete das sie das auch offen zeigte aber ihr Tonfall, ihre Ausstrahlung war in den Jahren deutlich härter geworden. Jemand der sich nicht verarschen ließ und deutliche Risiken eingehen würde. Aber auch Jason hatte sich stark verändert, seit dem sie ihn das letzte mal gesehen hatte. So sehr das die Dunkelhaarige ihn im ersten Moment schon fast nicht erkannt hätte. Er hatte deutlich zugelegt, an Muskelmasse versteht sich, zu dem war es auch ziemlich ungewohnt gewesen das er sich einen Bart stehen ließ. Endlich schien auch Jason's Kopf zu realisieren das er seine Schwester umarmen durfte, was dazu führte das die Schwarzhaarige ihn noch ein wenig enger an sich drückte und ein zufriedenes Schnauben ihr entfloh. Natürlich hatte sie viele Fragen, doch Jason ging darauf erst mal nicht ein. Es war nicht der richtige Zeitpunkt, zu dem hatten sie beide oder eher gesagt Anna ein ganz anderes Problem, wie Jason mit der Wache sprach als er seine Schwester von sich wegdrückte. Sie durfte nicht raus. Schon fast ein amüsiertes Schnauben entwich der Dunkelhaarigen als sie zwischen der Wache und Jason hin und her blickte. „Hm .. ich schätze mal der Familienbonus gilt hier nicht.“ Ihr Bruder richtete sich schließlich auf und Anna tat es ihm gleich, ehe er aus der Zelle trat und die Kerkertür sich hinter ihm schloss. Anna's Hände umfassten nur wieder die Gitterstäbe während sie ihren Bruder weiterhin ansah. „Lass mich hier drin nicht verrotten, Jason.“ murmelte die Schwarzhaarige, es war nicht so das sie ihren Bruder darum anbettelte, sie wollte nun wirklich nicht sterben, nicht wo sie einen Teil ihrer Familie wieder gefunden hatte. Doch bevor Jason ging beantwortete er doch noch eine Frage, die sie schon jahrelang quälte. Als Anna seine Antwort hörte konnte man sehen, wie sich ihre Hände für einen Moment fester um die Gitterstäbe schlangen und ihr Kopf ebenso dagegen sank. Natürlich machten sich viele Frage auch jetzt wieder in ihren Kopf breit, genau so wie Schuldgefühle und die Tatsache das ihre Mutter überlebt hatte und etwas geschafft hatte, was Anna nicht konnte, sie hatte offensichtlich ihren Mann,Anna's Vater und Jason gefunden. Aber was hatte ihr das letztendlich gebracht? … Anna wollte sich auf die Knie sacken lassen, sie wollte weinen, sie wollte schreien, doch ihre Hände umfassten nur fester die Gitterstäbe und sie schluckte mit aller Kraft all diese Emotionen runter, rührte sich keinen Zentimeter von dieser Position. Wenn sie das tat, würde sie letztendlich ihren Emotionen nachgeben und das wollte sie nicht. Sie wusste nicht wie lange Jason schon weg gewesen war, es fühlte sich für Anna wie viele Stunden an. Doch als die Tür sich öffnete hob Anna sofort ihren Kopf an und sah wie Jason mit einem der Wachen sprach. Sie konnte nicht genau die Worte der beiden verstehen aber deutlich Skepsis war in dem Gesicht der Wache zu erkennen. Anna ließ langsam die Gitterstäbe los ehe sich die Tür öffnete und Jason ihr seine Hand hinhielt. Sie durfte raus. Sie wusste nicht was ihr Bruder da mit diesem Rick, oder wer auch immer das Sagen hatte ausgehandelt hatte aber es hatte funktioniert, zu mindestens bis jetzt. Auch wenn nur sie es war die raus durfte und die anderen nicht. Anna griff nach der Hand ihres Bruders und ließ sich aus der Zelle ziehen, während sich die Kerkertür hinter ihr wieder schloss, was dazu führte das einer der Männer ihrer Gruppe gegen die Gitterstäbe sprang, deutlich erfreut über diese Entscheidung war dieser nicht. „Und was ist mit uns?“ knurrte dieser direkt. Anna drehte sich nur wieder um. „Was soll mit euch sein? Vielleicht habt ihr auch Glück und ein Bruder oder eine Schwester holt euch hier raus.“ antwortete die Schwarzhaarige und drückte kurz die Hand ihres Bruders bevor sie diese wieder losließ. „Wir haben dich gerettet, wir haben dich am Leben erhalten, Anna!“ versuchte der Fremde zu argumentieren, was nur dazu führte das Anna ihre Augen kurz verengte. „Nein, ich habe euch am Leben erhalten.“ Die Schwarzhaarige drehte um, lief zur Tür, wartete darauf bis die Wache diese öffnete. „Es gibt ein bestimmtes Wort, für Leute wie dich!“ rief der Gefangene ihr wütend hinter her. „Nicht nur eines.“ murmelte die Schwarzhaarige während die Wache die Tür öffnete und sie rausging. Das Licht blendete die Dunkelhaarige einen Moment ehe sich ihre Augen an die Lichtverhältnisse schnell gewöhnten. Nun konnte sie die Kolonie wirklich betrachten, bei Tageslicht und nicht außerhalb ihrer Mauern und Anna musste zugeben wenn man nicht wusste das da draußen der Tod lauerte könnte man das ganze hier für recht normal halten. Die Schwarzhaarige blickte nur zu ihrem Bruder und folgte ihm schließlich. Er kannte sich schließlich hier aus und nur weil sie aus der Zelle raus durfte, hieß es sicher nicht das sie einfach so frei hier rumlaufen könnte und tun könnte was sie wollte. Ohne zu Zögern folgte sie Jason, ließ es sich aber nicht nehmen sich trotzdem umzusehen. Sie mussten nicht all zu lange laufen ehe sie bei einem Haus ankamen zu dem Jason Zutritt hatte, was daran lag das es wohl im gehörte. Als Anna dann eintrat und sie sich umsah, war die jüngste Avery doch erstaunt darüber wie normal man ein Haus aussehen lassen kann, in einer Apokalypse. Nichts wirkte heruntergekommen, nichts war voller Grünzeug bedeckt, so wie man es in den Gebäuden da draußen gewohnt war. Alles schien normal, bis auf Anna, die so augenscheinlich gar nicht hier rein passte. „Wow … wie viele WehWeh'chen musstest du denn dafür heilen, das du deine eigene Bude bekommst?“ kam es nur sarkastisch aus ihrem Mund ehe sie ihren Bruder kurz anlächelte. Leute wie ihr Bruder waren selten. Ärzte. Die Welt brauchte sie nun mehr als sonst. Das Lächeln verschwand langsam wieder auf dem Gesicht der jüngsten Avery ehe langsam die Erkenntnis zurückkam, das sie wohl nicht dafür hier war. „Habe ich nun etwas Freilauf bevor sie mich hängen oder hinrichten?“ fragte die Schwarzhaarige nur mit hochgezogener Augenbraue ehe sie einen Schritt auf ihren Bruder zu ging. Auch wenn das nicht die Frage war, die Anna eigentlich stellen wollte. Die junge Frau presste nur kurz ihre Lippen aufeinander. „Wie sind sie gestorben?“ fragte sie schließlich leise aber verständlich. „Wie sind Mum und Dad gestorben?“ wiederholte sie nochmal etwas lauter. „Wurden sie gebissen? … Hat man sie erschossen?...“ Auch wenn es sich nicht so anhörte, kamen diese Worte doch deutlich schwerer aus Anna's Mund. Sie wusste nicht ob Jason dieses Gespräch führen wollte aber Anna wollte es. Sie wollte wissen was passiert war, sie hatte ein Recht zu erfahren was passiert war. Sie wollte einfach nur Klarheit über all das was passiert war , wo sie nicht hier sein konnte.

@Jason Avery


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#3

RE: Wohnzimmer

in Wohnbereich Jason Avery 04.04.2020 10:56
von Jason Avery | 78 Beiträge

Jason war einfach nur froh, dass er Rick überzeugen konnte, seine Schwester quasi auf Bewährung rauszulassen. Natürlich würde Anna nicht ungeschoren davonkommen, immerhin war sie in das Cottage eingedrungen, aber da würde sich schon etwas finden lassen. Wenn sie sich gut und vorbildlich verhielt, würde er sie aus diesem Schlamassel schon herausbekommen. Es hatte geholfen Rick daran zu erinnern, wie sich viele, die heute Teil des Cottage waren, einmal verhalten hatten. Jeder hatte schon mal Fehler gemacht und man konnte sehen, wie sich die Leute entwickelt hatten, die eine zweite Chance bekommen hatten. Was mit dem Rest aus Annas Gruppe geschah, war Jason ehrlich gesagt egal, es ging ihm nur um seine Schwester. Also ging er zufrieden mit dem Ergebnis zurück zum Kerker und nach einer kleinen Diskussion mit der Wache, hielt er seiner Schwester, die wartend an den Gitterstäben stand, die Hand hin. Es dauerte keine Sekunde, da spürte er wieder die warme Haut seiner Schwester in seiner Hand und er zog sie schon fast aus der Zelle. Die Tür schloss sich hinter der Dunkelhaarigen Frau und Jason wandte sich zum Gehen, als plötzlich etwas in der Zelle passierte. Einer der Männer kam zum Gitter und fragte, was nun mit ihnen geschehen sollte. Jason wollte schon antworten, wie so oft, erkannte er nicht direkt, dass die Stimmung des Mannes aggressiv war. Doch seine Schwester regelte das ganze schon selbstständig. Er spürte das Drücken ihrer Hand, wusste nicht wirklich, was sie damit aussagen wollte, aber er hielt einfach den Mund und ließ Anna die Situation weiterhin alleine regeln. Als sie seine Hand losließ, verschränkte er die Arme vor der Brust, beobachtete die Situation. Er stand schon an der Tür, als Anna dann hinüberkam rief der Mann in der Zelle noch etwas, aber Jason hörte schon gar nicht mehr zu. Er öffnete die Tür zum Kerker und die beiden Averys verließen diesen dunklen Ort. Jason bewunderte die Wachen irgendwie, die den ganzen Tag hier standen und, falls es Gefangene gab, diese bewachten. Darauf hätte er wirklich gar keine Lust, viel zu langweilig sowas.
Sie traten beide ans Tageslicht und Jason ließ Anna kurz Zeit, sich umzusehen. Ja, das alles bei Tageslicht zum ersten Mal so wirklich zu erblicken, konnte einen echt beeindrucken. Hier im Cottage hatte man nicht das Gefühl, in einer Apokalypse zu leben. Nun, Jason bemerkte es schon sehr, immerhin waren seine Möglichkeiten als Arzt sehr eingeschränkt, etwas worüber er mit Rick am nächsten Tag noch reden wollte. Nur würde der Anführer morgen vielleicht nicht mehr ganz so gut auf den Arzt gestimmt sein, nach der Diskussion gerade eben. Trotzdem hatte er heute seinem Sohn Carl das Leben verbessert, eine Tatsache, die Jason im Zweifel ausspielen würde.
Jason wartete diesen Moment, dann meinte er nur „Komm.“ Und lief los. Er blickte immer wieder kurz zu seiner Schwester zurück, während sie so durchs Cottage liefen, bemerkte, wie sie immer wieder den Kopf wandte und sich umsah, bis sie bei seinem Haus angekommen waren. Er wählte den Eingang, der direkt in seinen Wohnbereich führten, sodass sie Carl nicht stören würden.
Er sperrte die Tür auf und ließ Anna zuerst eintreten, schloss dann die Tür hinter ihnen. Am Eingang zog er die Schuhe aus, blickte seine Schwester kurz an, „Bitte zieh deine Schuhe aus.“
Als sie dann meinte, wie viele WehWehchen er dafür hatte heilen sollen, blickte er sie ausdruckslos an.
„Gar keine. Als sich herausstellte, dass ich Arzt bin, wurde ich hierhergebracht und mir wurde gesagt, wenn ich bleiben möchte, ist das hier mein neues Haus. Warum sollte ich so ein Angebot ablehnen?“, antwortete er dann auf ihre Frage. Den Sarkasmus darin hatte er nicht erkannt, was daran lag, dass er Ironie und Sarkasmus einfach nicht verstand. Das lag an seinem Asperger Autismus. Genauso wenig, wie er lange Augenkontakt halten konnte, von daher blickte er auch schon wieder weg, wandte sich ab und hing die Jacke, die er über sein weißes TShirt gezogen hatte, an einen Haken. Ordnung, Ordnung war ihm sehr wichtig. All seine Schuhe standen bei der Eingangstür in einer perfekten Reihe, er zog die Schuhe aus, um weniger Schmutz in das Haus zu bringen. Im Cottage war er der einzige, der diese Regel in seinem Haus aufstellte. Als er sich umdrehte, nachdem Anna wieder zu sprechen begonnen hatte, sah er ihr kurz in die Augen, dann neben sie auf den Boden.
„Ich habe Rick darum gebeten, dich in meine Obhut zu geben. Wenn alles so läuft, wie ich es geplant habe, wirst du nur ein paar Sozialstunden ableisten müssen, die kannst du bei mir hier in der Praxis ableisten. Ich weiß, du bist kein Freund der Medizin, aber ich denke es würde dir besser gefallen als den Stall der Pferde oder von Ezekiels Tiger auszumisten“, stellte er dann fest, zuckte mit den Schultern, „Aber die Entscheidung liegt bei dir. Aber letzten Endes musst du dich eben beweisen, quasi bist du auf Bewährung heraus und ich bin dein Bewährungshelfer.“
Er schnaubte kurz belustigt über seinen Vergleich. Dass er und seine Schwester einmal in diesem Verhältnis zueinanderstehen würden, hätte er auch nicht gedacht.
Als sie dann fragte, was mit ihren Eltern passiert war, seufzte Jason leise. Kurz blickte er seine Schwester wieder an, konnte ihrem Gesicht wie immer keinerlei Information entnehmen, dann ging er an ihre vorbei und lehnte sich an eine Wand, verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ich war nicht dort, ich habe bei Toronto eine Frau getroffen, die mit ihnen eine Zeit lang zusammengelebt hat, bis die Zone in der sie sich befanden, überrannt wurde. Dad wurde gebissen, Mum nicht, meinte die Frau, aber sie wusste es nicht sicher. Dad aber hatte wohl mehrere Bisswunden erlitten und am Ende haben sie sich beide umgebracht. Dad vermutlich um nicht zu einem dieser Dinger zu werden und ich glaube Mum wollte nicht ohne ihn leben“, erzählte er dann, seine Stimme emotionslos. Es fiel Jason sehr schwer Emotionen überhaupt zu fühlen, noch schwerer sie zu zeigen. Man könnte sagen, er war gar nicht in der Lage Emotionen so wirklich zu zeigen. Das konnte ihn sehr kalt und abweisend wirken lassen, besonders in solchen Situationen.
„Möchtest du eine Umarmung?“, fragte er dann und zwang sich seiner Schwester ein wenig länger in die Augen zu blicken. Er hatte keine Ahnung, wie Anna reagierte, Ihr Gesicht war für ihn so ausdrucksvoll wie ein weißes Blatt Papier. Doch er wusste, dass den meisten Menschen eine Umarmung in dieser Situation guttun würde, auch wenn er selbst kein Freund der Berührung war. Bei seiner Schwester war das okay, wenn er jemanden wirklich sehr gerne hatte, ging das schon. Aber bei Fremden ging es gar nicht klar.

@Anna Avery



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#4

RE: Wohnzimmer

in Wohnbereich Jason Avery 12.04.2020 11:12
von Anna Avery | 106 Beiträge

Anna konnte sich ein leichtes, amüsiertes Schnauben nicht verkneifen, als Jason sie bat ihre Schuhe auszuziehen. Manche Dinge hatten sich wohl wirklich nicht geändert. Nun wenn Jason dadurch Ordnung behalten wollte konnte sie es verstehen, wenn er aber damit verhindern wollte das kein Schmutz ins Haus eindrang, war es bei seiner Schwester wohl eher kontraproduktiv. Schließlich war sie seit Monaten da draußen, ohne den Luxus den ihr Bruder hier genießen konnte, das die Schwarzhaarige da nicht mehr die Sauberste war, war wohl verständlich. Aber sie zog ihre Schuhe letztendlich ohne eine Diskussion aus und stellte sie ordentlich zu den anderen Schuhen. Sie wusste wenn sie es nicht tun würde, würde es Jason nicht in Ruhe lassen, dafür konnte er aber nichts. Anna konnte sich durchaus erinnern wie sie als noch junges Mädchen immer die Sachen absichtlich unordentlich hingestellt hat, Jason war immer der erste dem es aufgefallen war. Anna hatte sich nie dabei etwas böses gedacht, sie wollte nur schlichtweg ihren Bruder ärgern. Nun das wollte sie heute definitiv nicht … zu mindestens im Moment nicht. Ebenso wie es sich kaum geändert hat, das es manchmal echt schwierig sein konnte mit Jason ein Gespräch zu führen, ebenso etwas wofür er nichts kann und wofür seine Schwester immer viel Verständnis hatte. Ihren Sarkasmus hat er nicht verstanden. Sicher haben sie ihm das hier angeboten, schließlich ist er ein Arzt. Die letzte Hoffnung, die Menschheit neben dem wandelnden Tod noch am Leben zu halten. Eine Vorstellung, die die Dunkelhaarige erneut schmunzeln ließ. Ja ihr Bruder hatte da einen deutlichen Vorteil gehabt, selbst in der Apokalypse. Sein Glück daran war wohl nur das er wohl wirklich freiwillig hier war und nicht gezwungen wurde und diese Leute ihn auf den ersten Blick gut behandeln schienen. Und das war das Wichtigste. Anna war schon immer sehr beschützerisch gegenüber ihrem Adoptivbruder gewesen, auch wenn er der Ältere war und sie das nicht wirklich musste. Er war ja nicht krank gewesen oder so was und zu dem mehr als klug. Dennoch hatte Anna immer diese Angst das Menschen seine Klugheit für ihre selbstsüchtige Scheiße und ihren Profit ausnutzen könnten. Zu dem Jason eben auch Schwierigkeiten hatte sein Gegenüber gefühlstechnisch einzuschätzen. Und als seine Schwester war es doch ihre Pflicht gewesen auf ihn aufzupassen … oder nicht? „Nein, du solltest es auch nicht ablehnen. Das war mein geliebter Sarkasmus, den du so vermisst hast.“ klärte sie ihn direkt auf und legte den Kopf etwas schief. Rick. Da war dieser Name schon wieder. „Ich schätze mal dieser Rick ist der große Oberboss hier?“ Anna verschränkte nur ihre Arme und blickte ihren Bruder einen Moment ungläubig an. „Sozialstunden? Habe ich jetzt der Status einer Kriminellen? Diese Leute haben wohl vergessen was sie alles tun mussten, das sie hier leben dürfen und erzähl mir jetzt ja nicht sie haben das hier alles ehrenhaft sich aufgebaut. Ich bin vielleicht nicht so klug wie du aber auch nicht dumm.“ Auf seine Aussage das er ihr dann in der Praxis helfen könnte schnaubte sie nur, gepaart mit einem weiteren ungläubigen Blick als Jason einen Tiger erwähnte. Wollte er sie etwa verarschen? Aber Jason hatte mit seiner Aussage recht, sie war kein Freund der Medizin, es war nicht so das sie nicht ganz unfähig darin war. Sie wollte es einfach nicht machen. Sie versuchte sich immer schon ihr ganz Leben sich von ihrem Bruder abzuheben, sie wollte nicht nur die kleine Schwester sein von dem hochintelligenten Jason Avery. Da konnte sie wohl doch kaum auch noch das selbe tun wie er. Ihre Mutter versuchte Anna anfangs noch zu überreden, das sie der ganzen Sache noch eine Chance geben sollte aber sie musste sich wohl schnell damit abfinden, das dies nichts werden würde. „Ich glaube kaum das sie sich von einer Person helfen lassen würden, die erst letzte Nacht versucht hatte ihre Vorräte zu stehlen.“ Anna würde sich von so jemandem auch nicht helfen lassen. Anna schüttelte nur den Kopf blickte sich weiter in der Wohnung um als sie Jason nur still zu hörte während er von ihren Eltern erzählte, erst als Jason dann sagte das sich beide umgebracht hätten drehte Anna ihren Kopf wieder zu Jason und blickte ihren Bruder entsetzt an. „Umgebracht? …. Sie … Sie haben sich umgebracht? „ Nein. Nein. Nein. Nein. Das konnte verdammt noch nicht mal sein. Ihr Dad? Ihr verdammter Dad soll sich umgebracht haben und ihre Mutter, die die Sache mit Anna offensichtlich überlebt hat auch? Einfach so. Wie konnten sie so was tun? Wie konnte das passieren? Man konnte der Schwarzhaarigen deutlich ansehen wie ihr Tränen in die Augen schossen, die mehr der Wut gemischt mit der Trauer verschuldet war. Natürlich wollte sie das nicht wahr haben. Niemand würde so etwas in diesem Moment nicht wahrhaben wollen. Nur war Jason leider gerade der, der das nun abbekommen sollte. „Nein. Nein. Ich will keine verdammte Umarmung Jason? Ist dir überhaupt klar was du mir da gerade gesagt hast?“ Anna ballte nur ihre Fäuste. „Hast du ihre Körper gesehen?! Hast du ihre verdammten Leichen gesehen? Ich dachte du wärst klüger! Wieso schenkst du irgendeiner Frau deinen Glauben, die dir solche schrecklichen Dinge erzählt! Schonmal daran gedacht das sie lügen könnte. Alle in dieser gottverdammten Welt lügen, ist dir das schon mal in den Sinn gekommen?!“ Egal wie sehr Anna sich anstrengte ihre Emotionalität zurückzuhalten, funktionierte es nicht und sie konnte nicht verhindern das ihr ungewollt eine Träne über das Gesicht lief. „Das ist nicht fair.! So etwas würden sie nicht tun … so etwas würden sie einfach nicht tun.“ schüttelte die Schwarzhaarige den Kopf. „Hast du eine Ahnung wie lange ich in unserem gottverdammten Haus jeden Tag gesessen habe und gewartet habe! Weißt du wie lange ich versucht habe dich zu finden oder nach irgendeiner Spur welche mir sagte, das du am Leben bist? Hast du überhaupt eine Ahnung von irgendetwas Jason hm?!“ schrie die jüngste Avery ihn an. Sie wusste das sie nicht fair war. Sie wusste das Jason nichts für ihren Schmerz konnte. Sie wusste das Jason selber trauerte, auch wenn er es vielleicht nicht so zeigen konnte wie Anna es gerne hätte. Sie wusste das alles, sie wusste es wirklich. Aber jetzt Jason hier so zu sehen, wie gut er es eigentlich hatte und das ihre Eltern einfach tot seien, sie ebenso einfach alleine gelassen haben … sorgten für ein deutlich schmerzvolles Gefühl in ihrer Brustgegend.

@Jason Avery


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#5

RE: Wohnzimmer

in Wohnbereich Jason Avery 13.04.2020 10:40
von Jason Avery | 78 Beiträge

Zufrieden stellte Jason fest, dass Anna seiner Bitte nachkam und ihre Schuhe neben seine direkt beim Eingang stellte. Den Schmutz aus ihrer Kleidung, ihren Haaren, den konnte er natürlich nicht einfach so loswerden. Klar, er hätte sie bitten können, sich ihrer Kleidung zu entledigen, doch, er wusste, dass dies eine seltsame und nicht schickliche Bitte war. Nein, zunächst erstmal die Schuhe, später konnte sie gerne seine Dusche verwenden. Ihre Reaktion, wenn sie das Wasser aufdrehen und es nicht eiskalt, sondern angenehm warm war, wäre sicherlich eine sehr ungewöhnliche. Jason mochte das ungewöhnliche, Dinge die einen zum Nachdenken anregten und nicht sofort offensichtlich waren. Er vermutete für sich selbst, dass Anna überrascht sein würde, mal sehen, ob sich seine Vermutung bestätigen würde, immerhin war er nicht sonderlich gut darin zu wissen, wie Menschen reagierten. Er sah es ihnen auch einfach nicht an, denn ihre Gesichter, ihre Mimik auf die so vielen Leute wertlegten war für ihn einfach nichts aussagend.
Als er ihren Sarkasmus mal wieder nicht verstand, erklärte sie sich und er nickte, lächelte dann. Nicht, weil er wirklich lächeln wollte, aber weil er wusste, dass es angebracht war. Ihr Kommentar sollte lustig gemeint sein und mit seiner Psychologin und auch Anna hatte ihm beigebracht, dass man dann so etwas tat wie lächeln. Dann kam sie auf Rick zu sprechen und Jason nickte, bestätigte damit ihre Aussage, während er weiterhin einfach über ihre Schulter an die Wand blickte, oder den Blick durch den Raum gleiten ließ, „Ja, Rick und Daryl sind die Anführer der Kolonie. Sie wirken anfangs sehr… hmm… ernst und bedenklich, aber so sind sie nur, wenn man sie nicht kennt. Es scheint verständlich zu sein, denn sie müssen für den Schutz einer so großen Kolonie sorgen.“
Jason zuckte mit den Schultern, „Aber ich habe sie beide als freundlich wahrgenommen, nachdem sie festgestellt haben, das mein Eid für mich an oberster Stelle steht. Ich werde niemals einem Menschen medizinische Hilfe verweigern, egal, was er getan hat.“
Diese Aussage verstanden viele Leute nicht, doch Jason war es egal, was jemand tat, sein Eid band ihn daran. Und wenn Jason einmal etwas versprochen oder geschworen hatte, wollte er lieber sterben, als dieses Versprechen oder diesen Schwur zu brechen. Und der medizinische Eid, das war nochmal etwas ganz Anderes.
Ihre nächsten Worte, ließen seinen Blick kurz zu ihren Augen gleiten, diese dunklen Augen, so ganz anders als seine, dann wandte er den Blick wieder ab.
„Ich habe nie behauptet, du wärst dumm“, stellte er dann fest und verschränkte die breiten Arme vor der Brust, „Das war jetzt deine Aussage. Ich kann dir nur das sagen, was mir gesagt wurde. Diese Kolonie Anna besteht schon sehr lange, diese Leute, Rick und Daryl, sie kennen sich quasi schon die gesamte Apokalypse über. Wenn sie immer noch Seite an Seite stehen, müssen sie irgendwie ein gutes Konzept gefunden haben, zu überleben. Und ich habe bisher noch nichts mitbekommen, dass sie andere Kolonien überfallen würden oder ähnliches. Es gibt sogar eine Partnerschaft zwischen hier und einer weiteren Kolonie, die etwas kleiner ist. Also ja, Sozialstunden. Ob nun bei mir oder eben beim Stall.“
Ihre Aussage, dass sich diese Leute wohl kaum von ihr helfen lassen würden, ließ er unkommentiert. Er verstand nicht, warum jemand so reagieren sollte. Immerhin wollte Anna helfen und sie nicht wieder umbringen, außerdem würde Jason Anna wohl kaum alleine zu seinen Patienten lassen.
Was dann folgte überforderte den dunkelhäutigen Arzt komplett. Mit so einer Reaktion hätte er nicht gerechnet, als er ihr erzählte, was mit ihren Eltern passiert war. Das ihr Vater gebissen wurde, ob Mum gebissen worden war, wusste die Frau nicht, doch sie hatten beide ihr Leben beendet. Jason hatte das akzeptiert, er war damals dann natürlich an den Ort gefahren, an dem die Frau gemeint hatte, es wäre passiert. Doch das war schon Jahre her und dort war nichts mehr zu finden als Leichen in Bergen und Leichen die umherwanderten.
Annas Blick lag auf ihm, ehe sie langsam reagierte. Ihre Frage verwirrte ihn, denn immerhin hatte er es ihr gerade ja gesagt, dass sie sich umgebracht hatten. Warum fragte sie dann nochmal nach? Hörte sie ihm überhaupt zu?
Anschließend bot er ihr eine Umarmung an, nicht, weil er das wollte, sondern weil er wusste, dass Menschen, besonders Frauen, so etwas gerne hatten in einer solchen Situation. Doch sie schien das nicht zu wollen, ballte nur ihre Hände zu Fäusten. Was das wieder bedeuten sollte, wusste Jason nicht, seine Miene war noch immer gleichgültig. Ihre Stimme stieg an, wurde etwas lauter und härter, das konnte Jason deutlich hören, daran erkannte er auch, dass Anna scheinbar wütend war. Oder aufgebracht. Oder aufgeregt? Nein, sie hatte gerade gehört, dass ihre Eltern sich umgebracht hatten, sie musste wütend oder aufgebracht sein. Ob er ihre Körper oder Leichen gesehen hatte? Alle in dieser Welt logen? Wollte sie damit ihn jetzt ebenso als Lügner bezeichnen? Eigentlich ja, sie hatte ihn als Lügner bezeichnet und das mochte er nicht, er zog die Augenbrauen etwas hinab und jetzt lag sein Blick wirklich auf Anna. Er sah die Träne, dann eine weitere ihre Wange hinablaufen, ein eindeutiges Zeichen für Trauer und Wut. Er wusste, dass Anna manchmal aus Wut weinte, weil sie nicht wusste, wie sie sonst diesen ganzen Zorn verarbeiten sollte. Es war schon seltsam, die beiden Avery-Kinder. Anna, die keine Emotionen zeigen wollte und Jason, der keine Emotionen zeigen konnte. Oder sie eben einfach nicht verstand.
Am Ende schrie sie ihn an, ihre Stimme war laut und Jason hatte bedenken, sie könnte Carl im Nebenzimmer aufwecken. Das würde sich nicht gut auf dessen Genesung auswirken. Aber er hatte ihm auch zwei Schmerztabletten gegeben, der junge Grimes würde von all dem hier vermutlich nichts mitbekommen. Sie hatte also auf ihn gewartet, in Toronto? In ihrem Haus, im Haus der Familie? Jason war nicht darauf gekommen, dass jemand zu Hause sein könnte. Außerdem hätte er auch nicht einfach nach Toronto gehen können, denn das hätte das Militär niemals zugelassen. Aber, dass er die meiste Zeit in einer sicheren Militärbasis verbracht hatte, zwar nicht freiwillig aber dennoch, sagte er nicht. Das wäre eine Geschichte für ein andermal, später.
„Du bist wütend und verletzt“, stellte er dann fest, stieß sich von der Wand ab, an die er gelehnt stand und nickte, „Und bist traurig über das Schicksal unserer Eltern. Ja Schwester, ich bin hingefahren. Aber dort war nichts als Berge von Leichen und noch mehr Leichen, die lebendig geworden waren. Und jetzt mache ich dir einen Tee. Denn aufgebrachten Leuten macht man einen Tee.“
Jason wandte sich ab und ging durch eine offene Tür in die Küche seines Wohnbereichs. Dort füllte er Wasser in einen Kessel und stellte ihn auf den Herd, schaltete diesen ein, wie es damals vor der Apokalypse völlig normal war.

---> Küche mit Essbereich

@Anna Avery



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