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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Ich horchte bei ihren Worten auf. Eine Insel. Das wäre bestimmt ein etwas sicherer Platz fürs erste, anstatt ständig wandern zu müssen...doch...ich war mir nicht sicher ob ihr trauen konnte. Während sie mich musterte, sah ich mich immer wieder nach Zeds um. "Oui, malheureusement mon anglais n'est pas très bon ... et un endroit pour dormir serait très utile aussi" Zuerst war keiner zu sehen, doch dann entdeckte ich einen der hinter Frau auftauchte. Das war so klar das sowas passieren würde...also griff ich nach meinem Messer und sprintete auf den Zed los. Ich rammte ihn zu Boden und stach das Messer mit voller Kraft in seinen Schädel, woraufhin er erschlaffte und mich losließ.
Dann sah ich wieder zur Frau, mit Adrenalin vollgepumpt atmete ich erschöpft aus. Ich war schon viel zu lange unterwegs und hatte keinen wirklich sicheren Platz gehabt... dann hörte ich wie sie mich auf französisch ansprach und lockte mir damit ein Lächeln ins Gesicht. Es war schon viel zu lange her das ich mit jemanden auf meiner Muttersprache reden konnte. Erleichterung und Erschöpfung zugleich überfielen mich und stand dennoch auf. Ich wischte mein Messer am Bein des Zeds ab und steckte es wieder weg. Hoffentlich ist sie mir immer noch freundlich gesinnt und nicht verschreckt...diese Apokalypse...sie hat mich zu einem Monster gemacht...doch leider heißt es in dieser Welt; Töten oder getötet werden... "Je ... je n'ai pas pu m'en empêcher ... cela vous a presque tué ..." Dann sah ich an mich herab. Meine Klamotten warenbesudelt mit Blut, frischem als auch trockenem. Leider habe ich keine frische mehr...und ich kann sie auch nirgends reinigen. Nicht bei den Temperaturen die des Nachts noch herrschen. Mit hoffnungsvollem Blick sah ich die Frau an. "J'adorerais voir cette île ..."
Ein Koloniefreund war ich bisher nicht so wirklich, da ich leider bei der ein oder anderen für Probleme gesorgt hatte... In Form von gestohlenen Vorräten oder ein paar getöteten Leuten. Das tat ich alles aber nur um Sarah zu finden. Sie muss doch da drau0en irgendwo sein. Hoffentlich in Sicherheit und wohlauf. Alles andere könnte ich mir nie verzeihen. Ich wüsste auch nicht was ich dann noch tun sollte wenn sie tot sein sollte...dann wäre all das Suchen umsonst gewesen...auch der Gedanke nicht bei ihr gewesen sein zu können bei ihrem Tot...Nein! Sie ist nicht Tot! Sie lebt und ist irgendwo da draußen und wartet bestimmt schon sehnsüchtig und verzweifelt auf mich.
Wehmütig sah ich kurz in die Fern und betrachtete die Sonnenstrahlen die durchs Geäst fielen und alles in ein rotgoldenes Licht tauchten. Es war schon ein wahrlich herrlicher Anblick.
@Adelaide Carlisle


Französisch
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Adelaide behielt den Blick weiter nach vorne auf die junge Frau gerichtet, die rein optisch noch fast als Mädchen würde durchgehen können und achtete etwas weniger auf die nähere Umgebung als sie es zuvor getan hatte als sie alleine gewesen war.
Als sie von ihrer Kolonie sprach, der Balar Island, schien ihr Gegenüber aufzuhorchen und antwortete auch gleich, dass ein Platz zum Schlafen nützlich sei. Was Adelaides Vermutung nur bestätigte, dass die Rothaarige lange keinen solchen sicheren Ort mehr gehabt hatte.
Bevor sie etwas weiter ausschweifen konnte hörte die Dunkelhaarige jedoch ein Geräusch neben sich, wenige Augenblicke bevor sie einen Lufthauch spürte und sah wie die Fremde sich an ihr vorbei stürzte und den Beißer niederrang, der sie gerade hatte angreifen wollen. Wenn Adelaide aufmerksamer gewesen wäre, wäre ihr das wilde Ohrenspiel des herumtänzelnden Hengstes sicherlich aufgefallen, der nicht mehr ruhig am Zügel gestanden hatte. Erst jetzt als sie auf den Beißer blickte, den ihre Gesprächspartnerin niedergestreckt hatte, wurde sie sich der Zeichen gewahr und schalt sich innerlich für ihre Unachtsamkeit.
Dann nickte sie der Rothaarigen dankend zu. "Merci beaucoup mon cher!",
Adelaide beobachtete die Andere, die nun das blutige Messer an der Kleidung des Untoten abwischte und hörte natürlich auch deren nächste Worte.
"Je ... je n'ai pas pu m'en empêcher ... cela vous a presque tué ..."
Das klang so entschuldigend, dass die Dunkelhaarige automatisch lächelte und freundlich nickte. Innerlich begann sie sich zu fragen was der jungen Frau bereits wiederfanden sein mochte, dass sie sich bei Adelaide entschuldigte für diese Reaktion, die ja nun mehr als nett war. Sie musterte ihr Gegenüber dabei auch erneut und sah, dass die junge Frau ihren Blick an sich selbst herabgleiten ließ und die Kleidung musterte. Adelaide konnte keine Ersatzkleidung sehen, weshalb sie erst einmal annahm, dass es diese auch nicht gab.
Das Bedürfnis der jungen Frau zu helfen stieg in ihr auf und sie beschloss ihr einige Fragen zu stellen bevor sie näher auf Balar Island eingehen würde und die Rothaarige gegebenenfalls fragen würde, ob diese sie zurück begleiten wolle. Zeitgleich hörte sie auch die ausgesprochene Bitte eben jener. J'adorerais voir cette île...“
Sie würde die Insel also gerne sehen wollen - das war verständlich. Eine Insel konnte in dieser Welt nur als sicher gelten, im Vergleich zum Festland. Denn die Untoten gelangten deutlich schlechter dorthin, und auch ein Angriff von verfeindeten Gruppen war etwas schwieriger als anderswo. Man müsste zuerst das Wasser überqueren, wenn man nicht die Zugbrücke verwenden wollte, die stets bewacht war.
"Oui. Mais je dois d'abord vous poser quelques questions.", meinte Adelaide und wechselte danach wieder ins Englische, da es ihr leichter fiel diese Fragen in ihrer Muttersprache zustellen. Zwar hatte sie als Teil des schottischen Adels auch freilich die Sprache des Hofes lernen müssen, es aber in den letzten Jahren deutlich weniger gebraucht. Sie hoffte, dass die Rothaarige sie dennoch würde verstehen können. Oft war es ja einfacher zu verstehen als zu sprechen. So erging es Adelaide ja schlussendlich ebenfalls.
"Darf ich deinen Namen erfahren? Mein Name ist Adelaide, aber du darfst auch gerne Ade sagen, wenn du das möchtest?! ... Nun, jetzt zu den Fragen: Ich habe ja gesehen, dass du mit dem Messer umgehen kannst, also hast du sicherlich schon einige Beißer vernichtet?!
Hast du bereits Menschen getötet, und wenn ja, warum?"
Sie wollte dies gerne wissen bevor sie die Fremde mitnahm. Denn wenn sie sie auf Balar Island mitbrachte und für ihren Besuch bürgte, sollte sie wissen mit wem sie es zu tun hatte - man konnte den Leuten ja immerhin nur vor den Kopf sehen.
Und ihr Cousin Ivar O Bryan würde sicherlich ähnliche Fragen stellen, wenn die junge Frau sich dazu entschließen sollte etwas längere Zeit auf der Insel zu verbringen. Geduldig wartete Adelaide nun auf die Antwort ihres Gegenübers.
Der Blick der Rothaarigen ging für einen Moment an Adelaide vorbei in die Ferne, fast so als erinnere sie sich an etwas oder dachte an jemand bestimmtes. Möglicherweise war es genauso. Die Dunkelhaarige lächelte ihr Gegenüber freundlich an und deutete auf ihr Pferd. Der Hengst war groß, und stark genug um beide Frauen zu tragen.


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Angestrengt lauschte ich ihren Worten und überlegte. Auch wenn es mir nicht leicht fiel die richtigen Worte zu finden, versuchte ich es. "Beißer...viele...hab aufgehört zu zählen..." Doch die Frage die mich am meisten beschäftigte war die, weshalb Ich schon mal Menschen getötet hatte und ob ich es überhaupt getan hatte. In all der Zeit ist die Wahrscheinlichkeit natürlich sehr hoch das jeder schon mal wen getötet hatte. Bei einigen wusste ich nicht mal mehr warum ich es getan hatte. Nur an ihre Gesichter erinnerte ich mich. Gesichter die mich des nachts hin und wieder in meinen Träumen verfolgten. "Ich habe getötet weil...ich überleben wollte...ich brauchte Vorräte...und weil...ich wen suche und sie mir...im Weg waren..." Unruhig trat ich auf der Stelle herum. Ehrlicher konnte ich da nicht drauf antworten. Ich hoffte nur das sie mich trotzdem mitnahm.
Es war eigentlich wider meinen Instinkten die ich mir angeeignet hatte, doch wollte ich mal wieder mehr Sicherheit haben. Mehr Schlaf haben zu können und nicht den Großteil der Nacht immer wieder wach bleiben zu müssen weil sich Zeds in der Gegend tummelten. Mehr und besseres Essen, als immer nur irgendwelche Reste die noch genießbar waren zu mir zu nehmen. Nicht mehr ständig aufpassen das Fremde mich beklauten oder mich überfallen wollen. "Sicherheit...Geborgenheit...das brauche ich.." murmelte ich leise. "Ich auch helfen kann" Je mehr ich daran dachte wie es dort sein könnte, umso mehr wollte ich nun dorthin. All die Jahre in denen ich umhergereist bin. Von Ort zu Ort. Von Staat zu Staat. Ich hoffte endlich Ruhe finden zu können und vielleicht auch den Grund meiner Wanderung. Sarah.
Irgendwo wird sie sein. "Chloé....ich bin Chloé" Ade. Das konnte ich mir merken. Kurz und leicht. Während des Gesprächs hielt ich dennoch weiter die Augen und Ohren. Nicht das noch ein Zed urplötzlich aus dem Gebüsch auftaucht. Doch eine Frage stellte sich mir jetzt. Wie kommen wir denn bitte zu dieser Insel? Das Pferd wird uns ja unmöglich hinschwimmen können oder? Oder hat sie vielleicht irgendwo ein Boot an der Küste versteckt? Eine Brücke kann es nicht sein, die wäre zu gefährlich wenn Horden vorbei kommen. Wie auch immer wir da hin kommen werden, sofern sie mich überhaupt noch dahinbringen möchte, ich möchte da so schnell es geht hin. Es dauert nämlich nicht mehr lange bis die Nacht anbricht und es dunkel und noch gefährlicher als ohnehin schon wird.
@Adelaide Carlisle


Französisch
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Adelaide hörte der vor sich zu, während die Rothaarige auf ihre gestellten Fragen antwortete und dabei ebenfalls wieder ins Englische wechselte auch wenn ihr dies etwas schwer zu fallen schien. Gerade die Frage bezüglich der getöteten Menschen schien sie einen Moment lang zu beschäftigen, denn es schien Adelaide so als bemerkte sie ein kurzes Zögern. Vielleicht erinnerte sich ihr Gegenber gerade an etwas bestimmtes, oder dachte über etwas nach, bevor sie dann auf die Frage antwortete.
"Ich habe getötet weil...ich überleben wollte...ich brauchte Vorräte...und weil...ich wen suche und sie mir...im Weg waren...", hörte Adelaide dann und sah wie die Sprecherin unruhig auf der Stelle trat.
Die Dunkelhaarige nickte bedächtig. In diesen Zeiten war es leider sehr selten, wenn man noch niemanden hatte töten müssen; Adelaide hatte da Glück, wusste aber, dass es den Meisten nicht so ergangen war. Ihr eigener Bruder hatte auch schon zur Verteidigung einen Menschen töten müssen, denn andernfalls wäre es für Dante, Karliene und Adelaide damals nicht gut ausgegangen.
Sie sah wie ihr Gegenüber die Informationen zum Balar Island verdaute und darüber nachdachte was dies bedeutete; eine Insel war schlechter zu erreichen und weniger gut einzunehmen als das Festland. Ein Ort der Sicherheit bot.
"Sicherheit...Geborgenheit...das brauche ich... Ich auch helfen kann.", hörte man dann von der Rothaarigen und Adelaide schmunzelte.
Wer wollte das nicht? Sicherheit und Geborgenheit. Ganz besonders jetzt, da beides so extrem wertvoll geworden war.
Dann hörte sie auch den Namen der Rothaarigen und lächelte diese freundlich an. "Chloé, ein schöner Name! Grüß Dich! Nun, deine Gründe sind nachvollziehbar und es klingt für mich nicht danach, als hättest du Freude daran zu töten... das ist gut. Ich denke, wir könnten dir geben was du möchtest. Auf Balar Island ist es sicher. Sicherer als hier, auf jeden Fall."
Sicherlich hatte Chloé noch die eine oder andere Frage zum Balar und deshalb begann Adelaide zu erzählen, während sie ihrem Hengst den Hals streichelte und dieser vom Flusswasser zu trinken begann.
"Bestimmt hast du noch ein paar Fragen und möchtest etwas mehr wissen über uns? Wie du siehst bin ich mit dem Pferd unterwegs, es ist also nicht allzu weit bis zum Balar Island. Man kann es sowohl mit einem Boot als auch über eine Zugbrücke erreichen. Wenn du mich also begleiten möchtest, könntest du es dir ansehen, mhm? Das heißt nicht, dass du bleiben musst. Es gibt die Möglichkeit, dass du es dir ansiehst und dann entscheidest ob du bleiben möchtest. Wenn ja, musst du dich allerdings einbringen, denn jeder von uns hat seine bestimmten Aufgaben. Ich arbeite als Reitlehrerin, zum Beispiel."
Dann schaute sie die Rothaarige abwartend an. Die Strahlen der Sonne hatten bereits einen tieferen Stand erreicht und eine rötliche Farbe angenommen, was bedeutete der Abend nahte. Bald würde Adelaide aufbrechen müssen. Und sie war gespannt ob sich Chloé ihr anschließen wollte oder doch lieber für sich bleiben.

Sorry, das es etwas gedauert hat. Hab es total verpeilt mit Ade zu schreiben. *rotwerd*

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Nach all den Strapazen die ich in all den Jahren auf mich genommen habe, habe ich mir eine Pause verdient. eine Pause in Sicherheit, Geborgenheit und Gesellschaft. Ich kann mich kaum noch daran erinnern Gesellschaft zu haben die einen nicht gleich töten möchte wenn man gesehen wird.
Während ich mir ausmalte wie es dort wohl sein würde, musste ich lächeln. Es war ein Lächeln der Freude, welches es kaum erwarten konnte dort anzukommen. "Es ist spät...und ich habe Hunger...können wir schon los?..." Es kam bestimmt etwas ungeduldig rüber, dennoch konnte ich nicht anders. Ich hatte schon etwas länger kein Essen mehr gefunden. Zudem hab ich meinen letzten Vorrat schon längst verbraucht.
Ein weiterer Punkt war der voranschreitende Abend. Nachts ist es in Wäldern zu gefährlich, da man sich auf dem Boden befindliche Zeds oder die auf den Bäumen nicht mehr sehen kann und sich zusätzlich auch schneller verirren kann. Doch das einzige Problem an der ganzen Sache war. Ich habe noch nie auf einem Pferd gesessen. Ich war damals nie eines dieser Mädchen gewesen die in Pferde vernarrt sind und sich nur dafür interessieren. Viel eher war es die Medizin oder die Natur an sich, was mich interessierte. Zum Glück habe ich von meinen Eltern einiges lernen können bevor ich hierher gereist bin. Ich vermisse meine Eltern...was sie wohl sagen würden wenn sie mich heute sehen würden? Ich wünschte sie wären bei mir...meine Eltern und Sarah...
Ich seufzte leise und sah dann das Pferd an. Wie soll ich da bitte hoch kommen? "Wie...komme ich hoch?" Ich sah sie und das Pferd abwechselnd fragend an. Ich hoffe nur das es schnell genug ist um uns zur Insel zu bringen.
Während ich mich innerlich darauf freute endlich mehr Sicherheit zu haben, machte sich zeitgleich ein anderes Gefühl in mir breit. Was wenn jemand von ihnen Sarah kennt und eventuell getötet hat? Was ist wenn die Frau nur so freundlich tut und in Wirklichkeit mir gar nicht helfen, sondern nur meine Sachen haben möchte? In der heutigen Zeit kann man eigentlich nie vorsichtig genug sein was seinen gegenüber betrifft. Aber wiederum kann es auch sein das jemand von ihnen meine Freundin gesehen hat und weiß wo sie sein könnte...oder sie ist sogar bei denen auf der Insel und wartet dort nur auf mich, Dieser Gedanke gab mir Hoffnung. Es kann doch kein Zufall sein das ich diese Frau Namens Adelaide treffe und sie mir anbietet mit zu dieser Insel zu kommen? Vielleicht hat man meine Gebete erhört und schenkt mir genau das was ich mir an meisten wünsche. Bei meiner liebsten und besten Freundin zu sein und endlich wieder jemanden zu haben den ich kenne und absolut vertrauen kann.
tbf: --> Balar Island >Straßen
@Adelaide Carlisle
Ach alles gut ^^ Ist nicht so schlimm :3


Französisch
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zuletzt bearbeitet 23.04.2021 22:55 |
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C
hloé zeigte ihr ein Lächeln, als sie vom Balar Island zu erzählen begonnen hatte, es war ein freudiges Lächeln, so als dächte sie bereits voraus, wie es dort wohl sein würde. Adelaide lachte leise auf als sie die leicht ungeduldig klingende Frage hörte."Es ist spät...und ich habe Hunger...können wir schon los?..."
Adelaide nickte zustimmend und klopfte ihrem Hengst sanft auf den schlanken Hals, fühlte das weiche, schwarze Fell unter den Fingern. Sie sah dabei ihr Gegenüber erneut an, begann sie zu mustern. Tatsächlich wirkte die Rothaarige so als habe sie schon seit Tagen nicht mehr gegessen, und sicherlich würde sie froh und dankbar sein um ein warmes Essen und ein Dach über dem Kopf für die Nacht.
Das Voranschreiten des Abends ließ auch bei der Schottin die Wachsamkeit größer werden, denn sie wollte ja selbst vor Einbruch der Dunkelheit wieder zuhause sein.
Sie führte den Hengst zwei Schritte vom Wasser weg und lächelte Chloé aufmunternd zu. Noch bevor sie die Frage aussprechen konnte, ob Chloé reiten könne, hörte sie auch schon deren Frage. "Wie...komme ich hoch?"
Ihr Blick glitt dabei von dem Pferd zu Adelaide und wieder zurück.
Die Dunkelhaarige schmunzelte und nahm die Zügel, legte sie um den Hals des Pferdes und hielt sie am Sattelknauf fest. Das tat sie mit der linken Hand, den rechten Arm streckte sie nach Chloé aus. Eine auffordernde Geste, dass diese näher kommen sollte.
Mit sanfter Stimme erklärte ihr Adelaide dann: "Oh, das ist kein Problem. Steig einfach auf meine Hände und ich helfe dir nach oben. Brego wird ganz still stehen, mach dir keine Sorgen."
Dabei ließ sie dann die Zügel los, und formte mit beiden Händen eine Aufstiegshilfe indem sie die Finger ineinander verschränkte. Als sich Chloé näherte und einen Fuß in ihre Hände stellte, stemmte sie die junge Frau hoch, so dass diese ihr Bein über den Rücken des Tieres schwingen konnte. Damit die Rothaarige nicht herunterfiel, streckte Adelaide noch im selben Moment eine Hand aus und sicherte die Frau an der Hüfte leicht ab.
Von den Gedanken ihrer Begleiterin wusste Adelaide freilich nichts, doch sie wäre ihr deswegen auch nicht böse gewesen; stattdessen hätte sie diese Gedankengänge eher verstanden und durchaus als logisch empfunden. Man konnte nicht vorsichtig genug sein, besonders in diesen Zeiten wie sie jetzt waren.
Adelaide stieg hinter Chloé auf den Rücken ihres Pferdes, nahm die Zügel auf und schnalzte leicht mit der Zunge. Als sich Brego dann in Bewegung setzte und vom Schritt in einen entspannten Trab verfiel, entspannte sich Adelaide etwas. Mit einem Lächeln begann sie mit ruhiger Stimme vom Balar zu erzählen, ihrem Cousin der dort der Anführer war.
Der Rückweg zum Balar Island verlief glücklicherweise ohne irgendwelche Beißerangriffe oder andere Dinge, die gefährlich werden könnten, so dass die beiden Frauen bald schon die Brücke vor sich sehen konnte. Adelaide deutete an Chloé vorbei zu den beiden Wachtürmen.
"Dort! Das sind die beiden Wachtürme, über diese Brücke kommen wir auf die Insel.", erklärte sie und ließ Brego entspannt auslaufen als einer der Wachhabenden auf die Reiterin zukamen.
Ein paar Minuten vergingen als sie die Fragen des Mannes beantwortete, dann durften sie weiterreiten und Adelaide ließ den schwarzen Hengst wieder antraben. Mit einem zufriedenen Lächeln, dass sie es vor der Dunkelheit noch nach Haus geschafft hatte, ließ sie die Brücke hinter sich und kam an das Eingangstor zum Balar Island.

tbf: --> Balar Island >Straßen

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zuletzt bearbeitet 20.04.2021 15:18 |
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Jesus wusste, dass es das Vernünftigste wäre noch eine Nacht hier zu bleiben. Aber wenn er so in die Runde blickte, konnte er sich das einfach nicht vorstellen. Diese Kinder mussten hier raus.. denn hier roch es nach Tod, nach Urin und noch anderen Grässlichkeiten. Der Duft der Törtchen konnte das nur für einen kurzen Augenblick übertünchen. Weshalb Paul mit dem Gedanken spielte, dennoch mit den Kindern fort zu gehen, selbst wenn es schon dämmerte
„Aaron wir.. müssen sie hier weg bringen. Heute noch. Wir kennen immerhin ein paar geeignete Unterschlüpfe in der Nähe, zwar sind sie nicht perfekt für eine Schar Kinder aber wenn wir beide abwechselnd Wache halten, dann können wir das schaffen“
und alles wäre besser als an diesem Ort zu bleiben, davon war Jesus überzeugt. Selbst wenn das Risiko höher war, doch für das Seelenheil der Kinder einfach unabdingbar.
Aber erst mal ließ er Aaron ziehen, um das Haus zu durchsuchen. Dabei hatte Paul keine ruhige Minute. Weshalb das Spielen mit den Kindern auch ihm gut tat und ihn ablenkte.
Er hatte ja nicht den Hauch einer Ahnung, welchen Grausamkeiten sich Aaron gegenüber sah, während er mit den Kindern klatschte und herum blödelte.
Allerdings war es ihm ziemlich deutlich anzusehen, als er zurück kam. Sofort sprang Jesus auf und eilte zu ihm. Nahm sein Gesicht in seine Hände und blickte ihn besorgt an
„Du bist ganz blass als… hättest du einen Geist gesehen…“
sagte er mitfühlend und versuchte irgendetwas in seinen Augen zu lesen. Die so traurig und voller Entsetzen wirkten. Was hatte Aaron bloß gefunden?
„Bist du unverletzt?“
Das war erstmal das Wichtigste, nicht dass Aaron schon wieder irgendwo Beißerblut abbekommen hatte!
Dennoch flüsterte er seine Worte, damit die Kinder sich nicht fürchteten oder beunruhigt waren.
„Bei uns ist alles in Ordnung ja, aber wir sollten sofort aufbrechen. Die Kinder brauchen dringend frische Luft und etwas Bewegung“
Weshalb sie beschlossen das Risiko in Kauf zu nehmen und unterwegs irgendwo zu rasten. Denn selbst wenn sie es vor Sonnenuntergang schaffen könnten, die Kinder brauchten sicher mehr Pausen als Erwachsene. Es war also schier unmöglich noch rechtzeitig im Cottage anzukommen.
„Na kommt, lasst uns einen Ausflug machen! Wenn wir in unserem zu Hause angekommen sind, kann Aaron euch auch zeigen, wie er auf seinem Arm Zuckerwatte spinnen kann“
sagte Jesus sanft lächelnd und blickte seitlich hinüber zu Aaron. Sie wussten beide, dass sie nun zuversichtlich und fröhlich wirken mussten, ganz egal wie es in ihnen drinnen auch aussah.
Nicht alle der Kinder waren sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Viele hatten immer noch Angst, weshalb Aaron und Paul versuchten mit ihren Scherzen weiter ihr Vertrauen zu erlangen, bis sie endlich alle Kinder dazu gebracht hatten ihnen zu folgen.
„Nehmt immer ein anderes Kind an der Hand okay? Damit niemand verloren geht. Aaron geht vorne.. und ich bleibe hinten. Ihr müsst also nur dem süßen Duft von Törtchen und Spagetti folgen und nichts kann schief gehen“
sagte er erneut lächelnd und sie machten sich langsam auf den Weg nach draußen.
Eine Weile lang ging das gut, bis sich eines der Kinder, ein ungefähr fünfjähriger Junge, plötzlich aus der Gruppe löste und schluchzend nach vorne zu Aaron lief. Dessen gesunde Hand er einfach nahm und sie ein bisschen anschniefte
„da war.. da war ein Geräusch im Busch.. ich habe Angst…“
sagte er, während ihm dicke Krokodilstränen über die Wangen liefen und er Aaron zitternd ansah.
@Aaron Marquand

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Aaron nickte, obwohl er noch nicht ganz überzeugt davon war, ob sie wirklich aufbrechen sollten. Vielleicht das Zimmer wechseln, ja. Damit sie nicht neben der Leiche nächtigen mussten. Aber riskieren, mit den Kids nachts draußen unterwegs zu sein? Er und Paul waren erwachsen und hatten sich im Griff. Kleine Kinder jedoch waren unberechenbar. Wenn sie Angst hatten, wegliefen und sie dann nicht schnell genug waren ... Aaron schwindelte es, wenn er sich vorstellte, was alles passieren könnte. Denn er machte diese Horrorvorstellungen nicht zum ersten Mal durch. Manchmal wachte er des Nachts schweißgebadet auf, wenn er mal wieder geträumt hatte, was Gracie alles geschehen könnte.
Und doch war dieser Ort zermürbend. Falls sie heute noch aufbrechen würden, musste sich Aaron zumindest vergewissern, dass niemand mehr hier war, den sie retten könnten.
Wie sehr hatte er gehofft, sämtliche ehemalige Bewohner wären damals evakuiert worden oder geflohen. Dieses war seit langem die grausigste Entdeckung, die er hatte machen müssen. Sie lebten nun schon so ewig in dieser Apokalypse, dass die Zustände während des Ausbruchs wie ein alter Fiebertraum in den Erinnerungen herumgeisterten. Doch heute fühlte sich Aaron noch einmal dorthin zurückversetzt und musste sich erst mal fangen, bevor er zu Jesus und den Kids zurückkehren konnte.
Natürlich bemerkte sein Mann sofort, dass etwas nicht stimmte. Aaron bemühte sich um ein Lächeln, das seine Augen jedoch nicht erreichte. »Mir geht es gut. Ich habe keine Beißer mehr gefunden, aber auch ... niemanden mehr, der lebt.« Nun wich er Pauls Blick aus und sah zu den Kindern. Wenigstens war hier alles in Ordnung, was ihn erleichtert aufatmen ließ.
Jetzt wollte Aaron sich auch nicht mehr dagegen wehren, aufzubrechen. Er ... würde es einfach nicht schaffen, eine Nacht neben diesem Massaker zu schlafen. Zwar sah er es hier nicht, aber er wusste ganz genau, dass es nur wenige Türen weiter da war. Diese Tatsache erdrückte ihn und ließ ihn sich fühlen, als litte er an Atemnot. Also nickte er und beobachtete, wie Jesus die Kinder zum Aufbruch motivierte. Wegen der Zuckerwatte lächelte er und tat wirklich sein Bestes, dabei fröhlich auszusehen. »In jeder Farbe, die ihr wollt«, versprach er zudem.
Natürlich hatten die Kids Angst, sie hatten schließlich auch all ihre Betreuer verloren und mindestens einer hatte sich vor ihren Augen gewandelt. Auch wenn sie in dieser Welt geboren waren, bedeutete das nicht, dass ihnen die Beißer keine Angst machten. Ganz im Gegenteil.
Wenn Aaron für andere stark sein musste, gelang ihm das besser als für sich selbst. Also schüttelte er mit jedem Scherz, den er für die Kids machte, einen Teil der eigenen Negativität ab und so schafften er und Paul es, dass sie das Waisenhaus verlassen konnten.
Eigentlich war es ihm nicht so recht, als Vorderster zu gehen, denn er wollte gern ein Auge auf Paul und die Kids haben. Aber nun gut, wenn er nach Essen duftend die Standarte sein sollte, würde er diese Rolle spielen. xD Natürlich drehte er sich trotzdem immer mal wieder um und schaute, ob noch alle da waren ... und so gingen sie eine ganze Weile, während die Sonne sich immer weiter dem Horizont näherte. Es war ausgeschlossen, dass sie es rechtzeitig heim schaffen würden, aber Paul hatte recht ... sie kannten einige Unterschlüpfe in der Nähe und sie würden ihre Schützlinge mit allen Mitteln behüten.
Plötzlich spürte Aaron ein paar kleine Fingerchen an seiner Hand und wie sie ein bisschen nass wurde. Ein Blick nach unten ließ all seine Gesichtszüge erweichen und Papa Aaron hervortreten. Er kniete sich nieder und strich dem Jungen die Tränen sachte von den Wangen, bevor er sich nach dem besagten Busch umdrehte. Die Umgebung war ruhig, von Beißern war bisher nichts zu sehen und zu hören gewesen. Jesus hatte das Stück Wald von seiner Position aber womöglich etwas besser im Blick, weswegen er ihm kurz einen fragenden Blick zuwarf.
»Das war sicher nur der Wind, mein Kleiner. Aber ... wenn du willst, trage ich dich ein Stück, dann kannst du die Umgebung mit mir zusammen im Auge behalten.« Das war eine wichtige Aufgabe und vielleicht lenkte sie ihn ja etwas ab? Es war zwar nicht so einfach, ihn einarmig hochzuhieven, aber dank Gracie hatte Aaron sehr viel Übung damit.
@Paul Marquand-Rovia



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Jesus hörte so viel mehr in Aarons Worten als dieser eigentlich aussprach. Denn ihm war klar, dass er offenbar etwas Furchtbares gesehen hatte. Sonst wäre er nicht so bleich und würde dieses gezwungene Lächeln aufsetzen. Aber Paul wusste auch, dass hier und jetzt der falsche Ort war, um darüber zu reden. Sie beide mussten ihre eigenen Bedürfnisse nun in den Hintergrund stellen und für diese Kinder stark sein. Aaron brauchte aber nicht glauben, dass er damit so einfach davon kam! Denn Jesus würde ihn später erneut fragen und dann hoffentlich eine ehrliche Antwort bekommen, statt nur einem ‚mir geht es gut‘. Welches so augenscheinlich gelogen war.
Dennoch blieb Pauls Blick sanft und er drückte bloß kurz seine Schulter, um ihm zu zeigen.. dass er da war, wenn er reden wollte. Denn nur weil Jesus selbst noch ein Trauma zu verarbeiten hatte, hieß das noch lange nicht, dass Aaron nun alles alleine durchstehen musste. Er wollte ihm trotzdem eine Stütze sein und nicht länger wie ein rohes Ei behandelt werden müssen. Zumindest nicht in jeder Hinsicht.
Als sie über die Zuckerwatte redeten, platze plötzlich ein Kind total begeistert heraus
„auch in regenbogenfarben???“
Weshalb Jesus Aaron einen Blick zuwarf und schwach schmunzelte. Schließlich hing ja auch noch die Regenbogenfahne über ihrem Bungalow und sie beide waren.. der Inbegriff der Regenbogenfamilie. Weshalb er die Frage einfach wahnsinnig süß fand und den Kleinen augenblicklich ins Herz schloss.
Kinder waren schlussendlich eben doch noch so einfach gestrickt und diese Frage gab Paul Hoffnung.. dass die Kids dieses Trauma überwinden und trotz allem ein normales Leben führen könnten.
Wobei man ‚normal‘ stets unter Anführungszeichen setzen sollte in dieser Welt.
Manchmal half es auch einem selbst ein bisschen sich für andere zu verstellen. Denn dadurch, dass sie nun so optimistisch und fröhlich für die Kinder wirken mussten, kehrte ein wenig davon auch tatsächlich wieder in ihre Geister zurück. Zumindest bei Paul war es so.. und er fühlte wie der Optimismus langsam wieder kehrte.
Noch ging alles gut und die Kinder marschierten fleißig. Sie kamen schneller voran als gedacht aber leider nicht schnell genug. Vielleicht konnten sie ja beim Penisfelsen rasten? xD der bot aufgrund seiner Größe halbwegs guten Schutz, auch für eine Schar von Kindern. Andererseits verbanden Aaron und Jesus damit Erinnerungen.. die definitiv nicht für Kinderaugen gemacht waren. Weshalb sie vielleicht doch lieber einen anderen Unterschlupf wählten. Eine Höhle vielleicht, wo es nur einen Ausgang gab und die sogar noch etwas Wärme spendete. Nachts war es nämlich leider immer noch kalt und sie hatten ja nur 2 Schlafsäcke dabei..
Der Junge, der vorhin noch von der Regenbogenzuckerwatte geredet hatte, hielt plötzlich Aarons Hand und suchte seine Nähe.
Jesus beobachtete das Ganze von weiter hinten und warf einen Stein in das Gebüsch, um zu sehen, ob dort etwas war. Jedoch flogen nur ein paar Krähen krächzend heraus.. ein paar der Kids bekamen zwar einen Schreck. Aber mehr passierte zum Glück noch nicht.
Dennoch hatte der Junge noch Angst und nickte hastig
„ich.. ich gucke dann ganz aufmerksam wie ein Luchs, damit meinen Freunden nichts passiert, ok?“
Eigentlich wollte er einfach nur getragen werden, da er Angst hatte aber… wenn er das noch mit einer Aufgabe verbinden konnte, dann war das noch besser. Und er fühlte sich gleich viel stärker und weniger ängstlich. weswegen er auf Aarons Rücken krabbelte und Jesus weiter hinten.. wegen dem Anblick ein bisschen lächeln musste. Aaron war einfach so ein toller Daddy.. und er liebte es einfach, wie er mit Kindern umging.
Und schon ging es weiter. Es dauerte noch ein bisschen, bis sie eine geeignete Höhle erreichten. Viele der Kinder quengelten bereits, meinten sie hätten Hunger, wären müde oder erschöpft.. weshalb es höchste Zeit für eine Pause war. Und Paul zu Aaron meinte
„diesmal bleibst du hier und ich.. sichere die Höhle“
auch Jesus musste etwas von seinem Selbstvertrauen wieder erlangen und indem er kleinen, schutzlosen Kindern helfen konnte, würde das auch ihm helfen.
Weswegen er sich in die Höhle begab, solange die Dämmerung noch etwas Licht spendete und sie gründlich durchsuchte. Es schienen keine Beißer darin zu leben. Dafür jedoch… eine Kaninchenfamilie. Die es sich da drin gemütlich gemacht hatte. Sollte Jesus sie nun vertreiben? Oder die Kaninchen fangen, um sie zu verspeisen? aber irgendwie kam ihm das grausam vor vor all den Kindern… weshalb er sie einfach in Ruhe ließ und stattdessen Aaron und die Kids nach drinnen winkte. Denn Hasen waren nun wirklich keine Gefahr.
@Aaron Marquand

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Ein bisschen hoffte Aaron schon, dass Jesus nicht noch mal nachfragen würde, sobald sie allein waren oder die Kinder später schliefen. Aber er wusste es eigentlich besser, schließlich kannte er seinen Ehemann sehr gut. Er würde nicht einfach so darüber hinweg sehen. Außerdem würde es Aaron unmöglich sein, das Gesehene einfach abzuschütteln. So etwas nahm ihn stets sehr mit. Derzeit sah es in seiner Seele zudem generell sehr dunkel aus. Was er vor Paul möglichst verbarg. Doch auch das würde ihm vermutlich nicht mehr ewig gelingen. Dass es ihm gut ging, waren leere Worte, aber es war doch viel wichtiger, dass Jesus wieder zu Kräften kam – sowohl mental als auch körperlich.
Solche Gedanken schob Aaron jetzt erst mal ganz weit fort. Die Kinder hatten Priorität. Alles würde nur noch schrecklicher werden, wenn unter ihrer Obhut eines verschwand oder gar das Zeitliche segnete. Persönliche Dramen mussten warten.
Eines der Kinder fand die Zuckerwattee-Idee besonders toll. »Regenbogenfarben sind unsere Spezialität«, erwiderte Aaron und grinste, wobei endlich auch seine Augen voller Schalk blitzten. »Das werdet ihr spätestens erkennen, wenn ihr unser Haus seht.«
Der Penisfelsen wäre wohl wirklich nicht so optimal zum Rasten, Jesus und Aaron wären dann ja ständig von gewissen Erinnerungen abgelenkt. Und womöglich auch voneinander. xD Da war eine Höhle, mit der sie kaum etwas verbanden, wohl die bessere Wahl. Hoffentlich war das nicht gerade das Liebesnest zweier anderer gewisser Herren. xD Aber das konnte Jaaron ja egal sein. Für den Moment war sie unbesetzt, wenn man von der Kaninchenfamilie mal absah.
Doch noch war es ein Stückchen dorthin. Und ihr Marsch wurde kurzzeitig unterbrochen, weil ihr kleiner Regenbogen-Fan ein Geräusch gehört hatte. Doch es waren nur Raben, die ihnen da hatten auflauern wollen und glücklicherweise keine Beißer.
Aaron nahm den Kleinen auf den Arm und half ihm, auf seine Schultern zu klettern. »Halt dich gut fest«, bat er ihn und ging dann vorsichtig weiter. »Zu zweit schaffen wir das schon und werden unsere Freunde vor allen Gefahren bewahren. Du wirst schon sehen, wir sind ein tolles Team«, redete er vor sich hin, im Bestreben, den Jungen weiter abzulenken und ihm Zuversicht zu schenken.
So ging es vorwärts, bis die Höhle endlich in Sicht kam. Viel weiter hätten sie wirklich nicht gehen können, denn die Kids wurden unruhig. Aaron wollte gerade den jungen Mann wieder von den Schultern klettern lassen, um die Höhle zu erkunden, doch Paul kam ihm zuvor. Mit einem Nicken ließ er ihn gehen und behielt die Kinder derweil im Auge. Leicht fiel ihm das nicht, er machte sich höllische Sorgen um Paul, auch wenn er wusste, dass er auf sich aufpassen konnte. Eben im Waisenhaus hatte er es ihm mehr als einmal gezeigt. Außerdem hatten sie diesen Ausflug unternommen, um Jesus zu stärken. Da konnte Aaron ihm nun nicht alles abnehmen, das wäre einfach nicht gesund und zielführend. Gegen seine Gedanken konnte er jedoch nicht viel machen.
Allzulang dauerte es aber glücklicherweise nicht, da tauchte Jesus wieder am Höhleneingang auf und winkte sie rein. Aaron atmete erleichtert auf und ließ die Kids vorpreschen, setzte auch seinen kleinen Luchs wieder auf den Boden, wo er ihm kurz durch das Haar strubbelte und ihn auch vorlaufen ließ.
»Oooooh wie süß«, war zu hören und leise Quietschlaute. Fragend sah Aaron zuerst zu Paul, dann zu den Kindern. Und erkannte, dass sie sich um die kleine Hasenfamilie geschart hatten, welche ein bisschen angsterfüllt zur Höhlenwand geflüchtet war.
»Na na ... überfallt sie nicht so. Wenn wir die Nacht Seite an Seite verbringen wollen, müssen wir ihnen etwas Platz lassen. Sie fassen schon von selbst Vertrauen«, meinte Aaron gutmütig und wies auf die andere Seite der Höhle. Ein bisschen murrend verzogen sich die Kinder dorthin, aber später würde es ihnen gedankt werden, wenn die Häschen schnuppern und schnüffeln kamen. xD
Aber jetzt hieß es erst mal, die Umgebung wohnlich zu machen. Ein Feuerchen entzünden, die Decken und Schlafsäcke ausbreiten, damit zumindest die Kids es halbwegs weich und gemütlich haben würden ... und Aaron verteilte auch noch sein restliches Proviant, damit die kleinen Mägen nicht mehr so erbärmlich knurren mussten.
@Paul Marquand-Rovia



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Paul spürte schon die ganze Zeit, dass Aaron irgendwie… anders war, seit der Sache mit Vidar und ihrer Truppe.. klar, so ein Ereignis veränderte jeden. Aber nach und nach bekam Jesus einfach das Gefühl, dass sein Zusammenbruch vielleicht auch bei Aaron irgendetwas zerstört hatte. Etwas das.. man nicht wieder reparieren konnte? Vielleicht hatte es ihn zu sehr mitgenommen seinen Ehemann so gebrochen zu sehen? Womöglich sah er ihn nun mit anderen Augen?
Das waren Gedanken die ihn schon länger beschäftigten, er es aber nicht wagte sie auszusprechen. Zumal Aaron manchmal einfach so distanziert wirkte und als würde er etwas vor ihm verbergen. Wie er dieses Gefühl hasste… vor allem wenn er wusste, dass er es womöglich nur tat, weil er ihm nicht zu viel zumuten wollte. Dadurch fühlte er sich schwach und hilflos.. und dieses Gefühl hatte er viel zu lange gehabt. Weshalb Paul beschlossen hatte, das nicht einfach hinzunehmen. Sondern wenn nötig auch etwas direkter nachzubohren. Aaron war so lange für ihn da gewesen. Nun musste er umgekehrt auch wieder eine Stütze für ihn sein.
Aber nun war nicht der richtige Ort oder die richtige Zeit für solche Gespräche. Nun mussten sie beide ihre wahren Gefühle beiseite schieben und diesen kleinen Seelen helfen. Die nämlich tatsächlich schutzbedürftig und hilflos waren. Ganz anders als sie beide.
Wo sie die ganzen Kinder wohl unterbringen würden? Naja.. die Leute im Cottage waren hilfsbereit. Sie würden schon Familien finden, denen sie sie anvertrauen konnten. Das hoffte Jesus zumindest..
Aaron schien sich mit einem der Jungen ja schon ziemlich gut zu verstehen. Weshalb dieser auf seine Schultern kletterte und sogar die Arme hoch streckte als er freudig jauchzend rief
„juhuu nun bin ich fast so groß und stark wie Nessie!“
Sagte er mit seinem schottischen Akzent und wie weg geblasen schien plötzlich all die Furcht. Aber mit Aaron an seiner Seite, da fühlte er sich plötzlich wirklich wahnsinnig stark und als könnte er einfach alles erreichen.
Als sie bei der Höhle angekommen waren sicherte Jesus erst mal etwas, bevor er die Schar Kinder hinein stürmen ließ und an Aarons Seite trat. Er deutete auf den kleinen, leicht rothaarigen Jungen und meinte
„Wie ich sehe hast du schon einen kleinen Freund gefunden?“
sagte er lächelnd und sein Lächeln wurde noch größer als er sah wie begeistert die Kinder wegen der Hasen waren. Ein Kinderlächeln.. vertrieb einfach jede Finsternis. Und wenn es nur für ein paar Augenblicke war. Die Hasen fanden das jedoch eher nicht so toll, weshalb Aaron intervenierte und den Kids auch gleich noch etwas beibrachte. Das Hasenragout fiel damit definitiv flach hm?
„ich kümmere mich um das Feuer..“
und Aaron darum alles halbwegs gemütlich einzurichten. Natürlich konnte auch Jesus den Kids nun ein bisschen was übers Feuer machen erzählen, was ja auch eine ziemlich coole Sache war. Etwas Feuerholz hatte er nämlich schon unterwegs eingesammelt, damit niemand nun mehr nach draußen musste. Und die Kinder waren total begeistert, als es plötzlich warm flackerte und brannte. Das war schon dringend nötig, wenn er ihre kalten, kleinen Fingerchen betrachtete.
Auch Jesus verteilte den Rest seines Proviants. All zu viel war es leider nicht aber für heute musste es reichen. Wenn sie im Cottage waren, würden die Kinder erstmal ein Festmahl bekommen. aber mehr hatten sie nun leider nicht dabei.
Während die Kinder aßen, begannen auch die Schüchternen von ihnen immer weiter aufzutauen. Und die Hasen erledigten wohl den Rest. Denen die Kids trotz eigenem Hunger noch ein paar Krümel abgaben. Das ließ Jesus erneut lächelnd zu Aaron sehen, an welchen er sich ein bisschen lehnte und nach seiner Hand fasste.
„neue Mitglieder zu rekrutieren… hat sich noch nie so gut und richtig angefühlt..“
Und es gab Jesus tatsächlich gehörig wieder etwas von seinem Optimismus zurück. Denn was sie hier geschafft hatten, war zwar immer noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber sie hatten wirklich viele Kinderleben gerettet.. und darauf konnten sie mächtig stolz sein…
@Aaron Marquand

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Jesus hatte es schon ganz richtig im Gefühl, auch wenn Aaron das Gegenteil lieber wäre. Er würde gern sagen können, dass sich nichts zwischen ihnen verändert hätte. Dass in seinem Herzen keine Dunkelheit herrschte, dort, wo sonst nur Nächstenliebe und Optimismus zu finden gewesen war. Aber das wäre gelogen. Nur wie sollte er mit Paul darüber sprechen, ohne bei ihm das Trauma wieder hervorzuholen? Es war untrennbar damit verknüpft. Was Vidar und seine Leute Jesus angetan hatten ... dieses Bildnis und Wissen hatte sich in seine Gedanken eingebrannt. Ebenso wie der Wunsch, jemanden dafür bezahlen zu lassen. Dafür zu sorgen, dass sie Paul niemals wieder in die Finger bekamen. Aaron glaubte, dadurch würde alles besser werden. Auch wenn ihm tief im Inneren klar war, wie unsinnig das war. Er hatte schon viele Menschen Rache üben sehen und es hatte ihnen nichts gegeben außer Selbsthass. Das war jedoch ein Preis, den Aaron gern zahlen würde, wenn der Schutz seiner Familie so gegeben wäre.
Dieser Ausflug hätte auch eine Gelegenheit werden können, einander wieder näher zu kommen. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Doch der Fund der Kinder verhinderte dies. Wieder einmal mussten Jaaron für andere stark sein. Das war aber vielleicht gar nicht mal so schlecht. Es aktivierte Emotionen in ihnen, die sie wegen ihrer Isolation, in der Jesus Heilung im Vordergrund gestanden hatte, schon lang nicht mehr gespürt hatten. Der Wunsch, anderen zu helfen und diese Welt besser zu machen, hatte sie schon immer verbunden. Und heute konnten sie ihr Bestes für ein Dutzend Kinder geben. Das war ein verdammt gutes Gefühl. Sie mussten es nur heil ins Cottage schaffen und dort konnten die Kleinen ein neues Leben beginnen. Es gab immer noch Familien, die sich Kinder wünschten. Die ihre verloren hatten, keine bekommen konnten ... oder in ihren riesigen Herzen Platz für mehr als eines hatten. Jerry würde doch sicher auch noch eins aufnehmen. xD Und als der süße Rotschopf sich auf seinen Schultern so emporreckte und Nessie nachahmte, kam Aaron zum ersten Mal der Gedanke, dass ... ein kleiner Bruder für Gracie ja vielleicht auch eine schöne Idee wäre. Er und Paul würden nie eigene Kinder haben können, aus ... Gründen. Sich zusammen zu entscheiden, eines zu adoptieren, wäre das, was dem wohl am nächsten käme.
Jesus war auch aufgefallen, dass der Mini-Schotte einen Narren an Aaron gefressen hatte, weswegen dieser schmunzelte. »Vielleicht erinnere ich ihn an einen Highlander.« Immerhin ging Aarons Haarfarbe auch ein wenig ins Rötliche. Und er besaß einen Arm aus Stahl, der genausogut wie ein Schwert austeilen konnte.
Doch nun kümmerten sie sich erst mal darum, die Höhle so heimelig wie möglich zu machen. Bald schon hatten sich die Kids auf die Decken und Schlafsäcke gekuschelt und mampften das wenige Essen, das Jaaron ihnen geben konnten. Sie gaben davon sogar etwas an die Häschen ab, was auch Aaron mit einem gerührten Lächeln beobachtete. Dem ein oder anderen fielen schon die Äuglein zu, es würde also sicher nicht lang dauern, bis die Schar in einen tiefen Schlummer fiel.
Aaron verschränkte derweil die Finger mit Pauls und nickte. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn sie die Kinder nicht gefunden hätten. Und dann auch noch in letzter Minute, wenn er an den umgewandelten Betreuer dachte. Doch solche negativen Gedanken wollte er jetzt nicht aussprechen, weswegen er ungewöhnlich wortkarg ... einfach schwieg. Zumindest für einen Moment. Dann löste er ihre Hände voneinander, um Jesus das kleine Törtchen zu geben, das er für ihn aufgehoben hatte. »Bei dir kann ich ein Magenknurren genauso wenig akzeptieren wie bei den Kids«, sagte er dazu und grinste leicht. »Ich übernehme die erste Wache, in Ordnung?« Und dabei würde es auch bleiben, denn Paul sollte auch die Nacht durchschlafen und bei Kräften bleiben. Aaron würde ihn also nicht für einen Wechsel wecken. Er ... konnte einfach nicht damit aufhören, ihn zu schützen und sich Sorgen zu machen. Und da er tatsächlich ein wenig Angst hatte, Jesus würde das Gespräch auf das Waisenhaus lenken, wollte er diesem Thema gleich aus dem Weg gehen. Er fühlte sich zwar schrecklich dabei, vor allem, weil er so nur noch mehr Distanz aufbaute. Trotzdem würde er sich wohl erst wieder etwas entspannen können, sobald sie im Cottage waren.
Doch bevor Aaron sich seiner Wache widmen konnte, krabbelte plötzlich der kleine Rotschopf zu ihnen und diesmal Jesus auf den Schoß. »Habt ihr schon mal Nessie gesehen?«, fragte er und sah sie aus großen Augen an. »Gibt es da, wo wir hingehen, einen See? Ich muss unbedingt nach ihr suchen. Sie ist ganz allein und hat bestimmt Angst.«
Aaron beobachtete die Szene mit einem leichten Lächeln, das eine Spur größer wurde, als der Junge auch noch das Törtchen in Pauls Händen entdeckte, sich kurz gierig über die Lippen leckte, aber dann ganz unbedarft zu Jesus emporsah. »Du hast bestimmt auch ganz viel Hunger. Soll ich dich füttern?«
Der kleine Schotte war ja ein richtiges Plappermaul ... aber ein ziemlich süßes. xD
@Paul Marquand-Rovia



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Jesus würde dieses Trauma noch 100 Mal durchmachen, nur damit Aaron mit ihm redete! Denn eine emotionale Entfremdung und Distanzaufbau… war fast genauso schlimm für ihn. Er ertrug es kaum, wenn er wusste, dass Aaron etwas in seinem Inneren trug, das ihn belastete, er es aber nicht aussprach. Aus welchen Gründen auch immer. War es falsche Rücksichtnahme, Angst oder Zweifel. Jesus wollte das nicht. Er wollte, dass ihre Beziehung wieder so offen wie zuvor war und sie einfach über alles redeten, ganz egal was es auch war oder auslösen würde. Er wollte Aaron wieder zurück haben.. seinen Ehemann. Das Licht seiner Welt. Doch gerade wirkte er eher nur wie ein Schatten seiner selbst und das Schlimmste daran war… Jesus hatte das Gefühl daran Schuld zu sein. Vielleicht nicht beabsichtigt. Aber es war seine Schuld. Wäre er nicht so blauäugig gewesen.. wäre das alles vielleicht niemals passiert.
Aber wie immer mussten sie sich selbst zurück nehmen, da nun noch unschuldigere Leben auf dem Spiel standen. Und dafür würden Jesus und Aaron trotz aller Umstände immer Rücksicht nehmen.
Und offenbar löste das bei Aaron auch wieder schönere Gedanken aus, wenn er schon an ein kleines Geschwisterchen für Gracie dachte. Eine Überlegung, an die Jesus gar nicht erst dachte. Nicht, weil es für ihn unvorstellbar wäre sondern einfach weil… Kinder in seinem Leben bisher keine wirkliche Rolle gespielt hatten. Gracie war schon halb erwachsen. Das war etwas völlig anderes. Aber so ein kleines Kind? Nein.. Jesus hatte sich selbst eigentlich nie als Daddy gesehen. Aber vielleicht würde sich das ja noch ändern. Wer weiß.
„Einen Highlander? Dazu fehlt dir aber noch der Schottenrock. Den Dudelsack hab ich bereits gefunden..“
Versuchte Jesus nun ausnahmsweise mal wieder einen leicht anzüglichen Scherz zu machen und schmunzelte dabei fast ein bisschen schüchtern. Er musste Aaron einfach beweisen.. dass es ihm gut ging. Und er sich keine Sorgen mehr machen musste. Weswegen er einfach alles versuchte, um ihn wieder etwas aus der Reserve zu locken, auch wenn ihm solche Worte immer noch schwer fielen. Aber damit man heilen konnte, musste man einen Schritt nach dem anderen vorwärts gehen. Und das wollte Jesus. Er wollte auch diese Leichtigkeit mit Aaron wieder gewinnen. Nicht nur im Umgang miteinander sondern auch… im Bett. Was bisher leider noch nicht wirklich ganz so gut funktionierte. Aber Jesus gab sein Bestes!
Auch wenn Aaron immer noch so.. ein bisschen abwesend und schweigsam wirkte. Was ihn innerlich seufzen ließ und er seine Hand etwas fester drückte. Die ganze Situation verunsicherte ihn ziemlich aber er versuchte es sich nicht zu sehr anmerken zu lassen, damit es nicht komisch wurde. Nicht jetzt in dieser Situation..
Zumal Aarons liebe Geste mit dem Törtchen ihm dann doch wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
„Du weißt, dass ich das nicht essen werde oder?“
Es war süß von Aaron, dass er es für ihn aufgehoben hatte. Aber während hier andere Kinder hungerten, würde Jesus nie und nimmer das letzte Törtchen für sich beanspruchen. Das widersprach einfach so ziemlich allem woran er glaubte oder was ihn ausmachte. Trotzdem bekam Aaron einen Kuss auf die Wange für diese Geste.
„na schön..“
gab Jesus sich einverstanden damit, dass Aaron die erste Wache übernahm. Er wusste, es hätte nun keinen Sinn mit ihm zu diskutieren und er würde darauf bestehen. Wusste jedoch noch nichts von seinem perfiden Plan ihn gar nicht zu wecken! denn dafür hätte er ihn mit Sicherheit gescholten.
Doch ehe Aaron sich seiner Wache widmete kam plötzlich der kleine Rotschopf zu ihnen gekrabbelt und Jesus wirkte kurz etwas überfordert, als er auf seinen Schoß kletterte, musste dann jedoch sanft lächeln.
Nessie? Die kannte er aus Erzählungen ja. Musste aber dennoch den Kopf schütteln
„Leider nein… aber du ganz offensichtlich schon. Verrätst du uns wie sie aussieht?“
Zumindest schien der Junge überzeugt davon zu sein und ein echter Nessie Fan zu sein. Was einfach niedlich war.
„Einen See leider nicht aber… dafür das große weite Meer. Ist doch eigentlich viel besser für Nessie als nur ein See oder? Da hat sie viel mehr Platz“
Jesus konnte nicht anders als dem Jungen ein wenig über das rote Köpfchen zu streicheln. Die Farbe hatte irgendwie sowas an sich, das man sie einfach antatschen musste xD auch wenn seine Haare echt klebrig und dreckig waren.. aber mit ein bisschen Holy Shampoo würden sie das schon hinkriegen.
Als der Kleine ihn plötzlich fragte, ob er ihn füttern sollte runzelte Jesus etwas die Stirn. Sein Sabber tropfte ihm aber schon fast auf die Hand, so wie er das Törtchen anstierte. weswegen er antwortete
„ach nein.. eigentlich bin ich ziemlich voll und bekomme gar nichts mehr runter. Aber.. wäre schade wenn das Törtchen schlecht wird oder? Möchtest du es vielleicht haben?“
fragte er lächelnd, damit der Kleine kein schlechtes Gewissen bekam, wenn er es ihm weg mampfte.
@Aaron Marquand

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Es war doch wirklich verrückt. Als es Paul so schlecht gegangen war und Aaron nur dabei hatte zuschauen können ... da hatte ihn diese Distanz fast umgebracht. Nun baute er selbst welche auf und konnte einfach nichts dagegen tun. Auch in ihm war etwas kaputt gegangen, wenn auch auf andere Weise. Doch wenn er das aussprach, würde sich Jesus doch die Schuld geben, oder nicht? Das durfte auf keinen Fall geschehen, denn wenn jemand an dieser ganzen Misere Schuld trug, waren das Vidar und seine Leute. Nur durften Jaaron nun deswegen die Scherben ihrer Ehe aufkehren. Und darauf hoffen, dass sie sie wieder richtig zusammensetzten. Aaron hatte schon einen Ehemann verloren, weil er ihn nicht beschützt hatte. Das würde ihm kein zweites Mal geschehen. Vielleicht musste er etwas Grausames dafür tun, das diese Distanz noch überbot. Aber er war tatsächlich bereit, diesen Weg zu gehen, damit sie in Frieden leben konnten. Er begab sich dadurch auf einen Pfad, den er schon vielen anderen versucht hatte, auszureden. Doch das war er im Moment einfach nicht fähig, zu sehen.
Dank der Kinder gelang es ihnen ja immerhin, miteinander zu scherzen. Aaron sah mit einem Grinsen an sich hinunter. »Du bist ja auch ein Meister im Dudelsack spielen. Ein Schottenrock wäre da nur im Weg.« Wobei ... es wäre wohl mit so einem Rock einfacher, daran zu kommen als mit einer Hose. xD Aber Aaron redete gerade sowieso ziemlichen Blödsinn. Seine Hormone tickten in Pauls Nähe immer noch so aus wie früher, daran hatte sich nichts geändert. Und so löste dieser harmlose Scherz doch etwas mehr aus als nur ein Lächeln. Aber auch ein wenig Bedauern ... wenn er Pauls schüchternes Schmunzeln sah. Das früher weitaus anders ausgefallen wäre, selbst im Beisein von Kids. Diese Sprache verstanden schließlich nur sie beide.
Die Situation war wirklich kurz davor, komisch zu werden, da musste Aaron nun einfach das Törtchen zücken. Er hatte es schließlich auch wirklich für Paul aufgehoben, auch wenn dieser es womöglich nicht essen würde.
Bevor sie sich aber nun doch voneinander entfernten, kam der kleine Schotte zu ihnen und belagerte Jesus. Aaron beobachtete das mit einem sanften Lächeln und war kurz davor, den Kleinen zu sich zu holen, da Paul doch etwas überfordert wirkte. Das währte aber nicht lang, da wurden sie schon in ein Gespräch über Nessie verwickelt.
»Ihr wisst nicht, wie Nessie aussieht?«, fragte der Rotschopf und sah sie mit seinen Kulleraugen an. »Sie ist sooooo riesig und hat einen ganz langen Hals und Flossen und ...«, während seiner Ausführungen machte er mit seinen Patschehändchen voluminöse Bewegungen. Man bekam den Eindruck, Nessie würde die ganze Höhle ausfüllen.
Dann dachte der Junge kurz nach. »Das Meer? Aber ... sie lebt eigentlich in einem See. Ich weiß nicht, ob sie Salzwasser mag.« Er zuckte mit den Schultern. »Aber ich kann ja mal suchen gehen, oder? Helft ihr mir?« Wieder sah er sie so erwartungsvoll an, das war echt niedlich.
Als Jesus fragte, ob er das Törtchen haben wollte, wurde der Blick kurz abwesend und er schmatzte leise vor sich hin. »Hmm ... aber nur wenn du wirklich keinen Hunger mehr hast.« Das hieß dann wohl Ja. xD
@Paul Marquand-Rovia



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Jesus erwartete gar nicht, dass Aaron sofort wieder so mit ihm umging wie vor den Ereignissen mit Vidar. Er wusste.. dass er unbewusst und ungewollt etwas zwischen ihnen kaputt gemacht hatte. Schuldgefühle machte er sich dafür nur indirekt.. warf sich aber trotzdem vor, nicht stärker gewesen zu sein. Das alles nicht besser weg gesteckt zu haben und Aaron nun in so eine Lage zu bringen. Wo er nicht mehr wusste, wie er mit Jesus umgehen oder ihn behandeln sollte. Oder wie er ihn sah. Jesus hatte Angst davor es herauszufinden, denn er wusste nicht, ob ihm die Antwort gefallen würde. Aaron sollte nicht das hilfsbedürftige, emotionale Wrack in ihm sehen das er.. so viele Monate nun mal gewesen war. Weshalb er sich fest vornahm, dieses Image wieder zu ändern. Er wollte daran arbeiten, dass Aaron auch wieder etwas anderes in ihm erkannte. Nämlich den starken, liebevollen und unerschütterlichen Optimisten, der er vor alledem gewesen war…
Das war nun sein oberstes Ziel. Denn er könnte sich niemals verzeihen, wenn diese Ehe den Bach runter ging nur.. wegen der Steine, die das Leben ihnen mal wieder in den Weg legte. Und weil Jesus nicht stark genug war, um zu kämpfen. Nein, das konnte er einfach nicht akzeptieren.
Weshalb er nun ja auch versuchte wieder etwas lockerer mit ihm zu scherzen.. zwar musste er sich noch ein wenig dazu überwinden aber er gab sein Bestes.
„na ich weiß nicht.. ich glaube ich bin schon ziemlich eingerostet und sollte dringend mal wieder.. etwas üben..“
Schon ein bisschen bedenklich, dass sie sich ihre anzüglichen Scherze nicht mal in der Anwesenheit von Kindern verkneifen konnten xD aber andererseits war das doch ein gutes Zeichen. Denn das hatten sie in letzter Zeit viel zu selten getan. Und auch in Jesus keimte plötzlich das Bedürfnis auf Aaron nun ganz nahe zu sein. Leider ging das nun nicht.. zumindest nicht auf die Art und Weise, wie sie es sich wünschten. Sie mussten Geduld zeigen. Aber vielleicht.. überfiel er ihn ja doch mal kurz während sie Wache hielten? Andererseits wäre das echt unverantwortlich wenn sie auf Kinder aufpassten. Allerdings.. spielten auch seine Hormone gerade ziemlich verrückt und Paul stahl sich zumindest einen kleinen Kuss. Was die Sache nur nicht wirklich besser machte und er sich danach etwas räuspern musste.
Allerdings wurde das Gespräch nun ohnehin von dem kleinen, süßen Schotten unterbrochen, mit seinem niedlichen Akzent und seinen rötlichen Haaren.
Paul musste sanft lächeln als er so anschaulich ausführte wie Nessie aussah.
„so groß? Wow.. und da hast du gar keine Angst vor ihr?“
Denn eigentlich war Nessie ja ein Seeungeheuer. Doch so wie der Kleine darüber sprach wirkte sie einfach wie ein überdimensionales Kuscheltier.
„hmm.. das weiß ich leider auch nicht. Aber.. wir können es ja versuchen. natürlich helfen wir dir. Nicht wahr Aaron?“
nun sah nicht nur der Junge sondern auch Paul erwartungsvoll in Richtung Aaron xD. Er brachte es nämlich definitiv nicht übers Herz ihm nun eine Abfuhr zu erteilen oder seine Fantasie zu zerstören, wohl wissend, dass sie Nessie nicht finden würden. Aber diese Kinder hatten schon genug durchgemacht, da sollte ihnen nicht auch noch ihr magisches Denken genommen werden.
Jesus reichte dem Kleinen das Törtchen und schüttelte den Kopf
„du kannst es haben.. aber vielleicht möchtest du es ja mit deinen Freunden teilen“
Es war ihm freigestellt. Aber Jesus war sich sicher, dass der Junge seinen Rat befolgen würde.
Danach kuschelten sich die Kids aber auch schon alle zusammen neben das Lagerfeuer und schliefen dicht aneinander gedrängt langsam ein.
Jesus wusste… er sollte sich nun auch ausruhen und schlafen. Aber gerade, da war er noch etwas zu aufgekratzt wegen der Erlebnisse, weswegen er noch nicht zur Ruhe kommen konnte. Stattdessen setzte er sich nun zu Aaron an den Höhleneingang und legte einfach wortlos den Kopf auf seiner Schulter ab. Selbst wenn sie nicht reden würden… er wollte gerade einfach nur seine Nähe spüren. Denn diese Distanz die zwischen ihnen herrschte, war einfach unerträglich für ihn…
@Aaron Marquand

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Sie sollten wirklich dringend über sich und ihre Beziehung zueinander sprechen. Denn so hatten sie beide ihre eigenen Gedanken, die nur aus Spekulationen bestanden, was den anderen betraf. Denn Aaron sah in Jesus doch einen Kämpfer und er war verdammt stolz auf ihn, dass er sich aus dem Loch befreit hatte, in das Ivy ihn befördert hatte. Sicher, es gab immer noch Schwierigkeiten, aber Paul war auf einem guten Weg. Sonst wären sie nicht hier draußen. Was Aaron so fest im Griff hielt und die Distanz aufbauen ließ, war Schuld und Angst. Und er hatte durchaus auch etwas Empathie wegsperren müssen, um die Zeit durchzustehen, ohne gemeinsam mit Paul kaputt zu gehen und die Stütze zu sein, die sein Mann brauchte. Der unzerstörbare Fels in der Brandung. Vielleicht bekam er diesen weggesperrten Teil von sich nie wieder zurück. Aber auch dafür würde er Paul niemals Vorwürfe machen. All dies blieb jedoch unausgesprochen zwischen ihnen, genau wie das, was Jesus dachte. Wie sollten sie das auch in Worte fassen ... würde das den Graben zwischen ihnen nicht noch mehr vertiefen?
Aarons Gedanken dazu schwirrten ständig im Kreis. Er hatte begonnen, einen Plan zu schmieden, ohne Paul daran zu beteiligen. Das war eigentlich ein absolutes No-Go und doch ... hörte er nicht damit auf. Er stand ja schon fast vor der Umsetzung. Ein weiterer Grund, weshalb er versuchte, sich zurückzuhalten. Als Selbstgeißelung und Vorbereitung für die Zeit danach. Denn Jesus würde ihn für sein Vorhaben gewiss ... verurteilen. Oder Schlimmeres.
Man konnte an einer Hand abzählen, wie oft sie miteinander geschlafen hatten, seit es Paul besser ging. Und das war für Aaron wirklich okay, er wollte niemals Druck aufbauen. Doch als sie so unverhofft ein paar anzügliche Scherze machten, da spürte er wieder, wie sehr er Jesus vermisste. Es schmerzte beinah körperlich.
»Du kannst jederzeit üben«, meinte er und lächelte schief. Jetzt gerade wäre es allerdings ziemlich unpassend. Trotzdem bekam er einen sanften Kuss, der ... die Sache wirklich nicht besser machte. Vor seinem inneren Auge drückte er Paul bereits gegen die kühle Steinmauer und doch ... mussten sich zurückhalten. Und daheim ... wäre dieser Moment dann womöglich vorüber und es würde dauern, bis ein ähnlicher wieder kam. Aaron verfluchte sich für solch pessimistische Gedanken, doch die Sehnsucht ließ sich einfach nicht gut ertragen.
Die Ablenkung kam in Form eines schottischen Rotschopfs, der Paul mit großen Augen ansah. »Vor Nessie muss man doch keine Angst haben, sie ist total lieb! Was man alles über sie erzählt ist gelogen! Sie will doch nur einen Freund haben und immer laufen alle vor ihr weg und haben Angst. Deswegen müssen wir sie auch suchen!«
Sein erwartungsvoller Blick wanderte zwischen Paul und Aaron hin und her. »Na klar helfen wir dir!«, bestätigte Letzterer, woraufhin der Kleine erleichtert aufatmete und mit dem Törtchen zu den anderen Kindern lief. Dort teilte er es tatsächlich und wenig später wurde es schon still in der Höhle, weil die Müdigkeit Einzug hielt. Sogar die Hasenfamilie hatte sich zwischen die kleinen Körper gekuschelt, sodass sich alle gegenseitig wärmten und aufeinander aufpassten.
Aaron gab Paul noch einen Kuss auf die Stirn, bevor er sich erhob und seine Position an den Höhleneingang verlegte. Hier konnte er alles im Blick behalten. Nach ein paar Augenblicken setzte sich Paul neben ihn, was Aaron erst mal nur schweigend hinnahm. Er wollte ihn nicht bemuttern und ins Bett schicken, auch wenn es ihm auf der Zunge lag. Warum war das nur so? Warum wollte er ihn wegschicken und nicht seine Gesellschaft genießen? Auf dem Weg ins Waisenhaus war das doch auch anders gewesen. Lag es an dem, was er dort gefunden hatte? Er konnte nicht leugnen, dass es ihn immer noch ziemlich fertig machte.
Aaron legte den Metallarm um Pauls Hüfte und drückte ihn dichter an sich. Zum Glück hatte er schon längst die Stachelkeule gegen die Hand getauscht, weil die Kinder sich vor der Waffe gefürchtet hatten.
So saßen sie einen Moment ... Aaron fand die Nähe ebenfalls wunderschön. Und er versuchte, mit allen Mitteln all die schlechten Gedanken und Sorgen aus seinem Hirn zu verbannen. Sie hatten dort nichts zu suchen, wenn er mit Paul zusammen war. Weswegen Aaron sich ein bisschen mehr in die Richtung seines Mannes drehte und ihm mit der gesunden Hand über die Wange und den Bart strich ... und sein Gesicht dann am Kinn anhob, damit sie sich ansehen konnten. »Ich liebe dich«, sagte er ernst. »Das weißt du, oder?« Und für den Fall, dass er es vergessen hatte ... beugte Aaron sich auch noch vor und gab Paul einen sehnsuchtsvollen Kuss. Der ihm ja schon fast die Tränen in die Augen trieb, weil ihn seine Gefühle für Jesus so überwältigten.
@Paul Marquand-Rovia



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Jesus wollte es versuchen.. es war nur so schwierig, da er irgendwie Angst davor hatte, Aaron könnte abblocken. Dabei hatten sie früher einfach über alles gesprochen. Ohne darüber nachzudenken. Es hatte einfach nichts gegeben, das zwischen ihnen gestanden hatte oder das sie hatte zögern ließ. Aber jetzt? Jetzt waren da plötzlich so viele Zweifel und Ängste. Und was war ihre Ehe denn noch wert… wenn sie plötzlich nicht mal mehr miteinander reden konnten? Das war doch immer eines ihre größten Steckenpferde gewesen. Wären sie dann immer noch ‚Jaaron‘ das perfekte Traumpaar schlechthin? Auch wenn sie einander selbst vielleicht nie so gesehen hatten. Aber nach außen hin hatten sie diese Einheit und Verbundenheit ausgestrahlt… doch was war jetzt noch davon übrig? Von ihrem einstigen Glanz und ihrem Zusammenhalt? Jesus fühlte sich gerade wirklich ziemlich alleine.. und das obwohl Aaron ganz in seiner Nähe war. Aber es wirkte.. als wäre er ganz woanders. Jesus mochte dieses Gefühl nicht.. denn es machte ihm Angst und er wollte, dass es wieder aufhörte!
Jesus vermisste Aaron nicht nur in körperlicher Hinsicht, sondern ganz besonders auch in emotionaler. Doch er wagte es nicht diese Nähe einzufordern, da er Aaron schon so viel abverlangt hatte.. ihn von sich gestoßen und gar nicht wahr genommen hatte. Also wie könnte er verlangen, dass Aaron das alles vergaß und ihn wieder behandelt wie vorher?
Sie mussten sich Zeit geben und langsam annähern.. das wusste er. Aber es war verdammt schwer für ihn. Weshalb er über diese anzüglichen Scherze wirklich glücklich war. Denn das bedeutete wohl, dass zwischen ihnen noch nicht alles verloren war.
Doch zumindest vor den Kindern konnten sie noch wie eine Einheit agieren. Auch wenn es sich ein bisschen unehrlich anfühlte, da sie so viele Gefühle unterdrückten oder beiseite schoben. Aber vielleicht war das auch gut.. um einander daran zu erinnern, was sie eigentlich an einander hatten. Jesus sah dem Rotschopf noch lächelnd hinterher und sagte dann zu Aaron
„Sie werden das überstehen… und nicht daran zerbrechen..“
Denn Kinder waren in der Hinsicht wirklich viel stärker als Erwachsene. Was wohl auch an ihrem kindlichen Denken lag, sie vergaßen die Dinge schneller weil sie noch nicht alles genau verstanden. Manchmal wünschte Jesus sich diese kindliche Denkweise wieder zurück. Auch wenn seine Kindheit nicht besonders toll gewesen war.. aber die Fähigkeit das Erlebte hinter sich zu lassen und wieder ganz neu anzufangen… darum beneidete er die Kinder gerade sehr..
Jesus ertrug es aber nicht nun auch noch im Schlaf körperlich von Aaron getrennt zu sein. Weswegen er sich zu ihm gesellte und seine Nähe suchte wie eine Motte das Licht. Denn je weiter er ihn von sich stieß… desto näher wollte Paul ihm sein. Als versuche er diesen Abstand mit Gewalt irgendwie zu überbrücken.. obwohl Aaron ihn gar nicht an seiner Seite haben wollte. Jesus fühlte das auf gewisse Weise.. doch gerade deshalb suchte er so versessen nach seiner Nähe.
Und es war ja auch nicht so als würde Aaron ihn mit Worten oder Gesten fort schicken. Es war einfach so ein Gefühl.. von emotionaler Distanz, das auch seine Berührungen nicht wett machen konnten.
Oder auch seine Worte. Denn Aarons Liebeserklärung….. klang irgendwie viel zu traurig als das sie ihn richtig glücklich machte. Weshalb er nur leise wisperte
„natürlich…“
und dann von ihm geküsst wurde. Nur irgendwie.. führte diese Kuss auch bei Paul dazu, dass ihm Tränen in die Augen stiegen, denn egal wie sehr er Aaron liebte oder wie sehr er sich dessen Liebe sicher war… es fühlte sich trotzdem irgendwie.. bitter an. Weswegen er den Kuss letztlich wieder lösen musste und Aaron mit feuchten Augen besorgt ansah.
„Hätte ich denn einen Grund… daran zu zweifeln Aaron?“
Denn so wie Aaron seine Worte ausgesprochen hatte.. wirkte es so. Als wäre es ein Abschied oder.. das Ende von irgendetwas. Und er ertrug es nicht zu wissen was es war oder.. so hilflos dagegen zu sein…
@Aaron Marquand

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Im Grunde schwieg Aaron sich über sein Seelenleben aus, weil er Paul schützen wollte. Ihn nicht in einen Abgrund reißen wollte ... nicht schon wieder. Dabei hatte er ihm immer gepredigt, wie wichtig es war, zu reden. Dass er seine Traumata nicht allein durchmachen musste und es leichter wurde, wenn er darüber sprach. Doch sich an seinen eigenen Rat zu halten fiel Aaron schwer. Er wollte sich bestimmt nicht beschweren, aber er hatte die ganze Zeit über niemanden gehabt, zu dem er hätte gehen können oder wollen. Sich helfen zu lassen war ihm schon immer nicht leicht gefallen, er half lieber anderen. Also hatte er alles gegeben, um Paul bei der Heilung zu unterstützen und dabei viel zu wenig auf sich geachtet. Jesus ging es besser. Und doch war ihre Ehe in ihren Grundfesten erschüttert und eine Rückkehr zu alter Stärke noch nicht möglich. Es war schon traurig, wie einsam sie sich beide fühlten, obwohl sie direkt nebeneinandersaßen und sich sogar berührten.
Auch Aaron sah nun nachdenklich zu den Kids und nickte. »Das werden sie. Sie haben ... wenigstens noch eine Chance.« Die Kinder, die früher in dem Waisenhaus gelebt hatten, hatten diese nicht erhalten. Stattdessen hatten die Erwachsenen beschlossen, es sei besser, sie zu ermorden, damit die Untoten sie nicht bekamen. Gnade war das Motiv gewesen und doch war es eine grausame Tat. Aaron konnte sich nicht vorstellen, Gracie jemals umzubringen, aber vielleicht ... würde er es eines Tages müssen. Damit sie sich nicht wandelte. Oder bei lebendigem Leibe gefressen wurde. Was hätten sie nur getan, wenn eines der Kinder gebissen worden wäre? Aarons Knie wurden ganz weich, wenn er nur daran dachte und schon wieder blitzte die Szenerie im großen Saal vor seinem inneren Auge auf. Ihm wurde schlecht. Ein Glück hatte er schon eine Weile nichts mehr gegessen.
Vielleicht bekam er seinen Kopf frei, wenn er draußen die Umgebung beobachtete. Aber wie sollte das gehen, wenn es in seinem Hirn immer weiter ratterte? Jesus sollte sich dieses Elend wirklich nicht ansehen ... und doch kam er zu ihm. Was Aaron wirklich freute, auch wenn er etwas anderes ausstrahlte.
Er musste ihm nun einfach sagen, dass er ihn liebte. Eigentlich wollte er es ihm ständig sagen, wer wusste denn, wann es das letzte Mal sein würde?
Und ihr Kuss ... der war zwar sehnsuchtsvoll, hatte aber nichts von Erotik oder Begehren, sondern einfach nur Bitterkeit. Was sie ihn letztlich rasch unterbrechen ließen. Pauls Augen sahen so feucht aus, wie Aarons sich anfühlten.
Ob er einen Grund dafür hatte, an seiner Liebe zu zweifeln? Aaron wandte ganz kurz den Blick ab und zögerte. Was wahrscheinlich Antwort genug war. »Ich verhalte mich im Moment nicht so.« Seine Stimme klang seltsam leer und sein Herz zwickte. »Es tut mir leid!«. Er würde sich immer wieder dafür entschuldigen. Aber würde er es auch ändern können? Der nächste Kuss war schon fast verzweifelt, weil Aaron mehr fühlen wollte als diese Ängste und Zweifel ... aber es würde ihn auch nicht wundern, wenn Jesus ihn von sich stoßen würde.
@Paul Marquand-Rovia



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War das nicht immer ihr beider Hauptgrund? Weil sie den anderen schützen wollten? Aber wann hatten sie begonnen deshalb unehrlich zueinander zu sein? Sie taten selbstlose Dinge, um den anderen zu schützen, begingen vielleicht sogar Dummheiten. Aber eines hatte in ihrer Beziehung bisher trotzdem nie gelitten. Und das war ihre Ehrlichkeit. Wenn sie das nun auch noch verloren… was blieb ihnen denn dann noch? Außer der Trümmerhaufen, den sie mal ihre Ehe nannten?
Ein trauriger Gedanke.. aber einer der Jesus nun schon eine Weilte begleitete oder eher verfolgte. Er diese Tatsache aber einfach nicht akzeptieren wollte. Ihre Ehe war nicht am Ende! Sie hatten einander geschworen für immer zusammen zu bleiben! und verdammt noch mal, genau das wollte Jesus auch tun! Also würde er für diese Ehe kämpfen und sie retten und wenn es das Letzte war, was er in seinem Leben tat.
Allerdings machten Aarons Worte ihn schon wieder nachdenklich. Die Kids hatten wenigstens noch eine Chance….? Hieß das.. für sie beide sah er keine Chance mehr? Oder wie sollte er seine Worte interpretieren? Inzwischen hatte Jesus ja auch schon das Gefühl total paranoid zu werden und vielleicht jedes seiner Worte viel zu sehr auf die Waagschale zu legen. Aber wenn man verunsichert und so feinfühlig sowie sensibel war wie Paul… hörte und spürte man eben sehr viele Dinge. Selbst wenn sie nur angedeutet waren. Nur manchmal konnte einen dieses Gefühl auch trügen und man interpretierte viel zu viel in eine Aussage hinein.
„Wir sorgen dafür, dass sie sie bekommen.. gemeinsam..“
wollte er wieder ein bisschen Aarons Gemeinschaftsgefühl wecken. Das ganze als ihr gemeinsames Ziel definieren, etwas, das sie zusammen taten. Das sie wieder mehr zusammen schweißen würde. Denn bereit aufzugeben war er noch lange nicht. Aaron hatte so lange um Jesus Seelenheil gekämpft… da konnte er das nun nur tausendfach zurück geben.
Jesus machte sich Sorgen um Aaron, denn er wirkte so blass, als hätte er einen Geist gesehen. Hatte das etwas mit der Sache im Waisenhaus zu tun? Da hatte er genauso drein geschaut.. aber wieso erzählte er ihm nicht davon? Hielt er ihn immer noch für zu labil, um so etwas auszuhalten? Jesus seufzte innerlich.. er musste Aaron unbedingt rasch vom Gegenteil überzeugen.
Er wollte nun nämlich für ihn da sein und nicht mehr nur umgekehrt. Also kam er zu ihm und sie küssten sich… was aber nur noch deutlicher machte, dass etwas nicht stimmte. Und das machte Jesus eine Heidenangst.
Er wollte nicht schon wieder weinen.. weshalb er versuchte die Tränen zurück zu kämpfen. Aaron sollte nicht schon wieder das Gefühl bekommen, als müsse er sich um Jesus kümmern. er hatte doch gerade beschlossen, diesmal für ihn da zu sein!
Das Aaron bei seiner Frage den Blick abwandte… tat allerdings ziemlich weh. Also hatte er Zweifel? Woran? An ihrer Liebe? Ihrer Beziehung oder gar Jesus selbst? Er musste schlucken aber würde sich nun nicht von diesem Gefühl überwältigen lassen, nein. Er musste nun stark sein.
Weswegen er ihm letztlich die Hand an die bärtige Wange legte und seinen Kopf wieder zu sich drehte, damit er ihn ansehen musste.
Doch was folgte war eine Entschuldigung und ein.. weiterer Kuss? Den Jesus jedoch prompt unterbrach, denn das fühlte sich nicht richtig an!
Weswegen er nun noch seine zweite Hand dazu nahm, um Aarons Gesicht ganz fest halten zu können, ehe er leicht verzweifelt aber direkt meinte
„Ich will keine Entschuldigung von dir Aaron! Ich möchte einfach nur dass…. du mit mir redest. Bitte! Bitte sprich mit mir darüber…. was dich so quält…“
Flehte Jesus ihn förmlich an, da er es einfach nicht ertrug wenn Aaron ihn so aus seinem Herzen ausschloss und nicht an seinem Gefühlsleben teilhaben ließ.
@Aaron Marquand

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