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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Es wirkte wirklich so, als würde Aaron all diese leeren Worte einfach von einem Tonband abspielen. Sie wirkten so.. aufgesetzt und auswendig gelernt und Jesus konnte einfach nicht glauben, dass er all das wirklich fühlte.
„Wir leben in einer apokalyptischen Welt Aaron. Niemand ist jemals wirklich sicher. Selbst wenn du dieses Problem nun auf deine eigenwillige, selbstzerstörerische Art und Weise löst…irgendwann wird jemand anderer auftauchen.. ein neuer ‚Vidar‘ und mein Leben bedrohen. Nur das du… dann nicht mehr da sein wirst, um ihn gemeinsam mit mir zu bekämpfen. Da du im Kerker verrotten oder verbannt sein wirst… völlig alleine.“
Das klang nun mit Sicherheit hart und frustrierend. Aber Jesus wollte darauf hinaus.. dass es keinen 100%igen Schutz gab. Nur weil eine Gefahr abgewandt war, hieß das nicht, dass keine neue auftauchen würde. Aber der eigentliche Kern seiner Aussage sollte sein… dass sie gemeinsam jede Gefahr überwinden konnten. Wenn sie zusammen hielten und füreinander da waren. Aber bestimmt nicht.. wenn jeder von ihnen alleine vor sich hin vegetierte.
„Ich habe 37 Jahre dafür gebraucht, um meine erste große Liebe zu finden. Denkst du wirklich, dass mir das.. in meiner verbliebenen Zeit erneut gelingen würde? Meine Antwort darauf ist ‚nein‘. Denn als ich dich geheiratet habe.. war für mich völlig klar… dass du nicht nur meine erste sondern auch meine einzige Liebe bleiben wirst…“
Ganz egal was in ihrem Leben auch geschah. Also selbst wenn Aaron ihre Ehe nun opferte… er würde für Jesus trotzdem stets der Eine bleiben. Und.. niemand sonst würde ihm nachfolgen, ob es Aaron nun gefiel das zu hören oder nicht. Für Jesus war das eine Tatsache. Er sollte sich also nicht anmaßen darüber zu urteilen, ob Paul noch einmal glücklich werden konnte oder nicht. Denn das wusste Aaron nicht..
Weswegen er auch bei seinen weiteren Worten sagte
„ist es das was du dir über Wochen hinweg eingeredet hast? Während du mich getäuscht und von dir gestoßen hast? Das du das alles für mein Wohlergehen tust und ich sicher irgendwann wieder glücklich werde? Es tut mir Leid Aaron aber.. diese Absolution gebe ich dir nicht. Sondern sage dir ganz direkt… du tust das nicht für mich… sondern nur, damit du dir irgendwann sagen kannst.. du hättest wirklich alles getan, um mich zu schützen, sollte mir doch etwas zustoßen. Aber würdest du das alles wirklich für mich machen… würdest du mir so etwas Grausames niemals antun…“
Jesus wählte selten so harsche und direkte Worte, das war wirklich nicht seine Art. Aber er hatte das Gefühl… dass er Aaron nun einfach irgendwie wach rütteln musste. Und zwar nicht nur durch körperliche Ohrfeigen, sondern auch durch Verbale.
Dennoch gelang es Aaron Pauls Widerstand zu brechen und ihn derart zu verletzen, dass er kurz davor stand aufzugeben. Doch gerade als er es tun wollte…. brach da doch wieder der Aaron aus ihm heraus.. den er liebte und kannte.
Das war wirklich eine verdammte Achterbahn der Gefühle! Hätte er ihn denn nicht… vor all diesen verletzenden Worten aktivieren können?! denn nun hatte Jesus wirklich große Schwierigkeiten damit… darauf einfühlsam zu reagieren. Auch wenn ihn Aarons Tränen wirklich rührten. Aber den Schmerz den er gerade empfand.. konnte er nicht einfach wieder weg lächeln.
Und doch schritt er erneut auf Aaron zu. Kam ihm etwas näher und…. schlang letztlich die Arme um seinem Nacken während er ihm unter erstickten Tränen zuflüsterte
„dann beende diesen Irrsinn endlich Aaron…..“
Allerdings… hatte auch Jesus inzwischen begriffen, dass Aaron das einfach nicht mehr konnte. Nicht aus eigener Kraft.
Weshalb es diesmal Paul war, der eine folgenschwere Entscheidung traf. Und mit einer Hand zu Aarons Nacken wanderte… jedoch nicht, um sich daran fest zu krallen, sondern um….. ganz gezielt Druck auf einen seiner Nerven auszuüben, der ihn… augenblicklich in Ohnmacht fallen ließ. Während er ihm noch ein ersticktes
„Ich liebe dich….“
ins Ohr flüsterte und ihn ganz fest hielt, damit er nicht zu Boden fiel.
Das würde nicht bis morgen Abend anhalten. Aber.. Paul zumindest so viel Zeit verschaffen, dass er Aaron zurück ins Cottage bringen und ihn.. irgendwo fest binden konnte. Denn in den Kerker konnte er ihn nicht bringen. Das würde zu viel Aufsehen erregen. Weshalb ihm in der Schnelligkeit tatsächlich nichts Besseres einfiel als… ihn mit Handschellen, die sie von Duo zur Hochzeit bekommen hatten xD an der Badezimmerheizung fest zu machen..
@Aaron Marquand

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Eigentlich hatten sie das Thema schon ein paar Mal durch. Sie mussten sich damit abfinden, dass sie ständig in Gefahr waren. Niemand konnte den anderen wirklich zu hundert Prozent beschützen. Trotzdem war diese Sache anders für Aaron. Man war in ihr Heim eingedrungen. Man hatte Jesus praktisch vor den Toren entführt und es war niemandem aufgefallen. Selbst die Siedlung konnte ihnen keine Sicherheit bieten. Und das war einfach ein schreckliches Gefühl, das Aaron nicht mehr haben wollte. Aber Paul hatte natürlich recht. Es war damit nicht getan. Wenn es Vidar schon gelungen war, so nah an sie heranzukommen, würden es andere womöglich auch schaffen.
Aaron schwieg. Er wollte nicht, dass Paul bemerkte, wie seine Worte etwas bewirkten, und er versuchte immer noch, seine Fassade aufrechtzuerhalten. Doch sie bröckelte inzwischen schon sehr.
Eigentlich wollte er Paul auch nicht davon überzeugen, dass er nach ihm sicher eine neue Liebe finden würde. Und doch fühlte er sich dazu verpflichtet, noch etwas dazu zu sagen: »Ich habe geglaubt, Eric sei meine große Liebe und auf eine gewisse Weise war er das auch. Er sollte auch der Einzige sein, den ich heirate. Dann ... haben du und ich zueinandergefunden. Du kannst nicht wissen, ob nicht doch irgendwo jemand auf dich wartet, der dein Herz viel mehr aufblühen lässt, als ich es je könnte.«
Natürlich war es traurig, das zu sagen, und es tat extrem weh. Aber wenn es so sein musste, und Jesus sich von ihm trennen würde ... dann sollte er zumindest die Hoffnung nicht aufgeben. Es war schon verrückt, was Aaron gerade für Gedankengänge hatte. Er war ... einfach absolut nicht er selbst und sah nicht, in welchen Sackgassen er hing und war unfähig, das Gesamtbild zu sehen.
Bei Pauls folgenden Worten ... wurde Aaron irgendwie wütend. Er wusste nicht mal weshalb, aber er konnte auch nicht dagegen ankämpfen. »Ich tu das für dich, verdammt noch mal! Damit du lebst! Eric hat mich angebettelt, ihn allein zu lassen, damit ich dem ›großen Ganzen‹ helfe, und was hatte er davon? Er ist jahrelang als Leiche umher gewandelt und findet jetzt erst seinen Frieden. Er ist tot und das ist meine Schuld. Eine, die ich nicht noch einmal auf dich lade, nur weil ich zu weich bin, für meinen Ehemann einzustehen!«
So, jetzt war es doch raus und Paul konnte vielleicht etwas besser verstehen, weshalb Aaron so überreagierte und an seine Grenzen gelangt war. Ob es noch etwas half, war jedoch fraglich.
Denn einmal wütend ... konnte Aaron nur schwerlich zurückrudern und sagte noch mehr Verletzendes. Und das schien Jesus endgültig zu brechen. Aaron selbst allerdings auch.
Er hatte nicht erwartet, dass Paul sich ihm nun annähern würde, und doch tat er es. Schlang gar die Arme um seinen Nacken und kurz darauf fühlte er auch seine Hand dort. Den Irrsinn beenden ... Aaron fühlte sich immer noch außerstande dazu. Aber vielleicht ... könnten sie doch im Cottage einmal in Ruhe darüber reden, ohne sich eine solche Szene zu machen. Doch vielleicht war es auch zu spät dafür, Aaron hatte irgendwie dieses Gefühl.
Und dann fühlte er gar nichts mehr. Er hörte nicht mal mehr das »Ich liebe dich«, sondern sackte in vollkommener Schwärze zusammen. Als er einige Stunden wieder aufwachte, fühlte er sich wie gerädert und erinnerte sich zunächst nicht wirklich an etwas. Unter ihm war es kalt, außerdem saß er irgendwo in einer ziemlich ungemütlichen Position. Als er die Augen öffnete ... erkannte er Handschellen, die um seine Gelenke gebunden waren und mit der Heizung verknüpft waren. Was zum ... Verwirrt sah er sich um. Es war ganz klar ihr Badezimmer im Cottage. Gracies Glitzershampoo stand am Wannenrand.
Dann tröpfelten so langsam die Erinnerungen in Aarons Verstand und er blickte hektisch aus dem Fenster. Wie viel Zeit war vergangen? Und hatte ... Paul ihn wirklich ausgeknockt und hergeschleppt? Ja ... ja, das hatte er wohl. Aaron war nicht mal böse oder schockiert deswegen. Er fühlte sich einfach nur leer und voller Abscheu sich selbst gegenüber. Weswegen er ... einfach nur apathisch da saß und nicht wusste, wie er irgendetwas von dem, was er ins Rollen gebracht hatte, wieder retten sollte.
@Paul Marquand-Rovia



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Langsam wurde Jesus wirklich wütend von Aarons Worten und als er versuchte ihm einzureden, er würde nach ihm noch eine neue Liebe finden. Als wolle er ihn unbedingt loswerden und an den Nächstbesten verschachern! Wäre hier nun ein Tisch, hätte er womöglich wütend drauf geschlagen. Aber so, erhob er einfach nur etwas seine Stimme
„Hör auf damit!! Ich will das nicht hören Aaron! Du hast kein Recht dazu zu beurteilen, wie sehr ich dich liebe oder meine Liebe zu dir klein zu reden!!! Ich will nicht mit irgendwem, irgendwann in der Zukunft zusammen sein. Ich will dich! Und zwar nur dich! Außerdem bist du nicht tot! Weshalb das etwas vollkommen anderes ist als bei dir und Eric damals….“
Aaron musste loslassen, da Eric gestorben war. Aber Jesus? Aaron verlangte von ihm ihn aufzugeben… obwohl er doch noch bei ihm war. Wie sollte er denn so jemals über ihn hinweg kommen? Mal davon abgesehen, dass er das gar nicht wollte! Weshalb dieses Gespräch ihn echt fertig machte. Wieso redeten sie über etwas, das doch gar nicht zwangsläufig geschehen musste!
Nun war es aber Paul der Aaron wütend machte, indem er ihm Egoismus unterstellte. Und das war gut. Denn vielleicht wachte er so endlich auf und zeigte ein paar Gefühlsregungen. Auch wenn es leider negative waren… die waren aber immer noch besser als diese tote Gleichgültigkeit.
Doch wenigstens… wurde Jesus so langsam aber sicher bewusst, worum es hier eigentlich wirklich ging. Aaron litt immer noch unter Schuldgefühlen wegen Eric.. und versuchte nun zwanghaft und fern von jeglicher Vernunft zu verhindern, dass sich diese Geschichte mit Paul wiederholte. Was er ja irgendwie verstehen konnte aber… dennoch ging es zu weit. Und er konnte es nicht zulassen.
„Er war ein erwachsener Mann Aaron.. und hat seine Entscheidung selbst getroffen. Er wusste mit Sicherheit was das für ihn bedeutet.. doch wenigstens hatte er die Möglichkeit zu wählen. Eine Möglichkeit, die du nun versuchst mir zu nehmen. Eric hätte sicher nicht gewollt.. dass du ihn bevormundest und verrückte Entscheidungen triffst, nur um ihn in trügerischer Sicherheit zu wähnen. Und ich will es genauso wenig.. okay? Ich entscheide selbst über meine Zukunft.. oder besser gesagt.. eigentlich würde ich gerne gemeinsam mit dir über UNSERE Zukunft entscheiden. Aber mich dabei bestimmt nicht von dir entmündigen lassen“
Egal wie edel Aarons Absichten auch waren.. sie gingen viel zu weit. Und Jesus musste ihm das offenbar in aller Deutlichkeit klar machen, damit er es endlich verstand und aus dieser Spirale ausbrechen konnte.
Manchmal half allerdings nur noch ein ‚Reset‘ des Gehirns. Ein Neustart.. um sich aus so einer Gedankenschleife zu befreien.
Weswegen Jesus ihn ausknockte… es brach ihm das Herz das zu tun und in Wahrheit entmündigte er ihn damit ebenfalls aber.. Aaron konnte nicht mehr klar denken.. weswegen das in diesem Ausnahmefall vielleicht gar nicht so falsch war. Sobald er wieder bei Sinnen war, würde er ihn natürlich sofort losmachen. also.. wenn die Frist für den Deal abgelaufen war.
Im Badezimmer war es nicht kalt.. sondern noch ganz leicht dampfig, da Jesus kurz zuvor noch geduscht hatte. Schließlich war es ganz schön anstrengend gewesen Aaron die ganze Strecke zurück ins Cottage zu tragen. Und das obwohl Paul sich ebenfalls in einem emotionalen Ausnahmezustand befand. Aber ausweglose Situationen führten ja schon immer dazu, dass man irgendwelche Kraftreserven aktivierte, die man sonst nicht besaß. Weshalb er es letztlich bis nach Hause geschafft hatte.
Jesus fühlte sich elendig.. hatte deshalb nur eine schwarze Jeans und einen dunklen Kapuzenhoodie über gezogen, in dem er sich etwas verstecken konnte. Denn genau danach war ihm gerade. Weshalb er sich für ein oder zwei Stunden… einfach nur in sein Bett zurück zog. Er hätte schon zu Daryl oder dem Rat gehen und ihnen von der Sache berichten können aber… das brachte er nicht übers Herz. Denn dann müsste er ihnen zwangsläufig von Aarons Plänen erzählen und er konnte doch nicht riskieren, dass sie ihn dafür bestrafen würden. Nein.. er musste das mit ihm klären. Irgendwie. oder ihn einfach nur lange genug festhalten, dass die Vereinbarung hinfällig war.
Als Paul leise Bewegung im Badezimmer vernahm, füllte er ein Glas mit Wasser und legte ein Schinkensandwich auf einen Teller, ehe er zögerlich eintrat. Oder besser gesagt… kurz in der Tür stehen blieb, als er mit betrübtem Blick meinte
„….hast du Hunger.. oder Durst?“
Eigentlich war ihm die Antwort auf die Frage egal. Er stellte die Nahrung dennoch vor ihm auf dem Boden ab.
„es tut mir Leid, dass ich das tun musste aber… ich habe in dem Moment einfach keinen anderen Ausweg gesehen….“
sagte er kleinlaut aber trotzdem überzeugt von seiner Tat. Und er würde es wohl wieder so machen, wenn Aaron ihn weiter in diese Lage brachte…
Und diesmal.. war es nicht mehr nur Aaron der Jesus auf Distanz hielt, nein... diesmal ging jene ebenso von Jesus aus. Denn er wusste wirklich nicht.. wie er mit all dem Gesagten umgehen sollte oder woran er nun bei Aaron war...
@Aaron Marquand

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Redeten sie wirklich über etwas, das nicht zwangsläufig geschehen musste? Aaron hatte nicht den Eindruck, dass Jesus bei ihm bleiben würde, wenn er den Deal mit Vidar durchziehen würde. Das bedeutete aber nicht, dass er ihn loswerden wollte. Doch wie könnte Jesus ihn nach all dem noch lieben? Jetzt tat er das vielleicht noch, aber sicher nicht mehr lang. Doch Aaron schwieg nun dazu, wie gewünscht. In Wahrheit tat es sowieso viel zu sehr weh, darüber nachzudenken, dass Paul irgendwann nicht mehr an seiner Seite, sondern an der eines anderen sein würde.
Wozu er jedoch nicht mehr schweigen konnte, waren seine Beweggründe, die wirklich nicht von Egoismus bestimmt waren. Sondern nach wie vor mit Erics Schicksal, das ihn einfach nicht losließ. Dieses Trauma saß sehr tief.
»Ich bin auch ein erwachsener Mann, Paul. Und ich habe meine Entscheidung auch getroffen. Ist die dann nichts wert? Erics Entscheidung, für das große Ganze zu sterben, ist doch genauso verrückt gewesen. Er hat auch allein für unsere Zukunft entschieden, weil er dachte, es sei so am besten.« Auch diese Worte hinterließen einen fahlen Geschmack in Aarons Mund. Er zog heute wirklich alle durch den Dreck, hm? Sogar die Toten. Nur um irgendwie zu rechtfertigen, wieso er überhaupt auf diesen aberwitzigen Plan gekommen war. Denn er erkannte inzwischen, wie sehr er sich verrannt hatte, kam da aber nach wie vor nicht allein wieder raus.
Paul half ihm dabei, indem er ihn in eine gnädige Ohnmacht schickte und nach Hause schaffte. Irgendwann wachte Aaron im Badezimmer angekettet auf und entschloss sich ... einfach nur apathisch sitzen zu bleiben. So wandte er auch nicht den Kopf, als Jesus eintrat und ihm Nahrung hinstellte. Er hatte bei Gott keinen Hunger ... sein Magen war genauso mit schwarzer Kohle gefüllt wie sein Herz.
»Du hast richtig gehandelt«, sagte er leise und fragte auch gar nicht erst, wie lang er weggetreten gewesen war. Im Grunde war es ihm schon fast egal. Dann breitete sich Schweigen aus, das sogar noch schwerer wog als jenes, das Jesus ihm aufgebürdet hatte, als es ihm noch so schlecht gegangen war. Aber irgendwann ... da fing Aaron plötzlich an, bitterlich zu weinen. Es schüttelte seinen ganzen Körper und er drückte sich förmlich gegen die Heizung, um einen Halt zu haben. Was hatte er nur getan? Wie sollte er nur einen Hauch davon wiedergutmachen? Und wie sollte er Vidar jetzt davon abhalten, Rache zu üben? Es war ... nun wirklich alles dahin, nicht wahr? Er hatte es verkackt.
@Paul Marquand-Rovia



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Wenn Aaron den Deal mit Vidar wirklich durchzog.. dann war ihre Beziehung vielleicht wirklich zum Scheitern verurteilt. Aber noch hatte Jesus die Hoffnung, dass er ihn irgendwie davon abhalten konnte. Und wenn er dafür selbst auch eine Grenze übertreten musste.
„Eric hatte keine Zeit… seine Entscheidung richtig zu überdenken Aaron. Er hat sie aus dem Bauch heraus getroffen. Du aber nicht.. du hast all das.. von langer Hand geplant und mich mit Absicht ausgeschlossen“
Weshalb das wieder etwas völlig anderes war in seinen Augen. Denn sie hätten genug Zeit gehabt gemeinsam über ihre Zukunft zu entscheiden. Etwas das Aaron und Eric damals gefehlt hatte. Es tat Jesus weh über die beiden und Aarons Verlust zu reden, da es sich einfach falsch anfühlte.. wenn er darüber urteilte. Dennoch war das eine Tatsache. Es gab einen Unterschied zwischen impulsiven Entscheidungen und welchen, die mit Bedacht und in Ruhe getroffen wurden..
Eine Chance.. die Jesus Aaron nun noch einmal einräumen wollte, indem er ihn ausknockte. Vielleicht war er nachher wieder bei Verstand und sie konnten normal miteinander reden. Zwar konnten die Dinge, die gesagt wurden.. nicht zurück genommen werden. Und das einstige, unzerstörbare Vertrauen das zwischen ihnen geherrscht hatte war gehörig angekratzt worden aber… aufgeben würde Paul dennoch nicht so schnell. Immerhin war Aaron auch sehr geduldig mit ihm gewesen… als er völlig neben der Spur gestanden hatte.
Nur diesmal war Jesus auf der anderen Seite und wusste nicht so Recht.. wie er nun mit Aaron umgehen sollte.
Wenigstens schrie er ihn nicht weiter an oder machte ihm Vorwürfe, weil er ihn k.o. geschlagen hatte. Das war ja schon mal ein Anfang. Dennoch brach es ihm das Herz ihn dort am Boden zu sehen… angekettet an den Heizkörper. Das war einfach nicht richtig! Denn leider war das kein erotisches Spielchen sondern… bitterer Ernst.
„hm..“
machte Jesus auch nur und schwieg während er zur Seite sah.
Er überlegte fieberhaft was er nun sagen oder wie er sich verhalten sollte aber.. er wusste es einfach nicht. Er hatte zu große Angst davor, dass sie einander mit Worten noch weiter verletzen würden. Und noch mehr von dem perfekten Glanz ihrer Beziehung ermatten würde.
Also sagte er erst mal gar nichts und wollte eigentlich wieder nach draußen gehen….. bis Aaron plötzlich bitterlich zu weinen begann. Da… konnte er es dann doch nicht. Denn er konnte nichts dagegen tun, dass es ihn berührte, wenn er da wie ein Häufchen Elend schluchzend saß und den Heizkörper umarmte! Das war so… schrecklich! und doch war sein Vertrauen nun so angeschlagen das Jesus zögerte und…. den Schlüssel für die Handschellen auf eines der Badezimmerkästchen legte, wo Aaron es nicht erreichen konnte, ehe er einen Schritt auf ihn zumachte. Denn so traurig es auch war….. gerade da traute er ihm auch zu das einfach vorzutäuschen, nur um Jesus Herz zu erweichen und ihm dann vielleicht den Schlüssel zu klauen.
Früher hätte er ihm niemals so viel Durchtriebenheit unterstellt! Aber man konnte jetzt bereits sehen, was diese Aktion für Spuren hinterließ.
Und doch konnte Paul sich nicht einfach abwenden wenn Aaron weinte. Nein… er selbst glitt auf den Boden und.. rutschte auf Knien zu Aaron um ihn ganz vorsichtig und zögerlich… in die Arme zu nehmen und ihm sachte über den Rücken zu streicheln. Während ihm selbst die Tränen kamen. Weil diese Situation einfach nur beschissen war! Sie tat Jesus im Herzen weh. Aber sie waren immer noch ein Ehepaar… und Jesus würde Aaron nun nicht einfach im Stich lassen…
@Aaron Marquand

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Aaron wusste so langsam nicht mehr, was er sagen sollte. Jedes Argument entkräftete Paul und wie sollte es auch anders sein? Er hatte absolut recht, mit allem. Und Aaron hatte sich in etwas verrannt, weil er ihn hatte schützen und nicht belasten wollen. Aus Liebe war Bevormundung und dann Schmerz und Vertrauensbruch geworden. Wie hatte das nur passieren können? Aaron wusste, wie. Und doch war das keine Entschuldigung.
Er schwieg und die Gelegenheit nutzte Paul, ihn zu überrumpeln und in die Ohnmacht zu schicken. Ein Teil von Aaron wollte gern zurück in diese, denn da hatte er nichts gefühlt und nicht diesen schmerzhaften Knoten im Kopf gehabt, der sich einfach nicht lösen wollte. Es war seine alleinige Schuld, dass er festgebunden hier saß. Und dass Jesus sich dazu gezwungen gefühlt hatte, das zu tun. Aaron machte ihn wieder kaputt, gerade, wo es endlich eine Besserung in seinem Seelenleben gegeben hatte. Was hatte er ihm nur angetan? Ihm und ihrer Ehe, die doch immer ein sicherer Hafen für sie beide gewesen war. Jetzt war nichts mehr davon übrig. Hoffentlich war Gracie nicht zuhause und musste Aaron nicht so sehen. Das würde er nun wirklich nicht mehr ertragen. Es reichte ihm schon, dass ihn das Einhorn auf der Glitzershampooflasche so strafend ansah.
Aaron wollte Paul gern sagen, dass er ihn einfach hier sitzenlassen sollte, bis Zeitpunkt X vorbei war. Er würde sich nicht wehren. Aber es wollte kein Laut mehr aus seiner Kehle kommen, sie war wie zugeschnürt. Irgendwann bekam er kaum noch Luft. Die Tränen rannen plötzlich wie Sturzbäche über seine Wangen, während er vollkommen aufgelöst schluchzte und sich an die Heizung klammerte. Seine Sicht war verschleiert, sodass er erst merkte, dass Paul zu ihm gekommen war, als er seine Arme um seinen Körper spürte und die Streicheleinheiten an seinem Rücken. Da wurde Aaron kurzzeitig ganz still, auch sein Körper wurde nicht mehr so durchgeschüttelt. Nur ein leises Schniefen war zu hören. »Ich ... ich hab ...«, fing er an, schluchzte dann doch noch mal auf. »Ich hab einfach solche Angst, dich zu verlieren.« Irgendwie bekam er diese Worte rausgepresst, doch dann war es schon wieder um seine Beherrschung geschehen und er weinte erneut los.
@Paul Marquand-Rovia



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Jesus hatte nun ein paar Stunden Zeit über alles nachzudenken was passiert war.. natürlich hatte er schon gehörig geweint. Und auch noch mal eine leichte Panikattacke gehabt. Denn so abgeklärt wie er sich vor Aaron gerade gab.. war er längst nicht. Denn auch er hatte höllische Angst davor, dass Vidar und seine Leute zurück kommen könnten, um ihn zu holen! Und sich zu rächen. Er hatte panische Angst davor. Weshalb ein Teil in ihm…Aarons Plan vielleicht sogar kurz in Betracht gezogen hatte. aber wirklich nur für den Bruchteil einer Sekunde. Denn kaum schaltete sein Verstand sich wieder ein, wusste er, dass alles daran einfach nur falsch war.
Er wünschte sich bloß.. Aaron hätte mit ihm geredet. Denn wenn er nie zu Vidar gegangen wäre, vielleicht hätten sie dann ja einfach auf sie vergessen? Und sie hätten ihnen nie wieder begegnen müssen? aber so.. war nun alles kompliziert und verfahren. Denn nun hatte Vidar ganz offiziell Rache angekündigt, wenn Aaron sich nicht an den Deal hielt. Weswegen klar war.. sie konnten das Problem nun nicht länger ignorieren und mussten irgendetwas unternehmen.
Aber um das zu lösen brauchte er Aaron! und seine Mithilfe... denn so lange er nicht zur Vernunft kam waren Jesus die Hände gebunden. Er könnte höchstens die anderen darum bitten Vidar und co in einen Hinterhalt zu locken und sie selbst einzusperren. Aber damit würde er Aarons Plan verraten… und müsste erklären, weshalb er nicht an seiner Seite war. Weshalb klar sein würde, dass das keine geplante Aktion sondern eine Notlösung war.
Und alleine hingehen… das konnte Jesus auch nicht. Außerdem, was wenn etwas schief lief? Wenn Vidar sich absicherte, nun wo er skeptisch war wegen Jesus? Wenn er seine Lakaien bereits irgendwo versteckte, nahe des Cottage, um zuzuschlagen, wenn etwas schief lief. Sie wussten ja immer noch nicht, wie viele es eigentlich waren.. sie konnten nur mutmaßen. Das war alles viel zu gefährlich und heikel, weshalb Jesus sich stundenlang den Kopf zermarterte… bis Aaron wieder aufwachte.
Jedoch schien es im Moment unmöglich ein Gespräch mit ihm zu führen da… ihm nun endlich bewusst zu werden schien was er getan hatte. Das war gut.. und wichtig… tat Jesus aber trotzdem im Herzen weh. Denn wenn sein Mann litt, dann litt er ganz automatisch mit ihm. Zumindest an dieser Verbindung… hatte sich nichts geändert.
Und egal wie groß ihre Differenzen und Probleme im Moment auch waren, wenn sein Ehemann so schrecklich schluchzte, dann war es Pauls Aufgabe ihn zu trösten. Um alles andere.. konnten sie sich später kümmern. Doch für diesen einen Augenblick, schob er all die Verletzungen und gesagten Worte zur Seite und hielt ihn einfach nur fest.
„…..ich weiß Aaron…. die habe ich doch auch.. wir könnten… einfach untertauchen bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist… zurück auf unsere Insel…. nur wir beide….“
und dort konnten sie heilen. bis Vidar und co…. vielleicht andere Ziele gefunden hatten. Sich nicht mehr für sie interessierten. Oder das Problem vielleicht durch andere gelöst wurde. Einfach mal den Kopf in den Sand stecken und nicht… die Verantwortung für die ganze Welt übernehmen. Das klang wahnsinnig egoistisch und war es wohl auch, weshalb es wohl nur Utopie blieb… aber zumindest für ein paar Sekunden wollte er ihrer beider Köpfe eine kleine Pause gönnen…… eine Pause an einem Ort… an dem einfach alles gut war…
@Aaron Marquand

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Aaron hatte zwar zuvor Jesus die Schuld gegeben, alles schlimmer gemacht zu haben, aber das war nur ein Impuls gewesen. Er selbst war es gewesen, schon indem er Vidar aufgesucht hatte. Ohne Begleitung und Schutz war er einfach in dessen Refugium eingedrungen. Es hätte sonst was passieren können! Paul hätte sonst was passieren können! Aaron war nun für so viel Leid verantwortlich, dass er es kaum aushielt. Weil es Jesus war, den es betraf. Den Mann, den er eigentlich hatte schützen und eine vollständige Heilung hatte ermöglichen wollen.
Und jetzt? Jetzt würde Vidar wer weiß was tun, um sich wegen des geplatzten Deals zu rächen. Und weil er Aaron wahrscheinlich eh misstraute, hatte er seine Figuren sicher schon entsprechend platziert, um direkt zuzuschlagen. Womit klar war ... Aaron und Jesus würden die nächsten Tage keine ruhige Minute haben, sondern absolut unter Stress und Paranoia leiden. Auch das war ganz klar Aarons schuld.
Im Moment konnte er darüber kaum nachdenken. Es gelang ihm nicht mal im Ansatz, seine Gedanken zu ordnen, das Einzige, was konstant in seinem Schädel pochte, war das, was er Paul angetan hatte. Und was für eine höllische Angst er um ihn hatte. Angst verwandelte Menschen in jemanden, der sie gar nicht sein wollten. Bei Aaron war dies definitiv geschehen. Alles, was er getan hatte, widersprach so sehr seiner Natur, dass er die Schuld und Schmach kaum aushielt. Seine Haut brannte, als würde sie sich ablösen wollen. Als würde das etwas nützen. Es war nicht sein Körper, der den Verrat begangen hatte, sondern sein Verstand und sein Herz.
Schluchzend presste sich Aaron nun statt an die Heizung an Paul. Die Handschelle rieb an seinem Gelenk, aber das war ihm egal, er hieß den leichten Schmerz sogar willkommen. Dankbar visualisierte er die Insel vor sich und wie sie ihre Flitterwochen dort verbracht hatten. Nur sie beide, abgetrennt von der Welt und den grausamen Schicksalsweberinnen. Sie wussten beide, sie konnten das nicht einfach aussitzen, aber vielleicht ... hinterher, wenn das alles geregelt war, in welcher Form auch immer. Vielleicht konnten sie dann dorthin reisen und ihre Ehe retten. Gefangen von dieser Idee ... und dieser Möglichkeit, dass zwischen ihnen noch nicht alles verloren war ... suchte Aaron nach Pauls Lippen. Um sie zumindest ganz kurz zu spüren, nur ganz kurz. Der Kuss war durch die Tränen salzig, aber ... diesmal ehrlich und voller Zuneigung.
@Paul Marquand-Rovia



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Aaron trug die Verantwortung für diese Sache ja… aber deswegen war es nicht einzig und allein seine Schuld. All die Ereignisse der letzten Monate hatten dazu geführt, dass er an diesen Punkt gelangt war. Denn wie hatte er so schön gesagt? Jeder hatte irgendwo eine Grenze. Und Aaron hatte die eigene für Paul viel zu lange ignoriert. Weshalb es eigentlich nur logisch war, dass auch ihm nach all dem nun irgendwann eine Sicherung durchbrannte.
Aber Paul.. würde ihn damit nicht alleine lassen. Ganz egal was er gesagt oder getan hatte. Er würde sich deswegen niemals von ihm abwenden. Denn bisher war das alles nur eine Idee gewesen… eine wirklich beängstigende Idee aber so konnte Jesus sich immer noch einreden, dass Aaron am Ende vielleicht doch abgebrochen hätte. Weil er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Da er seinen Plan noch nicht durchgeführt hatte.. gab es diese winzige Hoffnung und diesen Glauben an ihn noch. Und das würde hoffentlich reichen, damit sich alles wieder zum Guten wendete.
Und so wie Aaron gerade schluchzte… schien ihm gerade selbst klar zu werden, in was er sich da verrannt und wie sehr er sich selbst und all seine Prinzipien verraten hatte. Jesus hoffte.. er würde nun zurück rudern und ihm sagen…. dass er nichts von dem was er gesagt oder getan hatte so gemeint hatte.. er wusste nicht, ob das reichen würde aber.. es wäre zumindest ein Anfang.
Doch für den Moment musste Aaron all diese Erkenntnisse wohl einmal sacken lassen und verarbeiten. Es war gut wenn er seine Gefühle endlich wieder raus ließ, statt weiterhin diese gefühlskalte Maschine von zuvor zu sein. Und Jesus war an seiner Seite.. sodass sie gemeinsam für ein paar Augenblicke in eine andere Welt fliehen konnten. Zurück zu ihren Flitterwochen, wo noch alles in ihren Köpfen voller Zuckerwatte gewesen war.
Die Gedanken daran.. ließen auch Jesus Herz kurzzeitig etwas weniger schmerzen und ein winziges Lächeln schlich sich auf seine Lippen, wenn er daran zurück dachte. Wohl wissend, dass es nur eine Illusion war.. ein Traum.. und sie die Realität sogleich wieder einholen würde.
Diesmal jedoch in anderer Form als erwartet. Denn Jesus war ehrlicherweise ziemlich überrascht von diesem Kuss. Wenn nicht sogar etwas überrumpelt. Zuletzt hatte Aaron ihn schließlich noch geschubst und angeschrien. Ihn behandelt wie ein wertloses Stück Scheiße..
Und nun da… küsste er ihn plötzlich?
Eigentlich wollte Jesus diesen Kuss nun nicht zulassen. Aber….. das erste Mal seit Wochen hatte er das Gefühl, als käme er endlich wieder von Herzen.
Paul hatte in den letzten Wochen so oft von sich aus Aarons Nähe gesucht. Wollte mit ihm intim werden oder.. einfach nur seine Wärme und Zuneigung spüren. Doch nie hatte das… so richtig geklappt. Aaron war abweisend gewesen, seine Küsse oder Streicheleinheiten hatten sich einfach nur gezwungen und distanziert angefühlt, sodass Paul wirklich das Gefühl bekommen hatte…. Aaron würde ihn nicht mehr anziehend finden. Nichts mehr für ihn empfinden, was ihn fast um den Verstand gebracht hatte. Er hatte so sehr an sich selbst gezweifelt.. sich selbst die Schuld daran gegeben, das Feuer ihrer Leidenschaft erstickt zu haben.
Sodass ihn Aarons Kuss nun wie ein Blitzgewitter traf. Und er ihn in jeder… Faser seines Körpers fühlen konnte. Endlich fühlte er sich wieder so an… wie er sich anfühlen sollte! Voll Zuneigung und Liebe.
Paul hatte so lange auf dieses Gefühl verzichten müssen, weshalb er es nun einfach nicht schaffte Aaron von sich zu schieben. Und den Kuss stattdessen…. völlig ausgehungert erwiderte.
Wie ein wildes Tier.. das nach wochenlanger Suche nach Futter endlich wieder ein saftiges Stück Fleisch fand.
Jesus wusste… dieses Gefühl zuzulassen war nun vielleicht falsch. Wahrscheinlich brauchte Aaron nun gerade einfach nur jemanden, der ihn im Arm hielt und tröstete. Aber verdammt.. Jesus sehnte sich so sehr nach ihm. Weshalb er die Beine öffnete und sich einfach auf Aarons Schoß schob, um den Kuss noch viel intensiver werden zu lassen und ihn dabei gegen die warme Heizung drückte.
@Aaron Marquand

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Es lag Aaron so viel auf der Zunge, doch er konnte nichts davon sagen. Noch nicht. Er wühlte sich gerade selbst noch durch all die Emotionen und wurde sich dessen gewahr, was er angerichtet hatte. Weswegen er nicht anders konnte und nur weinte und sich noch einmal zu erklären versuchte. Mit dem einen Gedanken, mit dem alles angefangen hatte. Was er für eine unglaubliche Angst hatte, Paul zu verlieren. Er musste ihn auf Knien um Vergebung bitten, ihm sagen, wie sehr er ihn liebte und dass er nicht zu dem Treffen mit Vidar gehen würde. Dass er auf ihn hörte und sie zusammen überlegen konnten, wie sie der Gefahr begegnen wollten. Aber all das schrie er nur in seinem Kopf und nichts davon kam über seine Lippen. Noch nicht.
Paul verschaffte ihm kurze Linderung, indem er von der Insel sprach. Es sorgte jedoch auch dafür, dass Aaron seiner Sehnsucht nicht mehr Herr wurde. Er wusste, er hatte das Recht verwirkt, Jesus einfach so zu küssen und seine Nähe zu suchen. Trotzdem folgte er dem Impuls, weil ... es auch ein bisschen ausdrückte, was er fühlte und gerade noch nicht sagen konnte. Vor allem die Liebe und ... wie sehr ihm das alles leidtat.
Natürlich rechnete er damit, dass Paul ihn von sich stieß. Weswegen er sich fast sofort wieder lösen wollte. Aber stattdessen erwiderte Jesus den Kuss so voller Leidenschaft, dass Aarons ganzer Körper erbebte und unter Strom stand. Aus Reflex wollte er ihn mit den Armen umfassen und mit den Händen unter sein Oberteil wandern ... aber es ging nicht, wegen der Handschellen. Nur seine Prothese konnte er heben, jedoch nichts durch sie spüren.
So konnte er nur hier sitzen und den Kuss unaufhörlich erwidern, obwohl sein Körper danach lechzte, Paul zu berühren, ihn dichter an sich zu ziehen und durch sein Haar zu fahren. Er musste ... Jesus das Ruder überlassen. Aber das war auch verdient, denn Aaron hatte viel wieder gutzumachen. Während er Paul weiterhin zu hundert Prozent vertraute, war das umgekehrt sicher nicht mehr so. Von daher war es Jesus Entscheidung, wie weit er gehen wollte und Aaron würde jede noch so kleine Zärtlichkeit aufsaugen wie ein Schwamm.
@Paul Marquand-Rovia



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Während Aaron sich durch all seine Emotionen wühlte, versuchte Jesus die seinen… einfach nur zum Schweigen zu bringen. Denn wenn er gerade auf sie hörte, könnte er Aaron nun weder umarmen und trösten, noch ihm auf andere Weise näher kommen.
Er musste nun einfach alles ausblenden was passiert war, auch wenn das sicher nicht gesund war.. für den Augenblick allerdings dringend nötig.
Denn nach all den Grausamkeiten die Aaron ihm heute an den Kopf geworfen hatte.. sehnte auch Jesus sich nach etwas Liebe. Nein er brauchte sie sogar, wie die Luft zum Atmen. Denn er vermisste Aaron schrecklich. Den.. echten Aaron. Nicht den Roboter Aaron.
Und wenn er nun endlich wieder einen Blick auf ihn erhaschen konnte dann… musste er das nutzen. Und zwar ohne weiter darüber nachzudenken. Er musste alles einfach nur geschehen lassen. Es war so, als wäre er gerade nur Passagier auf diesem Schiff und als würde ein völlig anderer es lenken. Aber das war okay.. denn er wollte nun gar nicht selbst navigieren, sondern einfach den Autopiloten einschalten. Der würde ihn schlussendlich… schon an den richtigen Ort führen.
Und dieser Ort schienen Aarons Lippen zu sein. Nein.. sein Schoß. Oder.. vielleicht doch ganz woanders? Paul wusste wirklich nicht wohin diese Reise ihn führen würde. Doch er ließ sich einfach von seinen Instinkten leiten oder seinen Bedürfnissen? Er wusste es nicht. Und er wollte es auch gar nicht hinterfragen. Denn wenn er nun wieder anfangen würde zu denken, würde er alles wieder verkomplizieren und den Moment kaputt machen.
Also ließ er es.. und küsste Aaron stattdessen fast schwindelig. Oder besser gesagt wurde ihm selbst davon ziemlich schwindelig. Nun war er es, der seine Hände unter Aarons Oberteil schob und sich sinnlich an seine Brust krallte.
Er könnte Aaron die Handschellen nun abnehmen damit… er ihn ebenfalls berühren konnte. Aber er tat es nicht. Auch wenn das Gefühl seltsam war.. so einseitig.. hatte es doch auch etwas Prickelndes.
Es war nicht das erste Mal, dass sie diese Handschellen benutzten. Aber beim letzten Mal als Aaron gefesselt gewesen war, war es Jesus Ansinnen gewesen ihn mit seinen Berührungen in den Wahnsinn zu treiben, ihm etwas Gutes zu tun und ihn zu verwöhnen. Doch dieses Bedürfnis hatte er nun nicht. Denn das… hatte Aaron nun keinesfalls verdient. Alles was Jesus wollte…. war es nun seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
Weshalb er seine Hand nun ohne Vorwarnung einfach forsch in Aarons Hose schob.. sie öffnete und nur den Körperteil heraus holte… den er gerade dafür brauchte. Kein Vorspiel.. keine weiteren Zärtlichkeiten.
Nur kurz musste er sich erheben, um seine eigene Hose auszuziehen. Ehe er wieder Platz auf Aarons Schoß nahm und.. sich keuchend auf ihn hinab gleiten ließ. Mit vor Erregung zitternder Lippe presste er sich an ihn und holte sich einfach das.. was Aaron ihm nun so lange verwehrt hatte.
Nicht darauf achtend.. wie es Aaron damit nun eigentlich ging. Doch so wie sein Körper reagierte.. konnte es wohl nicht ganz so schrecklich für ihn sein.
Für Jesus jedenfalls war es das nicht. Zumindest so lange.. wie es währte. Denn kaum, dass er sein Finale erreicht hatte… krallte er sich bloß für einen kurzen Augenblick keuchend an Aarons Schultern fest.. ehe er einfach von ihm abließ und… sich wieder anzog.
Keine Umarmungen danach.. keine Küsse.. keine Liebesbekundungen… Jesus hatte gerade wirklich nur seine körperlichen Bedürfnisse befriedigt.. weswegen er sich…… nun prompt seltsam fühlte. Denn das war so gar nicht seine Art. Wie einfach gar nichts an diesem Tag.
Er schämte sich nun ja sogar schon fast dafür nun so… wollüstig gehandelt zu haben, obwohl Aaron gerade noch elendiglich geschluchzt hatte. Weshalb es ihm auch nicht gelang ihm nun in die Augen zu sehen sondern… er den Blick von ihm abwandte, nachdem er seine Hose wieder hoch gezogen hatte..
@Aaron Marquand

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Aaron hatte nur einen Kuss gewollt und nicht mehr als das erwartet. Es war das Bestreben gewesen, Jesus ganz kurz nahe zu sein, auf die einfachste Art und Weise, bevor das Geschehene sie wieder auseinanderdriften ließ. Es war ein unschuldiger Kuss gewesen.
Als Paul sich dann so unvermittelt an ihn presste und ihn mit Haut und Haar zu verschlingen drohte, da reagierte Aarons Körper natürlich darauf. Denn verdammt ... er liebte ihn und sehnte sich nach ihm. Er hatte ihn nie abgewehrt, weil er ihn nicht mehr anziehend fand, sondern weil sein schlechtes Gewissen ihn da schon verschlungen hatte. Zumal es ohnehin nicht mehr so einfach zu sein schien, in Stimmung zu kommen, seit ... nun, seit Pauls Gefangennahme.
Aaron brummte leise, als er Jesus Hände auf seiner Haut fühlte. War das ein Traum? Waren sie gerade wirklich im Begriff, miteinander zu schlafen, trotz allem, was passiert war? Ihm war bewusst, das bedeutete nicht Vergebung. Es war eher Sehnsucht, die sie zueinander trieb, es war einfach unnatürlich, dass sie so lang voneinander getrennt gewesen waren. Und so wollte er dieses Geschenk auch annehmen. Eigentlich.
Die sinnlichen Berührungen nahmen ein Ende, als Paul ihm so beherzt in die Hose griff und Aaron dabei zusammenzuckte. Nicht, weil es wehtat, sondern weil es befremdlich war. Irgendwie. Jesus sah ihn noch nicht einmal an. Aaron wollte noch ein »Warte!«, japsen ... doch da waren sie schon miteinander verbunden. Auch darauf reagierte er, natürlich. Wie könnte er auch nicht, es war trotz allem ein wunderschönes Gefühl, Paul so nah zu sein. Und doch ... war es nicht dasselbe, weil er Paul so nicht kannte. So hatten sie noch nie Sex gehabt. Es war irgendwie nicht richtig. Aber wie könnte es das auch sein, nach allem, was passiert war? Aaron bereute den Kuss, er hätte sich zurückhalten sollen. Denn so miteinander zu schlafen, war einfach nicht gesund.
Aaron saß einfach nur da und ließ Jesus machen. Er fühlte dabei nicht mehr viel und kam auch nicht zum Ende. Als Paul von ihm herunterstieg, zog er die Beine an und lehnte sich an die Heizung. Die Hose konnte er sich schlecht selbst zumachen und so versuchte er irgendwie, seine Blöße zu verdecken.
Aarons Tränen waren noch nicht einmal richtig trocken gewesen. Jetzt fluteten neue seine Wangen, jedoch blieb er stumm dabei. So benutzt hatte er sich noch nie im Leben gefühlt, doch er hatte es wohl verdient. Alles, was er Jesus hatte sagen wollen, die Entschuldigungen und die Beteuerungen, nicht zu Vidar zu gehen, war fort. In seinem Kopf herrschte nur ein weißes Rauschen und er schloss die Augen, weil er nichts mehr sehen wollte.
@Paul Marquand-Rovia



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Jesus hatte eigentlich… gar nichts gewollt oder erwartet. Alles was nun geschah.. passierte einfach. Vielleicht hatte der heutige Abend ja doch bereits deutlichere Spuren in Jesus Psyche und seinem Herzen hinterlassen, als er sich nun eingestehen wollte.
Er hatte nun bloß noch dieses dringende Bedürfnis danach empfunden sich wieder… gut zu fühlen. Und wenn es nur für den Bruchteil einer Sekunde war. und wenn sich der Kuss von Aaron wieder so angefühlt hatte wie früher dann… würde es der Sex doch mit Sicherheit auch oder?
Oh wie er sich da bloß irrte.
Also.. währenddessen, da fühlte es sich tatsächlich gut und richtig für Jesus an was er tat. Doch kaum war er ‚fertig‘ und.. sah wie Aaron immer noch in Handschellen gekettet an seiner Heizung saß… wurde ihm schlagartig bewusst, dass nichts davon gut oder richtig gewesen war. Und er sich dadurch auch nicht besser fühlte. Ganz im Gegenteil… augenblicklich fühlte er sich wahnsinnig… furchtbar.
Was hatte er da gerade getan?? Denn das Aaron hier angekettet war, hatte nichts Erotisches. Es hatte einen vollkommen anderen Grund. Und Jesus hatte das einfach… ignoriert. und ihn ausgenutzt.. nun war er auch nicht besser als…….. nein! diesen Gedanken durfte er nicht zu Ende denken. Tat es allerdings automatisch. Weswegen er Aaron nun doch in die Augen blickte und ihm der Schock ins Gesicht geschrieben stand. Während Aaron erneut zu weinen begann……. er hatte ihn zum Weinen gebracht… durch…. Sex. Und das nicht weil er ihn so grandios gefunden hatte.
Augenblicklich wurde Jesus wahnsinnig schlecht.. und er war unfähig nun irgendein Wort an Aaron zu richten.
Weshalb er plötzlich einfach umdrehte und… panisch nach draußen lief. Sogar die Tür hinter sich zu knallte, damit Aaron seinen ‚kleinen’ Zusammenbruch nun nicht mitbekam.
Bei welchem er sich prompt wieder in sein Bett flüchtete und nun ebenfalls verzweifelt in sein Kissen schluchzte.
Und wie von Geisterhand.. begannen plötzlich auch wieder seine Handgelenke zu schmerzen. An den Stellen.. wo sich noch die Narben seiner Kreuzigung befanden.
Wie in Trance… begann er nun auch wieder daran zu kratzen, so wie er es in den letzten Monaten immer wieder getan hatte. Wovon Aaron ihn so oft hatte abhalten müssen! Das war irgendwann zu einem Tick von Jesus geworden.. einer Art Suchtverhalten, und nur durch Aarons Hilfe war es ihm gelungen wieder damit aufzuhören.
Also warum fing es jetzt wieder an?? War das Ivy.. die ihm ins Ohr flüsterte, dass er… nun genauso war wie sie? Das er zu ihr gehörte und sie für immer diese Macht über ihn haben würde?
Jesus schrie voller Verzweiflung in sein Kissen.. durch welches sein Schrei hoffentlich etwas gedämpft wurde.
Von wegen er war ‚geheilt‘ und auf dem Weg der Besserung….. vielleicht hatte Aaron ja doch Recht gehabt mit allem was er gesagt hatte. Jesus würde dieses Trauma niemals richtig überwinden. Und Aaron hatte nur das getan… was er für richtig und nötig empfunden hatte… da Jesus offenbar wirklich nicht stark genug war, um sich selbst zu retten….
@Aaron Marquand

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Andere Paare mochten solchen egoistischen Versöhnungssex sicher heiß finden, bei dem einfach jeder sich holte, was er brauchte. Jaaron hatten sich noch nie derartig gestritten und bei Meinungsverschiedenheiten kamen sie bisher immer schnell zu einem Konsens und liebten sich dann noch inniger als je zuvor. Aber nie ... so. Und Aaron mochte das auch nicht. Dann hatte er lieber keinen Sex als welchen, in dem sie sich emotional überhaupt nicht auf Augenhöhe befanden. Und er hatte geglaubt, Jesus ging es ebenso. Weswegen er sich ja zuerst freute, dass sie sich entschlossen, für diesen Moment nur ihre Zuneigung und Sehnsucht sprechen zu lassen, sich einander nah zu sein. Aber so wie es schien, waren sie sich in dieser Hinsicht doch nicht einig. Aaron war noch nicht bereit gewesen, mit Jesus zu schlafen, nicht, bevor er sich entschuldigt hatte und ihn zwischen den heißen Küssen tausend Mal ein »Ich liebe dich« entgegen geflüstert hatte. Doch zu all dem kam es nicht mehr, da Paul ihn völlig überrumpelte und nicht so auf Aarons Körpersprache achtete wie sonst. Sicher ... seine Körpermitte war ziemlich deutlich, aber das bedeutete nichts. Das, was in Aarons Augen stand und das unterdrückte Japsen, das eigentlich ein Wort sein sollte ... schon viel mehr. Doch wie sollte Jesus das sehen, wenn er Aaron nicht anblickte?
Sicher hätte Aaron auch anders reagieren können, als alles nur über sich ergehen zu lassen. Aber er hatte auch den Eindruck, es verdient zu haben. Wenn seine Entschuldigung in Worten nichts wert war – und das war sie nicht – dann eben so. Auch wenn damit ebenfalls nichts gut gemacht war, so hatte Jesus sich zumindest für ein paar Herzschläge besser gefühlt.
Doch Aaron musste auch erkennen, dass es bei ihm etwas kaputt gemacht hatte. Obwohl schon alles in Trümmern lag, so gesellten sich jetzt noch weitere Scherben hinzu. Und das tat so weh ... denn auch daran war er selbst schuld. Er trieb Paul zu Taten, die er nicht begehen wollte. Und nun war auch Aarons Vertrauen zerstört. Denn auch jetzt danach wurde er nur wie ein Objekt behandelt. Nicht mal seine Hose macht Paul ihm zu, er war gezwungen, so benutzt einfach hier zu sitzen. Ivy hatte Jesus wenigstens seinen Lendenschurz wieder zurechtgerückt. xD
Aaron hörte nur noch das Knallen der Tür und dann nichts mehr. Er dachte auch nichts mehr, das schmerzte nur noch. Sein Kopf hämmerte ohnehin in einem fort, er hatte seit Stunden nichts mehr gegessen oder getrunken, war in der Wildnis unterwegs gewesen und das ganze Adrenalin, der Schock und das Gefühlschaos taten das Übrige. Und so ... holte der gnädige Schlaf ihn in seine tröstenden Gefilde.
@Paul Marquand-Rovia



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If you can't eat it, drink it, smoke it or snort it... then f*ck it!
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zuletzt bearbeitet 10.02.2022 01:34 |
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Jesus wusste, dass seine Tat gerade.. schrecklich falsch gewesen war. Wenn er früher seltene One Night Stands gehabt hatte, waren sie vielleicht ähnlich emotionslos gewesen. Aber… doch nicht mit Aaron. Mit ihm war jeder Sex einfach nur wunderschön und voller Liebe gewesen. Doch waren sie einander wirklich so unähnlich? hatte Aaron… Jesus zuletzt nicht ebenfalls nur geküsst, um ihn von seinen Vermutungen und Fragen abzulenken? Natürlich ging das hier noch mal einen Schritt weiter aber…. mit Ruhm bekleckert hatten sie sich gerade wohl beide nicht. Und das war nun nicht mehr umkehrbar. Sie waren beide gerade nicht sie selbst und taten Dinge.. die sie hoffentlich später irgendwie wieder hinbiegen konnten….
Die nächsten Stunden verbrachte Jesus ausschließlich damit… zu weinen, sich schreckliche Selbstvorwürfe zu machen und an seinen Armen zu kratzen.
Er fühlte.. wie seine Handgelenke langsam aber sicher wieder feucht wurden… und brannten.. und wie sich dadurch plötzlich.. eine gewisse Erleichterung bei ihm einstellte. Das war keineswegs gesund.. ganz und gar nicht. Aber für den Moment half es ihm, um wieder klarere Gedanken zu fassen. Was kurz zuvor einfach nicht möglich gewesen war, da er so fixiert auf das Kratzen gewesen war. Doch nun wo es wieder blutete.. fiel plötzlich eine seltsame Last von ihm ab. Die vielleicht mit der Erkenntnis einher ging, dass Aaron Recht gehabt hatte. Jesus war noch nicht wieder geheilt… er war immer noch.. krank. Und würde vielleicht nie mehr richtig gesund werden. Doch nun wo ihm das selbst klar wurde…. musste er wenigstens auch nicht mehr so tun als könnte es ihm gelingen. Er konnte aufhören sich so krampfhaft einreden zu müssen, dass alles wieder wie früher werden würde. Denn das würde es nicht. Jesus war gebrandmarkt… und das würde sein Leben verändern. Für immer. Aarons Drang Paul so verbissen beschützen zu wollen, war also keineswegs unbegründet gewesen… und nun verstand er auch wieso.
Also konnte er wirklich noch wütend auf ihn sein?
Nein.. gerade empfand er nur Abscheu für sich selbst und seine Tat. Und weil er durch seine Schwäche Aaron so weit getrieben hatte… sich selbst aufzugeben, nur um Paul zu beschützen.
Nun legte er sich auf den Rücken und… starrte einfach nur an die Decke. Bis irgendwann der nächste Morgen graute. Und Jesus einen Entschluss fasste.
Ruckartig setzte er sich plötzlich auf und stapfte ins Badezimmer, wo Aaron… immer noch an der Heizung saß. Das seine Hose immer noch geöffnet war… ließ Jesus beschämt zur Seite sehen, doch er durfte sich davon nun nicht beirren lassen. Etwas zu dem Vorfall sagen konnte er nun nicht… dazu war er definitiv nicht fähig.
Aber was er tun konnte war, den Schlüssel der Handschellen zu nehmen, sich vor Aaron zu hocken und sie vorsichtig aufzuschließen.
Währenddessen sah er Aaron in die Augen und meinte
„Du hattest Recht….. wir müssen dieses Problem regeln….“
und warum das so war, sah Aaron sicher an dem getrockneten Blut, das überall an Pauls Handgelenken und seinem Pulli klebte. Er hatte einen Rückfall gehabt… und auch wenn das vielleicht nicht passiert wäre, hätte Aaron Vidar nicht aufgesucht und damit alles wieder aufgewühlt, wäre es irgendwann anders geschehen. Paul war nicht über den Berg. Und Aaron wusste das. Weswegen er nun auch entschlossen sagte.
„Wenn wir uns beeilen.. schaffen wir es noch bis Sonnenuntergang nach Balar. Aber ich komme mit dir“
Sofern Aaron denn überhaupt noch irgendetwas von ihm wissen wollte. Aber wenn sie ihre Seelen schon aufgaben…… dann konnten sie auch das zusammen tun..
@Aaron Marquand

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Ja, sie hatten sich wohl beide nicht mit Ruhm bekleckert und das würde ihnen noch eine ganze Weile nachlaufen. Immerhin war ihr Eheleben immer unantastbar gewesen. Egal, welchen Dramen sie sich gegenübergesehen hatten, das hatte noch funktioniert. Tja ... aber über Grenzen hatten sie sich inzwischen ja schon einige Gedanken gemacht. Ihre Ehe lag in Trümmern und sie mussten das irgendwie wieder hinbekommen. Auch wenn es Aaron absolut schleierhaft war, wie sie das schaffen sollten. Denn offenbar war noch viel mehr im Argen, als er dachte oder erwartet hatte.
Er fiel in einen traumlosen Schlaf, der sehr erlösend war. Einfach nichts denken, nichts fühlen und sich nicht wie ein Haussklave vorkommen, der auf seinen nächsten Einsatz wartete. Wie hielten andere das nur aus? xD
Doch irgendwann ging die Tür so ruckartig auf, dass Aaron davon wach wurde und zusammenzuckte. Ihm war arschkalt. Und das lag nicht nur an den Fliesen, auf denen er saß, es war auch eine emotionale Kälte.
Es klimperte, als Jesus ihm die Handschellen aufschloss und abnahm. Aaron war noch gar nicht im Hier und Jetzt angekommen, unterbewusst ging sein erster Griff an seine Hose, wo er alles zurechtrückte und sie einhändig schloss.
Dann erst folgte er Pauls Worten, war dabei aber immens verwirrt. Redete er von Vidar? Langsam hob sich Aarons Blick und dann ... sah er all das Blut. Sofort war er auf den Beinen und griff, allem was zuvor passiert war zum Trotz, nach Pauls Armen und sah sich die Wunden mit aufgerissenen Augen an. Scheiße ... jetzt hatte er auch noch einen Rückfall gehabt? Wegen Aarons verdammten Plan und ... der Lodge. Dieser Ort musste so viel in Paul ausgelöst haben. Statt darüber zu sprechen ... hatten sie sich angeschrien und gegenseitig Dinge angetan. Aaron wurde schon wieder schlecht, doch er musste sich jetzt zusammenreißen. Weswegen er zunächst überhaupt nicht auf Pauls Worte einging, sondern ihn mit zum Schrank zog, wo er das Erste Hilfe Kit rausholte und Anstalten machte, die Wunden zu säubern und zu verbinden. Wie er es in den letzten Monaten schon so oft getan hatte.
»Wir gehen nicht nach Balar. Du hattest recht, wir finden eine andere Lösung. Wir müssen uns darum kümmern, aber nicht so, wie ich es vorgehabt hatte«, sagte er dabei erstaunlich ruhig. Als der Verband fertig angelegt war, schaute er auf und Paul in die Augen. »Ich werde dem Anführer alles erzählen, per Funk. Ihm eine Personenbeschreibung geben und ihm sagen, wo die Lodge ist. Wenn sie ihn nicht vor der Siedlung erwischen, dann dort.«
Kurz pausierte er und ließ Pauls Arme los. »Und wir ... wir bleiben hier und kümmern uns ... um uns. Wenn du das noch möchtest.«
Sie mussten doch noch eine Chance haben! Aaron fühlte sich immer noch furchtbar, benutzt und einfach nur widerwärtig ... aber das durfte einfach nicht das Ende sein!
@Paul Marquand-Rovia



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Kurz pausierte er und ließ Pauls Arme los. »Und wir ... wir bleiben hier und kümmern uns ... um uns. Wenn du das noch möchtest.«
Sie mussten doch noch eine Chance haben! Aaron fühlte sich immer noch furchtbar, benutzt und einfach nur widerwärtig ... aber das durfte einfach nicht das Ende sein!
Jesus wollte überhaupt nicht, dass Aaron seine Verletzungen sah.. und zog rasch die Ärmel des Pullis darüber, als er seine geweiteten Augen bemerkte. Aber offenbar war es zu spät… gleich noch ein Grund mehr sich zu schämen und erbärmlich zu fühlen.
Erst Recht weil… Aaron nun wirklich aufstand und damit beginnen wollte seine Wunden zu verarzten. Trotz dessem was Jesus ihm kurz zuvor angetan hatte. aber so waren sie beide wohl hm? Jesus konnte nicht weg sehen wenn Aaron verzweifelt schluchzte und Aaron konnte es eben nicht.. wenn Paul verletzt war. Doch war das ein gutes Zeichen..oder ein schlechtes? Und zeugte nur von einer ungesunden Abhängigkeit?
Erst wollte Paul die Hände weg ziehen und flüsterte ein
„nicht…“
da er sich so dafür schämte diesen Rückfall gehabt zu haben. Nach all der Arbeit… die Aaron mit ihm gehabt hatte. Und nun musste er ihn schon wieder verarzten… ganz egal was diesen Rückfall auch ausgelöst hatte. Paul schämte sich dennoch wahnsinnig dafür. Ließ Aaron letztlich aber doch resigniert gewähren.. und hielt einfach nur still ohne ihn weiter anzusehen.
Erst als Aaron seinen Gegenvorschlag machte, flammte wieder etwas in Jesus Augen auf. Allerdings war es nicht Zustimmung oder Freude, sondern Angst und Unverständnis.
„Das wirst du nicht tun Aaron! Man wird dich dafür zur Rechenschaft ziehen…! Es muss eine andere Lösung geben. Für die du nicht deinen Kopf hinhalten oder deine.. Seele verkaufen musst. Außerdem.. kennen die Leute in Balar diese Menschen nicht.. wissen nicht wozu sie fähig sind. und wir können uns nicht darauf verlassen… dass sie jeden von ihnen kriegen würden. Vielleicht können wir sie… anonym warnen. Oder sie selbst in eine Falle locken und…. gefangen nehmen….“
Jesus wusste es auch nicht. Er wusste gerade gar nichts. Er wusste nur, dass er nicht zulassen würde, dass Aaron den Kopf für diese Sache hin hielt! Nicht für ihn!!
Als Aaron jedoch plötzlich vorschlug, dass sie stattdessen hier bleiben und sich um…. ihre Beziehung kümmern sollten verstummte Jesus wieder und sah zu Boden.
„….. sollte es denn weiterhin ein ‚uns‘ geben?“
Fragte er ihn stattdessen ziemlich.. kleinlaut und schlang beschämt die Arme um sich selbst.. er richtete den Blick zu Boden und ihm wurde klar, dass sie sich an einem Punkt befanden, an dem es kaum noch eine Umkehr gab..
„ich meine.. was ich vorhin getan habe Aaron das… war überhaupt nicht ich. Ich bin völlig kaputt…“
nicht nur weil er ihn förmlich dazu genötigt hatte mit ihm zu schlafen, sondern auch als er den Blick zu den Bandagen wandern ließ, die Aaron ihm gerade angelegt hatte. Er würde dieses Trauma wohl niemals gänzlich überwinden und nun für immer so ‚defekt‘ bleiben..
„und ich mache auch dich damit kaputt. Bringe dich dazu völlig verrückte und gefährliche Dinge zu tun, nur um mich zu beschützen.. weil du erkannt hast… dass ich selbst nicht mehr dazu in der Lage bin. Und du hattest Recht…“
Weswegen Jesus nun wirklich verstehen konnte, weshalb Aaron zu Vidar gegangen war, in all seiner Verzweiflung Paul zu helfen. Aber das war.. doch nicht gesund. Das sollte so nicht laufen. Aaron sollte sich nicht völlig selbst aufgeben nur für seinen Partner
„Ich tue dir nicht mehr gut Aaron.. sondern.. ziehe dich stattdessen nur mit mir in diesen Abgrund. Und das will ich nicht. Du sollst dich nicht verpflichtet dazu fühlen mich immer zu retten und.. alles mit mir durchzustehen, wenn du daran selbst zu Grunde gehst… das könnte ich einfach nicht ertragen…“
Es hatte ihm schon gereicht was er gestern gesehen hatte. Ihn schwer schockiert und ihm Angst gemacht. Aaron war nicht mehr er selbst gewesen. Und das war einzig und allein Pauls Schuld. Also vielleicht wäre Aaron ohne Jesus wirklich besser dran und könnte… endlich wieder der werden, der er eigentlich war. Es gab eine Zeit, da hatten sie ineinander stets das Beste zu Tage gefördert. Doch offenbar war nun der Punkt gekommen…. wo das ins Gegenteil umgeschlagen hatte…
@Aaron Marquand

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Dass sie sich auch in extrem dunklen Zeiten umeinander kümmerten und sorgten, konnte doch niemals ein schlechtes Zeichen sein und mit Abhängigkeit hatte das auch nichts zu tun. Ihre Liebe starb ja nicht einfach so. Sie würde vermutlich immer existieren, ganz egal, wie ihre Zukunft nun aussah. Und auch überdauern, wenn sie sich so Schlimmes antaten wie in den letzten Stunden.
Aaron ließ Pauls Hände nicht los, er würde die Wunden jetzt verbinden, bevor sie sich entzündeten und es Jesus plötzlich weitaus schlechter gehen würde. Auch wenn sie eine Dusche besaßen, Hygiene war immer noch ein Problem in der Apokalypse und mit offenen Wunden durfte nicht leichtfertig umgegangen werden. Außerdem war es ... schlimm, die blutverschmierten Arme zu sehen, es tat Aaron unglaublich weh. Nicht weil er enttäuscht wegen des Rückfalls war. Sondern weil Paul diese Schmerzen, ob nun psychisch oder physisch, einfach nicht erleiden sollte.
Während Aaron den Verband anlegte, sprachen sie über Balar und Vidar. Eigentlich hatte er geglaubt, dass Jesus erleichtert sein würde, weil Aaron von seinem Plan abließ und deswegen mit sich reden ließ. Aber dem war wohl nicht so.
»Noch habe ich nichts Schlimmeres getan, als einen Mann aufzusuchen, der meinen verletzt hat. Das werden Rick und die anderen verstehen, dass ich ... versucht war, diesen Deal anzunehmen. Es muss doch etwas bedeuten, dass ich nicht darauf eingehe und ihnen alles sage.« Man hatte Paul doch auch keinen Strick draus gedreht, obwohl er heimlich einen ehemaligen Savior ins Cottage geschleust hatte, der auch noch Negans Sohn war.
»Wenn wir Balar anonym warnen, dann wird man uns dort womöglich nicht glauben. Und ... glaubst du ehrlich, dass wir beide gerade dazu in der Lage wären, diese Leute in eine Falle zu locken?« Er schüttelte den Kopf. Jesus würde wieder Panikattacken bekommen und Aaron sich zu irgendwelchen zweifelhaften Heldentaten hinreißen lassen. Nein, es musste eine andere Lösung her.
»Ich lasse den Deal platzen. Wir wissen immer noch, wo seine Lodge ist, und sind im Vorteil. Er hat kaum Leute. Wir haben ... Zeit, um uns etwas Vernünftiges zu überlegen, okay?« Denn Aaron würde jetzt nicht hier weggehen. Er hatte geglaubt, alles verkraften zu können, was seinem Verrat folgen würde, doch das stimmte nicht. Noch nie in seinem Leben hatte er sich so sehr getäuscht wie dieses Mal.
Doch Jesus ... war plötzlich nicht mehr so überzeugt wie gestern, dass sie noch an sich arbeiten konnten. Seitdem war auch noch eine ganze Menge mehr passiert. Wie vor wenigen Stunden hier auf diesem Boden, als Aaron noch angekettet gewesen war. In seinem Kopf hatte Paul diesen Satz bereits zu ihm gesagt, doch ihn wirklich zu hören, mit dieser gebrochenen und beschämten Stimmlage ... das hielt Aaron kaum aus. Im ersten Moment war er noch nicht fähig, etwas dazu zu sagen.
Er sah zur Seite, als Jesus mehr erklärte. Sicher, der Sex vorhin ... der war für ihn nicht gerade schön und schon traumatisierend gewesen. Aber trotzdem war es nicht so richtig gegen seinen Willen geschehen. Immerhin liebte er Paul und er hatte den ersten Schritt gemacht. Er würde immer in irgendeiner Form auf ihn reagieren, wenn sie sich nah waren. Dennoch stimmte es natürlich ... das war nicht Pauls Art gewesen, genau wie Aaron sich Dinge geleistet hatte, die kaum zu verzeihen waren.
An einem Punkt musste er jedoch einschreiten und nahm erneut vorsichtig Pauls Hand. »Das ist es, was du denkst? Dass ich glaube, du seist nicht stark genug und deswegen diesen Deal ausmachen wollte? Du bist der stärkste Mensch, den ich kenne, Paul. Was ich in der an der Höhle gesagt habe ... das ist wahr. In den letzten Monaten bist du immer wieder aufgestanden, hast den Weg zurück in das Leben gefunden und dich mit deinem Trauma auseinandergesetzt. Das hast du allein bewerkstelligt, es war deine Entscheidung, nicht aufzugeben. Ich habe Vidar aufgesucht, weil ... ich nicht wollte, dass du weiter vor ihm und seinen Leuten Angst haben musst. Ich wollte dir die Möglichkeit geben, komplett zu heilen, weil ... ich dich liebe. Weil du es einfach nicht verdient hast, so viel Leid zu erleben.«
Also ja ... er wollte ihm helfen. Aber nicht aus den Gründen, die Jesus offenbar glaubte.
»Ich ... ich fühle mich doch nicht dazu verpflichtet, Paul. Du bist mein Ehemann und ich würde dich ewig auf meinen Händen tragen und alles Leid von dir fernhalten, wenn ich das nur könnte. Ich bin den falschen Weg gegangen und habe all das verursacht. Es ist meine Schuld, ich hätte mit dir reden sollen. Aber ... ich wollte dich doch nur beschützen.«
Wie oft hatte er diesen Satz in den letzten Stunden gesagt? Er musste endlich einsehen, dass er das nicht konnte. Und sie am besten als Einheit funktionierten, das war doch schon immer so gewesen. Aber es war zu spät, nicht wahr? Aaron spürte, dass es egal war, was er sagte, Pauls Glaube in sie war bereits gewichen, sicher konnte er ihm auf ihrer aktuellen Vertrauensbasis auch nichts mehr glauben.
@Paul Marquand-Rovia



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Gerade war es so, als hätten sie wirklich vollständig die Plätze getauscht. Denn kaum sah Aaron ein, dass sein Plan mit Vidar Wahnsinn gewesen war… schlug Jesus ähnlich verrückte Pläne vor. Oder schloss zumindest nicht mehr zu 100% aus, ihn nicht vielleicht doch noch in Betracht zu ziehen. Aber kaum fasste er einen weiteren Gedanken wusste er… das konnten sie nicht durchziehen. Es würde sie ewig verfolgen.. und so tief in der Dunkelheit befanden sie sich dann wohl doch noch nicht.
„Du hast ja Recht und sie wissen… wie viel du für unsere Gemeinschaft getan hast und weiterhin tust.. wenn sie dich deshalb verurteilen.. wäre das mehr als nur falsch. Aber Aber zu hundert Prozent sicher können wir uns dennoch nicht sein Aaron..“
Was die Sache mit Gabe anbelangte, nun ja, wenn Aaron ihn fragen würde, würde Jesus ihm sagen, dass möglicherweise bis heute niemand davon wusste xD vielleicht war er deshalb einfach so damit davon gekommen. Doch er hatte dieses Geheimnis bislang niemals jemandem erzählt.. und würde es auch nicht… außer Aaron natürlich.
Allerdings machte Aaron all seine Ideen zu Nichte, weshalb Jesus seufzte. Er wusste ja, dass sie schlecht waren aber.. er hatte gerade auch keinen klaren Kopf, um wirklich sinnvoll darüber nachzudenken. Alles was er raushaute waren irgendwelche undurchdachten Panikaktionen, die ohnehin nur schief gehen könnten.
„….na schön… dann.. warten wir einfach ab….“
wenn es Vidar und co ohne ihre Hilfe gelänge nach Balar zu gelangen, dann waren sie nicht länger dafür verantwortlich. Er hatte die Kolonie ja schon mal ausgekundschaftet. Natürlich würden sie den Anführer trotzdem warnen. Aber zumindest würde dann kein Blut an ihren Fingern kleben.
Doch nun kam ein noch weit schwierigeres Thema auf sie zu. Nämlich die Rettung ihrer Ehe, die gerade wirklich ziemlich in Trümmern lag. Jesus senkte den Kopf als Aaron nun plötzlich wieder eine flammende Rede hielt… über Jesus Stärke und seinen Mut. Wieso nur.. konnte er nichts davon gerade spüren? Er fühlte sich nicht stark. Er fühlte sich nicht mutig. Und er wusste nun auch nicht mehr… ob Aaron das einfach nur so sagte, um ihn aufzubauen oder ob er es wirklich so meinte. Denn war das Vertrauen einmal gebrochen… ließ sich plötzlich alles so leicht in Frage stellen. Weshalb Jesus… einfach nichts darauf erwidern konnte. Erst als Aaron weiter sprach reagierte er auf etwas.
„Und was wenn ich das nie mehr kann Aaron? Komplett heilen? Dieser Deal hätte… für mich nichts geändert… außer dich verloren zu haben…“
Denn Jesus hätte Vidars Wort niemals geglaubt. Er hätte trotzdem weiter in Angst leben müssen, dass sie irgendwann kamen, um ihn zu holen. Aarons Mühe wäre völlig umsonst gewesen. er hätte damit alles sogar nur noch schlimmer gemacht, weil er sich selbst dadurch so verraten hatte.
Doch würde Aaron auch noch bei ihm bleiben, wenn ihm klar wurde… dass Jesus vielleicht nie wieder der Alte werden würde? Das dieses Trauma zu tief saß, als das er es einfach überwinden konnte? Würde diese Erkenntnis ihn nun in die Flucht schlagen? Und er ihm wieder einreden, dass es da draußen irgendwo einen besseren Mann für ihn gab als Aaron? So wie er es zuvor bereits versucht hatte….. was nun schon ein klein wenig das Gefühl in Jesus ausgelöst hatte, dass Aaron ihn loswerden wollte. Es wegen seinem Verpflichtungsgefühl aber nicht übers Herz brachte und nur deshalb bei ihm blieb. Eben weil Jesus so kaputt war.. und er ihn deswegen nicht im Stich lassen konnte.
All diese Zweifel hatten sich zwangsläufig in seinem Kopf festgesetzt in den letzten Stunden und es war wahnsinnig schwierig sie nun wieder loszuwerden.
Als Aaron sein Handeln weiter zu erklären versuchte, schluckte Jesus schwer. Denn auch wenn es schöne Dinge waren, die er nun zu ihm sagte… sie kamen nicht bei Pauls Herzen an. Zu oft hatte er ihm in den letzten Stunden gesagt, dass er ihn nur hatte beschützen wollen, weshalb dieser Satz bereits einen fahlen Beigeschmack hatte und Paul nur mit Tränen in den Augen meinte
„Ich wünschte ich könnte dir glauben Aaron…“
Nun richtete er den Blick verzweifelt und voller Traurigkeit in Aarons Gesicht, während ihm Tränen über die Wangen liefen.
„Aber woher soll ich wissen… dass du es nicht wieder tun würdest? Einfach entscheiden dass… dein Weg der Richtige ist ohne mich mit einzubeziehen? Ich habe dich in den letzten Wochen so oft angefleht mit dir zu reden Aaron.. doch du hast mich stets abgeschmettert und mich glauben lassen… ich wäre paranoid. Als wäre alles okay und ich würde mir dein verändertes Verhalten nur einbilden. Hast du eigentlich auch nur den Hauch einer Ahnung wie oft ich mich gefragt habe… was ich bloß falsch gemacht habe? Ob ich etwas Falsches gesagt oder getan habe… vielleicht nicht aufmerksam genug war oder dir zu viel aufgebürdet habe. Ich habe mir den Kopf darüber zermartert, was ich an mir ändern sollte… um dich wieder glücklich zu machen. Aber nichts davon hat funktioniert…..“
Aaron wusste wirklich nicht wie frustrierend dieses Gefühl für Jesus gewesen war oder? und wie sehr er in der Zeit an sich selbst gezweifelt hatte. Das war eigentlich das Grausamste an der ganzen Sache…. nicht seine Tat an sich sondern…. die Art und Weise wie er diesen Verrat geplant hatte.. wie sollte Jesus ihm so je wieder vertrauen?
@Aaron Marquand

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