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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Es bestand natürlich die Möglichkeit, dass Atticus nur behauptet hatte, im Norden sei es gefährlich, um sie absichtlich in eine andere Richtung zu lotsen, in der dann wirklich eine Falle drohte. Das hätte Feivel vor dem heutigen Tag eher vermutet. Aber nun waren er und der Gleichaltrige sich nähergekommen, hatten sich aus Patsche geholfen und tatsächlich ein schmales Band des Vertrauens zueinander geknüpft. Die Warnung war sozusagen ein Abschiedsgeschenk von Atticus gewesen. Zumindest fühlte es sich so an.
Die Welt war groß genug. Ed hatte recht, sie würden einen anderen Platz zum Lagern finden, der sicherer war. Aber leider nicht harmonischer. Je mehr Tage vergingen, desto weniger kam auch der Vater an den Sohn ran. Und als Violet seine Bücher verschandelte, war es sowieso vorbei mit dem Frieden. AJ zerstörte binnen Sekunden nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das von Edward und Violet. Statt sich der Konsequenzen zu stellen – einem Gespräch mit den beiden, möglichen Strafen und der Enttäuschung seines Vaters – haute er ab. Da er ohnehin damit rechnete, die beiden wären glücklicher ohne ihn und dass er verstoßen werden würde, war das einfach die logischste Folge für ihn.
Er wanderte also allein durch die Gegend und hatte auch bereits schon zwei Nächte zugebracht. Seine Orientierung war aktuell gleich null, daher versuchte er, irgendwelche Straßen und Schilder zu finden, aber offenbar war er in einem riesigen Waldstück gefangen. Amerika hatte Dutzende davon und in diesen konnte man sich regelrecht verlieren. Dass er also immer weiter gen Norden lief, Richtung Wicked und Atticus, war ihm überhaupt nicht bewusst.
Erst als er ein kleines Wiesenstück mit wenig Baumwuchs überquerte und sich aus der gegenüberliegenden Seite sechs schwer bewaffnete Menschen aus dem Wald schälten, überkam ihn eine dunkle Vorahnung. Denn einen aus der Reihe erkannte er. Was er sich jetzt erst mal nicht anmerken ließ, obwohl es ihm schwerfiel. Von Ed getrennt zu sein, zerstörte ihn langsam aber sicher von innen heraus. Er hatte mehr Heimweh, als er zugeben wollte. Und in diesem Fall war seine Heimat kein Ort, sondern ein Mensch. Jetzt endlich wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen, war ... schön. Tatsächlich wünschte sich Feivel oft mit Atticus zurück auf den Baum. Er hätte früher gefragt, was den anderen hier hielt, und er hätte ihm angeboten, mit ihnen zu kommen. Und selbst wenn er abgelehnt hätte, dann hätte Feivel zumindest sein Verhalten bei Violet ändern können. Das war jedoch alles nur Wunschdenken. Es gab keinen Weg zurück, nur vorwärts und ins Ungewisse.
Er wollte Atticus aber zumindest nicht verraten, indem er ihn grüßte oder anderweitig offenbarte, dass sie sich kannten. Also fokussierte er den augenscheinlichen Anführer, der ihn nun ansprach.
Mit einem übertrieben freundlichen Lächeln breitete Feivel die Arme aus und vollführte eine Geste, die die gesamte Umgebung einschloss. »Ich gehe friedlich spazieren, in dieser wundervollen Natur. Ist das etwa verboten?«
@Atticus Keene



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Das wäre ein wirklich schwacher Plan von Atticus gewesen, immerhin gab es noch drei weitere Himmelsrichtungen, die Chancen wären gering, dass sie ihnen dann in die Falle gelaufen wären. Er hatte Feivel also die Wahrheit erzählt, weil er nicht wollte, dass ihm und seiner Familie dasselbe widerfuhr wie ihm und seiner Mutter.
Und doch gab es eine Trennung zwischen ihm und seinem Vater. Welcher wirklich entsetzt darüber wäre, wenn er wüsste, was im Kopf seines Sohns vor sich ging. Er könnte ihn niemals verstoßen!! Niemals! Völlig egal was er tat. Natürlich war er schockiert über seine Tat, als er zurück ins Lager gekommen war. Und er hätte Feivel wohl ordentlich zusammen geschrien und ihm die Hölle heiß gemacht. Aber trotz allem war er sein Sohn. Und er hatte Cara und seinem leiblichen Vater versprochen, immer auf AJ aufzupassen, wenn sie es nicht mehr konnten. Und das hatte er verdammt noch mal vor zu tun! Dass Feivel so ausgerastet war, war mitunter auch seine Schuld. Er war es schließlich, der ihn erzogen hatte. Auch wenn er ihm wirklich nicht beigebracht hatte Frauen so zu behandeln. Er selbst begegnete ihnen meist mit Respekt. Hatte zwar auch schon welche getötet aber nur wenn es wirklich nötig war. Oder weil es sein Job als Attentäter erfordert hatte. Doch einfach so ausrasten und das Gesicht einer Frau zu Brei prügeln.. das würde er niemals tun. Und er fragte sich.. wieso er in der Hinsicht bei Feivel versagt hatte.
Andererseits verstand er ja auch seinen Zorn. Er hatte Violet wirklich mehrfach gesagt, dass sie die Finger von seinen Büchern lassen sollte. Und auch Ed hatte sie schon das ein oder andere Mal daran erinnert, weil er wusste, dass sie ihm heilig waren. Natürlich war das kein Grund um jemandem das Gesicht zu zertrümmern aber er wusste… sein Sohn konnte sehr impulsiv sein. Vor allem wenn es schon lange in ihm brodelte. Also hatte er Recht gehabt und die letzten Tage waren nur der Vorbote einer Eskalation gewesen.
Natürlich versorgte Edward Violets Wunden, traf in eben jener Zeit allerdings auch einen Entschluss…. einen Entschluss der ihm selbst im Herzen weh tat, der aber dringend nötig war, wenn er seinen Sohn nicht endgültig verlieren wollte.
Und dann machte er sich auf den Weg ihn zu suchen. Erneut! Hoffentlich fand er ihn diesmal schneller und er hatte sich nicht wieder in so große Gefahren begeben. Doch da er diesmal nicht den Hauch einer Ahnung hatte in welche Richtung er gegangen war, wurde es schwerer. Er konnte seine Fährte zwar das ein oder andere Mal aufnehmen, verlor sie aber immer wieder, weshalb es zu seiner Suche nach der Nadel im Heuhaufen wurde, die Edward erneut an den Rand der Verzweiflung brachte.
Atticus war auch ziemlich nervös wegen dem Aufeinandertreffen mit Alphonse. Diesmal lag das aber nicht an tiefem Augenkontakt, sondern weil er Schiss davor hatte, was mit ihm passieren würde! Sollte der Anführer ihn als ‚würdig‘ erachten, würden sie ihn zwingen ein Teil der Wicked zu werden. Vielleicht sogar ein Sklave. Und wenn nicht, dann würden sie ihn brutal ermorden. Die Mitglieder von Haus Zorn waren schließlich alle nicht zimperlich, sonst wären sie nicht dem Haus zugeteilt. Atticus kaute also etwas auf seiner Lippe rum und biss die Zähne fest zusammen, weil Feivel nun auch noch bewusst provozierte. Ja…. so kannte er ihn. Genau so hatte er sich auch bei ihrem ersten Treffen verhalten. Inzwischen wusste er allerdings, dass auch noch andere Seiten in ihm schlummerten.
-da haben wir wohl einen kleinen, vorlauten Witzbold, was? Atticus, James, Frank, ergreift ihn! Der Rest von euch sucht die Umgebung nach seinen Verbündeten ab, das hier stinkt doch bis zum Himmel!-
Shit. Nun musste Atticus sich schnell etwas einfallen lassen. Denn James und Frank liefen bereits auf Alphonse zu. Und Atticus natürlich ebenfalls hinterher.
Einer von ihnen trug einen schweren Hammer, während der andere ein Netz bei sich hatte und offenbar auch damit kämpfen konnte.
Atticus zückte seine Nunchucks und hoffte wirklich, dass es Feivel gelingen würde sich eine Weile zu verteidigen, bis Atticus endlich ein Einfall kam, um ihn aus dieser Scheiße raus zu holen!
@Alphonse Drummer



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Vielleicht würde Edward ihn nicht verstoßen, aber mit ziemlicher Sicherheit würde er ihm auch nicht vergeben können. Immerhin hatte Feivel die Frau, die sein Vater offenkundig liebte, fast getötet. Ed würde ihn dafür hassen und ihn nur noch aus Pflichtbewusstsein bei sich behalten. Ihr Verhältnis war zerbrochen, ganz sicher. In diesem Fall konnte Feivel nicht mehr logisch denken, sein pubertäres Teenagerherz übernahm vollends die Kontrolle. Es war ihm sogar ziemlich egal, was mit ihm geschehen würde. Sonst hätte er beim Anblick der bewaffneten Schar vielleicht doch einen Gang zurückgeschaltet. Das waren nämlich keine leicht zu besiegenden Beißer, sondern wirklich gefährlich aussehende Menschen. Wenn sie alle so ausgebildet waren wie Atticus, würde Feivel ein Problem bekommen. Schnelligkeit und Wendigkeit nützte einem nicht mehr viel, wenn man von allen Seiten beharkt wurde.
Allerdings machte er doch wirklich nichts Verbotenes, oder? Er ging hier einfach nur entlang. Wenn er in abgestecktes Territorium kam, sollte die Gruppe das vielleicht deutlicher machen und Wanderer nicht blind hineinlaufen lassen. Es sei denn, das war ihre Masche. Der Anführer hatte wohl auch nur aus falscher Höflichkeit gefragt. Statt anzugreifen, hätte er das Spiel auch verbal weiterführen können. Scheinbar waren das alles solche Hitzköpfe wie Atticus. Der jetzt auch gleich dafür eingeteilt wurde, Feivel gefangen zu nehmen. Na wunderbar! Wenigstens war AJ nun wirklich allein und musste sich keine Sorgen um seinen Vater machen.
Er zog sein Katana mit einer fließenden Bewegung und begab sich in Kampfposition. Schwierige Gegner, die da auf ihn zu stoben. Er würde sowohl Hammer als auch Netz im Auge behalten müssen. Wenn ihn nur eines davon traf, war er erledigt. Entweder Matsche oder eben gefangen. Ob er von Atticus einen ernsthaften Angriff zu erwarten hatte, wusste er nicht. Doch auch damit rechnete er lieber. Drei gegen einen. Es sah nicht gut aus.
Und trotzdem verteidigte er sich mit allen Mitteln. Duckte sich unter Hammerschwinger hindurch, wich dem Netz durch die ein oder andere Rolle aus und trat auch mal nach Atticus. Das Schwert widmete er aber nur den Erwachsenen. Er wollte Atticus nicht verletzen, so wie er auch den Eindruck hatte, von ihm nicht ganz so vernichtend angegriffen zu werden.
Der Hammerträger arbeitete gut mit demjenigen zusammen, der ein Netz trug. Einer der beiden trat ihm nun von hinten die Beine weg. AJ versuchte noch, sich wegzudrehen, aber seine Arme wurden festgehalten, das Katana lag nutzlos neben ihm. Er sah nur noch den Hammer, der sich hob und hörte das irre, fast wahnsinnige Lachen des Trägers, der ihn jeden Moment hinabdreschen würde. Mit einem verzweifelten Move, der nur seine Beine in die Luft beförderte, versuche der am Boden liegende Feivel sich noch mal zu wehren. Und er traf sein Ziel ... das Gemächt des Hünen, der daraufhin quiekte wie ein Schwein und seine Waffe fast fallen ließ.
@Atticus Keene



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Normalerweise war Feivel doch so analytisch und berechnete die Dinge genauestens. Aber in diesem Fall vergaß er wohl die wichtigste Komponente bei seinen Berechnungen. Nämlich Edwards Herz. Es war schön eine Frau an seiner Seite zu haben, die ihm ein gutes Gefühl gab. Die ihn begehrte und nur Augen für ihn hatte. Aber dabei von Liebe zu sprechen? Das ging für Edward viel zu weit. Er hatte Violet gern. Sehr gern sogar. Sie war die erste Frau seit Cara, der er ein bisschen mehr seiner selbst offenbarte und die ihn ein wenig aus der Reserve lockte. Er war vielleicht verliebt aber das war ein himmelhoher Unterschied zu wahrer Liebe. Diese hatte er nur für eine Frau gefühlt. Trotzdem war er zuversichtlich, dass er diesen Status vielleicht irgendwann mit Violet erreichen könnte, wenn er sich nur genug anstrengte. Denn er wollte nach vorne sehen, er wollte gerne wieder jemanden so sehr begehren und lieben wie Cara. Es fiel ihm nur verdammt schwer. Aber er versuchte sich darauf einzulassen.
Doch die zweite Person auf dieser Welt, die er über alles liebte, war sein Sohn!! Und das wusste Feivel! Violet hin oder her… am Ende würde er sich IMMER für ihn entscheiden. Für die Familie. Und das nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil er es so wollte. Er hätte gerne beides gehabt, ja. Musste aber einsehen, dass das Wunschdenken gewesen war. Und er konnte es Feivel ja nicht einmal verübeln. Vielleicht.. war es einfach noch zu früh dafür. Hoffentlich bekam er noch die Chance die Dinge wieder gut zu machen…
Denn gerade stand es keineswegs gut um Feivel, da er von echten Kämpfern attackiert wurde, die keine Gnade zeigten und auch keine Skrupel davor hatten, einem Kind weh zu tun.
Der Kleine schlug sich gut, das mussten sie ihm lassen, doch am Ende landete er doch am Boden und gleich würde der Hammer ihn entweder ins Jenseits oder zumindest ins Land der Träume befördern.
Stattdessen gelang es Feivel aber einen finalen Schlag durchzuführen, in die Eier des Hammerschwingers. Woraufhin dieser erst mal zusammen sackte. Dafür wollte der Netzwerfer einspringen und Feivel nun attackieren, doch just in dem Moment sagte Atticus
„Scheiße! Ich glaube dort hinten sind noch mehr!! Überlasst den kleinen Versager mir!“
Und damit packte er Feivel und zog ihn zurück auf die Beine. Allerdings nur, um ihm einen Schlag ins Gesicht verpassen zu können, damit die anderen sahen.. dass er klar kam.
Während sie nur grunzend nickten und in die Richtung liefen, in die Atticus gezeigt hatte. Wofür er später sicher mächtig Ärger bekommen würde, weil er sie auf die falsche Fährte gelockt hatte. Aber jetzt.. handelte er einfach instinktiv. Er konnte nicht zulassen, dass Alphonse in die Fänge der Wicked geriet. Zu viele Menschen litten schon unter deren Machenschaften.
Weswegen er Feivel nun einen festen Tritt in den Bauch verpasste, sodass er einige Meter weite zurück taumelte und noch einen nachsetzte. So weit, bis sie nicht mehr im Sichtfeld des Kommandanten und der anderen Gorillas waren.
Er sah sich noch mal um und packte Alphonse dann an der Hand, um ihn mit sich zu ziehen
„komm schnell!!“
Niemand durfte sie sehen. Doch Atticus wusste ganz genau wohin er lief. Sie mussten einen kleinen Hügel hinauf, nur um auf der anderen Seite wieder daran hinab zu rutschen. Unten angekommen waren sie vor etwaigen Blicken geschützt und konnten erst mal kurz verschnaufen.
Weswegen Atticus sich nun wutentbrannt zu Feivel umdrehte und ihn am Kragen packte
„Was zur Hölle machst du hier?! Ich hab doch gesagt, du sollst dich aus dem Norden fern halten! Ist dein Dad auch irgendwo in der Nähe??“
Denn dann hätten sie ein Problem. Und dann müsste Atticus sich einen Plan B einfallen lassen, wie sie auch ihn noch aus diesem Schlamassel befreien konnten.
@Alphonse Drummer



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Mochte sein, dass Feivel Eds Herz nicht bedachte bei seinen Szenarien. Oder es vollkommen falsch einschätzte. In Gefühlensdingen war er eben verteufelt schlecht. Und er wusste beispielsweise auch genau, wie sehr er Edward an seinen verstorbenen Bruder und an Cara erinnerte. Seine Anwesenheit tat ihm sicher oft weh. Er machte alles schwieriger für ihn und jetzt auch noch die Beziehung mit der Frau, der er sich nun wirklich öffnen wollte. Feivel hasste Violet immer noch. Aber genau deswegen musste er ja auch gehen. Es hatte schon genug Hass und Schwierigkeiten gegeben, Edward sollte mal etwas anderes als das kennenlernen.
AJ hingegen stolperte in das nächste Problem. Bei dem Kampf, der folgte, war er sich sicher, am Ende des Tages tot oder als Gefangener zu enden. Ob er mit seinem Vater bessere Chancen gehabt hätte? Von Atticus konnte er kaum erwarten, dass er offensichtlich die Seiten wechseln würde. Oder es überhaupt tun würde, nur für einen Jungen, mit dem er nur einmal einen ›Moment‹ auf einen Baum gehabt hatte. Al war in sein Revier gekommen, trotz Warnung. Unbeabsichtigt, aber dennoch war es geschehen. Da war keine Hilfe zu erwarten.
Aber er würde mit Sicherheit nicht kampflos abtreten. Also gab er selbst am Boden liegend noch alles, was er hatte. Selbst wenn er damit für mehr Zorn sorgte und die Wahrscheinlichkeit schmälerte, das hier zu überleben.
Doch bevor der Netzwerfer das Werk des Hammerschwingers vollenden konnte, rief Atticus etwas von weiteren Menschen. Daraufhin machten sich die beiden vom Acker und die beiden Teenies waren unter sich. Nur der Anführer stand noch da hinten mit zwei Bewachern, die aber weiterhin nur zusahen. War es möglich? Dass dies nur eine Finte von Atticus war, um ihn zu schützen?
Feivel wehrte den kommenden Schlag nicht ab und versuchte, den Schmerz zu umarmen. Sein unterdrücktes Stöhnen und das Zurückstolpern waren dabei nicht gespielt. Verflucht tat das weh. Sein Gesicht fühlte sich so langsam so an, wie das von Violet ausgesehen hatte.
Gnädigerweise attackierte Atticus nun andere Stellen seines Körpers. Auch nicht gerade angenehm, aber da es in Richtung schützender Wald ging und aus dem Sichtfeld des Anführers hinaus, ließ Feivel es zu. Und ehe er sich versah, wurde er an der Hand gepackt und rennend durch die Bäume geführt. Es ging einen Hügel hinauf, anschließend wieder runter und dann blieben sie stehen. AJ hatte kaum Gelegenheit, zu verschnaufen, da wurde er schon wieder gepackt. Ihm war leicht schwindelig, bei dem ganzen Hin- und Hergezerre.
Er zog Atticus’ Hände von seinem Kragen und stieß ihn leicht zurück. »Verdammt, ich wusste nicht, dass ich so sehr nach Norden angedriftet bin.« Wie war das nur passiert? Er hatte doch sonst so etwas sehr gut im Blick. Die Orientierung verlor er wirklich nie. Violet hatte alles kaputt gemacht. Nein ... er hatte das getan. Er ganz allein.
»Mein Dad ist nicht hier.« Dass er sich von ihm getrennt hatte, wollte Feivel nicht zugeben. Stattdessen richtete er halbherzig seine Klamotten. »Was sind das denn für Verrückte? Ich habe euch gar nichts getan.«
@Atticus Keene



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Natürlich konnte Atticus nicht offensichtlich die Seiten wechseln. Wobei.. eigentlich hatte er nie wirklich auf der Seite der Wicked gestanden. Aber er musste den Schein in mehrerlei Hinsicht wahren. Alphonse aber drohte mit seinem Auftauchen gerade alles kaputt zu machen! Denn Atticus war noch nicht so abgebrüht, dass er ihn einfach sterben lassen konnte. Riskierte damit aber auch seine Stellung bei den Wicked, für die er so hart gekämpft und trainiert hatte! Gerade verfluchte er Al tausendfach dafür! Das hier konnte doch eigentlich nur nach hinten los gehen.
Dennoch versuchte er das alles irgendwie zu regeln, ohne gröbere Verluste.
Also sorgte er dafür, dass sie aus dem Sichtfeld der Erwachsenen verschwanden und kurz verschnaufen konnten.
Allerdings regten Alphonse’ Worte ihn ziemlich auf. Denn… wollte er damit sagen, dass alles hier war nur ein Versehen?! Wenn er nun wenigstens gesagt hätte, er wollte ihn wieder sehen oder nach ihm suchen.. wäre das zwar dumm von ihm. Aber es hätte Atticus womöglich den Wind aus den Segeln genommen. Aber ein Zufall?? Er zog die Augenbrauen ungläubig nach oben und schüttelte den Kopf
„Mr. -Ich berechne die exakte Flugbahn eines Furzes im Wind- hat sich einfach… verlaufen???“
Das war doch echt…. er konnte es nicht fassen. Wenn einem Genie wie ihm so ein Missgeschick passierte, musste das doch irgendeinen Grund haben. Und dass sein Dad nicht hier war ebenfalls. Aber jetzt war nicht die Zeit, um darüber zu reden oder das zu klären. Sie waren längst nicht aus der Gefahrenzone.
Weshalb er nun auch nur kurz und knapp sagte
„…. das kann ich dir jetzt nicht erklären. Na los, wir müssen weiter!“
Erneut fasste er nach Feivels Hand und sie liefen weiter, denn es war nur eine Frage der Zeit, bis sie hier entdeckt werden würden.
Es ging noch ein ganzes Stück weiter in den Wald hinein, bis Atticus plötzlich vor einem ganz bestimmten Baum stehen blieb. Und etwas Geäst vom Boden zur Seite wischte. Darunter kam eine Luke zum Vorschein. Welche früher wohl als alter Luftschutzbunker gedient hatte.
Er drehte den knarzenden Verschluss, um sie zu öffnen.
„Hör mir jetzt genau zu Alphonse. Unsere Einheit ist nicht die einzige, die hier auf Patrouille unterwegs ist. Wenn du also überleben willst dann… geh da rein. Und warte bis ich dich hole“
Sagte Atticus todernst. Es passte ihm zwar absolut nicht ihm sein Geheimversteck zu offenbaren, da er dort unten alle Informationen aufbewahrte, die er über Luzifer und die Wicked gesammelt hatte. Aber es war nun die einzige Möglichkeit, um ihm das Leben zu retten.
Natürlich könnte es auch eine Falle sein und Atticus könnte die Tür über ihm einfach verriegeln… weshalb auch das erneut eine Vertrauensprüfung darstellte. Aber Atticus hatte inzwischen wohl wirklich mehrfach bewiesen, dass er Al nicht schaden wollte. Sonst würde er gerade nicht einfach so seinen Kopf für ihn riskieren.
@Alphonse Drummer



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Feivel reagierte mit einem Todesblick auf diese Spitze. Ja, er hatte sich verlaufen, verdammt! Aber dafür gab es Gründe. Die er gerade nicht nennen wollte. Sich aber deswegen sehr schämte, denn es sah ihm weder ähnlich, noch konnte er diese eigene Dummheit gut wegstecken. »Ich berechne gleich die Flugbahn, in der du nach meinem Schlag zu Boden stürzt«, giftete er zurück, ließ aber keine Taten folgen. Brauchte nur irgendein Ventil für diese ganze Scheiße. Was waren das denn für Mistkerle, mit denen Atticus sich abgab? Alphonse hatte ja schon viel erlebt, aber dass man einen Jugendlichen mit derart viel Gewalt zu Tode bringen wollte, nicht. Einen Teil von ihm sprach das irgendwie an, was besorgniserregend war. Aber der weitaus größere Teil war einfach nur froh, mit dem Leben davon gekommen zu sein. Fürs Erste. Und dank Atticus’ Hilfe. Für Danksagungen oder große Worte war dies hier aber sowohl der falsche Ort als auch die falsche Zeit. Sie mussten noch mehr Abstand zwischen den Schlägern und sich bringen. Erneut wurde Feivel an der Hand gepackt. Seltsamerweise machte es ihm nichts aus, sonst hätte er sich längst losgerissen. Laufen konnte er auch allein. Doch jetzt ließ er sich führen, bis zu einer verborgenen Bodenluke, die Atticus nun öffnete.
Für einen Bruchteil der Sekunde zögerte AJ und sah in das wenig einladende Schwarz. Noch konnte er nicht ausmachen, was sich dort unten befand. Es könnte auch ein Meer aus Beißern auf ihn warten oder Atticus sperrte ihn ein. Doch das würde er nicht tun. Tief in seinem Herzen wusste Feivel das. Gerade erst hatte der Gleichaltrige alles riskiert, um ihn hierher zu bringen und dass er ohne AJ wiederkam, würde für Atticus sicher Konsequenzen haben. Warum er das alles auf sich nahm für einen Jungen, den er kaum kannte, wusste Feivel nicht. Doch es sprach für ein nicht mehr zu kittendes Band zwischen ihnen. Also war auch Vertrauen da.
AJ nickte also knapp und begann den Abstieg. Bevor sein ... Freund? ... die Luke jedoch zumachte, sah er noch mal nach oben. »Komm bloß wieder!«, bat er. Nicht genervt oder schnippisch. Sondern ernst und tatsächlich ein wenig besorgt. Er hätte auch einfach so was sagen können wie ›Pass auf dich auf!‹ ... aber das wäre viel zu kitschig.
Die Luke fiel zu, als AJ mit den Füßen auf den Boden kam und sich umwandte. Offenbar hatte Atticus eine Art Automatismus eingebaut mit einem Bewegungsmelder und daraufhin angehender Beleuchtung. Sehr raffiniert. So viel Technikaffinität hätte er ihm nicht zugetraut. Aber vielleicht hatte er es ja auch so vorgefunden. Der Anblick war tatsächlich ziemlich ... hübsch. Wenn man ein Auge für so etwas hatte. Feivel war ziemlich pragmatisch, also er war einfach nur zufrieden, hier nicht im Dunkeln sitzen zu müssen. Doch an den Wänden hingen ein paar Lichterketten und im Raum verteilt waren vereinzelte Lampen an der Decke, aber auch Laternen, die auf dem Boden oder Möbel standen. Es waren jeweils nur kleine Lichtquellen, was alles in uriges und gemütliches Licht tauchte.
Feivel sah jedoch nur das Chaos. xD Auf dem Tisch, auf dem Bett, das hinten stand, sogar auf dem Boden. Überall lag Papierkram oder augenscheinlicher Müll. Irgendwelche Notizen, die er kaum lesen konnte, gemalte Bilder und Landkarten mit Vermerken. Ihm war erst mal egal, was er da für einen Rechercheberg vor sich hatte. Vielleicht war er ja nicht mal von Atticus. Das ganze Durcheinander ... triggerte ihn einfach extrem. Wer konnte in so einer Unordnung bitte leben??? Ja, er hasste es, wenn man an seine Sachen ging. Er wühlte auch nicht gern in diesen hier. Aber er war wie ferngesteuert. Bereits einhundert Sortierungs- und Ordnungsmöglichkeiten bildeten sich in seinem Kopf. Hier wurde der Name erwähnt, und hier dieser und anscheinend passten diese beiden Informationen auch gut zusammen und ... ja. Ehe sich Feivel versah, war er schon mitten im Aufräumstrudel. Und da er ein fotografisches Gedächtnis besaß, landeten die Informationen mit einem Blick auf die Dokumente ungefiltert in seinem Kopf. Dagegen konnte er nichts machen. Nach allem, was passiert war ... war es eine Wohltat, sich auf so etwas Logisches und Einfaches zu konzentrieren. Genau das, was Feivel gebraucht hatte. Ein kleiner Urlaub von der Realität. Dafür war er Atticus fast noch dankbarer als für die Rettung.
@Atticus Keene



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Also entweder tat Alphonse nur so klug und das alles war nur Show gewesen oder irgendetwas war bei ihm vorgefallen, weswegen er nun so durch den Wind war.
Vielleicht würde er es später herausfinden, jetzt war jedoch nicht die Zeit dafür. Nun stand das Überleben im Vordergrund.
Atticus dachte gar nicht darüber nach, als er ihn an die Hand nahm. Er war einfach der Auffassung, dass sie einander so nicht so leicht verloren und schneller waren. Letztlich handelte er einfach instinktiv und es gelang ihnen sein Geheimversteck zu erreichen.
„Es gibt Licht dort unten“
Sagte er, kaum dass er Feivels skeptischen Blick bemerkt hatte. Schon klar, niemand wollte in ein dunkles Loch kriechen.. aber wenn der Junge überleben wollte, dann hatte er keine andere Wahl.
Er schenkte ihm sogar noch ein schwaches Lächeln und nickte bei seinen Worten. Er würde wieder kommen. Zumindest nahm er sich das fest vor. Es könnte allerdings ein wenig dauern. Denn die Truppen würden sicher noch stundenlang den Wald nach ihm durchkämmen. Wodurch auch sein Versteck auffliegen könnte. Weswegen er es noch mal extra gut tarnte und mit Geäst und Laub bedeckte. In der Hoffnung, er konnte sein Geheimnis bewahren. Und damit auch Alphonse Leben.
Als Atticus zurück kam, teilte er seinem Kommandanten mit, dass der fremde Junge ihm leider entwischt war. Woraufhin dieser ihm aus Wut erst mal fest ins Gesicht schlug und Atticus Lippe etwas aufplatzte. Er drehte nur den Kopf zur Seite, sagte aber nichts weiter dazu… er versuchte sich zu beherrschen nun nicht zurück zu schlagen. Normalerweise hätte er vielleicht anders reagiert aber gerade wollte er nicht riskieren, dass seine Geschichte doch noch aufflog.
Natürlich durchkämmten sie, wie erwartet, anschließend den Wald noch ein paar Stunden, konnten allerdings nichts finden. Weshalb sie davon ausgingen, dass der Junge tatsächlich verschwunden war. Da sie auch keine Verbündeten von ihm angetroffen hatten, war das womöglich wirklich ein Einzelfall und keiner Meldung wert.
Als sie wieder zurück zu den Wicked kehrten, war es bereits dunkel draußen. Eine Uhrzeit, zu welcher Atticus alleine eigentlich nicht mehr raus durfte. Aber… es gab Schlupflöcher. Wenn man gut mit den Sklaven der Kolonien befreundet war, dann war es manchmal möglich ihn versteckt raus zu schmuggeln. Weswegen Atticus heute Nacht auf diesen Gefallen zurück greifen musste. Sofern er morgen früh wieder zurück war.. würde schon niemand was merken. Immerhin hatte er nun Feierabend und hoffte, dass niemand mehr was von ihm wollte oder nach ihm suchen würde.
Ein Restrisiko bestand natürlich immer aber das nahm er in Kauf. Er packte auch noch etwas Proviant in seinen Rucksack und verschwand dann in die Dunkelheit. Da er wusste wo die Wachen postiert waren, war es ein Leichtes für ihn, sie zu umgehen.
Weswegen er nach einer ganzen Weile endlich wieder bei seinem Versteck ankam. Er sah sich noch mal um, ehe er die Luke so leise wie möglich öffnete.
Alphonse war noch hier. Und am Leben. Was ihn ehrlicherweise ziemlich erleichterte. Er warf seinen Rucksack nach unten, ehe er ebenfalls hinab kletterte.
Ehe er jedoch etwas sagen konnte….. fiel ihm sofort die plötzliche Ordnung hier ins Auge. Statt deswegen dankbar zu sein… schrie er Alphonse aus heiterem Himmel an
„was hast du mit meinen Sachen gemacht?!? Bist du etwa doch ein Spion von Luzifer????“
Der hier gerade alles durchwühlte und ihn aushorchte? Nur damit er die Informationen unvermittelt an seinen Todfeind weiter leiten konnte??
@Alphonse Drummer



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AJ hatte hier unten die Zeit seines Lebens. Er verlor jedes Zeitgefühl, dachte überhaupt nicht mehr an Ed oder Violet ... das alles rückte dermaßen in den Hintergrund, weil er jetzt endlich einen anderen Fokus hatte. Und wenn es nur für ein paar Stunden war. So ein Chaos zu sortieren war für ihn total entspannend und gleichzeitig energiegebend. Sämtliche Synapsen in seinem Gehirn wurden angesprochen und da er beim Aufräumen merkte, dass Atticus etwas herausfinden wollte, begann er bereits hier und da Dinge zu kombinieren. Dennoch war alles ziemlich zusammenhangslos, weswegen ihm das große Ganze fehlte, um wirklich durchzusteigen.
Dass sich die Luke wieder öffnete, hörte er mit halbem Ohr. Er blickte nur kurz auf, um zu sehen, ob ein Feind nahte. Aber es war Atticus, also war kein Handeln nötig. Es fiel AJ schwer, sich von der entstandenen Ordnung abzuwenden, die immer noch nicht perfekt war. Gerade hatte er ein großes Holzbrett an die Wand gelehnt und wollte einige Sachen dort anpinnen, die er noch nicht so recht einordnen konnte, oder ihm besonders wichtig erschienen. Aber da fing das Geschrei schon an.
Vollkommen verständnislos sah Feivel zu Atticus und hob die Augenbrauen. »Ich dachte, ich tu dir ein Gefallen.« Das war im Prinzip das Gleiche, das Violet zu ihm gesagt hatte. Na toll, jetzt waren die schlimmen Gedanken wieder da. Vielleicht würde Atticus ihm ja jetzt auch die Fresse polieren.
Er legte die Unterlagen in seinen Händen wieder auf dem Schreibtisch ab und ging auf den Gleichaltrigen zu. Wer Luzifer war, wusste er nicht, aber er hatte den Namen bereits gelesen. Überhaupt schien es um den Teufel und die Todsünden zu gehen. »Hör mal, du bist anscheinend in einer schlimmen Sekte gelandet und versuchst, jemanden ausfindig zu machen. Aber mit so einem Chaos geht das nicht. Du brauchst ein System und du musst deine Informationen besser ausformulieren oder andere Fragen stellen. Mir sind schon dutzende Verbesserungsvorschläge und Lücken aufgefallen. Ich kann dir helfen.« Das tat er zugegeben nicht nur aus Nächstenliebe. Rätsel zu entwirren und zu lösen war total sein Ding.
So langsam ließ er gedanklich aber doch mal kurz davon ab und besah sich Atticus genauer, bemerkte also auch die aufgeplatzte Lippe. »Du hast Ärger bekommen«, stellte er fest. »Warum ... hast du mich überhaupt gerettet? Ich dachte, du kannst mich sowieso nicht leiden.« Kein Wort des Dankes ... auch wenn Al gerade auf Umwegen versuchte, dies auszudrücken.
@Atticus Keene



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Atticus riss Alphonse zornig ein paar der Blätter aus der Hand, als er behauptete, er hätte ihm damit nur einen Gefallen tun wollen
„Tust du nicht!!“
Blaffte er ihn deshalb an und pfefferte die Zettel in eine Ecke, damit Alphonse sie nicht weiter las. Das ging ihn nichts an. Er hatte ihn nur notgedrungenermaßen hier her gebracht, damit er nicht starb. Aber das er hier rum schnüffelte, das war wirklich nicht sein Wunsch gewesen.
Ja.. er hatte Alphonse damals auf dem Baum gern erzählen wollen, was in seinem Leben los war. Aber.. zu diesem Zeitpunkt waren die Wicked noch ganz weit weg gewesen. Doch nun? Nun da saßen sie direkt vor ihren Toren. Alphonse wusste wo sie waren und.. überhaupt kam ihm gerade alles viel zu nahe und bedrohlich vor, weswegen er seine Mauern wieder hoch fuhr und auf Abwehr schaltete.
Bis Al was von Lücken, Verbesserungsvorschlägen und sonstigen Dingen zu schwafeln begann. Ja.. Atticus wusste, die Infos hier waren ziemlich chaotisch und ergaben nicht wirklich Sinn. Das war nicht unbedingt seine Stärke. Weswegen ihn ja auch schon kurz der Gedanke gestreift hatte, dass ein hochbegabter Junge ihm helfen könnte. Aber…. es war einfach viel zu gefährlich ihn voll und ganz einzuweihen. Er konnte trotzdem nicht abstreiten, dass Al ein paar Dinge sagten, die sein Interesse erweckten.
Trotzdem war er skeptisch.. und hatte Angst, dass ihm all das hier um die Ohren fliegen könnte.
„ach ja? und woher soll ich wissen, dass ich dir vertrauen kann?“
Vertrauen. Eines der größten Probleme die er hatte. Bisher hatte jeder Mensch, dem er je vertraut hatte, ihn enttäuscht, hintergangen oder verlassen. Er konnte niemandem vertrauen.. außer sich selbst. Und vielleicht ein paar der Sklaven. Aber selbst da blieb er skeptisch.
Als er Alphonse auf dem Baum in die Augen gesehen hatte da… hatte er zwar dieses seltsame Gefühl von Vertrauen empfunden aber nun wo es auf dem Prüfstand stand, wusste er nicht mehr so genau, ob das wirklich echt gewesen war oder ob er sich diesen Moment nur eingebildet hatte .
„Nicht der Rede wert..“
Murmelte er bloß und wischte sich kurz über die blutige Lippe. Er hasste diesen Geschmack von Eisen in seinem Mund. Aber er war trotzdem noch glimpflich davon gekommen, weshalb er deswegen sicher nicht rum jammern würde.
Bei seiner Frage jedoch zuckte er mit den Schultern. Schien sich aber langsam wieder zu beruhigen.
„Keine Ahnung.. du bist zwar ein Klugscheißer.. aber vielleicht finde ich dich doch gar nicht sooo übel?“
Sagte er so gleichgültig wie möglich. Im Komplimente machen war er wohl genauso mies wie Al im Bedanken. Er konnte es sich selbst ja auch nicht so genau erklären. Aber er hatte einfach nicht zulassen können, dass Al tot geprügelt oder versklavt wurde. So ein Unmensch war er nicht.. egal wie sehr ihn der Gleichaltrige auch manchmal auf die Palme brachte. Den Tod hatte er trotzdem nicht verdient..
„außerdem wäre dann sicher dein tätowierter Mafiosi-Dad vorbei gekommen und hätte uns noch weiteren Ärger gemacht. Darauf konnte ich getrost verzichten“
Relativierte er seine Worte von zuvor gleich wieder ein wenig, da es ihm nun mal schwer fiel zuzugeben, dass er Al inzwischen eigentlich ganz gern mochte..
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Ganz bestimmt tat Al ihm einen Gefallen! Aber na schön, wenn Atticus wieder Unordnung in alles bringen wollte – bitte sehr. Zumindest bemühte sich Feivel, so zu denken. Er war ja oft schlecht mit Gefühlssachen und dem Einhalten der Komfortzone. Wie sehr er in die Privatsphäre anderer eindrang, registrierte er oft nicht. Seit der Sache mit Violet hatte sich das ein bisschen gedreht. Gerade war seine Gefühlswelt sehr vordergründig und damit konnte er nicht so gut umgehen. Eigentlich fühlte er sich ziemlich taub und neben sich, weil er überfordert war. Aber das sorgte auch für eine gewisse Dünnhäutigkeit. Weswegen er den weggeworfenen Blättern wehmütig nachsah und sich kurzzeitig wünschte, Atticus hätte ihn mit dem Berg an Informationen einfach ein paar Tage allein gelassen. Dann wäre Feivel vielleicht zu alter Stärke zurückgekehrt und hätte besser den selbst herbeigeführten Verlust seines Vaters verwunden.
»Du kannst es nicht wissen, sondern du kannst dich entscheiden, es zu tun oder eben nicht. Aber du hast mich hergebracht, oder? Du hättest mich auch woanders verstecken oder mich gar mir selbst überlassen können. Hast du aber nicht, also vertraust du mir bereits.« Von dem Moment auf dem Baum sagte er lieber nichts. Vielleicht hatte er sich den ja auch nur eingebildet.
Nun fiel Feivel auch die aufgeplatzte Lippe auf. Die ihm einen seltsamen Stich versetzte. Hätte er ihn selbst vermöbelt, okay ... aber dass andere es taten, ging ihm sehr gegen den Strich. Als hätte er ein alleiniges Anrecht auf einen Kampf mit dem Gleichaltrigen. Wobei er vermutete, hier hatte gar keiner stattgefunden, sondern Atticus war zurechtgewiesen worden.
»Hmpf!«, machte AJ bei der unerwarteten ... Zuneigungsbekundung. Er würde jetzt bestimmt nicht sagen, dass er ihn auch nicht so schlimm fand wie bei ihrer ersten Begegnung, obwohl er so ein tumber und grober Klotz war! Dann sah er weg. »Keine Sorge, der kommt nicht vorbei. Aber das ist jetzt auch nicht so wichtig. Soll ich dir nun helfen oder nicht?« Das würde bedeuten, dass Atticus ihm mehr über die Bande erzählte, bei der er sich herumtrieb. Und Feivel wollte gerade wirklich nicht über seinen Vater nachdenken.
@Atticus Keene



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Er wollte ja gar nicht absichtlich Unordnung in die Unterlagen bringen. Er hatte einfach noch kein richtiges System entwickelt, wie er das alles aufbereiten und analysieren konnte. Also ein wenig Hilfe wäre schon ganz gut… es störte ihn nur, dass Al einfach in seinen Sachen herum geschnüffelt hatte, ohne ihn zu fragen.
Aber er hatte ja Recht, er hatte ihn hier her gebracht.. in dem Wissen, dass Al sicher nicht nur in die Luft schauen sondern sich umsehen würde. Er hatte ihm sein Geheimversteck anvertraut, obwohl er ihn auch einfach hätte weg schicken können, nachdem er ihn gerettet hatte. Er hätte ihm bloß die Routen der Patrouillen verraten müssen, dann hätte Al vielleicht auch überlebt. Aber nein.. er war dieses Risiko ganz bewusst eingegangen. Hatte ausnahmsweise mal auf sein Herz gehört statt auf seinen Verstand und nun hatte er den Schlamassel. Was Al ja auch wunderbar mit seinen Worten zusammen fasste
„wie ich Klugscheißer doch hasse…“
Murmelte er deswegen nur genervt, hatte aber kein einziges Argument, das er dem entgegen setzen konnte. Und so böse wie es klang meinte er es im Endeffekt gar nicht.
Dass er ihn als Klugscheißer oder Nerd bezeichnete, hatte inzwischen ja vielleicht sogar… ein winzig kleines bisschen etwas Liebevolles an sich.
Jedoch horchte er natürlich auf, als Al meinte, sein Dad käme nicht wieder. Der Kerl.. der sich ganz allein durch eine Herde Beißer gekämpft hatte, um seinen Sohn zu finden, sollte diesmal nicht alle Hebel in Bewegung setzen, um nach ihm zu suchen? Also das… konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Weshalb er nur nachfragte
„ist er tot?“
Das war heutzutage wohl die nahe liegendste Option, und würde auch erklären weshalb Feivel so durch den Wind war. Einfach so stehen lassen konnte er seine Worte immerhin auch nicht. Selbst wenn Al nicht drüber reden wollte, was er ja sehr deutlich machte.
Deshalb wollte er ja auch nur wissen, ob sein Vater gestorben war. Alles weitere… musste er ihm nicht erzählen. Zumindest nicht jetzt.
Stattdessen war nun wohl er am Zug hm? Machte ja auch keinen Sinn mehr die Dinge weiter zu verbergen, Alphonse hatte sich die wichtigsten Dinge sicher ohnehin schon durch die Unterlagen zusammengereimt.
„Na schön.. aber wenn du mich verrätst, landest du direkt unter Luzifer auf meiner Terminal List!“
Das wollte er nur mal klarstellen. Und wenn er jemandem Rache schwor, dann galt sie für die Ewigkeit. Dann aber holte er ein bisschen aus und erzählte Alphonse seine Geschichte… zumindest die Kurzfassung davon.
„Meine Mum und ich wurden von einer Gruppe namens ‚the Wicked‘ überfallen, als ich noch ein kleines Kind war. Sie haben uns getrennt… meine Ma musste als Sklavin arbeiten und…….“
Er ballte die Hände zu Fäusten und biss sich auf die ohnehin schon blutige Unterlippe, die dadurch nur noch mehr zu bluten begann. Doch der Gedanke daran, wie sie bei Haus Lust benutzt und geschändet wurde…. damit kam er einfach nach wie vor nicht klar. Und konnte es noch weniger aussprechen, weshalb er den Kopf schüttelte und nur sagte
„….sie haben ihr dort schreckliche Dinge angetan. Und sie wurde vor ein paar Jahren ermordet… ich habe sie seit meinem 4. Lebensjahr nicht wieder gesehen. Und wurde von einem Paar aus Haus ‚Gier‘ adoptiert“
Wahrscheinlich fragte Alphonse sich nun was das für ein Schwachsinn war. Immerhin kannte er ja den Aufbau der Wicked noch nicht.
„Die verschiedenen Häusern sind auf den Prinzipen der 7 Todsünden aufgebaut. Ich.. lebe in Haus Zorn. Was dir vielleicht erklärt, weshalb die Truppe vorhin dich so skrupellos attackiert hat. Das ist eben… die Art dort zu leben“
Hoffentlich waren seine Erzählungen nicht zu wirr. Er wollte nichts auslassen aber auch nicht so genau darauf eingehen.
„naja jedenfalls.. ist der Mörder meiner Ma ebenfalls tot. Weshalb ich keine Rache mehr an ihm nehmen kann. Stattdessen suche ich nach dem Kopf der Kolonie.. er nennt sich ‚Luzifer‘ und hat die Wicked gegründet. Ohne ihn…. wäre uns all das niemals passiert“
Atticus hatte sich kurz zuvor hingesetzt. Jetzt allerdings stand er wieder auf und tigerte durch die Gegend, da er schon wieder das Gefühl bekam irgendwas schlagen zu müssen. es wühlte ihn so ungemein auf über diese Dinge zu reden… das er seine Emotionen einfach irgendwie rauslassen musste.
„Also werde ich ihn finden und töten und dafür sorgen, dass die ganzen verdammten Spinner in der Hölle landen!“
@Alphonse Drummer



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»Eben hast du noch gesagt, du magst mich«, neckte Feivel ihn und wünschte sich ein wenig zu sehr, noch einmal ›kleiner Nerd‹ genannt zu werden. Wenn das hier wirklich eine Freundschaft werden würde, musste Atticus jedenfalls irgendwie mit der Klugscheißerei klarkommen. Die würde AJ niemals ablegen. Selbst wenn er wollte, er konnte es nicht.
In ihm verkrampfte sich alles, als sie kurz über Ed sprachen. Ob er tot war? Konnte Feivel nicht genau sagen. Das letzte Mal hatte er ihn vor ein paar Tagen gesehen. Was war eigentlich das letzte Gespräch, das sie geführt hatten? Was hatte Feivel zu ihm gesagt? Er erinnerte sich sonst an so gut wie alles, aber das wollte ihm einfach nicht mehr einfallen. Hoffentlich war es nicht irgendeine überhebliche Scheiße gewesen. Sehr wahrscheinlich aber schon.
»Nein«, antwortete AJ mit einiger Verzögerung. Kurz wollte er nachsetzen und erzählen, was er getan hatte. Aber er schämte sich tatsächlich. Nicht, weil er die Kontrolle verloren hatte, das war nicht zum ersten Mal passiert. Es war nur das erste Mal, dass es ihm bei jemandem passiert war, der eine große Rolle für seinen Vater spielte und quasi zur Familie gehörte. Für Feivel mochte es nicht so gewesen sein, für Ed hingegen schon.
Da wollte AJ doch lieber über Atticus und seine Probleme sprechen. Zumal er ihm ja auch helfen könnte. Andersrum wäre das eher nicht der Fall. »Auf was soll ich schwören, dass ich dich nicht verrate? Auf mein Gehirn?« Das war ihm am liebsten und teuersten, immerhin passierte dort die Magie. xD »Oder auf meine Bücher? Such es dir aus!«
Endlich war das Säbelrasseln vorbei und Atticus ließ seine Mauer ein Stück fallen. Es ging um seine Mutter. Was Feivel ja schon wieder triggerte. Weswegen auch er sich setzte und unauffällig die Faust ballte. Und Atticus war auch vier gewesen, als er seine Mom zuletzt gesehen hatte? Tot war sie auch. Verdammt ... so viele Gemeinsamkeiten ertrug er ja kaum. Trotzdem hörte er weiter zu. Das mit den Häusern hatte er sich aufgrund der Unterlagen schon gedacht. Letztlich ging es für Atticus um Rache. Ein verständliches und von Feivel sehr unterstütztes Bestreben. Kurz beneidete er den Gleichaltrigen, der weitaus bessere Chancen hatte, Erfolg dabei zu haben als er und Ed, die noch nicht mal eine heiße Spur zu Alphonse seniors Mörder hatten.
Wofür diese Erzählung sorgte, war das Aufflammen der Verbindung, die Feivel schon auf dem Baum gespürt hatte. Der Wunsch, ebenfalls aus der Vergangenheit zu erzählen, war plötzlich immens. Und er musste es einfach tun. »Wir sind uns gar nicht so unähnlich. Meine Mutter starb vor meinen Augen als ich vier war. Und mein ... leiblicher Vater noch früher, vor der Apokalypse. Ich war noch ein Baby. Er wurde ermodet. Der Mann, den ich dir als meinen Dad vorgestellt habe, ist eigentlich mein Onkel. Er hat an dem Mörder Rache geschworen, aber die Seuche kam dazwischen. Wir wollen ihn immer noch finden, aber du kannst dir ja vorstellen ... dass das ohne Hinweise ein Ding der Unmöglichkeit ist. Klugheit hin oder her.«
Feivel stand auf und begab sich vor Atticus, der aussah, als würde er gleich auf eine Wand einschlagen. Er suchte seinen Blick, blieb aber ernst. »Ich bekomme meine Rache wahrscheinlich nie. Aber ich kann dir helfen, deine zu bekommen. Jetzt weißt du, dass ich dich verstehe und vielleicht kannst du mir so noch etwas besser vertrauen. Ich will dir echt helfen!«
Um die Situation ein bisschen lockerer werden zu lassen, grinste Feivel noch. »Außerdem hast du mich jetzt eh am Haken. Ich bin viel zu angefixt von dem Rätsel, wer Luzifer ist, ich kann nicht einfach gehen und es ungelöst lassen. Das ist ein Tick von mir.«
@Atticus Keene



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„Das hab ich SO ganz sicher nicht gesagt“
Meinte er nun gespielt empört und konnte sich ein ganz schwaches Schmunzeln dabei aber nicht verkneifen. Denn ja, durch die Blume hatte er ihm wohl gesagt, dass er ihn mochte.. seinen kleinen Nerd. Den Spitznamen hatte er nun ohnehin weg und würde er nicht mehr so schnell los werden.
Dass sein Vater nicht tot war, war doch eine gute Sache. Dann musste irgendetwas anderes vorgefallen sein. Über das Alphonse ganz offenkundig nicht reden wollte. Weshalb Atticus nur zuversichtlich und voller Überzeugung sagte
„Gut. Dann wird er dich finden und ihr werdet das alles wieder hinbekommen“
Nachdem er die Umarmung der beiden gesehen hatte…. wusste er einfach, dass absolut nichts die beiden je entzweien könnte. So viel Liebe… hatte er im Leben selten gesehen. So viel Zuneigung, Sorge und Verbundenheit. Er hatte deshalb so genau darauf geachtet, weil er sich nichts mehr wünschte als ebenfalls so eine Verbindung zu jemandem zu haben. Also war er sich sicher, die beiden könnten jedes Problem aus der Welt schaffen komme was wolle. Niemals würde Edward seinen Sohn im Stich lassen, denn die Liebe von Eltern war bedingungslos. Und damit hatte Atticus sowas von Recht!
Al wollte auf sein Gehirn oder seine Bücher schwören? Da legte Atticus bloß die Stirn in Falten, weil das irgendwie schon sehr skurril klang und irgendwie.. ging ihm das auch nicht weit genug. Weshalb er kurz und knapp aber völlig ernst darauf erwiderte
„Schwör auf deinen Dad“
Zu diesem Zeitpunkt wusste er ja noch nicht, dass sein Dad eigentlich sein Onkel war aber für den Schwur machte das hoffentlich keinen Unterschied.
Anschließend erzählte Atticus ihm seine Geschichte. Schon lustig… Alphonse beneidete ihn dafür, dass seine Rache zum Greifen nahe war, während Atticus ihn für eine liebende Vaterfigur beneidete. Man wollte wohl immer das haben, was man nicht haben konnte.
Noch ahnte er ja nicht, wie ähnlich Al und er sich waren. Er rechnete eher damit, dass er ihn vielleicht wieder belehren oder von seinen Racheplänen abbringen wollen würde. So wie die meisten Menschen es taten, denen er sich anvertraute. Aber das Gegenteil davon passierte. Statt ihm Vernunft beibringen zu wollen…. gab er auch etwas von sich Preis? Etwas das Atticus Atem kurz stocken ließ. Denn noch nie im Leben hatte er jemanden getroffen… der ihn oder das was er durchgemacht hatte so richtig verstehen und nachvollziehen konnte. Bis heute.
Denn Alphonse’ Erzählung.. war mindestens genauso schlimm. Wenn nicht sogar noch schlimmer. Sein einziges Glück war es, dass er seinen Onkel an seiner Seite hatte und deshalb nicht so verloren war. Doch das machte nicht die Verluste wett, die er in seinem Leben bereits erlitten hatte. Weswegen Atticus Augen sich etwas weiteten und er ihm direkt in die seinen sah, als er auf ihn zukam.
Sogar seine Fäuste entspannten sich wieder und er konzentrierte sich ausschließlich auf Alphonse’ Gesicht. Da war er wieder.. dieser Blick, den sie bereits im Ansatz auf dem Baum geteilt hatten. Nur dass er diesmal noch viel intensiver und inniger wirkte. Nun wo sie wussten.. dass nicht nur ein gemeinsames Kampferlebnis sie verband, sondern sie auch ein ähnliches Schicksal teilten. Einander wirklich wahrhaftig verstehen konnten.
Das Gefühl das er dabei verspürte, überwältigte Atticus gerade irgendwie ein bisschen. Und er wusste überhaupt nicht damit umzugehen. Weshalb er auch keine Worte fand, die diesem Moment gerecht werden würden. Vielleicht brauchte er das auch gar nicht. Gerade verstanden sie einander auch wortlos.
Weswegen er erst wieder etwas sagte, als Al ihm eröffnete, dass es ihm ohnehin keine Ruhe lassen würde das Rätsel zu lösen.
Dabei trat nun nämlich ein ehrliches Lächeln auf seine Lippen und plötzlich kehrte das Feuer zurück in seine Augen, als er nickend die Hand hob, um seitlich mit Al einzuschlagen, wie bei einem Deal, den man besiegelte
„na dann… lass uns loslegen! Wir können uns bis Sonnenaufgang die Nacht um die Ohren schlagen. Ich hab sogar Snacks dabei“
Plötzlich war er total euphorisch wegen dieser ganzen Sache und konnte es gar nicht erwarten sich mit Al gemeinsam in dieses Chaos zu stürzen.
@Alphonse Drummer



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»Nein, aber es so gemeint.« Feivel konnte nicht anders, er musste das noch grinsend nachschieben. Das Schmunzeln seines Gegenübers verriet ihm sowieso alles, was er wissen musste. Würde aber trotzdem niemals zugeben, dass er ebenso fühlte. Zumindest nicht verbal. Körpersprache musste reichen.
Zu seinem Dad sagte er jetzt aber nichts mehr. Doch er war überzeugt, Ed würde ihn nicht suchen, sondern war froh, dass sein gestörter Sohn endlich fort war und er mit Violet glücklich werden konnte. Vielleicht redete sich Feivel das aber auch nur ein, um weitergehen zu können. Denn eigentlich würde Ed ihn wohl schon suchen und die Trennung nicht gleich gut verkraften ... bis er einige Zeit ohne Feivel war und erkannte, wie viele mehr Freiheiten er so besaß. Und keinen kleinen Klugscheißer mehr an seiner Seite, der ihn zurückhielt. Verdammt, solche schwarzen Gedanken machten AJ echt traurig und wütend auf sich selbst. Was seiner Mimik sicher auch kurz anzusehen war. Doch er verdrängte das ganze Thema erneut und konzentrierte sich lieber auf Atticus und seine Geschichte. Wobei nein, vorher musste er noch einen Schwur leisten. Auch da zögerte er nicht, da er kein Interesse an einem Verrat hegte. »Gut. Dann schwöre ich auf ihn.« Dabei dachte er auch an Ed und nicht an seinen leiblichen Vater.
Einige Erzählungen später hatte sich die Stimmung erneut gewandelt. Sie war viel ernster und das Vertrauen, das sie gerade einander schenkten, konnte man fast greifen. Es war das erste Mal, dass Feivel diese Dinge preisgab. Nicht einmal Skadi hatte er es erzählt, auch wenn sie es wahrscheinlich schon selbst herausgefunden hatte. Trotzdem hatte er es nicht verbalisiert und sich eigentlich vorgenommen, es auch niemals zu tun. Denn zu dieser Geschichte gehörte noch mehr, er hatte sie ja nur angekratzt. Rachegelüste hegte wohl jeder mal, aber sie wirklich in die Tat umsetzen wollten sie, zumindest in der früheren Welt, nur wenige. Zumindest wenn sie mit einem Mord zu tun hatten. Heutzutage war das wieder normaler geworden, aber Feivel hatte bereits zugegeben, dass sich alles bezüglich Alphonse senior vor der Seuche abgespielt hatte. Also auch schon einen Hinweis darauf offenbart, dass Edward damals schon ... gewisse Neigungen hatte.
Aber heute war deswegen hoffentlich niemand mehr geschockt. Sie alle waren Mörder. Feivel konnte sich nicht vorstellen, dass Unschuldige gab – außer ein paar Kinder vielleicht, die wohlbehütet aufwuchsen. So wie er – Ed hatte das alles bis zu einem gewissen Alter und so gut es ging von ihm ferngehalten. Seine Entwicklung konnte das allerdings nicht aufhalten, jetzt stand der Sohn dem Vater in nichts mehr nach, außer vielleicht in Stärke und Ausdauer.
Schon verrückt, was einem alles durch den Kopf ging, während man einen Jungen anstarrte, den man vor ein paar Wochen noch verflucht hatte. Ihre Blicke verflochten sich so sehr ineinander, dass es Feivel schon fast zu intensiv war. Aber nicht unangenehm. Seltsam. Nur Körperkontakt wäre noch inniger für ihn, aber diese Grenze überschritten sie beide nicht. Eine Umarmung hätte sich auch ziemlich fehl am Platze angefühlt – zumindest für AJ.
So langsam kribbelte es ihm überall, weil sie sich nur anstarrten, das war ihm unheimlich und plötzlich doch wieder zu nah. Weswegen er unbedingt diesen Scherz machen musste, um alles aufzulockern. Was ihm ein Glück auch gelang. Die Antwort war ein Lächeln und eine Entschlossenheit, die mühelos auf Feivel überging. Na gut, er war ja ohnehin voller Tatendrang. Sich jetzt wirklich verausgaben zu dürfen, befeuerte ihn trotzdem noch ein Stück mehr. Er schlug sogar ein, obwohl er solche Gesten hasste – außer sie kamen von seinem Dad.
Sie stürzten sich also in das Getümmel. Feivel erklärte dem Gleichaltrigen sein bisher ausgeklügeltes Ordnungssystem und suchte mit ihm die wichtigsten oder unklarsten Dinge raus, die sie an das Brett pinnen konnten. Außerdem ließ er sich ein paar Gegebenheiten besser erklären, um die Lücken in seinem Wissen zu füllen und bessere Schlüsse ziehen zu können. Dabei tranken sie abgelaufene Limo, naschten Chips und Popcorn (salziges xD) und so vergingen Stunden. In denen Feivel voll in seinem Element war und das auch absolut ausstrahlte. Er wirkte geradezu hyperaktiv.
Nach einer solchen Phase winkte aber oft eine bleierne Müdigkeit, die plötzlich einsetzte. Sie hockten gerade auf dem Boden, an die Wand gelehnt, und schoben ein paar Zettel hin und her, da wurden Feivels Augen plötzlich schwer. Atticus hatte ihm auf seine letzte Frage auch irgendwie schon nicht mehr geantwortet. Hm ... war ja nicht schlimm. Eine kurze Pause wäre vielleicht .... schnarch .... !
Und schon war Feivel eingeschlafen und kippte im Laufe der nächsten Minuten zur Seite. Erst lehnte er so an der Schulter von Atticus, aber der bewegte sich irgendwann auch ein bisschen, sodass AJ noch tiefer rutschte und mit dem Kopf tatsächlich so halb auf Bauch und Schoß landete. Merkte er aber erst ... als er irgendwann die Augen wieder aufschlug und verwirrt in den mittlerweile dunklen Bunker starrte. Ohne regelmäßige Bewegung ging das Licht wohl wieder aus, um Energie zu sparen. Feivel war in der Regel sofort wach und sein Gehirn aktiv. Weswegen er nicht lang darüber nachdenken musste, wo er sich befand und was passiert war. Nur darüber, warum er einen warmen Körper unter seinem Kopf fühlte. Das war doch wohl nicht ... Atticus? Sofort schreckte Feivel auf und rutschte zur Seite. Genug Aktivität, damit das Licht wieder ansprang und offenbarte, dass er scheinbar tatsächlich seinen neu gefundenen Freund als Kopfkissen benutzt hatte.
@Atticus Keene



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„……. ach halt die Klappe du kleiner Nerd!“
Sagte er gespielt genervt und schüttelte den Kopf, musste aber trotzdem ein bisschen schmunzeln. Er wusste selbst nicht, wieso er seine Art plötzlich gar nicht mehr so anstrengend fand wie noch vor ein paar Tagen. Klar, manchmal würde er ihm damit vielleicht auf den Keks gehen. Aber gerade fand er es fast ein bisschen… süß. Igitt, wo kam dieser Gedanke denn plötzlich her. Da musste Atticus gleich noch mal den Kopf schütteln, diesmal aber, um ihn rasch wieder abzuschütteln.
Er würde Alphonse wegen seinem Dad ja gerne etwas aufmuntern und ihm weiter Mut zusprechen aber irgendwie schien dieser dafür gerade nicht empfänglich zu sein. Und jedes seiner Worte schien es nur schlimmer statt besser zu machen, weshalb er es bleiben ließ. Wenn Al darüber reden wollte, würde er es schon machen. Er würde ihn sicher nicht dazu drängen.
Und manchmal war Ablenkung ohnehin die beste Aufmunterung. Verdrängung konnte häufig sehr heilsam und praktisch sein. Selbst wenn diese Methode nur für ein paar Stunden wirkte. Aber das reichte vielleicht fürs erste.
Einen Schwur geleistet, konnte es an die Arbeit gehen.
Atticus würde wohl etwas brauchen, um alles zu verarbeiten, was Al ihm erzählt hatte. Denn natürlich war ihm aufgefallen, dass sein leiblicher Dad schon vor der Apokalypse ermordet worden war. Und sie schon damals Rache geschworen hatten. Vielleicht waren sie ja wirklich bei der Mafia oder einer anderen kriminellen Organisation gewesen? So wie sein Onkel aussah würde ihn das nicht wundern. Aber dieses Gespräch würden sie ein anderes Mal führen. Für heute.. waren das wohl genug Offenbarungen und sie stürzten sich lieber in die Recherche.
Die Atticus irgendwie mehr genoss als er sollte. Immerhin blieb das Thema dasselbe. Aber mit einem… Freund? an seiner Seite fühlte sich alles irgendwie nicht mehr ganz so schrecklich an wie alleine. Wenn er hier einsam seinen düsteren Gedanken nachhing. Sie hatten zeitweise ja gar ein bisschen Spaß. Was seltsam war und absolut untypisch für Atticus. Aber irgendwie auch schön. Und er konnte durch etwas mehr Ordnung tatsächlich ein paar neue Erkenntnisse und Spuren finden, denen er sofort nachgehen würde, sobald er wieder zu Hause war.
Denkarbeit war aber auch wirklich anstrengend. weshalb sie irgendwann an der Wand lehnten und nur noch halbherzig ein paar Zettel herum schoben.
Eigentlich hätten bei Atticus nun die Alarmglocken läuten und er aufspringen müssen, um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Aber gerade fühlte er sich irgendwie so wohl…. dass der Schlaf ihn ganz automatisch überwältigte und er nichts dagegen machen konnte. Nur kurz die Augen ausruhen, nur fünf Minuten Pause…..
Aus den fünf Minuten wurden allerdings mehrere Stunden. Atticus war an der Wand ein Stückchen hinab gerutscht und hatte irgendwann wohl instinktiv seinen Arm um Alphonse gelegt, nachdem dieser es sich auf seinem Bauch bequem gemacht hatte. Auch wenn sein Bauch bestimmt kein sehr angenehmer Polster war, bei dieser Stählernheit xD sein Schoß war da schon die bessere Option.
Seine Position war zwar nicht sehr angenehm aber er schlief trotzdem tief und fest. Zumindest so lange, bis sich diese Wärme, die ihn umgab, plötzlich ruckartig entfernte und das Licht wieder an ging.
Da öffnete auch Atticus schlagartig die Augen und sah sich verwirrt um. Er lag nicht in seinem Bett. Sein Nacken schmerzte etwas und sein Schoß war ganz… warm.
Ein seltsames Gefühl, auf das er aber ohnehin nur kurz achten konnte. Denn kaum wurde sein Hirn wieder aktiv weitete er vor Schreck die Augen
„Scheiße… bin ich etwa eingeschlafen?? Wie spät ist es??“
Womöglich hatte ja nur er etwas genapped und Feivel war wach geblieben?
Hier drinnen hatte er keinerlei Zeitgefühl und Uhren gab es auch nicht. Weshalb es entweder noch mitten in der Nacht sein könnte oder schon helllichter Tag.
Hektisch sprang er auf. Natürlich hatte er geschlafen, er fühlte diesen pelzigen, unangenehmen Geschmack im Mund und war einfach nur fertig.
Wenn er Alphonse so betrachtete… sah der jedoch genauso aus, weswegen die Vermutung nahe lag, dass er ebenfalls geschlafen hatte.
Sofort kletterte er die Luke hoch und… öffnete sie ganz vorsichtig einen kleinen Spalt breit, um einen Blick nach draußen zu erhaschen.
Die Sonne war bereits aufgegangen und die Vögel zwitscherten bereits. Langsam ließ er die Luke wieder sinken und sprang nach unten
„Verdammt noch mal! Fuck!“
Das war übel. Er würde sowas von Ärger bekommen. Da war die aufgeplatzte Lippe noch gar nichts.
Hastig stopfte er seine Sachen in seinen Rucksack und kletterte wieder nach oben. Blickte dabei aber noch einmal zu Alphonse und sagte
„Warte bis die Sonne am höchsten Punkt steht…. dann gibt es einen Wachwechsel und deine Chancen nicht gesehen zu werden sind am besten. Oder warte die Nacht ab…“
Oder bleib einfach hier. Diese Worte lagen ihm ebenfalls auf der Zunge aber irgendwie… traute er sich nicht ihm dieses Angebot zu machen. Zumal Al das doch sicher nicht wollte. Noch einen Tag in diesem Bunker zu hocken. Er wusste auch nicht, ob das nun schon wieder ein Abschied für die Ewigkeit war und ob sie einander wieder sehen würden. Hatte nun aber auch keine Zeit deswegen etwas zu vereinbaren… er musste los. und zwar dringend. Und wusste ohnehin nicht, wann man ihn wieder nach draußen lassen würde.
„Such deinen Dad…“
sagte er deswegen nur mit einem schwachen Lächeln und hob zum Abschied dann die Hand. Ehe er vorsichtig aus dem Bunker kletterte und nach Hause eilte.
Edward durchsuchte bereits seit Tagen jede verdammte Himmelsrichtung nach Feivel ab. In den Norden ging er aber tatsächlich als letztes, immerhin hatte dieser Junge sie doch gewarnt nicht dorthin zu gehen. Und Feivel wäre doch nicht so dumm irgendeiner psychopathischen Gruppe freiwillig in die Arme zu laufen. Andererseits war er nach der Sache mit Violet sicher so aufgewühlt… dass er ihm alles zutrauten würde. Weshalb ihm nichts anderes übrig blieb, als nun diese Richtung einzuschlagen. Um seinen Sohn zu finden würde er jedes Risiko der Welt auf sich nehmen!!
Als die Sonne aufging, traf er bereits auf eine Truppe von Fremden. Die alles andere als friedlich gesinnt erschien. Weshalb auch Ed nicht lange fackelte oder Fragen stellte. Diese Arschlöcher sahen ohnehin nicht so aus, als würden sie ihm Informationen über seinen Sohn geben. Also war es manchmal besser erst zu ‚schießen‘ und dann Fragen zu stellen.
Er zückte sein Katana und machte den Wichsern die Hölle heiß. Fünf gegen einen? Und wenn schon. Edward hatte schon ungleichere Kämpfe für sich entschieden. Weshalb er einen neuen Headcount startete, bis er dem letzten der Kerle sein Katana durchs Auge trieb und auch er regungslos zu Boden fiel.
„Fünf. Arschloch“
Er spuckte noch auf ihn, ehe er das Katana an dessen Kleidung abputzte und wieder weg steckte. Offenbar war er auf dem richtigen Weg..
@Alphonse Drummer



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Das ganze Provozieren hatte geholfen, endlich sagte Atticus wieder ›kleiner Nerd‹ zu ihm. Warum nur schmeichelte und freute das Feivel nur so? Da war es ganz gut, dass sie kurz darauf über seinen Dad sprachen und sämtliche positiven Gefühle aus AJs Körper und Geist geschwemmt wurden. Es folgte ein bedrückendes Schweigen, aber darüber, was kürzlich passiert war, wollte und konnte er einfach nicht sprechen. Also hoffte er, auch Atticus würde das Thema einfach fallen lassen und sich nicht von Feivels Neugierde anstecken lassen. Denn dieser hätte sicher keine Skrupel, in offenen Wunden herumzustochern, er bemerkte so was für gewöhnlich noch nicht einmal. Auch wenn er aktuell nicht ganz so ein grenzüberschreitender Arsch war. Wobei ... Atticus sah das im Angesicht seines aufgeräumten Chaos womöglich anders. xD
So beflügelt wie jetzt fühlte sich AJ jedenfalls selten. So oft bekam er nicht die Gelegenheit, sich einem so großen Rätsel gegenüberzusehen. Zuletzt vielleicht als er und Ed im Paradise ›gefangen‹ gewesen waren und sie herausfinden mussten, wie sie am sichersten das Weite suchen konnten. Auch da war es darum gegangen, das System auszutricksen und eine Lücke zu finden. Dabei hatten sie dank Alice Hilfe gehabt, aber darauf allein hatten sie sich kaum stützen können.
Sein Gehirn war ihm enorm dankbar, wieder auf einem hohen Level arbeiten zu dürfen, und wie sehr ihn das belebte war kaum zu übersehen. Atticus bremste ihn auch nicht, er stieg mit auf diesen Zug auf und teilte ihm bereitwillig seine Gedanken und Erkenntnisse mit. Fertig waren sie noch lange nicht, als sie völlig übermüdet auf dem Boden saßen, aber sie waren bereits ein gutes Stück weiter gekommen.
Sie beide wollten nur ein paar Minuten die Äuglein zumachen. Feivel hatte aber auch gar kein Zeitgefühl mehr, für ihn waren nur ein oder zwei Stunden vergangen. Sicher war es noch mitten in der Nacht und sie hatten noch etwas Puffer, bis Atticus zurückmusste. Was dann mit ihm selbst geschah, das wusste er nicht und bisher wollte er auch nicht darüber nachdenken. Sie hatten das Rätsel doch noch nicht gelöst. Für Feivel war eigentlich klar, er wollte bleiben, mindestens bis das geschehen war. Aber den Gedanken, nur im Bunker zu hocken, fand er auch nicht besonders angenehm. Na ja ... jetzt schlummerte er ohnehin mal willenlos weg. Er fühlte sich sicher hier und angenehm, fast so als wäre er bei seinem Dad.
Dass er aber nicht auf dessen Schoß lag, wurde ihm sofort klar, als er die Augen aufschlug. Und war das ein Arm, der da um ihn gelegt war??? Feivels Herz begann sofort heftig zu pochen, sein Magen verkrampfte sich. Ganz normale Reaktionen auf zu viel Körperkontakt, das kannte er schon. Oder? Dass es sich irgendwie nicht so schrecklich anfühlte wie sonst, verdrängte er jetzt mal. Sondern rappelte sich ganz schnell auf und rutschte zur Seite, als wäre er genau in dieser Position eingeschlafen. Hoffentlich hatte Atticus nichts davon mitbekommen, das wäre ja voll peinlich!
Der Junge regte sich ebenfalls und sah sich verschlafen um. Vielleicht war er ja wegen des Lichts wach geworden und nicht wegen Feivel. Er sagte ein Glück kein Wort zu der unfreiwilligen Kuscheleinheit, sondern wurde ganz hektisch wegen der Uhrzeit.
»Sind wir wohl beide ...«, gab Al zu und konnte wegen dem Rest nur die Schultern zucken. Wenn es nun schon Tag war ... bedeutete dies nichts Gutes für Atticus. Auch das hatte Feivel in der letzten Nacht herausgehört.
Aber vielleicht waren sie wirklich nur eine Stunde oder so eingeschlafen? Auch nach einem kurzen Nap konnte man sich so erledigt fühlen. Wobei das auf Feivel nicht zutraf, er war bereits putzmunter. xD
Er rappelte sich auf, als Atticus die Luke öffnete. Offenbar war es bereits hell. Mist! Der Rucksack wurde gepackt und dann kletterte der Junge wieder hoch. Feivel dachte schon, er wollte ihn ohne ein Wort hierlassen, aber er hielt ja doch noch einmal inne. Um ihm Anweisungen zu geben, wann es sicher war, zu gehen. Nur, dass Feivel das nicht vor hatte. Gerade wollte er das sagen, aber da war der Gleichaltrige schon verschwunden, als wolle er gar nicht wissen, was AJ zu tun gedachte.
»Typisch«, murmelte Feivel und drehte sich zu dem halbwegs geordneten Chaos um. Aus seinem Rucksack suchte er sich ein kleines Frühstück zusammen und goss sich etwas Wasser in die Tasse seiner inzwischen leeren Thermoskanne. Tee hatte er leider keinen mehr und hier war auch keiner gelagert. Aber wenn er aus der Tasse trank, konnte er sich wenigstens vorstellen, es wäre welcher. So lief er noch mal durch den Raum, zu den verschiedenen Stapeln, schlürfte hier und da etwas Wasser, nickte wie zu sich selbst, schichtete noch mal etwas um. Er fertigte sogar ein paar eigene Notizen an und heftete sie an das improvisierte Bord. Sie waren echt noch weit weg davon, echte Erfolge aufzuweisen. Aber wenn Atticus noch ein paar Sachen herausfand, über die sie letzte Nacht gesprochen hatten, würden sie vielleicht noch ein Stück weiter kommen.
Feivel beschäftigte sich also selbst den Tag über und vertilgte ein paar seiner eigenen Vorräte. Er hatte keine Ahnung, wann Atticus wiederkommen würde, ob er überhaupt wiederkommen würde oder gleich davon ausging, sein kleiner Nerd wäre schon verschwunden. Aber so lange er konnte, würde Feivel hierbleiben und warten. Auch wenn ihm die Decke auf den Kopf fiel und er versucht war, den Wachwechsel für einen kleinen Spaziergang auszunutzen. Zumindest steckte er mal kurz den Kopf aus der Luke, um frische Luft zu schnappen.
Bald wurde es draußen wieder dunkel, was Feivel jedoch nicht mitbekam. Er hatte es sich mit einer weiteren Tasse Wasser auf dem Bett bequem gemacht, die Beine überschlagen und wippte mit dem Fuß zu imaginärer Musik. Auf seinem Kopf saß eine Mütze, die er gefunden und aus Jux aufgesetzt hatte, und in den Händen hielt er ein Buch, das unter den ganzen Notizen versteckt gewesen war. Nichts Besonderes, ein zeitgenössischer Roman. Doch ohne Atticus würde er jetzt erst mal in Sachen Luzifer nicht weiterkommen, weswegen er sich damit die Zeit vertrieb.
@Atticus Keene



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Atticus hatte zwar stets ein schweres Leben gehabt, war in der sozialen Interaktion aber trotzdem nicht völlig daneben. Was er seiner Mutter und Sora zu verdanken hatte, die dafür gesorgt hatten, dass er, trotz seines Schicksals, die wichtigsten Lektionen des Lebens lernte. Lorenzo hingegen brachte ihn dazu vieles davon wieder über Bord zu werfen. Ihm beizubringen, dass Stärke und Skrupellosigkeit das einzig Wichtige im Leben waren, wenn man seine Ziele erreichen wollte. Die angestaute Wut in seinem Inneren tat ihr übriges. Für Mitgefühl war da nicht viel Platz. Weshalb Atticus im Zwiespalt war. Denn eigentlich wollte er die Lehren seines Senseis befolgen, konnte aber trotzdem nichts dagegen machen, dass Alphonse ihn auf eine Art und Weise berührte, wie es noch niemand zuvor getan hatte. Das war schwierig. Denn auch wenn er ihm bei seinen Recherchen half, so brachte er sich seinetwegen trotzdem unnötig in Gefahr. Setzte alles aufs Spiel, nur um einem Jungen, den er gerade mal ein paar Tage kannte, aus der Patsche zu helfen. Lorenzo würde ihm wohl einen Schlag ins Gesicht verpassen wegen seiner Dummheit.. weil er sein Ziel damit gefährdete.. aber er hatte diese Entscheidung instinktiv getroffen. Nicht viel Zeit gehabt darüber nachzudenken, sondern einfach gehandelt als er handeln musste.
Und nun saßen sie hier in diesem Bunker und waren eingeschlafen.. was ihm nur noch weiteren Ärger einbringen würde.
Das hier war ein Fehler gewesen. Auch wenn es weh tat Alphonse nun einfach hier zurück zu lassen..ohne zu wissen wann und ob sie sich je wieder sehen würden, doch er konnte sich nun nicht weiter um sein Schicksal kümmern. Er musste gehen und dafür sorgen, dass er selbst irgendwie wieder aus dieser Scheiße raus kam.
Weswegen er schnell wie der Wind nach Hause eilte und sich unterwegs irgendeine Ausrede einfallen ließ, die sein Wegbleiben über Nacht erklärte. Erneut.
Mit Fürstin Mara konnte man zwar reden, doch sie war nicht dumm.. und würde irgendwann durchschauen, dass hier etwas anderes lief.
Allerdings hatte Atticus Glück im Unglück. Denn als der Abend einkehrte, wurde draußen Alarm geschlagen. Was die Führungsriege erst mal von seinen Vergehen ablenkte. Offenbar war irgendeine Gruppe da draußen, die ihre Leute angriff.
Eine der Patrouillen hatte mehrere Leichen eines Versorgungstrupps gefunden, der etwas weiter entfernt nach Ressourcen gesucht hatte. Deswegen hatte es etwas gedauert, bis der Angriff aufgefallen war. Die Truppen rüsteten also auf, um die vermeintlichen Übeltäter zu finden. Nicht wissend, dass es sich dabei lediglich um eine einzelne Person handelte.
Das halbe Haus ‚Zorn‘ wurde nach draußen auf die Suche geschickt. So auch Atticus. Gerade da konnten sie jede, verfügbare Schlagkraft gebrauchen.
Sie fanden weitere Leichen, mit abgetrennten Köpfen und Gliedmaßen. Fein durchgeschnitten.. und Fußspuren? Die fanden sie nur von einer Person, was höchste alarmierend war.
In Atticus Magen formte sich ein Kloß… denn er hatte eine Vermutung, die ihm gar nicht gefiel.
Alphonse konnte das nicht gewesen sein. Er würde nicht alleine gegen so viele Angreifer bestehen. Aber es gab da jemand anderen, der nach ihm suchte…
Da gerade ziemliches Chaos herrschte, gelang es Atticus sich in einem unbemerkten Moment kurz aus dem Staub zu machen und zu dem Bunker zu eilen. Er hoffte, dass Feivel nicht mehr hier war sondern es geschafft hatte zu fliehen. Dann musste er nur noch seinen Dad finden und ihm sagen, dass Feivel in Sicherheit war und er umkehren sollte.
So schön so gut. Doch als er hektisch die Luke öffnete, saß der kleine Klugscheißer immer noch dort unten und las in Seelenruhe ein Buch?! Scheiße!
Sofort kletterte er hinein und sprang die Leiter hinab um Feivel am Handgelenk zu packen und hoch zu ziehen. Die Hände legte er dabei auf seine Schultern und rüttelte ihn daran ein bisschen.
„Was machst du noch hier?! Du musst hier weg!!! Und zwar sofort! Hier bricht gerade die Hölle los, weil offenbar irgendein Kerl unsere Truppen schnetzelt! Die halbe Kolonie durchforstet den Wald nach ihm. Und sie werden sich erst zurück ziehen, wenn sie ihn gefunden haben. Das ist deine letzte Chance zu fliehen..“
Die Sache einfach aussitzen könnte schwierig werden. Die Gefahr war außerdem hoch, dass der Bunker gefunden werden würde.
Weshalb Atticus Feivel noch einmal direkt in die Augen sah. Nun war es an der Zeit.. einen Gefallen von ihm zurück zu fordern.
„Nimm all die Unterlagen mit okay? Und ich helfe dir, von hier weg zu kommen. Sie dürfen die Dinge hier nicht finden… sonst bin ich endgültig geliefert“
Sagte er ein bisschen verzweifelt, da gerade alles drohte den Bach runter zu gehen.
@Alphonse Drummer



'I can’t be my own worst enemy, but you could be.'
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Feivel lebte gerade so ein bisschen in seiner eigenen Welt. Was sich über ihm für Dramen abspielten, bekam er absolut nicht mit und auch damit, dass sein Dad immer näher kam, rechnete er nicht. Gerade hatte er einfach einen guten Song im Kopf, zu dem er mit Fuß und manchmal auch mit dem Arm wippte und sich zeitgleich auf das Buch konzentrierte. Bis die Luke aufging und Atticus zu ihm hinunter kletterte. Feivel konnte nicht so gut einschätzen, wie er auf sein Hierbleiben reagieren würde, also legte er das Buch weg und inspizierte schon mal die Körpersprache. Die er manchmal ohnehin nicht so gut lesen konnte, aber bei dem Gleichaltrigen fiel es ihm nicht so schwer. Besonders jetzt nicht, da Atticus ganz offensichtlich aufgewühlt war und abgekämpft aussah. Ob er schlimmen Ärger bei den Wicked bekommen hatte?
Feivel wollte ja schon selbst aufstehen, da zog der andere Junge ihn bereits am Handgelenk hoch. So fest und hektisch, dass AJ die fesche Mütze ins Gesicht rutschte und ihm die Tasse aus den Fingern glitt. Das Wasser spritzte auf den Boden, erwischte aber ein Glück weder die Unterlagen noch das Buch.
Okay, das war ihm jetzt schon wieder zu viel Körperkontakt. Bisher hatte es ihn ja nicht so gestört, wenn sie ihn hatten, aber so geschüttelt zu werden als wäre er ein dummes Kind ... das mochte er echt nicht. Weswegen er zurücktrat. »Ich wollte ...«, redete er dazwischen, aber Atticus war nicht zu bremsen. Also konnte er auch das mit der einzelnen Person erwähnen, die offenbar hier war und Unruhe stiftete.
AJ verstummte. Sein Kopf wurde ganz heiß, so etwas wie Panik kroch seinen Rücken hinauf. »Irgendein Kerl?«, wiederholte her, so langsam wich auch die Farbe aus seinem Gesicht. Konnte es ... womöglich sein Vater sein? Das war auf sehr vielen Ebenen nicht gut und gefährlich. Scheiße! »Hast du die Leichen gesehen? Könnte ein Katana die Wunden verursacht haben? Habt ihr schon eine Spur?«
Fliehen ... das Wort ging AJ durch den Kopf. In ihm entstand eine Sperre. »Warte mal, wenn das wirklich mein Dad ist, muss ich zu ihm. Ich kann ...« Eigentlich wollte er sagen, dass er ihn nicht allein lassen konnte. Aber er hatte das schon getan, also fühlte es sich wie eine Lüge an. »Ich kann nicht einfach fliehen und zulassen, dass er sich weiter in Gefahr bringt und deine Gruppe erzürnt.«
Es gab aber noch ein anderes Problem. Atticus befürchtete offenkundig, sein Bunker würde entdeckt werden. Was eine reale Gefahr war, wenn nun jeder Zentimeter des Areals auf den Kopf gestellt wurde. Und er vertraute Feivel die ganzen Unterlagen an? Wie sollte er die nur alle in seinen Rucksack bekommen und dann auch noch ohne sie wieder in Unordnung zu bringen? xD Puh, mit so vielen Veränderungen auf einmal kam Feivel nicht klar. Trotzdem setzte er sich in Bewegung, nahm die angepinnten Sachen vom Brett und legte alles fein säuberlich auf den Schreibtisch. Irgendwo hier war doch noch ein zweiter zerschlissener Rucksack gewesen. Es war gar nicht so leicht, alles unterzubringen, aber Feivel bemühte sich, es schnell zu tun und dabei nicht zu viel durcheinanderzuwirbeln. Dann schulterte er seine Sachen, Rucksack über Rucksack, auch wenns ungemütlich war, und nahm sein Katana mitsamt Scheide in die Hand. So trat er zu Atticus und nickte ihm zu. »Ich werde deine Unterlagen sicher verwahren, versprochen. Aber ich muss auch noch etwas von dir verlangen. Kannst du ... meinem Vater helfen, so wie du mir geholfen hast?« Sprich, ihn weglotsen und verhindern, dass er von den Wicked ergriffen wurde? Feivel würde es ja selbst tun, aber er wurde ebenfalls gesucht und würde niemals gegen das halbe Haus Zorn bestehen können.
@Atticus Keene



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Atticus hatte ihn nicht so hektisch schütteln wollen aber er war ein bisschen in Panik, weil er Alphonse dringend den Ernst der Lage begreiflich machen musste. Da war nicht viel Zeit für Erklärungen, denn sie könnten jede Sekunde entdeckt werden. Und dann wären sie beide dem Tode geweiht.
Dennoch musste er ihm die Möglichkeit aufzeigen, dass es sein Dad sein könnte, der hier wie ein verrückter Beserker rum lief und Wicked abschlachtete.
„Habe ich… und ja, die Körperteile wurden sehr fein säuberlich abgeschnitten. Außerdem haben wir Fußspuren gefunden.. von nur einer einzigen Person und.. das hier“
Atticus zog nun eine kleine, gehäkelte Sonne aus seiner Hosentasche, die ebenfalls bei den Leichen gelegen hatte und die statt gelb schon fast überall rot erschien, so blutgetränkt wie der Garn war.
Atticus hatte keine Ahnung was das bedeutete. Feivel dafür mit Sicherheit schon. Ed hatte sein Markenzeichen hinterlassen… um seinem Sohn einen Hinweis darauf zu geben, dass er hier war. Und dass er ihn suchte. Dass er einfach auf ihn warten sollte… in der Hoffnung, sie würden einander auf diese Weise finden.
„Du kannst ihm nicht helfen Alphonse. Wenn sie dich erwischen, dann töten oder versklaven sie dich und dann dreht dein Onkel durch und sie killen auch ihn.“
Alphonse war doch angeblich ein Genie. Dann war ihm sicher auch selbst klar, dass er in dieser Hinsicht… einfach nichts tun konnte sondern die Dinge sogar noch weiter verschlimmern würde, wenn er nun kopflos nach seinem ‚Dad‘ suchte.
Er half Al dabei die Unterlagen in den Rucksack zu stopfen, nur dass er dabei absolut nicht fein säuberlich oder ordentlich vorging. Dafür hatten sie nun keine Zeit! Dann mussten sie später eben erneut sortieren. Sofern sie dann noch lebten.
„Danke“
Sagte er mit einem Nicken. Senkte dann jedoch kurz den Blick als Al ihn darum bat seinen Dad zu retten.. so wie er es bei ihm getan hatte. Im Kopf hörte er schon seinen Sensei.. der ihn allein für den Gedanken schelten würde. Er konnte doch in so einer Situation nicht sein eigenes Leben riskieren, um irgendeinen Fremden zu retten, der ihre Leute tötete. Das war Hochverrat und dumm. und doch…. konnte er bei einem Blick in Feivels Augen nicht ablehnen. Seufzte stattdessen angestrengt und meinte
„Ich…. werde mein Bestes versuchen, okay? Und du läufst einstweilen etwa 4 Kilometer in Richtung Südwesten. Wenn du immer dem kleinen Trampelpfad durch den Wald folgst, erreichst du irgendwann einen alten Spielplatz.. ich werde… versuchen deinen Dad dorthin zu lotsen“
Er konnte es ihm nicht versprechen. Denn das wäre eine Lüge. Die Aktion war verdammt gefährlich, denn so einfach wie Feivel würden sie den Mörder ihrer Leute nicht entkommen lassen. Dennoch würde er es versuchen, weil er einfach nicht zulassen konnte, dass Alphonse dasselbe Schicksal teilte wie er. Er hatte noch einen Elternteil.. und den durfte er einfach nicht verlieren.
„Und jetzt komm“
Forderte er ihn noch auf, da er ihm noch den besten Weg zeigen musste, um aus diesem Wald abzuhauen.
Nachdem sie hoch geklettert waren, nahm Atticus Al wieder an die Hand, um ihn mit sich zu ziehen. Sie versteckten sich immer wieder hinter Bäumen oder kleinen Hügeln, um unbemerkt von hier zu verschwinden. Bis sie endlich außer Sichtweite waren und Atticus relativ sicher, dass hier noch niemand suchte.
„hast du einen Tipp wie ich deinen Onkel am besten finden kann?“
Vielleicht hatte er ja eine typische Vorgehensweise oder so. Atticus wäre über jeden Hinweis dankbar.. der ihm half Edward vor den anderen zu finden.
@Alphonse Drummer



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