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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Ed und Al gehörten definitiv zu diesem Graubereich. Und Atticus? Ja, der wahrscheinlich auch. Denn Alphonse hatte bisher eigentlich hauptsächlich seine positiven Eigenschaften zu Gesicht bekommen. Dass er manchmal ausrastete und zornig war, wusste er zwar auch. Aber es gab da noch so manch andere Schattenseiten an ihm, die er dem Gleichaltrigen noch nicht offenbart hatte. Aber so war es wohl auch umgekehrt, wegen der Sache mit Violet. Also eigentlich.. durften sie einander beide nicht verurteilen, da niemand von ihnen unschuldig war. Aber wer war das heutzutage schon noch? Bei den Wicked zumindest keiner.
Manchmal war es ja vielleicht doch nicht schlecht über solche Dinge mit einem Erwachsenen zu reden, der schon ein bisschen mehr Lebenserfahrung hatte, hm? Auch wenn die Überwindung AJ wohl schwer gefallen war. Aber Ed hatte sich wirklich darum bemüht ihm nun eine gute Stütze zu sein. Damit Feivel wusste, er konnte mit wirklich allen Problemen zu ihm kommen.
Aber manche Dinge mussten Teenies untereinander klären. Da durfte er sich nicht zu sehr einmischen, auch wenn es ihm schwer fiel und er Atticus gerne selbst die Leviten lesen würde. Aber das war Feivels Sache.. also musste er den Daddy Modus etwas zurück fahren und ihn diese Erfahrung selbst machen lassen.
Atticus jedenfalls war unfassbar erleichtert Alphonse Stimme zu hören. Auch wenn es ihn ein bisschen triggerte, dass er so monoton mit ihm sprach und sich überhaupt nichts aus seinen Sorgen zu machen schien. So als solle Atticus kein Drama daraus machen oder so. Klar, AJ war kein Quell von übermäßigen Emotionen, das war ihm schon klar. Aber nach allem was sie durchgemacht hatten.. hatte er vielleicht doch ein bisschen mehr Gefühl erwartet? Aber er ließ ihn erst mal ausreden und ihn seine Erklärung darbringen.
Sein Herz begann fester zu klopfen, als Al eine Patrouille erwähnte, vor der er ihn nicht gewarnt hatte. Hatte man ihn erwischt??? war es ihm gerade noch so gelungen zu entkommen? Erneut entbrannten etliche Ängste in seinem Inneren. Doch offenbar waren es nicht die feindlichen Truppen, die ihn zum Verschwinden veranlasst hatten, sondern…. Nico?!
Kurzzeitig schwieg Atticus, weil diese Worte ihn total aus dem Konzept brachten. Er hatte bislang eigentlich kein schlechtes Gewissen deswegen gehabt weil… doch gar nichts dahinter steckte. Aber AJ schien das offenbar total falsch verstanden zu haben. Sogar alles das zwischen ihnen war deswegen zu hinterfragen. Das war wirklich nicht seine Absicht gewesen. Weshalb er nach kurzem Zögern vehement erwiderte
„Das war doch nur Nico. Der Sklave aus Haus Lust, von dem ich dir erzählt habe. Er hatte einen Auftrag in Haus Zorn und hat mir etwas vorbei gebracht. Da er schon so viel Erfahrung in.. naja all diesen Dingen hat.., habe ich ihn gefragt ob… er mir erklären kann, wie man jemanden richtig küsst. Ohne dass… die Zähne dabei zusammen klimpern und so….. aber er meinte, dass er mir das nicht erklären, sondern nur zeigen kann.“
Er ließ Alphonse kurz einen Augenblick Zeit, um die gesprochenen Worte zu verarbeiten, ehe er fortsetzte
„Weißt du ich wollte… es bei unserem Treffen einfach besser machen als beim letzten Mal. Also.. sofern es überhaupt so weit gekommen wäre! Das wusste ich ja nicht aber ich wollte… einfach vorbereitet sein, um dich nicht zu enttäuschen.. sollte sich das alles tatsächlich wiederholen und nicht nur ein betrunkener Ausrutscher gewesen sein“
Das es das für Atticus nicht gewesen war, machte er ja bereits deutlich, indem er ihm gestand, dass er sich vorbereiten wollte. Für einen möglichen, weiteren Kuss. Und es damit definitiv nicht ausgeschlossen hatte. Er wollte sich bloß einfach nicht blamieren und AJ den Eindruck gewinnen lassen, als wäre er ein schlechter Küsser. Da er sich in der Hinsicht echt ganz schön viel Druck machte.
@Alphonse Drummer



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Was war an einem Kuss falsch zu verstehen? Man ging doch nicht einfach fröhlich durch die Welt und knutschte irgendwelche Leute, nur weil man Lust drauf hatte? Für Al war das absolut unverständlich, denn in seiner Welt gab es nur eine einzige Person, bei der er bisher in Betracht bezogen hatte, eine solche Zärtlichkeit zu teilen. Auch von sich aus – denn der Kuss mit Skadi war nicht von seiner Seite aus entstanden. Aber Atticus würde er immer gerne küssen. Selbst jetzt, wo ein meilenweiter Abgrund zwischen ihnen klaffte. Klar, er hatte dank Edward vorgelebt bekommen, dass es durchaus diese Menschen gab, für die Gefühle nicht viel zählten und die eher auf körperlichen Spaß aus waren. Aber irgendwie ... hatte er wohl etwas zu sehr darauf gehofft, Atticus würde eher ihm ähneln statt seinem Vater.
Mit der Erklärung des Gleichaltrigen hatte er jedoch nicht gerechnet. Auch in Eds Einschätzung der Situation war dieses Szenario nicht vorgekommen. Weswegen Feivel die Augenbrauen zusammenschob und den Kopf schüttelte, auch wenn Atticus das nicht sehen konnte. »Nico, der Sklave, von dem du dachtest, er sei tot? Der dich verraten hat?« Ausgerechnet ihn küsste er? Atticus hatte dem Mann vertraut, und das ja wohl auch nicht einfach so. Er hatte eine Verbindung gespürt. Außerdem hatte er ihn bereits nackt und in Action gesehen. Also war es wohl kein Wunder, wenn er ... lieber mit so einem erfahrenen Kerl intim wurde. Feivel konnte da schlecht mithalten. Und er sollte es sich wohl auch nicht mehr wünschen.
»Klar hat er gesagt, dass er dir das nur zeigen kann. Damit er dich weiter um den Finger wickeln kann.« Womöglich war das ja auch alles gar nicht echt? Alphonse fehlten gerade eine Menge Daten und Zusammenhänge, um das richtig einschätzen zu können. Gerade flammte einfach nur eine Menge Eifersucht in ihm auf.
Es war schwer, sie zurückzukämpfen. Denn ihm war durchaus bewusst, dass Atticus ihm auch noch etwas anderes mitteilte. Er empfand es im Bereich des Möglichen, dass es kein betrunkener Ausrutscher gewesen war, und er hatte sich vorbereiten wollen. Das war ... irgendwie süß. Aber der Schmerz überwog trotzdem.
»Du musst mir nichts beweisen. Ich fand es schön, genau so, wie es war. Und ist es nicht gerade das Aufregende, dass man es zusammen lernt? Wie soll ich mich denn fühlen, wenn du plötzlich der perfekte Küsser bist und ich nicht?«
Moment Mal, sprach er jetzt wirklich so, als würde es trotz allem noch weitere Optionen geben, sich derart nahezukommen? Das war eigentlich auch nicht der Plan gewesen. Feivels Verwirrung wuchs mal wieder ins Unermessliche. Ein wenig bereute er es jetzt schon, seinen Dad nicht hierzuhaben. Dieses ganze Gefühlszeug und so ... wie man sich richtig verhielt und was man am besten dazu sagte, lag ihm echt gar nicht.
»Das heißt ... du hast dich gar nicht in Nico verliebt?« Feivel hielt das Funkgerät ganz fest, während er auf die Antwort wartete, vor der er dann irgendwie doch am meisten Angst hatte.
@Atticus Keene



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Nein. Fröhlich durch die Welt ging Atticus sicher nicht. Dafür aber ziemlich unerfahren in mancherlei Hinsicht. Er hatte keine Vorbilder, die ihm vorlebten wie man sich in Beziehungen oder Freundschaften verhalten sollte. Ganz im Gegenteil, die meisten Einflüsse, denen er ausgesetzt war, waren negativer Natur. Es glich also fast einem Wunder, dass es Atticus überhaupt gelang sowas wie eine Bindung zu jemandem aufzubauen. Aber besonders gut war er darin wohl nicht, wenn er sie gleich wieder unwissentlich sabotierte. Eifersucht war ihm bislang aber fremd gewesen, weshalb er auch gar nicht daran dachte, dass Alphonse sie deswegen empfinden könnte..er hatte einfach nicht darüber nachgedacht.
„Ja, genau der. Er hat mich nur verraten, weil Brutus ihn sonst zu Tode gefoltert hätte“
Damit nahm er Nico ja nicht in Schutz und er vertraute ihm ja auch nicht mehr. Aber.. er konnte seine Beweggründe verstehen. Denn Loyalität musste man sich erst verdienen. Man schenkte sie niemandem, den man erst ein paar Stunden kannte.
„Ich lasse mich nicht von ihm um den Finger wickeln! Und werde ihm so schnell sicher nichts mehr anvertrauen. Aber er hat mir etwas gegeben….. von meiner Mum. Da hat er doch zumindest eine zweite Chance verdient“
Das war wirklich das Mindeste was Atticus als Dank hatte tun können. Wenn AJ das nicht gefiel, dann hatte er Pech gehabt. Denn seine Mutter stand trotzdem noch über allem anderen.
Atticus war es ja selbst ein bisschen unangenehm, dass er sich vor Al hatte beweisen wollen. Er hätte das nie erfahren sollen. Es war peinlich und deutete darauf hin, wie wenig Selbstvertrauen er eigentlich besaß. Aber anders konnte er es ihm nicht erklären.
„Vielleicht.. aber.. du hast doch selbst bei unserem letzten Treffen gemeint, dass ich der ‚coole‘ Skaterboy von uns beiden bin.. da sollte ich das alles… doch irgendwie besser drauf haben. Und stattdessen dir zeigen wie es richtig geht“
Zumindest hatte sich dieses Gefühl und dieser Druck bei ihm eingestellt. Darüber zu reden machte ihn aber ganz und gar nicht cool.. das war ihm leider bewusst.
Bei Feivels Frage runzelte er jedoch die Stirn und schüttelte den Kopf, auch wenn sein Gegenüber das nicht sehen konnte.
„Mich in Nico verliebt?? Nein, kein Stück! Ich wollte diesen Tag mit dir verbringen… und sonst keinem. Das du einfach nicht aufgetaucht bist.. war echt beschissen von dir Al. Wir haben doch erst zuletzt darüber geredet. wie Scheiße diese Ungewissheit ist! Du hättest mir wenigstens sagen können, dass du okay bist!“
Dann hätte er nicht das Risiko auf sich nehmen und den halben Wald nach ihm absuchen müssen. Oder diese Ungewissheit ertragen müssen. Weshalb er schon auch etwas sauer auf ihn war. Er hätte ihn einfach zur Rede stellen oder anschreien können. Aber ihn zu ignorieren.. das war echt das aller Schlimmste für ihn.
@Alphonse Drummer



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»Von deiner Mom?« Kurzzeitig war der gesamte Liebeskummer vergessen und Alphonse gelang es sogar, zu lächeln. »Den persönlichen Gegenstand, den du erwähnt hattest, hat er ihn doch noch auftreiben können?« Das waren wundervolle Neuigkeiten ... in einer ganz beschissenen Situation. Denn eigentlich sollte das gefeiert werden. Sie hätten es bei dem letzten Treffen zusammen zelebrieren sollen. Und das fand Feivel gerade ganz schön bitter. »Das ... das freut mich wirklich, Atticus. Ich habe mir sehr für dich gewünscht, dass ... was auch immer es ist ... noch den Weg in deine Hände findet.«
Trotzdem hätte er Nico zum Dank nicht gleich knutschen müssen. Aber das verkniff sich AJ nun zu sagen, damit ausnahmsweise die positive Nachricht für sich stehen konnte.
Als Atticus dann jedoch erklärte, warum er das Küssen hatte lernen wollen, schnaubte Al ungehalten. »Ja und ich bin der super intelligente Nerd, der schon hunderte Bücher über Sexualkunde gelesen hat. Habe ich deswegen die Weisheit mit Löffeln gegessen? Offensichtlich nicht.« Doch er betonte jetzt lieber nicht erneut, dass er das alles am liebsten mit Atticus zusammen lernen wollte. Vor allem, weil er richtig Schiss vor vielem hatte. Und gerade deswegen sich auch davor fürchtete, nicht gut genug für Atticus zu sein. Aber womöglich hatten sich diese Gedanken ohnehin erledigt.
Er hatte sich also nicht in Nico verliebt und hatte den Tag ausschließlich mit Feivel verbringen wollen. Tatsächlich glaubte AJ ihm das, aber ... wirklich besser machte es das alles nicht. »Das hat nicht so ausgesehen. Ich dachte, ihr vernascht euch gleich im Wald. Da war die Sache für mich ganz klar und ich ... hab nicht geglaubt, dass es dich interessiert, wo ich bleibe. Es hat alles zusammengepasst ... für mich. Dass es nur ein Fehler für dich war, du eigentlich jemand anderen willst und ich ... na ja, ich sagte ja schon mal, dass ich kein gutes Beziehungsmaterial bin. Ich hätte gar nicht unterstellen sollen, dass es eine Option ist ... Und es hat einfach wehgetan, euch so zu sehen. Danach ... wollte ich einfach nur noch weg.« Feivel war nun doch froh, Atticus nicht gegenüber zu stehen, denn er lief sicher so rot an wie eine Tomate.
»Tut mir leid ... dass du dir solche Sorgen gemacht hast«, ergänzte er noch ehrlich zerknirscht. Denn der Gleichaltrige hatte ja recht. Ungewissheit war scheiße.
@Atticus Keene



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„Ja, eine Kette mit ihrem Namen.. ich habe mich daran erinnert, dass ich als kleiner Junge immer daran gezogen habe…“
Seine Stimme wurde kurz wehmütig und er blickte zu Boden. Aber noch bitterer als diese Erinnerung, war die Tatsache, dass er die Freude darüber nicht mit AJ hatte teilen können. Denn nichts hatte er an diesem Tag lieber gewollt. Da half leider auch seine nachträgliche Freudebekundung nicht wirklich. Weswegen nur ein halbherziges
„danke..“
Von ihm kam. Er dabei aber kurz die Hände zu Fäusten ballte.
„Weißt du.. ich konnte es nicht erwarten dir davon erzählen! Bin förmlich in Richtung Bunker gesprintet weil ich so aufgekratzt und glücklich deswegen war….“
Und wie oft war Atticus in seinem Leben schon mal glücklich? Diese Momente konnte er wohl echt schon fast an einer Hand abzählen. Dieser hier war einer gewesen. Den er so gerne mit Feivel geteilt hätte. Weswegen die Enttäuschung über sein Nichterscheinen nur noch viel größer gewesen war.
Ja.. er durfte ihm nun womöglich keine Vorwürfe machen. Tat es aber trotzdem irgendwie, selbst wenn er AJs Beweggründe ja einigermaßen nachvollziehen konnte.
„Naja.. du tust schon immer so als hättest du das“
Versuchte er sich nun sogar an einem kleinen Scherz wegen der Weisheit. Da man sein leichtes Lächeln nicht sehen konnte, wusste er aber nicht, ob es auch als solcher bei seinem Gesprächspartner ankam.
„Ich weiß doch selbst, dass diese Gedanken eigentlich ziemlich erbärmlich waren.. aber ich konnte nichts dagegen machen. Sie waren einfach da“
Diese Erwartungshaltung sich selbst gegenüber. Er hatte das weder geplant noch gewollt gehabt. Es war einfach passiert und er hatte nicht wirklich darüber nachgedacht.
„Ich handle manchmal eben etwas kopflos.. deshalb brauch ich ja auch so einen kleinen, analytischen Nerd wie dich an meiner Seite..“
Wenn AJ nicht mit dieser impulsiven und oft sehr spontanen Art von Atticus klar kam, dann war diese ‚Freundschaft‘ wohl wirklich zum Scheitern verurteilt. Denn Atticus würde sich in der Hinsicht wohl nie wirklich ändern.
„Es war nur ein Kuss Al, danach bin ich sofort gegangen und nichts weiter ist passiert.“
Beteuerte er erneut. Ob AJ ihm glaubte oder nicht.. tja darauf hatte er leider keine Einfluss. Edward wäre wohl extrem skeptisch. Aber sein Sohn kannte Atticus besser als er.. also musste er selbst entscheiden, ob er ihm diese Geschichte abnahm.
„Scheiße, denkst du denn ich bin gutes ‚Beziehungsmaterial’? Ich bin doch auch total verkorkst! Aber hätte ich in alldem einen Fehler gesehen… denkst du dann hätte ich jeden Abend mit dir per Walkie geredet und… mich so verdammt darauf gefreut dich endlich wieder zu sehen?“
Denn das hatte man ihm doch angemerkt oder? Die Euphorie und Aufregung am Tag vor ihrem Treffen. Atticus hatte es kaum erwarten können.
Und auch wenn es ihn nervös machte, dass Alphonse hier schon von einer Beziehung sprach.. so musste er ihm das trotzdem deutlich sagen. Denn er wollte ihn nicht verlieren!
„Ich wollte dir damit nicht weh tun… wirklich nicht… Kannst du denn nicht…. in den Bunker kommen? Damit ich es wieder gut machen kann?“
Okay, das sollte nun eigentlich gar nicht wie eine Sexeinladung klingen, auch wenn es das wohl irgendwie automatisch tat xD. Aber so meinte Atticus es nicht. Er wollte es aber wirklich wieder gut machen und vermisste Feivel einfach so sehr.
Da das Funkgerät wieder funktionierte wer weiß.. vielleicht war er ja ganz in der Nähe.
@Alphonse Drummer



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Feivels Herz verkrampfte sich. Solche Missverständnisse waren wirklich grausam. Wenn er diesen Scheißkuss nicht gesehen hätte, wäre gar nichts passiert, sondern er hätte im Bunker mit Atticus die Sache mit der Kette feiern können. Sein Freund hätte endlich mal einen richtig schönen Abend gehabt und ... Feivel auch. Alles hätte gut sein können, egal wie lang es angehalten hätte. Stattdessen fand pubertäres Teenie-Drama statt, für das sich AJ inzwischen echt schämte. Den Kuss und sein dadurch zerschmettertes Herz bekam er trotzdem nicht aus dem Kopf.
»Ich habe mir diesen Tag auch ganz anders vorgestellt.« Aber ändern konnten sie nicht mehr, wie es gelaufen war. Nun mussten sie herausfinden, ob man ihre Freundschaft oder wie auch immer man es nennen wollte, noch retten konnte.
»Hmpf ... in allen anderen Bereichen hab ich das mit Sicherheit. Aber was das angeht ... bin ich eine totale Null. Ich hab das ernst gemeint, was ich nachts gesagt hab. Ich ertrage sonst noch nicht mal Umarmungen von jemandem, nicht mal immer von meinem Dad. Dass ich mal jemanden küsse und es mögen würde ... hätte ich nie gedacht.«
Es fiel ihm schwer, das so offen zuzugeben und über die körperliche Ausdrucksweise von Zuneigung zu sprechen. Aber gerade war auch die Mauer abgetragen, die er sonst um sich herum trug. Bei Atticus geschah das zum einen automatisch und auch sehr schnell. Zumindest wenn einmal die Hürde genommen war. Sie hätten schließlich auch schon viel früher per Funk über ihre Zukunft sprechen können.
»Offensichtlich handle ich auch unter bestimmten Umständen kopflos.« Auch das war etwas, das sich Feivel nicht gern eingestand. Beobachtet hatte er es aber zuvor auch schon. Bei Violet. Sobald seine Familie mit drin hing, passierte das. Und offenbar gehörte Atticus für ihn schon dazu.
Nur ein Kuss ... Feivel musste die Bilder schon wieder niederkämpfen. Für ihn hatte es nicht danach ausgesehen, aber er war eben auch anders. Ed hatte auch Frauen schon so geküsst und es hatte ihm nichts bedeutet. Und sich selbst konnte er dank Skadi wohl auch nicht mehr davon ausnehmen. Feivel biss die Zähne zusammen und musste erneut aufkeimende Tränen unterdrücken. Ob er Atticus wohl jemals begreiflich machen konnte, wie sehr ihn das Gesehene erschüttert und vernichtet hatte? Per Funk jedenfalls nicht. Aber er wusste so langsam auch nicht mehr, was er dazu noch sagen sollte.
»Keine Ahnung, Atticus. Ich wusste danach überhaupt nicht mehr, was ich denken soll.« Hoffentlich hörte man nicht, dass er kurz davor stand, loszuheulen. Denn gerade fühlte er sich richtig verzweifelt.
Ob er in den Bunker kommen sollte? Feivel wünschte sich nichts lieber als das. Denn wenn dieses Gespräch für eines gesorgt hatte, dann ... dass er Atticus mehr denn je vermisste. Für ihn hörte sich das auch nicht wie eine Sexeinladung an. So weit war er ohnehin noch lang nicht.
»Ich muss dir noch etwas sagen.« Er atmete tief durch. Denn wenn sie wirklich gerade dabei waren, sich wieder anzunähern, wollte Feivel eine bestimmte Sache nicht verheimlichen. »Mein Dad ist mit mir zu einer befreundeten Kolonie gegangen, damit ich dort Zeit mit einer Freundin verbringe. Er ist ... nicht zu mir durchgedrungen, nachdem ich dich und Nico gesehen habe. Und ich schätze, er wusste sich nicht anders zu helfen. Er hoffte wohl, Skadi würde mich wieder aufbauen. Tatsächlich hat sie ... mich aber geküsst.« War eigentlich echt verrückt, dass es gleich zwei Menschen gab, die ihn plötzlich begehrten. Vielleicht hatte Skadi aber auch die Veränderung bei Feivel gespürt und ihre Gelegenheit gesehen. Wie auch immer ... es war passiert. »Ich war traurig und verwirrt, also ... hab ich zurückgeküsst. Dabei hab ich aber nur an dich gedacht und danach ... hab ich mich einfach nur schrecklich gefühlt. Das ... sollte ich dir wohl beichten, bevor du mich in deinen Bunker einlädst. Aber wenn du immer noch möchtest, dass ich morgen vorbeikomme, dann ... frage ich meinen Dad, ob er es erlaubt, und melde mich dann noch mal.«
@Atticus Keene



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„..warum ist es bei mir anders?“
Atticus verstand es nicht. Er wusste nicht, was an ihm so besonders sein sollte, dass Feivel all die Dinge zuließ, mit denen er sich sonst so schwer tat. Es tat gut mal für jemanden etwas Besonderes zu sein… aber gleichzeitig machte ihm das auch einen immensen Druck. Denn was, wenn er etwas falsches machte und Alphonse dadurch verschreckte? Wenn er diese Gunst durch sein Handeln verlor? Genau deshalb hatte er wohl auch ‚üben‘ wollen.. damit genau das nicht passierte und er ihn weiterhin von sich überzeugen konnte. Da er nicht davon ausging.. dass nur sein Charakter dafür ausreichte. Der war nämlich nicht so überragend toll..
Atticus versuchte ja wirklich Feivel klar zu machen, dass das mit Nico nichts bedeutet hatte und wie gern er ihn eigentlich hatte. Er war vielleicht nicht immer gut mit Worten. Aber auf seine Art versuchte er es ihm klar zu machen.
Jedoch hatte er nicht das Gefühl, dass Alphonse das gerade wirklich annehmen konnte. Weshalb er etwas zerknirscht die Zähne zusammen biss und die Hände zu Fäusten ballte.
Er reagierte noch nicht auf seinen Wunsch, zu ihm in den Bunker zu kommen. Denn vorher.. gab es offenbar noch etwas das AJ ihm beichten wollte?
Atticus wurde hellhörig und setzte sich aufs Bett. Vorhin war er wie aufgeschreckt durch die Gegend gelaufen.
Ein Mädchen hatte Alphonse also ebenfalls geküsst. Hm… vielleicht würde Atticus eifersüchtiger reagieren, wenn AJ nun nicht sofort hinzufügen würde, dass er dabei nur an ihn gedacht hatte. Denn seltsamerweise.. machte ihn das eher glücklich statt ihn zu verletzen. Weshalb auch er versuchte ihm zu sagen, dass es ihm damit ähnlich gegangen war.
„In den Tagen, nachdem du nicht aufgetaucht bist…. war ich echt richtig beschissen drauf. Nico war ein paar Tage in meiner Kolonie und hat versucht mich zu trösten oder…. abzulenken. Aber ich wollte nicht.. weil auch ich nur an dich denken konnte AJ…“
Nico hatte seinen Zweck erfüllt gehabt. Er hatte ihm beigebracht wie man gefühlvoll küsste. Und er hätte ihm bestimmt noch mehr beibringen können. Aber er wollte nichts mit ihm tun… was er nicht zuvor mit AJ getan hatte. Denn diese Erfahrungen wollte er nur mit ihm machen. Weswegen er sich nicht auf ein Techtelmechtel mit dem Sklaven eingelassen hatte, obwohl er es gekonnt hätte.
„Scheiß auf Skadi….scheiß auf Nico.. und scheiß auf das verdammte Morgengrauen. Ich will dich jetzt sehen!“
Die Sonne war zwar schon untergegangen aber es war noch nicht mitten in der Nacht sondern erst Abend. Atticus könnte sich noch aus der Kolonie schleichen.. denn er konnte und wollte einfach nicht noch länger auf dieses Wiedersehen warten. Nicht nach allem, was sie nun miteinander geteilt hatten. Seine Sehnsucht wuchs ins Unermessliche und.. er ertrug es einfach nicht Feivel nicht auch noch einmal persönlich zu sagen, wie Leid es ihm tat was er getan hatte..
@Alphonse Drummer



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Wenn Feivel doch darauf nur eine Antwort hätte. Sein Kopf ratterte unaufhörlich deswegen. Er wollte nun schon einige Male rekonstruieren, wie Atticus den Weg in sein Herz gefunden hatte – damit das nie wieder passierte. Aber es war ein Ding der Unmöglichkeit. Also hatte Feivel gerade echt keine Ahnung, was er sagen sollte und meinte deswegen nur unbeholfen: »Weil du ... du bist. Es gibt wohl Sachen ... die kann man nicht rational erklären. Aber du hast mich kalt erwischt. Beim Schaukeln hab ich noch gedacht, ich werd krank, weil mein Körper so verrückt gespielt hat.« Er schmunzelte bei der Erinnerung, sah aber kurz darauf schon wieder traurig zu Boden. Ihn plagten ähnliche Ängste wie Atticus, wenn auch aus anderen Gründen.
Damit AJ die Sache mit Nico vergessen konnte, musste wohl erst mal etwas Zeit ins Land ziehen. Außerdem hatte er selbst noch etwas zu beichten, bevor er an so etwas wie einen Neustart denken konnte. Er wusste nun nicht, was er darauf zu erwarten hatte. Denn Atticus hatte seine Eifersucht wegen Nico nun auch nicht so richtig verstanden. Also hatte er mit dem Gefühl ja vielleicht ohnehin nicht viel am Hut und es war ihm total egal, dass AJ und Skadi sich geküsst hatten. Was ein bisschen wehtun würde.
Atticus erzählte erneut von Nico ... dass dieser ihn trösten wollte und ablenken. Da durchfuhr ihn ja gleich wieder ein Sturm voller Neid und er zerdrückte fast das Funkgerät deswegen. Aber er beherrschte sich. Die Hauptsache war doch, dass Atticus nicht darauf eingestiegen war - weil er ihn, Feivel, wollte.
Was AJs Herz aber nun so richtig zum Klopfen brachte, war die Forderung, sein Freund wolle ihn nun sofort sehen. Diese Ungeduld ließ seinen gesamten Körper prickeln und er fühlte sich davon richtig angesteckt. Sie hatten per Funk alles besprochen, was möglich war, aber da gab es noch offenbar noch mehr, das sie ... tun mussten. Sich sagen mussten, während sie sich in die Augen sahen. Und das duldete nun keinen Aufschub mehr.
Am liebsten wäre AJ nun auch sofort losgerannt. Aber das konnte er Edward wirklich nicht antun. Er musste noch einmal zu ihm und um Erlaubnis fragen. »Gib mir eine Stunde.« Außerdem ließ er sich noch von Atticus erklären, auf welcher Route Patrouillen zu erwarten waren. Dann verabschiedeten sie sich fürs Erste und Feivel wandte sich um, um zurück zum Lager zu gehen.
Dort angekommen, fühlte er sich wie in Trance. Die letzten Wochen waren so furchtbar gewesen und nun ... bestand plötzlich doch die Chance auf eine gemeinsame Zukunft mit Atticus?
»Es war ein Missverständnis«, offenbarte er seinem Dad ziemlich direkt. »Er wollte ... mir imponieren und besser küssen lernen.« Ja, das klang laut ausgesprochen immer noch fragwürdig xD Aber Feivel glaubte es inzwischen, auch wenn das seinen Schmerz nicht linderte. »Kann ich heute noch zum Bunker gehen, Dad? Wir wollen uns richtig aussprechen, nicht nur über Funk.«
@Atticus Keene



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Auch wenn Alphonse es nicht sehen konnte, lächelte Atticus bei seinen Worten. Denn natürlich schmeichelte es ihm das zu hören.. er fühlte sich das erste Mal in seinem Leben wie etwas Besonderes. Wo er sonst immer nur von einem Ort zum nächsten abgeschoben worden war… von niemandem so richtig aufgenommen. Da begann sein Herz bei dieser Offenbarung schneller zu schlagen. Denn dieses Gefühl.. war durch absolut nichts zu ersetzen.
„Dann lag es bestimmt nur an dieser Krankheit, dass ich dich beim Weitsprung so fertig gemacht habe“
Sagte er nun schmunzelnd, weil er sich diese Leichtigkeit zurück wünschte, die sie damals miteinander geteilt hatten. Beide unendlich viele Schmetterlinge im Bauch. Und noch nichts davon war kompliziert gewesen. Bis Atticus ihn fast geküsst hatte. Damit hatte er wohl etwas gestartet.. das sich nun nicht mehr aufhalten ließ. Und inzwischen wollte Atticus das auch gar nicht mehr. Auch wenn es ihn durchaus ein bisschen beunruhigte, dass seine Stimmung so abhängig von Alphonse war. Denn was wenn sie sich trennten? Er erneut einfach abhauen würde wegen… Gründen die Atticus nicht kapierte? Würde er dann etwas Dummes tun, das ihn den Kopf kosten würde aus Liebeskummer? Die letzten Tage war er schon häufig versucht gewesen gefährlichen Unsinn anzustellen. Weshalb ihn die Macht, die AJ hier über ihn hatte, wirklich verängstigte.
Und dennoch musste er ihn einfach sehen. Weil von ihm getrennt zu sein fast schon körperlich schmerzte.
„Ich werde da sein“
Versprach Atticus und legte das Funkgerät mit einem Lächeln auf den Lippen zur Seite. Er sprang im nächsten Moment auf, um rasch unter die Dusche zu hüpfen und sich frische Sachen über zu ziehen. Ehe er sich vorsichtig aus der Kolonie schlich.
AJ hingegen musste erst mal an seinem eigenen Torwächter vorbei, nämlich in Form seines Dads. Welcher AJs Rückkehr in einem ganz anderen Zustand erwartet hatte. Vielleicht traurig? Wütend? Aber stattdessen wirkte er irgendwie aufgekratzt und.. hoffnungsvoll. Redete irgendwas davon, das alles wäre ein Missverständnis gewesen?
„Ach ja? Ist er über einen Stein gestolpert und mit der Zunge in dem Rachen dieses anderen Jungen gelandet?“
Fragte er sarkastisch und mit gerunzelter Stirn. Denn Missverständnisse passierten in dieser Hinsicht eher selten.
Jedoch hätte Ed ihm das womöglich sogar noch eher abgenommen als die eigentliche Begründung, bei der seine Augenbrauen noch höher wanderten.
„…das ist die wohl schlechteste Ausrede, die ich jemals gehört habe“
So schlecht, dass sie fast schon wieder wahr sein könnte. Denn sonst würde Atticus sich doch irgendwas Glaubhafteres einfallen lassen oder? Vielleicht war er ja echt so simpel gestrickt und ein bisschen dämlich.. denn anders könnte man dieses Verhalten wohl nicht bezeichnen.
„Wouh, jetzt mach mal halblang. Es ist schon dunkel und gefährlich da draußen. Außerdem.. nimmst du ihm diese Geschichte wirklich ab? Sicher, dass er dich nicht nur verarscht Feivel..?“
Denn all dieses Risiko auf sich zu nehmen, wegen einem Jungen, der ihm möglicherweise absolute Scheiße verzapfte… das gefiel Ed ganz und gar nicht. Aber AJ hatte sich ihm gerade erst geöffnet und anvertraut. da wollte er dieses neu gewonnene Vertrauen nicht gleich wieder zerstören. Weswegen er seufzte. Nun hatte er ja kein Funkgerät mehr, mit dem sie in Kontakt bleiben konnten. Weshalb er streng meinte.
„Na schön, ich erlaube es. Aber NUR wenn ich dich bis zu diesem Bunker begleiten darf“
Er würde natürlich nicht mit rein gehen. Aber er wollte ihn unterwegs sicher wissen. Und dort vielleicht auch aufpassen, bis sie ein neues Funkgerät gefunden hatten.
Dass er damit den Standort des Bunkers verraten musste… war die einzige Möglichkeit wie Feivel Atticus heute noch sehen konnte. Denn in dieser Hinsicht ließ Ed absolut nicht mit sich diskutieren. Und AJ wusste wann es zwecklos war und wann nicht..
@Alphonse Drummer



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Feivel wusste doch auch nicht, was die Zukunft bringen würde. Aber er war kein Mensch für halbe Sachen. Für ihn war eine klare Definition ihrer Beziehung wichtig. Ihm war auch klar, dass es für sie beide nicht einfach werden würde – was an ihrem jeweiligen Charakter lag, aber auch an den Umständen ihres Lebens. Aber so etwas besprach man nicht per Funk, sondern besser persönlich. Das war ja mit ein Grund gewesen, warum AJ das Thema vorher immer so umschifft hatte. Er hatte es erst bei ihrem Treffen wieder ansprechen wollen. Und dann war alles anders gekommen.
Feivel hastete zurück zum Lagerplatz. Nun hatte er Bauchschmerzen, weil er seinen Dad fragen musste, ob er jetzt noch zum Bunker durfte. Eigentlich konnte er sich die Antwort schon denken. Edward hatte die letzten Wochen mit ansehen dürfen, wie sehr sein Sohn gelitten hatte und dass er auf Atticus gerade nicht gut zu sprechen war, lag damit auf der Hand.
Feivel verdrehte die Augen beim Sarkasmus und erläuterte, was wirklich der Grund für den Kuss gewesen war. »Ich weiß«, schob er noch hinterher. »Und ich bin deswegen auch nicht weniger verletzt. Trotzdem ... bin ich erleichtert, dass er sich nicht anderweitig verliebt hat. Es klang so, als ... würde er sich noch eine Chance wünschen.« Feivel fand es ja immer noch surreal, mit seinem Vater plötzlich über Liebesdinge zu sprechen. Aber schön war es auch. Und ein bisschen peinlich.
»Er verarscht mich nicht.« Zumindest dahingehend war sich AJ nun absolut sicher. Edward war es nicht und wahrscheinlich besiegelte dies schon das Vorhaben, heute noch Atticus treffen zu dürfen.
Kurz pochte sein Herz kräftig, weil er unverhofft doch die Erlaubnis bekam! Aber mit einer Einschränkung? Mist! Feivel ließ den Kopf hängen und überlegte, ob er darauf eingehen sollte. Es war jedoch nicht seine Entscheidung. Weswegen er das Funkgerät zückte und noch mal versuchte, Atticus zu erreichen. Hoffentlich hatte er es ebenfalls eingesteckt und nicht in seinem Zimmer vergessen. »Atticus? Mein Dad erlaubt mir nur, jetzt zu dir zu kommen, wenn er mich zum Bunker begleiten und in der Nähe warten darf. Ist das ... okay für dich?« Also er unterstellte jetzt einfach mal, dass Ed wirklich nicht mit rein und sie direkt beobachten wollte.
Doch selbst wenn sein Freund nun nicht mehr antwortete, würde Feivel sich auf diesen Kompromiss einlassen. Denn die Sehnsucht war nun so immens, dass er es niemals bis zum nächsten Tag überleben würde. Und wahrscheinlich hätte Ed auch dann darauf bestanden, ihn zu begleiten.
@Atticus Keene



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Edward war natürlich wenig begeistert, dass Feivel sich so schnell wieder von Atticus um den Finger wickeln ließ. Vielleicht war er ja doch nur ein egoistisches Arschloch, das sich an allen Enden vergnügen wollte. Feivel würde nie Zutritt zu seiner Kolonie erlangen, während die Koloniemitglieder ihn nie zu Gesicht bekommen würden. Also die perfekte Möglichkeit um zweigleisig zu fahren. Ein Lover innerhalb der Kolonie und einer außerhalb. So wie die Dinge gerade standen würde Edward ihm alles zutrauen. Weshalb er ein bisschen schnaubte.
„Wünschen kann er sich vieles. Aber überlege dir gut, wie viele Wünsche du ihm erfüllst. Wenn du dir zu sehr auf der Nase herum tanzen lässt, wird er eure Beziehung nie ernst nehmen und denken, dass du ihm sowieso alles verzeihst.“
Weshalb AJ wirklich ganz klare Grenzen abstecken musste. Ob Atticus dann darauf einging, tja das wusste Edward nicht. Aber was er wusste war, dass es Feivel zerstören würde wenn er es nicht tat und sich nur als Spielball benutzen ließ.
Und wieso Ed auf diese Unterstellung kam? naja.. vielleicht weil er es bei Violet ähnlich gemacht hatte. Er hatte sich nie sonderlich bemühen müssen und sich vieles leisten können… sie war trotzdem bei ihm geblieben. Aber er wollte nicht, dass sein Sohn sich so von jemandem behandeln ließ. Was schon eine ziemliche Doppelmoral war…
Als das Funkgerät erneut knackte hatte Atticus Schiss, dass Feivel ihn erneut versetzen würde. Aber stattdessen stellte er nur eine Forderung. Die ihm genauso wenig gefiel und er deswegen genervt schnaubte.
„Na schön! Meinetwegen. Aber wenn er in der Zwischenzeit von einer Patrouille geschnappt wird, gib dann nicht mir die Schuld!“
Denn in den Wäldern der Wicked rumzulungern war verdammt gefährlich. Allerdings wollte er AJ unbedingt sehen, weshalb er sogar in Kauf nahm, dass sein Dad sein Geheimversteck kannte. Wenn Alphonse ihm vertraute… musste Atticus das wohl auch lernen. Denn Ed gehörte nun mal zu Feivels Leben.
Also machten die zwei sich auf in Richtung Bunker.
Atticus war inzwischen schon angekommen und lief ein bisschen unruhig durch den Bunker. Denn sie hatten per Funkgerät nun so viele Thema ein wenig angerissen.. aber nicht so wirklich fertig besprochen. Er wusste aber ehrlicherweise auch nicht mehr, was er noch dazu sagen sollte. Es was offenbar ein Fehler gewesen Nico zu küssen, obwohl sie ja eigentlich (noch) nicht zusammen waren. Die Regeln zwischenmenschlicher Beziehungen zu verstehen, fiel wohl nicht nur AJ manchmal schwer. Atticus wusste auch nicht, wie man sich in solchen Situationen richtig verhielt. Er hatte nichts Verkehrtes daran gesehen Nico zu küssen.. aber AJ hatte es offenbar sehr verletzt. Was er nicht gewollt hatte. Es machte ihn nervös weil nun alles augenblicklich so ernst wurde… er wollte aber auch keinen Rückzieher machen. Denn wenn er ehrlich zu sich selbst war, war er Hals über Kopf in Alphonse verliebt. Und so ein unbeschwertes, schönes Glücksgefühl hatte er noch nie empfunden. Das wollte er unter allen Umstände fest halten.
Als sich die Luke dann endlich öffnete und er Feivels Gesicht erblickte blieb er stehen. Erstarrte sogar kurz, weil die Nervosität plötzlich unerträglich zu werden schien.
Er wusste nicht wie er ihn begrüßen, was er sagen sollte…. weshalb es letztlich bei einem leisen
„Hi…“
blieb. Und er wartete bis AJ nach unten geklettert war. Nun entstand die nächste, seltsame Situation. Denn… er wollte ihm zum Gruß jetzt kein High Five geben. Eigentlich wollte er ihn küssen. Aber das konnte er nicht einfach so machen.. ohne dass die Stimmung dafür passte. Das letzte Mal waren sie sturzbetrunken gewesen. Da waren die Hemmungen herab gesetzt gewesen. Aber jetzt? Vielleicht würde Feivel ihn nun weg stoßen, wenn er ihn einfach so aus heiterem Himmel küsste. Weshalb eine ziemlich unbeholfene Geste entstand, in welcher Atticus sich zu ihm vorbeugte, es so aussah als würde er ihn küssen, aber.. ehe er es tat doch wieder den Kopf zur Seite drehte, um ihn zu umarmen.
Okay…….. das war eigenartig. Und fühlte sich irgendwie falsch an. Shit. Wieso war er plötzlich so nervös? Von wegen cooler Skaterboy.
Da ließ er lieber wieder rasch von ihm ab und räusperte sich. Ehe er noch mal wiederholte
„…..hi“
Und sich zu einem schwachen Lächeln durchrang.
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»Dad ... habe ich mir jemals auf der Nase herumtanzen lassen?« Feivel hob eine Augenbraue. Natürlich war Atticus nun schon einiges gelungen, was kein anderer vollbracht hatte. Aber AJ war immer noch AJ. Und seine Prinzipien schienen selbst in Hinsicht Liebesbeziehung erschreckend klar zu sein. Zumindest das hatte er dank dieses Dramas gelernt. Keine halben Sachen, kein Rumgeeier und auch kein Fremdgehen und mit anderen ausprobieren. Sein Herz hatte sich jemanden ausgesucht. Punkt. Die Frage war natürlich, ob Atticus das ebenso sehen würde. Vielleicht war er eher jemand der lockeren Sorte, denn Feivel hatte immer noch nicht das Gefühl, dass der Kuss mit Nico von ihm als Fehler empfunden wurde. Und womöglich war es ja auch keiner. Sie hatten betrunken geknutscht und nie darüber gesprochen. Feivel hatte vielleicht gar kein Recht, sauer und traurig zu sein. Trotzdem war er es.
Es war jetzt jedoch müßig, das alles zu zerdenken. So richtig zu einem Ergebnis würden die beiden Teenager wohl erst kommen, wenn sie sich sahen. Ein Gespräch per Funk konnte das nicht ersetzen.
Es tat Al leid, dass er den Standort des Bunkers verraten musste, aber ohne diesen Kompromiss würde ein Wiedersehen nicht möglich sein. Wenigstens wollte er vorher Atticus’ Zustimmung einholen.
Darüber, dass Ed erwischt werden könnte, machte sich AJ natürlich auch Sorgen. Andererseits hatte er sich bereits mit den Wicked angelegt und mit Bravour bestanden. Feivel sagte ihm trotzdem, wann die Patrouillen laut Atticus in der Nähe waren und er sich besser verstecken sollte.
Und dann kletterte er schon hinab in den Bunker. Sein Herz klopfte heftig und sprang ihm fast aus der Brust. Atticus zu sehen, sorgte für die Art von Gefühlschaos, an das sich Feivel wohl niemals gewöhnen würde. Erneut war er damit überfordert, wollte es aber auch nicht missen.
Noch standen sie sich gegenüber ... AJ zugegebenermaßen ziemlich starr und nervös. Denn er hatte auch keine Ahnung, was er sagen oder tun sollte. Der Wunsch nach einem Kuss war immens. Aber dann dachte er auch gleich wieder an Nico und bekam diese Bilder in den Kopf. Diese Wunde würde noch eine Weile brauchen, bis sie geheilt war und dagegen konnte Feivel leider nicht viel tun.
»Hi ...«, erwiderte er also gedehnt. Und beobachtete dabei, wie der Gleichaltrige näher kam. Es wirkte wie in Zeitlupe. Näher und näher ... fast als wolle er ihn doch noch küssen? Feivel hingegen konnte sich überhaupt nicht bewegen. Letztlich entschied sich Atticus für eine Umarmung. Auch jetzt war es AJ für einen Moment noch unmöglich, zu reagieren. Lediglich die Augen schloss er und atmete einmal tief durch. Sein Freund roch gut ... frisch geduscht womöglich. Während er die letzten Tage durchmarschiert war. Als Nomade lebte es sich leider nicht ganz so hygienisch wie in einer Kolonie. Und dafür schämte sich Feivel plötzlich sehr.
Gerade wollte er endlich die Arme heben und die Umarmung erwidern, da löste sich Atticus schon wieder. Der Entzug seiner Wärme vergrößerte die Leere, die schon seit Wochen in Feivel entstand. Da die Arme nun schon in Bewegung waren, verschränkte er sie kurzerhand vor der Brust und war sich nicht darüber im Klaren, dass dies abwehrend wirken könnte. Die Geste war mehr seiner Unsicherheit geschuldet.
Per Funk war das alles irgendwie doch einfacher gewesen. Die Vehemenz, mit der Atticus dieses Treffen eingefordert hatte, schien auch verflogen zu sein. Sie brauchten also einen Icebreaker, aber Feivel war darin denkbar schlecht. Smalltalk war nicht so seins.
»Darf ich ... die Kette sehen?«, fragte er also unbeholfen. Er fand es immer noch bitter, diesen Glücksmoment nicht mit Atticus geteilt zu haben. Und vielleicht würde es helfen, wenn sie erst darüber sprachen statt über ... ihre Freundschaft oder Beziehung oder wie auch immer man das, was sie gerade einte, nennen konnte.
@Atticus Keene



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„Nein, aber du wirst sehen.. in der Liebe laufen viele Dinge anders“
Wenn er daran dachte, was er bereits gewesen wäre, für Cara in Kauf zu nehmen. Da gab es wohl nicht vieles, das er nicht für sie getan hätte. Und er wollte nicht, dass es Feivel genauso erging. Denn Edwards Liebe.. war letztlich unerwidert geblieben. Dennoch wäre er für Cara durchs Feuer gegangen und hätte ihr jeden Wunsch erfüllt. Feivel sollte diese… zermürbende Erfahrung einfach nicht ebenfalls machen. Das hatte er nicht verdient. Er sollte einen Partner an seiner Seite haben, der ihn genauso liebte wie umgekehrt. Und ob Atticus dieser jemand sein konnte? Ed wusste es nicht.. traute es ihm aber irgendwie nicht zu.
Traute Atticus sich selbst das alles hier zu? Ehrlich gesagt wusste er das auch nicht. Er wusste nur, dass er Alphonse sehen musste. Ihm nah sein wollte. Ob er wirklich dazu fähig wäre ihm zu geben was er brauchte… das würde sich zeigen. Gerade dachte er nicht so weit, sondern wollte das zwischen ihnen einfach wieder kitten.
Am Walkie hatte er aber die Wirkung unterschätzt, die AJs Auftauchen auf ihn haben würde. Eigentlich wollte er viel cooler reagieren. Aber kaum, dass er in sein Gesicht blickte, bekam er das irgendwie nicht mehr auf die Reihe sondern druckste nervös rum.
Sah ihm gar nicht ähnlich, sonst war er auch nicht auf den Mund gefallen. Aber das erste Mal verliebt zu sein.. war eben in vielerlei Hinsicht absolut überwältigend und beängstigend.
Also kam es zu einer seltsamen Umarmung. Die sich irgendwie nicht ganz richtig anfühlte. Aber so mussten sie das nun wohl mal stehen lassen.
Atticus suchte bereits nach den richtigen Worten.. doch Feivel kam ihm zuvor und fragte nach der Kette. Woraufhin ein trauriges Lächeln auf seine Lippen trat. Auch er trauerte dem Moment hinterher… den er nicht mit AJ hatte teilen können. Denn nun war es einfach nicht mehr dasselbe.
Dennoch zog er die Kette unter seinem T-Shirt hervor und hielt Al den Anhänger entgegen, ohne sie dabei abzunehmen.
„Eigentlich sollte ich sie besser verstecken, damit niemand sie findet. Aber… ich schaffe es einfach nicht sie wieder abzulegen..“
Denn wenn Enzo oder Mara die Kette fanden, würde das Fragen aufwerfen. Zwar wussten sie womöglich von seiner Abstammung aber woher er die Kette hatte war dann doch fragwürdig. Und er wollte Nico nicht erneut Ärger machen. Wollte sie aber dennoch weiterhin ganz nahe an seinem Herzen tragen. Sie passte vielleicht nicht zu seinem Stil aber das war ihm völlig egal. Das hier war nun der größte Schatz, den er besaß.
Während Feivel den Anhänger betrachtete… blickte Atticus ihm nachdenklich in die Augen.
Nur weil er hier war, hieß das noch lange nicht, dass nun alles wieder gut war oder? Er hatte ihn gebeten her zu kommen.. weil er sein Verhalten wieder gut machen wollte. Zwar sah er immer noch nicht gänzlich seinen Fehler ein aber das musste er auch nicht. Dass er Feivel damit weh getan hatte reichte schon.
Weswegen er die Kette wieder los ließ und stattdessen seine Hände an Alphonse’ Wangen führte. Weiterhin sah er ihm in die Augen und sagte mit ehrlichem Blick
„Es tut mir wirklich Leid, dass ich dich verletzt habe. Bei der Sache mit Nico…. hab ich einfach nicht wirklich drüber nachgedacht wie du dich dabei fühlen könntest. Ich hatte noch nie in meinem Leben jemanden an meiner Seite, auf den ich Rücksicht nehmen musste..“
Nicht so richtig zumindest. Sonst hatte er sich stets auf sich selbst konzentrieren können. Zwar gab es Menschen, die ihm wichtig waren und die er häufig mal enttäuschte. Aber im Endeffekt war er immer nur sich selbst Rechenschaft schuldig. Und konnte ziemlich tun und lassen was er wollte.
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Vielleicht würde Feivel ja auch versagen und kein Partner sein, den man gern an seiner Seite haben wollte. All das lag noch im Dunklen. Aber er wurde das Gefühl nicht los, es mit Atticus gemeinsam herausfinden zu wollen. Selbst nach dem Kuss mit Nico war dieser Wunsch noch in ihm gewesen und nun nach dem Funkgespräch wurde er von neuer Hoffnung genährt.
Das tatsächliche Wiedersehen gestaltete sich jedoch alles andere als leicht. Nach der merkwürdigen Umarmung suchten sie beide sichtlich angestrengt nach einem Einstiegsthema und Feivel entschied sich letztlich, nach der Kette zu fragen.
Vorsichtig streckte er die Hand aus, um das filigrane Schmuckstück zu berühren. Sienna. Auf AJs Lippen breitete sich ein schwaches Lächeln aus, während er Atticus zuhörte. »In Japan gibt es so kleine bestickte Stoffbeutel, die man als Schutzzeichen um den Hals trägt. O-Mamori heißen sie. Vielleicht weiß mein Dad, wie man so einen näht, dann könntest du den um den Hals tragen und die Kette darin.« Das wäre weniger auffällig und die Tasche könnte sich Atticus ganz einfach selbst angefertigt haben. Karate war schließlich eine japanische Kampfkunst, also wäre es gar nicht so unlogisch, wenn sich Atticus beispielsweise bei Haus Völlerei über die Kultur des Landes informiert hätte. »Und wenn du dadurch noch zusätzlich geschützt wirst ... wäre mir das nur recht.« Feivel ließ den Anhänger los und sah hinauf in Atticus’ Augen. Welche schon längst auf ihn gerichtet waren. Schon wieder jagte eine Sturm an Schmetterlingen durch seinen Bauch. Er schloss kurz die Lider, als er die Hände an seinen Wangen fühlte. So ganz ohne Alkohol kamen ihm die leichtesten Berührungen viel intensiver vor.
»Das alles ... ist wohl für uns beide ganz neu. Ich ... werd zwar eine Weile brauchen, bis ich dieses Bild aus meinem Kopf bekomme. Aber ich weiß, dass ich gar nicht sauer oder traurig deswegen sein dürfte. Wir haben nie darüber gesprochen, was ... in der Nacht passiert ist. Also ... darüber, was das für uns bedeuten soll.«
Feivel nahm eine der Hände in seine und hielt sie vorsichtig fest. »Mir tut es auch leid, dass ich einfach gegangen bin, ohne mich noch einmal zu melden, und du deswegen so lang im Unwissen warst.«
@Atticus Keene



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zuletzt bearbeitet 30.01.2023 20:18 |
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Irgendwie bedeutete es ihm viel, dass Feivel die Kette berührte. Es war ein bisschen so… als würde er ihm gerade seine Mum vorstellen. Vielleicht ein verrückter Gedanke. Aber andere Möglichkeiten hatte Atticus nicht, um sich ihr nahe zu fühlen. Feivel würde niemals ein Mitglied seiner Familie kennen lernen, weil er einfach keine hatte. Und die Menschen, die sich ersatzweise um ihn gekümmert hatten… naja, auch die würde er wohl nie treffen. Also war das hier… alles was er ihm von seiner Herkunft zeigen konnte.
„O-Mamori? Und du denkst ein Stoffbeutel sieht cooler und unauffälliger aus als eine eine Kette?“
Fragte er schmunzelnd. Denn so richtig vorstellen konnte er sich das irgendwie nicht. Aber wer weiß. Vielleicht gab es ja auch badass Stoffbeutel oder so.. jedenfalls war es eine schöne Idee.
Und es zeigte ihm, dass Alphonse sich um ihn sorgte, was ihm bereits wieder Gänsehaut über den Körper jagte. Genau wie der Blick in seine Augen.
Es kostete ihn ein bisschen Überwindung die Hände nun an seine Wangen zu legen. Das war schon.. ziemlich intim. Aber er wollte es unbedingt und sollte nicht so ein Schisser sein. Wenn er Alphonse Zuneigung zurück gewinnen wollte, musste er sich nun anständig um ihn bemühen. Da reichte sein Skaterboy Charme womöglich nicht mehr.
„Was du fühlen darfst oder sollst.. hat niemand dir vorzuschreiben. Ich.. wusste bloß nicht, dass es dir etwas ausmachen würde..“
Denn seltsamerweise störte ihn das mit Skadi tatsächlich nicht so sehr. was aber nicht daran lag, dass er Feivel nicht gern hatte. Er wusste auch nicht. Er hatte einfach das Gefühl, dass ihre Verbindung viel stärker war als alles andere und er niemanden als Bedrohung ansehen musste. Außerdem waren sie jung, weshalb er es nicht so schlimm fand ein wenig herum zu experimentieren. Aber dazu hatten sie wohl ziemlich unterschiedliche Einstellungen. Und Atticus würde versuchen die von Feivel zu respektieren.
Als AJ seine Hand nahm und sich ebenfalls für sein Abhauen bei ihm entschuldigte, nickte Atticus. Da hatte AJ wohl auch nicht darüber nachgedacht was das wiederum bei Atticus für Gefühle auslösen würde.
„Wenn ich das nächste Mal Scheiße baue… und das wird zwangsläufig sicher in irgendeiner Form passieren… oder ich etwas tue das dir nicht gefällt dann.. schrei mich an, okay? Schlag mir ins Gesicht oder tu irgendwas nur… lauf nicht einfach weg, in Ordnung?“
Denn das war für ihn die aller schlimmste Strafe von allen.
Atticus drückte Alphonse Hand, als dieser sie fest hielt. Und plötzlich.. stand die Welt wieder für ihn still. Nun wo sie sich auch persönlich für das Geschehene entschuldigt hatten, war für ihn eigentlich wieder alles in Ordnung. Weswegen er mit dem Daumen sachte über seine Wange strich und dann meinte
„Dann lass mich dir dabei helfen…. dieses Bild ganz schnell wieder zu vergessen…“
Denn er sollte keinen Gedanken mehr daran verschwenden, wie Nico und Atticus sich geküsst hatten. Sondern nur noch daran denken… wie sie beide sich küssten.
Und mit diesen Worten… wagte Atticus nun doch endlich den Vorstoß und legte seine Lippen ganz sachte auf die seines Gegenübers.. in der Hoffnung, er würde das.. auch nüchtern zulassen..
@Alphonse Drummer



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Feivel hatte sich ähnlich gefühlt, als er Atticus das Hochzeitsalbum seiner Eltern gezeigt hatte. Manchmal waren solche in der Zeit eingefrorenen Erinnerungen die letzte Verknüpfung zu geliebten Menschen. Ob es nun ein Foto war oder eine Kette. Und deswegen berührte AJ das Kleinod so vorsichtig und ehrfürchtig.
»Du sollst den Stoffbeutel ja immer noch unter deinen Klamotten tragen. Aber wenn er mal offenbart und von anderen bemerkt wird, ist das nicht ganz so eindeutig und auffällig, als wenn du plötzlich diesen Anhänger trägst.« Feivel fand seinen Vorschlag total großartig und verstand gar nicht, warum Atticus so skeptisch war. xD »Wir können auch ein Skateboard drauf sticken, wenn du willst.« Sein Dad knüpfte ja auch süße Tierchen und Sonnen, da bekam er es bestimmt hin, so etwas für Atticus zu nähen. Oder Feivel zu zeigen, wie man es machte.
Offenbar war das ein guter Icebreaker gewesen, denn es dauerte gar nicht mehr lang, da ließen die Jungs ihre Nervosität ein stückweit fallen und näherten sich einander an. »Das wusste ich auch nicht, bis ich euch gesehen habe.« Er senkte kurz den Blick. »Tut es dir denn nicht weh, dass ich Skadi geküsst habe?« Und wenn nicht, was bedeutete das dann? Dass es Atticus egal war? Er mit Treue und Monogamie nichts anfangen konnte? »Ich hab mich danach furchtbar gefühlt und als hätte ich einen Fehler begangen.« Er für seinen Teil wollte in Liebesdingen nicht herumexperimentieren, als hätte er einen Chemiebaukasten vor sich. Oder vielmehr wollte er nur mit einer Person mehr über seine Vorlieben und dergleichen herausfinden. Und die stand hier vor ihm.
Doch auch Feivel hatte Fehler gemacht, für die er sich entschuldigen wollte. Außerdem erwartete er auch nicht, dass Atticus sich von nun an wie der perfekte Partner verhalten würde. Sollten sie heute Nacht tatsächlich beschließen, eine Beziehung einzugehen, mit allem, was dazu gehörte ... würde das ein hartes Stück Arbeit werden. Sie beide würden weitere Fehler machen und vermutlich würden sie einander auch unbeabsichtigt wehtun. Feivel wollte das in Kauf nehmen, denn bei Atticus ... fühlte er sich nicht mehr wie ein Weirdo. Er konnte sich fallen lassen, fühlte sich akzeptiert und ... glücklich. Natürlich fand er all das auch bei seinem Vater. Aber es gab trotzdem große Unterschiede.
»Versprochen. Ich laufe nicht mehr weg.« Es sei denn, es waren Wicked hinter ihm her. Aber selbst dann würde er sich danach in irgendeiner Form melden.
Nun schienen alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt zu sein. Nachwirken würde das ein oder andere trotzdem noch. Feivel war jedoch müde, darüber nachzudenken. Er wollte jetzt endlich wieder etwas Positives und Schönes spüren. Atticus’ Lippen zum Beispiel, die sich jetzt auf seine legten.
Und auch das war viel viel intensiver ohne Alkoholeinfluss. AJ musste sich unvermittelt an seinen Freund krallen, um einen Halt zu haben, und so zog er ihn auch gleich dichter zu sich. Noch war ihr Kuss so zärtlich und vorsichtig wie in jener Nacht. Und Feivel würde sich wohl auch nicht trauen, ihn zu intensivieren. Zumindest nicht sofort. Er hatte ja jetzt schon das Gefühl, gleich davonzufliegen.
@Atticus Keene



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„Ein Stoffbeutel mit einem Skateboard drauf? Das klingt schon cooler als Kois und Kirschblüten“
Sagte er schmunzelnd. Denn ja, Feivels Idee war süß. Nur konnte er so etwas nicht nähen. Aber wenn AJ und sein Dad sowas herstellen würden… klar würde er es dann auch tragen. Immerhin war das dann auch ein Geschenk von AJ. Womit er nicht nur seine Ma sondern auch ihn immer dicht an seinem Herzen tragen würde.
Wer weiß worüber die beiden sich in dem Beutel so unterhalten würden.
Manchmal konnte man bestimmte Dinge eben nur herausfinden, indem man sie erlebte. So wie Eifersucht. Atticus spürte die durchaus. Sehr oft sogar, wenn er beispielsweise happy Familien sah. Aber das war alles eher Neid statt richtiger Eifersucht.. und in Liebesbeziehungen kannte er es ohnehin kein bisschen.
„Naja.. du hast ja gesagt sie war es, die dich geküsst hat und dass du dabei die ganze Zeit an mich gedacht hast. Dann… kann es ja nicht so berauschend gewesen sein, oder?“
Und deshalb machte er sich da nicht wirklich Sorgen. War das seltsam? Sollte er deswegen eifersüchtiger sein? Gerade hatte er schon wieder keine Ahnung was wohl allgemein gültig in solchen Momenten war.
Sie mussten wohl beide sagen, was sie sich voneinander wünschten. Selbst wenn Atticus das nicht so genau wusste. Das war auch erst etwas, das er noch herausfinden musste. Einfach durch.. Erfahrung. Und die wollte er unbedingt gemeinsam mit Feivel sammeln.
Dafür war es wichtig, dass er die Sicherheit hatte.. er würde nicht sofort davon laufen, kaum dass es schwierig wurde. Denn das würde es werden! Definitiv! Aber wenn er jedes Mal abhaute, dann hätte das zwischen ihnen ganz bestimmt keine Zukunft. Und Atticus war jemand, der sich seinen Kämpfen stellte. Das würde er auch in einer Beziehung nicht anders handhaben.
Weshalb es nun auch er war, der die Initiative ergriff und endlich, den noch bestehenden Abstand zwischen ihnen, überbrückte.
Ganz so mutig wie unter Alkoholeinfluss war er zwar nicht… aber dafür fühlte sich alles noch 1000 Mal schöner und überwältigender an, weil die Empfindungen nicht so gedämpft waren. Sondern er wirklich jede Faser seines Körpers spürte. Schließlich reichte das Prickeln weit über seine Lippen hinaus.
Nur anders als Feivel… war Atticus in dieser Hinsicht wirklich ziemlich wissbegierig. Körperkontakt war für ihn zwar auf diese Weise auch noch fremd. Aber ihm graute nicht davor. Ganz im Gegenteil.. seit seinem ersten Kuss spielten seine Hormone verrückt. Und er konnte kaum noch an irgendetwas anderes denken! Wie oft war er nach ihren Walkie Telefonaten wach gelegen und.. hatte Feivels Berührungen an seinem gesamten Körper gespürt. Gedanken und Träume gehabt, die bei weitem nicht so unschuldig waren wie dieser Kuss. Manchmal auch.. seinen eigenen Körper etwas erkundet.
Er wollte also.. definitiv noch mehr Körperkontakt mit AJ.
Weswegen es fast automatisch passierte, dass er den Kuss nun seinerseits intensivierte. Auch wenn Feivel es nicht hören wollte, doch dank Nico wusste er nun wie er ihn küssen musste… dass da nichts klimperte. Er ihm aber trotzdem den Atem raubte, weil er den Kuss damit auf eine nie dagewesene Stufe hob. So intensiv und innig.. dass Atticus gesamter Körper unter Strom stand.
Instinktiv drängte er ihn ein bisschen zurück, bis die Leiter sie stoppte. Das war ihm nur Recht, denn er brauchte nun diesen Gegendruck, um Feivel noch intensiver küssen zu können..
@Alphonse Drummer



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»Hm, ja das stimmt auch. Und ich hätte nicht zurückgeküsst, wäre ich nicht so verletzt gewesen.« Er zuckte die Schultern. Vielleicht sollten sie sich nicht so darauf versteifen, was allgemein gültig war, sondern wie sie fühlten und agierten. Was dem anderen wehtat und was sie demnach unterbinden sollten. Oder, wenn sie das nicht unterbinden wollten, zu erörtern, ob das hier überhaupt Bestand haben konnte. Sie waren nun mal beide keine Durchschnitts-Jugendlichen. Schon allein wegen der apokalyptischen Welt nicht. Aber es gab noch mehr Umstände und Eigenheiten, die Herausforderungen darstellten.
Feivel jedoch wollte es Atticus nie wieder antun, dass er ihn ohne ein Wort einfach stehenließ. Da er selbst wusste, wie beschissen dieses Gefühl der Ungewissheit war, konnte er dieses Versprechen ohne zu Zögern geben.
Damit war erst mal alles gesagt. Auf ein weiteres Gespräch könnte sich Feivel gerade auch nur schwerlich konzentrieren, so eingenommen war er von Atticus’ Präsenz. Und kurz darauf auch von seinen Lippen.
AJ hatte inzwischen vor allem Angst davor, die Berührungen könnten ihm zu schnell zu viel werden. Nicht, weil er sie als unangenehm empfand, sondern weil das genaue Gegenteil eintrat. Das war neu für ihn. Und er hatte auch nicht damit gerechnet, dass Alkohol einen solchen Unterschied machen würde. Ohne diesen Einfluss waren die Zärtlichkeiten so intensiv, dass Feivel fast abhob. Sein Körper spielte total verrückt.
Auch er hatte sich schon ein paar Sachen vorgestellt. Wie er und Atticus ein bisschen weitergingen. Und wie sich wohl der Sex gestalten würde, sollten sie jemals welchen haben. Feivel wusste nicht, ob er es dahin schaffen würde, ohne vorher an zu viel Nasenbluten zu verenden oder zu viele Pausen zu brauchen, dass bei Atticus schon die Luft längst raus war. xD Selbst berührt und seinen Körper erkundet hatte Feivel jedoch nie. Vor Atticus nicht und auch seitdem nicht. Davor scheute er sich. Außerdem war sein Dad ständig um ihn herum. Das wäre ja voll peinlich und unangenehm, wenn er das mitbekommen würde.
Dass seine Hose an einer bestimmten Stelle spannte, war aber trotzdem nicht das erste Mal. Damit hatte wohl jeder Teenie zu kämpfen. Aber nun wurde das eindeutig von Atticus ausgelöst.
Der den Kuss in diesem Moment intensivierte. Das war es wohl, was er gelernt hatte. Von Nico. Kurz tauchte dieses Bild noch mal in Feivels Kopf auf. Um es loszuwerden, passte er sich Atticus an und wurde ... auch etwas mutiger. Ahmte dessen Lippen- und Zungenbewegungen nach. Spürte bald die Leiter im Rücken und seinen Freund noch dichter an sich. Irgendwie überwand er das Gefühl, jeden Moment ohnmächtig zu werden, denn ... er wollte keine Pause einfordern. Das hier sollte nicht aufhören, nur weil es ihm zu viel war. Und als dieser Punkt einmal überschritten war ... wurde es auch gleich darauf wieder ein bisschen besser. Sodass Feivel mit zitternden Händen tatsächlich unter Atticus’ Shirt wanderte und die warme, nackte Haut an dessen Rücken streichelte.
@Atticus Keene



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„Dann.. gibt es ja nichts, worüber ich mir Sorgen machen müsste, oder?“
Obwohl Atticus sein geringes Selbstwertgefühl sonst gerne mal überspielte, so vertraute er diesmal tatsächlich auf diese Verbindung, die sie miteinander teilten. So etwas war einzigartig. Und diese Skadi kannte AJ schon ewig. wäre da etwas zwischen ihnen.. dann hätte es sich doch längst schon gezeigt. Weswegen er damit eigentlich gut umgehen konnte. Und sich ziemlich sicher war, dass er so eine starke Anziehung nur bei ihm fühlte. Und umgekehrt war es ebenso der Fall. Er hatte auf Nico zwar körperlich reagiert aber sein Herz war stumm geblieben.
Ganz anders als bei Alphonse. Da schien es ihm förmlich aus der Brust zu hüpfen, so heftig wie es pochte.
Eigentlich brauchten sie gar keinen Alkohol. Denn durch diesen Kuss empfand Atticus ein mindestens ebenso starkes Schwindelgefühl. So sehr drehte sich alles vor Aufregung und neuer Empfindungen. Er hatte schon fast vergessen, dass es auf dieser Welt offenbar doch ein Gefühl gab, das stärker sein konnte als Hass.. denn zum ersten Mal in seinem Leben, war er nicht mehr ständig nur wütend. Nein.. manchmal war er nachts wach gelegen und hatte einfach nur gelächelt. Das war.. die absolute Premiere in seiner Existenz. Und er wollte mehr davon.
Viel mehr..
Weshalb sein Körper sich fast ein bisschen verselbstständigte. Gerade dachte er nicht mehr angestrengt darüber nach was er tat. Nein.. er machte es einfach und ließ sich dabei von seinen körperlichen Instinkten leiten.
Das hier war viel besser als jeder Traum, den er bereits von ihm gehabt hatte.
Dass sein Blut bereits in andere Regionen floss, war wohl auch völlig normal. Und führte dazu.. dass auch seine Berührungen forscher und verlangender wurden.
Er drückte ihn gegen die kühle Leiter und zog scharf die Luft ein, als sich Alphonse kühle Finger unter sein Shirt schoben und die warme Haut berührten.
So erhitzt wie er gerade war, könnte man es wohl fast zischen hören. Atticus wollte das auch.. er wollte Feivels nackte Haut berühren.
Weshalb er ihm während den Küssen ein bisschen hektisch seine Jacke auszog. Er trug eindeutig zu viele Klamotten für seinen Geschmack.
Doch kaum war das erledigt.. konnte auch er eine Hand unter sein Shirt wandern lassen. Oder besser gesagt alle beide.
Seine warmen Finger fuhren über seinen Oberkörper. Feivels Bauch entlang, bis hin zu seiner Brust. Wo er kurz verharrte. Dann jedoch eine Hand zu seinem Rücken führte. Von innen durch seinen Kragen, sodass er bis zu seinem Nacken gelangte und kurz darauf die Hand in seinem wirren Haar vergraben konnte.
Wow.. das war so… heftig. Und am liebsten würde er ihn nun aufs Bett zerren und ihm die Klamotten vom Leib reißen. Aber das traute er sich dann doch nicht.
Stattdessen küsste er ihn förmlich schwindelig, und krallte sich fordernd in sein Haar, während er ihn an der Brust noch etwas fester gegen die Leiter drückte.
@Alphonse Drummer



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»Nein ... gibt es wirklich nicht. Es gibt nur eine Person, die ich will. Und das bist du.« Wahnsinn, dass Feivel das tatsächlich laut aussprach. Damit meinte er auch nicht nur die körperliche Ebene. Sein Herz gehörte längst Atticus und er hoffte ... es wäre umgekehrt auch so. Doch darüber sprachen sie jetzt erst mal nicht weiter. Manchmal sagten Taten auch mehr als tausend Worte.
Feivel fiel es nicht ganz so leicht, den Kopf auszuschalten. Wenigstens gelang es ihm, das Bild von Nico und Atticus schnell beiseitezuschieben und sich wieder auf das Schöne zu konzentrieren. Er war seinem Freund doch längst verfallen und ging sogar weiter, als er es je für möglich gehalten hätte. Ob die kühlen Finger Atticus unangenehm waren? Es machte nicht den Anschein und die Haut, die Feivel gerade berührte, die war ... so warm und weich. Und das Zischen, das von Atticus kam, klang nun auch nicht nach Missempfinden. Ganz im Gegenteil. Das ermutigte AJ, mit dem Streicheln fortzufahren. Er verhielt sich immer noch sehr zögerlich im Vergleich zu dem, was sich Atticus traute.
Ein bisschen überfordert ließ sich AJ die Jacke ausziehen. Als die nicht mehr im Weg war, spürte er noch mehr die Wärme seines Freundes. Kaum zu glauben, dass nur noch ein bisschen Stoff sie voneinander trennte. Das machte AJ Angst, brachte ihn aber ebenso in Versuchung, Atticus aus seinen Klamotten zu schälen. Doch er hielt sich zurück.
Sein Freund nicht. xD Der schob die Hände unter sein Hemd. Feivel zuckte förmlich zusammen, denn seine nackte Haut an manchen Stellen ... die berührte nun wirklich niemand außer er oder ganz selten auch mal Ed. Und auf diese Weise hatte es noch keine Menschenseele getan. AJ war total überwältigt davon, wie gut es sich anfühlte, aber er hatte keine Gelegenheit, sich darauf einzustellen. Atticus strich bereits über seinen Bauch, hoch zu seiner Brust und letztlich zu seinem Rücken. Während AJ das Gefühl bekam, zu hyperventilieren. Sein Kuss kam auch kurz ins Stocken. Das war ... einfach Wahnsinn.
Und Atticus ließ weiterhin nicht nach. Er krallte sich in sein Haar und ließ eine Hand auf der nackten Brust, wo er Feivels Herz deutlich rasen spüren dürfte. So langsam glaubte AJ wirklich ... er würde jede Sekunde umkippen. Und er hatte irgendwie Angst davor, wohin das hier führen würde. Er ... fühlte sich leider noch überhaupt nicht so weit, schon an ... Sex zu denken.
Weswegen er schweren Herzens seine Hände unter Atticus’ Shirt hervorzog und sie auf seine Schultern legte, um ihn ein wenig wegzudrücken. Nicht vehement, sondern ganz vorsichtig, aber entschlossen. »Warte ...«, raunte er heiser gegen seine Lippen. »Ich ... brauche kurz eine Pause. Tut ... mir leid.« Er wollte aber trotzdem nicht von ihm ablassen. Weswegen er seine Stirn leicht gegen die von Atticus lehnte und die Augen schloss. »Das ist einfach ... wow!« Ihm fehlten die Worte. Und das passierte auch nicht häufig.
@Atticus Keene



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