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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
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Der Winter war in vollem Gange. Weihnachten hatten sie in ihren Kolonien verbracht. Im Cottage hatte es einen wirklich schönen Weihnachtsmarkt mit Wichteln gegeben. Keisuke konnte es immer noch nicht wirklich fassen, dass er einen MP3 Player bekommen hatte. Zwar fand er jetzt nicht alles an Musik darauf gut, aber es war immerhin Musik! Abends lag er in seinem Bett und lauschte den wundervollen klängen, bevor er dann tatsächlich ins Bett ging. Ja, dieses Geschenk war wirklich absolut genial gewesen!
Und jetzt war wohl schon Januar. So genau achtete eigentlich keiner mehr auf Monate und Tage. Wozu auch? Man musste nicht mehr zur Schule gehen oder zu seinem Arbeitsplatz. Obwohl man vielleicht das ein oder andere sicherlich wieder aufbauen könnte. Eine Schule, in denen die Kinder wieder was lernen könnten. Vor allem auch wie man sich verteidigte. Irgendwas was wieder Richtung eines normalen Lebens ging. Aber da waren sie wohl noch ein bisschen von entfernt.
Arbeiten tat man allerdings doch schon. Keisuke selbst war für das leibliche Wohl der Riders verantwortlich und hatte seine Arbeit dabei. Und es machte dem Koch wirklich Spaß! Zudem lag es ihm auch wahrlich. Kochen konnte er und backen auch. Zudem war es auch spannend, aus dem wenigen was zu machen, was sie hatten. Es gab ja nun nicht mehr wirklich alles, was sie von früher gewohnt waren.
Es hatte geschneit und alles weiß. Der Winter war wirklich wunderschön, wenn man sich die Landschaft ansah. Der Rider war gerade auf dem Weg nach Balar. Sie wollten Lebensmittel austauschen. Da Balar Island mehr Platz zum Anbauen hatte und auch sowas wie Gewächshäuser, hatten sie einfach mehr frische Güter. Es war schon schön, dass sie sich untereinander halfen. Deswegen hatte sich der Koch auch eines der Autos genommen. Es war doch sinnvoller um die Sachen zu transportieren. Eben fuhr er über die Brücke und ins Dorf hinein. Straßen gab es zum Teil noch, auch wenn die Inselbewohner keine Autos besaßen. Sie machten alles mit Pferden und Pferdewagen. Hier wirkte alles wie früher, wie die Dörfer mal so waren. Außer ein paar Ausnahmen. Die meisten Häuser hatten Abwasser und etwas Strom. Zumal dieser eher für lebenswichtige Sachen verwendet wurde. Einen Kühlschrank zum Beispiel. Aber Licht und Wärme kam immer noch hauptsächlich durch Feuer. Gerade deswegen wirkte hier alles so idyllisch.
Keisuke war gerade aus dem Auto gestiegen, als er auch schon das Wetter unterschätzt hatte. Der Boden war glatt und der Koch eine Sekunde unaufmerksam. Es kam wie es kommen musste, er rutschte nicht wirklich elegant auf dem Boden aus. „Fuck!“, fluchte er, als er noch versuchte sich an dem Auto fest zu halten. Das war dann auch der Fehler gewesen, denn an einem abstehenden Metallteil schnitt er sich dabei in den Arm. „Auch das noch!“, zischte er zwischen zusammengebissenen Zähnen. Es brannte und blutete auch noch. Sich die Wunde haltend rappelte er sich wieder auf und sah sich um. Es gab hier eigentlich auch sowas wie eine Klinik. Zu dieser lief er dann auch, nachdem er sie entdeckt hatte. „Hallo? Jemand da?“, klopfte er an die Tür und hoffte, dass jemand da war, der ihm helfen würde.
@Mikael Turner

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Weihnachten … die ersten, die er ohne seine 'Familie' verbracht hatte. Eigentlich könnte es ja ganz schön sein, immerhin liebte er Weihnachten ja auch, aber dieses Mal war es eben nicht wie sonst. Schon Tage zuvor überkam Mik eine Traurigkeit, die er versuchte zu überspielen. Aber je näher es an das Fest ging, umso trauriger und verschlossener wurde er. Er ließ es sich nicht unbedingt anmerken, aber wer ihn besser kannte, der konnte den Unterschied zu sonst merken. Aber er war noch nicht so lange in der Kolonie und so wirklich Anschluss hatte er auch noch nicht gefunden. Einzig mit @Duo Maxwell hatte er mehr Kontakt und er war es auch, der ihm zu einer Beschäftigung verhalf. Er durfte auf der Krankenstation arbeiten, was ihm Spaß machte. Sein Ziehvater hatte ihm einiges beigebracht und was Mik nicht wusste, das machte er intuitiv. Und er machte seine Sache so gut, dass er bleiben durfte.
An diesem Tag war er schon früh wach geworden. Immerhin hatte es geschneit und Mik war erfreut darüber. Früher hatte er immer mit seinem Ziehvater Schneemänner gebaut, die sie dann aber wieder zerstörten, damit sie nicht auffielen. Keine Ahnung warum das so war, aber er hatte ihn auch nie danach gefragt. Das Zerstören gefiel Mik am Meisten, denn es artete dabei immer in einer wahren Schlacht aus. Sie lachten dabei herzhaft und waren dann am Ende selber weiß wie Schneemänner. Vielleicht war das der Grund, aber danach konnte Mik nun nicht mehr fragen. Ein klein wenig Wehmut lag auf seinem Herzen, welche sich auch in seinem Gesicht spiegelte. Doch der leichte Schneefall machte es wieder wett. Nach einem kleinen Frühstück, machte er sich auf zur Krankenstation. Momentan war es relativ ruhig dort, aber zu tun gab es dennoch immer etwas. Dass er gleich einen Patienten bekommen sollte, ahnte er nicht, als er pfeifend auf das Gebäude zuging. Er betrat den teil, den man als eine Art Warteraum halten konnte und wollte schon weiter gehen in den eigentlichen Behandlungsraum, als er ein heftiges Klopfen hörte und eine Stimme vernahm „Ich komme schon“ rief er zurück und öffnete schnell die Türe „Oh Mann, was ist dir denn passiert?“ Doch Mik wartete nicht auf eine Antwort, sondern zog @Keisuke Yamamoto herein. Dabei hielt er ihm die Wunde fester zu und schob kurz darauf Kei in den Behandlungsraum „so hatte ich mir ein Wiedersehen mit dir nicht vorgestellt“ grinste Mik dennoch, denn er wollte sich nicht anmerken lassen, dass die Wunde nicht besonders gut aussah. „Setz dich hier hin ..“ er deutete auf so eine Art Behandlungstisch „.. ich schau mir das mal an. Hoffentlich muss ich dir das nicht nähen“ Dabei musste er noch ein wenig mehr grinsen, denn es erinnerte ich an Duo, der immer irgend etwas zu nähen hatte hier in Balar.
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Wie konnte ein Mensch nur so tollpatschig sein?! In letzter Zeit passierten ihm viel zu viele von diesen Sachen. Erst letzten hatte er sich in der Küche langgelegt, als wegen einer Pfütze auf dem Boden ausrutschte. Als hätte er das Pech gepachtet! Und jetzt musste er sich auch hier noch halb den Arm aufschneiden. Sowas konnte auch nur ihm passieren.
Überrascht sah Keisuke auf, als er Mikael erblickte. „Hey, du bist der Arzt geworden?“, erhellte sich sein Gesicht. Wenigstens hatte es was Gutes, dass er jetzt hier war. „Tja, scheiß Schnee und Eis!“, beschwerte er sich, während Mik ihn in den Behandlungsraum brachte. Bei dessen Aussage, dass er sich ihr Wiedersehen anders vorgestellt hatte, musste der Koch schmunzeln. Ja, dem konnte er nur zustimmen. Natürlich hatte er gehofft, wenn er schon in Balar war, dass er diesen treffen würde. Aber so hatte er es nicht erwartet.
Nachdem er sich gesetzte hatte, sah er dem anderen dabei zu, wie dieser sich die Wunde ansah. „Fuck…“, zischte Kei vor schmerz auf. So hatte sie nur leicht gepochert, aber jetzt ziepte sie schon ganz schön. „Nähen wäre wirklich unschön…“. Nicht das Keisuke Angst vor den Schmerzen hatte, aber es würde bedeuten, dass die Wunde schlimmer war als erhofft. Zudem könnte es sein, dass es ihn vielleicht ein bisschen bei der Arbeit behindern würde. Ab nun gut, was sein muss, muss sein. Und wenn sie vernünftig verarztet wurde, dann gab es auch weniger Probleme.
„Wie geht es dir hier?“, erkundigte sich der Rider. Sie hatten sich jetzt schon eine Weile nicht mehr gesehen und der Koch hoffte, dass es Mik gut ergangen war. Es war ja schon eine Überraschung gewesen, dass er hier jemanden kannte. Und Duo hatte ihn sehr gerne aufgenommen, dass hatte man dem Langhaarigen deutlich angesehen. „Hast du dich eingelebt? Sind alle nett?“. Ein bisschen Sorgen hatte er sich schon um den anderen gemacht. Irgendwie war er ihm in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen. Vielleicht auch, weil er so verloren gewirkt hatte, als Kei ihn fand.
„Und Doc, wie sieht die Prognose aus? Arm ab?“, versuchte er einen kleinen Scherz zu machen. Ein bisschen nervös war er ja schon und das lag nicht nur an seiner Verletzung. Die Nähe des anderen tat ihr übriges. Und doch war er froh jetzt hier zu sein!
@Mikael Turner

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„Okay als Arzt würde ich mich nicht grade bezeichnen, aber ich darf hier die Leute verarzten, wenn sie sich verletzt haben. Bei Krankheiten ist es noch schwierig für mich, aber ich lerne jeden Tag neu dazu“ Man konnte einen leichten Stolz in seiner Stimme hören. Immerhin hatte er nun wieder eine Aufgabe gefunden und fühlte sich nicht mehr ganz so nutzlos, wie zu Anfang, als er in die Kolonie kam. Klar waren alle nett zu ihm, aber Mik kam sich trotzdem fehl am Platz vor. Er war es nicht gewohnt, dass er nichts zu tun hatte, aber schnell zeigte sich, dass er auf dem medizinischen Gebiet einiges auf dem Kasten hatte. Nun war er hier eingeteilt und es machte ihm echt Spaß.
Während er sich weiter sie Wunde ansah, fluchte Kei wie ein Rohrspatz „ich versuche dir eine schöne Naht zu machen, aber du musst verdammt still halten“ Die Angst und die Besorgnis konnte er dabei in Kei's Gesicht sehen „aber vielleicht klappt es auch, wenn ich es dir ordentlich mit Strips tape“ Dass sie so etwas nicht auf Vorrat hatten, war klar, aber Mik war ein helles Köpfchen und hatte schon eine Idee, wie er sich selber so Strips basteln konnte. „Du hast Glück gehabt und der Schnitt ist nicht tief, aber du musst den Arm etwas schonen“ Mik arbeitete zügig weiter und verpasste Kei am Ende einen fachgerechten Verband „mir geht es gut hier. Ich habe gut zu tun und alle sind nett. Duo ist auch klasse, dass er mich aufgenommen hat und dessen Freund habe ich auch schon kennen gelernt.“ Es sprudelte nur so aus Mik heraus, dass man annehmen könnte, dass er Kiemen haben musste, damit er genug Luft bekam.
Nun musste Mik herzhaft lachen „nichts da, der Arm bleibt dran, aber eine Weile wird es noch zwicken und du solltest solche Aktionen wie eben, besser unterlassen. Und wenn du ganz viel Glück hast, wird man auch nicht viel sehen von einer Narbe, aber garantieren kann ich es dir nicht“ Der Scherz kam bei ihm an und er war erleichtert, dass Kei nun nicht mehr so grummelig war deswegen. Jetzt erst sah Mik ihm auch wieder in die Augen und schlagartig begann sein Herz ein klein wenig schneller zu schlagen. Wenn er ehrlich zu sich war, dann musste er zugeben, dass er oft an Kei gedacht hatte, nachdem er ihn hier her brachte und dann wieder fort musste. „Nun sag mir mal, was dich hier her führte. Wolltest du mich besuchen?“ Die Hoffnung dazu bestand ja vielleicht, aber er war sich auch im Klaren, dass er wohl nciht wegen ihm hier her gekommen war.
@Keisuke Yamamoto
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„Also, dafür das du dich nicht als Arzt bezeichnen möchtest, machst du deine Arbeit aber richtig gut!“, lobte Keisuke den etwas Jüngeren. Man konnte es Mikael ansehen, dass er mit Sorgfalt seiner Tätigkeit nach ging. Er kümmerte sich mit Ruhe um die Verletzungen, ohne hektisch zu werden. Es beruhigte einen selber, dass der Arzt selbst ruhig blieb. Brav hielt der Koch auch still, als Mik es von ihm verlangte. Narben waren jetzt nicht so wirklich ein Problem, aber wenn man es vermeiden konnte, dann sollte er dies wohl lieber tun.
Staunend sah er sich den Verband an, als der Bunthaarige fertig war. „Wow, dass sieht wirklich fachmännisch aus!“. Kei war als Kind schon mal beim Arzt gewesen, noch vor dem Ausbruch. Und da hatte das auch alles so ausgesehen. Mikael sollte auf jedenfall am Ball bleiben! Er hatte wirklich ein Händchen dafür. „Bran und Duo sieht man selten allein!“, lachte der Koch. „Seit die beiden zusammengekommen sind, kleben sie fast aneinander!“. Der ein oder andere hatte sie sicherlich auch schon deswegen aufgezogen. Aber irgendwie war es auch unheimlich niedlich. Es gab heutzutage selten noch sowas süßes, wie eine frische neue Liebe.
„Gut, Arm ist gerettet und ich hab mich von meiner Dummheit erholt!“, schlug sich Keisuke auf seinen Oberschenkel. Um eine Narbe mehr oder weniger kümmerte sich der Koch nun wirklich nicht. Behindern würde sie ihn ja nun auch nicht wirklich. „Das auch.“, meinte er ehrlich, als er aufstand, um sich zu strecken. „Es wurde nach einem Freiwilligen gefragt und ich hatte sofort hier geschrien, da ich die Chance nutzen wollte, um bei dir mal nach dem rechten zu sehen.“, lächelte er breit. Und das war auch wirklich die Wahrheit. Natürlich hätte auch jemand anderes fahren können, aber der Rider hatte seinen Schützling besuchen wollen. Immerhin hatte er Mikael damals aufgelesen und fühlte sich ein bisschen für ihn verantwortlich. Naja, eigentlich war das nur seine eigene Ausrede, denn er wollte sich noch nicht so ganz eingestehen, dass er den etwas Jüngeren doch ziemlich möchte. Er fühlte sich wohl in dessen Nähe und war immer ganz aufgeregt, wenn sie sich sahen.
„Es tut gut zu hören, dass es dir hier gut geht und du auch eine passende Aufgabe gefunden hast.“, lächelte er warm. Ja, dass fand er wirklich! Nachdem Mik so am Ende war, tat es gut zu sehen, dass es für diesen besser wurde.
Ihm war gar nicht aufgefallen, dass es draußen immer dunkler geworden war. „Oh oh!“, kam es von dem Koch, als dieser durch eines der Fenster zeigte. „Das sieht nicht wirklich nach einem freundlichen Wetter aus…“. Wenn es jetzt schneien sollte, würde er sicherlich nicht nach Hause fahren können. Dafür waren die Auto einfach zu alt und schwach. „Das hat mir zu meinem Glück nun auch noch gefehlt!“, seufzte er.
@Mikael Turner

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cf: <— Pferdestall

D
ieser Tag schien nicht ihrer werden zu wollen. Erst war die Dunkelhaarige in ein Fettnäpfchen getreten als sie sich dem Norweger vorstellte und ihm in alter Manier ihre Dienste anbot, dann war ihr zudem noch herausgerutscht, dass sie den jungen Mann attraktiv fand; Letzteres hatte diesem freilich ein Grinsen entlockt.Nachdem sie dann wieder etwas Abstand zu ihm geschaffen und sich um die Fütterung der Pferde gekümmert hatte, schloss sie ihn in diese Arbeit mit ein und überließ ihm die Wahl zwischen dem frechem Schimmel Merrylegs und der trächtigen Deila; dass Letztere einen furchtbar schlechten Tag hatte, ahnten beide im ersten Moment natürlich nicht und so kam es dann dazu, dass Adelaides Tag scheinbar noch schlimmer zu werden drohte. Obgleich er so gut angefangen hatte und sie die Gesellschaft des Wikingers durchaus genoss, schien das Schicksal oder die Götter etwas dagegen zu haben und die Fuchsstute bäumte sie ungehalten auf, was der Reitlehrerin eine Platzwunde an der Schläfe einbrachte und die Sorge des Wikingers, der sie daraufhin mehrmals darauf hinwies jemand solle sich diese Wunde ansehen.
Natürlich war ihr Stolz als Schottin an dieser Stelle etwas im Wege gestanden und Adelaide hatte darauf bestanden, dass es ihr soweit gut gehe; bis sie sich an eine Wand lehnen musste, blass und mit Sternchen vor den Augen und Eldir ihr mehr als deutlich zu verstehen gab, dass er nicht daran dachte sie in diesem Zustand alleine laufen zu lassen.
Ihren Einwand ignorierend, hatte er sie auf seine Arme gehoben. Was der Schottin doch prompt die Röte in die Wangen schießen ließ. Er trug sie aus dem Pferdestall und Ade schlang automatisch ihre Arme um seinen Hals, legte den Kopf an seine Halsbeuge. Dennoch war ihr das Ganze sehr unangenehm und sie murmelte vor sich her, wie denn das aussähe und er möge sie doch herunterlassen.
"Ich lass dich erst runter, wenn du den Arzt gesehen hast. Wie sieht es denn aus? Ein Mann der eine Frau trägt. Wo ist das Problem?", erkundigte er sich bei der Dunkelhaarigen und wirkte nicht im Gerinsten so als könne er ihren Gedankengang verstehen.
Adelaide seufzte leise. "Oder die Reitlehrerin, die sich von einem fast fremden Mann durch die Gegend tragen lässt wie eine…
Nun, lassen wir das. Es gefällt mir eben nicht jemand Anderem zur Last zu fallen.", erwiderte sie und wusste selbst, dass es einzig und allein ihr Stolz war, der da aus ihr sprach. Während die innere Prinzessin und Romantikerin Adelaide Carlisle diese Geste von ihm gleichwohl gentleman-like fand und durchaus ganz nett. Nur würde sie dies niemals zugeben. Dafür war der Stolz zu groß. Im Grunde hatte sie auch recht, denn sie kannte den jungen Mann noch nicht wirklich, und wurde ihm nun zur Last.
An seinem Blick konnte sie erkennen, dass Eldir sich tatsächlich ein wenig um sie sorgte ob ihres Zustandes, denn der Schwindel wollte scheinbar noch nicht nachlassen. Als sie sich schließlich eine Weile in ihr Schicksal ergab, wusste sie sehr genau um die Blicke der anderen Dorfbewohner und dies machte es für die Schottin noch unangenehmer als diese Situation ohnehin schon war - schließlich war sie einfach unaufmerksam gewesen und Deila hatte sie nur unabsichtlich getroffen.
Die beiden näherten sich bereits der Krankenstation als Adelaide in das nächste Fettnäpfchen sprang; sie schmiegte sich unbewusst an den jungen Mann und ihre Zunge war erneut schneller als ihr Kopf, im dem sich alles drehte. Du riechst gut, wirklich, Adelaide?, schalt sie sich selbst und wäre am Liebsten im Boden versunken.
Als Eldir dann entsprechend antwortete "Ach wirklich? Ist mir noch nicht aufgefallen." hätte ihre Schmach nicht mehr größer werden können, sie zuckte spürbar zusammen und bemerkte den Blick den er ihr zuwarf.
Sich unangenehm windend murmelte sie ein paar unverständliche Worte, die wohl einer Entschuldig gleichkommen sollten. Doch sie wich seinem Blick soweit aus, war richtiggehend froh als sie endlich die Krankenstation vor sich sah und sich das Gebäude vor ihren Augen auftat.
"Und du sagst du willst laufen."
Adelaide schluckte und senkte das Kinn, damit er nicht würde sehen können wie sie erneut errötete.
Mit der Schottin auf den Armen trat Eldir auf das Haus der Ärztinnen zu und Adelaide wusste nicht ob sie darauf hoffen sollte Brianna oder Claire dort anzutreffen oder lieber doch wollte, dass niemand vor Ort war und sie einfach wieder weggehen würde können. An der Türe ließ Eldir sie dann wieder langsam herunter und die Schottin straffte die Schultern, immer noch blass um die Nase und
Sie hörte wie er etwas sagte und senkte automatisch den Blick als sie die Worte vernahm. "Wehe du fällst wieder fast um."
"Ich verspreche, das wird nicht nochmal passieren. Es geht mir schon besser.", antwortete die Schottin und sah ihn an die Türe klopfen.
Adelaide atmete tief durch und lehnte sich dann jedoch unbewusst an den Wikinger, als sich ihr Blickfeld ein wenig verschob. Etwas, für dass sie sich im Nachhinein noch schämen würde, doch während die Beiden auf das ‚Herein‘ von drinnen warteten, sah Adelaide erneut Sternchen vor den Augen und gab ein leicht unwilliges Geräusch von sich.
Hatte Deila sie doch heftiger erwischt als sie angenommen hatte oder war dies einfach nicht ihr Tag und hatte ihr den Rest gegeben?
Die Türe wurde geöffnet und die Dunkelhaarige schob sich ins Innere, sah sich dabei auf der Krankenstation um und entdeckte schließlich Brianna. Mit einem doch leicht angeknacksten Lächeln trat sie auf die Landsmännin zu und zuckte leicht entschuldigend mit der Schulter bevor sie auf ihre Schläfe deutete.
"Halo an sin, Bree! Lang‘ nicht mehr gesehen?!", begrüßte sie die Andere und rollte beinahe mit den Augen, denn es brauchte einige Mühe nicht sarkastisch zu klingen. Hatte sich Adelaide doch erst vor einer guten Woche erholt, nachdem sie von einem der neuen Pferde abgeworfen worden war. Und war es erst ein paar Wochen her, dass sie Claire besuchen musste, wegen dieser Lebensmittelvergiftung?
So geschickt Adelaide normalerweise in ihrem Beruf war, den sie hier auf Balar Island übernommen hatte, momentan schien sie tatsächlich eine Art Lauf zu haben - wie damals als sie beinahe täglich in dad Büro des Direktors der Privatschule geschickt wurde und diesen bald besser kannte als ihren Besten Freund.
Ein wenig ironisch schmunzelte Adelaide vor sich hin und hoffte, dass dies bei Brianna nicht der Fall werden würde; wenn, dann wollte sie sich mit der Schottin anfreunden wie man es normal tat, nicht wegen ihrer Tollpatschigkeit.
Sie sah kurz zu Eldir, unsicher ob sie den Wikinger bitten sollte zu bleiben oder nicht, also beließ sie es erst einmal bei dem Blick und stellte ihn der jungen Krankenschwester vor für den Fall, dass sie sich noch nicht kannten.
"Eldir, darf ich dir Brianna vorstellen? Sie ist unsere Krankenschwester hier und arbeitet zusammen mit Claire für unsere Gesundheit!"
Einen Blick durch den Raum werfend wollte sie sich auf die Pritsche zubewegen als sie leicht zu schwanken begann und leise Flüche auf Gälisch murrte. Oh ja, es passt ihr gerade herzlich wenig so arg unter dem Schwindel zu leiden da ja nicht einmal großartig etwas passiert war; und dass Eldir alles mitbekommen hatte und sich nun gezwungen gefühlt hatte sich um sie zu kümmern, war ihr doch mehr als nur ein wenig unangenehm.


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Es war wohl wirklich nicht ihr Tag. Erst das Fettnäpfchen als sie sich Eldir vorstellte und ihm ihre Dienste anbot, dann war ihr heraus gerutscht, das sie ihn attraktiv fand und der Norweger dabei ganz breit grinsen musste.
Kurz darauf machte sie mit ihrer Arbeit weiter, fütterte die Pferde und spannte ihn nur wenige Momente später mit ein. Er kümmerte sich um Merrylegs, während sie sich um die missgelaunte Daila kümmerte. Beide ahnten nicht, das dies nach hinten los gehen würde und ihr Tag noch schlechter machen würde. Obgleich die Götter etwas gegen diese Begegnung hatten, darüber dachte Eldir so gar nicht nach. Als er Ades Aufschrei hörte und ihr dann zur Hilfe eilte. Eine Platzwunde an der Schläfe, legte Adelaide für einen Moment lahm, sodass er Abstand zwischen Pferd und Reitlehrerin brachte. Er besah sich die Wunde und machte sich auch gleich Sorgen und erwähnte immer wider das sich die Wunde jemand ansehen sollte. Adelaide hingegen weigerte sich im ersten Moment und beteuerte, das es ihr gut ginge. Doch wie das Schicksal es wollte, taumelte Adelaide mehrmals, das er ihr das nicht abnehmen konnte. Der Stolz der Schottin, stand ihr eindeutig im Wege, das er sich entschloss sie auf die Arme zu heben und sie zum Arzt zu tragen. Er dachte nicht daran sie allein laufen zu lassen, einfach um der Gefahr aus dem Weg zu gehen, das sie wieder etwas zusammen brach. Er ignorierte ihre Einwände, trug sie aus dem Stall und machte sich mit ihr auf den Weg. Auch wenn es ihr unangenehm war, so war es ihm herzlich egal, wie die anderen sie ansahen oder was auch immer sie dachten. Ihre darauffolgende Worte verstand der Norweger durchaus nicht. Denn wo war das Problem, das sie jemand zum Arzt trug. Als sie dann leise seufzte und sagte: "Oder die Reitlehrerin, die sich von einem fast fremden Mann durch die Gegend tragen lässt wie eine…
Nun, lassen wir das. Es gefällt mir eben nicht jemand Anderem zur Last zu fallen." Verwirrt, sah er Ade kurz an, verstand immer noch nicht wo das Problem lag, auch wenn er ein fast fremder Mann war. "Du fällst mir nicht zur Last Adelaide." Meinte er dann ehrlich. Das ihr, ihr Stolz im Wege stand und ihre innere Prinzessin, diese geste durchaus Gentleman-like fand, bekam er dadurch nicht mit. Eher machte er sich nun sorgen um die Reitlehrerin, nicht wegen der Platzwunde, sondern wegen ihrem anhaltenden Schwindel. Sie ergab sich aber eine Weile in ihr Schicksal, doch schienen ihr die Blicke der Dorfbewohner durchaus unangenehm zu sein. Beide näherten sich langsam der Krankenstation, nachdem sich Ade nun an ihn schmiegte und seinen Duft einatmete, dann sagte das er gut riechen würde. Er sah sie wieder an und musste doch etwas schmunzeln. Seine Antwort darauf ob das so war und das ihm das so noch gar nicht aufgefallen war. Das sie sich selbst rügte, weil sie es sagte, war leicht zu vernehmen, denn sie zuckte spürbar zusammen. Sie wand sich etwas und nuschelte ein paar unverständliche Worte. Sollte wohl einer Entschuldigung gleich kommen. Da kamen sie auch schon an der Krankenstation an. "Und du sagst, du willst laufen." Adelaide schluckte und senkte das Kinn,damit er nicht sah, das sie wieder rot wurde. Mit der Schottin auf dem Arm, trat er nun auf das Haus zu, ließ sie an der Tür langsam wieder runter, sie straffte die Schultern aber immer noch blass um die Nase. Eldir hatte dann eine Warnung ausgesprochen. "Wehe du fällst wieder fast um." Sie sagte daraufhin, das dies nicht noch mal passieren würde und das es ihr schon wieder besser ginge. Davon ließ er sich aber nicht beeindrucken und klopfte an die Tür. Ade atmete dann tief durch und lehnte sich wohl unbewusst gegen den Norweger. Das sie wieder Sterne sah und sich ihr Blickfeld verschob, bekam er nur mit weil sie ein unliebsames Geräusch von sich gab. Da sah er sie wieder an und griff ihr unter den Arm. Daraufhin ging die Tür auf und die dunkelhaarige schob sich ins Innere. Eldir folgte ihr hinein und besah sich das Innere des Hauses. Er hörte, wie Ade die rothaarige Frau begrüßte, verstand aber nicht was sie sagte. Eldir nickte der Ärztin zu und blieb im Türrahmen stehen. Das Adelaid nun schon öfter hier war, wusste der junge Mann nicht. Ade stellte ihm die rothaarige als Brianna vor und das sie die Ärztin hier sei. Wieder Nickte Eldir. "God ettermiddag Brianna." grüßte er sie und besah sich dann auch gleich wieder Adelaide. Gerade als sie sich auf die Pritsche zu bewegen wollte, begann der Schwindel wieder zu greifen und sie fluchte, auf Gälisch. Gleich tat Eldir wieder auf Ade zu. "Langsam." Das sie der Schwindel nervte und das sie meinte, das sie ihm zur Last fallen würde, verstand Eldir immer noch nicht, Denn es war keine Last sondern eher weil er sie durchaus gut leiden konnte.
@Brianna Williams
@Adelaide Carlisle
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Heute war ein Tag, wie jeder andere auch. Ich half meiner Mutter @Claire Williams auf der Krankenstation und unterstützte sie bei kleineren OPs. Eigentlich wurde mir diese Begabung und das Interesse für die Medizin in die Wiege gelegt. Verwunderlich war mein Weg also nicht. Schon immer verschlang ich Bücher und war wohl in der alten Zeit ein richtiger Nerd. Der Unterschied in dieser neuen Welt war, das mich niemand mobbte, was in der alten Welt wohl sehr häufig vorkam. Viel bekam ich davon ja nicht mit, da ich in der Apokalypse groß wurde und mich kaum an die damalige Zeit erinnerte. Fast von Anfang an lebte ich mit meiner Mutter bei den Balar Leuten. Schon bevor wir hier her kamen und noch im Dorf lebten, wo ich mich ehrlich gesagt, am wohlsten gefühlt habe. Das war meine Welt, es war so schön dort. Hier auf der Burg fehlte mir einfach was, aber ich machte das beste draus.
Als die Tür zu unserer Krankenstation aufging, blickte ich von meinem Patienten auf, der sich einen Angelharken ins Bein gerammt hatte. Verwundert sah ich von Eldir auf Adel, die scheinbar schon wieder verletzt war.
"Halo an sin, Adel! Du wirst hier ja langsam ein Stammgast!"
Schmunzelte ich etwas und beendete meine Tätigkeit an meinem Patienten, ehe ich einige Schritte auf die beiden zuging. Auch Eldir nickte ich grüßend zu und musterte kurz auch ihn. Konnte ja sein, dass auch er eine Verletzung hatte, aber bei ihm schien alles gut zu sein.
"Was hast du getan?"
Fragte ich die Schottin und sah mir erst mal nur flüchtig ihre Kopfwunde an. Sie schwankte etwas, als Eldir sie absetzte und ich stützte sie von einer Seite! Sofort kamen mir ein paar Ideen, warum es ihr so gehen könnte. Augenblicklich, half ich ihr auf die Pritsche und säuberte erst mal die Wunde, was schon ein wenig brannte.
" Ich schließe eine Gehirnerschütterung nicht aus, würde ein Kopf CT anordnen"
Gut das wir relativ gut ausgestattet hier waren, auch wenn noch längst nicht alles möglich war. Ich rief eine Krankenschwester zu uns, die alles vorbereiten sollte. Anbei machte ich ein paar Reaktionstest mit ihr, um schlimmeres auszuschließen.
"Du bist wirklich ein Tollpatsch"
Lächelte ich meine Freundin an und atmete unwillkürlich aus.
@Adelaide Carlisle @Eldir Ragnarson



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N
achdem sich die Türe zur Krankenstation geöffnet hatte und Adelaide die Freundin begrüßt, da trat sie auch schon mit einem ergebenen Seufzen auf die Pritsche zu, wobei sie dabei erst von Eldir gestützt wurde, der sie anwies etwas langsam zu machen und dann auch von Brianna.Letztere hatte sich zuvor noch um einen anderen Patienten gekümmert und ließ von ihrem ab, kam auf die Schottin zu und erwiderte die Begrüßung, nicht ohne ein wenig neckend zu reagieren.
"Halo an sin, Adel! Du wirst hier ja langsam ein Stammgast!", meinte sie und da konnte Adelaide nun doch nicht verhindern vielsagend mit den Augen zu rollen. Denn wie es momentan aussah, hatte die Rothaarige damit durchaus recht. In letzter Zeit war die Brünette viel zu oft hier zu Gast, wegen immer wieder neuen Dingen - damit es wohl nicht langweilig wurde. Als hätte sie neuerdings ein Schild um den Hals oder ein Amulett auf welchem stand, man möge ihr doch bitte ein Beinchen stellen oder alles Pech über ihrem Kopf ausschütten.
Genauso nannte man es damals doch, nicht wahr? Eine Pechsträhne?!
Adelaide seufzte und zuckte leicht mit der Schulter, nicht ohne diese Geste gleich zu bereuen und leise zu fluchen, denn sie musste nach dem Nächstbesten greifen um sich daran festzuhalten; Eldir, in diesem Fall. Wenn sie ihn noch öfter als Stütze brauchte, könnte sie ihm auch gleich einen Job anbieten, dachte sie zynisch und wandte den Blick wieder zu ihrer Freundin Brianna.
"Ich wollte einfach nicht, dass du noch mein Gesicht vergisst, Bree.", antwortete sie und versuchte sich dabei an einem kleinen Scherz.
Der Blick der Ärztin glitt über Ades Gesicht und sicherlich hatte sie schon die eine oder andere Idee, was der Landsmännin fehlen könnte als diese sich mit Eldirs Hilfe der Pritsche näherte und dabei ein kurzes Nicken in Richtung des anderen Patienten warf.
"Was hast du getan?", hörte sie die Frage des Rotschopfs und seufzte leise. Es war ihr schon ein wenig unangenehm dies zuzugeben, denn viel war ja nun eigentlich nicht passiert. Eigentlich... "Nichts. Deila hat wohl einen schlechten Tag und ich war zufällig in der Nähe... Du weißt ja, Schwangerschaftshormone.", antwortete sie und dachte mit einem leichten, schiefen Schmunzeln an die trächtige Stute auf deren Fohlen sie schon neugierig wartete.
Kaum saß Adelaide mit Hilfe von Brianna und Eldir auf der Pritsche, da wurde auch schon als Erstes die Wunde gesäubert und so sehr die Schottin auch versuchte sich nichts anmerken zu lassen, so verzog sie dennoch ein wenig das Gesicht als es in der Wunde brannte. Ob es an dem scharfen Alkohol lag oder der Platzwunde an sich war Adelaide egal, sie sah zu Boden und vermied es wohlweißlich dem Wikinger ins Gesicht zu sehen, als Brianna sich um die Wunde kümmerte und dann eine erste Diagnose stellte.
"Ich schließe eine Gehirnerschütterung nicht aus, würde ein Kopf CT anordnen", meinte Brianna also nun und rief eine Krankenschwester zu sich, der sie dann auftrug alles soweit vorzubereiten. Denn auch wenn ihre allgemeinen Möglichkeiten nicht mehr ganz zu vergleichen waren mit denen der Welt, wie sie vor der Apokalypse war, war das Balar Island medizinisch gut aufgestellt und so etwas wie ein CT war durchaus noch möglich.
Adelaide richtete ihren Blick wieder nach oben und nach vorne und ließ die verschiedenen kleineren Test mit sich machen, die ihre Reaktionen testen sollten und sah mal in diese mal in jene Richtung, folgte dabei dem ausgestreckten Finger und murrte leise auf Gälisch ebenso wie auf American English.
"Du bist wirklich ein Tollpatsch", hörte sie Brianna bekunden und sah auch deren Lächeln, welches von einem halben Seufzen begleitet wurde.
Mit einer Schulter zuckend meinte Adelaide daraufhin nur: "Ach, erinnere mich nicht daran. Ich hatte gehofft, Du hast meine letzten Besuche bei euch schon wieder vergessen." und wandte den Kopf.
Dabei fiel ihr Blick wieder auf Eldir und eine leichte Röte stieg in ihr Gesicht, während sie sich im selben Moment innerlich verfluchte, dass sie heute wohl Ampel spielen wollte und zum wiederholten Male in seiner Anwesenheit rot wurde. Nun, gerade aufgrund seiner Anwesenheit, denn es war ihr wohl mehr als unangenehm diesen ersten Eindruck auf ihn gemacht zu haben.
Dass er weniger ein Problem damit hatte, sie nicht als Last empfand sondern sich um die Schottin kümmerte, weil sie ihm durchaus sympathisch war, war eine Sache die Adelaide für sich außenvor ließ. Es war ihr sehr unangenehm und ihrer Meinung nach fiel sie ihm nun einmal zur Last.
Während sie also darauf wartete, dass die Schwester alles für das Kopf-CT fertigmachte, wandte sie sich an den Norweger und versuchte sich an einem Lächeln, auch wenn man ihr die Gefühle wohl deutlich im Gesicht ablesen konnte.
"Es tut mir wirklich leid, dass ich Euch so arg zur Last falle, Eldir. Ihr braucht nicht auf mich zu warten, wenn ihr nicht wollt. Ich werde schon zurechtkommen.", meinte sie und ertappte sich dennoch innerlich dabei wie sie hoffte, er würde bleiben.
Nicht, weil sie die Hilfe unbedingt bräuchte - sie traute sich durchaus zu alleine nach Hause in ihr Zimmer in der Burg zu gehen - sondern eher weil sie seine Gesellschaft genoss und irgendwie nicht wollte, dass er ging.
"Egentlig. Mange takk.", fügte sie nochmals hinzu und unterdrückte ein Lächeln als sie darauf wartete ob sie ihn damit überraschen würde, dass sie von @Skadi Nygard ein paar wenige Worte Norwegisch gelernt hatte als diese ihr die Gebärdensprache beibrachte, die sie für Aerik Kristjanson brauchte.
Adelaide war vielseitig interessiert und von Grund auf neugierig, sowie sprachbegabt und immer bereit ein paar Worte in anderen Sprachen zu erlernen. Weshalb sie neben Gälisch und Englisch auch Französisch, Deutsch und ein paar Worte in Finnisch und Norwegisch sprechen konnte.
Sie genoss den Anblick, wenn Eldir diesen überraschten Gesichtsausdruck machte, wartete also denn auf seine Reaktion während die Krankenschwester alles vorbereitete.
Erst als diese auf die kleine Gruppe zukam und Brianna zunickte, dass das CT fertig war, blickte Adelaide wieder zu ihrer guten Freundin, die sie hier mit ihrem kleinen Unfall von wichtigerer Arbeit abhielt.




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Nachdem sie nun die Krankenstation betraten und Adelaide die rothaarige Begrüßte, vernahm er doch das Ade nicht ganz in der Lage war auf die Pritsche zu zu gehen. Sie seufzte und ließ sich dann doch von ihm stützen. Der Wikinker bedeutete ihr, das sie doch langsam machen sollte und Bree kam auch direkt dazu. Die rothaarige hatte sich gerade um einen anderen Patienten gekümmert, ließ dann aber schnell von diesem ab und kam nun auf die beiden Neuankömmlinge zu. Er bekam nun mit, wie Bree die dunkelhaarige neckte und meinte das sie wohl langsam zum Stammgast wurde. Etwas hellhörig machte das den Wikinger durchaus. Ade rollte nur vielsagend mit den Augen und der Norweger ließ es sich nehmen wieder zu grinsen. Nicht weil er Ade auslachte, sondern viel mehr nun zu wissen das die Reitlehrerin dann doch etwas tollpatschig war. Nicht das es nichts gute bedeutete, sondern eher das er sich darin bestätigt fühlte, das Ade hin und wieder dann doch mal Hilfe benötigte. Das würde ihr sicher nicht passen, aber da musste sie nun durch. Die Pechsträhne sollte nun wohl auch erstmal nicht enden. Ade seufzte wieder und zuckte leicht mit den Schultern. Er beobachtete die beiden Frauen im Umgang miteinander und wurde dann auch gleich wieder gepackt, da Ade wohl wieder schwindelig wurde, er stand halt eben gerade in Greif weite, was Ade sicher wieder bereute. Doch ihm war es nur mehr als Recht, das sie aber in Gedanken gerade zynisch darüber nach dachte, ihm einen Job dazu an zu bieten, vernahm er nicht. Beim nächsten Satz der dunkelhaarigen musste Eldir auch gleich lachen. Bree sollte also nicht ihr Gesicht vergessen. Er ließ die Ärztin ihre Arbeit machen, dessen Blick gerade über Ade glitt und sicher schon eine Idee hatte was sie haben könnte. Er besah die Ärztin mit einem Blick und wartete darauf was sie sagen würde. Eldir half Ade in dem Moment sich auf die Pritsche zu zu bewegen und setzte sie dort ab. Da hörte er auch gleich die Frage der rothaarigen, was Ade getan hat, dabei seufzte die Reitlehrerin wieder. Noch bevor Eldir etwas sagen konnte, antwortete Ade auch schon, das Nichts passiert war, nur das Deila einen schlechten Tag hatte und sie zufällig in der Nähe war und irgendwas von Schwangerschaftshormonen. Eldir begann gleich wieder zu grinsen. "Das nennst du nichts? Danach sieht das eindeutig nicht aus. Die Katze hat da wohl ihr übriges getan, das Deila ausschlug und Ade traf." Warf er ein und sah zu Bree. Nachdem Ade nun auf der Pritsche saß, trat Eldir einen Schritt zurück, als auch schon die Wunde an der Schläfe gesäubert wurde. Ade versuchte sich nun nichts anmerken zu lassen, dennoch verzog sie etwas das Gesicht, versuchte dem Wikinger aber auch nicht ins Gesicht zu sehen und stattdessen auf den Boden sah. Bree stellte nun die erste Diagnose, Gehirnerschütterung und es sollte ein Kopf CT gemacht werden. Die Ärztin rief eine andere Person zu sich, der sie dann auftrug alles vor zu bereiten. Eldir hatte mal wieder keine Ahnung, was hier jetzt vor sich ging, sah erst fragend zu Adelaide und dann zu Bree. Die Ärztin machte weitere Tests mit Ade, die sie ohne murren über sich ergehen ließ. Erst als sie dem Finger von Bree folgen sollte und mal hier und da hin sehen sollte, murrte sie leise auf ihrer Muttersprache und auch auf American Englisch. Eldir konnte nicht anders als wieder zu grinsen, was er sich aber schnell wieder kniff, weil er hier nun keine Diskussion los treten wollte. Immerhin war er ja Schuld, das sie gerade in dieser Situation war. Darauf hin hörte er Bree sagen, das Ade wohl wirklich ein Tollpatsch war. Da zuckte Ade auch schon wieder mit den Schultern und sagte, das sie sie nicht daran erinnern sollte und sie hoffte, das Bree die anderen Besuche vergessen hatte. Schmunzelnd beobachtete er die beiden. Ade sah dann wieder zum Norweger und bekam auch gleich wieder rote Wangen. Er konnte sich denken, das ihr das ganze hier unangenehm war, das er dabei war und eben weil sie sich erst seit ein paar Stunden kannten. Nun zuckte er aber imaginär mit den Schultern, denn an sich war ihm das völlig egal, was es für einen Eindruck machte. Das sie aber auch immer wieder damit anfing, das sie ihm wohl zur Last falle, ließ den Norweger nur mit dem Kopf schütteln. "Adelaide, noch ein Mal, es macht mir rein gar nichts aus, nun hör auf ständig davon zu sprechen." Erwiderte er daraufhin. "Ich kann aber auch draußen warten, wenn es dir zu unangenehm ist, das ich dabei bin. Ich werde jetzt sicher nicht die Flucht ergreifen." Schob er noch hinterher. Er war sich sicher, das sie zwar allein zurecht kam, wollte es aber nicht Verantworten, wenn doch noch etwas passierte. Das könnte er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, denn er mochte sie, auch wenn er das vor ihr nicht zugeben würde. Die nächsten Worte von Ade ließ ihn dann doch mal eine Braue in die Höhe schieben. Da war er doch recht verdutzt, das sie Norwegisch konnte. Da war wieder etwas, das er noch nicht von ihr wusste. Mit einem lächeln antwortete er
"Du trenger ikke å takke meg." Das Ade Norwegisch von Skadi gelernt hatte, wusste er noch nicht. Das die Frau, die Bree daran gesetzt hatte, alles vor zu breiten, dann auf die kleine Gruppe zu trat und sagte, das alles fertig war, sah er kurz zu Bree, dann wieder zu Ade. Er verschränkte seine Arme vor der Brust und wartete darauf, was bei diesem CT nun heraus kam.
@Brianna Williams
@Adelaide Carlisle
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Normalerweise zog ich meine Mutter @Claire Williams gerne bei solchen Sachen hinzu, immerhin ist sie die ausgebildete Ärztin. Ich habe in den Jahren zwar sehr viel gelernt, aber war noch längst nicht so erfahren wie sie. Dennoch hatte ich auch einiges drauf und mein Fachwissen wuchs und wuchs. Da ich eh ein großer Bücherwurm war, verschlang ich die ganzen medizinischen Bücher im Schlaf. Dennoch konnte ich nur aus eigenen Erfahrungen lernen und da wir keine Ausbildung in dem Sinne mehr hatten, lernte ich bei Notfällen. Mittlerweile war ich doch richtig gut und die Bewohner vertrauten mir immer mehr. Auch in Adels Fall, kam kein misstrauen zustande, Adel vertraute meinem Können. Tatsächlich war sie nicht mein erster Fall. Gehirnerschütterung kam öfter vor als mir lieb war. Die Wunde war gesäubert und ich horchte nebenbei, wie Adel und Eldir miteinander redeten.
"Sie schein keinen guten Tag heute zu haben. Du musst vorsichtiger sein!"
Tadelte ich meine Freundin und meinte damit die Stute, bei der die Hormone durch die Schwangerschaft etwas durcheinander gerieten. Da konnte man dem Tier nicht mal die Schuld geben. Die Blicke zwischen den beiden entging mir nicht, man spürte die Spannung zwischen den beiden, hielt mich da aber völlig heraus. Immerhin stand es mir nicht zu und gerade ich hatte nicht wirklich Ahnung von Gefühlen und dem ganzen. War ich doch selber noch sehr unerfahren. @Ivar O Bryan hat mich zwar .... aber das war eben auch nur körperlich.
Nachdem nun die Schwester die tollpatschige Adel auf einer rollenden Liege fürs CT mitnahm, räumte ich den Platz etwas auf und sah zu Eldir rüber.
"Warst du bei ihrem Unfall dabei?"
Wollte ich wissen, vielleicht konnte er mir ja doch noch ein paar Details erzählen. Bei einem Schlag auf oder gegen den Kopf, konnte man auch einiges vergessen zu erzählen, vor allem ging es sicher sehr schnell! Nach einigen Minuten kam Adel wieder zu uns gerollt und ich sprach die Auswertung mit der Schwester ab, so das die anderen beiden kurz alleine waren.
"Wie ich vermutet habe, eine Gehirnerschütterung. ich würde dich gerne über Nacht hier behalten! Da ich aber weiß, das du ungerne hier bist, ordne ich Bettruhe in deinem Zimmer an und möchte Eldir bitten, die Nacht dich zu kontrollieren! Du solltest die Nacht nicht alleine sein, wenn doch Komplikationen auftreten, können wir schnell eingreifen"
Irgendwie war ich mir verdammt sicher, dass es beide freuen würde, das sie unfreiwillig die Nacht zusammen verbringen durften, auf Anordnung. Kurz schmunzelte ich und kümmerte mich um den Rest der Wunde.
@Adelaide Carlisle @Eldir Ragnarson



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D
a saß sie nun also auf der Pritsche in der Krankenstation - wieder einmal. Und dieses Mal nicht einmal alleine, denn man hatte sie doch glatt hierher geleiten müssen. Was eigentlich als ganz normaler Tag begonnen hatte war immer mehr ducheinander geraten bis Adelaide schließlich in der Box der trächtigen Stute einen ordentlichen Schlag gegen den Kopf bekommen hatte. Zu sagen es wurmte sie doch ein wenig war untertrieben. Denn dies war nicht das erste Mal, dass sie hier saß. Allein die Tatsache, dass es in den letzten Wochen scheinbar ein Sport geworden war sich irgendetwas zuzuziehen ließ die Schottin mit den Augen rollen als ihre Freundin und Landsmännin Brianna sich bei ihr erkundigte was heute vorgefallen war und sie dann zu untersuchen begann. Dass Eldir dies alles mitbekam war ihr mehr als unangenehm, da sie seine Gesellschaft sehr genoss, und dieser erste Eindruck nicht das war, was sie sich wünschen würde.Sich ein wenig in ihr Schicksal fügend ließ sie die kleineren Untersuchungen über sich ergehen und verzog nur ein wenig das Gesicht als ihre Platzwunde mit Alkohol gesäubert wurde und es brannte. Brianna bat sie auch sogleich etwas vorsichtiger zu sein als Adelaide auf Deila zu sprechen kam und das Ganze ein wenig herunterspielte. Obwohl ihr immer wieder schwindelig wurde ließ ihr Stolz dann doch nicht zu, dass sie sich etwas anmerken ließ und sie tat so als sei nicht viel passiert; im Grunde war es das ja auch.
Eldir machte ihr da einen kleinen Strich durch die Rechnung als er anfügte: "Das nennst du nichts? Danach sieht das eindeutig nicht aus. Die Katze hat da wohl ihr übriges getan, das Deila ausschlug und Ade traf."
Beinah hätte Ade erneut mit den Augen gerollt, ließ es dann aber doch bleiben da sie ohnehin nur wieder Schwindel heraufbeschwören würde und nickte stattdessen in Brees Richtung. "Das werde ich, versprochen.", versprach sie und wollte wirklich etwas achtsamer sein. Schließlich hätte sie als Pferdewirtin bemerken können, dass die werden Mutter an diesem Tag etwas gereizt war und vorsichtiger sein können. Ein wenig tollpatschig war sie ohnehin das eine oder andere Mal, was nun auch wirklich jeder in diesem Dorf wusste wie sie sarkastisch in Gedanken bemerkte. Selbst der andere Patient in diesem Raum schmunzelte ein wenig, hielt sich aber ansonsten zurück.
Adelaide beobachtete wie Brianna eine Schwester anwies ein Kopf-CT vorzubereiten und versuchte es zu vermeiden zu Eldir zu schauen, der immer wieder ein wenig zu grinsen schien ob ihrer augenscheinlichen Tollpatschigkeit. Na, prima!, dachte sie nur und entschuldigte sich ein weiteres Mal bei ihm was er mit einem "Adelaide, noch ein Mal, es macht mir rein gar nichts aus, nun hör auf ständig davon zu sprechen." abtat und den Kopf schüttelte.
Dass Brianna das ganze Spiel verfolgen konnte während der Norweger noch ein "Ich kann aber auch draußen warten, wenn es dir zu unangenehm ist, das ich dabei bin. Ich werde jetzt sicher nicht die Flucht ergreifen." hinzufügte, hatte die Schottin gänzlich vergessen oder ausgeblendet.
Eine leichte Bewegung nach vorne machend, als wollte sie nach seinem Arm greifen und würde sich dann im gleichen Moment doch zurückhalten, schüttelte sie sachte den Kopf, konnte ihre Zunge aber nicht im Zaum halten und antwortete wohl schneller als gewollt.
"Nein, bitte bleib... - Nun, wenn du möchtest, meine ich.", kam es ihr über die Lippen ehe sie sich in Gedanken dafür schalt. Heute plapperte sie wohl wirklich einfach drauf los!, dachte sie und erinnerte sich an den Kommentar mit dem 'gut riechen' auf dem Weg hierher und errötete bei der Erinnerung ein wenig. Und nun das! Wo sind wir denn hier? Bei Johnny Castle und Baby? Ich hab eine Wassermelone getragen, oder wie?
Ja, sie musste sich wohl arg den Kopf gestoßen haben und erinnerte sich nun auch wieder an ihre Manieren als sie sich bei Eldir bedankte und dabei doch ein wenig verschmitzt in seine Heimatsprache verfiel, nur um zu sehen wie er reagierte. Wie zu erwarten schien er ein wenig überrascht, antwortete dann mit einem Lächeln.
Als dann die Schwester zurückkam und Adelaide mit einer rollenden Liege für das CT abholte, blickte die Schottin ein wenig genervt gen Zimmerdecke. "Um der Götter Willen! Das ist doch nun wirklich nicht notwendig!", meinte sie und wurde dann aber doch unter nachdrücklichen Worten auf die Liege befördert und aus dem Raum kutschiert, während sich Brianna an Eldir wandte und sich wohl bei ihm erkundigte wie es zu dem Unfall gekommen war. Wenige Minuten später kamen die Krankenschwester und Adelaide wieder zurück und nach einem kurzen Blick zu ihrer Freundin Brianna ließ sich die Dunkelhaarige wieder auf der ursprünglichen Pritsche nieder.
Brianna begann die Auswertung zu besprechen und für einen Augenblick war Adelaide erneut mit Eldir allein, was nur zur Folge hatte, dass diese ihm einen langen Blick zuwarf um herauszufinden was er Bree gesagt hatte. Er hatte das Ganze doch wohl nicht dramatischer geschildert als es gewesen war, oder?
Kaum war die Rothaarige wieder bei ihnen, teilte Brianna ihr auch schon mit, dass es sich tatsächlich um eine Gehirnerschütterung handelte. "Wie ich vermutet habe, eine Gehirnerschütterung. ich würde dich gerne über Nacht hier behalten!", begann sie sogleich und ihre Landsmännin konnte es nicht verkneifen leise zu stöhnen als sie dies hörte. Eine Übernachtung auf der Krankenstation war das Letzte was die Reitlehrerin brauchte und wollte, das wusste aber wohl auch Bree, denn diese sprach schon ungeachtet des genervten Stöhnens weiter und kam mit einem Vorschlag - nein, eher einer ärztlichen Anordnung - daher, die Adelaide ein mehr als überraschtes Glucksen und einen sicherlich ziemlich verdatterten Gesichtsausdruck entlockte.
"Da ich aber weiß, das du ungerne hier bist, ordne ich Bettruhe in deinem Zimmer an und möchte Eldir bitten, die Nacht dich zu kontrollieren! Du solltest die Nacht nicht alleine sein, wenn doch Komplikationen auftreten, können wir schnell eingreifen"
Bei diesen Worten fiel der Patientin die Kinnlade herunter - sprichwörtlich. Ihre Augenbrauen schossen in die Höhe, die Röte in ihr Gesicht und ein ungläubiges Glucksen kam ihr über die Lippen als sie zu verarbeiten versuchte was Brianna da ernsthaft anordnete. "Bree, das ist doch nicht notwendig. Ich bin doch nicht alleine in der Burg, Ivar ist ja auch noch da."
Adelaide starrte die Freundin fassungslos an während diese doch glatt zu schmunzeln begonnen hatte und dann wieder die Versorgung der Wunde fortzuführen begann, was Ade ein kurzes Zischen entweichen ließ als es erneut kurz brannte. Dann versuchte sie sich etwas zu sammeln und hätte wohl mit dem Kopf geschüttelt ob der verrückten Idee der Rothaarigen, wenn diese nicht gerade an ihrer Schläfe herumgedoktert hätte. So begnügte sie sich mit mentaler Kommunikation und warf Brianna einen vielsagenden Blick zu.
Bist du von Sinnen?, sollte er bedeuten und die Röte stieg der Schottin in die Wangen als sie von Bree erneut zu Eldir sah um seine Reaktion auf den ganzen Schlamassel zu erfahren. Dass ihr Bettruhe verordnet wurde war ärgerlich aber verständlich, doch dass ihre Landmännin scheinbar Kupplerin spielen wollte und Adelaide dabei ungewollte Bilder in den Kopf schossen, war alles andere als hilfreich um nicht erneut Ampel zu spielen. Ein wenig überrascht über sich selbst, da sie sonst eigentlich keinerlei Problem mit dem männlichen Geschlecht hatte und recht freigeistlich war, wanderte ihr Blick schon wieder zu dem Wikinger.
Sie versuchte die Bilder in ihrem Kopf zu verdrängen die sich immer wieder vor ihr geistiges Auge schoben seit Brianna diese heraufbeschworen hatte. Erwartete ihre Freundin nun tatsächlich von ihr, dass sie die Nacht in einem Zimmer - mehr noch im selben Bett - mit dem Wikinger verbrachte, der ihre Gedanken an diesem Tag ohnehin schon mehrmals durcheinander gebracht hatte.
Kurz schoss ihr etwas durch den Kopf, was sie schnell wieder mit einer imaginären Geste zur Seite wischte, denn das war alles andere als hilfreich. Und sicherlich nicht förderlich bei einer Gehirnerschütterung.
"So rede ihr diesen Unsinn doch aus, Eldir!", bat sie den Norweger und suchte mit ihrem Blick um Unterstützung, in dem Bemühen sich nicht anmerken zu lassen, in welche Richtung ihre Gedanken soeben gewandert waren. Kurz zuckte sie zusammen als Brianna erneut die Wunde berührte und dabei ein stechender Schmerz, wenn auch nur kurz, durch ihren Kopf schoss.




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zuletzt bearbeitet 12.07.2021 21:01 |
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Nachdem der Norweger Adelaide nun hier her brachte, bekam er immer mehr mit, das Ade doch recht Tollpatschig war und nicht erst ein Mal auf der Station der Ärztinnen war. Das der dunkelhaarigen das durchaus unangenehm war, das er dies alles hörte, könnte sich der Wikinger denken. Dennoch sorgte er sich um sie. Warum das so war, wusste der junge Mann nun nicht so richtig, aber dennoch war ihm Ade jetzt schon ans Herz gewachsen, obwohl sie sich erst einige Stunden kannten. Ein bisschen mit Schuld hatte er ja schon, wenn er sich anders im Stall entschieden hätte, würde Ade nun nicht hier sitzen sondern er. Die dunkelhaarige begegnete ihrer Freundin häufiger mit einem Augenrollen, was Eldir nun nicht so ganz verstand. Immerhin wollte Brianna ihr nur helfen. Dies ließ der Wikinger aber unkommentiert. Als die Ärztin sich nun erkundigte, was genau passiert war und sie dann untersuchte, stand Eldir nur da und beobachtete die Situation. Ihm war es egal, das er dies alles mit bekam, eher war er neugierig, was hier alles möglich war. Immerhin hatte er keine Ahnung von Medizin und war nur selten in den Genuss gekommen, verarztet zu werden. Da hatten sie damals ganz andere Sitten. Als Bree die Platzwunde am Kopf von Ade säuberte, verzog sie nur ganz kurz das Gesicht, das der Alkohol brannte, kannte Eldir zu genüge. Ade kam dann auch gleich auf Deila zu sprechen und spielte die Situation so herunter, das Eldir sich einfach mal einmischte und meinte "Das nennst du nichts? Danach sieht das ganze aber nicht aus. Die Katze hat da wohl ihr übriges getan, das Deila ausschlug und Ade traf." Sein Blick kurz auf Ade gerichtet, als dieser dann zu Bree wich. Ade rollte diesmal nicht mit den Augen und sagte stattdessen in Brees Richtung, das sie versprach Vorsichtiger zu sein. Eldir nickte einfach mal, denn solang er in ihrer Nähe war, würde das eindeutig nicht noch mal passieren. Daraufhin sah Eldir zu dem anderen Patienten im Raum, sah das grinsen in seinem Gesicht und deutete dies, das Ade durchaus bekannt dafür war. Brianna holte eine Schwester dazu, damit diese den Kopf CT vorbeireitete. Eldir sah zwischen den Personen hin und her, während ihm auffiel, das Ade vermied ihn an zu sehen. Eldir hatte eben immer ein leichtes grinsen auf den Lippen, frei nach dem Motto, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Als Ade sich dann wieder bei ihm entschuldigte, sah er sie an und sagte ihr, das es ihm rein gar nichts aus machte. Er tat das ganze ab und schüttelte leicht mit dem Kopf. Brianna verfolgte das ganze zwischen ihnen, hielt sich dabei aber raus. Dennoch merkte Eldir, das Ade das ganze unangenehm war, das er gerade anwesend war und sagte auch gleich, das er auch draußen warten konnte, aber nicht gleich die Flucht ergriff. Dabei machte Ade eine kleine Bewegung nach vorn, scheinbar um seinen Arm zu greifen und ihn zu bitten zu bleiben. Die Worte darauf, die nun schneller von Ade kamen, als ihr wohl lieb war, ließ ihn doch etwas überrascht drein blicken. "Gut ich bleibe, wenn du mich so lieb bittest." rutschte ihm dann auch gleich raus und grinste wieder. Jetzt hatte er dann doch etwas das Gefühl, das sie Angst hatte, das er wirklich ging und nur wegen so einer Kleinigkeit nichts mit ihr zu tun haben wollte. Doch das war ganz und gar nicht der Fall. Das Ade dann nun wieder etwas rot anlief, ließ ihn nur noch mehr grinsen. Sie hatte sich eindeutig derbe den Kopf angestoßen, behielt den Spruch aber besser für sich. Darauf bedankte sich Ade auf Norwegisch bei Eldir, wieder etwas überrascht darüber, antwortete er, das sie sich dafür nicht bedanken brauchte, würde sie aber später mal fragen, warum die Norwegisch konnte.
Als dann die Schwester zurück kam, eine rollende Liege mit brachte um Ade zu transportieren, hörte er auch schon die Reitlehrerin sagen das es um der Götter willen, gar nicht nötig war, musste Eldir etwas lachen. Doch die Schwester ließ sich nicht davon abbringen und bugsierte Ade auf diese Liege. Als die beiden verschwanden, räumte Bree ihren Platz auf und sah ihn dann wieder an. Eldir verschränkte die Arme vor der Brust und sah auch zu Bree. Sie fragte ihn, ob er bei dem Unfall dabei gewesen war. So richtig ja nicht, da er nebenan in einer Box stand und nur den Tumult gehört hatte. "Ich habe nicht gesehen was passiert ist, ich half ihr bei der Fütterung und war in der Box von Merrylegs. Ich hatte nur den Krach neben an gehört und bin dann zu ihr, da war es schon passiert. Deila war aber auch außer Rand und Band, ich hatte Mühe Ade da raus zu bekommen. Wenn ich mich nur anders entschieden hätte, würde Ade nun nicht hier sitzen sondern ich." Erwiderte Eldir und war von sich selbst verdutzt, das sich da sein Schlechtes Gewissen meldete, das er bisher einfach nicht hatte. War Ade nun doch eine Sirene und hatte ihn mit ihrem Gesang umgekrempelt? Imaginär zuckte er mit den Schultern. Nach einigen Minuten kam Ade mit der Schwester zurück und Bree machte sich an die Auswertungen. Eldir sah zu Ade und wollte sie mit diesem Blick fragen ob alles in Ordnung war. Einen Moment waren der Norweger und die Reitlehrerin allein, Ades Blick sagte ihm, das sie versuchte heraus zu finden, was er Bree gesagt hatte. "Keine Sorge, ich habe ihr nur gesagt das ich es nicht gesehen habe, sondern dich so in der Box gefunden habe." Entgegnete er ihr und lächelte leicht. Da kam auch schon die Ärztin zurück. Die rothaarige sagte auch gleich, das sich der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte. Eldir hatte keine Ahnung was das bedeutete, hörte dann aber auch gleich das Bree, Ade über Nacht besser hier behalten wollte. Ade stöhnte leise auf, wegen dem Satz hie bleiben zu müssen, doch Bree wusste wohl, das Ade dies nicht gern tat und Verordnete ihr Bettruhe in ihrem Zimmer an. Eldir blickte zwischen der Ärztin und der Reitlehrerin hin und her, als dann auch schon der nächste Satz fiel, das Eldir doch bitte auf Ade die Nacht aufpassen wollte. Er konnte einfach nicht anders als beinahe auf zu lachen, als Ade ihr Kinn runter klappen ließ und einen völlig verdatterten Gesichtsausdruck hatte. Na das konnte ja jetzt heiter werden. Ade versuchte sich aus der Situation zu winden und schob nun Ivar vor, der ja auch auf sie achten konnte, doch Eldir wusste ganz genau, das Ivar im Moment für sowas keine Zeit hatte, geschweige denn, mal mit Eldir ein Bier trank.
Da Bree nun noch ein Mal die Wunde bei Ade versorgte, zischte die Reitlehrerin kurz wegen des brennen der Wunde. Er hatte den Blick von Ade an Bree gesehen und schmunzelte nun wieder vor sich hin, denn auch ihm schossen gerade Bilder durch den Kopf. Doch würde er es sich nicht wagen die Situation aus zu nutzen, er würde es auch nicht wagen, sich in ihr Bett zu legen, wenn sie dies nicht wollte. Und wieder stieg Ade die Röte ins Gesicht und sah immer wieder zum Norweger, der nur amüsiert grinste. Da hörte er auch schon Ade sagen, das er Bree diesen Unsinn doch bitte ausreden sollte, doch den Gefallen tat er Ade nicht. Ohne groß zu Überlegen warf Eldir auch gleich ein. "Ich mache das gern, ich weiß das Ivar nicht die Zeit hat, den ganzen Tag auf dich zu achten, also nur wenn es dir nichts aus macht. Ich kann Brianna dies nicht ausreden, sie ist die Ärztin und wenn sie das Anordnet wird es wohl ernst sein." Entgegnete er Adelaide und sah sie an. Da zuckte Ade auch schon wieder zusammen, als Bree ihre Wunde erneut berührte. Dabei trat Eldir auf Ade und die Ärztin zu.
@Brianna Williams
@Adelaide Carlisle
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Wenn ich eine ärztliche Entscheidung getroffen hatte, lies ich mich davon nur selten abbringen. Auch wenn ich noch jung war, wuchs ich mit dem medizinischen Wissen auf. Wusste also ganz genau, was ich da tat. Diese Diagnose bei Adel, war auch keine schwere und hätte auch ein Laie herausfinden können, wenn man alles zusammen legte. Eldir erzählte mir genau, wie der Unfall passierte und ich verdrehte nur grinsend die Augen. Es war so typisch Adel, aber genau deswegen mochte ich sie so. Von außen wirkte sie immer wie so eine Königin, aber wenn man sie besser kannte, sah man schnell, das sie von einem Fettnäpfchen ins nächste sprang. Ich fand solche Menschen so natürlich und sie stand auch dazu. Natürlich war mir die Anziehung zwischen den beiden nicht entgangen. Wie sie sich ansahen, die kleinen unwissenden Berührungen und die Worte, auch wenn ich nicht gerade die Erfahrenste in diesem Gebiet war, sah ich genau diese Anzeichen. Wie gerade auch Adel versuchte, diese nicht durchblicken zu lassen. Doch wenn ich Eldir so ansah, bemerkte er es auch und das lies mich schmunzeln.
"wenn du das nicht willst, bleibst du hier Adel, damit ist nicht zu spaßen und ich übernehme nicht die Verantwortung!"
Nicht nur weil sie meine Patientin war, nein auch weil sie meine Freundin war und ich nicht wollte, das sie mitten in der Nacht zusammenbrach und es niemand mitbekam.
"Genau, Ivar hat alle Hände voll zu tun, lass ihn mal seins machen. Eldir macht es doch gerne!"
Wie ich anmerkte und ihn dann kurz ansah und grinsen musste, ohne das es Adel sah. Eigentlich waren Adel und ich uns sehr gleich. Sicherlich würde ich genauso wie sie reagieren und alles versuchen, nicht die Nacht mit meinem Schwarm zu verbringen, auch wenn die Vorstellung mehr als erregend war. Allerdings konnte sie nicht viel machen oder sollte es nicht. Hoffentlich wusste das ihr Begleiter auch! Sie musste sich dennoch ausruhen.
"Kann ich mich auf dich verlassen Eldir? Wenn was ist, melde dich sofort bei mir, ich bereite alles vor, falls es doch Komplikationen gibt!"
Man konnte nie wissen, bei einer Kopfverletzung, denn auch wenn wir gut ausgerüstet waren, hatten wir nicht alles und mussten improvisieren! Aufgeräumt war alles und ich schob ihm den Fahrstuhl hin.
"Es ist besser, wenn sie sich heute nicht so viel bewegt, rollst du sie in ihr Zimmer?!"
Ich wartete schon darauf, das Adel gleich wieder los wetterte, das ihr diese Art von Fortbewegung nicht gefiel. Da musste sie nun durch, hatte sie selber Schuld. Wenn man so unachtsam war wie sie, ging es nicht anders. Schmunzelnd sah ich meine Freundin an.
@Adelaide Carlisle @Eldir Ragnarson



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S
o hatte sich die Reitlehrerin ihren Tag nun wirklich nicht vorgestellt. Doch was half alles betteln und flehen, wenn sie doch nichts daran ändern konnte? Also raffte sie die Schultern und versuchte das Beste aus allem zu machen und das hieß in ihrem Fall: einen resoluten Eindruck machen und so tun als habe man alles unter Kontrolle.Wir kontrollieren was wir können, während alles außer Kontrolle ist - oder wie war das noch? Adelaide seufzte leise und ergab sich mehr oder weniger in ihr Schicksal als sie im Verlauf des Gesprächs der Freundin versprach ab sofort besser auf sich aufzupassen. Natürlich gelang es ihr auch weiterhin nicht dem nächsten sich anbahnenden Fettnäpfchen auszuweichen und so bat sie Eldir ein wenig zu offensichtlich, bei ihr zu bleiben wenn er dies wollte da sich die Worte schon ihren Weg hinausbahnten bevor Adelaide die Zeit dazu hatte diese zu überdenken oder herunterzuschlucken. Sie konnte gerade noch verhindern, dass sie nach Eldirs Arm griff und ganz verzweifelt aussah. Super, Ade!, dachte sie und hörte den Sarkasmus aus ihren Gedanken heraus. Nun bist du wahrlich verrückt!
Doch den Wikinger schien ihr Verhalten zum Glück nicht abzuschrecken, denn er ließ ein "Gut ich bleibe, wenn du mich so lieb bittest." verlauten und grinste die Schottin an, die daraufhin schnell den Blick senkte damit er nicht würde sehen können wie sie um Selbstkontrolle kämpfte als ihr erneut Hitze in die Wangen steigen wollte.
Eine Schwester brachte eine rollende Liege und schaffte Adelaide in das CT, wo man schließlich herausfand, dass die Vermutung ihrer Ärztin und Freundin Brianna richtig gewesen war und eine Gehirnerschütterung vorlag. Adelaide rollte mit den Augen, auch wenn sie davon erneut Sterne vor ihren Augen aufblitzen sah. Ein wenig froh um die Tatsache, dass sie saß, klammerten sich ihre Finger ganz kurz um den Rand der Pritsche ehe sie sich wieder gesammelt hatte.
Als Brianna dann jedoch Bettruhe verordnete, brachte Adelaide im ersten Moment nicht mehr als ein ungläubiges Glucksen heraus; wenngleich sie mit dieser Anordnung hatte rechnen müssen, hätte sie nicht angenommen, dass Bree Kupplerin spielen und Eldir bitten würde auf die Landsmännin acht zu geben. Was im Grunde bedeutete: entweder würde sich der Wikinger in den Stuhl vor ihrem Schreibtisch zusammenfalten müssen, was schon fast an Körperverletzung herankam, oder er müsste sich ebenfalls ins Bett legen. Etwas, das Adelaides Gedanken sofort in eine ganz andere Richtung abdriften ließ, auch wenn sie es versuchte zu verhindern.
Ihr klappte sprichwörtlich die Kinnlade herunter als sie die ärztliche Anordnung hörte, was Eldir wohl urkomisch fand, denn man konnte ihm ansehen, dass er in schallendes Gelächter ausbrechen wollte. Adelaide warf ihm einen langen Blick zu, der - wie sie hoffte - genug Entrüstung beinhaltete um ihr einen Teil ihrer angekratzten Würde zurückzugeben.
"Wenn du das nicht willst, bleibst du hier Adel, damit ist nicht zu spaßen und ich übernehme nicht die Verantwortung!", hörte sie dann Bree sagen und stöhnte nochmals. Sie hob eine Hand, wie zur Abwehr und schüttelte sachte den Kopf.
"Nein, nein. Schon gut. Da ziehe doch lieber mein eigenes Bett vor. Auch mit Wachhund...", antwortete sie und warf einen Blick in Richtung 'Wachhund', wobei ihre Gedanken erneut eine andere Bahn einschlugen als sie ihn musterte. Mhm, Wachhund ist gut, eher einer dieser gutaussehenden Gestaltwandler in diesen Büchern von - wie hieß sie noch? Mhm, ist ja auch egal. Einer von denen die sich in ein Tier verwandeln, und irgendwie immer... Oh, Mist!
Errötend wurde sie sich ihrer Gedanken gewahr und versuchte an etwas anderes zu denken. Weißes Schaf auf grüner Wiese!, versuchte sie sich einzureden, doch so ganz gelang ihr auch das nicht. Die Bilder in ihrem Kopf blieben. Verdammter Mäusedreck!
Während Adelaide gegen ihre Gedanken ankämpfte wandte sich Brianna nun also direkt an Eldir und erkundigte sich ob sie sich auf ihn verlassen könnte und wies ihn auch gleich an, sich bei ihr zu melden, sollte mit Adelaide etwas nicht stimmen. Zwar waren ihre Möglichkeiten etwas begrenzter als damals vor dem Ausbruch, dennoch würd sich die Rothaarige sicherlich bereithalten um das Nötigste einzuleiten sollte dies der Fall sein.
Eldir war einen Schritt auf die beiden Frauen zugekommen als Brianna eine Art Rollstuhl herbeikarrte und diesen neben der Pritsche stehen ließ. "Es ist besser, wenn sie sich heute nicht so viel bewegt, rollst du sie in ihr Zimmer?!" Adelaide stöhnte und hätte am Liebsten laut aufgeschrien, riss sich aber im letzten Moment noch zusammen - sie wusste selbst nicht wie sie diese Kontrolle aufbrachte - und beließ es bei einigen, deutlichen Worten an Brianna.
"Das ist doch nicht dein Ernst! Bree! Ich bin sehr wohl imstande meine Beine zu gebrauchen und werde ganz sicher N I C H T in diesen Stuhl steigen und mich hochschieben lassen wie eine alte, gebrechliche Frau!"
Die Dunkelhaarige starrte ihre Freundin an als habe diese soeben eine Reise zum Mars vorgeschlagen um dort in einen Badezuber mit den Grünen Männchen zu steigen.
Auf keinen Fall würde sie sich nun in einem Rollstuhl zur Burg bringen lassen nachdem man sie schon auf dem Hinweg hatte sehen können, wie sie sich von Eldir auf den Armen tragen ließ als man sie zur Krankenstation brachte. Auf keinen Fall! Nicht in diesem Leben!, dachte sie und verschränkte trotzig die Arme vor der Brust.
Sie wagte gar nicht erst zu dem Wikinger zu sehen, da sie ahnte dieser würde nun erneut grinsen oder - schlimmer noch - Bree zustimmen und laut lachen. Adelaide schnaubte und zeigte ihrer Freundin und Ärztin einen Vogel, den sie sicherlich später in den nächsten Tagen bereuen würde. Doch hier und jetzt hatte sie einfach den sprichwörtliche Kaffee auf.
Um weder der Schottin noch dem Norweger eine Chance zu geben sie in dieses 'Ding' zu setzen, stand sie mit einem Ruck auf und... schwankte. Verdammter Mist!, fluchte sie und streckte den Arm nach dem Erstbesten aus an dem sie sich festhalten konnte. Als sie den Stoff des Hemdes unter den Fingern spürte brauchte sie nicht erst den Kopf zu drehen um zu sehen, dass es ausgerechnet Eldir war, dessen Arm sie gerade umklammerte während rote und schwarze Sterne an ihr vorbeizogen und ihr ein leises Keuchen entwich. Sie ließ ihn so schnell los als habe sie sich verbrannt, machte zwei große Schritte und drehte sich wieder zu den beiden um, bereits auf halben Weg zur Eingangstüre.
"Ha, seht ihr! Es geht doch! Pff! Als ob ich in dieses Klappergestell einsteigen würde!", wetterte sie und warf zuerst Brianna, dann Eldir einen herausfordernden Blick aus blitzenden Augen zu und wollte eine Drehung um sich selbst machen, streckte bereits eine Hand nach der Klinke aus und hörte noch den anderen Patienten im Hintergrund murmeln, als sich erneut alles um sie herum drehte - und das auch ganz ohne, dass sie sich schon bewegt hätte. Der Raum um sie herum schien näher zu rücken und ein leise Laut drang über ihre Lippen.






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Das Ade sich ihren Tag so nicht vorgestellt hatte, das konnte sich der Norweger durchaus denken. Das sie sich allerdings ihrem Schicksal so hin gab, war schon beeindruckend. Das sie aber nicht alles unter Kontrolle hatte und einfach so tat, als ob es so wäre, war schon amüsierend für ihn.
Das sie von einem Fettnäpfchen ins andere sprang, bekam er nun auch von ihrer Freundin zu hören, dennoch versprach Ade nun besser auf sich acht zu geben. Sie bat also sehr offensichtlich Eldir darum, zu bleiben, dem stimmte er auch gleich zu. Es würde sich sicher nicht noch mal so schnell, so eine Gelegenheit bieten, Ade unter die Arme zu greifen, auch wenn er sich etwas darüber lustig machte.
Er mochte sie eben, auch wenn er noch keine Ahnung hatte in wie weit sich das ausdehnte. Aber eins wusste der Norweger, diese Schottin hatte ihn schon jetzt im Griff. Sie hatte ihn irgendwie verzaubert, so dachte er. Vielleicht war sie ja wirklich eine Sirene? Etwas schmunzelnd dachte er darüber nach, ehe er auch schon wieder aus den Gedanken geholt wurde. Ihr Verhalten schreckte den Wikinger wirklich nicht ab, eher war sein Beschützer Instinkt geweckt und so schnell würde sie ihn nicht mehr los werden. Als er also einwilligte zu bleiben, senkte sie wieder den Blick, damit er nicht sah, wie sie wieder rot anlief. Etwas grinsend stand er nun da als die Schwester mit der rollenden Liege ankam und Ade nun rüber bugsierte. Auch wenn Ade sich scheinbar dagegen sträubte. Die Schwester schob Ade nun zum CT, sodass Eldir nun Zeit hatte mit ihrer Freundin Brianna zu reden.
Als Ade nun denn wieder zurück war, hatte sich der Verdacht von Bree bestätigt. Ade rollte wieder mit den Augen, das sie dadurch aber wieder Sterne sah, wusste Eldir nicht, beobachtete Ade aber weiter hin. Das sie sich dann wieder an die Pritsche klammerte, konnte Eldir sehen und ließ die verschränkten Arme wieder neben sich baumeln. Bree verordnete dann auch direkt strikte Bettruhe, in dem Moment ging sein Blick wieder zur rothaarigen. Er nickte ihr daraufhin zu, das er auf Ade achten würde, komme was wolle. Dann sah er wieder zur Brünetten und musste sich ein Schallendes lachen verkneifen, als er sah wie ihr die Kinnlade herunter klappte. Das ihre Gedanken dabei auch etwas abdrifteten, wo Eldir denn dann nächtigen sollte, wenn nicht in ihrem Bett, ahnte der junge Mann nicht. Er war eher damit Beschäftigt sich zusammen zu reißen nicht zu lachen. Doch Ade erkannte es natürlich und warf ihm einen langen Blick zu, der ihm bedeutete das sie genug zu leiden hatte und man sich nun nicht noch darüber lustig machen sollte. Eldir wischte sich mit einer Hand das blöde grinsen aus dem Gesicht um ihr wenigstens noch ein bisschen würde zu lassen und sah stattdessen lieber zu Bree. Darauf hörte er auch schon das die Ärztin etwas ernster wurde und meinte das Ade sonst auch hier bleiben musste und sie nicht die Verantwortung übernahm. Verständnisvoll blickte Eldir sie an und nickte. Auch er wollte dafür keine Garantie übernehmen. Dabei knickte Ade auch schon ein und hob die Hand, schüttelte dabei sachte den Kopf. Sein Blick ging wieder zu Ade als sie sagte, das sie doch eher ihr eigenes Bett vorzog, auch mit Wachhund. Nun sah er Ade entrüstet an. "Wachhund? Dein ernst?! Ich kann auch gehen und du bleibst hier, dann hast du mich nicht an der Backe. Wenn es das ist was du willst." Gab er ebenso zu verstehen. Das sie aber dabei wieder abdriftete und an einen Gestaltwandler dachte, bekam er nicht mit, nur das sie wieder rot anlief und er nun eine Braue hoch zog. Ade kämpfte wohl gegen etwas, was sich innerlich abspielte, als Bree sich auch schon an ihn wandte, ob sie sich auf ihn verlassen könne. "Dein Wunsch ist mir Befehl." Gab er zurück und neigte etwas leicht den Kopf. Da kam der Krieger wieder durch, der Befehle immer strikt befolgte. "Ich werde Bericht erstatten." schob er in dem gleichen Ton noch nach und hob nun wieder den Kopf. Der Norweger ging einen Schritt auf die Damen zu, als Bree auch schon ein komisches Gefährt zu ihnen rollte. Er sah sich das Ding an und dann wieder zu Ade, kurz drauf hörte er Bree sagen, das Ade sich heute nicht zu viel bewegen sollte und er sie in dem Ding zur Burg hoch schieben sollte. Diesmal zog er auch die Brauen etwas entrüstet nach oben. Ehe er aber auch etwas sagen konnte, hatte Ade nun das Wort ergriffen. "Das ist doch nicht dein Ernst! Bree! Ich bin sehr wohl imstande meine Beine zu gebrauchen und werde ganz sicher N I C H T in diesen Stuhl steigen und mich hochschieben lassen wie eine alte, gebrechliche Frau!" Dem konnte Eldir nur zustimmen. "Da trage ich sie lieber, als das Ding zu benutzen." Schob er noch hinterher. Da war er sich mal mit der Reitlehrerin einig. Ade verschränkte auch gleich trotzig die Arme vor der Brust, was Eldir an ein kleines Kind erinnerte das Skadi hieß und direkt lachen musste. Ade begann zu schnauben und zeigte Bree dann auch noch einen Vogel, amüsiert sah er zwischen den beiden hin und her. Das die Reitlehrerin nun wirklich Sprichwörtlich den Kaffee offen hatte, sah man ihr durchaus an. Er mochte ihr Temperament, das musste er ihr lassen.
SIe gab dem Norweger und der Ärztin auch keine Chance sie in dieses Ding zu setzten, denn sie sprang direkt auf und begab sich zur Tür. Auf dem Weg dort hin, griff sie allerdings an den Arm vom Wikinger. Er sah sie doch etwas skeptisch an, als sie aber auch sogleich wieder los ließ, als habe sie sich an ihm verbrannt. Dann machte sie noch zwei große Schritte Richtung Ausgangstür. Sie drehte sich zu den beiden um und meinte noch,"Ha, seht ihr! Es geht doch! Pff! Als ob ich in dieses Klappergestell einsteigen würde!" Eldir folgte ihr mit seinem Blick, als sie an die Türklinke griff aber nicht alles in Ordnung mit ihr war. Der leise Laut, der ihr über die Lippen kam, entging dem Wikinger eindeutig nicht. Schnellen Schrittes folgte er der brünetten und griff ihr unter den Arm. "Sag mal willst du dich umbringen? Wenn ja sag bescheid." Blaffte er die Schottin an. Jetzt war mit ihm eindeutig nicht mehr zu Spaßen. Ihm war es egal wie sehr sie Wetterte, denn der Ärztin war eindeutig folge zu leisten. "Wenn du dich jetzt nicht benimmst, das gnaden dir die Götter Adelaide Carlisle. Ich bringe dich jetzt in dein Zimmer und dann ruhst du dich gefälligst aus." Wetterte er weiter, griff an die Klinke und sah noch mal zurück zu Brianna. "Danke." Warf er ihr zu und verließ nun langsam mit Ade die Krankenstation, um sie in die Burg zu bringen.
@Brianna Williams
@Adelaide Carlisle
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(Danke für dieses amüsante Play mit euch
@Adelaide Carlisle @Eldir Ragnarson )
<---- arbeiten


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A
delaide war eindeutig zu stolz um sich so in ihr Schicksal zu ergeben und sich dann auch noch auf ärztliche Anordnung erst einen Wachhund an die Seite stellen zu lassen und sich von diesem nun auch noch in einem alten Rollstuhl durch das ganze Dorf bis zur Burg schieben zu lassen. Das würde den Beiden wohl so passen!, dachte sie und richtete sich von der Liege auf. Zwar musste sie sich dabei an Eldir festhalten, ließ dessen Arm dann aber so schnell wie möglich wieder los als sie dies bemerkte und tat ein paar Schritte um den beiden anderen zu beweisen wie gut sie denn eigentlich auch ohne diesen Stuhl zurechtkam und dies alles ein wenig zu übertrieben war. Ein Kinderspiel!, dachte sie zumindest. Denn selbst der andere Patient im Hintergrund murmelte etwas Unverständliches und beobachtete die Szene genau als die Reitlehrerin sich von den anderen löste und auf die Türe zuschritt.Adelaide hatte nun wirklich keine Lust mehr auf dieses ganze Spektakel und hatte ihrer guten Freundin gar in einer trotzigen Reaktion den Vogel gezeigt - was sie in den kommenden Tagen sicherlich bereuen und wofür sie sich entschuldigen würde, indem sie Brianna besuchte und dort zu Kreuze kriechte - doch hier und jetzt war die Schottin viel zu geladen um irgendwas zu bereuen.
Als Eldir ihr mit einem "Da trage ich sie lieber, als das Ding zu benutzen." beipflichtete schenkte sie ihm ein winziges Lächeln und versuchte nicht daran zu denken wie angenehm diese Geste eigentlich gewesen wäre, wenn ihr Stolz ihr da nicht im Weg gestanden hätte. Die innere Romantikerin fand dies ja schon ganz adrett, das würde sie nur nicht nach außen hin zugeben.
Um ihren beiden Mitstreitern dann zu zeigen wie gut es ihr bereits wieder erging und sie durchaus in der Lage war alleine auf ihren Beinen zu laufen - sie wäre durchaus bereit Eldir als Geleitschutz zu akzeptieren - drehte sie sich einmal um die eigene Achse und breitete die Arme leicht aus. Wohl eine schlechte Idee, denn sie hatte die Drehung noch nicht ganz vollführt da drehte sich alles in ihrem Kopf und um sie herum ohne, dass sie sich bereits viel bewegt hätte und silberne Sternchen tanzten vor ihr auf. Sie griff nach dem Türgriff, machte einen leisen Laut und hörte kaum die Schritte mit denen sich Eldir näherte.
Dass er zu ihr gekommen war bemerkte sie erst einige Sekunden später als er nach ihrem Arm griff und sie ordentlich anpflaumte. "Sag mal willst du dich umbringen? Wenn ja, sag Bescheid.", warf er ihr entgegen und wirkte alles Andere als zu weiteren Scherzen aufgelegt.
Adelaide zuckte sichtlich zusammen, riss die Augen auf; ihr Mund formte ein überraschtes 'O'. Mehrmals musste sie blinzeln, während sie nach Worten suchte und den Wikinger ansah, der sie um einen guten Kopf überragte. "Nein, ich.... sorry.."
"Wenn du dich jetzt nicht benimmst, dann gnaden dir die Götter, Adelaide Carlisle. Ich bringe dich jetzt in dein Zimmer und dann ruhst du dich gefälligst aus.", wetterte er weiter und griff seinerseits nach der Türklinke. Mit einem "Danke" an Brianna trat er nach draußen und nahm die Schottin mit sich, die sich augenrollend in ihr Schicksal begab, nun aber auch etwas kleinlauter war und keine weiteren Widerworte mehr gab.
Stattdessen formte sie mit den Lippen ein "Bye!" in Briannas Richtung und murrte nur leise als sie Eldirs Hand an ihrem Arm spürte. Dennoch würde sie sich nun nicht erneut auf seinen Armen durch das Dorf tragen lassen, das wüsste sie aber!

tbc: -> Burg -> Adelaides Gemächer





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