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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Amy hatte in Leo einen so guten Freund gefunden und nun wollte man ihr genau das wieder nehmen. Sie und Leo sollten getrennt werden und das wohl für immer. Das er eines Tages diese Welt verlassen würde, damit hatte sie sich noch nicht recht auseinander gesetzt, oder ehr sie hatte diese Tatsache verdrängt, denn noch glaubte sie nicht dran und nun sollte es schneller gehen als gedacht, denn wenn ihre Mom das alles durchzog, würden sie in ein paar Tagen weg sein. Den Grund dafür kannte sie selbst nicht. Isabell hatte ihr nichts darüber gesagt, auch nicht nachdem sie mehrfach nach gefragt hatte. So konnte sie Leo auch nicht sagen was ihre Gründe dafür waren, auch wenn sie es noch so gerne wollte. Leo war ihr so verdammt wichtig und sie hatte das alles beinahe aufs Spiel gesetzt, in dem sie ihn so lange hatte belogen, oder ehr ihre Mom, weil sie ihm nichts von Leo erzählt hatte, lediglich Alex wusste davon, es tat ihr selbst Leid was sie da getan hatte, aber da sah man ebend auch das sie noch relativ Jung war und sich mit diesen Dingen nicht sonderlich gut auskannte, klar hätte sie ihre Mom danach fragen können, aber das tat sie nicht, lieber machte sie das ganze mit sich selbst aus. Da erkannte man wie sehr ihr doch ihr Vater fehlte, den den sie seid etlichen Jahren nicht mehr gesehen hatte, sie war damals 6 Jahre alt und nun wurde sie bald 18, eine sehr lange Zeit. Leos Wut machte ihr doch auch Angst, wenn sie es zu geben wollte, aber sie konnte es nicht mehr ändern und das einzige was sie tun konnten, war abhauen und das weite suchen, türmen oder ehr Flüchten würde sie es nennen. Sie wollte einfach nicht von Leo getrennt werden und nun hatte sie ihm auch noch gesagt das ihre Gefühle anders waren, als die seinen für sie, jedenfalls glaubte sie nicht das er mehr als Freundschaftliche Gefühle für sie hatte. Das würde sie gewiss in diesen Tagen raus finden, wenn sie alleine da draußen waren. An Ärger dachten sie beide nicht, wieso auch, wenn man sich was in den Kopf setzte dann würde man das doch auch durch ziehen oder nicht? Sie jedenfalls ja, sie war schon immer so das sie etwas durch setzte wenn sie es haben wollte, und diesmal würde es auch so sein, niemand würde ihr das nehmen können.
Amy versuchte sich wieder zu beruhigen doch das war keine leichte Sache denn wenn er so durch drehte, dann tat sie es auch, doch so genau war ihr das noch gar nicht aufgefallen, das sie so viele Dinge gemeinsam hatten, oder sie hatte nicht richtig drüber nach gedacht. Man achtete auch nicht so sehr darauf wie viel Gemeinsamkeiten man hatte, wenn man sich gut verstand und das taten sie beide ja. Sie dachte noch oft an den ersten Tag als sie ihn das erstemal gesehen hatte, das war lustig , denn damals dachte sie noch, wie arrogant er doch war , doch das legte sich sehr schnell als sie ihn besser kennen lernte. Leo und sie stellten sehr schnell fest, wie gut sie sich verstanden und das sie auf einer Wellenlänge waren. Er erzählte ihr alles über sich und sie ihm alles über sich. Dann erfuhr sie vom Tod seiner Schwester und stand ihm die ganze Zeit über bei auch er kannte die Sache mit ihrem Vater und war immer für sie da, das gleiche war auch mit der Krebs sache auch da war sie die ganze Zeit an seiner Seite und sowas schweißte doch auch zusammen, die ganze Zeit merkte sie nicht das sie sich in diesen Jungen verliebt hatte, jedoch Alex ihr Bruder sprach sie drauf an und zunächst gab sie es nicht zu und wollte es nicht wahr haben doch dann merkte sie es selbst und nun wusste Leo es auch. Es machte sie nervös das er so gar nichts dazu sagte, aber damit musste sie wohl leben, das war ebend Leo.
Als sie die Tasche erwähnte, nickte sie auf seine Worte hin."Ich denke es wird kein Problem sein, diese zu holen, es wird mich keiner sehen und die wird unser Überleben bestimmen."Lächelte sie dann doch, denn sie wusste was ihre Mom drin hatte und damit würden sie ein paar Tage über die Runden kommen, soviel stand fest, sie würde sie gleich holen und dann konnten sie ihren Plan in die Tat um setzen auch wenn das sicher nicht ganz durchdacht war, aber denken war grade auch nicht ihre Stärke, beiderseits nicht. Es konnte jederzeit passieren das es Leo wieder schlechter ging und dann musste sie wieder zurück, denn da draußen würde ihm niemand helfen können,aber soweit dachten sie beide grade nicht.
Nun aber rannte sie wie Leo durch den Raum, denn sie glaubte das sie alles kaputt gemacht hatte, sie wusste einfach nicht was sie machen sollte, es machte sie wahnsinnig das er schwieg , das er so gar nichts sagte und sie einfach machen lies, das ganze war schon nicht einfach für sie doch sie musste es ihm einfach sagen. Als er sie dann doch packte damit sie nicht mehr weiter laufen konnte, sah sie ihn an und legte leicht die Arme um ihn."Leo ich kann nicht stehen bleiben, es macht mich verrückt, ich weiß einfach nicht wie das nun weiter gehen soll, ich bin lieber mit dir befreundet als das ich dich verliere, aber du hast noch so rein gar nichts dazu gesagt und das macht mich nervös, denn Hey ich kann für meine Gefühle nichts und ich kann sie auch nicht steuern, sie sind schon etwas länger so."Rutschte es ihr raus und nun redete sie einfach rauf los."Ich war auf dieser Party vor ca. 8 Wochen, die an der du nicht Teilgenommen hast, weil du hier bleiben musstest, ich wollte mich von dem ganzen ablenken, weil ich einfach nicht wusste wie ich es dir sagen soll, naja da war dieser Typ und....naja er sollte mich ablenken, doch das wurde nichts, ich habe gedacht ich verdränge es damit ganz gut. ich hatte eine Menge getrunken, zu viel denke ich, naja aber egal. das ist ja nun auch nicht wichtig."Sie würde das nun nicht weiter aussprechen, denn sie wollte sich da nur ablenken, mehr nicht, es war ja auch nicht viel passiert, denn sie hatte das ganze sofort beendet, als der Typ mehr wollte, doch sie konnte es nicht, weil sie ebend einen anderen Liebte. Sie hatte dennoch Angst das Leo das ganze nun nicht mehr wollte, doch er beruhigte sie sehr schnell wieder."Gut wir ziehen das heute noch durch, ich möchte nicht weg von dir, ich möchte mit dir alleine sein."Redete sie und hörte seine weiteren Worte und senkte dann doch den Blick."Schmeichelhaft? Nennst du das? Ich weiß nicht, ich wusste nicht mal wie ich es dir sagen soll, ohne das ich was kaputt mache, das ist für mich genauso neu wie für dich , oder hast du da schon Erfahrungen?"Fragte sie nach und schaute ihn dabei an. Es war schon echt verrückt aber er machte sie doch nervös. auch wen sie nicht unerfahren war, war es bei ihm doch anders. Ganz anders, denn er war etwas besonderes, der andere Typ nicht.
@Leonard Wolfshagen

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Da waren sie sich durchaus sehr ähnlich, die beiden. Denn auch Leo hatte es sich in den Kopf gesetzt und dann würde es alles andere als leicht sein ihn davon abzuhalten. Ihm war diese Idee in den Kopf gekommen mit Amy gemeinsam abzuhauen und das Heavens Paradise zu verlassen bevor man ihm auch noch seine beste Freundin wegnehmen konnte nachdem er seinen Vater, seine Schwester und dann auch seine Mom verloren hatte als Letztere mit allem nicht mehr zurecht kam. Und er nun einmal ein ziemlicher Sturkopf. Auch wenn er selbst es wohl eher als Rebell bezeichnen würde und darauf bestand. Der Einzige der ihn da - außer Amy wohl - verstand, war vermutlich sein Onkel, der seinen inneren Punk noch nicht abgelegt hatte. Aber auch Andreas konnte er nun nichts von dieser Idee beziehungsweise ihrem gemeinsamen Vorhaben sagen, denn sein Onkel würde dann doch den Erwachsenen mimen und ihn davon abhalten wollen. Es war wohl unvernünftig, aber dennoch wollte sich Lei von Nichts und Niemanden aufhalten lassen und würde von hier abhauen, mit Amy.
Wie genau diese Tage dort draußen dann aussehen würden ließ sich jetzt noch nicht sagen und Leo hatte ja keine Ahnung was alles auf die beiden zukommen würde. Eigentlich war es eine reine Snapsidee, wie man so schön sagte, doch davon würde er nichts hören wollen. Er hatte an dem allen schon genug zu nagen; dass Amy ihn verlassen würde, weil ihre Mutter es so entschieden hatte und niemand wusste warum sie dies so wollte. Und dann hatte ihm seine beste Freundin noch ihre Gefühle für ihn gestanden. Okay, letzteres war nicht weiter schlimm.. bisher zumindest. Wie es sich dann in der Zeit gestalten würde die sie dann zusammen draußen verbringen würde, würde sich dann zeigen. Sie beide gehörten eben einfach zusammen, in welcher Verbindung auch immer war für den jungen Österreicher erst einmal egal. Sie kannten sich beide so gut wie niemanden sonst, er wusste alles über sie und ihre Familie und sie alles über ihn. Und auch wenn diese Sache mit dem Krebs immer dunkel wie eine Gewitterwolke über allem schwebte, so hatten sie es sich nicht nehmen lassen quasi alles miteinander zu teilen. Ob nun auch von seiner Seite her Gefühle dazukommen würde blieb abzuwarten. Im Moment war sein ganzes Denken ohnehin auf anderes konzentriert und er war auf und ab gelaufen und hatte sich überlegt was sie alles mitnehmen mussten und was gepackt werden sollte. Es musste schnell gehen, aber auch geplant und organisiert, denn sonst würde es nicht mal gelingen aus dem Tor zu kommen. Und es durfte ja auch niemand erfahren, damit sie nicht aufgehalten würden. Um ihre Gefühle für ihn würde er sich dann später weitere Gedanken machen; so war er eben und schob sowas gerne vor sich her bis er die Zeit dazu hatte. Oder sich traute es zu tun.
Er nickte zufrieden als sie diese Tasche erwähnte und ihm dann sagte es sollte kein Problem sein diese zu beschaffen und sie würden sie auch zum Überleben brauchen. "Alles klar, sehr gut!", meinte er und warf ihr einen kurzen Blick zu und ein schiefes Grinsen. "Okay, meine Tasche ist schnell gepackt, da muss nicht viel rein."
OH, wie er sich noch täuschen würde! Denn wenn er ein paar andere Dinge bedacht und mit eingesteckt hätte. dann wäre ihr Plan wohl besser aufgegangen. Dass er aber auch neben den Medikamenten noch anderes brauchen könnte verdrängte er gerade und dachte nur an das aller Nötigste zum Einstecken. Oh, und weiße Schokolade!, fügte er gerade in Gedanken hinzu da er wusste wie gerne Amy diese mochte und dass es schwer werden würde überhaupt an Lebensmittel zu kommen - Schokolade wäre wohl dann erst mal nicht mehr drin, weiße noch weniger.
Ja, gerade dachte keiner der beiden Teenager wirklich darüber nach was sein würde, wenn es Leonard wieder schlechter ging und der Krebs zurück käme der auch nur eine andere Krankheit zuschlug. Es würde ihn wohl schon aus der Bahn werfen eine Grippe zu bekommen, denn draußen war das etwas anderes als hier drin im Heavens Paradise mit all den Ärzten und den Medikamenten. Draußen auf der Straße, ohne ärztliche Verpflegung, konnte dich sowas umbringen. Denken war aber gerade nicht drin bei Leo, und wohl auch nicht so arg bei Amy, denn diese hielt ihn nicht auf als er mit diesem Vorschlag kam abzuhauen. Dabei musste sie hin und wieder immer mal diejenige sein, die ihn etwas bremste, wenn er es mal wieder übertrieb. Vielleicht verstanden sich die beiden daher so gut; auch Amy konnte etwas verrückt sein und hatte ihre Macken, aber die hatte Leo ganz besonders und dann brauchte es schon seine beste Freundin um ihn wieder zu erden. Das war von Anfang an so gewesen, die konnte ihm Konter geben und holte ihn auf den Boden zurück wenn es sein musste. Wenn Leo da an ihr erstes Kennenlernen dachte musste er immer wieder grinsen, denn er hatte sich schon wie ein arroganter Mistkerl verhalten und war alles andere als nett zu ihr gewesen. Und sie hatte ihn dennoch so schnell geknackt und um den Finger gewickelt, dass er schnell - zumindest bei ihr - seine sanfte Seite zeigte.
Doch nun war es erst einmal Amy die im Raum auf und ab lief wie aufgeschreckt und er musste sie am Amr packen damit sie endlich stoppte. Als sie dies dann auch tat sah er ihr tief in die Augen und spürte wie sie die Arme um ihn legte. Er tat es ihr gleich, umarmte sie leicht um die Taille herum, ein leichtes Grinsen auf den Lippen. Da begann sie dann auch schon auf ihn einzureden und ein wahrer Schwall Worte kam dabei heraus als sie ihm erklärte, dass sie lieber mit ihm befreundet war als ihn zu verlieren, dass sie sein Schweigen nicht aushielt und es sie nervös machte und dass er doch etwas sagen sollte. Sie hatte schon recht als sie anmerkte, dass sie für ihre Gefühle nichts konnte und diese einfach so entstanden waren. Das wusste er auch. "Amy...", setzte er gerade zu einer Antwort an, doch sie ließ ihm kaum Atem und redete schon weiter und so ließ er se sprechen. Er wusste, dass er gerade nicht dagegen ankäme und hörte dem weiteren Redeschwall zu, auch wenn es einiges war was sie da sagte und sein Hirn immer wieder stockte als er versuchte all die Worte aufzunehmen und die Informationen herauszufiltern.
Und als sie dann von der Party und diesem Kerl erzählte mit dem sie sich hatte von ihm ablenken wollen riss Leo die Augen auf. "Was?... Du hast doch nicht... Amy?! Wa--. okay..", plapperte er er dazwischen und befürchtete schon, dass sie sich dann dem Typ hingegeben hatte nur um sich von ihm abzulenken. Da bekam er doch ein verdammt schlechtes Gewissen wegen allem; und das obwohl er vor acht Wochen noch nichts von ihren Gefühlen für ihn gewusst hatte denn das hatte sie ihm doch erst heute - vor einer halben Stunde - erzählt. Leo pfiff leise durch die Zähne, fuhr sich mit einer Hand durch die Haare und seufzte dann. "Wow! Mensch, Amy... weißt du was für einen Schreck du mir gerade eingejagt hast?", wollte er dann wissen und schüttelte sachte den Kopf. Dass sie sich von ihm und den Gefühlen abgelenkt hatte und betrunken war eine Sache und ließ ihn sich schon schlecht genug fühlen, aber die Vorstellung, dass sie mit diesem Typen... nein, besser nicht!
Leo grummelte leise und als schüttelte abermals den Kopf. Als sie dann meinte sie könnte verstehen, wenn er nun mit all diesem Wissen nicht mehr mit ihr abhauen wollte musste er sie natürlich eines Anderen belehren und bestand darauf, dass er dabei bleiben und mit ihr abhauen wollte. Er wollte ganz sicher nicht, dass sie ein so schlechtes Gewissen hatte weil sie ihm die Wahrheit gesagt hatte; und außerdem änderte es nichts daran, dass er nicht zulassen konnte, dass man sie ihm wegnehmen wollte.
"Gut, wir ziehen das heute noch durch, ich möchte nicht weg von dir, ich möchte mit dir alleine sein.", erklärte sie ihm daraufhin und Leo nickte zustimmend. Er sah in ihre schönen Augen, grinste und zuckte mit den Schultern als sei es keine große Sache was sie da vorhatten zu tun. "Alles klar, dann lass uns durchbrennen, Bonnie.", erwiderte er und zwinkerte verschmitzt. Ja, vielleicht hatten sie dann echt etwas von Bonnie und Clyde, nur hoffte er ein wenig, dass sie beide danach nicht umkommen würden oder von allen gejagt; wobei letzteres durchaus im Rahmen des Möglichen lag. Zumindest würde man gewiss nach den beiden suchen lassen, wenn das Verschwinden bemerkt wurde.
Als er dann aber nicht wusste was er sonst sagen sollte, meinte Leo dass es doch ganz schmeichelhaft sei, welche Gefühle sie für ihn hätte und als das ausgesprochen war wäre er man Liebsten im Boden versunken. Das war bestimmt nicht das was sie hatte hören wollen.
"Schmeichelhaft? Nennst du das? Ich weiß nicht, ich wusste nicht mal wie ich es dir sagen soll, ohne das ich was kaputt mache, das ist für mich genauso neu wie für dich , oder hast du da schon Erfahrungen?"
Uff, ihre indirekte Frage ließ den Österreicher dann doch sichtlich schlucken und aus dem schiefen Grinsen welches er ihr zeigen wollte wurde ein fast schüchternes Lächeln und er senkte auch kurz den Blick. Er würde ja nun gerne behaupten, dass er schon alles gemacht hätte und sich so selbstbewusst geben wie immer, doch es wollte ihm nicht so recht gelingen und als er Amy dann wieder ansah wurde er beinahe doch etwas rot.
"Ähm, ehrlich gesagt... nein, habe ich nicht. So gar nicht, irgendwie.", druckste er herum und wich ihrem Blick aus um ihr nicht zu verraten, dass er da noch weniger Ahnung von hatte als sie. Denn immerhin war sie ihm da in einem Detail etwas voraus.
Leos Wangen erröteten sich ein wenig und er hob den Blick dann doch wieder, etwas mutiger nun. Auch wenn sich seine Lippen zu einem für ihn typischen Grinsen verzogen, blieb dieser fast schüchterne Ausdruck in den Augen zurück.
"Ähm jo.... also, dann.. gehen wir mal packen, oder?", versuchte er sich dann selbst abzulenken und sie damit wohl auch und dieses Thema noch weiter zu umschiffen. Vielleicht lag es auch an dieser Unsicherheit, dass er ihr noch immer nicht geantwortet hatte und ihr nicht sagen konnte was er fühlte im Hinblick auf ihre Gefühle für ihn. Denn ehrlich: es verwirrte ihn und würde ihn nachdenklich stimmen, wenn er es zuließe.

erwähnt: xxx || angesprochen:@Amy Watson
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✶ --- ✶ - SZENE BEENDET - ✶ --- ✶


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Es war ein sonniger und warmer Tag. Einzig ein paar vereinzelte Wolken hatten sich am sonst so blauen Himmel verirrt. Für einen Moment genoss ich die Sonnenstrahlen und schloss die Augen, stand dann aber auf und nahm meine Tasche. Heute war die Schule tatsächlich gar nicht so lange gewesen. Mochte mir recht sein, so passend zum Wochenende und bei den Temperaturen. Mittlerweile hatte sich eine leicht schwüle Luft ausgebreitet. Wahrscheinlich kündigten sich schon wieder die nächsten Gewitter an. Na, ich hoffte mal nicht, dass sie einem das Wochenende versauen würden. Zwar gaben Gewitter eine gewisse Faszination von sich, aber auf ein komplett verregnetes Wochenende hatte ich jetzt auch nicht besonders viel Lust.
Ich sah mich kurz um und ließ mein Skizzenbuch zurück in die Tasche gleiten. Es war gerade doch einiges los hier in der Kolonie und überall liefen irgendwelche Leute herum. Einige Gesichter waren mir bekannt, andere wiederum hatte ich nur ein paar mal flüchtig an mir vorbeihuschen gesehen. Hm. Nun waren doch schon einige Tage vergangen, seitdem ich das erste Mal die Grenzen innerhalb des Heavens Paradise erkundet hatte. Zu Anfang war ich doch sehr skeptisch, verloren… und irgendwie auch ein Stück weit einsam gewesen, aber mit der Zeit hatte ich doch angefangen, mich wohler zu fühlen. So ganz normal war es immer noch nicht für mich. Ich wollte es immer noch nicht wahrhaben, dass sie einfach nicht mehr da war, meine Nana. Und so einige Sachen standen auch noch nicht ganz fest, mussten noch geklärt werden. Ich wusste auch noch nicht, wie lange ich in der Schule bleiben würde. Ich hätte mir echt nie gedacht, dass ich in meinem Alter nochmal die Schulbank drücken würde. Aber ich war doch dankbar darüber, denn so hatte ich @Alice Riddle kennen gelernt. Sie war nun doch ziemlich mitverantwortlich dafür gewesen, dass ich mich hier einleben konnte und darüber war ich innerlich sehr dankbar. Wir verstanden uns wirklich gut, hatten doch die ein oder andere Gemeinsamkeit und so entstand irgendwie schon ziemlich schnell eine gewisse, ehrliche Freundschaft zwischen uns. Es war irgendwie… erfrischend, einfach mal ich zu sein und mich nicht verstellen zu müssen. Zudem machte es schon in gewisser Hinsicht Spaß, wenn man sich an gewissen Leuten vorbeischlich, um einfach einmal zusammen die Ruhe etwas außerhalb zu genießen.
Was ich noch gelernt hatte in der kurzen Zeit, seitdem ich hier war? Manchmal half es echt zu reden – auch wenn es mir wirklich verdammt schwer fiel und ich es absolut nicht gerne tat. Dieses Thema war immer noch ein großes Tabu für mich. Meine psychische Gesundheit hatte schon ziemlich gelitten unter dem Ganzen. Ebenso der Umgang mit Hildegard. Sie hatte wieder zugenommen die letzte Zeit; im Normalfall war sie nur so selten da. Ich ging stark davon aus, dass dieser… Vorfall mit dem Angriff und allem und die Anfälle in Zusammenhang gestanden hatten. Ein psychisches Trauma eben. Trotzdem wollte ich auch über diese ganze Thematik nur sehr ungern sprechen. Es war genau das gleiche wie damals nach dem Autounfall. Es brauchte wohl noch etwas Zeit.
Ich hätte nie damit gerechnet, dass das alles so eine Wendung nehmen würde. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich auf Elric traf, meinen Bruder. Und erst recht nicht, wie er sich in unserem ersten Wiedersehen eine Waffe an den Kopf hielt. Ich hatte erfahren müssen, wie Ginny gestorben war. Seine Ginny. Es hatte in der Kolonie eine große Explosion gegeben, wo sie und eine weitere Person ums Leben gekommen war. Alles erinnerte mich an die Zeit von damals, wo ich zuerst meine Eltern und schließlich meine Halbgeschwister verloren hatte. Der Tod war eben allgegenwärtig. Naja, ich hätte mir doch irgendwie ein schöneres Wiedersehen vorgestellt und nicht, dass sich so ein Thema wiederholen würde. Jetzt war ich hier, hatte meine geliebte Nana verloren und kam in eine Familie, die selber zwei Personen vor kurzem verloren hatte.
Naja. Da der Tag noch lang war, das Wochenende gerade frisch vor den Türen stand, ging ich endlich einmal dem nach, was ich eigentlich schon länger hätte machen wollen. Ich bahnte mir meinen Weg über den großen Platz, zwischen den Häusern her, bis ich an meinem Ziel angekommen war – der relativ zentral gelegenen Krankenstation. Noch einmal ließ ich den Blick durch die Umgebung schweifen und trat schließlich ein. Fast automatisch fuhr ich mit den Fingern der rechten Hand über die Narbe an meinem Unterarm, während ich mich im Gebäude umsah. Irgendwie war das zu so einer Art Tick geworden, wenn ich aufgeregt… nervös war? Ich hatte keine Ahnung, wann ich diesen entwickelt hatte. Bis vor kurzem war er mir nie aufgefallen.
„Hallo? Ist hier wer?“, rief ich, um auf mich aufmerksam zu machen, und drehte mich einmal im 180 Grad Winkel um meine eigene Achse. Ich hoffte inständig, dass ich hier noch wen antraf. Ehrlicherweise hatte ich kein Plan, wie die Arbeitszeiten waren. Gab es überhaupt richtig geregelte hier? Ich hatte wirklich keine Ahnung. Gleichzeitig fragte ich mich aber auch, warum ich bis jetzt nie selber hier gewesen war. So viel Medizin, so viel Wissen, direkt neben an und ich hatte diese Station gerade ernsthaft das erste Mal betreten. Es war eine Leidenschaft gewesen, die ich die letzten Wochen viel zu sehr schleifen lassen hatte, was aber ganz eventuell auch ein wenig mit meiner Verfassung zu tun hatte. Aber ich brauchte Ablenkung. Definitiv. Sonst ging ich wirklich irgendwann daran noch zugrunde.
@Amelia Cataleya Hawthorne

The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall.
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zuletzt bearbeitet 30.06.2022 20:06 |
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Amelia hatte vor einer Weile ihren letzten Patienten versorgt, der sich am Stacheldrahtzaun verletzt hatte. Es war zum Glück keine tiefe Wunde, die großartig genäht werden musste. Die Ärztin desinfizierte die Wunde und verband diese, damit diese vor Schmutz geschützt war. An diesem Tag war die Frau nicht im Bunker eingesetzt, sondern oben an der Oberfläche. Der Arzt von der obigen Station hatte sich eine Sommergrippe eingefangen, weswegen er außer Gefecht war. Somit behandelte sie die anstehenden Patienten und ging das Inventar durch, um Bescheid zu geben, was dringend gebraucht werden würde. Nach all den Jahren wird es draußen nicht mehr wirklich etwas geben, jedoch konnten gewisse Medikamente aufgrund von Kräutern hergestellt werden. Auch diese mussten regelmäßig erneuert werden, da bestimmte Tinkturen öfters gebraucht wurden, als wiederum andere. So viele Patienten waren heute nicht zugegen, weswegen sich Amelia an die Inventur machte. Danach würde sie sich ein paar Bücher über Kräuter und Tinkturen setzen, um eine Liste zu machen, was dringend benötigt werden würde. Oder gar in Zukunft. Amelia hatte die Jahreszeiten und somit die Krankheiten im Blick, denn gab es ein Muster, wann was aktiver wurde. Daher widmete sie sich dem Medizinschrank. In der rechten Hand hatte die eine Kladde, die sie damals mit hier hereingebracht hatten. Darauf befand sich ein Blatt Papier, welches ebenfalls selbst hergestellt war. Sie machte eine Liste.
Eine Stimme brachte sie dazu mit ihrer Arbeit zu stoppen. Amelia drehte sich zur Tür und schenkte der jungen Frau ein Lächeln. „Hier drüben.“ winkte sie die Unbekannte zu ihr heran. Die Ärztin ging ein paar Schritte auf sie zu und legte am Vorbeigehen die Kladde auf den Schreibtisch ab. Amelia reichte der jungen Frau die Hand. „Ich bin Amelia. Mit wem habe ich das Vergnügen?“ fragte sie nach und neigte ein wenig ihren Kopf. „Wie kann ich dir helfen?“ fragte sie zugleich nach und war gespannt, wie sie ihr helfen durfte. Warum sie tatsächlich bei ihr war, wusste Ami nicht. Ihr wurde mal wieder nichts gesagt. Wie so oft. Daher war sie es schon gewohnt.
@Luciana Mikaelson sry, ist nicht viel :O


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Es dauerte ein paar Sekunden, bis sich meine Augen an den Lichtunterschied gewöhnt hatten. Das war aber auch nicht sonderlich verwunderlich in Anbetracht dessen, dass ich eben noch draußen in der prallen Sonne herum gelaufen bin. Ich blinzelte ein paar Mal und erblickte direkt das, wofür ich eigentlich hier war: Medizin. Gerade wollte ich mich interessiert umschauen, gucken, was die Schränke so zu bieten hatte, da ertönte von etwas weiter hinten eine weibliche Stimme in meinem Rücken. Ich stockte und drehte mich in ihre Richtung, wollte ihr gerade entgegen kommen, da trat auch schon eine dunkelhaarige Frau hervor. „Lu…ciana, aber bitte einfach Lu“, stellte ich mich ebenso vor und erwiderte ihren Händedruck kurz. „Hallo.“ So zuckten zur Begrüßung auch meine Mundwinkel für einen Moment nach oben. Aus Höflichkeit trat ich wieder einen kleinen Schritt zurück und musterte die Person vor mir. Sie hatte sich als Amelia vorgestellt, also war ich wohl direkt bei der Richtigen gelandet. Zwar wandelte ich noch nicht besonders lange in dieser Kolonie hier umher, aber ich hatte es mir nicht nehmen lassen, mich über dieses Thema zu erkundigen. Und auch wenn ich erst einmal mit die Schulbank noch drückte, wollte ich diese Leidenschaft nicht schleifen lassen. Zudem war da auch dieses Thema mit der Ablenkung. Einfach auf irgendwelche andere Gedanken kommen und nicht nur bei diesem einen… Bereich hängen zu bleiben.
„Ich bin wirklich noch ziemlich neu hier…“ Ich stockte, wandte meinen Blick für einen Moment ab und versuchte, irgendwie meine Wörter in meinem Kopf zu sinnvollen Sätzen zu formulieren. Wie zuvor fuhren meine Finger der rechten Hand über die längliche Narbe am linken Unterarm, ohne, dass ich es wirklich mitbekam. „Okay, das wird jetzt vermutlich echt komisch klingen…“ Ich schüttelte leicht den Kopf und setzte diesmal ein leicht entschuldigendes Lächeln auf. „Erstmal, ich brauche keine medizinische Hilfe oder ähnliches. Danke. Ich habe mich bei meinem Bruder und den anderen hier über den medizinischen Bereich des Paradises erkundigt und die haben mich alle hier hin geschickt. Genauer gesagt auch direkt zu dir.“ Ich machte eine kleine Pause und suchte wieder den Augenkontakt zu Amelia. „Extrem lange Geschichte. Die Kurzfassung: ich interessiere mich, seitdem ich klein war, wirklich sehr für die Medizin. In den Jahren, wo ich als Nomadin unterwegs war, habe ich auch so immer mit ausgeholfen, versorgt… das übliche halt. Ich hatte das große Glück, diverse Fachbücher lesen und mit so einigen Ärzten, Pflegern und co Zeit verbringen zu dürfen. Und da ich nun doch so ein interessantes Thema nicht aufgeben möchte, wollte ich nachfragen, ob ihr zufällig noch Unterstützung gebrauchen könntet…?“
@Amelia Cataleya Hawthorne - ach alles gut^^

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Amelia liebte die Musik und so oft, wie sie früher nebenbei verschiedene Rhythmen wahrgenommen hatte, konnte sie es in dieser Zeit nicht. Sie vermisste es, einfach eine CD einzulegen oder ein Radio anzuschalten, aus dem verschiedete Musikrichtungen gespielt wurden. Daher ertappte sich die Brünette hin und wieder dabei, dass sie ein alten Song von damals in den Kopf bekam und diesen vor sich hin summte. Und wenn keiner groß und breit in der Nähe war, sang sie diesen auch etwas lauter vor sich hin. So wie sie es tat, bevor die junge Blondine den Raum betrat. Dabei bewegte sie ihre Hüften im Takt der Musik. Dieses Lied war zu Ende, als die Tür aufging und ein unbekanntes Mädchen hineintrat. Im ersten Moment dachte die Ärztin, dass sie eine Patientin war und bereitete sich schon auf die Behandlung vor. Daher folgten vorab Fragen, die Amelia ihr stellte, um herauszufinden, was der jungen Frau fehlte. Sie blickte zu ihr und wartete derweil auf ihre Antworten.
Ein freundliches Lächeln trat auf ihre Lippen, als sie etwas leise ihren Namen aussprach und sie meinte, dass Amelia sie auch ‚Lu‘ nennen durfte. „Okay Lu, ich bin Amelia.“ stellte sie sich ihr vor. Ihr Gegenüber schien ein wenig schüchtern und noch recht jung zu sein. Rücksichtsvoll blieb Amelia in einem gewissen Abstand vor dem Mädchen stehen und lauschte weiterhin ihren Worten. Die Narbe hatte die Ärztin bereits entdeckt, fragte jedoch nicht danach. Dies empfand sie als unhöflich. Vielleicht würde Lu es ihr irgendwann erzählen. Die Brünette behielt ihren Blick weiterhin auf die Blondine und das Lächeln auf ihren Lippen ruhte unaufhörlich dort. Nachdem sie ihre Sätze beendet hatte, ertönte die liebevolle Stimme der Frau. „Du möchtest also die Medizin genauer kennenlernen. Anscheinend hast du ein wenig in deiner Nomadenzeit dazugelernt, was dir nützlich sein konnte. Ich hoffe, ich verstehe das jetzt nicht falsch und wenn doch, berichtige mich bitte.“ sprach sie freundlich. „Du hast vor als Medizinstudentin bei mir anzufangen. Auch wenn dies nicht so sein wird, wie damals bei mir.“ scherzte die Brünette. „Ich gehe auch davon aus, dass das mit Brian und all den anderen Verantwortlichen abgesprochen wurde?“ fragte sie nach. Und dieses Go würde sie nichts unternehmen können.
@Luciana Mikaelson


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„Freut mich sehr, Amelia“, erwiderte ich mit einem Lächeln und solchen Manieren, wie meine Eltern und Nana es mir beigebracht hatten. Ich konnte es aber nicht lassen, wandte den Blick relativ zügig von der Dunkelhaarigen ab und blickte mich in dem nun doch ziemlich großen Raum um. So viel Medizin auf einmal hatte ich tatsächlich noch nie gesehen. Das war ja fast schon ein Träumchen hier. Fasziniert sah ich zu den Wänden, wo Bücher und alles mögliche an medizinisches Zeug in Schränken weilte. Und das war anscheinend noch nicht einmal der einzige Raum hier. Unbewusst trat ich noch einen Mini-Schritt nach hinten und erblickte am Ende eine weitere Tür. Es freute mich, dass ich hier quasi so eine Bibliothek gefunden hatte. Vielleicht gab es mir wirklich die Möglichkeit, das ganze Drumherum… diese Sorgen zumindest für einen Augenblick einmal zu vergessen.
Gefühlt viel zu lange war ich von meiner neuen Begleitung abgelenkt gewesen. So beendete ich meine Erklärung, warum ich hier war, mit einem weiteren, entschuldigenden Lächeln und blickte wieder zu der Ärztin, die nun das Wort erhob.
„Ja, so kann man es auch sagen“, erwiderte ich mit einem leichten Schmunzeln. „Ich bin zwar erst neunzehn, aber ich interessiere mich tatsächlich seit dem ich sechs Jahre bin schon hierfür. Meine Grandma hat mir in unserer Nomadenzeit immer wieder Bücher über medizinische Themen beschafft und auch so konnte ich immer wieder im medizinischen Bereich unterstützen… und so hat sich das alles dann irgendwie mit meinem Interesse verfestigt… oder wurde immer mehr – wie man es nimmt.“ Ich zuckte leicht mit den Schultern. Ja, würden wir uns nicht in einer weltweiten Apokalypse befinden, seit mehreren Jahren, ja vielleicht hätte das dann mit einer Art Studium geklappt. Vielleicht auch mit dem der Humanmedizin, aber da konnte man wirklich nur mutmaßen, denn da war ja noch etwas.
„Ich habe mit Brian am Anfang gesprochen, kurz nach meiner Ankunft. Mein Bruder, Elric, er war auch dabei. Durch ihn bin ich hier hin gekommen…“ Ich seufzte leise und sah zu Boden. Tja, das Wiedersehen zwischen uns war sehr… interessant verlaufen. Ehrlicherweise hätte ich nie gedacht, dass wir uns jemals wieder in die Arme nehmen könnten. Aber so, nein, so hatte ich es mir auch im Traum nie ausmalen können. Es war am Tag der Beerdigung von Ginny gewesen. Ric, er stand im Haus der Familie und hielt sich eine Waffe an den Kopf… Es hatte mich wirklich geschockt. Ich dachte, ich hätte sie alle verloren, Familie und Freunde, und fast wäre es wirklich so weit gewesen. „Auf jeden Fall war es unter anderem auch Ric, der mir dann empfohlen hatte, zu dir zu gehen…“ Erneut versuchte ich es mit einem höflichen Lächeln, aber in Anbetracht meiner momentanen Gedanken, klappte dies diesmal nicht ganz so gut.
„Ich würde mich sehr freuen, wenn das klappen würde. Und selbstverständlich weiß ich, dass die Medizin kein Zuckerschlecken sein kann.“ Ja, das hatte ich schon verdammt oft mit erleben müssen. Sowohl bei mir, in meiner Familiengeschichte, aber auch bei Anderen – ich wusste, wie sie sich fühlten. „Aber bevor wir da jetzt noch weiter reden, müsste ich dir vielleicht noch etwas sagen…“ Innerlich seufzte ich, atmete tief durch und fasste mir unbewusst wieder an die Narbe. „Ich bin… krank. Ich habe, seit dem Kleinkindalter, eine fokale Temporallapenepilepsie.“ So, jetzt war es raus. Diese Worte, die ich gerade von mir gab, ich verabscheute sie einfach nur. „Mal mehr, mal weniger. In der Regel sind es nur wenige, kurze Anfälle im Monat.“ Außer momentan, momentan hatte Hildegard wohl eine so große Sehnsucht nach mir, dass sie öfters auftauchte. Unsicher blickte ich auf und deutete wieder zur Narbe am Arm. „Kraftminderung und Gefühlsstörungen, bedingt durch eine andere Sache, aber das schränkt mich jetzt kaum ein…“ Wenn ich schon hier anfragte, ob ich eine Art Lehrling sein durfte, dann musste ich auch mit offenen Karten spielen. Lieber so, als wenn Amelia es hinterher bei einem Anfall erst heraus fand…
@Amelia Cataleya Hawthorne

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Amelia empfand es nicht als unhöflich, dass die junge Frau sich sofort in diesem großen Raum umblickte. Sie schien sehr interessiert zu sein, somit ließ die Brünette dieses Verhalten zu und hielt sich fürs erste einfach zurück, bis Luciana sich wieder an sie wandte. Für Neuankömmlinge, die in die medizinische Richtung einsteigen wollten, war diese Ausstattung etwas Beeindruckendes. In Heavens Paradise waren die Vorräte anfangs riesig gewesen. Kein andere Kolonie konnte solch einen medizinischen Bereich vorweisen, außer ein noch funktionierendes Krankenhaus, welches selbstverständlich besser ausgestattet war. Mit dem, was Amelia zur Verfügung hatte, war sie sehr zufrieden. Zwar mussten sie über die Zeit Alternativen für gewisse Medikamente finden, was nicht sonderlich einfach war. Dank der Hilfe von Büchern und dem Wissen anderer Personen waren sie auf diesem Gebiet recht erfolgreich. Einige Kräuter wuchsen wild in der freien Natur und wiederum andere konnten sie mit Hilfe von Saaten wieder erzeugen.
„Beeindruckend, nicht wahr?“ durchbrach die liebevolle Stimme von Amelia die Stille. Dennoch ließ sie der Blonden weiterhin Zeit, sich umzuschauen und Fragen zu stellen, die die Ärztin ihr selbstverständlich umgehend beantworten würde. Sie kamen auf die junge Frau zu sprechen und Amelia hörte ihr aufmerksam zu. „Eine wundervolle Grandma hattest du. Und dein Interesse an der Medizin ist wirklich hilfreich. Leider gibt es nicht mehr so viele von uns, da das Erlernen nicht sonderlich einfach ist.“ merkte sie an. Das wichtigste für Amelia war bereits, dass Luciana Interesse an diesem Beruf hatte und schon Vorkenntnisse mitbrachte. Einen kompletten Anfänger würde Amelia nicht aufnehmen, da ihre Zeit begrenzt war. Die Zeit, ihn richtig einzulernen würde fehlen. Das einzige was die Frau machen könnte, ihm Bücher in die Hand drücken, die die Person durchlesen und erlernen musste. Jedoch war Amelia keine Lehrerin, sondern Ärztin.
„Es ist schön zu hören, dass es mit Brian abgesprochen ist, dann musst ich dich nicht erst zu ihn schicken.“ meinte sie beiläufig mit einem Schmunzeln auf ihren Lippen. Amelia bot Luciana einen Stuhl an, damit sie nicht die ganze Zeit stehen mussten. Amelia setzte sich auf den Hocker und betrachtete das Mädchen. Amelia lachte auf. „Ein Zuckerschlecken wird es definitiv nicht werden. Es ist schon einmal gut, dass du das weißt, denn so wirst du nicht überrascht werden. Es ist richtig harte Arbeit und manchmal kann der Beruf sehr stressig werden und ein Privatleben wirst du nicht sonderlich haben, wie auch wenig Freizeit.“ zählte sie die negativen Seiten des Berufes auf, über die Luciana Bescheid wissen sollte. Amelia war immer froh gewesen, wenn sie Zeit mit ihrem besten Freund @Levis Hawk haben konnte, um über alte Zeiten zu sprechen oder sie taten das, worauf sie Lust hatten. Er fehlte ihr. Trotz der langen Abwesenheit des Mannes glaubte sie ganz fest, dass er noch am Leben war. Ihr Gefühl täuschte sich nur sehr selten. Leider konnte Brian ihr auch nichts genaueres mitteilen.
Amelia wurde aus ihren Gedanken gerissen, was nicht schlimm war, immerhin war sie da, um sich dem jungen Mädchen zu widmen. Nun hörte sie genauer hin, was die Blonde ihr zu sagen hatte. Kurz dachte sie darüber nach, wie das Mädchen dies alles mit ihrer Krankheit schaffen sollte. Leise seufzte sie und fuhr sich durchs Haar. „Erst einmal finde ich deine Ehrlichkeit bemerkenswert und wie du mit der Krankheit umgehst. Es wird nicht einfach werden und du musst dir gewiss sein, dass ich nicht immer reagieren kann, wenn deine Anfälle auftauchen. Die Patienten sind in dem Augenblick wichtiger.“ merkte sie an. Amelia wog alle Vor- und Nachteile ab, eh sie ihre Meinung verkündete. „Wir versuchen es und wenn ich merke, dass du dich oder jemand anderen mit deinen Anfällen schädigst, müssen wir noch einmal reden.“ Amelia wollte nicht, dass jemand unter ihrer Leitung etwas zustieß.
@Luciana Mikaelson


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Ich zuckte schon fast zusammen, als die Stimme der Frau die herrschende Stille im Raum durchbrach. Ja, so sehr war ich in Gedanken und Faszination über diesen Ort vertieft gewesen. So eine Auswahl hatte ich bis jetzt noch nie sehen dürfen. Es freute mich irgendwie... wirklich!
Die Braunhaarige bekam endgültig wieder meine Aufmerksamkeit, als diese von meiner Grandma sprach. Meine Mundwinkel zuckten als Reaktion nur kurz nach oben und ich sah zügig hinab auf den Boden. Wundervoll... ja, das war sie wirklich gewesen. Auch wenn wir immer wieder unsere, meist kleinere, Differenzen hatten, sie war immer, all die ganzen Jahre, für mich da gewesen. Eine verdammt lange Zeit hatte ich gedacht, dass sie die einzige Person auf Erden war, die ich noch hatte. Meine einzige Familie... Ich schluckte schwer. Ihr hatte ich zu verdanken, dass ich überleben konnte in dieser Zeit. Sie hatte mir alles beigebracht. Sie war immer für mich da gewesen. Dank ihr konnte ich mit Hildegard umgehen... Ich konnte ihren Tod immer noch nicht begreifen. Apropos Tod – der war allgegenwärtig. Ich seufzte leise, blinzelte ein paar Mal schnell, um mögliche aufkommende Tränen direkt zu unterbinden, und blickte schließlich wieder auf zu der Ärztin. Überall, wo ich momentan hinging, war der schwarze Sensenmann mit Kapuze nicht weit gewesen. Eigentlich ironisch, dass ich ausgerechnet dann an der Tür der Krankenstation anklopfte... oder? Aber da es eben mal meine langjährige Leidenschaft war, war ich nun mal hier... und erhoffte mir ganz eventuell auch etwas Ablenkung von diesem ganzen Chaos drumherum.
„Das stimmt leider... Vor dieser ganzen Scheiße hier hatte ich mir ehrlicherweise es etwas anders vorgestellt, Medizin lernen zu dürfen...” Ich zuckte leicht mit den Schultern. Zu ändern war es mittlerweile sowieso nicht mehr; also musste man gucken, was man bekam. Man musste in manchen Dingen improvisieren, aber sowas war doch eigentlich eine optimale Möglichkeit. Mir war definitiv bewusst, was dieser Beruf mit sich führte. Dass er neben positiven Seiten auch viele negative hatte, dass es kein einfacher Spaziergang werden wird, dass es viel Stress mit sich bringen würde... oder eben kein Zuckerschlecken war, um ihre Worte einmal aufzufassen. So nickte ich auf ihren Vortrag nur eifrig. Mir war jetzt eigentlich auch schon klar, dass Amelia vermutlich nicht so viel Zeit finden würde, um mir alles mögliche haargenau erklären zu können. Ich würde durch Zuschauen vieles lernen müssen... aber sowas war ich inzwischen schon gewohnt.
Bevor es so weit kam, musste da noch eine Kleinigkeit erwähnt werden. Die Last, die ich praktisch vierundzwanzig sieben mit mir herumtragen durfte. Hildegard... Es war nur mehr als fair, ihr das jetzt beim ersten Treffen zu sagen. Auch wenn ich darüber nicht gerne sprach; vor allem, wenn ich es einer Unbekannten erzählen musste. Eigentlich vermied ich ja sogar mit meinen guten Freunden darüber zu reden. Hier musste ich jetzt dadurch. Vermutlich würde sie es sowieso über kurz oder lang herausfinden... leider. Und das würde mir für später ein unangenehmes Gespräch sparen. Außerdem wollte ich ihr und auch mir keine falschen Hoffnungen machen.
Mir rutschte fast das Herz in die Hose und ich hatte wirklich Angst davor, was die Antwort der Ärztin war. So oft hatte ich diesbezüglich auch schon Ausgrenzung erleben müssen. Es wäre einfach viel einfacher, wenn diese Apokalypse nicht wäre... wenn ich meine Tabletten dafür noch hätte. „Danke, wirklich...”, erwiderte ich erleichtert und ließ die angespannten Schultern sinken. Es war kein Nein und mehr wollte ich nicht haben. „Meine Nana hat mir die Jahre über da sehr geholfen. In eigentlich so gut wie allen Fällen merke ich kurz vorher, wenn die Epilepsie kommt und kann mich beispielsweise hinsetzen.” Das hatte in vielen Situationen sich schon als wirklich nützlich erwiesen. „Es dauert ja auch nicht lange. Eine Minute? Maximal zwei. Ich bin äußerlich zum Teil nur kurz weggetreten und mache Greifbewegungen...? Als Beispiel... Das ganze ist ja nur örtlich und nicht generalisiert und betrifft den ganzen Körper.” Letzteres schob ich etwas leiser hinunter und setzte wieder mein höfliches Lächeln auf. Von dem, was sich währenddessen in meinem Kopf abspielte, musste ich ja nichts erwähnen. Die Panik, die oft da war, sowas konnte ich runterschlucken. „Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir es versuchen würden.”
Ich verstummte und fuhr mir wieder über die Narbe. Innerlich war ich irgendwie immer noch nervös; konnte das noch nicht vollständig ablegen. „Hast du sonst noch irgendwelche Fragen...? Ich möchte dich jetzt auch nicht bei der Arbeit stören...”
@Amelia Cataleya Hawthorne

The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall.
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Amelia hatte nicht einmal damit gerechnet, irgendwann mal jemanden anlernen zu müssen. Bisher kam sie recht gut mit allem allein klar, denn die Frau besaß weder eine Beziehung noch brauchte sie viel Freizeit. Andere Menschen würden sagen, dass sie ein Workaholic wäre. Dies würde sie sogar unterschreiben. Selbst damals bei der Army hatte die Brünette mehr gearbeitet, als ihre Freizeit zu genießen, die sie hätte haben können. Jedoch gab es selten Momente im Krieg, bei der sie über ihre gewonnene Zeit für sich erfreut war. Schließlich fielen im Irak viele Kammeraden oder wurden im besten Fall verletzt, denen sie umgehend half. Selten gab es zu dieser Zeit viel Schlaf. Manchmal arbeitete die Frau bis zu 3 Tagen durch, ehe sich dann ihr Körper bemerkbar machte, um sich das zu holen, was ihm fehlte.
Jedoch war sie einerseits erfreut, eine junge Dame einlernen zu dürfen, schließlich konnte keiner hier sagen, wie lange er lebte. Daher musste der Fortbestand gesichert sein. Auch wenn sie etwas Bange davor hatte, schließlich waren es nicht ihre Stärken, würde Amelia ihr Bestes tun, um die junge Blondine den Beruf der Ärztin näher zu bringen. Daher würde sie dem Mädchen eine Chance geben und versuchte so viele Informationen wie möglich aus ihr zu holen. Amelia lernte dies in der Army. Vertraue nie einen Fremden, der könnte dich mit ins Grab nehmen. Gerade im Irak oder Afghanistan waren fremde Menschen mit Vorsicht zu genießen. Diese setzten selbst Kinder ein, um die Menschen zu schaden. Vor allem die Soldaten, die die unschuldigen Bewohner beschützen wollten. Der Tod machte ihr daher schon lange nichts mehr aus. Und in der Zeit der Apokalypse war kein anderes Verhalten zu sehen. Die Schwachen wurden ausgenutzt oder gar getötet, um an das zu kommen, was derjenige besitzen wollte. Eigentlich hatte sich nichts verändert. Amelia würde gar behaupten, dass es sogar etwas schlimmer geworden war. Dies waren Geschichten, die sie von anderen Kolonie Mitgliedern zu hören bekam, während sie diese verarztete.
Ein offenes und ehrliches Gespräch war Amelia wichtig, vor allem, wenn es um eine zukünftige Mitarbeiterin ging. Geheimnisse waren da Fehl am Platz und diese konnten sogar Patienten in Schwierigkeiten bringen. Somit war sie erleichtert, als Luciana ihr etwas offenbarte, was sie scheinbar nicht jedem erzählte. Dies war ihr Recht, dies für sich zu behalten, doch nicht vor ihrer potenziellen Arbeitgeberin. Die Ärztin wägte in diesem Moment ab, was richtig war und was nicht. Sollte sie dem Mädchen eine Chance geben? Immerhin könnte es zu Situationen führen, die gefährlich für Amelia und auch ihre Patienten sein konnte. Und auch für Luciana. Dann gab sie jedoch ihre Entscheidung preis und würde ein Versuch wagen. In ihren Worten machte Amelia ihr klar, dass sie nicht immer Rücksicht auf sie nehmen konnte, vor allem nicht, wenn sie sich gerade in einer OP befinden sollten. Weiterhin vernahm sie die Worte der Blonden und nickte ihr zustimmend zu. „Ich verstehe.“ Merkte sie zwischendurch an, nachdem sie ihr weiter zuhörte.
„Wir werden schauen, wie häufig deine Anfälle vorkommen. Wenn ich merke, dass es zu viele werden oder du dich oder andere gefährdest, müssen wir noch einmal darüber sprechen.“ richtete sie an Luciana. „Wie verhalten sich deine Anfälle in besonders schwierigen Situationen oder gar in hektischen Situationen? Oder gar in Situationen, die sehr stressig werden können? Ein Überfall zum Beispiel von einer anderen Kolonie oder ein Angriff?“ wollte sie wissen. Dies war eine sehr wichtige Frage für Amelia und sie erhoffte sich auch hier eine ehrliche Antwort. „Und du störst gerade nicht.“ sprach sie sanft.
@Luciana Mikaelson bitte entschuldige für die Wartezeit :/


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Zugebenermaßen hatte ich nicht nur ein wenig, sondern schon ziemlich viel Angst vor diesem Gespräch hier gehabt. Es war das, was ich wirklich abgrundtief hasste: meine Epilepsie, Hildegard. So oft hatte ich dank ihr Ausgrenzung erleben müssen als Kind, so oft wurde ich dank ihr in Watte gepackt und weggesperrt. Ich seufzte leise und setzte ein erneutes Lächeln auf, um mir die Unsicherheit und alles nicht anmerken zu lassen. Ich hasste es, so schwach anderen gegenüber zu wirken. Es war eher eine… Fassade, die ich oft an den Tag legte – niemand… oder real gesehen kaum einer bekam die verletzliche Lu mit. Gerade fremde Menschen zählte ich in der Liste ganz oben, aber hier, hier war es irgendwie etwas anderes. Amelia war nun einmal die Ärztin und ich stand hier, um sie zu fragen, ob ich mit ihr Arbeiten könnte und gar von ihr lernen dürfte. Etwas, was ich wohl seit Jahren zu meinen großen Träumen zählte und wo ich bis jetzt nicht groß die Möglichkeit hatte, daran etwas zu ändern. Nun bekam ich hier eine Chance und wollte sie auch nutzen. Vermutlich hätte ich eine Ablehnung auch verstanden und wäre zwar ziemlich enttäuscht, aber nicht böse gewesen. Ich hätte es verstehen können, wenn es ihr zu… heikel gewesen wäre. Umso mehr freute mich tatsächlich jetzt die Antwort der Braunhaarigen. Mir war es wichtig, in dem Fall von Anfang an eine ehrliche Beziehung zu führen, weshalb ich direkt dieses Thema angesprochen hatte und nun auch ehrlich auf ihre Fragen antwortete. Was würde mir schon das Gegenteil davon bringen? Jap – rein gar nichts. Außerdem war es fast schon wahrscheinlich, dass ich irgendwann einmal aufgrund eines Anfalls bei ihr landete… oder eben mitten in der Arbeit einen bekam und dann wäre es ein unangenehmes Gespräch geworden. Etwas, was ich eben schon gerne vermeiden wollte in diesem Fall.
Ich nickte eifrig, als Amelia nochmals ihre Entscheidung bekräftigte und meine Mundwinkel zuckten für den Moment ehrlich und erleichtert nach oben. Zumindest für diesen Augenblick, ehe die nächste Frage kam, die mich kurz stocken ließ. Tatsächlich musste ich kurz überlegen, wie ich am besten darauf antwortete… oder eher gesagt es in meinem Hirn formulierte. „Ich würde sagen, es kommt immer noch darauf an… Meine Grandma hat mir eigentlich ganz zu Anfang schon beigebracht, wie ich vor allem mit Stress umgehen muss. Sie hat mich viel gelernt…“ Ich räusperte mich und wich ihrem Blick für einen Moment aus. Es schmerzte immer noch, so über sie zu sprechen. Immerhin hatte Nana mich mein ganzes Leben begleitet und dann war sie einfach… Ich schluckte, um den aufkommenden Kloß zu unterdrücken. „Stress gibt es doch ziemlich reichlich in der Welt…“ Vorsichtig lächelnd kratzte ich mich kurz am Ellenbogen.
„Ich weiß nicht so recht, wie ich es beschreiben soll… Ich habe keinen richtigen Trigger, der solche Anfälle auslöst, wie zum Beispiel flackerndes Licht oder so.“ Es war eben eine spezielle Art der Epilepsie. Irgendeine Sonderform, wie sie die Ärzte damals betitelt hatten. Dort gab es ja nicht nur dieses komplett krampfend auf den Boden liegen, wie es viele nur kannten. Nein, es gab zig verschiedene Formen davon. „Ich kann dir also nicht richtig sagen, wenn so etwas auftaucht und wann nicht. Ich bin es gewohnt, war bis vor kurzem praktisch Nomade… Ich kenne es, dass es in einigen Situationen eben schnell gehen muss. Es war immer irgendwie irgendeiner in der Nähe und da ging es. Ansonsten…“ Erneut verstummte ich. „So ein richtiger… Trigger, ist sonst wohl am ehesten meine… Familiengeschichte.“ Nicht umsonst war Hildegard nach Nanas Tod öfters aufgetaucht. Dieses Ereignis war definitiv der Auslöser dafür gewesen. Wieder suchte mein Blick den von Amelia. Mittlerweile wurde mir dieses Gespräch wohl doch ziemlich unangenehm. „Höchstens begünstigen sie die Entstehung mal, aber mehr nicht… Die Zeiten, wo die Epilepsie auftaucht, sind auch nicht regelmäßig. Es gibt auch Monate, wo sie nur einmal vorkommt… Vor der Apokalypse war ich mit Tabletten eingestellt. Das hatte gut geklappt und dann…“ Ich zuckte leicht mit den Schultern.
„Darf ich dich fragen, wie du zu dem Beruf gekommen bist? Das interessiert mich zugegenermaßen ja schon ziemlich irgendwie“, meinte ich nach einer kleinen Pause mit einem leichten Schmunzeln. Wie sie schon gesagt hatte, es war kein einfacher Job…
@Amelia Cataleya Hawthorne - ach alles gut, kein Stress

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Amelia war es wichtig zu wissen, wie sich ihre Anfälle in gewissen Situationen verhielten. Immerhin musste die Frau an ihre Patienten denken. Diese waren wichtig und ihr Leben lag in den Händen der brünetten Ärztin. Daher hatte sie großen Respekt vor der jungen Blonden, dass sie ihre Krankheit offenbarte. Schlimmer wäre es gewesen, diese zu verheimlichen und Amelia hätte dies später in einer brenzligen Situation herausgefunden. Daher wollte die Ärztin alles wissen, wie und wann diese Anfälle auftauchten, um sich besser darauf einstellen zu können. Sie liebte die Arbeit hier und wollte diese nicht aufs Spiel setzen. Und ohne jegliches Vertrauen konnte und wollte Amelia nicht mit den Menschen arbeiten. Zu einer Kollegschaft gehörte Vertrauen nun einmal. Das würde @Levis Hawk unterschreiben. Im Krieg musste man sich blind auf seine Kollegen verlassen, so war es auch unter Ärzten, die das Leben ihrer Patienten in den Händen hielten.
Aufmerksam lauschte die Brünette der Blondine und nickte verstehend. Es war schon viel wert, dass ihre Grandma ihr einiges gelehrt hatte. Der Tod ihrer Grandma schmerzte das junge Mädchen, was Amelia in ihren Augen ablesen konnte. Daher erwähnte die Ärztin diese Person nicht. Sie selbst wusste, wie schlimm es war, jemanden zu verlieren. Überlegend schaute sie zu Luciana, wie solche Situationen vermieden werden konnten. „Das macht alles etwas schwieriger, deine -ich nenne sie mal Krankheit- zu erkennen und schnell handeln zu können. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich habe immerhin die Verantwortung über die Patienten. Daher möchte ich gewiss sein, dass du sie nicht in Gefahr bringst.“ erwiderte Amelia mit sanfter Stimme. Dann sprach sie jedoch weiter. „Gibt es vorher Anzeichen, die wir nutzen können? Und sei es etwas Banales oder Kleines? So, dass du mir ein Zeichen geben kannst? Ich möchte dich wirklich ausbilden und glaube mir, ich wünsche mir wirklich eine Kraft, die mich unterstützen kann. Momentan bin ich eine der wenigen, die als Arzt tätig sind. Somit ist meine Freizeit mehr als eingeschränkt.“ Amelia wusste gar nicht mehr, was freie Zeit bedeutete. Selbst ihren Lieblingspatienten @Andrew Morales hatte sie schon ein paar Tage nicht gesehen. Ob es ihm gut ging? Wie es um seine Hand stand? Wäre diese Verletzung schlechter geworden, stände er schon längst wieder auf ihrer Matte. Ein wenig vermisste sie den Mann. Und Levis, der schon seit vielen Monaten verschwunden war. Keiner hatte auch nur ein Lebenszeichen von ihm gehört. Trotz dessen glaubte sie ganz fest daran, dass er noch lebte.
Amela strich sich durch ihr braunes Haar und zwang sich die ganzen Gedanken zur Seite zu schieben, um sich auf Luciana zu konzentrieren. Immerhin wollte sie der Blonden ihren Traum zu erfüllen, jedoch mussten sie eine Lösung finden, damit dies nicht im Weg stünde.
@Luciana Mikaelson


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Natürlich war Amelia immer noch skeptisch, was diese Sache anbetraf. Es war nun auch sicherlich kein allzu alltägliches Anliegen, dass ihr entgegen gebracht wurde. Zudem hatte sie als Ärztin in einer Kolonie schon eine verdammt große Verantwortung. Die Welt befand sich seit Jahren in einem Ausnahmezustand und medizinische Versorgung wurde schleichend immer schwieriger. Sowohl die Mittel als auch das medizinische Personal existierte einfach nicht mehr wie Sand am Meer… wobei vermutlich hatten sie dies sowieso noch nie. Es war eben auch eine Berufssparte, welche nicht nur Vorteile mit sich brachte. Nein, es gab auch so einige Nachteile, mit denen bestimmt nicht jeder klar kam. Umso erstaunlicher war es eigentlich schon gewesen, dass ein Mädchen – wie ich – sich bereits in so jungen Jahren für die Medizin damals interessiert hatte. Es kam mir fast noch wie gestern vor, wo gesagt wurde, dass das nur eine Phase sei. Schließlich wurde ich mit diesem Thema so sehr bombardiert, dass mir praktisch nichts anderes übrig geblieben war. Aber es war alles andere als eine Phase gewesen. Auch nach dem Beginn der Apokalypse wuchs dieses Interesse und ich war auch jetzt meiner Grandma immer noch unglaublich dankbar, dass sie alles mögliche getan hatte, damit ich dieses Interesse ausleben konnte. Mit der Zeit wurde es irgendwie auch immer mehr als nur ein einfaches Hobby für mich. Es war einfach etwas, was ich auch nun unglaublich gerne fortführen wollte… und das sagte ich nun doch ziemlich selten. Trotzdem könnte ich der braunhaarigen Ärztin aber auch nicht böse sein, wenn diese ganze Geschichte am Ende nicht funktionieren würde. Enttäuscht – ja, aber böse definitiv nicht. Ich könnte wohl auch nichts Gegenteiliges über das erzählen, was sie gerade erwähnt hatte. So sah ich stattdessen nur für einen Moment zu Boden und überlegte erneut, wie ich es am besten formulieren sollte…
Nach einigen Sekunden blickte ich erneut auf und merkte auch, dass meine Gesprächspartnerin für einen Moment etwas abwesend wirkte, was ich aber nicht hinterfragte, da es mich schlichtweg nichts anging, und mich so leise räusperte, um auf ihre Frage zu beantworten.
„Über die Jahre habe ich eine Art… ich nenn es mal Aura entwickeln können? In den allerallermeisten Fällen merke ich kurz vorher, dass sich so ein Anfall anbahnt. Manchmal auch länger im Voraus, dass es mir irgendwie nicht so gut geht, da kann ich mich dann besser darauf vorbereiten. Wenn es akut ist, kann ich mich noch setzen… zum Beispiel. Andere Personen, die mit anwesend sind, sagen auch immer, dass man es mir anmerkt. Ich sei von jetzt auf gleich irgendwie abwesend…?“ Erneut suchte ich mit meinem Blick den von Amelia. Die Symptome hatte ich ja bereits vorher erklärt. Es war einfach schwierig, sowas zu erklären. Vor allem, wenn diese Anfälle nie hundertprozentig gleich abliefen. „Und nach einer Minute ungefähr bin ich wieder da. Je nachdem kann ich direkt weiter machen… oder wenn es ganz schlimm ist, brauch ich eine kleine Pause… aber das ist auch nicht so häufig…“ Ich seufzte leise. „Es ist wirklich schwer zu erklären. Mal ist das ganze ein- bis zweimal im Monat, mal auch nur einmal alle zwei, drei Monate…“ Oder eben auch etwas häufiger, wie nach dem Tod von Nana – aber das fügte ich nur in Gedanken hinzu.
„Bevor ich ins Paradise gekommen bin, war ich knapp zwei Wochen allein unterwegs. Da war es dann nun doch ziemlich… bescheiden, aber hier hat es sich schon wieder gebessert.“ Zum Glück. Wieder stieß ich einen kaum hörbaren Seufzer aus. Es ehrte mich ja schon irgendwie, dass Amelia nicht völlig abgeneigt war, der Sache zu zustimmen und einem wenigstens eine Art Chance geben wollte. Am einfachsten würde es vermutlich sein, wenn sie dieses Prozedere einmal selbst erleben würde, aber ich wüsste nicht, wie ich Hildegard so sehr triggern sollte…
@Amelia Cataleya Hawthorne

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Ihre Worte sollten nicht falsch rüberkommen, immerhin freute sich die Ärztin auf Nachwuchs. Schließlich konnte sie nicht ständig Doppel- und Dreifachschichten schieben. Amelia wollte der jungen Frau auf jeden Fall eine Chance geben, das machte sie ihr auch klar. Aber auch, dass sie als Ärztin für allen und jeden die Verantwortung hatte. Würde auch nur ein kleiner Fehler geschehen, der aufgrund der Krankheit ihres Schützlings entstanden war, so würde nicht Luciana Ärger bekommen, sondern Amelia. Umso vorsichtiger und akribischer war die Brünette mit ihren Fragen. Sie musste alles über die junge Frau wissen, um in den richtigen Momenten reagieren zu können.
Selbstverständlich würde es nicht einfach werden, aber durch ihre Ehrlichkeit, was Amelia ihr sehr hoch anrechnete, würden sie dieses Problem gemeinsam meistern. Wie auch eine enge Zusammenarbeit. Nachdem die Stimme von Luciana erklang, lauschte sie ihren Worten aufmerksam. Diese Frage war wichtig für die Ärztin. Interessiert blickte die Brünette die Blondine an, während sie ihr erklärte, wie sie einen Anfall bemerkte. Es war äußerst interessant zu erfahren, wie Luciana einen Weg gefunden hat, diese Anfälle vorherzusehen. Amelia ließ die junge Frau ausreden, bevor sie etwas dazu erwiderte. „Es klingt sehr interessant und es macht mich wirklich neugierig zu erfahren, wie es genau wirkt.“ erwiderte sie. „Ich kann mir das also so vorstellen, dass du einen Schleier bemerkst und der dir somit ankündigt, dass sich demnächst ein Anfall anbahnt?“ fragte sie nach. Immerhin wollte die Ärztin genau wissen, ob sie es richtig verstanden hatte. „Okay, dies hilft mir weiter. Dann weiß ich auch, wie ich zu reagieren habe, sofern ich es auch in diesem Augenblick kann.“ Amelia konnte sich während eines Eingriffes leider nicht um ein junges Mädchen kümmern, welche gerade einen Anfall erlitt. Aber irgendwie würden sie das hinbekommen, da war sich Amelia mehr als sicher.
Tief atmete Amelia durch und gab mit einem Nicken zu verstehen, dass sie alles verstanden hatte, was ihr in den letzten Minuten mitgeteilt wurde. „Dann beobachten wir die Anfälle und schauen, ob sie eventuell durch etwas ausgelöst werden. Oder wir bekommen sie durch irgendwelche Kräuter etwas besser in den Griff.“ schlug die Ärztin mit einem Lächeln vor. Man sollte schließlich die Hoffnung niemals aufgeben. „Jetzt aber genug davon. Hast du irgendwelche Fragen, die du mir stellen willst? Welche Bücher hast du eventuell schon?“ wollte Amelia wissen.
@Luciana Mikaelson


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Mittlerweile kam es der Blondhaarigen wirklich wie eine Ewigkeit vor, dass sie hier mit der Ärztin stand und sich über dieses eine Thema unterhielt. Es war ihr wirklich von Anfang an wichtig gewesen, dass sie Offenheit an den Tag legte. Nicht immer war die junge Mikaelson so gewesen. Oft genug war es vorgekommen, dass sie mal kleinere, eventuell auch mal etwas größere Unwahrheiten von sich gegeben hatte… aber war das nicht normal im Teenager-Alter? So oder so, dieses Anliegen lag ihr doch ziemlich am Herzen, so dass sie von Anfang an mit offenen Karten hatte spielen wollen. Eigentlich war sie nicht mit sonderlich großen Erwartungen in dieses Treffen hier gegangen. Ihr Herz hatte geklopft bis zum Ultimo. Und nun, nun stand Lu mit einem ehrlichen Lächeln hier. Es erfreute sie wahnsinnig, dass Amelia sich ihrer annehmen und ihr eine Chance geben wollte. Sie erfuhr nicht wegen Hildegard direkt von Anfang an eine Ausgrenzung – das war ihre größte Angst gewesen an diesem Tag.
Leicht nickte sie auf die Frage der Braunhaarigen. „Ja, quasi… so ungefähr kann man es beschreiben.“ Dass sie vermutlich auch irgendwann auf lange Sicht gesehen einen solcher Anfälle von ihr mitbekommen würde, das fügte Lu nur in Gedanken hinzu. So war es meistens. Leute, mit denen sie viel Zeit verbrachte, bekamen das Gesicht ihrer Krankheit irgendwann zu sehen. Verhindern ließ sich dieser Fakt leider nicht, zum Leidwesen der jungen Mikaelson. Aber diese Gedanken schob sie nun endgültig beiseite. Heute wollte sie sich nicht damit herumschlagen.
Bei dem Vorschlag, die Epilepsie eventuell mit Kräutern wieder besser in den Griff zu bekommen, ließ Luciana hellhörig aufsehen. „Denkst du, das wäre noch möglich?“, erkundigte sie sich. So ganz daran glauben wollte sie nicht, denn immerhin waren Kräuter nicht diese Tabletten, die sie damals noch vor der Apokalypse hatte verschrieben bekommen. „In der Zeit bis jetzt hatten meine Grandma und ich irgendwie nichts richtiges gefunden, was die Tabletten hätten ersetzen können. So hatte sie mich dann eben gelehrt, wie ich auf meinen Körper zu achten habe… und dann kam auch dieses Aura-Gedöns…“ Leise seufzte sie und sah wieder hinab zu Boden. Wenigstens etwas positives: man hatte genügend Zeit in so einer Welt und so war es eben dazu gekommen… Am Ende war sie aufgewachsen damit, hat so die meiste Zeit ihres Lebens verbracht und sie wollte sich definitiv nicht beschweren darüber. Es hätte sie auch deutlich schlechter treffen können.
Etwas verlegen fuhr die Blondhaarige sich schließlich durch ihre langen Haaren. „Ich glaube, erstmal hätte ich keine…“ Wenn Amelia auch keine mehr hätte… „Bücher hatte ich mal so einige, aber nach den letzten Geschehnisse habe ich sie alle verloren. Ich bin mit praktisch nichts hier hin gekommen…“ Eigentlich war es nur ihre kleine Tasche gewesen, gepackt mit dem Familiendolch, dem Zeichenblock, ein paar Fotos… und das war es fast schon gewesen.
@Amelia Cataleya Hawthorne

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Amelia bevorzugte die Offenheit von Menschen. Lügen würden eines Tages ans Tageslicht kommen und das endete immer recht unschön. Und gerade in diesem Beruf war es wichtig, ehrlich zu sein, vor allem wenn man mit Menschen arbeitete. Nicht nur von ihrem Mitarbeitern verlangte die Ärztin Ehrlichkeit und Offenheit, auch von ihren Patienten verlangte sie diese. Hier konnte selbst eine kleine Lüge über das Leben von diesen Patienten entscheiden. Daher war es richtig und wichtig, dass die junge Blondine ihr mit Offenheit gegenüber trat. Hätte Amelia später herausgefunden, dass Luciana ihr gewisse Sachen verschwiegen hatte, würde sie diese umgehend aus ihrem Bereich entfernen lassen. Da war die Militärärztin rigoros und knallhart.
Die Brünette war eine Frau, die fast jedem eine Chance gab. Als recht gute Menschenkennerin, die sie bei der Army sein musste, konnte sie sich recht schnell ein Urteil über fremde Menschen bilden. Fiel dieser schon durch ihr Raster, würde er niemals eine Chance erhalten, sich zu beweisen. Zu viele negative Erfahrungen musste sie im Krieg sammeln, weil Kollegen den Personen doch eine Chance gaben, die Amelia bereits aussortiert hatte. Bisher lag ihre Menschenkenntnisse zu 98% richtig. Auch sie war nur ein Mensch und konnte sich auch mal irren. Auch wenn dies sehr selten vorkam.
Amelia war gespannt, wie die Anfälle Luciana bei ihrer Arbeit behindern werden oder auch nicht. Dies würde sich alles zeigen. „Dann weiß ich schon einmal bescheid.“ erwiderte die Brünette auf die Antwort von Luciana, dass diese Sache so in etwa beschrieben werden konnte. Die Ärztin spielte mit den Gedanken, dass die Epilepsie eventuell mit bestimmten Kräutern in den Griff zu bekommen war und schlug es Luciana vor. „Unmöglich wäre es nicht. Immerhin gibt es massig an Kräutern. Ich werde mich da mal erkundigen und schlau machen.“ Einige Bücher über heilende Kräuter befanden sich in ihrem Repertoire. „Wenn du bereit bist, einiges auszuprobieren, können wir herausfinden, ob es etwas ähnliches gibt, wie die Tabletten, die du damals bekommen hast.“ schlug sie ihr vor.
Ihr Blick ruhte auf der Blonden. „Das ist kein Problem. Dann hol dir in der Bibliothek die Anfangsbücher für die Medizinausbildung. Wir starten von Anfang an. Jedoch wirst du alles schneller durchlaufen, wie zu den normalen Studiengängen bevor die ganze Seuche auftauchte.“ informierte Amelia Luciana. „Les dich rein. Ich denke, dass dies für den Anfang sehr viele Infos waren, die du zu verdauen hast. Wenn du Fragen haben solltest, weißt du, wo du mich findest.“ gab sie ihr mit auf den Weg.
@Luciana Mikaelson

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„Ja, das stimmt…“, erwiderte die junge Mikaelson auf den Fakt mit den Kräutern und ließ den Blick abermals durch den großen Raum wandern, betrachtete dabei erneut die ganzen medizinischen Sachen, die in den verschiedenen Schränken und Regale standen. Es war wirklich nicht das erste Mal, dass diese Idee aufkam. Damals hatte ihre Grandma jahrelang versucht, etwas für ihre Enkelin zu finden. Immerhin wollte die alte Dame, dass die Blondhaarige es möglichst gut in ihrem Leben haben sollte, nachdem sie schon so viel Leid in ihrem jungen Leben erleben musste. Aber irgendwie war es ihr nie so recht gelungen, weswegen sie sich ausgiebig selbst mit der Krankheit auseinander gesetzt hatte, um es zumindest zu schaffen, dass Luciana so mit ihrer Epilepsie klar kam – und das war ihr gelungen. Lu war ihrer Nana auch jetzt immer noch wahnsinnig dankbar darüber und wird es immer sein. Die Gedanken an ihrer Oma stimmten sie fast schon wieder wehmütig. Sie schluckte, blinzelte zweimal und widmete ihre Aufmerksamkeit wieder Amelia zu. Nein, nicht jetzt wollte sie an ihre Vergangenheit denken. Das hatte sie heute schon viel zu oft gemacht.
„Dankeschön…“ Luciana verzog die Mundwinkel zu einem leichten Lächeln und nickte schließlich. „Ja… klar, immerhin habe ich ja eigentlich nichts zu verlieren“, schob sie dann noch hinterher und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. Sie würde alles ausprobieren wollen. Auch wenn Hildegard ein Teil ihres Lebens war und es auch immer bleiben würde, so hätte sie absolut nichts dagegen, sie besser kontrollieren zu können. So ganz ungefährlich war es in diesen Zeiten nämlich nicht. Und außerdem, vergiften würde sie die eigene Ärztin der Kolonie wohl sowieso nicht.
Bei dem Angebot, ein paar der Bücher auszuleihen, zeigte sich ein Schimmern in den Augen der Blondhaarigen. „Sehr gerne!“, antwortete sie direkt auf diese Idee. „Werde ich auf jeden Fall machen, danke.“ Ihr Blick fiel zu der Uhr, die an der Wand befestigt war. „Ich glaub, ich sollte auch so langsam zurück, sonst ruft mein Bruder noch ein Suchkommando aus nach mir…“ Sie seufzte leise und fuhr sich über die längliche Narbe an ihrem Unterarm. Nun war es doch etwas… später geworden.
„Wann hättest du denn wieder Zeit?“, fragte sie nach einer kleineren Pause und sah wieder zu der Braunhaarigen. „Wegen den Büchern… und den Kräutern?“
@Amelia Cataleya Hawthorne

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Amelia liebte die Kräuterkunde und die Alternativmedizin, mit der sie vieles erreichen konnten. Immerhin waren chemische Medikamente sehr rar bis gar nicht mehr vorhanden. Somit mussten die Ärzte kreativ werden. Als Militärärztin wusste sie auch, wie sie ohne Strom operieren konnte. Es gab einige Schwierigkeiten bei Kriegen, die die Frau gut in dieser Apokalypse umsetzen konnte, denn dort gab es auch nicht immer alles, was sie gebraucht hätten.
Hier in den Schränken war alles sorgfältig verschlossen, worauf Amelia stets achtete. Alles, was sich in diesem Raum befand, war ihr heilig und wichtig für ihre Arbeit als Ärztin. Ebenfalls war alles alphabetisch sortiert, was ein Spleen von der Brünetten war. Wie die Bücher, die ebenso ihre Reihenfolge nach dem Alphabet fanden. Sie verbrachte viele Stunden in diesem Raum und ihre Freizeit war eingeschränkter, wie die der anderen. Was aber auch nur daran lag, dass es nicht so viel Nachwuchs in diesem Bereich gab, obwohl Brian darauf achtete, dass die Arbeitsplätze ausreichend besetzt waren. Daher war Amelia froh, dass sich Luciana für den medizinischen Bereich interessierte. Dies würde zwar ein wenig mehr Arbeit in Anspruch nehmen, ihr eine Art Lehrerin zu sein, aber das nahm die Brünette in Kauf, um in naher Zukunft ein bisschen mehr Freizeit haben zu können.
Sie hatte nicht einmal mitbekommen, dass ihr bester Freund @Levis Hawk wieder unter ihnen weilte. Immerhin hatte er sich bei ihr bisher noch nicht gemeldet. Sobald sie konnte, würde sie ihn aufsuchen. Vorerst kümmerte sie sich noch um die Blondine. Dies war in diesem Moment wichtiger.
Die Brünette schenkte ihr ein sanftes Lächeln. „Wir versuchen es und fangen leicht an. Wenn es gar nicht gehen sollte, finden wir etwas anderes. Aber davon gehen wir vorerst nicht aus.“ gab sie ihr den Optimismus mit, den sie stets anstrebte. „Gut, dann besprechen wir alles weitere beim nächsten Mal. Ich gebe dir ein paar Bücher mit und sagen wir, wir treffen uns in 2-3 Wochen wieder? Das ist eine angemessene Zeit, um dich einzulesen und dir Fragen zu notieren.“ Die nächste Frage trat schon an sie heran. „Wegen den Kräutern schauen wir dann noch. Ich schau, was ich finde, um eventuell dein Problem einzudämmen.“ schlug Amelia ihr vor. „Geh schon, wir wollen doch keine Vermisstenanzeige riskieren.“ gab sie zwinkernd zur Antwort.
@Luciana Mikaelson

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Es war unglaublich, was die Medizin alles so zu bieten hatte… und Mutter Natur gleichzeitig noch dazu. So war es für die junge Mikaelson auch nicht neu, solche Hilfsmittel wie Kräuter dazu zu holen. Nach all den Jahren war eine gute medizinische Versorgung sowieso schon mehr als schwer geworden, so dass man eben kreativ werden musste und andere Sachen in Betracht ziehen müsste. Oft hatte sich Luciana schon gefragt, was gewesen wäre, wenn diese Apokalypse nicht dazu gekommen wäre. Wie weit würde die Medizin in dieser Zeit sonst sein? Wie weit wäre die Forschung fortgeschritten? Es waren Dinge, worüber man nur munkeln konnte; eine Antwort würde wohl keiner darauf finden. Auf jeden Fall würde sie der dunkelhaarigen Ärztin in der Hinsicht Vertrauen schenken – dass sie sie nicht vergiften würde damit. So weit war die Blondhaarige auch trotz ihrer kurzen Zeit in der Kolonie schon gekommen. Immerhin hatte genau diese sich hier schon irgendwie gewissermaßen ein kleines Paradis aufgebaut. Sie war sich sicher, dass Amelia mehr als gut ihr Handwerk verstehen würde. Vor allem wenn sie damals sogar schon als Militärärztin unterwegs war.
„Das wäre super“, bestätigte Lu so auch noch einmal die Aussage ihrer Gesprächspartnerin und verzog die Mundwinkel abermals zu einem kurzen und leichten Lächeln. „Ich würde mal behaupten, dass ich nicht das zimperliche, kleine und zerbrechliche Mädchen bin…“ Nun wuchs das Lächeln eher zu einem Grinsen heran. „Also wird wohl schon werden. Ich hoffe mal, dass ich nicht allzu schnell aus den Latschen kippen werde.“ Und auch wenn, immerhin wäre sie direkt in der Krankenstation und Amelia nicht Meilen entfernt, weswegen selbst so etwas zu keinem großen Drama werden sollte.
Wieder nickte die Mikaelson und nahm auch direkt drei dicke Bücher entgegen, die sie in ihrer mitgebrachten Tasche verstaute. „Deal – das klingt nach einem guten Plan. So machen wir es. Und wenn du was bezüglich der Kräuter hast, kannst du dich auch gerne so melden. Ansonsten… Ich habe dir wirklich zu danken. Ich freue mich sehr auf die folgende Zeit.“ Auf die letzte Aussage der Braunhaarigen musste sie nochmals Schmunzeln. „Haha ja, das wäre wohl nicht die schlechteste Idee. Danke und dann bis demnächst. Ich habe jetzt ja eine gute Abendlektüre…“ Mit der freien Hand klopfte sie auf die Tasche, die ein dumpfes Geräusch von sich gab. Luciana hob die Hand zur Verabschiedung und drehte sich um, um den Raum zu verlassen. Tatsächlich mit einem guten Gefühl. Vielleicht würde es doch noch was werden mit der Eingewöhnung in dieser Kolonie...
--> TBC - SZENE BEENDET
@Amelia Cataleya Hawthorne

The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall.
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zuletzt bearbeitet 12.06.2023 20:40 |
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