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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Wahrscheinlich musste er das, um hier zu überleben, ja. Aber das war in Ordnung, er wollte ja auch ein Wikinger werden. Oder.. so etwas in der Art. Ob er sich dem Glauben gänzlich verschreiben konnte, wusste er noch nicht. Aber er wollte all dem hier eine Chance geben.
Als sie über Rituale und tägliche Gebete sprachen zupfte Virgil ein bisschen an dem Laken herum, da er ja nicht alles hier auf den Kopf stellen wollte, gewisse Angewohnheiten würde er aber wohl nicht so schnell ablegen können. Weswegen er dankbar nickte
„das wäre wirklich schön..“
und würde ihm wohl auch etwas Sicherheit und Halt geben. Wenn er in dieser fremden Welt etwas Vertrautes hatte. Selbst wenn es nicht das Gebet zu seinem Gott war, aber das Ritual alleine würde womöglich schon reichen.
Sofort trat wieder ein Lächeln auf seine Lippen wegen dem Frühstück am Bett. Virgil fühlte sich aber schon auch ein bisschen schlecht weil Leif ihn so bediente
„soll ich dir denn nicht dabei helfen?“
Das würde er nämlich sofort machen! er wollte ihm ja kein Klotz am Bein sein oder so, sondern sich ebenfalls nützlich machen. aber so wie es schien wollte Leif das gerne alleine machen, weswegen Virgil sitzen blieb und ihm hinterher sah.. als er splitterfasernackt aus dem Bett kletterte. Hm.. da bekam er gleich wieder Appetit auf ganz andere Dinge.. und biss sich deswegen kurz auf die Unterlippe, als er sich dabei erwischte, wie er Leif ganz unverblümt auf den Hintern starrte.
Aber er war nun mal ein wirklich schöner Mann! SEIN schöner Mann.
Ein Gedanke der ihm schon wieder Herzklopfen bescherte.
Geduldig wartete er bis das Frühstück bereit war und nahm Leif das Brett mit den Leckereien ab.
„Das sieht wirklich köstlich aus…. du bist also auch ein Teetrinker?“
Fragte er wegen der zweiten Tasse. Es war schön einfach ein bisschen was über die Vorlieben des anderen heraus zu finden. Da sie noch ganz am Anfang ihrer Beziehung standen, wussten sie solche Dinge schließlich noch nicht übereinander.
„Mary Sue würde mir mit dem Kochlöffel eins hinter die Ohren geben, wenn sie sehen könnte wie ich mich hier bedienen lasse und dann auch noch im Bett esse!“
Sagte er schmunzelnd, auch wenn der Gedanke natürlich auch automatisch wieder von einem ein wenig traurigen Gefühl begleitet wurde… denn möglicherweise würde er die alte Dame nie mehr wieder sehen.
„Mir war die ständige Gesellschaft manchmal auch zu viel, deshalb.. fürs erste bin ich sehr glücklich damit, wenn es nur dich und mich gibt“
Vielleicht später konnten sie mal in größerer Runde essen. aber für den Moment war es ok für Virgil wenn sie unter sich blieben.
Virgil begann zu essen und legte Leif bei seinen Worten die Hand auf die Schulter
„Versprochen. Aber keine Sorge, eigentlich lerne ich gerne neue Leute kennen“
Er hatte ihn ja auch ganz unverblümt nieder gequatscht bei ihrem ersten Treffen und war eigentlich recht gesellig. Nur das ständige Verstellen hatte ihm damals in der Church so missfallen, dass er gelegentlich seine Ruhe gebraucht hatte… einfach um er selbst sein zu können. Doch wenn er das hier von Anfang an konnte? Dann würde er vielleicht auch viel schneller auftauen und Kontakte knüpfen.
„Ich kanns kaum erwarten alles hier zu sehen und deine Freunde oder.. Familie kennen zu lernen.. gibt es denn Menschen, denen du besonders nahe stehst?“
denn so richtig hatte Leif niemanden erwähnt in den letzten Wochen. Aber nun hieß es Seelenstriptease, ohne Schonfrist einfach alles über den anderen zu erfahren.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Leif griff nach der Hand, die so nervös am Laken zupfte, und hob sie zu seinen Lippen, um einen Kuss darauf zu hauchen. »Dann machen wir das. Wollen wir gleich heute damit anfangen? Ich ... würde mich sowieso noch gern bei den Göttern bedanken. Für alles ... was sie für uns getan haben.«
Auch wenn er bisher für gewöhnlich allein mit ihnen gesprochen hatte, so würde es sehr aufregend sein, diese intime Sache mit Virgil zu teilen. Ihn sogar einzubeziehen, wenn er es wollte. Daher war Leif tatsächlich sehr froh, dass er diesem kleinen Ritual zustimmte.
»Ein Frühstück ans Bett ist es nur, wenn du nicht aufstehst«, formulierte er wieder ein bisschen umständlich das, was er sagen wollte. xD »Ich mache das gern für dich.« Also war Virgil auch kein Klotz am Bein, ganz im Gegenteil. Leif wollte ihm etwas Gutes tun, den Einstieg in diesen Tag so schön wie möglich gestalten. Jede Minute mit ihm zelebrieren. Wobei sicher auch die Angst vor etwaigen Hiobsbotschaften draußen eine Rolle spielte, aber nur hintergründig. Selbst wenn dieses Damoklesschwert nicht über ihnen hängen würde, würde Leif seinem Wikinger den roten Teppich ausbreiten und ihn glücklich machen wollen.
In der Küche bereitete er auch eine kleine Schale vor, die sie gleich mit zum Altar nehmen würden. Die ließ er jedoch auf der Anrichte stehen und begab sich mit dem Tablett zu Virgil ins Bett. »Hmm, ich liebe Tee!«, erwiderte er mit einem Lächeln. »Schwarztee habe ich nicht mehr so viel, aber aus den Kräutern, die wir anbauen, kann man auch ziemlich hervorragenden aufgießen.«
Virgil dachte an seine alte Heimat und Mary Sue, die ihm auch beigebracht hatte, wie man einen leckeren Fisch zubereitete. Leif wurde automatisch ein wenig mit traurig und wusste nicht so recht, was er dazu sagen sollte. »Vielleicht würde sie auch einen schlechten Fisch nehmen, um dich zu hauen«, meinte er letztlich und grinste zurückhaltend. Nicht wissend, ob ein Scherz der richtige Umgang mit dem Thema war.
Sein Lächeln wurde aber sofort eine Spur wärmer, da Virgil das gemeinsame Frühstück mit ihm präferierte, statt nach einer großen Runde zu suchen. »Damit bin ich auch sehr glücklich.«
»Daran, dass du hier binnen Minuten neue Freunde finden wirst, zweifle ich keine Sekunde«, gab er dann zurück. Virgil war sehr offen und charmant, und ließ nicht locker, wenn er jemanden interessant fand. Auf welcher Ebene auch immer. Das hatte Leif am eigenen Leibe erfahren und was er so von den Wachen gehört hatte, war der Waliser in der Church auch sehr beliebt und gut vernetzt gewesen.
Nun ging es jedoch um Leifs Freunde oder auch Familie. Nicht durch Blut verbunden, aber durch gemeinsame Erlebnisse. »Ja ... ja, die gibt es. Nicht viele. Man kann sie an einer Hand abzählen.« Leif war schon immer jemand gewesen, der wenige Vertraute hatte, aber dafür welche, für die er durchs Feuer gehen würde und wusste, sie würden das auch für ihn tun. Nun, wo Virgil hier war und sie gemeinsam in Balar leben würden, wollte er ihm natürlich auch alles über sie erzählen. Also ... hatte er schon vorher gewollt. Aber dazu, dass sie über ihre Kontakte sprachen, war es in der kurzen Zeit nie gekommen.
»Zum einen ist da natürlich Ivar. Das Dorf hier war nicht immer auf dieser Insel, vorher haben wir auf dem Festland in einem Tal gelebt. Wir waren gezwungen, umzusiedeln. Ivar kenne ich noch vor seinem Amt als Anführer. Der vorherige hieß auch Leif. da gab es ein lustiges Missverständnis, als ich noch ganz neu war.« Bei der Erinnerung daran lächelte er leicht. »Außerdem gibt es noch Skadi und Aerik. Sie leben zusammen etwas außerhalb der eigentlichen Siedlung. Beide sind ebenfalls Jarls. Aerik ist Isländer wie ich, allerdings stumm. Für und durch ihn habe ich die Gebärdensprache gelernt. Ich glaube, fast ganz Balar kann sie inzwischen.« Dabei schmunzelte er, weil er fand, dass das ziemlich gut den familiären Zusammenhalt in der Kolonie zeigte.
»Momentan sind die beiden aber nicht hier. Skadis Bruder ... der auch ein Freund für mich gewesen ist ... ist bei dem Überfall vor einigen Wochen ermordet worden. Das hat sie logischerweise hart getroffen. Sie ist mit Aerik eine Weile fortgegangen. Aber wenn sie wieder da sind ... stelle ich dir die beiden sofort vor.«
Und dann gab es noch jemanden, den Leif wohl erwähnen sollte. xD Womit er sich ein wenig schwertat, weil damit ja dann doch ein kleines Geständnis verknüpft war. »Hm ... ich bemerke gerade, dass meine engeren Freunde alle Jarls oder Anführer sind«, musste er noch lachend einschieben. »Duo gehört noch dazu, er ist auch einer der Jarls. Und sehr ... flippig. Wenn er mich mit einem Wangenkuss begrüßt und sowohl mich als auch dich heftig anflirtet ... denk dir nichts dabei. Er ist einfach so. Mit ihm habe ich zugegebenermaßen auch ... ein paar Kuss-Erfahrungen gesammelt. Das ist aber schon lange her. Er hat in den letzten Monaten einiges durchgemacht und unter anderem kürzlich seinen Partner verloren.« Von Dean wusste Leif noch nichts. Aber dass er ebenfalls hier war, würden sie ja bald erfahren.
»Das sind hier die wichtigsten Menschen für mich. Neben dir natürlich! Aber es rennen hier noch mehr wirklich tolle Leute rum. Ich habe sie ... nur selbst noch nicht so richtig gut kennengelernt.« Leif war eben nicht so der Geselligste. Doch mit den meisten pflegte er zumindest eine gute Bekanntschaft.
@Virgil Chadburn



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Ohje, Leif war also aufgefallen wie nervös er war? Ohne jedoch darüber zu sprechen, griff er einfach nur nach seiner Hand, um sie zu küssen.. was ihm automatisch wieder dabei half sich zu beruhigen.
„ja!… ja gerne.. Dank bin ich ihnen schließlich ebenfalls schuldig“
selbst wenn er noch nicht konvertiert war oder so. Doch ein Dankeschön könnte er doch trotzdem sprechen oder? Er wusste noch nicht wie das ablief.. aber er freute sich darauf es gemeinsam mit Leif kennen zu lernen. Denn egal was auch passierte, der Glaube würde in ihrem Leben wohl immer eine große Rolle spielen.
„du kannst ja ein richtiger Gentleman sein… erst der rote Teppich auf dem Boot, nun Frühstück ans Bett… verwöhn mich bloß nicht zu sehr, sonst gewöhne ich mich wirklich noch daran“
und dann wollte er das jeden Morgen! Wobei Christen ja ohnehin sehr genügsam waren. Also Virgil würde das niemals einfordern. Dennoch musste er zugeben…. dass es ihm doch ziemlich gefiel so verwöhnt zu werden. Denn er kannte es einfach nicht.
Virgil musste schmunzeln als es hieß, man könne aus den Kräutern hier guten Tee brauen.
„Davon bin ich überzeugt. Und offen für alles Neue!“
Es musste also nicht immer Schwarztee sein. Manche Gewohnheiten durfte man gerne ein bisschen anpassen und verändern. War ja auch klar, dass das passierte, nun wo er in einer anderen Siedlung lebte. Sonst hätte er ja nicht gehen müssen.
„nah… viel eher würde sie denjenigen jagen, der dafür verantwortlich ist, dass der Fisch überhaupt erst schlecht werden konnte. So wäre ich also auch aus dem Schneider“
sagte er mit einem Lächeln, selbst wenn es einen leicht traurigen Schimmer aufwies, so sprach er trotzdem gern über die Menschen aus seiner Kolonie. nur weil er weg war.. musste er sie ja nicht völlig aus seiner Geschichte und seinem Leben streichen oder? Auch wenn Leif sich dabei vielleicht nicht ganz so wohl fühlte. Aber die meisten Erinnerungen hatte er nun mal mit diesen Menschen gesammelt. Und sie würden in seiner Geschichte immer wieder auftauchen.
Doch nun interessierte er sich für Leifs Geschichte und seine Beziehungen hier in der Kolonie.
Aufmerksam hörte er zu und versuchte sich alle Namen und Informationen zu merken, damit er die Menschen dann auch schon ein bisschen kannte, ehe er sie traf.
„eine Handvoll enger Vertrauter ist doch viel wichtiger als eine ganze Kolonie voll oberflächlicher Bekanntschaften..“
weshalb er es gut fand, dass Leif seine Freunde weise wählte, statt jedem sofort zu vertrauen. So.. kam er selbst sich nämlich auch gleich viel besonderer und wichtiger vor.
„Erzählst du mir von dem Missverständnis?“
Solche Geschichten hörte er doch immer gerne. Genau wie alles andere. weswegen er ihn mitfühlend ansah wegen der Sache mit Skadi und Aerik. Er fasste nun sogar nach Leifs Hand um sie zu halten, selbst wenn er das Frühstück dafür kurz einstellen musste. Aber er wollte ihm Trost spenden, da ihm die Sache mit dem gestorbenen Freund… ganz sicher noch belastete.
„Das tut mir wirklich sehr Leid.. ich hoffe dennoch, ihnen bald begegnen zu können. Und bis dahin.. musst du mir definitiv auch ein wenig Gebärdensprache beibringen!“
denn er wollte natürlich auch mit dem Menschen kommunizieren können, den Leif offenbar als Freund schätzte. Und wenn die halbe Kolonie es konnte, dann wollte er es genauso lernen.
Jedoch lachte er etwas auf weil Leif bemerkte, dass fast all seine Vertrauten Jarls waren
„Tja, du bist eben ein hohes Tier! Vielleicht hast du deshalb nicht so viele Bekanntschaften, weil die anderen zu großen Angst und Respekt vor dir haben, um dich anzusprechen~“
Sagte er nun ein bisschen schelmisch schmunzelnd, da er das irgendwie sexy fand. Schließlich hieß das, dass seine Stellung doch ebenfalls gleich ganz gut war, wenn er mit einem der Anführer zusammen war oder?
Nicht dass er so viel darauf geben würde. Aber schaden konnte es als Neuling auch nicht die wichtigen Leute zu kennen.
Er dachte ja, das wäre es schon gewesen aber offenbar gab es noch jemanden… bei dem Leif irgendwie ein bisschen rum druckste, weshalb Virgil ihn abwartend ansah.
Und ob er es wollte oder nicht aber… er bekam schon ein bisschen ein seltsames Gefühl als Leif von Duo erzählte. Vielleicht bildete er es sich ja nur aber irgendwie wirkte es so… als wolle er bei seiner Erzählung betont lässig klingen? damit Virgil sich keine Sorgen machte? nur irgendwie führte dieses Verhalten zum genauen Gegenteil. Weshalb er ihn ein bisschen skeptisch ansah bei seiner Erzählung und offen und ehrlich sagte
„du hast.. mit ihm rum geknutscht aber ich soll mir nichts dabei denken, wenn er dich heftig anflirtet?“
Virgil wollte nun wirklich nicht wie eine eifersüchtige Klette klingen! Aber er wusste nicht.. ob ihm das gelingen würde. wenn er wusste, dass die zwei was miteinander gehabt hatten, er ihn aber trotzdem noch anbaggerte dann … würde das schon seltsam für Virgil werden.
Das mit seinem Partner tat ihm natürlich Leid aber.. gerade konnte er sich darauf irgendwie nicht so richtig konzentrieren.
@Leif Tyrson



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Leif war ein stiller Beobachter. Er nahm Körpersprache verstärkt wahr und konnte sie meistens ganz gut deuten. Bei Virgil nahm es noch mal andere Ausmaße an, da er ihn von ganzen Herzen liebte und alles förmlich aufsaugte, was er da betrachtete. Also auch das Zupfen an der Decke. Das gepaart mit dem Thema, über das sie gerade sprachen, reichte ihm, um Virgil Sicherheit spenden zu wollen. Nicht nur durch das Angebot, gemeinsam zu den Göttern zu sprechen, sondern auch mit einer Geste. Er stellte es sich jetzt bereits sehr schön vor, gleich am Altar zu sitzen, die kleinen Opfergaben darzubieten und den Dank nach Asgard zu senden.
»Du klingst verwundert darüber.« Dass Leif ein Gentleman sein konnte. In Virgils Kopf war er manchmal wohl immer noch ein grober Barbar, hm? Allerdings hatte er ihm leider gezeigt, dass dieser auch in ihm schlummerte. Einer, der mit Äxten wild um sich schlug und nicht mehr fähig war, logisch zu denken.
»Ich habe nichts dagegen, wenn du dich daran gewöhnst. Dich zu verwöhnen ... ist ein hehres Ziel für mich.«
Natürlich sollte Virgil seine Zeit in der Church oder die Menschen dort nicht totschweigen. Aber es war alles noch so frisch und Leif machte sich Sorgen. Doch er würde das Thema nicht unterbinden, wenn es aufkam, also bemühte er sich auch jetzt, es anzunehmen und weiterzustricken. »Wenn du sie besuchen gehst, bringst du ihr immer guten und frischen Fisch aus Balar mit.« Vielleicht würde es Virgil ja Auftrieb geben, dass Leif immer noch daran glaubte, dass er trotz allem seine Freunde in der Church noch besuchen durfte? Zumindest, nachdem eine Weile vergangen war und niemand mehr allzu böse oder enttäuscht.
Leif erzählte bereitwillig von seinen Freundschaften, zumindest von den meisten. Außerdem stimmte er Virgil zu, enge Vertraute waren ihm viel lieber. Er brauchte keine Horde an oberflächlichen Kontakten. »Manchmal wünschte ich mir trotzdem, den ein oder anderen besser zu kennen.«
Was das Missverständnis anging, nickte Leif. »Ich war wie gesagt ganz neu, erst wenige Tage in der Kolonie. Abends ist man für gewöhnlich zusammengekommen, im Haus des Anführers, um zu trinken und sich auszutauschen. Ich war total überfordert, immerhin habe ich davor jahrelang allein gelebt. Aber ich wollte bleiben, und habe mich unter das Volk gemischt. Es war schließlich ... auch richtig schön. Und hat mich an Island erinnert und an das, was man sich über Valhalla erzählt. Jedenfalls stand ich allein mit meinem Met in der Nähe der Tür, als Ivar hereinkam. Damals hatte er noch keine Krücken und kroch durch die Gegend ... ich muss zugeben, dass ich ziemlich gestarrt habe. Dann brüllte er nach einem Leif. Mir war klar, dass der Anführer ebenso hieß, aber trotzdem fühlte ich mich angesprochen und trat automatisch auf ihn zu. Hab mich gefragt, was er von mir will. Nach einer kurzen beiderseitigen Verwirrung kamen wir ins Gespräch. Und von da an so gut wie jeden Abend.«
Als es um Skadis Bruder ging, war Leif die eigene Trauer sicher anzusehen. Und so schaute er dankbar auf Virgils Hand, die seine umschloss, und schwieg kurz. Bis er seine Gefühle halbwegs wieder unter Kontrolle hatte und weitersprechen konnte. »Ich hoffe, sie kommen bald wieder. Aerik wird gut auf Skadi aufpassen, aber ich mache mir trotzdem große Sorgen um sie.«
Dass Virgil ebenfalls Gebärdensprache lernen wollte, freute Leif, also nickte er. »Das mache ich. Damit hast du bei Aerik schon ein Stein im Brett. Er freut sich immer total, wenn jemand das für ihn lernt. Ansonsten schreibt er auf, was er sagen will, aber das ist auf Dauer auch umständlich.« Vor allem wenn es um lange und tiefgründigere Gespräch ging. Und Virgil würde solche hoffentlich auch irgendwann mit Aerik führen können.
»Mh ... Angst und Respekt? Die Jarls gibt es erst seit ein paar Monaten. Also eigentlich kann es daran nicht liegen. Ich war schon immer nicht so ... hm ... vertrauensselig oder offen.« Leif schmunzelte und wusste nicht, wie er es anders formulieren sollte. Virgil würde hoffentlich verstehen, was er meinte.
Nun kamen sie wohl oder übel auf Duo zu sprechen. Ja, irgendwie wollte Leif nun betont lässig klingen und das geschah ganz unterbewusst. Er steuerte das gar nicht, wusste aber auch nicht, wie Virgil darauf reagieren würde. Duo war keine Konkurrenz, aber womöglich würde sich der Waliser dennoch bedroht fühlen.
So wie er nun reagierte, war dies offenbar auch der Fall. Leif fasste sich ein wenig unbehaglich an den Hinterkopf und ... nickte dann. »Also ... ja. Duo ist ... sehr offenherzig. Du wirst verstehen, was ich meine, sobald du ihn kennenlernst.«
Wenn er jetzt noch beteuerte, dass Virgil sich wirklich keine Sorgen machen musste, würde das die jetzt bereits vorhandene Skepsis nur vertiefen, oder?
Weswegen Leif nach der Hand des Walisers griff und sie drückte, um ihm stumm zu vergewissern, dass er der Einzige für ihn war.
Außerdem fragte er sich bereits, ob er nach Virgils Freunden aus der Church fragen sollte. Oder ob das noch zu schmerzhaft war. Nia war doch auch eine Freundin gewesen. Ob sie sich geküsst hatten? Miteinander geschlafen? Woher kamen nun diese Gedanken so plötzlich? Nun war es Leif, der ein wenig abwesend an der Decke rumhantierte. xD
@Virgil Chadburn



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Sofort winkte Virgil ab, er hatte Leif mit seinen Worten wirklich nicht beleidigen wollen. wusste aber auch nicht so recht, wie er es nun in Worte fassen sollte, was ihm durch den Kopf ging
„ja! ich meine.. nein..! also.. ich weiß um deine sehr sanfte und fürsorgliche Seite.. ich bin wohl einfach nicht daran gewöhnt, dass jemand… all diese Dinge macht. Nur für mich“
So umsorgt und verwöhnt zu werden, das kannte er einfach nicht. In seiner Ehe wäre es vermutlich so gelaufen, nur dass Virgil von seiner Ex-Verlobten gar nicht so umsorgt werden wollte. Bei Leif hingegen war es unglaublich schön und Virgil hatte eher die Sorge, dass er das nur in ihrer ersten Verliebtheitszeit tat und später wieder damit aufhörte. Weswegen er ja auch sagte, dass er sich nicht daran gewöhnen wollte. Wenn er es dann plötzlich nicht mehr machte, würde das nämlich hart für Virgil sein. Wie man sah, waren ihm Rituale eben unglaublich wichtig.
„Du bist unglaublich Leif…“
sagte er glücklich lächelnd, weil Leif einfach immer die schönsten Worte fand. Die ihn auch stets wieder beruhigten. und er nahm sich ganz fest vor, ihn ebenso zu verwöhnen. Immerhin wollte er auch seinen Teil beitragen, um Leif glücklich zu machen.
Es war toll wie natürlich Leif mit Virgils Vergangenheit in der Church umging.. dank ihm wurde es nicht seltsam oder angespannt, wenn er über die Menschen dort erzählte. Und das war wirklich wichtig für Virgil, der sachte lächelte und dabei nickte. Denn die Vorstellung Mary Sue frisch gefangene Fische aus Balar zu bringen… war wirklich schön
„ich hoffe das kann ich…“
Denn auf Ewig aus der Kolonie verbannt zu werden würde er nur schwer ertragen. Weswegen er wirklich hoffte, dass man ihm zumindest gestatten würde seine Freunde ab und zu zu besuchen. Momentan war es dafür aber leider noch zu früh. Im Moment würden sich die Gerüchte wohl nur überschlagen. Er musste warten… bis der Tratsch ein bisschen abgeflaut war. und das Drama sich gelegt hatte.
Da war es schöner nun über ihre Gegenwart zu reden statt über ihre Zukunft. Weswegen Virgil breit grinste und Leif auf die Schulter klopfte als er sagte
„dafür hast du nun ja mich!“
Er würde dafür sorgen, dass auch Leif ein paar Leute hier besser kennen lernte. Denn wie gesagt.. er war sehr offen und extrovertiert. Also womöglich konnten sie beide Kontakt zu neuen Menschen knüpfen. Gemeinsam.
Wegen dem Missverständnis grinste er.
„Klingt nach dem wundervollen Start in eine starke Freundschaft.. aber… was ist ihm denn eigentlich passiert?“
wenn Ivar nicht immer eine Beeinträchtigung gehabt hatte dann.. musste ihm doch irgendwas zugestoßen sein.
„Ich finde es trotzdem sehr faszinierend, dass die Mitglieder hier ihm dennoch folgen..“
Obwohl er körperlich nicht mehr so stark war.. aber offenbar reichte seine mentale Stärke aus, um eine Kolonie zu führen.
„Lass sie uns doch in unser Morgengebet mit einschließen!“
sagte er nun ganz euphorisch wegen Skadi und Aerik. Also.. sofern das bei nordischen Gebeten so lief? Virgil hatte keine Ahnung. Aber um das Wohlergehen von Freunden zu bitten.. konnte doch in keiner Religion verkehrt sein.
„manchmal ist es auch besser es nicht zu sein.. umso mehr fühle ich mich davon geschmeichelt, dass es mir gelungen ist dein Herz zu erobern“
obwohl Leif sonst eher unnahbar und distanziert war. Doch wahrscheinlich hatte er genauso wie auch Virgil sofort gefühlt, dass sie einfach zusammen gehörten..
Weswegen er sich bezüglich Duo auch keine Sorgen machen sollte oder? Es war dennoch seltsam.. darüber zu reden, da er noch so gar keine Vorstellung davon hatte, wie dieser Kerl so drauf war.
Offenbar schien es ihm aber auch zu gelingen Leif mit seiner Art aus der Reserve zu locken und irgendwie… missfiel ihm das ein bisschen. Da er schon irgendwie gehofft hatte, der einzige zu sein, dem das gelang. Was idiotisch war, denn natürlich gab es vor ihm schon andere Männer! aber… naja.. es waren einfach solche Gedanken die ihm in den Sinn kamen, ohne dass er es wollte.
„mh.. na schön. wenn er seinen Teil dazu beigetragen hat, dass du nun so wahnsinnig gut küsst… sollte ich ihm wohl dankbar sein..“
Sagte er schwach schmunzelnd. Denn mit diesen Worten überspielte Virgil ein bisschen, was gerade tatsächlich in seinem Kopf vor sich ging. er empfand Eifersucht und innerlich wurde ihm ganz warm, aber nicht auf eine gute Weise. Aber er wusste.. das war unbegründet. Leif wollte nur ihn und dieser Duo hatte ohnehin gerade seinen Partner verloren. Weshalb er sicher litt… und Virgil sich nicht benehmen sollte wie ein eifersüchtiger Teenager.
@Leif Tyrson



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»Du gehörst zu mir und ich ... möchte, dass es dir gut geht. Wenn das von nun an unser morgendliches Ritual ist ... Frühstück im Bett und danach ein Gespräch mit den Göttern ... dann fände ich das wunderschön.« Leif mochte Traditionen ebenso. Er hatte seine eigenen kleinen Gewohnheiten, aber da war noch eine Menge Platz, um mit Virgil welche einzuführen. Einen Alltag zu stricken, der ihnen beiden gefiel und glücklich machte. Leif würde auch nicht einfach irgendwann damit aufhören. Verliebtheit hin oder her, das gemeinsame Frühstück in gemütlichem Umfeld würde selbst im Greisenalter noch eine Wonne sein.
Bei dem unverhofften Kompliment senkte Leif den Blick, so was konnte er nicht so gut annehmen. Aber er freute sich trotzdem darüber.
»Wir suchen nur die besten Fische für sie aus«, bekräftigte er. Dass Virgil seine Kolonie wieder besuchen durfte, würde bestimmt klappen. Musste es einfach! Leif würde ja ein gutes Wort für ihn einlegen, doch barbarische Wikinger waren dort ja nicht gern gesehen. Virgil begleiten würde er trotzdem, zumindest bis zum Tor. Und wenn sein Partner das überhaupt wollte.
Leif musste lachen und nickte. »Ich bin eine hübsche Zierde, wenn du mit deiner künftigen Gang durch die Kolonie ziehst.« Was auch gar nicht schlimm war. Die Leute hier wussten, wie still er war. Aber trotzdem trinken und feiern konnte. Virgil würde sicher einige Menschen um sich scharen und Leif würde das absolut unterstützen. Auch wenn er in größeren Runden die stille Nebenfigur spielen würde, weil das eben seine Art war.
»Ivar hatte einen Unfall, er ist aus großer Höhe gestürzt und konnte von da an seine Beine nicht mehr benutzen. Und trotzdem hat er überlebt. Man sollte ihn nicht unterschätzen, er ist ein ebenso gefürchteter Krieger wie der Rest der Kämpfer. Nur eben auf seine Art.« Und das machte ihn als Anführer nicht mal aus, da gab es auch andere Qualitäten, die die Bewohner von Balar dazu brachten, ihm zu folgen.
Leifs Augen leuchteten bei dem Vorschlag, Skadi und Aerik in ihr Gebet mit einzuschließen. »Das ist eine großartige Idee!« Er beugte sich vor und gab Virgil einen überschwänglichen Kuss dafür.
»Ich ... habe mich manchmal gefragt, ob ich zu altmodisch bin. Mit dem Vorhaben, auf den Richtigen zu warten. Den es vielleicht nicht mal gibt oder ich in dieser Welt nie treffen werde. Aber ich konnte mir gar nicht vorstellen, jemanden so nah an mich ranzulassen, dem ich mich nicht ... zu hundert Prozent verbunden fühle. Auch nicht nur für ein gutes Gefühl oder dem Sammeln von Erfahrungen. Mit Duo ... habe ich mich ausprobiert, aber wohlgefühlt habe ich mich dabei nie. Und es deswegen auch irgendwann unterbunden.« Die Geschichte mit dem nackten Duo in seinem Bett erzählte er besser nicht. XD »Ich habe mich schon als alte Jungfer gesehen und meinen Frieden damit gemacht. Bis du kamst. Ich glaube, du hattest mein Herz schon auf dieser Lichtung und die ganze Skepsis von mir ... die basierte vor allem auf Angst.«
Oh, er küsste also wahnsinnig gut? Wieder so ein Kompliment, das Leif die Röte ins Gesicht trieb. Auch wenn er ahnte, dass Virgil gerade seine eigentlichen Gefühle überspielte. Aber vielleicht war es ihm ja nun doch gelungen, ihm auch durch Worte zu sagen, dass Virgil der Eine für ihn war und er keinen anderen wollte. Es sogar bereute, Duo geküsst zu haben. »Ich will nur noch dich küssen, und zwar am liebsten ständig!« Auch jetzt. Sofern Virgil nach den jüngsten Offenbarungen denn noch wollte.
@Virgil Chadburn



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Virgils Augen begannen ein bisschen zu leuchten bei dieser Vorstellung, dass sie das fortan jeden Morgen gemeinsam machen würden. Ihr kleines Ritual..
„dann lass uns das.. mit einem Versprechen besiegeln. Egal was auch kommen mag.. wie sehr wir auch unter Stress oder Druck stehen wegen unseren Aufgaben oder sonstigen Schwierigkeiten…. wir werden uns trotzdem jeden Morgen die Zeit füreinander nehmen gemeinsam zu frühstücken und zu beten“
Egal wie früh Leif wegen der Fische auch manchmal los musste. Virgil wollte trotzdem gemeinsam mit ihm aufstehen und gemeinsam mit ihm in den Tag starten. Er wusste, solche kleinen Rituale konnten im Alltag manchmal unter gehen, man sie wegen Hektik oder Stress ausfallen lassen… doch wenn man begann Ausnahmen zu machen, dann war das der Anfang vom Ende. Dieses bisschen Zeit musste einfach sein.. die einzige Ausnahme die es gab, wäre wohl ein Angriff von Beißern oder Menschen. Aber sonst würde Virgil keinerlei Ausreden ziehen lassen.
Die Vorstellung von Leif als hübsche Zierde an seiner Seite ließ ihn schmunzeln. Dennoch schüttelte er den Kopf und meinte.
„Du bist so viel mehr als nur eine hübsche Zierde.. du bist mein Anker.. mein Ruhepol und… mein zu Hause. Dich an meiner Seite zu haben bedeutet für mich einfach alles“
Denn egal wo er war oder mit wem er sich unterhielt, wenn Leif bei ihm war.. würde er sich stets sicher und zu Hause fühlen. Und dieses Gefühl war wichtiger als alles andere. Völlig egal, ob Leif sich aktiv in die Gespräche einbrachte oder einfach nur ruhig daneben stand. Einzig und allein seine Anwesenheit würde Virgil alles an Glück und Zuversicht geben, das er brauchte, um sich hier gut einzuleben.
Er lauschte gerührt Ivars tragischem Schicksal und nickte. Er schien ein außergewöhnlicher Mensch zu sein.. und die Kolonie konnte definitiv froh darüber sein, jemand starken wie ihn als Anführer zu haben. es wirkte so.. als könnte Virgil sich mit seinen Prinzipien identifizieren. Bei Carter… war das manchmal nicht so leicht gewesen. aber vielleicht zog er auch voreilige Schlüsse, er würde einfach alles auf sich zukommen lassen.
„Ging mir genauso..“
Sagte er lächelnd. Denn offenbar waren sie beide ziemlich altmodisch was Intimitäten anbelangte. Gut, er hatte auch von kleinauf eingetrichtert bekommen, dass das alles eine Sünde war und er nur mit einer Frau schlafen durfte, nachdem er sie geheiratet hatte. Also hatte es vielleicht nicht nur romantische Gründe, weshalb Virgil so lange gewartet hatte. Aber selbst wenn es nicht so wäre, wüsste er nicht.. ob er mit jemandem hätte intim werden können, den er nicht liebte. Denn mit Leif.. da war es ihm plötzlich wahnsinnig leicht gefallen, obwohl er ja immer noch das Wissen gehabt hatte, dass es verboten und sündig war.
Es beruhigte ihn aber tatsächlich ein bisschen was er ihm über Duo erzählte. Denn wäre es anders.. dann wären die beiden nun vielleicht zusammen. Aber wenn Leif sich dabei nicht wohl gefühlt hatte.. musste er wohl nichts befürchten.
„Na schön, du hast mich überzeugt.. und ich habe nicht vor zuzulassen, dass sich daran jemals wieder etwas ändert“
Und das Leif den Wunsch oder das Bedürfnis bekam, sich von jemand anderem außer ihm berühren zu lassen. Könnte ja sein, dass er Blut geleckt hatte, nun wo er wusste wie Sex sich anfühlte. Aber.. seine Worte beruhigten ihn schon wirklich sehr. Denn Virgil ging es ganz genauso. Er wollte niemand anderen außer Leif.
„naja.. ich halte dich nicht auf“
Sagte er nun lächelnd wegen der Küsse. Und diesmal war er es, der ihm entgegen kam und ihn in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelte. Auch um ihm zu zeigen, dass alles gut war. Manchmal würde Virgil vielleicht ein bisschen Bestätigung brauchen.. immerhin war alles hier für ihn total neu und dieses Leben noch ungewohnt. Aber mit Leif an seiner Seite.. hatte er das Gefühl wirklich alles schaffen zu können.
Ehe sie nun jedoch erneut übereinander herfielen unterbrach er den Kuss wieder und blickte ihm voller Liebe in die Augen.
„aber jetzt.. lass uns endlich mit unserem Ritual starten!“
Er hatte nämlich ziemlichen Hunger. Dadurch, dass das Frühstück in der Church immer genau zur selben Uhrzeit stattgefunden hatte, war auch Virgils Essensrhythmus ziemlich getaktet. Weshalb er wirklich zur Diva werden konnte, wenn er nicht rechtzeitig Essen bekam xD. Leif hatte das ja damals schon ein bisschen bemerkt, als er für ihn das Frühstück ausgelassen hatte und deshalb fast an Hunger gestorben wäre xD. Weshalb er nun freudig damit begann das Frühstück zusammen mit Leif zu zelebrieren.
@Leif Tyrson



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»Dann besiegeln wir dieses Versprechen hiermit.« Als Liebespaar war es womöglich etwas förmlich, dies per Handschlag zu tun, allerdings griff Leif auch nicht nach Virgils Hand, sondern legte seine Finger um seinen Unterarm, und drückte dort kurz zu. So war es eher ein Soldatengruß – etwas, das unter den Wikingern üblicher war. Und nun hatte Virgil diese Geste ebenfalls schon kennengelernt. Vielleicht wurde er hier und dort ja auch so begrüßt.
Leif fand es gar nicht schlimm, die hübsche und stille Zierde an Virgils Seite zu sein, und hatte sich auch eher im Scherz so betitelt. Der Waliser nahm ihm jedoch sämtlichen Wind aus den Segeln, indem er so süße Sachen sagte. Da wurden Leifs Knie gleich wieder ganz weich, und er musste Virgil einfach einen erneuten Kuss auf die verlockenden Lippen drücken.
Über Duo zu sprechen war nicht ganz so einfach, aber es gelang Leif anscheinend, Virgil seine Sorgen zu nehmen. Sie hatten beide gewartet, sich jemandem vollkommen hinzugeben, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Umso wertvoller war jede Erfahrung, die sie nun gemeinsam machen, aber auch umso schmerzvoller, daran zu denken, dass sie nicht die Ehre des ersten Kusses geteilt hatten. Doch sie waren eben auch nur Menschen, ein wenig Neugierde und der Wunsch, sich auszuprobieren war auch bei ihnen vorhanden gewesen.
Und so schlossen sie auch dieses Thema mit einem leidenschaftlichen Kuss, der jegliche Sorgen fortspülte. Fürs Erste. Denn da waren ja doch noch Fragen, die Leif wohl oder übel umtrieben, obwohl ihn das Wissen, wie weit Virgil mit Nia gegangen war, ohnehin zur schmerzen würde. Und was wohl passieren würde, wenn sie Duo und Dean trafen? Das blieb noch abzuwarten.
Sie zelebrierten das gemeinsame Frühstück und Leif war erneut davon überzeugt, sich in seinem Leben noch nie so glücklich gefühlt zu haben. Dicht an dicht mit Virgil im Bett zu sitzen und den Tag auf diese Weise zu beginnen, war wunderschön. Manchmal fütterte er seinen Partner mit einem Stück Brot oder einer Traube und ab und an unterbrachen sie ihr Mahl doch noch mal für einen Kuss. Schafften es aber, nicht erneut übereinander herzufallen, sondern standen wenig später doch angezogen in der Hütte. Leif betrachtete Virgil schmunzelnd. »Dir deine eigene Kleidung zu besorgen, steht heute auch auf dem Programm.«
Dann zog er ihn schon nach draußen und in eine von den Wegen nicht so leicht einzusehende Nische im ›Garten‹ seiner Hütte. Hier war der Altar aufgebaut, ein länglicher Holzschemel mit Götterstatuen und einigen Schalen mit getrockneten Blumen und anderen Verzierungen. Auch Kerzen standen dazwischen, aber auf Messingtellern und mit ausreichend Abstand zu dem ganzen Holz, damit während des Gebets nichts in Flammen aufging. In der freien Hand trug Leif die Schale mit Früchten und Gemüse, die er vorhin in der Schale schon vorbereitet hatte. Er kniete sich damit vor den Altar und bedeutete Virgil, dasselbe zu tun. Bevor er mit seinem kleinen Ritual beginnen würde, wollte er seinem Partner erklären, zu wem die Statuen gehörten, und nahm sie nacheinander zur Hand, um sie an Virgil weiterzureichen. Er erklärte, wofür sie standen, beginnend mit Odin, dem Allvater, von dem der Waliser ja schon ein bisschen was gehört hatte. Es gab noch so viele Geschichten, die Leif Virgil irgendwann erzählen wollte, aber heute beließ er es bei diesem kleinen Exkurs und stellte die Statuen nach den Erklärungen wieder zurück.
»Normalerweise spreche ich immer Isländisch mit ihnen«, erläuterte er noch, was vielleicht auch erklärte, warum er in seinem Wahn und mit dem Raben auch nur in seiner Muttersprache kommuniziert hatte. »Aber sie verstehen jede Sprache.« Weswegen er heute auch ins Englische wechseln würde, falls Virgil sich irgendwann anschließen wollte. Doch nun begann er erst mal damit, die Kerzen und ein wenig Räucherzeug anzuzünden, bis alles schön dampfte und flackerte und ein angenehmer, urtümlicher Duft verströmt wurde. Er faltete die Hände nicht im Schoß, so wie die Christen es taten, sondern ließ sie ruhig auf den Oberschenkeln liegen. Wobei er dann doch ... eine mit Virgils verhakte, sofern dieser es zuließ, damit sie sich auch bei dieser Erfahrung einander nahe fühlen konnten.
@Virgil Chadburn



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Virgil war so glücklich darüber, dass sie dieses Versprechen sogar mit einer eindrucksvollen Geste besiegelten. So fühlte es sich gleich noch viel echter und verbindlicher an. Und er nahm sich wirklich vor.. jeden Morgen fest darauf zu beharren, denn er hatte das Gefühl, wenn sie das taten.. konnten sie viel entspannter und ruhiger in den Tag starten. Und dann auch jedem Hindernis trotzen.
Wie beispielsweise dem Gespräch über einen quirligen Japaner, der offenbar eine nicht so unwesentliche Rolle in Leifs Geschichte spielte. Aber das war in Ordnung.. Leif gab ihm genug Sicherheit, um seine Eifersucht rasch wieder zu begraben. Wie das sein würde, wenn er Duo das erste Mal begegnete, würde sich noch zeigen. Aber für den Moment war er beruhigt. Und ahnte ja auch noch nicht, dass Leif dadurch auch gleichzeitig jemanden aus seiner Vergangenheit kennen lernen würde.
Aber nicht heute. Heute frühstückten sie gemeinsam und Leif half Virgil dabei sich von Beginn an unglaublich wohl hier zu fühlen. Denn so ein kleines, intimes Frühstück.. war wesentlich schöner als sich täglich im großen Speisesaal zu versammeln und so viele Leute begrüßen zu müssen. Diese Ruhe mit Leif.. die genoss er gerade sehr.
Sogar gefüttert wurde er! Das war so kitschig…… und Virgil liebte es!
Weshalb sie dieses Frühstück wirklich sehr ausgiebig in die Länge zogen und gemeinsam genossen.
„aber wieso denn? Findest du es seltsam mich zu küssen, wenn ich deine Klamotten trage?“
Fragte er ihn schmunzelnd. Denn vielleicht hatte Leif ja dann das Gefühl er küsste sich selbst. Oder aber er mochte es einfach nicht seine Klamotten zu teilen. Virgil konnte das verstehen.. zumal ihm ja wirklich alles ein bisschen zu klein war. Doch seine Kleidung aus der Church zu holen… nein, das stand heute auch noch nicht zur Debatte. Also hoffte er darauf, dass sie hier in Balar vielleicht etwas passendes in ihrem Fundus hatten.
Nun aber trug er noch Leifs Klamotten, als er mit ihm in den Garten hinaus ging und sein Herz schon wieder aufgeregt klopfte. Er würde nun das erste Mal in seinem Leben… zu einem anderen Gott beten. Oder sogar.. mehreren Göttern. Was schon echt ziemlich skurril und seltsam für ihn war. Es ihn aber auch neugierig machte.
Er saugte jede Geschichte von Leif zu den Göttern auf wie ein Schwamm. Denn er wollte wirklich alles über sie lernen.
Er kniete sich also ebenfalls vor den Altar und begann automatisch seine Hände zu falten…. löste die Geste aber sofort wieder, als er sah, dass Leif es nicht tat. Jedoch wusste er nun nicht so recht wohin damit. weshalb er sie ein bisschen unruhig auf seinen Oberschenkeln ablegte.
Gut, dass er anschließend die Statuen in die Hand nehmen und betrachten durfte, das lenkte etwas von seiner Nervosität ab.
Denn er wusste… gerade war er im Begriff ganz bewusst eine weitere Todsünde zu begehen. Anbetung eines Götzen… doch er sollte das in seinem Kopf nicht mehr so bezeichnen. Immerhin.. hatte er doch vor dem christlichen Glauben den Rücken zu kehren. Deshalb sollte er kein so schlechtes Gewissen haben oder? aber es passierte einfach automatisch und ließ sich schwer verhindern. Dennoch wollte er es durchziehen..
„Du kannst auch Isländisch mit ihnen sprechen wenn du möchtest.. ich meine.. das Beten ist doch auch etwas sehr intimes. Vielleicht möchtest du gar nicht, dass ich alles verstehe, das du mit ihnen besprichst?“
Er wollte sich da wirklich nicht aufdrängen oder ihn in eine seltsame Situation bringen.
Nun wusste Virgil wieder nicht wohin mit seinen Händen, nachdem er die Statuen zurück gegeben hatte. Da war es fast schon eine Rettung, dass Leif nach der seinen fasste…. das gab ihm Sicherheit und.. endlich hatte sie einen Platz gefunden. Weshalb er tief durchatmete und abwartete.. was nun geschehen würde.
„Sprichst du denn.. jeden von ihnen einzeln an oder.. ganz allgemein mit allen von ihnen?“
denn Virgil wollte Odin gerne danken. wusste aber nicht, ob das vermessen wäre und er die anderen Götter damit verärgerte, weswegen er das vorher lieber abklärte. Denn beim Beten wollte er wirklich nichts falsch machen!! Denn die Angst, dass sie ihn ablehnen oder verstoßen könnten war groß. dann stünde er immerhin völlig ohne Religion dar.. und ein Leben ohne Glaube, war für ihn unvorstellbar.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Leif musste lachen. »Nein, seltsam finde ich das nicht. Aber dieses Outfit sorgt definitiv dafür, dass ich es dir gleich wieder vom Körper reißen will. Und das nicht, weil es schlecht an dir aussieht, ganz im Gegenteil.« Es lag an manchen Stellen so eng an, dass Virgils Muskeln und Körperbau wirklich sehr betont wurden. So richtig gut bewegen konnte er sich darin vermutlich nicht. Aber heiß sah es trotzdem aus, egal, ob es Leifs Klamotten waren oder nicht.
Doch darum ging es gar nicht. Weswegen sein anzügliches Schmunzeln schnell verblasste und einer verliebten Wärme platz machte. »Ich möchte nur ... dass du etwas Eigenes hast. Deine eigene Kleidung. Balar ist nun deine Heimat und so soll es sich für dich auch anfühlen.« Das würde doch nicht gehen, wenn er ständig Leif nach etwas zum Anziehen fragen musste. »Wir haben einen Fundus, da finden wir bestimmt etwas.« Außerdem war Duo für das Schneidern und Verteilung der Klamotten zuständig. Er würde Virgil also sicher auch noch ein paar Sätze Hosen und Tuniken nähen.
Draußen am Altar war Leif auch aufgeregt, weil er gerade einen sehr privaten Bereich mit Virgil teilte. Und immer noch das Gefühl hatte, er würde ihn irgendwie manipulieren, auch wenn es nun der Wunsch des Walisers war, mehr über die nordischen Götter zu erfahren. Und er den Christengott verstoßen hatte. Dennoch war das alles noch sehr frisch und surreal. Auch, nun mit Virgil hier zu knien und ihm die eigens geschnitzten Statuetten zur Betrachtung auszuhändigen.
Doch der zeigte sich extrem interessiert und hörte ihm genau zu. Das war wirklich schön und gab auch Leif Mut, weiterzumachen, indem er die Kerzen anzündete und die kleinen Opfergaben mit auf den Schemel stellte.
»Du kannst deine Hände auch falten«, meinte er mit einem Lächeln zu Virgil. Es war nicht unbedingt üblich, aber auch nicht falsch. Ihre Gespräche mit den Göttern konnten immer und überall stattfinden, egal, in welcher Position. Doch um es für sie beide einfacher und intimer zu machen, nahm er irgendwann Virgils Hand und hielt sie fest.
»Heute spreche ich Englisch mit ihnen. Was ich zu sagen habe, darfst du auch hören.« Sicher würde er das nicht immer tun, aber heute ging es doch um eine Danksagung. »Ich rede eigentlich auch nicht immer laut mit ihnen. Innere Zwiesprache fällt mir leichter. Wie ... ist das bei dir?« Als Leif sich an den Christengott gewandt hatte, hatte er dies auch ausgesprochen, weil er gehofft hatte, ihn besser zu erreichen. Doch die innere Stimme zu verwenden, fiel ihm manchmal schon leichter. Da er Virgil jedoch zeigen wollte, wie er mit den Göttern sprach, wollte er sich einen Ruck geben und es direkt tun.
»Es ist unterschiedlich, wen ich anspreche. Kommt darauf an ... worum es geht. Sie haben ja alle ihre unterschiedlichen Aufgaben, da ist es schon in Ordnung, wenn man sich gezielt an einen von ihnen wendet.«
Er wandte sich Virgil zu und lächelte ihn an. »Sprechen wir heute mit Odin. Die Raben folgen seinem Ruf und seinen Bitten. Er hat uns Hilfe geschickt und dafür sollten wir uns bedanken.«
Und damit wollte er auch gleich beginnen. Leif schloss die Augen und sog den Duft des Räucherwerks ein und nahm sämtliche Geräusche seiner Umgebung wahr. So wie auch Virgils Präsenz, die er überdeutlich neben sich spürte. Ein paar Mal atmete er so durch, bis er einen ausgeglichenen und ruhigen Zustand erreichte, und sich für die Weisheit und Anwesenheit der Götter öffnete. Das war ein schönes Gefühl, auch wenn er sich ein wenig für seine kürzlichen Entgleisungen und Fehlinterpretationen schämte. So wusste er auch, er würde hier dafür nicht verurteilt werden.
»Allvater ... es ist zu lange her, dass ich mich an dich gewandt habe. Und als ich es getan habe, habe ich dir nicht richtig zugehört. Du hast nicht locker gelassen und weder mich noch Virgil aufgegeben. Uns nicht aufgegeben. Ich danke dir, dass du auf meinem dunklen Pfad nicht im Stich gelassen hast. Und dass ich jetzt mit Virgil hier vor dir sitzen darf.«
Zu den Umgebungsgeräuschen gesellte sich ein leichter Flügelschlag, der durch den Wind zu ihnen getragen wurde, doch noch öffnete Leif seine Augen nicht. Er pausierte, damit Virgil einsteigen konnte, falls er noch wollte.
@Virgil Chadburn



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Virgil musste schmunzeln und spannte nun gaaaanz unbewusst seine Muskeln noch mal extra für Leif an. Das Training durfte er nun definitiv nicht schleifen lassen, nur weil er in einer Beziehung war. Er wollte kein Beziehungsbäuchlein entwickeln, sondern seinem Partner weiterhin gefallen. Denn seine Blicke.. die genoss er schon wirklich sehr.
Jedoch wurden diese Gedanken rasch fort gewischt, von den sanften Worten, die folgten.
„Ich bin mir sicher.. mit deiner Hilfe werde ich mich sehr schnell hier einleben und schon bald nicht mehr wie ein Gast fühlen“
Momentan war es ja schon noch so. Er fühlte sich ein bisschen wie ein Fremdkörper, der hier gar nicht so richtig hin gehörte. Zur Church aber auch nicht mehr. Also wäre er irgendwo dazwischen gefangen und musste seinen Platz erst finden. Er hoffte aber wirklich, dass Balar dieser Ort sein würde. Und das er ihn bald als Heimat bezeichnen würde, aus tiefstem Herzen. Auch Leifs Hütte.. würde hoffentlich bald zu der ihren werden.
Aber nun hieß das erst mal shoppen gehen, damit Virgil sich auch optisch ein bisschen mehr wie ein angehender Wikinger fühlte. Kleidung konnte schließlich schon sehr viel ausmachen fürs Flair.
Leif manipulierte Virgil keineswegs. Alles was er tat, tat er aus freien Stücken. Der Isländer musste sich deswegen keine Sorgen machen. Falls sie den Christengott damit erzürnten… würden sie es auch gemeinsam meistern. Hoffentlich. Zumindest wollte Virgil die selben Fehler wie damals keineswegs wiederholen.
„Nein, ich denke… eine andere Geste wäre besser..“
Denn das Falten der Hände würde ihn einfach stets an seinen Glauben erinnern. Und womöglich gäbe es dann Missverständnisse? Weil der Christengott dann dachte, er würde mit ihm reden? obwohl er eigentlich die nordischen ‚Götter‘ anrufen wollte und sich nur verwählt hatte? nein.. diese Geste gehörte für ihn für immer zum Christentum.. für seine Gespräche mit den nordischen Göttern musste etwas anderes her.
Virgil war schon wahnsinnig gespannt darauf, was Leif den Göttern sagen würde. Er hatte schon häufig mit anderen Menschen gebetet. aber hier und heute war das etwas völlig anderes. Fast noch.. intimer als Sex! Zumindest für ihn. Dafür brauchte er mindestens genauso viel Vertrauen und Sicherheit wie für körperliche Intimitäten.
„das ist immer unterschiedlich.. wenn wir in der Gruppe beten, dann natürlich laut. Aber wenn ich allein bin.. dann halte ich auch häufig innere Gespräche“
Wichtig waren nur die gefalteten Hände, damit Gott ihn hörte. Künftig konnten sie aber auch nur beide schweigend hier sitzen und innere Monologe halten, wenn das Leif leichter fiel.
Er hatte also Recht, man sprach immer den Gott an, von dem man gerade etwas ‚brauchte‘. Was ihm schon wieder irgendwie falsch erschien. Denn man sollte doch nicht nur beten, wenn man etwas wolle. Sondern ihnen allen den gleichen Respekt zollen, egal ob man ihre Dienste gerade benötigte oder nicht. Aber wenn das im nordischen Glauben so war.. würde er sich daran halten. Vielleicht. Oder aber er würde seine Grüße und Danksagung stets an alle Götter richten. Das wusste er noch nicht
„na schön.. so lange die anderen sich dadurch nicht vernachlässigt fühlen“
und man so ihren Zorn auf sich zog. Leif erkannte wohl sehr deutlich, dass im Christentum viel mit Angst und schlechtem Gewissen gearbeitet wurde. Das man ständig demütig, dankbar und folgsam sein musste… weswegen es ihm anfangs wohl schwer fallen würde nur einen Gott auszuwählen.
Er nickte bezüglich Odin und fühlte, wie die Nervosität fast ins Unermessliche stieg. Er war so aufgeregt und hing förmlich an Leifs Lippen als dieser zu sprechen begann. Das mit der inneren Ruhe bekam er gerade noch nicht so hin. Aber das würde bestimmt noch werden.
Leifs Worte waren so schön und so berührend.. das Virgil gan warm ums Herz wurde. Und wie melancholisch und dankbar er bei alledem wurde.. da musste er tatsächlich ein oder zwei kleine Tränchen weg blinzeln.
Jedoch schloss er nun ebenfalls die Augen, denn er bekam irgendwie das Gefühl… dass er nun auch etwas sagen sollte. Auch wenn es total seltsam und ungewohnt für ihn war.
„Odin.. ich meine.. Allvater..? Bitte verzeih meine Unsicherheit und Verwirrung.. all das hier ist noch sehr.. neu für mich und ich muss noch so vieles lernen. Ich kann noch nicht ganz verstehen, weswegen du gerade mich auserwählt hast, um an Leifs Seite zu stehen.. aber ich danke dir dafür… dafür dass du es uns ermöglicht hast. Ohne dich.. hätte ich nie den Mut gefunden diesen Weg zu gehen. Ich hoffe dein Erwartungen zu erfüllen und dich nicht zu enttäuschen….“
Ja, da sprach definitiv der Christ aus ihm. Der ständig das Gefühl hatte auf dem Prüfstand zu stehen und sich der Gunst seines Gottes würdig zu erweisen. Aber was Virgil sagte, sagte er aus tiefstem Herzen..
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Wenn Virgil weiter so seine Muskeln anspannte, würden sie es womöglich in der nächsten Stunde nicht zum Altar schaffen. Denn Leif verspürte schon wieder eine heftige Sehnsucht nach dem Waliser ... ihm nah zu sein und ihn zu berühren. Und dann würde doch wieder eins zum anderen führen.
Ein Beziehungsbäuchlein wollten sie beide nicht entwickeln, allerdings kam das in diesen Zeiten glücklicherweise ohnehin selten vor. Die Apokalypse hielt einen auf Trab und die Tatsache, dass eigentlich alle Tätigkeiten in der Kolonie aktiv gestaltet waren. Es saß keiner mehr den ganzen Tag am Schreibtisch, um unnötigen bürokratischen Kram zu erledigen.
»Ich hoffe es«, meinte Leif nun, denn er wollte wirklich, dass sich Virgil schnell hier heimisch fühlte. Und würde sein Bestes dafür geben, dies zu bewerkstelligen.
Zum Beispiel dadurch, dass er ihn bei jedem noch so kleinen Alltagsritual teilhaben ließ. Wobei das Beten zu den Göttern nicht gerade klein war, sondern ein Bereich, in den Leif nicht jeden einließ. Sich bei den Jahresfesten gemeinsam mit der Siedlung an die Götter zu richten, war eine Sache. Aber hier an seinem persönlichen Altar betrat Virgil einen sehr privaten Raum, doch das war in Ordnung für Leif. So aufgeregt er auch war, es war eine schöne Erfahrung. Und würde es für Virgil hoffentlich auch sein. Leif verstand auch, weshalb er die Hände nicht falten wollte, und hatte es nur vorgeschlagen, um Virgil etwas Bekanntes zu ermöglichen. Damit er sich wohler fühlte. Doch diese Geste würde immer etwas Christliches sein.
Es war für den Waliser also ähnlich wie für Leif. In einer Gruppe beteten sie laut, doch wenn sie für sich waren, präferierten sie das stille Zwiegespräch. Wie sie es wohl bei ihrem nun täglich geplanten Ritual halten würden? Vielleicht mussten sie das gar nicht beschließen, sondern es nach ihrem Gefühl ausrichten. So wie auch heute, wo sie gemeinsam Odin danken wollten, dass er sie wieder zusammengeführt hatte.
Leif war schon in früheren Gesprächen aufgefallen, dass Virgil die Vorstellung, sich nicht an die gesamte Götterschaft zu wenden, nicht behagte. Er schmunzelte und drückte kurz seine Hand. »Ganz im Gegenteil. Sie werden eher ungehalten, wenn man sie um etwas bittet, für das sie gar nicht zuständig sind. Wenn ich auf dem Meer in einem Sturm den Dichtergott Bragi anrufen würde ... er könnte mir nicht helfen, selbst wenn er wollte.« Mit den Göttern war es eben niemals einfach, sie waren nicht unfehlbar, so wie der Christengott. »Aber ... es gibt auch genug Gelegenheiten, um sich an alle zu wenden. Wir könnten auch allen danken, dass sie uns unterstützt haben, aber durch das Auftauchen des Raben denke ich, dass vor allem Odin daran beteiligt war. Als Allvater ... ist er sowieso das Oberhaupt aller Götter.« Weswegen generell sehr viele Anrufungen an ihn gingen. Thema war ja nicht immer nur Bitten um Unterstützung oder so ... Leif redete auch so gern mit den Göttern und wandte sich dann unterbewusst schon an alle. Es war wie immer nicht so leicht, in Worte zu fassen, doch mit der Zeit würde Virgil hoffentlich merken und erkennen, wie das alles vonstattenging. Und dass man eigentlich nichts falsch machen konnte.
Doch nun einigten sie sich darauf, sich an Odin zu wenden und Leif bemühte sich, die Aufregung zu verdrängen, um sich zu öffnen. Und dann die Worte zu sprechen, die direkt aus seinem Herzen sprudelten. Anschließend hörte er Virgil zu, hielt die Augen dabei jedoch geschlossen. Er fühlte sich ihm durch das Halten seiner Hand verbunden und hoffte, ihm dadurch ebenfalls Mut und Stärke zu schenken. Ihm wurde ebenso warm ums Herz, als er die Worte vernahm, und er lächelte stumm. Er war immer noch absolut stolz, dass Virgil die Aufmerksamkeit seiner Götter erregt hatte, und war sich vollkommen sicher, dass er sie niemals enttäuschen würde.
Eigentlich wollte Leif noch etwas sagen, doch der Flügelschlag kam näher, bis er einen Windhauch mitbrachte und an ihnen vorbeisauste. Kurz darauf war das Klacken kleiner Krallen auf Holz zu vernehmen und ein begrüßendes Krächzen.
Da öffnete Leif dann doch die Augen und erkannte einen Raben, der neben der Opferschale hockte und sich gerade eine Traube herauspickte. Genüsslich verspeiste er sie und ließ ein erneutes Krächzen hören, bevor er ... Virgil auf den Schoß hopste und ihn aufmerksam anblickte. Wortlos und aufmerksam verfolgte Leif dieses Schauspiel. Es war ohne Zweifel derselbe Rabe, der sie in der Kirche und auf der Lichtung mit den Beißern aufgesucht hatte. Denn ihm fehlten zwei Federn am rechten Flügel, die er verloren hatte, als er Leif attackiert hatte, um ihn daran zu hindern, dem Waliser den Todesstoß zu verpassen.
»Du bist wirklich von den Göttern gesegnet, Virgil ...«, hauchte Leif ehrfürchtig. Der Rabe schaute zu ihm und hopste nun auf das andere Bein des Walisers, um sich vorzubeugen und ihre miteinander verschlungenen Hände zu begutachten. Dabei krächzte er zufrieden und flog zurück zur Schale, um eine weitere Traube zu vertilgen.
@Virgil Chadburn



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Vielleicht mussten sie heute ja auch noch gar nicht so produktiv sein, sondern konnten sich ein bisschen in Leifs Hütte verschanzen? Einfach nur sie beide… und die Götter? Aber andererseits konnte Virgil es kaum noch erwarten endlich die Siedlung kennen zu lernen. Immerhin würde das sein neues zu Hause sein und er wollte es kennen lernen. Hm.. ein Zwiespalt. Aber womöglich könnte er sich gar nicht richtig entspannen, wenn sie sich hier in der Hütte versteckten, denn irgendwo war das ja auch ein Verdrängen der Realität. Und das hatte Virgil wahrlich lange genug getan. Er war voller Tatendrang und wollte voll und ganz in sein neues Leben starten.
was sie auch taten, mit einem morgendlichen Gebet. Das etwas sehr Intimes und Bedeutsames für Virgil hatte.
Und er lernte mehr und mehr über die nordischen Gottheiten.
„oh.. ich verstehe. Sie fühlen sich davon also genervt?“
Von diesem Blickwinkel hatte Virgil es noch nicht betrachtet. War aber irgendwie nachvollziehbar. Wenn jemand etwas von ihm wollte, das er einfach nicht konnte.. würde es ihm wohl auch missfallen. Diese Erklärung konnte Virgil nun ganz gut annehmen und akzeptieren. Denn er wollte sie ja keineswegs erzürnen. Auch wenn das wohl nicht vermeidbar war hm?
„Ich sollte also rasch lernen, wem ich wofür danken soll..“
denn er kannte noch nicht alle Götter und deren Aufgaben. Virgil wollte also wirklich so viel studieren wie er konnte! Ob Leif Bücher darüber besaß? Wenn nicht, dann würde Virgil einfach alles aufschreiben.. sein persönliches Götter-Lexikon sozusagen, das ihm dabei half sich zu orientieren und zurecht zu finden.
Er fand es extrem schmeichelhaft, dass offenbar das Oberhaupt aller Götter Interesse an ihm zeigte. Er verstand nicht wieso und was er in ihm sah aber.. es fühlte sich irgendwie ziemlich gut an.
Virgil hoffte nur Odin nicht zu enttäuschen.
Aber offenbar… musste er irgendetwas richtig machen. Denn wenig später hörte man ein Flügelschlagen und leises Krächzen.
Da war er wieder…. dieser Rabe. Dessen Auftauchen gewiss kein Zufall sein konnte. Denn es war unmöglich, dass er grundlos stets im richtigen Moment erschien.
Dieses Wissen machte Virgil schon wieder ziemlich nervös oder eher.. aufgeregt. Denn das bedeutete doch, dass der Allvater persönlich sie gerade besuchte oder? Oder zumindest irgendwie eine Verbindung zu ihnen schuf. Und das war… extrem aufregend!!
Mit Faszination beobachtete er also, wie der Rabe die Traube verspeiste. Deshalb also die Obstschale… die Götter nahmen wirklich etwas davon.
Verzückt sah Virgil rüber zu Leif und drückte ein wenig seine Hand, weil das schon wieder so ein bedeutsamer Moment war.
Weitete jedoch die Augen, als der Rabe sogar auf seine Schoß hüpfte!!! Das war…. er fand nicht die richtigen Worte dafür. Doch so nahe.. hatte er sich seinem Gott zuvor noch nie gefühlt. das hier war so echt und greifbar.. das Virgil es fast schon für einen Traum hielt und nicht fassen konnte, dass es wirklich geschah. Er sah auch etwas überfordert und verunsichert zu Leif rüber, weil er nicht genau wusste, wie er sich nun in der Anwesenheit einer göttlichen Präsenz verhalten sollte.
Sein Herz begann wild zu schlagen weil das alles so.. unglaublich war! Er blieb im ersten Moment also auch stumm, einfach weil er nicht wusste, welche Worte er nun wählen sollte. Doch wenig später hopste der Rabe ohnehin schon auf sein anderes Bein und begutachtete ihre Hände. Offenbar war er zufrieden mit dem was er vorfand? Was Virgil erneut lächeln ließ
„Ich denke ich weiß, was ich als nächstes schnitze..“
sagte er nun gedankenverloren, denn während er den Raben betrachtete bekam er das dringende Bedürfnis seine Gestalt irgendwie fest zu halten und ihr eine Form zu geben. Genau so wie er war.. mit den fehlenden Federn.. in seiner ganzen wunderschönen Unvollkommenheit.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Vielleicht würden sie heute einfach ein bisschen von allem machen. Gleich erst mal durch die Siedlung tingeln und schauen, wen sie so antrafen. Zumindest die wichtigsten Orte wollte Leif Virgil gern zeigen. Und dann konnten sie sich ja schon wieder verkrümeln und für sich sein. Sonst wäre es vielleicht auch zu viel auf einmal für den Waliser. Sie hatten alle Zeit der Welt und mussten nichts überstürzen. Aber sicher würde es auch Ivar positiv auffallen, wenn Virgil sich gleich von Beginn an bemühte, sich einzugliedern.
Doch nun stand erst mal das erste gemeinsame Gebet an. Leif erklärte dabei etwas zu den Göttern und ihren Eigenarten. Ob sie sich wirklich genervt fühlten, wenn man sie fälschlicherweise anrief, konnte er nicht so recht beantworten, würde es aber auch nicht ausschließen. Manchmal waren sie ja schon ein wenig zickig. xD Wenn man mit den Geschichten über die Götter aufgewachsen war, ging es einem in Fleisch und Blut über, wer für was zuständig war. Leif dachte darüber gar nicht mehr nach. Virgil musste das jedoch alles noch lernen. Aber das bekamen sie schon hin. Vielleicht wäre so eine Art Leitfaden wirklich nicht verkehrt.
Während ihres Gebets tauchte der Rabe auf. Seit er gestern an der Kirche davon geflogen war, hatte Leif ihn nicht mehr wahrgenommen. Nur einmal ein entferntes Krächzen, als sie nach Balar geschippert waren, doch das hätte auch jeder andere Rabe sein können. Dass es sich hier um ihren scheinbar stetigen Begleiter handelte, wurde jedoch schnell klar. Eine Erkenntnis, die Leif Gänsehaut und Ehrfurcht bescherte. Für ihn wurde immer eindeutiger, dass Odin höchstpersönlich ein Auge auf Virgil geworfen haben musste. Absolut verständlich! Und aufregend!
Als der Rabe sogar auf den Schoß des Walisers hüpfte, hielt Leif die Luft an. Eigentlich brauchten sie keine Berührungsängste haben. In der Kirche hatte er ja gar versucht, den Raben zu verjagen, nur ohne Erfolg. Zum Glück!
»Ich glaube, er könnte dir sogar höchstpersönlich Modell stehen. Offenbar will Odin Zeuge deines Weges werden. Oder dich leiten.« Wahrscheinlich auch beides. Das war wirklich wunderschön. Was für ein deutlicheres Zeichen könnte man ihnen schicken?
Solang der Rabe am Altar verweilte, blieben auch Leif und Virgil sitzen, wenn auch weitestgehend schweigend. Diese Situation brauchte aber auch nicht mehr viele Worte. Irgendwann erhob sich das Tier wieder in die Lüfte – nachdem es die Opferschüssel geleert hatte – und flog mit einem wilden Gekrächze davon. Doch Leif beschlich das Gefühl, dass sie einen ewigen Wegbegleiter gefunden hatten, und fühlte sich wohlbehütet und sicherer in dem Pfad, den er mit Virgil einschlug.
Danach erkundeten sie das Dorf, auch stellte Leif den Waliser einigen Leuten vor. Und so begann der Probemonat, in dem sich Virgil wirklich großartig schlug. Er knüpfte eigene Kontakte, besserte hier und dort kleine bauliche Makel aus, von denen es genug gab, seit die Kolonie von Negan angegriffen worden war. Und so wurde er bei den Handwerkern aufgenommen. Aber manchmal fuhr er trotzdem auch mit Leif aufs Meer zum Fischen. Und ihre morgendlichen Rituale vergaßen sie kein einziges Mal. Etwas wirklich Schlimmes passierte auch nicht. Beim Treffen mit Duo und Dean gab es zwar ein kleines Drama, doch das wird an anderer Stelle erzählt. xD
Je näher das Ende des Probemonats rückte, desto mehr reifte in Leif der Wunsch heran, Virgil zur Feier des Tages ein Geschenk zu machen. Sodass er viel Zeit beim örtlichen Schmied verbrachte, um mit ihm ein verziertes Axtblatt zu entwerfen. Den Griff schnitzte er selbst und brachte ihn vorbei. Dabei kam er auch mit einem gewissen Nasir ins Gespräch und vielleicht ... ganz vielleicht brachte er dabei ein paar hilfreiche Dinge fürs Bett in Erfahrung. xD Auch wenn ihm die Unterredungen mit dem Syrer ein paar böse Blicke vom Schmied einbrachte.
Bei Virgil und Leif lief es zwischen den Laken jedenfalls immer besser, sie wurden mutiger und fanden immer mehr Dinge heraus, die ihnen besonders gefielen.
Und dann ... brach er schon an. Der erste Tag nach der Probezeit. Einen ganzen Monat war Virgil jetzt schon in Balar und Leif hatte das Gefühl, er würde sich gut einleben. Und dass er hier wirklich glücklich werden könnte. Ab heute durfte er auch wieder eine Waffe tragen. Eine, die Leif ihm schenken würde. Doch zunächst ... holte er seinen Wikinger mit sanften Küssen aus dem Traumland.
@Virgil Chadburn



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Eine wunderschöne Wärme breitete sich in Virgils Inneren aus.. als Leif meinte, dass Odin persönlich Zeuge seines Weges werden oder ihn leiten wollte. Nein es bescherte ihm gar Gänsehaut! Denn das war so… unglaublich. und er wusste wirklich nicht, womit er diese Ehre verdient hatte. Dass der Allvater selbst sich für ihn interessierte. So besonders war er doch gar nicht. Er war bloß ein streng gläubig erzogener Christ.. der von seinem Weg abgekommen war und sich etwas verirrt hatte. Was sollte daran bitte besonders sein? Doch Virgil wollte es nicht zu sehr hinterfragen, denn das würde das Gefühl wieder zerstören, das er deswegen empfand. Also versuchte er diese Ehre anzunehmen.. und Leifs Göttern so nahe wie möglich zu kommen.
In den folgenden Wochen gestaltete er tatsächlich sein kleines, persönliches Notizbuch, wo er alles Wichtige aufschrieb, das Leif ihm erzählte. Denn er wollte nichts falsch machen und einfach alles lernen. Weswegen ihnen niemals langweilig wurde. Denn Leif hatte wirklich viele Geschichten auf Lager und Virgil hing stets wie gebannt an seinen Lippen. Er war also nicht nur sein Partner.. sondern auch so etwas wie sein religiöser Führer..
In den kommenden Wochen lernte Virgil aber noch mehr wirklich interessante Leute kennen. Und er bemühte sich auch darum, bereits erste Zeichen der Gebärdensprache zu lernen, damit er hoffentlich auch Aerik bald treffen und sich mit ihm unterhalten konnte. Die Menschen in Balar waren wirklich sehr aufgeschlossen und offenherzig, ganz anders als er es sich vorgestellt hatte. Oder als man es ihm.. hatte glaubend machen wollen. Das Dean auch hier war konnte er wirklich nicht fassen. Doch er fand es schön.. denn so hatte er auch hier eine Person aus seiner Vergangenheit.. und jemanden, mit dem er Erinnerungen teilen konnte. Denn die Situation mit der Church.. war leider immer noch ziemlich festgefahren. Virgil war einmal zurück gekehrt, um seine Sachen zu holen. Er hatte versucht sich für seine Taten zu entschuldigen und sich gewünscht, sie würden ihn im Guten ziehen lassen. Ihm vielleicht sogar gestatten sie manchmal zu besuchen. Aber Father Carter war in der Hinsicht leider ziemlich streng… selbst wenn manche seiner Freunde gerne weiter Kontakt zu ihm gehalten hätten. Aber Carter verbot es… was Virgil schon ziemlich belastete. Und er immer noch hoffte…. dass sich seine Meinung irgendwann noch ändern würde. und man ihm doch Besuche erlauben würde.
Manchmal war er deswegen natürlich noch betrübt… aber es ließ sich nicht ändern und er lenkte sich ab. Durch neue Bekanntschaften und eine neue Aufgabe. Als Handwerker zu arbeiten machte ihm nämlich ziemlichen Spaß. Er ging auf in seiner Tätigkeit und liebte es ja generell anderen zu helfen. Weshalb die Probezeit wirklich wie im Flug verging.
Und auch mit Leif lief es einfach.. traumhaft. Also trotz aller Widrigkeiten mit seiner früheren Kolonie.. war Virgil so glücklich wie nie zuvor. Zumal auch kein weiteres Zeichen des Christengottes kam. Und Virgil wirklich dachte, dass man ihm sein Glück nun endlich gönnen würde, ohne Einmischungen von außen. Vielleicht hatte Odin auch mit seinem Gott geredet? Wer weiß..
Ein paar Leute gab es allerdings schon in der Siedlung, die ihm… böse oder skeptische Blicke zuwarfen. Er hatte anfangs versucht das zu ignorieren, später sogar probiert das Gespräch zu suchen. Aber selbst in Balar gab es wohl ein paar engstirnige Menschen, denen es schwer fiel die Vergangenheit anderer zu akzeptieren oder die einem misstrauten.. damit musste er leben. Und solange sie ihn in Ruhe ließen war das nicht weiter schlimm.
Das heute sein Probemonat endete.. das wusste Virgil nicht einmal. Es fühlte sich nämlich längst nicht mehr wie eine Probe an, sondern er hatte sich wirklich gut eingelebt und fühlte sich als Teil der Gemeinschaft. Das mit der Waffe.. daran dachte er gar nicht mehr, er fühlte sich nicht unwohl dabei keine zu tragen, solange er in der Kolonie war. Weil er sich hier einfach sicher fühlte.
Doch egal was der Grund war.. Virgil genoss es in vollen Zügen mit sanften Küssen von Leif aus dem Traumland geholt zu werden. Weshalb seine Augen noch geschlossen waren, als bereits ein sanftes Lächeln auf seine Lippen trat. und er wohlig brummte.
„Guten Morgen Liebster…“
Ja, Virgil verwendete gerne kitschige und vielleicht altbackene Kosenamen. Daran musste Leif sich gewöhnen. Aber nun wo sie offiziell ein Paar sein durften, wollte er auch alle Klischees ausprobieren und ausleben.
„Hast du gut geschlafen?“
Langsam öffnete er die Augen und strich Leif ein paar Strähnen aus dem Gesicht, ehe er den Kuss liebevoll erwiderte und sich dabei aufsetzte.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Jeder war etwas Besonderes und Leif fand es überhaupt nicht abwegig, dass sich seine Götter für Virgil interessierten. Er vereinte so viele Eigenschaften in sich, die einem Wikinger würdig waren. Doch es war besser, wenn sie das nicht zu sehr hinterfragten und ausdiskutierten. Denn so machte man manches, das magisch wirkte, nur kaputt. Und was in den Göttern vorging, würden sie ohnehin niemals wirklich begreifen können, geschweige denn, was sie für Pläne verfolgten. Egal, was es war ... es fühlte sich gut und richtig an. Virgil zeigte sich in den folgenden Wochen so lernbegierig, dass Leif das Gefühl hatte, er würde auf dem richtigen Pfad wandeln. Und so nahm er auch bereitwillig die Rolle des spirituellen Führers ein – zumindest jetzt in der ersten Zeit. Eigentlich sah er sich nicht so, doch für Virgil wollte er gern diese Leitfigur sein. Außerdem erzählte er ihm gern alle Geschichten, die er zu den Göttern kannte, und auch die ein oder andere persönliche Erfahrung kam zur Sprache. Auch dieser Austausch führte das Paar immer näher zueinander. Das war wirklich schön.
Nicht so schön war Virgils Besuch bei der Church. Leif war bis zu einem gewissen Punkt mitgekommen, doch hineingehen musste er den Waliser allein. Ihn zu begleiten wäre nicht besonders zielführend gewesen. Doch Leif stand die ganze Zeit in dem Wäldchen vor der Kolonie und machte sich furchtbare Sorgen. Zwar kam Virgil wieder zu ihm zurück, doch er war extrem geknickt. Carter hatte ihn verstoßen und erlaubte keine Besuche. Leif wollte seinem Partner gut zureden, denn es hatten ja einige Gemeindemitglieder Interesse bekundet, ihn sehen zu wollen. Und wenn er nicht zu ihnen durfte, konnte er sich ja vielleicht trotzdem an einem neutralen Ort mit ihnen treffen und austauschen. Dennoch blieb natürlich zu hoffen, dass sich Carter irgendwann beruhigte und Virgil wieder Einlass gewähren würde.
Trotz dieser Schlappe gewöhnte sich der Waliser sehr gut in Balar ein. Wenn er traurig wurde, bemühte Leif sich, für ihn da zu sein und ihn abzulenken. Genug zu tun gab es auch und Virgil überzeugte die anderen Handwerker der Kolonie von seinem Können, sodass er mit Kusshand in ihren Reihen aufgenommen wurde.
Alles in allem war es also schon ein schöner Monat. Dass Virgil dann doch hier und da skeptisch beäugt wurde, fiel Leif gar nicht auf, obwohl er sonst ein sehr beobachtender Mensch war. Möglich, dass es an der rosaroten Brille lag oder daran, dass er in dieser Kolonie noch nie mit jemandem aneinandergeraten war. Er konnte sich nicht vorstellen, dass hier böses Blut herrschte. Bisher war doch noch jeder Neuankömmling gut aufgenommen worden. Vielleicht würde Virgil ihm ja irgendwann sagen, was ihm aufgefallen war, dann würde auch Leif das Gespräch mit diesen Menschen suchen. Aber solang sie nur schauten und nichts taten, war wohl alles in Ordnung.
Heute spielte all das sowieso erst mal keine Rolle, denn es gab etwas zu feiern. Leif hatte die letzte Nacht kaum geschlafen vor lauter Aufregung. Die Axt hatte er erst gestern beim Schmied abgeholt, damit er sie nur für ein paar Stunden verstecken musste. Dennoch hatte er Angst gehabt, dass Virgil sie finden würde. Man wusste ja nie. Weswegen er ihn gleich nach dem Abendessen verführt hatte, damit sie im Bett lagen und bloß nicht noch mal aufstanden. xD Hatte gut funktioniert.
So ruhten sie also vollkommen nackt nebeneinander und Leif wartete darauf, dass die Sonne ihre Strahlen durch die Fenster der Hütte schickte, und es okay war, Virgil zu wecken.
Auch wenn schon ein Monat vergangen war ... so fühlte sich das wirklich nicht selbstverständlich an. Neben dem Waliser aufzuwachen und ihn mit Küssen zu necken, bis er die Augen aufschlug. Von ihm ›Liebster‹ genannt zu werden und gemeinsam in den Tag zu starten ... es war immer noch verdammt aufregend und Leif fühlte jede Menge Schmetterlinge im Bauch.
»Guten Morgen!« Kitsch und altbackene Kosenamen waren gar nicht schlimm. Leif konnte gar nicht genug davon bekommen. Er selbst verwendete manchmal isländische Wörter.
Ob er gut geschlafen hatte? Genau genommen ja nicht, aber er fühlte sich trotzdem nicht müde. Weswegen er ein wenig herumdruckste und leicht abwinkte. Als Virgil sich aber aufsetzte, kletterte er geschwind auf ihn, weil er befürchtete, sein Partner wolle schon aufstehen. »Warte!«, bat er ihn und drückte ihn sanft wieder in die Kissen. Nicht, um ihn nun zu vernaschen ... leider. xD Stattdessen war er es nun, der sich erhob und das Bett verließ. Nur um ein Zimmer weiter zu gehen und kurze Zeit später mit einem in helles Leinen eingewickelten Geschenk wiederzukommen. Damit setzte er sich im Schneidersitz wieder ins Bett und überreichte es Virgil. »Du hast die Probezeit geschafft und bist jetzt ein vollwertiges Mitglied der Siedlung. Ich bin so stolz auf dich!«
@Virgil Chadburn



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So richtig trösten konnte Leif ihn wegen der Sache mit der Church leider nicht. Einfach weil.. er ihn in der Hinsicht wohl nicht wirklich verstand. Virgil war immerhin mit vielen Leuten dort aufgewachsen und sie kannten ihn schon seit er ein Baby war. Sie kannten seine Eltern.. und teilten alle Erinnerungen an seine Vergangenheit. Hier in Balar war es zwar schön, dennoch fühlte er sich ein stückweit seiner Lebensgeschichte beraubt. Denn hier konnte er ein völlig anderer und neuer Mensch sein. Vielleicht endlich er selbst ja… aber auch wenn er sich in der Vergangenheit viel hatte verstellen müssen, so war der fromme Christ und das Leben welches er als dieser geführt hatte.. trotzdem ein Teil seiner Geschichte und seines Charakters. Er konnte und wollte das nicht einfach ausradieren. Weshalb es ihn sehr traurig machte, dass er diesen Teil vollständig zurück lassen und einen Schlussstrich ziehen musste. Aber das war nicht Leifs Schuld, sondern die von Father Carter. Selbst Nia war dazu fähig gewesen ihm einigermaßen zu vergeben.. doch wenn der Anführer so engstirnig war, gab es kaum Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen. Denn niemand würde sich trauen sich gegen ihn aufzulehnen und sich geheim mit Virgil zu treffen. Dafür führte der Priester die Kolonie mit zu harter Hand. und Virgil wollte auch gar nicht, dass seinetwegen jemand Ärger bekam. Er versuchte diese Gefühle also ein bisschen runter zu schlucken. Denn er wollte Leif damit nicht belasten oder ihm ein schlechtes Gewissen machen. Denn das bekäme er bestimmt. und das war wirklich nicht nötig.
Da war es einfacher den stets fröhlichen und gut gelaunten Waliser zu geben. Der er meistens ja auch war. Nur an manchen Tagen… fiel ihm das schwerer als an anderen. Er bemühte sich aber dennoch, da er niemanden mit seinen Sorgen belasten wollte.
Und die meiste Zeit gelang es Leif ja wirklich ihn von seinen tristen Gedanken abzulenken. Wie auch heute Morgen.
Virgil war noch ganz hin und weg von ihrer letzten, gemeinsamen Nacht. Der Sex wurde von Mal zu Mal immer atemberaubender. Und sein Verlangen Leif gegenüber nahm mit der Zeit nicht ab, sondern wurde nur noch größer, je mehr Zeit sie miteinander verbrachten.
Genauso schön waren jedoch die sanften Gesten, die sie einander schenkten. Wie ein liebevoller Kuss am Morgen und ein paar Streicheleinheiten.
Kein Wunder also, dass Virgil mit einem Lächeln auf den Lippen erwachte. Jedes Mal aufs Neue freute er sich wieder darüber, dass das hier Realität war und nicht nur ein verzweifelter Traum in seiner Ehe.
Huh? Ein bisschen überrascht war er jedoch schon davon, dass Leif plötzlich auf ihn kletterte und ihn wieder hinab aufs Bett drückte. Das kam unerwartet. Hatte er.. nach gestern Abend etwa immer noch nicht genug?
Also Virgil konnte es nur Recht sein. Weshalb er ihn eigentlich packen und in einen leidenschaftlichen Kuss verwickeln wollte. Doch zu seiner Verwunderung… stand Leif einfach auf und ließ ihn nackt und.. kribbelig hier liegen?
Er blinzelte kurz irritiert und sah ihm nach. Blieb aber wie gewünscht liegen und verschränkte die Hände hinter dem Kopf.
Als Leif wieder kam.. setzte er sich nun aber doch wieder auf und blickte fragend auf das eingewickelte Päckchen.
Erst bei Leifs Worten machte es endlich ‚klick‘ in seinem Kopf und er weitete die Augen.
„Du meinst der erste Monat ist bereits um? Wow.. die Zeit ist vergangen wie im Flug..“
Irgendwie kam es ihm noch nicht so lange vor. was definitiv ein gutes Zeichen war. Denn das hieß, dass er sich hier wohl fühlte und nicht jeder Tag ein Kampf war.
und sofort trat ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen als er realisierte… dass Leif ihm gerade tatsächlich etwas schenkte.
Voller Aufregung nahm er das Päckchen an sich und wickelte es vorsichtig aus.
Als die Axt dahinter zum Vorschein kam weitete er die Augen und… konnte nicht fassen was Leif ihm da schenkte! Diese Axt war… atemberaubend schön!!!!
„Das ist.. das.. hast du extra für mich anfertigen lassen?“
Stammelte er ein bisschen herum, weil er so überrascht und gerührt von dieser Geste war. Denn all die Details fielen ihm sofort ins Auge! Das war nicht nur eine Axt, nein.. sie spiegelte auch ihren gemeinsamen Weg wider. Weshalb er nichts dagegen tun konnte, dass ihm ein, zwei Tränchen in die Augen stiegen und er Leif förmlich um den Hals fiel.
„Sie ist unglaublich geworden Leif!!! Fast so unglaublich wie du. Aber nur fast“
Sagte er lächelnd und wischte sich kurz mit dem Handrücken über die Augen, ehe er ihm einen festen Kuss aufdrückte.
„Ich danke dir! Das ist das.. schönste Geschenk das mir jemals jemand gemacht hat! Und es ist nicht aus Holz, hm?“
Scherzte er nun glücklich und musste Leif einfach noch mal mit etlichen Küssen bedecken. Da diese Geste ihn förmlich sprachlos machte.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Man konnte sich natürlich nie vollständig in jemanden hineinversetzen, aber ein bisschen verstand Leif schon, was Virgil durchmachte. Mit seinen Eltern hatte er damals die letzte Verbindung zu Island verloren und war plötzlich allein in einer Welt gewesen, die er nicht kannte. Dessen Sprache er nicht mal verstand. Und das auch noch als pubertärer Jugendlicher. Zwar redete er sich manchmal ein, in seiner Heimat wäre alles in Ordnung und die Seuche nicht bis nach Island gekommen, aber in Wahrheit wusste er es besser. Er hatte also auch diesen Teil seiner Vergangenheit weitestgehend begraben. Es waren ihm nur eine Kette seines Vaters, Erinnerungen und der Glaube an seine Götter geblieben. Virgil hatte freilich mehr aufgegeben und zudem lag die Church nur wenige Kilometer entfernt. Er wusste genau, dass sich dort Leute befanden, die ihm etwas bedeuteten und die er gern wiedersehen würde. Und doch wurde es ihm verboten. Das war schlimm und dass Virgil in Balar ein neues und freieres Leben führte, wog dies nicht auf. Zumindest nicht immer. Leif war das vollkommen bewusst und er hatte auch ein schlechtes Gewissen, ohne, dass Virgil mit ihm darüber sprach. Außerdem würde er doch nie erwarten, dass der Waliser wirklich alles ausradierte und vergaß, woher er kam. Er hatte ihn immerhin als frommen Christen kennen und lieben gelernt.
Hoffentlich würde sie das alles nicht irgendwann doch einholen und ihre Beziehung mehr überschatten als gedacht. Da war es eigentlich ganz gut, dass zumindest Dean hier war – eine Komponente aus Virgils Vergangenheit. Auch wenn Leif ein wenig eifersüchtig war, so würde er diesen Kontakt niemals verbieten. Zumal Virgil ihm ja auch wegen Duo vertraute, natürlich tat es Leif auch umgekehrt. Doch ein wenig Eifersucht war wohl ganz normal.
Heute war von Trauer, Eifersucht oder sonst einem schlechten Gefühl jedoch überhaupt nichts zu spüren. Leif war aufgeregt, weil er unbedingt wissen wollte, wie Virgil auf sein Geschenk reagierte. Weswegen er es ihm gleich am frühen Morgen geben wollte. Das Morgengeschäft, Frühstück, Gebet ... das alles musste erst mal warten!
Leif konnte übrigens nie genug von Virgil bekommen und biss sich kurz auf die Unterlippe, als er so unverblümt und scheinbar gierig auf den Waliser kletterte. Doch selbst dafür war jetzt keine Zeit! Noch nicht. xD Und er schlüpfte aus dem Bett, um die Axt zu holen.
»Ich habe jeden einzelnen Tag gezählt ...«, gab er zu und schmunzelte. Es war wohl ein gutes Zeichen, dass Virgil es nicht getan hatte. Leif hatte nur den Zeitpunkt nicht verpassen wollen, an dem der Monat vorüber war. Sicher würde auch Ivar heute irgendwann auftauchen und Virgil als offizielles Mitglied der Kolonie willkommen heißen. Also ... für Leif stand außer Frage, dass er aufgenommen wurde. Hätte es etwas zu Meckern gegeben, würde man nicht erst heute auf sie zukommen.
Es war wirklich schön, Virgil beim Auspacken zu beobachten. Wie er strahlte und dann ... ja richtig fassungslos wurde.
Leif nickte. »Den Griff habe ich geschnitzt und das Axtblatt ist vom Schmied. Er hat allem auch noch den Feinschliff gegeben. Gefällt ... sie dir?« Auch wenn Virgils Körpersprache dies eigentlich deutlich ausdrückte, blieb ein Rest Unsicherheit.
Zumindest bis er ihm um den Hals fiel und Leif tatsächlich ein paar feuchte Tränen an seiner Haut spürte. Er breitete die Arme aus und hielt seinen Wikinger ganz fest. »Ich bin so froh, dass sie dir gefällt.« Auch den Kuss erwiderte er glückselig und spürte, wie sein Herz heftig polterte bei all diesen Komplimenten.
»Zumindest nicht ganz aus Holz«, erwiderte er schmunzelnd. Mittlerweile konnte er etwas besser mit dem Vorfall auf der Lichtung umgehen. »Ich kann es kaum erwarten ... dir zuzusehen, wie du die Axt schwingst ...« Diese Worte wählte er absichtlich zweideutig, was auch an seinem schelmischen Grinsen zu erkennen war.
Und dann sanken sie noch mal zurück auf die Kissen, da Virgil ihn mit so vielen Küssen bedeckte. »Das ist nicht das einzige Geschenk ...«, gab er ihm zwischendurch atemlos zu verstehen. Er schob die Axt sachte zur Seite und legte sie auf den Boden, damit sie sich nicht versehentlich an ihr schnitten. Und ihnen das Bett ganz und gar zur Verfügung stand. Störende Kleidung mussten sie ja nun nicht mehr ausziehen und Leif konnte sich leidenschaftlich Virgils Körpermitte widmen, bevor er ihm dann vielsagend ... auf Knien den Hintern zudrehte. Dass es nun auch mal schmutziger zuging und sie nicht immer einander zugewandt oder sanft miteinander schliefen, gefiel Leif ziemlich gut. Und Virgil ... hoffentlich auch.
@Virgil Chadburn



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Vielleicht sollten sie doch manchmal darüber reden, denn von dieser Warte aus hatte Virgil das Ganze noch nie betrachtet. Und würde sich dadurch vielleicht besser von Leif verstanden fühlen. Generell war es schlecht seine Vergangenheit zu einem Tabuthema zu erklären. Aber es passierte einfach automatisch. Denn wer redete schon gerne über belastende Dinge, noch dazu wenn sie dem anderen ein schlechtes Gewissen machten? Niemand. Und erst Recht keine Frohnatur wie Virgil. Der anderen einfach keine Sorgen bereiten und es stets allen Recht machen wollte. Manche Charaktereigenschaften würden sich wohl nicht mehr ändern.
Wegen Dean musste Leif sich wirklich keine Sorgen machen. Ja.. sie hatten eine Zeit lang ein wenig rum geknutscht.. was aber vor allem daran lag, dass sie sich durch ihr gemeinsames Schicksal verbunden gefühlt hatten. Zumindest Virgil. Schließlich musste Dean sich genauso verstellen wie er. So etwas schweißte zusammen.. und manchmal wollten sie diesem Zwang wohl einfach gemeinsam entfliehen und etwas tun, das verboten war. Bei dem sie einfach sie selbst sein konnten. Doch Virgil hatte sehr bald bemerkt… dass es sich irgendwie trotzdem nicht richtig anfühlte, denn nur weil man dasselbe Schicksal teilte, hieß das nicht automatisch, dass man zusammen gehörte. Also hatten sie es dabei belassen Freunde zu bleiben. Und daran würde sich auch nichts mehr ändern. Virgil war glücklich mit Leif und Dean mit Duo.
Und wie glücklich er war zeigte sich bereits am frühen Morgen, als Leif ihn mit diesem wunderschönen Geschenk überraschte.
Es war wirklich besser, dass Virgil die Tage nicht gezählt hatte, sonst wäre er nun wohl ziemlich nervös gewesen. Schließlich wusste er ja noch nicht, ob er die Probezeit überhaupt bestanden hatte. oder sollte Leifs Geschenk genau das bedeuten? Hatte er schon mit Ivar geredet oder war es einfach Leifs Eindruck?
„Heißt das ich habe bestanden?“
Musste er nun aber trotzdem nachfragen, irgendwann zwischen all den Küssen und Liebkosungen.
Als Leif ihn fragte, ob ihm die Axt gefiel runzelte er die Stirn. Wie konnte er denn daran noch zweifeln?
„Ich liebe sie!! Fast genauso sehr wie dich. Ich kann mir kaum vorstellen sie mit Beißerblut zu besudeln..“
Sie war so wunderschön, sie gehörte doch eher als Deko an eine Wand oder so. Denn sie war viel zu hübsch, um damit zu kämpfen. Aber das würde dann den Sinn verfehlen, also würde Virgil gut auf sie aufpassen und sie hegen und pflegen, damit sie nicht so schnell abgenutzt wurde.
„ich danke dir…“
Flüsterte er noch einmal, während er mit Leif zurück in die Kissen sank.
Es gab also noch ein Geschenk? oh… OH! diese Art von Geschenk also. Virgil zog scharf die Luft ein, als Leif sich nun so unverblümt seiner Körpermitte widmete.
Also das war mit Abstand die schönste Kombination. er hatte noch solche Schmetterlinge im Bauch wegen dem Geschenk, dass sich dieses Gefühl nun auch noch dazu gesellte war schon fast zu viel an Glücksgefühl!
Aber darüber würde er sich bestimmt nicht beschweren.
Erst recht nicht nachdem er ihn ordentlich angeheizt hatte und Virgil an nichts anderes mehr denken konnte, als sich den Rest seines Geschenks zu nehmen.
Ja, sie wurden definitiv mutiger im Bett. Und die Schmerzen auch immer weniger, sodass der Sex durchaus ein bisschen wilder und schmutziger werden durfte.
Weswegen er sich nun ebenfalls aufrichtete und sich Leifs Haar packte, um seinen Kopf ein Stück zurück zu ziehen, ehe er sich von hinten an ihn schmiegte. Die Hand ließ er dabei zu seiner Körpermitte wandern… um ihn ebenfalls zu verwöhnen. Er küsste leidenschaftlich seinen Hals, ehe er wieder von seinem Haar abließ.. und Leifs Oberkörper stattdessen nach unten drückte. Er selbst kniete hinter ihm und packte sich nun seine Hüfte, um sich endlich mit ihm zu vereinigen.
Vielleicht sollten sie Sex am Morgen auch noch in ihr Morgenritual aufnehmen? Denn sofort war Virgil putzmunter, das wirkte wesentlich besser als Tee oder Kaffee. Und er hatte das Gefühl mehr als zufrieden und entspannt mit ihm in den Tag zu starten..
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Die Initiative müsste da vielleicht von Leif ausgehen, beim nächsten Mal, wenn Virgil traurig zu sein schien. Es war schließlich leicht, sich herzuleiten, woran das lag. Zumindest glaubte Leif, dass es in ihrer Beziehung gerade ziemlich hervorragend lief und in Balar auch. Dann konnte die Traurigkeit eigentlich nur daher herrühren, dass Virgil Heimweh hatte und die Menschen vermisste, die ihn die meiste Zeit seines Lebens begleitet hatten. Überspielen konnte Virgil es nicht immer, zumindest nicht für Leif. Sie hatten sich schließlich im vergangenen Monat noch besser kennengelernt und auch davor schon so einige Gefühlslagen des anderen erlebt.
Doch bisher hatte Leif diesen Vorstoß noch nicht gewagt und Virgils Situation mit seiner vor vielen Jahren verglichen. Er wollte nicht, dass es um ihn selbst ging, sondern damit lediglich sein Verständnis ausdrücken. Aber es war eben auch schwierig, bereits vergrabene Empfindungen aufzuwecken. Zudem wusste Leif auch nichts davon, dass Virgil glaubte, er würde ihn niemals verstehen und ihm daher keine richtige Stütze sein können. So perfekt lief es dann wohl doch noch nicht bei ihnen, hm? Aber diesbezüglich würden sie hoffentlich noch die Kurve bekommen. Leif würde ja auch einiges dafür tun, um Carter zu überzeugen, Virgil in die Kolonie zu lassen, doch würde er wohl eher alles schlimmer machen. Er war schließlich der ketzerische Heide, der Virgil von seinem Weg abgebracht hatte.
Doch über ungesagte Dinge und etwaige Hürden, die sich irgendwie doch noch auftaten oder auftun würden ... dachte Leif am heutigen Tage nicht nach. Denn es gab etwas zu feiern, einen ziemlich großen Meilenstein sogar.
»Davon gehe ich aus! Ivar sagt es dir heute bestimmt auch noch selbst. Hättest du nicht bestanden ... hättest du das längst erfahren. Außerdem hast du dich so vorbildlich verhalten, hast überall mit angepackt ... ich bin wirklich so stolz auf dich, das kann dieses Geschenk gar nicht richtig ausdrücken.« Und auch nicht, wie sehr er ihn liebte. Selbst Worte konnten das nicht immer, weswegen es gleich noch ein weiteres Präsent geben würde.
»Ein Glück nur fast ... sonst werde ich noch eifersüchtig auf eine Axt.« Leif grinste. Neidisch war er vielleicht auf sie. xD Aber nur ein kleines bisschen. Möglicherweise würde er sich ja auch noch so ein Prachtstück anfertigen lassen. Seine eigenen runenverzierten Waffen waren im Vergleich schon recht ... unscheinbar.
»Ich hoffe, du musst sie nie benutzen. Aber wir wissen es beide wohl besser ...«, gab er noch zu. »Jedenfalls beruhigt es mich, dass du jetzt eine ordentliche Waffe hast, um dich zu verteidigen.«
Nun war es Zeit für das zweite Geschenk. Auszupacken gab es da nichts, das hatten sie gestern schon erledigt. Aber so konnte es immerhin gleich zur Sache gehen. Berührungsängste herrschten bei ihnen keine mehr. Leif konnte es kaum beschreiben, wie scharf es ihn machte, wenn Virgil so bestimmend wurde und sich nahm, was er wollte. Ihn dabei auch mal härter anpackte, so wie jetzt am Haar ... und weiter unten an seinem Körper. Er beherrschte sich, nicht zu früh die Kontrolle zu verlieren, keuchte aber bei diesen Liebkosungen deutlich und hektisch. Bis er nach unten gedrückt wurde und Virgil endlich den letzten Abstand überbrückte. Leif krallte sich in das Laken und passte sich den wilden Bewegungen an, bis in seinem Kopf nur noch Watte saß und sich seine Knie wie Pudding anfühlten. Sex beim Morgenritual mit aufzunehmen war auf jeden Fall eine sehr gute Idee. Nach dem Höhepunkt schmiegte sich Leif an seinen Partner und legte den Kopf an seiner Brust ab. »Wenn du die Axt genauso feurig schwingst wie deine Hüften ... muss ich mir wohl keine Sorgen mehr um dich machen ...«, meinte er, immer noch atemlos.
@Virgil Chadburn



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