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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Virgil war ehrlich gesagt gerade ziemlich überfordert mit dieser Situation. Er war zwar gewöhnt daran, dass man ihn und seine Familie häufig als religiöse Spinner bezeichnet hatte, wenn sie von Tür zu Tür gegangen waren, bei ihren Missionarsausflügen. Aber hier in seiner neuen Heimat.. da schmerzte es ungemein. Denn endlich hatte er das Gefühl, dass er an einem Ort willkommen war und sein konnte wie er wirklich war.. wurde er schon wieder mit Anfeindungen konfrontiert. Diesmal nicht für seine Homosexualität sondern für seinen Glauben. Was nicht wirklich besser war. Zumal er sich ja eigentlich bereits dafür entschieden hatte sich ebenfalls den nordischen Göttern zuzuwenden. doch er wagte es nicht Torben das zu sagen, denn wahrscheinlich würde ihm das nur noch mehr aufstoßen, weil er als Christ doch unmöglich würdig war.
Er war von dieser direkten Konfrontation nun also so überfordert, dass er sich kaum zu wehren wusste, obwohl er sonst nicht auf den Mund gefallen war. Häufig sogar einen schlagfertigen Spruch auf den Lippen hatte. Aber gerade fühlte er sich in seiner Privatsphäre so massiv angegriffen… das nichts davon ihm einfallen wollte.
Virgil hatte nur Angst vor einer Eskalation, als Torben so einen Spruch wirklich weit unter der Gürtellinie brachte und er blickte seitlich zu Leif. Hoffend, dass dieses Verhalten nicht erneut die Dunkelheit in ihm herauf beschwören würde. Er konnte sehen wie sehr der Isländer mit sich haderte.. weshalb er seine Hand noch fester drückte. Er sollte sich nicht prügeln. Nicht für ihn. Das wollte Virgil wirklich nicht.. denn dabei gab es nur Verlierer. Weshalb er sehr stolz auf ihn war, weil es ihm gelang sich so zurück zu halten.
Und sie nun versuchten rational und vernünftig zu denken. Die Heuschrecken waren nun viel wichtiger als ihre persönlichen Differenzen. Allerdings gab Torben ein kurzes Würgegeräusch von sich, als Leif meinte der ganze Himmel würde sich bei einem Schwarm Heuschrecken verdunkeln.
„Wurdest du bereits so einer Hirnwäsche unterzogen, dass du sogar schon die Bibel rezitierst?!“
Fragte Torben fassungslos und schüttelte nur den Kopf. Für ihn war das alles wirklich widerlich und er verstand nicht, weshalb Leif sich mit einem wie Virgil einlassen konnte..
Missmutig half er, der Tarnung halber, aber auch wieder dabei mit die restlichen Heuschrecken einzufangen. weshalb es nicht all zu lange dauerte. Es war eine eklige Arbeit.. aber sie musste gemacht werden.
Virgil funktionierte in diesen Stunden einfach nur.. versuchte sich nicht zu viele Gedanken darüber zu machen, was Torben zu ihm gesagt hatte und.. was für ein Vorbote diese Heuschrecken waren. Das gelang ihm aber nur geringfügig. Immer wieder wirkte er ein bisschen abwesend, weil seine Gedanken abdrifteten.
Weshalb er heilfroh war, als sie endlich zurück in die Hütte konnten nach getaner Arbeit.
Allerdings fühlte er sich drinnen angekommen gleich ein bisschen verloren. Was Leif offenbar sofort erkannte, indem er ihn in den Arm nahm. Das tat gut und war wirklich notwendig.. weswegen Virgil sich fest an ihn krallte und das Gesicht an seiner Schulterbeuge vergrub
„und was wenn doch? Ich meine.. Fischsterben, ein Buschbrand und nun Heuschrecken…. noch deutlichere Zeichen gibt es kaum… was wenn die wenigen Heuschrecken nur eine Warnung waren? Sozusagen.. unsere letzte Chance unser sündiges Treiben zu beenden? und wenn wir es nicht tun kommt der Schwarm?“
Leif fiel es nun vielleicht leicht nicht an göttliche Intervention zu glauben. Virgil hingegen gar nicht, innerlich hatte er regelrechte Panik deshalb.
Auch wenn er sich natürlich wünschte, es wäre nur Torben gewesen, der ihnen eins auswischen wollte.
„Du meinst er könnte das gewesen sein? hm… du hast doch einen Freund in der Schmiede.. kannst du ihn nicht fragen?“
Denn der Schmiedeofen würde doch bestimmt nicht ohne Schmied in Betrieb genommen werden dürfen..
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Leif hätte nie gedacht, dass hier jemand wegen seines Glaubens angefeindet werden würde. Böses Blut gab es hin und wieder, das blieb einfach nicht aus, wenn viele Menschen zusammenwohnten. Aber bisher hatte sich das meiste klären lassen und Konflikte waren eher von außen eingeschleppt worden, weil jemand irgendwelche Fehden am laufen hatte. Damit würden sie auch noch zu tun bekommen. xD Aber ein Drama nach dem anderen. Leif war jedenfalls mehr als schockiert und zornig, weil sein Partner solchen Worten ausgesetzt war. Und natürlich machte es ihm auch Sorgen, dass Virgil sich so einschüchtern ließ - verstand aber es gleichsam. Es war ein Thema, das gerade sowieso schwierig und mit viel Angst behaftet war. Umso mehr wollte Leif seinen Liebsten beschützen und im ersten Moment wollte er es mit den Fäusten tun. Doch für Virgil hielt er sich zurück, was auch besser so war. Denn für einen direkten Kampf mit Verletzten hätte es definitiv Ärger gegeben. Leif war außerdem besser darin, sein Köpfchen zu benutzen. Denn ihm waren bereits mehrere Ungereimtheiten aufgefallen und Torben war nicht gerade gut darin, zu lügen.
Leif entschied, seine Bedenken für sich zu behalten und den Mann nicht weiter damit zu konfrontieren. Er sollte ruhig glauben, dass er ihm den Mist abkaufte. Wichtiger war es nun erst mal, den Schaden für Balar zu begrenzen und die Heuschrecken einzufangen. »Ich rezitiere nicht die Bibel. Es ist ein Fakt. Solche Phrasen kommen nicht von ungefähr, Heuschreckenschwärme sind wirklich in der Lage, die Sonne zu verdunkeln.« Das war das Letzte, was er dazu noch sagte, dann hatten sie wirklich Besseres zu tun, als sich einander zu belehren.
Leif machte sich die nächsten Stunden wirklich Sorgen um Virgil, aber selbst mit ihm zu sprechen, musste hintenan gestellt werden. Weswegen sie beide erleichtert waren, sich endlich in den Schutz ihrer Hütte flüchten zu können und Leif seinen Partner fest in den Arm nahm. Er strich über Virgils Locken und hielt ihn einfach nur fest. Zumindest bis dieser sich in seinen Ängsten verlor ... da ließ Leif doch von ihm ab. Aber nur ein bisschen, damit sie sich in die Augen sehen konnten. Er legte die Hände auf seine Wangen und blickte ihn eindringlich an. »Ich weiß, du hast Angst davor, dass das alles wegen uns geschieht. Am liebsten würde ich sie dir nehmen, doch das kann ich offenbar nie vollständig. Aber wir können zumindest herausfinden, ob nicht doch etwas anderes dahintersteckt. Oder jemand anderes. Torben hat dich wirklich unverschämt behandelt ... er hätte ein Motiv, wenn er dich aus der Siedlung haben will. Und seine Brandwunden? Schon ein großer Zufall, oder? Und dass er mit einer Box mit Heuschrecken in unserem Garten stand. Hast du gesehen, wie voll die noch war? Ich an seiner Stelle hätte mal an unsere Tür geklopft und um Hilfe gebeten, statt die Biester allein zu fangen ... Außerdem ist Torben Jäger und kein Schmied. Ich wüsste nicht, warum er so nah am Ofen gewesen sein sollte ... zumal Agron niemand zu nah an sein Feuer lässt.« Leif hatte sich während des Heuschreckenfangens eine Menge Gedanken zu allem gemacht, wie man nun merkte.
Er fasste nun Virgils Hände. »Komm ... gehen wir zu ihm und fragen. Das ist besser, als nichts zu tun und nur zu warten.« Zumal ihre Gespräche darüber womöglich sonst nur in einem endeten, befürchtete Leif ... so wie Virgil gerade drauf war. Darin, dass sie doch Schluss machten. Und Leif war es einfach leid. Nicht, dass Virgil Angst und Sorgen empfand ... das respektierte und akzeptierte Leif natürlich. Aber er war es Leid, dass man ihnen ständig dazwischenfunkte und ihr Glück zerstören wollte. Ob es nun ein Mensch war oder ein Gott ... er wollte sich einfach nicht mehr machtlos fühlen. Vielleicht taten sie Torben mit dem Verdacht unrecht. Aber Leif wollte trotzdem auf Nummer sichergehen. Er hatte zum ersten Mal das Gefühl, etwas gegen die Gefahr tun zu können.
Gemeinsam liefen sie also rüber zu Agrons Hütte. Es war schon fast Abend und die meisten Siedler hatten ihre Arbeit eingestellt. Leif klopfte und fasste Virgils Hand noch etwas fester.
@Virgil Chadburn



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Fanatischer Glaube war wohl stets gefährlich, egal um welche Glaubensrichtung es sich handelte. Und dieser Torben schien ebenfalls zu denken, er wisse was die Götter wollten. Dabei wusste er doch gar nichts davon, dass Odins Bote ihn persönlich aufgesucht hatte und dergleichen. Virgil hätte es ihm gerne erzählt, bei einem Krug Met. Denn er war bereit dazu sich kritischen Fragen zu stellen. Sich jedoch einfach anfeinden zu lassen ohne vorher das Gespräch zu suchen.. dazu war er nicht bereit. Und eigentlich sollte er nicht so kleinlaut sein und sich das gefallen lassen. Aber leider sprach Torben gerade die Ängste an, die ständig über ihrer Beziehung kreisten und immer wieder für Unsicherheiten sorgten.
Sie nun von außen und so direkt zu hören.. war einfach hart. Denn damit wurde plötzlich alles so real. Wenn nun andere Menschen auch von ihrem ‚Fluch‘ wussten… das würde sich doch verbreiten wie ein Lauffeuer. Und auf Torben würden vielleicht noch andere Wikinger folgen, die Virgil aus der Kolonie haben wollten, weil sie ihn verantwortlich für die Katastrophen machten. So etwas brauchte nur einen winzigen Funken und schon standen alle mit Mistgabeln vor ihrer Hütte.
Also war es wohl kein Wunder, dass Virgil sich fürchtete.
Als Leif seinen Verdacht so direkt in Worte kleidete gab Virgil ein leises ‚hmm..‘ von sich. Denn was er sagte klang schon irgendwie schlüssig. Aber auf der anderen Seite.
„und was wenn wir immer nur.. nach irgendwelchen Ausreden und Gründen suchen, weil wir die Realität einfach nicht wahrhaben wollen?“
Ein bisschen kam es ihm nämlich auch so vor. als würden sie für alles irgendeinen anderen Grund suchen, statt der unschönen Wahrheit direkt ins Gesicht zu blicken.
Andererseits waren es ja wirklich viele seltsame Zufälle das mit den Brandwunden und den Heuschrecken sowie Torbens Verhalten. Weshalb Virgil leise seufzte und zaghaft nickte, als Leif vorschlug zu dem Schmied zu gehen.
„na schön.. es kann ja nicht schaden mal nachzufragen…“
Vielleicht wären sie danach auch nicht schlauer als vorher. Aber statt einfach aufzugeben.. wollte Virgil zumindest den Versuch starten die Sache aufzudecken. Das hatte er Leif nämlich versprochen. Zu kämpfen und sich nicht sofort wieder aus Angst zu verkriechen.
Weswegen sie sich auf den Weg zu Agrons Hütte machten.
Es war bereits Feierabend. und wie verbrachte Agron den Feierabend am liebsten? Richtig mit einem Krug Met, massig Fleisch und seiner geliebten Wildkatze. Gegessen hatten sie bereits, weshalb Agron schon dabei war den Nachtisch genießen. Met und eine gehörige Portion Streicheleinheiten von seinem Kätzchen. Er hatte nach der Arbeit geduscht und danach keinen Anlass gesehen sich noch mal anzukleiden. Weswegen er nichts weiter trug als ein Handtuch um seine Hüften, als es klopfte.
Da Agron gerade dabei war… wild mit Nasir zu knutschen, war er gar nicht begeistert von dieser Störung und murrte genervt rum.
Stapfte zur Hüttentür und öffnete sie schwungvoll, ehe er die zwei Kerle missmutig ansah.
„Was wollt ihr?“
Unter seinem Handtuch konnte man erkennen… dass Agron gerade definitiv Besseres zu tun hatte, als irgendwelche Fragen zu beantworten. Weshalb er hoffte, dass die beiden schnell machten, damit er zurück zu Nasir ins Bett konnte..
Virgil… blieb vielleicht ganz kurz der Atem weg, als sich diese halbnackte Statur von Mann vor ihm aufbaute und die Beule unter seinem Handtuch auch noch so penetrant hervor lugte. Da hatte er wirklich Schwierigkeiten damit nun nicht drauf zu starren. einfach weil.. naja.. das war wie mit einem Verkehrsunfall! irgendwie konnte man nicht weg sehen. Er bemühte sich aber trotzdem.
Dennoch war es ihm sehr unangenehm nun in eine offenbar intime Situation geplatzt zu sein, weshalb er zu Leif murmelte
„komm.. lass uns ein anderes Mal wieder kommen…“
@Leif Tyrson



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»Sieh es mal andersrum. Was, wenn wir überall göttliche Rache sehen, obwohl uns jemand anderes bedroht?« Leif strich seinem Partner über die Wange und lächelte schwach. »Wir sind es uns schuldig, alle Möglichkeiten durchzugehen, oder? Torben wohnt schon ewig in Balar, ich würde meinen Verdacht nicht aussprechen, wenn ich ihn nicht für begründet hielte.«
Es tat ihm, trotz allem, was passiert war, ja auch irgendwie weh, jemanden aus der eigenen Kolonie plötzlich für zwielichtig halten zu müssen. Doch je mehr Leif darüber nachdachte, desto seltsamer kam ihm das alles vor. »Ich will ihn ja nicht gleich an den Pranger stellen. Aber es schadet nicht, zumindest mal bei Agron nachzufragen.« Das würde ihnen dann wenigsten sagen, ob Torben gelogen hatte oder nicht.
Letztlich war Virgil dann doch einverstanden und sie gingen gemeinsam zur Hütte des Schmieds.
Auch Nasir hatte an diesem Abend schon einigen seiner Lieblingstätigkeiten gefrönt. Er hatte Agron beim Essen zugesehen und an einem Stück Fladen gemümmelt. Aber das war noch nicht das Beste. Als sein wilder Bär endlich gesättigt war, gab es kein Halten mehr. Nasir war während ihres leidenschaftlichen Kusses bereits mit einer Hand auf dem Weg zum Handtuch, um darunter zu greifen. Oder es gleich zu lösen? So richtig entschieden, wie neckisch er heute sein wollte, hatte er sich noch nicht. Und wurde just in dem Moment auch unterbrochen, denn es klopfte. Atemlos ließ sich Nasir auf das Bett plumpsen und hoffte, dass es sich nur um eine kurze Unterbrechung handeln würde. Sehnsüchtig starrte er auf Agrons Hintern, der sich unter dem Handtuch abzeichnete und biss sich auf die Unterlippe.
Leif hingegen hatte Agron schon oft halbnackt gesehen. xD Nicht aus unzüchtigen Gründen, sondern wegen der Arena und in der Schmiede und na ja ... er und sein Bruder hielten es nicht so mit Kleidung. Zugegebenermaßen hatte Leif sich immer an den Anblick erfreut. Schöne Männer zu betrachten ... konnte man ihm doch nicht vorwerfen, oder? Natürlich bemerkte er auch Virgils Blick, machte sich deswegen aber keine Sorgen. Agron war immerhin wirklich eine imposante Erscheinung.
Seine Laune jedoch war wie ebenfalls sehr oft ... eher mürrisch. Kein Wunder, denn sie hatten ihn und Nasir offenbar bei etwas Bestimmten gestört.
Virgil wollte gehen, doch Leif schüttelte den Kopf und hielt ihn an der Hand fest. Sah jedoch Agron in die Augen. »Tut mir leid, dass wir so spät noch stören. Es ist wirklich wichtig. Können wir ... drinnen reden?« Es sah ihm nicht ähnlich, sich so aufzudrängen, aber er wollte die Sache auch nicht aufschieben. Sie mussten jetzt Gewissheit erlangen. Hier draußen hörte man ihnen aber vielleicht zu oder Torben würde sehen, dass sie nachfragten. Generell wollte Leif das einfach nicht zwischen Tür und Angel klären.
Nasir war inzwischen auch vom Bett aufgestanden und hatte sich sein Gewand übergeworfen. Ihm fiel es nach wie vor nicht so leicht, zu viel Haut und somit seine Narben zu zeigen. Er stellte sich neben Agron und lächelte aufmunternd. Ihm war Leifs flehende Stimmfärbung aufgefallen und das machte ihm Sorgen. Wenn sie helfen konnten, sollten sie es tun. Er legte seinem Partner die Hand auf den Rücken, um ihm zu bedeuten, dass sie die beiden ruhig reinbitten konnten. Es war allerdings nicht seine Hütte – sie wohnten immer noch nicht offiziell zusammen – weswegen er es Agron weder aufdrängen noch vorwegnehmen würde, die Einladung auszusprechen.
@Virgil Chadburn



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Hm… also eines musste er Leif ja lassen, er war gut darin Dinge in einen anderen Blickwinkel zu rücken. Denn so war es Virgil fast unmöglich nicht auch andere Optionen in Betracht zu ziehen. Und er hatte ja auch damit recht, dass sie einander schuldig waren allen Ideen auf den Grund zu gehen, ehe sie voreilige Schlüsse zogen. Weshalb er Virgil tatsächlich dazu brachte kurz ehrlich zu lächeln
„Du bist wirklich geschickt mit Worten Jarl Tyrson…“
Leif war sonst häufig so wortkarg. Doch er war verdammt klug, weshalb er ruhig häufiger mal aus sich heraus kommen und auch andere an seinen Weisheiten teilhaben lassen könnte.
Virgil jedenfalls gefiel das sehr.. weshalb nach dem Lächeln auch ein schwacher Kuss folgte, da Leif ihm wirklich wieder ein bisschen Trost und Mut gespendet hatte.
Das war jedoch rasch wieder verflogen, als der halb nackte und eindeutig…. beschäftigte Agron ihnen die Tür öffnete. Er war ja nicht mal wirklich größer als Virgil aber dennoch war sein Anblick ein bisschen einschüchternd. Lag vielleicht an seinem Blick oder daran.. dass Virgil einfach nicht daran gewöhnt war, dass Kerle so freizügig mit ihrer Sexualität und ihrem Körper umgingen. Eine der Sachen in Balar, an die er sich erst hatte gewöhnen müssen. Als Christ lief er schließlich die meiste Zeit sehr hochgeschlossen rum. Und hier?? hier wurde einem ständig überall nackte Haut und trainierte Männerkörper präsentiert. Das war sicher nichts Schlechtes… aber es irritierte Virgil manchmal einfach noch, da so etwas in der Church undenkbar gewesen wäre.
Hoffentlich verzieh Leif ihm seine kurze Irritation. Und er wollte nun wirklich lieber weg. Vielleicht auch.. weil er sich ein bisschen vor der Wahrheit fürchtete? Denn was.. wenn Agron die Geschichte von Torben bestätigte? dann müssten sie akzeptieren… dass es doch göttliche Fügung gewesen war, die all das Unglück über sie brachte. Also wollte er alles unterbewusst wohl noch ein bisschen hinauszögern. Damit die Hoffnung nicht gleich wieder zerstört wurde. Aber Leif ließ das nicht zu und blieb hartnäckig.
Agron hingegen war es ebenfalls und sagte genervt
„Werden wir angegriffen? Haben Zombies die Brücke überquert? Liegt irgendwer im Sterben? Nein? dann kommt morgen wieder!“
Das waren wohl die drei Ausnahmen, wegen denen er in solchen Situationen sein Tun unterbrechen würde. Naja.. und wenn Auron vor der Tür stünde. Aber das tat er nicht. Also wenn er nicht tödlich verletzt war, dann sollten die beiden wieder verschwinden.
Agron hatte nichts gegen Leif.. er war ein ruhiger Geselle, fleißig und hübsch anzusehen. Er hatte die Axt gerne für ihn gefertigt, das war eine richtig gute Herausforderung gewesen. Aber sonst verband sie eher weniger. Agron und Nasir hatten ihre eigenen Probleme, da wollten sie sich nicht auch noch die der anderen aufladen.
Aber natürlich war es wie immer seine bessere, sanfte Hälfte, die letztlich einlenkte. Nasir war einfach zu gut für diese Welt und hatte einen verdammten Helferkomplex!! Zu oft hatte er schon versucht ihm beizubringen ein bisschen egoistischer zu denken aber…. letztlich blieb Nasir eben Nasir. Und er liebte ihn ja auch dafür, selbst wenn das manchmal anstrengend war. und er genervt die Augen verdrehte als er an seine Seite trat. Denn er wusste genau was nun kam…. dazu musste er gar nicht erst zu Nasir rüber sehen. Die Tatsache, dass er Kleidung trug und nicht im Bett liegen geblieben war und diese Hand auf seinem Rücken… sagten bereits alles.
Weshalb Agron genervt zur Seite trat
„na schön, meinetwegen!! aber beeilt euch gefälligst…“
Die beiden durften eintreten und Agron holte gleich mal seine Karaffe Met um einen großen Schluck zu nehmen, ehe er sie an Leif weiter reichte. Der sah aus als könne er einen guten Schluck gebrauchen.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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»Aber nur, wenn mir alle Wörter in der richtigen Sprache einfallen«, gab Leif mit einem ebenso ehrlichen Lächeln zurück. Dank Virgil kam er tatsächlich schon besser aus sich heraus. Denn nun war jeden Tag jemand um ihn herum und redete mit ihm. Und er war öfter in der Taverne und von Menschen umgeben. Selbst wenn er sich im Hintergrund hielt, so blieb immer mal wieder jemand bei ihm stehen oder sitzen, um ihn in ein kleines Gespräch zu verwickeln. Leif würde immer introvertiert und in großen Gruppen wortkarg bleiben. Aber das bedeutete nicht, dass er nichts zu sagen hatte. Und Virgil bekam sowieso alles von ihm. Also auch plötzliche Wortschwalle und weise Worte.
Leif erwiderte den Kuss liebevoll und bewahrte das zugehörige verliebte Gefühl im Herzen. Sein Schmunzeln wurde noch etwas breiter, als er danach hinzufügte: »Und Jarl Tyrson, hm? Irgendwie mag ich es, wenn du mich so nennst.«
Wenig später standen sie Hand in Hand vor der Tür des Schmieds und bekamen zu spüren, wie wenig man Agron beim Stelldichein mit seinem Kätzchen stören sollte. Leif ließ sich jedoch nicht einschüchtern. Auron wurde in der Taverne nicht müde zu betonen, wie großartig sein Bruder war und er sich immer auf ihn verlassen konnte. Natürlich verband Agron und Leif nicht so ein Band, nicht mal im Ansatz. Sie kannten sich nur oberflächlich. Leif hatte mit ihm wegen der Axt mehr Worte gewechselt als jemals in der Zeit, seit der Krieger nach Balar gekommen war. Ebenso mit Nasir. Aber er hoffte trotzdem, Agron würde sich die Zeit nehmen und ihnen zuhören.
Zunächst schien es nicht so. Wobei Leif bei der letzten Frage durchaus hätte antworten können, die Beziehung von ihm und Virgil läge im Sterben, wenn es so weiter ging. Aber das wäre wohl etwas zu viel Dramatik. Also schüttelte er nur den Kopf und setzte an, noch etwas zu sagen. Doch da rückte Nasir ins Blickfeld. Allein sein Auftauchen an der Tür schien etwas in Agron auszulösen. Seine Ausstrahlung wurde etwas weniger ablehnend, die Gesichtszüge etwas weicher. Zwar verdrehte er die Augen, aber die Veränderung war trotzdem zu bemerken.
»Danke«, meinte Leif und schlüpfte mit Virgil durch die Tür. Er würde sich bemühen, sich kurz zu halten. Dankbar nahm er jedoch den Met entgegen und nahm einen Schluck. Reichte ihn dann auch Virgil. Dieser Tag war so schrecklich gewesen, da tat etwas Alkohol gut, um runterzukommen.
Dann begann Leif auch schon mit ihrem Anliegen. »Ich erspar euch die Vorgeschichte, dann geht es schneller. Es geht um Torben. Er hat schlimme Brandwunden am Arm und behauptet, er hätte sie sich am Schmiedeofen zugezogen. Mir fällt kein logischer Grund an, weshalb er bei dir in der Schmiede hätte arbeiten sollen. Deswegen wollten wir bei dir nachfragen. Die Antwort ist wirklich wichtig für uns.«
Nasir runzelte die Stirn, während die anderen noch redeten, und dachte nach. Er hatte neulich jemanden mit Brandwunden behandelt, aber er hatte immer noch nicht alle Namen der Leute hier auf dem Schirm. Weswegen er fieberhaft nachdachte, ob es Torben gewesen war.
@Virgil Chadburn



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„Du wirst von Tag zu Tag besser…“
Sagte er lächelnd, da Leif wirklich schnell lernte. Ihm hatte bisher offenbar nur ein ordentlicher Lehrer gefehlt. Doch nun, wo Virgil zusammen mit ihm übte und ihn täglich bis zum Abwinken zuschwallte, lernte sich die Sprache wohl leichter als erwartet.
Leif war perfekt so wie er war, Virgil wollte überhaupt nicht, dass aus ihm eine extrovertierte Rampensau wurde. Aber manchmal hatte er das Gefühl… dass ein paar mehr Gespräche Leif vielleicht gut tun könnten.. vor allem, da Virgil bei dem Überfall auf Balar noch nicht hier gewesen war. Und manchmal hatte er das Gefühl als hätte Leif deswegen noch Redebedarf. Doch er schien nicht immer der Richtige dafür zu sein. er freute sich also darüber, wenn Leif mit ihm gemeinsam ein paar weitere Kontakte knüpfte. Würde ihn aber nie zu irgendetwas drängen.
„ach ja?“
erwiderte er schmunzelnd. Eigentlich hätte er nun vielleicht eine anzügliche Bemerkung gemacht, darüber, dass er ihn auch im Bett mal so nennen konnte aber…… aufgrund der jüngsten Ereignisse, hielt er sich damit fürs erste wieder ein bisschen zurück. Denn falls es doch nicht Torben war sondern Gottes Zorn, der auf sie herab regnete…. sollte er das Schicksal mit solchen Kommentaren wohl nicht erst noch herausfordern.
Aber jetzt hieß es ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen. Sie mussten nur an dem muskulösen Schmied vorbei. Der im ersten Moment wirklich bedrohlich wirkte, doch kaum trat der junge, zarte Mann an seine Seite… änderte sich seine gesamte Aura. Schon verrückt wie groß der Einfluss war, den ein Mensch auf einen anderen haben konnte. Weshalb er kurz rüber zu Leif sah. Bei ihnen war es ähnlich oder? Leif gab Virgil so viel Ruhe und Geborgenheit… jemanden zu lieben veränderte einfach alles. Und er fand es schön, etwas Ähnliches auch bei dem Schmied und seinem Freund zu beobachten. Zumal er es überhaupt aufregend fand zu Gast bei einem anderen, schwulen Pärchen zu sein!!! sowas kannte er schließlich gar nicht. auch wenn das hier leider kein freundschaftlicher Besuch war. Aber womöglich könnte er das irgendwann werden? Jedenfalls war er sehr dankbar darüber, dass die zwei ihnen trotz der Umstände Gehör schenken wollten.
„Danke… wir stören auch nicht lange.. tut uns wirklich Leid..“
Virgil brauchte nun auch einen richtig großen Schluck Met, ehe der Krug zurück zu Agron wanderte.
„Torben? Als würde ich diesen Trottel an meinen Ofen lassen. Oder irgendwen anders. Er war in den letzten Tagen nicht bei mir. Und hätte er sich in die Schmiede geschlichen, hätte ich das sicher bemerkt! Zumal er doch nicht mal weiß wie man die Werkzeuge und Gerätschaften verwendet.“
Das konnte Agron sich nicht vorstellen. Zu schmieden war eine hohe Kunst. Und Torben könnte ohne Hilfe nicht mal einen Zahnstocher von Waffe herstellen. Er hatte auch nicht vergessen den Ofen auszumachen… weshalb ihm die Geschichte wirklich seltsam vorkam. Agron sah allerdings auch rüber zu Nasir. Der war doch schließlich Arzt-Azubi.
„war er danach bei dir oder dem Dok in Behandlung?“
Entgegen so mancher Meinung xD war Agron nicht dumm! er konnte sehr wohl 1+1 zusammen zählen. Hatte zwar keine Ahnung warum das so wichtig für die beiden war aber… wenn sie schon Zeit vergeudeten, dann ging es schneller wenn sie gleich die offensichtlichen Dinge ansprachen und nachfragten.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Es stimmte schon, durch Virgil war auch Leifs Sprachverständnis besser geworden. Seinen Akzent würde er wohl nie verlieren und bei manchen Redewendungen und Scherzen nachfragen müssen oder auf dem Schlauch stehen ... aber er bemerkte schon eine Veränderung. Es war superschön, dass es Virgil ebenso auffiel und er so stolz deswegen auf ihn zu sein schien. »Irgendwann bekomme ich deinen britischen Akzent und verliere meinen nordischen«, gab er zurück und lächelte. Das würde nie eintreten und das wussten sie beide. Aber dass sie selbst in dieser schwierigen Situation noch Zeit fanden, sich einander Komplimente zu machen oder Humor sprechen zu lassen, fand Leif einfach schön und beruhigend. Auch wenn sie sich beide zurückhielten, sonst wären sie nach dem ›Jarl Tyrson‹-Kommentar womöglich im Bett gelandet. Doch Leif war bereits klar, dass Virgil das vermutlich nicht recht wäre und außerdem war er selbst ebenfalls nicht in Stimmung, solang er nicht mehr über Torben herausgefunden hatte.
Sie hatten Nasir und Agron bereits zusammen in der Taverne gesehen, auch wenn nie wirklich ein Gespräch entstanden war. Wobei zumindest Auron und Virgil bereits gemeinsam gesungen hatten. xD Aber so ein wirklicher Kontakt war bisher nicht entstanden. Leif hatte sich aber insgeheim schon gefragt, ob sie sich mit einem anderen gleichgeschlechtlichen Pärchen anfreunden sollten, um Virgil mehr das Gefühl zu geben, dass das hier ganz normal war. War ein seltsamer Vorwand für eine Freundschaft, und Leif hatte es auch lieber, wenn man auf natürliche Weise zueinanderfand, als gezielt schwule Pärchen anzusprechen. Deswegen hatte er es gelassen, da war er mit seiner introvertierten Art sowieso nicht der Richtige für.
Auch das hier war leider kein Freundschaftsbesuch. Leif stellte seine Frage so knapp, wie es ging, und sah sich schon wenige Minuten später ohne Hoffnung wieder mit Virgil nach Hause gehen. Aber ... Agrons Antwort ließ sein Herz plötzlich mächtig poltern. Nicht aus Liebe oder Freude ... sondern, weil er sich bestätigt fühlte und es auf einmal ein ganzes Stück realer wurde, dass ihnen hier in Balar jemand etwas Böses wollte. »Also hat er wirklich gelogen ...«, raunte er und sah zu Virgil. Wie traf ihn diese Bestätigung?
Dann wanderte sein Blick zu Nasir, dem die plötzliche Aufmerksamkeit aller sichtlich unangenehm war. Er rückte sein Gewand noch etwas besser zurecht und nickte dann. »Torben ist Jäger, oder?« Ein bisschen beschrieb er noch sein Aussehen, um wirklich sicher zu sein, dass er niemanden verwechselte.
Leif bejahte, dann nickte Nasir erneut. »Die Brandwunden waren wirklich schlimm. Mir hat er allerdings nicht gesagt, dass sie von dem Schmiedeofen stammen. Wahrscheinlich, weil er ahnte, dass ich weiß, wie unwahrscheinlich das ist. So richtig mit der Sprache rausrücken wollte er nicht, hat nur gesagt, dass es draußen passiert ist, nicht in der Siedlung. Aber ich hab ein paar verkohlte Blätter aus seinen Wunden gerupft.« Ob das weiterhalf? Er wusste es nicht. Und zum Glück hatte ihm bisher auch noch niemand den Eid auf die ärztliche Schweigepflicht abverlangt. xD
@Virgil Chadburn



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Ja, der Abend mit Auron war legendär gewesen. So wie jeder Abend mit dem Krieger xD. Virgil hatte ihn auf Anhieb gemocht, wie konnte man Auron mit seiner einnehmenden Persönlichkeit auch nicht mögen? Aber Agron schien da irgendwie ein anderes Kaliber zu sein. Ihn konnte er nicht einschätzen, er guckte bloß immer so grimmig oder so als würde er jeden töten, der seinen Freund nur falsch ansah. Damit lag Virgil ja nicht mal so falsch. Im Herzen war Agron aber ein guter Mensch und konnte verdammt liebevoll sein. Zeigte das aber nur den Wenigsten. Virgil und Leif gehörten definitiv noch nicht dazu. Aber wer weiß, was nicht ist kann ja noch werden.
Auch wenn das hier nicht wirklich ein gelungener Start war.
Leif hatte ja Recht, man sollte Kontakte nicht erzwingen. Neugierig war Virgil aber trotzdem und hätte gerne Kontakt zu einem anderen, homosexuellen Pärchen. Da es einfach so vieles gab, das er noch nicht wusste und auch nicht über alles mit Leif reden konnte oder wollte.. deswegen fände er es schon schön, wenn sie sich gut mit den beiden verstehen würden.
Zumindest Nasir wirkte ja sehr lieb, wenn auch etwas schüchtern. Aber das war nichts das Virgil abhielt, sonst wären Leif und er nun wohl nicht zusammen. Er war gut darin das Eis zu brechen. Gerade.. war er nur nicht ganz er selbst wegen all seiner Sorgen.
Das Agron meinte Torben wäre nie bei ihm gewesen beruhigte ihn aber trotzdem noch nicht und er stellte weitere Nachfragen.
„Und du bist dir sicher.. dass es nicht irgendwann gewesen sein könnte, als du nicht da warst? Ich meine.. du wirst doch auch mal Pausen haben oder? Und die Schmiede nicht dauerhaft überwachen“
Agron sah Virgil ein bisschen abschätzig an, immerhin hatte er doch schon gesagt, dass außer ihn niemand in die Schmiede durfte. Aber offenbar wollte der Waliser es ganz genau wissen.
„Wenn ich nicht da bin ist die Schmiede geschlossen. Und ohne meine Erlaubnis darf niemand die Geräte dort benutzen. Er müsste sich also rein geschlichen haben aber das ist sehr unwahrscheinlich“
Agron bemühte sich nicht zu harsch zu sein, Nasir zu Liebe. Er wusste ja, dass das Kätzchen gerne anderen half, selbst wenn sie ihm auf den Sack gingen.
Aber Nasirs Geschichte dazu… ließ nun auch bei Virgil einen Funken Zweifel aufkommen, denn das alles passte doch überhaupt nicht zusammen.
„hm.. wäre es beim Schmieden passiert, würden die Verletzungen dann nicht anders aussehen, so wie.. Abdrücke oder dergleichen?“
Denn dann verbrannte man sich ja wenn man wo ankam, aber es gab keine großflächige Verletzung wie die von Torben.
Virgil sah rüber zu Leif und fasste nun nach seiner Hand. Es war zwar immer noch seltsam für ihn seine Liebe öffentlich zu zeigen aber gerade brauchte er das dringend.
„Denkst du wirklich er hat das alles getan, um Zwietracht zwischen uns zu säen? Ich meine.. wir haben ihm doch nichts getan“
Virgil verstand das alles nicht. Womit hatte Torben denn ein Problem? Ihrer Homosexualität? oder eher wegen seinem Glauben? Von dem er sich doch eigentlich gerade abwandte..
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Nasir hatte ja selbst noch keine richtigen Kontakte außer zu seiner kleinen Familie und dem Doc geknüpft. Der Unterschied zu Leif war jedoch, dass er durchaus gesellig war, nur war dieser Teil von ihm nachhaltig durch die Zeit im Herrenhaus zerstört worden. Wobei er schon daran arbeitete, seine Schüchternheit zu überwinden und sich nicht so sehr im Weg zu stehen. Agron half ihm dabei – auch wenn er jeden mit Argusaugen musterte, der Nasir zu nahe kam. Aber in dieser Hinsicht konnte ja vielleicht auch Auron ein gutes Wort einlegen. Der mochte so generell ziemlich jeden und Virgil hatte definitiv Pluspunkte gesammelt, weil er mit ihm einen neuen Trink- UND Gesangspartner hatte. Und Leif konnte nur hoffen, dass Virgil bei Nasir nicht das Eis brechen wollte auf dieselbe Art wie bei ihm. Mit vielsagenden Blicken, Berührungen und einem Kussversuch.
Doch jetzt schien es, als müsste ein kleiner Kriminalfall gelöst werden. Zumindest bekam Nasir diesen Eindruck, je länger er dem Gespräch zuhörte.
»Es sah nicht wie eine Verletzung von der Schmiede aus. Dafür müsste er seinen Arm richtig ins Feuer gehalten haben. Und ich denke mal ... das wäre nicht unbemerkt geblieben.« Nasir blickte ernst in die Runde. Das waren doch höllische Schmerzen und Torben hätte geschrien wie am Spieß. »Seine Wunden waren bereits ... entzündet. Unter uns gesagt, kann er froh sein, wenn er den Arm behält. Er ist nicht sofort damit zu mir gekommen. Ich schätze, er war noch eine Weile damit draußen.«
Irgendwie beunruhigte ihn das alles extrem. Er musste an Louis denken und seine zwielichtigen Pläne, um Agron loszuwerden. Und so etwas Ähnliches schien nun den beiden hier zu passieren?
Leif wandte sich derweil an Virgil, dem die Sorgen deutlich anzusehen waren. »Du hast ihn gehört, er hat ... ein Problem mit dem Christentum. Aber dass er bereit ist, so weit zu gehen ... Wir sollten vielleicht mit Ivar sprechen. Ihn davon in Kenntnis setzen. Oder ... wir sprechen noch einmal mit Torben, konfrontieren ihn damit.«
Er erinnerte sich wieder daran, wo sie waren, und schaute ein wenig bedröppelt zu Nasir und Agron. »Tut uns leid, wir gehen sofort. Der Rest ist wirklich nicht eure Angelegenheit. Danke für eure Zeit!«
Somit zog er Virgil in Richtung Tür, damit sie draußen oder besser noch daheim weiter sprechen konnten.
Nasir ließ sie ziehen, obwohl er ihnen gern sofort Hilfe angeboten hätte. War allerdings auch ein wenig überfordert damit, inwiefern er sich einmischen sollten und wie. Außerdem musste und wollte er das mit seinem Partner besprechen. Er schmiegte sich an Agron und legte ihm die Hände auf die Brust. »Das klang nicht gut, oder? Es erinnerte mich ... an Louis.« Was schon implizierte, dass er helfen wollte. Auch wenn er es noch nicht so direkt aussprach.
@Virgil Chadburn



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Er musterte die Leute nicht mit Argusaugen sondern mit Agronaugen xD was noch viel gefährlicher war!
Und die beiden Wikinger waren beide wirklich sehr hübsch. Kein Wunder also, dass Agron eher skeptisch war. Was, wenn Nasir Gefallen an einem der beiden fand? Nein, er sollte sich solche Dinge nicht einreden.. es lief gut zwischen ihnen. Es gab keine Dramen, keine Probleme, sie waren einfach nur glücklich. Er hatte keinen Grund eifersüchtig zu sein.
Natürlich würde Virgil nicht das Eis brechen wie damals bei Leif!! aber mit guten Gesprächen und einem netten Lächeln würde das vielleicht auch bei Nasir klappen. Ohne dass er versuchte ihn zu küssen.
Virgil fiel kein Grund ein, weshalb jemand seine Hand freiwillig in den Schmiedeofen halten sollte
„vielleicht wollte er das auch mir in die Schuhe schieben?“
Das wäre aber schon sehr drastisch, um ihn loszuwerden. Vielleicht verletzte er sich selbst und erzählte Ivar dann, dass Virgil ihn geschubst hatte oder so. Das erschien ihm zumindest logisch. Jedoch hätte da auch eine weniger schlimme Verletzung gereicht.
„was würdest du schätzen.. wann hat er sich die Verletzungen in etwa zugezogen?“
ob das mit dem Zeitpunkt des Feuers zusammen passte? Denn wenn die Wunden sich entzündet hatten, könnte es auch schon länger her sein.
Virgil wusste nicht, was der beste Weg war.. doch gleich zu Ivar zu gehen erschien ihm irgendwie falsch. Weswegen er meinte.
„Ich würde gerne in Ruhe mit ihm reden und ihm erklären… dass weder ich noch mein Gott irgendeine Art von Bedrohung für ihn darstellen. Zumindest… hoffe ich das..“
Murmelte er Letzteres leise vor sich hin. Denn göttliche Intervention schloss er trotzdem noch nicht aus. und dann wäre er sehr wohl eine Bedrohung für die Kolonie. Aber wenn das alles wirklich von Torben kam, dann mussten sie doch ein Lösung dafür finden.
Allerdings hatte Leif Recht, sie hatten Agron und Nasir schon zu viel von ihrer Zeit gestohlen, weshalb er nickte und sich von Leif mit ziehen ließ.
„ja danke.. eure Informationen haben uns wirklich sehr geholfen“
bedankte er sich ebenfalls, ehe er mit Leif die Hütte verließ.
Agron und Nasir blieben zurück und…. noch ehe Agron den Kopf zu Nasir drehte wusste er, mit welchem Blick sein Kätzchen ihn gleich ansehen würde. Und er hasste es xD da es ihm dabei so schwer fiel stark zu bleiben!
Und da war der Blick schon! Weswegen Agron kurz die Augen verdrehte xD und Nasir dann entschlossen und ernst in die seinen sah.
„Ja, klingt beschissen… und echt mies für die beiden. Aber wir hatten unseren eigenen ‚Louis‘. Wir müssen uns nicht auch noch um alle andere Arschlöcher hier kümmern!“
Womit Agron bereits implizierte, dass er keine Lust hatte sich nun einzumischen xD. Er wollte diesen Frieden nicht stören und schon wieder in etwas reingezogen werden, das gefährlich war. Er wollte Nasir nicht in Gefahr bringen. Vielleicht war es schon zu viel gewesen, dass sie überhaupt ‚ausgesagt‘ hatten.
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Die legendären Agronaugen! Nun, Nasir liebte sie abgöttisch und auch, dass er so einen Beschützer an seiner Seite hatte. Auch wenn das manchmal Diskussionen mit sich brachte. Nasir wollte seinen Kampfbär nicht anders haben! Und er wollte auch nur ihn, da gab es gar keine Konkurrenz. Vor allem nicht die beiden Wikinger, auch wenn sie wirklich hübsch und sehr ... stattlich waren. Trotzdem war Nasirs Interesse nur freundschaftlicher Natur. Zumal er mit Leif bereits mehr als ein paar Worte gewechselt hatte, wenn sie gemeinsam an der Schmiede herumhingen. Leif, wegen der Axt für Virgil und Nasir ... nun, weil er in seiner Freizeit eben gern bei Agron war. Und ihn an der Schmiede arbeiten zu sehen in mehrerer Hinsicht extrem ... heiß war. xD
Wenn man Leif fragte, nutzte Torben bereits sehr drastische Maßnahmen, um sie zu entzweien. Das Fischsterben ging sicher noch nicht auf sein Konto, aber zumindest alles, was passiert war, seit Virgil hier angekommen war. Der tote Rabe, das Feuer und die Heuschrecken ... und womöglich hielt er ja auch ihren gefiederten Gefährten fern. Leif wollte eigentlich nicht so bereitwillig alles Torben in die Schuhe schieben, aber zumindest bei zwei Sachen lag der Verdacht schon extrem nahe. Vor allem, nachdem sie Agrons und Nasirs Einschätzungen zu der Sache erhalten hatten.
Nasir überlegte kurz bei Virgils Frage. »Es ist nicht so lang her, ein oder höchstens zwei Wochen vielleicht.« Genug Zeit also, um kurz nach den Wikinger in Balar anzukommen, sich verarzten zu lassen und irgendwie einhändig Heuschrecken zusammenzutreiben. Vielleicht hatte er Letzteres ja auch schon als Plan B vorbereitet.
Sie mussten unbedingt überlegen, wie sie damit umgehen wollten. Ignorieren war jedenfalls keine Option, es würde Leif einfach keine Ruhe lassen. Sie waren es sich schuldig, jeden Zweifel auszuräumen. »Gut ... dann rede mit ihm. Aber ich bleibe in der Nähe.« Ihm war nicht wohl dabei, Virgil allein zu einem zornigen und von Vorurteilen verblendeten Mann gehen zu lassen. Außerdem sorgte er sich, dass es Torben gelingen würde, Virgil noch mehr Zweifel einzureden. Doch er wollte auch seinen Partner unterstützen. Ihm war bewusst, dass Virgil es wichtig war, dieses Gespräch zu führen und Leif würde dabei womöglich nur im Weg sein.
Doch wie sie das alles angehen wollten, konnten sie auch noch unter vier Augen besprechen. Sie verließen die Hütte und somit waren Agron und Nasir wieder allein. Jetzt einfach dort weiterzumachen, wo sie zuvor aufgehört hatten, fühlte sich zumindest für den Syrer falsch an. Da konnte Agron auch so viel seine Augen verdrehen, wie er wollte. xD »Genau, wir hatten unseren Louis und was daraus entstanden ist, war die absolute Hölle. Keine Ahnung, was die beiden für eine Geschichte mit Torben haben, aber willst du wirklich, dass ein anderes Paar etwas Ähnliches durchmacht wie wir, obwohl wir helfen können? Außerdem weiß ich aus den alten Tagen noch ... wie es ist, für den Glauben angefeindet zu werden.« Auch wenn auch hier die Christen es gewesen waren, die den Islam nicht hatten ertragen können. xD So sorgten solche Anfeindungen für genug Verständnis in Nasir, dass er nicht wegsehen wollte. Vor allem, weil Torben irgendwann auch noch mehr Leute aus der Siedlung gefährden könnte.
@Virgil Chadburn



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Bezüglich der Heuschrecken wollte Virgil auch noch nachfragen.
„Sind bei euch vor der Hütte vorhin auch Heuschrecken aufgetaucht? Ist euch etwas aufgefallen?“
Denn es war schon sehr seltsam, dass sie wirklich nur vor und in ihrer Hütte gewesen waren. Und Torben auch noch zur richtigen Zeit zur Stelle gewesen war. Virgil wollte ja gerne glauben, dass es sich hier um eine menschliche Verschwörung handelte... aber dennoch war seine Gottesfurcht zu groß, dass er sich keine falschen Hoffnungen machen wollte.
Agron runzelte die Stirn und kniff Nasir kurzerhand in den Oberschenkel ehe er meinte
„Keine Ahnung, wir waren beschäftigt und haben nichts mitbekommen“
Okay, nun kam ihm doch ein kleines Grinsen aus, da er Nasir am liebsten schon wieder packen und befummeln wollte!! Konnten die zwei endlich verschwinden??? sie hatten ihnen doch alles gesagt was sie wissen wollte. Und als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl.. zog er Nasir nämlich auch schon wieder dicht an sich und auf seinen Schoß. Er wollte nämlich verdammt noch mal da weiter machen wo sie aufgehört hatten!
Und endlich gingen die Störenfriede. Weshalb Agron damit begann Nasirs Hals und Schulterbeuge zu küssen, da das Gespräch für ihn damit eigentlich beendet war. Für Nasir… aber offenbar nicht. Denn er verwickelte ihn sogleich in eine Diskussion. Was Agron überhaupt nicht schmeckte!
Weshalb er ein kleines bisschen lauter wurde.
„Ja genau, es war die absolute Hölle!! Was er dir angetan hat….. werde ich ihm niemals vergeben.. und verdammt noch mal sicher nicht zulassen, dass dir erneut etwas zustößt!! Nur weil du dich selbst schon wieder für andere in Gefahr bringen möchtest. Wir hatten doch darüber geredet dass… du damit aufhörst Nasir!“
Er musste es bleiben lassen sich ständig für andere opfern zu wollen! Das hatte er im Herrenhaus getan, bei Louis.. er tat es einfach dauernd! und das war eine der Eigenschaften, die Agron extrem auf die Palme brachte. Das Nasir so wenig auf sich selbst schaute und sich sofort für jeden anderen opferte. Die beiden waren Fremde, es war nicht Auron oder Freunde von ihnen um die es hier ging… es war niemand, der ihnen nahe stand. Weshalb Agron sich in diese Sache wirklich nicht einmischen wollte.
Naja.. die Stimmung war nun wohl auch dahin, weshalb Agron Nasir nun wieder von seinem Schoß runter schob. Denn daran zu denken wie Louis Nasir missbraucht hatte…. war ein absoluter Stimmungskiller.
Auch wenn es Nasir ja längst wieder gelang Agron ein schlechtes Gewissen zu machen, als er damit anfing, dass er wusste wie es war für seinen Glauben angefeindet zu werden. Agron biss die Zähne fest zusammen.
„Die beiden sehen aus wie kräftige Burschen okay?? ich bin mir sicher sie bekommen das alleine hin oder bitten Ivar um Hilfe. Das ist nicht unser Kampf Nasir!“
Versuchte Agron ihm noch mal klar zu machen… da er sein Kätzchen einfach nicht schon wieder in Gefahr bringen wollte.
@Leif Tyrson



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Warum kniff Agron ihm denn jetzt in den Oberschenkel? Oh ... bei seinen Worten verstand Nasir es und schaute ein bisschen schüchtern zu Boden. Wurde dann aber gleich auf Agrons Schoß gezogen, der ja immer noch nur ein Handtuch trug. Was Nasir ein bisschen schwindelig machte vor Herzstolpern. Dass Agron so bereitwillig zeigte, dass sie zusammengehörten, war immer noch neu für Nasir, auch wenn er sich sehr darüber freute. Trotzdem waren so offenkundige Andeutungen, mit was sie beschäftigt gewesen waren, dann doch ein wenig viel für sein scheues Herz. xD
Leif hingegen verstand, dass sie die Gastfreundschaft der beiden schon genug ausgereizt hatten. Mit Sicherheit hätten sie es bemerkt, wenn Heuschrecken in ihrem Haus umhergeflogen wären, selbst wenn sie beschäftigt gewesen waren. Also war das wohl noch ein Indiz. Leif beneidete die beiden darum, dass sie ihre Zweisamkeit so genießen konnten – nicht wissend, wie sehr sie dafür hatten kämpfen müssen. Glück wollte wohl verdient sein.
Nein, für Nasir war das Gespräch wirklich nicht beendet, ihn hatte es zum Nachdenken und Mitfühlen gebracht. Weswegen er sich gerade noch nicht auf die Liebkosungen einlassen konnte, sondern etwas mit Agron besprechen wollte. Der wurde laut und sagte ziemlich direkt, was er von der Idee, zu helfen, hielt. Nasir schmerzten die Erinnerungen an Louis Taten ebenfalls. Sie hatten zwar über alles gesprochen, doch dieses Thema würde sie immer aufwühlen. »Ich habe dir aber auch erklärt, dass ich das nicht so einfach kann. Niemand sollte so leiden, wie wir es getan haben. Und Torben könnte doch eine Gefahr für noch mehr Menschen hier sein. Wer weiß, vielleicht steckt er als Nächstes die Häuser hier in Brand. Oder ermordet jemanden, um es Virgil in die Schuhe zu schieben.« Sie hatten gesehen, zu was ein fehlgeleiteter Mensch in der Lage war, von daher dramatisierte Nasir hier wirklich nichts.
Agron schob ihn von seinem Schoß, was ihm einen Stich versetzte. Er schlang die Arme um seinen Oberkörper, weil es ihn fröstelte, unterbrach den Blickkontakt aber nicht. »Hast du nicht gesehen, wie verloren sie aussehen? Ich erkenne das, wenn jemand dabei ist, sich aufzugeben. Sie mögen vielleicht kräftig sein, aber sie sind nicht wie du oder Auron. Hast du Leif jemals in der Arena gesehen oder Virgil auf dem Kampfplatz?« Nasir schüttelte den Kopf. Er kannte die beiden ja auch nicht, wusste so gut wie nichts über sie, aber er hatte im Herrenhaus gelernt, Körpersprache zu lesen. Es war für die Sklaven oft die einzige Möglichkeit gewesen, zu erfahren, wie es dem anderen ging. Oder was man von den Kriegern zu erwarten hatte.
Nasir ging einen Schritt auf Agron zu und nahm seine Hände, sofern dieser es zuließ. »Ich rede ja gar nicht davon, uns ins Kreuzfeuer zu begeben. Aber irgendwas fällt uns vielleicht ein, was wir tun können. Ich glaube ... die beiden könnten gerade Freunde gebrauchen, die etwas Ähnliches durchgemacht haben.« Und wenn sie nur ihr offenes Ohr anbieten würden. Das wäre doch besser als nichts.
@Virgil Chadburn



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Man würde wohl nicht vermuten wie lange Agron ein echtes Problem mit seiner Homosexualität gehabt hatte, hm? Und wie schwer es ihm anfangs gefallen war sich mit Nasir zu zeigen. Aber inzwischen.. da genoss er genau das in vollen Zügen. er hatte endlich das gefunden.. das er sein Leben lang gesucht hatte. Nämlich sich selbst. Endlich konnte er ganz er selbst sein ohne sich verstellen zu müssen. Schon alleine dafür wäre er für Virgil wohl ein guter Gesprächspartner, selbst wenn sie charakterlich sehr unterschiedlich waren. Aber sie kämpften mit ähnlichen Dämonen.
Inzwischen konnte Agron jedenfalls gar nicht mehr genug von seinem Kätzchen bekommen und so lange seine Lust nicht gestillt war, fiel es ihm auch schwer sich auf ein vernünftiges Gespräch zu konzentrieren. Er war eben sehr triebgesteuert und hatte sich lange genug zurück halten müssen wegen Nasirs Erlebnissen… doch nun lief endlich alles gut. Weshalb er ihre Zeit auch in vollen Zügen genießen und sich nicht auch noch die Probleme anderer aufhalsen wollte.
„Wir leben in der Apokalypse Nasir! Die Leute leiden ständig wegen irgendwas! Wir können nicht alle retten…“
und Agron wollte das auch gar nicht. Er war da längst nicht so empathisch wie Nasir und hatte keineswegs auf die Körpersprache der beiden geachtet, er wollte sie einfach nur rasch loswerden und nichts von ihren Problemen erfahren.
„und wer sagt dir eigentlich, dass dieser Virgil das Opfer ist und Torben der Schuldige? Er ist ein Idiot ja.. aber wie lange kennst du den Neuling schon? Vielleicht hat er ja mehr Dreck am Stecken als du denkst?? Und Torben hat Recht mit seinen Vorurteilen?“
Agron war nun auch nicht unbedingt ein Freund der Christen. Die waren so beschissen engstirnig.. und das hatte Agron seine ganze Kindheit lang miterleben müssen.
Allerdings beunruhigte es Agron dann schon auch als Nasir meinte er könne jemanden töten, um es dann Virgil in die Schuhe zu schieben…. was wenn er sich nun an ihnen rächen wollte? weil sie den beiden Infos gegeben hatten?
„Ach Fuck! Mit ihrem Auftauchen haben sie ihre scheiß Probleme schon längst vor unsere Haustür gebracht..“
Und das machte Agron echt sauer. Er wollte da nicht rein gezogen werden und hätte sie niemals rein gelassen, hätte er gewusst, mit welchen Schwierigkeiten sie sich rumschlugen.
Und Nasir machte es ihm wirklich nicht leicht das Ganze ad acta zu legen, da er ja förmlich in einem Atemzug auf ihn einredete.
„Keine Ahnung wie sie aussahen Nasir.. du weißt, dass ich auf solche Dinge nicht achte“
er hatte nur Augen für Nasir gehabt und es war ihm ziemlich egal gewesen wie die beiden drauf waren. Aber sein Kätzchen interpretierte da wie immer viel zu viel hinein. Weshalb Agron letztlich seufzte als er seine Hände nahm und ihm genervt aber zumindest nicht mehr so zornig in die Augen sah.
„Du wirst ohnehin nicht aufhören auf mich einzureden, ehe ich ‚ja‘ sage oder?“
meinte er nun fast ein bisschen resignierend und zog Nasir in seine Arme
„na schön! wenn du es dir unbedingt einbildest…. aber lass uns das Drama wenigstens auf morgen verschieben und jetzt… endlich da weiter machen wo wir aufgehört haben!“
War Nasir nun zufrieden, weil Agron nachgab? das war doch mindestens eine kleine Belohnung wert oder? xD
@Leif Tyrson



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»Nein, wir können nicht alle retten, aber wenn jemand an die Tür klopft, und um Hilfe fragt, können wir sie doch gewähren.« Okay ... genau genommen hatten sie das bereits getan. Sie hatten alle Fragen beantwortet und dann waren Leif und Virgil gegangen. Aber das hieß nicht, dass sie sich nicht doch mehr Hilfe oder Unterstützung wünschten. Nasir war es auch zu oft nicht gelungen, danach zu fragen, weil er sich geschämt hatte. Oder dachte, das Leben im Unglück und Schmerz wäre eben sein Los. Auch er könnte vielleicht das ein oder andere Gespräch mit Virgil führen, über das, was man glaubte zu verdienen, wie unwahr das oft war ... und dass man manchmal einen langen Weg gehen musste, bis man das Glück, was einem gegeben wurde, wirklich einlassen und genießen konnte.
»Na ja, du hast gehört, welche Lügen Torben ihnen offenbar aufgetischt hat. Um was es genau ging, weiß ich auch nicht ... aber ...« Er hob die Schultern und sah Agron nun aus zusammengekniffenen Augen an. »Du hast früher bestimmt auch geglaubt, jeder Islamist wäre ein Terrorist, oder?« So von wegen Vorurteile gegenüber diversen Glaubensrichtungen ... das konnte Nasir jetzt wirklich nicht unkommentiert lassen. xD Aber einen Streit wollte er jetzt nicht deswegen anfangen. »Ich hoffe, ich habe dich vom Gegenteil überzeugt. Und über Virgil kannst du dir auch erst eine Meinung bilden, wenn du ihn besser kennst.«
Ja, damit hatte Agron wohl Recht. Sie waren bereits hineingezogen worden und wenn Torben das herausfand, könnte er auch gegen sie schießen. So weit hatten auch Leif und Virgil nicht gedacht, sonst hätten sie vielleicht gar nicht erst an die Tür geklopft.
Agron entzog ihm seine Hände nicht, als Nasir nach ihnen griff. Zugegeben, Diskussionen kamen in ihrer Beziehung sehr oft vor, weil sie eben doch unterschiedlich wie Tag und Nacht waren. Aber das hieß nicht, dass Nasir sie gern führte. Weswegen er unbedingt wieder für Harmonie und Nähe sorgen wollte. Agron ließ sich zum Glück darauf ein und willigte sogar ein, den beiden Wikingern Hilfe anzubieten.
»Okay«, raunte Nasir mit einem Lächeln und stellte sich dann auf die Zehenspitzen, um Agron zu küssen, und sorgte mit einer beiläufigen Bewegung dann auch gleich dafür, dass das Handtuch zu Boden fiel.
Während die beiden sich liebten, trotteten Leif und Virgil zu ihrer Hütte zurück und verkrochen sich dort. Es war nun fast Nacht und heute würden sie ohnehin nichts mehr getan bekommen. Sie entsorgten noch zwei, drei Heuschrecken, die sie übersehen hatten, und legten sich dann ins Bett. Die Stimmung war vermutlich nicht gut genug, um so wie Nagron übereinander herzufallen. xD Aber sie einigten sich darauf, gleich am nächsten Morgen Torben aufzusuchen.
Leif hielt sich an sein Versprechen und blieb in der Nähe, aber mehr oder weniger versteckt. Er konnte die beiden von hier aus nicht sehen, aber hören. Um den Anschein zu wahren, hatte er sein Segel vom Boot vor sich ausgebreitet, um ein paar kleinere Löcher zu stopfen.
@Virgil Chadburn



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Nasirs Helferkomplex war manchmal wirklich anstrengend. Aber Agron konnte es ja auch irgendwie verstehen. Er hatte so lange Zeit über als Sklave gelebt oder war angefeindet und verfolgt worden. wahrscheinlich hätte er sich gewünscht, dass jemand ihm Hilfe angeboten hatte. Und wollte es deshalb nun selbst für alles und jeden tun, damit niemand sich fühlte wie Nasir damals.
Anstrengend war es trotzdem für Agron, da er doch einfach nur das Leben mit Nasir genießen wollte. Und wirklich die Schnauze voll hatte von Drama. Davon hatten sie nämlich selbst genug gehabt. Hatten sie nun nicht etwas Ruhe und Frieden verdient? Mussten sie wirklich alle Kämpfe innerhalb der Kolonie ausfechten? …. es sah ganz danach aus. Zumindest jene, von denen Nasir Wind bekam.
„Was? Nein, natürlich hab ich das nicht gedacht!“
Antwortete er etwas zu energisch auf Nasirs Unterstellung. Sein Vater hatte stets solche ausländerfeindlichen Bemerkungen von sich gegeben und ja.. womöglich hatte sich etwas davon in seinem Unterbewusstsein als Teenager fest gesetzt. Aber Nasir war in seinen Augen nie ein Terrorist gewesen! Er hatte sich von diesen Vorurteilen gelöst und seine eigene Meinung entwickelt.
„Und was wenn ich ihn gar nicht besser kennen lernen will? Du neigst dazu…. dass deine Grenzen verschwimmen, wenn du jemandem helfen willst.. mir wolltest du damals auch unbedingt helfen, als du gemerkt hast, wie sehr ich mit meiner Sexualität hadere. Und wir sehen ja was dabei raus gekommen ist“
Nämlich, dass Agron nun zwar zu seiner Sexualität stand aber aus ihnen war auch ein Paar geworden! Weil Nasir einfach nicht locker gelassen hatte.. und ja.. Agron machte sich Sorgen, dass das bei diesem Virgil vielleicht auch passieren könnte. Wenn Nasir sich voll und ganz auf seine Gefühlswelt einließ… gut aussehen tat er ebenfalls. Also wer sagte ihm, dass er sich nicht in jemand anderen verliebte? Das war ja immer schon eine seiner größten Ängste gewesen. Dass Nasir irgendwann erkannte, dass Agron ihm nicht viel mehr bieten konnte als ein paar Muskeln und eine große Klappe.. dieser Virgil hingegen hatte auch Muskeln und wirkte noch dazu ziemlich belesen. Weshalb er eine ziemliche Konkurrenz in ihm sah. Bei Leif wusste er es nicht so genau, der war wohl zu ruhig, um wirklich mit Nasir zusammen zu passen.. weshalb er bei ihm weniger Sorgen hatte.
Dennoch gewann Nasir diese ‚Diskussion‘ und Agron knickte ein. Er hoffte bloß, dass er das nicht noch bereuen würde… zumindest heute Nacht wurde er für seinen guten Willen belohnt.
Bei Leif und Virgil war die Stimmung auf andere Weise angespannt. Das alles belastete und verwirrte Virgil sehr. Denn er wusste gar nicht was besser war. Wenn die Götter ihnen Zeichen sendeten oder wenn es wirklich einen Menschen gab… der ihn so sehr hasste, dass er ihn unbedingt loswerden wollte. Angefeindet zu werden war er als Christ ebenfalls gewöhnt. Aber so viel Bösartigkeit obwohl er gar nichts getan hatte? Er verstand einfach nicht wieso manche Menschen so waren.
Er musste das unbedingt klären. Weshalb er Torben am nächsten Morgen aufsuchte. Virgil war die halbe Nacht wach gelegen und hatte sich Worte zurecht gelegt. Die nun.. wo er vor Torben stand, alle wie weg gefegt aus seinem Kopf wirkten. Und er nervöser wirkte als er es wollte.
„Torben…? Können wir reden? Ich würde dir gerne erklären… was mein Glaube für mich bedeutet. Und warum du dich wirklich nicht bedroht von mir fühlen musst. Du kannst.. mir auch alle Fragen stellen die du möchtest, okay? Ich erkläre dir alles das du wissen willst. Denn ich denke Reden ist der einzige Weg, um Missverständnisse oder Ängste zu mindern…“
Virgil versuchte wirklich freundlich und verständnisvoll auf Torben zuzugehen, trotz der Lügen die er verbreitet hatte. Und trotz der schrecklichen Vermutungen die sie hatten..
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Das erkannte Agron ganz richtig. Nasir konnte sich einfach nicht zurücklehnen und alles dem Schicksal überlassen. Das letzte Mal als er aufgegeben und nicht mehr gekämpft hatte ... da war er in Louis’ Abwärtsspirale gefangen gewesen. Auch da war er auf Hilfe angewiesen gewesen. Zwar hatte er sich selbst gewehrt, doch ohne Agron hätte Louis ihn erwischt und noch Schlimmeres getan. Was den beiden Wikingern bevorstand, wusste keiner von ihnen, ja nicht mal sie selbst. Aber Not ertrug Nasir einfach nicht und wenn er helfen konnte, wollte er es tun. Ohne sich selbst aufzugeben, ja. Trotzdem würde es sicher irgendetwas geben, was besser war, als die Hände in den Schoß zu legen und sich auf dem eigenen Glück auszuruhen.
Nasir zog die Augenbrauen hoch bei der energischen Erwiderung. Sie sprachen ja nicht vom jetzigen Agron, aber damals hatte er doch bestimmt schlecht von jedem Ausländer gedacht. Was er ihm ja nicht mal vorhielt, wusste er doch, mit welchen Werten er aufgewachsen war und wie schwer es war, sich davon zu lösen. Für Nasir waren früher die meisten Amis übergewichtige Menschen gewesen, die zu Hause vor der Glotze Pommes futterten und vor sich hin nuschelten, als würden sie permanent Kaugummi kauen. Vorurteile waren furchtbar, aber sie hatten einen automatisch im Griff. Zum Glück hatten sie sich davon gelöst und Nasir hatte sich sehr geschämt für seine Vorstellung, sobald er erkannt hatte, wie unsinnig sie waren.
»Gut«, meinte er. »Die einzigen Anschläge, die ich auf dich verübe, sind welche im Bett.« Er war also ein kleiner Sex-Terrorist. xD Und ja, das war vermutlich irgendwo politisch inkorrekt, aber in der Apokalypse und unter vier Augen durfte man so was bestimmt mal sagen.
Nun runzelte er die Stirn. Seine Grenzen verschwammen, wenn er jemandem helfen wollte? »Was willst du damit sagen? Bist du ... nicht glücklich, dass wir ein Paar sind und du zu dir stehst?« Irgendwie wirkte es so, als wolle Agron das sagen. Vielleicht kapierte der Syrer gerade auch die eigentliche Botschaft nicht. Dachte deswegen noch mal genauer darüber nach, und zwar laut.
»Ich verstehe, dass du wegen der Sache mit Louis Vorbehalte hast. Ihm wollte ich auch helfen und daraus ist nichts Gutes entstanden, aber das hatte mit unserer gemeinsamen Vergangenheit zu tun. Dir habe ich aber geholfen, weil ich dich liebe und mit dir zusammen sein wollte. Und Raven, weil sie schwanger ist und ich sie mag und ... es hatte doch immer andere Gründe, warum ich für jemanden in die Bresche gesprungen bin.«
Nasir kapierte wirklich nicht, was Agron sagen wollte. Dass er Angst hatte, er würde sich in Virgil oder Leif verlieben. Das war so absurd, dass es ihm einfach nicht in den Sinn kam.
Leif fände es definitiv besser, wenn ein Mensch für alles verantwortlich war, denn daran könnten sie etwas tun. Sie wären nicht so machtlos und allem ausgeliefert. Wenn sie ehrlich waren, würden sie dann nicht mehr lang bestehen können. Leif vielleicht schon, aber was Virgil anging machte er sich keine Illusionen. Er war noch nicht lang genug fort von allem, um wirklich drüberzustehen und er würde vermutlich immer bei solchen ›Zeichen‹ an seinen früheren Glauben denken. Ob ihre Beziehung das lang aushielt, immer im Hinterkopf zu haben, sie würden eine Sünde begehen und egoistisch sein ... das war trotz aller Liebe, die sie füreinander fühlten, eine gute Frage. Jeder hatte seine Grenze und jeder war irgendwann zermürbt, wenn er immer nur eins drauf bekam.
Aber noch waren sie nicht an diesem Punkt. Torben hatte Dreck am Stecken und sie mussten herausfinden, was das mit ihnen zu tun hatte. Es fiel Leif schwer, seinen Partner allein zu ihm gehen zu lassen, ihm war aber auch klar, dass es sein musste. Also blieb er bei seinem Segel und versuchte, sich darauf zu konzentrieren.
Torben war nicht gerade begeistert von der Pleite mit den Heuschrecken. Natürlich hatte es ihm ferngelegen, die Ernte zu gefährden, so weit hatte er letztlich nicht gedacht. Es war so anstrengend gewesen, die ganzen Biester zusammenzusuchen, vor allem, weil er auch noch den verletzten Arm hatte. Die ganze Mühe war umsonst gewesen. Wobei er dem christlichen Trottel hoffentlich trotzdem Angst eingejagt hatte. Zumindest hatte es so gewirkt.
Gerade hockte er vor seiner Hütte und dachte nach, wie er weiter vorgehen sollte. Dass man ihn bereits als verdächtig auf dem Schirm hatte, war ihm nicht bewusst. Immerhin hatte er doch für alles eine sehr gute Ausrede gehabt, selbst für die Brandwunden. Er knurrte verhalten, weil plötzlich Virgil auf den Weg trat und auf ihn zuhielt. Das brauchte er gerade nun wirklich nicht. Weswegen er abwinkte, sobald der Kerl seinen Wunsch ausgesprochen hatte. »Ich weiß genug und ich muss auch nicht mit dir reden, um mir meine Meinung zu bilden. Da muss ich nur meine Ahnen fragen, um zu wissen, wie falsch und manipulativ ihr Christen seid. Leif machst du vielleicht was vor, aber mir nicht.«
Er stand auf und richtete sich bedrohlich zu voller Größe auf. »Ich weiß, was du vor hast und ich sage dir, wenn ich mitbekomme, dass du nur einen von uns hier missionierst ... dann sind Heuschrecken und der Zorn Gottes deine geringste Sorge!«
Natürlich würde er nicht zugeben, dass er da ein wenig nachhalf. Aber er würde auch nicht auf gut Freund machen mit dem Typen. Der durfte ruhig wissen, dass er unter Beobachtung stand.
@Virgil Chadburn



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Okay, bei dieser Bemerkung musste Agron nun schon wieder loslachen. Politisch korrekt war das definitiv nicht aber wen interessierte es? Dieses Geplänkel war nur für ihre Ohren bestimmt, weshalb er grinsend darauf einstieg.
„Du darfst meine Bomben jederzeit zum Explodieren bringen“
Bevor die Bemerkungen aber noch eklig wurden, sollten sie besser wieder auf Tuchfühlung gehen xD. Allerdings schien es vorher noch etwas zu klären zu geben, da Agron sich mal wieder missverständlich ausdrückte.
„Doch natürlich bin ich das! Ich meinte ja nur.. dass… naja du steigerst dich dann immer viel zu sehr in die Sache rein und.. entwickelst zu viel Mitgefühl für dein Gegenüber..“
Und dann verschwammen die Grenzen, was war daran denn nicht verständlich? xD Agron konnte und würde jetzt nicht zugeben, dass er einfach nur eifersüchtig war. Das würde immerhin von Unsicherheit zeugen und er war doch niemals unsicher!
Weshalb er das Thema nun rasch wieder beenden wollte und deshalb einfach nur abwinkte..
„Ist schon gut vergiss es.. wir helfen ihnen ja.“
Aber sollte Agron bemerken, dass einer von den beiden Nasir auch nur ein einziges Mal falsch ansah oder er irgendwie in Gefahr geriet, würde er der ganzen Aktion sofort einen Riegel vorschieben. Das war Nasir hoffentlich bewusst.
Virgil kam überhaupt nicht auf die Idee die Beziehung der beiden zu sabotieren. Er war doch gerade erst frisch mit Leif zusammen gekommen, hatte seiner Kolonie und seinem Glauben mehr oder weniger den Rücken gekehrt und ein neues Leben begonnen. Er war glücklich mit Leif und wollte nur mit ihm zusammen sein. Andere Männer.. interessierten ihn gerade kein Stück. Sie hatten nun wirklich andere Sorgen. Nämlich eine höhere Macht oder einen Extremisten, der ihre Beziehung sabotieren wollte. Und das war viel präsenter. Weshalb ein Gespräch dringend überfällig war. Torben war doch kein Tier.. deshalb musste es doch möglich sein mit ihm zu reden.
Allerdings stellte der Wikinger sofort auf stur und wollte ihn kaum anhören. Aber Virgil würde sich nicht so leicht vertreiben lassen. Er hatte nun keine andere Wahl außer ihm zuzuhören.
„Ich versuche doch gar nicht Leif vom christlichen Glauben zu überzeugen oder.. sonst irgendwen hier. Um ehrlich zu sein, finde ich eure Götter sogar sehr interessant und würde gerne mehr über eure Religion lernen. Ich habe meiner Gemeinschaft den Rücken gekehrt.. mit dem Wissen, dass ich dadurch.. vor meinem Gott womöglich in Ungnade falle. Dennoch habe ich es getan weil ich Leif liebe! Etwas das in meinem Glauben verboten ist..“
War das nicht Überzeugung genug? Wieso misstraute Torben ihm immer noch? Nur wegen irgendwelchen alten Geschichten?
In der Zwischenzeit war es Agron, der sich am nächsten Morgen zu Leif begab und sich schnaubend neben ihm nieder ließ. Er betrachtete ihn skeptisch und missmutig. Leif lebte zwar schon lange hier.. weit länger als Agron es tat, dennoch waren sie bisher nie so richtig ins Gespräch gekommen. Und Agron musste gleich ein paar Dinge klar stellen
„Ihr habt Glück, dass Nasir so ein verdammter Heiliger ist und nicht anders kann als euch helfen zu wollen. Ihr habt uns in eure Scheiße rein gezogen, das lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Aber lass mich dir eine Sache sagen Leif.. sollte Nasir dadurch irgendwie in Gefahr geraten oder ihn einer von euch auch nur falsch ansehen, dann ist Torben nicht euer größtes Problem hier, ist das klar?!“
Lustig eigentlich, dass Torben gerade die selbe Drohung an Virgil aussprach, als dieser sich so vor ihm aufbaute.
Virgil wurde unwohl dabei.. er wollte hier keinen Kampf oder eine Auseinandersetzung. Er wollte sich aber genauso wenig einschüchtern lassen, weshalb er stehen blieb und ihm die Stirn bot.
„Du drohst mir? Obwohl ich dir rein gar nichts getan habe?“
Er schüttelte seufzend den Kopf.
„Ich weiß nicht, was ein Christ dir in der Vergangenheit offenbar angetan hat.. aber ich kann dir versichern.. ich habe keinerlei schlechte Absichten oder möchte dir irgendetwas Böses…“
@Leif Tyrson



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Würde Agron einfach mal klipp und klar sagen, was er fühlte, egal, wie unmännlich es ihn angeblich machte, würden nicht so viele Missverständnisse entstehen. xD Nasir hatte schon manchmal Mühe, ihm zu folgen, so wie auch jetzt. Er sollte zu viel Mitgefühl entwickeln und steigerte sich in Dinge rein? Das ließ ihn die Stirn runzeln. Okay, wenn man sich ansah, wie die Sache mit Louis eskaliert war, mochte Agron schon recht haben, aber ... nein, er wollte das jetzt nicht noch einmal durchkauen. Und auch sein Partner ließ vom Thema ab und ließ Nasir mit seinen Berührungen und Küssen die kleine Diskussion ganz schnell wieder vergessen.
Am folgenden Tag versuchte Virgil, zu Torben durchzudringen. Der wollte aber so gar nicht mit sich reden lassen. »Du sagst es doch selber. Er ist immer noch dein Gott. Du hast dich nicht mal im Ansatz von ihm gelöst. Vielleicht findest du unseren Glauben interessant, vielleicht bist du aber auch auf einem Kreuzzug und versuchst, unsere Siedlung von innen heraus zu sabotieren. Aber das lasse ich nicht zu, verstanden?« Seine Drohung hatte Bestand. Sollte er mitbekommen, dass Virgil jemanden an die Church verwies oder die Lehren der Christen verbreitete, würde er sich gezwungen sehen, etwas dagegen zu unternehmen. Es wurde also sehr schnell klar, dass an eine Aussprache mit Torben nicht zu denken war.
Leif horchte mit einem Ohr auf laute Rufe, damit er schnell dazwischen gehen konnte, sollte Torben seinen Partner angreifen oder Ähnliches. Die Löcher in seinem Segel stopfte er nur nachlässig, weswegen er sich sicher bald erneut dransetzen durfte. Aber es gab seinen Händen zumindest etwas zu tun.
Ein Schatten und ein Schnauben ließen ihn aufblicken. Halb erwartete er, einen entmutigten Virgil zu sehen, aber es war Agron, der sich neben ihn setzte. Für einen Moment ließ er dessen Wort wirken und nickte. »Ich habe mich gestern schon entschuldigt, wir wollten euch nicht in etwas hineinziehen. Virgil spricht gerade mit Torben, damit dieses ... Problem hoffentlich schnell aus der Welt geschafft wird.« Dennoch war die Botschaft natürlich angekommen und Leif machte Agron auch keine Vorwürfe, seinen Standpunkt klarzustellen. Er würde etwas Ähnliches tun, ginge es um Virgil. Mit anderen Worten, ja, aber es war eben immer schwierig, eine geliebte Person sehenden Auges einer potenziellen Gefahr auszusetzen. Und wie gefährlich Torben werden konnte ... das konnten sie gerade alle noch nicht erahnen.
- CUT -
@Virgil Chadburn



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