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Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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THE DEAD DON’T DIE
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#61

RE: Wälder

02.02.2020 15:47
Emily Cooper Emily Cooper (gelöscht)
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Beth blieb mit Abstand stehen. Verständlich, man wußte nicht genau wie ein fremder drauf war. Emily war aber grad nicht in Stimmung, um einen fremden zu töten. Ihr war ehe das reg wichtig, was sie hier Jagte. Beth war aber auch nicht böse, sie wollte helfen das verletzte Tier zu jagen. Emily könnte Hilfe gebrauchen und ja hielt ihr Wort.
Sie würde das Tier teilen, aber dafür müssten beide sehr schnell sein. Mehr wie nur schnell, wenn die Blonde hier war könnten noch mehr hier sein.
"Freut mich Beth. Ich Lebe zurzeit in ein Baumarkt. Aber wirklich ein festen Sitz hab ich nicht.", sagte sie und lächelte leicht. Dann folgte sie der blutspur, es bewies nur das Sie das Tier getroffen hatte. Nun musste alles sehr schnell gehen. Als Beth ihr eine Richtung zeigte, das da, das Reh sein könnte, rannte sie etwas. Sie wollte schnell sein, schneller als ein Beißer oder ein Fremder. Ja es war das Reh, Beth hatte recht gehabt. Emily Atmete erleichtert und zog ihr Messer. Sie wollte das Tier so schnell es geht zerlegen. "Ich Häute es, passt du auf das uns niemand angreift oder stört dabei. Das würde mir helfen.", sagte sie und ging sofort ans Werk. Emily war gründlich wie auch schnell bei der Sache. Sie hoffte das Beth aufpasst das niemand beide überrascht.


@Beth Greene

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#62

RE: Wälder

20.02.2020 11:07
Beth Greene Beth Greene (gelöscht)
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Beth sah immer erst das Gute in den Menschen. Wahrscheinlich war es naiv, denn sie konnte nie wissen ob die andere Person dies ausnützen würde und sie von hinten niederschlug. Oft hatte sie deswegen schon Probleme mit Maggie und Daryl bekommen, doch sie war eben so. Natürlich gab es schlechte Menschen und das wusste Beth, doch es konnten ja nicht alle Menschen schlecht sein. Beth glaubte noch immer, dass es irgendwann mal wieder so wie früher sein könnte, sicher und normal. Das meiste gab es tatsächlich im Cottage, denn dort war das Leben fast normal, fast wie früher.
"Lebst du dort allein?" fragte Beth aus reiner Neugier. Sie wusste das Emily eventuell nicht antworten würde, doch irgendwie mochte sie es nicht sich anzuschweigen. Es gab ihr Sicherheit sich mit der fremden Person zu unterhalten, denn das machte es irgendwie normaler. "Wir leben in einem, naja sagen wir mal, Dorf zusammen. Es ist schön da," fügte sie noch hinzu. Wenn sie etwas von sich preisgab, tat es Emily ja vielleicht auch.
Die beiden fanden das Reh tatsächlich und Emily ging gleich ans Werk. Beth nickte. "Ich passe auf," sagte sie und sah sich aufmerksam um. Es war ruhig um die beiden herum, doch wenn Beißer in der Nähe waren, würde der Geruch des Blutes sie anziehen, genau wie die leisen Geräusche die das Häuten mit sich zog. Daher musste Beth genau aufpassen, sie musste ihre Augen und Ohren offen halten. Und das tat sie auch. "Beeil dich," sagte sie leise zu Emily, denn sie hatte Geräusche vernommen. Irgendwer oder Irgendwas war in der Nähe. Noch konnte sie nichts sehen, aber ab und an knackten irgendwo Äste, wie als würden sie zertreten werden. Wenn es eine Herde war, mussten sie weglaufen, sobald sie diese sehen konnten, denn zu zweit konnte man es mit einer Herde nicht aufnehmen. Sollten es nur wenige sein, könnten sie diese schaffen, doch Beth hoffte sie würden weg sein, bevor sie jemand oder etwas finden würde.



@Emily Cooper

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#63

RE: Wälder

21.02.2020 19:44
Emily Cooper Emily Cooper (gelöscht)
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Beth war vorsichtig, hielt Abstand zu Emily. Aber dies hielt sie nicht ab, fragen zu stellen. Es war lang her, das jemand fragen ihr stellte. Nun war die Frage, warum wollte Sie dies wissen? Man durfte nicht blauäugig sein. Aber zu kalt auch nicht, jede Entscheidung könnte das Leben in Gefahr bringen. Deshalb entschied Emily sich, Beth etwas zu vertrauen.
"Ja, ich bin eigentlich immer alleine. Ich hab es nicht so mit Menschen.", gab sie ehrlich zu und so war es auch. Menschen waren nie ihre Welt gewesen. Emily hörte das Beth in einen Dorf wohnt. Also eine Gruppe, Gott sie wollte schnell ihr Tier jagen und dann Weg von hier. Viele Menschen holten nur in Emily das schlechte raus und das musste nicht sein.
"Ein Dorf, also eine Gruppe oder Familie? Du musst nicht drauf antworten. Ich mein du kennst mich ja nicht, woher willst du wissen ob ich nicht auch Lüge oder nicht.", sie sprach die Angst aus, die wohl hier jeder hatte der Lebte.


Emily war froh, als beide das Tote Reh fanden. Das Beth echt ein Auge offen hielt, war auch nicht selbstverständlich. Das zeigte nur, das Sie eine gute war.
" Ich Häute Tiere schon sehr lang, es wird nicht so lange dauern.....", sagte sie als sie das Fell abzog und dann sofort die wichtigsten Organe entnahm. Den Rest legte sie auf Eine andere Stelle. Emily hörte ihre Stimme und machte noch ein paar Schritte weiter und schneller. Sie trennte die Knochen um das Fleisch besser zu transportieren. Aber eben nur das, was nötig war.
"Gleich......", sagte sie und Verband das Fleisch so, das man nichts verlieren könnte. Sie warf sich ein halbes Stück Reh auf den Rücken. Auch wenn das meiste aus den Körper war, so war es dennoch schwer.
"Das Fell lass hier, dafür ist keine Zeit. Das Bein da, kannst du es tragen? Wir müssen los. Die paar gedärme lass ich da, die können uns Zeit verschaffen.", sagte sie und sah Beth an. Ihre Hände waren voller Blut. Aber es geht grad nicht anderst, Zeit das Blut abzuwaschen, hätte Emily auch später.


@Beth Greene

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#64

RE: Wälder

12.03.2020 12:51
Beth Greene Beth Greene (gelöscht)
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Irgendwie wollte Beth die Stimmung lockern, immerhin war sie mit einer Fremden unterwegs und wenn man sich unterhielt, war man sich nicht ganz so fremd. Es gab eine gewisse Vertrautheit, die man brauchte um zusammen wenn es nötig war auch zu kämpfen. Beth hatte sich bei den Fragen nichts gedacht, sie war auch neugierig aber eigentlich diente es tatsächlich zur Auflockerung zwischen den beiden. "Du bsit wirklich immer allein? Ist das nicht einsam?" fragte sie und sah zu Emily rüber. Auf Emilys Frage hin, musste Beth lächeln. "Anfangs waren wir eine Gruppe, haben uns zusammen gefunden aber mittlerweile sind wir eine Familie," sagte sie und lächelte da auch. Für Beth war es wichtig nicht allein zu sein, wahrscheinlich wäre sie sonst bereits tod. Denn anfangs konnte Beth sich nicht gut verteidigen, vieles hatte sie von @Daryl Dixon gelernt und er hatte ihr auch durch einige schwere Momente geholfen. Daher war er für sie wichtig geworden, fast wie ein Bruder. "Ich hab dir ja nicht verraten wo wir leben," sagte sie und blickte zu Emily.
Beth achtete auf die Umgebung, während Emily das Reh zerlegte. Beth selbst könnte das nicht, doch irgendwie musste man ja an Nahrung kommen. Gut das sie dafür andere in ihrer Gruppe hatten, die so etwas taten. Beth taten die Tiere immer Leid und sie mochte sie lieber leben sehen, als sie zu töten. Trotzdem aß sie auch das Fleisch wenn es welches gab, was natürlich wiedersprüchlich war, doch in der heutigen Zeit hatte man da keine Wahl. Als Emily fertig war, nickte Beth und nahm das Bein des Rehs. "Ja das geht. Lass uns los," sagte sie und lief dann auch in die entgegen gesetzte Richtung der Geräusche. Wahrscheinlich hatten sie Glück und kamen der Herde davon, wenn diese die Reste des Tieres fraßen. Beth zog ein Tuch aus ihrer Tasche und hielt es Emily hin. "Du kannst deine Hände abwischen," sagte sie und lächelte etwas, während sie sich mit Emily von der Stelle der Zerlegung entfernte.



@Emily Cooper

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#65

RE: Wälder

26.03.2020 21:10
Emily Cooper Emily Cooper (gelöscht)
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Auch wenn die Stimmung sehr angespannt ist, versuchte Beth es locker anzugehen. Durch das Gespräch wurde es auch besser. Natürlich kann sich das mega schnell ändern, das wusste Emily genauso wie es Beth wusste. Aber sie wollte nicht immer an das schlimmste denken. Das würde nur das schlimmste hervor rufen.
"Naja ich bin es gewohnt. Wenn man immer alleine ist, wäre es komisch mit Leuten zu sein. Und ich weiß das ich auf mich immer zählen kann, ich mein das kann man Heute zu Fremden kaum noch sagen.", sagte sie und natürlich sagte sie damit beinahe das sie ihr nicht traute. Aber Emily meinte fies nicht so. Sondern ehe, das viele Menschen einen verarschen oder Situationen nutzen. Alleine passiert ihr das nicht, auch wenn Sie Gesellschaft manchmal vermisst.
"Eine Familie..... Das klingt zu gut um wahr zu sein. Aber es ist gut das du es hast. Halte es fest und beschütze es auch.", sagte sie und meinte es auch ehrlich zu Beth. Sowas findet man nicht oft. Emily lachte bei ihren Worten, ja sie hatte nicht gesagt wo Sie lebte. Sie wollte es auch nicht wirklich wissen.
" Das ist wahr, das hast du nicht und das ist auch gut so. ", ja war es auch. Beth sollte sich bei ihr sicher fühlen. So sicher wie es eben möglich war, bei zwei fremden Frauen. Emily war erstaunt das Beth ihr half und auch das Bein nahm vom Reh. Der Rest war zu schwer und die Reste die Emily bewusst da liegen gelassen hatte. So würden beide Zeit haben weg zu kommen.
"Ich muss nicht in dein Lager kommen, wir können uns trennen wenn du dich bereit und Sicher fühlst.", sagte sie ruhig und sah nach hinten. Einfach um sicher zu sein das niemand kam. Da die Toten näher kam, musste Emily schnell weg hier.
"Wir müssen uns trennen, sonst wird das nichts.", sagte sie noch zu Beth bevor sie hier verschwand.




--------->>Baumarkt


@Beth Greene

zuletzt bearbeitet 28.04.2020 04:02 | nach oben springen

#66

RE: Wälder

07.05.2020 00:50
Sherry Marino Sherry Marino (gelöscht)
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Eine Dose Pfirsiche und eine Tüte Trockenfleisch, mehr konnte Sherry in ihrem kleinen Rucksack nicht finden. Es waren bereits einige Tage vergangen seit sie das letzte Mal eine halbwegs ordentliche Mahlzeit zu sich genommen hatte. Sie spürte wie ihre Kraft Tag für Tag schwand und die Strecke die sie am Tage zurück legte immer kürzer wurde. Sie hätte im Zoo bleiben können, denn dort war sie sicher, dort hatte sie jede Nacht ein Dach über den Kopf. Doch sie wusste, dass sie da nicht hin gehörte, erwischte sich selbst jede Nacht, wie sie an @Gracie Marquand und die Anderen dachte, sich fragte wie es ihnen ging. Und so fiel ihr die Entscheidung doch mehr als leicht all die Sicherheit gegen eine lange, beschwerliche Reise ein zu tauschen mit der Chance irgendwann wieder dort zu landen wo ihr Herz bereits die ganze Zeit war.
Sie hatte nicht viel was sie für ihren Weg hätte mitnehmen können. Ein paar Klamotten, ein wenig Dosenfutter und ein Messer, mehr Besitztümer hatte sie nicht mehr. Es war fast ein Kinderspiel die Kolonie über den Nomadenbereich zu verlassen, endlich hatte sich der Vorteil gezeigt sich die ganze Zeit eher im Hintergrund gehalten zu haben. Die erste Nacht hatte sie im Güterbahnhof verbracht. Sie wusste, dass es dort noch ein paar nützliche Dinge wie Vorräte gab und vielleicht konnte sie auch etwas was man als zusätzliche Waffe nutzen konnte, finden. Durchaus war Sherry klar, dass sie sich nicht alt zu lang dort aufhalten konnte. Würde ihr Verschwinden doch auffallen, würde man sie wohl am ehesten dort vermuten. Und so begann der eigentliche Teil ihrer Reise, nachdem die ersten Sonnenstrahlen am Himmel aufgingen, denn Tagsüber war es sicherer um nicht plötzlich von Untoten überrascht zu werden. Natürlich war dieses Risiko nie ganz auszuschließen, doch wollte Sherry eine solche Begegnung bei Nacht lieber nicht riskieren.

Seufzend packte sie schließlich die Tüte mit Trockenfleisch aus. Sie hatte sich an einen Baum gesetzt, welcher gut sichtgeschützt hinter einem größeren Busch lag und ideal schien um ein paar Minuten zur Ruhe zu kommen. Sie schob sich einen Streifen des Fleischen in den Mund und kaute eher abwesend darauf herum, während sie angestrengt darüber nachdachte, wie sie zu neuen Vorräten kommen konnte. Zu allem Überfluss war ihre Flasche fast leer und das einzige Wasser, welches sie auffinden konnte, war das des Meeres, welches sie bereits seit Stunden deutlich vernehmen konnte. Weit würde sie nicht mehr kommen ohne dem unerträglichen Gefühl von Hunger und Durst ausgesetzt zu sein. War sie überhaupt in die Richtige Richtung gelaufen? Sie hatte nie wirklich einen Anhaltspunkt gehabt, welchen Weg sie einschlagen sollte. Vom Zoo aus Richtung Washington und von da immer Richtung Osten. Doch wer konnte versichern, dass sie nicht gar vom Kurs abgekommen war und sich nun gänzlich ihrem Ziel entfernte?
Ein leises Rascheln ließ Sherrys Grübeln unterbrechen. Hatte sie sich das nur eingebildet? Nein, da war es wieder. Vorsichtig packte sie die Tüte mit Trockenfleisch zurück und zückte die Waffe, welche sie im Bahnhof gefunden hatte. Sie hatte nur noch eine Kugel. Die anderen drei musste sie an zwei Beißer verschwenden, die ihr gefährlich nahe gekommen waren. Vorsichtig versuchte sie einen Blick zu erhaschen um die Quelle des Geräusches auszumachen. Vielleicht war es nur ein Hase oder ein Vogel, der auf dem Waldboden etwas zu fressen gefunden hatte. Aber es konnte auch genauso gut ein Untoter sein angelockt von dem Duft des Fleisches in ihrer Tasche oder gar ein feindlich gesinnter Lebender. Sollte dieser Fall eintreten, wollte sie gewiss darauf vorbereitet sein.

@Judith Grimes
@Shiva
@Lyanna Lockhart

   
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#67

RE: Wälder

08.05.2020 00:06
Judith Grimes Judith Grimes (gelöscht)
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----> sichere Cottage

Mein Vater war schon eine Weile mit Onkel Daryl unterwegs und er trug mir auf, brav in der Kolonie zu bleiben. Ich war kein ungehorsames Kind, aber ich hatte Hummeln im Hintern. Zu Hause herum sitzen, war nicht gerade mein Ding. Das waren wohl die Grimes Gene, da auch @Carl Grimes gerne mal ausbrach. Natürlich wusste ich, das mein Vater nicht begeistert sein würde, aber der Drang nach draußen war groß.

Auf den Straßen, sah ich Shiva im Gras liegen und sich sonnen. Zu der Tigerdame hatte ich einen guten Draht und ging deswegen zu ihr rüber. Passte aber auf, das sie sich nicht erschreckte. Respekt hatte ich nämlich immer vor ihr. Mit Abstand blieb ich stehen.
"Shiva, Hallo"
Sagte ich zu ihr, um auf mich aufmerksam zu machen. Ihre Ohren zuckten und ihre Augen öffneten sich. Mit einem sanften Lächeln, sah ich zu ihr.
"Die warme Sonne tut gut was"
Langsam näherte ich mich ihr und streckte meine kleine Hand zu ihr aus. Als diese ihren weichen Kopf berührte, bekam ich eine Gänsehaut. Ihr Fell war so warm und weich und ihr schnurren beruhigte mich immer.
"Ich will hinaus, spazieren gehen, willst du mich begleiten?"
Ezekiel hatte mir schon früh erlaubt mit Shiva zu spielen, da er ihr sehr vertraute. Ich vertraute Ezekiel, weswegen ich auch Shiva vertraute. So kam es oft vor, das ich mit dem ausgewachsenen Tiger spielte und herumtollte. Auch wenn sie schon etwas älter war, benahm sie sich oft wie eine junge Katze.

Als gerade Schichtwechsel am Tor war, schlich ich mit Shiva hinaus zum Wald rüber und atmete erst einmal gut durch. Keiner hatte uns gesehen, sonst hätten sie es gleich meinem Vater gepetzt. Ja ich mochte das Risiko, konnte ich nichts für. Zudem hatte ich Shiva bei mir, die mich beschützen würde.

Eine Weile liefen wir durch den Wald. Ich sammelte Beeren und Pilze die ich fand, während Shiva scheinbar einem Duft folgte,
"Was riechst du?"
Neugierig wie ich war, folgte ich ihr und erschrak, als Sherry mit einem Messer vor uns stand. Shiva stellte sich vor mich und knurrte bedrohlich. Ich legte meine Hand auf ihren Rücken und versuchte die Situation zu verstehen.
"Was tust du hier? Ist Negan auch hier?"
Ich wusste was geschehen war, zumindest aus der Sicht unserer Kolonie.

@Shiva @Sherry


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#68

RE: Wälder

08.05.2020 10:34
Shiva Shiva (gelöscht)
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Einer der ersten wirklichen Sonnentage seit langem, es war schön warm und Shiva hatte sich entschlossen sich etwas aufzuwärmen, auf einem Gastabschnitt welcher an der Seite der Straße war hatte sie es sich bequem gemacht. Sie genoss die Sonne und schnurrte leise vor sich hin, es war herrlich wie diese auf ihrem Pelz brannte und ihr Körper sich erwärmte. Ihre Ohren Zuckten leicht als
Schritte hörte welche sich ihr näherten, sie wusste sofort auch an dem Duft der ihr entgegen wehte das es sich dabei nur im die kleine Judith Grimes handeln konnte. Judith und sie hatten eine doch eher besondere Verbindung, schon als sie kleiner war, hatte sie mit Shiva gespielt, Shiva hatte immer ein Auge auf sie gehabt und irgendwie mochte sie die kleine sehr.
Sie hob den Kopf als sie ihre feien Stimme vernahm und legte ihren Kopf leicht schief. Die sanfte Berührung von ihr ließ sie ihre Augen genieserisch schließen. Nur wenige hatten das Privileg sie anfassen zu dürfen, und nur wenige trauten sich auch so nahe an sie heran.
Langsam erhob sie sich und streckte sich ein wenig, als hätte sie verstanden war dies ihre Antwort darauf, sie würde Judith begleiten und auf sie aufpassen.

Das sie sich nach draußen Schlichen störte sie nicht wirklich denn sie waren ja schon einige male zusammen Unterwegs und konnten es so genießen.
Sie waren schon eine Weile gegangen als ihr ein Bekannter Geruch in die Nase stieg welcher sie leicht grollen ließ. Es gefiel ihr nicht, auch wenn sie diesen Negan nicht wittern konnte so war es dennnoch eine Mischung. Als wäre sie bei diesem Irren gewesen.
Sie folgte dem Geruch und begann zu Knurren und ihre Zähne drohend zu zeigen. Als sie Sherry erblickten welche ein Messerin der Hand hielt stellte sie sich vor Judith und zeigte nur noch mehr ihre Scharfen Zähne, sie drohte in diesem Augenblick noch, doch bei einer Falschen Begegnung würde Shiva sich nicht mehr zurück halten.
Judith schien mit ihr sprechen zu wollen, was ihr nicht gefiel. Am Ende war das eine verdammte Falle und diese Frau da würde sie angreifen. Shiva traute ihr kein Stück über den Weg und das zeigte sie auch deutlich. Selbst Judith Hand half nicht um ihre Anspannung zu verringern.

@Sherry
@Judith Grimes

Leg dich niemals mit einem Tiger an, es könnte dein letzter Atemzug sein
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#69

RE: Wälder

13.05.2020 19:02
Sherry Marino Sherry Marino (gelöscht)
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Vorsichtig wagte Sherry einen Blick aus ihrem bisher sicher erscheinenden Versteck. Innerlich bereitete sie sich schon auf jedes mögliche Szenario vor während ihr Herzschlag sich allmählich zu verdoppelt schien. Das Beste was ihr passieren konnte, war wohl, dass sich ein Hase im Gebüsch über die köstlichen Beeren her machte oder ein Reh versuchte die neuen Triebe ab zu knabbern. Mit etwas Glück hatte sie so sogar gleich eine gute Abendmahlzeit, sollte sie die Cottage heut nicht mehr erreichen. Es könnte aber auch genauso gut ein Zombie sein, der ihren Geruch aufgenommen hatte. Verübeln könnte sie es ihm jedenfalls nicht. Vermutlich konnte man sie mit einer feinen Nase schon Meter weit gegen den Wind riechen, denn ihre letzte wohltuende Dusche hatte sie in der Nacht vor ihrer Abreise aus dem Zoo genossen. Sie fühlte sich elend und vermutlich sah sie auch so aus.
Das letzte und vermutlich, für sie, tötlichste Szenario war wohl immer noch jenes, eines feindlich gesinnten Überlebenden. Egal ob Plünderer oder gar jemand aus dem Zoo der ihr gefolgt war, sollte sie entdeckt werden, wären dies wohl ihre letzten Minuten auf dieser Welt ehe sie selbst als Untoter durch die Welt wandeln würde. Doch das wollte sie ganz bestimmt nicht.

Schließlich konnte sie einen Blick auf den Ursprung des Geräusches erhaschen und kam zunächst aus dem staunen nicht mehr heraus. Ein ausgewachsener Tiger, Shiva, stand direkt vor ihr, sah sie mit einem grimmigen Blick an und stieß ein leises grollen aus. Nicht zuletzt hatte sie sie an ihrer Begleitung, Judith Grimes erkannt. Klar, Sherry wusste, dass die Tigerdame in der Cottage lebte, doch rechnete man damit wohl am wenigsten. Sherry musste sich so erschrocken haben, dass sie ihr Messer aus der Hand hat fallen lassen. Sie würde den Teufel tun und dieses jetzt aufheben, schließlich war sie nicht lebensmüde. Vorsichtig hob sie die Hände um zu zeigen, dass sie nicht angreifen würde und richtete ihren Blick zu der jungen Dame. Hastig schüttelte Sherry ihren Kopf, als Judith nach Nagan fragte. “Er ist nicht hier. Das hoffe ich zumindest…” mit Gewissheit konnte sie es natürlich nicht sagen, doch sie bezweifelte, dass er sich die Mühe machen würde selbst dafür zu sorgen, dass sie entweder zurück in den Zoo kommt oder nirgendwo mehr hin geht. “Ich hab ihn vor ein paar Tagen das letzte Mal gesehen, als ich vor ihm geflohen bin.” Fügte sie schließlich hinzu. Sie hoffte wirklich, dass Judith ihr glaubte.
Nervös blickte sie noch einmal zu der Tigerdame und hoffte, dass ihre Worte auch irgendwie zu ihr durchdringen konnten. Sie wusste nicht wie lange und ob Judith die Raubkatze von einem möglichen Angriff abhalten konnte. Auch wenn ihr Puls sich keineswegs beruhigte und sie nicht wusste, wie die Situation enden würde, war sie dennoch erleichtert, die beiden entdeckt zu haben. Ihr Ziel konnte also nicht mehr weit sein.

@Judith Grimes
@Shiva

   
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#70

RE: Wälder

14.05.2020 20:16
Judith Grimes Judith Grimes (gelöscht)
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Abschätzend sah ich von der knurrenden Shiva zu Sherry rüber. Shiva war wirklich sehr wachsam und ich wusste, das sie mich immer beschützen würde. Andersherum würde ich sie auch beschützen, so lange es in meiner Macht stand. Immerhin war ich noch ein Kind und konnte nicht so viel ausrichten, wie ein Erwachsener. Dennoch war ich nicht zu unterschätzen, immerhin war ich schnell und windig. Zudem konnte ich sehr gut mit meinem Katana und meiner Waffe umgehen. Schon früh brachten es mir meine Eltern bei. So wie sie es damals bei Carl getan hatten. R. J. würde es auch bald lernen, da war ich mir sicher.

Sherry verlor vor Schreck ihr Messer, versuchte es aber auch gar nicht aufzuheben. Ich blickte mich etwas um und versuchte auszumachen, ob hier doch noch jemand war. Warum sollte sie alleine hier sein? Immerhin ist sie mit Negan zusammen geflohen, auch wenn wir ihr bei uns ein neues zu Hause geboten hatten.
"Wieso bist du vor ihm geflohen? Du hast ihn doch befreit und bist mit ihm mitgegangen!"
Dies sagte ich ziemlich überzeugend und ernst. Ja auch ein wenig Vorwurfsvoll. Immerhin wurde es so erzählt in der Kolonie und es sah auch so aus! Shiva stand immer noch angespannt vor mir und behielt Sherry und die Umgebung genau im Auge. Sie war eine gute Hilfe und ohne sie wäre ich wohl auch nicht alleine raus gegangen.
"Was führt dich hier her? Immerhin solltest du wissen, das die andere dich töten würden, wenn sie dich hier sehen!"
Ich tötete keine Menschen, musste ich noch nie und wollte ich auch nicht. Ich war ein guter Mensch und tötete nur, was bereits tot sein sollte.

@Shiva @Sherry


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#71

RE: Wälder

15.05.2020 20:58
Shiva Shiva (gelöscht)
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Shiva ließ @Sherry nicht aus den Augen, sie traute ihr nicht über weg. Wer wusste schon was sie hier her verschlagen hatte. Auch wenn sie nicht viel Wusste, so roch sie eindeutig Negan an ihr und das hieß sie war bei ihm gewesen.
Shiva brummte leise auf und würde auf der Hut bleiben, sie würde Sherry nicht zu nahe an Judith heran lassen. Sie zeigte ihre Zähne als Drohung und selbst die Worte ließen sie nicht ruhiger werden. Sie würde nicht angreifen zumindest nicht solange diese Frau ihr keinen Grund dazu gab. Auch Judith schien mehr als Skeptisch zu sein was sie ganz deutlich spüren konnte.
Die anderen im Cottage würden sie sicher auch nicht mit offenen Armen empfangen, das war sicher.

@Judith Grimes

Leg dich niemals mit einem Tiger an, es könnte dein letzter Atemzug sein

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#72

RE: Wälder

21.05.2020 19:17
Sherry Marino Sherry Marino (gelöscht)
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Es war eine wirklich blöde Situation in welche Sherry da geraten war. Sie war den beiden hilflos ausgeliefert und sie wusste, dass jeder Atemzug ihr letzter sein könnte, denn die Tigerdame schien sich kaum beruhigen zu lassen. Noch immer zeigte sie drohend mit den Zähnen und knurrte dabei unüberhörbar. Doch vielleicht hatte sie noch Glück mit ihrem Gegenüber, denn Judith schien zumindest interessiert um ihre Beweggründe. Ein anderer hätte sie vielleicht direkt erschossen.
Sherry gab ein leichtes Seufzen von sich und schüttelte leicht mit dem Kopf. Ihre Arme wurden langsam schwer und sie wusste nicht, ob sie diese noch lange in dieser Position halten konnte. Doch etwas ganz anderes war es, was die Frau viel mehr verzweifeln ließ: Judiths Behauptungen, sie hätte Negan befreit. Vorsichtig fuhr sie sich durch ihr dunkles Haar. Sie hätte wissen müssen, dass Gerüchte entstehen und angesichts ihrer Vorgeschichte war es eigentlich ziemlich sicher, dass diese weis Gott nicht zu ihrem Gunsten ausfallen würden. Sie war nicht lange genug in der Cottage um die Mitbewohner vom Gegenteil zu beweisen, dass sie mehr als nur Negans Frau war und ganz gewiss nicht auf seiner Seite stand. Sherry hatte die musternden Blicke gespürt, bemerkt wie die meisten Bewohner eher Abstand zu ihr hielten. Daryl war einer der wenigen der gesehen hat, dass sie nicht die war, für die sie alle gehalten haben und es offenbar noch immer tun. “Ich habe Negan nicht befreit.” stellte sie fest und verzog dabei keine Miene. Sie wollte, dass Judith ihr glaubte, denn schließlich war dies die Wahrheit. Sie hatte keine Ahnung wie er sich aus den Zellen befreien konnte. “Wie sollte ich denn bitte an die Schlüssel für die Kerker kommen? Ich weiß ja nicht einmal wo diese aufbewahrt werden.” Vorsichtig atmete Sherry ein und aus, denn sie bemerkte, dass ihre Stimme sich langsam begann zu heben, was sie immer tat, wenn sie versuchte sich zu verteidigen oder sie etwas rasend machte. “Wie auch immer...ich war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Er hat mich gesehen und mitgenommen...entführt, wenn man es so nennen mag.”
Erneut gab Sherry einen Seufzer von sich, sie konnte wirklich nicht sagen, ob Judith zumindest einen Teil davon glaubte. “Ich habe es nicht mehr ausgehalten..bei ihm...im Zoo. Ich wollte zurück, zurück nach Hause…darum bin ich hier.” Vorsichtig senkte sie den Blick ehe sie Judith erneut ansah und auch kurz ihren Blick zu Shiva schweifen lies.

@Judith Grimes
@Shiva

   
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#73

RE: Wälder

26.05.2020 01:00
Judith Grimes Judith Grimes (gelöscht)
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Auch ich lies Sherry nicht aus den Augen. Mit Shiva an meiner Seite, fühlte ich mich relativ sicher, allerdings wusste ich auch, das sie nicht unsterblich war. So passte ich genauso auf die Raubkatze auf. Niemals wollte ich sie sterben sehen, zumindest nicht unnatürlich, das würde ich nicht zulassen. Sie war doch meine Freundin!
Sherry versuchte sich nun zu erklären und ich versuchte zu erkennen, ob sie die Wahrheit sagte, das sie Negan nicht befreit hatte. Aber wer sollte es sonst getan haben können? Ich glaubte nicht, das es jemand von uns war. Ich verzog nachdenklich die Mundwinkel. Meine Schwäche war mein gutes Herz. Ich liebte den Frieden und das war gerade nicht gegeben.
"Wenn du es nicht warst, wer war es dann? Du wirst es sicher wissen!"
Davon war ich überzeugt, immerhin war sie ne Zeit lang mit Negan unterwegs. Ob er sie wirklich entführt hatte, konnte ich nicht sagen. Ich kannte die Vorgeschichte ein wenig, aber ob er sie wirklich mitgenommen hatte? Ich hasste solche Situation und bekam da eher ein Kinderdenken.
"Dein zu Hause? War es das jemals für dich?"
Bisher hatte ich mich immer gut mit Sherry verstanden, sie war immer nett zu mir und Onkel Daryl hatte ihr auch vertraut. Heute sah es sicher nicht mehr so aus.
"Ich weiß nicht, ob ich dir vertrauen kann. Bist du sicher, wieder zurück kommen zu wollen?"
Konnte ich sie einfach mit nehmen? Oder sollte ich meinem Vater @Rick Grimes Bescheid sagen und er sollte entscheiden, ob sie wieder zurück durfte?
"Ich kann meinen Dad fragen, aber ich glaube nicht, das ich dich einfach so mit rein nehmen darf!"
Soviel Verstand hatte ich dann doch schon. Meine Hand ruhte immer noch auf Shiva. Ihre Nähe beruhigte mich.

@Shiva @Sherry


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#74

RE: Wälder

26.05.2020 23:44
Shiva Shiva (gelöscht)
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Shiva war noch immer sehr angespannt und auch wenn Judith nähe sie ein wenig Beruhigte so würde sie Sherry sicher nicht aus den Augen lassen. Sie würde nicht zu lassen das diese der kleinen Grimes zu nahe kommen würde. Shiva zeigte deutlich das sie der Frau vor ihnen nicht traute, zu sehr roch diese nach Negan.
Shiva verstand nicht was gesagt wurde doch sie spürte das Judith auch ein wenig unsicher war, ob sie ihr trauen sollte oder nicht.
Shiva Brummte und sie würden Sherry ja mit nehmen können doch ob diese ohne weiteres mit ins Cottage gelangen würde, das würde man sehen müssen. Die Tigerdame bezweifelte das man sie in diesem Moment frei rumlaufen lassen würde, und wenn doch dann würde Shiva sie nicht aus den Augen lassen.

@Judith Grimes
@Sherry

Leg dich niemals mit einem Tiger an, es könnte dein letzter Atemzug sein

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#75

RE: Wälder

08.06.2020 18:05
Sherry Marino Sherry Marino (gelöscht)
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Es war für Sherry schon fast wie Folter zu sehen, dass Judith, mit der sie früher auch das eine oder andere Mal Zeit verbracht hatte, ihr nun so misstrauisch gegenüber war. Dabei konnte sie es dem Mädchen keineswegs verübeln, schließlich verschwand sie in der gleichen Nacht wie der wohl größte Erzfeind ihrer Familie. Dass Sherry dadurch automatisch verdächtigt wurde ihn befreit zu haben, lag da wohl mehr als nur auf der Hand. Kurz zuckte sie mit den Schultern, verzog ihr Gesicht nur kurz, bei dem Schmerz der sie dabei durchfuhr und schüttelte dann leicht mit dem Kopf. “Das kann ich dir wirklich nicht sagen, Judith. Ich habe ihn erst gesehen, als er schon längst draußen war...kurz vor den Mauern.” Kurz hielt sie inne und versuchte sich an den Abend zu erinnern, welchen sie all die Zeit versuchte zu verdrängen. “Aber da war eine Frau bei ihm...Larinia...ich schätze sie war es, anders kann ich es mir nicht erklären.” Die junge Frau war ihr von Anfang an irgendwie komisch vorgekommen. Das Gesicht kam ihr keineswegs bekannt vor, sie war also keine der Saviors, sie verhielt sich auch nicht so und doch schien ihr aus irgendeinem Grund Negans Freiheit wichtig zu sein, auch wenn sie es vielleicht nicht so direkt zeigte.
Auf Judiths Frage hin kannte Sherry nur eine Antwort: Ja! Die Cottage war wohl das beste was ihr seit der Apokalypse passiert war. Dort konnte sie sein wer sie war, musste sich nicht jeden Abend fragen, wann sie ersetzt werden würde. Die Zeit bei Negan hatte sie zwar stark gemacht, ihr gezeigt, wie man unter einem solchen Tyrannen überleben konnte, doch das konnte man nicht als ein Leben, sondern schlichtweg nur als Überleben, bezeichnen. Anders war es in der Cottage. “Natürlich...wenn dem nicht so wäre, wäre ich niemals hierher gekommen.” Sie verstand Judith’s Bedenken, woraufhin Sherry ein leichtes Seufzen von sich gab. “Das verstehe ich.” Auf die Frage, ob sie sich sicher sei zurück zu kommen, nickte sie nur. Sie war sich dem Risiko durchaus bewusst. Das schlimmste was wohl passieren würde, wäre ihr Tod, doch den würde sie hier draußen genauso bald begegnen. Sherry hoffte einfach auf die Gutmütigkeit Rick’s, schließlich hatte er Negan vor all den Jahren am leben gelassen, obwohl er allen Grund dazu hatte, es nicht zu tun. “Ich kann hier warten...oder du bringst mich in einen Kerker. So kannst du sicher gehen, dass ich nicht weglaufe.” Die Vorstellung in der selben Zelle wie Negan zu sitzen gefiel ihr gewiss nicht, doch, vielleicht konnte sie mit diesem Vorschlag zumindest etwas ihre guten Absichten zeigen. Das Stechen in ihren Schultern wurde immer unerträglicher. “Judith, darf ich die Hände herunter nehmen? Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte…” Sherry wollte keineswegs zu schnell handeln, denn noch immer stand die Tigerdame in ihrer gefährlichen und doch majestätischen Gestalt vor ihr und sie wollte ganz gewiss keinen Angriff riskieren.

@Judith Grimes @Shiva
(Entschuldigt bitte, mein Internet hatte letzte Woche eine Vollmeise -.-)

   
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#76

RE: Wälder

14.06.2020 12:11
Judith Grimes Judith Grimes (gelöscht)
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<--- Vor dem Tor der Cottage


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#77

RE: Wälder

29.06.2020 20:39
Athene Dunne Athene Dunne (gelöscht)
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First Post. Sollte etwas nicht passen, sag einfach Bescheid.


Wenn es nach Thea ging, so hatten @Skadi und sie schon viel zu lange nichts mehr miteinander unternommen. Natürlich war dies auch, angesichts der unterschiedlichen Wohnorte - falls man diese so betiteln konnte - schwierig. Während der kleine Sonnenschein mit den großen, strahlenden Augen ihr Zuhause im Valley Balar fand, suchte sich Thea alle drei bis maximal fünf Nächte einen neuen Ort, an dem sie schlafen konnte. Athene könnte es auch wesentlich leichter haben, in dem sie endlich ihrem sehnlichsten und innersten Wunsch nachging und somit ebenfalls ins Dorf zog, doch hatte sie viel zu große Angst, wieder von der Dunkelheit übernommen zu werden. Als ihre schlechte Seite immer mehr Besitz von ihr ergriff, sodass diese fast vollkommen ihr Verhalten, ihr Denken und ihre Entscheidungen beeinflusste und prägte, war die Dunne-Tochter wirklich zu allem bereit. Sei es, über Leichen zu gehen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen oder das simple Töten von Menschen, die ihren Weg kreuzten, das Rauben oder Plündern fremder Besitztümer. Für Thea verschwammen die Linien und Grenzen. Jegliche Moralvorstellungen schienen nicht mehr länger existent zu sein. Um nie wieder so zu werden, musste sie umdenken und sich manchmal eben doch von ihren Gefühlen und Emotionen leiten lassen. Andere Menschen trugen keine Schuld an ihren Verlusten. Und für ihren Werdegang war nur sie selbst verantwortlich. Seit sie aber nicht mehr länger mit Ben unterwegs war, konnte sie spüren, wie eine tonnenschwere Last von ihren Schultern verschwand. Zeitgleich fühlte sie sich ruhiger, freier, aber auch unbeschwerter. Es war, als hätte sie die Ketten, die sie sich selbst umlegte, gesprengt. Zum Glück. Immerhin konnte sie nur so wieder einigermaßen zu sich selbst finden und nicht mehr dieses skrupellose Monster zu bilden, was nur an sich selbst dachte. Und - wer hätte es gedacht - Skadi half ihr sehr dabei. In ihrer Gegenwart fiel es ihr so einfach, gut zu sein. Oder vielleicht eher besser zu sein, als sonst, denn von der Definition eines guten Menschen war sie viel zu weit entfernt. Und dennoch, sie gab sich die allergrößte Mühe.

Mit einem sanften und vor allem sehr glücklichen Lächeln auf den Lippen, gepaart mit funkelnden, dunklen Augen, schloss Thea das Mädchen in die Arme, nachdem sie sich vor den Toren des Cottage trafen. "Schön, dich zu sehen, Prinzessin." Murmelte sie mit weicher Stimme, ehe sie sich dann auch schon in Bewegung setzte. "Da es dir sicherlich viel zu langweilig wäre, wenn wir einfach nur die Füße ins Wasser halten und uns die schöne Haut bräunen lassen..." Schmunzelnd blickte Thea zu ihr herüber. "... dachte ich mir, wir jagen ein bisschen." Normalerweise zog Thea ein Messer oder eine Waffe, Pfeil und Bogen eindeutig vor, doch eignete sich jenes deutlich besser zum jagen, weswegen sie beides in ihrer rechten Hand hielt. "Ach, übrigens, mir wäre das auch zu langweilig. Ich meine... schön genug sind wir doch eh schon." Grinsend zuckte die Brünette mit ihren schmalen Schultern, ehe sie wieder nach vorne sah, um nicht in ihrer geistigen Abwesenheit über einen Ast zu fallen. "Erzähle mal, was gibt es Neues? Habe ich irgendwas verpasst?" Erkundigte sie sich noch schnell, ehe sie dann auch schon stehen blieb, da sie ein Rascheln vernahm. Ihre freie Hand hob sie in die Höhe, um Skadi zu signalisieren, nicht weiter zu laufen. Dabei ließ sie ihr dunkles Augenpaar prüfend durch die Umgebung schweifen, in der Hoffnung, erspähen zu können, von wo genau das Geräusch kam. Ihre Augenbrauen schoben sich automatisch etwas zusammen, während sie, so leise, wie nur möglich, den Boden in ihre linke Hand wandern ließ. Zwar konnte Thea nicht glauben, dass sie wirklich so schnell fündig werden, doch ließ sie sich gerne eines Besseres belehren. Aufmerksam und zugleich gespannt fixierte sie die nähere Umgebung, doch ertönte kein einziges Geräusch mehr, weswegen sie leise seufzend weiter lief. "Also, wo waren wir stehen geblieben?"


❞I find it kinda funny, I find it kinda sad. The dreams in which I'm dying are the best I've ever had. I find it hard to tell you. I find it hard to take. When people run in circles it's a very very... mad world.❞
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#78

RE: Wälder

11.07.2020 23:38
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Es waren nun schon ein paar Wochen vergangen nachdem sie ihr Zuhause, das Bergdorf Balar, hatten verlassen müssen. Das kleine Mädchen hatte sich inzwischen daran gewöhnt im Cottage zu leben, doch es schmerzte sie immer noch, nicht mehr in Balar zu leben. Zumal jede schöne Erinnerung an ihren Vater in diesem Dorfe entstanden war. Er hatte das Dorf aufgebaut, ihm Leben eingehaucht und schlussendlich auch dort sein Leben gelassen. Vor einem knappen Jahr hatte er sein Leben gegeben, damit sie weiterleben konnte. Skadi war von Beißer umringt, hatte wie eine Schildmaid gekämpft, doch gegen die Anzahl von Beißern hätte sie keine Chance gehabt. Leif war wie ein Berseker mit seinen Äxten in die kleine Horde gelaufen und hatte Skadi sicher vor den Untoten retten können. Allerdings war er dafür gebissen worden. Bis zu seinem letzten Atemzug hatten alle ihm nahestehenden Personen sich von ihm verabschiedet und Ivar hatte ihn schlussendlich erlöst, damit ihr Vater nicht zu einem der Monster wurde.
Und nun war Skadi an einem ihr fremden Ort. Sie hatte ihn zwar ausgiebig erkundigt, doch sie verband nichts mit ihm. Sie spürte nicht, wie in den Wäldern von Balar, den Geist ihres Vaters bei sich, wie er immer noch aus Walhalla ein Auge auf sie hatte. Er war einfach weg. Nun endgültig. Doch obwohl sie immer noch um ihre Heimat und ihren Vater trauerte, so zierte ein Lächeln ihr Gesicht. Skadis Herz schmerzte zwar, doch Leif hatte ihr beigebracht, dass sie das Glück mit offenen Armen empfangen sollte. Sie sollte jede gute Situation aufnehmen und die schlechten hinter sich lassen. Cape di! Care dem! Irgendeinen Spruch in der Art gab es auf einer anderen Sprache, der bedeutete: Nutze den Tag, genieße den Augenblick. Und das tat das Mädchen. So freute sie sich lieber darauf an dem heutigen Tag Thea wiederzusehen und mit ihr zusammen neue Erinnerungen in der fremden Gegend aufzubauen. Sodass auch diese Wälder den Geist von jemanden in sich trugen und man sich niemals allein fühlte.
Auf Matanus Rücken ritt Skadi durch die Straßen des Cottage. Die Bewohner sahen sie dabei immer noch mit schiefen und verwunderten Blicken an. Die Kolonie beherbergte zwar einen Tiger, doch ein Kind, welches mit einem Bären befreundet war, gab wohl für sie trotzdem ein befremdliches Bild ab. Wenn Skadi auf Matanus Rücken saß, waren die Blicke noch komischer. Die Brünette kam damit klar, sie war es zwar nicht gewohnt von allen Seiten so angesehen zu werden, doch es störte sie auch nicht. Niemand tat ihr etwas.
Bei dem Eingangstor angekommen ließ sie sich von Matanus Rücken hinabgleiten und gab ihrer Freundin als Dank für den Transport einen Fisch zu essen. Nachdem das Tor für das Mädchen und ihren Teddybären weit genug geöffnet war, trat sie auch schon hinaus und ging zu dem Treffpunkt, wo sie ihre Ziehmutter treffen würde. Dort wurde sie auch schon erwartet und sofort in eine freudige Umarmung gezogen. Matanus schnüffelte im Hintergrund am Boden herum, grub eine Knolle aus und aß diese.
„Ich habe dich vermisst, Mom!“, murmelte Skadi gegen den Körper der Schwarzhaarigen und war sich durchaus bewusst, dass Athene nicht ihre Mutter war. Doch die Frau hatte sie mehrere Jahre ihres Lebens begleitet, geliebt, beschützt und ihr wichtige Dinge beigebracht. So verhielten sich doch Mütter? Also war Thea in ihren Augen ihre, wenn auch nicht ihre leibliche.
Als sich Athene in Bewegung setze, folgte Skadi ihr sofort. Sie hoffte mit ihr etwas Cooles zu unternehmen, weswegen ein strahlendes Lächeln auf ihrem Gesicht erschien als ihre Begleitung vorschlug jagen zu gehen.
„Oh ja! Bitte! Ich habe weiter mit dem Bogen trainiert und kann nun schon Ziele auf fünfzehn Meter Entfernung treffen. Zumindest wenn sie sich nicht bewegen.“, erzählte Skadi gut gelaunt Athene von ihren jüngsten erlernten Fähigkeiten. Gleichzeitig fasste sie mit ihrer Hand an ihren Bogen, den sie auf ihren Rücken trug, um Theas Blick auf diesen zu lenken und ihre Worte zu unterstreichen.
„Und ja, wir sind beide hübsch und braun!“, stimmte Skadi lachend Athene zu. Dadurch dass sie sich durchgehend im Freien aufhielt, die Gegend erkundete, auf dem Feld oder bei den Tieren half oder einfach draußen ein Buch las, hatte ihre Haut einen gebräunten Ton angenommen.
Dann wollte Athene wissen, was alles in der Zeit passiert war, wo sie nicht dagewesen war. Skadi überlegte kurz, doch Thea hob plötzlich ihre Hand, um zu signalisieren, dass sie etwas gehört hatte und sie stehen bleiben sollte. Nach wenigen Augenblicken ließ sie jedoch ihre Hand wieder sinken und das Wikinger-Mädchen fing an zu erzählen: „Ich habe dir doch von dem Tiger erzählt. Shiva heißt sie. Ich habe mich inzwischen mit ihr angefreundet und auch Matanus hat sich an sie gewöhnt, wodurch wir beide mit @Shiva am Stand auf den warmen Steinen lagen. Der Tag war schön. Und Ivar und @Amy Swanson sind wieder losgezogen, um nach einem neuen Platz zu suchen, wo wir leben können. Sie wollen sich eine Insel anschauen, die nur eine Stunde entfernt ist. Da haben sie früher das leben im Mittelalter nachgestellt. Ich hoffe wir können da wohnen. Das wird doch dann so ähnlich sein wie im Dorf, oder?“
Hoffnungsvoll sah sie Thea an, damit diese ihr bestätigte, dass ein Mittelalterdorf sicher so war wie das Wikinger-Dorf hoch oben in den Bergen. So würde Skadi sich eventuell ihren Vater wieder näher fühlen. Erst recht, wenn es auf der Insel solche Wälder wie in den Bergen gab.
„Ich hoffe sehr, dass es so ist wie im Dorf. Weißt du, ich kann Papa nicht mehr bei mir fühlen. So als wäre er nicht mehr da und würde immer noch im Dorf sein und da auf mich warten. Aber da kann ich nicht mehr hin. Alles wurde zerstört. Was wenn Papa da immer bleibt und er nicht mehr so erfährt wie es mir geht und was ich so mache?“, fragte Skadi ihre Begleitung und sah traurig zu ihr hoch: „Ich vermisse ihn gerade mehr als die ganze Zeit zuvor…“
Um etwas Trost und Halt zu finden, griff Skadi nach der Hand von Athene und hoffte, dass Thea ihr irgendwie weiterhelfen konnte. Sei es, dass sie einfach nur da war. Neben den Dorfbewohnern hatte Skadi schließlich nur noch Thea. Zumal sie nur zu Thea, Ivar und Amy eine tiefere Verbindung hatte. Thea war wie eine Mutter für sie. Ivar wie der nervige, große Bruder, den sich als Kind niemand wünscht und Amy war eine gute Freundin, die ihre Liebe zu Büchern, dem Wissen und der Natur teilte.

@Athene Dunne

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#79

RE: Wälder

15.07.2020 15:50
Athene Dunne Athene Dunne (gelöscht)
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Athene freute sich wirklich tierisch, mal wieder Zeit mit @Skadi verbringen zu können, denn war das letzte Mal – nach ihrem Geschmack – viel zu lange her. Gut, sicherlich war sie selbst nicht gerade unschuldig an diesem Umstand, doch konnte sie in Balar einfach nicht sesshaft werden. Zumindest noch nicht. Dafür vertraute sich Thea selbst viel zu wenig. Immer, wenn sie dachte, sie hätte endlich wieder zu sich selbst gefunden, kam es zu irgendeiner Situation, die dafür sorgte, dass ihre dunklen Gedanken zurück kamen. So sehr sie diese auch hasste – irgendwie waren sie einfach ein Teil von ihr. Thea wusste nicht, ob sie diese schon immer – nur eben tief drinnen – beherbergte, oder, ob es an der Seuche lag, die sie zunehmend veränderte. Im Grunde spielte das aber auch überhaupt keine Rolle. Sie würde nach wie vor versuchen, ein einigermaßen guter Mensch zu sein, vollkommen egal, woher diese Gedanken kamen, wo sie ihren Ursprung fanden, oder, was der ausschlaggebende Punkt war. Nicht nur für sich und ihren Seelenfrieden versuchte sie jene weitestgehend zu unterdrücken, sondern auch für ihre Liebsten, zu welchen sich definitiv die kleine Skadi zählte. Aufmerksam lauschte die Brünette den Erzählungen des Mädchens, während sie einen kleinen Seitenblick zu ihr herüber warf. „Ach, schon aus 15 Metern? Das ist ja großartig!“ Thea beugte sich etwas zu ihr herunter und drückte ihre Lippen für einen hauchzarten Kuss auf ihre Stirn. „Wenn du so weiter machst, bist du bald besser als ich!“ Athene war zwar alles andere, als schlecht, mit Pfeil und Bogen, doch wollte sie ihren kleinen Schützling pushen und zeitgleich ermutigen, weiter zu trainieren. Zwar stellte man sich die Kindheit eines Mädchens im Alter von Skadi weitaus anders vor, doch zwang der Ausbruch der Seuche nicht nur die Erwachsenen zum Umdenken, sondern auch die Kleinsten unter ihnen. Sorgenlos mit seinen Freunden auf einem Spielplatz zu spielen oder durch den Sprenger zu tanzen, wenn die Temperaturen mal wieder unentwegt in die Höhe schossen, waren Dinge, die Kinder innerhalb des Chaos nicht tun konnten. So leid es den Erwachsenen, Eltern oder Verantwortlichen auch manchmal tat – sie konnten ihre Kinder nicht einfach Kind sein lassen. Nein! - Dann würden sie schneller, als einem lieb war, als Opfer der Seuche eingefordert werden. Also mussten sie lernen, zu kämpfen und sich zu verteidigen, was dazu führte, dass sie viel schneller erwachsen wurden. Doch – und da waren sich sicherlich alle einig – es gab nun einmal keine andere Wahl. So furchtbar es auch klingen mochte.

Für einen kurzen Moment schoben sich die dunkeln Augenbrauen von Athene zusammen, als sie vernahm, wohin die Bewohner des Dorfes vermutlich ziehen wollten. Natürlich bildete der Umzug keine Neuigkeit für die Brünette, jedoch erfuhr sie nun zum ersten Mal, was das mögliche Ziel war. „Ich denke schon, dass es wie das Dorf sein wird.“ Ihre Mundwinkel wanderten automatisch in die Höhe. „Vielleicht gibt es sogar eine Burg, in der alle leben können. Das würde Ivar gefallen, denkst du nicht auch?“ Grinsend stupste sie die Jüngere mit ihrer Schulter an. „Möglicherweise gibt es dort sogar einen Thron, auf dem er den ganzen lieben, langen Tag sitzen kann.“ Auch, wenn es natürlich nur ein kleiner Spaß war, was sie von sich gab – so konnte sie dennoch nicht anders, als ein glockenhelles Gelächter von sich zu geben. „Ich denke, Matanus wird es auch gefallen. Und, wenn es nicht so weit vom Cottage entfernt ist, könnt ihr beide eure neue Freundin Shiva ab und zu besuchen. Das ist doch toll, oder?“ Kaum hatten jene Worte ihre Lippen verlassen, erklang auch schon wieder die Stimme von Skadi. Thea brauchte einen Moment, um das Gesagte sacken zu lassen, denn brach ihr das doch gerade tatsächlich ein bisschen das Herz. Tief zog sie die Luft in ihre Lungen, während sie in ihrer Bewegung inne hielt. Ohne zu zögern ging Thea vor Skadi in die Hocke und legte ihre Hände sanft auf ihre schmalen Schultern. „Natürlich fällt es dir schwer, das Dorf zu verlassen. Du verbindest so viele Erinnerungen mit diesem Ort. Vor allem, deinen Vater.“ Athene suchte ihren Blick und setzte derweil ein kleines, warmes und vor allem sehr ehrliches Lächeln auf. „Dein Dad ist doch die ganze Zeit bei dir. Er ist hier drinnen.“ Symbolisch stupste sie mit dem Zeigefinger der rechten Hand auf den Teil der Brust, unter welchem sich das Herz befand. „Und auch hier drinnen.“ Nun tippte sie einmal vorsichtig gegen ihre Stirn. „Wenn du weiterhin ganz fest an ihn denkst, kannst du ihn überall mit hin nehmen. Selbst hier in den Wäldern ist er bei dir. Das ist er immer. Nur, weil manche Menschen früher gehen, als andere, heißt das noch lange nicht, dass wir sie verloren haben. Und, wenn wir an sie und all die gemeinsamen Momente, die wir mit ihnen erlebt haben, denken, leben sie auch weiter. In unseren Herzen.“ Athene schluckte einmal tief, in der Hoffnung, sich nicht anmerken zu lassen, wie nahe ihr diese Thematik gerade ging. Immerhin nahm sie an, ihre komplette Familie verloren zu haben. Diese Gedanken und die dazugehörige Trauer bildeten ihren ständigen Begleiter und ließen sie nachts kaum schlafen. Jedoch wusste sie, dass sie Menschen gefunden hatte, die ihre Ersatzfamilie bildeten. Skadi, Amy und Ivar. Sie alle nahmen einen so wichtigen Platz in ihrem Leben ein und dafür war sie ihnen unglaublich dankbar. „Es ist also nicht der Ort, der dich mit deinem Dad verbindet. Es sind deine Gedanken und deine Gefühle, die es tun. Verstehst du? Vollkommen egal, wohin dein Weg dich noch führen wird. Du wirst ihn immer bei dir haben.“ Athene erhob sich wieder und schlang dann die Arme um ihren zierlichen Körper, um sie sanft an sich heran zu ziehen. Zeitgleich küsste sie erneut ihre Stirn.


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#80

RE: Wälder

06.09.2020 20:34
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Skadi kannte die Gründe für Athenes lange Abwesenheitszeiten, doch sie hoffte, dass ihre Ziehmutter irgendwann ihren Frieden fand und ganz nach Balar kam und nicht immer nur zu Besuch. Sie hatte die Dunkelhaarige sehr lieb und vermisste sie schon immer wenige Tage nach ihrem Aufbruch. Aus diesem Grund war die Zeit mit Athene immer eine sehr wertvolle für Skadi. In der gemeinsamen Zeit zeigte Thea auch nie ihre dunkle Seite, weswegen Skadi ganz fest daran glaubte, dass sie irgendwann auch ganz verschwinden würde.
Freudig erzählte das kleine Mädchen der Frau was für Fortschritte sie im Bogenschießen gemacht hatte, welche sie auch gleich lobte, dass sie nun aus fünfzehn Metern ihr Ziel treffen konnte. Dieses Lob ließ sie sofort freudig strahlen ließ, denn allein das Lob motivierte sie weiter zu trainieren, sodass sie bald Athene im Können nicht mehr nachstand und ihre Freunde und Familie, gar das ganze Dorf beschützen konnte. Denn sie hatte schon zu viele Menschen, die sie liebte verloren, als dass sie noch eine Person verlieren wollte. So hatte sie ein klares Ziel vor Augen. Sie musste stärker werden, damit nicht noch einmal jemand starb, nur um sie zu beschützen.
Anschließen hielt Skadi Athene auf dem Laufenden, wohin es mit dem Dorf eventuell gehen würde. Theas Antwort auf Skadis Frage, wie ob ihre neue Heimat ihrer alten wohl ähneln würde, wurde von der Brünetten bejaht. Auch dies ließ das Mädchen lächeln, denn so würde sie sich wohl schneller einleben als wenn sie in eine Umgebung zog, die komplett anders war, als das alte Dorf.
„Ja, Ivar würde sich sofort auf den Thron setzen und Gustaf den Schmied eine Krone schmieden lassen.“ – sie grinste ihre Mutter schelmisch an – „Eine Burg wäre aber wirklich toll, ich war noch nie in einer und kenne sie nur aus Geschichten von Papa. Falls das neue Dorf eine hat, wollen wir dann zusammen die Burg erkunden?“, fragte Skadi auch gleich an, welche es schon in den Finger juckte die Burg zu erkunden, falls es denn eine gab. Nun musste sie nur noch die Daumen drücken, dass ihr Wunsch in Erfüllung ging.
„Wenn das Dorf so ist wie unseres wird Matanus dort sicher auch wieder einen Schuppen kriegen oder ein Zimmer in der Burg, was für sie gut passt. Laut Ivar soll der Ort auch nur wenige Stunden von hier entfernt sein. Also kann ich sicher Shiva oft besuchen kommen.“, überlegte Skadi und freute sich jetzt schon auf ihre neue Heimat. Auch wenn es noch nicht feststand, ob die Insel ihr neues Zuhause werden würde. So hoffte sie es sehr. So war sie von ihren neuen Freunden und Bekannten nicht zu weit entfernt und so wie es klang, stellte sie sich das Dorf ziemlich schön vor. Dabei behielt sie jedoch immer im Hinterkopf, dass es eventuell wie bei den Orten zuvor nicht klappen konnte, sodass sie nicht zu sehr in ihrer Vorfreude enttäuscht werden konnte, wenn sie nicht dorthin zogen.
Dann wurde das Thema trauriger, denn Skadi erinnerte sich an ihren Vater und erzählte Thea von ihrem Schmerz den sie immer noch von dem Verlust ihres Papas und ihres Zuhauses fühlte. Die Dunkelhaarige zögerte keinen Moment und ging vor Skadi in die Hocke, damit sie mit der Kleinen auf einer Augenhöhe reden konnte. Bei ihren Worten nickte Skadi nur langsam und schniefte leise auf. Die Tränen unterdrückte sie jedoch, da sie nicht den Tag mit Athene mit Tränen beginnen wollte. Am Abend konnte sie sich bei ihrer Mutter ausweinen, doch nicht auf dem Weg zur Jagd. Als Athene mit ihrem Finger gegen ihre Brust stupste, fasste Skadi mit ihrer kleinen Hand dorthin. Immer wenn sie an ihren Vater dachte, fühlte sie von dort aus die Wärme kommen, aber gleichzeitig auch den Schmerz, der mit jeder Erinnerung kam.
„Heißt das, dass er jetzt auch hier ist? Ich denke nämlich die ganze Zeit an ihn. Wird der Wald dann auch irgendwann voll mit seiner Anwesenheit sein?“, fragte sie hoffnungsvoll nach. Auch wenn sie eventuell demnächst umzog, so würde sie durch diese Fragen erfahren, ob Leif irgendwann auch bei ihrer neuen Heimat immer da war und sie in der Natur spüren konnte.
Die Frage bekam sie auch gleich beantwortet und anschließend wurde sie von Athene in eine Umarmung gezogen. Skadi schlang ihre Arme um den Körper von Thea und wollte ihr auch in dem Moment Kraft geben. Denn obwohl Athene keinerlei Anzeichen gegeben hatte, dass ihr das Thema nahe ging, so spürte Skadi einfach, dass auch ihre langwierige Weggefährtin, Freundin und Ziehmutter diese Umarmung nach diesem Thema brauchte.
Bevor sie sich voneinander lösen konnte, brummte es neben ihnen auf und Matanus kam angetapst. Neugierig schnüffelt sie an den sich umarmenden Menschen und presste ihre Schnauze dann gegen die beiden Frauen, so als wollte sie mit den beiden mitkuscheln. Doch bevor sie von sich aus die schöne Situation beenden und ihre Jagd weiterführen konnten, stöhnte und fauchte es in der Nähe auf. So wie es klang, waren mehrere Untote in der Nähe. Sekunden später tauchten wenige Meter von ihnen entfernt die Untoten auf. Durch ihre ernste Unterhaltung waren ihnen wohl die Geräusche entgangen und durch den Wind, der aus der anderen Richtung kam, hatte auch Matanus die Untoten nicht rechtzeitig wittern können.
Sofort zog Skadi Pfeil und Bogen und zielte auf den ersten Beißer, welcher am nächsten war. Der erste hektische Pfeil traf die Schulter, bei dem zweiten zielte sie etwas länger. Das Monster kam dabei ihr näher – nur noch knappe fünf Schritte – trennten sie, doch dafür landete der Pfeil in seinem Kopf.

@Athene Dunne

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