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THE DEAD DON’T DIE
X
#1

United States Botanic Garden

05.02.2022 17:03
The Walking Dead Team 3.988 Beiträge
Alter
01
Größe
ganz groß!
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Admin

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#2

RE: United States Botanic Garden

22.01.2023 20:22
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Ende Januar 2023

Es war nun knapp ein Jahr her seitdem Skadi ihre Geschwister im Kampf in Balar verloren hatte. Die Trauer hatte sich in der Zeit gelegt, auch wenn ihr gelegentlich immer mal wieder noch die Tränen kam, wenn sie an ihren Bruder oder ihre Bärin dachte. Vor allem bei Matanus fiel es Skadi schwer, da sie jahrelang gewohnt war, dass die Bärin ihr folgte, weswegen selbst nach einem Jahr bei der Schweden noch Gesten und Handlungen drinnen steckten, die mit Matanus verbunden waren. Wie wenn sie durch den Wald lief, dass sie ihre Hand unbewusst zur Seite streckte, damit Matanus sanft mit ihrer Schnauze die Hand berührte oder über die Finger leckte. Manchmal erwischte Skadi sich dabei, wie sie wie jede Woche damals zu @Cain McCoy lief, um Honig zu holen, den sie nun nicht mehr brauchte und mitten auf dem Weg umdrehte. Aber vor allem die Nächte waren immer mal wieder schwer, da Matanus oft bei ihr vor dem Bett gelegen und geschnarcht hatte.
So auch an dem heutigen Tag, wo sie mit Aerik nach Washington D.C. reisen wollte, um dort in das Botanikum der Großstadt zu gehen, damit sie für die Farmen von Balar neue Samen für Pflanzen besorgen konnten, da immer noch die Plünderung von Negan leichte Spuren aufzeigte. Auch wenn die Kolonie inzwischen wieder auf eigenen Beinen stand und nicht mehr auf die Hilfe vom Cottage und den Ridern angewiesen war. Gleichzeitig konnte Aerik ihr auch wieder etwas mehr die moderne Welt näherbringen, die trotz all der Jahre für Skadi immer noch eher fremd war. Sie kannte schon viele technische Geräte und Hilfsmittel, doch nur wenige hatte sie im Einsatz oder generell gesehen. Hauptsächlich Autos, Motorräder und Elektrizität, die sie für das Licht verwendeten. Handys, Küchengeräte und all solche Geräte kannte sie eher aus Schilderungen oder ihren geliebten Büchern.
Da das Ziel der beiden die Großstadt war und sie im besten Fall einiges mitnehmen würden, stand es außer Frage, dass sie zu Fuß dorthin gingen oder mit Pferden reisten. Zwar konnten sie eine Kutsche sich ausleihen, doch die Pferde wären für die Zeit, wo sie im Botanikum waren unbewacht und somit eine leichte Beute für die Untoten. So mussten sie auf moderne Hilfsmittel zurückgreifen, etwas was Skadi keineswegs erfreute. Sie musste im Auto mitfahren. Sie konnte sich einfach nicht mit den Metallkästen anfreunden und selbst der Sicherheitsgurt ließ sich nicht wohler fühlen, wenn sie über die Straßen sausten. Dementsprechend musste auch Aerik fahren, da Skadi sich ausnahmsweise dieses Wissen nicht angeeignet hatte und lieber bei den Pferden geblieben war.
Auf der Fahrt zum Botanikum navigierte Skadi zwar den Hünen durch die Straßen, doch krallte sich untypischerweise die ganze Fahrt lang an ihren Gurt und bat alle paar Minuten ihren besten Freund langsamer zu fahren. Ein Anblick den man von der sonst so taffen Schildmaid eher nur selten bekam. Sonst war sie immer die erste die sich einer Gefahr stellte und der man eher nicht im Kampf begegnen wollte. Im Winter sprang sie immer noch in das kalte Wasser, um sich sauber zu halten und abzuhärten, doch Autos waren etwas, dass selbst die Schildmaid in die Knie zwangen.
Nach knapp einer Stunde kamen sie dann auch endlich an und Skadi sprang fast schon aus dem Auto heraus, um wieder Boden unter ihren Füßen zu spüren.
„Endlich!“, seufzte sie und streckte ihre angespannten Glieder auch gleich einmal. Dann ging sie zum Kofferraum und öffnete diesen, um ihren Boden, ihre Äxte und ihren Schild herauszuholen. Aerik reichte sie auch seine Waffen heraus und zu guter Letzt zwei große Rucksäcke, worin sie einiges verstauen konnten, was sie im Botanikum finden würden.
Skadi freute sich schon auf das Botanikum. Es hieß, dass dort etliche Pflanzen sich früher befunden hatten und wenn sie Glück hatten wären die Pflanzen, die außerhalb lagen einfach wild gewuchert, was sicherlich einen schönen Anblick abgeben würde. Dass die Plünderung ganz anders verlaufen würde, als geplant, damit rechnete sie nicht. Sie hatten zwar von ein paar Angriffen von kleinen Gruppen auf ihre Plünderer gehört, doch dass sie per Zufall direkt in die Mitte der neuen Bedrohung marschiert waren, das ahnte sie nicht. Wer würde auch darauf kommen, dass sich eine neue Kolonie im Herzen von DC niedergelassen hatte und dort nun sein Unwesen trieb.

@Aerik Kristjanson

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#3

RE: United States Botanic Garden

10.03.2023 11:49
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Aerik war immer ein bisschen hin und her gerissen, wenn er Balar verließ und in eine der angrenzenden Großstädte ging. Sie waren ihm bekannt, er kannte die Techniken der Neuzeit auch noch teilweise von vor der Apokalypse, aber er mochte es nicht sonderlich. Sonst würde er wohl kaum in Balar wohnen, wenn ihm Technik sonderlich wichtig wäre, da bot sich die Cottage dann doch eher als Zuhause an. So richtig technisch affin war aber keine der Kolonien, da Technik mit Strom zu tun hatte und der war immer schwierig zu bekommen. Balar erinnerte Aerik aber dann doch noch eher an sein Zuhause, die Hütte im Norden Islands in der er damals mit seinen Eltern gewohnt hatte. Eine Erinnerung die mit der Zeit immer mehr verschwamm und sich vermutlich romantisch verklärte. Doch es gab ihm immer ein heimeliges Gefühl, wenn er Abends mit Skadi in ihrer ebenso von Kerzen und dem Feuer im Kamin erhellten Hütte saß. Bodenständig. Einfach. Ruhig.
Trotz allem hatte Aerik damals in den USA in seiner alten Gruppe tatsächlich Autofahren gelernt. Es kam sehr selten vor, dass er dieses Gefährt verwendete, doch er konnte es sicher steuern und es war für den Ausflug der beiden nach DC doch deutlich schneller als zu Pferd.
Und irgendwie war es auch immer ein wenig belustigend, mit Skadi Autozufahren. Nicht, weil Aerik sie auslachte, aber es war so ein ungewohnter Anblick die Schildmaid sich an ihren Gurt klammernd zu sehen. Sonst immer mutig und taff, machte etwas, was für die meisten Menschen völlig normaler Alltag war, sie ziemlich ängstlich und unruhig. Es dauerte etwa eine Stunde und Skadi navigierte Aerik gut durch die Straßen der Stadt, bis sie angekommen waren. Der Anblick musste sowieso recht lustig sein. Eine verkrampfte junge Skadi auf dem Beifahrersitz und ein blonder Hüne der irgendwie zu groß für das Auto wirkte auf dem Fahrersitz. Den gesamte Fahrt über bat ihn Skadi immer wieder langsamer zu fahren, obwohl er sowieso schon deutlich langsamer fuhr als erlaubt war. Wobei. In der Apoklapse gab es wohl definitiv keine Geschwindigkeitsbegrenzung mehr. Aerik hätte also so schnell fahren können, wie er Lust gehabt hätte, doch dann hätte Skadi womöglich noch aus dem Fenster gebrochen und das wollte der Isländer nun wirklich nicht.
Kaum hatte er den Wagen zum Stehen gebracht, sprang seine beste Freundin aus dem Wagen, fluchtartig wie ein Tier, dass man aus einer Falle befreit hatte. Aerik stieg entspannter aus, ließ die Tür zufallen und nahm dann seinen Bogen und den Dolch von Skadi entgegen, ehe er den Wagen versperrte. Immerhin hatte der Wagen ja noch Benzin und das war doch relativ wertvoll in er heutigen Zeit.
„Der Eingang ist um die Ecke“, deutete er Skadi und nickte, ehe er grinste, „Irgendwann wirst du dich vielleicht an das Autofahren gewöhnen.“
Auch, wenn er das bezweifelte. Dafür fuhr sie doch zu selten in dem modernen Gefährt, was aber auch okay war. Der Pferderücken war dem Isländer eigentlich auch lieber, doch damit hätten sie wirklich deutlich länger gebraucht.
Das sich in D.C. eine neue Bedrohung aufbaute, die selbe Bedrohung die auch schon ein paar ihrer anderen, kleineren Plünderertrupps angegriffen hatte, wussten die beiden jungen Skandinavier natürlich nicht. Hätten sie es gewusst, wären sie vermutlich beide wieder auf der Stelle umgekehrt. Doch die Verlockung von neunen Dingen, neuen Samen, war zu groß und auch Aerik wollte unbedingt mal in das Botanikum. Mal etwas anderes sehen und er hoffte auch, dass es sich für sie beide lohnte.
Den Bogen legte er sich um die Schultern, dann zog er seinen Dolch und die beiden gingen los. Wie immer Skadi vorne und Aerik hinter ihr. So machten sie es schon immer und die beiden mussten es noch nicht mal mehr absprechen, es war wie automatisch, dass sie sich so einreihten. Es war ungewohnt sich nicht draußen zu bewegen, Aerik fühlte sich zwischen den hohen Gebäuden schon fast etwas eingesperrt und er sucht dauerhaft mit seinen blauen Augen nach möglichen Fluchtwegen. Ruhig liefen sie an den ehemals hellen Steinen des Gebäudes entlang, vorbei an eingeschlagenen Fenstern und vollkommen überwucherten Wänden. Ja, die Natur holte sich die Stadt wieder zurück und irgendwie hatte es eine gewisse Schönheit. So eine überwucherte Stadt. Zwei große, auch ehemals weiß gestrichene, Flügeltüren waren der Eingang zum Botanikum und Aerik lehnte sich gegen eine dagegen. Mit etwas Druck konnte er sie aufdrücken, sodass Skadi hineinschlüpfen und ihm von innen die Tür aufhalten, damit er ihr folgen konnte. Leise schlossen sie die Tür wieder und traten durch das zweite Türenpaar, ehe sie in einer großen Halle standen. Noch am Rand stehend blickten sich die beiden Balarmitglieder um, es wirkte alles ruhig doch Aerik deutete auf drei Körper die am Boden lagen an einer Tür im Westen der Halle. Es war über die Entfernung nicht zu erkennen, ob es Leichen oder liegende Beißer waren. Suchend blickte er auf den Boden, entdeckte einen kleinen Stein, vermutlich von der Wand abgebrochen und warf ihn in die Richtung. Es machte einen kleinen, hellen Schlag und – nichts passierte. Aerik ließ seinen angehaltenen Atem entweichen und nickte Skadi zu, es waren wirkliche Leichen. Auch nicht schön, aber keine Gefahr.
„Wohin jetzt?“, fragte er seine beste Freundin und sah sie erwartungsvoll an. Skadi hatte den Plan des Gebäudes auf der Fahrt hierher auch studiert und in ihrer Tasche.

@Skadi Nygard


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#4

RE: United States Botanic Garden

26.03.2023 00:48
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Wäre Skadi nicht mit ihrer eigenen Angst beschäftigt, so hätte sie es wohl als amüsant empfunden, wie der viel zu große Mann hinter dem Steuer des kleinen Autos saß und eher so wirkte als hätte man ein Tier in einen viel zu kleinen Käfig gequetscht.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, in den die beiden eine Strecke in der doppelten Zeit hinter sich brachten als eigentlich normal war, kamen sie dann auch bei ihrem Ziel an und Skadi brauchte keine Sekunde, um so schnell wie möglich aus dem Auto zu flüchten. Aerik folgte ihr deutlich langsamer und vor allem entspannter. Skadi beneidete ihren besten Freund, dass er so gelassen in diesen sich bewegenden Metallkäfigen aufhalten konnte. Sie war keineswegs ein Mensch, der abgeneigt von den modernen Mitteln war. Doch sie kannte sie schlichtweg einfach nicht und war so auch nicht an diese gewöhnt. Das schnellste der Gefühle auf dem Land war für sie auf dem Rücken eines Pferdes zu reiten, schneller ging es auf dem Wasser auf einem Schiff zu, doch in einem Kasten sich fortzubewegen hatte dann doch etwas Unheimliches, zumal dies dann doch schneller als auf dem Rücken eines Pferdes ging oder auf dem Bord eines Schiffes. Und der größte Unterschied war, dass an Bord oder auf dem Pferd man nicht eingesperrt war.
Gleich darauf machte sie sich ans Werk und holte auf dem Kofferraum die Waffen und Rücksäcke heraus, so als könnte sie es nicht erwarten noch mehr Abstand zwischen sich und das Auto zu bringen. Aerik reichte sie ebenfalls sein Hab und Gut, das sie dort hinten verstaut hatten. Dieser erklärte ihr daraufhin, dass der Eingang direkt um die Ecke sein musste und munterte sie auf, dass sie sich an das Autofahren sicherlich gewöhnen würde.
„Dann machen wir uns mal auf den Weg.“, bestimmte sie und benutzte dabei noch ihre Stimme. Das Auto hatte genug Krach gemacht, sodass sie sowieso Untote angezogen haben müssten. Erst wenn sie das Botanikum erreichten, würde sie auf die stille Gebärdensprache zurückgreifen, um keinen unnötigen Lärm zu erzeugen.
„Ich hoffe es einerseits, aber andererseits nicht. Schließlich würde es bedeuten, dass ich noch häufiger damit fahren muss!“, ein Schaudern überfiel sie, dann schüttelte sie dieses ab, streckte ihren Rücken durch und signalisierte Aerik, dass sie losgehen konnten.
Skadi nahm während dem Laufen den Bogen in die Hand und legte einen Pfeil in die ungespannte Sehne. Ihn die ganze Zeit gespannt zu halten, wäre zu anstrengend und könnte auch dazu führen, dass ein Schuss aus Versehen losging. Zumal sie schnell genug Schießen konnte ohne durchgehend die Sehen gespannt zu halten. Wie immer liefen sie hintereinander. Skadi lief vorne, Aerik schütze ihren Rücken. Sie waren ein eingespieltes Team, das auch ganz ohne Worte, Gesten und Signale funktionierte. Sie mussten sich nicht einmal absprechen, um diese Formation einzunehmen. Schon jahrelang kannten sie sich, da hatten sich einfach ein paar Dinge eingebürgert über die man nicht mehr reden musste.
Auch Skadi war solch hohen Gebäude nicht gewohnt. Sie kannte nur die Natur und die hohen Stämme der Wälder oder die scharfen und ebenso hohen felsigen Wände der Berge. Doch Städte waren ihr genauso fremd wie das Autofahren. Ehrfürchtig nannte sie daher immer noch die Städte der modernen Menschen ‚die Stadt der Riesen‘. Für sie war es unvorstellbar, dass dort nur die kleinen Menschen gelebt hatten. Vor allem wenn sie schlussendlich vor den großen Toren des Botanikums standen, durch die auch ein kleiner Riese gepasst hätte. Weswegen hätten sonst Menschen so große Türen bauen sollen?
Wieder ohne etwas zu sagen, änderte sich ihre Dynamik als sie vor den großen, geschlossenen Toren des Botanikums standen. Aerik übernahm nun und lehnte sich gegen die Türe, während Skadi seinem Rücken Deckung gab. Als die Türe offen war, schlüpfte wiederum Skadi durch die Lücke und sicherte den Innenraum und hielt dann ihrem besten Freund die Türe auf, sodass auch er eintreten konnte. Leise zog sie dann wieder die Türe zu, sodass keine Untoten von außen reinkommen konnten.
Direkt vor der verschlossenen Türe ließ Skadi nun einen deutlich längeren Blick durch den großen Eingangsraum schweifen. Zuvor hatte sie nur schnell alles abgesichert, sodass sie wusste, dass keine Untoten in unmittelbarer Nähe waren und sie überraschen könnten. Nun besaß sie sich jeden Fleck, um sicher zu gehen, dass kein Untoten sich von einer Bank erheben und auf sie zulaufen konnte, oder aus dem kleinen Verkaufsschalter herauskroch.
Aerik besaß sich dabei die andere Seite der Halle und als sie zu ihm rübersah, deutete er auf drei am Boden liegende Körper. Dann hob er einen kleinen Stein vom Boden und warf ihn, um zu überprüfen, ob die Leichen wieder aufstanden. Doch sie blieben liegen. Scheinbar waren sie allein und keine Draugr würden sie in den nächsten Sekunden überfallen.
Anschließend wollte er wissen, wohin sie gehen sollten und Skadi überlegte kurz. Sie hatte mit ein paar Bewohnern über ihren Ausflug geredet und tatsächlich hatte ein Mitglied ihnen einen selbstgezeichneten Lageplan geben können. Der Mann war früher Gärtner und mit seiner Frau alle paar Wochen im Botanikum, weswegen er eine genaue Karte hatte anfertigen können. Seiner Meinung nach müssten sie in dem Hauptgebäude im Keller Samen finden, sowie in kleinen verschlossenen Schuppen versteckt im Garten sicherlich auch nützliche Dinge aufbewahrt wurden.
„Lass uns als erstes in den Keller gehen. Dort sind auf jeden Fall Samen. Danach durchsuchen wir erst die Gärten, ob wir dort noch etwas Nützliches finden werden.“, beschloss sie dann und teilte es Aerik in Gebärde mit. Dann deutete sie zu der Treppe die einmal zu einem kleinen Museum über Pflanzen im ersten Stock führte, aber auch eine Treppe hinab in den Keller führte und früher nur dem Personal zugänglich gewesen war. Die Absperrung stand immer noch, doch nun würde niemand sie rügen, wenn sie diese einfach übersteigen würden.
Dann ging Skadi auch los. Den Bogen hängte sie sich über die Schulter, den Pfeil steckte sie zurück in den Köcher, dafür zückte sie eine Axt und eine Taschenlampe. Dort unten würden sie kaum Licht haben, weswegen sie aufgrund der Beschreibung des Gärtners zwei Taschenlampen mitgenommen hatte. Aerik hatte sie schon beim Auto seine übergeben.
Mit großen Augen durchschritt sie dann die Eingangshalle und fragte sich, ob nicht wirklich Riesen mal dort gehaust haben müssen. Dann stieg sie über die Absperrung und nur der Strahl der Taschenlampe wies ihr den Weg.
Mit einer Hand gestikulierte sie: „Ab hier müssen wir auf gut Glück suchen. Wir haben keine Karte dazu und keine Informationen.“
Vorsichtig ging sie zur ersten Türe und legte ihr Ohr kurz an diese. Keine Geräusche. Trotzdem sah sie zu Aerik, nickte ihm kurz zu. Dann drückte sie diese schnell auf und ging einen großen Schritt zurück, sodass sie und der Isländer im Fall von Untoten Seite an Seite hätten kämpfen können. Doch es kam niemand. Bei kleineren und vor allem keinen Gebäuden, in denen es schallte, hätte Skadi geklopft. Doch in dem großen Gebäude würde ein noch so kleines Klopfen von den Wänden weit weggetragen werden und im schlimmsten Fall Untote anlocken, die sonst nicht auf sie aufmerksam geworden wären.


@Aerik Kristjanson

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#5

RE: United States Botanic Garden

12.05.2023 12:25
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Wie immer überließ Aerik in diesen Situationen seiner besten Freundin die Führung. Sie hatte einfach eine bessere Übersicht in solchen Momenten, als er und die Wahrscheinlichkeit, dass die Dinge aus dem Ruder gerieten, war so deutlich minimiert. Was am Ende das einzige war, was zählte. Dass sie beide hier lebendig und unverletzt wieder herauskamen, wenn sie dabei natürlich noch die Samen oder andere, nützliche Dinge fanden, war das ein Pluspunkt.
Leicht nickte er, bestätigte damit Skadis Gesten. Okay, erst in den Keller, dann in den Gärten. Das war ihm auch lieber, je schneller sie wieder aus dem Gebäude heraus und an der frischen Luft waren, desto wohler fühlte sich auch der Isländer. In Gebäuden hatte man einfach weniger Überblick und deutlich weniger Fluchtmöglichkeiten, als draußen. Weswegen es ihm nicht behagte in den Keller zu gehen, doch das würde er sich niemals anmerken lassen. Ein Krieger ließ sich seine Furcht nicht anmerken, er schluckte sie runter und lernte mit ihr zu leben! Dass sich seine Hand allerdings fester um seinen Dolch schloss, je näher die beiden jungen Erwachsenen der Kellertreppe kamen, ließ sich nicht verhindern. Dunkelheit, Keller, enge Räume. Absolut nicht Aeriks Lieblingsumgebung. Die Eingangshalle des Botanikums war eigentlich sehr schön, die Wände bemalt mit Bildern von Pflanzen und Bäumen, alles irgendwie ein wenig verschnörkelt und genau so, wie man sich ein Botanikum vorstellte. Viel Glas, damit auch einiges an Licht in den großen Raum fallen konnte. Es musste sicherlich ein toller Anblick gewesen sein, hier als Besucher zu erscheinen, bevor alles den Bach runtergegangen war. Tja, das würde wohl weder Skadi, noch er jemals erleben.
Kurz schluckte er, drängte seine leichte Furcht nach ganz hinten seinem Kopf und zwang sich den Dolch nicht mehr so stark zu umklammern, als er mit einem Klicken die Taschenlampe einschaltete und hinter Skadi über die Absperrung stieg.
Toll, keine Karte. Also alles auf gut Glück. Noch mehr Informationen, die den Hünen definitiv nicht beruhigten. Es war ungewöhnlich, doch irgendwie war die Furcht heute größer als sonst. Woran das wohl lag? Er wusste es nicht, freute sich einfach nur, wenn er wieder zuhause im Dorf war und sich heute Abend definitiv einen großen Humpen Met im Gasthaus genehmigen würde. Oder zwei.
Langsam stiegen sie die Treppen hinab, kamen in einen Gang mit einigen Türen. Ein paar vereinzelte Wägen standen herum, Schmutz und wuchernde Pflanzen in der Nähe der Treppe, die sich vermutlich nach den letzten Strahlen der Sonne sehnten, die durch das Treppenhaus hinabfielen. Leise knirschte der Dreck unter den Stiefeln der Beiden, als Skadi ihn ansah, kurz nickte. Ebenso bestätigend nickte der Isländer, hielt den Dolch bereit und wartete, dann öffnete Skadi die Tür. Es passierte – garnichts. Was ihn beruhigt ausatmen ließ.
Im Raum selbst sicherten sie nochmal alles ab, das auch ja kein Beißer aus einer dunklen Ecke kommen konnte. An den Wänden standen Regale und Tische, auf denen teilweise Mikroskope standen, dann Boxen gefüllt mit allem möglichen Zeug. Neugierig neigte Aerik den Kopf und blickte durch eines der Mikroskope hindurch. Es war gebrochen, weshalb er nichts erkennen konnte, das Licht seiner Taschenlampe sich aber irgendwie kunstvoll, schön brach und er einen Moment länger verharrte, ehe er den Kopf wieder hob.
„Nach was genau suchen wir? Wie sehen die Samen denn eigentlich aus?“, gestikulierte Aerik dann, stellte die Taschenlampe auf einem der Tische ab, sodass Skadi seine Gesten auch gut sehen konnte, „Sind das kleine Tütchen? Oder große Boxen so wie die hier?“
Eine seiner Hände deutete auf eine der großen Boxen, er hob sie hoch auf den Tisch und öffnete sie. Darin war Erde, sehr viel Erde, aber auf der Oberfläche lagen vertrocknete Pflanzenüberreste. Als hätten die Forscher versucht hier drin etwas zu züchten, was aber über die Jahre dann vertrocknet war. Das war definitiv nichts mehr Brauchbares, weshalb er die Box wieder schloss und zurück auf den Boden stellte. Keine Ahnung was in der Box war, aber es war nichts Nützliches. Wenn sie aber jede einzelne Kiste durchsuchen mussten nach den Samen, würden sie vermutlich mehrere Tage nur hier im Keller verbringen können, sollten alle Räume so aussehen wie dieser hier.
Seufzend hob er die nächste Box an, öffnete auch diese um einen ähnlichen Inhalt wie in der vorherigen zu finden. Es wäre aber auch irgendwie ein bisschen seltsam, wenn sie hier noch eine lebendige Pflanze vorfinden würden, nach all den Jahren. Das wäre ein deutlicher Hinweis darauf, dass seit der Apokalypse schon wieder jemand hier gewesen wäre. Was in dem Isländer wohl nur weiteres Unbehagen auslösen würde, so unwohl wie er sich im Moment sowieso ja schon fühlte. Die Vorstellung, dass noch jemand anderes hier sein könnte, gefiel ihm ganz und gar nicht, weshalb er die Box wieder schloss und damit diese Gedanken auch wieder nach hinten schob. Sein blauer Blick glitt durch den Raum, er war eigentlich nur mit diesen Boxen gefüllt, weshalb er nicht das Gefühl hatte, dass sie hier wirklich fündig werden würden. Vielleicht war in anderen Räumen des Kellers ja mehr zu finden als vertrocknetes Biomaterial.

@Skadi Nygard


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#6

RE: United States Botanic Garden

12.09.2023 21:53
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Nachdem Skadi kurz die schöne und vor allem große Eingangshalle bestaunte, gingen sie hinab in den Keller. Es wäre für beide angenehmer gewesen, wenn die Samen sich in einem der oberen Stockwerke befunden hätten, da sie so das natürliche Sonnenlicht gehabt hätten, das durch die Fenster hineinschien. Im Keller jedoch konnten sie sich nur mithilfe des Scheins ihrer Taschenlampen umsehen und so womöglich Gefahren auch übersehen. Schließlich erleuchtete die Taschenlampe immer nur einen kleinen Bereich. Einzig, dass sie ein eingespieltes Team waren, das gut miteinander kämpfen und den Rücken voneinander freihalten konnte, ließ Skadi mit Aerik hinabsteigen.
Unten angekommen durchsuchten sie nacheinander die einzelnen Räume in der Hoffnung in den vielen Boxen, wo sie meist jedoch nur vertrocknete Setzlinge auffanden. Nach zwei weiteren Räumen hatten sie jedoch Glück und sie fanden ein paar große Boxen mit etlichen kleinen Boxen und Tütchen mit Samen, die sie für die Felder nutzen konnten. Die Tütchen steckten sie in ihre Rücksäcke, die kleineren Boxen sortierten sie so um, dass sie nur noch eine große Box voll hatten und weniger schleppen mussten. Diese brachten sie anschließend schnell zum Auto, bevor sie erneut in den Keller gingen, um noch mehr zu finden, schließlich gab es noch zwei weitere Räume, die ebensolche Schätze bieten konnten, wie der eine. Leider fanden sie nur noch ein paar weitere Tütchen, sowie ein zwei wissenschaftliche Bücher über die Anlegung einer Samenkultur, welches sie mitnahmen, sowie Skadi für @Aphonse Drummer eines der Mikroskope mitnahm, dessen Linsen noch funktionierten. Wenn er zu Besuch war, konnte er sicher mit ihr zusammen eigene Samenkulturen anlegen und Kreuzungen planen, sodass sie sich wissenschaftlich austoben konnten.
Im Garten fanden sie dann sogar auch noch ein paar Werkzeuge für die Farmen, die sie ebenfalls mitnahmen. Jegliche Ressourcen waren gut, solange sie noch intakt waren. So landete auch eine Packung Dünger im Auto. Gerade als sie die letzten Dinge durch die große Eingangshalle zum Auto brachten und durch die große Flügeltüre hinaustraten, hob Skadi ihre Hand und wies Aerik damit an sofort stehen zu bleiben.
Langsam ging sie die paar Schritte zurück in den Innenraum und kreiste mit dem Finger, sodass Aerik wusste, dass er sich innen umsehen sollte. Nachdem sie drinnen waren und Aerik ihr das Zeichen gegeben hatte, das die Luft rein war, flüsterte Skadi ihm schnell zu: „Die Reifen vom Auto waren platt, wir hatten aber bei der letzten Fuhre zum Auto keinen Platten. Da stimmt etwas nicht!“

@Aerik Kristjanson

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#7

RE: United States Botanic Garden

03.10.2023 22:22
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Im Keller wurden die beiden Mitglieder von der Insel dann doch noch fündig. Organisiert, wie Skadi bei solchen Dingen meistens war, sortierten sie alles was sie dort unten gefunden hatten ordentlich in eine einzelne Tüte um, ehe Aerik diese schon mal zum Auto brachte. So hätten sie bei einer Notfallflucht zumindest diese Dinge bereits im Auto.
Nach etwas weiterer Zeit im Keller, fanden sie allerdings nicht mehr so viel und Aerik zog nur fragend eine Augenbraue hinauf, als seine beste Freundin ein Mikroskop anhob und ebenfalls zum Wagen trug. Auf diesen fragenden Gesichtsausdruck erklärte sie ihm, dass ein Freund von ihr damit wohl etwas anfangen konnte. Also zuckte der schweigsame Riese nur mit den Schultern und nahm das einfach so hin. Aerik selbst hatte an sowas überhaupt gar kein Interesse, aber Skadi war da wohl einfach neugieriger als er. Der Isländer war mit seinen Steinen und dem Holz vollkommen zufrieden. Wissenschaft war nicht so sein Fachgebiet.
Der Kofferraum und auch die Rückbank des Wagens wurden mit immer mehr Dingen gefüllt, eine Packung Dünger und andere nützliche Dinge aus dem Garten wie spezielle Werkzeuge waren so die letzten Dinge, die sie raustrugen.
Bei der letzten Runde hatte sich in Aerik schon die Vorfreude breitgemacht, dass sie jetzt endlich aus der Stadt wieder verschwinden und nach Hause konnten, als Skadi die Hand hob und Aerik sofort stehenblieb. Ein Handzeichen, dass die beiden besten Freunde schon seit Jahren verwendeten und ohne zu zögern vom jeweils anderen ausgeführt wurde. Sobald einer der beiden die Hand hob, blieb der andere stehen, ohne Fragen zu stellen. Der Isländer ließ seinen blauen Blick durch die Umgebung schweifen, spannte unwillkürlich schon mal die Muskeln an um im Zweifel bereit zu sein.
Zurück im Innenraum sah sie Aerik gründlich um, erkannte aber keine Gefahr, weswegen er eine schneidende Geste mit der Hand machte und dabei den Kopf schüttelte, zeigte, dass er nichts gefunden hatte.
Kaum stand er wieder neben ihr, lauschte er ihren geflüsterten Worten und sein Gesichtsausdruck verdunkelte sich. Scheiße.
„Alle reifen?“, fragte er mit seinen Gesten nach und wartete Skadis Antwort ab. Wenn es nur zwei waren, das wäre vielleicht noch irgendwie ersatzbar… aber alle 4? Scheiße, dann müssten sie sich einen komplett neuen, fahrbaren Untersatz suchen, um zurück nach Balar zu kommen. Oder erstmal ewig laufen und das ganze wertvolle Zeug hierlassen. So oder so wäre es eine Niederlage. Zusätzlich hatte sie wohl auch noch jemand beobachtet, warum sonst sollten also genau IHRE Autoreifen zerstochen sein?
„Und hast du jemanden gesehen?“, formte er dann seine zweite Frage, ließ dann eine Hand an seinen Gürtel gleiten und die Axt hervorziehen. Etwas Gutes konnten zerstochene Reifen definitiv nicht bedeuten.

@Skadi Nygard

Leiddu mig vinur í lundinn frá í gær
Lindin þar niðar og birkihríslan grær

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#8

RE: United States Botanic Garden

03.10.2023 23:25
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Obwohl es anfänglich eher so ausgesehen hatte, als würden sie nichts in den etlichen Kisten finden, hatten sie am Ende doch ein paar Schätze gefunden. Sei es das Mikroskop, welches Skadi für Alphonse mitnahm und sowieso die ganzen Tüten mit Samen, die sie gut für die nächsten Jahre nutzen konnten, um weiterhin die Felder gut bestellen zu können. Auch wenn sie inzwischen selbst schon Samen anfertigten und keine neuen brauchten, war es immer gut etwas in der Hinterhand zu haben, sowie sie so auch neues anbauen konnten. Skadi freute sich vor allem auf die Süßkartoffeln, welche sie noch nie gegessen hatte. Nächstes Jahr würde sie also Aerik durchgehend mit Süßkartoffel Gerichten bekochen, bis sie beide es leid hatten. Wohl Aerik früher als Skadi, da diese allein aus Neugierde erst einmal alle gefundenen Rezepte ausprobieren wollte.
Obwohl Skadi somit glücklich aufgrund ihrer Funde war, war sie nicht abgelenkt. Bevor sie beim Auto ankamen, bemerkte Skadi mit ihren wachsamen Augen schon direkt vor der Türe vom botanischen Garten, dass die Autoreifen aufgeschlitzt waren und hielt Aerik mit einer Geste an. Sie waren ein eingespieltes Team, wodurch er direkt reagierte und keinen weiteren Schritt machte. Stattdessen zogen sie sich zurück in die Eingangshalle des Gebäudes, wo sie sich Sicherheit vor etwaigen Angreifern erhofften. Aerik sah sich gründlich um, während Skadi die Türe hinter sich zu machte, sodass nicht die Person oder die Personen, die die Autoreifen aufgeschlitzt hatten, schnell hereinkamen. Sie legte direkt neben den Eingang ihre Fundsachen ab, um beide Hände frei zu haben, sowie sie auch ihre Tasche ablegte, worin sich nur Plünderungskram befand, der sie im Notfall aufhielt. Gleich darauf hielt sie schon mal Pfeil und Bogen in den Händen, auch wenn sie die Sehne nicht spannte. Sie konnte schnell den Pfeil anlegen und gut zielen, wodurch sie keine Kraft verschwenden wollte, indem sie durchgehend die Spannung hielt. Dies war schädlich für ihren Körper und den Bogen ebenso.
Aerik gab ihr derweil das Zeichen, dass er keine Gefahr gesehen hatte, was sie wenigstens etwas erleichterte, doch sie brauchten nun einen Plan. Sie wussten nicht, ob es ein Feind wirklich gab – auch wenn sie stark davon ausging, da sonst niemand die Reifen zerstechen würde – sie wussten nicht wie viele es waren, sie wussten nicht welche Absichten sie hatten und ob die Ware im Auto nicht sowieso schon entwendet worden war und sie nur Verfolger aufhalten wollten, und sie wussten nicht, wo die Angreifer waren. Eine Situation, die Skadi ganz und gar nicht gefiel.
Auf seine Frage hin nickte sie vorerst und flüsterte zurück: „Die, die ich sehen konnte, auf jeden Fall. Ich habe jedoch nicht darauf geachtet, ob das Auto schief steht oder nicht, weswegen ich nicht sagen kann, ob die anderen zwei noch heil sind oder nicht.“
Noch ein Fakt, der sie störte. Unwissenheit mochte sie überhaupt nicht, erst recht nicht in Gefahrensituationen. Die Information, wie viele Reifen zerstochen worden sind, wäre schlussendlich für eine Reparatur wichtig und dafür, dass sie abwägen konnten, ob sie lieber die Gefahr umgingen und die Ressourcen dafür opferten, wenn sie sowieso den Wagen nicht so schnell wieder fahrtauglich bekommen würden.
Auf seine weitere Frage hin, schüttelte sie den Kopf und besah sich den Raum noch einmal genauer und rief sich den Lageplan vom Gebäude auf, den sie im Kopf hatte. Vom ersten Stock aus konnten sie durch die Fenster hinabsehen. Die beiden Räume jedoch, die dies ermöglichen würden, waren jedoch länglich und besaßen nur in der Mitte und am gegenüberliegenden Ende vom Fenster eine Türe, durch die sie fliehen konnten. Es wäre also riskant, falls der oder die Angreifer sich schon im Gebäude versteckt aufhielten. Allerdings würden sie so weitere Informationen bekommen. Sie könnten eventuell sehen, ob sich draußen Menschen aufhielten und auch überprüfen, wie der gesamte Schaden vom Auto ausfiel. Ebenso könnten sie sehen, ob sie jetzt schon bestohlen worden waren. Würde die Saat fehlen, könnten sie darauf schließen, dass der Feind zumindest nicht zu den Nomaden gehörte, da sie irgendwo dann selbst Felder bestellen würden. Wäre sie jedoch noch vor Ort, würde dies heißen, dass der Autoreifenschlitzer nicht hinter ihren Gütern her war, sondern hinter ihnen. Lieber hatte sie eine diebische Gruppe irgendwo im Umkreis als die zweite Option. Schlussendlich bedeuteten die Autoreifen aber generell nichts Gutes. Einfache Diebe hätten das nicht getan. Nur dann, wenn sie die Sorge hatten, verfolgt zu werden. Sie hätten sie auf jeden Fall beobachtet und wären erst aktiv geworden, wenn Aerik und Skadi wieder hineingegangen wären, um ein größtmögliches Zeitfenster zum Agieren zu bekommen. Da wäre eine Flucht dann ein leichtes gewesen. Je mehr Skadi in wenigen Minuten still die Situation zerdachte, desto mehr kam sie zum Schluss, dass der Grund für die aufgeschlitzten Autoreifen nur einer sein konnte: Man wollte sie und nicht die Güter. Alle weiteren Szenarien, die sich nur auf einen Raub bezogen, beinhielten für sie ebenso wenig zerstörte Autoreifen. Sie wären bedroht worden, eventuell angeschossen oder anders verletzt. Doch bei der Jagd versuchte man auch immer die Beute an der Flucht zu behindern.
„Wir müssen nach oben. Ich muss etwas herausfinden!“, beschloss Skadi dann, sie musste einfach sicher gehen, dass sie richtig lag und mit eigenen Augen sehen, dass die Ressourcen noch im Auto waren.
„Ich habe den starken Verdacht, dass die Leute nicht hinter unseren Ressourcen her sind…“, meinte sie dann und würde Aerik ihren Verdacht erklären sobald sie sich sicher war, dass sie richtig lag. Sie mochte es nicht nicht geprüfte Fakten zu erzählen, was Aerik wusste, zumal sie allein schon durch ihre These beim anderen ein ebenso ungutes Gefühl erzeugen würde, wie sie es selbst hatte.

@Aerik Kristjanson

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#9

RE: United States Botanic Garden

15.11.2023 12:37
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Unzufrieden verzog Aerik das Gesicht, als Skadi ihm sagte, dass sie nicht wusste ob alle Reifen zerstochen worden waren. Immerhin war das ein entscheidender Faktor, dennoch machte er seiner besten Freundin keinen Vorwurf daraus. Alleine, dass sie schon so schnell erkannt hatte, dass die ganze Situation gefährlich war, musste er der Norwegerin anrechnen. Sie hatte eine wahnsinnig gute Wahrnehmung für ihre Umgebung und erkannte ganz schnell, wie sich eine Situation entwickeln konnte. Es bedeutete aber definitiv, dass jemand sie beobachtet hatte und versuchte daran zu hindern, zurück nach Balar zu gelangen. Oder zumindest die Vorräte nicht von hier zu entfernen. Ob die Angreifer es nun also auf die beiden Skandinavier oder auf die Vorräte im Auto abgesehen hatten, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz klar. Was den Isländer nur noch mehr beunruhigte, denn er hatte definitiv keine große Lust heute draufzugehen.
So wie in seinem blonden Schopf die Zahnräder ratterten, ratterten diese auch in Skadis braunem und irgendwann beschloss seine Freundin dann, dass sie nach oben gehen sollten. Was sie herauszufinden bezweckte wusste Aerik natürlich nicht, doch so wie er die Norwegerin kannte, hatte es schon seinen Sinn. Die Äußerung ihres Verdachts, ließ Aerik nur seufzen und dann nickte er, gestikulierte, „Ja, das Gefühl habe ich auch…“
Warum auch immer diese Leute nun hinter den beiden jungen Skandinaviern her waren, blieb für Aerik noch immer ein Rätsel, doch er zuckte dann nur mit den Schultern. Mit der Axt in der Hand nickte er Skadi dann zu, deutete auf die zwei großen Treppen, die links und rechts der damaligen Kasse ins obere Stockwerk führten. Skadi ging links, Aerik auf der rechten Seite und sie spähten mit der Deckung der großen Säulen dann hinauf ins erste Obergeschoss. Als alles sauber aussah, nickten sie sich wieder zu und rückten geduckt vor, betraten das erste Obergeschoss. Es war ein langer, breiter Gang, gesäumt von ebenfalls einigen Glas- und Schaukästen, doch denen schenkte Aerik recht wenig Beachtung. Orientierend ließ er seinen blauen Blick durch den dämmrigen Gang gleiten, ehe er eine offene Tür entdeckte. Mit einem dumpfen Schnalzen der Zunge holte er sich Skadis Aufmerksamkeit, deutete auf die geöffnete Tür. Von außen waren an der Fassade einige Fenster zu sehen und der Raum war in die Richtung ihres Wagens. Wenn dieser also ein Fenster besaß, würden sie von dort aus Recht gut auf zu ihrem Wagen blicken können. Nach der Bestätigung seiner besten Freundin schlich Aerik los, blieb neben der leicht angelehnten Tür stehen und lauschte, hörte allerdings nichts von ihnen. Mit den Fingern zählte er runter und öffnete die Tür, während Skadi mit gezogenem Bogen in den Raum trat – er war leer. Niemand zu sehen, als ein alter Schreibtisch, ein paar leere Regale und was eben sonst noch so in einem Büro zu finden war. Doch da war das Fenster, auf das der Isländer gehofft hatte und vorsichtig zog er den weißen Vorhang zurück, sodass sie beide hinunter zum Wagen blicken konnten.
Während Skadis Aufmerksamkeit sich auf den Wagen lenkte, ließ Aerik den Blick über die Häuser und anschließenden Straßen gleiten, doch er sah nichts, wirklich gar nichts. Diese Leute mussten verflucht heimlich sein, richtig gut im Verstecken. Also definitiv keine Amateure, und dieser Gedanke beruhigte Aerik ganz und gar nicht, weswegen er den Blick abwandte und zur Tür richtete. Nicht, dass die Angreifer schon im Gebäude waren und sie nun von hinten überraschten.

@Skadi Nygard

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#10

RE: United States Botanic Garden

17.11.2023 20:48
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Nachdem Skadi gesehen hatte, dass die Autoreifen zerstochen waren, handelte sie schnell und brachte Aerik und sich wieder hinter die dicken Türen des botanischen Gartens verschanzte. Die Türen waren dabei so dick, dass sie locker sogar Schüsse von einer M16 abfangen konnten und die beiden jungen Erwachsenen würden keinen einzelnen Schuss davon abgekommen. Drinnen angekommen gab Skadi ihre Informationen weiter, konnte jedoch Aeriks Frage nicht beantworten, wie viele Reifen kaputt waren, da sie das Auto nur von einer Seite gesehen hatte und auch nur so kurz, um nicht sagen zu können, ob es sich in einer Schieflage befunden hatte. Wären nämlich beide Reifen auf einer Seite zerstört, so würde sich das Auto auf einer Seite senken. Wären alle kaputt, würde es wieder gerade auf dem Asphalt stehen.
Anschließend grübelte Skadi in Rekordtempo stumm vor sich hin und wägte alles ab. Da ihr jedoch zu viele Informationen fehlten, beschloss sie, dass sie sich erst einmal diese Informationen einholen mussten. Sie hatte nämlich zwar den Verdacht, dass die Person oder die Personen, die für die zerstörten Reifen verantwortlich waren, nicht hinter ihren Ressourcen her waren, sondern hinter ihnen. Aber sicher konnte sie es nicht sagen. Aerik bestätigte dann ihren Verdacht, da er das gleiche annahm. Doch auch er konnte es nicht sicher sagen.
Schnell war es koordiniert, dass sie in das obere Stockwerk gehen mussten, sodass Skadi sich das Auto noch einmal ansehen konnte. Da sie nicht wussten, ob die Angreifer sich direkt vor ihrer Nase befanden, wenn sie die Türe öffnete, musste dies jedoch auf anderen Weg geschehen, weswegen der erste Stock herhalten musste. Skadi erinnerte sich zum Glück an einem Raum, der ein Fenster genau mit Ausrichtung zum Auto besaß, wodurch sie so den Plan umsetzen konnte. Ebenso hätten sie auch einen guten Überblick über den Platz vor dem botanischen Garten, sodass sie im besten Fall auch direkt die Angreifer erspähen konnten. Wenn diese sich nicht schon im Gebäude aufhielten und nur darauf warteten, dass Aerik und Skadi ihnen in die Arme liefen.
Aerik ging dann über die eine Treppenseite hinauf, Skadi über die andere. Sie spähten dabei aus beiden Richtungen alle dunklen Winkel aus, um sicher zu gehen, dass der Feind nicht irgendwo lauerte, doch bisher schien alles sauber zu sein. Geduckt betraten sie dann das Obergeschoss und bahnten sich den Weg bis zu dem Zimmer, wohin Skadi gehen wollte. Bis auf die vielen Vitrinen befand sich dort jedoch nichts, erst recht keine Menschen. Aerik beschaffte sich ihre Aufmerksamkeit indem er schnalzte und dann auf die offene Türe deutete, die sich am Ende des Ganges befand. Skadi nickte zustimmend und schritt voran. Den Bogen in der einen Hand, der Pfeil an die Sehne legt, sodass sie ihn innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde spannen und abschießen konnte. Doch vorerst blieb alles ruhig und sie gelangten auch zu dem Büro ohne Zwischenfälle. Aerik lauschte kurz an der Türe, bevor er dann mit den Fingern runterzählte und die Türe öffnete. Skadi schritt sofort – dieses Mal mit gespannten Bogen – hinein. Schnell drehte sie sich einmal um die Achse, um jeden Winkel abzuchecken, doch der Raum war sauber. Sie ließ die Sehne des Bogens wieder zurückgleiten und strich dann mit der einen Hand auf Brusthöhe über die andere, womit sie das Wort sauber gestikulierte. Wenn sie bis dort oben gekommen waren, wollte sie keinen unnötigen Ton von sich geben, um am Ende nicht doch ihre Position zu verraten. Womöglich konnten sie sich im besten Fall einfach vom Ort entfernen, ohne erwischt zu werden und kamen mit Verstärkung zurück, um die Ressourcen mit sich zu nehmen, falls diese dann noch da waren.
Aerik ging dann als erstes zum Vorhang und schob ihn einen Spalt weit zurück, sodass sie hindurchsehen konnten. Skadi besah sich sofort das Auto. Es stand gerade. Alle Reifen sind zerstochen worden. Da wollte jemand sie unbedingt davon abhalten zurück nach Balar zu kommen. Ebenso konnte sie durch die Fensters des Autos sehen, dass sämtliche Kisten und Säcke voller Saatgut sich noch darin befanden. Generell war kein Fenster zerschlagen worden, was darauf hindeutete, dass jemand an die Ressourcen hatte gelangen wollen.
„Sie sind hinter uns her!“, gebärdete Skadi dann zu Aerik und man konnte ihre Sorge und auch etwas Angst in ihren Augen sehen. Denn obwohl sie nun diese Information hatten, wussten sie immer noch nicht, wer diese Leute waren, was sie genau wollten und vor allem auch nicht, wie viele Gegner sie hatten.
„Wir müssen hier so schnell wie möglich weg. Zu Fuß! Und hoffen sie erwischen uns nicht!“, gestikulierte sie weiter, wusste jedoch ausnahmsweise mal nicht, wie sie dies bewerkstelligen sollten. Sie kannte zwar den Lageplan auswendig, sowie auch einen Teil der Umgebung, da sie sich stets gut informierte. Allerdings konnten ihre Verfolger selbst mit einem Auto unterwegs sein, womit sie einen Vorteil hatten. Sie könnten in der Überzahl sein und obendrauf besser bewaffnet. Es schmeckte ihr überhaupt nicht, dass sie rein gar nichts wusste, was man ihr auch ansehen konnte, so wie sie ihre Stirn runzelte.
„Wir müssen aus dem Raum raus und in den Flur. Am Ende des Ganges führt eine Treppe runter in den Garten.“, überlegte sie dann. In diesem Raum saßen sie schlussendlich nur in der Falle. Im langen Flur konnten ihre Angreifer sie zwar schnell sehen und es gab wenig Deckung, doch es war im Moment ihre einzige Wahl. Im großen und inzwischen wildwuchernden Garten würden sie dann jedoch weitaus mehr Deckung finden. Auch wenn sie nur durch vier Ausgänge aus diesem hinauskamen. Einer davon war jedoch dieses Gebäude, wodurch es nur drei waren. Zeit um über die Mauer zu klettern hatten sie wahrscheinlich nicht, da diese über zwei Meter hoch war und sie zudem auch nicht sehen konnten, ob die Angreifer sich nicht am Ende direkt dahinter befanden. Skadis größte Sorge war jedoch, dass es viele Angreifer waren, die jeglichen Eingang blockierten, sodass sie so oder so am Ende in die Fänge dieser Leute geraten würden. Denn wenn diese Menschen schon andere Menschen jagten, dann traute sie ihnen alles zu. Und da sie oft genug jagen war, auch mit größeren Jagdtruppen, kannte sie die Strategie nur zu gut, dass sie das Wild einkesselten und so eine Flucht verhinderten.
Bevor sie auch noch etwas anderes sagen konnte, hörte sie von unten die gewaltige Eingangstüre sich öffnete und kurz darauf zuschlug. Die Angreifer sind wohl durch den toten Winkel, den sie durch ihre Aussicht hatten, ins Gebäude geschlichen. Sie mussten handeln. Jetzt! Sofort!

@Aerik Kristjanson

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#11

RE: United States Botanic Garden

05.05.2024 11:50
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Auch Aerik erkannte, was seine beste Freundin ihm wenige Momente später gestikulierte. Seine blauen Augen hatten ebenfalls die Kisten mit den Vorräten im Wagen noch gesehen, die nicht angetastet wurden. Ein eindeutiges Zeichen, dass das hier keine einfachen Plünderer waren, sondern sie darauf warteten, dass ihre eigentliche Beute ahnungslos herauskam und in die Falle tappte. Vermutlich waren auf oder in den Häusern herum Jäger verteilt, die mit ihren Waffen auf den Wagen zielten. Ob sie Aerik und Skadi allerdings lebendig oder tot wollten, das konnten die beiden Nordleute definitiv nicht so einfach herausfinden. Es ging hier aber um sie und nicht um die Waren. Ganz eindeutig.
Der Isländer sah ein wenig Angst in Skadis Augen, was er gut nachvollziehen konnte. In seinen spiegelte sich vermutlich ebenso dieses Gefühl. Immerhin waren sie hier nur zu zweit, ein perfekt eingespieltes Team zwar und, wenn er schon in so einer Situation war, dann wohl am liebsten mit Skadi. Aber dennoch, war das hier keine angenehme Sache. Das hier war keine Übung, kein Spiel, kein Szenario – das hier war mal wieder die Realität.
Schweigend wartete Aerik einfach ab, sah wie Skadis Blick ein wenig hin und her huschte, wie es immer der Fall war, wenn sie nachdachte. Auch in Aeriks Kopf kreisten die Gedanken, natürlich mussten sie hier raus. Das Auto war weg, kein Fluchtweg mehr, sie konnten nur zu Fuß fliehen. Und das war die einzig logische Entscheidung, die Flucht anzutreten. Wenn sie nicht wussten, wo ihre Gegner waren und wie viele Jäger es auf sie abgesehen hatten, war ein Kampf aussichtslos. Vielleicht waren es zwei wie sie, vielleicht waren es aber auch acht oder zehn oder gar noch mehr. Keine besonders guten Aussichten, besonders mit der Tatsache, dass ihr Gegner wussten, wie Aerik und Skadi waren. Zumindest grob und das war mehr, als die beiden Nordleute wussten.
Schließlich gestikulierte Skadi dann und Aerik nickte, machte ein entschlossenes Gesicht. Ja, der Garten war eingezäunt, aber vielleicht war dies eine Möglichkeit zu entkommen. Skadi kannte den Lageplan auswendig, dem Isländer war nur bewusst, dass es auch eine Möglichkeit gab anders aus dem Garten zu entkommen, als durch dieses Gebäude in dem sie sich gerade befanden.
In dem Moment, als Aerik beginnen wollte ebenfalls zu gestikulieren, hörten sie beide ein Geräusch. Die Eingangstür von unten, die sich öffnete und wieder schloss. Sie waren im Gebäude, jetzt gab es kein Zurück mehr.
Aerik zog sich seinen Bogen vom Rücken, verstaute den Dolch in der Scheide und legte wie Skadi einen Pfeil auf die Sehne. Noch waren sie nicht entdeckt worden, eine Fernkampfwaffe war nun von Vorteil, auch wenn ein Bogen eher weniger gut für enge Gänge und Gebäude geeignet war. Die Waffe war aber deutlich leiser, als jede mechanische Schusswaffe.
„Los“, gestikulierte Aerik mit einem Kopfneigen und wie immer fielen sie in ihre gewohnte Position. Skadi voraus, Aerik dicht hinter ihr, aber mit genug Abstand, dass sie sich nicht gegenseitig behinderten. Auf leisen Sohlen, jedes Mal war Aerik immer wieder froh über seine selbstgemachten weichen Lederstiefel, die sich so perfekt an seinen Fuß anpassten und kein Geräusch verursachten, schlichen sie auf den Gang zurück, angestrengt lauschend. Von unten waren Schritte zu hören, Aerik lauschte und deutete Skadi dann „vier“, womit er vier Paar Schritte meinte, also vier Jäger. Was schon mal doppelt so viele Leute waren wie sie beide und kein gutes Zeichen.
„Weiter“, deutete er dann und sie schlichen weiter, Aerik Herz klopfte in seiner Brust, je weiter sie sich von den Treppen entfernten und der Tür zu den Treppen näherkamen. Ein Schritt nach dem anderen, sie mussten erstmal raus aus diesem Gebäude. Im Garten hatten sie schon bessere Chancen, da war es wild und überwuchert. Skadi mit dem Blick nach vorne, Aerik den Blick nach hinten Richtung Treppenbereich gerichtet, schritten sie weiter, immer näher kam die Tür und Aerik spannte den Bogen etwas stärker.
Ein Knirschen, unter seinem Fuß, Stille – dann Worte, „Sie sind oben!“
Aeriks Blick huschte nach unten, er war auf eine verdammte Glasscherbe getreten, eine der Türen zu seiner Linken hatte mal eine Glasscheibe in sich getragen. Jetzt lag diese verstreut in Scherben auf dem Boden und der Isländer war auf eine von ihnen getreten, das Kratzen des Glases auf den Fliesen hatte ein Geräusch verursacht. Fuck.
Das Getrappel auf der Treppe war schnell, laut und die beiden Nordleute liefen etwas schneller zur Tür, dennoch versucht leise zu sein und nicht direkt ihren genauen Standort Preis zu geben. An der Tür angekommen, hörte er wie Skadi versuchte diese zu öffnen, doch es schien nicht direkt zu funktionieren. Aerik spannte den Bogen noch weiter, wartete ab, sein Herz pochte noch lauter in seiner Brust, je länger Skadi dafür brauchte die Türe zu öffnen.
Ein lautes Knirschen, ein Krachen und er hörte das Schleifen eines schweren Gegenstandes, als von hinten Tageslicht in den Tunnel eintrat. Im selben Moment passten zwei weitere Dinge. Einer der Jäger trat um die Ecke herum in den Gang in dem sich die beiden Nordleute befanden. Kaum geschah dies, ließ Aerik den Pfeil von der Sehne gleiten. Fast wie in Zeitlupe flog das Geschoss durch die Luft und traf den Typen direkt in die Brust. Im selben Moment wie Aerik schoss, löste sich aber auch ein Schuss aus der Pistole seines Gegenübers, dieser flog in die entgegensetzte Richtung und, weniger gut gezielt zu Aeriks Glück, striff die Kugel an seinem Rippenbogen entlang. Es tat weh, es blutete und Aerik riss den Mund in einem stummen Schrei ein wenig auf, sein Blick glitt nach unten. Das Hemd färbte sich blutrot, sein Blick folgte der Schussbahn und er sah den Einschlag der Kugel in der Wand hinter sich. Damit wandte er sich um, machte ein paar schnelle Schritte und begegnete Skadis erschrockenem Blick, als sie das Blut an seiner Seite sah.
Dann schien die Zeit wiedereinzusetzen, alles ging ganz schnell. Kaum draußen, knallte Skadi die Tür zu und Aerik half ihr den schweren Gegenstand wieder davor zu schieben. Die Tür war versperrt und die Angreifer aus- beziehungsweise eingesperrt. Fürs erste.
Aeriks Hand fuhr an seine Seite, blutig rot und er zog sein Hemd hoch, besah sich die Wunde. Nur ein Streifschuss. Nochmal verdammt Glück gehabt.

@Skadi Nygard

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#12

RE: United States Botanic Garden

07.07.2024 20:49
Skadi Nygard Skadi Nygard (gelöscht)
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Obwohl man sich immer auf unterschiedlichste Gefahren einstellte, wenn man die sicheren Mauern einer Kolonie hinter sich ließ, wurde man doch immer wieder mit etwas neuem überrascht. Die meisten Schreckenstaten kannte man schon, Plünderer, Mörder, Horden und ähnliches. Auch von Sklavenhändlern hatte man gehört oder Sekten. Trotzdem war es immer noch etwas ganz anderes davon zu hören oder in solch eine Situation geworfen zu werden.
Genau dies traf nun auf Skadi zu. Sie hatte schnell verstanden, dass die Menschen nicht hinter ihren Ressourcen her waren oder nicht nur, sondern es auf Menschen abgesehen hatten. Wohl um Aerik und Skadi zu Sklaven zu machen oder nur Skadi, da man doch eher davon hörte, dass Männer die gesetzlosen Zeiten ausnutzen, um sich Sexsklaven anzuschaffen. Manche sogar mit dem Hintergedanken, dass sie sich fortpflanzen wollten. Doch egal was schlussendlich das genaue Ziel war, die Hauptabsicht war klar und dies war etwas, was Skadi keineswegs zulassen wollte und würde. Ebenso wenig wie Aerik kampflos aufgeben würde.
Skadis Gehirn ratterte und ging in sekundenschnelle alle möglichen Szenarien und Möglichkeiten durch, um für sich den besten Fluchtplan zu erschließen. Auch wenn sie keine Informationen zu den potentiellen Angreifern hatte, ging sie etliche Variablen mit diesen durch. Verschiedene Gruppenanzahlen, unterschiedlichste Bewaffnungsarten in Kombination mit der Gruppenanzahl, mögliche Pläne, die sie verfolgen konnten, wenn sie Aerik und Skadi fangen wollten, sowie sie all dies bei verschiedensten Fluchtrouten durchspielte. Skadi kam zum Entschluss, dass sie erst einmal sich einen besseren Überblick über die Lage verschaffen wollte, um mit mehr Informationen im besten Fall eine höhere Wahrscheinlichkeit zu Überleben für sie herausschlagen konnte. Dazu mussten sie jedoch in den ersten Stock, wodurch sich gleichzeitig ihre Fluchtchance auch etwas einschränkte. Doch es war immer noch besser als blind zu flüchten.
Nachdem sie oben waren und Skadi sich einen Überblick verschaffen hatte, teilte sie Aerik ihren Plan mit. Sie würden versuchen über den Garten zu entkommen. Zwar war dieser eingezäunt, doch es war aus ihrer Sicht die beste Möglichkeit zu entkommen. Er bot viel Deckung und sie hatten etliche Orte zu fliehen. Allerdings mussten sie im besten Fall eines der Tore erreichen, außer sie schafften es in wenigen Sekunden irgendwie über die Mauer zu klettern. Würden sie letzteren tun, konnten die Angreifer einerseits sie von innerhalb des Gartens und außerhalb sehen, andererseits wussten sie auch nicht, ob nicht hinter der Mauer weitere Angreifer waren. Der Vorteil war jedoch, dass sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite hätten. Bei den Toren, so ging Skadi davon aus, waren sicherlich Menschen platziert, vorausgesetzt es waren mehr als eine Hand voll. Doch sie mussten mit allem rechnen und lieber vorsichtiger sein als in eine Falle zu laufen.
Um dorthin zu gelangen, mussten sie aber erst einmal durch den langen Gang laufen, der im schlimmsten Fall ihr Todesurteil bedeutete. Doch ihnen blieb keine andere Wahl. Vor allem da sie nun hören konnten, wie die massive Eingangstüre sich öffnete und die ersten Verfolger zwar ausmachbar waren, aber die beiden Balarianer somit nicht mehr zurück gehen konnten. Es gab also nur noch einen Weg, außer sie stellten sich dem Kampf, was Skadi als zu großes Risiko empfand.
Bevor sie losgingen bewaffnete sich auch Aerik mit Pfeil und Bogen. So konnten sie beide auf eine größere, aber auch kleinere Distanz ihre Feinde aufhalten. Dass diese Schusswaffen bei sich trugen war dabei sogar wahrscheinlich, waren es Jäger, auch wenn sie kein Wild jagten.
Dann gab Aerik das Signal, dass sie losgehen sollten und wie das eingespielte Team, das sie waren, machten sie sich auf den Weg. So formiert, dass sie einander jederzeit Rückendeckung geben konnten und ein möglichst breites Sichtfeld abdeckten. So schlichen sie durch den Flur und achteten darauf möglichst wenig Lärm zu machen, sodass sie im besten Fall einfach unbemerkt hinausschleichen konnten und bis auf das Adrenalin durch die Erkenntnis, dass jemand sie jagte, alles ohne weitere Vorkommnisse ablief.
Aerik gestikulierte dann die Zahl vier, da er vier Menschen gehört hatte und auf sein Gehör war verlass, weswegen Skadi mit zerknirschten Blick nickte. Das war keine gute Info, auch wenn es deutlich schlechter hätte laufen können. Doch es hieß trotzdem nur, dass vier Leute vom Eingang hineingekommen waren und nicht, dass es nur insgesamt vier Jäger waren. Es konnten noch deutlich mehr sein.
Langsam aber sicher kamen sie voran, ohne dass sie mit irgendwelchen Geräuschen auf sich aufmerksam machten. Die Türe, die runter zum Garten führte, kam immer näher, doch auch ihre Angreifer. Dann trat Aerik auf etwas. Das Geräusch war nicht sonderlich laut, doch laut genug. Die Verfolger hatten sie gehört und wussten nun, dass sie oben waren, was auch einer der Menschen dort unten den anderen zurief. Sie schienen nicht einmal darauf zu achten, dass man sie hörte und das Skadi und Aerik erfuhren, was sie wussten und was nicht. Sie waren sich ihrer Sache sicher und das machte Skadi noch mehr Angst. Denn wären es nur die vier, dann hätten sie mit Handzeichen einander mitgeteilt, dass sie nach oben gehen sollten, um das Überraschungsmoment auf ihrer Seite zu haben. Doch es kam nur der Ausruf, wodurch ihr Plan verraten wurde. Skadi rechnete nun fest damit, dass noch weitere Menschen sich in dem Gebäude oder Garten aufhielten oder welche wirklich bei den Toren im Garten stationiert waren, um die Zielpersonen abzufangen.
„Es sind mehr als vier!“, gestikulierte sie Aerik noch schnell zu, damit er auch von ihrer Vermutung wusste. Falls sie sich doch irrte, war es gut für sie, doch besser war es, wenn sie auf jede Eventualität eingestellt waren. Dann setzte Skadi ein höheres Tempo vor, auch wenn sie weiterhin versuchten leise zu sein, denn sowie es zwei Treppen hinauf zum ersten Stock gab, gab es zwei Korridore, wodurch sich ihre Verfolger aufteilen mussten, wenn sie sich nicht sicher waren, wo sich Aerik und Skadi aufhielten, was ihnen wiederum einen großen Vorteil gab, denn dann hatte keine Seite mehr eine Übermacht.
Skadi ging vor, weswegen sie als erste die Türe erreichte. Die Sehne vom Bogen entspannte sie wieder, um die Türe öffnen zu können, doch es ging nicht. Vorsichtig rüttelte sie daran und drehte den Knauf in alle Richtungen, doch weiterhin öffnete sich die Türe nicht, doch abgesperrt schien sie auch nicht, sie schien nur zu klemmen. Sie würden nur durchkommen, wenn sie die Türe eintrat, doch dann hätten sie auch ihren Standort verraten. Etwas anderes blieb ihnen jedoch nicht übrig, weswegen Skadi dies gerade umsetzen wollte, als sie aus ihrem Rücken Geräusche hörte. Knirschen, Krachen und wie ein Gegenstand über den Boden geschliffen wurde. Sie drehte sich nicht um, Aerik hätte auf sich aufmerksam gemacht, wenn er ihre Hilfe bräuchte. Wichtiger war, dass sie es schaffte, das sich ihr Fluchtweg auftat.
Während Skadi, die zum Glück groß und kräftig genug war, um eine Türe einzutreten, eben dies tat, geschahen in ihrem Rücken weitere Dinge zugleich. Sie hörte wie Aerik mit Pfeil und Bogen schoss, aber auch einer ihrer Verfolger. Die Türe knallte gleichzeitig zu dem losgelösten schoss gegen die Wand des Flures, doch sie ist durch den Tritt nicht aus den Angeln gerissen worden, einzig hatten die Scharniere ekelerregend gequietscht.
Skadi drehte sich sofort um und spannte während dieser Bewegung ihren Bogen, um notfalls zu helfen. Sie sah einen der Angreifer mit einem Pfeil in der Brust am Boden liegen, der andere verzog sich gerade hinter die Türe, um Feuerschutz zu haben, da er nun in der Unterzahl war. Die beiden anderen Verfolger schienen den anderen Korridor zu erkunden, was ihr Glück gewesen war. Doch sie würden spätestens in einer Minute bei ihnen sein. Als zweites registrierte Skadi den roten Fleck auf Aeriks Hemd und ihre Augen weiteten sich geschockt. Er ist getroffen worden, doch nicht schwerwiegend, trotzdem machte sie sich Sorgen. Doch sorgen musste sie sich später, jetzt gerade musste sie sich weiter darum kümmern, dass sie beide lebend aus dem Botanikum und der Stadt herauskamen.
Schnell liefen sie durch die Türe und Skadi schloss sie so schnell sie konnte und das gerade rechtzeitig, da ertönte gerade der Aufprall einer Kugel in dem dicken Holz der Türe. Hätte sie nicht so schnell gehandelt, hätte sie nun eine Kugel im Bauch, denn auf dieser Höhe ist der Aufprall erklungen. Doch es beruhigte sie auch wiederum, denn man zielte nicht auf den Kopf oder auf ihr Herz. Man wollte sie lebend. Aeriks Schussverletzung war jedoch lag höher, womöglich hatte sie Recht und man hatte nur Verwendung für sie. Doch entweder kamen Aerik und sie beide lebend heraus oder sie beide verstarben. Etwas anderes würde sie nicht zulassen.
Dann schoben sie schnell zusammen ein großes Regal von der wand vor die Türe, sodass man die Türe nicht mehr öffnen konnte. Sie hatten sich etwas Zeit verschaffen, außer die beiden anderen Verfolger waren nicht zur Hilfe geeilt, sondern ebenso den Gang weiter entlang, sodass sie kurz nach ihnen auf der anderen Seite des Eingangsbereichs des Gartens rauskommen würden.
„Ich verarzte es später, wir müssen weiter!“, meinte Skadi, auch wenn sie am liebsten eine Heilsalbe, die sie immer dabei hatte, sofort draufschmieren und einen Verband anlegen wollte. Doch das würde ihnen zu viel Zeit kosten. Sie mussten weiter. Wäre es kein Streifschuss gewesen, hätte jedoch auch anders gehandelt. Der Streifschuss blutete zwar, doch es würde Aerik nicht umbringen, da er dabei nicht zu viel Blut verlor. Trotzdem sollte er nicht mehr den Bogen benutzen, da er durch die Haltung dabei nur die Haut an den Rippen über einen längeren Zeitraum anspannte und dehnte, wodurch die Wunde noch weiter aufreißen würde, sodass er schlussendlich doch mehr Blut verlor.
„Kein Bogen!“, befahl sie fast schon und spannte dann ihren eigenen, um vorauszugehen. Aerik würde nun ihre Rückendeckung sein und da niemand durch die Türe kommen konnte, konnte zumindest von dort niemand angreifen. Da ihre Position sowieso nun verraten war, schlug Skadi zugleich ein schnelleres Tempo an, bis sie bei der großen Türe von der Treppe zum Garten ankam. Die Treppe befand sich schon außerhalb, wie sie durch das Glas in den Türen sehen konnte. Sie mussten sich also beeilen, da auf dem Weg hinab ihnen nur wenig Deckung geboten war.
Bei der Türe angekommen schlug Skadi Aerik ihren Plan vor: „Ich behalte die andere Treppe im Blick, dort kommen womöglich die anderen raus, während wir hinabgehen. Du schaust, ob nicht im Garten schon jemand ist oder auftaucht.“
Kurz spähte sie durch das Fenster und konnte keine Bewegungen außerhalb ausmachen, dann öffnete sie die Türe auch schon und schlüpfte hindurch. Ihr Blick ging als erstes zur anderen Treppe, um sicherzugehen, dass dort, knapp fünfzig Meter entfernt, niemand stand. Dann scannte sie schnell die komplette Umgebung und ließ ihren Blick wieder zurück zur anderen Treppe gleiten als Aerik auch hinaustrat. Mit dem Körper zur Seite gedrehten Körper und gespannten Bogen lief sie die Treppe hinab. Nichts tat sich, das war gut für sie.
Gerade als nur noch wenige Stufen sie vom Boden trennten, hörte sie zuerst, wie die Türe aufging und konnte sofort ausmachen, wie jemand hindurch kam. Da sie unentwegt mit dem Pfeil und Bogen auf genau die Türe gezielt hatte, korrigierte sie nur noch ein klein wenig nach und schoss. Der Pfeil traf sein Ziel und er würde nicht einmal mehr als Untoter zurückkehren, da der Pfeil seinen Schädel durchbohrt hatte. Er kippt nach vorne und man konnte hören, wie der Körper ein paar Stufen hinabrollte und dann erst liegen blieb. Gleichzeitig kam Skadi zusammen mit Aerik unten an.
Die Lage war trotzdem immer noch äußerst angespannt. Der Garten tat sich erst knapp fünfundzwanzig Meter von ihnen entfernt auf, wo sie Deckung finden konnten, da dort die Pflanzen frei und wild wucherten. Der Eingangsbereich war jedoch gepflastert und auf den ehemaligen Blumenbeeten wucherten die Pflanzen zwar auch, doch einzig ein Busch hatte sich dort durchgekämpft und dieser Busch befand sich wiederum nicht auf ihrer Seite des Eingangsbereichs.
Sie könnten nun rückwärts mit gespannten Bogen hin zum Garten laufen oder sie sprinteten wie die Kaninchen, um keine Schussfläche anzubieten. Skadi entschied sich für letzteres, damit sie schneller dort wären und ihre Verfolger möglichst wenig von der Treppe zurücklegen konnten.
„Kaninchen!“, gestikulierte Skadi, sodass nur Aerik den Plan verstand. Sie wartete bis er loslegte, dann lief auch sie mit einem letzten Blick zur Treppe los.

@Aerik Kristjanson

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#13

RE: United States Botanic Garden

06.03.2025 17:14
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Kaum war das Regal vor der Tür an Ort und Stelle, atmetet Aerik tief durch. Der Streifschuss tat weh, aber war nichts, was er nicht überleben würde. Er sah die Sorge in Skadis Augen, als sie die Wunde gesehen hatte und wie gerne sie sich sofort um diese kümmern würde, aber der Moment war nicht der Richtige. Also nickte der isländische Hüne nur bei ihren Worten, als Bestätigung, dass er sie verstanden hatte. Ja, sie mussten unbedingt weiter, denn sie mussten unbedingt hier raus! Das war die höchste Priorität, hier raus kommen und einfach verdammt noch Mal nicht drauf gehen!
Kurz zog er eine Augenbraue hinauf, als sie ihm befahl den Bogen nicht mehr weiter zu verwenden, gab dann aber ein resigniertes Stöhnen von sich und nickte, schwang sich die Waffe über den Rücken. Dafür zückte er seinen Dolch, den konnte er im Zweifel auch werfen oder sich im Nahkampf verteidigen.
Ihre Position war nun auch jedem Angreifer klar, daher brachte es nichts sich weiterhin zu verstecken. Sie mussten Position wechseln und einen Weg aus dieser Todesfalle finden, etwas Anderes blieb ihnen nicht übrig.
Sie liefen weiter, Skadi bildete die Vorhut und Aerik behielt hinter ihnen im Auge. Eigentlich sollte von dort nun niemand mehr kommen können, doch in einer Situation wie dieser, konnte man nicht vorsichtig genug sein. Seine Kiefer presste er aufeinander und versuchte den Schmerz der Wunde so gut es eben ging einfach zu ignorieren. Mit dem ganzen Adrenalin in seinem Körper gelang ihm das auch recht gut, da er sich auf alle möglichen anderen Dinge fokussierte.
Bei der Tür angekommen hielten sie inne und Skadi erklärte ihm ihren Plan, welchem er schweigend mit einem Nicken zustimmte. Meistens war es seine beste Freundin, die in solchen Situationen auf den richtigen Plan kam und Aerik vertraute der Norwegerin blind. Es gab wohl keine Person im Dorf der er mehr vertraute, als Skadi. Er wartete, während sie kurz aus dem Fenster spähte und schlüpfte hinter ihr durch die Tür.
Auf dem Weg die Treppe hinab erledigte Skadi einen der Angreifer, welcher aus einem anderen Ausgang kam so schnell und sauber, dass Aerik noch nicht einmal wirklich hinsah. Seine Aufmerksamkeit blieb auf dem Garten, der sich vor ihnen beiden auftat und kaum hatten sie die letzte Stufe hinter sich gelassen, scannte er die Umgebung. Die Pflanzen waren noch ein paar Meter von ihnen entfernt und damit auch die mögliche Deckung, die sie hatten. Eine gepflasterte Fläche lag zwischen ihnen und der Deckung durch die Vegetation, diese galt es noch zu überbrücken.
Aeriks blauer Blick flog zu Skadi und in einem Sekundenbruchteil verstand er ihre Geste und nickte. Ja, es war cleverer schnell über die Fläche zu gehen und dabei Haken zu schlagen, als es langsam anzugehen. Skadi war zwar eine exzellente Bogenschützin, dennoch konnte auch sie nicht ein Dutzend Gegner gleichzeitig umbringen.
Er spannte seine Muskeln an, und mit einem kräftigen Abstoßen seiner Füße rannte er los, immer wieder die Richtung wechselnd aber immer mit dem Ziel des Gartens. Es dauerte nicht lang und die etwa 25 Meter waren überquert und schützendes Grün trennte das Sichtfeld der Angreifer und ihn. Eine Sekunde später war Skadi neben ihm und kauerte sich ebenfalls ein weniger runter. Sie hatte die Karte studiert und im Kopf, wo sie aus dem Garten eventuell entkommen könnten. Er hörte laute Stimmen, ein „Fuck, sie haben James erwischt!“ hallte durch den Garten und mehrere Stiefelpaare knallten eine Treppe herunter. Aerik kniff die Augen zusammen und versuchte die Angreifer zu erkennen, zählte insgesamt fünf Stück.
„Fünf Männer, davon 3 mit Schusswaffen“, gestikulierte er zu Skadi, ehe er sie abwarten ansah. Ein Schweißtropfen lief ihm die Stirn herunter und er atmete tief durch, „Wo ist der nächste Ausgang? Der Garten schützt und zwar, aber dennoch sollten wir schnell hier raus.“
Zwei der Männer hielten Ausschau nach ihnen, während einer sich zu dem Toten herunterbückte, in die Richtung schaute aus der Aerik und Skadi gekommen waren und dann hinüber zu den Pflanzen des Gartens.
„Sie sind irgendwo im Garten, findet sie verdammt noch Mal!“, brüllte der Typ dann und trat unzufrieden gegen den Leichnam seines ehemaligen Kameraden, „Fuck!“

@Skadi Nygard

Leiddu mig vinur í lundinn frá í gær
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