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Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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THE DEAD DON’T DIE
X
#1

Fabrik

05.02.2022 17:24
The Walking Dead Team 3.988 Beiträge
Alter
01
Größe
ganz groß!
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Admin

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#2

RE: Fabrik

01.04.2022 21:20
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Normalerweise hasste er es, wie die Pest, wenn er die Wege in den Wäldern verlassen musste, denn dort wo er auf die Hauptwege kam, musste er immer damit rechnen, dass er auf andere Menschen traf, die er versuchte tunlichst zu meiden, doch langsam neigten sich seine Vorräte dem Ende und auch wenn er schon nicht mehr damit rechnete, so wollte er sein Glück in einer der nächsten Städte versuchen. Irgendwo würde es sicherlich noch ein paar Vorräte geben, die er gut gebrauchen konnte. Bei seinen Vorräten diesmal handelte es sich hauptsächlich um Munition, die er ebenfalls versuchte, so wenig wie möglich zu nutzen, immerhin war dies als Nomade immer Mangelware, wie er gelernt hatte...immerhin hatte er vor einigen Jahren das Glück gehabt, dass er mit seiner besten Freundin in einer kleinen Kolonie gelebt hatte, die jedoch überrannt und die beiden somit getrennt wurden waren.
Innerlich hoffte er noch immer darauf, dass sie überlebt hatte, so wie er und irgendwo einen sicheren Ort gefunden hatte, an dem sie sich aufhalten konnte. Er wusste, dass die Chancen nicht gut standen, in solchen Zeiten, wie in denen, in denen sie lebten, aber er wusste auch das Kasia eine sehr taffe Frau war und wusste wie man überlebte.
Er musste sich also eigentlich darüber keine Gedanken machen, oder?
Nein, denn nun galt es darauf, sich zu konzentrieren und möglichst leise vorzugehen, immerhin nährte er sich nun der Stadt und er wusste, wie beliebt diese bei den Beißern waren. Er hielt sich gerade noch in den Büchsen, vor einem hohen Maschendrahtzaun auf, um die Lage zu sondieren. Wie zu erwarten, waren auch hier einige von den Untoten anzutreffen und so zückte Malcolm sein Messer, was er bereits auf einer anderen Plünderungstour aufgegabelt hatte, denn er wollte seine wenige Munition, die er noch hatte, nicht für ein paar Beißer verschwenden, immerhin wusste er auch, dass er mit zu viel Lärm nur noch mehr von diesen Mistdingern anlocken würde.
So leise wie möglich also, kam er aus dem Gebüsch hervor und schlich sie an einen der Beißer, die ihm am nächsten waren, um ihm das Messer in den verwesenden Schädel zu rammen.
So ging das eine Weile, bis er ein Loch in dem Zaun entdecken konnte und er durch dieses hindurch schlüpfte. Da sich, eben seine Vorräte dem Ende neigten, konnte er das Loch nicht flicken, sehr zu seinem Nachteil, denn einige Beißer hatten ihn entdeckt und so musste er sich nun beeilen, um ins Innere der Fabrik zu gelangen.
Schlussendlich fand er ein Rolltor, welches nicht ganz nach unten gelassen war und so zwängte er sich unten durch, um dann den Grund zu finden, warum das Rolltor nicht ganz nach unten gelassen war. In der Kette, hatte sich ein Stück Holz verkeilt, welches er nun löste um wenigstens etwas Sicherheit zu haben.

Als dies erledigt war, richtete er sich wieder vollkommen auf und ließ seinen Blick etwas schweifen, ehe er dann begann sich umzusehen.

@James Lemoy
//ich hoffe du kannst damit was anfangen

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#3

RE: Fabrik

04.04.2022 19:53
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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"Und was haben die da in der Fabrik gemacht?" fragte Eda, während James den Wagen durch die ganzen verlassenen Autos steuerte.
"Erst Papier, dann ist die Firma pleite gegangen, dann hat irgendein Verrückter Sammler die Halle gekauft und seine Autos in die Halle gestellt." James lenkte immer wieder hin und her und traf hin und wieder auch mal einen Beißer, doch 'Das schwarze Pferd', so wie der Wagen früher genannt wurde, steckte die meisten Beißertreffer weg als wäre es nichts.
„Woher willst du wissen dass wir da eine Lichtmaschine finden?“ fragte Eda weiter.
„Ich war früher oft hier. Hab hier die Mülltonnen leer gemacht und hab hier viele von den Karren gesehen.“ erklärte James und lenkte den Wagen auf die Zufahrtsstraße des Fabrikgelände. „Viele Beißer hier...“ murmelte er, als er den Vorplatz erblickte.
Die Schwankenden, fauligen Kollegen richteten ihr Köpfe auf und schauten zu den Wagen. Langsam fingen sie an in ihre Richtung zu kräuchen.
„Hmmmm, scheiße...“ brummte James. „Wir drehen noch ne Runde.“
Eda und James hatten mittlerweile bestimmte Taktiken entwickelt um schnell große Gruppen anzulocken und in bestimmte Richtungen zu lenken.
Man musste nur ein paar Runden drehen, sich dann verstecken und dann von jetzt auf gleich leise sein. Dann trieb es die Beißer Masse in die letzte Richtung aus dem der Lärm kam und verschwand mit der Zeit.
Das konnte bis zu zwei Stunden dauern, doch manchmal ging es auch schneller.
So wie heute.
James drehte noch eine extra Runde und nach einer dreiviertel Stunde war der Platz vor der Fabrik so gut wie Beißerfrei. Ein paar pressten sich noch an die Zäune, doch die konnte man getrost vergessen.
James und Eda erkundeten vom Auto aus das Gelände.
„Such nach einer einfachen Möglichkeit wie wir da rein kommen. Also halte die Augen auf.“ wies er das 15 Jährige Mädchen auf dem Beifahrersitz an.
Eda hob den Finger und zeigte auf ein geschlossenes Rolltor. „Suchst du so was wie das da?“
„Ja. So was wie das da ist gut.“ James hielt an, er griff nach hinten und holte die Brechstange hervor. „Los, Fahrertausch!“ James stieg aus und Eda rutschte rüber, auf den Fahrersitz, den sie erst mal nach vorne stellen musste damit sie mit ihren kurzen Beinen überhaupt an die Pedale kommen konnte.
James zückte den vollgeladenen Colt und ging vorsichtig zum Tor.
Er setzte die Brechstange an und hebelte. Verwundert stellte er fest, dass er kaum Kraft brauchte um das Rolltor aufzuhebeln.
Das konnte nur bedeuten dass schon mal jemand hier gewesen war, doch James rechnete nicht damit dass sich jetzt grade jemand in der Halle aufhalten könnte.
Mit einem Ruck riss er das Rolltor nach oben und hielt es so lange fest bis Eda das 'Schwarze Pferd' hindurch gefahren hatte, danach schloss er das Tor wieder.
Sofort verstummte der Motor des Wagens und die Frontscheinwerfer gingen an. Ein kleiner Teil der Halle wurde sofort in Gelbes Licht getaucht. Die Gläser der Frontscheinwerfer des 'Schwarzen Pferdes' waren schon lange gesprungen und beide Lampen warfen das Licht ungleichmäßig auf die alten Papierrollen die noch in der Halle standen.
Doch ganz hinten links in der Ecke der Halle stand das, wonach beide gesucht hatten: drei amerikanische Boliden aus den 70er Jahren. Die Hoffnung war groß, unter deren Motorhauben das benötigte Ersatzteil zu finden.
„Na siehe da...“ brummte James. „Eda! Nimm dein Werkzeug und...“ plötzlich schepperte es.
Irgendwo war etwas umgestoßen worden.
Und weder Eda noch James waren irgendwo vorgestoßen.
Sofort zuckte James Revolver nach oben und seine Augen scannten die Umgebung.
Ein Beißer?
Doch er sah keinen Beißer. Es wäre auch viel zu leise für einen Beißer. Beißer grunzten, kratzten über den Boden und gurgelten. Nichts davon war hier zu hören.
„Waffen raus, Eda!“ sagte James leise. „Wir sind nicht alleine.“


@Malcolm Quince

//Na klar!

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#4

RE: Fabrik

05.04.2022 22:03
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Malcolm war sich sicher gewesen, dass er einige der Beißer erledigt hatte, doch die Geräusche, die auf einmal vom Außenbereich zu hören waren, ließen auf etwas ganz anderes schließen, denn er hörte das Dröhnen eines Motors, ebenso wie einige Beißer. Sein Herzschlag beschleunigte sich merklich, denn so einen Zwischenfall konnte er nun wirklich nicht gebrauchen. Malcolm blieb also in seiner Bewegung wie eingefroren stehen, lauschte auf die verräterischen Geräusche, die vom Außengelände kamen. Als er bemerkte, dass die Geräusche sich entfernten und mit einem Mal komplett verstummten.
Der dunkelhaarige Mann schüttelte, etwas verständnislos mit dem Kopf, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass hinter diesem ganzen Tumult eine Taktik lag und fragte sich, wie lebensmüde man sein musste, mit einem solchen dröhnenden Motor durch die Gegend zu fahren, während die Untoten von einer solchen Geräuschkulisse angelockt wurden.
Doch das Geräusch schien nicht wieder zu kommen und so taute auch Malcolm wieder auf und wollte gerade seine Erkundungstour fortsetzen. In einer noch immer geduckten Haltung schritt er durch die Fabrikhalle, hielt jedoch erneut abrupt inne, als man das hörbare Anheben des Rolltors vernehmen konnte. Was zum Teufel? Es drohte tatsächlich eine unvermeidbare Verzögerung sich anzubahnen, in diesem Plünderungstrip. Die Motorgeräusche kamen nun auch in die Halle und Malcolm versuchte sich, während der Motor noch dröhnte sich so weit wie möglich von den unerwarteten Besuchern zu entfernen. Seinen Blick richtete er dabei dennoch stur geradeaus, denn von seinem Versteck konnte er das Biest, welches in die Halle gefahren kam gut sehen und dies war etwas, was er sich während seines Überlebenskampfes angewöhnt hatte, unerwünschte Besucher genaustens im Blick zu behalten. Er hatte gesehen was passieren konnte, wenn man den falschen Menschen vertraute und Zeiten wie diesen, war das Vertrauen auf ein Minimales geschrumpft, denn er hatte gesehen was Menschen taten um auf ihren eigenen Vorteil bedacht zu sein, auch etwas, was er sich während seiner Zeit, die er allein unterwegs war angewöhnt hatte.
Während Malcolm sich weiter versuchte von dem Zweiergespann zu entfernen, konnte er ausmachen, dass es sich um einen Mann und ein junges Mädchen, vermutlich war sie gerade einmal im Teenageralter angekommen, handelte.
Malcolm war davon und von der Tatsache, dass er sich rückwärts bewegte ziemlich abgelenkt und so konnte er nicht erkennen, dass sich hinter ihm ein paar gestapelte Farbeimer befanden, gegen die er nun stieß.
Er hörte selbst das Scheppern und drehte sich in dem Moment um, um das herunterfallen der Eimer zu verhindern, doch dies war etwas, dass er nun nicht mehr verhindern konnte, denn die Eimer hatten so oder so nicht mehr sehr sicher gestanden und so rollten diese leeren Blecheimer von ihm weg und auch noch ausgerechnet in die Richtung der beiden Besucher.
Malcom stieß einen stummen Fluch aus, griff zur Seite, in der Hoffnung einen stumpfen Gegenstand zu ertasten, um eine Waffe zur Hand zur haben, immerhin waren seine Schusswaffen so gut wie leer und er wollte gewiss nicht, dass doch noch Beißer durch einen sinnlosen Schuss angelockt wurden.
Tatsächlich, ergriff Malcolm ein Eisenrohr, was ihn kurz erleichtert seufzen ließ, denn er war wirklich froh, dass ihn sein Glück doch nicht ganz verlassen hatte. Nun fühlte er sich schon etwas sicherer, weshalb er nun seine Mut ergriff und mit langsamen Schritten aus seinem Versteck hervor kam.
Mit einem eisigen Ton in der Stimme, ergriff er nun das Wort und erhoffte sich, dass diese Begegnung, ohne Verletzte oder gar Tote ausgehen würde. "Keinen Treibstoff mehr, oder was wollt ihr hier?" Dabei hielt er das Eisenrohr in einer Hand, jedoch nicht in Kampfhaltung, denn er wusste, das so die Möglichkeit bestand, das dies alles ohne weitere Zwischenfälle ablaufen würde.

@James Lemoy

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#5

RE: Fabrik

07.04.2022 13:31
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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James suchte lange das innere der Halle ab, nachdem er das scheppern gehört hatte. Wenn es doch nur nicht so dunkel wäre...
Es wurde ja nur der Teil der Halle Beleuchtet die von den Scheinwerfern erfasst wurden, sonst war es hier eher finster.
„Eda!“ sagte er leise, währenddessen er langsam Rückwärts zurück zum Wagen ging. „Mehr Licht! Die Taschenlampe!“
Die kleine Eda legte kurz ihr Vintorez Gewehr zur Seite und holte eine Maglite hervor. Durch die Windschutzscheibe leuchtete sie nun in die Bereiche der Halle die weniger gut ausgeleuchtet waren.
Doch auch mit Taschenlampenunterstützung sah Lemoy nichts.
„Wo ist das Arschloch?“ brummte Lemoy und scannte über Kimme und Korn die Halle. So langsam glaubte er einem Waschbär oder einer Katze auf dem Leim gegangen zu sein. Diese Mistviecher hatte es schon immer gegeben, auch noch nach dem Weltuntergang. Sie passten in jede Ritze und fanden überall etwas zu fressen, deswegen viel es ihnen so leicht auch heute noch zu überleben.
Plötzlich rollte ein Farbeimer mit eingetrockneter Farbe in James Blickfeld.
Sofort wanderte der Colt in dessen Richtung.
Doch nicht nur ein Farbeimer kam zum Vorschein.
Zu Lemoys Überraschung kam ein Mann hinter einer Palette Kartons hervor, der ein Eisenrohr in der Hand führte.
Lemoy riss die Augen auf, wie er es immer tat wenn er fürchtete dass gleich etwas Schlimmes passieren könnte.
Angespannt richtete er den Colt auf den Mann und zog den Hahn des Revolvers zurück.
"Keinen Treibstoff mehr, oder was wollt ihr hier?" fragte der Mann mit eisiger, strenger Stimme.
„James...“ sagte Eda besorgt von hinten.
Doch James reagierte nicht.
„Jaaaames????“ fragte Eda nun noch besorgter und lauter. „James! Mach was!“
James atmete schnell durch die Nase ein und aus. Wie in Trance versunken fixierte er den Mannund zielte auf seinen Kopf.
Die beiden hatten seit Monaten keine richtigen Menschen mehr gesehen und die letzten die sie gesehen hatten waren ihnen nicht wohl gesonnen gewesen.
Doch dieser Typ, der stand einfach da, mit seinem Rohr in der Hand.
Er machte keine Anstalten näher zu kommen oder gar sie anzugreifen.
Langsam sank die Waffe in Lemoys Hand zu Boden, so dass sie nicht mehr direkt auf den Kopf des Fremden zielte. „Eda! Waffe runter.“ sagte er zu dem Mädchen.
Und Eda zog langsam den Lauf des Gewehrs zurück in das Auto.
„Was interessiert es einen einsamen Wanderer und Plünderer was sich in meinen Tanks befindet?“ James inspizierte den Mann.
Er sah aus wie der alltägliche Überlebende. Festes Schuhwerk, eine abgetragene Hose, ein Jacke die etwas Wind und Wetter abhielt, ein Rucksack.
„Pass auf dass sich nicht irgendjemand anschleicht.“ flüsterte James zu Eda, denn er konnte sich nicht sicher sein dass der Mann da vor ihn doch nicht alleine war. „Bist du alleine?“ fragte er den Mann vor sich. „Oder gehörst du zu einem von diesen anderen Lagern? Bist du einer von diesen Motoradaffen oder gehörst du zu den Typen von der Chesapeake Bay?" Er machte eine kurze Pause. "Oder kommst du gar aus Heavens Paradise?“ in diesem Satz hörte man deutlich dass James große Abneigung gegen Heavens Paradise hegte und Eda den Lauf der Vintorez wieder aus dem Fenster schob.

@Malcolm Quince

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#6

RE: Fabrik

14.04.2022 23:58
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Obwohl Malcolm nun einen Blick auf den Lauf eines Colts hatte, blieb er selbst ziemlich ruhig, denn er wusste, das wenn es hier jetzt eskalieren würde, dass er keine Chance haben würde, immerhin hatte sich sein Vorrat an Munition dem Ende geneigt und mit einem Eisenrohr, konnte er nicht wirklich etwas gegen Schusswaffen ausrichten.
Über ein solches Abtreten, wäre Malcolm sicherlich nicht abgeneigt, denn immerhin gab es seines Wissens nichts mehr, was ihn auf dieser Erde halten würde, dennoch hatte er einen großen Willen, weiter zu leben, denn so wirklich Ruhe würde er erst finden, wenn er sich sicher war, dass es seiner besten Freundin gut ging und das sie in Sicherheit war. Danach, könnte mit ihm passieren was wolle, wobei er sicherlich anders denken würde, wenn er Kasia erst einmal wieder sehen würde, immerhin hatte sie ihm immer wieder daran erinnert, dass es sich trotz dieser miserablen Lage lohnte trotzdem weiter zu leben und so hatte er trotz der Leere, die er oft in sich fühlte, den Wille, weiter zu kämpfen. Nun als er die Neuankömmlinge mit einer eisigen Stimme gefragt hatte, was sie hier in der Lagerhalle wollten, konnte er auch die Stimme des jungen Mädchens hören, das er aus seinem Versteck hatte erkennen können. Sie forderte den Mann auf, dass er etwas machen sollte und so fragte er sich, in welchem Verhältnis die Beiden wohl zu einander stehen würden...Waren die Beiden Vater und Tochter? Aber dann hätte das Mädchen, den Mann sicherlich nicht mit seinem Vornamen angesprochen, oder?
Malcolm konnte sich daraus keinen Reim machen und nahm sich vor, auch nicht weiter darüber nachzudenken, während er den Colt vor der Nase hatte. So lange man eine Schusswaffe auf ihn richtete, war es nicht gerade die beste Idee sich aufmüpfig zu zeigen und so reagierte Malcolm erst wieder wirklich, als er bemerkte wie der Mann seine Waffe sinken ließ und auch das Mädchen dazu aufforderte ihre Waffe sinken zu lassen.
"Eigentlich interessiert es mich recht wenig, was sich in den Tanks befindet...Man hat euch Beide, bis hier drin gehört, als ihr mit dem Ding hier Runden gedreht seid, daher war dies meine naheliegendste Vermutung, dass eure Tanks leer sind." sagte der dunkelhaarige Brite nun. Die Beiden schienen in seinen Augen allein unterwegs zu sein, so wie es Malcolm auch war, dennoch war Vorsicht besser als Nachsicht, in seinen Augen und so behielt er trotzdem alles genau im Auge.
Eigentlich war es nur seine Absicht gewesen, nach etwas Munition zu suchen und dann wieder von hier zu verschwinden, wollte er sich immerhin nicht länger als nötig an einem Ort aufhalten. Auf die Worte, die dieser James, so hatte ihn das Mädchen doch genannt, entsann er sich, ob er allein sei, nickte Malcolm nun, dennoch ließ er den Mann vor sich aussprechen, wobei er erkennen konnte, wie das Mädchen erneut ihre Waffe hob und auf Malcolm richtete, als sie von dieser Gruppe sprachen, die sich Heavans Paradise nannten. Es ging nicht anders, denn obwohl er die Abneigung in der Stimme von James erkannt hatte, fand er das Temperament, welches das Mädchen bei diesen Worten an den Tag legte, sehr amüsant. "Ruhig Blut, Kleine...Ich bin allein unterwegs, ja...Ist mir zurzeit lieber, als stets und ständig in dem Glauben zu leben, dass ich um ein paar Sachen erleichtert wurde, wenn ich mit anderen Menschen unterwegs bin, immerhin weiß man nicht, wem man heutzutage noch trauen kann." sagte er und richtete dieselbe Frage nun auch an James. "Und ihr? Ihr seht mir aus, als wärt ihr Beide auch allein unterwegs." sagte er und behielt nun das Mädchen im Auge, die sicherlich nicht zögern würde zu schießen, wenn sie eine Gefahr für den Mann erkennen würde.

@James Lemoy

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#7

RE: Fabrik

18.04.2022 20:28
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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"Eigentlich interessiert es mich recht wenig, was sich in den Tanks befindet...Man hat euch Beide, bis hier drin gehört, als ihr mit dem Ding hier Runden gedreht seid, daher war dies meine naheliegendste Vermutung, dass eure Tanks leer sind." sagte der Typ der da hinter den Paletten aufgetaucht war.
„Das Ding...“ brummte James etwas ungläubig. Wenn ein Sklave damals 'Das Schwarze Pferd' als 'Ding' bezeichnet hätte, hätte es echt fiesen Ärger gegeben.
Der Ford wurde damals von Frances Miller so genannt und sollte so zu einem 'Altar der Gerechtigkeit' stilisiert werden.
James hatte das damals nicht wirklich verstanden warum sein Ford Falcon plötzlich kein Ford Falcon mehr war, sondern ein 'Pferd'.
Frances hielt den Wagen für biblisch und das brachte ihm den Namen 'Das schwarze Pferd' ein.
Doch seine schwarzen Glanztage waren schon lange vorbei.
Früher hatte der Wagen in der Sonne gefunkelt! Sein schwarzer Hochglanzlack war von der besten Marke und James hatte nie zugelassen das sich auch nur ein Staubkörnchen darauf niederlassen konnte.
Doch heutzutage...
Der Lack war ermattet, zerkratzt und der Rost hatte die nackten Stellen im Blech besiedelt.
James hatte oft versucht mit Rostschutzfarben, die er irgendwo gefunden hatte, immer wieder kritische Stellen zu überstreichen, doch auch irgendwann gehen auch die letzten Reste zu neige.
Anders war da der große Motor. Motoren von 1979 waren praktisch für die Ewigkeit gebaut! Noch nie hatte er Probleme gemacht und hatte bis jetzt jeder Tortour und jeden Rempler problemlos weggesteckt.
Doch in letzter Zeit verbrauchte der Motor mehr Strom als er produzieren konnte, also musste die Lichtmaschine ausgetauscht werden und dass relativ schnell, den die Batterien des Ford Falcon waren nahezu taufrisch und sollten nicht entladen werden. Leere Batterien waren kein Problem, solang der Motor lief, doch wenn dann mal der Motor aus war und wieder gestartet werden sollte, würde dass nicht mehr funktionieren.
„Ja, er mag laut sein, doch sichert er uns seit dem Untergang das Leben.“ sagte James. Seine Intuition sagte ihm dass der Typ die Wahrheit sagte und er alleine unterwegs war, sonst hätten sie bestimmt schon jetzt seine Freunde kennengelernt. Etwas grobmotorisch drückte er den Lauf des Gewehrs von Eda zurück in das innere des Wagens.
Auf die Frage hin zu welchem Lager er gehörte entgegnete der Typ: "Ruhig Blut, Kleine...Ich bin allein unterwegs, ja...Ist mir zurzeit lieber, als stets und ständig in dem Glauben zu leben, dass ich um ein paar Sachen erleichtert wurde, wenn ich mit anderen Menschen unterwegs bin, immerhin weiß man nicht, wem man heutzutage noch trauen kann."
Eda schaute zu James. "Er hat mich 'Kleine' genannt."
Doch James reagierte nicht.
„Traue niemandem, erst recht nicht ihr.“ sagte James und deutete auf Eda.
"Und ihr? Ihr seht mir aus, als wärt ihr Beide auch allein unterwegs." fragte der Typ und James hielt es nur für Fair ihm auch wahrheitsgemäß zu antworten.
„Wir sind zu dritt. Eins...“ er zeigte auf sich. „Zwei...“ er tippte mit dem Revolverlauf auf die Motorhaube. „Und drei...“ er zeigte auf Eda. „ich weiß was ich hier will... Aber was suchst du hier? Hier gibt es nichts außer vergammeltes Papier und die drei da hinten.“ er zeigte auf die drei Boliden die noch von dem gelblichen Scheinwerferlicht erfasst wurden.

@Malcolm Quince

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#8

RE: Fabrik

26.04.2022 23:12
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Obwohl es nur ein Brummen war, meinte Malcolm den Missmut in der Stimme des anderen Mannes zu erkennen, was ihn nun doch etwas zum Schmunzeln brachte, denn er hätte nicht gedacht, dass er mit einer solchen Aussage, über einen Wagen, einen so empfindlichen Nerv treffen würde, obwohl sicherlich hätte Malcolm, ohne die Apokalypse, sicherlich auch den einen oder anderen verächtlichen Kommentar gelassen, hätte er eine solche Karosse gehabt, aber da dies nicht der Fall war, konnte sich der Brite da nicht allzu sicher sein. Dennoch sagte er nichts weiter zu dem Wagen, immerhin war er froh, dass die Begegnung bis zum jetzigen Zeitpunkt friedlich verlief und er wollte es nun wirklich nicht provozieren, dass daraus nur wegen einem Kommentar, doch noch eine Auseinandersetzung entstehen würde.
Dennoch kam Malcolm nicht drum herum, der Karosse ein paar Blicke zu zuwerfen, denn obwohl er ein solches Gefährt nicht sein Eigen nennen konnte, konnte er nicht leugnen, dass dieser Wagen interessant aussah. Gerade wollte er ansetzen, etwas zu sagen, als er dann jedoch vernahm, wie sein Gegenüber die Stimme erhob und sagte, das dieser Wagen ihm und dem Mädchen das Überleben sicherte.
"Nun, es scheint mir auf jeden Fall eine bessere Lösung zu sein, als draußen auf den Straßen zu campieren, da stimme ich dir zu." sagte er und da Malcolm so oder so wenig auf Namen in dieser Zeit gab, sah er auch keinen Grund, dass er seinen Gegenüber förmlich ansprechen, dabei beobachtete er, wie er das Gewehr des Mädchens durch die Fensterscheibe zurück in den Wagen drückte.
Es war zwar schon einmal eine Beruhigung, dass nicht mehr auf ihn gezielt wurde und musste etwas Schmunzeln, als er nun auf die Frage zwecks der Kolonien antwortete und er merkte, dass er wohl erneut in ein Fettnäpfchen trat, als er das Mädchen "Kleine" nannte, doch irgendwie störte es ihn auch einfach nicht.
Kurzerhand wandte er sich nun an sie und neigte etwas den Kopf.
"Wie soll ich dich denn sonst nennen?" fragte er nun direkt das Mädchen. "Wäre es dir lieber, wenn ich dir einen noch klischeehafteren Namen geben würde?" setzte er gleich fort, ehe er den weiteren Worten folgte, die der Mann an ihn wandte, die Malcolm tatsächlich erneut etwas zum Lachen brachten.
"Es lag auch nicht in meiner Absicht, meine Sachen in ihre Obhut zu geben um sie ihr anzuvertrauen." sagte er weiter, nicht wissend, ob er nicht gerade eine grenze überschritt, immerhin wusste er noch immer nicht in welcher Beziehung die Beiden standen und ob sie nicht doch dazu bereit waren, einfach so anzugreifen, sobald ihnen ein Wort nicht gefiel. Auf Malcolms Frage, neigte er nun bei der Antwort etwas den Kopf, als der Typ das Auto als Person einberechnete und sagte, dass sie zu Dritt unterwegs waren.
Obwohl Malcolm es recht angenehm fand, endlich mal wieder eine menschliche Stimme zu hören, so war er bei der nächsten Frage, die ihm gestellt wurde, dennoch wieder auf der Hut und verengte etwas die Augen. "Wenn man nur gründlich genug sucht, findet man selbst in den scheinbar nutzlosen Dingen, etwas, was das Leben erleichtern kann." sagte er nun. "Und obwohl ich sagte, dass es mich nicht wirklich interessieren würde, was macht ihr hier, wenn es, wie du sagtest, hier nichts geben würde?" richtete Malcolm nun seine Worte wieder an James.

@James Lemoy es

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#9

RE: Fabrik

30.04.2022 14:15
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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James war sich sicher: Von dem da ging keine Gefahr aus. Er war einfach nur ein einsamer Wanderer auf der Suche nach einem Auskommen. Deswegen steckte er jetzt auch wieder den Revolver dahin woher er gekommen war.
"Nun, es scheint mir auf jeden Fall eine bessere Lösung zu sein, als draußen auf den Straßen zu kampieren, da stimme ich dir zu." meinte der Typ auf James Aussage hin, dass der Wagen den beiden bis jetzt das Leben ermöglicht hätte.
„Schön ist was anderes...“ brummte James, der sich schon oft wenigstens die Gemütlichkeit eines Feldbettes herbeigesehnt hatte, als noch eine Nacht auf einem verschlissenen Kunstledersitz zu verbringen. Er schlief nur ab und zu hinten auf der Matratze, wenn es die Situation zuließ. Und außerdem war er viel zu groß für den Platz den der Wagen hinten bot.
Der hintere Bereich des Autos war eigentlich eh Edas Bereich. Mit ihr war es die reine Pest, denn sie sammelte ALLES! Das wäre ja kein Problem wenn es Sachen wären die man gebrauchen könnte, doch bei Eda reichte es bunt zu sein um eingesammelt zu werden.
James hatte sich angewöhnt einmal im Monat alles unbrauchbare aus dem inneren des Autos zu entfernen, ohne Kommentar und ohne Vorwarnung. Dann schmollte Eda zwar wieder zwei Tage lang, aber das störte James wenig.
Es gab keinen Platz für Kuscheltiere, Spielzeugautos oder Spielkarten im 'Schwarzen Pferd'.
Es gab keinen Platz für Kuscheltiere, Spielzeugautos oder Spielkarten in der Apokalypse.

Anscheinend schien das James und Eda Gespann ihn zu amüsieren, denn James merkte immer wieder wie der Typ schmunzeln musste.
James mochte es nicht wenn über ihn 'geschmunzelt' wurde, er hatte immer das Gefühl dass sich jemand über ihn lustig machen würde. Er wusste zwar dass es in den meisten Fällen nicht so war, doch sein simples Hirn verpackte das meiste 'Geschmunzel' und Gelache in ein Tuch der Schadenfreude auf seine Kosten und das Schlug dann um in Gewalt. War früher schon so gewesen, in der Schule und später dann beim Eishockey.
Doch hier war es irgendwie okay. Das 'Geschmunzel' des Typen sorgte hier für etwas Sicherheit, denn es war nicht böswillig oder gar hinterlistig.
"Wie soll ich dich denn sonst nennen? Wäre es dir lieber, wenn ich dir einen noch klischeehafteren Namen geben würde?" fragte er jetzt direkt Eda.
„Von mir aus Susan, wenn es dich glücklich macht.“ antwortete die Fünfzehnjährige frech.
James merkte dass der Typ etwas verwirrt war als er den Ford mit als Person einbezog, aber so war es halt. Das Wohlergehen des Wagens ging vor. Teilweise war es wichtiger ihn am laufen zu halten als die eigene Versorgung, denn wenn der Wagen versagt, würde die Versorgung des Fahrers und Beifahrers wesentlich schwerer werden. Und deswegen waren sie ja auch hier.
Das musste James nun auch erklären, den prompt folgte die Frage: "Und obwohl ich sagte, dass es mich nicht wirklich interessieren würde, was macht ihr hier, wenn es, wie du sagtest, hier nichts geben würde?"
James streckte die Hand aus und zeigte auf die drei Amerikanischen Boliden die dort in der Ecke standen.
Dort standen ein 1979er Ford Boss 302 Mustang, ein 1973er Buick Riviera 'Boattail' und ein Ford T-Modell Hot-Rod.


Ford Boss 302


Buick Riviera


Ford Model T


„Lichtmaschine.“ sagte James kurz und knapp.
„Unsere macht's nicht mehr lange.“ fügte Eda hinzu.
James schlug einmal schnell mit Faust aufs Dach und warf der kleinen einen bösen Blick zu. Der Blick sagte eindeutig: 'Klappe halten! Nicht zu viel reden.'
Eda zog den Kopf ein und verzog sich zurück ins Auto.
„Anstatt zu labern, könntest du ein bisschen arbeiten.“ James deutete auf den Allround-Werkzeugkoffer der neben einem der Extratanks verstaut war. „Lichtmaschine ausbauen. Los!“
„Okay...“ seufzte das Mädchen, tauschte Vintorez Gewehr gegen Werkzeugkoffer und altes Skateboard und stieg aus. Mit etwas gebührenden Abstand ging sie an dem Typen vorbei, nach hinten zu den drei Boliden.

@Malcolm Quince

zuletzt bearbeitet 30.04.2022 14:19 | nach oben springen

#10

RE: Fabrik

11.05.2022 23:18
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Nein, von Malcolm ging sicherlich keine Gefahr aus, er war wohl einer der harmlosesten Menschen in diesen Zeiten und nun als er merkte wie sein Gegenüber den Revolver weg steckte, konnte man deutlich erkennen, wie sich Malcolm mehr und mehr entspannte. Dennoch lauschte er den Worten des anderen Mannes genauer und er konnte so auch das Brummen aus der Stimme des Mannes heraus hören. "Nun, es ist wahr, aber ich kann mir dennoch vorstellen, dass es um Meilen besser ist, wenn man einen relativ sicheren Ort zum nächtigen hat." sagte er nun.
Malcom sehnte sich auch nichts sehnlicher herbei, als endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen zu können, denn das hatte er bereits seit Wochen nicht mehr getan und so konnte man beinah schon sagen, das Malcolm den Mann und seine junge Begleiterin etwas beneidete, dass sie einen, in seinen Augen, relativ sicheren Ort hatten.
Doch Malcolm war sich nach dieser langen Zeit, in der er sich von den meisten Menschen fern gehalten hatte, nicht mehr so sicher, ob er ein guter Zeitgenosse im Umgang mit anderen Menschen war, dennoch sehnte er sich in der letzten Zeit immer wieder, danach mehr Kontakt mit Menschen zu haben.

Ja, in gewisser weise amüsierte ihn dieses Zweiergespann, doch es lag ihm mehr als fern, sich über die Beiden lustig zu machen. Er fand nur diese Dynamik, die bei den Beiden herrschte sehr interessant.
Wobei man schon sagen konnte, dass Malcolm recht oft schmunzelte, doch dies lag nur daran, das Malcolm schon früher stets gut gelaunt gewesen war, obwohl er es in der letzten Zeit recht selten zeigte.
Als Malcolm nun erneut die freche Stimme des jungen Mädchens hörte, konnte man erkennen, das er auch davon ziemlich amüsiert war, jedoch auch hier im positiven Sinne, denn es hatte etwas erfrischendes, zu sehen, dass doch noch nicht alle Menschen, die ihm draußen über den Weg gelaufen waren, so hoffnungslos waren, wie sich auch einst Malcolm gefühlt hatte.
"Das klingt doch schon viel besser, so muss ich dich nicht Kleine nennen, was dich ja offensichtlich gestört zu haben scheint, Susan." sagte er nun und betonte dabei ihren Namen besonders.
Und natürlich war ihm bewusst, dass dieser Name nur ausgedacht war und nicht ihr echter Name.
Nun für den Briten war es tatsächlich im ersten Moment etwas irritierend, dass dieser James, seinen Wagen als eine Person mit einbezog, doch schnell fasste er sich wieder, denn er wollte nicht den Anschein erwecken, als wäre er auf den Kopf gefallen, denn natürlich war es ihm bewusst, dass es überaus wichtig war, dass der Wagen am Laufen gehalten wurde, es war ihm eben nur noch nie untergekommen, dass man deswegen einen Wagen als Person bezeichnete.
Kaum nachdem der Brite seine Frage an das ungleiche Gespann erneut gestellt hatte, richtete er seine volle Aufmerksamkeit wieder auf den Mann, der ihm nun erklärte, was er und das Mädchen hier machen würden.
Ebenso folgte er mit seinem Blick den Andeutungen des Mannes, der auf einige Lichtmaschinen deutete. Verstehend nickte Malcolm nun, als er nun die Worte von "Susan" hörte, dass es die Lichtmaschine des Autos nicht mehr lange machen würde.
"Ich verstehe." sagte er nur kurz und knapp, konnte er es durchaus verstehen, warum der Mann mit einer solchen Reaktion um die Ecke kam und auf die Motorhaube schlug.
Für einen Moment sah er dem Mädchen hinterher, als sie sich auf den Weg in den hinteren Teil der Lagerhalle machte, ehe er sich wieder an den anderen Mann wandte.
Für einen Moment überlegte Malcolm, ob er nicht einfach das Feld räumen sollte, denn er wollte die Beiden sicherlich nicht bei ihrer Suche behindern, doch dann besann er sich eines Besseren.
"Auf die Gefahr hin, dass ihr zwei das nicht wollt, aber braucht ihr vielleicht Hilfe?" fragte er nun und sah dabei den anderen Mann wieder an.
Er wollte zumindest seine Hilfe anbieten, denn Malcolm wollte sich wenigstens einen Teil seiner früheren Menschlichkeit bewahren.

@James Lemoy

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#11

RE: Fabrik

15.05.2022 15:02
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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„Ich verstehe,“ sagte der Typ als Eda an ihm vorbei ging. Es schien ihn gar nicht nervös zu machen, dass sie ihm so nah kam, anscheinend hatte er keine Sorgen mehr, dass James und Eda ihn überfallen könnten.
Eda ging zu den drei Boliden und stellte das alte Skateboard auf die Rollen. Sie legte sich drauf, rollte unter den Ford Boss 302 und fing an zu schrauben. „Das sieht aber gar nicht gut aus...“ murmelte sie. „Hier ist alles voller Öl!“
„Poröse Leitungen?“ fragte James rufend, der immer noch bei dem Ford Falcon stand und den Typen im Auge behielt.
„Nein...“ Eda seufzte. „Motorschaden. In dem Motorblock ist ein Loch, da kann ich drei Finger durchstecken! Der Wagen wurde nicht gepflegt...“ Eda steckte ihre Hand unter den Schweller und brach ein Handgroßes Stück rostiges Blech aus der Karosserie.
„Der Motor und die Karosserie interessieren mich nicht, ich will wissen ob die Lichtmaschine passt.“ rief James von hinten.
Eda rollte einmal unter dem Wagen hindurch und tauchte auf der anderen Seite wieder auf. „Ich muss ihn aufbrechen.“ sagte sie und zog eine großen, relativ dicken Draht aus der Werkzeugkiste und fing an ihn an der Fenstergummidichtung vorbei, in das innere der Tür zu drücken.
"Auf die Gefahr hin, dass ihr zwei das nicht wollt, aber braucht ihr vielleicht Hilfe?" fragte der Typ plötzlich.
James riss diese Frage total aus seiner Konzentration. Fragend und völlig überrumpelt schaute er sein Gegenüber an. „Hilfe?“ brummte James fragend. Er wusste nicht was er sagen konnte, denn ihm hatte in der Zeit seit dem die Apokalypse ausgebrochen war, niemand seine 'Hilfe' angeboten.
Wie kam er dazu ihnen Hilfe anzubieten? James würde nicht auf die Idee kommen jetzt grade irgendjemandem zu helfen, außer vielleicht Eda.
Aber gut... sie hatten auch seit einer halben Ewigkeit niemanden angetroffen dem sie ihre Hilfe anbieten konnten.
Eda hörte auf mit dem Draht in der Tür zu stochern und schaute auch etwas verwirrt drein. „Was hat er gesagt?“ fragte sie um sicher zu gehen sich nicht verhört zu haben.
„Brauchst du Hilfe Eda?“ fragte James. „Er hat uns seine Hilfe angeboten.“
„Das ist aber nett.“ sagte Eda und fing wieder an zu stochern. „Ja. Er kann mir helfen. Und du passt auf.“ Es machte 'Klick' und der Ford Boss war offen. Eda zog den Draht wieder aus der Tür und verstaute ihn wieder in der Werkzeugkiste. Sie öffnete die Tür und setzte sich auf den Fahrersitz. „Oh je...“ sagte sie und schaute sich im inneren des Wagens um. „Der sieht aber scheiße aus... Alles rostig und ohne Verkleidung...“ sie lehnte sich rüber, zum Handschuhfach und öffnete es. „Oha! Ein Keilriemen und eine Birne!“ Beides wurde in dem Werkzeugkoffer gelegt, dann griff sie unter das Armaturenbrett und öffnete mit dem Hebel die Motorhaube.
„Wenn du helfen willst, dann hilf mir die Lichtmaschine auszubauen!“ sagte Eda und deutete auf die Motorhaube. „Wenn du einfach dass machst was ich dir sage, dann wird das kein Problem.“ Sie stieg aus und nahm einen Schraubenschlüssel aus der Werkzeugkiste. „Hier.“ sagte sie und hielt den Schraubenschlüssel in Malcolms Richtung. „Ich zeig dir was du machen sollst. Pass einfach auf dass mir die Lichtmaschine nicht auf den Kopf fällt.“ sie nahm sich ebenfalls einen Schraubenschlüssel zur Hand, legte sich wieder auf das alte Skateboard und verschwand wieder unter dem Wagen. „Es wäre von Vorteil wenn du als erstes die Motorhaube aufmachen würdest. Es ist sehr dunkel hier.“ rief sie von unten nach oben.
„Ich schau mich mal um.“ sagte James und zog den Revolver. „Ich sorge dafür dass wir nicht noch mehr unangemeldete Überraschungen bekommen.“


Falls du nicht weißt wie eine Lichtmaschine aussieht...


@Malcolm Quince

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#12

RE: Fabrik

07.06.2022 00:27
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Nervös machte es ihn gewiss nicht, dennoch ließ er Vorsicht walten, immerhin konnte er sich nie sicher sein, wem er alles vertrauen konnte, aber so ging es seinen Gegenüber vermutlich auch. Es waren nun einmal Zeiten, in denen Menschen sich auf ihre ureigenen Instinkte verlassen mussten und die waren bekanntlich ja nun einmal nicht die menschlichsten gewesen. Einen Moment beobachtete er das Mädchen, wie sie unter eines der Autos rollte um sich die verwertbaren Ersatzteile genauer anzusehen, wobei sie doch einen ziemlich enttäuschten Eindruck machte, als er ihre Worte hörte. Obwohl es nicht verwunderlich sein sollte, dass sich das Mädchen mit Autos auskannte, denn sie hatte auf ihn nicht unbedingt, den Eindruck eines klischeehaften Mädchens gemacht, war Malcolm dennoch erstaunt, wie gut sie sich mit dem Innenleben eines solchen Gefährts auskannte. Dabei hörte er auch die Worte, die der Mann an das Mädchen, das Malcolm, ja Susan nennen sollte, richtete.
Doch nun, da Malcolm nicht länger Lust dazu hatte, wie ein Kaninchen angestarrt zu werden, richtete er seine Stimme wieder an den Typen und bot seine Hilfe an. "Ja Hilfe." meinte der Brite dann nur kurz, als er das Brummen hörte. "Ist immerhin besser, als mir hier die Beine in den Bauch zu stehen und darauf zu warten, das dein Anhängsel da hinten das richtige Teil findet, was ihr benötigt."
Die Worte kamen schärfer rüber, als sie es eigentlich sollten und auch wenn es sich für ihn selbst wie neu anfühlte, seine Hilfe anzubieten, so wollte Malcolm sich doch immer noch einen Teil seiner Menschlichkeit bewahren. Vielleicht war das nicht immer die beste Option, aber es erschien ihm gerade richtig.
Als er nun auch noch hörte, wie sich das Mädchen nach seinen Worten erkundigte, konnte er nicht anders, als zu Schmunzeln. "Ich weiß, es ist in diesen Zeiten mehr als abwegig, seine Hilfe anzubieten, aber hey, viel ausrichten könnte ich eh nicht, wenn ich wollte. Immerhin habt ihr bessere Chancen mit euren Schusswaffen, als ich mit diesem Rohr." sagte er nur und deutete dabei auf die Metallstange, mit der er aus dem Versteck gekommen war.
Als das Mädchen nun aber bejahte, dass sie Hilfe benötigen würde, warf Malcolm noch einmal einen Blick auf den Typen, ehe er sich mit langsamen Schritten auf das Mädchen zu begab.
Er stand nun neben ihr und hörte ihr genau zu, das er ihr helfen sollte an die Lichtmaschine des Autos heran zu kommen, bevor er nickte. "In Ordnung, sag mir einfach was ich machen muss und ich mach es." gab er von sich und nahm den Schraubenschlüssel entgegen, der ihm hin gehalten wurde.
Erneut nickte er bei ihren Worten. "Klar." kam es nur knapp von ihm, ehe er auch schon ihrer ersten Anweisung folgte und die Motorhaube öffnete, die sie ja bereits mit dem Hebel gelockert hatte. Diese offen haltend, nahm er kurzerhand die Stange die unter der Motorhaube versteckt lag und verkeilte so die Haube mit der Stange, das diese nicht runter fallen würde.

@James Lemoy

//entschuldige dass du nun so lange warten musstest. bei meiner PB war viel los

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#13

RE: Fabrik

09.06.2022 15:37
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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"Ja gut so." sagte Eda als der fremde Mann die Lichtmaschine fixierte. "Jetzt die Schraube." Sie zeigte auf eine der Stellschrauben für die Spannvorrichtung, die die Lichtmaschine in den großen Flachriemen drückte. „Andersrum drehen... Ja genau so.“
„Kommst du klar?“ fragte James von hinten.
„Jaja... geht schon.“ antwortete das Mädchen.
„Dann geh ich mich jetzt umgucken. Ich pass auf.“ James legte den großen Revolver zurück ins Auto und löste das Sturmgewehr welches unter dem Dachhimmel hängte. Wenn er konnte, nutze er lieber das Gewehr als den Revolver. Für das FN FAL hatte er noch wesentlich mehr Munition als für den eher selteneren Revolver. Also wenn er musste, schoss er lieber mit dem Gewehr. Dazu nahm er noch ein zusammengeflickten Wäschesack vom Militär mit, um eventuell gefundenes besser transportieren zu können. Er erhoffte sich nicht viel, was soll man hier schon finden?
Die ersten Vorarbeiterbüros im Erdgeschoss waren so gut wie leer. Die Deckenverkleidung hatte nach all den Jahren Wasserflecken bekommen und einige der Schaumstoffplatten hatten sich gelöst und lagen auf dem Boden. Sonst war hier nichts, kein Schreibtisch, kein PC. Einfach ein leerer Büroraum.
James hatte damals hier die Mülltonnen gelehrt, er kannte das Gebäude also von früher, hatte immer in zwei Wochen Abständen die Historie des Gebäudes miterlebt. Doch er kannte es eben nur von außen, innen drinnen war er noch nie gewesen.
Mit allen anderen Büros die hier unten waren verhielt es sich genauso wie mit den anderen, sie waren leer.
Immer wieder kam er an den beiden werkelnden vorbei, die den Ford von ihrer Lichtmaschine befreiten. „Was ist mit dem Riemen? Würde der passen?“ fragte er im vorbeigehen.
„Der ist zu alt. Der ist schon porös.“ antwortete sie.
„Aber er würde passen?“ fragte er nochmals eindrücklicher.
„Ja.“ bestätigte Eda.
„Dann nehmen wir ihn auch mit. Porös hin oder her.“ James öffnete die Tür zum kleinen Treppenhaus, welches in den ersten und höchsten Stock führte.
Eda schaute Malcolm genervt durch den Motorraum an und zeigte ihm den Vogel, meinte aber nicht ihn, sondern Lemoy. „Der ist Schrott.“ sagte sie leise zu Malcolm. „Guck mal:“ sie nahm den Riemen in die Hand und drehte ihn etwas hin und her. Auch ein Jemand der keine Ahnung von Autos hatte, konnte sehen dass dieser Flachriemen schon alt war. „Der ist so im Arsch dass er schon krümelt...“ sie hielt Malcolm ihre Finger entgegen, auf den man die schwarzen Krümelchen sehen konnte die sich von dem Riemen gelöst hatten. „Aber er will ihn trotzdem mitnehmen...“ Eda ärgerte sich darüber merklich. „Weißt du, er weigert sich vehement dagegen ein Radio einzubauen, damit man wenigstens Musik hören könnte, aber nimmt so was mit...“

James legte das Gewehr an. Die Fenster im Treppenhaus waren, warum auch immer, mit Farbe überstrichen worden, so dass kein Licht in das Innere fallen konnte. Bevor er die Treppen hoch ging lauschte er, doch hörte nichts. Er pfiff einmal leise, doch nichts regte sich. Dann machte er die kleine Taschenlampe an die an seiner Schulter hing. Niemand da. Kein Beißer, kein Überlebender. Nur ein verwittertes Kinderfahrrad stand unter der Treppe, an dem Gepäckträger hing eine Tasche. James leuchtete hinein.
Leer.
Er ging hoch.
Hier tropfte es von der Decke, anscheinend war das Dach mit der Zeit undicht geworden. War ja auch kein Wunder. Alle Häuser hatten in den letzten Jahren keine Pflege bekommen und zerfielen so langsam.
Im ersten Stock angekommen, war der erste Raum den James betrat, eine Toilette. Hier war es, zu seiner Verwunderung, sehr trocken. Eine Packung Toilettenpapier stand in der Ecke, ungeöffnet und frei von Schimmel und Feuchtigkeit. Die wurde mitgenommen. Dazu zwei Stoffhandtücher aus einem Putzschrank.
James ging in den nächsten Raum. Wieder ein Büro. Doch hier war es interessanter, denn hier musste vor Ewigkeiten etwas passiert sein.
In der hinteren, linken Ecke des Raumes lag eine Isomatte und darauf ein verschimmelter Schlafsack, in der rechten Ecke stand ein Tresor in der Mitte ein Schreibtisch auf dem ein alter Laptop lag.
James trat ein und sofort schmatzte der vollgesogene Teppichboden unter seinen schweren Stiefeln. Das Büro hatte ein Dachfenster welches sperrangelweit offen stand. Es hatte also, wahrscheinlich über Jahre, in das Büro hinein geregnet.
James ging auf den Tresor zu.
War er offen?
James drehte an dem Griff.
Verschlossen.
James wusste, es würde keinen Sinn machen sich an dem Tresor zu versuchen, er hatte nicht die Möglichkeit ihn zu öffnen. Und was sollte schon da drin sein, was von Interesse wäre? Geld? Wertpapiere? Alles nicht zu gebrauchen. Wahrscheinlich lagen die Schlüssel der drei Boliden auch dort drin, aber die brauchten sie ja auch nicht.
James wandte sich der Isomatte zu. Irgendwas lag unter dem Schlafsack. Vorsichtig zog er mit dem Fuß den Schlafsack am unteren Ende etwas zurück.
Sofort stach James ein ekelhafter Geruch von verwesendem Fleisch in die Nase und sofort musste er würgen.
Was er sah war traurig. Der Kleidung nach zu urteilen lag dort, und das schon seit längerer Zeit, ein kleines totes Mädchen unter dem Schlafsack. Der Größe nach zu urteilen war sie nicht viel jünger gewesen als Eda heute.
James wich zurück und zog sich seinen Pullover über die Nase, als ob das gegen den Geruch helfen würde.
War vielleicht noch was auf dem Dach?
Ein Blick war es wert.
Er stieg auf den Schreibtisch, packte den Dachfensterrahmen und zog sich hoch. Schon auf halbem Weg nach oben sah er etwas was seine Aufmerksamkeit weckte.

„So. Da ist sie doch!“ sagte Eda und wies Malcolm an die Lichtmaschine herauszuheben. Die Maschine war ungefähr so groß wie ein Handball und, entgegengesetzt zu dem Rest des Wagens in einem sehr guten Zustand. Eda rollte unter dem Auto her und stand auf. Sie putzte sich die Hände an ihrer Cargo-Hose ab, nahm Malcolm die Lichtmaschine aus den Händen, klemmte sie unter ihrem Arm und reichte ihm ihre Hand. „Nicht Susan. Eda. Bitte nenn mich nicht Susan.“ sagte sie nur während sie seine Hand schüttelte.
Ihr Blick wanderte zu dem Ford aus dem sie grade die Lichtmaschine ausgebaut hatten. „Bist du auch so was gefahren?“ fragte sie. „Alle Autos die man so auf den Straßen sieht sind so groß... Ich hätte gerne gesehen wie sie alle hin und her gefahren sind...“
„Es war zum kotzen.“ sagte plötzlich jemand hinter ihnen. James war wieder zurück. „Auf den Straßen war immer Stau, die Ampeln waren immer Rot und jeder Schimpanse in diesem Land war fähig einen Führerschein zu machen, sprich: du hast nur Vollidioten auf der Straße die kein Auto fahren können. Niemand konnte einen manuellen 6-Gang Wagen fahren. Ich hätte ihn...“ er zeigte auf seinen Ford Falcon. „...unabgeschlossen, mit offenen Türen am Straßenrand stehen lassen können und niemand hätte ihn geklaut.“ James griff in seinen Wäschesack und zog zwei Konservendosen ohne Etikett hervor. „Links oder rechts?“ fragte er Malcolm und gab ihm dann die gewählte Dose. „Geh nicht da hoch. Da gibt es nichts.“ sagte er zu Malcolm.


@Malcolm Quince

//Kein Problem lass dir Zeit

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#14

RE: Fabrik

16.09.2022 22:51
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Es war ungewohnt den Anweisungen eines deutlich jüngeren Mädchens zu folgen, aber da Malcolm, sich nun einmal angeboten hatte, den beiden zu helfen, obwohl er selbst er weniger Ahnung von diesen Dingen hatte, nahm er diese schweigend entgegen und nickte nur hin und wieder auf ihre Worte. Er reagierte auch nicht sonderlich auf die Worte von James, da diese nicht an ihn gerichtet gewesen waren und daher sah er auch keinen Grund darin ihm Rede und Antwort zu stehen. Er stellte fest, dass es nicht sonderlich schwer war, ihren Anweisungen zu folgen, da sie diese sehr Idiotensicher ansagte, so das selbst ein Kerl wie Malcolm das verstehen konnte. Dennoch warf er immer wieder einen kurzen Blick zu James, als dieser sich in der Fabrik umsah und immer wieder an den beiden vorbei kam. Doch er wandte den Blick immer wieder schnell ab, denn er wollte sich wirklich auf diese Aufgabe konzentrieren, nicht zuletzt, da er nicht wollte, das die Lichtmaschine doch noch weiter litt, als sie es so oder so schon tat. So konnte er nun auch durch die geöffnete Motorhaube erkennen, wie sie ihm einen Vogel zeigte, der wohl auf James Worte bezogen war. Ganz wusste er es nicht, aber er konnte es eben erahnen.
Und da kam auch schon die Bestätigung, durch ihre Worte, das der Brite nicht gemeint gewesen war mit ihrer Geste.
Eda zeigte ihm nun auch, was sie meinte, als sie gesagt hatte, das der Riemen, von dem die Beiden eben gesprochen hatten, dass dieser im Arsch sei. Verstehend nickte er, als er die Krümel erkennen konnte. "Du weißt nie, wozu er noch gut sein kann." sagte Malcolm dann nur kurzerhand, denn in der jetzigen Zeit musste man einfach alles mitnehmen, was einem nützlich erschien und es hatte für Malcolm wirklich den Anschein gemacht, als würde James den Riemen für wichtig erachten. "Lieber habt ihr den im Vorrat, als wenn es irgendwann zu einer Situation kommt, in der ihr so einen Riemen dringend braucht. Solche Situationen kommen viel schneller als man es sich vorstellen kann." sagte er nun kurzerhand und musste dennoch etwas schmunzeln, als sie sagte, dass sie James damit in den Ohren lag, das er doch ein Radio einbauen sollte, es aber nicht tat. "Naja du musst bedenken, dass ein Radio ein Stromfresser ist und ich glaube so oder so nicht, dass es noch irgendwo Musik gibt, die man sich anhören kann. Kassettenspieler sind nun auch nicht mehr wirklich vorhanden, also was willst du mit einem Radio?" wollte er nun von ihr wissen und sah sie dabei an.
Er hatte sich an die Stille, bis auf die alltäglichen Geräusche, wie Wind, das Rascheln der Blätter oder eben auch an das Gestöhne der Zombies gewöhnt und so würde es wohl für ihn eher beunruhigend sein, einem funktionierenden Radio über den Weg zu laufen, als alles andere. Noch dazu, machten diese Dinger, in den unpassendsten Moment viel zu laute Geräusche, die einen verraten konnten. Also nicht wirklich ein Gerät, was Malcolm mit sich herum tragen würden, geschweige denn einschalten würde, wenn er in einem Auto unterwegs wäre.
Es dauerte noch einen Moment, in denen Malcolm immer wieder die quietschenden Türen hören konnte, die James öffnete, bevor Eda ihm nun sagte, dass sie fertig seien und er die Lichtmaschine aus dem Motorhaubenbereich heraus heben konnte. Genau dies tat er nun auch und wartete bis sie unter dem Auto hervor gerollt kam.
Etwas verwirrt war er nun, als sie ihm die Hand entgegen streckte und ihm sagte, dass sie nicht Susan heißen würde. "Okay, dann nicht Susan." stimmte er kurzerhand zu und nahm ihre Hand entgegen zu einem kleinen Gruß, ehe er diese wieder los ließ und ihrem Blick zu dem Ford folgte.
Dann schüttelte er jedoch etwas mit dem Kopf. "Nein, ich bin kein solches Auto gefahren. Ich war dann doch eher der Typ, der einen stinknormalen Familienwagen gefahren ist. Der hatte alles, was ich brauchte." sagte er nur, ehe er sich zu der plötzlichen Stimme herum wandte. Natürlich wusste er, dass es James gewesen war, dies hatte er an der Stimme erkennen können, dennoch hatte er nicht damit gerechnet und so war er leicht zusammen gefahren, ehe er sich nun wieder zu diesem herum wandte und ein kurzes Lachen unterdrücken musste.
"Da hat James nicht ganz unrecht. Es war manches Mal wirklich die reinste Hölle, auf der Straße unterwegs sein zu müssen." stimme er nun zu, ehe er den weiteren Worten lauschte. Das konnte er sich gut vorstellen, weswegen er nun verschwiegen nickte, ehe er ihn dann beobachtete, wie er an dem Wäschesack herum hantierte und schlussnendlich zwei Konserven hervor zog. Na das war doch mal etwas, wonach Malcolm gesucht hatte und auch benötigen konnte. "Ich nehm die Linke." sagte er nun und nahm diese nun auch entgegen, als James ihm diese gab. Er wiegte die Dose ein wenig hin und her und behielt diese auch weiterhin in seiner Hand, da er seinen Seesack immer noch in seinem Versteck hatte.
Vielleicht gab es, da wo James sie her hatte, ja noch mehr, aber seine Hoffnung wurde auch direkt wieder zerstört, als dieser sagte, dass er nicht nach oben gehen sollte, da es dort nichts geben würde. Er nickte also nur darauf. "Danke für den Tipp. Dann wird es hier auch nichts weiter zu finden geben, für mich." sagte er nun kurzerhand.
Vielleicht hatte das auch was Gutes, denn so musste er sich nicht mit dem lausigen Vorräte suchen herum schlagen, sondern viel schneller weiter ziehen, in dem hoffen, dass es irgendwo da draußen noch Lebenszeichen, seiner Familie gab.

@James Lemoy

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#15

RE: Fabrik

18.10.2022 22:50
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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"Du weißt nie, wozu er noch gut sein kann." sagte Malcolm zu Eda, im Bezug auf den porösen Keilriemen. Lieber habt ihr den im Vorrat, als wenn es irgendwann zu einer Situation kommt, in der ihr so einen Riemen dringend braucht. Solche Situationen kommen viel schneller als man es sich vorstellen kann."
„Von mir aus kann er ihn fressen wenn er will. Eine zusammengebundene Strumpfhose funktioniert besser als Riemen als dieses Scheißding“ Eda beförderte mit einem gezielten Wurf den, ihrer Meinung nach unbrauchbaren Keilriemen unter den Ford Model T, der neben dem Boliden stand an dem die beiden arbeiteten.
Von dem fehlenden Radio, von dem Eda ‚schwärmte‘ hatte Malcolm eine ganz eigene Meinung: "Naja du musst bedenken, dass ein Radio ein Stromfresser ist und ich glaube so oder so nicht, dass es noch irgendwo Musik gibt, die man sich anhören kann. Kassettenspieler sind nun auch nicht mehr wirklich vorhanden, also was willst du mit einem Radio?"
„Kein Kassettenspieler…“ entgegnete Eda. „Ich will eins mit CD Spieler. Sag’s ihm nicht, aber ich habe hinten links im Kotflügel-Hohlraum alles voll mit CD’s. Er hat zu fette Hände um an sie heranzukommen. Also kann er sie nicht ‚aufräumen‘!“ sie lachte etwas hinterlistig. „Er nimmt manchmal einfach meine Sachen die ich sammel und schmeißt sie raus, musst du wissen… Aber nur dass wo er sagt dass man sie nicht gebrauchen kann. Aber die CD’s, an die kommt er nicht rann.“
Die Lichtmaschine fand endlich den Weg heraus aus dem einen Wagen und sollte sobald wie möglich in ‚das schwarze Pferd‘ eingebettet werden.

James kam wieder hinzu, gab Malcolm die angebotene Dose und machte sich sogleich daran die Lichtmaschine einzubauen.
Mann müsste meinen dass es viel länger dauern würde das kleine Stromaggregat einzubauen statt auszubauen, doch James kannte sein Auto, wie niemand anderes. Er hatte ihn schließlich selbst aus Australien hier hergebracht, restauriert und umgebaut.
„Jetzt kannst du einem Meister bei der Arbeit zuschauen…“ sagte Eda ganz leise zu Malcolm.
„Schhhhh!“ zischte James und forderte: „13er Schlüssel.“ von Eda und sie legte das geforderte Werkzeug in die, nach hinten ausgestreckte Hand.
Wenn man in den Motorraum des Ford lugte, sah man dieses mächtige Herz welches ‚das schwarze Pferd‘ antrieb.
Ein riesiger V8 auf dem ein noch gewaltigerer Kompressor ruhte und von der flachen Ansaugbrücke aus Aluminium abgedeckt wurde.
Dieser Motor musste irgendwann mal sauber herausgeputzt gewesen sein, denn auch jetzt, wo er hier etwas verstaubt und mitgenommen aussah, sah man dass jegliche Bauteile die man lackieren konnte und jedes Teilchen was verchromt werden konnte, eben lackiert oder verchromt war.
Doch auch der Verfall war hier auch präsent. Die einst so gepflegten Kleinstteile hatten ihren Glanz verloren und waren nun Matt und trostlos. Sie mussten ja jetzt auch nicht mehr schön aussehen, sie mussten nur noch funktionieren.
Und das taten sie.
James hatte sich nicht lumpen lassen und nur das beste für den Wagen gekauft. Billiger China-Müll war in diesem Motorraum nicht zu finden.




Und genau aus diesen Gründen dauerte es nur knapp eine viertel Stunde und die neue Lichtmaschine hatte ihren Platz eingenommen, der Keilriemen gespannt und die Kabel waren verkabelt.
Für James war ein Lichtmaschinenwechsel ein Kinderspiel.
Schon damals als, er noch bei der Entsorgung gearbeitet hatte und es Probleme bei den großen Müll- Trucks gab, war es meistens er der wusste was den kaputten Maschinen fehlte und nicht immer, aber immer öfters war er es der sie wieder zum laufen brachte.
Nur das eine mal wo eine Hydraulikleitung im Hebesystem eines Trucks geplatzt war, das Öl auf den heißen Auspuff traf und den ganzen Müll- Truck in Brand steckte, konnte auch er nichts mehr tun.
„Darf ich oben gucken gehen?“ fragte Eda James.
„NEIN!“ platzte es fast wütend aus dem ehemaligen Müllwerker heraus, der immer noch mit den Händen im Motorraum herumwerkelte.
Eda hatte etwas gezuckt, als James sie so anfuhr. „Nein? Waru…“ stotterte sie.
„Weil ich das sage.“ befahl James. „Auch dein Freund sollte da oben nicht nachsehen. Es gibt dort nichts. Nur leere Räume. Verstanden? Außerdem will ich weg von hier. Wir sind schon viel zu lange hier.“ James zog die letzte Schraube fest. Er griff zur Motorhaube, zog sie nach unten und schloss die Haube.
Eda schaute Malcolm an und zuckte mit den Schultern. „Wenn du das sagst…“ murmelte sie. „Wir sollten schauen ob die Lichtmaschine funktioniert.“
„Schlaues Mädchen.“ sagte James und setzte sich hinter das Steuer.
Er schaltete ein paar Schalter hin und her und sofort begann das ‚das schwarze Pferd‘ an zu Surren. Irgendwelche kleinen Komponenten im Motorraum fingen an ihre Arbeit aufzunehmen und fütterten den durstigen Motor mit den Flüssigkeiten die er brauchte um zum Leben erweckt zu werden.
Die Nadeln der Ladedruck-, Benzindruck- und Spannungsanzeiger schnellten nach oben und nahmen in diesem Orchester an Messinstrumenten ihren Platz ein. Sie meldeten 'Alles im grünen Bereich, fertigmachen zum Start'.
Der letzte Knopf wurde gedrückt.
Es war ein unauffälliger, schwarzer Knopf der dem Anlasser dass Zeichen gab nun mit seinem Ritzel, die Zähne des Schwungrads zu packen und dem mächtigen V8 den nötigen Anschwung zu geben den er benötigte um anzuspringen.

Und das 'Das schwarze Pferd' erwachte.




Doch lange brüllte der Motor nicht, James regelte ihn schnell wieder nach unten und zeigte Eda einen Daumen hoch, warauf das kleine Mädchen einen kleinen Freudensprung machte.
„Sie lädt.“ bestätigte James. „Wir könnten weiterfahren.“
Eda blickte zu Malcolm. „Wo willst du eigentlich hin?“ fragte sie ihn eindringlich und direkt.

@Malcolm Quince

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#16

RE: Fabrik

29.11.2022 22:56
Malcolm Quince Malcolm Quince (gelöscht)
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Obwohl er sich mit Autos nie wirklich auseinandergesetzt hatte, fand er diesen Vergleich, den Eda brachte, äußerst interessant und so begann er etwas zu schmunzeln, wobei er mit dem Blick verfolgte, wie sie den Keilriemen von sich weg warf.
Ihre weiteren Worte ließen ihn etwas lachen, ehe er dann eine verschließende Bewegung über seinen Lippen nach ahmte und so tat, als würde er einen imaginären Schlüssel weg werfen.
"Auch wenn ich, nicht deiner Meinung bin, werde ich kein Wort über deine kleine Sammlung verlieren." sagte er nun, wobei er dennoch von dem Einfall die CD´s in dem Hohlraum zu verstecken, durchaus gut fand.

Als sich James daran machte, die Lichtmaschine wieder einzubauen, beobachtete er dies mit großem Interesse, wandte seinen Blick jedoch auch zu Eda, als diese zu ihm sprach und daraufhin einen kurzen Tadel von James erhielt. Tatsächlich, war er schon ziemlich interessiert, was James da machte, weshalb er genau hinsah, aber wirklich etwas verstehen, nein das tat Malcom nicht. Es war nie sein Steckenpferd gewesen, sich um Autos zu kümmern, denn für ihn waren sie nur Gebrauchsgegenstände, die einen von A nach B brachten, mehr nicht.
Während der gesamten Prozedur, die Malcolm unglaublich lang vorkam, aber vermutlich nicht wirklich lange dauerte schwieg er, denn James schien sehr konzentriert zu sein. Nur hin und wieder, wagte der Brite einen kurzen Blick in den Innenraum. wobei ihm natürlich auffiel, dass trotz der Zeit, alles ziemlich schick ausgesehen haben musste, als die Teile noch neu gewesen waren. So sehr war Malcolm, davon fasziniert, dass er gar nicht mitbekam, wie Eda etwas fragte und so war es ein kurzes erschrockenes Zucken, das seinen Körper durchfuhr, als James in einem ziemlich herrischen Ton, mit dem kleinen Mädchen sprach. Seine Brauen zog er dann allerdings etwas nach oben, als er von James als Freund von Eda betitelt wurde. Nun sicherlich waren sie sich immerhin, nach der recht kühlen Begrüßung nicht an die Gurgel gegangen, aber...Naja er ließ das einfach mal so stehen und verschränkte seine Arme, während James noch die letzten Handgriffe an der Lichtmaschine vornahm.
Sobald das Gefährt gestartet wurde, konnte selbst Malcolm nun erkennen, was dass, das Ding unter der Haube zu haben schien, denn das war eine der wenigen Sachen, die er meinte zu wissen. Je lauter der Motor, umso mehr PS hatte so ein Ding, oder der Auspuff, machte seine letzten Dienste. Eine dieser beiden Dinge war es bestimmt.
Daraufhin beobachtete er, wie James das Zeichen gab, dass alles wieder im Lot sei und Eda einen kleinen Freudensprung machte. Ein kurzes Schmunzeln kam von ihm, ehe er seinen Blick auf das Mädchen richtete.
"Ich? Ich bin auf dem Weg, eine sehr gute Freundin aufzusuchen. Sie hat mir ihre Hilfe angeboten, nach meiner Familie zu suchen. Ich werde mich also auch schnellstmöglich wieder auf den Weg machen." sagte er nun, denn trotz der Tatsache, dass dieses Zusammentreffen gut geendet hatte, wollte Malcolm nicht zu viel über seine Freunde preis geben.
Dabei warf er noch einmal einen Blick durch die Lagerhalle und erkannte, seine Tasche, die er versteckt gehalten hatte, als er James und Eda bemerkt hatte.
Er nahm die Konservendose, die James ihm gegeben hatte in die Hand und entfernte sich so etwas von den beiden, um seinen Rucksack zu holen, ehe er dann auch schon wieder bei ihnen war.
"Es war wirklich angenehm, wieder einmal mit ein paar Menschen zu sprechen." sagte er während er sich die Riemen des Rucksacks über die Schultern legte.
"Die Welt ist so klein geworden, da denke ich, werden wir uns sicher früher oder später noch einmal über den Weg laufen." sagte er noch, während er bereits die Hand zum Abschied hob. Schlussendlich drehte er sich um, und verließ den Lagerraum der Fabrik durch eine kaputte Tür.

@James Lemoy
>>>away

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#17

RE: Fabrik

30.11.2022 00:27
James Lemoy James Lemoy (gelöscht)
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"Auch wenn ich, nicht deiner Meinung bin, werde ich kein Wort über deine kleine Sammlung verlieren." sagte Malcolm und lächelte.
Eda brauchte etwas um seine Handbewegung zu deuten, doch dann verstand sie. „Das will ich dir auch raten! Sonst müsste ich dich umbringen!“ Dass meinte Eda, ganz deutlich nicht ernst, denn sie grinste breit und frech.

Als James dann schlussendlich die Lichtmaschine an ihrem Platz montiert hatte, das ‚schwarze Pferd‘ wieder lief wie es sollte, fragte sie wohin Malcolm den wolle.
„Ich? Ich bin auf dem Weg, eine sehr gute Freundin aufzusuchen.“ antwortete er und warf ein Blick durch die Halle. „Sie hat mir ihre Hilfe angeboten, nach meiner Familie zu suchen. Ich werde mich also auch schnellstmöglich wieder auf den Weg machen.“ Malcolm drehte sich um und griff in einer dunklen Ecke nach etwas.
James dachte für einen kurzen Moment das Malcolm jetzt doch eine Waffe aus dem hinteren Eck ziehen würde und den beiden den Tag versauen würde, doch er zog nur einen Rucksack aus der Dunkelheit und warf ihn sich über die Schulter.
James der nochmal kurz einen Anflug von Misstrauen verspürt hatte als Malcolm in der dunklen Ecke verschwand, legte den großen Revolver wieder auf den Beifahrersitz.
"Es war wirklich angenehm, wieder einmal mit ein paar Menschen zu sprechen." sagte er durch die, mittlerweile gedämmte Geräuschkulisse, die der Wagen von sich gab.
„Du warst nett.“ sagte Eda.
James brummte zustimmend, nicht mal sicher ob Malcolm dass überhaupt hörte. „Ja… Pass auf dich auf.“ sagte er.
Malcolm hob die Hand und winkte zum Abschied. "Die Welt ist so klein geworden, da denke ich, werden wir uns sicher früher oder später noch einmal über den Weg laufen."
„Vielleicht…“ sagte James.
„Bestimmt!“ rief Eda.
Noch bevor Malcolm völlig Verschwand, rief James noch: „Warte!“ er hielt eine Pistole aus dem Auto. „Eda! Gib ihm die.“ rief er zu Eda und sie nahm die Pistole an sich. Es war eine einfache Glock 17 der Washington Police, die er oben auf dem Dach gefunden hatte.
Während sie zu Malcolm lief fügte James noch hinzu: „Es sind nur zehn Schuss im Magazin… Aber ich brauche sie nicht.“
Eda drückte ihm das Schießeisen in die Hand. „Du Weißt bestimmt wie so ein Ding funktioniert…“ sagte sie.
„Ach und noch was…“ James strich sich nachdenklich über den Bart. „Halt dich einfach von Lower Potomac fern, okay? Und wenn du irgendwann mal nach Süden wanderst…“ wieder machte er eine Pause. „Meide einfach die Interstate 95 zwischen Richmond und D.C., okay?“

Malcolm verschwand schließlich im dunkel und Eda kroch zurück ins ‚schwarze Pferd‘.
„Den werde ich vermissen…“ Eda schaute ihm hinterher.
„Ich hoffe wir sehen ihn nicht wieder…“ sagte James.
„Warum?“ Eda schaute ihn fragend an.
„Wegen Miller. (@Adam Miller )“ James schaute mit seinem ernsten Blick zurück.
„Meinst du… er könnte Malcolm…“ Eda konnte nicht aussprechen, denn James legte den Rückwärtsgang ein und fuhr in die Richtung des Tors durch dass sie auch hinein gekommen waren. „Mach auf.“ befahl er und Eda gehorchte.
Als ‚das schwarze Pferd‘ wieder auf die Straße fuhr blieb es kurz stehen.
„Dann wollen wir unserem Freund mal ein wenig Luft zum atmen schaffen. Ziehen wir die Aufmerksamkeit auf uns.“ James positionierte den Wagen auf einer Kreuzung und legte den ersten Gang ein, dann drückte er aufs Gas, schlug das Lenkrad ganz nach links ein und lies den Motor und die Reifen aufheulen.
‚Das schwarze Pferd‘ drehte, mit den Hufen scharend, drei Kreise auf der Kreuzung, danach drehte es ab und fuhr in die entgegengesetzte Richtung in die Malcolm abgezogen war.

@Malcolm Quince

zuletzt bearbeitet 30.11.2022 00:30 | nach oben springen


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