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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
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Noch immer saß Sherry eher teilnahmslos auf einem der heruntergekommenen Bänke des Wagons, beobachtete und lauschte den Gesprächen der Drei und bekam schon fast nicht mehr mit wie ihr Daumen immer wieder, an der noch etwas stumpfen Klinge des Messers an ihrem Hosenbund, entlang glitt. Sie bevorzugte es sich vorerst im Hintergrund zu halten, schließlich konnte sie die beiden anderen Damen noch immer schwer einschätzen. Dass sie jedoch beide nicht ganz reine Westen hatten war jedenfalls klar. Die eine zeigte es mehr, als die andere und dennoch traute Sherry beiden keinen Meter über den Weg und so behielt sie die einfachste und vor allem in ihren Augen sicherste Methode bei, möglichst keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zugegeben diese Strategie hatte zwar in der Cottage ganz gut geklappt, sodass sie ein einigermaßen friedlich daher leben konnte und nur ab und an mal schief angeblickt wurde. Doch diese Blicke war sie gewohnt, das konnte sie aushalten. Die anderen Frauen in Negans Harem hatten genau den selben vorwurfsvollen Blick in ihren Augen. Auch hier hatte sie versucht sich möglichst unauffällig zu bewegen, kaum aufzufallen, was sie zwischen all den anderen Frauen als durchaus machbar eingeschätzt hatte. Bis heute weiß sie nicht, was sie getan hat, dass Negan ausgerechnet auf sie ein besonderes Auge geworfen hatte.
Im Grunde war Sherry froh darüber, dass sie nur noch eine Nacht in diesem Waggon verbringen mussten. Sie wusste nicht wie der Zoo war, doch im Grunde war ihr alles recht, nur um ein wenig Abstand zu den beiden anderen Damen zu bekommen. Dass sie sich jedoch eine Wohnung teilen mussten, lies sie aufblicken und kurz scharf einatmen, sie konnte sich allerdings ein Kommentar verkneifen und lies stattdessen ihre Augen bei Olivias Worten rollen. Zwar hatte Sherry nicht sonderlich viel mit ihr in der Cottage zu tun gehabt, doch wirkte sie wie ein kleines, normales Mädchen. Das bösartige Grinsen, welches sie dann schließlich auf der Mauer zeigte, als sie ihr wahres Gesicht preis gab, würde sie niemals vergessen. Sie wusste dass sie zu mehr fähig war als dem unschuldigen Lächeln, welches sie pausenlos in Negans Gegenwart auflegte. Sherry würde ganz bestimmt nicht noch einmal darauf hereinfallen.
Schließlich verließen die beiden den Wagen, ein kurzes Rumpeln auf dem Dach lies vermuten, dass Larinia Olivia gefolgt war. Man konnte die dumpfen Stimmen der beiden hören wie sie sich unterhielten, doch rückte dies in den Hintergrund als Negan schließlich das Wort erhob und seine Stimme schon fast liebevoll klang. Das hatte Sherry noch nie bei ihm erlebt. Mit einem sachten Nicken erhob sie sich, strich ihre Kleidung glatt und lehnte sich schließlich, mit den Armen vor der Brust verschränkt, an den kleinen Tisch. „Ich hoffe nur dieser Zoo ist es wert. Es wäre nicht die erste Kolonie die große Töne spuckt.“ Gab sie schließlich ihre Bedenken preis und konnte sich den kleinen Seitenhieb auf das Sanctuary nicht verkneifen, auch wenn man das gut und gerne auf jede andere noch existente oder bereits untergegangene Kolonie beziehen konnte. „Was genau stellst du dir vor, dort heraus schlagen zu können?“ Ihr war klar, dass Negan sich nicht einer Kolonie anschloss nur um dort jemandem zu gehorchen, außerdem hatte er es mehrfach betont. Der Zoo schien, von den wenigen Informationen die sie hatte, eine im Moment recht stabile Kolonie zu sein. Sherry hatte die Befürchtung, Negan würde versuchen daraus eine Art neues Sanctuary zu schaffen.
@Negan Winchester
@Olivia Luna Winter
@Larinia Mae Edgington

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Zu viel war in der letzten Zeit geschehen, der Angriff aufs Cottage gehörte zu den Dingen die sie nicht Interessierten, jedoch war der Vorfall danach um so schlimmer. Erst hatte Daryl sie angeschossen, dann hatte sie ihren Ziehvater tot aufgefunden, ermordet von Rick. Noch immer sann sie auf Rache und diese würde sie auch bekommen. Sie würde diesen mann nicht ungeschoren davon kommen lassen. Oh nein sie würde ihnen allen Zeigen das man sich nicht mit ihr anlegen konnte.
Zusammen mit Scorpion hatte sie sich nach der Beerdigung von Ares und Kai auf den Weg gemacht um eine Gewisse Person zu finden, sie hatte erfahren das Negan entkommen war und diesen wollte sie finden. Sie war sich sicher das auch er auf Rache sann und sich an den leuten Rächen wollte, Vielleicht würden sie eine Weile zusammen Arbeiten können.
Das sie bei der Beerdigung bewusst worte gewählt hatte ließ sie selbst noch etwas grinsen. Auch die Kette mit dem Blut von Ares hatte sie bei sich und diese würde sie auch nie wieder ablegen, Ares würde immer ein Teil von ihr bleiben und so war er nicht nur in ihren Gedanken bei ihr sondern auch ein teil von ihm. Sie Blieb einen Moment stehen und blcikte in den Himmel, wobei sie leise Flüsterte. "Wir werden uns irgendwann wiedersehen ihr Höllenfürsten." Ja sie würde Kai und Ares in der Hölle wieder sehen und dort würden sie die Hölle regieren, sie würde ihren Vätern helfen. Langsam besann sie sich wieder da sie wusste das sie weiter gehen mussten. Zwar hatte sie kein Bestimmtes Ziel doch sie würden schon finden wonach sie suchten. Ihr Stiller Begleiter tat gut denn Liv war nicht der Typ Frau die viel reden mochte. Die viel von sich selbst Preis gab, nur im Anwesen hatte man ein wenig von ihr sehen können oder eben bei der Beerdigung, doch seit dem merkte man ihr nicht mehr an das sie traurig war. Ihre Kühle Maske saß wieder perfekt und sie würde diese auch nicht so schnell ablegen.
@Scorpion
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Eine Kolonie zu übernehmen war für Scorpion vor allem eines gewesen: Stressig. Klar, anfangs war es ganz lustig gewesen etwas Neues zu erobern. Es war spannend und aufregend gewesen. Genau der Nervenkitzel, den Scorpion einfach in seinem Leben brauchte, um die Langeweile irgendwie zu übertönen, die so laut und ungebändigt in seinem Schädel dröhnte.
Und ja, er hatte es irgendwie auch genossen seine fleissigen kleinen Bienchen einzuteilen, einzuschüchtern und für sich arbeiten zu lassen. Ihm mangelte es weder an Essen, noch an einem Bett noch an gutem alten Sex, um sich abzureagieren. Aber wie der Streuner den er eben war, genoss er es doch auch mal wieder aus dem Zoo raus zu kommen und sich stattdessen woanders rumzutreiben.
Also hatte er zugestimmt Olivia zu begleiten...Wohin auch immer sie eben begleitet werden wollte.
Sie hatten sich getroffen und nun schritten sie nebeneinander her durch den licht belaubten Wald. der Frühling war mittlerweile so weit, dass die Blätter spriessten.
"Also ... Was willst du bei dem Kerl?", fragte er dann doch mal. Nicht weil er sich unterhalten wollte, sondern weil er einfach mal wissen wollte, was ihn genau erwartete. Olivia war nunmal auch nicht so die gesprächigste. Was ganz okay war, er hasste Plappermäuler sowieso. Aber naja ... zumindest wissen was ihr Plan war, konnte nicht schaden oder...?
Mit der Sense an seiner Hand schnitt er hie und da ein paar Zweige von den Bäumen, um die Langeweile aus sich raus zu lassen und sich damit irgendwie zu beschäftigen.
Dabei überlegte er, ob er Olivia bereits davon berichtet hatte, dass er diesen Zoo übernommen hatte. oder nicht? Vermutlich schon. Allerdings redeten sie eigentlich selten viel miteinander, also war es womöglich auch untergegangen.
"Und wie weit weg ist der Typ...?" Obwohl er gut zu Fuss war, musste er nun auch keine zehntagesreisen zu Fuss unternehmen, wenn es nicht unbedingt sein musste...
@Olivia Luna Winter
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Sie wusste nichts von seinem kleinen reich welches er Geschaffen hatte und welches er Leitete, sie war froh das er sie begleitete denn sie wusste nicht wie Negan reagieren würde wenn er sie außerhalb der Zelle treffen würde. sicher sie hatten sich ganz gut Unterhalten doch ihre Aktion würde sicher noch folgen haben.
Sie sah kurz zu ihrer Begleitung und legte den Kopf schief. "Ich möchte ihn Fragen ob er sich mit mir zusammenschließt. Ich möchte Rache nehmen, für das was sie Ares angetan haben." Ihre Stimme war kühl, sie würde Rache nehmen und sie wusste auch schon wie diese aussehen würde, doch dazu brauchte sie eine Gruppe welche sie unterstütze und wenn negan auch Rache wollte dann würden sie sicher ein Gutes Team abgeben.
"negan war einst Gefangener der Kollonie welche Ares getötet hat und ich bin mir sicher das er Rache nehmen möchte, Rache für das was man ihm angetan hatte. Es könnte sein das er nciht begeistert ist mich zu sehen. Wir hatten bei unserem Letzten Treffen einen kleinen Machtkampf und ich denke da er in der Zelle saß und ich außerhalb war könnte er mir das noch nachtragen." Sie wollte das Scorpion vorgewarnt war und hoffte das er sie doch Beschützen würde. "Ich hoffe das wir ihn bald finden. Denn wo hin er genau ist weis ich nicht doch weit kann er nicht gekommen sein. Von seinem Zoo wusste sie nichts doch sie würde die Sache sicher mehr als gut finden. Sie war zwar eine Frau doch hielt sie nicht viel vom Weich sein auch wenn sie oft ihre Verletzliche Seite ausspielte, so wussten die Menschen die sie kannten doch ganz genau das sie nicht so war.
Sie schritt weiter mit ihm Richtung Güterbahnhof und sah sich um ehe sie eine kleine Gruppe vor dem Tor entdeckte. "Unsere Suche hat ein Ende. Dort ist Negan doch er ist nicht allein, wir sollten auf der Hut sein."
@Scorpion
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Kyle hatte Wache. Er hatte sich oben auf den Giebel der Halle gesetzt von hier sah man definitiv mehr als wen man nur durch die Fenster der Werkstatt schaute und man sparte sich das hin und her laufen. Außerdem wurde es jetzt dunkel, man konnte schon jetzt kaum noch was sehen, hier oben würde er nicht gesehen werden. Erst recht nicht mit dem schwarzen Staubmantel den er und Elliot sich teilten. Elliot und Kyle teilten sich die gleiche Größe, den gleichen Körperbau und selbst die gleiche Schuhgröße, das war sehr praktisch was Kleidung anging, so konnte ein Kyle auch mal auf die Jacken und Westen von Elliot zurückgreifen, wenn es den sein musste.
Hier oben war es langweilig. Jetzt saß er bestimmt schon zweieinhalb Stunden hier oben und der viel zu starke Kaffee, den sie in einem 'Dunkin Donuts', gemahlen und vakuumverpackt gefunden hatten wurde auch langsam immer weniger, außerdem war er längst kalt.
Kyle fing an in den Innentaschen von Elliots Staubmantel zu kramen.
Die erste Tasche enthielt eine Schraube und eine Unterlegscheibe. Kyle drehte beide in der Hand hin und her, steckte sie dann wieder zurück.
In der nächsten Tasche versteckte sich ein Zigarettenetui auf dem das Emblem der Pacific Union eingraviert war.
„Oh... Was haben wir den da?“ sagte Kyle und klappte das Etui auf. Sechs Zigaretten fand er dort. „Ich denke Elliot hat nichts dagegen wenn ich mir eine 'ausleihe'.“ sagte er leise, löste die Klammer die die Zigaretten in Position hielten und legte sich eine Kippe in den Mundwinkel. Er klopfte die Taschen weiter ab, vielleicht fand er ja auch das dazugehörige Feuerzeug. Er suchte nicht lang und fand das Zippo Feuerzeug in der Brusttasche des Mantels. Auch hier war auf der einen Seite das Logo der Pacific Union eingearbeitet, doch auf der anderen Seite war ein Foto abgedruckt. Das von Elliots Tochter.
Kyle mochte sie nicht. Diese Olivia Luna Winter oder Olivia Mason wie auch immer sie hieß...
Das hatte noch nicht mal was mit Olivia selbst zu tun, sie war bestimmt nett wenn man sie erst mal richtig kennenlernen konnte... Schließlich war sie ja Elliots Tochter und Elliot war der netteste Mensch den Kyle kannte, davon wird bestimmt auch was an diesem Mädchen hängen geblieben sein, doch Kyles Unterbewusstsein verband diese Frau einfach immer wieder mit dem Tod der beiden Zwillinge die sie kurz nach dem Zusammentreffen mit Olivia an einen Scharfschützen verloren hatten. Für Kyle war der Name unwiderruflich mit diesem schrecklichen Tag verbunden, daran konnte er nichts ändern.
Egal. Zum Zigaretten anzünden reichte das Feuerzeug allemal.
Elliot pflegte seine Sachen immer penibel und so brauchte Kyle nur einen Versuch um das Feuerzeug anzuzünden. Um die Flamme vor dem Wind zu schützen, nutzte er den Mantel als Windschutz. Dann paffte er gemütlich eine der letzten Zigaretten die es in Amerika noch gab.
„So muss sich Verschwendung anfühlen...“ murmelte er und lehnte sich gegen die Abluftrohre der Klimaanlage die die Werkhalle in den Sommern immer kühl gehalten hatte. Er beobachtete die paar Beißer die hier in der Nacht umherschweiften und die Gegend ein Stück unsicherer machten. Es waren erstaunlich wenige von ihnen hier unterwegs, obwohl sie hier eigentlich am Stadtrand von Alexandria waren. Aber das konnte sich schnell ändern umso näher sie an den Stadtkern heran kamen.
Plötzlich, wie aus dem nichts, ein Geräusch!
War es ein Schuss?
Kyle wurde aus seiner Gedankenwelt heraus gerissen und schnappte sich sofort sein Sharps Scharfschützengewehr und das Fernglas.
Oder war es nur ein großer Ast gewesen der abgebrochen war. Er wusste nur dass das Geräusch aus dem Waldstück kam, das hinter den Lärmschutzwänden anfing. Hektisch suchte er den Waldrand ab um den Ursprung des Geräusches zu finden, doch es war zu dunkel um irgendwas erkennen zu können, außerdem waren die Linsen des Fernglases verschmiert. Schnell zog er sich sein Halstuch vom Hals und putze die Linsen sauber.
In dem Moment wurden im Wald eine Menge Vögel von irgendetwas aufgescheucht und stiegen alle auf in den Himmel. Ein Beißer würde nicht so viele Vögel aufscheuchen, die Tiere waren an die langsamen und schlurfenden neuen Fressfeinde ja mittlerweile gewöhnt.
Also musste es was anderes sein. Irgendwas was lebte.
„Nicht schon wieder North Plate Plünderer...“ murmelte Kyle.
Die North Plate Plünderer waren eine große Gruppe von Hinterweltlern die schon seitdem ihr Zug durch North Plate gefahren war, hinter ihnen her waren.
Kyle musste schon selbst ein paar von diesen Inzestuösen Sumpfaffen erschießen, doch anscheinend reichte das nicht sie von ihrem Plan abzuhalten den Zug zu Fall zu bringen.
Als Kyle noch immer nichts entdecken konnte, brummte er angefressen und steckte das Fernglas weg. Er rannte wieder zurück zu dem Dachfenster durch das er auf das Dach der Halle gekommen war und kletterte hindurch. In der Halle selbst stand der Zug auf einem Wartungsgleis. Durch das Fenster konnte Kyle direkt auf einen Deckenkran springen und von dem aus auf das Dach des Speisewagens und dann schließlich, durch eine Klappe im Dach des Wagons in das innere des Zuges.
Er wollte grade nach vorne zur Lok eilen, als Elliot ihm schon entgegen hastete.
„Da ist jemand...“
„... im Wald. Ja, ich weiß.“ unterbrach Elliot Kyle.
„Was? Woher kannst du wissen...“
„Frag nicht!“ unterbrach er ihn wieder. „Weck lieber die anderen auf! Ich fange vorne an, du hinten!“
Kyle nickte und eilte mit ihm in den Schlafwagen.
Es dauerte nur Sekunden bis der ganze Zug geweckt und zumindest bewaffnet, aber nicht unbedingt bekleidet im Salonwagen stand.
Schnell wurde ein Team zusammen gestellt dass bis an die Zähne bewaffnet und in schwarzer Kleidung gekleidet bereit war sich den (vermutlich) North Pale Plünderern zu stellen.
Lieber überraschten sie die Plünderer, als sich von den Plünderern überraschen zu lassen.
Doch waren es die Plünderer aus North Pale oder war es gar jemand ganz anderes?
@Emily Cooper

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------>> Wald Cottage
Emily floh so schnell es ging, das Beht und Sie sich aufgeteilt haben, war nun von großen Vorteil. So konnte man die Beißer auseinander treiben. Es brachte viel, denn Emily war nach einer Weile alleine und ihr Tempo nahm ab. Das Reh, was sie vor Stunden gejagt hatte, wurde von ihr auch zerlegt und war auf ihren Rücken. Ein Gewicht was man selbst spürte, wenn man nicht unterwegs war. Sie brauchte eine Pause und ein Plan, wohin es nun ging. Sie musste was essen und auch für die Nacht was finden. Ihr Plan zurück zum Baumarkt war dahin, dafür haben die Toten gesorgt. Im Wald war es zu gefährlich, grad mit den Fleisch auf ihren Rücken. Aber ihr blieb auch nicht viel Wahl. Sie Nacht gewann immer mehr und Emily konnte nicht mehr. Die jagt und dann die Flucht haben ihren Tribut gezollt.
"Was nun, hier ein Lager machen?", sie sprach mit sich und überlegte laut. Sie hatte Hunger, am Fleisch mangelte es ja nicht. Das hatte sie ja da gehabt, nur ein Feuer und dann kann sie es Essen. Aber die Gefahr war auch, das jemand das Feuer sah und sie ausrauben wollte. Vielleicht noch Beißer das Licht sahen und wie Motten dahin liefen. Emily überlegte wohl zu lange oder blieb zu lang stehen, denn wie aus dem Nichts fiel ein Schuss. Die Kugel traf sie beinah, sie flog in ein Baum, der nicht mal ein Meter entfernt war. Ihr Herz schlug hoch und Adrenalin schoss durch ihre Venen. Nun musste alles schnell gehen. Fliehen oder Kämpfen? Emily hatte keine Zeit und Kraft für eine Flucht. Also nahm sie den Kampf, warf das Fleisch zu Boden, zog den Bogen und spannte ein Pfeil. Sie ließ ihn in die Richtung fliegen, wo sie vermutete das von da aus der Schuss kam. Die Augen haben sich an das wenige Licht und die Dunkelheit gewöhnt. Ihr Atem war ruhig, ruhiger als ihr Herz. Emily hörte kein stöhnen, nichts was darauf wies, das sie jemanden getroffen hatte. Innerlich fluchte Sie, aber konnte es nicht ändern. Sie suchte Deckung hinter einen Baum und wartete ab. Wartete auf ein Geräusch, Schritte die deuten konnten, wo ihr Gegner war. Das es Plünderer waren, wusste Emily aber das es noch andere Leute gehört haben und hier her in Wald waren, das wusste sie nicht. Sie konzentrierte sich nur auf den einen Haufen die wohl ihr die Beute klauen wollen. Sie hasste es, das der Tag mit Toten enden musste, aber so war das eben. Emily lauschte noch immer, aber wirklich hören tat sie nichts. Das war nicht gut, umso mehr Zeit verging, umso wahrscheinlicher war es das Tote her kommen.
@Elliot Slim Mason
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Die Truppe die sich um Elliot gesammelt hatte machte sich auf den Weg. Sie mussten nur durch das Tor in dem großen Zaun und dann waren sie schon in dem Waldstück dass hinter dem Bahngelände anfing.
Jeder von ihnen verdeckte sein Gesicht mit einem Halstuch, als Schutz vor dem dichten Geäst und vor den Blicken der North Pale Plünderern. Sie sollten sie nicht erkennen, wenn sie es den waren.
Das Geballer würde sicherlich Beißer, oder Gleisblockierer wie die Truppe um Elliot sie nannte anlocken. Aber das taten sie ja immer. Man musste der Inzest Brut aus North Pale lassen dass sie sehr gut mit den Beißern umgehen konnte und sie für sie keine allzu große Gefahr mehr für sie darstellte, dazu waren sie zu flink zu organisiert. Auch wenn bei ihnen zwischen den Ohren nicht mehr los war als eine Hillbilly Schwarzgebrannten Party in ihren letzten Minuten.
Sie verteilten sich über das Gelände, immer so dass der eine den nächsten noch sehen konnte.
Zum Glück waren Beißer so laut dass man sie frühzeitig bemerkte, erst recht hier im Wald wo das Gestrüpp dicht war. Beißer waren im Wald generell langsamer. Wurzeln, Äste, Fuchsbauten und Büsche sorgten dafür dass die hohlen Fleischfresser überall hingen blieben und mit jedem Schritt mit den Umständen zu kämpfen hatten.
Ein Handzeichen von Kyle und die Truppe stand still.
Noch ein Handzeichen von Kyle und die Truppe hockte sich hin. Unsichtbar im Dickicht.
Warten.
Warten dass sich was regte.
Beißer waren noch keine zu hören.
Kein knacken im Unterholz, kein Busch der weggedrückt wurde und kein raschelndes Laub. Noch nicht mal Vögel die aufgescheucht wurden konnte man hören. Nur der leichte Wind streichelte die Äste der Bäume.
Plötzlich hörte man ein surren, als hätte jemand einen Pfeil geschossen, doch nichts schlug in der Nähe der Truppe ein, er wurde vermutlich in die andere Richtung geschossen.
Das hieß da war noch jemand anderes.
Hatte der unsichtbare Feind jemanden aufs Korn genommen?
Elliot deutete seinen Leuten leise zu sein. Sie mussten warten, solang sie nicht gesehen wurden und keine Beißer ihnen die Suppe versalzte konnten sie sich gedulden.
Der Feind musste den Fehler machen, nicht sie. Machten sie den Fehler waren sie tot.
Geduld. Nur Geduld.
Die Waffen ruhten mit vollen Trommeln und Kammern im gespannten Zustand in ihren Händen, bereit ihre tödlichen Ladungen in irgendwelche Körper zu pumpen.
Kyle, Dina und Elliot beherrschten das sogenannte 'Fanning', also das schnelle Feuern mit einem Single-Action Revolver. In dem man den Abzug gedrückt hielt und nur mit der anderen Hand den Hahn des Revolvers zurück schlug, konnte man so alle sechs Kugeln in der Trommel innerhalb von zwei Sekunden komplett verfeuern.
Nur dass Kyle einen LeMat MkII Revolver mit neun Kugeln hatte und Dina ein Chain Revolver mit unglaublichen 17 Schuss. Elliot hingegen gab sich mit seinem Smith & Wesson No. 3 Revolver mit sechs Schuss zufrieden.


Plötzlich hörte man Stimmen.
War das der Fehler auf den Elliot und seine Leute gewartet haben?
Die Stimmen kamen näher.
Man verstand kaum was, doch als sie näher kamen konnte man ahnen warum man nichts verstand. Dieser Akzent war unverkennbar. Es war mehr Kauderwelsch als irgendeine verständliche Sprache.
North Plate Plünderer.
Eine riesige 'Familienbande' deren Stammbaum sich viel zu oft im Kreis gedreht hatte. An ihrem sprachlichen Ergüssen die sie in die Welt hinaus plärrten (oder eher kotzen) waren sie unverkennbar. Manchmal vermochte man irgendwelche Wörter zu erkennen die man selbst benutze und auch grob in die Englische Sprache einordnete, doch sprachen sie anscheinend eine Familien eigene Sprache die sich über Generationen entwickelt haben musste.
„Komm raus du du Hure! Hol dir deinen mickrigen Pfeil zurück!“ lachte der eine mit unnatürlich krätziger Stimme.
„Wir können dich riechen!“ trällerte der andere und tat so als würde er wie ein Hund in der Luft schnuppern.
„Wo ist das Miststück?“ fragte der kleinste Jeanslatzhosen tragende Hinterweltler. „Du hast sie Verloren!“
„F-f-f-f-fick dich! D-d-d-du solltest g-g-g-g-gucken.“ stotterte der dritte.
Elliot schaute zu den anderen herüber. Jeder von seinen Leuten hatte mitgezählt, sie zählten bis jetzt drei. Außerdem jagten sie anscheinend eine Frau.
Weiter ruhe bewahren vielleicht waren es ja mehr.
„D-d-d-d-die F-f-f-fotze gehört s-s-s-sicherlich zu den H-h-h-h-hurens-s-s-söhnen, mit der D-d-d-dampflok! W-w-wetten?“
„Halts Maul, Ernie und such weiter.“ sagte eine vierte Stimme.
Es waren also vier. Kyle hielt vier Finger hoch und zeigte sie den anderen, so dass sie auch sahen mit wie viel Gegnern sie es zu tun hatten.
„D-d-d-die haben Bruder A-a-a-aaaaaalfie umgelegt! Haben ihm eine L-l-l-l-ladung Schrott I-i-i-i-ins Hirn ge-ge-ge-gejagt!“
„Ich weiß, Ernie.“
„I-i-in Staunton.“
„Ich weiß, Ernie.“
„I-i-ich will sie u-u-umlegen!“
„Das wollen wir alle, Ernie. Mom hat gesagt sie will den Kopf von Zugführer, also bekommt sie ihn auch.“
Als Elliot das hörte schüttelte er den Kopf.
„Guck mal daaaaaa!“ rief plötzlich wieder der erste, der so getan hat als wäre er ein Hund. „Sie hat uns was zu essen dagelassen!“ Er lachte dreckig und sah sich den Rucksack an, der nur einen Baum weiter weg von Emily lag. „Das Reh ist ihr wohl zu schwer geworden und sie hat es weggeworfen, Schaaade.“ die Ironie in seinen Worten war nicht zu überhören. „Es ist ganz frisch! Schau mal die Augen!“ Wie ein wildes Tier stocherte der Hinterweltler in dem Toten Tier herum. „Wird bestimmt lecker wen wir das Mom...“
Plötzlich ein Pfiff und darauf ein einsetzender Kugelhagel.
Es knallte fürchterlich und Kugeln zischten durch die Luft. Auch knapp an Emily vorbei, denn sie hatte sich so gut versteckt und war so ruhig geblieben dass sie der Crew um Elliot herum gar nicht aufgefallen war.
Durch das dumpfe Licht der eingetretenen Nacht und die Blitze die durch das Mündungsfeuer den Umkreis erhellten, sah man wie sechs dunkle Gestalten, mit Cowboyhüten, schweren Stiefeln und teilweise in schwarzen Mänteln gekleidet langsam auf die Plünder zugingen und sie mit Kugeln durchsiebten, nur der stotternde konnte die Beine so schnell in die Hand nehmen dass er die Flucht ergreifen konnte.
„KYLE! Hol ihn dir!“ rief Elliot und Kyle reagierte sofort.
Er wechselte von LeMat auf Sharps Scharfschützengewehr das auf seinem Rücken ruhte, denn in das Gewehr war noch geladen.

Ein schwerer Schuss.
Der Wald war dunkel und von dem Stotternden waren nur noch Umrisse zu erkennen, außerdem schlug er die ganze Zeit Haken.
„Hol ihn dir!“ sagte Elliot laut.
„Immer mit der ruhe... Immer mir der...“ der Schuss fiel und man hörte nur noch wie der Stotternde zu Boden klatschte.
Als es wieder ruhig war, schaute sich die Crew um.
„Wo ist wohl die Frau von der sie gesprochen haben? Das kann ja nur ihr Rucksack sein...“ fragte Erik.
„Sie hat bestimmt die Beine in die Hand genommen und ist weggerannt... Hätte ich auch so gemacht wenn ich alleine gegen vier von denen antreten müsste... Gruselige Wichser.“ sagte Kyle und spuckte einem der Erschossenen auf den Kopf.
„Wir müssen wieder zurück. Hier wimmelt es gleich von Gleisblockierern. Wir müssen jetzt ganz schnell hinter den Zaun! Nimm den Rucksack mit, hier wird er entweder nur zertrampelt oder gefressen.“ sagte Dina und zeigte in die Richtung aus der die nächste Welle Beißer auf sie zukommen würde.
„Nein... nimm höchstens das Reh mit... das lockt nur die Beißer an... Und die Frau bekommt ihre Sachen nie zurück. Hänge den Rucksack da oben in den Baum, da kann sie sich ihn wieder abholen wenn sie zurück kommen sollte...“
@Emily Cooper

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Ihr Herz schlug ruhig, obwohl diese Situation nicht ganz klar war. Nicht das Emily nicht wusste was diese wollten. Sie wusste es. Sie wusste das diese Kerle töten wollten. Plündern oder schlimmeres. Sie hasste diese Art von Menschen und würde auch nicht klein bei geben. Sie würde kämpfen, bis zum tot. Mit den Boden in Anschlag hörte sie nur. Lauschte um genau zu erfassen, wo diese Kerle sind. Es waren Männer, sie hörte diese Stimmen. Stimmen die immer näher kamen. Aber diese Dialekt konnte sie schlecht verstehen. Entweder war es eine komische Sprache oder eine eigene. Oder diese kerle hatten keine Zähne mehr in der Fresse. Es war alles möglich. Ein paar Sachen konnte sie hören, hören wie Sie sprachen. Aber Emily blieb ruhig, sehr ruhig. Sie wollte auf den richtigen Augenblick warten um diese schweine zu erledigen. 4 müssten es sein, von den Stimmen zu urteilen. Aber man konnte sich schnell verschätzten. Sie wollte ihr versteck nicht Preis geben, erst wenn es sich gut an fühlte und das tat es nicht. Genau dann wo Emily raus wollte um zu schießen, geschah was anders. Eine andere Gruppe war da und eröffnete das Feuer. Emily blieb in ihren versteck hinter den Baum. Die Kugeln flogen ihr um die Ohren, wortwörtlich sie blieb aber ruhig. Auch wenn ihr Blut in den Adern gefror.
Es mussten mehrere gewesen sein, so viele Kugeln die den Wald und diese kerle durch bohrten. Man hörte jeden Einschlag, jeden Schmerz und das Blut was den Boden berührte. Die schreie von Schmerz die nur von kurzer Dauer waren, alles nahm Emily war und blieb ruhig. Sie wusste grad nicht in was sie hier reingekommen war. Aber sie wollte auch kein weiteren Krieg, gegen sich an Zetteln.
Aber sie hörte was dieser eine Mann sprach und ihre Beute ließ sie nicht hier. Ihr Rucksack ebenso wenig. Emily kam aus ihren versteck, den Bogen in der Hand. Da diese Männer voll bewaffnet waren, würde es nicht viel bringen mit ihren Bogen auf einen zu Zielen. Sie versuchte es anderst, damit nicht ihr Blut hier noch floss.
"Dankeschön....", kam es vorsichtig aus ihr raus. Sie wusste nicht ob diese Männer sie auch kalt machen würden.
"Ich war Jagen und diese Kerle schossen auf mich. Ich will kein Ärger und ich gehöre zu keiner Gruppe.", sagte sie ruhig und wollte somit zeigen das sie keine Bedrohung dar stellte. Ob ihre Idee auf gehen würde, stellte sich gleich raus. Aber viel Zeit hat hier niemand. Die Schüssen würden viele hier her locken.
@Elliot Slim Mason
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"Es werden anscheinend nie weniger... Wie groß ist diese Familie eigentlich?" fragte Dina.
"Ich glaube mittlerweile das es nicht nur eine Familie ist... Es sind bestimmt mehrere Familien." sagte Elliot und klappte den Revolver auf um die Kammern neu zu befüllen.
"Ihr Gespür uns immer wieder zu finden ist mittlerweile echt beeindruckend...“ murmelte Kyle und durchsuchte die paar Habseligkeiten die die North Pale Plünderer dabei hatten. Mehr als die paar Kugeln und die Waffen waren nicht zu gebrauchen. Obwohl die Pistolen und das eine abgesägte Schrotgewehr in keinem wirklich guten Zustand war wurden sie eingesteckt und würden bald ihren Platz in der Waffenkiste einnehmen.
„Mehr als Ersatzteile kann man da nicht rausholen... Ich frage mich wie viele von ihnen schon ums Leben gekommen sind, nur weil ihnen eine von ihren Knarren um die Ohren geflogen ist, wenn ich mir das hier so anschaue...“ Elliot steckte den alten, rostigen Revolver ein.
„Gib mir den Rucksack... Ich kletter da eben rauf...“ sagte Nick und klemmte sich den Rucksacktragebügel zwischen die Zähne um die Hände beim klettern frei zu haben. Er machte die ersten Kletterzüge als plötzlich jemand fremdes aus dem Unterholz auftauchte.
Plötzlich hörten die Cowboys ein zaghaftes "Dankeschön...." und allen gefror das Blut in den Adern.
Blitzschnell schnellten die letzten geladenen Rohre in die Luft und zeigten in Richtung der Fremden aus der Dunkelheit und Nick erschrak sich so dass er den Halt verlor und die 70 Zentimeter wieder herunter rutschte die er dem Baum schon kläglich abgerungen hatte.
„Noch eine!“ brüllte Kyle der schneller sein altes Scharfschützengewehr nachgeladen als er diese zwei Worte gesprochen hatte.
„Leg den Bogen hin!“ sagte Dina energisch. „Leg den scheiß Bogen hin!“ sie zog den Hahn der Chaingun zurück.
Auch Elliot hatte seine Waffe auf sie gerichtet, doch betrachtete er diese Frau bevor er irgendwelche überhasteten Aktionen anstieß.
"Ich war Jagen und diese Kerle schossen auf mich. Ich will kein Ärger und ich gehöre zu keiner Gruppe." sagte die Frau.
„Elliot?“ fragte Richard fordernd. „Ich knall sie ab, wenn du nichts sagst!“
„Nehmt die Waffen runter.“ sagte Elliot. „Sie sagt mit Sicherheit die Wahrheit. Oder habt ihr schon gesehen wie eine Frau mit den Wichsern auf Plündertour geht?“ Er zog sich das Halstuch herunter, so dass er seine Identität preisgab. „Steh auf Erik. Gib ihr den Rucksack wieder.“
Erik, immer noch etwas aufgescheucht durch das plötzliche Auftauchen der Fremden, rappelte sich auf und griff sich den Rucksack den er aus versehen hatte fallen lassen. Mit lang gestrecktem Arm überreichte er den Rucksack, bevor er wieder wieder zu seinen Leuten zurück huschte.
„Ich bin Elliot.“ sagte Elliot nur stumpf. „Diese Kerle verfolgen uns seit dem wir durch North Pale gefahren sind.“ Er zeigte auf die Leichen am Boden. „Wir sollten uns beeilen... Hier wimmelt es gleich von Gleisblockierern... oder Beißer, je nachdem wie du sie nennst...“ sein Finger wanderte weiter auf das geschossene Reh was auf Richards Schultern lag.
Richard war groß, muskulös und bärtig, auch wenn er immer noch ein Halstuch vor dem Gesicht trug konnte man den Bart deutlich sehen.
„Ich glaube dass gehört auch noch dir, aber du wirst es verlieren wenn die Beißer kommen. Hör zu...“ Elliot steckte seinen Revolver wieder zurück in seinen Halfter und die anderen taten es ihm gleich. „Ich mach dir einen Vorschlag: Ich gebe dir über Nacht einen sicheren Platz zum schlafen und du teilst mit uns dein Essen...“ er schaute sie fragend an. „Es ist eh viel zu viel für dich alleine, es wird kaputt gehen bevor du alles aufgegessen hast.“ Als sie noch etwas zögerte lockerte Elliot die Situation erst mal, in dem er langsam auf sie zuging und ihr die Hand reichte. „Ich weiß es ist jetzt schwer uns zu vertrauen, aber du musst keine Gewalt gegen dich fürchten, solang du nicht aus North Pale kommst.“ er lächelte sie an.
Langsam hörte man wie Beißer durch den Wald schlurften. Das Stöhnen wurde lauter.
@Emily Cooper

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zuletzt bearbeitet 31.05.2020 01:59 |
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Emily wusste nicht ob der Trupp, der so aussah als seien sie von den Wilden Westen, ob diese auch böse waren oder nur grad angepisst, weil sie ihren Bogen noch in der hand hatte. Reden würde mehr bringen als hier sich zu bewegen, denn sie meinten es ernst und waren sehr angespannt. Was man ihnen aber auch nicht verübeln konnte. Warum auch, woher sollten sie wissen, wer Emily war und was sie wollte. Ob sie zu den gehörte oder nicht.
Deswegen tat sie was man sagte und sie legte den Bogen hin. Einfach um keine Kugel zu riskieren. So wie die Kerle, die hier verstreut auf den Boden lagen und sich nicht bewegten. Durchlöchert von Kugeln.
"Ich bin keine von den, warum sollte ich mich hinter einen Baum verstecken, wenn ich zu ihn gehöre und dann noch in eine entgegengesetzte Richtung. Das ergibt kein Sinn.", sagte sie ruhig um ihre Unschuld zu beweisen. Emily überlegte wie sie es noch kannte, denn diese Spannung zerriss richtig die Luft.
" Ich will nur einen ruhigen Ort und was Essen. ", sie zeigte auf das er legte Reh und hoffte das sich diese Spannung löste. Einer der Männer war so vernünftig und bat auch den Rest drum. Emily Atmete erleichtert aus, denn Sterben wollte sie hier nicht.
"Danke", sagte sie und man hörte auch wie erleichtert sie war und die last von ihrer Schulter fiel. Als man ihr den Rucksack gab, nickte sie dankend zu. Auch wenn dieser Mann noch etwas erschrocken war. Was man ihn aber nicht wirklich verübeln kann. Sie wäre auch noch unter Schock.
"Ich bin Emily. Diese Kerle sahen auch nicht besonders nett aus. Ich hab kein Wort verstanden, was sie sagten.", gab sie ehrlich zu und dachte noch immer nach, welcher Dialekt das war. Elliot war wohl der Kopf dieser Truppe und sprach. Sein Angebot klang gut und das Reh war genug. Warum also kein Deal eingehen und teilen.
" Abgemacht. Ich bleib eine Nacht und Wir teilen es.", natürlich war es riskant das war ihr auch durchaus bewusst gewesen. Aber ihr blieb keine Wahl und Zeit hatten sie auch nicht wirklich. Da Elliot sehr nett war nickte sie. Es war trotzdem ein komisches Gefühl dabei, das muss man zugeben. Aber hatte Emily eine große Wahl? Nein nicht wirklich, also tat sie es und hoffte auf das beste.
@Elliot Slim Mason
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"Ich bin Emily. Diese Kerle sahen auch nicht besonders nett aus. Ich hab kein Wort verstanden, was sie sagten." sagte die Frau aus dem Dickicht.
„Niemand versteht ihre Sprache. Es sind Landeier... Rednecks.“ sagte Elliot. „Und verfolgen tun sie uns schon seit North Pale.“
Als Emily die Einladung von Elliots Seite aus annahm, atmete Elliot innerlich aus. Sie hätte wohl nur schlechte Chancen gehabt der Welle an Beißern zu entgehen die hier gleich den Wald durchkämmten.
Und wie auf Abruf fing es an zu Rascheln und die ersten stöhnenden Toten waren zu hören.
„Nehmt eure Sachen, wir sollten gehen.“ Elliot zog sich das Tuch wieder ins Gesicht, so das die zurück schlagenden Äste seines Vordermanns nicht seine Visage malträtieren konnten. „Peter und das Reh gehen voran. Kyle du bildest das Schlusslicht. Geh uns nicht verloren.“
Einer der Männer nickte und Reihte sich hinten ein. „Halte dich in der Mitte.“ sagte Elliot zu Emily. „Mit einem Bogen bist du eher aufgeschmissen als Kyle mit zwei vollen Revolvern.“
Im flotten Gänsemarsch ging es wieder zurück zu dem Bahngelände. Die Truppe war weit aus schneller unterwegs als die Beißer sich durch das Dickicht schlagen konnten und so war der rettende Zaun des Bahngeländes schnell erreicht. Die Zauntür war schnell geöffnet und die Truppe noch schneller hindurch geschlüpft. Die Tür wurde wieder geschlossen und gesichert.
„Jetzt ist es nicht mehr weit.“ sagte Elliot zu Emily. „Wir müssen in die Halle dort.“ Er zeigte auf die Rote Halle aus dessen Fenstern leichter Dampf quoll.
Dina rannte vor und öffnete die Tür. „Los! Rein mit euch, macht schnell!“ sagte sie und schloss nach Kyle die Tür.
Nun standen sie in dieser riesigen Halle und was dort vor ihnen stand war kolossal.
Ein Riese aus Stahl stand dort auf den Schienen. Ein riesiger Zug, drei Wagons, gezogen von einer noch viel größeren Lok, eingepackt in einem großen Sarkophag aus Stahl.
'Little Boy'.
Ein Panzerzug wie aus dem ersten Weltkrieg, martialisch und groß. Leicht zischend und dampfend.
Peter, der mit dem Reh auf dem Rücken war vorgegangen und klopfte jetzt an einer der massiven Türen des Zuges. Und mit einem metallischen klacken öffnete sich die schwere Tür.
„Komm rein.“ sagte Elliot und winkte Emily zu sich.
@Emily Cooper

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Emily hörte Elliot zu, okay also sprachen diese kerle komisch. Deshalb konnte sie es nicht verstehen, sie musste lächeln und nickte dann. Es ergab Sinn, auch das diese Kerle sofort auf Angriff waren. Bewaffnet und nun nicht echt freundlich gesinnt. Das Elliot seine Leute natürlich auch angespannt waren, konnte man ihnen nicht verdenken. In Gegenteil, sie war ja grad selbst noch nicht besser. Emily dachte auch schlecht von ihnen, bis sie mit ihn ins Gespräch kam.
"Also haben diese Kerle es auf euch abgesehen?" wollte sie gern wissen. Den es klang ja so.
Nur lange konnten sie nicht verweilen, die erste Toten kamen auf sie zu. Emily wollte das Gespräch, an einen sicheren Ort durchführen, was hier grad nicht der Fall war. Deshalb folgte sie Elliot und den anderen Männern, die einen sehr harten Eindruck machten. Aber sie wusste das dies nur der erste Eindruck war. Es würde sich später rausstellen wie sie waren. Man merkte das die Truppe wirklich sich auf jeden verlassen konnten und sie kamen zügig voran. Emily hielt ohne Probleme das Tempo stand. Sie hörte was Elliot sagte und wohin er zeigte. Eine rote Tür. Sie vertraute ihn und folgte ohne weiter was zu sagen. Sie wollte sich ihre Kräfte für diesen Weg aufsparen. Als sie endlich in Sicherheit waren, Atmete sie tief durch. So als wäre es der erste Atemzug.
"Danke echt", sagte sie als sie rein kam und sah sich schnell um. Es war viel Platz und ein Zug stand da. War es ein Zug? Er sah anderst aus, als das was Emily kannte. Sie war schon beeindruckt gewesen, wo diese Gruppe ihr Lager hatte es war beeindruckend gewesen. Das sah man ihr an.
@Elliot Slim Mason
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"Also haben diese Kerle es auf euch abgesehen?" fragte Emily.
„Ja... sie haben es auf 'Little Boy' abgesehen.“ sagte Elliot. „Was eigentlich eine himmelschreiend dumme Absicht ist. Keiner von denen kann eine Dampflok fahren. Und wenn doch, fress ich einen Besen!“
Den Wagon den die Truppe betrat sah von außen aus wie ein riesiger Stahlsarg doch von innen erkannte man seinen Ursprung. Es war ein alter, großer Salonwagen mit kleiner Küche und großem Tisch mit Stühlen. Sogar zwei Sessel standen am einen Ende. Doch wenn man genauer hinsah, sah man dass dieser Salonwagen doch schon sehr mitgenommen war. Die damals edlen Polster hatten ihren Glanz verloren und platzen auf, die Tisch- und Stuhlbeine hatten Kratzer und wurden hier und da von der ein oder anderen Schraube zusammengehalten. Da der Stahlsarkophag kaum Licht ins innere fallen lies, musste es bei Tageslicht hier drin bestimmt recht dunkel sein, doch nackte Glühbirnen sorgten für Abhilfe. Was besonders auffiel waren die vielen Leitungen die unter Decke angeschraubt wurden. Wie ein wilde Achterbahn ohne Ende schlängelten sich die Leitungen von hier nach da und durchzogen den Wagon wie Adern die alles anscheinend mit Dampf versorgte.
Ja richtig gehört: Dampf.
Der komplette Zug war eine untrennbare Einheit geworden und jegliches kleines Gerät, von der Panzertür bis zur Schießscharten Steuerung wurde mit Dampf gesteuert.
Ein verwirrendes, aber effektives System.
Beeindruckend waren auch diese komischen Gerätschaften die direkt unter den Panzertüren des Wagons hingen, sie sahen aus wie große Kanonen die an einem Gestell hingen, doch hingen an ihnen so viele Schläuche und Druckbehälter, dass die Bedienung von einem dieser Monströsen Geräten sicherlich reichlich kompliziert war.
"Danke echt..." sagte Emily während hinter ihr Kyle die Tür schloss.
„Keine Ursache, Emily. Komm erst mal an. Du hast sicherlich ne Menge scheiße hinter dir. Hier bist du sicher.“ Elliot legte seinen großen Revolver auf den Tisch und zog sich den schwarzen Staubmantel aus.
„Wie lange müssen wir diese Nort Pale Hetzjagd noch ertragen und wie viele Nort Pale Wichser müssen wir noch umlegen bis sie uns endlich in ruhe lassen?“ fragte Dina die sich auch ihrer schwarzen Tracht entledigte. „Monate lang... Monate lang verfolgen sie uns jetzt. Wann gehen den endlich die Leute aus?“
Plötzlich öffnete jemand die Tür zum nächsten Wagon und eine ältere Frau, in einem Schlafgewand platze in die Runde. „Oh Gott! Ihr seit zurück!“ sie atmete erleichtert aus. „Sagt mir bitte ihr seit komplett...“ mit dem Finger zählte sie die Truppe durch und blieb an Emily hängen. „Wer bist du denn?“ Sie schaute zu Dina. „Hat Elliot wieder irgendwelche Mädels aufgegabelt? Könnte er nicht mal ein hübschen Mann in meinem Alter mitbringen?“
„Ich glaub das Problem ist dass alle Männer in deinem Alter schon tot sind, Lydia.“ lachte Dina.
„Haha, Dina. Naja, wir kennen ja unseren Elliot... Kann keiner Dame in einer Notsituation die Hilfe verwehren... Ein Mann voller Anstand. Waren dort draußen wieder das Pack aus North Pale?“ fragte Hellen und Kyle beantwortete ihre Frage mit einem nicken.
Hellen deutete auf des Reh was Peter den Weg hierher getragen hatte und jetzt auf den großen Tisch gelegt hatte. „Habt ihr das den Plünderern abgenommen?“
„Nein... Das hat Unsere neue Freundin hier geschossen.“ sagte Peter und deutete auf Emily.
„Ach wo bleiben eigentlich meine Manieren...“ Hellen griff nach Emily Hand und schüttelte sie. „Hallo, mein Name ist Hellen. Wer bist du?“
@Emily Cooper

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Sie hörte ihn zu und nickte. Emily hat schnell mitbekommen das diese Männer verrückt waren, aber das sie so verrückt waren um eine lock zu bekommen, das war dann schon was. Emily lief ihnen nach und dachte daran, das sie schon viel zu lang weg war. Sie wollte ja nur jagen gehen und kam dann in diese dumme Lage. Es zog sich alles viel zu lange hin. Der Zug war als, wie auch die Möbel und alles. Aber man war es gewohnt das die Zeit alles mitgenommen aussah. Von der Zeit zerfressen.
"Ja hab ich. Da ich nur jagen wollte und dann wieder zurück in mein versteck...... Aber es kam alles andere. Ich bin echt dankbar das ihr mich gerettet habt. Ich denk ohne euch wäre es schlimm geendet. Sie hörte dina zu, sie merkte das diese andere Gruppe das schon lang tat und sicherlich auch ziemlich groß sein musste. Wenn das schon Jahre geht, dann müssten es eine Menge sein. Eine ältere Dame kam dazu, Hellen hieß sie. Sie war sehr ehrlich und direkt aber nett.
"Ich bin Emily und mir wurde grad der arsch gerettet. Dafür als Dank, bekommt ihr die Hälfte meiner Jagd.", sagte sie und schüttelte ihr die Hand.
"Aber lang kann ich nicht bleiben. Ich muss sehen ob mein versteck noch sicher ist, grad wenn diese Gruppe unterwegs ist.", gab sie zu da ihr nicht klar war das es sowas kam.
Ihre Anspannung wurde größer als ihr klar war, das ihr versteck entdeckt werden konnte und man sie berauben oder eine Falle stellen wollte.
" Ich muss los..... Ich befürchte das man auch mich wohl angreifen würde. Ich hab in der Nähe ein versteck und das würden wohl diese kerle finden.", sagte sie als sie sich auf den Weg aus der lock machte. Auch wenn diese Menschen hier sehr nett waren. War die Sorge doch sehr groß das was passieren könnte und dies wollte und konnte sie nicht riskieren.
---------verlässt die lock und geht auf besten Weg auf die Straße - - - - - - - -
@Elliot Slim Mason
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zuletzt bearbeitet 26.08.2020 06:45 |
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"Ich bin Emily und mir wurde grade der Arsch gerettet. Dafür als Dank, bekommt ihr die Hälfte meiner Jagd.", sagte sie und schüttelte ihr die Hand.
"Oh... Das ist aber nett..." sagte Hellen und sah zu wie Peter das Reh auf den Tisch legte um es aufzuteilen. „Elliot ist bekannt dafür Frauen in Not zur Hilfe zu eilen. Dafür hat er ein Händchen.“ Sie lachte.
Peter hatte anscheinend schon mal ein Reh zerlegt, das konnte man sehen, er war äußerst Präzise und schnell.
„Dein halbes Reh kommt uns sehr gelegen.“ sagte Nick. „Unsere Vorräte gehen langsam aber sicher zur neige...“ Er deutete auf die kleine Küche in dem alten Salonwagen. „Kartoffeln und Eier an jeden Tag sind irgendwann nicht mehr zu ertragen... Und die Gewürze sind auch schon fast weg. Salz fehlt uns schon seit Monaten. Zum Glück ist die Chesapeake Bay nicht zu weit weg... Da kann man sich wenigstens ein bisschen Salzwasser holen und sich etwas Salz destillieren...“
Als Emily sagte dass sie doch wieder schnell abhauen wollte, schauten sich die Besatzung fragend an.
„Du willst wieder gehen?“ fragte Dina verwundert.
„Da draußen wird die Hölle los sein... und mit einem halben Reh im Rucksack wirst du sicherlich die Beißer wie ein Angelköder die Fische anziehen...“ sagte Peter und machte den letzten Schnitt und legte Emilys Hälfte hin.
„Ist es nicht besser du bleibst eine Nacht hier?“ Hellen verstaute das halbe Reh in der Küche. „Außerdem hab ich dir grade einen Kaffee gemacht...“
Aber Emily war nicht aufzuhalten. Sie hatte sich entschieden. Sie musste ihr Hab und Gut wiederfinden bevor die Brut es tat.
„Du weißt wo uns findest. Und wenn wir wegfahren und du bist in der Nähe, wirst du uns hören. Ich wünsche dir alles gute.“ sagte Elliot und gab ihr noch eine Dose voll mit Kaffee mit.
Die Truppe sicherte Emily noch bis sie an der Straße angekommen war und ließen sie dann ihren Weg finden.
Zum Abschied warf Dina ihr noch einen Handkuss hinterher. „Hoffentlich überlebt sie.“ sagte sie während Emily im Dunkel der Nacht verschwand.
„Sie wird das schon überleben, sie ist viel zu süß um gefressen zu werden.“ sagte Kyle der ihr auch hinterher schaute.
„Glaubst du wir kommen eigentlich Fremden Gegenüber vor als wären wir Verrückte?“ fragte Dina Kyle.
„Wie kommst du denn jetzt da drauf?“ Kyle schaute sie fragend an.
„Naja... Sieh uns mal an... Du könntest direkt aus einem Lucky Luke Comic oder Spaghetti-Western kommen, du siehst aus wie ein WASCHECHTER Cowboy. Und ich... naja ich eben wie ein Cowgirl.“
„Das war doch schon immer so.“ sagte Kyle und schaute an sich herunter. „Es ist halt praktisch.“
„Hast ja recht... Vielleicht sollte ich mir noch einen fetten Texanischen Akzent zulegen? Was sagst du?“ Dina lachte.
„Bitte nicht!“ Kyle lachte auch und die Crew der 'Little Boy' kehrte zurück zu ihrem rollenden Zuhause.
@Emily Cooper
Sorry Emily, ich hatte die ganze Zeit nicht gesehen dass du schon geantwortet hast. Ich hab mich tatsächlich schon gefragt wann endlich die erlösende Mail kommt dass du wieder gepostet hast. Irgendwie ist das in meiner Inbox untergegangen oder ich hab einfach keine nachricht bekommen....

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„Liebe Lily“, dies waren die ersten Worte des kleinen Briefes, welchen Liz in ihrem kleinen Haus auf Balar hinterlassen hatte. Sie hatte Elric versprochen, auf die Jüngere aufzupassen, sowie er es auch immer bei Liz getan hatte. Dieses Versprechen hatte sie vor zu wahren, insbesondere weil sie Lily wirklich gern gewonnen hatte. Allerdings kam das Mädchen sehr überraschend in ihr Leben, in einer Zeit, in der Liz viel durchmachen musste. Sie hatte ihren geliebten Cousin verloren, Mario. Er wurde während des Angriffes auf Balar ermordet, was tiefe Spuren hinterlassen hatte. Liz wusste nicht, was wohl mit ihr selbst passiert wäre, wenn Elric sie nicht gerettet hätte. Gerettet werden … jedes Mal musste sie gerettet werden. Noah, Nora, Mario, Elric, sie alle hatten Liz beschützt und nur Elric musste nicht mit seinem Leben dafür bezahlen.
Seit dem Angriff hatte die Niederländerin also viel durchgemacht. Sie hatte gemeinsam mit Skadi den Gefallenen die letzte Ehre erwiesen, doch viel Zeit zum Trauern blieb ihr nicht, nachdem Lily aufgetaucht war. Sie wollte nicht wieder schwach wirken. Wie sollte sie so auf Lily aufpassen können, wenn sie selbst Hilfe brauchte? Stattdessen fing Liz an, an sich zu arbeiten, zu trainieren … sie wollte stärker werden. Um nicht länger von anderen beschützt werden zu müssen. Sie wollte fortan selbst die Menschen retten, die sie liebte. Folglich hatte die Brünette in den letzten Monaten auf Lily Acht gegeben, ging ihren Aufgaben auf Balar nach und nutzte die ihr freie Zeit, um zu üben. Liz war kein Amateur, wenn es ums Kämpfen ging, doch ihre Ablehnung von Gewalt hatte sie stark eingeschränkt. Sie griff keine anderen Menschen an und wollte diese auch nicht verletzten. Sämtliche Erfahrungen stammten also vom Töten der Beißer, doch das würde nicht ausreichen. Die Wochen vergingen und immer mehr Messer blieben in den Zielscheiben stecken, welche sie an den Bäumen hinter ihrer Hütte angebracht hatte. Ihr war bewusst, dass sie im direkten Zweikampf mit ihrer Statur und Körperkraft schlechte Karten hatte, also versuchte sie sich auf den Fernkampf zu konzentrieren. Nach viel Schweiß, Blut und Geduld, hatte sich das lange Training jedoch bezahlt gemacht. Ein Ass war sie nicht geworden, doch Liz wusste nun, dass sie besser auf sich aufpassen konnte. Wieso hatte sie also den Brief für Lily verfasst?
Vor einigen Wochen war sie mit dieser zusammen bei Elrics Treffpunkt, um ihren alten Freund zu wiederzusehen. Das erste Mal, seit dem Angriff auf Balar begegneten sich die beiden schließlich wieder und so sehr sich Liz darüber freute bei ihm zu sein, so schmerzhaft waren auch die Erinnerungen, die in ihr hochkamen. Seit jenem Tag kehrten die Alpträume zurück. Die leblosen Augen ihres Cousins, die sie immer wieder vor sich sah. Nach einer Weile hielt sie das Ganze nicht mehr aus und fällte den Entschluss, Balar Island zu verlassen – vorübergehend. Sie wollte Lily nicht im Stich lassen, doch sie brauchte einfach eine Weile Abstand von diesem Ort. Ihr Versprechen wollte sie nicht brechen, denn sie hatte vor, schon bald wieder zurückzukehren. Dementsprechend hatte sie den Brief an die Jüngere verfasst:
es tut mir leid, dass ich nicht die Stärke aufbringen konnte, mit dir über alles zu reden. Wenn du diesen Brief lesen wirst, werde ich bereits fort sein, weg von Balar. Es gibt ein paar Dinge, die ich regeln muss, aber hab keine Angst, ich werde schon bald wieder zurück sein. In Kürze werde ich dir alles erklären, gib bis dahin auf dich acht!
- Liz“
Sie hatte Essensrationen für sie vorbereitet und einige Namen hinterlassen, von Freunden, die Lily helfen würden. Es war verantwortungslos von ihr einfach so zu gehen, das war Liz bewusst. Allerdings spürte sie, dass sie einfach gehen musste, denn nur so konnte sie ihre Probleme angehen.
Eine Flut aus dunkeln Wolken fing allmählich an den sonst üblichen hellblauen Sommerhimmel zu bedecken Das sieht nicht gut aus. Liz saß auf einem großen Felsen und schaute mit besorgtem Blick nach oben. Die grünen Augen der Niederländerin beobachteten, wie sich die dunkle Front weiter ausbreitete. Kurz seufzte sie, ehe sie ihren Sitzplatz verließ, um ihr Hab und Gut wieder einzupacken. Sie musste schnell aus diesem Waldstück verschwinden. Irgendwohin, wo es sicherer war, wo sie ein Dach über dem Kopf hatte. Der Weg vor ihr war unbekannt. Sie wussten nicht, wann sie eine geeignete Stelle finden würde, um dort unterzukommen. Schnell fiel ihr jedoch der Bahnhof ein, an welchem sie vor etwa 15 Minuten vorbeigekommen war. Das Gebäude hatte leer gewirkt, vermutlich nicht bewohnt von anderen Überlebenden. Mit Beißern musste sie dort aber rechnen. Liz nahm ihren Rucksack hoch und entschied sich kurzerhand zu dem Ort zurückzukehren. Besser als inmitten des Unwetters durch den Wald zu irren. In schnellen Schritten lief sie den Weg zurück, aus dem sie gekommen war. Dabei steuerte sie direkt Richtung Unwetter, doch früher oder später würde es sie so oder so einholen. Auch wenn ihr der Pfad vertraut war, achtete sie stets auf die Seiten, auf potenzielle Gefahren durch Untote, die dort auftauchen konnten. Erst als das laute Krachen des Donnerns zu hören war, fing sie an schneller zu werden. Aus den schnellen Schritten wurde ein leichtes Joggen, immer schneller, bis sie schließlich das Rennen anfing, als die ersten Regentropfen sie am Boden erreichten. „Verdammt! Wär ich doch nur dort geblieben“, fluchte sie laut, als sich der Regen verdickte und immer mehr Wasser vom Himmel kam. Ihre Haare und Klamotten fingen an nass zu werden, sodass sie die Tropfen auf ihrer Haut spüren konnte. Der Wald fing an sich zu lichten und nachdem Liz einen kleinen Hügel heraufgeklettert war, erreichte sie schließlich die Schienen, die zu dem Bahnhof von vorhin geführt hatten. Schnell sah sie zur Seite und konnte das Gebäude bereits erkennen.
Vorsichtig begab sie sich also über die nassen Schienen und erreichte in kurzer Zeit ihren Zielort. Ziemlich durchnässt kletterte sie auf den Bahnsteig hoch, welcher bereits überdacht war. Mit den Händen auf den Knien atmete sie hörbar ein und aus, etwas erschöpft von dem Spurt. Sie blickte erneut zu den düsteren Wolken hinauf „Gott, das wird ja ein richtiges Unwetter“. Nachdem sie sich die kurze Verschnaufpause erlaubt hatte, realisierte sie, dass sie dennoch nicht außer Gefahr war. Sie fing an, ihre Umgebung zu mustern, während sie sich vorsichtig und mit gezogener Waffe zu dem Bahnhofsgebäude wenige Meter weiter begab. Das Grollen am Himmel wurde immer stärker und Liz fing an nervös zu werden. Kurz vor dem Eingang flackerte ein helles Licht auf, dicht gefolgt von einem lauten Knall, welcher die Dunkelhaarige kurz zum Aufschreien brachte. Sofort riss sie ihre Hand nach oben, um ihren Mund zu bedecken, doch ehe sie sich versah, torkelten einige Beißer aus dem Eingang heraus und nahmen Liz ins Visier. „Shit! Das hab ich jetzt davon.“ Vier Untote gingen in langsamen Schritten auf die Niederländerin zu. Bei all dem Donner ging das Röcheln der Beißer völlig unter, sodass man diese nur leicht hören konnte. Liz ging schnell ein paar Schritte nach hinten und schleuderte das Messer in ihrer Hand auf den ersten Zombie. Er fiel zu Boden und regte sich nicht länger. Hastig griff sie zum nächsten Messer und setzte zum Wurf an, doch ein weiterer Blitz leuchtete auf und der darauffolgende Donner ließ sie verfehlen. Genervt von sich selbst schnaubte sie laut aus und griff erneut zu ihrer Gürteltasche. Dieses Mal machte sie einen schnellen Satz nach vorne und rammte das Messer in den Kopf der wandelnden Leiche „Dann eben so ihr Mistviecher!“ Schnell erledigte sie die anderen beiden und sammelte die anderen beiden Messer ein. Im Bahnhofsgebäude angekommen analysierte sie die Umgebung und konnte keine weiteren Zombies entdecken. Erleichtert lehnte sie sich an die Wand und rutschte daran nach unten. Die nassen Haare hingen ihr im Nacken und sie spürte die mit Wasser vollgesaugten Socken in ihren Schuhen. „Wie lästig“, seufzend fing sie an ihre Haare zusammenzunehmen, um diese in einen Pferdeschwanz zu binden. Draußen war es mittlerweile ziemlich dunkel geworden, trotz dass es erst Nachmittag war. Sie spielte mit dem Messer in der Hand, während sie erneut die große Eingangshalle betrachtete. Hier gab es wirklich nichts Nützliches …
Ihr Blick blieb vor der Eingangstüre auf der anderen Seite hängen, als sie dort einen flinken Schatten draußen vorbeihuschen sah. Ihr Herz fing an, zu pulsieren. Das war zu schnell für einen Beißer. Die Augen lagen konzentriert auf der Tür, während sie sich wieder aufrichtete und ihr Messer bereithielt. Daraufhin öffnete sich die Tür und ein junger Mann betrat das Gebäude. „Bleib stehen!“ Die beiden standen sich nur wenige Meter gegenüber und blickten sich in die Augen. Verwundert stellte sie fest, dass er nicht sonderlich älter als sie selbst schien, doch ihr Körper war immer noch in Alarmbereitschaft „Zwing mich nicht dazu anzugreifen, ich will dir nichts tun“, gab sie daraufhin von sich und festigte den Griff an ihrer Waffe. Sie lehnte Gewalt nach wie vor ab und würde eher eine friedliche Lösung suchen, aber wenn der Mann dies nicht im Sinne hatte, würde sie keinen Kampf scheuen. Genau dafür hatte sie ja trainiert. „Wer bist du?“
//: Ich bin wie immer nicht mit meinem First Post zufrieden, aber hoffe du kannst damit arbeiten :D
Ach und erwarte bitte nicht immer so eine Postlänge, ich wollte nur gerne die vergangene Zeit seit dem Angriff noch ausbauen^^
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Er lag gerade auf dem Boden und nutzte seinen Rucksack als Kissen. „Dad meinte auch immer es ist wichtig Leute um sich zu haben, vor allem in Zeiten wie diesen…“ erinnerte er sich traurig und das Lächeln schwand wieder. „Aber nach all den Jahren. Nach all dem was passiert ist. Kann und sollte ich überhaupt noch jemand vertrauen? ... Naja, ich laufe echt selten anderen Leuten über den Weg, vielleicht gibt es kaum noch jemand der lebt.“ Der am Lagerfeuer liegende machte einen nachdenkliche Pause, bevor er weiter sprach „Mom würde jetzt bestimmt sagen: ‚Ach Tobi, das ist doch nur ein weiterer Grund, wieso du dich anderen anschließen solltest. ‘ Vielleicht hätte sie damit noch nicht einmal Unrecht. Es war mit der Gruppe einfacher, nun auch nicht immer, aber man hatte immerhin Gesellschaft und löste Probleme gemeinsam…“ Tobias atmete laut aus.
„Aber wenn ich unachtsam werde, könnten mich die Leute hintergehen und umbringen. Hab schon genügend Leute beobachtet die einfach so andere Leute töteten.“ Mit dieser Aussage sammelten sich etwas Tränen in den blauen Augen des Überlebenden. Tobi dachte dabei sofort an das Ableben seines Vaters. „Wären ihre Opfer dann nicht umsonst gewesen, wenn ich nicht überleben würde? Oder würde Dad versuchen mich daran zu erinnern, dass man bei dem ganzen Überleben nicht vergessen sollte zu leben?“ Tobias rieb sich seine Augen und seufzte „Es ist so schwer eine Entscheidung zu treffen wenn ich niemanden habe zum drüber sprechen…“ Dabei hielt Tobias kurz inne und richtete sich dann in eine Sitzposition auf.
„Scheiß drauf. Sterben werde ich früher oder später sowie so, ob durch ein Zombie, ein Mensch oder was weiß ich für ein Blödsinn. Da kann ich auch bei dem Versuch Leuten wieder zu vertrauen, sterben. Mom und Dad hätten es sicherlich so gewollt.“ Überzeugt von dem Entschluss nahm Tobias einen kleinen Zweig um ihn ins Feuer zu werfen.
So flogen kleine Funken des immer weiter brennenden Holzes nach oben in Richtung des Nachthimmels bevor sie erloschen und besiegelten Tobias Entscheidung auf ihre eigene Art und Weise.
Mit einem kritischen Blick in den Himmel, stellte Tobias fest, dass er sich auf die Wolkenfront zubewegt. Sein Ziel würde er jedoch nun nicht mehr ändern, dazu fehlen ihm die Optionen.
Sein Gang war zwar schnell, doch sprintete der Mann noch nicht und stellte dadurch eine kleine Bewegung neben ihm fest. Instinktiv blieb der Kanadier stehen und fand einige Meter von ihm entfernt ein Eichhörnchen, welches auf an einem Baum saß und scheinbar gerade etwas an einer Nuss nagt. Mit einem leisen knurren machte sich der Magen des Mannes bemerkbar und Tobias musste sich nun entscheiden ob er nicht doch die Gelegenheit nutzt das Tier zu erlegen. Es ist nur ein kurzer Moment, dann geht es weiter zum Unterschlupf Dachte er sich und hatte bereits seinen treuen Bogen zur Hand den er nur noch mit einem Pfeil bestückte und spannte. Über die Jahre in der Wildnis ist Tobias ziemlich zielsicher mit dem Bogen geworden und ist sich sicher, dass er treffen wird. Als es dann aber plötzlich zu Donnern begann, schreckte das Eichhörnchen auf und der Pfeil sauste mit Bravur an dem Tier vorbei und durch mehrfache Baumkronen hindurch, bis der Pfeil aus der Sicht des Bogenschützen verschwand. “Mist!“ Rief der hungrige Mann und stampfte einmal auf den Boden, setzte dann aber zum Sprint an und begab sich wieder in Richtung des Bahnhofes.
Noch bevor Tobias den Wald hinter sich lassen konnte fing es an zu Regnen und wurde schnell heftiger, sodass sich ohne Problem die Kleidung des Mannes durchnässte und der Regen fast direkt gegen ihn peitschte. Mit angestrengter Atmung schaffte es der Überlebende aus dem Wald heraus und traf auf Schienen vor dem Bahnhofsgebäude. Ohne nachzudenken sprang er zwischen die Metallschienen um nicht dem Risiko ausgesetzt zu sein auszurutschen und begab sich so schnell näher zur Tür. „Fuck, Fuck, Fuck“ Gab der Mann kurz vor der Tür von sich, als dieser daran dachte, dass sein Buch im Rucksack durchnässt sein könnte. Seine Schritte kündigten ihn lautstark an, das es ein platschen war, als würde jemand durch Pfützen rennen, nur waren es die durchnässten Schuhe und Socken des Mannes. Hastig wurde die Tür aufgerissen und Tobias wurde von einer Person auf der anderen Seite der Eingangshalle begrüßt, bevor er wirklich ankam um seine Sachen zu überprüfen. Mit noch immer starken ein und ausatmen hielt er seinen Bogen nach vorne und hatte eine Hand an seinen Köcher platziert um deutlich zu machen, dass er bereit ist zu schießen. Die Frau gegenüber hatte ihn aufgefordert stehen zu bleiben und das tat Tobias auch. Der stärker werdende Wind von draußen sorgte dafür, dass die Tür hinter ihm lautstark zuknallte. “Mich anzugreifen wäre auch nicht sonderlich klug“ Erwiderte der durchnässte Mann mit ernster Mimik. Bei sich trug der Mann nicht nur den Bogen, den dazugehörigen Köcher mit Pfeilen, sondern auch einen großen Rucksack, ein Schwert an seiner Hüfte und ein Messer an seinem Bein. Ebenfalls deutlich zu erkennen ist eine durchnässte und leicht rötliche Bandage an seinem linken Oberarm.
Als die Frage aufkam, wer er sei, erinnerte sich Tobias an die Nacht am Lagerfeuer. Seine Haltung zur jungen Frau änderte sich mit einmal und die Hand die einen Pfeil greifen wollte bewegte sich nach vorne, so auch der Bogen. „Ich… ich bin Tobias.“ Begann der Mann sich vorzustellen und hoffte, dass seine Gestik mit dem Bogen ausreichen würde, um deutlich zu machen, dass er ihr nichts antun möchte. „Ich brauche nur Unterschlupf vor dem Gewitter. Ist das dein Ort?“ Fragte der Mann und legte seinen Bogen nieder, bevor er sich daneben setzen würde. Er befand sich nach wie vor am Eingang und hielt Abstand zur Frau, die er anschaute als versuchte er sich daran zu erinnern wer sie ist. Es tropfte an einer Stelle von oben herab, was scheinbar darauf deutete, dass das Dach ein Leck hat. Während der junge Mann die Frau im Auge behielt, nahm er seinen Rucksack vor sich und öffnete ihn “Ich muss was überprüfen, ist keine Waffe.“ Versicherte Tobias der Frau und nahm ein von außen nass wirkendes Schwarzes Notizbuch heraus. Hastig schüttelte der Überlebende das Buch, in der Hoffnung, dass es etwas Wasser verliert und blätterte dann einmal schnell durch die Seiten. Beim schnellen durchblättern konnte man erkennen, dass viele Seiten Zeichnungen beinhalten und bei einigen auch Texte dazugeschrieben wurden. Der Mann seufzte erleichtert auf, als er feststellen konnte, dass das Buch keinen großen Wasserschaden davon getragen hat und packte es neben sich, damit es nicht weiter Nass werden würde.
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Gewitter konnte Liz noch nie sonderlich leiden. Es machte sie nervös, wenn der Himmel verrücktspielte. Vor allem das laute Donnern hatte sie schon als Kind immer stark verunsichert. Damals waren ihre Eltern oder ihr Opa für sie da, wenn sie Angst bekam, doch heute war sie auf sich allein gestellt. Nervös war sie nach wie vor , jedoch löste der Sturm nicht mehr so viel Angst bei dir aus. Nach all den Jahren des Überlebenskampfes in dieser kranken Welt, würden Donner und Blitz nicht ihr Fall sein. Unterschätzt hatte sie das Wetter dennoch nicht, weshalb sie sich beeilte, den Bahnhof wieder zu erreichen. Doch kaum war sie dort angekommen und hatte Schutz vor dem Sturm gefunden, stellte sich ihr bereits eine neue Herausforderung. Ein weiterer Überlebender hatte Zuflucht im Bahnhofsgebäude gesucht.
Liz hatte keine Ahnung, was für eine Art von Menschen ihr nun gegenüberstand, weswegen sie besonders vorsichtig war. Noch vor einem Jahr wäre sie anders mit der Situation umgegangen, doch der Angriff vor einigen Monaten hatte ihre Haltung verändert. Auch wenn sie für einen kurzen Moment die Oberhand hatte, reagierte der junge Mann schnell und hielt eine Hand an seinem Köcher bereit. Fast wie in einer bizarren Variante eines Cowboyfilms standen, sich die beiden inmitten der Halle im Bahnhofsgebäude mit gezogenen Waffen gegenüber. Kurz daraufhin zuckte Liz etwas zusammen, als der Wind die Tür zuschlug, doch sie versuchte schnell die Fassung zurückzugewinnen. Den Mann schien das nicht sonderlich aus dem Konzept zu bringen. Er wirkte erfahrener und hatte deutlich besseres Equipment parat, seine Warnung nahm sie dementsprechend ernst. „Dann legen wir es besser nicht darauf an“, erwiderte sie mit einer leicht gedämpften Stimme. Das Messer hielt sie dennoch bereit. Die Wunde an seinem Arm hatte Liz bemerkt, doch sie konnte nicht beurteilen, ob es seine Fähigkeiten mit Pfeil und Bogen einschränken würde.
Entgegen ihrer Erwartung schien sich die Lage etwas aufzulockern, als der Mann auf ihre Frage einging und sich als Tobias vorstellte. Die Brünette seufzte leise aus, als Tobias seine Waffe senkte und tat es ihm daraufhin gleich. Die Situation war fürs Erste entschärft. „Tobias“, wiederholte sie und nickte. „Mein Name ist Liz“, sie pausierte kurz „freut mich“, fügte sie dann etwas leiser hinzu. Sie wusste selbst nicht, ob sie das ernst meinte oder ob es einfach eine übliche Floskel in ihrem Wortschatz war, welche sie sich angewöhnt hatte.
„Nein, ich bin aus demselben Grund hier wie du“, gestand sie dem Dunkelhaarigen. Was brachte es auch zu lügen. „Tja, dem Regen konnten wir wohl beide nicht entkommen“, sie lächelte und spürte immer noch die nässe an ihrem Körper. Beide Überlebenden hielten weiterhin Abstand zueinander, auch wenn im Augenblick Waffenruhe herrschte. Ihr Blick wanderte zu Tobias Arm, wo der Verband eine Wunde bedeckte. „Das ist noch frisch, oder? Waren das Beißer?“ Liz nickte in Richtung des rot gefärbten Stoffes. Ein Biss würde alles nur verkomplizieren, weswegen sie hoffte, es wäre nur eine gewöhnliche Verletzung. Eine Transformation wünschte die Niederländerin niemandem, auch keinem Feind. Eine gruselige Vorstellung zu wissen, was bald mit einem geschehen würde. Im Verlauf würde man all die Symptome bemerken und konnte nichts dagegen tun, bis einem schlussendlich der Verstand geraubt wurde.
Als Tobias nach etwas in seinem Rucksack sah, wurde Liz unruhiger und behielt ihn genau im Auge. Seinen Worten konnte sie nicht trauen, noch nicht. Wie angekündigt, zog ein Buch und keine Waffe heraus. Er schien es auf Schäden zu prüfen, die durch den Regen entstanden sein könnten. Liz konnte nicht erkennen, um was für eine Art Buch es sich dabei handelte, aber es schien wohl wichtig zu sein. Liz hatte sich dazu entschieden, Opas Bücher in ihrem Haus auf Balar zu lassen. Dort waren sie wohl besser aufgehoben, auch wenn der Einzelkampf in der Wildnis viele öde Stunden beinhalten konnte, in welchen etwas Ablenkung guttun würde. Ballast waren sie zudem auch.
„Ich glaube wir sitzen hier wohl etwas länger fest“, merkte sie an, nachdem sie weitere Blitze durch das Fenster sehen konnte. Das Sichtfeld war nicht sonderlich groß, aber reichte aus, um dies festzustellen. Nur düstere Wolken waren zu sehen, kein blauer Himmel. Die Haupthalle, in welcher sie sich befanden, war größtenteils abgesichert. Neben den Eingängen auf beiden Seiten, gab es einige kleine Läden, welche verriegelt waren oder zerstört schienen. Zu ihrer Linken befanden sich zwei kaputte Automaten, aus welchen jemand wohl Getränke und Süßigkeiten geplündert hatte. Schwer zu sagen, ob dies schon am Anfang der Apokalypse geschehen war oder erst vor kurzem. Zum Glück war dieser Teil des Gebäudes übersichtlich. Sie waren hier wohl in der Nähe einer Kleinstadt. Seit sie aufgebrochen war, hatte sie bewusst Häuser und Siedlungen vermeidet. Auch wenn sie hier war, um sich zu beweisen, dass sie stärker geworden war, wollte sie möglichst Kontakt zu Überlebenden meiden. Plündern musste sie nicht viel, da sie von Balar genügend Proviant mitgenommen hatte. Dementsprechend war ihr Abenteuer wohl wie Fahrrad fahren mit Stützrädern. Es wäre aber auch leichtsinnig, ihr Leben unnötig zu riskieren.
Liz musterte Tobias erneut und fragte sich, was wohl die Geschichte des jungen Mannes war. Sie hatte eine Heimat, einen Ort, an den sie zurückkehren konnte, doch das war alles andere als selbstverständlich. Da sie hier wohl noch Zeit totschlagen mussten, entschied sich Liz dazu das Beste aus der Situation zu machen und sich auf ihn einzulassen. „Ziemlich schräg … man muss vor anderen Menschen aufpassen, aber irgendwie ist es schön jemanden zu sehen, der kein zerfleddertes Gesicht hat und nach Verwesung riecht. Bisher hast du zumindest mehr Pluspunkte gesammelt als die wandelnden Leichen da draußen.“ Ihre Tonlage war deutlich entspannter als vorher, sowie auch ihre Körperhaltung. „Was ist das für ein Buch, wenn ich fragen darf? Liest du etwa?“, fragte sie daraufhin interessiert, da sie selbst viele Stunden mit dem Lesen verbrachte.
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