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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
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Die Natur ist unberechenbar. An den einen Tagen ist es ein Gewitter und es regnet in Strömen, an anderen Tagen ist es eine Dürre und plötzlich brennt ein Teil des Waldes. Es waren genau diese Ausnahmen, die Tobias überhaupt dazu brachten freiwillig in die Nähe von Ortschaften oder Gebäuden zu gehen. In den Jahren zuvor machte er große Bögen um Menschen, da gehörten leider all die tollen Orte der alten Welt dazu, in der sich Menschen nur allzu gerne niederließen. Für normal hatte der junge Mann auch Glück und musste sich seine Unterkunft mit Niemand teilen, heute allerdings sah das anders aus. Tobias erinnerte sich gerade am laufendem Bande, dass er anderen Menschen eine neue Chance geben möchte und versucht irgendwie einen Weg zu finden freundlich zu reagieren, aber alles was er heraus bekam, nach dem die ebenfalls junge Dame sich vorstellte war. “Liz... Weiß nicht ob es mich freut.“ Mit den Gedanken auch gar nicht bei der anderen Person im Raum, sondern bei seinem geliebten Buch, kam das natürlich ziemlich schroff rüber. Diese ganze Situation war ungewohnt.
Die Langhaarige versuchte sie Stimmung scheinbar etwas zu lockern indem sie eine mehr als nur offensichtliche Tatsache laut aussprach. “Was du nicht sagst…" Sprach der Kanadier und legte sich seine Tasche und Bogen gerade zurecht als man ihn auf seine Wunde ansprach. Es ist nur logisch, dass man die Überlebenden der neuen Welt auf Verbände ansprach, allerdings musste Tobi erstmal seinen Arm erneut überprüfen. In seinem Kopf war die Wunde die er sich zugetragen hatte eigentlich nicht mehr am Bluten. “Ach so ein Mist auch." Zischte der Dunkelhaarige als er an dem Verband tastete. Nicht nur war der Verband, genau wie seine Kleidung und Ausrüstung, komplett durchnässt, sondern hatte der Überlebende es irgendwie geschafft sich die Wunde wieder aufzureißen. Kurz dachte Tobi etwas nach. Es könnte noch im Wald passiert sein bei den vielen tiefhängenden Ästen, als er die Tür öffnete oder doch durch den Sprint und der Spannung im Arm dabei. Wie auch immer es dazu kam, es änderte nichts an dem Zustand in der sich die Wunde gerade befand. Mit einem herausfordernden Blick richtete sich der verletzte Reisende an seine ‚Mitbewohnerin‘ und sprach kühl “Würdest du mich angreifen wenn es ein Biss ist?“ Während der Aussage hielt Tobias seine Hand bereit an der Halterung seines Messers. Für einen Augenblick lang hielt sich dieser angespannte Blick auf Liz bevor der Blauäugige seufzte “Naja also es ist kein Biss. Ob du mir das glaubst oder nicht ist mir egal.“ Der noch eigentlich Fremden würde er jetzt allerdings auch noch nicht gestehen, dass diese Wunde von einer gescheiterten Kletteraktion stammte, die einen abgebrochenen Ast beinhielt.
Schlussendlich schaffte es Tobias mit sehr großer Erleichterung sein Buch zu überprüfen. Er hat keine Ahnung was er getan hätte, wenn dieses Buch irgendwie durch den Regen zerstört worden wäre. In diesem Buch flossen zu viele Stunden Arbeit rein und es diente als eine Art Rückzugsort für den jungen Mann, was aber noch viel wichtiger für ihn war das Portrait von seinen Eltern, das er in das Buch gezeichnet hatte. So wie Tobias sie in das Buch zeichnete, so hat er sie in Erinnerung und will sich selber nicht erlauben auch nur ein Detail ihres Aussehens zu vergessen, so wie bei seiner Schwester. Es dauerte einiges an Zeit bis er überhaupt etwas mit Bleistiften schuf, was ihn zufrieden stellte, allerdings ist dieses Buch mittlerweile fast komplett gefüllt mit Zeichnungen die teilweise der Realität gleichen und nur so vor Details strotzen. “Jup. Nach meiner Einschätzung wird das nicht in den nächsten Stunden besser.“ Stimmte der bis auf die Unterwäsche durchnässte Überlebende zu. Nachdem sich der junge Mann versichert hat, dass es dem Buch gut geht, stand er auf und entfernte die Lederjacke seines verstorbenen Vaters von seiner Hüfte und legte sie behutsam über seinen Rucksack. Alles, wirklich alles war nass geworden und ohne ein Feuer kann das schnell zu einer Erkältung führen. Eine Erkältung kann wiederum zu einer ernsten Erkrankung führen und so weiter. Als erstes begann der Mann damit Teile seiner Kleidung, die er trägt, zusammen zu knüllen und mit Kraft auszuringen. Wäre der Platz nicht so schon eine Pfütze, so hätte sich spätestens jetzt eine Pfütze gebildet, soviel Wasser Tobias aus seiner Kleidung ringt. Für den Moment in dem der Mann sein T-shirt ausringt, konnte man die Muskeln sehen, die sich zuvor unter dem Oberteil versteckten. Die Kleidung würde nun mit etwas Hitze deutlich schneller trocknen, ist leider aber noch immer nass genug um sich zu Erkälten.
Oft schweift der Blick zu Liz, da Tobi am Überlegen war wie er mit dieser Situation umgehen soll. In seinen Gedanken führte er eine Debatte mit sich selber. //Sie macht jetzt nicht den Eindruck eine große Gefahr zu sein, vor allem weil wir im selben Boot sitzen. Was genau sollte ich aber jetzt mit ihr machen? Sprechen, das wäre bestimmt ein guter Anfang… aber worüber?// Viel weiter konnte der Überlebende seinen Gedankengang nicht fortsetzen, da die junge Dame die Initiative ergriff und mit dem Smalltalk begann. Die Spannung die zuvor zwischen den beiden im Raum lag, schien vergangen zu sein, da auch Tobias, nach einem räuspern, eine andere Tonlage annahm. “Ich bin schon ziemlich lange den Menschen aus dem Weg gegangen, so lange, dass ich die zerfledderten Gesichter denen vorziehe die mir ins Gesicht lügen können.“ Fing der Mann an zu sprechen, welcher etwas unbeholfen dort stand und sich langsam gegen die Wand lehnte. Sobald jedoch die nasse Kleidung Kontakt mit der kalten Wand nahm zuckte Tobias wieder von der Wand weg und bevorzugte es frei im Raum zu stehen. Die gesamte Mimik von dem einsamen Wanderer entspannte sich auch etwas, ließ nach wie vor aber noch kein lächeln zu. “Bei den Beißern weiß man wenigstens womit man zu tun hat. Bei unseres gleichen nicht, man weiß nie wann man nicht doch ein Messer in den Rücken bekommt.“ Erzählte der Kanadier verbittert weiter und schaute sich dann in der Halle etwas um, ohne sich von seinem Platz weg zu bewegen.
Völlig überrascht wurde der Überlebende allerdings von der überaus neugierigen Frage zu seinem Buch. “N-Nein, ich lese nicht. Bücher sind nur unnötige Last in dem Rucksack. Sie nehmen zu viel Platz weg und wiegen auch einiges.“ Erklärte Tobi mit einem schüttelnden Kopf ironischer Weise. “Das… naja ist eine Ausnahme. Ich zeichne und fasse dort ein paar Gedanken nieder die ich nicht vergessen sollte.“ Hing der Schwertträger an seine Erklärung dran und spielte sein Hobby runter als wäre es gar nichts. Auch wenn Tobias es noch nicht wirklich realisierte, tat es gut mehr als nur ein paar Worte mit einem anderen Menschen zu wechseln, die nicht voller Misstrauen sind. Unwissentlich entspannte sich seine Haltung etwas und wirkt nicht mehr so als würde er jeden Moment in den Kampf springen. Zögerlich sprach der Mann weiter. “Ich gehe mal anhand von deiner Frage aus, dass du liest oder?“ Durch das Gewitter und der ungewollten Begegnung mit Liz vergaß Tobias gänzlich seinen Hunger, an der ihn sein Magen aber früh genug mit einem leichten knurren erinnerte. So ging der junge Mann vor seinem Rucksack in die Hocke, legte die Jacke zur Seite und nahm etwas zäh und trocken aussehendes Fleisch aus der Tasche. Das Fleisch hatte sich Tobias selbst über einem Lagerfeuer vorsichtig getrocknet und ist nach wie vor erstaunt darüber, dass sich das doch so lange gehalten hat. Für einen kurzen Augenblick schaute der Dunkelhaarige zwischen dem Fleisch und Liz hin und her und überleget ob er teilen sollte. Jedoch benötigt Tobias das wenige was er hat selber und richtet sich lieber wieder der in sich in der Halle befindenden verschlossenen Läden zu. “Das tolle an dem Gewitter ist, dass alle Beißer in der Nähe nicht nur blind sondern auch noch quasi Taub sind. Egal wie laut wir sind, das Unwetter draußen ist lauter. Ich bin mir sicher, dass wir mit viel Krach und Mühe eines dieser Läden öffnen können.“ Sprach der Mann zwischen dem kauen seine Gedanken laut aus, damit Liz Bescheid weiß was er vorhat. Kurz darauf würde er sich zu einem verriegelten Geschäft zu wenden und das inspizieren. Das Geschäft wurde von der Halle, in der sich die beiden befanden, von einer Art Fallgatter abgetrennt, welches am Boden mit einem Vorhängeschloss abgesperrt war. Erneut hockte der Mann sich hin und schaute sich diesmal dieses Schloss an. Es war alt, leider aber nicht gerostet, also könnte es kniffliger werden es auf zu bekommen. Zeit und Krach waren jetzt allerdings auch beides nicht die Sorge von Tobias, also begann er mit dem Griff seines Messers gezielt auf das Schloss zu schlagen, in der Hoffnung, dass es nachgeben würde.
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Die Augenbrauen der Brünetten zuckten kurz nach oben, nachdem die beiden sich eben vorgestellt hatten. Ehrlich schien er immerhin zu sein, doch es wunderte sie nicht, dass er so reagierte. Auf Balar waren die Menschen freundlich und lebten in einer Gemeinschaft, wo man keine Feinde fürchten musste. Sie hatte sich daran gewöhnt, dass man freundlich behandelt wurde. Doch Tobias war nicht von dort und konnte Liz demnach schlecht einschätzen. Da war wohl wirklich nicht die Rede von Freude. Vielleicht würde sie ja am Ende dieser Begegnung besser einschätzen können, ob sie ihre Aussage ernst gemeint hatte. Sonderlich zugänglich wirkte der Mann auf den ersten Eindruck nicht gerade, doch Liz konnte das verstehen. Sie waren sich ja völlig fremd. Fürs Erste war sie nur beruhigt, dass sie eine Konfrontation vermeiden konnten.
Die Niederländerin beobachtete ihn, während er seine Wunde abtastete und legte den Kopf leicht schief. Entweder hatte er diese vor wenigen Momenten erst erhalten oder sie war erneut aufgegangen. Kurz senkte sie ihren Blick zu ihrem Rucksack, in welchem sich eine Ration ihrer Heilsalbe befand. Bisher hatte sie diese noch nicht einsetzen müssen, worüber sie auch froh war. Zu Hause konnte sie diese definitiv leichter herstellen als hier draußen. Dementsprechend musste sie sparsam mit ihrem Wundermittel umgehen und würde dem Fremden nicht ohne weitere Hilfe anbieten. Ihre Frage schien eine Anspannung bei dem Mann auszulösen und seine Stimmlage wandelte sich schnell zu jener, die er bei seinen ersten Worten annahm. Sie konnte sehen, dass seine Hand in Richtung Waffe glitt, doch ihre Körperhaltung veränderte sich nicht. „Wieso sollte ich?“, fragte sie den Verletzten mit ruhigem Ton, „Bei einem Biss wäre dein Schicksal doch schon längst besiegelt.“ Es klang harsch, doch es war eben die Wahrheit. Liz wollte nicht kämpfen oder ihm etwas tun. Das Gewitter würde sicher keine 24 Stunden lang andauern und bisher schien Tobias äußerlich nicht so zu wirken, als stände er vor dem Anfang einer Transformation. Schließlich rückte er mit der Wahrheit heraus und ließ es Liz offen, was sie damit anfing. „Gut. Dann vertraue ich dir wohl, was das betrifft.“
Nachdem das Wetter wohl vorerst nicht besser werden würde, fing Tobias damit an das einzig richtige in solch einer Situation zu tun, sich möglichst abzutrocknen. Liz wandte ihren Blick von ihm ab, als er damit anfing, Teile seiner Kleidung auszuziehen. Sie wollte nicht, dass er sich unwohl oder beobachtet fühlte. Erkältungen konnten wirklich zu einem ernsten Problem werden, das war Liz natürlich bewusst. Dennoch sträubte sie sich, es ihm gleichzutun. Die Nässe überall fühlte sich unangenehm an und ihre Klamotten würden sicherlich nicht so schnell wieder trocknen, wenn sie nicht nachhalf. Die Brünette war nicht prüde oder sonst wie scheu, doch der Gedanke sich vor dem Mann auszuziehen jagte ihre Angst ein, sehr sogar. Schuld daran war der Angriff auf ihre Kolonie vor einigen Monaten. Sie hätte diesen Abend am liebsten aus ihren Erinnerungen gelöscht, doch es gelang ihr nicht. Wenn Elric nicht gewesen wäre, hätte der Angreifer wohl sonst etwas mit ihr gemacht und auch wenn sie gerettet wurde, bevor etwas wirklich Schlimmes passiert wäre, hatte dieser Moment die junge Frau verstört. Sich nun also vor einem Fremden auszuziehen, kostete sie einiges an Überwindung, zu welcher sie nicht bereit war. Stattdessen wartete sie ab, bis Tobias seine Kleidung etwas entwässerte und fing danach an wieder zu ihm hinzusehen.
Nachdem Liz den Versuch eines Gesprächs gestartet hatte, fing Tobias an, etwas von sich erzählen. Sie war dankbar darüber, dass der Dunkelhaarige mittlerweile mehr auf sie einging als zu Beginn. Die Situation war ohnehin schon ungewohnt. Jetzt das Gewitter abzuwarten, während sie sich anschweigen würde, stellte Liz sich sehr unangenehm vor. „Stimmt schon, die Leichen sind berechenbarer.“ Dennoch würde sie stets andere Menschen bevorzugen. „Aber das stelle ich mir einsam vor. Naja, also so lange von anderen Menschen getrennt zu sein.“ Ohne Einblick in seine Vergangenheit war es leicht eventuell einen wunden Punkt zu treffen. Immerhin wirkte es so, als würde er aus Erfahrung sprechen. Liz würde nicht darauf herumhacken, doch bei seiner kurzen Erzählung hatte die Brünette etwas Mitleid mit ihm bekommen. Er schien noch recht jung zu sein und schlug sich scheinbar schon seit einer langen Zeit allein durch. Das musste anstrengend sein und vor allem war es kein solider Plan für die Zukunft. Was hatte man davon, ewig allein zu sein?
Wenig später schnitt sie das Thema Bücher an, da Tobias zuvor besorgt nach dem Zustand seines Buches gesehen hatte. Hinter seinen Worten steckte nur die Wahrheit, auch wenn Liz vor einigen Jahren stets darauf bestanden hatte, ihre Bücher zu behalten. Stur hatte sie darauf bestanden, sie selbst zu tragen, auch wenn alle um sie herum anderer Meinung waren. Aber wegwerfen oder zurücklassen waren einfach keine Option für die junge Frau. Immerhin waren sie alles, was sie noch von ihrem Opa übrighatte. Wenn man etwas besaß, was einem wichtig war, wollte man es nicht aufgeben. Bei allem was einem schon genommen wurde, konnte man an den unterschiedlichsten Dingen und Gegenständen festhalten. Für Tobias schien sein Buch ein solcher Gegenstand zu sein. „Verstehe, also eine Art künstlerisches Tagebuch. Gut, dass der Regen es nicht zerstört hat!“ Die Zeichnungen lösten etwas Neugier in ihr aus. Was er wohl alles gezeichnet hatte? Aufdrängen würde sie sich sicher nicht, das machte man selbst bei Freunden nicht. Das war seine Privatangelegenheit und nichts was Liz etwas anging. Auf seine Frage hin nickte sie „Ja genau. Ich lese sehr viel, wenn ich die Möglichkeit dazu habe. Aus Büchern kann man so viel lernen. All das Wissen, was die Menschen dort niedergeschrieben haben, es wäre schade, wenn es verloren ginge.“ Sie hatte auch einige Romane gelesen, die einfach ein schöner Zeitvertreib waren und einen aus dem Alltag rausnahmen. Tatsächlich präferierte sie mittlerweile jedoch Bücher, aus denen sie neue Dinge lernen konnte. Viel von ihrem Wissen über Pflanzenkunde entsprang daraus. „Mein Opa war Autor, vermutlich kommt da das Interesse her“, erzählte sie. Sie hatte lange nicht mehr über ihn gesprochen. Tobias hatte derweil etwas zu essen aus dem Rucksack geholt und Liz bemerkte seinen kurzen Blick. Wenn er nur im Ansatz daran dachte, sein Essen mit ihr zu teilen, konnte er doch gar kein schlechter Mensch sein, oder? Die Brünette war ohnehin noch mit ein paar Vorräten versorgt. Hunger hatte sie vorerst noch keinen, aber früher oder später würde sie darauf zurückgreifen. Tobias war derweil auf eine Idee gekommen, welche Liz kurz verunsicherte. Widersprechen tat sie ihm nicht, doch ihre Augen huschten immer wieder zu den beiden Eingängen, als er damit anfing auf das Schloss zu schlagen. Vermutlich hatte er recht, bei all dem Lärm da draußen würde es nicht auffallen, wenn aus dem Inneren des Gebäudes laute Geräusche kamen. Auch sie kam dem Schloss etwas näher, hielt aber noch genügend Abstand zu Tobias. „Meinst du, das geht auf? Kann ich irgendwie helfen?“
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Während sich der Kanadier daran machte seine Kleidung zu entwässern, konnte er einen kurzen prüfenden Blick zu der Dame nicht verkneifen. Sie war eine Unbekannte und er war sich nicht sicher, ob sie sich nicht doch noch dazu entscheiden würde solch einen Moment zu nutzen und ihn anzugreifen. Vorsicht ist ja immerhin besser als Nachtsicht. Dabei stellte der Mann fest, dass Liz ihren Blick von ihm abgewendet hat. Nein, sie hegt scheinbar keine bösen Absichten, zu mindestens nicht so wie sie wegschaute. Gehört es sich vielleicht so? Ach was wusste Tobias schon, ihm war es auf jedenfalls egal sich um seiner Kleidung zu kümmern egal ob jemand schaute oder nicht. Gesundheit ist wichtiger in dem Falle. Kurz bevor der Schwertträger mit seiner Kleidung fertig war, richtete er sich mit einem wohlwollenden Satz an Liz “Du solltest das vielleicht auch machen. Bei diesem Wind wird es schnell Kalt und der Körper gibt auch irgendwann nach unter diesen Bedingungen.“ Man konnte hören, dass er aus Erfahrung sprach. Er würde zwar keines Weges versuchen die Dame davon zu überzeugen, aber es würde ihre Chancen erhöhen keine Erkältung davon zu tragen und sie saßen jetzt eh erstmal zusammen herum in diesem heruntergekommen Ort, wieso nicht dann auch darauf hinweisen.
Später kamen die beiden etwas mehr zum Sprechen und als Tobias der jungen Dame davon erzählte, dass er sich für gewöhnlich von anderen Überlebenden fernhielt antwortete sie nicht nur mit einer Zustimmung sondern auch mit einer schmerzhaft zutreffenden Vermutung ihrer seits. Tobias hielt kurz inne und schluckte einmal bei den Gedanken an seine geliebten und wie sie aus dem Leben gerissen wurden durch primär menschlichen Einfluss. Mit leicht gesenktem Kopf und Trauer in der Stimme stimmte der Brünette Liz zu “Ist es auch…“ er atmete einmal aus und richtete seinen Kopf wieder nach oben und sprach mit neuer Entschlossenheit „Es erspart einem aber auch von Schmerzen die nur durch Bindungen kommen. Durch das Vertrauen zu anderen. Es hält einen sicherer, als wenn man darauf vertraut Hilfe zu bekommen… oder ein Messer in den Bauch gerammt bekommt.“ Den letzten Teil murmelte er mehr als ihn gerade heraus zu sprechen. Gedanken kamen hoch, von denen der Überlebende dachte er hätte damit abgeschlossen. Doch ist es ein großer Unterschied sich das einzureden und es nie wieder auszusprechen als plötzlich mit einer völlig fremden Person sich darüber zu unterhalten. Sein Blick wandte sich schnell ab, als seinen Augen etwas gläsern vor Trauer wurden. Tobias würde jetzt nicht zulassen diese Schwäche zu zeigen und atmete etwas um sich zu beruhigen. Niemals hätte sich der junge Kanadier eingestanden, dass es noch einmal so wehtun würde an seinen Vater zu denken. “Egal. Ich erwarte nicht, dass du es verstehst. So wie du sprichst kommst du aus einer Gruppe Menschen. Was hat dich von ihnen getrennt?“ Erneut blickte Tobias mit neu gefundener Fassung zu Liz und wollte mehr über die Menschen herausfinden zu denen diese Dame gehört. Vielleicht würden sie nach ihr suchen? Tobi ist sich nicht sicher wie er reagieren würde, sollten hier noch mehr Menschen auftauchen. Mit ihr kam er gerade so klar.
Es dauerte nicht lange bevor sich seine Gesellschaft für das Buch interessierte, welches Tobias zuvor noch auf Wasserschäden überprüfte. “Kann man so sagen, schätze ich. Auch wenn es eher meine Erfahrungen aus der Wildnis beherbergt als wirkliche Gedanken. Sowas wie Pflanzen die essbar sind, woran ich Tiere erkennen kann und so weiter. Nichts was man sich nicht merken kann. Aber sicher ist sicher.“ Erläuterte der Verletzte um die etwas persönlicheren Erinnerungen, die mit dem Buch verbunden sind zu verstecken. Tatsächlich waren die meisten der vielen Seiten gefüllt mit Mitschriften aus der Wildnis, einige jedoch mit frei erfundenen Motiven und sehr wenige Seiten waren denen Gewidmet, die er verlor oder was er nicht aussprechen konnte. Doch genau die letzten zwei Dinge wollte er nicht unbedingt mit einer Fremden teilen. Kurz darauf hatte Tobias richtig vermutet, dass Liz eine Leseratte ist. Manchmal würde er sich wünschen etwas zu lesen, doch wie zuvor angesprochen waren Bücher nicht das handlichste um sie herum zu tragen. Was der junge Überlebende jedoch nicht erwartet hatte, war das Liz dann etwas über ihre Familie erzählte. „Autor. Schreibst du wie dein Opa selber Geschichten?“ Diese Frage war jetzt nicht mit viel Interesse gesprochen, aber wer weiß. Wenn sie schon so jemand in der Familie hat oder hatte, könnte das ja möglich sein. Tobias erinnerte sich an den einen Tag an dem sein Vater über ein Buch über Chemie gestolpert war. Er hatte sich riesig gefreut und gab es seinen Sohn um über eines seiner Lieblings Themen, die Chemie, zu sprechen. Zugegeben, Tobi verstand nur sehr wenig damals, doch manchmal wünschte er sich das Buch zurück um es zu lesen… einfach um seinem Vater wieder etwas näher zu kommen.
Später erhob sich der Überlebende mit immer noch nasser Kleidung und begab sich zu einen dieser verschlossenen Läden. Während er damit beschäftigt war auf das Schloss zu schlagen, bemerkte er das Geräusch, von leisen Schritten. Mit einem Blick stellte der junge Mann fest, dass sich Liz ihn näherte und dazu etwas Abstand hielt. Mittlerweile war sich Tobias sicher, dass sie nicht versuchen würde ihn etwas anzutun. Das war wirklich beruhigend zu wissen. Zusätzlich zu dieser beruhigenden Feststellung schien die Dame auch noch helfen zu wollen. Um ordentlich zu sprechen, stellte der Kanadier die Schläge auf das Schloss ein. “Ein Versuch ist es wert. Wir haben Zeit und das Gewitter deckt unseren Lärm.“ Und wie als hätte das Gewitter draußen gehört was Tobias sprach, ertönte ein lauter Donner. “Keine Ahnung, vielleicht finden wir ja etwas was wir als eine Art Hebel verwenden können. Oder kannst du zufälliger Weise Schlösser knacken?“ Das mit dem Hebel hatte Tobi von seinem Vater gelernt. Das Hebelgesetzt oder so hieß es doch? Was einem es einfacher machte mehr Druck oder Kraft auf etwas auszuüben. Es hatte Vorteile, wenn sein eigener Vater an als Lehrkraft arbeitete. Physik, Mathe, Chemie, Biologie. Sein Vater kannte sich mit den Naturwissenschaften aus und brachte es dem jungen Überlebenden nahe solange er lebte und Tobi in der Lage war das zu verstehen. Gerade Biologie und Chemie harmonierte viel mit dem Beruf seiner Mutter, die sich selber ebenfalls zur Natur hingezogen fühlte.
Nachdem er seine Aussage getätigt hatte, sah er sich in der Halle nach so etwas wie ein Stab, ein Rohr oder ähnliches um. Vielleicht hatten die beiden ja Glück und würden etwas finden, womit sie das Schloss aufhebeln könnten. Zur Not könnten sie es immer noch Versuchen mit Gewalt irgendwie aufzubrechen.
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