Aaron fühlte tatsächlich echte Begeisterung, als er neben Elliott an der Scheibe klebte und nach dem Schatten Ausschau hielt, den Jesus erwähnt hatte. Er ließ sich leicht von Gefühlen anstecken, besonders, wenn es um seine Kinder ging. Der Apfel (Ih! xD) fiel eben nicht weit vom Stamm, da war es auch egal, ob man blutsverwandt war oder nicht. Bei ihm und Elliott stimmte zumindest auch die Haarfarbe überein.
Spaß und Enthusiasmus hielten allerdings nicht lang an, denn der kleine Schotte machte sich aus dem Staub. Aaron versuchte ja noch, ihn festzuhalten, verfehlte sein Ziel jedoch. Und er musste hilflos mit ansehen, wie der Junge um die Ecke verschwand und wer weiß wo hineinlief. Weswegen sowohl er als auch Paul hinterher eilten. Und dabei Gracie unbeobachtet hinter sich ließen. xD Tolle Eltern waren sie mal wieder. Aber ihre Tochter kannte das ja schon und folgte ihnen, ohne zu murren oder sich Zeit zu lassen. Sodass sie zu dritt bei Elliott ankamen und erleichtert aufatmen konnten, weil ihm nichts passiert war. Wenn man sich die spitze Metallstange ansah, war das allerdings ziemlich knapp gewesen. Aaron konnte nichts dagegen tun, ihn überkamen Bilder vom aufgespießten Elliott und er griff fahrig nach Gracies Hand, um eine Stütze zu haben. Schon komisch, wenn der Vater bei der Tochter Halt suchte, aber nun ja ... in ihrer Familie verlief nichts in den gewohnten Bahnen. Und sie waren vielmehr jeweils füreinander da, auch wenn sie als Väter wohl mehr Stärke zeigen sollten, hm? Etwas, das Aaron wegen jüngster Ereignisse nicht immer so leicht fiel. Hoffentlich nahmen die Kinder keinen psychischen Schaden deswegen. Doch fort mit diesen Gedanken, sie konnten froh sein, dass Elliott nichts passiert war! Und das war das Einzige, das gerade zählen sollte.
Die Standpauke übernahm Jesus. Elliott reagierte ... wie man als erschrockenes Kind eben oft reagierte. Mit einem lauten Schluchzen. Erschrocken klammerte er sich an Pauls Hüfte, als dieser von ihm abließ, was zumindest zeigte, dass er wegen der harschen Worte keine Angst vor ihm verspürte. Zwischen dem ganzen Wimmern war ein genuscheltes »Es tut mir leid« zu verstehen.
Mit einem Seufzen trat Aaron näher und strich über den verwuschelten Rotschopf und auch über Pauls Rücken. Auch Gracie schmiegte sich an den Jungen und so standen sie da. Die kleine Familie mit den zwei kaputten Vätern. xD Doch so schlimm die Sorgen eben auch gewesen waren, so zehrte Aaron viel Kraft aus dieser kurzen Gruppenumarmung.
Weswegen er es war, der nun versuchte, die Stimmung wieder aufzulockern. »So ... den Fastunfall hätten wir dann auch hinter uns. Jetzt wird es Zeit, dass etwas Schönes passiert! Je weiter wir diesen Weg gehen, desto tiefer führt er uns ins Meer. Und wisst ihr was? Da gibt es auch Wale und ... bunte Quallen, fliegende Rochen ... und irgendwo dazwischen bestimmt Nessie.«
@Paul Marquand-Rovia