|
WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
|
|
Seit der Situation in Aeriks Wald der Statuen waren ein paar Tage vergangen. Aerik hatte sich ein wenig entfernt auf einen großen Stein gesetzt, Skadi ihren Freiraum gelassen, sich von ihrer Freundin verabschieden zu können. Dabei hatte er die Norwegerin nicht stören wollen, dennoch hatte er sie auch nicht alleinlassen wollen. Weshalb er einfach in Sichtweite sich auf dem Stein niedergelassen, ein Stück Holz vom Boden aufgehoben und mit einem kleinen Messer ein wenig daran herumgeschnitzt hatte. Typisch für den isländischen Hünen. Außerdem kam er sich bescheuert dabei vor, seine gute Freundin einfach nur zu beobachten.
Anschließend waren sie beide wieder in ihre Hütte gegangen und hatten gepackt. Es war klar, dass der Ausflug ins Valley nicht mehr warten konnte, jetzt sein musste. Weshalb sie den Abend noch in den jeweils eigenen Betten verbrachten, ehe sie am nächsten Morgen mit gepackten Rucksäcken und frisch geschliffenen Waffen aufbrachen. Aerik schrieb noch einen kleinen Zettel, dass sie zusammen unterwegs waren, man sich keine Sorgen machen brauchte, sie auf dem Weg ins Valley waren um dort Leif zu huldigen. Nordische Bräuche und Traditionen. Den Zettel hämmerte er mit einem kleinen Nagel an die Hüttentür, unten mit der kleinen Bitte, dass der erste, der den Zettel fand sich doch bitte um die Hühner kümmern solle. Und damit waren sie aufgebrochen, kaum, dass die Sonne die Finsternis der Nacht vertrieb. Anfangs liefen sie schweigend, Skadi sagte nichts, lief nur konzentriert voraus, während Aerik die Nachhut bildete. Ohne dass einer von ihnen es ansprach, waren ihnen natürlich die zwei Schatten aufgefallen, die ihnen schon die ganze Zeit folgten. Ihre beiden Hunde. Natürlich waren Geri und Freki nicht in ihren Hütten geblieben, als sie gerochen oder gehört haben mussten, dass ihre Besitzer die Hütte verließen. Es würde der erste, richtig große Ausflug der Hunde werden, doch Aerik vertraute den beiden von tiefstem Herzen, in einer brenzligen Situation würden sie eher eine Hilfe sein, als ein Klotz am Bein.
Gegen Mittag waren sie schon ein gutes Stück von der Kolonie entfernt, als Aerik Skadi an der Schulter antippte und zu einer kleinen Rast überredete. Ihr Weg war weit, sie würden erstmal mehrere Tage unterwegs sein, bis sie das Valley erreichen würden. Und Skadi war emotional noch immer aufgewühlt, so etwas konnte man auch nicht ignorieren. Sie saßen auf einem kleinen Hügel, Aerik ließ den Blick über die Landschaft streichen, in der Entfernung war noch immer die Insel von Balar zu erkennen.
„Schon seltsam, oder?“, fragte er in Gebärde, wusste, dass Skadi seine Gesten aus dem Augenwinkel sehen konnte, „Wie friedlich es hier oben ist. Das Dorf wirkt so still, dabei wissen wir beide, wie geschäftig es an einem guten Tag wie heute ist.“
Sanft ließ er die Hände wieder in den Schoß fallen, wandte den Blick ab, Geri legte sich zu seinen Füßen nieder, während Freki hinter ihnen herumschnüffelte.
Leicht strich er über das Fell des Hundes, lächelte dabei entspannt, ehe er sich auf dem sanften Gras nach hinten fallen ließ, einen Moment die Augen schloss. Skadi konnte ja mit ihm reden, er hörte sie ja. Heute Abend sollten sie sich aber einen geschützteren Ort suchen, vielleicht im Idealfall ein altes Haus. Mit der Möglichkeit in der Umgebung sogar etwas zum Jagen zu finden.
@Skadi Nygard



|
nach oben springen
|
Nachdem wunderschönen Geschenk von Aerik an Skadi, hatte die Norwegerin etwas besser noch von ihrer besten Freundin Abschied nehmen können. Ihr Herz war weiterhin schwer, doch es hatte ihr gut getan noch ein letztes Mal mit Matanus reden zu und sie dabei sehen und fühlen zu können. Selbst wenn es nur ein hölzernes Abbild der Bärin gewesen war.
Direkt danach gingen sie wieder zurück in ihre Hütten und packten für ihre Reise nach Valley Balar. Aerik hatte recht, sie musste von der Insel weg. Wenn auch nur für paar Tage oder ein, zwei Wochen. Außerhalb konnte Skadi die Ereignisse besser verarbeiten und mit etwas Abstand betrachten, um mit ihnen klarzukommen. Ihre Abreise war generell sehr schnell und fast schon überstürzt. Doch Skadi vertraute darauf, dass Aerik wusste, was für sie gut war. Dies hatte er schon mit der Statue bewiesen. Es schien ihr manchmal, dass er ihr sie besser kannte als sie sich selbst. Und dies, obwohl Skadi ein solch kluger Kopf war.
In der Früh brachen sie dann auch schon auf. Skadi fütterte noch einmal die Tiere und gab Shiva etwas Fleisch und berichtete ihr, dass sie mit Aerik verreisen würde, aber bald wieder da sein würde, dann verließen sie ihre kleine Farm, die ohne Matanus Skadi viel leerer erschien als sonst, selbst wenn Geri und Freki weiterhin täglich durch die Gegend tobten und die Tiere in ihren Beriechen hielten. Aerik hatte dabei eine Nachricht an die anderen verfasst, dass sie verreisen würden und dass bitte sich jemand um die Tiere kümmern sollte, während sie weg waren. Bei der Brücke zum Festland gaben sie noch einmal den Wachen Bescheid, sodass auch Ivar zeitnah davon erfahren würde, sie aber nicht mehr aufhalten konnte.
Während sie dann die lange Brücke zum Festland überquerten ging die Sonne dann auch langsam auf, wodurch die Insel in ein fast malerisches Licht gerückt wurde. Ein Anblick, den Skadi zuvor so noch nie gesehen hatte. Meist war sie zu dieser Zeit eher mit den Tieren und anderen Arbeiten schon beschäftigt, als dass sie das Dorf verließ und einfach den Moment auf sich wirken lassen konnte. Allein schon deswegen hatte sich die Reise für Skadi nun schon gelohnt.
Doch auch wenn sie in dem Moment von der Aussicht von der Brücke auf die Insel gerührt war, so kehrte gleich darauf der Schmerz zurück, den der Tod von Matanus ihr hinterlassen hatte. Aus Gewohnheit, drehte sie sich erst zu Aerik um, um ihn anzulächeln, aufgrund der Aussicht, dann jedoch wollte sie sich zu Matansu umwenden, um auch ihr die Freude zu zeigen, die sie in dem Moment empfand und augenblicklich verschwand ihr Lächeln als ihr wieder schmerzlich bewusst wurde, dass sie sowas nicht mehr mit ihrer besten Freundin teilen konnte. Tief atmete Skadi durch, versuchte sich noch einmal die Schönheit ihrer Heimat ins Gedächtnis zu rufen, dann lief sie weiter und schwieg erst einmal eine ganze Weile, da sie daran zu knabbern hatte.
Erst gegen Mittag hielt Skadi an, da Aerik sie an der Schulter antippte und eine Pause forderte. Dabei war Skadi bewusst, dass der Hüne dies nicht getan hatte, da er erschöpft war, doch sie ließ sich dazu überreden. Schon eine ganze Weile powerte Skadi sich durchgehend aus, um stärker zu werden und dabei nicht an die Schlacht in Balar denken zu müssen. Deswegen war es gut, dass Aerik mitdachte, denn Skadi schob gerade einen anderen Film aufgrund der Trauer.
Auf einem kleinen Hügel hielten sie schlussendlich an, von dem man aus Balar Island sehen konnte. Obwohl die Sonne nun nicht erst am Horizont auftauchte, schien die Insel auch nun idyllisch und friedlich. Es war ein weiteres Bild, was Skadi sich einprägen wollte. Dankbar sah sie deswegen kurz zu Aerik, da sie auch dies nicht ohne ihn hätte sehen können. Dann betrachtete sie weiter das Dorf, das in der Ferne so klein aussah.
Im Augenwinkel sah sie dann wie Aerik gestikuliert und sie schielte zu ihm herüber, um zu erfahren, was er ihr zu sagen hatte. Auf seien Worte hin nickte sie und meinte: „Ja, es ist immer etwas los. Es ist schön, dass dort so viele verschiedene Menschen zusammengefunden haben und dem Ort wieder Leben einhauchen.“
Sie machte eine kurze Pause und sah zu Geri und Freki, die sie natürlich begleiteten.
„Auch wenn es wahrscheinlich wieder sehr geschäftig dort zugeht, so hat das Dorf jede Ruhe und jeden Frieden verdient…“, gab sie dann von sich: „Wir haben schon so viel durchmachen müssen. Irgendwann muss es doch einfach für uns alle nur gut ausgehen. Oder denke ich da zu optimistisch?“
Als dann Aerik sich zurückfallen ließ, war Skadis erster Impuls es ihm einfach nachzumachen. Doch dann kam der Gedanke in ihr auf, dass wenn sie nicht wachsam war, sie auch noch ihn verlieren würde. Etwas, was sie niemals zulassen würde, weswegen sie für ihn immer über ihn wachen würde. Sein gutes Herz musste beschützt werden.
„Habe ich dir jemals dafür gedankt, dass es dich gibt und du da bist? Für mich und alle anderen.“, fragte sie ihn dann und sah weiterhin zu der Insel. Freki wuselte dabei weiterhin im Hintergrund umher und schien wie Skadi über sie wachen zu wollen, währen Geri kurz aufstand und sich dicht zu Skadi legte, sodass sie den Tamaskanen streicheln konnte.
@Aerik Kristjanson
|
nach oben springen
|
Auf der Kuppe schien die Welt unvertraut friedlich und ruhig zu sein. Nichts schien auf die Kuppe des kleinen Hügels hinaufzukommen, was schlecht oder gar bedrohlich war. Zumindest fühlte sich Aerik so. Weshalb er sich ja auch so entspannt zurückgelehnt hatte, die Arme hinter beziehungsweise unter seinem blonden Kopf verschränkt hatte und die Augen beruhigt schloss. Er wusste, wenn etwas sie doch bedrohen sollte, würden Geri und Freki darauf als erstes aufmerksam werden und sowohl er als auch Skadi waren gut genug ausgebildete Kämpfer um schnell auf eine bedrohliche Situation reagieren zu können. Kurz öffnete er eines seiner blauen Augen und sah Skadi an, als sie fragte, ob sie zu optimistisch war, hielt die Arme aber an Ort und Stelle, bemühte sich gar nicht um eine Antwort. Skadi benötigte keine, sie konnte sich diese Frage selbst beantworten.
Eine kleine Weile schwiegen sie, der isländische Hüne genoss es wie der Wind über den Hang wehte, über sein Gesicht strich mit dieser angenehm frischen Brise. Es war, als würde die Natur in diesem Moment einfach alles Schlechte, was ihn belastete wegtragen, dafür sorgen, dass all seine Sorgen für einen Moment weg waren. Das Skadi sich mit ihm auf die Reise ins Valley begab, nahm ihm natürlich schon einen Teil seiner Sorgen, jedoch beschaffte ihm die Reise auch wieder neue. Es war gefährlich klar, sie hatten auch niemandem so wirklich bescheid gegeben, als sie aufgebrochen waren. Doch in dem Moment, als er Skadis Hand genommen und ihr zu verstehen gegeben hatte, dass diese Reise das einzige war, was ihr wirklich helfen würde – schien das egal gewesen zu sein. Seine beste Freundin musste zurück zu ihrem Ursprung, ihrem Vater nahe sein, so nahe es nun mal ging. Und Leif war damals im Valley begraben und geehrt worden, nach Valhalla gezogen. Nirgends würden die beiden ihrem ehemaligen Anführer näher sein, als im Valley.
Natürlich hörte er ihre Worte, ob sie ihm jemals dafür gedankt hatte, dass er existierte, doch Aerik reagierte nicht sofort. Einen Moment blieb er noch liegen, ehe er sich dann mit Schwung wieder aufsetzte und Skadi anstupste, sodass sie ihm in die Augen blicken musste.
„Das es mich gibt, dazu müsstest du meiner Mutter und meinem Vater danken“, gestikulierte er, griff sich dann einen Moment an den Anhänger des Hammers von Thor, welchen er um den Hals trug, wie so oft, wenn er an seine Eltern dachte.
„Dafür dass ich da bin, brauchst du dich nicht bedanken Skadi. Niemals.“, formte er weiter mit den Händen und griff nach Skadis Hand, legte sie auf seine Brust, lies sie seinen Herzschlag spüren, ehe er sanft lächelte, „Solange dieses isländische Herz darin schlägt, bin ich für meine Familie da. Und du bist meine Familie Skadi.“
Ein leises Fiepen von der Seite ließ ihn zu Geri schauen, der zwischen ihnen beiden mit sanft wedelndem Schwanz hin und her blickte.
Leise lachte er nur und streichelte dem Hund über den Kopf, ehe er sich sanft erhob und Skadi eine Hand hinhielt, ihr aufhalf.
„Wir sollten weiter“, stellte der Isländer fest und blickte zur Sonne, die mittlerweile ein gutes Stück weiter den Horizont hinaufgestiegen war.
So zogen die beiden Wikinger den Tag über weiter, wie schon zuvor lief Skadi voraus und Aerik hinterher. Geri blieb dicht hinter ihm, während Freki schnüffelnd immer wieder vorauseilte und wieder zu ihnen zurückkehrte, quasi die dreifache Strecke lief, während dabei der Weg ausgekundschaftet wurde. Gegen späten Nachmittag liefen die beiden gerade durch ein Waldstück, Aerik hatte seine Ohren aufmerksam gespitzt. Immerhin neigte sich der Tag dem Ende entgegen und sie mussten ja auch etwas essen.
Reflexartig tippte er Skadi an die Schulter, ihr Zeichen, dass sie stehenbleiben sollte. Mit seinen blauen Augen hatte er durch das Dickicht etwas entdeckt, zeigte mit der Hand darauf. Es schien ein großer Vogel zu sein, der sich durch das sanfte Gestrüpp des Waldes kämpfte. Und da! Genau hinter dem ersten Vogel war noch einer und dann noch einer. Eine Gruppe von fünf Vögeln pickte sich den Weg durch den Wald, auf der Suche nach Nahrung. Und dabei waren sie zur perfekten Nahrungsquelle für die zwei hungrigen Wikinger geworden. Auffordern sah er Skadi an und nickte, sie war die bessere Jägerin von ihnen beiden, konnte deutlich besser mit dem Bogen umgehen. Und eine Chance auf so frische Nahrung wie jetzt, würden sie heute vielleicht nicht nochmal bekommen. Geri und Freki, ihre beiden Hunde, waren ebenfalls hinter ihnen, dicht an ihren Besitzern dran, störten die Vögel nicht beziehungsweise machten nicht auf sich oder die beiden Wikinger aufmerksam.
@Skadi Nygard



|
nach oben springen
|
Als Skadi von Aerik keine Antwort bekam, sah sie grübelnd in den Himmel. An sich war Optimismus nicht verkehrt. Er brachte jeden voran, da er Hoffnung bedeutete und Hoffnung konnte ein starkes emotionales Werkzeug sein. Damit konnten die Menschen zusammenfinden und beispielsweise eine Kolonie wie Balar aufbauen, sowie es einst ihr Ziehvater getan hatte. Er war optimistisch gewesen eine Heimat und einen sicheren Hafen für jeden zu errichten, was er auch geschafft hatte. Nun führte Ivar sein Werk fort und Skadi half ihm dabei. Die ganzen Ereignisse, die dem Dorf geschadet hatten, die waren unvorhersehbar gewesen, bis auf den Angriff, doch dass sie geplündert worden waren, damit hätte niemand gerechnet. Doch hätten sie keine Hoffnung gehabt, dass wenn sie weiter machen würden, es wieder wie früher werden würde, wären sie nicht dort, wo sie nun waren.
Das Einzige was Skadi daran hinderte den gleichen Optimismus wie damals in sich zu tragen war die Trauer und der Schmerz, der aufgrund der letzten Tode sie regierte. Sie wusste, dass dies besser werden würde, sowie nach dem Tod von Leif, doch aktuell wollte sie das eigentlich nicht einmal, da es sich für sie falsch anfühlte. Sie wollte den Schmerz fühlen, um nicht zu vergessen, dass sie stärker werden musste, um in Zukunft alle zu beschützen, die sie liebte. Doch war dies nicht auch eine Art Hoffnung, die sie besaß. Sie hoffte, dass sie aus egal welchen Schmerz, etwas gelernt hatte, um in der Zukunft ihn nicht noch einmal erleiden zu müssen.
„Ich bin womöglich gerade zu optimistisch. Aber ich werde nicht zulassen, dass du mir auch noch genommen wirst.“, flüsterte sie ihm beinahe schon zu. Sie hatte dies so leise gesagt, dass es ihr fast schon vorkam als hätte der Wind, der oben auf dem Hügel leicht wehte, ihr Wort fortgetragen bevor sie ihren besten Freund hätten erreichen können.
Auch wenn sie nicht versprechen konnte, dass sie ihn immer schützen konnte, da einfach immer etwas unerwartetes passieren konnte, so wollte sie es ihm wenigstens sagen, dass sie alles dafür tun würde. Allerdings wusste sie, dass Aerik niemals zulassen würde, dass sie am Ende ihr eigens Leben opferte, damit er überlebte. Trotzdem würde sie es tun, wie an dem Tag in dem Tal, wo sie durch die Horde gelaufen war, um ihn und den Fremden mit dem Baby zu retten. Selbst wenn er vor Sorge dachte, er würde umkommen, sie würde es immer wieder tun, da sie Aerik einfach nicht verlieren konnte.
Anschließend schwiegen sie wieder, doch es war keine unangenehme Stille, sie genossen beide die Natur und den Frieden, der auf diesen Fleck Erde herrschte.
Als Skadi zu Aerik meinte, dass sie dankbar war, dass es ihn gibt und er da war, erwiderte Aerik, dass sie sich nicht bei ihm, sondern bei seinen Eltern bedanken sollte. Danach griff er sich an den Thorshammer, sowie er es immer tat, wenn er an sie dachte. Automatisch fuhr auch Skadis Hand zu ihrem Anhänger aus Matanus Kralle, die sie seit ihrem Tod immer bei sich trug. Bevor sie dann etwas sagen konnte, ergriff der Blonde ihre freie Hand und legte sie auf die Höhe seines Herzens. Sie spürte es stark und gleichmäßig selbst durch die Kleidung hindurch schlagen und lächelte automatisch, da ihr so das Leben bewusstwurde. Sie hatte sich in der letzten Zeit zu sehr mit dem Tod beschäftigt, dass sie ganz die Lebenden vergessen hatte. Auch wenn sie tagtäglich dafür trainiert hatte, um sie beschützen zu können, so hatte sie den Kontakt zu den anderen meist gemieden.
„Ich werde auch immer für dich da sein.“, erwiderte sie und sprach dieses Mal doch ein Versprechen aus: „Es tut mir leid, dass ich in letzter Zeit so abwesend war. Ich verspreche dir, dass ich mich nicht mehr verkrieche, sondern das Leben feire und nicht den Tod fürchte!“
Wie um einen Pakt zu besiegeln, bei dem sie nur etwas einzuhalten hatte, nahm sie nun seine Hand und legte sie über ihr Herz.
„Solange mein Herz schlägt, werde ich für die Lebenden leben!“, meinte sie dann ernst und lächelte ihn an. Es würde viel Kraft brauchen, da der Schmerz durch den Tod weiterhin präsent war, doch es brachte nichts wegen dem Tod das Leben nicht mehr zu genießen. Vor allem hätten das Leif, Matanus und Halfdan sich nie für sie gewünscht. Sie hätten sich erhofft, das Skadi weiterhin so lebensfroh war, wie sie es immer gewesen war. Sie sollte weiter die Welt erkunden, neue Dinge lernen, Bücher lesen und einfach Spaß haben.
Bevor sie dies jedoch weiter ausführen konnten, zog Geri die Aufmerksamkeit auf sich und sie beschlossen nachdem auch Skadi Geri hinter den Ohren gekrault hatte, dass sie aufstehen und weitergehen würden. Die Hand, die Aerik ihr anbot, um aufzustehen, nahm sie dankbar an.
Den restlichen Tag verbrachten sie damit durch die Wälder und Wiesen zu laufen und immer näher nach Washington zu kommen. Skadi versuchte dabei weiterhin ihr Versprechen zu halten. Sie sah sich nicht mehr durchgehend nach Gefahren um, sondern genoss auch gleichzeitig die Natur. Dadurch entdeckte sie auf ihren Weg auch immer wieder nahrhafte Pflanzen, die sie am Abend zu sich nehmen konnten. Da der Weg lang war, war jegliches frische Essen was sie fanden für sie gut. Zwar hatten sie genug eingelegtes Obst und Gemüse und getrocknetes Fleisch dabei, um sicher zum Valley zu kommen, doch man wusste nie, was passierte, weswegen sie lieber auf frisches Essen zurückgreifen sollten, solange sie welches fanden. Schnell kramte sie deswegen eine Umhängetasche aus ihrem Rucksack und stopfte dort die verschiedenen Kräuter und Pilze hinein, die sie auf dem Weg fand.
Am späten Nachmittag tippte Aerik Skadi an und Skadi bleib sofort stehen. Sie hatte die Umgebung zwar im Blick, so auch die Vögel, doch sie hatte nicht in dem Moment daran gedacht zu jagen. Ihr wurde sogar etwas mulmig im Magen bei dem Gedanken ein Lebewesen zu töten, obwohl dies sie zuvor nie gestört hatte. Seit dem Kampf in Balar hatte sie jedoch auch nie gejagt oder generell mit ihren Waffen ein Lebewesen bedroht. Selbst wenn ein Tier geschlachtet werden musste, um das Dorf zu versorgen, hatte sie es Aerik überlassen. Doch hier und jetzt war sie die Person, die am ehesten ihnen ein nahrhaftes Essen bescheren konnte. Aus demselben Grund, weswegen sie zuvor die Kräuter und Pilze gesammelt hatte, durfte sie nicht noch länger zögern, einen Vogel zu erlegen.
Zumal sie sich geschworen hatte für die Lebenden zu leben. Da konnte jegliches Zögern tödlich sein. Man wusste nie, wann man das nächste Mal was erjagen konnte. So hob sie den Bogen an, den sie die ganze Zeit in der Hand samt Pfeil hielt und zielte auf den Vogel. Es war ein Truthahn, wodurch Aerik und sie ein gutes Abendessen und Frühstück haben würden und die Hunde ebenso.
Tief atmete sie durch, dann schoss sie und der Pfeil bohrte sich mitten in das Herz des Vogels, weswegen er zusammenbrach. Da sie nur für sich etwas zu essen brauchten, schoss sie kein weiteres Tier ab. Eines genügte. Die anderen vier Vögel rannten dabei aufgebracht in alle Richtungen von ihnen weg.
„Ich denke heute werden wir auf jeden Fall noch gut essen. Mit den Pilzen und Kräutern können wir uns entweder Fleisch mit Pilz-Kräutersoße kochen oder die Pilze und Kräuter als Füllung.“, schlug Skadi vor. Da sie in ihrem Rucksack einen kleinen Kochtopf mit sich schleppte, konnten sie jederzeit auch etwas kochen und dank dem Deckel und den Seilen, die Skadi für Fallen mitgenommen hatte, konnten sie den Topf samt Deckel gut verschnüren und das übrig gebliebene Essen noch mitnehmen. Auch wenn es ohne Kühlung trotzdem schnell verzerrt und noch einmal erhitzt werden musste, wenn sie nicht auf ihrer Reise eine Lebensmittelvergiftung bekommen wollten. Trotzdem mussten sie vorsichtig sein, doch auch sollten sie keine Lebensmittel verschwenden.
Dann ging Skadi zu dem Truthahn dicht gefolgt von Geri und Freki, denen schon das Wasser im Maul zusammenlief.
„Ihr kriegt erst später was davon ab. Also Geduld, meine Kleinen!“, sprach Skadi zu ihnen und Freki fing sofort an zu jammern, wenn auch leise, sodass er nicht mit einem lauten empörten Jaulen von irgendwem die Aufmerksamkeit auf sich zog.
Mit dem Vogel in der Hand und zwei aufgeregten Hunden, die Skadis Beschluss nicht akzeptieren wollten, kam sie dann zurück.
„Kannst du die Karte aus deinem Rucksack holen?“, fragte sie dann Aerik: „Wenn wir nicht weit von der Route abgekommen sind, dann sollte irgendwo in diesem Waldstück eine Jägerhütte sein. Zumindest haben das die Jäger mal gemeint.“
Erst wenn sie ein sicheren Unterschlupf hatten, würden sie sich etwas zu essen machen. Eine Hütte wäre dabei ideal, doch sie hatten auch ein kleines Zwei-Mann-Zelt dabei, was eher eine Plane war, das sie mit Ästen aus ihrer Umgebung aufbauen müssen. Dadurch hatten sie wenigstens einen Schutz vor Regen und etwas vor dem Wind, bevor sie nichts hatten. Eine Hütte wäre jedoch deutlich vorteilhafter, da es dort sicherer und bequemer war.
@Aerik Kristjanson
(@Lyanna Lockhart zur Info ^^ )
|
nach oben springen
|
Survive Talk
3
| Einfach ein eigenes Forum erstellen |
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°C