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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Mitte März 2022
Nun war ich bereits seit einigen Tagen in Balar Island und es hatte so einige Aspekte gegeben, mit denen ich ehrlicherweise zu Anfang absolut nicht gerechnet hatte. Ganz vorne natürlich der Anführer der Kolonie. Ich hatte echt alles erwartet, aber nie im Leben, dass sich auf dem Thron ein mir altbekanntes Gesicht verbergen würde. Es war so schön gewesen, mal wieder jemanden bekanntes zu sehen und dann auch noch aus der Zeit vor dem Ausbruch. So lange war es schon her gewesen. Man wurde langsam aber sicher echt alt…
Die letzten Tage waren wirklich ein Wechselbad der Gefühle gewesen. Einerseits fing ich langsam an, mich in Balar irgendwie wohlzufühlen, anderseits war da natürlich immer noch der Verlust einer guten Freundin, die ich bei den Beißern zurücklassen musste. Es schmerzte unglaublich, wenn ich daran zurück dachte. Wenigstens war das mit meinem Knöchel deutlich besser geworden. Die dunkelblauen und lila Farben hatten sich mittlerweile eher in ein grün-blau verwandelt. Ebenso waren die blauen Flecke und Kratzer an den Armen kaum noch zu sehen. Trotzdem fühlte ich mich immer noch unglaublich müde, was aber auch an den Albträumen lag, die seit kurz nach meiner Ankunft wieder auftraten und mich regelmäßig nachts besuchten. Ganz vorne sie natürlich… Ihre Schreie hallten in meinen Ohren… Ihr verzweifeltes Gesicht, so voller Angst…
Mich schauderte es. Ich rieb mir über beide Oberarme, um die entstandene Gänsehaut weg zu bekommen, und schüttelte mich. Seufzend ließ ich mich auf mein Bett fallen und ließ den Blick durch mein provisorisches Zuhause schweifen. Es war immer noch der Raum, den ich zu Anfang direkt zugeteilt bekommen hatte, noch kein endgültiges Zuhause. Soweit waren wir noch nicht gekommen, aber ich war ja auch gerade einmal ein paar Tage hier. Natürlich hatte Ivar mir in unserem ersten Gespräch die Frage gestellt, ob ich hier in der Kolonie bleiben möchte. Es war die Frage gewesen, wo ich zu Anfang selbst keine klare Antwort drauf wusste. Ich weiß nicht wie lange, aber sie hatte mich doch ziemlich lange beschäftigt. Ganz eventuell war Ivar tatsächlich das kleine bisschen gewesen, was ich gebraucht hatte, um auch die letzte Faser meines Körpers zu überzeugen – ein altbekanntes Gesicht. Ich hatte noch im Gespräch zu gesagt. Seitdem freute ich mich tatsächlich. Er stellte mir auch direkt Skadi vor – eine junge Frau mit einer großen Geschichte. Sie war die Chefin der Landwirtschaft hier, wo ich demnächst aushelfen würde. Ich freute mich und war gespannt auf die Arbeit. So konnte ich quasi den ganzen Tag in der Natur sein, draußen verbringen… Das lag mir lieber, als acht Stunden oder länger in einem Raum zu sitzen und nur durch ein Fenster nach draußen starren zu können…
Ja, nun war ich ein Neuling einer Kolonie, oder eher gesagt ein Mitglied auf Probe. Ohne, dass ich etwas von meiner Familie wusste. Wie oft dachte ich an sie… an Harley und Aiden, an meine Brüder, an Duo, an Levis. Ja, selbst an meinen Vater, mit dem ich so unschön auseinander bin… Ob er noch lebte? Lebte überhaupt noch einer von ihnen? Gott, es wäre so schön, wenn ich einfach durch die Gegend laufen würde und sie wieder in den Arm nehmen könnte. Irgendeinen von ihnen.
Im Endeffekt, wenn man es einmal ganz nüchtern betrachtete, war es eigentlich das beste, was mir passieren konnte. In eine Kolonie zu kommen. Ansonsten würde ich wohl immer noch verzweifelt durch die Gegend rennen, allein und wüsste nicht wohin, wenn mich nicht irgendeiner der Beißer geholt hätte.
Aber genug Trübsal geblasen jetzt.
Mein Blick fiel zur Uhr. Ivar hatte mich zu einem Gespräch im Burggarten eingeladen. Er wollte mir noch so einiges über die Kolonie erklären, meinte er zumindest. Ich sollte ihn nicht warten lassen und zu spät kommen. Immerhin war er wirklich viel beschäftigt.
Zum Glück hatte er mir noch den Weg erklärt, wie genau ich dahin kommen würde – es hatte sich eben nicht alles zu damals geändert. Mit einem Ruck setzte ich mich auf und strich meinen Pullover glatt. Ein kurzer Blick in den Spiegel. Ein Griff zur Haarbürste. Es dauerte nicht lange, bis ich fertig war. Im letzten Handgriff steckte ich mir die meine Haare mit einer großen Haarklammer hoch. Ich musterte mein Spiegelbild für einen Moment, zog meine Jacke über und machte mich anschließend auf den Weg.
Der Fußweg war immer noch etwas länger als gewohnt – den Fuß konnte ich immer noch nicht voll belasten – aber irgendwann war ich dann auch einmal da. Ich betrat die Wiese und sah mich um. Noch keine Spur von irgendwem, dann war ich wenigstens nicht zu spät. Ich blickte um mich. Im Garten befanden sich so einige Bäume, größere und kleinere Büsche, einige weitere Pflanzen. Das Wasser war auch in der Nähe – man konnte es hören. Ich atmete tief durch. Es war das erste Mal, dass ich hier war. Bis jetzt hatte ich kaum etwas gesehen; die Kolonie war auch riesig. Aber es gefiel mir jetzt schon hier. Bestimmt würde ich öfters einmal hier vorbei schauen. Mein Blick fiel auf einen steinerden Pavillon, der am Rand des Garten stand. Der Tisch war gedeckt mit einem großen Krug, einem Laib Brot und noch so manch anderer kleinen Sachen, die von meiner Position aus nicht gut zu erkennen waren. Langsam ging ich durch den Gras und sah mich noch einmal um. Es war echt niemand da. Dann schätzte ich jetzt einfach mal, dass das für uns gedacht war – wenn Ivar schon ein Gespräch ankündigte. So ging ich die kleine Stufe nach oben, setzte mich auf einen der Plätze und wartete.
@Duo Maxwell @Ivar O Bryan

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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:49 |
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Nach dem Gespräch mit Mira vor wenigen Tagen hatte sich bei Ivar der Verdacht eingeschlichen, dass Mira, die Mira von Duo sein konnte. Seine Zwillingsschwester. Sicher war sich Ivar bei der Tatsache nicht, zumal es ein unendlich großer Zufall sein müsste, dass er schon vor der Apokalypse Duos Zwillingsschwester hatte kennenlernen können und dann in der Apokalypse ihren Zwillingsbruder in Balar getroffen hatte und nun beide hier waren. Doch manchmal spielte das Leben so und Ivar wollte den Versuch wagen die beiden zu überraschen.
Falls sie doch keine Geschwister waren, dann hätte er halt schlichtweg zwei Fremde einander bekannt gemacht. Aus einer Lauen heraus, die er wohl niemanden erklären musste. Immer mal wieder schickte er Springer zu Arbeitsstätten, da er annahm, dass die Personen sich gut verstehen, sich anfreunden und einander Halt geben konnte. Denn obwohl er hauptsächlich darauf fokussiert war, dass alles im Dorf rund lief, achtete er auch darauf, dass die Leute sich untereinander verstanden. Schließlich brachte es nichts, wenn sie genug Ressourcen hatten, sich aber in den Haaren lagen. So nutzte er hin und wieder die Jobeinteilung, aber auch die Abende, wo viele im Dorf beisammensaßen, sodass er Menschen zueinander bringen konnte, die sich gut verstehen konnten.
Um Duo und Mira, die hoffentlich wirklich miteinander verwandt waren, zusammenzuführen, hatte er beiden gesagt, dass er mit ihnen unter vier Augen reden wollte. Dass noch jemand weiteres dabei war, das hatte er ihnen verschwiegen, da es sonst keine Überraschung werden würde. Mira hatte er vorgegaukelt, dass er ihr noch etwas über die Kolonie erzählen wollte, und Duo wollte er einfach mal so wieder privat sprechen, vor allem nachdem dieser in den letzten Monaten so viel hatte durchmachen müssen.
Eine halbe Stunde vor dem Treffen scheuchte er die Köche und ein paar Krieger herum, damit diese alles vorbereiteten und auch er selbst klemmte sich zuletzt ein paar Kissen unter den einen Arm und humpelte mithilfe seiner Krücken zum Burggarten, der zum Glück direkt neben der Burg lag und es somit für Ivar kein allzu weiter Fußmarsch war. Trotzdem dauerte es länger als gedacht, da er nur mit einer Krücke unterwegs war, wodurch er schon Mira sehen konnte als er ankam, wie sie beim Pavillon saß, der für sie eingedeckt worden war.
„Hallo Mira. Ich hoffe, du wartest noch nicht zu lange auf mich.“, meinte er dann und warf ihr ein Kissen zu, damit sie es bequemer hatte. Er selbst legte die beiden anderen Kissen auf die zwei weiteren Stühle. Am Kopfende ließ er sich dann nieder und streckte seine Beine aus, um sie etwas zu entlasten. Da er nicht vor hatte ewig zu bleiben, hatte er sich extra ans Kopfende gesetzt, damit er sich schnell wieder vom Acker machen konnte.
Dann hörte er weitere Schritte und drehte sich um, um zu sehen, ob Duo sich ihnen näherte. Als er den Schneider erblickte, stand er so schnell wie es für ihn möglich war auf und humpelte zu Duo. Dabei achtete er darauf, dass er genau in der Sichtlinie zwischen den beiden Asiaten lief, damit er noch etwas sagen konnte, bevor sie sich entdeckten.
„Hey Duo. Ich hab hier eine kleine Überraschung für dich. Wenn ich mich jetzt nicht komplett irre.“, fing Ivar dann auch aufgeregt an, da er sehr hoffte zwei Geschwister zusammenführen zu können. Man merkte ihm die Vorfreude und Nervosität an, die nur selten bei ihm zutage kam. Dabei klopfte er Duo freundschaftlich gegen die Schulter.
„Das ist Mira.“, meinte er und trat zur Seite, damit Duo sehen konnte, über wen Ivar sprach, dann wandte er sich an Mira: „Mira, das ist Duo. Und wenn ich Duo bei unseren Saufabenden richtig verstanden habe und mich jetzt nicht alles trügt, dann seid ihr Zwillinge!“
Mit diesen Worten grinste er die beiden an und hoffte, dass er nicht wirklich daneben lag. Stattdessen wollte er lieber das Wiedersehen miterleben können.
@Duo Maxwell @Mira Hawk
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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:49 |
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Duo war jetzt schon seit gut einem Monat wieder zu Hause. So langsam kam auch hier in Balar die Normalität wieder, nachdem sich alle halbwegs von dem Angriff erholt hatten. Es waren kaum noch Schäden zu sehen und die Bewohner ihrer Kolonie gingen ihrer Arbeit wieder wie gewohnt nach. Vereinzelt saß natürlich immer noch bei dem ein oder anderen der Schrecken fest, aber es viel kaum noch auf. Die Plünderer waren in der letzten Zeit viel und lange unterwegs gewesen um Verlorenes zu ersetzten und vor allem Vorräte aufzustocken. Gerade bei den Lebensmitteln haben die Balaner einiges einstecken müssen. Auch ihr Vieh war zum Großteil mitgenommen worden, doch da haben ihnen das Cottage und die Rider gut aus der Klemme geholfen. Es zeigte sich, dass sie alle drei wirklich gut zusammenhielten.
Für Duo war die Zeit besonders wichtig gewesen, denn er hatte seinen todgeglaubten Freund wieder getroffen. @Dean Morris war ihm einfach über den Weg gelaufen, wo er ihm am dringendsten gebraucht hatte. Und zu seinem Glück, war dieser auch bis jetzt noch bei ihm geblieben. Auch wenn der Schneider immer noch um seine verlorene Liebe trauerte, denn Brandon hatte ihre Suche nach dem Kind von Jace nicht überlebt, so spürte er doch, dass seine Gefühle für Dean nie ganz verschwunden waren. Damals hatte er es nicht verstanden, 2010, als sie sich kennengelernt hatten. Da war es aus seiner Sicht eher nur was rein Körperliches gewesen. Doch heute wusste er es besser. Und doch war es schwierig, da wieder anzuknüpfen. Dean wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und es war an Duo, dass er ihn davon losbekam! Doch er war da ebenfalls auf einem guten Weg. Lange würde sich sein Freund da nicht mehr gegen sperren können, da war sich der Schneider sicher.
Doch heute sollte ein anderer Tag werden. Ivar hatte ihn zu einem Picknick im Burghof eingeladen. Sie hatten sich in den letzten Wochen tatsächlich nicht groß sprechen können. Unbewusst war der Langhaarige vielen noch aus dem Weg gegangen. Zu sehr saßen die Geschehnisse aus der Paradise in seinem Gedächtnis fest. Die Alpträume waren zwar immer weniger geworden, doch wenn man Duo besser kannte, dann sah man das sein Lächeln aufgesetzter wirkte. Aber auch dies wurde stetig besser, auch wenn es noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde.
Gerade bog der Schneider um die Ecke und sah Ivar schon von weitem, als dieser aufsprang und zu ihm eilte. So gut es diesem mit seinen Beinen eben möglich war. „Hey Ivarlein, überanstrenge dich nicht!“, grinste er ihn breit an, als dieser ihn begrüßte. „Eine Überraschung für mich?“, hob er skeptisch eine Augenbraue und versuchte an dem etwas Jüngeren vorbeizuschauen. Wieso um alles in der Welt hatte ihr Anführer eine Überraschung für ihn?! Und warum war er dabei auch noch so aufgedreht? Sollte er dann doch lieber wieder gehen? Ne, neugierig war der Langhaarige ja nun jetzt dann doch. „Mira….?“, hauchte Duo, als er den Namen hörte und schaute endlich an ihrem Anführer vorbei. Dort saß wirklich eine junge Dame, welche asiatische Wurzeln zu haben schien. Konnte das wirklich sein?
So wirklich wusste der Schneider nicht, was er denken oder machen sollten. In diesem Moment stand er einfach nur da und starrte die Frau an, welche vor ihm war. Man konnte ihm aber ansehen, dass er versuchte sich zu erinnern. Konnte es wirklich seine Mira sein? „Bist du es wirklich?“, hauchte er leise und ging langsam auf sie zu. Er selbst hatte sich seit damals vermutlich am meisten verändert. Das letzte mal als sie ihn gesehen hatte, war er gerade dabei gewesen seine Haare blond zu färben. Sie waren auch bei weitem nicht so lang gewesen und auch seine Klamotten waren eher normal. Zudem war er auch älter geworden, was man auch bei Mira erkennen konnte. „Hast du einen Bruder namens Levis?“, stellte er die wichtigste Frage, um die Identität zu klären. Erst als dieses bejahte zog Duo die Frau in seine Arme und wollte sie am liebsten nicht wieder los lassen.
@Mira Hawk
@Ivar O Bryan



Man muss mich nicht verstehen!
Liebhaben reicht auch!
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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:50 |
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Allzu lange wartete ich nicht allein an meinem Platz am gedeckten Tisch. Ich erkannte Ivar von weitem und mit ihm die Kissen unter seinem Arm. Gerade im richtigen Moment stand ich auf und fing auch schon das in meine Richtung geworfene Kissen auf. „Hey“, grüßte auch ich ihn mit einem leichten Lächeln und schüttelte direkt den Kopf. „Ach nein, quatsch. Ich bin auch lieber etwas früher da, als hinterher zu spät zu kommen.“ Jap, das war ich immer. Ich hasste es wirklich, wenn ich irgendwo zu spät kam. Das war schlichtweg unhöflich.
Ich nahm das Kissen, legte es auf meinen Platz und tat Ivar gleich, indem ich mich ebenso wieder setzte. Natürlich war mir das ganze Gedeck aufgefallen, das ganze Essen und das ganze Trinken. War das etwas größeres hier? Oder sah hier so ein normales Gespräch aus? Ich wusste es nicht, aber ich freute mich schon irgendwie ein Stück weit darüber. So etwas war ich schon gar nicht mehr gewöhnt. Wenn man die ganze Zeit am umherziehen war, nahm man das, was man bekam, und ging mit diesen Sachen sehr vorsichtig um. So ein Picknick, wie das es hier sein sollte, kam da eigentlich sehr selten vor. Was mir auch nicht unentdeckt blieb, waren die drei Kissen. Selbstverständlich war das auffällig. Ivar erwartete also allem Anschein nach noch eine dritte Person, von der ich bis jetzt nichts wusste. Ich vermutete stark, dass es sich dabei um einen weiteren Bewohner Balars handelte. Vielleicht eine mir noch unbekannte Person und ich lernte endlich mal wen richtig kennen. Krankheitsbedingt war dies nämlich bis jetzt ziemlich auf der Strecke geblieben. Einzig Jane, Lily und Ivar waren die Personen, mit denen ich außerhalb meines Zimmers und der Krankenstation ein paar Wörter mehr gewechselt hatte. Ich merkte, ich war echt nicht der Typ für Stubenarrest und Betthüten. Ich musste immer irgendwie etwas machen.
Auf jeden Fall blieben wir beide gar nicht lange zu zweit. Ich konnte noch nicht einmal eine Nachfrage bezüglich des dritten Platzes stellen, geschweige denn ihm einen Dank über diese Einladung aussprechen, da hörte ich schon Schritte. Gerade, als ich mich umsehen wollte, war Ivar schon aufgesprungen und hatte sich genau zwischen dem weiteren Gast und mir gestellt. Irritiert wandte ich mich den beiden zu, wusste nicht, ob ich etwas und wenn ja, was ich sagen sollte. Dann fiel ein Name, der mich stocken ließ. Hatte ich mich da gerade etwa verhört? Nein, das konnte doch nicht sein. Wie lange hatte ich diesen Namen nicht mehr gehört? Das war nur ein dummer Zufall, mehr bestimmt nicht. Aber… die ganze Situation irritierte mich sichtlich. Ich erhob mich erneut, diesmal deutlich zögerlich, und blickte in die Richtung des Anführers. Ich merkte, wie mein Herz schneller schlug, aber ich sollte mir da keine falschen Hoffnungen machen. Noch etwas, was ich in den letzten Jahren gelernt hatte. Sowas ging schnell und am Ende wurde man nur noch umso mehr enttäuscht. Aber das hier, das war irgendwie anders. Beschreiben konnte ich es nicht.
Schließlich trat Ivar zur Seite und ich erblickte das erste Mal die Person, die von ihm verdeckt wurde. Wohlgemerkt mit voller Absicht, so wie er sich endgültig mit dem nächsten Satz verriet. Nein. Ich erwiderte den Blick von… Duo und war wie erstarrt. Das konnte doch nicht… War das alles ein Traum? Ich hatte eben doch noch über sie gedacht, meine Familie…
Ich konnte gar nicht auf die Worte unseres Gastgebers reagieren, aber sie hallten in meinem Kopf. Fieberhaft kramte ich in meinen Gedanken an die letzten Erinnerungen, die ich von meinem Zwillingsbruder hatte. Es waren Jahre her, noch vor dem Ausbruch. Und anscheinend hatte sich so einiges geändert… oder vielmehr er, aber auch ich sah definitiv nicht mehr so aus wie damals. Es waren einfach zu viele Jahre her. Immer noch unfähig, irgendwie auch nur annährend diese Situation zu verstehen, blieb ich auf der Stelle stehen und sah zu Duo, wie er zu mir ging… und eine sehr berechtigte Frage stellte. Noch so ein Name, den ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört hatte. Wenigstens hatte ich so weit die Kontrolle über meinen Körper, dass ich mit einem Nicken antworten konnte. Und dann brach es auch schon aus mir heraus.
Ich zog meinen so lang vermissten Bruder feste in die Arme. Wie lange hatte ich auf so einen Moment gewartet. Wie oft hatte ich schon so sehr verzweifelt. Das war kein Traum, definitiv nicht. Ich merkte, wie meine Augen feucht wurden. Diesmal vor Freude und voller Erleichterung. Ein leises Schluchzen entwich aus meinem Mund. Wie gut tat dieser Moment. Gerade nach der ganzen letzten Zeit, nach diesem Angriff, nach allem. Ich kniff die Augen zusammen, genoss es einfach und es bekräftigte mich noch einmal in meiner Entscheidung, dass ich Ivar damals zugesagt hatte, dass ich in Balar Island bleiben wollte. Die Anspannung fiel merklich ab von mir und ich ließ die Schultern nach unten sacken. Keine Ahnung, wie lange ich so Arm in Arm mit Duo stand. Doch irgendwann löste ich mich langsam und sah ihn einfach nur lächelnd an. Wirklich ehrlich lächelnd – das hatte es so bei mir auch schon lange nicht mehr gegeben.
„Also den Name habe ich schon mindestens genauso lange nicht mehr gehört wie deinen… Wo… warst du?“ Meine Stimme war heiser und versagte. Etwas anderes fiel mir gerade tatsächlich nicht ein, was ich zu ihm sagen sollte. Gott, ich konnte es immer noch nicht fassen. Stattdessen stand ich einfach nur halb heulend hier. Ich fiel meinem Bruder erneut um den Hals. „Ich hab dich so vermisst“, murmelte ich.
Irgendwann war es so weit und ich ließ dann doch wieder ab von ihm. Wir waren ja nicht allein hier… Ich trat einen halben Schritt zur Seite und blickte zu Ivar, der etwas abseits von uns stand; immer noch grinsend. „Duu…“ Ich griff nach dem Kissen von meinem Platz neben mir und schleuderte das flauschige Teil mit Spaß gemeint in seine Richtung. „Du wusstest es seit unserem ersten Gespräch, oder?“, meinte ich leicht grinsend. Und trotzdem hatte er uns so auf die Folter gespannt – und das alles hier organisiert. Jetzt machte alles einen Sinn. „Und ich habe mich schon gefreut, noch ein paar Balar-Geschichten heute von dir zu hören…“ Ich schüttelte leicht den Kopf, blickte von ihm wieder zu meinem Bruder, dann erneut zu unserem Anführer. „Danke… vielen Dank“, meinte ich schließlich leise und lächelnd.
@Ivar O Bryan @Duo Maxwell

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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:50 |
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Kurz nachdem Ivar zum Picknick eintraf und die schon wartende Mira begrüßt hatte, hörten sie auch schon Schritte von dem dritten Gast. Damit er die Spannung etwas aufbaute und da er seinen Kumpel Duo begrüßen wollte, sprang Ivar, so schnell wie es für ihn möglich war, auf und humpelte zu seinem tapferen Schneiderlein. Da Ivar doch recht groß und breit war, verdeckte er für Mira auch die Sicht auf Duo, sodass sie zuerst nicht sehen konnte, wer da gekommen war. Erst als er zur Seite getreten war, konnte sie ihren Bruder sehen. Und zu Ivars Glück hatte sich der Ire bei seiner Annahme nicht geirrt und in Balar hatten sich per Zufall die Geschwister Maxwell und Hawk eingefunden, die nur noch von dieser Tatsache hatten erfahren müssen. Dafür war er dann da gewesen.
Freudig lächelnd zog sich Ivar etwas in den Hintergrund zurück, um den beiden die Zeit zu geben, die sie brauchten. Schließlich hatten sie sich einige Jahre nicht mehr gesehen und vor allem Duo brauchte solche guten Nachrichten nach all den Strapazen in den letzten Monaten. Der sonst so fröhliche Schneider lächelte zwar weiterhin, doch Ivar kannte ihn gut genug und hatte sowieso eine gute Menschenkenntnis, weswegen er Duo ansehen konnte, dass sein Lächeln nicht ehrlich war. Womöglich konnte seine verschollene Schwester dies ändern, auch wenn sicherlich weiterhin die Traumata bleiben, so würde etwas mehr Glück wieder in seinem Leben sein.
Und auch Mira gönnte er es. Sie hatten noch nicht so viel miteinander geredet, doch es gab so gut wie keinen Menschen, der ein Trauma durch die Apokalypse bekommen hatte, weswegen ihr es sicherlich auch guttat, wenn sie ihren Bruder wieder bei sich hatte.
Eben diese dreht sich zu ihm um, nachdem sie ihren Bruder lange umarmt hatte, während er an der steinernen Säule vom Pavillon lehnte, da er es komisch fand sich ganz normal hinzusetzen, während die beiden sich neben ihm umarmten. Mira trat schnell zur Seite, nachdem sie sich von Duo gelöst hatte und schnappte sich ein Kissen und warf es nach Ivar, sodass er fast seitlich durch die Wucht des Aufschlages umfiel, da er nicht mehr so standhaft war. Gerade so bohrte er die Krücke in den Boden, sodass er nicht zu Boden ging. Amüsiert, aber gespielt schockiert und böse funkelte er Mira an.
„Ich hatte so einen Verdacht, weswegen ich nichts gesagt habe.“, erwiderte er nur auf ihre Frage und schmunzelte als sie meinte, dass sie sich darauf gefreut hatte, ein paar Balar Geschichten zu hören: „Ich denke ihr habt viel zu bereden und wir können ja immer noch die Tage plaudern und du kannst jede Geschichte von mir erfahren, die du hören willst!“
Als sie sich dann lächelnd bei ihm bedankte, erwiderte er das Lächeln und meinte: „Das hab ich gerne für euch gemacht!“
Auch wenn er noch stand, deutete er mit einer Hand zum Picknicktisch und wies die beiden so an sich zu setzen. So viel sie zu bereden hatten, brauchten sie sicherlich was im Magen und Alkohol für die Nerven, da das alles sicherlich nicht so einfach war. Er würde sich jedoch zurückziehen, auch wenn er für drei hatte den Tisch decken lassen. Es war eine Familiensache, da wollte er sich nicht einmischen.
„So, meine Lieben, damit verabschiede ich mich. Der Thron ruft!“, grinste er die beiden an, um deren Gespräch etwas spannender zu gestalten und alles etwas aufzulockern, haute er noch fast schon feixend raus: „Duo, deine Schwester küsst besser als du! Mehr Vergleiche kann ich jedoch nicht anbringen, da ich bisher nur mit Mira geschlafen haben. Schönen Tag noch!“
Zum Abschied hob er die Hand, aber da er nicht wusste wie die Geschwister auf seine Worte reagieren würden, nahm er schleunigst die Krücken in die Hand und humpelte davon, wenn auch sehr langsam.
„Mira, wir können uns morgen gerne im Thronsaal treffen, dann erzähl ich dir alle Balar-Geschichten!“, rief er dann als letztes noch zu ihr.
@Duo Maxwell
@Mira Hawk
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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:50 |
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Duo konnte es einfach nicht fassen! Hier, in seinen Armen, da lag wirklich seine süße Schwester Mira! Niemals, nicht einmal in seinen kühnsten Träumen, hätte er erwartet sie wieder zu sehen. Nachdem er Levis in der Paradise getroffen hatte, war ein kleines Fünkchen Hoffen aufgekommen. Immerhin hatte er seinen Bruder auch niemals erwartet. Das hat wohl keiner von ihnen. Was nach über 13 Jahren, die mach sich nicht mehr gesehen hatte, nicht verwunderlich war. Und jetzt, hier in Balar, da war auf einmal seine geliebte Schwester! Tatsächlich liefe dem Schneider ebenfalls die Tränen aus den Augen. Er hatte wenigstens einen von ihnen drei wieder! Das ihr dritter Drilling nicht mehr lebte, war ja schon vor dem Ausbruch passiert. Das dies aber auch nicht der Wahrheit entsprach, würde der Langhaarige noch merken.
Er kam gar nicht dazu auf die Fragen von Mira zu antworten, denn das kleine Gespräch zwischen ihr und Ivar sackte in seinen Verstand durch. „Du warst das!“, entkam es dem Schneider und schon hatte er Ivar ein einer knochenbrecherischen Umarmung, die ihren Anführer fast von den Füßen holte. „Danke!“, hauchte Duo ergriffen und man konnte es ihm ansehen, dass er wirklich glücklich darüber war. „Das gibt es auch eine extra coole Hose!“, lachte er etwas verweint, als ihr Anführer dann meinte, dass er seiner Arbeit nachgehen wollte. Allerdings ließ ihn die nächste Aussage von Ivar die Augen in die Höhe schießen. „Ihr... bitte was?!?!“, rief er und zwischen den beiden hin und her. „Du vögelst mit meiner Schwester aber nicht mit mir?!“, sah er ihn schmollend an. „Jetzt bin ich aber enttäuscht!“. Er hatte sicherlich kein Problem damit, dass die beiden Sex hatten. Er selbst hatten viel und gerne Sex, da würde er wohl bei anderen nicht durchdrehen.
Erst als Ivar sie wieder allein gelassen hatte, setzte Duo sich auf die Decke. Seine Schwester zog er einfach zu sich, so dass sie mehr oder weniger auf seinem Schoß saß. „Ich glaubs immer noch nicht, du bist wirklich hier!“, hauchte der Halbjapaner und wollte seine Schwester am liebsten nicht mehr loslassen. Allerdings war Duo einfach zu klein, so dass er sie neben sich rutschen ließ. „Ich war lange unterwegs und bin 2017 auf Ivar und die Kolonie gestoßen!“, antwortete er endlich auf die Fragen von Mira. „Levis lebt auch noch!“, strahlte er sie an. „Zwar woanders, aber es geht ihm gut.“, lächelte er. Noch wollte er seiner Schwester nicht gleich alles erzählen. Vor allem nicht, wo Levis genau war und dass sie da nicht wirklich hinkamen. Selbst wenn sie es versuchen wollte, würde Duo seine Schwester niemals in die Nähe dieses Ortes lassen.
„Und du? Gings dir gut? Alles ok? Hab ich Neffen und Nichten?“, plapperte er auch direkt drauf los. Vielleicht hatte Mira auch schon einiges erlebt. Er wusste, von Harley, dass sie noch eine Zeit zusammen waren, aber das war jetzt ja auch schon ein paar Jährchen her. Und da viel es ihm auch direkt ein. „Ich weiß auch, wo Harley und Aiden sind!“, platze es aus dem Schneider. Die beiden waren die besten Freundinnen und sicherlich würde Mira sich auch freuen, dass es den beiden gut ging.
@Mira Hawk @Ivar O Bryan



Man muss mich nicht verstehen!
Liebhaben reicht auch!
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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:50 |
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Ich konnte es immer noch nicht glauben, dass mein Bruder vor mir stand. Wahrhaftig, es war Duo, und er lebte. Alles, was ich mir die Jahre über gewünscht hatte, es ging gerade in Erfüllung, zumindest teilweise. Aber es hatte einen großen Schritt in die richtige Richtung getan! Auch wenn ich nicht daran glaubte… ich hoffte so sehr, dass es kein Traum war. Nein, dafür war es viel zu real hier.
Es dauerte eine gefühlte und vermutlich auch wirkliche Ewigkeit, bis ich mich von meinem Bruder wieder löste und zu dem dritten Gast in der Runde blickte. Ivar, er hatte sich etwas abseits gestellt und sah sich von dort aus das Spektakel rund um zwei vor Glück heulende Leute an. Das darf doch nicht wahr sein… Nachdem ich das Kissen in seine Richtung geworfen hatte, wischte ich mir lachend die feuchten Tränen aus den Augenwinkeln. „Meine Güte… Du musst jetzt aber nicht wegen mir heulen, Duo. Reicht, wenn es einer tut…“ Dieser Name, es fühlte sich einfach immer noch surreal an, diesen auszusprechen. Es tat einfach nur so gut. Noch bevor ich irgendwie weiter reagieren konnte, war der Dunkelhaarige schon losgestürmt und hatte dem Anführer eine ordentliche Umarmung verpasst. Es tat wirklich gut. Es war die richtige Entscheidung gewesen, hier zu bleiben. Definitiv, hundertprozentig.
Erneut zuckten meine Mundwinkel zu einem Lächeln nach oben und ich musste mich glatt noch einmal bei Ivar bedanken. Ich hatte wohl mit allem gerechnet, aber nicht, dass er mich zu meinem Bruder bringen würde… „Ich will es hoffen. Ich bin immer noch gespannt, was du so für Geschichten zu berichten hast…“ Ich war mir sicher, dass er so einige gute Storys zu erzählen hatte, aber nun war Duo erst einmal ganz vorne.
Gerade begab ich mich zurück zu unserem Tisch und wollte mich setzen, da deutete unser Anführer seine Verabschiedung an. Und dann kam das, was ich eigentlich schon verdrängt hatte. Ok, eigentlich hat es mich sogar gewundert, dass er es so lange heraus gezögert hatte. Kopfschüttelnd wandte ich den Blick ab und hielt mir fast schon beschämt die Hand gegen die Stirn. Es war so klar. Mein Blick glitt sofort zu meinem Bruder und ich musste kichern. Seine Reaktion machte die Situation sogar noch einmal besser. „Duolein, zu unserer… meiner Verteidigung, es ist lange her…“ Grinsend schüttelte ich erneut den Kopf und blickte noch ein letztes Mal zu Ivar. „Bis Morgen. Sei dir sicher, ich steh morgen ganz lieb klopfend vor deiner Tür.“
„Falls es dich tröstet… ich glaub auch noch nicht, dass ich hier bin“, erwiderte ich schließlich mit einem leichten Schmunzeln auf Duos Aussage und machte es mich neben ihm bequem. Nur, um ihn von der Seite gleich noch einmal zu umarmen und meinen Kopf für den Moment gegen seine Schulter sinken zu lassen. Wir hatten so einiges nachzuholen. Defintiv.
Ich sah auf, als Duo das Wort erhob und wir so endlich zurück zu den Fragen kamen. Ich kam gar nicht, darauf zu antworten. Stattdessen entglitten meine Gesichtszüge, als er erwähnte, dass unser Bruder ebenso noch lebte. Mehrfach blinzelte ich ungläubig. „Echt, nein, oh wie schön! Wie wo…“ Ich brach mitten im Satz an, musste dann aber wieder Schmunzeln. „Nein, hast du nicht. Da hast du nichts verpasst in der Hinsicht… und wirklich, zu meiner Verteidigung… das mit Ivar ist schon ein paar Jährchen her… vor der Apokalypse. Es ist einfach krass, wie klein diese Welt dennoch ist…“ Ich seufzte leise. „Ich hätte wohl ebenso wenig damit gerechnet, ihn wieder zu sehen.“ Das hatte ich wirklich nicht…
„Ich war immer wieder in verschiedenen Gruppen unterwegs und bin ziemlich umhergezogen“, kam ich zurück auf den ersten Teil seiner Frage. „Bis meine letzte Gruppe…“ Ich verstummte und sah zu Boden. Wir hätten uns wirklich nicht trennen dürfen. Absolut nicht… „Jane und ihre Leute hatten mich gefunden und vor fast zwei Wochen nach Balar gebracht…“
Und waren hier die Neuigkeiten noch nicht genug, warf Duo auch direkt die nächste Bombe in die Runde. „Nein… Was ist mit ihnen? Geht es ihnen gut? Sind sie auch hier?“ Schon war der kurze Moment an trauriger Stimmung verflogen. „War ich echt die einzige, die absolut kein Plan hatte, wo meine Familie war?“ Was für eine große Ironie war das eigentlich gewesen… war immer nur umhergezogen auf der Suche nach meiner Familie… und dann hockten sie alle in der Nähe rum?
„Aber nun zu dir. Wie geht es dir? Du hast dich echt verändert… du siehst großartig aus“, meinte ich mit einem Strahlen im Gesicht und strich über seine Schulter. „Steht dir die Kleidung!“
@Duo Maxwell
@Ivar O Bryan (nur nochmal zur Info^^)

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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:50 |
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Amüsiert musste Duo immer noch schmunzeln, dass Ivar tatsächlich mal was mit seiner Schwester hatte. „Noch vor dem ganzen Mist? Da warst du doch noch ein Kind!“, feixte er grinsend und man konnte es ihm ansehen, dass er das absolut nicht ernst meinte. Eigentlich war es ihm sogar recht egal. Er selbst hat, nachdem er Dean kennengelernt hatte, nie was anbrennen lassen. Warum also sollte seine Schwester nicht auch ein wenig so sein? Zumal sie nicht danach aussah, dass sie mit jedem ins Bett ging. Gut, ganz so schlimm war Duo jetzt auch nicht. Geschmack hatte der Schneider da schon bewiesen, aber er war eben auch kein Kind von Traurigkeit.
„Ist auch verdammt viel Zeit vergangen, dass es einem unwahrscheinlich erschien, dass man noch lebende Familie finden würde…“, nickte der Langhaarige. Sanft legte er einen Arm um seine Schwester, als diese sich wieder an ihn lehnte. Viel zu lange hatten sie sich nicht gesehen, dass auch er den Körperkontakt nur zu gerne genießen wollte. „Ich war auch überrascht, als mir Levis in der anderen Kolonie über den Weg lief.“, nickte der Schneider verständnisvoll. Gerade nach so vielen Jahren war es wohl für jeden überraschend, wenn man ein bekanntes Gesicht wiedersah. Sanft streichelte Duo seiner Schwester über den Rücken, als sie von ihrem Verlust erzählte. Nur zu gut konnte er sie verstehen. Als er Dean damals verloren hatte, hatte es ein großes Loch in seinem Herzen hinterlassen. Umso glücklicher war er, dass auch dieser tatsächlich noch lebte und wieder bei ihm war. Jedes Mal wenn sie jemanden aus Balar verloren, spürten sie einen Verlust, was dem von seiner Schwester sicherlich sehr ähnlich war.
„Dann muss ich Jane wohl demnächst mal einen Dankesbesuch abstatten!“, strahlte der Langhaarige glücklich. Mit seiner nächsten Neuigkeit konnte er seine Schwester dann auch direkt aus ihrer trüben Stimmung holen. „Sie leben im Cottage, einer befreundeten Kolonie nur ein paar Stunden von hier entfernt. Wir können sie gerne die Tage besuchen gehen.“, lächelte er Mira an. Sicherlich würden auch Harley und Aiden sich unheimlich freuen, dass die junge Frau noch am Leben war. „Ist ja auch nicht mehr so einfach geworden sich zu finden.“, knuddelte der Schneider seine Schwester. Auch er hatte ja jetzt erst seine Familie wirklich wiedergefunden.
„Och, da gibt es nicht viel zu erzählen.“, zuckte Duo mit den Schultern, als Mira nach seinem Leben fragte. „Danke!“, strahlte er glücklich. „Ich mach die sogar selbst! Irgendwie habe ich meine Leidenschaft für Nadel und Faden entdeckt.“, grinste er breit. Dass er da so ein faible für hatte kam auch erst nach dem Ausbruch. Vorher war dies auch niemals möglich gewesen. Seine Gang hätte ihn verstoßen und ausgelacht, wenn er mit so einem Hobby angekommen wäre. „Ich hatte ja vor dem Ausbruch schon keinen Kontakt mehr zu euch, wofür ich mich noch entschuldigen muss!“, lächelte er leicht verlegen und sah seine Schwester entschuldigend an. Damals war das Leben noch deutlich anders gewesen. „Wenn ich heute so zurück denke, dann war ich damals wirklich dumm gewesen.“, seufzte er leise. Ja, damals war er wirklich jung und naiv gewesen. Und wenn Dean nicht gewesen wäre, dann wäre er durch diese Naivität sogar gestorben. Etwas zögerlich sah er seine Schwester an. Bis jetzt hatte er ihr noch nie alles aus seinem Leben erzählt, selbst damals noch nicht. Sollte er es dann jetzt noch machen?
@Mira Hawk



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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:50 |
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„Hallo? Was heißt hier denn Kind?“, prustete ich empört, konnte das Lachen anschließend aber nicht mehr zurückhalten. „Auch wenn du älter bist… ja, es sind nur einige wenige Minuten, du warst genauso alt wie ich in dem Jahr…“ Immer noch schmunzelnd boxte ich meinen Bruder dafür leicht in die Seite. Gott, wie sehr hatte ich das vermisst. Endlich mal wieder offen und ehrlich lachen zu können. All die Jahre hatte ich mir genau diese Situation gewünscht, hatte so oft davon geträumt, aber vermutlich nie richtig daran geglaubt, dass sie sich jemals erfüllen würde. So nickte ich auch nur stumm, als Duo das mit der Zeit erwähnte. Meine Augen wurden wieder leicht glasig und so schloss ich diese für den Dauer der Umarmung. So oft hatte ich mich in all den Jahren gefragt: was wäre wenn wir als Kinder nie getrennt worden wären. Was wäre nur passiert, wenn wir alle zusammen aufgewachsen wären… auch mit unserem Drilling, den ich bedauerlicherweise nie hatte kennenlernen dürfen?
Zwar wiederholte ich mich andauernd in meinen Gedanken, aber das schien immer noch wie ein zu schöner Traum hier zu sein. Irgendwann löste ich mich wieder von dem älteren Maxwell und sah wieder zu ihm. Das hier alles schien im Moment ja fast schon zu perfekt zu sein. Was hatte ich eigentlich die ganze Zeit über gemacht, dass ich es geschafft hatte, all die Jahre an meiner ganzen Familie vorbei zu laufen? Es war so schön zu hören, dass ich nicht nur einen von ihnen gefunden hatte; nein, stattdessen lebten alle und allen ging es anscheinend gut. Die Welt war echt klein geworden, aber anscheinend hatte sie immer noch ihre Schlupflöcher, dass man aneinander vorbeilebte. „Oh ja, bitte. Wir haben uns so lange nicht mehr gesehen… Ich habe schon befürchtet, dass die beiden den Angriff damals nicht überlebt haben… Du weißt nicht, was du da für schöne Nachrichten überbringst… es ist so unglaublich schön zu hören...“, meinte ich nach einer kleineren Pause und verzog die Mundwinkel erneut zu einem breiten Lächeln. „Und ja, wir beide sollten Jane echt auf ein Essen… auf was auch immer einladen. Sehr vermutlich würde ich ohne sie immer noch durch die Gegend irren und wüsste nicht, ob ich einen Fuß in diese Kolonie hier hätte gesetzt…“ Ja, das war echt eine gute Frage. Irgendwann hätte ich wahrscheinlich rein aus Neugierde einer der Kolonien betreten. Aber ob es da Balar gewesen wäre, das konnte ich nicht sagen… Vermutlich hätte ich es geschafft, selbst dann noch an meiner Familie vorbeizulaufen. „Achja… wenn wir schon dabei sind, Leuten zu danken. Ich fürchte, wir müssen Ivar gleich mit auf die Liste schreiben. Auch wenn er sich dieses Vergnügen daraus gemacht hatte uns hinzuhalten. Ohne ihn würde ich sehr wahrscheinlich immer noch blind über die Insel hier laufen…“ Schmunzelnd griff ich nach ein paar Beeren und einem Stückchen Brot, welches vor uns lag. „Ist er eigentlich immer… so drauf?“, erkundigte ich mich und schielte zu Duo. „Es ist ja schon irgendwie echt süß, so ein Picknick zu veranstalten. Auch wenn ich mich insgeheim schon echt auf Balar-Geschichten gefreut habe…“ Vorsichtig biss ich von dem Stück in meiner Hand ab und fing an zu kauen.
Als mein Bruder dann aber anfing, über sein Leben zu berichten, wurde ich wieder hellhörig. „Oh echt? Du machst die Kleidung selbst…?“ Erstaunt hoben sich meine Augenbrauen und ich fuhr vorsichtig über den Stoff seines Oberteils… „Oh, wie cool. Du musst mir unbedingt mehr von deinen Werken zeigen!“ Bei seinem nächsten Satz wurde mein Blick weicher und meine Stirn legte sich leicht in Falten. Vorsichtig legte ich meine Hand auf seine, drückte sie leicht und schenkte ihm ein erneutes Lächeln. „Duolein…“, meinte ich leise. „Das war alles damals. Vergeben und vergessen. Ich bin dir deswegen doch nicht böse, falls du das denken solltest! Wir waren eben alle noch jung…“ Ich zwinkerte leicht. „Und unser Vater hatte seinen Teil schließlich auch dazu beigetragen…“ Ich seufte leise und sah wieder auf die Speisen hinab.
„Aber nun, das kann doch nicht alles in zig Jahren Apokalypse sein…“, bohrte ich weiter und stupste Duo an. „Wenn du schon so neugierig bist und Ivars und mein kleines Geheimnis erfahren hast… wie sieht es denn bei dir aus… in dem Bereich?“
@Duo Maxwell

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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:51 |
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Duo lachte fröhlich, als seine Schwester sich darüber ärgerte, dass er sie als zu Jung einstufte, als sie was mit Ivar gehabt hatte. Sie hatte da auch vollkommen recht, dass er genauso alt wie sie war. Und zu dieser Zeit hatte er sich auch den ein oder anderen Stricher gegönnt. Eine Beziehung hatte er zu der Zeit nicht gehabt. Seine Gang wusste nichts von seiner Neigung und mit Kiana, seiner Alibi-Freundin, hatte er nicht geschlafen. Bei ihm war es da deutlich komplizierter gewesen. Aber er hatte da auch schon festgestellt, dass ihm der aktive Part nicht lag. Bei den Jungs, welche er in dunklen Gassen vernascht hatte, war er immer aktiv gewesen, aber es war irgendwie nie wirklich schön gewesen. Tatsächlich war es Dean, der ihm in dieser Hinsicht die Jungfräulichkeit genommen hatte und ihm auch gezeigt hatte, dass er den passiven Part deutlich lieber mochte. Aber das war kein Gespräch, welches er mit seiner Schwester führen wollte und sollte.
„Na dann werden wir uns bald auf dem Weg ins Cottage machen. Har und Aiden werden sich wahnsinnig freuen.“, versprach er seiner Schwester nur zu gerne. „Jane hat dich also zu uns geführt? Na, dann werden wir sie auf jeden Fall mal einladen!“, freute der Schneider sich. Da war wirklich ein großes Danke an die ruhige Soldatin angebracht. „Jap, Ivar gleich mit dazu. Dann brauchen wir auf jeden Fall viel Met den Abend.“, nickte er. „Und ja, unser Ivarleinchen hat da manchmal so seine Einfälle!“, lachte Duo. Er kannte Ivar eigentlich nicht anders. Er würde alles für sie tun und freute sich daran, auch mal Verschollene zusammen zu bringen. Er konnte sich auch gut vorstellen, warum er noch gewartet hatte. Er hatte sich sicherlich vergewissern wollen, dass es dem Langhaarigen so weit wieder gut ging. Zwar waren schon einige Wochen vergangen, aber das Duo immer noch an seiner Zeit in Gefangenschaft zu knabbern hatte, war kein Geheimnis. Zwar sahen ihn viele Lächelnd durch die Gegend laufen, aber gerade Ivar kannte die Wahrheit, dass eben noch nicht alles wieder perfekt war.
„Ich kann dir nachher gerne mal meine Schneiderei zeigen. Zu Hause habe ich auch noch eine Menge herumliegen.“, kicherte er, als Mira so begeistert über seine Sachen strich. Genau aus diesem Grund liebte er die Arbeit so. Glücklich und zufriedene Gesichter, wenn sie seine Klamotten und Arbeit sahen. „Unser Vater wohl weniger als mein Adoptivvater…“, murmelte er leise. Sollte er ihr hier und heute schon die ganze Wahrheit erzählen? Lieder noch nicht, oder? Zumindest wechselte sie das Thema, was Duo nur zu gerne annahm. „Och, da gibt es einiges! Ich war zwei Jahre mit einem tollen Mann unterwegs. Wir hatten was miteinander, aber als ich merkte, dass es auch mehr sein könnte, wurden wir getrennt. Dann zog ich viel umher. Traf auch einige, vor allem heiße Kerle…“, fing der Langhaarige an fröhlich zu erzählen. Das er schwul war, hatte er Mira damals sicherlich nicht erzählt. Dachte auch gar nicht daran, dass sie das vielleicht komisch finden würde. „…Gott, Sex ist schon was tolles!“, schwärmte er weiter. „Balar lag damals, als ich es gefunden hatte, noch tief in den Bergen. Muss wohl so 2017 rum gewesen sein, als ich zu ihnen kam. Seitdem lebe ich hier. Vor über 2 Jahren wurde unser Dorf durch eine Schlammlawine zerstört und wie kamen hier her. Lebte daher auch ein paar Wochen bei den Ridern. Dort lernte ich Brandon kennen. Meine erste richtige Beziehung!“, plapperte er auch direkt weiter, auch wenn man erkennen konnte, dass sich bei den Erinnerungen an Brandon ein trauriger Schleier über seine Augen legte.
@Mira Hawk



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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:51 |
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Von jetzt auf gleich klang die Welt toll… eigentlich schon fast zu toll, um wahr zu sein, aber daran wollte ich in diesem Moment nicht denken. Nein, irgendwelche negativen Gedanken waren gerade nicht wirklich angebracht. Stattdessen sollte und wollte ich diese Situation einfach nur genießen. Es war ja fast schon irgendwie klar gewesen, dass ausgerechnet ich die war, die all die Jahre blind durch die Gegend gelaufen ist und niemanden von ihnen gefunden hatte. Auch schon eine Kunst für sich… Kunst – das brachte mich eigentlich schon auf das nächste Thema. Wenn meine ganze Familie noch am Leben war… würde ich noch mehr bekannte Gesichter finden? Freunde von damals – aus der Heimat, von meinen Besuchen bei den Schulen im Land? Ein Keim neuer Hoffnung tauchte in mir auf. Grace, Veronica… alles Freunde, die ich vor der Apokalypse kennengelernt hatte. Wir hatten immer eine gute Zeit miteinander verbracht und dann war der Ausbruch gekommen. Würde ich einen von ihnen wiedersehen? Zwar hatte ich mich mittlerweile daran gewöhnt, dass Personen, auch die, die man gut kennt, schnell von der Bildoberfläche verschwinden können. Von jetzt auf gleich konnte das Leben vorbei sein. Alles war endlich auf dieser Welt und der Tod wohl unser treuster Begleiter. Trotzdem würde ich mich selbstverständlich riesig freuen, wenn auch ich irgendwann einen von ihnen wieder in die Arme schließen könnte.
„Met?“ Etwas fragend blickte ich zu meinem Bruder und neigte den Kopf leicht. „Dann sag Ivar lieber mal nicht, dass ich das noch nie probiert habe… auch damals nicht…“ Kichernd schüttelte ich den Kopf. „Aber das klingt nach einem tollen Plan. Da wäre ich doch fast sofort dabei.“ Mein Blick glitt wieder über die große Wiese Richtung Wasser. „Ihr habt es wirklich schön hier… Ist ein toller Ort“, bekräftigte ich meine Aussage nochmal. „Ich hätte nicht wirklich gedacht, dass ich Ivar jemals noch einmal wiedersehe… und dann in dieser Position. Ich hätte wohl mit jedem als Anführer gerechnet, aber nicht mit ihm. Mittlerweile frag ich mich ja wirklich, was ich all die letzten Jahre über gemacht habe, um das hier alles so zu ignorieren…“ Lachend griff ich nach einem Stückchen Brot und biss ab.
Ignorieren war eigentlich ein falsches Wort für diese Situation. Viel mehr war da diese Art von Angst gewesen, die ich noch nicht einmal genau benennen konnte. Angst, Enttäuschung… alles mögliche, so dass ich mich immer an irgendwelche kleinen Gruppen geheftet hatte. So hatte ich gehofft, dass ich vielleicht irgendwann einen aus der Familie traf… und dann hatten alle so nah beieinander ihr Leben verbracht…
„Sehr gerne!“, lenkte ich mich selbst von meinen Gedanken ab, als Duo anbot, mir seine Schneiderei zu zeigen. „Dann haben wir ja doch endlich unsere Fast-Gemeinsamkeit gefunden… du deine Kleidung, ich die Kunst auf dem Papier. Hätten wir schon einen Punkt auf der Geschwisterliste abgehakt.“
Ich räusperte mich leicht und sah schließlich schon fast verlegen zu Boden. „Sag mal… hättest du eventuell etwas übrig an Kleidung dort…? Nach meinem letzten Aufbruch hat mein Hab-und-Gut leider ziemlich gelitten…“ Vorsichtig blickte ich wieder auf und blickte zu dem Langhaarigen. Ja, so kam es nun mal, wenn man gerade auf war, vor Beißern zu fliehen. Dann hatte man nicht mehr im Kopf, alles an Gepäck mitzunehmen. Ich seufzte leise. „Natürlich nur, wenn das keine Umstände bringen würde!“
Da auch ich merkte, dass Duo genauso ungern über unsere Familiengeschichte sprach wie ich, wechselte ich wieder das Thema und schob ihm auch einen der Speisekörbe zu, wenn das alles schon für uns vorbereitet wurde… Im Moment war nicht der richtige Zeitpunkt für solche Themen… Das alles war aber ganz schnell wieder vergessen, als mein Bruder weiter erzählte. Überrascht hob ich die Augenbrauen und musterte ihn, wusste im nächsten Augenblick gar nicht, was ich darauf antworten sollte. So blinzelte ich ein paar Mal und fing an zu husten, als ich mich ausgerechnet noch am Brot verschluckte. „Tschuldigung…“, meinte ich schnell. Es war doch eine so ziemlich interessante Neuigkeit, die ich ihm aber absolut nicht böse nahm. In keinster Weise – warum sollte ich auch. „Ich glaub, wir haben echt noch einiges nachzuholen“, schob ich noch mit einem leichten Grinsen hinterher, was allerdings erstarb, als ich merkte, dass Duo auf einmal nicht mehr ganz so fröhlich wirkte. „Und aktuell…? Also nur, wenn du es sagen willst. Hast du aktuell einen Angebeteten an deiner Seite?“
@Duo Maxwell

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zuletzt bearbeitet 07.01.2023 17:51 |
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„Och, wir werden sicherlich noch mehr Gemeinsamkeiten finden. Ivar hattest du ja schon, leider hab ich es noch nicht geschafft in ihn die Kiste zu bekommen!“, zwinkerte Duo fröhlich. Ihr Anführer war seinem flirten leider nicht so verfallen wie anderen und dann wohl doch zu hetero, als dass er sich durch den Alkohol verführen ließ. Der Schneider hatte dies immerhin schon das ein oder andere Mal versucht. Küssen hatten noch geklappt, aber mehr war nicht drin gewesen. Er hatte damit dann aber auch aufgehört. Immerhin war mit Brandon zusammen gewesen, auch das auch nicht nur ein paar Tage. Nach seiner Gefangenschaft hatte er keine Ambitionen gehabt, dass noch mal zu versuchen und jetzt waren seine Gefühle für Dean auch viel zu stark, als das er groß an was anderes dachte. Es hatte sich auch kein passendes Treffen mit Ivar ergeben, wo er es noch mal hätte versuchen können.
„Klar! Ich hab noch vieles und kann auch noch mehr machen. Stoffe habe ich genug und ich kann auch altes von dir verwerten oder wieder herrichten. Bring mir einfach mal alles vorbei und wir setzen uns da mal zusammen.“, versicherte er seiner Schwester. Nichts war einfacher und machte ihm mehr Spaß. Außer vielleicht Sex. Und Mira neue Kleidung zu machen war gleich noch mal was Besonderes. „Ich hab Skadi ihre Hogwarstuniform auch genäht. Sicherlich hast du sie schon mal damit herumlaufen sehen. Auch wenn sie sie sich nicht mehr oft anhatte, so mag sie die immer noch.“, erzählte der Schneider. „Und das brauch dir auch nicht unangenehm sein, Schwesterchen. Du bist da nicht die Erste und wirst auch sicherlich nicht die Letzte sein. Nicht alle haben die Möglichkeit neue Kleidung zu finden oder ihre alte zu restaurieren.“, lächelte der Langhaarige, als er ihre Unsicherheit bemerkte. Zudem kamen nun wirklich viele Leute zu ihm, die um neue Kleidung baten.
Das Thema Familie verschoben sie wirklich noch ein bisschen. Harley würden sie bestimmt schnell besuchen gehen. Aber über Levis wollte er jetzt nicht direkt reden oder nachdenken. Auch wenn ihm dass schon wieder misslang, denn als er an Brandon dachte und von ihm erzählte, kam so oder so wieder alles hoch. Allerdings musste er lachen, als sich Mira an dem Essen verschluckte, nachdem er anfangen hatte zu reden. Sicherlich war seine Schwester das so nicht von ihm gewöhnt. „Und wir haben ganz viel Zeit dazu!“, lächelte er und aß mit vier Bissen ein Sandwich weg. Essen war auch eine Leidenschaft von ihm, neben Sex und Nähen. „Nachdem Brandon getötet wurde und ich wieder zu Hause war, habe ich Dean wieder getroffen. Von dem hatte ich eben schon erzählt. Er hat mich 2010 gerettet, als ich fast gestorben wäre. Wir waren die 2 Jahre danach dann zusammen und ich hatte mich ihn in verliebt. Leider viel mir das erst auf, als ich dachte, er wäre tot. Da merkt man wirklich, dass man erst merkt, was einem wichtig ist, wenn es weg ist.“, erzählte er, auch wenn es ihm nicht ganz so leicht viel. Genauso versuchte er auch genug Informationen zu geben, dass Mira nicht direkt nachfragen würde, was passiert war. Ewig würde er dem Thema aber wohl nicht aus dem Weg gehen können. „Wie ist es dir denn so ergangen?“, versuchte er nun auf seine Schwester zu lenken.
@Mira Hawk



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Leise lachend schüttelte ich den Kopf, als Duo das mit Ivar erneut aufgegriffen hatte. Gott, es tat einfach so gut, mal wieder so ehrlich lachen zu können. Ich wusste wirklich nicht mehr, wann ich das letzte Mal so eine Situation erlebt hatte. Zwar waren wir beide jahrelang getrennt, hatten nie richtig ein Leben miteinander führen können und trotzdem fühlte es sich so an, als ob wir uns schon ewig kennen würden und nie richtig getrennt worden waren. Es war einfach so schön. Irgendwie hatte ein kleiner Teil in mir wohl schon fest damit gerechnet, dass ich nicht mehr in so einen Genuss kommen würde… irgendwo mit der Familie sitzen und einmal die Sorgen im Leben ausblenden zu können, die eine weltweite Apokalypse so mit sich zog. „Aber ja, ich bin mir sicher, dass wir da noch die ein oder andere gemeinsame Sache finden werden…“, erwiderte ich schließlich und knuffte ihn als Gegenreaktion gleich noch einmal leicht in die Seite. Wir hatten eben noch so einiges nachzuholen. Und ich musste sagen, dass ich dennoch gespannt war, was sich so ergeben würde. „Ich war vielleicht nicht immer so die Vorzeigetochter, wie Dad und Nana es geglaubt hatten…“ Mit einem leichten Schulterzucken, gefolgt von einem Grinsen ließ ich den Blick auf das offene Wasser vor uns schweifen. Ja, das war ich wohl nicht immer gewesen, aber die eigene Familie musste auch nicht immer alles wissen.
Bei dem Thema Kleidung wurde ich glatt noch einmal wieder hellhörig. Wie praktisch das doch war, dass ihr Bruder solche Fähigkeiten besaß. Kleidung war mittlerweile auch etwas, was ziemlich rar geworden war – wie eigentlich so gut wie alles in dieser Welt. Man brauchte schon eine gehörige Portion Glück, wenn man irgendwo etwas als Ersatz fand, was noch ziemlich annehmbar war und nicht mit einer Menge Löcher oder ähnliches versehen war. Öfters hatte ich es versucht, einfache Reparaturarbeiten selbst durchzuführen, zu nähen… zu stopfen, aber meistens war das nur so halb etwas geworden. Mit solchen Sachen, wie Duo sie am Leib trug, damit konnte ich definitiv nicht mithalten!
„Kaum bin ich in Balar rettest du mir schon den Allerwertesten, Bruderherz. Gefällt mir!“ Grinsend bediente ich mich wieder an dem Brot, welches direkt vor mir in dem Korb lag. „Ich werde alles mit Vergnügen zusammensuchen und dann mit einem ganz lieben Augenzwinkern vor dir stehen. Und natürlich habe ich Skadi schon kennengelernt. Ein wirklich liebes Mädchen… Ich werde ihr etwas in Japanisch helfen und sie mir in Norwegisch.“ Im Augenwinkel blickte ich wieder zurück zu dem Langhaarigen und meine Mundwinkel zuckten abermals nach oben. Es war ein einfaches und ehrliches „Danke“, was ich von mir gab. Ich war nicht wirklich der Fan davon, irgendwo um etwas zu betteln, vor allem, wenn ich dieser Person auch nichts zurückgeben konnte… Dann fühlte ich mich immer so schlecht, auch wenn es nun mein Bruder war, der neben mir saß. Ich wollte einfach niemanden irgendwie zur Last fallen. Ein leises, kaum hörbares Seufzen kam über meine Lippe und für einen Moment herrschte Stille, in der nur der schwache Wind zuhören war, der die Blätter in unmittelbarer Umgebung bewegen ließ. Es war wirklich viel passiert in den letzten Tagen und ich merkte doch, dass eine gewisse Erschöpfung mich langsam aber sicher überrannte.
Nachdem ich meine Gedanken von eben schließlich aussprach, stimmte mir Duo zu. „Das stimmt allerdings. Ivar hatte mich natürlich ganz Anführer-like schon gefragt. Wenn ihr mich lasst, würde ich sehr gerne hier bleiben. Es ist wirklich ein schönes Fleckchen!“
So, wie das eben ist, wenn man sich lange nicht gesehen hatten, sprangen wir etwas durcheinander mit den Gesprächsthemen. Hatte ich da eben etwa richtig gehört? Meine Augen weiteten sich erschrocken, als mein Bruder einfach so berichtete, dass er fast gestorben war. Besorgt runzelte ich die Stirn und musterte ihn für einen Moment. Besonders schön klang das ja nicht. Ehrlicherweise verstand ich nicht sonderlich viel von dem, was er gerade berichtete… Wieder zuhause war? Irgendwie hatte ich ja schon das Bedürfnis, dort nachzuhaken, aber für den Moment fand ich es einfach nur unpassend. Das war ein fröhliches Treffen in einer fröhlichen Umgebung. So legte ich einfach nur wortlos den einen Arm um den Dunkelhaarigen und legte meinen Kopf an seiner Schulter ab. „Ja, so ein Gefühl kenne ich auch. Manchmal wird es einem auch erst bewusst, wenn man fürchtet, nie wieder diese Person zu sehen… Aber es ist schön zu hören, dass ihr euch wiedergefunden habt…“ Lächelnd schielte ich hoch zu Duo. „Ich hoffe doch, dass du ihn mir irgendwann auch vorstellen wirst?“
Nach einer gefühlten Ewigkeit löste ich mich wieder von ihm und richtete mich auf. „Ach…“, fing ich leise an und räusperte mich. „Eigentlich ziemlich unspektakulär. Ich war immer wieder in verschiedenen Gruppen unterwegs… Habe ziemlich schnell festgestellt, dass das allein durch die Gegend ziehen nichts für mich ist. Aber ich hatte das Glück, dass ich die meiste Zeit immer wen bei mir hatte. Und so, wie das eben ist, lernt man mal nette Leute kennen, die du irgendwann zu deinen Freunden zählst… und eben auch nicht so nette. Von letzterem gibt es immer noch viel zu viele irgendwie. Du kennst es ja bestimmt…“ Ich verstummte kurz und blickte auf, als in unmittelbarer Umgebung zwei Vögel in die Lüfte stiegen. „Bis vor kurzem hatte ich tatsächlich eine Gruppe, wo ich mich echt wohlgefühlt hatte. Schließlich hatten wir den Fehler gemacht, dass wir uns temporär getrennt haben. Die anderen waren alle zusammen und ich mit Maria… Wir beide wurden von den Beißern überrascht…“ Ich musste mehrfach blinzeln, als ich merkte, dass meine Augen glasig wurden, und sah so schnell zu Boden. „Es waren so viele… Ich konnte sie nicht mehr retten. Bei der Flucht habe ich mich schließlich auch noch verletzt. Das war vor einigen Tagen und dann bin ich eben hier hingekommen dank Jane…“ Jetzt hatte ich doch das Thema ausgesprochen, was ich eben nur angeschnitten hatte. „Aber sonst war es wohl doch eher langweilig um mich herum…“
@Duo Maxwell
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Das würde Duo nicht wundern, dass seine Schwester keine Vorzeigetochter gewesen war. Ihr leiblicher Vater wirkte damals auch nicht sonderlich erfreut, dass der Langhaarige ihn ausfindig gemacht hatte. Er hatte nach wie vor keine hohe Meinung von diesem Menschen. Allerdings hatte sein Adoptivvater ihn auch maßlos enttäuscht. Väter waren nicht seine Welt und er würde diese Menschen niemals verstehen wollen. Warum entschied man sich für Kinder, wenn man dann nicht zu ihnen stand?! „Wundert mich nicht!“, grinste er Mira nur an. Sie waren eben Geschwister und er war niemals ein Vorzeigesohn, für keinen seiner Väter.
„Dafür ist ein großer Bruder doch da!“, grinste der Schneider fröhlich. Waren zwar nur ein paar Minuten, aber er war eben der Ältere. Zumindest sagte er das immer. Eigentlich wussten sie nicht wirklich in welcher Reihenfolge sie geboren wurden. Deswegen hatten sein Bruder und er sich immer gegenseitig liebevoll gefoppt. Letztendlich waren sie aber bei Duo als älteren stehen geblieben. Sicherlich wäre es noch öfter hin und her gegangen, wenn der Angriff nicht gewesen wäre. Da sein Bruder damit weg war, ging es nicht mehr. Wenigstens hatte er jetzt seine Schwester dafür wieder! Das sie nicht lange zu zweit bleiben würde, wussten sie heute noch nicht.
„Also ob ich dich wieder gehen lassen würde!“, kam es ernst von ihm. Wenn dürfte seine Schwester nur zu den Ridern oder ins Cottage ziehen, da könnte er sich jederzeit besuchen und wusste, dass sie da auch sicher war. Aber einfach so ziehen lassen, dass würde er sie auf keinen Fall! „Du kannst auch bei Dean und mir einziehen, wenn du nicht allein hier sein möchtest. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir unter einem Dach leben!“, lächelte er ehrlich. Ja, dass würde ihm wirklich gefallen. „Leider ja…“, murmelte Duo. Erst seine Mutter, sein Bruder, den Rest seiner Familie, dann Dean und zu guter Letzt Brandon. Er hatte schon einige geliebte Menschen verloren und jeden hatte er schmerzlichste vermisst. Umso schöner, dass einige wieder aufgetaucht waren. Harley und Aiden, dann hatte er Levis wiedergefunden und sogar Dean! So viele Menschen die wieder da waren. Und jetzt saß auch noch Mira vor ihm! Eigentlich war das schon fast unwirklich. Ob er auch nicht träumte? Sicherlich nicht! Denn dann würde Brandon auch noch leben und das tat dieser nicht.
Während seine Schwester anfing zu reden, bediente sich der Langhaarige an den leckeren Sachen. Durch die Aufregung war ihm das doch glatt entfallen. Das würde er jetzt aber nachholen. Natürlich hörte er ihr aber aufmerksam zu. Immerhin wollte er ja auch wissen, wie es Mira ergangen war. Sofort, als er merkte das es seinem Gegenüber immer schwerer viel zu reden, hatte er seine Schwester auch schon in seine Arme gezogen. „Das tut mir leid.“, hauchte er leise und ehrlich. Auch er selbst hatte anderen nicht helfen können. Damals Dean vor allem nicht und auch lange Jahre geglaubt diesen verloren zu haben. Er wusste nur zu gut, wie sich Mira fühlte. „Jane bekommt auf jeden Fall ein Dankeschön!“. Aber das seine Schwester auch schlimmes durch machen musste, dass gefiel Duo nicht wirklich. Er wollte sie beschützen und wurde das zukünftig auch tun!
@Mira Hawk



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„Großer Bruder…“, wiederholte sie seine Worte und schüttelte leicht den Kopf, stupste Duo sogar leicht provozierend in die Seite. „Hast du da etwa mehr Informationen als ich und außerdem…“ Sie richtete sich auf, streckte sich sogar noch einmal und schielte zu ihrem Gesprächspartner herüber. „Würde ich mal behaupten, dass ich sogar etwas größer bin als du… alsooo…“ Mit einem breiten Grinsen nahm sie wieder eine gemütlichere Position ein und griff nach dem immer noch reichlichen Essen, was vor ihnen stand. Es war wirklich unglaublich. Hätte man ihr heute Morgen mitgeteilt, dass sie so eine wahnsinnig geliebte Person wiedersehen würde, sie hätte es wohl für einen schlechten Traum gehalten. Gott, wie gut tat diese Situation gerade einfach nur. Mira wusste gar nicht, wie oft sie sich in ihren Gedanken… vielleicht auch einigen Worten wiederholt hatte, aber sie konnte einfach nicht genug davon bekommen. Innerlich fühlte es sich wohl auch jetzt immer noch wie ein Traum an, weswegen sie abermals die Nähe zu ihrem Bruder suchte und mit einem Lächeln über seinen Handrücken strich.
„Ehrlich?“ Überrascht hob die Asiatin die Augenbrauen bei diesem Angebot und wusste zunächst gar nicht darauf, wie sie eine Antwort verfassen sollte. „Würde das euch wirklich nichts ausmachen…?“, schob sie noch leicht zögerlich hinterher und fuhr sich verlegen durch ihre langen Haare. Oder war das etwa nur ein Angebot, weil ihr Bruder nach all der Zeit nett zu ihr sein wollte? „Also natürlich… ja, wenn ihr noch ein Plätzchen im Haus frei hättet und es euch nichts ausmachen würde, ich würde mich auf jeden Fall wahnsinnig freuen…“ Und dabei war wahnsinnig ja fast noch untertrieben, aber so zu mehreren lebte es sich einfach schöner als allein. Gerade für den Anfang, wo sie sich noch nicht sonderlich gut in der Kolonie auskannte, war dies sicherlich vom Vorteil.
Dennoch folgten auf diese freudigen Nachrichten auch welche, die ziemlich unschön waren. So, wie es eben kam nach so einer langen Zeit, in der man sich nicht gesehen hatte. Es war nicht immer zu vermeiden, auch wenn Mira dies sich sehnlichst gewünscht hätte. Irgendwann war ihr Kopf so fast schon automatisch wieder gegen Duos Schulter gesunken und sie genoss die Umarmung, schloss die Augen. Auf bessere Zeiten - schwor sie sich dabei in Gedanken. Sie hatten sich wieder und sie würden sich nie wieder verlieren! „Ich will ab sofort nichts wichtiges mehr in deinem Leben verpassen, das ist dir hoffentlich klar?“, schielte sie irgendwann zu Duo auf und verzog die Lippen zu einem leichten Lächeln, regte damit auch einen erneuten Themenwechsel wieder an.
„Und ich glaub, wir sollten noch einmal ein wenig von dem wirklich leckeren Essen hier essen. Kann ja nicht sein, dass Ivar später halbvolle Teller wieder mitnehmen muss. Das würde ja sicherlich kein gutes erstes Bild von einem neuen Mitglied geben. Eins, was noch nicht einmal den Teller leer essen kann…“, meinte die Dunkelhaarige nach einer kleinen Pause voller Stille und griff auch direkt wieder nach ein paar Beeren, die in der einen Schüssel lagen.
@Duo Maxwell
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Das Einzige, was Duo in dieser Situation noch tuen konnte, war seiner Schwester die Zunge rauszustrecken. „Und wie ich dein großer Bruder bin. Immerhin kam ich ein paar Minuten vorher auf die Welt!“, verschränkte er spielend schmollen die Arme vor der Brust. Tatsächlich war er wirklich kleiner als seine Schwester, aber trotzdem war er ein paar Minuten Älter und zählte ja wohl schon als großer Bruder. „Natürlich macht uns das nichts aus! Du bist meine Familie und ich möchte dich sehr gerne bei mir haben.“, lächelte der Schneider ehrlich. Immerhin hatten sie viel aufzuholen. Das sie sich bald noch weiter vergrößern würden, wussten die Geschwister hier noch nicht. Aber auch das würde niemanden stören. Immerhin war es umso schöner, dass sie dann alle das erste Mal zusammen sein würden. Die Drillinge nach über 30 Jahren wieder vereint, dass würde ein großes Spektakel werden.
„Und ich ebenso wenig von dir. Wir haben uns lange genug nicht gesehen. Noch einmal werde ich nicht aus deinem Leben verschwinden.“, versprach der Langhaarige. An sich hatte er den Kontakt ja schon vor dem Ausbruch abgebrochen. Vielleicht wäre er sonst auch direkt zu seinen Geschwistern gegangen, als alles los ging. Aber damals hatte er nur seine Gang im Kopf gehabt. Wenigstens haben sie sich jetzt dafür wiedergefunden.
„Oh, mach dir mal keine Sorgen deswegen!“, grinste Duo breit. „Ich lass nie etwas verkommen!“. Und damit schlug nun auch der Schneider zu. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie das Essen in seinem Magen landete. Einer seiner Talente, wenn man so wollte. Und während sie das Essen nun vernichteten, redeten sie noch über alles. Was sie sonst noch so erlebt hatten und wen man so getroffen hatte. Duo erzählte ein wenig mehr von Levis und was in der Paradise passiert war. Allerdings blieb er doch noch etwas vage. Noch konnte er nicht über alles reden, dass würde aber sicherlich noch kommen. Auch Mira hatte ein Recht drauf alles zu erfahren. Und sicherlich würde er es auch mal schaffen ihr alles von ihrem Bruder Ichiro zu erzählen. Dass sie diesen sogar schon kannte, wussten sie beide an der Stelle ja noch nicht.
Und so kam der Abend immer näher. Nachdem alles verputzt war, denn Duo hatte tatsächlich nichts übriggelassen, räumten sie alles zusammen. „Komm, ich zeig dir, wo du nun lebst.“, lächelte der Schneider und schnappte sich seine Schwester. „Du hast deine Sachen sicherlich in der Burg?“, mutmaßte er. So wie er Ivar einschätzte, hatte sie hier ein Zimmer bekommen. Schnell waren die wenigen Sachen gepackt und der Langhaarige schulterte den Rucksack. „Morgen zeige ich dir das ganze Dorf und dann gucken wir auch mal, was ihr dir alles schönes zaubern kann.“, redete er auf dem Weg zu seinem Haus. „Bin wieder da Dean!“, rief er, als sie zur Tür rein kamen. „Du musst in mein Bettchen ziehen!“, grinste er breit, was ihn absolut nicht störte. „Darf ich vorstellen, dass ist meine Schwester Mira, Mira, dass ich mein Freund Dean. Naja, ganz zusammen sind wir noch nicht, aber ich liebe ihn!“, plapperte er und stellte die beiden vor. Duo war da nun wirklich ziemlich offen und schmerzfrei.
Sie redeten noch ein wenig, so dass sich Dean und Mira auch ein bisschen kennenlernen konnten. Doch sie alle waren auch langsam müde und so brachte er seine Schwester nach oben und zeigte ihr das Zimmer. „Ich bin froh, dass du am Leben bist und hier bei mir!“, lächelte er und umarmte sie noch einmal. Er war wirklich froh und erleichtert. Sie wünschten sich alle eine gute Nacht, ehe auch Dean und Duo in ihrem Zimmer verschwanden. Nach einer kurzen Katzenwäsche krabbelten auch die beiden Männer ins Bettchen. Dicht an Dean gekuschelt schlief der Langhaarige auch recht schnell ein.
@Mira Hawk
Erwähnt: @Dean Morris
(wenn du dann den Abschluss geschrieben hast, verschieb ich das Play :) )



Man muss mich nicht verstehen!
Liebhaben reicht auch!
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Auch wenn es Familie war, für die Asiatin war es gar nicht so selbstverständlich, dieses Angebot von ihrem Bruder zu bekommen. Vor allem, da sie sich so viele Jahre überhaupt nicht gesehen hatten und nie richtig zusammengelebt hatten. Bis jetzt zumindest. Aber es ehrte sie absolut und innerlich war vielleicht auch ihr Herz vor Freunde gehüpft. Nein, es hatte einen ordentlichen Luftsprung gemacht. So sehr, dass sie Duo direkt noch einmal umarmen musste. Mit diesem Angebot hatte sie nicht wirklich gerechnet, noch nicht einmal darüber nachgedacht. Mira wäre ihm absolut nicht böse gewesen, wenn er das nicht vorgeschlagen hätte. „Dankeschön“, meinte sie mit einem ehrlichen Lächeln und knuffte ihn für die nächste Aussage doch glatt in die Seite. „Ey, das will ich auch hier hoffen!“
„Ja dann, wir haben wirklich so einiges nachzuholen… und hoffentlich ab jetzt ganz viel Zeit dafür.“ Es glitt fast schon einem Wunder, sich nach dieser langen Zeit wiedergefunden zu haben… lebend, versteht sich. Die junge Hawk konnte es immer noch nicht hundertprozentig fassen. Hoffentlich war dies kein Traum… und wenn doch, dann wollte sie nie wieder daraus aufwachen.
Die beiden Geschwister widmeten sich schließlich noch dem restlichen Essen. Es wäre wirklich zu schade, davon etwas verkommen zu lassen, und unterhielten sich währenddessen über alles mögliche. Im Anschluss brachten sie noch brav die ganzen Schüssel, Gläser und Besteck zurück in die Burg und machten sich gegen frühen Abend auf zu Duos Haus. „Sehr gerne… und jap“, hatte sie knapp auf seine Frage geantwortet und beide hatten einen kurzen Abstecher in ihrem Zimmer gemacht und die wenigen Sachen gepackt. Allzu viel Hab und Gut konnte sie nach der letzten Aktion sowieso nicht mehr zu ihrem Eigentum zählen. Leider.
Die Dunkelhaarige genoss den ausgiebigen Spaziergang zur späteren Stunde und sah sich interessiert in der Kolonie um, denn ganz so viel hatte sie in den letzten Tagen noch nicht von ihrer neuen Wahlheimat gesehen. So betonte sie es auch nochmals. „Wirklich schön ist es hier.“ Und das war definitiv nicht übertrieben. Auch wenn sie in der Stadt aufgewachsen war, so hatte sie schon immer ein Faible für die Natur gehabt und war oft außerhalb unterwegs gewesen. Auf Duos Vorschlag nickte sie nur. „Sehr gerne. Das klingt doch nach einem guten Plan.“
Irgendwann waren sie schließlich an einem Haus angekommen. Etwas zögerlich war Mira hinter ihrem Bruder über die Türschwelle gegangen und hatte ein fremdes Gesicht erblickt. „Freut mich sehr, Dean“, hatte sie mit einem Lächeln erwidert, ehe sie sich alle an einen Tisch gesetzt hatten und so den Abend mit noch einigen Gesprächen verbracht hatten. Bis der Schlaf sie dann doch alle irgendwie übermannte. Mit einer weiteren Umarmung – Mira hatte absolut nicht mitgezählt heute – hatte sie sich von Duo verabschiedet und eine Gute Nacht gewünscht. „Ich bin auch wirklich so unendlich froh… Gute Nacht, Bruderherz!“
@Duo Maxwell 
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