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THE DEAD DON’T DIE
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#1

Counting sheep | Leif & Aerik

18.05.2022 09:55
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Leif war zwar ein eigenbrötlerischer Mensch, aber es gab da ein paar Personen, die sich in sein Herz geschlichen hatten und die er als Freunde bezeichnen durfte. Mit denen er sowohl hier auf Balar Island als auch im Valley eine Menge erlebt hatte und wunderbare Erinnerungen verknüpfte. Skadi und Aerik gehörten dazu.
Der Angriff auf ihr schönes und sonst so friedliches Heim war nicht ohne Verluste vonstatten gegangen. Unter anderem hatte es Skadis Bruder getroffen. Abgesehen davon, wie sehr der Tod ihn selber traf, so machte sich Leif vor allem Sorgen um Skadi und auch um Aerik. Er wollte gern für die beiden da sein. Außerdem hatte er kürzlich jemanden kennengelernt, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellte. Über so was sprach Leif eigentlich recht selten, war er doch einer dieser scheinbar ewigen Singles. Aber da Virgil nun ebenfalls hier lebte, wollte Leif natürlich auch, dass er in den Freundeskreis aufgenommen wurde.
Es gab also mannigfaltig Gründe, aus denen Leif sich heute auf den Weg zur Hütte von Skadi und Aerik machte. Er hätte sie auch schon früher aufgesucht, nur hatte er erfahren, dass die beiden offenbar zum ehemaligen Standort der Siedlung aufgebrochen waren. Weil er die letzten Tage selbst ständig draußen unterwegs oder anderweitig eingespannt gewesen war, war ihm dieser Plan verborgen geblieben. Nun stimmte ihn das traurig, denn er wäre gern mitgekommen. Natürlich verstand er aber auch, dass die beiden diese Reise allein unternehmen wollten. Jetzt schien endlich wieder Leben in die Hütte eingekehrt zu sein, also versuchte Leif einfach mal sein Glück und klopfte an die Tür.

@Aerik Kristjanson

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#2

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

21.05.2022 23:13
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Es war gut gewesen, definitiv die richtige Entscheidung, dass er @Skadi Nygard dazu gebracht hatte, mit ihm endlich die Pilgerreise ins alte Dorf anzutreten. Die Zeit nach dem Tod ihres Bruders und ihrer tierischen Schwester Matanus, die auch eine enge Freundin für Aerik gewesen war, hatte Skadi hart getroffen. Als sie schließlich aber seine Statue von Matanus im Wald bei ihrer Hütte gesehen hatte, war es anders gewesen. Als hätte es etwas in der jungen Norwegerin ausgelöst, ihre verlorene Freundin in Form der Statue zu sehen. Sie war auch wirklich Aeriks bisher bestes Stück, vielleicht lag es daran, dass er selbst sehr viel Herzblut und auch die ein oder andere Träne investiert hatte.
Vielleicht hätten er und Skadi im Dorf bescheid sagen sollen, dass sie ihre Pilgerreise antraten, aber dafür war kaum Zeit gewesen. Sie hatte gerade noch einen Zettel an ihre Hüttentür gehängt, wohin sie unterwegs waren und sich sofort auf den Weg gemacht. Was bedeutete, dass sie eine Weile weg waren, eine gute Weile. Und währendessen auch sehr viel erlebt hatten.
Nun waren sie seit etwa zwei Tagen zurück, hatten sich bei Ivar gemeldet, ihre Standpauke erhalten, die aber wohl nicht so schlimm war, wie sie bei anderen wären. Dass sie Leif, dem alten Leif der damals noch vor Ivar Anführer im Valley war, gehuldigt hatten und es Skadi bei ihrem Trauerprozess geholfen hatte, waren valide Gründe für ihre Abwesenheit.
Aerik stocherte in der Feuerstelle herum, der Kessel über den Flammen, welcher das Wasser erhitzen sollte um den Tee aufzugießen, den er sich machen wollte. Skadi war im Moment im Dorf, traf sich mit Ivar, doch Aerik war hiergeblieben. Den Vormittag hatte er den Hühnerstall ausgemistet, in der Hütte Ordnung geschafft und draußen vor der Hütte ebenfalls ein paar Sachen beiseite geräumt. Alles in allem, hatte er sich nun zur Mittagszeit eine kleine Pause verdient, weshalb neben der Kanne voller Teekräuter auch ein Holzteller stand auf dem sich ein paar Scheiben getrocknetes Fleisch, etwas Ziegenkäse und ein aufgeschnittener Apfel befand. Ein einfaches Mittagessen, aber genau nach Aeriks Geschmack.
Gerade goss er das heiße Wasser in die Kanne, setzte den Deckel darauf, als er ein Klopfen an der Tür vernahm. Das konnte nicht Skadi sein, sie klopfte nicht an ihr Zuhause. Vielleicht einer der Dorfbewohner, der mitbekommen hatte, dass sie wieder zurück waren?
Aeriks wischte sich die Hände an dem lockeren Hemd ab, dass er trug und ging zur Tür, öffnete sie. Auf seinem Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab, als er @Leif Tyrson erkannte, der ihn von zwei Stufen weiter unten ansah.
"Leif!", formte Aerik seine spezielle Handbewegung für den Wikinger. Es war die gleiche Geste wie für ihr beider Geburtsland, Island, also fuhr er sich mit der Daumennagelseite des Daumens und geballter Faust, von der Unterlippe das Kinn hinab. Da Aerik keinen anderen Isländer neben sich selbst kannte, war dies sein charakteristisches Merkmal für Leif und im Satz war es leicht zu verstehen, wann Aerik sein Geburtsland und wann er Leif meinte.
"Komm herein", gestikulierte er lächelnd weiter und ließ den Isländer an sich vorbei in die Hütte, ehe er weiter formte, "Möchtest du einen Tee? Etwas zu essen? Ich mache gerade Mittagspause."
Damit kehrte er Leif den Rücken zu und ging zurück zur Küchezeile, öffnete den Teekessel und schnupperte an dem Getränk um herauszufinden, wie weit der Tee schon gezogen hatte. Die Antwort brauchte er ja nicht zu sehen, seine Ohren funktionierten einwandfrei. Es war nur seine Stimme, die nicht funktionierte.


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#3

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

30.05.2022 09:13
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Manche Dinge mussten einfach spontan passieren und so war es sicher auch mit Skadis und Aeriks Pilgerreise ins Valley gewesen. Leif würde ihnen das niemals krummnehmen, auch nicht, dass sie sich bloß per Zettel abgemeldet hatten. Das war besser, als wenn sie ohne ein Wort aufgebrochen wären. Zumal Skadis Zustand zuletzt wirklich nicht gut gewesen war. Dennoch verspürte Leif einen Stich im Herzen, dass er sie nicht begleitet hatte. Doch wenn sie sich seine Gesellschaft gewünscht hätten, hätten sie das sicher kommuniziert. Zudem wäre Leif dann nicht hier gewesen und wäre Virgil nicht begegnet. Es kam letztlich dann doch immer so, wie es sollte. Die Nornen wussten schon, was sie taten. Meistens.
So oder so stand Leif nun vor der Tür und wollte seine beiden Freunde besuchen. Davon, dass Skadi sich bei Ivar befand, wusste er noch nichts. Das wurde erst klar, als Aerik die Tür öffnete und die junge Frau nirgends zu erblicken war. Aber das war nicht schlimm. Leif wurde es wie immer warm ums Herz, als Aerik ihn mit einer vertrauten Geste empfing, die für ihr Heimatland stand, aber auch für ihn. Obwohl er es nicht musste, spiegelte er die Handbewegung. Das war ein kleines Begrüßungsritual, das sich bei ihnen eingebürgert hatte, und fühlte sich sogar viel besser und inniger an als eine Umarmung.
Er folgte Aerik in die Hütte und schloss die Tür hinter sich. »Tee klingt gut. Tut mir leid, wenn ich dich beim Essen störe.« Leif hatte selbst eben erst etwas hinuntergeschlungen, aber gar nicht darüber nachgedacht, dass anderswo gerade ebenfalls Mittagspausen stattfinden könnten.
Letztlich ließ er sich bei Aerik nieder und nahm sein Getränk in Empfang. Auf das er kurz blickte und die Dampfschwaden betrachtete. Wie begann man so ein Gespräch? Es waren sicherlich Dinge auf der Reise passiert, aber wollte Aerik überhaupt darüber sprechen, oder über sein Seelenbefinden? Was Skadi anging ... wollte er sie eigentlich lieber selbst fragen, um Aerik nicht in eine unangenehme Situation zu bringen. Und würde er vorwurfsvoll klingen, wenn er nachhakte, weshalb sie ohne ihn gegangen waren? Das war schließlich etwas, das er akzeptieren musste, er wollte kein böses Blut.
Es entstand also kurz Stille im Raum, etwas, das bei Aerik und Leif öfter passierte. Denn Leif war niemand, der munter drauflos plapperte oder ein besonders einnehmendes Wesen hatte. Er war still und bedacht. Meistens zumindest. Also überlegte er jetzt zum gefühlt hundertsten Mal, mit welcher Frage er starten sollte.
»Ich bin froh, dass ihr heil wieder zurück seid. Manchmal habe ich darüber nachgedacht, euch zu folgen und sicherzustellen, dass euch nichts passiert.« Freilich nicht, weil er glaubte, die beiden wären nicht fähig, selbst auf sich aufzupassen. Es waren lediglich die Sorgen gewesen, die ihn dazu getrieben hätten. Sie hatten das Valley nicht umsonst verlassen, außerdem gestaltete sich die Reise hin und zurück beschwerlich.
»Wie war es im alten Dorf?«, fragte er nun ganz vage und überließ damit Aerik, wie viel er ihm erzählen wollte.

@Aerik Kristjanson

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#4

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

03.06.2022 18:56
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Ein sanftes Schmunzeln umspielte Aeriks Lippen, als Leif die Geste für ihr Geburtsland und ihnselbst wiederholte. Obwohl er es nicht musste, tat er es doch immer wieder, sodass sich daraus eine Art Begrüßungsritual zwischen den beiden Isländern gebildet hatte. Aerik konnte nicht in Worte fassen, wie sehr er sich damals gefreut hatte, auf einen anderen Isländer zu treffen. Auch, wenn er Englisch mittlerweile gut verstand, auch ein bisschen Norwegisch von Skadi gelernt hatte, war ihm das isländische natürlich immer noch am vertrautesten. Er würde es zwar nie wieder sprechen können, aber wenn Leif mit ihm sprach, sprach dieser natürlich auf isländisch. Was dem blonden Hünen irgendwie immer ein wenig das Gefühl der Heimat gab.
Aerik machte auf Leifs Entschuldigung nur eine wegwerfende Geste, das war universell in allen Sprachen verständlich. Es störte ihn nicht, dass sein guter Freund ihn besuchte, besonders wo sie sich doch schon länger nicht mehr gesehen hatten. Skadi und er waren doch recht lang unterwegs gewesen und hatten sich nicht von den Leuten im Dorf verabschiedet. Er freute sich wirklich, den anderen Isländer bei sich zu haben.
Ein wenig stutzig wurde er allerdings, als er auf einem Stück Brot herumkaute und auch Leif schwieg. Nichts unbedingt ungewöhnliches, doch Leif war ja sicherlich mit irgendeinem Grund hergekommen, weshalb Aerik irgendwie darauf wartete, dass der andere Krieger diesen aussprach. Und dann rückte er endlich raus mit der Sprache, was Aerik einen Moment sanft nicken ließ. Er kaute weiter auf seinem Stück Brot, schob noch ein Stück Fleisch dazu, immerhin brauchte er ja keinen freien Mund um zu "sprechen". Sicherlich konnte er sich vorstellen, dass Leid etwas überrascht oder vielleicht sogar enttäuscht gewesen war, dass er und Skadi ihn nicht um seine Begleitung gebeten hatte. Doch der Aufbruch von ihnen beiden war so schnell geschehen, außerdem, wenn Aerik ehrlich war... hatte er einfach nicht daran gedacht. Es hatte sich in diesem Moment so richtig angefühlt, dass er dies mit Skadi alleine unternahm.
"Zerstört", antwortete er mit seiner ersten Geste und kaute nachdenklich weiter, "Sehr viel ist kaputt, es war richtig, dass wir gegangen sind. Wir hätten dort nicht mehr weiter leben können."
Mit einem Schlucken steckte er sich das nächste Stück Fleisch in den Mund, fuhr dann fort zu gestikulieren, "Aber irgendwie war es auch... schön? Ich kann es nicht beschreiben, auf irgendeine Weise makaber schön. Wieder zurück zu sein. Und es war wichtig, für Skadi."
Skadis Geste war wie eine Art Kriegsbemalung unterhalb der Augen, nur ohne Farbe natürlich. Aeriks Blick wurde einen Moment etwas trüb, traurig, weil der Sinn der Reise ja war Leif, dem alten Anführer, zu huldigen und Skadi über ihre Trauer hinweg zu helfen. Was auch funktioniert hatte.
"Es tut mir Leid, dass wir dir nicht bescheid gegeben haben. Ich weiß, du wärst gerne mitgegangen", entschuldigte er sich dann schließlich bei Leif, legte seine Hand auf sein Herz, unterstrich seine Worte damit noch ein wenig mehr.

@Leif Tyrson



// hoffe ist okay, dass ich Leif unterstelle, dass er mit Aerik immer isländisch spricht, wenn niemand anders dabei ist ^^


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#5

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

10.06.2022 09:37
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Da ging es ihnen beiden wirklich ähnlich. Wie hoch war die Chance, einen anderen Landsmann zu treffen? Besonders, wenn es sich um ein Land handelte, das sich wirklich weit weg befand? Leif war aus allen Wolken gefallen, als er erfahren hatte, dass Aerik ebenfalls aus Island kam. Und natürlich ließ er es sich nicht nehmen, mit ihm in ihrer Muttersprache zu sprechen. Selbstverständlich nur, wenn niemand anderes dabei war, sonst wäre es unhöflich. Aber so schätzte er die Gespräche unter vier Augen mit Aerik noch mehr. Er konnte sich vorstellen, sie würden in Island sitzen und alles wäre in Ordnung. Ihm war schon klar, dass es vielleicht eine ungesunde Illusion war, aber manchmal half sie ihm trotzdem. Außerdem suchte er natürlich vor allem Aeriks Gesellschaft, weil sie befreundet waren.
So wie auch heute. Gemeinsam setzten sie sich an den Tisch und ... schwiegen erst mal. Aerik war geduldig wie immer und hetzte ihn nicht damit, sein Anliegen vorzubringen. Wie immer wirkte seine Anwesenheit beruhigend auf ihn, weswegen es Leif auch endlich gelang, die Sorgen zum Ausdruck zu bringen, die er in den letzten Wochen wegen Skadi und Aerik gehabt hatte. Und er fragte nach dem Dorf.
Sein Herz sank, als er hörte, dass es zerstört war. Natürlich hatte er damit gerechnet, aber traurig stimmte es ihn dennoch. An diesem Ort lagen so viele Erinnerungen, die nun begraben waren.
»Ich glaube, ich weiß, was du meinst. Unlängst war ich bei dem Leuchtturm, in dem ich gelebt habe, bevor ich Balar gefunden habe. Dort sah alles noch fast so aus wie früher. Es war seltsam, zurück zu sein.« Die Umstände waren nicht so toll gewesen, aber etwas zelebriert hatte Leif es trotzdem.
»Ein wenig surreal, vielleicht. Und das war nur ein Leuchtturm ... ein ganzes Dorf wiederzusehen, in dem man viele Jahre gelebt hat, ist etwas anderes. Mehr Gesichter, mehr ... Erinnerungen.«
Weswegen Leif auch verstand, dass die Pilgerreise besonders für Skadi wichtig gewesen waren. Sie hatte so viel verloren, die Erinnerungen würden jedoch immer bleiben. »Es geht ihr also besser?« Eigentlich wollte er diese Frage Skadi selbst stellen, doch sie brach nun einfach aus ihm heraus. »Und wie geht es dir?« Das war so eine Frage, der oft mit einer oberflächlichen Antwort begegnet wurde. Aber Leif interessierte sich wirklich dafür, auch wie es Aerik nach dieser Reise ging. Ob sie auch ihm geholfen hatte, die jüngsten Geschehnisse etwas zu verarbeiten.
Letztlich entschuldigte sich Aerik dafür, dass er und Skadi ihn nicht mitgenommen hatten. Leif lächelte und beugte sich vor, um seinem Freund die Hand auf die Schulter zu legen. »Ich gebe zu, mitgegangen wäre ich wirklich gern. Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, dass ihr das allein machen musstest. Abgesehen davon ... war es nicht so schlecht, hiergeblieben zu sein. Ich habe jemanden kennengelernt. Virgil. Er lebt jetzt bei mir. Noch etwas, das ich dir gern erzählen wollte, und ich hoffe, ihr könnt euch bald kennenlernen.«
Während sie sprachen, schnüffelten die Hunde ein wenig in der Luft herum und standen auf, um herumzulaufen. Leif streichelte einen von ihnen über den Kopf, doch das Tier blieb nicht lang bei ihm, sondern trottete weiter zur Tür. Kein Verhalten, das sehr auffällig war, aber schon von dem kündete, was dieses Gespräch allzu bald unterbrechen würde.

// Klar ist das okay! So war das auch bereits in meinem Kopf. :D

@Aerik Kristjanson

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#6

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

25.06.2022 13:58
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Aerik nickte nur nachdenklich, als Leif meinte, dass es wohl ein wenig surreal gewesen sein musste, zurück im Valley und im Dorf gewesen zu sein. Ja, Erinnerungen waren sowohl Aerik als auch Skadi hochgekommen, als sie die Trümmer des Dorfes gesehen hatte, Häuser zerstört und abgeräumt durch den Erdrutsch. Es hatte wehgetan, tief drin im Herzen, die ehemalige Heimat so zerstört vorzufinden. Aber dennoch war es wichtig gewesen, dass sie beide dorthin zurückkehrten. Und wenn sie nochmal die Reise auf sich nehmen würden, dann würde Aerik Leif auf jeden Fall fragen, ob er sie denn begleiten wollen würde.
Zunächst hatte Aerik gar nicht bemerkt, dass er den Blick gesenkt hatte, nachdenklich nickte, doch dann hob er ihn wieder, als der andere Isländer ihn fragte, ob es Skadi den besserginge. Und wie es ihm ging.
„Es scheint ihr besser zu gehen ja“, antwortete er, gestikulierte mit seinen Händen, „So ganz wird sie den Tod der beiden wohl nie verkraften, immerhin waren es nun mal Bruder und Schwester. Aber sie verhält sich wieder ähnlich wie vor dem Angriff und vergräbt sich nicht mehr in ihrer Trauer. Dennoch wird sie noch ein wenig Zeit brauchen.“
Er machte eine kurze Pause, trank erneut einen Schluck Tee, ehe er auf Leifs zweite Frage antwortete.
„Ich denke es geht mir so, wie es jemandem in dieser Situation gehen kann. Es ist nicht leicht mit so viel Verlust umzugehen und zu sehen, wie eine Person die man liebt so an der Trauer zerbricht. Doch auch mir hat die Reise gutgetan, es war auch die richtige Entscheidung mal wieder von der Insel zu gehen, weit weg von alledem hier zu sein, ohne jetzt böse klingen zu wollen. Doch es wirkte alles so, als würde es mir erschlagen wollen und Skadi vermutlich noch viel mehr.“
Damit endete er. Aerik war niemand, der viel über seine Gefühle „sprach“ oder anderen Leuten ein Ohr damit abkauen wollte. Doch bei Leif wusste er, dass sich der andere Isländer wirklich dafür interessierte, wie es dem schweigsamen Hünen ging. Natürlich hatte Aerik auch besonders für Skadi stark sein müssen, hatte seine Gefühle ein Stück weiter heruntergeschluckt, damit sie sich nicht auch noch auf ihn konzentrieren musste. Doch darüber schwieg Aerik, das war für ihn selbstverständlich gewesen, dies zu tun. Es war normal, als guter Freund auch mal zurückzustecken, wenn man dadurch dem anderen besser helfen konnte.
Leifs warme Hand auf seiner Schulter ließ ihn kurz dorthin blicken, ehe er leicht, aber dankbar lächelte. Irgendwie fühlte sich Aerik dadurch besser, alleine schon, wenn Leif mit ihm isländisch sprach. Das gab ihm immer ein Gefühl von… Heimat.
Etwas überrascht, aber dann grinsend hob Aerik eine Augenbraue, sah Leif interessiert an.
„So? Jemanden kennengelernt? Virgil…?“, hakte er dann noch, als er den Namen des fremden Mannes buchstabierte. Aerik hatte ja keine Namensgeste für einen Menschen, den er nicht kannte und es würde wohl auch ein wenig dauern, bis ihm da etwas charakteristisches einfiel. Wobei, manchmal konnte es auch sehr zügig gehen.
„Ich freue mich darauf diesen Mann kennenzulernen!“, fuhr er dann fort und auch sein Blick huschte zu Geri und Freki, die in der Hütte herumschnüffelten. Nichts ungewöhnliches, doch irgendetwas schien die Aufmerksamkeit der Vierbeiner auf sich zu ziehen.
„Kommt doch zum Essen vorbei! Morgen? Ich sage Skadi Bescheid, dann kochen wir etwas Gutes. Oder wir gehen morgen auf die Jagd vorher? Kann er denn jagen?“, Aerik freute sich, dass Leif jemanden gefunden hatte, der nun bei dem Isländer lebte.

@Leif Tyrson


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#7

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

15.08.2022 11:07
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Es war so eine kurze und scheinbar einfache Frage. ›Wie geht es dir?‹ Eine Höflichkeit von früher, die in Begrüßungsrunden gestellt wurde und kaum Platz für eine ehrliche Antwort bot. In einer vertrauten Runde wie dieser hatte sie schon mehr Bedeutung. Leif und Aerik teilten nicht nur dieselbe Herkunft, sondern auch die Heimat nach der Apokalypse, und Freunde. So war es nur logisch, dass sie sich um Skadi sorgten, und Leif wollte natürlich wissen, ob es ihr geholfen hatte, die Pilgerreise ins Valley anzutreten. Sobald er sie sah, würde er auch selbst mit ihr sprechen, natürlich nichts forcieren, aber ihr zumindest das Gefühl geben, mit ihm jederzeit darüber reden zu können, wenn sie es wollte.
Es war jedoch schon mal beruhigend, von Aerik zu hören, dass ihm zumindest in ihren Verhaltensweisen positive Veränderungen aufgefallen waren. Das bedeutete schon eine Menge, wie sie wohl alle aus erster Hand wussten. Es gab niemanden mehr, der nicht mindestens einen Verlust zu verzeichnen hatte. Leif wusste noch genau, wie er sich gefühlt hatte, als beim Ausbruch der Seuche seine Eltern vor seinen Augen verspeist worden waren.
Er nickte also verstehend und hörte weiter ruhig zu, als Aerik von seinen eigenen Empfindungen sprach. Und böse fand er daran gar nichts. »Ich kann nachempfinden, was du meinst. Wann immer es die Aufgaben und die Zeit erlaubten, bin ich in den letzten Wochen rausgegangen. Weg vom Dorf. Entweder mit meinem Boot oder zu Fuß. Ich brauchte den Abstand ebenso. Dafür muss man sich nicht schuldig fühlen.« In Balar hatte ihn alles an die Geschehnisse und die Verluste erinnert und er fühlte sich auf der Insel längst nicht mehr so sicher wie zuvor. So dürfte es jetzt vielen gehen. Natürlich waren einem die Gefahren von draußen stets bewusst, aber wenn man sich nicht mal daheim geborgen fühlen konnte, wo dann? In der Apokalypse nach so einem Gefühl zu streben war fatal, und doch konnte sich Leif dem nicht erwehren.
Immerhin hatte er so einen Seelenverwandten gefunden. Das wäre nicht geschehen, wäre Leif nicht mehr unterwegs gewesen als sonst. Er hatte den Wunsch, Aerik von Virgil zu erzählen. Zwar hausierte er nicht damit, dass er auf Männer stand, weil er damit so natürlich wie möglich umgehen wollte, doch seine Freunde wussten es. Bei ihnen war er sicher gewesen, deswegen keine Ablehnung zu erfahren. Deswegen bedurfte es jetzt auch keine erklärenden Wörter, dass es sich bei Virgil um mehr als ›nur‹ eine Freundschaft handelte.
Leif nickte, als Aerik den Namen buchstabierte, und seine Augen strahlten vor Begeisterung und Freude, weil sein guter Freund Virgil kennenlernen wollte. Sogar gleich morgen. »Sehr gerne!« Wegen der Frage nach der gemeinsamen Jagd, wurde sein Blick nachdenklich. »Nicht so ... wie wir. Aber wir könnten es ihm zeigen. Ich habe bereits angefangen, ihm das Fischen beizubringen.« Ohne Zweifel konnte sich Virgil auch allein draußen versorgen, doch Leif war sich nicht sicher, ob er in der Lage war, Wild aufzuspüren und zu erlegen. Da wusste er schon so viel über ihn, und das noch nicht. »Er ist handwerklich sehr begabt. Vielleicht weißt du, wo man ihn einsetzen könnte? Es gibt ja noch eine Menge zu tun. Und wenn seine Probezeit bei uns vorbei ist, wäre es auch schön, wenn er einen festen Platz hätte.« Da Aerik der Jarl der Handwerker war, wusste er hoffentlich, wo noch Not am Mann war.
Die Hunde liefen inzwischen immer aufgeregter an der Tür umher, sodass man es nicht länger ignorieren konnte. Mit einem Stirnrunzeln blickte Leif zu ihnen. »Vielleicht kommt Skadi zurück?« Das wäre doch schließlich ein Grund zur Freude!
Ein entferntes Mähen war zu hören. Die Weide war doch ein Stück weiter weg, es sei denn, die Schafe wurden gerade woandershin getrieben, was jedoch unwahrscheinlich war. Leif entschied sich, doch mal aufzustehen und nachzusehen, da einer der Hunde jetzt sogar alarmiert bellte. Ein Blick aus dem Fenster reichte. Blökend liefen just in diesem Moment einige Schafe vorbei, die ganz offensichtlich herrenlos waren und die Insel auf eigene Faust erkunden wollten.
»Ähm ... Aerik? Ich glaube, da sind einige Schafe ausgebüxt.« Leif wandte sich vom Fenster ab und blickte zu seinem Freund, um zu sehen, ob er dasselbe dachte wie er. Durch die vergangenen Angriffe war viel zerstört worden und noch nicht alles wieder komplett aufgebaut. Außerdem brauchten sie sämtliches Vieh. Es war wichtig für ihr Überleben. Insofern sollten sie sich bemühen, die entlaufenen Schafe wieder einzufangen, das lag auf der Hand.

// Tut mir leid, dass du sooo lang warten musstest. Das wird jetzt wieder besser. :D

@Aerik Kristjanson

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#8

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

09.10.2022 19:12
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Aerik lauschte seinem guten Freund und nickte verständnisvoll. Ja, Ivar hatte ihm bei seinem letzten Gespräch mit dem König erzählt, dass Leif in der Zeit in der Aerik und Skadi unterwegs gewesen waren, ebenfalls sehr wenig im Dorf zu finden war. Er konnte sich gut vorstellen, dass auch sein älterer Freund Abstand zu der gesamten Situation gebraucht hatte, mal Zeit zum Nachdenken, weg von all dem hier.
„Nein, man sollte sich nicht schuldig fühlen nur, weil man den eigenen Geist als erste Priorität setzt. Hätte ich Skadi nicht aus dem Dorf geholt… wer weiß, wie sie heute drauf wäre. Dank unseres Ausflugs kann sie nun besser mit der ganzen Situation umgehen, ihren Geist wieder den Dingen öffnen, die sie liebt und die ihr Freude bereiten“, gestikulierte der schweigsame Isländer nur und zuckte kurz mit den Schultern. Einfach um darzustellen, dass es völlig okay war, auch mal sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Was würde es dem Dorf bringen, wenn Skadi weiterhin verstört und traurig in ihrem Zimmer sitzen würde? Garnichts. Ebenso bei Leif. Ebenso bei Aerik selbst.
Interessiert lauschte er dann der Beschreibung von Virgil, der junge Mann schien es Aeriks Freund wirklich angetan zu haben, was den schweigsamen Isländer sehr freute. Er freute sich, dass Leif so glücklich war und sich auch so sehr darüber freute, dass Aerik Virgil sofort kennenlernen wollte.
„Ich glaube Skadi wird Virgil“, er buchstabierte den Namen von Leifs Freund erneut, „in null Komma nichts zu einem guten Jäger machen. Und vermutlich wird sie weniger abgelenkt sein als du von ihm.“
Das ließ Aerik nur grinsen und sein ungewöhnliches Geräusch machen, was seine Freunde als Lachen erkannten, sich aber seltsam anhörte aufgrund seiner fehlenden Stimmbänder. Er spielte natürlich darauf an, dass eine Jagdsession von Leif und Virgil auch damit enden könnte, dass Leif eher Virgil jagte. Etwas, was auch ab und an bei @Skadi Nygard und Aerik passiert war, Dinge die eben bei jungen Menschen manchmal unvermeidbar waren. Er selbst war einfach so von Skadis Ruhe und Konzentration beim Jagen und ihrem unglaublich großen Fachwissen so angetan gewesen und hatte sie dabei als so attraktiv empfunden, dass er manchmal nicht anders konnte als sie einfach zu küssen. Und manchmal waren eben noch andere Dinge gefolgt. Wofür sie ihn manchmal im Nachhinein gescholten hatte, dass er sie und sich selbst so von der Jagd ablenkte, aber ihr Lachen hatte ihm immer gezeigt, dass sie es nicht vollkommen ernst meinte. Die Erinnerung an manche dieser Jagden ließ ihn nur noch breiter grinsen.
Sanft schüttelte er dann den Kopf, blickte wieder etwas ernster drein und nickte, formte dann mit den Händen, „Natürlich. Jetzt wo es bald Herbst wird, brauche ich definitiv Hilfe einige der Hütten für den Winter neu zu verdichten. Und Yuki hat mir erzählt, das Dach in einem der hinteren Zimmer im Gasthaus wäre undicht. Ist Virgil recht groß? Jemand der ähnlich groß ist wie ich wäre sehr praktisch.“
Aerik war bewusst, dass wenige im Dorf so groß waren wie er, mit seinen 195cm war er auch sehr groß. Dennoch war es leichter, wenn ihm jemand dabei half, der eben nicht klein war. Jemand der etwas größer als Leif war würde ihm ja schon reichen.
Das Bellen und aufgeregte Verhalten der Hund wurde nun auch Aerik immer mehr bewusst, sein Blick folgte dem seines Freundes und auch er runzelte die Stirn.
Sanft schüttelte er den Kopf, nein, Skadi konnte nicht schon jetzt zurückkommen, es musste etwas Anderes sein, was die Aufmerksamkeit der Hunde so auf sich zog. So wie Leif auch, hörte Aerik das Mähen der Schafe und stand überrascht auf, folgte seinem Freund zum Fenster und sah hinaus. Tatsache! Da liefen ja wirklich Schade entlang.
„Wie?“, machte Aerik die Geste und blickte seinen Freund an, ehe er mit den Schultern zuckte und kurz Pfiff. Das Zeichen für Geri und Freki Sitz zu machen und auf weitere Kommandos zu warten, was die beiden Hunde sofort taten. Dann griff er an einen der Haken, warf sich eine Weste aus Schafswolle über und blickte seinen Freund an.
„Wir müssen sie einfangen. Schnapp dir einen der Stecken vor der Tür und los!“, gestikulierte Aerik schnell, so schnell das wohl nur Leif und wenige andere seine „Worte“ erkennen und deuten konnten. Doch sie hatten keine Zeit zu verlieren, wer wusste schon wo sich die Schafe alles verteilt hatten! Mit Schwung öffnete er die Tür, Pfiff erneut aber anders als vorher und sofort waren die beiden Hunde auf den Beinen und an seiner Seite. Draußen vor der Tür schnappte er sich ebenfalls einen der Stöcke, wunderschön geschnitzt und mit Runen und Abbildern von Aerik selbst verziert. Sein blauer Blick glitt über die Menge an Schafen die sich auf der Fläche verteilte, er zählte im Moment 23 Schafe doch wusste er, dass die Herde weit über 40 umfasste. Also befand sich fast die Hälfte wohl noch woanders. Und das Schafsgehege war noch eine gute Strecke entfernt, zu Fuß immerhin fast eine halbe Stunde. Im Unterbewusstsein fragte er sich, wer so blöd sein konnte und das Gatter zum Gehege offenlassen, doch das war jetzt erstmal nicht so wichtig. Erstmal mussten die Schafe wieder eingefangen werden!
Zwei kurze Pfiffe aus Aeriks Lippen und Geri stürmte nach links, dicht gefolgt von Freki, laut bellend, was natürlich sofort die Aufmerksamkeit der Schafe auf sich zog und die am nächsten stehenden sofort umdrehen ließ. Gut, zumindest die Hunde konnten ihren Job gut machen. Zusammen liefen die beiden jungen Männer los, verschafften sich einen Überblick und versuchten erstmal vor die Herde zu kommen, denn hinter Aeriks und Skadis Hütte befand sich nichts als Wald und Aeriks Statuen. Dort die Schafe im Blick zu behalten wäre ein aussichtsloses Unterfangen.
„Wir sollten sie zunächst zusammentreiben und den Großteil zurück ins Gehege bringen, dann suchen wir die Nachzügler“, deutete er schnell seinem Freund und sah ihn abwartend an. Vielleicht hatte Leif ja aber auch eine bessere Idee?


//ach alles gut. ich bin ja auch nicht sonderlich besser xD

@Leif Tyrson


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#9

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

28.10.2022 07:43
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Aeriks Worten hatte er nichts hinzuzufügen, weswegen Leif nur zustimmend nickte. Niemandem war geholfen, wenn man zusammenbrach. Also sollten sie, wenn nötig, einen Schritt zurücktreten und in sich gehen - sich dem widmen, was sie liebten und was ihnen guttat. Selbst wenn anfangs das schlechte Gewissen wegen des Rückzugs groß war, insbesondere, weil die Siedlung eigentlich jede Hand brauchte, die beim Wiederaufbau mit anpackte. Leif war sehr froh darüber, wie verständnisvoll man in Balar damit umging, wenn jemand Zeit für sich benötigte und seltener innerhalb der Mauern anzutreffen war.
Er grinste breit, als sie von Virgil sprachen und wie abgelenkt Leif womöglich von seinem Partner war. »Da könntest du recht haben.« Das, worüber Aerik da nachdachte, war durchaus bereits passiert. Zwar nicht beim Jagen im Wald, sondern beim Fischen auf dem Boot. Man mochte gar nicht glauben, wie sehr gemeinsames Rudern verbinden konnte und wie attraktiv es war, den Geliebten dabei zu beobachten.
Es freute Leif, dass es für Virgil einen Platz bei den Handwerkern geben könnte. »Er ist nicht so ein Riese wie du, aber schon ein Stück größer als ich. Lass uns doch morgen beim Essen darüber sprechen, er wird dir sicher gern zur Hand gehen.«
Ihr Gespräch wurde durch das aufgeregte Verhalten der Hunde jäh unterbrochen. Skadis Rückkehr war nicht dafür verantwortlich, also musste es etwas anderes sein. Nur wenige Sekunden später wurde auch deutlich, was, denn das Mähen mehrerer Schafe war zu vernehmen.
»Seid ihr mit dem Reparieren der Zäune fertig?« Eigentlich war das eine doofe Frage, denn das Vieh zu schützen und am Weglaufen zu hindern, war auf der Prioritätenliste ganz oben gewesen. »Oder hat jemand beim Schafehüten gepennt?« Leif zuckte ebenfalls mit den Schultern, nachdem er diese beiden Möglichkeiten ausgesprochen hatte. Darüber, wie die Schafe es geschafft hatten, auszubüchsen, konnten sie sich auch später noch Gedanken machen oder versuchen, es am Gehege herauszufinden. Nun sollten sie sich besser anschicken, sie einzufangen.
Leif trat hinter Aerik und den Hunden aus der Tür und schnappte sich ebenfalls einen Stecken. Diese bewunderte er immer wieder, wenn er zu Besuch war. Im Schnitzen machte Aerik keiner etwas vor und es war fast schade, den Stab nun zum Schafefangen zu missbrauchen.
Geri und Freki brauchten nur ein Kommando des schweigsamen Isländers, um die Aufmerksamkeit der blökenden Tiere zu erhaschen. Diese drehten bereits folgsam um und rotteten sich zusammen. So waren sie wenigstens nicht mehr so weit verteilt, und es gelang den Männern recht schnell, sich an die Spitze der Herde zu stellen und die Richtung vorzugeben. Die Hunde blieben rechts und links von ihnen und achteten darauf, dass kein Schaf ausbrach.
Leif nickte dem Hünen zu, so würden sie es machen. Wahrscheinlich war dies hier der einfachere Teil. Nachzügler suchen erforderte Spurenlesen und Geduld.
Am Gehege angekommen, sahen sie, dass das Gatter wirklich weit offenstand. Drumherum war keine Menschenseele zu sehen. »Unfassbar«, murmelte Leif und schüttelte den Kopf. Entweder hatte tatsächlich jemand vergessen, es zu schließen, oder es war mit Vorsatz geöffnet worden. Nach den kürzlichen Angriffen auf Balar und der Sache mit dem vergifteten Fisch konnte sich Leif leider alles vorstellen.

@Aerik Kristjanson

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#10

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

05.02.2023 10:30
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Das Grinsen seines Gegenübers war dem Isländer schon Antwort genug. Natürlich waren er und Virgil schon übereinander hergefallen, während sie draußen unterwegs waren. Das war ja nur normal und gehörte dazu, Aerik erging es da ja nicht anders manchmal mit Skadi. Wobei das mit Skadi wohl vorbei war, beziehungsweise es definitiv war. Nicht die Freundschaft, aber alles andere dazu. Dafür hatte er ja jetzt eine andere Frau, die ihm nahe war.
„Das klingt wunderbar“, formte Aerik mit den Händen, als Leif vorschlug dass sie beim Abendessen am nächsten Tag gleich darüber sprechen könnten. Nun, so groß wie Aerik waren wohl wenige Männer, aber wenn Virigl kräftig gebaut und etwas größer war, dann wäre er definitiv schon eine große Hilfe.
Unterbrochen wurde das Gespräch dann von den Hunden und schnell stellte sich heraus, dass da draußen mehr los war als ursprünglich gedacht. Mit wenigen Schritten waren Aerik und Leif außerhalb der Hütte, auf die Anweisung des Hünen hin schnappte sich sein Freund auch einen der Stäbe und schon waren sie unterwegs. Mit einem Pfiff von Aerik wussten Geri und Freki sofort was sie zu tun hatten und erleichterten damit den beiden Isländern ein wenig die Arbeit. Nun also liefen die beiden Männer an der Spitze der Kolonne, die beiden Hunden umkreisten den Teil der Herde, den sie so schnell erstmal zusammentreiben konnten und beim Gehege angekommen, zog Aerik eine Augenbraue hinauf. Das Unfassbar seines Freundes bestätigte er nur mit einem Nicken, dann pfiff er erneut zweimal kurz hintereinander, was dafür sorgte, dass Geri und Freki das Bellen anfingen, die Schafe sich etwas Beschleunigten und von den beiden Hunden ins Gehege getrieben wurden. Schnell schloss Aerik das Gatter, kontrollierte nochmal nach, ob es diesmal auch wirklich zu blieb. Doch es tat es nicht. Neugierig ging Aerik auf die Knie und betrachtete den Mechanismus. Irgendetwas griff nicht mehr richtig, hinderte das Gatter daran geschlossen zu bleiben.
Aerik hielt das Tor fest, dann ließ er los und es ging automatisch wieder auf. Nach genauerer Betrachtung war das Holz beschädigt und hielt dem Zug durch das Tor nicht mehr stand. Es musste repariert werden, was Aerik sich gleich als Notiz in seinem Hinterkopf machte.
Mit einem Geräusch, das bei jemandem mit Stimmbändern wohl ein Seufzen war, richtete er sich auf und formte mit den Händen, „Das Gatter ist kaputt. Vielleicht vom Sturm vor ein paar Tagen, vielleicht schon länger. Keine Ahnung.“
Damit kratzte sich der Hüne am Hinterkopf und zuckte mit den Schultern, hielt das Tor mit seinem einen Bein noch geschlossen. Sein blauer Blick huschte durch die Landschaft, er wünschte er hätte ein Seil aus der Hütte mitgenommen aber sie waren so schnell aufgebrochen…
Da fiel sein Blick auf die beiden Stecken, die sowohl Leif als auch er mitgenommen hatten.
„Wir blockieren das Tor erstmal mit den Stäben. Damit die Schafe nicht wieder entkommen können“, erklärte er seine Idee dem anderen Isländer und wartete bis Leif den einen Stab in den Boden gerammt und gegen das Tor verklemmt hatte. Dann trat Aerik vom Tor weg und Leif konnte mit dem zweiten Stab das Tor noch etwas besser stabilisieren. Prüfend rüttelte Aerik am Tor, es gab etwas nach aber sollte ein Schaf dagegen laufen, würde es nicht aufgehen wie vorher.
„Gut“, gab Aerik das Zeichen und nickte Leif zu, ehe er grinste und den Kopf schüttelte, „Jetzt kommt der harte Part. Uns fehlen noch 17 Schafe. Dass der Tag so verläuft hätte ich nicht erwartet…“

@Leif Tyrson

// I am so sorry. Ich verspreche mich zu bessern <3


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#11

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

27.02.2023 10:06
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Von dieser anderen Frau, die sich offenbar einen Platz im Herzen des schweigsamen Isländers erobert hatte, durfte Aerik auch gern berichten. Wobei er weniger wie die Art von Mensch wirkte, der mit so einer Neuigkeit hausieren ging. Tat Leif auch nicht, aber da Virgil nun fest zu seinem Leben gehörte, war das Bedürfnis groß gewesen, seinen Freund daran teilhabenzulassen.
Heute würden sie solche Themen jedoch wohl nicht mehr weiterverfolgen, da ihr Gespräch von einer Meute blökender Schafe unterbrochen wurde. Mit der Hilfe der zwei Hunde schafften sie es, den Großteil zum Gehege zurückzulotsen. Das Gatter stand weit offen, was natürlich die Frage aufwarf, wie das passiert war. Leif dachte leider sofort an Vorsatz oder Nachlässigkeit. Normalerweise waren solche Unterstellungen nicht seine Art, aber die Vergangenheit mit den Angriffen und dem vergifteten Fisch hatte nun mal Spuren bei ihm hinterlassen.
Als auch das letzte Schaf innerhalb der Umzäunung war, schloss Aerik das Tor – oder versuchte es zumindest. Tatsächlich schien es beschädigt zu sein, was durchaus beim Sturm passiert sein könnte. Das wäre eine Erklärung, die auch Leif lieber war, als dass die Ursache in menschlichem Versagen oder der kriminellen Energie einer noch unbekannten Person lag.
Nun konnten sie es aber nicht so lassen, sonst würden die Schafe ja gleich wieder ausbüxen. Aerik hatte zuerst einen Einfall und somit nutzten sie die Stecken, um das Tor zu verrammeln. Die Konstruktion hielt, sodass sich die beiden Isländer auf die Suche nach dem Rest der Herde machen konnte.
Das Grinsen erwiderte Leif automatisch. »Ich auch nicht. Eigentlich wollte ich doch nur in aller Gemütlichkeit Zeit mit dir verbringen.« Er rempelte Aerik gutmütig ganz leicht mit dem Ellbogen an. »Aber das tun wir ja trotzdem. Und ein Glück sind wir auf einer Insel. Solang die Schafe nicht durch das Haupttor auf das Festland entkommen, haben wir eine gute Chance, sie zu finden.« Und das würde ja hoffentlich nicht passieren, vor der Brücke standen schließlich Wachen.
Dennoch stellte sich die Frage, wo Aerik und Leif nun mit der Suche beginnen wollten. »Vielleicht können Geri und Freki eine Witterung aufnehmen?« Sie selbst konnten natürlich auch den Boden absuchen und schauen, wo sich vereinzelte Spuren von der Hauptherde entfernt hatten. Diesen könnten sie dann nachgehen und hoffentlich die verlorenen Schäfchen finden.

// Alles gut! <3

@Aerik Kristjanson

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#12

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

19.03.2023 13:53
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Der Isländer war einfach nur froh, dass seine spontane Konstruktion das Gatter erstmal geschlossen hielt. So würde zumindest der Teil der Herde, den sie schon mal wieder gefangen hatten. Nicht wieder ausbüchsen. Sonst würden sie heute wohl den gesamten Tag nur über die Insel rennen und alle Schafe dutzende Male einfangen müssen.
Dennoch fehlten nach Aeriks Zählung noch 17 Tiere und das wäre schon genug Arbeit, weswegen er erstmal darüber scherzte, dass er sich den Tag so nicht vorgestellt hatte. Grinsend sahen sich die beiden jungen Isländer an und Aerik schüttelte sanft den Kopf, als Leif ihn mit dem Ellbogen anrempelte, tat einen Moment so als hätte ihn der andere tatsächlich verletzt, lachte dann aber direkt. Es war nur Spaß, natürlich hatte Leif ihm nicht wehgetan, dazu war sein Rempler sowieso viel zu zaghaft gewesen. Außerdem war es schwer einem Hünen wie Aerik wirklich wehzutun.
Langsam nickte Aerik dann und fuhr sich durch den blonden Bart, nachdenklich. Ja, von der Insel würden die Schafe nicht herunterkommen, die Wachen am Tor zum Festland würden die Tiere kaum durchlassen. Und wenn sie es doch taten, dann durften sie sich den längsten Anschiss von Aerik ansehen, den sie wohl jemals gesehen hatten. Dann wäre er nämlich wirklich richtig sauer. Und einen richtig wütend, sauren Aerik wollte nun wirklich niemand erleben, denn ein fast zwei Meter großer Isländer konnte ganz schön angsteinflößend sein.
„Das stimmt. Ich schicke sie gleich los und wir schauen uns nach Spuren um. Wenn einer von uns oder einer der Hunde etwas findet, dann gehen wir der Spur nach“, stimmte Aerik seinem Landsmann zu und so legten die beiden Männer und Hunde los. Geri und Freki rannten aufgeregt umher, schnüffelten und witterten, während Aerik den Boden zur rechten des Gatters und Leif zur linken betrachtete.
Ein Bellen ließ den blauäugigen Isländer dann aufblicken, Geri stand vor einem Busch und bellte laut, Freki kam aufgeregt hinzugelaufen und bellte mit. Sie mussten etwas gefunden haben und als Aerik sich auf den Boden neben den Hunden kniete, entdeckte auch er eine Spur in der weichen Erde. Was die Hunde allerdings erschnüffelt hatten, war ein Stückchen Wolle, dass an einem niedrigen Zweig des Busches hing.
Belohnend streichelte er Geri über den Kopf und blickte sich nach Leif um, der nun ebenfalls zu den beiden Hunden trat.
„Geri hat eine Spur gefunden. Nach den Hufabdrücken sieht es für mich nach mehr als einem Schaf auf, vielleicht eine kleine Gruppe“, deutete er und zeigte Leif die Hufspuren in der Erde, „Vielleicht haben wir Glück und es ist ein Großteil der noch vermissten Tiere.“

@Leif Tyrson


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#13

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

08.04.2023 11:04
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Das kurze Geplänkel mit dem Ellbogen und der scherzhaften Zurschaustellung des ›Schmerzes‹ zeigte mal wieder, wie gut sich die beiden Isländer verstanden. Sie waren beide eigentlich ziemlich ruhig und sicher keine Kindsköpfe. Humor war trotzdem eine wichtige Eigenschaft, Leif konnte sie jedoch nicht mit jedem ausleben. Aerik und er hatten eine gemeinsame Ebene gefunden, so wie es bei Freunden eben auch sein sollte. Da schreckte es sie auch nicht, noch siebzehn Schafe suchen zu müssen, die auf der gesamten Insel verteilt sein könnten.
Gemeinsam mit den Hunden begaben sie sich auf Spurensuche. Die beiden Männer hatten zunächst weniger Glück, doch dann kündete ein aufgeregtes Bellen von einem Hinweis. Offenkundig war ein Teil der Herde weiter in die Wiesen und Wälder vorgedrungen und sie mussten nur den Hufabdrücken folgen. »Du meinst, wir sind vielleicht doch nicht den ganzen Tag unterwegs und können nachher bei dir noch ein bisschen die Beine hochlegen?« Leif schmunzelte. Keinem von ihnen machte es etwas aus, in der Natur Zeit zu verbringen, also war auch die Ungeduld mehr ein Scherz. Und was gab es Besseres, als es sich nach getaner Arbeit noch ein wenig gemütlich zu machen?
Die Hunde liefen vor und die beiden Landsmänner schritten rasch hinterher. Die Spuren im Erdreich behielten sie dabei genau im Blick. Scheinbar waren die Schafe zusammengeblieben und hatten sich nicht erneut aufgeteilt. Bald hörten sie schon das Blöken und Mähen ... allerdings klang es aufgeregt und nicht, als würden die Tiere gemütlich grasen oder umhertollen.
Vor ihnen tat sich eine Lichtung auf, mit einem kleinen See in der Mitte. Das Ufer war abschüssig und nun konnten die Isländer auch erkennen, was die ganze Aufregung sollte. Im See schwamm ganz verzweifelt eines der Schafe umher, versuchte auch tapfer, ans Ufer zu kommen. Doch die Beinchen schafften es nicht, genug Kraft aufzuwenden, sodass das Tier wieder hinab und ins Wasser rutschte.
»Einer klettert runter und schiebt?«, schlug Leif eilig vor. Der andere würde dann von oben das Schaf hochziehen können und so würden sie es hoffentlich retten.

@Aerik Kristjanson

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#14

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

15.07.2023 18:54
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Siebzehn Schafe zu suchen würde wohl für einige Leute eine ätzend aufwendige Aufgabe sein, aber für Aerik war es okay. Immerhin war ja sein bester Kumpel Leif bei ihm, mit dem eigentlich mehr oder weniger jede Aufgabe machbar war. Und es dabei auch noch Spaß machte!
Ein breites Grinsen breitete sich auf Aeriks jungem Gesicht aus, als Leif sarkastisch antwortete. Jaja, das würde dem Isländer so passen. Wobei Aerik auch nichts dagegen hätte später wirklich noch ein wenig die Beine hochzulegen. Doch nun erstmal zur wirklich Arbeit! Selbst wenn es eine kleinere Gruppe von Schafen wäre, siebzehn würden es sicherlich nicht sein, also war der Feierabend noch nicht in Sicht.
Geri und Freki rannten voraus und immer wieder zurück zu den beiden jungen Männern, führten den Weg, der aber dank der deutlichen Hufspuren recht gut zu finden war. Irgendwann kam zu den Spuren auch noch Blöken und Mähen dazu, sie mussten sich der kleinen Gruppe also doch langsam nähern. Geri bellte einmal kurz aufgeregt und Aerik streichelte dem Hund über den Kopf, als sie auf eine kleine Lichtung traten.
Die hellen Augen des jüngeren Isländers suchten die Lichtung ab, glitten über den See und auch er bemerkte den Grund der Aufregung. Eilig liefen die beiden hinüber, Leif schlug schon etwas vor. Das klang schlüssig und Aerik nickte nur, griff sich in den Nacken und zog das Hemd über den Kopf. Damit war auch schon entschieden wer ins Wasser sprang um das Schaf zum Ufer zu bringen. Schnell waren auch Hose und Stiefel aus, sodass der junge Isländer in Unterwäsche vor seinem besten Freund stand.
„Okay. Halt dich bereit, dass Schaf mir abzunehmen“, formte Aerik noch geschwind mit den Händen, ehe er in die Hocke ging und die kleine Klippe hinabstieg. Es war nicht weit, für einen Menschen eher weniger ein Problem, für ein Schaf allerdings… bei näherer Betrachtung war auch zu erkennen, dass es eines der jüngeren Schafe war, vielleicht aus dem Wurf von letztem Jahr.
Sorgsam darauf bedacht das Tier nicht noch weiter panisch zu machen stieg Aerik ins Wasser, schwamm zu dem jungen Tier hinüber. Verdammt, das Wasser war echt kalt aber was wäre er schon für ein Nordmann, wenn ihm das was ausmachen würde! Mit kräftigen Zügen war er direkt hinter dem Schaf, wich einem ausschlagenden Huf aus, und griff mit seinen kräftigen Armen um das arme Tier. Tief atmete er ein, dann stemmte er sich mit den Füßen gegen den Fels und mit einem Geräusch von Anstrengung hob er das Tier aus dem Wasser und ein Stück die Klippe hinauf, wo Leif es ihm hoffentlich abnehmen würde.

@Leif Tyrson

Leiddu mig vinur í lundinn frá í gær
Lindin þar niðar og birkihríslan grær

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#15

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

12.11.2023 16:51
Leif Tyrson Leif Tyrson (gelöscht)
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Auch unangenehme Aufgaben konnte man sich spaßig gestalten. Wenn man sie mit einem Freund anging, waren sie ohnehin nur noch halb so schlimm. Und Leif war auch einfach gern an der frischen Luft und in der Natur unterwegs. Insofern störte er sich nicht am Fährtenlesen und Erkunden, sondern sah es eher als Gelegenheit an, seine Fertigkeiten herauszufordern. Nach allem, was Balar zuletzt durchgemacht hatte, war es eine Wohltat ›nur‹ nach ausgebüxten Schafen zu suchen.
Eines von ihnen befand sich jedoch in Gefahr. Es war gefangen in einem See und kam nicht von allein wieder heraus. Wohin auch immer die restlichen Tiere verschwunden waren, sie waren offensichtlich nicht geblieben, um diesem hier beizustehen. Oder sie liefen nach Hilfe blökend durch die Wälder. Darum, das herauszufinden, würden sich die beiden Isländer später kümmern. Jetzt galt es erst mal, dieses Exemplar zu retten.
Aerik zögerte nicht und sprang ins Wasser. Somit blieb es Leifs Aufgabe, das Schaf oben am Ufer zu sichern und vollständig an Land zu ziehen. Mit Argusaugen beobachtete er, wie sich sein Freund vorsichtig dem Schaf näherte. Er hatte ein Händchen für Tiere, was sich nun erneut zeigte. Die Kälte des Wassers schien ihm nichts auszumachen, aber das kannte Leif auch von sich selbst. Sie waren eben beide Vollblut-Nordmänner und störten sich nicht an rauen und widrigen Begebenheiten des Wetters oder der Natur.
Nun ging es ans Eingemachte und Leif bereitete sich darauf vor, das Schaf anzunehmen. Er wirkte äußerlich vielleicht nicht so kräftig wie Aerik oder sein Partner Virgil, doch ihm wohnte sehr viel Stärke inne. Weswegen er ebenfalls schnaufend, aber entschlossen das Tier packte und den letzten Rest ans rettende Ufer zog. Hier hielt er es noch etwas länger im Arm, auch wenn es am liebsten sofort flüchten würde und deswegen wild die Beine bewegte. Leif war Fischer und kein Hirte, und doch bemühte er sich, seine innere Ruhe auf das Tier zu übertragen, damit seine Panik schwand und es merkte, dass es in Sicherheit war.
»Vielleicht binden wir es hier an einem Baum an?« Jedes Schaf einzeln zurück zum Gehege zu bringen, würde wohl ewig dauern. Andererseits missfiel es Leif, das arme Ding so allein und patschnass zurückzulassen. »Oder wir nehmen es einfach mit. Vielleicht hilft es uns, die anderen zu finden.« Womöglich wirkte das Blöken so ähnlich wie Wolfsgeheul?

@Aerik Kristjanson

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#16

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

17.04.2024 09:28
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin

Hey, macht ihr noch weiter?
@Aerik Kristjanson @Leif Tyrson



I had someone once who made every day mean something.
And now…. I am lost….
And nothing means anything anymore.


.
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#17

RE: Counting sheep | Leif & Aerik

09.05.2024 16:52
Aerik Kristjanson Aerik Kristjanson (gelöscht)
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Play kann beendet werden @Scarlet Rainthworth

Leiddu mig vinur í lundinn frá í gær
Lindin þar niðar og birkihríslan grær

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