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#1

Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

15.08.2022 15:34
Rurik Halvorsen Rurik Halvorsen (gelöscht)
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Spätsommer 2021

Der Sommer war in vollem Gange. Sonne pur, kaum eine Wolke am Himmel und warme Temperaturen. Es war schon etwas länger her gewesen, dass der letzte Regen hinab auf die Erde kam, aber die Natur hatte dies bitter nötig. Eigentlich wir alle. Oft folgte nach so einer Hitzeperiode ein ordentliches Gewitter, mit Regen – ein Unwetter. Es war abzuwarten, wie es diesmal war. Ich fand Gewitter nicht sonderlich schlecht.
Ich griff nach einem schwarzen Haargummi und band mir die Haare zügig zu einem Dutt zusammen. Ein kurzer Blick in den Spiegel verriet, dass alles richtig saß. So nahm ich meinen Rucksack, Axt und den Holster mit der Pistole und verließ mein Zuhause nach draußen. Was gab es schöneres, als bei diesem Wetter früh morgens einen Ausflug zu machen. Zusammen mit ein paar anderen aus der Kolonie traf ich mich an den Toren zur Außenwelt. Wir sprachen noch kurz die Route der heutigen Plünderungstour durch und kontrollierten, ob wir alles dabei hatten. Waffen, Munition, Beutel, Taschen… alles mögliche, was man für so einen Ausflug eben immer so brauchte.
Mittlerweile waren es fast drei Jahren, dass ich Mitglied der Anarchy-Rider war. Fast kam es mir so vor, als ob es gestern gewesen war, dass ich dank Lyanna hier vor diesem Tor gestanden hatte. Seitdem waren diese Leute meine Familie. Ich war bereit gewesen, mit meiner Vergangenheit abzuschließen; hatte gute zwei Jahre allein im Wald gelebt und nur mit wenigen Menschen gesprochen. Ich war für so viele eine Enttäuschung gewesen und hatte es mir fest vorgenommen, dieses zu ändern. Doch lange blieb ich nicht von der Vergangenheit verschont – aber diesmal im positiven Sinne –, denn vor einem Jahr hatte ich auf einmal vor Skadi gestanden. Ja, die kleine süße Skadi, die mittlerweile gar nicht mehr so klein war. Ihr Bruder wäre stolz auf sie. Bedauerlicherweise hatte es dort von ihm immer noch keine Neuigkeiten gegeben. Wie viele Jahre schon vergangen waren, dass ich meinen besten Freund das letzte Mal gesehen hatte. Ich dachte trotz allem oft an ihn… und an meinen Bruder und meine Cousine, die damals mit auf die Reise gegangen waren – ich konnte sie nicht vergessen.
Tatsächlich hatte es vor ein paar Wochen ein erneutes Wiedersehen gegeben. Die Götter, sie hatten Halfdan nach Balar Island und zu seiner Schwester geschickt. Zwölf Jahre war es her gewesen, dass wir uns das letzte Mal gesehen hatten. Nun gab es fast schon ein Stück weit Normalität, wie sie damals im Dorf geherrscht hatte. Von den anderen fehlte bis jetzt leider immer noch jede Spur… Ob ich sie jemals wiedersah? Ob wir jemals zurück zu unserem Dorf kamen? Trotz den ganzen Lügen der Ältesten, trotz allem, was passiert war; sie waren auch immer noch meine Familie. Die Familie, denen wir den Rücken zugekehrt hatten…

Wir hielten an einem etwas größere Platz an. Rund um uns herum standen Bäume, die alles ziemlich gut bedeckten und Schatten spendeten. Nach alle den Jahren Apokalypse wurden die Plünderungen immer schwieriger. Man fand deutlich seltener noch brauchbare Sachen als damals, aber das war ja irgendwie auch klar… Als Kolonie versuchte man, möglichst eigenständig zu sein, aber ganz ohne ging es auch nicht. Gerade solche Sachen wie Benzin – darauf war man angewiesen. So etwas konnte man nicht mal eben so herstellen. Wir wussten, dass mehrere Häuser in der Nähe standen. Mindestens eins von ihnen hatte ein größeres Nebengebäude, welches aussah wie eine Werkstatt – zumindest auf den ersten Blick. Ich nahm meine Sachen, schloss mich mit den anderen kurz und schlug anschließend den Weg zu diesem besagten Gebäude ein. Ein paar Minuten Fußweg, mehr brauchte es gar nicht, da stand ich vor einem großen, dreistöckigen Haus.
Der Zahn der Zeit nagte auch hier und die Gebäude hatten schon so einiges mitmachen müssen. Immerhin sah das Dach noch einigermaßen aus; so weit ich bei einer ersten Umrundung erkennen konnte. Einen Augenblick beobachtete ich die Umgebung noch, wartete, ob irgendwas geschah. Da dies aber nicht der Fall war und ich keine ungebetenen Gäste wahrnehmen konnte, machte ich mich daran, einen Zugang zum kleineren Nebengebäude, wo ich eine Werkstatt vermutete, zu finden.
Langsam griff ich nach meiner Pistole, zog sie aus dem Holster und begab mich hinein ins Innere. Jap, definitiv eine alte Werkstatt. Sogar größer, als ich eigentlich vermutet hatte. Ich stand in einem großen Raum, in der Ecke lag tatsächlich noch ein wenig Werkzeug. Vor mir eine Hebebühne… viel weiter kam ich nicht sonderlich mit bekunden, da vernahm ich dumpfe Geräusche. Dumpfe Geräusche von neben an. Mein Blick fiel zu einer verschlossenen Tür, hinter der ich die Geräuschquelle vermutete. Es waren… komische Geräusche, die meinen Körper direkt alarmierten. Wäre es einer der anderen, hätte sich diese Person schon längst gemeldet… und wäre wohl auch mit mir in das Gebäude gegangen. Ein Beißer? Ein Tier? Mein Griff um die Pistole wurde stärker und ich ging langsam auf diese besagte Tür hinzu. Fast schon töricht so allein, denn schließlich wusste ich nicht, was mich dahinter erwarten würde. Aber wer wusste das schon, vielleicht brauchte da gerade einer Hilfe? Oder einfach ein Beißer, ein Tier, welches sich verirrt hatte…

@Seth Stewart

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#2

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

16.09.2022 11:19
Seth Stewart 98 Beiträge
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Seit gut einem Jahr war Seth nun schon allein unterwegs, nachdem er seine beiden Brüder aus den Augen verloren hatte. 2019, noch recht am Anfang als sie losgezogen waren, hatten sie Emanuel, ihren ältesten Bruder verloren. Sie hatten eine alte Hängebrücke überqueren wollen, als sie von einer Horde dieser Untoten verfolgt wurden. Die Brücke hatte sie alle nicht ausgehalten. Seth und sein Bruder hatten sich an auf die sichere Seite retten können. Doch Emanuel war zurückgeblieben. 3 Tage hatten sie auf ein Zeichen von ihrem Bruder gewartet, welcher vor der Horde dann in eine andere Richtung geflüchtet war. Doch sie hatten weitergemusst. Es waren noch mehr von diesen Dingern aufgetaucht und ihre Nahrungsreserven waren nicht wirklich viel gewesen. So waren sie dann zu zweit weitergezogen. Der Weg war lang und beschwerlich, wenn man ohne große Kenntnisse umherstreift. Nach nur ein paar weiteren Monaten hatte Seth dann auch seinen anderen Bruder verloren und stand mit seinen gerade mal 15 Jahren allein da.
So zog der Teenager umher und versuchte immer noch an Baltimore zu gelangen. Hoffnung, dass er jemanden aus seiner Familie fand, hatte er kaum noch. Und doch hielt er immer Ausschau nach seinen Brüdern. Beide waren groß, stark und würden sicherlich überleben! Diese Hoffnung würde er auch nie ganz aufgeben.
Jetzt, 2021, war er immer noch allein, aber schon deutlich sicherer unterwegs. Dachte der Junge zumindest. Gerade sah er sich in einem alten Haus nach nützlichen um, als ein Schrank umfiel. Seth hatte nicht mehr rechtzeitig an die Seite springen können und war von diesem begraben worden. Sein rechter Knöchel am Fuß schmerzte und er bekam das schwere Teil einfach nicht von ihm herunter. Und noch schlimmer war, als sich die ersten Untoten den lauten Geräuschen nährten. Klasse, so viel ihm seine Brüder auch beigebracht hatten, so doof stellte er sich nun an. „Fuck!“, fluchte er und versuchte weiter verzweifelt weg zu kommen. Denn die Schlurfgeräusche der Untoten kamen immer näher.

@Rurik Halvorsen


Kleine Erinnerung. Seth war zu der Zeit 16 Jahre alt und hatte noch kurze Haare ;-)

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#3

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

17.09.2022 23:20
Rurik Halvorsen Rurik Halvorsen (gelöscht)
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Je näher ich der Tür kam, desto genauer wurden die Geräusche. Es waren sogar mehrere, so wie ich jetzt vernehmen konnte. Für einen Moment blieb ich an der Tür stehen, lauschte und sah mich etwas unschlüssig um. Außer mir war niemand in dieser Halle, so weit war ich schon gekommen. Eigentlich war der Rest in der Truppe zu anderen Zielen gegangen. So war es zumindest ausgemacht gewesen. Hatte sich doch einer umentschieden? Aber dieser hätte sich bestimmt gemeldet.
Wieder glitt mein Blick zu der Tür. Das eine Geräusch, es wurde irgendwie panischer, war lauter. Das andere wiederum, es war leiser… fast schon, als ob irgendwas über den Boden schleifte. Es klang ähnlich eines… Beißers. Meine Augen weiteten sich und der Griff um meine Waffe verstärkte sich. Vermutlich wirklich ein Tier, was sich in einer misslichen Lage befand und befreien wollte… oder es war ein Mensch. Und da ich seit meiner Ankunft keinen größeren Krach wahrgenommen hatte, war er… oder es wohl schon länger da. Ich dachte nicht weiter, nach möglicher Unterstützung zu fragen. Stattdessen verschaffte ich mir sofort einen Zugang zu dem Nachbarzimmer. Ehe irgendeiner hier war, könnte es sowieso schon zu spät sein. Außerdem wer wusste schon, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag und mich hinterher nicht als lächerlich darstellte.
Ich stieß die Tür auf und tatsächlich. Ich blickte direkt in die Gesichter zwei sabbernder Fressen, die direkt ihre Aufmerksamkeit auf mich richteten. Keine Sekunde dauerte es, bis ich reagierte und ihnen entgegen kam. Dem ersten schlug ich mit dem Griff der Waffe ins Gesicht, dass er taumelnd zur Seite fiel. Beim zweiten hatte ich schon die Axt gezogen und versenkte sie in seinem Schädel. Mit einem Ruck zog ich das Werkzeug wieder heraus und auch der zweite Beißer durfte endgültig mit seinem Leben abschließen. Bis lang hatte ich mir noch gar keine Gedanken zu dem anderen Geräusch machen können. Im Augenwinkel hatte ich eine Gestalt wahrgenommen, aber mehr nicht. Erst einmal hatten die Beißer im Vordergrund gestanden.
Ich stieß geräuschvoll die Lust aus und sah mich um, aber konnte erst einmal keinen weiteren Untoten erkennen. So eilte ich zu dem Jungen, der unter einem umgekippten Schrank feststeckte. „Alles in Ordnung bei dir?“, fragte ich und ging in die Hocke, um die Situation zu betrachten. Sein Bein steckte bis zum Knie fest unter dem großen hellfarbenen Schrank. „Haben die dich eben erwischt?“, hakte ich nach und blickte sein Gesicht. Er schien noch ziemlich jung zu sein. Was machte er hier? War er allein?
Zwar hatte ich keinen der Beißer in unmittelbarer Nähe von ihm gesehen, aber nachfragen war sicherer. Ich fackelte auch gar nicht so lange, stand auf und ging zur Mitte des Schranks. „Ich versuche, das Ding hier anzuheben und du guckst, dass du dich befreist?“ Für einen Moment blickte ich wieder zu ihm, wartete aber eigentlich noch nicht mal eine Antwort ab. Stattdessen ging ich in die Hocke und hob langsam das ganze Teil an. Es war doch etwas schwerer als gedacht, aber sollte machbar sein, damit er sein Bein hervorziehen konnte. Hoffentlich. Ich wusste nicht, ob hier noch mehr Untote herumwanderten.

@Seth Stewart



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#4

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

26.09.2022 14:23
Seth Stewart 98 Beiträge
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Das durfte doch alles nicht wahr sein! Wie hatte er auch so dämlich sein können und nicht richtig aufgepasst?! Emanuel würde ihn den Kopf abreisen, wenn er Seth hier so gefunden hätte. Der 16 Jährige hatte beim durchsuchen des Raumes einfach nicht richtig aufgepasst. Als er sich hingehockt hatte, hatte er die Balance verloren und war nach hinten gegen ein Schrank gefallen. Damit waren sowohl er als auch der Schrank umgefallen und hatte ihn unter sich begraben. Ok, eigentlich eher seinen Fuß, aber natürlich so, dass er nicht selbst freikommen würde. Sowas konnte auch nur wieder ihm passieren! Klasse, jetzt kamen auch schon die ersten Untoten in sein Blickfeld. „Zischt ab!“, fluchte er leise und versuchte noch immer freizukommen. Gerade, als die Gefahr ihn fast erreicht hatte, wurde die Tür zu dem Raum geöffnet. Damit wurden sie abgelenkt und wandten sich den neuen Geräuschen zu.
Die Geräusche gehörten wohl zu einem Menschen, denn der erste Untote viel nun endgültig bewegungsunfähig zu Boden. Hatte er tatsächlich Hilfe bekommen? Überrascht sah Seth auf, als er auch noch angesprochen wurde. Irgendwie brachte er in diesem Moment nur eine Mischung aus nicken und kopfschütteln zu stande. Genauso überrascht war er, als der Fremde ihm dann tatsächlich helfen wollte. So oft hatte er keinen Kontakt mit anderen gehabt und war es auch daher irgendwie nicht gewohnt. Aber innerlich freute der Junge sich unheimlich, dass er hier nun doch nicht sterben musste. Wieder schaffte er es nur zu nicken, als der Ältere den Schrank hochheben wollte. Kaum, dass genug Luft war, zog er seinen Fuß auch direkt raus, als er sich befreien konnte. Es sah nicht danach aus, dass das Holz leicht war. „Danke.“, schaffte Seth es dann endlich zu sagen, als er seinen Fuß leicht bewegte. Er schmerzte und der 16 Jährige war sich nicht sicher, ob er stehen oder laufen konnte. „Scheiße!“, sah er missmutig auf den leicht geschwollenen Knöchel.

@Rurik Halvorsen

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#5

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

28.09.2022 22:27
Rurik Halvorsen Rurik Halvorsen (gelöscht)
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Das Blut rauschte immer noch in meinen Ohren von dem unfreiwilligen Adrenalinkick und ich merkte, dass mein Herzschlag sich nur langsam beruhigte. Die Situation eben war schon knapp gewesen… Viel hätte nicht mehr gefehlt und einer der Untoten hätte den Jungen erreicht gehabt. Nicht auszudenken… Dann hätte ich wirklich nichts mehr für ihn tun können. Aber so, so schien es – zumindest auf den ersten Blick – glimpflich abgelaufen zu sein und ich konnte ein gutes Timing hinlegen. Tja, sonst war ich das gar nicht gewohnt von mir…
Trotzdem durften wir uns jetzt nicht in Sicherheit wiegen, weswegen ich mich schnell am oberen Teil des Schrankes platzierte, um ihn anzuheben. Der alte Holzschrank ächzte unter der Bewegung, ließ sich nach ein paar Sekunden dann aber doch bewegen. Ich biss die Zähne zusammen und wandte die benötigte Kraft auf, um das ganze Teil genau so viel anzuheben, dass der Braunhaarige sich hoffentlich befreien konnte. Kaum war er nach hinten gerutscht, ließ ich den Schrank wieder los, welcher in einer kleinen Staubwolke wieder auf dem Boden landete.
Geräuschvoll stieß ich die Luft aus und streckte mich nach der Aktion erst einmal. Schließlich fiel mein Blick zu dem Jungen und ich neigte den Kopf leicht. „Ach, kein Problem“, erwiderte ich auf seinen Dank und musterte ihn. Die noch unbekannte Begleitung bewegte vorsichtig seinen Fuß und ließ mich wieder einen Schritt näher kommen. Erneut ging ich in die Hocke und musterte den Fuß. Eine Schwellung am Knöchel war bereits zu erkennen und ließ mich leise Seufzen. „Ich wollte deine Feier oder was auch immer hier nicht unterbrechen, aber ich würde empfehlen, nicht allzu lange hier zu bleiben…“ Mit einem Nicken deutete ich zu seinem Fuß, gerade wenn er lädiert war, war das nicht gerade die beste Idee. „Meistens finden sich doch glatt ein paar mehr Beißer zusammen als nur die zwei da…“ Kurz schielte ich zu den beiden nun endgültig leblosen Körpern, die um uns herumlagen.
Etwas unschlüssig, wie ich nun handeln sollte, sah ich umher, musterte das erste Mal überhaupt diesen Raum etwas genauer. Irgendwie hatte ich mir diese Tour heute anders vorgestellt. Vermutlich hätte ich mit allem möglichen gerechnet, aber nicht mit so etwas.
„Rurik…“, meinte ich schließlich nach einer kleineren Pause und hielt ihm die Hand hin, um ihm aufzuhelfen. „Versuch erstmal aufzustehen und zu gucken, ob du den Fuß vorsichtig belasten kann…“ Wieder verstummte ich. Notfalls würde sich bestimmt ein Stuhl oder irgendetwas finden. „Was machst du hier, bist du allein?“, waren meine nächsten Fragen. Je nachdem… so könnte er eher schlecht hier bleiben und ich hatte eher nichts mit, um so eine Verletzung zu versorgen. Vielleicht die anderen, sie könnte ich über Funk mal fragen. Aber erst einmal wollte ich seine Antworten abwarten….

@Seth Stewart



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#6

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

13.10.2022 11:30
Seth Stewart 98 Beiträge
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Damit war der Tag für Seth nun wirklich gelaufen. Jetzt hatte er es mit seiner Unachtsamkeit auch noch geschafft, dass er sich so verletzte, dass er nicht mehr richtig laufen konnte. Gerade laufen war in dieser Welt bedeutsam! Wie sollte er nur flüchten, wenn er humpelte? Vor den Untoten sollte es noch halbwegs gehen, denn diese waren zum Glück nicht schnell, aber wie das bei Menschen aus? Auch wenn der Junge viel allein war, nachdem er seine Brüder verloren hatte, so wusste er aber auch, dass Menschen gefährlich werden konnten. Gefährlicher als es die wandelnden Leichen sein könnten. Das war doch echt zum Mäusemelken!
Überrascht sah der Jüngere auf, als sein Retter sich neben ihn hockte und seinen Fuß ansah. „In dem Falle war es wohl gut.“, kam es von Seth, als der andere seinen Spruch brachte. Wenigstens schien der Ältere cool drauf zu sein und wirkte jetzt auch nicht direkt wie ein Spießer. Aber er konnte trotz allem gefährlich sein, das wusste der Junge. Allerdings würde er jetzt so oder so nicht flüchten können. „Die anderen werden den Krach gehört haben.“, nickte er und versuchte auf die Füße zu kommen. Der geschwollene tat sau weh, aber immerhin konnte er ihn halbwegs belasten.
„Ich bin Seth, danke noch mal für deine Hilfe!“, stellte auch er sich vor, nachdem Rurik den Anfang gemacht hatte. Auch für dessen Hilfe bedankte der Jüngere sich noch einmal. Es war in dieser Zeit echt nicht mehr gang und gebe, dass man sich half. „Ich hab Wasser und Nahrung gesucht. Meine Vorräte sind so gut wie alle.“, antwortete er ehrlich. Allein deswegen schon, damit Rurik wusste, dass es bei ihm nichts zu stehlen gab. Er hatte so gut wie nichts mehr und damit würde sich das wohl nicht lohnen.
Das der Junge Schmerzen hatte, konnte man ihm ansehen, aber es würde erst einmal gehen. Langsam machte er ein zwei Schritte, die zwar wackelig waren, aber erst einmal ging es. „Wenigstens nichts gebrochen…“, murmelte Seth. Sein Bruder hatte ihm ein zwei Dinge beigebracht, dass er das halbwegs erkennen konnte. „Dann sollte ich mir lieber mal ein gutes Versteckt suchen, bevor es dunkel wird. Dann kann ich den Fuß ausruhen lassen.“, lächelte er leicht. Er konnte ja schlecht Rurik fragen, ob dieser was wusste. So aufdringlich wollte der Teenager jetzt nicht sein. Das gehörte sich einfach nicht. Eine Flasche Wasser hatte er noch und zwei Dosen Ravioli waren noch da. Wenn er sparsam war, dann würde das noch 2-3 Tage reichen. Damit sollte er seinen Fuß dann auch wieder besser belasten können.

@Rurik Halvorsen

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#7

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

22.10.2022 21:15
Rurik Halvorsen Rurik Halvorsen (gelöscht)
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Mit einem Nicken bestätigte ich die Aussage des Jungen. Ja, sie werden vermutlich den Krach gehört haben und dann konnte man davon ausgehen, dass wir hier demnächst nicht mehr alleine stehen würden. „Tja, wer will auch schon eine so gute Party verpassen? Eigentlich verständlich, aber du hättest dir vielleicht ein anderes Thema aussuchen sollen…“ Meine Augenbrauen zuckten für einen Moment nach oben und in meinem Blick lag ein Hauch von Sorge. Ich wusste gerade nicht wirklich, wie es jetzt weiter gehen sollte, aber ich konnte den Braunhaarigen hier doch einfach nicht so stehen lassen. Das würde aller Wahrscheinlichkeit nach ein unschönes Ende nehmen; es war mehr als wichtig, mobil zu sein und sich richtig verteidigen zu können… oder zu kämpfen, je nachdem. Ein lädierter Knöchel, mit dem man kaum auftreten konnte, trug nicht besonders gut zu diesen Voraussetzungen bei. Seufzend fuhr ich mir durch die blonden Haare, ehe meine Mundwinkel sich kurz nach oben zogen, als sich der Junge, der sich nun als Seth vorstellte, nochmals bedankte. „Ach, kein Problem.“ Ich war eben kein Unmensch und würde nicht so einfach einen Jungen zum Sterben zurücklassen. All die Jahre über hatte ich so viel Leid erleben müssen, sehen müssen, wie durch mich unschuldige Leute starben… Ich hatte mir geschworen, dass das nicht noch einmal passierte. Ich hatte die Rider gefunden, sie waren meine Familie, und hatte so mit meiner Vergangenheit abgeschlossen. Daran würde sich jetzt auch nichts ändern.
Erneut fiel mein Blick zu Seth und ich verschränkte die Arme vor der Brust. Wie alt mochte er wohl sein? War er schon achtzehn? Vermutlich nicht. Hatte er noch Familie? Ich wollte es hoffen. Auch so machte er keinen sonderlich gefährlichen Eindruck auf mich. Eher war das Gegenteil das Fall und er wirkte etwas… verschreckt… Etwa wegen mir?
Wieder nickte ich leicht, als er betonte, dass er kaum noch Vorräte hatte. Noch etwas, was nicht positiv zum Überleben beitrug. Ebenso die Schmerzen, die der Junge nicht verbergen konnte. Wieder seufzte ich leise und streckte den Arm vorsichtshalber aus, als ich merkte, wie er schwankte und drohte, das Gleichgewicht zu verlieren.
„Ich bin kein Unmensch. Definitiv nicht…“, fing ich nach einer kleineren Pause an und ging langsam wieder einen kleinen Schritt zurück. Dieser Plan von ihm… er klang nicht besonders überzeugend. Vor allem, wenn er wirklich kaum Sachen hatte und möglicherweise nichts zur medizinischen Versorgung. „Ich nehme also an, du bist allein unterwegs…?“ Kurz verstummte ich, um seine Reaktion abzuwarten. „Ich bin nicht allein unterwegs… Aktuell mit einer kleineren Gruppe hier. Wir haben Fahrzeuge, wir könnten dich zu unserer Kolonie bringen, wo es eine medizinische Versorgung gibt. Dort könntest du dich ausruhen, bis das mit dem Knöchel wieder in Ordnung ist. Vorausgesetzt natürlich, du würdest überhaupt mitkommen wollen. Ich… wir werden dich zu nichts zwingen, aber dein Plan, so wie du ihn gerade geäußert hast, klingt ziemlich… bescheiden. Und das ist noch nett ausgedrückt.“ Vorsichtig lehnte ich mich gegen die Wand hinter mir. „Wie alt bist du eigentlich?“ Alter war mittlerweile in diesen Zeiten nur noch eine Zahl, das war mir bewusst, aber trotzdem interessierte es mich gerade einfach.

@Seth Stewart



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zuletzt bearbeitet 22.10.2022 21:16 | nach oben springen

#8

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

09.11.2022 11:00
Seth Stewart 98 Beiträge
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Natürlich wusste der 16. Jährige nichts von den Gedanken, die sein Retter vor ihm hatte. Wenn er Gedanken lesen könnte, dann hätte er sich jetzt wohl gewundert, dass ein Fremder sich beinahe Sorgen um ihn machen würde. Seit er seine Brüder aus den Augen verloren hatte, hatte er sich jetzt schon allein durch diese Welt geschlagen. Mehr schlecht als recht, aber immerhin lebte er noch. Auch wenn es vorhin wirklich knapp gewesen war. Aber er hatte auch schon andere getroffen, die ihm geholfen haben. Als Jugendlicher war es eben nicht einfach in dieser Welt. Auch wenn man kämpfen und sich verteidigen konnte, so war man doch noch lange nicht so kräftig wie ein Erwachsener. Zumal auch ein Erwachsener nicht allein unter einen Schrank hervorgekommen wäre.
Seth nickte, als sein Gegenüber meinte, dass er kein Unmensch sein. Hätte er selbst auch nicht angenommen, nachdem dieser ihm geholfen hatte. Überrascht sah er ihn allerdings an, als dieser weiterredete. Wieder nickte der Junge, als Rurik fragte, ob er allein unterwegs war. Verheimlichen konnte er das so oder so nicht. Und er hatte ja auch schon erwähnt, dass er sich allein einen Platz zum genesen suchen musste. Wenn er nicht allein war, dann hätte er es wohl spätestens da erwähnt. „Eine Kolonie?“, sah er überrascht auf. Natürlich hatte er von solchen auch schon was mitbekommen, aber er hatte noch keine gefunden. Die Leute, die ihm bis jetzt geholfen hatten, hatten auch zu keiner gehört. Etwas skeptisch sah er seinen Retter an. Sollte er einfach so mit Fremden mitgehen? Seine Brüder würden ihn sicherlich ausschimpfen, aber er brauchte auch Hilfe. „16…“, nuschelte er leise, als Rurik nach seinem Alter fragte. In den Augen des anderen war er damit sicherlich noch ein Kind.
„Eine Kolonie klingt irgendwie gut…“, kam es zögerlich von dem Jüngeren. „Vielleicht finde ich so auch meine Brüder schneller…“, überlegte er laut. Es war sicherlich kein Geheimnis, wenn man nach Verwandten und Familie suchte. Sicherlich tat das fast jeder, wenn man sich nicht sicher sein konnte, das Angehörige tot waren. „Wo ist denn die Kolonie?“. Wenn er ein wenig Glück hatte, dann liegt die Kolonie vielleicht in der Nähe von Baltimore. Oder zumindest in dieser Richtung. Dann wäre er in der Nähe ihres Treffpunktes.

@Rurik Halvorsen

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#9

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

20.11.2022 20:08
Rurik Halvorsen Rurik Halvorsen (gelöscht)
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Irgendwie konnte ich auch jetzt noch nicht so richtig fassen, was die letzten Minuten hier alles passiert war. Ich hatte ja wirklich mit allem gerechnet, aber nicht mit dem. Tatsächlich rechnete man auch eher damit, wenn man schon sich draußen durch die Welt schlug, irgendwelchen Untoten zu begegnen… oder zumindest Menschen, die nicht immer das beste im Sinn hatten. Solche Leute, wie Seth hier, die traf man eher seltener an. Jedenfalls erging mir es so. Und ich hatte auch das Gefühl, dass so eine Sorte an Leuten nur noch die Minderheit war. Aber ich war auch schließlich der gewesen, der sich Jahre lang allein im Wald aufgehalten hatte… fast schon versteckte vor der eigenen Vergangenheit… und jedem aus dem Weg gegangen war, der auf zwei Beinen umherwandelte… oder kroch, je nachdem. Ein besonders gutes Vorbild war ich nie gewesen… Aber so wollte ich nicht mehr sein. Mir wurde geholfen und ich hatte mir ein neues Leben aufgebaut. Ich wollte niemanden mehr so enttäuschen, wie ich es bei meiner eigenen Familie der Fall gewesen war.
Aber das war lange her und zum Glück hatte ich mir dieses neue Leben so aufbauen können. Und nun, nun zählte auch nur diese aktuelle Situation hier. So ganz wusste ich auch jetzt noch nicht, wie ich handeln sollte. Allerdings war es sicher, dass ich den Jungen hier nicht so zurücklassen konnte und auch würde. Abermals seufzte ich kaum hörbar und ließ meinen Blick durch die verwüstete Werkstatt gleiten. Das Thema, die Plünderungstouren, wofür wir heute morgen eigentlich aufgebrochen waren, rückte gerade – ausnahmsweise – vollkommen in den Hintergrund. Man könnte später noch einmal zurückkommen und nachsehen. Erst einmal musste ich schauen, dass wir hier zumindest mehr oder weniger unversehrt hier rauskamen.
Es war die Stimme des Braunhaarigen, die mich aus meinen Gedanken brachte und ihn wieder ansehen ließ. Ich nickte knapp als Antwort. Ja, eine Kolonie. Der Junge wirkte zögerlich. Es war ihm definitiv anzusehen, aber es war auch verständlich. Viel anders hatte ich auch nicht reagiert, als Lyanna mir damals bei einem unserer Treffen von den Ridern erzählt hatte. Ich hatte sehr überlegen müssen, aber dann war es doch schnell für mich klar gewesen, dass ich das Leben, was ich zu diesem Zeitpunkt geführt hatte, so nicht mehr fortsetzen konnte.
Mit dem nächsten Satz beantwortete Seth eigentlich schon meine zweite Frage, die ich so beiläufig erwähnt hatte. Seine Brüder suchen… Es schmerzte, auch wenn wir uns nicht kannten, so etwas zu hören. Egal bei wem. Man wünschte es niemanden, dass er seine geliebten Personen, Familie… Freunde verlor. So viele Beziehungen wurden schon durch die Apokalypse auseinander gerissen. Es war etwas völlig… normales geworden. Leider.
„In der Nähe von Baltimore“, erwiderte ich auf seine Frage hin. „Nicht sonderlich weit weg von hier. Wir sind eben rund dreißig Minuten gefahren.“ Ich verstummte und musterte den Jungen erneut. „Ich würde dir empfehlen, zumindest den Knöchel von unserer Ärztin versorgen zu lassen. Eventuell findest du auch wen, der dir bei deiner Suche weiterhelfen kann. Wir sind jetzt nicht die größte Kolonie, haben aber einige Mitglieder… und gute Connections zu anderen Kolonien…“ Meine Mundwinkel zuckten leicht nach oben. „Und wenn es dir nicht gefällt, kannst du jeder Zeit gehen. Unser Anführer ist ein ganz… Lieber. Er hat selbst zwei Kinder, eins ist in deinem Alter.“ Kaum hatte ich den letzten Satz ausgesprochen, da ertönte am großen Tor ein Kratzen, gefolgt von undefinierbaren Lauten. Das ging… schnell. „Und was sagst du?“ Mit einem Ruck stieß ich mich von der Wand ab und griff wieder nach meiner Axt. „Ich will ja nicht drängen, aber anscheinend steht die Party in den Startlöchern hier…“, murrte ich und rollte mit den Augen. Nein, diesen Ausflug hatte ich mir definitiv anders vorgestellt.

@Seth Stewart



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#10

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

24.11.2022 12:00
Seth Stewart 98 Beiträge
Alter
19
Größe
1,70m
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Sollte er wirklich einfach so einen wildfremden vertrauen? Seth war sich sicher, dass seine Brüder ihn ausschimpfen würden. Und doch hatte der 16 Jährige doch allein gar keine große Chance zu überleben, oder? Natürlich hatten ihm seine Brüder viel beigebracht, aber wie man heute nur zu deutlich gesehen hatte, konnte auch mal was Dummes passieren. Sollte er da nicht doch besser in eine Kolonie gehen? Dann hätte er auch einen festen Platz, von wo aus er nach seinen Brüdern suchen konnte. Oder auch, dass sie ihn dort finden könnten. Es war sicherlich einfacher, wenn einer an einem Ort blieb. Aber was, wenn seine Brüder auch so dachten und sich einer Kolonie angeschlossen hatten? Vielleicht war es sogar die gleiche?! So viele Fragen zu denen der Junge einfach keine Antworten fand.
„Baltimore?“, horchte Seth auf, als Rurik ihm mitteilte, wo die Kolonie lag. Ein Funken Hoffnung schlich sich in sein Herz. Wäre das nicht die beste Lösung? Eine Kolonie bei Baltimore, dass wäre einfach viel zu perfekt! Die Stadt war immerhin sein Ziel und auch das seiner Brüder. Damit wäre die Kolonie eine sehr gute Idee. Langsam nickte er daraufhin. „Du hast damit sicherlich recht…“, murmelte er, auch wenn er immer noch ein wenig zögerlich war. Aber immerhin hatte ihm Rurik auch das Leben gerettet und dann konnte man ihm doch ein bisschen vertrauen, oder?
Jetzt sah Seth den anderen direkt an, als er noch etwas von der Kolonie erzählte. „Du hast recht, ich komm mit dir.“, meinte er und stieß sich ebenfalls von der Wand an. Kurz schwankte er und verzog leicht das Gesicht, als der Schmerz durch seinen Fuß schoss. „Ja, nichts wie weg hier.“, nickte er und nahm dankend die Hilfe an, die Rurik am anbot. Allein würde er hier wohl auch nicht mehr rauskommen. Vielleicht hatte er ja jetzt ein wenig mehr Glück. Wenn die Kolonie wirklich bei Baltimore lag, würde er dort sicherlich früher oder später seine Brüder wiederfinden, da war er sich sicher.

@Rurik Halvorsen

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#11

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

27.11.2022 22:06
Rurik Halvorsen Rurik Halvorsen (gelöscht)
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Eigentlich blieb Seth, wenn er vernünftig war, nicht viel übrig, außer das Angebot anzunehmen, dass ich ihn zumindest zur Versorgung zur Kolonie brachte. So und in diesem Zustand waren die Chancen schon deutlich schlechter in dieser Welt zu überleben. Zwei gesunde, funktionierende Beine waren da schon immens vom Vorteil, auch wenn es noch andere Möglichkeit gab, sich zu verteidigen, zu kämpfen und zu überleben. Abermals musterte ich den Jungen, wie unschlüssig er war. Wie gesagt, ich verstand ihn da vollkommen, mir würde es an seiner Stelle vermutlich genauso gehen. Wie oft hatte ich den Jahren schon geliebte Personen verloren. Wie oft war ich allein gewesen. Auch mir war es öfters passiert, dass ich anderen, wildfremden Leuten trauen musste. Zumindest in einem gewissen Maße.
Dennoch überraschte es mich, dass der Dunkelhaarige so über den Ort der Kolonie überrascht war, sich gar noch einmal vergewissern wollte, dass er doch richtig gehorcht hatte. War es sein Ziel gewesen? Die positive Veränderung in seiner Mimik war definitiv nicht zu übersehen gewesen. Immerhin schien der Ort der Kolonie, bei seiner Entscheidung immens beizutragen, auch wenn er das zögerliche noch nicht hundertprozentig abgelegt hatte. Vernünftig. In dieser Welt konnte man wirklich nur den wenigsten Menschen richtig trauen. Wie war das noch einmal gewesen mit jeder war seines Glückes Schmied? Ich hatte es nicht so ganz mit den Sprichwörtern aus der anderen Sprache… Was ich aber machen konnte? Dem Jungen ein aufmunterndes Lächeln zu schenken. Ich verstand seine Situation nicht nur. Nein, ich konnte mich sogar sehr gut in diese hineinversetzen. Vermutlich war ich genau deswegen so… offen und… lieb – sollte man es so nennen? – zu ihm gewesen. Eben weil ich mich selbst in einer ähnlichen einmal befunden hatte?
Ich nickte, auch etwas vor Erleichterung tatsächlich, als Seth zu stimmte, dass er mitkommen würde. Gut so. Ich wüsste auch nicht, ob ich ihn einfach so hätte zurücklassen können hier. Die Axt griffbereit in der einen Hand, streckte ich die andere in die Richtung des Jungen aus und bot ihn an, dass er sich so etwas abstützen könnte und nicht unnötig den lädierten Fuß belasten musste. „Dann lass uns aufmachen, bevor wir gleich noch umstellt werden würden…“, murmelte ich etwas leiser und steuerte direkt das Tor an. Zwar war ich mir sicher, hier wieder herauszukommen, denn immerhin waren die anderen Rider alle in der Nähe und ebenso gut bewaffnet, aber man musste es ja nicht immer darauf ankommen lassen. „Ist nicht lange bis zu den Autos…“ Weiter kam ich nicht, da verirrte sich doch einer von den Untoten wieder in das Gebäude, der dann allerdings direkt meine Axt in den Kopf gerammt bekam. „Bin gleich wieder da…“ Mit diesen Worten verschwand ich einen Moment lang und ließ Seth da stehen.
„War zum Glück erstmal nur der einzige von ihnen.“ Wie versprochen tauchte ich schon nach nur zwei, drei Minuten wieder auf. „Einer der anderen ist gerade mit dem Auto in der Nähe. Er kann uns einsammeln.“

@Seth Stewart



»Sei deines Freundes wahrer Freund. Erwidere Geschenk für Geschenk. Vergelte Lachen mit Lachen, aber Verrat mit Verrat«
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#12

RE: Knock knock, who‘s there? | Seth & Rurik

29.11.2022 11:23
Seth Stewart 98 Beiträge
Alter
19
Größe
1,70m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Plündern

Sollte er wirklich einmal Glück haben und irgendwie an sein Ziel kommen? Wenn der 16. Jährige ehrlich war, dann hatte er da irgendwie nicht mehr dran geglaubt. Es war schon so viel Zeit vergangen, dass die Hoffnung immer kleiner geworden war. Erst hatte er Emanuel verloren und dann auch noch seinen anderen Bruder. So viel war passiert und er am Ende allein gewesen. Da konnte man auch mal die Hoffnung verlieren, oder? Aber Rurik, der ihn gerettet und geholfen hatte, sollte ihn jetzt wirklich nach Baltimore bringen? Das war fast zu schön, um wahr zu sein…Und doch glaubte Seth daran, denn was anderes blieb ihm ja auch fast nicht mehr übrig.
Der Junge nickte, als Rurik meinte, dass sie dann von hier verschwinden sollten. Gestützt von diesem humpelte der Kalifornier auf die Tür zu, durch welche sie den Raum verlassen wollten. Natürlich mussten sie unterwegs ja noch von Untoten aufgehalten werden. Konnte nicht einmal was einfach laufen? Natürlich nicht! Aber der Ältere wusste was zu tun war. Wartend lehnte Seth an der Wand, während sein Retter los ging und die wandelnden Leichen beseitigte. Viel dabei helfen konnte der 16 Jährige jetzt nicht. Er hatte noch nicht einmal einen sicheren Stand, wie sollte er da welche von den Viechern ausschalten? Aber Rurik kam zum Glück recht schnell zurück und legte den Arm des Jüngeren wieder um seine Schultern.
„Du bist echt mein Retter, weißt du das!“, lächelte Seth, als sie endlich aus dem Gebäude kamen. Da würde er eine Menge wieder gut zu machen haben, wenn er wieder auf den Beinen war. Sie mussten auch nicht lange warten, da kam ein Auto angefahren. Es war einer von den Leuten von Rurik, was der Ältere ja schon angekündigt hatte. Gerade als sie eingestiegen waren, kamen um die Ecke des Hauses weitere von den Untoten. „Nichts wie weg hier, oder?“, sah Seth zögerlich in die Richtung. Das ließen sich auch die Erwachsenen nicht zweimal sagen und schon fuhren sie davon. Jetzt würde ein neues Leben für den 16 Jährigen beginnen, da war dieser sich sicher. Und das alles danke dem Schicksal, welches Rurik zu ihm geschickt hatte. Er würde dem Älteren ewig Dankbar sein, dass er ihm geholfen hatte.

TBC

@Rurik Halvorsen

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