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THE DEAD DON’T DIE
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#1

Is this a place we may call home? || Cai & Ian

18.09.2022 20:29
Ian Underwood Ian Underwood (gelöscht)
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Is this a place we may call home || Cai & Ian

Ort: Heavens Paradise
Zeit: Winter im Jahr 2019




Leichter Nebel bildete sich, als Ian in die kalte Luft um ihn herum ausatmete. Der Winter war hereingebrochen und der Brünette wusste aus erster Hand, wie verheerend die Konsequenzen dieser düsteren Jahreszeit sein konnten. Noch vor einigen Tagen war er sich sicher, dass nun seine Zeit gekommen war. Kaum noch Vorräte und völlig erschöpft, Ian hatte keine Möglichkeiten mehr gesehen, viel länger durchzuhalten. Doch dann tauchten diese Männer auf, gut ausgerüstet und bereit ihm zu helfen. Vielleicht hatte er einen Schutzengel an seiner Seite gehabt.
Das letzte Mal, als er sich einer Gruppe angeschlossen hatte, lernte er die Schattenseiten erst richtig kennen. Freiwillig wäre er deswegen den Männern nicht gefolgt, doch was hatte er für andere Optionen? Zurückbleiben und verhungern oder erfrieren? Ein weiteres Mal setzte er sein Vertrauen in die Hände anderer, in der Hoffnung, er würde es nicht erneut bereuen. Doch es konnten ja nicht alle Menschen so grausam sein, oder? Eine Antwort darauf erhielt Ian wenige Tage später, als er gemeinsam mit den Männern deren Kolonie betrat. Das Heavens Paradise. Hoffentlich steckte nicht irgendeine böse Ironie in diesem Namen. Schnell realisierte der Brite jedoch, dass die Menschen hier wirklich anders waren. Die Kolonie war größer, organisierter und vor allem menschlicher. Sie wirkte wie eine kleine funktionierende Gesellschaft inmitten einer verwüsteten Welt. Seine Waffe musste er abgeben, was jedoch ein geringer Preis war verglichen, mit dem, was ihm hier geboten wurde. Das Gespräch mit dem Anführer der Gruppe, Brian Daniels, verlief besser als er erwartet hätte. Ihm wurde ein Dach über dem Kopf geboten, Verpflegung und Schutz. Nichts Besseres hätte er sich nach dem letzten Jahr wünschen können. Im Austausch für all diese Privilegien würde er seine Dienste in dieser Gruppe einbringen und wieder anfangen, als Lehrer zu arbeiten. Ian reagierte völlig euphorisch über diese Neuigkeit. Es gab viele junge Menschen, eine Schule und sogar einige Arbeitsmaterialien und Bücher, mit welchen er fortan arbeiten konnte. Es fühlte sich für einen Moment fast so an wie früher, vor der Apokalypse.

Im Augenblick war er auf dem Weg zu seiner Unterkunft, eine WG, wie ihm der Mann berichtete, der ihm den Weg zeigte. Zwei weitere Überlebende wohnten dort und waren wohl ebenfalls erst vor kurzem hier in der Kolonie angekommen. Ian würde lügen, wenn der Gedanke mit zwei Fremden in einem Haus zu wohnen, ihn nicht nervös machte. Jeder Überlebende hatte seine eigenen Erfahrungen gemacht und wurde dadurch geprägt. Es könnten sich also schwierige Persönlichkeiten hinter den Türen befinden. „Da vorne am Eck, dort ist dein neuer Wohnort“, erklärte der Wächter ihm und ließ Ian daraufhin alleine. Der Dunkelhaarige bedankte sich für die Hilfe und lief in Richtung des Hauses. Mit nichts als seinem Rucksack über der Schulter steuerte er sein Ziel an. Kurz vor der Haustür hielt er einen Moment inne und atmete erneut einen kleinen Nebelhauch aus. „Dann mal los“, flüsterte er und klopfte schließlich. Es dauerte einen Moment, doch dann öffnete jemand die Tür. Ians braune Augen wurden größer, als er etwas nach unten zu dem jungen Mann blickte, der hinter der Tür hervortrat. Der scheint noch recht jung zu sein, stellte Ian fest. „Hallo ähm– ich hoffe, ich komme nicht ungelegen. Ich bin Ian. Ian Underwood“, er reichte dem Fremden die Hand, wie er es noch von früher kannte. „Man hat mich eurer WG zugeteilt“, fügte er noch hinzu. Der britische Akzent verriet schnell seine Herkunft, so wie es oftmals der Fall war. „Ihr wurdet doch darüber informiert, oder?“, fragte er verunsichert nach, mit einem schwachen Lächeln im Gesicht. Er musste zugeben, es war etwas komisch nun seinen ersten Mitbewohner zu treffen, immerhin würden sie wohl eine Weile miteinander leben.

Angesprochen: @Cai Zhuang

zuletzt bearbeitet 18.09.2022 20:29 | nach oben springen

#2

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

19.09.2022 15:53
Cai Zhuang 327 Beiträge
Alter
22
Größe
1.70
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Handwerk/Kunst/Plünderungsteam

Einen Ort zu haben, an dem man dauerhaft schlafen konnte, war ungewohnt. Jeden Moment rechnete Cai noch damit, dass Yassen sagen würde, sie sollten von hier verschwinden. Ein Jahr lang hatte es nur sie beide gegeben und die Wildnis, bis sie auf die Späher getroffen waren. Ihnen verdankten sie die Behausung, die Betten, das warme Wasser, die regelmäßigen Mahlzeiten, die in einer richtigen Küche zubereitet wurden.
Aber am Ungewohntesten waren die vielen Menschen, die sich in dem großen Speisesaal zum gemeinsamen Essen einfanden. Anfangs hatte er sich unwohl gefühlt, doch langsam taute er auf. Das Gefühl des Surrealen, das ihn seit seiner Ankunft umfing, wich mit jedem Tag ein kleines Stück. Vielleicht war es an der Zeit ihre neue Behausung zu dekorieren.
Im Moment erinnerten die Räume eher an das, was sein Vater eine temporäre Unterkunft oder eine Studentenwohnung genannt hätte, kein Ort, an dem man gedachte zu bleiben. Das sollte sich ändern, wenn sie hierbleiben wollten und auch durften. Denn so sicher war er sich dessen nicht, ungeachtet der Begrüßung, die ihnen zuteil geworden war. Um zu verhindern, dass sie wieder rausgeworfen wurden, hatte Cai gleich nach ihrer Ankunft danach gefragt, wo er sich nützlich machen konnte.
Zum ersten Mal seit Jahren hatte dies dazu geführt, weniger Zeit mit Yassen zu verbringen, da sie unterschiedliche Aufgaben erhielten, womit einherging, dass Cai häufiger in der Kolonie blieb. Nach der harten Zeit dort draußen war er gerade in der Anfangszeit froh, durch seine Arbeit bei den Handwerkern ausschnaufen zu können und sich ausgiebig in der Kolonie umzusehen. Vielleicht lebten hier Menschen, die er aus seiner Zeit vor der Apokalypse kannte oder er fand sogar seine Brüder. Das wäre super.
Doch bisher hatte er keine bekannten Gesichter entdeckt. Dafür war die Kolonie zu groß, was ihm sicher auch nur so vorkam, weil er lange kaum Menschen gesehen hatte. Die Mengen im Speisesaal überforderten ihn noch, weshalb er nie vorzeitig zum Speisesaal ging und lieber auf Yassen wartete, selbst wenn er etwas später von der Jagd kam. Mit der Zeit würde es leichter werden. Dann wollte er beginnen die Kolonie allein zu erkunden.
In Gedanken versunken lief er im Vorraum auf und ab und überlegte, welche Dekoration sich in ihrer Behausung gut machen würde. Er hatte lange nicht mehr gezeichnet, weshalb er Bilder erstmal hinten anstellte. Wenn er wieder Übung hatte, dann würde er alle Menschen aus seiner Erinnerung zeichnen und schöne Orte in der Kolonie. Bis dahin könnte er auch etwas schnitzen.
Während er so darüber sinnierte, wurde er plötzlich von einem Geräusch an der Tür aus seinen Überlegungen gerissen. Kam Yassen zurück? Dann war er früh dran. Oder bekamen sie Besuch? Cai lief zur Tür und öffnete sie. Draußen stand ein dunkelhaariger Mann mit einem Rucksack. Cai musterte ihn überrascht und neugierig, als sich der andere schon vorstellte. Seine Stimme klang anders, aber Cai hatte in seinem Leben bisher keinen Briten getroffen, weswegen er den Akzent nicht einzuordnen vermochte.
Mitbewohner? Ach ja, da war etwas gewesen. Cai lächelte und reichte dem Fremden seine Hand. "Cai Zhuang. Freut mich." Er trat zur Seite und machte eine einladende Handgeste, um Ian anzudeuten, er könne hereinkommen. "Nein, Sie stören nicht. Warum sollten Sie?" Mister Smith hatte immer darauf bestanden, dass ihn und seine Kumpanen siezte. Einzig Yassen hatte er duzen dürfen. Es war zur Gewohnheit geworden.
"Es ist alles noch etwas kahl hier. Wir sind auch erst vor Kurzem hier angekommen", entschuldigte er den seiner Meinung nach unfertig wirkenden Zustand ihres Hauses.

// Muss mich erst etwas einschreiben. :) Hoffe es passt. @Ian Underwood

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#3

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

25.09.2022 22:58
Ian Underwood Ian Underwood (gelöscht)
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Ein fester Händedruck besiegelte das erste Aufeinandertreffen der künftigen Mitbewohner. Zu Ians erfreuen, wirkte Cai freundlich, höflich sogar. Seine vorherigen Vorstellungen eines Horrormitbewohners wurden somit zunichtegemacht. Dankend nahm er seine Einladung an und betrat erstmals sein neues Zuhause. Sofort spürte er die Wärme im Inneren und konnte unbeschwert ein und ausatmen. Fasziniert blickte sich Ian einen Moment lang um. Das Haus hatte für die Verhältnisse einer Apokalypse einen sehr guten Zustand, anders als die Unterschlüpfe, die er im letzten Jahr bewohnt hatte. Schutz hatten sie alle geboten, aber von so viel Komfort konnte man nicht sprechen. Lächelnd schüttelte er den Kopf, als er hörte, wie Cai ihn ansprach „Oh nicht doch, so alt bin ich doch gar nicht“, scherzte er „Nein wirklich, duze mich doch gerne, wir werden immerhin Mitbewohner sein.“ Auch wenn sein Gegenüber deutlich jünger schien, konnte man solche Manieren heutzutage nicht mehr von jedem erwarten. Dementsprechend imponierte die Art von Cai ihm direkt etwas „Ach alles gut, ich bin fürs Erste mehr als dankbar für ein festes Dach über dem Kopf“, erwiderte er. Wenn das hier wirklich für lange Zeit sein neuer Wohnort werden würde, dann würde er wohl auch damit anfangen es sich möglichst bequem einzurichten. Die Bilder seiner Familie besaß er immerhin auch noch, auch wenn er diese nicht oft ansah.
„Du sagtest eben wir, richtig?“, erkundigte er sich. Einen weiteren Mitbewohner gab es hier auch noch, das wusste er bereits. Dass Cai diesen wohl schon länger kannte, war ihm bisher jedoch nicht bekannt. Ob es wohl ein Familienmitglied war? Ein Freund? Ein Partner? Ian hoffte, er würde mit seiner Anwesenheit die Dynamik der beiden nicht stören. Sicherlich würden sie lieber eine Wohnung für sich besitzen und diese nicht mit einem Fremden teilen. „Ist diese andere Person gerade auch da?“ Der Brite legte derweil seinen Rucksack ab, um seine Winterjacke auszuziehen. Dabei fiel ihm erst auf, wie ranzig er wohl gerade aussehen musste. Er war den letzten Monat ständig umhergewandert, was man seinen Klamotten und ihm selbst wohl ansehen musste. Ihm war nicht entgangen, dass die Menschen hier eine ordentliche Verfassung hatten, wenn es also die Möglichkeit einer Dusche gab, würde er diese sehr zeitnah nutzen. „Konntest du dich hier schon etwas einleben? In der Kolonie meine ich. Der Ort hier erschlägt einen ja glatt etwas.“ Nach seiner Ankunft bekam Ian sämtliche Regeln erklärt und ihm wurden die wichtigsten Gebäude gezeigt. So beeindruckend das auch alles war, so überfordernd wirkte es auch im ersten Moment. In ein paar Tagen jedoch würde sich alles wieder legen. Aktuell freute er sich einfach darüber, eine ruhige Nacht in einem Bett zu verbringen und Schlaf nachzuholen, welcher ihm in den letzten Tagen nicht oft vergönnt wurde.
Die beiden Männer waren derweil Richtung Wohnraum gegangen, wo Ian sich umsah und seinen neuen Lebensraum bewundern konnte. Im Vergleich zu den Bunkerbetten, die es in seiner letzten Gruppierung gab, fühlte sich das Haus hier nach Luxus an. Hier erhielt er sogar sein eigenes Zimmer, hatte somit seine eigenen vier Wände, wo er sich zurückziehen konnte.„Verzeih mir, ich möchte nicht unhöflich wirken, aber könntest du mir mein Zimmer zeigen? Ich muss mal raus aus den Klamotten und mir was Frisches anziehen.“

Angesprochen: @Cai Zhuang

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#4

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

28.09.2022 11:09
Cai Zhuang 327 Beiträge
Alter
22
Größe
1.70
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Handwerk/Kunst/Plünderungsteam

Cai beobachtete, wie der Neue sich umsah. Er wirkte wie ein angenehmer Zeitgenosse, wie eigentlich die Meisten, denen er, seit ihrer Ankunft, begegnet war. Dieser Ort machte seinem Namen bisher alle Ehre und er wollte hoffen, dass dem so blieb. Vielleicht ließen sich noch mehr Orte schaffen, die an die Zeit vor der Apokalypse erinnerten. Er lächelte, als ihm Ian das Du anbot. Neben Nezumi und Yassen, wäre er dann wohl der dritte Mensch, den er seit der Apokalypse duzte.
„Ja, wir sind zu zweit. Yassen und ich“, beantwortete er die Frage des Älteren.
„Er ist draußen, beim Jagen.“ Ganz am Anfang hatte Cai ihn begleitet, weil es zu ungewohnt war, ohne seinen Freund in Paradise zu bleiben. Es fühlte sich immer noch seltsam an. Ein Jahr lang hatte es nur sie beide gegeben und auch davor hatten sie viel Zeit zusammen verbracht. Trotzdessen, dass er Yassen vertraute, gut auf sich aufpassen zu können, verspürte er noch ein mulmiges Gefühl, wenn sein Freund länger als einen Tag fort war. Denn unweigerlich schlichen sich Erinnerungen an den schrecklichen Sturz in seinen Kopf, den Marvin absichtlich herbeigeführt hatte, um Yassen umzubringen. Und da Cai den Menschen in Paradise noch nicht uneingeschränkt vertraute, befürchtete er eine Wiederholung des Szenarios, sobald sein Freund den Leuten hier zu unbequem wurde. Aber er war sicher, diese Gefühle würden mit der Zeit vergehen, wenn sie erst richtig hier angekommen waren.
Im Wohnraum angelangt, sprach ihn Ian darauf an, ob er sich schon eingelebt habe. Cais Blick schweifte durch den Raum. „Ich glaube, das dauert noch“, entgegnete er schließlich. „Yas und ich waren ein Jahr lang zu zweit unterwegs. Davor gehörten wir einer sehr kleinen Gruppe an. So viele unterschiedliche Menschen wie hier, bin ich nicht mehr gewohnt, seit ich vor zehn Jahren Atlanta verlassen hab'.“ Selbst damals hatten sich seine Kontakte aufgrund der überfürsorglichen Art seines Vaters in Grenzen gehalten. Schwermut ergriff ihn, wenn er an seine Familie dachte. Doch er schüttelte die Gefühle schnell wieder ab, verdrängte sie, um die Stimmung nicht gänzlich kippen zu lassen. „Kommt sicher, mit der Zeit. Im Moment überfordert mich alles noch ein wenig und fühlt sich ziemlich surreal an“ , gestand er. „Es tut auf jeden Fall gut, ein Dach über dem Kopf zu haben, warmes Wasser, regelmäßige Mahlzeiten, Menschen, einen Ort, der ein Zuhause werden kann.“ Und er hoffte wirklich, dass Paradise dieser Ort werden konnte.
Ian lenkte das Thema auf die Zimmer. Cai nickte und führte ihn gleich ein wenig herum. „Wir haben noch zwei freie Zimmer. Du kannst dir eines davon aussuchen “ , sagte er ihm unterwegs zu den Schlafzimmern, die sich im oberen Stockwerk befanden.
Auf dem Weg zum Treppenhaus, über das sie vom Erdgeschoss in den ersten Stock gelangten, zeigte Cai ihm gleich, wo das Badezimmer und der Duschraum zu finden waren.
„Handtücher findest du im Schrank, im Badezimmer“, meinte er beiläufig. „Für jedes Zimmer gibt es ein Fach mit einem Set Handtücher drin. Die Fächer sind mit den zugehörigen Zimmernummern beschriftet. Ich hab' aber vor uns kleine Namensschildchen zu schnitzen. Dann wird es persönlicher.“ Außerdem stellte sich durch Dekoration auch eher ein Gefühl des Zuhauses ein.
Sie kamen oben bei den Zimmern an, wo Cai noch beim Treppenabgang stehen blieb. „Die zwei Zimmern dort hinten, sind noch frei.“ Er deutete auf zwei Zimmer, die einander gegenüberlagen und die Nummer 3 und 4 trugen. „Ich würd' dich dann mal ankommen lassen. Du findest mich im Wohnbereich. Ich denke' ich fang gleich mal an die Namensschildchen zu schnitzen.“

@Ian Underwood

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#5

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

25.10.2022 23:11
Ian Underwood Ian Underwood (gelöscht)
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„Verstehe, eine Männer-WG also“, erwiderte Ian mit einem Lächeln auf den Lippen. Alleine hatte Ian nie wirklich gelebt, zumindest nicht an einem festen Ort. Früher hatte er Thomas und Wayne bei sich gehabt und selbst nach deren Ableben wohnte er eine Weile mit anderen zusammen. „Hier kommt wohl jeder schnell seinen Aufgaben nach, was?“ Vor einer Woche noch kämpfe er um jede Nahrung, die er finden konnte und die darauffolgenden Tage würde er nun als Lehrer arbeiten – ganz schön bizarr diese Veränderung. „Wofür wurdest du denn zugeteilt?“
Der Brite hörte dem Jüngeren zu, als dieser ein wenig seine Vergangenheit mit ihm teilte. Er musste bei seiner Antwort nicken. Verständlich, wie sollte man sich auch schnell an solch einen Ort gewöhnen, wenn man draußen sonst was erlebt hatte. „Ihr beiden kennt euch also schon länger?“ Das letzte Jahr alleine ums Überleben zu kämpfen hatte ihm erst richtig aufgezeigt, wie wichtig es war, Freunde an seiner Seite zu haben. „Wird mir wohl auch so gehen. Wenn man bereits gesehen hat, was für Monster im Inneren mancher Menschen stecken, ist der Gedanke an eine Zuflucht voller Fremder nicht allzu beruhigen." Ian verschränkte die Arme und blickte aus einem der Fenster, von welchem man weitere Wohngebäude erblicken konnte. Es wirkte friedlich hier, doch seine Sorgen würde er nicht so schnell ablegen können. Cai wirkte jedoch bisher keineswegs so, wie die Leute von damals. Besser als dort war es hier allemal. Nachdem Cai von warmen Wasser und richtigen Mahlzeiten sprach, legte sich Ians leichtes Misstrauen zunächst wieder. „Stimmt, das ist doch was, woran man sich gewöhnen kann!“ Immer das Positive sehen, so hatten Ians Eltern ihn immer bekräftigt. Ohne dieses Mindset hätte er die letzten Jahre sicher nicht überstanden.

Ian folgte seinem neuen Mitbewohner, welcher ihm nun die Räumlichkeiten ihrer WG zeigte. Der Brite wirkte wohl wie jemand, der seit der Apokalypse kein Haus mehr betreten hatte. Verblüfft über all das, was ihm hier geboten wurde, begutachtete er die ganzen Räume und entschied sich oben schließlich für eines der beiden freien Zimmer. Die Zahl 3 stand auf der Tür. Sah wohl so aus, als würde früher oder später noch ein Vierter hier einziehen. „Hab vielen Dank! Wenn ich fertig bin, helfe ich dir gerne beim Schnitzen“, bat Ian dem Dunkelhaarigen an und betrat kurze Zeit später sein Zimmer. Die Tür schloss er hinter sich und ging daraufhin ein paar Schritte in den Raum hinein. Alles sah ordentlich aus, nicht so wie man es von alten Wohnhäusern inmitten von verlassenen Dörfern und Städten gewohnt war. Ian stellte seinen Rucksack vor das Bett und ließ sich mit erhobenen Armen nach hinten auf die Matratze fallen. Der Brünette fing leise das Lachen an und legte die Arme unter den Kopf. Das würde also sein neuer Heimatort werden, so hoffte er es.
Ian fing sein weniges Hab und Gut aus seinem Rucksack auszupacken und zu verstauen. Kurz betrachtete er die Familienbilder, die er bei sich hatte, ehe er diese in einem kleinen Nachttisch verstaute. Er blickte in den Spiegel, der auf neben einem Schrank hing. Darin sah er ein fertiges, müdes Gesicht, welches ihn wie einen Fremden anschaute. Ian legte die Hände ins Gesicht und fuhr weiter nach oben durch die langen brauen Haare „Duschen, ich sollte duschen“ Er nahm das Paar neue Klamotten mit nach unten und betrat das Badezimmer, welches Cai ihm zuvor gezeigt hatte, um sich das Handtuch in seinem Fach zu holen. Vor der Dusche legte er seine Klamotten ab, ehe er das Wasser aufdrehte. Sein Körper fing an, sich zu entspannen, als er die Wärme auf der Haut spürte. Für einen Moment schloss er die Augen und ließ all seine Sorgen fallen. Keine Beißer, keine Kälte, kein Hunger, nichts musste er hier fürchten … er war wohl wirklich im Paradies angekommen. Als er fertig war trocknete sich ab und nahm einen Haargummi, um sich die Haare zusammenzustecken. Schließlich nahm den Rasierer, welchen er erhalten hatte, um den leichten Bart zu entfernen. Mit frischen Klamotten gekleidet verließ er einige Minuten später den Raum und ging zurück zu Cai, welcher sich im Wohnbereich befand. „Verdammt, tat das gut. Der Name dieser Kolonie wurde wohl nicht ohne Grund gewählt.“

Angesprochen: @Cai Zhuang

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#6

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

31.10.2022 18:17
Cai Zhuang 327 Beiträge
Alter
22
Größe
1.70
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Handwerk/Kunst/Plünderungsteam

Cai lachte. "Ich glaube, das trifft nicht auf jeden zu." Tatsächlich würde er sagen, dass er es war, der sich ziemlich schnell in Arbeit gestürzt hatte. Zum Teil wohl auch, um sich abzulenken, wenn Yassen ohne ihn draußen war, aber auch, weil er auf diese Weise ein Gefühl der Normalität in sein Leben hatte holen können. Er arbeitete wirklich gern, im Gegensatz zu manch anderen. Ihm war das schon aufgefallen, dass sich offenbar nicht jeder darüber freute.
"Ich wurde nicht eingeteilt. Ich hab' gleich nach unserer Ankunft gefragt wo Leute gebraucht werden und mich dann mündlich um ein paar Aufgaben beworben." Er grinste leicht. "Ich helf' bei den Versorgungstrupps aus, bei den Spähern und hab' eine Handwerksausbildung begonnen." Mister Daniels hatte vermutlich schon lange keinen solch engagierten Neuzugang bekommen, der sich bereitwillig in Arbeit stürzte. Wenn sie hierbleiben wollten, war das aber doch nur logisch. Er käme sich schlecht vor, wenn er sich ins gemachte Nest setzen würde und nur nehmen, ohne zu geben. Und sicher schadete es nicht, mehr zu geben, als zu nehmen.
Als Ian fragte, ob Yassen und er einander schon länger kannten, nickte er. "Seit 2015, da kam er in unsere Gruppe. Bis vor kurzem sind wir ziemlich ziellos rumgereist, bis wir ein paar Typen beobachtet haben, die uns sozusagen hierher geführt haben. Wir waren unvorsichtig. Sie haben uns erwischt. Aber ich würde sagen, das war unser Glück. Sonst hätten wir diesen Ort nicht gefunden." Die Monster, die Ian erwähnte, jagten einen Schauer über seinen Rücken. Unwillkürlich musste er an Trevor und Marvin denken, diese Nacht, als sie auf ihn eingeprügelt hatten, als Trevor ihm schlimme Dinge angedroht hatte. Er wusste auch nur zu gut, wie es war, solchen Monstern zu begegnen. Und er musste Ian zustimmen, eine Zuflucht mit lauter Fremden war nicht unbedingt beruhigend, wenn man nicht wusste, ob es Freunde oder Feinde waren. Doch bisher hatten diese Menschen sie gut behandelt und immer nur misstrauisch sein, das brachte auch keinen weiter. Solange Yassen der Meinung war, dass sie hier sicher waren, würde auch er bleiben. Er würde ihm überall hin folgen.

Während Ian duschte, kehrte Cai zurück in den Wohnraum. Nachdem Ian ihmangeboten hatte, beim Schnitzen zu helfen, räumte er erstmal in Ruhe alles her, was sie dafür benötigten, passendes Holz und Schnitzmesser. Sicher würde es bei Ian länger dauern. Das warme Wasser hier war schon etwas besonderes. Er erinnerte sich eine ganze Viertelstunde unter der Dusche gestanden zu haben, so schön war das gewesen.
Entspannt setzte er sich an den Tisch, griff nach dem Messer und begann schon einmal mit der ersten Tafel. Vertieft ins Schnitzen, merkte er gar nicht, wie oben die Tür aufging und sich Schritte über die Treppe näherten. Erst als Ian ihn ansprach, wurde er auf den Älteren aufmerksam und hob seinen Blick von der Schnitzterei. "Hoffen wir, dass es ein Paradies bleibt und sich nicht irgendwann, als was andres entpuppt." Dabei dachte er an Mr Smith, der anfangs so nett gewesen war und immer ein offenes Ohr für ihn gehabt hatte. Erst durch Yassen hatte der Mann sein wahres Gesicht gezeigt.
Cai deutete auf den Stuhl neben sich und das Material, das schon auf dem Tisch bereit lag. "Wie hat es dich eigentlich herverschlagen? Und was für eine Aufgabe hast du dir ausgesucht, oder wurdest für sie zugeteilt?", fragte er nun neugierig. Jetzt war Zeit für Fragen und Kennenlernen. Und später konnte er Ian dann die Kantine zeigen. Vielleicht stieß Yassen auch noch zu ihnen.

@Ian Underwood

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#7

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

05.01.2023 21:40
Ian Underwood Ian Underwood (gelöscht)
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„Jung und voller Tatendrang! So eine Einstellung findet man nicht mehr allzu oft. Ich bin sicher, die haben sich hier über dein Engagement gefreut“, erwiderte der Brite. Er konnte nicht von sich behaupten, dass er ähnlich tickte. Auf dem Weg zum Paradise war er alles andere als enthusiastisch gewesen. Er hatte sich zwar über die Rettung der Fremden gefreut, doch nach all den Erlebnissen der letzten Jahre wusste er nicht länger, was ihm das Überleben noch brachte. Seine Familie war entweder tot oder verschollen und die Hoffnung auf eine Reunion hatte er schon lange beiseitegelegt. Spätestens, nachdem Thomas verstorben war. Ihm wurde schon schlecht bei dem Gedanken daran, seine Schwester zu sehen und ihr erzählen zu müssen, was mit ihrem Sohn geschehen war. Erst nach dem Aufnahmegespräch und einer sehr wohltuenden warmen Mahlzeit fing er wieder an Licht am Horizont zu sehen. „Dann hast du wohl alle Hände voll zu tun, was?“ Ian wusste noch nicht genau, wie sein Alltag als Lehrer nun aussehen würde, aber das schreckte ihn nicht ab. Ganz im Gegenteil, er freute sich schon richtig darauf unterrichten zu können.
„Ganz schön gewagt. Und die haben euch dennoch mit hier hergenommen? Vielleicht gibt es wirklich noch einige gute Menschen auf dieser Erde.“ Ian selbst hatte in seinem Zustand vor ein paar Tagen gar nicht richtig kapiert, dass die Menschen ihn mehr oder weniger gezwungen hatten mitzukommen und er diese Entscheidung nicht freiwillig getroffen hatte. Bisher hatte er auch nichts diesbezüglich hinterfragt. Wieso sollte er auch, bei all dem, was ihm hier geboten wurde. Ihm war schon bewusst, dass er hier nicht einfach so leben konnte, was wohl durch die Arbeit als Lehrer ausgeglichen wurde. Das war in seinen Augen jedoch ein mehr als nur fairer Deal.
Nachdem Ian sich im Bad fertiggemacht hatte, blickte er sich einen Moment im Raum um „Skurril, hier wirkt wirklich alles normal“ gab er leise von sich, ehe er die Tür öffnete und zu Cai zurückkehrte. Dieser war bereits in die Arbeit mit dem Holz vertieft und schien im ersten Moment nicht zu merken, dass Ian wieder bei ihm war. Seine folgenden Worte trugen schweres Gewicht. Ian war keineswegs scharf darauf, erneut einem Wolf im Schafspelz zu begegnen. Damals waren die Umstände jedoch anders als heute. Innerlich hoffte er dennoch, dass Cai recht hatte mit dem, was er sagte. Ein zweites Mal würde er nicht mehr kämpfen, dafür war sein Wille noch zu schwach. Er nickte dem Jüngeren zustimmend zu und setzte sich daraufhin neben ihn auf den Stuhl, nachdem er dies angeboten hatte. Er nahm sich ein Messer, was auf dem Tisch bereitlag, und machte es dem Dunkelhaarigen gleich. Ian musste kurz schmunzeln, als Cai ihn daraufhin einige Fragen stellte. Das Kennenlernen lief immerhin schonmal besser, als Ian dies erwartet hätte. „Fangen wir mal mit der letzten Frage an, die ist wohl am leichtesten zu beantworten.“ Derweil fing er mit dem Schnitzen an und lehnte sich etwas nach vorne. „Ich werde hier als Lehrer anfangen zu arbeiten, das hat sich im Gespräch mit dem Anführer so ergeben. Na ja, das war schon meine Tätigkeit bevor-“, kurz gestikulierte er mit seinen Händen „all dem hier.“ Nachdem ihm gesagt wurde, dass hier noch Lehrer benötigt wurden, hatte Ian selbstverständlich dankend die Stelle angenommen. „Ehrlich gesagt freue ich mich ziemlich darauf wieder zu unterrichten, auch wenn ich noch keine Ahnung habe, wie das alles ablaufen wird.“ Allein darüber zu sprechen, brachte bereits ein Lächeln auf seine Lippen. „Was mich hierher verschlagen hat?“ Der Lehrer musste einen Moment nachdenken, wie er seine Geschichte wohl erzählen sollte. Schön war diese nämlich nicht sonderlich. „Ich bin seit einem Jahr circa allein unterwegs gewesen. Davor hab ich einiges durchmachen müssen, weshalb ich mich alles andere als gut geschlagen habe. Ich war unvorsichtig, schwach und müde vom Kampf ums Überleben. Irgendwie verwunderlich, wie ich das gepackt habe …“ Sein Blick lag auf dem Messer, welches im Holz herumstocherte, um ein Namensschild zu basteln. „Vor ein paar Tagen gingen meine letzten Rationen zur Neige und ich war mir sicher, mein Kapitel wäre nun zu Ende gewesen, doch dann sind diese Leute aufgetaucht und haben mich mit zu diesem Ort gebracht. Diese Ruhe hier habe ich dringend gebraucht und es tut gut wieder eine Aufgabe zu haben. Etwas, worum man sich kümmern kann.“ Vielleicht war es tatsächlich ein neues Kapitel für den Briten nach all der Scheiße, die ihm in den letzten Jahren widerfahren war.

Angesprochen: @Cai Zhuang

//: Tut mir Leid für die lange Wartezeit

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#8

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

15.01.2023 14:37
Cai Zhuang 327 Beiträge
Alter
22
Größe
1.70
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Handwerk/Kunst/Plünderungsteam

Für einen kurzen Moment beunruhigte ihn die Frage. Tatsächlich hatte man sie sehr freundlich behandelt und willkommen geheißen, trotzdessen, dass sie den Versuch unternommen hatten, hier unbedingt einzudringen. Warum, fragte sein detektivischer Spürsinn? Aber Ian war genauso freundlich aufgenommen worden, wenn er sich seine Geschichte so anhörte. Die Dankbarkeit, die aus seinen Worten sprach, die Hoffnung und der Glaube an das Gute, vertrieben den Keim des Zweifels, der angesichts der Vergangenheit noch an ihm nagte. Etwas mehr als ein Jahr war es her, dass Mr Smith gestorben war. Und was er kurz vor seinem Tod gesagt hatte, verfolgte ihn manchmal immer noch. Vor Yassen gab er vor, es ginge ihm gut. Er wollte nicht, dass sein Freund sich Sorgen machte. Jetzt schienen sie ohnehin einen sicheren Ort gefunden zu haben. Zumindest hoffte Cai, dass dem so war. Das Leben draußen war hart. Hier drinnen wirkte es sehr friedlich, jedenfalls bisher.
"Ja, das tut echt gut", meinte er beiläufig. "Dieses Gefühl der Normalität." Doch sich daran zu gewöhnen, barg das Risiko eines Tages tief zu fallen. Deshalb wäre ein Restmisstrauen wohl immer geboten. Denn selbst wenn dieser Ort ein Paradies war, so wurde er weiterhin bedroht von einer Gefahr, die außerhalb der Mauern lauerte. Sich darauf zu verlassen, dass man hier ewig sicher war, wäre wahrscheinlich leichtsinnig. Aufmerksam, und auch neugierig, hörte er Ian zu, bis der Ältere seine Fragen beantwortet hatte.
"Ich will dran glauben, dass es noch gute Menschen gibt. Es hat mich auch positiv überrascht, wie nett wir aufgenommen wurden, obwohl wir schon etwas verdächtig gewirkt haben müssen. Aber wahrscheinlich haben sie nur unsere dreckigen, zerlotterten Klamotten gesehen und sich gedacht, dass wir nur auf der Suche nach einem zu Hause sind."
Cai schnitzte weiter, während er über Ians Worte nachdachte. Er war also Lehrer gewesen und griff seinen alten Beruf nun wieder auf. "Ich weiß nicht welchen Lebensweg ich eingeschlagen hätte, wenn die Seuche nicht ausgebrochen und Mr Smith mich nicht geholt hätte", murmelte er in Gedanken versunken. Manchmal, noch in der Zeit, als Yassen noch nicht bei ihnen gewesen war, da hatte er sich gefragt, ob Mr Smith ihn damals so oder so entführt hätte. Wenn ja, was wäre dann aus ihm geworden? Ein Schatzjäger, ein Einbrecher, ein Dieb? Oder wäre es ihm dann gelungen zu fliehen? Wäre er dann Cop geworden, wie sein Vater, oder hätte etwas ganz anderes gemacht? Zu keinem Zeitpunkt hätte er damit gerechnet ein Handwerk in Betracht zu ziehen. Das änderte erst Paradise, wobei er vorerst beim Versorgungstrupp auch gut aufgehoben war. "Was hast du unterrichtet, damals? Und was wirst du jetzt unterrichten?", fragte er Ian schließlich.

@Ian Underwood

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#9

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

01.04.2023 14:36
Ian Underwood Ian Underwood (gelöscht)
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Ein Gefühl von Normalität – das traf es wohl am besten. Es wirkte fast unheimlich, wie normal hier alles schien. Warmes Wasser, sicher Mauern, grundlegende Versorgung … seit dem Ausbruch hatte Ian keine solchen Umstände mehr erfahren dürfen. Vielleicht gab es mehrere Orte wie diesen und Ian hatte bisher nur Pech keine solche Zuflucht gefunden zu haben. Doch es schien wahrscheinlicher, dass diese Umstände ein Glückstreffer waren. Nicht viele Menschen waren so organisiert, um einen Ort wie diesen am Laufen zu halten. Insbesondere, da sich der Mensch selbst immer noch der größte Feind war, Zombies hin oder her. Aktuell konnte der Brite sich glücklich schätzen, eine Verschnaufpause zu haben.
„Vielleicht glauben die Menschen hier genauso noch ans Gute. Deswegen haben wir möglicherweise noch eine Chance erhalten“. Das konnte er zumindest hoffen. Nicht jeder Überlebende musste gleich von dieser Welt korrumpiert werden. Schattenseiten hatte wohl jeder, doch es kam darauf an, wie man mit diesen umging. Die Männer schnitzten weiter im Holz herum, als Cai etwas vor sich hinmurmelte. Cai erwähnte dabei den Namen eines Mannes, welcher wohl Teil seiner Vergangenheit war. Ian überlegte einen Augenblick, doch er entschied sich nicht nachzuhaken, um wen es sich dabei handelte. Immerhin kannten sich die beiden erst seit fast einer Stunde. Er wollte nicht riskieren, in ein Fettnäpfchen treten oder alte Wunden öffnen. Immerhin hatte der Brite auch einige Themen, über die er nicht sprechen wollte. „Gab es denn etwas, was du gerne gemacht hättest? Als ich noch deutlich jünger war, wollte ich immer Pilot werden“, kurz zuckte er mit den Schultern „meine Sehstärke wollte da allerdings nicht kooperieren“. Kurz lächelte er etwas, als alte Erinnerungen wieder hochkamen. Wie unbeschwert damals doch alles war. „Ich habe früher viele verschiedene Dinge unterrichtet, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften, Musik – alles auf jüngere Schüler zugeschnitten eben.“ Ian hatte seinen Job immer geliebt, auch wenn seine Berufung als Lehrer schnell ein Ende nahm, als die Apokalypse schließlich ausbrach. Mit den Schülern zu interagieren und ihnen etwas beibringen zu können, ihnen zu helfen eine gute Zukunft aufzubauen, das waren die Dinge, die seinen Job zur Passion machten. Dementsprechend würde es nun interessant werden, in der neuen Welt erneut als Lehrer zu arbeiten. Ihm schwirrten selber noch viele Fragen im Kopf, aber zunächst freute er sich über diese neue Herausforderung und Aufgabe. „Ich bin noch nicht sicher, was ich jetzt unterrichten werde. Das muss ich wohl noch alles besprechen. Immerhin zählen heute andere Werte und Kenntnisse als früher … die gilt es erstmal herauszufiltern schätze ich.“ Der Dunkelhaarige bediente weiterhin das Messer, um seinen Namen ins Holz zu schnitzen. Dabei spürte er allmählich, dass er sich hier wohlfühlen würde. Sein erster Eindruck von Cai war definitiv positiv, auch wenn es noch etliche Seiten an ihm gab, die ihm noch unbekannt waren. Was die Zukunft ihm hier bringen würde, konnte Ian noch nicht vorhersagen, doch fürs Erste konnte er sich an den Ort hier gewöhnen.

@Cai Zhuang

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#10

RE: Is this a place we may call home? || Cai & Ian

18.04.2023 20:49
Cai Zhuang 327 Beiträge
Alter
22
Größe
1.70
Zugehörigkeit
Heavens Paradise
Aufgabe
Handwerk/Kunst/Plünderungsteam

Cai blickte auf und lächelte. Das wäre wirklich schön, wenn die Menschen hier an das Gute glaubten. Dann hätten sie den richtigen Ort gefunden, um sesshaft zu werden. Nachdenklich schnitzte er weiter, während er Ian zuhörte. Der Ältere fragte ihn danach, was er gern gemacht hätte. Zeichnen hatte ihm Freude gemacht, aber er war seit Ausbruch der Seuche nicht mehr dazu gekommen. Durch Mr Smith hatte er zwar viel gelernt über alles, was mit Kunst im engeren und weiteren Sinn zu tun hatte, doch Zeichnen war dabei auf der Strecke geblieben. Ians Berufswunsch hörte sich da im Vergleich schon abenteuerlicher an. Als Pilot wäre er sicher viel herumgekommen. Das erinnnerte ihn unweigerlich daran, dass er vor der Zeitenwende nicht viel mehr als seine Heimatstadt gesehen hatte. Schade. Wie gern hätte er einmal seine Großmutter in China besucht.
"Früher hab' ich gern gezeichnet. Meine Mutter hat es mir beigebracht. Sie war Restauratorin und sehr kunstbegeistert. Vielleicht hätte ich was mit Kunst gemacht, oder ich wäre Cop geworden, wie mein Vater." Ein Gefühl der Sehnsucht ergriff ihn, als er an seine Eltern dachte. Wieder waren da diese was wäre wenn Gedanken. Überrascht stellte er dabei fest, dass die neue Zeit tatsächlich ein Ereignis mit sich gebracht hatte, das er vermissen würde. Wäre die Seuche nie ausgebrochen, oder wäre sein Vater rechtzeitig nach Hause gekommen, oder sein Halbbruder Glenn, dann hätte er Yassen nie kennengelernt. Bei all den schlimmen Dingen, die geschehen waren, und die da draußen immer noch geschahen, das Beste was ihn hatte passieren können, war, dass er Yassen kennengelernt hatte. Ohne ihn wäre das Leben grau und trist. Das zauberte ein Lächeln auf seine Lippen. Doch er behielt seine Gefühle und Gedanken für sich und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Ian.
Seine Unterrichtsfächer klangen gar nicht so, als wären sie heute völlig unnütz. Auch wenn natürlich typische Büroberufe keinen wirklichen Nutzen mehr hatten und stattdessen das Handwerk eine Art Renaissance erlebte. "Ich denke, dass Mathematik und Naturwissenschaften immer noch wichtig sind", entgegnete er schließlich. Insbesondere Naturwissenschaften konnten helfen die Natur besser zu verstehen und sich in ihr zurechtzufinden. Und was Musik anbelangte. Vielleicht brauchten die Menschen der heutigen Zeit sie mehr als sie glaubten. "Musik verbindet Menschen. Auch wenn die alten Werte durch den Überlebenskampf etwas in Vergessenheit geraten sind, ich glaube, sie sind heute vielleicht sogar noch wichtiger als früher. Sie erinnern uns daran, wie wichtig Gemeinschaft ist. Es ist hart da draußen, wenn man nur zu zweit oder allein unterwegs ist. Kolonien sind eine gute Idee. Was Mr Daniels hier aufgebaut hat, das ist eine gute Sache. Ein sicherer, geschützter Ort, an dem wir auch alte Werte wieder kultivieren können und uns ein Stück Normalität zurückholen, das die Toten uns genommen haben."

@Ian Underwood

// Ich würde hier ein offenes Ende setzen und dann mit dem Play für Februar 2022 weitermachen, das wir geplant hatten.

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