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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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Mr Smith stand mit hinter dem Rücken verschränkten Händen am Fenster und sah mit suchendem Blick hinaus in den Sonnenaufgang. Es war heute stiller als sonst, und nur ein paar Krähen suchen im Gras vor dem Haus nach futter. Irgendwas schreckte sie jedoch auf und sie stoben davon, allerdings konnte Mr Smith nichts ungewöhnliches da draußen sehen. Ein ungutes Gefühl hatte er trotzdem.
Er hörte Schritte auf der Treppe und drehte sich freundlich lächelnd um, "Guten-" erstarrte dann aber. "Was soll das?" fragte er forsch und deutete auf die gepackte Tasche. War das sein scheiß ernst?! Hatte Mr Smith sich nicht deutlich genug ausgedrückt? Es war Schluss mit dem Russen. Aus! Ende! Das ganze hatte sich schon lange genug gezogen und war stressiger ausgefallen als erwartet - und jetzt wollte Cai sein Zeug mitschleppen?! Was kam als nächstes? Mr Smith würde diese ständige Erinnerung nicht akzeptieren. Mit eisiger Mine packte er Cai am Arm und zerrte ihn hinter sich her zur Terrasse.
Draußen hockten Marvin und Trevor, doch keiner von beiden sagte auch nur ein Wort. "Kipp das aus!" befahl Mr Smith kalt und deutete auf den Rasen. Er stieß Cai vorwärts. "Trevor, her mit deinem Feuerzeug. Marvin bring mir den Benzinkanister." und schon sprangen die beiden, wie gut erzogene Hunde. Mr Smith wandte sich wieder Cai zu. "Abschied heißt auch loslassen, denn wenn wir uns an vergangenem festhalten wird es uns nur in die Tiefe ziehen - verstehst du?" Mr Smith nahm den Benzinkanister von Marvin entgegen und schraubte ihn auf. Trevor kapierte was sein Boss wollte und drückte Cai sein Feuerzeug in die Hand. "Zünd es an." seine Befehle duldeten keine Widerworte
@Cai Zhuang

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Cai drückte die Tasche fest an seine Brust, als Mr Smith darauf zeigte. Der Stimmungswandel des Mannes, ließ ihn innerlich zusammenzucken. Was hatte Yassen ihm getan, dass er sogar auf dessen Sachen allergisch reagierte? Er hatte nie etwas gegen die Kette seiner Mutter gehabt, die einzige Erinnerung, die er an sie hatte. Warum machte er bei Yassen so einen Aufstand? Cai wollte etwas sagen, aber ihm blieb jedes Wort im Hals stecken, als ihn Mr Smith unsanft am Arm packte und auf die Terrasse zerrte.
"Das, das sind jetzt meine Sachen", stammelte er als das Sammelsurium von Yassen auf dem Boden landete. Aber das sah Mr Smith natürlich anders. Sonst war es auch kein Problem von den Toten zu stehlen. Nur bei Yassens Schätzen machte er ein Drama draus. Also steckte er doch dahinter? Tränen bildeten sich in Cais Augen. Mr Smith hatte ihn angelogen. Und Marvin und Trevor, die würden nie etwas ohne die Zustimmung ihres Bosses machen. Cai presste seine Lippen aufeinander, um nichts Dummes zu sagen, um Mr Smith nicht an den Kopf zu werfen, dass er ihm gerade bewies, dass er mit seiner Vermutung gestern Recht gehabt hatte.
Diesmal fühlte er sich nicht schuldig dabei ihn zu verdächtigen. Was Mr Smith mit Yassens Sachen vorhatte, das schmerzte viel zu sehr.
Das Feuerzeug war warm. Wahrscheinlich hatte Trevor es vor kurzem benutzt. Mit tränenverschleierten Augen starrte Cai auf Yassens Schätze, die jetzt mit Benzin begossen waren. Seine Hände zitterten. Unter anderen Umständen hätte er Mr Smith zugestimmt. Aber das, das war grausam und Sachbeschädigung und überhaupt. Es war seine Erinnerung an Yassen. Er brauchte eine Erinnerung an ihn, wenigstens eine der Muscheln. Irgendwas.
Er wagte es nicht Mr Smith anzusehen. Sicher war sein Gesicht hochrot vor Zorn. Der einzige Lichtblick gerade war, dass sich das Feuerzeug in seinem Besitz befand. Eine kleine Flamme kam heraus, als er auf den Knopf drückte. Cai schluckte. Der absurde Gedanke kam ihm in den Sinn, damit zu drohen, sich selbst anzuzünden, wenn sie nicht aufhörten. Das Feuerzeug ging wieder auf. Cai atmete schwer. Sein Blick war nunmehr wieder starr auf Yassens Sachen gerichtet. Natürlich wusste er, was er zu tun hatte, was Mr Smith beruhigen würden. Doch das da am Boden gehörte nicht ihm und die Steinpflanze, die gehörte nichtmal Yassen, sondern seiner Babuschka.
"Ich kann das nicht", flüsterte er. "Bitte tut das nicht. Ich räum es wieder rauf ins Zimmer." Fest umklammerte er das Feuerzeug, als fürchte er, es könnte ihm sonst weggenommen werden. Seine Beine gaben nach und er sank auf die Knie. Tränen rannen über seine Wangen als er nach der Steinpflanze griff. "Die hat seiner Babuschka gehört. Die dürft ihr nicht zerstören." Wenigstens die Steinpflanze musste er retten. Wenn er dafür das Vorhaben aufgeben musste, etwas mitzunehmen, dann war es die Pflanze wert.
@Yassen Rakov
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Triggerwarnung: Blut, Gewalt, Mord, Folter
"Habe ich mich undeutlich ausgedrückt?!" Mr Smith sprach langsam und formulierte diese rhetorische Frage in einem bedrohlich schneidenden Tonfall. "Ist mir egal wem das gehört!" Er trat das Glas unter Cais Hand weg und packte den Jungen an den Haaren. Grob zog er dessen Kopf nach hinten und zwang ihn so zu ihm aufzusehen. Die beiden Lakaien grinsten schadenfroh, alle Augen waren auf Cai gerichtet. "Wer glaubst du bist du, mir zu sagen was ich kann?" Mr Smith holte aus um dem Jungen eine ordentliche Ohrfeige zu verpassen
In diesem Augenblick machte Trevor einen stolpernden Schrit nach vorne, beide Hände griffen nach seiner eigenen Kehle. Er röchelte und hustete. Blut lief ihm aus Mund und Nase während er hilfesuchend zu Mr Smith sah, dessen Schulter bereits von kleinen Blutströpfchen geziert wurde. Trevor streckte die Hand nach seinem Boss aus, verlor aber im selben Augenblick das Gleichgewicht und kippte nach vorne. Seine Beine gaben einfach nach und er landete mit dem Gesicht voran im Gras. Dort lag er absolut reglos. In seinem Hals, knapp an der Wirbelsäule vorbei, steckte ein kurzes Stück eines improvisierten Speeres. Auch wenn es nur etwa daumendick war hatte es völlig ausgereicht um Trevor für immer verstummen zu lassen.
Mr Smith löste sich nach wenigen Schocksekunden aus seiner Starrte und sah entsetzt zu Marvin. Cai war vergessen.
Bei der Jagd musste man schnell und präzise sein. Kaum hatte ich Trevor meinen angespitzten Stock in den Nacken gerammt, war Marvin zu meinem nächsten Ziel auserkoren worden. Ich musste nicht zusehen um zu wissen was passierte - ich nutzte diesen einen Augenblick absoluter Überraschung und Verwirrung maximal aus. Marvin konnte kaum reagieren als ich ihm in die Kniekehle trat und er auf ein Knie fiel. Er hatte keine Gelegenheit etwas zu sagen, oder gar nach Hilfe zu rufen, schon hatte ich meine Armbeuge um seinen Hals gelegt und drückte unerbittlich zu. Marvin wehrte sich verzweifelt, zerkratzte mir Arme und Gesicht, doch ich hielt ihn weiter im Würgegriff. Bis seine Bewegungen langsamer wurden und sein ganzer Körper schlussendlich erschlaffte. Ich atmete tief durch und gab ihn frei. Nein, er war nicht tot, nur bewusstlos, in ein paar Minuten oder so würde er wieder aufwachen.
"Rennt, wenn ihr wollt, aber ich bin schneller." was so großspurig klang wollte ich dabei lieber nicht unter Beweis stellen. Es hatte mich verdammt viel Zeit und Durchhaltevermögen gekostet überhaupt hier her zu laufen und diesen Verrätern aufzulauern. "Keine Sorge Smitty, du darfst dir alles noch ein wenig länger ansehen."
Mr Smith brachte kein Wort heraus, sondern starrte nur mit vor entsetzen aufgerissenen Augen auf das Schauspiel, welches sich ihm da gerade bot. Zögerlich machte er einen Schritt zurück. Yassen hatte Trevor ermordet und auch Marvin ausgeschaltet! Dabei sah er aus als hätte man ihn mit einem Truck überfahren... Seine sonst so hellen Haare waren blutverklebt und seine Kleidung stellenweise zerrissen und dreckig. Und trotzdem hatt er gerade Trevor und Marvin ausgeschaltet! Mr Smiths Gedanken rasten - was nun?! Wie könnte er nun seine Haut retten?
"Weißt du, ich hätte es ja wissen müssen - eine Schlange bleibt eben immer eine Schlange." meinte ich abfällig und zückte mein Messer. "Nicht so voreilig, das hast du alles falsch verstanden.." versuchte Smitty sich sofort zu verteidigen. "Hab ich das?" ich beugte mich über Marvins Beine und zog ihm einen seiner Stiefel aus. "Denn einfach so vom Dach geschubst zu werden, das ist schon recht eindeutig." ohne mit der Wimper zu zucken hob ich Marvs Bein an und stieß die Klinge duch die weiche Stelle Stelle zwischen Knöchel und Ferse. "Das hier ist die Achillessehne. Daran kann man problemlos einen Kadaver ausfhängen, so stabil ist sie, aber ohne-" ich schnitt nach unten weg. "kann man nicht mehr sonderlich gut laufen." Marvin würde nirgendwo mehr hingehen, dafür hatte ich nun gesorgt - Zeit sich um den Rest zu kümmern. Langsamen Schrittes umrundete ich Cai und Smitty, das blutige Messer noch immer in meiner Hand. Bei jeder meiner Bewegungen spiegelte mich Smitty, so als ob ihm das irgendeinen Vorteil verschaffen könnte. "Ich warte noch immer auf deine Erklärung!" fauchte ich und machte einen Ausfallschritt direkt nach vorne. Smitty riss sofort abwehrend die Hände hoch und wich zurück. "Na los! Bist du plötzlich stumm? Sonst hast du doch auch immer so viel zu sagen!" Noch ein Schritt. Wieder wich er zurück. "E-e-Es..!" Und noch einer! Und wieder wich er zurück, doch dieses Mal blieb er an der Tasche mit meinen Sachen hängen und verlor das Gleichgewicht. Smitty rappelte sich seitlich auf und wollte vor mir davon kriechen, aber keine Sorge, ich war schon zur Stelle. "Nichts? Nun ich habe dir noch so einiges zu sagen." Ich trat auf sein Bein und noch während er jaulte zog ich die Klinge meines Messers durch seine Kniekehle. Aus dem Jaulen wurden Schreie und Flüche. "Genieß die Verschnaufpause - es wird deine letzte sein!" lachte ich abfällig während ich ihn dabei beobachtete wie er sich wand.
Ich atmete kurz selbst durch und wandte mich dann an Cai. Genauso langsam wie ich zuvor Smitty umrundet hatte kam ich nun auf den Jungen zu, wurde ernst. Wie er da vor mir hockte, ganz verheult. Mir drehte sich der Magen um und man könnte fast meinen ich bekam leicht glasige Augen. "Dir hab ich am meisten vertraut." hauchte ich. Umso mehr schmerzte mich sein Verrat. "Du bist der einzige, den ich ..." ich schüttelte den Kopf, das Messer in meiner Hand hatte ich so fest gepackt, dass meine Knöchel weiß wurden. ".. den ich mehr als nur meinen Freund genannt hätte." Ich biss die Zähne zusammen bis meine Kiefer schmerzten. Nichts geschah hier, ohne dass Mr Smith es so wollte. Gar nichts. Mit dem Sturz war für mich alles zusammengebrochen, da gab es niemanden dem ich mehr trauen könnte, sie steckten alle unter der selben Decke... und ich war blöd genug gewesen um auf all ihre falschen Freundlichkeiten hereinzufallen..! Mir war spei übel und doch sah ich keine andere Lösung, als alle Verräter ein für alle mal zu beseitigen. Alle.
Zögernd kniete ich mich vor Cai. "Ich mach es schnell und schmerzlos." versprach ich ihm bevor meine Stimme versagte. In mir brannte eine ungeheure Wut, doch bei Cais Anblick wurde sie von Trauer überschattet. Warum ausgerechnet er...?
@Cai Zhuang

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zuletzt bearbeitet 25.10.2022 22:21 |
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Mr Smith hatte ihn nie geschlagen, bis jetzt. Cais Wange schmerzte, aber noch schlimmer brannte der Verrat in seiner Seele. Er hätte es wissen müssen. Nein, er hatte es gewusst. Die ganze Zeit. Aber er hatte geschwiegen, ihn nie darauf angesprochen. Sie waren nie ein Kollege meines Vaters, lagen ihm die Worte auf der Zunge. Doch er war nicht im Stande sie auszusprechen. Die Wut in Mr Smith Tonfall , die sich auch im Gesicht des Mannes widerspiegelte, lähmte ihn für den Moment. Wie paralysiert blieb er sitzen, das Feuerzeug noch immer in seiner zitternden Hand als plötzlich alles sehr schnell ging. Es fühlte sich surreal an, wie in einem falschen Film.
Trevor brach zusammen und Mister Smith ließ ihn los, worauf Cai beinah das Gleichgewicht verloren hätte. Viel zu wackelig saß er auf seinen Beinen. Dann sah er Yassen, Yassen der Marvin zu Fall brachte. War das wirklich Yassen, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Aber Yassen war tot. Sie hatten ihn ermordet. War er als Beißer zurückgekehrt? Dafür war sein Angriff zu gezielt, zu präzise. Überall war Blut. Cai rührte sich nicht, starrte nur auf das Schauspiel, das sich ihm bot. Sein Gehirn versuchte das alles zu verarbeiten, vermischte es mit dem Tag, an dem er zum ersten Mal die wandelnden Toten gesehen hatte. Dann plötzlich war Yassen vor ihm. Und er sprach. Das taten die Toten nie. Sie konnten nicht sprechen. Doch Yassen tat es. War er es wirklich? Cais Lippen bebten.
Das Feuerzeug fiel aus seiner Hand. Glücklicherweise war es wieder abgeschaltet, sonst hätte er versehentlich alles um sich herum in Brand gesteckt. "Yas" In seinem Kopf drehte sich alles. Untote sprachen nicht. Und die Worte, die über Yassens Mund kamen, ergaben keinen Sinn. Weswegen sollte er ihn umbringen? Weil es nicht real war. Weil Yassen nicht hier sein konnte. Dass er ihn vor sich sah, das war nicht echt, aber es mobilisierte die Kräfte des Widerstands in ihm. Die Wut, die Enttäuschung, die Trauer in Yassens Blick. Das würde ihn ewig begleiten, wenn er jetzt nachgab. Es war ihm egal, ob Trevor und Marvin ihn halb tot schlugen.
"Ich lass' nicht zu, dass sie deine Sachen zerstören", flüsterte er. "Ihr werdet das nicht tun", schrie er und stürzte sich über die Schätze auf dem Boden. Seine Finger zitterten dabei immer noch, so dass es ihm schwer viel besonders die kleinen Stücke zu halten. Jeden Moment rechnete er damit, dass ihn Mr Smith fortziehen würde. Doch niemand hielt ihn auf. Hastig klaubte er alles zusammen, packte es wieder in die Tasche, die er er erneut fest an seine Brust drückte. "Wenn ihr das wollt, müsst ihr mich umbringen", kam trotzig über seinen Mund.
Doch als er zaghaft aufblickte, da herrschte um ihn herum immer noch Chaos und Yassen kniete vor ihm. "Yas." Cai schluckte. Er ließ die Tasche langsam wieder los. Sacht sank sie zwischen ihnen auf den Boden. "Du...du lebst?" Vorsichtig streckte er eine Hand nach ihm aus, berührte die Hand in der Yassen das Messer hielt. Er fasste nicht hindurch. Das war kein Geist, der zurückgekommen war, der erschienen war, um ihm Mut zu machen sich zu wehren, auch wenn es sein Leben kostete. Das war wirklich Yassen. Sein Wunschdenken war zur Realität geworden. Cai wusste nicht wie und es war ihm gleichgültig.
Was Yassen zuvor gesagt hatte, dass er ihn töten wollte, wurde von seinem Gehirn vollkommen ignoriert. "Ich, ich hab' deine Sachen gerettet." Das konnte Yassen zwar sehen, aber egal. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, schlang er seine Arme um Yassens Taille und drückte sich ganz fest an ihn. "Danke, dass du zurückgekommem bist." Wer wusste, wohin das alles hier sonst noch geführt hätte?
@Yassen Rakov
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zuletzt bearbeitet 26.10.2022 16:41 |
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Es war, als würde all das Chaos einfach an Cai vorbei ziehen. Er kümmerte sich nur um meinen Kram, allerdings verstand ich nicht warum. Da war doch niemand mehr übrig, der irgendetwas zerstören konnte. Trevor war tot, Marvin nach wie vor bewusstlos und Smitty heulte noch immer wegen seines Beines. Nur noch wir beiden waren übrig.
Auf einer Augenhöhe mit Cai ließ er die dumme Tasche endlich fallen. Mein Zeug war mir gerade so ziemlich egal. Yas... Wie oft hatte ich meinen Namen bereits aus seinem Mund gehört, und doch war dieses Mal alles anders. Seine Berührung brannte auf meiner Haut, doch ich konnte sie nicht wegziehen. Stattdessen hockte ich da wie versteinert, brachte kein weiteres Wort über meine Lippen. Ja ich war am Leben, ich hatte schon immer mehr Glück als Verstand gehabt...
"Warum habt ihr mich gestoßen?" fragte ich heißer als ich mich wieder gefangen hatte. Mir war nicht klar was ich mir von seiner Antwort erhoffte, vielleicht war es einfach nur der simple Wunsch zu wissen, was mein Leben für sie wert gewesen wäre? Wofür hätten sie mich geopfert?
Cais Umarmung kam unvermittelt und brachte mich endgültig aus dem Konzept. Er sollte mir nicht so nahe kommen. Mit zitternder Hand hob ich mein Messer. Er sollte aufstehen und rennen solange er die Chanche hatte. So schnell und so weit er konnte! Vielleicht würde ich seine Spur dann ja verlieren. Er hatte so viel gelernt. Die Spitze der Klinge deutete auf Cais Nacken, genau auf das Ende der Wirbelsäule. Warum nur war er noch immer hier? Ich wusste doch genau wie ich... und doch brachte ich es einfach nicht fertig zuzustoßen. Er hätte wirklich nicht viel gespürt und wäre sofort tot gewesen, aber ich konnte einfach nicht. Es ging nicht. Ich atmete tief aus und ließ die Hand mit dem Messer zu Boden sinken.
Alles um uns herum stank nach Benzin
@Cai Zhuang

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Yassens Nähe beruhigte seine Nerven, brachte das Chaos in seinem Inneren ein Stück weit zum Erliegen. Von der Angst, die er hätte verspüren müssen, fehlte jede Spur. Denn er wusste einfach, dass er ihn nicht töten würde. Das konnte er nicht. Wenn er es gewollt hätte, dann wäre Cai längst nicht mehr am leben. Außerdem hätten weder Trevor, noch Marvin einen Grund gehabt ihn zu schlagen, wenn es das war, weswegen sie Yassen gestoßen hatten. Mr Smith wäre nicht wütend geworden, als er nach der Wahrheit verlangt hatte, sondern traurig. Hätte er ihn schützen wollen vor einer grausamen Wahrheit, davor, dass Yassen seinen Tod wünschte, dann hätte Mr Smith ihn nicht damit gequält, Yassens Sachen zu verbrennen. Cais Lippen bebten. Mister Smith hatte nur Ausflüchte gefunden, zugelassen, dass die anderen ihm wehtaten. Er hatte Yassens Schätze zerstören wollen, damit er keine Erinnerungen an seinen Freund hatte. Mit jedem Wort und jeder seiner Handlungen hatte er bewiesen, dass er sein Feind war. Wie ein Ertrinkender klammerte er sich weiter an Yassen, der mit nur einer Frage deutlich machte, dass er sich nicht irrte. Für Yassen hatte es nie einen Grund gegeben, nett zu ihm zu sein, sich mit ihm abzugeben. Er hatte es getan, weil er es wollte, ohne Hintergedanken dabei. Deshalb konnte es nicht sein, dass er ihn umbringen wollte.
Cai atmete schwer. "Ich weiß nicht warum Marv dich gestoßen hat", flüsterte er. "Sie haben gesagt, es war ein Unfall. Ich wusste, dass das kein Unfall gewesen sein kann. Aber sie wollten mir die Wahrheit nicht sagen. Es kamen immer nur Ausreden. Und Schläge, und Drohungen. Und als ich deine Sachen mitnehmen wollte, um eine Erinnerung an dich zu haben, da wollten sie mich zwingen deine Schätze zu verbrennen. Das Einzige, was ich noch von dir hatte." Er biss sich auf die Unterlippe. "Du bist zurückgekommen", sagte er leise. "Ich dachte, ich seh' dich nie wieder. Aber du bist zurückgekommen." Seine Lippen formten ein Lächeln, als er zu ihm aufblickte. Sein Blick glitt an ihm vorbei zu Mr Smith, der versuchte wieder auf die Beine zu kommen.
Plötzlich kam ihm ein absurder Gedanke. "Trevor hat gesagt, du hast mir den Kopf verdreht und Mr Smith ist zornig geworden, wenn ich deinen Namen erwähnt hab. Es hat ihn beruhigt, als ich vorgeschlagen hab' es nicht mehr zu tun. Haben sie dich wegen mir gestoßen, weil es ihnen nicht gepasst hat, dass wir Freunde sind?" Schockiert sah er Yassen an, dann wieder Mr Smith, dann wieder Yassen. Immer wenn er sich mit Kindern in Kolonien, oder an Orten, die sie besucht hatten, gut verstanden hatte, dann waren sie sehr schnell abgereist. War das der Grund? Aber weshalb hatten sie Yassen dann überhaupt aufgenommen, wenn sie verhindern wollten, dass er Kontakt zu anderen hatten? Wozu das ganze? Cai verstand es nicht.
@Yassen Rakov
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Triggerwarnung: Gewalt, Anspielungen Zoophilie
Cais Nähe beruhigte mich ganz und gar nicht. Innerlich war ich noch immer auf 180 und doch konnte ich mich kaum bewegen. Stillschweigend hörte ich Cai zu, wie er mir leise seine Seite der Geschichte schilderte. Unfall am Arsch! Marv hatte mich gestoßen, daran gab es keine Zweifel, nur erklärte es noch immer nicht warum. Dann musste ich das wohl Smitty direkt fragen.
"Natürlich, mit so einer Scheiße lasse ich niemanden davonkommen." entgegnete ich kalt als Cai meine Rückkehr ansprach. Selbst wenn es mich da im Museum erwischt hätte, irgendwann hätte ich meine untoten Zähne ihn ihre Hälse geschlagen und ihnen allen die Kehle herausgerissen! "Trevor hat doch keine Ahnung." Was sollte denn das für eine lächerliche Begründung sein? Ja, ich hätte Cai als engen Freund beschrieben, aber das war doch nichts schlimmes? Noch etwas dass ich Smitty fragen würde. "Lass uns herausfinden was hinter all dem steckt."
Ich löste mich von Cai und stand auf. Blin! Das war zu schnell. Ich brauchte kurz um mich wieder zu sammeln, ehe ich mir erschöpft mit der Hand durchs Gesicht fuhr. Es war noch nicht die Zeit um sich auszuruhen. Später. "Oy, Smitty!" knurrte ich und folgte der Blutspur im Gras zu dem Mann, dessen Befehlen ich einst gefolgt war. "Oh nein, wie ist das denn passiert?" blöde Frage, aber ich wollte es ihm noch ein bisschen reinwürgen. Zu mehr als fluchen und betteln war er bald eh nicht mehr im Stande. "Wegrennen ist wohl nicht, dann musst du wohl kriechen." und das würde ich genießen, genau wie den noch trotzigen Blick in seinen Augen! "Du musst gerade dein dreckiges Maul aufmachen!" fuhr Mr Smith mich wütend an. "Ich wette du kannst nur so verflucht lange laufen, weil deine Mutter es sich von einem Husky hat besorgen lassen!" Für diesen Kommentar trat ich ihm mitten ins Gesicht, wobei ich spüren konnte, wie etwas unter meiner Stiefelsohle nachgab. "Ab jetzt spielen wir nach meinen Regeln - wir fragen und du antwortest oder ich brech dir jeden Knochen einzeln."
@Cai Zhuang

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zuletzt bearbeitet 05.11.2022 12:20 |
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Langsam klärte sich sein Geist und das Gefühl der Taubheit fiel von Cai ab. Vielleicht lag es an der Entschlossenheit in Yassens Tonfall, oder daran, dass der erste Schock überwunden war. Da war immer noch überall Blut, aber es gelang ihm das Szenario vor seinen Augen irgendwie zu verarbeiten, indem er sämtliche Emotionen unterdrückte. Sein Vater hatte ihm einmal gesagt, Menschen könnten eine Menge aushalten und über sich hinauswachsen. Das einzige, was sie zu Fall brachte war ihre Angst. Yassen schien keine zu haben, als er sich von ihm löste, um sich Mr Smith zu widmen.
Lass uns herausfinden, was hinter all dem steckt. Er hatte uns gesagt. Das kleine Wort klang noch in der Luft, als Yassen längst damit begonnen hatte, sein Werk fortzusetzen. Cais Augen weiteten sich als ihm die Tragweite von Yassens tun erst so richtig bewusst wurde. Rache. Das war es, was er wollte, blinde Rache. Doch erstens, bekamen sie auf diese Weise gar nichts aus Mr Smith heraus und zweitens, zweitens wurde ihm übel beim Anblick der verdrehten Körper von Trevor und Marvin.
Er hörte Mr Smith fluchen. Der Fluch lenkte ihn von den Toten ab und ging ihm zugleich durch Mark und Bein. Eine solche Beleidigung aus dem Mund des Mannes zu hören, zu dem er jahrelang aufgeblickt hatte, schockierte ihn fast noch mehr als Yassens Anfall von Gewalt. Und trotzdem musste das jetzt ein Ende haben. Cai rappelte sich auf. Auch er stand in den ersten Sekunden noch etwas wackelig auf den Beinen, fing sich aber relativ schnell wieder.
"Hör auf." Mit wenigen Schritten erreichte er Yassen und zog ihn ein Stück von Mr Smith fort. "Wir wollen Antworten. Glaubst du, die kriegen wir, wenn du sein Gesicht zerdrückst und er nicht mehr sprechen kann?"
Mr Smith drehte sich zur Seite und spuckte Blut. Mit einer Hand stützte er sich am Boden ab. Sein Gesicht sah schrecklich aus. Cai schluckte hart.
"Macht es Spaß, ja?" Die rethorische Frage war an Yassen gerichtet. Doch dann sah er Cai an. "Ist er es Wert? Du tauscht Diebe gegen einen Mörder. Was würde wohl dein Vater davon halten?"
Cai starrte ihn entgeistert an. Sein Gesicht verlor an Farbe. "Lassen Sie meinen Vater da raus", fuhr er ihn an. Moment. Hatte Mr Smith gerade zugegeben, nie ein Kollege seines Vaters gewesen zu sein? Cai blinzelte irritiert. "Was, was haben Sie da grade gesagt? Sie geben zu, dass Sie kein Kollege meines Vaters sind?"
Trotz seiner Verletzungen gelang es Mr Smith zu lachen. Zwar hustete er ein zweites Mal blut, doch hielt er sich wirklich gut, das musste man ihm lassen. "Dein Vater hat sich mit den falschen Leuten angelegt, Kleiner. Aber man merkt, dass sein Blut durch deine Adern fließt." Endlich gelang es ihm, sich aufzusetzen und zur Hauswand zu robben, an die gelehnt, er sitzen blieb. "Er wird dich eines Tages verraten", sagte er an Yassen gewandt. "Wenn sein Vater überlebt hat, oder einer seiner Bullenfreunde. Dann wird er dich verraten, weil du ein dreckiger Mörder bist."
"Sagt ausgerechnet der, der seine Kumpane damit beauftragt hat meinen einzigen Freund umzubringen. Wer ist hier der Mörder?" Cai griff nach einem größeren Stein, der am Boden herumlag. Die Hand, die ihn hielt, zitterte heftig. Er wollte ihn nach Mr Smith werfen, doch er konnte nicht. Es ging einfach nicht. Kraftlos ließ er seine Hand wieder sinken und der Steine fiel zurück auf den Boden.
"Du bist ein guter Junge", hörte er Mr Smith sagen. "Das ist dein Problem. Du weißt gar nicht, wie knapp du dem Tod entkommen bist. Aber du kannst nicht immer Glück haben."
Wie betäubt blieb er stehen. Vor seinem geistigen Auge liefen die vergangenen Minuten nochmal in Zeitlupe ab. Er versuchte die ekligen Gedanken bei Seite zu schieben. Mr Smith wollte sie gegeneinander aufbringen, weil er es nicht ertrug, dass sie jetzt hier standen und eine Einheit bildeten. Deshalb versuchte er immer noch einen Keil zwischen sie zu rammen, mit Worten, mit denen er so viel besser umgehen konnte als seine Lakaien.
@Yassen Rakov

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Triggerwarnung: Gewalt
Oh ich war sowas von überzeugt das hier durchzuziehen! Warum sonst wäre ich den ganzen Weg hier her zurück gelaufen?! Mir ging es beschissen und trotzdem stand ich jetzt hier. Sobald alles vorbei war hatte ich alle Zeit der Welt mich zu erholen, doch solange diese 'Schatzjäger' noch atmeten würde ich eh keine Ruhe finden. Cai rückte für mich dabei zwar erstmal in den Hintergrund, aber ja, ich war auf Blut aus, und bereit Smittys Visage direkt nocheinmal meinen Stiefeln vorzustellen. Ich überhörte seinen ersten Einwand geflissentlich, denn wir waren doch gerade erst am Anfang, aber dann zog er mich nach hinten und außer Tritt-Reichweite. "Ey!" protestierte ich. "Der soll sich nicht so anstellen..." es war mir ein Rätsel wie Cai so ruhig bleiben konnte, ich würde die Antworten einfach aus ihm heraustreten.
"Da." grinste ich und betrachtete zufrieden wie ihm das Blut aus der krummen Nase tropfte. Mörder? Ich? Pha! Und wenn schon, das hatte heutzutage doch eh nichts mehr zu bedeuten. Mir war nicht ganz klar worauf Smitty mit seinen dämlichen Fragen hinaus wollte, doch ich ließ ihn weitersprechen. Er bot einen jämmerlichen Anblick, wie er sich so zur Wand schleppte um aufrecht sitzen zu konnen. Erbärmlich. Mitleid hatte ich trotzdem nicht. "Wir werden sehen." schnaubte ich abfällig, versucht erneut nach ihm zu treten. "Pass bloß auf was du sagst!"
Neugierig beobachtete ich wie Cai sich mit einem Stein bewaffnete, ihn schlussendlich aber wieder fallen ließ. Nein, sowas passte einfach nicht zu Cai und da musste ich Smitty leider Recht geben: Er war einer von den Guten. Aber ich nicht. Grinsend beugte ich mich nach vorne. "Dafür hat er ja auch mich." ich hob meinen Stiefel und positionierte ihn zwischen Smittys. Rechts oder links? Egal! Mit einer abrupten Bewegung drückte ich gegen die Innenseite seines Fußes und machte mit immer mehr Kraft weiter bis die Außenkante seines Schuhs sich in das Gras drückte. Das war das eh schon verletzte Bein, was für ein ungesund aussehender Winkel... Ich wollte ihn schreien hören!
"Warum das ganze? Dieses komplette Theater war doch überflüssig... Eine Kugel wäre sicherer gewesen und einfacher, und dann wäre ich jetzt vielleicht wirklich tot." Im Grunde waren sie selbst Schuld, wer so schlamperte hatte meine Rache verdient
@Cai Zhuang

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zuletzt bearbeitet 06.11.2022 00:44 |
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Triggerwarnung: Blut, Anspielung auf Zoophilie
Mr Smith hustete wieder, bis aber angesichts des Schmerzes, den er mit Sicherheit empfand, seine Zähne zusammen. Da kam kein Laut über seine Lippen, keiner jedenfalls, der Yassen genehm wäre. Stattdessen war da nur Verachtung und fast schon eine Spur von Sarkasmus in seinem Blick. "Du kannst ihn nicht immer beschützen. Die Feinde seines Vaters werden ihn finden. Ihr werdet sie nicht kommen sehen. Spätestens dann ist es aus mit euch."
Offenbar wusste Mr Smith nicht was gut für ihn war. Oder vielleicht doch. Er wollte Yassen provozieren, damit der ihn umbrachte, bevor er seine Antworten hatten. Cai ballte seine Hände zu Fäusten. Und was sollte diese Betonung auf euch da am Schluss? Schon wieder so eine kryptische Aussage, mit der keiner etwas anfangen konnte. Doch sie wirkten auf Cai wie ein Köder, den er nicht ignorieren konnte, weil sie neue Fragen aufwarfen.
"Hören Sie auf in Rätseln zu sprechen, oder wollen Sie noch mehr Schmerzen?" Uh, das würde für Yassen vermutlich eine Aufforderung sein, Mr Smith weiter zu foltern. Das wollte Cai eigentlich nicht. Mr Smith war auch ein Mensch und hatte sie immer gut behandelt, bis jetzt. Was hatte ihn so verändert? "Wer sind diese Leute? Wollten Sie Yas deshalb umbringen, weil er Denen im Weg ist? Ging es darum?"
Mr Smith spuckte erneut Blut. "Mächtige Leute. Mehr kann ich dir nicht sagen. Wir haben immer nur über Nachrichten kommuniziert." Er lachte kehlig. "Sie haben mich schon lange nicht mehr kontaktiert." In seinen Gesichtszügen spiegelte sich sein Schmerz und doch gelang es ihm weiterhin diesen wegzustecken. Sein Blick begegnete dem von Yassen.
"Du warst von Anfang an eine Wildcard, ein Joker im Spiel. Es hätte funktionieren können, aber dann wurdest du zur tickenden Zeitbombe. Es war kein Platz mehr für dich in meiner Gruppe. Ich hätte es selbst machen sollen. Dann wärst du jetzt mausetot."
Eine Erklärung war das immer noch nicht und Cai befürchtete, dass Yassen der Geduldsfaden reißen könnte, bevor sie mehr Antworten hatten. Er war froh, dass sein Freund seinen Zorn jetzt an Mr Smith Bein entlud und nicht mehr dessen Gesicht.
Der Mann stöhnte leise, was aber sicher nicht laut genug für Yassen sein würde. Cai warf Yassen einen besorgten Seitenblick zu, weil er all die Gewalt absolut nicht gut fand. Sie sollten Mr Smith nicht so quälen. Warum fiel es ihm dann nur schwer sich dazwischen zu stellen? Weil Mr Smith das verdient hatte. "Warum?", flüsterte Cai. "Sagen Sie uns einfach warum?" Dann konnte er Yassen bitten, ihm einfach einen Gnadenschuss zu geben. Halt, nein. Sie durften es nicht dabei belassen. Was hatte Mr Smith da eben erzählt von den Feinden seines Vaters. Seine Augen weiteten sich. Er atmete schwer. Ruhe zu bewahren, war nicht einfach. Wenn das vorbei war, würde er vermutlich zusammenbrechen.
Mr Smith lächelte, trotz seiner Schmerzen lächelte er und dieses Lächeln ging Cai durch Mark und Bein. "Kannst du dir nicht denken, warum? Du bist ein kluger Junge. Ich bin sicher, du kommst selbst drauf." Sein Lächeln erstarb.
Und Cai starrte ihn einfach nur fassungslos an. Sein Gehirn ratterte. Das lenkte ihn von dem Stress ab, dem er gerade ausgesetzt war. Wieder führte es ihn an den Punkt, dass es um ihre Freundschaft gegangen sein könnte. Aber das wäre zu einfach. Er hätte Yassen dann auch einfach nur aus der Gruppe werfen können. Wozu gleich umbringen? Cai wäre traurig gewesen, aber letztlich hätte er akzeptiert, dass sich die Wege trennten. Die Frage war nur, hätte Yassen es einfach akzeptiert Unruhig kaute er an seiner Unterlippe. Dann kam ihm ein neuer Gedanke. Mr Smith hatte angedeutet, Yassen sei zu einer tickenden Zeitbombe geworden. Cai runzelte seine Stirn.
Mr Smith wandte sich indessen wieder an Yassen. "Was denkst du wohl?" Er schüttelte seinen Kopf und kniff kurz darauf seine Augen zusammen, weil ihm die Bewegung wohl wehtat. "Wie wär's wenn du deine Hirnzellen auch ein wenig anstrengst? Ach, ich vergaß, dein Vater war nur ein räudiger Köter." Ein heftiger Hustenanfall schüttelte seinen Körper, woraufhin ein Schwall Blut aus seinem Mund auf den Boden tropfte. "Es sollte wie ein Unfall aussehen du Idiot."
@Yassen Rakov

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zuletzt bearbeitet 06.11.2022 06:02 |
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TW: Blut, Gewalt, Schimpfwörter
Statt mir die Genugtuung zu gönnen und einfach zu schreien kam nur weiterer Schwachsinn aus seinem Mund. "Yip yip yip." machte ich abfällig und machte mit der Hand eine plappernde Geste, indem ich mit dem Daumen wiederholt innen gegen Mittel- und Ringfinger tippte. "Red dir das nur weiter ein." wir würden ja sehen! Wobei, er eher nicht.. hah!
Da ich noch immer auf Smittys Fuß stand verlagerte ich langsam mehr gewicht auf diese Seite. Vielleicht änderte er seine Meinung ja doch noch. Jedenfalls wurde ich aus seinen Worten nicht so recht schlau. Wer sollte schon hinter uns her sein? Hatte er mal versucht bei dem ganzen Chaos jemanden zu finden? Scheiß egal für wie mächtig Smitty seine Kameraden hielt, die konnten auch nicht hellsehen. "Wundert mich nicht, mit einem Arsch wie dir will ich auch nicht zum Spaß reden.." hoffentlich waren die alle schon jämmerlich krepiert!
Ein Joker? Fragend zog ich eine Augenbraue hoch und lachte fast schon. "Du? Red dir das gerne ein." das hatte Smitty nun davon, ich bemitleidete ihn kein Stück. Er hatte gewusst was er tat und versagt, dafür bekam er nun die Rechnung. Das Warum war für mich inzwischen unwichtig, wen kümmerte es? Ich stieg von seinem Fuß und trat ihm gegen das Knie. Da war keine Reue in mir, kein Bedauern und auch kein Zögern. Er hatte verdient was ihm bevorstand. Ich trat erneut zu.
Ob ich einen Rauswurf akzeptiert hätte würden wir nie erfahren, denn ein gewisser jemand hatte mich ja lieber direkt umbringen wollen! Und im Gegensatz zu Cai hatte ich mich gerade deutlich schlechter unter Kontrolle. Durch zusammengebissene Zähne murrte ich etwas unverständliches, von dem man wohl vermuten könnte, dass es keine Komplimente waren. Nur weil er saß hieß das nicht, dass sein Gesicht auerhalb meiner Stiefelreichweite war! Aber mit gebrochenem Unterkiefer antwortete es sich schlecht... Gerade wollte ich es bei ein paar Flüchen lassen als er mich erneut als Hundesohn bezeichnete. Wutentbrannt packte ich ihn an den Haaren und schlug seinen Kopf nach hinten gegen die Hauswand. Meine Eltern hatten sicher ihre Macken und Fehler gehabt, doch das ging Smitty einen feuchten Dreck an. Solche Beschimpfungen ließ ich nicht auf mir sitzen! "Nun, das hier wird gewiss nicht wie einer aussehen! Ich dachte eher so an die Kathegorie 'mittelschweres Blutbad'!" und das war gewiss keine leere Drohung
@Cai Zhuang

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Triggerwarnung: Blut, Erwähnung von sexuellem Missbrauch an Jugendlichen
"Yas, ich hab' noch Fragen an ihn", schrie Cai fast und versuchte Yassen von Mr Smith wegzuziehen, als dieser wieder auf den Mann losging. Nicht, dass er das nicht verstand. Wären da nicht die offenen Antworten, dann wäre es ihm im Moment fast gleichgültig, was mit Mr Smith passierte, so verletzt war er noch von dessen Verrat. "Kümmer dich um Marv." Ob das etwas brachte, wusste er nicht, doch er brauchte Zeit, Zeit um Antworten zu bekommen.
"Hören Sie endlich auf damit ihn zu provozieren. Sie machen das absichtlich, damit sie die Wahrheit mit ins Grab nehmen können", fuhr er anschließend den Mann am Boden an. Mister Smith hatte sich das alles selbst zuzuschreiben. Sollte er ruhig seine eigene Medizin schmeckten. Aber er würde ihm vor seinem Tod gefälligst seine Fragen beantworten. Es fiel ihm zunehmend schwerer, die Fassung zu wahren. Doch wenigstens einer von ihnen, musste bei klarem Verstand bleiben.
"Die Wahrheit?" Das Lachen ging in ein Husten über, bei dem blutiger Ausfluss nicht ausblieb. Kein Wunder, nachdem Yassen seinen Kopf so heftig gegen die Wand gestoßen hatte. Wahrscheinlich sah Mr Smith gerade nur noch Sternchen vor seinen Augen. Und wenn das so weiter ging, starb er wirklich noch, bevor sie eine endgültige Antwort bekamen. "Kannst du die Wahrheit denn verkraften, Kleiner?"
Cai nickte. An seinen Händen färbte sich die Haut über seinen Knöcheln fast weiß. Seine Lippen bebten, doch er zwang sich dazu Ruhe zu bewahren. Er wollte die Wahrheit wissen, ungeachtet dessen wie sehr sie wehtat. Schlimmer als letzte Nacht, konnte das nicht werden. Immerhin würde ihn jetzt niemand zu diesem Ekel Frances schleifen können. Mr Smith lächelte gequält. "Dann hör gut zu. Denn ich werd's dir nur einmal sagen." Er nahm einen tiefen Atemzug. Das Sprechen schien zunehmend schwerer zu werden. Es kam mehr ein Krächzen über seine Lippen, doch es entstanden nach wie vor ganze Sätze dabei. Er bat ihn nicht, näherzukommen. Wahrscheinlich war ihm klar, dass Cai nicht auf seine Tricks reinfallen würde und den Teufel tun ihm so nahe zu kommen, dass er ihn schnappen und würgen konnte, um Yassen mit ihm zu erpressen.
"Yassen hat einen starken Einfluss auf dich. Das allein wäre nicht weiter schlimm, auch wenn du mir gehörst und er keinen Anspruch auf dich hat. Ich habe ihn in die Gruppe geholt, weil ich bestimme, mit wem du befreundet bist. Aber seine Respektlosigkeit mir gegenüber, ließ darauf schließen, dass er über kurz oder lang zum Verräter wird. Er hat Dinge erfahren, die er nicht wissen sollte und es war nur eine Frage der Zeit, bis er dieses Wissen gegen uns verwendet." Seine Stimme erstarb und sein Atem röchelte. Es fiel ihm zusehends schwerer zu sprechen. Wieder spuckte er blut.
Cai fürchtete schon, er würde jetzt sterben, als Mr Smith weiter sprach. "Nichts, was ich tue, geschieht ohne Grund. Das solltest du inzwischen wissen." Seine blutverschmierten Lippen formten ein Lächeln. "Und es war noch nicht an der Zeit, dass du erfährst, was dein Freund gehört hast. Dass er es dir nicht gleich verraten hat, war unser Glück." Abermals schüttelte ihn ein heftiger Husten. "Aber nachdem du die Wahrheit hören willst. Dass du Nezumi kennen lernen durftest, war kein Zufall. Auch durch seine Adern fließt das Blut deines Vaters."
Cai starrte ihn entgeistert an. Er fühlte sich innerlich ganz taub. Nezumi war sein Bruder Lian. Aber dann, dann bedeutete das...
"Du warst noch nicht geboren, als ich deinen Bruder geholt habe", bestätigte Mr Smith seinen Verdacht. "Ich konnte kein kleines Baby gebrauchen, deshalb' hab' ich ihn in Frances Obhut gegeben. Dieser Scheißkerl wollte ihn nur nicht wieder hergeben, als es Zeit gewesen wäre. Und er hat ihn völlig verzogen." Sein Körper wurde erneut von einem Hustenanfall geschüttelt, begleitet von Stöhnen. "Er konnte nichtmal Schlösser knacken. Stattdessen hat er ihm kämpfen beigebracht. Damit er sich dann gegen mich stellen kann?" Da schien er sich ziemlich sicher zu sein. Aber bedeutete das nicht auch, dass er das bei ihm genauso für möglich hielt? Cai wusste nicht, was er darauf sagen sollte. Doch er begriff, welche Gefahr Yassens starker Einfluss auf ihn für Mr Smith gewesen war, abgesehen von dem Geheimnis, das sein Freund nicht hatte ausplaudern sollen.
"Ich hab' dich geholt, weil du noch jung genug warst, dich zu formen und alt genug, um halbwegs selbstständig zu sein. Ich wollte keinen willenlosen Sklaven, den meine Jungs vögeln können, wenn sie Bock drauf haben und keine tickende Zeitbombe, ich wollte einen Schüler, den ich eines Tages gegen seinen Vater ausspielen kann, bevor er auf die Idee kommt, sich gegen mich zu stellen. Aber dann hab' ich einen Fehler gemacht."
Cais Knie gaben nach. Er sank auf die Knie. Das war zuviel. Marv und Trevor hatten was getan? Sie hatten seinen Bruder vergewaltigt? Jetzt verstand er annähernd, was Trevor hatte andeuten wollen. Ihm wurde kotzübel bei dem Gedanken. Sein Gesicht verlor an Farbe und er war froh, dass sein Magen leer war. Sonst hätte er sich übergeben.
@Yassen Rakov
//Yassen darf ihn dann gern fertig machen ;)

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zuletzt bearbeitet 15.11.2022 19:27 |
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TW Gewalt, Blut, Folter, Tod
Als Cai nach mir griff riss ich mich direkt los, jedoch mehr aus Instinkt, als aus der Absicht heraus, mich gegen ihn zu stellen. Ich hatte meine Antworten, den Rest blendete ich aus, als hätte ich Scheuklappen auf. Kümmer dich um Marv - ernsthaft?! Frustriert ließ ich Mr Smiths Haare los und zog laut schnaufend ab. "Wir sind noch lange nicht fertig!" knurrte ich im Gehen. Dann musste eben Marv solange den Kopf hinhalten. War der überhaupt schon wieder wach?
Während Cai sich mit der Ratte Smitty beschäftigte widmeten ich und mein Messer uns Marvin. Ihn würde ich nicht so leicht vom Haken lassen wie Trevor, ohhh nein, für ihn hatte ich schon einen ganz besonderen Plan! Er wollte mich nach dem Sturz jämmerlich krepieren lassen, Zeit den Spieß umzudrehen. In ihm war doch sicher ein guter Kern, und genau den würden wir jetzt gemeinsam suchen gehen~ Im Gegensatz zu Smitty war er sich nicht zu schade zu schreien, während er gewisse Teile seines Körpers betrachten konnte, welche gewiss nie das Tageslicht hätten sehen sollten.
Als ich mit Marv fertig war und es still wurde kehrte ich zu Cai und Smitty zurück. Ich stank nach frischem Blut, es klebte an meinen Armen, in meinem Gesicht und tränkte meine Kleidung, wo es sich mit bereits getrocknetem vermischte. "Fertig?" fragte ich und sah beide mit kaltem Blick an. Mit der Hand strich ich mir die Haare nach hinten, was auch in meinen hellen Haaren Spuren hinterließ. "Letzte Chance zu gehen." warnte ich Cai, der eh schon blass aussah, während ich neben Smitty in die Hocke ging. "Für dich nicht, du bleibst hier bei mir." ich lächelte freudlos und hob mein Messer. "Sag Bye-bye." meine Aufmerksamkeit galt Smitty, doch ich sah aus den Augenwinkeln wie Cai die Flucht ergriff und hörte wie die Türe hinter ihm ins Schloss fiel als er nach drinnen verschwand. "Jetzt sind wir ganz unter uns."
Nachdem ich mein Werk vollendet hatte wurde es endgültig still. Ich wischte das Messer an meiner Hose ab und machte mich dann daran die Leichen hinters Haus zu schleifen, wo ich sie mit einer Plane bedeckte damit Cai der Anblick erspart blieb.
Ausdruckslos öffnete ich die Hintertür und schlurfte ins Wohnzimmer, wo ich mich einfach nach vorne aufs Sofa fallen ließ. Ich war müde, erschöpft und mir tat alles weh. Seit dem Sturz hatte ich weder geschlafen, noch gegessen, geschweige denn mich um mich selbst gekümmert. Der Wunsch nach Vergeltung hatte mich wach und auf den Beinen gehalten, doch nun da das wegfiel schwappte alles über mich herein. Komplett fertig mit der Welt schloss ich die Augen. Mir war komplett egal wie ich jetzt aussah oder wie sehr ich nach Blut roch - ich brauchte ein Nickerchen.
@Cai Zhuang

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Yassen hatte tatsächlich auf ihn gehört, sich um Marvin gekümmert. Offenbar ging der Einfluss den Mr Smith so bedenklich gefunden hatte, in beide Richtungen. Doch darüber dachte Cai in diesen Minuten nicht nach. Noch immer geschockt von der Wahrheit, stieg zu allem Übel der Geruch von Blut in seine Nase. Er hatte es bis jetzt ignoriert, wahrscheinlich weil sein Fokus so sehr auf der Wahrheit gelegen hatte, dass ihm dies die nötige Kraft verliehen hatte, durchzuhalten, ruhig zu bleiben. Aber jetzt, nachdem er wusste und erneut die volle Wucht der Gewalt über ihn hereinbrach, wurde ihm alles zuviel.
Wahrscheinlich wäre Yassens Warnung gar nicht nötig gewesen. Denn der Geruch des Blutes genügte vollkommen, nun doch einen Würgereiz auszulösen. Ohne lange zu zögern, flüchtete er in das Haus, wo er es bis zum Badezimmer schaffte, bevor sich sein nichtvorhandener Mageninhalt entleeren wollte. Es blieb bei einem Keuche, Würgen und Spucken von Spucke. Elend fühlte er sich dabei jedoch trotzdem. Irgendwann sank er mit dem Rücken zur Wand auf den kalten Steinboden. Sein Blick war starr auf die gegenüberliegende Wand gerichtet.
Er wagte es nicht seine Augen zu schließen, aus Angst dann mit den Bildern des Blutbades konfrontiert zu werden, das Yassen da draußen angerichtet hatte. Es war still. Erst jetzt bemerkte er, dass es still geworden war. Cai schluckte, wenn er daran dachte, wie er selbst gesagt hatte, Yassen solle sich um Marvin kümmern. Was hatte er getan? Ihn auch noch dazu aufgefordet die Männer umzubringen. Nicht, dass sie es nicht verdienten. Was sie getan hatten, war so schrecklich, dass einzelne Gedanken daran fast schon Panik auslösten. Sie hatten den Tod verdient.
Aber was war mit Yassen? Wie ging es ihm? Er hatte sicher zahlreiche Verletzungen von dem Sturz davongetragen. Und dann der Kampf gegen Mr Smith, Trevor und Marvin. Das konnte kaum spurlos an ihm vorbeigegangen sein. Cai atmetete dreimal tief ein und aus, um sich wieder zu beruhigen. Dann rappelte er sich auf und suchte nach einem erste Hilfe Kasten. Sie hatten in jedem Versteck einen. Also war hier auch einer. Es dauerte nicht lang, da wurde er fündig. Doch vorher musste er sich vergewissern, dass da draußen alles in Ordnung war, dass Yassen lebte, was bedeutete, dass die andren tot waren.
Vorsichtig öffnete er die Badezimmertür und sah hinaus auf den Flur. Niemand war zu sehen, weshalb er auf leisen Sohlen durch das Haus schlich, bis er im Wohnzimmer Yassen fand. Er war immer noch mit Blut besudelt und hatte seine Augen geschlossen. Aber er war am Leben. Cai atmete erleichtert auf.
Flink huschte er zurück ins Badezimmer und schleppte den erste Hilfe Koffer, ein paar Handtücher und einen Kübel mit frischem Wasser ins Wohnzimmer. Leise stellte er alles neben dem Sofa ab, weil er Yassen nicht wecken wollte. Doch sein Freund brauchte eine Notversorgung. Er nahm ein Kissen von einem der Sessel und legte es auf den Boden neben das Sofa, um sich darauf knien zu können. Dann tauchte er ein frisches, kleines Handtuch in das Wasser, rang es aus und begann damit das ganze Blut von Yassens Gesicht zu tupfen. Dabei ging er äußerst behutsam vor, da er ihn nicht wecken wollte.
@Yassen Rakov

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Normalerweise hatte ich einen recht leichten Schlaf, doch die letzten Tage verlangten ihren Tribut. Irgendwann erreichten wir alle einen Punkt an dem wir einfach eine Pause brauchten. Ich dachte an nichts und träumte auch nicht, weder von den Geschehnissen noch von Cai. Da war nichts weiter als Dunkelheit und Leere - und es tat gut. Nach all dem Chaos konnte ich so endlich etwas zur Ruhe kommen.
Doch da war nochetwas, in meinem Gesicht... und es war feucht? Erschrocken zuckte ich zusammen und riss die Augen auf. Einen Arm hielt ich dabei schützend vor mein Gesicht. Mein Puls ging durch die Decke, ich hatte keine Ahnung was vor sich ging und brauche kurz um zu realisieren, dass ich mich in keinerlei Gefahr befand. "Cai.." seufzte ich, als ich erkannte wer die Gestalt vor mir war, und atmete erleichtert aus. "Was wird das?" leicht irritiert fasste ich mir ins Gesicht. Egal wie die Antwort lautete, ich hatte weder die Energie mit ihm zu diskutieren noch mich großartig zu wehren, also ließ ich die Hand wieder sinken und akzeptierte was auch immer er vorhatte. Verflucht... wie konnte man sich gleichzeitig taub und einfach nur komplett hinüber fühlen?
Egal ob Wasser oder Blut, feuchte Klamotten sollte man normalerweise direkt loswerden, nur was war gerade schon normal? "Mir ist kalt." flüsterte ich. Es passte nicht zu mir, dass ich mich wegen einer solchen Kleinigkeit beschwerte, doch gerade brachte ich es nichtmal fertig aufzustehen und mir eine Decke zu holen. Dass ich kaum merklich zitterte schob ich auf die Kälte
@Cai Zhuang

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zuletzt bearbeitet 16.11.2022 08:58 |
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Verdammt, er war aufgewacht. Cai hielt inne. Schuldbewusst sah er Yassen an. "Tut mir leid. Ich wollte dich nicht wecken", murmelte er. "Ich muss das Blut wegmachen." Er wollte nicht, dass sich seine Verletzungen entzündeten. Das wäre hier draußen, allein, weit entfernt von einer Kolonie, ziemlich mies. Zumal er nicht Autofahren konnte und ihnen Mr Smith Wagen dann auch nichts nutze. Allein lassen würde er ihn aber auch auf gar keinen Fall wollen. Also musste er verhindern, dass sich Yassen noch eine Infektion einfing.
"Es dauert nicht lang." Sein Blick wanderte an Yassen hinab zu dessen stinkender und feuchter Kleidung. Cai schluckte. "Nachdem du schon wach bist, solltest du dir auch was frisches anziehen." Er stand auf und legte das Tuch bei Seite. "Ich hol' dir was aus deinem Zimmer. Und bring dir auch gleich eine Decke mit." Ohne lange auf Yassens Einspruch zu warten, rannte er los.
Tatsächlich dauerte es nicht lang, bis er wieder kam, mit einer großen Decke und Klamotten aus Yassens Schrank. Die Decke parkte er vorübergehend auf einem der Sessel. Die Kleidung legte er auf den Tisch, gleich neben dem Sofa. "Du musst das nasse Zeug ausziehen. Es wird zwar vorübergehend noch kälter, aber du fühlst dich danach besser. So kannst du nicht schlafen. Wenn du magst, kannst du mich nachher auch als Wärmflasche missbrauchen", schlug er noch vor. Ein flüchtiges Lächeln huschte über seine Lippen.
@Yassen Rakov

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zuletzt bearbeitet 16.11.2022 11:29 |
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Was für Blut? Ich sah auf meine Hand. Oh.. "Alles halb so schlimm." Meinte ich fast beiläufig. War ja nicht meines. Ein paar Kratzer hatte ich wohl doch abbekommen, Marv wahr wehrhafter gewesen als ich ihm zugetraut hätte. Ansonsten? Ehrlich gesagt konnte ich das nicht genau sagen. Solange ich jedoch noch atmete würde ich das schon verkraften. Sollte Cai sich meinetwegen austoben
Ich kam gar nicht dazu groß etwas wegen meiner Kleidung zu sagen, da flitzte Cai auch schon los. Kurz atmete ich tief durch ehe ich mich langsam aufraffte um mich zumindest mal anständig hinzusetzen. Im Nu war Cai wieder zur Stelle und hatte sowohl Wechselklamotzen als auch eine Decke dabei. Ich trat mir die Stiefel von den Füßen und begann mich aus meinem verdreckten Oberteil zu befreien, welches förmlich an mir klebte. Ih bah! Darunter kamen unzählige blaue Flecken zum Vorschein, die sich über Rücken, Brust und Arme zogen. Es war auch für mich das erste Mal dass ich die Spuren meiner Bruchlandung sah. Allzu lange wollte ich mich aber nicht bemitleiden, denn Cai hatte zu niemandes Überraschung recht gehabt, es war wirklich sau kalt! Dabei hatte ich normalerweise absolut kein Problem mit niedrigen Temperaturen.
Mit Cais Hilfe schlüpfte ich in die trockenen Sachen und machte es mir dieses Mal bequem auf dem Sofa. "Missbrauchen will ich dich gar nicht." Entgegnete ich mit Betonung auf dem ersten Wort. "Aber es ist noch immer kalt." Ich lag auf der Seite, daher hob ich einen Arm und machte ihm Platz. Er hatte es ja aus freien Stücken angeboten...
@Cai Zhuang

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Yassens Körper war übersäht mit blauen, mittlerweile violetten Flecken, aber glücklicherweise schien er keine offenen Wunden davongetragen zu haben. Dass er es bis hierher geschafft hatte und seit seiner Ankunft bisher kein einziges Mal Blut gespuckt, bestärkte ihn in der Annahme, dass auch mit inneren Verletzungen nicht zu rechnen sein sollte. Wenn Yassen meinte, es sehe schlimmer aus, als es war, würde das schon stimmen, hoffte er.
Inzwischen war Yassen zumindest wieder sauber und steckte alsbald in frischen Klamotten.
Cai schaute etwas betreten, als Yassen das Wort Missbrauchen so betonte, weil es ihn kurzfristig an Trevor erinnerte und das was Mr Smith über seinen Bruder gesagt hatte, grinste dann aber wieder. "Sooo hab' ich das gar nicht gemeint."
Dann schnappte er sich die Decke, die wahrscheinlich immer noch ein wenig nach letzter Nacht roch. Wenn er sich zu Yassen legte, würde weniger auffallen, was Cai getan hatte. Yassen musste nicht unbedingt wissen, dass er die ganze Nacht in seinem Bett geschlafen hatte. Am Ende hielt er ihn noch für ein Weichei, das nicht ohne ihn klar kam. Tatsächlich hatte ihn Yassens beinah Tod ziemlich fertig gemacht, womit er selbst nicht gerechnet hätte, da Mr Smith ihm beigebracht hatte ihr Überleben nicht für selbstverständlich zu nehmen. Daher fühlte es sich wohl immer noch ein wenig surreal an, dass er wirklich lebte.
Auf Yassens Stirn prangte noch eine rote Schramme, die Cai ganz schnell mit einem Pflaster aus dem erste Hilfe Kasten bedeckte. So, jetzt wäre das auch erledigt.
Damit Yassen nicht länger kalt hatte, legte Cai erstmal die Decke über seinen Freund, bevor er zu ihm unter die Bettdecke kroch, wodurch der Ältere seinen Arm nicht länger in die Luft recken musste. Dann kuschelte sich Cai an ihn, darauf bedacht dabei nicht gegen seine Prellungen zu drücken, ihm aber trotzdem nahe zu sein. Es tat gut, seinen Herzschlag zu spüren. "Ich bin so froh, dass du lebst", nuschelte er in Yassens T-Shirt.
@Yassen Rakov

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zuletzt bearbeitet 19.11.2022 15:01 |
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Man konnte durchaus innerlich verletzt sein ohne Blut zu spucken, das ging soweit ich wusste nur, wenn es in Lunge oder Magen geriet. Aber auch wenn ich mich wie von einem Eisbären überrannt fühlte, so bezweifelte ich dass es wirklich schlimm um mich stand. Außerdem wollte ich nicht, dass Cai sich unnötige Sorgen machte.
Hatte ich was falsches gesagt? Ich überlegte zwar, kam jedoch zu keinem klaren Gedanken, daher machte ich weiter als wäre nichts gewesen und ließ mir von Cai sogar die Schramme in meinem Gesicht verarzten bevor ich mich wieder hinlegte. Er deckte mich zu und gesellte sich dann zu mir aufs Sofa. "Mhm." grummelte ich, bereits im Halbschlaf, einen Arm um Cai gelegt. Ich wollte gar nicht daran denken, dass ich ihn vorhin fast umgebracht hätte.. und das alles nur weil irgendwelche 'mächtigen Männer' meinten sie könnten mit uns tun und lassen was sie wollten... Smitty hatte sich geirrt. Mit seinem Tod hatte sich dieses Buch geschlossen. Wir würden neu anfangen, irgendwo wo uns niemand finden würde, und bis dahin würde ich Cai beschützen. Sollte das, was heute passiert war, all den Smittys dieser verottenden Welt eine Warnung sein!
Jetzt, mit Cai an meiner Seite, wich die Kälte, doch mit ihr auch die Leere meiner Träume. Immer wieder zuckte oder schnaufte ich, schlief aber unbeirrt weiter.
@Cai Zhuang

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Während Yassen schlief, wachte Cai. Im Gegensatz zu seinem Freund, hatte er in der Nacht genug Schlaf gehabt. Zwar war er erschöpft, von dem Stress der vergangenen Stunden, aber nicht müde. So lauschte er Yassens unregelmäßigem Atem, der darauf schließen ließ, dass der Ältere in seinen Träumen von den jüngsten Ereignissen verfolgt wurde. Der Tod eines Menschen, ungeachtet dessen, ob dieser es verdient hatte, ging an niemandem spurlos vorbei. Und die Stille, die immer wieder durch Yassens Schnaufen durchbrochen wurde, führte zwangsläufig dazu, dass Cai damit begann sich mit den Geschehnissen auseinander zu setzen.
Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie knapp er selbst dem Tod entronnen war. Hätte Yassen nicht gezögert, hätte Cai vielleicht gar keine Gelegenheit dazu gehabt die Situation so zu interpretieren, wie er das eben getan hatte und ihn zu umarmen. Dann läge er jetzt auch da draußen, kalt und tot. Für einen Moment fröstelte es ihn und ein leichtes Zittern ging durch seine Glieder. Wie schmerzhaft musste diese Erkenntnis erst für Yassen sein, dass er beinah seinen einzigen Freund umgebracht hätte?
Anstatt sich aus der Umarmung zu winden, kuschelte sich Cai nur etwas fester an ihn, immer noch darauf bedacht, dabei nicht gegen die Prellungen zu drücken. Yassen hatte gezögert, weil er ihn nicht hatte töten wollen. Und Cai hatte ihn umarmt, weil er ihm vertraute, unabhängig von den äußeren Umständen. Er wusste nicht, seit wann und woher dieses Vertrauen kam, doch es war stärker geworden, nachdem sie diese Krise gemeinsam überstanden hatten. Hinzu kam die Gewissheit, dass Yassen ihm Gegensatz zu Mr Smith ohne Hintergedanken handelte. Er tat es, weil sie Freunde waren.
Der Gedanke zauberte ein Lächeln in sein Gesicht, wenngleich die Erinnerungen an Mr Smith Worte ihn noch quälten. Damit Yassen vielleicht besser schlafen konnte, begann er aus einem unbewussten Reflex heraus sacht über seinen Rücken zu streicheln. Vielleicht half es ihm ein bisschen und er konnte sich so besser erholen. Außerdem lenkte es ihn selbst ein wenig ab, von Geräuschen, die das Haus von sich gab, wenn Wind durch die Ritzen fuhr. In regelmäßigen Abständen, stieg der Stresspegel etwas an, da er damit rechnete, Mr Smith könnte zurückkommen oder Beißer könnten auftauchen.
Aber nichts geschah. Da war nur der Wind, das Knacken des Hauses und Yassens Atem. Vorsichtig hob Cai seinen Blick und beobachtete seinen Freund beim Schlafen, die Bewegung seiner Augenlider, während er träumte. Cai wünschte sich, er könnte seine Traumwelt betreten. Dann würde er versuchen böse Geister daraus zu vertreiben, damit Yassen einen erholsamen Schlaf hatte.
@Yassen Rakov

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zuletzt bearbeitet 18.11.2022 11:15 |
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