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THE DEAD DON’T DIE
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#41

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

21.11.2022 21:51
Yassen Rakov 218 Beiträge
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Es war wohl bereits nach Mittag als ich wieder aufwachte, mit Cai noch immer in meinen Armen. Mein ganzer Körper fühlte sich zwar an wie überfahren, doch die Kälte war einem wohlig warmen Gefühl gewichen. Lächelnd vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge und brummte zufrieden. Ich wollte ihn am liebsten überhaupt nicht mehr loslassen, und schon gar nicht an die vergangenen Stunden zurückdenken.
Mr Smith trauerte ich dabei keine Träne nach, er hatte zuerst versucht mich umzubringen, und das er dabei versagt hatte war allein seine eigene Schuld gewesen. Bei Cai sah die Sache jedoch ganz anders aus. Er war mehr für mich als nur ein Gefährte, und trotzdem hatte ich meinen Zweifeln nachgegeben und ihm tatsächlich ein Messer an den Hals gehalten! Sicher, jetzt lag er hier neben mir, aber es änderte nichts an meinem Versuch ihn zu töten. Hätte er mich nicht umarmt und mich nicht im letzten Augenblick zögern lassen läge er jetzt da draußen, zusammen mit Smitty, Trevor und Marvin. Bei dem Gedanken daran wurde mir schlecht. Er hätte einfach gehen können, konnte es immer noch, aber stattdessen kümmerte er sich um mich. Ich fühlte mich furchtbar.
"Spasibo." flüsterte ich leise und drückte ihn leicht an mich. "Für alles.."

@Cai Zhuang

zuletzt bearbeitet 21.11.2022 22:59 | nach oben springen

#42

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

21.11.2022 22:53
Cai Zhuang 327 Beiträge
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Cai wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als Yassen aus seinem traumreichen Schlaf wieder erwachte. Es wurde ihm warm ums Herz, als er seinen Freund Lächeln sah. Das durfte er dann wohl als Zeichen dafür sehen, dass es ihm besser ging. Kurz darauf spürte er Yassens Atem auf seiner Haut, als dieser seinen Kopf in seiner Halsbeuge vergrub. In diesem Moment wirkte er plötzlich sehr verletzlich auf Cai, wie er sich an ihn klammerte und an sich drückte.
Ein leises Spasibo kam über Yassens Lippen. Cai lächelte und streichelte ihm nochmal sanft über den Rücken. »Dafür sind Freunde doch da«, flüsterte er. Und jetzt konnte sie auch keiner mehr trennen. Denn wäre Mr Smith oder einer seiner Kumpanen noch am Leben oder als Untoter wieder auferstanden, hätten die sich bestimmt längst bemerkbar gemacht.
Aber nichts war geschehen, während Yassen geschlafen hatte. Draußen war es ruhig. Nur der Wind pfiff um das Haus. Die Sonne stand auch bereits hoch am Himmel. Es dürfte mittlerweile früher Nachmittag sein. Langsam sollten sie vielleicht das Versteck sichern. Wer wusste, was sonst hereinkam? Doch Yassen brauchte gerade seine Nähe dringend, wie es ihm schien. Daher blieb Cai einfach liegen.
Auf die vergangenen Stunden sprach er ihn gar nicht erst an. Die waren traumatisierend genug gewesen und lagen in der Vergangenheit. Später könnten sie die andren begraben, oder sie zogen in ein anderes Versteck, was sicher die bessere Lösung war. Yassen war körperlich geschwächt und wenn Cai allein versuchte Gräber auszuheben, dauerte das sicher Tage. Wollten sie so lange mit den Leichen an einem Ort sein? Wohl eher nicht. Deshalb war der Gedanke, das Versteck zu wechseln gerade wesentlich verlockender.
»Hast du noch Schmerzen? Brauchst du irgendwas?«, fragte er seinen Freund.

@Yassen Rakov

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#43

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

22.11.2022 12:48
Yassen Rakov 218 Beiträge
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TW: Erwähnung Mord

Das Nickerchen hatte mir echt gut getan, doch das war sicher nicht nur dem Schlaf zu verdanken. Und so selbstverständlich war das, was er für mich getan hatte, absolut nicht - auch nicht unter Freunden.
Um Smitty musste sich Cai keine Sorgen machen, ich hatte sichergestellt, dass keiner von denen je wieder aufstand. Das wäre ja noch schöner wenn diese Verräter auch weiterhin ihr Unwesen trieben, nein, Cai sollte sich nie wieder vor ihnen fürchten müssen. Er sollte sich nie wieder vor irgendwem fürchten müssen. Auch nicht vor mysteriösen mächtigen Männern, dafür würde ich Sorge tragen. Erstmal musste ich jedoch wieder auf die Beine kommen.
Es gefiel mir nicht wie sehr ich gerade auf Hilfe angewiesen war, dabei kam ich mir nutzlos und schwach vor, allerdings war mir auch klar dass eine Auszeit gerade einfach nötig war. Keiner von uns hatte etwas davon wenn ich mich direkt übernahm.
So langsam wurde ich wieder munter, und um ehrlich zu sein fand ich es ganz schön Cai bei mir zu haben, doch mir wude auch zunehmend bewusst was genau ich getan hatte. Drei Menschen waren tot, im blutrausch ermordet. Von mir! Ich war ein Mörder... Es war eine Sache wenn es um Untote ging, eine andere wenn es tatsächlich noch Menschen waren. Sie hatten es sicher verdient und alles, aber dennoch. Auf die Idee, die Leichen zu begraben, kam ich jedoch nicht. Sollten doch die wilden Tiere sich um die Reste kümmern.
"Ja.." war ich ehrlich. "Aber das wird schon." Da sollte er sich keine Sorgen machen. Ob ich etwas brauchte? Uhm, da gab es tatsächlich etwas. "Haben wir Snacks oder was anderes zu essen da?"

@Cai Zhuang

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#44

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

22.11.2022 19:29
Cai Zhuang 327 Beiträge
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Yassen sah inzwischen viel erholter aus. Das freute Cai, da es ihm Hoffnung gab, dass er das Schlimmste überstanden hatte. Keine Infektion, nur Erschöpfung. Es würde ihm bald wieder besser gehen. Vielleicht konnten sie dann morgen schon hier weg. Heute war es unter Umständen bereits zu spät.
Er blieb noch einen Moment liegen, bevor er sich aus der Umarmung wand und aufstand. »Denke schon«, meinte er auf Yassens Frage hin. Zumindest hatten sie in allen Verstecken eine Vorratsbox.
»Ich schau mal.« Er glaubte nicht, dass Mr Smith alles in den Wagen geräumt hatte. Falls doch, musste er eben rübergehen zur Scheune, wo das Auto parkte.
Zuerst sah er in der Küche nach. Konserven und Snacktüten, die sie rasch verbrauchen wollten, bewahrten sie meist in den Schränken auf. Wie sich herausstellte, waren die aber alle leer. Also im Keller nachsehen.
An der Treppe stockte er. Die Schwärze des Flurs erinnerte ihn unweigerlich an die letzte Nacht. Unschlüssig blieb er stehen, bis sich sein Augenlicht an die Lichtverhältnisse des dunklen Treppenhauses gewöhnt hatten und er die Bilder aus seinem Gedächtnis verdrängt hatte. Manchmal war ein fotografisches Gedächtnis wirklich hinderlich.
Er nahm einen tiefen Atemzug, bevor er in den Keller hinunterging. Natürlich begegnete er dort niemandem. Trevor und Marvin waren tot. Trotzdem trödelte er nicht und flitzte zum Vorratsraum. In der großen Box fand er einige Packungen Chips, Cracker, Konservendosen mit unterschiedlichem Inhalt, ein paar Bifis und unterschiedliche Getränke. Er griff sich eine Schachtel vom Wandregal und füllte sie mit verschiedenen Sachen, die er gut verstaut nach oben trug.
Wieder zurück im Wohnzimmer, stellte er die Schachtel auf den Tisch vor dem Sofa. »War noch genug da. Was willst du haben? Cracker, Chips, wir haben welche in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Konserven, Pfirsiche, Bohnen, andres Zeugs, Bifi Hartwurst? Cola, Fanta, Sprite, Wasser und Bier haben wir auch.« Letzteres durfte er nicht trinken und hatte bisher auch nie das Bedürfnis danach gehabt. Aber Yassen war schon älter und für den Fall, dass er Bier wollte, hatte er es einfach mitgebracht. So hatte sein Freund die volle Auswahl.
Mit einem fröhlichen Lächeln setzte er sich wieder zu Yassen ans Sofa und wartete ab, was sein Freund haben wollte.

@Yassen Rakov

zuletzt bearbeitet 22.11.2022 20:12 | nach oben springen

#45

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

05.12.2022 22:34
Yassen Rakov 218 Beiträge
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Ob wirklich alles in Ordnung war würden wir bis in ein oder zwei Tagen wissen, dann sollte das schlimmste überstanden sein. Was danach noch im Argen lag .. darüm kümmerten wir uns in ein bis zwei Tagen. Sich vorher um soetwas zu sorgen brachte eh nichts. Und bis dahin würde ich einfach noch ein bisschen hier herumlungern und vielleicht noch weiter dösen während Cai das Haus nach Essen durchsuchte. Gähnend drehte ich mich auf den Bauch.
Ich öffnete die Augen und drehte den Kopf zur Seite als ich Schritte hörte. Das konnte nur Cai sein. Er stellte eine Kiste voll mit unterschiedlichen Lebensmitteln auf den Tisch und ich setzte mich auf, behielt die Decke jedoch um mich herum gewickelt. Neugierig warf ich einen Blick auf die Fundstücke und nahm mir schließlich eine Dose eingelegter Pfirsiche heraus. "Bier auf leeren Magen? Willst du mich abfüllen?" fragte ich amüsiert und öffnete bereits die Dose um mich gierig über ihren Inhalt herzumachen. Mit den Fingern angelte ich mir die Pfirsichhälften aus der Dose und trank zum Schluss den pappsüßen Saft aus. Der Zucker, und generell endlich wieder etwas im Magen zu haben, brachten meinen Kreislauf wieder in Gang und wurde richtig wach. "Was ist mit dir? Willst du nichts essen?" fragte ich mit einem schnellen Blick zu Cai während ich nach den Crackern griff.

@Cai Zhuang

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#46

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

14.12.2022 13:47
Cai Zhuang 327 Beiträge
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Cai lachte. "Ich hab' einfach alles hochgebracht, was wir da haben und noch halbwegs essbar ist." Viel dürfte jetzt unten nicht mehr sein, was bedeutete, sie mussten wirklich bald weiter.
Ein Schatten glitt über sein Gesicht, als er die Bierdose betrachtete. Sein Dad hatte früher nach einem harten Training manchmal ein Bier getrunken. Angeblich hatte es eine stärkende Wirkung, wenn man es nicht gerade auf leeren Magen trank. Ob es Sinn machte nach ihm zu suchen, jetzt, nachdem Mister Smith und seine Kumpane tot waren? Sein Vater könnte noch irgendwo da draußen sein, nach seinen Söhnen suchen. Doch wer wusste, wo er hingezogen war. Cai seufzte tief und schüttelte die Gedanken ab. Sie konnten sich an einem anderen Tag Gedanken darüber machen. Jetzt waren andere Dinge wichtiger. Beispielsweise die Frage, ob er die Fallem um das Lager erneuern sollte? Denn Yassen sollte nicht gleich wieder herumlaufen, sondern sich ausruhen, was bedeutete, dass es klüger war, diesen Tag hier auszuharren und über Nacht zu bleiben.
"Wir sollten gut mit dem was wir haben haushalten, abhängig davon, wie lange wir hierbleiben. Einiges von den Sachen unten ist schon schlecht." Nachdenklich sah er auf die Dosennahrung." Er hatte seit gestern Morgen nichts mehr gegessen, nachdem sie Mittags unterwegs gewesen waren und das Abendessen für ihn ausgefallen war. Hunger hätte er schon. Nur wusste er nicht, ob er das auch behielt. Das Blut, die Toten, das alles war noch frisch. Deshalb kam es ihm gerade recht, sich rausreden zu können. Immerhin brauchte Yassen jetzt mehr und wenn er Mittags wieder etwas aß, ging das schon. Sein Magen verriet ihn zwar mit leichtem Grummeln, aber das ignorierte er jetzt mal gekonnt.
"Iss du meine Ration. Du brauchst das grade dringender. Ich sollte draußen die Fallen erneuern, damit hier nichts reinkommmt, das draußen bleiben soll." Er ging davon aus, dass Yassen die Leichen irgendwohin geschafft hatte, wo man ihnen nicht bei erster Gelegenheit über den Weg lief. Und Cai würde sich hüten nach ihnen zu suchen. Er wollte ihre Verletzungen gar nicht sehen. Dann würde ihm nur wieder übel.
Trotz des Beschlusses die Fallen zu erneuern, blieb er noch sitzen, ohne genau zu wissen, warum. Seine Beine wollten einfach nicht und eigentlich hatte er schon Hunger, wäre da nicht die Sorge es nicht zu behalten, wegen der Erinnerungen an das, was gerade geschehen war. So viel Gewalt auf einmal, das hatte er in all den Jahren seit dem Ausbruch der Seuche nicht erlebt. Wie machte Yassen das nur? Dass er das so weg ignorieren konnte und essen, als sei das alles kein Problem? Tat er das für ihn, weil er nicht wollte, dass Cai sich Sorgen machte? Oder war er einfach so stark? Verstohlen beobachtete er ihn beim Essen.

@Yassen Rakov

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#47

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

28.02.2023 23:32
Yassen Rakov 218 Beiträge
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"Denkst du drüben ist noch was? Oder im Auto?" fragte ich und leckte mir den Pfirsichsaft von der Hand. So richtig sauber wurde ich davon lerdings nicht, also machte ich mich mit noch klebrigen Fingern an der Plastikverpackung der Cracker zu schaffen. Das konnte doch nicht alles sein.. Wäre alles nach seinem Plan verlaufen hätte Smitty ein Maul weniger zu stopfen gehabt, doch auch zu viert hätten sie doch mehr Vorräte gebraucht als diese Kiste voll. Ich zögerte kurz und sah nachdenklich auf die Cracker hinab. "Wie willst du von hier weg? Ich sag das nur ungern, aber ich werde keine großen Strecken laufen können und zur Zeit würde ich mir auch nicht zutrauen versuchen zu fahren." Dabei wusste ich gerade gar nicht ob das Auto überhaupt ein Automatikwagen war? Ich hatte keine Ahnung ob ich einen Manuellen überhaupt starten konnte, bis jetzt war ich nie wirklich Auto gefahren. Meistens waren Trevevor oder Marvin gefahren. Die Crackerverpackung riss auf und ich fischte mir den ersten heraus, den ich auch direkt in den Mund schob. "So funktioniert Rationalität nicht." gab ich kauend zurück. Mir war bewusst, dass mein Körper die Energie brauchte um sich zu erholen, aber Cai musste deshalb doch nicht verzichten. Ich warf ihm einen Cracker zu und forderte ihn auf zu essen, während ich es ihm vormachte. "Iss erst. Es bringt keinem was wenn du hungerst und noch haben wir ja genug."
Meine Hände waren nicht länger blutverschmiert, sondern von Pfirsichsaft klebrig, doch das änderte nichts daran, dass ich drei, fast sogar vier, Leben auf dem Gewissen hatte. Mein einziger Trost war Cai, und unter anderen Umständen hätte ich ihm wohl von jedem noch so kleinen Gedanken erzählt, der mir durch den Kopf schwirrte, doch ... das ging dieses Mal nicht. Nicht jetzt da es um Mord ging. Ich würde schon irgendwie zurecht kommen, und es genügte wenn Cai sich wegen meiner Verletzungen Sorgen machte. Mit meinen Taten musste ich alleine klarkommen. Also saß ich da, aß Cracker und hoffte, dass ich das schon irgendwie packte. Was die Zukunft brachte wusste keiner, vielleicht hatte ich auch noch nicht voll begriffen was ich getan hatte...

@Cai Zhuang

zuletzt bearbeitet 01.03.2023 08:50 | nach oben springen

#48

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

26.03.2023 22:17
Cai Zhuang 327 Beiträge
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"Mmm..." Cai nickte. "Ich glaube, er hatte vor dieses Lager aufzugeben." Hätte Cai nicht darauf bestanden, Yassens Sachen mitzunehmen, wären sie einfach hier zurückgeblieben. "Er wollte nicht, dass ich Erinnerungen an dich hab'." An Mr Smith wiederum brauchte Cai absolut gar keine Erinnerungen. Leider würde sein Gedächtnis wohl eher nicht so funktionieren. Nach allem, was vorgefallen war, ging er davon aus, dass es Spuren hinterließ. Auf seine Weise hatte Mr Smith dafür gesorgt, dass ein Vergessen nicht so einfach wurde.
"Das Wichtigste haben sie bestimmt im Lieferwagen verstaut." In einem der Größeren, die hier herumstanden. Ihm war klar, dass Yassen weder einen Kleinbus, noch einen Lieferwagen fahren konnte. Höchstens das Auto, das sie immer nutzten, wenn sie zwischen den Lagern pendelten oder auf Streifzug gingen. Wurde ein Lager aufgegeben, hatten sie in der Vergangenheit einen Lieferwagen benutzt, um ihr gesamtes Hab und Gut mitzunehmen, naja zumindest das, was sie dringend brauchten. Er war sich angesichts der überfordernden Situation, in der sie sich befanden, unsicher, ob sie seit Yassens Aufnahme überhaupt eines der Lager aufgegeben hatten. In seinem Kopf herrschte noch totales Chaos, das ihn innerlich lähmte.
Deshalb erwiderte er zunächst auch nichts, als sein Freund ihn fragte, wie er von hier wegwolle. Er wusste es selbst nicht. Zu Fuß schafften sie es nicht. Deshalb war es notwendig, dass er die Fallen prüfte. Und zur Not, könnten sie auch drüben im Lieferwagen übernachten. In Gedanken verloren, starrte er unschlüssig auf die Kiste mit dem Essen, als plötzlich ein Cracker durch die Luft geflogen kam.
Erst das brachte wieder Leben in ihn. Geistesgegenwärtig hob er seine Hände und fing den Cracker. Das zauberte sogar den Ansatz eines Lächelns in sein Gesicht. Die Kälte wich, ebenso die Lähmung, wenigstens für den Moment. Yassen hatte schon Recht, er sollte nicht hungern. Und vielleicht behielt er es ja, trotz der schrecklichen Bilder, die ihm nicht aus dem Kopf wollten. Sicher hatte Yassen bereits dafür gesorgt, dass die Leichen irgendwo unter einer Plane begraben vor sich hinrotteten, außerhalb ihres Blickfeldes, hinter dem Haus. Sie waren tot. Sie würden auch als Zombies nicht zurückkehren.
Zaghaft biss er ein Stück von dem Cracker ab. Er war trocken, schmeckte aber trotzdem salzig. Nachdem sich kein Würgereiz einstellte, schob er den Rest in den Mund. Langsam bekam er doch Appetit. Schließlich griff er nach einem zweiten Cracker und einem Dritten. Seinem Magen tat das Essen gut. Es verlangte ihn nach mehr. Aufgrund des Fastens über Nacht, aß er jedoch bewusst langsam.
"An welcher Stelle bist du rein? Dann schau ich mir die nachher genauer ann und repariere den Zaun, inklusive Fallenerneuerung. Und ich kann das Haus zusätzlich sichern." Ja, das klang nach einem Plan, sofern sie sich nicht entschlossen in den Lieferwagen zu ziehen.



@Yassen Rakov

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#49

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

02.07.2023 18:11
Yassen Rakov 218 Beiträge
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Natürlich, es reiste sich besser mit wenig Gepäck und nachdem Smitty nun seine hässliche Fratze gezeigt hatte, wunderte es mich nicht, dass er versucht hatte alle Erinnerungen an mich auszulöschen. Was für ein Arsch. Doch vergessen würden wir beide diesen Tag wohl nie, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Egal wie sehr ich es auch leugnen wollte, aber ... der Adrenalinrausch war unvergleichlich gewesen. Wenn ich die Umstände außen vor ließ, und verdrängte, dass ich drei Menschen das Leben genommen hatte, dann blieb da noch das Gefühl von Befriedigung. Mir war nicht klar gewesen wozu ich tatsächlich fähig war, und schon gar nicht wie sehr es mir gefallen hatte sie alle um ihr jämmerliches Leben betteln zu hören. Erschrecked.
"Vorne, durchs Tor." gab ich zwischen zwei Bissen zurück. "Aber ich hab nichts kaputt gemacht." jedenfalls nicht wissentlich. Während meinem Weg zurück hier her hatte ich mehr als genug Zeit gehabt über mein Vorhaben und das 'Danach' nachzudenken, und in dem Wissen, dass ich jetzt erstmal nicht viel tun könnte, hatte ich beschlossen noch eine Weile hier zu bleiben. Das Haus war schließlich ein guter Unterschlupf, und es zu zerstören oder zu verlassen wäre dumm von mir. "Willst du dich nicht lieber noch etwas ausruhen?" @Cai Zhuang sah nicht gerade fit aus und in meinen Augen war das Gelände sicher genug - im Lieferwagen würde ich jedoch gewiss nicht schlafen, denn der war eine Sackgasse in Form einer Thunfischdose auf Rädern und bei weitem nicht so bequem wie das Sofa oder mein Bett. Lieber blieb ich hier, da konnten wir im Notfall noch durch das Fenster undübers Dach türmen. Wobei... ich sollte es in nächster Zeit wirklich nicht übertreiben und kürzer treten...

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#50

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

07.09.2023 21:18
Cai Zhuang 327 Beiträge
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Wenn er vorn, durchs Tor reingekommen war und @Yassen Rakov aufgepasst hatte, dann musste er gar nichts reparieren. Cais Blick erhellte sich. Was das anbelangte, vertraute er seinem Freund blind. Wahrscheinlich hätte er ihm alles Mögliche erzählen können, er hätte es ihm geglaubt. Im Gegensatz zu Mr Smith würde ihn Yassen nicht belügen.
»Wenn das so ist«, meinte er. »Dann bleib ich bei dir.« Tatsächlich war ihm das ohnehin lieber. Denn solange sie zusammen waren, konnte er sicher sein, dass sein Freund nicht wieder verschwinden würde. Was, wenn das alles nur ein Wunschtraum war? Und sobald er den Raum verließ, wachte er auf und Yassen war fort. Nein, daran wollte er gar nicht denken, geschweige denn, es riskieren.
Wenn das nur ein Traum war, sollte er einfach nie zu Ende gehen. Also beschloss er sitzen zu bleiben und rutschte ein Stück näher zu seinem Freund.
»Ist es okay, wenn ich mich zu dir lege?« Er war nicht wirklich müde, aber doch erschöpfter von den Strapazen der vergangenen Stunde, als gedacht. Außerdem brauchte er gerade seine Nähe, um zu spüren, dass das alles wirklich geschah.
Die Schatzjäger gab es nicht mehr. Er spürte eine dumpfe Leere in seinem Inneren, die sich langsam auszubreiten begann. Manchmal, wenn Mr Smith ihn zu Kolonien mitgenommen hatte, richtige Kolonien, nicht solche, wie die Menschenhändler, da hatte sich Cai bei dem Gedanken ertappt, wie es wäre, auszubüchsen und bei diesen Leuten zu bleiben. Er hatte es sich nie getraut, weil Mr Smith ihm trotz allem immer das Gefühl vermittelt hatte, er passe gut auf ihn auf. Bei ihm sei er sicher.
Dann war Yassen zu ihnen gestoßen und Cai hatte gar nicht mehr darüber nachgedacht, wie es wäre, die Schatzjäger zu verlassen. Und jetzt? Jetzt waren sie nur mehr zu zweit. Sie waren frei. Sie konnten tun und lassen, was sie wollten. Da war kein Mr Smith mehr, der sagte, tut dies, tut das, das dürft ihr nicht. Doch das war nicht alles.
Zum ersten Mal in seinem Leben war er mit einem Freund allein, wirklich allein. Da war kein Aufpasser, in Form eines Erwachsenen, kein Vater, keine Mutter, kein anderer Cop, kein älterer Bruder, keine Entführer, die trotz dessen, was sie waren, immer auf ihn aufgepasst hatten. Er war es gewohnt, dass da jemand war, obwohl er sich damals, vor der Apokalypse oft gewünscht hatte mit Carl zusammen herumzutollen, außer Reichweite der Erwachsenen. Wie gern hätte er mit seinem besten Freund etwas allein unternommen, wie andere Kinder das gedurft hatten.
Sicher, Yassen war um einige Jahre älter als er, wie sein Bruder Glenn. Aber die Beziehung zu ihm war ähnlich innig, wie die Freundschaft damals zu Carl. Ob sein Freund aus Kindertagen noch lebte? Wie es ihm ging? Hoffentlich war er nicht von seiner Familie getrennt worden und es ging ihm gut. Und hoffentlich erholte sich Yassen schnell wieder. Wenn sich seine Verletzung entzündete, könnte das einem Todesurteil gleichkommen. Das durfte nicht passieren.
Er wollte ihn kein zweites Mal verlieren, nachdem er schon geglaubt hatte, ihn verloren zu haben. Und er wollte die Zeit nachholen, die er in seiner Kindheit nicht gehabt hatte. Sobald sich Yassen erholt hatte, hatten sie ganz viel Zeit zusammen. Sie konnten gemeinsam über die Dächer ziehen, Dinge sammeln, die sie haben wollten, da niemand ihnen mehr anschaffte, was sie liegen lassen sollten und was nicht. Sie konnten gemeinsam jagen gehen und die Welt erkunden. Die Gedanken daran, was sie alles zusammen unternehmen konnten, vertrieben das dumpfe Gefühl der Leere und drängten den Schock über den Tod der Schatzjäger zurück.
Es waren Verbrecher gewesen. Letztlich geschah es ihnen Recht.

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#51

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

12.09.2023 22:41
Yassen Rakov 218 Beiträge
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Wohin sollte ich denn in meinem derzeitigen Zustand verschwinden? Wobei vielleicht wäre ein Umzug in eines der Zimmer eine Option... in ein richtiges Bett mit mehr Platz. Bis dahin würde die Couch jedoch absolut ausreichen. "Sicher." lächelte ich und machte ihm Platz ehe ich mich langsam hinlegte. Als würde ich Cai so etwas abschlagen. Genau genommen würde ich ihm wohl gar keinen Wunsch abschlagen. Ich vertraute Cai völlig, er war der einzige der zu mir hielt.
Schon lange vor dem Ausbruch war ich hauptsächlich auf mich selbst gestellt gewesen. Klar, ich hatte Eltern gehabt und sogar eine Nanny, mehrere um genau zu sein, doch meine Eltern waren mit sich selbst beschäftigt und die Nannys... hatte ich nicht gemocht. Wenn ich Ärger gemacht hatte, und das war absolut keine Seltenheit, haute mich unser Anwalt wieder raus, dafür ließ er sich schließlich gut bezahlen, und das ganze Spiel ging von vorne los. Niemand steht für mich ein, ich bin auf mich alleine gestellt - daran hatte ich mich gewöhnt. Und nach dem Ausbruch hatte sich daran nicht viel geändert, mit einer Ausnahme: Babuschka. Von ihr abgesehen hatte jede Gruppe nur stets versucht mich für die eigenen Interessen auszunutzen und die Schatzjäger waren dafür wohl das neue Paradebeispiel - bis auf ... Cai. Nach meinem Sturz war mir dieser Gedanke nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Warum ausgerechnet er...? An den Rest hatte ich keine hohen Erwartungen gehabt doch bei @Cai Zhuang sah die Sache ganz anders aus. Und hätte seine Umarmung mich nicht zögern lassen, ich hätte meinen einzigen Freund kaltblütig erstochen. Ich hatte es fest vorgehabt.
In einem Versuch diesen Gedanken zu entkommen legte ich einen Arm um Cai und schmiegte mich an ihn. Er war hier und am Leben, der Rest war egal. Smitty, Trevor und Marvin - ich hatte sie alle hingerichtet. Und wenn es darauf ankam würde ich es wieder tun. Ich schloss die Augen und versuchte an etwas anderes zu denken als die vergangenen Stunden. Leider war mein schmerzender Körper eine ständige Erinnerung. Ich grummelte und vergrub mein Gesicht in Cais Shirt. In ein paar Tagen sah die Welt anders aus, besser. Hoffentlich.

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#52

RE: Mit Anlauf in den Abgrund [Cai & Yassen]

19.11.2023 09:31
Cai Zhuang 327 Beiträge
Alter
22
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Handwerk/Kunst/Plünderungsteam

@Scarlet Rainthworth Play ist beendet und kann damit ins Archiv :)

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