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#1

bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

16.10.2022 18:07
Aleister Marwood Aleister Marwood (gelöscht)
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bon appétit



April 2017 | abends | Aleister, Paul, Aaron


Es war ein wechselhafter Tag; das Wetter spielte, wie für den April oft üblich, vollkommen verrückt. Doch das sollte Aleister heute nicht weiter stören, denn seine Pläne sahen ein verlassen seiner Behausung nicht mehr vor. Er stand mit hochgekrempelten Hemdärmeln in seiner Küche und schälte Kartoffeln, die er in einen Topf warf, der bereits auf dem Herd stand. Heute sollte ein besonderer Abend sein, auf den er sich wirklich freute.
Vor der Zombie Apokalypse gab er hin und wieder Dinnerpartys für seine Bekannten und Freunde, auch durften einige seiner späteren Opfer in den Genuss seiner Kochkünste kommen, bevor sie starben. Dieses Schicksal sollte seinen heutigen Gästen – Aaron und Paul - jedoch erspart bleiben. Heute Abend ging es nur darum Kontakte zu knüpfen und sich gut zu verkaufen. Liebe ging durch den Magen und Essen besänftigte die Menschen, aus welchem Grund er auch die Stelle des Kochs angetreten hatte. Obwohl er heute nicht als einziger für die Mahlzeiten verantwortlich war. Während er sich um den Hauptgang kümmerte, wollte Aaron eine Nachspeise auftreiben.

Aleister ließ Wasser in den Topf laufen, bis die Kartoffeln bedeckt waren, stellte sie auf den Herd und schaltete ihn ein. Dann widmete sich einigen Kräutern, die er gesammelt hatte und zerschnitt sie. Auf einem Teller neben dem Herd lagen drei Fischfilets. Die Fischer der Kolonie hatten an den Tagen zuvor ein paar Lachse fangen können und Aleister hatte sich drei davon unter den Nagel gerissen. Die übrigen hatte er für die Kolonie in einer Suppe zubereitet. Auch hatte er versucht an einen Wein zu kommen, leider ohne Erfolg. Er hoffte, dass seine Gäste vielleicht einen mitbrachten.
Er stellte die geschnittenen Kräuter zur Seite und widmete sich einem Wirsingkopf, von welchem er die einzelnen grünen Blätter löste. Ihm es einfach in ein Geschäft gehen zu können, um die Zutaten zu kaufen. An manchen Tagen musste er wirklich viel improvisieren, um ein Essen zu zaubern. Aber vielleicht waren seine Ansprüche an eine Küche auch einfach zu hoch. Er zerteilte die Fischfilets, hatte damit am Ende 6 kleinere Stücke und umwickelte jedes davon mit einem Wirsingblatt. Anschließend landeten sie in der Pfanne.

Aleister warf einen Blick nach draußen. Gerade schoben sich wieder dicke Wolken vor die Sonne, die langsam immer tiefer sank. Seine Gäste würden bald eintreffen; Paul kannte er bereits etwas besser, als Aaron. Aber er wusste, dass die beiden eine tiefe Freundschaft verband und es konnte nicht schaden, wenn er auch bei anderen Pluspunkte sammelte.
Paul war es, der ihn am Anfang vollkommen offen und ohne jegliche Skepsis herumgeführt hatte. Viele der anderen waren ihm mit Vorsicht und Misstrauen begegnet, zumal er einst zum Governor gehörte. Nicht jeder hegte sonnige Erinnerungen an diesen Mann oder Woodbury. Aber Paul zeigte ihm die Gemeinschaft, erklärte ihm, wie es an diesem Ort lief. Und Aleister war sich sicher, dass er hierbleiben wollte, solange es eben ging. Die Kolonie war sicher und gab ihm einen gewissen Luxus, den es außerhalb dieser Mauern nicht gab. All das wollte er nicht aufs Spiel setzen. Er schob die Pfanne von der Herdplatte, als er die Kartoffeln abgoss. Danach wollte er sich wieder dem Fisch widmen, doch glaubte er ein Klopfen an der Tür zu vernehmen.

@Paul Marquand-Rovia @Aaron Marquand

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There’s a place where my demons try to hide - deep down inside of me
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#2

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

18.10.2022 20:10
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Zwei Jahre war der Krieg gegen die Saviors inzwischen her. Ein Jahr davon, hatte Paul im Exil verbracht, weil er schwer mit den Folgen des Kriegs und den Taten der eigenen Gruppe zu kämpfen gehabt hatte. Das alles nagte auch heute noch an ihm, allerdings war es ihm durch seine Abwesenheit gelungen, wieder zu sich selbst zu finden und sich damit auch anderen wieder mehr zu öffnen. Weshalb er auch Aleister mit offenen Armen empfangen hatte, statt ihm Missgunst oder Ablehnung zu begegnen. Er hatte genug von dem gegenseitigen Misstrauen und all den sinnlosen Kämpfen. Er wollte die Welt wieder zu einem besseren Ort machen und war dankbar dafür, sich bei all dem Wahnsinn nicht völlig selbst verloren zu haben. Die Menschen hier gaben ihm Kraft und Zuversicht. Sie waren seine Familie. Und wenn Aleister ebenfalls nach solch einem Ort suchte, wollte er ihm diese Möglichkeit keinesfalls verwehren. Egal wie seine Vorgeschichte auch lautete… jeder hatte eine zweite Chance verdient. Die Menschen folgten den falschen Leuten aus verschiedenen Gründen, doch im seltensten Fall lag es daran, dass sie abgrundtief böse waren. Manchmal fehlgeleitet, ja. Aber niemand wurde böse geboren.
Aaron war zu diesem Zeitpunkt lediglich ein guter Freund für Jesus, mit dem er sich gerne unterhielt. Denn auch er hatte durch den Verlust seines Ehemannes, mit einem heftigen Schicksalsschlag zu kämpfen gehabt.
Paul versuchte so gut wie möglich für ihn da zu sein, weshalb er ihm auch gleich von dem Neuankömmling erzählt hatte, eine so richtig gute Gelegenheit einander besser kennen zu lernen, hatte es bisher jedoch nicht gegeben. Eine Tatsache, die der heutige Abend hoffentlich ändern würde.
Paul war manchmal vielleicht ein bisschen zu naiv und blauäugig aber genau das machte seinen Charakter nun mal aus. Jeder hatte irgendwo Leichen im Keller, auch wenn das bei Aleister womöglich wortwörtlich der Fall gewesen war.
Jedenfalls hatte Aleister sie beide zum Essen eingeladen, worauf Paul sich wirklich schon freute. Er war ein miserabler Koch, weshalb er für jede leckere Mahlzeit dankbar war.
Da er selbst jedoch weder kochen noch backen konnte, hatte er lediglich zwei Raritäten als Dankeschön dabei, die er auf seinen Streifzügen gefunden hatte. Eine Flasche Rotwein aus dem Jahr 2001 und eine Flasche Sake, die zwar schon geöffnet war, er jedoch nur zu ganz besonderen Anlässen daraus trank.
Eigentlich mochte Paul es ja lieber leger, doch für ein schickes Abendessen, hatte er sich ausnahmsweise in ein dunkelblaues Hemd geworfen und das Haar ordentlich gekämmt, ehe er es zum Dutt nach hinten gebunden hatte.
Gekämmt und gestriegelt machte er sich also, bewaffnet mit den beiden Flaschen, auf den Weg zu Aleisters Haus, aus welchem es bereits köstlich duftete. Da lief ihm sofort das Wasser im Mund zusammen und sein Magen begann leise zu knurren.
Was ihm sofort wieder peinlich war, als auch Aaron im selben Augenblick zu ihm stieß.
„Oh, hey! Das nenn ich mal gutes Timing“
Freundschaftlich umarmte er den sanftmütigen, einarmigen Banditen und klopfte ihm dabei sachte auf die Schulter.
„Du hast Nachspeise dabei wie ich sehe“
Paul versuchte einen Blick auf das leckere Dessert zu erhaschen, das Aaron so geschickt vor seinen Augen verbarg. Aber er musste sich wohl noch ein bisschen gedulden.
Sie wollten Aleister aber nicht zu lange warten lassen, weshalb sie fast synchron klopften, wobei ihre Hände kurz unbeabsichtigt aufeinander trafen und Jesus sich schwach lächelnd am Hinterkopf kratzte, ehe er die Hand wieder zurück zog und sie darauf warteten, bis Aleister öffnete.
Sofort trat ein strahlendes Lächeln auf Pauls Lippen, als er dem Gastgeber stolz die beiden Flaschen präsentierte, die er dabei hatte. Man musste die eigene Unfähigkeit zu kochen nur gut verkaufen, dann würde das hoffentlich keinem auffallen.
„Schön dich zu sehen! Und danke für die Einladung! Es riecht unfassbar köstlich hier, mein Magen hat sich bereits laut zu Wort gemeldet, als ich nur vor dem Fenster gestanden bin“

@Aaron Marquand @Aleister Marwood



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#3

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

29.10.2022 09:56
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Mit dem Fall der Saviors war es nun auch zwei Jahre her, dass Aaron gleichzeitig Witwer als auch Vater geworden war. Erics Tod nagte so sehr an ihm, als hätte er ihn erst gestern als Beißer davon taumeln sehen. Manchmal fragte er sich, was schlimmer wog. Der Verlust an sich oder dass er seinem Geliebten nicht einmal ein vernünftiges Ende bereiten konnte. Ein Abschluss war kaum möglich für ihn und manchmal ... da würde er gern nach Eric suchen und ihm ein Messer durch den Kopf treiben. Damit sie beide ruhen konnten. Aber es gab da noch Gracie. Ein Findelkind aus dem Stützpunkt, bei dem Eric gestorben war. Aaron hatte sie aufgenommen und bemühte sich, ihr ein guter Vater zu sein. Doch er brauchte sie wahrscheinlich viel mehr als umgekehrt. Sie hatte ihn gerettet, das war die eigentliche Wahrheit.
Als wäre das nicht aufwühlend genug, war natürlich auch noch mehr passiert. Sie hatten Frieden mit den übrigen Saviors geschlossen, Negan war eingesperrt worden. Man arbeitete zusammen. Und beim Bau einer Brücke, die einen sichereren Weg zum Cottage bieten sollte, hatte Aaron seinen Arm verloren. Das war erst wenige Monate her und er erholte sich immer noch von diesem Schicksalsschlag. Zwar trug er seine Prothese bereits, aber die Pein war manchmal noch so extrem, dass er den Eindruck bekam, der zerschmetterte Arm würde ihn immer noch quälen. Phantomschmerz nannte man das wohl.
Kochen war nur eines der Dinge, die dadurch schwieriger geworden waren. Aber für Gracie gab Aaron natürlich alles. Oder für seinen heutigen Gastgeber. Aleister hatte ihn um einen Nachtisch gebeten, also hatte sich der Einarmige in die Küche gestellt und ein paar Zutaten zusammengeworfen und improvisiertes Tiramisu mit Waldbeeren gezaubert. Hoffentlich traf das den Geschmack der Tischrunde.
Aaron warf sich ebenfalls mehr in Schale als sonst. Auch wenn das Zuknöpfen des Hemds einarmig länger dauerte, von dem Zubinden der Schuhe mal ganz abgesehen. Aber er musste einfach rechtzeitig mit allem starten, dann klappte das schon. Die Schale mit dem Tiramisu klemmte er sich unter den Arm, dann nahm er Gracie an die Hand und lieferte sie bei den Grimes ab. Sie war noch viel zu jung, um auf sich allein gestellt zu sein. Anschließend lief Aaron schon weiter zu Aleisters Haus. Eigentlich hätte er sich mit Jesus verabreden und gemeinsam mit ihm dort hingehen können. Der Gedanke streifte ihn jedoch erst jetzt. Aus unerfindlichen Gründen ärgerte er sich mehr darüber, als er müsste. Immerhin sahen sie sich doch ohnehin gleich, was machten fünf Minuten mehr Zeit miteinander schon aus?

Jesus war bereits vor ihm angekommen, er sah ihn aus der Ferne schon den Weg hochschlendern. Weswegen er sich beeilte, um ihn bei der Begrüßung noch kurz für sich allein zu haben. Ein wenig unbeholfen legte er der Umarmung den Metallarm um Paul und schloss kurz die Augen. »Hey!«
Nach Erics Tod hatten sich so einige bemüht, ihn wieder aufzubauen und auch, ihm mit Gracie zu helfen. Jesus war einer dieser Menschen, auch wenn er zunächst verschwunden war. Aaron wäre ihm vielleicht sogar gefolgt, hätte seine Tochter ihn nicht gebraucht.
Amüsiert bemerkte er, wie sehr Paul versuchte, einen Blick auf den Nachtisch zu erhaschen. »Und du Alkohol«, gab er nur zurück und grinste. »Sogar deinen wertvollen Sake.«
Sie wandten sich beide der Tür zu und da Paul die Flaschen in den Händen hielt und Aaron nur seine Schüssel unterm Arm ... dachte er, er müsste klopfen, da er eine freie gesunde Hand hatte. Aber Jesus schichtete seinen Kram einfach um und streckte ebenfalls die Faust aus, weswegen ihre Finger gleichzeitig an der Tür landeten und sich berührten. Das passierte halt manchmal. Kein Grund, nervös zu werden, nicht wahr? Aaron räusperte sich nur und ließ seinen Arm wieder sinken.
Dann öffnete sich schon die Tür und ihr Gastgeber erschien. Paul hatte Aaron bereits ein bisschen von Aleister erzählt und er wollte gern seiner Einschätzung glauben. Im Grunde tickten die beiden Männer ähnlich, sie wollten eine bessere Welt ohne mehr sinnloses Töten und Abschlachten. Doch nur zwei Jahre nach dem Krieg gegen die Saviors fiel es Aaron immer noch schwer, daran festzuhalten. Er hatte seinen Mann verloren und manchmal loderte der Wunsch nach Rache so sehr in seinem Herzen, dass es wehtat. Doch er kämpfte dagegen an. Sein egoistischer Wunsch würde alles zerstören, was Rick und die anderen aufgebaut hatten. Eine friedliche Gemeinschaft, die auch Neuen wie Aleister nun weniger misstrauisch die Tore öffnete. Eigentlich war es genau das, was sich Aaron immer vorgestellt hatte. Also würde er dem Koch freundlich und unvoreingenommen begegnen.
»Ich kann mich Pauls Worten nur anschließen«, warf er mit einem begrüßenden Lächeln ein. »Und sein Magenknurren habe ich schon in meterweiter Entfernung gehört.« Ein kurzer Seitenblick mit Schalk in den Augen folgte. Unter guten Freunden durfte man sich ruhig ab und an etwas aufziehen. »Wo darf ich den Nachtisch abstellen?«

@Aleister Marwood @Paul Marquand-Rovia

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#4

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

20.11.2022 16:03
Aleister Marwood Aleister Marwood (gelöscht)
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Der Fisch musste noch einen Augenblick warten, als er ein beinahe synchrones Klopfen an der Vordertür hörte. Seine Gäste waren eingetroffen. Aleister wischte sich seine Hände an einem Geschirrtuch ab und ging zur Haustür, um den beiden Männern zu öffnen. Jesus hielt ihm beinahe triumphierend zwei Flaschen entgegen und der Rotwein ließ seine Mundwinkel nach oben zucken. „Als hättest du meine Gedanken gelesen.“, sagte er. „Erinnere mich daran, dass ich dir ein paar Weine aufschreibe, bevor du das nächste Mal rausgehst.“ Warum sollte er sich selbst in Gefahr begeben, wenn Paul regelmäßig an Versorgungstouren beteiligt war? Ja, er wusste schon, warum er sich Jesus warmhielt, und vielleicht konnte sein Kumpel in der Zukunft auch noch nützlich für ihn werden.
Aaron kannte er bisher nur vom Sehen und aus der einen oder anderen Erzählung. „Freut mich sehr, dass ihr beide gekommen seid… und dass ihr Hunger mitgebracht habt.“ Sein Blick streifte Aarons offensichtliche Behinderung, mehr aus Neugierde, als aus Abscheu. Für ihn war es faszinierend zu sehen, wie Menschen mit ihren Handicaps in der heutigen Welt zurechtkamen und wie erfinderisch so eine Behinderung machen konnte. Aus Erzählungen wusste Aleister, dass Aaron Prothesen besaß, die er im Kampf gegen die Beißer einsetzte, etwas, was er unbedingt einmal live miterleben wollte. Sein Blick blieb an der Schüssel hängen, die wohl die Nachspeise verbarg. „Ich bringe ihn in die Küche.“, meinte er dann und deutete auf die Schüssel. „Geht ihr beide vor ins Esszimmer.“ Er nahm Aaron die Schüssel ab und trat dann zur Seite, um sie beide eintreten zu lassen.
Bevor er wieder in der Küche verschwand, zeigte er ihnen noch den Weg. In der Küche angekommen stellte er den Nachtisch in den Kühlschrank und widmete sich dem letzten Feinschliff des Essens. Auch sein Magen brummte mittlerweile deutlich vor sich hin und freute sich endlich mal wieder ein leckeres Dinner serviert zu bekommen. War es ironisch, dass er seine letzten Dinnerpartys vor der Seuche mit seinen Opfern hatte? Beinahe jede von ihnen hatte eine Henkersmahlzeit bekommen, ohne es wirklich zu wissen. Aaron und Paul sollten es deutlich besser haben, als seine letzten Gäste. Er richtete das Essen auf drei Tellern an, die er dann auf ein Tablett stellte. Besteck und Gläser standen bereits auf dem gedeckten Esstisch.
Aleister kehrte mit dem Tablett zu seinen Gästen zurück. „Ich hoffe, es schmeckt so gut, wie es duftet.“ Worte, die Bescheidenheit ausdrücken sollten, aber vollkommen überflüssig waren, denn Aleister wusste, dass es gut war. Er wusste, dass ihm in der Küche so schnell niemand etwas vormachen konnte. Er stellte erst vor Aaron und dann vor Paul einen der Teller ab, den letzten stellte er auf sein Gedeck. „Meine letztes Dinner mit Freunden ist Ewigkeiten her.“ Freunden… ein falsches Wort für die armen Seelen.

@Paul Marquand-Rovia @Aaron Marquand

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#5

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

15.12.2022 12:32
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Erst bei der Umarmung bemerkte Paul, dass Aaron sich auch ziemlich heraus geputzt hatte und wirklich.. unfassbar gut aussah. Und er roch so frisch, trotz Apokalypse, bestimmt hatte er gerade erst geduscht…… und warum zur Hölle dachte Paul eigentlich darüber nach? Sie waren nur Freunde. Aaron trauerte noch um seinen verstorbenen Ehemann, der ihm die Welt bedeutet hatte. Weswegen seine Gedanken wirklich unpassend waren und er sie rasch wieder abschüttelte. Dennoch sagte er schwach schmunzelnd
„Du siehst wirklich schick aus“
Das konnte man zu einem Freund doch sagen ohne irgendwelche Hintergedanken dabei zu haben.
Bezüglich des Alkohols lachte er und zuckte mit den Schultern
„Was anderes hatte ich leider nicht zu bieten“
Vielleicht hätte er noch ein paar alte Chips mitbringen können.. aber die schmeckten so viele Jahre nach Ende des Haltbarkeitsdatums oft ein bisschen ranzig. und er wollte ja nicht, dass sich hier irgendwer seinetwegen den Magen verdarb, wenn Aleister schon so ein Luxusmenü für sie zauberte.
Also musste der Alkohol reichen.
Trotz all der freundschaftlichen Gefühle, pochte sein Herz ein bisschen schneller, als sie gemeinsam an der Türe klopften. Jedoch nur für einen kurzen Augenblick. Das war rasch wieder vergessen, als Aleister ihnen öffnete.
Kurz hatte er überlegt ihn ebenfalls zu umarmen. Aber irgendwie… wirkte der Koch ein bisschen distanziert und eher wie ein Handschlag-Typ. Weshalb er es stattdessen letztlich einfach nur bei der Präsentation seiner Waren zum Gruß beließ.
Und die zumindest schien Aleister zu freuen. Hatte er doch gewusst, dass Rotwein zu ihm passte. Lächelnd nickte er also und meinte
„Klar, sehr gern. Im Klauen von Dingen bin ich definitiv besser als im Kochen“
Also durfte Aleister ihm gerne ein paar Weinsorten aufschreiben, bevor er das nächste Mal nach draußen ging. Die Chance sie zu finden wäre zwar trotzdem gering aber wenn Jesus den Zettel bei sich hatte, würde er vielleicht etwas genauer danach Ausschau halten.
Auch wenn es ihm das Herz brechen würde, wüsste er, dass Aleister ihn eigentlich nur ausnutzte!! Während er das aus reiner Freundlichkeit tat. Aber das war nicht das erste und würde auch nicht das letzte Mal sein, dass jemand Paul ausnutzte.
Selbst wenn Aleister jetzt noch ein bisschen distanziert war, vielleicht mussten sie einander ja nur etwas besser kennen lernen, damit er auftaute.

Lachend stieß er Aaron mit dem Ellenbogen leicht in die Seite wegen seiner Bemerkung mit dem Magenknurren. Woraufhin dieser fast das Tiramisu fallen ließ und Paul es wieder auffing. Das wäre fast daneben gegangen, weshalb er sich entschuldigend lächelnd am Hinterkopf kratzte. Manchmal vergaß er, dass Aaron nur eine Hand zum Agieren hatte. Daran musste er sich erst noch gewöhnen.
Aleister nahm Aaron die Nachspeise ab und dann gingen sie schon mal ins Esszimmer, um dort Platz zu nehmen und das Essen zu warten.
Paul befüllte in der Zwischenzeit 3 Weingläser mit dem wertvollen Rotwein und dann kam auch das duftende Essen schon.
„Davon bin ich überzeugt!“
Sagte er begeistert. Denn auch wenn man in der Apokalypse keine wirklichen Luxusmenüs mehr zaubern konnte, so war das Essen von Aleister wirklich schön angerichtet und sah mit dem Wirsingblatt nach etwas Besonderem aus. Weshalb er sich freudig dafür bedankte und dann das Glas hob, um einen Toast auszusprechen.
„Vielen Dank für die Einladung. Auf ein Dinner unter Freunden! Und solchen, die es noch werden wollen“
Sagte er lächelnd während er zwischen Aleister und Aaron hin und her blickte. Die beiden lernten sich schließlich erst richtig kennen, da konnte er sie noch nicht als Freunde betiteln. Aber er hoffte darauf, dass Aaron dem Neuankömmling genauso eine Chance gab wie er es getan hatte.

@Aleister Marwood @Aaron Marquand



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#6

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

08.01.2023 16:51
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Aaron sah an sich herunter und grinste. »Wann bekommt man in der Apokalypse schon mal eine Gelegenheit, sich schick zu machen? Das musste ich doch ausnutzen.« In Alexandria hatte es manchmal eine Art Party gegeben, vor allem, um Neue zu begrüßen. Bevor Rick und die anderen gekommen waren, hatten Aaron und Eric jedoch sehr zurückgezogen gelebt und an so etwas nicht teilgenommen. Das hatte seine Gründe gehabt und sich erst geändert, als der ehemalige Sheriff Chef der Kolonie geworden war.
»Du siehst ... ebenfalls wirklich gut aus«, gab Aaron das Kompliment nun zurück, jedoch nicht aus reiner Höflichkeit. Sondern weil er es wirklich ernst meinte. Und als Freund. Warum sich trotzdem kurz ein schlechtes Gewissen meldete, wusste er auch nicht.
Doch über solche Dinge nachzudenken rückte in den Hintergrund, als Aleister ihnen die Tür aufmachte. Er wirkte wirklich nicht wie der herzliche Typ, der umarmt werden wollte. Was nicht schlimm war, jeder tickte eben anders. Aaron hatte schon mit allerhand Menschen zu tun gehabt und konnte sich recht schnell auf sein Gegenüber einstellen. Weshalb auch er eine etwas förmlichere Ausstrahlung annahm und den Koch mit einem Lächeln und Nicken begrüßte. Seinen Humor ließ er sich aber trotzdem nicht nehmen. »Ich hoffe, du hast eine Liste der Dinge in deinem Haus. Bevor die kleine diebische Elster hier noch was mitgehen lässt.« Er wusste, Jesus würde niemals bei Koloniemitgliedern klauen, aber sie foppten sich aus Scherz gern mal ein bisschen und das war immer schön.
Allerdings mündete es auch manchmal in Beinahe-Unfällen, seit Aaron die Prothese hatte. Jesus schien das gern mal zu vergessen. Aber das war in Ordnung. Es war dem Einarmigen sowieso lieber, wenn keine so große Sache daraus gemacht wurde. Weswegen er nur beruhigend zurücklächelte, da es Paul so unangenehm war.
Er ließ sich das Tiramisu abnehmen und folgte Aleister in das Haus. Dann nahm er neben Jesus Platz und atmete den zauberhaften Duft ein. Da machte ihm wohl wirklich jemand Konkurrenz in Sachen Kochen. Aber das war schon in Ordnung. Aaron hatte nicht vor, ein Monopol zu bilden, und neidisch war er auch nicht. Ohnehin war er eher ein Hobby-Koch und nahm das alles nicht so ernst wie Aleister. Der ihnen wirklich hübsch angerichtetes Essen brachte, das fast zu schade zum Auffuttern war.
»Da kann ich Jesus nur zustimmen. Ich kann es kaum erwarten, zu probieren.« Diesmal war es sein Magen, der unüberhörbar knurrte.
Doch zunächst war es Zeit für einen Trinkspruch. Aaron nickte seinem Freund zu und dann dem Gastgeber. Natürlich würde er ihm eine Chance geben, sonst hätte er der Einladung wohl kaum zugesagt.
»Dann sollten wir regelmäßig so ein Dinner veranstalten«, ging er auf Aleisters Bemerkung ein, denn der schien solche Zusammenkünfte sehr zu vermissen. »Wir könnten auch abwechselnd kochen, dann hast nicht immer du die ganze Arbeit.«
Der erste Happen wanderte in seinen Mund und er riss begeistert die Augen auf. Das war ... wirklich vorzüglich. »Mhhh«, machte er und vergaß fast seine Manieren. Gutes Essen hatte einfach diese Wirkung auf ihn. »Das ist wirklich fantastisch, Aleister. Von dir könnte ich echt noch was lernen.«

@Aleister Marwood @Paul Marquand-Rovia

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#7

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

02.04.2023 19:34
Aleister Marwood Aleister Marwood (gelöscht)
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Eine Umarmung von Paul hätte den Gastgeber sicherlich aus dem Konzept gebracht. Aleister wünschte sich zwar eine innigere Verbindung zu einer (vorzugsweise weiblichen) Person, doch konnte er dies nicht auf ehrliche oder gar gesunde Art zeigen. Er konnte anderen Zuneigung vorspielen, aber viel weiter reichten seine Emotionen nicht. „So hat jeder hat seine Stärken. Ich bin nützlicher hinter den Mauern.“, entgegnete er Paul.
Sein Entschluss nur manchmal das sichere Gelände zu verlassen, rührte nicht von Angst vor der „bösen“ Außenwelt. Die Untoten waren, wenn sie nicht in Horden auftraten, leicht auszutricksen und zu bewältigen. Auch Fremden konnte man aus dem Weg gehen… Es war eher die Tatsache, dass er sein Leben als zu kostbar empfand, um es für die Gemeinde zu opfern – anders als Pauls oder Aarons Leben. Die beiden standen unter ihm, auch, wenn er ihnen dies niemals so offen zeigen würde. Zumindest nicht, solange er etwas von ihnen wollte.
Er lachte auf, als Paul von Aaron mit einer diebischen Elster verglichen wurde.
Oh, das würde er nicht überleben., dachte er dabei im Stillen, sagte aber etwas vollkommen anderes. Etwas, was sich weitaus weniger bedrohlich anhörte. „Ich werde ihn genau im Auge behalten.“ Was für Aaron gleichermaßen galt. „Aber viel gibt es bei mir eh nicht zu holen. Außer du willst meinen Kühlschrank plündern.“ Auf einen gut gefüllten Kühlschrank hatte er schon immer wert gelegt. Er hasste es, wenn er nicht die Wahl hatte.

Er nickte Jesus zu und hob ebenfalls sein Glas zum Toast. Wenn sein Plan als Koch für das Cottage weiterhin aufging, dann würde er sich einfach in die Herzen aller kochen. Er wollte zu einem Teil des Ganzen werden, zu einer Person, auf die man so einfach nicht verzichten wollte. In der Welt konnte man auf so einige verzichten, doch es war etwas anderes, dies auch zu wollen.
„Für weitere Dinnerpartys bin ich immer zu haben.“, kam es mit einem sanften Lächeln über seine Lippen. „Wir können auch gerne mal gemeinsam kochen – vielleicht mit dir zusammen, Paul? Du könntest sicher auch noch was lernen.“ Obwohl es ihn nicht störte die ‚ganze Arbeit‘ an der Backe zu haben. Das Vorbereiten, kochen und auch das Abräumen und Aufräumen – das alles war ein Prozess, der dazu gehörte und den er willkommen hieß.
Die drei Männer saßen gemeinsam am Esstisch vor ihren Speisen und Aleister beobachtete seine Gäste genau, als sie die ersten Bissen nahmen. Er wollte den Augenblick nicht verpassen, an dem ihre Geschmacksknospen explodierten. Er sah die beiden beinahe mit der gleichen Faszination an, wie er es bei seinen Opfern getan hatte, kurz bevor sie vollends ihr Leben hatten lassen müssen. Erst, als er den Genuss in ihren Gesichtern sehen konnte, schnitt er sich selbst ein Stück ab und schob es sich mit der Gabel in den Mund. In seinen Augen war es perfekt. Wie sollte es auch anders sein? Aarons Worte bestätigten das nur. „Danke. Freut mich, wenn es euch beiden schmeckt. Ich hoffe, die anderen Bewohner vom Cottage sehen das genauso.“, er versteckte gespielte Unsicherheit in seinen Worten.

@Paul Marquand-Rovia @Aaron Marquand

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#8

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

11.05.2023 12:56
Paul Marquand-Rovia Paul Marquand-Rovia (gelöscht)
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Oh Gott, Paul hoffte Aaron mit seinem Kompliment nun nicht in Verlegenheit gebracht zu haben! Immerhin erwiderte er es so zögerlich. Wahrscheinlich hatte er sich nun dazu verpflichtet gefühlt, es ebenfalls zurück zu geben, obwohl er es gar nicht wollte. Woher kam eigentlich diese plötzliche Unsicherheit? Naja, wie dem auch sei. Er lächelte nur dankbar und dann betraten sie die Wohnung. Was die Nervosität hoffentlich wieder etwas senken würde, sobald sie nicht mehr alleine waren.
Jesus scharf die Luft ein, als Aaron ihn bezichtigte bei anderen zu klauen! Daraufhin erwiderte er gespielt empört.
„Bezichtigst du mich etwa immer noch des Diebstahls deines Barthaartrimmers?? Ich kann nichts dafür wenn du deine Dinge ständig verlegst!“
Dabei war eigentlich Jesus der Chaotische von ihnen beiden. Aber das wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht so genau. Immerhin lebten sie nicht zusammen. Und wo Aarons Barthaartrimmer war wusste er wirklich nicht! Es war reiner Zufall, dass er ihn kurz nach Jesus Besuch nicht mehr wieder gefunden hatte.
Glücklicherweise scherzten sie aber nur, was hoffentlich auch Aleister erkannte. Denn wie Aaron richtig bemerkte, würde er Verbündete niemals beklauen. Es sei denn es war für einen guten Zweck.
„Wenn es darum geht deinen Kühlschrank zu plündern, solltest du dir besser Sorgen um ihn hier machen“
Erneut stupste er Aaron mit dem Ellenbogen leicht an, er war schließlich ein weitaus größeres Schleckermaul als Paul.
Nun aber griff er nochmal die Aussage von kurz zuvor auf.
„Du bleibst also lieber hinter sicheren Mauern? Ich finde beides hat sein Für und Wider. Ich bin auch gerne hier im Cottage.. aber manchmal zieht es mich trotzdem nach draußen. Wenn gerade keine Herde Beißer auf einen zu schlürft, finde ich die Stille der Natur wirklich entspannend und wohltuend..“
Nun wo es keinen Autolärm mehr gab, keine künstliche Beleuchtung. Die Natur hatte sich die Erde zurück geholt. Ein Zustand dem Paul durchaus einiges abgewinnen könnte, stünde natürlich all die Tragik mit dem Weltuntergang nicht dahinter.

Aleisters Plan sich in die Herzen der Menschen hier zu kochen war wirklich gut. Denn Liebe ging ja bekanntlich durch den Magen. Und wenn er allen hier so ein leckeres Essen auftischte, würde er sich vor Bekanntschaften schon bald nicht mehr retten können. Vor allem ein gewisser, einsamer Wolf sollte davon keinen Wind bekommen. Sonst würde Daryl täglich hier auf der Matte stehen.
„Mit mir gemeinsam?? Ich kann wirklich gut kämpfen aber beim Kochen habe ich zwei linke Hände. Ich denke also nicht, dass ihr das wollt. Aber ich sehe gerne zu und.. versorge euch mit Getränken und weisen Sprüchen“
Meinte er schmunzelnd. Doch es war die Wahrheit. Im Kochen war er eine Niete. Da war selbst Aaron mit einem Arm talentierter als er.
Nun probierte auch er endlich das Essen. Und wie könnte es anders sein? Natürlich weitete auch er vor Überraschung die Augen. Denn so etwas Gutes mitten in einer Apokalypse hin zu bekommen grenzte in seinen Augen schon fast an Magie.
„Das ist…. wow…“
Er war echt sprachlos und nahm gleich noch ein paar weitere Bissen.
„Also mit Essen kannst du die meisten Leute hier um den Finger wickeln. Bring ihnen einfach ein paar leckere Snacks vorbei.. und sie fressen dir aus der Hand“
Paul hatte ja keine Ahnung, dass er damit einem Psychopathen auch noch Tipps gab, wie er hier Fuß fassen konnte!! Aber er sah in ihm einfach nur einen grandiosen Koch, der noch etwas Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung hatte und dem er gerne unter die Arme greifen wollte.
„Ich denke du passt gut an diesen Ort und wirst dich sicher rasch einleben. Aber lass dich nicht davon verschrecken, dass manche Leute anfangs ein wenig skeptisch wirken. Unsere Kolonie musste schon viel durchmachen… wir sind dadurch zusammen gewachsen wie eine Art Familie. Weshalb es immer ein wenig dauert, bis neue Mitglieder ihren Platz gefunden haben. Aber wir helfen dir.. keine Sorge.“

@Aleister Marwood @Aaron Marquand



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#9

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

21.05.2023 11:47
Aaron Marquand Aaron Marquand (gelöscht)
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Aaron musste wegen des verschwundenen Barthaartrimmers lachen. Das ließ Jesus echt keine Ruhe, hm? Auch damit hatte er ihn eigentlich nur aufgezogen, denn er hatte immer gewusst, wo sich dieses Objekt befand. Doch Paul war einfach so ... hm ... niedlich, wenn ihm etwas peinlich oder er schockiert war. Da konnte Aaron einfach nicht aufhören, ihn zu foppen. Kleine Sünden mussten sein. Auch wenn das Ziel seines Streichs den Namen des christlichen Erlösers trug.
»Es war sicher kein Zufall, dass dein Bart kurz danach stets so gepflegt aussah.« Aaron zwinkerte grinsend. Und unterstellte seinem Freund zwischen den Zeilen damit auch, dass er sonst wie ein Waldschrat rumlief. Was nicht stimmte. Aber nun ja ... er wollte eben noch mal diese hinreißende Röte sehen, die Jesus in die Wangen schoss.
»Da hat er allerdings recht«, meinte Aaron dann an den Koch gewandt, als es um das Plündern des Kühlschranks ging. »Aber ich weiß mich zu benehmen, keine Sorge.«
Doch genug des Geplänkels! Aleister war das womöglich schon unangenehm. Andererseits musste er seine Gäste eben nehmen, wie sie waren. Sodann sprachen sie ja auch schon über andere, ernstere Themen. Beispielsweise über das Für und Wider der sicheren Mauern einer Kolonie. »Ich hatte früher richtig Schiss, rauszugehen – und das als Recruiter«, gab Aaron offen zu. Daran, wie er im Auto inmitten einer Beißerherde Panik geschoben hatte, dürfte sich Rick sicher noch bestens erinnern. Dabei hatte Aaron vor der Seuche schon oft Mut bewiesen und beispielsweise in Afrika mit Warlords verhandelt. Auch damals hatte er Angst gehabt, würde diese Situationen jedoch weiterhin einer Zombie-Apokalypse vorziehen. Inzwischen war er allerdings deutlich abgebrühter. Der Verlust von Freunden und seinem Mann, der Krieg gegen die Saviors und die Nahtoderfahrung, bei der er seinen Arm verloren hatte ... das alles waren die Gründe dafür. Doch er versuchte trotzdem, sich seinen weichen Kern zu bewahren. Wenn er seine Menschlichkeit verlieren würde, wäre er doch auch nicht besser als ein Beißer.
Mit seinen Worten hatte er jedoch nicht unterstellen wollen, dass Aleister Angst hatte und sich dieser ergab. Aaron hatte ja keine Ahnung, was der Mann alles erlebt hatte, bevor er das Cottage gefunden hatte. Weswegen er noch hinzufügte: »Was ich damit sagen will, dass wir nicht umsonst in einer Kolonie leben. Es geht ja um Sicherheit.« Und die meisten von ihnen traten ja trotzdem vor die Tore, wenn ihnen keine andere Wahl blieb. Letztlich ging es um die Gemeinschaft und um das Überleben. Jeder handelte zum Wohl der anderen – oder sollte es zumindest tun.
Beim Essen schmiedete das Trio Pläne für weitere Zusammenkünfte. »Du kannst schnippeln«, meinte Aaron schmunzelnd an Paul gerichtet. »Dabei kann man nicht viel falsch machen.« Das mochte ein Starkoch wie Aleister anders sehen, aber Aaron gab sich damit meistens wirklich nicht viel Mühe. Letztlich landete das Gemüse ja eh im Bauch, musste es dann tatsächlich so akkurat und in gleich dünne Stücke geschnitten sein?
Es hieß ja nicht umsonst ›Liebe geht durch den Magen‹, also würde es Aleister sicher gelingen, die Leute hier mit seinem Talent von sich zu überzeugen. Bei Jesus und Aaron gelang es ihm ja auch – andererseits führte er seinen Versuch gerade auch bei zwei sehr treuherzigen Mitgliedern des Cottage durch.
Nicht alle waren so wie sie, wie Paul auch gleich richtig anmerkte. Und Aaron nickte bei dem Versprechen an Aleister. »Irgendwann wirst du hier so viele Freunde haben, dass nicht mehr alle an einen Tisch passen!«

@Aleister Marwood @Paul Marquand-Rovia

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#10

RE: bon appétit | Aleister, Paul & Aaron

29.05.2023 18:01
Aleister Marwood Aleister Marwood (gelöscht)
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Aleister runzelte, durchaus amüsiert, seine Stirn, als die Geschichte rund um den Barthaartrimmer auf den Tisch kam. Er konnte nicht sagen, ob hinter den Worten der beiden nicht doch ein Quäntchen Wahrheit steckte. Aber er ließ den Spaß unkommentiert stehen, schenkte ihnen lediglich ein Schmunzeln, ehe es um seinen Kühlschrank ging. „So, so.“, sein Blick ging dabei zu Aaron. „Dann empfehle ich vorher zu klopfen, ich zaubere gerne was.“ Davon hätte Aaron auch mehr, als von einfachen Zutaten, die ganz uninspiriert in den Kühlfächern lagen.
Aleister hatte keine Angst nach draußen zu gehen. Er sah darin nur keinen Vorteil für sich selbst, außer möglichen fremden Gefahren ausgesetzt zu sein. Hier drinnen konnte er es sich gutgehen lassen, wie eine Made im Speck. Für die Gemeinschaft vom Cottage wollte er weder sein Leben riskieren noch neue Leute oder Vorräte zusammensuchen. Seine Kochkünste mussten ihnen reichen. Sollten Aaron und Paul es ruhig einer Angst zu schieben. „Ich war nach Woodbury zu lange alleine unterwegs. Mir reicht der alltägliche Wahnsinn hinter den Mauern, ganz ohne Beißer. Die Menschen hier schauen mich noch misstrauisch genug an, ohne dass ich mit blutiger Kleidung durchs Tor marschiere.“ Es war in den letzten Monaten besser geworden, die Cottagebewohner gewöhnten sich an das neue Gesicht.
Das Aleister sich manchmal rausschlich, ohne bemerkt zu werden, ließ er unter den Tisch fallen. Er war doch nur ein einfacher Koch, der froh war, noch am Leben zu sein. Sein Blick glitt zu Aaron. „Triffst du noch viele Fremde da draußen, Aaron?“, hakte er nach. „Oder genießt du die Natur, wie unser Naturbursche hier.“ Er legte dem Langhaarigen eine Hand auf die Schulter und schenkte ihm ein Grinsen.

Aus Paul sollte also in diesem Leben kein Koch mehr werden. „Kochen ist kein Zauberhandwerk. Aaron schafft es sogar einhändig.“, meinte er zu ihm und hoffte damit nicht über eine Grenze von Aaron getreten zu sein. Zur Not konnte der andere aber auch die Schnippelarbeit leisten. „Richtig, du leistest die Zuarbeit. Dann sind wir auch viel schneller fertig und können das Essen genießen. Den richtigen Wein darfst du mir dennoch gerne besorgen.“ Oh ja! Ein Grund, warum er sich überhaupt mit Jesus abgab. Der Herr fand interessante Dinge auf seinen Touren durch die Weltgeschichte und davon wollte Aleister profitieren.
Die Menschen in dieser Kolonie mussten, wie sie alle, bereits viel durchmachen. In der heutigen Zeit gab es wohl keinen Menschen mehr ohne ein Trauma. „Ich verstehe die Skepsis. Wir alle mussten viel erleben, haben viele Leute verloren und wissen, wozu die Menschen wirklich im Stande sind.“ Es waren eben nicht nur die Beißer, vor denen man sich hüten musste, sondern auch vor Personen wie Aleister. „Es gefällt mir hier.“ Freunde – ein Wort, das für ihn so leer war, wie sein Weinglas in diesem Augenblick. Es gab Personen, denen er gegenüber positiv gestellt war. Aber er würde diesen Personen weder sein Leben noch seine Gedanken oder wahren Gefühle anvertrauen. „Dann sollte ich mich um einen längeren Tisch bemühen, hm?“, sagte er lächelnd.

@Aaron Marquand @Paul Marquand-Rovia

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