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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
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Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
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THE DEAD DON’T DIE
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---> Tigergehege
Ich explodierte innerlich, versuchte es aber an mich zu halten. Das mich Wyatt nur versuchte zu provozieren, wusste ich natürlich, aber es wirkte auch, was mich nur noch wütender machte. Er war so ein beschissenes Arschloch, dafür brauchte ich ihn nicht mal richtig kennen. Alles was er sagte war Müll und am liebsten wollte ich mich einfach umdrehen und gehen, doch dann würde er sich nur selber bestätigen und mit hochgezogener Nase gewinnen. "Quatsch nur weiter Bullshit, hilft dir aber auch nicht, aus dieser Lage zu kommen. Du bist selber Schuld und scheinbar nicht annährend so schlau, wie du dich hier gibst" Verhöhnte ich ihn. Daryl kümmerte sich um die Mauern und ich wusste selber, das diese sehr gesichert waren und keine Lücken da sind, so wie es Wyatt verkündete. Er versuchte sich nur selber zu schützen, aber sollte er ruhig, wir wussten es besser. "Scheinbar bin ich erwachsener als du, denn ich kann mich normal unterhalten, ohne alles und jeden in den Dreck zu ziehen!" Direkt ging ich nicht mehr auf seine Worte ein, darauf hatte ich einfach keinen Bock mehr. So was hatte ich auch gar nicht nötig. "Das kleine Mädchen geht jetzt in ein warmes, weiches Bett und genießt ihre Träume, ohne wach zu werden!" Ich zeigte ihm beim gehen noch den Mittelfinger und verschwand in die Nacht. Seine würde sehr kalt, nass und ungemütlich werden, selbst Schuld. Ich machte mir aber auch keine weiteren Gedanken mehr um ihn.
Am nächsten Tag bekam ich mit, das dieser Scheißkerl verlegt wurde. Warum eigentlich? In seinem Tigergehege hatte er es doch echt gemütlich. Leider waren meine Leute nicht so eiskalt und würden ihn erfrieren lassen. Im Kerker war er wenigstens vor den Wind und dem Regen geschützt. Doch mich sollte das nicht weiter kümmern. Nach einer warmen Nacht, ging ich meinen Aufgaben nach und besuchte kurz @Maggie Rhee und @Glenn Rhee ehe mich @Rick Grimes zu sich rief. Er hatte mitbekommen das ich gestern mit dem Fremden geredet hatte. Niemand durfte sich ihm nähern, tja ... Arschkarte. Zur Strafe sollte ich mich darum kümmern, das er nicht verhungerte oder erfror. Mein Betteln stieß auf taube Ohren, denn ich wollte diesen Wyatt, dem ich noch immer nicht meinen Namen gesagt hatte, nicht wieder begegnen.
Nun stand ich an der Kerkerzelle, in der Hand Essen und beobachtete, wie er schlief. Ich war noch immer angepisst und würde ihm sein Essen am liebsten gegen den Kopf knallen. Am Ende warf ich es wirklich durch die Gitterstäbe auf ihn, weswegen er auch wach wurde.
@Wyatt Huxley

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Zu sehen, wie sie innerlich am überschäumen vor Wut war, war für Wyatt eine Genugtuung, denn es sagte, ihm das er einen wunden Punkt getroffen hatte und dennoch wunderte es ihn, dass sie nicht wie ein trotziges Kleinkind von Dannen zog, um sich bei irgendjemanden auszuheulen. Etwas, das er in seinem Leben nicht häufig zu Gesicht bekommen hatte und dies war eine Tatsache, die ihn selbst frustrierte, denn immerhin war es für ihn immer wieder ein Genuss gewesen, zu sehen, wie er mit seinem Verhalten das er an den Tag legte, durch zu kommen schien. Er schenkte ihr erst wieder vollkommen seine Aufmerksamkeit, als er bemerkte wie sie erneut zu ihm sprach und er schüttelte dabei nur, mit einem Grinsen auf den Lippen, mit dem Kopf. Als sie ihn nun jedoch auch noch wie einen dummen Jungen dahin stellen wollte, war er es nun, der die Augen etwas verengte und verächtlich schnaubte. "Ach wirklich? Du denkst, dass mir das nicht weiter hilft?" wollte er nun wissen, ohne sich dabei anmerken zu lassen, dass ihre Worte, ihn reizten.
Nun ja, im Grunde, hatte sie da nicht einmal so unrecht, dass es ihm nicht weiterhalf, zumindest, wenn man auf seine eigentlichen Absichten blickte, die er sich in seinem Kopf zurecht gelegt hatte. Ihre nächsten Worte ignorierte er jedoch geflissentlich und zuckte nur mit den Schultern. Sollte sie doch weiterhin der Ansicht sein, dass sie erwachsener war, als er. Man hatte ihn schon schlimmeres genannt, da machte eine solche Aussage, auch nichts mehr aus.
Ein Lachen, kam von ihm, als sie sich nun doch umdrehte und ihm den Mittelfinger zeigte.
Sicherlich würde er nun auch ein Bett bevorzugen, aber immerhin hatte er für diese Nacht einen sicheren Schlafplatz, wenn die Mauern, ja so sicher waren, denn dann würde auch er, ruhiger schlafen und nicht immer in Alarmbereitschaft sein, zumindest was die Untoten, außerhalb der Mauern anging.
Diese würden, ihm in dieser Nacht schon einmal keine Sorgen bereiten.
Als sie nun in der Nacht verschwunden war, machte er sich selbst auch daran, einen halbwegs trockenen Platz in dem Gehege zu suchen, was nicht unbedingt einfach war, doch schlussendlich kam auch er zur Ruhe, zumindest für einige Stunden, denn bereits am frühen Morgen, wurde er unsanft geweckt.
Er wurde aus dem Gehege heraus geholt und in eine andere Zelle verfrachtet. Nun einen Vorteil hatte diese schon mal, denn immerhin war diese überdacht und er würde nicht länger den Witterungen, des Herbstes ausgesetzt sein.
Obwohl er nun so unsanft geweckt wurde, kam sein Körper erneut zur Ruhe und er fiel in einen leichten Schlaf und so bekam er in seinem Unterbewusstsein mit, wie er von der anderen Seite der Gitter beobachtet wurde. Doch erst das Geräusch von zu Boden fallenden Tellern und dem dazugehörigen Besteck.
Er wandte sich nun also um, wobei sein Blick auf das junge Mädchen fiel. Ein amüsiertes Grinsen legte sich nun auf seine Züge. "Ach, doch noch nicht genug, von unserer Konversation, letzte Nacht? Ich dachte, du wolltest deine Träume genießen?" sagte er und setzte sich dabei auf. Seine Arme legte er auf seinen Knien ab und sah sie dabei eindringlich an. "Wow, so verschwenderisch, hätte ich dich nun nicht eingeschätzt. Sitzt ihr nicht wie eine Glucke auf euren Vorräten?" meinte er nun amüsiert, als er das Essen sah, das nun auf dem Boden verteilt lag.
@Enid Taylor
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Dieses süffisante Grinsen, wie gerne würde ich ihm einfach eine reinhauen. Dieser Kerl ging mir wirklich gegen den Strich. Lange hatte mich keiner so auf die Palme gebracht. Kein Fremder war je so unausstehlich wie er. Mit ernsten Blick sah ich ihn durch die Gitter an, die Haare leicht ins Gesicht gefallen, wirkte es vielleicht sogar etwas gruselig. "Wir gehen sehr verantwortungsvoll mit dem Essen um, solltest du auch. Nichts verschwenden, schön aufsammeln vom Boden!" Animierte ich ihn mit einem kleinen frechen schmunzeln. Der Boden war nicht gerade geleckt, könnte ein wenig "knusprig" im Mund werden, aber leider würde er es wohl überleben. "Ich habe mich so sehr nach dir gesehnt, weswegen ich extra früh aufgestanden bin, um dich noch beim schlafen zu beobachten!" Scherzte ich, meinte es natürlich nicht ernst, was er sicher merkte. "Bis deine Anhörung ist, bin ich dein Wärter, der dich im Auge behält!" Meinte ich etwas knurrend und lehnte mich an die kalte, dunkle Wand. Ob Rick wusste, wie er mich damit ärgerte? Aber wenn er so weiter machen würde, mit seiner selbstgefälligen Art, würde sein Urteil nicht gut ausfallen und ich würde ihn vielleicht schneller los werden, als gedacht. Dann konnte ich endlich wieder meinen Aufgaben Aufmerksamkeit schenken. Das er hier sogar leben würde, seinen Beitrag am Ende beisteuern würde, das verdrängte ich ganz gezielt. Ab und an sah ich ihn wortlos an. Irgendwas war an diesem Mann, was mich verrückt machte. Seine blauen Augen, die ich nun viel besser erkennen konnte, als gestern im dunklen, verwirrten mich. Schnell sah ich weg und versuchte den Augenkontakt mit ihm zu meiden. Die restliche Zeit, versuchte ich auch nicht mit ihm zu reden, auch wenn immer mal ein dummer Spruch kam. Dann war es endlich soweit, er wurde zur Verhöhrung mit @Rick Grimes abgeholt. Ich winkte ihm noch mit einem Grinsen und sah ihm nach, ehe ich meine Wege ging, denn ich ging nicht davon aus, ihn wieder zu sehen.
<---- Tin ‘n’ Lint Bar
@Wyatt Huxley

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Wie lange war es her das er einen Fuß in seine alte Heimat gesetzt hatte? Wohl Jahre, Roman hatte aufgehört zu zählen. Er hatte das Cottage in guter Erinnerung behalten, auch wenn nicht immer alles schön war. Vor allem nach dem Vorfall mit Carl und Cassandra, seiner Schusswunde und dem Umstand das er allein gelassen wurde, änderte sich einiges für ihn. Aber nach Jahren war er nicht mehr so nachtragend und hasserfüllt wie zu Beginn. Dank dem guten Zureden seines Nomadenleaders hatte er beschlossen die lange Reise nach Hause auf sich zu nehmen. Selbst diese dauerte zusätzlich einige Wochen in denen er überlegte was er wohl sagen würde wenn er wieder hier war, was wohl Carl sagen würde nach all der Zeit. Vermutlich hielt dieser ihn für tot, hatte ihn bereits vergessen. Er konnte sich nur überraschen lassen und die Ankunft im Cottage war mehr als nur eine Überraschung. Den am Tor fand er kein bekanntes Gesicht vor, sondern einen jungen Mann der sofort die Waffe erhob. Nachdem er erklärt hatte wer er war und ausdrücklich nach Carl verlangte, schien die junge Wache noch immer nicht überzeugt zu sein. Stattdessen fing der junge Wachposten an ihn zu beleidigen und vor allem lauthals zu lachen als Roman meinte er sei Carls fester Freund. Roman hatte doch nicht den langen Weg auf sich genommen um jetzt am Eingangstor zu scheitern und weitere Tage darum herumzuschleichen bis man ihn reinließ. Außerdem war das Verhalten des Wachpostens derart unverschämt das Roman ihn entwaffnete und mit einem gezielten Schlag zu Boden schickte, wohl mit einer gebrochenen Nase. Weiter wehrte er sich jedoch nicht, schließlich war das sein Ticket ins Cottage, sie würden ihn wohl kaum erschießen. Also ging er auf die Knie, kampflos und ließ sich von ihnen einsperren, aber nicht bevor er noch einen weiteren Schlag kassierte der ihn ausknockte.
So kam es also wie es nun war, er saß hier auf dem Boden in der Kerkerzelle in seinem Shirt und einer Camouflagehose die er trug seit er bei den Jägern war. Mit Dreck und etwas von seinem eigenen Blut im Gesicht saß er auf seiner Pritsche und wartete das jemand kommen würde der ihm vielleicht eher zuhören würde, als der Wachposten am Eingang. Sein Scharfschützengewehr, das Messer und seinen gesamten Rucksack hatten sie ihm abgenommen und so saß er in seinen dreckigen Klamotten in der Zelle, die wohl mehr braun vom Matsch und der Erde waren die er in den Wochen des Wanderns abbekommen hatte. Plötzlich vernahm er Schritte im Gang und Roman erhob sich von seiner Pritsche und ging auf das Zellengitter zu. "Ist ja wirklich ein herzlicher Empfang, nach all den Jahren" meinte er sarkastisch, leicht lächelnd und lehnte sich lässig an die Gitter um abzuwarten wer da wohl kommen würde.
@Carl Grimes @Anna Avery
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Jetzt war ich schon eine Weile wieder zurück und das Gefühl von Heimat kam lang aber sicher wieder zurück. Auch wenn es länger gedauert hatte als überhaupt erwartet. Das Leben warf einem eben manchmal Stöcker zwischen die Beine und manchmal warf es einem auch gleich ganze Felsbrocken in den Rücken. Der Trick war irgendwann damit umgehen zu können. Manchmal auch leichter gesagt als getan. @Anna Avery stellte sich als hervorragender Anführer heraus. Etwas spät, aber jetzt konnte ich nachvollziehen wieso die Leute sie gewählt hatten. Kein Wunder das Rick seine Zeit anders nutzen wollte, auch wenn die Suche nach dem Rest der Familie nicht unbedingt ein Spaziergang werden würde. Klar machte ich mir Sorgen darum, aber ich wusste das jeder auf sich aufpassen konnte. Das schmälerte die Sorge zwar nicht, jedoch gab es mehr Hoffnung. Und das brauchte ich jetzt eindeutig. Das Vertrauen von Anna war wohl auch mehr oder weniger wieder hergestellt. Zumindest sah es für mich irgendwie so aus. Ich hatte es ihr auch nicht übel genommen, schließlich hatte ich den Verrat begangen. Nichts was man so einfach vergessen konnte. Noch gab es auch keine allzu großen Vorkommnisse, allerdings war ich nicht so blind um zu glauben das es schon überstanden war. Gehört hatte ich nach meinem kleinen Zwischenfall mit dieser komischen Gruppe nichts mehr von ihnen. Dennoch hing es einem ständig hinterher. Es machte keinen Sinn Informationen aus einem zu prügeln, wenn man sie dann nichts nutzte. Oder da kam wirklich noch sehr viel schlimmeres als erwartet. Ich war gerade auf dem Rückweg von @Maggie Rhee als ich am Tor einen kleinen Tumult mitbekam. In den letzten Wochen hatte ich wieder mehr mit Maggie gesprochen, während Judith sich mit Hershel beschäftigte. Hin und wieder war es doch etwas peinlich, aber irgendwie verstand sie mich und ich konnte darauf vertrauen das sie mich niemals auslachen würde. In meinen Gedanken versunken war ich deswegen etwas zu weit gelaufen und in Hörweite vom Tor. Wo gerade etwas im Gang war. Die Wachen würden sicher damit fertig werden, aber einen Blick riskieren konnte nicht schaden. Immerhin gehörte ich auch zur Wache. Abgesehen davon gab es doch wieder einige Kinder hier und auf die gab man automatisch acht. Locker mit den Händen in den Hosentaschen fragte ich also nach wer so einen Aufstand gemacht hatte. Es schien ein verwirrter Kerl zu sein, wenn man dem so glauben sollte. Sowas konnte vorkommen. In den meisten Fällen nüchterten die Leute auch wieder aus. Ich runzelte erst die Stirn und verdrehte das Auge als sie mir scherzhaft sagten das dieser Kerl behauptete mein Freund zu sein. Sowas hatte es zuvor tatsächlich noch nicht gegeben. "Sehr witzig." Gab ich nur zurück und erkundigte mich ob Anna schon informiert wurde. Aber anscheinend war direkt einer los gelaufen um sie zu holen. Ich hätte einfach meiner Wege gehen sollen, aber das mein Name da ins Spiel kam machte mich stutzig. War die Falle jetzt zugeschnappt? Ich sollte auf Anna warten, aber dennoch ging ich zu den Zellen und die Treppe runter. Das Licht um die Uhrzeit war etwas spärlich. So konnte ich auf den ersten Blick nur jemanden sitzen sehen. Als die Person sich zu den Stäben bewegte konnte man erkennen das es tatsächlich ein Mann war. Als das Licht ihn ganz erhellte, wich gleichzeitig alle Farbe aus meinem Gesicht. Das konnte doch gar nicht sein. Sah ich jetzt allen ernstes schon Gespenster? Ich stand wie eine Salzsäule mitten im Weg und war absolut unfähig ich zu bewegen. Fast blieb mir auch der Atem weg und ich wusste nicht was ich denken sollte. Oder fühlen, oder überhaupt. Vielleicht war ich ja auch tot, oder träumte gerade, wie so oft.
@Roman Travis
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Seit dem die innere Lage der Cottage sich ein wenig beruhigt hatte ging Anna ihren eigenen Prioritäten nach um die Kolonie zu schützen. Immer hin hatte sie noch einen Feind im Nacken sitzen. Einen Feind über den sie so wenig wusste, der glaubte er sei unverwundbar. Aber die Dunkelhaarige hatte diesen bereits nicht nur einmal eines Besseren belehrt. So zog die junge Frau zusammen mit mehreren Trupps die letzten Wochen über los um das Gebiet rund um die Cottage zu säubern. Von allem was offensichtlich nicht hier her gehörte. Beißer. Menschen. Die wenigen Menschen, denen sie tatsächlich begegnete kooperierten. Waren wohl zu eingeschüchtert von der Personenzahl welche ihnen gegenüber stand. Es gab nur sehr wenige, wo es eher … unschön endete. Doch sie hatten immer die Wahl. Gehen oder Sterben. Etwas harsch vielleicht im ersten Moment aber nur die wenigstens ließen den meisten überhaupt eine Wahl. Und jede Entscheidung wog ihre eigene Konsequenz. Anna war bereits seit ein paar Stunden wieder zurück. Sie hatte gerade mit ihrer linken Hand Tetsuya etwas persönliches besprochen. Kaum hatte dieser den Raum verlassen dauerte es nicht mal wenige Minuten bis erneut, schon fast panisch die Tür aufgestoßen wurde. Eine Wache, die eigentlich ihren Posten am Tor halten sollte, weshalb die junge Frau ihn bereits mit einem skeptischen Blick begegnete. Etwas war passiert. Mit schnellen Schritten und einer eher mäßigen Laune machte sich die Dunkelhaarige auf den Weg zu den Kerkerzellen. Ein Ort an dem sie gezwungenermaßen in letzter Zeit sehr oft zurück kehrte. Vor dem Gebäude wartete bereits der geschädigte, junge Mann der sich immer noch die blutende Nase hielt. Anna würde lügen wenn sie ihm tatsächlich zugehört hätte während dieser wütend etwas von Gerechtigkeit und Strafe quatschte. Das entschied schließlich immer noch die Dunkelhaarige. Fremde waren oft kein gutes Zeichen und mit den Wicked im Nacken machten Fremde sie doch auch ein wenig paranoid. Die Dunkelhaarige blieb schließlich stehen und blickte die junge Wache an, der automatisch aufhörte zu reden. Sie trat einen Schritt näher und legte ihre Hände an sein Gesicht ehe sie mit einer flinken Bewegung seine Nase wieder in die richtige Position korrigierte. Sie ließ von ihm ab während der junge Mann schmerzvolle Laute von sich gab und sich erneut die Nase hielt. Schon fast auf die Knie fiel, blass vor Schmerz. „Hör auf zu jammern.“ gab die Dunkelhaarige nur von sich ohne sich umzublicken als sie die Treppen hinunter zum Kerker ging. Sie war noch nicht ganz unten gewesen da begann sie schon mit ihrem 'Vortrag'. „Zuschlagen aber es dann doch nicht zu Ende bringen. Dumm oder vielleicht doch klug. Du hast eine Minute um mich zu überzeugen warum ich dich nicht -“ Anna stoppte als sie unten ankam und neben dem Fremden, der deutlich jünger als sie war auch noch den jungen Grimes erblickte. „Carl.“ sprach sie ihn an. „Was machst du hier?“ Doch er reagierte nicht. War blass wie Schnee. Kurz folgte sie seinem Blick welcher wie erstarrt an dem jungen Mann in der Zelle haftete. „Geh.“ wies sie Carl. Als er sich immer noch nicht rührte wurde ihre Stimme fester. „Ich habe gesagt du sollst gehen.“
@Carl Grimes @Roman Travis

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So hatte er sich seine Heimkehr auch nicht gerade vorgestellt, in einer kleinen dunklen Zelle, die wohl wahrscheinlich mal für irgendein Tier gedacht war, eingesperrt zu sein. Bisher hatte er nicht ein bekanntes Gesicht gesehen weshalb er sich fragte ob er nicht gar in die komplett falsche Kolonie gestolpert war. Sollte dies tatsächlich der Fall sein war es an der Zeit sich vielleicht einen Fluchtplan zu überlegen. Doch als sich etwas an der Treppe tat die zu den Zellen nach unten führte wurde Roman überzeugt dass er in der richtigen Kolonie gelandet war. Das Licht war nicht gerade das beste weshalb er nur eine Gestalt sehen konnte die auf seine Zelle zukam. Als diese dann direkt unter der Glühlampe stehen blieb die vor seiner Zelle war, schoß ein breites Grinsen auf sein Gesicht. "Hey, Kleiner." am liebsten hätte er ihn direkt an Ort und Stelle umgebracht und zwar mit der festesten Umarmung die er jemals jemandem gegeben hatte, aber durch die Gitterstäbe würde er sich höchstens beide Arme brechen. Carl schien jedoch nicht so recht zu wissen was er mit seinem gegenüber anfangen sollte, entweder hatte dieser ihn vergessen oder aber wie er bereits vermutet hatte für tot gehalten. Das würde ihn auch nicht überraschen. Obwohl er anfänglich einen Groll gegen ihn hegte, verstand er die Situation damals nun besser als vor einigen Jahren. Hätte Carl ihm geholfen wären sie wohl beide tot und nicht nur einer der beiden tot geglaubt. Carl taute irgendwie nicht wirklich auf, stand nur da mit einem kreidebleichen Gesicht als müsste er sich jeden Moment übergeben. "Ich freu mich ja auch dich zu sehen aber könntest du mich bitte hier...." er kam nicht mehr dazu den Satz fertig zu sprechen denn er hörte erneut Schritte die die Treppe hinunterstiegen, gefolgt von einer weiblichen, ihm gänzlich unbekannten Stimme. Ohne zu warten bis sie vor ihm stand gab Roman auch gleich seine Antwort. "Irgendwie musste ich ja hier reinkommen und wenn dieses homophobe Arschloch am Tor mir geglaubt hätte, hätte ich ihm auch nicht die Nase brechen müssen" Schließlich trat auch die Person ins Licht und Roman erkannte sofort dass es wohl nicht so einfach sein würde, sie dazu zu bringen ihm zu glauben. Die Frau wirkte grundsätzlich paranoid, gefestigt in ihrer Person und würde wahrscheinlich nicht so schnell irgendjemandem eine Story abkaufen. Roman hielt sie anfänglich für die Kerkermeisterin, dass sie jedoch die neue Chefin war die den Laden hier schmiss auf den Gedanken kam er gerade nicht, schließlich war er noch fest der Meinung das Rick hier das Sagen hatte. Oder zumindest ein Lieutenant oder sowas, bei der Art wie sie Carl gerade sagte er solle gehen. Roman richtete sich aus seine lehnenden Haltung auf und ging ein paar Schritte zurück vom Gitter, gesunder Sicherheitsabstand, sollte doch etwas aus dem Ruder laufen. "Ich würde eher vorschlagen das er bleibt. Carlchen ist denke ich so ziemlich der einzige der die Situation hier ins richtige Licht rücken kann." er zwinkerte Carl grinsend zu und blickte dann wieder zu der Frau.
@Carl Grimes @Anna Avery
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Ich wusste nicht so recht was ich davon halten sollte, fing der Tag doch ganz normal an. Nicht mal einen von Maliks Tees hatte ich in der letzten Zeit getrunken. Es konnte also nur ein Traum sein. Was sollte es sonst gewesen sein? Ich hatte doch mit eigenem Auge gesehen wie @Roman Travis gestorben war. Da bestand kein Zweifel. Obwohl es erklärte wieso es auf dem Rückweg keine Leiche zu finden gab. Aber ich hatte angenommen das die Untoten dafür gesorgt hatten. Cass konnte mich zwar rausboxen, aber es war verdammt knapp gewesen. Das sie jetzt auch weg war, machte es nicht unbedingt besser. Eher im Gegenteil. Es verhinderte das ich auch nur einen Muskel bewegen konnte. Vermutlich war es ein Wunder das ich noch automatisch weiteratmete. Tatsächlich blieb mir sogar leicht der Mund offen stehen, als Roman mich begrüßte gerade so also wäre gar nichts gewesen. Als wäre er nur kurz weg gewesen. Selbstredend hatte ich keine Schlüssel für die Zellen und es lag auch nicht an mir das zu veranlassen. Dazu hatte ich keinerlei Rechte und darüber hinaus würde dem auch keiner nachkommen. "Roman..." Vielleicht war meine Stimme etwas zu ungläubig, aber eben jener Name war mir seit Jahren nicht mehr über die Lippen gekommen. Es war eindeutig ein Traum. Er schien sich gar nicht verändert zu haben. Nicht wesentlich. Wenn man mal unter den Dreck und den ganzen Schmutz sehen konnte. Er war ein wenig größer geworden, was eigentlich ein Zeichen der Realität sein sollte, aber auch das konnte ich mir nur einbilden. Ich hörte nicht mal wie @Anna Avery hinter mir die Treppen runterkam und munter erzählte. Und obwohl Anna ein wesentlich schärferes Regime als mein Dad führte und ihr Tonfall das auch unterstrich, schaffte ich es in dem Augenblick gerade mal den hartnäckigen Kloß in meinem Hals runter zu schlucken. Im Normalfall wäre ich wohl nicht hier, oder hätte zumindest auf Anna gewartet, aber das ich es nicht tat sprach schon wieder gegen mich. Neugierde konnte einen wohl wirklich in Schwierigkeiten bringen. Das die Wache draußen eine ramponierte Nase vorwies, hatte ich mitbekommen. Allerdings konnte ich nicht wissen das sie gebrochen war. Ich war kein Arzt. Roman ging in seiner Zelle auf Abstand zu der angekommenen Frau. Sollte einen nicht wirklich verwundern. Sie war das absolute Gegenteil von Rick. Annas Worte und ihr Befehl drang zwar auch genau so in mein Ohr, aber es durchbrach meine Starre nicht so schnell wie es sein sollte. Anna war rigoros und im Normalfäll wäre ich dem sofort nachgekommen, aber ich konnte einfach nicht. Es dauerte noch gefühlt eine halbe Ewigkeit bis sich mein Mund wieder schloss und sich die ersten Muskeln regten. Fast so als würden sie aus einem Koma wieder erwachen. "Du... wie... du warst... tot." Ich ging wenige Schritte zur Mitte hin. Zwar nicht das was Anna gewollt hatte, aber so kam auch sie durch. "Ich habs gesehen." Ich schaffte es meinen Blick von Roman abzuwenden und zu Anna zu sehen. Wenn auch nur kurz, bevor ich mein Blick sofort wieder zu dem Kerl in der Zelle wanderte. Ich wusste immer noch nicht was ich davon halten sollte. Es war ein äußerst lebhafter Traum gewesen. Entweder das, oder ich war auch tot und das hier war eine bizarre Art vom Leben danach.
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Carlchen. Ihr Blick fuhr scharf in ihrem Augenwinkel kurz zu dem Fremden. Jemand in diesem Raum schien die Situation wohl nicht ganz ernst zu nehmen oder sich zu sicher fühlen, das er hier schnell wieder rauskommen würden. Offensichtlich kannten sich die Beiden. Und Carl bestätigte dies auch mit seiner Reaktion. Was die Beiden allerdings wirklich verband wusste sie natürlich nicht. Im Moment konnte es alles sein. Doch die Dunkelhaarige ging im Moment eher von etwas Schlechtem aus. Gerade weil es noch nicht sehr lange her gewesen war als Carl in der selben Situation gewesen war, wie der Fremde der auf den Namen Roman hörte. Sie war damals davon ausgegangen, das er ebenso den Wicked begegnet war. Ob dieser Roman einer von ihnen war? Schwer zu sagen. Diese Parasiten hatten nicht unbedingt ein auffälliges Erkennungsmerkmal, der sie alle verband. Es konnte jeder sein. Das Carl sich dennoch gegen ihre Worte entschied ließ sie die Luft angestrengt einatmen. Wie eine unnütze Schachfigur stand sie schließlich an der Seite und hörte dem zu was Carl von sich gab. Sie kannten sich, daran bestand kein Zweifel mehr. Und das Carl so blass gewesen war erklärte sich auch direkt. Offensichtlich sollte Roman wohl schon längst unter der Erde liegen und gar nicht hier sein. Ein Geist war er jedenfalls nicht außer Carl und Anna sahen nun zusammen Geister. Vielleicht war es mehr der Schock aber in ihren Augen machte der junge Grimes den Anschein als würde er das ganze eher mit gemischten Gefühlen nehmen. Vielleicht war da noch mehr vorgefallen als sie eigentlich wusste. Und das war auch der Moment in dem die Dunkelhaarige eingriff. Carl war ihrer Meinung nach schon zu nah an den Gitterstäben als sie sein Handgelenk fest griff und ihn wieder zurückzog. Nicht um irgendeine Autorität zu beweisen sondern auch um ihn zu schützen. Die Wache dort oben hatte sich ganz einfach die Nase von ihm brechen lassen ,wer sagte das der Rest ihren Job gut gemacht hatte und Roman wirklich nach allen Waffen durchsucht hatte. Wie schnell glitt ein Messer zwischen die Gitterstäbe direkt in die Brust oder Ähnliches. Sie wusste immerhin nicht was zwischen den Beiden vorgefallen war. Und wie oft hatten sich totgeglaubte Menschen verändert. Im selben Moment gaben sie das Leben für dich und im Nächsten nahmen sie dir deines. Womit sich die wohl die meist gestellte Frage stellte. Wenn Roman offensichtlich nicht tot gewesen war, wieso tauchte er erst jetzt auf? Und das löste allein schon einen schrillen Alarm in ihrem Kopf auf. Sie hatte Carl noch nicht losgelassen. „Nicht.“ sprach sie nur. „Was auch immer er dir bedeutet hat, sei gefälligst nicht leichtsinnig.“ Carl gehörte zu ihren Leuten ob ihm das gerade passte oder nicht. Sie hatte Rick kein Versprechen zwecks Carl gegeben. „Du hältst den Mund.“ deutete sie zu Roman. „Und du sagst mir ob ich ihn leben lassen soll oder nicht.“ ließ sie den jungen Grimes dann endlich los. „Und sollte er am leben bleiben. Dann erwarte ich eine Erklärung. Sofort.“
@Roman Travis @Carl Grimes

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Es war sehr lange her das er Carl gesehen hatte. Sein anfänglicher Hass war vergessen und ein klein wenig war Roman selbst überrascht das er die ganze Sache so absolut ruhig hinnahm wie sie gerade war. Was sollte er auch großartig machen, er konnte wohl schwer durch die Gitter Carl in die Arme nehmen und übermäßige Emotionen halfen ihm hier gerade auch nicht weiter. Der Typ um in Tränen auszubrechen und zu jammern das er so lange gebraucht hatte bis er hier wieder auftauchte war er nun auch nicht, so gut sollte Carl ihn noch kennen. Dieser stand jedoch noch immer da wie ein Lehmgolem und wusste nicht so wirklich ob er seinen Augen trauen sollte. "Ja und Nein. Ich sollte tot sein wenns nach deiner Cass ging, darüber reden wir noch, ich hoff die Bitch hats erwischt." gab er doch etwas angepisst von sich. Er gab keineswegs mehr Carl die Schuld an dem was vorgefallen war, schließlich sah er genau so ramponiert aus wie er und wäre wahrscheinlich gestorben wenn er versucht hätte ihn zu holen. Cassandra hingegen hätte wenigstens sowas wie ein Deckungsfeuer organisieren können, aber er hatte schon längere Zeit das Gefühl das sie ihn nicht unbedingt mochte. Als Carl näher kam ging auch er aufs Gitter zu und versuchte nach seiner Hand zu greifen, dies wurde jedoch von der noch unbekannten Frau unterbunden. Als sie Carls Handgelenk packte zog auch er seine Hand automatisch wieder zurück und ging auf seinen vorherigen Sicherheitsabstand zurück. Worte waren hier vergebens und es war irgendwie auch nachvollziehbar das ihm hier in dieser Situation nicht vertraut wurde. "Kann irgendjemand mal Rick holen, der würde die Situation wahrscheinlich erklären kö...." wieder kam er nicht dazu auszusprechen sondern bekam den Mund verboten von der Frau. Roman verdrehte kurz die Augen und setzte sich dann auf die Pritsche die in seinem Gefängnis war. Er fuhr sich durch die Haare und beobachtete Carl und die Frau vor der Zelle. Es hing also alles an Carl, ob er nun wirklich sterben würde oder nicht. Nun Roman hatte keine Angst vor dem was er sagen würde, ganz im Gegenteil. Wenn er ihn heute zum Tod verdammen würde wusste er wenigstens woran er war und irgendwie würde er auch aus dieser Festung abhauen können. Jedoch schätzte er Carl nicht so ein das er seinen ehemaligen Geliebten hier und heute zum Tode verurteilen würde. Also saß er da blickte abwechselnd die Frau und Carl an und wartete auf sein Urteil.
@Carl Grimes @Anna Avery
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Ich fühlte mich wie im falschen Film. Zu behaupten ich würde keine Hilfe mehr brauen wäre gelogen, aber ich war auch nicht mehr der kleine Junge. Dennoch war ich offensichtlich nicht ganz in der Lage die Situation richtig zu verstehen. Noch nicht. Die Antwort von @Roman Travis war typisch für ihn. Leicht angefressen, aber überzeugt von sich. "Cass ist nicht hier." Gab ich nur etwas schwammig zurück. Und sie hatte es geschafft mich ganz allein da raus zu holen. Vermutlich hätte sie auch Kopf und Kragen riskiert um Roman zu retten. Doch für uns beide wirte er tot. Das war offenbar ein Fehler. Wenn nicht sogar der schlimmste meines Lebens. Niemals hätte ich mich von ihr wegbringen lassen, wenn ich auch nur geahnt hätte das er noch lebte. Für Roman sah das anscheinend ganz anders aus. Für ihn hatte sie nur mich gerettet und ihn zurück gelassen. Allerdings würde ich beschwören das es nicht ihr Fehler gewesen war. Mein Blick glitt erneut zu @Anna Avery als sie nach meinem Handgelenk griff um mich ein wenig mehr von der Zelle zu entfernen. Selbstredend vertraute sie Roman nicht. Sie kannte ihn nicht und war ihn äußerst schwierige Fußstapfen getreten. In der momentanen Lage war es wohl eine automatische Reaktion allem gegenüber erst einmal misstrauisch zu sein. Das hätte ich vielleicht auch so handhaben sollen. Aber ich konnte nicht. Nicht bei Roman. Wieder versuchte Roman für sich zu sprechen und Anna unterbrach ihn barsch. "Rick ist nicht hier." Irgendwie war fast niemand hier der für Roman sprechen würde. Vermutlich konnte sich @Maggie Rhee noch an ihn erinnern, immerhin hatte ich unnötig viele Stunden bei ihr verbracht um mit ihr zu reden. So bescheuert es sich auch anhörte. Erneut wandte sich mein Blick von dem Mann in der Zelle zu der Anführerin des Cottage. "Wie bitte?" Ich zog meine übrig gebliebene Braue hoch. Ich hätte wohl nicht erwartet das sie so hart ins Gericht gehen würde, was mir vor Augen hielt das es sich doch nicht um einen Traum handeln konnte. In keinem einzelnen Traum von mir war es auch nur ansatzweise so weit gekommen. Das hatte mich irgendwie doch kalt erwischt. Das verschlug mir fast schon wieder den Atem. Seit ich wieder zurück gekommen war hatte ich mich nicht mehr so hilflos gefühlt. Und es brachte auch nichts sich vorzumachen so etwas nie wieder an sich ran zu lassen. Zumindest brachte mir das nichts. Anna hielt mich zwar am Handgelenk fest, aber das hielt mich nicht davon ab mich automatisch vor die Gitter zu stellen. Schützend, damit sie keinen direkten Blick mehr auf Roman hatte. "Er darf nicht sterben. Vorher muss man erst an mir vorbei." Was nicht für jeden unbedingt schwer war, zugegeben. Aber auch ich hatte einiges dazugelernt. Ich brauchte einen Moment um so viel Luft in meine Lungen zu bekommen, das ich kein Gefühl von ersticken mehr hatte. "Ich bürge für ihn. Roman hat hier lange gelebt." Ich zog keine Waffe und hatte auch keine dabei. Gegen Anna war das sicherlich auch unwichtig. sie war definitiv sehr viel stärker als ich. "Erinnerst du dich an den Tag an dem du hier angekommen bist? Am selben Tag wo ich zurückgekommen bin und Jason schon dachte ich sei tot?" Natürlich hatte ich das selbst nicht mitbekommen, aber so etwas sprach sich schnell rum. Mir wurde erzählt das sie die Kolonie bestehlen wollte und dabei erwischt wurde. Vielleicht war es auch das was mich davon abhielt zuerst zu glauben das sie die Führung inne hatte. Aber Menschen änderten sich. "Ich dachte er wäre tot. Cass dachte er wäre tot." Das Cass nicht hier war, war natürlich blöd. Sie hätte das alles bestätigen können. Ob sie sich gemocht hätten oder nicht. "Er gehört zu mir. Er kommt mit mir!" Ich konnte mich nicht daran entsinnen mich irgendwann mal gegen Anna ausgesprochen zu haben. Das hier war vermutlich das erste Mal überhaupt. Und ich war ganz froh das Roman nur auf meinen Rücken blicken konnte, so konnte er nicht sehen das mir tatsächlich die Tränen kamen. Wenn auch nur einseitig.
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Richtig Rick war nicht mehr hier gewesen. Und was auch immer zwischen den Beiden vorgefallen war, war vor ihrer Zeit und betraf sie schon längst nicht mehr. Jedenfalls dachte die Dunkelhaarige das. Tot geglaubte Menschen waren nur selten ein gutes Zeichen, wenn sie so plötzlich wieder vor einem standen. Anna erging es da auch nicht anders. Das Vertrauen zwischen Zachary und Ihr war auch nicht von Tag eins wieder hergestellt. Jedenfalls schien Carl nicht sehr erfreut über ihren Eingriff zu sein. Ob er überhaupt verstanden hatte, was sie mit ihm bezwecken wollte. Wohl kaum. Denn er hatte etwas in seinem Blick, was ihr direkt deutete das er blind war. Die junge Frau ging nicht direkt von Liebe aus. Man konnte wegen vielen Sachen bei einer Person blind sein. Aber Roman musste Carl zu mindestens sehr wichtig sein, das er sich gegen sie stellte und sie hinsichtlich warnte das er seinen Tod nicht zulassen würde. Zusammen damit das er sogar für ihn bürgen würde. Anna blickte an Carl vorbei zu Roman, der ihrem Befehl nachgekommen war und seit dem nichts mehr gesagt hatte. Sie versuchte irgendeinen Kompromiss in sich zu finden. Dem jungen Grimes zu vertrauen war einfach gewesen aber würde sie wirklich diesen Schritt gehen können und das Risiko Roman zu vertrauen. Selbst mit den unterstützenden Worten von Carl. Wäre Roman früher aufgetaucht, wäre sie vermutlich diesen Schritt gegangen aber jetzt... . Jetzt wo so viel passiert war. Es noch schwerer war zu vertrauen. Für einen kurzen Moment schien dieser stählender Blick zu brechen. Ganz kurz aber man konnte es sehen. „Carl...“ sprach sie nur leise. „Ich kann nicht.“ Und für einen Moment wirkte die Luft für die Dunkelhaarige zu stickig um sie richtig einatmen zu können. Es gab viele Möglichkeiten wie das jetzt enden würde. Ob Carl ihr jetzt versuchen würde den Schlüssel mit Gewalt abzunehmen. Ob er ihr jegliche Beleidigung an den Kopf war, welche ihm einfiel. Oder ob er doch eine Waffe zog? Anna wusste ja nicht das er keine bei sich trug. Aber das Letzte was sie tatsächlich wollte war ein Blutbad zwischen Carl und Ihr selbst. Doch der junge Mann vor ihr nutzte etwas ganz anderes, was deutlich schärfer war als eine Klinge oder tödlicher war als eine Kugel. Anna erinnerte sich nicht gerne an Fehler, noch schwerer gestand sie sich diese ungern ein. Zwischen der Dunkelhaarigen von damals und jetzt lagen noch einmal Welten. Ja es stimmte, was Carl sagte. Und hätte ihr Bruder damals nicht für sie gebürgt, hätte man sie entweder aus der Kolonie selbst geworfen oder getötet. Für manche ist sie bis heute noch einfach nur eine Diebin. Dafür hatte sie aber auch einen hohen Preis gezahlt. Die Leute, die damals bei ihr waren – sie waren nicht freiwillig gegangen oder verschwunden. Anna ist sie los geworden – was hätte sie sonst tun sollen, wenn sie damit drohten zurückzukommen mit mehr Leuten. Familie stand immer über alles. Sie würde alles tun damit Jason sicher war. Es lag ihr bereits auf dem Lippen zu sagen es sei doch etwas anderes damals gewesen als jetzt. Aber es war genau das Gleiche. Nur das Roman nicht versucht hatte die Kolonie auszurauben, sondern eben eine Wache geschlagen hatte. Anna schwieg ehe ihr Blick die ganze Zeit wieder auf Roman fixiert war. „Willst du das wirklich?“ fragte sie Carl schließlich wieder. Ihre Hand fuhr in ihre Hosentasche und holte den Schlüssel hervor. Mit langsamen Schritten ging sie auf Roman's Zelle zu. „Geh zurück.“ wies sie ihn an und ließ keine Diskussion zu. Sie würde nicht aufsperren, wenn er es nicht tat. Dann nickte sie zu Carl, das er herkommen sollte. „Ich weiß wie es ist, auch wenn du mir das nicht glauben wirst.“ Sie drehte den Schlüssel. „Und ich weiß du wirst mich hassen dafür aber es vielleicht auch irgendwo verstehen. Jedenfalls halte ich dich für so klug.“ Ihre Hand fuhr zu den Gitterstäben. „Aber Menschen kommen nicht einfach unverändert von den Toten zurück. Ich will das du dir das erst klar wirst bevor du so leichtsinnig für irgendwen dein Leben bürgst.“ Anna zog an den Gitterstäben die Tür auf und schubste den jungen Grimes mit einem kräftigen Schubs zu Roman in die Zelle ehe sie diese direkt wieder verschloss. „Es tut mir Leid.“ tat es ihr wirklich. „Wir dürfen keine Risiken eingehen. Der Schlüssel verschwand wieder in ihrer Hosentasche. „Sprecht euch aus. Prügelt euch. Es ist mir egal. Wenn du morgen früh immer noch für ihn bürgen willst – lasse ich euch beide raus.“
@Roman Travis @Carl Grimes

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zuletzt bearbeitet 02.06.2024 16:04 |
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Roman wusste gerade nicht wirklich wie er in irgendeiner Weise die Situation leichter erklären könnte. Sein gegenüber, die Frau, schien auch nicht dermaßen interessiert daran zu sein irgendwas aus seinem Mund zu hören. Wenn er von den derzeitigen Konflikten die zwischen dem Cottage und den Wickeds herrschten Bescheid wüsste, hätte er ihr Misstrauen nur umso mehr verstanden, aber so kam er sich gerade vor wie in einer völlig anderen Welt. Er saß weiterhin auf seiner Pritsche und lehnte sich nach hinten an die Wand während er den beiden vor der Tür weiter zuhörte. Carl schien sich doch für ihn einzusetzen, also war diese eine Sorge wohl unberechtigt. Er würde ihn nicht in den sicheren Tod schicken. Ganz im Gegenteil er erfuhr sogar einiges über die Vergangenheit der Frau die sich immer mehr als der Boss rauskristalliserte. Zwar hatte ihm das niemand bestätigt aber nachdem Rick laut Carl nicht mehr hier war, schien es wohl so als hätte diese Frau die Kolonie übernommen. Auch Cass war nicht mehr da, er würde sie wohl niemals damit konfrontieren können ob es damals Absicht war das sie ihn zurückließ. Somit ließ auch dieses letzte bisschen Hass in ihm nach. Es war wohl unberechtigt, so lange einen Groll zu hegen für etwas das doch anscheinend niemand wirklich beeinflussen konnte. Das Carl sich dann so offen vor die Zelle stellte und Wort für ihn ergriff, ließ ihn von der Pritsche aufstehen und näher an die Gitter herantreten. Er sagte kein Wort, sondern ließ Carl sprechen. Auch er schien ein ähnliches Erlebnis gehabt zu haben wie er, er war wohl auch dem Tode sehr nahe gekommen. Ein unkontrolliertes Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit als Carl sagte er gehöre zu ihm. Er hatte ihn tatsächlich nach all der Zeit nicht vergessen, ebenso wenig wie Roman ihn vergessen hatte. Als die Frau dann wieder das Wort ergriff blieb sein Blick an ihr hängen. Sie schien wohl sehr mit ihrer Paranoia zu kämpfen. Auch wenn Roman jetzt etwas gesagt hätte wäre es wohl vom Wind davongetragen worden, er war hier nur der Zuschauer, nicht der Regisseur der Show. Auf der einen Seite verstand er das ganze Gehabe nicht. Es hatte sich in seiner Abwesenheit wohl sehr viel geändert. Auf der anderen Seite konnte er nachvollziehen was sie zu Carl sagte. Wenn man einfach irgendjemandem vertraute landete man in dieser Welt schneller im Grab als einem Lieb war. Aber Carl schien immer noch zu wissen woran er war. Und sie hatte auch damit recht das niemand wohl unverändert von den Toten zurückkehrte. Auch Roman tat das nicht, jedoch hatte er die negative Seite seiner Auferstehung bereits begraben, was nun von ihm übrig geblieben war, war ein junger, trainierter Kämpfer der einfach nur nach Hause kommen wollte. Er ging schließlich ein paar Schritte zurück als die Frau dies von ihm verlangte und beobachtete was weiterhin geschah. Der Schlüssel ging ins Schloss und es klickte. Roman war sich sicher hier endlich rauszukommen, doch dann geschah etwas unerwartetes. Sie stieß Carl zu ihm in die Zelle und verschloss diese wieder. Carl stand nun direkt vor ihm ohne Gitter das sie auseinanderhalten konnte. Es schien wohl eine Prüfung für Carl zu sein, eine des Vertrauens, aber Roman war ihm keineswegs mehr feindseelig gesinnt, das war vorbei. Ganz im Gegenteil. Obwohl er vorher sehr ruhig gewesen war und es beinahe so wirkte als sei er nur eben ein paar Stunden weg gewesen und nicht Jahre, konnte er sich auch nicht mehr halten als sein Freund so nahe vor ihm stand. "Verdammte Scheiße, Kleiner." er umarmte ihn direkt so fest er konnte und küsste ihn als hätte er nur für diesen einen Moment gelebt. Er musste selbst mit sich kämpfen nicht auch eine Träne zu verlieren. "Sieh dich an, siehst Scheiße aus." witzelte er als er sich von seinen Lippen löste und wuschelte ihm durch die Haare. "Was hast du mit deinen Haaren gemacht? Und wie wärs mal mit rasieren? Ach was scheiß drauf. Mann bin ich froh dich wiederzuhaben." sofort umarmte er ihn wieder. "Du musst mir alles erzählen was hier so passiert ist während ich weg war." Irgendwie hatte er durch seinen Gefühlsausbruch nicht mitbekommen ob die Frau noch vor der Tür stand und alles mitbekommen hatte oder nicht, aber selbst wenn war ihm das ziemlich egal, es war nur wichtig das er Carl wieder hatte.
@Carl Grimes @Anna Avery
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zuletzt bearbeitet 02.06.2024 21:47 |
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Die Schockstarre schien sich aufgelöst zu haben. Das hieß nicht das meine Eingeweide sich nicht erstmal wieder setzten mussten, aber meine Stimme war zumindest wieder da. @Anna Avery konnte noch so sachlich und logisch bleiben, es war ihr gutes Recht, aber für mich galt das nicht. Nicht mehr. Vielleicht auch nur was @Roman Travis betraf. Das sie sofort nachgeben würde hatte ich nicht erwartet. Sicher nicht. Und das konnte ich wirklich nachvollziehen. In der letzten Zeit war sehr viel passiert und sie hatte nach wie vor einen schweren Job. Nur war ich gerade kein Stück daran zu glauben das Roman ein Spion sein könnte, oder sogar ein Verräter. Bei strahlender Sonne war auch kein Mond zu sehen. So einfach war das gerade für mich. Das ich vor geraumer Zeit selbst länger weg war um genau diesen Tod zu rächen war dabei ein klein wenig paradox. Das ich aber nicht schon wieder halb tot zurück kam, sprach für mich. Zumindest fand ich das. In seiner Zelle konnte Roman jedenfalls nicht viel ausrichten. Das sollte Anna doch entgegen kommen. Und ich hätte wohl selber nicht gedacht das sich mein Kopf so schnell um 180 Grad drehen würde. Mir war klar das ich sie damit nicht berühren oder sogar weich kochen konnte. Aber das war auch nicht mein sofortiges Ziel. Wichtiger war das heute keiner sterben würde. Es war auch nicht unbedingt meine Art mich gegen Anna zu stellen. Bisher hatte ich aber wohl auch einfach keinen Grund dazu gehabt. Aber wie erwartet blieb sie rein äußerlich sehr streng. Ihr Blick ließ nicht viele Interpretationen übrig. Es war uns beiden ernst und ich würde keinesfalls zulassen das auch nur ein Moskito ungesehen an mir vorbei kam. Da Roman kein Wort sagte, hatte er wohl akzeptiert was auf ihn zukam. Und ich konnte nicht energischer sein als Anna fragte ob ich das wirklich wollte. "Unter allen Umständen." Für mich war Roman kein Fremder, auch wenn wir uns Jahre nicht gesehen hatten. Er gehörte zu meiner Familie, genau wie alle anderen. Und Anna wusste wohl sehr genau das ich für jeden meinen Kopf herhalten würde. Und ich blieb eisern stehen, obgleich mein Herz seinen gewohnten Takt erst einmal wiederfinden musste. Sie kam zur Zelle und ich dachte selbst schon das sie die Tür aufschließen würde. Egal ob sie vorher etwas anderes gesagt hatte. Leichtgläubig wie ich war ließ ich sie natürlich die Zelle öffnen. Ich hob den Blick bei ihren Wort und wollte schon nicken, ich war mir selten so sicher gewesen, aber statt Roman gehen zu lassen landete ich bei ihm in der Zelle. Darum machte ich mir weniger Sorgen. Obwohl ich offensichtlich erstaunt darüber war. Anna entschuldigte sich auch direkt dafür und für mich klang es wie eine kleine Rechtfertigung dessen. Trotzdem war ich ihr nicht böse. Kein Stück. "Meine Meinung wird sich nicht ändern." Gab ich ihr zurück und ich wusste jetzt schon das es so sein würde. Es machte für mich keinen Unterschied ob ich mit ihm draußen war, oder hier drin eingesperrt. Solang er da war, war mir alles recht. Und Romans Stimme nahm mich gleich vom ersten Wort ein. Als hätten die Gitterstäbe zuvor sämtliche Gefühle im Zaum gehalten, war diese Barriere nun dahin. Ich sah ihn kurz dabei an und dann fiel er mir schon um den Hals. Dabei konnte ich bloß instinktiv reagieren, für viel mehr war gar keine Zeit. Denn schon spürte ich seine Lippen und es fühlte sich an als wäre er niemals weg gewesen. Dabei hatten sich sofort meine Arme fest um ihn geschlungen. Und da war es auch wieder, dieses undefinierte Kribbeln im Bauch das ich immer in seiner Nähe verspürte. Bevor ihm noch mehr Fragen kamen erlaubte ich mir noch einen Kuss zu verlangen und vielleicht auch einen dritten. Beim Vierten stellte sich ein Grinsen mit ein. "Halt die Klappe." Scherzte ich leise. Wer konnte schon so viele Fragen auf einmal beantworten. Ich hielt ihn dabei weiter fest, ganz so als wollte ich sichergehen das er nicht doch ein Geist war der sich gleich wieder in Luft auflöste. "Ich seh scheiße aus? Hast du mal in einen Spiegel geguckt?" Von uns beiden sah er eindeutig mitgenommener aus. Und ich musste schwer atmen um das alles irgendwie gerade verarbeiten zu können. "Was ist passiert?" Fragte ich schließlich viel zu leise, konnte aber kein Stück von ihm ablassen.
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Wenn Carl sich am nächsten Morgen immer noch so sicher war und seine Meinung nicht änderte war sie bereit die Beiden herauszulassen und Roman zu mindestens eine Chance zu geben. Auch wenn sie dem Fremden nicht einfach so blind ihr Vertrauen schenken würde aber sie vertraute Carl. Und wenn er für ihn bürgen wollte, dann würde er bürgen. Ein Ausrutscher. Und Carl würde mit drinnen hängen – sie schätzte ihn so ein das ihm das vollkommen bewusst war und Anna auch in der Hinsicht keine Ausnahme machen wird. Kaum hatte sie die Zelltür verschlossen fielen sich beide gegenseitig in die Arme. Glücklich sich zu sehen, vergaßen sie wohl wirklich alles um sich herum, auch die Dunkelhaarige – als sie sich küssten. Anna blinzelte nur ein paar Mal schnell hintereinander. Das sie überrascht war konnte man ihr ansehen. Sie hätte nicht gedacht – nun gut. Es spielte wohl auch nicht wirklich eine Rolle was sie wohl in diesem Moment dachte. Aber zwischen den beiden scheint wohl mehr zu herrschen und auch vorgefallen zu sein als sie anfangs dachte. Na ja es war jedenfalls auch ein Weg sich 'auszusprechen'. Anna bevorzugte zwar die Kombie mit Streitereien. Aber jedem das Seine oder? Bei dem Gedanken zuckten ihre Mundwinkel kurz amüsiert nach oben. Sie räusperte schließlich nur und drehte sich um, um zu gehen. Sie wollte gewiss nicht abwarten, wie das Ganze hier weitergeht. Zu dem sie selbst noch andere Prioritäten hatte. Während Carl also genügend Zeit haben würde sich zu überzeugen und sich mit Roman auszusprechen, würde Anna dem nachgehen ob Roman wirklich so allein war, wie er gesagt hatte. Wer wusste schon ob da draußen doch nicht noch jemand lauerte. Oder mehrere …
@Carl Grimes @Roman Travis // Ich hab mich jetzt bewusst etwas kurz gehalten. Ihr könnt mich da auch gerne jetzt ein paar Runden überspringen. Ich denke die beiden haben sicherlich bisschen was zu bereden :P

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Er verstand das Handeln der Frau durchaus, jedoch was sie sich davon erwartete, war wohl etwas anderes als letztendlich rauskam. Ganz im Gegenteil Roman würde Carl kein Haar krümmen, nicht mal einen Gedanken daran verlieren. Das die Frau noch immer vor dem Zellengitter stand berührte ihn momentan doch recht wenig, gerade lag nur Carl in seinem Fokus. Auch seine Reaktion schien nicht feindselig zu sein, ganz im Gegenteil, er erwiderte sofort den Kuss und darauf folgten noch einige weitere. Bei seinem Halt die Klappe, musste Roman doch kurz schmunzeln. Klar das Roman viele Fragen stellte, er war viel zu lange weg gewesen, hatte komplett den Überblick verloren was in seiner Heimat passiert war die ganzen Jahre. "Weiß nicht was du hast, ich seh doch noch besser aus als damals" meinte er dann schnippisch und lächelte dabei. Auch Roman ließ sein gegenüber nicht los, rutschte dann jedoch mit dem Kopf ein wenig zurück um ihm seine Frage zu beantworten. Dabei sah er das die Frau noch immer vor der Zelle stand und alles mitbekam. Kurz zog er eine Braue hoch als er ihre Reaktion sah, die wesentlich überraschter war als er es sich vorstellen konnte. Sein Blick blieb kurz an ihr haften bevor er wieder Carl ansah. "Du hast keinem was erzählt, anscheinend. Wird das ein Problem werden?" fragte er ihn neugierig. Roman konnte sich erinnern das damals nicht alle damit einverstanden waren was zwischen den beiden lief, weshalb sie auch beschlossen hatten das alles geheim zu halten. Jedoch hatte Roman über die Zeit jegliche Skrupel verloren und es war ihm mehr als nur egal was jemand davon halten würde. Genau aus diesem Grund hatte die Torwache auch eine gebrochene Nase. Doch Carl hatte noch eine Frage die es zu beantworten galt. "Der Bastard damals hat mich nicht wirklich schlimm erwischt, aber der Stein auf den ich gefallen bin hat mich einfach mal ausgeknippst. Als ich aufgewacht bin war ich alleine, du warst nicht da, Cass war nicht da." er holte tief Luft und seufzte dann kurz. "Ich hab euch beide ziemlich gehasst eine Zeit lang, nachdem ihr mich einfach so liegen gelassen habt. Auf jeden Fall hab ich mich eine Weile alleine durchgeschlagen bis ich auf eine Gruppe von Nomaden traf die mich aufgenommen haben und ausgebildet. Wenn die Kerle hier mir mein Gewehr zurückgeben kann ich dir gerne mal zeigen was das alles für Zeug war." Er ließ dann von ihm ab und setzte sich auf die Zellenpritsche, dabei sah er kurz nachdenklich auf den Boden und dann wieder zu Carl. "Hab den Boss der Gruppe aus nem Lager Plünderer gerettet und einige Narben kassiert. Ab da war ich sein Stellvertreter, aber...." Roman war nicht der sensible Kerl aber sich nochmal Gedanken darüber zu machen wieso er gegangen war bearbeitete ihn doch etwas. "Ich wollte dich einfach wiedersehen und all die anderen, ich gehörte dort trotz allem nicht hin. Scheiße und jetzt komm ich mir vor als hätten hier alle vergessen das es mich überhaupt gab. Wie diese Kriegsveteranen die nach Hause kommen und komplett fehl am Platz sind." Kurz blieb er still bevor er wieder anfing was zu sagen. "Es sind alle weg hab ich recht? Rick, Michonne, Cass und die sympathische Mom da draußen ist die neue Chefin oder?"
@Carl Grimes @Anna Avery
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Für den Moment hatte ich tatsächlich vergessen das @Anna Avery noch da war. Obwohl es nichts geändert hätte. Ich konnte sie verstehen und ebenso das sie wesentlich strenger war als Rick. Aber vielleicht war das auch nötig. Eine Entschuldigung musste wohl noch warten, denn jetzt forderte @Roman Travis meine ganze Aufmerksamkeit und dieses Mal hatte ich kein schlechtes Gewissen. Es war seltsam. Es fühlte sich einerseits an als wäre er nie weg gewesen und dann aber doch wieder als wäre es in einem ganz anderen Leben gewesen. Ich gluckste leicht als er vom Aussehen sprach. "Achja? Na im Moment könntest du auch ein Beißer sein. Deine Klamotten sehen grauenvoll aus." Aber das passierte irgendwann zwangsweise da draußen. Zimperlich durfte man definitiv nicht mehr sein. Dabei ließ ich ihn trotzdem keinen Moment aus den Augen, selbst meine Hand hielt ihn fest. Ganz automatisch, fast so als könnte Roman sonst wieder verschwinden. Als Anna sich räusperte wurde mir erst wieder richtig bewusst das sie noch da war und schmunzelte leicht. Sie räusperte sich lediglich und schon war sie weg. Das sie uns nicht doch einfach gehen ließ war schon klar. Und ich wusste nicht was sie hier erwartete, aber so viel Beherrschung hatte ich hoffentlich noch. Ich gluckste leicht als sie verschwunden war und Roman gleich das Wort erhob. "Es ist nicht so das es ein Geheimnis war." Sicher, wir hatten das alles erstmal bedeckt halten wollen, aus guten Gründen, aber nach dieser Sache hatte ich durchaus andere Probleme. Obwohl es mir egal war das nicht jeder damit einverstanden wäre. Heute interessierte mich das noch weniger. "Ich denke nicht das es ein Problem mit Anna geben wird." Sie war als Anführer zwar streng, aber fair. Und es hatte sie bisher nicht sonderlich interessiert wer mit wem anbandelte, wieso sollte sie hier also eine Ausnahme machen? Sie hatte ganz andere Probleme zu bewältigen. Ich musste selbst durchatmen als Roman mir erzählte was damals passiert war. Und prompt war mein schlechtes Gewissen wieder da. Ich hätte mir mehr vergewissern müssen, egal ob alle Fakten dagegen sprachen. Aber auch wir waren nur um Haaresbreite entkommen. Das erklärte jedenfalls warum wir ihn auf dem Rückweg nicht mehr finden konnten. Cass hatte alle Mühe mich wieder nach Hause zu bringen. Sie hatte ziemlich viel Ärger dafür auf sich genommen und es puschte mein schlechtes Gewissen noch weiter an. Ich bis mir auf die Unterlippe und drehte mich automatisch mit Roman, als er zur Pritsche ging um sich zu setzten. Natürlich tat es erstmal weh zu hören das er mich hasste. Allerdings konnte ich es ihm kaum übel nehmen. Für ihn mochte es so ausgesehen haben als hätten wir ihn einfach so zurückgelassen. Anders hätte ich da sicher auch nicht reagiert. Immerhin schien er es danach besser zu haben. Es dauerte einen Moment bis ich mich wieder regen konnte und das erstmal sacken ließ. Dann setzte ich mich neben ihn und blickte zu ihm rüber. "Kommt so etwa hin." Gab ich mit leicht kratziger Stimme von mir. "Ich hab keine Ahnung was genau passiert ist und wie es dazu kam. Ich kam zurück und es war einfach so." Ich lehnte meine Schulter an Romans. "Ich war etwas länger weg." Was stimmte. Irgendwann hatte ich kein Zeitgefühl mehr und das wars dann gewesen. "Hab den Kerl verfolgt. Ich dachte er hätte dich umgebracht und dafür hab ich ihn getötet. Seine Begleiter gleich dazu." Ok, es hatte mehrere Monate in Anspruch genommen. Dafür war es zumindest für mich ein Erfolgt und eine ziemliche Genugtuung. Selbst wenn ich sie nur aus der Ferne getötet hatte. In einem direkten Zweikampf hätte ich nur wenig Chancen, das war mir klar, also lebte ich mit dem Gedanken und schaffte es ganz gut. Hauptsache sie waren tot.
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Irgendwie hatte er auch gelernt wie egal ihm eigentlich sein konnte was die Leute von der Beziehung die er mit Carl hatte hielten. In den Jahren in denen er weg war hatte er gelernt das es nur darauf ankam was man selbst davon hielt, alles andere war egal. Als Carl dann sein Aussehen ansprach musste er doch kurz schmunzeln. "Ich war zwei Wochen unterwegs und hatte keine Zeit mich für dich rauszuputzen, tut mir ja echt leid." meinte er sarkastisch und grinste dabei. Anna war mittlerweile gegangen und Roman wusste nicht wirklich was er im ersten Moment von ihr halten sollte. Sie hatte eine große Verantwortung den Ganzen Laden hier am laufen zu halten und nachdem er Ricks Ziehsohn war wusste er auch wie viel Arbeit das bedeutete. Oft musste man schwere Entscheidungen treffen um das eigene Überleben zu sichern und das der Mitbewohner der Kolonie und die beiden hier einzusperren war wohl eine dieser Entscheidungen. Sie konnte ihm nicht vertrauen im Gegensatz zu Carl. Wenn Roman sich zurückerinnerte war es tatsächlich so das die Beziehung der beiden zueinander kein Geheimnis war, er konnte sich auch an einen Moment erinnern wo Maggie die beiden erwischt hatte, am Abend in einer dunklen Ecke. Carl gab ihm dann die Antwort die er hören wollte, Anna würde kein Problem damit haben. Er war sich noch nicht mal sicher ob Rick überhaupt von den beiden wusste oder nicht, auch nicht wie er reagieren würde. "Gut, ich hab nämlich keinen Bock hier rauszufliegen" zwinkerte er Carl zu. Mittlerweile saß er auf der Pritsche und hatte ihm seine Geschichte erzählt, was nach der Verwundung geschehen war, wo er überall unterwegs gewesen war und wen er dabei getroffen hatte. Roman merkte die Schuld in Carls Blick als er ihm die Wahrheit erzählte, wie sehr er ihn eine Weile gehasst hatte. Er konnte das nicht einfach so stehen lassen. Als Carl sich an ihn lehnte legte er einen Arm um ihn und drückte ihn an sich. "Hey ich hab nicht gesagt das ich immer noch sauer auf dich bin. Es ist passiert wie es eben musste und man kann die Uhr nicht zurückdrehen. Außerdem hab ich dadurch viel gelernt, zum Beispiel wie man ner Torwache die Nase bricht." er lachte kurz und wuschelte Carl durch die Haare. Als er dass das letzte Mal tat waren seine Haare noch lang, es fühlte sich also irgendwie anders an, machte aber immer noch gleich viel Spaß. Als Carl erzählte es käme in etwa so hin das alle weg waren, hob Roman kurz die Brauen und seufzte. "Du warst ebenfalls länger weg? Du scheinst dich trotzdem immer noch leichter zurechtgefunden zu haben als ich." Carl erzählte daraufhin das er den Kerl und seine Freunde büßen ließ für etwas das er eigentlich gar nicht getan hatte, denn Roman war noch am Leben. "Na hoffen wir mal das nicht jemand Blutrache für den Bastard nehmen will."
Roman hielt ihm immer noch im Arm und sah sich dabei in der Zelle um. "Gibts hier eigentlich auch was zu Essen oder gibts keinen Zimmerservice" meinte er scherzhaft mit einem Grinsen. Etwas neugierig war Roman schon was Carl die Ganze Zeit über getrieben hat, schließlich war er lange Zeit weg. "Also erzähl mal raus, was hab ich jetzt verpasst? Hat Enid dich mal wieder angebandelt oder wer anders? Gab doch sicher genug die die Gunst der Stunde ausnutzen wollten." er schmunzelte dabei, obwohl er sich beinahe sicher war das da bestimmt etwas war mit wem anders, wieso sollte man auf jemanden warten der garantiert nicht mehr zurückkehrt, so schlimm es auch klang.
@Carl Grimes @Anna Avery
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