WILLKOMMEN!
Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER
Monatsabhängig 5°C bis 26°C
EVENTS
Heaven’s Paradise Plot
INPLAY STATUS
September – November 2024
NEWS!
26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°C
Oktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C
November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C

THE DEAD DON’T DIE
X
#1

chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo] Ende August/Anfang September 2018

22.11.2022 11:11
Vincenzo Lombardo Vincenzo Lombardo (gelöscht)
avatar

Wicked 2018 irgendwann zwischen August und September / Kurz nach Vincenzos Prüfung


Obwohl mittlerweile schon einige Tage ins Land gezogen waren, seit Vincenzo seine Prüfungen hinter sich gebracht hatte und sich noch vor diesen für das Haus Pride ausgesprochen, dessen Prüfung, ein Schachspiel er ohne Probleme bestanden hatte und trotzdem, war ihm das stolze Grinsend absolut nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen. Fast so wie damals, als er die Klasse übersprungen hatte oder Jura studieren durfte oder als er sich einen perfekten Namen als gefürchteten Staatsanwalt gemacht hat. Ja, in seinem Leben gab es genügend Dinge, die seinen Stolz nährten. So auch heute Morgen, als er eine Einladung überreicht bekam.
Heute Abend, bei Sonnenuntergang, sollte er sich nicht nur im Haus Greed einfingen, sondern die Einladung ließ ihn auch wissen, dass er ausgewählt wurde, an einem Exklusiven Schachclub teilzunehmen. Gut, es stand jetzt nicht direkt ausgewählt in dieser, aber das her ja nicht, dass sich Vincenzo dies nicht einbilden konnte, während er den ganzen Tag eigentlich nur damit verbrachte, den perfekten Anzug und die noch perfektere Krawatte für den heutigen Abend auszusuchen. Gott es tat einfach gut, mal wieder einen Kleiderschrank zu öffnen und nichts als Anzüge zu sehen. Beim Durchstreifen dieser Welt und somit der einen oder anderen Hütte, eine andere Bezeichnung konnten diese Häuser in seinen Augen auch nicht haben, hatte er in den Schränken nicht einen gefunden, welcher ihm genügte und trotzdem hatte er sich dazu herablassen müssen, sie zu tragen, wenn er nicht gerade in Lumpen herumlaufen wollte. Und selbst in solchen Zeiten, kam etwas anderes für ihn einfach nicht in Frage.
Gegen Abend und nachdem er sich gefühlt zehnmal unentschieden stand, stand Vincenzo nun vor dem Spiegel und war sich mehr als sicher in den dunkelblauen Anzug, mit der passenden Krawatte, während seine Füße in sauberen und vor allem glänzenden Schuhen steckten. Sicher, nichts kam gegen die Luxusanzüge aus Italien an, aber solange zumindest ein Namen Hafter Designer im Kragen stand, war er voll und ganz befriedigt.
Noch hatte Vincenzo keine wirkliche Ahnung, was da heute auf ihn zukommen würde und als er mit einem letzten prüfenden Blick seine Haare im Spiegel richtete, um schließlich das Haus Pride zu verlassen und in die langsam kühler werdende Abendluft in Richtung Haus Greed lief, hatte sich dieser Zustand auch nicht geändert. Schachclub ja, aber sicherlich würde dieser wohl kaum so einer sein, wie er ihn aus seinen Schulzeiten noch kannte und die er immer gemieden hatte. Konnte er durch seinen Großvater und nach dessen Tod durch seinen Vater, jeden Gegner praktisch im Schlaf schlagen. Sicherlich war dies auch der Grund, weswegen er eingeladen wurde. Vermutlich hatte sich sein in seinen Augen überragendes Schachspiel bei der Prüfung herumgesprochen oder, was ihm noch wahrscheinlicher erschien, Fürst Greed persönlich hatte ihn eingeladen. Wieso auch nicht? Gab es in seinen Augen ja keinen, der ihm auch nur im Geringsten das Wasser reichen konnte.
Wie immer, war auch um die späteren Uhrzeiten reges Treiben bei den Wicked, doch Vincenzo ließ sich von nichts abbringen. Sein Ziel war klar und dieses würde er ohne Umwege erreichen. Da konnte kommen war wollte und so erreichte er schließlich das Haus, wobei er dort dem erst besten, der ihm über den Weg lief, die Einladung unter die Nase hielt und daraufhin den Weg gezeigt bekam und vor einer prunkvollen Tür stehenblieb und dreimal kräftig klopfte. Noch immer gespannt, was ihn erwarten würde...in seinem Inneren jedenfalls. Nach außen, trug er wie immer sein perfektes Pokerface.


@Mikael Yang Wu
//hoffe es passt so. Ansonsten melde dich^^

zuletzt bearbeitet 17.02.2023 02:18 | nach oben springen

#2

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo]

23.11.2022 16:00
Mikael Yang Wu Mikael Yang Wu (gelöscht)
avatar

Vincenzo Lombardo. Ein Unbekannter, ein Neuer und doch ein Mann, dessen Performance Greeds Aufmerksamkeit erregt hatte. Es kam nicht oft vor, dass ihn jemand beeindruckte, schon gar nicht beim Schach und noch seltener bei Weiqi. Zweiteres spielte er bislang ausschließlich mit Enzo. Für Ersteres ließen sich ab und an Kandidaten finden, die ihnen das Wasser reichen konnten.
Vito beispielsweise, war durchaus ein guter Spieler, auch wenn er sonst nicht gerade mit Ambitionen glänzte. Aber das machte nichts. Mikael betrachtete ihn weiterhin als Bruder, ungeachtet dessen, dass nicht das Blut sie verband, sondern ein unausgesprochener Schwur, der durch Enzos Handeln ausgelöst worden war, damals im Gefängnis.
Seither war viel geschehen. Die Apokalypse, die Gründung von Wicked, der Ausbau von Haus Greed. Anfangs hatte er die Plünderungen und Herbeischaffung von Ressourcen organisiert. Die erste Erweiterung hatte es in Form eines Basars gegeben. Darauf folgten das Wettbüro und schließlich ein Kasino. Die Einnahmen wuchsen. Das Haus gedieh. Und auch für die anderen Häuser war gesorgt. Denn umso mehr Ressourcen es zu verteilen gab, desto besser ging es allen. Natürlich befand sich der größte Besitz in seinen Händen. Wie sollte es auch anders sein? Seine Gier nach mehr war unersättlich.
Daher durfte auch die Befriedigung seiner Hobbies nicht zu kurz kommen. Deshalb hatte er zu Beginn des Jahres einen Schachclub ins Leben gerufen, exklusiv für Wickedmitglieder, die sich als besonders begabt erwiesen. Bisher hatte er fast ausschließlich mit Enzo und Vito gespielt, ab und zu mit vereinzelten Mitgliedern aus Haus Stolz. Doch warum sollte er nicht mehr daraus machen? Immer gegen dieselben spielen, wurde auf Dauer schließlich auch langweilig.
Wenn der Schachclub gut lief, wer wusste, ob sich in Zukunft nicht auch daraus ein Geschäft machen ließe, mit den exklusiven Mitgliedern als Champions, gegen die Besucher des Casinos spielen konnten, wenn ihnen die Standard-Glücksspiele zu langweilig wurden. Aber das war Zukunftsmusik und wäre auch nur für Stammgäste möglich. Erstmal brauchte es jedoch geeignete Kandidaten und Vincenzo erschien ihm ein solcher zu sein.
Bei einem Mitglied aus Haus Stolz rechnete er mit perfektem Erscheinungsbild. Ebenso perfekt musste daher auch die Aufmachung des Privatzimmers sein, in dem seine Schachtreffen stattfanden. Die Einrichtung bestand aus den besten Möbeln, die er auftreiben hatte können, aus exquisitem Holz mit edler Maserung. Sessel und Sofas verfügten über Polsterung, die weder zu weich, noch zu hart war, gerade richtig, um es sich darauf bequem zu machen. An den Wänden hingen Gemälde in Goldfassung und ein dunkelroter Wandteppich mit Goldbestickung, die einen Drachen zeigte. Neben den Tischen und Sitzgelegenheiten gab es außerdem eine kleine Tribüne für Tänzerinnen aus Haus Lust und eine kleine Bar, die von Bediensteten aus Haus Gluttony bewirtschaftet wurde. Schließlich sollten Gäste sich nicht um Selbstbedienung kümmern müssen, sondern direkt bedient werden.
Natürlich war alles kleiner gehalten, als im Kasino oder drüben im Restaurant, aber das Flair sollte einem Mix ähneln aus dem Ambiente eines Kasinos für die Oberschicht und einem Luxusrestaurant, das auch Musik und Tanz anbot. Am Eingang stand ein Bediensteter aus Haus Gier, der Gästen, die anklopften, sofort die Tür öffnete und sie gebührend begrüßte.
Greed selbst begutachtete das professionelle Treiben von seinem Sofa aus. Er trug zu dem Anlass seinen besten Mantel, der ihn besonders königlich wirken ließ, mit seiner Goldbestickung. Dem Gast, wenn er den Raum betrat, würde es wohl so anmuten, als betrete er den Wohnraum eines chinesischen Prinzen der Qin Dynastie.
Der Türsteher verbeugte sich leicht vor dem Gast und führte ihn zu Greeds Tisch, auf dem ein Schachbrett und zwei Weingläser standen. Die Schachfiguren waren versilbert, bzw. vergoldet und zeugten von hoher Kunstfertigkeit. Wenn man sich umsah, erkannte man schnell, dass auf jedem der Tische ein Schachbrett mit Figuren stand und diese sich in ihrer Form und Beschaffenheit voneinander unterschieden, als sei jedes Brett und Figurenset ein individuelles Einzelstück.
Zugegeben es hatte Greed Jahre gekostet, diesen Bestand aufzubauen. Was Vincenzo zu sehen bekam, war die Krönung langer Arbeit, die inzwischen ihren Höhepunkt erreicht hatte und daher publikumstauglich geworden war.
»Es freut mich, Sie in meinem kleinen Reich begrüßen zu dürfen. Ihr Spiel war wahrlich beeindruckend«, sagte Mikael und stand auf, um Vincenzo die Hand zu reichen. »Wir hatten noch nicht das persönliche Vergnügen. Mikael Yang Wu.« Die einfachen Mitglieder kannten ihn dann doch eher unter Fürst Greed und nur wenigen wurde die Ehre zuteil, ihn bei seinem richtigen Namen ansprechen zu dürfen.
»Unter uns, an diesem Ort, ist die formelle Ansprache nicht erforderlich.« Auch wenn er sie außerhalb dieser vier Wände von ihm erwarten würde, solange er sich keinen höheren Rang erarbeitet hatte. »Sagen Sie ruhig Mikael.« Niemals allerdings würde er jemandem erlauben, ihn mit seinem chinesischen Vornamen anzusprechen, der nicht durch das Blut mit ihm verwandt war oder seine Frau. Allein der Vorname Mikael erzeugte eine Nähe, die nicht jeder verdient hatte.
»Und machen Sie es sich bequem. Unser Service von Haus Gluttony kann Ihnen von Brandy, über Whisky, Schnaps und Bier, bis hin zu erlesenen Weinsorten alles liefern.« Er selbst trank Wein, auch wenn er mit Enzo durchaus auch gerne mal auf einen Brandy anstieß. Doch Wein war stets der bevorzugte Alkohol.

@Vincenzo Lombardo

//Ich hoffe ich hab' es auch halbwegs hinbekommen. ^^ Muss mich noch etwas einschreiben.

nach oben springen

#3

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo]

24.11.2022 10:31
Vincenzo Lombardo Vincenzo Lombardo (gelöscht)
avatar

Wie er erwartet hatte, sollte es nicht lange dauern, ehe ihm die Türe öffnete. Da ließ sich das Haus Greed in keiner weiße lumpen und etwas anderes, hätte Vincenzo auch nicht erwartet. Man kannte den Luxus und den Prunk, mit welchem sich dieses Haus schmückte und vielleicht, aber nur vielleicht auch deswegen, wäre das ein Haus der zweiten Wahl für ihn gewesen. Wobei dies in seinen Augen ja nicht zu Wahl hätte stehen müssen. Gab es für ihn nur Pride und nichts anderes und die Chance, dass er die Prüfung nicht bestanden hätte, war sowieso gegen null.
Die Einladung zum Schachclub, kam dann trotzdem unerwartet. Nicht, dass er dies jemals zugeben würde, aber er hatte nicht damit gerechnet, dass es auch einen solchen hier geben würde. Umso mehr, brachte es doch eine gewisse Abwechslung in seinen Alltag. Nicht, dass er sich langweilte, seit er ein Teil der Wicked und des Hauses Pride war. Immerhin konnte er nun jeden Abend bei guten Whisky und Zigarren verbringen, während er sich mit den wohl klügsten Köpfen unterhielt, die er seit 2009 getroffen hatte. Was für eine absolute Wohltat, sich mal wieder über intellektuelle Themen austauschen zu können, als nur über die nächste Konservendose oder wie man ein Tier am besten ausnahm. Ja, es vermochte in der heutigen Zeit wichtig sein, aber nichts, was man in seinen Augen nach einem anstrengend Tag besprechen sollte.
Die leichte Verbeugung des Greed Diners, nahm Vincenzo nur halb am Rande zur Kenntnis. Er und eine solche Geste erwidern? Wo käme man denn dahin? Die einzigen Leute in diesen Kreisen, wo er sich dazu herablassen würde, waren die Fürsten oder ihr oberster Anführer persönlich. Alle anderen, waren seiner Ansicht nach unter seinem Niveau und wie alle anderen aus dem Haus Stolz, zeigte er dies auch deutlich und zumindest in seinem Haus, wurde er da auch nicht schief für angeschaut. Welch ein Luxus.
Vincenzo ließ seinen Blick nun mit erhobenen Haupt durch den Raum gleiten. Es war doch immer wieder aufs Neue erstaunlich, was diese Gemeinschaft auch in Zeiten der Apokalypse hervorbringen konnte. Da bewahrheitete sich wieder, dass man es schaffen konnte, wenn man es nur wirklich will. Diese ganzen Menschen, die immer nur große Töne spuckten, jedoch nie auch nur im Ansatz beschauliche Taten erbrachten, waren ihm schon immer zu wieder gewesen. Am Ende waren leere Worte doch nichts wert und schon früh hatte er gelernt, dass nur Taten und erreichte Ziele zählten. Alles andere war so überflüssig, wie ein Sandverkäufer in der Wüste und solche Art von Menschen, hatte er im Lauf der Jahre nicht nur privat, sondern auch beruflich und in den letzten vor allem als Nomaden getroffen, die man vom Intellekt oft nicht von den Untoten unterscheiden konnte. Man konnte es ihm also nicht krumm nehmen, dass er sich hier so wohl fühlte, wie seit Jahren nicht mehr. Dies war der Ort, an welchen er gehörte. In die Mitte der Wicked.
Der Fürst von Greed, war der Italiener natürlich sofort ins Auge gefallen. Selbst einem blinden wäre Greed mit dem Mantel ohne den geringsten Zweifel aufgefallen. Eleganz war eine Sache aber der Grad zum Prunk, war schmal und Vincenzo würde in jedem Fall und ganz sicher die Eleganz eines Designeranzuges vorziehen. Zum Haus Greed und zu ihrem Fürsten, passte es jedoch. Er ließ sich nun zu besagtem führen und nahm seine Hand entgegen, wobei er seine Mimik noch nicht wirklich aus der Reihe tanzen ließ. Das typische Pokerface eines Staatsanwalt "Reich mag übertrieben sein, angesichts des Prunks, welchen einen hier erwartet." sagte er und nickte schließlich kaum merklich, auf dessen Namensangebot "Vincenzo. Aber da dir mein Spiel in Erinnerung geblieben ist, bedarf das eigentlich keiner Erklärung." stellte er fest und ging somit auf das Du über. Außerhalb dieser Wände, würde er es niemals nutzen, aber für hier, war es mal eine gelungene Abwechslung "Es geht doch nichts über einen Whisky. Ohne Eis, sollte versteht sich." gab er dem Service von Gluttony nebenbei zu verstehen und setzte sich dann auf den Angebotenen Platz vor die kunstvollen Schachfiguren "Immer wieder ein absoluter Genuss für das Augen, was man auch in diesen Zeiten alles hervorbringen kann."
Er nahm den König der versilberten Schachfigur und drehte sie in den Fingern, ehe er sie über die kunstvollen Verzierungen gleiten ließ "Wie viele Sklaven mussten sich dafür wohl die Hände blutig schnitzen mussten." schmunzelte er leicht und ließ die Figur wieder auf ihr Feld gleiten "Mich würde ja brennend interessieren, welchen Nutzen du aus diesem Club ziehen willst. Das Haus Greed stampft sowas doch sicherlich nicht zu seinem puren Vergnügen aus dem Boden, wenn es daraus nicht irgendeinen Profit ziehen will." er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schlug elegant die Beine übereinander, ehe er sein Whisky Glas von dem vom Service des Haus Gluttony angebotenen Tablet nahm und seinen Blick neugierig auf Greed legte.


@Mikael Yang Wu

nach oben springen

#4

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo]

29.11.2022 12:58
Mikael Yang Wu Mikael Yang Wu (gelöscht)
avatar

Mikael hob dezent eine Augenbraue, als Vincenzo einen Whiskey ohne Eis bestellte. Von einem Mitglied aus Haus Stolz hätte er eigentlich einen anderen Geschmack erwartet. Möglicherweise lag dies aber an kulturellen Unterschieden, die ihm noch verborgen waren. Er selbst bevorzugte den besten Wein, den Haus Gluttony zu bieten hatte, einen Wein von Qualität, der in der alten Zeit wohl sehr teuer gewesen wäre. Manches ließ sich unter Verwendung von Sklaven in der neuen Welt so viel leichter erwirtschaften als vor der Apokalypse. Selbstverständlich mussten die Mäuler, die für sie arbeiteten, auch gestopft werden. Keine Frage. Dennoch überwogen seiner Meinung nach die Vorteile, gegenüber den Nachteilen, wenn man sie richtig einzusetzen wusste.
Im alten China hatten die Kaiser und Staatsbeamten auch auf keine moderne Technologie zugreifen können. Und doch waren ihre Reiche gediehen, bis zur großen Revolution. Der Legende nach war es eine Geheimgesellschaft gewesen, aus der später die heutigen Triaden hervorgegangen waren, die seit dem Fall der Ming daran gearbeitet hatte die Qing abzusetzen, was ihnen schließlich erfolgreich gelungen war. Ausgehend von dieser Legende, an deren Echtheit Mikael glaubte, war es nur Recht, wenn die Triaden in der neuen Zeit die Herrschaft übernahmen, insbesondere jene Gruppierungen, die stolz von sich behaupteten, ihre Ahnenreihe bis zu jener Geheimgesellschaft des weißen Lotus, auch bekannt unter dem Namen der Heaven and Earth Society, zurückverfolgen konnten.
»Das Zurschaustellen von Besitz kann jenen, die besitzlos sind, als Motivation dienen, hart zu arbeiten, um ihn eines Tages ebenfalls zu erlangen«, entgegnete Mikael mit dem Ansatz eines Lächelns auf seinen Lippen. Ihm war wohl bewusst, dass er ein Laster benutzte, um daraus eine Tugend zu machen. Wozu gab es Wissen und die Reichtümer der Welt, wenn sie nicht gesammelt und angehäuft wurden. Und welche Anregung eignete sich besser, um die Gier der Menschen nach mehr zu entfachen, sie damit zum freiwilligen Arbeiten zu ermutigen, als die Präsentation dessen, was sie erlangen könnten, wenn sie nur einfach mehr Mühe in ihr Tun legten.
»Die Aussicht darauf, eine Figur als Andenken für die harte Arbeit behalten zu dürfen, kann Wunder wirken auf die Arbeitsmotivation und das Engagement eines Sklaven. Man muss nur ihre Hoffnung wecken und sie fressen einem förmlich aus der Hand.« Haus Zorn war für Angst und Schrecken zuständig. Fürst Greed arbeitete lieber mit subtileren Mitteln. Weshalb die Sklaven ängstigen, wenn man sie mit Hoffnung ködern und anschließend mit dem Wunsch nach Größerem infizieren konnte? Gewalt, das war das allerletzte Mittel, das nur bei hoffnungslosen Fällen anzuwenden war, oder bei Verrätern und Dieben, die sich erwischen ließen.
Auch Mikael nahm sich sein Glas Wein vom Tablett, woraufhin sich der Service wieder zurückzog, aber an der Bar bereit blieb, falls sie noch etwas benötigten.
Neugierig war Vincenzo. Wissen begehrte er. Sollte Fürst Greed seinen Wunsch erfüllen und ihm Antworten geben? Oder sollte er ihn zappeln lassen? Nachdenklich wog er ab, ob der Nutzen überwog. Er hatte durchaus Recht, wenn er meinte, dieser Club seie nicht zum reinen Vergnügen da. Vielmehr bildete er die Grundlage, für ein neues Geschäftsmodell. Nun, denn. Nachdem Vincenzo einer der Champions werden könnte, erschien es ihm doch sinnvoll ihm einen kleinen Vorgeschmack zu geben, auf das, was da noch kommen könnte, wenngleich über den Prozess eines Projekts zu sprechen, manches Mal ein Nachteil war.
»Bis vor ein paar Monaten gab es nur regelmäßige Treffen zwischen mir und zwei Kameraden, deren Schachkünste ich sehr zu schätzen weiß. Doch spielt man immer gegen dieselben, wird es irgendwann langweilig. So entstand die Idee eines Clubs«, weihte er ihn in die Entstehungsgeschichte ein. »Was der Club darüber hinaus werden kann, bestimme nicht nur ich. Aber du hast Recht, meine Intention dahinter diente nicht nur der Befriedigung meines Bedürfnisses, nach neuen Herausforderungen.« Er machte eine Geste in die Richtung der Räumlichkeiten, wo sich das eigentliche Kasino befand.
»Im Kasino werden nur die traditionellen Glücksspiele angeboten. Schach ist das Spiel der Könige. Ein wahrer Spieler kommt nicht daran vorbei, sich eines Tages dieser Herausforderung zu stellen. In der Heimat meiner Eltern gab' es illegale Schach- und Weiqi-Spiele, bei denen hohe Einsätze flossen, weitaus höhere, als in einem gewöhnlichen Kasino. Wem das Kasino nicht genug ist und die hohe Kunst des Schachs oder gar Weigi beherrscht, dem will ich nicht verwehren, sich an den besten zu messen und dafür sein Hab und Gut zu verspielen.«
Er nahm das Weinglas zwischen zwei Finger und hob es an, bevor er in vornehmer Haltung einen Schluck davon nahm. »Selbstverständlich sollen die Champions des Schachclubs nicht leer ausgehen, wenn Sie sich zur Verfügung stellen. Jeder Spieler von Wicked erhält im Falle des Gewinns einen Prozentanteil davon, den wir erst festlegen müssen.« Sein Finanzmeister erledigte das. Er hatte den exakten Überblick über sämtliche Ein- und Ausgaben, sowohl jene, die für Wicked relevant waren, als auch jene, die zum Bestand der Triaden gehörten. Umso weiter sie sich vom Westen wegbewegt hatten, umso riskanter war es geworden, den Kontakt mit der Küste aufrecht zu halten. »Noch befindet sich dieses Business im Aufbau«, erklärte er. »Deshalb wäre ich dir sehr verbunden, wenn unser Gespräch unter uns bliebe, unabhängig davon, ob du dich für die Mitgliedschaft entscheidest.«
Natürlich freute er sich über jeden talentierten Spieler, doch der freie Wille aller Wicked Mitglieder stand über seinem Wunsch, jene, die er für geeignet hielt, zu seinen Champions im Club zu machen.

@Vincenzo Lombardo
// Ich hoffe eines Fürst Prides würdig ^^ obwohl Vincenzo noch gar nicht Fürst ist, hätte ich fast Fürst Pride geschrieben weiter oben

nach oben springen

#5

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo]

06.12.2022 08:42
Vincenzo Lombardo Vincenzo Lombardo (gelöscht)
avatar

Nun, auch das Haus Stolz konnte überraschen und Vincenzo hatte Whisky oder Scotch schon immer einem Glas Wein vorgezogen. Auch, wenn er ein Glas welches ihm angeboten wurde, nicht ablehnen würde. Sofern es nicht irgendein Fussel war, welcher aus einer Tankstelle kam und in einem Tetrapack serviert würde. Ihm ist es schon damals eiskalt den Rücken runtergelaufen, wenn er Menschen gesehen hatte, die diesen so getrunken hatten. Allein bei dem Gedanken daran, zog er die Lippen kraus.
Mit einem kaum merklich Schmunzeln auf diesen, lauschte er schließlich diesen "Oder es kann dafür sorgen, dass Haus Neid vor neuen Mitgliedern kaum mehr halten kann." er konnte sich nur zu gut vorstellen, wie die Mitglieder aus diesem vor Neid förmlich erblassten. Ein Ansporn wäre es am Ende dann nur zum Klauen für diese, jedoch nicht, hart zu arbeiten um am Ende sich in etwas sonnen, was man selber erarbeitet hat, kam für dieses Haus in seinen Augen nicht in Frage. Hier stand Vincenzo mit seinem Stolz, sich in seinem Leben bisher alles selbst erarbeitet zu haben, sei es Luxus oder einen gewissen Namen damals noch als Anwalt, eben über sowas. Was das Plündern der anderen Gruppen und Kolonien anging, so musste man ja auch nicht alles auf die Goldwaage legen und noch weniger an die große Glocke hängen. Manches konnte man einfach getrost unter den Tisch fallen lassen.
"Immer wieder amüsant, wie leicht die Menschen doch zu manipulieren sind." er nahm einen Schluck aus seinem Glas und ließ das Bernsteinfarbene Getränk kurz auf der Zunge zergehen. Dies war etwas, was er sehr am Genießen war. Die guten Getränke, welche die Häuser hier aufstellten. Früher hatte er sich, wenn er einen solchen Tropfen zwischen die Finger bekam, diesen immer penibel eingeteilt. Nun konnte er wieder genießen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie schnell er wieder einen solchen auf seiner Zunge schmecken würde. Genuss bekam da eben eine ganz andere Bedeutung.
Wenn Vincenzo einiges gelernt hatte, dann das Menschen und vor allem die Wicked, eigentlich nichts ohne einen gewissen Hintergedanken taten und noch mehr, nur zu ihrem eigenen Vorteil. Eine Sache, welche er hier so schätzte und auch einer der Gründe, weswegen er sich für diese Entschieden hatte. Erneut legte er das Glas an die Lippen und lauschte Fürst Greed, welche Vorstellungen er mit diesem exklusiven Club hatte. Nur monatliche Treffen, wären auf Dauer auch irgendwann ermüdend, wenn die Gegner immer die Gleichen waren. Irgendwann, konnte man diese durchschauen und das nahm der ganzen Sache die Spannung und Würze, welcher für ihn das Schachspiel so besonders machte und Langeweile, war Gift für Vincenzo.
Natürlich hatte er Recht. Wie sollte es auch anders sein, weswegen sich ein Grinsen auf seine Lippen schlich, als er seiner Bewegung mit den Augen in Richtung Kasino folgte. Räumlichkeiten, welche er bisher nur während seiner ersten Woche gesehen hatte "Natürlich tut es das nicht." meinte er fast beiläufig und lauschte ihm wieder. Seine Sicht der Dinge auf das Schachspiel sagte ihm zu, behielt er dies jedoch für sich. Niemals würde er in diese Richtung etwas sagen, weswegen er sich wieder damit begnügte, seine Lippen mit seinem Glas zu versiegeln. Eher würde er sich die Zunge abbeißen, als jemals auch nur den Hauch der Bewunderung oder eines Kompliments durch diese nach außen zu tragen. Fürst oder nicht, spielte dabei absolut keine Rolle "Nur dürften diese die Schachkunst nicht besser beherrschen als jene welche, gegen die sie ihr Hab und Gut einsetzten. Wobei du dir da sicher sein kannst, dass es hier keine besseren geben wird. Egal ob bei uns oder außerhalb." meinte er und strich sich seinen Anzug mit der freien Hand glatt. Hatte er schließlich Vincenzo eine Einladung zukommen lassen "Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ihr es liebe, wenn ich die Verzweiflung in den Augen meines Gegners sehe, wenn er realisiert, dass egal welchen Zug er macht, er verlieren wird." seine ganze Mimik bestand dabei nur so aus Hochmut und Stolz "Selbst in der Schule war dies immer eine unbeschreibliche Befriedigung." ja, er war schon als Kind in dieser Richtung ein kleiner Sadist. Nur gewinnen und wenn das andere Kind dann auch noch weinte, war das der ultimative Sieg.
Der Materielle Gewinn, war Vincenzo in diesem Fall also absolut egal. Der eigentliche Gewinn, war für ihn die Niederlage und Demütigung seines Gegners "Keine Sorge. Verschwiegenheit kannst du erwarten." für Vincenzo stand ohne Zweifel fest, dass er sich für diesen Club entscheiden würde. Da er keine Absage erteilt hatte, nachdem er nun von den genauen Hintergründen erfahren hatte, müsste es ja logisch sein, dass er sich für diesen entschied. Freudensprünge oder die pure Begeisterung, konnte Greed nun aber wirklich nicht von ihm erwarten. Dies hatte er früher schon nicht übrig und würde dies auch heute nicht. Wo käme man denn dahin, wenn ein Mitglied es Hauses Stolz so etwas zeigen würde?
"Ich kann meine Augen in Zukunft auch im Haus Stolz offen halten. Auch wenn du den Besten aus diesem schon gefunden hast, so kristallisieren sich immer noch ein paar Leute bei unseren abendlichen Spielen heraus, welche dir hierfür von Nutzen sein können." er konnte es einfach nicht lassen, sich auch hier über alle anderen zu stellen. Doch es war so. Bisher konnte ihm einfach keiner dort das Wasser reichen, wenn sie abends zusammensaßen und die eine oder andere Runde spielten. Hier würde er für die Zukunft sicherlich den einen oder anderen Gegner finden, mit dem er sich länger als zehn Minuten spielen konnte. Er liebte und vermisste die Spiele, welche gut und gerne Stunden gingen "Muss ich dieses Weigi auch beherrschen?" fragte er nun beiläufig, nachdem er sein Glas leerte und mit einer Handbewegung in Richtung Bar zu verstehen gab, dass er noch einen wollte. Von diesem Spiel, hatte er jedenfalls noch nie gehört.


@Mikael Yang Wu

nach oben springen

#6

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo]

04.01.2023 14:55
Mikael Yang Wu Mikael Yang Wu (gelöscht)
avatar

Mikael schmunzelte. „Für diebische Elstern kann das Stehlen schnell zu einer unschönen Erfahrung werden, wenn sie etwaige Fallen zu spät entdecken und beim Versuch etwas zu entwenden einen Finger verlieren.“ Darüber hinaus hatte er mit Fürst Neid ein paar kleine Abmachungen getroffen. Für die Dienste, die seine Spione ihm erwiesen, durften diese sich im Falle einer erfolgreich abgeschlossenen Mission etwas aus dem Bestand der Ressourcen von Haus Gier nehmen. Natürlich wählte Mikael aus, welche Gegenstände und Materialien er zur Auswahl stellte, doch sie sollten nicht ganz leer ausgehen. Außerdem platzierte er Manches, von dem, das wirklich nicht mehr gebraucht wurde oder durch etwas Besseres ersetzt worden war, absichtlich so, dass sich Mitglieder des Hauses Neid bedienen konnten, wenn sie denn wollten. Die wertvollen Dinge allerdings waren bestens gesichert und bewacht. Wem es trotz all der Sicherheitsvorkehrungen gelang sie zu stehlen, nun, dem gebührte sogar tatsächlich seine Anerkennung. Seinem Bruder war das früher immer wieder gelungen. Es war lange her. Manchmal vermisste er diese Tage. Leon war der geschickteste Dieb, den er kannte und so sehr es ihn jedes mal erzürnt hatte, wenn etwas von seinen wertvollen Sachen fehlte, so sehr hatte er seinen Bruder dafür bewundert, keine Spuren hinterlassen zu haben. Selbst sein Alibi hatte er bisweilen gefälscht.
Mikael nickte, als Vincenzo ihm zustimmte, wie amüsant es sei, dass sich Menschen so leicht manipulieren ließen. Das war es in der Tat. Nur wurde es schnell langweilig, wenn sich niemand fand, der mit einem Spielchen spielte, mit dem man konkurrieren konnte, der versuchte einem Steine in den Weg zu legen und klüger zu sein. „Zweifelsohne stellt Haus Stolz die besten Schachspieler“, entgegnete er auf Vincenzos Aussage hin. „Du wirst sicher noch auf deine Kosten kommen, auch wenn du in meinen Augen nie Verzweiflung sehen wirst.“ Dazu war er viel zu geübt in den verschiedensten Strategiespielen. Besonders beim Weiqi gehörte es schon fast zum guten Ton den Gegner niemals erkennen zu lassen, was man fühlte. Darüber hinaus mochte es zum Teil auch eine Frage der Kultur sein in der er aufgewachsen war. Die wahren Gefühle waren nur der Familie und den engsten Vertrauten vorbehalten. In der Öffentlichkeit durften emotionale Entgleisungen nicht passieren, schon gar nicht in Triadenkreisen, wo jedes Zeichen von Schwäche generischen Syndikaten in die Hände spielten.
„Dein Angebot nehme ich gerne an.“ Selbstredend würde es natürlich kein Grund sein, Vincenzo deswegen gewinnen zu lassen. Er war ein guter Spieler. Das hatte Mikael schon beobachtet. Spieler wie Vincenzo begegnete man mit der ihnen gebührenden Achtung, was bedeutete, dass er auch seine besten Schachkünste zu sehen bekam. Nichts anderes würde er sicherlich von einem Fürsten erwarten.
Als Vincenzo nach Weiqi fragte, erregte dies sofort Mikaels Aufmerksamkeit. Jedes Interesse dem chinesischen Schachspiel gegenüber, und sei es nur eine knappe Rückfrage, brachte demjenigen, der es äußerte Sympathiepunkte ein. Er zeigte es nie, aber ihm gefielen die Menschen, die nachfragten, wenn er ihnen Einblicke in die Kultur des Landes seiner Vorväter gewährte. Seine Lippen formten ein Lächeln. „Müssen wäre der falsche Ausdruck“, entgegnete er. „Im Westen ist Weiqi kaum bekannt. Die Amerikaner nennen es Go, aber man findet hier nur selten jemanden, der das Spiel beherrscht. Deshalb wird es auch nie eine Kondition sein, um in den Schachclub zu kommen, auch wenn ich mich über jeden freue, der das Spiel lernen möchte oder es beherrscht. Von seinem Aufbau wirkt es einfacher als Schach, ist von seiner Spielweise her aber komplexer.“

@Vincenzo Lombardo

nach oben springen

#7

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo] Ende August/Anfang September 2018

09.02.2023 09:29
Vincenzo Lombardo Vincenzo Lombardo (gelöscht)
avatar

Jahrelang war es immerhin Vincenzos Job gewesen, Leute so zu manipulieren, dass es zu seinem Vorteil ausgelegt wurde. Ihm war es zu seiner Zeit als Staatsanwalt mehr als einem herzlich egal gewesen, ob der Angeklagte nun wirklich schuldig war oder nicht. Solange er die Tatsachen immer zu seinen Gunsten und seiner makellosen Bilanz drehen konnte, interessierten ihn die wahren Fakten nicht. Wieso auch?
Am Ende zählte nicht die Wahrheit, sondern sein Erfolg. Sein Ruf "Ich bin ja ein Freund von Herausforderungen." und noch mehr, ergötzte er sich zu oft an der Verzweiflung in den Augen seines Gegners. Dies war ihm sogar oft mehr wert, als der Sieg im Allgemeinen, wobei beides ihm eine tiefe innere Befriedigung gab.
Ein Therapeut würde nun sagen, dass es sicherlich an seiner Kindheit lag. An dem Ständigen Bedürfnis, seinen Vater in jedem Punkt stolz zu machen und dass er dies nur erreichen konnte, wenn er erfolgreich war. Wenn er gewann. Dieser Gedanke, hatte sich wie eine Zecke in seinen Gedanken fest gebissen und er würde ihn auch nie wieder loswerden. Ebenso wie dieses unbeschreibliche Gefühl, diese Welle des Stolzes, welche er in diesem Moment fühlte. Nichts anderes, zählte dann für ihn und auch, wenn er nie ein Lob von seinem Vater gehört hatte, so hatte er diesen gewissen Blick, welcher den Stolz für seinen Sohn widerspiegelte.
Nichts, was Vincenzo passieren konnte. Gefühle zu zeigen, gehörte nicht zu ihm. So jedenfalls, ließ er es seine Umwelt glauben und er war froh, dass seine kleine Schwester, seine Achillessehne, nicht mehr bei ihm war und so seine perfekte Fassade bröckeln lassen könnte.
Vincenzo bekam noch einen Drink und legte das Glas an seine Lippen. Während die braune Flüssigkeit ein wohliges Brennen in seiner Kehle hinterließ, lauschte er nun wieder Mikael. Vincenzos Interesse an Weiqi war tatsächlich ehrlich. Auch etwas, was man selten an dem Mitglied des Hauses Pride erkennen konnte. Interessierte er sich am Ende des Tages doch eigentlich nur für sich selber. Wenn es jedoch die Möglichkeit gab, in einem weiteren Spiel zu glänzen, wäre er der Letzte, welcher sich so eine Gelegenheit entgehen lassen würde.
Jedoch war ihm auch im selben Atemzug und nach Mikaels Erklärung bewusst, dass er sich das dann von jemanden würde beibringen lassen. Der einzigen Menschen, welche das bisher durften, waren sein Vater und sein Opa. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst von seinem Mentor, welcher ihn am Ende auch zu dem Staatsanwalt gemacht hatte, welcher er dann war, ließ er sich nur begrenzt etwas beibringen. Es ging ihm einfach gegen den Strich und noch mehr gegen seinen Stolz, wenn er sich von anderen Menschen etwas zeigen lassen musste. Diese Genugtuung, konnte er ihnen einfach nicht geben. Wenn er also dieses Weiqi lernen wollte, dann würde er eher eine laufende Partie beobachten und versuchen, das Spiel so zu lernen. Alles andere, war absolut keine Option für ihn. Ein kaum merkliches Schulterzucken ging von dem Lombardo aus, als er erneut einen Schluck Whisky in seine Kehle beförderte "Uninteressant klingt anders." gab er von sich und drehte dann eine der Prunkvollen Schachfiguren in seiner freien Hand "Bevor ich jedoch in den Genuss komme, dieses zu beobachten, wirst du mir ganz sicher eine perfekte Runde Schach nicht verwehren, Mikael." nein, eine Frage war es bei weitem nicht. Vincenzo war eben kein Mensch, der um etwas Fragen würde.


@Mikael Yang Wu

zuletzt bearbeitet 17.02.2023 02:18 | nach oben springen

#8

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo] Ende August/Anfang September 2018

23.04.2023 13:35
Mikael Yang Wu Mikael Yang Wu (gelöscht)
avatar

@Vincenzo Lombardo

Ein Freund von Herausforderungen. Das war gut. Dann würde er ihm etwas geben, woran er sich die Zähne ausbeißen konnte. Sicherlich motivierte es ihn zu neuen Höhenflügen. Mikael mochte Spiele jedweder Art. Und was gab es nicht Schöneres, als die Schwächen seiner Mitmenschen auszunutzen und sie dadurch zu würdigen Kontrahenten zu machen. Bei seinem Bruder hatte das immer hervorragend geklappt. Neid war ein guter Motor, Stolz genauso. Möglicherweise war Stolz sogar ein noch besserer Motor, trieb er Menschen doch an, Perfektion in ihrer Reinform anzustreben, um in der Sonne stehen zu können. Der gute Ruf musste gepflegt und durfte niemals beschmutzt werden. Das schenkte Menschen die notwendige Kraft, sich immer wieder über die eigenen Fähigkeiten zu erheben.
Mikael fragte nicht woher Vincenzos Stolz kam. Er fragte sich eher, wie er diesen weiter fördern konnte. Wäre es nicht interessant, eines Tages, wenn keiner der alten Fürsten mehr lebte, abgesehen von Vito, Enzo und ihm selbst, wenn die neuen Fürsten von ihm aufgebaut worden wären? Zumindest ein paar davon, sofern es nicht bei allen klappte. Selbiges galt ganz besonders für seinen eigenen Nachfolger. Es war notwendig den Fähigsten unter all seinen Leuten zu finden und den Loyalsten. Einen Mann, der ohne mit der Wimper zu zucken für Enzo in den Tod ging, im Fall der Fälle. Denn wenn er selbst fort war, musste ein anderer seinen Platz einnehmen und dafür Sorge tragen, dass Luzifer nicht gestürzt wurde. Dahinter steckten nicht ganz uneigennützige Gedanken. Sollte es ihm gelingen eines Tages Kaiser von China zu werden, dann wollte er in den Staaten einen Mann auf dem Thron wissen, der ein Freund, ein Bruder, ein würdiger Bündnispartner und kein läster Zeck im Nacken war. Auch darum war ihm viel daran gelegen, dass Enzo nie von seinem Platz gestoßen wurde.
Was Weiqi anbelangte, so sinnierte er nur kurz darüber, ob und falls ja, wie lange es dauerte, bis ihn Vincenzo in einem Spiel herausforderte. Das Interesse schien durchaus ehrlich gemeint. Doch selbstvertständlich konnte er sich nicht die Blöse geben einzugestehen, das Spiel noch nicht zu beherrschen. Und wo kämen Sie hin, würde er Mikael bitten, es ihm beizubringen. Fürst Greed lag es fern den ehemaligen Staatsanwalt in seiner Gegenwart sein Gesicht verlieren zu lassen. Deshalb griff er nach einer Figur auf dem Brett, um die Schachpartie zu eröffnen und damit den Fokus von Weiqi zurück auf das Spiel zu lenken, wegen dem er Vincenzo eingeladen hatte.
"Dann zeig' mir, was du kannst." Ein flüchtiges Lächeln zeichnete seine Lippen, als er seine Hand zurückzog und sich wieder entspannt nach hinten lehnte. Es gab zahlreiche Eröffnungen. Mikael kannte sie fast alle. Selten, bis nie griff er auf die Bekannteren zurück. Vielmehr nutzte er die Selteneren, die nur die besten Schachspieler kannten. Er war gespannt, ob Vincenzo seine Eröffnung kannte. Doch selbst wenn nicht, würde er dies kaum zeigen. Neugierig auf den ersten Zug seines Gegenübers studierte er dessen Gesichtszüge, während er wartete.

nach oben springen

#9

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo] Ende August/Anfang September 2018

23.05.2023 09:30
Vincenzo Lombardo Vincenzo Lombardo (gelöscht)
avatar

Selbst in der hiesigen Zeit war es ihm wichtig, dass er sich noch die eine oder andere Herausforderung suchte, die ihn nicht langweilte und die er am Ende auch gewinnen konnte. Es gab wohl kaum etwas schlimmeres, als einer nicht gewachsen zu sein und am Ende noch gelangweilt aus dieser zu gehen. Eine Tatsache, welche er von Großvater und Vater gleich geerbt hatte und wohl auch nie ablegen würde. Alles um ihn herum, musste einfach perfekt sein und dies konnte auch nur gelingen, wenn er selber Perfekt war.
Dies war ihm vor allem als neues Mitglied im Haus Pride wichtig. Sicher, er stand noch ganz unten und musste sich erst noch beweisen, doch er hatte schon jetzt keinen Zweifel, dass er sich schneller an die Spitze kämpfen würde, als jeder andere vor ihm. Sicher, der Weg zu einem Fürsten, war lang und wenn er Pech hatte, würde der jetzige noch eine ganze Weile leben. Doch er würde jedes noch so kleine Schlupfloch nutzen, um sich nicht nur so schnell wie möglich in seinen engsten Kreis hoch zuarbeiten, sondern am Ende auch seinen Namen zu tragen. Fürst Pride. Dass er diesem würdig war, hatte er nicht nur in seiner Prüfung für das Haus bewiesen, sondern er war sich dem auch in jeder Minute seines Lebens sicher, für genau diese Rolle geboren zu sein. So, wie er in seinem damaligen, perfekten Leben, für die Rolle des berüchtigten Staatsanwalt geboren war.
Was das besagte Weiqi anging, so würde es sich da noch zeigen. Im Schach, machte ihm so schnell keiner was vor dagegen. Er erinnerte sich nur zu gut, wie sein Vater und er mit einigen Pausen, fast zwei Tage an einem Spiel saßen. Keiner von beiden, wollte dem anderen auch nur einen Zug schenken und oft vergingen gut und gerne dreißig Minuten, ehe einer von beiden seine Spielfigur für den nächsten Zug auch nur ansah. Hier zeigte sich eben mehr als deutlich, dass er der Sohn von ihm war. Am Ende, war es der knapp dreizehn Jahre alte Vinzenco, der seinen Vater Schachmatt setzte. Dieser Sieg, war absolut berauschend und da sein Vater nicht mal im Traum daran gedacht hätte, seinen Sohn gewinnen zu lassen, da er genauso stolz war wie Vincenzo jetzt, wusste er ab diesem Moment mehr denn je um sein können und er würde auch ganz sicher schauen, dass er sich in den Tiefen der bei den Wicked vorhandenen Bücher eines finden würde, in welchem er dieses Weiqi studieren konnte. Es wäre leichter für ihn, sich die Zunge aus dem Mund zu reisen, als Fürst Greed zu bitten, ihm dieses Spiel zu erklären. Aber, dies stellte er nun erst mal hinten an, als besagter Andeutungen machte, den ersten Zug im Schach zu machen, es aber dann bleiben ließ und Vincenzo den Vortritt ließ. Ein Grinsen legte sich auf Vincenzos Lippen. Natürlich wollte er seinen Gast den ersten Zug machen lassen. Genau dieser, sagte schon viel über seinen Gegner aus.
Gerade die Eröffnungsphase, welche die ersten zehn bis fünfzehn Züge umfasste, konnte das Spiel schnell zu einem Ende bringen. Wenn man den Bauern am Rand zuerst zog, zu früh den König berührte oder diesen in der Mitte stehen ließ. Ebenso musste man schauen, seine eigenen Bauern in das Zentrum zu bringen und sich dann um die Entwicklung der Leichtfiguren kümmern. Sicher würde auch Fürst Greed dies wissen, weswegen sein erster Zug sicher keine Überraschung war. Doch in 99 Prozent der Spiele, hatten ihn genau diese simplen Regeln, gewinnen lassen, weswegen er einen seiner mittleren Bauern nach vorne rückte. Schütze den König und besetzte das Mittelfeld. Wenn man es genau sieht, dann ist Schach auch nichts anderes, als Militärische Kriegsführung auf einem Brett.


@Mikael Yang Wu

nach oben springen

#10

RE: chess makes men wiser and clear-sighted [Mikael&Vincenzo] Ende August/Anfang September 2018

21.09.2023 21:26
Scarlet Rainthworth 424 Beiträge
Alter
28 Jahre
Größe
1.83m
Zugehörigkeit
Nomaden / Gruppen
Aufgabe
Spionin


I had someone once who made every day mean something.
And now…. I am lost….
And nothing means anything anymore.


nach oben springen


Shoreham
Anarchy Riders
New Ocenaside
Heavens Paradise
Nomades
1 Mitglied und 6 Gäste sind Online
WELCOME WELCOME
1
users online
6
nomads online
2
users today
6
nomads today
37
total users
2792 themes
92382 posts
Heute waren 2 Mitglieder Online

disconnected Survive Talk Mitglieder Online 1
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen