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WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
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THE DEAD DON’T DIE
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Einmal im Jahr, meist in den Sommermonaten, bereiste Virgils Gemeinde neue Länder, um sich dort mit anderen Gläubigen auszutauschen. Ihren Lebensstil kennen zu lernen, ihre Ansichten und Interpretationen zu ergründen und Neues voneinander zu lernen.
Diese Reisen waren, für Virgils sonst sehr eintöniges Leben, stets das Highlight des Jahres. Die restliche Zeit lebte er in einem christlich geführten Bubeninternat, mit sehr strengen Regeln und einem straffen Tagesablauf. Viel Zeit für Hobbies oder Freizeit blieb dabei nicht.
Eine Tatsache, mit der Virgil mit zunehmendem Alter immer schlechter zurecht kam. Schließlich war er inzwischen 15 Jahre alt und steckte demnach mitten in der Pubertät. Sein Körper veränderte sich, genau wie seine Neugier.
Ihre diesjährige Reise führte sie nach New Mexiko, um dort eine Gemeinschaft zu treffen, die etwas extremere Ansichten hatte, als jene von Virgil. Aber seine Eltern fanden, dass es wichtig war alle Aspekte des christlichen Glaubens zu beleuchten. Vielleicht konnten sie von diesen Leuten ja noch etwas lernen.
Virgil hoffte stets darauf, dass es in den besuchten Gemeinschaften auch Gleichaltrige gab. Denn inzwischen langweilte er sich ziemlich bei den biblischen Kaffeekränzchen mit den alten Greisen. Selbst wenn das, laut seinen Eltern, keine Rolle spielen sollte. Sie waren schließlich nicht hier um sich zu amüsieren, sondern um neue Erfahrungen zu machen. Sie fanden sogar, dass Virgil von reiferen Menschen mehr lernen konnte als von Gleichaltrigen. Früher war ihm das auch egal gewesen, doch inzwischen sehnte sein Herz sich nach etwas mehr Abenteuer. Auch wenn er versuchte das zu unterdrücken, da er wusste, wie verboten und egoistisch es war.
Sie waren nämlich nicht nur hier um zu lernen, sondern auch, um zu helfen. Manchmal bauten oder renovierten sie Kapellen, wenn eine Gemeinde nur wenig Geld besaß. Nächstenliebe stand auch ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Also wer auch immer Unterstützung benötigte, die Gemeinschaft war für ihn da.
Die Reise bis nach New Mexiko war lang und beschwerlich, dennoch strahlte Virgil vor Vorfreude, als sie endlich in der Kommune ankamen.
Er war wahnsinnig aufgeregt und konnte es kaum erwarten die Menschen hier näher kennen zu lernen.
Seine Gruppe bestand aus etwa 15 Leuten. Neben ihm gab es noch zwei weitere Teenager. Eines der Mädchen kannte er bereits seit seiner Geburt. Und im Geheimen hatten ihre Eltern schon längst die Ehe der beiden arrangiert. Nur das Virgil.. sie zwar als gute Freundin mochte, sonst jedoch keinerlei Gefühle für sie hegte. Erst Recht nicht romantischer Art. Er wusste auch nicht woran das lag… noch nicht.
Darüber machte er sich nun allerdings keine Gedanken. Stattdessen wartete er aufgeregt darauf, dass sie von den Mitgliedern der neuen Gemeinschaft begrüßt wurden.
@Elias Morio



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Elias wusste nicht, was besser war, die Sommerferien, oder die Schule. In der Schule konnte er mit seinen Fragen die Pater nerven, zu Hause gab es dann meist Hausarrest. Auch in der Schule schrammte er das ein oder andere Mal an härteren Strafen vorbei. Doch bisher konnte er sich immer damit herausreden, er wolle nur verstehen. Tatsächlich war das sein Anliegen. Wenn er die Bibel schon studieren musste, bis er sie auswendig konnte, dann begehrte er sie in ihren tiefen Grundzügen und Mysterien bis auf das letzte Geheimnis hin zu begreifen. Das ging soweit, dass er begonnen hatte nach der Original Bibel zu suchen, den ersten Schriften, die in Althebräisch oder Aramäisch aufgeschrieben worden waren. Denn mit zunehmendem Alter begann er zu zweifeln an den Übersetzungen. Weshalb gab es so viele davon? Das Wort Gottes konnte auf diese Weise verfälscht werden.
Einmal, als er in der Stadt eine muslimische Familie gesehen und heimlich mit dem Sohn gesprochen hatte, denn seine Eltern verboten ihm den Kontakt zu Ungläubigen, selbst den zu Anhängern anderer Buchreligionen, da hatte er erfahren, dass Muslime den Koran in arabischer Originalschrift besaßen. Weshalb beriefen sich die Christen auf Übersetzungen? Und warum wurden die Apokryphen von einigen ausgeschlossen? Was hatte es mit der Apokalypse auf sich? Was waren diese sieben Siegel, die sieben Posaunen? Handelte es sich um versiegelte Bücher, nachdem Johannes den Fokus auf ein Buch legte, dessen Siegel gebrochen wurden? Oh, es waren viele Fragen, die sich auftaten und das wiederum hatte ihn ein Stück weit versöhnt mit dem stundenlangen Studium. Er lernte längst nicht mehr, weil seine Eltern meinten, es sei für ihn ganz besonders notwendig, um seine Seele zu retten. Er lernte vielmehr, weil er wissen und verstehen wollte, alle Mysterien entschlüsseln und wenn er Ungereimtheiten fand, war es dann nicht der rechte Weg die anderen zu erleuchten?
Und stand da nicht in der Bibel selbst, sie sollten hinausgehen und anderen die Botschaft verkünden? Nein, er verstand nicht, weshalb er stupide lernen, aber nichts in Frage stellen durfte, warum er diese Fragen nicht diskutieren und hinaustragen durfte, weshalb ihm unterstellt wurde, seine gespaltene Zunge spräche dann aus ihm und er solle beten, damit Gott ihn rette. Elias betete oft und viel, doch wenn er betete, stellte er Gott die Fragen, die er hatte. Bisher hatte ihm Gott nur leider nie geantwortet, nie direkt jedenfalls.
Es war Sommer, der letzte Sommer, den er in dieser Gemeinde verbringen würde, was er nicht ahnte. Hätte er es gewusst, vielleicht hätte er darum gebeten die Pilgerfamilie zu begleiten, die ihre Gemeinde besuchte. Sie hatten einen Sohn, wie er erfahren hatte. Sogar in seinem Alter. Das bedeutete, es gab jemandenden, mit dem er seine Zeit verbringen konnte, mit dem er sich austauschen konnte, mit dem er Unsinn anstellen konnte, dem er Fragen stellen konnte, um besser zu verstehen. Das wollte er wirklich, auch wenn seine Mutter das immer hinterfragte und meinte ein Dämon versuche sich seiner zu bemächtigen und stelle diese Fragen. Er wollte und konnte einfach nicht glauben, dass Gott etwas dagegen haben konnte. Umso besser verstand, desto besser diente er, oder nicht?
"Benimm dich in Gegenwart unserer Gäste" trichterte ihm seine Mutter ein. "Halte deine Zunge im Zaun." Sie hatten schon viel versucht. Einmal war sogar ein Exorzist gekommen, der seltsame Rituale gemacht hatte. Es hatte alles nichts genutzt. Und zu einem weltlichen Arzt wollten seine Eltern nicht gehen. Wie sollte ein Medizinier auch diesen Fluch reparieren können, so dachten sie. Denn ein Fluch, das musste es sein, an eine genetische Mutation und Anomalie, glaubten sie nicht. Die Wissenschaft war böse. Einzig das Bibelstudium und eine strenge Auslegung führten zum Paradies.
Doch Elias fragte sich manchmal sehnsüchtig, ob die Menschen da draußen, das Paradies nicht längst gefunden hatten, während die Gemeinde sich diesem verschloss? Dann verspürte er Neid und Missgunst, bisweilen auch Zorn. War das der Dämon, der versuchte seinen Körper zu kontrollieren? Oder war es ein natürliches Gefühl, hervorgerufen durch die Verbote seiner Eltern? Es durfte nicht da sein, weswegen er die Gefühle unterdrückte, wodurch sie in seinem Inneren gähren und schwelen konnten, wachsen, wie ein Same, der beständig gegossen eines Tages aufging.
Neugierig und dennoch guter Laune folgte er seinen Eltern zum Dorffest, bei dem die Besucher mit einem Mahl empfangen wurden und man sich zum gemeinsamen Plausch zusammenfand. Vorab gab es natürlich eine Messe in der Kirche, die in den Sommermonaten angenehm kühl war. Seine Mutter fühlte sich wie immer dazu bemüßigt die Gäste gleich persönlich zu begrüßen und sich, aus Elias sicht ordentlich einzuschleimen. Elias war immer froh, wenn diese Vorstellungsrunden schnell vorüber waren. Denn die Kinder aus anderen Familien waren viel lockerer als seine Eltern.
Nur mit halbem Ohr hörte er hin, als seine Mutter die Eltern des anderen Jungen, den er neugierig musterte, nach der Messe beschwatzte. "Das ist unser Sohn Elias", hörte er sie auch sagen und hoffte, dass es damit nun getan war. Er wollte sich mit dem anderen Jungen irgendwohin verziehen und seine Ruhe von den Erwachsenen. Wie es sich gehörte, streckte er dem anderen seine Hand zum Gruß entgegen. "Freut mich dich kennenzulernen", sagte er mit einem freundlichen und auch ehrlichen Lächeln.
//Hoffe es passt alles soweit, die Vorstellung hab' ich versucht etwas abzukürzen, weil ich mich damit immer etwas schwer tue und würde recht flott dazu übergehen, dass die zwei Zeit für einander, ohne die Erwachsenen haben. :)
@Virgil Chadburn
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Virgil war vielleicht ein Jahr älter als Elias und ebenfalls sehr aufgeschlossen und wissbegierig, doch all zu sehr hinterfragt hatte er seinen eigenen Glauben bislang noch nicht. Er war damit aufgewachsen, für ihn hatte es nie etwas anderes gegeben, als das, was seine Eltern oder die Gelehrten im Internat ihm erzählt hatten. Manche archivierten und verstaubten Ansichten störten ihn ein wenig und er wünschte sich man könnte sie verändern. Doch jedes Mal wenn Virgil versuchte etwas davon anzusprechen, kamen sein Eltern ihm mit der Dankbarkeits-Keule. Er solle dankbar dafür sein ein Dach über dem Kopf zu haben, er solle dankbar dafür sein, eine Gemeinschaft zu haben, die sich so gut um ihn kümmerte. Er solle dankbar dafür sein nicht in Armut leben zu müssen. Und diese Aufzählung konnte noch bis ins Unendliche fortgeführt werden. So lange.. bis Virgil sich danach stets mies und wahnsinnig undankbar vorkam und für eine Weile keine Fragen mehr stellte. Als Erwachsener hätte er wohl durchschaut, dass diese Worte unfassbar manipulativ waren und einem Kind mehr schadeten als halfen, doch er war nicht erwachsen. Weshalb er diese Kränkungen tief in seinem Herzen verbarg. Denn so dankbar er für all diese Dinge auch sein sollte… manchmal vergaßen seine Eltern, dass Virgil mehr war als nur ein braver Internatsschüler. Er hatte das Gefühl, manchmal wollten sie gar nicht, dass er seinen eigenen Charakter entwickelte oder seinen eigenen Weg fand. Sie wollten nur, dass er das perfekte, mundtote Abbild von ihnen wurde. Er die Lehren genau so weiter trug, wie man sie ihm beigebracht hatte. Das elterliche Liebe dabei sehr häufig auf der Strecke blieb.. das war seinen Eltern wohl nicht bewusst und Virgil wagte es nicht ihnen seine Gefühle diesbezüglich mitzuteilen. Denn vermutlich würden sie ihn dann erneut als undankbar betiteln und auch seine Wochenendbesuche streichen.
Wenn er in seiner Gemeinschaft also keine Ansprechpersonen hatte, die ebenfalls neugierig darauf waren, die große weite Welt zu erkunden, dann traf er sie vielleicht in anderen Ländern! Auf seinen Pilgerreisen hatte er schon so manch interessantes und aufschlussreiches Gespräch geführt. Traurig war es nur, dass er das meist hinter dem Rücken seiner Eltern tun musste. Denn aufzubegehren oder verbotene Dinge zu tun, hieß, im nächsten Jahr nicht an der Pilgerfahrt teilnehmen zu dürfen. Und das wäre für Virgil die allergrößte Strafe überhaupt!
Dennoch konnte er es nicht voll und ganz unterlassen seiner Neugier etwas nachzugehen… als Teenager funktionierte das Gehirn schließlich anders als bei einem Erwachsenen. Deshalb konnte er sich seiner Biologie gegenüber nicht immer erwehren! Doch er versuchte keinen all zu großen Ärger zu machen. Immerhin wollte er seine Eltern auch nicht enttäuschen. Es war ein Drahtseilakt zwischen der Befriedigung seiner Abenteuerlust und dem Mimen des frommen, folgsamen Ministranten.
Die Kirche des Dorfes, welches sie in diesem Sommer besuchten, war wirklich schön und für seine Verhältnisse auch imposant, weshalb er während der Messe ganz schön staunte. Viel interessanter waren jedoch die Menschen hier. Er ließ seinen Blick durch die Bänke der Kirche wandern und blieb dabei an einem Jungen haften, der ungefähr in seinem Alter sein dürfte. Er freute sich darauf ihn kennen zu lernen und hoffte, dass die Messe bald vorbei war. Ein Gedanke, für den er sich gleich danach aber wieder schämte, ihn jedoch auch nicht verhindern konnte.
Als sie die Kirche dann endlich wieder verließen, folgte der interessante Teil. Die Familien wurden einander vorgestellt und Virgil bemühte sich darum, den Jungen aus der Kirche nicht all zu auffällig zu mustern. Das war schließlich unhöflich.
Sein Eltern unterhielten sich sofort angeregt mit Elias Eltern, wodurch die beiden ebenfalls die Zeit bekamen, sich einander vorzustellen.
Mit einem Lächeln im Gesicht nahm Virgil die Hand des Jungen und schüttelte sie sachte.
„Freut mich Elias. Ich bin Virgil“
Virgil wusste nie, wie andere Teenies so drauf waren. Manche waren schließlich extrem schüchtern, folgsam und artig. Vor allem hier.. wo man ihm gesagt hatte, die Kirchenmitglieder würden extremer Ansichten vertreten, als seine Gemeinschaft. Vielleicht hatte Elias gar kein Interesse daran ein bisschen Unsinn mit ihm anzustellen? Vielleicht würde er ihn für den Vorschlag bei seinen Eltern verpetzen und er musste die restliche Zeit der Reise in seinem Zimmer verbringen?
Prüfend wanderte sein Blick in Elias Augen. Es war schwierig in ihnen zu lesen oder ihn auf den ersten Blick einzuschätzen. Aber Virgil beschloss einfach etwas zu riskieren. Er war es Leid immer nur aufzupassen und dadurch so viel zu versäumen.
Weswegen er ein Stückchen näher an Elias heran trat und ihm leise entgegen flüsterte
„Wie wärs.. lassen wir die Erwachsenen ihre Grundsatzdiskussionen führen und du zeigst mir stattdessen die wirklich spannenden Orte zum………“
Ehe Virgil seinen Satz beenden konnte, spürte er den prüfenden und stechenden Blick seiner Mutter im Nacken, welcher sein Getuschel aufgefallen war und er deshalb viel lauter fortsetzte
„zum Beten!! Die schönsten Orte zum Beten in deinem Dorf!“
Er lächelte ein bisschen nervös und sah bittend zu seiner Mutter. Die leise seufzte, den beiden dann aber die Erlaubnis erteilte gemeinsam das Dorf zu erkunden, sofern Elias Eltern auch damit einverstanden waren.
-In spätestens einer Stunde bist du aber zurück! Und dann möchte ich hören, welche neuen Erkenntnisse du in dieser Zeit erlangt hast, ist das klar?-
Virgil nickte nur hastig und blickte dann aufgeregt zu Elias, der hoffentlich überhaupt Interesse daran hatte mit Virgil von hier abzuhauen.
//klar, passt alles wunderbar so :)
@Elias Morio



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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zuletzt bearbeitet 15.12.2022 08:51 |
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Elias erwiderte das Lächeln und den Händedruck. Gerüchte, die immer wieder über den Jungen mit der gespaltenen Zunge kursierten, schienen wohl noch nicht zu dem Fremden durchgedrungen zu sein. Glücklicherweise sagten auch seine Eltern nichts, das Öl ins Feuer goss. Wahrscheinlich hofften sie einfach, dass jeder Kontakt den er zu anderen Christen knüpfte, ihn vom Teufel fernhielten. Manchmal fragte er sich, weshalb die Menschen nichts über ihn lernen wollten. Wäre das nicht klüger? Sollte man seinen Widersacher nicht kennen? Stattdessen genügte ein einziger Gedanke und man wurde dafür bestraft, sich mit dem Verführer auseinanderzusetzen. Natürlich könnte das auch an seiner Zunge liegen, das seine Eltern als Fluch interpretierten, dem er nur entkam, wenn er viel betete.
Elias entging nicht, wie Virgil Blickkontakt suchte, noch bevor er ihm plötzlich ganz nahe kam, um ihm leise zuzuflüstern, ob er ihm nicht spannende Orte zeigen wolle. Spannende. Er hatte wirklich spannend gesagt. Elias Augen erhellten sich, sehr zum missfallen seiner Mutter. Denn sie kannte diesen Gesichtsausdruck von ihm nur all zu gut. Ihr strenger Blick, ließ ihn innerlich sofort in sich zusammenschrumpfen. Doch Virgil war klug und lenkte schnell ein, was seiner Mutter ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Eine sehr gute Idee“, kommentierte sie sofort das Angebot. „Elias, sei so lieb und zeig ihm die besten Orte für das Gebet. Wir haben hier einige schöne Plätze.“ Dann begann sie von diesen zu schwärmen und den Eltern von Virgil wieder ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen.
Elias nickte eifrig, dann griff er nach Virgils Hand und zog ihn mit sich. Nach ein paar Schritten verfiel er in leichtes Laufen, bis sie außer Sichtweite waren. „Das war gut, mit dem Beten“, lachte er. Für einen winzigen Augenblick wurde dabei seine Zungenspitze sichtbar, die in der Mitte eine kleine Delle hatte, wodurch der Eindruck entstand, sie sei gespalten. „Wir müssen uns dann nur eine gute Geschichte dazu ausdenken. Es reicht, wenn ich dir von diesen Orten erzähle, von denen meine Mom so schwärmt.“ Allein schon das Wort spannend, wiegte ihn in Sicherheit, dass Virgil nicht zu der Sorte von Mensch gehörte, die seinen Eltern davon erzählen würden, was sie wirklich getan hatten. Es mochte leichtsinnig sein, ihm einfach blind zu vertrauen. Aber er sah keinen Grund es nicht zu tun.
„Wenn wir weiter nach Osten gehen, kommen wir zum Wald. Eine Stunde reicht nicht, um den Atalya Mountain zu besteigen. Aber im Wald gibt es ein altes Baumhaus“, erzählte er euphorisch von einer Entdeckung, die er vor zwei Jahren gemacht hatte. Seit damals besuchte er das Baumhaus regelmäßig und hatte es inzwischen soweit hergerichtet, dass er Freunde dorthin einladen konnte.
@Virgil Chadburn

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Nein, Virgil hatte noch nichts von den Gerüchten über Elias gehört. Und selbst wenn, würde er wohl nicht viel darauf geben. Er bildete sich gerne seine eigene Meinung über andere Menschen. Auch so eine Eigenschaft, die seinen Eltern nicht immer gefiel. Denn er sah in anderen zu Beginn stets das Gute. Was ja eigentlich etwas Positives sein sollte, doch es hieß auch, dass Virgil andere nicht vorverurteilte, selbst wenn sie in den Augen seiner Eltern ‚schlecht‘ waren. Diese hatten aber auch noch nichts über Elias gehört, wäre dem so, hätten sie ihren Sohn wohl nicht so einfach mit ihm gehen lassen. Aber dessen Eltern schienen nett zu sein. Wirkten auf den ersten Blick noch gar nicht so extrem wie erwartet, also was sollte schon passieren?
Virgil musste es sich verkneifen zu euphorisch zu grinsen, nachdem sie das ‚Okay‘ von beiden Seiten bekommen hatten, innerlich drehte er aber fast durch vor Aufregung und konnte es kaum erwarten von hier abzuhauen.
Elias fackelte auch gar nicht lange und nahm ihn an die Hand, weswegen er leicht lächelte und dann mit ihm lief, bis sie außer Sichtweite waren. Erst dann wurden ihre Schritte wieder etwas gemächlicher und Virgil sah seitlich zu Elias. Sagte dann aber todernst.
„Wie… heißt das etwa wir beten nicht??“
Er versuchte seinen geschockten Gesichtsausdruck so lange aufrecht zu erhalten wie nur irgendwie möglich. Bis er plötzlich nicht mehr anders konnte und lachend losprustete. Er wollte sein Gegenüber bloß ein bisschen foppen, herausfinden, wie er so drauf war. Es war also ein gegenseitiges Beschnuppern, welches die Weichen dafür stellen würde, wie der restliche Urlaub hier verlaufen könnte. Auch wenn es natürlich kein Urlaub war, sondern eine Pilgerfahrt. Aber für Virgil war das fast dasselbe.
Die Delle in Elias Zunge fiel ihm natürlich sofort auf. Aber ihn jetzt so direkt danach zu fragen, erschien ihm unhöflich. Weshalb er auch versuchte nicht so sehr zu starren. Vielleicht.. würde er ihn später darauf ansprechen, wenn sie einander etwas besser kannten. Denn solche ‚Makel‘ waren immerhin ein ziemlich persönliches Thema, das man nicht gleich in den ersten 5 Minuten thematisierte. Neugierig machte es ihn aber allemal.
„Ach, es reicht doch, wenn du mir von einem dieser Orte erzählst. Dann können wir sagen, dass ich so überwältigt von diesem Platz war und wir so vertieft in unser Gebet, dass wir es gar nicht geschafft haben noch andere Orte zu besuchen. Vielleicht bekommen wir dann beim nächsten Mal etwas mehr Zeit“
Kurz blitzte der Schalk in Virgils Augen auf und er schmunzelte verschmitzt, auch wenn er es eigentlich nicht mochte zu lügen und sich später vielleicht mies deswegen fühlen würde. Aber gerade war er einfach zu aufgeregt um vernünftig zu denken.
„Atalya Mountain? Hat man von dort oben einen schönen Ausblick über euer Dorf? Dann müssen wir unbedingt noch da hin!“
Vielleicht nicht jetzt, weil die Zeit dafür zu knapp war. Aber sie blieben ja ein paar Tage. Also wenn sie sich am ersten Tag von ihrer besten Seite zeigten und ganz artig waren, wer weiß, vielleicht bekamen sie dann ja eine Möglichkeit etwas länger weg zu bleiben.
„Ein Baumhaus?? Wie cool!!“
Andere Jugendliche fänden das vielleicht lahm oder langweilig. Aber für Virgil war das wirklich etwas Besonderes. In einem Baumhaus konnte man die coolsten Dinge anstellen und Abenteuer erleben. Sie waren noch Teenies, weshalb sie nichts anderes brauchten als ihre Fantasie.
Es dauerte nicht mehr lange, bis sie bei dem Baumhaus angekommen waren und Virgil die Augen weitete.
„Wow! Das sieht ja richtig geräumig aus. Hast du es selbst gebaut?“
Wahrscheinlich eher nicht wenn es ein ‚altes‘ Baumhaus war. Aber vielleicht hatte Elias ja ein paar Gadgets eingebaut oder so.
„Nach dir“
Sagte er erneut mit einem Lächeln im Gesicht. Immerhin war das das Heim von seiner neuen Bekanntschaft. Bei ihm zu Hause würde er ja auch nicht einfach so die Tür öffnen und hinein stürmen, weshalb er abwartete bis Elias ihn in die gute Stube einlud.
@Elias Morio



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Elias lachte und schüttelte seinen Kopf. "Du hattest dich nicht vor echt zu beten? Na, wobei, wir könnten den Götzen anbeten, den ich im Baumhaus gefunden habe." Es handelte sich bestimmt um irgendein kultisches Artefakt. Oder vielleicht doch eher nur eine Puppe, die ein indigenes Kind dort zurückgelassen hatte. Gegenstände von Wert, wären sicher nicht einfach so liegengelassen worden. Jedenfalls hatte er der hölzernen Figur Kleidung angezogen und einen Altar gebaut. Seine Eltern durften davon nur nie etwas erfahren. Er konnte sie schon schreien hören, dass sie den Götzen verbrennen würden. Wie konnte er Satan dienen? Dabei tat er das gar nicht. Er war nur der Ansicht, dass alles, was von Menschenhand geschaffen wurde auch pfleglich behandelt werden sollte. Die Figur hatte so achtlos am Boden gelegen, zwischen zerfledderten Stoffen und heruntergebrochenen Dachbalken. Das arme Ding hatte eine bessere Behandlung verdient. Und wer wusste schon, ob es nicht beseelt war.
"Ne, leider hab' ichs nicht selbst gebaut, aber renoviert. Ich glaub' hier haben früher mal Navajos gelebt oder Cherokee, kenn mich mit den Stämmen nicht so aus. Schätze mal, dass es schon gebaut wurde, bevor hier die ersten weißen Siedler kamen. So alt. Als ichs gefunden hab', da waren die Bretter schon morsch. Hab' sie erneuert und nach und nach alles ersetzt." Stolz betrachtete er sein Werk von unten. Eine Strickleiter ermöglichte ihnen den Aufstieg. Flink kletterte Elias hinauf. Oben angekommen streckte er eine Hand nach Virgil aus, um ihm beim hineinklettern behilflich zu sein. Nicht, dass der Andere es gebraucht hätte. Doch Hifsbereitschaft war etwas, dass er sich angewöhnt hatte, nicht weil Gott sagte, sondern weil er es selbst für wichtig hielt. Behandle andre so, wie du behandelt werden möchtest. Wenn alle so leben würden, dann wäre das Leben wirklich schön. Leider lebten die meisten Christen diesen Grundsatz nur nicht.
"Für den Atalya Mountain sollten wir in der früh zeitig aufstehen", griff er die Frage nach dem Berg nochmal auf. "Komm hier rüber", er deutete auf ein Fenster, von wo aus man einen Ausblick zum Wald und dem Berghang hatte. Er zog den Vorhang bei Seite, der aus Stoffetzen bestand, die er provisorisch zusammengeflickt hatte. Das Fenster befand sich unweit des kleinen Altars, der mit einem dunkelroten Tuch überzogen war. Auf diesem Standen verschiedene Steine, Schneckenhäuser, ein zerbrochener Traumfänger, den er mit Uhu zusammengeklebt hatte, ein Spiegel, Vogelfedern und das hölzerne Püppchen, dem er eine schwarze Kutte mit Kapuze übergezogen hatte. Außerdem, damit es etwas farbenfroher war, hatte er seine Augen mit grüner Farbe bemalt, wodurch es wie ein kleiner Waldgeist aussah. Abgesehen von dem Altar, gab es auch einen Holztisch, der genau genommen aus einem Baumstumpf bestand, Sitzkissen in Form übereinandergeschlagener Decken, zahlreiche Traumfänger und Tierknochen an den Wänden sowie eine hölzerne Kiste, über der ein schwarzes Tuch hing.
Elias blieb beim Altar am Fenster stehen und hielt den Vorhang auf, damit Virgil hinaus sehen konnte und einen Blick auf den Berg erhaschen konnte. "Von hier sieht es total nah aus. Aber ich war einmal oben und kam dann viel zu spät nach Hause. Meine Mutter hat sich total aufgeregt und mir einen Hausarrest von einer Woche aufgebrummst. Und das alles nur, weil ich auf dem Berg war. Sie denkt immer, dass böse Geister von mir Besitz ergreifen könnten, wenn ich allein zu lange fort bin." Er zuckte mit den Achseln. "Dabei brauch ich dazu nur ins Baumhaus kommen." Er deutete mit einem schelmischen Grinsen auf die Puppe. "Das ist mein kleiner Waldgeist. Er war unter den Trümmern des Dachs verschüttet. Hab' ihn beim Renovieren gefunden und mir gedacht, eine gute Tat muss sein. Findest du es auch seltsam, dass sie immer predigen, wir sollen unsere Umwelt gut behandeln, aber sobald es dann keine Menschen sind, hört die Nächstenliebe auf?"
Ah, das würde seine Mutter gleich wieder als ketzerisch bezeichnen und hervorheben, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei, bla,bla bla. Als Krone der Schöpfung gebärdete sich der Mensch nur leider nicht gerade.
@Virgil Chadburn

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„Ich denke, wir haben in den nächsten Tagen noch ausreichend Gelegenheiten um zu beten“
Deshalb musste das wirklich nicht jetzt sein. Sie waren schließlich gerade erst in der Kirche gewesen. Und das Abendgebet würden sie ja auch nicht auslassen, weshalb es bestimmt nicht verkehrt war, mal eine kurze Pause vom Beten einzulegen und einfach nur Teenie zu sein.
Auch wenn Virgil schon ein bisschen skeptisch wurde, als Elias etwas von einem Götzen redete. Götzen zu verehren war immerhin verboten. Aber… Virgil wollte nun sicher kein Spielverderber sein. Weswegen er sich gerne selbst davon überzeugen wollte, was der fremde Junge damit meinte.
„Und das hast du ganz alleine hingekriegt? Das ist wirklich ziemlich beeindruckend Elias. Ich habe meinen Eltern schon häufig dabei geholfen kleine Kapellen zu errichten. Also falls du noch eine Erweiterung für dein Baumhaus brauchst.. diese Hände packen gerne an“
Sagte er schmunzelnd und zeigte ihm zur bildhaften Untermalung seine Handflächen, an denen sich gewiss schon ein paar leichte Schwielen befanden. Aber handwerklich war Virgil wirklich begabt und würde Elias deshalb gerne dabei helfen, das Baumhaus noch etwas mehr aufzupeppen.
Sie kletterten die Strickleiter hinauf, dankbar nahm Virgil Elias Hand und schob sich ebenfalls ins Innere des kleinen Bauwerks.
Wenn er es von draußen schon faszinierend gefunden hatte, so wurden seine Augen nun noch größer als er sich drinnen umsah.
Wie geheißen, begab er sich zu Elias an das kleine Fenster und blickte mit ihm in Richtung Berg.
„Was sagen wir unseren Eltern?“
Denn das würde heißen, dass sie das Morgengebet verpassten oder? Und dafür mussten sie sich eine wirklich gute Ausrede einfallen lassen. Elias wirkte wie jemand, der ein paar solcher Ausreden im Petto hatte. Nur offenbar nicht immer damit durchkam aber dieses Risiko musste Virgil einfach eingehen. Alleine auf einen Berg zu wandern war immerhin extrem spannend! Das hatte er noch nie getan. Und wer weiß welche Abenteuer sie unterwegs erleben würden.
Virgil lauschte der Geschichte, die Elias ihm von seinem letzten Bergaufstieg erzählte und runzelte etwas die Stirn.
„Böse Geister? Über sowas.. reden wir zu Hause irgendwie nie. Wenn ich etwas falsch mache, dann sagen meine Eltern mir nur immer wie enttäuscht Gott nun von mir ist. Obwohl ich manchmal denke, dass in Wahrheit eigentlich nur sie enttäuscht sind.. denn manchmal frage ich mich schon.. ob es Gott wirklich interessiert, wenn ich einmal keine Lust darauf habe mit dem Nachbarsmädchen Blumen für die Kommunion zu pflücken“
War das wirklich so ein großer Frevel? Oder nutzten sie das Wort Gottes manchmal schlichtweg um ihn zu manipulieren und maßzuregeln?
„Glauben deine Eltern wirklich daran, dass die Welt bald untergeht?“
Platzte es plötzlich bei dem Thema aus ihm heraus, weil seine Eltern ihm das erzählt hatten. Er aber eigentlich nichts hatte sagen sollen! Mist. Nun war es doch geschehen aber es interessierte ihn einfach zu brennend, wie die Gemeinde hier wirklich darüber dachte. Oder ob seine Eltern nur wieder übertrieben, um ihm Angst zu machen und ihn dadurch zur Hörigkeit zu zwingen.
Als Elias nun auf dieses Püppchen auf seinem Altar deutete.. lief Virgil tatsächlich ein kurzer Schauer über den Rücken. Denn das alles sah schon wirklich gefährlich und verboten aus und auch ein bisschen unheimlich.
Wenn seine Eltern wüssten, was Elias hier versteckte, würden sie Virgil augenblicklich für immer den Umgang mit ihm verbieten. Und doch starrte Virgil gleichermaßen fasziniert als auch ehrfürchtig hinüber.
Sein Waldgeist also… Virgil war so von dem Anblick in den Bann gezogen, dass er fast seine Frage überhörte. Vielleicht hatte der Geist ja schon von ihm Besitz ergriffen, nur weil er ihn angesehen hatte? Nein… so ein Schwachsinn. Er schüttelte rasch den Kopf und blickte seinem Begleiter wieder in die Augen.
„Ja.. ich verstehe die Spielregeln ehrlich gesagt bis heute nicht. Manchmal, wenn ich denke etwas Gutes zu tun, ist es in den Augen meiner Eltern falsch. Wenn ich es in einer ähnlichen Situation dann bleiben lasse, ist das plötzlich auch nicht richtig.“
Was ja auch bereits auf eine gewisse Willkür hindeutete. Den Glauben richtig zu deuten war schier unmöglich und Virgil immer noch manchmal verwirrt deswegen.
Aber eines wusste er definitiv. Dieser Altar hier… der war in jedem Fall ‚falsch‘. Zumindest wenn es nach der Glaubensausrichtung seiner Eltern ging.
Doch je gefährlicher die Dinge auch waren, desto reizvoller waren sie ebenfalls. Vor allem für Teenager, denen man das Ausleben ihrer Pubertät bislang stets untersagt hatte. Weshalb Virgils Blick fast wieder magisch von dem Götzenpüppchen angezogen wurde und er ganz leise und fast bedächtig fragte…
„Darf….darf ich es anfassen?“
Auch wenn er wirklich ziemliche Angst hatte und sein Herz bereits schnell und fest gegen seine Brust pochte… so war seine Neugier trotzdem größer. Er musste einfach herausfinden, ob etwas Schlimmes passieren würde, wenn er diese Figur anfasste. Ob es wirklich böse Geister gab, die dann erscheinen würden.
Jugendliche neigten ja ständig dazu sich Situationen auszusetzen, die sie verängstigten, einfach weil sie sich dadurch lebendig fühlten und diesen ‚Kick‘ brauchten. Normale Jugendliche schauten Horrorfilme oder erzählten sich Gruselgeschichten, probierten Drogen aus oder dergleichen. Für Virgil hingegen… war es bereits der ultimative Kick nun diese kleine Statue anzufassen. Er war eben völlig anders erzogen worden als andere Kinder. Und für ihn war das hier bereits das Aufregendeste, das er jemals erlebt hatte! Und Elias… naja.. der war ganz eindeutig der faszinierendste und beeindruckendste Junge, dem er je begegnet war.
@Elias Morio



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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@Virgil Chadburn
Elias nickte eifrig. Sicher hatten sie genug Zeit. Sie mussten ihren Eltern nur gute Geschichten verkaufen. Wahrscheinlich durfte er sich abends zwar ohnehin eine Predigt darüber anhören, er solle der Versuchung widerstehen und auch davon absehen den Gast zu irgendetwas zu verführen, was nicht christlich war. Aber was sie nicht wussten, konnten sie ihnen nicht verbieten. Und so hatte er es getan, hatte ihm seinen verbotenen Götzen gezeigt und wie es aussah, schien Virgil ihn deshalb nicht gleich zu verurteilen, wie andere das tun würden. Einmal hätte ihn ein Junge beinah verpetzt, wenn er nicht zufällig gewusst hätte, dass besagter Nachbarsbursche ziemlich schlecht in der Schule war und keine Lust zum Mathe pauken hatte. Also hatte er ihm angeboten, ihm die Hausaufgaben zu machen, wenn er ihn dafür nicht anschwärzte.
Ein breites Grinsen huschte über seine Lippen. "Wir können es gern gemeinsam erweitern. Ich glaube, den Götzen wird es nicht stören. Er hat sicher mal einem indigenen Kind gehört und auch wenn sie etwas anderes glauben als wir, die Bibel lehrt doch Nächstenliebe. Deshalb dachte ich mir, sollten wir das, was anderen gehört, auch wenn sies zurückgelassen haben, gut behandeln und nicht zerstören, nur weil wir Angst haben. Ich meine, Gott beschützt uns doch, wenn wir beten? Und wenn wir zu Götzen nett sind, vielleicht können sie ja bekehrt werden."
Das waren Theorien, die in der Schule und bei seinen Eltern immer auf taube Ohren stießen. Heiden konnte man nicht bekehren. Das waren wilde. Dämonen waren die natürlichen Feinde der Engel. Di verführten einen nur. Und was wurde dann aus den Engeln, wenn sie einfach nur sinnlos alles zerstörten, was ihnen nicht in den Kram passte? Waren sie dann besser als Dämonen? Ketzerische Fragen, sinnlos sie in der Schule zu stellen. Aber gegenüber Virgil hatte er das Gefühl, dass er offener sein konnte. Er wirkte interessiert, neugierig, an allem, was er so zu erzählen hatte.
Apropos Eltern. Was sagten sie ihnen? "Ah, ich weiß. Wir sagen ihnen, dass wir nachempfinden wollen, wie es für die Pilger in Israel ist auf den Berg Sinai zu steigen um dort zu beten. Wir werden einen Teppich mitnehmen, den in die Himmelsrichtung des heiligen Berges legen und dann dort oben Beten, so wie eins Moses." Das überzeugte sie hoffentlich.
Sein Blick fiel wieder auf den Götzen. "Klar darfst du ihn anfassen. Ich glaube er freut sich darüber. Irgendwann muss ich ihm ein Püppchen zur Seite setzen, damit er nicht so allein ist." Auch das dürfte er seinen Eltern gegenüber nie sagen. Da käme sofort von seiner Mutter, was er spricht zu dir. Dieses Teufelszeug muss verbrannt werden. Oh weh. Elias fürchtete, dass die Zerstörung von Dingen wesentlich teuflischer war, als der Besitz der angeblich verbotenen Gegenstände.
"Ja, böse Geister. Weil ich von Satan berührt wurde, als ich geboren wurde. Meine Mom sagt, er hat mich gezeichnet mit der gespaltenen Zunge und deshalb muss ich besonders gut aufpassen, weil das Böse mich auf seine Seite ziehen will. Darum muss ich mehr beten als andere und viel Buße tun, damit ich am Ende der Tage auf der richtigen Seite stehe." Er suchte zwei Sitzkissen, auf denen sie in der Nähe des Altars Platz nehmen konnten. Auf einen setze er sich, während er Virgil beobachtete.
"Unsere ganze Gemeinde glaubt daran. Der Pfarrer liest regelmäßig aus der Offenbarung des Johannes vor und predigt von den Zeichen der letzten Tage. Man kann sie überall sehen, sagt er. Kriege, Hungersnöte, Lebensmittelknappheit, die Abkehr des Menschen von Gott, Unzucht sind nur ein paar Zeichen. Er sieht sie überall, die Zeichen des moralischen Vefalls. Nach den Zeichen kommen irgendwann die Siegel, die gebrochen werden und die vier Reiter."

Und wo Nyarlathotep wandelt, wird die Ruhe schwinden, zerrissen von den Schreien aus Alpträumen.
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Virgil würd Elias niemals verraten, auch wenn ihm das alles hier ziemliche Angst einjagte. Aber es war auch gleichermaßen aufregend und er fühlte sich geehrt, dass Elias ihm dieses Geheimnis anvertraut hatte. Zwar predigten seine Eltern ihm stets, dass es gute und schlechte Geheimnisse gab und man die schlechten unbedingt erzählen musste. Aber noch war Virgil nicht überzeugt davon, dass das hier wirklich ‚schlecht‘ sein sollte. Vielleicht in den Augen ihrer Eltern. Aber war das wirklich stets das Maß aller Dinge? Sollte er nicht langsam anfangen sich seine eigene Meinung zu bilden? Schließlich war er bereits 15. Und seine Neugier schier grenzenlos. Wie auch seine Motivation. Denn er freute sich extrem darüber, dass Elias damit einverstanden war es etwas zu erweitern.
„Da drüben könnten wir einen kleinen Balkon hin bauen oder einen kleinen Seilzug, damit du deinen Kram leichter rauf und runter schaffen kannst“
Sprudelte es sofort aus Virgil hinaus, da ihm gleich etliche Ideen in den Sinn kamen, wie man das hier noch cooler gestalten könnte.
„Ja, schon möglich… ich meine.. wir sollen anderen Menschen ja auch kein Leid zufügen, nur weil sie an etwas anderes glauben als wir. Wieso sollte es dann mit Gegenständen anders sein..“
Wenn sie beseelt waren doch sogar noch weniger als wenn es nur normale Dinge waren. Alles was auf der Welt existierte hatte irgendeinen Wert. Und mit Ressourcen sollte man sparsam und bedacht umgehen. Also wäre es doch ein Jammer ein altes ‚Spielzeug‘ einfach zu zerstören. Ob man ihm einen Altar bauen sollte war natürlich eine andere Frage. Aber rein prinzipiell konnte er Elias Gedankengängen schon etwas abgewinnen. Und vielleicht konnte er ihn durch seine Nächstenliebe ja wirklich vom christlichen Weg überzeugen.
Elias Idee mit dem Berg war wirklich großartig! Weshalb Virgil sogar kurz begeistert in die Hände klatschte. Sich dann aber selbst dafür schalt, da er wegen einer Lüge nicht so aus dem Häuschen sein sollte und sein Gewissen sich meldete. Darauf verzichten wollte er aber trotzdem nicht. Was für ein Zwiespalt!
„Das ist ein wirklich guter Plan“
Erwiderte er demnach nur etwas zurückhaltender als seine erste Reaktion erahnen ließ. Doch Virgil haderte eben doch noch sehr mit dem Zwiespalt aus Neugier/Rebellion und Gehorsam. Er war noch nicht so abgebrüht wie Elias offenbar und das, obwohl dieser eigentlich ein Jahr jünger war als er.
„Du klingst als hättest du solche Dinge schon öfter gemacht hm?“
Sonst würden seine Eltern ihn wohl auch nicht an einer so kurzen Leine halten. Elias war ein Troublemaker, so viel stand fest. Aber gerade solche Menschen polarisierten eben sehr. Würde er keine ketzerischen Dinge predigen, könnte er die Massen wohl ziemlich mitreißen. Bei Virgil gelang es ihm jedenfalls eindeutig.
Der Götze sollte sich freuen, weil Virgil ihn anfasste? Er bekam ein bisschen Bauchschmerzen, weil ihn das ziemlich nervös machte und er Elias entgegen flüsterte
„Kannst… du etwa hören was er sagt..?“
Hatte er wirklich eine Art Kontakt zu diesem Götzenbild oder waren das einfach nur Vermutungen die Elias hier aussprach?
Trotz aller Vorsicht und Furcht, streckte Virgil nun doch kurz die Hand aus und tippte das kleine Figürchen an. Zuckte jedoch sofort wieder zurück, als wäre er brennheiß. Doch irgendwie.. passierte nichts. Hm. Weshalb er ihn noch mal anfasste. Diesmal sogar ein bisschen länger. Sein Herz schlug ihm bis zu Hals aber er hatte nicht das Gefühl, als würde nun ein böser Geist von ihm Besitz ergreifen oder so. Es schien einfach nur ein normaler Gegenstand zu sein.
Als Elias ihm von der Theorie zu seiner gespaltenen Zunge erzählte, runzelte Virgil die Stirn. Er wusste nicht was er davon halten sollte. Einerseits klang es einleuchtend.. aber andererseits irgendwie auch sehr an den Haaren herbei gezogen.
„Und was denkst du? Meinst du, es war wirklich so? Oder ist es einfach ein.. biologisches Phänomen“
Immerhin gab es auch noch so etwas wie Naturwissenschaften. Das vergaßen viele Gläubige gerne einmal. Nicht alles war mit irgendwelchen biblischen Ereignissen zu erklären. Elias Zunge könnte auch einfach eine Fehlbildung sein und keinerlei Bedeutung haben.
Virgil ließ sich mit Elias auf einem der Sitzkissen nieder und hing förmlich an seinen Lippen als dieser ihm all diese Theorien über seine Geburt oder den Weltuntergang erzählte.
Doch wieder konnte man sehen, dass Virgil ein bisschen mit sich haderte. Rebellischer Teenie hin und her.. er war sein Leben lang extrem streng gläubig erzogen worden. Diese Sorgen und Ängste konnte er demnach nicht so schnell ablegen und fragte deshalb ein bisschen besorgt
„Denkst du.. wir tragen einen Teil zum Weltuntergang bei… wenn wir unsere Eltern nachher belügen?“
Wegen der Sache mit dem Berg und was sie hier getrieben hatten. Immerhin ging es beim Weltuntergang doch offensichtlich um moralischen Verfall. Und wenn man log, dann machte man sich dessen ebenfalls schuldig.
Obwohl Elias jünger war als Virgil, wirkte er trotzdem irgendwie reifer und erwachsener. Oder besser gesagt welterfahrener als der Waliser. Weshalb dieser ihn ja auch so mit seinen Fragen löcherte..
@Elias Morio



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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Elias nickte bekräftigend. Genau das. In der Bibel stand es doch schwarz und weiß. Nächstenliebe war eines der obersten Gebote. Jesus wollte, dass Menschen nicht nur einander, sondern auch ihre Umwelt gut behandelten. Aber was taten die Menschen? Sie zerstörten, was sie nicht verstanden. Endlich war da jemand, der verstand.
Er grinste, als Virgil seinen Plan für gut befand. »Not macht erfinderisch und Gott hätte uns kaum Kreativität geschenkt, wenn wir sie nicht benutzen sollen.« Seine Eltern sahen das natürlich anders. Gott hatte den Menschen den freien Willen gegeben und der Teufel führte sie in Versuchung. Sie würden sagen, er erlag der Versuchung, wenn er ungezügelt seiner Neugier folgte und kreative Lösungen entwarf, um sich gegen die Regeln der Erwachsenen zu behaupten. Elias war immer schon gut darin gewesen, seine eigene Interpretation zu finden. Das mochte manchmal Fluch und Segen zugleich sein.
Virgil fragte, ob er hören konnte, was der Götze sagte. Elias lachte und schüttelte seinen Kopf. »Er sitzt einfach nur da und schaut vor sich hin. Als ich ihn gefunden hab‹, sah er traurig aus, zerrupft und zerstrubbelt. Da hab ich ihn hübsch gemacht und ihm den Altar gebaut.« Als sein neuer Freund das Püppchen berührte, beobachtete er ihn neugierig. Nichts Besonderes geschah. Kein Rumpeln, kein Wispern, keine Blitze oder andere übernatürliche Phänomene. Das Püppchen sah sie einfach nur an und schaute dabei, seiner Meinung nach, glücklich aus, weil es Aufmerksamkeit bekam.
»Vielleicht hab‹ ich einfach nur eine blühende Fantasie«, fuhr er fort. »Aber ich denke, dass der, dem es mal gehört hat, sich bestimmt darüber freut, dass es jetzt ein neues zu Hause hat. Und wie du siehst, es ist nichts Schlimmes passiert.« Keine Strafe Gottes, keine Dämonen und Geister. Tatsächlich hatte Elias noch nie irgendwelche Stimmen gehört, abgesehen von den Stimmen irgendwelcher Erwachsener im Dorf, wenn er ihnen nachspioniert hatte. Er hatte beim Gebet versucht, Gottes Stimme zu hören. Doch der schwieg auch.
»Mmm...« Er streckte seine Arme in die Luft und ließ sie dann wieder sinken. »Ich glaube, es ist ein biologisches Phänomen. Eine Mutation oder so. Aber vielleicht ist es auch mehr. Keine Ahnung. Jedenfalls will weder Satan noch Gott mit mir sprechen. Wenn es wirklich ein Zeichen von Satan wäre, müsste er doch wenigstens reagieren, wenn ich versuche, ihn anzurufen?«, mutmaßte er. Dabei merkte er gar nicht, was er Virgil da gerade verriet. Satanische Rituale, Anrufungen. Das war etwas, das sollte er wirklich nicht tun. Vielleicht sprach Gott deshalb nicht mit ihm, weil er sauer war? Das wäre nicht gut.
Ob die Lüge sich gegenüber dem Weltuntergang ähnlich verhielt, wie Öl, das ins Feuer gegossen wurde? Er verzog seine Mundwinkel zu einer Grimasse. »Ich hoffe nicht. Ich hab ehrlich gesagt bisher nicht drüber nachgedacht«, gestand er. »Meinst du, denkst du, wenn man zu viele Dinge tut, die Gott nicht gefallen, dass das ein Grund dafür sein kann, dass er nicht mit einem spricht?«
Was wäre, wenn seine Eltern doch Recht hätten. Aber er konnte sich nicht vorstellen, dass es eine schlechte Tat war, kaputtes Spielzeug anderer Menschen zu reparieren und pfleglich zu behandeln. Oder Satan herauszufordern, sich zu zeigen, wenn er existierte. Immerhin hatte er die Anrufungen nicht ausprobiert, um sich mit ihm zu verbünden, sondern, um ihn zu verjagen.
@Virgil Chadburn

Und wo Nyarlathotep wandelt, wird die Ruhe schwinden, zerrissen von den Schreien aus Alpträumen.
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Elias kannte wirklich auf alles die passende Antwort und regte Virgil damit zum Nachdenken an. Eigenständiges Denken war etwas, das er erst noch trainieren musste, denn bisher war das nie von ihm verlangt worden. Ganz im Gegenteil. Dinge zu hinterfragen war sogar eher als negativ gewertet worden, weshalb Virgil sich stets damit zurück gehalten hatte. Aber Elias Sicht auf die Welt war so anders, so.. erfrischend und inspirierend. Womit sein Gegenüber, ohne es zu wissen, gerade den Grundstein für Virgils weitere Zukunft legte. Denn es dauerte zwar noch einige Jahre.. aber dann würde auch Virgil endlich anfangen seinen eigenen Weg zu gehen und sich von seinen religiösen Fesseln befreien. Elias trug gerade maßgeblich zu dieser Entwicklung bei, es blieb abzuwarten, ob Virgil je die Chance dazu bekommen würde, ihm das zu sagen.
Aber das war noch Zukunftsmusik. Gerade war der Waliser einfach nur fasziniert davon, wie Elias die Dinge umdeutete und aus einem anderen Blickwinkel betrachtete.
„Du hast Recht.. vermutlich nicht…“
Es war als würde ihm gerade ein Licht aufgehen. Über all das Gesagte musste er definitiv noch genauer nachdenken.
Irgendwie war Virgil dennoch beruhigt darüber, dass Elias nicht wirklich mit dem Götzen sprach. Und er letztlich nur ein Spielzeug blieb, das nicht antwortete. Sein Herz hatte ihm bei der Berührung nämlich bis zum Hals geschlagen. Nun konnte er wieder ein bisschen durchatmen.
„Davon bin ich überzeugt. Ich hoffe das Kind ist nicht zu traurig über den Verlust..“
Denn ein bisschen Leid tat es ihm ja schon. Er wusste wie es war, wenn man geliebte Gegenstände verlor und besaß anderen Menschen gegenüber sehr viel Empathie und Einfühlungsvermögen. Auch das konnte Segen und Fluch zugleich bedeuten.
Allerdings verschluckte Virgil sich prompt an seiner eigenen Spucke und mussten husten, als Elias davon sprach, dass Satan ihm nicht antwortete, wenn er ihn anrief. Das… also das.. konnte jetzt unmöglich sein Ernst sein oder?? Erschrocken weitete Virgil die Augen. Bisher war dieses Gespräch ja noch einigermaßen harmlos geblieben. Aber zu hören, dass er versuchte mit dem Teufel Kontakt aufzunehmen, das war schon ein anderes Kaliber.
„Das hast du nicht wirklich versucht oder???“
Wollte er ihm vielleicht gerade nur Angst machen? Fand er es lustig das gut behütete Landei ein bisschen zu erschrecken? Oder war das tatsächlich sein Ernst?
Virgil stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Weshalb es ihn nicht wundern würde, wenn Gott aufgrund dessen nicht mit Elias sprach. Aber auf der anderen Seite
„Ich.. weiß nicht.. ich hab bisher so ziemlich alles getan was er oder meine Eltern wollten. Trotzdem hat er noch nie mit mir gesprochen“
Was ihn wieder zu dem Gedanken führte, dass das was seine Eltern wollten, vielleicht nicht automatisch auch das war was Gott von ihm erwartete? Denn woher wollten sie das wissen? Sie hatten doch auch keinen direkten Draht zu ihm. Trotzdem stammelte er seine Worte nun ein bisschen unsicher vor sich hin, weil er immer noch ein bisschen unter Schock stand wegen Elias Offenbarung. Immerhin wusste er noch nicht, dass Elias das nur getan hatte, um ihn zu verjagen und nicht, um mit ihm gemeinsame Sache zu machen. Vielleicht würde ihn das zumindest geringfügig beruhigen.
@Elias Morio



Wie kommt es, dass wir Gott so bereitwillig unser Unglück zuschreiben, aber nicht unser Glück?
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