|
WILLKOMMEN! Wir sind ein Walking Dead Forum bestehend seit 2013 – Wir folgen der Storyline aus der TV-Serie bis Negans Fall 2015. Seitdem schreiben wir unsere eigene Geschichte, die allerdings einige Schlüsselmomente aus der Serie mit einbezieht. Wir schreiben in Szenentrennung und geben auch vielen Free-Charakteren ein wundervolles zu Hause. Zudem sind wir eine entspannte Community und verfolgen auch keine Blackliste mehr.
WEATHER Monatsabhängig 5°C bis 26°C EVENTS Heaven’s Paradise Plot INPLAY STATUS September – November 2024 NEWS! 26.01.26 Das neue Design steht und wir starten mit neuer Energie durch!
09.01.26 Neustart! Das TWD startet mit neuem Team und neuen Ideen!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
01.01.26 Frohes neues Jahr!
Team, Events & Weather
Floyd Webber, Scarlet Rainthworth, Daryl Dixon und Duo Maxwell sind die Admins im Forum. Scar und Duo bilden die Front, während sie von Floyd und Daryl im Hintergrund unterstützt werden. Grafik und Design stammt von Daryl Dixon <3
Der Plot um den Angriff auf die Heavens Paradise neigt sich dem Ende.
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°COktober: Die Tage werden Kühler und es gibt mehr Regen. Temperaturen: 10°C - 20°C November: Es wird deutlich kälter und es gibt immer mehr schlechtere Tage. Temperaturen: 5°C - 14°C
THE DEAD DON’T DIE
|
|
Die letzten Jahre waren hart. Vielleicht sogar die härtesten meines Lebens. Jetzt konnte ich in etwa nachvollziehen wie es war vor dem Nichts zu stehen. Obwohl es bei mir etwas ganz anderes war. Immerhin hatte ich nicht Schuld an dieser Misere gehabt. Erst hatten uns meine sogenannten Onkel verraten, dann verließ uns meine Mutter und dann Probten die Sklaven auch noch einen Aufstand. Was mich wohl auch an diesen Punkt gebracht hatte. Es hatte verdammt lange gedauert das Chaos einigermaßen zu beseitigen. Und dann konnten wir als restliche Überlebende nicht einmal nach Hause weil uns mein noch letzter lebender Onkel einfach alles weggenommen hatte. Darüber war ich immer noch verdammt sauer. Und das er atmete hatte @Brian Daniels auch nicht verdient. Nach all dem wuchs meine Rache nur noch weiter bis ins Unermessliche. Aber was hatte ich von einem Lügner und Dieb auch anderes erwartet? Das @Catherina Winchester mich jedoch so betrogen hatte gefiel mir gar nicht. Wie zum Teufel hatte sie das nur geschafft? Fragen über Fragen auf die es wohl so schnell keine Antworten geben würde. Frustrierend. Ich war, wie so oft, nicht ganz alleine unterwegs gewesen. Waghalsig und mutig war ich schon immer aber deswegen war ich noch lange nicht lebensmüde. Dennoch war unsere kleinere Gruppe gerade aufgeteilt um ein möglichst großes Areal abklappern zu können. Wenn man gar nichts mehr hatte, war alles besser als dieses Nichts. Dabei hatte ich die ganze Zeit jemand ganz bestimmtes im Visier. Nicht umsonst hatte ich dieses Stück des Reihenhauses gewählt. Ich hatte Cat schon vor einer Weile aufgespürt und entdeckt. War mir aber in den ersten Momenten nicht ganz sicher, da sie sich schon verändert hatte und es stets aus der Ferne war. Genau so wie jetzt. Es hätte auch eine x-beliebige Frau sein können, die ich mitnehmen könnte. Aber ich war mir ziemlich sicher das es niemanden in der unmittelbaren Nähe gab, der sich so katzengleich grazil bewegte. Was auch irgendwie ihr Pech war. Denn das war auf eine gewisse Art auch ein Erkennungsmerkmal. Ich beobachtete sie noch eine ganze Weile weiter und folgte ihr unauffällig auf Schritt und Tritt. Als sie endlich in das Haus ging, witterte ich meine Chance. Ich wusste das sie schnell und wendig war und verdammt gelenkig. Also musste ich zusehen das es so wenig Fluchtwege wie möglich gab. Denn sicherlich würde sie kaum sofort normal mit mir reden. Wenn überhaupt. Demnach sorgte ich bei jedem weiteren Gang und jeder weiteren Tür dafür das sie nicht einfach so leicht wieder verschwinden konnte. Wenn sie nicht lebensmüde war und aus dem zweiten- oder dritten Stock ohne Hilfsmittel springen wollte. Obwohl dazu wohl auch erstmal die Scheibe eingeschlagen werden müsste. Alte Fenster ohne Wartung konnten tückisch sein. Das hatte ich selbst am eigenen Leib erfahren müssen. Und ich stellte mich erst dann sichtbar in ihren Weg, als ich mir sicher war das sie nicht sofort flüchten konnte. Und, was vielleicht sogar wichtiger war, in einem Raum der nicht viel Platz für einen Kampf bot. Es sah aus wie ein stein altes Schlafzimmer. Die Vorhänge hatten sich im einzigen, kleinen Fenster verheddert und machten es unmöglich dadurch zu kommen. Sie war immer noch verdammt gut, aber ich kannte sie und hoffte sie noch richtig einschätzen zu können. Lässig und möglichst unschuldig und mit einem charmantem Gesicht, wie ich es schon lange nicht mehr benutzt hatte, stand ich schließlich also da. Arme leicht verschränkt, wobei ich ungesehen ein Messer in der einen Seite griffbereit hatte. Sollte sie mich selbst entdecken, oder machte ich endgültig auf mich aufmerksam? Die Antwort kam wohl in dem Moment indem ich ein kokettes "Hey...." Leise von mir hören ließ und sie sich im selben Moment zur Seite drehte, wo sie mich sehen könnte.
|
zuletzt bearbeitet 27.01.2023 19:32 |
nach oben springen
|
Der Krieg war endlich vorbei. Cat hatte zwar ihre Rache für Dragons Tod bekommen, doch auch dabei eine wichtige Lektion gelernt. Denn ohne es zu wissen hat sie damit einer ihr sehr wichtigen Person @Duo Maxwell sehr verletzt. Sie hat seinen Freund hinrichten lassen, Duo damit seelischen Schmerz zugefügt und in der Gefangenschaft wurde ihm auch körperlich zugesetzt. Erst als Duo hatte fliehen können und Cat ihn gejagt hatte, hatte sie ihn schlussendlich erkannt.
Nichts hätte ihre Taten wieder gut machen können, doch der erste Schritt um nach Vergebung zu suchen war Duo die Freiheit zu schenken. Egal welche Konsequenzen dies am Ende für sie mitgebracht hätte, falls jemand mitbekommen hätte, dass sie ihn laufen lassen hatte. Doch sie hatte Duo nicht noch mehr Schmerz zufügen können.
Ebenso hatte sie sich gesagt, dass sie wie vor Dragons Tod nie wieder jemanden töten würde, außer es war, unbedingt notwendig. Nur wenn es Notwehr war. Schon zuvor hatte sie Gewalt verachtet, da sie diese in ihrem Leben schon viel zu oft hatte spüren müssen. Aus diesem Grund hatte Cat sich mit der Peitsche damals angefreundet, da sie Lebenden und Untoten damit einfach die Beine wegziehen und somit abhauen konnte, ohne irgendjemanden ernsthaften Schaden zuzufügen. Im Notfall war die Peitsche jedoch auch eine gute Angriffswaffe, wenn sie diese nicht nur um den Knöchel ihres Gegners schlang, sondern mit voller Wucht zuschlug. Eine Platzwunde war dort mindestens vorprogrammiert.
Auch wenn man in so einer Welt mit den Untoten kaum pazifistisch und ohne Gewalt leben konnte ohne selbst dran zu glaube, so wollte Cat es weiterhin versuchen.
Dass Cat jedoch durch den Krieg einen alten Freund wieder auf sich aufmerksam gemacht hatte, der ihr nicht immer wohlgesinnt war, das ahnte sie nicht. Ansonsten wäre sie wohl kaum noch alleine unterwegs. An dem heutigen Tag fuhr Catherina gerade von den wiederaufgebauten Saviors, die nun ein Außenposten des Heavens Paradise war, zurück zu der Hauptkolonie. Sie hatte einen Deal mit @Brian Daniels geschlossen, weswegen sie bei ihm in der Kolonie geblieben war. Doch trotzdem war sie alle zwei Wochen eine Woche bei ihrem Vater. Denn Familie war schließlich das wichtigste was es überhaupt noch gab. Zumal Cat viel zu lange keine gehabt hatte und deswegen nichts mehr missen wollte. Einzig ihr Sohn Finn fehlte noch, um ihr Glück vollenden zu können. Immer wenn sie von einer Kolonie zur anderen fuhr, hielt sie Ausschau nach ihm, um ihn irgendwann finden zu können. Nur wenige wussten von seinem Verbleib. Eigentlich nur @Alice Riddle ihre beste Freundin mit der sie zusammen im Heavens Paradise lebte. Ansonsten hatte sie sich noch niemanden anvertraut. Selbst ihrem Vater nicht, denn sie wusste nicht, wie er damit umgehen würde, dass sie bei den Menschenhändlern von dem Sohn des Anführers schwanger geworden war und sie nach der Geburt so gut wie nie hatte Finn sehen dürfen.
An Finns Vater dacht sie selten. Wenn doch war dies meist von Wut aufgrund seiner vergangenen Taten oder Angst, dass er noch leben und den Mord an seinem Vater rächen könnte, begleitet. Cat ging zwar davon aus, dass Adam in dem Chaos ebenfalls umgekommen war, da sie seitdem nichts mehr von ihm gehört hatte, doch da konnte sie sich nicht sicher sein, bis sie seien Leiche oder ihn als Untoten sah.
Neben der Suche nach Finn ging sie auch etwas plündern. Die Zeit alleine tat Cat immer gut. In den Kolonien fühlte sie sich inzwischen zwar wohl, aber nach all den Jahren Gefangenschaft und des Martyriums war es Balsam für ihre Seele, wenn sie etwas Zeit für sich hatte. Auch wenn sie wusste, dass die Menschen in ihrer Nähe ihr nichts antun würden, so zuckte sie das ein oder andere Mal doch immer noch zurück, wenn jemand freundschaftlich ihren Arm berührte oder sie gegen die Schulter boxte. Dinge, die für diese Menschen normal waren, erzeugten bei Cat eine Angst, da sie eher Gewalt als liebevolle oder freundschaftliche Gesten gewohnt war. Mit einigen Leuten konnte sie sich zwar komplett entspannen, doch zwischen Menschenmassen kam es regelmäßig vor, dass Cat schnell emotional überfordert war.
Gerade diese kleine Plünderung dieses Reihenhauses genoss Cat. Sie durchsuchte jedes Zimmer und überprüfte sogar die Schubladen nach doppelten Böden, da die meisten Plünderer dort nicht nachsahen und Cat somit öfters auch mal Waffen oder Drogen fand, die im Heavens Paradise zu Medikamenten unverarbeitet werden konnten. Tatsächlich fand sie in dem Reihenhaus sogar eine Waffe in einem Boden eines Schranks. Diese stopfte sie sofort in ihren Rucksack und warf sich den wieder auf den Rücken. Gerade wollte sie sich wieder umdrehen und aus dem Schlafzimmer rausgehen als ein ‚Hey…‘ ertönte und Cat im Augenwinkel eine Gestalt im Türrahmen – ihrem einzigen Fluchtweg – stehen sah. Als sie sich der Person ganz zudrehte und dabei ihre Hand zur Sicherheit auf die Peitsche an ihrer Hüfte legte, erbleichte sie als sie Adam erkannte. Er stand mit verschränkten Armen vor ihn und sah sie charmant an.
Automatisch wich sie einen Schritt zurück und kam sogar ins Straucheln als sie gegen die Kante vom Bett stieß, etwas was ihr eigentlich nie passierte. Sie war immer perfekt im Gleichgewicht. Doch genau dieses Gleichgewicht brachte allein Wort von Adam zum Wanken.
Kurz schielte sie zu dem Fenster, doch sie erinnerte sich, dass im anderen Schlafzimmer die Regenrinne war, über die sie über das Fenster aus hätte fliehen können. Bei diesem Zimmer würde sie einfach nur in den Tod stützen. Also musste sie irgendwie an Adam vorbeikommen. Denn das Risiko mit ihm zu reden wollte sie nicht eingehen. Sie wusste inzwischen, wie gut er im Reden war und auch, dass sie wahrscheinlich schwach werden würde, wenn sie auch nur ihm wenige Minuten ihm zuhören würde. Schließlich war er immer noch der Vater ihres Sohnes und sie hatte ihn einige Zeit über geliebt. Auch wenn er sie danach einfach hatte fallen lassen und sich nicht mehr bei ihr hatte blicken lassen.
Cat nahm deswegen schnell ihre Peitsche aus dem Halfter und schwang sie schnell, um Henrys Knöchel damit zu umwickeln. Zu ihrem Glück hatte er seine Arme verschränkt, weswegen er seinen Sturz nicht abfangen konnte, denn nachdem die Peitsche sich um sein Knöchel gewickelt hatte, zog sie einmal kräftig und riss Adam den Boden unter den Füßen wortwörtlich weg.
Schnell sprintete Cat vor sprang während des Laufens über Adam, der am Boden lag uns hastete zu der Eingangstüre der kleinen Wohnung, worin sie sich befand. Doch als sie zur Klinke griff, war keine da, obwohl zuvor dort sich noch eine befunden hatte. Adam hatte ihr wohl den Fluchtweg genommen. Und egal wie kräftig Cat trotz ihres eher zierlichen Körperbaus war, eine Türe konnte sie nicht auftreten. Gleich darauf sprintete sie weiter zu der Türe zu dem anderen Schlafzimmer, durch das sie über das Fenster hätte fliehen können. Doch auch diese Türe ließ sich nicht öffnen. Sie saß in der Falle!
@Adam Miller
|
nach oben springen
|
Cats Reaktion war schnell. Viel zu schnell. Ich wusste das sie gut war, aber ich hatte sie wohl doch etwas unterschätzt. Mein Anblick hatte sie zwar ins Wanken gebracht, aber sie hatte sich verdammt schnell wieder gefangen. Das sie so gut mit einer Peitsche umgehen konnte hatte ich unterschätzt. Aber zum Glück hatte ich für alle Fälle selbst schon vorgesorgt. Mein Sturz war hart und mein Rücken würde sich später wohl dafür rächen. Aber nun war sie über mich hinweg gesprungen und das machte mich dazu den Schmerz zu überwinden und mich wieder aufzurappeln. Genau genommen hatte ich mehr oder weniger damit gerechnet das sie versuchen würde zu fliehen. Darum schließlich auch die Sicherheitsmaßnahmen. Ich grinste automatisch böse und folgte ihr dann. Mit ihrer Flucht hatte sie meine Jagdgewohnheiten geweckt und ich bekam mehr als Lust das auszukosten. Wobei ich meinem Plan weiter folgen sollte. Ich war immerhin hinter ihr her um sie erneut für mich zu gewinnen und nicht um sie einfach zu töten. Wenn ich das gewollt hätte, dann würde sie schon am Boden liegen. Mit gespitzten Ohren verfolgte ich weiter und hörte, je näher ich ihr kam, das sie wohl nervös wurde. Mir stellte sich nur die Frage ob und wenn ja inwieweit sie sich verändert hatte. "Caaaaaat!" Rief ich ihren Namen langgezogen aber leiser vor mich her. Es gab keinen Ausweg aus diesem Teil des Reihenhauses, es sei denn sie wollte lieber sterben. Wovon ich nicht ausging wenn ihr Wille nicht irgendwo vollends gebrochen wurde. Trotzdem war ich wachsam als ich um die nächste Ecke zu ihr kam. Schließlich wollte ich nicht einfach so über den Haufen geschossen werden. "Begrüßt man so alte Freunde, Kitty Cat?" Dieses Mal war ich darauf gefasst das sie wieder zu ihrer Peitsche greifen würde. Dennoch blieb ich oberflächlich locker und sah sie weiterhin mit einem gewissen Grinsen an, dem sie früher einmal nicht widerstehen konnte. "Weißt du wie lange ich nach dir gesucht habe?" Kurz sah ich sie gespielt traurig an. Ich sollte dem Schicksal wohl danken das Cat davon ausgegangen war mich nie wieder zu sehen, denn so wurde sie wohl so unachtsam wie jetzt. Weshalb auch immer sie einen neueren Krieg hat aufflammen lassen, es war zu meinem Gunsten. Viel zu lange hatte sie es geschafft so unter mein Radar zu schlüpfen, dass ich stets zu spät kam um sie in die Finger zu bekommen. Und wie ich sah hatten die Jahre ihr rein gar nichts anhaben können. Als ob es nur Zwei Tage her gewesen war. Einzig und allein ihr langes Haar zeugte von der Zeit die verstrichen war. Das Alter stand ihr zudem ausgezeichnet. So wie es nicht sehr vielen Frauen schmeichelte. Allerdings war Catherina schon immer anders gewesen. "Ich will dir nicht wehtun." Dabei legte ich den Kopf leicht zur Seite und setzte eine unschuldige Miene auf. Auch etwas, auf das sie früher schnell reagiert hatte. Dennoch versperrte ich ihr den Fluchtweg mit galanter Haltung. Sie sollte nicht sofort abhauen können. Zuerst musste ich wissen wie ich sie neu einschätzen konnte und wie ich das für mich nützlich machte. Wenn meine Informationen stimmten, würde ich mit Cat auch etwas gegen ihre neu gebildete Gruppe in der Hand haben. Geschweige denn gegen das gesamte Paradise. Aber so weit war es noch nicht. Brian hatte sich in all seinen Briefen immer äußerst vorsichtig ausgedrückt, präzise, aber sparsam. Vermutlich würde er sich nicht davor scheuen sie für seine eigenen Zwecke zu opfern. Aber auch dazu war noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen. Hier zählte gerade nur, was sich zwischen uns aufgebaut hatte. Man konnte buchstäblich die Luft schneiden. Nitz desto trotz war ich darauf gefasst mich verteidigen zu müssen. Wobei ich wirklich vermeiden sollte sie zu erschießen. Ich brauchte sie noch. Und sie mich, auch wenn sie das noch nicht wusste. Aber ich wusste mehr als sie es tat.
@Catherina Winchester
|
nach oben springen
|
Da Cat nun regelmäßig etwas zu Essen bekam und sich wieder so frei bewegen konnte wie sie es wollte, war sie natürlich trainierter als in der Zeit als Sklavin bei den Menschenhändlern. Sie war dadurch schneller und wendiger als in der Zeit damals und auch etwas stärker. Gewachsen ist sie weiterhin nicht, wodurch jeder die kleine Frau überragte, die nur stolze 1,57 Meter groß war. Doch auch ihre Größe spielte ihr in die Karten, denn so waren selbst kleine Lüftungsschächte oder kleine Löcher in Wänden oder Zäunen kein Hindernis für sie, sowie sie mit ihrer kleinen und zierlichen Gestalt schneller jemanden ausweichen konnte.
So war es auch nicht verwunderlich, dass Cat Adam fast schon überrumpelte als sie schnell mit der Peitsche ihm die Beine wegzog und über den am Boden liegenden Adam hinübersprang, sodass er nicht seinerseits ihre Beine zu fassen bekam. Doch weiter kam Cat dann auch nicht sonderlich, denn jegliche Türe, die zuvor passierbar war, konnte sie nun nicht mehr öffnen. Ob die Türe zum Bad oder zur Küche sich öffnen ließ, wusste sie nicht, denn dazu müsste sie wieder einen Teil des Flurs zurücklaufen und würde somit Adam in die Arme laufen.
Dass er ihr folgen würde, war eine Tatsache. Denn er war ihretwegen in dem Reihenhaus und hatte sie gezielt in diese Situation gebracht. Ansonsten wäre nicht jeder Fluchtweg ihr genommen worden. Und Adam würde ihr nun nicht folgen und ihren Namen langezogen den Flur entlangrufen. Panisch, da er immer näher kam, drückte sie noch einmal sich mit ihrer gesamten Kraft gegen die Schlafzimmertüre, doch selbst als sie sich mit der Schulter dagegen warf, ging sie nicht auf.
Dann kam Adam schon ums Eck und grinste sie so an wie früher. Doch nun erzeugte es kein angenehmes Kribbeln im Bauch mehr, sondern nur Herzrasen und eine Gänsehaut, die ihren ganzen Körper überzog. Sie bleckte die Zähne und trat einen großen Schritt von der Tür weg. Zu ihrem Missfallen war der Flur auch noch so schmal, dass ihre Peitsche auf jeden Fall die Wände oder die Decke streifen und so an Kraft verlieren würde.
Als Adam dann sie fast schon tadelnd fragte, ob man so alte Freunde begrüßte, verengte sie die Augen und fauchte fast schon zurück: „Wir sind schon lange keine Freunde mehr!“
Was die Wahrheit war, zwei Jahre nachdem sie Finn zur Welt gebracht und man ihn ihr sofort weggenommen hatte, hatte Adam sich nicht mehr bei ihr blicken lassen. Ihr eh schon schweres Leben wurde ihr nur noch weiter erschwert und sie hatte bis sie auf Dragon traf, jegliche Hoffnung verloren, sowie den Glauben, dass irgendein Mann je zu ihr gut sein würde. Ihr Vertrauen war soweit zerstört worden, dass sie selbst Dragon nur sehr langsam an sich rangelassen hatte, aus Angst, dass er wie Adam nur mit ihr spielte. Er als sie nach ihrer Flucht sich wiedergefunden hatten, fiel es ihr leichter ihm mehr Vertrauen entgegen zu bringen.
„Es ist mir egal, wie lange du mich gesucht hast! Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir uns nie wieder gesehen!“, gab sie auf seien Frage zurück, als er von ihr wissen wollte, ob sie sich vorstellen konnte, wie lange er nach ihr gesucht hatte. Wahrscheinlich all die Jahre lang. Schließlich hatte sie seinen Vater umgebracht und die Kolonie soweit ins Chaos gestürzt, dass sie danach nicht mehr existierte.
Dass Adam sie dabei traurig ansah, tangierte sie in dem Moment nicht. Sie war so voller Panik, dass gerade einmal so seine Worte überhaupt zu ihr durchgedrungen waren. Sie hasste es eingesperrt zu sein und obwohl der Raum nicht ein kleiner Keller oder eine Zelle war, sondern ein weitläufiger Flur, so hatte sie in diesem Moment keine Chance zu fliehen. Aus diesem Grund wanderte ihr Blick auch über die Wände des Flurs, in der Hoffnung irgendetwas zu erblicken, was eine Fluchtmöglichkeit für sie bot.
Adam stand nun einige Meter von ihr entfernt und versperrte allein durch seine Haltung und durch seinen Körper, den letzten möglichen Fluchtweg von Cat. Anschließend verkündete er ihr, dass er ihr nicht weh tun wollte. Cat schnaubte auf: „Das hast du schon längst getan!“
Was nur die Wahrheit war, denn Adam hatte nie etwas dagegen getan, dass man ihr gemeinsames Kind ihnen wegnahm. Der wohl größte Schmerz für eine Mutter!
Da Cat annahm, dass Adam jegliche Schwäche ausnutzen würde, konnte sie nicht so einfach die Waffe wechseln. Zumal, wenn sie in die Innentasche ihrer Jacke griff, wohl allen klar sein würde, dass sie eine Pistole zücken würde. Aus diesem Grund griff sie mit der linken und freien Hand nach einem Bilderrahmen auf der Kommode neben ihr und warf das Bild einfach gezielt auf Henry. Damit die scharfen Kanten ihn nicht treffen würde, würde er ausweichen müssen. Direkt nachdem sie das Bild geworfen hatte, nahm sie die Peitsche in die andere Hand und zückte mit der rechten nun ihre Pistole.
„Ich will dich nicht töten, aber wenn du ich nicht gehen lässt, dann habe ich keine andere Wahl!“, verkündete sie ihm nun und zielte auf ihn.
@Adam Miller
|
nach oben springen
|
Ich schaute Cat beleidigt an und fasste mir dabei theatralisch ans Herz, als sie so bestimmend meinte das wir keine Freunde waren. "Ohh, das ist wahrlich gemein. Du brichst mir das Herz." Ich war schon immer ein guter Schauspieler und hatte auch in der Zeit nichts verlernt. Mir war klar das es Zeit bräuchte um meinen Plan ins Rollen zu bringen, aber ich war eisern darin. Cat war mir in vielerlei Dingen wichtig. Nicht nur aus Rache weil sie meinen Vater getötet hatte und unser zu Hause zerstört hatte. Dafür bekam sie noch eine gerechte Strafe. Erst einmal wollte ich wissen ob ich mit meiner Theorie recht hatte. Und wer konnte das schon sagen, vielleicht schaffte ich es ich es auch ihr Vertrauen so weit zurück zu bekommen das sie mir auch noch weitere Kinder schenkte. Aber dafür war schon längst vorgesorgt. Ich beobachtete sie die ganze Zeit über genau. Nicht das sie mich doch wieder überrumpelte mit ihrer netten Peitsche. Nur dieses Mal war ich vorgewarnt. "Ich kann deinen Schmerz sogar nachempfinden." Durchbrach ich die aufkommende Stille zwischen uns. Teilweise entsprach das sogar der Wahrheit. Mein Dad hatte mich nicht getötet und auch Finn nicht, nachdem ich ihn tagelang erfolgreich vom Gegenteil überzeugt hatte. Tja, Cat musste da das Nachsehen haben. Entweder mein Sohn, oder eine Sklavin ohne bedeutende Zukunft. Die Entscheidung fiel mir nicht sonderlich schwer. Aber das musste keiner wissen. Tatsächlich war es auch für mich nicht einfach gewesen. Den Regeln gemäß galt Finn immer nur als mein Bruder. Manchmal fällt es einem schwer das zu verinnerlichen. Es durfte über die Jahre hinweg niemand erfahren, sonst wäre ich am Ende doch noch drauf gegangen. Aber nein, wieder einmal verhalf mir mein Talent dazu selbst meinen Vater davon zu überzeugen das ein Enkel, gewollt oder nicht, ein Segen war und seine Macht damit bewiesen war. Das der göttliche Teil in ihm so stark war das er für immer weiterleben würde. Ich war so gut darin das ich es beinahe selbst glaubte. Dabei kam ich Cat einen Schritt näher. Wie zu erwarten war glaubte sie mir nicht. Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Sie mochte damals vielleicht naiv gewesen sein, aber heute war sie definitiv ein anderes Kaliber. Dennoch war ich überzeugt auch das händeln zu können. Ich sah sie einfach nur an und wägte ab inwiefern ich meine Vorgehensweise ändern, oder anpassen musste. Auf jeden Fall würde sie sich befreien, egal wie. Und sie hatte eine Peitsche und vermutlich auch noch andere Waffen. "Denkst du mir ging es leicht?" Im Vergleich zu ihr sicherlich. Da brauchte ich keine Lügen spinnen. Aber bevor ich weiter reden konnte, flog auch schon ein Bilderrahmen auf mich zu und unweigerlich musste ich mich davor wegducken. Das passierte ganz automatisch und ich ärgerte mich innerlich über eine so plumpe Reaktion. Natürlich hatte sie in der Zeit ihre Waffen gezückt. Erneut stand mir die Peitsche gegenüber und ich fragte mich ob auf so kurze und enge Distanz viel damit anzufangen wäre. Die Pistole die sie mir entgegenstreckte war da schon viel gefährlicher. Damit war die Entfernung kein Problem mehr. Trotzdem zog ich meine Waffe ganz bewusst nicht, auch wenn ich sie natürlich sofort griffbereit hatte. Ich war kein Idiot. "Cat..." Fing ich wieder an und blieb ebenso bewusst in ihrem Weg stehen. Es war wichtig das der Funke jetzt übersprang. Ich bildete mir nicht ein das ich so schnell noch mal eine derartige Gelegenheit bekam. "Ich hatte es auch nicht leicht." Wiederholte ich mich selbst und zog traurig die Brauen hoch. "Glaubst du ich wäre einfach so davon gekommen, nur weil ich sein Sohn war?" Leicht aber bestimmend schüttelte ich dabei den Kopf. "Ich habe versucht was ich konnte. Und ich habe alles versucht." Ich sah sie weiterhin traurig an. "Ob du mir glaubst, oder nicht." Ich atmete gespielt tief durch, so als würde es mir schwer fallen was ich dann tat. Ich hob langsam und beschwichtigend die Arme, nur ein Stück damit sie wusste das ich nichts schlimmes vor hatte. Ich zog meinen Ärmel langsam hoch und zeigte ihr ein paar Narben an der Haut. Die stammten zwar nicht von meinem Vater, aber das musste Cat nicht wissen. Ich setzte ein gequältes Gesicht auf und zeigte ihr, nachdem ich den Ärmel wieder runter gelassen hatte, auch den anderen Arm, der ähnlich aussah. "Ich habe dich versucht zu besuchen. Ich habe versucht unserem Sohn etwas besseres zeigen zu wollen." Wieder atmete ich gestraft aus. "Das war seine Antwort auf sein eigen Fleisch und Blut...." Ich zog an einer Schulter den Stoff runter und zeigte ihr seitlich die Schulter, oder eher den Oberarm. Darauf prangte ein Brandzeichen das sie sehr gut kennen müsste.
@Catherina Winchester
|
nach oben springen
|
„Es ist nicht gemein! Es ist nur die Wahrheit!“, fauchte sie ihn weiter an und versuchte sich gegen Adams Charme und Manipulation abzuschirmen, indem sie einfach von Anfang an kratzbürstig war. Sie hatte noch gut genug in Erinnerung, was für eine Wirkung er auf sie gehabt hatte. Innerhalb von kürzester Zeit hatte sie ihm aus der Hand gefressen, obwohl sie von Haus aus ein sehr vorsichtiger und scheuer Mensch war. Erst recht bei den Menschenhändlern. Doch Adam hatte es geschafft und Cat wusste, was ihr blühen würde, wenn er es erneut schaffen würde.
„Ach, kannst du das?“, höhnte sie dann als er davon sprach, dass er ihren Schmerz verstehen konnte. Adam hatte seinen Sohn wenigstens sehen können. Hatte sie es gewagt in Finns Nähe zu kommen, hatte dies harte Strafen zur Folge gehabt. Adam hatte auch nicht neun Monate das Kind unter seinem Herzen getragen und ihm war es nicht entrissen worden ohne das er Finn ein einziges Mal nach der Geburt hatte sehen können. Zwar hatte Adam bei der Geburt nicht dabei sein dürfen, doch die anderen Sklaven hatten ihr immer mal wieder erzählt, dass Adam bei seinem Bruder gewesen war, womit er ihn deutlich häufiger gesehen hatte als Cat!
Als Adam dann einen Schritt auf Cat zuging, ging sie automatisch einen Schritt zurück. Wohlwissend, dass sie bald die Türe im Rücken hatte und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein würde. Sie musste handeln, um die Oberhand zu gewinnen. Aus diesem Grund war sie einen Bilderrahmen nach Adam als er meinte, dass er es auch nicht leicht gehabt hatte und Cat wünschte sich, dass ihr Wurfgeschoss ihn hart am Kopf traf für diese Worte. Er hatte es deutlich einfacher gehabt als sie. Eventuell hatte er es auch nicht gutgehabt, doch er ist kein Sklave gewesen, der tagtäglich durch die Hölle hatte gehen müssen.
Doch statt das sie traf, duckte sich Adam, wie von ihr eigentlich geplant und sie tauschte schnell die Peitsche gegen ihre Pistole, sodass Adam es sich ja nicht wagte ihr nahe zu kommen. Die Peitsche tat zwar weh, doch sie war in dem schmalen Flur klar im Nachteil. Etwas, was sie auf keinen Fall hatte haben wollen. Sie war nicht mehr die kleine, wehrlose Sklavin, mit der Adam machen konnte was er wollte!
Obwohl Adam nun in ihren Pistolenlauf schauen musste, blieb er ihr weiter im Weg stehen, was Cat die Zähne fletschen ließ. Er schien keine Angst davor zu haben, dass sie schoss, sonst würde er anders handeln. Stattdessen redete er weiter. Er erzählte davon, dass er es auch nicht leicht gehabt hatte, obwohl er der Sohn des Anführers gewesen war. Er wollte ihr weiß machen, dass er alles versucht hatte, um ihr und Finn zu helfen. Er sah sie sogar dabei traurig an und hob langsam die Hände, um seinen Ärmel hochzuschieben und eine Narbe an seinem Arm zu zeigen. Etwas, was Cat ihm nicht abkaufte. Die Narbe hatte er zwar noch nicht gehabt als sie zusammen gewesen waren, doch das musste nicht heißen, dass Frances ihn bestraft hatte.
„Hör auf mich anzulügen!“, schrie sie ihn fast schon an, da sie es leid war seine Lügengeschichten zu hören und man sah ihr deutlich die Wut an, dass Adam versuchte sie davon zu überzeugen, dass auch er unter seinen Vater genauso gelitten hatte wie Cat. Auch nachdem er weitere Narben zeigte, wollte Cat es ihm nicht glauben und sie hob die Pistole etwas höher, auf Adams Kopfhöhe, damit ihm bewusst wurde, dass er mit den Spielchen aufhören sollte. Ihr Finger befand sich dabei die ganze Zeit auf dem Abzug, sodass eine falsche Bewegung von Adam ihn umbringen konnte.
Dann jedoch redete er weiter, meinte, dass er sich besseres für Finn gewünscht hatte und zeigte ihr dann eine Brandwunde am Oberarm nahe der Schulter. Das Brandzeichen war Cat nur zu bekannt. Das war das Zeichen der Sünde in Frances Sekte. Mitglieder, die eine Sünde zugaben, konnten einmalig sich brandmarken, um sich von allen Sünden frei zu waschen. Sündigten sie erneut wurden sie Sklaven oder verdienten den Tod. Sklaven selbst hatten selbst nicht die Möglichkeit sich auf diese Art und Weise brandmarken zu lassen, um wieder ein normales Mitglied zu werden.
Adam hatte scheinbar nicht gelogen. Sein Vater hatte auch ihn miserabel behandelt. Sonst hätte er ihn gebrandmarkt. Doch trotzdem wurde Adam bevorzugt behandelt, da die Stelle versteckt war, anders als bei den anderen Mitgliedern, da eigentlich jeder das Brandzeichen immer sehen sollte, wodurch sie meist am Unterarm in der Nähe vom Handrücken angebracht wurden.
Trotzdem zögerte Cat wegen dieser Bevorzugung etwas, dann ließ sie jedoch die Waffe sinken und fiel wieder einmal auf Adams Worte herein. Doch für sie sah es so aus, als hätte Adam die Wahrheit gesprochen. Sein Vater hatte ihn gebrandmarkt, weswegen auch die anderen Narben an Glaubhaftigkeit gewannen. Ob er wirklich versucht hatte sie und Finn zu sehen, dass könnte er nicht beweisen, doch sie glaubte ihm aufgrund der Narben.
„Tut mir Leid!“, meinte sie dann zu ihm und entschuldigte sich dafür, dass sie mit der Waffe auf ihn gezielt und ihn angezweifelt hatte. Allerdings behielt sie trotzdem ihre Waffe weiterhin in der Hand, auch wenn sie nicht mehr auf Adam zielte. Eine kleine paranoide Stimme in ihrem Kopf ließ nicht zu, dass sie sich wehrlos Adam auslieferte.
@Adam Miller
|
nach oben springen
|
Mir war klar das es nicht leicht werden würde. Schon früher war eine @Catherina Winchester nicht mit kleinen Lapalien zu gewinnen gewesen. Obwohl es mir schwer fiel Fehler zuzugeben und damit auch etwas menschlicher zu wirken. Aber vielleicht war es dieses kleine Bisschen Normalität, das ihr damals den Rest gegeben hatte. Aber heute war das garantiert anders. Sie war kein kleines Mädchen mehr. Ganz offensichtlich. Und obwohl sie schon immer einen starken Willen gezeigt hatte, waren da ein paar Zweifel gewesen. Genau die richtige Mischung in die ich eingreifen konnte. Nur würde das heute vermutlich nicht ganz reichen. Mal sehen ob mich meine Nase dieses Mal auch nicht trügte. Cat hatte sich verändert, das sah man gleich. Es blieb nur die Frage, was genau von dem kleinen Mädchen in ihr übrig geblieben war. Ob mein Fingerspitzengefühl da reichen würde? Verlernt hatte ich jedenfalls nichts. Im Gegenteil, ich konnte zumindest diese Art von Fähigkeit immer weiter ausbauen. "In gewisser Weise, ja." Ich setzte noch immer ein unschuldiges und leidendes Gesicht auf. Ich wollte die harte Tour vermeiden. Das würde nur zu unnötigem Ärger führen. Zumindest so lang ich es vermeiden konnte. Das lag dann eher bei Cat. Und ich nahm an das sie auf keinen Fall klein bei geben würde. Nicht nachdem sie ihre Peitsche so gekonnt schnell gegen eine Pistole getauscht hatte. Sie hatte definitiv einiges dazugelernt. Ich konnte mich nicht daran erinnern das sie früher schon so reagiert hatte. Wobei das eventuell auch nur an meiner Anwesenheit lag. Selbstverständlich war sie Frances gegenüber ganz anders eingestellt. Aber sie hatte meine damaligen Agumente hervorragend unterstrichen und meiner These die entscheidende Glaubwürdigkeit gegeben. Ich sollte trotzdem vorsichtig sein. Der Abzug war schnell betätigt und ich hatte keine sonderlich große Lust hier schon zu verrecken. Nicht wenn ich meinem Ziel wieder ein Stück näher gekommen war. Nicht ganz wie geplant, aber Gott stellte die Menschen immer vor Herausforderungen. Dabei blitzte kurz der Gedanke durch meinen Kopf und ich fragte mich ob mein Dad mit seinem Ableben tatsächlich zu dieser Art Gott geworden war. Immerhin sprach vieles dafür. "Ich will dich nicht anlügen, Cat. Du kennst mich." Was in dieser Situation prikär war. "Ich will nicht behaupten das ich den selben Schmerz kenne." Zwischen körperlichen und seelischen Schmerz konnten Welten liegen, das wusste ich. Auch wenn ich verhältnismäßig wenig leiden musste. Schmerz, war dennoch Schmerz. Erneut atmete ich tief durch, gerade so als würde ich mich überwinden müssen etwas schmerzliches zu beichten. Immerhin zielte sie nach wie vor auf meinen Kopf und nur die kleinste Unstimmigkeit konnte mir genau den kosten. Als ich ihr das Branndzeichen zeigte, schien das eine wesentlich größere Wirkung zu haben. Die Stelle war natürlich nicht perfekt, das war mir klar, aber es zeigte genug Wirkung. Genau so, wie ich es geplant hatte. Nicht zu offensichtlich, aber widerum auch nicht zu versteckt damit die Quälerei umsonst war. Im Grunde hatte ich weit weniger gelogen als ich es musste. Ich hatte die Tasachen und Fakten etwas verdreht und für mich zurecht gebogen, aber die Lügen an sich waren minimaler als gedacht. Ich schmunzelte, bewusst genau so wie früher, als sie die Waffe sinken ließ und sich auch noch bei mir davfür entschuldigte. Hervorragend! Einen Schritt weiter. "Ich will nicht sagen das ich das selbe durchgemacht habe, das wäre vermessen." Und sicherlich lächerlich unglaubwürdig gewesen. "Aber ich hoffe du kannst meine Entscheidung irgendwann verstehen." Und damit sie gar nicht erst zu etwas anderem kam, redete ich auch schon etwas gedrückt und gespielt geknickt weiter. "Ich gebe zu das ich weniger für dich tun konnte, als ich es gern gewollt hätte, und ich hätte mich wohl sicherlich mehr anstrengend können. Aber ich hoffe du verstehst es irgendwann und irgendwie das ich, wenn ich schon nicht dir helfen konnte, wenigstens den Weg für unseren Sohn etwas ebnen wollte. Damit er es ein kleines Bisschen leichter hat." Mit gesenktem Kopf sah ich Cat schuldbewusst an. "Dein Weg war alles andere als leicht, das weiß ich wohl, aber es war auch nicht leicht Finn zu sehen und mich nicht um ihn kümmern zu können wie er es verdient hatte. Er war immer nur einer meiner Brüder, mehr nicht. Schenkte ich ihm zu viel Aufmerksamkeit bekam nicht ich den Ärger, sondern du. Und dafür entschuldige ich mich bei dir aus tiefstem Herzen. Denn das hat dazu beigetragen das es dir schlecht ging. Körperlich wurde ich weniger gestraft als du. Frances hatte immerhin noch ein Gesicht zu verlieren. Aber kannst du dir vorstellen wie es war ihn zwar ab und an zu sehen, aber nichts sagen zu dürfen?" Ich schluckte schwer. Teilweise entsprach das sogar der Wahrheit. Nicht das ich mich als weicherzigen Vater sah der seinen Sohn ständig umarmen wollte und das alles, das kannte ich schlichtweg selbst nicht, aber sicherlich hätte ich ihm eine andere Handhabe zukommen lassen wie dem Rest meiner Brüder. Dabei legte ich unbewusst eine Hand auf mein Herz. "Es tut weh." Dann kam ich noch den einen oder anderen Schritt auf Cat zu und wiederholte mich erneut reumütig. "Ich verlange nicht das du mir einfach so verzeihst, dafür habe ich dir zu viel angetan, aber du warst schon immer stark und konntest dich irgendwie selbst wehren, Finn konnte das nicht. Er war nur ein unschuldiges Kind." Es sollte nicht so wirken als wollte ich sie weiter in die Ecke treiben, aber wenige, zögernde Gesten unterstrichen meine Worte und gaben ihnen hoffentlich genau den Ausdruck der den Funken restlos überspringen ließ.

|
nach oben springen
|
„Wenn du nicht lügst, dann schau mir in die Augen und wiederhole alle Versprechungen von früher!“, befahl Cat fast schon und ging den ersten Schritt, indem sie ihm direkt in die Augen sah. Sie selbst ging davon aus, dass sie nach all den Jahren gelernt hatte, gut von böse unterscheiden zu können und zu wissen, wann jemand ihr etwas Gutes tun wollte. Schließlich hatte sie schon als Kind all dies lernen müssen. Und all die Jahre in der Apokalypse hatten sie noch mehr geformt. Zumindest dachte sie, dass sie die Lügen von Adams durchschauen würde…
Anschließend redete Adam auch schon weiter. Erzählte ihr fast schon reumütig, dass er nicht behaupten wollte, dass er ihren Schmerz kannte und das, was sie durchgemacht hatten, auch nur ansatzweise vergleichbar gewesen wäre. Hätte Adam dies auch nur angedeutet, hätte Cat geschossen. Womöglich nicht direkt in den Kopf, aber in den Arm oder ins Bein, um wiederum ihm zu verdeutlichen, dass selbst dieser neue Schmerz nicht ansatzweise ähnlich war, zudem was sie hatte durchmachen müssen.
Weiterhin hörte Cat ihm weiter zu, ohne etwas zu sagen. Sie wollte sich komplett anhören, was der Sohn von ihrem Hauptpeiniger zu sagen hatte. Auch wenn sie je mehr er redete, ihm immer mehr glaubte. Er hatte etwas authentisches an sich und unterbewusst kamen wohl wieder alte Gefühle hoch, die schon damals dazu geführt hatten, dass sie ihm aus der Hand fraß und getan hatte, was er wollte. Nun war sie jedoch etwas willensstärker und fiel ihm nicht sofort dankbar um den Hals, sondern ging skeptischer an die Sache heran und unterdrückte jegliches Gefühl der Vertrautheit und der Verbundenheit, was sie dazu verleitete ihm auch wieder zu glauben.
Als dann Adam jedoch ansprach, dass er alles dafür getan hatte, um Finn zu schützen, wenn er nicht sie hatte schützen konnte, wollte sie ihm dies einfach glauben. Sie wollte einfach das Gefühl haben, das wenigstens Finns Vater für ihn irgendwie hatte da sein können. Selbst wenn sie darunter hatte leiden müssen, absolut nichts für ihren Sohn zu tun und ihn nicht einmal hatte sehen können. In der verkorksten Sekte wäre es ein Segen gewesen, wenn Adam seine schützenden Hände über Finn gehalten hatte. Zumindest so gut wie es ging. Selbst als Adam zugab, dass er durch die Aufmerksamkeit gegenüber Finn ihr immer wieder Strafen eingebrockt hatte, war sie ihm nicht einmal mehr böse. Er hatte es schließlich für ihren Sohn getan. Sie selbst hätte sich einen Arm abgehakt, wenn es Finn irgendwie geholfen hätte und wenn es Fin gut getan hat mit seinem Vater in Kontakt zu treten, selbst wenn er es nicht wusste, so hätte Cat rückblickend den Schmerz jedes Mal angenommen. Es hieß nicht umsonst, dass Mütter für ihre Kinder alles taten. Auch wenn Cat durch die Vorschriften der Sekte mit Abwesenheit geglänzt hatte, so würde sie immer alles für ihren Sohn tun!
Verbittert stimmte sie Adam zu: „Ja, ich kann mir gut vorstellen, wie es ist, ihn zu sehen und nichts zu sagen. Wie du sicherlich weißt, habe ich immer mal wieder die Regeln gebrochen und bin zu ihm gegangen. Die Strafen waren mir aber immer egal, denn ihn wenigstens einmal alle paar Wochen für wenige Sekunden sehen zu können, selbst, ohne mit ihm zu sprechen, war alles wert. Denn es hat mir das Herz gebrochen nicht bei ihm sein zu können!“
Mit ihren Worten gab sie Adam gleichzeitig zu verstehen, dass er nicht so rumjammern sollte, da er wenigstens Finn irgendwie hatte sehen können, aber andererseits zeigte sie auch, dass sie seinen Schmerz verstand, da es ihr schließlich ebenso ergangen war.
Das Adam während seinen Worten auf sie zugegangen war, nachdem sie die Waffe hatte sinken lassen, bemerkte sie anfangs gar nicht. Fast schon gebannt hatte sie ihm zugehört, um endlich zu erfahren, wieso Adam ihr all dies angetan hatte. Nun hatte sie die Erklärung. Er hatte alles dafür getan, um ihren gemeinsamen Sohn zu schützen, da dieser zu klein gewesen war, um sich selbst zu schützen. Sie selbst war eine Kämpfernatur, was sie selbst nie so richtig wahrhaben wollte, trotzdem fühlte sie sich geschmeichelt durch Adams Worte und verstand umso mehr, weswegen er all seine Kraft Finn gewidmet hatte. Adam hatte scheinbar gedacht, dass Cat sich schon selbst helfen konnte, Finn wiederum nicht.
Auch wenn sie offensichtlich eingeknickt war und mehr Schwäche zugelassen hatte, als für sie wahrscheinlich gut war - schließlich hatte sie die Waffe sinken lassen und Adam zu ihr kommen lassen - so versuchte sie noch ein bisschen ihren Schutzwall oben zu lassen, selbst wenn es eigentlich zu spät war.
„Was wenn ich dir sage, dass ich dir glaube? Was willst du tun? Wieso hast du nach mir gesucht und was erhoffst du dir durch die Kontaktaufnahme?“, hakte sie dann nach und sah ihn forschend an. Aufgrund seiner vorherigen Worte vermutete sie stark, dass er ihre Hilfe wollte, um zu Finn zu kommen. Doch da konnte sie ihm nicht helfen. Was würde Adam jedoch dann tun?
@Adam Miller
|
nach oben springen
|
schreib hier rein einfach deinen Post, da es der erste Post war, kann ich das nicht löschen, aber es wird chronologisch wiederum sortiert -.- Voll madig ey
LG Ivar

|
zuletzt bearbeitet 27.01.2023 19:31 |
nach oben springen
|
Survive Talk
0
| Einfach ein eigenes Forum erstellen |
September: Das Wetter ist noch recht schwül. Temperaturen: 17°C - 26°C